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Full text of "Akten und Korrespondenzen zur Geschichte der Gegenreformation in Innerösterreich unter Ferdinand II"

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ZWEITK    AUTEILUNO. 

l>IPl^ra^%TAHlA  KT  ACTA. 


WIEN,  1907. 

IN    KOMMISSION    BEI    ALPRED    HOLDER 

K.  D.  K.  H»r.  VHU  VmVEHSITiTR  BUCimiKDLtK 
iUCIUIlKblU  PUl  KAtSEBUCIlM  ^EALiBMU  Utk  WIMIINIlHim)) 


WAP,    4   1955 


VORWORT. 


l!«tvH  «pller,  ah  icb  ha&tm  ^kI  «nnuvn  dnrt'tr,  tnV.  der 
kad,  mit  dm  die  Qammhmf  der  Aktrn  imd  Kar* 
mm.  xnr  Oeechicltte  der  Gtyearrfunnatioa  in  Inaer- 
am  AbicUvß  findet,  u  d«  ÖAentliehkÄl.  Sdnwerv 
besv.  TMmttXIm  m  d«»  mir  üb  ■InhWffn  stehen- 
Bot«6-  tmd  aaderc  dringeitde  Aibeitai  sunden 
aÖMT  r— dwran  VoBendsog  de«  UnteraehmenB,  an  das  idt  im 
gßmmm  14  Athnis}ahn  gftfat  babe^  hindernd  im  We^  Am^ 
ist^  waa  nim  Torlk^  em  anderes  fnworden  ab  was  es  n  «rer- 
doB  healimrak  war.  Hepte  iA  noch  bei  d<v  Aasarbciron^  des 
cystea  Baadca  die  Absicht^  dem  sweiten  unvii  die  Akten  aar 
OflMhidite  de«  innerOst^rreächisdwn  Kryptoproiesuntismns  bei- 
■opebqp,  «o  maß»  lanAchat  schon  wehren  der  Mas»e  des  Stoffe» 
danm  Umganir  peaonimcn  werden^  da  wost  der  vortiegende 
Band  lödit  auf  das  Doppelte  seines  jetzigen  Umfange«  pekom- 
■CB  wite,  Aach  sarhlicJiB  ErwSpmf^n  standen  der  orsprftsi;* 
Beben  Abattht  im  Wege.  Erst  nachdem  das  ganze  Akten- 
material  für  die  Geschichte  der  Gefrenreforraation  in  den  Ivtxten 
adm  Jahren  Ferdinands  IL  rorlair  und  ^nau  1>earteUt  werden 
kannte,  stellte  steh  dae  xnror  nicht  geahnte  Ergebnis  hcraas, 
daß  in  jenen  Tagen  tod  einem  KryptoproteetaDUsmas  in  Inner- 
S«lerrn^  noch  nicht  gesprochen  werden  kann,  der  Protestantis- 
nns   vielmehr   in   diesen  Landen    nocb  durch  diese  ganze  Zeit 


VI 

hindurch  eiue  Miiflit  gchliebeu  ist,  Protestanten  in  allen  ijchicb- 
ten  der  Bevölk^runfr  noch  öffentlich  als  solche,  nicht  jUs  Krypto- 
Protestanten  aufgetreten  sind,  und  der  Begriff  des  innerüater- 
reiclilachen  Kryptoprotcstantismus  sonach  aeitlich  cingeongt 
werden  muß.  Darjiue  ergab  sich,  daß  er  nla  etwa«  ganz  Seih- 
sUiudif^s  behandelt  werden  konnte  und  daß  die  ihn  betreffenden 
Akten  besser  in  einen  oigenen  Bttnd  zusammengelegt  werden 
durften. 

Was  die  Gruppienmg  des  StofiTes  betrifft,  «chließen  sich 
die  Akten  diesea  Bandes  einfach  an  die  des  ersten  an.  Zwar 
enthalt  der  erste  Teil  der  unten  folgenden  Einleitung  eine  Grup- 
pierung des  Stoffes  «um  Teile  nach  zeitlichen,  zum  Teile  nach 
Haehlichen  Motiven,  aber  diese  Gliederung  konnte  in  dorn  Akten- 
band schon  deshalb  nicht  cingefldirt  werden,  weil  die  Aktcn- 
materialien  der  einen  (irappo  oft  weit  in  die  der  anderen  Über- 
greifen. Im  übrigen  ist  die  Itußerlicho  Einrichtung  hier  dieselbe 
geblicbon,  wie  beim  ersten  Band.  Sind  hier  die  Kärntner  und 
Kraincr  Materien  stilrk&r  vertreten  als  dort,  so  liegt  es  vor- 
nehmlich daran,  daß  die  Materialien  Kur  Geschichte  der  Gegen- 
reformation im  stcirischen  Landesarchive  seit  dem  .Jahre  IGOO 
sllrnkhlieh  zu  versiegeu  beginnen,  die  UegierungsaUlt*nj  wie  sie 
gegenwärtig  im  stoirisclicn  Htalthallereiarehive  leicht  benutzt 
■werden  können,  aber  alle  drei  Lttnder  gleic}imÄßig  botreffen. 

Wie  beim  ersten  IJandc,  so  darf  ich  auch  hier  aui'  zwei 
Momente  hinweisen:  e-s  handelt  sieh  bei  dieser  Akten  publik  ation 
nicht  um  eine  absolute  Vollstiindigkeit,  die  übrigens,  auch  wenn 
der  genügende  Itaum  mr  Vertilgung  stnnde,  niemalB  erreicht 
werden  könnte,  da  stets  Nachtrüge  zum  Vorschein  koranien, 
sondern  nur  nm  eine  Mitteilung  jener  wichtigen  Aktenstücke, 
die  alle  dn»i  Länder  betreffen.  Daraus  folgt  ftirs  zweite,  daß 
auch  hier  das  lokale  Moment  nur  dann  in  Rechnnng  gezogen 
vurdoj   weim  ihm  eine  auf  das  Allgemeine  gerichtete  Tendenz 


J 


VII 


innevrohnt:  eine  Kinzelmaßregel  z.  ß.  den  Anlaß  bietet,  daU  sich 
ein  ganze»  Land  oder^  wio  es  oft  ^m\g  der  Fali  ist,  alle  drei 
lAnder  mit  ihr  beschilftigen.  Nur  dadurch,  dAß  dioacs  Prinzip 
rom  Anfange  aa  festgelegt  und  durchpeftihrt  wnrdr,  konnte 
eine  d^artifre  AktenBAintninng  überh&apt  zustande  gebracht 
werden.  Erst  ftlr  dio  letzten  Zeiten  wurden  lokale  und  rein 
persfinlicbG  Angelegenheiten  in  größerer  Menge  —  freiÜL-h  auch 
nur  in  größter  KürÄC  — •  aufgenommen,  da  es  sieli  hier  darum 
h&ndelte,  zu  zeigen,  wie  viel  sich  vom  protestantisuben  Wesen 
in  Innerttsterreich  noch  Geltung  Terschaffen  kann  und  welche 
Bedeutung  ihm  noch  jetzt  zukommt.  Ich  habe  eine,  wenn  aucli 
nicht  abschUeßonde  tlborsieht  Über  die  Krgebnlsse  der  Gegen- 
reformation im  zweiten  Teile  der  Einleitung  vorgelegt;  sie  kann 
noch  nicht  abschließend  sein,  weil  noch  eine  ganze  (inippe  von 
Akten  —  die  ntltdttBchen  ßcfonnationsordnungen  —  nicht  ge- 
druckt vorliegt,  andererseits  war  es  dabei  nicht  zu  umgehen, 
daß  bei  dieser  notwendigen  Anordnung  dea  Stoffes  mancher 
Gegenstand  wirdorholt  berührt  werden  mußte.  Diese  Refor- 
niatiousordnungen  dUrtl%n  schon  im  I^ui'e  der  nächsten  Zeit 
in  einer  8onderabhandlnng  vorgelegt  werden.'  Was  das  von 
mir  benutzte  Quellcnmatcrial  anbelangt,  so  muß  irh  nuf  die 
Ausitllirungen  verweisen,  die  sieh  In  deui  Rand«-  befiuden,  der 
die  Oegenreforraation  in  Ina  «röste  rrei  eh  unter  Erzherzog  KhvI  II. 
behandelt  nnd  dio  im  ersten  Bande  des  vorliegenden  Werkes 
erglüuend  angefllhrt  wurden. 

Auch  diesmal  smd  dem  Herausgeber  neue  Snmmhingon 
erschlossen  worden.  Daß  ich  sie  gontlgcnd  ausnützen  konnte, 
danke  ich  in  erster  Linie  der  kaiserlichen  Akademie  der  Wissen- 
acluften,   die  mich  durch   eine  Subvention   iu  die  Lage  setzte. 


'  Sie  Ueiron  nnnmehr  unter  (lern  Tit«l  ,Dlo  K^fiirmfitionocirilTbuii^ßn  dor 
Stute  and  Märkte  IaQerä«lorr«ichii  aiut  doii  JAtirun  l&81~l«2ä<  mit- 
fOtMlt  ttod  sriäulurt  Toa  J.  Loaortli  im  96.  Bd.  dM  Archire  fUr  Oit«rr. 
QMBhieht«  vor. 


vm 

Huch  die  nnfrarisohon  nnd  kroatischen  Archive,  so  weit  sie  fttr 
meine  Arbeit  in  Betracht  kamen,  autzusuchon  und  auszubeuten, 
Bo  dnß  die  vorliegende  Sammlung  auch  nach  diniter  Seite  die 
eiimchlägif;»»  Malerinlinii  rnlhiilt.  Zu  p^rußcrti  Danke  hin  ich 
auch  diesmal  allen  jenen  Förderern  dieser  Arbeit  verpflichtet, 
die  ich  bereite  iii]  Vorwort  zum  ersten  linnde,  S.  IX  und  X, 
int  einzelnen  gunatuit  habe.  Ptesitial  kuinnie  ich  uueh  ^urne 
der  Verpflichtung'  nach,  den  Vorstünden  dea  ungarischen  Landea- 
archivs  und  dea  Nationalm UHeuni»  in  Buda{>eBt,  den  Leitern  des 
kroatischen  LHudesarehivt»,  des  Aixdiivä  der  »UdHlawUcUen  Aka- 
demie und  de»  crabitHihtiäichen  Archivs  in  A^ram  für  ihre  mir 
vielfach  zuteil  ߫wordene  Unterstt^tzunff  xu  danken.  In  Buda- 
pest wurden  meine  Studien  weaenllich  durch  die  unermüdliche 
Bereitwilligkeit  de»  Herrn  I'ruf.  Dr.  Anton  Ahlaas^,  in  Afrram 
durch  Heim  Dr.  A.  Buä&r  gefördert.  Beiden  sei  anch  an  dieser 
Stelle  gedankt  und  Uberhaui)t  allen  Fördcreni  die-ser  Sammlung, 
dwcD.  schon  im  ersten  Bande  gedacht  ist.  Der  reichen  Liste 
möchte  nur  noch  der  königl.  bayri^cho  Keichsarchivgrat  Josef 
Sebert  anzureihen  sein,  durch  dessen  Ent^^egcnkommon  die 
KHmtnisch-Bamberger  Akten  noch  in  letzter  Stunde  auegenützt 
werden  konnten. 

Graz,  im  Juli  1907. 


J.  Losertli. 


Allgemeine  Übersicht  über  den  Gang  der  Gegen- 
reformation von  der  Auflösung  des  protestantischen 
Kirchenministeriums  bis  zur  Ausweisung  des  pro- 
testantischen Herren-  und  Ritterstandes  und  bis 
zum  Tode  Ferdinands  II. 


I.  Die  Fortfflhrnne  dor  G ogicn reform n( ton  In  StolorniRrk, 
KXrnleii    uiiü    k'min   iu   drr  znellcu   Hülft«  des  Jalire» 

leoo. 

Der  Uoeheoininer    1600    be^ciulinet  den   niihcjiunkt   der 

die  ProtefitAnten  gerichteton  gcnaltäjnuün  Mnßiialiinen  der 

icmnfr.     [Yic   Rz-forrnfttton    wird   in   alli'n   drpi    I^S-ndirn   in 

It  nnd  Land  aufs  kräftif^ste  weiter  geftihrt.    Die  Städte  und 

Mürkte   werden   mit  ReligionsreformationsordnunKen  bc- 

diicht  oder,  wo  solche  schon  früher  erlassen  worden  waren,  mit 

neuen  versehen.     Wie  dfts  gewalttätig"  Vorgeht-n  der  Komniia- 

auf  die  T^ndlcato  drückt,  wird  man  dem  Berichte  Hans 

Adam  Schratts  an   die  Vorordneten  entnehmen.'     Schon  hören 

wir  sus  dem  Mnnde  des  Fürst  bisch  ofa  Martin  Brenner  die  I)ro- 

hang:  In  secha  Wochen  -werde  der  Keldzug  anch  gegen 

Ijden   Herren  stand  angehen.     Die   Panik   nnter   den   IJnter- 

^tanen  war  eine  große:  ,&chon  sagen  sie  die  Ciüter  hcini',   weil 

sie  Tom  Herrenatand  ,so  gar  nicht  versichert  werden'.    ,Un8ere 

len  Leute',  klagt  Emreich  ron  Khainach/  ,80  den  ßetelden 

KommissjLre  nicht  Gehoipam  leisten  wollen,  entlaufen  und 

an  ihre  (Jüter  verüden.'    Mindestens  wird  das,  was  sie  ihrer 

Grundherrachaft  oder  anderen   zu   zahlen  schuldig  sindj   nicht 

gezahlt,   weil  sie  in  so  kurier  Frist  ihren  Besitz  nicht  zu  vcr- 

kanfpu    rermögen.     Die  Folgen    dieeea  Vorfiehens  machen  sich 


■  Vm.  I04S,  1143. 


Kr.  106». 


schon  jetzt  an  dem  spttrliclion  Kingang  der  Steuern  bomcrkliHr. 
Audi  di»  katliuliiidieti  UntortAiien  speiTvn  siüh.  Die  obersteiri- 
M(-'In'n  Rndwoi'ke  ge)ien  achtjii  jetet  auiii  fji'üßeu  Toilo  in  fremde 
IlHiidc  ülicr.'  Die  frltiiclu'ti  Kln^'en  veniclimen  wir  ana  Köni- 
len  nnd  Kraiii.  In  Kilrnton  ricliteti  die  pruti'stantiselieii  Herren 
und  Landleute  noch  Mitte  Juli  eine  hewegliehe  Eingaho  au  di-ri 
ErzhcnEiig,  in  der  sie  inu  Eiiistelluiig  der  Verfolgung  bitten.' 
Auch  hier  wird  über  den  Niedergang  der  Bergwerke  geklagt. 
Noch  si^tjieii  die  Kärntner  Ilire  IToffiiuug  auf  eine  rntcrventioji 
der  Envherzogiii-AIiit.tfT."  Nichts  TiÜstlivlics  venialnn  man  aus 
Krain,  denn  die  Antwort  des  Erzherzogs  auf  eJno  im  Frilhjalii- 
geniBcIite  Eingabe  der  Krainer  lautt-le  Ledenklleh  genug:  der 
Elrzherzog  weigerte  sieh  geradezu,  die  Schrift  wegen  ihrer  ,un- 
beditchligen  uud  schinipHichen  Anzüge'  zu  bohnlteuj  ond  ver- 
langte, ihren  Verfasser  zu  kennen.*  Wie  gewalttätig  auch  sehDU 
gegen  Mitglieder  de»  Herren st/mdes  vorgegangen  wird,  sah  man 
an  dem  Fall  Georgs  von  Molenthein  an  der  ItHill,  diT  in  «einem 
Edelroannssitz  von  6 — 8  von  dem  Gmllndler  Erz|>ricater  Anfan 
Stremayer  abgesandten  Personen  näehtlielierweile  iduTfallen 
wunle.*  Wichtiger  als  alles  das  war  die  Durchllihrung  der 
Gegenrefonnatiun  in  Graz,  die  erst  vorp^nümmon  wurde,  nneh- 
dem  sie  in  den  and<-ren  Städten  uud  in  den  Miirkl<'u  des  Lan- 
des bereits  vollzogen  war.  Sie  begann  am  27.  Juli  KIÜO.  Alle 
Bürger  und  Inwohner  im  ganz&n  Burgfried,  ]'>oktoren,  Prokura- 
loren uud  nobilitierlen  Personen,  mit  Ausnahme  der  allen  Mit- 
glieder des  Herren-  und  Kilter»tandeSj  worden  zitiert  und  der 
RefoiTimtion  unterworfen.  Wer  sieh  ihr  widersetzt,  muß  nach 
Zahlung  dcH  zehnten  Pfennigs  in  kurzbemessener  Frist  zum 
Land  hinaus.  Da  waren  nun  vor  allem  Bedienstete  der  T-and- 
«chaft,  wie  Adam  Vcncdiger,  Christoph  Galmlkofer,  Erasmus 
Kondeb,  die  eben  durch  ihr  Verli^iltnif;  zur  Landschaft  genehiHzt 
zu  sein  vermeinten.  Aber  just  auf  diese  war  das  ganze  Vor- 
gehen abgesehen.  Denn  Mitnner  wie  Venediger  hatten  sieh 
durch  ihre  Haltung  im  protestantisclien  Kirclienministerium  uud 
dnn'li  ihre  Wrbindungen  mit  dem  Ausland  den  HaB  oder  min- 
destens das  Mißtrauen  der  Regierungttbehörden  zugezogen.  Der 
Stadtrat  von  Graz  war  schon  reformiert,  da  die  gektischen  alten 
Rataherren  schon  vordem  entfernt  worden  waren.     E«  fiel  der 


>  Nr.  lO&S,  1106. 
*  Kr.  10Ö8. 


'  Nr.  1046. 


"  Nr.  1046. 


•  Nr.  1161. 


* 


xt 


I^ndschaft  Bchwer,  den  galten  verdienten'  Venedifrer  za  uiisscn, 
and  Bo  nagte  sie  denn  zn  f»oinen  Gunsten  eine  Bittschnft  an 
den  Fürstbischof  Martin  Brenner,  die  allordinps  crtolgloa  blieb. 
Ebeneo  schwer  fiel  üir  die  Ausweisung  ihres  Einnehmers  Sa- 
bm«tian  Speidcl,  aber  »nch  ibi-c  Bosch wcrdeschrift,  in  der  sie 
dxrauf  hinwies,  daß  mim  für  so  erprobte  llHnner  in  knrzcr  /oit 
nicht  leicht  einen  Ei-satz  finde,  haue  nicht  das  gewünschte  Er- 
gebnis. Die  Zahl  der  Ausfrewicsencn  war  nicht  eben  groß  — 
im  ^nzen  waren  es  61  —  und  auch  da  konnten  die  Komraia- 
särc  bereits  um  2.  Au^st  darauf  hinweisen,  daß  ihre  Zahl  sich 
stark  Termindem  werde,  wenn  nur  erst  der  Ernst  der  Stunde 
ui  sie  herantritt.  Nicht  anders  sei  es  in  Rottenmann  gewesen, 
wo  seinenseit  40  Bl\rger  atuüfrewieson  wurden  nnd  doch  nicht 
mehr  als  drei  von  ihnen  den  AVizu^  naliiiien.  Mau  batle  in 
den  Städten  das  Mittel  7A\t  Hand,  daß  man  dio  ,Bestandrar- 
Ussnng'  der  ßUtor  den  Ansgewicsencn  nicht  zuließ,  sondern 
die  Bürger  zum  Verkaufe  otlcr  zur  Bekehrung  «wnng.'  Dazu 
kam  die  Bestimmung,  daß  die  Güter  der  Ausgewiesenen,  die 
tu  bestimmter  Frist  nicht  verkauft  waren,  eingezogen  würden. 
Wer  ohne  Zahlung  dos  zehnten  Pfennigs  den  Abzug  nahm, 
wanle  als  ehrlos  crklürt.'  AU  das  mochte  manchen  in  seiner 
Qeönnnng  schwankend  machen.  Wagenweisc  wurden  dio  sckti- 
Bchen  Bücher  Rnsanimengcscldcppt.  Am  3.  August  meldet  der 
Kammerprokura tor  Wolfgang  JöcWinger  (lern  Erzherzoge:  ,Da» 
Rathans  ist  fast  voll  mit  sektischen  Büchern.  Man  wird  das 
Haas  leeren  und  sie  verbrennen  missen,  damit  man  die  übrigou 
hineinbringen  kann.'*  Mehr  als  acht  Wagenladungen  wurden 
TOT  dem  I'aulttstore  ,dem  Vulkan  geopfert'.  Von  den  Aus- 
gewiesenen erregt  die  Persönlichkeit  Jobannes  Keplers  unser 
Interesse,  llan  hoffte  ihn,  der  gute  Beziehungen  zu  den  Je- 
suiten hatte,  ins  katholische  Lager  zu  ziehen,  was  freilich  nicht 
geiajig.  Am  12.  August  erhielt  er  von  der  Landschaft  seine 
Entbusong;  das  Zeugnis  Über  seine  an  dor  Hcliule  geleisteten 
Dienste  wurde  ihm  am  4.  September  gegeben.*  Viele  der  Aus- 
gewiesenen erhielten  Empfehhingsschi-eiben  an  ungarisch»  Mag- 
naten. 

Das  Vorgehen   der  Itegiening  in   der  Landeshauptstadt, 
das  Ja  nicht  zum  kleinsten  Teile  sich  gegen  Beamte  des  Landes 

'  St.  IOM.  •  Nr.  lOM. 

•  Xr.  1068,  10*0.  •  Nr.  IHH. 


XII 


wAiulto,  Kwnng  die  Verordneten,  einen  fi^Wißeron  Ausschuß  von 
Herren  and  Landlouten  für  den  14.  August  einzutiorufon.'  Er 
trat  denn  auch  an  dem  bostinimten  Tage,  nachdem  schon  die 
Verordneten  eine  Rittachrift  zugunsten  der  angfrcwiesenen  Land- 
8chari8beamten  eingelegt  hatten,  die  von  dem  Erzherzoge  am 
II.  Anglist  ahgewieaen  wnrde,'  zoBammen;  aber  aiidi  Hi.ttn  Hin- 
weis auf  die  wirtächat'tliohen  Schildigungen  der  Ausweisung  der 
Landeshediensteten  vermochtii  t»  nicht,  den  Eralierzog  uiriÄii- 
stinimen."  Nur  eine  verliingerte  Frißt  für  den  Abaug  wnrde 
einzelnen  Ausgewiesenen  gewährt. 

In  denselben  Tagen  erfolgte  die  Ausweisung  der  Kirchen- 
imd  S(;hiildiener  an«  Kl-tgenfiirt.  Wie  diese  die  Fr,age,  inwie- 
weit man  den  1.  f.  Hefeiden  zu  gehorchen  habe,  beantworteten, 
wurde  bereits  an  anderer  Stelle  erörtert*  Wenn  irgendwo,  war 
hier  in  vielen  Kreisen  die  Stimmung  ku  liewaffneteni  Widerstand 
vorhanden,  aber  die  ,Hirteu'  des  Volkes  begnügten  sich  auch 
hier  mit  papierenen  Protesten  and  mit  jenen  Weisungen,  die 
ihnen  schon  in  den  achtziger  Jahren  der  herHhmte  Theologe 
Andrea  gegeben.  HÜt  Bittselirifton  war  hier  nichts  mehr  zu 
tun.  Die  Eingabe  der  Kitnitner  Herron  und  Landlcutc  gegen 
das  Vorgehen  der  Kegieraug  wird  schroff  ahgewieaen,*  ja  man 
kann  schon  jetzt  vernehmen,  ea  sei  überhaupt  in  der  Absicht 
dea  Erzherzogs  gelegen,  im  ganzen  Lande  eine  vollstSn- 
dige  Oluichheit  za  erhalten.  Und  gleichsam  als  Antwort 
auf  die  Bitten  der  Stande  wird  jetzt  erst  der  Feldzug  gegen 
die  Protesrnnten  in  Kärnten  begonnen.'"  Über  keinen  anderen 
sind  wir  so  genau  unterrichtet.  Kein  Geringerer  als  der  Fürst- 
bischof Martin  Hrcnnor  selbst*'  und  der  Historiograph  Karls  II. 
HieronyrauB  Megiser  haben  uns  darüber  Auizeichnuugeu  hinter- 
lassen." Aber  wichtiger  noch  sind  uns  die  Akten  seihst,  die 
über  die  Gegenreformation  in  Kärnten  berichten;  namentlich 
auch  über  die  auf  den  Besitzungen  geistlicher  Roichsf^rsten  wie 
Bamberg  und  Sabsburg.'  Es  ist  gewiß  zu  bcdiiucm,  d«ß  der 
Fürstbischof  Martin  Brenner  von  Seckau  die  Akten  der  stciri- 
achen  und  kärntnischen  Gegenreformation  nicht,  wie  er  es  zu 
tun   beabsichtigte,  dem   Drack   Übermittelt  hat.'"     Ks  kann  Ja 

»  Kr.  1065.  *  Kr.  1071.  ■  Nr.  1075. 

•  Areh.  f.  r«terl.  Gösch.,  XK  Bd.  *  Nr.  1074.  •  Nr.  1086  Note. 

■"  Nr.  117S.  •  Nr.  Il»2.  •  S.  nutet  Ann  X*ehtripeii. 

'*  Nr.  1175,    p.  101t    Be/urmatianU  et  Carinthiaeae   rt  Stj/riacod   acta  fortan 


kei»  ZmtM  dwlkber  ann,  daß  diese  PaMtkAdon  m»  cm  bes- 
•ere«  BUd  ron  den  EmgniMM  febotea  hxtti^  «b  iii*n  m  jetzt 
ia  dem  Bo^a  tod  Itosoteiu  ra  üben  pfie^  Zwar  ist  aoch 
«af  Grudlaj*«  der  BefonnACioiu:LkteB  d«r  Begienmg  za- 
It,  leidtT  aber  durch  Ti«le  lOgvnluAe  uder  •out 
qnriHitigg  Aagxben  and  ncfar  noch  durch  seinen  gvhlaneta. 
FmrboBton  bui  ins  Fraiienhjifte  cntstcÜL  Aach  der  rwdta  grufie 
Tr«fer  der  Oegcnreformatioa  in  Innerfeterreich,  der  Bischof 
Georg^  Steldu  Toa  Latsm  hat  diesen  ti^rcnstazid  in  einem  ans- 
fUufidwa  Sdveiben  behandeh.  das  er  am  1.  Uai  )6(M  an  Erx- 
kcrsof^  Kari  gwkhtet  hat,  das  aber  freilich  nicht  weni^r  als 
das  Buch  des  Koeoleiix  roO  Ton  Irrtainem  idt,  Ton  denen  unten 
resuiilidisieo  hemise:ehoben  sind.* 

Gleich  im  Anbe^na  UMtaoden  die  Kärntner  lit*rri^n  nnd 
Laudlente  ihr  Unrerm^^n  ein,  ihre  iieistÜchkeit  m  schütxen.' 
Auf  EinBslnheitep  dieser  K&mtner  Gc^'nrcformation  kann  hier 
nicht  eiageciaBgfln  weiden.  Die  Akten,  wie  sie  unten  Qber  die 
£re%niwe  in  timOud/  die  selbst  in  der  Feme  einen  nAcfaholti- 
geu  Kindrack  machten,  in  YeUnch/  Spittiü,'  VC»lkcrmArkt' nnd 
Klagen/ort*  vvrlicfpen,  geben  t-iueu  guten  Koramentar  xxt  dem 
Berichte  des  Seckaaer  KUntbischots.  Zuletst  sind  ans  noch  die 
Akten  ni  Gencht  gekommen,  die  Ober  die  Gegenreformrition  in 
VQhudi  nnd  Wolfsbci^  berichten.  Man  wird  ans  ihnen  eutuelimeu 
können,  welches  Beirandtnia  es  mit  den  WortetL  des  FOrstbiscliufs 
Ifartin  Brenner  bat,  daß  die  Hänfen  der  Hauern  and  die  Bft* 
wohaer  von  ViUach  einen  Aulstand  versacht  hatten.*  Wohl  aber 
hotten  die  Villachor  Bürger,  aas  ihrem  Bamberger  Unlertauen- 
vsx^ttnd  grOfiere  ächonnn<r  zu  erzielen.  Ebenso  ircrtvoll  wie  diese 
sind  die  Akten  über  die  Gi^genreforniation  d«i  Lavauttaks,  vor 
allem  von  Wotftiber^  nnd  schheßlich  besitzen  wir  über  die 
Vorginge  in  Klagenfart  einige  wertvulle  BehcbU;,  die  Megiser 
KU  seinem  in  el^antem  Latein  gcischriebeneit  Gesamtbericht 
Tonrertet  hat* 


tÜqmando  jmAliei*  f^PÜ  evantUlenttu:     Ud«r  toUta  damit  «twa  dsa  Buch 

T«i  KofolADi  B«tbst  rersUiideu  wia? 
■  A.  mntma  di*  NuUi  lu  Nr.  1&79. 
"  Hr.  1091.  ■  Nr.  1113.  Uli,  1116.  «  Mr.  USO.  >  Nr.  UM. 

•  Kr.  1U8.  '  Nr.  lliB,  II60,  1161,  1170. 

*  Tsrliaa  mtioorain  et  VillAi--«iHM    lunt  tiimulluati;    die  Akteu  Aber  die 
Oifu/wfaniuitioa  auf  den  Buiib«rger  Oebieten  ■.  uater  den  Nftcbtrlfeo. 


xrv 


An  BO  auäfillir lieben  Berichlei)  über  die  Ciegeiirertirmariuii 
in  Krain  fehlt  es.  Von  Wichtigkeit  sind  jene  drei  Briefe,  die 
dor  Laibaclicr  Katsherr  und  Handelsmann  Hans  Wodöpivetz 
an  Beinen  Verwandten  Anton  Hoff  za  Ende  Dezember  ge- 
acliricten  hat.'  Krst  tVir  eine  spätere  Zeit  liegen  uHhere  Ati- 
gaben  in  den  ICalendeni  des  Lailmcher  Uisdiofa  Antun  Krüii  vor." 

S.  Die  Pra^r  Legation. 

Wie  in  den  fiulieren  Jahren,  unterhielten  die  drei  Land- 
eeliafteu  auoli  jetzt  über  die  beschwerlichen  Kreiguisäe  eine 
rege  Korrespondenz  und  Buchten  nach  Mitteln,  dein  getnein- 
samen  Unheil  mit  vereinten  Kräften  zu  begegnen.  Schon  die 
vielc-D  Partik«Ia.rbe9chwerden,  die  von  den  einzelnen  Landleulen 
an  ihre  Landesverordneten  ge-sendct  wurden,  brachten  eine  große 
Aufregung  Iiervor  und  boten  den  Anluß,  eine  gi'inein«aiiie  Re- 
ratuiig  vorzunehmen.'  Trotz  alles  Wandels  der  Zeiten  tauchte 
noch  einmal  die  Krinnerung  an  den  Huldiguiigästreit  von  l-^^l 
lebhaft  auf;  wie  damals,  sollte  outrh  jetzt  der  Kaiser  das  er- 
lösende Wert  sprechen;  ilim  mußten  alle  Einzelnheiten  der 
großen  Persekution  und  deren  scKudliche  Einwirkungen  auf  die 
ttußorc  und  innere  Politik  der  LUnder  vorgetragen  werden. 
Schon  Mitt«  August  stand  es  feat,  daß  eine  Legation  an  den 
Kaiüer  abgesendet  werden  müsäe;'  die  Käratuer  waren  angesichts 
dessen,  wa«  sich  bei  ihnen  zutrug,  damit  voUkummen  einver- 
standen; freilich  waren  die  gemeinsamen  Handlungen  nicht 
mehr  so  leicht  durchzufülircn  wie  in  den  frllhcren  Jahren;  bei 
Hof  fand  man,  sobald  man  davon  erfahr^  leicht  Mittel,  Zusam- 
menkünfte der  Stunde  aller  drei  Länder  zu  verliindem.^  Kltrnl- 
ner  und  Kratuer,  die  sich  zur  Beratung  ihrer  Angelegenheiten 
in  Oraz  einfinden  sollten^  gelaugten  bis  nueh  Wildon;  dort  wurde 
ihnen  mitgeteilt,  daß  sie  wegen  der  auf  dem  Wege  herrauheti- 
den  Infektion  nicht  eingeliiesen  wlVrden;  ein  Protest  dagegen 
wurde  nicht  angenommen."  Die  Verhandlungen  wegen  der  Lß- 
gatiun  Zügen  sieh  nngehlihrlich  lange  hinaus:  in  Klagenfurt  er- 
wog man,  wie  schwer  es  in  Prag  sei,  zu  einer  Audienz  zu  ge- 
langen, und  ob  «8  nicht  liesser  »ei,  an  einem  gelegenen  Ort  zu 
gemeinsamer  Heratung  zusammen  zutreten  und  ch  noch  vorerst 
mit  einem  Fußfall    %'or  dem  Erzherzog  zu  versuchen.'     Damit 


*  Nr.  IXOX.  *  S.  aber  ikui  1'.  v.  B&iUu  in  Atgo  m,  S.  IS9  BT. 

•  Nr.  1040.       *  Hr.  1077,  1078.        "  Nr.  IUI.        •  Nr.  ni%       '  Nr.  t09Ö. 


sack  Sm  Cniner,  da»  hmrtm  H«n  de*  Enbetsoe*  er 

S»  As&eekt- 

er  dfen  Umb  «ad  itniipe  Gwhriinfait«By  der  Uoter- 
Die  äcöermirker  erUbtaa  mir  bediaft  ikre  Zm- 
dasa.  Dk  Sacke  werde  nnGgcft  nad  b  der  Z«i- 
aüt  der  Gcgcaicfcnii»tw»  iortgx&KraL  V<w  des 
Meiriaekea  AdeE^ea  erUaxte  äch  G«org  Hot  ruo  Stobcabeiy 
■nf  K«piaikerg  oad  lioxvck  daxa  bersit,  aa  der  Lesben  fetit- 
■BBcfcnen.'  Ib  Kxain  wmna  Una  Htrwmrth  tob  T^rrWy  nad 
Wi^^act  Toa  Aacnperic  laierwhflB.  ffiar  uamiii  aua  tob 
den  FaO&B  «iae  poGe  ^Ailrkaa^  Du  wlknle  nua  dock  nkkl 
als  .aumllMijrt  KoBTcntikef  ■«■'■l»*^*  dfirfoi.'  Ein«  gamÖMt- 
a^ae  Barataaf;  wnr  aaa  doch  ervanadU  and  tub  den  Steinn 
Gras  ak  Zamaaienkiinitaort  cmpfolilen.'  Der  Kncbento^  hatl% 
wie  beoMfkt,  Lmtod  nidit  ■»  bald  Koade  ccfaagi,  ala  er 
du  Vflffaabca  öl  K«üne  entickte'  vad  <fi«  Zoaanuneakaafk 
aatenagle.  Die  AbfesuidieQ  wo  KAmten  und  Krain  kefaiiea 
hörn  aad  aafam^  dm  Entwarf  naam  den  Katsar  aa  Aber- 
reicheadea  McaMiaadanw  wieder  mh  sieb.*  Die  Ausfertifguag 
cinaa  aeam  Keaaqitoe,  das  von  allen  drei  LAndsdLu'ten  ui~ 
gcaonuaea  werden  sollte,  nahm  Uairere  Zeit  ia  Aaspnch.  Die 
Klmtaer  beafttatu  äe^  nm  ihn  Senderbeeehweadeo  bei  deia 
Tiaadmfllrimi  aaiabringBi/  Sie  battea  aUea  Grand  dam,  deaa 
dien  jetzt  pngen  die  wnchtijateo  äcUK|;e  aaf  ae  nieder,  aad 
eben  jetit  dachla  asaa  bei  Hof  dAr&s.  d^n  JcMoitan  eiae  domi- 
läareade  Stattaag  bn  I.ande  an  r^rscb&fion.^  Sie  ftbertragea 
du  Mandat  f&r  die  Les:atioD  an  llannibal  Freibezm  au  E^ 
llitia  Korember  war  die  Geiaadtaehaft  mit  dem  Xotwaadigalai 
angvlrtct  and  oaeh  immer  TenOi^erte  sich  ihre  AbraiBe;*  noch 
ist  letHen  AageaUicke  erwies  sich  die  Einigkeit  der  Ltnder 
dacfa  aidit  ao  fest,  wie  fUea  immer  pcrfilimt  wurde.'  Erst  am 
3.  DoEember  kamen  Stobeaberg  und  Eck  in  Prag  an,  wo  st« 
aaa  aaf  den  krainiscbea  Abgesaadton  Uerwartb  Ton  Lamberg 
wanetea.  Daß  sie  nicht  leicbi  xa  einer  Audienz  kommen  wer- 
den, daTon  waren  ne  ttbeneogt,'*  aber  schon  ra  Ende  des 
Jahrae  beao^^eo  ae^  Oberhaapt  nidkt  Torsakommen."   Die  itairi- 

*  Vr.  not.  1106.  »yr.  1103.  >  Xr.  1U6. 

*  Nr.  UI9,  liai,  IIK.  lia.  »  Kr.  11*8.  •  Nr.  UM,  114«. 

*  Nr.  lIMf.  ■  Nr.  llSff,  1170.  •  Nr  I1B3. 
*•  Nr.  UM.  UM.             "  Nr.  1304,  12». 


XVI 


»eben  Stände  taten  d&a  Ihrifjc,  den  Koiaerhuf  ^Uustig  zu  atim- 
nien:  sie  bewilligten  die  tiLuiTacIie  Glllt;  »flbst  mehr  kOuuteu 
sie,  aber  nor  dann  tun^  wenn  eine  wirkaniue  Vermittlung  dea 
Kaiwra  sUttfhnde.  Die  Landschaft  sei  auch  geneigt,  einen  Geist- 
liclien  unter  die  Verurdncten  aufzunehmen.  Trotz  alledem  war 
in  Vrug  nichta  zu  erreichen :  mit  Mot  kunutc  eine  tichrift  an 
die  geheimen  Räte  Ubonutttctt  werden.  Sclilicßlich  reiste  Lam- 
berg  nach  Hause,  Kek  wui'de  kraiik.'  Am  1^.  Februar  hatten 
die  steiriacheu  Vcrurdiieten  zu  uioldeu,  daß  ihre  Hoffnung  aul' 
eine  günstige  Kriedigung  ihrer  Kcligionebescli werden  durch  den 
Encherzog  ein  schliiuniua  Knde  geiioitiuten.  Noch  liaben  sie 
Vertrauen  anf  den  Kaiser.  Aber  nach  einer  Meldung  Ötuben- 
bergs  war  auf  eine  Audienz  nicht  mein"  zu  rechnen.  Ks  witre 
das  beate,  die  Schriften,  die  sie  dem  Kaiser  Überreichen  wollten, 
den  geheimen  Kttten  zu  nbergoben.*  Das  wunle  nun  in  df-r 
Tut  besuhlossen.  Da  die  (Jeeandten  aber  den  Wunsch  hegten, 
daß  aueli  der  Kaiser  ihre  Beschwerde»  kennen  lerne,  wurde 
,cin  Extraet  und  Memorial'  angefertigt,'  doa  in  tlie  Ritte  aus- 
geht, der  Kaiser  müge  eine  Keuiedierung  ihrer  Beschwerden 
vonielinien,  damit  sie  alle  samt  Weib,  Kiiul  und  Gesinde  und 
den  angehürigeii  Glaubensgenossen  im  Vatcrlaiido  verbleiben 
könnten.  Die  Schrift  wurde  am  4.  Milrz  überreicht  An  die 
KrlaaguHg  einer  Audienz  war  nicht  mehr  zu  denken.  Am 
13.  Mitrz  teilt  Stubenberg  mit,  daß  er  seinen  Weg  nach  Hause 
nehmen  werde.  Oall,  als  Vertreter  Lambergs,  war  nueh  niehl 
erschienen  und  Eck  in  den  letzten  Tagen  gestorben.  Da  sich 
die  Verfolgung  in  allen  Lltudern  in  den  letzten  Tagen  erheblich 
steigerte,  schien  es  den  steirischon  Verordneten  von  außer- 
ordenüieher  Wichtigkeit,  dioae  Dinge  Joch  nocli  am  Kaiserhofe 
aneuhringen.  Man  mtisse  dem  Kaiser  vortragen,  daß  der  Era- 
herzog  nunmehr  ilaa  Äußerste  vorgenommen.  .Schon  wegen 
der  Folgen,  die  daraus  entätohcn,  sei  die  Intervontiou  des  Kai- 
sera  dringend  g*d)oten.*  Am  21.  April  weilte  8tubcnbcrg  schon 
dalietm  auf  Kaiifenbt^rg.  Er  nmldot,  das  huste  wHre  es,  einem 
einzigen  diu  Solizitierung  der  Oesehtlftu  in  Prag  zu  übergeben. 
Stubenberg  kehrte  Übrigens  nochmals  nach  Prag  zurück,  denn 
noch  am  10.  Mai  bitten  ihn  die  Verordneten,  sich  wegen  Solli- 


■  Nr.  1<83.  '  Nr.  1M7.  ■  Nr.  I£M. 

•  a.  du  SchreibM)  vom  21.  USrz  1601,  Nr.  1S84. 


iTn 


Z<äfaiV 


tritt  Cfcfwtnph  TOB  BaAmammdmt  am 
niM  8Mk*  &  ^^  ika  nkftA  banar  «b  hmm  V«f|giii«cr. 
Ib  teMiMk«'  Won  aagta  iha  der  tiHitlrhi  ThifciMJrif  er 
wwdt-iB  Pn^  lecnaSttvIi  draackn.  DieAacwwt  des  Kjüters 
warde  aaä:  £e  Stainr  aOgm  mA  tt  ikran  Erfchair«.  fcillM  ' 
Paifcwiiliii  r  aMto  m  Prap  fit  Jalvratk»  MiBigfliwidig 
PnaflrikttaifeH,  vie  ifie  BorcUunk  ran  BcrBdüt^^en  an  «r- 
li^gaB.  Er  sifite  alhihftch  «r&fa»,  daB  an  e«  KMqgegcD- 
t iMM iii  MB Praggr Hafc  «kfct  n  denken aeL  DarVi^kaBalv 
«Bd  <fie  BHe  voflteB  £e  Sumb  ao  ,adäoae'  Sacha  nek  tot- 
Wünf^BB  BBd  WAialaliiB  den  Qaaaadteo,  üXk  ar  eine  RaaahdiaB 
erkalte,  «inl  aie  die  Stetnr  nkkt  fraBcn,  aadere  bekaBdeltan 
£«  :^adw  gar  BUK  Spott.  Ala  er  andfieh  n  bOivB  bekam  «ad 
«tfifi  er  aadt  Jahr  onii  Tag*  in  Fn^  Tcriibebev  ao  wttnfo  ihm 
tu  veaig^  vie  den  oberüeteiTeicbiacbea  UaaaBdlea  ain  Beackaid 
avteÜ  werden,  eo  tat  er,  waa  uafter  £eaai  UaHttBdeB  daa  baala 
war:  «r  kehrte,  w«iag{aMk  «BTemckceter  Sadie,  in  die  HeiauU 
mräck.  ,Wad  ich,'  aa  ackntbt  er  «b  lä.  äcftlemb«^,  ,soQal  is 
dwser  Materie  mit  etUelMB  FmindeB  Tcttnu^dk  ^rendet,  ist 
Bidit  Kotf  der  Feda*  aaniTcrtraaeB.**  Den  Kftmiiieni  taachen 
die  Strirer  den  Vonmrf^  daß  aie  nadi  Keks  Tode  ketBen  an- 
derva  Oeaandten  nach  Pra^  beordert  hatten;  daa  ^tt«  der 
IjTytr*ii  «SD  gräfierea  Anaeken  gasaben,  denn  nun  bitte  daraas 
mtaummcD,  daß  die  Stlade  ihre  Sadm  mit  Errut  betrieben.* 
In  krin«--m  Falle  sei  dieae  im  Stich  an  U»«n  und  man  erwarte 
in  der  Angefegenfaeit  imgebend  ihren  Kat. 


3.  Die  AktloneD  der  Landlarr.     Dir  Fortluhruiis  der 
tie^nrrfurinatiua  in  Emin. 

IMe  großen  Aktionen  der  inncrüsterreichidirbon  I.juidtagei| 
a  mochten  rereinxelt  oder  ij^cmeindam  bantleln.  K-itteii  bisher 
in  bcBOi^  auf  die  kircbUchea  Din^  die  gcwO tisch u-n  Ki-fulge 
iiicht  geaeiligt.     Man   konnte   diu  Wahrnehmung  machen,   daß 


•IfeUU. 

r«»i«B.  n.  «u. 


I  18.  JuBi   I6<JU 
"  Kr.  136», 
M  LI. 


*  Nr.  laW. 


XMII 


dio  JiUnclUifru  i^oriido  dieecr  Angelegenheiten  we;;en  viel  von 
ihwr  Mtni  IkMlmtun^  oinbllßtoii;  in  tlou  Tagen  Karls  U.  und 
wlUiroiul  (lor  Ue^ft^iitHcbnft  wiiron  auch  die  kirchliclieii  An^cle^eii- 
hoiioi)  im  l'lRDuiti  <hti  Liiiii)tji|*es  verhiiiulch  iitul  hiiTi'ibtT  ßc- 
mIiIAm«  gefaßt  worden.  Die  Pralnten  verließen  in  solchen 
Fönen  don  Vorhand! iinp*».*«»!  und  hoteiligten  sich  nicht  weiter 
RH  dar  DernUiug.  Ilss  liOKc  auf.  Ncildeui  die  Hcgicrung  den 
Iktfelil  tut  sie  erließ,  darnn  tmgeliindert  Anteil  zn  nehmen.  Die 
prutostantiäelip  Fiirtet  war  suiuich  nicht  wehr  so  frei  wie  frülier; 
die  Aktiuiten  »Aliition  einen  nudereii  Ton  »n  luid  die  kirchlichen 
An^lejionheiteu  werden  schließlich  in  Sonde r\en*ani in Imigeu 
verlegt.  Tun  dtincn  die  Prftlatai  und  kiUholischeu  Mitglieder 
Mi8|fQnhhwa«n  wiuruu.  Konnte  man  sich  früher  dsmof  häufen, 
daO  «teh  die  Stidt»  mid  Märkte  zu  den  BwchlasseD  des  pro- 
twtautiwheu  Uerreu-  and  Ritterstandes  ihre  Zosttmctong  geben, 
so  h«lrte  <Uji  unu  Auf,  soitdcm  die  Refomution  in  Städten  und 
UArkten  durchgeführt  mr.  Die  StadtKmter  wuth  alle  an  Ka- 
thuliken  grkumnien;  «la  d«n  BttrgenueUtem  und  Rat^berres 
«»rrn  auch  firttbw  die  Laodlagsbotatt  gewtUt  wordea;  diese 
«raren  nan  insgwmt  knUaoliseh.  AUerdiags  tt8«Bea  ne,  aheaa 
Bnuch  laftflge,  im  Landtage  nur  «me  Stimme;  wtewoU  die 
pwlMNiitJachen  Sttads  demucii  mwh  jetzt  nwA  die  abcf^ 
wl<gmAii  UekriMit  V— 6«,  kaontea  sie  sich  trotx  ihrer  Hajoci- 
Ut  nkht  mAr  ab  aBMehlitflk^  Tcrtovtar  im  I^adtigs  be- 
liaffco.  ScImq  TV«  Bccnut  dnr  Bcgentochaft  aa  hatte  £e 
R«(Mn^  Intel,  <Uß«»Slteia  na  Ovraft-nd  Kittof»^^ 
SV  «MB  Tnl  4m  Qmcmm  hMm  od  amA  ikmer  Tei  bk& 
Ww  VithwfarW  ICaariOK  in  äek  Urne,  «e  ■■iliin«  SHbAt 
«W,  «W  aSM  «.  Pvftbtn«  ^M  wck  fieSoatoadHbfcl^ 

tt^w  hahw.     Alb  «aw 
^  Mc4  Amt  •"■n  i  i.  ^  ««■  * 
4«  UMlft.hafk  «*  ■irnii»  4»  r«u 
Owili>ow  LmtbiAmmam,  A^  «i»  Dr. 
^  liiimUMtfiiii 


i 


Septaber  IGOO.'  WoDIbb  m  jctet 
am  duften  die  kjthoKacfcca  MilglieJcr  der  Landtag« 
üeftit  JVgadUoMca  wcfden-  Weaa  di«  Beperaiip  auf  iImwih 
W«^  waiter  fia&  dum  war  «a  aach  aO^irfa,  der  Zcnto6«ig 
der  I^adtage  —  Maa  meant  rs  bcmts  Obstroktioa  —  ca1;gapn- 
flttAdlm.  Dia  Folga  kieroa  vt,  daß  die  UBWfOiihjrmii  hiafhwi 
Laadtage^  tuaiehgagsweiae  der^  U^oritAtM^  aar  aoA  wtkbeu 
gannaam  attftrvfaoi ;  veon  däea  i^nnrliiiihf.  sind  die  Vetkandlu' 
gen  geteiaia  aad  nkbt  imaier  fcefahrio«.  Jetxt  briogca  die  ein- 
■elaan  Landtag  ikre  Beadiwerden.  über  die  äe  geaondert  W 
catcs,  «ach  geaandert  tot.'  Wie  ibro  Kraft  bereite  geadnridit 
■L  ***tMw>tiit  isaa  dem  Berichte  des  kftmtnisdien  Landeshaapt- 
maanea  ^ad  ViaedoiBS  vosn  1.  KoTember  1600.'  Die  Land- 
n4afliHii  TCfffieren  »Aui  jetzt  das  Becbt^  in  freier  Wöae  Vor- 
■Ulge  Ar  die  Beaetxmtg  r«Q  RcgimeotsntasleUen  xd  macbea, 
denn  wann  jelst  «n  derartiger  Postco^  fbr  Jen  ilor  I.juidsckaft 
daa  VoracUagere^  aostdit,  in  Eriedi^og^  gvkomnitfa  tst,  be- 
gebit  die  Regierung,  einen  Herrn  oder  Landmauu  in  Vorschlag 
n  bringen,  der  katfaolsach  isL*  Daher  die  Klage  —  doch  nicht 
Ma  dnaem  Grande  aOeio  —  daß  die  Landesbräucfae  ^ab  prae- 
(etim  nd^MWir  diffikoltiert  oder  aondlicrt  werden.^  Eiiigabea 
der  Landadiaficp  in  kirchlicheD  Ang^egv^nhetten  findea  nun 
bnner  eine  Abweisang»  die  nicht  aelteo  in  schruffpo,  Trrletzcn- 
dni  Foraao  gegeben  «rird.  ScUÜeBlich  wird  nucEi  der  von 
den  innerSslerrei<^iiicheo  Ständen  stets  horhgehaltenL*  und  wfth- 
read  des  RiddigangntTrites  von  1591  mit  Erfülit*  angewendete 
Sakan  an  Eatscx  and  Keidi  ab  den  Freilipiien  des  Hanse» 
österreicfa  ahtrftghch  verboten.*  Aach  das  Recht  der  C^währang 
der  LnadsBUUUKcfaaA  darch  die  Landtage  wird  nun  ein  Ultuuri- 
edn%  dran  adura  erOrtert  die  Regierang  die  Fmge,  ob  nicht 
ttne  derartige  Asfnahmo  ,tM  pranmdicium'  der  ReHgionsrefor- 
matHm  also  zur  Schmach  des  LtindesAinttcn  erfolgt  und  daher 
aogOltig  sei.'  iNe  Bemtnng  tier  steirisehea  Herren  nnü  I.and- 
Vmte  A-  K.  Ober  die  kirchlichen  Anirflegenhelten  dos  Unudes 
gibt  tiocfa  nach  anderen  Seitni  hin  interessante  Aoächlttaae; 
aanieathcfa  wird  hier  mit  Recht  auf  dm  Wnndel,  d.  h.  auf  die 
Entwicklung   gewiesen,   welche  die««  Ueforuiation.   die  anfangs 


*  Xr.  IIS«.  liS3.      ■  Nr.  113».  Uli.  *  Mr.  Il&l. 

*  St.   1197.      •  Kr.  Ivel      *  >'i.  ms. 


«Sr.  UPS. 


XX 


anders  Termeint  war,  ^ciiuiuiiieu  bube.'  Jetzt  werden  die 
Personen  bei  Hole  verhaßt,  dio  sich  ihrer  KüufctMiun  auualimoii. 
So  sagt  Kindschoidt,  dem  ein  Aultra^  an  den  llof  ziiffedaclit 
war:  Ihn  dtlrle  man  nicht  wiilileu.  Seine  Person  sei  zu  ver- 
haßt Und  Ragnitz  molut:  Es  sei  verderblich,  daß  keiner  sich 
will  branehen  laasen.*  Da»  ist  aber  bejircirtich  ^''onugj  denn 
damit  verttcherzt  er  die  Gunst  des  Hufuä,  aii  der  eiuem  jeden 
Landniann  gt:le^en  ist.  Mau  hürt  im  Hinblick  auf  die  Weige- 
riui},^  des  Krubci-zup!,  BitCaclirifteu  der  protestantischen  Sliliide 
auKunehiuen,  die  scharfen  Worte  Knireichs  von  Sanrau:  Si  noji 
vis  audire,  noli  rt-grifirr.  Wir  finden  Saurau  spilter  am  branden- 
bargischen  Hofc  zu  BeHin,  wo  er  ftir  die  kirchliehen  Interessen 
seiner  Heimat  wirkt;  er  hat  diese  freiwillig  auf  einige  Zeit  ver- 
laaseu.  Die  Landscbaftcu  selbst  l>egnUgeu  »ich  bei  der  Aus- 
Bichtslüsigkeit  gemeinsamer  oder  besonderer  liitten,'  iu  Zukunft 
fast  unr  nueU  in  bestiuiniton  Einzeliifällen  Interzessionen  bei 
dem  LandesfÜrsten  einzureichen.*  Die  Verordneten  der  einen 
teilen  ihre  Ucsehwcrdon  den  anderen  Landschaften  mit;  wie  viel 
Mtihe  ea  koslelOj  solbst  offenkundiges  Unrecht  abzuwehren,  er- 
sah man  ans  dem  aufiTgendcn  Proxejise  des  ehemaligen  hand- 
öchaftöagenten  Kandelbcrger  und  dos  öekretüre  Oabolkover.° 

Inzwischen  nahm  lÜe  Verfolgung  der  Prütestantcu  vou 
Tag  zn  Tag  einen  größeren  Umfang  an.  Nachdem  die  Gegen- 
reforranLion  in  Kilmten  nach  der  Meinung  der  regierenden 
Kreise  erledigt  war,  wurde  sie  in  Ki'ain  durchgefidirt.  FUr  ilie 
Art  ihrer  I>urcht"lilining  bieten  die  Tagebücher  des  Ijuibneher 
Biachuf»  Thomas  Krön  widitige  Kiuzelnheiten.  Sic  siud  ;iueh 
schon  doruh  ihre  eigenartige  Fonu  bomerkenawert;  so  liest  man 
zum  27,  Januar  lÜül:  Die  Votuzianisuhe  Synagoge  mit  Pulver, 
SQ  zu  sagen  in  einem  Hui  zers|ireiigt.*  Kr  niaehl  seine  bezüg- 
lichen Meldangen  an  den  Erzlicrzog,'  berichtet  Uber  die  Vor- 
gänge in  den  einzebien  SUidten  und  MUrkten,^  ilber  die  von 
ihm    gehaltenen  Belehrungen   und   die  getrofl'cnen   Maßregeln. 


'  Nr.  1SS7.  Ui«r  ist  aber  xu  bemerken,  dat)  tlaa  Endziel  dar  B«ffl«niil{: 
—  diu  blivb  den  Stünde»  freilich  vArb^rr^eii  —  inimor  die  KafornAÜon 
aller  Landodibewohudr  war,  die  aiclit  «cliou  katbolJdcb  waren. 

•  »r.  IS2«.  *  Nr.  1381»,  1S03,  13Ui.  *  Nr.  13tlH  usw. 

'  S.  Loaerth,  Kin  llochTerrntfl))roEof)  aua  der  Zeit  der  Ou^nrefurniatimi 
im  88.  Bd.  de»  A.  0.  (i.  Sl&d*. 

*  Nr.  l£2ö,  ■  Nr.  12S7.  *  Kr.  ISSO,  1S56,  1286,  1238,  12ifi,  1:116. 


XXI 


"Wie  in  dfln  beiden  Nnclibarl.1ii<lern,  sind  auch  in  Krain  die 
Krauen  gtaiidhafter  im  Glaultcii  als  dte  MXnner.  Wie  viel 
schworor  tl«?r  Kampf  hierzuinndc  war,  oi"8ichl  man  daraus, 
daß  dor  Kampf  um  die  Ilvruus^be  der  der  Landschaft  ge- 
hörenden proteslan tischen  Bücher  noch  im  Jabre  1616  geftlbrt 
winl.'  Die  BeHchworde-schriftcn  der  Landschaft  bieten  cino 
vfichtipe  Erffänzuii^^  zu  den  Anpabon  Kröns.'  Das  Ocueral- 
mAiidat  Ferdinands  IL  vom  L  AHlrz  UJOIj  da«  die  Auswoisnug" 
1er  noch  in  einem  dor  drei  Lünder  rorhandcncu  PrHdikanton 
"rpHngt,  konnte  auch  die  Krainer  belehren,  wie  aussichtslos  all 
ihre  Deschwcrden  &cii>n.'  Krön  ließ  »ich  durch  auluhe  Eingaben 
in  soinem  Vorgehen  nicht  beiiTcn,*  die  Geldstrafen,  die  er  oin- 
forderte,.  machen  eine  HtattÜche  Summe  aus.*  FUr  seine  erfolg- 
reiche TJliigkeit  gewinnt  er  den  Dank  der  Krzher/ogin -Witwe 
nnd  der  KardtiUlle.'*  Wie  riicksichtslos  in  Laibach  verfahren 
wird,  kann  man  der  Rescliwr-rdi-Hcbrift  iler  kraiiiisclicn  Herren 
imd  I^andlente  vom  30.  April  UH)1  entnehmen/  und  daß  Krön 
t»  nicht  Terschmabtej  selbst  den  Angeber  za  machen,  darüber 
bde^rt  «ns  sein  Kalender  /.um  23.  SeptemTwr  1601.^  Von  ihm 
dtlrften  flach  Anregungen  an  den  Kaiser  gekommen  Hein,  den 
flüchtigen  Prädikaiiten  in  Ungarn  nnd  Kroatien  den  Aufenthalt 
obztLstricken.*  Er  war  e8  auch,  der  den  Jesuiten  eine  bcßsere 
Position  im  l^^andc  «u  schaffen  versuchte,'^  die  nun  als  Inhaber 
des  alten  Kloslcrs  Fletriach  Sitz  und  Stimme  itn  Landtag  be- 
gehrten. In  Steiermark  hatte  soeben  das  Verfahren  gegen  den 
Prfldikantcn  fJdonliua,  der,  zu  den  Galeeren  verurteilt,  ent- 
kommen war,  große«  Anflehen  gcmaehl.  So  hervorragende 
Familien  wie  die  Teuffenbach.  Uietrichstein  und  Stubenberg, 
waren  in  Mitleidenschaft  gezogen  worden,'^  nicht  viel  bcescr 
lagen  die  Üingc  in  KUmten.  Fntor  dicaen  UrastHuden  ist  es 
begreiflich,  wenn  die  Vorordneton  dieses  Landes  im  Vorein  mit 
den  >'achbani  Mittel  enchcn,  damit  die  Verfolgung  ein  Ende 
findet.  Am  12.  September  1602  begehren  sie  hierüber  ein  Gut- 
achten der  Steirer."  Ein  merkwürdiges  Zusammen  troffen,  denn 
das  ist  jnst  der  Tag,  an  dem  Ferdinand  II.  seinen  sehaHon 
Erlaß    vom    1.  ilärs    wiederholt;*^    dieser   wurde  im   nitchstcn 


'  Kr.  124«. 
>  Nr.  19d6. 
•  Nr.  1413. 
«»  Xr.  14«. 


»  Nr.  1C65.  •  Nr.  1862.  *  Nr.  H77. 

•  Nr.  1237,  1438.  '  Nr.  1321.  '  Nr.  IMl. 

'•  Nr.  1S9S.  "  Nr.  1403  IT.  '*  Nr.  1441, 


XXII 


Sommer  Ton  jenem  üliertroftt-n,  der  daa  Verbot  eutJiiell,  die 
Exerzitien  des  Aupsbarpiarlion  Glaube nabekenntiiisBe«  auch  nur 
iMzßerhalb  dos  Landes  ?,ii  besuchen.*  Wer  es  aus  den  Adcls- 
personcn  mit  dem  <_!lauben  ornst  nahm,  dum  bli«d>  knuni  iiu^br 
ein  Anderes  Mittel  als  die  Auswanderung  Ubrip.  In  der  Tat 
stftllcn  die  protestantischen  Stilndcr  aller  drei  LHcder  day  Aner- 
bieten an  don  Krzhorzof!,  aua  dem  Laude  abzuxicheii,  falls  ihnen 
ihre  (lüter  befahlt  wllrdcn.^  Auch  die  in  der  Bitte  vcretcckt« 
Drohnn«r  srhreckt«  den  liandesllirsten  nicht.  Fester  als  jo  stand 
sein  Knlschluß,  von  dem  Standpunkte,  den  er  oinnahin,  nicht 
einen  Fuß  breit  zu  weichen." 


i.  Äii!*w;lrtlgc  Intorzessioncn. 

Schon  wHhrcnd  der  Qe^eiiroformatioii  Karls  II.  in  Inner- 
Qslerreich  hatten  die  Stunde  daselbst  die  Vermittlung  auswür- 
tiper  Mächte  und  Körperschaften  in  AnBiinich  genommen:  die 
Österreich isfhen  Nnchbarlandschaflen  um!  die  Heichssliliid«^. 
Karl  n.  hatte  den  ,Rekurs'  an  Kaiser  und  Reich  mit  großem 
Unwillen  Tcrmerkt.  Ktiimte  er,  ließ  er  »ich  vernehmen,  den 
Lfludsehaften  ku  Willen  sein,  er  wollte  nicht  Fremde  den  Dank 
»einer  Untertanen  Terdieuen  lassen.  Diese  Interventionen,  die 
«8  in  den  achtsigcr  Jahren  in  so  ^ußer  Zahl  gab,  brachten 
den  Ständen  auch  nicht  die  crhüfften  Vorteile.  Nichtsdestowe- 
niger setzt  dieae  Tätij^keit  auch  bei  Bepinit  der  Gegenrefor- 
mation Ferdinands  II.  wieder  ein.  Am  1^.  MUrz  1600*  bittet 
der  Markpraf  Georg'  Fric<lrii*h  von  Brandenbur*;  den  Pfalzprafon 
Philipp  Ludwig,  bei  der  Anwesenheit  seiner  Söhne  bei  der  Hoch- 
zeit F(Tdinands  Tl.  Försprache  ftlr  die  Augsburpischen  Kelipons- 
verwandten  einzulegen,  und  noch  ein  .lalir  später  wandte  er 
sieh  in  dcniHclben  Sinne  an  den  Herzog  Slaxiniilian  von  Bayern.^ 
Wer  die  Aktenmassen  kennt,  die  über  die  stetriaehe  Keforma- 
tion  nach  5[unchen  gesandt  wurden,  wo  alle  die  Einzelnheiten 
bekannt  waren,  die  sieh  selbst  in  kleineren  steiriwclien  Orten 
zuU-ugen,  und  weiß,  wie  diese  Gegenreformation  in  Baj'crn  ihren 
Ursprung  hatte,  der  muß  über  die  Verlogcnltcit  staunen,  mit 
der  dem   Brandenburger  mitgeteilt  wird,  diese   steirische  Reli- 


'  Nr.  1601.    '  Nr.  15Ä7.    ■  Kr  I&OO.    •  Nr.  967.    ■  Kr.  1263. 


XXII  t 

ßionftT-Arfolgung  kenne  man  nur  bo  obenhin  vom  Hörensagen/ 
bis  dato  sei  kein  Bericiil  an  lUm  Hof  (^kommen,  kein  Katschlag 
ron  florl  eingeholt  worden.  Wenn  nun  HUt'h  Herzop  Maximi- 
lian die  Wünsche  des  JfHrkpratVn  nach  Crraz  llbeniiittolte,  da- 
mn,  daß  sie  dort  GcwUhrung  ninden,  wm*  nicht  zu  denken. 
nie  GeBainIUrhaft,  ilie  so  hiujje  vergebens  in  Prag  geweilt, 
hatte  dort  nui"  Schritt  und  Tritt  bcoTjÄchlen  können,  wie  alle 
Ziige,  die  die  Stünde  daselbst  machten,  schon  durch  Oegenzüge 
df«  Graxor  Hofes  beantwurtct  seien.  Selbst  die  in  Prag  an- 
wesenden Ueichsge sandten  vorhielten  sich  der  inncrösten-eichi- 
sehen  hegatiiiu  gegenüber  ktihl,  wt^nn  nicht  geradezu  ablehnend." 
Daß  man  anch  die  Konseriuenxon  jenes  Hochvorratsprozesses, 
der  in  gana  Innerüsti^rreicb  groß«  Erreffuiig  hej-vorrief,  in  Rech- 
nung Riehen  muß,  ist  sicher.  Mußten  dach  die  steirische  Land- 
6cliaA  A.  C,  um  den  scliuldlosen  Kandelbcrgcr  zu  erledigen,  ihr 
teure»  Kleinod,  die  Stiftskirche,  aufopfern.  Und  doch  rollte  an- 
gosichta  der  immer  schUrleren  PerB<-kution  der  Brief  der  Kärnt- 
ner vom  12.  September  lti02  die  Frage  einer  Legation  an  Kaiser 
und  Reich  aufs  none  auf.  Die  Krainer  erwogen  eine  Sendung 
an  den  Regcnsburger  Reicliiitog,  zu  der  es  trotz  allseitigen  guten 
Willens  doch  nicht  kam.'  Man  beschloß,  es  mit  neuen  ßitt- 
ttchriReu  aller  drei  LSndcr  zu  versuchen,*  und  doch  klagte  man 
schon  jetxt  in  Krain  Über  die  verlorene  MUhe;  denn  die  Erfah- 
nmg  lelire,  daß  mim  durch  solche  Schriften  nichts  erreiche, 
besser  wftrc  es,  die  Abgcsandterci  ins  Werk  zu  sctzeu  oder  eine 
Schrift  an  die  Reichsrtlrsten  gclaugen  zu  lassen.^  Wie  wenig 
Erfolg  dichte  neuen  Bittschriften  hatten,  sollte  man  unmittelbar 
erfahren." 

Blilllerwcile  hatten  auch  die  Niederösterreicher  aus  drin- 
iden  Gründen  and  nicht  zum  mindesten  auch  aas  Sorge,  die 
stcirischen  Vorgilupe  könnten  in  OsterreicJi  ihm  Nachahmung 
finden,  die  Alission  Hoflcircbcn  an  die  evangelischen  Reichs- 
fftnten  mit  der  Bitte  um  Inten-enlion  bei  dem  Kaiser  ins  Werk 
gwrtKt^  Hierüber  liegt  der  interessante  Bericht  vor,  den  Hof- 
kirchen am  24.  Is'ovember  1603  seinen  Auftraggebern  eretattet 
hat  nnd  den  er  den  inueruäterrcichischen  Stündeu  auf  deren 
Bitte  zukommen  ließ."    Hofkirchen  berichtete  über  seine  Erleb* 


<  Mr.  läSS. 

•  Mr.  ii79. 


•  Nr.  I36S. 
<  Nr.  J633. 


'  Nr.  1417,  1448.  *  Mr.  14W. 

»  Nr.  1470.  •  Nr.  1536. 


XXIV 


niese  in  Aiiabach,  DresJon,  Jena,  Weimar,  Altenbaig,  Anhalt 
U8W.'  Von  lutovpRSB  ist  ciu  Aussprucli  dus  Pfälzers  dcswejfen, 
weil  eich  die  ,katholiscIie*  Kcformalion  frern  auf  die  Ȁagsbiir- 
gisylie'  IwiziehanpBweise  ,C'alvimBfhe'  beruft  Auf  dio  Rede 
Ilofkircbeus,  weil  Pfalz  rcforinicro.  hoben  die  kathohschon 
FUrstpii  einen  Grund,  es  auch  zu  tun,  antwortete  der  Fürst: 
Es  ist  niclit  80.  Pfalz  leide  an  Orten,  wo  er  es  hindern  könnte, 
die  katholische  Rehjrion  ebenso  wie  die  AuKaburpiache  Kon- 
fession. Intftrftssant  ist  auch  die  offenbar  lalpche  Ansicht,  <lie 
mau  in  Dresden  hat,  der  Kaiser  habe  kein  Wissen  von  der 
Verfolgung.  In  Wolfenbüttel  findet  Hofkirühcn  an  dem  cnff- 
ÜKchen  Gesandten  einen  Mann,  der  deutsch  spricht  wie  seine 
Muttersprache  und  dem  die  steirischc  Reformation  im  besonderen 
bekannt  iat.  Ihn  nahm  es  wunder,  daß  nieht  anch  Inneröster- 
roieh  nm  oino  Interzession  ansuche.  Kr  werde  ihrer  bei  dem 
Kaiser  j;edenkcn.  iJer  Bericht  ilufkircheiia  schließt  mit  dem 
Wunsc^he,  daß,  wie  es  nun  auch  mit  Stcicr,  Kämton  und  Krain 
anfs  llaßerate  ^elconimen,  für  dieao  Lttnder  auch  zuerst  eine  Kr- 
lösunfT  zu  crhotTcn  sei. 

Uofkirchens  Bericht  weist  auch  auf  die  Gefahren  hin,  in 
denen  er  Bchwebte.  Von  Haus  aus  sei  er  frewarnt  worden: 
Ihre  MajeslKt  halte  seine  Hache  filr  eine  Konspiration. 

Der  franze  Bericht  und  vor  allem  die  Aufmuntening  des 
eng:lischen  Gesandten  mußte  in  Stciennark  eine  große  Wirkung 
erzielen.'  Daß  man  am  steirischcn  Hofe  Hofkirchens  übel  ge- 
dachte, erzählt  er  selbst.*  t)ie  Frage  der  Abaenduiig  einer  I^o- 
gation  ins  Keicb  kam  nun  wieder  in  Fluß.  Am  22.  Jannar  1604 
trat  ein  größerer  Ausschuß  von  Herren  und  I.andlouten  zusam- 
men,  der  hierüber  beriet.*  Die  In-stniktion,  die  der  Legation 
mitgcgcbeu  wurde,  zülilt  die  bisherigen  »Schritte  der  drei  Land- 
BchaflfU  auf,  eine  Änderung  der  schier  nnert rüglieh r-n  Boschwer- 
den  zuwege  zu  bringen.''  In  Prag  sei  ihnen  der  KinHuß  ihrer 
Gegner  zuvorgekommen  und  daheim  seien  ihre  Seelsorger,  die 
sie  noch  ftir  sich  imd  die  Ihrigen  auf  ihren  .SL-lil5ssern  hatti-n 
halten  dürfen,  ausgewiesen,  das  Kserzilium  ilirer  Konfession  außer 
Land  zu  suchen,  verboten  worden.  Alle  die  weiteren  Ueforma- 
tionsmandate  werden  samt  ihrem  Inhalt  aufgezählt  lind  um  eine 


*  HlÜiöref  in  4«n  Bericlilo  sulbal. 
'  »r.  1637,  1688.  •  Nr.  154S, 


*  Kr.  IU6. 


"  Nr.  164& 


XXV 


Interxenioo  bei  dem  KaUer  {gebeten.  Die  f;an»e  Sache  wurde 
I  ^  hoher  Qeheini'  nntef  den  drei  Liuidscliaften  erledigt.*  Eben 
jützt  sandte  der  Kurfürst  Ton  Sachsen  ciuo  Supplik  fltr  seine 
niederüsterreictiischpu  GUnbmm^f^notuien  an  den  Kaiser  mit  dor 
Bitte,  den  Stünden  das  Exeraitinm  ihrer  Kolip;ion  xii  lasflon.  Von 
den  KalWnem  wolle  er  nicht  reden,  von  seinon  Glaubensgc- 
□otfsen  aber  kOnne  er  verttichern,  daß  sie  keim^m  Lande  und 
keinem  Rogimente  gefährlich  sind,  vielmehr  einen  Jc<Ien  sam 
Gehorsam  gogen  die  Obri|Hteit  inahuon.'  Znni  Gesandten  wühl- 
ten die  Steirer  ihren  Landsmann  Georg  (lallerj  auf  dc.Kseii  Grund 
in  Schwanberg  die  StJlnde  noch  zuletzt  eine  Adelsschulc,  deren 
Restaiid  unter  den  bestehenden  Verhültnisi^on  freilich  von  kurzer 
Daner  war,  aufgerichtet  hatten,"  und  der  im  allgemeinen  das 
Vertrauen  seiner  Mitlatidieute  in  hohem  firade  genoß.*  Ihm 
wurde  Ton  kämtnerischer  Seite  Hans  Mossdorfor,  von  Krainer 
n.  G.  Scliränkler  beigegeben.*  llber  die  Einzehiheiten  dieser 
Sendung  liegen  zatdreit-he  KurrespiMiden/.cn  vor:  Hrieie  des 
Pfalzgrafen  Philipp  Ludwig  an  den  Kurfürsten  Christian  von 
Sachsen  nnd  den  HiTxug  Friedrich  von  Württemberg/  in  ilenen 
die  Gesandtschaft  und  ihre  Aufgabe  beiden  empfohlen  wird, 
an  die  Oesandtcn  selbst'  usw.  Diese  wurden  an  den  betreffen- 
den Uüfen  auf  daa  freumllichste  aufgenommen,  was  dou  ätün 
ilen  daheim  zq  großer  Freude  gereichte."  Württemberg  und 
Sachsen  wartu  bereit,  auf  die  Wünsche  des  Pfalzgraffn  einzu- 
geben und  der  Bitte  der  Innorösterre icher  ku  entsprechen".  Der 
Pialzgrat'  war  der  Meinung,  eine  anselinliche  Lcgatiou  an  den 
Kaiser  zu  senden.  OaUer  war  voller  llotTnung,  er  flirchtete  iiiu-, 
daß  die  Sache  sich  bei  Sachsen  sperren  würde,  dessen  ,KKto 
■ich  nicht  gern  brennen  wollenV  »b^r  nut'h  der  Kurfürst  er- 
*rie8  sich  <liirchau8  entgegenkommend,'*  er  lubt  an  den  Inner- 
Sfterreicbem,  daß  sie  das  Wort  Kcligion  nicht  bloß  im  Mundo 
fuhren,  sondern  ihretwegen  selbst  Weib  und  Kind,  Hab  und 
Gut  verlassen.  Bisher  hatten  aber  die  Interzessionen  keinen 
Erfolg,  im  Gegenteil,  die  Verfolgungen  wurden  immer  grimim- 


»  Kr.  IW9.  »  Nr.  1650. 

'  LoMrlli,  Die[>rot««tADti>cho*StnMi:)iiil(!  im  Oxllcrsche»  AmÜiof  ku  Bchwim- 
berg  1800—1608.  MUtoil.  d.  bül.  V.  f.St«ierm.  17. 

•  Kt.  1326,  1158.  »  Nr.  1561.  •  Nr.  1Ä6S.  *  Kr.  15Ö5,  1673. 

*  Nr.  1676.  •  Nr.  1683—1685,  1691,  1693,  1603.  '"  Nr.  1008. 
»  «1,  16JJ2. 


XXVI 


(j;er.  Das  riehtiffste  von  den  Mitteln,  die  man  etwa  vorschlapen 
ktiiuite,  wttre,  wenn  sicli  oin  vomehmer  der  A.  C.  zugotaner 
Rf'iclisfilrst  an  den  kaiserlichrn  Hof  beg:pbQn  und  dip  Sache  bc- 
Ireilicn  würde,  er  wurde  wiederholten  Zutritt  erlangen,  das  Werk 
Wkfime  ein  p'üDeros  Ansehen  und  die  Antwort  wäre  eine  wür> 
(lipo.  Wtiritoraberfr  hat  dieselbe  Meniuiip,  hHlt  es  aber  für 
besser,  wi^iin  die  l^fpation  an  den  Kv7.hv.r7.ng  pesandt  wird, 
denn  Tnni  Kaiserliof  geht  dann  erst  ein  Bericht  nach  Graz,  das 
Geachaft  wird  weitljinßp  und  erreicht  ßeincn  Zweck  nicht.  Man 
soiUi!  dt;n  jtiiigon  Pfalzprafonpohn  Wolf  Wilhelm  mit  derÄache 
betrauen  und  ihm  Räte  von  Kurftirsten  und  Fürston  an  die 
Seit«  stellen.'  Galler  preist  den  I'lal/.grrafcn :  Es  ist  eine  liolie 
Gnade,  daß  ein  Fürst  in  eipcnor  Person  die  Interzession  und 
damit  gleichsam  die  Feindschaft  des  Kaisere  und  des  «ranzen 
Hanse»  Österreich  auf  sieh  niniinL'  Wahrend  ft«llt-r  seiner  Ani- 
gabe  im  Reiche  mit  größtem  Eifer  naeliffinp,  erfolptrin  mm 
schwere  Schluß«  auf  den  inuenlslerroicliischen  pTOtestantismus; 
auf  die  Erkiflrang  des  Kr^herKaps,  von  seinen  Entschlüssen  nicht 
zn  weichen,*''  reichten  die  Stünde  eine  Replik  ein:*  Es  sei  j  Jim - 
morlich,  daß  all  ihr  ,Sinf;f^n,  Sagen,  Schreiben  und  Lamentieren 
Bo  gar  nicht  gehurt  werden  will'.  Sie  wiederholten  ihr  An- 
suchen, ins  Exil  zn  gehen,  wofern  ihnen  ihre  Tihter  nbgeh^digt 
würden.  Der  Er/-her7.og  vrrniiliin  diea  Ansnelifu  mit  Befrem- 
den :  der  Religion  wogen  schaffe  er  keinen  Landmann  aus.  Die 
Klagen  wegen  Uirchlirhcn  Itrtickes  im  Januarlandtag  1605 
nahmeil  an  Umfang  nnd  Inhalt  xu  ^  und  noch  immer  sah  man 
kein  Ende  der  Verfolg^ing.  Am  1!'.  Januar  wird  eine  neue 
RittachriA  bei  Hofe  eingereicht  Auch  sie  iat  voll  beweglicher 
Klagen*,  aber  auch  sie  hat  so  wenig  wie  die  Resehwerden  der 
anderen  LUndor  ein  besseres  Ergebnis  als  die  frilhoi-en.  Hierfür 
bietet  ein  Gutachten  der  n.-ö.  Regierung  über  die  Reschwerden 
der  steirisehen  Ritterschaft  vom  7.  FehniHr  1605  benierkens- 
werte  Angaben.  Darnach  wird  das  Verbot  der  gemeinsamen 
Znsammen kttnfte  Verordneter  aller  drei  Litnder  auf»  strengyte 
aufrecht  erlialleii,  denn  da  gebe  es  nur  l*raktikeii  gegen  die 
katholische  Religion.  Da  gibt  es  keine  Konnivenz,  denn  sie 
würde  als  Schwäche  gedeutet.    Würde  man  dem  Adel  bis  aum 


'  Nr.  16»4. 
*  Nr.  1624. 


•  Nr.  10«,  16G«,  1666,  165«.  ■  Nr.  1600. 

*  Kr.  IßiS.  "  Nr.     164«,  1646,  1640. 


d 


XXVII 

mic  aeinur  Güter  die  Rnlipoii  freilassen,  so  hlttte  das  nur 
das  neuerliche  Moreinxtrömen  von  Prädikanten  zur  Folpe.  Die- 
•elbo  Bewandtnis  hat  es  mit  dt'n  K:cor7.)tirii  außer  Land.  In 
die«em  Sinne  sind  säintliehe  Piinkto  crili-tcrt.  Allen  Wünschen 
der  Stftnde  setzt  die  Regierung  ein  starres  Nein  entgegen.' 
DiPSem  (Gutachten  c*iitH|irac;Ii  d\f.  Rc^snlutinii  dos  Kr/Jicrzrigs  vom 
\4.  Februar  ItiOö.'  In  der  Zwischenzeit  wni-en  die  Vorliaud- 
Inngen  beziiglich  der  Interzessionen  «■eitorg^egangen.  Am  7.  Mitm 
dankten  die  stcirischen  Vcrordnotcn  flaller  J"llr  sninen  Eifer,  der 
ihm  hn  Lande  unvergessen  bleiben  werde.  T>ein  Lande  gereieho 
es  siun  Trost,  daß  sieh  Kurft'n-ijton  und  FUrsten  seiner  annah- 
men. Nun  sollte  man  erst  sich  an  den  Kaber  wenden,  denn 
er  sei  des  neicbes  Hanpt,  dech  iiberlasae  man  die  Entsutieidang 
den  Fürsten.'  Allen  ösleri-e  ich  lachen  Lilndern  widmete  der  kur- 
&Hchsisehe  FTofprtMliger  Polykarp  Loyser  in  jenen  Tagen  seine 
Prtiligten:  auch  diese  mochten  den  Verfolgten  mid  Bektininier- 
len  znm  Tröste  gereichen.*  Diese  Predigten  sollten  auch  ins 
Deutsche  übertragen  werden,  damit  auch  der  gemeine  Mann 
Kenntnis  davon  nehme. 

Die  Interzessionen  der  Rcichsstündc  sclieinon  diesmal  wie 
frlüier  resollatlos  verlaufen  zu  sein.''  Die  Akten  hierllber  ver- 
siegen and  in  denen  der  nächsten  zwei  Jalire  ist  von  Iiiter- 
»essionen  der  KeichsfUrstcn  keine  Kede.  Neue  Hoffnungen  er- 
weichten im  Angesicht  dor  unisltlrzenden  Ereignisse,  deren 
SciuMplats  die  Österreichischen,  bolimisch -mährischen  und  an- 
gmrischen  Länder  wurden.  In  jene  Zeit  fallen  Interzessiiuiou 
einiger  Kurftlrsten  und  Fürsten  an  König  Matthias,  sie  bcüiielien 
sich  aber  nicht  auf  die  steiriscli-k.Hrntneri8ch-krainischen,  sondern 
aof  die  Österreich  isclien  Stande/ 


5.  Die  Krise  im  .lahrr  1609. 

Die  Alisston  Hofkirchcns    an    die    cvangelischeu  H&fe  in 

)eutschlund  hatte  in  den  Grazer  Kegiemngskreisen  ein  unlieb- 

safflcs  Aufsehen  erregt ;  wenn  es  den  Österretcheni  gelang,  sich 

ihre  kirchUcheu  Freiheiten  zu  sichern,  so  konnte  die  UUckwir- 


Nr.  ie$0,t«69,lö7S. 


XXVIII 

kuiif;  auf  dio  inneröateiToiehischen  LJlndor  nicht  ausbleiben.' 
Nim  hatte  zwar  die  Sendoiifr  Hofkirchens  die  gewtkiischten 
FrUcbt*!  niclit  fjftzoiitift  und  ilio  ri^iereuden  Krf^lse  in  Inner- 
Osterreich  achrittmi  mit  t'riseliem  Mute  an  die  Fortführung  der 
kathoÜBchon  Reformation.  8olbst  f;roßc  Kiferer,  wio  oa  der 
Htscliof  Thoninfi  von  T^iiiliiich  war,  konnten  hierin  dem  Grazer 
llcife  nicht  f;onug  tun,  und  dipßer  üegonreformator  sah  »ich  zu 
Kndo  des  Jahres  1GÜ6  in  die  Lage  versatztj  sich  wepen  der  ihm 
aur  Laat  gelepten  VeniachliissiiruniE:  der  Gegenreformation  in 
Laibach  zu  verteidifriMi."  Kr  koncito  mit  Kocht  darauf  hin- 
weisen, dalj  er  hiorin  higher  daa  MonsehenniÖgliche  geleistet, 
or  deutet  auch  an,  wio  durch  eine  sorgsame  Inquisition,  die 
ahpr  nicht  eine  Bpanisehc  «ein  dürfe,  manches  gebessert 
worden  könnte;  s^hÜeßlich  felJtc  es  nicht  an  Stimmon,  die  es 
laut  sagten,  daß  man  durch  eine  mildere  Praxis  mehr  erreichen 
werde  al^  durch  rlic  grüßte  Schärfe:*  aber  auch  solche  Stinnnen 
deuten  doüli  wieilor  an,  daß  bei  drni  innigen  Zusammenhange 
der  Qfllorrnichischen  und  stcirtschcn  Protestanten  der  bisher  er- 
reichte Erfolg  jeden  Augenblick  gcffthrdet  werden  könne;  was 
solJte  dflnn  erat  gcechchcn,  wenn  es  den  nieder-  und  oberüster- 
reichischen  Stünden  gelang,  jene  Erfolge  zu  beseitigen,  welche  die 
Gegenreformation  in  ihren  Liindem  erzielt  hatteV  Da  mußte 
audi  in  Steiermark,  Kilrnten  unri  Krain  die  neue  Ordnung  dor 
Dinge  in  Fi'agc  gestellt  werden ;  ein  Brief  Bischof  Martin 
Brenners  aus  dem  Sommer  des  Jahroa  1(K)7  gewührt  volle  Klnr- 
lieit  darüber,  wie  wtmig  gefestigt  diese  Stellung  noclt  war/ 
Nun  begannen  ilie  ijBlerreicbiBclien  Stfindo  in  der  Tat  den  Kampf 
um  ihre  alle  kirehlic-he  Stellung;  ilenn  was  man  über  den  Kampf 
zwischen  den  Homer  Ständen  und  dem  Erzher/ng  jrattbias  auch 
immer  sagen  will,  l-s  Ijißt  eich  aklcumHßig  nrwcisfii,  rinß  sich, 
genau  wie  es  in  InnerÖBtcrroich  der  Fall  war^  diese  Homer  viel 
weniger  von  rein  politischen  Motiven  leiten  ließen  als  von  dem 
Streben,  jene  kiruhliehc  Stellung  wieder  zu  gewinnen,  die  sie 
einstens  von  Maximilian  II.  erhalten  hatten,  Indem  diese  Hor- 
ner  St.liule  mit  den  stfludischen  Gewalt<'n  in  Oberüsterreich,  in 
Mttliren  und  Bl^hmon,  sowie  auch  mit  jenen  in  Ungarn  in  Ver- 
bindung traten,  gewinnt  die  ganze  Bewegung   einen    großüster^ 


'  a  b<.s(>nH(>ni  Nr.  1764.  •  Nr.  1668. 

•  Nr.  169».         *  Sr.  tTS». 


XXIX 


^ 


Zag.'    Uml  ntu  tat  es  von  Wichtigkeit,  durauf  hin- 
■awaiscn,  daß  eben  das  von  den  imirirOsterreicbiscfaen  Ständen 
im  Jalire  lödl  gegebene  Beispiel  —  die  Haldi^mg   ent   dann 
m  lÖMten,  irenn  die  ständificheu   Oravamiua   beseitigt   sind  — 
«och  in  Kiederdsterreick   nachgeahmt   wird.     Wir   k(3nne-n   aaf 
diese  Znsuimwnbiage  nicht  weittr  eingehen,  sie  mttSMD  aber, 
Mwnt  es  «am  VenUUiduiK   dur   unten    mitgeteilten  Akten   not- 
veadig  ist,  hier  borQbrt   werden.     Der   Eibonschatxer   Vcrlrng 
svifcbai    den    angarischen,    Oatt^rreichischen    und    uBhrischen 
landen    vom  19.  April   160Ö   setzt    mit   der   im    Strubohalsclicu 
Ispar  am  29.  Jtmi  g^rebeneu  Erläaterung  fest,  daß  es  mit  dem 
Bündnis  der  Landp    ,ntrneinbltc!li  aut'  die   freihcit  der  gewissen 
und    des    religiousexerzitiuma'     abgesehen     sei.'     Mit     großer 
Anfmeikaamkcit  folgten  Huf  und  Stände  in  InnuHiaterrvich  dorn 
Stnit  um  die  Hnldigoug  in  InocrOsterrcich.    Schon  einige  Mo- 
nate  Knvor   hatte  KrzkerEog  Ferdinand   seinen  Vetter  Matthin» 
vor  dva  Praktiken  der  Stände  gewarnt,  man  luügc  Hern.^n  und 
I^Hidlevte  oder  BOrgcr,  die  der  Religion  luJbcr  aus  Steiermark 
aaawandcm,  ja  nicht  in  NiederOsterreicli  xiila.ss<-n,  noch  weniger 
ihnen   das  Kxcrsitiom   ihrer  Religion   gestatten.'    Die  au  die 
Büffrerschajl  von  Leobon  gerichtete  Note  vom  21.  Februar  1008, 
darsnf  xn  achten,  wie  viel  ttolchcr  Leute   sich    ,an8   ihrem  Ue- 
Ttcr  hemm'  an&^r  I^iititlrs  begeben,  ätoht  damit  im  Zusaiiimen- 
kang.     Die  Homer  Stilntlo  selbst  vermelden  nni  ii.  Januar  1009 
den    st«iriflchcn    Verordneton    die    ganze    Befichaflonheit    ihres 
Handels  und  senden  zu  diesem  Zweck  einen  Abgesaudten  nsch 
Gras.     Wir  haben   uns  nicht   versagen   können,   ilas   köstliche 
pBaqaill    ^eratscUbgung   eines   geheimen   Rates   xu  Wien   am 
10.  Janaar  1609'    in  unsere  AktenHarnnilung   .-lufzu nehmen,   zu- 
mal   darin    auch    der    steiririchcn    Ilefomiation  Erwiitmung  ge- 
■ekieht*     Die  Innerüsterrcicber  hnttcn   von  den    nitclisten  Er- 
fintgen    der    evangelischen    Stünde   Österreichs    keinen    Vorteil; 
aber   einen   mächtigen   Ansporn   erhielten   sie  doch;    bei  ihnen 
halten  iich  die  Dinge  in  bedenklicher  Weise   zugottpilzt:   nach 
der  Ansicht   Erzherzog  Ferdinands   waren   sie   bereits   auf  die 


'  &  UsfDber  möinsn  Aabjitx  .Die  SUadd  MiUireoa  und  die  protwumtisclion 
SUbA«  0«t«miclui  ob  und  nut«r  der  Eiids  in  der  iweitan  BUfte  d«^« 
JaltTM  1608*  im  1.  bd.  der  ,Zoitacbnft  fUr  diu  GoBohiokte  H&kretui  uid 
SchlMtBOs'. 

■  etwads  ü-  M,  S7.  *  Nr.  17M.  *  Mr.  1779. 


XXX 


Sekneide  des  Schwertes  gestellt.  Wir  erfahren  hiorfiber  wich- 
lig:e  KinzcluUeiton  aus  der  KoiTeapoiuIenz,  die  er  mit  Eiitliorzog 
MaxImiliAn  III.  g:pflihrt  Imt.  In  seinen)  SL-Iiroiben  vom  25.  August 
spricht  er  seine  Besorgnis  über  eine  Erhebung  eeiner  proteatiin- 
tischen  Stände  aus,  begehrt  militilrische  HiHc  und  Tor  allem 
die  BesetKuiig  der  Pitsse  in  Kjirnten.'  Mftxiinilian  sucht  seinem 
Vetter  ent^fgftnÄiikonmen,  aber  der  W'iwnluiiij^sapparal  in  Tirol 
ist  etwas  sohwerMÜg,  die  Verhandlung^en  ziehen  eich  in  die 
I^nge,'  und  es  ist  «ehr  dl«  Frage,  ob  die  Tiroler  Hilfe,  falls 
sie  benOtigt  worden  würc,  rechtzeitig  erüchioiien  witro.  Man 
fragt:  Was  ist  geschohenj  um  diese  n6flor{;^i9  des  IjAiidesfdraten 
Kn  reehtlVrligtiii?  Die  SCKiide  in  Innerüstorroich  dnchtp.n  auch 
jetzt  nicht  daran,  über  die  thuftn  einst  von  Andreil  gepredigte 
Lehre  vom  (_)elioniam  dem  Landesfürslen  gegenüber  nnr  um 
einen  Zoll  breit  hinauszugehen.  Moeliton  auch  QcrUchte  auf- 
tiiuchen,  sie  hUtten  im  lieiche  Wnfien  bestellt,'  so  war  es  doch 
nur  ,iim  eine  gnädige  Reaolutii^n  in  Ri>!igitiriH!>iich«jii  /.u  tun'. 
Bloß  für  diesen  Zweck  traten  die  Steirer,  Kärntner  und  Krainer 
in  Gitnijißlieit  der  aUeu  Union  von  1578  zusninnien.  Die  Voll- 
machtenj  die  den  VcrtreEern  gegeben  werihjn,  haben  einen  vol- 
leren Ton.  ^Sollten',  heißt  t»  in  einer,  ,ihncn  Beschwerden  »u- 
8t»ßen,  80  würden  sie  diese  alle  gemeinsam  trafen  uud  wofern 
einem  und  dem  andern  bei  Zilationen  das  freie  Gelpito  versagt 
würde,  sollten  alle  fUr  ihn  einstehen  und  den  erlittenen  Sehaden 
gemeiüH.'ini  tragen'.^  Auch  der  Frage,  in  einn  Konföderation 
mit  den  Niederösterreichern  uud  Ungarn  cinautreten,  waren  sie 
nieht  abgeneigt,''  doch  war  es  ihnen  auch  diesmal  nnr  um  eine 
Sicherstellnng  ihrer  Kenfession  zu  tun.  In  diesem  Sinn«  wenden 
sie  sich  am  4.  November  IGÜU  an  dio  ungarischen  Suinde"  und 
geben  sie  ihren  Abgesandten  nach  Wien,  Prag  und  Breslau 
ihre  Instniktiuiien.^  Allen  Bitten  der  .Stünde  setxte  der  Era- 
herzog  nur  ein  schroffes  Nein  entgegen  "  und  bcfalJ  den   nach 


'  Nr.  1787.        ■  Nr  1768,  1789.  1793,  17«4— 1800,  ISO»,  180S,  IBIO— Sl. 
'  Schreiben  des  Enhonop  Maximilian  nn  doii  KaUor  uud  d»u  Enhorzog 

llbor  die  beuksichüi^teu  Ankäufe  roxi  \Vnff«n  durch  diu  ötuirur  iti  Nßru- 

histg  am   l».  Januar  1610,  Nr.  1H6S. 

*  Vullmaelilalirittf  tliir  ituiriscli uti  Harrou  und  Lmtdleutä  (fUr  ihren  aus 
17  Mitgliedern  1ie:«telieiid<.'u  Au^hcIiuQ)  vom  7.  S6i>t.  IS09,  Nr.  I80i,  1805, 
1809. 

*  Nr.  18S2.  ■  Nr.  18S9.  '  Nr.  1886/7.  •  Nr.  1840. 


Ungam  «bt^csandten  Boten,  Btracks  lieiwzukehren  und  sich  alles 
aaialftasigfla  ^egozirona'  zn  enthalten.'  In  einem  Schreiben  an 
Gottfried  StAdI  begehrt  or  d*n  Iiilinlt  de«  im  die  ungarisclien 
SuUidr  gerirliipton  SchriltüIUcke»  zu  vernehmen;'  dieser  bolobrt 
Qu),  daß  die  Sache  ,nicht  so  vormeint  gewesen,  als  ee  dem 
Ersliencog  einffebildct  werde'.  Köni^  Matthias  selbst  entzog 
«ich  in  feiner  Weise  der  scliH-ierigen  Situation,  in  welche  ihn 
d«s  Verlangen  der  ÖtJlnde  zu  tseinem  stcirisclicn  Vetter  gebracht 
hatte,'  trützduu  noch  an  demselben  Tage  die  erangelisehea 
Stände  Nieder-  und  Obcrösterreiehs  eine  JtuJk'rnt  warm  gehal- 
tene Interzession  fUr  die  Xnneröaterreicher  eingaben.  Da  er  so- 
wohl aU  der  Kaiser  darch  die  Znlossang  der  Aafieknration  der 
evaogelischeu  Religion  ein  Beispiel  der  Nnchahniung  gegeben, 
•0  wlüischen  nie  eine  gleiche  Wohltat  f\ir  ihre  ülaubensrer- 
wandten  in  InncrUsterreicIi.  Um  das  Mißtrauen  des  KraherzogB 
aaUGHch  des  Schreibens  d<ir  innerüstorrcic bischen  Stünde  au  die 
Ungarn  xn  beoch wichtigen,  übersandten  sie  ihm  am  13.  Januar 
1610  üne  £ntschttldigung8Bchrift,*  der  die  drei  Abgesandten 
awei  Tage  später  eiu  Schreiben  nachfulgen  ließen,  in  welchem 
sie  ,Tür  Uutt  dem  AUmAchtigen  nnd  vor  ihrem  Landeslllrslon 
an  Eidesstatt  bezeugten,  mit  keinerlei  venUehtipcn  Handlungen 
und  anTerantworthchcn  Praktiken  umgef^angon  zu  sein,  noch 
solche  (jesinnungen  zu  hegen,  vor  denön  sie  tjott  behuton  möge.* 
Sie  hatten  keine  andere  Autgabe,  aU  Namens  ihrer  Mandanten 
eine  Intcrzesdion  an  den  König  und  die  ungarischen  Stunde  ab- 
zugeben.^ Dvr  Krzherzug  wie»  die  Entschuldigung  kühl  ab 
und  nahm  die  Versicherung  ihrer  Treue  ebenso  kUhl  zur  Kennt* 
na.  föner  Legation  an  den  Künig  Matthias  hiUte  es  nicht  bo- 
dnrft.  Die  Stände  der  drei  Lilnder  hatton  nur  noch  die  Aufgabe, 
nachzuweisun,  daß  solcLc  KoiilWvratiuuen,  die  man  ilmeu  so 
sehr  verarge,  in  ihrer  Geschichte  nichts  UngcwühiilicLios  öeicn." 
Um  den  lürzherzog  vollends  zu  bcruliigen,  tiberreichten  sie 
schheßlich  uocii  ein  Anbringen  au  ihn,  in  wolchcuE  sie  beteuer- 
ten, daß  sie  durcb  ihr  Vorgehen,  das  ein  ganz  öffeuthclies  ge- 
wesen sei,  nichts  getan  hütlcuj  was  dem  Auatiheu  di?s  Luudcs- 
fllrsten  zur  Verkleinerung  gereiche'  Auch  hiervon  war  F^'r- 
dinand  nach  keiner  Seite  bel'ricdigt     Man  habe  den  Autor  des 


»  Kr.  1949.  »  Nr.  ISW).  »  Nr.  1861,  1862. 

'  Nr.  IM&.  »  Kr.  1JJ&9.  '  Nr.  IBW.  '  Nr.  IbO*. 


XXXIf 


äclirifUtiicIct^a  nicht  goiminit  und  just  iIum  vei-schwieg«u,  wiin 
den  Ai^TVohn  wachgerufen  habe^  Da  man  in  den  Grazer  Hof- 
kreiscu  jetzt  erst  von  angeblichen  Wafföiikäufen  der  Stilnde  in 
Nürnberg  nach  Herichten,  die  mau  aus  Innttbruc-k  crKaltc^n  hatte, 
viel  erzilhlte,  so  kam  die  Aßfrele^eulieit  nicht  zur  Ruhe  und 
wurde  nuoh  int  Februar  mit  Tirul  wegen  einer  Evt-ntualhilfo 
verbandelt.  Aueh  in  den  Landtagen  kam  die  Beaehnldip^ung 
einer  beabsichtigten  Rebelhon  zur  Sprache,  und  aueh  hier  wurde 
laut  be.tont,  daß  die  Angöhörigen  der  A.  0.  nichts  anderes  als 
die  Siclieratellung  ihres  Ueliponsexerzitiunis  niid  die  Besserung 
des  durch  die  Peröekution  gefährdeten  Landwosens  im  fiinno 
gehabt  hUtten.^  Xoch  senden  alle  die  befreundeten  Nachbar- 
länder ihre  InterÄPSsionsHcliriften  an  den  Erzherzug,  bexiehungs- 
wcisü  au  den  Künig  Matlhiaa,  uhiie  aber  den  geringHten  Kri'olg 
ÄU  erzielen;  dasselbe  Uesiütot  hatte  die  Bitte  der  Steirer  an  die 
evangehsuhen  Stände  und  deren  Vertreter  am  KaiBerhof.'  Von 
Interesse  mag  ea  sein^  zu  erfahren,  welches  Beweismaterial  die 
inuerö8torroicli!»chen  Stttnde  tUr  ihren  Kampf  um  ihre  Rechte 
an  jenen  Stellen,  vorlegten,  von  denen  sie  eine  wirksame  Unter- 
stUtzung  erwarteten.  Die  Schriften,  die  sie  den  hühmiscben 
Stündon,  die  ja  Jüngstens  einen  so  großen  Sieg  errungen  hatten, 
überreichten,  reichen  bis  zum  8.  Dezember  16011.  Hatte  die  ka- 
thulische  Parli-i  die  große  Krise,  dto  mit  der  Verbindung  der 
In nerÜBter reicher  mit  den  Hornor  Stünden  eingeleitet  wurde, 
glUcklioh  liberwundenj  so  mochte  sie  getrost  in  die  Zukunft 
blicken.  Sie  hatte  die  letzte  große  Aktion  des  i nnerü ster reich i- 
sclien  Protestantismus  siegreich  niedergoworien  und  indem  man 
die  Uberzeugnng  gewann,  daß  dieser  innerüsterreichische  Herren- 
stand  an  seiner  Treue  dem  aiigeatamniTen  Herrscherhause  ge- 
genüber unentwegt  featliaitc,  hätte  die  Kogicrung  in  ilirem  Vor- 
gehen gegen  den  Protestantismus  leicht  die  mildern  Tonart  an- 
schlagen dilrl'en ;  dazu  ist  es  aber  weder  jetzt  noch  spHter  ge- 
kommen, aus  Motiven,  mit  denen  sich  der  zweite  Teil  dieser 
Einleitung  beschäftigen  wird. 


'  Nr.  1873. 


»  Nr.  J8T4,  187«. 


•  Nr.  19J7/(r. 


XXXtB 

fi.  PIr  FurtfBhranf  4fr  Orei^nr^fanuMfAB  (n  dm  Jahrrn 

ICIO  bis  ICIS.    tifrinee   Erfolce  der  GKeurrfonnatloiu 

T«r  ftllrm  In  Kirnten. 


WriiffTMil  der  wOmSaAen  Küinpie  in  aOm  Landtajrnt  d« 
OwnnHOatenyirha  mit  Anmnhme  Jener  der  spSter  er- 
vardm«»  lAnier  ^d^  di»  Gegvonlbrauition  in  tnnerOolevTncfa 
oolrr  (3rr  Falima^  der  BiaobOfe  tob  SeckAO.  Lanut  nnd  Lai- 
tMcb  3uen  Oma^  miäiv.  Nnr  der  k-utere  war  e«,  der  nidit 
über  da«  Ziel  hin»Ba»dioG  anil  ilen  Ho{  in  Vcrle^enlieil 
'  Ks  ist  uwrikwardi)»,  wie  wi>-o)i:  steh  die  Jesoitea  an 
dem  Bekehrnngnawle  aeO»!  beteilig  haben :  das  meiste  pe*ic4iab 
dnrch  die  RepenugafaelUtrden.  an  il«>rpii  S|iitae  aeitweilip  eine 
ißt  dm  gemumten  PeraBnKchkt-iteti  stand.  l)a|pegea  erscbeiiMB 
die  Jnsoitea  in  den  Akten  aU  die  rechten  Konquistadoren;  sie  neb- 
■MQ  Land  und  Lent«^  wo  t*  nar  »igelU,  and  sind  sebon  im 
Jaknehnt  der  Fcrdinaiideiscben  Qegenrefunnation  oller- 
in  K^vbiidibidtd  rcrwickelt  Die  Repemng  Ferdinands  IL 
träte  ibrer  streofr  katbüliärfain  Tendenz  etfEq^Qcbtig  nnf 
ihn  Recht«  and  irirs  unter  UmEtänden  Qbertriebcno  Ansprache 
des  Nnntins  in  die  ^bnhi^nden  .Schranken.'  Die  Rekupent- 
tioDen  der  Kirehc,  ob  eJe  nnn  percchlferti^  waren  oder  nicht. 
nahmrn  in  den  V^erbaiidlnngen  der  Kepemn^  einen  breiten 
Bmun  ein:  die  kirchliche  Kotlafre  jener  Protettlanten.  denen  die 
rerhtitrhe  ExinteuB  noch  nicht  abgestrickt  war  —  de»  Herrcn- 
lea  —  wurde  mit  jedorn  Tafre  eiue  lirsere.  Was 
politischen  As^pirationen  dieser  protrelan tischen 
Stande  aagcn  muf.  sie  hAtlen  alle  ihre  polititiehen  Kochte  gvm 
■nd  wülig  dahit^^r^ben,  wftre  ihniMi  ihre  kirrhlit-hf  Exliili'ux 
nnmi^etestel  vcrblielien.  SeÜMt  in  der  Kriite  dos  J.ihres  1tK>l> 
mußte  der  Erzherzog  Bii|;estehen,  daß  sich  seine  mi katholischen 
I^andlente  bisher  änßerlich  still  nnd  mhi^  verlmlten ;  sie  waren 
die«  vom  politischen  (ieälchtspnnkle  an«  andi  innerlich.  Man 
Biaf;  Ton  diesem  Standpunkte  ans  ihr  Yorfrehen  tadeln:  sie 
konnten  nicht  anders,  denn  diese  Iljtltnng  hat  ihnen  ihre  Kon- 
feaaion  Tor^:escbriebmi ; '   es   stand  mit  einem  Worte  nach  dem 


>  S.  a%  Abcuda  im  Bbebofii  TboTtuu  von  Laitinch  m\ä  dsron  Aliweisiing- 

ia  Nf.  1"W,  a.  aadi  Kr.  1767,  1759.  177). 
«  Nr.  nU.  •  8.  Nr.  Itiöfl. 

r«BU«.  n.  AH  u.  Lx.  a 


XXXIV 


gUn^tigi^n  Vorlanf  cler  Krise  von  160!)  fest,  dnß  mn  kirclilichcr 
IKitge  willen  die  Onliiung  der  Dinge  in  lonertiBteireich  in  keiner 
Weise  gtiKtiJi't  wonleii  würJo,  es  mochte  ;iue!i  noch  so  oft  um 
Interzeasionen  in  WitMi  und  LiiiK^  tu  Prat?  und  I'reßlmrg  oder 
an  den  HOfen  der  prolefitan tischen  HoichsfUraton  an^elÄngt  wer- 
den. l)ngegen  "hogohren  din  KiitliuliktMi  JttUt  beröitfl  vulligp  Gleich- 
stellung mit  den  Prott'stnntttn  in  nWvn  LandeBJlmlom,'  und  es 
kann  schon  jetzt  keinem  Zweifel  unterliegen,  daß  Bio  diesen  Än- 
Bpruch  auch  durchsetzen  werden.  Wie  wenig  die  Oogcnrefor- 
mation  ahtsr  in  jenen  Tngcn  In  die  tieferen  Schichte]!  guhuigt 
war,  wird  weiter  unten  zu  erürtern  sein.  Ks  ist,  wie  bei  allen 
Bewegnngon,  die  nicht  von  unten  in  die  weiten  Volksscl lichten 
kommen,  ttondom  von  oben  in  di^*  Massen  getragen  werden;  aie 
tiiiden  wenig  VersUhulnis  und  haheTi  geringen  Erfulg.  Ks  kann 
vorkommen,  daß  ein  so  eifriges  Mitglied  der  neuen  Richtung, 
wie  o8  der  Abt  Bmerieh  von  Arneldstein  iat,  den  Tadel  seiner 
Keginrung  erfillirt,  well  hiiiIi  in  srinrni  Distrikt  noch  bo  viel  Ull- 
katholiache  hefiiiilen.^  Noeli  kann  man  Biwittiseh  im  Lande  von 
,Derorni;»ti(mnk(»inmi8sHrcn'  sfireohen."  Kh  tnt  scliuu  im  Jahre 
Itill  not,  die  kn.tliuiisehe  Ueffirmalien  van  neuem  zu  hfglnnen. 
Wenigstens  war  dies  die  Meinung  des  Laibachor  Bischofs,  und 
diiinentüjin'chend  wird  ntin  iuieli  wiodt^r  vorgegangen :  die  I./ind- 
Hchnfton  miUsen  nun  alle  ihre  nn kathülisehon  ^Diener  und  Oflfi- 
xiere'  Kiehrn  lassen.*  neue  ErlHsse  verbieten  die  Aufnahmo  von 
PrU/eptoren  ohne  Vorwissen  der  Rp-gienuig.'"  die  Verhüte  der 
EinAilinmg  sektiseher  Präldiknntcn  werden  neuerdings  in  Er- 
inneiung  gcbrachl,"  neu  nuJgenonuueneu  Laudlouten  wird,  fall» 
sie  Protestanten  sind,  die  Ancrkeiuiuiig  verweigert,  weshalb  sie 
gleieli  Uiirgern  und  Bauern  der  kathohöchcu  Rpfymmtiou  unter- 
worfen werden'  usw.  Frrilieh  mußte  man  r'rfjilii'«;iij  daß  sieb 
PriidiUanten  in  ÜberkUriitcn  einsohleichen  and  die  Bauernsebaf- 
teu  in  dem  ererbten  GliLiilcii  best.'lrketi,"  jn  i.*s  ktnniiit  vor,  daß 
Buch  schon  wt^rn  der  Kriiehleichnng  uiid  Fülaehnng  vun  Beicht- 
7xttt(iln  Strafen  dIklieH  wurden.*  Dabei  werden  die  Faulongu- 
bole  fast  jillgeniein  uubeacblel  gelassen  uud  in  allen  Teilen  dos 
Landes  finden   sich    noch    pro testnn tische    Gehet-    und    Gesang- 


4 


n 


^  Nr.  1696,  193«,  1933,  193A. 
«  Nr.  1966.  *  Nr.  1967. 

•  Nr.  IWfl.  •  Nr.  2023. 


•  Nr.  1938. 
Nr.  1971. 


•  Nr.  1931. 

'  Nr.  1990. 


J 


XXXV 


büchcr.  Um  din  von  der  Krainor  Ijiindgcbnt't  verwahrten  danert 
der  Kampf  ancntwegt  weiter.  In  einer  Zuschrift,  die  Ferdi- 
nand II.  am  1(1.  Juni  lOln  an  den  Krzbiscbdf  Hftrx  Sittich 
von  tSidzbm-g  sendet,  bitlt  er  eine  Überschau  llber  die  floit  lö98 
erzielten  Erfolge  ^  und  erörtert,  wns  da  noch  zn  tnn  »ei.  Dem 
Hemn-  und  Kitterstande  ha))0  er  Ivonzf^sionon  ninrhcn  mllsAen. 
Der  wende  sich  j^^tzt  njich  Unparn  und  O.HterreicIi,  lasse  dort 
die  Kinder  tanfen,  Khen  kopoiieren  und  schicke  Kinder  und 
Pupillen  an  eektisehe  Orte.  Kr  rr;ij;;t  »n,  win  dam  za  ändern 
sei.  Trutzdem  nach  der  Meinung'  de»  Kr/^bischufs  der  Zeitpunkt 
•cldecht  gewHhIt  sei,  nm  mit  der  ScIiHiie  durchzureifen^  li^ß 
es  Ferdinand  doch  uiclit  an  strengen  Strafen  in  Kinzeinfilllen 
fehlen.  Die  Akten  der  Jahre  Ißlf»  und  IfcJlii  sind  mit  Straf- 
dekreten  binreirhenil  angerullt.  Am  schwersten  hielt  es,  die 
unkatholisuhen  UediunstoLeu  dnr  LandBchaften  los  su  werden, 
und  <loch  war  dies  drin^iMid  gehoti^n,  denn  eben  diesti  konnton 
6o  manche  V'urftlgttngiMi  drv  Vorgesetzten  kraftlus  niaclien  und 
den  Befehlen  der  1.  f.  Obngkeitcn  entge^mirbeiten.  Aber  es 
hielt  Mjwohl  in  Kärntf^n  nU  aueh  in  Krain  schwer,  einen  KrsatK 
zu  tiiiden.  Zudem  liatteu  difsc  Leute  meistens  ein  grüße.t  An- 
sehen im  ganzen  Lande.  Noch  liegen  jetzt —  1016  —  die  Ding« 
so,  daß,  wio  der  NiuitiiiK  klagt,  OciKtlielie  mit  inikatliotisehen 
Herren  und  Landleuten  Kontrakte  Bchließcji.^  i  )ie  Aktionen 
der  Regierung  tviirden  ditreh  daa  Vor^ulmn  des  Krabinehofs 
Marx  Sittich  von  SalÄburg,  der  seit  dem  Jabro  1612*  auch  in 
«einem  Lande  diu  Verfiilgiuig  der  Prutestaiiten  krüftig  in  An- 
griff gcnuiinnea  hatte,  wesentlich  unterstlltzL  Wo  die  (iebiote 
heider  Regenten  aneinander  grenzten,  war  ein  genieinBamos 
Wirken  gelwttin.*  Hier  und  in  OberkiUnU!»  war  es  last  un- 
möglich, dem  ProtestantitiinnH  gründlich  }K5iznkou]inen.  Nicht 
weniger  als  drei  zum  Teile  recht  umfangreiche  Gutachten  iibnr 
lien  Stand  der  kii'chlicTi''n  Dinge  in  KUrtiten  werden  vim  dem 
Landeshauptmann  Christoph  David  Krcihcrm  von  Urseheidteck 
«n  den  Erzherzog  eingew!ndet.  Der  Landeshauptmann  hctcml 
die  Notwendigkeit,    die    in    den    letzten    Jahren    einigermaßen 


Nr.  S03I.  ■  Nr.  209S. 

*  B.  duübor  mainoo  AufsJitx  ,Dio  Gu^unrufoniiRtioti  tii  äal:iburg  uul&r  tlam 
EnbUchof  Uarz  Sittich,  Graf»»  voti  H»liva«iiib«  (!>>12-1G1<J/  iiu  19.  Bd. 
i«r  MittoU.  d.  liut.  fVr  S^Utr.  OescbicIiUf ,  S.  GT7. 

*  Mr.  21U  a.  2115. 


XXXVI 


jinlerpoiiicrl*!'  Gf^duUl  boi  Seite  zn  stoUon.  Geschieht  dies  nicht, 
80  gehen  dJo  Frllcbte  aller  bishnrifjon  Muhon  verloren.  Die 
Bllrjryrachaft  uml  ila«  <ffiiir!imi  Volk  worden  durch  die  atiab- 
lüANlgi'H  Ansuchen  der  Liiiidleute  in  Atem  gchalttni  und  sind 
schwerer  als  früher  zum  Gehorsiuii  tu  briniffeii.  Sic  finden  an 
den  Vcrordnett^n  ein«;  Stütze  und  wi>rden  diesen  weit  ober  f- 
horeUen  als  den  ReforniatiunsknnimisMiii"ei>,  wie  «lö  ja  auch  jenen 
duruh  ibro  Eidcäpflicht  voriiunden  sind.'  Du  milsseu  alle 
bisheri^ren  Toleranzen  aufhurm,  notwendig  ifit  ein  exem- 
phirischer  Lebwis wandfit  der  Giiistliehkuil,  in  dem  sich  der  ge- 
moiiit!  Mann  spiegelt,  eine  Neoaiifla^o  der  Uel'omialionsodikte 
mit  Aiidrubniig'  verHchflrfl^^r  Straten  l'llr  den  K.all  de^  llngehor- 
sanw^  B(;8(!tzung  ritlor  TiandeHämtür  mit  Katholiken,  Budaß  auch 
I^ndleute,  die  sich  zn  den  Ämtern  meliliMi,  xiitirst  Her  R^for- 
nialiuii  unterwori'i'ii  werden  müssen,  AbBchaflimg  der  uiikatho- 
lischeti  Pril/.cjiteren  imJ  Pildagu^nti,  bessere  Sorge  für  die  Kr- 
Eiebung  der  Pupillen  usw.  ite.l  dii-«er  «nienten  Ileforraation 
darf  die  Bürgerschaft  um  so  weniger  übersehen  werden,  aU 
schon  ein  Teil  der  Nenhekelirten  wieder  de^iuicriert  ist.  Man 
wei'de  die  Wellzerischen  Stipendien  iii  besatirer  Weise  verwen- 
den niüiwen  als  jetat,  da  sie  statt  fUr  die  Er/jeHung  der  Jugend 
den  I^andesoffi zieren  usw.  zugiit*-ilt  wurden,  um  sich  eitie»  Heit- 
kncclit  uder  einen  Leib^ungcn  halten  zn  künuen.  Hßsonders  not 
tue  die  Konversion  der  Lutiiensehen  Weiber,  deren  btiee  Zungen 
andere  von  der  Bekehrung  abhalten.  Wir  erführen  aus  dem 
Gutaebten,  daß  i^  in  Kilmten  noch  Wnnderprildiknnten  gibt, 
die  aiiszusehafTen  luudi  Mitieln  gesucht  werden  muß.  Der 
Lande»haiiptinann  unterlilßt  nicht,  auf  das  eine  und  andere  hin 
zuweisen.  Wie  kann  man  erwarten,  daß  geg<*n  WjindcrpriUH- 
kanten  fUwnit  geHcIiieht,  so  lange  die  Landgerichte  mit  unknlhü- 
lischen  Leuten  besetzt  sintlV  Du  hilft  nur  ein  gut  kathuüflcb 
gesinnter  Lnndprofos,  der  kein  .anibidexter'  int,  dem  iiicbl 
neben  anderen  (ieseliüflen,  die  ilim  wichtiger  scheinen,  auch 
noch  das  Profosetianit  übertragen  wird.  Der  LandcKliaujttinann 
bespricht  dann,  wie  gegen  verdilchlige  od<^r  ausgCHchnffte  Per- 
sonen und  Jene  vorzugehen  ist,  die  ihnen  Unterschlupf  gewäliren, 
daß  man  die  Anzeiger  bolohnon  müsse  usw.  Da  werde  es  nicht 
wie  bei  der  letzten  Reformation  vorkommen  kUnnen,  daß  einer. 


'  Da  Klac^eafurt  der  LauiIflcliAft  f^hllrt. 


xxxm 

der  anu^etdialft  wird,  «u  ctnor  Stadt  in  die  &Dd«re  reist,  auf 
«nea  Ujunmer  oder  in  eine  HOhle  aelit  and  dort  -rerbleibt 
Anf  £e  ketaerifcbeo  BUchcr  —  and  solche  werden  ongwchent 
noch  jetatt  aaf  dem  Platze  verkauft  —  wird  man  sein  Äo|reninerk 
riditea  maweo.  Die  Vizedoioe  ron  Bamb«rf;  imd  Salzbarp 
werden  ja  freilich  das  Ihrig«  dazu  za  tun  haben.  Die  neti« 
Rfffimnalkm  ist  anrerxüfHich  in  An^ff  zu  nehmen.* 

fia  xweitet  Gutachten  betont,  daß  eine  none  Kefomiatiün 
in  allen  vier  StXmlen  des  Landes  notwendig  sei.'  Hier  wird 
dio  Sonde  auf  die  Wunde  geli^:  im  Adel,  der  der  Refor- 
mation nicht  onierwurfon  ist,  ist  unter  Hundert  nicht 
einer  katholisch.  Der  BUr^erstnnd  ist  fast  ßanx  tod 
nevem  von  ilr-r  Kvtecroi  infi7:iert:  im  KJagvnfarter  Ue- 
^HiodenU  ist  auch  der  allirenieinen  Sn^  nach  nicht  ein  einziger 
recht  katholisch.  In  der  Bauernschaft  lindet  Ur»chenbeck  die 
Dinge  noch  scUimmer:  ,anter  eo  nel  uusend  Seelen  ist  kaam 
lane  Hand  roU  Katholiken  zu  tindcu*.  xVUes  in  allem  warou  die 
bisheripm  Erfolfre  dt>r  Gegenreformation  in  K&raten  —  in  Krain 
und  vor  allem  in  Stoii-nnark  la^n  die  Din^  besser  —  geringe. 
Die  Hittd,  die  L'rschoubt^k  dagegen  vorecldttgt,  sind:  Vei^ 
mehnmg'  der  Zahl  der  katholischen  Hitglieder  des  Herren  und 
Kittemtandos,  Hebung  ihre«  Ansehens  usw.* 

Einzelne  dieser  Vorschlüge  machte  sich  die  Regierung  xu- 
eigen;  die  Hauptsache  war  aber  do^  die  Haltung  drg  lierren- 
and  Kitterstandes  in  den  kirchlichen  Fragen;  solange  man  ihn 
otcht  gewonnen  oder  gebeugt  hatte,  waren  alle  die  ziihlreichen 
llaOr^^n,  welche  die  Kegierung  ti'af  und  die  oft  genug  das 
Gegenteil  von  dem,  was  die  Regierung  beabsichtigte,  entsagten, 
mDSOost.  Es  handelte  fiich  vor  n]|<>ni  um  die  Bekehrung  oder 
Atiswosimg  dieses    proteatau  tischen  Herren-  und  Kittcrstandcs. 


?.  Die  la?)neiäang  des  protestantischen  Herren*  uud 
Kitterstandes  %\\s  luuerfibtcrretch. 

Wohreod  der  ganzen  bisherigen  Rogicningszeit  Ferdi- 
nands n.  hatte  es  keinen  AugenbUck  an  N'^ersuchen  gefehlt, 
den  protestantischen  Herren-  und  Ritterstand  voU8ttlud)g  auf  die 


■  Nr.  «19,  2120. 


»  Nr.  SISI. 


•  Nr.  SWS. 


XXXV  ui 

katholische  Seite  ku  ziehen,  aber  alle  diu  Mittel  der  Schmeichelei 
und  Verführung,  der  Drobujigeu  und  Strafen  hatten  bei  <lon 
touanfiebeiideii  MUnneni  der  »Itestcn  ncrrenfjeachlcchtpr  StTiben- 
berfr,  Windischf^rältz,  KhevenhtÜler,  Auersperj;  u.  a.  dm-cUaus 
kein  Erj^ebnia  erKielt.  Gewann  man  einzelne  von  jenen  jUnpo- 
rcn  Adeligen,  die  als  Waisen  nach  ihrer  Eltern  Tod  hu  kntlio- 
lische  Gorlmbeu  und  auf  katbuHuchc  Schulen  gt^gobcn  wurden, 
80  zog  der  Adel  peeinnungstUclitigo  Prttzeptoren  in  seine  Burgen, 
wo  sie  oft  ^nap  die  Stelle  ausgewiesener  Prildikaiilen  eri^etzton. 
Urnen  staudeu  die  Flieger  zur  Soito,  die  dioeelbe  Aufgabe  bei 
den  Bauemsehaflen  auf  sieh  nahmen,  wilhrend  die  Landesbeara- 
ten,  die  man  nun,  damit  sie  nielit  der  Keforniation  unterzogen 
wUrden,  aus  den  Slitgliedern  des  llittTstnndrs  wählte,  wenig- 
stens in  den  Lande.shaii|itsUidten,  vyr  allem  in  KJagenfurt^  die 
schutzende  Hand  über  der  Bttrgersehnft  liiclten.  Aus  hundert 
und  aller  liniid<!rt  Bcrichlen,  die  bei  der  Regienuig  einliefen, 
cntDahm  man  immer  von  Neuen  die  nicderfiehlagondc  Gcwtß- 
heitj  daß  die  bisherigen  Maßregeln  so  wenig  gefruchtet  hlltten. 
Der  Kampf  der  nitchslen  Jahre  ist  denn  auch  fast  ausÄchließ- 
lich  den  pretestan tischen  ITainmcrmeistern  im  steirischen  Ober- 
land, den  Landschaflsbcamten  in  Laibaeli  und  Klagenfurt,  den 
Pr.laeptoren  und  den  i*flegeni  auf  den  herraehaftlichen  Burgen 
und  Scldössem  in  allen  drei  Ländern  gewidmet.  Aber  wie 
schwer  hielt  es,  fUr  die  protestauti sehen  Hamuioruieister  augen- 
blicklich Ersatz  ans  kathaliachen  Kreisen  ku  gewinnen.  Der 
PrJlzeptor  oder  rh-r  PHeger,  der  »ich  duirli  eine  k«  stark 
betente  Bokundigung  seines  Glaubens  mißliebig  gemacht  hat 
und  daher  aus  seinem  Dienste  nclieideu  moß^  tritt  in  den  Dienst 
eines  anderen  ITerm  und  der  Kampf  gegen  ihn  muß  vom  neuen 
Vicgonnen  werden. 

Aus  den  Prutokolleu  der  Krniner  Kefonnationskammisslo- 
neii  enlniinint  man  zahlnticlif  Zciignisse  eines  stark  gewürfelten 
protestantischen  Glaubens  auch  in  den  niederen  Sehiehten  des 
Volkes.  Jene  todkranke  Frau,  die  auf  dem  Sterbebette  sagt: 
Der  Teufel  ist  mir  zu  schwach  und  nur  ein  Sehein  und  ein 
Schatten  mir  gegenüber,  konnte  wold  die  Stelle  eines  Prädi- 
kanten  Tersohcn.'  Diese  bisher  meist  mit  rein  äußeren  Mitteln 
durcbgefiihrtfl  Reformation  konnte  nicht  haften;   zur  DnrchfUh- 


>  Mr.ai6&. 


XXXIX 

il(sr  iDn*.Tlicfa«a  Bekehrung  fehlten  doii  tnchti^n  Frftlaten 
die  ßeetgDeten  HandUnger.  Immer  mid  immer  keltrt  seitens 
d«8  Metropoliten^  and  der  linderen  hircliHcliou  Oberen  die  Kla^re 
wieder:  die  (riMHÜiclikcit  stehe  nicht  aiit'  dor  Hübe,  die  Visi- 
tatoren  tun  ihre  Pflicht  nicht.  Und  dann  wie  schwer  war  die 
Bekefantn^  bei  den  Bevülherangsmaaseo,  die  »n  Unjrarn  and  an 
die  heidcu  (>sterrvich  au^renzten.  Wer  kirchliche  Hilte  nnd 
Troot  itnchl,  findet  sie  dort;  er  darf  sich  nur  hüten,  denunziert 
aa  werden,  und  selbst  da  ^ibt  es  hundert  Auswerfe,  nm  dro- 
henden Strafen  ku  entrinnen.  Wie  lan-^e  dauern  die  Proussa 
g«g«n  die  Paiitaläon,  Arter  und  Hn^iber  iu  Krain}  flogen  die 
Stabenber^sehen  Pfleger  in  Steiermark,  oder,  um  ein  auderos 
Bessptd  cu  suchen,  (re^ren  die  hartnUekigen  Heisebhaucr  in  Kla- 
genfort?  Man  wird  nicht  übersehen  dürt'en,  dali  die  aUcremeiue 
pclitieche  Lafre  der  Uurchlllhrung  der  Ito^onrefonuatiou  scit- 
w«tso  starke  Schranken  seist  Da  sind  die  ersten  Jalire  do« 
DreißigjAhrif^en  Krieges  ~~  der  bühmischc  Aufstand,  er  »ttert 
in  Inoaröstarreieh  nach;  seit  Inn^^^r  Zeit  gehen  die  Wogen  der 
sktodisohen  Bewegung  wieder  hoch;  die  aus  Anlaß  der  Inibmi- 
•ehen  KOnigswabI  gegen  Ferdinand  II.  gerichteten  P:tni[ihlute 
finden  iu  Innerösierreich  ihre  Verbreitung,  wie  andererseits  die 
(Jtgenrefonnntion,  die  Ferdinand  II.  in  seinen  Krblanden  durch- 
geführt hat,  mit  den  Grund  abgeben  muß,  aus  dem  er  von  den 
böhmischen  Stilnden  als  König  abgelehnt  wird.  Aufrufe,  Pro- 
klamationen, Pasquille  u.  a.  werden  in  den  innerOsteri'eicb Ischen 
Landscbaften  verbreitet,  die  PriUlikanten.  die  seit  zwei  Jahr- 
zehnten vertrieben  sind,  schleichen  sich  wieder  ein  und  worden 
in  den  Schlüssem  des  Adels  aufgouommeu.  Da  hOrt  man  mit- 
iter  hitzige  Pn'digten,  in  dt'ncn  wider  die  Gegenreformation 
»wettert  wird  und  die  die  hliuerliehe  Zuliorerschnfi  in  heftige 
Krrcgimg  versetzen.  Die  Klievenhlillerschon  Pfleger  werden 
denunziert,  d;iß  sie  selbst  Prltdikanten  abgelieu,  im  Scldosse 
Landifkrun  predigt  ein  Scbuhueister  wider  den  Kaiser  und  for- 
dert die  Anwesenden  auf,  zu  den  Waffen  zu  greifen.  Noch 
jetzt  hätte  mau  /Vidaß  gehabt,  die  Treue  dieses  so  oft  verdäch- 
tigten Herreustflndcs  zu  würdigen.  Statt  dessen  tlattem  auch 
jetzt  noch  VerdÄchtiguugen  in  der  "Welt  herum.  Da  ist  Karl 
von  Egg,  der  an  der  Tafel  des  Grafen  Ambros   von  Th\im  in 


*  Mr.  aiTO. 


XL 


BWibar^  grutgt  hnlicn  suU,  wcnu  er  dem  Kaiser  mit  seinem 
Schwerte  djui  Haupt  abhauen  küonle,  würde  i>r  sich  j^tacklieh 
schätzen  und  keioeu  weiU;rt;ti  Wuiuich  auf  Knien  lie@:en.^  Die 
Uotervachtuif;  hierüber  wird  wojü  einhieltet,  bat  aber  nicht  das 
gewUttschte  Ergebniis.  Das  viirn  frciliih  eiitninimt  man  aaihat 
solchen  falüchen  Nachrichten,  daß  aach  der  Ut^rreimtaod  in  bef- 
Bber  Krregang  Ist.  Nicht  anders  lie^^en  die  Dinge  im  HUrger- 
nod  Itaoernstande.  Wii*df^rum,  was  schon  seit  tan^  siebt  mehr 
der  FuU  war^  werde«  aU^meino  ständische  BeratungeB  ange- 
ordnet.'  Di<5  jjtliwrren  Ix-iden  iunl  Vt-rfolgung««!  d«  ioner- 
OatPireicbißcbtiu  Prtiteatantismns  werden  in  Flogblälleni  nieder- 
gelf>^  und  dabei  wird  noch  bemerkt,  nie  alle  mmutim  sofKn- 
xdhb'ii^  sei  fa«t  onuiö^ltch;  es  foi  aber  auL-h  nicht  notwendig, 
weil  diese  Diu^  Und-,  ivtcha-,  ja  weltkiindi|r  Heien.*  Utsr  achte 
November  1620  —  der  Tap  der  Schlacht  am  Weißc-n  Bei^  — 
konnte  nnn  anch  in  den  Kalendern  der  inni^rüdtemeidusc&en 
Proteetanten  schwarz  an^r^strichen  werden,  denn  daß  nnn  in 
Tenchärftem  Maße  pejL^n  die  i>roteatanlii»che  Iteaktion  tu  Inner- 
teterreich  eingeachritten  werden  dürfte,  daran  war  nidit  au 
zweifehl.  Da  ^bt  eä  nene  Verbote  ded  Einc<i;lxläptiens  ,sd£tischer, 
Ärgerlicher  und  IiDchrerbotener' Schriften  und  Bücher,'  da  wep- 
deo  neue  Strafmandate  gegen  Jene  Mitglieder  dos  Herrcnstondes 
Terktlndot,  die  aicli  gfi^  die  ülicren  fienfralmandate  rergan- 
f^en  hatten,^  neue  Kommissionen  in  die  widerhaarif^en  Sti&dte 
und  Märkte  siugesandt*  usw.  Freilich  kann  es  seHist  jetzt 
noch  vorkommen,  daß  eine  Stadt  einen  Cnkathotischen  lum 
Barpermeifiter  wählt'  und  die  Regierang'  entnimmt  einem  ,Me- 
morinl  vom  Stand  and  Wesen  der  Eeligion  im  Fümentnm 
KAmton*  mit  Schrecken,  daß  es  da  im  Religionsweeen  ond  der 
Geistlichkeit  so  Ua  zu^ht,  daß,  wenn  nicht  eine  Wendmig  ge- 
schieht, XU  besorgen  ist^  es  könnte  ein  neuer  Abfall  von  der 
katholischen  Ueligion  Platz  greifen.^  Die  uächäte  Folge  solcher 
Erfahrungen  Ist  die  Emenernng  j^ner  allen  EHiiase,  die  eine 
wirtschafÜiche  Kräftigung  ond  innerliche  Erstarkang  des  katho- 
lischen Elema  bezwecken,"  der  Verbote,  daß  die  »lelige  Jagend 
an   onkaibolischea  Orten  stndiert'^  usw.     Schon  jetzt   werden 

■  StotOL-Areli.  Gru  G»in  Kop.  IStl,  a.  ontMi  Kr.  SS66.  •  Nr.St58. 

*  Jahrb.  d.  G«a.  f.  GiMcti.  d««  PnvMManticoiw  in  0«t«Telfh  IT,  Ift. 

*  St.  22M.  •  Kr.  2i«*,  SM«,  »470,  «71.  •  Nr.  2»», 
'  Kr.  tat,  tti*.        •  >'r.  UM.        *  Kr.  13S4.        <«  Nr.  23M,  S3«l, 


XU 


in  ilen  rrporcinilon  Kreisen  äLimineii  laut,  Jte  »ich  ihilnti  au:;- 
sprechen,  iL-iß  ilur  Kuiser,  wmin  er  dia  RetunnutioD  tort^etzon 
wi»UtH,  Juix^li  niclita  j^üliindort  wunliMi  küiiiu*,'  mit  fineui  Worto: 
diu  Fnigo  dt*r  Auswi-ieuap  d«'s  i>rütcBtaiitisL'ln'ri  Hurron-  und 
Kitte rstaiide-B  ritckW  in  'eirio  Iiodeiiklichc  Nrdic.  Vielleicht 
hofft«!  ninn  nodi  durch  eino  ntmifron.!  H:  null  ml  um;,'  d<-r  Mftiidntp 
(;egeii  di«-'  eektisi-hen  Pflegrer  und  IVUzeptoixn  ausKukoiunioq, 
dtMui  das  gaiizi-  Jiüir  1627  werden  dwaa  Mandntu  ernuuert, 
aber  schließlich  mochte  die  lürkcnntniti.  diiß  HUr<;cr  und  ßuunrn 
ni<?iitaU  %-ölli;^  ^>wunnen  werden  Lünnteii,  wenn  ihnen  nicht  der 
Rütrkkalt  entzogf?ii  wUrdf,  den  siß  un  dein  Ad<;l  hiitluii,  dun 
Aiutächhig  gehen,  daß  nun  auch  gegen  diesen  die  entscheide nden 
Schläge  ffeftihrt  wunh-ii.  "Slan  hi^Jlelitu  z.  B.  Jiur  ilus  Vt'rhnUon 
der  Mun-eker,  die  bei  dem  Iliinae  Stnbcnberfr  eine»  wirksnTnun 
SchotT'  hAttcn;  ,die»e  wollen*,  schreibt  der  Pfiirrer,  ,iii  der  Uolf- 
iianjr,  ilus  Bhiti  wenlo  sich  wenden,  noeh  lilnp-r  auf  ihiv  Krliisunp; 
wari»>n*.'  Und  nicht  besser  war  ea  an  anderen  Orten.^  ,Kb 
ist  eine  neue  ,Ket'urmation',  die  nun  im  Friiltling'  1Ö3S 
in  Anjrriff  penoninien  wird."*  Da  sind  wonifrc  Familien  dos 
Herren-  und  Hiltei-blnndeK,  die  nicht  entweder  »elbst  ucler  durch 
ihre  BedicDütcten  dareiu  vorduchteu  wären.  In  dem  Maudate 
vom  27.  M«rz  U»2ft  wurden  die  Grundji«^  für  die  erneuerte 
Ftuturmatiuu  ilarfrele^t^  und  man  wird  es  bej?rcillich  tinden, 
wran  sie  in  erster  Linie  ,ein  cxemphirischcs  Leben'  der  katho- 
UflcbeD  Geistlichkeit  8clb»t  :tur  Vorausaetzanfr  hat.  Dann  wird 
lestgi'Actxt,  daß  die  hitiheri^'u  Toleranz  ^'eK^^u  Auüffcwicsene  und 
ihren  Anlian;;  ein  Kude  hat.  Die  ächulmcistcr  sind  turtum  durch 
otQ  Exjuueu  bei  deu  Jesuiten  auf  ilu'c  Recht^läabigkeit  hin  2U 
prilfen.  Den  nubilitiorten  Personen  wird  noch  eine  letzte  Frist 
zur  Bekohruog  gegeben;''  wird  diese  niciit  eingehalten,  so  wor- 
den sie  nicht  anders  boliandcU  als  Bürger  und  Bauern.  l<foufa 
werden  die  ,alten  Landkuilc*  luisguituninii'n.  Sit*  haben  nacli 
eigener  Anschauung  ein  unbedingtes  Kcclit  auf  ihre  alte  Pu^iliun 
und  seibat  die  Kegierung  kann  niuht  leugnen,  daß  sie 
in  anderer  Lage  sind,  als  die  Übrigen  Pruleetauteu  im 
Lande:  das  allein  ist  ja  auch  der  Grund,  weswegen  sie 
selbst    in    dem    Ausweistingsdokret    anders    behandelt 


*  St.  M47. 
■  Ebenda. 


'  Nr.  2393. 
'  Kr.  S4W. 


•  Nr.  241&. 


Nr.  3432. 


XLU 


werden  als  di«  Übrigen  Emigranten.  Wer  die 
f^gen  die  Prutestanten  in  Innoi*tf8terixMc;h  gerichtete  Aktion  der 
R^eraugsbeliurden  Überblickt,  d*^r  wii*d  findon,  daß  sie  wcscnt- 
Uch  mit  der  f^roÜcn  auswärtigen  IVlilik  ziisauiuionliilujit.  Vur 
dam  türkischen  Erbfeind  war  nun  dn»  iiMicri^RUTreicliischo  Ge- 
biet durcli  den  Vertnvg  von  Szön^'  vom  13.  September  Jfi27  «fe- 
Ricliert,  in  Dentscliland  liatte  der  Kaiser  srit  dt-n  letzten  drei 
Jahren  Erfolg  auf  Erfolg  äntielt;  wie  in  den  nOrdlichon  Län- 
dern: in  BöhnKin,  SlUhrtni  und  Schlfsian,  so  konnte  nun  auch 
im  Süden  mit  dem  Ketzßrtum  i;in  Ende  gemacht  werden.  In 
der  Tat  vergeht  im  Mai  und  Juni  1628  selten  ein  Tag,  an  dem 
nicht  Befehle  gegen  die  proti^Htantiaclien  Mitglieder  diw  Herren- 
and  Kitterstande«  erlangen  wcrdou.  Es  fehlt  auch  nicht  an  Pro- 
Tokationen  bedenklichster  Art,*  um  den  Huf  gegen  den  pro- 
testantischen Adel  einzunehmen^  und  solch«  Pritvokationen  er- 
reichten schließlich  ihr  Ziel:  am  1.  August  1628  er8clieint  end- 
lich das  Oeneralniaiidat  Ferdinands  II.,  das  die  Ausweisung 
des  protestantischen  Herren-  nnd  RitterstÄudes  aus  Steiennark^ 
Kärnten  und  Kratn  verfllgL*  Damit  war  das  Ktuh*  tli-a  pro- 
testantischen SUlndewesens  in  Steiermark,  Kfirnten  und  Krain  ge- 
kommen. 3Iaii  hatte  von  wellkundiger  Seite  das  Erscheinen  dieeos 
Mandates  lan^jc  geflirphtot:  schon  als  tlio  Gegenrcfoniiafion  tu 
den  letzten  .laliren  Karls  U.  ihre  crstt^n  großen  Erfolge  errang, 
sali  Matthos  Amman,  der  langjährige.  Kldiror  seiner  Partei,  das 
Endo  kommen:  ,Du  mußt',  schreibt  er  einmal,  ,von  Staffel  jtu 
Stat!el  steigen,  bis  du  am  Boden  liegst'.  Jetzt  ?.ogen  «<!ine 
Stibne  mit  ins  Exil,  das  nnu  keinem  nachgesehen  wird,  der  bei 
seinem  Glauben  verharrt.  Mit  dem  protestantischen  Adel  stürz- 
ten nun  endlich  auch  die  immer  noch  starken  Reste  zusammen, 
die  der  Protestantismus  in  bürgerlichen  und  bäuerUcheu  Kreisen 
besaß.  Da  es  dem  Adel  gegenüber  in  der  ersten  Zeil  der  Geg:en- 
reformation  nicht  an  festen,  auch  scbrifllicbeu  Zusicherungen,  in 
der  letzten  Zeit  nicht  an  halben  Andeutimgeu  und  leisen  Zu- 
sagen gefehlt  bat,  die  seine  Fortexistena  im  Lande  bu  verbllr- 
gen  schienen,  so  hatten  sich  zweifellos  niclit  wenige  in  eine 
gewisse  Sicherheit  gewiegt;  wie  dann  trotz  dieser  vollen  und 
verhUlllen  Zusagen  doch  das  gefllrchteta  Ende  herbeigeführt 
winde,    mag   einigermaßen    noch    im    Zusammenbange    erzählt 


I 


1  Kr.  UM. 


■  Nr.  24«S. 


Ergebnisse  der  Gegenreformation  in  Innerösterreich. 

l.  Di«  CrrnnreformBtion   and    der   iniitrSstrrr«lrhlsfli« 
Herren   and  KltKTSUnd. 

Uaa  koanx  dw  ZapvstlodBiM^  die  Enherao^  Karl  U,  d&a 
Bfcwfiele  «eint»  Bruders,,  des  Kräen  ^faurimiKim  11.,  folgend, 
dem  Hmtcs-  uul  Rttlentasd  »doer  Länder  in  kirc)ilicb^D  Din- 
ges geaackt  bat  Im  I>nui|re  der  Not  katVe  er  nock  weiter 
tAax  BBnen  «1«  sellist  der  Kaiser.  Mochte  er  andi  pUaWn, 
daß  dvete  Zngeilladmate  diu*  dem  Herren-  und  Ritterstande  lu- 
pvte  konuDen  eollten:  ihr  Wortlaut  pib  den  Herrrn  aml  Kittem 
djs  Recfaty  aaiA  BOrfcer  and  Baaem  jm  ihren  kirchlichen  frei- 
kötm  teihehmeg  m  bnen.  Ke  tindcn  steh  in  der  berühmten 
Bnicker  Pazifikatioii  von  tÖ7Ö.  Man  w»Hß.  wie  diese  anmittolhar 
eine  gvwalti|!e  Keaktion  in  den  katholischen  Kreisen  hervor- 
rief and  wie  die  QrondzQ^e  mr  Einleitung  und  Ihirchltlh- 
rvBg  der  Oejccnrefomution  »hon  im  Herbste  de*  fol^nilon 
Jihns  in  den  UQnchnor  Konferenzen  festfrestclh  wttrdon.^)  An 
den  Beschlftsseo  der  Oktohertafre  Ton  1079  hst  die  Kirchen- 
pic^tik  Karls  II.  fortan  icstgehflUen.  So  oft  auch  in  epSteren 
Tsg«n  ein  Wechsel  in  den  Uittotn  wakrxnnehmen  ist:  da«  Ziel 
wnrde  nnverrQcki  im  Aof^  behalten,  und  schon  Karl  11.  hütte 
es  erreicht^  wire  ihm  ein  iRnfcerps  Leben  beechieden  ;^wesen. 
Dia  Worte  setner  Witwe  nnd  die  seiner  Kabäburirii^^'heti  Vcttom 
hssn  hinrOber  keinrn  Zweifel  anfkonuneii.  Dir  Wirksnmki^it 
mim  ■  Sohnes  und  Nnchfol^ers  attf  diesem  (Jebieto  war  eine  tui- 
^eiefa  dnrdigreifendor«,  »ie  ist  aber,   genau  besehen,   nicht« 


*  0«4nKkt  ia  taeiasr  Atupilw  im  \kttfn  und  Kurroai>ctii(leDien  sui  G«- 
•chklile  der  O«c«nr^o'<u*tioii  in  InaerSeterTMcli  uuler  Enh«nofr 
Km)  a   (FuDiw  rmr.  Aiutr.  S,  50,  S.  31  S.) 


XLIV 

andct'CB    als  die   Foi'tsetKun^  dessen,  was   Karl  IL  im 
Sinne  der  Münclinor  Konforeuzeu  begonnen  hatte.* 

l)jiß  freilich  mit  dem  Eintritt  FVrdiiiands  11.  auch  in 
Sachen  der  Oegonreforiualion  ein  schneidenderer  Luftzug  au 
wohen  begann,  kam  den  protestantischen  Ständen  bald  znin  Be- 
waßtsütn.  Den  Wortfillirern  der  kuüiolischen  Parteien  galt  ob 
:ils  ausgenmeht,  daß  wühi'Hnd  der  kommenden  Keg^ierung  des 
in  diesen  fingen  geKchnIten  tSolitiefl  Karlit  II.  fVir  dio  Pnitestan- 
ten  im  Lande  kein  Platz  bleiben  wurde.  DUyee>  Wortf^ihror 
linbcn  denn  aut:h  «ehun  vur  sniniMTi  Rrgii*ning8!intritt  die  Mittol 
utid  Wogo  gettuclit,  wie  die  katlmlisehc  lUiligion  in  ihiiM*  früheren 
Bedeutung  im  Land«  wieder  eingeselxt  werden  müchte.*  Da 
gilt  f«  iJs  Axiom,  ihtß  der  KOrnt  »U  eitriger  Katluilik  die  PrU- 
dikniiton  aus  dem  Lande  jagen  nnd  die  alte  kirehüclie  Juris- 
dikliirn  Imrstellen  wird.  Sie  konntciu  auch  [loiitisclie  Gesichtfl- 
punkte  damit  verknüpfen:  Kral  wenn  diese  Augsburgiwclio  Kon- 
fession aus  dein  Liinde  gelHebiii  i»t,  ist  aueh  dvr  Oehiirsam 
der  Stttnde  gesiuhert,  denn  diese  Protestanten  borufon  sich  immer 
auf  ihr  fiewiesen.  Wenn  nun  aber  bereits  die  Miinehuer  Kon- 
ferenzen die  Restauration  der  alten  Kirche  in  Aussicht  nahmen 
und  dieses  in  MUnehen  schon  vom  Anfang  nla  die  Leliensauf- 
gäbe  Ferdinands  11.  hingestellt  w^urde,  so  war  man  doch  in  der 
Frage  Ober  die  Ausilehnimg  diwf-r  Kestjnirnlion  auf  die  vernchie- 
denen  Stünde  des  Lande»  anfange  maßvoll  genug.  Ka  schien  ein 
großes,  wenn  nur  erst  einmal  die  Prädikantcn,  die  von  der  Erz- 
herzogin Mai*ia  vom  ganzen  Herzen  gebaßt  wurden,'  verjagt 
würden.  Daß  aber  die  Wünsche  der  katbulitwheu  Restaura- 
tionspartei schon  jetzt  via]  weiter  reicliten,  blieb  so  wenig  ver- 
schwiegen, daß  der  Grazer  Oberiiastur  Zimuiermitnn  schon  im 
November  1595  der  Besorgnis  Ausdruck  gab:  e«  sei  beschlossen, 
das  ganze  Exerzitium  der  A.  C.  im  Lande  aufzuheben,  oder  wie 
sich  die  cvangoligchen  Kirchendiener  <irasti8eb  ausdrucken,  dorn 
ganzen  exercitw  rdigionis  an  die  tiurgel  zu  greifen.*  Damit 
wurden  ja  dann  auch  il!«  dem  Adel  gegebenen  kirchlichen  Frei- 
heiten erwürgt,  und  eben  hierin  liegt  die  große  Sorge  der  Stande. 
Wie  apattisoh  und  verflehtlich    man    in  Prag  von   der  Bruckor 


'  I>alil>eretiv  do  modo,  itao  ivligiü  catboUca  4  F«rtliaaudo  uvkiduc«  «sre- 
DiHBima  raMtitai  |)OM)t.  Fontes  rar.  Atutr,  *J,  &8,  6.  140  iL 


■  a  16»,  tttl. 


•  8.  161. 


*  8.  16d. 


XLV 


I 


pAiüfikation  nni)  dem  Akkord  von  1591  Rprucli,  <lnrti>ipr  wiißto 
der  Abgesandte  an  den  Kaiserliof  Karl  Un^ad  riole  KmKelii- 
Sit«n  zu  melilnn.'  tlnti^r  den  pHrteipän^'tirn  der  JeHuiten  leldt 
schon  im  Dezember  lbi*Q  iiiclil  ^n  Afterrfidmi',  wie  ma» 
mit  ans  evanj^^liticlion  Christen  umgehen  wulle.'  Freilich  hält 
man  in  den  sLilmlii^ctifin  KroiKt-n  dinsn  Jiantip^n  uiiil  vorltittHr- 
teo  lieden'  nur  f*iir  unbudächllfce  ItMcli (fertige  Aiustromui^en, 
ttber  Herrog  W'ilh(-Itn  von  lla_y<'rii  (lacht»  doch  ganz  ander« 
Ton  Ferdinand  II.*  nnd  in  den  prolestan tischen  Kreisen  mußte 
man  sich  luTeir«  von  ,{eBuitiRchen  Stndenton'  belehren  lanHen: 
.die  I'rildikATiten  uiiiUtcn  fort,  die  Lehrer  mußten  aiisf^crottet 
werden.'*  Das  ist  ja  daa  ganze  l'rogranim  dcH  StubJiiiH:  die 
Prildikaitten  mtlßtt-n  hinan«.  Wird  man  dabei  stehen  bleiben 
künnenV  Mit  der  Auliüi^iin»'  des  Schul  und  Kirchen  ministe- 
riama  war  der  proteatAn tischen  Kirche  in  tnnerilaterreich  der 
L«bensncrT  dDrehschnitten.  Man  überblickt  rouseiten  der 
naßfrebenden  Kreide  noter  den  Standen  die  p:nnzo  Hache.  Man 
KOcht  BJe  zu  boBcb wichtigen.  Der  LmideafUrBt  verheißt  in  seiner 
Reflolntion  vom  23,  September  15Ü>*,  er  denke  nicht  daran,  jo- 
mAnden  in  seinem  GeiTisscn  zu  bcdrAnß'en.  Aber  was  besa^ 
das?  Jene  Gewissenulreiheit,  die  einstens  ein  Kobenzl  den 
KanKlei-  nnd  Kaniincri-erfrandtcu  in  Graz  so  drinp^cnd  ans  Herz 
legte,"  war  das  nicht.  Ihr  Begriff  war  im  Laufe  der  Jahre  ein 
anderer  geworden.  Man  besitzt  ja  Jetzt  auch  nuch  (jewietHunv- 
(miheit,  d.  k.  wer  sich  iu  seinem  Gewissen  etwa  deswegen  be- 
drückt filMt,  daß  er  nicht  einmal  im  stillen  K.tmmcrlein  sich 
in  seiner  PoHlille  erWnen  kann,  der  hat  die  Freiheit  —  abzu- 
üebea.  Wo  konnte  da  erst  ron  Knitusfreiheit  gesprochen 
werden:  der  TTon)uchliaIt<'r  Sithimun  Pürker  wird,  weil  vv  «einen 
Sohn  einem  bandlaierten  PrJtdikanteii  zur  Taufe  zutrug,  mit 
«Der  Strafe  von  biX)  Dukaten  belegt"  Wa«  die  üewismma- 
freiheit  betrifft,  sagt  ein  KrUß  an  Karl  von  Kronegg  vom  '••-  Do- 
zoniber  löVÖ:  Eine»  nonen  rrüdikanten  darfst  du  nicht  auf- 
nehmen, damit  gedenken  wir  aber  dein  Gewissen  nicht  im  min- 
desten EU  beschweren.'  Die  l'rotestinten  denken  freilich  Über 
Oewiaaensbescbwemng  anders:  ,Wird  Gottes  Wort  nicht  frei- 
gelassen, so  ist  daa  eine  Gewissensbeschwerang.'  ^ 


I  8.  Bd.  I,  S.  XXXXL  *  &  18S/5.  ■  fi.  SS7.  «  a  Vü. 

*  FentM  rar.  Aiutr.,  S,  AO,  S,  317.         «  8.  4SI         ^  S.  43«.         "  S.  63». 


XLVI 


Mit  der  HoiTnun;::,  daß  m  sich  bei  dem  irroßen  Anstniiii 
imr  nm  die  Anlesignani,  die  Rufer  im  Streite,  Imndlc,  eine  Hoff- 
nnnp,  die  den  Verordneten  den  Kat  einpnb,  vertriebene  Viertel- 
l>riidtkanten  rorUiuBg  iu  die  ßchlösser  des  Adels  zu  retten,  war 
08  vorbei.  Schon  jetzt  werden  auch  die  a.af  den  Iferrenüitzen 
weilenden  I'rUdikanten  nicht  piduldet  und  damit  mit  dem  Wahn 
aufperHnmt,  als  bciBiciic  sich  diese  katholische  Keformalion  nnr 
auf  die  Kammcrffütcr  des  Landcsftlraten,  aof  die  1.  f.  »Städte  und 
Rliirkte.  Es  war  ein  arges  Verkennen  der  Sachlage.  Denn 
indem  sich  der  Tierrenstand  schmeichelte,  didi  die  Ueforntatian 
vor  ihm  Halt  machen  wUrde,  war  or  von  vornherein  l"Ur  die 
Anwendung  der  geHiulesten  Mitte!  gestimmt.  Das  Patent  vom 
12.  November  lö'JO  warf  diese  Hoftiiungen  um,  indem  es  die 
unverzllgliche  Ausweisung  aller  noch  im  Lande  wohnenden 
Priidiknnten  verfügte  und  die  Widerstrebenden  an  Leih  und 
Leben  hedrohte.' 

Wohl  hatten  die  Mitglieder  des  Herren-  und  Ritterataiide« 
Grand  zw  dem  Uhiuben,  die  IWormation  würde  niclit  auf  sie 
abgesehen  sein;  Andenlungen  dieses  Inlialtes  waren  Ihnen  viel- 
fach zugekunimen;  tiniso  großer  war  das  (ieflihl  der  Enttilu- 
schnng  über  den  Gang,  den  diese  Refornmtion  nahm.  Ein  Ver 
sprechen  des  Landfufllrsten,  den  Adel  zu  schonen,  war  niemals 
gegeben  wurden,  viehuehr  konnte  man  achon  aus  der  Antwort, 
die  er  auf  eine  hierauf  hezilgüche  Bitte  der  KiLrntner  gab,  seinen 
festen  Entschluß  ansdrilcken,  in  Ueligiontisiiehen  int  T-ande  ,eine 
dnrchausgchende  Gleichheit*  zu  erhalten,^  und  schon  wenige 
Wochen  spiiter  sidien  sich  die  Kitrntner  in  der  Lage,  aul"  ein 
Dekret  dos  LandcslXli'sten  liInKUweisen,  wonach  er  in  Beiuen 
Landen  niemanden  diddeii  werde,  der  nicht  seiner  Religion 
scugi^tati  sei.*  Freilich  tiueh  Jetzt  laufen  immer  noch  Patente 
mit  unter,  aas  denen  der  Adel  entnehmen  mochte,  daß  er  in 
die  große  Refonnatien  nicht  einbezogen  wird.  So  werden  die 
in  Land-  und  Hofrechteu  im  Müra  1601  versammelten  Herren 
und  Landleute  mit  Verwunderung  gefragt,  weshalb  sie  sich 
denn  so  sehr  wider  die  gegen  die  PriUlikauten  erBussenen  Ge- 
neralien sfKirren.     Es  gehe  doch  nicht  auf  sie  selbst,   sondern 

>  B.  eil. 

*  6.  di«  palitiftcben  Beacliwerden  der  KKrntnor  vom  31.  März  I(S02. 
■  &.  unten  Mr.  1074. 

*  8ckreib«Q  der  K&raUiar  vom  6.  Oktob«r  16UU,  Mr  ItU. 


XLVII 

auf  din  friedlili^aigeti  Leute,  dio  ki^iii  LuMdeüAlrst  in  sciiiejD 
Lande  zu  doldmi  verpflichtet  sei.  Und  wenn  jetzt  brutale  Oc- 
waltUtcm  t^^n  Mitglieder  des  Adels  unterliefen,  so  konnten 
sie  immer  noch  auf  don  Übereifer  eines  untorgtHirdneten  Ürganes 
g«8dx>ben  worden.' 

iKnnn  ninoht  mmi  jf'tzt  schon  einen  Unterschied  zwischen 
den  altausüfisi^'ün  ilitKHcdern  des  Herren-  and  Uittcrstniides  luid 
den  in  JQntrerer  und  jüngster  >^it  Nobilitiorten.  Konnten  jene 
aas  Anlaß  ihrer  von  Karl  U.  erhaltenen,  jetel  freilich  uiißncb- 
teten  Konzessionen  immerhin  eine  ßerltcksichtigun^  in  Anspruch 
Defamen,  waa  hatten  diejw:  ftir  ein  Recht?  In  dem  Schn^ibcn 
Tom  2.  Mftrz  lt>01  (gesteht  Ferdinand  IL  den  Kllmtnci-n  au,  in 
der  Ausweisung  Chrislopli  SiebenbUrfrers  Wandel  zu  schnften, 
£ilb  dieser  zur  Zeit  seiner  Ausweittun|;  Landniann  wsr  und 
nicht  erst  die  Landmannschaft  in  praejuilieium  religionis  erlangt 
habe.'  Hald  wird  freilich  von  dieser  Unlersdieidunp  Un);;jui}; 
genommen  und  schließlich  ain  20.  Juni  IlK)4  unvcrblOnit  erklärt, 
daß  man  irleich  vom  Anfang  au  an  die  Kcformation  des  llerren- 
and  Kitte rijt;iudcä  (redacht  habe.'  Hier  wird  oin  Jeder  zwischen 
den  Zt-ilen  lusen,  welches  öchickwal  den  Herren  und  Uitteni 
bpatimmt  lAt,  die  sich  weitem,  ihr  Olanbr-ns)M>.kennti)is  nufzu- 
geben:  sie  mUB<!ßn  znm  Land  hinaus. 

Man  entnimnit  dem  Uesn^ten,  daß  auch  die  Uofaiination 
■1««  Herren-  und  iiilter»ilnn<U>s  gleiuh  vuiii  Anfaiif;  an  ins  Auße 
gefaßt  nrurdp.*  Sie  vollzog  sich  in  einer  p-o(Ien  Zahl  von 
KtAppen.  Indem  beispieißhnibur  die  Viertel prJldik ante n  ihr  Heil 
in  iler  Flucht  snelien  mlisacn,  ist  den  itrnirren  i^lil^liedfirn  des 
Kitterstandes,  die  nicht  in  der  La^o  sind,  eigene  l'riUlikanten 
zu  haken,  daH  Kxi'r/itium  ilirer  Uellgion  genoninieii.  Bald  werden 
«vanpelische  l>nincn  zwangs^woiso  mit  Knlholikon  verheiratet, 
darf  keinem  raiQdi'rjlthrijKon  Herni  oder  Kitter  ein  protifstan* 
tiicher  (Jerhnh  fregebon  werden  und  wird  seihst  bei  Lobzeiten 
dor  KJlorn  der  (jt>rltab  ttlr  die  Kinder  bestimmt 

Itald  wird  dem  Adel  die  Verwaltung  der  Kii-ehonlegate 
ans   d<^r  Hand  genumnieD  and    erkUrt,    daß   in   Zukunft    der 

*  JkkL  u.  Korr«ip.,  Nr.  l£9r>.  ■  Nr.  1263.  *  Nr.  1&90. 

*  Wm  «i  mit  ileui  b««on'Vran  Tertpr^lieu,  Um  Ferdinan'l  If .  Jen  Steirdm 
(«l^twn  halion  soll,  daH  <lio  Rofoniintion  nnt  Hi«  Lnitttleuti«  fcoinmi  Ho- 
*ng  liitli(>n  wcr'to,  fUr  oino  ilcwnncltiiiii  IiaI,  wovon  Iß07  in  Kraiti  g9- 
»ffocUmn   nurile  (s.  Nr.  I7&I),  Ut  uicht  fM^k-liUicii. 


k^f 


xr.vm 


Iviiutßsfllrst  fiolbst  hieriiber  disponieren  wollo.'  Srhiiußlieh  winl 
Uim  diircli  lUs  Patent  vom  l.  Milrz  löOl  die  Frcibeit  genommen, 
einen  Prildikaiitcm  zu  lialtoii,"  und  wer  nun  etw:i  smn  Kind 
jeuHf'ita  der  Gr«riKe  von  cinoui  l'rüdikanten  taufen  liißt,  wie 
Kniroic.il  von  Klininnch,  wer  ob  wie  Otto  von  HerborBtortT  nnidit, 
seinen  Pt-Jidtkanton  zu  hf-Iialtt^n,  wird  mit  st-Itweren  Strafen  be- 
legt. Wiinn  ilrrr  bifdnre  Hans  Jakob  von  Stein»clt  in  einer 
offenen  Her»tnng  ati^:  Mao  pebt  schrittweise  vor,  bis  man  an 
din  liandhülix'  koiiinU,  so  bat  er  Keüht,  denn  mau  ist  scbon  bei 
den  Landleuten  an^ebmgt  Mututunbaft  strömt  jotzt  das  Volk 
aber  die  un^arisohe  Grenze.  P'r  wäre  zu  erbanntm,  sclireibt 
Karl  von  HerberstorfT  am  J 4-.  Juni  ICOl  an  die  Verordneten, 
wenn  die  Kanzel  in  IVtanit/a  leer  stehen  sollte,  denn  alle  Feier- 
tag Ktrünicu  8elfa»it  von  Laibach  und  auä  Kumten  auch  liüoh- 
botagte  Leute  heran.'  Da  ist  es  ein  schwerer  Scbhg,  daß  die 
Regierung  am  2j.  JnH  1603  ein  strengtts  Verbot  erläßt^  den 
protestantisch  eil  Oottesdienst  jt-iiaeita  der  Gronzo  zu  besucheu.' 
Schon  die  Höhe  der  Strafe  —  IT)  Mark  Gold  —  saj!!,  pepen 
wen  das  Vorbot  perirlitel  ist  und  der  protestnntiscbe  Herren- 
und  Itilteri^tand  erklärt  sich  in  eim-r  von  2;iä  Mitgliedern  go- 
rnrttgtun  Eingabe  bereit,  unter  eolohen  Uinstllndon  aus  dem  Land 
zu  ziohen,  fallö  ilini  syiu"  Güter  abt^elüHt  wi^rdmi.^  Man  sieht, 
der  AbKug  des  p rot ostaDti sehen  Adel«  ist  nunmehr  nur  nueh 
eine  Frage  der  Zeit  und  der  UmetÄnde.  Mehr  als  zwei  Jahr- 
zehnt^i,  bevor  die  Emigralion  des  Adols  erfolgtf,  stand  sonach 
die  Frage  schon  auf  der  Tagesordnung.  Und  diese  FrJigo  wurde 
durch  stoU  seliHrfert!  TIekrelc  Imnit-r  zur  Disku.ision  gestellt.  Da 
ist  vor  allem  das  Verbot,  die  Jugend  an  auswärtige,  d.  h.  uieht- 
katlioli«che  Sohulen  zu  schicken,  ein  Verbot,  das  von  /eil  zu 
Zeit  und  stols  mit  Verse hUrfungen  entouert  wurde. 

Erst  auf  der  Höhe  seiner  politischen  und  mililärischeii  Er- 
folge im  Reiche,  als  es  den  Aim<d]ein  hat,  daß  die  katholische 
Restauration  nueh  dort  (\berall  zum  Siege  gelangen  miissn, 
wurde  in  Innerilslorreich  die  Ausweisung  des  protestan tischen 
Herren-  und  Uitterstandes  vcrAigt.  Da«  Generahuandat  ist  vom 
1.  August  1G2.S  datiert.*  Ein  nach  vielen  Seiten  hin  außer- 
ordentlich interessantes  und  wichtiges  Aktenstück.    Es  zählt  in 


'  Nr.  ia«0.  »  Nr.  1808.  ■  Nf.  1.^46. 

'  Nr.  1699,  l&Se,  1&87.  «  Nr.  840Q. 


Nr.  1601. 


xux 


richtiger  Reihenfolge  die  wiclitigeren  Maßnahmen  gegen  den 
innerCiaterreichischen  PruU-stiuitismus  auf,  wie  äe  oben  vermerkt 
wurden.  Alle  diese  Ertitäso  seien  in  milder  Form  mitgeteilt 
und  durchgeführt  wurden,  weiJ  man  die  Uoffiiung  hegen  durfte, 
daß  dieser  Adel  in  die  Fußsiaiifen  der  Vorfahren  eintreten, 
sich  zur  kütlioliscben  Religion  begi^hen  und  hiedurch  die  alte 
kirchliche  Eintracht  im  Lande  herstellen  würde.  Bei  so  manchem 
sei  ja  der  Samen  aufgegangen,  bei  vielen  aber  auf  Hchleehteu 
Boden  gefallen.  Da  dem  LandeufUraten  die  PHieht  oblieg^ 
GlaabenäimUmer  in  seinen  Landen  ebne  Unterschied  der  Per- 
son aaaznrottcn  nnd  die  uralte  allein  seligmachende  Religion  in 
joder  Weise  zu  flJrdem,  er  auch  wünschen  muß,  daß  die  Mit- 
gliwler  dieser  altadeligcn  Geschlechter,  die  sich  zu  jeder  Zeit, 
auch  in  den  gefabrvoUaten  Lagen  der  letzten  Zeilen,  durch  ihre 
onentwegte  Treue  ausgezeichnet  haben,  nicht  an  ihrem  Seelen- 
heile Schaden  nehmen,  so  mttsse  er  auch  diese  Geschlechter  in 
die  von  ihm  angeordnete  Kircheurefarmation  einbeziehen.  Zu 
dem  Ende  wird  einem  jeden  die  poremptoriewhe  Frist  von  einem 
Jahr  angesetzt;  nm  sich  zum  katholischen  Olaulioii  xti  begeben. 
Wer  dies  nicht  will,  dem  wird  es  untersagt,  .in  den  Erblanden 
des  Landesftlrstcn  zu  wohnen  und  seine  Qiiter  daselbst  persdn- 
üch  zu  besitxen'.  Er  muß  diese  Güter  verkaufen  oder  sie, 
w«un  ea  binnen  Jahresfrist  nicht  möglich  witre,  nn  einen  katho- 
lischen BevoUmäcliligten  übergeben;  würden  sie  von  diesem 
nicht  an  den  Mann  gebracht,  so  würden  sie  von  Amts  wegen 
veräußert  werden.  Ausgenommen  sind  da  nur  die  Fideikommiß- 
güter,  von  denen  den  Ab7.iehcndcn  der  Nutzgenuß  bleibt.  Im 
Hinblicke  auf  die  treue,  in  allen  Lagen  erprobte  (jatriotische 
Haltung  dca  ionerüsterreiehischen  Adels  wird  ihm  die  Zahlung 
dcä  10.  Pfennigs  erlassen  and  die  Krlaubnis  gegeben,  zur 
Führung  etwaiger  RechtsOille  im  Lande  seine  Verwandten  oder 
andere  katholische  Personen  be%'ollmilchli'rcn  zn  dürfen.  Diesen 
Hanptbeetimmungen  schließen  sich  einige  nebensJtclilicho  an. 
Der  große  Wurf  war  getan:  dieser  Erlaß  bezeichnet  das  Knde 
der  protestan tischen  Stflndenmcht  im  Lande.  Die  maßgebenden 
PersJJnhchkciten  waren  sieh  der  Wichtigkeit  de^  Momentes  durch- 
ans  bewußt;  unter  Trompeten-  und  Paukenscliall  wurde  daa 
Patent  im  ganzen  Lande  verkllndet,  selbst  in  der  letzten  Pfarre 
Ton  der  Kanzel  herab.  Zugleich  wiitl  ein  genaues  Verzeich- 
nis aller  im  Lande  wohnenden  uiikatliolisühen  Heri'en  nnd  Ritter 

P«BM^  It  AH-,  Bd.  U.  d 


ungefordert'  Dieses  Voi^hen  dem  alten  Adel  gegenüber  ge- 
stattete in  keiner  Weise,  etwa  gegen  den  jüngeren  Adel  oder 
die  Proteatantcn  in  biVr gerlichen  itnd  bÄuerlicLen  Kreisen  Milde 
wftlton  zu  lassen.  Mit  der  grüßten  Sclitirfe  wird  zunUelist  gegen 
Unkathüliache,  die  nicht  Landleute  sind,  eingesdiritteu.'  Daa^ 
was  jetzt  iu  den  kirchlielieu  Diugcu  im  Lande  Torgehl,  ist 
nicht  etwa  eine  neue  Auflage  der  alten  Verei-dnungen,  8t>ndeni, 
wie  ein  trefflicher  Zeuge  «ngt,  ,oine  Hanptreformatlon*.*  Auch 
buchstäblich  gcnomraen:  sie  traf  erst  jefcet  die  Häupter  der  Re- 
formierten. 

Wie  sich  nuD  diese  ,Hauptreformation'  —  um  das  vor 
weg  zu  sagen  —  In  btlrgerlicheti  uiiil  bUuerlidien  Kreisen  ge- 
staltet, cutuiujiut  man  einem  Reiso berichte  des  steirJscben  Vro- 
foseu  llaus  Sigmund  von  Grafendorf  Über  die  ihm  von  den 
Behörden  üWrlragtMic  Vorrichtung  gt^gen  die  Protest  an  teil  in 
der  Radkcrsbui'ger,  Klücher  und  Halbenratner  Gt'gend.  Man 
wird  gewiß  erstaunt  sein,  zu  vcruehmon,  daß  sieh  da  nicht  weniger 
als  20U  Protestanten  ^einstellend  In  den  obcrstoirischen  und 
uberkttmtnertsuhcn  Landestcilen  lagen  die  Dinge  gewiß  uacli 
viel  ftrger.  Wenn  man  bie  lt>2ö  tou  der  Reformation  in  Städten 
und  Märkten  spricht^  beziebt  sich  diese  vornelimhi-li  auf  die 
landesllirstÜchen  Orte;  In  Stiidteu,  dit;  wl«  Klagenfurt  direkt 
der  Landschaft,  oder  wie  Kapfenberg,  Mureck,  Weiz  u.  a.  ein- 
zelnen Herreugesclilechteni  unicrstohon,  wuftio  ja  auch  refor- 
miert and  nielit  selten  ku  scharfen  Mitteln  gegriffen.  Wer  da 
aber  sieht,  wie  der  Adel  immer  wieder  seine  pro  tefe  Um  tischen 
Untertanen  »u  schützen  versteht,  der  wird  zugeben,  daß  eine 
wirksam!?  kathuliHidic  Rufürinalion  In  sulchitii  Ort^n  jelat  erst 
uiüglich  wird.  Jetzt  können  nur  noch  solche  Protestanten  sich 
iK-hntipten,  die  der  Laudcsgrenz«  gegen  Ungani  nahe  oder  hoch 
im  Gebirge  wohnen,  wo  sie  schwer  zu  erreichen  sind.  In  beiden 
Fällen  ist  Ihnen  sehw'er  beizukommeu,  und  hier  werden  sich 
Kr\'j>teprotest&nten  —  denn  erst  seit  jener  Zeit  kann  man  von 
solchen  reden  —  noch  Jahrzehnte  und  darübor  hinaus  vurtiudeii. 

Jenes  Vorteils,  den  die  , allen'  Herren  und  LanrUeute  ge- 
nossen, von  der  Zahlung  des  lU.  Pfennigs  befreit  y.u  tn-iii,  suchoD 
nun  auch  die  Übrigen  Adeligen  teilhafUg  zu  werden,  ohne  daß 
es  ihnen  gelingt;  vielmehr  setzt  eine  Allgemeine  Verfügung  den 


•  Nr.  UU.  8481. 


<  Mr.  S478. 


■  Nr.  m». 


prinzipiellen  Standpunkt  der  Regierung'  fest*  Nur  in  ganz  be- 
sonderen FjlUcn,  znmal  wenn  das  Out  der  Emigranten  ver- 
wandten Katholiken  TEufallen  «olt,  wird  hievon  eine  Ansnahme 
^inacht.'  Ans  den  neuen  Verordnungen  heraus  folgen  die  ver- 
acliiedenarti^ten,  oft  rwJit  verwickelten  Besitzstreitigkeiten.  Und 
wielangc  Iiatte  mau  noch  mit  diesem  prote^tanliticheu  Adel  zu 
tmif  wenn  sich  die  Streitig keiteu  in  dem  g<w'ohnlielien  Pro- 
Beßweg  abiipielen.  Das  ist  wohl  vürnehmlich  das  Motiv,  das 
die  Regierung  zu  dem  Dekrete  vom  29.  August  1628  veran- 
Ußte.  Dieses  bestimuit,  daß  die  Prozesse  abziehender  Personrai 
raiich  und  eQUimariscJi  erledigt  werden.  lu  welcher  Weise  daa 
erfolgen  sollte,  darüber  wurden  eigene  Gutachten  eingeholt'  und 
mit  besonderem  Naehdruck  betont,  daß  v^ä  dem  Kaiser  sehr  da- 
nun  zu  tun  sei^  daß  den  Abziekendcu  aufs  allentchleuuigste  luid 
fljrderliebste  entgegengegangen  wcnlo.  Der  I^atidcshauptmann 
TOM  Kumten  kam  dem  Befehle  des  Kaisers  unver/UgHch  ent- 
gegen, und  so  wurde  am  ß,  April  1629  eine  allgemeine  Ver- 
ordnung erlassen,  in  welcher  der  Vorgang  in  der  ReebtsHllirung 
der  EiDtgranteu  geregelt  wird.  Als  Grundsatz  wird  angenom- 
men, daß  die  Gerichte,  uoch  ehe  die  Parteien  ,in8  Recht  er- 
wachsen',  sich  bemühen  soUen,  die  strittigen  Dinge  friedlich 
und  schie<llieh  beiy-ulegen.  Sachen,  die  schon  beim  Obergerichte 
anhängig  sind,  aollen  ilire  Wege  gehen,  jene  Aktionen  nWr, 
die  Duch  nicht  vor  die  Landeshauptiuaiiiischafteu  gebracht  sind, 
von  diesen  zu  außerordentlichem  Verfahren  gebracht  werden.* 
Ein  gleiches  Verfahren  wurde  auch  für  das  Kellermeistoramt 
angeordnet^  und  dem  steirischcu  Landverweser  noch  im  August 
lti29  zur  Priicht  gemacht. 

Mittlerweile  war  die  Frist,  die  der  Kaiser  den  Abziehenden 
gi^cben  hatte,  abgelaufen.  Sie  hatten  in  der  Zwischenzeit  ihre 
Angelegenhcitou  geordnet  oder,  wo  daa  nicht  mi^glich  gewesen, 
deren  Ordnung  ihren  Bovolhnälchtigten  Überlassen.  In  vielen 
Fftllcn  warcu  das  katholische  MitgUmlor  des  Herren  Standes, 
mciBt  wohl  Verwandte  oder  Verschwiigerte.  Wer  von  den  Emi- 
granten nicht  in  glänzender  Vermögenslage  nnd  darum  genötigt 
war,  im  Auslände  bei  proti^atiuitisuhen  Ktlrstt-n  oder  Roichs- 
stAdteu  ein  Unterkommen  zu  lliiilen,  bewarb  sich  bei  der  Land- 


»  Kf.**92,  WJl.  »  Nr.  S493,  2496.  '  Nr  9477. 

'  KBkttn«  hlt>r(tt>t;r  in  Nr.  S617.  >■  Am  24.  April  lääU.  Ebenda. 


LTI 


ijchaft  um  ein  S^oo^is  flU-  eein  Wolilverlialten,  das  ihm  tu  bo- 
reitwillipcr  Weise  und  lui^ttit  nntcr  whiiUMclicIlmfUT  Auerlten- 
nmig  seimn*  i'igciicn  und  der  Verdionsti»  sniner  Vorfalirfin  ge- 
geben Würd.  Für  alle  wird  eine  getneinsiiine  Foniud  festge- 
stellt,^ die  aber  Raum  lüßt,  um  der  Bpczicllnu  Vordicnate,  die 
der  eine  und  dor  nndere  Emigrant  »ich  in  Kriegs-  und  Frie- 
dcuBzeityu  erwurbiiii  luit,  zu  godcnkun.  Es  wird  bBtimt,  wie 
sclininrÄlieli  dios  .Scheiden  ao  wackerer  Münner  die  ganno  Land- 
schaft berührt  und  djiß  man  mit  liütOiHler  He^it-nlß  gewOiiscIit 
liÄtte,  sio  iiooli  lilngiT  im  LnmU*  zu  beaitzcnj  wenn  dies  ander« 
der  Religion  wegen  möglich  gewesen  wilre.  So  lautet^  um 
einige  Fülle  «nzufUhi-eu,  das  Zeugnis  flir  den  edlmi  Reri-n 
Kaapar  Z^^bingcr  auf  Kircbfeld,  daß  er,  der  der  Religion  wegen 
aus  dem  Lande  muß,  eich  daheim  und  im  Felde  stet«  treu  und 
pitterlich  en^'iesen.'  Dem  Freilierrn  Wulf  Wilhehn  von  Eühs- 
wald  wird  bestUtigt,  daß  sein  Cieschleebt  als  ein  von  ellich 
hundert  Jährten  her  adeliges  und  ritttirliches  gewesen,  welches 
dem  Unuse  Ilabsburg  in  steter  Treue  gedient  und  daß  sich 
Hucb  der  Bitl8te!ler  selbst  bei  untt-raehiedllchen  Kriegsexpedi- 
tionon  liiibo  brauclien  lassen.'  Besonders  fbreiivoll  ist  doe  Zeugnis 
rtlr  Hans  Friedrich  von  und  au  Teuffcnbaeh.*  Solche  Zeugnisse 
Kegen,  lun  nur  der  Steirer  zu  gedenken  fUr  Kömtner  und 
Krainer  scheinen  sich  in  den  Landschaftsakteu  keine  Mate- 
rialien erhalten  zu  haben  —  noch  von  den  FamiüenangehOrigen 
der  Galler,  Leysser,  Jübstl,  Gloyachj  Wagen,  Amman  —  Sühne 
des  Protestantontilhrcrs  in  der  Zeit  Karls  II.  —  Herberatorff, 
Zach,  lleritsch,  Racknit»,  Sauer,  Windischgrätz,  Herberstein, 
WeltÄ,  Rauchenperger,  Prunner,  Rottal  und  Spcidel  vor.  Nicht 
alle  Emigranten  hatten  es  notwendig,  sich  um  solche  Zeugnisse 
zu  beworben.  Da  ist  manches  Geschlecht,  das  noch  in  die 
Zeiten  der  staufischen  oder,  wie  dos  Haus  Stubenberg,  in  die 
Tage  der  salischen  Kaiser  znrllckrcicht  Aus  dem  Hause  Stu- 
beoberg  selbst  ist  uns  ein  Zeugnis  erhalten,  wie  schwer  dem 
Scheidenden  von  Seiten  seiner  Verwandten,  die  katholisch 
geblieben,  und  seitens  seiner  Bediensteten  der  Abschied 
gemacht  wird.  Georg  der  Altere,  Herr  von  Stubenberg  auf 
Kapfenberg  und  Murock,   dessen   Vater  Wolf  dorn  Vater  des 


'  Nr.  S6S1,  KonMpt  dor  lierrii  iiiitl  Ittodleut  tOBtiraonii. 
'  Nr  «6M.  '  Kr.  2588.  *  Nr.  S&Ol. 


1 


tni 


jetsi^u  Lniul«titihrBU»n  m  nahe  {u;f>Btanden  und  ilnr,  freilich  viol 
^i>siniiungBtUtfhtigpr  nodi  al&  dicwcir,  dio  Fahitn  ihw  ProtcsUin- 
tisiDus  im  StviiX'Hando  wühiund  der  gefUlirliehsten  Sihmtii>]if;o 
huch  je;v)ialton  and  den  wmlcr  Lockuii^oii  mdcIi  Droliunjuren  zur 
Konversion  verleiten  konnten^  er  zog  Jet?.!  ab,  nachdem  er  nber 
sein  liepetuli's  Hal>  und  Oul  verOiftl  uml  in  uintT  bp^onders 
rölirendeu  Weise  t*lir  seinen  jungeM  NelTin  Hau»  WÜlielui,  diii 
•Sohn  des  in  den  bühmisefaen  Aufstand  verwickelten  imd  dnruiD 
mit  fiÜlerkunfi»)kntion  IM-Atmflen  und  bri  di*r  Iteknnnten  JitHcliInt^r 
Kalustropke  von  1Ü2Ü  utus  Loben  {rekommonen  Rudolf  von  Stu- 
b«nb«rg  geftori^  tiAtte.  Das  betreflende  Schnflstnek  ist  ein 
Mpreclieudefl  Zeugni«,  wie  Georg  ,uiu  den  Namon  der  Herr*m 
von  Stubenborg*  sorgt.'  In  geradezu  rUlirender  Wei^e  nimmt 
G.  Snapach  von  «einem  guten  allen  Herrn  Abschied.  Dieser 
seJhät  hat  ja  auch  da«  Lelwn  in  der  Fremde  nicht  vertragen. 
Kr  8tai'b  sclion  im  näcliaten  Jahre.  Der  Absclüed  der  anderen 
Herren  wird  sich  nicht  anders  Kugetragen  haben.  Mit  den  oben 
gonannteA  Mitgliedern  dee  Herren-  und  Uitteretande«  tat  die 
Zald  der  Emigranten  nicht  ersehöpfl:  hier  fehlen  Kunücbsl  die 
Klimtner  und  Kmiiier  und  winele  vom  i*teiriRchon  Herren-  und 
Kitterstand.  Sehon  in  den  Tagen  der  Emigration  nnterlioß  man 
nicht,  Aktensanim Jungen  über  den  Verl.inf  der  pro testan tischen 
BewegTUg  iu  Innert^sterrvich  mit  ,'m»  Hcieli'  zu  nehmen,  bald 
nachher  legte  man  Listen  der  Emigranten  an,  von  denen  sich 
vürschiedcne  noch  erhalten  haben.'  Von  den  Emigranten  mo<:ble 
mancher  schon  in  der  nHehslen  Zeit  in  Not  und  Klend  geriiteu 
sain.  AHeJe  mochten  sich  nor  widi?rsl ruhend  der  Not  der  Zeit 
f&geu,  manchen  trieb  daa  Ueimvreh  nach  Hause  and  es  fehlt 
nicht  an  Andentungen,  daß  einer  oder  der  andere  an  gewalt- 
same Mittel  daehte,  den  (lang  der  Dinge  zu  ändern.*  Doch 
aind  wir  aber  diese  Dinge  im  einzelnen  xu  wenig  unterrichtet, 
am  sehfidcu  zu  kjinnen,  wa«  etwa  anf  bloBem  Klatsch  oder 
Wtt»  anf  Wuhrln-it  bcruhtej  daß  aber  die  Lage  der  wenigsten 
dieser  Emigranten  mne  günstige  war,  mag  man  vielen  Akten 
f»nlnehmen.  Wir  wollen  hier  nur  einige  Ilelege  vürbringen.  In- 
dem das  Verbot  auögeaproehen  wird,  pretitHtantiäehcn  Kltem 
die  Kinder  oder  die  ihnen  anvertraatcn  Pupillen  mit  auf 
die  Wanderung   «u  geben,   diese   riclmehr  katholiscben  Vcr- 


»  Hf.  M». 


»  Nr.  1*«. 


■  anatsr  Mr.  S&7I. 


*  Nr.  S6S4. 


T,IV 


wandten  undVonnVmdcrn  zurEraelning  im  katholischen  GUnben 
überliefert  werden  müssen,  werden  nicht  selten  die  natlirlichaten 
Bande  der  Familie  zerriaseu  und  es  fehlt  uicht  an  zahlreichen, 
jtnm  Teile  herzbewegenden  Eingaben  einzelner  an  die  Regie- 
ninp  und  den  Monarchen,  die  es  bezweckten,  dae  nnn  tostge- 
ROtzte,  jranz  unnatürliche  Verhältnia  zwischen  Eltern  und  Kindern 
und  sonst  zwischen  nahen  Verwandten  zu  zerreißen.'  Was  die 
Ton  nnkathoHschen  Eltern  hioterlassenen  Kinder  betrifft,  hatte 
auch  die  kämtncrische  Landschaft  schon  am  4.  Mürz  1601  die 
Klafje  erhoben,  daß  sich  die  ftlrötliche  Durchlaucht  als  den 
obersten  Gcrhaben  der  Fapillcn  intitulicrc  und  nach  Gefallen 
der  Pupillen  Gerhaben  a«fdrilnj:c.*  Nach  der  Ausweiaunp  ^- 
Btalteten  sich  die  Sachen  begreiflicherweise  noch  viel  schlimmor 
und  der  Auftrag,  dem  Ferdinand  ü.  am  27.  September  1629 
den  steirischen  Verordneten  gibt,  sie  möchten  an  die  Beschaffung 
von  ]\Iitteln  denken,  um  die  verwaiston  Kinder  unkatholischer 
Mutter,  die  kein  P>bput  besitzen,  aufaiehen  zu  können,  beleuch- 
tet diese  Sache  cinigcmiaßcn.^  Am  besten,  meint  er,  sei  es, 
die  in  früheren  Tagen  ad  pioft  usus  und  auf  Stipendien  gestif- 
teten Legate  ~  sie  stammten  zumeist  aus  protestantischen 
Quellen  und  waren  ft\r  protestantische  Zwecke  bestimmt  —  zn 
vorwenden.  Der  Landtag  des  folgenden  Jahres  entsprach  denn 
auch  diesen  Wünschen  des  Landesfürsten.  Da  bittet  eine  Mutter 
—  OB  ist  Frau  Anna  Manisch  von  Prankb  —  ihren  Sohn  atif 
einige  Jahre  zu  sich  außer  Land  nehmen  zu  dürfen ;  ihr  An- 
suchen wird  abgewieaen,  ,weil  diese  blinde  Jugend  an  so  un- 
katholischen Orten,  wie  es  Nllmberg  ist,  leicht  ^rerdorben  werden 
könnte'.  Da  die  Mutterliebe  Krau  Anna  M.irusch  zu  ihren 
Kindera  zieht,  bittet  sie,  ihr  wenigstens  zu  gestatten,  wieder 
ins  Stcirerland  ziehen  und  ihren  Kindern  noch  etliche  Jahre  zu- 
wartcji  zu  dürfen.  Wiewohl  nun  die  Kegicrung  selbst  der  Mei- 
nung ist,  die  Kinder  wttnlcn  bei  ihrer  Mutter  besser  versorgt 
sein,  fürchtet  man  doch  von  einer  aligeraoinen  Bewilligung  böse 
Konsequenzen  und  ist  höchstens  bereit,  ihr  vier  Monate  zu  be- 
wilUgen  und  nur  unter  der  Bedingung,  daß  sie  sich  unverwets- 
lich  halt.     Da  bittet  mancher  ,erlebt*''  Landmann,  ihm   zu   ge- 

*  Nr.  SftSa.  So  «uoh  die  ßitto  Frau  Msrirroth  Oabfllkofen,  ihre  Söhne  nach 
Odanbiir^  nfllimen  «n  dOrfon.  Sie  werde  g^goo  die  R«1iino[uiniuiiIeta 
nicht  verstoBan. 

>  Nr.  1«6&.  •  Nr.  26*9. 


i 


•en,  mad  ist  es  ra  Wtckfiekkcit 
jcDca   ytafem   Adefign,   &   ihnr    ■ütm»    Ai 
sea  in  fariBAfiBCBc  Huof  f  mcwes^  wira  nv 
«sfeih,  hm  Ay^nd  n  man.   Wcfeden,  der 

Oft  L^nd  fc^n^—*,  nn  Hmbsi  sad  Vmandte 

«■f  »aifhffw  hmsm  betet  aicfat  nlMa  der  Vatwf  der 

Hv  vo  MB  hofta  koB,  daB  eia  Pr»- 

donfc  ttimt  Haädulir  dem   kaibaGt^«s  Gkubes   ft- 

osr  iHn^BMt  Wer- 
der WHw«  Eidber 

wird,    ilifvr 

.*  In  eiaeiB  EriMB  v«n  19.  Apcfl  1690 
b«ilk  «a:  Wc^en  Anaadnfiuif  der  iwV*riwifarhm  Eheweiber 
kiben  wir  mu  nocli  nidit  PCMiriert,  Boadem  waBem  vis  mr- 
ttkeo,  M  wwdcn  nc^  fiberZoradM  ikfgr  kaahaBtfcaa  MiOBW 
äam  DiawjciM  hndm^in  Die  yBHiiw  Se&wicn^keiteB  bot  ab« 
dM  Ordnnsir  dw  BeatenrUcmBn.  Dm  kt  maaclwr  dyagw, 
A»  er  «me  hiBteciunnea  QefhalnAjiftmchwi  in  Ordna^  m 
bringe»  Teraaebte.  mm  Seblnfi  eiblli  er,  aeban  in  der  YrtamAe 
weileDd,  d»?  Nacbricfat  nnt  den  Tode  «110-  MattH^*  wül  er 
in  Minaa  Rwihtwi  <ngwwhfcBgt  UeibaB,  ao  maß  er  tncbten,  in 
dn  H«iniat  ■■  koanaan.  Seine  Bitten  ihn  die  Bftefckebr  n 
f^atMtttmf  wird  ab^rewieaen.  lun  anderer  hat  dro  Verkauf  aeinea 
Qvlen  eiDgeleitei  nnd  ist  afageioeen;  ntu  wird  dar  Knnf  rtek- 
tßmpIS,  xadem  wül  er  £a  aeäoer  Tocbler  snj^a^lana  Eriwcbaft 
in  Rjchti^eit  bri^iaa.  Aocb  aeöke  Bitte  hat  keinen  Erfi^.* 
Wird  aber  «nzdnen  £e  BewüHjctm^  prt«nli,  tu  die  Heimat  xa 
kommen,  om  da  ihre  GeacbAfb)  abcawickelii,  ao  eriuüten  die 
gMOtiefaea  BakSrden  den  Auftrag,  sidi  Mähe  an  geben,  nm  eie 
wtm  katbnfiflcbni  GUnben  zu  bekehren.*  Sehen  wa^  noch 
cinar  den  Vemeh,  ieinen  Sohn  an  räie  answlrtige',  d.  h.  an< 
katiboGaeba  Sebnle  m  aeaden,  denn  er  pefikhidec  aeioen  Bi«itx.^ 
Wer  nicht  aeDiet  feinen  BeaitK  ktascUagen   will,   dem   hilft  die 


*  Xt  MST,  Mao,  S«47.  >  Kr.  SMS.  '  Kc;  Staft, 

*  Vi.  SU.  *  Fr.  S&^3.  *  Kr.  XUS.  '  Kr.  UM. 


LVI 


Regif 


nach,  denn  sio  hat  den 


iening  nach,  denn  sto.  hat  den  gemessenen  Auftrag,  die  un- 
verkauften (Tüter  der  Emigranten  ron  Amts  wegen  zu  schätzen 
und  feilzubieten.  Zu  diesem  Geschäfte  wird  eine  oipeno  Kom- 
mission gebildet.  Wie  schwer  es  dann  auch  hält,  Satzposten, 
die  anf  den  verkauften  Gütern  haften,  in  die  Fremde  bezahlt 
zn  erhalten,  wird  man  der  erf^reitenden  Bitte  der  Emif^rantin 
Repna  Haag  geb.  Teuflenbach  entnehmen,  die  ,mit  ihrem  Ehe- 
herni  und  mit  ihren  vielen  Kindern  keinen  handbreiten  Fleck 
beflit^t.  der  ihr  eigen  ist  und  selbst  das  liebo  Wasser  erkaufen 
muß';'  die  Kapitalion  aud  dem  Lande  zu  ziehen,  ist  bei  dorn 
Mangel  an  Geld  vorpünt  und  von  dem  winzigen  Zinsenertrag 
kann  sie  nicht  leben.  Nach  harter  Mühe  erreicht  sie,  daß  ihr 
der  kleine  Hesitz  —  es  sind  2500  Onlden  —  ausgefolgt  wird, 
docli  auch  dies  darf  nur  ratenweise  geschehen.  Das  ^'erbot, 
das  Geld  aus  dem  Lande  zu  lassen,  ergieng  am  21.  Juni  1031 
als  allgemein  giltigo  Maßregel.  Wohl  vorspricht  die  Regierung, 
Soi^  tragen  zu  wollen,  daß  die  Emigranten  die  Zinsen  ihrer 
Kapitalien  zu  gehfihrlicheni  Snlx  erhalten  und  ihnen  im  Falle 
der  Nichtbezahlung  schleunigst  Hecht  und  Exekution  erteilt 
wenlen  soll,'  aber  schon  der  Landesvorwalter  und  die  Verord- 
neten sehen  ein,  daß  es  da  nicht  ohne  Ausnahmen  abgehen 
könne,  denn  so  mancher  Emigrant  könne  hei  der  Teuerung  im 
Reiche  ,mit  dem  hiesigen  Interesse  nicht  nachfolgen',  sojidern 
hat  vielleicht  sehini  das  Kapital  angegriflcm;  andere  haben,  um 
nur  die  Bewilligung  zu  bekommen,  ins  Land  zu  ziehen  and  zu 
dem  Ihrigen  zu  scheu  .reichlich  spendieren**  müssen.  Die 
Kriegsfurie,  die  faal  allerorten  im  Reiche  entbrannt  war,  am 
meisten  in  jenen  Oegendeu,  die  schon  von  jeher  eine  beliebte 
Zuftuchtfistätte  innerilsterreichischer  Protestanten  gewesen  waren, 
wie  8acli8on  und  Franken,  verscldimmerte  die  Lage  der  Emi- 
granten und  man  glaubt  es  dorn  biederen  Hans  Sigmund  jHstl 
auts  Wort,  wenn  er  am  20.  Februar  lt>32  schreibt,  daß  er  sich 
in  Nürnberg  gleichsam  mitten  in  den  Kriegeflammen  befinde 
und  sein  kleines  Vermögen  nicht  sicher  genug  sei.*  Da  hatten 
Cfi  die  Dabei mgeblicbonen  besser;  freiUch  mußte  Ferdinand  H. 
schon  wenige  Wochen  später  den  Religionsreformatiouskonnnis- 


'  Kr.  «677.  •  Kr.  262J. 

'  Spenäierifn,  »in  houtu  luQor  ßeltrauch  gekoiuiQOnes  Wort  fUr:  tentecben, 

•eheakeD,  am  licli  jeimtndM  Quoat  xu  «rwerben. 
«  Nr.  MU. 


LVTI 


I 


bedauernd  mitteilen,  daß  eich  in  Kumten  vinle  Pereouen 
■^  und  da  ist  wohl  öticIi  an  dfii  Adr^l  zu  donkcn  --  hefimlen^ 
dw*   sich    nur  pro  forma    zur    katholischen    Kirehß   bnkonnon. 
Solcher   jMiißkatliolikeii'    hat    rs    zweifellos    vlole   gv-geben,    iio 
hatten  aber  in  den  Kreisen  ilirer  Stnndcs^enoiKnit  geringes  Aa- 
eehen.    Die  meistim  Emigranten  beweisen  auch  im  Klende  noch 
eine  rührende  AnUüngltelikeit  an    diu    ht'iriii«icln^  D^yiiHStle,    imr 
wenige  FftUe  sind  b<?kannt,  in  denen  sich  Angehörige  dos  inner- 
^rreichischon  Hcrreimtandes  otwa  in  sehwc<li(4rlie  Dienste  Ite- 
•\\  haben.    Gedehah  dies,  so    geriet    ffeiÜcb  die  in  der  Iloi- 
mat  KDrlickgebliebone  Verwandtsehalt  in  Gefahr,  in  ihrem  Re- 
ntiK  geschädigt  zu  werden.'     Es   Iiat   iinliezu   ein    volles  .Inbr- 
»iint  gedauert^  bis  die  Hegicruog  df^n  Kmigranten   gegenüber, 
doweit   aie  im  Laude   noch   Bettitz  hatten,   eine  Tor&öhuUcherc 
Haltung  einsciilug.    An  den  verschiodenartigsten  Proxessen  hat 
«  freilich  auch  in  den  folgenden  Jahren  nieht  gefehlt  und  noch 
nach  dem  Ende  des  gi-oßcn  deutschen  Krieges  gewahrt  man  bi 
den  inneröaterreichischen  Landen]  Zuckungen,  die  mit  der  Kata- 
strophe von    lG2>i    in    Zusammenhang    stehen.     AUhs   in   allem 
betrachtot,  erwies  «ich   das  Vorgehen   von  lü28  als   eine  Not- 
wendigkeil;   e«  mußte    oingesch Ligen    werden,    »ollte   ila»,    was 
im  Jalirc  L'iOS  begonnen  ward,  seinem  Ende  zugeführt  worden. 
Die  folgenden  Hlütter  werden  den  Natihweis  zu  erbringen  hahmi, 
wie  wenig   Erfolg  die  Reformation    in   den  «nderon  Schichten 
der  Bevölkerung  aufzuweisen  hatte,  soUngo  noch   dies<!  starren 
protestantischen  Klemeate  rlcs  inneröstürrelchiiiclicu  Ilerronstaudos 
im  Laude  verweilten. 


3.  Die  ßeieenrcforiuatlon  im  BUrgcrstaride. 

Viel  einfacher  als  in  den  zum  Teile  recht  verwickelten 
Verhältnissen  des  Herren-  und  Kitterstandea  lagen  die  Dingo  in 
den  Stfidtcn  und  Märkten.  Schwierigkeiten  ergaben  sich  alleu- 
äUs  hei  denen,  die  wie  Klagenfurt  der  Landschaft  —  also  einer 
^t  ausschließlich  proteslAntiachen  Kori>oration  —  oder  wie 
Kapfenberg,  Mureck  u.  a.  den  hervorragendsten  protestantischen 
Herrengeschlechteni    des   Landes  gehörten.     Sonst  konnte  im 


■  Nr.  U50. 


LTin 


allgemeinen  in  jenem  Geleise  fortffefahren  werden,  das  eiiiBt  In 
den  achtziger  Jahren  Karl  IL  botrcten  hatte.  Schon  damals 
hatte  die  Gefjonreformation  in  der  Stadt  Graz  die  protestantische 
Welt  in  Deuteehland  in  Anfrofrnnp  versetzt'  und  Uesandts^haften 
an  den  tirazer  Hof,  nach  Praj:  and  an  den  Itetehstaor  die  Tjaffe 
der  Dinpe  zu  wenden  Terftucht.  Wer  den  (Janp  der  Dingte 
unter  Karl  11.  übersieht,  wird  finden,  daß  die  von  ihm  einp:»- 
schlagene  Methode  «n  demselben  Ziele  Tihren  mußte  wie  jene 
Ferdinands  II.,  nnd  doch  wiLre  sie  zweifelaohno  ohne  bo  großen 
Aufwand  von  Mitteln  und  ohne  die  Anwendung  soleher  von 
gewaltUltiger  Art  ebendahin  gelangt.  Wer  die  Ratsprotokolle 
aus  den  stesrischen  Stüdten  in  dem  letzten  Jahrzehnt  Karls  IT. 
durchsieht,  wird  bereit«  einen  Kückgang  pro tflHtantie eher  Gesin- 
nung und  ein  wenngleich  noch  nicht  rasches  Anwachsen  do§ 
katliolischen  Elementes  wahrnehmen.  In  den  Hahnen  KnrU  H. 
schritten  die  Regenten,  die  Erzherzoge  Kmst  und  Maximilian, 
fort  und,  als  Ferdinand  II.  Äunaehst  provisorisch  die  Regierung 
übernahm,  ist  roch  die  alte  Folitik  die  maßgebende:  sie  arbeitet 
noch  nicht  mit  gewaltsamen  Mitteln.  Auch  als  die  Erzherzogin 
Maria,  während  Ihr  Hohn  nach  I^oretto  und  Korn  wallfalirt^^to, 
die  Regentsehaft  führte,  blieb  der  Gang  derselbe;  nur  das  eine 
Moment  tritt  schon  jet/.t  schärfer  in  die  Erscht^nuiig:  in  Stildten 
und  Mllrktcn  soll  durch  Ketbrmationsordnungen  das  protestan- 
tische Wesen  von  Grund  aas  nnd  ftlr  immer  «erstJirt  werden.*  So 
ist  08  bezeichnend,  daß  die  erste  derartige  Ordnnng  von  ihr 
ausgegangen  ist. 

Unter  Ferdinands  II.  selhstÄudiger  Kegiemng  nimmt  diese 
Sache  von  vornherein  eine  viel  schürfere  Form  an.  Es  wird 
mit  weitaus  gröberen  Mitteln  gearbeitet.  Zwar  haben  die  ersten 
Bchweren  Schläge,  die  gegen  den  Protee  tan  tismus  geführt  wur- 
den, nur  die  Ansschatfung  der  PrSdikanten  im  Auge,  vor  allem 
die  Aufhebung  des  protestantischen  Kirchen-  und  Schulministe- 
riams,  worüber  sich  im  Winter  151*8/9  ein  heftiger  Streit  zwischen 


'  Riehfl  htflrflher  iMBerih,  Ate  Ge^nreformation  in  Graz  in  dein  JAhron 
1&82 — IbKA.  145  AktoDxttickfi  aiu  S  buliftr  unbakanntoii  Aklensamm- 
Imigfla  Yom  Jalira  Iv^b  Im  12.  Oofto  dt^t  Vor^ffeiitlieltimg«n  der  hiat. 
LudukotninUsLOD  fOr  Stoiormirk,  6.  69  fT. 

'  ITi«rtlb«r  vArhrAibtt  »ich  j«t»t  nwin  AnfMtz  ,I>ia  BeformatifliiBord«un(fon 
dor  Btitdto  und  MXrkte  InnerAntRrreicbB  aua  den  Jabren  1587—1628'  im 
96.  Bd.  d.  Arfihiirs  f.  ftiit.  Ctmch.  ß.  99  ff. 


LIX 

ig  niid  Landschaft  entspinnt;  kaum  ist  ilio  Episode  vor- 
Qber,  «0  werden  die  Fpldzüf^f!  in  des  Wortes  eigt^ntlichstcr  Bo- 
deatong  ffegon  die  ProteBtnnton  untrmommni,  von  denen  schon 
der  erste  Band  dieser  Akttm  nicht  weniger  als  fllnf  vor^'onihrt 
luil  Noch  jetzt  H«j^  ans  eine  Konlnintig  über  die  Anfcrtig-anß 
Ton  Schutzenröeken  un<!  Feldfiihnen  für  dio.  noHgionsroforma- 
tionsguanlta  vor.'  Der  vorliofcende  Band  schildert  die  nächsten 
FeJdztige.  Da  wird  ncKÜi  der  Rest  in  Steiermark  aufge- 
arbeitet und  in  Knitn  in  ^lotuheni  Sinne  g:ewirkt.  Zuletzt  kommt 
Konten  an  die  Roiihe,  und  zwar  wrrtlen  hier  auch  die  Besitzun- 
(fen  geistlieher  KeichsfÜraten  wie  Salzburg,  vomohmlioh  aber 
Bamberg,  mit  einbcBopen.  Steirnnark,  Kumten  und  Krain,  sie 
aQe  hatten  Kirchenfiirsten,  die  zur  nurchftlhrunp  dieser  Arbnit 
die  richtigen  Miinner  waren:  Martin  Brenner,  dem  die  schwerste 
Arbeit  zufiel:  denn  er  hatte  in  den  ersten  Jahren  täglich  im 
Kampfe  zu  stehen,  Georg  StobKus  von  Lavant,  der  gewiegte 
Politiker  «einer  Part*M,  und  TIkutkih  Krim,  Rischof  von  Laihach, 
dessen  AnfUnge  nicht  eben  oinwandfrri  sind  und  dessen  gewalt 
igf  Art  nicht  selten  eine  Bomedur  durch  die  obereti>  Stelle 
Mschte,  Diese  Miinner  haben  Runilehst  im  Bilrper-  und 
BaneruBtaDdc  der  alten  Lehre  »um  Siege  rerholfcn. 

Gleich  die  ersten  Akten,  die  der  vorliegende  Band  ent- 
hAlL,  bcEinhen  sich  auf  die  endgültige  Durchführung  der  (legon- 
retfonuation  in  Qraz;  es  geiiiirt  %a  dem,  was  uns  RciHoIenz 
in  seiner  scehsten  Religion sre forma tion  enstthlt.'  Am  '21.  Juli 
IfiOO  erschien  das  Dekret,  in  welclu-m  alle  Bürger,  Doktoren, 
Prokuratoren  tuid  nobiliticrte  P<;rson(m  (auBgenommon  ist  nur 
der  ahe  Adel)  aufgefordert  werden,  am  31.  Juli  um  G  Uhr 
morgens  in  der  Pfarrkirche  ■/.»  ersclieinnn.'  llnlor  den  Zitter- 
ten befanden  sicli  einige  ,Larulacluil'tsntTSzioro*.  Sie  lioiTlcn, 
durch  ihr  DienstverhHltnis  zur  Landschaft  iltMu  ilmhiuiden  (}o- 
ickick  zu  entgehen.*  Welche  TJUischung!  Am  31.  Juli  und 
am  1.  August  hielt  Bisehof  Martin  eindringHclie  Prt^ligten  gegen 
die  Kommonton  unter  Ifciden  rte»laltt»n,  denn  noch  ist  sie  in 
Heu  breiten  Schichten  der  Protestanten  dds  nn-hte  Kriterium 
für  den  goreinigten  Glauben;  dann  wird  /.um  Kxamen  gfisehrit- 
ten.  Schon  ist  der  Rat  katholisch.  Die  früheren  ,8elai8clien' 
Ratsherren  and  Prokuratoren  werden  ausgescliafft  und  von  ihnen 


'  Kr.  nt8. 


roi.d» 


»  Nr.  1060. 


•  Hr.  J064. 


LX 


und  den  anderen,  die  der  Blh'gerschaft  angehören,  der  10.  Pffinnip 
genümmcii.'  JIbh  cDtnimmt  drn  nntcn  ini^etcüten  Briefen  die 
prausamc  Wut,  mit  der  man  nicht  hoü  den  Lchi'om  der  pro- 
testantis<^hen  Stiftsschtdo  sondern  auch  den  Lchrbehelfen  selbst 
zu  Leibe  ging,  ilan  muß  es  gelesen  haben,  mit  welcher 
ßfroßen  Freude,  Mühe  und  Kosten  die  Landschaft  daran  gegan- 
gen war,  eine  statthchc  Bibliothek  an  der  Landachaftsächulc  auf- 
surichten,  wie  der  Eifer,  evangelische  Bücher  zu  besitzen,  nicht 
bloß  den  Schloßherm  und  Oolehrtcn,  sondern  auch  den  Htlrger 
erllillte,  uui  ku  wissen,  mit  welcher  Trauer  die  Orazer  IJlirger 
dem  Vulkan  die»  Opfer  brachten.  Man  hatte  hier  die  bebten 
Ausgaben  der  Bibel,  die  man  erlangen  konnte,  Werke  der 
Kirchen vllter,  der  Keibrmatoren,  «owoit  sie  auf  dem  Boden  der 
Augsburgischen  Konfession  standen,  Werke  der  Älagdelmrger 
Zenturiatoren,  die  hervorragendsten  Oeachichtffwerke  jener  Zeit| 
geographische  Slappen  und  Schriften  philosophischen  und  philo- 
logischen Inhalts.     Das  alles  wurde  jetzt  geopfert. 

InKwischen  waren  auch  schon  in  Kärnten  die  entscheiden- 
den SchlSpe  gefallen.  Jetzt,  wo  die  Sache  in  Kteiermark  geglückt 
war,  konnte  man  an  die.  Durchfuhrung  der  Gegenrefürmalion  in 
Kärnten  schreiten,  die  jaxweifellos  viel  gröflei-e  Schwierigkeiten 
bot,  denn  nicht  blo0,  daß  hier  der  Prozentsatz  der  protestantisehen 
Bevölkerung  ein  noch  größerer  war  aU  im  Nachbarlande  und 
die  Hanptstadt  der  Landschaft  eigentümlich  zugehtirte,  auch  die 
Entfernung  vom  Hoflagor  de«  Erzherzoge  spielt  hier  eine  Itolle. 
Aui  1.  Jidi  1600  erschien  das  Dekret  des  Landmflii*flteii  an  die 
Verordneten,  da«  die  ÄuiTiebung  des  protestantischen  Kirchen- 
nnd  Schulministen  ums  und  die  Ausweisung  der  evangolischen 
GeisUielion  und  I^ehrer  aus  ganz  Kärnten  verfügte.  Sie  hatten 
binnen  sehn  Tagen  das  Land  zu  rjlumen  und  sollten  sich  ,bei 
sonstigem  Verluste  von  Hab  und  Gut,  Leib  und  Leben*  nicht 
mehr  betreten  lassen.'  Wohl  suchten  die  Verordneten  nach 
Mitteln  und  Wegen,  das  drohende  Unglück   abzuwenden,  aber 


'  8.  meinfln  AufiiKte  ^ur  Oe);enrororniAtiou  in  Inueril^terreicli'  im  78.  Bä- 
der Hiitor.  Zoitfclirift.  S.  2^5  ff. 

'  über  diooon  OegoiiatAud  vorliruitat  fiiclt  eio^ehond  oeia  Aufsatz;  .Zur 
OMcbiclito  dor  Oo^uroforniatiou  iu  Kärnten.  Di«  AuflSsaner  und  Aw- 
yroitttag  dca  cv.  Kirchen-  and  ScIlultniaUteriumH  in  KlAgfenfurt'  Im  Arcli. 
f  Oftorr,  OMch.  u.  Topogr.  1900. 


LXl 


die  UnioD  mit  den  beiden  andern  Lfiiidcrn  Terepracli  wenig 
Erfolg,  und  die  an  lii'ii  I.aiidfwfiirslon  gerichteten  Bitten  erfuhren 
die  Hchroflste  Abweisung:  In  allen  ijoincn  Lündcrii  gedenke  er 
uur  die  »Hein  deügniiietiende  Lehre  zu  dulden,  da  dUrfc  er 
^^KUl  in  Kumten  keine  Ausnahmo  ge-iitatteii.'  Was  mau  aus 
Steiermark  vernahm,  klang  über  alle  Maß^n  trostlos:  Keine 
Zeichen  sehen  wir  mehr,  kein  I.ehrcr  hJirt  uns  inebr,  kein  Pro- 
phet predigt  uub  mehr."  Dabin  mußte  os  auch  in  Kilniti-n 
koinnieii  und  tK^hon  aiu  1-t.  August  ersehien  der  dritte  Befehl 
dea  Landesl'iiraten,  woraach  die  Kirchen-  nnd  SehnWiener  an 
demsdben  Tage,  da  ihnen  dieser  Befehl  zukomme,  die  Stadt 
Klagenfurt  /,u  verlassen  linben,  widrigenfalls  sie  in  allen  Erli- 
IJindem  des  Erzherzogs  als  vogelfrei  gelten  und  es  jtnleni  frei- 
stehen seile,  nach  ibreiu  Leben  und  ihrom  Hab  und  Gut  zu 
greifen.'  Ka  hieß  also  aucli  hier  Absebind  nehmen.  An  anderer 
Stelle  wurde  bereita  ansgeiHlhrt,  wie  hier  zum  ersten  Male  wjibrend 
der  ganzen  nun  ttchon  seit  /.wei  Jahrzehnten  bald  ntHrker,  bald 
scbwttcber  wütenden  Verfolgung  der  eTangehscben  ÖeiBtIichkoit 
die  Frage  des  bedingungslosen  Ge)iur»auis  ernsthafter  auf  die 
Tageeordnong  gesetzt  wird.  Auch  diesmal  weicht  der  protestan- 
tische Herren-  und  Ritterstand  nicht  um  Hanresbroite  von  der 
dem  Lnndesftlrsteo  schuldigen  Tn^ue  ab  und,  sosehr  der  eine 
und  der  andere  der  protestantischen  Gcltttlichen  nach  dem  Mtir- 
tyrrnm  strebte,  es  widerstrebte  diesem  Herrenstande,  M)lrt\Ter 
xa  schaffen,  und  eine  Insurrektion  unterblieb,  die  vielleicht  dies 
ganze  Kcfurmationswcrk,  auch  das  in  den  beiden  Kachbarllln- 
dem,  über  den  Haufen  geworien  hWtto.  War  doch  die  ganic 
politische  Lage  den  Protostanten  gtlnstig,  aber  der  Satz  vom 
leidenden  Gehorsam  war  auch  diesmal  siegreich  geblteben.  Dom 
Herren-  und  Hittenätand  fiel  es  nicht  ein,  über  die  in  den  ersten 
lehtiüger  Jahren  von  AndreJt  bezeichnete  Linie  btnausKu gehen. 
Nachdem  der  Versucli  der  KürntncT  Stande,  den  Verlust  des 
Kirchenministeriums  abzuwehren,  mißglückt  war,  wurde  die 
Gegenreformation  in  den  StUdten  und  MHrkten  Kilmtens  krllftig 
betrieben.*  Die  Kommissäre  erledigten  zuerst  ihre  Ge&chiiftc 
in  Pols,  Unzmarkt,  Kapfenberg,  TeuH'enbach  und  Scheifling  und 

■  Kbeada  S.  fil 

■  Sflhreibon  vom  18.  Juli  l«0O.  Kbenda  B.  84. 

•  Kbonda  S  S5.   Unten  Nr.  1073 

*  UoMlenjs  foL.  53»  ff. 


LXir 


Bogen  dann  nach  Muran.'  Von  dort  ginp  es  dnrch  den  Lnnf^au 
nach  Ginttnd,  wo  sie  am  6.  September  einrückten,  nicht  ohne 
anvor  die  sektische  Synag'ög-e  und  des  l*rädikanten  IWhaosun^ 
bei  der  Kreinabrücko  niedergerissen  zu  haben.  Über  die 
Umündor  Vorgllnge  in  den  Tagen  vom  6. — 1 1.  Soptpmber 
Hegen  .■menilirüeho  Brrichto  vor,  dio  una  der  K!eiß  Megisers 
aufbewahrt  hfit,  wie  me  andereröcils  auch  von  dem  Villacher 
Stadtmagistrat  an  das  Uamborgischc  Ilochstift  ge«endot  worden 
sind.'  Über  die  lleformatioo  der  kleinen  Orte  wird  nur  sum- 
marisch berichtet-  Uer  Vorgang  ist  an  den  meisten  Orten  der 
gleiche  nnd  schon  am  12.  Oktober  IGOO  küunte  der  Bischof 
von  Lavant  den  Religionskonimissäron  den  Wunsch  aussprechen, 
ihr  Werk  einem  gntcn  Kndo  Knznftlbrun.^  Man  hürt  von  Ver- 
BTichen  hewatfiieter  (Gegenwehr  seitcnB  der  protestantischen 
Bauornachaflen.  Am  19,  September  sollen  nicht  weniger  als 
4l)Ü0  JJauern  bei  Treffen  versammelt  gewesen  sein,  um  tn  guter 
KriegBorduung  den  Kommissuren  ertgegenzuziehen.  Es  ist  auf 
Grundlage  des  vorhandenen  AktenniateriaJes  schwer  zu  sagen, 
inwieweit  die  nicht  immer  einwandfreie  Dai-stcllung  des  Roso- 
lenz  der  Walirheit  entspricht,  zumal  auch  seine  (iewflhraniftnncr 
—  die  Roligionsreformationskommissionen  selbst  —  die  Dinge 
oft  genug  Übertrieben:  immerhin  aber  ist  es  sicher,  daß  es  in 
Käniten  nur  eines  Funkens  bedurft  hatte,  um  einen  hellen  lirand 
ZQ  entzünden.  Wie  aber  htttte  dieser  Adel  sich  bereit  finden 
lassen,  diesen  Funken  in  das  l'iüverfaß  zu  werfen?  Nach 
Spittal  and  einer  Keihe  kleiner  Urtc  kam  am  ä3.  und  24.  Ok- 
tober Villnch  und  das  ganze  Oebiet  de^  Bamberger  Hüchstifitea 
an  die  Kcihc.  Die  Akten,  die  hiertlbor  aus  einheimischen  und 
dem  Baiuborger  Kreisarchiv  vorliegen,  sind  nach  x,wei  Seiten 
bin  reich  an  Ergebnissen.  Fürs  erste  lassen  sie  klar  crkennoD, 
daß  die  Reformation  Ferdinands  IL  Jene  des  Hocbstiftes  Bamberg 
weitaus  tlbcrholtc  nnd  kein  stjiatsri'^cbtliclies  Bedenken  gelten 
Heß,  das  sie  abhalten  ktlnnte,  in  ein  fremdes  Gebiet  llberzu- 
greifen,  fUrs  zweite  ersieht  man  aus  der  Villachor  ReTormation 
ein  Mehreres   über   die   Schildigungcn   des  Villacher   Gewerbes 


I 


'  Nr.  111)8.  K'^ifil^nx  Fol.  63»,  die  Kt>ri>rniiitiouBordn<iiig  für  Miirau  s.  Nr.  1 1U6* 

*  8.  uuter  Nr.  111.^  uuü  iliu  NkuktrliKD  Nr.  iUb  ff. 

*  KoMlens  fol.  63»— 66».  3.  Nr.  11S6.  EluiuluM  Ton  F.  U.  Untrer  tu  deu 
Fursclniugren  tat  d.  Gwcliicbüi  X\,  &20  ff. 

*  Nr.  IIS9. 


p 


Handob.'  Am  ».  Oktober  ma^  d»  g«— >a-s«^  uck  K1&- 
gBoSstt  veber.  Wir  h&bett  hi»ihei  nnd  Aber  die  Khg«ii- 
VorglBse  one  «wfthrtA»  RaiaäaD,  die  aaf  OtuhI 
am  li.,  14.  und  16.  XmoAer  gMcübow  Brids  ab- 
pe&ßi  ist  Der  Biaehof  tdh  Seckim  bc^  och  mit  vier  BaMaa 
ITiiM'fctm  oaek  Mum  Sul,  der  1  ■ndmfcaaptmuüii  Graf  ron 
Orteabar;^  hidt  ninen  ^Bni:  in  die  SuM,  ohae  ron  irgend- 
euer  Seite  feiuBdert  t«  süii.  Am  feilgendf.  TfX  wurden  die 
VencdMAoB  ah  Heomi  der  Stedl  ^cfiag^  ob  nun  die  Kom- 
mimäMi  in  Ölte  tkatm  Amte«  walleo  Imiiiii  woOe.  Soriel  Be- 
vnfeele  voBen  eie  nicbt  «afiiebBen,  de^egca  dorn  Bödiof  md 
iräen.  Dieoem  den  Etotritt  nicht  rerweiiren-  £>er  Bischof  katto 
«ber  kdne  Last,  akb  ron  wiBer  Memwrhaft  n  trauoi.  1Mb- 
halb  VQxde  noch  am  ^.  nad  S8.  Oktober  TcthnwUl  md  am 
39.  ^  BttigmiK^nft  Toa  den  VenrdxMtan  befrag  ob  rie  ai^ 
^ssmStg  vor  dem  Bn^af  ateflea  woBe  and  wie  man  ea  mit 
der  Verpfcgnny  dar  frcnden  Kriephaafca  haben  woBe.  Dia 
letalB  FrafpB  ward  hsicbt  gdOot;  andi  tot  dem  Biachef  m  «r- 
war  die  Bar{Rrachaik  berat,  £db  dia  Verordneten  es 
worden.  Trotx  ^ceee  Entice^eiAommeaa  b^ist  der 
Biachof  die  Hnaptstadt  nicht,  sondem  b^ab  sich  nach  SL  Veit. 
Ea  Togmgen  10  Ta^.  Am  B.  liforember  enchienen  awei  De- 
krete dea  I^aadeaftrsIeD;  rvn  denen  daa  eine'  die  KIa|ren  der 
Lmdicbnft  Aber  da«  cor  DnrdtAhnu^  der  Gege&reformatM» 
entaeadrte  Knc^srolk  and  die  ron  ihm  gefibica  Frevrl  mit  der 
MaHnnoag  abweist,  man  habe  mit  atlrkerem  Nachdruck  anf- 
tntea  mikaam,  weil  die  Umnptraolation  keine  Folge  gt4ubL 
Wer  aein  Oewiaeea  beechwert  findet,  kOone  abziehe  von  den 
Zvrtckbieibcodea  aber  mftaw  das  Jnraanent  gehnslet  werden. 
Da  war  Toa  eiacm  Zorfickwetchen  des  Landeefaiateu  nicht  cli« 
Bede,  Tidmehr  fidike  es  nicht  an  Verweiaea  wegen  des  img«- 
lilhitfhiii  Vochaltaiai  der  dtftnde  and  an  Drobnngen  f&r  den 
Fd  dea  üngehonama.  £be  noch  das  Dekret  ecadnenen  war, 
hatten  aoch  der  Landeehaaiitmann  and  der  Laodesriaedam  einen 
Bericht  —  er  ist  tqiu  i.  liorember  datiert  —  an  den  Errh»T30g 
eJapwwnW.'    Da  hieß  ee,  es   wolle   der  Bürgerschajl  schwer 


■  ffiflrftUr  nnOmtf  ■■!■  m  4m  KMktrig«n  dia  einMhli^i^ML  Naomern. 
"  b  Im  vMi  Sa  OktoUr  iirtttl.  DaMM  Kr.  1U9. 

■  Hc.  IUI. 


ixrv 


fallen^  Ton  ihi-er  Konfessioii,  in  der  sie  erzogren  wurden^  abzu- 
treten. Da  wir  von  ihr  am  völligen  Gehorsam  noch  nicht»  vrr- 
Bpüron,  vorsamracitcn  wir  uns  heute  in  der  Kirche  in  Saal  zur 
Beratung,  üaa  Krgebnis  ist,  (kß  tlem  IiTtum  nicht  abgeholfen 
werden  kann,  8olaiif;re  die  Prtfdikantea  \a  und  neben  der  Stadt 
jreduldet  werden.  Noch  denken  die  Verordneten  nicht  ihiranj 
(las  in  Kluj^t'iifurt  lie^jünde  Ftthaleiu  Knechte  abzuacliiekon  und 
wollen  die  Ausweisung  der  Prüdi kanten  nuf  den  nJlchsten  Land- 
tnjc;  verschicbcu.  Auf  ihre  Bitte  utn  weiteren  Bescheid  erschien 
eben  daa  genannte  zweite  Dekret;  es  triljgt  das  Datum  des 
4.  November  und  enthält  den  erneuten  strengen  Befehl,  das 
Fähnlein  abzuschicken,  die  evanpeliachen  Kii-chen-  und  Hchnl- 
dieULT  abzuach.'iüen,  die  Koiuinissttre  aber  ihrer  Aufgabe  nach- 
kommen zu  lassen;  geschähe  die^  nicht,  so  liHtten  diese  den 
Auftrag,  den  Barggrafen  nnd  die  Verordneten  und  i}u"eu  ganzen 
Anhang  fUr  HebeUcn,  ihr  Hab  inid  Gut  als  verfallen  zu  er- 
klären nnd  ihre  Untertanen  von  ihren  Pflichten  loszusagen.^ 
So  schien  hier  alles  auf  des  Schwertes  Schneide  gestellt  zu  sein. 
Das  letzte  Wort  hatten  die  Verordneten,  denn  ihrem  Ausspruche 
hatte  die  Bürgerschaft  gehoridieu  zu  wollen  erklürt.  HHtte  hier 
die  kalvinische  Hiehtnng  Hoden  zu  fassen  vermocht,  die  Dingo 
htitten  zweifellos  einen  anderen  Gang  genommen;  so  weichen 
die  Verordneten  vor  dem  LandesftLrsten  zurück,  ,8ie  könnten', 
sagten  sie,  ^solche  Kofonnation  langer  nicht  mehr  hindern*. 
So  nahm  denn  auch  die  Refornnitiun  in  KJagenfurt  ihren  An- 
fang. Über  den  Verlauf  sind  wir  bis  ins  einzelne  unterrichtet.' 
Der  Magistrat  wird  von  den  Verordneten  berufen:  er  möge  sich 
Unger  nicht  mehr  weigeni  und  der  Soldateska,  die  nun  ein- 
rücken werde,  alle»  Nötige  verabreichen  lassen.  Die  Btlrger 
werden  selbst  ihr  Oewiasen  wahren,  hierin  htttton  sie  ihnen 
nicht«  vorzuschreiben.  So  wurde  denn  zuuUchst  das  Ffthiüein 
Soldaten  nach  Völkcrmarkt  geschickt,  wo  ea  abgedankt  wurde. 
Die  Kirchen-  und  Subuldiener  retteten  sich,  indem  der  eine  auf 
diee,  der  andere  auf  ein  anderes  Schloß  zog.  Von  der  Sach- 
lage verstllndigton  die  Verordneten  die  in  St.  Veit  weilenden 
Kommissär«',  bei  denen  sie  erwirkten,  daß  der  Schulrektor  Hio- 


4 


*  Kr.  U64   (rulUUUidi^  im  Aivhiv  für  Ort.  Quolticlit«  u.  TopopApUie  I.  e. 

8.  47/8). 
■  Vr.  1I4S,  1160,  lies.  1166  ff. 


LXXI 


jeweiligen  politischen  Lage  z.  B.  während  des  großen  Hnldigungs- 
Htetj  in  Niederiiaterreich  in  den  Jahron  160S  und  1609  oder 
ib  Ergebnis  des  Brudoralrcit««  im  Hanse  UababniTr  immerhin 
möglich  war.  Bedenkt  msOj,  daß  der  Pi'oteBtant  in  Ober-  and 
KiederGsterreich  und  den  angroozenden  Landschaften  Ungarns 
■eine  kirchlichen  Bedürfnisse  befriedijcvn  kuunte,  so  I^t  sich 
erkUren,  daß  die  OeKenrefurmatiun  in  den  bürgerlichen  Kreisen 
Torent  nar  genngn  Furtscbrittt!  machte.  Man  kann  daMibet 
Ttm  StAdten  wie  Klapenfnrt  vorerst  (jhdz  absehen ;  das  behielt 
Boch  Jahre  —  fast  Jahrzehnte  ~  hindurch  seinen  protestantischen 
CSunktw.  Die  grOOtc  Muhc  hatte  die  Ge^nreformation  vom 
Anfanir  an  in  OberkAmtcn;^  aber  auch  in  anderen  Ciependen 
hauen  sich,  wie  man  dem  Mandato  vom  II.MUtt.  1(704  ent- 
ninunt,  die  Din|?e  nur  unwesentlich  geXndert.  Daher  werden 
die  Maßregeln  der  Ge|^nretbnnntion  immer  umiassender.  An- 
fang April  1604  laäsen  die  Beliponsreformationskommissflre  in 
Laibach  Ton  Haus  zu  Hana  die  Bcicbtzcttcl  abfordern.  NVer 
«ch  nicht  mit  einem  solchen  aubweisrai  kann,  wird  mil  einer 
Geldstrafe  von  10  Dukaten  belegt.^  Von  den  BUrpcm  sieht 
noch  jetKt  mancher  ab,  ohnp  den  tO.  Pfennig;  zu  erlegen:  aber 
da  findet  man  schließlich,  daß  er  Schuldner  im  Lande  hatte,  an 
denen  maa  sieb  scliadlos  tijvlt'^  Lünj^er  verraitgen  sich  die  Pro- 
lestanlrtn  In  Orten  xu  behnapten,  deren  Herr  ein  Mitglied  des 
protoatan  tischen  Horrcnstandes  ist  und  noch  mehr,  wenn  er, 
wie  Georg  Herr  von  Stnbenberjr,  ein  Ansehen  im  Lande  hat, 
daa  ancb  ron  seinen  kirchlichen  Gegnern  anerkannt  ist:  daher 
ist  ea  80  schwer,  mit  den  Proteätanten  in  Mureck  fertig  xu 
werden.  Im  November  1C04  war  ein  Brief  an  die  Regierung 
gekommen,  da  hieß  es:  In  der  Pfarre  Mnreck  sind  lüchtkatho- 
lisch  —  fast  alle  Bürger.*  Da«  ist  fast  sieben  Jahre  nach 
den  enten  Anaweisnngsdekreten.  Ka  ist  selbst  nach  weiteren 
xwanxig  Jahren  nicht  viel  anders.  In  denselben  Tagen  liest 
man  ans  Unziiiarkt:  Alle  Mühe  der  lieligionsreformationskom- 
miaeftrc  hat  hier  nicht  verfangen.'  Und  daa  war  in  einer  Zeit, 
da  den  Verordneten  in  Steiermark  horeits  aller  Mut  entsniikcn 
ist,  da  sie  ihre  letzten  Prttdikanten  entlassen,  weil  alle  Hoffnung 
TorQber   ist     Dieae   kleinmütigen   Vertreter  einer   im    wesent- 


<  &Tr.  1489,  1471,  1M3  na. 
*  Nr.  16U.  *  Kr.  ITiS. 


>  Kr.  1567. 


»  St.  1673. 


Lxxn 


liehen  auch  jetzt  noch  pro tcstanti  sehen  Körpei-schaft  wußten 
niclit,  wie  stark  sie  noch  waren.  Sie  hätten  von  ihren  Oepiicm 
—  den  Jesuiten  —  lernen  mttsaea,  die  jetzt  bereits  das  Privat- 
eigentum went^  mehr  achten.^  Mutiger  waren  sicher  die 
Bürger;  es  konnte  im  September  des  Jahres  1007  vorkommen,* 
daß  sich  nicht  bloß  einzelne  ans  Graz  an»gcschaffte  Bürger  in 
der  Stadt  einfanden,  sondorn  auch  ein  PrHdikant  aoa  Kegens- 
burg  Eingang  fand.  In  den  nächsten  Jahren  ist  der  große 
Streit  um  die  Religion  fast  ausschließlich  nach  NioderOsterreich 
verlegt:  allerdings  sind  die  Steirer  dabei  nicht  ganz  unbeteiligt 
und  da  tritt  hierzulande  der  Kampf  gegen  die  Ketzer  in  den 
Stildten  etwa»  in  den  HJTitorgmnd;  erst  seit  lOlO  wirr!  er  wieder 
aoigenommen,  und  jetzt  erfährt  man  aus  den  harten  Strafen,  die 
gegen  die  Bllrger  wegen  llbertretong  der  katholischen  Fasten- 
gebote diktiert  wonlen,  wie  eingewurzelt  dieses  Ketzertum  in  ein- 
zelnen Stildten  und  Märkten  noch  ist.'  Bezeichnend  sind  die  har- 
ten Strafen,  die  den  Bürgern  von  I^xiben  und  Pettau  auferlegt 
werden.*  Ans  den  VerhOrsprotokollen  ergibt  sich,  daß  die 
Pcttauer,  die  man  immer  als  gut  katholisch  gerühmt  hatte,  sich 
zum  Teil  als  sehr  unkatholisch  erwiesen.  Der  Pfarrer,  der  diese 
Dinge  nicht  rechtzeitig  angemeldet  hatte,  erhielt  einen  scharfen 
Verweis.  Auch  Hie  Verantwortung  einzelner  Protestanten  ist 
merkwürdig  genug.  Kin  Fall  möge  angeführt  werden:  Marusch 
Marengin,  Frau  eine«  Ratafreundea,  ist  evangelisch  von  Jagend 
an.  Wegen  der  BiMchl  gi'fratrt,  sagt  sie,  der  Bischof  habe  sie 
beschieden:  sie  soll  nur  kein  Ärgernis  geben.  An  einem  Weib 
sei  wenig  gelegen.  Gefragt,  was  sie  von  der  Bekelimng  ab* 
gehalten,  sagt  sie:  .Nichts  als  ihr  Herz.  Sie  will  evangelisch 
■torhen'.  Da  muß  die  Kegioi'ung  mit  scharfen  Mitteln  ein- 
schreiten. So  wie  hier,  ist  es  in  vielen  anderen  Stfidten  irad 
Märkten.  Und  wo  man  es  mit  Neubekehrten  zu  tan  hat,  ist 
ihr  Glaube  schwach.  In  Kenberg  und  Mürzznschlag  wird  im 
Jahre  1611  nur  ein  Lutlierischer  samt  seiner  Uausfrau  zor  An- 
zeige gebracht,  aber  die  Zahl  derer,  die  sich  nicht  zur  Beicht 
einstellen,  ist  eine  \-erhllltnismäßig  große.  An  einzelneu  Orten, 
wo  die  unkatholischen  bilementc  bei  dem  Uerrenstando  Scliulz 
finden,  weigern  sich  diese,   vor  den   Kommissuren  ra  orschd* 

'  Nr.  1638,  IS77.  •  Nr.  1749.  ■  Nr.  li»l,  1904. 

*  &.  das  YerxGÜliou  der  nnpshoraunon  BDrger  von  I.«obda  vom  i9.  Kai 
1610,  Nr.  1909,  lUa  der  PcttauBr  voin  &.  Juni,  Kr.  1911. 


LXIX 


lisch  gcwordon,  der  müsse  die  Lande  do«  Erzhcmogu  rttuuien; 
sogleich  wird  den  Evangi-lischen  iliw  Beton,  Singen  und  Prodi- 
gon  in  don  Httusern  untersag  und  der  Ut-Mil  (-rteüt,  die  evan- 
gelischen Hi'icher  bei  LeibyeatratV.'  und  Straff  von  20  Dukaten 
noch  denselben  Mittag  ,im  Hifltnm'  oiiiÄuli«f«'rn.  Da  trug  man 
eine  ungeheare  Men^o  zusiimnion.  Sie  wnrdfii  dcnKcIImii  Abend 
unter  dem  Kailiause  vr-rbrannl.  l!ni*or  Uewülirsmann  schätzt 
ihre  Zahl  auf  2000.  Tags  darauf  wurde  der  noae  cingoplankte 
FViedhof,  wo  die  I>an(!sehaft  eben  eine  Kirche  zu  bauen  beab- 
sichtigte, eingeriaaen.  , Haben  also',  schließt  iler  Urief,  ,gcwiO 
tr&nrigo  und  betrübte  Feiertage  gobabt  und  werden  noch  Bo- 
trubni»  haben,  bia  daß  wir  ana  anf  die  lietse  machen  und  hin- 
weg begeben  müssen.' 

In  einem  anderen  Schreiben  '  heißt  es:  Die  hieaige  Kcfor- 
mation  ist  glimpflich  an-  und  schrecklicli  abgegangen.  Die  An- 
EaVil  der  Abgefallenen  betrug  nur  zwei.  Ein  zweitos  Autodafe 
pmltfÄtantisehtT  Hüfrher  fand  am  9.  Jjinujir  IGtil  stjitU^  Oio 
Arbeit  der  Kommissäre  in  L&ihaeh  dauerte  einen  ganscn  Monat.' 
Wir  besitzen  übt^r  die  DnrchnUiruiig  der  Gi%'t^nirfoniiatii)n  in 
Krain  wertrollo  Notizen,  die  ans  der  Fttdor  des  IVüsiden- 
len  der  ßeligionaroformation  Thomaa  Krön  stammen.'  Nach 
Laibach  kamen  die  klciueren  StiUltc  und  Mflikte  daran :  am 
8,  Februar  Stein,  am  11.  Krainburg.  am  13.  Xemnarktl,  am 
17.  Lack  usw.*  In  welcher  Weise  mit  den  katholischen  Kirchen 
—  Synagogen  —  und  Friedhöfen  umgegangen  wnrde,  darüber 
finden  sich  in  Kröns  Kalendern  dmstische  Uelege.  Im  iibri- 
geu  ist  der  Vorgnng  in  di-n  kniitiischi-n  Sliidti-n  der  gleiche 
wie  in  Kflmtcn  und  Steiermark  und  war  aweifelloB  nach  einer 
gemeinsamen  Instruktion  ^rerf^geh..  Wie  in  don  beiden  anderen 
Ländern  win!  auch  in  Krain  nach  Torgenommcner  Reformation 
der  Bürgerschaft  eine  Reforuiationsordnung  eingehändigt,    naoH 

1  Kr.  I«03.  »  Nr.  1210. 

'  MitUil.  tJe«  hiil.  Vti.  für  Kraiii  1852,  S.  17.  *  S.  ditr«l>or  tinUm. 

*  Ich  bemerke  nachmals,  daß  nicht  «11«  mir  b«luiniil  pjwurrlniiRn  Etn- 
selnbeit«n  hier  rennorkt  werdca  k'tnneii,  DfliidHni  il«r  I.ok[ü|>aäo)üclite 
Bbert«H«n  werdon  mÜMon,  da  bh  hioxn  vinm  wttitAu»  f;raU«ran  Kitunie» 
bedOrfto,  ai»  or  mir  zur  Vurfag-uiig  «tubt.  Hier  kaiiu  nur  iitileöt«>iU 
worden,  wu  jodoe  dur  droi  Uluder  luid  Üire  QemeiiuichAft  betrifft,  und 
du*  lokale  Muni«ni  nur  soweit  herflckaichtiKt  worden,  aIb  &ll^cnioiuB 
Ornndnjitx«  xiir  Qeltunip  ^^eUni^en.  Sinho  ilhrif^ona  noch  K^itolens,  Toi. 
68' -64*. 


LXX 


der  sich  das  bürgerliche  Loben  fortan  zu  pestalten  hat:  , Instruk- 
tionen —  80^  Krön  —  hinter  uns  verlassen'.  Dii?  Kosten  der 
Kommission  sind  mitunter  ziemlich  hoch^  dafUr  wird  an  einzel- 
nen Orten  nichts  ftlr  die  Aufnalinio  und  Vür^iflegung  verlanjft. 
Uie  Eingänge  des  zehntcu  Pfennige  sind  in  ihrer  Gesamtheit 
nii^nds  vermerkt  worden,  weshalb  sich  auch  eine  penaue  An- 
pabe  hierüber  nicht  maelicn  lilßt.  Mohr  mag  noch  an  Strai- 
geldem  eingegangen  sein,  duch  waren  diese  mitunter  so  hoch 
gegriffen,  daß  ihi-e  Keduhtioii  auf  (h-ni  Wege  des  Hekursea 
fast  regelmäßig  stattfand.  Hin  ^[eniorandum,  das  die  Krainer 
Landschaft  den  Stftnden  der  beiden  anderen  Lftnder  tlber  den 
Verlauf  der  Gegenreformation  in  Krain  vorlegte,  gibt  eine  zu- 
sammenfassende Darstellung  aller  der  fllr  sie  so  beklagonsworton 
Ereignisse  bis  in  die  letzten  Dezenibertage  des  Jalires  IGOO; 
die  meisten  sind,  was  in  dem  Schriftetllck  auch  noch  besonders 
hervorgehoben  wij-d,  mit  denen  in  Steieriuai-k  und  KJlrnteu  ge- 
meinsam.' Man  müchte  geneigt  sein,  die  eine  und  die  andere 
der  dort  erwähnten  Tatsachen  fUr  übertrieben  zu  halten,  wiLro 
sie  nicht  auch  noch  von  zweiter  und  wölbst  von  dritter  Stelle 
überliefert.*  Nach  alledem,  was  sieli  seit  den  Sommcrtagen  15it8 
in  den  innoröatcrreichischon  Städten  ereignet  hatte,  nimmt  es 
wunder,  wenn  die  Landeshauptstadt  Graz  noch  im  Frühjahr 
lOOl  ein  Bittgesuch  um  Freigebung  der  augaburgi sehen  Kon- 
fession einreiclit.^  Die  Zitationon,  Vorhöre,  zwangsweisen  Be- 
kelirungen  und  Ausweisungen  gehen  in  allen  drei  Ländern  un- 
ausgesetzt weiter.  Auch  nobilitierte  Personen  und  Landschafts- 
beamte,  die  in  StJldten  und  Märkten  daheim  sind,  werden  der 
Refonnation  unterzogen.  Seit  dem  Jahre  1602  war  von  einem 
öflentlichen  Bekenntnis  der  Prütestanten  in  den  landeatllrstlichen 
ätUdten  InnerüBterreichs  keine  Rede  mehr;  was  aber  nicht  hin- 
dert, dftB  sich  in  allen  noch  ein  erheblicher  Prozentsatz  vor- 
findet, welcher  der  Regierung  noch  lange  .labrc  hindurch  zu 
schaffen  gibt.  Und  das  ist  auch  begreidich,  denn  in  den  meisten 
Fällen  war  die  Bekehrung  der  protestantischen  Bürger  in  den 
Städten  nnd  MHrkten  nur  eine  ganz  äußerliche.  Nicht  wenige 
von  den  Anhängertl  der  neuen,  nun  im  ganzen  Lande  veq)önton 
Lehre  erwarteten  einen  Umschwung  der  Dinge,  wie  er  aus  der 

■  Nr.  1S&5.  V^l.  die  ßoichwordon  der  EKnitnor  Nr.  ISO*. 

»  3.  «.B.Nr.  133a  ff 

'  Nr.  1340.  Dm  ätUck  gehüit  ancb  wahradieitilid)  iua  Jahr  1584. 


* 

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Al)«tcht  aasgedrückt  ist^  die  Akten  der  KHrntner  and  st«ihschen 
Gegenreformation  dem  Drucke  m  Qbergeben.^  Die  Kniiner 
wird  aber*an2«?n.  weil  die  Sache  daselbst  in  den  Händen  des 
Laibacbcr  Biächofk  lofr.  Wenn  non  anch  die  Kärntner  Herren 
und  Landleute  nch  der  KUgenfiirter  Bürger  auf  das  nachdrttck- 
Üclmte  annahincD  nnd  nllc  die  wirtscliaftliclien  Scbüden,  die  der 
AbzD^  tüchtiger  Btlr^r  im  Gefolge  haben  müsse,  und  den  ganzen 
Jammer  der  schweren  Verfoljfunp,  den  Kiie^  gegen  die  neuer- 
baaten  Friedhofe  nnd  Kirchen  in  Erinnerung  braehten '  — 
Bischof  Martin  hielt  übricreiu  das  meiste  davon  für  uuwuhr'^ 
ea  half  ihnen  nichts.  Unter  wdcben  Unutttnden  schließlich  die 
Anflfcong  des  KJagenfnrter  Schal-  and  Kirch cnministeriams 
ibr  Ende  fand,  ^mrdo  schon  früher  einer  ansführlichen  EriJr- 
taning  ontersogen.*  Man  weäß,  d&0  damit  für  die  Kegiemng 
die  letxtc  Qefahr  dahinschwand,  aaf  einen  gewalttätigen  Wider- 
stand za  stoßen.  Im  letzten  Slonatc  dos  ereignisvollen  Jahres 
schrieb  der  Klagenftirter  Schulrektor  und  ehemalige  Historio- 
graph  Karls  Tl.  —  er  mußte  nun  freilich  anch  ans  Klagenfurt 
abstehen  —  seinen  Bericht  über  die  Gegenreformation  in  Köm- 
trn,*  der  ein  schiJoes  Ocgenatück  za  dem  des  Seckaacr  Bischofs 
bildet:  besser  al§  in  einem  anderen  Aktenstück  tritt  hier  die 
Persönlichkeit  Martin  Brenners  in  die  ErHcheinung;  auch  die 
ibieklivität  des  Geschieh tsächreibers  verdient  alles  I^ob.  In  den 
hstcn  Wochen  beginnen  die  Versuche  der  Jesuiten,  sich  aus 
dna  den  alten  KlOstem  gehörenden  Kirchengnt  die  besten  Stücke 
aoexoschneidon.  Hatten  die  »Iteu  Orden  ihre  Pflicht,  das  Ein- 
dringen der  Ketzerei  im  Lande  zu  stauen,  nicht  erfüllt,  waren 
die  Jestüten  die  einzigen  den  Ketzern  gewachsenen  Gegner, 
dann  s^en  es  als  billig,  ihnen  auch  die  Be«itzungLMi  unnütz 
gewordener  Orden  zuzuwenden.  Nur  mit  größter  3Iühe  konnte 
der  Bischof  von  Bamberg  es  damals  verhindern,  daß  die  beiden 
Kloster  Amoldstein  und  Griffen  dem  Jesuitenorden  einverleibt 
werden.*  Mit  begreiflicher  Wärme  tritt  der  Landesherr  «elhat 
far  die  Jesuiten  ein:  ,Nachdcuie',  sagt  er,  ,wir  irc  frttcht  sowol 


*  8.«b«a.  *  Nr.  1176,  I1TS. 
'  com  «iiit  fftbUainu  et  mendacU. 

*  Aldi,  t  Oflt.  Owcli.  o.  Top   XIX.  *  Kr.  1198. 

*  8.  nstaea  Au£mIx:  Au  der  ZmH  der  Gägtinrefoniialion.  Die  baabsich- 
t%l«  Einverk-ibung  dtfr  KlGater  Amoldateiu  uud  GiüTeu  in  den  J««nit«n- 
MiKt,  CviDtliiB  XC,  I— SO.  8.  uicK  U.  L  O.  O.  VI.  624. 


Lxvm 


in  verinerun^  catholiacUer  rolifdun  als  ^ueter  uulKÜcher  iuati- 
tuirnnff  der  joffend  bei  uns  auboro  geapUrt.'' 

Dem  proti^stantiaclicn  Wesou  \mrdt;  nun  auch  in  Laibach 
ein  Ende  gemacht.  Dio  Durchfuhntiiff  dt-r  GogiMireformatioii 
l^llt  hier  in  die  letoten  Tage  dos  Jalirea  1600.  Wir  bMitxen 
hierilbor  Berichte,'  die  der  LnibimhiT  Ratsbürgor  und  Handels- 
tuaun  Uaiis  Wodopivclz  am  27.  Dezember,*  4.  und  10.  Januar 
,hcraus',  d.  b.  von  Laibach  gijschrtßbeu.  Damach  wurde  nun 
iiucli  dort  (der  T«^uiel  lebendig'.  Am  21.  Dezember  erschien  sei- 
tens de»  Btlrgorraeistcrsi,  Kichtera  und  Rates  die  Ansage*  an  die 
ganze  Gemeinde  und  Bürge rschaft,  dcsgleiehun  an  sümtlielic  Be- 
dienstete der  Landuc'haft,  Landüchrcibcr  und  Prokuratoron,  (laß 
ein  joder  am  tolgeuden  Morgen  im  PaJaste  des  Bisfliofs  Tor 
den  KonniLiütiilren  ei'selieincn  müsse.  Nachdem  das  gauKo  Volk 
versammelt  war,  erÜLuterte  der  Biscbuf  zuiiilchst  die  den  Kefur- 
matiunN^omuiiHHilren  gegcboncn  'N'oltmachton  und  daß  deren 
Weisungi'H  Folg«!  gck'istet  werden  müSBe.  Dann  folgt  eine 
Predigt  mit  zalilreiehon  der  Bibel  entnommenen  Exempehi  und 
die  Anilculung,  wie  vJlteilieh  der  Ijandesfllrst  ob  mit  seinen 
Unt<'rtanen  moltio.  Nun  mögen  sie  ihnä  aber  aueh  gebtihrliehen 
OehorHam  ioisteit.  Schließlieb  verlceou  die  KommissAre  ein 
Dekret;  ilariii  werden  alle  bei  Strafe  von  lO  Diikalen  in  Oold 
verpflichtet,  an  den  bevortjteh enden  Festtagen  samt  Weib  nnd 
Kind  dein  Gottesdienste  beizuwohnen.  Der  Strafe  zu  entgehen^ 
wird  von  allen  der  Gehorsam  geleistet.  Nur  der  Scbr«nber 
selbst  erschien  nicht,  da  er  erkrankte.* 

Das  zweilemal  erschienen  die  Bürger  am  2Ö.  Desember. 
Wieder  httlt  der  Bischof  eine  lange  Rede,  die  mit  der  Auffor- 
derung schließt,  zum  kjithelisehen  Glauben  (iberzutreten.  Wer 
dies  zu  tun  beahsieblig4;,  inCige  sieb  zu  ihm  auf  die  rechte  Seite 
begehen.  Dach  nur  ein  einziger  geliorehte  und  luich  dieser 
war  kein  Kinheimi scher,  sundern  erst  kili'/lieh  aus  Tdiia  zuge- 
wandert Den  Ungehorsamen  wurde  eine  Bedenkzeit  von  sechs 
Wochen  und  drei  Tagen  gegeben;  wer  bis   daliin   nicht  katho- 

>  Nr.  läOO.  '  Fancliuniren  xu  d.  (IdacUchte  XX,  MS— 050. 

*  Du  Dntuiu  v»iti  27.  Oktober  {ebenda  6.  M8)  iat  wohl  ein  I>rui:kfijbler, 
wio  JA  ftin  Scliluüsti  (los  Briuftw  tlas  riclitiffu  Btulit.  Im  Druck  stobt  Wo- 
dopiati  mit  biaem  FragäMiciidn.  Ich  habo  da«  Wvrl  hi  da»  riclitige 
Wodopivets  (nngäDÜir:  WaatertririkerJ  verboMert. 

*  8)d  orful^  ,Tua  Haiu  so  Ilatu*.  ■  Forsch.  XX,  M9. 


I-XV 


ronymoa  Uegiaor  in  Kla^cnfurt  gelassen  werde.  Kr  hat  denu  nach 
don  Prozeß,  den  er  mit  anaehen  konnte,  beschrieben.  Wir  können 
davon  absehen,  die  Eiii/.elnhüitcn  vorKiiitlliron,  da  das  iintf^n  mit- 
geteilte QuelleiiiiiHicnal  svhon  lochrfach  ttusf^ebeutet  wurde.  Nur 
die  Hsaptmoinencc  sind  rctstznhnltttn:  Am  1 1.  November  uui  2  Uhr 
nachmittag  erschHnt  der  Courier  der  Kommissäre,  der  die  Ein- 
sohibeiten  des  Eiuaiupj  ordiitt.  ihm  (olfft  zwisehen  4  and  .*)  Uhr 
der  Biscbuf  mit  einem  FUbndl  Knechte,  Veräaiimilung  am  Markt- 
platz und  Beäetzuug^  der  Tore.  Am  12.  NovrnilMir  — e«  ist  ein 
Sonntag  —  be^imt  das  Bekehrung geschitft.  Der  Itischof  mit 
den  Sinnen  erscheint  zeitlich  mor^^'cns  in  der  Kirche  mid  be- 
fiehlt, daß  «ich  die  Bürger  waffeuios  einfinden  und  dem  l^andes- 
ftirslen  den  Uchorgamseid  leisten.  Wer  katliohscb  werden  will, 
mfiBüie  Iwichteu,  die  andtren  bia  zum  Ta^re  des  Abzuf^es  jeden 
Verkehr  mit  don  PrUdikantcn  meiden.  Noch  jetzt  fragt  der 
Mnt^i^trat  die  Veronlnctenj  wie  sie  sieb  ku  verhalten  haben;  es 
wird  ihnen  bedeutet,  der  Gehorsauiscid  stehe  mit  dem  Eid, 
durch  don  sie  der  Xjand«chat't  verpflichtet,  in  keinem  Wider- 
sprach, was  aber  den  ReÜgiunscid  bctreti'c,  das  mUsse  jeder  mit 
seineui  Gewissen  ins  Keine  bringe».  Auf  das  bin  erscheint  der 
Hagidtrat  vor  dem  Bischof,  der  verwundert  tragt,   wo  die  Ge- 

^meinde  geblieben  sei.  AU  man  ihm  sagt,  sie  hege  Furcht  vor 
den  Bewaffneten,  wird  ihnen  erwidert,  »ie  mögen  nicht«  nirc}iten, 
b  sei  doch  nur  um  eine  VieiieUtunde  zu  tun,  keinem  wUrdc 
^n  Haar  gekrümmt  Der  Magistrat  berief  die  BUrgur  aufs 
Rathans,  sie  erschienen  bewafl'net  und  erklärten  dem  Kat,  sie 
»itm  nicht  gewillt,  den  Eidscbwur  zu  leisten,  eher  wollen  sie 
Leib  und  Leben  hissen.  Der  Rat  teilte  dies  dorn  Biscliof  mit,, 
aber  auf  dessen  Verlangen,  den  Eid  zu  leisten,  woUleu  auch 
die  Ilalsherren  nicht  eingeben:  ,Sie  köniib.>n  Hieb  von  der  (ie- 
Duiude  nicht  trennen'.  Mit  ,merkiicheju'  Unwillen  verftiglo 
I  nun  der  Bisehof,  daß  alle,  die  sicli  nach    dem    ilirien    gesetzten 

T«nuin  von  S  Wochen  und  3  Tagen  weigern  wlinlen,  zui-  ka- 
I  Uuilischcn  Beichte  zu  gehen,  das  Land  rHiitueii  müßten.  Als  er 

dami  vom   Rate  die  Äc}düascl   zum   Pfarrbüf  und    der  neuen 
L      Kirche  begehrte,  wurde  er  an  die  Verordneten  gewiesen.    Vier 
B     Stondon  lang  hatte  er  Verbuudluiigeti  gepflogen,   ohne  etwas 
»oarichten  su  kennen. 

Nachmittags    imi    2    Uhr     wurden     sie    abermals    aufge- 
aumineu.     Die  Verordneten  erklUncu,  die  Schlüssel   nicht  aus- 
r*aM».  u-  Abi.  lu  LI.  « 


Lxvr 


folgen  zu  können.  Die  ganze  Gemeinde  habe  zu  dem  Bau 
jiUre  Armntiiei'  hiuf^egeben  nnd  desg'Ieichen  so  riel  Adelige. 
Miin  mllflse  die  Sache  ror  den  Landtag  bringen.  Nach  langem 
Vcrlianduhi  wurden  die  HchlÖBm^l  docb  vom  Uato  —  aber  ohne 
VorwiBsen  der  Gomoindc  —  den  Verordneten  anagefolgt 
nnd  von  diesen  dem  Ili**eliof  iUierir'^beii ,  der  gic  ihnen  aber  bis 
zur  I{<^Bolution  dna  Erzhcrzopa  wieder  zurückgab. 

Am  14.  November  wurde  der  alte  I'farrhol'  dem  Erzpriester 
von  Friesacli  als  jetzigem  Stadtpfarrer  von  Klagenfurt  eingeant- 
wortet. Der  Bischof  machte  sich  um  10  Uhr  vormittags  anf 
den  Weg  nach  Obflmdorf.  Nach  seinem  Weggang  wnrflen  alle 
die  seit  zwei  TagRn  zusammengetragenen  Bücher  —  sie  füllten 
einen  kanitm' rischon  Sandkorb  —  vor  des  Kentners  Haus  auf 
ofTenem  Marktplatz  verbrannt. 

Am  15.  November  zog  das  Militär  ab.  Den  Landschafta- 
beamt(>n  wiirdf^n  Hiütenx  (i<M-  Koniniissltre  noch  Dekrete  zuge- 
stellt: sie  nillßtf^-n  sich  binnen  sechs  i^Ionaten  entweder  zur  ka- 
tholischen Lehre  bekennen,  odor  nach  Abtrag  des  zehnton  Pfen- 
nigs das  Land  rftnmen. 

Die  ätadt  Kljigenfurt  nnterlicü  nicht,  gegen  dieses  Vor- 
gehen der  Keligionsreformationekommiasion  bei  ihrer  vorgesetz* 
ten  Behörde,  das  war  in  ditaem  Falle  die  Liiiidschaft,  eine  ein- 
gehend« Bcsdiwerde  zu  erheben  und  /.u  bitton,  die  Hache  dahin 
zu  richten,  daß  alle  bei  ihrer  Habe  gelassen  werden.  Sie  weisen 
dariuif  hin,  daO  Spitid,  Kirche  nnd  Friedhof  ihr  Kigcntnm  sei 
und  daÜ  inini  ihuon  nouh  kürzlich  ilaa  Versprechen  gegeben 
habe,  ihnen  gegen  llhertassung  der  Kgidikirche  die  Spitalskirche 
SU  bi'IiiHrien.'  Am  metitl«n  wandten  sie  sich  gegen  den  ihnen 
fronideu  Kidscliwur.'  Sie  erinnern,  indem  sie  eine  Abschrift  des 
StiflHbricfoM  der  Stadt  Khigcnfurt  vorieigwu,"  daß  sio  der  Land- 
schaft gehören.  Wenn  sie  nun  abziehen,  was  soll  ihr  eine  leere 
StadtV  Man  mußte  sie  mit  Leuten  besetzen,  die  rieht  dentscher 
Herkunft  seien,  llber  alle  di«  Vorgänge  in  Karaten  und  vor- 
nehmlich die  in  Klagenfurl  hat  Bischof  Martin  von  Scckau 
selbst  am  21.  November  an  Marx  Fngger  einen  zwar  knappen, 
aber  durchaus  sachlichen  Bericht  erstattet,  der,  wie  er  in  die 
FuggerisehoD  Zcitnngen  kam,  wiederholt  abgedruckt  wurde' 
und  schon  deswegen  von  htichstem  Interesse  ist,  weil  darin  die 


I 


•  Hr.  IIBI 


Mr.  1161,  1108.         ■  Nr.  1163.        *  S.  uaten  Kr.  117&. 


r.xxix 


I 


h 


aetine  Steu«rn  zu  erlegen,  ,denn  die  armen,  liedrilngton  und  ver- 
folg:ten  erangeliBchen  Untertanen  geben   lanter  vor,  da  sie  eo 
w«(Qig  Schutz  von  ihren  (.JrniKiherren  Imben,  wurden  sie  keine 
Abgaben  Kahlen,   schon   sagen   sie   ihre  fJllter  heim   imd   «im! 
bedacht,  je   nach  Uelegenlieit  sich   durch   die  Fhicht  aus  dem 
Lande  zu  reiten'.'     Nicht    viel   beȊer  lautet  der  Itericht.   den 
Elmreich   von   Khainach   am   25.  August   den   Verordneten  er- 
stattet:  den   Untertanen,   die  nicht    katholisch    werden    wollen, 
wird  ,niit  gefHnglicher  WegfUhrang  nnd  Verwüstung  ihrer  lie- 
genden  nnd    fahrenden    Güter*  gedroht,  ao  daC  sie   verursaeht 
vnrden,  anf  nnd  davon  zu  gehen  und  i!n-e  (illter  «ide  lit^gen  xn 
Uasen.     Waa   das   fUr  eine  Wirkung   anf  die    Steuei-eingjinge 
haben  mll8»e,  »ei  klar,  und  wie  werden  sie  ihre  verOdetea  OiUer 
bei  dem  Mangel    an    biluerlichen    Käufern    wieder   iinhringenV* 
Es  kam  noch  viel  Jlrger:  Am  28.  Augnst  melden  die  steirischen 
Veronioeten  nach  Kärnten:  die  besrliwertiehen  Proxesse  nehmen 
Üiren  Fortgang.  Wer  von  den  Ausgeaehulfiten  sein  Gut  nicht  in 
beattnuTiter  Frist  verkauft,  dem  wird  e»  oingexogen;  verpachtet 
darf  es  nicht    werden;    wer    ohne    den  10.  Pfennig    gezahlt    zn 
haben  abzieht,    wird  fllr  ehrlos  erklärt."     Und   vielen    wird  es 
geh^n  wie    dem   Bauer  Mert  Hueber,   der   den  Attftnig   erliUlt, 
aich  binnen  drei  Tagen  beim  Pfarrer  in  Grübming  einzustellen, 
also  kathoiiseb  zu  werden,  oder  den  IJurgfriedeii  zu  Olilarii  zu 
rttumen,    der   aber   kciiu-ii    Kilufn-    fiiuh-L*     Bei    der    Gm  linder 
Hcformation   werden  littrger  und  Banera,  unter  den  letzteren 
ansehldieho    Leule^    zum    Kidschwur    aiigchalleTi    niidj    weil    die 
Bauern  ihn  nicht  leisten  wollen,  ,worden  sie  mit  Schlügen  übel 
traktiert,  vom  Profusen  in  Eisen  und  Banden   geschlagen'  und 
schließlich  zum  Eid  gezwungen.*     Über  diese  und  Jlhnliche  Vor- 
komumissc    richten   die  Staude   Kfimtens  ein  gehorsames   An- 
bringen an   den  Lau desfll raten   mit   der   Klage^   dnß   man   mit 
dem  KriegBvolke  die  verarmten  Landleute,  Bürger  und  Bauern 
gleichaam   feindselig    überKiehe"    tuid    Bürger    und    Baueni,   ja 
selbst  die  Pfleger  der  Herrenh^ute,   ihre   Diener  und   Arbeiter 
mit  AoflcgUDg  eines  kurzen  Termines   und   nach  Zahlung   dos 
zelmten  Pfeunigw    aus    dem  Lande   geschafft   werden.     Die  be- 
drftngteu  Verordueteu  erhielteu  m  der  Antwort  uouh  eineu  »Sat», 


'  Nr.  1042.  •  Nr.  108S.  *  Nt.  1096, 

»Nr.  ins,  1116.  «Kr.  1135. 


'  Nr.  1088  Note. 


LXXX 


dAn  sie,  wenn  er  aacli  so  nicht  vermeint  war,  nur  als  bittere 
Ironie  auSaäsen  konnten,  daß  man  dem  Laiidpsftlrstoii  in  Steior 
iinil  KilnitiMi  filr  diese  KelbrmatioTi  Dank  wisse,'  Dagep;en 
}mtton  die  au  den  KaiHt^r  abgeefcldcktcn  sUindisctien  Gesandten 
,davf)n  »u  reilen,  daO,  wenn  sich  der  abgeschaffte  Hauersiuaun 
verlauft,  vlfk*  Güter  abgeüdet  werden,  der  Feldl>au  eingeht  usw. 
Wie  lioeh  die  Ucldstraffn  sind,  die  den  ungehorsnnmn  Hauer 
treffen,  dartlber  finden  sich  in  den  Kalenden»  des  Bischofs  Krön 
einzelne  Belege;*  «ie  bieten  ein  gutes  Öeitenstllck  ru  den  bar- 
barischen Strafen,  die  von  diesem  Kirch enfl traten  auf  Angehii- 
rige  hblierer  Stünde  gel«gt  wurden.^  Von  den  liauern  ■wurde, 
wie  man  einem  »m  Ib.  Angust  11)02  »hgebaJtenen  Kxameii  ent- 
nimmt,*  verlangt,  daß  sie  Sonn-  und  Feit-rtag  den  katholischen 
Gottesdienst  hesnchon,  wllrdon  sie  etwa  thin'h  Krankheit  ilaran 
verhindert,  so  sollen  sie  wenigstens  ihr  Gesinde  schicken.  Die 
Pfarrer  haben  von  nnn  an  genaue  Verzeichnisse  Über  die  Bauern 
zu  filhren  und  anzumerken,  aus  welcher  Ortschaft  sie  stammen, 
ob  sie  katholisch  sind  uder  nicht.  In  der  (tmllnder  Gegend 
ist  die  Zahl  der  proteslanti neben  J5auern  lt)02  eine  sehr 
{^üßc.  Von  vinlen  wird  bemerkt,  daß  sie  infolge  der  G^jen- 
roformation  ihren  Besit?.  verkaufen  oder  ihre  (Itlter  in  Bestand 
aoslaasen  und  ihren  Abzug  nehmen.  Leider  liegen  genaue  An- 
gaben über  die  Zahl  der  Abziehenden,  ihren  Besitzstand  usw. 
nicht  vor,  so  daß  man  Über  viele  wirtschaftliche  Fragen,  die 
hier  aui'geworfen  werden  möchten,  kaum  eine  Antwort  zu  geben 
Termag.  Gewiß  waren  auch  jene  Bauern,  die  noch  vor  der 
Anforderung  der  Keligiunsreformatiou  ihren  ßeiiitz  verkauften, 
in  einer  besseren  Lage  als  jene,  denen  die  Kommission  einen 
Termin  setzte.  Daß  es  auch  an  Agonte  provocateurs  nicht  fehlte, 
tun  ilic  protestantischen  Uanemschaften  zur  Anzeige  zu  bringen, 
wird  man  einem  Memorialc  dos  ober äteirisc hon  Adeligen  Fetcr 
CliHsttijih  Praunfalkb  entnehmen.^  Ks  sollten  hiodureh  die  ,be- 
stilndigen'  Unlcnaneu  ins  Vurderbou  getührt  werden.  Daß  da- 
gegen der  protestantische  Adel  dem  abziehcndeu  Bauersmann 
alle  Erleiehteruug  vcrschaffle,  wie  ihm  unter  Ümstiliidea  auch 
die  Fürsprache  der  Landes  verordneten  nicht  felilte,  ist  begreif- 
lich genug."     Wie  wenig  FrUchte  die  Gegeiu'efonnation  in  den 


'  Nr.  tUö. 
*  Nr.  1M7. 


•  8.  Nr.  1370. 

*  ^r.  UM. 


I  Nr.  l%66. 
•  Mr.  1664. 


txxm 


U. 


15»! 


£»• 


fie  )Cad  «Dd   W««e 


■IBb  IBM  tt  SWiMif 

Eia&k.'  ^G<«7  lUjT,  .dafi  w^c  der  «34»,  pnWa  nd 
— '--  Am  mlFliir  Lm>  £e  Kahwmmi  Ji  fei  ■ftiMiifclM&. 
Alp  Mcfa  cft«ieht  ku;  dens  et  ibI  aMoräd^  daB  im  rrmTrl 
Mter  de«  ßcanea  V'A  aofet»  gnU,  rmalie,  «ide,  li.Uiihihi 
■■d  bubaräcKe  Leate  tiaA,  wit  äe aBaoafltaa  ackwcrn  fiadca, 
üiliw  mmd  se  a  Ikrer  keaariachca  Befigioa  m 
iitolMly    ^JI  äe   «kr    Leä»-    and 

ak  TM  ihr  B«£ra'.    Die  Ba^Mn^  k«te  die  Vcr^ 
daß  Hi^iiw  «raifr  üatertaaia  a  ikra  UTiiliiKiail 
gegea  fie  er  äc&  kfCfiig  v«rtBi£gL 
ÜB  der  Tat  macht  er  *af  di«  Gcfiikrea  ymnes  iimiiCehMi  Kfieg«^ 

Daher  kUgt  er  Aar  £•  Halar  nd 
n  Abi  TOB  Admont,  der  ,dm  pTrlTflt»ltiffiilifiMi  Pfaien 
m  voU  fiodaa  volle,  aach  w«m  ihn  £*  B«»«im  nicht 
I*.'  HnlBniini  wvni  rar  dem  Aashrvd»  cims  Avf- 
nada«.  Zvar  hatte  «mtens  der  Nantios  MilMpint  einefk 
■nlAea  ewteacht  md  gcaMtot:  ilAinit  voOfeen  wir  bald  ansor« 
SfhahteB  becBhles,*  aber  mit  R«rht  nacht  BoffiBaoB  auf  di« 
firfahr  «aftieikaam,  daß  ^c^  da  lM«ht  knhiiiiadw  Sekten 
eöwcfakielMa  kBurte«,  die  ihrer  £i|:Fascbaik  nach  da«  Fener 
aafbhwen,  auch  mm  Schverto  raten  tmd  helfen  wbden*.*  Die 
bepmotliaA-niederiindiaehen  Bei^pioto  «an«  in  der  Tat  nicht 
ianmüi  oagelaii,  vn  aut  dem  Feaur  la  spielen.  Dimun  ver- 
aaadwi  die  Führer  der  Qegcorefornution  ee^  die  famdüchna 
Ksifte  an  taleo  md  dea  Adel  in  der  Übenamgaag  an  betttr- 
kiB,  ^  ganaa  Sache  sei  anf  ihn  nicht  abgeathaa,  Große  Er- 
Uge  hat  die  6^enre£>naalioo  in  binerticfaen  Kroaen  Eoenl 
aaf  den  ^wiadieben  HerrachaAMi.  In  LeibaicaT  das  dem  Sah- 
bv^er  EralHitam  irehSrt,  vtrd  schön  1586  stark  refonniart.^ 
In  Lack,  ila»  ra  F^naingr  in  Vrld««,  tLu  so  Brix«i  gcfattite, 
viid  in  donaetben  Jahre  gegen   dir   proteaUtttiaobKi  Baaern* 


*  Aklw  amA  tmrmfmdamMaa  tax  Uevkidtl«  «lor  G*g»nri<i>nMtiQa  nowr 
VmÜmami  IL,  STr.  190» 

Aktm  wti  S«a«ipoad«aNB  nr  Owdüdit«  dar  0«f«DnfatwatiMi  nntar 
Eiri  IL.  Tit.  4Sß. 

*  &  fitft.  •  Kboiaa  8.  n&  ■  &  «M. 


utxvui 


acbaftein  vorfre^ngen,*  and  da  die  Versacbe,  dtcM  Leute  eu 
bekehren,  erfolglos  sind,  zvrin^  man  sie,  ihre  Hüben  and  An- 
sitze abzatrcten.  Diesee  Verfahren  daaert  nun  bis  zom  Tode 
Karls  n.  fort :  auch  auf  den  Freisinger  BesiUBungeii  in  Ober- 
wOlz  und  in  St.  Peter  unter  dem  Knmmersberg  wird  in  dem 
neuen  Sinne  reformiert.  In  St.  Peter  .will  der  Pfleger  uns 
keiiieu  Schuldbrief  ausfertigcu,  keinen  ins  Urbar  schreiben, 
wenn  einer  ein  HcJmwesen  kauA,  niemanden  als  Untertanen 
au&ehmen,  er  gcluhc  denn,  seinem  Glaubens  zu  seilI^  Wer 
das  Sakrament  nicht  nach  katholischem  Kitus  nimmt,  ,iniiß  aus 
der  Ilofmark  ziehen^'  In  den  Jahren  der  Regentschaft  trat 
hierin  etwas  Ruhe  ein,  je  näher  aber  der  Uegiemngsantritt 
Ferdinands  II.  in  die  Erscheinung  tritt,  umso  eifriger  werden 
die  ßeratunge,n  gepflogen,  wie  auch  bei  den  Bauernschaften  in 
kirchlichen  Dingen  Wandel  geschafl'en  worden  mCchte.*  In  aus- 
giebiger Weise  geschah  dies  erst  nach  der  allgemoinen  Aus- 
weisung der  Prä<likant<'n,  die  am  12.  November  ir>9ä  verfolgt 
wurde.'  Zuerst  kamen  die  Bauern  im  Knustal  daran:  ^  die 
Urbarsholden,  Berg-  uud  Pfaunarbeiler,  sowie  die  Holzkucehtc 
mußten  Wehr  uud  Waffen  ablegen  und  die  Kaufbriefe  über 
ihre  Hüuser  und  Güter  dem  von  der  Reformation  bestellten 
Verweser  in  Verwahrung  geben.  Die  an  die  Landschaft  ein- 
laufenden Berichte  sind  voll  von  Angaben  tlber  die  von  den 
Soldknechten  wider  die  Banem  verübten  Freveltaten.  Das  nm- 
fangj*eiche  Bittgesuch  der  Stände  aller  drei  iJinder  vom  34.  Fe- 
bruar 1600*  klagt,  daß  die  Bürger  und  Untertanen  der  Herren, 
Ja  ganze  Bürger-,  Oewerks-  und  Bauernschaften  mit  aufgc- 
drtingencn  Kiden  von  ihrer  Konfession  zu  weichen  gedningen 
und  gezwungen  werden'.  In  einer  Eingabe,  die  der  steirische 
Landntann  Hans  Adam  Scliratt  den  Verordneten  erstattet, 
weist  er  bereits  darauf  Idii,  daß  er  außerstande  sein   werde, 

'  Zahlreiche  Briefe  bierflber  finden  idch  iu  touiDflin  Buch«  ^tetenaark 
und  Salzburg  liu  loUlea  Viertel  dea  10.  .tahrhuuilurU'.  l'orscbaugBii  aur 
Värwaltuu^^eochicht«  du-  St^ermark  V,  V,  ir>ij  ff. 

*  H.  itiAUl«  G«achteUt«  <Ior  B«fon»aUoa  und  Ge^tirefonnation  in.  den  ionAr- 
üMarrfttchUchon  Lindem,  S.  bS^. 

*  Akten  und  Kcirr&^piiiideneeu  zur  Qfudiictile  dor  (Jef^DrelbrraattoB  antar 
KordiuADd  U.,  1.  Kd.,  Nr.  SU. 

*  Ebenda,  8.  133,  1H6.  *  Vt.  84S. 

*  Nr.  $49.  B.  auch  873,  906.  1043  und  Archiv  f.  «aterr.  G«MUclit«  88,  Ml. 

*  Mr.  946. 


LXXV 


I 


^  ktafigv  and,  t«,  wie  ui  Jlvra^  dv 
Am  oodi  ^;^^^cWh(■l  kann,  dn  Schals  eines 
Herb  ^antß^^  weil  ihm  die  Stadt  ngibBrt  oad  v 
lartMi»  «st  1>skfa'  wird  wmh  maaal 
OB»  aOgaoMiBe  RcIscnatMiwordnaii^  Ar  alle  StSdto  od  Mftrkve 
■  Slaiermuk  aai^ordnet,  in  dar  dsr  pattescW  Ckarakter,  daa 
«•  frlriHT  aflM9  dem  kircUklMn  gatiaggi,  in  den  Hntergnad 
tritt  and  der  ktttere  fast  anasrMi^flhA  betrat  wird.*  Aber 
dna  raehtaB  Erialp  kflOMB  aBc  dieae  Mafiregefai  docfa  enl 
dann  haben,,  wenn  and  dem  protestaDtisebai  Hfrreartiod  der 
Aafenlhah  in  der  Heimat  abgestrickt  wiid.  Die  entocbtndendile 
Maßngf^  f&r  die  Aostil^ang  der  ProtaBtanten  in  StAdtrs  und 
Mhkasn  nad  aaf  dem  Lande  ist  daber  die^  welche  die  A«»- 
«■nmfc  Aeses  fiemmlnades  wftfrt'  Mit  der  größten  Fner* 
friifc^Tf  wird  die  Pabtikatioo  dieses  Uandates,  ilss  koinea  Ebk- 
wohner  des  ganxen  Landes  anbotannt  sein  aofl,  orfalgen.  In 
LnlMch  wird  es  am  27.  flf«t>t— ilw  an£  alko  Kanaefai  der  Stadt, 
an  3$.  den  im  Landhaa»  anwcaonden  Hrrren  and  Landbimteo, 
ttadann  anch  auf  dem  alten  Markt  and  Pbta  ontcr  Panken- 
aad  TrompeteoschaU  rerkttadigt,  ,damit  niemand  neb  mit  Un- 
kenntnis entschttldiiren  kOnne'.*  Erst  jetzt  mindert  neb  die 
Zahl  der  in  SUUllr  and  Markte  abgxfaenden  EriAsse  vua  Jahr 
m  Jahr,  and  die  Zahl  der  daselbst  Torhandencn  Prulostanten 
annt  ovn  rascher  ab.  Am  Ubagatca  daaerte  der  Proseß  in 
JQagenfart,  wo  sich,  wie  man  dem  l>ckrel  vom  3^.  Au^stt  Hi32 
mOammti  noch  damal»  eine  ^icmlicbo  Anaahl  vua  Manns-  and 
WaäbsperaDBcOr  die  nicht  kaiholiach  sind*,  befinden.^  Abjjrc- 
ist  der  Prozeß  beim  Tode  FcnUnond»  U.  aber  uocb 
nicht  ToDsttodi^. 


DI^  (reecnrcformtition    and   der  InnerCstfrrelehlsehr 
Baacrn«>taud. 

FrttbcT  noch  als  der  Bürger-  hatte  dor  Baaemstaad  in 
ilea  drei  innerü^terreichischci)  Lttudem  die  Gefahren  uiul  Leiden 
der  Ge^nrcformstioii  xa  rcrkosten;  denn,  waren  auch  im  k>titoD 
Jahrxehnt  der   Kegiemog   Knrls  II.  ciuzehi«  B(\j^r  aas  Qras 


'  &  St  «596.        '  Nr.  2416.        '  Nr.  MW.        '  Kr.  S480.         •  Kr.  26M 


LXXTT 


»aegowiesen  wordeii;  iJiro  Anznlil  war  nicht  erheblich  und  noch 
6choiite  man  sieh,  ein  kirchlich  oh  Motiv  als  den  Gnuid  der  Aus- 
weiBung  anzufreben.  In  «Ißn  oHfiKieUcm  Scliriftattichon  wirtl  daher 
Htetfl  die  VerletKung  des  dem  LandesfUrsten  gehllhrenden  Ge- 
horsams als  Ursache  vormerkL  Nun  wußten  ja  die  Betroficnon 
nm  besten^  was  das  besagte;  es  waren  in  dou  meisten  Fällen 
nicht  nor  die  reichsten,  sondern  auch  die  upfenvUIigatcn  und 
patriotischesten  Elemente,  die  von  dor  Auswoisunf»  betroffen 
wurden  sind.  Traf  sonach  die  Verfolgun;;  in  den  Tajjcn  Karls  II. 
den  Bjinemstand  viel  Bchworer  als  die  Bilrgor,  so  war  daa  zu- 
nüchst  anf  den  Gründen  geistlicher  Fürsten  der  Fall.  Da  hatten 
ja  Frcising  und  Salzburg,  Bamberg  und  Brixen  reichen  Besitz 
und  hier  rückte  die  Gegenreformation  zuerst  den  Baucmschailten 
an  deu  Leib.  Weniger  vermochte  sie  dort,  wo  der  Hcrrcn- 
und  Uitter-itand  seine  schlitzende  Hand  Ober  seine  Untertanen 
hiolr,  and  das  geschah  unter  wechselnden  Umstünden  solange, 
ab  der  Herren-  und  RÜterstand  selbst  im  I*ande  geduldet  wurtle. 
In  den  Tagen  Karls  IL  ist  es  auorst  die  Bauernschaft  im  oberen 
KnnstaJj  die  von  der  Verfolgung  heimgeaucht  wird.  Iin  Frtth- 
ling  15B7  worden  die  ersten  Keligionsrfforiuationskoniinissiouen 
gegen  sie  entsendet.*  Die  Bergwerksarbeltcr  und  <lic  Banem- 
schfift  von  Oblam  bitten  die  Verordneten^  sie  gegen  die  Ver- 
folgung in  Schutz  zu  nehmen  und  bei  ihrer  Konfession,  von 
der  sie  nicht  lassen  kiinnten.  zu  erhalten.  Am  24.  Juni  lä87 
drohen  die  Geworkenj  die  Arbeiten  einzustellen,  fall»  die  Ver- 
folgung nicht  aufhöre,  nnd  bieten,  da  dies  in  der  Tat  nicht  der 
Fall  war,  den  Verordneten  ihren  Beeitz  zum  Kaufe  an.  Schon 
jetzt  klagt  man  über  die  wirtschaftlichen  Schaden  der  Verfol- 
gung. Welche  iSchwierigkeiten  der  Regierung  orwaehsen  wUren, 
wenn  sich  etwa  der  Ilerrenstand  an  der  Spitzi'  der  Bauern- 
Schäften  ku  einem  bewaffneten  Widerstand  erhoben  hätte,  das 
entnimmt  man  der  Niederlage,  die  die  Keformationakommission 
erlitt,  als  sie  gegen  die  pro testnn tischen  Untertanen  Haus  Fried- 
rich Hoffmanns,  des  Führers  des  protestantischen  Horrenstandeai 
im  Wiuterfeldzng  des  Landtages  von  ITiSO/ ['auszog.  Diese  Nieder- 
lage hal>eo  die  Jesuiten  am  Grazer  Hofe  nimraer  verschmerzen 
können:  ihre  Nachwehen  merkt  man  noch  aus  den  Vorschlügen, 


I 


*  8.  meine  Akten   und  Korreepondenaen  zor  GMcliicht«  dor  Gd^arefor- 
raaüon  unter  Karl  U.,  Kr.  4!I0,  S.  lill   S. 


Lxxiir 


Den.*  Voa  pwßcm  latoresso  sincl  die  Laibsoher  Refomiationsproto- 
kolle  von  1616,  da  sie  ciiioii   gi>iiaiirn   Kiiil)lick  iti  <lic  Mt^thudo 
Hnr  Bekehrunp  gestnttcn;  noeli  wichUpnr  ist  das  Gutftchten  des 
kUmtuprischen    Land<wli»u|>tin»niie8   Clmstopli    D/nid    von    Ur- 
fdienbeck.    aus  dum  Frülijnhr  1616^  ai^s  dt^m  man  ersieht,  daß 
die  Goeenrcformation   in  Klafrenfiirt    und    im    ülirigeii   Kälruttn 
noch  keine-  WuRtel  im  BUrgfistand  gnlaGl  hat.     Am  4.  Januar 
1617  sendet  der  Erzbiscliof  Marx  Sittich  von  Salzburg  ein  drin- 
gendi<«  Schmibpn    au  Ferdinand  }].,    da«   den    laiipiampn  Fort- 
schritt der  (-regenroforniation  in  Kilrnton  einigonnanen  aufliellt: 
'  die  Geistlichkeit  übe  diiselbst  schwöre  Exsiessp;  das  LaHt«r  des 
Konkubinats  hfirrscbo  vor,  dio  Visitatomi  tuen  ihro  Pflielit  nicht 
nud  finden  scbließlich  auch  nicht   die  Unterstützung  der  welt- 
Tichen  Obri(rk«ut.''    Am  scIJtmnisti-n  steht  es  mit  den  an  (istflr- 
an^enzendcn  Orten;  aber  auch  da  wird  die  Schidd  yelo- 
itlicit  dem  katlioliseben  Pfarrer  belyemeswin,  der  seine  Leutö 
iberiäÜü.    Nieht  viel  besser  lieji^n  die  Hinge  in  den  an  Ungarn 
!  an|:renzendcD  Orten.    In  einigen  muß  ftJnnlich  mit  der  Gegon- 
ireftmnation  von  neuem  begonnen  werden.    So  wird  im  Novem- 
|b(U-  1619  aus  St.  Veit  berichtet,  man  werde  da  nicht  mehr  als 
I  cwOlf  rocbtkathoHsche    Büt^ier    rimlenj    viele    sind    offenkimdig 
Lutheraner,    halten  luthcrinicho  Bibeln    um!  der  Magistrat   sieht 
ihnen    durch    die    Finger.'     Und   am    15.  Jnniiar    Iti21    befiehlt 
Ffirdiaand  II.   den  Rtiligionereibrmatioiiskonimissärcii,  auf  Jena 
VerkÄufer   ku    nebten,    die    nun    wieder    allerband    kelzcrisehe, 
ftrgnHiche  und  hoehverboteue  Bücher  ins  Land  schlepiHm.    Mit 
[großem   Schmerz   muß  der  LaudeshauptinanD  von  Kllmten  bo- 
licblPU,  diiß  ungeachtet    desseUj  daß  auch  ein  kiitholiwhnr  Rnla- 
'fcerr  gewHidt  worden,  die  Mehrheit  bei   der  BürgcnneistcrwahL 
kuf  einen   unkatholisehen  gel'allen  so!.'     Man    mag   daraus   eiit- 
icu,  daß  das  pro testan tische  Wesen  noch    zwei   JahrKehuto 
der  erutnialigen  DurchfiÜinuig  der  Grigenrefonnatiou  in  Khi- 
geofurt  wenig  geändert  war.  Daß  es  auch  um  haibadi  nieht  besser 
It  ist,  eotuiramt  mau  einem  Bofehtu  vom  V.  August  1B23. 
il   weiß  der  Klagenfurier   Stadtpfarrer    Bartholomilns  Cm- 
Oper  am  ^4.  April  1024  zu  melden,  daß  der  üürgerineistnr  ka- 
tltohaob  sei,  ini  liftte  sitzen  aber  noch  arge  Ketzer,   der  Land- 


'  Ht.  194S.  >  Kr.  «170.  '  Nr.  äS-19. 

*  Nt.  S3fi3,  Saaa.  S.  Au.-.h  Nr.  S3d9 


Lxxrr 


scbaftsapotfaeker  sei  vollende  ein  Kalvinor.'  Aach  in  den  nächsten 
Jahren  TOTgeht  kaum  ein  Monat,  in  dem  nicht  Dekrete  ans- 
gej^anpen  wÄrenj  die  an  die  ^Vuwetienbeit  vou  protestantischen 
Btirpem  mahnen  wtlrden.'  Noch  1Ö26  —  also  fast  ein  ganze« 
Mcnschcnalter  nach  der  Auaweisunfr  der  rrJtdikanten  ans  Gras 
nnd  der  Anfhcbunp  des  protestantischen  Kirchcnministerinnis  — 
werden  in  der  Hauptstadt  Inncrösterrcichs  so  manche  Hand- 
werker frefhndon,  die  mit  un^nllipem  Herzen  der  katholischen 
R«li^on  f!:efol^t  sind  und  es  dnJden,  daß  ihr  .unkatholisches 
Gesinde  and  die  Hand  werk  Rge«ellen  in  iliri^n  affRn<'n  Handworks- 
Iftden  allerlei  eoktischo  und  verbotene  Lieder  ihren  katholischen 
Nachham  zum  Trotze  sinf^en,  ja  selbst  in  (Jlanbons-  und  Keü- 
gionssachen  spottißche  Keden  fuhren'.*  Von  proÜom  Interesse 
ist  der  B«fehl  Tom  H.  Mai  1026,  In  welchem  die  Regierung 
mitteilt,  dȧ  man  daa  Werk  der  Kefonnation  bisher  nnvoUendt^t 
gelaasen  habe,  e^  aber  jetzt  tortsctzen  wolle.  Dieses  Dekret 
bildet  somit  schon  die  Kinlcitimg  xn  der  Ausweisting  des  pro- 
testantischen Herren-  und  Ritterstandea;  doch  soll  diese  Fort- 
setztmfT  bauptaächlich  auch  die  katholische  Geistlichkeit  selbst 
umfassen,  weil  sie  es  sein  iniiß,  ilin  den  anderen  roranzulenchten 
hat  Die  llischJife  von  Giirk,  Sccka.u,  Lavant  nnd  Lsibncli. 
die  Erzpriester  von  Glirz  und  Sanntlial,  Friesach,  Obfrkäniten 
und  KeifnitÄ  worden  daher  die  ihiwn  unterstellte  Geistliciikoit 
^  und  daflir  sind  eigene  Instruktionen  bestimmt  —  zu  malmen 
haben,  daß  sie  strenge  ihre  Pflicht  tun,  in  Handi*!  und  Wandel 
unstrjttlich  Icbcu  und  alles  zur  AuTicinfc  bringen,  worin  sie  bei 
den  ihnen  aufgetragenen  Kommissionen  Mjlngcl  finden.*  Noch 
jetzt  gibt  es  unter  den  Bilrgeni  Leute,  die  ,ilon  Stein  des  An- 
stoßes* Air  die  ganze  Bekchrungssache  in  ihrer  Stadt  bilden 
und,  wie  ihr  Pfarrer  sagt,  noch  länger  auf  ilu'o  Erlösung  warten 
wollen,  denn  ihrem  Verhoffen  nach  ,werdc  das  lllattel  sich  um- 
wenden'.'' Noch  gibt  es  Leute,  die  sich  in  ihren  ,ketzeriBclien' 
Blechern  erbauen  und  sich  in  keiner  Weise  in  die  kathoUaehen 
Fastongebote  fugen  wollen:  , Hütten  sio  wissen  künnon,  was  sie 
nunmehr  sehen  mUssen,  niü  und  nimmer  hüttcn  sie  die  katho- 
lisrh«!  Religion  angenommen,  ja  sie  verlluchen  den  Tag  und  dio 
Stunde^   an  dem   sie  dieses  getan'.     Man   wird  begreifen,   daß 


'  Nr.  SSO». 
»  Nr.  2399. 


'  Nr.  ms  and  ff. 


Nr.  2359. 


*  Nr.  2$M. 


obFrfcfinitnemel»«!  BaaemkrcMea  biaber  ^eCnt^ren,  entaimmt 
nuw  d«Mn  Berichte  de«  LftodesIuutptmBaBea  FmheTTn  roo  Urscbon- 
beek  an  Kerdtiuaid  II.  ans  dem  Jaiire  1616,  In  wdcfaen  es 
tio&:  (laß  num  bei  den  B«aem  oat^  Utueul  Seden  kjnia 
aae  HaodroU  luuboKacber  Ckristen  fiadel,  ist  in  W*brheil  so 
beweinen.'  Die  FUnpt^lniM  tngea  di«  Verwalter  der  adeUgea 
Goter,  die  nicfat  nur  div  bereits  AasgwieBeoea  auf  die  eri«- 
d^tvn  G&kr  and  Hoben  setuatf  sondern  in  ihtvn  Landf^ericbteo 
aaeb  noefa  die  PrtdikanteB  gvdnUlet  baben.  Wenn  da  —  man 
bedenk«  1616  —  nidit  etno  ncmctriicbe  Reformalioa  dnrcbi;«- 
fikbrt  varde,  ,«Brde  diese  Infektion  im  Lande  iitemrmbUUer 
gffHBiefvn'.  Aach  f^  die  Bekebmag  der  pfmtrfllMirinfhrn  Baoem- 
•chaAea  war  sonach  die  Torbergdiendo  Answasong  doa  eran« 
gefiadwa  Herrt'n-  oiul  ItiUerstandea  das  entscheidende  HomeoL 
Sdfast  jcot  noch  mt^m  die  Baaera  die  Cnterstfltimng  ihrer 
Herren  vielfach  gefnndcn  haben^  da  deren  BdL^nmg  seftiBt  in 
■dtenen  FaUmi  eine  aas  inneren  übcraengui^en  entBpmnpeae 
war.'  Jetzt  wird  indes  der  Kam^  fS^f*  ^"^  Proteslantismns 
in  den  bfkriKrfidnn  and  blneriichea  KniBen  mit  nener  RraA 
aai{*eDamnMB,  denn  noch  bat  in  den  oberBtetn«clien  und  obcr- 
kflnitncrisehen  Landeatnko  die  neue  Richtung  nicht  dorchgo- 
fTifien.'  ^besondere  sind  es  die  ppolartaatischen  Frauen,  die 
den  Kommisaftren  au  «cbaficn  inachen-  Der  Verti^:nn|:dcanipf 
j?egen  die  protestantiscfaen  Kbehi,  Krbananps-  nnd  Gesang- 
bieber  wird  «lauigeaetat  weitcr^efährt,  mit  Strenirc  werden 
£e  Beicfatxettel  Ton  den  Untertanen  «npefordert*  ond  die 
F^uten^bote  immer  wieder  eingeschärft  Trotz  »Ikdviii  criiihrt 
■aa  a«s  deto  am  3.  Juli  1633  ^  und  so  noch  aas  vielen  spftter 
erisswaien  Patenten,  daß  e$  noch  imuer  viele  Unkalbotiache  in 
Oberstcätn'  j^bo  nnd  aoeh  in  Untenteier  geben  die  Answeiann- 
gm  ihren  alten  We^.  In  Kämtan  fw&Uen  ricle,  die  man 
•dton  ftir  U'krhrt  hielt,  ^ihreiii  slten  Irrtnui'-  Jin  wird  am 
%■  April  l*i33  das  (im  Sigmand  ^layaniiLTS  ron  OlKTkren» 
aa>l  seiner  Frau  äfagdalena  ab^eschltzt  Abgesehen  davon, 
da0  man  ans  dem  urfaalteoen  Akt  noch  sieht,  daß  auch  ver- 
mOieend«  Landlente  das  Ihrige  binpibeD,  tun  ihrem  alten  Olaaben 
tn  leben,  und  die  Angaben   Ober  ihr  Veriialten   für    ihr  Fesl- 


*  Hr.  «119.  SItl  (S.  CM).  S*00.  >  Kr.  tStS  n.  m. 

•  Kr.  SbU  •.  m.  *  Nr.  M*9.  ^  Nr.  :&&!. 
*••!••.  n.  SU.  ai.  Lx. 


I.XXXII 

halten  an  ihreu  Übcrzongtuigen  lehrreich.  Darnnch  liat  sich  die 
Maxandcrin  nioniAls  vor  die  *)bnpkcit  Btcllen  wollen,  sich  wieder- 
bull  auf  die  Flacht  begeben  und  ihrem  Murine,  der  ihr  xu 
bleiben  riet,  /reantwortet:  ,Sie  hnbe  ihm  nur  den  Leib  vcrhoi- 
mtot,  niclit  aber  die  Seelo'.*  IM  diese  HaueniachniW^n  ihre 
kirclilichen  nedUrfnisse  in  der  Heimat  nicht  mehr  befriedigen 
können,  donn  nur  selten  raa^  aicli  noch  ein  PrHdikant  ins  Land 
ffewapn  haben/  suclien  sie  auf  Schleichwegen  ins  Ungnrischo 
zu  ^'ehin^en,  wüliin  sich  aaeh  die  protestantischen  liancm  ans 
( )berÜ8terreich  begeben.'  Und  wie  in  Steiermark  und  Kärnten, 
wird  auch  in  Krain  jahraus  jalirein  ,f1eiCig  Inquisition'  gehalten.* 
Noch  die  letzte  Verfflfrnn':,  die  F'onlinnnd  II.  im  Sinne  der 
Gegenreformation  trifft,  ist  dem  Itaucmstand  gewidmet.  Man 
erkennt,  daß  man  nicht  bloß  mit  drakonischen  Maßregeln,  mit 
Kerkerstrafen  und  Konfiskation  vorgehen  dürfe,  die  Hauptsache 
ist,  daß  ein  tüolitiger  iSüib  ,gebildeter'  und  sittlich  hoclislehendor 
(jeistJicher  die  IJekelirung  dieser  Leute  in  die  Hand  nimmt' 
Jetzt  —  beim  Absclicidcn  Ferdinands  II.  —  ist  alles  nocli  im 
Fluß.  Die  Gegenreformation  war  auch  im  itauemstando  liüch- 
BtcDs  extensiv,  nicht  aber  intensiv  dorchgeitlhrt. 


4.  Ber  zehnte  Pfennii?.    Strelflichlftr  auf  die  wlrtschaft- 
Iloh«ii  Folgen  dt>r  (■figenroformalton. 

Zu  den  Bcliwierigaton  Problemen  der  Forsdmng  auf  dem 
Gebiete  der  Geponroforraatiun  gehurt  m,  deren  Krgebnisse  in 
allen  WirtschaftsanpeK^'enheiton  aufzuzciehnon,  zu  untersuchen, 
welche  Schüdon  der  (.trun<ibe8itz  durch  den  Abzug  so  vieler 
tüchtiger  Eloraente,  das  Handwerk  und  die  Industrie  durch  die 
Ausweisung  von  Lenten  erlitten  hüben,  die  erwiesenermaßen 
nicht  nur  zu  dt-n  gebildetesten,  sondern  auch  äu  den  vermögend- 
sten des  Kandes  gehürttm.  Mehr  als  auf  politischem,  versagt 
auf  wirtsdiaftlichom  Gobielo  der  Quellenstoff.  Vom  Anfange 
an  wurden  entweder  Aufzeichnungen  nur  in  nngenllgender, 
iHekonhafter  Weise  oder  ulit>rluiupt  nicht  gemacht,  oder  wir  sind 
;inf  Andeutungen  ganz  nllgemeiuer  Natur  angewiesen,  aus  denen 


'  Nr.  SM8.     •  Nr.  2670,  26BS,  2fi3R,  2702.     "  Nr.  2C70. 
•  Nr.  2680,  «ß«.*».      "  Nr.  87.10. 


i 


* 


txxxiv 

richten,  was  an  jedem  Ort«  am  Eo)iDt<:n  Prcnni;:  cin^(^gnn?cn, 
wer  ilin  eingenommen  und  wie  er  verwenilot  worden  sei.  Erst 
jetzt  also  iuclit  man  eine  LTtjcrsielit  ku  gewinnen,  um  die  Leute, 
die  mit  seiner  Eioltcbant;  betraut  waren,  zur  Rccbnun^Blage  an- 
halten zu  künncn;  mau  batte  also  in  einer  Zeit,  wo  ncborlich 
aehon  die  H:iuj)t»uuimen  an  den  Abzn^gcldcm  eingegangen 
waren,  keine  Keinitnit»,  daß  ein  derartiger  Fond  existiere  und 
wer  ibn  verwalte.  Im  Jahre  16(M  ist  es  einzelnen  Inndesfitrst- 
Hellen  Behörden  aucli  noch  nieht  klar,  ob  »i«  borecbtigt  sind, 
auch  von  den  ilitgliedem  des  Herren-  und  Ritters tjindea  i'ilr 
den  Fall  itireu  Abzugeti  den  zehnten  Ffemiig  eimculiebcu.  Sio 
machon  den  Vorsuch  und  erregen  hiedurch  den  "Widerspruch 
dos  hicTon  bclrolVcncn  Standes.  In  jedem  Fall  hat  es  der 
LandoefbrBt  als  sein  Recht  angesehen,  den  zehnten  Pfennig 
auch  vom  Herrcnstandc  erheben  zu  lassen,  darum  wird  es  im 
Anawoisimgspatent  vom  1.  August  1628  gcradezn  als  eine  ihm 
Air  seine  unentwegte  Treue  erwiesene  Gnade  bcKcichuet,  daß 
ihm  die  Naclistcner  erlassen  ist. 

In  Innerüstcrreich  hatten  die  landesfUrstlichen  Behörden 
beim  ISegiuue  der  Gügenretomiation  an  die  AuswiiinU-ruiig 
größerer  Miusen  nicht  gedacht.  Sollte  sich  ja  die  ganze  Aktion 
anfangs  nur  auf  dio  Ausweisung  der  protestantischen  Prediger 
besctu'iUiken.  Noch  gibt  es  da  keine  allgemeinen  Normen  für 
eine  etwaige  Einhebung  dee  zehnten  Pfennigs.  Erat  aus  einer 
an  IJürgenneister,  Kichtor  und  Rat  am  15.  August  1Ö99  erlas- 
senen Weisung  wm\  das  Streben  ersichtlich,  Normen  aufzustellen, 
wie  CS  i\\T  den  Fall  des  Abzuges  der  Bürger  aus  dem  l^ndn 
r.u  halten  sei.'  Ausdrücklich  wird  bemerkt:  um  ftir  den  Fall 
des  Abzuges  dvr  lillrger  eine  allgemeine  Ordnung  cinKUricbten, 
werde  befoldon,  erstens,  daß  niemand  ohne  Vorwisseii  des 
Laiidesfllrsten  des  IJUrgerrochtea  entledigt  werde,  zweitens,  daß 
sieb  kein  Bürger  unter  das  Uegiment  eines  Landmannes  be- 
geben dUrtt,  weil  biodurcli  das  lande-sfUi-stliclie  Knmmergut  ge- 
RcbmUlert  wilrde.  Will  trotssdom  jemjmd  abxielicn,  so  Ist  tlber 
Bein  Hub  und  t!ut  ein  Kridatag  auszitsclireibon,  von  ihm  Uech- 
nuog  Über  seinen  Vonnö gensstand,  seine  StadtiUuter  und  üpr- 
bnbschoftcn  ku  legen  und  von  seinem  Vermögen  der  sehnte 
Pfennig  als  Kachsteuur  an  die  landosf^irstticlie  Kammer  abzu- 


'  Akten  uad  XorroBpoudenitaii  1,  Nr.  707. 


i.xxxv 


nihrrn.  SolduTfir-stiill  wirrf  tinnn  m  folj^cndea  Jafireiij  t'lio 
nuüli  dio  Gcgi^urclunjintioii  in  (Irnz  sUßcinein  ilurelipiiUfart  wird, 
vun  den  bi'ideii  Handc)«>Iicrre]i  Christoph  I'oy hl  Dtid  ( )ß>vald 
Ackn-r  dur  «rhiitii  PtVnni^'  gcnommm '  und  da»  j^h-jcho  Ver- 
fahren in  den  verMhiodcnon  I^ndestoilcn  cüijrebalten/  Ain 
20.  Frbniar  IGÖO  wird  dem  »FUrBctinoider'  Hang  Friedrich  von 
Paar  i\\T  seine  Tütifrkeit  a.U  Kntbnunlionskommissär  die  Sniiinir 
von  1200j  dorn  Sekroüir  AnioM  200  Tulcr  iinpcwrioscn :  es  ist 
awpjlelhaft.  oh  diese  Summen,  die  /int  don  schienst  fallenden' 
Stritl)fehKTn  goooinmcn  wurden,  von  don  auch  sonst  reichlich 
foilcnihrti  PUiuiltm  »tammtyn,  odi-r  unter  diesen  titralVoldoi-n  der 
ccfantc  Pfennig  r-a  verstehen  ist  Wie  dorn  auch  sei,  seit  dorn 
.Sommer  des  Jithn^  lüOO  ist  dessen  Zalüanfr  infolge  von  Unndee- 
reisnnj:  in  frana  Imiei-Osterreieh,  und  /.war  nicht  bloß  in  den 
Stftdlen,  sondern  aiieh  auf  dtiin  Lande  p^ibräucMieh.  Auch  die 
BerL'wi-rkBbciKllzor  sind  von  diu-  Atijwcljaffiinp  bcrrils  hetrotfen, 
nnd  da  mi>gen  immerhin  hrdentendoro  Betrdjro  cinge-ran^jen 
lein,  wenn  mich  andererMMlB  nicht  golou^ot  werden  darf^  diiit 
von  den  Ber^;werh»besitÄem  einiffo  »ich  noch  im  letzten  Mo- 
mente zui-  Koiivnrsiun  b«iueinten.'  Wieviel  da  einfrekomraen 
ttit,  wurde  nir^nda  vermerkt.  Man  Heß  sieb  an  Ab7.u|r!*Kehlcrti 
kaum  ein  Namhaftea  ent^elien:  als  die  Gcjrenrcfomiation  iu 
OniK  durch jre führt  wui-de,  wiird  dem  Bilrgcnneiator  eben  »n 
dem  Zweck,  daß  bi-zH^hch  des  zehnten  Pfennigs  nlelits  vcrah- 
iAtunt  wilnlo,  ein  VerzoiehniK  aller  Aintpowiesenen  zu<^8loUt 
nnd  der  Auftrat;  erteilt,  dii-  gebrUachliche  Sperre  jüler  und 
jeder  nnt^-r  seiner  .larisdih  tion  llejfendon  iWitxtnmer  vorau- 
Dchmen.  Und  daa  ist  der  Vorgang'  anch  in  Kärnten  nnd  Krain. 
In  Onitlndt  flehen  von  den  16  von  der  Auswi-inuti^''  lietnifTeni-n 
Bchuu  im  Oktobrr  ItiOO  tm  die  150  Guldrn  .Straffjt^ldur  ein. 
Dos  entsprechende  Dekret  bez(\glich  der  Anaweieunf;  muß  aller- 
nrlen  an  dir  ■rcwtthnlirhrri  Stt-H"  ans"i"«ehlapen  werden,  damit 
aich  ein  jeder  darnach  Hehlen  kann.  Wer  dann  an  einen  der 
Aunj^wiewenen  eine  Forderung  hat,  maß  sie  rechtawiüg  bei  ilor 
Befonnatloimkoi'unisMinii  anmi-Idcn*  I"  einzelnen  Füllen  trehe« 
von  den  nuswandemd"»  UUrircrn  bctrflehUiehe  riummen  ein;* 
WM  fr»'ilieh  in  den  Aklen  «ml  Kom^wpondenÄOU   hierüber  ver- 


>  Ebond«  Vt.  9Su.  ■  Nr.  «&&  Kot«.  *  Kr.  li'ftS. 

•  Xr.  Ul.\  Pnaltt  9  and  11.  ■  Nr.  tlU  u.  «. 


merkt  wird,  macht  anf  VoUstJtntligkeit  keinen  Ansprach.  Der 
Vor^nf  bot  den  lAndet't'ilnitlicliuu  Auilera  ist  deuu  auch  bei 
den  im  Lande  begüterten  geistlichen  HciclistUrstcii  maß;:cbciiil.' 
Man  kennt  Fülle,  in  denen  die  Zahinnfr  des  xchntcn  IMenni^ 
erbs&en  wird,  leider  wird  dann  tlber  die  Motive  nicht»  gesagt;' 
man  kann  darin  immerhin  ein  geirisses  Ent^c^nkommcn  gegen 
die  Aaä;;ce«ri6««n6D  s^en,  jedest'alls  war  die«  Vorkommnis  ein 
«eltenes.  Viel  hänfisrer  wissen  die  Akten  vgn  über;;rifl'en  der 
Komraiiutüre  zn  erziüdvn,  die  beispielshalber  nicht  bluß  von  dem 
wirklichen  Besitz^  sondum  auch  Ton  den  darauf  lastenden 
Schulden  den  zehnten  Pfennig  einfordern.'  Hatte  die  Kegiemng 
zweifellos  schon  anfangs  ein  b^^ciÖiches  Interesse,  zu  wissen. 
was  an  solchen  Absng^cld«m  eingehe,*  and  wird  der  Kom- 
mission der  Tadel  zuteil,  daß  sie  in  ihrer  Relation  keine  8p(9Ü- 
fiziemng  der  EtnfrAn^  vorgenommen,  so  entnimmt  man  daraos. 
daß  ;^naae  Uechnungslagen  nicht  gemacht  wurden  sind.  IW^r 
Vorsitzende  der  Kommission,  der  sich  mit  diesem  Bcchnoogs- 
weeen  nicht  befassen  kann  and  will,  schiebt  die  äache  d«n 
untergeordneten  Pcrsönliclikcitcn  zu.  Wie  wenig  Bedinistete 
der  Landschaft  ron  der  Zahlung  des  zehnten  Pfennigs  beücit 
sind,  sieht  man  aus  den  vielen  Klagen,  die  desweißva  in  den 
Landtagen  erhoben  werden.  Man  khtgt.  daß  man  den  lefanm 
Pft'unig  von  Wcingftrten,  Bergwerken  and  Falimiswn  nehme> 
daß  mau  ihn  nur  in  Geld  und  nicht  in  NnlonUien  m>hraen 
wolle,  odt-r  daß  es  nicht  gesuttet  sei,  erxhenogliche  Schold- 
briefo  in  Absug  zu  bringen.  Wenn  in  einer  bewegton  Land- 
scltaltesitzang  ein  äütglied  des  Herren-  und  Rittcrvtandos  kbi^ 
daß  die  JäBUgranten  den  «nhaten  Pfisonig  nweinial  zahkn  iiiaiiwi. 
das  Clavulan  den  LandesAntm,  das  xvoitema]  u  ikoGiud- 
heim,  so  hat  das  vie]  ßbr  aicL  Aber  wenn  der  (imadberr 
selfael  der  Aigsbuirischra  Konfisssiofl  aagohün,  wird  «r  die 
ihm  zastehwideo  Fofderungen  kaom  rerUngen,  wiewohl  ^ 
durch  den  Abavg  senner  Bauern  mitunter  stark  geschldigt  wird, 
da  ja  FiBe  Too  Abödungcn  nicht  gar  so  sehen  sind.  I>en 
giOßten  $v4iade«i  bat  abeor  der  Herren-  und  Riticntaiid  ond 
deshalb  sind  aacfa  dessen  Klagen  laut  Temehmbar.  tichÜeßbch 
sind  es  ja  nicht  allein  Hermi  oiui  Rittor,  die  ontor  dienern 
Sjaten  leidea.    Die  Untertanen  Bartfanes  KfaerenhftOer  wenden 


■  Kr.  ItMk 


*  Kr.  114T  (&  n.) 


•  Sr  1147. 


*  Xr.  IIMl 


Lxxxvn 


sich  nn  diesvo^  ur  müclite  sich  verwenden,  ilaß  iluion  kutu  Ab- 
BUp  and  tEUr  Zuhlmif^  diiH  Keimten  Fi'cnnigti  nur  Hovicl  Zeit 
Bca  werde,  daß  aic  ihr  Hnb  und  Out  vorkaulc-u  kOiiaeu,' 
id  KhevcuhuUer  bittet  den  LiLndesfilrsten,  sieh  dieser  LeuU 
zu  erbarmen  uud  aciucr  Not  zu  gvdoiikoii,  lall»  sciuu  .Uiltcr, 
I5crfrwcrkc  uaw.  nieht  besetzt  wtLrdeu,  sondern  üde  jiclaascn 
werden:  diese  Eisenwerke  seien  ja  doch  da^i^  KJeiuod  des  Landes 
und  brinfren  dem  LandcsHlrstcn  viel  ein.  Trotx  des  wannen 
Appell«  an  die  Finanzen  des  Krxhcrzo|;s  blieb  die  Ititto  uncrhürt.' 
Manchom  (folang  ee,  nuü  dem  Laude  abzuziehen  mid  der 
!SahIun^  des  zehnton  Pfennigs  eu  entgehen,  dann  suchte  mau, 
ob  er  nicht  noch  einen  Schuldner  im  Lande  habe,  an  dem 
sich  der  Fiskns  schadlos  hielt.'  Oft  pinfrcu  wieder  weitaus 
j^eringorc  Betrjlge  ein,  als  mau  erwartete/  andererseits  niöclite 
inchcr  ;:om  den  zehnten  Pfcnnip  zjdileu,  würde  ihm  nur  ge- 
iltet, den  kleinen  Kest  seines  Lebens  neeti  daheim  vorleben 
SU  dftri'en.* 

Lifolprc  des  Urastnndes,  daß  die  Kammer  bis  zum  BU.  Jub 
ItiOT  nicht  wußte,  was  itir  Kinfränpo  der  zehnte  Hennip  ergab, 
^Ungen  nun  an  einzelne  Stiidtc  Krlüsse,  in  ebnen  Ilericht  vor- 
Iaq^  wird,  wer  den  zehnten  Pfennig  einf;enomuion  und  wie- 
viel einfre^an^en  sei.  So  erhilltdie  Stadt  Leubcu  am  17.  AufTUSl 
1607  die  Auilurdorung,  ihren  Bericht  eiiiKUfrebcn.'^  Die  von  der 
Kopierang  ertinlie  Weisnnjr  war  eine  allpemeiue;'  so  wie  die 
Stadt  Leoben  am  20.  Aufruft,  so  sandte  Hrmk  am  2ti.,  MUrz- 
z-uschla^  am  25.  Oktober  den  gewünschten  liericht  eiu;  nach 
Kärnten,  vieUi-icht  auch  nach  Ki'aiii  dlii'ile  die  Weisung  etwas 
ipjiter  abgegangen  Bcin,  denn  erat  am  30.  November  schreibt 
der  Landesvizedum  Hiirtraiiun  Zingl  au  Uileden  an  den  Kiuhtor 
nnd  Rat  zu  Vtdiaeh,  der  LandcHfllrst  begehre  zu  wissen,  ,wor 
Nl  Anfang  der  Heformatiün  deTi  zehnten  Pfennig  eingenommen, 
Trirviel  detisen  gewesen  und  woAU'  er  angewendet  worden  sei.* 
Der  Erfolg  der  Anfi-age  war  ein  kläglicher.  Zunilchst  unter- 
ließ et)  manche  Stadt  überhaupt  zu  antworten  uud  mußte  noch 
im  iiärltBtei)  Jahre  an  die  .Sache,  gemahnt  wiM'dcii  *■'  wie  Vellaeh 
and  vVuHsee,  und  falls  Äußerungen  abg^tgebeu  wurdun,  lauteten 
sie  flunderbar  genug.     In   Leoben   kam  die  Anfi'age  de-s   t^rz- 


*  Nr.  1489.     *  Nr.  t4'J2,  IWX. 

•  Nr.  S03R. 

*   Nr.  15J8 

•  Xr.  IM«.     •  Nr.  1732. 

'  Kr.  1721. 

"  Nr.  1748 

•  Vt.  1781,  1782. 

Lxxxvur 

liorzog^  am  17.  AuK'ist  '-ur  Beratuiipr;  ea  wnrdo  pösclilossen: 
jWi'ilen  iliei  von  Lfiolicn  nirlit«  o.infjrinnnimeTi  und  mit  Aiitinalimo 
ciiior  Pin'soii  nit'imiml  von  liier  wegf,'czogen,  e-oW  ikn-  SUitU- 
anwalt  tlcslialb  iK-fri^rt  werden'.  l)<mK;iitsprixli<*iMl  iautoto  dio 
AiitwQi't.'  \Vi<!vicl  a\ivr  dioec  eine  IVrson  f>;fiza.ldt,  wird  nicht 
Rosofft.  Nach  dieser  Angabo  mllsse  mau  glauben,  daß  C(i  seit 
1600  in  Looboj»  kftinft  I*i*ot(!StJintcn  pah  und  Jone,  die  bis  da- 
hin in  dor  Sladt  vcnvoiltenj  iiißgcsamt  bükclirt  wurden.  Die 
Aktfii  weisen  aber  da»  Gegenteil  au».  Wieth^rliolt  halten  die 
Roroi-mationBkommissJlro  AnlaO,  in  Lcobcn  Ausweisungen  und 
die  Kinliebung  des  zehnton  Pfennigs  an^iuürdnmi,"  olme  daß 
wir  iiluir  dim  Krfulg  niiherf!  Knndo  liiltten.  Daß  pr  in  itraek 
viele  Prötcjitjinten  gab,  wie  auch  in  MürzzuaeUUig,  woiß  man 
zi«inlieli  genau.  In  der  Antwort,  wolchu  diw  Stadt  nui  38.  August 
oiuBJiiiilto,'  wird  gesagt,  daß  ein  einziger  Uürger,  namens  Iliin» 
Picldor,  cibgpzogmi  sei  uinl  den  zehnten  Pfennig  gezahlt  habe, 
dun  der  Stjulfanwalt  PlariTr  Andreas  Peyer  oingenoinnum  habt.'. 
Hab  und  Gut  PiehlerB  hatte  einen  Wert  von  33.000  fl.,  der 
zehnte  Pformig  betrag  nngcfiilir  4000  H.,  von  denen  3ÜÜ  ll.  der 
Stadt  Kor  Erbauung  dos  oingol'alJHncin  Stadttumics  gegnlwn 
wurden.  Aus  MUrzzUBcldag  wurde  gemeldet,  daß  dort  kein 
Bürger  ivbgeMgen,  suudem  sich  alle  Kur  kathcilisdien  Keligion 
bekannt  haben.*  Wir  wiiwen  aber  aus  den  Kcuberger  Akten, 
dnß  auch  hier  die  Sache  einen  anderen  Verlnul'  genommen.* 
Wi«'  wenig  der  landesnirstliehen  Knnuner  vom  zehnten  Plennig 
zugute  kam,  ersieht  man  andi  aiu*  der  nenerlielion  ^Vnürage  an 
die  Vcllacher  über  dio  Eiiigttuge  am  zetniten  Pfennig,  durt 
heißt  es:  ,da  wir  nicht  wissen  können,,  was  gesUiIt  und  wie  uns 
derselbe  »ugute  kuninien*.  Wiu  fest  das  proleatantische  Wesen 
in  den  ÖtJtdlen,  selbst  im  sUdlielieu  Steiermark,  wurxelte,  sieht 
man  auH  ih^ii  lliMS|iiek'.  vun  Pettnu/'  bei  der  eine  '/.weite  seharte 
Retbrination  notwendig  wurde,  obwohl  die  Pcttjiuer  .immer  ala 
gut  katlioliscli  gerühmt  wurden';  und  trotzdem  crllihrt  man  von 
lCing.tngen  am  /.ebnlen  Pimmig  uiebt»-.  Dabei  unterließ  die 
Kammer  nicht,  in  einzelnen  Auswnndei'ungsfiilleii  sorgüamc 
Knndschaft  einzuziehen."  Mau  orfilbrt  in  vielen  Fitllen,  daß 
die  Behörden  mit  der  Strafe  der  Auswanderung  verfuhren,  aber 


'  Kr.  173»,  17«6.  •  3.  X.  B.  laoii  Note.  •  Nr.  1738. 

*  Nr.  1740,  «.  aacb  17bl,  l7f*2.  »  Nr.  IflJH.  •  Nr.  IIWl.  lyßa. 


LXXXJX 


nieht,  wie  es  mit  dorn  Einpinfr  des  zehnten  PfonnJ^d  stand.* 
Ein  einzipT  »«'hr  p-iiauor  BoricUt  darübi^r  lic^  luis  aus  Kraiii 
aus  den  Jahren  Itil4— 1018  vor,'  p?  sind  die  Aafzcichimnjrf^n, 
die  der  dortif;c  UefonnntionssflkrrUir  Daniel  HchwitÄcr  pemacht 
hat;  bftttc  m.nn  auch  aus  den  anderen  Jahren  nnd  den  anderen 
littudcm  derartige  Verzcicbniase,  dann  erst  ließe  sich  der  tinan- 
e  Ertrag^  des  Abzupspeldea  .i'ttr  die  landesfüratliche  Kammer 
j^enaa  aii^ebün.  Ahur  ebnusolchc  Ucifister  wie  da«  aua  den  Jaliron 
1014 — 161B  scheinen  erst  iniblfro  der  wiederholt<m  Weisun^ren 
der  Ke^crunf;  anjrclcfrt  worden  zu  sein;  am  genauesten  warde, 
wie  ee  scheint,  iu  Krain,  wo  der  Uisehof  die  ;;anze  Zeit  hin- 
durch die  Seele  der  Itepcnrolonaation  blieb,  verfahren.  Wie  in 
don  ersten  Zeiten  der  IJefrenreforniation  wird  jetzt  noch  be- 
sonders darauf  peseben,  daß  das  (iift  der  Ketzerei  nicht  aueli 
DJKh  Gör?.  Uherpi'eift.  In  einem  hierüber  ertlossenon  llefehl 
Tcmiinint  man,  daÜ  aneh  von  dem  Hesitz  unkatholisch  Ahjrc- 
Biorbcner  der  zehnte  Pfennig  eingehoben  wird."  Von  den  zahl- 
reichen noch  jetat  im  I-ande  wohnenden  unkatholischen  Per- 
sonen des  Hilnicr-  und  Kaucrnstnndes  sind  manche  »o  reit:h, 
daQ  z.  B.  der  Pfarrer  von  ScheiÜni^  von  dem  Ertra^r  des  zehnten 
Pfennig;:«,  den  fünf  dieser  Leute  zu  zahlen  hatten,  dto  I'larro 
«fiiHler  in  piti^n  Stand  setzen  niüchtc.^  Damit  ist  zn^I^teh  an- 
gemerkt, daß  ein  j^roßer  Teil  dos  einffehenden  zehnten  l*fennig;a 
oamitteJbar  für  Zwccko  kathultseher  Kii-chen  verwendet  wni*de. 
Ein  anderer,  wohl  der  erheblichero  Teil,  mußte  die  KüinnuBsIon«- 
koeten  seihst  bt^slivituii.  Manche  Leute,  die  dir  Künimiäsiün 
Üiensto  erweiaen,  erhalten  /nsiehernn^en  ,aus  dem  demnilehst 
vom  zehnten  Pfennig  einj^ehonden  Gelde'.*''  Da  die  liejriemnf? 
von  Zeil  zu  Zeit  W^isunf^n  erläßt,  darauf  zu  schon,  daß  von 
dem  zehnten  Pfennig  nichts  defraudiert  werde,  «o  mochte  sie 
da»n  wohl  gerechten  Clnind  liaben.*^  HCihere  Beträpre  tnüfren 
von  den  nobilitiertou  Pcrsenen  und  landschaftlichen  Beamten, 
die  »ich  zum  Teile  noch  bis  /.um  Jahre  162Ü — 1628  im  Lande 
vorfanden,  obwohl  ihre  Auswcisunf?  schon  hingst  verfügt  ward, 
ein@:egangen  sein. 

Am  1.  August  I62Ö  wurde  die  Ausweisung  des  gesamten 
protestantiaolien  Herren-   und  Uittcrst;indes  verfügt    Die  den 


*  Nr.  10&6/7,  1979  Note.  ■  N.  1984.  ■  Nr.  S144. 

*  Nr.  «01.  ■  Nr.  21C8.  <  Nr.  3331,  S33L 


Keimten  Pfennig;  betreffende  ätflUe  dM  AoBWeiann^dekretes 
lautot:  Unri  ob  wir  ancb  fikr  Hon  anTorlioff^n  Fall,  daß  einif;rc 
die  Wohltut  der  Kmigration  für  sich  in  Ansprucb  nelimen  wUnlen, 
befugt  wären,  ron  ihrem  Hnb  nnd  Oat  den  cehulen  Pfennig 
uiiiznfordernf  «o  haben  wir  doch  in  Krw.lgnnp'  gezof^en,  daß 
oiiscres  Wisseiu  die  Herren  and  Uttter  niemals  ein  Wider- 
wärtiges gegen  nnn  und  unser  Hans  im  ^inne  •rt-habt,  und  er- 
klären uns  demnacb  dahin,  daß  sie  ihren  Abzug  nicht  nur  ohne 
Zahlung  der  Nachst^oer  nehmen,  sondern  anch  jmr  Abrechnung 
ihrer  im  Lande  stehenden  Forderungen  oder  Kur  Adniintstratiun 
ihrer  Fideikonimißgtlter  and  WeiterflÜiruDg  etwaiger  ProKoam 
ihre  Verwandten  oder  andere  katholische  Personen  betranon 
mögen.'  Da  ntui  anch  »ach  dem  Abzug  der  protestantischen 
Adohgen  ron  ihren  protestantischen  Untertanen  noch  zahlreiche 
im  Land  hheben,  der  konvertierte  Adel  anfangs  in  seinen  Go- 
sinnunpen  selbst  noch  auf  Seiten  der  Unbefcchrtcn  stände  so 
fehlt  es  anch  in  den  nächsten  Zeiten  nicht  an  obrigkeitlichen 
Verordnungen,  welche  die  Einhebung  des  zehnten  Pfennigs  »um 
Ziele  haben.'  Eine  schließliche  Verrechnung  hat  weder  jetzt 
noch  spMer  statlgefnnden. 

So  wenig  Siclieres  sich  ilher  die  Höhe  des  eingegangenen 
zebntnn  Pfennigs  sjigen  lilßt,  so  wpnig  gonaue  Angaben  gibt  es 
über  die  Strafgelder,  die  aus  Anlaß  d«r  Weigerung,  den  bo- 
(refTenden  landesfUrstlichcn  AVeisungen  zu  gehorchen,  Über  Mit- 
glieder {{('S  Heri*en-  und  Rittprstandes,  des  bürgerlichen  und 
Dane  ms  tan  des,  vt-rbiingt  worden  sind.  Man  kennt  wohl  eine 
ungehener  große  —  aber  bei  weitem  nicht  die  ganne  —  Zahl 
von  StralTillen;  und  wenn  man  sie  ancih  kennen  würdo,  wUrde 
das  noch  keine  Siclierbeit  geben,  daß  die  riehler  auch  'wirklicli 
«ng^angen,  denn  wie  das  in  Österreich  bis  in  die  jüngste  Zeit 
geübt  wurde,  die  Slrafansätze  waren  meist  so  hoch,  daß  die 
betroßenden  Golder  kaum  eingebracht  werden  konnten  und  in 
den  meisten  Fällen  Ermäßigungen  der  ursprünglichen  Ansätze 
3geben  werden  mußten.  Wie  kann  ein  einfacher  Zeugwart 
"«in  Strafgeld  von  lOU  Üukati-n  zahlen,  das  ihm  Kugemossen 
wird,  Mcii  er  sein  Kind  außi^rhulb  der  Stadt,  d.  h.  bei  einem 
protestantischen  Geistheben  taufen  ließV^  Da  mtlßte,  sagen  die 


'  Nr.  24Ä6.  •  Eiuhohunpan  Bufl  BpSterer  Zeit,  aa  z.  B.  Nr.  2662. 

'  Aktua  und  Korroiponduttsoti  I,  Nr.  151. 


Xd 


Verordneten,  wolil  mancher  Vater  Bein  Kind  nnt^cUiul't  Inssen.^ 
Oder:  wenn  (lerr  Clirist<i]>li  Oiill  die  aaf  iloin  FriiHlhoi'  xu 
NetiliäniM}!  Iic^abßno  iinkatiiüliiteh«  Njilttcrin  nicht  wiL'<lür  hus- 
grobon  nnd  din  Kiruhe  weihen  lilßt,  wird  er  uro  &ÜÜ  Dukaten 
gestraft^  Der  llofbndihalter  4SaJi)mon  Pilrker  soll  dem  Graaer 
Pfarrer  Laureiitius  Sonnnbönter  500  iJnkaton  zahlen,  weil  er 
sein  Kind  zu  einem  Ans^wiesonen  Prädikanlon  zur  Taul'e 
brachte.'  Fär  einen  einniJih|;tMi  Kircheubt^such  oines  KnittcK 
feMor«  boi  einem  auswärtigen  I*rüdik;inteu  werden  If)  oder  20 
Taler  .Slnitji>>ld  frenoinmen.*  Die  den  Kridkorsltarper  niirfccni 
an/orlej^ton  Strafsumnien  ül)erraÄch«n  ^radezu  durch  ihre  Hübe.'' 
Wenn  liadkersburper  lillrper  bis  zu  40U0  dulden  Strafe  »alilon 
rnOAnon,  dann  wird  mnu  sich  über  ahidich  hohe  Strafen  beim 
Adel  Dicht  wundem  dürfen.  Mau  wird  Übrigens  bemerken, 
daÜ  uncli  der  bftmbcrgiscbc  Vizoduni  Johann  (icorpr  von  Stadion 
■o  hohe  jjtrafnnsiitae  liebte.'^  Eisshorzo^  Ferdinand  II.  bedfühte 
sehun  am  10.  Dezember  1597  Itartlme  Kbcvonhitllor,  naclidßm 
dip«er  soeben  au  einer  Strafe  von  2000  Dukaten  vernrtfiilt 
wnrde,  mit  einer  neuen  in  doppelter  Höhe/  und  n^cht  empfind- 
lieb  ttind  die  Strafen,  die  im  August  löU'J  gfßfn  Mitjj^Iiitder  dea 
Krainischen  IlcrreiiBtandcs  vcrhlLngt  werden."  Nicht  die  Masse 
der  Strafgelder  kann  hier  aufgevUht  werden,  kaum  die  einzel- 
nen ^tutive  und  Titel,  auf  die  hin  sie  vorhiln;^!,  wurden,  und 
das  ist  befjTCÜÜch  gcnuß.  Soriele  Gebote  und  Verbote  waren 
wahnnifl  der  Ucinerungsaeit  Ferdinuiidei  II.  nrhusseii  wunlen, 
Jiu  die  heilsame  Ueformation  direkt  oder  indirekt  berührten 
und  deren  Übortrc*tunp  mit  harten  Strafen  bedroht  wurde,  d»ß 
läne  ungeheure  /aiil  von  Akten  von  ihnen  zu  liandejn  lial.  Da 
finden  sieh  die  Gebote,  dto  äTangcHsühäu  Sehul-  und  Ivirclieu- 
dienur  abzuor halfen,  sich  vor  ilie  K(>formationBkomniiH«ion  vai 
stelleu,  sich  der  tteformationskominisBion  zu  untenverfen  oder 
oaeh  Zahlung  des  zohnleii  Pfeiinijfs  nbzuziuheti,  die  eektiÄehen 
Bücher  abzusiihaflen,  ilie  kirelillihun  Kaälengobote  zu  halten,  dio 
Gebote  der  Äusweitjung  sämtlicher  Pradikanteu,  dio  Verbote, 
im  Haosc  scktische  l'osüllen  zu  lesen  und  solche  Lieder  zu 
stngäu,  dna  evangeliächc  Kxerzitium  außerhalb   de»  Landes   zu 


*  Eb«aiU  S.3D1.  ■Mr.  69;!.  *  Mi.  5&7.  «  Nr.  £30. 
»  Nr.  »83.             *  Nr.  193,  -'Jl. 

*  Kr.  362,  ■.  aach  Nr.  379,  409,  Strafen  dor  Marhui^or  Nr.  37b,    Omfitidnr 
»r.  »73  luw.  ■  Nr.  7»9. 


XÜII 


mcfaen,  iw  Pupillen  »n  evAn^lisolie  Orto  xu  M^ntlnn,  ilini-Ti 
ankiitlit}] Ische  Ofrltabttn  zu  setznn,  daa  Vorhot,  uiikatholisolie 
Schulen  außer  Lande»  zu  besuchen,  ankntliolischc  Prüzcptoroö 
za  nehmen,  uiikaÜioIischi>  PlU't;iT  zu  halten,  den  kathoHseheti 
Pfarrern  Eintrap  zu  tun,  an  ffcistliche  Güter  zu  greifen  usw. 
Dazu  dtti  Menge  Reforiiiationädukrctc  und  diu  i&ahllüsen  Uefar- 
mationHordnuiigcn  flir  Stiidtc  und  MiLrkte  und  endlich  die  obentto 
zahlreichen  Einzeldekrete  an  Mitglieder  des  Herren-^  BUi^r- 
und  Bnuernntandes.  Für  alle  die  hier  nomiiorte-n  Anj|:ele;ß:oii- 
heitcn  werden  im  Falle  der  Übertretung  mehr  oder  minder  luuie 
Oeldulnifen  oder  die  Laudesvorweisunfi;,  in  tnnzelnuo  Fallen 
Kerker-  oder  (Jalreronstrftfe  festgesetzt.  Am  schwcratcii  hielt 
08,  die  einntipen  vielleicht  auch  noch  jetzigen  Protestanton  an 
die  kathotiifchcn  Fa»tcnfCi.'hota  za  gcwOhnon,  oft  wcnlen  die 
Kryptoprotestanten,  bId  welche  sie  b;ild  anzusehen  Bind,  nur 
durch  die  Übertretung  dieser  Faslengebotc  erkannt,  und  daher 
mag  wohl  das  verhitltnismftßig  hohe  Strafausmaß  hiofOr  zu  er- 
klären sein.  Da  wird  jetüt  eine  sorgsam  instruierte  Behörde 
aufzumerken  liahcn,  wer  am  Freitag  oder  Saiimtag  oder  in  d«r 
gan/,en  Fanti-nzc^it  Fleisch  koclit^  sein  Fleisch  mit  Kraut  kocht, 
wissentlich  Fleisch  ißt  usw.*  Bei  einzelnen  dieser  Fleisehcssor 
wird,  damit  kein  Zweifel  cntstohen  kann,  ausdrtlcklich  vermerkt, 
daß  dc&lialb  zu  vermuten  ist,  daÜ  er  nicht  kathoHsch  »ei.  Die 
Strafen  für  solche  Fleischkocher  sind  erheblich;  wer  es  an  gc« 
botencn  Fasttafren  Hcinen  (iüsten  vorsetzt,  wird  natürlich  viel 
empfindlichor  gestraft.  Jlan  ist  in  der  Lage,  viele  sülche  tStraf- 
mandate  anzuftlliren,  ab«r  bei  weitem  nicht  alle,  denn  das  Ke- 
gienuigsarchiv,  wo  sie  zu  finden  sein  sollten,  hat  groOc  IjUekcn 
und  von  stildlischou  Ai'chivcu  sind  nur  wenige  übriggeblieben; 
aber,  auch  wenn  sie  alle  erhalten  wilren,  wüßten  wir  eben  nur, 
wieviele  Strafen  zudiktiert,  nicht  aber,  was  an  Strafgeldern  in 
Wirklichkeit  einging,  und  selten  nur  sind  wir  in  der  Lage, 
festzustellen,  welches  die  Verwendung  solcher  8trafgeldt!r  war. 
Wie  sich  statistische  Angaben  über  die  Zahl  der  Kmi- 
granten  aus  bllrgerlichen  Kreisen  nicht  machen,  noch  weniger 
die  Kiugänge  von  den  Abzugs-  und  Strafgeldern  festatellen 
loasen,  so  kommt  man  auch  bei  der  Frage  der  wirtscli.aftlichon 
Schttden   der  Gcgciitvi^u^>ii&t>*»i    ^'^^*^^  ganz  allgemeine    Bemer- 


*  Uaa  ■«he  diu  iutwoujiulo  Kununer  19U1   iiAclu 


XCIII 


kunpcn  kaum  hinaus.  ScLon  in  den  aclitzig:er  Jahren  wcnlen 
in  den  Verlmn<llun°;en  des  Landtjigs,  in  Landtnps-  und  StAats- 
achrifU-n  nnd  in  Korrespondenzen  Klairi'n  ubor  die  Schilden  Unt, 
die  die  Ausweisung  von  Btlrgom  sowie  »piUcr  die  von  Bauern 
im  Oefolge  hat,  eo  erklären  sclion  am  14.  Mai  1Ö34  Landes- 
Tierwaltfr,  Vcrordnetej  Herren  und  LaniUcute  dem  Ki-zhorzop 
Karl  11.,  iUxÜ  bei  soleher  Verfolgung  der  Bürgei*schaft  flic  Be- 
willigungen nicht  geleistet  werden  kennen.'  Ä[it  bitterer  Ironie 
fragen  sie  im  FcbroRrlandtagc  1587,  mit  welchem  Kifor  sie 
gegen  den  Feind  wehen  sollen,  wenn  ihnen  Lente  an  die  Seite 
gestellt  werden,  die  Uire  Hüuser  and  Güter  abüden  helfen  oder 
niederreißen,*  was  ftlr  unermeßlichen  Schaden  ,den  drei  Schatz- 
kammum*  zu  Aussee  und  in  den  beiden  Kiseuerz  zugetUgt 
wird;*  noch  hcftigor  lauten  die  Klagen  in  der  Zelt  Ferdinand»  II.; 
indem  die  Stünde  am  S.  November  I5*J8  Rudolf  II.  um  »eine 
Inteiicssion  bitten,  stellen  sie  ihm  vor  Augen,  daß  die  Land- 
«ehalt  viel  zu  bewiUigen  weder  geneigt  noch  venuügcnd  genug 
ist,  in  Stüdten,  Mitrktcn  und  anf  dem  Lande  wolle  erst  jeder 
sehen,  wo  das  Wesen  hinaas  soll,  die  Gewerbe  erliegen  und 
bleiben  stecken,  d<T  allgemeine  Kredit  gehe  verloren  usw.* 
Dies4.'lben  Klägern  finden  sich  in  der  großen  Bosch wcrdesch rill 
des  Landtages  vom  19.  Januar  1599,*  bei  deren  Beratung  andert- 
halbhnndcrt  steirischc  Herren  uud  Landleute  und  die  Vertreter 
der  Stünde  aus  den  beiden  Nachbarländern  anwesend  waren; 
in  der  Schrift  vom  30.  .lanuar  1&99  wiixl  geklagt,  daß  der 
Kommerz  in  Wtadt  und  Land  liegen  bleibt,  weil  die  BUrger  aus 
den  Stiidten  und  die  Reichen  gar  aus  dem  Lande  zn  kommen 
trachten,*"  und  so  wiederholen  sich  *be  Bcöchwcrdon  fa^it  in 
jeiit-m  iler  grüßerßn  Schriftstücke,  die  an  den  LandesÜVraton  ge- 
richtet werden,^  gehen  aber  über  allgemeine  Anachiddigungen 
nicht  hinaus.  Kin  einziges  Mal  tinden  wir  eine  zift'erniilßige  An- 
gabe. Wührend  die  »Stildte,  so  klagt  man  am  2S.  Mai  1599, 
früher  ÖÜOO— tiOOO  fl.  erlegten,  würden  jetzt  bloß  SlW  IL  3  g. 
29  Pfennig  eingezahlt;*  daß  aber  diese  Berechnung  eine  ab- 
BJchtUche  war,  hat  der  Krzherzog  an  anderer  Stelle  mit  Tadel 


>  Aklen  »1)4  KoireiitonitenKen,  F'mtea  rer.  AtwU-.  i,  CO,  S.  Ml. 

«  a  603/4.  »  S.  «25. 

'  AttttM)  miil  KorrcBponilunisen,  Kontoa  rer.  Auntr.  3,  68,  8.  401. 

*  EbendA  8.  4fil.  •  8.  JJ6.  •  Ü.  l«!,  r.l7,  fl8H.  KU.')  hhw. 

•  &  &7(t  St.  lT,i. 


XCTV  ^^^^^^ 

vermerkt.  Eb  kann  nicht  pelewffnot  werden,  daß  alle  ge^n- 
roiorm.-itorisfllmn  Maßi-ef;eln  FerdinandB  IL  aucli  eine  große 
wirtschaftliche  ßedeutnng  hatten.  Wenn  der  Adel  eine  Menge 
Bnaorn,  dio  ihm  zu  Kinaen  hatten,  verlor,  war  or  ffewiß  pe- 
Hchftdigt.  Aber  kamen  Abüdungen  wirklich  vor?  "Wurden  ver- 
lassene Gründe  nicht  sofort  wieder  besetzt  i*  Kamen  Rad-  und 
nainmerwcrkc  niclit  luimittelbar  wieder  In  andere  Hiindo  ?  * 
In  StiUlten  und  Milrktim  steht  die  Zahl  Auspewieacner  zu  jener 
drr  wirkltrhnn  Protestantfiu  in  keinem  VerlKLllnia.  Wenn  au« 
Graz  im  ganzen  Ol  Personen  ausgewiesen  werden,  ißt  das  eine 
betlenklich  gn)ßc  ZifTer;  aber  von  den  61  Personen  ist  eine  kleine 
Arizfihl  ans  dem  ÜUrgerstande.  Die  Mehrzahl  sind  j\Iiti,'Iiodcr 
der  Landstiliaftssohulc  wie  Kopier,  Bediinistetc  der  Landschaft 
wie  Venodigor,  nobiütjerte  Personen  usw.  Wenn  aus  Leoben 
and  MiirzKuachlng  je  ein  Bürger  abzieht,  wiewolil  wenigsten» 
drei  Viertel  der  Bürgerschaft  protestantiseh  waren,  wenn  ana 
Brück,  das  gewiß  eine  protostantische  Majoritiit  unter  den 
Bürgern  ziihlte,  kein  einziger  abzog,  so  hißt  das  darauf  sehliüßcn, 
daß  nnch  die  wirtschaftlichen  Schildigungen  niclit  derartige  ge- 
wesen sßin  kütinon,  wie  sie  in  der  Bittschrift  sieirischer  TIoiTen 
und   Landleut«  vom  M.  Augunt  IGOO  angeftihrt  werden.' 

Ka  klingt  ja  gewiß  sehr  gransam,  wenn  den  Bauern,  die 
ihre  Güter  in  festgosetÄter  Frist  iiicbt  verkauft  haben,  ihr  3i<^- 
sitz  kunBsziert  wird,'  aber  zwisciicn  der  Publikation  dieses  Do- 
krctcB  und  dessen  DurchlUhrung  verstreicht  eine  geranme  Zeit 
Die  Abzugstermine  wortlcn  nicht  eingehalten,  über  AnHUchcn 
immer  aufs  neue  verlängert,  rottonter  auch  in  der  Absicht,  daß 
der  zum  Abzug  Verurloille  bp-i  rcÜlicher  Erwägung  seiner  mn- 
tericllen  Vorteile  ganz  im  Lande  bleibt:*  dalier  die  ungeheure 
Zahl  von  Neukatholiken,  die  in  "Wirkhchkeit  Protestanten  sind 
und  das  ganze  Wesen    im  Lande   für   ein   Provisorium    ha]t(>ii. 

Alle  die  Klagen  in  den  Eingaben  an  den  Kaiser  und  an 
den  Landeflfiirsten,  die  vom  Verfall  tlcr  Borgwerke,  der  StiUlt«^ 
und  Märkte,  der  Versehleudcrung  der  Gtilor  infolge  des  er- 
xwungenen  Abzuges  der  Inwohner  apreeheu,  sind  daher  mit 
großer  Vorsieht  anfzunohmen;  sie  sind  so  nllgomein  gehalten, 
daß  »ich  kaum  elwaa  Sicheres  ans  ihnen  folgern  Illßt,''     Vieles 


<  Nr.  I06Z.  •  Nr.  1076. 

•  Nr.  1131,  Ubi.  12&&. 


Nr.  lOftfi. 


*  Nr.  113&. 


xcv 


von  die««n  Kloben  hat  schließlich  einn  typisuhe  0«staU  ge- 
wonnen, ohni)  in  di^r  Sarim  vollkommen  bßroclitigl  zu  Bttin. 
Itan  wird  ja  gewiß  sa^^en  dürfen,  und  die  vorliegenden  Akten 
geben  den  IWwtn«  hioftir,  daß  die  RoffirmationskoniniisaJire 
ihre  Befug;ni8so  nicht  selten  übersehritton  und  nngebuhiliolie 
Fordyningen  stellten  und  daß  an  ihren  Händen  oft  fremder 
liesilz  haften  bliel);  vr^nn  dies  aber  an  Orten  gnschnli,  die  dein 
;[>rutes  tan  tischen  Herren-  and  Ritterstaud  zugchürtenf  so  fanden 
Uürjfer  inu!  Hauern  in  don  meinten  Füllen  auagiebipen  Sclintz-' 
Selljst  in  der  bi7ierinileiTeichiächen  Lande-ähauptetadt  to^en  nucb 

'  im  Sommer  ICOl  die  Din^  so,  daß  man  o»  wa<ren  durfte, 
eine  Bittaclirift.  ei nzn reichen,  die  den  kirclilichen  Stand  der 
Ilinge  vor  dem  Sommer  IbOS  und  die  Roatituierun^^  der  Stifts- 
kiruhe  vm'langrto.' 

Von  der  wirtschaftlichen  Seite  betraehlot,  lagen  die  Dinge 
nielit  Hchlecbter  altt  in  den  aehtzigor  Jahren,  in  denen  »Ich 
lie  protea  tan  tischen  ItUrgcrachafteu  in  einer  wirklichen  Kut 
Jage  befanden.  Aber  jetzt  hatte  man  »ich  in  Städten  und 
Märkten  mit  den  Dingen  abgcfanden:  sich  ilußerlich  zur  kallio- 
lischoD  Konfuesion  bekannt,   ohne    ihr   in  Wirkliclikolt   anznge- 

'  hVren.  Man  kann  eben  den  Lenton,  wit^  der  Laibaclier  Hischof 
d»^m  I^andoitfilrsten  schreibt,  nicht  ins  Herz  sehen.  In  hühem 
Onide  besMMchnend  ist  es,  diiß  man  durch  mehrere  Jahre 
keine  Klagen  Über  wirtscbaTlbcbo  Schäden  vernimmt.  I^rst 
im  Herbste  ITilH  hürt  man  Beschwerden  ans  den  StJidten 
und  MUrklun  über  die  Zunahme  de»  ,Goyhnndelä',  der  von 
dem  Adel  zur  Schädigung  do»  Bürgers  aufs  Lan<l  gezogen 
wird:"  aber  die  iM-treflenden  Bescbwnrdon  wind  keine  neuen, 
«ondeni  roiehen  bereits  in  die  Zeiten  Karls  II.  zurück;  daß  dio 
von  doto  Lnibucher  Bischof  mit  hejiondorer  Srlineidigkcit  bo- 
Irieboiie  Gogenrcfonuation  *  in  den  krainiscben  Stilillen  nnd 
Märkten  die  Sachingo  verachlironicrte,  sieht  außer  Zweifel,  kaim 
»Wir  nicht  aU  einzige  Uraachc  dea  Niedurg!uige.4  dit»  Ot-werbes 
Dud  Haiidelfi   in    den  Städten    Viezcicbnct    werden.     Wie    unter 


<  Nr.  1 146. 

■  Fall«  niclit,  v'iti  ttchon   »bon  liomprkt  wird,  dio  Angelof^eolioit  tn  ^n 

Jabf  ITiHl  fkllt  ■  Nr.  IfiS3. 

*  Dacb  war  telbtt  ■oiu«  I^istutig  iler  Ilet;ieniD;;  nicl)<^  (•«uü^tw>A  nrarlki«- 

nen  und  »o  h\tle  er  »tcli  i;A|;i}n   tlen  Vorwnrf  Aar  LÜNMiclcil   in   kirch- 

lirfia»  Diugßii  SU  vorteil] if^oo,  Nr    1018. 


xcvi 


Karl  11.  dl«  reicheren  KUrger  rinr  ItircHliclitMi  Bwlrfttigiiia  Mcpnn 
ili'ii  AUxiijr  nahmoiij  so  voniinimt  injin  auch  jety-t,  i^aß  I.oiito 
nbKüf^iMij  dio  eii<Hleiii  der  Lundadml't  oft  mit  Geld  nusgeliolfco 
haben;  ^  ob  aber  die  An^'^ubeii,  clii:!  sich  in  der  Bittsfhrift  der 
protcsUntistrhoü  Suinde  InnerOsloiTciflis  nn  Kaiser  Riulolf  U. 
vom  34.  NüvemVier  IGOD  fimlcu  und  in  der  von  einer  förnilichfii 
V'r'rikluiifr  der  Städte,  Miirkt«  und  Fhickoii  gesprochen  wird, 
(li^r  Walirhdil  cntapreuhen,  ititd3  bezweifelt  werdon.'  Aus  der 
r>incn  Monnt  spHtor  hurnbpdiiugtcn  Enlsfliließung  über  ihre 
Hilte,  die  K^IlgionsBache  in  den  alten  Stand  zu  setaen,  ist  eher 
das  Qftgenteil  zu  entiiuhiiieu.  Auuh  wo  sonst'  in  gut  ovan- 
golischen  Kreisen,  wie  in  denen  der  Suindo  Ober-  und  Nieder- 
betcrrcichö,  von  den  Gegen refurmationsangelegenlieitcn  an  solchen 
Stellen  gffsjirocheu  wird,  wo  dies  fi*oi  und  ungehindert  geaehehen 
kann,  wird  Über  EinBcUritnkung  der  Oewisscns-  und  poIitiMeben 
Freiheiten,  nicht  aber  Über  wirtöchaftlieheu  Druck  geklagt.* 
Man  tindet  nicht,  daß  die  bllUiende  Eisenindustrie  an  den  Orten, 
wo  eio  bcBland,  infolge  des  Ab'ÄUgea  der  Oewerken  eingegangen 
wäre:  man  hatte  an  Stelle  de«  abziehendou  Protestjinten  bald  einen 
Kuzieheiiden  Kallitiliken,  aber  das  mag  richtig  sein,  daß  die  ab- 
ziehenden Arbcitakrilfte  ungleich  le»»ere  waren  als  dio  zusie- 
henden,  und  nach  dieser  Seite  hin  wohl  von  einer  ÖchJUligunp 
der  Industrie  gesprochen  werden  kann.  Übrigens  ist  es  auch 
in  diesem  Falle  schwor,  otwnä  Sicheres  zu  sagen,  da  dio  Akten 
über  allgemeine  Hemerkungeii  seilen  hinausgehen.  Oeachfldigl 
waren  die  Abziehenden:  der  in  den  meian-ii  FJillen  unter  schweren 
Vorlu«ten  erfolgte  Verkauf  der  Hegenden  und  fahrenden  llnbo, 
der  xelintc  Pfennig,  der  an  den  Ijandes^filrslen,  die  Leistungt-n, 
die  an  die  Herrschaft,  falls  diese  eine  kathohsche  war,  zu  be- 
gleichen waren,  verschlangen  einen  guten  Teil  des  Vermögens 
der  Abxiehcuden  und,  als  der  Adel  »ur  EmigrjUion  gezwungen 
wurde,  war  er  in  noch  schwii'rigei-er  Lage.  Falls  es  ihm  auch 
gelang,  seinen  0(ilj;rbesitK  ku  verkaufen,^  so  Idiebon  doch  seine 
Kapitiilien  im  Lande  Hegen  nnd  durften  in  den  schlimmeren 
Zeilen  des  dreißig) übrigen  Krieges  ins  Aushind  nicht  ausgefolgt 
werden,"  so  daß  manche  Km i graul enlaniilie  iu  schwere  Kotluge 
geriet^ 

'  Nr.  1770.  »  Nr.  183«.  »  Nr.  IHOS.  *  Kr.  1808/fl. 

^  Olier  iiMgenanittfl  ex  uff»  VorkilLift)  i.  Nr.  2&H8,  20(>n.  SUIU,  2412t   ff. 

■  Nr.  Ms-.'.  '  Nr. -'«.'.t  u.  ■. 


i 


^^^^^^^^^^^^^^^^  xcvir 

&.    Die   ßpffenreforination    nnd    der  kAtliollscIie    KUto!«. 

Die  Jesuiten   und   dte   ältcroii  Ordon.     Köln    KnOerlicbe 

Erfolge  der  (regenrefommtlon. 


Daß  der  Sache  dor  Gegenreformation  durch  die  Verkün- 
digung der  zttlillosen  gogen  die  Anhilngcr  der  Augsburgi sehen 
Konfi'Aition  frnrichteton  Maßiv-gnin  nur  wenig  gedieut  sei,  wenn 
damit  nicht  zugleich  eine  durch gi-cifende  Reformation  des  ka- 
tliuh'schiM)  Klcnis  mnlbst  vorhinuli^n  wllrde^  darhher  bestand  in 
Kreisen  der  Regierung  nicht  der  mindeste  Zweifel.  Die 
Site  Anfgabe  hHMo  begreiflicherweise  der  ersteren  vorangehen 
leiij  und  in  der  Tat  hat  es  ja  an  Versuchen,  die  wirtscliaft- 
ben  nnd  sitthchon  Zu»titnde  im  iimeröälerreichischen  Klnnis 
SU  Terbesaem,  schon  in  den  Tagen  Karls  IT.  nicht  gefehlt.* 
Ans  di»?sen  Sorgm  und  Bemühungen  war  die  Frage  nach  der 
nchttmg  cincü  Klustcrnites  fttr  InnerüstciTeich  entstanden.  Tst 
SU  dessen  Einsetznng  !n  den  wenigen  Jahren,  die  Karl  II. 
noch  gegOnnt  waren,  auch  nicht  mehr  gekommen,  so  blieben 
doch  die  Motive,  die  den  IjandosfUrsten  zu  Boincm  Vorgehen 
bestimmten  und  die  er  kurz  nnd  drastisch  in  einem  Schreiben 
an  seinen  lang}jilirigcn  Berater  Hans  KobcnKl  von  Prossog  nieder- 
gelegt hat,*  auch  fllr  seine  Nachfolger  inaß^cbcnd,  wie  auch 
die  Antivort  Kobeuzls'*  einen  guten  Einblick  in  die  Uofonube- 
«trebungcn  Ferdinands  I.  und  Karls  II.  gewiihrt.  Hatte  der 
letztere  eine  durchgreifende  Kefommtion  dca  inueriJätcrreichischen 
Klerus  nicht  mehr  vornehmen  können,  so  fiel  nnn  diese  Auf- 
gabe Hpincn  Nachfolgern  zu,  zuerst  den  Regenten  Enist  nnd 
Maximilian,  dann  Fcnliiiand  Tl.  selbst.  Sit'  mußte  uuiho  raseher 
ond  enerpscher  in  Angriff  genommen  werden,  als  noch  jelKt, 
da  aciton   dio  Axt  an  den   Proteatantismus   in   Innerüstcrreich 


*  8.  die  xasammenriiBseDde  Darstoltiing  in  Qioiiior  Alihandhini;:  ,Grxhora<]K 
Karl  II.  und  dio  Fragt!  dor  Krrlchtuutc  oin«i  KIusUimileH  für  luiier- 
«sterreicb'  im  M.  Bd.  .lai  Affliiv«  für  «storr.  GoscUlohto,  S.  iW  IT,  .seift  ff. 
Jetat  wird  man  noch  «inn  ATisaU  voit  Brififoii  nnd  Akton  aiu  der  Kor- 
mpondonz  dos  Rrafaiscbofs  J^hunii  Jahuh  und  Ocorffs  IV.  Aifrivol»  ''y" 
8ockau  dasiiziohon  dOrfun.  Losurtli,  .Hnlzbur}^  iind  Stoitimiark  im 
leUtOD  VIortel  Jm  XVI.  Jatirlitiiulviiii',  t'ursclitiiii^cii  zur  Vorfaf^ung«- 
und  Vervialtnnf{:«g««cli teilte  der  .Swiennftrk  V.  2.  .S.  Ijewuiidoni  S.  XVUI 
und  XIK   nnd  dio  lUxti^chilriedn  Tlrief«. 

*  .Knhantig  Karl  und  dio  Frage  dor  Einactating  ainds  Kloihirratea*,  8.  360, 
■  Khenda  8.  800  ff. 

r*ntt«,  tl  AH  M.  tX.  g 


xovin 


Eingclogt  wurde,  laute  Klagen  flbcr  das  oniHieeterlicIie  and 
würdelose  V»Thalt«n  einzelner  katholischer  Wdt^nstlichcr  er- 
hoben worden.  In  dieser  Uczichnng  konnte  man  noch  jetzt 
Dinge  vernehmen,  welche  Ja  woll  einen  liarten  Stain  t»ollen  er- 
parmeOf  geschweipen  einen  chrieteninenschen.'  Diese  Sachen, 
die  Bioh  da  in  Oberwülz,  in  8t.  Peter  und  an  anderen  Ortou 
abspielten,  konnten  noch  jetzt  H(\rger  und  Bauern  daliin  bringen, 
sich  von  dem  katholischen  Bekenntnisse  ab-  und  dem  Aags- 
burgischen  /.uznwondi-n.  In  der  Tat  meldet  die  Gemeinde  von 
.St.  Peter  unter  dem  Kammereberge  noch  1591  an  den  LaudtAg, 
sie  sei  infolge  des  V'erlialtens  Wwvn  Pi'arroi-«  Mort  gezwnngen 
gewesen,  einen  eigenen  Prildikanteii  aufzunehmen.  Ahnlieh 
taaten  die  Beschwerden  aus  Mur»u  nnd  iltfarburg,  Ktndlierg 
und  anderen  Orten.  Die  St^tdt  Kann  ist  noch  im  Sommer  1594 
geneigt,  einen  Pastor  bei  «ich  aufzunehmen,*  die  von  Kuittelfeld 
schreiben  wiimige  Monate  nachher,  ihr  Pfarrer  habe  sich  lanU- 
frtedbrnchiger,  strafmüßiger  Oewnlt  schuldig  gemacht.'  In  vielen 
Füllen  wurde  e»  der  Regierung  schwer  gemacht,  au  Gunsten  der 
katholischen  Pfarrer  einzuschi'eitcn,  da  steh  deren  Verhalten  in 
keiner  Weise  rechtfertigen  ließ. 

Daß  die  Regiening  diesen  Schilden  beizukummen  die  emsto 
Absicht  hatte,  darüber  geben  zahlreiche  Krlässe  Auskunft. 
Gleich  in  dem  ersten  AkteustUek,  in  welchem  Kraherzogin  Mario 
mich  dorn  Tode  ihrea  Gemahls  In  den  Streit  der  Oborwöker 
Baueni  gegen  ihren  Pfarrer  eingreift,  laßt  sie  darüber  keinen 
Zweifel,  daß  sie  gegen  den  Pfarrer  mit  scharfer  Strafe  vor- 
gehen werde,  falls  sieh  die  von  den  Bauern  angeregten  Tat- 
sachen bewahrheiten  sollten.  Wie  schwer  hielt  es  aber,  an 
Stelle  untauglicher  und  anwUrdigor  öoiatlicher  geschickte  and 
würdige  »u  erhalten?  Gegen  die  unausgesetzte  Befiirderung 
von  Anslrindeni,  die  man  jetzt  fast  in  allen  obersten  und  besser 
dotierten  Kirchen«tellen  fand,  regle  sich  wohl  der  Widerspruch 
der  einheimischen  Geistlichkeit,  die  in  diesem  Falle  die  Unter- 
stützung des  Herren-  und  Rilttirstandc»  dankbar  begi-lißle:  da- 
durch, heißt  es  in  den  Landschaftsbesehwerdeii,  dem  Prilhiten stand 
nicht  geringe  Verschimpfung,  Spott  und  Schmach  wideriUhrt, 
als  wenn  unter  den  Prälaten  und   in   den  Konvoutcn  uicht  ein 


I 

I 


'  Aktoa  unil  Kt»rrL>spunilouzuii  zur  Goaclitchto  dar  (fa^nrufünaatiaa  uiitor 
FonUnand  U..  Nr.  'ib,  liü.  17&. 


*  Nr.  181,  t02 


■  Nr.  179. 


*  EUntU  Nr.  1. 


XCGt 


War£gvr  wlic     SoOtaB  fio  PnlMe« 


m  üuv  IGtto 


wDco  ufttxii  bhq  tehifB)  am 


«<re   filrwmkr  meM  wtimBA,*    Aber    wdcln   Ekwvte   «eli 
li^tT  ts  £eMr  biAofindes  Oiirttii  litciit  bcdaadiM,  Mb  fc&oo 

Cb  DvcUttn^  der  0<yMiifwMalioB    iiiit ■■■■  wM, 

■■^  man  as  dem  Böspide  d»  Pfiwma  von  Vdbeb  taehtm/ 
dua  die  Bttif^^  md  mix  Ree^  m  rerfeiBdec  sind,  da£  na  nr 
den  Kwiiwlwit  erkliiCB,  lüdu  sw  Eommiinioci  sa  geliea, 
hia  äe  Kiek  etaen  aadecec  PCura*  babea,  sad  der  sehfiefiEch 
Kin  He3  a  der  Fhefal  socbL  Nodi  Iiib**'  Ii^«»  ^  IKi^ 
■ü  deta  P&nvr  Toa  Aaaae^  der  ai^  jAv  das  P&rrfaofea  T«r- 
weeea,  ab  aein  Weäb  tob  aicfa  latse«  wiff.'  Bei  dieao-  La|:e 
der  Ka^  kemle  der  Wate  WiDe  der  vorpeattMiat  BebOrden 
■eng  Fruchtbares  nditen.  M&o  lese  die  bewe«iieken  Klage«, 
Ulf  der  Abt  run  AnaUatam,  Emecicli  HoKtor,  noch  tin  Jabre 
IflOS  an  des  Fatriartbe»  voo  Aquäeja  nebtet'  In  der  gaikaen 
Gegend  am  ViHacfa  sidit  «a  s^liiiuii  attä;  »ttcb  mit  drr  Stadt 
aalbat;  der  Kaptao,  dem  die  Leate  nocb  am  neiaten  xolaofin, 
ist  eiii  Ctmtmhmmrim$,  der  ebw  «ine  ITfJU.  ■!■  seine  Konka- 
biae  aii%ibL*  Am  9.  September  acbrabt  er:  der  P&rrer  Ton 
Sc  Hiebael  in  Bose^  ftthre  ein  so  akanaatews  Leben,  daß  ihn 
£e  P&rrienSe  in  der  Kircbr  nicht  dvldoi.*  Waa  aoQ  man  erst 
roQ  P£uTern  Bagea,  wie  dem  von  Kindberfp,  too  dem  selbst  die 
TOB  der  Bc^ienini:  absanndten  Eommtasire  sm^ax,  da^  er  «n 
onrahiger  und  scblecbter  Uenscb  sei  ond  doaico  Abaetaong  sie 
in  Antrag  bringen  '  ?  t>a  war  an  dnea  raadbea  EMdg  der 
Terachiedeoeo  ron  der  Bcf^nin^  getroffenen  Maßregeb  ni<4it 
IB  denken  und  diese  Hemmnisae  der  OtgenTTfurmAtion  seihen? 
der  Wehgeistlicbkett  kann  man  die  gaaae  Segienmgsxrit  Fer- 
dinanda  ü.  verfolgen.  £a  wird  hier  genOgen,  nur  cnnige  Be- 
legBleSen  aoszobeben.  Am  2ä.  April  lOIO  schreibt  der  Propet 
Sdnatian  von  Seckan,  wie  notwendig  ra  t^ei,  in  dorn  gegen- 
virtigen  Angenblicke,  da  sieb  tod  allen  Seiten  Ketao'  gegen 
den  christlichen  Glanben  erbeben,  die  Mißbiüticlte  im  KK-ms 
abantcbaAen,  um  den  Oegnem  allen  Vorwand  für  ihre  Angriffe 
m  nebmeo.     Damit  wird  sich  die  fUr  den  29.  April  einbenüene 


'  Kr.  S«. 
»Et 


■  Xr.  ttao. 


'  Nr  UU 


IfUillM 


loniB  error  uoa 


'  Nr.  U91,  149S. 
in  koc  mihi  ooniuiMo  ftreki- 


dtocBttaia 


Kr.  Itöä. 


'  Kr.  1704. 


Synode  za  bcsehUftigen  hnbcn.'  Daß  »liestr  Klcnis  in  liuhem 
(«radc  refuriiibodürftip  war,  wird  mnn  den  Ucnierkuiigcn  ent- 
nebmcii  dtirtcn,  die  Kmericli  MoIit«r  von  Anitildst^in  Über  den 
f>;csaintcn  Klerus  in  Kärnten  mncLt.'  Überliaupt  eclicint  es  mit 
der  Gcistliülikcit  in  Obrrka.rnten  am  scldech testen  bestellt  ge- 
wesen zu  sein. 

Kntspraclicn  die  ZastÄüdc  in  den  Kreisen  der  Weltgeist- 
lichkcit  nach  keiner  Seite  liin  den  WflnsL'hen  cb-r  hi-'t  Hof  maß- 
gebüudeu  Pt^räüulielikeiten,  was  soll  man  da  erst  vom  Rcgular- 
kleruB  sagen?  Was  uns  Über  die  ZasUüide  in  den  iniuM'öoter- 
reicliischen  KJöstem  jener  Zeit  überliefert  wird^  die  Fortrütfl, 
die  von  jruten  zcilg^cnftssisclicn  Schildercrn  von  den  Prillnteii 
von  Rottenmann  und  PölUu,  OritTen,  Ariioldstein  usw.  entworfen 
werden,  all  das  nimmt  sieb  geradezu  graucDvoll  ans  nnd  man 
wKre  geuei^,  sulebc  Zeugnisse  nicht  als  walirlieitagelryu,  senilem 
bIö  lendeuÄiÜäe  Übcrtn^ibiingen  parteüselier  Skribenten  zu  be- 
zeichnen, lögen  uns  bierllber  nicht  die  nnsflihrlichen  Visitations- 
Protokolle  aus  dt-n  ein/rbwii  KIiJ!*ieni  selbst  oder  genaue  Schil- 
derungen deö  am  Grazer  Hofe  weilenden  Nuntiua  vor.  Es  mag 
genügen,  hier  an  da»  Rußerst  wichtige  VisitaLionuprotokoll  des 
Klostei-s  Griflen  in  Kumten  aus  dem  Jahre  1584/  oder  iin  das 
Schreiben  dea  Nuntiua  Andrea  Caligari;  ISisehofa  von  Bertinoro, 
vom  21.  Juli  1Ö86  au  Erzherzog  Karl  11.  Über  die  Prüpsto 
Zocharias  von  Voran  und  Sebastian  von  Stainz,  Ubor  die  von 
Pollau  und  Rottenrannn  —  qualuor  vtros  onmibtts  nolis  turpUu- 
diuis  insignes  nennt  sie  der  Nuntius*  —  oder  an  die  Angaben 

'  Kr.  18«B.  ■  Nr.  14S6. 

*  S.  mainsn  Aub.its  ,Aus  dnr  Zeit  ilar  Oegenrof<iriiialioii  in  KUnil^n.  Die 
beabsichtigt«  £inv«r1olliuug  der  KlOster  Arn»ldflt<iin  aad  Oriffoii  iii  (loa 
Jo»uil«nord«n'.  CvinthU  XO.  Ud.,  a  I  ff. 

*  S.  mfüne  Alihündhin^  .RrxIiArxni;  Karl  II.  itiiil  diß  Vr«^o  «I^r  F.rrIc.htuQ|( 
oino«  KtoGtorralPfl  illr  Inncrii^torrcicl)'.  Archiv  f.  üotrir.  (loschichte  M, 
31&,  S44.  Itie  bei<lon  Krililür  MurJiiUrli,  i*rK|kflte  von  Hilllau  und  Kotteti- 
luftuii,  tionnt  CaltgJiri  dudum  iam  totiu»  intemptranliae  reor  iti'/ue  aduUfrii, 
ituxiitu»  tt  MicnVe^'i.  Cbüf  Peter  Mituliltscli  r.  moino  Akten  und  Korrc- 
■pondsiisea  znr  Gwchirlite  der  Gogsurofurmitioik  unt&r  Encliunug  Karl  11. 
FonU*  rer.  Aiutr.  2,  fiO,  S.  667— 6Cl>,  671— 67.1  —  a»tor  FBrilLuanil  [I. 
S.  108/9.  Soina  Abbitta  im  Landtoj;  S  lao/l.  Ober  die  ZwstHiide  tu 
Rottanniann,  t'jillftii  und  don  NoDiionkli'lntern  usw.  a.  niuitio  (iusdiiclito 
dar  Itofwrnintiuii  und  Got^enrefornintion  S.  fi'i  IT,  605  ß'.  Übor  Kiwloii« 
■.  tiietn«u  AufNftlK  ,Kur  Kritik  des  RcnuIvoz,  Ein  IteitrAR  «ur  HiKturio- 
i;rii)iliiv  i|.T  <;"i:*'iirpforni.'itic>n  in  limerflitorreich*,  M.  I  0.  G.  XXI,  l«'». 


CI 


der  Chronik  des  Klustcra  HottcniDiinn  nm\  aiidoi'cr  ^ciclizcitigor 
Qtiollcn  zu  erinnern.  In  den  meisten  Klöstern  war  bis  an  die 
Wende  deä  Jalirhoiidcrta  wenig  gobeti»ci*t  worden  und  ^ermle 
die  Parteigänger  der  Oepjnreformation  aus  dem  einen  und  dem 
anderen  Kloster  —  die  Peter  Muehitsdi  und  -lakob  Rosolenz  — 
sind  bOchst  anrttchif?«  Personen.  WVnn  dicaer  Re^ularklorus 
versafite,  bo  lap  es  wolü  nahe,  daß  an  seine  Stelle  jener  Orden 
trat,  der  durch  seinen  Katnpfeseifer  und  seine  bisher  erzielten 
Erfolge  die  anderen  Überflüssig  zu  machen  schien.  Die  Jwuiten 
werden  schon  von  Karl  II.  und  setner  Gemalilin  Maria  mit 
Gunst  und  Gnaden,  Khren  und  ]k:sit2  Uberüchüttet,  nur  daß 
ihre  Stellung  in  den  beiden  ersten  Jahrzehnten  noch  keine  so 
gefestigte  ist,  um  den  entscheidenden  Kampf  mit  dem  Protestan- 
tismus im  Lande  mit  Aussieht  auf  Erfolg  aufnehmen  zu  können.^ 
Nach  beiden  Seiten  hin  suchte  man  die  ÜbelstJtnde  zu  besei- 
tigen. Zonüehst  im  Weitklerus.  Wo  es  möglich  war,  wurden 
schlecht  beleumundete  Ptarrer  durch  bessere  ersetzt,'  wobei  die 
städtischen  Magistrate  nicht  selten  itclbst  mitwirkten  oder  die 
Anregung  gaben.^  In  vielen  Fällen  ist  ein  Ersatz  nicht  mög- 
lich. Der  eifrige  Abt  von  Amoldstoin  spricht  über  einen  Pfarrer, 
der  der  Sache  der  Gegen reformaüon  ergeben  ist:  Kr  ist  ja, 
stgi  er,  ein  Concubinarius,  weil'«  aber  commuHts  error,  kaua 
ichs  derzeit  nicht  ändern.*  Die  neuen  Pfarrer,  die  sieh  bc- 
wihren,  werden  in  jeder  Welse  begtinstigt.  Man  kommt  ihnen 
in  ihren  Steiiernölen  r.n  ITÜte.  iSo  ergeht  z.  B.  am  31.  Jnli  1000 
an  die  tfleirifcheu  Verordneten  der  Befehl,  die  Steuerrückstiludcj 
ansgescbnfFter  Prüdikanten  von  den  jetzigen  Inhabern  der  Pfarren 
nicht  einznfordeiTi  :*  ja  es  kann  vorkommen,  daß  ein  solehor 
none  Pfarrer  Kokuperationen  einleiten  muß,  da  er  im  widripren 
Falle  von  den  Uoligionsreformalionskommissilren  zur  lieeheii- 
Bcliaft  gezogen  würde.  So  meldet  der  Judenburger  PfaiTcr 
Leonhard  Todseisen,  er  fllr  seine  Person  möclile  ja  den  Garten 
vor  der  Stüdt  nicht  in  Anspruch  nehmen,  es  wurde  ihm  aber 
namens  des  J.andesi1ir8ten  von  den  Komniis^Lren  anbefehlen.^ 
In  .ihnlicher  Weise  wird  aneh  in  KJlrnten  vurgi-gimgen :  dem 
Kaplan  bei    Ät.  Marx   zu  Wulfsberg   wird   der  Auftrag   mtcilt, 


*  8.  bierübor  die  AoBfflhruDg^en    lu    iiiMiior    CiäaclücLtc    int   Itefonnation 
«ad  Oegeareformstion  in  <!fin  ««iierroi^^hiwho-n  T-Jlndcm,  H.  2.11  ff.,  478  (T. 

'  Nr.  1130.  •  Nr,  I2W.  *  Nr.  1486,   UÖO.  «  Nr.  lOM. 

*  Nr.  1067. 


CII 


uicht  bloß  das  Boncfijüiumi  St.  Stcphnii,  sondern  auch  andere 
Güter,  die  zu  diesem  Benefizium  gehören  und  von  denoii  er 
Kandc  erliült,  einzuziehen  und  sich  ihrer  ,habhnft*  zu  macheti.' 
In  vielen  FflUen  wird  an  die  Gegcnrefonuntiou  der  at^htziger 
Jahro  anguknUpft ;  nur  daß  diu  cntsproelicnden  Dekrete  mit  einem 
gaiiK  anderen  Ernst  und  mit  Nachdruck  durchgeftlhrt  werdcu. 
Es  mag  genügen,  hier  au  das  Verfahren  in  der  Angt*k'.j;enheit 
des  PrluUkauten  Georg  Wehpj'  oder  an  jenes  gegen  Odontius 
zu  cnnncm,  das  in  den  weitesten  Kreisen  Aufsehen  erregt  hat.* 
Wenn  also  Jetzt  in  den  Tagen  Ferdinands  II.  den  evangelischen 
Schul-  and  Kircliendicnera  befohlen  wird,  sich  nach  acht  Tagen 
,bei  Vorlierang  ihres  Leibes  und  Lebens'  nicht  mehr  im  Lande 
finden  zu  lassen,  so  sind  es  nicht  mehr  wie  in  der  ersten  I'liatio 
der  Gegcnrefonnation  leere  Worte,  die  nicht  zur  Tat  worden 
können.  Und  so  werden  hucU  die  sonstigen  Dekrete,  die  an 
jene  Zeiten  anknüpfen,  strengstens  durchgeführt.  Dem  Adel 
wird  sein  Vopteirecht  über  die  K.irchcn  nicht  entzogen,  aber 
er  ist  gehalten,  keine  anderen  als  katiiolische  Pfarrer  zu  prU- 
eentieren.  Ferdinand  U.  selbst  ist  oberster  Vogt  aller  in  seinen 
LUndem  gelegenen  Gotteshäuser  und  als  solcher  verpflichtet,  auf 
die  rechtmäßige  Besetzung  der  Pfarren  zu  achton.'  Daß  sich 
aus  solchen  VerflJgiingcn  in  der  ersten  Zeit  die  schwierigsten 
Prozesse  entwickeln  mußten,  welche  die  Interessen  der  angese- 
hensten Familion  des  Landes  Wrühron  mußten,  liegt  klar  auf 
der  Hand.  Es  mag  gestattet  sein,  an  das  Vorgehen  gegen  die 
Familie  Khcvenhüller  in  Kilmten  oder  Aucrspcrg  in  Krain  zu 
erinnern,  welche  beide  hiedurch  in  die  schwierigste  Position 
gesetzt  wurden. 

Da  der  Friedhof  eines  Ortes  zu  dem  Ootteshaase  dusolbst 
gehört,  darf  auf  ihm  in  Zukunft  kein  ,unkathohscher  Körper' 
mehr  begraben  werden.  Wenn  also  jetzt  Christoph  Oall  von 
Gallcnhofen  ciue  Niiherin  auf  dem  Ortsfriedhofe  zu  NeuliHuael 
begraben  läßt,  hat  er  nicht  bloß  diesen  unkatholischen  Körper 
wieder  ausgraben  und  den  Friedhof  rekonziliioren  zu  lassen, 
sondern  noch  als  Zugabe  eine  Strafe  von  TjOO  Dukaten  zu  be- 
zahlen. Von  jetzt  an  kann  kein  Protestant  mehr  in  einem  ge- 
weihten Friedhof  beerdigt  werden,  andererseits  ist  es  aber  ver- 
boten,  eigene    Friedhi^fe    aufzurichten    and   die    aufgerichteten 


'  Ni.  UM.        »  Nr.  i7S.         ■  Nr.  1403—1410,  1417,  U34.         *  Hr.  331« 


CIU 


KtrrdcD  zerstört.  Was  bleibt  da  (Ion  Pn>u-><taaten  andorea  Ubrigj 
ala  ihre  Toten  ^uf  tmer  StnU3c'  ku  l>e(irilig:cii.  Abpr  ancb 
das  ^ht  nicbt  an,  denn  wenn  sie  tA  tun^  verlangt  das  Pfarr- 
amt Hcricbt.  wer  ihnen  die  Erlaabois  hierzu  ^^Iksii;  sie  werden 
trocken  bedeutet,  daß  sie  dies  nie  nnd  nimmer  veranlvrorten 
kSnnrn.  Wo  kami  dann  also  ein  Proteetant  seine  Toieu  be- 
graben? 

Den  Gnmdsata,  daß  niemand  im  Lande  dem  betreflfcnden 
Pfarrer  in  «ein«  pfarrlicheii  Rt-chto  jrreifen  dOrfe,  daß  deiiiiiach 
keine  Taufe,  keine  Kopulation,  kein  Leichenbegängnis,  kurz 
kein  kirchlicher  Akt  von  einer  anderen  Stelle  ak  der  allein 
siUtXndigen,  und  diese  ist  allein  der  katholische  Pfarrer,  vor- 
gimoininen  werden  kann,  hat  der  Grazer  Pfarrer  Laurentius 
Sonnabontcr  danrhgissotzt.*  Darnach  hat  kein  protestantisches 
Exenitimn  im  Ijande  auch  nur  die  mindeste  Berechtigung  und, 
nenn  es  seil  diesem  denkwUrdigeu  Tag  —  dem  13.  August  1598  — 
dem  protestantischen  Adel  noch  auf  kurze  Zeit  gelassen  wird, 
ist  es  ein  Akt  der  Qnade.  Wehe  aber,  wenn  sich  ein  anderer 
Angehöriger  der  Ansgsbargischen  Konfession  auf  tlas  Schloß 
eines  Herren  begibt,  um  etwa  sein  Kind  dort  taufen  zu  lassen. 
Der  Betreffende  verfUIlt  einer  hohen  Geldstrafe,  der  Adelige 
muß  sofort  den  Prrtdikanten  absclmfien.  Und  wenn  Dir,  schreibt 
Sonnabenter  den  Lehrern  des  Wortes  zu  Grnz,  sonst  bestens 
qualifiziert  wUret,  es  gebührt  Euch  nicht,  in  meiner  Pfarre  nacli 
Eurer  Slanicr  Kinder  zu  taufen,  Beicht  zu  hören,  das  Abend- 
ihl  zu  Bi>eudcn,  BrauÜeutu  zu  kopidicren,  Tote   zu  begraben 

ior  zu  predigen.  Dos  Dekret  vom  13.  Boptember  1ö.^8  /.ioht 
dii'  Folgerungen  ans  des  Pfarrers  Grundsatz:  es  verfligt  die 
Ausweisung  der  Priidik.snten  aus  allen  laiidesftlrstliehen  StJidten, 
Märkten  nnd  Bezirken  und  die  Aufhebung  des  Stifts-,  Kirchcn- 
und  8cbulministereriums  im  Lande.    Alles  weitere  ist  die  not- 

rcndige  Folge  dieser  VcrfUgungen.  Der  Landesftlrst  ,mOehte 
vur  dem  gestrengen  Kicli teilst uhl  Gottes  und  allen  iieiligen 
nicht  verantworten,  wollte  er  dcrgloichon  KxcrcilUi  \n  seinen 
eigen  Iura  liehen  Städten  und  Märkten,  zumal  gleichsam  vor  seinen 
Y^ngen  und  Ohren  noch  lilnger  ansehen  und  anhören'.'  Jetzt 
mOssen  (Mr  alle  Kirchen  im  Lande,  die  vakant  sind,  ,taugliche' 
Pn«8ter  prftsentiert  werden,    widrigenfalls   das    Kollntlonsrecht 


>  Kr.  498/9,  r  Kr.  &AI,  &bl. 


•  Nr.  «fi,  848. 


CIV 


verloren  geht'  Die  PrÄdikantcn  raüsscr  «bzteheii.  DiiA\r,  daß 
bei  ihrem  Abzup  seitens  des  ,pemeincn  PöWs*  Iti-iiic  II*-- 
volUi  calstfbt,  liHbcii  die  SUultmogri »träte  zu  sürjrcii.'  Die  uüchstc 
Maßre^^el,  dio  zur  Durelii'übriuip  kuiitiut,  i»t  diu  Ziii'Uckfordorung 
aller  deu  kiitbüliucbcn  Klri-iten  entiVemdoten  Glltor.'  Wer  da 
weiß,  daß  Jxist  die  laudesftlrstliclit^n  Bebürdeii  in  den  Tafjeii  der 
großen  TUrkojinol  und  des  allgoracinen  fieldmangols  mit  dor 
^Alioniening*  geistlicher  OUter  den  Anfan^r  gemacht  und  aie,  trotz 
des  Widcrspruehs  der  freistUehen  Kürporaticuum,  aucli  dureh- 
pcsetzt  und  durch  spittert-'  Verfügungen  vermehrt  haben,  dor 
weiß,  daß  dies  geiötliche  Gut  zumoist  durub  den  triftigsten 
ilechtsütci  in  die  Hände  neuer  Hceitzer  gekommen  war.  Jct74 
nioeht«!!  diese  zusehen,  ob  ihre  Titel  beuchtet  würden.  Ks 
mochte  nocii  als  ein  günstigca  Vorh&Itnia  betrachtet  werden, 
wenn  der  Kilufer  ohne  Rücksicht  auf  die  Steigerung  der  Werte 
und  der  vurgeuommeneti  MelioratioiLcti  die  ursprüngliche  Kaur* 
summo  wieder  erhielt.  Triumphierend  berichtet  der  Abt  von 
Neuberg  dem  Frirstbischof  Martin  Brenner,  daß  es  ihm  go- 
Inogcn  8oi,  cntfrennlote  KirchengrUndc  wiederzugewinnen,  ohne 
Eut8chHdif*ung  leisten  zu  niilssen.*  Wenn  auch  der  Plarrer, 
der  mit  ueiner  Geniemde  in  Frieden  loben  will,  wie  der  obeuer- 
wttlmto  Stadlpfarrer  von  Judenburg,  nut*  die  Vorualimc  von  Hc- 
kupcratiüueu  verzichleu  möchte:  er  darf  es  nicht  Desgleichen 
werden  uon  alle  von  den  Protcstnotcu  letztwillig  t\lr  ihren 
Kireheu-  und  Schuldieuet  gestitteteu  Legate  eingezogen :  der 
Landesfiirst  seibat  wullc  hierUbei-  Verfügung  trelTcn,  d.  h.  sie 
Bur  Förderung  des  katliolisehen  Gottesdienstes  verwenden.* 

In  den  Stitdten  und  Mitrklen  wird  nun  der  Pfarrer  dio 
wichtigste  l^ersüuliclikeit;  die  Reformationsordnungen,  die  das 
1^1>cn  daselbst  neu  zu  regeln  haben,  wciaeu  ihm  die  eititti  Stelle 
zu;  er  ist  der  Anwalt  der  Stadt,  der  illr  die  Erhaltang  der 
neuen  (Ordnung  zu  sorgten  und  nicht  nur  auf  die  kirchlichen 
Vcrhjlltnisse  der  Stjtdt,  eondeni  auch  auf  dio  Polizei  sein  Auf- 
sehen hal)en  muß.  Und  wie  dor  Pfarrer  den  ereten  l*hita  in 
Städten  und  Mtlrkten  zugewiesen  erhillt,  so  wird  nun  daruui' 
gesehen,  daß  dor  Priilaten stand  auch  in  der  Lantlesverwaltung, 
waa  ihm  seit   vielen  Jahrzehnten   veinvehrt  gcwoson   war,   eine 


'  Nr.  63i. 
•  Mr.  1260. 


Nr.  Mb,  548. 


Mr.  MO. 


Nr.  971. 


4»  m  Mgwt 
d»  aaABnm  «n  !  — L**H  ml*  Dttask  wini  du  Bft- 
gAren,  dm  too  Maniii  Bnmmm  grawlh  tsi,  rartckggwMaen. 
Es  IM,  bafit  w  iD  ikf  MoÜTiaraafc  teil  mardcaUkben  Jakreft 
ber  Sitte,  daß  lusn  PriUx  im  Vawdartf  ■ittd  litA  liaa  «»- 
minien  an  Juton  Viertel  eine  ^Tirebl  Pwonen,  die  snm  Vor^ 
•rdneiammc  mag«  und,  wer  daui  die  lUjoricu  der  Stimmen 
Imt,  der  wird  Verordneter.  I>»  geachAa  nicht  aas  MifitnuM« 
gegen  die  Priiaten,  sondera  na  sie  der  lehweraa,  dca  Vcnrd- 
ocMd  ebfieeeodea  Arbeiten,  Kriini— ulim,  bcscfawctficbfli  Baiaf 
anr.  xa  Sbcafaebea.  Am  lö.  Jannar  1599  crecbiap  dann  «ia 
landealintfiebes  Dekret  an  die  Verurdnrteiir  darin  iharn  nidit 
faloB  ati^getiajrDu  wurde,  in  ihre  Slitta  eiaen  Geistfiohea  auf- 
amdaaeB,  soadeni  aocb  die  Wtkaag  '■*^''—  erarr  daß  die 
Wahl  dea  Abtee  von  Admont  dem  T^andesfhfrteu  genehm  aeL' 
Dib  Verordneten  keantoi  ron  nen  an  nicht  mehr  in  der  ahen 
UnbeGuigenbeit  aber  ihre  kirchlicheB  —  die  protestantischen  — 
IHngQ  beraten,  den  SickcJ  des  Landes  nicht  mehr  f&r  kirch- 
liche and  Schoizweeke  in  Anspruch  ndunen  and  waren  pe- 
nOligt,  filr  Beeattmgen  kirehÜcber  Angdeganbeiteia  eigeoe  Ans- 
sch&sse  sa  bilden.  Jetzt  rorBcren  die  Vcrordnetenprotokolle 
ihren  Wert  als  Quelle  für  die  Geschichte  der  kirehlicfaen  Zu- 
stlnde  im  iAnde.  Kineo  weiteren  Schritt  machte  der  IVklalen- 
staikd  and  die  katholischen  Uerreo  und  Lsndlente,  als  sie  ara 
4.  Febrnar  ItilÜ  an  den  Landtag  daa  IW^rchren  stellten,  daß 
ihren  GlaabcnageiUMaBn  bei  den  Ämtern  überbanptr  es  eeioB 
VererdneteastBlIen,  Jostiz-,  Kriefrs-  and  Andi>n>  l^andesoffiiienj 
dsr  gleich  Zatria  gestattet  werde,  wie  den  Mit^edem  der 
Angsbnrpschen  Konfession;  die  p^buhrcnde  Gleichheit  aei  da» 
^oldetie  Band,  das  nicht  rerwahrlost  werden  solle.'  Das  Heispiei 
der  Steirer  findet  in  Krain  Nachahmung.  Schon  am  !^3.  Februar 
lÖOl  nidien  die  kathotiscben  SUlnde  eine  Beechwcnleschril) 
aa  den  Landtag  ein,  in  der  sie  anter  Hinweis  darauf,  wie  dio 
Verordneten  bisher  die  Slittel  dca  Landes  fUr  ihre  kirchlichou 
Zwecke  in  Anspruch  genommen,  die  Reiche  Zahl  von  Vcronl- 
neteasteUen  fUr  sich  begehren,    ^ohoe    deren    Beisein    und   Zu- 


cvi 


«timmunf:^  nichts  verhandelt  und  anjieschafft  werden  hoII'.^  Im 
Mai  kommon  sie  auf  ihre  Wünsche  zurück,  und  der  Bischof 
Thomas  Krön  vorlanpt,  daß  die  licsetzan^  der  ricrten  Vcrord- 
netenatelle  dem  Wunsche  des  Erzherzogs  entsprechend  auf  einen 
Geistlichen  falle.'  Aber  noch  ist  in  Laibach  die  Mehrheit  unter 
Hinweis  auf  den  40jilhripor  Itraut-h  do^'-e^en.  Viel  spflter  kommt 
die  Sache  im  Klagenftirter  Landtage  zur  Verhandlunf^.  Am 
27.  Februar  1611  stellt  der  salzbarpgche  Vizedom  namens  der 
katholischen  Herren  und  Landlente  das  Ansuchen,  daß  bei  Kr- 
Setzung  der  landschaftlichen  Amter  zwiecheD  K.-itliütikeii  und 
evangelischen  die  gebllhrerde  Gleichheit  erhalten  wordo.'  Nach 
länfierem  Verhandeln  erklären  sich  die  protestantischen  Stände 
bereit,  ,außer  einem  poigtlichßn'j  den  liatte  man  also  schon  vor- 
de-m  unter  die  Verordneten  auig:enommen,  noch  einen  weltlichen, 
,aber  ans  putem  Willen,  durch  freie  Wahl'  aufzunehmen.*  So 
wird  die  Landesverwaltunpf  den  protestantischen  Stünden  all- 
mählich aus  den  Hunden  genommen;  dfiii  da^ef^en  pro tcstin tische 
Herren  unter  die  Hof'bearaten  auffjonommen  worden  waren,  da- 
von ist  natürlich  keine  Kede.  Wir  verziehten  darauf,  diese 
Knt'vricklunp  aust'UhrJicli  darzustellen,  damit  wird  sich  die  Ver- 
waltungftgeschicKte  InnerÜsterretclKi  während  dieses  ZeitraumoH 
zu  befassen  haben. 

Einu  fitarko  Erregung  gali  eich  in  den  Ivroisen  der  StÄnilo 
in  Krain  knnd,  als  die  geistlichen  Mitglieder  des  Landtages  das 
Verlangen  Bt«llteu,  von  der  persönlichen  Erscheinung  in  den 
Landrechten  enthoben  zu  sein.  Denn  von  diesem  Pnnkte  war 
nur  noch  ein  Schritt,  und  die  (jelsttichkeit  wellte  von  weltlicher 
Oorichtsbarkeit  nichts  mehr  wissen.  In  der  Tat  las  der  Bischof 
Krön  in  der  Sitzung  vom  14.  Milrz  1603  ein  pitp&tliches  Rrcve 
vor,  daß  er  keiner  welllichmi,  nur  der  geistlichen  Obrigkeit 
untergeben  sei.*  Der  Landtag  wandte  sich  an  den  Erzherzog, 
damit  es  bei  den  alten  Gebräuchen  verbleibe,  aber  schon  am 
8.  April  konnte  Krün  mitteilen,  die  llefreinng  tler  infnlierten 
Trälaten  sei  bereits  beschlossen  und  bedürfe  einer  weiteren  Be- 
ratachlagnnp  nicht.  Klagend  bemerkt  der  Landesverweaor:  die 
Landschaft  habe  es  nicht  verdient,  lun  dieses  l'rivileg  zu 
kommen.'     Es  dauertA  kaum  ein  Jahr,  da  konnte  man  oben  in 


*  Nr.  IU9.  »  Nr.  1380.  ■  Nr  1928. 

*  Nr.  1933,  1933,  ISSfi/«.  •  Nr.  1167.  •  Nr.  1171 


cvn 


[rain  die  Klage  hören,  «laß  »o  viele  Oliripkuiten  im  Lamlu 
wden  und  daß  der  Kammerprokunttor  and  die  RcHgionsrelbr- 
mAlionskommiseflre  im  Laude  {.'t-bietcn.' 

EkiQBclben  Eifer  beknndetc  Krün,  als  ca  sich  nm  die  Re- 
form der  krAtnischen  ^pSnordncmg'  handelte.  Hier  spielte  die 
Frage  der  Rokaperation  gtiistlichor  GUIvr  in  dem  oben  ang:e- 
doQteten  Sinne  die  OauptroUe.  Ganz  abgesehen  davon,  daß 
ee  nadi  den  von  der  Geistlichkeit  im  Februarlandta^  160Ö 
«otwickeltcn  Theorien  faet  anmögUeh  wurde,  rtlcksUlndigc  Steuern 
Ton  den  Geistlichen  einzutreiben,  Tcmimnit  man  hier  schon, 
^daß  die  Geistlichen  den  'VS'^eltliclien  die  OQter  mit  bon'chrler 
Hand  abdringen',  und  man  beschHeßt,  den  Erzherzog  zu  bitten, 
daß  es  bei  dem  mit  Zustimmung  Ferdinands  1.  erfolgten  Ver- 
kauf der  geistliehen  GUter  sein  Bewenden  haben  solle.  Andere 
Fsüe  mOgeo  Tur  der  Schranue  entschieden  werden.' 

SeHist  in  unbedeutenderen  Sachen  tritt  der  Eifer  dos  I*ai- 
hacher  Bischofs,  dem  geistlichen  Stand  bei  jeder  nur  mögltehen 
Ofll^enhett  den  Vorrang,  selbst  vor  den  Vertretern  deä  Landes- 
Anten,  zu  wahren,  hen-or.  So  wenn  er  verlangt,  daß  ihm  bei 
den  Musterungen  der  GtÜtpferde  der  ,Diirchritt*,  d.  h.  der  Vor- 
ritt gewährt  werde.  Er  muß  sich  von  dem  LaudcsHlrsteu  bu- 
k-hrcn  laBBcn,  daß  in  solchen  Fällen,  wie  man  den  seit  15Ct 
Torgcbrachten  Mosterregistem  entnehme,  die  Undcsfllrstliehen 
Obrigkeiten  stets  den  Vorzug,  die  Bischöfe  zu  Laibsch  und  die 
anderen  geistlichen  Landleute  stets  den  Kachzug  gehabt  haben.' 
Man  wird  nach  alledem  die  große  Beschwerdeschnft,  welche  die 
krainisehe  Landschaft  gegen  Krßn  einlegte,  begreiflich  finden/ 
Keiner  ist  gegen  diesen  protestantischcu  Herren-  und  Ritter 
id  schneidiger  zu  Felde  gezogen,  als  er:  man  sieht  diesen 
iftvoUen  KirchenAlrsten,  wie  er  in  Krainburg  vor  der  vcr- 
■uumelten  Monge  das  volle  Weinglas  in  die  Hand  nimmt  und 
Oft  mit  den  Worten  leert:  dieser  Trunk  Wein  hoII  ihm  das  ITerz 
abstoßen,  wenn  es  ihm  nicht  gelingt,  die  Herren-  und  Lundleate 
in  Krain  binnen  drei  Monaten  zu  reformieren  oder  aus  den 
Erblanden  des  Landesfilratcu  zu  treiben.  Soweit  kamen  die 
Dinge,  daß  der  kraiuischo  Herren-  und  Rittorstand  diesen  Geg- 
ner in  den  Landtagssessionen  nicht  mehr  dulden   wollte.     Der 


■  Hr.  IC06,  •.  «neb  die  inlereaMuite  Mr.  170S/3 

■  Sr.  IMS.  *  Nr.  1734. 


'  Nr.  l&M. 


cvin 


Erzhonsop  hatte  p'oßt'  MiiliP,  Hio  crropttm  Gomtiter  za  beschwioli- 
tigtMi,'  er  koniitr"  alii^r  ilot-li  nk-lit  umliiii,  dem  ßiscliof  die  ge- 
bührende Müdoration  anzuboiehlcn. 

8»  ungtihciiiT  Fortsclirittc  liatto  rlio  Rcatanrnlirin  der  ka- 
Üiolischen  flcistlichkeit  in  dem  Zeitraum  weniger  Jahre  ^maoht; 
jitUt  kiiuKMi  von  »lleii  .Seilen  H Jobs [>08 ton  an  diu  Repfnmp, 
die  sio  keiiioii  Au^'cnbliuk  »lariibtir  im  ZwiMlt;!  lloßiin,  daß  an- 
gßBichtB  dtir  Zostiindo  in  StAdtoii  und  Mjtrkt«n  und  der  8tim- 
muiig  im  n«M'fnii-  will  Hitt«rst«ndc  cino  nhiTiuali^e  Unformatioii 
dringend  not  tue.  Am  1.  .lauuar  1617  sandte  Ferdinand  II.  an 
Krün  und  den  Vi»edom  ein  Schreiben:  sie  werden  ans  dorn 
beilieg^oiiden  Momorandum  entnehmen,  wie  Bcldecht  es  in  Krain 
sowohl  mit  dem  politischen  nU  nueh  mit  dem  Kdipunswesen 
bc^lvllt  i«ei.*  Sofort  sei  ein  anKHihrliclier  Dericht  und  oin  rttl- 
liebes  Ontachlen  bierllber  oinzuaenden.  Drei  Tage  itnvor  sandte 
Marx  Sittich  einen  gleichen  Bericht  tiber  die  ZuBUltide  in  Kürnten 
an  den  Erzherzog^  und,  wie  die  Dinge  in  Steiermark  lagen, 
konnte  man  aus  den  täglich  bei  der  Regierung  einUinfenden 
Beschwerden  der  Geistlichen  entnehmen. 

Wo  waren  da  die  Erfolge  der  Jesuiten  geblieben,  die  eeit 
dem  Beginn  der  Oegenreformation  die  ganze  Aktton  geleitet 
halten?  Und  doch  waren  sie  in  jeder  Weis«  begUnstigt  und 
waren  ihnen  Khren  und  reiche  BL'öitzungcn  in  libcrstrümendem 
Maße  jsugelioasen.*  lu  Steiermark,  Kflrnten  und  Krain  besaßen 
8te  ihre  Kollegi<.*n  und,  wie  man  sie  mit  den  Otltern  der  alteren 
Orden,  die  nach  den  Ansichten  der  Miluuer  der  neuen  Richtung 
ihre  Aufgabe  nicht  erfllUt  hatten  und  nicht  au  erfüllen  vor« 
mochten,  auszustatten  versuchte,  wurde  bereits  an  andenx  Stelle 
erürterl.^  Es  ist  jedesfalls  nicht  ohne  Interesse,  zu  sehen,  wie 
der  Orden,  dem  sein  Stifter  gan»  andere  Ziele  gesteckt  hatte, 
»obald  ea  nur  geschehen   kann,   in  allerhand  Streitigkeiten  um 

'  Nr.  175!»  u.  ».  *  Nr.  2172.  •  Nr.  2170. 

*  tJhOT  Yi-Tenhüugen  an  sio  enthült  dio  Kamiuorrogi»tialur  KarU  II.  und 
Piinllniui(U  n.  (Wien,  Jlaiu-,  Hof-  nnd  StAatMirchlT)  oin  reiches  Mate- 
rial; untur  Ferdin.tnd  II.  bsfcinae»  ilie  ScIiD»kungnn  mit  IbW  und 
gshfla  nun  durch  alle  Jnhrci  nßlner  Kef^ierniif;  hindurch.  Wir  mQMon 
ea  ans  versni'ün,  auch  uor  ßinen  Toil  dieflor  Materiallon  hier  nnza- 
fOhrvti;  v«  initi;  gonOgva,  dio  Tati>Achf<  urwäUnt  ku  hxboti. 

^  Auv  d«r  2«it  ivr  GQfi>i!UTvformiitiun  in  Kärntuii.  Hit.'  bL''tibficbtig'lo  Ein< 
verleibun^  der  KlOstor  Araoldstaia  und  GrilToo  in  deu  Jesoiteocrden. 
CArintbia  XC.  S.  1—21.  B.  aucb  Stnrzer  tlber  Eherndorr,  M.  L  0.  G.  VL 


I 


iifliaclifJi  Ri^itz  vcrflocltten  ist.  Die  Rolle,  die  er  hii-rWi  spielt,  ist 
selten  eine  schöne.  Sie  im  ninKi-lnen  dnrzustfllen,  licptniulit  in  ilen 
Absicliten^  ilie  diwso  Einleitung  verrollt.  Hier  soll  mir  ein  Niicit- 
tmir  KU  dem,  was  ich  in  moinca  älteren  Arbciton  llbor  die  Be^ilDstt- 
gnng  der  Jesaitenflnruli  daa  Ftirstenliaus  ^'esproelien  hal)fjf;ehoton 
werden,  wie  es  sieli  au»  der  vorliegenden  Aktensuninilting  orpiLt. 
Schon  in  den  Tagen  der  Regentschaft  hatte  sieb  der  Orden  der 
lichevullsten  Rtteksiuhtnahme  des  Hole»  zu  erlreuen/  oft  gonuj^ 
EU  Ungunsten  älterer  Orden.'  Selion  im  FrUhjahr  1602  erhebt 
er  den  Anspruch,  ab  Besitzer  des  aufgelü&ten  Klosters  Fletnach 
in  Krain,  Site  und  Stinimo  im  Landtng  zu  erlialten;'  zwei 
Jahre  spater  verlangen  sie,  in  den  Besitz  der  Prildikantenhiluser 
gesetzt  zu  werden,  die  die  Kraincr  Landschaft  an  sieh  genom- 
men baben.^  Sie  mllssen  sich  von  dem  Dompropst  den  Ans- 
sprucli  gi'falhm  lassen:  Mau  wisse  nicht,  welchen  Ansprach  die 
Patres  auf  diese  Hilaaer  haben,  ^'er  allem  ist  es  die  Beliauüiuiig 
Trubcra,  die  sie  zu  erlangen  suchen.^  Wie  in  anderen  StUdlcn 
Bah  man  aueh  in  Laihacli  tue  Kapuziner  lieber  als  die  Jesuiten, 
nnd  die  Suinde  haben  denn  ancb  jenen  gegenüber  eine  offenere 
Haud."  Dagegen  ist  der  Landesfllrst  nnenulldlich  in  Onaden- 
erweisungen.  Am  11.  JuÜ  1G08  erinnert  er  den  Landesvor- 
waltcr  Tun  Krain,  daß  er  das  (.'üllepinni  Soeietatis  Jesu  von 
allen  ontlcren  InstanKon  als  der  der  n.-ii.  Regierung  befreit  habe.' 
Wohl  erhebt  die  Krainer  Landschaft  durch  die  Verordneten 
Rcschwerde  dagegen  *  und  bittet  den  LandesfÜrsten  unter  An- 
/tlhrung  oiae«  PrÄzedenzfalles,  der  sich  mit  dem  Bischof  von 
Oork  ereignete,  es  bei  dem  alten  Stande  bleiben  zu  lassen, 
aber  die  Bitte  hatte  keinen  Kiiolg.  Anch  gegen  die  Übcrpfifl'e 
der  Jesuiten  hielt  es  schwer,  liocht  zu  bekommen;  es  nuig  hier 
nur  der  Fall  mit  der  Wittfrau  Kstlicr  von  (Jlcispach  in  Erin- 
Dcninp  gebracht  werden. 

Wie  wenig  oder  wieviel  sie  sich  um  die  wirkliche  Be- 
kchning  der  Protestanten  sra  schafien  niacliten,  darüber  haben 
wir  leider  keine  hinreichenden  Belehre;  denn  auch  ihre  Jahrt's- 
berichte  bieten  nicht  immer  sichere  Anhaltspunkte  und  die  von 
ihnen  herrührenden  Gesamldarstellangen  Whandeln  ihn-n  Ocgen- 
•tand  von  der  allgemeinsten  Seite  atta.    Dementgegen  wird  man, 

'  Akten  oml  Kont«iM>n<1(in2än  I,  Nr.  193. 

•  Kr.  «36,  471,  .'«6,  08«  i«w.  •  Nr.  1898.  •  Nr.  1B3«. 

•  Kr.  Ii77.         •  Nr.  707.         '  Hr.  l7ßS.         "  Nr.  1769.         •  Nr.  SM. 


ex 


geatütst  auf  dns  gosamto  hier  vorlingeiuln  Aktonm.itorial,  sagen 
(lOrfen,  daß  diese  soyeimnnte  kiitliü lisch«  Reformation  eine 
liücliöt  olx-rlliiuliliclie  war,  die  die  Volkasirelc  kaum  liEM-lllirte  und 
deron  Wirkung  knum  aaf  die  nächste  Stunde  reichte.  Mim  sehe 
sich  nur  die  Arbeit  solch  iMner  IteforniationHkoninilfision  etwas 
nJlhor  an.  Wir  haben  ja  für  solche  Ansichten  ganz  unveriäng- 
licho  wahrheihtgctroue  Quellen.  Da  kommt  eine  Reforniattons- 
kommiBsiou  in  eino  Stadt  und,  wttW  die  lUlrgcr  dio  Ausschrei- 
tungen der  die  Konimissilrc  heglcltenden  SuldatcskA  fürchten, 
fidls  sie  nicht  «[(«horchen,  (irscheinon  sin  anf  daa  erttte  Ooliciß 
der  Kommission.  Gs  wird  ihnen  vorgehalten,  dem  Landos- 
ffSrstfiii  gühon^aiu  /,u  sein,  dio  reclite  Ledire  hei  dorn  ordnimgs- 
niiißinen  l*fan*or  zu  suchen,  darllhcr  einen  Eid  zu  schwüren, 
sudanu  sich  hinnen  drei  Munatc-n  zur  katholischen  Beicht  zn 
ateUen  uiler  d;iH  Land  zu  rilumon.  ,Und  alles  dies',  wigt  der 
Ptieger  des  Hauses  Stubeuborg,  ,nur  gcscliwind  und  eilend; 
ist  keiner  za  aiiiielior  rod  gelassen  worden.  Haben  also  die 
armen  einfilltigen  lenth  gedrungener  not  die  finger  auf- 
gereckt, aber  wie  ich  am  richter  versteh,  wüsten  sin  seiner 
selbst  nit,  wie  oder  was  Bio  geschworen  haben.' 

Niemand  wird  leugnen,  dnß  die  Gegenreformation  in  einer 
gleicli  obefililcldlchr-n  Weise  in  KJageufurt  vorgenommen  wurde: 
,Sic  dürfften',  sagte  man  den  Leuten,  jsicb  nit  forchten.  F,s  sei 
unih  eine  viortelstimd  zu  thuii  .  .  .  .'  Die  Strenge  da  heraits- 
zukehreu,  war  ja  freilich  nnni<>g1tch.  In  dßiu  Fonnular  des 
Jnraraents  für  die  Klagenfurter  wird  denn  auch  außer  dem 
allerdings  etwas  verfjlnglichon  Gehorsaniseid  dem  Laudosfiirsten 
gegcnllher  von  den  Protestanten  nur  verlangt,  ,öich  der  PriUli- 
kauteii  zu  imlhalten  und  iliueii  keinen  Unlerschlujif  zn  gewäh- 
ren*. Ein  Kann  wie  fitartin  Brenner  hielt  damit  die  Sache  für 
crhidigt  und  schickte  SJcgcshuIleEins  in  die  Wi'It.'  Weh-lic 
Tftuachungl  Und  so  werden  auch  in  Kr.ain  die  Diuge  rasch, 
womöglich  in  Bausch  und  Bogen  crlodigt.  Selbst  der  in 
diesen  Dingen  so  erfahrene  Rleicliof  Thomas  Krün  glaubt,  wenn 
er  nm  17.  Januar  ItJül  nach  Laak  kumTnt,  am  IH.  nachmittags 
einen  Vortrag  hält,  damit  Oott  und  der  katholischen  Kirche 
viele  Seelen  rekuperiert  zu  hnl>en.  Kino  innere  Bekehrung 
dieser  Seelen  ins  Werk  zu  set/A.'n,  daran  konnte  unter  den  ob- 


I 


Nr.  1008. 


■  Nr.  1176. 


waltcmlen  Umütiinden  kaum  pedacht  werden:  und  aolanpo  der 
Herren-  und  Ritterstand,  soweit  er  an  der  protoHtAntificliPn  Lohro 
festhielt,  im  Laude  verblieb,  war  auch  an  einen  wirklichen  An- 
schloß der  protcätan tischen  Klcuionte  an  den  KatiioliziBiiius 
nicht  zn  denken. 

Die  Re^nerunp  machte  denn  auch  bczÜ;?Iich  der  Konver- 
sionen in  Kftmtcn  und  in  den  anderen  Ländern  geradezu  bittere 
Krfjtbrung^-n,  und  es  mag  gestattet  sein,  InerUber  nur  eini^ 
Belege  anziiflilircn.  Wie  ea  in  den  dem  Herrenstando  frehiJri- 
gen  Städten  und  Miirktcn  von  Steicnnark  aussah,  darüber  gibt 
die  Vorordnung  Aufschluß,  die  Ferdinand  II.  am  4.  Juh  1625 
an  die  Religion srcfomiationskouinilssilre  von  Steiermark  absandte. 
Sovide  Dekrete  seien  bereits  hf-rabgelangt,  um  die  Bekehrung 
dieser  Protestanten  zu  erzielen.  Sie  alle  haben  keine  Fruulit 
getragen.  Wie  in  den  ersten  Jahren  der  Ferdinandeisehen  (Jegen- 
reformation  ist  es  jetzt  nach  faj^t  drei  Jahrzehnten  notwendig, 
fllr  die  Murecker  eine  Religionsreformationsordnung  zu  geben.' 
Und  selbst  nach  dieser  neuen  Anstrengung  und  emcuten  Be- 
fehlen' ist  'las  Ergebnis  ein  klilgliches.  lianz  abgeselien  da- 
von, daß  der  Herr  der  Stadt,  Georg  Herr  von  Stubenberg,  gegen 
verschiedene  Punkte  dieser  Ordnung  als  gegen  einen  Eingriff 
in  seine  Rechte  protestiert,'  ist  das  Wesen  in  der  Stadt  noch 
zwei  Jahre  spJlter  nicht  um  ein  Haar  gebessert  und  der  Pfarrer 
betont  anis  neue  die  Notwendigkeit,  der  Sache  ein  Ende  zu 
machen.*  Von  der  Stilrke  des  Protestantismus  in  der  Ourkor 
Diözese  le^t  eine  Liste  der  Unkatliolischen  Zeagnis  ab,  die  aus 
dem  Ende  des  Jahres  1634  stammt,  demnach  acht  Jahre  nach 
(It-r  Ausweisung'  des  protestantischen  A<iet8  abgefaßt  ist.^  Und 
geradezu  grotesk  ist,  was  man  —  es  ist  nur  wenige  Monate 
TOT  dem  Abscheiden  Ferdinands  II.  —  aus  Oberkilrnten  zu 
\tJktn  Iwkoramt.  Mit  griJßtem  Unwillen  teilt  die  Uegicrung  in 
des  Kaisers  Nameu  dem  Landeshauptmann  mit,  daß  ein  aus 
dem  Ungarischen  —  den  Gutem  Batthyanys  —  stammender 
Prädikant  namens  Wilhelm  Winter  in  des  Grafen  von  Schwarze  n- 
Wp  Ij&ndgericht  gekommen  sei,  sich  bei  cinoiu  Untertanen  der 
llcmelmft  Wcmburg   durch  neun  Tage   hindurch   aufgehalten 


*  Nr.  9S29.  8iQ  wird  nor  im  Auna^  mitgoU-Ht  in  tortenM  In  iDBinein 
AttbatM  ,T>i«  ncfcirroaHoniordnimfiffn  der  Studio  und  Milrltto  Intiof^ 
fiitarrvldu  a.  A.  Jahren  16S7  — 162«',   Archiv  f  ilsterr.  Oiach,,  9«,  8.  182. 

■  Xr.  2331  ■  Nr.  3S6i.  *  Nr.  23»S  ■.  «ach  3»V».        *  Kr.  S687. 


CXII 

and  in  dieBcr  kuricen  2Seit  nicht  woniger  als  2000  Personen 
mit  Reicht  und  Kommunion  vt-raeheo,  zwei  Kopiilatioiien  nnd 
eine  Taufe  vollzojren  und  jeden  Tiig  Vor-  und  Nachmittag  ge- 
predi^  habe.  Ks  gab  da  einen  ungeheuren  Zulauf  aus  allen 
Schichten  der  Bevölkerung:  selbst  Standespersonen  fanden  sich 
—  freilich  iu  l*UuerHcher  Verkleidung  —  ein.  Fn  Friosacli, 
St.  Veit,  Klagcnfurt,  Villach,  Gmttndtj  Millstadt,  Feld- 
kirchcn,  St.  Paternion  u.a.  Orten  konnte  man  seine  Wirksam- 
keit verfolpeu,  aber  gefangen  nehmen  koniitp  man  ihn  nicht* 
Soweit  war  man  in  einzelnen  Limdesteilon  Iniiorüsterreichs 
gekommen.  Eh  ist  eben  nicht  anders;  Noch  am  Ende  der  Re- 
giomng  Ferdinands  XI.  war  in  ilen  Kreisen  des  Tlerren-,  Bürj^r- 
nnd  Bauemstntides  die  Hoffnung  auf  eine  Restauration  der  alten 
kircldichen  Znatilndc  nicht  erloschen.  Erst  die  Entwicklung 
der  Dingo  in  der  nächsten  und  den  folgernden  Clenenitiotirn 
brachte  es  mit  sich,  daß  sich  die  Frotostanten  in  allen  Schicliten 
der  Bevölkerung  bis  auf  wenige  Reste  alhnühlich  den  neuen 
VorliilJtniBBfm  filgten. 


TU. 

Zu  den  Quellen  zur  G-eschichte  der  G-egenrefor- 
mation  in  Innerösterreich. 

1.  fHs  Jit«termärkiKohe  Landesarehfr  und  Aas  k.  k.  Stfttt- 
hAlterelarchIv  zu  Graz. 

In  den  ersten  Zeiten  der  Gegenrcfonuntion  in  Inncrüster- 
reich  sind  es  noch  die  Landesbehürden,  die  nicht  bloß  den  Kampf 
um  die  Freiheit  dos  Augahurgischon  ReligionBlwkennlnlR-ios  füh- 
ren, sondern  auch  in  alkni  die  kircldichen  Interessen  ihrwr 
Glaubenagenosaen  berührenden  Fragen  daa  Wort  führen.  l>ie 
Folge  davon  wt  eine  umfasäcndo  Korrcspondfnx,  die  von  ihrer 
Seite  aus  mit  der  Landesregierung,  mit  dou  benachbarten  Liiii- 
dorn,  mit  deutäclien  KiricIrnfHlraten  und  nicht  zum  wonigsten  mit 
den  zahlreichen  Mltglirch^rn  des  preteatan tischen  Herren  nnd 
Ritteratandes   gepflogen    wird.    Die«o  Korreäpondensen    finden 


*  Nr.  S718. 


CXIIl 


ich  fOr  diese  Zeiten  nocb  in  den  verschiedenen  Reilien  des 
steiermilrkiscfaen  LandosarcliiTee,  wie  sie  bereits  an  anderer 
SU^  wJedorholt  erwiOwit  und  in  ihrer  Bedeutung  pewllrdifrt 
Vordan  sind.'  Noch  Iiietcn  di<?  I.tandtA^akti^t],  -handinngen  and 
-ralachllign  Tctreinzelte  Materialien,  noch  finden  sich  Über  die 
Korrf-spondenzfn  in  den  Kxppdit-  und  Ropstraturhlichcm  etn- 
xelnc  Angaben,  aber  schon  versiegen  die  VerordnctenprotokoUe 
vnd  ebenso  die  Landschaltsprotokolle,  jene,  weil  dns  Verord- 
netenkoUeginm  in  seiner  Mitte  schon  Mitglieder  des  Prltlaien- 
stande«  bat,  diese,  weil  die  Aktiunf^n  in  kirchlichen  Ao- 
gelepMihfiiten  nicht  mehr  in  den  Landtag  selbst,  sondern  in 
Sondern nsschflsse  verlegt  und  dio  an  die  I^nflesivpernng  von 
■eilen  aller  drei  Liiuder  eingereichten  Ititt-  nnd  Deschwerde- 
■ehriften  meist  da^  Ergebnis  geheim  gepflogener  Beratungen 
itind.  Dagegen  enthalten  die  Protestantenakien  noch  r^iehcs 
iUterial,  aber  anch  sie  werden,  je  tiefer  man  in  das  erste  nnd 
xweite  .lahrzebni  des  17.  Jahrhnndert«  eindringt,  immer  gering- 
fügiger, bis  sie  altmKhlicfa  ganz  verschwinden  und,  wenn  sich 
ans  der  späteren  Zeit,  etwa  seit  dem  dritten  Jahrzrlint  des 
n.  JaltrhnndertH,  im  l^ndesarchive  noch  Protestantenakten  lin- 
den, stammen  sie  entweder  ans  dem  Ijindrecht  oder  sind  zu- 
DÜlig  in  das  Lande-sarchiv  gekommen,  znm  Teile  aus  dem 
k.  k.  Statthallereiarehiv  in  (iraz. 

Im  Landesarchiv  der  Steiermark  durfte,  so  reich  hier  die 
Jlntcriaiii^n  schon  jetzt  znr  (ieschichte  der  liegenrefonnation 
sind,  im  Verlauf  der  Zeit  noch  mancher  Fond  an  einschlilgigcn 
Akten  gemacht  werden,  da  es  wichtige  Spczialarchive  gibt, 
die  noch  ungeordnet  sind.  Was  sich  in  dieser  Bezirhnng  er- 
warten Ußt,  sieht  man  ans  dem  von  mir  im  Laufe  der  Jahre 
1906  und  1906  flir  andere  Zwecke  geordneten  Archiv  der  gräf- 
lichen Familie  8tubenberg,  das  einen  sehr  starken  Fnsr.ike] 
ßisgenreformationsaktcii  oothnlt.  aus  dem  die  unten  mitgeteilten 
Stflcke  ober  die  Oegenrefunnalion  in  Kai>fenberg,  Klureck  usw. 
pntnommen  sind.  Durfte  viel  Neues  ans  den  gleichfalls  noch 
Mgeürdneten  Bestilnden  des  Spozialarcliivos  Olwmbnrg  erwartet 
«efd«n^  t*o   ist  doch   nach   der  Aussage   eines  Forschers,   der 

*  AklAD  tiDiI  KorraiifKtnilensaii  zor  UeBcUcbte  der  Gej^nreformstion  noter 
Erdieno^  Karl,  Knntes  rer.  AMtr.  8,  I>,  S.  XXXIV  ii.  ff.  nnd  Aklon  und 
Rorreitpoiidenxea  lar  Geschieht«  ilor  Gn{ranri>fcirm»tion  onter  Ferdi- 
nand II.  1.  Bd  ,  Ponte«  ror.  Aniitr.  I.VIII,  B  LXXVI  ff. 

r*al«i.  n.  Ata.  B4. 1.X.  It 


cxiv 


dies  ganKe  Materitil  Lturchgesohen  )iat,  fllr  die  Gegcnretbniiution 
und  Tor  allciu  fllr  die  Geächiclite  des  kiainer  Gcgenroformators 
Thomas  KrÜn,  mit  Ausnnbme  der  unten  mitpeteiltt'n  StUcke, 
nichts  zu  pewiniion.  Audi  der  Gewinn  mit*  dorn  Sj^oxiaUr- 
chiv  Saurau  ist,  soweit  es  bisher  greordnet  worden  ist,  kein 
bedeuleuder.  Wie  ieli  schon  an  frllheryr  Stelle  angedeutet  habe, 
werden  sich  Aktenstücke,  deren  Bedeutong  llber  das  rein  lokale 
Mument  liin:iusgebt,  kaum  noch  finden  lassen.  Ftlr  die  Z«t 
des  Kryptopi'otcstandsmus  wird  eine  genaue  Durchforschung 
der  Abteilung  Landrecht  im  Lande sarehive  nötig  sein.  Pie  im 
Luiidnsarchiv  vorhandenen  ArchJvsbestÄnde  aus  Städten  und 
MUrklen  der  Steicnuark  wurden  für  die  Zwecke  dieses  Bandes 
ncnerlieh  durchforscht.  Auch  Archive  solclicr  Stfldto,  die  ihre 
Archivalieu  nicht  an  die  landschaftlichen  Archive  abgegeben 
haben,  ließ  ich,  im  Kalla  ich  auf  gUnstigo  Krgebnissc  hoffen 
durfte,  wie  z.  B.  jenes  von  Mureck  oder  Rudolfswerth^  durch- 
forschen.    Das  Krgebni«  war  indes  kein  gUnstigea. 

Indem  nur,  oft  schon  fUr  das  erste  Jahrzehnt  des  17.  Jahr- 
hunderts, das  Material  im  steiriseJien  l^ndcÄarchiv  versiegt,  tritt 
an  seine  Stelle  mit  reichen  Beständen  das  Archiv  der  steier- 
märkischon  Statthnltorei  ein;  auch  über  dieses  ist  bereits  an  an- 
derer Stelle  gehandelt  worden; '  es  wurde  seither  der  allgemeinen 
Bonützting  xugjtnglichor  und  steht  heute  unter  sachkundiger 
Leitung.  Wir  haben  es  vornehmlich  mit  zwei  bis  drei  Ilanpt- 
gruppen  von  Aktenstücken  zu  tun,  die  sich  gegenseitig  ergÄnzen. 
Die  bei  Hof  einlangenden  Gcflucli«  nnd  sonstigen  damit  ao« 
sammenhüngenden  Seliriflstücke  liegen  in  den  sogeüannten  ge- 
meinen Kopcien  vor,  die  in  den  meisten  Fällen  den  ganzen 
Gang,  den  ein  StUck  von  seiner  Eingabe  bis  zur  Erledigung 
durch  den  Landeshcrm,  beziehungsweise  die  Regierung,  gemacht, 
enthalten.  Unter  einer  einzelnen  Nummer  der  gemeinen  Kopeien 
aind  mitunter  gan/.c  Akten faszikel.  Außer  dem  Aktenmate.rial 
m^/Bt  liegou  hierüber  auch  noch  Kepertorien  vor,  eine  Sache 
von  großer  Wichtigkeit,  da  die  gemeinen  Kopeien  nicht  bloß  fiir 
einige  &[onate,  sondern  mitunter  ftir  ganze  Jahresreihen  Lücken 
aufweisen,  auch  eiuzebie  Stücke  im  Laufe  der  Zeiten  abhanden 
gekommen  sind.     So  beginnen  die  gemeinen  Kopeien  Jetzt  mit 


^  Aklon  Dnd  EorrospottdoDM»  snr  Oaadiiebto  der  aopeDrefornation  anter 
F.n:herxi>g  K«rl  It.,  S.  XXXIV. 


cxv 

dem  Jahre  1607^  daim  firnißt  sieh  in  dm  AklcnbcsUlndcu  eine 
bis  1615  rRirlienilo  Lücke.  Ilaü  Jahr  lülö  wrd  aber  zum  (ilück 
noch  durch  die  RoiK-rtorien  reprÄsentlert,  <lio  i^r  dictic»  JiUir 
erhalten  nnd.  Fttr  die  Jaliro  1608—1614  sind  nuuh  dio  Kejter- 
toripu  nicht  mehr  vorhanden.  Wie  jrroß  der  Vorluät  iat,  mag 
man  atu  der  (,Toßcn  Zahl  vun  Noiumem  entnehmen,  die  ich 
mns  dem  Jahre  It)07  auüiohmon  koimtß. 

Die  meldten  der  bei  Hole  einlaufenden  StUckc  «rarden  un 
die  Regierung  xar  He^taehtung  und  Antrap^IcUun^  herab- 
gilben.  Der  Rat  setzte  sich  aus  fftuJ'  Pei-sonen  zusammen; 
das  Präsidinm  Alhrte  der  Statthalter;  im  Jahre  lt>07  der  Uischof 
Georg  Stobftua  von  Lavant;  nußer  ihm  finden  wir  PersünÜeh- 
keitini  iintrr  den  Kättni^  die  sich  in  den  Angtdi'|j;enheiten  dt;r 
Ge^nreformation  bereits  bewährt  hatten,  wie  Jüehlinger,  Vagge 
u.  a-  Die  Gutachten  bilden  eine  zweite  Aktenrcihe.  Erhalten 
sind  sie  in  derselben  Weise  wie  die  gemeinen  Kujieien  und 
«ach  fUr  dieselbe  Zeit,  d.  b.  aUo  von  1616  an,  sowold  in  den 
AktenbestHnden  als  auch  in  den  Kepertorien,  filr  1007  nur  in 
den  Akten  und  fUr  ein£elno  Jahre  unt4>r  den  gemeinen  Kopeien. 
Zuletzt  sind  die  ,Hofbeveleh*,  von  denen  sich  Rcjiertoriwi  fllr 
1G15  vor6udeD.  Dio  Akten  finden  sich  zum  Teil  unter  den 
gemeinen  Kopeien  wieder,  zum  Teile  sind  sie  seit  161"  in  den 
Exjicdita  zu  finden.  Außer  den  genannten  Koihon  ist  noch 
das  ,Repertoriam  Über  dio  neulich  eingerichtete  alte  innorOstor- 
reichische  Hof  knnieralregistratur'  zu  nennen.  Ks  enthielt  Sachen 
vun  H(M— 1685. 


1  Die  Archive  in  Klagenfiirt    itud  Lalbiuh,  M'ien,  Linz 
iiud  laiisbruck. 


Auch  tlber  diese  Archive  ist  bercita  an  t'rlUicrer  Stelle 
ßebaadelt  worden.  Die  wiehtiftercn  Materialien^  die  in  diesoui 
Bande  aus  KÄmtncr  Archivsreihen  mitgeteilt  wcrtlcn,  denn  sie 
alle  aufzunehmen  lag  nicht  in  den  Zielen  dieser  Sainiiiluug, 
konnten  dank  dem  Kntgegeukummcn  dos  veifUenstv ollen  Leiters 
Ava  Archivs  des  Kärntner  Goschichtsvoroina  Dr.  A.  K.  v.  Jaksch 
chmala  in  Graz  einer  nurehsieht  unterzogen  werden.  Von 
ler  Seite  wurde  ich  auch  auf  die  das  Land  Kflniten  in 
aetnen  banibei^iachen  Gebieten  berilhrendeu   Aktenstücke   dvs 

F*B1»*,  U.  Abt.  W.  LX.  1 


CXVI 


Ilftiiibergcr  Kreisarchives  anfmorksara  pemacht,  die  namentlich 
die  hochstiftbamborpischeu  Städte  Wolfsberf?  und  <Us  Lav&ut- 
tol  und  Villach  s.iint  dorn  dazupoluirigen  Uchicto  berühren. 
Über  diese  llaterialicn  brinfrt  die  Kinleitunp  zu  den  Nachti'itpin 
in  diesem  Bande  die  notwendigen  Erlfluteniiifren. 

Mehr  an  neuem  Q.uellenetoff  bot  das  Arcbiv  des  Laibacber 
Landesmuseum»;  anch  dieses  Material  konnte  in  Graz  becjuem 
auügmmtzt  worden.  Außer  den  zablrnichen  Akten  über  einzeJno 
Persönlichkeiten  und  einzelne  Vorgänge  kommcu  noch  beson- 
ders von  wichtiporeu  Quellen  in  Betracht: 

Znnflcbst  der  im  krainiscben  Landesmnseum  ,Uudolfinnm' 
in  Lftibach  befindliche  Kodes  ^Landtags  und  verordneten 
auBSchuß  pi'othocol'.  Kr  zühlt  727  BliUter  tu  FuHo,  von 
denen  einzobie  tmbe&eh riehen  sind.  An  mcbrei*ea  Stellen  sind 
Blfltter  herauBgerisson,  su  fehlen  7..  B-  itwiscbcn  121  und  122 
5  Blittter.  Die  Blätter  1 — 430  enthalten  verRcliiedene  Proto- 
kolle nus  den  Jahren  1600 — lüOö,  u.  zw.  haupt»jicblieh  Land- 
taptprotekolle,  Protokolle  der  eogenannte.u  großen  und  kleinen 
Aiisachüsfle,  Protokolle  ftir  Souderausschüsecj  wie  für  die, Muste- 
rung', ,Zaprcnma«sauslaesnng'  usw.,  ^ereinxelt  aneh  Vcrordnoten- 
protokolle,  z.  B.  Blatt  78,  222,  358  usw.,  Protokolle  der  Be- 
ratungen evangelischer  Lnndstünde,  z.  B.  Blatt  &2,  und 
nol'teidingsprntokiillo.  Die  Bliltter  430—451  enthalten  Pi-otokolle 
der  gi-oßen  und  kleinen  Ausscliilsse  fl\r  die  Jahre  160" — 1610. 
Von  452  —455  findet  sich  das  Konzept  der  Land tagsprotuk olle 
des  Jahres  1607  und  darauf  bis  Blatt  727  die  Boinj^chrift  hierzu. 

An  »weiter  Stellü  kommt  das  Protokoll  der  Kcligiousrefor« 
iimlionskoinniissiionen  von  1614 — IG17  In  Bolnnjht.  Da  dieses 
jotÄt  im  Lalbachor  ständischen  Mueenn»  befindliche  Protokoll 
schon  185y  von  P.  v.  I^diö  in  dem  von  Costa  zu  Laibaeb 
herausgegebenen  Vodnik-Albura  (S.  löO  fi".)  genugsam  beschrieben 
ist,  Bo  mag  von  einer  abennaligon  Bosch ifibuiig  abgeeeheu 
werden.  Die  Zitationen  und  Interrogatoria  sowie  die  von  der 
Kommission  vorfügten  Strafen  sind  outen  bei  den  genannten 
Jahren  vermerkte 

Großen  Weit  boaiispmcbt  ein  Verzeichnis  der  im  zehnten 
Pfennig  eingegangenen  Strafgelder,  das  sich  glück liehei-weise 
noch  erbalten  hat.  Bekanntlich  fehlt  es  an  zusammenliihigendni 
Registern  Über  die  Eingänge  und  die  Verwendung  des  zehnten 
Pfennigs  und  der  Strafgelder,  die  den  Protestanten,  welche  aus 


ex  VII 


dem  Lande  ihren  Abzagr  nahmen  oder  den  Abznfr  veraffirerten, 
abirenonunoii  wurden.    Solche  R^^pisterbäiido  hatten,  wjiren  sie 
jenuk  angelegt  worden  und  erhalten  gebliclwn.  ü\t  nnsere  Kc1ln^ 
aii  TOB  dem  Wand(>l,  der  in  wirtschaftlichen  Dingen  durch  die 
QegcDTcfomifltion  herbeigeführt  wurde,  pnwiß  eine  große  Wich- 
tigkeit, wie  dies  schon   oben  dai^Iegt   wurde;   si«   »ind  aber, 
wie  man  aua  beiläufigen  Bemerkungen  in  einzelnen  Aktenstücken 
erfiÜut,  nicht  geiUlirt  worden  und,  da  sich  von  den  Akten  selbst, 
in  denen  die  Abforderung  de*  zehnten  Pfennigs  verlangt  wird, 
nicht  aüee,  ja  aller  Wahrscheinlichkeit  nach    nur  der  kleinere 
Teil  erhalten  hat,  wird  imMre  Kenntnis  von  diesen  Dingen  eino 
iDckcnhafte  bloiben.     Nor  frir  eini-,'«  Jahre  liegen  solche  Ver- 
sächntflee  in  dem  Krainer  LandcsmuKeuiu  RudoIGnnm,  nnd  zwar 
hl  einer  PapterhandHchrift  in  Folio  vor.  Es  sind  8  Blätter  in  der 
Oröße  20'6X40,   von   denen   5  Blütter   Iwiderseita  beschrieben 
sind.     Da*  Heft  ist  leider  schlecht  erhallen.     Viele  Stellen  der 
in  italienischer  Sprach«  gemachten  Aufzeichnungen    sind  dnrch 
pruCe  Waesertlecke  unleserlich  geworib-n,  andere  sind  von  Böcher- 
würmem  arg  mitgenommen  und  wichtige  Daten  wie  ausgewor- 
fene Oeldsamnion  and  Kamen  sind  nicht  mehr  zu  IcMtn.     Das 
ist  besonders  bei  dem  ersten  und  zweiten  BUtte  der  Fall.  Auf 
dem    ersten    Blatte    liest    man    von    der   lland    de«   Verfassers: 
Ko.  deili  dinari  .  .  .  della  Kefurnia  et  . .  .  sono  nl  incontn>  disp.  .  .  . 
Sodann  ron  andejer  Hand:  Kcligions  Reformafei)on,  hierauf  von 
|Dnger»*r   TTand    mit    Itotstifl;    Rcfonnntions   Honiniissions    Acta 
iL  StralTen,  Zehendpfennig  und  Untcnnielinngs-Citationsquittung. 
Ich  ft)»ergab  das  Heft  Herrn  Dr.  Friedrich  Ahn,  der  es  1905 
■iili.>T  dem  Titel:  ,Ein   V^erzoirhnis  über  die  iltirch  den  sehnten 
I*f(Mmig  in  L'nterkrain  eingegangenen  Strafgelder  in  den  Jahren 
1614—1618*,  iiD   Selbstverläge  herausgab.     Ahn   beivchnel  die 
Summe  der  cin7.elnen  Posten,   soweit  sie  za   lesen   waren,  auf 
6K30  tlulflen,  demnach  ein   ansehnlicher  Teil   der  von  Dimitz 
•einerzeit  für  Krainl)eruclinelen  Gesamtsumme  von  IGÜOO  dulden. 
An  vicrtor  Stelle  sind  Kröns  Kalender  zu  nennen.     Der 
Kalender,    in    dem    Bischof  K  rün    seine    Notizen    einzutragen 
pflegto,  waTj  wie  mir  Herr  Dr.  Walter  Sraid  mitteilt,  der  damals 
HUiche  Schreibkiilcnder  in   Oktav   aus  Graz    und  spiUex   aus 
Augsburg.    Zum  Jabiv  1597  iK-ntlüttc  er  einen  ,Sehreibcaleuder 
»uff  (Las  Jahr  nach  des  llerm  Christi  ansers  Krlüsors  Uebnrt 
UDXCTVII-   Goetnlt  ditrt^h  Af.  Jonnneni  Keplernm  einer  ll>8amen 


ex  VIII 


Laiidtücliaft  de«  Tlorzogtlmmbs  8tejT  Mathcmaticuni.  Gedruckt 
zu  Grata  in  Stoyr  bei  Goorjr  Widmanstetter'.  Der  Kalender 
ist  mit  weißem  Papier  dtircluchüsaen,  so  daß  auf  jede  gedruckte 
Seite  der  ^^lonatsUgc  mit  den  Festen  zwei  leere  RliUter  kommen. 
Der  Kalender  vom  Jahre  1601,  wie  die  meisten  folgenden,  ist 
gedruckt  in  Augsburg-  bei  Michael  Manger. 

In  diese  Kalender  trug  KrSn  alles  ein,  waa  ihm  bemer- 
kenswert schien,  nicht  allein  das,  was  Dimitz  in  den  Mitteilan- 
gen  des  historischen  Vereins  fiir  Krain  abgeilmckt  hat,  sondern 
auch  besonders  in  früheren  Jahren  den  Ertrag  seines  liene- 
fizinms  aU  Domdecbant,  die  Preise  der  Stoffe,  die  or  für  die 
ICirche  oder  für  «ich  kaufte,  ries  Getreides,  der  NahmngRmittel 
und  Kolonialwaren.  So  werden  seine  Kalender  eine  Quelle  nicht 
nur  fllr  die  Refomiationsgeschichte,  sondern  auch  für  die  Wirt- 
schaftsgeschichte der  damaLigen  Zeit. 

Die  Kalender  sind  in  Leder  gebunden,  mit  einer  Widmung 
am  Vorderdeekel,  in  den  auch  das  krainer  Landeswappen  ein- 
gedruckt ist' 

Aus  sonstigen  Archiven  Osterreiclia  und  Tirols  kamen  vor 
aUcm  die  Kegistraturbücher  der  innerüsterrcichischen  Uofkammcr 
zu  OrfttK  in  Betracht,  die  im  Jahre  1846  aus  dem  Grazer 
Gubornialarchive  ausgeschieden  wurden  und  sieh  nun  im  Haas-, 
Hof-  und  Staatsarchive  in  Wien  befinden.  Aus  ihnen  wurden 
veroinzeUc  Notizen  Über  Personen  nnd  Angelegenheiten  in  der 
Zeit  der  Gegenreformation  ausgehoben.  Die  Aktenbestilnde  um- 
fassen die  Jahre  ly64 — I62ö. 

Aus  dem  Linzer  Archive  kamen  auch  diesem  Bande  jene 
Aufxeichnungen  zugute,  die  Megiser  Über  die  Gegenreformation 
in  Kumten  und  Kratu  gemacht  hat  und  über  die  bereits  im 
ersten  Jtande  dieser  Aktensammlung  ausfuhrlich  gehandelt  wurde.* 

In  dem  Slatthaltcrciarchivc  »n  Innsbruck  findet  sich  eine 
zusammenhangende  Gruppe  von  Aktenstücken  unter  dem  Titel: 
Erzherzog  Ferdinanden  zu  Österreich  beerte  hülf  der  ix^ligion 
halber  in  Stoyr,  Kärnten  und  Krain  de  anno  160J — 1610,  Es 
ist  ein  starker  Faszikel  (,Nr,  3^)4,  ful.  Leopoldiua),  dessen  Akten 


'  Dnrch  pinon  mr>in<>r  elbomAli|;(vn  Tliircr  liofi  ich  mirh  (Im  Sfaultairbiv 
Toii  Krniiiliiirf;  oiiuir  DiirrliHirlit  niif  (iogimrufiiniinliiiiionktan  hin  uiiter- 
xlnhnn.  Efi  fitndßii  »irli  nlinr  mir  iinbetliiiitRiiiliira  LokAlnotiKen,  ditren 
Wert  dda  Krün«cheii  Kalnmlern  weit  iiAchntAlit, 

■  &  I.XXX  H.  ff. 


OXIX 


S.  Ungarische  und  Vroatlsicho  AroblTe. 


stth  ansBcliIit^Qlieli  auf  die  von  Fenltnand  II.  nngeeichts  de»  be- 
waffneten Widerstandes  der  itmerOglciToichiitchen  Stiindn  im 
Jahns  1609  \-erIangte  Kvcntniilhilie  bezielien.  F^nscliic  von 
£eaeii  wnrdtui  vollinhaltlich,  die  oirinUia  nur  in  RefpJ^terfonn 
mhgetcält 

^^^^      Wie  der  innerüsterreichische  Adel   nahezu  in  seiner  Gc- 
^Tnnidieit,  ou  halte  sich  auch   der  ungarische   der  Reformation 
^^    angcacUossen.  Da  ejne  Anzahl  steirischcr  und  anderer  fremder 
Addbfamihen  in  Ungarn  begtttyrt  war.  so  konnte  ea  nicht  fohlen, 
daß  swifidien  den  Protestanten  in  den  ungarischen  an  die  Steier- 
mark angrenzenden  Lande^teilen  luul  denen  der  Steit^ntiark  ein 
Esieinlicb  reger  Wechsel  verkehr  he^tjiudijn.     Kr  war  sehuu  vor 
der  Zeit  der  ci^ntlichen  Gegenreformation  vorhanden,  äußerte 
aieh  aber  bojrreJflichen*'eise  viel  stilrker,  als  die  Verfolfning-  der 
Protestanten  in  Inncröstcrrcich  ihren  Anfang  nahm  und  schlicß- 
Ucb  deren  Aus^weisung  erfolgte.    Prediger,  Bürger,  Bauern  und 
zuletzt  auch  Adelsfamilien   nahmen   nun  die   ungarische  (iast- 
frcnndacbait  in  Anspruch.  IJa  entwickeln  sieh  Korrespondenzen, 
Ton  denen  das  stcicnuärkischc  Landcaarchiv  einen  gnton  'l'eil 
noch  in  den  Originalen,  beziehungüweise  Konzepten,  das  ganze 
aber  bis  tn  die  ersten  Jahre   des   H.  Jahrhunderts  in   seinen 
Registratur btlchera  besitzt.     Kine  her\"orragende   Förderin   des 
Protestantismus  waren  in  den  neunziger  Jahren  der  dem  buhmi- 
•eben  Herrentttande  angehtlrige  Ladislaus  Popel  d.  A.  und  tiuine 
OomafaHn   ^lagdnlcna,  geb.  GrUfin   zn  8alni    nnd   Xcubnrg  am 
Ina,  die  in  Wcstungam  brgritcrt  waren  and  auf  ihmn  (intern 
Kirche   tind   5ichule  durch   steirischo  Pastoren    einrichten   und 
Tisitiercn  ließen.     In  den  Tagen   der   Gegenreformation  ist  es 
»Frau  PopÜn*,  die  den  protestantischen  Geistlichen  und  Lehrern 
Aofhahme  and  Schutz  gewiUirt  und  es  auch  an  FUrbitten  tUr 
einzelne  Protestanten  an  maßgebenden  Stellen  nicht  fehlen  lilßt.' 
Aas  dieser    KoiTc^pondcnz  hat   schon   der  erste  Hand  dieser 

'  fflerfibor  vorbreitct  dich  moin  Anfiuita  ,nns  llaas  LnbknwiU  iinil  ilie 
Qcgenrellnniuitinn'.  Akl^^nnlflrlco  üus  ilnm  iitfliarmSrkiiicIieii  l.anilü.<t:ii(-hiT. 
Oodrackt  in  tUw  Blittailuugeu  d(w  Vrroiiioa  für  Uesdiiclitv  dar  Uonl^clie» 
in  BAliinm  43,  &I  I   ff. 


cxx 


SAiuinlung  oini;^  Nammcrn  mitgeteilt '  und  anch  der  vorlif^^de 
weist  eine  grüßero  Anznlil  naf.  Außer  der  FHinilie  Lobkowiw 
sind  es  die  Batthyany,*  N.adasMly,'  Erdtidy  und  Zichy,*  toii 
kroatischer  Seite  die  Fnmilie  Zriny,  die  mit  den  Protestanten 
der  Steienimrk  enge  Bvzieliungun  unterhalten;  endlich  sind  diese 
nueh  noch  »ladurch  gegeben,  daß  dio  in  der  Grenze  holenden, 
aus  dein  Silukcl  dcjr  inuerösterrcichiseheu  Laudschaftcu  besol- 
deten Trin»peii  ihre  UegimontAgolKtlicIikeit  ans  Steiermark  be- 
ziehen, und  dir  letztere  in  den  Tatfon  der  Verfolgung  mit  dem 
Vcroi*dnetenkolIeginm  in  Graz  lobluift  korrosiiondiert.  Alle  diese 
Momente  bewogen  mich,  die  Foracbung  auch  auf  ungarische 
Arehive  ausz-udulinon.  War,  wie  ich  von  befreundeter  Seile 
erfulir,  fllr  meine  Zwecke  in  den  Archiven  von  Preßbnrg  und 
Odenburg  nichts  zu  erwarten,  so  durften  doch  die  Budapcstcr 
und  Agramer  ArchivsboHtände  nicht  juißcr  acht  gelassen  werden. 
Der  Unterstützung  der  kaiscrhchcn.  Akademie  danke  ich  es, 
daß  ich  ineine  Forschungen  auch  auf  diese  Archive  ausdehnen 
konnte.  In  Budapest  war  es  das  Staats-  oder,  wie  es  jetzt  noch 
heißt,  das  I^andosarchiv,  das  ich  nacJ»  Akten  zur  fJcschichtc 
der  riogenrercruiatiün  durchforschte.  Ich  habe  Über  die  Kr- 
gcbnisse  einen  Sonderbericht  verfaßt,  auf  den  ich  mich  bezieben 
darf.  Oas  Kcsultat  meiner  Nachforachnngcn  im  Staatsarchiv 
war  darnach  kein  befriedigendos.  Ks  zeigte  sich  bald,  daß  ich 
anch  Über  die  ungarisch-steiemiiirkisehon  Hexiehangen  im  steier- 
milrkischen  Landesarchiv  ein  voll  ständigeres  Qnellonraaterial 
fand,  als  in  BudajK'st.  Wiewohl  dort  eine  Sp^^zialsammlung  von 
Archivttlicn  des  tiauses  Nadasdy  sieh  befindet,  ist  das  auf  nnsorfl 
Zwecke  sich  beziehende  Material  vlJllig  unbedeutend.  Ich  konnte 
Uberliaupt  die  Beobachtung  machen,  daß  dio  meisten  Spezial- 
archivo  Ungarns  dem  Norden  und  Nordwesten  des  Landes  an- 
geboren, der  fUr  unsere  Fragen  nicht  in  Rechnung  kommt,  die 
im  slldwcstÜchen  Ungarn  durch  die  TUrkenkrIegc  stark  gelitten 
haben.  Was  sich  in  dem  sogenannten  Archivuni  Thurocziannm 
des  Landesarchivs  an  gegenrefonnatorisehcn  Akten  findet,  hat 
nur  auf  Böhmen,  Miihren  und  (.>8ten'eich  im  engeren  Sinne 
Bezug,  und  gelbst  da  sind  mir  meist  nur  Akten  und  Korrespon- 

'  8^  Akton  nnil  Knrn)«iiondeii%en  znr  Ouacliicbt«    der   Qe^iirorurniiition 

imhtr  KordiMi»!  U.  I,  S.  346,  CftI,  G7I,  778  und  788. 
"  fl.SS7,  8&*.  ■  8.  »86,  3e9,  411,  410,  484,  788. 

•  S,8ll,  7H3. 


i 


OXXI 


N 


deoseo  in  die  Httndc  ^kommen,  die  mir  sclion  aas  Gmxcr  and 
Wiraitr  Archiven  Iw-kaniit  waren.  Einige  Niunmem,  die  mit 
der  stejrischcn  Gogenrcfonuation  in  Verbindung  standen,  wurden 
der  nnten  folKünden  Saniniluii);  einverleiliU  Die  enräfauten  Nu- 
dasdyann  mal'oä&en  den  ZeitrauzD  von  lö2€ — 1711,  c»  sind  nur 
wenige  und  unWdeuteudo  Bnrfe,  die  für  unsere  Zwecke  in 
Betraclit  kommen,  dHselWt  Aul'zufinJcu.  Etwas  uidir  bulen  die 
Acta  pablica,  nabezn  nichts  dagegen  die  Gruppe  Mlssilc«),  in 
der  merkwürdigenrciao  nicht  der  Xarao  eines  oinzijren  Adeligen 
au«  der  Steiermark  en^'beint.  Aus  den  Actis  eeelesiasticiä  sind 
die  der  versehiedonen  JceailenkoUegicn  zu  nennen,  der  grOßt« 
Teil  dea  Matemk  bezieht  sich  aber  nuf  rirundboHitxerwerb  und 
BositxBtroiti^eiten  nnd  die  in  der  Abteilung  L'ollcgiuni  Poctoni- 
annin  auf  Protestanten  besOgliehen  Stücke  weisen  größtenteils 
Aach  Kortiangnm.  Die  Hofliumg,  in  dieser  Gruppe  manches 
aber  die  nach  Ungani  gezogenen  Eraigrantent'aroilien  zu  tindon, 
ging  nicht  in  ErfUllong.  Auch  in  der  Abteilung  Nooregistrata 
bezieht  »ich  das  meiste  auf  Bcsitzvorliit]tnis:!-e,  doi'h  stammen 
daraus  immerhin  noch  ungefhhr  In  Nummern,  die  sich  iUr  unsere 
Sommlangen  bmuchbar  erwiesen,  wenn  sie  auch  nicht  gerade 
der  unten  behandelten  Zeitp^riode  angehürton.  Vorbill tnismltßig 
das  meiste  bot  noch  die  Abteihmg  Conccptu»  Kxpeditioiium 
Cancellariac  Hangnricae  und  die  Intimala  Caneellarlao  Austrineae. 
Mehr  als  fllr  die  stririschu  findet  sich  hier  fltr  die  üsterreicliische 
Ot^eoreformation;  namentÜcli  aus  der  Zeit  der  Emigration  und 
dea  oberOsterrcichischcn  Baue  ruani's  tan  des. 

Iin  Nation aimnsenm,  das  aoßer  zahlreichen  wertvollen 
idiichriften  auch  roieho  archivalisehe  Sehätze  enthiilt,'  scit- 
cine  große  Zahl  ungarischer  Adnlsfamilicn  ihre  Archive 
dahin  abgegeben  bat,  fand  ich  zwar  unter  den  eigentlichen 
An'bir»lipn  nichta,  was  meine  Wunsche  hiitto  botriedigen  können, 
«Ican  anch  das  Ai'chiv  des  Hauses  Banffy,  mit  dem  der  steirischo 
jVdol  Beziehungen  unterhielt,  liftt  nur  auf  Siebcnbiirgen  bezUg- 
bche  Materialion,  dagegon  fanden  sich  unter  den  Handschriften 
mle,  die^  weil  (de  aus  Steiermark  stjimmen,  auch  für  dessen 
Geschichto  von  großem  Werte  sind.  Unter  ihnen  ragt  naniert- 
lieh  einer  hervor:  es  ist  der  Cod.  163  fol.  gemi.,  der  nach  cinor 
ftlteren  Bezeichnang  eine  fSteyerische  Instruction  saec.  X  VII'  bietot. 


'  8.  ZimniorRuiati,  ,Ober  Archive  in  Ungurb*,  Iltirinaiiiutadt  1691. 


cxxrr 


Er  stammt,  wio  man  vinor  Bemerkung  am  vordtron  inneren 
EinbAnd<Ic4:kcI  (Jankovich  ^fiklös  gyfljtcmdnycböl)  entnimmt, 
aus  ticr  Sumailan^  Jankovich.  Nach  der  Einzeichnim;;  am 
inneren  Titelblatt  ist  er  von  A<Um  Schiel  g-caeliricbcn.  Der 
Tit<J  sdbst  Iftutot:  Der  hoeblDblidien  n.  Ü.  regierunff  zu  Gratx 
Instruction,  wie  auch  allerlay  fl\rBtlit'he  resolutiones  und  Ord- 
nungen, ISO  man  bcy  der  rcgrienmfr  und  dersclbfin  cantzlei  jeder- 
zeit inngcdenckh  sein  solle.  Ik^chechen  zu  Gratz  den  sibenden 
tag  monats  AufTuati  im  1611  iar. 

Dieser  wichdg'e  Kodex  eotliült  die  ganze  Kinricbtunjcr  und 
den  Ge«chliftBgang  bei  der  innernstcrreicbiBcben  Kepcmng. 
Voraufi  geht  eine  ans  einer  großen  Anzahl  von  Kapiteln  beste- 
hende Inrtmktion.  leb  habe  die  Titel  der  einzelnen  Abschnitte 
unten  bei  dor  AnftUining  der  Iiistruktion  zum  1.  Jnni  1009  Ter- 
merkt.  Die  Bedeutung  dieser  Handschrift  filr  die  Geschichte  der 
innerüstorroicbisclien  Verwaltung  soll  an  einer  anderen  .Stcille  gc- 
schihlert  werden.  Hier  sei  nur  angefügt,  daß  dem  Kotlex  gleich- 
falls einige  (3)  flir  die  Geschichte  der  Gefronreformation  wichtige 
Nuinmorn  entnommen  werden  konnten;  andere  wie  z.  B.  das 
Hoftit^kret  vom  16.  Januar  1586,  daß  ,hiiiftiro  kein  nnkatho- 
lisoher  r-nm  Hieliteramt  angunommen  worden  sollen^  {fol.  101*), 
gehöi*en  noch  iler  Zi^t  Karls  Tl.  an. 

Im  kroatischen  Landesarchive  wurden  die  Codices,  in  denen 
die  I>and8chafl6bei»chUi8so  eingetrajren  wurden,  einer  genauen 
Dnrclisicht  unterzogen,  denn  unter  diesen  gab  es  fast  immer 
einifie,  die  von  einer  gegen  reformatorischen  Tendenz  getragen 
waren.  Es  ergab  sieh  denn  auch  zu  dem  wertvollen  von 
Kukuljeviu  seinerzeit  mitgeteilten  Quellen materia]  immer  noch 
nin  und  der  andere  wichtige  Naelitrag.  An  Kin/.clnerlflBRen,  die 
gegen  die  Prutestanten  gerichtet  waren,  fehlt  e-s  in  den  Akten- 
bestjinden  dieses  wohlgeordneten  Archives  vollsl^lndig.  Es  wur- 
den hier  durchgesehen  1.  das  Kepertorium  actorum  regni  «.wn- 
gregationum  ah  anno  1562 — 1827;  2,  die  Acta  congregationum 
15O0 — 16iH);  3.  vier  Bünde  Prolocolla  regni  congrogationum. 
Von  Jesuidcis  kamen  nur  ilic  Kxtractas  actorum  collegii  Flomi- 
nensis  in  Betrachtj  da  sie  flir  die  Geschichte  einzelner  an  der 
Gegenreformation  in  Innerösterrcich  beteiligter  Persänlichkoiten 
manches  bieten,  eine  genauere  Kinsichtnahme  belehrte  mich 
jedoch,  daß  es  sich  zameist  nm  kirchliche  Stiftungen  usw.  ban- 
delt,  Im   crzbiscböflicben  Archi%'c   wurden  flir   Zwecke   dieser 


4 


cxxin 

Sammlnng  die  Abteilungen  Ecclesiasticuiu  ($  Faszikel\  Foliti- 
com  (12  Faszikel)  und  die  Acta  Visitationam  (3  FaszikeP  unter- 
sacht  und  die  einschlägigen  Materien  kopiert. 

Im  ArchiTe  der  südslawischen  Akademie  bezieht  sich  nur 
ein  kleiner  Teil  des  daselbst  vorhandenen  Aktenbestandes  auf 
InnerGsterreich  und  auch  dieser  fast  ausschließlich  auf  mili- 
tsrische  Dinge.  Doch  fanden  sich  auch  da  noch  einige  Stilcke, 
die  ich  in  meine  Aktensammlung  aufnehmen  konnte. 


Ferdinand  Tl.  an  d^n  HofpfennigmeisUr:  Befehi,  dim  Kammer- 
prokurator Ätufdo  Costede  450  fi.   aus  Anlaß  der  Attssee-GrOh- 
»mingichen  Kommission  zu  beeahlen.    Graz,  1599  Februar  7. 
(H.-,  H.-  a.  St-A-,  K«iiimerT*gi«l«r  »rdlnands  11..  Tom.  XIIL) 
_^       Überdi«  AiUM«-<Jlrfibinin£:*che  Ueli^ion»efoiiiuttit>n  siehe  Nr.  667,  S49. 
Der 


1034. 


Dersf^e  an  denselben:   soü  Chrisioph  Paradeisers  Pariikular' 

rfcAnung  für  das  Fähnlein  hier  ^eieorhener  Knechte  annehmen. 

Graz,  1599  März  1. 

(Ebenda.) 

Im  ZusAmiDeiiliange  tti!t  di«s«n  Nummern,  die  SI«r  sli  Nacbtrag  sa 
dm  Akten stSck«n  iet  «r«t«n  Banriex  vorgelegt  werden,  itehl  noch  der  Be- 
fcbl  Ars  Erzherzog  sd  den  Hafpfl!nDigm(^iilter,  «o  Hit^ronjrmoi  Manicordo,  die 
Prag«  ReiMkcMten  mit  49H  fl.  45  kr.  xu  TergQteo.  Gra«,  1699  Ssptember  28 
(«iMQda). 

1035. 

Der  exilierte  Prediger  Philipp  Varauer  an  die  Verordneten  von 
Steiermark:  Aus  seiuer  Pfarre  zu  Siubenherg  vertri^en  und 
hiher  durch  die  Gnade  einiger  Herren  geschützt,  bittet  er,  ihm 
fnr  aÜe  Fälle  ein  Zeugnis  über  seine  geleisteten  Dienste  auszu- 
stcUen.    0.  D.    (UOO  nach  dem  15.  Juni.) 

(Orig-,  8t.  L.-Ä..  Chr.  R.) 

E.  G-  und  H.  tragen  mehr  und  besser  wissen,  dann  inen 
iweifelaohn  lieb,  was  es  aus  verhangknus  gottes  in  diesen  lau- 
d«o  mit  den  ovangeüscben  der  A.  C  verwandten  kirclicn  und 
*cbaelen    und    dero    dienern    ftlr   ein   klUgticLien   zaestaud   b«* 


'  Der  «r»t«  Uand  diner  Akten  Mbließt  mit  Nr.  103S. 
ffoaiet.  I1.AH.  Bd.LX. 


8 


komen  (äic),  neJchc  truelsall  neben  andern  aadi  uiicli  troffen, 
dasR  ich  nicht  alloin  ron  E.  G.  u.  H.  minUterio  in  der  stifft- 
kirchen  sn  Qrftts  zum  predigambt  anno  li>84  ordinirt,  sondern 
Aach  darauf  anno  IfiSb  za  der  ev.  pforrUirchen  zu  Khcinberg 
Ugitime  beraffen  und  derselben  kirchen  bis  anno  1591,  von  der 
zeit  aber  an  bis  anno  ItiOU  ich  ebenormussen  zn  der  ev.  pfarr- 
kirchen  zu  Stuben berg  berufen  und  derselben  gemain  für- 
geaUnden,  m  lang  bis  endlich  nach  allen  andern  diäes  landes 
ev.  kirchen  die  f.  commlssarii  den  15.  Juni  beruftes  iars  die 
ernennte  kirchen  mit  bowfThrter  handt  eingenommen, 
mich  meines  ordentlichen  dienstes  gewaltaamer  weise  entsetzt 
nnd  um  bekenntniu  ev.  ehr  und  keiner  andern  Ursachen  willen 
mich  in  das  exilium  Verstössen. 

Ob  ich  aber  wo]|  bis  dato  noch  in  diesen  landen  durch 
gottes  8e<:en  nnd  sondern  gnaden  gottliebcndor  herrn  mein 
anterschicitf  habe,  bin  ich  doch  ungewiss,  was  der  liebe  gott 
kunfl'tig  nber  mich  mUchte  rerhengen,  dasa  ich  an  andern  orten 
mich  za  begeben  milchte  gedrungen  werden.  Derwegen  ge- 
langet an  E.  G.  u.  H.  mein  diemutig  gohordamb  und  bochvleissig 
bitten,  die  wüllen  der  warlieit  zur  Steuer  and  zu  meiner  bessern 
befnrderang  der  gewaltsamen  cntsclznng  meines  gepflegten 
kirchen*  und  pfarramls  ein  schriftlich  teKtimonium  under  der- 
selben amhtspcdtticliadtrtn  und  underzeiehncten  handtschritftcn 
ans  sondern  gnaden  crvolgen  lassen.  Was  nun  K.  O.  n.  H. 
mir  Dcbon  andern  armen  exuUhus  hierin  werden  bofunlerlich 
sein,  wird  der  baruihrrzlgo  gott  ein  belohncr  aller  wolthaton 
hie  nnd  dort  reichlich  belolmon,  in  dessen  gn.  schütz  E.  Q.  n. 
H.  ich  »um  undcrthcnigisten  bcvulhe. 

E.  O.  o.  H.  gchoranmer 

Philipp  Vnraucr. 
£xul. 

Cb«r  din  Ki>kuper«lion  ron  StnlieDbcrg  tiehe  KoMlfiiK,  fnl.  48'  (Di« 
fUnfto  RoligionarefomiJLtioiukotntuüaion). 

1036. 

Die  Religiönsreformationscommi&säre  an  den  Pfarrer  Esaias 
Capiio  (Haupt)  su  Auttsee:  Befehl,  alie  seine  Pfarrkindtir,  so 
bisher  dai  stMulditjen  Gehorsam  (in  lieidU  und  KommHHion) 
nidil  ydeistet,  tu  rilieren  und  mi  examinieren,  ob  sie  gic/t  inner- 


kaib  dreier  nWn  yfhormm  einsttü^  ttvOen  «Irr  NtdU.  Die 
e*  midkt  troüem,  soä  er  lirm  P/leyer  von  WotkensUin  atuei^eHf 
der  sie  mm  dem  Lttmdr»  dar  F.  IP  ausnsehaffen  hat.    Irdnmg^ 

1600  Jnli  8. 
(Orif^  8l  U-JU  SpM.-!.  Iqmm.) 

Tod  der  F.  D* .  . .  ansOBaigM),  vi«  dus  inen  heim  com- 
taiMWSeo  so  vil  gUabwiHi^  fllrkomben,  daa  sieb  nit  jün  kUtne 
xfti  gelten  Aqhoq  and  Alteaaituee  ^hörige  pfarrkinder  befUn- 
d«D  soUen,  welche  fticb  bUhero  ...  in  die  cAthollsche  kirchec 
nit  oin^;ectelt  noch  (l*s  h.  bochwirdi<re  sacrAment  mHcn  cbrist- 
Uchen  and  cAtboli^cbea  gebrauch  nacb  Qiidter  ftinerlay  gestalt 
empfangen.  Weillen  aber  I.  F.  D*  keineswegs  gemaint,  der- 
^dcbeo  »ectiei'b«  personen  verrer  in  ihren  landen  mit  eichte 
xa  gedoldeo,  ao  wQrdet  demnach  im«  bcrrn  pfarrer  im  namen 
der  F.  !>'...  Atlea  rmsts  aofertcgt,  das«  er  alle  nnd  je<le  seino 
p&rrkinder.  so  bishero  den  scliuldigon  peborsamb  nit  gelaist, 
ebeist  fUr  sieh  erfordere  und  lu  »pecU  cxaminire^  ob  sie  sich 
noaUtrhen  sanibt  ihren  weih,  kindem  nnd  gaii7.en  hansgesindt 
innerhalb  drey  wucben  angedentter  maasen  geboi-samblich  ein- 
stellen woHon  oder  nit.  Im  fahl  sie  nun  sütlicbi«  wie  bilÜch 
tknenj  ist  wol  auil  guct;  no  nit,  so  solle  er  diesulheti  dem 
herm  landlpfiej^or  zu  Wolken»ta!n  al-ibald  immliaift  machen. 
Der  würdet  8(>dan  verrailg  hubenden  bevelelis  die&elWn  aus 
aOen  l.  V.  l>  landen  auszusiOiulTcn  und  der  gebOr  nach  mit 
«otleben  cmsllioben  mitl  gegen  inen  au  verfahren  wiaseOf  dass 
£ief*ic^  billieh  andere  daran  su  spiegeln  haben.  Actum  Irring, 
den  ä.  tag  Jaiij  anuo   lüOO. 

Wolf  Kh  alten  hauser, 
n.-O.  e&mor  und  reformatio nssceret&rins. 

1037. 

Hans  Fuchs,  Rat  und  Ax^mann  in  Innerprr^,  Christoph  Hoiler, 
Forstmeister  und  Amtmann  daselbst,  und  Simon  Schenek,  Markt- 
ridder  in  Sisener^,  an  aüe  Obriftkeitm:  Da  dUche  Jituimeister 
*hre$  Ungehorsams  teufen  aus  dem  Lande  geschafft  und  daher 
eine  ,Crida'  ausgeschrititen  ururiie,  wird  hiermit  befohlen,  die 
durch  den  Zeiger  die^s  überbrachten  Edikte  an  den  geicöhnlichen 
Orten  mu  affigieren.  Eisenen,  1600  Juli  10. 
(8l  Il-A-,  0berb«igjunt  u.  Uer^richtAmeMO,  Otlg.) 


1038. 

Die  evangelischen  Kirchen-  und  Sehvldiener  an  die  Verordneten 

von  Kumten:  ieHen  ihnen  das  landesfürstliche  Äusweisungsäehret 

vom  28.  Juni  1600  mit  wid  bitten  um   Varholtimgsmajiregehi. 

0.  D.  (1600  Jitli  12). 

(Kop.,   Kod.  Liu»  13,    fal.  ri4»  a.  ^17^     Uedruekt  Archiv   flir  vatürlüiditeUo 

1039. 

Aniwori  der  Verordneten  auf  die  vorige  Zuschriß:  Kirchen-  und 
Schuldiener  mögen  ihrem  Berufe  nachkommen  und  iiinen  für  die 
auf  den  20.  einberufene  Versammlung  der  ev.  Herren  und  Land' 
letite  etn  Gutachten  xuiiommen  lassen.   Klagenfitri,  1600  Juli  13. 

(Kop.,  «bendi,  Archiv  ftlr  T4terl.  Oeieb.  etc.  XIX,  S3.) 

1040. 

Die  Verordneten  von  StciermarJc  an  die  von  Kärnten:  haben  mit 
Dedauern  die  f.  Resolution  vernommen.  Da  die  Kärntner  und 
Erainer  zum  Zwecke  der  Beratung  in  hoc  perturbatisaimo  ne- 
gotio  /"lir  den  20.  d.  eine  Abordnung  hereinsendcn^  icerde  man 
sic)i  eine  gemeinsame  Beratung  niciU  zuwider  sein  lassen.  Grau, 

ICOO  Juli  18. 
(Koiuk,  St.  L.-A.,  Chr.  B.,  Arohir  für  ratDrl.  G«sdi.  etc.  XIX,  24.) 


1041. 

Herr  Adam  von  OaUenberg  referiert  .denen  herm  verordneten, 
tcie  e8  mit  einnemung  der  kirdwn  und  freidho/f  zu  Jadenburg 
mugangen,  hschwärt  sich,  dass  ihme  der  pfarer  alda  das  gürttl 
nahatd  beim  freudhof  gelegen  entziehen  tcöUe,  Uem  begert  he- 
rieht,  tcasen  er  sich  mit  den  kirchenortuit  und  hhelch  verhallen, 
uberschickt  an  sein  sapfeumasshstand  1000  fi  und  hütet  ihme 
der  executimi  verhiiflich  su  sein.    Vom  19.  Julii  1000'. 

(B«giitr.  1600,  fol.  &7».) 

Am  80.  Juli  Mlir»[b«n  dio  Verordn«1eo  an  don  Pfurroi,  d^ß  er  »ieli 
dM  Oirtens  und  tirandslückcs,  so  au  den  Friedhof  juraiut  und  Ilerrn  Ciiri- 
«oph  GaJUr  v«rk«oft  «ofden,  enthalte. 


1043, 


^ 


Bau  Adtm  Sckrait  an  die  VenrHttet^  nm  Steimmark:  erstattet 
Berieht  Ober  dat  gemättäti^  VoryeMen  der  Refrnmmtieiukomwm- 
Min  det  Fänlhitdtofs  MmrUm  Bmtnrr  und  Dr.  Amfelus  Omttode$ 
ikrar  LasU  im  Eimt&dU  und  bittet  vm  rerlteÜtm^mafi- 
regdn.     DommertpaeM^  ]€00  Jtdi  19. 

(Orif.  SlL.-A^  Cfcr.B.) 


I 


.  .  Obwol)  £.  H.  ich  vi\  lieber  nnbeheUigter  Hesse,  so 
kas  ich  doch  dieselbe  mit  höchster  bescbwär  zn  berichten  nit 
■nterUssei],  dass,  nachdem  antetzo  die  1.  f.  reformationscommis- 
Mri  ftb  herr  bischoff  von  Seg^^au  and  D'  Angelas  Co- 
stede  mit  iren  zaegeomten  soldsten  abermalln  heroben  im 
EuHÜmU  gewest,  haben  sie  den  ä.  d.  m.  dnrch  f;edacbte  ire 
bcatuboDde  knet-'ht  meiner  armen  onterthaa  einen  namens 
Haoseo  Winkler  sa  Rannperg  bei  nacht  in  seiner  be- 
baoiang  überfallen,  ihn  gefangen,  sein  hans  alles  darchsaechtf 
sein  ainige  khae  and  zwei  ross  sambt  ihme  liinweggefährtT 
auf  dem  morgen  ime  den  henker  Malta  honore  an  die  Seiten 
gesetzt,  mit  bedronn^,  da  er  nit  alspaldt  abfallen  und  za 
beichten  znesagen  werde,  wellen  sie  ihn  stracks  auf  das  nene 
anfgerichte  hofgericht  bei  der  kircben  zu  Kenhanss  anf- 
henkea  lassen;  dartlber  er  aas  schrecken  and  forcht  innerhalb 
df«  Wochen  abzufallen  gewilligt.  Oaraof  Laben  sie  ihn  los^e- 
Insen,  die  khae  nnd  das  sohlechter  rosa  widergeben,  und  das 
besMT  ross  aber  behalten  nnd  mit  sich  weg  geführt,  den 
knechten  aber  hat  er  ain  taller  straff  geben  mUe^sen. 

Volgents  sein  nmb  mittag  fanf  kneclit  aus  irer  gnardi 
abennalen  gar  in  meine  freihalten  ond  landtgericht  khamen, 
unterwegen  and  zunächst  bei  dem  e;c-bloss  meinen  leuten  von 
meiner  aignen  arb«it  vier  ross  mit  gewalt  aasgespant,  damit 
einen  hüben  perg  aufgeriten,  einen  andern  meiner  nnterthanen 
Petern  Aman  anhaimbs  und  im  haus  alles  klain  abgesuecht, 
gefangen  nemen  und  den  commi&sarien  zuefübren,  villeucbt  mit 
ime  wie  mit  andern  evangelischen  christlichen  leuthen  erschreck- 
Bchen  hausen  wellen.  Ab  er  aber  zu  allem  glück  nit  anhaimbs 
gewcBt,  haben  sie  sein  söhn  ain  mit  ihnen  weggeführt,  die 
arme  bekümmerte  peuerin  gi>neti<:t  und  bedroet,  da  sie  ihnen 
nit  geld  geb^  sie  ihr  haus  und  hoff  abbrennen  weilen;  darüber 


sie  ihnen  das  wenige,  so  »ie  in  ihrer  ^irewnlt  gehabt,  bei  Ewen 
taJler  ii*^K*:\>nXi.  Als  ich  sie  am  zurnrltzii^heii  zu  redt  stellen 
loäseu,  aus  wa^  bevelch  und  waruiuUuii  sie  mir  solchen  hoben 
gewalt  und  eingriiT  in  mein  bindigencfat  grund  und  poden 
ja  gar  nntcrm  daclitrllflF'  erwiseii,  RQch  den  pucbc-n  weckau- 
ftlbreu  in  bevt-lch  hiUlcti,  gabens  zor  antwort:  Herr  blschuff 
Ton  Seggaa  hub's  aUo  anbovolhen,  den  paeben  aber  als- 
pald  wider  gaetwilljg  ledig  und  baimb  gehn  lassen. 

Auf  »ulches  hab  ich  in  meiner  einfuldi  allerdings  still  zu 
scliweigcn  nit  (Ur  rathsamb  befinden  kUnnon,  suiideni  etravks 
den  h.  bischoff  von  .Seggau  drumben  sehrifTtlichen  crsuecht, 
mich  der  zacgcf^iegten  hoeHon  gewKlt,  ppott  und  eingriff  mit 
dem  höchsten  crkliigt  (als  E.  U.  ans  dem  cinschluss  mit  mchrerm 
sa  vcrnemen  haben),  aber  h.  bischofT  mich  kainer  Bchrifftlichco 
widerantwoi-t  gewürdigt,  sondern  hey  meinem  diener  sovil 
milndtlichci)  mir  ku  entboten,  ich  wer  wol  wissen,  wes  die 
Soldaten  sein,  lielt«  derwegeo  mein  schreiben  woll  anterlassen 
mUgen,  Er,  lierr  bischoff,  but  mir  auch  bei  obangeregten 
meinem  onterthan  dem  Winkbler  zu  entbotten,  er  soll  mir  an- 
zaigon,  ich  sollte  mir  die  weil  nit  lang  sein  lassen,  innerhalb 
sechs  Wochen  welle  er  mich  eben  mit  disem  seinem  voickh 
selbst  auch  haimbsuechen.  Äläo  hat  auch  der  pfarrcr  zu 
Ir(dn)ing  meinem  pftcger  durch  ino  jjaucrn  zu  eiitbottcn,  er 
lasB  ime  gleich  ein  zimmer  pauen,  drein  welle  er  ihn  inner- 
halb dreien  tagen  setzen.  G.  H.  kUncns  nimer  glauben,  was 
nit  allein  der  commissaricn  bcvclohsbabcr  und  knccht  sondern 
auch  die  benaheten  pfalTon  und  landtspflegcr  zu  Wotkenstain, 
ja  ancli  gar  die  commissarien  selbst  wider  K.  ganze  E.  L.  die 
Herrn  und  laiidleuth  in  gemain  und  absoiiderlicheti  sambt  deren 
evangelischen  dienern  und  undcrtbaueE  für  erschreckliche  be- 
drotingon,  chrverletzliche  reden,  schmach  und  Verspottungen 
ausgeboii  und  die  underthauen  gleichsamb  arider  irc  obrig- 
kaiten  aufgcworffen  and  verbittert  und  also  dises  thall  in  ein 
allgomaine  hoho  Iwsehwörung  und  Verwirrung  gebracht  Itaben, 
durdurch  das  gcraaino  wcscn  an  jotzo  gleich  gar  darnider  ligt; 
wie  solches   alles   mit  mehrerm  E.  H.  schon  grUndtlichcn  von 


*  .UachtrSP  {m  Iwen  .traiT)  =  .tnchtropP  =  .Ddehtrnafe',  dt«  Oroo«e  da« 
Uaui»  bczcicbneuiL  lOactitrafT  Ut  glttichtsm  dir  Frciung  de«  llaoiw. 
BcMliimitfuu^u  unlar  dieseui  words»  »diiLrfrr  )i«itraft  als  außer  ihm. 


ierrn  Petlcr  Oh  ristoffen  Pran  n  fjilefclien  und  herm  ITan» 
Birtlme  vnn  Moslinimb  l«*nehti'l  wrrden  sollten.  Wan  der 
herr  btschoff  tmd  seine  ptWTeu  mit  ircn  scberganten,  knechten 
for  sich  selbs  an  mich  komeu  wären  oder  noch  kimcni  wolto 
ich  dem  handl  tvoI)  rath  and  wonitnng  ea  schaffen  wissen,  also 
aber  maesa  ich  die  beohste  Unbilligkeit  mit  schmeraen  ^ 
dulden;  doch  E.  H.  solches  zum  wissen  hab  ichs  su  berichten 
oit  nmbgohen  sollen,  dieselben  .  .  .  xa  bitten,  mir  getrcalichea 
ir«n  rath  nnd  guetachten  zu  eröffnen,  was  ioh  za  solchem  mir 
wider  die  allwiseenden  des  Undts  nnd  meine  aigne  hochbegabte 
freihaiten  gewaltthtttiger  eingriff  and  za  entbottncn  bedronngen 
thuen  and  mich  ins  knnffti^  darge;:en  verhalten  sollte,  nit  we- 
niger ob  ich  mich  atniclies  schütz  von  K.  R.  L.  zn  getraten 
habe.  Dan  so  bei  Qbelbeschafner  snchen  ich  bierait  protestiert 
en  will,  dass  ich  meine  anlagen  nit  einzubringrn  vU  weniger 
erlegen  waiss  noch  mir  geirauon  darff,  dan  die  bedrängten 
Tcrfolgten  evangelischen  armen  unterthancn  geben 
lantor  fnr,  weil  sie  je  bo  gar  nit  gesichert  noch  von 
iren  grnndthcrrschaften  ainichen  schuts  zu  gewarten 
haben,  wellen  nnd  wissen  sie  nichts  darangeben  son- 
dern sagen  die  gttetcr  halmb,  seien  bedacht,  sich  ircr 
gelegenfaait  nach  eheist  mit  der  flacht  aas  dem  lande 
sa  salvirn,  als  ich  dan  mein  ersten  stouertcrmin  anbero 
nit  Eusamenbringen  noch  erlegen  hab  kttnnen,  der  ich 
doch  maistcs  thails  catholische  nntertbanen  hnbe.  Bitte 
demnach  nochmalen  ...  E.  H.  wellen  mir  .  .  .  rath,  hitff  nnd 
beistandt  erthailcn,  ja  disen  weitaussehnnden  hochschmerzlichea 
process,  so  wtlhrlich  nit  ans  Ennsthall  allein  äondoru  das  g&uxe 
geliebte  vatterlandt  concerniert,  in  eifrige  berntbscUlagang  an 
Kiehcn,  wie  etwa  disem  unhail  zeitlichen  begegnet  und  noch 
orger»  verhüettet  mechte  werden,  dan  warlich  hoch  zu  besorgen, 
iren  LerbDemon  nach,  dergleichen  bedroang,  reformatiou  und 
bedrangnos  den  herrn  and  landtlcathen  nit  allzalang  aaableibon 
mechte.  .  .  .  Donnerspach,  den  19.  Jolii  anno  ItiOO. 

E.  Q.  a.  H.  dieDstgehorsamer  and  allzeit  iv-illiger 

Hanns  Adam  Schratt. 

Drv  in  der  Dbiir^n  Nnminrr  c<rwShnt«>  B«<>rhwpTttn<chrifV  an  den  BEsnhof 
Martin  Ürgt  bai.     Sie  UÜgi  du  Dalum  D«niiBr>p4ch,  ä.  Jali   IHUO. 


n 


8 


1043. 

Acht  .beschwerte  beyiadtbarte'  Herren  und  LancÜeule  in  Ober- 
steiermark an  die  Verordneten:  Ldthafic  SchiUerung  des  tyran- 
nischen Verfahrens  der  Tieliijionsri^fonnaiumsiiommissnrp.  und  ihrer 
Leute;  dringende  Bitte  um  Schute  der  Landesfreiheiten.  Stainach, 

1600  Juli  20. 

(Oric-,  St  L.'A.^  Cbr.  B.) 

...  Ob  wir  wol  io  erster  I.  F.  D*  fUrgenomner  laidigen 
reformationBcommiaBion  in  vi)  weeg  buchst  beschwert,  dest- 
wogcn  auch  in  ^ehaltnen  landtag  scbrifit-  und  mllndtllohen 
cinkomen  und  hierauf  bevorab  in  politischen  bessere  ruhe 
gänKÜchen  Terho£^  hat  sich  doch  Uider  in  jttngat  abgeloffhen 
process  (las  widrige  mit  mehrerer  beschwer  und  grösserer  ge- 
fahr  erzaigt  and  befanden,  indem  erattichen  den  herrn  com- 
mitisarien  angehengte  wenig  aber  Über  maetwillig  and  trotzige 
knudit  unsere  arme  anderthanen,  bei  denen  sie  ires  gefallens 
über  ir  vermögen  speis*  und  trank  verscbwentUch  aufzetragon 
bentittigt,  etliche  nichts  destoweniger  nebon  sonderer  spDttlicber 
verschimpfung  irer  grun<ltobrigkaiten  aus  den  hßiisern  ge- 
jagt, ir  vich  abgestochen  und  was  inen  gefallen  sambt 
der  zcrung  uinsonston  hinweg  getragen,  ja  daneben 
so  orschräcklich  grobe  troungcn  wider  uns  und  dio 
nnsrigen  sament  und  sooders,  welches  auch  liernach  die 
herm  commiBsarien  selhs  in  vill  wog  und  mit  plilnderung  und 
«bbrennuDg  ainer  schwaig*^  unterm  herrn  Fraunfalcken  be- 
stottigt  mit  höchsten  schwören  und  contcstiereu  ausgössen,  dass 
der  gemaine  man  in  eusseriatc  forcbl  und  schrecken  geratben, 
darauf  aber  insonderhait  die  herrn  commissarien  fast 
in  allen  pfarren  burger  und  undcrthancn  ohne  unter- 
Bchaid,  neben  tronnden  prandt  leibs-  und  guetsgefabr 
erfordert,  die  erscheinnndcn  rit  allain  wider  ir  gewissen  jeden 
insonderhail  sondern  auch  wider  ire  herrschafftcn  den  leiblichen 
ajrd  ze  schwören  bezwungen,  den  ausbleibonden  und  beeteu- 
digen  theils  des  landts  intior  G  wochcn  3  tagen  verwisen  und 
bandiflirt,  thails  aberraallen  mit  höchsten  bcdroongen  dahinge- 
bracht, dass  sie  nunmehr  auf  der  pfarrherrn  und  anderer  Icuth 


;Bchwii|^  ^  i.lp«nwirtich]ift;  Milcherei,  Käfler«i  etc. 


erfordern  irid«r  der  obrt|rkAit  verbot  erscheinen  und  tren  maet- 
wilieD  m  ToUiKh«ii  TpnprtKrhen,  dessen  nber  K.  H.  mit  mebrom 
aigeotlieh  nnd  in  tp«cie  mtlndUichen  bericht  empfangen  wirdeL 
WeiOea  dann  hierdorch  uns  und  der  ansrigen,  ja  dises  Tiertls 
und  rolgents  des  ganxen  landts  verderlicn  and  natcrgang 
angenscheindltcb  verarsacht,  aacii  K.  £.  L,  fre^Uait  laediert 
ODd  leichtlich  gar  aufgebebt  wurde,  .  . .  demnach  hiemit  aoser 
.  .  .  bitten,  E.  H.  wollen  sie  . .  .  vcraemcD,  alles  in  notwendig 
gist«  .  .  .  beratbachlagoog  ziehen,  som  fall  es  rathsamb,  I.  F. 
aoltfiDgen.  . .  .  Datum  älainacb  den  20.  JtUli  1600. 

E.  H.  gehorsame 

N.  IL  N.  die  beschwerten  benachbarten 
herm  landleath. 

(B  Bilffcl,  Twr  TOo  Uitg'livdvrn  der  Famili«   SUinach,   «u  S«bnitl/TJ,  xw«i 
Prannblckh  a&d  eio  Zi£kl  (/)■] 

1044. 

Der  Lattd^atipimanH  voti  Kärnten  an  Emrcich  itm  iriitWücA- 
gräU:  teHl  ihm  das  l.  f.  Dekret  vom  Vi.  Juni  mit:  cb  er  den 
tMi^ten  rrüdikantcn  noch  tceiterhi»  xu  l/ehaltm  gedenhe,  in 
wdditm  FalU  die  F.  &  sich  der  Orhühr  nach  verhalien  icoUe. 
^iital,  1000  Juli  21. 

(Kop.,   L«ntb«rg-l'«ittHt>-Arcbi<r.) 


1045. 

Die  in  Klagenfitrt  versammelten  Herren  «nd  Landleute  an  ErM~ 

hersog  Ferdinand  IL:  bitten  um   Einstellung  der  Heformation. 

Klagenfurt,  1600  Juli  2L 

(Kop..  Sk  Lk-A..  Obi.  R.  Oednwkt  Arcbiv  fUr  vxterl.  Gcsdi.  «tc  XIX,  29—34.) 

Klife  Ibar  di«  wij«r  all«  Vcrhoffen  «riblg^  b«Mliw«rUcl>e  RMolutioa 
TOB  Sft.  JoDi.  Nohfeadiffkeit  dieaca  aeucrlicbfln  An^nehrna,  desa«!]  Cber- 
reieboB^  dnrcb  HaonibA]  von  Eckh,  CtirUtoph  O«)]  su  nallAnhofftn,  Audreiis 
von  Bjiinb  ro  Sorgandorf  und  Hans  Mtisdorfer  bu  ^eubpheii  bat.  Ilinwnin 
«nf  d«0  icbon  teil  Fi>rdilMod  I.  t>Dwilli(;tcD  Gebraacb  dr«  Eiertilion»  A.C. 
and  du  fciorllcbe  ErklkniD;  der  Stfind«  vor  d«r  Uuldigun^.  Ibre  Konfession 
ui  kein«  KetureL  (Tn<rereinbarkftit  dr«  j«txt^«n  Vorjffbeo*  mit  d«r  Zaiag« 
d«  QewüsemrfröheU.  Uinweis  «uf  die  K!bwli>rifrf>  l>Ag(!  Af*  Lindtui.  NI^»r- 
pag  d*r  Gawerke,  UU  «ach  die  ,[{xDdÜeT«r  außer  l^nd  getrieben  vrerden. 


n«1<niiing  «Irr  «i^nnrtig»»  SlnlliiHf;  Klnf^viiriiTbi  nthl  »ninpr  «v.  Kirch«.  Voo 
danifiRl1>BTi  DAtiiin  lift^rt  <'>n  Krat^ment  nlnnr  Rndo  vor,  wclch(^  die  ScliXdl^ng 
des  Schilt-  und  KirrlieiinuniHteriuniB  grell  b«luuoktet  ^Lamlierg-KetstriU- 
ArcLiv). 

1046. 

Dieseüten  an  die  Ersherzog'm  Maria:  bitten  um  l'ümprachc  hei 

^tkeraog  Ferdinand  //.,   auf  daß  dieser  schrnersliclte  Vroseß 

ein  Ende  nehme.     KUujenfurt,  IfiöO  .Juli  21. 

(Kop.,  sbcndft.    Gedruckt  Archiv  RLr  vatorl.  Qeioh.  etc.  XIX,  3&-) 

1047. 

Dif-  Verordnelen  rtiu  Kärnten  an  die  von  Steiermark  und  Krain: 
teilen  mit,  was  sie  an  die  F.  D'  und  die  Erghereagin  sehreibea, 
damit  auch  sie  das  Notwendige  vorkehren.  Die  nadi  Gras  beor- 
derten Oesandien  haben  sich  dort  bei  ihnen  unvcrsüglich  aneu- 
melden  und  alle  Dinge  eu  beraten,  die  noch  ,su  dieses  Unheils 
yebürlicher  Jlemedisrung  und  Erhaltung  unserer  lidigio»  dienen*. 
Klagenfurt,  ICOO  Juli  21. 

(Orig.,  K  fiirgel  lufgedrilckt.  St.  L.>A.  u.  L.-A.  Krain.     Qddrackt  ArcliiT  Ar 

vAtcrl.  Qucb.  eto.  XIX,  3i.) 

1048. 

Dic-sclhen  au  dies<^en:  danken  für  deren  Eifer  in  der  Sache 
der  IteUgiotisverfolgung  in  Kärnten.  Sie  werden  nicht  unter- 
lassen, ihr  Schreiben  dm  am  2B.  d.  M.  hierher  beorderten  Herr*^n 
und  Landleutett  vorzulegen.  Damit  sie  wisset»,  ,u;eieh«rgesUdt 
Kaiser  Masimilian  I.  die.  Stadt  KUujenfurt  E.  E.  L.  frei  und 
eigenthiimlich  gegen  etlidie  reservtrte  Conditionen  übergeben*, 
senden  sie  eine  Äbsdirifi  dieser  SchettJcuug.  Klagenfurt, 
1600  Juli  21. 

(Orig.,   &  8t«gal  ufgedrflekt,  St.  L.-A.,   Clir.  B.     Ondruckt  Arclilv  fUr  Tit«rl. 
Gwcb.  etc.  XIX,  36.) 


1049. 

Dieselben  an  dieselben:  Soeben  kam  deren  Schreiben  mit  seinem 
betriiblichai  Inhalte;  tcerden  es  ihren  Herren  und  Landleuten, 
wie  auch  den  Krainem  vorlegen.    Sollte  von  Krain  das  Ver- 


11 


htigen  nach  einer  Gesandhc7>nß  ffesteSi  werden,  tvürde  dm  einen 
ijrofkti  Vernii/  veranlassen,  lUiher  sie  sich  mit  ihrer  Entschtil- 
äigun^ssekrift   $o   viel   als   nußglkh  heeilen  müfiten.     KUigcnfurt, 

2600  Jdi  Siä. 

(Orit-,  h  Sto^l  aii^vdrilckt,   Rt.  1.  -A.,  Chr   IE.     Gednickt  AnrhlT  fllr  Tat«rl. 
UeNcb.  etc.  XIX,  36.) 


1050. 

,Heformaiiottsdecret',  betreffend  die  Reformation  von  Graz:  Alle 
Bürger,  Doktoren.  I*rohtratoren  und  nobitifierte  Personen,  ausge- 
nommen die  Landherren,  dann  Land-  und  fremder  Herren  In- 
vohner  sind  eur  Vornahme  der  Heformation  für  den  31.  Juli 
6  Uhr  morgens  durch  den  Stadtmagistrat  in  die  Pfarrkirche  sn 
titirrrn.  Zugleich  ist  ein  Verieichnia  aller  JÜirgcr  und  Inwohner 
den  Kommissären  unvereiiglich  vortulegen.    Gras,  1600  JuU  27. 

(Kopp.,  8t.L.-A.,  Chr.  R,    Stttxinger,  fol.  618^  — M9^) 

Von  der  F.  D' .  -  .  wogen  vun  ilcreelben  .  .  .  reformatioiis- 
commtssarien  N.  dorn  burgermaiülerj  richter  und  rath  der  f. 
haabtstadt  GrUz  hiemit  auzuzui^^eD: 

weil  nuumchr  gottlub  die  rofüriaation  in  allen  I.  F.  D' 
. ,  .  stetten  and  mÄrktcn  dises  fUrstenthtimba  Steyr  verrichtet 
und  alUin  die  albicige  Stadt  binhero  Qbrig  vcrblibcnj  dieselbe 
»bor  wegen  der  Tilfcltifren  ^ectiscbcn  i)en:ODen  nit  praotcrirt 
•ondera  gletchlalls  aas  bevelch  bOchsIgcdachtcr  F.  D^  rcfuriuiert 
werden  moesä: 

so  ist  dcmnacb  .  .  .  iro,  der  licrrcn  commissarien,  crnst- 
Ücber  bercich  hiemit,  dass  sie,  von  Graz,  alte  and  jede  barger 
and  inwohner  der  Stadt  Graz  im  ganzen  parkfrid,  item  die 
doctores  and  alle  procuratores,  wie  aucli  die  nobÜitirtco  per- 
»nen  (aoascr  der  iandherrn),  dann  land-  und  anderer  berru 
inwobner  selbst,  jeden  bey  lOO  ducatcn  straf  auf  nächat- 
konunendcu  montag,  d.  i.  der  letzte  des  monats  JulÜ  in  die 
pfurkirchen  am  6  ahr  vormittag,  alda  die  rcformation  gehalten 
werden  solle,  also  gewiss  and  unfailbarlich  erfordern  and  ver- 
tclia6feD,  damit  auf  den  widrigen  fall  nit  notb  sey,  eineo  oder 
den  andern  mit  vorbebaltang  angedeutcr  straf  durch  die  sol- 
dnten  oder  guardia  zum  vursteunden  actum  holen  zu  lassen. 
Und  damit   also   menniglieh,   wie  gciuelt,  geb.  erscheinen  and 


12 


sieb  einstclIcTi  thae,  solle  bargennaister,  richter  und  ratb  bei 
allen  obgtHlaflitcn  zcitlich«!i  und  licy  vorgpdachter  peen  ver- 
lUcgcD,  damit  niemandts  entzwischen  verraise  sonder  des  aus- 
gangs der  cominiasion  scbuldigermassen  erwarte. 

Schliesaliclicn  wicrdot  aueb  dem  bargcrmaistcr,  rtcliter 
und  rath  albie  bevolcben,  dass  sie  alle  und  Jeder  vcrmelter 
barper  und  inwoncr  ain  verKaic.hnuas  irer  Uinf-  und  suenUmen 
inen,  bcrrn  commissaricD,  xu  ircr  gewissen  nacbhcbtung  ala- 
baldt  und  unfailbarlich  unbendigen,  damit  man  die  notturfft  in 
aiuem  und  dem  andern  desto  sicliorcr  verricbtcn  mSge.  An 
dem  beechicht  .  .  .  GrUz,  den  27.  tag  Julü  anno  IGOO. 

Wolf  Kaltenhauscr, 

n.'Ö.  cammer-  und  verordneter 

ref.  seeretÄrins. 

D»xu  in  ttvr  .IlffgiitTttar*:  Vom  S9.  Jali  16O0.  Die  n«rr«D  V(>rord- 
neten  kouirnuaiBtcrec  ,11.  L.  U.  du  iMtie  [mbliciert«  rcronnktioDsdccrrt  und 
Uttten  ihn  orob  Aerv  gii<)liicht«n*.  Znr  ,R«rorm>ation*  von  Ornx  Kiche  Ro- 
Bolonx,  fol,  ftl'" — 52^.  Sirhc  «ucli:  Die  Gc(j«nr*<f«rmatior  in  In nrrüat «r reich 
im  Jabrbiidic  Tilr  Qc4chicHto  de«  ProtoRtaiitiBmus  iu  tWcrrutcli  XXI,  TS. 

1051. 

Ferdinand  IT  an  die  ,hei  dem  nächsten  AtiSscJiuß  ttnd  Slustcrting 
verMmmdtcn  iMwlleuU  A.  C  zu  Laihach:  wn$i  ihre  am  23.  Märt 
l.  J.  gemachte  TÄnt/abe  unter  Ilijtweis  auf  die  darin  enthaUetum 
,trutaigeti,  unhedächtiyen  und  gans  schinipflichm  Ansiige'  surück, 
laßt  es  bei  dett  hisheritjan  Verordnungen  verlilclhcn  und  gibt 
ihnen  ihre  Schrift  im  (iriginaie  mit  der  Erwari-ung  künftiger 
Bescheiden}ieit  und  dem  Verlanget,  ,den  Schriftsteller'  eu  nennen, 
tcieder  eurück.  Graz,  IGOO  Juli  28. 
(Orig.,  L-Ä.  Krain.) 

1052. 

Schätsung  der  Radwerhe  xu  Pcrg,^   Plähaus(7),  Tücher,  Rom 

und  Zeiigg.     IGOO  Juli  29, 

(Ong;  St.  L.-K.,  OtrtrlicrgiRit  uud  BerggericbtsweMn.) 


'  Welch««  TOD  Am  sahlrciiR}i«n  Perg  getnflint  [jt  («tw«  ttstl.  Grebrain^), 
Ist  tinilehnr;  Bücher,  nntdi.  T^ma^Cf);  PI^aua  und  Ross  liod  ßleielt- 
fftlEs  schwer  festzuslellcn;  Zeugg  dürft«  vieJleicfal  Zciring  ■«in. 


Aaf  Mn«m  anfsklebten  Zettel  findet  «ch  di«  unTollstiadi^  Notis: 
»E*  NiB  allfrdinp  woH  13  rftdwcroh  ^eMhStxt,  wcillen  «b«t  die  »ndern  (St) 
T«rkaan  od«f  aber  die  nb1inKi«t«r  kxtbolttcb  worden,  hab  icb  dieselben  be- 
aebreUiaog  au  flbergebea  filr  dUa  .  .  / 


1053. 


Herrn  Georg  von  MaUnthein  an  der  Kädl  ,hochnotwendig 
unvermeidiichfs  Anbringen  an  die  Verordneten  und  andere  ver- 
sammelie  Herreti  und  Landleute  in  KärnUn':  führt  Beschwerde 
über  das  getaxUtätige  Vorgehen  des  Gmütidler  Ergpriesters  Anton 
Stromayr,  der  näcfitlichenceüe  sechs  bis  acht  Personen  abge- 
fertigt, die  frevelhafleneeite  in  seinen  Edelmanfissits  eingt' 
dnmgen  und  ihn  in  seinem  Beile  mit  geladenen  Büchseti,  mit 
S/Mßen  und  Wehren  iiherfaUen.  Er  finde  sich  über  diesen  un- 
erhörten Landfriedensbruch  beschwert  und  bittet  um  Verhaltungs- 
mafiregeln,  nadi  denen  er  sich  richten  tcerde.    0.  0.  u.  Z. 

(Oris-,  Sl.  L.-A.  Chr.  R.  1800.) 


1054. 

landschaftlichen   ßffieier  und  Diener'  an  die  Verordnden: 
teilen  mit,  daß  sie  für  den  nächsten  Montag  vor  die  Reforma- 
tiohskommissäre  in  die  hiesige  Pfarre  zitiert  worden  seien.  0.  D. 
(1600  Juli  ewischen  27.  und  30.) 

(Orlg.,  L.*A^  Kirchen  and  Schule  1^90  (tie).    Kona^  L.-A^  Chr.  R.) 

Wolgeborne  .  .  .  E.  Gn.  werden  aus  b«igele^er  glaub- 
würdigen abscbrift  mit  mehrern  zn  verneroeti  baben,  wasgestalt 
alle  und  jede  diaer  statt  Grätz  inwoner  (allein  die  bcrrn  und 
landlcath  ausgeschlossen)  auf  nügsten  montag  um  6  uhr  in  die 
pfarr  albie  für  die  fürstlichen  reformationscommissarien  bei 
hoher  straff  zu  erscheinen  durch  gemainer  statt  wachtmaister 
aeben  filrhaltnng  berUertea  decrets  und  also  auch  wir  unter- 
•chribne  K.  G.  geb.  ofßcier  und  diener  ieder  in  Sonderheit  citiort 
Und  beniefen  worden  sein.  Damit  aber  hierinnen  uichtcs  wider 
gott  und  unser  christlich  gwissen  oder  ausser  E.  G.  guetachten 
gehandit  oder  fUrgenumen  werden,  bitten  E.  G.  wir  gehorsames 
Tieis^  die   wolteo,  WMaen  wir  mna   dttsorts  verhalten  sollten, 


u 


dorcli  gcracBsnen  ratbfichlag  mit  gii.  erindern,  wie  auch  io  dero- 
sclbcu  schatE  ans  ferrer  gn.  lasecn  bovolhcn  sein. 

£.  On.  gehorsame 

Ädnin  Venediper  d. 

Cbristüfih  Gatikhofor  <1. 

Era.tain  Knrzlew. 

Ulricb  Holzer. 

Wolff  Strobl. 

M.  Maull. 

H.  Friedrieb  Reutter. 

Am  I.  Aiigii«t  ISOO  meldet  AnfrMnA  (^natcde  an  FcrilintncI  II.,  daß 
fnan  .niilicdt  inm  I-itamen  griffco  und  A^n  Vcn<-illgfpr  nirgr-fanlert;  der  sloh 
nicht  bat  weia«n  laiaen'.  Der  I.  AngiiHt  int  t'tu  Uienalag;  die  Aktion 
(Im  UiacUara  l>cf;anu  aber  schon  ain  Huutai^,  <I.  i.  den  31.  Juli  (.vertnUg  go- 
ttrigeo  |felhoa«ö  »uwajfeii*,  llistoriBclie  Z^^iUthrifl  78.  S.  'i6<))-  Demnach 
mit  doa  Datum  d«s  obSj^cn  Scbrcibon!  zwischen  don  27-  and  80.  Jali. 


Tialihasar  ToUinycr  von  Avasee  an  die  Verordnetem:  Auf  Ver- 
anlusxunff  des  Icalh.  Pfarrers  sei  er  von  der  F.  !>  aus  Aussee 
avsfftuci^'sen  und  auf  seine  BescJncerdc  hin  nm  7.  Februar  ein 
noch  scitärfener  Titffehi  ergangen,  den  Htm  der  Vcnceser  aber 
nidtt  mitgeteilt  habe;  nun  ist  ein  dritter  Befehl  gekommen,  der  ■ 
srine  Ausmeisutirf  hin}irn  rirr  WocJten  anordnet,  falls  er  sich 
nicht  hckeftre.  Jiitte,  ihm  als  SO  Jahre  aiten  treuen  Diener  (seit 
1552)  des  Hauses  Österreich^  der  sudem  noch  krank  ist,  eine  fl 
Jntimession  hei  der  F.  I^  zu  erteilen,  damit  er  «'i>  ein  anderer 
Landtnann  des  iMmles  Freiheiten  genießen  könne.  Aussee^ 
IGOO  Juli3f. 


(Ony.,  St.  L.-A..  Chr.  R  ) 


Die  droi  Befehle  tie^n  b«i.  aj  Kniiertof;  Fordinjuid  an  dea  Ver- 
wMvr  io  Austeo:  Da  Tollin^cr  in  dcni  Urform ntions werk  allerlei  .Pertur' 
iMtioutt'  anricbtet,  A\t  Prtdigton  im  Haiix^  i«ll>st  verriclitet,  di«  KalLioIUcbei] 
vcnich impft,  die  ,bandijirt«n*  tiirUckhKll,  dfn  aofgewkscncn  Schulmeister 
beherberg:!,  so  ist  er  aas  dem  Ucbir>t«  von  AuMce  xn  weisen,  der  Scbnl- 
maist«r  mit  Katen  ,auaKoatreicben'.  Kop.,  ebenda.  O.  D.  (1800 
Janaar  .  .  .}.  It)  Eribcrxoif  Ferdinand  an  deDB«lbea:  bclifblt  die  Anaweinin^ 
Tollingers,  Bartlm«  Neamaiers,  Adam  Sohefmüllcrs  und  Zacharias  UUrn- 
pacbers,  falls  iit>  sieb  niclit  binnen  vier  Wucb^n  ,sur  kat)i.  Kelig^ign  «x- 
kUren'  (siehe  aotfo).     Kop,,  «beiida  (lOUO  I-'ebiuix  t,  sieko  oben),    e)  Fer- 


ner-   ■ 


diDMi^   an   denwJbmt    D»n   ritt  Pcnoncn  ist  »a  ihrer  Bekehmng  no«h  ein 
Teiiain  vod  riet  Wü«b«u  su  gvLmi.    Oraa,  1600  Juli  11.     Kap.,  cbenila. 


1056. 

SfAetaog  Ferdinand  an  die  Verordneten  von  Steiermark:    j?e- 

fM^  die  Steiterrestantcn  der  ausfiachafften  Vräiiikantcn  von  den 

jHzigen  InJiahern  der  Pfarreti  nicht  einzufordern.     (Gras) 

1600  Juli  31. 

{B«ci«tr.) 

1057. 

Derselbe  an  Withdm  von  Feütrit£:  teilt  ihm  mit,  daß  er  die 
Vfarre  Liebenberg  mit  einem  neuen  Vfarrer  hesetst  habe,  und 
MoAnt  ihn,  sich  dieser  Verordnung  tu  krtner  Weise  su  wider- 
teUen,  vielmehr  dem  I^mdesvizedom  llarimann  Zingl  IMsiand 

^^•g  leiiten  und  die  Kirchengüter  und  Ornate  ehestens  heraus^tt- 

^Hl  gehen.     Gras,  1600  Juli  31. 

^^^^^^H  (Kop^  Iiainb«rs-F«iiiritx-ArcliiT.) 


T«rl«ibBii|r  ''*><»  (Icichen  Dalrni  au  Marx  Faber  lie^  b«t  (Orig.), 
8Wi|1»icbeD  in  Eopt*  dai  Vereprcclien  Fabon,  livb  in  Lelir«  «ad  GottowliRost 
g«ua  an  die  katli.  Kirche  xa  lialtva.  Am  9.  Oktober  1600  Mudel  ibm  der 
Tisedom  Hartmatm  Kingl  den  nffuerlichea  Befehl  Fenlinandi  II.  W4>geii  un- 
rrrvQicItcbor  Eiimct^ung  Kabcn  xb  FfarrerJ  rou  Li«'bptib«rg  xu,  widrigenfalls 
■ic  mit  Gewalt  dnrebgeflihrt  w«rdeii  tolle  (Kana.,  I^rober^Feistrlta-Archtr). 


1058. 


rDer  Regimetitsrat  Angdus  Cosierle  an  Erehersog  Ferdinand  IT.: 
berichtet  fdier  die  durch  den  Bischof  Marlin  Brenner  von  Seckau 
m  Grae  vorgenommene  ,}teform(Uiott' ,  die  Austceisung  der  altge- 
utxten  Batsherren  und  Prohtratoren,  namentlich  des  Dr.  Adam 
yrntdiger,  die  Sperre  iJires  Vermögens  rum  Zwecke  der  Ein- 
h^ng  des  sehnten  Tennigs  und  kündigt  die  Fortsetzung  der 
H     Jieformation*  für  den  nächsten  Tag  an.     Gras,  ICOO  August  1. 


{Otig.,  H.-,  B.- B.  St.-A..  St«i«rinark,  Fws.  Sl.     Gedmekt  Hislor.  Zeitichrift 

7K,  seo.) 


Darchltiichcigistcr  .  .  .  Änlicut  ist  der  hcrr  bisch  off  vcrmUg 
gestrigen  gethoneo  zacsaj^cn  zum  andern  thail  seiner  exhorlation 


16 


gescIiritteD  and  der  communion  halber  nib  una  tpecie  statt- 
liche aasfUhran^eo  fUrg^ebracht.  Nach  dessen  vollendang  aber 
zum  exAtaen  griffen  nnd  den  rath,  wie  ers  dann  ist,  ganz  and 
gar  catholisch  befanden.  Die  .indem  alten  sectischen  abge- 
80t£t«n  rathsfrenndt,  soril  deren  damals  vorhanden  gewest, 
item  etliche  procuratores  und  ander  andern  den  Dr.  Venediger 
daraaf  Türgefordert.  hat  sich  aber  weder  aus  den  alten  gc- 
westcn  rathsfrenndten  noch  anderen  nieniandts  wie  aas  bey- 
Ugender  verzaichnns  za  vernemben,  allain  der  Sigmnndt  Bal- 
thasar, goldtRt^limidt  and  pf^tachicrstecher,  so  in  gedachter  kunst 
woll  versiert  ood  jetziger  mUnzverwalter  ist,  ewig  catholisch  KU 
verbleiben  erklärt.  Der  Venediger  ist  vor  andern  alsbaldt  bfy 
scheinender  söhnen  aus  der  statt  geschafft  worden  und  inner- 
halb 14  Tagen  ime  das  landt  zu  raumben  bey  verüernng  leibs 
and  lebons  aus  beweglichen  m-sachen  auferlegt,  die  ybrigen 
aber  allesambt  E.  F.  D*  lannden,  di  sy  innerhalb  6  wochen  and 
3  tag  ranmbcn  sollen,  verwissen  worden. 

Und  damit  von  denen  bandisirten  des  10  pf.  halber  nichts 
versambt  wurde,  ist  dem  burgermaister  alsbalt  aller  bandisirten 
personnen  eine  gteichmassige  verzeichnus  znegestelt  und  auch 
mündlich  anbevolchen  worden,  die  gebrcuchige  spfir  aller  und 
jeder  unter  seiner  Jurisdiction  ligenden  glieter  fiirzunemben. 
Der  sich  dann  demselben  gehorsamLlii;!!  naclizukommcn  nit 
allain  anerbotten  und  die  spOrr  aller  nit  wQrcklich  ftlrge- 
nomben,  sondern  auch  die  uhrige  bargerschafft  verrer  an  hent 
doch  dergestalt  hatmbgelassen,  dass  auf  murgeu  umb  6  uhr  vor- 
mittag widernmben  fßr  ans  ei-scheincn  sollen  ins  werk  gericht. 

Was  nun  verrer  auf  den  morgigen  tag  wirt  furgenomben 
und  verrichtet,  sollen  K.  h\  D'  von  mir  onderthenigist  berichtet 
worden.  Underdcssen  aber  bitt  E.  F.  D'  ich  geh.,  die  gemehen, 
mich  yedcrzeit  in  deroselben  l.  f.  gonadcn  genedigist  behalten. 
K.  F.  D'  mich  nnderth.  bevelchendt.  Datum  zu  Orälz  den 
1.  AagU8(ti)  dess  lüOO  iars. 

E.  F.  D» 

n  n  derth  en  i  g- geh  orsamb  ister 
Angelas  Costedc. 

A^Ircwe;  ,T>cni  F  .  .  .  Fenünanden  .  .  .  (bb)  Weinbtir^  . . .'  Du  Ver- 
■alflbni«  der  ^tuj^ehaflten'  KaUfreande  liegt  bei. 


17 


1059. 

iJie  Verordueien  von  Steiermarh  cm  den  FurstbiscJiof  Martin 
von  Scckau:  bitten  um  VcrucHdung  ftir  den  alten  toohlvcrdknten 
Dt.  Adam  Veualiger,  der,  mun  icetfi  nicht  uus  irdcJten  Ursachen, 

»,urplätjelich'  durch  die  ,Guardi*   des   Landes    rcrmesni   umrdc. 
Desgleichen  für  den  LamlschraHnettschreiber  Ermmus  Kumleb. 
Orm,  1600  August  1, 
H  (Konz^  St  L.-A..  Chr.  R.) 

Si«li#  JAlipUnth  nir  Gewh-  il«»  Protp«[»iil!smiii«  In  f^»t«rr,  X3n,  7S. 
Znr  Au^wrlBunjf  V«n«!tp«>TB  brln^  Kosolfn»  unriclitig«  DaN«n  (fol.  äS").  All 
Mit^iird  d(>3  Schul-  niid  KircKcnminUtiHitinH  wird  Venndigi-r  wnItracliritiHoh 
init  •osgevriasenen  UcJBtliclinn  verkt^tirt  haben.  Siehe  iitiUn  xuiu  II.  August. 
Siehe  auch  LoterUi.  Zur  Kritik  des  Ko«ol«aB.  Mitteiluii^u  dea  lustitiiU  fQr 
flMerr.  äe*cbiebt<rorae1iaut  XXI,  510  r. 


1060. 


(hdede  an  Ertherzog  Ferdinand  IL:  berichtet  über  den 

Fortgang  der  Bcfonnation:  t/'ilt  die  Nantett  der  ungehorsamen 

ßürger  mit,  die  aux  dem  Lande  geschafft  werden  soüen.     Acht 

Wagen  liüehcr  xrien  für  den  VtäJcan  bestimmt.     Gras, 

1600  Am/ttst  :i. 

[Orig,  n.-,  H.-  o.  St.-A.,  inflsritstorr.  Akt«u.  Stei«nuark,  Puz.  XXI.  0«draokt 
Histor.  Zeiladir.  7ti,  Söl.) 

DnrcIileichtigUter  .  .  .  K.  F.  U^  liab  ich  geBtorn  geb.  be- 
richtet, weütcheriiiaKHeii  das  examen  mit  der  bargerscliaßt  ein 
anf«Dg  genommen.  .Ictzund  nlier  sollen  K.  D*  gn.  verneinraon, 
WBÄ»  weitter  heut  in  demsolbün  befunden^  gehandlet  und  ver- 
richtot  worden. 

Ans  baiden  neb^^n  liegen  den  verzeicbnwsen  ktinnen  K,  F.  L>' 
gn.  abnemmen,  welliclie  keinen  geliorsamb  and  darumbeti  aus 
<lem  landt  geachaä^  und  entgegen,  wclÜcbe  ainen  gehorsam^ 
tu  laisten  (doch  austicrhalb  derjenigen,  wellicbe  hievor  catbo- 
lisch  geweet,  deren  gar  ril  befunden  worden)  und  innerhalb 
■H  Wochen  sult  una  spf.cie  zu  coinmnniciiiren  angelobt. 

Der  Andre  Juda,  so  za  dieser  atundt  catlioHsch  worden 
und  sonsten  ein  fDrtrefflicher  maller  ist,  als  er  filr  nns  kouicn 
vnd  esaminiert,  hat  er  vermelt,  er  wolle  der  religiou  halben 
von  dannen  nit  aasgeachafTt   werdeu,   dieweil  er   wegen   der- 

r>Bl<i.  1I.U.I.,  IM.  LI.  s 


18 

st^lben  nit  alher  ankoiumen  uad  darumbcn  alssbaldt  cath.  zu 
werden  angelobt.  Und  obwohl^  gn..  illi-st  and  hci-r,  ihr  vil  be- 
fnndenj  eo  von  uns  iret>  ungehursauibs  ausgescbafFt  sein  worden, 
80  holten  wir  doch  für  gewies,  daa  noch  ans  denselben  ihr  vU, 
dn  SV  änderst  ain  ernstlichen  uachdruchh  sehen,  wideramben 
nnibkcren  und  sich  atustcllcn  werden,  wie  neulich  die  Ton 
Kottenmann  gethon,  ans  wellichen  (an^eacht  d;i8s  derselben  in 
die  40  hinweggeschatft)  nit  mehr  als  ihr  drei  davon  ziehen. 

Ueber  die  8  wägen  vol  biecher,  welche  dem  Vulkano  de- 
stiniert  and  consecrirt  sollen  werden,  sein  nanmehr  vorlianden, 
deren  execation  bis  auf  E.  F.  D'  g:n.  widerkanfft  wird  sospendien 
werden. 

Morgen,  wills  gott,  wollen  wir  weiter  fortschreitten  und 
w&ss  sich  nach  and  nach  wird  zuctragen,  duss  aollen  E.  F.  D* 
von  mir  nnderth.  berichtet  werden.  Derselben  mich  benebena 
^ehorsamhist  bevelchendt.  Datani  GrUtz,  den  2.  Angast  anno 
lüUU. 

E.  F.  D< 

oude  rthc  n  ig-  gehorsambi  ster 

Angelas  Costede  n.  y 

1061. 

Die  Vtrordnetf»  vo»  Steiermark  an  FenÜHand  IT.: 
scArt/l  Htiffa*  der  Ans%criSH%tg  drr  tanJxMafUicSen  Offuiav. 
Groß,  2600  Auffust  2. 

^0B&,  Sl  L.-!.,  Chr.  R.) 

Harra«hab«af  der  Ve«di«Mto  4m  BnneluBan  fiebasttaa  Speidl  am  ima 
Knttt  4m  LmmIm.  Xu  dea  ß«kr«1lT»-,  BwkhalUr-  db4  «^-'t-*—  SteUcs 
klteae  aiokt  eia  jadar  Schrei b«rbab'  |>i«iigt  wardeo.  Aa  4aMa*lkaa  Tig« 
«Arrih—  M»  aoch  ui  EUltbwar  tos  Sckrattanbach  km  niipiaüti  (Bosl. 
AtmtttX  Brmraieh  tod  Sauna  wiid  aa^pttortit.  ,ikb  »«fM  Mria«f«o4«r 
BM^««Udk«Uca  KW  SloU*  n  tm*^»»'  (RmMr.).  Si«k«  Jabi  k  Ar  OMeh 
ia  CbtMT.  XU,  TS. 


I 


1063. 


J 


ArmU  •■  die  Verordmeiem:  Weil  sie  n  jämftr  Befcr- 
B§eker  mmft  Balkams  tieferm   aelU, 


It 


I 


1063. 

fe»  £amm»  4m  BmfenAmß.  .FbIiiihm  X^lir 
MM  yeftn  •A  jcMiHnyeB  trcMram  pcnm^ffi.  Arfn  MMitnfß 
htfe  mktr,  iafi  mmU  w  «k  der  Wrfiw  fiattkcMr  IT^m 
j>e&  Ummem  24  Tagen  tmm  Keah4iäimui  heUtrm  MmlaL  Gffw, 

(Oftc,  U.-,  iL-  B.  8l-A^  8t«icf»vk.  Fm.  XXL    6crfi«ckl  RIm«-.  iMtackr. 

TR.  S«l.) 


I 


DnrcKletcfatigitter  .  .  .  Wte  oder  was  g«aUldt  das«  g«- 

ni^e  «xunen  in  werender  reformatian  at^ogeo,  wer  auch  in 

demaelben    gehorsamb    oder   oit    gehoT^amb    sn    Uist^n,    Air- 

fchoaamcD,  haben  E.  F.  D'  verhoffentHch  soUich««  nnnmrhr  vod 

BIT  gn.  TentandcD;   und   ist  gkichwoll  weoiper  Dit,  das&  ma- 

fUUr  Joannes  Keplenu  sich  ad  gestert  des  achaldigeu  g«bur- 

iuibi   verwidert.     Wann   aber  wir  commUsarien  an  beut  vun 

Rm.  do.  patre  Lttdovico  capnnico  so  v\\i  glaubwirdig   erinderC 

wordeiif    dsas   nit   alleto   er  Keplents^  Gondern  auch  der  in  gtt- 

sdkieklicbkait  beraembte  Imidiman  der  Wagen,  sich   eepntM 

im   taadtliaoss    veruembeti    laäiien,    dass   er  innerhalb  14  tagflB 

aicb  mit  beicht  und  commanioa  Wy  der  calbolt^chen  khirohen 

einstetlon  wullcn,    habe  E  F.  D'  ich  sulliv-bps  geliüfsambist  an- 

zobringen  nit  andcrlasaen,  beyuebeus  auch  ntt  vertinJten  soUt-n, 

Haas  sich  der  Mich^tsch  auf  unser  starches   suesprecben.    wie 

ushwer  es  ime  sneh   ankommen,   dess  schuldigen  gehorsambä 

flrklert  and   angelobt  haL     Was  aber  sousten   ans  der  ander 

baigerachafil  inwubner  und  landtacliAtfl  diesser  gehorsamb  ge- 

Ulli  oder  nit  (duch  susserbalb  derjenigen,  welliche  hievor  ca- 

tliolisch  geweBeii)  khünnen  E.  F.  U'  ans  ilisiMt  beyligenden  ver- 

laiclino&aen  mit  mehrerem   gn.   veruemben.     LVren   ich   mich 

dann   sn  1.  f.  genaden   anderth.   tbue   berelclieu.     GratXf   den 

3.  Angusti  dess  ItiOO  iars. 

E.  F.  D» 

nnderthenig-gehorsambister 
Au^elus  Ooslede. 


Zwei  TanHrhniMle  Ite^n  bei:     AtUfewicMfl«  61,  ifthorMne  50  Per- 
•onMi.     Unter  den   Au4g?wie««a«n   it«!!!   tn    15.  6t«ll*    Hau«    K«pl«rr:     ^11 
|laBarb«]b  ß  woehen.  S  tag  «d*  den  lutd'. 


1064. 

/)/y  Kaminer protturaior  Wolfganf)  JöcJilintfer  an  Erzherzog  Fer- 

(hitarul  IL:  Wtujm,  Kepler  und  andere  sotten  geneigt  sein,  katho- 

Uteh  au  werden,    Schicksal  der  sektiseh^n  Bücher.     Gras, 

IGOti  August  3, 

{Ot\a.,  a.-,  H.-  u.  8I.-A ,  InDcrMIßrr.'Stflienu.  Fa».  XXI.    Otdriickt  UUt«r. 

Zcitwlir.  7«,  563.) 

DnrolilonchtiKistor  .  .  .  Äass  beiligcten  verzaichnnsseD 
worden  K.  V.  \y  gn.  Ternemmen,  wer  eich  gestern  zur  cath. 
fliKion  hckehrot,  wolcbo  «ich  anüh  widerwerti^  crKaigt.  Welches 
K.  F.  D'  icli  i^prn  cbendor  nborscliickt,  so  hat  aber  Dr.  Angeln 
loliche  rerxdichniuien  mir  erst  diso  stand  an^ehendigt  nnd  Tcr- 
iiiL'ldt,  er  bette  K.  V  D'  dnsjeing.  waa  voigestem  forgcloflcn, 
&lborait  avjiiirt.  Wfli  hcunt  Hlrgangen,  bin  ich  von  ime  nodi 
itit  gnagiiarob  bericlil,  Hngt  aber,  er  wolle  mir  iner  rerrichtacg»- 
mlnlion  tiocb  heut  tibor«cliicklien.  Wenn  ee  nun  jreschibt,  ao 
thuo  it«  K.  K.  D'  nncli  ntrags  übersenden.  Dcb  Dr.  Angelo  as- 
culgon  nach,  aollo  sich  hcat  der  herr  Wagen,  M.  Khepler,  Mi- 
cltolitaeh  und  vil  andern  eaibulisrli  xu  soin,  aauh  an  beicktea 
und  CO  min  nnio  leren  crclttrt  bähen.  Daa  ratbauss  iat  fast 
voll  der  «octiftohen  bucchcr.  Man  wirl  es  nothireodtg 
Terbronncn  und  dasa  hanss  leeren  mUossen,  damit  4i< 
Qbrigon  auch  hinein  bracht  innigen  werden. 

Im    Übrigen    sein   alle   Sachen   in  gaettem  Staat, 
OS  E,  F.  D*  hio  verlassen.    Damit  thne  D.  F.  D*  ich  mkli 
aller   tindcrthenigkait  gehorsamist  berelhen.     Or&tx,  3t. 
(1)600,  hnra  5  pott  mendiem. 

E.  F.  D» 

andertli.  diener 

W. 

1066. 


Brrafmig   über  die  heachwerhchen  Rfti^iousproaessfi,  sumal  die 

^AusschaffuHff   dftr   Laiidla/fsdiener   und  Offiziere,   t^ihunehmen. 

Orae,  1000  Augttsi  4. 

(Oriff.,  8t.  L.-A.,  Stub«nl»rg-Akt«ii,  G«g«nrcfortn.) 

Aofler  Stubtiulifrg  wurden    uodi    antlere   Ilcrrnn   niti!    IjandUnt«  fUr 

tu  Thf  »or  UerAlDOg  eiogvrafen   (»ebo  die  rnlgendn  Nummer).     In  den 

iidcn   Tagen    werdeu  wieder    eine   Aaulil    TeAimmtin    an    die    Auipe- 
liawinen  «rUilt. 

1066. 

We  FerorrffMten  an  die  Herren  und  Lundlet^tc:  rufen  sie  ange- 
«KÄfe  der  bescbtrerlickett  Reivfionsreformation  und  twmentUch 
irrten  der  ÄusscJiaffunff  der  landschaftlichen  Offiziere  und  Diener 

—^  für  den   11.  Anrfust  nach  Gras,  um  eu  heraUchiaycn,  ,icasgc»Udl 

■         die  Aussdtaffuug  E.  E.  L.  Ofßeiere  zu  retnedieren  sei'. 

B  Grae,  1600  August  4. 

^^^^K  (KoDL,  ät.  L.A.,  Chr.  K.  u.  llDpistr.) 

W  Der  Pfarrer  Ijeanhnrd  Todtstfsen    in  Judtmhnrti  an  die  Vcrord- 
wten  von  SUnrrmarJi:  gibt  den  Grund  an,  warum  er  den  Garten 
nr  der  Stitdt^  an  dcti  Friedhof  und  dir.  HJar  anruineud,   in  Alt- 
Spruch  nehtne.    0.  D.    (Präs.  IGOO  August  4.) 

(Orlg.,  St.  L.-A.,  Chr.  E.) 

Tür  »elDft  PftrMn  würde  er  m  ni«ht  tnn,  aber  iin  Namen  d&s  Lnodes- 
hnlen  wvrdD  Ihm  durch  dtn  R«].-K«^.-Koinraisaire  «ngvdcuict,  daß  er  niclit 
Utt  den  genannten  »ledhof,  Mndi>rn  allep,  was  die  ans|-eBohiLineii  PrK'U- 
1UH«i  innegehabt,  bq  Heliflf  Keiner  gflntitr<'n  Pfarr«  cinsichpii  nulio.  Via 
Vfronliieleo  antwortet)  am  11.  An^irt,  daß  <ler  harten  and  dwt  (Jrundstück 
Hxn  Galler  gehört,  der  Obrigent  zu  «ineni  Vergleiche  b«reit  iat. 


^^»ittßrMlicher  Befehl   an   den   Lattdjtfleger    -u    Wolkeustein: 
fc»  Pfarrer  bu  MUtrrdorf  Johann  Arthaher  40/1.  aus  der  ab- 
Untertanen  zehnten  l'ffnnig   in  liechnung   su  stellen. 
Grae,  1600  August  5. 

(B.-,  a- n.  at.-A.,  Hof-  u.  Kxinmerr«eiBtr.  Fsrd.  II.,  XVUI,  fol.  H2.] 


1067. 


1069. 

Die    VerordHdeo    von    Hteif^mark   an    Herrn    .Thmien    jCetschi 
(Zichf):    Comniendation  pro  Adatncn  Venediger'.     (Gras,    IHOO 

August  7.) 

(Koni^  61.  L.-A.,  Olir.  R.  n.  RoßUtr.] 

Voitcdif^cr  ist  ygemicoeeiu  ...  ac  oh  decrtrpUam  teueetftfem  in  remotioreji 
ttrnu  prt^ieitci  mm  wUel;  ocrnWn»!  te,  »t  ad  Omput  ruh  vertram  tvttitan 
rtcipert. 


1070. 

Johann  Propst  £U  Rottettmann  an  Ihns  Rauchenpergcr  su  Uan- 
feldm,  Bestandinhahcr  des  Putfirerhofes  m  Irdning:  Da  ihm  als 
Hdiffhnsrefarmafimiskanimissär  irnfgeiragen  ist,  ihm  ,icrgcn  der 
ordentlichen  Pfarre  und  Kirche  deren  Orten,  nUda  rr  häuslich 
icoAh«',  ein  landesfürMliciies  Dekret  milenteileti,  xiHert  er  ihn 
für  den  michst^n  Montag  um  8  Uhr  morgens.  Gras, 
IGOO  August  10. 

(Kop.,  8t.  L.-A-,  Chr.  B.) 

Raiichonparger  whlclit  liierQber  eine  (nudfttierle)  Brjioliwenl«9chrEfl  an 
die  Vflrnnliiet«!];  cir  Itabn  »ich  dem  Bi^ft^hlc  nach  in  Katieiim«nn  genloUt. 
Dort  si^i  iliui  ertlETaet  worden,  xnr  katlioliacliMi  Reltgiou  überzutreten  oder 
binnt'n  *ecb«  Wi>cli«c  und  dr«i  Tagen  das  Land  zu  rXiimen.  Er  habe  «r- 
kl&rt,  bei  dor  erangelisclien  Religion  loben  und  sterben  so  wollpn;  wundere 
sich,  daß  ihm  die  Rornrnixtioimlcomniinftürc.  alit  9\p  sich  sti  trdning  und 
Rotteomann  nali»  b«i  i*eiiie-r  Wiiliiiiii)^  Hiif);i'hn1t4<ri,  von  ihm  tiivhl.«  dctrartigea 
Terlanpten.  Hchon  »rin  Vater  sp\  Mitcliod  dm  LnmlrM  (I.andinanii)  gcwsMtn; 
bitip,  ihm  alH  armer  Adelnperenn  (in  keiner  Htadl,  enEtderii)  auf  einrro  fidcl- 
niauDiuiiUe  Chri>toi>h  PiillrerM,  darauf  er  pfandweise  äO(MJ  f\.  geliphen,  mit* 
antailen,  ob  er  daii  Land  rXtinn^n  nolle.  Es  falle  ihm  bei  a«]n«r  .Armiitbci' 
fchfrer,  den  ID.  Pfennig  anrllükziilaMi'n,  da  vredfr  griu  Vati^r  noch  er  sclbrt 
eine  lillrgerliL'lie  Hantioning  ^trieben,  snudern  sii-h  ihrer  adeligen  lüeuste 
nud  Nabiang  ,b«trageD'.  In  der  gaaseii  Sache  liege  ein  bOsor  Eingang  fUr 
d«n  Adel. 

1071. 

Abteeisende  Anfirmi  Ershrr'og  Ferdinands  auf  die  Bcsehperde 

der  Verordneten  wrgcn  Ausschaffung  de}-  JandschofÜichen  Offijsicre, 

Orae,  1600  August  11. 

(Ortg.,  81.  L.-A  ,  Chr.  K.) 


23 


I.  P.  D'  wären  zwar  nit  nngAnjiif^t,  ain  soIrtieR  mitl 
darunter  tu  treffen,  dardni-cli  aio,  herrn  nnd  verordentcn,  zn- 
friden  »ein  und  alle  ditsfallR  eiitulohnnden  beschwämngen  under 
ainistcn    abgestrickt    werden  müchton.     I.  K.   D'  beenden  aber 

■  d«n  handl  haubtsArhIich  filso  geschaffen,  dnas  ey  nicht  vorüber 
können,  ain  ^'Icicltheit  diLsfalla  ?.ti  halten,  in  iren  bf^fnegtcn  für' 
nemben  v ortzuschreiten  und  ihnen,  herrn  verordenlen.  ir  begern, 
darein  I.  D*  ohne  gewissensverletaung  nicht  willigen  kUnnen, 
an  verwaigern.  .  .  . 

^L^^       Bishft  Jahrb.  Air  Onch.  d«i  Proteitutiimiu  iit  Oaterr.  XXI,  73. 


1072. 

Entlassuttff  Keplers  aus  den  Diensten  der  steiernUirkischeH  Land- 
schaft.    Gros,  IflOO  August  12. 

[Expedit.,  fol.  I(K*.) 


Hl.  Johnn  KhepUrua  K,  E.  L.  in  die  sibt-n,  iar  lang  be- 
reiter ntatJiemalUui  BUp|»licirt  an  dia  Jicrrn  verordentcn,  weilen 
er  von  I.  F.  D'  reformatignsoomraissarion,  umb  wila,  dass  er 
sich  zur  bübstiBcben  religion  nit  bekennen  wellen,  gcnt?.lichen 
aoageschafft  worden,  imc  seines  diousta  go.  zu  erlaascn  und 
neben  gebUrlichem  tetfimonium  mit  gn.  abfertigung  zd  bo- 
denken. 

lUtb:*  Der  herrn  vcrordcntcu  bcschnid  ist  hierauf,  im 
Tall  der  snpplicant  über  ir  gen  hoff  beschechnes  anbringen  neben 
indem  E.  K.  L.  ofßcitrn  wider  vorhoflcn  im  land  Icngor  nicht 
wurde  kftnncn  erhalten  werden,  ao  solle  er  auf  diu  »ein  geh. 
anlangen  Sf-ines  bisher  gehabten  dicnsts  liicniit  wttrklich  or- 
Usscn  sein,  demo  nach  zu  gn.  abfertigiing  ahi  halbn  iara  bc- 
soldung  ftus  dem  einnembernnibt  auf  sonderbaren  ratbscblag 
£Q  richten  und  das  bcgcrte  testimonium  bei  der  canzlei  zu 
fertigen  verwilligt  irt.     12.  Augusti  1600. 


1073. 

Landafürstlieher   Bff'-hl  an    die   Kirchen-   und  Schuldtcner  in 
Klagenfurt:  ungesäumt  noch  an  dem  Tage,  wo  ihnen  dieser  Be- 


*  rBalfa'  =  Beaohlaß, 


24 


fehl   lukommt.    tcefintzifhcn,    icißritjrufdüs    ,xie    männigli<h    in 

I.  /■'.  1/  Landen  mit  Leih  und  Out  vogdfrei  gehaUen*  undj&km 

MH^dasaeH  sein  uii,  sie  an  Leben,  Uab  und  Gut  atrafhs  atisu- 

greifen.    1600  Augnst  23. 

(Kop,  Kod.  LIdx  4S,  fol.  58^  —  5«-:    ful.SiS".     Gedrorkt  Archiv  Ar  TStrrl. 
OmcIi.  etc.  XIX.  35} 

Trila.  19.  Aogiift.  Die  Kirchen-  und  8cbaldi«ner  w«Dd«ti  Mcb  noch 
mm  dcnwlben  Tau«  **>  ^'  Verordnet«»  mit  der  Bitt«,  ihnen  «nsuBcigen, 
was  in  salcber  kBchfter  (iefahr  xa  tan  M>i.  .Darauf  Ut  kein  acbrifflliehe 
■ntwort  «rfolgl.  •oodcm  dio  horm  verordnelon  vom  atuBcbnaa  haben  die 
mimitlna  aet/aiat^  »ambt  drin  tcfaulrei'tor  su  »ich  auf  die  bur^  erfortlerL,  inen 
unter  indorm  bvMben,  lie  tullen  wlt>er  mitl  nir)«li]ageu,  was  fernen  au 
tliuH,  Darauf  ein  ehrwUnlige*  minUttrium  fol^ndes  guelb«dunken  den  berrn 
▼erordnetfiti  Qb«rpcb«Q  (licbe  unter  dem  ii.  Austin). 


1074. 

Peräitutnd  IL  umtl  dus  Ansuchen  der  (50)  Herren  und  Lttnd- 
leute  Kämiens  vom  Hl.  Jtdt  eurüek,  erteilt  thuat  wegen  ihrer 
Äußerung,  dem  Dekrete  nicht  gehorsamen  gu  können,  einen 
scharfen  Verweis  und  erklärt  seinaseits,  wegen  seiner  Verant- 
wortung vor  Oott  von  seinem  Verf'tthren  nicht  wci^Jicft  zu  können 
und  seinen  festen  Ji'n/scWu/.'.  iJi  Ueügionssarhen  im  Lande  eine 
durehausgehendc  Gleichheit  sti  erhalten  und  hiebet  bis  in 
seine  Grube  verbleiben  *i«  tvoUen.  Sollten  die  Kl<igenfurler  Prä- 
dihtnlen  und  SehuUHener  nicht  idsfxdil  ausgeschafft  werden,  90 
würden  sie  für  vogelfrei  erklärt  und  im  Falle  ihrer  Betreiung 
an  Out,  Leib  und  Leben  gestraft  werden.  Graz,  IGOO  August  13. 

(Kop.  8t.  L.-A.,  Chr.  B.) 


107&. 

Die  in  starker  Aneahl  anwesenden  slArischen  ilerrett  und  Land- 
letite  an  Erehertog  Ferdinand:  überreichen  eine  ahtrnialige  mo- 
tivierte Bittschrift  in  der  Angelegenheit  der  Ausiceisung  der  land- 
schafllidten  nchwer  tu  erfeijunden  Offinere  unter  Hinweis  auf 
die  achwer«a  wirtschnftUchtn  Schädigungen  dieser  Ausweisung. 
Gros,  1600  August  U. 

(Koui.,  8k  L.-A.,  Clir.  B.;  Kop..  Botain^er,  fol.  583*  — 527^    Siebe  Jabrh. 
ftlr  Oeaob.  des  ProCestaotixmns  in  Oiterr.  XXI.  TS.) 


86 


WM    ntub    tilirfamlwfc«   Ikknta 


K.  AmfimH  de»   tu-e- 


kaltibcAew    BifiM»iMUrftMi   wmr  Bo^Ucblaay  m^wnM*.  um   19.  Aofttst 


1076. 


Gnu, 


1077. 


1€00  August  14. 
^^  (Ko«.  6i-  LA.,  Cfcr.  R.\ 

/>w  Tarordntteik   tvt   SieUrrmark   an  die  ton  Kärnten:   metdfH 

den  Verlauf  der  Autsehaff'iiHg  der  latulsfJiapiicMen  Beamten,  ft#- 

ncA/rn.  daß  sie  mit  der  veraHlaßten  I^gaiion  an  den  Kaiserkof 

L        fortfaJireUt   und  bitten,  auch  die   Herren   aus  Krain  hieron  ru 

^^  wersiändigeH.    Gras,  1600  August  J7. 

^^^^^B  (Kop^  at.  L.-A  ,  Chr.  &) 

m  DieVer 

V    testieren 


1078. 


Die  Verordneten  von  Steiermark  an  Ershersog  Ferdinand:  pro- 
testieren gegen  die  Ausweisung  des  landschafllichen  Seitretürs 
JErunmcs  Fischer  (der  von  den  Religionsreformation^^mmissären 
aus  der  Raisstube  ritiert  und  geheißen  wurde,  ,siracH^  /iii.«  Gras 
und  binnen  acht  Tngcn  ans  dem  Lande  ctt  stehen,  ein  BefM, 
der  um  so  besehtceriicher  sei,  als  der  andere  Sda^tär  Hans 
Adam  Gabeikorer  dringntdcr  Gesvhdfir  tcfgen  nach  Ausstt-  ver- 
reist sei.  Noch  stehe  übrigens  die  ResolHtion  auf  die  Brschtrerde 
vegen  Ausse^ff^tg  der  tandschafliiehen  Offiiiere  aus.  Bitte,  auf 
die  jüngste  Beschurerdeschrift  eine  gütige  Resolution  su  treffen. 
Gras,  1600  August  19. 

Pbo»^  8t  U-A.,  Cbr.R     8auitig«r,  fol.  A2«*>.    0i«h«  Jjibrb.  tUt  OMch.  <1m 
FroteiUutilutu»  in  Otltn.  XXI.  79.) 

Am  21.  Krhrriliffn  m«  «n  ilvn  SokrrUir  Hans  Adxm  Qablkuf«r;  ,ffr  rall 
tieh  vts^tt  4v  Fitcham  Atuechnffutii*  zum  I)irii»tf>  rrriilffFti'  (ItcgiftU-J.  An 
W,  (TfaUhen  die  Vcroijnflou  ciurn  abwoülicbvu  B?)>clif>)d  auf  ihre  EingabD 
*aai  II.  Angnit,  «rnr«iif  »in  am  ^3.  rcplixitri^ii  (Koiix.,  vbcail;^)  uii<I  an  Herrn 
ByfMid  W«2«n  die  Bitte  richten,  die  Replik  l>cf  I.  P.  I>  m  rekomman- 
ditmi  (Korn-,  ebend«). 


96 


1079. 


Die  VerordneleH  von  Kärnten  an  die  coii  Steiermark:  hohen  mit 
Belrüitnis  ihre  Nachriehlett  vnn  der  AbuchnfJ'uug  der  ,Offirier/^ 
A.  C.  a«8  Steiermark,  tiann  ihre  Bittschrift  und  die  darauf  er- 
foigte  betrübliche  ResMulion,  endlich  die  letetnt  Maßretfeln  der 
steirischen  flerren  ro««  14-  d.  M.  rernmnmen^  und  daß  sie  die 
Prager  Letjation  betreiben;  teilen  dagegen  die  ihnen  selbst  er- 
folgte Resolution  mit,  womach  die  evangcUsehen  Prediger  und 
ScJuiihalter  als  vogelfrei  erklärt  tcerdetv.  Mit  der  Legation  seien 
sie  einverstanden  und  icerden  zu  dem  Zwedte  die  etuingdischen 
Herren  und  Ijondleute  am  2fi.  stisammenhmimen.  Die  Krainer 
hätten  sie  avisiert,  aber  es  fehlt  an  sicherer  Gelegenheit,  an  u:en 
man  die  Sache  gelangen  lassen  solle,  da  man  in  Erfahrung  ge- 
bracht, daß  der  leiste  im  ,Verord»etenmittel'  hcfiadltciie  Ange- 
hörige der  A,  C.  nach  Grae  eiHert  sei.  Was  am  2ff.  in  Klagen- 
fürt  beschlossen  werde,  werde  man  nnverniiglich  mitteilen. 
Khgenfurt,  1600  August  Ul. 
(Orig^  8t.  L.-A..  Chr.  U.) 

IHe  Antwort  hierauf  erfolgt«  am  SB.  An^it.    Siehe  nnten  den  Wori- 
ImI  nntcr  Nr.  lOSC. 

1080. 

(riifachten  des  et-any^ischeii  Kirchenministcriitms  in  Klagenfurt 
alter  die  ihnat  gestdUe  Frage,  was  in  ihrer  gefahreoÜen  Lage 
zu  tun  sei.  Es  frage  sieh,  ob  ,Vire  Obrigkeit  sie  schützen  könne; 
für  sich  selbst  dürften  sie  die  ihnen  anvertraute  Gemeinde  nicht 
verlassen'.     Klagenfurt,  1000  August  U2. 

(Kopp  .  KoA.  Um,  fol.  sa»-  — 62«  u.  fol.  821«  — SÄä*.     Gedruckt  Archiv  filr 
Yat«rl.  Gwch.  etc.  XJX,  3ft— 39.) 


1081.  ^ 

IHe  Verordneten  von  Steiermark  an  den  Kurfürsten  von  Sadisen:    _ 
Empfehlungsschreiben   für   den  steirischen  Grenz-   und   Kriegs-   f 
Sekretär  Erasmua  Fischer,    der  wegen   der  H^igion  ausgeschafft 
tmtrdc.     Grae,  1600  August  22. 

(Koi«..  St.  L-A-,  Chr.  R.) 

Dergleichen  drei  Schreiben  «q  die  R«icbutlt4te  tott  dem  Eingänge:  iäB 
die   Reli^nnareformilion  Jii  allen  Linden  des  .teotachen*  Reiches  erschollen 


»T 


1069. 


ta^  ist  ämrA  die  reformaUmfeommäsBmno»  dtnem  n 
Grats  dmrdi  4«rH  OHbrnUhem.  dass  jy  dmm  mvffeadK^IUm  4it 
ietlat^reriasmmg  armer  güHier  yar  midU  tnBi^em  »mtUrn  Myra 
^dei  10  A  oOewi  die  tferkaufumg  jwynfcat.'    (1600  Anftoi  U^) 


I 


1083. 

EmreiA   com   J^aiMidk  an  die  Verordmetm:  bdÜUtgi  mA   h^ 

4m  vom   den   Be formal  iomskommitaänm  mit  seinen   Cnterianem 

Mryaumimenen  Proiefi  und  bittet  mh  Wei$mm/,  mV  er  sidt  ver- 

hmiten  uXU,    Ainödt,  1600  Amffial  2ö, 

(OriCt  01.  U-A^  Chr.  R ) 

.  .  .  Ans  tnlignTidcn  meines  nndeiihnns  Mcirtt  Haeber 
wohnkafll  SQ  Ober-C>hlera  im  Enesthall  ao  mich  getbanem 
ichreiben  haben  E.  G.  u.  H.  za  verneroen.  welcher  gsUlt  laiüer 
die  geistlichen  dasolbel  mit  ansern  armeu  andertb&nea,  bo  lüt 
ta  irer  rcligioa  trettcn  und  ir  sacrament  ompfahen  Trollen,  mit 
bedroang  gf^nglichcr  we^Uir-  and  verwUstonii:  ihrer  anligent- 
uod  Taninder  glieler  für  ein  anbillichen  proce«&  niraaoemea 
im  verk  sein.  Wan  dan  hierdarch  anser  arme  leat.  so  irea 
ftttferlegen  nit  gehorsamen  wollen,  nit  allaiii  itu  entlauffen  und 
tre  güeter  ((dt  stehn  za  lassen  nothsftcbtich  vcmrsachtr  sondern 
»ach  d-ujenigc^  was  sy  etwo  irer  ^rondtoKrigkait  oder  andern 
ztt  thaen  schnldig,  aas  mangel.  dass  sy  irc  gUettcr  in  so  ver- 
cicktem  tenuin  nit  anwcrden  kUoen,,  nit  za  beuhlcn  wiwen, 
al»  hab  E.  G.  o.  II.  ich  solches  geh.  anbringen  nit  onderUasen, 
oebens  aber  .  .  .  bitten  wßUen,  solchen  bcscliwärlichen  process, 
dardurch  nit  allain  die  stenergfell  verhindert  sondern  auch  wir 
UndJeot  des  onsrigen  milentrathen  and  also  anserer  nnterthanen 
gli^r  aaa  mangel  der  kaoHeat  ödt  und  vcrwUster  stelin  lasäcn 
werden  mllcMcn,  in  bcratbschlagang  zu  ziehen  und  mich  un- 
bescbwftrdt  bei  zaiger  dits  erinnern,  was  ich  mich  hieraaf  ver- 
halten solle.  .  . .  Äin5dt,  den  2ö.  Angusti   tÖOO. 

EI.  0.  n.  H.  dtenstgehoraamer 

Ebmreicb  fr.  za  Khninaoh. 


q 


2R 


D«i  Schr^iboD  Huebe»  (vain  23.  Augi»!)  li*^  im  OriKin«le  hfi  An 
Hueber  kam  am  lA.  AiifjuBt  vom  PritpRtnlvorna1t«r  der  Auftrag;,  «Wh  —  und 
M  geht  <-s  all^n,  .welche  nit  wfillen  catulliscli  werdru'  —  binnen  är<\]  Tagen 
bnim  Ffarnr  in  14r!tbiiiirig  pinKuslellein  nilsr  dnii  Uiirgfrind  zu  ObUrn  ku 
rHnmen.  Ilini  sei  dia  Sflch<'  B«br  bescUwcrlkli,  weil  er  knineu  Kauf- 
ndnr  Ilestandiuanu  tivkomnieii  kauu.  Kr  crüAblt  uocb  einige  Shnliche 
Fall«  uod  bittet  um  Hilfe.  Die  Voronlneten  «clirViben  an  Kliainaih  ^Kuax.) 
«dl  S8,  AugaM;  Die  in  starker  AnzabI  ver^nmine] («m  n«rroD  and  I^andUiit« 
hAtten  swnr  ihrp.  Notdurft  Wi  Her  F.  D'  ftOffebraclit,  hiiihcr  ahor  nur  eine 
M^blocbta  lind  gum.  »irlonvilrüfce  Rciioliitlon  erhalten.  Man  babe  reiiHatert 
and  Btnhfl  In  Erwartung  einer  ueaerliobsn  Kesoiullon. 


1084. 


,7^     V 


Wilhelm  rOH  Feishitz  an  Harhaann  Zingl:  hütet  ivegen  der 
Einsetzung  «««3  Pfarrers  in  Liehenherif  um  14  Tage  Frist,  mm 
,hei  der  F.  D*  einkomtnert  ffw  können'.  lAebenherg,  J600  August  SiÖ. 

(Orig-,  Laiuberg-reisLritx* Archiv.) 
Am  S7.  An^put  erfol|{1  die  An^lobnng  den  Pfarrers  Max  Paber  (ebenda). 


108Ö. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  an  Georg  Herr»  von  Stnhenherg 

auf  Mureck:  er»ttehen  ihn,  jntm  Zwecke  der  v'Migm  Vorgfeichung 

teegen   der  Präger  Legation  seinem  AnerhitHen  nach  rjiestetis  in 

Grae  zu  erAcheinett.     Graz,  JßOO  August  5Ö. 

(Kons..  St  L.-A-,  Chr.  B.) 


1086. 

Die  Verordnete»  von  Steiermark  nn  die  von  Kärnten:  senden 
die  Antieort  auf  d(-ren  Schreiben  vom  21,  August;  nutn  teerde 
die  Legatiou  nach  Prag  nicht  Uinger  verschieben,  verlange  en 
wissat,  wer  von  den  Kärntnern  da^u  bestimmt  sei.  Die  be- 
schcerlichen  Prozesse  nehmen  ihren  Fortgang,  iver  von  den  Aus- 
geschafften  in  bestimmter  Frist  sein  Gut  nicht  verkauft,  dessen 
Bcsiiff  teird  eingebogen;  an  einen  Bestandsmann  darf  es  nicht 
gegeben  teerden,  wer  ohne  Zahlung  des  10.  Pfennigs  ahneht,  teird 
als  ehrlos  erklärt.  Die  Krainer  sind  ^  verständigen.  2<>etie 
Zeitungen.  Gras,  1600  Augvsl  ä8. 
(Kons.,  8L  L.-A.,  Chr.  R.) 


I 


.  Und  eollen  den  hcrrn  .  .  .  nicht  TerhalleDf  daas  wir 
"äiinmebr  in  gölte?  oamen  entschlossen  sein  .  .  .  Georgen  von 
Stnbenbftrg  ehest  ather  zu  heechreiben  and  an  den  k.  hüf  nach 
Prag  abzufertigen  .  .  .  und  wellen  der  herrn  ciinderung,  wer 
ron  dinigen  hcrrn  und  landleuten  wegen  soll  abgeordnet  wer- 
den, ehest  erwarten,  und  wan  gleich  der  Steiriach  ahgcsandtc 
was  zeitlicher  Prag  erraicht,  bu  wird  es  aneers  eraohtens  nicht 
solicdlich  sein,  sondern  er  Iciiin  ellicliermassen  dalnn  arwaitcn, 
dass  zu  der  andern  ankunf^  sodann  aincs  und  anders  desto 
tleiiiiger  kan  fortgesetzt  werden. 

Wir  crindcrn  auch  boinobena  die  hcrrn,  rlass  der  be> 
sdiwerlicben  process  noch  kein  aufherens  sein  will,  sondern 
u  ist  erst  vcrschinen  samhstag  abrrinalen  diti  uhorati»  bo- 
scltwarlicbcs  proclameii  allbie  üfientitoli  verlesen  und  pubHciert 
worflon,  dA8S  aller  derjenigen  porsonejij  so  in  ^liwiss 
bestimmten  terniinen  aus  dem  land  gGschafft  wurden 
baaa  und  hoff  and  all  andere  güeter,  so  Hie  in  dem 
termin  nicht  verkaufen,  I.  D'  snllcii  verfallen  sein  und 
das»  auch  kainer  kainem  bstamitman  das  wenigiste  darf  über- 
geben; welcher  darüber  nun  otwaa  in  betaut  anneinen  wttrde, 
soll  an  telb  und  guct  ge.itraO'i,  hiowol  auch  diejenigen,  tio  ohne 
crlegung  des  10.  pfcnnings  von  hinnen  abziehen,  fUr  elirlos  sollen 
pabliciert  und  ausgewiesen  worden.  .  .  .  Wir  haben  auf  daUi 
»on  sein  (Paradeisers)  oder  andern  Crainerischen  und  land- 
leaten  aiikunft  nofh  nichts  veruomen,  Wie  aber  solche  com- 
montcation  hoch  von  nuten,  also  bitten  wir  die  herrn  iioeh- 
malen  ganz  rertreulich,  sie  wollen  solches  ctwo  zu  banden 
aiDca  andern  fnrncnien  cv,  liei-rn  und  Inndtmanns  zu  tliutMi 
nicht  nnderlassen,  auf  dass  auch  der  Crainerischen  hcrrn  und 
landlent  ÜiaiU  die  notdur^t  bedaclit  und  sodann  von  »Her 
dreier  lande  wegen  sogleich  nu  kuieerliehen  bof  kan  ange- 
bracht werden. 

•Sonsten  erindern  wir  die  herrn  uuch  hieinit,  diiita  disc 
läge  von  der  F.  D'  herrn  Malhiasen  erzherzogen  .  .  .  sowol  von 
den  granitKcn  gewisse  zeittungen  einkonimen,  wie  dann  eben 
in  diaer  stundt  die  horrn  hofkriegsriilh  in  i\mr  tractation  fVir 
ans  begern,  dass  der  feind  genzlieh  entsclilossen  sei,  Bobotscb 
und  Oaniscba  zu  bolcgcrn,  dass  also  allenthalben  groaae  nolh  und 
Kriegsgefahr  vurlianden.  linangesehen  dessen  allen  ist 
ftn   beul    lierr    bisch of    von    Seggau    mit    einem    fendl 


30 

knecht  drelbandort  stark  in  Khtfrntcn,  die  rcfvima 
tioQ  fUrzaneineii  verrätst.  Der  aUmeclitif^e  golt  welle.  .  .  . 
OrfttK,  den  28.  Augusti  anno  IGOO. 

Die  KSnitiior  Veronlnctvü  antnorLen.  Bin  1.  Septombor  {Orig ,  obendn): 
Einvcntliailtiu  mit  dar  Venliludigung  dor  Kraiiier.  Klagen  wrRcn  der  Al>- 
•iditon  dM  FüTKlbiaclioEi  von  Seckaa.  Mtltlerweile  wird  der  Feldxug  ß'ogflu 
di«  PrvtMtautcn  iu  KÜruten  in  8k»u«  (ce»otxt  (Mehe  Die  lirljrnt«  K«ligivns- 
reforoiHionftkoiniRia^on  bei  Rosoienx,  bi*"  —  68'').    Beginn  S8.  AngioBL 

1087. 

Der  Vixedom  von  Kärnten  Hartniann  Zingl  an  Ferdinand  IJ.: 
Den  Befehl  wegen  KinsetKung  dcA  katholischen  Pfarrers  Marx 
Faber  in  Liebenfterg  (ico  Wilhelm  von  FeistriU  Uwge  Zeit  sich 
teäfferle,  dies  zu  tun)  iiuhe  er  volUogen.  Wilhelm  von  Fitistrita 
habe  nicht  gegen  einen  katholischen  Pfarrer  wie  Marx  Fabers 
Person  Fintcendungen  eu  madtcu,  sondern  ericarte  tele  die 
übrigen  Herren  die  lanäesfürstlichc  Jicsolution  auf  ihre  lütt- 
schriß.  Schließlich  fürchte  er,  ein  Pr^udiz  gegen  seine  Hechte 
XU  schaffen,  und  tcoile  seine  Sache  bei  Hofe  selbst  anbringen 
Straßburg,  IGOO  August  28. 

(Koni.,  Lkinb«rg-F«>»trit&-Arobi<r.) 

1088. 

Der  Aht  von  Arnofdstdn  an  Hartmann  Zingl:   fragt  an,   oh  er 

auf  etwaigrs  Frfordern  der  Jieligionsreformationxkofnminsäre  die 

Arnoldsteitter  irerichtsuntertanen ,  die  mm  Teile  anderen  Grund- 

herren  angehörig  und  statisch   sind,  vorstellen   und  die  Sehten 

,au«reuten*  lassen  solle  oder  tvie  er  sich  tvrhaUeti  soll. 

ArnoUisteiu,  1600  August  28. 

(Koot.,  Arnolililetiiar  Akicii,  Riidulfiu.) 


1089. 

Ferdinand  II.  »»  die  Verordneten  von  SteicmMrk:  uufÜireRe- 

pltk  vom  2ä.  d.  M.  (siehe  l'J.  August)  erwidere  er,  doß  er  sictt 

hierüber  crsi  nach  vorhergegangener  Beratschlagung  mit  den  der- 

£eit  nicht  amwsenden  Bäten  re:iolvieren  könne.     Judenburg, 

1000  August  28. 

(Orig.,  8t.  L.-A.,  Cbr.  ß.) 


31 


II.  Stptember  urgiereii  di«  Vcronlnrt«!!  die  Reaoluüuu  (Koux^ 
Am  S9.  Septeoiber  erfolgt  der  ]Ie*cb»id.  d«il  «a  beKOglicIi  Veoe- 
difcn.  Flachen,  Speidl«  ood  d««  Oogeaicbreiben  b«i  der  fiULeieii  Ei)t- 
•cbeUnng  Tprblcibe,  den  Obri^n  Kanil«ip«Kon«n  vrird  der  Termin  zum 
Abnf  bis  aum  1.  Januu-  1601  reriXngert  (siehe  naU-n  Kr.  IU93). 


1090. 

Weikbi$chof  von  Gurk  an   demtelben:   führi  gegen   Wilhelm 
von   FeistriU  in   der  Angdegenheit  der  Besetzung  der  Liebett- 
Pfarre  Klage  {siiAe  Nr.  1087).    Ourk,  UUH)  Angugt  29 
(Eop.,  «U  Kr.  1087.) 

1091. 

Die  evangelischen  Herren  und  I^mUmtie  Kämiens  an  das  evan- 

gtUacke  Kirchenmimsierium:    ,AIan  müsse  sif,  da  man  $ie  nicht 

schützen  könne,  dem  SehuUe  (iottes  überlassen'  etc.    Klagenfurt, 

1600  August  29. 

(Kop.,  Kod.  Lins  43.  fol  6S^,  Gedrackt  Archiv  fllr  rateri.  Gcoeb.  «tr.  XDC,  3&.) 


1092. 

Wühdm  von  Feistritz  an  JJartmann  Zingl:  sendet  die  an  Fer- 
dinand IT.  geschickte  ^Entschtädtgumf'  tcegen  des  Aufschubes  der 
IBaeUung  der  Liehenberger  "Pfarre  und  bittet  gleichfalls  um  Auf- 
schub der  Finsetgung.     lAehenberg,  ItiOO  At^usi  29. 
(Ori|.,  Lambei^-FoiitriU-Archir.) 
ZJDgl  berichtet  aa  denselbeu  Tage  «a  den  Eizlierxog  (Kop.,  ebeuda). 


1093. 


Uteisliche  Heiolution  Erzherzog  Ferdimtmls  II.  .auf  die  eintje- 
brach  te    ISesch  werde    wegen    Ausscha  If  u  ng    der    la  ndschafthcfwn 
Of/ieiere'.     ItiOO  August  39. 

[Kap.,  8«txinger,  fol.  519>>~632*) 


.  .  mIIcd  6y  wissen,  dass  L  F.  D*  za  des  Adam  Vene- 
era  doctors  pcrson  relüperuog  seine»  in  viel  weg  I.  D'  ver- 
bütt  tfi  tlatu  religionis  uad  poUtict  regimiui«  l>eächeliDen 
<UeoUem    and   dort   and    da   gebrauchten    venläcbti^en  corre 


I 

i 


spoiidenzcn  genngsam  ui-sacb  aad  viel  mchrers  gegen  .  .  .  aeincr 
unbilligen  und  lilalcriichen  inissiven  wegen  eine  solche  demon- 
stration  und  leibsstraff  Alrnemen  zu  lassen  gar  not  bcfagt 
wären,  das8  sich  andere  ibres  gleichen  .  .  .  verleumbdcr  uud 
obtncintores  zu  spiegeln  und  von  ihrem  herrn  und  landtäittrsteu 
änderst  zu  reden  und  zu  schreiben  wllaten.  .  .  . 

So  bnt  CS  dann  bey  der  Undt^chranuen  .  .  .  ein  solicbe 
gelegenhait,  dass  wissentlich  nicht  ein  soDdcm  mehr  cathulische 
taugliche  pcrsonen,  die  bei  der  schrannen  prncticicrt  ...  ist 
auch  nicht  zu  zweifeln,  dass  sich  qualiticieite  leuth  anmelden 
und  was  Jene  lernen  mOsscn,  diese  auch  erfahren  kllndten, 
und  da  gleich  ainicher  niangl  erschic^ne,  so  wollen  I.  F.  D*  gn. 
bedacht  sein,  solchi^u  zu  erstatten  und  die  Justitien  nicht  er- 
liegen zu  Lusen,  viel  weniger  wirdet  E.  £.  L.  einnemberambt 
nott  leiden  .  .  .  obgleioK  cinnembcr  nach  aller  erst  langer  zeit 
als  ganzer  drei  quatcinber  seiner  dienst  Itiiergibt  .  .  .  und  mit 
diesem  iiue  gegebnen  termin  nicht  allein  zaf'riden  gewest,  son- 
dern sich  dessen  gegen  den  rcforinalionscommissaricn  bedankt. 
beynel>en.s  aber  sy,  herrn  verordente,  .  .  .  befinden,  dsss  taug- 
liche andere  peraonen  zu  ereetzung  des  einemberambls  gar 
nicht  mangeln,  zuroallen  unter  den  landleuten  gefunden,  welche  ■ 
sich  dieses  anibts  anznnenien  nicht  allein  nicht  weigern  sondern 
guten  credit,  ja  auf  dem  nothfnlL  ex  propriis  mit  etlicli  viel 
tauaent  gülden  bai'en  gelte  zu  .  .  .  helfen  betten,  wie  dann 
sonst  alten  wissentlichen  herkommen«  ,  .  .  «u  solchem  ambi 
jederzeit  landleutli  und  nicht  andere  gebraucht  werden.  .  .  . 

Dabei  .  .  .  1.  R  U*  .  .  .  dem  gegenschreiber '  den  termin 
auf  die  drey  quatembcr  prolongiert  .  .  .  haben  wUllen,  den  sy 
dann  ...  zu  einem  secretari  gebrauchen  künnen.  .  .  .  Wannen 
nur  die  herrn  verordenten  ihrer  tiabendcn  instrnction  wahr- 
nemcn  und  den  ambtshandlungen  selbst  mit  ernst  und  vleieft 
bcharrig  zusehen,  so  kann  damit  alle  nachthciligkeit  verhtltet 
...  so  wenig  . .  .  cathoUsclie  leulh  (wo  mau  ay  nar  befUrdem 
will)  mangeln  werden. 

.  .  .  Was  den  B.  ToUinger  anbelangt,  werden  «y,  weil  er 
bey  I.  F.  Ü'  salzambt  zu  Ausaee  gcgenschreibcr  gowest,  .  .  . 
welchen  I.  F.  D'  .  .  .  weder  für  ein  Inndtman  erkennt  noch 
rcspectiert,    sejbsten    erwegen,    das»   sy    seiuethalber    was   an 


*  £ruiiiiiB  Kunde b. 


33 


n 


tnten  keinen  fae;;.  .  .  .  Und  weilten  .  .  .  oin  gmndl  Bich  be- 
findet, dass  ST  ...  zu  solcher  lameDtaUon  nicht  vemr&acht, 
so  kunnen  I.  F.  Ü'  von  irer  Uaubtrosolation  nicht  weichen.  .  .  . 

DM::rctnm  per  Sei*»"  archldncotn  29.  Aagasti  lÖOO. 


1094. 

ffant  Jörg  Uvtmass  an  die  Vnordneten  von  Steiermark:  be- 
ridUet  ahtr  die  Sehätruiitf  des  Grundgtüeies,  ^  tuv»  von 
JShiflmu  G<M  wm  GaUenhofen  sur  Erbauung  eines  GoUesaekrrs 
wtd  einer  Kirchen  erkaxtß  tcorden'  und  nun,  da  der  Friedhof 
auf  Befehl  der  RdigiOHsreformatioHskommiision  eintgerisaen  isf, 
an  die  Frauen  Margarete  Miertierin  und  Helena  iwn  Uaimh  tu 
fiwr  ,yiehhaltstdle'  verJeaufi  icerden  soö,  und  ersucht,  den  Ort 
wtÜ  fltfum  Zawte  einfrieden  und  sonst  in  Jluhe  eu  lassem;  dar 
ohne  den  F)r%edhnf  möge  dann  immerhin  veräußert  Verden. 
WindiscJujräU,  1600  August  29. 

(Ortjf.,  St.  L.-A..  Chr.  B.) 

Wolgeborn  .  .  .  Was  E.  H.  auf  aberf^ebnes  snppliciern 
frawen  Hargaretha  Mirtserin  und  irer  schwester  frawen  Kllena 
von  Hainib  wittibcn  we^en  beteacrang  des  ^randtästack,  so 
hievor  toq  Erasm  Gallen  von  Ciallenhoren  za  erbaoaug  eines 
gottsackhers  und  kbirchen  .alda  in  dieser  reficr  erhandlt  wor- 
deni  mir  nach  vom  10.  Julij  negathin  in  sclirifFt  gn.  haben  an- 
gedeot,  das  alles  mit  sambt  den  einschlissen  ist  mir  allererst 
den  IB.  tag  scheinenden  monats  Augnsty  gcantwort  worden. 
Wellichcs  ich  auch  mit  gebürlicher  rererenz  in  gehorsamb 
empfangen  ond  vernomben  habe.  Solle  hierauf  K.  II.  su  ge- 
horsamen Bericht  nit  verhalten,  dass  sollich  grandtsstuck  an 
ime  selbst  klein  und  kein  (*icj  sondern  weiten  und  ausser  des 
erbauten  gotsakher  and  einer  wisen,  so  et^vo  5  oder  U  fueder 
bey  ertragen  mOchte,  mit  staudach  verwaxen,  von  obbemelten 
herm  Easamen  Gallen  in  kautf  gleichwoll  nur  nmb  SO  B.  Rh. 
ist  angenomen  worden,  man  schätze  und  bctcure  es  aber  an- 
jetso  wie  man  wülle,  kan  es  meines  anfeltigen  erachtens  im 
wert  nber  120  fl.  nit  angeschlagen  werden.  Und  aollichos  ist 
ime  übrig  genaeg;  dan  es  ist  ein  Udt  verwachsen  wcseu  zum 
traidtpaa  ontUchtig  und  hete  meines  bcdunkcns,  wan  neben 
den  gotsackcr  ainc  kirchen  und  predicanteuwunung  erbaut  wer- 

Font«!    U.Abt.  Bd.  Lt.  3 


84 


den  solle,  ausser  eines  kraut-  ond  eonstcn  noch  aiiiee  garten 
neben  der  wiseu  wenig  übngs.  Waii  aber  gn.  u.  g.  Uerm  in 
uegsl  fürgelüfner  roformationfieommiasion  die  anigclierte  maner 
nmb  den  gotteaackber  laider  allerdings  eingen-orffen,  bo  wehr 
aageaecheinlit'-b  zu  »eben,  wan  E.  H.  in  diser  der  fraucn 
Miertzcrin  and  irer  franen  acliwester  begern  willigten,  welcbo 
dises  ort  allen  iren  siippli eiern  geniUss.  weil]  sonsteo  andern 
darin  halten  sollen,  za  iror  Tielihalt  einznnemcn  vermainon, 
dasa  das  ansvissende  vieh  aller  derselben  orten  Über  die  nieder- 
geworfne  niauer  einfallen  und  seiner  narung  nachgeben  wnrde; 
wellicfaee  dann,  so  es  geschehe,  nit  allain  epCitlicb  nnd  erbärm- 
lich sondern  auch  unscra  Widersachern  und  religionsgeju'en- 
tbailon  lächerlich,  weill  so  vill  fromer  erlicher  leut  Yont  adel, 
von  man  and  weib,  nnd  sonsten  andere  erliche  porsonen  alda 
ire  bestättnng  haben,  dass  über  dcro  bcgräbnnssen  das  nn- 
wissent  rieh  hinlaufen  und  gleichsamb  wider  alles  au  einer  ge- 
main  gemacht  wurde;  zudem  ist  auch  £U  bedenken,  nachdem 
wir  alle  dem  todt  unterworffen,  wan  heut  oder  morgen  der 
orten  aUla  unserer  reÜgion-  oder  glaubensffenotisen  mit  einem 
oder  andern  sieh  ein  todtsf;tü  begibt,  des  wir  dan  ausser  dessen 
Bum  sin  nit  zu  bringen  wüsten,  doch  alles  au  Ew.  G.  u.  G.' 
gestylt,  ce  mögen  (doch  one  mein  massgebung)  Ew.  ö.  u.  H. 
dess  grundtstuckh  ausser  des  gottsackers  dei-  frauen  Miertzerin 
oder  wider  der  nachbarscliafft  im  Windischgriltzer  poden  gegen 
erlegung  des  paren  geldt  liinumb  lassen^  dartzuo  aucb  hcrrn 
Wolß*  Rnoprechten  von  Guissraeckh  oder  herrn  Mathiasen 
Aman,  weil  der  Grädisch  (eic)  und  nalicndt  gesessen,  orwöllon,  ■ 
inen  zuschreiben,  dass  sy,  da  es  zn  verkaulTt-n  khemen  solt, 
aof  den  gotisackher  zu  sehen  bevelhen,  auf  dass  dennoch,  wan 
heut  oder  morgen  jemandt  stilrbt  oder  hineingelegt  will  wer- 
den, dass  derselben  einer  im  namen  E.  E.  L.  darüber  begrist 
xind  nit  ledermiin  frey  wirt.  Und  war  vast  guet,  dass  E.  G. 
n.  H.  unter  inen  einen  bevelhen,  dass  man  denen  numer  ver- 
storbenen aldort  ruehenden  ehrlichen  cristen  und  denen,  so 
Doch  künftig  hicnach  kliomen,  zu  obren,  dasselb  ort,  weil 
doch  das  nidergefalte  gemauer*  so  halt  nit  wider  erhübt  wirt, 
mit  ein  zanm  oder  aussgeworffnen  graben  einzufangen  und  also 


I 
I 


I 


'  Br^nse:  GnibedaaluD. 
*  Ml.:  ,|[BniMner*. 


i 


(ftOHer  eintreibnng  einicbcs  vichs)  in  gueter  ruhe,  wie  es  das 
sein  soll,  verbleiben  ku  Ijusen.  Das  hab  ich  .  . .  Windischgräta, 
^^   deD  29.  Angusty  anno  IdOO. 

H  E.  G.  u.  Q. 

^M  gehorsamer  und  dienstbeBissner 

^ Hanss  Jörg  Uamass. 

W    DteVer 


* 


k 


1095. 


Die  Verordneten  von  Kärnten  «»  die  von  Steiermark:  $0  Uerren 
und  Landleute  futben  hetite  die  sehmerslicJum  Vftrijünge  in  den 
kirchlieMen  Sachen  toährend  der  jungten  Zeit  ntr  Kenntnis  ge^ 
nommen  vnd  halu-n  die  Ahsendunrf  einer  Legntion  nach  Prag, 
fir  die  man  Uannihal  von  Eckh  su  geivinnen  hoffe,  für  nct- 
icendig.  Bei  der  Schwierigkeit,  mit  der  man  nt  einer  AwÜenß 
w  Prag  gdangt  und  da  andererseits  gegen  den  heri^fetriihemlen 
Perxkution^rotefi  weder  Sehreiben  tnxh  Flehen  und  Bitten  ver- 
ßngt,  ist  ea  notwendig,  daß  in  hirsester  Zeit  ein  Aussdtuß  aller 
dr«  Länder,  ju  dem  man  aus  Kümien  S5  MUglieder  bestimme, 
an  einem  gdegetien  Orte  sttsammenkommc  und  die  Sache  in  Be- 
ratung wiehe,  ob  man  niclU  nochmaU  in  großer  Ansahl  miind-' 
Uck  ein  Anbringen  an  den  Ershereog  tue,  vfie  dies  auch  eu 
Zeiten  Karts  II.  gach^en  sei,  um^omchr  als  alle  schrißlichett 
Eingaben  von  den  Wutersttchem  nur  siniHtre  und  odioso  inter- 
prdieri  werden.  Man  möge  es  mit  einem  FußfaÜe  rcrsMcAcH 
Hnd  dann  erst  die  Gesandtschaft  »ach  Prag  gelten  lasst-n.  Bitte 
um  rasche  Entscheidung,  da  suiumum  periculum  in  mora;  die 
Ueirischen  Herren  seien  uuver^iglich  mu  befragen,  cb  sie  die 
uachbarliche  Zusammenhtnß  sich  gefaüen  lassen.  Klagenfurt, 
1600  August  30. 

(Orig..  ronf  Siügel  aufgedrackt,  St.  L..-A.,  Cbr.  K.) 

Ein   gleirhvi  SchreSlMn  «rging   Jim  31.  Angmat  an  die  von  Kr^n,  nt« 
au  dem  SdireibcD  vom  i.  8«pleinber  enicbtUcb  ist. 


1096. 

Die  im  Landrechte  versammelten  Landstände  A.  C.  von  Ktain 
an  die  Stände  und  in  deren  Abwesenheit   an   die  Verordneten 


36 


von  Sleiemiark  und  Kiimteti:  Weil  sie  sehen,  daß  aUe  mensch- 
licJte  Hilfe  in  diesem  IvidUjen  Udigiousprosesse  ,eerrinnt',  woüen 
sie  sich  mit  Gottes  Hilfe  nofhmals  an  die  F.  /)'  uenden,  hei 
seiner  Auicunß  in  Gras  einen  FtißfaU  tau  und  ihre  Not  an- 
hritiffen,  in  der  Hoffnung,  Gott  werde  das  harte  Herz  des  Landes- 
fürsten eneeichcn.  liitte,  sieh  mit  ihnen  eines  Tages  ett  ent- 
seiJdicßen,  um  auch  hierin  tlie  alte  Union  anfrecH  su  erhalten 
und  die  Sache  ,t?i  mÖtjUchstor  Geheim'  zu  haltet*.  Laiback, 
1600  Ätujusi  32. 

(Orig.,  21  Siegel  aufgedrQckt,  SL  Li.-A.,  Chr.  R.;  Koni.,  L.-A.  Krain.} 

1097. 

Dieseihen  an  Ersherrog  Ferdinand  IL:  Entschuldigung  tccgen 
ihrer  vom  23.  Marx  datierten,  von  ihm  icegen  unbedachtsamer 
Voruiirfc  mritcbgesandtcn  Beschtverdcschrifl.  Sie  hatten  iiicÄ< 
vermeint,  daß  sich  darin  ttrutstgc  Angiige'  f\ndet\.  Denn  was 
des  Landrichters  wegen  vermeldet  worden  sei,  sei  desteegett  ge- 
schehen, weil  er  die  fiiies  uiandati,  so  ihm  von  der  Landesohrig- 
Jccit  gegeben  worden,  übvrschriUen  habe.  Hoffentlich  werde  den 
Autor  der  Schrift  dir.  angedrohte  Strafe  nicht  treffen,  da  er  ja 
nur  dai  Befehl  seiner  Auftraggeber  voUsogen.  Laibach, 
1600  August  31. 

(KooE.,  LA.  Krmln.) 


1098. 

Kemigius  Ebner  an  Georg  Herrn  von  St\id)9nhvrgr  berichtet  über 

das   Virfahrcn   der  Eefonnationsl'Qnunissäre  in  P5h,  Unsmarkt 

und  Kiipfrubcrg.   Schmähliche  Behaudlung  drr  Hauern.  Absicht, 

nach  Murati  eu  gehen.    Eigenes  Geschick  Ebners.     Kapfenberg, 

1600  September  3. 

(Orig.,  St.  I..-A.  ütnbnnbnrp,  Kirche.) 

.  .  .  WaB  die  Verrichtung  der  lierrn  re forma tion so onimis- 
SArion  zu  PiiUs  gcwest,  mischte  E-  G.  nunmehr  bewUsst.  soiu, 
wie  die  armen  paar3lcut  aas  villen  pfarren,  so  hinzu  erfordert 
worden,  so  vil  derselhen  erschlneii,  luicb  gellmuer  des  Herrn 
bisehuD'e  predig,  za  einem  aidächwur,  I.  F.  D*  ßchursamh  zu 
Bein,  mit  guwitk  und  llmils  luit  gaetten  prügl»traii.-heii  gezwungen 


I 


worden,  naclimals  denselbea  naferle^,  inner  vier  wochen  jeder 
seinem  pfarrer  ko  peicliten. 

Volgend  sein  sie,  herrn  commiaäuri,.  am  nep!t&n  frcitAg 
mittag  (Septemher  1)  mit  iren  aotdaten  am  Hunzmnrkt  an- 
körnen und  nar  stracks  nbereilend  zu  mehrmatoii  nach  ein- 
ander die  burgcrschafTt  alda  fUr  sicli  begert,  wo  sy  ntt  bald 
komen,  sollen  ander  mittel  fargcnomen  werden.  Obwol  unter 
diesen  ich  im  namen  E.  G.  fttrkomen  and  vermaint  ein  still- 
standt,  wie  IC.  0.  alhie  zu  K»pfenberg.  zu  erhalten,  in  be- 
dacht, baide  orte  K.  Q.  zogehorif;,  ist  mir  zu  be<iehaidt  worden, 
lie,  Lerrn  commiasari,  haben  wegen  Kapfenbcrg  einen  starken 
fiU*  von  I.  K.  D'  gehabt  nnd  het<^n  jetzo  andere  ernstliche  be- 
Teich  und  begercten  die  bnrgerschafft. 

Weill  dann  der  gwalt  vor  äugen  gewest,  sein  die  armen 
btirgerslent  (ausser  wenig,  so  nit  anhaimbs  gewest)  gleich  er- 
schienen. Denen  furgehalten  wurden,  I.  V.  D' gehorsainb  »u  sein, 
die  rechte  lehr  bei  ihren  ordentlichen  pfzii-rer  ku  suechen,  dar- 
ttber  zu  schwüren,  itein  nachraaJa  inner  drei  monatcn  zu 
pcichten  oder  das  landt  zu  räumen.  Und  sok-lies  alles  nur  ge- 
schwind and  cilcndi,  ist,  keiner  zu  ainicher  red  gelassen  wor- 
den. Haben  also  die  armen  einniltigon  leutli  gcidrungßner  cdt 
die  tioger  aufgereckt,  aber  wie  ich  nni  lichter  vei-slee,  wüsten 
sie  schier  selbst  nit,  wie  oder  wae  sie  geschworn  haben.  Der 
Viechhanser  aber  allain  hat  mit  wenigen  woi-ten  vermeldt, 
er  schwJ'tr  nit,  well  das  lannd  räumen;  ist  er  stracks  mit  gar 
ODgeisliichen,  \'il  mer  mit  landlsknechtischen  wortcn  angefarn 
und  umb  den  profosen  genift  worden.  Dein  ist  nachmals  unf- 
erlegt,  entlich  und  gewiss  inner  drei  wochen  das  Undt  zu 
räumen;  wo  nit,  sol  alsdan  sein  haus  den  Soldaten  frei  geben 
werden.     Hievon  derzeit  merers  nit. 

AUain  diser  gueto  mann,  der  Vichhaaser,  lässt  E.  Q. 
ähfs  höchst  und  diemtltigist  bitten,  ob  ime  K.  Vi.  aus  chriat- 
Hcher  vättcrlicher  hillT  nnr  so  vil  gnad  erzaigeten,  durch  für- 
Bchrift  *n  herrn  bischoff,  damit  ime  ein  lenger  tcrmin  crthiult 
wurde,  damit  er  als  ain  alter  müdor  podgraischer  mann  auch 
seine  schulden  einbringen  und  sein  ander  sUchl  verkaufen 
künte,  wollt  er  in  gottes  namen  fortziehen. 


•  Tadel,  Vtnroifl. 


38 


Nach  diser  Ternchtan^  sein  sie,  herro  commisBari,  bald 
fort,  im  willen  an  gestern  al»  am  sambstag  zu  Maerau  anze- 
komon,  wio  dao  der  Muoiauerisch  pfaA'  dem  berro  bischoff 
herab  entgegen  kütnen. 

Damit  aber,  go.  horr,  mciD  auch  nit  vergessen  worden, 
ist  mir  ain  decret  zu  meiner  nachrichlang  hinterlassen  and 
durch  den  richtcr  zuegcstellt,  wie  E.  G.  aus  iuligeiider  ab- 
schrift  gn.  zn  vernemcn  habeu.  Weil  dann  gottlob  ainichc 
andere  uraach  nit  ist,  ala  die  darinnen  angezogen,  wier  ich 
mich  in  gottcsnamen.  da  nit  E.  tr.  mich  im  landt  erhalten 
kUnen,  sambt  meineui  weib  und  klnderlein,  wie  ungeschickt 
sie  alle  zu  raiscu  soin,  auf  die  rais  riebtun  uiUsseu.  Wollt  gott, 
ich  solti'ä  allain  sein.  ■  .  .  Datum  Kapfenbei^  am  suntag  nacht, 
den  '6.  tag  Septembrit  anno  1600. 

E.  a. 

underth.  geh.  diener 

Remigrius  Ebner. 

PS.  Mein  (leeret  hab  ich  weder  mein  weib  noch  niemand 
lesen  lassen  oder  gesagt,  nmb  dass  ich  meine  saclicn  desto 
bester  richten  mOcbte,  aber  oben  wirts  one  zweifi  der  pfaff 
aupreiten.    Scbad  glcichwul  nit. 

(Kap.,  ebBndft.) 

Seine  eigene  AttswcisuTii;,  datiert  vötn  t.  8<-ptPtnber.  V^I.  Aber  die 
lUiforniAtion  in  Juden burp,  l'«U,  Ui>zm«rkt,  IVuHenbaclj  und  Bcbeifding 
KqsdIodx,  fol.  63*  Ata  3.  Septcmbor  Kefortoaliun  rou  Marau.  Sielis  Bo- 
wleiiK,  iol.  &3>. 

1099. 

Die  evangelischen  Stände  von  Steicrmarf:,  bexteliuru/siceise  die 
verordnUen  AusscJiiisse,  an  die  evangelisciien  Jieicfisfürstcn : 
Kredeneschreihen  für  Georg  Herrn  von  Stubcnherg,  ihrett  Abge- 
sandten i»  Prag,  der  mündlich  und  schriftlich  die  Bitte  um 
Intersession  voreuhriTUjen  hat,  dop  der  greulichen  Verfolgung 
ein  Ende  gemacht  werde.    Grai,  1600  September  3. 

{Kons,,  L.-A.,  L.-A.  1599.) 

Bofonderei  Blall:  .An  Ghnrftlrit«i  ron  Sjizen,  .  .  .  Bran<]«bnr]|f,  ab 
yta,\zgrtiffn  chtirfuriten,  «n  die  e».  reichsfllwten;  ein  12  brief  ohne  ib«r- 
•efahft  xti  m^hrpibpii  und  zu  forttfrcn'  (Kons.).  Drafflcicben  gehen  tinter  il^oi- 
•albeo  Datum  Kredonuchraiban  an  Kampf  und  die  andi^ren  geheimen  lUte. 


1100. 


Dersdbeti  Krtdetiz$chrtihen  an  Kaiser  BuäUf  II, 
1600  September  3. 

(Ko&E^  St  L.-A-,  Chr.  B.) 


Grtui, 


1101. 

Alexander  Paradaiser  an   Hencarth  Freiherrn  von  Auersperg: 

tcegen  wichtiger  lieraiung   üfter  Schrißen  der  Kärntner  Stände, 

,die  den  kiesigen  Ständen  A.  C~  vorgetragen  tcerden  soHen,  anhier 

^k  ju  erscheinen.     Laibach,  1600  Septend^er  3. 

^^^^^B  (Kou^  U-A.  Erftin.) 

P     DieVt 


I 


no3. 


Die  Verordneten  von  Steiermark  an  die  Kärntens:  erklären  nur 
bedingt  ihr  Einverviändnis  mit  deren  am  30.  August  und  1.  Sep- 
lemher  kundgegebenen  Plan,  durch  einen  großen  Ausschuß  aus 
aUen  drei  Ländern  ihre  Not  an  den  Landesfürsten  gelangen  su 
iat$m  und  um  deren  Abhilfe  su  biltenj  u?enn  sie  nämlich  in  der 
Tat  dadurch  Rat  eu  schaffen  icüßten.  (Da  der  Erihergog  in  den 
nächsten  Tagen  von  Judenhurg  nach  Orot  tcommt  wui  es  den 
Ilerren  und  LancUeuten  beschicerlich  faUen  möchte,  hierher  tu 
komme»,  so  hcU  man  ,sich  sumal  bei  den  unausgesetet  fort- 
treibenäen  Prozessen  keiner  ericünschten  Erledigung  sondern  der 
Gefahr  eines  Vereuges  der  Präger  Legation  eu  befahren'.  In 
der  Zwischenieit  würde  den  Landen  eine  Beschwerde  nach  der 
andern  zugefügt,  deren  Memedicrung  dan  Kaiser  hernach  nicht 
möglich  väre.  Die  Zusammenkunft  sei  aber  destcegen  noticcndig, 
um  die  Legation  an  dett  Kaiser  und  die  Ilauptschriß  zusammen- 
nutdkn.  Von  hiesiger  Seite  /tat  sich  Georg  von  Siubcnl>erg  zur 
Präger  Beise  bereit  erJdärt.  Will  man  oufkrdem  noch  hei  dem 
Landesfürsten  um  Beseitigung  der  Beschwerden  bitten,  so  mag 
dies  ton  dem  Ausschüsse  beschlossen  werden.  Darnach  tvcrde 
wum  sich  richten.  Am  besten  toürde  sich  ah  Ort  der  Zusammen- 
kunft der  Markt  Amfels  empfehlen,  der  von  Graz  nicht  eu  weil 
enii^en  ist.  Dorthin  mögen  sie  die  deputierten  Herren  und 
LamUeute  für  den  18.  S^tember  berufen,  insbcsonders  aber  ihren 
nach  Prag  bestimmten  Gesandten.)    Graz,  1600  September  4. 

(EooB.,  8t.  JL-A.,  Cbr.  &.) 


w 


DitM»  8t(lck  E^nrfpti  dio  Verordnelrn  «in  fl.  Srptpiiibcr  mit  eiiiem  Be- 
{flfli(ac]ircit>Dn  sii  die  im  Ivintlnichl«  rersauiiiK^lteti  Stäitdv  Tun  Kraio  (i..-A. 
KraiD,  Kap.,  roip.  Orig.)' 

1103. 

Die  evangelischeti  Landstünde  in  Krain  Ä.  C,  diejetet  in  Laibach 
versamimll  sind,  an  die  Veri^rdncten  von  Steiermark  ttnd  (mit 
den  entsprechenden  Sindeninr/en)  voti  Kärnten:  Da  sie  auf  neu 
eingdangle  T^itungcn  über  den  Jitvzhrcclicndm  Prosefl'  der  Be- 
ligionsreforniaiion  in  Erwägung  gesogen,  daß  kein  Mittel  mehr 
gellen  soÜ,  sondern  nUe  sinistre  and  üilJuse  inferprcliert  urrden,* 
und  man  es  mit  eirtcm  denuifigen  FußfaUe  versuchen  teolle,  wo- 
bei man  dem  Erehereoge  den  wahren  ,LttettV  vor  Augen  stelle, 
so  gehe  es  »wisehen  ihnen  nnd  denen  aus  Kärnten  die  Diffcrens, 
daß  diese  auf  einen  Ausschnß  von  55  Mitgliedern,  sie  selbst  aher 
auf  aUe  Herren  und  LttndUuie  epien,  da  ein  FußfaÜ  aller  für 
kein  unzuläifsiges  .Conventihil'  gehalten  werden  könnte.  Bitte 
um  nachbarlich;  Erinnerung  in  dieser  Sache,  auf  daß  man  sich 
fertig  madte.  Zur  Absendung  an  den  Kaiser  haben  sie  Her- 
icarth  von  Lamberg  und  iVeighardt  von  Auersperg  und  aiulere 
Landesmitglicder  gaväklt.     Lnibach,  2000  September  4. 

(Orig..  10  Siegel  «uFgedrQckt,  ät  L.-A.,  Clir.  B.;  Konx..  L.-A.Eruti.) 


1104. 

iTestimmtium  nuigistri  Johannis  Kcpleri  den  4.  September  1600.' 

(B«g»tr.) 

1106. 

Allgemeine  lieformationsordnang  für  die  Stadt  Murau.    Murau, 

1600  September  4. 

(Kop.,  Kod.  Um  43,  fol.  44"  o.  2I0-\) 


1106. 


^ 


Kaufschluß  des  Zehetnerschen  Radwerkes.    Innerherg  des  Kiseii- 

erses,  1600  September  5. 

(Orig.,  9  8i«g;et  anfgedrllckt,  St.  L.-A.  Eisea»».) 

Vartrag  «wlKhen  dw  .edlen  oud  tngMirthafien  Franen  Helen«,  gmh. 
Scbwan,  dM  ebrei]fest«n  we^n  der  fUr^loffnea  Kvligionareformation  außer 


Laad  gcn^mm  Haas  Ztebatnen  Haiufnu',  ihrer  Mutier  ttnd  dn  BQripen 
Tbomaa  WeilSeDb«i;;er  als  ibie  Uelstaad«  eiuer-  and  d«r  Fr«u  SusjiDua  War» 
B&d  deren  Zca^pea  auderenetu  um  Zecbetaen  bisher  iiui«g«li«l>tes  B«dwr«rk 
(folpt  die  B«*cbr«tbaDp  de«  letxterea).  Eanfsamnie  lO.tKK)  6.,  darauf  lastende 
Sefanldon  ebenaovJel.  Unter  dieMn  >ind  Posten  ben«Tkeii>werl,  Nr.  4 : 
4.  F.  O*  In  den  atigcachlaBD«n  nncostm  in  rarpeliifTuer  rrlipintiMTfonnalioiie- 
■eaudmon  40ü  fl.*,  uail  &.:  .t>ann  aiirb  «lr«rgcll,  darain  Haa»  Zt-cbetner 
dca  eraoigten  ttngrbonaaitM  ortllnD  erkaaut  wurden  1000  fi.;  doch  bdiellt  ir 
leia  baufraw  bevor,  du  »/  bei  bOrhstetneButer  1.  F.  D*  hieran  geb.  etwa» 
aberbitteo  mochte,  das  ir  »olcbe*  koafti^  erttatt  wardt*. 


no7. 

Die  Ventrdneten  von  Kämtat  ati  die  ron  Strifmiark:  nehmen 
fur  Ketutinis,  dafi  sü  Otrcrseils  die  vertmulicJi  arnjedeaUie  Zu- 
tammenkunfi  der  evatufelisehen  Herreu  und  Lan^aiie  aüer  drei 
Länder  appretiere»  und  von  der  Smdunjf  an  d(^  Kaiser  Meldung 
Uten.  Sie  lat$eH  sidt  Zeit  u»d  Ort  dtr  Zusammenkuoft  gefaUen, 
turdeH  sich  tur  Sendung  bereithalten  nnd  die  fon  Krain  Jtei 
iag  und  nacht  eilenden  boten'  J/eituchrichtigen,  die  sieh  nceifels- 

(ohne  ansciäießen  tcerden.     Klagenfurt,  1600  September  6. 
(Orig.,  9  Siefel,  St.  L.-A^  Chr.  B.) 
PS.     FOr  Uolarknoa,  Fatterang  etc.  müg«  geaor]^  wenlea. 
Die 
beri 


1108. 


Die  Verordneten  von  SteiermarJc  an  Georg  Herrn  von  Stuhen- 
berg  auf  Kapfmherg:  Da  das  torgenommetie  Beiigi&nsrefortHa- 
lionstcerk  in  so  beschwerlicher  Weise  und  unausgeseUt  forlgetrieben 
wird,  daß  darüber  das  ijauee  Land-  und  Grcnsivesen  zumal  Jbei 
den  gefaJirliehrn  dtrmaligen  Turkenicundschaften'  ins  Mitleiden 
ge£ogen  und  die  ^vorhabende'  Belagerung  Kanischas  in  die.  höchste 
Gefahr  h>mmt,  halten  sie  in  Gemeinschaft  mit  den  Kärntnern 
JUtd  Krainern  eine  Konferens  für  nottcendig  und  ersuchen  ihn, 
am  Ja.  September  abends  in  Gras  au  einer  getneinsamen 
^lagung  ein£ußHden  und  sicJt  durch  nichts  aufJer  durch 
Gvttes  Gewalt  abhalten  eu  lassen.    Gras,  IGOO  September  ?. 

(Orig-,  8t.  L.-A.,  ätnbeuberg- Akten.) 

PS.  Zu  hierin  antiedeutor  beradtschlagung  wirdt  der  Herr 
amb  BO  TÜ  unausbleibUclier  erscheinen,  alweilen  I.  F.  D'  gleich 
jetzo  wegen  eiokumner  gewisser  kundtecbai't  der   belegeruug 


48 


Canisa  lierrn  h.  I.  h.  and  ans  die  herrn  and  landleuth  allicr  su 
beschreiben  und  alle  des  vattcrlands  nottarfft  hierunter  zu  be- 
denken gn.  anbevülben. 

1109. 

Die  Verorthteteti  }yolf  su  Eck  und  Alexander  Paradeiser  an  Her- 

warth  t'OH  Attcrsjtert/  und  Georg  Kte^l:  steh  zur  Jieratschlagung 

der  Gesandtscliaß  aller  drei  Länder  in  causa  rcligiuiiis  in  Lathach 

eitusufindeH.     Laibach,  1000  September  7. 

(Kons.,  L,-A.  Krtin.) 

UIO. 

Die  Verordnetcti  von  Krain  an  sämtliche  Stände  A.  C.  in  Krain: 
Circnlarc,  sich  in  Gemiißheit  des  in  der  starJe  hesuchicn  Ver- 
sammlung von  Herren  und  Landteuten  gefafiten  Beschlusses  von 
2.  September  reisefertig  zu,  machen,  am  18.  d.  M.  in  ,4m/efa  *ii 
erscheinen  und  von  dort  su  I.  F.  D*  zu  ziehen.  Laibach, 
1000  Septetnbcr  9. 

(Orig.,  U.-k.  Krain.) 
IUI. 

Die  Verordneim  von  Steiermark  an  Georg  Herrn  vm  Stubenherg 
aufWitrmhfrg  (und  Ernreich  von  Saurau] :  Erinnert,  daß  er  den 
evangdtschf^i  Prediger  Georg  nicht  langer  im  Schlosse  aufhalten, 
sondern  abziehen  lassen  ict^le,  ersuchen  sie  ihn,  diesen  Prediger 
noch  länger  im  Schlosse  zu  /oviern'  und  ihm  hüt  zu  besserer 
GelegenJicit,  die  teir  von  dem  barnüterzigen  Gotte  hoffen,  Unter- 
kunft  JTH  gehen.     Gras,  1600  Septetnber  9. 

(KoBX^  Bt.  L.-A^  Chr.  B.) 


1113. 

LandcsfürstlicJicr  Befehl  an  den  Hofregistrafor:  dem  Fuhrmanne, 

der  eine  Anzahl  Jsatholiseher  Bücher  hierher  geführt,  37  fi,  3G  kr. 

SU  hezoMen.     Graz,  1600  September  11. 

(U.-,  H.-  a.  St-A.,  KammerregiMcr,  tom.  XVIII.] 


1113. 

irsUiehfT  BefeM  an  den  Rdiffionsreformatiomkommissär 

^iMltf  Erzpriester,  dann   an  Bürgermeister,  Richter  vnd  Rat  su 

Gmünd:    Hab  und  Gut  der  Äusgcschafften  ijcnau  su  verzeichnen 

und  den  20.  Pfennig  eimusiehen.     Gmünd,  1600  September  11. 

[Orig  ,  GniliDdner  Akten,  Kudolfin.) 

.  .  .  Sy  werden  aas  inlijpiTider  YerxaichnnsB  .  .  .  vernemen, 
was  far  barger  und  inwolincr  ihrea  der  religion  halber  er- 
zaigten  angcbursambs  aas  der  st&tt  nnd  allen  I.  h\  D'  landteo 
mit  ansetüatig  0  wocheu,  3  tag  tcnnin  ausgescLafft  worden. 
Weillen  dann  su  denselben  und  iren  guctern  zweifcls  ohne 
wegen  irer  haudtierung  and  gerhabächaften  oder  auderwerta 
allerley  ansprachen  Torliandeo  sein  werden,  dicsulben  aber  in 
aUweg  der  gebnr  nach  za  richligkeit  so  viel  möglich  gebracht 
werden  inücssen,  als  ist  in  . . .  L  F.  D*  namcn  iro  der  li.  com* 
missarien  beveleh  hicmit,  dass  er,  hcrr  anwaldt,  tmd  sie,  von 
Gmondt,  alsbaldt  überall  deroselben  ausgescbaHten  haab  and 
gnetter  ordentliche  eridatag  aasschreiben  und  den  lU.  ,S  aus 
irem  haab  nnd  gnetcrn  I.  K.  Ü'  innen  behalten.  .  .  .  Omundt, 
den  11.  tag  Septemh'is  1600. 

Wolf  Khaltcnliauser, 
n.-O.  camer-  u.  rcformationssecretarias. 

Am  <j.  Oktober  sondon  ^Sutt-Aawsldt,  BUr^nneUtor,  Siebter  und  Ratli 
von  Qniindt*  «d  Ana  ^Uttrichter  cu  SnllKbarg*  ein  Verc«!cliui«  dor  atin^ 
MhafTten  Bürger  nnd  Inwglinor  (Iß)  ein  und  wx«  «m  10.  Pfriitiip  ku  erlri;cD 
iik  (150  fl.)  mii  dem  ErsuchiMi,  c»  hu  Ana  gpwDbulichrn  Orten  iitistuchliigi-n, 
d«nit  sich  jcilrriniuiu  dumacb  rirljtni  k'^iiur.  Dr«|*le>vlir^u  liefet  oiii  AaTruf 
tof,  wuruacb  jeder,  der  an  din  Gt!i)Aiiiit«ii  «iue  Fordi-rung  bat,  ,c*  sei  u»ib 
beyntb«,  rermScbt,  «rbscbafft,  gelUcbaldeo  etc.',  «icb  «in  90.  Oktober  7  Uhr 
mur^uat  '\m  Rathausc  \a  Gmünd  entweder  Klbat  oder  dorch  einoo  OeschAfis- 
trlger  nit  Reinen  Fordemiigon  za  ru^ld^D  h*b«.  Ob  er  nun  kommt  oder 
Rkhl,  wird  dort  gebändelt,  ,wh  Rocht  uf. 


1114. 

U^ftnmationsordnung  ßr  Gmünd.     Gmünd,  1600  Septen^er  11. 
(Orig.,  Gmaiidner  Akten,  KiKgenfurt,  Kndolfin.) 


1115. 

Durchf0irutig  der  Gegenreformation  in  Gmünd. 
1600  September  6—11. 

(Kopp.,   Koa.  Linr.  i3,   ful.  63^  — 6S>  a.  3I1«~2K'^   Klascnfart,    Kudoiflii., 
Miseell.     Hier  gedrockt  iiaeli  Ecd.  Uax,  ful.  311"  — SIS".) 

Vorzaiclinoss  der  grossen  beschwa müssen,  so  der  ev. 
burj^erschafft  zu  OmQndt  von  den  I.  f.  commissnrien  and  ircm 
bcyliabendcn  kriegsvolk  (oder  wie  sie  es  nennen  guftrdi)  ist 
Buegeftiegt  worden,  auch  sonsten  fllrgelolTen. 

1.  Als  ey  mittwoclia  den  6.  SeplembrU  zn  abents  bin- 
klioineti,  bat  maus  allein  bin  den  evangeliscbcn  einloeiert  and 
der  papisten  gar  vcrscbont.  Da  sy  darch  das  statthor  komun 
und  der  fendricb  das  f^dl  &cbwingeti  wollen,  ist  die  Stangen 
mitten  von  einander  broi-Li-n. 

2.  Zum  andern  des  plingstags  nachmittag  hat  man  den 
evangelischen  bürgern  aufgeladen,  des  freitags  morgens  nmb 
7  ulir  sambt  ihren  haasfrauen  bey  straff  30  ducaten  in  die  kirc^ 
zu  kuiuen. 

3.  Zum  dritten,  in  mittelst  sein  bis  in  200  Soldaten  hin- 
aus an  die  liAdl  gezogen,  des  prcdiganten  heusi  in  grundt  nider- 
gerissen  and  zerstört,  zwar  die  nRgst  benacliperten  geplündert 
und  beraubt,  den  aiii  hereingeführt  und  drei  tag  bcy  dem  pro- 
fusen in  starker  verbafilang  gehalten,  jedoch  letztlich  auf  fUr- 
bltt  und  gelaisttts  refornialitin  iuramctit  ledig  gelassen. 

4.  Des  freitags  hat  man  sich  zur  bescimbten  stundt  in 
die  kindien  verfliegt,  alda  der  hitichofT  zu  Öecca  ein  lange  ex- 
hortiitioii*  und  vermanung  und  zum  beschluss  ernstlich  ge- 
hotten,  bei  straiT  30  duoalen  die  lutheriflcben  und  sectisohen 
bUecher  in  den  pfarrhoff  zu  liflTern  and  so  solches  wurde  die 
gnardi  eingreilTen. 

5.  Samhstags  ist  man  wider  in  kirchen  auf  gebott  bei 
voriger  peen  erschinen,  hat  der  biscboff  abermal  ein  lange  ver- 
manung von  der  einen  gestalt  des  sacraments,  solche  vor- 
mainetliciien  za  l>ehauhten,  getban. 

6.  Nach  gebaltner  vermahnung  ist  die  hurgerschafft  aus 
baiden   gerichten  Qmlindt   and   Uauchenkatz  fürget'ordert   und 


*■  Du  KlftceoAirter  Stflck  (ütct  bei:  .mit  «Urk«r  T«rcleia*ruDK  d«r  A.  C, 
di«  «r  b*i  der  Itaiid  ^«hiibt*. 


45 


zQDi  «idschwnr  anpelmlten  worden:  deren  etliche,  darunter 
ftDsehliche  bancrn,  gevresen.  Als  sy  tlen  aitUchwor  oiclit 
laisten  wolleo,  mit  gewaltigeo  schlegen  abel  tractirt  uod  vom 
prufosen  in  die  eisen  geeclilagen  und  eatlich  zaiu  aidschwur 
gezwungen  worden. 

7.  Seiiidt  darunter  die  büeclier  in  pfarrboff  geantwortt 
worden. 

B.  Ist  zu  abeot  der  ganzen  bargersclmfiß  nochmalen  bei 
voriger  peen  eingebunden  worden,  am  sontug  inorg'ons,  wann 
der  bischoff  von  der  kirchen  gefalirenj  sieb  vor  seinem  losa- 
roent  za  erzaigen. 

Zum  9.,  darauf  das  exameu  nngan^n,  und  denjenigen^ 
^bcy  der  ev.  warbait  standbatH  verbart,  Injuiigirt  und  auf- 
geUden  worden,  I.  F.  D*  crblandt,  thails  in  sechs  wooben  drei 
tagen,  Lfaails  aber  in  3  wochen  3  tngfn  «n  raumon,  mit  dem 
aagehefften  vermelden,  mari  wcrd  alsjiald  eines  joden  Tcrmügcn 
beschreiben  und  schätzen  und  den  zehenden  pfenni};  detrabicru 
nnd  abziehen. 

10.  Su  »ein  hierzwischen  etliche  zum  abfal  rermant  wor- 
den, mit  Vertrustung,  sie  sollen  der  scbutdeii,  su  sy  andern  su 
tbuen.  befroyet  werden  und  nicht  bezsdlen  dürffen,  ist  auch  einem 
jungen  gesellen  vcrheissung  geschechen,  weilen  sein  braeder 
instituirter  besitzer  nicht  abweichen  wollen,  er  aolle,  da  er  zu- 
lenkete,  in  die  völlige  posaessioo  gewissen  werden  und  seinen 
geacbwistrigtiii,  so  standtbafil  vi^rharren,  niubtti  bezAllen  dürffen. 

11.  Naehratttags  sein  die  evangcHachen  in  des  hauptinanns 
losament  gefordert,  und  inen  vom  bnuptuian  und  dem  ein  com- 
müaario  D,  Angelo  Custode,  rrnatlich  attfi^rliiden  worden,  sy 
sollen  sich  iu  puncto,  bey  gelehrtem  ayd  crclftren,  wie  reich 
ein  jeder  scy  und  alspald  dun  Behenden  pfcnnig  par  erlegen. 
Darauf  sy  undertheniglich,  weil  es  in  so  kurzer  frist  nit  be- 
Gcfaedien  kUnt,  dann  man  wlt  tni'n  und  sy  atuUrti  schuldig, 
umb  dilation  gebetten  und  sich  anerbotten,  wan  sy  ire  gUetter 
verkaniTt,  den  zehenden  pfcnnig  fallen  zu  lasüen;  deren  sie 
Aber  kaines  erlangen  kUnnon,  sondern  ist  inen  bey  eusseristem 
ernst  mit  betronng,  man  wolte  sy  lassen  in  die  eisen  ftcblagen, 
JA  gar  an  den  pranger  stellen,  imperirt  worden,  die  sebatzung 
angemnetermaäsen  zu  tbuen.  Darüber  in  gepflegter  under- 
handlung,  6y,  rumniMKUrti,  von  b^g^rtcr  8cliat/.ung  gewichen 
und  der  Anforderung  auf  lüOO  gülden  limitirt.    Cjoitemal  aber 


HCl 


die  barger  sotchea  als  ein  impossibilitet  and  unert 
nkrht  leisten  künncn,  sßimlt  sy  sHinentlich  verarrcstit-rt  und 
einem  sein  laden  und  sonsten  ein  zimmer  durcli  die  catholiscbe 
bargermaister  und  ricliter  im  boiwesen  des  fcldtwilbels  verpet- 
schiert  worden.  Hiezwiecben  haben  sy  sich  selbst  ander  ein- 
ander einer  Schätzung  aaf  1000  golden  mit  höchster  irer  er- 
Bchöpfuug  vergliclien  und  solches  durch  vier  ierers  mittels  den 
beim  cominiasarienj  3o  eben  bey  Herrn  ertzpriestern  die  abont- 
inalzeit  eingcnoiuen,  iinderthL-niglieh  andeuten  lassen,  Trelcbes 
sy  lotjitlichen  darmit  in  abäcblag  oder  die  dcfalcation  des  sehen- 
den pfenniga  settigeu  lassen,  jedoch  solle  das  gelt  des  darauf 
folgenden  morgens  zu  acht  uhren  gegen  aehein  erlegt  werden, 
sonsten  zugen  sie  nirgent  hin  und  sollen  sie  gleich  das  sUlttl 
aufs  mark  aaszebren.  Welches  dan^  nfi.mblich  die  erlegong 
des  gelts,  woll  mit  harter  mlthc  zn  bestimbter  stundt  beschehen» 
der  iuegesflgl.e  schein  a.l»er  uit  ervolgen  wollen. 

1^.  Montags  frile  babon  sie  bei  dem  prangor  ein  gross 
fetlr  angezUndt  und  die  bekammene  bUecher  meisterlich  tct- 
branul 

13.  Haben  sie  auch  bei  3  handelsleaten  bis  in  die  200  fl. 
wahren  ausgenommen,  mit  stattlicher  Versprechung,  die  be- 
zallucg  von  den  lOÜO  fl.  alspalt  zu  laisten,  so  aber  nicht  be- 
schcchen,  auch  dosswcgeu  kein  schein  erlangen  ktlnnen. 

14.  Und  sein  aach*  bis  auf  den  6.  tag  nemblich  bis  auf 
den  raontag  den  II.  tag  Septemiris  nachmittag  alhie  verharrt 
und  dermassen  lag  und  nacht  mit  grosser  unerh^irter  gotts- 
Itistcrung,  auch  geübtem  nnsäglicben  fravel  und  muetwillen  ge- 
fressen und  gesoffen,  dass  sicli  die  aafgeloffenen  zcrnngen  bis 
in  3000  d.  erstrecbt,  daran  nichts  bezalt  worden,  auch  wenig 
zn  hoffen.  Uadarcb  die  guette  atatt  Gmllndt  in  eiserstea  on- 
vcnnügeu  und  armuet  geratten. 

Ober  die  UeformaÜoD  tob  GnUnd  ileh«  attrli  Roaolenc,  fol.  58^  —  64* 


1116. 

Die  Verordneten  von  Kärnten  an  die  von  Steiermark:  tceshaib 
diese  d^n  Ort  der  Zusammen]: unft  nach  Gr<u  verlegten,  habe 
man  jüngstens  vernmimen.   Man  habe  die  Herren  und  Landieute 


KlagenfurUr  Hs,;  ,aeh  Isider'. 


SfK  früher  bestimmten  Ort  heschieäeii,  und  nun  därfl*  die 

Zeii  euhtire  $ein,  sie  von  der  {'eräHderunfl  su  unlerrichtnt.  Man 

ttoBe  dies  aber  doch   tun   und  auch  die  wn  Krain  benachricit- 

tigenf  bitte  tiber  für  die  Herren  und   Landleuie  in  Gras  ,die 

Loaamenl  im  geimmcn^  en  Itestellen.     Klagenfurt, 

1600  September  11. 

(Orig.,  Sicffol  der  fU&f  Venirdnetea  «lUjgiiilrackt,  St.  L.-A.,  Chr.  B.) 

niprtuf  JiotworUo  die  Bteir«r  am  IS.  Scptombar:  WUrdo  man  di« 
QDartiere  bcrtvilleii,  so  wCIrdn  die  Ziuammenkanft  Jxutninr'  ^emstlit  Qiid  rl(>r 
ElnUß  verhindf^rt.  Kie  werden  sii:h  akkominodicren  roUsaca,  wie  bb  die  üe- 
logenheit  ;ibt  (Kons.,  ebenda). 

II17. 

Ferdinand  IT.  an  Wilhelm  vott  Fmtriig:  drückt  ihm  dein  M\fi- 
faÜen  aus,  daß  er  für  die  unter  seiner  Lehenschaß  stehende 
Kirche  St.  Jakoh  in  Lie^enherg  trots  geschehener  Anmahnung 
und  troit  seines  Schreibens  vom  2i).  Auffust  noch  immer  keinen 
tauglichen  Priester  dem  Ordinarius  präsentiert  habe.  Er  habe 
daher  den  Ileligiotisrefornmtionslümmissäreti  den  Auftrag  erteilt, 
sdbst  einen  taugliehen  Priester  eu  hesteäen.  Im  übrigen  soll 
ihm  für  die  Zukunft,  falls  er  sicJt  der  Gebülir  twch  verhält,  an 
Beinen  Hechten  nicJUs  benommen  sein.  Orae,  1000  September  12. 

(Orift  an«  dem  Arcliiv  zu  llAlIcgg,  jotst  im  Kimtnor  GcKb.-Ver.,  MiHell.J 


1118. 

LandesfürsÜicher  Befehl  an  den  Uofpfcnnigmeisier,  detn  Zdi- 
schneider  Urban  Klcpp  84  fl.  für  die  Anferlvjung  von  Schütsen- 
rücken  und  Fddfahnen  für  die  Pcligionsrcformaiionsgaardia  aus- 
tusahJen.     Gras,  1600  September  15. 

(Hof*  and  K«.tnn)err«eUtratnr,  tom.  XVIII,  ITS**-.) 


1119. 

Ersherxog  Ferdinand  an  den  Landeshauptmann  U7id  die  Verord- 
neten von  Steiermark:  Da  er  erfahren  habe,  daß  Gesandte  aus 
Kärnten  und  Kratn  rtt  ihnen  kommen  sollen,  haben  sie  deren 
Hterherkunft  wegen  der  an  mehreren  von  den  Gesandten  berührten 


Orten  fufrrschenden  Infektion   3u   verJtindern.     I.  F.  D*  gedenke 
sie  keinesfalls  herein  zu  lassen.    (Grai)  1600  September  17. 

(Orif.  XL.  S  Kopp.,  St.  L.-A.,  Chr.  R.     Gcdrackt  ArcUir  ftlr  vAl^rl.  Gracfa.  stc 

XXX,  40.) 

Im  Kod.  lAm  43  findet  «ich  'dieser  EiUO  nuin  8.  Stptcinlier.  Er  AOrtlt 
alMir  d<ii.'h  wohl  nur  cinm«)  liinAaRfTPfffb^ti  'wrrdcn  NPin.  Ein«  xm  20.  Sep- 
lember  gMtellte  Bitt«  «Icr  tivsaiKtlcn  iitn  Aufhobiinj»  des  Bofolils  vrird  Km 
Sl.  8uptr)iit>i7r  mit  dem  ric)iti|'pri.-ii  Mutivo  abgvivirscii,  .daß  din  F  D^  di« 
Onntirlturei,  die  uiclit  vo'i  <lt:r  [;xnz<-ii  I^ndücbaft,  *ond«ni  nur  <rou  den  An- 
gehörigen  iK*r  A.  C.  iibg«orOiiol  wurden,  nicht  guthui&eii  ktliin«,  wis  er  ilnita 
flolcbe  Abs^ndungSD  und  j^umiuirDenkflnfl«  wiederholt  verboten  habt*  (Kop-, 
ebenda).  Auch  die  lEfsolutiun  Totn  -1.  8ept«inb>eF  hat  jiu  K^d.  Linz  4-1  eine 
andere  Datieruns,  nXmlii:)!  xnm   lü.  Seplembor, 


1120. 

Die  BiirijersrJmft  des  Ortes  Ohtrvcllach  an  den  lundschafllidten 

Vieedom  Hartmann  Zingl  ^u  lineden:   Hüte,   sich  ihrer  su  cr- 

harmcn.    Obcrvdlach,  IGÖO  September  18. 

(Klagenfurl,  KudoIGn.,  OberTclIafib,  Kefnrm.  ti-  (legen rcform.) 

,Wu  jeder  nach  Beinero  Oewifae»  habe  tan  kOnnea,  Ist  geleistet 
worden.  Es  gfebe  einig«,  die  wollen  mit  Weib  und  Kind  )ib»ieh*n,  datu  Ut 
ihnen  ein  Termin  von  acbl  Wacben  beMimmt  worden,  i»t  aUot  unmJJ^licb, 
in  nn  hnrser  2i?it  diu  I.nnd  r.n  ritumeu.  Die  Kot  ist  rtiiC  und  die  Uneo- 
legRiibrJt  der  /oit  br^cliwerUcli.  Bitte  nin  Interzemion,  daß  der  Termin 
uodi  bi«  zum  nXt;hi)te[i  Frnhjabr«  vcrlüti^rt  wird.' 


I 


1121. 


Die  aus  Kärnten  und  Krain  nhjcardneten  Gesandten  A.  C 
Erz}iersog  P'erdtnattd:  Jivfremden,  daß  sie  unter  dem  leeren  Vor- 
icandc  der  an  den  Straßen  herrsehenden  Infektion  in  Grae  flieht 
eingelassen  werden.  liitte,  da  diese  Gesandtscltaft  nur  Keyen 
Abhilfe  ihrer  dringenden  Jicschnerden  rorgenommen  wurde,  das 
Dekret  uuf^mhehen  und  sie  i7ir  einbringen  vortrayen  bu  Itissen. 
Wildon,  1600  September  20. 

(Kop,,  6t.  L.-A..  Clir.  R.    Oedniakt  Arciiir  fllr  vnlerl.  G«tob.  6tc.  XIX,  41.) 


nn        I 


1122. 

Landesßrstlicher  Befehl  an  die  Ahgesandien  aus  Kärnten  und 
Krain:    Der  Ersherzog  lasse  es  hei  seiner  liesolution  verbleiben, 


49 


htihe  derlei  Zasammenhünßc  wi4^crhoJi  verboten,  da  sie  nicht 
namens  der  ffcsamtcn  Landschaften  ^fjyrtchen,  sondern  nur  aU 
Ahgesandte  der  A.  C.  hier  seien.  Hätien  sie  eine  dem  Gemein- 
KoU  erspriefiliehe  Beratung  tornehniett  tvolien,  so  durften  die 
kaiholi$dten  Herren  und  LundleiHe  nicht  ausgegchh^isen  tccrden; 

sie  mögen  daher  aicJt  gcstracks  wieder  nach  Hau^e  hegdten. 
1000  September  21. 

(Kopp^  Bt.  L.-A.,  Chr.  R.  u.  Stnbenberg-Akl«!!;    Kod.  Linx  43,   Tgl.  6S'.     Oe- 
drnekt  hnhlv  filr  v»t»rl.  ÜMeli.  fttc.  XIX.  42.) 


1123. 

Die  in  Wildon  anwesenden  Jcämtnisehcn  tmd  knmmchen  Aftgc' 
sandten  an  die  Verordneten  ron  Steiermark:  Indem  sie  das  vor- 
anstehende Schrißstück  übersenden,  darin  ihnen  die  Einlassung 
nach  Gras  unier  dem  Vorteande  der  ,Sterhcläufe*  untersagt  wird, 
hdten  sie  für  notwendig,  dieses  nicht  bloß  in  die  SeJiriflen  an 
die  K.  Jtf*  einffuhringen,  sondern  auch  ihren  Frimipalen  in 
Klagenfurt  rtnd  Krain  (dort  den  .anheimbs'  rerbliebeneri  Land- 
siänden)  gu  referieren.  Sie  werden  es  daher  nicht  ungtti  auf- 
nehmen,  daß  sie  das  ihnen  tugesteUte  Konzept  im  Eingange  und 
am  Sehiusse  in  etwas  geändert  und  auch  die  von  I.  D^  ver- 
weigerte Einlassung  nach  Graz  xmd  die  Sonderheschwerden  aus 
Krain  eingeführt  haben.  So  gern  sie  nach  Ifause  woUtett,  so 
soU  (U>ch  dies  Xegotlnm  seiner  gansen  Wichtigkeit  nach  mit  aller 
l£iglichkeit  befördert  werden  und  werden  ihre  Gesandten  mit 
ehestem  heraus  abgeordnet  werden.    Wildon^  1600  September  22, 

(Orig.,  at.L.-A.,  Chr.  B.;  Kop.,  St.  L.-A.,  Stubeuberg- Akten.) 


U24. 


JieligionsreformatioHskommissäre  an  Anton  Siromugr  von 
Eberaw:  Neuerliclier  Befehl,  daß  sich  alle  in  seinem  Distrikte 
wohnmden  l'roiestanten  sur  katholisciien  Reformation  begeben 
oder  nach  Abtrag  des  10.  Pfennigs  das  I^nd  räumen.  Zuwider- 
handelnde  sind  an  Leib,  Hab  und  Gut  uu  strafen,  selitiscfte  Prä- 
dtkanten  und  Sdtulmeister  in  keiner  Weise  iu  dulden,  s^liadie 
Bücher  abzunehmen,  die  Neuhekehrten  nicht  *u  lUihnen,  das 
Sakrametit  unter  beiden  Gestalten  niemamlem  zu  reichen  ete.  Dieser 

r«BUa.  II.  ibi.  Ud.LS.  1 


50 

Befehl  ist  drei  Sonutage  nach  einander  oder  so  oft  es  notwendig 
ist  von  alle»  Kameln  su  vcrJcünden.  SpUtal,  ItiOO  September  2ä. 

(Kop  ,  Archiv  ilw  Oeach.-Ver.  Ktidolfin.  KU^cnfuit.    Qodrnckt  ItuDg^as, 
Bericht  und  Brianeriiti(;  0''  — S"".) 

Von  der  F.  D'  .  .  .  vun  dero&elben  .  .  .  commlssArlcn  liorro 
Antvuio  Stromayr  von  Eberaiv  .  .  .  anzuzalgcn,  er  wisse  sich 
der  fUrgcloffenen  in  seinem  dislrict  refomiAtion,  bandisierung 
der  sectisc-hen  prcdicanton,  schaclmjListcrn,  auch  vcrbolt  and 
eiüstcllung  des  wllnckellesens^  preiligena  und  sectiscben  singens, 
als  wolcber  dieser  reformatiou  buygewolmtj  gaetermaeeen  zu 
erinderu. 

Dicwcil  sich  aber  z weifeis uboe  fUr  künftig  dergleicben  in 
seines  arcbidiaconats  untergeboo  pfnrren  aiiisclilaipfeii;  dca  ver- 
botenen lesen  and  singens  sich  onterfangcn  und  ir  viel,  so  der 
catlu  religioo  nit  zucgethan,  befinden  mDchtcn,  I.  F.  D^  aber 
kaineswcgg  gomaint,  dergleichen  in  Iren  fUrstcntbamben  and 
landen  vcrner  zu  gedulden  sondern  demselben  gcnzliclier  willen, 
mainung  und  ernstlicher  bevelch  ist,  dass  sich  ein  jeglicher 
banssTatter  sampt  weih,  kind  und  gcsindt  auf  die  bc-schecboo 
reformation  zu  denen  inen  fürgesetzten  terminen  mit  der  beicht 
und  coramunion  nndter  ainerlay  gostalt  nach  gewonhait  der 
ganzen  cristenhait  bei  iren  ordentlichen  pfarrorn  einstellen  oder 
aber  im  widrigen  alle  deroselben  landt  neben  liinderlussung 
des  zehenden  pfenniga  bej  Terlierung  leib,  hah  und  gaet  räumen 
Bollen : 

demnach  so  ist  im  namen  ...  F.  D'  der  b.  commissarieD 
ernstlicher  bevelch  hierait,  dass  er,  herr  erzpriester,  desgleichen 
alle  seine  districtspfarrer  disen  .  .  .  bevelch  drey  sontag  nach 
einander  oder  auch  zu  mehrern  Zeiten,  da  es  die  nottnrfft  er- 
fordert, von  öffentlicher  canzel  verkünden  und  menniglichen 
treulichen,  damit  sich  niemand  mit  der  onwissenhait  za  ent* 
schuldigen  habe,  dahin  warnen,  dass  im  fall  ainer  oder  mehr 
gedachtermassen  nit  gehorsamb  Inistcn  nnd  die  land  nit  ranmen 
wurde,  er  alsdan  an  leib,  liaab  und  gnct  .  .  .  solle  gestraft'^,  die 
sectiscben  predicanten  und  sclmelmeister,  wo  ainer  betretton, 
durch  die  landt-,  statt-  und  iiiarkigericht  gefenkbüeben  einge- 
zogen nnd  dessen  die  F.  0'  aUbald  berichtet  werden. 

Ferners,  da  jemands  also  ungehorsamb  erfunden  wirdct, 
solle  herr  onpri-.-stcr  mit   bülff  der  gerichtcn  (wellichcn  deo 


bojaUnd  ime  sa  erthailcn  bey  l.  F.  D*  holien  urgenaJ  und 
straff  hirrnit  aufßrlailen  wirdct)  diosoUiig«  vorgcdncliterniasscn 
zae  straffen  vermüg  disea  patenis  maclit  haben. 

Desgleichen  wellen  die  herrn  committiarii,  das3  die  40- 
figen  und  andere  aofgesotzto  faettäjf  nit  weniger  die  von  der 
Öristtichen  kirchen  ^ehoilne  reyrUfg  und  rerboltne  zeitteii  zü 
heyrathen  allenthalben  in  seinem  arehiiliaeonalsdistrict  vleissig 
observirt  nnd  geliatten,  die  verbrei-her  aber  fttr  ine  citiert  und 
ernstlich  beslrafft  werden  sollen.  Darunter  er  sich  wider  die 
UDgehorsamcn  de»  hraehii  aecularisj  gcrichtsherrn  oder  dcro 
Dschgesetzto  obrigkailen  hülfT  zu  gebrauchen  haben.  —  Nit 
weniger  solle  auch  allem  volck  durch  die  ['farror  von  öffcnt- 
Uober  cansel  stark  eingebildet  werden,  dnss  weil  raenniglich 
I.  F.  D*  von  neuem  geschworn,  dass,  wer  dem  aid  zuwider 
handlet  oder  sich  in  tnmult,  aufruchr  oder  in  ander  weeg  der 
I.  (,  macht  widersetzt,  der  soll  als  ein  Ireiiluser  und  ninlnaldiger 
haus  und  lioff,  haab  und  euet,  leib  und  Icbeu  verfallen  haben. 

Da  yemand  ainon,  das?  er  eath.  worden,  mit  ungübllr- 
liehen  werten  würde  antasten  oder  ainen  von  seiner  bokolirung 
abwendig  machen  und  abhalten,  solle  ein  sotcher  elirnschender 
nach  ungna<leu  gestrnfll  werden.  Es  solle  auch  heri*  erzpricster 
sich  bcflcisscn,  in  seinem  »rchidiaconat  allenthalben  seine  unter- 
gebne pfarrer  aber  bey  ihren  pfairleuthen  die  seelischen  bUcher 
abzefordem  und  btracks  zu  verbrennen,  die,  so  sich  widersetzen, 
mit  hilf  der  weltlichen  obrigkaiten  . .  .  zum  gehorsanib  zu  bringen. 

Da  sich  auch  ein  buechfücrer  oder  träger,  sn  sectischo 
bBcher,*  und  was  dabei  hinwegpenomcn,  or  aber  aus  der  F.  D' 
landen    bey  verlierung   leib,   haab    und  guet  geschafft  werden. 

Also  solle  lierr  crzpricstcr  allerseits  io  seinem  dislrict  guet 
und  vleissige  acht  geben,  dasa  die  gestUd^cn  gottesdiensl  hin 
und  wider  altem  cath.  gebrauch  nach  ordentlichen  verrichtet, 
die  aber  darzuc  gewidcnte  gucttcr,  so  irgcnt  in  weltlicher  Iiend 
komen  und  ad  ustts  prophano*  zogen  worden,  recuperiert  und 
in  alten  standt  gebracht  werden,  die  inhaber  solcher  guetter 
aber,  deren  vcrmtSg  I.  F.  Ü*  doatwegcn  hievor  ausgnngneti  ge- 
neralen  gentzlichen  abstehen,  im  widrigen  fall  soll  lierr  crz- 
priester  dessen  die  F.  D'  berichten  und  dergleichen  sacrilcgiig 
und  kirchenrauber  zu  verwUrkhter  hestraffnng  nambhatl't  machen- 


'  F«1)U  offenbar  ein  SAtstoil. 


** 


52 


Über  das,  weil  durch  ans,  bischoven  za  Seckbsw,  die 
coramoDiOD  undter  bn^derlny  gestalt  in  tlem  ganzen  arctiidUi- 
conat  in  OberKliÄrndten  autoritate  npostvlica  ist  aulgehebt 
und  der  jfauzen  clerisey  zu  raiehen  ernst]it;licn  verbotlen  wor- 
den, wie  wir  dan  solliclie  communion  aus  habenden  der  B.  H' 
bcvclch  und  gewalt  iiocIiiuaU  wüllen  (jiiigustelt  haben,  solle 
hcrr  erzpriester  nit  allain  fUr  sich  seibor  nacL  darch  Beine 
capelän  das  hochw.  saorameut  dos  allars  undter  beeden  ge* 
BtAlten  nieiuandts  nit  raicben  sondoni  auch  alle  pfarrer  and 
Beelsorgcr  seines  archidiaconats  mit  sonderm  ernst  und  hcy 
vcrlieruDg  irer  pfarren  und  benefieien  da}iin  halten,  dass  ay 
bemeltes  sacraiuont  jctKgcdacbter  weiss  DJemaud  äoudcrn  dem 
cath.  ap.  gebrauch  nach  allain  undter  aicierla}^  gestalt  dem 
christl.  Tolckh  wie  aucb  denen  gaistlichco,  wan  sy  nit  selber 
celebrim  oder  mess  lesen,  erthailen:  im  widrigen  sollen  sy 
wissen,  dass  sy  nit  allaiu  wie  obgemelt  gestrafft  sondern  auch 
dem  ewigen  gerechten  zorn  gottcs  nit  entgehen  werden. 

Solches  aber  desto  eher  in  das  werk  zu  setzen,  wird  er, 
crzbriester,  alle  phriän»  und  dergleichen  v(ua,  so  man  aur  com- 
munion suh  ntraque  gebraucht,  in  seinem  ganzen  district  eheist 
zerbrechen  und  zu  anderer  kircben  zier  jedes  orts  zu  ge- 
brauchen verordnen. 

Letztlichen  auf  daes  die  F.  D*  ,  .  .  ain  aigentlich  special 
wUsscn  haben  mügen,  von  weltichen  in  seim  erzbriestcrs  archi- 
diaconat  der  gehorsamb  pelaiBtet  oder  der  weg  aus  dem  land 
genommen  worden,  so  solle  herr  erzbrfe&ter  solches  1.  F.  D*  zu 
seiner  zeit  gehorsamblich  berichten.  Und  haben  sich  also 
meniglich  sowol  die  geistliche  ab  wehHche  vor  schaden  zu 
bueten.    Actum  Spital  den  22.  tag  Septembris  anno  160Ü. 

Wolf  Ealtcnhausor, 

n.-O.  commer-  und  reformatiun(a)- 

sccrctarluB. 

Von  außen:  Patent  otc.  .  .  .  Vellacb,  drey  feyriag  nach 
ainander  ab  der  canzcl  zu  verlesen,  volgcnds  alle  quattcmbor. 

1125. 

Die  Verordneteti   von  Steiermark  an  Qeorg  Herrn  von  Siuheit- 
berg:   teilen  ihm  die  oben  unter  Ifr.  1121  und  1132  mitgeteilten 


Slüeke  vom  21.  und  22.  September  mit  und  wetl  die  Gesandten 
da$  Koniept  der  ffauptschrift  an  1.  M'  mit  sich  nach  Haus  ge- 
nommeny  $ie  sich  aber  erbieten,  solches  Anbringen  durch  ihre  Ge- 
sandten  an  ^n  k.  Hof  hierher  jsu  senden,  so  ersucfien  sie  ihn, 
im  Namen  E.  E.  L.  A.  C,  die  Dinge  so  j«  ordnen^  daß  er  nach 
der  Ankunft  der  Gesandten  sich  mit  ihnai  auf  den  Weg  machen 
könne^  damit  die  so  lang  geminschte  Legation  ihren  Fortgang 
Aoltf.     Gras,  1600  September  25. 

(Orig.,  4  Si«^l  «afgedrQckt,  St.  I'.-A.,  ätub«Qb«rg- Akten.) 

1126. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  an  Herrn  von  Starhemherg  und 
Herrn  von  Höhenfeld:  Was  Erzherzog  Ferdinand  für  eine  bc- 
tduoerliche  Rdigionsreformation  vorgenommen,  werde  ihnen  une 
aUer  Wdi  h^uxnni  sein.  Auch  der  edle,  feste  ujid  hochgelehrte 
Dr.  Adam  Venediger  sei  hiervon  betroffen^  nachdem  er  der  Land- 
seiuiß  32  Jahre  treu  gedient.  Da  er  triUcns  sei,  sich  in  ihr 
Gebiel  su  begeben,  Intien  »w,  ihm  behil/Uch  jfu  sein. 
Grae,  IßOO  September  26. 

(Kons.,  8t.  L.-A.,  Clir.  B.) 
1127. 

Georg  Herr  von  Stuhenherg  an  Emreich  von  Saurau:  habe  das 
Sehr&ben  vom  25.  d.  M.  erhalten  und  sei  nach  n-ie  vor  bereit, 
der  Landschaft  su  Diensten  su  sein;  nur  fcollf-n  die  Herren 
aätÜiahen,  daß  die  anderim  beiden  Lande  tiicht  etwa  scharfe 
Neuoruttgen  in  das  Konsept  bringen.  Kapfenberg,  ItiOO 
September  27. 

[Orij.,  8t.  L.-A.,  Cbr.  B.) 
THo  Verordnet«!!    danken    hierfilr   sm   S8.  Septeinbor  (Kodk.,  oboni]*). 

1128, 

/H«  Verordneten  vott  Steiermark  an  die  von  Kärnten:  bestätigen 
den  Empfang  ihres  Schreibens  de  dato  TI^iWoh,  22.  Septertdjer, 
daß  sie  die  bemißte  Schrift  sur  weiteren  Beratung  wieder 
sieh  genommen,  während  man  glaiihen  mußte,  sie  stobst  seien 
hiertu  genügend  instruiert.  ^Müssen  es  gleich  für  ein  sonder 


«nglück  von  gotl  hatten,  da$s  die  guete  gelegenhatt  und 
zeit  also  rersaumbt  und  dise  sack  so  lang  versagen 
wird.'  UitU,  die  Sache  möglicjist  £u  fordern  und  das  Konzept 
der  Schrift^  von  der  man  keine  Abschrift  habe^  herauitxuschicken. 
ÖrajB,  1600  September  28, 

(Koßx..  St.  L.-A.,  Chr.  R) 
1129. 

JBrj^henrog  Ferdinand  an  den  Lande^iuptmann  Sigmund  Fried- 
rich von  Herberstein  und  die  Verordneten  von  Steiertnark:  auf 
Vire  am  Z'J.  Ai*gust  und  11.  S(^tlembcr  gesteUic  Bitte  tvegen  des 
Schrannenjtrokuraiors  und  die  GcricMspersonen  betreffend,  mrd 
verordnet,  dafi  es  beeiiglich  Dr.  Venedigers  und  Krasmus  Visclier9, 
dann  des  £inneltmers  und  (xcgenschrcibers  bei  detn  Termin  der 
Ausiceisung  verblei,  bezüglich  der  anderen  wird  der  Termin 
bis  Neujahr  erstreckt.  Bis  eu  dieser  Zeit  miisse  man  sich  um 
katholische  Leute  bewerben  und  sie  durch  die  früheren  ,afjrichten' 
Utssen.  Hierunter  sind  auch  aile  Frohiratoren,  SolU.:itaior€n 
und  Gerichtspersonen  eu  verstehen.  Inzwischen  hohen  diese  und 
die  Kanzleipersonen  sich  nicht  bloß  in  der  Beligion  ganz  be- 
scheiden eu  verhalten,  sondern  auch  an  Sonn-  und  Feiertagen 
die  katholischen  Predigten  ru  besuchen.  J}ie  auf  Ailerheiligen 
fallenden  Land-  und  Hofrechte  dürfen  ohne  landcsfürstlichen 
Konsens  nicht  verschobest   werden.     (Gras)   1600  September  29. 

{Oilg.,  St.L.-A,Clir.  B.;  Kop.,  6«uii>pet,  fol  63&<-  — 636*,  aber  olinc  Datum.) 


1130. 

Frans  Mägerl,  Pfarrer  von  Köfiaeh,  an  den  Abt  Martin  von 
St.  Lamprecht:  Da  er  im  Verdachte  getccseti,  lutherisch  ru  sein, 
und  den  Zorn  des  Fürstbischofs  empfunden,  der  ihm  Buße  und 
Geldstrafe  auferlegt,  woHc  der  Verwalter  von  PUter  seine  ,Haus- 
muttcr^  nicht  im  Pfarrhofe  duUkn.  Bitte,  eu  erlauben,  dafi  diese 
im  Pfarrhofe  gelassen  wird.     Köflach.  1600  September  29. 

(Orip..  St  L-A..  Pfarre  KöBach.) 

Hochwicrdiger  .  .  .  Ich  kan  und  boI)  tiit  undorlassen  .  .  . 
E.  G.  .  .  .  iinzufUegen  .  ,  .  wie  das  der  .  .  .  herr  Martinas,  bi- 
scbotl'  zu   Leipnitz,   als  er  jungst  den  2^8.  Augusli  bielier  an 


bb 

Icommen,  mich  fürgefordert,  mir  erstlicli  auferlegt,  ich  sollo 
innerhalb  wenig  standen  I.  F.  O.  alle  die.  so  in  meiner  pfai-r 
lateriach  etc.  mit  n.iroen  schriftlich  forweisen,  welches  mir  in 
so  kurzer  zeit  £chwnr  7.u  thoon  (diewcvil  ich  die  verschine  faston 
noch  nit  Iiie  gewest  und  beicht  gehurt),  geliorsam  mit  hitt 
geantwort,  des  andern  tags  aber  au  frner  zeit,  als  ich  wider- 
amb  bfimoft,  aber  gedachter  herr  bischoff  mich  mit  zornigen 
werten  angefaren^  wer  mir  die  pfarr  verlihen,  ich  wcre  I.  F. 
Gn.  und  herm  brobst  zu  Seggau  ungehorsamb,  auch  hettc 
£.  Q.  uns  seinen  lehcnspfurrorn  vcrbotten,  wir  sollen  weder 
ime,  lierrn  bischoffen,  noch  horrn  arcAtdiactMio  gehorsarab  laistcn, 
welches  ich  mit  warhait  verautwort,  weiter  mir  auch  grimmik- 
lich  fUrgeworfcD,  ich  wcre  loteriach  etc.,  dessen  micli  Uhaiii 
mensch  nie  bezigen,  auch  solche  und  andere  hereticos  in 
meinem  ganzen  leben  nie  gelobt^  vil  weniger  noch  gevolget. 
Aber  alle  meine  onlschaldigung  und  bitt  nichts  helfen  wollen, 
sondern  alsbald  den  profosen  begert,  mir  ein  eisen  an  den 
faess  schlagen  und  geboten,  ich  solle  alsbald  denselben  tag  auf 
.Scggaa  vor  herrn  erzpricslcr  erscheinen  und  weitern  bscbaid 
erwarten,  hat  auch  meine  arme  alte  sehr  schwache  hausmuttcr 
darch  gcmclten  profosen  flirs  dorf  ausweisen  und  durch  Ver- 
waltern zn  Pibcr  meine  sachen  und  beste  gcm^iht  verscliliessen 
lassen.  Darauf  ich  von  ätund  an  auf  Seggau  dcu3clbcn  Uig 
mich  verfliegt,  vor  herrn  brobst  geh.  crschincn,  welcher  sich 
verwundert,  mein  Verantwortung  vernomen,  alsbald  zu  herrn 
bischoäT  auf  Judonburg  verraiaend,  mir  aldort  zu  verbleiben 
auferlegt,  den  andern  lag  aber  ein  schreiben  herru  decano 
nbersandt.  mich  aus  befelch  herrn  hisuhofl'  in  die  gchor&anib 
BU  Tcrsehaffcn  auferlogt,  welches  ic!i  willig  angenomen,  quin 
nuiliug  maleßcii  me  acivi  eonscium.  Den  vierten  tag  hernach 
kombt  cegedachter  herr  brobst  haimb,  crksst  mich  der  gehor- 
»amb  und  des  eisen,  absolvirt  mich  ab  excommumcatione,  »««■ 
f«iuri<m<  etc.  und  mandirt  mir,  ich  solle  alsbald  mein  ordcn- 
liehe  confeäsion  thaen,  die  ich  vor  herrn  Zacharia  canonici) 
daselbst  lubent,  devote  et  confrito  corde  verriebt,  auch  absolvirt 
worden,  widerum  zu  herrn  brobst  kuracn,  curam  animanim 
empfangen,  auch  in  gelt  4  taller  zuc  straff  erlegen  mUcssen 
und  also  zu  hauss  mich  verfÜegt,  Nun  aber  will  hcrr  Verwalter 
SU  Piber  (der  doch  sonst  mein  gonstiger  and  geliebter  herr 
imd  freond)  mein  alte,  seor  kranke  liausmueter  nit  im  pfarr- 


56 


hoff  gedulJen,  die  bisher  aus  forcht  nit  darein  kome.  Dieweü 
ich  aber  ein  simliches  hansvolk  und  one  eines  treuen  menschen 
dem  nit  vorsteen  mag,  ileahe  ich  aas  ^osser  not  zu  £.  G.  .  .  . 
bittendt,  die  weiten  offtgemeltes  alts  atät  krankes  nnd  nahent 
gar  erblintes  weih,  die  ein  ganzes  iar  gar  selten  under  die  lent 
kombt,  kein  weintrinkerin  oder  spanererin  (sicj  ist,  mir  mein 
baU8hubeii  zu  erhalten  .  .  .  bewilligen.  Wollen  der  nachbar- 
schaft  pfarrhof  nnd  grünten  an  ehren,  treuen,  in  aller  gebür 
anfncmang  and  beeserung  za  bauscn,  alEc  zeit  gedacht  sein.  .  .  . 
C<}llach  2Q.  September  1600. 

V.  0.  ac  noh.  dorn. 

obedienn  et  humilit  ^afellanus 
Franeiteus  Magert  ibidem  plehanu». 

Am  SO.  Mftr«  rtelitot  KBflacli  ein  Bi ItecliTeiben  an  doo  Abt:  8i«  liStlBn 
srfaliron,  Fruii  MXgorl  sollo  wc^konimvn;  <ln  nie  mit  mIiipu  VorricIitDOgou 
uirriotlou  Mien,  bUtcn  tie,  ilt»  auf  sviiisin  Pu»t«u  ku  lauen. 

1131. 

Ausführlkiie  BcschwerdcscJtrifl  der  iitnerösterrekhiAchen  cvanffe- 
lisch^n  stänäisfhen  Lff/ation  an  Kaiser  Ruädf  //.,  an  den  sie 
sich  wendetf,  weil  ihr  Landesfiirst  keine  Schrift  von  Üinen  ai»- 
nehme,  und  ihnen  unter  dem  Vorteande  der  Pesiansleekung,  ob- 
tcohi  sie  von  peslfrcien  Orten  kommen,  keine  Attdieng  beipilligen 
KoUe.  Ausfuhrliehe  Schiltierung  der  ihnen  sugefügteti  Gcifissens- 
bedrängnis,  der  Zerstörung  von  Kirchen  und  Friedhöfen  und 
der  infolge  dieser  Irrungen  eingetretenen  Zerrüttung  edler  Ver- 
hältnisse in  Land  und  Stadt:  rerfaU  der  Bergwerke,  der  Städte 
und  Märkte,  Versehleuderung  der  Güter  infolge  des  geewungene» 
Abßuges,  die  Forderung  des  10.  Pfennigs,  Verluste  der  Abziehen' 
den  in  ihren  schwebenden  Bechissachen,  Verhinderung  des  Ab- 
euges  vott  Witwen  und  BupHien,  Aufdrängung  von  GerhaJ^en, 
ewangsteeise  Verheiratung  ^.vangelischer  Töchter  mit  KatholiJceH 
m%e.  Schon  begehen  sich  Bürger  aufs  Land.  In  Radkcrshurg 
seien  70  Häuser  öde.  Ein  Frlafi  für  die  Kraincr  nehme  die 
Ernennung  von  Beisiieern  bei  den  Land-  und  Hofrechten,  die 
bisher  durch  Wald  ergänzt  teurden,  in  Aussicht.  Eingriffe  gegen 
den  ordentlichen  liechisgiing  stehen  auf  der  Tagesordnung.  Für 
die  Landesverteidigung    bestünden    starke   Gefahren.     Lanäleute 


57 


an  den  Hof  eiiiert,   verhaftei   uti4  des  Hofes  verlöten. 
Füllen  einzelne  Fälle.    1000  Sejitember.  . . . 

(Kop.,  L-'A.  Krain.) 

EIna  icbaltu&e«!»)  findet  aiob  In  dorn  Extrakte  der  .bey  E.  E.  L. 
anch  «tlich  berm  und  Undloutb  in  Strvr  ob-  timl  fiirgxngAiien  rfiljgions- 
KhriffXi'a  und  r«rorin>tiAnfi|>roiti?:as^it'  (St.  L.-A.  IftQ'.l).  (lednirkt  im  21.  Haiidp 
de«  Jahrb.  fBr  Gcach.  des  Protcstantismii»  In  Osterr,  S.  71;  dort  zum  2.  Fe- 
bruar 1601  (?)  gesletit.  Eine  g^cnaiie  At]gsb>Q  des  Inhaltes  findet  sii'h  bei 
Üinilar  Geacb.  Kraias  III,  311.  Uart  sind  ancb  die  Namen  der  Uutnr- 
■«cboetaQ,  eoweit  «i«  aoa  Kraia  atammtou.  Was  Dimita  davon  sagt,  daß 
lieb  Elraleo  an  dem  Uutemebiaeii  (d«r  Anrufung  der  lulervoDtlon  des 
Kuaeri)  nicbt  beteiligt,  Hudct  durch  d'iA  nnt^n  mitgRteilten  Korr&ipnndenten 
•eine  Widerlefung-.  DI«  Inetrnkllon  fflr  die  Prafsr  Legation  In  Aaasnge 
Habe  onten  Nr.  ISH. 

1132. 

Landeshmipimann  und  die  Ver&rdnden  von  Steiermark  an 
iitt  ,ausifescha/f'l€n  Ofßdcre':   begehren  deren  ErkUirumj,  ,%cess€n 
auf  L  D'  Resolution   wegen  des  ihnen  bis  Neujahr  erteilten 
Tcrmim  etUschlosseti  seien'.     Grae,  1000  Oktober  4. 

(KoDS.,  St.  L.-A.,  Chr.  B.  u.  Begutr.) 


1133. 

Die  Hdifjicmreformatmnskommi^äre  an  Ferdinand  71.:  Johann 
Pitsdius,  t/ewesener  Pfarrer  eu  VdUicJi,  sei  nach  der  auf  Befehl 
des  ErghiscJtofs  von  Saigburg  dnrch  den  JErgpriester  von  Qtnünd 
ffepfn  ihn  vorgenommetten  Inquisition  am  20.  S^itemhcr  hei  nächt- 
licher WeUe  durchgegangen,  mit  Entführung  eines  einem  Bürger 
gehörenden  Bosses,  nachdem  er  bis  in  die  2000  fl.  Steuer-  und 
andere  Schulden  hinter  sich  gdassen.  Sein  Pfarrhof  ist  hau- 
ßUig,  die  Bürger  sind  ihm  so  verfeindet,  daß  sie  vor  dai  Korn- 
misaären  sieh  verlauten  ließen,  sie  tvürden  nicht  eher  kommuni- 
gieren,  bis  sie  nicht  einen  anderen  Pfarrer  hätten.  Die  Kommis- 
sare sprechen  sich  dtifür  aus,  die  Pfarre  an  Antoni  Stromayer 
mit  der  Verpflichtung  eu  übergeben,  einen  Viharitts  »i*  halten. 
Millstadi,  1600  Oktober  i. 

(Kop.,  Rudolfin.,  Gmilndnor  Akten.) 


68 


1134. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  an  Ferdoiand  II.:  Auf  den  Be- 
fehl, bei  der  vorstehenden  Feinde^efahr  ein  Fähndel  Knechte  su 
iverhen,  habe  man  am  15.  Sejttember  auf  die  Erliegnng  der  Ge- 
fälle gewiesen  und  wofern  man  Held  aufbringe,  tpolle  man  es 
in  Bereitschaft  setzen.  Alan  habe  aber  nicht  so  viel  Odd,  es 
auch  nur  auf  einen  Monat  su  erluilten.  (Örax)  J600  Oktober  C. 
(Kop  ,  St.  L.-A.,  Chr.  R.) 


1135. 

,Drr  liärnlnisehcfi  Stände  geJiorsamstes  Anbringen   an    I.  F. 
um  gnädigste  Jiemedicrung  der  in  Kärnten  vorgenommmen  höcJisl 
beschrverlicjien  RcUgionsrcfarnifUion/  Klagenfurt,  lOOV  Oktober  (». 

^Kop.,  St.  L.-A..  Clir.  R.) 

.  .  .  Wie  die  getreuen  .  .  .  anbeut  in  zimbliclier  starker 
anzal  ahla  vursaiulotcn  Kiirnerisclien  goisl-  und  weltliclien  stHnde 
die  iUile  beschnffenheit  der  von  unsere  cliristliehen  namens  era- 
uiitt  erlifeind  dem  Türken  mit  grosser  macht  latder  stark  bc- 
legcrte  haubtvcsteti  Canisa  aus  E.  F.  D'  deuen  verordenten  alda 
vom  27.  jungst  abgeloffncn  monnts  iScfi/emirt«  gn.  zugcfertigtcm 
bevelcUschreiben  und  denen  beysclilüssen  mit  sonderor  bc- 
trüebnus  verDomen:  also  haben  sie  in  ambständiger  zagemUet- 
füerung,  was  disen  E,  F.  D^  getreuen  landen,  zuraall  aber  Steyr 
und  Windiächland  und  zugleich  der  lieben  werten  Christenheit 
an  soliicbcr  liaubtvcsten  gelegen,  dasjciiig  und  was  E.  F.  1>' 
aus  viltteriicher  .  .  .  fUrsprg  wegen  freiwilliger  .  .  .  dargebang 
aincr  anzal  mel  and  habem  bei  derselben  aigens  derentwegen 
aUgefcrti;;ten  n.-Ö.  regimentsratb  hcrrn  Lorenzcn  freihcrm  zu 
Kgkb  Si'hrit'tlich  und  mUndtlicIi  daher  gn.  }iaben  gelangen 
lassen,  in  treuherzige  eufrige  bc  ratschlagung  zu  ziehen  nit 
uuderlassen. 

Da  nun  solliclie  .  .  .  erbfeindsgefar,  und  wie  nulteot  die- 
selb  nunmcr  an  diso  E.  F.  D'  .  .  .  erschepfle  lande  gelangt, 
daneben  aber  auch  die  .  .  .  ev.  stcnde  die  inon  ain  zeit  liero 
wider  allundertlion.  verlioffen,  bitten,  seufzen  und  flehen  zuo- 
geHirgten  gwissen»-  und  {lolitischon  boscliwüraiigen,  insonder- 
heit aber  ansehen,  zu  herzen  und  gomüet  fUehren,  was  tiir  ain 


&g 


^ 


heclist  schmerzlicher,  liievor  in  disen  landen  gwissitch  nie  er- 
hörter reforuiationsproc^ss  in  dem  flirgc-numen  wirt,  daß  man 
.  .  .  kricg»votk  in  dis  land  eingcfünrl,  iniL  donaelbcn  E-  F.  r>' 
,  .  .  verarmte  lundleut,  barger,  pauern  und  iiiwohiier  gleioh- 
laro  feindtiLtlich  Ulierzeucht,  anfolt,  ebne  utitorschicd,  sy 
gehOreo  zue,  wem  sy  wellen,  für  die  berrn  rcformationscom- 
miasarien  citiert,  nach  dem  fUrhalt  viller  uhue  vernerauog  mit 
harten  schlegen  in  die  eisen  schlagou  und  bcdroung  des  scbwcrts 
za  anerbürten  aidspfliebtcn  zwingt  and  dringt,  in  die  glUbd 
oimbt,  kricgsvolk  einlegt,  so  inen  dasjetiig-,  was  sie  sonsten  za 
ir  und  irer  armen  herzlich  betriebton  weibcr,  kinder  und  j^sind 
li^hstbedUrftiger  anderbaltang  mit  hartem  schwcise  eingesamit, 
sa  banden  gebracht,  aufgezert,  mit  gwalt  biiiweguimbt,  etlicb 
gar  plindcrt,  mit  prigln  ansgcäcltlagcn,  mit  dem  prand  bedruet, 
ethch  hcQser  and  hUtten  nidergerissen,  die  armen  leuth  an 
benden  und  Aiesscn  gepundncr  binwcggcAcrt  und  noch  darzuc 
sovrol  burger,  paaer  als  gar  der  landleat  pflcgcr,  diener  and 
arbaiter,  die  sich  nit  zu  der  II.  catb.  rcligion  bewegen  wellen 
lassen,  one  onderscbaid  mit  beslimmang  kurzer  termin  und 
auflegender  hinterlassang  des  zechenden  pfennigs  alles  ires  ver- 
mügens  oder  anderer  acliiitznngen  aas  dem  land  geschaffen  wer- 
den, zwaicn  wissentlichen  landlnutcn  als  (jeorgen  von  Mallen- 
thein  an  der  Rädl  sein  aldorten  habende  adelige  bebansung 
durch  die  »oldaten  mit  gn-alt  wollen  niderreiBseii  lassen,  und 
mit  grosser  miiohe  erbetten,  aiiiem  andern  aber  als  Adamen 
Rosenhsimer  am  Gschiess  zuwider  der  landthandveat  ohne 
ordenlich  landsbr  euch  ige  verworchang  von  seiner  aigentbumb- 
lichen  maierschaft  edicli  rinder  hinweggetriben  und  genomen 
worden  and  ander  bescbwernngen  mer  fürgeloffen,  wellicbe  ver- 
dhesslich  zu  crzellen  sein  wurden;  so  sollen  »y  sich  darob 
mit  bcchster  bescbmerzung  nit  unbUIich  gleichsam  entsetzen 
nnd  es  dem  allmcolitigcn,  glletigen  gott  .  .  .  mit  seilfTzen  und 
ttbergeendcn  äugen  clagcn,  dass  sy  in  ain  sollich  hcrzbctrUcb- 
lich  kamerlicbe  zeit  geratten,  so  tuen  doch  unter  sanfftmuet- 
tiger  regiernng  M'eillond  K.  L'\  U^ .  .  .  vattcrn  und  dcröelbcn  .  .  . 
Torfam  .  .  .  noch  auch  ander  Jüngster  mit  E.  F.  D^  .  .  .  fUrge- 
k>fner  erbhutdigung,  in  wclicher  sie  inen  oben  dasjenig  als 
liechsternenter  dero  geliebter  herr  vatter  und  irc  vorfordern  gn. 
auch  im  namen  derselben  nit  allein  K.  V.  D^  vor  disem  wegen 
alhieiger  pfarrkircben  daher  abgeordente  anscchliche  comnns- 


60 


sari  ZD  mermalen  &igens  zacgosa«^  und  Tereprochen,  sonder 
auch  von  K.  h\  U'  geliebter  frau  rauettcr  ...  als  I.  F.  D'  im 
monat  Octobris  anno  1598  alhie  gcwcst,  die  f.  zuesag  und  gn. 
Vertrustung  gethan,  wan  denen  II.  catholischen  die  obgemelte 
nltiietge  pfarrkirchen  rnebig  gelassen  (welches  sy  von  E.  F.  D* 
ileocn  verordenten  also  anzazaigen  und  aufzulegen  im  bevelch 
habe)  so  soll  man  aach  hingegen  mit  der  andern  darch  die  er. 
stünde  neu  erpauten  kirchen  und  irem  exereitio  religionis  be- 
roebt  (dessen  sy  dann  aigens  vergwisst  auch  noch  vergwiasen 
thnen  and  derobalben  inen  R.  catholischen  seithero  sollicho 
kirchen  zn  ires  gottsdiensts  Verrichtung  nngeirrt  gelassen)  ver- 
bleiben, sy,  BtAnde,  auch  sowol  als  derselben  bishero  allen  .  .  . 
gehorsam  .  .  .  orwisen  noch  täglich  erweisen  und  zu  atnicher 
sollicher  Veränderung  die  wenigiat  ursach  gegeben,  dergleichen 
ZQ  erleben  niemallcn  gedacht  oder  zn  sinn  genommen. 

Neben  andern  soll  inen  auch  nit  wenig  schmerzlich  fallen, 
dass,  als  im  jüngst  abgeloffnen  monat  Septemhris  zu  E.  P.  D' 
sy  neben  denen  von  Crain  ainen  ansechüchen  ausschuss  irer 
.  .  .  mitglieder  ...  zu  dorn  endo  abgefertigt,  sollii-.li  ir  iiott  und 
anligcn,  anch  des  ganzen  lands  dardnreh  volgendes  verderben 
E.  F.  D'  neben  gomolten  von  Croin  und  auch  denen  von  Steyr 
omb  gn.  .  .  .  einsechung  und  Wendung  .  .  .  filrlragen  zn  lassen 
. . .  «y  aldort  zn  Griltz  wegen  der  prätendirton  infection,  der- 
gleichen doch  bishero  gottlob  in  dieem  land  ...  nit  zu  ver- 
neraen  oder  sy  ausschuss  am  Inuausniisen  an  solIJchen  ver- 
dächtigen orten  gewost,  weder  Gingelasaen  oder  gehört  wellen 
werden,  wetliches  inen  doch  hievor  niemalen  verwaigert  sondern 
in  iren  beschwilrungcn  jederzeit  mtldiglich  gern  gehert  und  Ire 
erscheinnngen  mit  1.  f.  gnaden  vermerkt  worden,  auch  zu  E.  F.  D' 
noch  an  Jolzo  ain  pauer  oder  ander  geringe  personen  in  irem 
obligen  den  freien  aditum  haben:  die  getreuen  .  .  .  herrn  und 
lundlcuth  aber  sollen  dessen  ohne  alles  verschulden  ferrer  nit 
mcr  f^hig  sein.  Und  obwol  auch  die  herrn  verordenten,  als 
denen  das  allgemaine  landwesen  von  E.  E.  L.  anvertraut  und 
befolchen,  alsbalt  sy  der  herrn  reformationscommissarien  and 
dessen  bey  sich  habenden  kricgsvolk  ins  landt  khonflft  auf  ires 
zum  anfang  mit  den  (jl^mUnderischen  bürgern  und  derselben 
enden  gesessnen  underthoncn  und  inwolincrn  filrgcnumncn 
proeess  und  darunter  allzuliart  gcbraacliten  exceas  in  gewisse 
erinderung  gebracht,  dem  h.  1.  haubtman  als  lundsobrigkeit  sj 


I 


* 


* 


I 


* 


TOD  flollichen  schmerzlichen  haixllnngen  abzornanen,  nie  auch  bin- 
nachon,  als  6f  mit  denselben  immer  fortgefarn,  bei  der  giuAiii  abar 
feicli  allerseits  ein  grosse  Schwierigkeit  crnigont  und  gcstrauks 
alle  gefäll   dardarch  sieb  genitlich  abgäschniUen  und  ge8|>ürrt, 
inen,  herrn  reformalionscommisÄunen,  »olbst  zuezusrhreiben  und 
nmb  erlassung  diser  unerhörten  process  zu  bitten,   als   es  aber 
nit  statgefanden,  volgcnts  gar  drei  fürneme  herrn  und  landlett 
ans  ircm  vcrordentcn  raitl  zu  inen  ahza fertigen  und  ay  doront* 
willen  müntlicb  anzulangen  zwar  nit  underlaflöeu,  haben  sy  doch 
aocb  aiiiiche  sollich  gebettncr  anssetr.ung  (nit)  gehaben  mügen, 
sondern  von   innen  mit  lauttern   Worten   villmer  mit  sonderer 
hetrüebntts    vememen    mticssen,    da^s    es    mit   den    herrn    und 
taudleitten  zu  gleichmessiger  anftscIrnfTung  goduicn  suLl,  iiimassen 
sj    dan   in    irem   an    den    underhaubtman    zu  OmUnd   ausge- 
fertigten doeret  oficntlicb  geschrtbon,   dass  E.  F.  1)'   in   der- 
selben  landen   nicmant,   so   nit   Irer  religioo  »ngethon, 
zu.   gedulden    gedenken.    WeUches    doch   von    gott  zu   er- 
barmen  war,    daes   sy  jederzeit   in   aller   crbarkcit   und  pider- 
mannischer  treu  erfundno  so  wol  verdiente  herrn  und  landlcut 
und    glaubensverwonte    neben   and<-Tn    inen    etüuh    lar  her  von 
gott   dem    allmechtigen    zuegeschiekten    haimeueeburgen    und 
haosplagen  als   eingcfalncn   und  auch  hcurlgs  iar  laidcr  villcn 
orten  erscheineudeu  miäsratnngen,  fast  gcnlzlicher  crligung  der 
perkwercb,  abncmung  der  gwcrb  oud  hanticnutgeDj  eingcrissnon 
sterbsleif,   eingefalnen  theuerungen.   hunger  und  kumer  ausgc- 
standnen    und    noeh    an   jr-t7.o    vor    augeci    stehundcn    überaus 
grossen   erbland tsfcrlicbkciten,  sonderlich   aber  durch   die   be- 
harrlichen   anscchlicbcn    grHnitzdargnben   und   gelaistcn  anzugH 
gevolgten  Verarmung,   auch  E.  E.  L.  dithcr  gemachten  grossen 
an  dem  ruggcn  ligeuden  Schuldenlast  also  solteu  tractiert,   ent- 
lich aber  allein  amb  ircr  evangelischen  bckanntnusa  willen  ganz 
ttagchörter  oder  unllbcrwissner   der   beschuldigten   secten   mit 
weih  und  kind  auA  irem  geliebten  vaterland  .  .  .  ins  elend  vor- 
triben,  veriagt,  dardurch  das  schOnc  landwcsen  gleichsam  unter 
ainst   über  ainen    häufen  geworfen  und  dem  hereindringeuden 
erbfeind   zu   fortsctzung  seines   tyrannischen   beginnens  gleich 
ihttr  and  thor  geüffnet,  wie  dann  leichthch  zu  erwegeu,  wann 
disc  lande  an   der  mannschafft  cntblüst,  zum  grund  orarmcn, 
die   gwerb    und    baiitierungcn    (dardurch    sonaten    das    gelt  ins 
Und  zu  bringen)  nidergelegt^   die  gUeter  Odt,   sttttt  uud  mUrkt 


63 


anhosGtzt  gelassen  and  die  grltnitzbcwilligangen  nit  künnnn  ge- 
laist,  soltc  gethnn  werden  f'tcj;  dises  alles  und  das  daraus  gwiss- 
licli  volgeiulo  allj^emaino  lamWerderhon  wIlHcn  docli  K.  F.  D', 
darnmen  die  getreuen  stände  .  ,  .  bitten  ...  nit  znegeben,  dass 
sy>  getreue  stände  oud  audorsasften  ftl&o  trihulirtj  von  ireu  frei- 
heitcn  gedrungen,  wolcboa  sonderlieb  auch  in  dem  bescbieht, 
dass  ire  undertlianen  und  angehörige  in  andere  giübd  genomen 
und  dardurcb  sowol  in  raicliung  irer  herrnfordcrungon  als 
sonsten  aus  dem  schuldigen  geborsnnij  daran  sie  ausser  dessen 
genaigl  und  siuli  deren  i'ill  ilabin  voj-neniben  lassen,  gezogen, 
die  hilffen  zu  des  feindcs  abwendung  verhindert;  noch  rias 
schöne  landwosen  in  ain  eolltches  androendes  verderben  und 
arrrlUtlichkeit  sollte  gestUrat,  sondern  durch  gn.  reraedir-  und 
limitirung  der  .  .  .  reformationäprocess,  sonderlich  aber  mit  ge- 
stracker  widerausschaä'ung  des  kriegsvolks  dentielben  wllrkltch 
zu  hilf  kunien  und  noch  lenger  in  liailsanipn  gueten  aufrecliteo 
stand  niHgc  erhalten  .  .  .  das  werden  die  getreuen  stende  .  .  . 
geh.  KU  verdienen  .  .  .  jederzeit  geflisaen  sein, 

Inniassen  sy  inen  dnn  die  wirkliche  abwendung  der  an 
ietzo  vor  äugen  steunden  gt'ar  .  .  .  also  .  .  .  angelegen  sein 
lassen,  dass  auf  E.  F.  D* .  . .  bcgern  zu  des  chrisilicben  kriegs- 
Volks  .  .  .  profianticrung  die  landstcndc  sanientlich  aU  oft  von 
lÜIJ  //  getts,  ungeacht  dasa  kein  altes  getraid  mer  vorhanden, 
auch  das  heurige  noch  nit  ausgedroachcDj  vier  vierling  Kttruc- 
riechen  landmass,  nenilich  zween  in  roggenmell  und  zween 
habem  ehoist  .  .  .  znaamm anzubringen  and  gen  Unterirabui^ 
SU  legen  .  .  .  urbiettig  sein.  Wetliches  .  .  .  Ciagenfurt  am  0.  Oc- 
tobfi$  im  1600.  iar. 

E.  F.  D' 


anderth.  gehorsamiste 

N.  u.  N.  die  anheut  oJda 

anwesendt;  Kärucrtscbon 

herrn  und  landlont. 


tI3Ü. 

ErMherjsog  Ferdinnnd  an  dett  Verweser  m  Aussee  Gerohhhofer: 
trinntvt  an  den  am  28.  Juni  l.  J.  erßossenen  Erlaß  ivegen  Ahs- 
schaflioig  rfer  in  Aitssee  tcohtienden  unkatholiscben  Personen,  vor 
aüem  des  Balthasar  l'oilmger,  ßartlme  A'eumaier^  Adam  Schof- 


63 


müüntr  und  Zackarias  Türttpaeher;  der  ihnc»  mit  AmnaJinic 
von  Toilinger  erstreckte  Termin  ist  schon  dreimal  verfallen.  Miß- 
fallen tcegen  der  erwiesenen  Säum  igkcit  utid  Befehl,  die  ge- 
nannten  Versüne^  binnen  acht  Tagen  abtuscfKi/fen  und  aucA 
Ufegen  Hans  Mosers  Bericht  su  tun.   Grai,  7600  Oktober  6. 

(Kop .  8t  L.-A.,  Chr.  H.) 

Tollin^^  wnndel  sich  im  ti.  Oktober  (Ori^^  ebenda)  kii  lile  Terord- 
neten  und  bezietil  sicli  auf  9«i»Q  Zuschrift  vom  31.  .luli,  auf  die  er  uocli 
keinen  lletcbeid  ertuUen.  Jetzt  werde  ilrnn  gar  nur  auf  acht  Tage  ein 
Termia  (eMtst.  Bitt«  um  Hilf«.  Am  H.  Oktolier  TPiclieu  di«  V«rordii«t«u 
far  TolUngor  eine  tiit«nc«sston  bei  d«n)  Landc^ftirsten  cid  ond  w«isoD  noch- 
mals darauf  bin,  daß  TollingT  Landamann  ist. 


I 


1137. 

Die  Verordneten  von  Kärnten  an  die  von  Steiermarh:  Antwort 
\mf  das  Schreiheti  vom  28.  September  (Nr.  2128).  Teilen  die 
Motive  mit,  tee^alb  sich  die  Absendung  der  Schrift  so  lang  ver- 
togen.  Sie  mußte  erst  von  aUen  evangelischen  Herren  und  Land- 
leatm  uniaschricbcn  uerden.  Das  sei  gestertt  geschehen.  Mit- 
teÜKngen  über  das  Vorgehen  der  Heformationskomntiifsäre  m 
*V)erkär»t€n.  Man  habe  deswegen  die  Herren  ujtd  Landhuie 
auch  Prälaten  für  den  0.  Oktober  sum  Ztrccke  einer  rdiUott 
an  den  Landesßrsten  hierher  beschrieben  und  diese  verfaßt. 
Ktagenfurt,  1600  Oktober  7. 

(Orlg.  &  Siegel,  8t.  L.-A.,  Ohr.  K.) 

Die  rar  zeit  in  discm  land  anwesenden  refortnntions- 
commisBAri  haben  sich  mit  irem  bei  ilineu  habenden  kricgavolk 
am  gDet«  zeit  in  Oberkilrnten  aufgehalten,  vor  etlich  wenig 
tagen  aber  von  dorten  iren  weg  nach  Gurgg  und  Strassburg 
and  Tolgenda  in  die  statt  St.  Veit,  alda  sie  an  jetzo  liegen, 
genommen.  Und  dieweil  sie  dann  unter  derselben  reformation 
QDverschont  aines  oder  des  andern  herrn  und  lantlmanns  undcr- 
than,  diener  oder  anderer  inwoner  ainen  aolchcu  unerhörten 
und  noch  im  landt  Steyr  nJt  so  feindtücli  flirganumneii  proccsa 
and  allznharten  cxcess  gebraucht,  dcrcnwillcn  sich  die  gmain 
an  etlichen  villen  orten  ganz  schwierig  hefindt,  auch  daa  ganze 
Uodwesen  dardarch  (lericlitiren  will,  so  sein  wir  demnach  (und 
darsQ   bat    auch    die    von   I.   F.  D*  bogerte   proiiantshüff  ge 


scblagen)  «Q  rorliUetong  mehrers  nnraths  and  landtverderbens 
nit  allain  vor^^emeltermassen  aiu  starke  aiizall  der  ev.  Uorrn 
und  landleut  sondern  auch  die  ftirnembsten  herrn  praelaten  auf 
gestert  allieer  za  beschreiben  vei-ursac)it  worden.  Die  liaben 
sieb  nun  in  treaberKiger  der  eacben  ambstcndiger  crweguug 
atuor  uudertb.  beäebwcr-  und  petitionsscIiriiTt  an  die  F.  D'  .  .  . 
Torglicbcn  (gleichwol  ist  der  h.  praelaten  mitfcrttgang  noch  auf 
den  berrn  biBchufen  zu  Gargg  und  beed  als  h.  Salzburgiscb 
ttnd  Bambergisch  vitzdomb,  so  umb  orbebHchcr  Ursachen  willen, 
nit  erscheinen  mligen,  gestölt  und  sie  erst  herumbcu  ersuecbt 
worden),  wie  auch  inen,  Jierrn  ruforniatiooscuumissttren,  sage- 
schribcD  und  gcbettcn,  inmittels  and  bis  man  rcsolntion  von 
I,  D'  erlanj^t,  mit  der  refonnation  still  «u  halten.  Was  nun  dar- 
auf ervolgt,  gibt  die  zeit.  .  .  .  Elagenfurt  den  7.  Oclohri* 
anno  1600. 

PS.  Das  stcirischo  concept  ist  anch  hieneben  widerumb 
au  empfahen. 

Auf  diM«s  gConcept'  liatton  nun  aber  die  vteiriacbftD  V«rordneton  nodi 
xfn  i  Oktober  ^ilrXn^  um)  dabt^i  die  Fnrcht  f^^äußerl,  es  mflcUte  ,elwo  daa- 
«elb  unterwrgB  terklifibeii  oder  verloren  sein*  (Kons.,  eb«oda). 


I 


1138. 


Die  Hdigionsreformaiionskommmäre  an  den  Propst  £u  VölJccr- 
marht  MicJiael  Erbest:  Da  sich  Irote  ergamjenen  yerhotes  neuer- 
dings Prädikanien  in  seinem  Distrikte  einschleichen  etc.,  die  F.  D* 
dies  nicht  dulden  tcül,  sondern  ihre  Meiiiung  ist,  daß  ein  jeder 
Saitsvater  auf  die  geschehene  Reformation  hin  sich  mit  den 
Seiiiigcn  mit  Beicht  and  Kotnimmion  einstelle,  oder  aus  dem 
Lande  siehe,  so  ergeht  an  ihn  der  Befehl:  seine  Distriktspfarrer 
gu  nuiJmen,  ilen  Befehl  drei  Sonntage  nach  einander,  iiach  Be- 
darf auch  öfter,  von  der  Kamel  su  verkünden;  desgleichen,  daß 
die  gebotenen  Fasten  etc.  gehalten.  Weil  ,männiglich*  dem  Landes- 
kerm  geschworen,  wird  ein  jeder,  der  dem  suuidcr  handelt,  als 
Meineidiger  and  Bebell  gestraft.  Einforderung  der  sektischen 
Bücher,  fleißige  Haltung  des  katholischen  Gott^ienstes,  Ah- 
sehaffiuig  der  utraquistisdten  Kommunion  und  Üekuperierung 
des  entfremdeten  Kin^engutes  ist  strengstens  geboten. 
St.  Veit,  1600  Oktober  9. 

<Kod.  Line  48,  fol.  76*— 77^  u.  33i>  — 23B*.) 


Oö 


I«)  dem  Ml  den  ErKprieolcr  von  Gmtlncl  am  8(.  Septsmbcr  «rgangon«» 
Befahle  gleich,  wu  im  Kod.  Linz  Tormerkt  isL 

1139. 

Geory  St^ättgt  Bischof  von  Lnvaui,  an  diu  Eeligionsreformatious- 

iommissÜre  ron  Kärnten:  wtoiscbt,  thtfJ  sie  ihr  Werk  einem  guten 

Emle  snführen.    Graz,  1€00  Oktober  12. 

(Stob.  Epp.  ed.  Vieon.,  p.  74.) 

1140. 

Der  Jiambcrger  Visedom  Johann  Georg  von  Stadioit  an  Emerich 
Molitor,  Abi  von  ArnoUhtein:  Glaubicürdig  berichtet,  ,daß  sich 
teÜütche  sum  Kloster  Amoldstein  gehörige  Untertanen  noch 
kaafenKeise  auf  liamherger  Gebiete  aufhalten  und  ihre  Güter 
nicht  verkauft  haben,  erläfA  er  den  Befehl,  daß  solche  Unter- 
tanen^ die  ttieht  in  acht  Tagen  nach  Empfang  des  Befehls  sich 
tHf  katholischen  Lehre  bekennen,  ihre  Güter  vcrkaufoi  und  nach 
Abtrag  des  10.  Pfennigs  abziehen  müssen,  tvornach  sich  ein  jeder 
atr  Verhütung  gröjiere»  Unglücks,  das  bei  der  Anwesenheit  des 
KriegsvMk^  auch  Unschuldige  treffen  kann,  richten  wird*. 
IGOO  Oktober  11. 

(Orig.,  Anivl<l*t«iiif!r  Aklen.  Rudolfiu.  KIn^Dfurt.) 

DsifiNitiiprechATid  erllßt  Emerioti  Uolitor  am  IH.  Oktober  eiat>a  Bcfcbl 
«a  Mipe  UntertAn«»,  >tcb  En  Anr  fitatgeHetxten  Zeit  von  13  Wocbcn  b«i 
■oi»ti|[em  Verluste  ron  Ilab  und  Gut,  Leib  und  Lfibcn  zur  katholiseh«o 
Lahr*  tu  begeb«»  (Konz.,  ebenda). 


IUI. 

Herr  von  Stuhcnherg  an  die  Verordneten  von  Steiermark: 
(igt  den  Empfang  ihres  Schreibens  vom  13.  Oktober.  Er  sei 
£ur  Heise  bereit  und  tcoUc  nichts  versäumen.  Er  Äa6e  heute  sa 
Herrn  von  Saurau  geschickt  und  a-inncrt,  daß  er  vernehme,  wie 
I.  M'  niemanden  vorlasse  ttnd  die  geheimen  Eule  alUiin  darin 
handeln  wollen.  Bitte  um  BescJieid,  wessen  er  sich  hierin  xu 
verhalten.  Wegen  der  Zehrung  h<U  er  kein  Bedenken.  Er  habe 
freÜich  nur  ,Dreyer',  aber  die  wolle  er  in  Wien  hei  seinen  guten 
Fretutden  einwechseln.    Kapfei^^erg,  mOO  Oktober  11. 

(Orig^  Su  1..-A.,  Cbr.  B.) 
r«fil«i.  CAIit.  Bd.LX.  B 


Am  1S.  hatt«n  d\6  Voronlaotfin  ^nsciirifiben  (Kodz  ,  ebenda),  dafi  aic 
tiigUch  de»  Abgoandtcn  au«  KXnileii  «rivartcn,  weibalb  er  »icti  reiB«r«rtif; 
nuwbfln  boIIo.  Alle  notwcndigeu  Schriften  wollen  sie  Üiiu  durch  ein«  KansiUi' 
person  scbicken.  Da  sie  mit  grober  Münze  nicht  versehen  seieo,  wolle  er 
fttr  die  RoUekost«n  rorlSufig  «elb«t  anfkommcn. 


1142. 

Die  Vcrordnrlen  von  Kärnie»  an  die  von  Sfeifirmark:  Sff7ulen  die 
jüngste  Zmchriß  aus  Krain.  Daraus  seJie  man,  dfifJ'  tucht  an 
iJinm  die  Sditdd  an  dem  Sattuisai  wegen  der  Legation  liege  und 
daß  sich  noch  mehr  Ütikeil  in  der  noch  immerfort  continuierten 
Religionsreformaiion  ereignet.  Man  habe  die  licschwerdesdiriß 
an  den  Erzherzog  vom  G.  d.  M.  eittsiitnmig  beschlossen.  Sie 
wurde  von  allen  weltlichen  Ständen,  audi  den  hiViolischen,  ge- 
fertigt. Nur  der  Bischof  Kon  Gurk  und  die  Visedome  von  Salt- 
btirg  und  Damherg  hatten  ,w€gen  des  mitlaufenden  lidigions- 
tcesens*  Bedenken.  Sie  wurde  dann  am  12.  d.  M.  in  Untertänig- 
keit übersehickt.    Klagenfurt,  IdOO  Oktober  18. 

(Orig-.,  &  Siefrel  aufge-lrückt,  St.  X..-A..  Chi.  K.) 

Wird  am  SS.  Oktober  beantwortnt:  Der  »teiriaclio  Ge«andtp  werde 
iDOoh  eine  klelnn  Zelt'  mit  der  Präger  KeUe  warten,  tiii  [tin  Mitgeaandtan 
kommen.  Bitte,  deren  Beise  au  bftschloaai^en  nnd  daran  anch  die  Krainer] 
SU  erinnoni  (Kodz.,  ebaoda). 

1143. 

Patent  der  Bdigionsreformationskommissäre  für  Kärnten:  wo- 
durch Hans  Österreicher,  Kaplan  bei  St.  Marx  eu  Wolfsberg, 
das  lienefteiuM  St.  Stejihan  mit  der  Erlaubnis  eingeantwortet 
erhält,  auch  andere  xu  diesem  Benefsium  gefwrige  Güter,  tfoa 
denen  er  Kunde  erhält,  cimu^iehen  und  sich  ihrer  ,habhafV 
tnachen.    Wolfsberg,  1600  Oktober  16. 

(Orig.,  Sl.  L-A.,  Chr.  R.) 

1144. 

(^tittung   llatts  Christophs  von  Prankii,  besteUieu  Hauptmanns 
iber  ein  FtlhndH  Knechte,  über  den  durch  Christian  Lebmacher, 
von  St.  Veit  getahlten  10.  Pfennig  per  200  fl.  St.  Veit  in  Kärnten 
1600  Okiober  22. 

(Kop.,  Latnborg-Peistrili-Arehiv.) 


I 


I 


In  *w«i  irelUren  Quittanpeti  or\9gt  L«bmwc)i»r,  im  itam  Mti  {t.  Hu 
1603}  «U  und  (3.  Jaul  1A02)  40O,  du  zwt-ito  Mal  (SO.  TTOTombür  I60S) 
600  d.     Ueid«   (ftüUnngeu   sind   von  dem   KuKlesriudotusekreÜlr  Georg  Nef 

U46. 

Georg  Herr  von  Siuhenherg  an  die  Verordtieten  vo»  Sieiermark: 
werde  die  Ankunft  der  anderen  Gesandten  hier  ericart'tn.    Sollte 

rman   aber  seiner   in  (Iras  bedürfen,   so  sei  er  bereit,   dahin  lu 
kommen.    Kapfenberg,  1600  Oktober  23. 
L  (Orig.,  St.  U-A.,  Chr.  R.) 

(eil 
nü 
Anl 
Di 


Ist  die  Anlitort  auf  ein  Ri'lirpibpQ  vom  32.  <1.  M.,  ia  wcichtini  sie  mit- 
(eUcii,  dAß  dl«  >a«  Kärnten  und  Krsin  ficb  wo);*d  dar  VfreOi^oTunif  der  Ab- 
nue  ihrer  OeMadUs  eaUehuldigen .  Sie  it«II«D  Ihn  bsim,  ob  er.  ohne  die 
Ankuoft  d«r««lt>ea  absn warten,  okcb  Prag  abgeben  aod  dort  etwa  allca 
Hnig«  TorbertitMi  wolle  (Kons.,  ebenda). 

1146. 


Die  in  KlagenfUrt  versammelten  Herren  und  Landleute  an  Ere- 
heriog  Ferdinand:  Man  habe  das  durch  die  Verordneten  vorge- 
brachte  Verlangen  des  LandesfÜrsten  wegen  seines  ,vorhabendett 
persönlichett  Amugs'  usw.  in  Beratung  geeogen,  könne  aber  wegetx 
der  durch  das  Vorgehen  in  Jieformatianssachen  erfolgendeti  alU 
gemeinen  Zerrüttung  keine  Leistungen  machen  und  litte  um  Ab- 
schaffung der  Heligionsbeschwerdm.  Nur  dann  werde  eine  all' 
gemeine  liesserung  gu  erhoffen  sein.  Klagenfurt,  1600  Oktober  25. 

(Kop,  St.  t-A.  Chr.  R.) 

.  ,  .  Obwol  wir  in  diser  utiaer  jetziger  Tersamblung  auf 
allerUy  ■  .  ■  mitl  .  .  .  go  dem  kriegs-  nnd  gemainen  wesen  hoch 
bedürftig,  bedacht  gewcst,  so  bcßndt  sicli  doch  E.  K.  L.  dnrch 
ire  beharrlichen  Echweron  hohen  grunitzdargabcn  also  crscbepft, 
aach  die  gföU  nnd  anlagen  dcrmasscn  gestaltsam  sein,  dtcweil 
ein  zeithero  .  .  .  dnrcb  die  vor  disein  in  dis  land  mit  kricgs- 
volk  gelangten  herm  reformationscomniissarios  nit  allain  die 
f^lmembeten  barger  und  handlslt^oth  in  etetten  und  uiJii-kten 
•ondem  ancb  vil  pauern  und  andere  inwohner  ja  etliche 
geadelte  pcrsonen  nnd  nnrmehr  ain  vnr  disem  sngenomner 
landmann  und  getreues  wolbegliltes  mltglidt  Chrietoff  Sibon- 
bOrger  zu  Bairhofen  neben  andern  ime  mt-rklicb  angelegten 

6» 


besohwerutigon  anß  E.  F.  D*  erblandcn,  diesolben  in  gar  kurzem 
tcrmin  neiublichen  acht  wochen  zu  räumen  and  hei  verlierang 
leib,  haab  and  gaets  Über  soUtch  vorzickten  termiD  sich  in 
denselben  nit  mer  bctretteo  zu  lassen,  aasgeschaffen,  and  dannen 
hero  ir,  der  burger,  mit  den  pauern  und  andern  inwohnern  in 
Versilberung  jedes  pfenbarten  gegen  einander  gehabte  gwerb  und 
banticrungcn  nunmehr  gcntKÜeh  nidergelcgt,  gespürt,  villon  aber 
das  irig  durch  das  gemelt  bei  inen  habende  anersettliche  verderb- 
liche kriegsvolk  mcrmals  crclagt ermassen  mit  gwalt  hinwegge- 
nomen,  aufgezert  und  allerlai  andere  beseliwärtingen  zuegefüegt 
wiort,  das«  bei  solHcher  besehaffenheit  und  der  auch  hourigs  iar 
an  Villen  orten  etngefallnen  miBsratang  and  andern  zuestandun 
weder  die  underthanen  ire  herrunferderungen  auch  diu  herrn 
und  landleut  ire  schwären  anlagen  zu  contribuirn  haben,  sondern 
sich  in  wnrheit  allerseits  ain  sollicli  merkliche  spörr  eraigenl, 
als  obgleich  alles  unter  ainem  erÜgcn  aud  za  drimmcrn  gehn 
wolle.  ...  * 

Wie  sich  die  getreuen  herrn  und  landleute  .  .  .  vergwisscn, 
das8  dergleichen  schmerzliche  wider  all  wolhergebraehtc  frei- 
heiten  niilitirende,  ires  wissena  in  kainem  land  so  blützlich  und 
stricte  fiirgenomnc  beide»  herrn  und  kucchten  zum  verderben 
geraichende  harte  reformatio nsprocess  nit  aas  E.  F.  !>'  selbs 
aigiier  bewegnos,  eondern  vÜmer  aus  etlicher  in  warheil  E.  F.  D' 
noch  derselben  getroacn  land  and  leatli  nit  wol  affcctionirten 
widerwertigen  anfeierlichen  trib  und  ires  dabei  succhenden 
aigiicn  nutzens  willen  herfleutii,  seitemalcn  E.  F.  D'  ans  väller- 
licher  .  .  .  fUrsorg  .  .  .  iedcrzeit  dahin  sehen  .  .  .  damit  ...  ire 
getreue  land  und  leuth  vor  dem  innerliehen  and  cusscrlichen 
verderben  .  .  .  versichert  werden:  also  sein  die  getreaen  herrn 
und  landleut  der  .  .  .  boffnung,  bitten  auch  F.  F.  D'  darumben 
abermallen  umb  gottcs  tarmhorzigkeit  willen,  eheweil  sy  je 
ainmal  nunmehr  selbst  gn.  warnehmen  und  es  alle  stünde  bee- 
der  religion  mit  aondorm  schaden  empfinden,  dass  bei  solliohen 
l>etritblichen  reform ationsprocessen  weder  ains  noch  anders,  was 
sonsten  zu  ahbrueh  und  aufeuUiallang  des  erbfetndts  nnd  war- 
sicherong  diser  .  .  .  erblande  gcraicht,  zu  liiisteu  anmUglichen, 
.  .  .  die  wellen  sich  doch  der  nun  so  ofl  angelangten  remedie- 
rang  mit  aosfUeruog  des  scli&dlichcn  kriegsvolka,  cinstelluDg 


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I 
■ 


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'  Du  wird  •odaiiii  ir«ltläaüg  au»gefUlirt. 


69 

baideSf  der  rcformatioii  nnd  ansschaffang  der  inwoner,  anch 
andere  villen  erclagten  verderblichen  bcscbwomngcn  .  .  .  «o 
g^i.  resolvicm,  als  E.  F.  D"  sich  hingegen  und  wan  die  in- 
wobner  in  gemain  im  land  bei  dem  ierigen  roebig  gelassen, 
zu  sein  vcrgwisst  werden,  aigens  gn.  versehen  nnd  darauf 
Btandbaff^  verlassen  mtlgcn,  dass  nit  allein  die  anjetzo  gänzlich 
niderligenden  landscoramercien  in  kurzen  widenimen  erhebt. 
das  gelt  zur  laietang  der  so  hohen  grilnitzbewilligung  in  das 
land  gebracht,  E.  F.  D'  seibat  aigne  camergf3lll  merera  be- 
fördert, gegen  E.  E.  L.  anlechnern  glanhen  und  trauen  erhalten, 
sondern  die  getreuen  herrn,  landleuth  und  nnderaassen  werden 
das  ierig  in  omuem  evtnitim  iederzeit  pidermanisch  7,n  erwaisen 
nnd  zu  laistcn  gwisslichen  nit  underlassen.  .  .  .  Olagentort  den 
ä5.  Odohri*  anno  1600. 

E.  F.  D» 

undcrtb.  geh. 

K.  a.  N.  die  anhent  alda 
anwesenden  Khärnf^riBclien 
herrn  nnd  latidleutb. 
(0«kanit) 


1147. 

Die  au$tfe9cha fiten  artnen  Bürgersleute  von  Kapfenherg  an  Ga>rg 
Herrn  von  Stubenherg:  Beschwerde,  daß  nidU  blofi  der  10.  Pfennig 
ffö/i  Strem  wir1clich*:n  V/irmögcn,  sondern  aueh  von  dem  verlangt 
«•erde,  «fos  ihnen  dargeliehen  wurde.  Bitte,  sicit  für  sie  hei  der 
F.  jy  au  verwenden.    0.  D. 

(Ong.,  St.  L.'A.,  Stuben bflrg-Akt«n,  Ge^nftiforin.) 

Wolgebonior  .  .  .  Nachdem  wir  von  I.  F.  D'  .  .  .  commis- 
ien  umb  das,  dos  wier  unserm  gewissen  und  wissen  nach 
Ton  onaerer  von  jugendt  an  gehabten  A.  C.  religion  nit  weichen 
und  zu  anderer  uns  derzeit  unbekanten  religion  bekennen 
wellen,  aus  dem  landt  gescliailt  worcieHj  gefren  raichung  des 
zehnten  pfennig:  Weillcu  dan  gn.  berr  wier  uns  des  10.  ^  bei  den 
f.  commissarien  ...  zu  gehorsamb  I.  F.  D'  zu  geben  aner 
bottCD,  bat  es  bey  ihnen  im  wenigisten  niclits  würken  wollen, 
sondern   uns  mit   disom   ansdruck    vorgehalten,   das  wir  nicht 


70 

allain  von  dem,  was  ans  nber  ansere  geldten  Terbleibt,  den 
10.  .A  geben  solleo,  sondern  sowoU  von  dem,  was  nna  vertrantt 
und  dargelibeD  wordten,  aU  uns  selbst  zageliürt  So  ans  den 
diss  se}ir  beschwärlich  und  ganz  niimttglicb,  das  wir  von  dem- 
jeoigCD,  so  DOS  durch  unsere  gcgcnhandler  and  kaudeath  und 
zu  des  landta  nottur6ft  sa  guettem  hereingeben  worden  und 
einmal,  weil  wir»  nicht  besalt,  auch  nicht  unser  sondern  deren 
guet,  so  uns  vertraut  haben  und  sie  durch  dise  mittel  nit  be- 
zatt  werden  kannten:  derowegen  an  E.  G-  unser  nnderth.  und 
geh.  bitten:  die  wellen  sich  unser  in  diser  noth  ganz  gn.  er- 
barmen und  wider  die  gebUr  nit  betrangen  lassen,  sondern  bey 
I.  !■'.  D'  . . .  nnserntwetren  cinkomcn,  damit  wir  sambt  unsern 
weih  und  vill  klaincn  kindlcin  könnten  derentwegen  begnadet 
werden. , . .  ^^ 

nudtcrthenige  and  gehorsambe 

N.  tt.  N.  die  ausgescliafften 

armbon  burgersleuth  des  markhls 

KapfTenberg  alhic. 

El  liegt  noch  ein«  sweita  gleichfallt  undatierte  Eingabe  der  anag«- 
wicMneti  Kapfen berger  tor.  darin  wird  gebeten,  ihnen  den  10.  Pfennig. 
wie  die«  an  mehreren  Ort«n  geackehen,  in  erlassen.  Georg  too 
Stubenberg  machte  in  der  Tat  eine  Eingabe,  infolge  deren  den  Kapfen- 
borgeni  lunicliat  dor  Atiagstermin  bia  ^angehende'  Futen  TcrlSngert  wardn; 
in  oiaor  tweiten  Eingabe  bat  or  abarinala  um  EriaB  dea  lU.  Pfeuuig«.  Auch 
di«M  Eingabe  hat  kein  Datum,  Sie  dUrft«  wohl  in  di«  Z«it  falten,  in  der 
OwTf  Herr  -ron  Stubonberg  «Ich  cur  Präger  LegatloD  rtUt«t«.  Siehe  alter 
•vb  Nr.  1S91. 

1148. 

Jlehttiott  über  die  Gegenreformation  in  der  Stadt  Klngmfuri. 
1600  OMoher  25  bis  November  15. 

(Kod    Unx4a,  fol.  ?]■  — 74».    Qvdmckt  ArehiT  fUr  rat«rl.  Qe«ch  eie.  XIX, 

67-71.) 

Ä  di  2ö.  Octobrig  donncrstag  der  lierm  reformationBCom- 
mi«flarien  zwen,  herr  vitzdouib  und  der  herr  graff  von  Orten- 
barg, Undeshauptraan,  nach  verrichter  Villacher  reformation 
liiehcr  nach  Cla(;onfart  der  hauptstatt  angelangt  und  mit  iren 
dienern  ohne  widersprechen  eingelassen  und  bei  lierrn  Davidt 
Brauner  einlogiert  worden.    Er  aber,  UischoiT  von  Saccaw  and 


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Loboita,  so  mit  iDeo,  obgedacfaten  keim  tob  Villack,  bis  «i 
d«r  obeim  Undsbntcken  ger*is«t.  «of  die  linke  band  dorn  Saal 
m  ndi  bf^ebcD  mit  rit-r  rotten  knecbten,  eo  im«  in  hicderUss 
des  grfiftsern  troet  *  sollen  sejD  sngegebeQ  word^i. 

A  4i  S€.  Oetobri*  freitags  scind  morgeju  die  herni  rer- 
ordnelcQ  TOm  asssclioss  alsbald  aiub  8  ahreo  aasammonbensfea 
worden^  in  welcber  prsesents  dann  von  obgedachtea  bcdden 
berm  commissarieD  die  proposition  oder  vihneUr  die  gfletltche 
ersnecbang  im  namen  des  biscbo^  gescbechoo  nnd  gefragt 
wordeD,  ob  ste,  berm  des  anasehnss,  ine,  horra  bischoff  sanibl 
leiner  sogebnen  gn&rdi  gutwillig  cinkommeu  lassen  wollten 
oder  aber  sie  aas  groeserer  gew&lt  scbier  an  allen  orten  des 
srabenogUiombs  Kftradten  rolbraebter  reforination  ancb  alhier 
Tonnnebmen  erwarten  wollen.  Dranff  sie.  berm  verordente, 
iaeB,  beiden  herrn  eommUsariu.  besclmid  ortbailt^  wie  dass  sie 
gegen  E.  gaaxe  £.  L.  so  vil  volks  in  dise  &UU  auf  einm&ll  ein- 
saUseea  nicht  rerautworten  kUnnen,  wfillen  aber  biemit  nnd 
nebens  irae,  berrn  bischoff  and  seiDem  leib  su  ordinirten  nichts 
rerwert  babeo.  Welche  berm  rcrordenten  erklärungen  sie, 
berr  graff  und  Titxdomb.  desselben  abents  noch  in  8a al  reitend 
aageaatgt  nnd  in  ihrer  nach  Ciagen  fnrt  widerknnfft  wider- 
raah  denen  verordoeten  von  ime,  biscboff,  referirt.  wie  daii  er 
ücb  von  seiner  zaegebnen  gaardi  zu  separirii  nicht  gedacht 
noeb  willens. 

A  di  27.  Odobris  sainbstags  wie  auch  n  di  28.  sontags 
sind  obofltgedachte  beide  borrn  comutssarten  athie  gelegen 
und  ferner  nichts  ftlrgcnommen;  er,  biscboff,  aacli  noch  ira 
Sssi  ligen  bliben. 

Ä  di  29,  Octohrü  dienstags  (tic)  ist  die  ganse  gemein  auf 
dem  ratlibans  erscbinen  und  inen  von  der  berm  verordenten 
befelcb  fUrnemblicb  zwsi  volgende  stQck  fUrgebnlten  worden: 
erstlicb,  weil  N.  bischolf  zu  Seccan  mit  den  andern  inen  su- 
gebnen  coramissaricn  auch  sllhie  die  religio nsreformation  Air* 
suoemcn  gedacht  und  sie,  barger,  von  ime  müchten  fUrgefordert 
und  citirt  werden,  ob  sie  auf  sein  citation  oder  aber  E.  E.  L. 
Terscbaffen  ersclieinen  wülien 

Zum  andern,  weil  sie  berm  verordnete  mit  gedachten 
commissarien  so  weit  gebandtt,  dass  das  volk  nicht  solle  herein* 


^(9). 


geUMien  werden,  so  sollen  denmncli  sie,  bnrger,  sieb  bedeissen, 
duB  «ie  sich  nit  Uberweinen,  dtnlarch  einicher  tnninit  nnd  Anf- 
mhr  entstebeo  möchte,  nnd  weil  das  kriegsvolk  ausser  der  statt 
verbleiben  rnttflse,  solle  ein  jeder  1  <a  fleisch  nnd  ein  tmnk 
weins  inen  hinaus  lm  rächen  nit  wa>;erii,  in  dem  bedenken,  da«B 
wo  solches  eingelassen  müssen  werden  wie  anderatwo,  ea  aladann 
einem  jeden  ein  mehrers  koston  sollen.  Darauf  K.  E.  L.  die 
bar^erschafft  geantwort:  erscheinen  wollen  sie,  da  sie  die  landt- 
schafft  dahin  verschaifen  werde,  und  sovil  die  ander  frag,  dem 
kriegsvolk  hinaas  xa  raichen,  zween  o<*h8cn  nnd  zween  startin 
weins  verwiUigt.  Anf  aolohe  E.  K.  L.  nnd  gemainer  statt  ver- 
willigang  bat  gleichwol  er  bischoff  in  die  statt  sioh  nit  begeben. 
Bondern  sieh  nach  S.  Veit  transferirt,  desselben  tags  anch  ein 
eigene  pottachafft  nach  hoff  weiters  beachcids  zu  erholen,  ab- 
laufen lassen. 

Ä  di  29.  Ociobris  bis  fi.  Nowimbris  ist  hierüber  alhie  weitera 
nichts  fUrgenommen  worden,  sind  anch  die  berrn  commisaarten 
bis  daher  nur  alhie  verbliben. 

A  di  8.  NovemhrU  mitwochs  seind  darch  der  h.  oommtssarien 
secretarinm  von  I.  F.  D*  denen  herm  verordneten  zwei  ernstliche 
deörela  (iberhendigt  worden,  dero  copei  bie  oben  gesetzt  scind. 
AUbatd  nun  solche  beedc  ergangne  decreta  von  inen,  h.  ver- 
ordneten^ abgelesen  and  vornomen  worden,  seindt  sie,  proscriptt, 
als  herrn  predi^'ur  und  herr  rector  anstatt  der  andern  sohnl- 
dieiier  ftlrgefordcrt  und  cilicrt  worden,  and  inen  von  denen  herrn 
verordneten  in  cratl't  liberkoinnen  decrets  alles  emsts  auferlegt 
worden,  sie  sollen  zwischen  hent  nnd  morgen  sieh  aas  diser  statt 
begeben  and  sich  salvieren,  wubin  sie  selbs  wollen  und  dann 
über  ein  tag  oder  etlich  entweder  eelhst  oder  da  es  nit  sein 
werde  kUnen,  durch  andere  anmelden,  da  weil  man  sie  lieentiren 
and  abfertigen.  Da  sie  aber  in  der  statt  alhie  aber  diss  sich 
sanmcn  wurden,  sollen  sie,  da  inen  was  widrige  zuestulm  wurde, 
niemand  dann  sich  selbst  darumbcn  anklagen. 

Eben  vorgedacbte  beide  f.  ernstliche  derreta  haben  sie,  herrn 
verordnete,  E.  E.  L-  magistrat  lassen  fUrliatten,  in  beynobena  zu 
vermelden,  das«  sie  sich  zu  solcher  reformation  (welche  sie,  herm 
und  landleuth,  nicht  leuger  bindern  kUnneu)  nicht  waigem, 
sondern  ire  gewissen  dabc-y  verwarcn,  damehen  gedenken,  was 
nnd  wie  sie  schweren,  dann  in  solcher  gewissens  geseliKfl't  ttie 
inen  nichts  fUrsuhreihen  wUllen  haben,  ju  dasa  sie  auch  denen 


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• 


■Jdaten,  so  Bwcen  ta^  kera*cti  hsr«inkQmea  wonlen,  ira  Bot- 
dwA  n  geben  gtäatkt  «eta  aaUen. 

Du)  9.  Xmtmbri»  iaaintantmf  vaor^ftata  ist  dem  ^;anaen  fiuidl 
luw^tm,  «elekee  E.  E^  L.  swei  guuer  uonat  aihie  gehalten, 
bei  irea  Iwabtuum  angexdget  worden,  «ie  eoUea  ciefa  richtrn 
aaf  velgeadea  morgta,  da  wprt  man  sie  nach  Ve}ekor»arkt 
fthran  and  daaelbst  inen  abdanken.  Dts«D  Ubrigeu  halben  tag 
haben  die  kireben-  acd  schaldicner,  einer  anf  dtsa,  der  ander 
aaf  OB  anders  eeUoaa  aiebend,  täeh  satvirt.  )^>en  dtsen  ug 
Mind  die  h.  Tefwdnetes  auf  St.  Vrtt  la  den  b.  refurmations- 
eoBunissarien  geriUen,  denselben  Tcrmclt.  dass  sv  mit  abscbaf- 
fimp  des  Tolks  nnd  aastre'tbang:  der  proecribirten  beiden  an  sie 
ergangaco  f.  decretcn  ȟitt^oben.  AMa  haben  sie  auch  von 
mtn  «rlangt,  dass  der  adelig  schulrecter  Hieronymos  Megieeriu 
als  ftlrstlteher  diener  and  hütoricuM  ans  Clagtnifnrt  nit  mUsto 
weichen,  wie  er  dann  daraof  in  worcndcr  reformation  im  o>^ 
Ugio  Terbliben  ist. 

A  di  11.  Xowembrit  samlietAg  am  tag  Martini  am  2  uhr 
mittag  ist  der  commissarien  cai-rior  sambt  swenan  schützen  von 
St  Veit  hereinkommen,  nelrher  alsbald  mit  dem  richten  and 
iweien  rathsborra  angefangen  xa  loquim.*  Zwischen  4  und 
5  ahn  hernach  ist  der  biscboff  mit»ambt  dem  fltodl  knecht  (so 
in  400  surk  gewesen)  durch  die  von  der  burgerschaflft  »nge- 
stelhe  ordenlichen  scblachtordnang  angelangt,  eingelassen  wor- 
den. Sollicbe  knecht  haben  sich  alsbnid  bei  dem  bran  des 
allen  markts  amb  ir  fHndl  Tersamblet  and  inen  von  ircni  loito- 
nambt  feilhalten  worden,  dasa  icglicher  mit  seinem  wirt,  da- 
hin er  losiert  werden  soll,  fridltch  and  ohne  khf;  rorhalten, 
aach  aller  bescbaideohcit  beHeissen.  Nach  solchem  haben  sie 
abhald  aach  die  stattthor  mit  den  wachen  besetzt  and  die 
borger  von  den  tharen  wci;  hcissen  gehn;  welches  sie  aber  uit 
getban,  sondern  neben  inen  an  der  wncht  verblibcn.  Aber  die 
•ebarwacht  mit  dem  spil  haben  die  frembden  verriebt. 

A  di  12.  Novemifrit  sontags  morgens  früc  ist  der  biscboff 
sambt  der  ganzen  goardi  widerumb  in  die  kirchen  kommen  und 
den  btirgern  auferlegt,  dass  sie  alsbald  samenilioh  in  die  kirchen 
ebne  wehren  soltcn  erscheinen  und  ime  im  namo  I.  K.  Ü*  den 
schwor  laistcn  sollen,  nemblicb  das»  sie  I.  F.  D'  wolten  gclior- 


Du  Blatt  bt  Btarlt  wwBorSMkig;  diu  Wort  oioht  gonau  au  Imad. 


Bamb  sein,  and  welche  bcgerteo  bapstisch  zd  werden,  die  solten 
beichten,  die  andern  in  termins  Zeiten  zu  keinen  predicanten 
mehr  gebn  noch  inen  andci*schlaipf  geben.  Aof  solche  des  bi- 
scbofs  citation  ist  lichter  und  rath  zu  den  hcrrn  verordneten 
gangen,  daselbst  sich  berichtB  erholt,  ob  sie  dahin  zu  effcheinen 
nnd  beide  iarament  za  laisten  nchuidig  sein.  Darauf  inen  geant- 
wortet: Sie  sollen  zu  erscheinen  sich  nit  so  hoch  rerwägera; 
dann  was  den  weltlichen  schwur  betreffe,  werde  mit  eolchen 
der  ierigen  pflichten,  so  sie  E.  K.  L.  schuldig,  nichts  benommen; 
so  Til  aber  den  religionsschwnr  anlange,  werde  ein  jcdlicber 
(sie)  sein  gewissen  (darin  sie  niemand  Ordnung  zu  geben  ge- 
dacht) zu  verwahren  woll  wissen.  Hierauf  ist  E.  E.  magtstrat 
in  die  kirchen  für  den  bischofi'  kommen,  der  alsbald  gefragt, 
wo  die  grosso  gemain  hüben  ay.  Darauf  abermal  der  richtcr 
und  rntb  geantwort,  sie  scheue  sich  ob  der  vor  der  kirclien 
bestehen  starken  gnardi,  were  sonst  villeicht  lieber  herein,  was 
inen  fürzuhalten  anzuhören,  erschinen.  Hierüber  der  bischoff: 
Sie  dOriTten  sich  nit  forchten;  es  sey  umb  ein  viertelstuod  zu 
thun;  darin  werde  niemand  kein  haar  verletzt  werden.  K.  E. 
magistrat  soll  die  gedachte  gemein  alsobald  hereinzukommen 
vermögen,  er,  bischoff,  wülle  sich  noch  ein  weill  alliier  in  der 
kirchen  deshalben  gactwillig  sanmen.  Dranf  ist  richter  und 
rath  wideramb  ans  der  kirchen  gangen,  die  ganze  gemein  attf 
das  rathhaus  berufen  lassen,  alda  sie  samentHch  mit  iren  seilen* 
wehren  erschinen  and  dem  rath  lauter  zu  verstehen  geben,  dass 
sie  diesmal  zu  schweren  nicht  gedacht  seien,  sondern  wüllon 
ehe  leib  und  leben  darüber  lassen.  Auf  diss  der  rath  widor- 
amb  in  gedachte  kirchen  für  den  biseltoff  kommen,  der  ime 
solches  angezeigt,  darauf  der  bischoff  von  dem  rath  begeret, 
daes  sie  ihrestheils  schweren  sollen.  Antwortten  sie  ime,  dass 
sie  sich  von  der  gemein  aus  villen  erhüblicheu  Ursachen  nicht  se- 
pariren  können.  Wie  der  bischoff  demnach  gesehen  und  gemerkt, 
dass  diesmal  mehrers  schwärlich  auszurichten  sey,  hat  er  mit 
merklicher  indignation  alsdann  auferlegt,  innerhalb  A  wochen, 
3  tagen  das  land  zu  räumen:  allen  so  sich  nach  solchem  ver- 
floBsnen  termin  bej  dem  gottesdienst  cathoHschcr  woyss  einzu- 
stellen waigern.  Als  er  aber  nach  solcher  anssag  auch  von 
obgedachtem  rath  die  scblUssel  zu  dem  pfarrhoff  und  der 
ncurcn  kirchen  bngort,  haben  sie  abermals  ime  geantwort:  es 
stundt  solches  in  ircr  macht  nit,  sie  wollen  es  aber  den  faerm 


15 


SiaA 


£.£.  ralh  n  des  bena 


(3  «l»^^  «w 


äKvffküb  die  rtilftml  m  6er  kirebca  ail 
klBtaB  ■h«niibfj  m  dem  bedeakea,  dna  di«  pns  twiiii  ir 

■bo  vU  bem  od  hidlirth.  gORca 


od  hadkiAfH  la  csDem  B^l^r^l^^lll■  kodtag  ifakU^au. 
iMrasH  ID0  Imt^b  vcnmnotaB  sssb  mbmcimb,  ns  sdInb  sokImb 
dcB  bitcboff  aanictB  aad  im  &D  «r.  dar  bäehoC  «e  (»eli* 
woQte  lirfaiic«,  MUea  sie  es  ia  ein  sduiA  bm^cn  and  d«B 
berra  iiiiiiiilaoliii  ftlmgiiiica.  Sie  wdka  Mdebe  abdaaa  dem 
hmAtM  ■■■>>'!< Im;  welcbei  abo  buicWbcn  vmb  S  abr  aa^ 
Mhtag.  Nacher  ist  die  sacb  so  veit  hin  and  ker  tradiert 
worden,  daoe  die  herm  verordnet«  die  acUB««!  Mlbet  to« 
ridter  Bkd  rath  begcrt  babcn,  mit  dem  rcriiainea,  solche  bey 
haadea  aa  behaheo,  bis  aof  ein  ondenlicben  Isndta^;  weMra 
ne  inen  aach  geb«i  ohne  ronriasea  der  geamn,  die  T«rord> 
aalen  bemadi  dem  faiseboff,  weleber  aneh  solche  sehlttsael  deoea 
bsfra  Terordneten  doch  TerpetBchirter  wider  zogestelh  mit  dem 
gedisg,  L  F.  D*  resolntioa  darneben  m  erwarten. 

A  di  14.  S&vtmhrU  dienstags  ist  dem  ertxpriester  oder 
tecfaant  von  Frieaach  der  alte  p&rrhoff  eingeantwort.  er  aach 
Uhie  xa  einem  pfarrherr  eingesetxt  worden.  Umb  10  abr  vor- 
■ütta^  ist  der  biieboff  aUem  ohne  gnardi  aas  der  statt  nach 
Obenidorff  ge&hro.  Kach  ukbem  »einem  abiag  sdnd  die  vor- 
^hande  iwen  tag  aosammecgetragne  bQcber  (deren  ber  einen 
Kamischeo  sandtkorb  toII  gewesen)  vor  dea  herm  Renttoers 
haos  aof  ofoen  alten  markt  ernstlich  Terbrennt  worden. 

A  di  15.  Kottminrit  mitwochs  morgens  ist  der  von  Pranck, 
rittet  nnd  baaptmannr  mit  dem  ganzen  volk  and  anfstebonden 


*  Dni  Wart*  dsrdi  daen  W«j»er4eek  aiü«*r«licb.    £•  gaki  aad  aiu  deu 

F.  U.  Uxyer   [l'orn-bnnKen   XX,  545)   milfrvtriU»   Bnvfrn    —  d«r 

QsiU«  Jm  sbipB  B«nciit«8  —  nicfat  hBrrar,  wich«  Worte  x»  *r^oB«n 

Mttfi;    doaii   dort   ktifit  <a  aar:    .dav  er  TsrgvWa«  virr  »taad   in    der 

Unkeo  WkrtcD  ■OSMfl'. 

»;  erfiftxt  luch  FancbnngMi  XX,  647. 


(&ad\  wideramb  ans  diser  statt  abgezogen  nnd  nach  St  Veit 
ßich  begeben,  mit  vorhaben,  par  nach  Orätz  oder  Neumarkt, 
da  man  inen  nach  besserer  Verrichtung  abdanken  werde,  zu 
verfugen.  Alsbald  gedachte  knecht  sam  thor  nanas  kommen, 
haben  die  andere  alle  G.  E.  L.  alhie  wesenden  ofHcier  speciat- 
decret,  so  von  inen,  reformatortbut,  liinterlassen,  bekommen, 
darin  ein  jedlichcr  innerhalb  ()  raonden  das  landt  zu  räumen 
oder  bcy  der  cathoHschen  comraanion  sich  zu  erzeigen  ernst- 
lich and  (bey)  verliening  leibs  nnd  gnets,  auch  mit  hinterlass 
des  zehenden  pfenniga  aoTerlegt  worden  ist.  Undter  solchen 
ist  auch  eins  an  den  rector  alhie  volgenden  Inhalts  ergangen 
(tiefte  unten  zum  IH.  November).  .  .  . 

DicM  KeUtioii  ist  RUfOnindls^  einiger  Urlefe  Eiiumn«ng«stii]lt,  din 
sieh  im  Linier  Kod.,  fol.  231* — m»  ündva  und  darnach  tuq  F.  U.  Hnyer 
(Foraobaageu  XX,  645  u.  649)  mitgeteilt  trurden,  wesh&lb  toq  dcTMi  abrr- 
nalig«o  Mitt«iliia|;  sbgftSeben  wordoD  kann.  Die  Aii&iabute  der  lt«Uti«n 
solbn  in  di»o  Samtnltitig  scbnint  —  ahg9a<>liicn  Ton  ihrer  Wichtigkeit  — 
schon  dejilialb  g^nboten  ku  H«in,  well  Üma  Archiv  für  Tttorl.  Gosdi.  ote.  oio« 
■o0«rb«lb  Kärntens  wenig  verbreitete  Zeltsohrtfl  ist 


I 


1H9. 

EeBolitttion  Ferdinands  11,  über  die  am  6.  Oktober  1600  über' 
gebene  Beschwerde:  Nimmt  das  Anerbieten  ihrer  Leistungen  in 
Gdd  und  Naturalien  rur  Kenntnis,  weist  aber  ihre  Klagen 
wegen  des  zur  Durchführung  der  Gegenreformation  entsendeten 
Kriegsvolkes  und  der  vott  diesem  geübten  Frevel  turäck.  Da  die 
IJaupIresolution  kein  Ansehen  und  kei7i€  Folge  gehabt,  habe  man 
eu  güiiHictier  und  ordentlicher  Iteformierung  mit  mefir  Ertist  und 
Nachdruck  eingreifen  und  Kommissäre  abordnen  müssen.  Die 
,Ouardiii'  habe  diese  vor  dem  Föiiel  zu  schützen.  M^er  in  seinem 
Geu^issen  beschwert  nu  sein  vermHnt,  könne  abziehen.  Wer  bleiben 
wUl,  von  dem  darf  ein  Jurament  verlangt  tcerden.  Der  10. 
Pfennig  gelte  im  ganzen  Reiche.  Auf  die  BetciÜigutig  Erzherzog 
Karls  und  Marias  dürfe  man  sich  nicht  berufen.  Meist  danke 
man  in  Steter  und  Kärnten  für  die  lieformation .  Vorwürfe 
wegen  des  ungebührlichen  Verhaltens  der  Stände.  Drohungen  für 
den  Fall  des  L'ngcJiorsams.  Graz,  1000  Oktober  30. 
(Kop ,  9  BI.,  8t.  UA.,  Chr.  R.;  Kod.  Lin»  45,  fol.  6ö»— eSM 

Ferdinand  .  .  .  Ob  uns   wol   dasjenig  laut   vom   6.  d.  m. 
nnder  dem  tit]  deren  dam&ln  su  Clagcnfurt  anwesenden  herren 


4 


77 


und  landlenth  zaegefertigt  scIireibeQ,  im  bscLIns  deuelben.  m> 
TÜ   erinderang  gibt,   das  anf  unser  g*"***  ersaochön,  so  sn  ab- 
Lwendong  der  an  yezo  vor  äugen  steanden  feindtagefalir  auch 
pleagerer   aafrecliterhaltaDg    des    geliebten    Vaterlands    als    oßt 
'tod  lOÜ  //  gelts  vier  Tiorling  khjirnerisclier  lanndtinass,  oemb- 
jUciien   2   in   roggenmeel   annd  2   in   liabern    za   raiclien,    uud 
wlohes  bis  geen  Under  Traaborg  zu  legen,    gehorsamist   be- 
willigt,   wir   ancti   sollichcs,    neben  denie  ay  dessen  von   gott 
reichliclie  belonung  za  gewarten  and  sunstcn  bilches  lob  haben, 
mit  Sandern  genodigen  gefallen  annemben  thucn,  solches  auch 
aof  rürfallenhait  mit  genaden   zu  erkennen    gcdcnnckhen,    so 
habt  ir,  sj  vormelte  herren  unnd  lanndtleatb,  doch  vorgeond 
mit  langer,  weitleaffiger  aussrucrting  ain  so  etarcke  und  eusoe- 
Irät«  lamentation  dahin  eingewendet,  als  das  man  kriegsvolokb 
in    das    lanndt   eingefUert,   die   tnndtleuth,   purger,  pauro  unnd 
inwohnner   feindtthätlich    Uberczoucht,   anfeldt,   onc  underscliid 
rfUr   die   reformationscommissarien,   sie   gehOm   zue,    wem   sie 
wellen,    citiert,    nach    dem    Alrhalt    vill   ohniie   vernemung    mit 
allerley  comminationen  volgenndts  aber  mit  harten  schlegen  in 
die  eisen  schlagen  unnd  bedrouiig  des  Schwerts  zn  unerhüHen 
aidtspflichten    tringe   and    zwinge,    kbricgsvoh-kh    einlege,   das- 
jenige, was  sie  sunslen  mit  hartem  schwais  eingeaamWlet,   auf- 
czöre,    mit    gewall   hinweckhneme,    etliche    gar  geplindert,    mit 
prUgln  aasgeschiagen,  mit  dem  pranndt  bcdroCt,  otlich  heusser 
annd   baten   nidt^rgerissen,   die   armen  leuth  an  hennden  unnd 
fttesscn    gepandincr   hin  weck  hgeftlert    unnd    nach    darczue   die- 
jenigen, so  sich  nit  zu  der  römiscbca  catbollischen  religion  bö- 
wegcn  wellen  lass^^n,  onne  untcrscliaid,  mit  bestimbung  kurczcr 
termin  und  aufiegundcr  hinderlassuiig   des    lU.  pfennings  alles 
ircs  vcrmUgens  aas  dem  lanndt  geschafft  werden,  swaien  wissenclt- 
Kchen  lanndtlcutbcn,   als   QcQrgen  von  Mnllcnthein  an  der 
Rädl  sein  aldorlen  habennde  bebausung  die  suldaten  niderroissen 
wellonj  dem  Atiamen  Rosenhaimer  zuwider  der  lanndhanndt- 
vesat  etlicb  rind\*ich  onno  verworchung  von  seiner  aigentliunib- 
liehen  mayrschaflt  weckligetriben  worden,  ob  wcllichem  sie  sich 
hOcliet   beclagen.   so  innen  doch  unnder  regicrung  unnsers  ge- 
liebdten  herren  vatern  seligister  gcdcehtnus,  unnd  unserer  erb- 
baldigung,   und   durch  abgeorndto  commiösarien  zu  mcrmallcn 
aigunns   zuegeaagt,   auch    von    unnserer   geliebten  frau  raueter, 
tls  I,  L-  izQ  monnat  october  anno  lö9ä  zu  Clagenfurt  gewesst, 


dise  fUr5Stlic1ie  zuesag  annd  vertrestang  gelbaon  worden,  wan 
denn  Römischen  Catliollischcn  die  Ciagen furterisfh  pfarrkicrclicn 
ruebig  gelassen  —  des  I,  L.  gedachte  uoDser  geliobste  frau 
mueter  dennen  verordenten  also  anczaczaigen  und  aofezalegen 
im  bevolcli  habe  —  so  solle  mau  auch  LingegCD  mit  der  aadcru 
durch  die  Kvange lisch en  atänndc  neucrpauten  kirchen  unnd 
ircm  exercitio  reUgionis  beraebt  —  unnd  dei"owegen  deuuen 
rt^mischon  CatboIHscben  solche  kierchen  ungeicrt  gclawen  worden 
8oyc  —  verbleiben  solle,  mit  verncrcr  inferierang,  waruniben 
jangst  im  munnat  September  derselben  hieher  abgesenndter 
aasschtis  weder  eingelassen  noch  gehurt  worden,  hernach  auch 
auf  verneranng  unserer  commissaricn  ankonnfft  mit  vorpcunder 
schrifFt  unnd  rolgeonts  durch  drei  abgeordennten  lanndtlcatb 
mündlichen  unlanngen  solchen  process  zu  onndtcrlasscn,  so  fl 
habe  doch  solches  nit  statflUiden,  sunderii  ir  unnd  die  herren 
unnd  lanndtleuth  vil  mehr  vernemen  mUessen,  das  es  mit  den 
herren  nnnd  lanndtleuthen  zu  gleich  massiger  ausschaffung  ge- 
deyen  solle,  inmassen  sy,  commissarien,  in  irem  an  den  unnder- 
haubtman  zu  OmUndt  anssgeferttigten  decret  offendtUch  ge* 
schrieben,  das  wier  niemandt,  so  nicht  unnserer  rcHgion  zue- 
gethann,  su  gedulden  gedennckben,  mit  weiterer  andeitung  der 
von  allerlay  plagen  geferüehe  leulT  umid  das  wier  dennen  ge> 
treuen  stttnnden  des  lanndts  droendon  verderben  mit  ge»*"** 
remedir-  tinnd  limitierang  der  angeczugnen  schmerczlichen  re-  ■ 
forma tionsprocessen,  9und»»rlichfn  ahi>r  mit  geatracker  wider- 
ausschatTung  des  kriegsvolcklis  würcklich  zu  hillff  komen  wollen, 
damit  ea  noch  in  hailsamen  gaetten  aufrechten  stanndt  mdge 
erhalten  werden,  etc.  etc. 

Nun  befunden  wier  anss  soLlichem,  wie  oben  ktirczlicben 
vermclt,  villerlai  unnderschidliohe  beschwfimngen,  welch«,  wo 
wier  flie  articulatim  unnd  zu  pUncten  wolten  beantworten,  wier 
nicht  aliain  vill  zeit  vergebenlich  verlieren,  derowcgen  unnd 
auch  umb  manglang  berichts,  solches  auf  gelegenhait  und  ge- 
bUrunder  Information  erholluag  bewennden  unnd  aneteen  lassen 
mücssen,  doch  aber  den  haubtpnnct  oder  grundt,  woraus  solches 
lameiitirn  eurer  malnang  nach  herfleust,  zu  berüeren,  so  ist 
euch  annser  im  roonnat  Appnllis  negst  verflossnen  jars  ge- 
nombne  hanbtresolution,  in  die  wir  unns  hievor  ofi^  unnd  yecso 
abermals  roferiorR,  uiiverporgen,  in  wellicher  ir  euch  dann  also 
nnnd  aigcntlicb  aa  vergwisseu,   das  wier  in  annserm  fUrsstcn- 


> 


Ümmvii  mrod  Unnden  die  nnndteri^ druckte  mit  CmtfaoUische 
r^güm  wider  n  erheben,  annd  eben  das,  was  aa  gottos  ebr 
bdUrderong^  nnod  des  geistÜcben  staandts  aDg«faari^n  int  annd 
geradiligfcait  gecümbÜcb,  in  sein  «m«  sa  bringen  g*'*'"*  ge- 
daockhen  und  entschlossen  sein,  dabero  wier  nao  oit  allain  in 
feuere  und  in  tpecie  ofbe  genneraU  unnd  beschlossne  bevelcb 
hin  ond  wider,  wie  es  die  Dottord^  ervordern  wellen,  abg«en 
und  luiDdter  anndeni  die  ansgeschafften  predicannten  abcsn- 
thoen  berolcbra  haben,  aber  solche  bey  Tillen  darchaos  kain 
aDKehm  oder  rolg  gehabt,  des  unns  dann,  als  ir  selbst  za 
gedonsckben,  nicht  wenig  onnd  also  conimorirt,  das  wier  ja 
xa  genncsticber  onnd  ordenlicher  reformiernng  mit  merrcnu 
enut  onnd  nachtmckh  greifen  onnd  onnsere  ansehonticho  com- 
missanen  abordnen  mae«sen;  nnnd  ob  wt«r  innen  gleichwoll 
ain  guardia  zuegeben,  so  ist  doch  dis  mit  disom  bcschatdt.  da« 
sie  dieselbtgen  vor  den  besen  nnnd  widersecsUchen  rcbclischen 
pOfel  defendieren  nnnd  sonst  yemanden,  znmal  die  gehorsamen 
nit  offendiren  sotten,  beschechen,  wie  wier  dann,  als  woll  sa 
gedennckhen.  dessen  nnns  aines  solieben  grossen  uncosstcns  dar- 
wendtmg  tÜI  lieber  geUbrigt  and  enthebt  sein  als  dertey  unns 
an6aden  weiten;  onnd  eben  ans  soUicher  aond  kainer  andern 
ursach  soecht  ir  gelegenhait  dcricy  lamtntatwnes  annd  dag 
f&rczawenndten,  do  ir  aber  die  Sachen  unnd  sanderlich  des 
udtaschwnr  halben  nach  bitlichem  conaideriert,  so  het^lndtct 
ir,  das  kaioem  wider  seinen  willen  ainieh^r  aidtÄchwur  weder 
xnegemaelh  noch  von  ime  aufgenomen  nnnd  solUches  dammbcn, 
dann  wellieher  innwohnner  ie  in  seinen  gewissen  also  beschwürt 
ZQ  sein  rermatnt.  dns  er  die  OathoUisclie  retigion  nit  annemen 
kfinndte,  dem  wierdet  zn  seinem  abczug  ain  gewisser  termin 
bestimbt,  das  er  !mo  also  freiwillig  8elhi;t  aintweder  das  bleiben 
oder  abczieclien  zn  erwOUn;  wellieher  sodann  sich  zum  gebor- 
Kamb  annd  der  Calholiechen  religion  crcliirt,  der  solle  unnd 
kann  billich  ain  jorament  nnnd  leiblichen  aidt  schwOrren,  in 
demelbigen  zn  verharren  nnnd  k&iner  widrigen  mainung  zu 
volgen,  alsdann  ir  auch  selbst  aller  vcrnnnfft  nach  billichen 
mOMSet,  weilen  neben  disem  die  aidtsnoti  ancb  nnr  dis  nnnd 
khain  anders  vermag,  das  sie  aach  nnns  als  lanndtsfllrsten  ge- 
boraamb  sein  annd  iren  obrigkimiten,  was  sie  schuldig,  raichcn 
nond  laissten  sollen,  dat>  ainuiall  in  baiden  ptlnctcn  wider  disen 
aidtsuhwor  von  rechtewegen  nichts  xn  inferiem  oder  ainiche  be- 


I 


sc-hwürnng  fUrczcweniidten,  als  es  ilaon  mit  abcxag  des  10. 
pfensingB  kain  eolcho  ungleiche  Bach,  als  welche  Bonstcn  in 
sollichen  fkäJen  an  allen  orten  annd  im  römischen  reich  ge- 
breuchi^,  wo  dergleichen  ztunall  die  aas  nngeborsamb  mit  irem 
leib  unnd  gaet  aus  dem  lannde  sich  begeben,  voo  innen  ain 
dergleichen  schllczung  annd  Icdigang  ires  abczugs  bissen 
müessen,  die  :Llicr  von  unus  gegen  anndern  ortbun  auf  leiden- 
lichcn  wceg  limitirt  ist. 

Das  aber  so  woU  etwo  bey  unnsers  geUcbsten  herrcn 
vatera  seligen  gedccbtnns  sciten  atn  solche  bewüligang  der- 
jenigen durch  die  stfinndte  crpaulen  neuen  kirchen,  sie  bei 
solcher  unnd  donisclben  exercitio  unbulrüebt  ku  lassen  oder 
hernach  in  der  erbhnltligung  solliches  geschehen,  dessen  werdet 
ir  euch  also  annd  fraeiise  nicht  ssa  beiielffen  haben  annd  do 
Bcliann  was  sollicbc»  wftro,  das  etwo  speniem  cuitisdant  prae- 
tentae  conceaionis  hete,  so  ist  doch  solliches  vor  disem  also 
unnd  zum  benUegcn  widerlegt^  das  wir  unns  billichen  ob  eures 
disorts  so  OffCcrn  bcschccb enden  widcrhollcns  unnd  canclierns 
au  verwundern,  inmassen  wier  unns  dann  eben  in  obgomeltQ 
untisere  haubtrcsolution  dieorls  wellen  geczogeu  liaben;  darbey 
anns  aber  ainmall  noch  vill  frembder  unnd  mit  mehr  verwun- 
dorung  ftlrkombt,  was  ir  I,  L.  unnserer  geliebten  fraue  mueller 
wegon,  daa  sie  auch  ain  solche  ubvermelte  verwilligutig  zumall 
aus  unnscrm  bevcicli  solte  gcthauo  haben,  fUrwcnnden,  dessen 
sich  dann  1.  L.  so  wenig  als  wicr  unns  durchaus  nictites  zu 
erindern*  und  ir  üolichcs  also  uriwisscndt  oder  doch  in  un- 
gleicher von  irc  yermerckter  mainung  ancziecbt,  alwetU  wier 
discs  zu  gcdottnckhcn,  geachweigeims  zu  voroi-dncn,  die  weni- 
giste  ursach  gehabt  unnd  darumben  euch  uines  solchen  anzugs 
unnd  gegebne  vertrosstung,  die  wior  euch  widersprechen  weder  H 
yeczt  oder  koiinfl'tig  nicht  zu  behelffen,  so  woU  auch  die  ber- 
ausahordnung  dergleichen  abgcsnndtereyen  ausser  unnsors  vor- 
wissen unnd  bewilligen  iiit  nirgcnutncn,  cnch  lauter  vor  disem 
nnndter6:igt,  derowegen  euch  wider  unuser  Verordnung  was 
solches  zu  tentiern  nit  gcbUrt  hat  unnil  wie  nun  dises,  so  oben 
otiichormassen  berllcrt,  vast  die  nuixima  in  eurem  sclirciben  ist, 
also   wellen    wier  in   überigen   vorgcmeltermasseu  berichte  or- 


I 


*  Sieh»   d«ritber    'l»i    Itrivif  Marias   an   ihren   Solin  roiii  6.  Oktober  I5irs, 
gedruckt  tei  Hurler,  Hart«,  Enli(>rKu[>in  za  *)«t«rrcicl:i,  8.  ISl — IdS. 


^u*h» 


I 


tbn- 

dürr  ggafiit  Wkd  «ai  di»fcii  &Be&  d«  g«nuÜM<n  Utids 
gttTa^t  oder  B«di  nii  e<MtM  AneelMAg  ut  Tolg«B 
wio^el,  alao  fciftwhia  wier,  iaa  aa  -nHta  «nail  4«BMa  rafer* 
■hten  orten  in  Sufr  die  anwUMthnuna  düar  ftli  ftWiowlHiwi 
ftrdariit  gott  dann  vaas  gebomam  daandüi 
dfts  «iar  deana  allaa  aia  «rMighir,  seitoaMfioia  öa  dar* 
aas  UBtar  TtteriirJi  annd  UnndisftratlHfc  WülmaineD  «jnpBndtftn 
■a»d  gniflieii  BpArrea  ümmb,  ak  frinr  dann  nit  w«ni|rpr  in 
{:>«■«*  KKlndtm  ron  den  geiaioep  mann  in  fttr1anfft&nd«r 
eemmiBaMUi  then  das,  ak  nembltcben  des  aehttldigen  inn«n  so 
naes  peratebenden  g«bonamb  so  weit  gespfirt^  da«  wo  nicUt 
diireli  widersinntger  anbedichligtr  personDen,  dfiren  anos  oiliche 
walbekhanndt.  mmall  aber  der  predkannten  aiisobarren  onnd 
veridicicn  etliche  sn  ainem  nngleiclten  begfinen  angeraicjil  onod 
gletebsanb  getriben,  wir  eben  das,  was  wir  begrrt  nnnd  scJbs 
wAnaeben  mj^eo,  bishcro  war^numen  annd  bcfundun  Qiind 
dabero  anns  dunn  in  solcbetn  greliorsamb  des  gUubenns  unitd 
rebgionsTeraiDignng  rill  merer  trcnherrxi^r  genaigicr  hilf  als 
widrigen  verseoben  thaen  als  dann  noch  bishero  disi-<r  ivfor- 
loationihannjlong  fridlich  nnnd  glUckblich  Allcnn dtlialbrn  von 
stalen  gangen,  allein  da  m  vecao  *.am  onndc  grt.inngrn  süDo, 
da  befänden  wir  das  widcrspill,  in  dem  wier  vemomoa  mUcsson» 
das  ir  aber  nnnser  Warnung  unnd  Dff^ore  bevelch,  die  in  grosser 
aoncKall  haltonndo  prodicannten  ni;  allain  nit  wcckb^tliann, 
«andern  ancb  anndere,  so  anndcrstwo  abgesebaiTl,  in  Clagon 
fnrt  receptiert  nnnd  inniaasen  nnns  ofTtbcrDerte  unnsoro  coni- 
missarien  gehorsam  blichen  berichten,  als  sie  amb  merrcr  fncili 
tining  nnnd  gclinipfenns  willen,  zwen,  als  den  Inndslmablimtn 
onnd  Ticsdomb,  nncli  Ciagcnfurt  abgefcrttigt.  wellicho  dann  euch 
dahin  ersuecht,  das  ir  die  sacben  dahin  dirigicrn  weitet,  damit 
mci^melte  rcformation  also  fUrderÜchcn  vorrichtet  unnd  die 
bej  sich  mit  unnsorm  grossen  uncosaton  Iialtundo  /jum'dia 
ehcirt    wider    aus   dem   lanndt   gefUert,    imcli    dieselben    nohoii 

r«sut.  II.  AH..  Bi.  LX,  0 


earem  ia  der  statt  hiütande  fennd)  khnecht  —  des  ir  doch 
lenng^t  nnn»erm  auferlegen  gemäss  nuch  Rackherspnrg  ge- 
M-hickt  haben  »ollet  —  in  rhae  nood  aiaigkliait  bi$  za  voll- 
enndang  irer  anbevolchocn  reformatioD  za  erbalten  sein  mechten. 
Ungcacht  aber  discs  gcbraachten  gelimpflichcn  mills  and 
daa  sie  mit  allerlay  TcmdfTUgcn  beweglichen  orsachen  annd 
persnaaionon  cnch  zq  scbaldiger  consentiening  mit  repitc-  nnnd 
gar  enntlichen  qaadraplicieni  embsige  Tennant,  so  haben  sie 
doch  kain  anndere  anntwort,  dann  das  tr  über  cor  onna  ge- 
thanne  schreiben  —  dessen  wier  im  anfanng  gedacht  —  unnserer 
rcBoIntion  erwarttct,  ja  pro  eoneliuione  botU,  es  ervolgc  die- 
•elb  auf  wu  wege  bj  welle,  das  ir  doch  ausser  vorwissen  nnnd 
bewiUignng  der  horreo  lanndtlenth  dise  ir  begeronde  reforma- 
tion  nit  bewilligen  oder  eingeen  künndtet,  vermeldt  haben, 
welhches  vermelden  nnnd  dise  eur  unbefnegtc  anntwort,  ob« 
die  nnns  befrembden  solle  oder  nit,  wellen  wier  euch  selbs 
urtlen  lassen,  als  ob  es  auf  disen  schlag  in  onr  oder  der 
mcrrern  lanndtlenth  macht  gefallen  oder  aignen  willen  stüennde, 
das  ir  nach  enrer  gelegenhait  dise  oder  jenne  religion  halten, 
wier  aber  als  herr  annd  lanndtatUrsst  disfalls  zarnckhtreten 
nnnd  mit  innhaltnng  onnserer  reformation  onrcr  belieb-  nnnd 
etnwillignng  geleben  solten;  obc  eacli  nan  auch  in  bedenncknng 
DTinscrs  so  hail»amen  wercklis  uiind  eatliuIÜHchen  heÜligen  rc- 
ligionspropagimng  —  nach  wellicher  aucli  vill  der  alten  nnnd 
gueten  fromen  leuth  mit  Benfcxen  verlftnn||;:en  haben  —  ain 
solticlies  zu  ultendicin  gebUrt,  irs  auch  vor  gott  oder  der  weit, 
aach  an  reden  hey  unglaabigen,  verantworten  khUnndtet,  das 
wellet  etwas  diefTers  nnnd  weittcr  liedennt^khen;  nnd  wie  wier 
Qnns  ainer  solchen  anndtwort,  noch  weniger  des  werckhs  bey 
eneh  nit  veraccben,  also  künndte  auch  die  merer  annfÄnU  der 
lanndtlenth,  ja  aller  miteinander  gogonwiert  nnns  unnser  für- 
nemen  —  nachdem  nnbillich,  das  der  oberer  den  niderern  nach- 
geben solle  —  mit  fueg  nit  widersprechen  noch  verhindern^ 
wie  wier  aocb  dis  dahero  für  annol  halten^  auch  encbs  biomit 
ernstlich  unndersagen,  meruro  lanndileuth  destwegen  üusamen 
zu  fordern  unnd  unnscre  hillichc  gebot  in  aln  cuntroveräiam 
KU  cziechen,  obe  innen  zu  gehorsamen  seye  oder  nit;  aus  wel- 
liehen  nnnd  zwar  Ulierflüssig  haW-nden  genuegsamen  nrsachen 
nun  wie  von  derjenigen  unnserer  hnubtresolution  einmall  unnd 
cwutquenter  von    diser  hailsamitn  refcinnalion  in  craflft  uiinsers 


I 
I 


83 


lAonJarürätllclien  »mbU  annd  hochtieit  nit  atiaaeczen  künndten, 
nmli  Bovil  me}ir  nun,  so  ist  hirinit  wie  unnser  gethreu-  annd 
vJlterlich  also  auch  ^oiiildig-  uiind  ürnnstlii'lier  hevelcli  Qund 
l>ey  annüer  ungcnad  unnd  verÜernng  deren  über  die  slatt 
Clagenfnrt  eures  taila  Imbenndcr  freybait  tiucli  gebiettenndt, 
das  ir  ausser  ainiclioa  verrern  bedennckens  cucli,  als  gehor- 
samen unndtertbannen  gebltrt,  erweiset  annd  gedachten  annsern 
reforraationscommissaricn  in  verriclitiing  ircr  cominiesiouen  ver- 
ner  die  wennigiste  veriiioderung  zuefiiegt,  sundern  sy  so  woll 
anch  ir  Iiabonndo  gnardia  —  wellidie  damals  in  zHumb  ge- 
halten werden  solle^  das  aicli  niemanden  atnioher  UTibitliglclmit 
oder  gewalt;;  zu  besorgen  baben  solle  - —  uiiverbinrlerlich  in 
die  statt  lasset,  damit  sy  vennilg  irer  babennder  instniotion 
aines  nnnd  anders  fttrkbern  unnd  vcrricliten  mllgen,  dann  da 
mit  werdet  ir  das  werckh  also  beflirdern,  das  sie  nach  ver- 
richtor  Sachen  eurem  sclbs  so  alarckhen  begorn  nach  ab- 
caüechen  nnnd  im  lanndl  ainicb  verner  ungelegenhait  verur- 
sachen dürffen,  nlao  ist  uueh  an  euch  nochiimllen  unnscr  gannen 
ernstlicher  bevelch,  das  ir  das  geworbne  fenndl  knecht  straggs 
unnd  in  angcsiobt  dises  voriger  annser  Verordnung  gcniHsH  aiuf 
Hackhespurg  verschafFet  unnd  anndere  kbnecht,  die  ir  etwo 
besteh,  auch  abdanncket,  damit  nit  etwo  zwinchen  den  annsern 
unnd  denselben  ain  unrat  entstuenndc,  das  nur  ir  daran  diu 
whaldt  unnd  schwäre  veranntworttang  nnnd  bestraffung  zu 
gewarttcn  haben,  also  auch  unnsere  commissarien  sambi  der 
bey  sicli  habennden  guardia  von  dannen  nit  verrti*.'kteii  sonn- 
dem  so  tanng  auf  enrn  aignen  unnd  privatuneossten  verbleiben 
sollen,  bis  dia  werckh  vollenndct  worden,  so  woU  uund  nit  we- 
niger ir  dia  für  gewiss  halten  sollet,  do  ir  ench  noch  des  vorrem 
angebomainbs  gebrauchen  nnnd  unns  aa  merrern  emnst  unnd 
uncossten  ursacb  geben  wurdet,  wier  solches  an  euch  nnnd  allen 
ungehorsamen  au  irem  leib,  leben,  haab  unnd  guett  ku  crhollcn 
unnd  KU  seiner  zeit  ain  sollichen  vorweiiis  unnd  schürlF  fUrczu- 
kheren  gedennckhen,  das  ir  sainbt  weib  nnd  kinndt  mit  all 
zu  spater  harter  rhea  dessen  innen  werden  unnd  emptindtcn 
«Ilet,  welliche  weitleifügkait  unnd  ernsllichen  anasganng  ir  nun 
mit  eurem  scholdigen  gehursamb,  dessen  wier  unns  noch  nnnd 
abenaals  versechen,  leicbtiiclicn  f'i\rktiotnen  unnd  mit  rhue  nnnd 
friden  mtiiser  gnad  nnnd  sanä'tniUetigkait  erhalten  künndtet. 
Unnd  das  ist  ainmall  f'Ur  alleczeit  anser  entlicher,  nnverander- 

6» 


84 


lieh  Btfittor  will  und  mainang,  davon  wier  kainesweege  xa 
weichen  gcdcnnckhen,  seind  encli  aber  sansten  in  allen  billichen 
entgegen  zu  geon  mit  gnaden  gewogen.  Grftcz  den  30.  Octo- 
bcr  anno   HiOO. 

Adresse:  An  die  herren  verordente  in  Kliärnndtcn. 

In  dormo:  Dm  Original  ist  itia  ,6.  Nrmemt/iriM  beiuelte»  IßOO.  jm  den 
b.  Terardn«ten  iius  8t  Veit  durch  Wolfou  Kallcnbknf«r  auf  Clagenfurth  aWr- 
«chiclct  wordos'. 

1150. 

Die  Bürgerschaß  roN  Vcäach  an  Ershersog  Ferdinand  IL:  lUttc, 
die  von  den  Jieligiousreformaiionskommissi'iren  am  19.  September 
IdOO  in  Spiittü  ihnen  gegebene  aUstt  kurre  acfittcöchentliche  Frist 
rum  Ahruffe  bis  eum  kommenden  Frühling  tu  verlängern,  ,damii 
tcir  nit  sambt  unsent  tccib  und  kindern  in  das  eüsserisie  ver- 
derben und  undtergang  gedeyen\.    0.  J).  (IGOO  Oktober), 

(Kon.,  Archiv  des  Qeaeh.-VcrrinM  tat  Känitca.  Badolfin.,  Kla^cnfart) 

1161. 

Berieht  des  Landeshauptmannes  nnd  Lai»äe$vi£edom$  tvw  Kärnten 
0ter  ihre  Verhandlungen  im  Landtage  aus  Anlaß  der  vorge- 
nommenen und  noch  vorjeuneJimenden  Beligionsreformation.  Bitte 
um  iceitere  VerhaltHngsmafiregi'ln.     Im  Saal,  1600  November  1. 

(Kons.  n.  Kap.,  X^atDborg-FeiBtrilx-ATcbiT.) 

Wl«  das  Kla$«ofiirt«r  BeligionmfonnattonnrMen  tirh  anfan^  sa^ 
Imnm,  werd*  Atr  Rrthrnnf;  Atm  Berichte  Wolf  Kalt4>nhaa«fn  ptitnommen 
habra.  Pfif  l.aiideabaaptinattn  and  Vii^nm  babi^  Im  Rinvpmrtimcii  mit 
den  anderen  Koamlidü'en  mit  den  Vsmrdnrt«!)  verhandrlt  und  ihnm  Mittel 
vei|^chlafr«ni  dju  beilsame  Werk  wi«  Mmt  im  lAade  auch  in  Kla^enfurl 
IB  Kad«  gn  fubreti.  Si»  1iätt«a  di«  liuid««flU«tliobeft  Dekret«  Treten  Aoa- 
wcinag  d«r  Pridikantni  ihD«o  ra  Gemflt«  (^«njhrt  nsd  (ffbofft,  sie  wtlrden 
die  AusKbafrnng  Aes  Prldikanton  and  flcheldUnrr  «rUnf«n,  am  dann  Ub«r 
»Hm  tVpittw,  di»  Vrrtilgvn^  dpr  M>ktiMbra  BGfhr<r,  Tcnprmiflp  der  npuon 
Kircb«  anr..  neb  nt  bedenken,  damit  das  Werk  rolleodnt  and  die  .Gnandta' 
nach  ITaiu«  (««chickt  werden  kltnnt«.  Die  Verordnetes  U11l«n  aber  ^Ant- 
wortet, daß  di«  Herren  und  I/andleut«  d«^n  Eribeno^  ihre  Eatacbnldi^ung 
der  rr&dikantea  haibor  aaccKhickt,  da  Krxhenof  Karl  and  EaU«r  Fcrdiaaad 
ilMsn  bewiilift,  de  aa  halton.  81«  enrartim  iarUbcr  «in«  (oidig«  Erl«dif«ng. 
Die  VerordnetAB  kRnatea  «leti  ,««fier  Ihrer  THnatpalen'  tn  nicht«  einlM«en. 
Die  BRifer*rhan    »et    gMMn  Toiycferdert  and    ihnen    an^tragen    worden. 


a{  b^fthl  d«r  KoumUaär«  lu  endieinaD  ond  dia  )AD<le«far*tlieli«o  B«febla 
dar  BQch«r  halth^r  nsw.  n  vernthmeii.  Es  woll«  der  BUrg«rachiift  schwer 
ftllra,  Tön  ihrer  Konfeasioo,  in  der  «e  «rx«g«ß,  nbzatreten.  Dm  maa  d«n 
vSI%en  GfharMm  niehl  venn<^rk«n  konnte,  yitnainineltpa  wir  uns  beut«  in 
tVtavnr  Lä«b«n  Frauna-KirchB  im  Saal',  um  na  berKUohla^n.  Dm  Ei- 
gabnis  Ut,  daß,  M  langv  die  Pridtkattton  in  oder  aebon  dar  Stadt  wallen, 
den  irrtume  nicht  abgaholfan  werdou  kaau.  Ui*  Sjicb«  wilnlo  rerwirrtar 
ab  frOber.  Di«  V«rorda«tau  denkeu  nocli  niobt  daran,  da«  in  Klai^enfurt 
liegende  Kfthnlein  Knrrble  fortiuBchickon.  dlo  AoHcbaffans  der  Pridikanten 
■neinini  sie  auf  einen  allgemeinen  Landtag  ta  verschieben,  ßilte  um  MaS- 
regoln,  wie  mit  der  .(iuardia'  ca  verfabren  Mi,  die  man  ohne  groün  Be- 
aebwardo  der  annen  Laut«  Ungar  nicht  baltuu  kOuna. 


I 


1152. 

EräKermg  Ferdinand  IL  an  den  Osfiaeher  Aht  Kaspar,  den 
Ertpriester  von  Oberkümten  und  Vfurrer  von  Gmünd  Antoni 
Siromatff  urtd  Dr.  Christoph  Schätpaeher  von  und  su  Drahoven: 
Da  der  Papst  mittels  Bulle  vom  12.  April  1600  die  Errichtung 
eines  JesuiteiikoUegiums  gestattet,  werden  sie  su  Kommissuren 
mit  dem  Auftrage  besteilt,  das  Khster  Arnoldstein  samt  Zugefwr 
laut  rfar«6#f  aufgerichtetem  Tnventare,  sumal  aber  ,die  luntriges 
iar  verfallne  proventns'  su  Händen  des  Gewaltträgcrs  der  Jesuiten 
P.  Nikolaus  Coronius  su  üheraniKorten,  deti  dortigen  Admini- 
strator aheuschaffen,  die  Untertanen  ihres  Gdübdes  iu  entlassen 
Hnd  deni  P.  Coronius  ins  Gelübde  su  geben,  den  Tag  der  Korn- 
mssioti  dem  Bambergischen  Vitedom  und  dem  AquiUyer  Ers- 
priester  su  Villaeh  a7isuxeigen  und  über  den  Erfolg  Bericht  tu 
erstatten.  Gras,  1600  November  4. 
(0(i{f^  Araolditeiner  Akt«n,  XU.  Jiu..  KUgenfurt.  Radolfin.) 

^n  omt^dHIgm  Rande:  ,Dio  einantnortang  des  klostar«  Arnoldtlain 
dcDfln  pairibuM  S.  J,  Ina  werch  gerichL'  Zur  Steh«  (ivho  Lot«rth,  Aus  der 
Z«it  der  üegamelunualiüu  tu  Karaten.  Dio  beabsiohUgte  EinTerleibuug  der 
KUatar  Arnuldstein  und  Griffen  in  den  Jc«iit«aorden.    Carinthia  XC,  8.6. 

1153. 

Derselbe  an  den  Bambcrgschen  Viseäom^  Domherrn  und  fürstlich 
}Himhcrgisch€n  Bath,  Johann  Georg  von  Stiulion:  Ufiehlt  ihm 
utUer  Hinweis  auf  die  Verdienste  der  Jesuiten  um  die  Ausrottung 
ketserisciter  Lehren  und  die  ihm  von  dm  Jesuiten  übcrgibene 
päpstliche   Bulle  vom  12.  Aprü^  der  vorgenannten  Kommission 


86 


,stattzuthuH*  uttd  ihre  Angdegenhfdien  ju  ßrdern.     Gras,  J600 

JNovemher  4. 

(Oritf..  i'n  dupto,  obooda.  Das  sw«ito  ddrfte  fUr  Abti  VSlIadior  Erxprieitvr 
biMtiiumt  gAVTAsen  k^iti.  Es  liogt  aber  nur  vitio  ÄrlrcM«  vor.  Im  iweites 
Stücke  tiad  KomniiMÜrc  Slrooijij'er,  Abt  TOn  ät.  Patil,  uod  Hana  ron  ßauojro.) 

Am  20.  Norcuiber  iictireibt  der  Patriarch  von  Aqnitcja  FrancMCO  Bar- 
ban>  an  dtn  Vix«iloni:  Omlimtuiionfm  nlJiotiat  Antotdulahiij  erehriu»  ßagi» 
taUuix  Aowiintt  Poiltilato  (Emcrich  MoHtnr)  ad  hanc  tuquK  di^m  caneedere  non 
tfüOi/MffTm,  nUi  ftil  nlia*  «^rtjMt  ad  />.  V'.}  mihi  a  tumhU}  ptmüßea  intuntUvm 
e*tf(t),  Ht  nri/nritim  »utpeiuiereui,  dtinm  a  .S.  S"  rujrrr  hoc  eerti  aüiptid  deeerrte- 
relur.  Wille  der  P.  II'  aei  fiewcsen,  AruoliUteiii  dem  au  errichloodcu  Jesuiten- 
kollci^iam  ku  ÜberKeben.  Kr  LOuue  DlchU  tun:  tuptriviim  voLwiliUi  oUtm.' 
ptnm  oefuixn  t»t  vttuti  im«  iaudabile  nef-  tutuvt  rtpugn^rt .  . .  {Orig-,  Abeiida)- 
Oor  Vis«dotn  vtintündigt  Einorich  MoUtor  am  27.  NnTßmber,  ,daß  er  d«in 
Fllmtrn  Yon  BamtiAr^  dicarr  .^acbnci  1  »e.« ch äff« n halt  bei  ta|^  and  nacht  laufen- 
den bot^n  rmtXni3igtV  Kn  machte  auch  gut  Bein,  .wenn  i1ir  Enmbt  den  coti- 
Tentualcn  den  ninttcn  bitten  wUrdi>t:,  die  coutirmation  bei  l'.  II'  zu  erlaagen, 
amii  nicht  %a  veratAtten,  aolch  .  . .  cloater  au  1.  F.  Gn.  yi-aeittditio  in  andern 
gebrauch,  ala  et  von  ihren  vorfabien  fundirt  .  .  .  unverscUolter  weis  au 
Iramtfe Heren'  (Orig.,  «benda).  Tag«  ilaraiif  «in  Kweitoa  ScKretbru:  Woun 
die  ob«n  genannten  Komniliuiitri^  kommen,  .werdet  ir  euch  mU  atlrgierung 
noroT  gelaibter  ardtspHiclit^n  der  nicliteJn1a.isting  halber  durch  rurn  diener 
st)  entieluildigDii,  den  nndiTtb^incn  aber  aitffii]e|^(-ii  wiasr»,  Ht^Llrn  itte  V.  O. 
von  llaiiiherg  und  eiiibui  K.  doiiuTapitul  aIk  ivm  i^rliht^rrti  mit  aydt8|)äiclileii 
aoegethan  und  deroBelben  biiiiieru  nidit  (erledigt,  dau  nie  auf  erfordern  nicht 
erscheinen,  vil  weniger  eine  neue  (»fiiclit  laisten.  Den  botteu  wollet  ge- 
Hchwiade  nadi  Bamberg  fortacliickeu  und  was  sich  aoniten  begibt,  mich 
aehrifilich  verulcndlBcn'  (Orig-,  ebenda),  Am  2.  Deaerobcr  1000  aondrn  Prior 
nnd  Krmvenl  von  Arnoldstcin  einen  Bciicbt  nach  liamberg,  ,<1rn  Anfing  der 
conBniiatlon  »iid  der  .IßKiiiCer  a1trnlli'-rl^nde  gewalllbnüge  iMnn«>iiibuug  dea 
clotters  Arnolilslain  botreiTöUil':  Molitor,  Provisor  des  OriifneT  SpitaUtiitM 
6l.  Katliariiia  bei  VilUi;h,  aei  per  /vrmarn.  ani»pronitn  l«ffilme  von  ihnen  anm 
Altte  ]i(>ttuliert  worden.  Er  sei  ein  tüchtit;er  Verwalter.  Sie  bitten  ia- 
■tSndigst,  die  vorstehcnd^x  .gewaltthütigo  entwelining'  nicht  xn  gottattan, 
^as  attentat  abwendig  nnd  binterstcllig  r.n  marhr-n*  (Kona.,  ebenda).  Am 
a.  Deianber  berichten  sie  dies  an  .Stmliim  (Kons,  ebenda).  Kin  Derichi 
vom  1&.  Dezember  entbült  eine  Znitauinieiiiitetlung  des  ganzen  Vor]gangea. 
Da  heißt  ca:  .Herr  vicedom  refullrt'  das  Vorhaben  dos  Brxheraogs,  es  aei 
nnbillig,  die  rtliificaot  nlso  aus  den  Klöstern  in  die  Welt  au  treiben.  Des 
Encherzogi  Schreiben  an  die  Kommissur«  .vermag,  daas  si«  der  Jasuitor  anf- 
nehinong  nach  nicht  Aiilirt,  aondern  an  gelegner  zeit  xu  edirn'.  Der  Risekof 
von  Bamberg  schreibt  am  19.  Dozemhnr  Nciii  Hefremden,  datt  die  .Jeruiter 
durch  sondcrlicbe  fuUa  narrala  fiicli  die  JJailiu  apottoticat  wider  die  uralten 
fiindadcnift  erprabtieirt',  wider  Recht  und  Billigkeit  versucht,  ios  Klonter 
mit  Gewalt  ei Eiaudringen.  Er  habe  aiuh  an  den  l'a|iai,  Patrlarclion  nnd  den 
Ershentog  gewendet,  solche  UngebUbr  der  Jeanileu  abiuatellen  (Kop.). 


87 


1154. 


Ershereog  Ferdinand  II.  an  die  Verordneten  von  Kärnten:  Tadel, 
daß  sie  der  Resolution  vom  30.  Okiober  nicht  nachjekommeii.  »- 
neater  strenger  Befehl,  das  in  der  Stadt  liegende  Fähnlein  Sol- 
daten absudanken,  die  ei^angclischen  Kirchen-  und  Sdiuldtencr 
abzuschaffen  and  die  Religionsreformafwuskommissäre  iitrer  Auf- 
gabe nadtkommen  su  lassen.  Androhung  schwerer  Strafen  für 
den  Fall  ferneren  Ungehorsams.    Gras,  1600  November  4. 

(K«pp.,  St.  L.-A.,  ehr   lt.,  LamhorK-KeixtriU-Arcliir  o.  Lim  KoJ.  43,  fol.  70>i> 
II.  SS8*'— '2X9*.    Ovdnickt  Archiv  dir  TxtvrI.  Gwteh.  vto.  1900,  S.  48.) 

Da  Ir  disom  allen  (sie)  .  .  .  nicht  vollziehuu  wurdet  .  .  . 
habcQ  ansere  commiäsarien  .  .  .  gemessenen  bevelch: 

Dich  burggrafen  und  Euch  verordeoten  «n  specie 
ond  alle  complices,  fUmcniblichen  aber  auch  dio  pre- 
dicaoteu  uud  iren  anhang  in  gmaiu  ...  für  rebellen 
und  uuä  mit  ehr,  leib,  haab  und  guet  für  verfallen  und 
.  .  .  Vogelfrey,  alle  Euere  undertlkanen  auc}i  Euer  glibt 
erlassen,  offeiitÜuli  (zu)  erclären  . .  . 

11Ö&. 

Versdhe   an    die    lieligionsreformationskommissäre  in   Kärnten  : 
hoffl^  sie  tcerdm  die  Ueformaiion  laut  ihrer  Instruktion  voUxogen 
halben,  widrigenfaUs  sie  fingen   den  BurygrafeH,  die  Verordneten 
und  die  Vradikanteti  als  Rfhelleti  vorgrhen  müßten. 
Gras,  1600  Not^emher  4. 
(Kop.,  Lan;biirg-P«iatritx- Archiv.  0«ilrackt  abeDd«,  B.  iV.) 

1156. 

Schreiben  des  Landeshauptmannes  von  Kärnten  an  den  Landes- 
viiedom  Hurtmann  Zxngl  von  Rüeden:  noch  sei  vom  Jlofe  nichts 
gekommen;   er  hoffe  auf  eine  wohilberalscfilngte  Resdution,  die 
nicht  nach  jcdcmutmts  Gefallen  sein  werde.     St.  Veit,  1000 
November  4. 
(Oriff.,  Luobcrs-FffialriU- Archiv.     Gedruckt  ebeoda,  B.  46.) 

1157. 

Die  Verordnden   von   Steiermark  an   die  von  Kärnten:    teilen 
auf  deren  Schreiben  vom  letst^in  Oktober  mü,   daß  sie  dieses 


Landes  AbfjesamUett  Gtory  Herrn  von  Stahcnberg  der  ,vorhaffeH- 
den'  Abreise  Hunnibals  Freiherrn  vün  Eck  erinnert  haben.  £>■ 
ist  nun  auch  reisefertig  und  tcird  Herrn  von  Eck  su  Kapfcn- 
berg  enearUn  oder  seitien  Absitg  nach  Prag  nehmen.  Oott  yer- 
leihe  Gnade,  damit  viel  Fruchtbares  gerichtet  tcerde.  Gras, 
IGOO  November  5. 

(Kons.,  6t.  L,-A.,  Oir.  B.) 

1158. 

ZNtfttllwN   an   Georg   Herrn   von  Stubenberg:  erinnern   Um   der 

bevorstchendat  Abreise  der  Kärtitner  Herren  nach  Vrag. 

Gras,  1600  Noinnber  5. 

(Koiu.,  ebenda.) 

1159. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  an  Herrn  von  Stnbefther^: 
seiulen  die  Schriften  und  Akten  zur  bevorste}teHden  Sache,  Da 
die  Sieirer  für  notwendig  erachten,  dem  Koniepte  der  Kärntner 
den  ZttsatM  heiBufügen:  ,daft  die  gegenwärtige  Oeaandtscfiaß 
schon  vor  sicei  Jahren  bcratschhgt  und  nur  ausgeseUt  teurde, 
wen  der  Kaiser  sie  an  den  Erihereog  gewiesen',  so  ersuchen  sie, 
»cA  mit  den  anderen  Abgesandten  tu  vergleichen,  bei  Kelchem 
Konxtfte  es  m  verbUihen  habe.  Im  ^rige»  wolle  der  Herr 
seinem  ber^mten  christlichen  Eifer,  seiner  Dexteritüt  und  seinem 
von  Gott  empfangenen  Verstände  nach  bei  dem  Kaiser  und  den 
geheimen  Unten  in  dem  luxMeilsameji  Negotium  n-ligionia  dcts 
Seine  tun,  .daß  Herr  und  Kne^it  in  gutem  Frieden  hausen  und 
M  des  Erbfeindes  Aburhr  die  Kontribuiionem  geieistei  «erden. 
GroM,  1600  November  7. 

(Orif.,  SL  L.-A.,  Stub«aberf-Aktcii.  Gegeurr&>niL :  Koi»,  Cbf.  R.) 


116a 

Brw/(f   fxnes    KU^furiors    (Megiseri)   «m    eimige  Abtresende: 

SehUdemng  Her  Vorpmtg«  bei  der  KlagenfuHer  Geyenreformaiio». 

1$00  Xorewiber  11-^15. 


(K^LlMia,  faLtSl*— SM«    0«4ncU  F^Hschu^w 

U.  Hfr— M6.) 


^Mtochen  OtaA. 


S9 


» 


1161. 

ickht  nnd  Eid  der  lüuiefaUeneH  CItrhtm' 0tleir  neue» 
Katholischen' 

(Kod.  LioE  43,  ta\.  46*) 

Ich  armer,  elender  Sünder  N.  N.  bekenne  euch  ehrwürdiger 
herr  priester  anstatt  gottes  und  der  liobon  Jungfrau  Maria  und 
allen  liebon  heiligen,  dnss  ich  nun  so  lang  and  so  vil  iar  (als 
etwan  seyn  mOcbte)  der  verfDhrischcu  und  verdjiiublichen  gott- 
losen sectUchen  lehr  beygowohnet  und  in  Bolehon  schrecklichen 
irthumb  gesteckt  bin,  auch  in  irem  greulichen  verdAinblichen 
Mcrament  nichts  anders  empfangen  habe  als  hcckcnbrott  und 
aus  dem  kelcb  nichts  anders  empfangen  habe  aU  schlechten 
wein  aus  einem  vass.  Solchen  greulichen  irthuniben  und  ver- 
damlichen  verfllrischen  lehr  entsag  und  versprich  ich  nimmer 
bejsawohnen.     So  war  mir  gott  helff  and  alle  heiligen. 


1162. 


H^  Bexhteerdcschrift  der  Stadt  KlatjmfuH  an  die  Verordncttn  von 

H   Kärnten  über  das  gewaltsame  Vor'jehen  der  fUHgionsrefonnatious- 

H   kommissäre  daselbst  am  12.  und  13.  November  und  die  an  letst' 

^P  gewxwntefn  Tage  verhängte  AuaKeisttng  der  BUrgtr  A,  C.  am  den 

innerösterreichischen  Ländern.    Bitte,  die  Saclie  dahin  ea  richten^ 

daß  sie  bei   ihrem  Hab  und  (rut  verbleiben.     Himceis  auf  den 

dem  Lamle  atts  ihrer  Ausweisung  erwachsenden  Schatten  und  ihr 

Eigentumsrecht  auf  Spital,   Kirche  und  Friedhof.     Erinnerung 

an  die  ihnen  kürzlich  noch  gemachte  Zusage  wegen  DeUtssung 

I        der  Spitalskirche  gegen   Überlassung   der  Kirche  bei  St.  Egid. 

B  Klagenfurt  (0.  D.) 

^^^^^B  (Eop  >        L.A..  Chr.  R.) 

V  Welichergcstalt  durch  .  .  .  MaximiÜanum  I.  .  .  .  dise  stat 

i  Clagenfort  £.  £.  L.  donirt  und  geschenkt  worden,  dessen 
haben  £■  ö-  mercra  wissen  als  wirs  erzöUcn  küncn.  Welicho 
itat  voa  den  herro  und  laodleuteu  nach  iren  habenden  frcy- 
liaiten  crwaitert,  mit  grossen  uncosten  zu  ainer  schiluen  veatung 
gericht;  löblich  disponirt  und  bis  anhcro  in  guetcr  chiistUcher 
polixejr  erhalten   und   gabcrnirt   worden,  dcstwcgon  dann  eich 


vil  von  andern  orten  weg  alher  geRogen  und  bürgerlich  alda 
anter  gelassen^  lionser  verkaufft  und  von  grünt  auf  ircr  mass 
nndi  neu  aafcrbant  aucli  all  das  icrig,  was  »y  umb-  und  an- 
gehabt, aucli  was  sy  aonat  eritleebnet,  drein  gcwcnd  und  ver- 
stockt, der  boiTuung:,  sy  und  iic  erbende  uacbkimbliugeu  wur- 
den allbie  bey  so  gaetem  rcgiment  und  zueocmnng  g'ucteti 
gwerbs  ßram  sedera  oder  ain  stUt  wehrende  unverdrungnc 
Wohnung  haben  klkaen ;  wio  weit  aber  unsern  voreitern  und 
nns  die  wolmaincnde  hoffnung  ab-  und  woggcnumen  wird,  das 
erwaist  jetzt  ~  gott  erbarms  —  die  laidige  zeit;  dann,  als 
vor  wenig  tagen  die  roforination  rtligionia  auch  in  diser  stat 
hat  Bttllen  fUrgenumen  und  gericlitet  werden,  haben  wir  nach 
gegebner  vertrOstaug  gauzlich  vermaint  oder  datUr  gehalten, 
es  wurde  mit  diser  E.  E.  L.  aigenthuniblichen  stat  von  den 
andern  statten  im  Und  ain  unterschaid  haben  und  N.  u.  N.  der 
.  .  .  herrn  1.  f.  coiuiuissarien  gwürda  (sie)  oder  kriegsvolk  in 
ain  eoliche  vestung  uictjt  eingefürt  werden,  weHclies  doch  letzt- 
lich auf  1.  f.  ernstlichen  befelch  beachehen;  das  wir  in  nnder- 
thcnigkait  geduldet,  haben  auch  des  hocliwttrdigen  lUrsten  und 
hcrm,  herrn  bischoffen  »irmon  oder  bey  drey  stunden  lang 
werunde  predig  (darunter  sich  durch  die  gwarda  ain  auSauff 
errijfct  Und  der  bürge rBchafllt  nicht  ;iin  klainer  sehnicken  ab- 
gejagt, also  dass  sy  ferrer  für  den  heri-u  bischoff  nnbcwörter 
2D  erscheinen  grosse  bedenken  gehabt)  am  sontag  nach  Martini 
(November  12)  angt^hiU'i  und  vernonien. 

Am  montag  darnach  (November  13)  hat  man  uns  und  der 
ganzen  geniain  allhic  ainon  neuen  frembden  nngewendliclten  aidt- 
schwur  feiehe  Nr.  IWt)  fürhalten  sollen,  darzao  aber  die  gemaine 
wegen  der  in  der  kirche  anwesendün  wolbewörten  kricgsknecht, 
vorangozognon  hesehochnen  auflaufls  halber  zu  erscheinen  ain 
aWclieüch  getragen  nnd  dem  .  .  .  heiTn  biaclioffen  durch  ans 
vortragen  latieen,  »y  lictten  alborait  E.  K.  L.  gcschwom,  dar- 
bey  wollen  sy  auch  als  ain  redlich  pidersmann  verharren  and 
verbleil»en:  aber  nichts  destoweniger  weiten  sy  I.  F,  D*  .  .  . 
allen  gcbürlichen  gehorsamb  . .  .  laisten.  Darauf  wir  nns  gtcich- 
mttssig  auf  fei-rere  frag  erclürt,  dass  wir  nns  aus  erheblichen 
bedenken  von  der  gemain  nicht  ktlnten  noch  wolton  al>sondern 
oder  nbsehaiden,  dann  wie  niik-hten  wir  mit  froyem  gewissen 
ain  andern  neuen  aidacbwar  praosticrn,  da  wir  doch  dea  vorigen 
von  E.  E.  L.  nicht  erlassen  sein.    Zudem  so  erkennen  wir  ans 


fll 


^ 
^ 


I       auch 


schaldig,  nasser  des  neueo  iararaents  anserin  ga  lierrn  and 
I.  forsten  in  allein,  waB  nur  nicht  wider  unser  gewiseen  ist, 
billicli  KU  gehorsamen  und  nndtcrthenig  r.u  sein. 

Disc  und  andere  mehr  Ursachen  haben  wir  I.  F.  Cin.  dem 
b.  bisehofTen  erzOlt,  gleiebwot  er  ans  nicht  gnuegsaml)  hat 
n  reden  sondern  ans,  wie  aus  heylag  A  zu  sehen,  auf 
I  Wochen  die  drey  erhländer  zu  räumen,  als  auf  die  sL'bUrfste 
und  grimmigste  kälion,  da  man  mit  weih  sonderlieh  mit  klainen 
anerzogenen  kinderlain  ohne  gefar  leihs  und  lebens  nit  raison 
kan,  aincn  tcrmin  geben.  Dieweil  wir  djuiii  ...  E.  G.  u.  II. 
als  E.  E.  L.  geschwomo  bürger  sein,  auch  tmsern  aidechwnr 
getreuHi'h  zu  halten  unser  lutab  guct  und  bluet  beizusetzen  g«- 
sinnet:  demnach  so  sein  wir  dor  uiiterth.  huffnnng,  E.  G.  wer- 
den die  Sachen  dahin  dirigirn^  auf  doss  wir  bcy  ansorm  hsb 
und  guct  oder  harten  schwaiss  gelassen  und  dise  beschwJtrliche 
gCBchmnde  ausschaftung  widemiab  aufgebebt  werde.  Was  sollte 
sonst  R.  E.  L.  aine  iHrc  atat?  odor  müeätc  diesclbig  mit  fremb- 
der  nationspersonuou,  dio  nicht  teutsches  geblüet»  sein,  besetzt 
werden.  So  ist  es  uns  auch  nit  mOgticIi,  dass  wir  in  so  kurzer 
tenninszeit  unsere  haab  und  glletcr,  weillcn  niemand  verhand<'n, 
sn  gelt  machen  oder  rerkautfen  kUnnen.  Wie  schmerzlich  es 
uns  nun  fallen  soll,  alles  das  unserige  dahinden  zn  ksüen  und 
mit  weib  und  klainen  unerKOgennn  kindßrlcin  aus  dem  vatti;r» 
Und  ins  elend  zu  ziehn,  hat  menniglich  leiohtlich  zu  erwegen, 
Bein  aber  der  underth.  zncvcrsicht,  I.  F.  D'  unser  gn.  liorr  and 
1.  fürst  werde  mit  uns,  unserer  armulhey  oder  geringem  ver- 
mügen  nit  also  stricte  wie  nns  fürgesehribon  worden,  procediern, 
sondern  darbej*  anch  gn.  beherzigen,  dass  wir  der  melirlste 
thail  mit  schweren  f^erhabscliaflen  beladen,  mit  gemainor  etat, 
auch  andern  railungen  verfangen. 

HilfT,  lieber  gottl  wie  müosste  es  don  armen  wittihen  und 
isen  oder  den  elenden  nnerwachsenen  pupillen,  wellen  nit 
■n  von  andern  in  ediklBsrivhen  angenielten  gläubigem  und 
sonst  privatscliuldnern,  suhwär,  ja  UberHrhwRr  fallen,  ztt  go- 
schweigen,  zu  was  merklichem  nachtl  und  scitiitlen  l'-.  E.  L.  so- 
wol  in  einlang  den  mitlsgaben  als  socisten  In  den  gemjiinen 
kml-  und  statwesen  germchen  wnrdß,  wann  man  den  oben  ein- 
pefäorlen  bncohstabcn  A  ohn  alles  hinterdenken  nachgeen  sotto. 
Welche«  E.  G.  als  mehr  verständig  selber  wol  erwygeu  und  zu 
gemtlet  fUeren  klinen,  für  ains. 


vil  vun  anilßrii  orten  weg  alher  ^'ezogen  und  burfterlich  alda 
an terge lassen,  Ucuser  vcrUaufft  utjJ  von  grünt  »uf  ircr  maas 
nach  nea  aaferbaat  aacb  all  dns  icrig,  was  »y  iimb-  and  an- 
goliabt,  aacli  was  sy  sontst  oiitl^ctmet,  dretii  gewend  and  ver- 
stockt,  der  hoffbung,  sy  und  Ire  erbende  naclikimblingon  wor- 
den alhie  bey  so  ^ufiteni  regiinent  und  zaeDomung  gacte» 
gwcrW  ßxam  aedein  oder  jiin  etäit  wehrende  unverdrungnc 
wolmang  haben  kUnen  j  wie  weit  aber  oiiBorn  voroltern  und 
ans  die  wolmainende  hofi'iiutig  ab-  and  wcggcnamcn  wird,  das 
erwaist  jetzt  —  gott  erlmriua  —  dio  laidige  zeit;  dann,  als 
vor  wenig  tagen  die  reformation  religionU  aacli  in  discr  atat 
hat  BuUen  fürgeiiumen  und  gerichtet  werden,  haben  wir  nach 
gegebner  Vertrustung  gänzlich  verniaint  oder  dafür  gehalten, 
es  warde  mit  diser  K.  K.  L.  aigentham blieben  atat  von  den 
andern  stÄtten  im  land  ain  untcrschaid  haben  und  N.  u.  N.  der 
.  .  .  herrn  I.  f.  comiuiBBarien  gwilrda  [sie)  oder  knegsvolk  in 
ain  soliehe  vestung  nicht  eingefürt  werden,  welicliea  doch  letzt- 
lich auf  I.  f.  ernstlichen  bcfelcb  beschehen;  da»  wir  in  nnder- 
thcnigkait  geduldet,  haben  auch  dea  hochwltrdlgen  tlUrsten  und 
herrn,  herrn  bischoffen  «ermon  oder  bey  drey  stunden  lang 
werunde  predig  (darunter  sich  duruh  die  gwarda  ain  aaSauff 
errögi  «nd  der  burgersehafilt  ntelit  iilii  klHiner  Kchrncken  ab- 
gejagt, also  dass  sy  ferrer  fUr  den  l»eri-n  bischoft'  nnbewörter 
za  erscheinen  grosse  bödenkon  gehabt)  am  sontag  nach  Martini 
(Nowmher  12)  angehört  un<I  vornomen. 

Am  montag  darnach  (Noi^mber  Vi)  hat  man  uns  and  der 
ganzen  geniain  alllile  ainen  neuen  frenibden  angewendlicben  aidt- 
Hchwur  (»Uhe  Nr.  HCl)  fUrhalten  Bollen,  darzue  aber  die  gemaine 
wegen  der  in  der  kirche  anwesenilen  wolbewfirien  kriegsknechl^ 
Torangezognon  besehechnen  auflantTK  halber  zu  erscheinen  ain 
ah^clieücb  getragen  and  dem  .  .  .  herrn  bieclioffen  dnrcb  ans 
vortragen  lassen,  »y  hellen  albernit  E.  K.  L.  geschwom,  dar- 
bey  woltan  sy  auch  als  ain  redlich  pidersmann  verharren  und 
verbleiben:  alier  nichts  deKtowaniger  wollen  sy  I.  F.  D'  .  .  . 
allen  gebitrliehen  gehorsamb  . .  .  laisten.  Darauf  wir  uns  gteicli- 
mftfisig  auf  fcrrere  frag  erclftrt,  dasa  wir  ans  aus  erheblichen 
bedenken  von  der  geniain  nicht  kUnten  noch  wolton  absondern 
oder  abschaiden,  dann  wie  mitcbten  wir  mit  freyera  gewissen 
ain  andern  neuen  aidschwur  praeBtierii,  da  wir  doch  des  vorigen 
von  E.  E.  L.  nicht  erlassen  sein.    Zudem  so  erkonnen  wir  ona 


« 


Ol 


^ 


schuMig,  ausser  dos  nonen  iaramenU  nnserm  gn.  lierm  qqgI 
I.  Alrsten  io  allem,  was  nur  nicht  wider  unser  gewissen  ist, 
biUicli  zu  gehorsamen  und  undtcrtheni^  zu.  Bein. 

Dise  und  andere  mehr  ursaiOicn  haben  wir  I.  F.  On.  dem 
h.  btschofren  erz{j)t,  gleichwol  er  ans  nicht  gnue^anib  bat 
trollen  rt>deii  soiiderii  an?,  wir  aus  bcylag  A  za  seiieu,  auf 
acht  vrochcn  die  drey  orhlUnder  zu  räumen,  als  auf  die  scbUrfstu 
and  grimniigstc  kuhen,  da  man  mit  weih  sondcrttch  mit  klainen 
uneraogencu  kindcriain  ohne  gcfar  Icibs  und  lebcns  nit  rai8<'n 
kaHj  ainen  termin  geben.  Dicweil  wir  dnnn  ...  E.  ti.  a.  H. 
als  E.  E.  L.  geschworiie  bltrger  sein,  aach  uusern  aidschwur 
getrenlieb  zu  lialtcn  unser  haab  gnet  und  bluet  beizusetzen  ge- 
sinnet:  demnach  so  sein  wir  der  unterth.  höfFnurg,  E.  ti.  wer- 
den die  Sachen  dahin  dirigirn,  auf  dass  wir  bey  unterm  hab 
und  guet  oder  harten  schwaiss  gelassen  und  dise  beschwärliche 
geschwinde  ansschaffan^  widerumb  aufgebebt  werde.  Was  sollte 
sonst  K.  E.  L.  aine  litre  stat?  oder  müeäte  dieselbig  mit  fromb- 
der  nation9pei>8üuncn,  die  nicht  tetitsehes  geblUets  sein,  besetzt 
werden.  So  ist  es  uns  auch  nit  milglicli,  dass  wir  in  so  kariscr 
terminszeit  unsere  haab  und  glletcr,  wnillen  ni^raand  verbandt-n, 
%n  gelt  machen  oder  verkanffen  kUunen.  Wie  schmerzlich  es 
uns  nun  fallen  soll,  alles  das  unserige  dalnndeii  zu  lassen  und 
mit  weih  und  klainen  uiier/.ogenon  kindt-rlvln  aus  tlom  vattt-r- 
land  ins  elend  zu  ziehn,  hat  menniglich  leiehtlich  sn  erwegen, 
Bein  ober  der  nndcrth.  znevorsieht,  I.  F.  B*  unser  gn.  herr  und 
i.  fürst  werde  mit  nns,  unserer  arniuthey  oder  geringem  ver- 
mfigen  nit  also  »friede  wie  uns  f&rgeschriben  worden,  procediern, 
»ondem  darbey  aach  gn.  beborzii;eti,  dass  wir  der  mebrlste 
itiail  mit  schweren  ^erhabgclmften  beladen,  mit  gemainer  stat, 
■uch  andern  raitmigen  verfangen. 

Hilff,  lieber  goltl  wie  müesste  es  den  armen  wittibpn  und 
Waisen  oder  den  elenden  unerwachaenoii  pnpillen,  wellen  nit 
tagen  von  andern  in  ediUtssneben  angemelten  gläubigem  und 
sonst  privatsclmldnern,  sebwär,  ja  überechwUr  fallen,  za  ge- 
schweigen,  zu  was  merklichem  nacbtl  und  schaden  K.  E.  L.  so- 
ffol  in  einlang  den  mttlsgaben  als  sonsten  in  den  gemaincn 
Und-  nnd  statwesen  geraiclicn  wurde,  wann  man  den  oben  ein- 
peftlerten  baeebstaben  A  ohn  alles  liinterdenken  nachgeen  solte. 
Welches  R.  G.  als  mehr  verstendig  selber  wol  erwegen  und  zu 
gemUet  flieren  kUnen,  (Ur  ains. 


93 


I 


Zum  andern  ist  £.  G.  a.  H.  zum  mehriaten  tLail  auch 
bewuast,  wio  dasB  d&a  alte  spital  bei  dem  hl.  g-eiat  wegen 
£.  K.  L.  gebew  hat  mUesscn  weggerisaea  werden,  hat  steh  E.  R 
msgistrat  nod  zavordorist  Christoph  WindiBch  eel.,  der  damaia 
in  richterlicliem  ambt  gewest,  im  namen  gemainer  stat  aas 
christlicher  erb&rmang  gegen  den  elenden  and  armen  anter- 
fangen,  ein  anderes  nenes  epitat  von  gnenem  vruseii  aufsuer- 
baaen,  dnrbey  ain  neae  kirchen  za  erhüben  and  ain  fraidhoff 
snr  bc|?rllbnos8  zaezarichten  and  BoUicheB  alles  aaf  aigen- 
thumbliche  grtindl.  Weliche  kirchen  gemaire  etat  nnd  die 
bargerschafft  Air  sich  selbst  jeder  absonderlicli  mit  ainer  hohen 
and  starken  samma  thails  aignes  thails  aber  ütitlehntes  gcits 
von  grant  auf  zu  ehren  der  allerb.  droyfaltigkeit  gottes  erbaat 
nnd  za  seinem  form  gebracht.  Darzae  haben  sich  auch  ir  vil  fl 
hohe  und  nambhafTtc  landherrn,  wie  auch  ritter  and  vom  adl, 
ioner  und  ausser  landts,  irer  christlichen  andacht  nach  nicht 
wenig  contribairt  und  mithitHich  erzaigt,  zn  dem  ende,  damit 
sie  und  ire  erben  goltes  wort  and  das  hl.  evangelinm  hören 
and  dann  nach  Schickung  des  allcrhüuhsteii  ire  Iiegrobuus  alda 
haben  kUndten,  doch  auch  soUicLer  bescliaidciihait,  dass  sy 
vermüg  iree  von  uns  habenden  reverss,  im  fall  sy  in  irer  wol- 
tuainung  eintrag  oder  verhindernnss  empfinden  tiltten,  dass  sie 
ire  dargaben  widerumben  abzufordern  sollen  macht  haben. 
WAnn  dann  E.  O.  u.  H.  ans  za  dem  spital  und  dem  gansen 
gcbcUwcsen  daticlbst  oft  vermant,  sonderlich  von  wegen  der 
presähalTtfn  ariueu,  im  gebew  fortzufaren,  haben  wir  gumaiiie 
Btat  nicht  verschont  soiideru  starke  summa  gelts  entlehnet^  so 
wir  noch  interressirn  uud  zu  bezallen  schuldig  sein,  auch  uns 
selber  jedweder  nach  seinem  vermUgen  angrüTeu  und  in  dos 
werch  oder  neue  gebetl  alles  gestückt  und  verbaut,  wie  wir 
diUiD  auch  gegen  den  herrn  und  landleuthen  umb  ire  herzao 
getragne  dargaben  laut  angeKogner  reversverächreibuiigcn  ver- 
antworten mfiessen.  Warumbcn  aolton  wir  dann  die  Schlüssel 
zu  der  kirchen  auf  soHche  bedenken  nnd  Ursachen  von  uttsorn 
faenden  geben? 

Wir  verhoffen  vilmehr»  ob  wir  wol  ntichstmals  E.  G.  an- 
geregte EchlUsvl  auf  dero  begern  aas  arsacben  angohendigt  and 
vertraut,  man  werde  diesolhigen  uns  widcrumb  überantworten 
und  uns  bey  dem  erhöhten  werch  handhaben,  schiUzun  und 
schermen,   um   sovil   mehr,   wcillcn   die   vorigen  herrn  N.  1.  f. 


I 


95 


eommissarieB  wegen  d«r  pfarrklrchea  S-  Aegidii  mlhM  im  luunen 
I.  F.  D*  mit  kUrec  «rorten  Uattpr  coegesagt,  si«  vohen  oi» 
soGdie  pfkrrkirchen  iar  and  ug  and  bo  Uog  bis  imsere  neae 
lirehen  bej  dem  spiul  sn  anserm  er.  «oBertitio  «uferbaat  and 
amgeridit,  angeirrt  lassen,  solten  aaeh  bemaclier  mit  ange- 
regter onserer  neuen  kirclieD  and  titmrt-itio  rtliffitmit  ferrer 
gaos  mtgebindert  and  inpcrtarbirt  stAtig?  verltlciben,  wann 
inen  aar  die  hiovbrige  bemelte  pfarrkircben  gegen  angebotncn 
abtrag  des  ancostcoa  eiDgeraatnbt  wordc,  deren  sy  rieb  ge- 
stracks  hernacber  onteriaagea.  Aaf  weliche  ir,  der  hcrm  coro- 
Bissarien,  coesag  wir  ans  dann  gSnaliobeQ  verlassen  ond  nocb 
darauf  sa  steen  gedenken  and  gar  ait  daftlr  halten,  dass  ans 
hierober  onaer  mit  groasen  aocoeten  erbautes  and  erhöhtes 
wercb  in  kein  weg  entwendet  werden  solte.  Im  fall  es  aber 
wider  anser  verhoffen  änderst  fallen  and  die  echlUscsel  an 
nDMrer  merbeojclten  neaen  kircfaen  vorg^ehalten  werden  wollen, 
worden  wir  hSchstgedrangnar  not  halber  anser  vcrbauta  tind 
aaf  leben  aafgebracbtas  atarkea  geh  inbalt  nbscbriA  anscrs 
hiebejr  gelegten  mit  baechatab  B  and  C  stitft  and  reverssbricffs 
widemmb  rCUig  abfordern  and  die  gemachten  scbaldcn  be- 
zallen  mUesaen. 

Di.<em  allem  nncb  gelangt  an  E.  G.  u.  11.  snntent-  nnd 
absonderlich  .  .  .  unser  nmb  gvitteswillen  nndcrth.  nnrueffen  nnd 
bitten,  die  wellen  dises  alles  mit  roehrercm  beherzigen,  die  band 
ob  ans  als  iren  geschworenen  bürgern,  nnsem  armen  betrtlobten 
weib  and  kindem,  wie  bishero  bescbehen,  ancli  noch  hinfQrter 
halten  and  den  billichen  schätz  and  scherm  ans  empfindlich 
gcnieBKn  lassen,  die  geschwinde  and  hoc li beschwerliche  in 
bOduter  Winterszeit,  da  man  Anch  ein  nnrernUnftiges  thicr  za 
Taraehonen  pBegt,  ansschaffnng  aas  dem  land  verroitln,  weJiches 
gott  der  allerh^hst  reichlicli  belohnen  wird.  Thuen  .  . . 


E.  G.  a.  H. 


nnderthenigiste  nnd  gehorsame 

N.   bargermaistcr,  rirlitcr,  rath 

and   die   gemaine  bnrgersohalTt 

der  stat  Clagenfuri. 


M 


1163. 


,Ahschrift  t/emamer  statt  Cla^cnfurt  stifflhricf.'  Khgenfuti,  1588 
Juni  13.  (Jtürgernutislrr,  Stadlrkhtcr  und  Magistrat  der  Stadt 
Klatjenfurt  hekninen,  daß  die  Stadt  Klagenfnrt  vor  der  Zeit 
Hein  und  in  Icieinem  Berufe  geteesen,  weil  daMn  kein  ^emainer' 
Landpaß  gegani/en,  noch  di»'.  HHrger  ein  hesondercg  Gewerbe  ge^ 
haJft.  Seit  iler  Ühergahc  an  die  Landschaft  durch  Maximilian  /. 
wurde  sie  erweitert,  lefestigt  und  für  die  Kranken,  ,die  vordem 
stiindtich  in  jedermanns  ITäusern  gdeycti  und  einer  dmt  andern 
die  Uand  tfehoten',  gesarfji  und  neben  der  evangeliscJien  Kirche 
ein  Spüal  errichtet,  icosu  jäkrlieh  300  fl.  sti  den  schon  früheren 
Xrälten'  gegeben  worden.  Der  Spittdmeister  soU  ,aus  dent  Bafs- 
miltd'  frei  gewählt  und  ,mil  einem  geschworenen  Eid'  in  das 
Amt  eingeßihrt  werden.  .  . .) 

(Kop..  8t  L.A.,  Chr.  B^  «d  1800.) 

1164. 

Lnndesfiirsllic^er  Sefefd  an  den  Verweser  ett  Aussee:   ,den  nU- 

hieigen  Jesuitern  480  //.  UO  kr.  für  bcstcUt^  und  hierhvrgehraelite 

katholische  Bücher  su  bceafüeti'.    Grog,  1600  November  12. 

(H.-,  H.-  o.  8t.-A.,  Kiinim«irrc(firtflr  XVIU.) 


1165. 

Der  ,Schln(iminginchc  Hevers':  VerpfUehinng  für  r?CTi  Katholin$' 
mus  mit  angehängter  ,Atfdisnotl'.  Scbladming,  1000  ^'ovember  13. 

CKop.,  8t.  L.A.,  Clir.  R.) 

Wir  N.  die  Imrger-,  gwerk-  und  pÄUcrsclmffl,  auch  gAnce 
gmaine  {.»farmcni^  iilliie  zu  SchUdming  bekennen  hiemit  vor 
menif^lich  öffentlich  mit  disem  brjef:  NacUdem  von  .  .  .  Ferdi- 
nanden erzherzogen  ...  an  ietzo  zu  reformtning  dea  religion- 
wesens  ain  aiiBelienliche  generatcommission  ausgefertigt  and 
solichc  alda  zu  Setitädming  nicht  weniger  als  anderer  orten 
firgenomen,  die  sectischcn  prcdicnnten  abgeschafft  und  ent- 
gegen ein  calholisclior  rechter  ordenlicher  priester  oder  pfarrer 
eingesetzt  worden,  auch  darzue  umb  dessen  gebürlichen  schütz 
an<l  verliietiing  allerlai  Widerwärtigkeit  uns  anfftngs  benenten 
drey  tauen  und  ganzen  pfarmenig  sowol  als  andern  refürmirteu 


96 


orteo  AID  gii»rdi  oder  aczal  kriegsrolktt  auf  unseni  aigren  qd- 
casten  bete  einlegt  werden  sollen,  wan  uns  aber  die  1.  f.  b. 
mmmiiMirif  n  anf  nnser  .  .  .  bitten  and  in  aiisehnng  der  bei 
dem  genuioeD  mann  ersdidneaden  «nnaet  mit  eiatcpong  solcher 
grurdi  aas  eondem  gnaden  doch  dergestalt,  das»  wir  die  ganxa 
pfiuTBenig  ans  in  etlich  hemacLvolgenden  ptlncten  oder  articln 
gegea  (.  F.  D*  als  berrn  und  landtsfdrsteo  schrifUichen  xn  ver- 
obUgieren  schaldig,  gn.  befreit  und  erlassen:  so  thaen  wir  hier- 
auf hegstgedaeliter  F.  D' .  .  .  hiemit  ainhelli^Itch  zaesagen  und 
aas  gmnl  der  warheit  versprechen,  dass  vir  iro  als  herrn  and 
landtaAlrsten  sowol  aoch  deradben  nacbgesetsteo  obrigk&iten 
hinfUro  jederzeit  und  die  tage  nos^rs  lebens  getreu  und  gehor- 
sam sein,  deru  gebott  und  vcrbutt  wOrklich  halten  und  nna  im 
wenigisten  widersetzen  oder  derselben  widerstreben  wellen. 

Dann  so  wellen  wir  uns  aller  rebellion  tmd  aafstandts  in 
ewigkeit  enttialtcn  noch  andern  su  soUichtin  lunicheo  nith  oder 
(hat  geben,  sondern  da  wir  dergleichen  was  vermerken,  dasselb 
Tilmer  verhiettcn  helfen  tmd  der  nachgesetzten  obrigkeit  zeit- 
lich anzaigen. 

Oletcfafalls  wellen  wir  ans  alhie  ron  nno  an  aller  seelischen 
predicaoten,  derselben  lehr  und  predigen,  so  wider  die  alte 
cattiolische  kirchen  sein,  gentslich  enthalten  noch  auch  solliche 
haimlich  oder  öffentlich  alda  einschlaipfen,  sondern  hergegcn, 
wan  sie  zu  betreten,  die  anzaigen  and  in  TerhafHung  bringen 
helfen,  wie  anch  kain  haimliche  rerbottne  winklpredig  oder 
iesuDg  der  ketxeriächen  poätiln  in  heisern  oder  andern  orten 
uistSbi  oder  ans  darzae  begeben  nnd  dabei  finden  lassen: 

da  entgegen  ahcr  den  anjetzo  alhie  eingesotzte^n  cath.  h. 
pfarrer  [dem  das  bieige  gottshaus  ohnedas  als  ain  tilial  zn  der 
hanbtpfarr kirchen  auf  Haoss  von  altershero  incorporirt)  and 
seinen  nachkomen  alle  achaldige  ehr  lalston  and  ime  als  nnsem 
ditsorta  rechten  ordenlichen  geistlichen  hirten  und  Seelsorger 
haben  sein  gobUr  und  plXrliche  gerechtigkaiten  treulich  und 
willig  raichen,  anch  ine  bei  tag  und  nacht  vor  allem  gwalt  und 
widerWertigkeit  schützen  und  beistendig  sein  wellen. 

Und  da  nun  ulier  kurx  oder  lang  ainer  oder  mehr  ans 
uns  dreyen  thaillcn  als  der  ganzen  Sclilädmingschon  pfarnnenig 
hierwider  ihnen  nnd  das  wentgiste  so  hierin  gemelt  übertreten 
wurde,  der-  oder  dieöetlMMi  sollen  ein  jwler  seiner  gruntobrig- 
nnderworffen^   mit  all   seinem   haab    und  gnettj 


96 


dem  Iierrn  und  laiidtsriirfiten  nber  mit  leib  nnd  loben,  wie  uns 
(lan  dcrwcgen  drei  liocligericlit  zn  abscbeUcIilicIiem  exempl 
alliic  aufgestellt  worden,  ohn  alle  gnad  und  vei-scbonung,  in- 
inassen wir  dann  solcbus  urti  ftclhst  über  uns  gcscbtipft,  ver- 
fallen sein. 

Dessen  xu  waren  urkund  geben  wir  .  .  .  disc  scbrifTliclie  Ob- 
ligation, welche  durch  Veitton  Pranlner  marktriehter  und  bofzina- 
Terwaltern,  Adamen  Leilgeb,  Achatzen  Waldner,  Unepn  Bteihn- 
feldcr,  Iweden  ratsburgern,  Adamen  Kiaensehmidt  gwerken, 
dan  seinen  boIid  auch  Georgen  ßisenscbmidt,  Sintzingerischen 
Verweser,  Adamen  Leiiner,  Beliai mischen  vcrwcser,  Leopolden 
Angerlccbncr,  frÄit8chni{Jl7.baetraan,  Marxen  Lctmair,  Admon- 
tisclien  underthan,  Colman  Schupfcr,  des  BtiflTts  S.  Petter  bu 
Salzburg  nnderlhan,  und  Wolfen  Zauner,  Prannfalkircben  undor- 
tlian  als  unscm  hierzu  dcjmticrtcn  anssehnss  mit  iren  aignen 
pcdschafften  verfertigt  worilen  ist. 

Actum  zu  Schlädming  den  13.  November  1600. 

Aydtsuotl  darauf. 

Ich  glob  und  schwer  hiemit  vor  galt  und  dei'  weit  ain 
leihliehen  nidf.y  dan»  ich  allem  dem^  m  in  ietzt  verlesner  schrijj't- 
Ueheti  ohUgafion  heffrijfen,  gwi»  und  ^oarkafftig  naclikomaa  und 
dancider  tceder  mit  Worten  noch  toerkßu  im  tveniglst-rn  nichtx 
fiirnemeii,  thuen  oder  lassen  wil,  ah  war  mir  gott  helff  und 
sein  h.  evangelium. 


1160. 


Die  Iidigion$rtformatiojisk4)nwmsäre  an  den  Bürgcrnteist 
Ilichter,  lUtth  it«d  die  ganze  Gemeinde  von  Klagcnfvrt:  Da  sie 
den  von  ihnen  legehrten  Eid,  ,den  sie  oJme  Verletzung  üires  Ge- 
iciasens  hätten  ablegen  dürfen*,  niclit  geleistet,  so  wird  ihnen 
mimens  des  Landesfürsten  kategorisch  aufgetragen,  sich  hinnen 
gu-ei  Monaten  mit  BcicJii  Mtd  Kommunion  einjnistdlen  oder  so- 
dann nach  Abtrag  des  sehnten  Pfennigs  aus  aUen  Landen 
I.  F.  D'  abjsHsichen.     Klagenfurt,  1000  November  13. 

(Kop^  St.  L-A-,  Clir  R.  n.  Kod.  Llot  *8,  fol.  76"''  n.  saS«'-.  Ooilrnokt  Archir 
mr  TAlArl.  Üoach.  etc.,  I.  c,  S.  60.) 


Sie    ^ 


97 


1167, 


DiueÜem  am  dm  Schvkektor  Johatme»  Jibgmr  und  die  owfer«» 
SAtMiater:  Da  sw  den  früher  an  sie  ergangenen  Dd^rettn  «»- 
teider  si^  immer  noch  in  Klagcnfuri  anfhiUen,  teird  ihnen 
ärmfgtens  beftMen,  angesichta  dieses  IMer^es  aas  Ktagenfurt 
wmd  den  fürstiidten  ErHanden  tu  tiehen,  mdriyenfaUs  sie  der 
amgednMen  Strafe  verfallen.     Klagenfurt,   1600  November  13. 

(Kfifb,  Kod.  Hb*  13,  fbl.  74>>  n.  £30';  dort  mit  dem  Dalam  des  lA.  NoTvmliar, 
Gedrackt  Archir  (Or  rxteri.  GaKb.  etc.,  S.  49.) 


1168. 
,Formiiiar  des  Juramenls  für  die  KUigenfurler.' 

(Sl  L.-A.,  Chr.  IL.  Kod.  Liiu  13,  bl.  76» ) 

ler  werdet  Kierait  scbwOm  titnen  It^iblichen  aydt,  das»  Ir 
der  F.  D*  anserm  *;n.  lierrn  und  crblandftlräten  auch  deroselbon 
□acbgeseUten  obrigkeit  wellet  getreu  und  geborsamb  sein,  Euch 
der  prcdtcKiiten,  so  Uog  ler  in  btebstgcd&chter  F.  D'  lauden 
iätf  geozliehcn  enthalten,  auch  denselbigen  rermUg  der  aos- 
gangen  generaln   ainichen   underschlaipf  Dicht   geben  sondern 

IEach  als  getreu  und  gehorsame  nndcrthanen  erweisen. 
Sollen  darauf  nachsprechen:  Wie  mir  jetzt  fürgehalten  ete. 
&t«be  Archir  fSr  fxtttl  0«Kb.  etc.  XIX,  61. 


1169. 


I 


Der  Landeshauptmann  und  Vitedom  voh  Kärnten  an  Ferdi- 
nand IL:  Auf  den  den  li^igionsreformatiouskommissären  in 
Kumten  mitttds  Zuschriß  vom  30.  Oktober  Mugesandten  tadeln- 
den Vermerk,  daß  sie  keinen  spc£ifisfierten  Beridit  über  den  Er- 
kag  des  10.  Ffenmijs  in  ihren  Relationen  einbringen,  berichtat 
sie,  daß  sie  in  Abfordernng  des  10.  Pfennigs  zur  Bestrafung  der 
sekiisdten  Bürger  nicht  gesäumt,  aber  in  VÖtkermarkt,  ico  der 
Viaedom  st^st  dasu  gekommen,  die  Zeit  tu  kurM  bemessen  war, 
U*  man  ,ßn  einem  andern  Akte  der  Reformation  gegriffen*.  Bei 
der  Armul  der  Barger  sind  die  Strafen  gering  abgegangen  und 
ist  kein  Geld  erlegt  worden.  Der  Bischof  von  Seckau  habe  er- 
klärtt  die   Verrechnung  ut*d  Veranltvortung  tccrde   Dr.  Costedc 

r«et»B.   U.  UL   M.  LX  7 


98 


HȊ   der    Baitpimann   der    Guardia,    der   von   PrauJch,    haben. 

Kla'jenfurt,  IHOO  Noi)eniher  14. 

(Konit.p  Liirabcrg-Keistrito-Archiv.) 

U70. 

X>ie  Verordnetett  v(m  SteiermarJc  an  (xcorg  Herrn  von  Stuhen- 
larg  auf  Kupfhihcrg :  geben  ihrem  Befremdm  AnsäTiich,  daß  der 
anderen  leiden  Lande  Abgesandte  in  Kapfcnberg  noch  ttidU  ein- 
geiroffen  seien  und  das  wichtige  Gaschöß  sonach  eine  Venögerung 
erleide.  Bitte,  über  den  hoffenflicJi  lleincn  Vereng  nicht  unge- 
duldig zu  werden  and  von  der  Ankunft,  hcziehungsiveisc  Weiter- 
reise der  Gesandten  unverwcilt   Kunde  zu  gehen.     Gras,   T609 

Noveniher  15. 
{Ori(;.,  4  Sieg«!  aurfsdrllclct.  St.  L.-A.,  Stubenbar^-AIctkn.  Konx.,  Chr.  K.) 

1171. 

Zeugnis  der  steirischen  Verordneten  für  den  Stüchgießer  Marx 
Wenig,  der  aono  1575  wegen  seiner  gerühmten  Ehrharleit,  Ge- 
sehiddichkeit  und  Erfahrenheit  von  Erzherzog  Karl  äkiw  Büchsen- 
meisler  bestellt,  hernach  aber  ,umh  heständiger  Bekenntnis  seiner 
lieligion  A.  C.  uegen  solcJies  Diettstes  bc7niissigt'  utul  anno  1591 
in  landschaftliche  Dienste  aufgetwmmen  icurde.  Er  7»«te  sicJi 
^mit  Giesseray'  von  Medaillen,  Geschütz  nnd  Mörsern  und  Be- 
rgung von  fPulfer  ehrbar,  aufrcciU  und  wol  verhalten'-.  Man 
hatte  es  gern  gesehen,  ihn  hei  diesen  schwierigen  Zeiten  gegeti 
die  Türken  brauchen  eu  können,  so  ist  doch  sein  hei  der  im 
Itande  ,fiirUiufendtm  leidigen  und  höchst  schmerdichen'  Beligions- 
verfohjm^  nicht  vergessen  tvorden,  vielmehr  wurde  er  mit  anderen 
ehrliehen  Bürgersleuten  aus  dem  Lande  gewiesen.    Graz,  10(>0 

November  15. 

(Kop.,  St.  li.-A..  Bofom.-Akt«D.) 


1172. 

Aus    einem    Schreiben    des   Stubetdi&rgschen   Pflegers   Rcmigius 

Ebner  xu  Frattenhurg  an  Barbara  von  Stubenberg  auf  Kapfen- 

barg:  herielUet  von  der  neligio}isverfölgang  in  Obersteier. 

Fruuenburg,  1000  November  17. 

(Orlf.,  St.  L.-A.,  Stttbcnliorg-Aktaii.) 


99 


.  .  .  Wie's  in  K&rndten  mit  der  verfol^ng  anri  dergleichen 
ybwärnngen  steet,  wierdet  ooe  zweiH  die  fran  horr  Andreein 
£.  G.  schreiben.  Die  ist  erst  heranskomcn.  Alhio  herumb  h.-ilt 
ich,  wann  die  gegebnen  termin  naf  Andreei  ausgclin.  werde 
sich  da»  Qbl  erst  rüern,  wie  dann  berait  der  tirannisch  phleger 
xa  Oberwelz  seines  thaüs  ditsort«  khain  nnbarmberzigkait  nit 
«part  Docii  mechte  villeiebt  der  angestslte  landtag  etwas  ab- 
halten, dieweil  one  zweifl  dabei  die  väterlicben  berrn  nnd  Und- 
leat  irer  armen  nntertbancn  leidende  nnbillicbkait  nit  vergessen 
«rerden  za  betrachten  und  derselben  abzelielten.  Darzne  der 
liebe  gott  gnad  and  geist  genediglicb  verleihen  welle.     Amon. 

Barbara  Yo«  Rtnbenbrix,  Torlitpr  Bartlmes  ron  KbcvcohQIIer,  war  die 
«nte  Gemabiin  6«orpi  A.  A.  Herrn  vo»  Httit>i*nlif>rg.  liitr  1629  MJnea  Glaobent 
mC*B  in«  Eiil  g«ben  mußte  and  am  21.  April  14S0  in  Begcosbarfr  »tarb, 
Bacbdtn  «r  **ine  liegend^Q  G(lt«r  an  sein«  Vettern  Georg  d.  J.  und  Wolf* 
gMOf  abgetreuii  batt«-.  R^'mijcins  Ebner  ivard«,  all  die  prot«5tanttaehen 
Fflnger  In  la&ertatnreicb  aa«|[c«riesoti  wnrden,  von  Georg  von  ^tu licnlirrg 
aaf  tda  In  BShneti  li<rf^nd«4  Gm  Geier^crip  in  ffletchpr  Gi^oMbaft  ge- 
Msdt  irad  erlebt«  den  Untergang  dea  protntaattMhen  Hrirr«nMaBde«  aaeh 
in  BOhineD.     Barbara  vgn  Stabonberg  lUrb  am  3.  Uüm  101B. 

1173. 

Die  Veronhieten  von  Steiermark  an  Ferdinand  IT.:  hetreihen  die 

Erledigung    der   im    letzten    Landtage   vorgehrnehlm    TidigiöM' 

Hnd  pdUisdien  Beschwerden.    (Gras)  1000  Kovember  S. 


1174. 


I 
I 

m   Erl 


Der  Bürger  Adam  IlaUer  von  (iraz  erhält  ein  Testimonium,  daß 
tein  Vater  si'cÄ  40  Jahre  ehrsam  in  Gras  verhalten,  auch  er 
$dbst  akh  KoJil  verhfäten  habe  und  nur  der  BeligiOH  wegen 
binnen  sechs  WöcJien  und  drei  Ta^en  aus  dem  Lande  müsse. 
(Gras)  1600  November  20. 

(Ebenda  ) 

l\lb. 

Harlin  Bischof  von  Scckan  an  Marx  Fugger:  über  der  Verlauf 

der  bisher  in  Kärnten  vorgenommenen  ReUgiansreformation. 

Grat,  IGOO  November  31. 

1* 


100 


(Cfld.  kifal.  i>al.   Vioilnb.  &978,    fol.  ftOl— fi9S  =  die  PufrrftrMhsn    Zeltno^an, 

Kod.  Udz  43,  fol.  77*— 7B';  dann  in  deuUchor  ÜberscUnnc,  fol.  79*  — 80*. 

Qadxackt  Uim^iiu,  Ksridit  und  Eiiuacratis^,  6.  4/6;    Bosoleoz,  f.  C&^,   und 

Ctuoel,  Caodichriftcn  I.  130.) 

ülofitris  ac  generöse  domine  Marce  F^ggore,  domine  cha- 
rissime  et  obaervande. 

Postquam  pndie  Nativilatis  b.  Mariae  Virgini«  ad  V.  lU. 
X)Hn  litteras  dcdi,  quiboa  significavi  totam  Styriam  circa  rdi- 
gionem  Dei  praepotenliH  beneficio  reformatam  esse,  ee^uenti  die 
ibidmii  iD  tcmplo  parrochiali  Oarintliiacae'  fccimas  initinm  re- 
formationis.  Commissarii  mihi  adiancti  erant:  dominas  Joannes 
comtrs  ab  Ortenburg  Carinthiae  suprcmas  capitaiieus,  Hart- 
matinns  Zingl  eiasdem  proviDciae  vicedominas,  doctor  An- 
gelas Costede  Ser*"' consiliarius,  et  Joannes  CLrtstopliorns 
de  Prank,  gnardiae  nostrae  capitaneus.  Eodem  igitar  plane 
modo,  sicut  et  Styria,  Carinthia  a  nobis  est  reformata. 
Iiipriniis  liaoretica  tcmpla  cum  caeinitoriis  scctarioramqae^  prao- 
dicantiuin  acdibus  abiqoe  partim  arietibas  partim  pulvere  tor- 
metitario  sunt  eversa;  praedieantes  uhiqne  ex  provincia  expnlsi, 
tjxores  pntativae  et  concubinac  clericorum"  ab  eomm  conaortio 
abactae,  illteqae  reditus  sab  peoa  proscriptionie  ex  omnibos 
provinoäs  interdictus.  Ouiiies  catholtcae  ecclesjac,  quae  erant 
in  haercticoram  potcatatc,  sunt  rccaporatac,  catlioUcIs  pastoribas 
impositb,  omnes  civitates,  omnia  oppidnla,  omnee  pa<^  diligealor 
reformati,  pertinaces  bacretici  ex  ouinibus  S.  Scr"'  provinctis 
proscripti.  In  omnibus  ferme,  maxime  vero  principaHoriboa 
locis  exhortauiunes  a  me  ad  popiUum  in  tertiam  et  qoartam 
usquc*'  lioram  babitae.  Commanio  sab  utraqao  specie  in  omai- 
bns  locis  et  viva  voce  et  per  patente-s  literas  (autoritate  apo- 
stolica  a  domino  nontio  apostolico  cpiacopo  Adriensi  mild  con- 
cessa)  a  me  enblata.  Inauper  literae  patentes  archidiaoonis 
Gmindensi,  Frisiaoensi,  Garcensi,  Lavalincnsi,'^  ot  Aquilcicnsi  et 


I 


*  Cariaütioio,  Bungiiu  a.  Kod.  Lins. 

^  ttctoHi&rum^ue,  Chmel. 

■  Fehlt  b«l   Rang-iiti,   wie   Bo«ol«iix   msint,  abstdiUicIi  wvg^lWMti,   fohlt 

aber  auch  in  Kod.  Line  43,  fol.  78*. 
'  Run^os;  x>t»perae\  so  ancb  Kod.  Lina. 
"  Uangitu:  Lavatüinctui,  A^Uenri  et  uormnÜi»;  RoaolenE  offenbar  richtiger 

mit    Besiobnog   auf  die   BrxdiCieae   Atjoilcja:    Labaeetui,  Aqmlämai  wi 

nomtulti«. 


101 


nonnollia  praelatia  daUe.  Mlabri»  continente«  remediA^  quibcs 
reformatio  nuneat  stabilita  et  ad  ecclesiam  rednctis  omnis  oc- 
Casio  ad  romitiiin  redenodi*  sit  praeclsa.  Malta  millia  libro- 
nun  haereticonim  public«  io  vartis  locis  combasta;  quam  pla- 
rima  animanun  miltia  ad  ovUe  Christi  divina  gratia  rcdncta. 
Et  sie  tota.  CAiinthia  in  spatio  trinm  mensinm  intcgr«  est^ 
reforinata  icnninerabilibas  hominibaa  d«^  suo  ad  ecdeaiam  reditos 
sibimct  ipsis  gratalaniibns.  Tnrbae  msticorum  et  Villacenses 
soDt  qnidem  tninaltaati,  sttamen  ipsoniin  furor  non  ita  diu 
doravit.  CiTitas  qaoqne  Klagenfurt  contra  nos  scmpcr  ftüt 
iD  &rmifi,  dinqne'  dos  ab  ingressn  prohibait^  donec  tandem  per 
terribile  principis  Dostri  inandatnm  commota,  rcfonnationi  se 
sabiecerit.  iLiiqae  pridie  S.  Martini  vexillam  qningentonun 
miUium  ex  Clag;cDfurt  in  civitatem  Volkermarkt  est  tranft- 
latuin,  eodemqne  die  omnes  sectarii  praedicantes  ex  eadem 
civitato  discessenint  Quibns  omnibas  postquam  Clagonfartonsis 
civitaa  ita  fiiit  evacoata,  nos  in  foaio  S.  Martini  cum  nostro 
miUtnm  vexillo  ingrössi  SQmos  tota  in  aiiois  (contra  paomm) 
posita  ciritate.  Seqaenti  vero  postea  die,  quae  erat  Dominica, 
in  templo  parrochiali  ad  populum  qui  erat  oamerosissirnns,  ex- 
hortacioneni '  in  qnartam  nsqae  horam  babai  et  postmodam 
hac  rcbelli  civitato  morc  soUto  in  omnibas  per  tndaam  refor- 
mata  domam  qaisque  discessimos.  Reformatiunis  et  Carin- 
tfaiacae  et  Stjrriacae  acta  forsan  aliqnando  publicis 
lypis  commlttentur.  FTtiec  quoqne  eommisaio  pei-qaam  feliciter 
et  praeter  omniam*  expectalionem  ^Deo  6tt  laus)  sine  omni 
sanguinis  effusione  peracta,  ita  nostro  Ser*"*  plaonit,  ut  inde 
plarimara  ceperit  volaptatis.  Haeretici  multa  de  rapinia  noatro- 
nuQ  militam  et  de  tyrannidc,  quam  nos  commisaarii  in  popolnm 
exercoiseenias,  eparserant,  omnia  ea  com  sint  faUissima  et  mon- 
dacia,  per  eeso  evanesoere  eoleant,  nnlla  pro  innocentiae  nostrao 
declaratione  apologia  opus  erit.  tlaec  eo  '  Übentins  ad  V.  illnstrem 
D****  Gcripsi,  quod  existimeni,  haue  narrationcm  salteni  aliquam 
tUiuB  dolorem,  qaem  V.  111.  I>  ob  Canisam  prob  dolor  tnrpiter 


■  Rod.  Lim:  rtdainti. 
k  F«bU  Kod  Unz. 

*  Bangiiu:  dxnLpie^  so  ftneh  Kod.  Linz. 
Chnel  u.  Kod.  Uns:  orationem. 

*  Kod.  Lins:  omneai. 
f  Fehlt  Kod.  Lios. 


102 

amissam    peroe|iit,    mitigationcm   fore. 
XXI.  NoveinlinB  anno   1600. 


Roptim    Graetii    die 


V.  I.  D.  sincerofi  amicas  et  servus 

M(artiiius)  ep(i8Q0pii)9  Secc:(oviousl8). 

Qaaoso  commtmicet  harnm  Hterarum  copiam  fratribus  P. 
Oregorio  et  doctori  Rott. 

Von  Cimisclia  mag  Icli  nicht  sclireiben.  Bin  khain  stnndi 
sicher,  dasa  der  fbiiidt  nit  aueli  für  das  scbloss  Sccc-rw  khoinme. 
Der  Stlrdar^  so  Canischa  erobert,  soll  ein  Äugsburger  oder  Me- 
DiiDger  sein.  Er  hat  gesagt,  er  will  den  uberaten  faisten  pfaffcn 
in  Steyr  noch  wol  finden.  Ine  kenne  er  nit,  aber  sciu  schluss 
wisse  er  gar  wol.     Bettia  gehe'^  in  mal'  fiora. 


1176. 

Abermalige   ßeschicerdeschrift  der  in  Klagenfurt  rersammeit 
Icarntiiischen  Herren   lOiJ  Lamilaitc  A.  C.  .üher  die  ßrgdoffene 
religiönsrefoTmalion  alda  in  Kärnten*.     Klagenfurt,  1600 
November  32. 

(Kop.,  St.  ^.■A.,  Ohr.  R  ,  9  Bll.} 


Bpdsuurn  flbor  die  EifulgiMigkeil  dnr  Eint^alten  rom  tl.  und  2ü.  Oklo- 
lior  und  SuUuierK  Ubtsr  diu  UiurAuf  erf-i^l^t«Li  Busolutiuucn  voui  30.  Oktulter 
und  4.  Küveuilier.  Mäu  Labe  sich  i'iDCS  so  iingDädigen  Verweise  umso- 
weniger  vorstke»,  aU  >n«i)  t'ieh  kotner  Schuld  bcwnßt  iw^i.  Mun  h&bf>  k«tne 
ander«!!  PrSdikintfin,  als  die  von  den  Ucrr<>n  und  Landlcnt«n  in>gi*«amt  «uf- 
^nomtncD  leifln;  vIb  ,zu  urlaubpii',  b«!  niolit  in  ibrer  Macht  goatanden,  tnaa 
iei  Uljr>g«iu  untvrtAnif^t  ,uni  Uulaainrung  dina«»  H«£»hU'  «lugMcbrittfin. 
Warum  daa  ,Fitliudl'  Kuecbto  iiirlit  abgi^saudt  wurd«»,  ergebd  aicb  aus  dem 
Schreiben  vom  6.  Oktober;  andere  Knechte  b.tbe  man  uicht  aufgenoniniea ; 
m«D  bitte  domoach,  alle  Wültvrco  Pol^t^rangcn  fallen  bii  las*«»,  wie  der  Er- 
aats  der  Unkostfin  und  diu  anderen  Drotinngt^n.  Was  man  ffolan,  nH  anf 
Befehl  der  ^auxcu  T^andscbaft  grtckrlinn,  ,imd  wttrde  rineni  Dieni'r  schwftr 
fallen,  wenn  alle  Last  mit  ihn  nnd  nicht  anf  dio  Prinzipalen  gelegt  wQrde'. 
Di«  KomuiisfJlre  Rülbit,  zu  dttnen  die  Verordneten  am  'J.  d.  M.  gokonimeu, 
bJttten  BedeoVcu  getragen,  die  Kuechte  vor  der  Bo«ndipaDg  ibrt^s  Auftrage« 
»u  eutlasaen;  ai«  leien  daun  am  11.  abends  in  Klagcnfurt  aa^ftlangt  und 
hAtten  di«  Reformation  ,ohne  unsere  Torhliid^^runif'  verrichtet  Erst  darauf 
habe  man  das  .Elhndl'  Koocbt«,  un^earhtet  mau  die  Beuihlung  bierfUr  atu  dso 


mi 


■  Eod.  Lies:  jhum. 


Q«ßilIeQ  nicht  |[«tiabt,  aonän-n  mit  gToß^r  UHhe  anderwXrta  ao^pifcnuki  hali«, 
abgedankt. 

Am  dar  Betls^p  B  mSge  die  V.  D'  entnebmen,  waa  BUrgffrmniittor, 
RicbEer,  Bat  iiii<)  diu  (»aDX«  BUrgGricbaft  wp^en  der  daselbst  vorgeuouinioncn 
BvforiDktiou  vingowendfl  (aiclio  Nr.  11&2).  BeicbwerduD,  die  müht  allein  die 
BOrgcncbaft  fondem  du  gam«  Land  ang^eheo  E«  tat  u&mDKlich,  dai^  die 
B(lig«r  binitMi  so  knrxar  Zott  mitteD  Lin  Winter  ins  bitter«  £leitd  xi«iiien, 
wai  ja  ftclbit  einen  Staln  erbarmen  mOchte,  und  xwar  mit  ]e«r«n  HUmlftn, 
d«  aianand  da  bt.  der  ihnen  etwas  abkauft.  Hinweis  auf  die  Atiw  I.nnda 
durch  den  Abzug  der  BDr^r  anii^efiigteR  Schideu  in  bczu^  auf  Unw^rb», 
UandvJ  tiud  den  allticemoiuca  Kredit,  dann  aui'  den  Zustand  unter  Karl  11. 
El  wirft  KQ  bejammern,  daß  die  Landleulo,  tiacbdem  die  KomraijuiKre  alle 
Deaerbant«n  QnlteiXck«r,  B>:g^ritbninUitt«n  und  Kirchen,  ,unvor«choiit  der 
daseibat  rtihenden  eTanfr«litc1ien  Christen,  Ubor  dna  Haufen  geworfen',  nicht 
■0  weit  Mitten  gewQrdlf^t  werden,  daß  maa  ihneo  ,nur  ein  Uotteahaa«  und 
einen  Ort  xu  ihrem  Begr&bnisae  Ter^flnni>ii  würde,  waa  ja  a«lbat  den  Un- 
^läubiKflo  KB'^Uet  wird'.  Bttla  um  Aufhebung  der  AusecliaiTung  der  Bürger 
und  Laadesdicner;  maa  GOtaiebe  der  katholiscIiüD  Kirche  das  Ihrige  nicht. 
KlagcD  Ober  dai  VorgebeD  wider  daa  LandesmitgUed  Christoph  SibeuLÜrger 
an  Bajrfaofen,  g«ge&  den  nicht  nur  ein  Ausw«i#uiigad«l(ret  erlaatun  wurde, 
sondern  der  anch  daa  Pntrer  bezahlen  soll,  mit  ilem  man  seine  KSrchn 
sentOrl  hat.  Beschwerden  Ober  ilaa  Vorgehen,  betreffend  die  Wolfsberger 
KapUnei.  daa  gegen  die  jäpainordnung'  verstoBe. 


1177. 

BescttUiß  des  großen   und  Idei/ien  Ausschusses  der  ISerrcn  t»id 
Lamileute  von  Kärnten    tc^en   ,ekrlkher'  AhferUijuiig  dei-  Pre- 
diger.    Klagenfurt,  1600  November  ^2. 
CKod.  Lina  43,  fol.  »UV     »odmckt  Artfbiv   fOr  vatert.  Oeecb.  ete.  XIX,  67.) 


% 


1178. 

Die  Verordneten  von  Kärnten  an  die  von  Steiermark:  teilett 
ihnen  ihre  an  den  Landesfürsten  erstattete  Eingabe  vom  35.  Ok- 
iober (siehe  Nr.  1146),  dann  die  hieraitf  crfoU/tm  Rcsohifionen 
mit  und  daß  man,  ,«m  dies  schädlickc  KriegsvolJc  nur  aus  dem 
Lande  eu  bringen  und  mehr  Unheil  Jtu  verhüten,  diese  Rcfomta- 
tioH  mit  herslichcr  Bctriibnis  in  Gedtdd  ausstehen  müsse'.  Am 
23.  November  ftaben  die  Herren  %md  LantReuie  gtmr  eine  neue 
Besehtcerde  üherreiclit,  ^cs  ist  sich  aber  einer  schlechten  Er- 
widerung eu  getrosten'.  Bitte  um  Mitteilung,  was  auf  ilirem 
iMndtage  in  diesen  Religionssachen  gehandelt  wird.  Klagcnfitrt, 
laOO  November  :i5. 

(Orig.,  &  Siegel,  St.  L.-A.,  Chr.  B.] 


104 


1179. 

Die  evangelischen  Prediger  jnt  Khgenfnri  an  die  Verordneten: 
Da  sie  sich  während  der  Äutcesenheii  der  fürstlichen  Kommissäre 
Otts  der  Stadt  entfernten,  nachher  aber  sicit  auf  die  Erklärung  der 
Ver<yrdneten  hin  wieder  nach  Klagenfurt  begahen,  so  bitten  sie 
um  Bcleliruttgt  tcie  sie  sich  verhalten  soUen,  da  sie  ,Kegen  Kinds- 
taufen und  anderer  Amtsgeschäße  voti  ihrett  ScMßein  täglich  an- 
gelaufen toerdeti'.     (Klagcnfurl)  1600  November  2G. 

(Kop.,   Koa.  LiDM  48,    fol.  8l)''—8l-  n-  SSß»-  — M8-.     Gedruckt    Arcblr    für 
vftt«r1.  Gewh.  etc.  XIX,  52.) 

Dis  Antwort  «rfolgle  uu  4.  Deseinber  (ebenda,  fol.  81**>).  Di«  Ilerrea 
nn^  Lxodlfiut*  haben  bt*her  alle*  M0g;lic1ifl  ic<?t«n,  was  xar  Erhaltnnir  ^«r 
«viD|;e1t»choo  Klrcben  nnd  8cknl«n  und  unr  Prppa{fierunc>  des  Emnupliuins 
notwendig  iit.  Aber  nun  setzte  aicli  die  F.  D*  mit  Ernst  dngegen  und 
wolle  tie  keinesfalls  iui  Luide  duldvn.  .Wril  es  nicht  anders  sein  kann 
and  sie  (dia  Prediger)  zu  ^ohorcban  erbietig  nein',  mOgoB  lie  aicb  ^madi 
rieliten'.  Weil  sich  dot  MiniRteriain  wegen  dicRe«  Uesebnidc«  niobt  ,coRt«ot*, 
•uiidem  beschTTtTt  erklKrt«,  Hebtet«  M  am  folgenden  Tage  eine  neuerlicbe 
Eingabe  an  di«  Verordneten;  dfr  von  ihnen  erhaltene  Be»cheid  sei  so  danket, 
Aaß  ne  jetst  nicht  mehr  wissen  als  zuvor;  sie  m<'*>L'bt«ii  aber  erfahren,  was 
bei  der  lotsten  Versammlung  der  tierren  und  l^andlentc  über  sie  eigentlidi 
bescfaloasea  worden.  Nun  sei  in  der  Adresse  an  sio  keines  ,Ministerii'  mehr 
gedacht  wie  fr&tar,  sondern  sio  wprden  alle  atloin  bei  Tauf-  nnd  Znnaman 
gmaiiiit,  der  windiscbe  Prediger  Ooorg  Fascliaug  gar  nirht  emäbnt,  wie- 
wohl er  Zeit  der  Verfolgung  treu  xu  ihnen  gestanden.  Drittem  werde  ihnen 
mit  den  Worten,  daß  di«  Prediger  .urbietig*  jeien,  der  hohen  Obrigkeit  M 
gefaorehiui,  Amdrüfke  in  den  Mund  gelegt,  die  sie  nicht  gr^brancht  haben, 
die  man  vielleieM  nar  per  corurqvm»  aus  ifarrf  Eingabe  gezogen.  Zur  Sal- 
TieruDg  ihres  Gewissens  t>edQrfen  sio  eines  klaren  Bescheides,  sonst  ktfunton 
sio  tfotx  aller  aniatlicbcu  B«fehte  ihr  Amt  mit  gulem  Oowisaen  nicht  ▼er- 
lassen, sondern,  da  sie  von  ihnen  berufen  seien,  uifißtcn  sie  yon  ihnen  auch 
abberufen  werden.  8!«  bitten  nun  f\ir  den  Pall  des  Abxuges,  den  sie  nehmen 
mOQteo.  daß  ihnen  ron  den  ,ConiniiR!iaricn'  ein  Termin  ansg^^wirkt  werde, 
in  der  Stadt  ihr«  Bachen  richltg  zu  machen,  was  nicht  »chwcr  sein  werde, 
da  es  ihren  Gegnern  mthr  um  da«  Amt  als  om  die  Penon  xn  ton  sei. 
Bitte,  Ihnen  eine  genaue  Erklärung  xu  aondon,  da  sie  solche  ,cjiDKleiiaclie 
temuMdi  nicht  verKlOndeD*.  Die  Verordneten  antworteten  am  ?0.  Doxcmber; 
K«  wüßten  »olbKt.  wi«  eS  mit  dem  MSnistorium  beschaffen,  daher  dürft«  man 
diesen  Tit«l  nicht  gebrancben-  Es  bleibe  bei  der  fa-Qher«n  Enuctteidung: 
man  kJSnne  die  Prf^diger  vor  I.  F.  D'  Gewall  IHnger  nicht  aehülzea  noch  ftir 
,diesmal'  dahier  behalten.  Darnach  mtlgen  sie  tich  riditan.  Faschang  aai 
nicht  von  den  Verordneten,  aondem  vom  hiesigen  Magiatrat«  «o^aommen 
worden;  an  dieMn  müsse  man  sich  wanden,  wenn  er  auch  Mitglied  des 
Ministeriums  war  und  den  Konvcnteu  beigewohnt  habe.    Am  I.  Januar  16U1 


106 


BbMMAd««  Aljua  ColMm.  L««nn«i«i  MaiarM,  UMfitin  PMebany  «ai 
Adiaa  Bwdirf  «in«  S«fUkT  tit  Müen  -rrrpdkbta«  bmI  Am  Brtii»wil>  W 
den  V«rarlaalM  ud  d«o  Uuan  aaTCttraotea  BohMM»  m  Uaihea  «»d  ibr 
Aal  getraallcfc  >■  «wTie&t««,  «>  U^  ■•&  rie  svr  kaltaa  ««IIa.  flb  »Bgia 
Mgt».  «k  MM  iic  babsMea  «dm  ^BmUÜrtm*  w«n«,  «der  akcr.  «b  man  — 
«MB  Am  Wort  ,fPif»%P  nwirtlift  (cb*  —  Bsr  seilwttM  fidiaa  uB*. 
fliOl«  ^M  üAt  im  FaQ  •«>■,  •»  mUm»  msa  et  pichaho  l«aMB,  ia  4«t 
BaihoBg.  4i€  n«  Mal  IS.  Jnei  MlbM  Ü«  •nsütcbcn  Dakrtto  L  F.  I>> 
ai«kk  mrdUta  UeC,  G*ct  w«rd«  IDU»  Miwin.  P«r  ikn  Ptnon  MiM  sU 
wäx  HhttMNtf  m  «Dir  Ov&lir  n  wt^ca  micfcl  gMtnat  g^ww,  mScb 
*tm  «isc«  ir«ilnTii  BBWfcBlIw  frwirtir.  Jiwf  dtWK  ht  küo  frbrifRUelM 
«aikiMrt  erfolgt,  nnlmfs  baniAcli.  nimltcb  Aru  IS.  Frbnarti,  bl  wnpin  dar 
pr«diyer  viiderqnb  eia  Wfelcb  «n  die  k«ni  »«rerfaatoo  komnui  MgtmiMk 


1180. 

(rMry  BiadMf  rm  Lorant   an  (ioi  Er^biscMof  vcn  SaUburg: 

giH  seiner  Freude  iher  die  glüMiehe  Durr^tfühnrng  der  Befor- 

meiivm  in  Kärnten  Av^ruflt,    Lavoni,  1600  Kovembcr  30. 

(Stobaol  Epp.,  p.  7«.) 


U8l. 

Die  Vtrordneien  an  den  Admittistraior  von  Kursachsen  Uergog 
Friedrieh  WUhdm:  empffhlen  ihren  von  der  Bdigionsreformatitm 
betroffenen  Jtaisbürg/r  Wolf  Grünheei.  Ortu,  IBOO  November  39. 

^K  (Kosx.,  8t  L.-A.,  Cbr.  B) 

^^^^K        fm  »imiti:   An  Jokaiut  Beno;  la  8«chHn. 

U    Die  et 
■    Stnhen 


1182. 


Die  evangdischen  Landstände  von  Krain  oii  Georg  Herrn  von 
Stnbenberg  auf  Kapfenberg  und  Mtirtxk:  WeÜ  man  für  gewiß 
kalie,  daß  er  wie  sein  Vater  seligen  Amjedntkens  der  Ixindsehafi 
Krain  icoU  getcogen  sei,  trage  man  keine  Scheu,  ihn  nt  kitten^ 
ihrem  Ahgesandten  nach  Frag  llencarth  von  Lamberg,  den  tie 
in  der  £iU  tntr  mit  einer  Hetnen  Geldsumme  vertehen,  faUs  es 
die  Not  erfordere,  200  Dukaten  gegen  einen  S^nidstAein  gM  er- 
feigen.    I^ibaeh,  IßOO  Deiember  4. 

(Orig.,  la  6ieg«l,  St.  l*.'Jk.,  eiabeober^Aktcn.) 


1183. 

ZKc  Verordneten  von  Steiermark  an  die  von  Kärnten:  Entschul- 
digwuj,  daß  sie  das  Schreiben  über  den  trüben  Rcligiottssitstand 
daselbst  erst  jetrt  beanticorien.  Die  drei  Lande  seiett  trotz  der 
Union  in  kirchlichen  Sachen  doch  nicht  so  gleichartig,  daß  nicht 
ein  Land  vor  dem  anderen  einen  Vorzug  haben  könnte.  Ent- 
schiUdigung,  we^hd^  sie  nicht  m  der  Klagenfttricr  Frage  gcant- 
U'ortd.    Graz,  1600  Dezember  7. 

(OriB-,  St.  L.-Ä,.  Chr.  R.) 

Auf  der  horrn  .  .  .  scliroibcii  vom  26.  Novevilrts  nebeu 
vcrtreuÜch  commanicierton  fUrgcbffenen  betrUeblichcn  rcHgioni- 
reformationsprocesB  betten  wir  unser  bt^antwortoDg  alsbald 
yberscliickt,  do  wir  sogleich  mit  ^tcLtigen  ambtsbandluugen 
za  jetzt  angcfnngnem  laüdtag  gehörig  nicht  occnpiert  gewest. 
Und  babeti  gicichwo!  anfangs  mit  der  herrn  auf  so  scharfe 
ernstliche  unerhörte  bevelch  und  comminationes  bcgebnen  (sie) 
kUmerliebcD  zustandt  (dessen  eigentliche  bcscäiaffenheit  und 
worauf  CS  bis  dato  berulit,  glcichwol  aus  denen  ybcrsciidtcn  actis 
nicht  laater  zu  verstehen)  ein  christlicha  .  .  .  mitleiden  . .  . 

Dass  aber  angeregter  religionsreforraation  daselbst  zu 
Clagenfurth  und  vorher  im  ganzen  landt  allain  darumben 
statt  gethan  worden,  dass  beides  I.  F.  1)'  in  dero  selben  schrifft- 
lichcn  Verordnungen  und  die  bcrm  rerormattonscommissarien 
in  gehaltuen  mündlichen  uns  verporgnen  traclationen  mit  al- 
hieigen  refonuationaprocessen,  als  welche  ohne  irrung  passirt 
und  gleichsam  connivendo  guet  gebaissen,  orgamentirt  und 
exempliticiert  und  sich  dannenbero  laittcrs  verneiueQ  lassen, 
auch  in  Kärnten  ein  durchaus  gehunde  gleichheit  fürzunemen 
und  zu  halten  und  davon  wenigist  nicht  auszusetzen: 

solcher  der  hcrrn  hochbedenklicher  anzog  kumbt  uns 
umb  80  vil  beschwerlicher  für,  dass  obwol  wir  drei  von  langen 
iaren  löblich  unierte  landschaften  ain  f.  concession,  ain  ver- 
lichnes  hauhtministerium  und  also  in  rdigione  ain  ainige  cori- 
cordem  concordiam  ghalft,  auch  anf  diu  botrileblichen  darwider 
fUrgeloffne  process  für  ainen  mann  also  zu  achreiben  mit  untcr- 
thenigisten  lamentutionen.  bitten  und  flehen  bey  f.  F.  D'  ge- 
standen: aber  doch  nicht  also  gar  gleichförmig,  dass 
nicht  ain   laodt   vor   dem  audern  einen  bsondern  vorll,  abson- 


derlicho  b«helflf  and  besondere  proces«  nnd  excess  Alrznwenden 
xaid  EQ  empfinden  liette,  wie  dan  non  ovum  ovo  ita  simtU,  da- 
hero  die  exemplißcationes  aach  dit^orts  bilÜcben  claadiciren  and 
wir  vilerley  nngicichhciten  im  notrall  ad-  und  deducirn  künten, 
«eiche  wir  zn  versohoonng  der  berrD  oline  das  bOchstbctrUeb- 
liclien  zaestandts  derzeit  aus  cliristliclietn  mitleiden  bilÜchcn 
beiseitsatellen  und  allein,  aoril  zu  nnserer  gewissens-  und  an- 
■cbolddefcnsioDf  damit  ans  aluicliu  schuld  mit  der  exempltli- 
cation  aoferladen  wunla,  andt-nttm  sullcn:  da  auch  in  dergleichen 
nnserer  eeelen  hail  und  Seligkeit  betreffenden  sachon  nicht  fiu- 
miit€U  votorum  oder  exempUßeatiojieB  alionim  in  acht  zu  nemen 
sondern  ein  jedlicher  sein  aigncn  sack  gen  roübl  zn  tragen  and 
sein  verantwortang  zu  thuen  schuldig. 

Wie  wir  dan  zugleich  in  dem  andern  beschuldigton  punct, 
ab  ob  wir  den  herncn  ^'bcr  iro  in  banden  habende  kaiserliche 
donation  der  statt  Cingenfurtb  unser  guetacbteti  niclit  commu 
niciert,  allzuhoch  angezogen  werden;  dan  obwol  dasselh  in 
•cbriffken  aas  allerlei  bedenken  nicht  beschechen,  sollen  noch 
mQgen  wir  doch  keineswegs  anderlassen  mit  derselben  heraus 
abgeordenten  gesandten  als  herr  Hannibal  freiherr  von  Egg, 
herr  Andre  von  Haimb,  herr  Christoph  Galin  und  herr  Hansen 
von  Mossdorff  vertreulich  zu  conversiru  und  unser  mainung  zu 
entdecken,  welche  damals  bald  uutti  et  voto  in  unser  g^nien- 
Ciam  coadescendirt  und  solches  ohne  zwcifel  denen  herru  in 
gleichem  vertrauen  referiert  haben  werden,  das»  also  wir  dits- 
orta  ainicfae  schuld  aincs  oder  des  andern  nirgclofi'nen  cxceas 
nicht  tragen. 

Daa  schliessliclie  begem  und  gactachtcn  belangend  haben 
wir  billiche  bedenken  dieselb  der  federn  zu  vertrauen, 
wie  wire  dann  jctzo  wegen  der  angefangnen  landtagshandlungcn 
bei  einem  »ecretario  und  ^'bcrhaaSften  geschafften  nicht  so  fast 
an  der  aeit  solches  scUrilftlicli  der  notturfft  nach  zu  commuui- 
cicm.  Wan  aber  der  herrn  mitgüder  oder  sonstcn  vertrauten 
ofHcier  aincr  alhie  wftre  oder  angelanget,  so  tragen  wir  so  gar 
kain  scheach,  ime  aincs  und  das  ander  ungcacht  des  jetzig 
laidig  und  ttnbständigea  wesens  and  zucstandts  unser  gemQet 
treuherzig  za  eröffnen. 

Und  weilen  wir  wegen  viler  landtagseipeditionen  die 
ganze  Landtagsproposition  abschriftlich  nicht  ybcrschicken  kUn- 
nen,   so   haben  die  herrn  entzwischeu  ein  kurzen  extract  der- 


selben  hiebei  zu  empfangen  nnd  des  fernem  verlauffa  vertreu- 
liehe  commanicAtion  zu  erwardcn.  Hejnehcna  . .  .  Ürätz  den 
7.  Decembris  löUO. 

Verordente. 

1184. 

Die  sieierniärl-ische  LandscJtttß  an  Ertheng^g  Ferdinand:  ,G«- 
horsames  Anhringen  wegen  Ahdanhwtg  des  noch  sum  TeiU  halten- 
den extraordinari  Kricg^volkes  au  Ende  des  Monats  Deaetiiber, 
dann  icegen  der  ausgeschafj'ten  Offis^iere  und  Ersetzung  der 
SehrHärsst«llen.'    Gras,  im  Landtage  1600  Desember  ?. 

(Codi..  St  L.'A.,  Ohr.  B.) 

Der  LandtMi;  wurdv  »m  4.  DMiiinbfr  rrOffiiet,  vuu  wHcU«m  T«fo  din 
FropoKition  t]«tiert  üt.  Din  Verordneten  liattcn  ihre  R<-UtioTi  den  Lxndtxgfl- 
niitglic<luru  am  I.  l}e>«iiil)er  vo^f;4^tcgt.  Noben  militilrj.icheii  AiLgeIfgeu]i«iteD 
L«fAQl  sie  flieh  voraehmlii:!)  mit  <ier  AuMoIiiffiing  der  OffiEiers-  und  Juitu- 
]>ersoQ«[i  and  dkß  mm  von  diftsmi,  die  bei  svliiiia^lein  Ginkonim«Q  nichta 
zurücklegen  konnten,  don  10.  Pfennig^  abfordor«.  Die  Antwort  auf  dio  Pro- 
potition  MTird  fim  16.  Dosomber  Uberneb^n.  Sia  coth&lt  <lio  kirchliehen  B«> 
•oliwnrdcn  nicht,  weil  tiierdber  eino  eij^ene  Eingabe  an  16.  I>oBatnlicr  (aiabs 
dürt)  gcuiHcbt  WTird«. 

1185. 

Bitte  der  $teiermärJtiscJien  Landschaft  an  ErskerBog  Ferdinand  IL 

um  Freilassung  Hans  Georg  Kandelhergers.    (Graz)  ICOO 

Dexeinher  8. 

^Ke^lstr.  o.  Chr.  S.  Ocdmokt  Loierth,  Ein  liocbTerrataproieß,  in  Arobir  fUr 
Utsrr.  Oesch.  88,  19.) 


1186. 

Angeblich  ist  Kanischa  verl^tren  worden,  weil  die  Lutheraner  es 

verlieren  tcoüten,  da  Ferdinand  IL  ihr  Verfolger  sei  etc. 

Uom,  1600  Descmher  9. 

(Beflage  tv  einem  Briefe  BaxniordB  dellii  Torre  an  Ferdinand  II,    Gffdmekt 
Hnrter.  V,  398;  siehe  auch  Hurter,  [V,  3r>9.) 

Dagegen  tiast  man  io  einem  Brießrag^mcnlft  aui  dem  Jabra  1600,  du 
neti  iia  I#anib«rg-l-'ei*tritz- Archive  befindet  nnd  de«soQ  Empf^itgMr  nicht  g*- 
nannt  iit:  .Anf  des  faerreo  jun^t  an  mich  gcthane«  bflgeren,  imo  den  atandt  der 
CaiiisoriMhen  belegemng  nach  und  nach  en  berichtnn,  habe  ich  bisbera  mit 


Tfiirer  urlnderan^  darnmben  ingebalt«»,  dicwciln  icli  dUer  nocli  immer 
wereadeo  reli^ioosrerormatioii  beywoliiicD  tnllucn  unil  au  kfllnom  ort  Lo- 
at«Ddiglich«n  rerliiirr«n  mSgen.  .  .  .' 

1187. 

Die  steirische  Landschaft  an  Ersherzog  Ferdinaml  IL:  Biüe  Hm 
Erledigung  der , noch  hinterstetUgen  unresolvi<rten  Beschwerungen', 
(Graz)  1600  Dezember  10. 

(Hegiitr.) 

Ad  diM«m  "Vago  wird  im  LandUc«  Ubar  du  ,urgireD'  Pardlmiida  IL, 

lUß  MilgUffdsT  Je*  PrSlateoaUndei  ant«r  die  V«n>rdnel«n  aufgatiommon 
werd«ii,  berabcbliert.  Der  Land^hanptmAon  b«m«r1tt:  ,Wm  I.  F.  D'  mit 
G«w»lt  tun  wolle,  da^»^i>n  ist  kein  PflasWr.  Vm  nhar  die  0<'walttB.t  sa 
hindern,  kennte  man  sich  gotnillig  bereit  tiadon,  ihm  «ntgc^^niukommen. 
Dar  PHUidentcnatrlio  k11  licb  aber  keiner  unterfanj;en.  Dmm  Direktorium 
habon  Bburall  und  immer  dio  Woltliclicn.*  Auch  di«  Fraj^o  dea  ID.  PfeauigH 
wurde  bwpnicban:  .UQuen  dio  armen  Laute  I.  D*  den  lU.  ITenoit;  gnbon, 
w  machcD  »  die  EatboIiBi;bvD  —  gciitliclii?  und  wcUlicbo  —  n<H!b  lu^r.' 

1188. 

liesolution  Erthertogs  Ferdinands  auf  das  Ansucli^n  der  sieiri- 
$Am  Landschaft  vom  7.  Desember:  Begehren,  das  extraordtnari 
Kriegsvolk  bis  auf  ei?ien  VergleicJi  mit  dem  Kaiser  wegen  Be- 
setsung  der  Grenze  noch  iveiter  jru  erhalten.  Dem  Einnehmer, 
Gegmschreiber  und  Bucfthalter  wird  der  Termin  sum  Abzüge 
bis  Martini  ICOl  verlängert,  hei  den  übrigen  Offiiiertm  bleibt  es 
bei  dem  Termitie  bis  7.  Januar.  Graj,  1600  Dejsember  12. 
(Orij.,  St.  L.-A.,  Chr.  B.) 

1189. 

rx  Faber,  l'atholischer  Pfarrer  su  Liebmherg,  an  Hartmann 
igl:  weigert  sich,  den  von  ihm  vcrUingten  Hcve.rA  eu  untcr- 
seichncn,  weü  man  von  ihm  die  starken  Steuerriklcstände  (43  fl. 
4  ^  22  ^)  verlange,  die  doch  nicht  ihm,  sondern  dem  exilierten 
Prädikanten  m  Latten  fallen.     Liebenberg,  160O  Desember  11. 

(Orig.,  Latnbcrf-FeistritB-ArchW.) 

Zingl  berichtet  dArtlber  aii  den  WoilibLachof  zu  Giirk  niii  19.  DcMtmber 
(Kona.,  ebenda). 


110 


1190. 


Erghereog  Ferdinand  II.  an  den  simrißchen  Landtag:  verbricht, 

die  politischen  BescMcerden  ehestens  erledigen  ru  icoUcn. 

Gras,  1600  Dexemher  11. 

(Orig..  L  -A..  L.-A-) 

1191. 

Heplik  der  E.  L.  in   St^ermark  ,icegen  Ahdatthmg   des  noch 

difwenden    sttyriscJi/m    fjundkricgsvotkes    und    u'cgeu    der   attsge- 

schafften  evangdischen  Offizier/f.    Gras^  m  Landtage  1600 

Dezember  13. 

(Kons.,  St.  L.-A.,  Chr.  B.;  iicho  auch  L..-A.,  L.-A.  a.  L.-B.) 

Dank  ßr  die  Verlängerung  <l«s  Tcrfoinea  sum  Atiznf^  dei  Aml«in.- 
nsliiner«,  Oe^entclireibora  und  Dticlthahers,  ,<lji  eiuniAl  die  ^Snalieh«  Aof- 
h«ttTing  dcK  Dekret««  nicht  zu  «rUDcr«ii  war'.  Iot«rz««iot)  tut  den  It/igüitmUir, 
ilfir  In  drn  GesohXftcn  am  mcisicn  err^hren  in  ,nnd  im  Kojvf«  ^It^icknani 
ein  Re^inter  liil*.   Deagleichea  für  d«D  Zeu^art  unil  citiign  andere  Personen. 


1192. 

Sionmarischcr  Bericht  in  lateinischer  Sprache,  ,wa9  sich  mit  der 

religionsverfdgung   im   erUhcrBogthumh    Kärnten    his    auf  den 

April  des  1601.  iar«  (sie)  ntegetragen' .    1600  Dceemher  12. 

(Kod.  Line  43,  fol.  ie*-  — iSi-  u.  äfil-~S&3>>.  Siehe  oWn  xnm   1 1.  Norcnihrr.) 

Anno  millcsimo  sexccntcsimo  ecclcsüs  refomintis  »pes 
qaseilHm  trnniiuiiUtjitis  affolgebat.  >Iani  archidux  Fenlinanclus 
haias  anni  viccsimotcrtio  Aprilis  cnm  Marin  Anna  ducisaa  Ba- 
v»riae  splendidissinias  et  rc^as  plane  celebravit  nuptias  Oraecii 
in  Styria,  quo  tunc  plaeroramque  (gic)  omniuin  clirisiiani  orbis 
principuu  le^ati  conf]uxcrant.  Prac  ceteris  tarnen  Status  ht/rum 
triam  dacatDum  muneribaa  ampliBsimis  saam  crga  domnm 
ÄUBtriacam  tidolttatem  ac  gratitndinem.  et  erga  principcra  hcrc- 
ditarium  debitam  Bubtoctionem  comprobaverant,  minimc  dnbi- 
tantcs  quin  phnceps,  Deo  ita  modei-ante^  illius  mentem  naptialis 
huius  feativitatia  interventu  ecclesiue  reforniat.io  Halcyonia  ali- 
quandiu  esset   largituruB.     Verum  evcntUB  aliud  ducoit. '     Vix 


*  IHeie  reichen  Orachenk«  wordnn  in  d^niRelbm  Kod-,  fol.  iüZ*^,  aaf  du 
(«tiftaeat«  «ufg^ezAlilt.     ,V«rxiiicliniii  deHen,    vru  I.  F.  P*  xu  derselben 


I 
I 


I 


• 


loleinniUte  ill>  pcrscta,  qoam  enh  finero  adiü  99  Styria^ 
Modem  hoc  anno  tobiit  sortem  CeiHntbia  et  consistorii  ecelesia- 
stici  seotentiam  execationi  nomioe  principis  mandatam  experta 
«st.     ünde   loco  pnemii  naocios  primo  Janii  primo  onlinariis, 
at  e  vesti^o  ministro«  ex  sna  urbe  netnpe  Claadiforo  dimittaot, 
Bevaiasinie    imperat,    tnm    etiam    ecclesiae    (^la^nfortensis    et 
•diojamm  ministris  vitae  et  amissioms  boDonun  constitata  poena 
iatrs  tridoom  nrbe  omoibos  aatem  suis  ditionibns  intra  decen- 
dimn.     Deiode    28.  Janti    stmiliter   et   atrocias,    nntcqaaiu    sol 
occidat,  arbe  et  thduo  post  omni  sao  tcrritorio  exccdant,  edicil. 
Interim    re  «d   ordioarioe   delata  et   institutis    deliberationiboB 
Tarüäqnt:   oliro  cito  oommiinitalu  scriptis,   de  qaibiu  acta  con- 
snlenda  ecdewae  et  teholae  magistrr  neqae  dimis^ionem  petere 
ntione  officU  potnenrnt  neqae  proceres  in  tanto  discrimine  de- 
ieDMonem    polliceri   volaemnt.     Dnm    res   ita    erat  sospensa  et 
mimstri   uüiilo   seciaa  of&ciam  aoom  facerent,   aliad  a  principe 
prioribos  longe  severiiis  advolat  videlicet  arckiducis  maodatam, 
quo  archidax  illos  nisi  qaam  j>rimDm  acceperint  deeretam  vel 
ad   sommom   ante   soUs   occasam   decretis   soperioribas  obtem- 
perent   com   bonis  et  rita  proscripsit.     Kemo  intitiabttor,  mn^- 
DTun   hoe  eaae:   inferioris   mafristratoj   volantatem  et  imperiam 
mmmi  principi  fgtc)  aotlioritati  praeferri,  tnaiaa:  dncalia  decreta 
bina  nebligere,  maximnm  proacnptum  a  principe,  qai  vitae  ne- 
cisqae  potest&tem  habet^  in  eiasdem  terris  cotnmorari.  Non  ta- 
rnen   (miram)    baec    proscripdo    tnm    tcmporis   ad    exalandam 
ministros  Tel   ad  dimittendam  e<»  procerea  promorit  rel  a  fa- 
ciendo   officio  deterniit,   donec  archidtix  per  commissarioB  (qni 
enut  llartinas  cognomento  Brenner   episcopus  Seccaviensis 
nackme   Snevu»   Biberacensia,    Jobannes    comea    OrtenborgicoB 
Carinthiae    capitaneos.    Hartinanos    Zingel    Ticedominas    htiias 
prorinciae   et  alii)  codcm  mensc  Angosto  propterea  aroandatoe 
et  ntelUtio  qningentonim  mtlitmn.    qnos  princeps  ante  annam 
ooUegerat   et  hactenos  alnerat,  stipatas  execntionem  boram  re- 
tcriptonun   et   reformationem  volens  Carinthiae  vel  tandero  eo 
qno  rccensebitar  modo  perficeret.    Itaqae  non  sibi  canctandam 
iadicantes  commisurii,   com   primam  Oamandiam  oppidnlnm 


■Ihi«  KD  Oritx  g«ba]ten»D  hocbx«it  verehrt  worden.'  Au>genomtneD  ist, 
WMM  Ton  8pAO>«n.  dem  Papvt«  and  Salcbarg  |f»g«Wn  ward,  denn  diM«* 
,rorwut  BAD  alle  ug* 


112 


Baperioris  Oarintliiae,  posteA  Steinfelttum,  Tr&bargnm,  Ho- 
spitale, S.  V i t um  olim  buius  ducatus  motropolim,  Ve  1  k e- 
marcum  et  indts  per  ambages  i'etru  Vtllacam  Septembri  fVic^ 
et  Octobris  mensibus  eou  Jovis  qoadrigis,  ut  UIo  ait,  vccti  per- 
veaissent  et  in  reformationis  negotio  mandata  ana  opinione  ce- 
lerius  expediisßent,  postremo  Villaco  subsistentibua  in  vicinia 
militibas  Claudirorum  saut  progrcssi,  duo  homm  coiumissarit 
pulitici  adiuDutis  sui»  paucis  quibasdam  domesticis  et  2ij.  Octo- 
bris  sine  onioi  rccu^ationc  in  orbciu  ingrtassi  Episcopas  prima- 
riaa  reformator,  quod.  visaa  est  de  tarn  faclli  iutroitu  nonaibil 
dabicare  ei  aliquid  luonstri  ob  milites  et  civea  ic  nrbe  exco- 
bantcs  verebatur,  noiait  rectÄ  ad  urbora  accedcro,  verum  in 
templo  Soliensi  non  procul  ab  urbe  distante  tarn  et  aüqaot  post 
dies  pernoctavit.  Et  qoia  nou  solum  meaiorabilia  in  primis 
propter  multas  causas,  si  illa  unqaani,  ista  est:  reformatio 
quandu  quidem  accidit  eo  tomporis  traclu,  quo  Turca  iuratus 
cbristiani  nomiuis  et  sanguinis  bostia  Canischiam  morum  verius 
aheoeam  in  üiiibu»  Ungaricis  quam  propagnaculum  diccndura 
ftincsta  obsidionc  cinxit  et  tandcm  qustuor  dies  ante  commts- 
sariorom  in  orbcm  Claudiforam  adventum  deditione  occapavit. 
Deinde,  quia  Claudifurum  mihi  patria  est,  ubi  ordinarii  pro- 
ceres  semper  praosto  esse  eolent,  non  mali  quid  me  facttirum  esse 
arbitror,  ei  reformationem  OlandiforiaDam  et  qnac  antecessemnt 
et  quae  insecata  sunt,  nonnihil  altius  repetam.  Ubi  ramor,  qua 
videlicet  severitate  in  superiori  Carinlhia  milites  homines  miseros 
etiam  invitisainioa  obtorto  quasi  coUo  ad  refonuatianeni  raptarent 
et  iQsiarandam  eerto  modo  praestandnm  adigerent,  hinc  inde 
percrebuiitsGt  et  panicua  qaidam  tcrror  non  inümac  sortis  modo 
homines  sed  et  magnatura  animos  inceasisset,  ordinarii  sena- 
torea  de  patnae  salnte  et  subditomm  incolomitate  sollicili  satins 
putanint  aÜqoam  sumptanm  iacturam  facere  quam  vel  eins- 
modi  Bubditoram  tragicomoediam  aspicere  vel  castellnm  hoc 
opere  et  arte  manituin  et  a  se  incredibtli  omniuin  ordinum 
contributione  pecnniaria  extractum  Üs  tradere.  Mense  igitur 
Septembri  cognnt  militam  manam  400  circiter  in  omnem  even- 
tom,  qnos  in  nrbe  hactenus  babuerunt  vetuti  praesidiarios.  Ita 
satis  mascale  initio  se  gessernnt:  qnippe  qni  episcopo  aliquot 
dies  haerente  ad  praedictum  temptnm  SoHense  et  dimtssionem 
militum  serio  nomine  arcbiducis  imperante  (siquidem  haius 
causa    noluit    ingredi)   omnia   eins    fulmina   et   commioationes 


( 


113 


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prorsos  neglexernot  ordinarii,  exco^iuto  praetexta  minime  im- 
pradenti  se  nimimm  oisi  corueüs  et  consoltis  caot^ria  proceri- 
bns  Uuu  namerosae  hominam  multitadiDi  ingressam  permittere 
Don  posse  neque  sibi  licere:  stalaentes  scilicet  F&bii  ilUos  Ro- 
mAoi  exemplam,  rem,  qiue  in  snnimnm  discrimcn  devencr&t, 
cutcUDdo  reütitaere.  Qnibns  omiübos  tarnen  nil  ad  commis- 
6arioe  perfectaiQ  est,  immo  qoo  magis  proceres  in  omnes  cos 
procol  ftmoveadi  occAsiones  intenti  cr&nt;  hoc  illi  vebemontios 
instabant  aditamque  in  arbem  petebant  Äo  quocinm  mors  diu- 
tama  eis  cxtitit  molcAtissima,  rem  per  Teredarinm  deferuot  ad 
principem,  qai  vix  clapsis  octo  diobns  falminu  terribiUa  et  cer- 
tissimam  T:x»z'f.z.%ii^*  spiranda  et  qnalia  vix  nnqaam  a  domo 
AoBtriaca  profecta  snnt,  in  ordisarios  vitravit.  Qaae  tarn  pondas 
habaere,  nt  procerea  non  modo  10.  die  Kovembris  tarn  eccle- 
nae  et  achoUram  roagistros  (solo  g/mnasii  rectore  Hiero- 
D/mi  Uegisero  decenniam  iam  arcbidacis  historio- 
grapbo  exceplo)  tarn  praesidianos  illos  ex  urbe  paulisper 
ftfio  ee  eoaferre  iosaerint:  sed  et  commiasariis  et  üb  qai  sant 
a  eastodia  corporis  (gnardiam  vocant  illl)  11.  die  Novembris, 
qni  dies  Martino  in  faatis  sacer  est,  ingressam  in  arbem  libo- 
mm  et  reformationem  non  secos  ac  alibi  locoram  fieri  conces- 
serint,.  quae  sie  ftüt  iustitata  et  hoc  modo  absulata.  Postero 
scilicet  dnodecimo  liotoä  summu  maiie  ia$3u  commissarioram 
convoeat  magistratos  cives  in  templam  cathcdrale  aadituros, 
qnod  eis  erit  proponendani-  Conveniant  aon  panci.  Exorsns 
eptseopos  valde  prolixam  babait  orationem.  Catas  praecipae 
dao  oranC  capita;  priori  conatos  est  refellere  nostram  religio- 
oem  at  tmptam,  hacreticam  et  recens  confictam  ac  aothoros, 
ncuti  locatos  est,  ad  orcam  asqae  condemnavit,  altera  saam, 
qnae  tot  saecala  doraverit  a  tot  episcopis  et  commani  ecciesiae 
eonsensn  recepta  et  continoa  sacccssione  stabilita  miracolisqae 
oonfirmata  sit^  solam  veram  orthodoxam  atqac  salrificam  asse- 
rait.  Qaae  ille  episcopus  magno  hiata  nee  sine  siugalari 
snaviloqaentia  medio  in  templo  aadicntibaa  oacteris  com- 
musariis  protalit. 

Postremo  serio  sabinngit  adhortationem  ad  popolum,  no 
ampUoa  tam  impte  a  salaberrima  in  gremiom  ecclesie  redeundi 
facoltate  refogiant  et  plnra.    Qao   finito  sermone  primo  serio 


■  r«eUiu:  KoMHufifK»  (=  «xitiuin,  penlitun). 
V»al«t.   ILAbk  Bd.U. 


114 


iniuugit  ciribas  loco  principis  liljros,  qnoa  qnilibßt  civium  )ia- 
beret,  in  hospitiam  archipresbyten  simnl  ussidentis,  ortcqnam 
noiesueret,  deportent,  deinde  cms  liora  oct&va  hoc.  ipso  in  ]oco 
obedienter  compareant.  Libros  nuüi  fere  tradidere  exceptis 
pancis  Renntorii  ordinis,  qui  metn  pcrt^nlsi,  qnam  constantes  hac 
in  parte  olim  aint  futuri,  lioc  ipso  documento  Incalenter  de- 
mon&tranint.  Constituta  13.  NoT&mbris  hora  octava  oemo  in 
templo,  nbi  epiacopns  iam  consederat,  adfait  nisi  pauci  quidam 
flenatores,  qni  retuierunt  cominissarÜs  se  qaidem  citando  civcb 
ad  irdictam  horam  offieii  sni  partes  feciss«  »ed  qnod  nemo  ci- 
viaro  sese  e^teritfaic)  fieri  citra  calpam  Eenatns  et  meto  mattita- 
dinis  ante  fores  teiupli  excabias  agentis.  Kpiscopas  bac  frivola 
(ut  opinabatar)  excu&atione  minitne  acqaiG\-it,  verum  longo 
acrios  institit  ad  magUtratmn  oppidanum  denao  quactiiique 
posscnt  rationf^,  vulgus  cüinparere  cogerent.  Henatus  ergo  pro 
AQtoritatc  qua  valet  publica  gravissimo  ad  comparendnm  qnan- 
tnmvis  fmstra  edieit.  Postquam  igitnr  cpiscopns  a  civibus 
praefractis  (sie)  quaai  Indibrio  sese  haben  et  aerem  verberare 
intcUcxit,  e  vestigio  principali  aatboritate  fQlminat  ac  civibas 
eoramqae  incolis  severiesime  mandat,  uti  omnea  et  stnguli  aut 
intra  octo  gej)timanaa  et  triduum  reliijionem  Luikeranam  de»e- 
rani,  in  grejnium  verae  suae  ecclexine  rt:deant  idque  «.  »anett 
eorporig  Christi  t-umptione  teslatum  faciani  aut,  ticuli  hoc  re- 
citttntf  elap$o  illo  t^rmino  unlvertaa  archiducit  ditione$  cum 
derimae  jmHüi  omnitivi  honcrun  defalcalione  relinqu^nites  alio 
migrenl  et  perpeluo  eamlatum  abeant.  Hoc  cnm  proposDit  do- 
moni  rcdiit  cpiscoptie  cum  coUegifl  et  pmetorquam  qaod  clavee 
postalavit  ßa  dio  In  publinn  nihil  ngit.  Claves  Tcro  tctnpli 
recens  fondati  licet  a  senatu  oppidano  petiertt,  is  tarnen  qno- 
niam  so  periclitari  ot  sive  Iraderent  apud  pi-ocere»  et  vnlgtiB 
promiscoam  sivc  non  tradcrcnt  apud  commisaurios  principis  pes- 
Bimam  initunim  gratiain  animadvortit;  denique  ordinariorum  (qni 
cum  coninn»t>arii$  hac  de  re  plaribtts  cgerunt)  fidui  coinmisit 
et  ad  cortam  tempus  qnosi  dcposnit.  qaomm  in  potestate  etiam 
nunc  esse  feruntur. 

PoBtcro  die,  qni  fuit  14.  Novembris,  epiflcopns  solns  parat 
abitam  et  hora  nona  matatina  discedit.  Vix  nbi  fumum  Clandi- 
roraiium  ex  ocuÜs  aniisit,  ece^  nnto  eis  divcrsorium  in  medio 
foro  adornntur  struea  lignorum,  quo  congeriintur  libri  oblatj  et 
mox  a  conductis  quilmedani  incendioriis  suecondantur. 


115 


^ 


Decimo  qainto  Kovembris  mane  militee  a  capitaneo  ex 
orbe  sant  edacti.  QrataUti  sunt  cLtcs  sibi  inrioem  de  maiori 
eritsU  rioleatia,  ominati  qaoqae  bene  de  faturo  remm  eventn, 
praesertim  ofificiarii  (quos  rocant)  proceram,  qui  puUrtint  se 
um  extra  teil  iactnin  ab  eiasmodi  mediis  fore  immunes.  At 
qnid  fit?  Dam  ep^diantnr  milites  officiariis  reddita  annt  de- 
creia  priocipalla  eiusdem  tenorls,  cuius  et  sententia  episcopi 
oreteoDS  in  templo  nadios  terlins  eignificata  fait  civibas,  v'm 
qnod  ilLias  spAtioiu  abenndi  longios  nempe  ad  Festam  Joliannia 
Haptistiic  praestitam  est.  Interim  (qaod  maxtme  deplorandnm) 
templnm  semel  dananm  poatea  aon  araptios  reclosnm  est  reli- 
gionisqne  exercilium  penitos  sublatam.  Post  abitam  commis- 
sariorniu  redcunt  in  arbem  ecclcsiac  et  scholarum  miniatri,  po* 
tont  finalem,  deBnitivam  et  certam  sententiam,  quid  ampltua 
sit  eis  agendnm  aat  expectandum.  Cacteruin  liactonxu 
neqne  aUqnid  certi  cognoscere  neqne  Icgiliraam  dimissioncm 
hopetrare  potaenint. 

Haec  omnia  conacripto  ordine  in  religionlit  negotio  ante 
finem  anni  mÜlesimi  sexcentesimi  sunt  geata.  Qoid  inpostertuu 
linitiä  terminis  qtioad  hulus  reform ationiEi  execntlonem  sit  futu- 
rum, tempas  doccbit.  Nostrarum  erit  [»artiuni  (modo  calami- 
tatem  praesentissinura  ot  aeternam  animaruni  exitinm  cfTagore 
velimus)  Oeo  O.  ^[.  pro  immensis  suis  bene(icii:s  Imcusque  suo 
gregi  exliibilis  gratias  qanntas  pOKSumus  agere  inaximas  et 
enndem  arilentissiroe  orare  atqae  obsccrare,  ut  quem  admodum 
evADgelinm  ex  Cimnieriis  pnpatus  t«nebris  iu  clarissimum  CAe- 
lestia  solts  splendorem  rcduxit  et  exulccrato  tioc  secuto  ctiam 
iu  hia  regionibuB  illud  accendit,  accensum  conscn'avit,  conser- 
ratnm  ad  nos  inter  tot  tcmpcstatum  proccilas  propngnavit:  ita 
etiam  alteriiis  contra  omncs  impins  hominum  traditioncs  et  ma- 
chinationes,  contra  mnndi  rabicm,  i;ontra  satbanae  actum  et 
forentea  inferorum  portoa  sab  ambrn  atarum  sunrum  dos  pro- 
tegat,  foveat,  tavet,  dofendat  et  purpetuo  tueatur.  Amen  Amen. 
12.  Hecembria  1600. 

Fol.  Sö3^  fiadet  lieh  du  IMstichon: 

FtvJmiM  in  vtrio  i>elta  ^abryo  motrw  m  n/n>.* 
Qui  eupU  m  Chritlo  nvere,  rftcot  Amen. 

Amniontu  UsreellJana  de  dlgnlute  htitoria«;  HiUoria  diacnrrera 
par  a«gottonini   eebiladinem  mnaata  est:   oon  bitmUiun  ninutiai  indagar« 


8» 


m 


116 


1193. 


Artikd  ,aus  E.  E.  L.  in  8t«^  o«  /.  F.  V  g^.  anbrirnjen,   ire 

camjei-  xmd  nudere  auch  ire  iustizgesckworne  officier  und  der- 

sclbeti  besehcchNc  ausscha/funff  widcrum  rw  rcmvdircn  hdanycnd'. 

Graz,  i'm  Landtag  lOOO  Desemher  12. 

(Ah  Extrakt  aua  den  steirlacben  Landtagsecfarifton  im  L.-A.  KraiD[  cingo* 
■«hlosMn  im  oino  darauf  bitxQ|;1icho  Eingxb«  ie%  sti:iri»cl^io»  Latidtügua  vom 
7.    oud    di«    Uudnfürxtlichc    U»olutioa    voni    1 1 .  DesoiuUer      Siehe    oben, 

Nr.  1164.) 

1194. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  an  Georg  Herrn  von  Sttibcnberg 
(Prag,  hei  der  Post  I.  G.  Losament  m  erfragen):  Hoffen  seine 
glüdcliche  Ankunft  und  gute  Verrichtung  seines  Negotiums  in 
Prag  bei  dem  Kaiser.  Trotedem  sich  im  Landtage  Stimmen  er- 
heben,  daß  vor  der  Intervention  des  Kaisers  und  der  Versicherung 
des  Religionswesens  »i  ieine  BetciUigitng  einzugehen  sei,  habe 
sicfi  der  liitterstand  doch  angesichts  der  äußersten  Gefahr  vor 
den  Türken  an  die  Proposition  gemacht,  in  der  Hoffnung,  der 
Kaiser  werde  dies  gnädig  berüclcsichtigeti  und  das  Hauptimpedi- 
mentuM:  die  Meligionsrefonnation,  bei  deren  Fortsetzung  die  Be- 
toilUgung  nicht  könnte  geleistet  tverden,  derart  ,moderirn',  daß 
man  mit  einander  hausen  und  das  baufällige  Wesen  erhalten 
könne.     Graz,  IfiOO  Dezember  13. 

(Orif,  St  L.-A..  Buib«ube^- Akten,  O«^nr«form.;  Kodb.,  Clir.S.] 

1196. 

Die  nieä^dsierreichische  Pegiemng  an  die  steiennärkischc  Land- 

AAa/K:   begehrt,  daß  sie  an   St^-lie  des  verstorbenen  Rrgimants- 

rates  Frana  von  Bagnitz  einen  Herrn  oder  Landmann  benenne, 

der  katholisch  ist.     (Graz)  1600  Dezember  13. 

(R*gJstr.) 

Am    15.  Deiember  werdr'ii  eüich«  Herren  und  Landictit«  m  diesem 
Zwecke  benannt.     Namen  alnd  nicbt  angefOhrt  (Registr). 


1196. 

Gtorg  Herr  von  Stubenberg  an  die  Verordneten  von  Steiermark: 
Trotz   des  schlechten  Wt^fes  sei  er  mit  Hannihal  von  Eck  am 


117 


I 


2.  d.  M.  9*i  in  JVi^  angdumimen  und  icartc  nun  noch  auf  den 
Abgfaamdien  Henoarth  von  Lamberg.  Sie  werden 
tiUes  Nötige  herric/Uen.  Gestern  haben  sie  bei  Karl 
M»  Lieektensieitt.  oberstem  Hofmeister  etc.,  ihre  Kredenachreiben 
iAermittdi,  Awiieng  m»  erlangen,  bedürfe  es  Zeit.  Zusendung 
«•n  Wedis^riefen  ist  uoticeHdig,  da  er  vom  Hause  aus  sich  mit 
i!imtm.him  Gdde  nicht  genugsam  versehen.  I'rag,  1600 
Deiembcr  15. 

(Or%.,  8L  L.-A-.  Ckr.  R.;   Kod»..  St.  L.-A..  8«abet)b«r^Akt«ii.  Gagranbrn.) 


U97. 

EktgiAe  der  steiriaeken  Stände  Ä.  C.  an  Erähertog  Ferdinand 

wegm  Abstdlung  ihrer  ReiigionsbeschMferden,    Gras,  ICOO 

Desember  16. 

(Ko|i^  KoA.  Um  48,  £oL  HO*—  tCS*.  L.-A.  Knin.      Exi«rpt  von  Eiie.) 

Klai^.  daO  «of  diu  BuditrcHflMlinft  ab«r  die  ^«uptrr«oInlion'  nicht 
nur  keine  Antwort  erfolg  Mi.  nndern  (US  nocli  furtwXlirend  neue  Be< 
tdiwerdea  nwaeitseu.  Man  »afaaffe  nicht  bloß  di«  Predt^r  und  Lehrer  «us, 
■eadcm  auch  die  wudi  «facfww.  todein  aiJin  di«  Bücher,  «ach  Bibeln,  vef- 
br«aB«.  Von  der  Terfclgmng  sweti  alle  iin  Land)?  —  Ilerreii  und  Laudleut« 
m^«>oinneo  —  betroffen:  di«  Baaem,  BcixwnrktfTpnrMsea,  T(>r[DO{;<;ade 
BMn»r  vnd  AdelRperMnen ,  wahlTerdirnte,  «rfahn^nc  ond  ehrbare  Penoaca. 
Ton  dan  Abtiehmden  werde  nntenchiedsloe,  sie  «tchen  unter  des  Erahanofs 
oder  der  SUunIe  Jurisdiktion  udcr  unter  anderer  Herren  Oroodobrigkeit,  dar 
Vi.  Pfennig  ein^boben,  wibrnud  doch  nach  der  Laadeefreibeit  und  deu  On- 
««hnbciten  end  «Item  Herkommen  dieaen  der  Abiug  fr^i  jrewe^en.  Jettt 
werde  die  Reformation  auch  auf  den  Herrenstand  ,gcschaott',  indem  die 
ersafelirchen  Herren  und  Landleute  vom  Hofdienste  «lugMehleaaen  and  bei 
Bafiemng«',  Rata-  und  anderen  Stellen,  wie  da«  Dekret  von  IS.  Desember 
•Biweiat,  nur  Katfaolisofae  befördert  werden.  HiDweta  auf  die  Zustlnde  unter 
Karl  IL;  Qnriuibeohaften  werden  ohne  Bduksiobt  auf  teat«mvulari*cha  Be- 
ttüunaafen  nad  den  Willen  der  Verwandten  und  die  LandeehrSuche  nh 
prMMBfa  r«I*7»oiiw  diffikultiert  o<ler  gar  aunultiert.  Die  Stinde  wflrden, 
mma  Ibno  Beschwerden  nicht  abgeholfen  wDrde,  ^nMift  sein,  sioh  an  den 
Knser  so  wenden. 


1198. 

Die  Vertfrdneten  von  Kärnten  an  die  von  Steiermark:  senden  auf 
ihren  Wunsdi  sur  besseren  Einsichtuuhme  in  die  auf  dem  iMnd- 
iagt  vorkommenden   HamUungen  ihr   Mitglied  Hans  Mostiorffer 


nach  Graf  und  erteilen   ihm   eiTten    Krfäcnzhrief.     Klagenfnrl, 
1600  Dezember  20. 

(Orig.,  b  Siegel  auffrcdrackt,  St.  L.-A.,  Clir.  B.) 


1199. 

Georg  Herr  von  Stubetiherg  an  die  Verordnete»  von  Steiermark: 

Auf  Hencartk   von   Liimbertj  mußten  sie  bis  eum  12.  learten. 

Vor  Weihnachien  tcerden  sie  schwerlich  vorkommen.  Antnaknung 

tce(/en  der  Wecfiselhriefe.     Prag,  1000  Bezcnxbcr  21. 

(Koox.,  SL  L.-A.,  Stubonbtrg-Akton,  O«g«nioform.;    OHg.,  St.  L.-A.,  CItr.  B.) 


Erehereog  Ferdinand  an  Jt^nn  PhHipPf  ertcahllett  und  be- 
stätigten Bischof  von  Bamberg:  ersucht  ihn  um  Genehmigung  eur 
,Apj}licieruug'  des  Khsters  Arnohlsteiii  für  das  neu  r«  errich- 
tende Jesmienk'fUegium  in  St.  Veit  und  Verfüguny  su  treffen, 
daß  sein  Vijfedom  und  dessett  Beamte  dem  ,Intentum'  keinen 
Widerstand  entgegensetzen.    Grat,  1600  Dezember  23. 

(Orig.,  Arnoldstciner  Akten,  XII.  J«a.,  KlagenfurC,  Kndolän.) 

.  .  .  Demnach  rast  ienger  ye  mchrcr  der  abgang  und 
mnn^I  an  exemplarischen  taaglicbcn  prUestein  in  unseren 
fllrKteuthumben  und  landen  anf  unser  rUrgenommne  luüaambe 
religionsreformatäon  .  .  .  sich  befinden  thuet,  also  haben  wir  zu 
.  .  .  mfthro;r  erziglong  catb.  tatiglicher  prliester  .  .  .  ain  ganz 
nutzlichs  mitl  diises  zu  sein  erachtet,  damit  in  unserm  fUrsten- 
thamb  Kärnten  cbenmAssig  wie  in  andern  nnscm  landen  ain 
coUcgium  vor  der  societet  Jesu  (nachdem  wir  ire  frUcbt  sowol  in 
Vermehrung  cath.  religion  als  gneter  nutzlicUor  inatituierung 
der  iugetid  bis  anhcro  gespuert)  erigiert  nnd  angericht  wurde, 
zu  welches  wirklichen  verfolg-  nnd  vortsetzung  wir  dann  die 
B.  H'  nm  gn.  consena  angelangt,  die  solches  unser  fUrncmcn 
nit  allatn  vätterlich  approbiert  sondern  ex  propi-io  motu  das 
closter  Arnoldstain  in  gedachten  fUrsteuthumb  Kärnten  gelegen 
aambt  allem  and  jedem  seinem  einkommcn  rermelten  neuaaf- 
richtundem  colUgio  zaezaaignen  vermiig  der  uns  Airgebrachten 
buUa  (Nr.  1)  gn.  gewilligt.  Welches  alles  wir  dann  mit  gleich- 


faBi  R.  L.  biUicbem  winen  sollen  irad  wOUeo  fUrkehren  nnd 
httbea  dabero  aas  solchen  ursacbcn  uad  b«schechner  bemUi* 
gna^  anaere  comroissariep  geordnet,  welche  mit  E.  L.  baben- 
dem  Titadomba  in  K&rnten  vorwissea  nnd  gegenwnrt  dk  zn 
gedachtem  c1o»ter  gebOrigca  güetcr  und  ttmporaiia  ^emelten 
pa|rt&Bu  Soc.  Jesu  zu  oberzeltem  ende  sollen  yberantworten 
and  ciDgeben.  Wir  Tcrncmmen  aber,  dass  besagter  R  L.  vits- 
domb  in  K&mten  (nogeacbt  dass  wir  K.  L.  dessen  allen  hie- 
Tor  erinnert,  welches  aber  iro  nicht  znekommen  sondern  durch 
gemeiten  ritzdomb  uns  nculichcn  wider  »urOckgeschickt  wor- 
den) solcher  comtoi^sion  stattzaüiaen  bedenkens  habe,  als  er 
Tina  dann  dessen  auch  auf  ein  solchen  weg  gehorsamblich  er- 
innert; dcrowegen  wir  dann  durch  disen  aignen  potten  E.  L. 
disei  alles  frenndtlichcn  wollen  erinnern,  dass  sie  in  erwegnng 
wir  hierunter  nnd  mit  diser  crcction  des  gedachten  Mllegii .  .  . 
bevorderiflt  die  ehre  gottes  und  der  armen  verfierten  seelen 
heill  nnd  seetigkeit  suechen,  seitemaln  einmal  das  . .  .  am  tag, 
waa  fUr  gaet  und  nntzes  eben  sie  die  patru  JesuUat  der 
ganzen  christeohait  nnd  in  $pccit  in  luserm  fUrstentlmmb  8teyr 
gewurkt,  in  deme  nach  gott  sie  nit  allain  die  cath.  re- 
ligion  uns  bewahret  und  erhalten  sondern  mit  ircm  thueu 
tan\  in  vita  qttam  in  <ioctriiia  zn  merklicher  propagier-,  ver- 
mehr- und  erweiterung  solcher  uath.  reÜgion  so  vil  gearbeitet 
nnd  noch  teglich  nit  nnderlaa^en,  daaa  wir  in  wenig  zeit  ab 
Uta  Lutherana  haeretir  quae  iute^am  ftr*  nottram  ocatpabat 
promtueiam  entledigt  and  solch  unsere  landt  allerdings  purgiert 
xa  werden  verhofiTen,  wellen  geschweigen,  wie  ain  grosso  wol- 
that  und  Dutzbarkeit  aurh  dise,  dass  die  JQgcnt  bei  inen  patri- 
but  in  studiix  et  libtralthus  ariihui  und  danitenbero  zu  beiden 
geistlichen  und  weltlichen  Ambtem  mebrerlai  taugliche  per- 
sonnen  erzogen  werden  und  also  wo  nit  umb  anderer  doch 
diser  nrsach  hoclibcwegt  werden,  weilen  wir  merklichen  grossen 
abgang  an  tenglichen  priestern  bey  immer  wehmnder  verholTen- 
der  bekehruDg  des  volks  befunden  nnd  spueren  mUssen.  Welches 
alles  E.  L.  wir  (dos  iro  gleichwol  znror  nit  unverborgen)  weit- 
leiftiger  vermelden,  damit  sie  in  disem  dass  obgedachtes  dostcr 
Arlstain  (»ic)  dem  neuen  vorhabenden  colU^io  zu  dessen  besserer 
enthaltung  .  .  .  su  appliciern  iro  nicht  znwider,  sondern  solch 
werkh  und  christlich  inientum  iro  auch  gefällig  and  angcnemb 
sein  lassen  und  darunter  keinen  widerstand  zu  thueu  bei  irem 


120 

vicedom  und  derselben  officiercn  verfilegen  wollten.  .  .  ,  GrStz 
den  33.  tag  Decemhria  luino  im  llJOÜ*^. 


B.  L.  gnotwilligcr  sUeit 


Ferdioandt. 


An  der  R|iitz«  t\v»  Widw« lande«  »tmirt  Joliftnti  Pliiliiip  Bftlliat.  Nnoh 
Bv«i  Ta(fB  ztiYor  tiAltn  vr  ein  dringtuidm  Holir«ibeii  (Kons.,  oiißn<l<i)  au  den 
Oenoral  dtw  neneiHktlneri>rdenii  gerichtet,  darin  »nf  dip  Verdienste  des  lieil. 
Otto,  Biachofes  vun  Bamberg,  Stifter*  des  Klosters  ArnoMstein,  Iiingowi<'>en 
wird.  Wiewohl  nun  dieses  Klostei  mit  xllem  weltlichen  ZucehlininmitWlbM 
dem  niitnme  Rumberg  ,in  die  600  JhVit'  suitJindtg  ist  und  da  auch  jet&t 
noch  außer  dem  Alito  Mcclis  Konveiittialnn  vorbniiden  «tnd,  niemals  .vsclert 
od«r  Ifdif;  gestanden',  im  liahfn  itieli  doch  ,V(Jt-lXngst',  wessen  ,wir  aber  erst 
dieser  Tage  durcb  vorgcdaiihLen  Aht  und  unseren  Viitedomli  berJcbtot 
werden',  die  Jesuiten  ,hiDterrui:ks  und  unser  Hllerdirgs  unwissent  ohne  alle 
billictie  Ursachen  solches  un«e»  cLosters  wider  die  uralten  fandation  und 
herbommcD  anEumasscn  untfr^tsndeD,  auch  darüber  hei  der  B.  H'  ein  lifMam 
und  befelrh  an  . .  .  Pprdinanden  ...  «io  in  aolch  oloster  wirklich  ntuan- 
selseii  nng«zwi>lfnlt  per  /uUa  narrata  erlangt'.  Schon  sei  Knr  Kxi^kution  nin 
Tag  (10.  Dezember)  «ngesetat  gewesen.  Wollte  man  den  ,jttdtitftu  diene 
jfractiiih'  gestatton,  so  würden  sie  gegen  andere  KlOflter  obenso  voir;gebeii. 
Bitte  an  d«D  General,  auf  Mittel  und  Weg«  bedacht  zu  sein,  ,wie  diearr  go- 
schwind«  and  ohne  xweifM  durch  obbemeUe  patr<*  lan^  praeticiert«  trani- 
lation  widerumb  Mb^eaehafft  und  diss  noier  cloat«r  bey  Eurem  orden  dtr 
fitndfltion  gemesN  erhalten  werden  m^e,  inmaMen  wir  darumben  albcrcit  die 
B,  H*  nnd  ertr.hemigen  Ferdinanrlon  umh  solche  nbschsffung  gebeten'.  Aaob 
aei  der  Vizedom  beauftragt,  den  Abt  und  Konvent  in  seinBm  Be«itxe  au 
scbOtaeii  (21.  nuKember).  Über  <lou  Vprsucb,  Ariioldatmn  dea  JecQiten  aa- 
xuwenden,  liegt  ein  starker  AkteiifnBsikel  im  Rudoliluum  zu  Elagenfurt. 
Unten  wird  aber  nur  das  mitgeteilt,  was  tnr  OegODreformstion  selbst  gebOrt. 
Znr  Sache  siehe:  Ans  der  Zeit  der  Oegenrernrinalion  Die  brabstehtigt«  Ein* 
Terlribniig  der  Klnxler  Amoldslatn  und  Grilten  in  den  Jesuitonunlon.  Ca- 
rinUiia  XC,  1—21. 

1201. 

AloMMder  Paradeiser,  Verordnäer,  und  Wolf  von  Eckh,  La^idr 
sehaßscinnchmcr  von  Krain,  an  die  Verordneten  von  Steiermark: 
bitten  nudt  Krain  rii  berichten,  was  im  steirischen  Landtage 
,sonderlieh  in  negotio  rcligionis  tradiert  worden^  Bitte,  auch 
mÜÄUteilcn,  me  es  mit  den  laTidschafllichen  Offisiercn  steht. 
Laibach,  1600  Dezember  'M. 

(Orig..  a  Siogal,  St.  L..A.,  Cbr.  R.) 


4 


I 


BeriefUe   vber  die  Gegenreformation   in   iMihach,   erstaftd  v<m 
dem  dcriigtn  Rathshürgcr  toxi  Hatidel^mantie  Hans  WoilopiviU 

an  Anton  Uoff. 
Laibach,  1€00  Degember  S7,  1601  Januar  4  und  10. 

(Kod.  Lini  43,    fol.  S4S>>  — f  JS".     GHrnckt    In    d«ii   Foraoh,   cur   iteutAclmn 
Uoech.  XX,  filS— ACiO.') 


1203. 

der  Gegenreformation  eu  Lnibaeh  von  dato  den  htslen  Dccem- 
bris  1600/ 

(KoiLin»«,  fol.  2<0M 

Die  allhieipe  reformation  ist  frlUrapflich  an-  und  schreck- 
Dch  abgangen,  dao  man  hat  nachten  aal'  dem  platz  gleich  beim 
pranger  in  die  2000  evacpetisclio  büccher  verbrennt  und  heüt 
den  neuen  golsagker  abgeworffen.  Die  bestHndigen  haben 
ii  Wochen  und  3  tag  frist  zum  abzug;  müesseii  den  10.  ^\  in 
die  f.  cammcr  erlegen  und  in  wclirandcn  termin  das  hauagcbctt 
und  gcsang  bei  20  dacaten  peen  underlassen.  Es  seind  zn'ar 
nur  irer  2  abgefallen.  Unser  herr  tliail  den  übrigen  seinen 
geu.  gaist. 

1204. 

Georg  Herr  von  Stubenberg  an  die  Verordneten  von  Steiermark: 
er  \abe  von  Sartlme  Cast^U  1000  Gnideti  aufliechnung  der  Heise- 
iosten  entnommen.     Prag,  1600  Dezember  33. 

(Konx.,  8L  L.-A.,  StulieDberit'Aklen,  Geganreform.) 

Ib  rintm  Postdtriptum  xota  oftelistfln  Taf>e  moldat  ar,  or  baha  sicli 
mit  Laiiibvrg  (Eck  )«ide  an  <Ier  <ju»rUDn)  zu  d^n  tfchviincti  R-itnn  b«gpben 
und  ihnen  dnu  fchnricrij^en  Proieß  vorj;''lpgt.  Er  hoffe,  die  .\udlenii  ehcRteoi 
XQ  eriiinKen  Am  81.  Jinaar  titOl  meldet  er,  dio  Andieus  mUCle  bol  dMn 
neoertiannl«!!  Obentkimmerer  Peter  von  MolUrd  an(ein«Idst  werden.    Sla 


'  Ob  dies»  BHefe  ,inji  R«ich'  g^eundl  wurden,  wi«  Majer,  Forsch,  snr 
dmitschea  tieacb.  XX,  b'A6,  meint,  Ut  doch  nicht  sli^her;  Im  Vatiiiidcripte 
•tebt  nur  ^leTat^'-gMcfartufacn^  wabncheinllch  g'injfen  sie  nach  Kla^ofurl. 


hAben  mittlerweile  durch  einen  KxniniArdiOTiftr  «in  M«morijil  an  I.  M*  üb«r- 
roicliou  InsBen.  Sollte  die  Audiens,  wie  jetziger  7.f\t  xn  bwor^en,  «bgc- 
»cblagen  und  sie  ad  die  gebeimen  liätB  ^wiesen  werden,  so  werde  er 
Meldung  tun  (Koaz-,  ebenda). 


1205. 
IteformaiioH  in  Laibach.     IdOO  Ende  Veaetnher. 

(äiehe  RMotenz,  I.e.;  alolie  nucb  Nr.  l'JOS.) 


1206. 

FerditHtnd  II.  an   die  Herren  und  Landieute  A.  C.  in  Steier- 

nuirk:    Zuriickwvisuug  ihrer  am  26.  Desemler  ItiOO  (Nr.  1197) 

iiberreichlcn  ,Ä}imahnnnif'  und  Beschwerden.     Grae,  1601 

Januar  3. 

{Kay.  b«i  8lUziaj;er,  fol,  M6— &I8.) 

Von  der  F.  D*  .  .  .  N.  denen  herrn  und  landleuthen  Augsp. 
Conf.  .  . .  über  ir  den  IG.  verscliincs  moiiiitti  und  iaiira  über- 
gcbne  von  ihnen  intitulierte  anmalmung  .  .  .  gn.  anzuzaigen, 
I.  F-  D'  haben  .  .  .  befunden,  dass  die  darin  angezogene  .  .  . 
vcrmainle  \>escliwärungen  .  .  .  mclir  ain  unnotwendige  beliel- 
ligang  als  befaegte  rechtmAssige  ffi-avamiTia  sein,  dann  doss 
By  unfaugs  die  abfardurung  des  zehendun  pfcniiinge  von  deuen 
uusgcöcbalT^en  ancathuliaclicn  personell,  furneiubKcb  deuicnigon, 
80  unter  ihnen  den  herm  und  landleuthen  gesessen,  so  stark 
«nten,  fUrgebendo,  es  werde  ilinen  dardurch  ir  grandtobrig- 
keitliche  ge recht igkeiten,  seitemalen  der  zehende  pfening  nie- 
luandts  als  der  grundobrigkcit  gebUre,  entKogen,  haben  sy 
dessen  ainiohe  befaegte  nrsachen  niclit,  weil  ditsfalls  die  nioi- 
nung  gar  int  liat,  iii[iiut>.>it;ns  I.  F.  1)'  sollicbi;s  abfordernden 
zehonden  pfcnings  wegen  htevor  genorabene  reaolution  bezeugt, 
dass  denen  herrn  und  landleuthen,  unter  welchen  etwo  solche 
ausgeschaffte  peraonen  gesessen,  an  ihrer  gnindobrigkaitlichen 
gerecbtigkeit  iehtes  prttjudiciert  seyc;  dann  obgleich  der  zeltend 
pfenntng  von  denen  ausgoschafftcn  abziehenden  personen  atis 
befuegten  Ursachen  biUicIi,  in  ansehen  es  bey  andern  fili*sten  im 
reich  und  auch  denen  Lutheriselien  potoniaten,  wurm  die  ca- 
tboliscben    von   ihnen    vertriben    werden,  gleichfalls   im 


* 


^ 
* 


gebraoch  ist,  abgefordert  wirdet,  so  ist  doch  denen  grund- 
obrigkeiten  damit  gar  nicht  verwclirl,  wann  solliche  personnen 
ire  ander  inen  habende  grlind  und  büden  verkauffen,  dass  sy 
dem  landsgebrancb  nach  ihr  gebuHichea  kaufreeht  und  andere 
ihre  gerech tigkei ton,  welche  mit  diesem  zebcnden  pfenning  gar 
keine  gemainschaft  haben,  nicht  abfordern  kondten,  dnhero  sy 
solchen  sehenden  pfenning,  so  von  denen  ans  dorn  landt  abgo- 
schainen  personen  abgefürdert  wirdt,  mit  ihrer  grandobrigkeit- 
Itchen  gereelitigkeit  gar  nit  in  einander  vermischen  und  ver- 
mainen  dürfen,  es  wilre  ein  ding  and  wann  dereclb  I.  V.  D' 
goraieht  wUrdt^  dai^ä  auch  sy,  landleut,  befacgt  sein,  denselben 
gleiebfalU  abzufordern,  welches  aber  nit  ist,  dann  solche  ab- 
fordemng  I.  F.  D'  tbails  allain  wegen  des  aus  billigen  bo- 
fneglen  m'sacheo  gebotnen  abzugs  aus  die«en  landen,  der  land- 
lenth  aber  wegen  der  anter  ihrer  Jurisdiction  verkaoffenden 
gründt  und  b{}den,  so  man  kaufrecht  und  nicht  allzeit 
zehcnden  pfenning  nent,  eeitemalen  an  ctUch  orten  in 
diesem  landt  bey  dergleichen  fHllen  der  dritte  and  fUnCße 
Pfenning  gcraieht  würdet,  beacheheu  thut,  dcrowegeu  .  .  . 
I.  P.  D'  sy,  landleuth,  .  .  .  von  ihrem  begehren  ...  ab- 
weisen. 

Die  ander  beschwärung  betreffendtj  um  dass  die  berrn 
und  landleuth  Aogsp.  Conf.  ...  zu  den  boif-  und  kricgadienatcn 
nicht  beftlrdcrt,  sondern  davon  ausgeschlossen  und  dergloiohoD 
dieOEt  allain  mit  caiholischcn  ersetzt  werden  wollen,  bedarf 
solche  ihr  beschwärung  wenig  disputicrns,  weill  solches  allein 
bcy  I.  F*  D*  freyon  willkübr  stehet,  was  sy  für  personen  zu 
ihren  diensten  gebrauchen  und  fürneraen  wüUen.  Und  dörffen 
sy,  die  uncatliolischcn  laudtleutli,  die  vorlag,  so  zu  dieser  uudcr- 
haltang  aus  der  herrn  und  landtleathe  seckl  contribuiert  wirdt, 
gar  nicht  daher  ftir  ain  motivum  herfürziehen,  in  erwegung, 
dass  solche  vcriag  .  .  •  mcbrers  von  den  cathoUschcn  als  an- 
catholischen  herrn  und  lundleuthen  geraicht  wllrdet.  .  .  .  Nicht 
allain  von  I.  F.  D*  .  .  .  herrn  vattcrn  .  .  .  sondern  auch  weil 
der  R.  Kais-  M'  kayser  Ferdinanden  in  iren  wegen  erselzung 
der  regieruügrathsstOUeu  gethoaan  Verordnungen  und  .  .  .  in- 
strnctionen  lauter  bcvolhcn  worden,  za  dergleichen  dicnsten 
cath.  personen  fUr^unemen.  Dass  es  nun  btshero  nicht  allzeit 
obscr^'icrt  worden,  ist  solches  allein  aus  einer  connivcnz  und 
dass  sy  albieit   nur  solche  lundtteuth    fUrgeschhigeu,    die    dor 


cathulisdien  religion  cntgegengewest  besohehen.  Weilen  aber 
I.  IJ^  Kollichen  miasbraacli  .  .  .  weiter  nicht  gedulden  kiinnen 
und  soUiche  wol  qualificierte  aubiecta  an  yetzo  gotttob  wol  vor- 
tia:iden,   so  isla  kein  neuerung  sondern  billich  und  recht.  .  .  . 

Weniger  haben  sy  sich  fürs  dritte  dcsjerigCD,  so  I.  F.  D' 
auf  Rannsen  GäUers  seiner  Jüngern  gescliwistrig'eten  beger- 
babuiig  lialben  tibergcbnes  suppliciern  gn.  verordnet,  mit  fueg 
zu  beschweren,  dann  dardurch  die  angczo^e  geschribDcn 
rectiten  landtrechtsreformatJon,  erbaltnc  landsgebrcacb  and 
anders  mit  nichtcn,  wie  sie  Tcrmainca,  aDoolliert  oder  d&r- 
darch  dem  Georgen  Guller  ainiche  verschimpfuDg  zuegefUegt 
worden,  in  crwegung,  inie  die  aufgetragne  gerhabscliaft  gar 
nicht  gcnomon,  sondern  er  nllcrdirgs  soviel  die  guter  anbc- 
Ungt,  darbei  völlig  gelassen  and  bcmeltcm  Hansen  GäUer,  weil 
dcrselb  catholisch,  auf  sein  christlichs  anracflen  allein  die  dis- 
position  mit  denen  persoiineu  als  seinen  jllngem  gescbwistri- 
geten  Buegesprocben  worden,  welehea  I.  F.  D'  als  hcrr  nnd 
landäfUrst  auch  obrister  Torniuudcr  aus  gehörter  erheblicher 
urMich  und  dero  christlichen  catholischen  gewissen  nach  wol- 
bcfuci^ter  tliuen  sollen  und  mUgen.  .  .  . 

Und  dass  aber  .  .  .  sy  bitten,  ihnen  ir  .  .  .  absendung  za 
der  It.  K.  M.',  damit  sich  dieselben  der  .  .  .  retigionsreformation 
halber  interponieren  .  .  .  nicht  in  Ungnaden  zn  vermerken,  .  .  . 
(kann)  ihnen  ainmal  hievor  exprease  inhibierte  abaendang 
kaineswegs  gntgehaissen  oder  darzac  stillgeschwigen  werden, 
ungeacbt  sy  sich  mit  diesem  auch  neben  andern  beschUnon 
wollen,  solche  absendung  sey  nicht  der  mainnng  bcachehen, 
dass  sy  dardurch  I.  D'  1.  f.  reputation  .  .  .  etwas  entziehen 
wollten.  Also  betten  sy.  uncatholische  herru  uud  Uudleutb,  es 
bey  berllerter  1.  F.  D^  ainmal  beBchehnen  inhibition,  bis  solang 
dieselb  aufgebebt  war  worden,  billich  verbleiben  lassen.  .  .  . 
Wann  dann  ihnen  herrn  and  landleuthcn  die  nrsachen,  war- 
amben  dergleichen  absendungen  ohne  vorwisaen  I.  F.  D'  nicht 
gestattet  werden  kUnnen,  hievor  Ufter  zu  verstehen  gegeben 
worden,  so  verweisen  I.  F.  D'  ihnen  .  .  .  diese  ir  zuwider  dero- 
selben  ausdrücklichen  verbott  fiirkehrte  absendung  hiemit  nicht 
allein  znm  höchsten,  sondern  bcvetcben  ihnen  auch  alles  son- 
dern ernsts  und  wollen,  dass  Hy  diejenigen,  die  sie  abgesandt, 
rtracks  und  albatdl  wiedorumben  abfordern  nnd  I.  F.  D',  wer 
dieselben  sein,  gewisslichen  namhatft  machen;  dann  I.  D'  gleich* 


125 

tkih  ksineswcgB  gedenken,   ihnen,   gesandten,   solches  gnetzn- 
hftiuen.  .  . . 

H  Decrettim  per  Öer*"""  archiducem  Gr&tz  den  2.  Jamtarxi 

H    anno  1601. 

H^  Hanns  llarrer, 

"     LcutäaßrsUichtr  HefrM  an  den  llofpfennitfnieister :  dm  Frantis- 
hmun,  die  nach  Ktagmfurt  verordnet  tcerden,  12  Taler  ^<«h- 
■  sMU».    Gras,  1601  Januar  5. 

^^^^^K  {H.-t  H.-  a.  6t.*A.,  Kammerregiltr.) 

V     Karl  1 


1208. 


Karl  von  Liechtenstein  an  die  V&rordneteti  in  Steienmirk:  erklärt 

seine  BereiitviUi^keii,  ihre  Angelegenheilen,  betreffend  die  Ucligiotts- 

reformation,  gu  ßrder7i.    Prag,  1601  Januar  6. 

(Orig  ,  8t.  L.-A,,  Chr.  R.) 

Wolgchorne  .  .  .  Denselben  seyon  mein  ganz  willige  dienst 
jedemeit  zuvoran,  und  Iiab  üir  sclirciben  an  dnto  Qrliiz  den 
6.  Ociobriä  oechstab^olofTnon  160Ü.  iahrti  zu  endt  monats  De- 
Mmbrit  enlpfangen  und  daraus  vernomen,  we.'^aen  By  sich  der 
ftli^nommenen  religionsreformation  bcschwerdt  zü.  sein  vor- 
mainen,  aach  dabei  sowol  ihre  praetentiones  als  dero  abge- 
sandten in  gneten  bevolch  zu  ucmeu  bitten.  Wie  nan  die  berni 
irem  zu  mir  habenden  vertrauen  nach  an  meinem  genaigton 
willen  nit  zu  zweifeln,  als  wßllen  sie  auch  gewisslich  dafür- 
halten, dass  ich  moinestbails,  wan  bei  der  R.  K.  M*  .  .  .  irer 
Sachen  halb  etwas  ftlrhommen  wirdt,  (sovil  ich  gewissens  halben 
werde   thuen   können)  an    guetem   gonaigten    willen  nichts  er- 

L winden   lassen  wolle.  .  .  .  Datnm  sae  Prag  den  6.  Januarii 
anno  1601. 


C.  LiechtenstaiD. 
1209. 


Krainer  Landtag.    Beratung  der  evangelische»  Stände  über  ihre 
tage.     I.  F.  ß*  ist   su   litten,  tias  Verfahren  gegeti  die  Evan- 


gdischen,  deren  Ofßeicre  »ikw  himoegtjesrhnfft,  deren  Gäler  und 
Diener  angegriffen  tverdt^n,  einstellen  su  Itiasen.  Der  Erepriesfer 
unterstehe  sich.  Befehle  an  Ilerren  und  Landlettte  ausgehen  .n* 
lassen,  wie  dies  der  Ffurrer  voii  Treffen  gegenüber  Sawau  getan. 
1001  Jam*ar  8—9. 

(V.-Prot.  Kraln.) 

1210. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  a»  die  von  Krain:  teile)\  ihre 

Landtagsverhandlungen,    die    eich    auf  die  Aussckuff'ung   ihrer 

Offisiere  heaiehen^  mit.    Gras,  1601  Januar  9. 

(Konx.,  St.  li.-A..  Chr.  H.) 

An  i]einu>ll>ßii  Tage  nrfolgt  die  Verbrnnann^  dnr  proteatanti neben 
BUcliP-r  !d  Laibach.  Siehe  Uiinilz,  111,  3:^3.  JJie  »U<lt<!  ans  L'hrSns  K«- 
lemlern  hei  UimiU,  Mittcil.  1863,  S.  17,  lautet:  Noho  Jan.  piMict  tomf>u»ti 
«ifril  iatn  ullem  Mce  Ubri  hatttiki  in  foro  aini  mojfna  katr^iwrupt   cof^mitme 

1211. 

Landesfür süicher   Befehl   an    die  Verordneten    t-on  Steiermark: 
BeuyÜligi  den  Aufschuh  des  Termines  eum  Aheuge  für  den  Ein- 
nehmer,  Gegenschreiber  und  Buchhalter.     Die   ührigeti    uvrden 
ahgetciesen.     Doch    icird   dem   Zeugwarte   zur  Beehnungsdegung 
der  Termin  bis  Martini,   deti  su  tlen  Uofrechten  nötigen  Ädv(h 
htien  und  Brokuratoren  bis  Inv*cavit  verlängert. 
Grat,  um  Januar  10. 
(Orig.,  81.  L.-Ä.,  Chr.  R) 

1212. 

Dem  aus  dem  Unnstale  vertriebenen  Viertelspr&diicanten  Dionys 

Wiedemann   wird  der  Fuhrtohn  für  seine  Fahrnisse  nach  Line 

mit  43  Gulden  2  Schüling,  daeu  die  Provision  mit  50  Gulden, 

i^usammcn  93  Gulden  3  Schilling  gezahlt.    1601  Januar  10. 

(KepUlr.) 

1213. 

Christoph  Sckicart,  et^angdischer  Prediger  in  der  Au.  erhält  eine 
Abfertigung  von  40  Gtdden.    Gras,  1601  Januar  11. 


3U. 


Ab  dMMalWa  T*gt  DeBoHentne  des  FrirdlMf»  in  Lub«ck.    DinilU. 
Zb  (Ucmm  Dataa  ntbe  Cbrilu  Kalradrr,  UituU.  1062,  S.  17. 


Dk-  Ffrorrfiwf««  con  Steiermark  an  Stuftcnh^:  haiäHge»  den 
Empfamg  seiner  Sdireibe»  com  lü.,  3J.  und  ^>{.  Degember  r.  /. 
Er  wwge  wU  $ehiem  Briefen  getcahrsam  umgehen,  da  BefdU  ye- 
gAen  sei,  sie  nt  ,interapieren'.  Man  verwJime  gern,  daß  er  mU 
der  Soeie  einen  guten  Anfang  gemaehi.    Grog,  2001  Januar  24. 

(KoBS,  St  L.-A,  Clif.  R.;   Orig.,  dwoda,  Stiibcob«r^Akt«ii.  GegcnndbtBi.) 


I 


1215. 

Aniteort    des   Landtages    auf  die   lanJesfürfiUiche   PnposUion: 

.^darunter  auch,  tcas  die  trangdischen  Herren  und  Landleute  in 

BdigioMsaehen  angebracht'. '   Klagmfurt,  1603  Januar  26. 

iKoD«.,  8t.  L.-A^  Chr.  R-,  11  Bll.) 

KlafCD  Qbsr  die  fiDUiiiellcD  MißstSnde,  die  nicht  sunt  fvrtB(«ten 
Teile  vno  dem  roa  d«r  SeÜ^oDtrrfunnaliuD  IirrrorgTTnfcnen  MißtrAueii  Iks 
dio^  lifid.  Fatt  alle  Uaatieniogeu  and  Generb«,  Berfpfrrka  und  ander« 
^•tDde4aQtibuk«it«ti'  li«g«a  darnieder,  kflio  Aiuliud«r  woll«  sich  mehr  dw 
tU(«wiM«n  Verblelbeni  w^«b  ,in  Handlongea  eiDla»*eii'.  ja  gecdiirei^a. 
in  WM  armnelh  und  «Ivnd  f*r  ril  d«T  invroncr  nnter  barger.  paa«rn  and 
andern  dareh  dis«  refortnation  und  in  dU  land  «in^efQerle  krie|;«volk  f^- 
ralhnn  »In.  imlpm  man  in«ni  daa  iri|^  au^t-iert,  mil  (^nalt  liinwvg^- 
•oaBten,  mit  ttrad'ea  b«lc^  Ton  ham  oad  liuff  ifejagl  and  sie  soxutea 
d«fiBHMa  Iriliulieit,  «nch  ahne  anfUOren  noch  tribuUeraa  thuet,  da»  M 
«ol  voa  {Ott  aa  erbarnieu  loaderlich  aber  da»  etlichen  villen  aiug«- 
achalTeaen  nit  so  tu  xeit  xa^ifelaasrn  wil  frerd(>D,  damit  rie  OTir  ire  uchen 
aa  g«lt  naebinii  diaea  harten  winter  Über  mit  weib  and  Tillen  kleinen 
OBeraogcnrs  aaagrniien  kindlcn  in  iaod  Tcrbipihen  nnil  sodann  au  bcuerer 
reiaMt  ala  tiiaaa«  im  aoaimer  atuziehen  m^^cbtm,  m  man  doch  oft  au  seilen 
Biit  einem  naTentuaftt^n  thier  aia  mitleidmi  Irvft  and  ao  orbaRUang  be- 
wegt wird*,  . ,  . 

ßoy0\  di«  TerordaeUn  ond  auncbaai  ala  di«  «r.  itilad«  bei  I.  F.  D* 
.  ,  {ebelen,  aber  da«  wenigist,  ja  alt  »o  ril  .  .  .  erlang«!!  kflnneo,  dan  mit 
•oleher  r«fnrtnation  nnr  diser  E.  E.  L.  ai|t«nlhntnblichen  «talt  Ciai^nftirt  .  .  . 
«ftr«  ratacliont,  sondern  Bnicl«it:h  soweit  forlgetriben  wonlmi,  das"  die  brrm 
refnmaticnMeominisfarii  neben  der  hieigan  burgw*obafl  auch  E.  E.  L.  getreue 
üesar  nad  ofEaicr  alj  tecretari,  procaratorM  oad  nediei  «och  «tUeh  d«r- 


'  AnadrUcklir-h    wird    angemerkt,  dflü  sich  die«eni  Teile  der  llr-ratong  die 
Prilalen  und  die  kalboliaclieu  Herren  und  Landleule  fcrtigeli alten  haben. 


138 


Reiben  DiananiAr  der  weinmanth  an  den  I  confinen,  dann  ntltch  im  land  wol 
an^apiHTi«  Tom  «dl  und  darant«r  einen  »nt  vor  diseni  anpenomneii  land- 
niann  ObriBtojitieii  SibentiUr^er  zu  Jtayrlial'en  etlicher  liarrn  und  Inndlout 
päcf;eT  nud  dicner  tbeila  in  gar  kum  gegebnen  tcrtnin  nur  6  und  S  wochon, 
3  taf  auM  allen  dUon  I.  F.  D'  latideii  mit  Aufgelogtcr  liint«rla»ung  doi  z«lina- 
deu  pfcnuigi  allca  irci  vermllgeni  und  disen  aug:eheiigt«Q  comminationen  mit 
emjt  g«fc)iaff«n,  ilch  Ober  den  gesctxten  termic  btj  Terlierang  leib,  Lobeo, 
hab  und  gniit  in  demielbcn  weiter  nit  betreten  cu  laaien,  ja  de  barrn  refor- 
tnationscammisaarien  tiaki>n  auch  in  ßtlichou  iron  auafccfertipten  docreten 
offoutUcli  Termi^lt,  dass  I.  F.  D*  nieinaiid,  «o  nit  ircr  ralifriou  auc^othan,  in 
■rca  landen  su  K*>du1dcu  gc«lenk«u  und  all  .  ,  .  dio  lierra  verDrdeat«n  .  .  . 
Wegen  auf  ticbung  sollicfacr  roformatioii  in  tlo&ter  dcniueth  .  .  .  gobtten,  ««in 
iron  T.  F.  D'  ...  auf  otlicher  wlderwKHigpr  .  .  .  angehen  lollich  icbarffo  b«- 
Teich  und  damndter  ainer  rom  30.  abgeLoAToea  monata  (ittoliri*  .  .  .  ergangen, 
derglelcben  an  die  getreuen  landstKnda  gawiea  nißmalan  ergangen,  daaa  sie 
.  .  .  nir  offne  rfibellen  1  V.  U^  in  leib,  lehon,  Iiaab,  ehr  und  gnel  verfallon, 
ir«  underthanen  der  glQbd  orloMen  ond  aic  tu  beleidigen  uicuiglicli  vuglfrej 
solton  proclamicrt  w«rdon-'  ...^ 


1216. 


LandesfÜTsÜkhes  Dekret  an  die  Verordneien  von  Kämieti:  Wie- 
wohl sie  die  PrüdikanteH  aus  Klat/enfuri  ahtjeschaff't,  schleichen 
sich  diese  wieder  ei«,  eniciehen  dem  katholischen  Pfarrer  «cific 
pfarrlichen  Hechte.  Die  Vrädikanten  haben  hicdurch  ipso  facto 
Leib  MikJ  Leben  vencirkt,  sie  selbst  einen  Vcriceis  auf  sich  ge- 
laden.  6'trengster  liefeld,  die  Prädikanten  stracks  abgu- 
schaffen,  sonst  .ntüf^te  eine  Kommission  an  die  Hand  genommen 
icerden,  deren  Kosten  sie  zu  tragen  hätten'.  Grat,  IdOl 
Januar  18. 

(Kop.,  Kod.  Lins  48,  fi>L8G>*  n.  fi-U»-».  Gedruckt  Archiv  fUr  vaUrl.  Ge«eh.«te. 

XIX,  8.  87.) 


Fulgt  dann  der  IHuweis  auf  die  aui  22.  Nuvcoiljcr  flbcrgfbeiif,  mit  obigem 
teilweise  MOrtlicli  Ubereinitiinuieii'de  Beachwerdeschrifl.  auf  di«  Verlvtisung 
d«r  Lindesfreiheiten  darcb  du  Vorgeben  gcgto  die  Lindeadicner  und 
Verordn«((^n,  den  Untergang  dieaea  Landet,  dei  rOmlaebeii  R«ieh(>s  Vor- 
mauern, und  die  Vertldung  der  Stadt  Klagenfnrt.  .  .  .  Replik  d^r  landea- 
füratiivhen  Koiunii»»iira  am  19.  Januar.  Tadel,  daß  mau  dio  Kitligions- 
refitrnialion,  au  welrtier  der  LandwfUrat  br-recHtigt  aei,  nctiit^r  ad  na»- 
»tarn  ansiebe.  Die  Aufnaboie  einea  oder  mebrerer  Prälaten  unter  die 
Verordneten  aei  »nvenUglicb  durcbxuftlhren.  Duplilc  der  Landtohin  im 
obigen  Sina«. 


iR  ÖrÄfrner,  Apothdcer  mu   Pettau,  an  die  Verordneten: 

ihm  als  ans  Pettau  der  Rdiffion  haHer  Ausgewiesenen  eu 

paiailen,  nach  Warasdin  eu  stehen.    Hat  (Beschluß):  Es  werde 

H    der^Bifi«  enisprochen  und  hleiftt  der  Apolhel-er  in  der  Besifdlung 

H  der  Landschitß.    Gras,  1601  Jamtar  lü. 

K (8l  L.-A.,  Bxp«d.-l)uoli  IttÜI,  foL  8* ) 


1218. 


I 


Die  Reformationfkommission  in  Krain  an  den  steirischen  Pro- 
viantvertcalter  im  Viertel  CUli  Matihes  Puecher:  erklärt  ihn,  da 
er  der  Zitation  nach  Jjiihack  nicht  Folge  geleistet,  der  ange- 
drahten  Strafe  von  1000  Dnkalett  schuldig  und  eitiert  ihn 
neuerdings  für  den   28.  Januar  nach  Laibach.     La«&tic/i,  1601 

Jant*ar  20. 

(Kop.,  Sl.  L.-A.,  Chr.  R.) 

Am  H.  Janaar  legAU  die  alelrlaelieu  Veirorilnoten  FUrs|)nichi!  b«i  den 
Kornmi8»&ren  tut  ilm  ein.  Die  F.  D*  habe  Ihn  seiner  Verdienite  neigen  ver- 
■cboDt  (Konz-,  ebenda).  Am  37.  rtcliten  üe  eine  Bitte  Ea  dieser  Sache  ao 
den  Enlienog;  dicMr  spricht  am  31.  Januar  (Urig.,  tbeada)  iha  awar  der 
6tra/«  ledig,  rorpflichtel  ihn  ab«r,  sich  \»t  ^ein  BiKhofe  von  S«ckaa  ao 
Meilen.  Genanerea  siebe  unton  unter  der  Nr.  1SS3,  wo  d«r  weitere  Verlauf 
in  diaaer  ADgctefenfaett  rarmerkt  wird. 

1219. 

Die  landschaftlichen  Offiziere  und  Kansleibeamten,  auch  ScJtranncti' 

und  GericJitspcrsonen  an  Ferdinand  II.:  litten  um  Frislverlän- 

gerung  für  den  Aheng,  %cie  sie  dem  Gegenschreiher  und  Einnehmer 

ntieil  geworden.    Gras,  o.  D.  (vor  dem  22.  Januar). 

(lUns.,  at.  L.-A^  Chr.  B.) 

1220. 

Die  wi   iMndtage  versammeltax   Herren   tmd  Landleute  (außer 

den  Prälaten)  an  Ferdinand  II.:  stellen  die  gleiche  Bitte. 

Gras,  im  iMiuitage  1601  Januar  22. 

(Eons.,  ebenda.) 
V«al«t.  1I.AM.  M.LX.  t 


1 


In  IhTftm  eigenen  Grant^he  hnItiM)  äie  KanEloibeatnl^n  aitsft^fjlhrt,  es 
hI  IhnsB  jetzt  bei  aar  WiTiterxeU  schwer,  »bEURiolicu.  Auch  aoiou  nodi 
viele  OMcliKfle  «biti wickeln,  vroxu  man  kflUiolincbc  ll€<lic[ixl<-to  nicht  ba- 
kamm«n  kUone,  omiionicihr  aU  jetzt  xllr»  Anf^t  tot  Jan  Türken  Iiat.  Brhilt 
tahu  die  Frist verlän^ornng  uicht,  so  fSlIl  auch  ivr  lO.  Pfennig  achnial  «ua, 
da  man  om  jt^den  Trcis  veikaufcn  oiuO. 

Auch  die  Mltgüedtir  des  Landtages  weisen  aof  A^d  Naolit«iI*iigd 
Bohaden  hin,  den  die  Obnreilt«  VorKnderung  uud  die  bierdurcb  crfolgto  Bnt- 
lassanf;  erfahrener  Kriegs-  itnd  LandafSücre  in  dioaan  gcflibrlietion  Zeiten 
mit  lioli  bringe.  Man  kann  nie  schwer  ersetseu,  besoiiiieTa  im  ZcugliAlue 
und  bei  der  ArtillBrio.  Auch  hier  wonleu  die  Uubildou  d«»  Winters  h^rvoiv 
gebobtn.  In  den  nHclist«!  Tagen  ueHen  Etnpfehlangsscli reiben  an  dsn 
Ranvlcr  des  KRrftlrsten  toti  Sachsen  fUr  Johann  Seisias,  Schrannenadvokateti, 
Josef  ächsoer,  Sebastian  8|ield]  und  andero  «usgeatellt 


1221. 

AnmaJinunif  E.  E.  L.  an  die  F.  jy  tccgen  Kandelberger. 
1601  Januar  22. 


(BegUtr) 


1222. 

Die  Vcroräncten  von  Kärnten  an  äie  t>on  Steiermark:  danken  für 

die  jilifteilung  der  steirischen  lieligionssacke  durch  den  »ach  Grat 

abgesandten   Ilans  Mosdorfer  und  t^Un  mit,  was  im  Mrnim- 

sehen  Landtage  vorgegangetu    Klagettfurt,  1601  Januar  23. 

(Orig ,  St.  LA.,  Cbr.  R.) 

Ocataru   abend*   bsbe   der  fUratliche   KouimissSr,    Hofntarscbttll   Jakob 
Prejnor,  unter  Vorweirang  eines  laudesfOrsllicben  Befehls  den  evangeliscbcQ 
SlfitiHen   den  Tadel   aosgesprocbf^o,  daß  sio   noch   nach   der   Ilaiiptrvsol 
aine  Abtendung  an   rlpn   kaiserHohen    Hof  TDrf>enoniEnfn.     Sie    habon 
QflMUidleo  sofurl  atMurufen  und  sio  L  D*  DAmbafl  au  macbcn. 


1223. 


Die  Verordneten  von  Steiermark  an  den  Herrn  Bischof  von 
LaOnteh  und  die  anderen  Heformationskommismre  in  Krain: 
Intcreession  für  den  stdrisehen  Lamksproviantmeister  MaUhes 
Pueeher,  der  bei  1000  Dukaten  Strafe,  wie  man  vermutet,  seiner 
Konfession  wegen  Ttach  Laibach  sitiert  tourde.  Hervorhebung 
seiner  Verdienst^;.     Graz,  IGOl  Januar  24. 

(Eaiu^  8t.  U-A.,  Cbr.  B.) 


ICRCQ    ^M 
UtiOD    ^M 

dieisa  ^M 


131 


Am  ST.  Jaoiuu  gcfat  eine  Blttaobrift  au  äea  LuicU-ifttnitet]  aolbit  Am 
31.  .Tsnou  wird  TOni  Erzlierxögc  ein  StillstAad  in  der  Stielte  b«witlt(^,  dv*:b  bv- 
n*rkt,  d«G  Pa«cber  uichl  exempt  in  d«r  ReformationBiaclie  Ut.  Hierüber  wiril 
d«D  R«forin«tioti)hommiatilreQ  in  Kruiti  am  3.  K«)>raar  MltMiloug  g«inacbi  aod 
g«b«tan,  daß  man  Pnocli^r  oicbt«  BNchwarlicfacs  znmatr.  Zuglei>i:h  geht  an 
ilao  LandosfUraten  diu  neaerlicho  Bitte,  iloin  ProviaDtmeisler  di«?  ilim  durch 
ii*  BeligioDtroformatioBikomiiiusian  coiifiazicrteii  GQlcr  zu  rc«Utuiiircii  (Kons., 
ebenda).  Dio  BoIi^oDsirforiRationskomiiiitalrc  lelioon  dies  unter  Hinnet« 
•of  ihre  Inatruktion  ab  {Otig.,  ebeada),  worauf  itch  di«  Verordneten  am 
1.  Ulrx  senerdinp  an  den  Landcffllrtten  wenden  und  bitten,  den  Proviant- 
■neistrr  anbnheUifrt  an  lassdn  (Kool,  ebenda). 


I 


1224. 

Gtorg  Herr  vo»  Sinhenherg  an  die  Verordneten:  Noch  sei  es 
nicht  möglich  geicesett,  gu  einer  Audienx  zu  gelan^jen.  V'erhindcr- 
lich  war  die  persische  Gesandtschaß  und  die  Botschaß  der  Stebeti- 
bürger  Stünde.  Der  Hofmä<sUr  weise  sie  eur  fieduld.  Sollte 
9ic^  die  Sache  noch  länger  hinaus ffiehc/i,  so  könnte  man  nach 
detn  Gutdünken  der  geheimen  Räte  die  Angelegenheit  ihnen  vor- 
bringen. Ob  man  durch  eine  Audieng  jetzt  das  Gewümchte  er- 
halien  tcerde,  sei  unsicher.  Itie  Abgesandten  der  Stadt  Linz 
seien  zwar  abgefertigt,  haben  aber  nichts  erreicht,  sondern  seien 
an  den  Landesitauptmann  gewiesen  worden.  Da  die  Zehrung 
teuer,  werde  ein  Mehreres  ßässig  gemacht  werden  müssen. 
Frag,  1601  Januar  34. 

(Eons.,  Bc  L.-A.,  Slubenber^-Akten,  Oefcenreronn.) 

Die  Verordneten  antvforton  am  C.  Kebriiar  (Orig.,  ebende) :  Ucdniiem, 
daß  er  keine  Andieox  erlangen  konnte,  er  mnge  eifrig;  fortfahren.  Zur  Er- 
UichtemDg  des  ganxen  Weikee  und  damit  der  Kaiaer  die  pute  Gesinnung' 
der  Land#chafl  erkonno,  teil«  mxi)  mit.  dnU  diu  StXnde  dio  fünffache  ,Oait* 
bewillig  haben,  ao  dall  Jeder  Herr  und  Landmaun  von  jedem  Pfund  Herrcn- 
gfllt  aus  oipenein  (ilckel  1  Oultlcn  4  t^i^hilliifG,  die  Ilptertsnen  Über  jeden 
Bälden  Zina  3  Golden  4  ächillingo  Steuer  kontribaieren.  l^aa  würJo  aber 
va  lebten  onmCglicli  sein,  wenn  nicbt  eine  wirksame  Vermittlung  de»  Kaiien 
in  dorn  bie»i^n  botrablicheD  Stande  eintreten  würde.  AqcIi  ioÜ  di«  Lasd- 
Khaft  geneigt,  ein  Mitglied  des  PritlalenstandM  in  dai  Verordnetenkolte^inm 
m  nehmen. 

1225. 

(Die  Potttjrianische  Sgnago^  mit  Pulver  ,zu  heyssen  in  einem 
huy  zersprengt'.    (IGOl)  Januar  27. 


(ChiOD,  Kai.  Mittel],  dei  biator.  Vereiues  fOr  Krain  186S,  17.) 


133 


1226. 


Die  TtrordncUn  von  Steiermark  an  die  von  Kärnt^ti :  übersettden  die 
auf  die  Landiagsduplik  erflossene  Triplik^  dann  das  heute  herabge- 
gebene Generale.  Was  von  I.  F.  1/  geheimen  Rat  HofmarschaU  und 
fbinein' abgeordneten  Landtagskommissär  den  ajitccscnden  evan- 
gelischen Ständen  wegen  ihrer  Absendung  einer  Legaiion  an  den 
Kaiser  und  Namhaftmachung  der  Gesandi<:n  vorgehalten  tcorde»t 
iat    hier   den    Stände»    nicht   eugemutet   worden.     Gras,    1601 

Jantiar  28. 

(EoBi.,  St.  L.-A.,  Chr.  R.) 

1227. 

J}U  Commission  xu  Monspurg  der  von  yiklfis  Jßonhomo  nieder- 
gerissenen S.  Latirentii-Capellen   dasdbst  awh   wohl  verricht.' 
(1601)  Januar  30. 

(Wl9  Nr.  lS2i.) 

.Ködern  die  andore  BeUtlon  in  BefnrmalionBAJiehcn  I.  K.  D'  Kiigft- 
Bchricben.  Die  CßimniMion  w«geu  der  Limr<tjitii-0ap6llen  su  Moospar^g 
TerrifUilArmMMii  ref«rirt.'     (1601)  Januar  3<J. 


1228. 

Gwrg  von  Stubcnhcrg  an  die  Verordneten  von  Steiermark:  er  hohe 
noch  keine  Audiens  erlangen  können  und  ein  kleines  Memoire 
an  den  Kaiser  übergeben.  Verlangt  Vei'haltunysmaßregeln,  falls 
ihm  die  Äudietu   ahgesclüagcn   tvird.     l'rag,   1001   Januar  31. 

(Oxig.,  St  L.-A.,  Chr.  K.) 

Am  19.  Pffbiuar  teilnu  «io  ibni  dio  f&rstliche  ßesolaÜOD  Ober  die 
B«1igi(nisliei»chw»rdeii  mit.  Er  mOg»!  tie  d«u  g«lieuni*n  Rnlen  mitteilen.  Man 
hoff«,  1.  M*  wfrde  .wegen  der  bochge«t«igert«D  Bewilli^Dg*  <lie  Beschwenlon 
IUI  dorn  Wege  rftam«n. 

1329. 

Adam  Veiiedigers  Abfertigung  (ewei  Jahreshcsoldungen)  und  Testi- 
monium.     Gros,  1601  F^ruar  1. 

(L.-A..  L.E.) 

Uan  liKtt«  ihm  g«rn  gegSnnt,  sein  nach  flbrigc«  Loben  In  dluein 
Lande  nuDbrio^on. 


183 


1930. 

Die  Stadt  Stein  haben  ,die  Herrn  reformationscommtisarü  su 
reformieren  angefangen.  Deti  fürtrag  auf  dem  rathaus  ich  gc- 
than.  Haben  die  gehorsamen  hirger  aishaUl  die  caiholische  aydts- 
norm  prästirt  und  nit  mehr  dan  ir  v-icr  bandisirt  iffwdt-n.  Atn 
rimbtiche  ansiäi  seelischer  hüechcr  auch  offentlidi  am  platz  ver- 
brennt.    Drei  tag   uns  alda  versaumht'.  .  .  .  1601  Februar  8. 

(CbrOiu  Kalender,  Diinitx,  Mitlcil.,  l.  c) 


1231. 


■    Herr  Johann  Aht   £u  Admont  tcird  in  der  Herren  Verordneten 
I  MiiU  vosierl.    QroB,  1601  Februar  8. 

^^^  (BegUtr.) 

I^B^  Nno  wxrpn  die  Atij[rili''ir!f;*'ii  Anr  A,  C.  in  iler  Vernrilneton  Mltlß  nicht 

'^M  tnfbr  unter  «ich;  in  iIpii  Ljin(l)u:hxfts|irotoko)lfn  wnrde  nitii  virl  nuif^c- 
■trichno,  dimit  m  nicht  sur  Kenntnis  der  kuthnlisoKiin  Kreis«  komm».  Am 
ti.  »bnixr  dank»n  die  Verordneten  dein  Abi?,  d&ß  «t  die  Stelle  ange- 
nommen (Refiatr.) 

Fortgang  der  Gegenreformation  in  Stein,  Krainburg  und  Bischofs- 
lack.     (1601  Februars— 9.) 

(DimitK,  3S8.) 


1233. 

Georg  Herr  von  Stubenberg  an  die  Verordnelcn:  Hertvarth  ron 
Lambcrg  ist  dringender  Geschäfte  twgen  nach  Hatne  gereist. 
Eck  ist  krank.  Von  einer  Audieng  höre  man  nichts.  Die  t-er- 
faßte  Schrift  habe  er  den  giheinien  liütett  überreicht.  Mehr  Zeil 
und  Kosten  werden  erforderlich  sein,  um  das  Zid  *u  erreichen. 
Grai,  1601  Februar  10. 

(Kon*.,  St.  L.-A.,  Stnbeiiberg-Akten,  Ge^enrerorm,) 


Alexander  Paradeiser,  Verordneter  ron  Krniii,  an  Georg  Herrn 
Stubet^fcrg;     WictvoiU  Herr  Höncarth  von  Lamherg  seinen 


154 


Weg  herein  nehmen  Muß,  um  jsu  einer  Bech  isführu  ng  eu  er- 
sc}ieincn,  haben  die  evangelischmi  Landstände  die  Sache  doch 
dahin  angerichtet,  einen  anderen  Herrn,  Wilheim  Gail,  eu  de- 
putieren, der  sich  elu»tens  auf  den  Weg  macJien  sdl.  Bitie, 
ihm  aUen  nötigen  Bericht  eu  geben,  tvenn  er  hinausiummi. 
Laibach,  1601  Felruar  11. 

(Ori;.,  St.  L.-A.,  Stubcobftrg-Akt«n.) 

1235. 

,tTn<lecimo  dits  auf  Crainhurg  ankhomeii  samht  hemi  Cohenzd. 
Umh  rfen  Crislic  Mikash,  Luther  genannt,  auf  Cr  cus  geschickt. 
Seim  söhne  einen  frommen  cathoiischen  hurger,  LovreiUh  ge- 
nannt, Jämmerlich  ermordet  in  der  nadd.*  (1601  Februar  11.) 
(ChrOns  K&l«ader,  I.  e.) 

1236. 

fMorgens  frue  in  Michel  Harrers  haus  den  sektiseJtrn  bürgern 
den  fürirag  ich  gethan  ad  longam.  Haben  sich  alle  ausser 
eines  oder  ir  eieeyen,  galt,  der  h.  caOtolischen  kirchm  und 
L  F.  D*  in  gehmsamb  ergehen,  darnuff  die  mikolische  aydts- 
Pflicht  gethan.'    (1601  Februar  lü.) 

(Ebendi.) 
Verbrcfi nnng  Atr  Rdcher  dasnlbnt  «m  17.  F«bmur  (ebcndik). 


( 


1237. 

Hans  Weif  HacJüi,  Wirt  im  Toheihad,  bittet  die  Verordnetett,  dem- 
fUzcA  er  wegen  vorgetumtmener  Reformation  aus  ilem  Lande 
müsse,  dem  Bauschreiber  ai*  befehlen,  das  Inventarium  eu  über- 
nehmen und  einen  avtleren  Wirt  iru  seiner  Enth^ung  su  suchen, 
Rat:  WeU  es  mit  dem  Supplikanten  wie  mit  den  anderen  Land- 
schaflsöffieiereti  su  diesem  b^chwerlirhen  Stande  utid  sur  Aus- 
scJiaffuHg  gekommen,  müs^m  die  Verordneten,  da  sie  i^er  ihr 
vidfältiges  Anhalten,  Flehen  und  Bitten  nichts  haben  erreichen 
Jcmnen,  ea  geschehen  lasse»  und  heaußragen  da»  Bauschreiber 
Simon  Walter sdorffer,  sich  um  einen  tauglichen  Wirt  umntschen. 
Grag,  1601  Februar  1^. 

(&.L.-A.,  Expfid.-Ua{ilier  I9ÜI,  fol.  S6^) 


fCkristoffm  Harrer  mit  sechs  pßrden  und  100  pauerS'  und 
andern  beicährten  personen  auf  2^' eu  markt  hl,  alda  die  burger 
ttUe  gehuldifft.  Und  auf  Creus  geschickt,  daselbst  sy  nach  er- 
kundigung  aUer  hescfiaffhiheU.  tne  sich  der  todtschlag  begeben, 
etlicJie  gefänglich  eingesogen  und  des  Crishe  haus  funditus  ge- 
scMnfft  tvorden.'     (1601  Februar  13.) 

(Ebenda.) 


1239. 

Verordneten  von  Steiermark  an  Ferdinand  IL:    Bitte,  dem 
Vigedom   £U   befehlen,   daß    er  sich   mit  der  Einforderung  des 
10.  Pfennigs  bis  auf  die  landesfUrsiliclte  I{esoiuti<m  gedulde. 
Gras,  1601  Februar  U. 

(Kon«.,  St.  L..Ä.,  Chr.  B.) 


1240. 

Erehersog  Ferdinand  an  Georg  Uerm  von  Stubenherg  auf 
Kapfetiberg:  Wenn  die  üdigionsreformationskoMmissäre  in 
Kapfenberg  mitder  ah  an  anderen  Orten  vorgegangtyti,  sei  die 
Ursache  die,  daß  sie  das  landes fürstliche  WohUcoüen  gegen  ihn 
kannten.  Da  sich  aber  sein  Prädikant  nicht  intra  limites  hält, 
SMidcrn  mit  Taufen  usw.  dem  dortigen  Pfarrer  Eingriffe  macht, 
so  ist  bei  sonstiger  strenger  Ähndung  der  Prädikant  binnen  acht 
Tagen  ata  den  landesfiirstiichen  Landen  aus^uschaffen. 
Gras,  1601  Februar  U. 

(OriB..  6t.  L.-A.,  Chr.  R-,  Stubenbcrp-Akten.) 

Edler  .  .  .  Dasa  in  deinem  markt  Kapffcnljcrp  unsere 
geordnete  reformationscommiasarien  nicht  nach  solchem  erust 
ocd  modum  procedirt,  wie  es  an  anderen  orten  bcschcbcu, 
darzne  sy  dann  gar  frroBse  ursacti  gehabt,  das  ist  nmb  unsers 
zn  dir  habenden  gnedig;[!n  willen,  zumall  auch  das«  da  dich 
erbotten,  ain  solch  mtdinm  and  gcbUrlicho  discipliu  bcy  deinom 
predicanten  anzustlillon,  dass  seinethalbcn  khain  cla^^  flirkomen 
-Q&d  dein  pfarrer  in  seiner  jarisdiction  kain  eintrag  durcbaus 
bescbehen  solle. 


Wie  lang  aber  Bolchos  gehalten  and  der  achödliche  ver- 
fUerisclie  predieanclt  intra  Umife«  oder  filrgealeckten  zill  ver- 
blibeu,  das  ist  mehr  als  nar  zu  Till  bewflst,  d&nn  er  sich  bei 
mehr  persouen  ondterstanden,  sie  beicht  zu  hören,  sein  ver- 
maintes  abendtmall  inen  zu  geben,  die  totten  unbegrilest  d«8 
pfarrera  zu  begraben,  die  kliUndor  za  taufTen  und  auch  in 
seinen  sektischeu  exciamatiouen  die  cbristtichcn  ubralten  kirch- 
und  [Kttfartcn  Anzatasten,  als  du  ans  dem  extract  hiebey  aas- 
trUoklich  in  *pecie  zu  vernemraen. 

Wan  es  dann  an  dom^  da«  diser  dein  predicant  solche 
Tcrwiernng  und  strafmüssig  nngebür  fürzunemben  sich  under- 
atehet,  su  ist  nun  zeit  und  gelegenhuit  eolcbes  abzustülten.  Be- 
velchen  dir  Iiierauf  iirntitlicli  und  wtillcn,  dass  du  gehördten 
deinen  predicanten  slraggs  nac!i  dises  empfachnng  abschaffest 
und  dass  er  eich  innorhalb  acht  tagen  verrcrs  in  unsorn  landen 
bcy  vcriicrung  leibs  nnd  lebcns  nicht  botretten  lasse,  inmassen 
iiue  solches  selbst  durch  ncbenligend  decret  auch  also  za 
raehrer  nachrichtung  anbcvolcbcn  wiordct.  Dann  und  wofern 
da  aber  solchem  nit  nachkomen:  wurden  wir  geursacht  solches 
mit  Ungnaden  und  aiulerm  ernst  gegen  dir  zu  anton.  Guben 
in  onser  statt  GriLtz  den  14.  tag  des  monats  Fehruarii  anno  1601. 


Ferdinandt- 
W.  JSchlinger. 


Ad  mandatum  Ser"  domini 
archiducis  proprium 

W.  Kribenifch. 

(Sic^l  anfjpedrUokt) 


1241. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  an  den  Bertog  FriedricJt  sk  f 
Wvrtiemlier<j :     Empfehlung  des  nach  l'djährigem  treuen  Dienste 
als    Iiauschrei()er    wegen    der    Religion    amgevnesenen    Michad 
Hetlkh.    Graz,  1601  Ft^ruar  15. 

(Koai.,  8t.  L.-A.,  Chr.  R.) 


1242. 

Die  Bürgerschaß  und  die  gesamte  Pfarrmet}ge  hei  dem  Berg' 
werice  und  dem  Kammcrgide  £u  Augsce  an  Ershereog  Ferdi- 
nand II.:    Bitte    um    Wiederersialtwig    ihrer    Freiheiten    vnd 


137 


I 


n 


Frmkeitabriefe^  Abschaffung  de$  HoeJujerteJits  etc. ..  .da  sie  nun- 

■uAr  die  katholischs  Religion   angcnotnmcn.    0.   D.     (vor  dem 

17.  Feferwar  ItiOl). 

(St.  L.-A^  Kop.,  Spesixl&rcbiv  Atusre.) 


Wiismassen  wir  ohne  das  arme  leuth  auib  des  groben 
pofels  willen  .  .  .  Aos  ubermacliten  antrib  der  gewesten  pre- 
dicanten,  welche  gemelten  pofel  an  sich  gehangen,  E.  F.  D* .  .  . 
Verordnungen  der  Iinilsamcn  religionsrefomiation  .  .  .  nit  nach- 
gelebt, wir  samentlich  in  E.  F.  D'  schwere  ungnadt  .  .  .  gedtgcn, 
neben  dlsem  aber  allem  auch  doreh  die  .  .  .  r.-coinmissarieQ 
OQsere  marktgcrichtsfrcilieitcn  cingestf^Ut  nnd  .  .  .  alle  brieBichc 
urknnden  abgefordert  and  za  jetziges  .  .  .  vcrwcsers  banden 
gelegt  worden,  welchem  laidigen  .  .  .  zueatandt  wir  .  .  .  R  F.  D^ 
. . .  fOrtragen,  scitcm»!  wir  die  Sachen  nit  gcnnc^sjimb  Tcrstan- 
den,  und  da  wirs  recht  verstanden,  gewissHchcu  mehrers  des 
Kbuldigen  gchorsambs  als  des  widrigen  beflissen  babeu.  .  .  . 

Dieweil  wir  dann  .  .  .  die  cntholischc  ruligioii,  dabei  durch 
die  gnade  gotte»  bis  an  unser  ende  bestUndig  za  verbleiben 
(wir)  gedenken,  sein  wir  auch  nobcns  disem  berait  und  urbietig 
in  all  andern  weg  .  . .  was  . .  .  su  beftlrdenitig  . . .  E.  F.  D* 
.  .  .  cammerguet  durch  gebierunten  geborsamb  nach  nnserm 
. . .  vermllgen  ...  in  das  werk  zu  stellen.  .  .  .  Was  ans  arme 
bargerschafft  and  pfarrmenig  die  entsctzung  bürgerlicher  frejr- 
heiten  des  marktgerichts,  aowol  beschehene  abfordernng  der 
brietlichen  Urkunden  fUr  oachtl  and  schaden  bringt,  erfahren 
wir  durch  diejenigen,  mit  welchen  wir  liievor  unser  hantie- 
mngen,  credit,  und  vertranen  gehabt,  nunmehr  ichtea  trauen, 
leichen  oder  darstrecken  sondern  bezalt  sein  wüllen.  .  .  . 

Damit  uns  armen  .  .  .  underthonen  dennoch  dermaleinsten 
geholfen  (seitemal  wir  rernomben,  dass  die  Kysenarzter,  die 
mehr  als  wir  v^rächult,  wiederumb  bej^nadet  worden,  ihre  frei- 
beiten  and  Privilegien  widerumben  erlangt  and  die  hocbgertoht 
abgethan)  disom  allem  nach  an  E.  F.  D*  .  .  .  wir  .  .  .  bitten^ 
■ngosognee  unser  .  .  .  obligon  .  .  .  2U  orwegen  und  gleichsamb 
m»  BUnentUch  als  die  ungehorsamen  verlornen  aOhne  zu  1.  f. 
hold  ...  an*  und  aufznnemben  und  .  .  .  Verordnung  zu  tbnn, 
damit  uns  die  biirgerlichen  freyheiten  and  abgeforderten  brief- 
lichen Urkunden  .  .  .  wiederum  restituirt,  die  unerschwing- 
hche     ancosten     vorhUctet,     die    bochgoncht    abgeschaifc    und 


also  alle  sacHen 
den.  .  .  . 


tn  ■pi'ittinum  »tatum    dirigiert  .  .  .  wer- 


1243. 

Richter  und  Rat  des  MarHcs  Atissce  an  Ferdinatid  IT.:  erstatien 

BericH  vher  iJas  ungd'ührlicke  Verhalten  des  Ausseer  Pfarrers 

Esaias  Haupt.    Avssee,  1001  Februar  17. 

(KoBS-,  8t.  L.'A-,  BpeuilarchiT  AuMe«.) 

Am  Erchtn^,  iloa  t$.  d.  M.,  «U  il«r  Pfarrer  nocli  in  Bmck  gew«j«n, 
enehi«!!  drr  LandprofoS,  dbcrrpichte  (lom  Verwesor  bwqI  Bfifehlo  «ies  Liodos- 
fllrstcn  nnd  des  PüratbiBchofe  von  8*ekau,  womacb  *r  im  Land«  Strier  dia 
Pfarren  «a  risUieren  und  die  Konbubinen  abEiiichaffen  babe.  Der  Verweacr 
sandle  sofort  su  dem  Marktricbter,  er  lolls  sofort  mit  swei  Ratsfroundoii  aicb 
nach  Staindli  OasUiaua  au  don  Profoßvn  bo^cbpii.  Dar  kam  iting»  mit  den 
Worten  cDtgeKcu:  ,Icb  bab  Do  «iii«  Ponoa  goicbickt,  di«  i»t  to  >lvlx,  daß 
•ie  IQ  mir  ntclit  kotninaa  will.  leb  will  «I«  Mlbst  holen.'  Da  kam  er  dano 
mit  Margareta.  dos  Abrabain  KUrscbnen  Eheweib,  dia  beide  dem  Pfarrer 
seit  uiner  Anweseoheit  dienen.  Er  fragt  >le  leinem  Befehle  entaprechend 
■na,  wie  es  mit  ihr  nnd  dem  Pfarrer  stOnde  —  weil  sie  so  gar  vcrdHcbtit: 
In  rincr  Kammer  liegen  —  and  waa  sie  mit  ibm  —  weil  ea  ganx  lautbar  — 
fQr  Unxncht  getrieben.  Dnranf  erklXrt  sie  sich  fUr  unu-lialdig  und  wird 
ibr  gedroht,  mau  werde  tie,  wenn  %\<s  nicht  bekennt,  mit  DaumitCcken 
klonimen.  daH  ihr  da«  Blat  bei  den  Nägeln  boraoMprilxcn  »oll.  Si«  bat 
aicb  awar  «rachreckl,  aber  nichta  eingMUnden,  worauf  d^r  Profoß  au  dem 
Bichter  nagt,  er  aoll  ihm  ein  Ruß,  eine»  SohUtten  iind  eine  Kote«  Ter- 
achaffen,  er  wolle  dfn  Scbl^-ppiack  nach  Oraa  fUhren.  Weil  sie  rielleicht  id 
unserer  tie^enwart  ans  S^'haRi  nicht  heknnnen  witUle,  eind  wir  biuanaga- 
gangen.  Wa»  oie  dann  einbekannt,  wird  die  F.  U*  ans  dem  Bcricbto  des 
Profoßen  erfaKten.  AI«  wir  wlctier  liincinkamen.  lagt  dor  I'rofoß:  ,icb  Iiab' 
an  ihrem  Bckeanlnisse  mehr  als  genng*.  Weil  aber  der  IfalT  nicht  daheim 
ael,  10  ließ  man  »ie,  damit  nicKl  etwa  etwa»  -verloren  gebe,  wieder  heim- 
gehen. Sobald  dar  Pfaff  und  ihr  Mann  heimkommen,  mÜBM  «ie  ihre  Sachen 
ans  dem  Pfarrhofo  tun  und  da»  ganie  Revier  melden. 

An  Freitage  den  16.  kommt  der  Pfarrer.  Da  lieU  itim  der  Kicbter 
anaelgen,  er  »oll  den  KUr»chTirr  und  sciu  Weib  ina  GeridilAtiaua  schatTen. 
Der  Pfarrer  sagte,  ur  lasse  sie  nicht  aas.  Im  Pfarrliufo  habe  außer  ibm 
niemand  la  achaffen.  Der  Pfarrer  kam  dann  selbst  ror  don  Rat  and  6ng 
an  an  protealieren,  daß  man  an  ihm  einö  Gewalttat  Terlibe,  Der  Pfarrhof 
gehtre  nacb  Paftsan,  da  habe  man  keine  Macht,  eintugreifen.  Er  wolle 
vtich  eher  dee  Pfarrhofs  r<>rw|'rn',  che  er  den  KOniehncr  und  sein  Weib 
Ton  dcb  laue.  Er  wolle  uhncilip5  nicht  hier  bleiben.  Ein  Weib  bekeuns 
aus  ]-\irobt  leieht  etwas.  Dann  schalt  er  Ober  den  Auaseer  Rat:  weil  wir 
nor  die  Freiheiten  wieder  babcii,  hätten  wir  ibm  solche«  bei  der  F.  !>*  ein- 
fcbrockt.     Das  wolle  er  nnji  gedenkeu  etc. 


i 


1244 


I 


Die  Vertfdmatem  vm  Steianmark  au  Erehtrso^  Frrdmtmd:  Die 
hötAai  jftMfflrrfii^f  S^aolttiion  auf  die  Besdttcerdat  der  Herren 
und  T.tmdtmtf  A.  C,  die  i-om  2.  Jannar  IßOl  datiert,  aber  ikne» 
erat  lernte  en^dk^miitat  ist,  haben  gie  mit  Betrübnis  vem^fminen. 
Da  die  Herren  und  LandletUe  bereits  i*ach  Harnst  yemtgeit,  JbMnte 
iUmem  die  JUsoimOom  nicht  nuAt  mit^eieät  teerden.  Man  tcerde 
Ana»  hei  duater  G^egenkeU  referieren  mtd  die  ,Nothdurß'  bei 
dem  Ere)terBcge  atArimyen.    Gras,  1601  Febntar  17. 

(Ka^,  8t  L.*A..  8tnfaeabrr^Akt«n,  Gc^irdfonn.) 

1245, 

fBebos  onutibiu  (in  Crainburp)  constitutis  profecti  somoa  ad 
äriUtem  Lagkb  (Januttr  17)^  aida  die  dominica  (Februar  18) 
mi^mitiag  den  »ectisehen  tceü  vermü<figcn  bürifcrsirvtten ,  aläa 
derem  em  10  oder  me^r  geweaen,  den  fürtrag  im  c/$chIos$  gdhan. 
De$  andern  morgen»  (Februar  19)  instruiri,  sg  auch  alle  gehor- 
9amH  mtd  das  ioramentom  praestirt.  und  also  in  diser  raiss 
r»B  Mffefi  dem  aimächtigen  goit  und  der  h.  cath.  kirche  rectt" 
perif*/    (1601  Februar  17— 18.) 

(Chrtni  Kd^  I.  e^  p.  18.) 


1246. 

^Fju;Ca  iastmcbone  dispositisqno  rebus  omnibns  a  prandio  La- 
bacam  profecti  sonias.  Herr  Verwalter  uns  hinaus  beglagi  und 
aber  a%is  stucken  sehiessen  lassen.  Eodem  die  die  uctischen 
Imeher  verbrennt  am  plats.  Zu  Lagbach:  Ferner  sein  die 
Lutherischen  burger  auch  etliche  E.  E.  L.  officieren,  darunter 
auch  viU  Witt frauen  und  mAicT{avüi\ias{B\c)  geKcsen,  furgevördcrt 
und  in  grosser  autakl  den  cath.  agdt  prästirt  und  hiednreh  vill 
hundert  setzen  Christo  getounnen  und  ad  gromium  S.  M.  Elccleaie 
reducirt  icorden.  (rott  seg  loh.  Inen  sab  poena  das  fleischessen 
in  der  fassten  verboten,  entgegen  sotitUag,  ntontag,  mittipoch  und 
fregtag  jn*  der  predig  ad  S.  Nicolaam  oder  ad  patres,  darinnen 
wum  ex  professo  controversias  potissimas  iractim  sollen,  eu 
liommen  auferiegi.  durch  die  herr»  l.  f.  volimecMige  reformations- 
commissarios.'    (1601  Februar  19.) 

^Ebenda.) 


1247. 

Dl«  Verordnetet*  von  Steiermark  an  Georg  Herrn  von  Stubenhert;: 
Mitteilung  ihrer  Lanätagsheunlligung.  Die  Uöfftmng  auf  eine 
günstige  Erledigung  ihrer  poUlischcn  und  lieligi^nshescluverden 
sei  durdi  die  beigeschlossene  Restitution  scJimerdicfi  enttäuscht 
wordeti.  Et»«?  Replik  tcerde  erfolgen.  Stulenberg  möge  die  Re- 
solution der  Hanptsehriß  anfügen  oder  mindf'Stcns  den  geheimen 
Raten  mitMleti.  Hoffnung,  der  Kaiser  werde  ihtien  wegen  der 
gemnchttm  Ifewilligungen  gnädig  Aein.  Grag,  1601  Februar  19. 
(Orif-,  8  Sie^^l,  St.  L.-A.,  Stabenberg-Aklen,  Segen rWorn.) 

Slitboobcrf;  aatwortct  darauf  am  i.  MBrz;  U!«  t^cbriften  Mi«-!)  nicht 
uif*el:ntninen,  ktlanen  sonnch  nicht  Itb^rrpiclit  wprdon.  Auf  eine  Andienx 
sei  kein«  ilofFouiig  zn  setxen.  Uie  Schriften  wHren  daher  daioh  ihn,  Eck 
und  GaU  don  liXteo  mitiutejlcn. 


1248. 

Ferdinand  II.  an  die  Verordneten  von  Krain:  befiehlt  die  Aus- 
lieferung nllt^  ron  Bürf/ern  und  anderen  iti  Laibach  ivohnenden 
Leuten  ins  Landhaus  abgegebenen  ,sektischen'  Bücher. 
Qra£,  2601  Februar  SU. 
(Otig.,  h.A.  Krain,  U-A.,  F.  alt,  (4ii.) 

Edl  .  .  .  Wir  werden  glaabwurdig  bericht,  das  Ir  vill  von 
bürgern  nnd  andern  in  unsert-r  st«tt  Laybacli  wonuniien  per- 
sonco  uin  grosso  anzall  nndorschidliclien  tractlltl  und  paocher, 
wciclie  sectisch  and  dem  cathoÜaclien  glauben  zuwider,  ina 
landtbnuB  tiniUer  und  vor  uiiBerer  fiirgenoinbnen  hnüsAmeii  re- 
formalionacommiBsion  gefleclient  haben  und  auf  dato  in  Eurer 
verwiirung  gehaldten  werden. 

Wann  dann  Ir  selbst  IcichtHclion  zu  gedenken,  wann  wir 
aas  reelitcm  und  gelrewen  eyfer  unserer  nndertbonen  zeitticb 
und  eliwig  haill  zu  bufurdorti  sotÜ  inbuoo  und  surg  einwenden 
und  Bie  zum  alten  cathclischeD  seligmachnnden  glauben  su 
bringen,  das  wir  es  el>en  an  disera  nicht  ermanglen  oder  zu 
irem  unhaill  dcrglciclien  puochcr  iesnng  cuclasscn  oder  gestatten 
ktindcn.  Und  derowegen  ao  haben  wir  euch  biemit  gn.  und 
ernstlich  beveähen  wollen,  das  Ir  die  scelisdieD  pueclier,  waa 
Ir  ditsfnls  in  Verwahrung  bishcro  bcliaitcn,  unBcrn  geordenten 
comniiBgnrien  eu  Vertilgung  derselben  ao  guetwilüg  liorausgobeii 


141 

nnd  Buostelleri  lassen  wollet,  als  wol  wir  doch  sonst  mit  ferror 
unserer  Verordnung  Iiievon  iiiclit  aussetzen  wurden,  dann  das 
ist  unser  entlichor  willen  und  mainung".  Und  wir  sciad  Euch 
mit  gnaden  gewogen.  Geben  in  unser  statt  Gratz  den  22.  tag 
monats  FebruaHi  anno  1601. 


Ferdinandt. 


W.  JOcblinger. 


Ad  raandalniD  Ser**  domi»! 
archiducis  proprium 

Kribenik. 


DloM  Ztuchrift  wird  ronchlrrt  fttn  S3.  Mal  A.  J.  wiedorbott  (Ong., 
ebenda).  Die  Büclior  werdmi  anUerdem  gen«u«r  btzeichaot,  iii<lcni  oben 
nach  dem  Wort«  ,g^<>ch»nt'  «o^ftftijft  vrirH:  ,ocl«r  Ronaton  Ton  Wittenberg, 
Tibiui^cn  und  derwlbigen  ortUen  suni^l  uneingebundcn  ab  gebiitiilne,  sy 
Mr^en  in  leoUcfa-  oder  wiudiacheti  truek,  rnii  [»ostiln,  biblea,  ))ulaieiibQecbeI, 
cathecinueo  uud  andern  wan  der  caUi.  religion  widrig  und  uudtor  diBcn 
all^Ji  Tnntaod«u  nud  aius  billicbeu  biid«iikeu,  a«b»Q  d«Q  audoru  horkUfffc- 
geb(!n  «Verden  sollen.  Welches  U  danti  aus  äiscta  bedenken  mit  incg  gar 
oicbl  zu  walgnm,  anyiemallro  wider  unsere  I.  f,  Terordninigen  und  Alrge- 
oombne  wisäenlllcbe  refurmiKning  luilicbu  (ini-cbür  di^in  iMir^^iirRniaii  und 
«□dem  umonendeu  gleich  Uns  vridBrfl]iill  uml  nur  Htralfniossige  wideTSQtz- 
licbkait  «lobUdou  und  filratellen.  Dem  allen  nacb'  .  .  .  Ein  driltea  Mandat 
ist  de  lialo  Graz,  1602  Jtill  2  (Orig.,  ebi^uda),  eii:i  viert««  d«  dato  1607 
Ulrt  24  (Orig.,  ebenda),  ein  fünftes  de  daio  IGU  Juli  13  (Orig.,  ebenda). 
Am  fit,  'Noretnbcr  1014  begclireii  die  Reli^iousreforuiationaliominitisirc  die 
Aiuüiefernng  der  Bücbor  (Orig.,  ebfndA),  am  23.  Jnni  crUßt  Ferdinand  II. 
einen  em»Dteo  Uefeht  und  vroist  die  Rlldier  dr^m  JirsuitfiikoUegiiim  in 
Loibacb  bu  (Orig.,  ebniid«)  und  am  lü.  Dcsember  1616  wird  beTublen,  die 
Bücher  itu  I>audeaviaedumaint  absulieferiL  (Orig.,  obeada). 


1249. 

ieschtccrdeschrifi  der  katholischen  Stämic  von  Krain  und  Bitte 
an    de»    Landtag,    ihre    Gruvamina    absuluu.      Luihach,    lüOl 

Februar  23. 

[L.-A'  Kraia,  8  Seiten  fol.    VoHstKndige  Inlialtaangabe  bei  Dimltt,  Qoaoh.  ron 
Krain  lU,  837— SSfi), 

Hinweis  auf  dia  von  Max  I ,  Karl  V.  uud  Pordinand  I.  nur  mit  acbwerer 
Uflbe  von  dem  I^a[>5t«  erlangU-  BewllUgang  der  Rtarken  Kontribationen  fUr 
Zwecke  d«  TUrkQnkrieg;eB.  Hätte  mim  dcmcnigfifcn  di-warto»  dUrfc^n,  dall 
die  Geistlichkeit  iu  Steuersachea  milde  behandelt  werde,  so  ist  viüluiobr 
das  geacbeben,  daß  man  ibr  gegenüber  bei  SteuerrRckatftndBn  sofort  mit 
Pfiludußg  nnd  Vorkauf  des  KircheogDt«s  einschritt,  wogegen  die  StKiido 
A.  C.  deu  Ihrigen   viclo  Tatueude  —  bis  in  diu  tiÜ-UOO  ll.  —  ua^hgesbheu- 


k_J 


U2 


llie  katholiichen  SUade  luben  TOrden  prgcn  dl«  bobm  Aa(galM*ii  unil  du 
owij^lische  S«;lial-  uud  Kirc)iflnwes«ii,  &iif  Umckerei  etc.  pTot«atiert  nod 
darauf  gcdmoRen,  daß  solchfl  nicLl  gemem&aniQ  Atisgaben  nicht  ohn«  Vor- 
wisKD  UDJ  BewilliguDg  der  eTangaliachcn  ätätido  (^macht  worden.  L'm 
deHCDtwilleo  «ollen  xw«i  kalboliMh«  Terordnctr  gcUÜichon  und  weltUchea 
SUiidw  n  zwei  ander«)!  A.  C.  depotirrt  werden,  ohne  dtrcn  BeUeia  and 
ZnatimmaDg  niehta  T«rhand«lt  and  angMchaffl  werden  »oll«.  Ebenio  hatten 
die  KatbollMbeB  dagegen  protecliert,  daf)  dl«  nlebt  die  gans«  I>andtebaft 
angebenden  Gesaadt«ohaft«n  ans  g«tneine«mem  f>&okH  bostritten  werden. 
WiciIrrfaoU  habe  man  Privat[)ersooen  A.C.  in  die  lO.OüO  H.  geacbankt-  Bin« 
iÜinllcb«  Wirtflcbafi  »«i  mit  dem  Iläuicrkatif  ß-cpflogcu  worden,  wie  man  an 
Baltbuar  Garoldl  di«  Mertzlichc  B«li&tuung  Tcncfaricboo  liabe.  So  gehe  m 
mit  dem  Kaafivhllling  Felixian  Tmbfrs  nnd  dei  Magiit«ra  Clement  bezQg- 
lleb  deren  HKnitr  nnd  GrQnde,  die  En  den  Lftnd.ichaft«r«chniingen  anm 
ÄrgemiB  der  KathoUscJien  erscheinen.  Weil  diese  Prolestatinnen  nichts  ge- 
hnlfen,  so  mOg»  mau  nun,  wie  Tordem  ntir  NichtkaÜiulischc,  so  jetzt  nur 
Katboliacb«  an  Verordneten-  und  Einnehineratellen  befCrdem.  Sollten  jono 
dagegen  ein  Bvdenkcu  haben,  so  ini5^  man  immerhin  einen  Landmann 
A.  C.  üi«  Verordnete  11  mittel  nehnen.  Die  auf  die  , Abgesandtereien'  in  den 
letzten  xwr!  Jahren  aufgewendeten  Mittel  »oUen  aurücbentattet  nnd  dl« 
oben  erw&hnten  Srhenkungen  vergület  werden.  Wflrd^n  die  ätXnde  aof 
dieee  Forderungen  nieht  eingehen,  würde  man  sich  an  die  pipstlicbe  Hcllig- 
kait  wenden,  um  die  Steuerfreiheit  wieder  zn  erlangen. 

An  demselben  Tage  hofft  Waaacrmann,  die  StJtnde  werden  ihn  sein 
Jahr  aiudienen  und  die  Uechnung  schlichen  lamen.  Laibach  im  Großen 
AnMcbnase  (V.-I'fot.):  Quroldt  und  I^uietitAch  bitten  am  Frialeratrecknng 
ntr  die  Auswandening.  Bischof  CbrOn:  ,Das  kOnne  nur  I.  D*  bewilligen.' 
Der  Große  AtuMbaß  bcichlielit  eine  Intornesston  (V.-Prot.,  ebenda). 

1250. 

LandesfürstUcher  lififeM  an  die  von  Ltohen:  Verhol  des  Fleiseh- 
egsens  in  der  FastenseH.  Gebot,  die  Ilahstarrigcfi,  so  nicht  jt«- 
theiisch  werden  u-oUeti,  absuschaffen.     ilrai,  ItiOl  Fthruar  23. 

(Orig.,  St.  L.-A.,  SpealalarehiT  LAobea.) 


1351. 

J)(>  Verordnetet^   von  Steiermarlc  teilen  dem  Landeshauplmanne 
Siymumi  Friedrich  von   llerherstein    mit,    was  Stubcnher<f   ge- 
schrieben, und  bitleti  um  sein  rütlicJics  O^ttachten. 
1601  Februar  24. 
(Kons.,  St.  L.-A.,  Chr.  R.) 

Bei  S'  M*  ici  nichtt  tti  erlangen  geweten.     In  der  Zeit   Tom  16.  bla 
tb.  Februar  erteilen   die  Verorduct*n   Te»tii>tonia    an   Michel   Heltitach,    den 


dcctKhcn  SciialinBUtar  Michel  MOller,  in  NikoUns  SchobmiBn,  Matth« 
Grus,  Signiaiui  Tolomei,  Niktu  Sttflnpetk,  Niklu  Knek,  Egidios  FeUelt, 
Balthasar  Sehilteaberger,  Eaaias  Schvarx  am)  Niklas  Vof»!  (ebenda). 

An    iliiiiMiillii  II    Tsffl    MDdet    der    LandesbauptmanD    s«ine    Antwort: 
_SCiib«iib«rg  aBf«  d«ii  fcbeiman  Kitca    ilie   BueliwardeacbnA    Übvrreichan, 
thto  aber  dl«  Aadieaj  argicraa  (Ocig^  «bcadi). 

1253. 

Die  heiden  Grafen  von  Thum  bitten,  ihre  Diener  mögen  des 
En^eittens  vor  der  ReligionsreformationskommissioH  etilhobe» 
icerden.  Darum  sei  I.  F.  ö*  eu  bitten.  Im  iceiteren  Verkaufe 
der  Sitzung  handelt  es  sieh  um  Bestdlung  eines  Geistlichen  £um 
Verordneiett  an  Steile  des  Priors  von  Frani,  der  nuM  bleibm 
wÜL    XotbocA,  im  Grofien  Ausschuß  1601  Februar  24. 

(V--Prot..  Nr.  8,  8.  Ii4«— 116*.) 

1253. 

Georg    Friedrich    Markgraf  nt    Brandenburg   an    den   Beriog 

Maximilian   von   Bayern:    er    ntöge   sich   für  die  evangdisehen 

Untertaaen  seines  Schtcagers  Ershersog  Ferdinand  bei  diesetn 

rertoendm.    OnoUbacA,  1601  Februar  26. 

(Kop ,  St  Lv-A.,  Chr.  R.) 

...  El.  L.  fufr  dato  den  2&.  Jan.  an  nns  gethanes  schreiben, 
die  bCse  xeittangen  ans  Siebenbürgen  betreffend  haben  wir  diae 
tag  ZD  nnsem  banden  empfangen  und  zwar  albcrait  dergleichen 
kimltch  ZQ  Torhcr  auch  «rchört,  aber  eolchca  alles  nicht  mit  ge- 
ringer bekümmemna  Ternumen  eondem  die  eacfaen  der  IL  K.  H* 
.  ■  .  und  dem  ganzen  H.  K.  R.  .  .  .  zu  gnetera  lieber  anders  and 
besser  gesehen,  uweiteln  auch  wol  nicht,  do  etwo  die  s.-tchen 
mit  dem  vertribnen  Michael^  Weyda  änderst  und  nit  der- 
gestalt, wie  beigelegte  cntschnldignngsschrift  answcist,  gehandlt, 
es  sollte  KU.  soUicher  beschw.irlichkeit  nit  kommen  sein.  Aber 
wie  deme,  sejen  vir  genaigt,  was  wir  neben  andern  chur>, 
forsten  und  ständen  des  reichs  zq  vcrhindening  nnd  abtreibnng 
des  erbfeinds  .  .  .  beflirdbrn  lielfen  künnen,  dasselb,  sofern  mit 
obserrienuig    des   reichs    constitation    and    execntionsordnang 


*  HIehael   d*r  Tapfpr»,  oSehA   X«nopol,    HUtoire   AfS  Konmaiiix  t.  3S7  ff.; 
TeatscblXadsr,  Micbaei  der  Tapfere,  siebe  Uistor.  Zeiuchrtft  -13,  373. 


billich  gleichheit  gehalten,  sotiI  an  uhb  nichts  erwinden  zu 
Uaeen.  Allein  bitten  wir  K.  L.  noctimalcn  ganz  fr.,  damit  hier- 
innen  die  erang.  cbar-,  fUrston  nnd  stände  za  desto  roelirer 
affeoUon  und  zusammentretung  bewogen  werden^  K.  L.  wSlIen 
dero  .  .  .  scbwagern  herrn  Ferdinand  erzherzogen  zn 
Österreich,  wie  wir  mähermals  auch  fr.  gesuecht,  da- 
hin rcrraügen,  daas  H.  L.  mit  lerncrer  persecution  und 
verjagung  der  evangelischen  nnterthanen  nnd  kirchen- 
diencr,  damit  6}^  noch  nf  disc  stundt  ans  verleydung  nnru- 
higer  lentt  der  Jesniter  fortfahren  sollen,  gitnzÜch  zu  ruhe 
Bteben  und  den  zorn  gottOB  nicht  weiter  über  eich  nnd 
dero  rurstenthnnihon  ziehen,  auf  dass  Imrnacb  nicht  otwo 
auch  andere  angrenzende  lancät  desselben  durrh  güttliche  ver- 
hengnne  entgelten  mtigen.  Dan  wie  E.  L.  .  .  .  salb  wissent,  ao 
hat  keine  incnscbliche  obrigkeit  über  see!  und  gewissen  .  .  . 
»ouder  nur  .  .  .  über  das  irdische  leib,  haab  und  guet  und  der- 
selben anhangenden  rechten  zu  richten.  Darunihen  .  .  .  erz- 
herzoga  L.  und  alle  diejenigen,  so  dero  ditsfails  nachfolgen, 
gegen  gott  den  atlmechtigen  flne  schwöre  Verantwortung  auf 
sich  laden,  sondern  ^«tc)  lijerinncn  nicniglich  »oiii  gewissen  bil- 
lich, frey  und  verstricht  gelaasen  und  darüber  niemand  be- 
Bchwttrt  noch  minder  die  underthanen,  denen  allein  im  religions- 
friden,  ob  sie  woll  selhstcn  Aus/.u/.iehen  erlaubt,  widor  iron 
willen,  auch  dem  herkomen  und  gemelten  religionefnden  zu- 
gegen^ von  einer  in  demsulbeu  a|r)>rubic'rtüii  und  zuegulassenen 
religion  wegen  aus  dem  hindc  vertriben  und  verjagt  werden 
sollen  nnd  soHches  diesfalls  nmb  Bovil  weniger,  weil  wir  be- 
richtet, daas  I.  L.  denen  landstenden  die  freiheit  der  roligion 
A.  C.  zuvor  ganz  teuer  mit  gelt  erlangt  und  das»  man  sie  un- 
waigerHch  dabei  bleiben  lassen  wülle,  sonderlisre  zuesag  er- 
halten haben  sollen.  .  .  .* 

Datum  Onolzbach  den  26.  Febrnar  1601. 

Georg  Friderich, 
markgralT  zu  Brandenbarg. 

An  herzog  Maximilian  in  ßaycrn. 


Folgen  noch  Ang«b«n  tlb«T  dio  im  Juueiti  lu  «rwRrt«nd«i)  Strafen. 


145 


1254. 

fExtract  und  tnfmorial  aus  der  dreitv  lande  abgp.sandten  aSer- 
gehorsamsten  sckrift  an  I.  K.  M*,    (1601  .  .  .)' 

(8l.  L.-A..  Chr.  H.) 

Dlse  commission  ist  noch  vor  anderthalb  iar  ia  gelialtnen 
UndtXgen  ber&tscbUgt,  bschlossen  und  die  instraction  damals 
aufgrricht,  aber  mit  fortsetztmg  derselben  %n  versclioming  1.  K.  M' 
nnd  ans  geb.  hoflnang,  I.  F.  D'  dio  lande  von  solcbeu  gwis&ons- 
beschwerden  ond  danncnber  aach  in  politicis  erfolgenden  Un- 
rats selbst  releviren  wurden,  bisher  unterlassen  worden. 

Soll  man  bei  K.  M'  notwendige  remedia  nicht  suechen 
und  darüber  dise  landt  und  leut,  des  R.  R.  standhafte  vor- 
maaern  kq.  grnnd  und  poden,  wie  es  sich  anlest^  geen  Bollen, 
wnrd  es  den  landen  vor  gott,  d«r  K.  M*,  I.  F.  D'  unserm  gn. 
landtsfllrstcn,  dcro  ftlrstUchcn  geschwistriget,  dem  hochtöbl. 
bans  Österreich,  dem  H.  R.  R.,  unserer  posteritet,  ja  vor  ganzer 
cbrietcnhoit  unverautwortlich  sein. 

Es  ist  aber  disc  commission  I.  F.  D*  za  ftinicliem  prae- 
jvdicio  (nit)  vermaint  sondern  eu  dero  and  des  bochlübl.  haus 
Österreich  hocbbaiten  naU  und  framens  Icngcr  aufrechterhal- 
tnng  angesehen. 

(1.)  Anfangs  ist  daa  concedierte  exercittum  A.  C.  nicht 
allein  in  statt  und  markten  sondern  auch  an  meisten  orten  auf 
dem  Und  abgeachafil, 

(2.)  die  schneien  cein  eingestellt,  pmeceptores  philoeopJnae 
und  anderer  focaltcten  aus  dem  landt  verjagt, 

(3.)  die  büecher  verprent, 

(4.)  der  menschen  gewissen  sein  von  den  reform aüons- 
commissarion  durch  Hat  und  drowoi-t,  öffentlichen  schrecken 
and  gcwalt,  verhofnangcn,  eiserne  panden,  aufgestellten  hocb- 
gericbtcn,  Verweisungen  des  Undts,  spolieriingoti  und  geltstrafen, 
bodroung,  abbrennung  haus  nnd  hofs  zu  aid  und  mainald  be- 
nötigt, 

(5.)  der  hcrrn  und  landleut  kirchcn  and  freidhtiff  nider- 
gerissen,  zersprengt  und  die  totten  cörper  wolverdicnter  berrn 
und  landleut  ausgraben  und  auf  die  begrcbnusscn  ehrlicher 
rittcrslcut  hals-  und  hofgcrichl  crigirt  worden. 

r«BUB.  ILAbt.  Bd.U,  10 


t' 


(6.)  Jedermenutglich  im  lamU  (nllein  die  herm  und  land- 
lent  aasgenommcii)  von  adclspcrsoncn,  bui^eru,  paußrn,  ge- 
werkeu  und  pergwerksgenossen,  E.  E.  L.  gera^nos  wesens 
kriegsofficter,  iustiei-  und  gericlitsiiersonen  io  0  oder  3  wochen 
ttbereilends  ans  I.  D*  erblanden  aasgesoliaSt. 

(7.)  Aus  welclicD  processeii  allerlei  inconc€nü:nti<i,  absur- 
dttetQD,  serritligkeiten,  tmrat  and  mihail  und  vcrderbeu  bei  den 
hnarcr  horzagozogen  und  dora  Türken  stattÜcher  fortl  elnge- 
rannibt  wird. 

(8.)  In  $peci6  aber  davon  zu  roden,  wan  sich  der  auBge- 
schaffte  pauersmann  verlauft,  werden  vil  güeter  abgeödet,  ire 
schuldig  geblibnc  steiiern  nicht  bez»lt,  feldbau  wirt  vorhindert, 
victaalia  vermanglen,  die  im  landt  bleibende  undertliaiien  wer- 
den von  den  gartendeti  knechten  und  der  reformatiunscümmis- 
aarien  kriegsvolk  in  grandt  verderbt,  die  pcrkwerch  ncmen 
aller  orten  im  landt  ab,  weilen  die  ktiuppen  und  porkverstHn- 
digc,  von  denen  aach  vil  gemainen  und  pauerschaften  ir  narang 
gehabt,  ausgescbafft. 

(9.)  In  statt  und  markten  worden  anstatt  Ternllnfliger,  ver- 
mnglicher,  auch  im  Itriegsweaen  erfarner  leat  die  ämbler  der 
freien  wal  zuwider  mit  ßchlechten  Icntcn  ersetzt,  den  ausgc- 
BchatFten  wird  zn  verkaufiing  irer  gUeter  ein  verzicktor  Termin 
gegeben  und  do  sie's  nit  verkaufen  künnen,  in  bestand  auszu- 
lassen verpoten. 

(10.)  Der  zechende  pfenning  wird  auch  begert  von  Wein- 
garten, perchwerken  and  farnnsson,  auch  von  denen,  die  unter 
den  hcrrn  und  laudleateu  sitzen,  da  es  doch  in  disem  land  nie 
gebreucbig  gewust,  dai^s  ein  abziehender  burger  vil  weniger 
die  adelsperson  oder  oflioier,  welclio  bei  gemeinem  wesen  sich 
brauchen  lassen,  den  10.  pfenning  geben  und  man  will  an  solch 
10.  ^  kaine  liegende  gtleter  sondern  pargelt  haben  und  an- 
nemen,  auch  do  ainer  von  I.  D'  ein  unverailigten  (sie)  Schuld- 
brief hatj  daran  nicht  abraiton  lassen. 

(11.)  Denen  ausgeschafften  sollen  die  landt  auf  ebig  ver- 
poten sein,  do  sie  doch  dem  land  mit  gell,  tehen  und  in  ander 
weg  vil  gedient  und  noch  dienen  kttnnen. 

(12.)  Etlichen  wellen  ir  weih,  kind  und  guet  vorgehalten 
und  in  lebzeiten  der  eitern  gei-haben  gesetzt  und  die  (iurch 
tcstament  oder  die  obrigkoit  verordonto  gorhaben (ncj,  welches 


147 

auch  sebon  bei  den  hcrrn  and  landleaton  attentirtj  nnd 
die  lOcbter  wider  ireo  wUien  verheiratet  werdeo. 

(13l)  Aas  welchen  [irocessen  der  abfall  der  statt  and 
iBirkt  herSeoBst,  credit,  gewerb  and  hnnticmn^n  erligenp  dsas 
dOrfer  daraas  werden  and  ir«^  steuergebUmnssen  nicht  besten, 
nach  die  herrn  and  landleat  oder  paacm  ire  pfenbert  nicbt 
vensUbem  k [Ionen. 

(14.)  Di«  in-  und  auslendischen  »owol  geistlichen  als  welt- 
lichen parteyon,  denen  oft  al!  ir  bail  and  wolfart  an  irem  recht 
gelegen,  werden  an  ircm  recht  verkürzt,  indem  die  iustici-  and 
gerichtäpcrsoncD,  advocaten,  procuratores  und  8olliciUtUfr«s, 
denen  sie  ire  gehaimnassen,  originaUchaldbricf  und  inetrumenta, 
welche  sie  ans.<<cr  bczalang  irer  bestallangcn  nicht  gern  von 
banden  geben  ;«Vj,  in  vcrsickten  tenninen  aasgcscbafTl,  die 
schib  können  nicht  ordenlich  genamen  werden,  welchen  bei 
dem  gcrichtsstab  dem  landtsgebrauch  nach  iudicialiter  recht- 
ftterong  dbergeben.  kUnnens  der  Ordnung  und  gebreucbiger 
BoUenitet  nach  abwesig  nicbt  wider  übergeben;  was  E.  E.  L. 
and  gemeinem  wesen  fUr  confnston  and  schaden  erfolget,  wan 
ire  in  onterschidnen  expeditionen  wolpracticierte  and  der  alten 
handlangen  erfame  ofticier  aas  dem  land  weichen  mUsten,  darf 
keiner  aasfllernng. 

(15.)  Weilen  bei  so  bescbafFhen  sachen  weder  bei  R.-ca- 
tholischen  noch  evangelischen  ferrer  gelt  aafzabringcn  und  mit 
dem  blossen  gföll  nicht  zu  erklecken,  ist  E.  E.  L.  credit  nan- 
mehr  gar  erloschen  and  die  granizen  mit  zalung  und  leben  in 
solcher  richtigkcit  wie  hicTor  zu  «rlialtuii  anmltglicb. 

(16.)  Do  man  jetzt  bei  geßLrlicfaeter  tUrkengefar  eilends 
qnalificierK  personen  bei  dem  hriegswesen  nnd  landtsanf boten 
haben  solle,  sein  aach  dieselben  aasgescbafft,  als  wolpracticirte 
me^ci,  Wundarzt,  feldscberer,  feldtrommeter,  pixengiesser,  a«og- 
wart,  pixeumaiater,  pulver-  and  panzermacher,  zeugschlosser, 
plfltner,  pixenhammermeistcr,  sehmid,  sporer,  satler  und  all 
andere  handwerkslent,  auch  personen,  so  sich  bei  dem  profant- 
weaen  nützlich  gebrauchen  lassen. 

(17.)  Alle  Instanzen  werden  jetzo  confnndiri  Neben  E.  E.  L. 
officiern  werden  auch  der  privatberm  und  Undleut  päeger, 
Schreiber,  paedagogen,  mulner  and  diener  aasgescha^;  dcoen 
herrn  und  landlouten  aber  zu  verstehen  geben,  dasa  sie  gleich- 
falU  solcher  ausselmäung    bald   werden  nnterworffen  sein,  als 

10* 


148 


flohon    mit    ßaltliatiai'D    Tbolingor    und    Hausen    Raucben- 
perger  wiasänüichen  landlculun  licsoliehen. 

(18.)    Wie  ilanii  ir,  der  Iiurrti  und  laiidleut,  oder  ir  weiti' 
und  kind,   nlclit  die  begrulinuss  will  zugolasseii  werden,  «s  «ci 
dann  dass   raan  einen  von  den  pfaflen  das  erdridi  mit  Qbor- 
mOuiger  geldscIiHtKUng  erltanfTo. 

Was  nus  einem  and  aridorm  notwendig  erfolgen  muss^  iet 
die  oonsoqoenz  leicht  au  umchcn.  I.  M'  remodirn  billichi  als 
R.  kaieer,  anter  dusaen  Bcliuts  diso  land  sich  beiluden,  als 
liaubt  tcutscber  nation  and  clttstor  des  löblichen  haus  Öster- 
reich, ohne  degifeu  conscns  kain  herrgchaft  diser  Und  fitr  at|^'en- 
thora  kan  verkaaBft,  ergo  vi!  weniger  das  gnnnc  land  in  gofar 
gesetzt  werden,  als  obristor  vormund.'  l.  K.  M'  wolten  den 
landen  mit  einer  schriltlichon  interecsston,  vcrmonen  und  ro- 
commciidation  allergii.  bu  hUf  und  trost  boispringon  oder  darch 
abordnuiig  dcro  anBehlichen  rnth  nincs  oder  mehr  inUndliche 
aliorgn.  Vermittlung  und  remedicrung  Alrkoren  Usscn. 

Die  alte  Instruction  nemcn  die  horm  geunten  mit,  dar* 
aus  warzunemcD,  du«  noch  vor  andorthalb  jar  dise  commission 
durch  die  drei  landBchafll\cn  bcratlischlagt  und  instruirt.  Die 
Bchrcibcu  aber,  so  von  bie  itus  an  I.  M*  und  herrn  gcbaimo 
rftth  llberschiekt  and  was  von  l.  M*  für  boschatd  darauf  errolgt, 
BUr  nacbriehtang. 

I.  V.  D'  intercossionsschreiben  an  die  K.  M*  wegen  der 
reich^hitfsreslantdn,  insonderheit  aber  wegen  orataltang  der 
8l.0(K)  fl.  dem  kaiserlichen  kriegsvolk  za  Agram  ausgeborgte 
profant  d{<m  herrn  Ferdinand  HulTnian  zuczustellcn. 

Diu  ac^hrifTtcn  and  acta  in  di^or  materi  bull  berr  von 
£ggenperg  bcrrn  Hans  Friedrich  Moflfman  übergeben  haben. 
Denen  reichsfUrsleu  niUeston  die  schroiben  unter  der  herrn  ab- 
gMandten  co[>ert  und  gehorsamer  recommendatiun  bei  aigncn 
poten  von  Prag  aus  znegescliickt  werden. 

Die  geh.  lande  habeu  sich  unangosehen  so  hoher  bo* 
sehwprdtni  iinil  hrdrangnnssen  ausser  Undtog»  in  gelt-  und  traid- 
bowilliguiig  Ringelassen- 

In  der  hanbtsobrifft  worden  die  twon  punkt  nit  wol  ktlnnon 
ausgelassen  worden: 


1  Ulor  m  «raU,  wie  iUoa  obtu  ui  Bw«i  SielliD,  vln  SaUlfeU  nigMktU 


149 


I 


1.  d«M  dise  absendoDg  noch  im  Tohgen  lantag  beschlossen 
and  instrnirt, 

2.  da«B  L  M'  die  lande  anf  hievorige  allcrgeh.  anbring'en 
an  I.  F.  D'  gcwiacn,  weilen  sie  aber  a!da  nicht»  erbahcn  kUnnen, 
mQessen  sie  sa  I.  M'  fliebea. 

Dieses  Stück  gehnrt  xweirAllos  %a  Nr.  tlSI  nai  ist  «tn  Aiuxog  tos 
d«r  d«r  rrsper  Lejtstioo  mitfc^gebaiien  Iiutniktlon.  Im  St.  I^-A.  lio^t  noch 
•in  dazugehörig«  i>clirift«ttlck;  ts  Ist  leidor  aucli  nicht  datinrt.  Dxrtii  wird 
g«Mgt:  Da  di«  Q<mui(llon  buher  leider  >o  keiner  Ändieax  geUn^ii  kuitnlcn 
tiad  genötigt  wir«n,  ihr«  BoKbw'«rden  den  geheimen  Bäten  xu  ilber^ftb«]), 
u)der«r*eitB  iber  vranach«n,  duß  auch  I.  U*  dteM  in  KQrae  können  lernen. 
So  QtierreichGa  «e  d«n  bi>if^*cti)oM«Ti«tn  Extmkt  daran»  und  8t«lUn  di« 
Btl»,  die  K.  M'  wallen  eine  Hemedlening  ilirrr  BesohwercTen  rnrnohmrn, 
damit  sifl  alle  samt  Weib,  Kind,  Ueflind  und  andernn  an^ehOri^en  (llaubens* 
peno«8«u  DfH-.b  IJinger  in  ihrem  Vat/^rlande  uiibetrflbt  verbleiben  und  ihre 
althergebrachten  Landeafreibciten  iinbetcUbt  genießen  kCunten  (Kop.,  ebenda).' 


'  In  grXfliob  Wumbrand&chen  Arctüre  mi  Steiaraberg  findet  aieh  in  der 
Uandschrift  29,  8.  1U9  ff.  eiue  schlecht  Oberlieferte  Abhandlang,  die  den 
Titel  fahrt:  tQua€»!iant*,  daa  religioaswcsfin  im  Und  Steter  betreffend.' 
Wie  es  schoint,  gobJsrt  dai  Stdck  in  das  Jahr  1600;  d«nn  e«  wird  dar- 
innen der  Vtou-Q  wid»r  Kandelberger  und  Gahelkover.  «nd  awar  als 
noch  nicht  beendet  erwälmt.  Anitgcschlofsen  ist  es  aber  nicht,  daß  die 
Qtiae^ticnei  schon  I&09  ziuAmmcngc^tclIt  find,  denn  auch  fSr  di^fto■ 
Jahr  ergeb«n  sich  manch«  Ashaltspatiktc.  Uie  Abhandlung  besteht  ans 
(Unf  Teil  BD : 

,Er9tlicheD,  was  die  stlTtd  in  religionssachen  und  dessen  exenitii 
and  gebrauch  ihrf«theil8  beftiegot. 

3.  Ob  ond  was  sie  daher  in  iren  mit  I.  F.  D*  g«wexleten  schrift«n 
der  Sachen  au  ril  oder  »u  wenig  gcthan. 

3.  Womit  Hieb  die  stende  entlieh  raCohten  oonlenticren. 

4.  Durch  was  mtttl  I.  F.  D'  tu  soLcliem  eu  hftwngen. 

5.  Ob  ein  bäpistliuber  conaeos  daxue  von  nfftten  uder  I.  F.  D* 
solliches  ftir  sich  selbst  talva  con«c»en(ia  thuen  khonnen.* 

Die  Antworteo  laoten; 

Ad  1,  Die  Kon  «esst  onen,  di«t  der  A.  C.  gemacht  wnrden,  sind 
kein«  prrpttuae  sondern  meljr  eine  etnmivtmlta  ad  lempiu  gewesen. 
Karl  n.  konnte  seine  £rb«ii  nicht  binden  wallen.  Dio  ProlcHtanteo 
sind  daher  auf  den  ^'uteu  Willen  seines  Nachfolgers  angewiesen. 

Ad  2.  Die  StXnde  haben  an  viel  getan;  sie  bitten  I'"' D^  nicht 
%n  viel  opponieren,  aach  nicht  ao  starka  Worte  gebrauchen  sollen  (mit 
Ai^abe  von  Beispielen).  Sie  h&tten  das  Beispiel  der  NiederOsterreicher 
im  Falle  Opitz  befolgen  sollen.  Priih«?r  satig  man:  Ein« /at«  ß-rg  üt 
HMMT  QM.    Jetst  hoißt  es:    Ach  QoU  im  Umniel,  sieh'  darein. 


1265. 
,Extraet  E.  E.  L.  in  Orain  religionsheschtmhruttgen.'  0.  D. 

Was  die  bisheer  erliteno  religionsbeschwährnngen,  in  disem 
IiJirKof^humb  Crain  fUrgan^^en,  anbelangt,  aU  da  sein:  die  ge- 
waltthiltige  ondtwülirung  dcss  vil  lange  jar  crscssncn  reli^ons- 
exereiti  A.  C,  ausst^haffung  der  cliristlichen  prftdicanton,  ver- 
spörrung,  mit  (jcschUtz  und  pnivcr  zersprengang,  auch  zer- 
schlaipfting  alt-  und  ncuerpauter  kirchcn,  zerreissnng  der 
frej-tliöf,  ausgrab-  und  Verbrennung,  auch  thaÜ»  in  die  wÄJäser^ 
thails  in  die  tieffe  graben  verwerf-  wie  nit  weniger  thails  an 
ohngebtlhrlichc  ürter  widerveracharmng  etlicher  geweaten  ehr- 
lichen fromben  gotsfürchtigen  Icit  ohnschuldigen  halbrerwesenen 
cörper  und  ieichnam.  vcrwöhrang  der  begröbnußsen.  copulationea, 
kindatauftcn,  verkauffung  des  lieben  erdtreichs  und  dergleichen, 
wOlche  nit  alle  zue  erictilen,  dtc  sein  mtt  denen  andern  beiden 
uniortcn  landen  Steyr  und  Kärndten  gemain. 

Allain    was  seit  der  jüin'g)Hten  1.  F.  D'  .  .  .  uberraichlen 
schrilTt  und  dess  darüber  gn.  vertrusten  bschaidts  durch  herm 


Ad  3.  Die  6tXdto  und  Mürkl«  hatten  xu  itiröin  Vorgehen  keine 
B«fu^i«;  B«ibit  ,dic  Stift*  l<tt  niclit  za  nrbAltAn.  Vinllf^icht  k^tnnte  man 
durch  glimpfliche  Mittel  M  duliiii  bricigon,  wie  die  öüterreichGr  nmsr 
MAximillan  II.  bfitianilclt  zu  TCprdnn. 

Ad  4.  Lu^Btinticu  iixcli  auswXrts  sind  niehl  rKtsam.  Der  Kaiser 
werdo  wioder  auf  dvo  Enhenog  weisen.  Mau  mO»«)  gich  mit  Uc- 
Klioidoulioit  au  dvn  Ietc1«ren  neudeii  iiitd  iIcIj  vrcg«n  di»  bitbnriffi^u 
Tor^hoos  enUchaldiKen.  fall«  blc  in  der  Sach«  xu  riel  getan.  Dana 
würden  ric  kilton  mClssAn,  bei  ihrem  Beketintniase  (telaaieo  zu  werden; 
si«  wUidflii  dagegen  sich  ein  mnlircrea  nicLt  aiimaß«n  und  mit  den 
katholiacbcn  Stilndcu  ninig  vorgeban. 

Ad  6.  Den  pii|)it[icbc-u  Konaeiu  fQr  tlch  aalbat  zu  srlsn^en,  ist 
bedenklich;  du  kUnnl«  dar  Landt*»fl1nt  erhaUe»  (folj^cii  Boiapivlo). 
Sollt«  er  data  nicht  xu  bewegen  sein,  so  wire  c«  bitt«n,  daß  üinen 
snlchea,  ,wa  nit  coneoimdo  doch  eannivMido'  bewilligt  werde.  Wird  auch 
das  niflbt  bcnilUgt,  ao  heißt  es,  laideu  und  —  abziehen:  txtavt  m{- 
ffrate  eotani. 

Man  wird  In  der  AblifiiidJun^  wahncboinlicb  eine  Vorarbeit  tu 
flloec  mit  Motiven  vemeboDcn  Eiugaba  an  don  LandcsfOntcu  xu  aeheu 
babMU  die  Ton  eini-r  dem  Hufe  naliestelieudon.  mit  den  Vnrlifiltniasen 
der  Utcren  Zeit  Tertrauteu  Penon  —  etwa  aoi  dem  Kreii«  Kobvnals  — 
stammt. 


151 

bifichoven  xa  Laybach  als  principa)  reliponsreformationBcom 
missarinin  Tor  karser  zeit  and  erst  im  nächstvcrflossncD  inooat 
Novtmhru  auf  fürgebnc  vorberpangne  I.  f.  Verordnungen  wider 
meoDiglicbs  hoffen  abermals  attentirt  worden,  indeme,  das  er 
E.  E.  L.  herm  verordneten  Euegemuetet,  das  sy  der  landtschaSt 
liiTUndte  bUecher  im  landthnas  offnndtlich  zu  verbrennen,  ihme 
gaetwilltg  binansgeben,  der  landtschafft  officir  sowol  die  herm 
nnd  landleit  ihre  sclbs  aigce  beeoldie  dicner  A.  C.  zaegetb&n 
aintwedcr  nrlnaben  oder  aber  der  reformation  underwirfig 
machen  sollen.  Sonaten  und  auf  «rscheinandten  widrigen  fall 
iD  daa  laudtliass  griffen,  der  Iandtscha0l  bQecher  von  dorten 
wegkhgenomben  und  so  wol  gügen  derselben  ofdcir  ala  der 
berra  and  landleit  diener  mit  weiter  obnverscbuntem  crnstlicben 
procediren  verfahren  worden  solte,  und  was  dergleichen  pQnct 
mehrer  gewesen,  welche  dorch  iboe  hcrrn  bischovnn  dainaln 
mit  wcitscliwoiffnndter  langen  aasfUlirnng  angezogen  worden, 
wOlcbe  alle  gar  ein  schlechtes  ansehen  underlassendter  kUnff- 
tigen  peraecutioQ  von  sich  gegeben ;  kau  alda  kUrze  ballier  ohn- 
vermeldt  nit  ambgangen  werden. 

Am  Unucblag«:  ,I£.  l'cbruAr.  Memorial,  wu  b«j  denen  veratoibtet«» 
Ost«rr.  ft&adeo  io  dUcr  G.  E.  L.  lii  Craia  A-  C.  sD^thaaBr  b«rrii  und  luid- 
I«il  nuDCD  herr  Dietrich  frfjhtn  xu  Anervixrg  fUnaetragen  >ti  werben  und 
n  rerrichten.'  Von  demielbcn  Tage  liegt  «in  rrotokoU  vor  (Kouc,  ebenda), 
in  welefaem  Kalnao^r,  Niklas  von  Eckb,  Hans  Wilhelm  Ton  ScliniUenbaura, 
Wolf  von  Eck,  Daniel  (iail.  WuU  EuRclbrecIit  SchrAnklcr  und  Herr  PauU- 
l«oB  diu  Notwendigkeit  der  .Abf^efandlervi*  erklären,  da  ,»icli  b«i  der  F.  D* 
«tni^r  erwüntcht^u  R«»olntion  in  RrligiDuvMctieu  deraeit  nicht  an  rrfr^nen 
Mi'.  Aoch  Mt  .wifwutlich',  daß  I.  F.  D*  tos  atuliodiMhen  Po(«ntat«n  groBe 
Hilfe  «ugflsagt  worden  sei. 


1356. 

Die  Verordneten  von  Sfeiertiuirh  an  die  von  KürtticH  und  Krain: 

teilen  die  Uma*  gugekommene  hodütetr übliche  Resdtttion  in  nc- 

gotio  religionie  mit.    Gras,  160t  Februar  2G. 

(EoDS..  St.  U'k.,  Chr.  B.) 

AntwArt  der  KKrotner  am  i.  Min.  Dank  für  die  Mitt«ilaug.  Hoffent- 
lich werde  Eekh  geneeon.  Uie  Kraiuer  danken  am  12.  März.  Sie  n-erden 
an  Stelle  ran  Lsmberg  einen  anderen  Gesandten  nach  Prag  achicken. 


152 


1257. 


An  äies^eti:  leerden  ffentahnt^  statt  ihres  erhranl'ten  Abgesandten 

einen  anderen  nach  Prag  ahmfcrtigeti  und  ihn  Herrn  von  Stuben' 

berg  tu  adjungieren.    Grat,  1601  Februar  36. 

(KegiAr.) 


1258. 

LamtesßrslUcher    Befehl   an    dm    Burggrafen   von   Klngenfuri 

Bartlme  KJievenhüUer:    Befehl  wie  oben  ettm  18.  Jannar. 

GraSj  1001  Februar  26. 

(Eop.,  Ko^.  UnsiS,  fol.  8fi»— 66'>  n.  fol.  S4^»'.  Q«druekt  Archiv  Ar  riUrl. 
G««h.  «te.  XIX,  A8.) 

,Din  xbgfii^chafFten  und  bni  Leib-  oad  LubcuMiti-Afe  limiilUiertea  Mkli- 
Bclien  EVädikantflit  scliletclien  aicb  in  der  Stadt  ein,  lauren  \oa  llaua  xn 
Uaua,  mkcHen  die  Leut«  von  ihrem  katlivllscheo  Extreitium  abwendig, 
richten  wieder  Schnli^n  an,  p;>rbrnuchen  Hektiichc  GfisXngc  hei  den  Ken- 
duktffn  lind  llr^nrn  hlcrdumh  di«  bereiu  Ri^kchrtfii  <!b«niM>  vs\f.  sie.  (U<^  Hatd- 
•turigeii  in  ihrrr  Vdratncktlmit  statiteii.  Bcfi-h!  nni  Hericht,  wrslialb  er 
•einf^r  dnn  RcligionskommbiijlrnTi  g<>g(>b^n^.^  ZuAng^,  die  Prlldikanlcn  nichl 
wiedomin  in  die  Sladt  xu  lansen,  nicht  DAchj^ekuinmen,  und  nochmaliger 
emBtllcher  BeFebl,  die  Prüdikanteu  bei  Leibs-  und  LebenMtiafo  abiuscliafl'en, 
vridrig^enfalls  an  ihnen  ein  ernstliches  Exempel  stataiert  nnd  ^«{«n  ihn 
Mlbat  strafweife  vorg;cg«ng«n  wtirde.' 


1359. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  an  Stuhenbcrg:  bedauern,  daß 
die  (resandten  xu  keiner  Awlicns  gelangen  konnten  (,und  so 
müssen  diese  hodihcdrangtcn  Länder  Gott  empfohlen  sein'.  Er 
möge  die  Schriß  den  geheimen  Räten  ,sn  einer  Vorarbeit'  itber- 
geben,  (d/er  doch  eine  AudicnJi  zu  erlangest  suchen.  Bedaucnt, 
daß  Edc  erkrankt  ist  wwrf  Lamberg  nach  Hause  reisen  mußte. 
Die  beiden  lAtnde  werden  andere  Mitglieder  senden.)  Grag, 
1691  Februar  27. 

(Konc,  L.-A.,  Chr.  R.|  Orig.,  S  Siegel,  Slubeaberg- Akten,  O^earefonn.) 

8tubenberg  tehrelbt  am  4.  HHr«:  ilaB  *\t  die  Schrift  (Ibericeban  haben. 
Noch  konnten  sie  kein«  Audienz  «rhalten. 


153 


1260. 

Feräitiamd  am  die  VerordmeieH  ZSralMf .-  wW—ji  pe- 
mmte  JVodhosttwiy  alter  tu  den  pMUtUuUüAtH  S^udm  nnd 
Kvchen  gatißeten   Legate,  über  die  er  als  Landesfnrsi  i^ii 

dkpmieren  tcoUe.    ihra»^  1601  Fehruar  38. 

(Orig.  o.  Kop  ,  St.  U-A^  Cbr.  &.) 

.  .  .  Umb  du8  menigUcheo  «risgeos  Till  des  hocbern  and 
otdera  Btandts  personen,  welche  sich  der  cath.  .  .  .  religion  nach 
imn  ugnen  sinn  and  fUmemen  entschUgon,  in  tren  tesUuiicDten 
.  . .  ca  Garen  vennainten  kirohen  und  schneien  mehrerlei  onder- 
BcfaidBche  Ut/ata  und  geschafft  gethon,  .  .  .  dieweilen  Euch  aber 
oorerborgen,  dass  .  .  .  derlei  gedachte  kirchen-  and  schnel- 
exereitia  gänzlichen  abgethan,  auch  hinfUro  in  keinem  este  mehr 
geduldet  werden  kSnden,  wollten  gleichwol  wünschen,  dass 
aolcbe  Watb  and  tettatore*  za  irem  leben  and  absterben,  be- 
Torderist  iren  seelen  eq  trost,  solch  ir  intention  angestelt  hetten; 
docb  aber  und  rebtu  tie  stanltbtu  künden  wir  auch  nit  andter- 
taaseDf  soUicben  Iren  der  abgeleibten  willen,  welcher  von  iuen 
keiner  andern  mainang  den  nur  allaiuig  za  befUrderung  ge- 
maioee  nntzens  angesehen  gewest,  eben  in  solchem  statu  la 
erbalten,  and  da$selb  umb  so  vU  mehrers,  dass  wir  vordrist 
gottea  ehr,  seiner  hl.  catfa.  kirchen  aufncmen  and  der  anschal- 
digen  jogent  and  irer  der  testatoren  naehkonien  rechte  hail- 
aame  lehr  and  Unterweisung,  wclliches  alles  dan  gemainer  nuts 
erfordern,  snechen  and  befurdern  thuen;  dieweilen  aber  nicht 
aimblieh,  dass  derlcy  Ugata  etwo  in  verporgncm  bleiben,  oder 
sonsten  dorch  Privatpersonen  unbillicherweis  usurpirt  und  mit 
solchem  missbraacb  so  wenig  dem  gematnen  nutz  als  inen,  den 
abgestorbnen,  solle  gedient  werden,  dahero  haben  wir  orsaoh, 
Each  hicmit  gii.  za  vermohnen,  dass  Ir  uns  in  »pecie  wollet 
berichten,  wer  und  wel liebe  legata  gethon,  aaf  wie  viel 
sich  dieselben  erstrücken  and  wie  mit  soUichcm  gehaosst 
wierdet,  wie  Ir  ans  dan  dieselbige  aach  ordenlich  ein-  und 
zagamenbringen,  dann  Ir  beyncbcns  dessen  auch  vergwosst 
sein  sollet,  dass  wier  solliche  legaia  änderst  niergent- 
hin  dan  za  befttrdernng  der  ehren  gottes,  der  testatoren 
erben  and  nachkoroen.  alswol  gematncm  vatterland  selbst  zom 
besten,  aozalegou   and   damit  also  zu  disponieru  gedänken, 


IM 


wie  wir  als  lierr  und  landtsftirat  solchee  von  rechtswegen  sn 
Ihnen  ^ct«n  fueg  nnd  macht  habeo.  .  .  .  Grats  den  letzten 
Ftbruarii  im  KiOl. 


Ferdinand. 


W.  Jöchlingcr. 


Ad  mandatam  Ser"'  domini 
archiduois  propriam 

A.  Kribenikli. 
(8ieg«I  auigfidrOckt.) 


Am  «aBwiriigvn  Rande:    .beveteb   pnacto   kircliflii-   und  schnellqgola, 

(liosclbaii  geD  bof  xuafHicißciem.' 

1261. 

Sigmund  Friedrich  Freiherr  von  Herhfrstein  an  Georg  Herrn 
von  Siuheiihcrg  auf  Knpfenherg:  vernimmt  mit  aüen  anderen 
evangelischen  Glaubensgenossen  mit  tiefer  Betrübnis,  daß  er  in 
der  mit  christlichem  Eifer  auf  sich  gettomtncnen  Lcgution,  durch 
die  man  ,eine  xeirklidtc  Wiedercrquickung  des  bctriibtcu  Vater- 
landes erhofft  hü>e',  so  unverhofft  aufgewogen  werde.  Da  man 
nicht  ziceifip,  daß  er  sieh  als  getrettes  Afit^flied  unserer  Religion 
ertceisen  werde,  so  tcerde  er  in  der  Sadie  das  Beste  n*  (mm 
trtssm.  In  uas  für  wichtigen  SacJien  I.  F.  D*  den  geheimen 
Hat  und  IlofmarschaU  Jalioh  Freiner  an  die  K.  3/"  gesandt 
hahe,  das  werde  er  selbst  detn  Herrn  vertraulich  rti  eroffnen 
nicht  xtnterlassen.  Oebe  Gott,  daß  der  Kaiser  die  tceit^ussehen- 
den  Sachen  tvohl  beachte  und  sich  gnädig  resolvicre.  Von  dem 
hiesigen  uhlen  Stande  wäre  noch  viel  im  berichten,  was  aber  erst 
mündlich  geschehen  kann.    Gras,  1601  Februar  28. 

(Ort;..  8t.  L.-A.,  Btubenberg-Akten.) 

1262. 

Ferdinand  II.  an  alle  naehgesetsten  Obrigiccitcn:  Gencrahnandat, 
betreffend  die  Aussdiaffung  der  evangelischen  Prädikantcn,  Prä' 
eeptoren,  Schreiber  und  Schulmeister  aus  allen  seineti  Erbländcm 
und  Inhibierung  aUer  ihrer  Exereüien.    Gra#,  WOl  Märe  1. 

(Kop.,  L,-A.  Rrain,  Fmk.  II,  biA  iinil  ^rdriickt  AboniiftMa;  Kopp.,  £t.  L.-A. 
ad   1A98,  Snuinger,  fol.  64»— .'iIVO;    Ko>l.  Line  4»,   fol.  8C— SS  u.  S49— 3&0.) 

Wir  Ferdinand  .  .  .  geben   oacb  .  .  .  za   erkennen:    Ob 
wir   woU   vor  disem  ■  ■  .  allerhiy  hailiuiiuen  reformalioneu,  ord- 


ntUf^n,  special-  tind  generalmnndAt  ftirneniea,  aasgoliun  imd 
Bondurlipliftn  Rli«r  vom  -/.welflVn  tug  A\/>v:mbvie  negstviirfiosanoo 
iars  pabiiciern  lassen,  and  dariDnen  andtcr  andern  diss  lauter 
statairt  and  gesetzet:'  zum  fall  «ick  hinßiran  atntger  $eetiacker 
prr.dicanl  oder  vermainter  lehrer  understeken  wurde,  tein  exer- 
eitium  haimblick  oder  offeiUlich  tri  heywesen  der  hurgeVf  poHren 
oder  undtertkanen  anzustliUen  umi  zu  kalten  oder  denselben 
ihre  vermmnU  sacranunta  und  andere  geistlicke  offina  zu  ad- 
ministrieni  und  ine  dardiirch  ihrer  falachnn  lehr  nuhengig  zu 
machtrij  auch  dnrdurch  aUo  dvJien  ordenlichen  catholiichen 
aeeistyrgern,  pfarrem  und  beneßciaten  an  ihrefi  rechten  eintrag 
eu  thu^n,  das  sodarm  ein  jeder  predieant,  er  aey,  wer  da  icölle, 
aUpaldt  ipao  facto  ana  allf^i  unacrn  landen  gänzlichen  und 
aUo  abgeachafft  und  bandi*ieri  sein  solle,  da»  zum  fall  er  uher 
aollich  aussckaffung  und  bannung  ferrer  in  unaem  landin  und 
gepietten  hetrelten,  der  oder  dieeelhen  nit  allain  mflyhlichiaf  zu 
Verhaftung  gebracht,  sondern  auch  mit  emetlicker  leibes-  und 
geltshestraßung  aoicol  gegen  iren  aignen  peraoncn  als  derselben 
reetptatoren  und  denen,  so  »ie  hierüber  auffhalien  wurden,  ohn 
alles  verschonen  atraeks  mit  alUm  ernst  und  der  acherffe  nach 
verfaren  werden  solle. 

Dieweillen  wir  aber  seitliero  Dicht  ohne  sondere  betroob* 
noss  von  denen  Ordinarien  und  iren  uodtergebenen  cat bolisch en 
wahren  hirten  und  seolaor;;ern  sonder  auch  in  ander  wo;;  ein* 
gezognen  gnnegsamen  knndtscbaftcn  sovil  in  selbst  aigentUche 
wiasenschafft  {gebracht,  wie  ermclte  seelische  predicanten  un- 
geacht  ermelter  unserer  ausf^^anguen  mandaten  in  iren  ver- 
meeaneo  ange mästen  geistlichen  acten  und  exercitien  immer 
fortforen  and  ^rassiern,  ja  auch  gar  diejenigen,  so  wir  in  apeci« 
aus  unsern  erblanden  bey  betroeter  hober  peen  geschafft,  aint- 
weder  nicht  davongezogen,  sich  ein  kleine  weil  verstockt, 
nacher  wider  herfür  gekrochen  oder  doch  wider  zurnck  in 
unsere  landt  und  ort,  daraus  sie  relegierl,  verfieget,  alda  das 
schädliche  gUfft  ihrer  falschen  lehr  in  haimbllchen  and  offnen 
predigen  wider  hefftiger  als  je  zuvor  undtttr  das  arme  völkl 
gegossen,  demselben  auch  ihre  vermainte  sacramenta  und 
andere  geistliche  ofßcia  administi-iei-t,  dardurcb  sowol  die  hie- 
vor  verfttrten  armen  leuth  in  Iren  irthumben  cesterckt  als  auch 


Die  kaniv«B  Zeilen  Bln>d  in  Sfltaingnr  und  KtyA.  Uns  untcntriclien. 


156 


diejenigen,  welche  beraith  sich  zum  cathoUschen  ainigea  schafT- 

Btall  Christi  zu  trotten  erklUrt,  wider  ahpcwendt,  den  eathoti- 
Bchen  prieatern  an  ireti  urallteu  woll  eraessnen  rechten  und 
Gerechtigkeiten  mannigfaltif^e  eintrug  mit  kindertAnffen,  copn- 
liemng  der  eben,  vermainten  beichtbüren,  comraunion,  begreb- 
nusaen  nnd  dergleichen  ohne  allen  Bcheoch  gethan,  ja  aacli 
wider  die  hocho  geist-  und  weltliclte  obrigkait  olin  alle  roverenz 
vil  BtraflfineBsige  calamnien  ausgegossen,  anch  den  gmainen 
mann  woll  zam  nngohorsam  gegen  iren  ftlrgesetzten  geißt-  und 
weltlichen  herrn  angeraitzet,  so  haben  sich  auch  etlicher  landt- 
leath  praeceptorn,  Schreiber  und  sonst  in  gemain  vil  scbael- 
maisler  gleich  müssiger  acten  (und)'  exercitien,  wie  die  prcdi- 
oanten  ein  zeithemm  uuetnilliger  weiss  angemasst  und  under- 
standen. 

Dem  allen  nach,  damit  wir  sambt  unsem  getreuen  landen 
und  leuthen  diser  vilfeltigen  beschwärnngen  und  unhails  ainsten 
entledigt  und  geilbrigt  sein  mächten,  so  ist  biemit  unser  ernster 
bevelch,  das  alle  diejenigen  predicanten  and  lehrer,  praecep- 
toren,  sclireiber  und  schueliiiii.ister,  sc  der  heiligen  cathulischen 
römischen  religion  nit  anhengig  sondern  sectiFicb  sein,  sie  halten 
sich  nun  anfT  in  unsern  landen,  an  was  orth  und  enden  das 
immer  sein  mag,  in  Btetteo,  gschlöBsern,  mttrkten,  dcfrffern  oder 
housern,  niergendta  was  aiisgenomuien,  von  publicierung  dises 
nnsers  generals  an,  strags  der  Ubuog  allerlay  irer  verraaiuten 
geistliehen  esereition  and  acten.  auch  schuelhaltons  enthalten 
und  volgendts  auch  innerlmlb  acht  tagen  hey  verlierung  ihrer 
haab  and  gUeter,  leib  und  leben,  aus  allen  unsem  erblanden 
erhoben,  dieselben  auch  auf  ewig  bcy  exequirung  diser  straff 
meiden.  Nicht  weniger  solle  auch  derlay  socten,  andern  fromb- 
den  predicanten  und  anderen  personen,  wie  droben  vermelt, 
von  neuem  hereinzukommen,  bey  ermeltor  straff  eingesagt  und 
verhotten  sein.  Und  ist  dem  allen  nach  an  all  und  jede  unsere 
nachgesetzte  obrigkaiten,  landtshaubtlculh,  vitzdomben,  haubt- 
leulhen,  ihre  Verwaltern,  landleuthen,  burgermaister,  richlern, 
auch  stetteu,  raRrkten,  gmainden,  landtrichtern  und  sonsteu 
meniglich  aaaor  orustlichcr  bcvelch,  ob  disen  unsern  gcncraln 
stät   und   vest  zu   halten,   darwider  nit  zu  thuen  gestatten,  in 


Hier  ist  eiu   Loch  in  dem  mir  Torlivfrenilan  gedruckt«u  BonorKle.     Er- 
gänzt Dich  den  auideren  8t(\cken. 


1&7 


minig;  weiss  noch  weeg,  als  lieb  einem  jeden  seie,  unser  echw&re 
■ngiuid  and  straff  eh  vermeiden,  sonderlichen  aber  sollen  uns 
diejeni^D,  so  otfi  berUerte  sectiscbe  prcdicanten  und  der- 
gleicben  personeu  als  oben  bertiert,  disem  verpotl  zuwider, 
weitter  aufhalten,  receptiren,  ihnen  ainigen  fUrschab  oder  under- 
Bchlaipf  geben  und  ihren  exerciiien  beywonen:  neben  den  sie 
unser  gnad  verwirkt,  auch  in  ain  peen  als  nemblichen  zechen 
march  Ictigs  goldts  so  ofTt  sie  darwider  Uietteu,  ad  piat  causas 
oder  dem  gemaiuen  Tatterlaodt  in  anderweeg  su  guetem  anzu- 
wenden  verfallen  sein.  Das  mainen  wir  ernstlich  und  bescbiccht 
auch  daran  unser  entlicher  willen  und  mainang.  Geben  in 
unser  statt  Oräts  den  ersten  tag  Martii  im  IBOI""  iahr. 


Ferdiuaud. 
W.  Jöchlinger. 


Ad  maudatam  Ser*'  domioi 
archiducis  proprium 

Ä.  Kribenigh. 


-fD«rwcg«D  (d.  b.  aas  Anlaß  dies«  Dekretes)  ans  denen  landleatheti 
liardt  TOD  WtIdeDitctn  der  «rat«  ut  dnrdi  den  caminerprucuratoreu  er- 
tOMbt;  dorcb  decret  deu  3.  MaHii  l&Ot  («ch«  dort)  Ii«l>en  I.  F.  D'  den 
landlenten  A.  C.  jtfrprinuin  rUtfilium  m  coit*a  rtliffioni»  g«bolten.'  (Jtbrb. 
fOr  Oeadi.  dea  Protevtantiamaa  in  Ovterr-  XXI,  74.) 


1263. 

Eriheriog  Ferdinand  II.  an  die  Verordneten  von  Kärnten :  itw* 
die  Beselitcerdeschriß  vom  22.  Not^emher  1600  mit  RücJcsicht 
darauf,  daß  er  schon  vordem  seinen  WÜlen  entde-ckt.  eurOck 
und  hmniicortet  nur  die  noch  ,restierenden'  Funkte.  Grat,  1601 

Märe  3. 

(Kop.,  8t.  L.-A.,  Chr.  R.) 

Diese  Pankt«  betreffen  I  ,die  Aosscfanfftinp  der  ca  KlaKcnfurt  wobnen- 
d«n  B&rg«r»cbafl',  2.  ,die  erbaute  rermeitite  neno  Kirche',  3.  ,don  Fall 
Citriltopb  SiebenböTfier'  ai>d  4.  ,die  Emlieferun^  der  Steuerrntanten'. 

In  beiQ^  auf  Punkt  1.  wird  den  Absiebenden  der  Termin  1>ii  Jakob! 
prolovifion,  daß  sie  Zeit  haben,  ibreu  Besitz  lu  rerflnSem.  S.  Soldie  .neue 
Gehfla',  die  der  katholischen  Kirche  Eintrag  tan,  werden  auch  an  anderen 
Orten  niclil  geduldet.  Man  .dcstniiero'  aus  Onadc  die  Kirctia  nicht:  da- 
gegen mSgen  die  Laudieute  aie  nach  katholisch  cm  Ritus  weihi^a,  mit  katho- 
liKhen  Pnestom  venehen  und  eineu  kathoÜBchen  8pitalmeijter  eiiiietien, 
damit  wire  dt«  Sacke  beiderseits  geordnet.  Es  gib«  kein  widriges  Exvrcüium, 


158 


denn  mui  wlne  ohmedies,  daß  er  din  PrSdikaiiteo  und  Ihr  SxwvUinm  nicht 

duitl«.  3.  Christopk  Siebentifirger  ist  von  ihm  xur  Zeit  dar  AuowLiifruag 
nicbt  «Ib  Laudmaun  snge^ebeii  worden.  Sollt«  er  ««  schon  (fewNeo  ud«I 
nicbt  «Mt  i»i  prarjutjicium  tuxttrait  rf/oraiatii/nü  g«v-(irdrn  seic,  »o  wird  ihm 
^bnhrlicher  ikuicbeld  erfolgen.  4.  I>ir  Restanten  mllsscn  bcrping^brachl 
«rerdea.  D«*  Ist  anch  teln  Wille,  na&  aber  niU  Einslelmng  Ar-r  Gültm 
oud  Ot1t«r  ancli  die  »pirüuniia  und  ,^atirte'  Qalti>Kdi<!n&t  in  eino  ,nnns  nttd 
fremdfl  Ileltgion  mutiert  werden  anllf^n,  kOnnlo  er  nicbt  diildun'.  Hat 
BiebenliUrger  ,die  au«stÄndLge  Steaor  vim  diBdei  hen^cU  Utllten  gemeinem 
WMon  xuDi  SeftCen  beaahlt,  so  soll  er  wider  Lundeabrancli  und  Pfiindung»- 
ordaung  —  docli  oho«  prarjttdido  der  Oeiiitlichkeit  ~-  nicht  besahwert  werden'. 


1264. 

Ershergotj  FeriUnami  nn  die  Verordneten  von  Steter:  Sesolutiö» 
übet  die  Heplik  ihr  dn-i  Länder:  nmst  die  Eitigaben  wegen 
FrnsteUung  der  J^eligion  und  Axtfliämng  der  landesfürstlidien 
Resolution  vom  12.  Niyvetnher  JÖ99  suräck,  tnddt  und  Pcrhietet 
den  Hekttrs  o»  das  Reich  und  erMarl,  in  Sachen  der  Begräbnisse 
sei  nur  der  Ordinarius  kompcletU.    Groß,  1602  Mars  3. 

[Otig.,  L.-k.,  Beform.  Ib98.) 

Edl  ...  Als  ans  noch  am  24.  Februarü  verschinen  iars 
von  den  dreien  der  lande  Steyr,  Kliärndten  und  Crain  der 
A.  C.  znog^ethonen  herm  und  landtloutlicn  ain  ...  atibrlngen, 
welches  zwnr  auf  unser  noch  vom  letzten  monnts  Äpr'dis  annn 
im  90"'"  gonomtiiic  hanbtrcsohitioa  gestölt  and  schlllessliplion 
mit  hüchstem  verlangen  und  contestiern  umb  gciitzliche  frey- 
«töUung  der  religian,  wie  auch  in  »iner  andern  schrifft  von 
gloichmcssigOD)  obgcmciten  dato  amb  aufhilbung  anscrcr  vom 
12.  Nm^embrif  obgemelten  99''"  iars  ausgangtier  general  anderer 
ftlrgeloffner  cxecutionrn  und  zuclassung  der  begrebnuäscn  geh. 
gebetten  worden,  haben  wir  baide  schriflnten  der  lenge  nach 
abgehiirt  und  verstanden.  Und  wie  wir  nun  mit  diser  unserer 
resolution  darüber  bishevo  allweil  verzogen,  sollicbe  auch  noch 
daruiubeii  zu  ertbaiUen  ganz  unnottwendig  befunden,  soite- 
malleii  in  aoüielior  sehrifft  zu  gnucgsamber  widerleg-  oder 
grilndtlicheri  ablainung  gedachter  unserer  liaubtresr^luttun  nichtes 
wichtiges,  erhäblichea  noch  bcf'ucgtes  fUrkliomben,  so  haben  wir 
dise  unsere  erclürurg  allain  aus  disem  bedenken  dennoch  Euch 
eröffnen  wollen,  damit  Ir  etwo  in  beschehenden  stillschweigf^n 
mit  aiuicher  ooacesüou,  als  ob   wir  diBB  oder  jeues  gestatten 


I 


* 


wehen,  m  gebrAachen^  wie  daneben  kos  obennelter  unserer 
haabtreeolatioD  weder  nach  dem  paechstaben  oder  rechten  ^er- 
standt  .  .  .  TersUnden  werden  kann,  dass  wir  anf  dtscn  wcog 
und  meinimg,  wie  man  andenten  thnet^  nnsem  underthonen 
den  schätz  des  R.  R.  gestendi^  wäron  nnd  sie  etwo  dannen- 
hero  daielbsten  schätz  and  schinnb  za  saechen  vermainen 
mochten;  dann  alswoll  suUicbeä  der  Vernunft  selbst,  abu  ist  es 
aacfa  nnsero  nnd  des  I.  bauses  Österreichs  wissentlichen  frej- 
baHeo  entgegen.  Umb  sovil  wenigpr  nun  khünden  wir  die  in 
■db^iM'  Schriften  anm  beschlu&s  angcdcütc  behülligang  bey 
L  E.  M',  die  auch  daraof  mit  abfertignng  der  gesandten  im 
werk  aelbat  gevolgt,  nicht  billigen  oder  guetheii^sen. 

Derowegen  wir  Euch  ...  nit  verhalten  wollen,  dass  wir 
ea  .  .  .  nochmallen  ainmall  for  alle  aeit  .  .  .  ongeacht  dem  ob- 
ermelten  der  herrn  nnd  laadlcatli  darnl>er  unnutt wendigen  . .  . 
einwendongen  .  .  .  verbleiben  lassen,  mit  disom  gn.  .  .  .  bcvelch, 
das»  Ir  .  .  .  uns  hinflLran  anbebölligtor  lassen  nnd  in  diser  ma- 
teri  Hlr  allzeit  tiUntium  halten,  sowoU  such  .  .  .  Eares  thails 
abgesandte  von  I.  R.  K.  M*  hofie  wiJerumb  .  .  .  abfordeni  sollet. 

Darbey  dann  dises,  was  der  begrebnussen  halber  gemeldet 
wirdet,  Euch  auch  ait  verhaiten  sein  solle,  dass  es  ain  sach, 
welche  nicht  für  uns  sondern  fümeniblich  dem  ordtuarium  ge- 
hörig und  wir  in  discm  so  wenig  als  dem  nbrigen  was  bewil- 
ligen oder  consentiren  sollen  oder  khönden.  .  .  .  Oeben  Orttts 
den  3.  tag  .  .  .  Martii  im  1601.  iar. 


I  Ferdinand.  Ad  mandalum  Ser*'  domini 

archiducis  proprium 
W.  Jüchlinger  m.  p.  A.  Kribenigk. 

^  OUichlaatend  an  dir  Vcronlnetcn  toh  Kirnten  ^Kop.,  St.  L.-A.,  Clir.  B.). 

Du 


1265. 


Die  Verordnete  von  Kärnten  an  die  von  Steiermark:  bestätigen 
rfn»  Empfamj  ihres  SeJtreibens  vom  36.  F<;bntftr  ctTtschh'eßikh 
fier  LaHdUigs9£hrifien,  können  mit  StiÜMhweigen  nicht  hingehen 
kosen,  daß  L  F.  D^  tick  für  den  obersten  Gerhaben  der 
PupHlen  intituliere  und  nach  Gefatien  den  Fapillen  Gerhaben 
aufdränge.  Kon  Eckh  m  Prag  sei  i/t;ien  noch  nidit  gemeldet 
worden,   daß  er  ettea  kranhiteii^halbcr  der  Legation   nicht  eu' 


160 


warten  könnie,  daher  icdlen  sie  mit  der  AbsenduTuf  eities  anderen 

Gesandte»  n*warte^.    IJtrcn  Bote»  )uiben  sie  gleich  uMh  Laiback 

tceiter  gelten  lasten.    Klagenfurt,  Xdöl  Märe  4. 

[Orig.,  8t.  L.-A.,  Chr.  ß.^ 

Die  Veronlnet«ii  von  Krain  antworten  (Ori;.,  cli^ndt)  an  IS.  MSrx: 
D«  am  19.  ein  groBur  Ausschuß  aligi'EiAlIßti  werden  Holl,  wnrdcn  nie  nicht 
untcirl2u%soti,  an  Laiubsuhs  Stelle  Ilerru  Willielm  QallRf,  mit  *Ieu)  man  schon 
verhandelt  liabe,  absaordneD- 


1266. 

L<mdcsßrstJicJicr  Befehl  an  den  Ertpriesier  von  Oherkürnten 
Anton  Siromayer:  die  von  VdheJt  und  die  Inivohner  der  Herr- 
schaft und  des  LandgericJties  0herf(dketi3tein  an  die  vor  einem 
hallen  Jahre  ergangenen  Generalieti  zu  erinnern,  denen  sie 
bisher  niefit  nucJigvkommen.  Ernetiernng  des  Befehls,  iver  in 
der  gegebenen  Zeit  diesem  nicht  nachkommt,  verfällt  der  fcstge- 
seteten  Strafe,  Die  SchAte^ing  des  Vermögens  hat  Montag  wacA 
Ostern  zu  geschehen.    0.  0.  3601  Mars  6. 

(Kop.,  Vcllach«r  Akteu,  Bcfurtn.  u.  Ofgenrerorm.,  Rudolfin.  KUgonfnrt.) 

Von  der  F.  D*  Herrn  herm  Ferdinanden  ertaherzogcn 
EO  Osterrßicli  rAth  und  stattonwalder  zu  Gmllridt  herrn  Aii- 
thoDiCD  Strotnayr  von  Eberowo  der  hl.  achrift  liccnciateUf 
thamherrn  aue  Wien  und  Biesslaw  boclif.  Salzb.  rath,  erz- 
priester  in  OberUärnten,  aocli  pfarr-  und  kürcliliiorr  zu  GemUndt 
und  Vellacli  allen  und  jeden  bürgern  und  inwohnern  des  f. 
markU  Vcllftcli  unH  den  allen  in  der  lic-rrscliaft  und  landgcriclit 
Obern -Falckhenstein  aizenden  oder  anderewo  angeses&nen  und 
daliin  geliürigon  underthonen,  wem  die  auch  mit  grundberr- 
sclinft  zuogehörig,  kainen  llberall  ausgenommenj  biomit  anzu- 
zaigeuj  sy  wissen  bicH  guelennasaen  zu  erindern,  was  I.  F.  D'' 
unscrs  gn.  licrrn  und  crblandsfUratcn  liocli [üblichen  rabtcn  und 
religionsreformalionscomraissarien  inen  noch  vor  ainem  halben 
iar  der  catholischcn  boieht  und  communion  halber  auferlegt 
worden,  das  sy  »ich  nftmblich  zue  derselben  inner  zwayen  mo- 
natcn  gehören mblicheu  einstellen  oder  bey  verlierang  haab  und 
goet,  leibs  und  Icbens  aus  allen  höchst  gedachter  I.  F.  D*  erb- 
fUititenthuinben  und  landen  mit  hindei-lassutig  des  zehenden 
pfenigs   ander  der  zeit  gänzlich   begeben    sollen,    welches    zu 


161 


vollzieh«!!  8;  aiDen  leibliclmn  a^d  zu  gott  olTentlicben  g^lnistet 
and  die  bcatrafung  des  mainnids  wolormeltcn  licrrn  Qrtxpricstnr 
von  hochged.  herrn  f.  commi&sarlen  suegeaprochen  worden. 

Wo  nun  aber  der  angeactzte  terniin  (Ur  zwaier  nionaten 
schon  drey  top«lt  vorüber  und  sich  di&es  irea  gelübts  und 
aidsohwars  ir  wenig  erindert,  das  sy  den  geliorsamb  gelaistet 
oder  sieb  wUrklichcn  aus  allen  der  F.  D*  Uiidon  begeben:  &o 
webr(n}  solche  derowegeii  nit  nllaiti  mehrgedachten  herm  erts- 
priester  des  mainaids  und  gelubiibrecbiiiig  liHlber  in  straß*  (die 
er  ime  aio  weeg  als  den  andern  wd  vorbehalten  haben)  sondern 
anch  der  F.  D'  mit  leib,  leben,  ehr  und  guet  verfallen.  Dar- 
über ob  wol  herr  erzpriester  weder  von  der  F.  D'  scll>er  noch 
dero  löblichen  reform ationscommistiarien  kainen  spccIalbeTelch 
bat,  inen  ainigeu  weitern  termin  anzescLzen,  sondern  vilmehr 
ihres  angeharsambs  und  der  verwllrkton  straff,  die  F.  1)'  urab 
exequirung  zu  berichten,  so  will  er  docli  biemit  zum  llberfluss 
in  hoffnung  solchem  bei  hocbatcrnieltor  I.  F.  D'  anderthenigiiit 
zu  verantworten  (des  den  ungehoraambcn  zu  mehrer  straf  ge- 
raichon  wUrdct)  inen,  burgern  und  inwuhiiern  deB  markte,  auch 
allen  undertbonen  und  gericht  Falckenatein  angesessenen  ho- 
wol  catholischen  als  denen,  die  bisher  den  seeten  und  zerrit- 
tnngen  in  glaubenssauhi^n  angehörig,  die  vorhanden  weaendc 
hl.  »eit  des  bittcm  leidens  und  Sterbens  auch  frölichen  urstend 
Christi,  in  welcher  sich  ohne  d:i.8  ein  Jeder  christ  mit  gott  durch 
wäre  baess,  beicht,  reu  and  laid  über  seine  sllndt  und  em- 
pfahuug  des  h.  altarsacrament  zu  versüneu,  bei  straf  des  geist- 
lichen paus  schuldig  ist,  angesetzt  liabcn,  iu  welcher  zeit  sy 
sich  sampt  weib,  kindcr  und  liaasgesind  alten  catholischen  löb- 
lichen gebrauch  nach  bei  der  kircbon  mit  der  beicht  und  com- 
roonion  einstellen  und  die  gehorsamen  von  den  pricstcrn 
mit  namen  verzaichnet  und  der  F.  D*  überseliickt  werden 
sollen.  Die  aber  discs  über  so  vUfcltig  getragene  gedult,  an- 
gesetzte tennin  und  bievor  gethone  aidschwur  nit  laisten  wüllcn, 
die  werden  die  schiitzting  allea  ires  vermOgcns  liegender  and 
fahrender  guetter  st-liriftlich  verfassen  und  montags  nach  Qnasi- 
vutdoijeniti,  d.  i.  acht  tjig  nach  ostern  herrn  ertzpriester  im 
pfarrhof  Vellaeh  überantworten,  aolle  inen  dorUber  der  sehende 
pfoiiig  nebeu  straf  des  mainayds  geschöpft  nnd  zu  crliegung 
desselben  auch  abzug  aus  ir  F.  D'  erblauilt  und  furbteulhumbou 
seit  benent  werden. 

raattft.  n.Aht.,  B<l.  LX.  11 


162 


In  widrigen  ober  and  welche  sich  wie  gemelt  in  diser 
zeit  mit  dem  gehorsamb  nit  einstellen,  auch  bei  herro  ers- 
priestem  mit  irer  fetter  schUtzun^^  nit  anmelden  wurden,  die 
sollen  der  F.  D'  de  facto  betrottenuiissen  mit  leib,  leben, 
ihr('?j  haab  und  gnet  verfallen  sein,  dero  auch  alspald  znr 
execution  namblia)\  gemacht  werden.  Wie  es  nun  herr  ertz- 
{iriester  vätterlich  christlich  und  gaet  vermaint,  also  will  er 
mennigliclicn  und  jeden  inaonderhait  treulichen  ermant  und 
gebeten  haben,  ir  ewig  und  zeitlich  hall  in  acht  ze  nemen,  den 
gchuldigftn  i^eliorgamb  ze  laisten,  in  unser  gottseligen  frommen 
Voreltern  fueaastapffen  zu  tretten,  die  alte  Strassen,  den  weg 
des  hails  zne  wandlen,  den  von  hl.  aposteln  durch  die  ganze 
Welt  aiiegebraiten  niemals  undergedruckten  glauben  zu  amplec- 
tiern,  dowetl  wir  also  in  geist-  und  zeitlichen  friden  under  den 
schatK  (lc8  allerclirl»t]ichgten,  hochlöhlichisten  und  in  glaubcns- 
Sachen  bestandhaftigistcn  haus  Osterroioh  hie  zeithch  leben  und 
mit  dem  frommen  fursten,  ansern  von  gott  fnrgesetzten  hohen 
geistlichen  und  weltlichen  obrigkeiten  die  ewige  cron  der  Selig- 
keit erlangen  mögen.    Amen. 

Den  6.  tag  Martii  anno  1601. 

In  matyine:  .Befclctiubiiclirlfll  wegfü  der  mllgtan  vuu  herrn  err- 
priestar  %a  <iemuiidt  an  die  burger  >u  V«Uacb  und  all«  AngcM>ssanen  der 
berrftcbaft  Valcklieostain.* 

I2fi7. 

,(M&rtii)  7.  Sein  wir  aufyfihrochen  und  mit  Herrn  OebaudUt 
unserem  miicoUtya  unserer  R.  R.  c(ymmission  nach  Radtmanns- 
torff  und  Ober-Crain  bis  auf  die  Khürncrische  conßn  glücklich 
furyKnommeH,  auch  voilbradit  und  erst  den  22.  Alartii  auf  Obern- 
bürg  kommen,  tceil  herr  Cobensel  in  Kärnten  verrtüset.' 

(Chrom  Kalender,  1.  c,  8.  t».} 


1268. 

Aus  deti  Artikeln  der  Lederergunß  im  Mürx-Zeü'AfieHxtale,  w 

MUrzsuscldag   und   KrieglaeJt.     Miirszuschlag,    IGOl   Märe  10. 

(8c.  1a*A.,  Speitialircliiv  ilOrtznacfalafc.) 

,7.  Am  Front plchnamitago  boIIcu  die  Lcdcriu'  xu  Kiiidbvrg  den  llimtDel 
Uagen  und  nucbvo  1as«oii. 


163 


a.   Der  Gott«M]ieo«t  iit  Mcb  katboluchem  Bito«  m  htltmn.    fit.  P«t«r 
Ba4  Paal  stsd  ihr«  Palrone.* 

la  dienn  Kna«  «r«rdeo  Bon  alls  Zanflordnan^n  peKuderi, 

1269. 

Ferditumä  IT.  an  Bartlme  KhcvetikilUer  mh/J  die  Trrordnrim 
vom  Kärnten:  Scharfer  Vertceis,  teeil  sir  sich  in  bczng  auf  die 
ßurdtfiihrunif  seiner  Befehle  auf  die  LaHiUchtft  als  auf  ihre 
Berten  henti*e%.  Die  BefeMe  «eien  HnvergügÜck  durchMfÜhrc». 
Gnu,  1601  Märt  10. 

(Kopp..  8t.  L.-A.,  Kod.  Lini  43,  fol.  ^•^.    0«draekt  Arekir  fttr  T«tcrl. 
GoMh.  ete.  XIX,  SO] 

1270. 

,10.  dits  tMartii)  isi  die  ajfitapog  tu  Badmattstorff  erschröck- 
licher  weise  gleich  sab  crepuaciUo  noctnrno  mit  puher  lersprrttgt 
und  rolgcuds  angetinäet  worden.  Das  pulrer  hui  stork,  hoiser. 
erden,  gemäar  und  woU  mehr  eUs  viereeHntnige  stain  in  aüe 
hoch  und  weyte  herumhgeworfen,  hat  Judd  die  Ürche  S.  üdalrici 
ausgetcor/feri.  Dahey  tcaren  leg  250  personen.  Ist  ngtwandes 
kaiH  legd  wider farc».  Laus  Deo.  11.  Dominica  Invocavit 
SU  Hadmansiorff  die  predig.  Volgwiden  tages  13.  den  commis- 
siansßrtrag  getan  der  burgerschaft.  Omncs  obedientiam  jura- 
Teruiit,  13.  Der  /w««-  und  herumhltgenden  sekiischen  nachbar- 
schafl,  so  in  sehr  grosser  ansahl  furkonimeu,  den  fnrtrag  getha». 
Die  gehorsamen  haben  gesdt  waren.  Die  ungehorsamen  aber,  d€tr- 
unter  einer  GvicacT,  so  per  150  duetUen  in  goid,  item  Juri  Pre- 
Sehern.,  so  per  100  ducaten  in  gcld  gestraft  icorden.  in  die  rer- 
hafiung geihau  sambt  etlichen  andern.  Die  Krupper hammerschmied 
sein  auch  ad  iarainc-ntmn  et  cathoUcae  ccclcsiac  obedientiam 
komen.  Petierunt  parrochiam  engi  ci  parocbam  pcrpctaum. 
Ztcei  sein  bandisirt,  ainer  mit  einem  offnen  Lutherischen  buch 
in  pranger  gesleüi:  ob«divit,  restitutus  est.  15.  Haben  wir 
unsere  sabdclegatos  nach  Cromiau  und  Wcisscnfels  ah  ü.  Jnco- 
batn  Uaamannum,  d.  Scb.  Constantinmn  und  herru  Grimb- 
schÜJien  ohgefeHigV  (IGOl  Märg  10—15.) 
(CbrUnB  Kalender,  1.  c,  B.  18.) 

Cb«r  Aie  (jpj;«nrefonnatioa   an   tlen    f^nanotMi   Orton    netie    Dimits, 
m,  39J  nnd  Unrtor,  iV,  S?(. 

n* 


1271. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  an  die  von  Österreich   unter 

der  Enns:   Mit  der  Religiotisreformation  in  Grat  verfährt  man 

so,   daß  man   auch   die  Landschaftsbedienstete»  nicht  verschont. 

EmpfeMnng  des  ausgetotesencn  Mmikus  Mnithes  Oraff. 

Grog,  1601  Märe  12. 

(Eonx.,  St.  L.-A.,  Chr.  R.) 

1272. 

Georg  Herr  von  Stuhcnberg  an  die  Vrrordiuiten:  Eine  Audiens 
sei  nielU  r«  erlangen;  er  werde  deshalb  die  Schriften  in  die 
Hände  der  Verordnelen  legen  und  seinen  Weg  nach  Hause  nehmen, 
umsomehr  als  Hat  Wilhcbn  Gall  aas  Krain  nocJt  nicht  ange- 
kommen und  Uannibal  v>.m  Eck  mittlenceUc  letgten  Freilag  nachts 
versrJtictleri  ist.  Eine  ausführliche  Relation  üfjer  seine  Gesandtschaft 
leerde  tr  tiach  seiner  Heimkehr  rorlegett.     l^rag,  1601  Mars  13. 

(Kons.,  St.  L.-A.,  6tuLcul>er){ -Akten,  G«geiireform.) 


1273. 

IHe  Stünde  von  Kraxn,  sovid  deren  im  Landtage  versammdt, 
an  Erghereog  Ferdinand:  Der  Laudschreiber  Melchior  Pantaleon, 
den  die  Lanäaehaß  für  seine  dem  Lande  durch  24  Jahre  ge- 
leisteten trewn  Dienste  in  die  Landsmannschaft  aufeunehmen 
gedenkt  und  der  fUr  diese  Dienste  von  der  F.  D  deti  Add  er- 
halten  habe,  ist  mit  anderer*  Lantisehaftsoffi eieren  vor  die  Reit- 
gionsreformatiouakommission  siliert  worden.  Mit  dem  Akte  der 
Erhebting  in  die  Landsmannschaß  ist  innegehalten  worden  bis 
jmr  Erklärung  I.  F.  V,  damit  die  Saehe  nicht  als  contumeUa 
des  Landesfnrsten  aufgefaßt  teerde.  I.  JJ*  werde  gebeten,  den 
Mann  dem  gemeinen  Wesen  eum  besten  eu  erhalten.  Da  die 
Resolution  vcrhcifien  ivurde,  unterbreiten  die  Stände  die  Sach- 
läge  nochmals  /.  F.  D.     Laihach,  1001  Mars  13. 

(Koux^  I^-A.  Krain.) 

Diel«  Angelegenheit  P*Dt«1cona  ond  die  wInerSchn«  «t«bl  sieh  dtireli 
«in«  großi*  R«ibA  von  Jahren.  Wir  gc-ben  ihren  Inhalt  des  Znsammou banges 
wrgen  unter  cinora.  Am  3.  Angnst  1606  residiert  David  Pantalran,  Mel- 
chifin    Sohn,    den    Litiid-ichTfiibeTdicnBt    (Ürig.,    ebood«).     Trola   dor  sciu«Bi 


m 


Tai«r  «Bd  den  Solioea  ge(^b«n«n  Ludnniontctuft  mi  Uim,  da  er  roa 
•einer  Konfenion  nicht  weiclien  wolle,  «o^elra^n,  in  UoiikUfriit  tlie  Erb- 
Uttdc  in  TerlancD.  Am  K.  Aainut  ISOfl  flbcmIchi'Ti  die  Verordaet«ti  tod 
Kfaiit  tiam  lutencuion  aa  den  Kntherxo^  Ferdinand  filr  dia  aDsg«Ml}afft«n 
Offlüer«.  Usidttor  PanUleon  habe  dem  Lande  SD  Jahre  gedient,  «ei  ein 
(gelehrter  politiicher  Manu  und  kson  aU  altersschwacher  MeiLech  nicht  aaltsr 
Land  reiMB.  6#in  Sohn  Darid  «rw«cke  die  grcßico  IloffoiiogeD.  Sein  Ab- 
■Dg  wire  eia  Verlust  für  das  Tribunal  bulitiae.  WajtMrmann  fsiefa«  snia 
S7.  Jannar  16ÜS)  sei  ein  tücbticer  Klnanzinann.  Eben*A  Tanfen^r  (Konx., 
«bcnda.  De^letrhcn  ein  ächreibrn  an  Haiu  Ulrich  Ton  Kgg^nber^}.  An 
9.  JdU  16U7  tehreibt  Andreas  Paradeiaer  au  Ucrwartb  von  Auenperir,  Ter^ 
orda«teD{irittidvateD:  Wenn  in  der  AusBchufiBitanafc  die  Sache  Pantaleona 
Terbandelt  w«rde.  aoch  do*  WaMennanu  and  Taafercr  an  gedenken.  Uau 
•olle  eine  InterreMion  an  den  LaudeafQrsttiu  oder  den  Bischof  richten,  sie 
«enijfsteas  so  lange  im  I^ande  xn  lasaen,  bis  sie  mit  ihren  Kechnungen 
fertif*  seien  (Orifi:.,  ebenda),  Am  14.  Jali  1607  tlberreichl  der  ABsschnU  in 
der  Tat  eine  Intersenion  fQr  Fantaleoo,  der  den  Aoitrag  ertullen  hatte, 
binnen  •cchs  Wochen  and  drei  Tagen  das  Land  tn  Yerlassen,  widri^nfalla 
ihm  SMu«  Güter  konfisxiert  wllrdan.  Wlirdif>aD(;  seiner  Verdienste;  et  ist 
«In  rnUgtr.  betonoener  Mann,  «ingviAgeD  und  beseheideo.  Bitte,  don  Da- 
latorea  kein  QehOr  ca  tch«nk«n  Int^neation  für  Wauermann  nnd  Tauferer 
(Kona.,  ebenda).  Am  31.  Juü  bltt4>n  die  Verordneten  die  ^beimen  RKt«  nm 
Erledif^DK  und  wenden  sich  an  den  Rlachuf  Georg  von  Larant  ocr.  Ver- 
mittlung nnd  bitten  endlich  den  Bischof  Thomas,  mit  der  Aueweisung  Wasser- 
manna  nnd  Taoferera  au  warten,  bis  die  Kraolution  komme  (Kons.,  ebenda). 
Üesgl^chen  geht  am  3.  Angoat  ICOT  von  den  Vi^nirdnetcn  ein  IntersessioaB- 
schreibeo  für  Uelchinr  i'antaleoo,  seinen  Sohn  David  nnd  Wassermann  nnd 
Taoferer  an  Ulrich  von  E^genberg  (Kons.,  ebenda).  Btacbof  Thomas  g«- 
wihrt  an  3.  Augaat  den  beiden  letzteren  eine  Verlltngerung  des  Termins 
bU  31.  Aognst  (Orig.,  ebenda).  Am  If.  Angnat  schreibt  Ferdinand  II.  an  die 
tjandaehaA;  die  beiden  Pantaleon  ddrfeo  dcb  anf  ihre  Landimannschaft 
nicht  berufen,  well  aie  vor  deren  Erlangung  aasgeschafft  aa  werden  ver- 
dienten and  die  Aufnahme  in  di«  LandszaannacbaA  froheren  Erlftiaen  nicht 
prtjudiaieren  dörfe-  Pantaleon  nnd  den  l>«iden  anderen  wird  die  Abxugs- 
frist  bis  Ende  1607  veHKn^erl  (Orlg.,  «banda).  Am  ß.  Dezembpr  1fi07  bitten 
die  Verordoeten  den  Onbemator  Enhersog  Maximilian  Ernst;  Wassermann 
nnd  Taoicrer  die  Frist  bis  Oeorgi  an  yerlBngera  (Kons^  ebenda).  Für  Mel- 
chior Pantaleon  bitten  sie,  daß  er  den  liest  seines  Leben»  im  Laude  bleiben 
dOrfc  (Kons.,  i-benda),  und  am  10.  Dezember  blltan  n«  deswegen  Georg  Bi- 
schof von  Lavant  (Konii.,  ebenda).  Maximilian  Elmst  erteilt  fllr  Wasser- 
mann uud  Tauferei  Fristverlängerung  bis  Georgi  1608,  f&r  Melchior  Pan- 
taleon bis  aar  Wiederkunft  du  Landasftirsten  (Urtg.,  ebenda,  de  daia 
W07  Deaember  31).  Vom  D«ember  IfiOT  liegt  ein  4  FoUoseiten  langer 
J)iacan  wegen  Melchior  PantAle«n'  vor  (stehe  xuni  üeaembar  1607).  Weitere 
Pantaleon -Sachen  siehe  an  den  Jahren  1615 — 1617. 


im 


1274. 


Ahf&fiujung   der   evangelischen    Prediger   zu   Klagenfwrt,    1601 

Mär»  15. 

(Ondmckt  Archiv  Kr  v«terl.  OoacL.  etc.  XIX,  61.) 


1275. 

Der  Patriarch  von  Aquileja  an  detv  Bamhcrgschen  Vizcdom  Sta- 
dion: legt  Klagen  des  Pfarrers  von  Malborijei  über  Chrkt-oph 
Jiottana  Vf>r  (qaL  contra  catholiunm  rituin  et  catholicae  eccle- 
bUc  praeceptu  in  hUs  diebus  Quadragesinme  tripatlia  et  clioros 
duci  et  carnoa  vendi  periniait).  Udirn,  ICOl  März  lö. 
{Ot'igr  Aruoldstemcr  Akten.  Uodolfin.) 

1376. 

,Sein  wir  commissarien  nach  Ässling  eu  denen  BueaiiniscJien  auf- 
gebrochen.'   (1001  Mars  Iß.) 

(CliröDi  Kalender,  p.  18,) 


1277. 

Aus  Cftrüna  Kalender  vcm  16.  bis  21.  Märe  1601. 

Ifi.  (Martii).  Die  ungoliorsambcn  Wayssonft'lser,  aucli  den 
Christian  und  sein  weib  forgenomen.  S&dxicti  ad  ohedientiam 
catfwlice  luraverunL 

18.  Remini$cere  auf  Rndniatistorff;  damalen  kirchtng'  ge- 
wesen, celebrirt  s(  concionem  de  communiom  suh  una  vel  nlfera 
Mpeeie  fecimtu. 

19.  Die  Rad  m»nBtorffis<^-he  bargersfrauen  den  catholischcn 
aydt  getban.  Inatructionem  allcntlialbcn  antcr  uns  verlassen. 
VerzUbrl  bey  h.  thumpropBt  120  fl.,  bei  Schwarzen  140  fl.  An- 
derswo aber  nichts  zallt. 

20.  Äaf  GrainbuFg  ankörnen;  von  rioliter  in  allen  relatio- 
n«m  exeeutiontti  auaf^  abgefordert. 

21.  Die  Crainburgiscben  Luthcriaclion  weiter  alle  furge- 
vordert;  die  baben  cath.  iuramentum  prüstirt. 

Eodem  den  rielitor  von  Bistdioflakb  ein  instructio-runn  über 
dteeclbige  statt  verlassen  nnd  ubeigeben,  deren  sye  treiilich 
nacbgelebt.    (1601  Mllrz  16—21.) 


167 


1278. 


Die  Verordneten  voti  KärtUen  an  tlie  von  Steiermark:  teilen  die  er- 
folgte IteihfjeHsicerte  Resolution  des  Landesfürstett  über  ihre  Reli- 
gim^csditcvrden,  beaiehunffSiveise  die  ergangenen  üencralicn  mit. 
SoBfen  ähnliche  auch  in  SteiermarJi  puhliHeri  tcorden  sein,  »o 
bitte  wa»,  sie  durch  diesen  Boten  gu  bettachriehiigen,  tcie  sie 
sich  dasu  veritalten.  Falls  nicht,  litten  sie  um  ihre  Wohlmeinung, 
was  in  der  Sache  eu  tun  sei.  Mütlertceik  halten  sie  die  l*ubli- 
hition  der  Generalien  in  der  ihnen  gehörigen  Stadt  Klagenfurt 
ffu  fCunctiren'  für  gut  augeseJum.     Kl«genfurt^   1001  Märe  16. 

(Orifc%  8t.  LA.,  Chr.  R.) 
1279. 

Landesfürslliches   Dekret    an    den   Freifierm    Hans  von   StadX: 

Schorfes  Verbot,  Jiinfiir'  in  seinem  Hause  ketzerische  Predigten 

und  Gesänge  abhalten  ru  Utsscn.    (Grae)  1601  Mars  16. 

(Kop ,  81.  L.-Ä  ,  Clir.  K.  o.  U-A.  Krain.) 

.  .  ,  Seitcmal  I.  D'  fllrkombt,  wie  am  oft^tvcri^nngneD  son- 
tag  in  seinem  haus  ein  sectische  predig  neben  mitlanfcndem 
gesang  gehalu^n  und  gelii5rt  wonlen  .sein  solltSj  darob  dann 
I.  F.  D'  der  darbci  entstehenden  ergcrnuss  willen  (da  änderst 
dem  also  wäre)  ein  sonders  missfallen  truegun,  so  haben  sie 
ime  dcrowegcn  solcbes  hicrait  gn.  mainung  allerdings  under- 
sagen  nnd  ime  darbei  warnen  wüllen,  ea  sey  der  stallguardy 
alberait  boTclch  ge>;eben  worden,  alsbalt  inen  ein  tiaus,  dar- 
innen dergleichen  öffentliche  exerdtia  gehalten  werden,  ange- 
Eaigt,  dass  sie  dareinl'allen  und  den  predicanton  oder  Icsnr 
hernembcn  and  in  go^ngÜchc  vcnrabrDDg  legen  sollen.  .  .  . 

1280. 

Frans  Fagge,  Stadtunwalt,  Bürgermeister  und  Bichter  in  Lfoben, 
an  Erehereog  Ferdinand:  bericfiten,  daß  sie  d(»t  Befehl  vom 
23.  Februar  der  gesamten  Bürgerschaft  mit  Ernst  vorgeJmlten, 
daß  sich  aber  nocJt  einige  (namentlich  genannte)  Personen  nicht 
sur  katholischen   Religion  weisen   lassen   icollen.     Leoben,  J6Ö1 

Mars  Ifi. 
(Konx.,  8t.  L.-A.  Leobec.) 


Von   diflMn   Pf^nmueii    liitLnl   ftn   ilrnixr)!)!;!!  Tugo  MargnreU  Domtara- 
peri^ariTi  ,nin  Orduld  wcfron  tliicr  Erkliinin^  in  Rsligiiin'. 

1281. 

Die  Herren  vom  Add  im  Winäischffrätser  Boden  A.  C  bitte» 
die  Verordneten,  in  den  Verkauf  des  von  Herrn  Erasmus  (laller 
,erkauftett'  und  r«  einem  Friedhofe  eingericJitcteti  Grttndes,  .allda 
der  Ihrigen  viele  heffraben  liegen*,  nicht  einswvilligen.  Be$chlufi: 
Der  Verkauf  des  Grundes  ist  einffcstellt^  Herr  Wiüulm  Leysscr 
hat  die  Inspclttion  unii  darauf  z«  sefien,  daß  das  ,unr.emilnftiye 
Vieh*  nichts  heschiidigc.  Orws,  lUOl  Märe  l'J. 
(St.  L.-A.,  Exped.BQclier  IftOl,  fol.  fiS») 

1282. 

Tiitischre^m  der  Landschaften  Steier,  Kärnten  und  Krain  A.  C. 

an  Kaiser  liudolfJl.  nm  endliche  Zulassung  zur  Andient  für 

ilure  Gesandten,  damit  sie  ihre  Iteligioyisheschtverden  ihm  wenigstens 

im  Austugc  übtrreichett  können.    0.  0.   IGOl  Märe  21. 

[Kop..  8t.  L.-A.,  Chr.  B.) 

1S83. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  an  die  von  Kärnten:  Bedauern 
über  die  schlimmcti  Nachrichten  aus  Kärniett.  Die  bei  den  Land- 
%md  Hofrediten  versammelten  Herren  sind  der  JUeinung,  man 
sollte  gegen  die  crftosserten  (ieneraie  noch  eine  Eingabe  bei  dem 
Landesfürsten  machen.    Grrtj,  2001  Mars  iil. 

(KooL,  St.  L.-A^  Chr.  B.) 


1284. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  an  Georg  Herrn  von  Stnhen- 
berg:  Vencunderung,  daß  er  ttocH  immer  keine  Audietm  erlaugt 
habe.  Mitteilung  von  der  neuen  Persehition  und  namentlich  wm 
neuen  Generalien,  die  er  den  geheimen  Baten  vorlegen  möge.  JSine 
Audien»  #»  erlangen^  sei  JetH  hoch  wichtig.  Es  müsse  vorge- 
tnffen  werden,  daß  p<m  S'  E.  D*  nunmcJtr  die  extrema  vttrge' 
nommen  werden  und  was  das  für  Folgen  hohen  müsse,  weshalb 


169 


die  Intervention   des   Kaisers  drinifend  geboten  sei.     ßitte,  sich 
der  Sache  eifrig  und  treu  anrunchmen.    Gras,  IGOl   Mars  21. 

(Orig.,  5  Ste^I,  Sl.  L.-A.,  i^tubeuberg;- Akten,  QcgeareCDnn.) 

1285. 

^Extraki    aas   einem    Schreiben'   des   Herzogs   MarimiUan    von 

Bajfern  an  den  Markgrafett  Georg  Friedridi  sa  Brandenburg: 

er   wisse  von   der  sieirischen  Beformation   nur,  icas  commanis 

▼ox  et  faina  mit  sich  bringt.    München,  1001  Mars  21. 

(Eup.,  St.  L.-A.,  Chr.  E.) 

Was  E.  L.  .  .  .  wegen  der  Steyrisclien  reformation  aber- 
Termelden,  solk-n  dieselben  beständig  nnd  gewisslich 
glaaben,  wie  wir  E.  L.  ancli  hievorm&iils  . .  .  angeiUegt,  dass 
wir  Ton  demselben  werk  änderst  niclita,  als  was  communis 
vox  et  fama  mit  eich  bringt,  wissen,  wie  nns  bis  dato  dann 
das  wenigiste  darliero  nicht  commaniciert,  noch  vil  weniger  wir 
darüber  iemals  omb  rath  gefragt  worden.  Wir  haben  aber  nicht 
nnterlassen,  sollich  E.  L.  schreiben  oosors  Tetters,  schwagers 
und  bmeders  des  erzherzc^en  L.  zu  commanicieren.  Ware  nns 
ainmal  nicht  lieb,  dass  dissorts  gemniner  Christenheit  zne  nachtl 
etwas  ongleichs  solle  fUrUbergehcn.  . .  .  Mttnichen  den  21.  Mar- 
tu  1601. 

1286. 

/Martii)  22.  Sequenti  mane  Oberburgnm  in  die  S.  Benedict!. 
Molctae:  Hans  Hainrieh  jm  Crainburg  bannitus  gibt  aus  handen 
Christophen  Harrers  sehetiden  pfennig  150  f\.  Item,  das^bst  des 
praedicaniens  Khiayffds  haus  per  200  duc.  in  müns.  Des  Crische 
hüben  uns  g^en;  daraus  der  armen  tcittib  des  erschiagenen 
LaureiUsch  «2.  die  biUiche  j>ortion  volgen  soüe.  Commissum  do* 
mino  Francisco  Mosconio.  Maicta  in  comestores  oamium  con- 
stitnta  toties  qaoties  10  duc.  in  gold.  De  Labacensibns  mulctis 
consignati  domino  Cobenzelio  250  ß.  ^Inlcta  Knoblachü  1000  duc. 
in  gold,  de  qna  ecciesiae  S''  Nicolai  400  ft.  Maitfiaei  Puccher 
mulcta  4000  duc,  Lanrentii  Paradeyseri  mulcta  3900  duc., 
Hurczbiana  mulcta  4000  duc.' 

(Chr9iu  Kalead«r,  L«.) 


±J 


1287. 


r 


lieraluiig  der  sieirischtm  Herren  iwid  Landleute  A.  C.  Über  die 
kircMithmi  Ängelegenheüm  im  Lande.    1601  Mars  23. 

(St.  L.A.,  V.-Pr»t.) 

Wolf  von  Ssiirftti  aIs  dcrmnliffpr  Pr.1sid4>nt  des  Vorordnett-namtes  \egta 
am  traurige  Tagi;a<»rdauiig  vor:  vr'iu  uibo  sich  ilen  liluffsten  InncläsfDrBtlivhou 
ErllHen  g«gcnQl>er  T«rltKltt>n  bo]Ui,  die  nicht  bLi'Ü  in  KnrnlcTi,  eutidom  ,am 
^atri^n  Tag;«  auch  liier  {jrnltlaniiert  wurdnu',  und  wQrnach  iu  Hüikuuft 
nirfrcnäs  im  Landp  ein  aektittctivr  PrUdikant.  PrIUeptor,  Sdiulmvittor  g«- 
duldnt,  auch  jeder  Dioner  der  Iferren  und  Lnndleiita  atiBg«»chatft  Wür<.Ieti 
»ollr,  d(.T  sich  Aps  .Poülilloulesetis'  unterfjLngo.  All^emi^in  8(>i  diL-  Klnf^B, 
daß  kein«  EiDgah»  an  dru  Lande »ftlrstcn  helfe  utid  dtiß  wod'T  S<.'breibpr 
iiodi  I.uhrTr  zur  Rcickitiiig  der  SakrAmcnto  ^braiidit  werdon.  Mau  mUua 
den  Entlmrxog  bilteu,  die  l■rQßn>t;n(^n  Verorduungou  wietirT  aiiftuliobca:  doun 
e>  s«i  uumJJglich,  .»ulcb  stralTiillit^rn  Bedrohungen'  itatUutun.  Wio  k{>iiut« 
der.  dem  »oU-be  Strafen  ab^reforilert  wtInl«D,  coch  «ein«  Bewilli^ng  lotsten? 
Wio  kennten  ,hei  aolcb^Tn  Schrecken'  die  Ausstfind«  ein^ebr&cht  werden? 
1:4t  man  einmal,  saj^  der  Obent,  soweit,  so  werde  es  dabei  nii^lil  bleiben, 
sgndcrEi  alle  dieucr  drr  HcrrEin  und  L&ndli?uto  und  endlich  aui^h  diese  aus- 
gemcflon  werden.  Et  wird  auf  d<^n  Wandel  gcwic^eci,  den  dios«!  .Rfiformation* 
nahm.  ITniprUiiglich  war  sie  nur  auf  die  K AmDicri^atcr  S*  Duruhlatichl 
i^emalnt',  jetat  icieit  alle  too  ihr  g()troBri.>u.  Wo  lileibt.  ruft  Hans  ron  SImII, 
dos  Erbieten  de*  Ersherxog»,  keinen  Landaiaan  In  leinem  QcwivscD 
xn  beiehweren?  E*  habe  den  Anscbein,  aU  wolle  man  «ie  von  Hof  ans- 
TüUen.  Man  mtlsae  wissen,  woran  man  sei.  ühriHtoith  von  Stadl  uiciiil,  mit 
dem  Schreiben  orreichB  m-an  niehts,  m.in  inlWso  diu  Uinj^c  dein  Err.herieopo 
mflndlicli  vorbringon;  or  werde  dot-b  au<:h  den  HtÜndcn  oiu  Ohr  leihen  und 
nicht  ,den  PüatTeii'  Allein  QehOr  geben.  Qooi^  von  Stubouberg  hat  in  üi« 
f&hmng  gebracht,  daß  er  (las  «PoBtilleDlesen*  auch  den  Herren  ond  Land- 
leuten  vurbittoa  wolle.  Oauu  riebtig  meint  Ammao:  HSite  man  »or  Jahrea- 
frist  eine  kurxe  ErklSmng  bngphri,  wie  weit  man  die«  unheilvolle  Wesen  «n 
treiben  dlfl  Ahslclit  h&be,  sc  bülte  man  dio  putspr<>chonden  Austllhruiigen 
besser  begründen  kOuneTi  und  iiiaiicheE  Unhoii  würr  unlerhliehcn.  Trutadem 
sind  die  nieiatcn  Anweaendca  der  Meinung,  daß  man  schon  mQBse,  waa  man 
mit  iliDcn  beabsichtige. 

Keinem  einzigen  von  all  diesen  nednern  irXn  <■  eingefallen,  in  die 
Oewatt  sn  apprllieren  (aiuhe  Jahrb.  filr  Qeich.  dea  Frol«itantismua  in  Österr. 
XXI,  74). 

1388. 

fRcklor  und  Kollegen  der  adeligen  Landschaftssckule  in  Klngen- 
furi'  an  die  Verordneten  daselbst:  erinnern  an  die  latidesfürsilichen 
Dekrete  vom  1.  und  '4H.  Juni,  13.  AuguU  und  13,  Notvmher,  leor- 
nach  der  SchuUlienst  eingesieUt  werden  müßte.    Sie  liaben  bisher 


171 


getcartet,  ob  die  Verordneten  ihre  Dienste  ferner  nnch  brauchen 
leürden;  du  man  nun  aber  auch  Hie  Prediger  enÜasse  und  das 
landesfursllidie  Generale  auch  sie  hedroht,  bitten  sie  für  sich  und 
die  Ihrigen  um  Scliute,  dumii  sie  tcissen  wityr«,  tvas  sie  in  Zit- 
kttuß  eu  tun  und  su  lassen  haben.    Klagenfurt,  KiOl  Mars  23. 

(Kop.,  Kod.  Lini  43,  fol.  W»  u.  2^^*".    Otdnickt  ArcliEv  fUr  vaterl. 
Oeteb.  ate.  XIX,  61.) 

Zn  dioMf  NiiRiiii4-T  flndeit  rieb  fol.  8S^  dis  Itir  Torangeheitde  Notix: 
.UDt«rdf«en  (wit  tO.  Mira)  sciinl  die  berra  und  UiidleaÜi  A.  C.  d«a 
15.  M;irlii  xu  Clugoufurt  in  giouer  VQiNJiiublunE;  bej|-»Aami«)ii  gCHresfiO  und 
haben  die  sacLeu  WrAtkscMag-t,  Atda  i]ie  lieirn  pr*<<1!gi>r,  wiß  Anch  h«rn«ch 
d^r  herr  KUnlroctcr  sampt  seinen  coUr^ü  g«li.  von  inen  dimittirt  and  neben 
^t«n  leMiuiomU  mit  ehrlichen  »hfctti^nngcn  «cinil  vc-rsfilion  worden;  nfimb- 
lich  hrrrn  M.  Ailarao  Colbio,  [)f»rliorrii,  irJoil  rerelirt  wordßn  5U0  fl.,  hcrru  Ii»ii- 
tentiu  MAiero  &0()  t1.,  xitu]  wi'M  er  riL  kiiuler,  neiml  inie  nach  lUU  tl.  addtrt  wur- 
den. M.  MituriÜo  PAsctiang  QOO  fl.,  M.  Adanio  KaunaclierA  100  ä.  Ali  nun  di« 
«ehalcoHttfae  du  obuig«s«tKt  ander  geueral  yeniomen^  k1*o  liabra  ite  den 
33.  Marlii  den  b.  verordneten  di»e  sapplkatioa  uberg:eb«ii.' 

Auf  dw  obige  BitUchreiben  erioReni  die  Vorordnctcn  am  fl.  April, 
daß  dia  F.  D*  .die  gcstrack«  Anischailiiag'  der  Kirchen-  und  8chiildiener 
nicht  bloß  mehrtnal«,  sondcru  auch  mit  scharfnn  Komminationen  anbefahlen 
habe.  Man  könne  also  aiicli  sie  nicht  aclitttzcn  üder  erhalten.  Ant'  diesen 
Bericht  richten  iler  Rckti>r  llieronymus  Meßi«L<r  und  ilie  I.clirr^r  Miitthias 
MeneruB  xuglt'ich  fOr  ITrhan  ronijrartncr,  Cliristoph  &Icinb»rd,  Jvhaunes 
Ilerold,  Johannes  Kreh,  Wolfgaug  Boclc,  Antonius  (iox  iinU  Juuat  Ileindl 
ein  DankMliroÜioD  Air  den  biiher  gvikvitiMien  tichiitK  an  die  V(!roriln«ten; 
.Uan  wine  ja,  dau  die  schuleu  Baniuaria  ec4:U»iae  und  der  «i-hulilicnst  isit 
dem  predigaiiibt  also  nnchent  vurwsnt  ist,  dass  kölner  dos  andern  tetcbtiieh 
gerathen  kann.'  Man  Iiatte  mit  den  Predtf^ern  all«  Oefjthren  geteilt,  vrle 
diitae  nunniohr  mit  g>]trti  TuHtituonicn  vcrsclion  Strien,  liufTt?  mati  aucli  mit 
die««n  und  einer  milden  Abforti^iU|f  licilniiljt  zu  wvrden.  Da»  wurde  ihnen 
am  13.  April  xugc«agl,  und  svrar  erhielt  ein  jt-der  eine  einmalige  Jähret- 
beaoldung  amgeiahlt.  Zum  Oedüchtiiin,  dviouacli  die  ,F.  D*  in  dero  decret 
alnem  g«dciikt  der  ^»j-heiten,  so  E.  E.  L.  A.  C.  vervrant  an  der  statt 
Clagonfnrl  hahou',  Ullt  der  Schreiber  dos  Kad.  die  Donation  Masimilians  I. 
(2e  dato  Inuabrurk,  1518  April  24  folgen. 


1289. 

Den  .bandisierten'  Uecrpaukern  tmd  Trompetern  werden  jedem 
60  Takr,  dem  Preisger  und  dem  tletitschen  Schmiede  20  Taler 
und  allen  ein  Testimonium  gegeben.     Laibach,    im   Landhause 

Ib'ijJ  Marx  24. 

(V.-ProL  Krain.) 


172 


8cli»n  am  SO.  ivunle  tlber  itio  rnrhuailelt  and  zunKchitl  noeh  eini;  lotfir- 
■enioQ  veraadit    jllilft  es  nicbt,  üni  lie  in  Gölte«  Maihcd  ««hen  «u  iMten.' 

1290. 

Die  Verordtteten  vmi  Kärnten  an  die  von  Steiermark:  teilen  den 
am  9.  Mars  erfolgten  Tod  ihres  Prager  Gesandten  Hannihal  von 
Egg  mii.  Da  die  Gesandten  tu  kfHner  Audienr  gcjarigm  können, 
sondern  ihr  Anliegen  den  GeJteimräten  Hbcrreichen  sollen,  bitte 
man  um  ihr  Gutacliien.  Mitteilung  der  jüngsten  lattdesßrst- 
Udien  Resolution.  Trauer  über  deti  Fortgang  der  Verfolgung. 
Klagenfurt,  1601  Mars  24. 

(Orlg.,  SL  L.-A.,  Chr.  K. ;  Kap.,  L.-A.,  Stubßnberg^ Akten.) 

Eia  peaUeriptttm  vueu  ^C.  USrz  bestätigt  ätn  EmpfAug  iles  Antwort- 
HOlirAiben«  der  8l«irer  .«of  ilie  selniurzlifhen  Gt-ncrAll*.  Man  wenic  *■■  den 
auf  Hen  3.  April  ,b«sfliriebenpn'  Herren  und  Lnnillcutnti  rorlrjjon.  Am 
86.  Mfirz  scbroibcD  die  VerorductMi  vou  KSrntcn  im  Gorj;  von  Stubcnborp: 
mJin  bftlts  M  nicht  fllr  Dotwondifc,  iin  ti^gn  Stolle  nocli  eJnrn  Abj^caiiidten 
nndi  Prag  hu  ichicken,  un<l  craiichnn  ilin,  auch  die  Krsincr  Lundncltaft  XQ 
vertreten,  ,dn  es  «tu  corptu  und  negntiuvt  iit'. 


1291. 

Kartmann  Zingl  an  "Richter  Rat  stt  Unterdraubury:  hefichU  die 
Attsschaffung  ,ctlichcr  mthithoUscher  Personen,  so  sich  häufen- 
weis  bei  ihnen  wiederum  ttieiierlassen' .  Klagenfurt,  1601  Märe  24. 

(Kop.,  Lamberg-Fciilritx'ArcliLv.) 

Desi;>leichen  in  den  Decbiinteii.  Divanr  mtlgc  itaninf  acbten,  ob  Itichter 
nnd  Rat  den  landMdt  etlichen  Befekileu  nacltkomnien. 

1293. 

Emefiter  Befehl  an  die  von  Gmünd,  die  Fastengchote  eu  lutUcn. 

Den  auagescha/ßen  Bürgern  wird  aufgetragen,  um  2.  und  3.  AprÜ 

den  10.  Pfennig  tu  erlegen.    (Gmünd)  1601  Märe  :i4. 

(Kop.,  Badolfin.  Kl«genfnrt.) 

An  I.  Jnli  gibt  fitrometer  di«  Wolaong.  den  Befehl  etidüdi  aatsu- 
fabren,  um  uicbt  daa  UaneraTOlk,  äu  >n  iiädem  termim»  steht,  in  aeloer 
BebellioQ  tu  ccnfortteren'. 


LandesfürsÜiehes  Dekret  an  die  Verordneten  von  Steiermark: 
Die  Bitte,  der  Herren  und  Landleute  A.  0.  vom  22.  Januar  um 
Prolongierung  des  'rermines  zum  Abßuge  für  die  der  A.  C.  tu- 
getanen  Advokaten,  Offiziere  und  Diener,  yacfUassuny  des  10. 
Pfennigs  und  um  freies  Reisen  ins  Land  tvirä  abgewiesen. 
IGOl  Märt  26. 
(Orig,  8t.  L-A-,  Clir  H) 

Di*  Bitton  and  R/molationon  weg«n  der  Abscbkffung  der  OCfiKiere  nod 
Diener  tiehon  ilcti  durch  d»  g^anxn  Jahr  fort.  Am  5.  April  wird  «uf  oioe 
ron  den  Tomrdnewn  am  31.  Marx  gnstplltn  Kitt«,  irenif^tent  den  R«g;i3tr*tor, 
d»r  einen  so  wichtigen  Dienst  und  alle  Suchen  In  seinem  Kopfe  wie  in 
•inem  Ki^ister  beisammen  bat,  Doch  aitm  Zeitlang  auf  seinem  Posten  an 
dtüdm,  der  Termin  an  dcMen  Abange  aaf  seclia  Wochen  entreckt.  Die 
■ndana  Offixiere  haben  ihren  Termin  bis  Üatero  (Orig^  ebenda).  Am 
18.  April  Dberreiclien  die  Verordneten  ^ie  Bitte,  den  beiden  Buclihalterel- 
»djnnkteo  Wolf  8trob1  nnd  Stephan  gdiAbl  den  Termin  xum  Abxuge 
aacb  bis  Pfingsten  xa  prolonf^ieren;  dieser  habe  nnch  seine  Proriantmeister- 
rechnnugen  so  legen.  Am  IT».  April  wird  der  Wunscli  fiir  beide  pcwXhrt, 
Ihre  ErsfttiniSniier  mÜHseii  katholisch  sein  und  sofort  eintraten. 
Üit  anderen  Kantleibf-amten  diirfvn  über  dicae  heil.  Zeit,  apHtesUinB  bis  Ende 
April  Im  Lande  verbloibon  (Ort;;.,  ebenda).  Aber  Seh&bl  wurde  mit  loinor 
Arbeit  nicht  fertig;  er  erhielt  einen  neuen  Termin  roii  vier  Wochen,  und 
an  fi,  JqÜ  bitten  die  Verordneten,  ihm  nun  auch  Zeit  tu  geben,  seine 
ail^nen  Sachen  in  Ordnung  so  bringen  (Konc,  ebenda).  Am  19.  .Tuli  bitten 
de,  Wnlfjjcang  Strohl  und  Joachim  Einpaclier  den  Termin  bis  Oeorgi  ISOS 
Stt  rerlilngem  (Kons,  ebenda}.  8io  hatten  einen  soli^hen  bis  Harlini  IßOI 
bewilligt  erhalten.  Ks  wird  aber  von  den  Verordneten  darauf  hingewiesen, 
doO  man  beide  noch  nicht  entbehren  kfl^nno,  ihnen  dine  Zeil  auob  wegen 
der  eintretendeo  KAlto  sehr  unbnqucm  sein  wilrdo.  Am  26.  Juli  erfolgte  ein 
•ebarfer  Tadol  Erahi-rKOg  Ferdiusrids,  ,daß  dergleichen  TerminBerstre^kung 
bevomb  in  Keligionssachen  bisher  so  wenig  gefruchtet'.  Ei  habe  bei  dem 
ersten  Termine  xti  bleiben  (Orig.,  ebenda).  Am  6.  November  wiederholen 
di«  Verordneten  ihr  Anliegen,  man  kOnntr  so  trefflieho  Personen  nicht  so 
rasch  ersctsen,  sie  weisen  auf  die  zu  erlccligendeti  Bachen,  ,AuIIen!it&ad«*, 
Bochnangen  etc.  hin,  die  alle  iu  ,Zerr[lttlichkett*  geraten  mtlßten  (Kens., 
ebenda).  Noch  an  dcmselbeo  Tago  bewilligte  Erxfaenogin  Maria  das  Ver* 
bleiben  der  beiden  bis  xur  ZurQckkunft  des  Erslitrsogs  (Orig.,  ebenda].  Am 
S7.  November  Überreichen  die  Verordneten  eine  abermalige  Eingabe  (Konc, 
ebenda)  nnd  am  S.  Üesember  wird  der  Oeorgitermin  angestanden  (Orig., 
ebenda). 

1294. 

Ferdinand  IL  an  den  Landeshauptmann  und  an  dm  'Ersjtriesier 
in  Oherhärnten:  weist  die  ItUeree^vn  Frans  Khevenhüllers  für 


^ 


174 


die  attsgeachafflen   Bürger   in  Gmünd  betreffend  ein«»  weiteren 
Termin  surück.    (Graz)  1601  Mars  27. 

(Ori^.,  GtnfliKlnAr  Akt«!U,  Bnd^ilfin.  KlKgenriirt.) 


1295. 

Ferdinand  IL  weist  die.  lieschicerde  der  jüngst  in  den  Latid- 
uttd  Ihfreeiiien  versammelte»  Herren  und  Landleute  tciäer  die 
jndetst  publizierten  Generalict%  betreffend  die  seJäischeti  PrC' 
diyteii  etc.  zurück.  Diese  Iieft:hle  seien  zur  AuarotUtny  der 
durdt  die  PrÜdikanteti  verursachten  Uneiniifkeil  im  Lande  not- 
wetidig  gewesen.    (Gras)  160]  Mars  27. 

(Kop.,  in  SOtoiDgor,  fol.  &&0»  — fi&l».) 

Von  der  F.  Ü' .  .  .  N.  denen  liei  Jen  negatgehnitnen  landt- 
nnd  boffcchton  alhie  geweaten  licrrn  ond  lundlcuthcn  der  Augsb. 
Conf.  .  .  .  anzuHlegen,  I.  F.  D'  betten  nit  nnderlassen,  ihr  jungst 
ttberraichte  von  denen  im  landt  an  itzt  {nibliciorten  generaln 
hergeflossne  besehwclrung  der  nottarfTt  nach  ablosent  za  ver- 
neinen und  ob  By  wol  nrsacb  beten,  solclie  nur  von  etliclien 
nnd  nicht  von  allen  der  A.  C.  zoegethouen  btiidleullien  In  ge- 
miiin  Qbergebne  ecbrifft  anbcantwortt  zu  lassen,  so  wollen  doch 
I.  F.  D*  die  entdecknng  ilirer  inainung  nnd  endtlirbeii  resoln- 
tion  ZQ  ibr,  der  landilcutli,  bessern  naclirichtnng  ferrcr  nicht 
procrastiniern  und  haben  fürs  erste  sy,  die  getreuen  lundleutb, 
80  viel  zu  wissen,  dass  I.  D'  berüerte  der  pn^dicauten  und  ihrer 
adhaerenten  auch  andern  mit  Soctischcn  predigen,  lehren  und 
lesen  vorwonten  personen  hiill)er  ausgangne  generaln  mit  vor- 
gebunden guten  bedacht  und  zeitiger  v  erbet  nachtun  g  zu  fertigen 
verordnet,  darzue  sy  sich  dann  weder  diesen  noch  jenen  be- 
wegen lassen,  sonder  es  ist  blüsslicb  aus  ihrem  selbst  fiirgc- 
nombnen  wolinainliehen  willen  und  sonderlich  zu  ihres  christ- 
lichen und  fUrätticIien  gewi&Bens  »cbuUliger  exonerieiung  ntt 
unbillich  ervolgt  Ob  aber  die  prodicanten  und  diejenigen,  so 
sy  aafgehaltcD,  nit  solbat  llberflilssige  Ursachen  darzugegeben, 
bedarf  keiner  erweisung,  dann  os  werden  sich  diejenigen,  so 
«ich  ditsfalls  schuldig  wissen,  I.  D*  oft  widerhoUen  gemessnen 
erustUcheu  bevelcb  noch  woU,  aber  dessen  beynebeus  mit 
Bcbicchtcn  zu  erinnern  haben,  wie  vcrilehtlich  und  »cliitnpllich 
dieselben  gehalten  und  eladirt  worden,  was  nach  I.  D^  und  die 


ihiifieD  ftar  BtrafltnBssigc   despect   darnndcr  erdulden    laQssen. 
Haben   ty  non  solches  verhUcten,   die  so  anfmchtbarliche  aas- 
fertignsg  so  vilfeitiger  Verordnungen  billichermasseu  cini-tellon 
und   die   Ugliche  einkonine  bcschwttruagea  abstricken  wollen, 
ist  te  darxu  ßlrnemblicb  aber  so  erhaltuiig  des  lieben  frideos 
and  ^ftnslicber  aasrottung  derer  bishcro  im  landt  geschwebten 
eben   durch   gedachte  Sectische   predicanten   Teruraachtcn   Un- 
einigkeiten and  angleiche«  versundts  kein  fUeglicfaeres  mitl  als 
die  aosfertigong  dieser  general   zu   ersinnen  gowest.     Und 
können  I.  D'  nicht  befinden,  wanimben  doch  dieselben  iLm-n, 
den  bindleatlien,  so  hoch  zuwider  sein  müssen,  weil  sy  prinei- 
p«/i(<T  darunder  nit  verstanden,  sondern  allein  die  fridhesBigen 
letith  nit  geduldet  werden  wollen,   wie  es  dünn  in  eines  landt- 
forsten   macht   nnwidersprechlich  stehet,   die  ime  widerwertige 
in   seinem  gebiet  verhandne  peraonncn  jedesmals  nnverhinder- 
licb   aaszaschaffen :   also  knn  auch  diese  ausscbaffung  die  er- 
xeug-  und  richtigmacbnng  der  landtAgstKwilligung  gar  nit  ver- 
hindern, dann  wie  jenes  ein  ^peciaUuch,  welche  mit  den  gemainen 
«nlagen  kain  gemainschafl,   also  ist  auch  des  geliebten  Vater- 
landes wolfahrt  and  dasjenige,  so  von  allen  ständen  in  gemain 
treuherzig  versprochen   worden,  desselben   halben  mit  nichten 
absDstricken,  also  daas  I.  F.  D'  zu  gemciten  generaln  ans  rfcht- 
mKssigen  Ursachen  bewegt  worden,  und  wüsten  es  ancb  anderer 
gestalt  nit  bu  verantworten;  und  woltc  gott,  die  getreoen  land- 
leoth   der  Angsp.  Conf.  ertönten  I.  D*  treumainende  lieb,  ad- 
fcclion  and  nugung   and   wie   vttttcrlich   sy  es   mit   ihnen   zu 
ihrer  seitlichen  und  ewigen  wolfarth  in  ollen  dei^leichen  hand- 
langen roainen,  ay  wurden  es  verliuffeutlich  anderer  gestalt  zu 
gmuth  und  herzen  fassen  und  sieh  nit  solcher  gcstalt  opponicm, 
sondern  die  sorgfeltige  und  gn.  propension  mit  underthcnigom 
dank  vermerken. 

Dem  allem  nach  und  seitemal  I.  F.  D'  von  ehegemelten 
offnen  niandaten  keineswegs  zu  weichen  gesinntj  so  vermahnen 
»j  derhalben  die  getreuen  landleuth  hiemit  ganz  gn.,  sy  wiitlen 
dieselben  nit  wcitter  diflicalticrn,  sonder  sich  ditsfalls  znr  rim 
geben  und  endlich  wissen,  im  fall  ainer  odt-r  der  andere  dar- 
wider  handeln  und  I.  D*  verbott  schul digormassen  nit  vor 
äugen  haben  würdet,  daas  gegen  denselben  ungeachtet  der 
einpenihrlen  unzeitigen  protestation,  die  bcdroctc  straff  und 
exccntion   zu  erhaltung  der  I.  f.  lioheit  und  schuldigen  gehör- 


Samba  ohne  versclionnng  fUrgcnnmUen  werden  solle,  darbcj 
sich  aber  liöchstgedacbte  F.  D*  mit  gnaden  verscIicn  wollen, 
es  werde  Bicb  keiner  widersetzen  uud  üinie  selbst  zum  nuehtl 
waB  ungleich»  tcntiern.  Und  soviel  haben  I.  F.  D'  mebrge- 
cUchten  Undtcuthen  zu  gu.  antwort  anfügen  wollen,  denen  sy 
sonst  mit  1.  f.  gnaden  wolgenaij^. 

Üecretum  per  Scr"""  arcliiducein  37.  MartÜ  anno  1601. 

Peter  Caeal, 

1396. 

jDte  Verordnetett  von  Stewrtnark  an  die  von  Kumten:  üher- 
Bendeti  eine  Schrtß,  die  sie  auf  die  leiste  l.  f.  He&olntinn  hin 
eitufereicht  hahen.     Die  Hesolution  (hirauf  weriten  sie  mitteiirti. 

Graz,  IGOJ  MUtj:  ii7. 

(Kons.,  St.  L.-A.,  Clir.  R.) 

1297. 

,(Martii)  30.  Auf  Layhach  a%\komcn  und  wegen  aUerley  vor- 
handen fürstehund  reformationsgcschäfft  wUlm  aUda  verharren 
und  die  commissioH  in  Unierkrain  bis  nach  Ostern  anstehen 
müessen  lassen.  Kodein  ain  gefuiimbes  brifefd  von  mainer  gn. 
frauen  ersiiörxogin  Maria  wittib  per  ihres  cammerdieners 
Mididn  PaHiquars  unseres  seJucageren  wegen  empfangen.  Item 
h.  ly  Cralii  scitreiben.' 

(ClirßM  Kalendar,  1.  c,  8. 19.) 


1298. 

fApriliB  3,  3,  4  /ra&0»  die  Lapbarhcrischen  frauen  iren  catholisehen 
aydi  gdayst.  Deren  »et»  gewcsi  über  äOO.  SmoldishiJths  prä- 
dicaniens  muetter  und  Schwester  auf  die  Ir-aniha  ihres  ung«' 
hortambs  wegen  verschaff  tcordcn.  Der  lattdschafft  officiern  und 
diener,  als  landischrcyber,  advocatctt,  soilicitatores,  trimtmetier 
und  hdrpauker,  bandisirt  worden.  Gcorpi  ist  ihr  iermin.  Eodem 
die  sein  die  burg<rmeg3terin,  Josephen  Tschaulc  weyb,  item 
Khragetipacherin,  Scluirfflingerin,  Spolinin  und  etlich  ander 
inner  drei  t/igcn  aus  dem  lande  bandisirt  wordeti.  Eodem  die 
golüo$e   Waldmannin   ist   Becnndo   banni9irl    tcorden    aus   aücn 


177 


orUanrlm  inner  drei  iagtm.  Hat  hernach  catholicnm  iuramentnni 

praestirt  nnd  ist  firtnhl  worden.' 

(CbrOus  K«l«ud«r,  8.  19.) 


^ 
» 


^ 


1299. 

Ehrenvoilea  Zeugnis  der  Verordnelen  für  Andre  Kisial.     Bitie^ 

die$t!n  im  Exil  getriebenen   ,€rlebt€n'   Mann  sich  anpfoklen  n* 

halten.     Grat,  1001  April  3. 

(Kou.,  Bt.  L.-A.,  Chr.  R.) 

So  «och  (Ur  flt^ronTiniii  n«atn*r  nnÜ  nun«  Elen  Von  Kittal  wird 
h«inerkt:  er  ■»!  .ein  hiesig«  petrcawi  Kinil*.  2-3  .I*hrf*  lnn|^  Bilrpcr  nni 
HaadclamxHD  K«w«»en,  ^(i  Jxlire  im  8uiilmtn  gn}iff««ii,  ilxiin  nntiir  dm  Rni- 
hrmocea  Kmitt  und  Mnximiliiui  St*dtricfaU^r,  darauf  'i  Jahra  ian^  Bnrf;«r- 
»«■tcr  nnd  Mit(>liM  d«4  LindU|^  j^wcten.  Ka  würe  so  wünschen,  dall  man 
fllrU  aolclie  Ui«der-  pod  Bnrg«r«leato  liStte.  Die  L«tidta(^pr<]tokolle  ran 
Stet^rmark  (««  iit  ab«r  nnr  pin  Anuchoß  von  Herren  und  Lanil]eiit«n  A.  C 
rervammcU  in  Land-  und  TTofrtcbtca)  weii«n  fQr  dicuoa  Tac  cinr  B<>ratun^ 
aas,  dir  4  Pnnktft  umfallt;  1.  Di«  R«soIiitinn  nb^r  dif  .«in^waigdt^n'  Bt^ 
eehwenu^eii  der  Generalien  wegcu,  2.  die  ReanlDtion  wngen  der  OfSxiere, 
3.  die  Kirchen*  und  Schallegate  nnd  4.  die  Uesolation  Über  die  eln^ 
brsebte  lIsoplbescIiwerQug.  lu  der  Debatte  wird  ad  I.  bemerkt,  die  Schrift 
««i  <u>  (nAßvolt)  ah|;<!faSt  ^weseu,  dafi  aie  «ucti  Ront-iw»  ptmiißei  hätte  Über- 
rvieht  werden  können;  tut  i-  man  habe  kein«  Beamten,  keinen  SekretXr, 
dar  etwas  Winhlifre«  nnd  namentlieh  in  RrligionMachcn  espedioren  wollte; 
«rf  3.  der  Legate  wegen  kaII  man  den  Landtag  aSnarten.  Uindschaldt 
mnat,  in  dieaer  Hinsicht  gebe  man  eigentlich  den  10.  Wennig  doppelt,  ein- 
mal  der  Obrigkeit  und  einmal  1.  F.  !>'.  Galler  Mgl:  Man  «chatTt  unsere  Prä- 
Mptoreu  au«,  wir  bleiben  ohne  geistliche  Führung.  .War'  Zeit,  nuttniebr 
di«  Aagen  aufxutun  nnd  nicht  IHnger  sn  t<>mpnrij>ieren.'  Der  Punkt,  be- 
trafl'eDd  die  Obrigkeit,  betreflfr  das  Zeitliche  und  gehe  nicht  auf  das  Ge- 
wissen. Wolle  I.  U*  weitergreifen,  als  sich  gebührt,  so  »oil  man  auch  aagen, 
man  kflone  weiter  nichts  tau.  Uattfried  Stadl:  Man  soll  uch  uicbl  schrecken 
Imms,  dai  alles  reruriicben  nur  die  Pfaffen,  mit  denen  woUvn  wir  die 
Sache  anstragen  nnd  I.  D'  den  ichuldigeo  GehorMin  leisten.  M«n«  FItl« 
von  Verfalgnngen  ^riAhlt  Christoph  von  Eadmannsd^rf:  Vor  14  Tagen  aeien 
nwih  Badmannsdorf  27  Knecht«  gekommen  und  haben  den  PrHdikauten  her^ 
aoabei^hrt.  AI«  man  ihnen  nicht  aufsperren  wollte,  drohten  sie,  in  Küras 
mit  größerer  Macht  au  kommen  nnd  das  Schloß  zu  plaudern. 


1300. 

Die  Verordneten   von  Steiermark  an  Ershcreog  Ferdinand  IS. : 
hahat   mii    littrühnis  die  gans  unermiriete  laudesfürsitiche  Jie- 

13 


178 


Solution  auf  die  BiÜe  der  in  Land-  und  üofrcckten  vermmnulUn 
Herren  und  Landleute  A.  C.  «m  Aufhebung  der  Jiödist  schmert' 
Uciwn  Gciteralien^  vernommen  und  tmUeii  .w  diesen  vorlegen.  Der 
iMndesfünt  möyc  iltrer  Biifc  dngaicnk  sein  und  ingiüisehen  dUe 
Kzekutionen  einstelhn.    Gras,  IGOl  Aprü  3. 

(Koo«.,  8t.  L.-A.,  Chr.  E.) 


1301. 

DMMRt«i)  an   die  Verordneten  von  Kämien:  teUett  ihnen  mntge. 
abermiüs  vorgekommene  lieiigionsbesducerden  mit.    Gras,  1601 

Aprü  3. 

(KoM,  8t  Ll-A.,  Chr.  R.) 

Mitteilung  der  vurSj^en  Nuiuiuer.  Mau  Imlic  liiu  rar  Zeit  ftawoaciidcn 
Herren  und  Laadlput«  venlAudigt  uud  btwi-lili>*sii»,  tuimtliclif-  fOr  den  äonn- 
thg  Qutuimodoffenili  zn  einer  Beratung  <?iuxii)N; rufen.  Dis  imuinr  &rgcT 
werdenden  Bf»chnerun|;rn  hiho  luan  *n  die  am  kaiMtrlicbeu  Hof«  wnilcndoit 
QeMndton  gecdiickt. 


1303. 

Die  m  Klagenfurl  amvesenden  Herren  und  Landleute  A.  G.  an 
Errherxog  Ferdinand  IL:  übergeben  eine  ausführliche  lieschiverde- 
uttd  Protestationsschriß  wegen  ,des  eine  Zeit  her  in  diesem  Lande 
vorgegangenen  Reformatinnsprosesses  und  der  auf  die  BcAchuerden 
erfolgten  Resolutionen.    Klagenfuri,  1601  April  3. 

(2  glclcblnotendf!  Kopp.,  II  u.  19  Bll..  8t.L.-A.,  Chr.  R.) 

Bulhllt  eine  Ziuainmeufauung  aller  frUlier«u  Beichwerden,  die  Id  daa 
Binj^abeD  votu  S4.  Februar,  3.  Mhri!  und  22.  November  lOOi)  eiithallea  sind 
and  auf  die  am  S.,  10,  and  S6.  MSrx  rcncblirfle  ReaolatioDCi)  fol^n. 
ScbmerKlicIio  Klagen  Ober  di««e  und  daß  man  die  I<andteat«  A.  C.  nieht  nor 
nielit  liefriedij^n,  ja  mflndlirh  nicht  mehr  auhtlron  will,  daf-p^nn  »11m  fffttan 
wird,  wa«  d!«  ,wi<)erwiirligvn  Gtiistlicliru  mir  liogelirou,  wHimchen  und  an- 
bringen, iingcaKijtcl,  daß  «e  Diininrbr,  worum  m  ihnen  vornehmlich  fen  tun 
guweaen,  all»  aJteu  Stifter,  Ffarren  uud  Ueuelisten  einhekoaimen*.  Das  den. 
Hefunnatiouikoiuiutwäreu  Uttigegobene  IGrie^volk  habe  im  Land»  entaetzlich 
gcbatul,  .bßrger,  banern  und  andre  angefallen,  in  irem  gewiMCtn  bedrKngt, 
aiia  dem  land  ^aehaffinn,  das  iri|ro  aiirgezfrt  nnd  hitiweiTgonaminen,  tII  mit 
MtblAgfln  (darBbor  ntlich  i^ar  cesturben)  in  die  «inen  geachlaj;»»  und  gefftoft- 
nniiwtn(aie),  aurli  hoh<<n  b^strafnngen  Ub'-I  traetiert,  vui^eiids  die  pfarrer  und 
ander  (reiitlicbo  ikbcr  *y  iu  den  stütleu,  [ie^'ken  und  auch  gar  am  '^fy  txi 
auwilderu   and  gebiotern   »weit   verordent,    dam  sjr  dieselbea   armen    ienth 


179 


I 
I 


nit  alltin  irr«  gtttiUa»  tu  eitieni,  tu  betlriffen,  aaaiuMug«o  aod  von  intr 
obrlgluit  khznwftndfii  »ich  nnt«rit«b«n,  den  «in  (av*»  am  iir»li^toe)1  und 
den  sndfro  am  rathhaaa  hibitn.  .  .  .'  Kla^n  nhor  die  Behandlung  Q«orgv 
Ton  Matenlheln  dorcJi  den  Gmflndter  Krxprit^ter  Anton  f^trnotajrer.  Ober  du 
MisdriTeillen  der  erangeliscben  »iedliSf«  nnd  die  HntweUiang  der  Grftber, 
di«  AbacbafFnug  der  Kirch«»-  und  Schalaxcrsitieo,  daa  Verbot,  rrXdikanten 
aod  L»hr«r  bei  den  nerrcii  und  Landleuten  xu  halten,  über  die  Aotastnng 
^«s  vtifts*,  ,daa  allAin  auf  die  «rang,  religion  fundiert  wordeo  nnd  dab^i  die 
Bfim.  Kath.  nit  ein  handbrnit  haben',  Uhfir  dir  Rinlegnng  einer  Gnardia,  daß 
man  die  eranceliachen  Herren  wegen  der  ItfgrXbniaee  an  die  OnllnaHen 
wüao,  ^amit  die  leote  noch  inehrers  tribuliem';  wenn  dann  das  mindeste 
g«gMi  di*  U«nttraUen  gehandelt  wird,  greife  man  den  Ucrren  in  das  Ver- 
BOgw.  HlaweJJ  Asf  du  gans  andere  Vorgeben  der  Vorfahren  Ferdinand«  II., 
die  den  Leuten  .nicht  ina  ^pwimen  au  nrtbeilen  untentandcn*.  auf  den 
kirehliehen  Znstand  bei  winein  K«gi«rung«antritte  und  auf  ihr  rigenea 
Vorgehen  b«i  der  Erbbnldignng,  wo  man  d«r  Protestatio»  der  E ränge I lach eo, 
bvi  ihrer  KonCsseion  an  bleiben,  »lebt  wideraprodien,  auf  die  VerhUtnisse 
ntn  Klageofitrt,  die  Venprechungen  der  Enberaogin  Maria  usw.  Die  von 
der  P.  !>■  ina  Land  geaehickten  KaiuDiissSre  hXtten  .vietmaU  gemeldet',  daO 
dt«M  B«fi>rnAtion  ,nit  auf  die  hfrru  nnd  landlent  aneeaehen  sei'.  Folgt  der 
Hinweis  anf  dift  verderblichen  Wirkungen  der  BefumiatioD  in  heaug  anf  die 
finanzielle  liagA  dea  Landes.  8t«tg  werden  die  Tterren  und  Ijandlenle  iileb 
ihrem  ge]piat4tt«n  Jiiraincnt  und  ihrer  rtlicht  g«inXQ  In  allen  zeitlichen 
IMngen  ▼erhalten,  sonoit  lie  nicht  den  Lande^rcibetleo  zuwider  seien,  in 
6ewiuen»aAhen  können  sie,  da  sie  kvine  Ketaer  neien,  ,wie  ea  inen  nnd 
den  irigen  mit  gewalt  an^^mngen  werden  will,  je  atnmal  ao  weit  n!t  gehör- 
aaxneo,  noch  nich  aUn  XngsUgen,  beachwor<^n  und  vnn  den  widcrwirtig«n 
geiatlich»n  also  tribiiHren  Lauvii  oder  sicL  irea  ce^fcifti  x/iyiiwu*  l>eg*ben. . .  .* 
Dring<>n<Ie  Bitte,  den  Beschwerden  abzuhelfen  und  jedermann  ruhig  bei  dem 
Seinen  blelban  «n  laaaen.  .  .  .  Polgen  einige  PriYatboxch werden  Cbriiitoph 
Sieben  hfl  rgera  n,  a. 


1303. 


Die  Verordneim  von  Kärnten  an  die  von  Steiermark:  Als  sie 
diu  jüngste  Resolution  in  ncgotio  relipionis  mddeti  ivoUien,  seien 
ihnen  ihre  lieUffiottsbeschtPcrden  vom  27.  Mars  sugtkommcn.  Dank 
ßr  die  MiUeilung.  Man  müsse  neuerdings  bei  dent  Landes/ursten 
um  Abhilfe  litten.  Klaijenfurt,  ItiOl  Aprü  4. 
(Orig.,  8l  L.A..  Chr.  E ) 


1304. 


Ferdinnnd  II.  an  den  Verhant  Miehad  Erhextus:  ,Dftroh  gu  sein, 
daß  alldort  zu  Kiagenfnrt  sowofU  im  (wottesdienste  ah  auch  im 

12* 


180 

hnltcertigen  Predigen  und  in  der  Sedsorge  feein  Mangel  erscheine. 
Oraa,  1601  Aiml  5. 

(Kop-,  Lamber^-KDistriU-ArDhiT.) 

Derselbe  au  den  Dccliant  von  Saal:   i^erlangt  ,ohnc  Vereng'  Be- 
richt iUier  die  Seelsorge  in  Klagenfitrl  und  befiehlt  ihm  nochnuils, 
sie  Jiu  übernahmt'».    Gras,  1001  April  6. 

(Kop.,  (ibenda.) 

1306. 

Derseilte  an  Uartnuinn  Zingl:  über  dasselbe.  Gras,  IGOl  April  5. 

(Orig.,  cltcnda.) 

1307. 

Dersf^e  an  die  Verordneten  von  Steiermark:  geniatiet  dem  Re- 

gistrator  sh  seineni  Absxtge  noch  seclm  WoeJien.   Die  anderen  haben 

dm  Temtin  bis  Ostern,    (irajs,  KiOl  April  i». 

(Oriff..  at.  L.-A..  Chr.  B.) 

1308. 

Die  Verordnrtm  von  Kärnten  nti  di'H  Rektor  llierongmus  Me- 
giser  und  die  Kollegen  der  adeligen  Schule  in  Klagetifnrt :  er- 
kläreti  sieh  nußerstunde,  sie  noch  Innger  eu  schUtsen.  und  müßten 
sie  ileshnlh  Huren  Ahsug  nehmen  lassen.    Klagenfurt,  JßOl  April  6. 

(Kod.  LioK  43.   io\.  <fl*.     Ottdrnclit   Archir   für   v«lerl.  GeAch.  «tc.  XIX,  62.) 


1309. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  an  den  Landeshauptmann:  teilen 
üim  mit,  da  die  Sache  durch  die  jüngsten  landesfürstliciten  De- 
krete /ast  auf  den  äufjcrstcn  Knopf  gelutmmen',  daß  eine  ,Qeneral- 
iHsammenkunß'  aller  Herren  und  Lnndleute  für  Montag  nach 
(^uAMiauulugaiiiti  (Ajiril  :Ui)  bestimmt  sei     Grnr,    JilOJ  April  6. 

(Eotu.,  St.  L.-A.,  Chr.  U.) 


^    teil 


Damit  di«  ZuMmmoukunft  nicht  alliuTrllh  .IxntinHr*  nnil  von  Hof  uns 
,hiDt«nt«lU('  g«inachl  werde,  hAbeii  tie  ,hu8  alUn  Vierli-Iii  nüii-lic  Hrrrnn 
erUMf,  denen  d«r  Anftriig  g(^b«a  wanle,  ihre  MAcbtiarti  .durch  uoKoro  ge- 
{erögttin  CiUtlon»|fiAt«iitB  Im  V«rtr«ueii  und  in  fUr  .SIlU' itu  «vlsireu'.  lutarim 
teilen  sie  die  elnf^laufonon  Dekrete  und  itire  deinen  Eiug-ebeu  mit. 


1310. 


Georg  von  Stttbenberg  an  die  V(»-orJneten  con  SUiennark:     Er 

sei  vor  acht  Tanten  von  Praij  abtjcreist  und  gestern  in  Knpfett' 

brrtf   aiujeJsommeit.     Über   seine  Yerrirhtumj  werde  Paul  I'rutm- 

meister  referieren.    Kapfenhenj,  1601  Aprü  6. 

(Otig.,  St.  L.^.,  Clir.  R.) 

1311. 

^BHI^BioniDin  für  Dr.  Sigmund  SaUbcrger,  yeschicoretien  Advokaten, 
Bcisilstr  im  KelUrgvrichk.    Grtus,  liiOl  April  10. 

iKon».,  8t.  L.-A.,  Chr.  O.) 

In  den  nXrhiilPR  'l'Aji^nn  wird  nach  rlii^  prllßere  7.tth]  von  Itf^dlRfiütatfin 
mit  Zeo^lssen  venehen,  au  Haua  Wulf  ilnck  (11.  ApriJ),  Wulf  ätrobi 
(13.  April),  der  llAujitnuiun  Aeliu  WelMr  (14.  April)  und  Neff  (24-  April) 
(Kons,  eb«rid<). 

1312. 

Abfertigung  der  aus  Klagenfuri  ausgewiesenen  Ijdtrcr  dttr  latid- 
srhaftli^ten  Adelssckule  mit  je  einer  Jakreahesoldung.  Klagenfuri, 

1601  April  13. 

(Kop.,  Kod.  LIn«  43,  fol.  ö«-.  Gedruckt  Archiv  für  v«ter],  Gm:h.  etc.  XIX,  Ö3.} 

Dort  aneli  die  vornngeliende  Bitte  der  Lehrer  am  eine  ^le  AbTertigung. 


1313. 

Interzession  der  gteirxschen  Verordneten  hei  Ferdinand  IT.,  daß 

dem  ausgtueirrseneti  JiucithaUcr  Wolf  Ütrobl  der  10.  Pfennig,  den 

er  eines  Gartens  wegen  sonai  erlegen  miinse  (160  fl.),  nacfigeseheti 

icerde.    Gras,  1601  April  13. 

(Kons..  BL  L.-A.,  Cbr.  B.) 


182 


1314. 


Die  Verortinctrn  von  Stckrmark  an  die  von  KärnUH  und  Kraitt: 
teilen  den  Bericht  ihrer  Prager  Gesandten  mit  und  bedauern, 
daß  sie  nach  J^cfcs  Tode  keinen  anderm  Gesandten  geschickt  und 
sich  somit  gleichsam  von  den  stetrischen  Abgesandten  gcsmitlert 
haben,  liiiie  um  Miiieihing,  was  sie  nunmtJtr  att  tun  gedenken. 
Orot,  1601  Ainril  14. 

^Kaiu.,  «beailn.) 

1315. 

Georg  Herr  von  Stufttytiherg  an  die  Verordtieten  in  Steiermark: 
nuidel,  daß  er  von  Prag  keifmeärts  gesogen,  weil  von  den  leiden 
Ahgesandteti  der  anderen  Länder  nner  verreiß,  der  andere  ge- 
storben sei.  Es  sei  das  beste,  jetHauden  flifei«  tur  ScUititierung 
dieser  Saclte  nach  Prag  gu  senden.    Kapfenberg,  1601  April  $1. 

(Orig.  St.  L.-A.,  Chr.  R.) 


1316. 

Erzhersog  Ferdinand  II.  an  BarÜme  Kitevetihtdler:  Weigerttng, 
auf  die  am  H.  April  gesteUtf  Bitte  eini^ugehen.  (WiewoJd  ihm  die 
BiUe  der  Herren  und  Lnndleiite  A.  C.  in  Kärnten  vom  S.  April 
um  AnnuUierung  der  in  iiegotio  reliponia  ergangenen  Befehle 
eugehitMmeiij  ßndc  er  darin  keinen  (irttnd,  ran  ilinen  ahgugehen. 
Bei  Strafe  von  1000  Dukaten  in  GoUl  tcird  ihm  und  det^  Ver- 
Ofdnelen  verboten,  sieh  irgttnduie  der  Sache  anrunehmen.  Die 
noch  in  Klagtmfurt  ivcilcndtm  Prädikanien  und  Schuldiener  sind 
im  Angesiehte  dieses  aheuschaffen.  Das  Singen,  Läuten  vnä 
andere  Kxereiticn,  soweit  sie  nicht  katholisch  sind,  sind  einzu- 
stellen; widrigenfalls  würde  die  Strafe  von  Oim  ah  dem  Haupte 
der  Stadt  eingehoben  tcerdeti.)    Gras^  lUOl  Aprd  24. 

(Kop-,  St.  L.-A.,  Chr.  K.) 


1317. 

Erxhertog  Ferdinand  II.  an  die  Verordneten  von  Kämiett: 
die  vorige  Nummer.     Gras,  IHOl  April  24. 

(Kop.,  «bondft.) 


* 


Sieb  auf  eine  Wid^^rlftgiing  d»r  ArRUineule  uinxulaascti,  wÄro  oiijp  .ver- 
l^bliebe  Behelligung'  und  war<!n  in  Aar  8ac-1i«i  k«iii  Eude  gefuiid«!!  w«rijen; 
daher  hab«  es  bei  den  Uuirlaten  za  vorbloibon.  Ihre  ,Ans(i(r'  und  Prota- 
fUlioRBu'  heiße  er  lowoil  gat,  als  sie  der  Billigkeit  und  gütttichen  uud 
weltliclioa  Roelitcn  cntcpTcclipn.  Wiedcrhulnng  Aert  Ri-MiU  wie  oben.  Der 
4^e«nfall'  wfinlo  bei  ilmea  und  ihren  tiUtoru  hprcingubrauhl  werdi^ii.  Die 
Ani^fllcgenhcit  wegen  dor  BegrXbniAce  gcdenko  er  ,bei  dem  gciitlidiA»  blande 
itnd  don  OrdtuatiU  «nzti bringen*.  Bntigli«h  Sieben bQrgers  und  Oenrg  von 
Malcnthins  wolle  er  den  notwendigeu  Hericht  ßinKieliea  nnd  sieb  dann 
rctolviercn. 

1318. 

Die  Verordneten  an  Herrn  Mtxtlhes  Aimnau:  berufen  ihn  sa 
einer  am  30.  April  statt  findenden  llauptberatädiUigung  in  negotio 
religionis.    Öras,  ItiOl  Ajyrü  ÄJ. 

(K«Qs.,  St.  L..A.,  OUr.  B.) 

KntBehnTdlgt  nich  am  2ft.  «nd  S7  Apri)  (Driff ,  ebenda)  nilt  Krankli4>lt 
and  deiu  tudüuben  Abgang  pelii^d  drr  A.  R.  eifrig  »D^rit«»  gewntereii  H'^biieii 
Gottliard.  WBrde  aber  neine  AnweHwihvit  dringend  nutweniHg  tein,  vrorde 
«r  trotxdem  eiscbciaen. 

1310. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  an  Erftreich  von  Saurau:  Nach- 
dem sie  vernommen,  dafi  er  wiederum  f/liicl-lieh  jus  Land  sii  den 
Seinigeu  ffekommen,  bitten  sie  ihn,  kommenden  Montag,  d.  i.  am 
teilten  d.  M.,  tu  einer  HaupthcratHcktngung  in  Jieliffionssaehen 
^a  erscheinen.    Graz,  1601  April  26. 

(KoM.,  8t.  L,-A..  Chr.  R.) 


1320. 

Krain.  Handlung  im  größfren  Ausschüsse.  Ks  haudelt  sich  um 
die  Se^tiung  einrr  vierten  Verord7ietenstelle.  öhrön:  Dieser 
sei  detn  Wunsche  des  Ershersogs  entsprechend  aus  den  (icistlichen 
au  nehmen.  Die  Mehrheit  ist  dagegen.  Hinweis  auf  den  vier jng- 
jährigen  Brauch.  Verhandlung  wegen  llejausgabe  der  protestan- 
tischen Bücher  aus  dem  Lamlhause.  Hierin  will  man  I.  D' 
entgcgcnjcommen.  Der  ausgeiciesene  Landschreiber  bittet  um  .Ur- 
laub', die  Schrannetu»h:ohitvn  um  testimonium  und  viaticum. 
Es  wird  hescJdossen,   dem  Landschreiher,   falls  er  bleuten  woUe, 


1^4 

die  LantlsmanH»chaß  z»  gdjcn^   die  prücuratores    abifiehcn   tu 
iasseu.    Lit^ach,  im  tjrofkn  Attsschuß  IfiOJ  April  30  bis  Mai  4. 

(V..prftt) 


1321. 

Die  Jirrren  und  Latuttrut*;  A-  C-,  ,aovid  deren  allhicr  r>er- 
sammeW,  an  ICrzhereog  F(rdinand:  Bcscktverdeschrtfi  wider  die 
jüngst  im  iMndc  ausiftyamjcnen  Generalien  (siehe  Mür£  1)  ic^en 
Aussrhaffuttfi  fffr  Prädikmiten,  Schreiber,  Fräzeptoren  %md  Diener 
der  Herren  und  Lanäleute.  Laibach,  im  ,ttä}treudcH'  ffrofien 
Aussd}usse  1002  April  SO. 

(Kons.,  L.-A.  Krain.) 

Gegttn  dio  Uuter«  RrklXnin^,  diu  F.  D*  werde  iiiraiandc»  in  Minein 
OewUifJi  bescliweri'u,  saSoii  die  Befehle  rom  t.  iAünt  gekomimm.  Alles 
FIrlien  und  Bitten  wird  nidit  AiignhOrt.  Nuüli  ji>ut  tt-irti  an  luiMren 
Friedliofp  vor  der  St»dt  Lail^acfa  durch  die  Bbformatiuij*kouiiiiiwire  die 
Bretter  Bl>i;«nBaca  and  in  Brand  gesteckt,  die  iiu  Btlriierjpiule  b«er- 
di^Ati  Ttcichnamf,  die  schon  viele  Jahre  dort  ([rrubt,  tfa^t^ruhm  und 
Im  Wasser  geworfen  worden,  Erinoening  aa  ibro  dem  Haaie  Oiterreicb 
■11  Fricidens*  and  Foindessciten  ffelfisb'ten  Dienste  und  ihre  teacr  uod 
ritterlich  erworbeneo  Laiidr»freilieiteu.  Hei  dem  verwirrten  Stxnde  der 
Dinpe,  den  aclivrereit  Zeiten  luivr.  Ii^nnt«-n  >ie  ihre  I^eUltingen  uicht  |irjL- 
tlieren.  Unwahr  aei  e«,  daß  äiv  Präaeptoren,  Schreiber  und  Diener  die 
Exersitien  wi*  die  rrXdikanten  vomelimen.  Daxn  bedUrfe  «i  oiner  ordnan^- 
fnXßigen  Vokation,  Oceagte  Pcmonon  erteilen  den  Kindern  Unterricht  und 
werden  penieini^licb  auch  uti  anderen  privaten  und  {KWitbehen  Diensten 
ßebraucfat  Die  F.  D'  hake  nich  wiederholt  verneliinon  lauen,  daß  die  Ke- 
formation  nur  aaf  die  Stüdte  nnd  Uärkte  laut«,  die  Uerren  und  Laudleuta 
exMBpl  seien.  Bitte,  aie  hierin  unbelrUbl  an  laMou  und  die  j^enaunten  Ge- 
neralien einsuzieben. 

1332. 

Testimoniam  für  Abel  Venediger.     Grae,  1001  April  30. 

(Kons.,  8t.  L..-A.,  Chr.  U.) 

Kr  war  vor  vier  Jahren  aus  Tübingen  heimgekehrt  nnd  itt  in  die 
landaebafiliclie  Kanzlei  anfgenommen  worden,  wo  er  aich  aU  8eicietJlr  gni 
habe  brauchen  laMea. 


* 


Beraium^  der  in  großer  Zahl  in  Gras  irrmmttuiifn  Hrrren  und 
LandUttU  A.  C.  über   n^H    corgdeommene  RdigionsbcsehtctrtirH. 

1601  Aprü  30. 
(L-Prot.) 

PorUcttnac  vom  A.  April.  Emnücfa  von  K)>aitiach  worde  von  Pfarrt>r 
vott  KflltteUdd  Ixlaogt,  wpil  «r  M>iii  Kiod  o\(hX  von  ihm  hjil>r  uaf«(i  Iumb> 
Tob  Otso  rou  HorberetArff  lixt  <)er  Proknritor  16<>0  Hnkatca  «crUn^  w«il 
er  »etDen  Pralt^r  nicht  «hgi>«chftfft  habe.  Uer  l^ndMrirwMQr  t*^  die 
Pbrrer  vermelden,  BiAn  «rcnle  die  (an^rnhonamen)  L'itterUtnrii  durnh  Pro- 
f«e«D  aufheb«!!  nud  aas  dem  Lande  mbri^n.  Beftchweflich  «pi,  daS  jtwler- 
DUiui  Tubotcn  aei,  eiuem  evan|reliAcb«n  txtreitia  beiiawoliueu.  Ut«  F.  D* 
T«rai«M«te,  die  Landlvut«  »ollea  sich  der  Studie  iiiokt  «n- 
nehncD.  Ate  telb*!  ^ehc  die  Rcformktion  oichti  an,  «her  jetsi 
■oll  nleiits  mehr  an^eBehen  werden.  All«  aa^nn;  .Bitton  und  wlrder 
biUan  aitd  eoitsgopfce  sa  begehren,  matten  man  sich  au  venfthen  habe.'  Ilana 
Jakob  roo  Stuaaeh:  Uao  ^bl  Mbrittnoit«,  bis  man  an  die  Landleute  kommt. 
AMBpnicli;  E<  toi  etoe  Sckrifl  zu  verfatsen  und  au  aag«»:  Uad  k^ane  dit 
G«it«nl  nicht  iui))«|im«n  (FortwtoUDg  am  "i,  Mai)  Siebe  die  Ge^nrvfor- 
mation  in  rniutrOiterreich.  Gleichzeitige  ZautnntenMallang  Ata  Aktoiimatp.- 
riab  In    31.  Bd.  d»  Jahrb.  Kr  Geseb.  de«  ProteeUntiamiu  in  Osterr.,  S.  75. 


1324. 

Gattfried  Freiherr  von  Stadl  au  die  Verordneten  von  Steiermark: 
etiifchuldigl  sich,  krankheitshaiber  der  licrai«ng  der  Herren  A.  0. 
nicht  bctHohnen  zu  können.  Klugen  über  dus  eigetminclttitje  l'or- 
gehcn  des  Landprofoscn  Gradt  gegen  seine  Untertanen  in  Gleis- 
dorf.  Bitte  um  Verhalt ungsniaßregeln.  Freiherg^  1601  Mai  U. 
(Ohg^  8L  L.-A^  Chr.  B.) 

.  .  .  WiuwoU  icb,  als  der  ich  mich  such  za  der  allaiu 
stUigrmacfaeiitcn  ap.  ev.  Iclir,  die  man  die  A.  C.  neut,  frei 
und  rondt  beken,  bei  derselben  nach  mit  Verleihung  gött- 
licher gnadon  und  Wistand  des  hl.  geistes  bis  in  mein  letslen 
adamb  besttfndig  zxx  verharren  angcEWcifch  gedenke,  nichts 
liebere  wiotachen  und  begern  weite,  diio  dass  ich  E.  H.  eifrigcD 
STuambeokenft  and  bcratächlagung  .  .  .  abwarten  .  .  .  kunte, 
wann  aber  ich  in  die  vier  wuchcn  übel  aof  und  zu  raisen  nit 
getraut,  werden   mich  E.  G.  u.  H.  .  . .  fUr  entschaldigt  halten. 

Daneben  aber  .  .  .  anzobringpn  nit  umbgebcn  solt,  wie 
dass  E.  E.  L.  landtprofoss  Jeremias  Oradt  nun  zum  dritten* 


186 


mal  aaf  mcinop  ci^Gntliumbltchen  uiarkt  Oleiasdorf  mit  etlichen 
sfiiivu  luitgeselleii  kumb^n,  eratliclien  weinen  mit  aidt  mid  {iflicht 
gehörigen  uiarktricbtcr  für  sich  bcgcrt  und  da  dcrscib  crscbincn, 
ime  sambt  allen  andern  bürgern  bei  vcriicrang  Icib  und  gnet 
»Ihcr  in  mein  capellen  zu  ainiclicr  evangelischer  (oder  wie  es 
tituHrt  sectischenj  predig  nit  zu  gehen  auferlegt.  Als  er  aber 
andermaU  da  gewest,  ebenfals,  wie  dass  er  von  der  F.  D*  albe- 
raitb  meine  ev.  burger  zu  händigen  '  und  nach  (Jräts  zu  ftlercn, 
ire  heuaer  zu  plündern  im  befelch,  vcrmolt,  und  als  er  negfttcn 
santag  abcrmallon  alhin  komben,  alsbalt  den  pfarrer  bcgert, 
in  bei  str.-if  alle,  so  bei  ime  nit  sa  boicbt  gewcst,  EU  be- 
schreiben und  die  zettel  anzuhendlgen  auferlagt. 

Als  sich  dessen  gleichwol  der  pfarrer  gcwaigert  und  daas 
er  wolle  derowegen  vor  sein  oriJinario  antwort  geben,  hat  er 
nit  weniger  gegen  den  geinalncn  man  grosse  cornminatione» 
gethan,  nnHer  andern  auch  vcrmelt,  er  Ternembe,  dass  ich 
mein  prodikanten  mit  mir  im  gntschi  fahren  lass,  wolle  mir 
aber  fUrwarten  und  denselben  aufhfiben;  inmasaen  auch  den* 
jenigen,  so  herauf  zu  predig  gehen,  bescheheu  soll,  wiess  das 
wäldl  bei  Kreysperg  (in   welchen  er  inen  halt  ätossen  well)  woll. 

Ob  nun  ich  mich  zwar  for  disen  troungen  wenig  befürchte 
und  diis»  ü8  lühre  fUrgeben  seien  verhofTe,  zum  fahl  der  noth 
auch  disen  landtprofoaen  .  .  .  mich  ...  zu  verwehren  getraut, 
wan  aber  hieraus  leichtlich  mer  unglüek  entstehen  mOctit,  bil 
ich  E.  G.  u.  H.  .  .  .,  die  wellen  mir  .  .  .,  wessen  ich  mich  und 
raetoe  armen  leuth  verhallen  sollen,  iren  rath,  willen  und  mai- 
nung  entdecken.  .  .  .  Freyperg  den  2.  tag  ifaii  anno   ItiOl. 

E.  G.  n.  H. 

dienatgch  orsamber 

Gottfried  freiherr  von  ätadl. 


1325. 

Die  Verordnetm  von  SteUn^ark  an  Utreti  Mitverwandte»  Qcorg 
OaUer:  er  möge  Verorthtvuff  tun,  dafS  des  Herrn  Wdf  Wilhelm 
von  Herbersiein  junper   Sohn   mit  alter  Notdurft  »«  der  la»d- 


'  Id  EiiVD  xa  «cbIi(>S«n. 


187 


tckaftlickcH  Schule  su  SchtraMberg  »HtrrgebracJtt  verde,     Gnu, 

1602  Mai  2. 

(Eoni-,  St.  L.-A-,  Chr.  B.) 

Kacli  der  Ac8''laiinc;  ilar  protntAuttsrhen  HiiftMcJinle  in  (>nn,  am 
33.  Ssptotnber  139Ii,  an>l  den  vergeh UcIibq  Atutrpnin)ng»ii  der  V^rordoeteu, 
Amm  «v&D|'vIi»cli»  Scliol-  noit  KirclienmlnuteriiuD  im  Land«  %a  crbalteo,  uaefa 
AnHitbaitg  d«r  öebuleo  in  Jaduibarg  (1599  OklolMr  9)  uud  Laibieli  ^Okto- 
bar  ü),  noch  ehs  äie  letxte  Schnlf,  Ait  (q  Klagenfnrt,  au1)^1mi  war  (IGOO 
Jniti  1),  dacIiUn  dt«  prAlAatantliKh^n  StSnd«  daran,  oin  ,klaln  pldagoglan*, 
«ine  .kleine  acba«!'  oder  ein  adeli|^s  Konvikt  la  erticbten,  nnd  CiÜlen  u 
dem  Ende  tn  iteirisehen  l^ndta^  1&'J9  den  ücschlnB.  dieao  Schule  in 
OallencheB  Amtbofe  za  8L-tiwanbfli)*  an^uriclitea-  l>ie  näheren  Anetten 
Qbtr  die  Grilsdnng  dieser  Schule  and  ibreu  kurzen  Buiand  (l>ia  in  den 
Mai  l6Vt)  ficlie  in  meinem  Au&atse:  ,l>ia  protuluitLtche  Stiftucbal«  im 
Gallenchrn  Amthufe  bei  Schwanberg  16O0— 160S<  Im  47.  Hen«  der  Uit- 
teilttni^efi  dea  hbtorischen  Vereine«  fdr  Steiermark,  8.  Sit — üi. 


1326. 

Fortsetsvng  der  Bertitumj  </«t  sieirischen  Stände  A.  C.  »her  die 
Rtiidjionsvtrfotffutttf.    IGQt  Mai  2 — i. 

(St.  L.-A.,  L.PraL) 

Da*  Protokoll  der  Irtxten  Bitxnng  wird  abpchttrl.  Ea  tofSg«  der  Unter- 
nicht  vrr^eaun  werden,  damit  aoeb  ihnen  das  Wott  ijttltm  grjirMligt 
WQnli'ti  die  Pfarrer  mit  drr  Verfolgung-  rurtfabrt^n  wie  bither,  »u 
«Orden  die  OilLer  nde  li«i|^n  lileihen.  I,  D'  nei  su  biltcn,  die  Mflle»tatiaiien 
an  enden,  aonst  mQßte  ma»  den  Abtog  nebmen-  Die  Schrift  solleo  auch  die 
anderen  anter»cbreiben.  Bei  d«r  Beratung  sind  6i  Personen  anweeeod. 
Sauran  meint,  et  wSro  notwendig,  nach  Prag  an  schicken,  um  eine  Heaolatton 
an  nriperen  nnd  eine  Tnterzeasion  Ton  Matthias  an  haben.  Die  Fraf^en,  oh 
der  Aulur  d«r  Schrift  au  nrnnen  und  wer  die  Schrift  überreichen  soll,  wird 
erwugeu.  In  Ictaterem  Fallit  wird  von  Rladbicliaidl  gesagt:  ihn  hAnue  man 
nicht  wXhlen.  Seine  Penun  sei  aa  erora.  Kindtacbaidt  Milbst  aagt:  Mit  seiner 
verhaßten  Person  würde  er  die  Sache  verderben.  Viele  wQoscheu  Georg 
Galler.  Ragniti:  ,IU  sei  verderblieli,  daß  keiner  sieb  will  brauchen  laaseo.' 
Am  3.  nachmittags  referiert  Sanran  über  die  au  erlangende  Audiena.  Die 
Schrift  wird  iiiiterceichnel  Am  4.  weist  I.  D*  die  Andieoa  xurllfk.  Die 
Schrift  niHgR  dem  Kaniler  Oberf^ben  werden.  Dartiher  ergtdinn  ainh  die 
Stttadn  in  Klagen.  Von  Ernreiub  von  Saurau  vernimmt  man  die  Wort«: 
8i  tum  vü  amtire,  tiAi  rpgtiart.  Der  Übriat  meint:  mau  soll  die  Schrift 
I.  Ü*  selbst  in  die  Hand  (fehen,  sie  mOobte  sie  selbst  leaea,  denn  die  B«- 
latioD  des  Kaoslcrs  langt  nicbls.  Beschluß  ia  diesem  Sinne.  Dem  Aqs- 
•ehiiaae  von  swei  Verordneten,  d^r  die  Schrift  Unerreicht,  mR^cn  noch  einige 
aadara  beigCKOgcn  werden.     Das  Beaultat  siehe  unten  siim  fi.  Mai. 


1U27. 

Die  Gemeinde  Murixk  scmirt  Mnttfus  Mürzcr  und  IHrich  Slorer 
SU  Georg  Herrn  von  Stutwnberg  nach  Kapfenberg,  damit  sie  sieh 
iccgen  der  von  der  Jieffientru/  aufgetragenen  Anstceisung  der  evan- 
gelischen Glaubensgenosse»  und  icegen  ihres  Verhuilens  t»  der 
Feindesgefahr  durch  die  Türken  Rats  erholen.  Sic  crhaiten  den 
Bescheid^  daß  er  sie  in  Mdigionssachen  nicht  schiHeen  könne, 
du  es  auch  ihm  seilst  nicht  anders  gehe.  Wegen  des  zweiten 
Punktes  soU  jeder  sehen,  icie  er  sicJi  und  das  Seinige  schiiUc. 

1601  Mai  4. 

(Au«sug[  «ue  dem  BIureolieT  ti«m«iiidebucLo  [aa«c.  XVltl]  im  M.  L-A.) 

1328. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  an  dus  ,Minist€riunt'  sit  Regens- 
burg: bitten,  Johannes  GotpHerm,  stud.  theol.,  die  Ordinatioti  zu 
gd^en.,  um  Um  tu  Fetratiitea  £H  vcrtcctiden.    Ortu,  1601  Mut  4. 

(Kons.,  St.  L.-A..  Chr.  B.) 

.  .  .  Euch  isl  nnvorborgcn,  waegi^stalt  I.  F.  D* .  .  .  in  disom 
landt  Steyr  and  allen  derosolben  alJUIen  die  ctinBtlictien  kirchcn 
und  schuelen  und  soiidyrlieh  nxich  unser  alhieigcs  haubtmini- 
stcviuin  der  A.  C.  zucgetlmn  gänzliclicn  ßicigcstctlt: 

Su  haben  etlicbe  der  Iioitd  und  landleatb  auf  iren  etgeu- 
tbUtublicIien  liellscrn  und  gBchJUssern  unterdessen  prcdiger  fovim 
und  undcrbalteD  raUessen.  Weilen  aber  derselben  ibails  weg- 
gezogen, aacb  Uiatls  gestorbenj  so  will  die  nottorfft  crfordL-rn 
an  deren  stat  andere  zu  sabstituiren.  .  .  .  (Folgt  die  vfnge  Bitte.) 


1329. 

Die  Verordneten  von  Kärnten  an  die  von  Steiermark:  teilen  die 
unverhoffte.  Resolution  auf  ihre  Ucligionsbcschivcrdeii  mit  und 
hittcH  um  ein  Gutachten,  wessen  sieh  die  sleirischen  Herren  in 
den  leider  immer  noch  grassierenden  Religionsfwschirrrden  ent- 
schlossen. Der  Infektion  wegen  seien  die  Verordneteti  nach  Sehtofi 
Uoilenburg  gesogen,     llollenbxtrg,  1601  Mai  Ü. 

(Orlg.,  St.  L.-A.,  Chr.  R.) 


IBB 


9 


1330. 

Ftrdimand  11.  ta%  Hergog  Maximilian  von  Bangem:  Äv6  deisen 
Sdtreibeu  vom  21.  Mär::  Imbe  fr  vernommen,  wie  übd  seine 
Bdigionsreformaiwn  ihm  von  den  Unhathotisehen  attsgele^  tcerde. 
Dieoe  hennen  de**  Grumi  der  Sache  nicht.  Er  habe  es  cur  Sal- 
vieruny  seines  Gewis^ns  und  vi>rgek<»nmeHer  Üneukommlichkeiten 
trefffit  tun  müssett.  Er  habe  latuie  Geduld  über  die  Anmaßung 
der  Prädilanten  getragen;  von  den  wider  die  katholisckeu  Für/tU-n 
und  andere  auf  deti  Kanzeln  austjetjaugencn  Schmähungen  nicht 
SU  redrn,  haben  sie  in  (dien  Städten  und  Markten  den  liürgnrn 
den  Uftgchorsam  gegen  die  Obrigkeit  eingehddei,  daß  sich  an 
mt^reren  Orten  Rebellion  ,ereeigi\  und  wenn  der  Allmächtige  es 
nicht  verhütet  hatte,  lilutrergiefien  hätte  erfolgen  können.  Es 
wurde  uns  kein  Üespekt  mehr  erseigl,  als  wären  wir  ein  ,ge- 
malter'  Landesfürst.  Es  war  also  kein  anderes  Mittel,  als  die 
PrädUcanten,  ,diese  utigewasclienen  Aiifbläser',  die  mit  nickten 
der  A,  C,  sondern  Sekten  anhängig  sind,  aussuscluiffen,  zumcd 
sie  von  unserer  Landleute  Autorität  mehr  gehalten  als  von  der 
unserigm.  Wie  kann  ihretwegen  Klage  gefiUirt  werden,  da  wir 
keinrtn  Prädikanten  ein  Härchen  gekrümmt  ha}>en?  Ebcnsowniig 
Unhill  hibeti  wir  n7iseren  liitrgern  eugefügi:  es  ist  jedem  frei- 
gestellt, da  ru  bleiben  oder  wegsugehen.  Nur  die  sich  nicht 
ffu  unserer  Jteligion  bekennen,  müssen  absiehcn,  doch  so,  daß 
diese  Ferswien  eifie  nicht  geringe  Barschaft  an  Gdd  etc.  aus 
unseren  Ländern  geführt.  Die  Reformation  icurde  in  Gemäßheit 
des  Itdigionsfriedens  vorgenommen  und  sind  die  prottstierenden 
Fürsten  ähnlich  vorgegangen.  Wenn  man  sagt,  sie  hätten  die 
Freistdlung  um  Geld  erkauft,  gescJiieht  utis  Unrecht.  Bitte,  uns 
aUenthalben  entsrJitddigl  su  halten.    Gras,  IGOl  Mai  7. 

(0hg..  St.-A.  MQnciiea  WJlA.  Vgl.  VwrOffcnll.  d.  but.  Ludeskonunluioii  X,  40.) 

D«a  Kommontar  tu  ilinwra  Stllclco  sinhn  in  der  Einleitung  xiitn  1.  Bd. 
dieter  Akten  und  KorreAjmnilriiiUi),  S.  X[,  XII. 


1331. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  an  Georg  von  Stulienberg:  Bitte, 

da   er  ohnedies  nach  I'rag  reise,   die  kaiserliche  Besoliition   su 

urgierett.    Grat,  KiOl  Mai  H. 

(Kons^  ebenda.) 


iJ 


190 


ia33. 


Düselheti   an   die   von   Kärnten:    teilen    mU,    was   sie   bei   der 

F.  ly  sa|iplicando   angebracht;   item   sie   sollen  stiUt  des   ver- 

stiwtienen    Eck  einen    anderen  Gesandten    nach    Prag   schicken. 

Graz,  1001  Mai  8. 

(KoDi^  ebenda.) 

L«nt  BetchlnB  ihrer  irroßen  Verrammluni:  vom  t.  Mai  haben  aio  nn 
Audienz  f^beten;  da  dies»  abgeiKblii^n  wuH«,  liabt^n  ain  dio  b«i|^schlou«nc 
Sn|i(ilik  Ubarroiclit. 

1333. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  an  Georg  Herrn  von  Stuben' 
heri}:  Man  habe  gehofft,  die  Ahijesnndten  der  drei  Länder  u'ürdcft 
eine  Attdiem  beim  Kaiser  crlungcn  und  dciiicn  Vei'mitiliing  einen 
Wechsel  in  dem  Stande  der  Reliffionsangckgenheiten  rur  Folge 
hohen.  D<is  sei  leider  nicht  cingctreUm  und  die  Schriften  wurden 
den  Baten  übermittelt.  Die  IWordneten  danJccn  gjtgleich  namens 
der  Landschaft  für  seitie  Muhe  und  Treue  und  bitten,  sich  teegen 
der  Solliriiierung  der  kaiierUchen  ResoluHim  noch  eine  Zeitlang 
zu  gedulden.  Man  werde  mit  ehestem  einen  anderen  Herrn  utid 
Landnumn  hinausschicken,  du  man  ihm  nicht  melir  tumitten  dürfe, 
als  er  schon  bisher  rühmlieh  geleistet  habe.  Gras^  1001  Mai  10. 

(Ori{.,  2  Sie^nl,  St  U-A.,  Stab«» bore- Akten,  GcgonnfoniO 


1334. 

ßittschreihen  des  iwi  der  stetrischen  Landschaß  in  Wittenberg 
erhaltenen  Isaak  Kopp,  der  Biear  nach  Grog  ^gefordert,  aber 
unter  den  jetzigen  umständen  dahin  nicht  gehen  kann,  ihm 
57  Taler,  die  er  twch  scliulde  und  die  er  aus  seiiicm  \'emwgen 
niehi  zahlen  könne,  dn  seinem  Vater  durch  den  Bischof  von 
Lavant  alles  genommen  imtrde,  darzustreeken.    Wittenberg,  1601 

Mai  10. 

(Orig.,  8t.  L.-A..  Chr.  R.) 

Die  St«!le,  tlis  anf  die  G«fMir«fonnati«ii  in  KIrnteu  Dean^  nimmt, 
laiilct:  ,Woil  ci  aber  an  dctu,  daM  incines  b.  vatler  «eliern  gciingr  sAtirr« 
nemblirh  ■p!u  liaui  ku  Lanaper^  »ambt  einem  weiiibrrg;  nncrii  npiiicm  dfltt 
von   biaubufT  vuii   Lafenthall   we^enomaieii   atid   die   bicli«r,   vrolcbe   er   ain 


Pr«itt«Re(^  (Am  er  dea  wol^bnrneu  herrn  Carl  UugnAd  prediget  gen«lt)  Üi« 
er  f^habt,  soint  jotst  Icun  vcrscbinen  «acb  olle  vcrl^rknat  worden,  welvbe 
sieb  über  TOD  thalla^r  <^r*trKckpt  b&bi^n  nnd  ich  nun  ji^tzt  mnf  erden  nechst 
goit  keinen  oi«ii*cben  watu,  von  ditm  ich  ))ilfe  surhcn  sollu«  .  .  .'  Sendet 
dva  Verordneten  Min«  Dii«piiUtion  De  Ecdr-na.  Du  Geld  wird  ihn  am 
31.  Angual   1001   «na  den  Kirclian-  uud  Scbulatisgaben  gexahU. 

1335. 

DU  Verordneten  vo»  Steierwark  an  die  von  OlKröstcrreich :  Da 
man  erfaitrm  habe,  daß  in  Oherösterreici*  das  KirchenminisUriHtn 
wieder  eingerichtet  sei  und  tnan  musikalische  Leute  brauche, 
en^fehle  man  vier  Trompeter,  die  der  lUligion  wegen  ausge- 
wiesen sind.  Graz,  tOOt  Mai  J2. 
(Kons.,  ae.  L.-A.,  Uhr.  K.) 
Vor  und  uach  dleiem  Tag«  werden  einige  belaiigloRe  tr*tinumia  gegeben. 

1336. 

Ershertog  Ferdinand  an  Jlartmann  Zingl:  Tadd,  daß  sich  noch 
mehr  als  acfit  seklisc)ic  Bürger  in  Untcrdrauburg  bfftndcn  (und 
jtMf  die  katholisch  eu  werden  sieh  verpflichtet  haben,  darauf 
vergessen.  Namentlich  seien  es  die  Weiber,  die  an  ffngehorsam 
und  Eigensinn  die  Miinner  Übertreffen),  liffehl,  ihnen  einen 
Termin  von  acht  Tagen  xu  geben  und  sie  aussiiweisen,  falls  sie 
nieJU  gehorchen.  Statt  des  scktiseften  Simltschreihns  (rniman 
ist  WiPeraüglick  ein  anderer  cimusetse».     Grae,  JOOJ  Aiai  12. ' 

(Orig.,  Laxuberg-Feietrift- Archiv.) 

1337. 

Ferdinand  FI.  nu  den  Landesi^ised^m  Ifartmann  Zingl:  er  habe 

dem    Dekrete   betreffs   des    Deciiants   zu    IJnlttrdraHbnrg    narhsn- 

kotmnen.     Grae,  1001  Mai  JH. 

(Ofig^  Lamborg-Feiatrila-ArchivO 
Siehe  oben  «am  18.  HaL 


*  IHbai  du  VerEeichnEa  der  .Halaetarrtgon*.  ,Dieaor  Qraiuan  lifilt  «tiii- 
tSgllcb  sein  winkelprodi{f,  w'io  ich  (der  Oecbant)  Ine  dan  dabei  aiuateii 
mII»  antnifTeii.'  Dem  Aridn«  Tribut  bat  der  Decbant  setbitt  ,«eiu  Lniriicti 
pvtbneebl   benamcn' 


19S 


1338. 


Xkar  Jleirai   Vnrorditeten   JiericM  an  Ershereog  Ferdinand  IL, 

daß  der  Slmitrausstatui  der  Pfarre  Hs  unter  keinem  Prädihanten, 

simihrn  nnfint  knfholixcl^i  J\iest«r  erwiicfiSeH  sei. 

Gras,  JiiOl  Mai  17. 

{Ktgistr.) 

1339. 

Iniergei$i«n  für  deti  gefangenen  Hans  Geürg  Kandelherger. 
Gras,  UOl  Mai  M. 

(RegJitr.) 


1340. 

ßürgermeister,  Richter  und  Jtat  der  Stadt  Gras  an  JCrshereog 
Ferdinand  IT.:  Motivierte  Eingabe  und  Jiiltc,  die  tcider  sie 
fau/  Dekret  vom  27.  Juli  gefaßte  Ungnade  fallen  und  sie  bei 
ihrem  Rel{gionsf.xerätmin  der  A.  C,  me  dies  st^hon  unter  ihm 
selbst,  unter  Karl  II.  und  Ferditiand  I.  der  Fall  war,  unhetrüht 
verbleiben  eu  lassen.  0.  I).  (IHdl^i}  nach  dem  24.  Mai). 
(Kop.,  8t.  L.-A .  l)l«h«r  In  der  Abt*ilong  Spciial&i-chiv  Aus»«.) 

Durchlenchtigister  .  .  .  E.  F.  1)'  hal>en  aussfir  wcitleat'tiger 
erzcllnuj;  gn.  und  vlltterliclis  wiasen,  wellicliermasßen  verwichner 
Zeiten  furUbcr  und  besoDderlichen  aber  vom  27.  ta|^  Juli  necliat- 
hin  wier  in  ansorm  auch  unsern  armen  betrUebten  elteiiden 
weib  und  kliindcrn  olin  auftiürlicben  and  immer  wachsenden 
buchst  beirüeblich(en)  ellondt,  jamor  nnd  noth  E.  K.  !)*  mit  ine- 
rißtom  höchst  boschmerzlichen  seUfzeo  anch  imer  mUgliohisten 
ellBseristen  flechen  nnd  bitten  durch  die  burmbherzlpkeit  goltes 
nnd  dessen  ainigeo  sohns,  unsera  hayllandte  und  scllgmachers 
Jesu  Christi  in  alleninderthenigister,  tieftister  christlicher  ge- 
horäftiiiister  dieniueth  wie  dann  zuvor  mit  nndertlienigisten 
fuessfallen  auch  gegen  gott  nnd  E.  F.  D*  offnen  herzen  nnd 
aufgoreckten  bcnden  dahin  anglangt  nnd  ersuecht  Iiahen,  dass 
doch  E.  F.  \y  ans  angeborneti  hüchsImildtreichiBten  gantz  vfitter- 
lichen  gnaden  nnd  barmljherzigkeiten  ainest  sich  nnner  er- 
hnnucn  und  die  wider  uns  gfassto  uagnad  gn.  nnd  vätterlichen 
fallen,  auch   da  wider  E.  F.  D*  in  ain  und  andern  weeg  wir 


193 


^ 


I 


^ 
» 


gehandelt  and  verbrocheD  betten,  dessen  wier  ^cliorsamist 
uns  doch  (wie  wier  mit  dem  Heben  pott  bezeugen  künen)  nit 
babeii  eu  erindern,  dasselbig  uu&  vergeben  und  verzeihen  und 
uns  deren  anderthenigiste  geb.  burger  und  undertbunen  zu  ^iia- 
deo  an-  und  aufnemen,  und  inmassen  hicror  ganz  gncdigist  and 
vÄtterliclien  ist  bescbechen.  wider  für  E.  F.  D'  fürstlich  ange- 
weht ohnverwertter  gn.  und  vätterlichcn  kumen  lasBcn.  wie 
dann  die  neuerung  mit  eingesetztem  anwalt  wider  abordnen 
und  gaiiz  gn.  und  vMterlich  gedulden,  dass  wier  alhie 
unser  religionaexercitium  der  Ä.  C,  inmassen  süwoII  undter 
El  f.  D*  selbst  ats  derselben  gelicbstcn  hcrrn  und  yattem,  der 
in  gott  rbuetiden  R.  K.  M*  kaiser  Ferdinanden  a.  g.  vill  lange 
iar  ganz  gn.  und  vfitterhcben  ist  bescbechen,  nun  hinfUrau 
auch  noch  haben  möchten;  wie  dann  aber,  und  im  widrigen 
fall  jhe  bey  K.  F.  1>*  solches  iiit  wolle  zu  erhalten  sein,  dann 
wier  jhe  also  übn  ein  exercitium  unserer  reiigion  .ausser 
rister  IjetrUebnus  auch  ergemuss  unsers  ncch&ten  neben 
andern  mcr  besorglichkeiten  nnsers  bekummerlichon,  schwachen, 
zergcnglichcn  lebcne,  we8«n(8)  und  tJiucns  nit  kUnen  noch  sollen 
also  lenger,  wie  man  sagt,  in  tag  hinein  leben,  sonder  hierüber 
uns  von  dannen  und  anderer  orten,  da  wier  unser  religions- 
txtreitium  der  A.  C  aiibetrütibter  haben  ni5cbt<%n,  und  also 
darunter  änderst  in  unter tbenigister,  geb.  diemaeth  nit  ver- 
hofft, dann  E.  F.  D*  wurden  gn.  und  vätterlichcn  ans  erliördt 
und  sich  unser  erbnrrat  haben : 

80  haben  doch  aber  E.  F.  D'  bey  deren  bievor  vom  vier- 
nodzwanzigisten  tag  Maii  negst  verschinen  gegebnen  bschaidt 
und  erlentterung  die  aacben  nochmallen  und  Dir  allezeit  lassen 
verbleiben.  Wellicheä  wir  dann  sambt  obgedachten  unsern 
armen  bekumerten  eilenden  weib  and  kindern  aberniallen  mit 
bttchst  inerlicben  betrUebtcn  gemUeth  und  herzen  vernemcn 
müesecn,  und  bis  daher  gleich  also  ganz  trostlos,  auch  änderst 
nit  ansthecn*  dann  ctwo  abgcäch rückte,  auch  irrige  und  eilende 
schafTtn,  welliche  dann  weder  binder  sich  noch  für  sich,  vill 
weniger  auch  aus  und  ein  wissen.  Dieweil  uns  dann  aber 
hiemndter  aus  angeregtem  diseni  noch  vorstheunden  und  imer 
wachsenden  übln  wesen,  ancb  cUendt  lammcr  und  noth  nach 
gott   dem    allmcchtigen    änderst   niemandts    dann   gleicli   eben 


VwaU:  li.  Abi,  Bd   LX. 


13 


1! 


E.  F.  D*  als  dnrch  denselben  ans  in  diaem  zeittlicheo,  zer- 
gengliclien  leben  verordneten  buchst  mildtreicliisten  gn.  Hlrsten 
and  herrn,  anch  hUchstf^eliebsten  Herrn  vatter  and  obrigkeit 
nnder  deren  wir  dann  in  allem  undertbenigistem  christlichen, 
diemiletigisteni  gehorsamb  nngc»partes  Icybs,  gacta  und  blnets 
nnd  alles  andern  unsers  vermögen  nit  weniger  dann  ancb  weil- 
landt  unsere  geliebte  elter  und  vorfordern  sülligen,  deren  znnib 
tlieil  ettlichft  in  die  20U  und  mehr  iaren  unter  dem  häctistlßb- 
lichtst  Imoas  Österreich  ihr  leben,  wesen  und  tliaen  alliie  in 
wierden  und  ebrn  haben  zufibracbt,  «och  gern  hinbringen  nnd 
vergären  wollten,  helfen  noch  erretten  kann,  bo  ist  dem  allen 
nocli  an  E.  F.  U'  nochmallen  unser  durch  pott.  und  dessen 
Einigen  sobus  unsers  liaylaiidts  ntul  selligmachers  Jesu  Christi 
bitter  leiden  und  sterben  willen  unser  innerist  herzlich  seulTzen, 
llechen  und  bitten,  K.  F.  1)^  die  goruehen  ganr.  gn.  und  vätter* 
liehen,  obangeregte  wider  uns  gfasstc  nngnad,  anch  alles  anders, 
dardurch  E.  F.  D'  zu  derselben  wider  uns  möcliton  bewegt  und 
Terarsaclii  sein  worden,  ans  angebornen  liöclist  mildtreichisten 
fürstlichen  und  ganz  vstterlicben  gnaden  und  erb&rmnngen 
fallen  und  für  K.  K.  U*  l^lratlicbe  person  und  gesiebt  uns  wider 
lassen  kbomon  nnd,  wie  bicror,  die  zeit  K.  V.  D*  hüchlübticbistcn 
regierung  beschechon  ann  nit  allein  in  obnngercgtcn  unacrn  nnd 
der  unserigen  büclist  sclimerzlichen  nnd  ctisseriBten  nbligen  und 
verde(rben)  vernemen,  sondern  auoh  ganz  vätterlichen  nnd  gn. 
erbüren  und  ainest  derselben  geweren.  E.  F.  D'  zu  derselben 
gen.  und  vättcrticlien  beschaiUi  in  aller  underthcnigistor,  ge- 
horeamister,  diefl^ster  diemneth  ans,  auch  unsere  arme  hOcbst- 
betrtlcbtn  eilende  weih  uml   kinder  bevelehendt. 

R  F.  D» 

undtt-rtbenigiste  und  gehorsamiste 

N.  burgcrmaistcr,  ricbtcr  und  rath 
bey  der  statt  Grätz  albie. 

Dm   8tHck    int   ftclilcclit    «rhalliMi    nnd   pxßt   «ber   in   du  Jahr   I&64. 

Siehe  Verfifff^ntlichiiiifreii  der  tiüitnr  Lxndrtflkf^mtniuioii  XTT,  111;  woxu  di(< 
Brwähauug  Kordiiuiuds  I.  sUinmt. 


1341. 

Dir  Dechaut  von  Unt^rdrauhurg  Sigmund  ünterherijer  an  Unrt- 
mann  /Angi:  srndH  ein  Versfetclmis  von  utttfcfwrsameti  protestan- 


llartvtann   Zingl  an   äcn    Mnfjistrai  su  UnterthaHhurg:  siiütri 
[  ofht  naiwnUich  l}eJutnnU  unkathMische  liürger  für  den  nächsten 

^m     Moniarf   (Juni  4),   9  Ükr,  vor  sich  nach  Bleihxtrp.     Strasburg, 
H  imi  Mai  30. 


(Kop^  L«mb«rf-Fci«triU-Arcbiv.) 


Am  1.  nitd  7.  Jun!  ftntatU't  nr  *n  KerdiDxni]  II.  Horichl.  Biitign 
BQrgar  ■eiva  uui  «U  svktJsclt  «ti)^>£eben  worden,  teivti  ftbcr  katlii?liicti,  ein 
sektiscber  ist  abgezogea,  anderen  ist  ein  Termin  gesetzt.  Dsnit  fHIirt  er 
fort:  ,L>4Mneutgcg;en  aber  liRbcn  auch  <)ite  iotst  rermcll«  Undertrxbtirgiacho 
cathottMbe  nrul  «votiMii*  pcnonm  tambt  dem  mxrktricbter  nie  weni^  dttn 
dvchjuit  dawibst  «Is  iren  aeeltor^r  beMfanMi)^  wio  nr  in  rcrrichtung  seinea 
priesterliofaen  ambta  gar  nachlfttsi^,  luoderlichen  sbor  kein  hiBlftcii«  pradig 
aocti  ainige  capUn  halte  . . .  Sovil  die  weitcrfl  cnelzung  der  rnmrktKbrciberei 
damslbst  anlangt,  kann  iob  düwrxett  .  .  .  mit  keinem  eatb.  Klirviber  uacb- 
kommen.  .  .  .*  Am  7.  Jnnt  bringt  er  als  aolclicn  der  (Jcmrinda  drn  der  kalbo- 
litchea  Krlifpon  aagotaneu  Cbriatopli  Schiror  in  Von»chlag  (Kop,  ebenda]) 
dorh  meldet  der  RiehtAr  am  SO.  Jani,  daß  letxtereni  die  Beaoldnnj^xu  Mbmal 
asi  (Orig-,  ebenda). 


1343. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  an  Alexander  Paradeiser,  Ver- 
ordneten in  Krain:  heaUUigen  den  Empfang  seines  Schreiens 
vom  27.  Mai.  Sie  haben  mit  dem  für  die  Gesandtschaß  nach 
Prag  vorgescfdagenen  Herrn  verhandelt^  bis  jetzt  aher  nichts  er- 
reicht, und  utoÜcn  mit  einem  anderen  verhanddn.  Dann  tcerde 
die  Qeaandtsekaft  unmittelbar  erfolgen.    Gras,  1601  Juni  2. 

(Kons.,  St  L.-A.,  Cbr.  R.) 

Am  27.  Mai  batta  Paradeiier  den  Stoirem  einen  Brief  de*  Krainer 
At^eaandten  Wilbelui  Uall  geiaiidt,  darin  er  ,vcrraeldet*,  daß  Guurg  tob 
StBbDnbeT]^  anf  die  von  Herrn  von  .Walleusteiii  erkaufte'  Ilerrschafl  ,KliT3cl)- 
perg'  gereiRt  sei.  Sollten  die  Kjlmtner  ßoeb  keinen  Abgesandten  gewlhlt 
baben,  sck  kflnntcn  aneh  dir  Krainer  die  GesnndtM-haft  anterlaasen.  Para- 
deiaer  annobt  demnacb  um  die  Woblmeinung  der  Bimrer. 


13« 


1844. 

Die  Verordtieten  von  Kärnten  an  die  von  Sieiermark:  teilen  ihnett 
das  Vorgehen  des  Kammerprokurators  Christoph  Vrättinger  gegen 
Sigismund  von  SjmngsteiH  mit,  bitten  um  Verhaltungsmaßrcg^ 
und  fntgeti,  wessen  sie  sieh  wegen  cimr  GesandtscJtaft  n(tc)i  Prag 
eni^schlossen.    VUlacU,  IßOl  Juni  10. 

iOng,  8t.  L.-A^  Chr.  R.) 

Am  18-  Jani  trS^  PriUtingcr  Sigmund  von  Spxn^^cin  ein«  SUxf«  von 
JO  Dakat«n  mut,  weil  <l«r  lieh  aDtertUoäcD,  d«D  OcnerAlien  zuwider  «liireb 
«Inen  an«  Klag«nliir1  «as^wii^eneTi  rrKdiknofn  in  seinem  SckloMe  erfreitiA 
TortiefamfD  «n  iMSAea  (Kop,,  ebend«).  Die  Verordneten  von  Steiermark  beanl- 
worten  das  obige  Schreiben  am  18.  Juli;  ,hinUDgcaetst  diu  alles,  bat  der 
caineriirMurator  ntlichc  berm  nnd  landlpiith  in  cr&ft  dftr  getieralicn  gRetlicb 
«rKuevht,  wvileo  aber  denalk«n  noch  keiner  citiert  .  . .,  kOtintsn  wir  dUor 
Mit  ntt  wU»en,  wio  «two  der  gli'ich«  jiroc«»  weiter  mfVcht«  funntrt  werden. 
Za  besorgen  ist,  nina  werde  sich  nnnvr  protcstation  nicht  irren  lanrn,  sondern 
BJm  and  dem  andern  privaio  hart  zasetien.*  Am  38.  Juni  wird  d«r  ^obtil- 
knlloga*  der  l^odschaft  Kirnten  Christoph  Mciuhard  bvi  scinrin  Abmigfi  mit 
eineni  Zvbr|jrenutg«  von  den  atoiriRchen  Verordnetvn  b«<lacbt  (Kfigiotr.) 

1345. 

Karl  von  Herhcrslor/f  an  die  Verordneten :  weshtlh  der  PetaniUer 
Prudikant  nicht  nach  Kopreinits  tauge.  Er  bitte,  ihm  auf  ein 
Schloß,  entioeder  tur  Frau  Popd  (Lobkoicitg}  oder  Zichg  oder 
mt  einem  Lnndmanne  «i  t^erhelfen.  Andrang  svr  evangelisc^ten 
Beicht  und  Kommunion  Bitte,  i}m  auf  seinem  Plaiee  zu  lassen. 
Radkersburg,  1601  Juni  14. 

(Oriff.,  St  h.'A.,  Chr.  R.) 

Was  mir  Hans  "Walter,  ev.  prediger  zu  PetanitKen,  schreibt, 
.  .  .  tlass  vr  eich  alsWId  .  .  .  auf  Copreynitz  anstatt  des  ver- 
storbnen predicatiteii  darstellen  soll,  das  haben  K.  H.  biohoi  zu 
sehen.  Nun  taugt  er  in  warbeit  nit  auf  Coprcinitx,  es  ist  in 
warheit  ain  schwacher  man;  zudem  muess  er  von  Copreinits 
ans  S*  Jergen  auch  versehen  und  er  ime  kaineswega  hinab  ge- 
traut /.u  raissen.  Derwegen  er  auch  beten,  ime  bey  K.  H.  .  .  . 
zu  ODtachuldigen.  ,  .  .  Zudem  w&r  es  zu  erbarmen,  dass  die 
eanzl  da  soll  lUr  »tehen,  den  dise  feyertag  gar  von  Laibacb 
nnd  Küriiten  alte  betagte  Icath  mit  grossem  verlangen 
hergeraist  and  das  hochw.  sacrament  empfangen,   wie 


lOT 


P 


aacb  alte  feyorUg  so  ril  volk  sa  der  cominsnion  kambt, 
dass  er  nit  gefolgen  kann,  bcicht  zu  hGrco,  doss  er  oft 
«in  30  and  mcr  beicht  bürcn  muss,  dass  man  kamnb  am  12  ohr 
Ton  kircheo  gehet  Sein  begcm  und  bitten  ist  allain  an  K.  U., 
die  vollen  ime  auf  scbloss  verhelffen,  es  war  za  der  fr»o  Poplin 
oder  dem  beim  Sotschi,  oder  zu  aincm  horru  und  landtman, 
aam  berm  Hans  von  Stadl,  zu  berrn  Wolfen  von  Lcnghaimb, 
damit  er  dort,  diewetl  der  feldzug  gevrcrt,  sein  wonuog  k&n 
baben^  den  er  vor  dem  Willliächen  nit  sieber  wurt  sein  .  .  . 
nnd  bit  auch  .  .  .^  die  wellen  t^inej  ans  nit  nemcn,  dieweil  dann 
ineoniglicbcn  bewu^st,  dass  £.  K-  L.  noch  einen  ev.  predikaoten 
da  helt,  dem  man  von  weit  zaezeacht,  und  ob  man  {gleich  ev. 
predieanteD  auf  den  schlSssem  helt,  so  ist  den  gemainen  leuten 
«il  angenembcr.  daas  sie  kttuncn  auf-  und  zacraisen,  obn  solchen 
orten  ala  obn  ain  sebloiis,  dann  es  gottlob  noch  vi]  gacter  treu- 
berxiger  Christen  bat^  die  den  gottesdJcnst  bcsuechen  .  .  .  Bit 
.  .  .  nocbmalen,  die  wellen  dem  beuelten  berrn  and  fraa  l'opUn 
derwegen  zaescbreiben,  das»  im  ainer  za  sieb  nomb.  bis  der 
feldzag  vorQber.  . . .  L>atuffl  Kadtkersparg  den  14.  tag  Jani  1601. 


E.  H. 


Carel  voa  ilcrl>er»torff. 
freiherr  zu  UerbcrBtoriT. 


1346. 


•ia  Dochaialifea  Enucbea  ktn  Sl.  Jaoi  fOri(..  «bkodaV  Am  23. 
tcil«D  ili«  Vcrordnclon    ihm  mil,  dx&  Aar  Freih«iT  II«»«  Yon  SlJull  ilin  rina 
ZtAÜmag    in    Kipe«rs)iiirg   ftafnehmeD    wolle    (Kons,   obwidi)-     Aiu    16.  Juli 
bitt«Q  »i(!    dir  Krau  MapUlrna  Preiin  Pnptin,  dun  PfCtliger  Wsltsr   KU    sieh 
I  aa  aehinen  (Kons.,  ebenda). 

rIHe  Ver&rdHeten  von  Steiermark  an  Ferdmaud  nnd  Itans  Fried- 
ricA  ffoffmanu:  bitten,  ihrem  Gesandten  Chri.^itot'f*  ('<>»  JladnianttS' 
darf  in  seiner  Verrü'htung  bestens  eu  fordern.  Gras,  1001  Juni  18. 
{tiaxuL.,  Sl  Ia-A.,  Chr.  R.) 
An  dattuclb«!!  Tt^  Kfarciben  sie  kd  den  Handolsituma  B«rtlioe  Cut«ll 
lueh  Pr>e.  wia  früher  Stabenborg,  io  auch  jetzt  Kadiuanosdorf  bei  Beduf 
mit  G«ld  XU  veraehen  (Sonz.,  obenda}-  An  Radisauutdorf  melden  *ie  «nt 
2£.  Jani,  «r  tn-Tg«  fflr  »(-in*  Vvrrtclitunp  die  an  Slubenbere  fc^gelM")«  I»«tnikUon 
beaQtxea  (Koaa.,  ebenda). 


tD8 


1347. 


Bischof  Tfiovuis  von  Laibach  meldci  tlen  stririschen  Verortiiiel-ett, 

wie  es  mit  dem  Gothshause  St.  Elisabeth  in  der  Stadt  Windisd^- 

grätM  beschaffen  sei.    1601  Juni  2Ö. 

(Keglatr.) 

1348. 

Der  Dcchant  twi  UnUrdrauburg  an  Harttnann  Zittgl:  Von  dtin 
Dranbimjcrn  kommt  ieiuer,  uamcntHch  irraman  nicht,  datn  lit- 
fehle,  entweder  katholisch  jrv  werden  oder  nach  ZaJduntj  iles 
10.  Pfennigs  ahirueichen,  nach.  Der  Magistrui  ijrfw  ihm  blaß 
Vertröstungen.     Unterdrauhury^  lüOl  Juli  1. 

[Orig-,  LamkeTic-ll'oiitriU-Arcbiv.) 


1349. 

Radolf  von  Itaitenau,  Visedom  eu  Friesach  und  Öherhanptmann 

»n  Omünd,   an  Richter  und  Rat  daselbst:  macht  ihnen  Vorhal- 

iungen  wegen  ihres  utihefugten  VorgcJtens  in  tter  lieligionsrcfor- 

mation.    Friesach.  1001  Juli  5. 

(Ori;.,  Kudolliit.  KlBgenfort.) 

Sie  (lllrfeii  nicht  nach  eicADeoi  ErmeHen  Bürger  aiisweis«ii,  du  bab^n 
dia  SU  tun,  ilcnftn  ilio  Sitclio  fllirrtragm  ist.  Bagcgon  wenrlet  nich  <1ic  Gc- 
malnile  am  %>.  an  den  Rrsprioau-r:  iin  ihnen  lieg«  ea  n-chl,  wenn  ein  ßnutn* 
B«l  d«  i*t. 

Die  Verordneten  von  Kärnten  an  die  von  Steiermark:  teilen  in 
Abschrift  den  Peenfall  mit,  von  dem  ihr  Landsmann  Sigmund 
t-wi  ^»angstein  auf  Waisettberg  und  Uitferbrixen  durch  den 
Kammerprokurator  Dr.  Chrißloph  Prättinger  betroffen  wurde. 
Da  weder  Kärnten  noch  Steier  und  Krain  diese  Generalien,  ah 
den  Landesfreiheiten  ex  diametro  suwider,  angenommen,  in 
Steiermark  sich  aber  vielleicht  auch  solche  FüUe  begeben,  bitte 
man  utn  Mitteilung,  wie  sich  in  diesen  Fällen  ett  verhalten,  aticA 
wie  es  mit  der  Legatiott  an  den  Kaiser  beschaffen  sei.    ViUach, 

leoj  Juli  10. 

(Orir-.  St.  L.-A.,  Chr.  B.) 


190 


Pr&tUn|r«r  Mnjte  nn  6[Miug«tcin  ein  fllfiMwi  vnn  IH.  Juni  d«  La* 
iltns:  Fenliiiaiul  11-  linliu  (liircli  ofT^no  i/engraUn  Ijoi  Slrafo  ton  10  Mark 
tiold  uiid  V<-rliist  <!er  laiui(iinin<trK:liiiii  GtiikIo  vcrbiilcii,  jpnc  Prä  di  kaut  cd, 
L«lirL>r.  I*räzu|itoreti,  ächreil»-r  uiii]  KirhiilrDicii.ttrr,  rliu  MirkÜM-li  titiii,  aufiiii- 
halten.  8«li,'h«ii  Mandalea  frcvetbaftcriv«»!]  nuwiilvr  baliic  er  viucu  aiis 
KlagonAiii  entwichenen  Prüdikaotfin  auf  Schloß  WHienliarg  g«ha]t«a  und 
ihn  aeioti  txerciria  Qbc-n  lawen.  Dalicr  s«i  er  der  genaiiDten  Straf«  TerfalläQ 
and  liab«  die  10  Mark  hinnon  14  Tafen  an  erlo)-0n.  —  Die  Steiier  antworten 
am  lä.  Jitli  (Kn|).,  i^brnita};  nid  liRlicn  ein  ,prolcfitierlii'he8' fli-lirpibpn  an  «lio 
I:'.  U'  gericlilet,  iiicbtwJRNtciwttiiifrcr  grtic  der  KaniiiirT)ir«kiifnt()r  aiicli  liiurao 
vor,  doch  Mien  die  BelrrlTirtiilnn  nucti  tiicbt  i-tlicrt  vronlcn  7,u  bc^tuiyti  Hiti, 
daß  tnaa  diea«  Proleate  uiubt  bcacbte.  Mau  werde  ÜliriBtvpb  vuu  Kadmauoi- 
dorr  naeli  Prag  abMudoo. 


1351. 

DU  Verordneten  von  SUiemiark  an  Seyfried  von  Eggenberg: 
stellen  an  ihn  tian  Ansuchen,  bei  dem  Erzherzoge  dahin  tu  wirken, 
daß  die  seinerzeit  von  seinem  Vatrr  cricorhctie,  dann  der  Land- 
schaft entzogene  Stiftskirche  mit  etioitcm  restituiert  tcerde.  Urae, 

1601  Juli  IS. 
(Kop.,  8t.  L.-A.,  Chr.  B.) 

Wolgeborner  frevherr  .  .  .  Aus  eiiiscliluss  hat  der  herr  sa 
sehen,  wasmasscii  wir  im  nantcn  f^cmaincr  landschaft  den  hcrrn 
wegen  der  von  seinem  lieben  herrn  vattern  aigentliuiublicheu 
erkautften,  uns  aber  hernachcr  cntzo}i;cncn  stit^tkltrchen  alhie 
noch  vor  dicsom  fr.  ersuecht.  Weillen  nun  aber  der  burr  auf 
Bolches  ersuechcn  uns  aiuichc  antwort  nit  gegeben,  viU  weniger 
dem  billicben  begern  wUrklicben  volzug  gelaistet,  so  habeu  wir 
demnach  nocbmaleu  prioribus  inhaerendo  im  namen  geotainer 
latidschafllY  den  hcrrn  dabin  fr.  anmahnen  wollen,  die  sachen 
dermalen  einst  bei  der  F.  D',  unsern  gn.  Uerrn,  daliiri  geh.  au 
richten,  damit  vurgcuielte  entzogene  atifftktlrchen  mit  chlstem 
wider  reatituirt  werde.  Welches  wir.  . . .  Grütz  den  12.  Julii  ItiÜl. 

N.  E,  E.  L., 

des  berEOgtbnmbfi  Steyr  verordento. 
AdT«M«  fablt. 


1352. 

Christoph  von  liadmannstorff  an  die  Verordneten  von  Steiermurh: 
berichtet  über  seine  bisherige  Tätigkeit  am  ktiiserlichen  Hofe.  (Man 


3(M) 


habe  ütm  anfatiffs  r/nfe  WorU  t/rtfcbcn,  hI»  er  aber  hei  drm  Vite- 
hineier  vortieaprvchcn,  tcurJe  ihm  angezeigt,  ,er  werde  leerm  Stroh 
drescJicti' .  Der  Bescheid  werde  siin,  die  steirisehen  SUinäc  soUen 
sich  an  ihren  Erhherm  halten  uud  dort  ihre  Not  anbringen, 
lütte  um  yerhaUtintfsmtißrctfelH  für  den  FaU,  daß  ihm  eine 
SchrifÜiclte  ijeschlossenc  Jirsolulifm  yegcbeti  icerdc,  ob  er  sie  er- 
öffnen dürfe  und  faJh  sie  schiecht  Utute,  icas  er  dann  weiter 
vornehmen  soUe.  Er  trage  Sorge,  er  werde  tor  dem  Abreisen 
der  hier  tvcilendt^t  rcichsftirsiUchcn  Gesandten  keine  Audiette  er- 
langen. Diese  htdtcn  überdies  keinen  Außrag,  sich  hierüber  ein- 
mdansen,  nwi  werde  auf  cinetn  allgemeinen  Beichstage  Hai  ge- 
schafft werden  miisstm.  In  Jiochsten  Giutden  stehe  hier  liuriihard 
von  herlingvH  auf  FüUensegg.  Da  dieser  der  A.  C.  unyrhtrre, 
sei  ihm  geraten  wordat,  sich  an  ihn  *«  ivendcn.  Er  ateUe  ihnen 
die  Sache  svr  Beratung)     Pf<ig,  idOl  Juli  33. 

(Orig.,  ät.L,.'A.,  Chr.  B.) 

,l'S.  Anf  Act  kUiTixKitton  in  b.  Katib  Kridrich  IIoffniaTi  TicIuiwnnR  xu 
nrfriig^ßn  hdiI  xn  ftndpti.'  Dub^i  liegt  «In  ,V«^mi<!l)ntiM  lii-r  hnrm  «hf^euinillcn 
In  NA^o/u»  rM}iiml*\  MarkgrXßscIi  OnoUjixch:  linir  Ctiriiiti)[ih  von  Wullorirfls; 
Churf.  llriindeuliiirtciicli:  Jotisu  Kliepji,  doctor;  I)ratins(!lj«'eigi«tch;  Wlornenui 
KhUrvig,  doütiir;  (.'liiirf.  Pfslx:  licrr  ('iirinlniili  von  Puiliiwiti^,  rnlli  iinil  Iftiid- 
rictitor  KU  Atuberg,  Leonbard  Scbaeg,  Jactwr;  WitTlteinbnr^i  licrr  EJubiutiaii 
Wellin^  von  Fecb!ng,  r«th;  ^fl.  WcUerau-  und  Mfluainach:  Jolikn  Salz- 
niati,  dAclor.' 

Ua.4  Schreibfn  wird  ara  1.  Scpt«n>btir  b(>iintvrort(>t  (Knnit^  (tbrnilji). 
ItMcIitiaunsdnrf  arbXlt  eliir  B^f^lauM^ng  für  Riirkbard  vivii  Kprlingnn  xu  all- 
r:Uli{;»ui  Hebriiuclie;  duii  Verlauf  dor  Uingn  tu  St«ietiiiark  iiiOg«  er  Ihm  ,tN 
mdiori  /(irtiM  fecomineudiroD*  und  ihn  die  Abschrlfteu  dpuen,  was  an  di« 
K.  U'  gfotckiri^be»  wnTd«  uod  er  noi-'b  itk  llüiKieo  hat,  l«««n  lassen.  Die 
K4<aoIutlon  mS,  wall  »ie  Tt«n«icbt  alleirl»)  Kondition«!!  «otbKIt,  die  erst  be- 
raten werde»  mUsAen,  .Terwabrt  linrciriEunrhicIcen'  Da*  S<'hroihen  an  Bcr- 
Hngen  ixt  vom  SO.  Angust  dattort  nnd  onthHIt  daa  Knincbeii,  lEadtnanufltArflT 
au  aBterftQlMD. 


1353. 

Katalog  der  Bürger  eu  V^kernuirht,   die  nach  geachrheficr  Jle- 
ligiousrefortnatio»  gebeichtet,  und  derer,  die  halsstarrig  geblieben. 

1601  (Juli  23). 

(I^mberg-Feiftrito-ArcbiT.) 

Tlalvrtarrige  sind  Sit. 


SOI 


K 


I 
I 


I 


13&4. 

I  JUddaimtc  iwvckat  Jam  Pfarrer  m  WirA,  huidmmgB 
mt  KamtMtrjrrüturator  Ckristcpk  ZVillM^cr  wmd  ffenm 
WOkAm  MH  Rottai  tkm  AUtrm,  m  Attfektfenheiten  Her  dem 
Pftrrer  wcrmtkaUaum  Ftehsmmf  an  QttrtitU  mttd  Wem  «n</ 
«nues  dm  lamdesfmrsÜieMen  BtfMem  trwieamem  Vng^orsams. 
Wiäerrmie  Heitah  nmd  Enisckndnng  der  MiederihierreichistAeM 
Ryienmg.  Gnu,  1601  Jtäi  28. 
(Kop^  at  U-A^  Chr.  K.) 


In  d«r  angestelton  mündUichcn  vcrhür  swischeu  dem  T  c. 
proenrator  Christophen  IVattinger  an  einem  and  dem  WilhalUeo 
von  Kotul  dem  them  bedagten  anderertbailij  betreffenl:  Nacb- 
dem  sieb  der  becUfrtc  nndcraunden,  pricster  Hartiao  Stammcr. 
pfarrem  ru  WOrtb,  cit  altein  sein  fcchsan^  von  traid  nnd  wein, 
so  ihme  lur  pfarr  ^'eliorig,  ant'  seinen  grUndten  vorznliitlten. 
sondern  aach  auf  andern  gebiet,  dieselbige  sa  verbieten,  nicht 
weoifcer  von  ihme  ebnermasseu  wie  ers  mit  st-inen  (prSMicanien 
^halten.  sUnas  and  8t«aer  abzofordorn,  dan  auch  seine  zar 
pfarr  gehörige  anderthanen  von  allem  gehorsam  aowol  anch 
der  cath.  religion  und  bey  starker  geltstratf  abzuhalten,  ^oich- 
ials  den  praedicanten  in  seiner  wohnung  la  Neudaa  aafzuhalten, 
iat  Uuoe  beclagten  hierüber  durch  einen  1.  f.  vom  13.  December 
jOngst  Terflossnen  1600.  iars  datierten  bevelch  nnd  bev  peen- 
fall   Xi^fiß}  dacaten  in  galt  .  .  .  auferlegt  worden: 

eratlichen  obgedaehten  pfarrer  sein  .  .  .  traidt  und  wein 
unverxogenlich  zu  erfolgen  .  .  .  sowot  die  abforderung  in  sUnss 
and  Bteaer,  nachdem  ihme  der  pfarrhoff  nicht  dergleichen 
schuldig  als  aach  die  abpracticierang  .  . .  der  anderthanen  von 
der  cath.  reUgion  oder  dass  sie  dem  pfarrer  keinen  gohorsamb 
histen  sollen,  sich  ganzlich  zu  entitalten,  endlichen  auch  den 
praedicanten  alsbald  und  im  angeaicht  des  f.  bevelchs  ab-  und 
hinwegzUAchaffen :  So  hat  aber  . .  .  der  beclagtc  in  abwesen- 
heit  des  .  .  .  pfarrers  .  .  .  ime  alles  sein  getraid  aus  dem  pfarr- 
hoff gewalthötig  zu  nemben  und  wegzuführen,  sowol  eret- 
Udien  i'fic)  krabaten  vcrkauff  aaf halten  zu  lassen  underfangon, 
also  dasB  ime  nocbmallen  dises  seines  angehorsambs  halber, 
wie  auch  dass  er  Lconhardten  Teuflfenbacher,  pfarn^rn  au 
Walleradorff,   die   tilialkirchen   zu   Eberstorff   iMuabt    dersolbon 


202 


zncgoliörung  .  .  .  nit  eini^rnumbl,  sondorii  denselben  darvon 
cntsrtxt  acd  denen  dorthin  gehörigen  nndortltancn  den  gcbUr- 
liclien  gcliorsamb  zu  I.iistcn  verbnttcn  hat,  ernatlie)i  und  bey 
pcenfall  2000  dacaten  in  golt  durch  einen  andern  1.  f.  bcvclcli, 
desson  datum  steet  Orfttz  den  27.  Decemhrts  .  .  .  LOGO  .  .  .  an- 
bevulchcD  worden,  nit  allein  mehrbemellen  pfarrer  zu  Wörth, 
sondern  auch  dem  zu  WalterstoriJ"  .  .  .  was  er  einem  jeden 
ohne  fue^  weggenombcn  .  .  .  inner  14  tagen  .  .  .  wlederumb  es 
/.uezustelien  und  sie  bei  denen  untergebnen  kUrchcn  .  .  .  rer- 
bleiben  auch  allen  Tcrscbin^iifangcn  ■  .  .  hcy  seinen  undcrtlianen 
einsiülleu  Bolte.  DIeweilen  aber  der  beclagte  disen  zween  an 
ime  ausgangen  I.  f.  bevelchen  weder  in  einem  noch  dem  andern 
.  .  .  nachkumben,  sondern  .  .  .  inen,  pfnrrern,  ire  ...  Sachen 
.  .  .  vorbehalten,  den  pfarrieuthcn  den  gcbUrlichon  gehorsam  zn 
laisten  vcrbottcn  nnd  dan  den  aufgehalten  praedicantcn  erst 
Tier  Wochen  nach  empfahang  des  letzten  bevelchs  weggethan: 

prätendirt  dcmnacb  der  clager,  er,  beclagte,  habe  umb 
nit  vuiziehung  willen  solcher  .  .  .  bevelchen,  die  darin  speci- 
ficirtc  3000  ducaton  .  .  .  verwirkt   nnd  setzt  es  also  zn  recht. 

Dagegen  des  beclagten  von  Hottal  gewaltatragcr  durch 
seinen  advocaten  filrbringen  lassen,  er  habe  zwar  die  ...  dag 
vcrnombcn  und  dasselbe  angebrachtermaüsen  also  beschauen, 
kind  er  änderet  nit  sagen,  dan  er.  von  Uottal,  were  wegen  .  .  . 
angehorsambs  bilUch  in  die  straff  za  netnen:  Weilen  aber  das- 
jenige auch  alles  und  jedes,.  wcBSon  er  hierinnen  beschuldigt 
wirdet,  alsbald  von  ihme  dnrch  einen  .  .  .  bericht,  welchen  er 
herm  hofvioecanKler  saugen  übergeben,  ahgelnint  und  seine 
onischuldignng  darinnen  nach  lenga  ausget'Urt,  wolt  er  in  keinen 
Zweifel  ziehen,  da  sollicher  bericht  I.  R  D'  wäre  rilrgebracht 
worden,  die  «ach  hole  einen  andern  ausgang  erreicht.  Jedocli 
so  will  er  hiemit  widcrnmben  ein  notl  des  berichte  einbringen 
und  solchen  sein  Verantwortung  sein  lassen: 

dan  erstlichen,  was  das  dem  .  .  .  Martino  Htammer  weg- 
genombno  traidt  anlangt,  darin  lauter  angezengt,  ans  was  ar* 
»achen  sollicbes  geschechen,  nämblicben  weilen  gedachter  pfarrer 
nach  der  f.  commissarieii  beschechnea  einsetzen  sich  nnr  sechs 
oder  sieben  wochen  daselbst  aufgehalten,  und  allein  der  fech- 
snng  erwaKen,  dieselbe  auch  nmh  willen,  dass  er  ime  binweg- 
fUhren  wollen,  sey  ibmo  solches,  damit  ein  künftiger  piarrer 
auub  was  zu  äuden  oud  zn  guiosson  liab,  aufgehalten  und  gar 


20^ 


k 


(nit)  damit  dahin  angmehen  worden,  dase  er,  vun  Rottal,  solehes 
sa  seinem  oaU  bebAlten  wöUen.  .  .  .  Soril  aber  den  anhang, 
als  ob  thme  anf  andern  grilndten  was  Terbotten  n-vrden  sollo, 
betreffand,  sey  solches  also  beschaffen,  dass  sich  namblich  ge- 
dachter pfarrer  in  fUrgangner  reformatiou  undorstanden  haben 
solle,  mit  etlichen  soldatcn  auf  des  Bathiani  gebiet  einen  heiler 
za  eroffnen;  derentwegen  dan  gedachter  Bndiani  Tcrarsachi 
worden,  ime  .  .  .  seine  daselbst  gehabte  wein  bis  austrat  der 
saolien  aosBohahen. 

Mit  der  .  .  .  abforderung  der  zDtiss  nnd  stooer  sei  die 
saclie  also  beschaffen  und  daramb  beschechen,  weilen  er,  von 
Rottal;  destwegen  bei  E.  E.  L.  im  gUltbuech  einkombon,  auch 
solche  jederzeit  von  ime,  inmossen  es  in  E.  E.  L.  stonerbnech 
EU  finden,  bezalt  worden.  Die  robathen  aber  and  andere  herrn- 
forderongen  hab  er  ime,  pfarrer,  .  .  ■  durch  die  anderthanen 
niemals  verbotten  .  .  .,  also  er  auch  den  pracdicantco  noch  vor 
15  woehcD  nach  den  ...  f.  decrctea  .  .  .  alsbalt  abgefertigt, 
dan  er,  praedicant,  sich  ans  forcht  deroselbcn  selbst  longcr  nit 
aarhalten  wOUen.  Wie  er  nun  . .  .  des  c.  procorators  clag  in 
^enere  .  .  .  widerspricht,  also  werde  ime  seine  clag  bÜlich  xn 
beweisen  aai'crlegt,  doch  ime,  als  beclagten,  die  gegonweisung 
vorbehalten.  Da  man  aber  wegen  verlengenmg  des  process 
bedenken  habe  sollte,  sey  ime  nit  zuwider,  iu  sachuii  aiii  coui- 
mission  auf  des  rerltUtigen  thails  (nc)  nuszuvertigen  mit  merern 
gehalten. 

Geben  der  F.  1>'  .  .  .  regierang  deroselbcn  n.-ö.  flVrsten- 
thomben  und  landen  disen  abschid:  Sovill  diejenigen  wegen 
onTolziebang  der  L  f.  ...  bevelchen  anbelangt,  hat  der  c.  pro- 
1  corator  sein  clag  behabt  nnderstanden.  Also  ist  auch  der  von 
Rottal  das  we^enombne  .  .  .  traid  dem  pfarrer  eu  restitaim, 
wie  auch  bey  seinen  nnderthanen  allen  gehUrliclien  gehorsamb 
widemmb  errolgen   zn  lassen  schnidig.     Äotam  Griltz  28.  tag 

^Juiii  anno  1601. 
Bm 


^ 
N 

» 


1355. 


Uartmann  Zingl  an  den  Magistrat  su  Untfrilraitburg:  Tadel, 
daß  seitu:  Befehle  urt/en  Ausweisung  der  (Tnkathoiiacfien  itnd  Ah' 
forderung  des  20.  Ffeitnigs  nicht  bvfol^l  wurden  und  die  an  die 


304 


Kirche  XH  saMetiden  Hehler  nicht  a\isyefolgt  werde».  Straßlturtj, 

IGOl  Auyust  8. 

(Kop.,  LambiTg-Fnutrila-Arohir.) 

Mein  grness  zuvor  crsninb  weiss,  was  ich  euch  jUngst  au 
Pleilierg  im  natncn  cli^r  F.  !>'  unser»  gcnodigisCeit  herrn  und 
landtafUrsten  mit  fürlmltung  dorselbon  an  mich  ausgefertigten 
befflch  wogen  ansBchafung  der  süctisclum  proscribierten  burger, 
man-  nnci  woibspcrsonenj  wie  auch  cinhringung  dtts  7.<^hnnton 
pfennigs  anbevoluhcn,  das  wirdt  oder  kban  euch  unenlffiiEen 
sein,  wie  ourh  nun  eurer  sciiuldigkheil  und  meinem  vors«hon 
nach  in  alweg  gebllrt  hcttc,  aoleliom  allem  mit  fUrderlicher 
execution  zu  gehorttameo^  also  ktiumbt  mtur  frenih  und  mit 
vcrwundorung  für,  dos  icr  nocli  bis»  dato  wedei-  ainem  noch 
dem  andern  khain  volcziehang  getlian,  will  euch  demnach  mit 
Verweisung  solchur  eurer  hinlilHBigUhait  im  riamon  hochstge- 
dacbter  I.  F.  D'  nochmallcn  alles  ernsts  auferlegt  haben,  dos 
ier  gegen  ernenteii  seotiscben  burgern  baides  mit  auatrei- 
buug  dei-selben  und  eiiibringung  dos  zehenton  pfennigs  ohne 
yeinantä  verschonung,  Rnsechen,  noch  compassion  so  sohlennig 
und  ernstlich  procediert  und  verfaret,  damit  inerbalb  acbtagen 
nach  empfaliung  diso»,  nllen  denic,  wos  euch  vorigesraal  auf 
bevelch  irer  F.  D*  durch  mich  mandiert  und  anbefulhen  worden, 
wUrkliche  volczichung  und  «in  volstendigoa  benügon  bcschclic, 
mich  aber  hiuDtcz wischen  der  crtrogung  des  einkhumcnten 
zehenlen  pfennigs  berichtet.  Also  wellet  auch  diejenigen,  so 
der  khUrchen,  wie  ir  wisl,  schuldig,  dcatwegen  sich  der  deehant 
darumben,  das  er  von  euch  weder  auf  sein  rueOen  noch  mein 
voriges  anbefeleben  khain  wiirklichv  auasrichtnng  gegen  inen, 
Schuldnern,  haben  kban,  bcschwilrt,  dermassen  und  auf  den 
notfai  mit  angreiffung  ierer  haab  und  glletter  zur  bec7.allnng 
verflchofien  and  halten,  damit  eben  in  obbestirabten  termin  der 
acht  tag  das  gotshausa  aller  ierer  rechtlichen  anforderung  ohne 
ainichcn  verlueat  nnd  nachtl  contcnticrt  und  zufrldengestelt 
werde;  deme  werdt  ier  also  würklichcn  nachkbumen  und  khuiner 
schcrfem  vcrmanang  erwartten,  gottcs  gnad  mit  Tins  allen.  Datum 
Strasaburg  den  8.  August  anno  I60I. 

LandtsvtCüdomb  in  KhÄmdten. 

An  i)enMlb«n  Tage  wlril  hicTon  d^r  Uochiint  von  Uolerdranburg  b«- 
nachriobtift  (Kop^  ebeada). 


S05 


1356. 


rsh^eog  Ferdinand  II.  an  dfn  Landeshauptmann  Hans  Graf 
gu  Orienbury  und  den  Ersprü:ster  von  Oberkärnten  Anion  Slro- 
maier:  Brfcfd,  steh  an  die  Orte  Oberkärnten^  rii  begehen,  wo 
sich  »4}c}i  iSckiiscfte  befinden^  auf  daß  diese  binnen  vier  Wochen 
sieh  bekehren  oder  das  Land  meiden,  widriffenfaHs  gegen  sie  mit 
em$ieH  Mitteln  eingeschritten  tcürde.  Den  Ungehorsamen  ist 
^raehf  aUe  Haniierung  und  alles  Gewerbe  bis  auf  ihre  ifthüitr' 
liehe  Erweisung  einmsteüe»  und  die  Magistrate  an£utceisen,  dem 
Befehle  nachzukommen.    Gras,  1601  August  22. 

{Kopi  Archiv  d««  GMcb.-Venunes,  Rndolfin.  Kl«g«aftirt) 

Der  Land^KUpIminn  hat  »ich  im  Ver)iiu(t<>nineAfalli!  diirvb  rino  tan^ 
liebe  PcnoD  Tertretvn  zu  laMea.  AU  Motiv  zu  dieeein  ErltUR  wirU  ange- 
merkt, dxß  viel«  nocli  <l<«w«gen  nicht  auD«r  L&nd  pmto^n,  weil  >i«  ihn 
Guter  niclit  zn  Geld  mtchen  koontta,  wodnrcli  diejenigen  ^eSri^rt' wurden, 
di«  den  Ueboraam  geleistet  haben.  Etliche  tod  dicMn  aejcn  wieder  ,jr*c  ab- 
wcndi4r'  (femacht  worden.  Btromater  teilt  am  11.  NoTember  dieacn  vou  Fer- 
dinand tl.,  .fiinon  Toj;  tut  der  ins  Feld  Verrflcknog*  orlaac«iieii  B4irclil,  denen 
von  Vellach  mit  Er  habe  ihn  ani  letxtnn  Sonntag  ron  der  Kaiixe.)  herab 
varkliudet;  bei  Miner  Verloiuug  •«i«D  abvr  nar  wenige  BItrger  iu  der  Kirtrlic 
ftMben  wordvn. 

iaf»7. 

Die  geaue  steirisehe  Hitterschaß  A.  C.  an  den  kais.  geheimen 
Rat  Burkhard  von  Ferling(sic):  bitten,  iAmi  GesamUen  an  den 
Präger  Hof  Christoph  von  Btidmannsdorf  in  seiner  VerridUung 
SU  unt^stütsen,  damit  ehestens  eine  erwünschte  Resolution  t'cwt 
Kaiser  erfolge.     Grog,  ViOl  August  30. 

(Kons..  St.  L.-A^  Chr.  R.) 

1358. 

Bericht  des  sieirischen  Gesandten  am  Präger  Hofe  Christoph  von 

Hadmannsdorf  iiher  seine  (erfotglnsen)  Bemühungen,  mr  Audient 

SU  kommen   und  eine  den  evangetischen  Ständen  günstige  liesO' 

Intion  des  Kaisers  xu  erhalten.    Orai,  IGOt  Sejdember  12. 

(Orig.,  8t.  L.-A..  Chr.  R.) 

■  .  .  Demnnch   im   namen   der  stßirischcn  nv.  stände  ich 
...  OD   kaiserlichen   hotl'  nach  I'rag  .  .  .  abgeordnet  vorden. 


hab  icli  nocl]  meiner  (den  12.  JulU)  glUcktichon  anknnft  zu 
Pntg  die  .  .  .  creditiven  strag^  folgenden  ta^s  hemAch  .  .  . 
yberantwortet.  Daranf  sich  auch  wolgedachte  herrn  geliaime 
rftthe  sowol  aller  gn.  befUrderang  als  auch  sovil  sich  nur  immer 
wird  thnen  lassen  und  inftii  zu  verantworten  sein,  gneter  er- 
Itidigang  .inerbotten,  duss  icb  glcicliwol  anfangs  etliclLerinassen 
diser  liufTomig  gelebt,  (icli)  wurde  wenigist  ein  bescbaid,  wie 
der  auch  immer  beschaffen,  inncrbalb  wenig  woclien  erlangen, 
inmassen  solclics  K.  G.  u.  H.  ich  vom  U3.  musdein  .  .  .  avisirt. 
Ks  hat  sirth  aber  hernach,  <la  leh  solche  k.  .  .  .  resolalion  nicljt 
allniii  bei  Ii.  reicbshofvizecanitlern  b.  ttudolpben  von  Cora- 
rhiKi  (als  wehhcr  der  sti-^ir,  stÄndc  .  .  .  bcschwÄrungen  bei- 
liandeii  und  dume  es  ofßcii  ratione  im  ratli  uu  jiroponiren  »ue- 
Btchet)j  sondern  auch  bei  hcrrn  Knglliufor,  reich sbofsieorotario, 
als  dessen  i-x|>edition  dise  u.  dgl.  saelieti  sein  und  anf  welchen 
icb  von  1.  M*  obristen  hotFmaister  .  -  .  Carl  freilierrn  von 
Liecblenstain,  bei  deroe  icb  zum  anderuiual  audients  gehabt, 
reiiüttirt  worden,  ßcissig  soUicitlrl,  vil  ein  anders  und  sovil  be- 
funden, dasB  .  .  .  h.  vicccanzlcr  banc  »ibi  et  reliquit  cvllegis 
odiosnm  malrriam  im  ratb  fUrzabringen,  so  gar  keinen  lust 
gehabt,  dass  er  mir  anch  üfter  als  aiiimal  selb  angezaigt  and 
anzaigen  iHsseti,  ich  werde  aintwcder  gar  kaineu  bscbaid 
oder  doch  mUndlichen  aine  solche  re»ulution  erlangen, 
dessen  sich  die  stünde  in  Steier  wenig  zu  erfreyen 
werden  haben,  endlichen  aber  auf  mein  ao  öffters,  aber  doch 
bescbaidene^  anlialtcn  .  .  .  sovil  zuwcgcn  gcbraeht,  dass  .  .  . 
h.  canzler  die  sachcn  mit  sieb  in  rath  genumen  and  auf  den 
rathtisch  den  andern  h.  gehairaen  rütlien  ftlrgelcgt,  alda  h.  von 
Llechtcustaiu  solche  cum  riau  in  die  handt  genumen, 
mit  vermelden,  es  klloe  dise  materi  wol  auf  ein  ander 
und  gelogsamc  zeit  trcn  anstaodt  erdulden,  do  mir  doch 
eben  er,  herr  von  Lieclitenstain,  selb  austruckücli  zu  verstehen 
geben  und  angczaigt,  ich  solle  nur  h.  canzlem  bitton,  dass  er 
ine  im  ratb  darauf  mahne,  so  welle  er  sodann  solches  alsbaldt 
fUr-  und  an  die  haiid  nemea.  Hab  aber  von  b.  canzler  sovil 
verstanden,  zu  dorn  ich  auch  auf  den  bscbaid  vorgcbenÜch 
wartete,  bo  neme  es  ime  auch  wunder,  warumbon  ich 
doch  ain  solclien  bscbaid  .  .  .,  so  den  steirischen  stun- 
den vil  mehr  prttjudicier-  als  fürtrfiglich  sein  wurde, 
so    stark    urgire  .  .  .  io   bedenken   und   wie  auch   secretari 


307 


Ecglhoffer  angczaigt,  I.  K-  M'  aintwcder  I.  F.  D'  erth.  Ferdi- 
naDdea  . .  .  zuvor  liierylier  vememen  oder  wol  von  iro  gar  ab- 
und  die  steiriaclieu  sUlnde  auf  iron  erbherro  .  .  .  weisen  .  .  . 
werdan. 

Und  ob  ich  wol  mit  .  .  .  I.  K.  M*  vertranten  camercr 
ainem,  so  der  A.  C.  znef^ctlian,  der  sich  ancli  hiebvor  in  diser 
maieri  bemlletiet,  glctcbwol  mit  tiarter  miitiö  zu  cauäirn  be- 
kamen (nc^  und  mir  derselb  aigentlldi  za  värstelm  gßben,  wio 
das«  er  grosse  fUrsorg  trage,  es  werd  alles  süllicitirn  nuib- 
«onst  nnd  vergebens  sein,  ich  inügo  es  doch  nochmalen 
versnechen  und  ein  kurze  anmahuung  ime  anliendigen,  er  vri'tWe 
dieselb  I.  M'  .  .  .  präsentirn,  hab  if^h  doch  dessen  mit  rath 
Ucher  vertrauter,  zu  dem  es  nicht  allain  ohne  frucht  ai)gehn, 
idern  dadurch  auch  die  h.  geh.  rathe  hOchlichcn  oßendirt 
TTurden,  gnncgsame  bedenken  gelinbt.  Und  seltemiikn  ich  dan 
nun  nicht  allein  von  .  .  .  }i.  eanzter  anstrncklich  sondern  aneh 
sonsten  im  vertrauen  gnuegsnm  berieht  worden,  wie  dass,  da 
ich  auch  iar  und  tag  uld«  xu  Prag  verbleiben,  mir 
sowol  als  den  o.-ttstcrr.  abgesandten  doch  alnicher 
bscbaidt  nieht  wurd  erthailt  worden,  so  hab  ich  zu  ver- 
hüetung  nielireru  .  .  .  ancostena  den  saL'^hen  auch  darumcu  än- 
derst nicht  ihnen  kllnen,  weÜon  mir  aufn^oin  vorigs  bei  aignon 
potten  yhersclücktes  schreiben  ainichc  antwurt  anssor  allererst 
KU  Drfisskircben  am  hereiiiraiseu  nicht  zuekamen,  sondern  bin 
den  30.  Au^usti,  Daclulcni  ich  mich  bei  .  .  .  herrn  canaler  an- 
gemeldt,  widerum  von  Prag  (inmassen  auch  der  chur-  und 
reicbsfUrsten  anBcbnliche  abgesandten  gar  mnlcontcnt)  abgeraist, 
und  weilen  sy,  herrn  abgesandte,  nichts  erhalt<;n,  was  softe  dan 
ich  ditsorta  liaben  praestirn  künneii?  Was  ich  aber  sousten  in 
diser  materi  mit  etlichen  vertrauten  vertroulich  convcrsirt,  ist 
uunot  der  feder  zu  vertrauen.  .  .  . 

GrUtz  den  12.  üeptemOris  anno  1601. 

R  Q.  n.  H.  dienstwilliger 

C(hristopb)  von  RaltmanstorfT. 


1359. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  an  die  von  Kärnten  (und  Krain): 
teilen  mit,  was  der  mit  der  Überreichung  üirer  Beschwerden  am 


Kaiserhofe  betraute  Ahgemndte  heriehtct,  Sie  hätttfi  nicht  er- 
watiet,  daß  sie  sich  ihrer  früJier  selbst  geschehenen  Andeutung 
liiiciäer  sielt  von  iltnen  gleidtmm  s^arieren,  indem  sie  mocA  dem 
Tode  Uannihals  von  JSggkh  keinen  anderen  Gesandten  hinaus- 
geordnety  was  der  Sache  ei?»  größeres  Ansehen  gegeben  und  man 
entnommen  halte,  daß  die  Stünde  dieses  Net/otiitm  mit  Ernst 
betreiben.  JedesfaÜs  sei  dies  Werk  nicht  im  Stiche  eu  tassen 
wui  ersuchen  hesü^lich  dtis  iceitcren  VnrgrJtens  um  Rat.  Grae, 
1601  Septctnher  14. 

(Koni-,  8t.  LA,  Cbr  iL) 

1360. 

Vcrmebt    des    Pn^ydes    zu    Jioitcnmann    auf   (fen    eidfrcmdeien 

Kirt^enonuU  der  drei  Vfurren  lÄesen,  Lassituf  und  Oppcwlorf. 

tiiOi  September  IH, 

13ÖI. 

,Sti}tember  HS.  Zaige  Andre  IJaffner  an,  daß  diesen  Quatember- 
sonntag  Hanns  Thhranskr,  prädicant,  su  Sonnegg  gewesen,  sein 
exert'jtiiim  iddn  verricht  und  alle  hcnachimrten  von  ttdel,  so  da- 
hin kommen,  COTMmwMicirt.*  Kurs  hieror  ist  er  auch  Jti  Oster- 
H'its  getpeseti  bei  Franz  Schrattenhtwh,   in   aimili  communieirt.* 

(ChrCiia  KAleuder,  pil.) 
1369. 

Ausweisungsplakat  für  die  ,auiigescha/fXen'    Bürger  m  Gmünd. 
Gmünd,  2601  Oktober  10. 

(OrnUailvr  Akten,  KudoIGn.  Kl«g«iifurt.) 

Donnen  ansgescli äfften  bai^ern  und  Inwohnern  allne  wQerdet 
von  dorn  lierm  rerortnationscommtssario  im  nauicii  der  F.  D', 
ansere  gn.  bcn-n  und  landtsfarsten  hiemit  aaferle<^  dass  sie 
linut  oder  morgen  iliren  abzog  mit  hindcrlassung  des  ziehenden 
pfenings  gewissliohen  nemmen.  Wo  nit,  sollt?  wider  sy  mit  der 
execution  vorlgeschriltun  werden.  Actum  (imündt  den  Köclien- 
den  lag  Octuhria  anno   KiOI. 

*  Ib.:  lexconnunieirt'. 


209 

Ein   Folioblatt,   i»a   offenbar   an   «irem  Tont  oder  einer  Haner  tutgt' 
htttft   war,  wi«   man    ans  den  LSoliero  ao  den  Tier  Ecken  sieht.     Das  auf- 
Irüokt  gtw«teut  dleg«l  fohlt. 

1363. 

THe  Bürgerschaft  des  MarJtta  Ätissee  an  Thomas  Ger<Adshofer: 

bätet,  dahin  su  wirkett,  dafi  sie  für  die  noch  ausstchetiden  lic- 

UgioHsreformationskosten  durch  die  widersetzlich  gewesene  Pfarr- 

wenge  entschädigt  werde.    Amsee,  1601  JS^ovember  (?), 

(Kop.,  BpcxialarchiT  AnsM«-) 

Die  Pfarrmen^  noilu  die  Konten  niclit  itafalcn  und  meine  eaeempl  an 
sain.  Das  komme  jenen,  die  ihren  Qeborsau  enifti^,  in  hobeiu  lirade  be* 
Mhwerlich  vor.  Der  Itescbeid  ist  vom  12.  Noreiuber  datisrt.  D>.>r  Vorw«««r 
wiaM),  daC  die  Pfarruien(re  mit  der  Zalilang  uocb  ars  im  Rfiokatand«  «ei. 
Weil  aber  die  Zeit  her  da«  Jicbscli^  Brot  nnd  «ndcrm  in  t«itrrm  Preiso 
nnd  ra  nicht  mnglirh  war,  dnn  An-intand  riitxnhrirtg^n,  mnge  sich  dir  BUrger- 
9cbaA  eini!  Zeitlang  gedulden. 

1364. 

Der  EffipHeSter  Anton   Strotnayer   ru  Gt»iind   an  dm   Stadt- 

tekreiber  daselbst:  er  möge  darauf  sehnt,  daß  die  Austfetvic-^tmen 

fiiuUich  abstehen.    Sonst  müßte  es  die  Stadt  enffjelien.     Gmünd, 

1601  November  0. 

(<Jniilnder  Akten,  Kndoifin.) 

136&. 
}esgleiehen  an  Richter  und  Rat.    Vellaeh,   1602  Nowmher  10. 

(Bb<>nda.) 

Antwort  vom  12.  Si>vcmbcr:  Man  Kitnne  ohne  Zusiehang  ein«*  wclt- 
licbeo  B«Ufton*reformatiouitkopiniiw3ir9  und  ohne  Spezifikation  der  Auvb- 
wiesencn  nicht«  machen.  Am  20.  Ucitembcr  bütiennt  Stronuiyer  vier  l'«niunen, 
die  sich  .freTentlicIi'  fingvscb liehen,  und  plncn  fTlnflcu,  der  itJcl^i  ,iihitn  meine 
BeifrflBnng'  in  die  Stadt  gc^^sctat 

1366. 

Der  Aht   von  Arnoldstein  an  den  Vieedom:   Alle,  die  ste&  nicht 

eingesfelli,  seifen  aussutensen,  sonst  kinmteti  die  änderet)  sich  nicht 
getrauen,  su  Jiausen.    Arnoldstcin,  1601  November  19. 

(Btittnda,  Arnol<bteiii«r  Akten.) 
r««li>.  n.AM.  H.LX.  14 


3X0 


1367. 


Vitueng  Eygl,  von  der  JteligionsreformaliouskomtHission  tütgeseiMer 
protestantischer  Pfarrar,  bittet,  in  AtthctracJU  seiner  dem  Lande 
als  Pfarrer  in  Frewich  unter  Murau  35  Jahre  gdeisteten  Dien&te 
und  da  er  bei  seinem  Älter  von  70  Jahren  nichts  erwerheth  kann, 
um  eine  Gabe,    0.  X*.' 

(Ori;..  8t  L.-A,  Chr.  K.) 
ErhKIt  am  14.  Kovember  1601:  4  fl. 


136H. 

fMandutnra  iirchiducis  Matibiae  sapreuio  ComiiromicQsi  Joanni 

Molart  in  co  sonaus,  nc  iit  praosidio  sao  nltcrias  rcligionis  quam 

catholicae  concionatores  admiitat.'    1601  November  HO. 

(Ungut.  L.A.,  Tbuno- Archiv,  Fan.  XXV,  Nr.  4.) 


1369. 

Ocorff  der  Altere  Herr  von  St%tbenherg  an  Ferdttiand  IT.:  Den 
ihm  euf/ehmtmenen  Befehl  vom  12.  d.  M.  hahe  er  mit  g^ührender 
Ehrfurcht  empfangen:  es  ad  aher  unrichtig,  daß  sein  Prediger 
in  Kapfcnhcrg  Leute  aus  anderen  Pfarren  an  sich  zie}ic.  Hiite, 
die  angedrohte   Ungnade  fallen   eu   lassen.     Kapfenberg,   1601 

November  24. 

(Kons.,  SL  L.-A.,  Stubenb«rg-Aktiui,  OogMrofbnn.] 

Dnrrtleiclitigister  ertzlifirÄOg,  gßnedigjstor  fllrst  und  !)orr. 
Von  E.  F.  D*  ißt  mir  anbeut  den  24.  November  ein  pefelch- 
sclireiben,  des  datum  den  IS.  ditz,  angehondigt  worden,  wel- 
liches  ich  mit  gebierlicher  reverentz  empfangen  und  vernnmen, 
1i«ßndt  über  darinen,  das  E.  F.  D*  gar  ungeleich  bpricht  worden, 
als  solle  mt^in  evangeÜ scher  prcdigcr,  so  ich  In  meinem  schloss 
Kapfenberg  ftir  mich  und  die  meinen  halte,  sich  unter- 
stehen, ans  anderen  pfarren  die  leit  an  sich  su  ziehen  und  ku 
praktiuiern.  Darauf  bericht  E.  F.  D'  ich  in  aller  unterthanigkeit, 
das  gedachtem  meinen  prediger  gar  angictiieh  goachicht,  den 
er  £ut  nie  für  das  tor   khnmbt,  geschwcigon,   dae  er  ander 


'  Welt«ri)  8ap|ilik«Ti,  die  nichta  BMooderes  bi»lant  werden  tiiolit  mitg^t^ilt 


ÜU 


oTt^n  practizieren  solle,  das  sich  aber  villcicht  zu  der  predig 
ich  andere  neben  den  meipigen  finden,  ist  sein  schalt  nicht. 
Jitt  derwegen  E.  F.  D'  ich  in  aller  untterthaingkeit,  sie  wollen 
die  bedroUe*  ungnad  genedigist  fallen  lassen,  den  ich  dieselbe 
sowol  als  meine  vgreltern  umb  das  hocbleblich  haus  Osterreich 
anch  amb  E.  F.  D'  nicht  gero  verschuldtcn  woltc,  sundci*  bin 
and  bleib  demelben  iederzeit  gehorsamer  landtman  and  aotcr- 
tan.  HergcgeD  aber  getrost  ich  mich  geborsamiut,  E.  F.  D*  die 
werden  mich  bei  dem  meioigen  gen.  verbleiben  lassen,  wie  ich 
dan  aach  biotuit  in  aller  onterthanigkait  geborsauiist  bitte.  Und 
thue  E.  F.  D*  mich  in  allem  gehorsam  antcrihanig  befclheii. 

1370. 

Landesfürstlicher  Befvhl  an  den  Fertvalier  in  Aussee:  von  Augs- 

bürg  gelieferte  Bücher  dem  Pfarrer  an  der  Pürgh  eu  bceahlen. 

Grat,  J601  Deiemher  Jt. 

(H.-,  H.-  o.  8t.-A.,  Kaum«rregiiitr.  XVIIT.] 

1371. 

Die  Verordii/ttm  no«  Steiermark  herufcn  den  /mr  Behandlung 
der  Rtiigiemasadie  eingesetstm  großen  Ausseltuß  fTir  ^/frti  10.  Januar 
iG02,  7  Uhr  ntorgetis,  in  die  gewöhnliche  liatstube  (um  iltm  den 
Inhalt  der  landesfürstlichen  Resolution,  icomach  der  Erthergog 
,von  der  einmal  gefaßten  Meinung  nicht  leetchen,  noch  unserer 
wahren  Rdigion  freies  exercitium  eu  kontedietm  gedenke',  mit- 
xtileilen  und  die  ,femere  Notdurß  in  diesem  heilsamen  Werke* 
SU  beraten).  Gras,  1601  DcMcmher  12. 
fKoni.,  St.  L.-A-,  Chr.  R.) 

Benif«n  warrton:  Oforg  von  Stuhenbeiip  auf  Kapfon bor^i  KriUB  Frei- 
bcrr  la  Uagnit»,  lUns  Frißilrlch  von  tl  erbe  rat  ci«,  Wulf  Wilhelm  von  [lorbcr- 
■lein.  Haut  von  SudI,  Erniicich  toq  Saurau.  Ultiuli  Cbrutoph  vdu  Sclivrfan- 
b«rg,  Kupar  Prcinor,  Lieuliard  von  HvrbL'riioiu,  Haua  Si^^inacd  von  Ei^^enber^, 
Jona*  Ton  Wllforitdorf,  B«>riihard  von  Nendorf,  Daus  Friedrieb  von  Steinach, 
FeUr  ChfUtoph  von  Praunfalk,  Hau«  StObicb. 


Roachtaiig  veixlicnpn  hier  die  folgi^ndcn  aiugeatriDhenen.  Worte:  «(dia  bc- 
drottfl)  wttkliScbaOfuug  ein-  und  abstellen,  der  kli  mtch  oli«  alW  duacii, 
«0  tneino  TorelWrn  von  andenkliclicn  iaron  nnlcr  Ai^n  hocliU^hllcb  ['WrJ 
äca  ieli  mich  ic  wider  taein  gcwuia«n  nicht  dringen  lausen  khint«.* 

14« 


313 


1372. 


Ltuidesfürxtlicheg  Dekret  an  dm  Latuüshaupimann  und  die  Ver- 
ordneten ton  Stckitnark  auf  die  Bitte  der  Exulantet*,  in  ihreti 
Recktsangclegenheiten  persönlich  erscheine)*  eu  dürfen:  Den  er- 
lassenen Befehl  werde  er  nicht  auffiebet}.  Sein  Wunsch  sei  es 
nicht,  dafi  sie  ihres  Nichterscheinens  halber  um  ihr  Vermögen 
kommen.  Sie  mögen  kich  durch  lievnUmächtiyte  veriretai  lassen. 
(Graz)  1601  Dezember  16. 

(Oriff.,  8t.  L.-A.,  Cbr.  B.) 

Von  der  F.  D'  .  .  .  anznzaigen,  es  seyen  eine  zeitliero  wio 
auch  noch  vil  dcijcnipcn  porsonen  und  bargersleuth,  welche 
üheader  und  lieber  den  abza«;  .  .  .  nomen,  dann  den  hilHchcn 
gehorsamb  laiston,  indeme  sjr  sich  auf  den  alten  irer  voreltem 
weg  Letten  weisen  lassen  wellen,  supplicando  bei  I.  F.  D'  ge- 
borsambist  cinkombcn  und  inen  herein  ins  Und  zum  rechten, 
der  Ursachen,  dass  sy  ire  clagen  wider  diejenige  Ire  habende 
Schuldner  iiit  durch  gwaltstraj^er,  sondern  peraoniiehen  fOrkeren 
mUessen,  zu  erscheinen  znezulassen  gebettcn :  onn  künden  I.  F.  D' 
gar  nicht  befinden,  M-eilen  inen  vor  dlAem  der  weg  des  abzuga 
gefallen  nnd  I.  K.  D*  den  scliuldigen  gehorsamb  nit  gelaistet 
haben,  das»  I.  F.  D*  irenthalben  dero  mit  guetem  bedacht  und 
AVUS  gnuegaamen  Ursachen  gunonihne  resointion,  indeme  dertey 
nngehorsambe  aas  I.  F.  D'  landen  [iroscribirt  sein,  widerumb 
aufheben  nnrl  annulliren  sollten:  hergegen  aber  I.  F.  Ü*  auch 
keineswegs  gesinnet,  dass  sie  elwo  nmb  ir  gnet  nnd  zeitliches 
verinUgen  kernen  und  nmb  solicher  irer  niterschcinung  willen 
ire  schuldensforderungen  verloren  oder  auch  diejenigen  iro 
creäitores,  welchen  sie  hergegen  zu  thuen  sein  mit  iren  gegen- 
forderungen  in  geflir  gesetxt  werden  sollten;  sondern  damit 
baiden  thailen  geholfen,  bevorab  I.  F.  D'  .  .  .  resolntion  .  .  .  bei 
würden  und  creften  rcrbleil>en  raUge.  so  liaben  1.  F.  U'  aus 
1.  f.  macht  sich  dahin  .  .  .  verner  entschlossen,  dass  diejenigen 
aus  dem  landt  crafft  der  religionsreformatior  abgezognen  pcr- 
sonen,  so  nmb  scliulden  zn  clagen  oder  sonst  bei  den  land- 
recliten  mit  handlangen  verfangen  und  selbst  personlich  zam 
rechten  creehclnen  sollen  nngeacht  des  in  der  landtrechtsrefor- 
mation  begriÖiien  52''"''  arlicla  an  irer  stall  ordenliche  gewalta- 
trager  stellen  mitgen^  dieselbigen  anch  durcli  die  gegenthail  in 


3i3 


eraflfl  dits  unwaigt-rlicl)   zu(.'gol}issen   werden,  in  «ndern  Olllen 

[■ber  berflertcm  articl  mit  discr  .  .  .  coucciision  uichU  deroj^tcrt 

(»ein  8oUe.    Welches  I,  F.  D'  inen  .  .  .  also  erinnern  wollen,  da- 

knit  die  jctzo  cUgenden  partcycn  darnach  xa  bcscliaiden,  sowoll 

ancli  knnflig  sn  angehenden  landsrcchton  das  sehrannengericht 

rdessen  informif-rt  wenlcn  and  man  »ich  allerseits  in  zaetragen- 

fden  fällen  dam.ich  zu  richten  habe.  .  .  . 

Decrutum  pei*  Ser'""'  dominum  archidacem  Iti.  Uecembria 

o.  1601. 

A.  Kribenigk. 

I>«r  LuidaBluuptinuin   und  di«  V(iranln«tco  Dborrciclicu  dagei;cn  am 

fS9.  D«s«ub«r  «ae  BUtocbrUt:  ,Dio  K.  D*  vrollo  l>ci  tlUem  u-tiul,  wi»  den«lb 

[bifthtrr  Iflblich  erliah«ii  wordeu.  uocli  ferrerbin  dein  Riten  herkocniav»  (^iniü« 

§n.  rerbleiben  and  nieiuaiideo  dxrwider  b«*chwerfn  noch  Bchftdlicbe  neaening 

I  T«rBnieb«a  lusen*    Es  hI  gewiß  nicht  itr  Wille  des  Bnbenop,  d«ß  die 

»«tmleD  Lenid  um  Geld  und  Ont  kommen.    Weder  der  LandeahaupitnAnn 

uoch  di»  Vorunlnctvn  liSniiti'ii  mit  SlilUcbwoii^PD  in  die  Aufbeboof;   Aca  Ar- 

tikrls  b1  drr  Ljiudi-srrclit««rdnuti^  vinwilligwt.      Durl  iit  du  pcrsOiiliche  Er- 

I  Scheinen   einm  Jrden,  dtr   vor  drr  Laiit]M.'branno  K«cbl  gcbon  oder  nohmeo 

Win,   T«rlutgt,  »0   daß  ««Ibst   die  Klcstcrfrauen    nicht  cxtmpt  ni«u.     DiMor 

Artikel  ici  Ton  d«n  Tenianfti(f«n  alt«i  Stairera  au>  eitiebli«beo  Ur«a«]i«a 

.dao  bedacht  und  ron  dem  I<andetflimen  confirraiert  and  biiher  in  UbUehm 

l^ebraaehe   gehalten    worden.     Fol^n   Boispirle,   wi«  der   Biscbof  ron  Ourk 

and  die  Äbtisin  von  (loeaa  sicli    I&76  auf  Unind  einer  .fQrschrifl'   KrEhenuig 

Karta    dispensieren    laaeen    uolltBn,    dien    nicht   (^stattet    wurde.      Folf^t   eine 

AuHinandarMtsuQfjr  der  scbädlicben   Folffoo  dar  Anfhabttog  diosw   Artikola 

fSr  di«  RecbUucheudou  (Kop.,  obenda). 

1373. 

Die  Verordneten  ron  Kärnten  an  die  roti  Sieiemutrk:  herichien, 
mu  I.   ly  wegett    der   l*ragcr  Heise  ihnen  g€scltrid>en.    1601 

Desember  20. 
(Kaglatr.) 

1374. 

Die  Verordneten  höh  Steiermark  intersedieren  bei  I.  F.  D*  fiir 

Kart  Vieehter,   daß   man   Him  einen   7'ermin    von  14  Tagen   bis 

3  H'ochen  gebe,   um   ins  Land  jtu  reisett  und  seine  JiceJinungen 

zu  beschließen.    Gras,  1001  Deieniber  26. 

(Kon«.,  ßt  L.-A.,  Chr.  B,] 

Wird  bswilligt.      \htt   BowiUlgniif  trügt  a1»er  dai  1>Kttini   rom    31.  Mal 
180t.     Da  bl  nur  an  ein  wi^eriioltus  Hemukommeo  au  deitkm. 


214 


1375. 


Dia   Verordneten  v(m   Steier  an   die  vo»  Kämteti   und  Kram: 
begehren  Bericht  tcegen  der  ,färgeh(Uft«n'  Reise  «acA  Prag.  1001 

Dexemijer  31. 

tHflgiitr.) 

1376. 

IHe  Herren  und  Landleute  A.  C.  im  Vierid  Ciüi  an  die  Ver- 
ordneten von  Steiermark:  erinnern  an  da,^  leidige  Vorffehen  gegen 
den  Prädikanten  der  Herren  von  Windischgräts.  Man  möchte 
den  Viertelprädikantcn  Hans  Doliamki,  der  schon  seit  20  Jahren 
hier  wirke,  an  einenv  sicheren  Orte  in  der  Nähe  haben.  Da  man 
nun  erfahre,  daß  die  Landsdiaft  an  den  Konßnen  vier  Prädi- 
kanten mit  je  300  ß.  jährlich  ru  erhalten  sich  entschlossen, 
empfehlen  sie  Dolianshi  und  bitten,  ihn  an  einem  sicheren  Orte, 
etwa  bei  dem  (irafen  Ard€li{»\c)  su  Kaisersberg,  unterzubringen. 
Man  habe  anfänglich  gemeint,  die  Peformation  der  F.  V  be- 
tiehe  sich  nur  auf  deren  Knmmergütcr  als  Städte  und  Märkte, 
und  hoffte,  man  werde  gegen  die  Seelsorger  der  Herren  und  lAtnä' 
leute  nicht  so  ,striktim'  verfaiiren,  teie  dies  doch  gesche}w. 

CiUi  (0.  />.;. 

(Orif.,  8  Unteracliriften,  St.  L.-A.,  Chr.  R.) 


1377. 

liiite  gefänglich  eingezogener  A^isseer  Protestanten  an  den  Hat 
und  Keformaiionskommiisär  Korndius  von  Werdenherg  ,alhie'  in 
Grag,  tutdi  23 wöchentlicher  Gefangenschaft  ebejtso  leie  die  beiden 
gestern  nach  Hause  etitl-assencn  Grobminger  der  landesfürstlichen 
Entschließung  gemäß  endlich  befreit  jnt  werden.  Bitte,  mit  dem 
geringen  Geschenke  xufrieden  m  sein.    O.  D. 

(Kons.,  St.  Ll-A.,  Spnxialarchiv  AoMe«.) 

Nachdem  wir  sovil  erindert,  dflss  die  F.  D*  .  .  .  sich  wegen 
anser,  der  Ausseer^  dann  auch  zweier  von  GrObming,  so  an- 
gestern  za  baas  gelasseD  wordec,  .  .  .  resolvirt,  damit  aach  wir 
der  gefanck blieben  verbafl'tang  .  .  .  ledijr  werden,  nanmcliro 
aber  solche  cricdigaog  au  £.  G.  erwandten,  derohalben  an  E.  G. 
anser  geb.  bitton,  I.  F.  D* .  .  .  Verordnung  nach  bcfurdcning  sa 


315 

erweisen,  unser  nunmehr  in  die  23  wocLcn  lang  erstandtiie  ^• 
fati^nuus,  wie  auch  sambt  weib  und  kindürn  vor  äugen  stchenten 
armutli  and  noth  aus  christlicliem  gemttet  mitieudent  zu  be- 
denken, damit  wir  doch  sowul,  als  donen  von  (jrühming^  be- 
schccbeu,  die  furdersambe  orlndig^nng  erlangen,  .  .  .  bittend  .  .  . 
mit  disem  ringen  prcsent,  weilen  das  vermUn;en  derzeit  je  nit 
besser  alhie,  und  anbaimbs  unser  arme  weib  und  vil  kleine  un- 
erzogne kindcrlein,  ausaerdemc  was  xu  nnaorn  abweisen  dorcli 
die  soltatten  btacbehen,  ganz  und  ^ar  aafzürton,  vcrliob  äu 
Domen.  . . . 

1378. 

Der  Aht  Kaspar  voti  Neuherg  an  yerdimwd  IL:  hittii,  den 
RiehUar  eu  AlurezmcJilntj  Hans  Eisbein  tteut^dings  «w  hcstüiUjen, 
der  cor  stcet  Jahren  desfuUb  getväklt  wurde,  da  sonst  unter  den 
iatsvertiandten  kein  rechtkatftoliseJter  vorhanden  war  und  er 
seineti  Plats  gut  nu&gefiiUt  htU.  ^    0.  D. 

(Orig.,  L.-A.  U(lriuuichl«|f.) 

DurcblenchtigißlHr  .  .  .  E.  F.  \y  soll  ich  geh.  nicht  ver- 
halten, dass  der  jetzig  ricbtcr  zn  Muorzucsclilag  Hanss  Eis- 
p«in,  in  mangl  dass  sunst  nndter  den  rathsverwonton  doaclbet 
kein  reclitcathuliscbeii,  du  aueli  koin  tauglichen  verbanden  ge- 
wessen, vor  Bweyen  iarn  von  BL  F.  D'  aues  der  gmein  an,  einem 
richt«r  gezogen  und  besleltlt  worden.  Der  das  gerioht  auch  biss 
anhero  also  verwalt,  dasä  ich  mcincstlieila  als  vogt-  und  Ichens- 
herr  bcmetter  pfarrkirchen  Murzucschlag  ime  den  rhuem  geben 
roucss  und  gar  nicht  raClisani  war,  dass  dorsclh  bei  soiru^r  blss- 
hero  erhallnen  poliooi  verändert  werden  solt.  Wan  es  aber 
.  .  .  nun  mehr  an  dem,  daes  er  nach  jntsso  ansgcRlandenen 
Kwayen  iaren  ledig  und  ein  ander  ricbter  irer  gewonhcit  nach 
auf  ilKO  Purißcationia  Marine  nicht  allein  orwclt,  Sündern  opb 
vorwissen  K.  F.  D'  stracks  darauf  das  ambt  nborgcbcn,  also 
hielt  ich  meinesthails  doch  ohn  alle  mein  massgcbnng  flir  ein 
sontlero  nottorfTt,  daßs  abbesagtcr  Hans  Kispein  widiM-nmh  zn 
einem  richter  vun  E.  F.  D'  bestatt  wurde,  dan  .ausser  diser 
E.  F.  D*  gn.  fuersehung  werrlen  »i  die  von  Muerznesclilag  irn 
vorigen  missbrauch  nach  einen^  der  inen  annemblich  zum  richter 


*  BUlMin  mar  ISOO— 1601   Kicbtvr  and  g«burtc  %a  Ae-n  Protestanten. 


aufwerflTen,  tJArdurch  wiert  so  woll  gueüe  poUcei,  als  vorderist 
dio  rfliligion  bei  dorRloiclion  nnbesintRn  leitten  selilecht  befurdert 
und  was  Hans  Eispein  bisshero  in  eim  nud  andern  cdiiiciert, 
erliegen;  welches  ich  als  vogt  und  lehensherr  und  alsof?)  nenor 
relijjioDsreformationß  consciena  und  pfliclit  halben  E.  F.  U*  .  .  . 
SU  denancicrn  mich  .  .  .  pBichlig'  erkenne.  ...  Ü.  D. 

Auf  tlan  Umncklage:    Caspern  nbbte  des  goli>li»U$es  Neu- 
pcrg  nnvermcidlitThca  und  notwoiulig»  anbringen. 

1379. 

Die  Verordneten  VM  Kärnten  an  die  von  Steirrmaric:  Was  sie 
i/iMCT(  ice^en  der  «n«rhifrten  gegen  Bartlnu:  KhevenhülUr  und 
Sigmund  iw»  Spangstein  ergangenm  Zilntionsbefehle  friihcr  ge- 
schriehen,  sei  jeid  noch,  siatt  daß  den  Beschwerden  dhgehfüfen 
worden  würc,  verschärß,  da  Spang&tein  in  contumaoia  verurieHi 
und  sodann  gegen  David  voti  Prösing,  weit  er  £u  Jakobi  ein 
Kind  durch  einen  Prädikauten  auf  Schloß  Sonnt-gg  habe  iaufen 
lassen,  Ucfefde  atisgegangen  seien.  Weil  diese  Prozesse  ihren 
Freikeiten  jnitdder,  ähnlicfie  caitus  sich  auch  in  Steiermark  su- 
tragett  dürften,  so  bitten  sie,  mHgiiteUen,  tvie  sie  sin^  in  Steier- 
mark da^u  verhalten  oder  was  sonst  ru  tun  sei,  um  diese  der 
bösen  Konseqxiens  wegen  präjudieierlieJten  Dinge  ett  rerhüie». 
Klagenfurt,  JC02  Januar  7. 

(Orig..  St.  L.-A.,  Chr.  R.) 


1380. 

Die  Verordneten  von  Krain  an  die  Bdigionsreformationsktnn- 
missäre:  Bitte,  detn  Paul  Wassermann,  der  der  Landschaft  im 
Utsif^  Sommer  ein  großa  Darlehen  unter  der  Bedingung  gemacht, 
daß  ihm  der  Abtugstermiu  verlängert  tcerde  und  dem  dann  der 
Termin  auf  Martini  angcseUt  nmrrle,  diesen  Ins  Georgi  eu  ver- 
längern.   Laibach,  J6Ö2  Januar  27. 

(Kons^  L.-A.  Erkin.) 

Am  4.  Febntar  bitten  »e  um  einen  Utiigemn  Termin  f&r  Kwpnr 
ItoßmaDD  noil  Gr«|cor  Taufcrer,  UnteramtAleuto  des  Land»cliaft»<Tiuneliiii«rs 
ParkdviMr,  da  >■«  in  m>  kurzer  Fmt  nicUt  HocIiduiik  lc|;cn  kOnnen  I  Kuni., 
ebenda);  am  6.  ftlr  den  ScliranucnproknrAtor  Jotianii  8tr0lin,  der  noch 
Uectttshiod«)  m  erlMtg(>n  habe  and  in  dieicr  Jahrcaxeit  mit  Weib  und  Kind 


Der  ßambergsehe  Vixiti^m  Stadion  an  den  Aht  von  Arnoldstein : 
er  habe  dett  KhevenhüHerschen  Bauer  tu  Tsckeischach  Kaspar 
PotcMd>,  weil  er  swei  sektische  Prädikantett  in  seinem  Hause  60- 
herbergt,  durch  viersehnlügige  Haft  ttnd  Eineiehuny  seines  dem 
Kloster  sin^aren  Hauses  genug  bestraft.  Er  werde  nach  Abtrag 
der  Kachaieuer  attsuschieben  sein.  lüOÜ  Januar  28. 
(Orig;.,  AmoIdfUiDBr  Akt«n,  Badulfio.) 


1382. 

Ferdinand  II.  aH  Frans  Pagge,  Stadtanicait  in  Leoben:  Da 
man  gute  Hoffnung  ftal}e,  daß  die  Wittce  Margareta  Donners- 
perger sich  binnen  htrsem  swn  JtathoUschen  Glau}>en  bekehre, 
möge  mit  Ansschaffung  ihrer  Person  StüUtand  gehalten  werden. 
SoÜie  sie  die  Sache  aber  tu  lange  hinau&riehen,  so  sei  man 
um»  gehorsamen  Erinnerung  getcärtig.  (iras,  1€03  Fdtruar  13. 

(On{.,  Si.  L.-A.,  SpexialarehW  Looban.) 

1383. 

r.  F.  ly  Resolution  au  den  LandeskaujUmann  unti  die  Verord- 
tteten:  daj^  sie  den  aus  dem  Lattäe  geschafften  Personen  niehi 
gestatten  können,  persönlich  su  den  Et-chttii  int  Laude  zu  er- 
scheinen, sotulern  daß  sie  sich  durch  Bet:(^lmiichtigle  vertreten 
lassen  müssen.    Grae,  1G92  Februar  14. 

(OrLg.,  Sl.  L.-A,,  Clir.  R.,  Rqrvst  in  der  B^rfpstr.] 

Die  VOD  Ihnen  tn  der  Bingabn  rom  39.  Dflxember  gcinat-ltlnn  Kinwen- 
dno^en  ü&d  nicki  so  erheblich,  daß  er  vou  seiner  frOberi^n  KntacbAtdun^ 
abgvbBa  müßte.  Auf  dea  Artikel  63  der  LsiidrecbtsTuforiuaUou  kOimcD  sie 
neb  nicht  «tQls«Df  da  ,diea«  widerwärtigen,  üua  L'u^ebortAiu«  we^ou  «utg«- 
scbafftcD  r«rMDCU  in  allen  Landeu  1.  F.  D'  uichl  rUtx  baben'  and  sich  mit 
der  Stell Trrtretnng  bej^nUf^en  mliuen.  Wenn  At^hon  Krftnkheit,  Alter  eic  von 
der  penünliclicn  Erachelntinj^  enthebt,  umaomphr,  wenn  es  sich  um  die  landea- 
fllntlicba  AutoritAt  bandelt.  Ea  kSont«  daliin  kommen,  daß  man  aaf  (irund 
dieen  ArlikeU  Lvntc,  dio  prvpter  cotmaisaa  tfravia  auf  imn^cr  aoa  drm  Lniide 
(ewie««ii  wordru,  in  Land  gvliuim  wcnlvn  müßten.  Mit  seiner  Verordnung 
wolle  der  Landecfänt  den  Go richt«br«udi  olcht  «boliereo 


i:jh4. 

Die  sleirischc  Landnchafl  an  den  Erzherßog  Ferdinand:  hitlet, 

den    ihres  Glaubcnshekenutuisses    werfen  ausgeschafi'ten  Pemoncn 

die  Erschcinitug  su   den  Rechten  gnädigst  gu  gcsiatfcn.     OraM, 

im  Landtage  1602  Februar  27. 

(Kous.,  ät.  L.-A.,  Chr.  K.) 

߫Tor  eie  in  dpr  BpriitA^hliipniif;  Her  Lan(!lMj|^proji'aitilion  irreiA,  licht 
sie  TOD  doD  Varordcinteti  Bericht  «in,  wie  tlrr  LandKcUaft  Haniiw irlschaft  noil 
^meiDM  Woseu  bosuliaffcn  und  wju  die  VcrurdHctcn  seit  dem  Lottton  Land- 
tüg«  ^•chkETon.  DioHi  Uabou  dor  Lau*I«:Uaft  rcftiricrt,  wi«  E.  V.  O^  data 
Iji»i)««bani>lDi«niie  und  ibnen  dom  &S.  Artikel  der  ilikLUcrtfia  und  konfir- 
mlerton  LAUfdrcchtantforination  su«rIdor  p^  decrttmn  vom  IC.  l>eEember  (lOOl) 
intimiert,  daß  «i»  nicti  dxhin  #nUcIilou«n,  daß  si«  dio  wrircn  d«r  Kidieiana- 
reforntatian  abftcxo^pnen  l'cnioncn,  so  bei  den  Latidrvcbtcn  in  IIaii(lliin|;«n 
Tcrfani^oii  .  .  .,  durch  GowalttrJger  bei  Gcriclit  xii|;olaitst>n  wvnlon  soIIod, 
,wi<lrr  welch  bcacbwcrlichatoa*,  den  Laudcsfrcihoilcu  ,hucbprÄjudiairtlicbu' 
Dokri't  »ia  am  'i9.  U«2vnibiir  Lliro  rriehtigon  Bvdoukon  cr9ffii«t;  abor  vroU 
B.  F,  D*  daiualn  xuiu  t'urtreiton  iiacb  Praf  wegfortig  ^flw«ieu,  Tielluiclit  die 
Sarb«  nicht  siir  Qcufl^e  erwof^u  werden  konnte,  baben  E.  V.  !>'  di«  Sache 
laut  Dekrgt  vom  U.d.M.  abgelehnt.  Nun  sind  in  der  8chrih  Aer  Wrord- 
oct«D  die  GrOnde  ani^ofQhrt,  aus  dmcn  bei  den  Landrechten  keine  Bcroll- 
iiiückti);ti>n  augelaMen  werden  kflnnen.  Darauf  ber.ivhe  man  sicfa.  MiLdieAnm 
Anbrinf;«n  «rolle  man  die  Aiis^BScb äfften  nicht  .iiatrucLnireD*  oder  ihnen  eine» 
Untortcblupf  im  Lande  fachen,  soadcrn  nur  die  Landesfreiheiton,  so  deren 
Hai)dl)abiing  die  F.  D*  aich  rcrbundou,  erhaltun,  aumal  die  LaudrechUrofor- 
mation  auidrQcklich  tagt,  .wann  in  Rcchlonjordauag  eio  UlfiveniUnd  vor- 
fiel«*, er  mit  dnr  Herren  and  Landlr'Ote  Rat  abgewendet  werden  wUo.  So 
Unten  ja  anch  die  von  dem  EnbiBchöfe  von  Satubnrir  und  von  Freiaing 
und  anderen  deswegen  aulgericli taten  Uevcne  nicht  ,geu  Huf,  »ndem  ra 
Händen  der  Landschaft,  aU  welche  Ihren  Qn.  dio  Eraelieuin&g  erl&ßt.  Wenn 
dann  auch  iu  dem  ^nannten  Paragraphen  die  duich  hohci  Alter  oder  Kraofc- 
heit  BedrUrkteii  fOr  entachuldigl  gcballcn  werden,  »o  'iti  ihnen  doch  niuht 
die  Erscheinung  ftowelt  er1«M«n.  daß  «ic  »cb  darch  Bcvollmllchtigte  ver- 
treten  laasen  können,  sondern  nie  niHMen  ihr  Recht  vor  ,8ch webendem*  Ge- 
richfastaho  einem  anderen  Qbergebea,  Die  Klausel,  daß  mit  sulchcm  landes- 
ntntlicbon  Erlasse  dem  berührten  Artikel  nichts  dcro|>ierG,  gelte  nicbl,  da 
mit  dem  Worte  ,auprsjndicLrlich*  auch  andere  Landesfreiheiten  aufgehobm 
werden  ktlniilen.  Die  Verordneten  haben  in  ihrer  Schrift  vom  29.  Dcsember 
erhebliche  Urnachen  MgefUhrt,  warom  den  Aii^i^edchafften  die  penOnliehe 
Erschciiinng  nicht  >a  «rlanen  Mi.  Man  wiederhole  jotxt  die  damals  ge- 
riellte  Bilts. 

1385. 

Zar  Erweisung    der    ^wo'    erledigten    ItegimetitsratssUnen,    be- 
nennt E.  E.  L.  in  Steiermark  hierbenannte  Herren  und  bitteif 


Die  Vönrdmelem  pon  Steiermark  an  de»  EnfftirsteH  Georg  Frie^- 
rith  9tm  Bramdembmy:  hitle»,  tidt  dem  ÜHtermarsdtaU  rwt  Sieier- 
mmrk,  Sntniek  vm  Saura»,  dar  feüm  Ahxwj  aus  dieaem  Lamd$ 
fMMMMOi  wtd  ^seiner  fdegsataeren  Woldfakri  teegett  eim  Zeit- 
Umg  mmttr  seöw  ProUÜian  umd  Diemh  shA  begehen,  empfoKUm 
«m  m  lattm',    Gtüm»  1602  Mars  1. 

(Kcu^  8t.  L.-A.,  Chr.  B.) 

S«  UUcB  m  tUbt  y«*<b»p>  w4Bn  er  Qn^r  im  Lande  bllt«  «rbftllm 
klBBPn,  vetl  hAb  r«dlleli«s,  uifHchtigM.  adclt^««  GimBt  nnd  »Bderm 
Q— Km—  wir  (iciiS^  b^kutBi  xlea  and  «r  Aarh  dMwegra  sn  liob«>a 
ge—gen  wMrd»,  wie  ex  den  I^nd-  uud  HitfivcbU>u  rifri^  beig^Mafant, 
4m  JCioekalkaal*  rtlidie  Jjibre  iiiit  besondereni  Kubuie  verwjUtr>L,  ial«Ut 
Im  Tcrordactcnamte  ab  Präudeot  .woUrnpricßlich'  pedient  and  juteli  des 
Krl«^«*xped>tifla#a,  wi«  im  .wnchivaea'  U«rbsl  Tor  .KaaucbV,  b«{*wofc«t 
Da  «r  Dan  sqs  ,b«tr«(1ich«o'  Ursachen  in  div  karfilr«tlic)i«n 
IW— <e  treten  will,  nBf«  der  KarfilKt  ibu  piSdip  «aftirbm«Q. 


1387. 

Dieatiben  an  ErihersofftH  Maria:  Auf  ihr  heute  Obersandtes 
DtkrH  (vom  28.  Februar),  dafi  sie  ,die  StifV  um  einen  leidlifhen 
iVin*  kaufen  ttvile,  tceil  sie  eine  geräumige  itchauSHtig  aulJer 
der  Burg  brauche,  sind  E.  E.  L.  geneigt,  obufM  es  eine  Stimme 
60.000  fi.  betrifft,  sie  ihr  angesichts  ikrer  den  iMndlnäen 
erwiesenen  Wohheigung  tu  verehren.    Gros,  1003  Mars  1. 

(Kona.,  «bcnda.} 
Die  SdMnknagsarknnde  ist  von  Dichrten  Täga  datiert  (Kons.,  nbAndft). 

1388. 

ßieseibem  an   Frans   Lang-    tcoUen    tcegen   Erstrechtng  seines 
AustMüirngsUrmities  bei  dtv   F.  I)*  interveHteren.    Gras,  16QS 

März  3. 

(KoBK.,  nb«nda.) 

E>cr  L«ndMbaftikoininU«ir  Frui  Lang   war  anf  UndeiffirstUcbcn  Ba- 
f«U  VM  des   HnrbDrgw  Pftrrar  and  den  Verwalter  Hans  Sebeo  ^fordert 


220 


wikidtiii:  er  Bolln  Mitwoder  Kiilhnlik  werdon  »der  lUa  \Mni  rfliimnii.     Er  bat 

nnit  Hin  die  VerweniiuuK  rior  Vrrrorduoton,  dsU  Uiiii,  einnm  alten  Haiine, 
vfonigBtQus  ein  geraumer  TenoiD  sum  Verkaufe  neiner  Urlliide  gelben 
wfiidQ  (Kop.  o.  L).,  ebenda).  Aci  23.  MXtz  waodlo  er  »ch  daua  an  den 
J'farror  und  V«rwalU'r:  ilim  Mci  gMlrrn  «iliie  Zitation  ntgekninniar,  auf  die> 
hin  er  vor  ihnen  erschien  und  rLcIi  verantwortete.  Kr  li'gi  sie  abfir  foinN 
Rcli waclicn  OedAuhtnidBes  wiegen  arhrlftUcli  ror.  I>i«  Benchulrliguttj^,  daß  rr 
sitTti  HrgerlicK  verhalten  hab<m  itnlln,  Ret  ungerecht.  Kr  sei  von  Mnrtinrg 
,aufi  tiojr'  nicht  «olbtt  gezogen,  Ronderii  weil  die  KefoniiatioiukoinoiisaJlre 
ihm  befcrbleu  haben,  binnon  drei  Wochen  aus  der  StAdt  xu  siebe»,  wo 
er  Mich  als  J^eugskoiinuiflsär  der  ÜebQhr  nach  verlialteu  habe  und  nifinandem 
in  geiatlichen  ««ler  GlaubeOMactien  *c-hltdlii'.h  war.  Jeltt  sei  er  diiroh  «-inA 
Fonersbrunst  nni  allen  Heaitz,  dnrch  Krankheit  und  Alter  um  .lelne  KrKile 
gekemmen.  8ein  Olauhe  sei  der  seiner  ßltem.  ,Da&  man  mich  zu  der 
katholiaeben  Keüginn  90  eilend  begehrt,  dai  kann  ieb  nicht  tun,  weil  ich 
AUS  dar  keil.  Sohiift  nicht  Dberwiescn  bin.'  Damit  beKolie  er  nichts  Straf- 
wilrdige«.  So  eilend  kann  er  nicht  hinw^;  er  ist  der  Laudscbaft  die 
,riat>ohw(igraituiij^  vnii  drei  Jahren  Kbuldig,  dann  hat  er  eini^  neue  Brück« 
an  dnr  Poauitz  xu  bauen  und  loiutige  Koniniissionon,  diu  er  auch  verrichten 
muß.  Er  ist  ohni?  Geld,  weiß  nicht  wobiu.  in  Anbetracht  seiner  dem 
Landesfllrstea  und  dem  Lande  geleisteten  Uienata  erwartet  er  BerÜckeleb- 
tiffung.  Am  b.  Juni  KtOS  gibt  da«  Verorduetenküllcgium  eine  neue  Uitt- 
•ehiid  für  ibo  biiim  Erzli^nogc  ein,  deAgIfiiulicn  am  'S.  Augiut.  Ahnliche 
lDl4n«MloB«n  Air  audcre  Landes bedieaslet«  liegen  noch  mehrfucb  vor. 


1389. 

Die  stdrisehe  TMtulsehaft  an  FurätHand  IT.:  teilt  in  Ab- 
schrift die  }iiitc.  ihres  ,(tlterlebteu'  gctreutni  Ulittjliedes  Wilhelm 
von  RolttU  (ie$  Älteren  »m  Atiptrhittig  des  von  ihm  ahrjeforderten 
PmtfalU'S  eon  HOfiO  Dttkaten  utui  Relaacierung  seiner  de9wegen 
(fepfündeien  Oüter  mH,  le^t  ihre  Intereession  für  ihn  ein  und 
füiirt  Beschwerde  ycgen  solche  uoji  dem  Kammerprohtrator  vor- 
genommene unordentliche  Prosesse,  die  (/eyen  die  Lande^freihcUen, 
altes  Hrrkommtm  und  üidicJte  (rtwohnheiten  sowie  i}irc-  mitlaufen- 
den Interessen  gerichtet  sind.  WUhdm  von  liottfd  habe  auf  die 
DenungialioH  der  Pfarrer  von  Wcrtk  uml  IVultfirsdorf  und  den 
darauf  erfolgten  liefehl  der  F.  If  xeine  gehorsame  und  i^ründ- 
liche  Ent*chuUligung  vorgebracht  und  dies  zu  rechter  Zeit  und 
sie  durch  Jöchlingers  Sohn  diesem  hommnidiernn  lassen.  Da  das 
Schriftstück  iregeti  Jöchlingers  jähen  Tod  verlegt  sein  könnte, 
liüttal  aucii  nicht  gesinnt  ist,  dftm  einen  und  andcrf.n  Pfarrer 
tu  versagen,   was  ihnen  voti  Rtchts  wegen  gebührt,  so  tntt^  die 


_,^-,   ihn  diese  Hekommendatitm  genießen  m*  lassen  uvd 
die  (rüier^erre  auf^uhcbett.     Gras,  1602  Mära  4. 
(Kühl,  8t.  L.-A.,  Chr.  B.) 
Sieb«  »am  4.  April. 

1390, 

Ferdinand  II.  an  N.  N.  (Umschlag  fehlt):  hebt  auf  Anlangen 
da  Priesters  Leonhard  Teuffenhtidier  alle  und  jede  durch  jenen 
tcider  ihn  (den  Priester)  vor  der  Landschranne  erfiofteneH  Klagen 
aus  landesfürstlicher  MachtvoUl-ommenheit  auf.  Graz,  1602  Märe  8. 

(Kcip.,  St.  L.-A,  Chr.  R.) 

Die  Schrift  iat,  wia  aus  pinom  nnJerrn  Akte  eniobtltoli  int,  an  Wil- 
helm ron  KoLtal  ileo  Alteren  gerichtet. 

1391. 

Die  Verordnelen  von  Steiermark  an  die  von  Kumten:  sendet*  ihnen 
auf  ihr  Begehren  vom  4.  d.  3/.  die  Landtag^proposHimi  vom 
S&.  FeAruar  und  die  darauf  erfolgte  Beu-iUigung  (^so  gleichwol 
noch  nicht  eigentlich  verglicheft*),  wie  aucJt  ihre  Üeligionsl'e- 
schwerden.  OroM,  W0$  Mars  9. 
(Konx.,  St.  L.-Ä.,  Cbr.  R.) 

In  der  ZaacbriA  Tom  i.  HXre  batton  die  KXrntner  auf  ilia  «kontiiiDir- 
Tlcheo  und  betrüblichen'  KeforaiationB|)rox(>!tat>  verwicaen  unil  ^beten,  ibnea 
mitzuteilen,  wat  ilinpn  auf  ihre  et^en^n  gravominn  für  eino  I!e»olntion  er- 
folgen miK-ltt*,  jamit  iHe  Ix^i  ihrem  eig«neo  Landtage  am  18.  UXrt  A'w 
geeiintet«ti  Vorkeh mögen  irrffen  kilnnen. 

1392. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  an  den  Bausehreilfcr  Simon 
WttUersdorfer:  Wieicofd  sie  ihm  mehrmcds  befohlen,  diejenigen 
Personen,  wdche  mit  oder  ohne  yVissen  der  Verordneten  in  Ixtnd' 
sciMflshiiusern  wohnen,  auseuwei»en  und  die  Wohnungen  denen 
einsurüumcn,  die  bisher  ,in  der  StifV  ihre  Wohnung  gehabt,  so 
ist  das  nicht  geschehen;  daher  ergeht  die  Anordnung  aufs  neue 
mit  der  Verfügung,  daß  diese  Wohnungen  innerhtüb  drei  bis  vier 
Tagen  bis  n*  etwaigem  Verkaufe  der  Landschaftshäuser  den 
genannten  Personen  eingträumt  werden.  Gras,  1602  Altirs  15. 
(Eoux.,  S(.  L.-A.,  Ctir.  R.) 


222 


1393. 


Krai»,  Landtag.  Atisi>ruck  der  Jesuiten  als  liesiläcr  des  aufge- 
lösten Klostrrs  Fletriach  auf  SUm  und  Stimme  im  Landtage. 
Ihr  Anspruch  ttnrd  am  19.  von  dem  ßischofe  Krön  und  sciitem 
Anhauge  hefarworid,  von  der  Mefirheii  unter  HintPeis  auf  das 
Vorgehen  in  (hterreicli^  Bayern  und  Kärnten  in  gleichen  Fdüni 
aftgeschlagen.    Laibach,  im  Landtage  lOOä  Mars  IS. 

(V.-Prot.) 

Am  20.  wird  DocliDiJÜa  daHlbt^r  vcrlixniliiU.  B«sclilu2  wia  frfliier, 
doch  mit  dem  V'orbBbalte,  wenn  der  Unhffrcug  ihrtri)  Prolest  niclit  bvrduli- 
sicbtifOD  woU«,  Kl  ibaQD  d«r  Sita  and  die  Sttuime  des  Prion  vwu  Plctriach 
)ib«r  CT(!«D  den  Rerers  sa  QberlsueD,  daC  sie  die  Landeafreibeit«»  band- 
baben  bclfen. 

1394. 

Die  poUtisdte»  BesehiPerden  des  ,Erjihersogtuines'  Kärnten^  ,wie 
auch  dabei  der  evattgelischen  getreuen  stände  rcligionsgrArKmia»,'. 
Motivierte  Eingabe  des  Kärntner  Landtages  (mit  Attaschluß  der 
Katholischen)  an  Erehereog  Ferdinand  IL  Klagenfurt,  im  Land- 
tage 1602  März  21. 

(Kop.,  St.  h.-h..,  Chr.  R-l 

.  .  .*  Neben  disem  sein  aach  fürs  drit  E.  F.  D' jeder- 
zeit g6tlirca  erfandnc  .  .  .  stftnde  .  .  .  dise  ine  .  .  .  beschwft- 
rungen  (damiittir  aber  der  .  .  .  praelattensUudt  und  andere,  80 
der  rümiscli-catholischen  religion  zuegcthan,  gar  uit  vorstanden, 
Dücb  sich  dessen  tlmilhafftig  machen,  sondern  allerdinga  ansge- 
schlössen  sein  wellen)  .  .  .  anzubringen  verursacht  .  .  .-  und 
obwol  sie  .  .  .  in  .  .  .  hoffhung  gestanden,  E.  F.  D*  wurden  sieb 
.  .  .  einer  gn.  resolution  .  .  .  entschlossen  .  .  .  haben  .  .  .,  so 
mUessen  sie  doch  noch  zar  zeit  .  .  ■  disea  .  .  .  erfahren,  das 
wider  altes  herkhnmen  und  wolhergebrachte  freibeiten  von 
E.  P.  D'  camerprocarator  alboraith  drey  irer  .  .  .  mitglidcr  als 
herr  Bartlme  KhcTenhUller  .  .  .  wegen  praetcndierter  aber 


*  Dio  bcidsu  enlen  l'unkta  —  offenbar  politi»t:be  BcMrbwcrdou  cuthaltead 
—  ftfaUn  auch  kIioh  in  dor  obigen  Vorlage.  Im  obigen  Urnck«  aiad 
HbwdlM  noch  alle  Karialten  weggdaueii  worden. 

'  Folgt  die  Klage,  daß  iie  aber  alle  frflhfr  dargDlcglen  BiwDhwerdni  «ioa 
^lutig«  RcmIuüou  nlcbt  erUDgvn  kouclen. 


aines  practiu'Änten  za  Homei 
dAnn  herr  Sigmund  von  Spangstaiii,  unib  willen  des  durch 
die  nmb  Vclkenmarklil  gesüsaeiu;!!  evaugeltöchen  hcrren  und 
Undlenth  io  dem  achioss  Wnisonbcrg  gelialtiien  praedicantens, 
hßiT  David  von  Presing  freyherr  aber,  umb  doss  er  nur  sein 
kindt  in  dem  schlos»  Sonegg  durch  ainen  predicanten  bat 
tauffen  lassen,  anfangs  gUetlich  erttaccht  und  die  in  denen  vor 
disem  ausgefertigten  generallun  (darwider  aber  die  getreuen  cv. 
stünde,  umb  daes  sie  denen  allgomaiuen  landtsfreybaitten  und 
uralten  wolbergebracbten  berkomen  höchst  praejudicicriich,  ge- 
horsamiät  proleHando  einkumen,  denscIlKn  nachsugeleben  inen 
ganz  unmUglich  scy  und  die  unexequirter  widcrurab  aut'sn- 
hebeu  undterthenigist  angelangt)  statuierte  straff  der  zehen 
marcb  lOttigs  goldt,  dariuuen  sye  umb  augezaigter  Ursachen 
willen,  gefallen  Bein  sollen,  abgefordert,  als  sye  aber  disem 
seinem  ungewondlichon  begern  nicht  nacbkomen,  volgcndts  bey 
E.  F.  U'  hochlöblich  n.-ü.  regicrung  mit  unerhörter,  in  disem 
landt  gans  ungebräuchlicher  dag  fUrgenomon,  von  derselben 
nachvulgendts  gegen  ime,  dem  camerprücurator,  zu  verhör  zu 
erscheinen  citirt,  und  ob  sye  schon  hierauf  sowol  bey  E.  F.  ü* 
als  ir,  der  hochlöbl.  regiernng,  mit  irer  unterthenigisten  ent- 
Bchuldigungen,  wie  nembÜch  obangedentermaaaen  derj^Ieichen 
process  denen  algemainen  landtsfreihaiten  gäntzHch  entgegen 
und  zuwider,  auch  herr  Klievi-nhiilUir  freyborr  des  camorpro- 
corators  praetendirte  praedIcantenH  aufhaUnng  ganz  wider- 
sprochen, sich  zu  erfindnng  der  angeaaigten  grUndtlichen  be- 
stihaffenhait  auf  ain  unpartlicyischc  commisBion  reforirt  und 
gehorsamist  gebetten,  sie  dannenhero  von  disem  hochbeschwär- 
lichen  neuerlichen  clagen  exempt  zn  mac}ien,  niigeacht  dessen 
allen  aber  in  die  angeregte  straff  und  peen  yropter  contumaciam 
erkennt  und  dieselben  onverwhörchten  straffen  auch  von  inen 
Alberait  soweit  abgefordert  worden,  da  sie  dieselben  in  dem 
ge&etsten  termin  der  6  wachen  und  drei  tage  nicht  richtig 
machen,  man  mit  oinxJeluing  irer  glletler  fiirgehen  wMlIo;  wel- 
liches  alles  docli  von  gott  zu  erbarmen  und  sy,  gethrcue  ev. 
stAnde,  es  mit  übergebenden  angen  und  betrüebten  herzen  zu 
beseufzen  haben,  dass  ay  in  ircn  so  vilfeltigen  .  .  .  gewisscns- 
und  anderen  bescbwomngen  .  .  .  gar  kein  milderung  solten 
erlangen  miigrn,  sondern  ain  schmerzlicher  prou-ris  naeli  (bmi 
andern   gegen  inen  nirgenomen  und  durch  Bollich  der  uurliue- 


324 


bigen  wider  wissentliclie  freyhnidten  neuerliche  process,  fremhdc 
gcsuech  und  nur  schlechtes  anznigen  sye,  gethrene  herrn  und 
lacdlenth,  ^leichsamb  ausgftaaufrt  und  urab  Iren  hardt  erwor- 
benen schwaiss  wollen  gebracht  werden,  so  doch  ires  gehor- 
sainisten  wtssens  k&in  ainich  folÜchs  exempl  vorhanden,  dsas 
hey  denen  in  gott  ruhenden  gewesten  herren  und  landtsfUrsten 
ftin  landtman  in  d«r]cy  fUlen  von  der  .  .  .  n.ü.  regierang  wttre 
beclagt  und  dahin  citirt,  weniger  aber  nnverwürchter  Sachen, 
soweit  iiuiia»aen  dan  inhalt  hoch  couteslierter  und  von  E.  F.  D* 
confirmirter  habender  landtsvestcn  kain  landtniann  aiisflcr  landts 
kan  citirt  oder  condemnirt  werden,  es  geschehe  dann  mit  vor- 
horgehender  ordenlicher  erkandtnuss  der  herren  und  laiidtleuth, 
E.  F.  U'  inen,  getreuen  ev.  Iierren  und  landlenthen  .  .  .  auch 
nit  widcrspreclien,  daas  sye  sowol  als  die  römisch-cathoÜefhen 
gethreue  stilnde  and  mitgÜder  E.  E,  L.  and  danneuhero  aller 
biii  auf  E.  F.  D'  1.  f.  eintrettung  wolhergebrachten  freyhaitten, 
gueten  gewoimhaidten  und  Üblichen  gcbreuclien  ßlhig  und  tbail- 
bafilig  sein,  wie  sye  inen  dann  über  Ire  vor  der  bescbehueo 
erbhuldigung  protcstierlich  eingewendten  erclüningen,  daas  sye 
ncmblich  von  irer  ainmal  erkhendtcn  und  bckcnten  im  II  R.  li. 
znegelassnen,  auch  in  diseo  n.ü.  landen  vill  lange  iar  h\&  auf 
E.  F.  D'  1.  i\  eintrettung  sich  rhuelilg  gebraucliten,  daboy  ge- 
hissnen  ev.  religion  A.  C.  nnd  deren  christlichen  exercilio  kainea- 
wegs  weichen  und  diu  erbhuldiguiig  nit  änderst  lai^ten  kUndten, 
sye  bey  denselben  iren  freyhaitcn  verbleiben  zu  lassen^  an 
achütaen  nnd  handtzub&ben  nit  weniger  als  wolgemelter  röm.- 
catb,  Hlünden  ohne  ainiuho  eondilion,  so  gn.  »uegesagt  und  ver- 
sprochen, als  sy  in  zeit  diser  E.  F.  D'  I.  f.  rngiernng  nie  nichts 
sollitdies  neuerlich»,  so  denselben  hievor  ubservirten  gebreu- 
chigen  guetten  gewohnhaidtcn  und  freyhaiten  ontgfgeugewcst, 
weder  allentiert  noch  fllrgenomen  oder  hierdurch  zu  schmeller- 
und  entziolinng  deren,  aucli  denen  angezaigtcn  hetrilcbUchen 
Processen  ursach  gegeben  hellen,  sondern  haben  E.  F.  Ü'  nicht 
weniger  als  dero  in  gott  ruhenden  .  .  .  vorfordern  (von  denen 
sie  hingegen  zu  jederzeit  geliebt  und  geehrt  worden)  alle  pider- 
mannische  ihren  und  gebUrlichen  geborsamb  crwisen  und  als 
sye  wider  sullieho  guette  gewohnhaiden  und  conccssionen  in 
religio nssachen  so  vilfeltig  gravirt  worden,  durfUr  nur  in  tief- 
lister  dieniucth  gehettcn  und  geflehendt,  undter  andern  aber 
aoU   inen  .  .  .  auch    nochiuuUen    nit   wenig   achmerslich    fallen, 


325 

dass  mit  ausachaffiing  irer  glaa bensgenossen  und  angehürigon 
evangeUiicben,  and  zwar  viler  anseclilich  and  vermUglichcr  in- 
wohner  so  gar  kain  aufhören  noch  versfhon\ing  sein  will,  in- 
masaen  inen  dann  auch  gUabwicrdi^'^  tUrkbumbt,  dass  alberaJt 
widemmb  ain  reformationacommisaion  alher  in  E.  E.  L.  aigen- 
thamblicben  statt  Clagenftirth  angöordent  sein  solle.  Wie  es 
inen  ev.  .  .  .  ständen  nnn,  wan  man  inen  das  bisher  dnrch 
gottes  gnaden  gehabte  evangelische  €a:ercitium  rr^Ugionts,  welches 
inen  aber  bey  verlast  der  seelen  hail  nnd  seligkait  nnmiigUch 
SQ  entratten,  so  zwar  einstellen,  sye  derenwillen  bestrafTcn,  er- 
schöpfen, darneben  ire  glau bensgenossen  aasschaffen  und  nit 
gedalden,  letztlich  aber  allain  nmb  irer  chriHtliehen  ev.  religion 
willen  gar  von  baus  nnd  hof  mit  weib  nnd  khindern  ans  ircm 
so  lang  besessnen  geliebten  vatterJandt  ins  eilend  jagen  will, 
za  gemUeth  sein,  nnd  obs  mit  denen  so  vilfettig  beachecli* 
nen  andeutungen,  wie  nembtich  die  t-eligionsrefonna- 
tion  auf  die  herren  nnd  landleutti  nit  angesehen  noch 
genaaint,  überainstimbt  and  also  gehalten  wierdt,  anch  wie 
willig  and  lustig  es  sye,  ftlr  das  geliebte  vatterlandt  guett,  leib, 
ehr  and  blaet  darsnsctzcn  nnd  dasselb  retten  zn  lielffon,  machen, 
und  woher  sye  ain  und  die  andere  bedttrlFtigkatt  erarnen 
Ilftn,  haben  E.  F.  D*  selbst  so  gn.  zu  erwegen,  als  E.  F.  D* 
dei-sclben  getreuen  ev,  Kitmeriachen  herrn  und  landleutli 
von  3.  Aprilis  negsthin  aasfüerlich  in  geh.  llbcrraichlen  schriflft 
neben  andern  auch  diss  gn.  vernomen,  dass  weillendt  die  in 
gott  mliendo  R.  K.  M'  kayaer  Maximtllianua  yrtjnwÄ  Jioebs. 
ged.  dise  statt  Clagenfart  mit  disen  in  derselben  darüber  haben- 
den kayserlichen  donation  einverleibten  k.  wortteu  E.  E.  L.  aller- 
gn.  übergeben  und  eingeraambt: 

Dieaxil  wir  nun  edmldig,  auch  «onderlich  und  gncdiglich 
genaigt  tetn,  «««er  undterthanen  vor  verderhUchen  schade7i  auch 
üherfelUn  und  heschicerlichkaiten  zu  verhüaten  vnd  zu  versicheim^ 
90  haben  toir  der  ohhertleTten  von  praelatten  und  adl  unserB 
fUrstenthuinb»  KhSmdten  widertli.  bith  für  notkdurß'tiy  und 
zimbUch  angesehen  und  inen,  auch  allen  iren  nachkumen  und 
erben,  soliich  unser  »tatt  t'lagenfiirt  mitsambt  dtr  purkk  darin, 
gn.  zuegestSlt  %ind  erblich  geaifp^et,  thuen  diss  hiemit  wisienilich 
tn  erafft  dii»  Irriefs  also  U7id  mit  Kollicher  heschaidenhait,  me 
hiernach  begriffen  icird''-t,  nemblich  dass  nun  hinfllro  eye,  ire 
narJiicu-men  und  erben,  die  gedacht  wiuie*"  ulatt  Cfagenfuri  mit 
Pont«».  II.  Abt.  Bti.LX.  Ib 


926 

aambt  der  purkh  utwerkumert  inA^tti^Mt«  nach  irar  notdurfft, 
toillen  umj  gafalUa  joatMitj  hea«txen,  nch  dai'innen  enthalUttj 
auch  dieselb  statt  regieren,  riehter  und  rath,  auch  alle  ämhter 
darinnen  tetsen,  entsetzen  und  tonet  in  all  ander  weetj  damit 
handUn  und  gefahrn  miigen  und  aollen,  als  dan  ein  herr 
mit  seiner  aiijnen  statt  thuen  vuiij  und  soll,  unverhinderl  unser 
erben  und  sonst  allermenniglich.  Auf  solUehes  haben  wir  inen 
dieseih  stait  ClngenfuH  mit  aambt  der  purkh  dannnen  aus 
uneem  handen  und  gewalt  in  ir  handt,  nulz^  (jwalt  und  tfwür 
abgetrötten  und  eingeanttcorlet.  Darauf  und  entgegen  thuen 
und  geben  wier  als  regierender  herr  und  landtsfürst  des  obau' 
gezaigten  fUrttenthuinbs  Khärndten  der  villgemelten  statt  Ciagen- 
fürt  und  allen  denen,  so  jetso  darintusn  wahrten  oder  noch 
kunftiglich  dannnen  wohnen  werden,  auch  kiemit  und  in  erafft 
dita  briefs  dise  besondere  freyhait,  also  dass  nun  hinfüro  zu 
aoigen  eeitten  in  derselben  statt  gtistlich,  weltlich,  edl  und  un- 
edl,  arm  und  reich,  inwohner  oder  auslendcr,  was  nation  die 
sein  mügen,  tu  aller  zeit  und  täglichen  frey  darinnen  kauffen, 
verkaujfen,  handtieren  und  irts  güetter  darinnen  hahen^  ver- 
treiben und  ferrer  irer  notdurßi  nach  verfünkren  mügen  ohn 
alier  menniglichs  irrung  und  widersprechen  ete^ 

Uud  demnach  E.  F.  D'  daraus  gn.  za  sclien  ond  bowoI 
über  diss  als  andere  bis  auf  E.  F.  D'  1.  f.  antrettung  rbuebig 
crsessne  frcjrtiaiten  au  lialten  gn.  versproclien,  das»  von  der 
K.  M'  dise  statt  E.  E.  L.  frey  aigenthumblich,  dieselb  nach  iren 
willen  und  gefallen  zu  |tauc>n,  zu  bcsetzea,  sicti  dariunen  zu 
entLaltea  .  .  .*  cingcraumbt  und  zucgestelt,  danebeos  abor  da- 
bin privilegirt,  dass  nun  liinfilra  zu  ewigen  Zeiten  iu  derselben 


statt  gcistlicb 


so  sein  sye,   getreue  ev.  stJlndo,  der  gantz 


getrosten  .  .  .  faoffnnng,  bitten  auch  E.  F.  D^  .  .  .,  die  wellen 
doch  als  ein  gerauhter  .  .  .  und  eowul  inen,  evaugt;li sehen  als 
den  rÜiD.-eatholischen  .  .  .  ständen  .  .  .  gescbworncr  lierr  und 
landtsfih-st,  gegen  dem  sie  die  von  der  K.  31'  hingegen  reaer- 
virteo  articl  jederzeit  etlfferigst  observirt  und  gcliaUen,  and  zu  an- 
nuUierung  ires  an  discr  statt  habenden  tu«  die  wenigiste  ursach 
gegeben,  syc  nit  allain  he.y  diser  so  statlicbeu  hochverpindt- 
licben  contcstirten  k.  donation  und  nutunelir  in  die  84  iar  dar- 
über rliuebig  ersessnen  gwülir  gn.  verbleibeu  lassen  und  weder 

*  Wie  obto. 


227 


inneo  derenwiUen  noch  auch  iren  iDwolinorn  und  glaubeas- 
geno&seD  mit  ferrer  ausschaffung  noch  sonsten  ^'clits  beschwur- 
Uchs  zaefUcgcn,  sondern  sich  Über  die  kü  vilibllig  mit  bo- 
kamerteo  herzen  aad  gemileth  erolagten,  inen  hüchst  obligen- 
den  gewisscnfibedrßngnusscn  und  besch wärungen,  auoh  die  hie- 
bevor  angezognen  wider  wissentliche  freybaitton  and  üblich 
ohserrirte  gewonhaiten  miÜtirende  neuerliche  process  .  .  .  gn. 
resolviereD  and  fUrderhin  sic)i  von  den  uorliLebigen  dem  ge- 
liebten vatterlandta  wulstandt  nit  wo!  aff'oclionirten  .  .  .  nit  also 
nngnedigist  verunglimpfeu  lassen,  noch  denselben  nur  auf  blussea 
angleiches  anbringen  ohne  vorhergoboande  gcburUcho  vemom- 
oder  Verantwortung  eimpUeitur  gliiuben  setzen,  aUwol  sie  dessen 
—  wil  man  sich  andei-sl  nit  uridter  ainisten  in  das  eusscriste 
verderben  stürzen  —  in  warhait  anzühlich  gnaegsame  Ursachen 
Imben  und  gewieslicli  ia  kürzen  selbt^t  gu.  erfahren  werden, 
dass  mit  E.  F.  D'  und  derselben  geliebten  posteritet  sye,  evan- 
gelische ütfiiide,  US  treulich,  erbar  und  aufrecht  mainen,  seitte- 
mallen  dergleichen  herzbetrUcblicbo  proccsa  und  gewiBsens- 
liedrangnussvn  in  der  R.  K.  M^  .  .  .  kunigreichen  und  landen, 
die  doch  von  dem  H.  R.  R.  und  andern  puteutaten  wider  den 
erbfeindt  viU  ain  mehrere  assistenz  als  leider  dise  E.  F.  D*  aas- 
geinergelt«  lande  haben,  dennoch  nit  also  strenge  lUrgenumcn, 
Bändern  es  bey  denen  religio cisconccasionen  allergn.  verbleiben 
laBsen^  E.  F.  D^  such  selbst  gn.  wabrnemen  und  empfinden, 
in  was  abneroen  dieäelbeu  wenige  iar  hero  disc  E.  F.  D'  ge- 
treue lande  geratben,  wie  gänzlich  die  stritt  und  markt  and 
allerliand  conimercien  fast  gana  und  gar  erligen  and  wie  sunnton 
ein  scharfTe  gottesliaimbsucciiung  der  andern,  mit  denen  nun 
etlicb  iar  graij gierenden  sterbsleuffen,  einfallenden  missrattungen 
and  daher  folgenden  grusäcu  tUeuerung,  noth  und  mangl,  er- 
wachsenden mistrauen,  veriierung  des  credita,  gentzlicher  er- 
ligung  der  porkwcreh  und  aiideri]  villen  hoehbcschwArliehon 
saeständen  die  handt  gibt,  sondorliuliien  aber>  wie  ttbl  es  umb 
die  grilnitzen  allerseilu  gesohafTeo,  wie  schwer  es  mit  der  dahin 
bedürftigen  verlag  zuogehct  und  wie  offen  and  nahendl  diso 
K.  F.  D'  erbtande  sich  laidcr  dem  erbfeindt  betinden,  wie  Htark 
sich  derselb  den  einkuoicndcn  kundtachafften  nach  wider  allge- 
maine  christenhait  abermallen  rllst,  was  bisabero  die  frembden 
Vülkhilfcn  gerieht  und  was  sich  noch  ins  künftig  daraulf  zu 
verhuaon,   nemblich   anders   nichts,   als   dass   dieselben   in  den 


dnrcbzUgen  (wie  es  mit  dem  anjelzo  in  Oberkttrnclten  Itgendoii 
Ma<lrut»c)iisc}ten  krtcgsvolk  »u  aclicn)  die  lande  noch  mchrers 
in  Verarmung  bringt  und  verderbt,  hingegen  aber  darff  cb 
kainer  prob,  wie  threalicb  pidermannisch  des  landts  inwuhner 
obno  rbuombs  altriboirnng  meldcnl  bcy  irom  gn.  herrn  and 
landufUratca  ttnverschont  leib,  guett  und  bluetä  jederzeit  sae- 
gesetzt  und  si<:h  darauff  nuchiimllen  mit  gottcs  hilf  bcstcndig 
za  verlassen,  iomasscn  dann  aus  soliich  za  E-  F.  D*  and  dorn 
geliebten  vatterlandt  UDterthenigiat  tragender  lieb  und  pider- 
maiiniüchen  affcction  sy  unjetzo  UDgehiiidcrt  dessen  atten  aber- 
mallen  gcstrocks  zu  der  landtagsbewilligung  greiffen  and  sich 
iu  derselben  widcrumben  auf  das  erschwingltchist.  ja  über  das 
vermligcn  erzaigcn  und  dass  man  sich  in  sollichcn  vor  äugen 
stehunden  faüebsten  feindtsnUtten  offt  gar  der  ungläubigen 
vülker  (darfür  aber  oder  diejenig  sy,  ev.  gothreue  stunde,  ver- 
hofi'cndtlich  in  ewigkeit  nit  soücn  gehalten,  so  etwo,  wie 
E.  F.  D*  villeicht  eingebildt  mücht  werden,  ain  äotliche  sec- 
tiscbc  oder  ketzerische  rcligion  und  glauben  an  sich  hetten, 
dass  sye  sich  muetwiltiger  weiss  von  der  hl.  christlichen  kirchen 
separiern,  sieb  selbs  in  zeitlichs  und  ewiges  verderben  setzen 
and  dannenhero  inen  anter  andern  Christen  zu  wohnen  oder 
ir  ej:ercitium  zu  haben,  «o  gilnzlich  soll  verwört  sein)  ver- 
bindnuss  und  lülfien  gebrauchen,  fUmemblich  aber  dabin  sehen, 
damit  sy  ir  selbst  aigne  manschafft  vermehren  und  in  gaeter 
protection  erhalten.  Und  wie  der  allmechtig  gliettig  gott,  als 
man  undter  E.  F.  D'  in  gott  ruhenden  gelieben  herrn  vatteru 
.  .  .  auch  denen  .  .  .  vorfordorn  .  .  .  sowol  in  reÜgions-  als 
prophaneachen  in  christUcher  ainigkait  ohne  gewlssens beschwur 
rhuebig  gelebt  und  mit  einhelligem  herzen  und  gemUeth  threu- 
lichist  zusamen gesetzt,  eein  liailsame  gnad  eiogewendt,  dass 
nit  allain  das  gemaine  landtwGsen  in  trefflich  guettem  es$e  und 
hochgewUnacliten  wolstandt  sich  befanden,  sondern  hierdurch 
allgemainer  christenhait  ertz-  und  erbfeindt  jederzeit  der 
wtirkliche  widerstundt  erwisen  und  diea  ime  sonsten  fast 
im  rächen  ligenden  lande  aufrecht  erhalten  worden,  also  ist 
gewisslich  zu  hoffen,  dass  sein  göttlic^hß  almacht  das  an- 
jetao  voran  gezogene  mtlheselllge  weesen  und  gottes  haimb- 
Buechnngen  hledurch  widerumb  zu  dem  vorigen  glücklichen 
guetlen  wulstandt  dirigiern,  inBün<lorlioit  aber  K.  F.  D'  so- 
Wal    als   dero    gcliel>t«ii    herrn    vattcrn  wider  alle  feindt  glück- 


I 


Iklie  aberwindang  und  den  ^adenreicbeD  segen  verleiben 
wirdt,  and  nmb  diewLb  werden  ca  die  gethroaen  er.  atXnde 
mit  onverachonter  wUli^iater  darsetzang  des  noch  wenig  übrigen 
gnett^  leib,  ehr  and  blaets  Termügea  onderth.  zu  verdienen 
gefiisscn  sein. 

Da  aber  sj,  getreue  er.  stände,  in  sollich  irem  hertz- 
brechenden .  .  .  clageo,  flebeu  und  bitleu  wider  all  .  .  .  ver- 
hoffen nit  wolten  gewehrltcb  erhört,  die  vor  disem  aasgefer- 
tigten nnann  cm  blichen  neaerlichen  general  nncxequirter  und 
die  obeiogefürten  von  dem  camerprocaratorn  .  .  .  fUrgenomne 
procese  and  die  daranf  gevolgtcn  citationen  and,  erk&ntnassen 
wie  anch  andere  merkliche  in  vorher  übergebnen  schrifRen  an- 
gezogne ijracamina  nit  anfgehebt  oder  in  iren  gewissen  anbe- 
triiebt  gelassen,  sondern  immerfort  wider  so  nissentlirhc  frey- 
hoiten  and  altes  herkoroon  graviert^  letztlich  aber  anter  diesem 
{n^etext  inen  das  irige  entzogen  oder  aber  sye  denen  frida- 
widerwerttigen  inen  nit  gcschwornen  zv.  triboliorn  wolten  unter- 
geben werden:  so  bitten  R  F.  D*  sye.  getbrene  ev.  stände, 
auf  ainen  sollichen  anverhofflen  fall  schlie.isitch  ganz,  anterthe- 
nigist,  seittemalen  inen  disen  ganz  nngcwohnlichen  durchs  herz, 
march  und  pain  gehenden  lasat  dergestalt  zn  tragen  oder  sich 
irea  christlich  evangelischen  exercitii  relüjionü  init  unverletztem 
gewissen  zn  begeben  und  zn  entratcn  (wie  vor  voriiomen)  wie 
Buch  bey  diser  beachaffenbait  onniUglich,  ire  anlagen  zu  con- 
tribuieren  und  was  sonsten  za  rettung  unser«  geliebton  vatter 
landts,  es  sey  nan  mit  persöndÜchon  aueztlgen  oder  sonsten  die 
nottnrfft  erfordert,  zu  iaisten  schwer  und  iinmU^li(;h  fallen 
wnrde,  die  wollten  sieb,  wessen  sye  gethrene  stftnde  sich 
doch  bey  ainer  sollich  hertÄbetrtlehlichisten  besch äffen hait  endt- 
lich  zu  versehen  und  zu  getrÖHteu  habe»,  sye  sich  atsdan  auch 
aller  christlichen  gebür  nach  zn  richten  wissen,  ehist  gn.  re- 
Bolvirn,  dis  ir  .  .  .  anlangen  aber  nit  in  «ngnadRn,  sondern 
.  ,  .  mit  I.  f.  gnaden  vermerken,  das»  sye  hierzu  godningen- 
lich  verursacht  und  diser  flimemblicb  zu  E,  P.  D'  verschonung 
der  hierunter  so  vilfcltig  zuostehenden  hehelligungen  und  irer 
gewisse nsbefridigong,  auch  damit  sye  sonsten  in  mehrer  and 
besserer  ruhe  und  friden  sambt  iren  geliebten  weih,  kindern 
und  sonst  angchOrigen,  dann  aneh  der  konfftigcn  posteritet 
mügen  gestJilt  werden,  gemaint  seye.  Und  thuet  E.  F.  D 
E.  E.  L.  sich  .  . . 


230 

Actum  Clagenfnrt  im  landtag  den  21.  Martii  anno  1602. 
E.  F.  D' 
anderthcnig!ste  und  goliorsa miste 
N.  E.  E.  bey  gepenwUcrtigeii  land- 
tag versaiablietti  landächalTt. 

UiiweMtiUielt   gvikflrxt.     Di'in  8tÜck«    ut   die  LandshandfMtc   flt^rzug 
AlbrecUU  II.  (von  1339  Dezeiubw  6}  beigeacblvssan. 


1395. 

E.  E.  L.  interJ!tidicrt  bei  Maria,  Erehersogin  von  thierreich,  und 
bei  der  F.  D'  um  Erledüjaufj  KanäcUiergers-  1602  Mars  2.V. 

(Kq?i«U.) 
Iti    Ziiuiiiirnoiiliiiiig    dxiiiit    liat     man     ilie    folgendf    Niiinnier   geseUt. 
Stflie  Peinlich,  Dia  Egkennperger  SUfTt,  ä.  60,  Note.   Siebe  dagogen  Loaortb, 
HocbvrtrraUprftzeß,  S.  339. 

1396. 

yAn  I.  E.  jy  frauen  frauen  Marien,  vertvittihten  erzhersogin  n* 
Österreich.   Donationsbrief  von  E.  E.  L.  wegen  der  stiß  allhicr.' 

1602  März  23. 
(R«giftr.) 
Si«b«  Lotertb,  Hcichr«iraUprozeß.  8.  339. 

13D7. 

Kraiwr  Landtag:  Bischof  Krön  meldet,  ihm  sei  ein  landesßrst- 
Heiter  Jiefehl  gugehommcn,  es  sei  mit  dem  Landschreiber  eu  hatten 
tcie  mit  den  anderen  Landschaftsoffizieren,  daJier  trage  er  liedejtken, 
ihn  smn  Laudmanne  jsu  nehmett.  JiefuJUuß,  i/i»  als  iMndmaim 
aufzMnehmen  und  die  Verordneienstdlen  mit  ttcei  katiioiischen 
und  zwei  evangelisciien  Landleuien  su  besetzen.  Für  die  Jtats- 
personen  sei  bei  den  Kotnmissären  um  Verlängerung  des  Temntts 
gu  bitten.    Im  Landtag  1602  März  23, 

(V.-ProU) 

1898. 

Literzession  des  Krainer  Landtages  für  Frau  Gali,  hcztehungs- 

weite  das  Spital  zu  Mitterimrg,  für  Spindler,  Wassermann  und 

Jackschitt.     I^Uiach,  im  Landtage  1602  März  27. 

(V.-Prol.) 
Für  W«M«rmaua  wird  Doch  ua  9.  Mai  iuterttMÜMt. 


rDeoretom  archiduois  Matliiae  quo  comiti  Georgio  Thnrao  .  .  . 
altra  datani  mbi  instmctionem  serio  inianptar.  dc  semet  in 
nlltim  reltgionts  negotioni  inmisceat  ncc  altenas  quam  catb.  re- 
lifponis  miniBtros  ['jvarini  et  in  locis  ad  conßnia  capitaneatos 
sni  spectantibus  inlerteneat.'  J002  Aprü  1. 
(Orie.,  Cnp.  L.-A.  Tban»,  Fux.  X,  Mr.  36.) 


1400. 

^April  3.  finben  I.  F.  Gn.  auss  erhöbOrhen  ursachm  den  Ulrkk 
Nomk,  bitrptr  alhie  (tu  Laihach},  der  des  Auf/astin  KhÖterU 
güeier  und  giashtttien  in  seinem  absug  der  rdigion  halben  in 
skA  erkauffl,  noch  restige  sehuid  als  2900  fl.  im  namen  f.  F.  D* 
und  gewalthahender  rdmeehtigen  rdigionsreforntatiöHSeammission 
ime  kinaussugeben  gttns  und  gar  verbeten.* 

(KrOos  Kalendor.  S.  2S.) 

1401. 

,/.  F.  If  /Vom  fr^iu  Maria  m  öslerreieh,  tcittib,'  bitten  die  Herren 
Verordneten ;  sie  tvoUe  bei  ihrem  ^diehiesten  Herrn  Sohne'  Ferdinand 
für  Hans  Georg  Kanddberger  wegen  seittei  langeti  Gefängnisses 
die  Erledigung   soUiniierm  und  iniersedieren.     JG03  April  3. 

(Bapatr.) 


1403. 

Ferdinand  IL  an  die  sieirische  Landadiafl:  Er  haf/e  ihre  Zu- 
scJtrifl  vom  32.  Mära  in  caa^a  des  Pfarrers  von  W(ätersdorf  und 
Wilhelms  von  Rottal,  betreffend  des  letzteren  gegen  den  Pfarrer 
gerichteten  IhfrecMsklagm  und  daß  die  F.  D  dieselben  aufge- 
iabw,  was  icider  die  Landesfreilieiten  stfnn  soll,  vernommen  und 
erkläre,  dafi  der  von  ihm  erlassene  Befehl  die  Meinung  nicht 
hat,  dafi  hierdurch  dem  Lande  an  seinen  Freiheiten  etwas  be- 
nommen sein  s^;  aber  er  mufJte  deth  P fairer  sd^Usen,  gegen 
den  Rottal  Klage  erhob,  dafi  er  sich  der  eur  Pfarre  Ebersdorf 
g^iorigen  (}üter  ,für  iich  st^st  unterfangen  hätte" ;  dasH  hatte 
Rottal  kein  Recht,  da  die  F.  V  dem  Pfarrer  die  Pfarre  und 
ihr  Zugchor  durch  die  Religiottsreformation  aas  genügsamen  Ür- 


sadicn  einantworten  ließ.  Damit  drr  Pfarrer  nicht  unhiUiger- 
W^e  Mit  Verahsäumungi  seines  G^ottesdiensies  bei  Gericht  ,hwi- 
gejfOffen'  werde,  habe  er  ihn  vor  den  vermeinte»  GetcaUsklagen 
Sottals  exempt  gemacht  und  lasse  es  dabei  verbleien.     (Grat) 

1602  Ajorü  4. 

(Oric..  St.  L.-A.,  Cht.  R.) 

DIs  Eln|:Nbe  Sottsla  au  dis  L&ndscbafl  (undatiert)  lie^t  Tioi. 

14U3. 

Die  Verordneten  von  Steiemutrh  an  den  Lajuhsh<iuptttKtnn  : 
teilen  die  den  Herren  t-on  Windisch^rüts  xu  Widd^tein  durch 
gefäntßliche  Hinweg führung  des  dortigen  Prädikanlen  (Paulus 
ödontius)  Eugefwjte  Gewalttat  mit.  Sie  habeti  dies  auf  dir  BUte 
des  Vormuyides  der  jungcit  Herrai  um  Hat  und  HUfe  den  a»- 
wesenden  Herren  und  LaniUeuten  vorgetragen.  Der  Vormund 
der  Herren  von  WiiuUsehgräte  werde  sich  hei  der  F.  i>  6c- 
schweren.  Die  Verordneten  selbst  litten  den  Landeshauptmann 
um  sein  Chtlacliten,  wie  hierüber  twn  Landeswegen  vorzugehen  sei. 
Graz,  IHi)'^  April  :i^. 

(Kon«.,  St.  L.-A.,  Chr.  R.) 

E^  H.  werden  sonders  zwcifl  der  F.  D*  den  licnn  von 
WiDdisckgriltz  zugefüegtco  gwalUttigeu  cingriÜ'  zu  Waltcnstein 
und  gfifiingliclicr  IiinwegfÜeniiig  dea  aldort  gcwcstcn  ev.  prc- 
dicantcns  durch  andere  auch  mehr  Uider  sein  erindert  worden, 
inmasscn  E.  H.  höchst ermcltor  I.  F.  D*  starke  Verordnung  aas 
beiligender  patents-  and  l)efelc]isabschrifft  raehrers  zu  ersehen 
habeu.  Wan  dan  der  wolgeborn  heiT  KudoliT  freyherr  vca 
Theaffenbach  etc.,  landsverweser  in  äteyr,  als  neben  herrn 
Wilhalbm  froyherni  von  Wiudißcbgrätz,  wcilandt  herm  Pan- 
gratzen  von  Windischgrätz  saligcn  nacbgela^nen  erben  und 
gfiti(f)  auf  dato  wesender  gerhab  sich  solches  zugefUegten 
gwaltlittgcn  und  vorhcro  nie  erhOrtcn  ciDgriffs  und  aufstossung 
der  thor  zum  hüchaten  beächwftrt  und  uinb  unser  ratb  und 
gutachten,  ob  er  oder  aber  die  jungen  herrn  von  WiudischgrÄtSj 
denen  die  einantwortung  gtandtlichen  beschebcn  soll,  sich  dessen 
bei  der  F.  D'  beschwören  sollen,  gepetten,  haben  wir  nicht 
unterlassen,  die  Sachen  denen  jetzt  noch  anwesenden  herrn  und 
landiouthen   filrzutragen,   welche   neben   uns   oinheUig  fUr  gutt 


^ 


233 


gehalten,  dam  er,  herr  von  Theaffenbach,  in  welche«  gorhab- 
lidie  admiDiatratian  solclier  gewaltÜiA liger  eingriff  beschchen, 
ttch  bet  der  F.  D*  beschwären  sollt.  Weiln  aber  vilbemelter 
gewalt  E.  E.  L.  habenden  atatlichen  fre^heiten  nicht  wenig  con- 
cemirt  and  eines  bögen  mitl  and  anders  and  stattlicher  anfang 
tt  rei  mali  eaeempli  ist,  haben  wir  solches  E.  H.  keineswega 
Terhalten  sollen,  dienstlichen  bittent,  die  wällen  nns  anbeschwert 
ire  bericht  and  rätlicb  gntachten,  waa  hierin  sowol  ernennten 
herm  von  Theafenbach  als  diser  stell  von  gemainen  landta 
wegen  {Urznnehnien  sein  möchte,  erthcilen,  damit  also  balt, 
was  also  rathsam  befunden  wirdt,  könne  fUrgenobmen  werden; 
wir  mit  verlangen  erwarten.  . . .  Qräta  den  22.  April  1602. 

Vorordente. 


1404. 

IN  Gra£  anniesenden  Herren  und  Landleute  an  Ferdinand  IL: 
Im  Namen  der  !•'.  1/  icurde  den  beiden  jungen  Herren  von 
Windigchgrätz  anbefohlen,  steh  alsbald  in  der  F.  !>  Uaupischi<^ 
eimusteüen,  ans  Ursaetten,  ^ie  soteohl  uns  als  ihnen  toibewufii 
tittd'.  Bitte,  ihn^n  die  Gnade  ;u  encäsen,  daß  sie  icentgstens 
in  ihrer  hie^ffen  eigenen  Behausung  rfdtxssen  werden.  SoUte  dies 
nidit  £U  erlangen  sein,  werden  die  heidetf  sich  im  Schlosse  ein- 
stdUn,  doch  soll  es  E.  E.  L.  an  ifiren  Freiheiten  nicht  prajudi- 
iieren.    Graz,  ltiO:i  AjyrU  22. 

(Koni.,  ebend«.) 

Doch  flmlct  «inb  außao  die  Bemerkung:  4>i«s  Coneept  Ut  iiit  «i- 
pcdirt  wnrdeii.'  Wir  kxbea  m  alt  Stimtnanglbild  docli  aafauiiftfainen  aiclit 
ontcrluwD  mOgvo. 

1405. 

Huddf  vmt  Teuffenhach,  Wilhdm,  Christopti  und  Friedrich  von 
Windischyrütz  an  die  Verordneten  und  die  in  Gras  amcesenden 
Herren  und  Landlente:  Obtcoid  sie  ßr  den  Venealter  su  Wald- 
stein, Wilh^m  Haag,  und  Paul  Odontius  se^st  einschreiten  u-oUten, 
so  hetben  sie  dock  das  Bedenken,  daf}  sie  in  der  Sache  selbst 
interessiert  sind  und  für  ihre  Person  wenig  Nutzen  schaffen 
könnten.  Sie  bitten  daher,  auf  Mittel  bedacht  zu  sein,  durch 
die  der  Landesffirst  rur  Milderung  seiner  Strenge  bewogen  werden 
könnte.     Zwar  sei  kaum  su  befürchten,  daß  man  Odontius  ans 


SS4 


Ijcben  ffehen  tccrde,  da  ein  solcher  ,rigor'  in  so  unverhoffter 
ÜeliyioHSPa-änderHng  bei  den  Rclifiionsvencandten  im  ganzen 
Reiche  Aufseheti  machen  würde:  dessenungeachtet  mire  eine  J''iir- 
bitie  ersprießich.  Haag  ist  Landmann  in  Kärnten.  SoUte  er 
hilflos  gelassen  und  als  ein  Mann  gestraft  tecrden,  der  nie  im 
Sinne  geliaht,  der  F.  ly  zu  widerstreben,  sondern  Mir  das  Zeichen 
mit  der  Glocke  gegen  unbekannte  GetealUat  gegeben,  so  könnte 
das  der  Land<i$freiheii  nacMeÜige  Konsequenzen  Itaben.  0.  D. 
(nacfi  dem  22.  April). 

(Orig.,  St.  L-Ä.,  Cbr.  B.) 


1406. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  an  l'erditiatid  IL: 
ßr    Wiihdm    Haag    und    Paul    Odontius.     0.  D. 

22.  April). 

{KoriB.,  6t  L.-A.,  Chr.  R.) 


fnt er  Session 
(nach    dem 


1407. 

Die  Verordneten  von  Sieirrmark  an  den  handeshauptmann : 
teilen  ihm  die  Vorgänge  bei  der  Verhaßutig  der  junge»  Herren 
von  WitidischijratB  mit  und  was  die  bei  deti  Land-  und  Hof- 
rcehien  anwest^uien  Herren  und  Landleute  hierüber  bcscidossen. 
Er  werde  nach  seiner  Weise  die  Laudesfreiheiten  su  wahren 
wissen.    Grae,  1602  Äprü  26. 

[Kooa.,  St  L.-A.,  Cbr.  H.) 

Gloich  in  der  stardt,  da  wir  An  K.  II.  wegen  de»  his- 
scheLnen  iiDverselmen  gcwnltttttlgen  eingriffs  za  Walterstetn 
nn»cr  Ubcntcliicktes  riltliliclicK  gnctaclitcn  abgehört  und  ver- 
nahmen, ist  bcrr  landtsverwcser  mit  beiden  jungen  lierrn  von 
WiiidiBuhgrätz  ftlr  uns  kumeu  nnd  uns  so  vil  angebi-acht,  wie 
ihnen  anhent  fraer  tagzeit  ein  ornBtIicfa  decret  von  I.  F.  D*  zn- 
komen,  darinnen  inen  auferlegt  worden,  das«  sie  in  angesicht 
sich  für  L  F.  D*  herrn  atattlialtern  etellcn  ond  alda  ferrers  be- 
scheid»  erwarten  sollen.  Als  sie  aber  solcher  I.  F.  D'  gn.  aaf* 
erlegen,  anbewust  umb  vrebo  es  zu  thnn,  gehorsam  geleistet 
nnd  alsobalt  für  ihme,  herrn  Statthalter,  erschinen,  hat  I.  F.  D* 
mehrera  nicht,  als  dass  sie  sich  in  angesicht  in  das  f.  hanbi- 


I 


235 


I 


tehlofts  jjhie  in  gehorsam  einstellen  sollen,  ihnen  ernstlich  be- 
Tojhen.  Ob  sie  sich  nnnma]  mit  mehrern  aasfllrlichen  ent- 
BchnMi^,  somalen  weilen  sie  noch  begerhabl  und  nmb  einiges 
Terbrechen  nicht  wissen  and  ohne  das  1.  D*  mit  leib  und  gnet 
onterworfen,  hat  inen  doch  solches  nicbtcs  fartragen,  sondern 
dise  antwort  ervol-rt,  da  sie  nicht  gehorsam  leisten  werden, 
werde  mehrerer  ernst  gegen  ihnen  fürgenohmen  werden.  Dar- 
über beide  jnnge  heim  von  Windischgrita  damalen  hinweg- 
gangen und  solches  alles  durch  wolgedachten  lierm  landtsver- 
weser  anbringen  lassen.  Darüber  wir  denen  in  jetxigon  landts- 
und  hofrechten  anwesendun  herncn  ond  landlcuten  solchen 
neaerlichen  und  unerhörten  process,  so  denen  wol hergebrachten 
iandtsfreyhciten  ex  diam^tro  zuwider,  nach  lengs  filrgebradit, 
welche  dahin  geschlossen,  dass  sie,  herrn  von  WindischgrÄt«, 
auf  die  von  I.  F.  B^  albcrait  anbevolhne  stärkere  Verordnung 
sich  dieweil  stellen  sollen  and  dass  wir  K.  H.  solches  alles 
eilendt  erindem  sollen,  des  gewissen  Tersehens.  E.  H.  als  das 
(ttmembste  mitglidt  werden  iro  B.  ganze  E.  ISbl.  L.  wolhcr- 
gebrachte  uralte  freyheiten  anch  anitzo,  da  es  am  meisten  von- 
nöten,  eofrig  obgelegen  sein  lasson  and  sich  also  bald  wegen 
der  Sachen  ob  sich  tragenden  Wichtigkeit  ungehindert  anderer 
irer  fUrfallenden  ehehaflPtcn  und  angelegeoheiten  hieher  ver- 
fliegen, damit  das,  was  etwo  in  diser  hochwichtigen  Sachen 
woiters  ftlrzunehmea.  mügc  berath»chlagt  and  vollzogen  worden. 
.  .  OrStE  den  25.  April  1602. 


E.  H.  d.  beflisne 


Verordente. 


k 


1408. 

Die  in  Gras  any:c8enden  Herren  unti  Landleute  an  die  F.  /)*; 
Bride  junge  Ucrrrn  von  Wind%$chgrate  haben  sich  auf  den  er- 
haUcnen  Bcf'elU  kin  unversüylich  im  Hauptselilosse  eingcsteüi, 
der  Zuversicht,  die  F.  D*  werde  sie  wi  AnhetTaciU  ihres  Ge- 
hoTSftms  sich  empfohlen  sein  lassen.  Wieicohl  den  BittsteUem 
das  Verbrechen  der  beiden  nichi  be^nnt  ist,  so  ist,  faüs  sie 
etwas  begangen,  dies  schwerlieh  vorsäislieh  geschehen,  atich  haben 
sie  schwerlich  die  weittragende  Wichiigieit  der  Sache  erkennen 
mögen.  Ohne  das,  was  sie  getan  haben  mochten,  irgendtcie  ru 
hiBigat,  bittai  sie,  ihnen  die  landesfUrsilkhe  Gnade  £U  erweisen 


336 


und  sie  »Ar«  Arresiee  *»  enileditjcn.    Sie  werden  sich  gett'iji  auf 
keinen  ßüchiigen  Vikß  seteen.    Graz,  1602  April  27. 

(Kon«.,  8t.  L.-A.,  Clir.  B.) 

1409. 

Ferdinand  IL  an  die  Herren  und  Landleute,  m  gegemcärtig  in 
Graz  vermmmelt  sind:  Wiewohl  der  WaldBteinsc/te  Handel  mit 
etwas  mfihr  (rehnrsam  zu  verhüten  geiivsen  und  er  befugt  wäre, 
die  im  hiesigen  Hauptschlosse  verarrestierten  jungen  Freiherren 
von  Windischgrätg  im  Gefäng^iissc  bis  ettm  Austrage  der  Sachen 
verbleihmt  zu  lassen,  wolle  er  ihnen  wegen  der  Fürbitte  drr  Lnnd- 
sciiaft  den  Arrest  erlassen.  Sie  haben  sich  sofort  in  ihre  hiesige 
Jidtaitsung  zn  verfügen  und  dort  bis  sum  Amgnnge  der  Änge- 
iegetiheit  su  verbleüien.    Grat,  1002  Aj>rü  HO. 

(Kcp.,  St.  L.-A.,  Ctir.  &.\ 

1410. 

Her  Landeshauptmann,  die  Verordneten  und  die  anderen  in  Gras 
antcesenden  Herrett  und  Landleute  an  Ershersog  Ferdinand  IL: 
Interzession  für  Herrn  Rudolf  Freiherrn  von  Teuffenbach  und 
beide  jungen  Herren  von  Windischgrnt2,  daß  I.  D*  die  letsteren 
gänslich  ihres  Arrestes  entlasse  und  sie  und  Teuffenbach  wieder 
jm  Gnaden  anttchnien  tcollc.    Gras,  lf>f>2  Mai  7. 

(KonL,  St.  L.-A.,  Chr.  R.] 


1411. 

Herr  Thomas  Nadasdy,  Zutsch^  und  Frau  PopUn  werden  er- 
sucht, die  evangelischen  Prediger  in  ihren  Schnis  su  nehmen, 
ihnen  Untersdilupf  und  gute  Beförderung  su  geben.  Ifi02  Mai  9. 

(Rogintr.,  Konje.,  Sl.  L.-A  ,  Chr.  K.) 

1412. 

IHeuU>m  an  Ferdinand  IL:  inier  zedieren,  daß  Herr  Rudclf 
von  Tctiffenhaeh  bei  seinem  Landverweserdiensie  belassen  icerde; 
wofern  dies  aber  nicltt  ru  erhalten  wäre,  benennen  sie  an  seiner 
ikitt  Gabriel  Freiiierrn  von  Teu/fetibach,  Hans  Sigmund  Wagn, 


337 


Frans  Freiherm  von  HagnUs  und  Iferm  Bemhardin  Freihernt 

von  Herberstein.    Grae,  lOOÜ  Mai  14. 

[KoDi.,  ebend«.) 


1413. 

Erehersog  MtUihias  an  Georg  Tureo  von  BetUnfaiva:  auf  den 

ershisehößickfn  Gütern  und  in  der  NaeJibarschaß  keine  andernt 

als  katholische  Geistliche  einkommen  m  lassen.  Wien,  liSOÜ  Mai  30. 

(Orig.,  Ungar.  L.-A.,  Fui.  XO,  Nr.  S.) 

HattliiaR  .  .  .  Magniücc  .  .  .  Intelleximas  ea,  qnae  nobis 
ad  <]et:n;tam  nostnim  sab  finem  pruxiine.  preteritae  dietae  Po- 
sonicnsis  tibi  exhibitain  reapondcris.  Qa&ntam  itaqoc  ad  non 
impediendos  sed  tnendos  potias  et  promovendos  rntliolicac  Ro- 
manae  ecclcsiae  sacerdotes  attiiiet.  in  eo  a  rei^ulutioiie  S.  C. 
Reg.  M'''  domiDi  et  fratrls  nostri  obscrvandissimi  iam  anteu 
tibi  intimata  recedere  nullatenos  possainna.  Qaod  ad  rever- 
sales  a  te  postalataa  dementer  htui  in  parte  strictiorea  per  to 
edendas  relaxamtLs,  dnmmodo  nobis  promittas,  diviaam  cultnm 
atqae  exercitiam  catholicae  Rom.  reli^onis  te  DuIUbi  in  bonis 
arcbiepiscopalibns  atqae  etiam  continits  re)  voro  persoDas  eccie- 
siasticaa  tarl>attiram  aut  moIestaturuiD  scd  nee  concionatorem 
tülam  praeter  Komanum  catholieum  sacerdotem  te  iodacturuiu. 

^Qaod   tibi   dementer  signiäoandam  daximus.     Datum  Vicmiae 
31.  Maii  anno  domini   1602. 


Hattfaias. 


(Siegel  «ofgTdrUckt.) 


J.  Lippay. 


Scheint  doch  mit  der  fllHrischeii  Gegenreforiiuition  im  Zusammenhange 
an  stehen. 


uu. 


Die  steirischen  Verordnete»  an  die  Herren  und  Landleute  A.  C. 
im  Viertd  Cilli:  hcMagen  mit  ihnen  den  durch  die  Verjaguug 
der  ,chri3tlichett  Seelsorger'  hervorgerttfeuen  trübseligen  Zustat%d 
des  Landes.  Diese  Ptrsekutitm  gehe  jetzt  pari  passu  auch  m 
Steiermark  stark  tceiter.  Man  ti^e  Jcein  anderes  Mittel  meJir 
als  Geduld  und  Vertraiien  auf  Gottes  BUfe.  Die  Herren  tun 
ganz  recht,   indem  sie  de$i  Seelsorgern  einen  sicheren  Fiats  an 


:3i 


dm  Konfinien  vencita/fm.  Der  rorijesddagene  Weg,  ihn  su 
Erdmiy  nach  KttisersheTtj  sn  tj^ivn,  sei  gut.  liatsam  leäre,  mit 
(ieti  l'trordncUn  I'JrdöiJya  die  Sache  auch  müntiUeh  ea  ver)tanddH. 
Dem  OeistlichcH  tixdltm  sie  aus  i)irem  Verlebe  300  ß.  reichen. 
Gnu,  ima  Mai  23. 

(Konm.,  St.  L.-A.,  Chr.  B.) 


1415. 

Hrni-Ütai  an  Uerm  Peter  ErdÖdy,   Grafeti  gu  Eherati:   danken 
für  die  bisher   ihre»  Sedsorgern  geleistetn  Hilfe  und  hitten,  er 
niikht«  den  Gmsüirhen   des  Ciüier  Adels  JoJiann  Volianskg  eu 
Kaisersherg  aufmhmfm.    Grae,  1G02  Mai  23. 

(Kont.,  at.  L.-A^  Chr.  R.} 


■ 


1416. 

ferdinanti  IL  an  liichter  und  Rat  su  Petian:  Ahiveisung  der 
liiUe  dm  uusgeitiesenen  Äpothehrs  daselbst  St^asti/xti  Gritehner, 
Htm  auf  fünf  bis  sechs  Wochen  Zugang  gn  der  Stadt  su  ver~ 
ffinnen,  damit  er  seine  pliarmacia  ^ungehindert  kinwegßhren 
könne.    Gras,  1602  Juni  3. 

(GIfiiutie.  Kap.,  SUUti.-Archiv  Orsz  ad  annvm  lflt&.) 
Auf  d«r  rtlckwllr%ea  Seit«:  ^.  Juni  ie0i'(ticj. 

1417. 

'^ureog  F'erdinand  IT.  an  Georg  Herrn  von  Stuhfi7therg:  iiher- 
ittcli  ihm,  was  der  Kammerprükurator  Christoph  Präitinger 
ihn  klageweise  vorgebracht,  daß  er  tütmUch  den  mehrmais 
magegangenen  öffentlichen  Generaleti  jtuwidei'  sekiiiche  Prädi- 
Jkmfm  SU  Kapfenberg  aufnehme.  Für  das  mündliche  Verhör 
tmischen  ihm  und  Präitinger  bestimme  er  den  o.  Jiäi,  7  Uhr  vor- 
■w'Hnj»,  MU  weicher  Zeit  er  sieh  einmstdien  habe.     Grat,  1602 

Juni  8. 


(Ori^^  81.  L.-A.,  8tiib«n1>erK-Akt«tiO 

Dia  KUgnccbrlfl  PräUinfrers  (mit  den  prcu».  8.  /vmt  l&OS)  ]i«(^  Im. 
Mit  «•:  .Dufltii  niMg»  ent^eg«»  tiat  lieb  harr  Oearg-  vod  Stubea- 
,  .  rritventlich  .  .  .  tint«r«tand«n,  nit  a1l«ia  ein«n  von  Murcf^,  Co- 
fvaiuiut',  samt  vielen  wi>derei]  «lugascitAffteo  BUrg«ni  U&t«nchleif 


^ 


sn  E^bBt),  Mtid^rn  auch  ninsn  bei  L«ib-  und  L«beoutrafe  ,bAndiiiirten'  Pril- 
dik«iit«a  —  URgcaektct  der  orgnugecn  Ht-Trtili!  vom  %9.  September  lf>9S, 
Twoi  27.  Uiitx  1&99  und  vom  11.  Febniar  1001  ~~  ,tiit  uur  p^r  modum  Hm- 
p^Kw  Ko*pUii,  sondtirn  per  modum  doliMae  reefyMiotü*  m  rxmUv^ium  prmcipi» 
Bofsahklt«!!,  deuelbeo  exercitiit  sovrol  iii  pcnoa  naxäli^einal  beizawohncn 
als  inch  andere  »onderHcli  iin  markt  Ehapfenberif  vrcsende  p«r«oneii  darcu 
le  lassen,  ja  auch  den  la  Waldtatain  (^weaten  und  denceit  alhie  Terttrlckten 
Beeleomerderixcben  prcdicaiitvn  zu  ticrurffeii,  denselben  vrinen  claniaTiten 
au  copulieren  xn  f^estattou  and  (r  t^mma  baiilcn  baudisirten  unf^hursamou 
Terllsbterii  uiid  ccblUidrru  der  1.  f.  autoritet  allen  /avor  und  beoevvlenU  su 
«rwAlseu,  dardurcb  ar,  berr  vuii  Stubenb^rg,  eandtia  penam  qnam  /tmtnüi 
c6  receptatioftem  ipwram  auf  i>tch  g«lad«n,  auch  yrojittr  cattitNiptum  niontia- 
tortcRi  prinripü  niaiestatii  re»a  worden*.  Uitte,  ihm  EU  Heiner  Defension, 
wann  er  eine  m  haben  glaubt,  Tag  nnd  Stunde  su  bratimmen.  Der  rer- 
atricktc  ReelenmarderiscfaG  I'rHdikant  ist  kein  anderer  aU  Odontias,  dessen 
Ocfanf^unabnic,  VerDrteiliin)>  zur  Galeere  und  Flucht  ^rnDcs  AutVi^hoa 
machte.  Sicho  Odontius,  ,Ruiizc  uttd  warhafftigo  Uisturi»che  craoliluug, 
wie  und  welcher  geitaU  Pauliu  Odonttua,  gewMener  ev.  Prediger  xu  Walt- 
tt«in,  .  .  .  von  der  OretxeriKhen  Inquisition  gel'euglieh  eiogeitogen  .  .  . 
auch  Kwermal  mm  tod  verurthrilet  .  .  .,  aber  widernrnb  aus  der  Feinde 
Hende  und  Banden  wurderbarlicher  weis  loa  nnd  ledig  worden;  besehriben 
Ton  ihm  BBlbston,  M.  Paulo  Odontio'.  Dresden  1608.  Andere  AungabsD 
Magdeburg  IHüS,  1620,  LQbodt  I7U  n.  fnas.  QenSlSä»  (aieho  unten  Nr.  1484), 


1418. 

Uatis  Napokatf  und  Adam  Fuggents  bekenne»,  jnt  tviederhoUen- 
malen  voti  ^merieh,  Abt  £tt  jlrnoldslein,  ermahnt  u-orden  zu  sein, 
endlich  sich  jsum  katholischen  Glauben  gtt  bekennen,  in  dem  allein 
das  Heil  jm  finden  sei,  hiitlen  es  aber  aus  Furcht  vor  dem  Adel 
utut  anderen  Großen  unttrlassen.  Sie  bekennen,  längere  Zeit  in 
der  Ketxerei  yeleht  g%t  haben,  sind  aber  jetsi  entschlossen,  xum 
froAren  Glauben  ^erstäreien,  und  biiten  den  Alt,  bei  dem  Patri- 
archen Francesco  Barbaro  ihnen  Absolution  uttd  erträgliche  Strafe 
auwtiwtrAett.  Ihr  Alter  möge  entsehuldigeti,  daß  sie  nicht  per- 
sönlich erscheinen.    (0.  0.)  H>02  Juni  18. 

(Schlecht  erhaltcuM  Kouk.,  Amnid.iteiner  Aktrn,  Ktagenfart) 


1419. 

Adam  von  Gallenberg  a«  die  Verordneten  von  Steiermark:  Auf 
landcsfürsfUchen  licfehl  habe  er  dem  l'farrer  von  Judffihurg 
Kelche  und  Kircfienkleinodien  der  A'(.  Mertettkirche  auszufolgen, 
die  er  in  seiiwr  Wohnung  in  Aufbewahrung  habe.     iV^uu  hatten 


'_] 


240 

die  Vtir&rdnetfM  ikm  $einerecü  die  Andeutung  getan,  faUs  man 
nie  abfordern  würde,  möge  er  Mnausg^ten,  kos  ron  alters  mu 
der  Kirche  gehört,  und  da$  SeugemadUe  beJudten;  nun  befinde 
tick  nichts  Neues  da.  Daher  bitte  er  gugUieh  auch  im  liamen 
Ottos  ton  Teuffenback  und  Wiü\dm  Banchenhergers  um  Ver- 
haitunggmaßregdn.    0.  0.    7602  Juni  27. 

{Orig.,  »t.  LA-,  Chr.  H.) 

Am  6.  Juli  antworten  (Kon«.,  «bfind«)  di«  Veron)aet«D.  wu  ron  «lt«n 
b*r  b*I  der  Klrvlie  f^wtam,  mII  «r  nr  VerliBtang  anderer  ITni^leirTtiheitea 
Hiiraifarllcfa  aatfolfn. 

1420. 

(ienrg  Iferr  von  Stubenherg  an  I.  F.  V  Ershereog  Ferdinand: 
Gehorsames  Bitischreiben  wegen  der  lungeren  Aufhaltung  des 
PrädUanlen  nuf  Kapfenherg  und  daß  er  deswegen  vie  die 
WindischgräUsehen  Gerhaben  5000  ß.  Strafe  erlegen  solle.  Seine 
und  die  Sache  der  Windischgrütser  seien  durcltaua  verschieden. 
Miehtsdesloveniger  uoUe  er  sich  der  I.  jy  befohlen  habe»  und 
hUte  nwr,  die  für  ihn  bestimmte  Strafe  tvo  nicht  gang  n«KAfH- 
sehen,  doch  im  Binblicke  der  langen  treuen  Dienste  seines  Vaters 
und  seiner  eigenen  limitieren  su  wollen.    0.  D. 

(KonB.,  St.  L.-A.,  Btabenbertf-Akten.) 

Di«  ](<lzt«a  »ecb»  Zeilen  und  »onst  verachiedeoe  Korrekttiren  tob  Ge«rgl 
Hand.  Dai  amprlln^licfa«  Katiae|tt  verlatigt»  eine  HerahMtciinff  der  Btrali 
«nf  3000  H. 

1421. 

fteorg  Graf  ron  Serin  (Zring)  an  Georg  Herrn  von  Stuhcnberg 

auf   Kupfenberg:   teilt'    ihm   seine   Fürspracite   für   Um  bei  Ere- 

hersog  Ferdinand  mit.     Ncuhof,  1602  Juni  28. 

(DI«    Ftlntprarhe    mit   der  KAn'n»    «n    Hnori;    von   Stiib^rmbfrg   im    St.  L.-A^ 
Stubenberg' Akten.  Siegel  Zrinjrs  «D^edrDckt.) 

1422. 

Umrg  Graf  von  Serin  an  Ershereog  Ferdinawl:  Fürsprache  für 
t$Uim  Schwager  Georg  Herrn  von  Stuhenberg.  Wenn  dieser  seinen 
t*rf^igar  etwa»  länger  auf  Kapfenberg  gehalten^  ist  es  nicht  aus 
MutH-illm  oder  Fretd  gescheiten,  sondern  weil  ihm  die  Gelegen' 


heil  matiytUe,  ihn  frvMer  aus  dem  Lande  tu  bringen.  Bitte,  die 
Dienste  ron  St*Aenherps  Vater,  die  er  bis  mh  seinem  Tode  ge- 
leistet^ in  Rücksicht  ru  eieheti  und  so  auch  amie  eigenen^  an 
denen  er  a  auch  in  Zukunft  nicht  fehlen  lassen  werde.  Er  selbst 
iätemehme  die  Bürgschaft,  dafi  sein  Schwager  Georg  8,  Bf  bis 
M  den  Tod  treu  sein  werde.    Neuhof,  260ä  Juni  ^8. 

(Kop.,  8t.  L.-A.,  Stiib«ab«f^Akt«n.) 

1423. 

Landesfürstliches  Dekret,  mittels  xcclchem  Georg  Herr  von  Stuhcn- 
herg  tcegen  seines  durch  die  Erhaltung  eines  Prädikaitten  in 
Kapfenberg  begangenen  slraftcürdigen  Exsesses  schtddig  erkannt 
wird  und  dem  angefangeneri  Prozesse  wider  ihn  sein  Lauf  ge- 
lernten werden  sollte;  da  er  aber  de-  und  reumütig  seinen  straf- 
würdigen Irrtum  bekannt,  eine  BittKhrift  eingegeben  und  die 
verwitwete  Erehertogin  Maria  ihre  Fürsprache  für  ihn  eingelegt 
hat,  wird  die  kammcrprokuratorische  Aktion  gegen  ihn  aufgehoben 
und  er  ventrieilt,  binnen  drei  Wodien  5000  fi.  su  Händen  der 
niederösterreichischen  Regierung  tu  erlegen.  Kr  werde  die  Strafe 
hoffentlich  mit  Dank  annehmen,  da  gegen  ihn  milder  terfahren 
wurde  als  mit  den  Wtndischgrät^er  Gerhaben,  die  .ihrer  fur- 
ncmben  Ämter  mit  schleditem   Jluhm  entsetit  wurden'.     (Grai) 

1602  Juni  30. 
(Orif-,  6i.  L.-A.,  8(ob«uber|-AkteD,  0«fenr«fonii,) 

Di«  Quittung  Lnku  UerubAidins  rom  14.  Juli  1603  Aber  die  Zaklunf 
von  300U  fl.  —  die  Straf«  wurde  soaacb  redusiert  —  liegt  bei. 

1424. 

PVaneesco  Barbara,  Patriarch  von  Aquü^a,  an  den  Abt  Emet^ch 
von  Amoldsiein:  Andreas  Tandler,  Ergpriester  in  Kärnten,  sei 
ohne  Erlaubttis  und  gegen  den  Befehl,  vor  seinem  Verhöre  uie^i 
tcegeugehen^  von  der  Synode  (in  Görs)  abgetogm.  Ersuchen,  ihm 
die  beigeschlossene   Dilation   £t4komnien  su  lassen.     Udinef  1602 

Juli  3. 

(Orig'.,  Amoldsteinftr  Akten,  Klagenfurt.) 

Sebreibeu  vob  demselben  Dahin  an  den  Viaedon  3tkdion;  Sollt« 
Tandler  nicbt  geborchen,  dann  mOsse  er  die  Hilfe  des  weltlichen  Armes  an- 
mfen;  petinut  emx«  .  .  .  n(  ««in  wntumoeitim  9t  aUa  fortat«  ab  tfiAem  Tandler 
Peaiai.   11.  Abi,  Bd.  LI,  It 


S42 


9alrm}.  ,  .  .  Am  VK  Juli  »chfeibt  der  Afal  aa  den  PKlrürebea,  «r  häh»  fie 
ZU*ti«o  dnrcb  eiocn  am  dem  CoOegivm  Otrmanicmtn  In  Bon  briaigakritrt— 
Villacbt^r  nataetu  ICoflar  mit  «inem  zweitco  Villacher  au  Tandler  g-tiniit 
Tandlcr  >kg1c  df«MO,  «■  geKb«hc  ihm  Vnredit.  Im  Obri^en  halte  TaodUr 
nineti  v«r  zw«-!  Jahren  ron  der  KntztT«!  abAolrierten  PrXdikanfit  bei  «eh. 
Tandlar  mQM«  xnr  Vcrmctcinn);  ^IBeren  Hkaodalet  entfernt  werden.  Die 
■veitarea  Tandter  {»«urfTcudiin  Aktmi  aind  nicht  von  ulcb«r  Wichtigkeit,  da£ 
aie  mitgeteilt  zu  «erden  verdienleti.  In  einem  xneitea  Schreiben  von  den* 
•cU'en  Toj^e  #mpfiebll  tr  dem  Patriarehea,  an  Ferdinaod  11  in  Angel egenlieil 
der  II«([r«t>niuUtten  de*  Adela  ta  Kbreiben  (liehe  «intelnaa  aotes  tarn 
16.  November). 


1435. 

Jindolfvon  Teuffmhach  an  den  Abt  von  Admont  (als  Verordnet^: 
Noiwendigkeit,  daß  awcfi  die  Verordneten  in  der  Sache  Uaa'js  und 
des  ÜäoniiHS  intcru'dieren,  da  ,beriihrtcr  Prediger  xum  Schwert 
frkannt  und  das  Urteil  nächsten  Montag  exequiert  tcerden  soU*. 
Der  Abt  könne  in  der  Saciie  viel  ansriehten.  0.  D.  (vor  dem  14.  Juli.) 

(Orig.,  SL  L.-A.,  Chr.  B.) 


1436. 

Rudolf  voH  Teuffenhar.h,  Christoph  und  Friedrich  von  Windisth- 
(jrdts  an   den  Aht  von  Adtru/nt  und  die  Verordneten:  bittett  wie 

Nr.  1425. 

(Orig..  ebendi.) 


1427. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  «»  Ferdinand  IT.:  intere^ieren 
aufB  neuf  für  ilcn  getvcsmen  Prediger  Piiid  Oäontius  und  für 
Wilhelm  Haag;  lütterer  soll  des  Landes  vertüie^ien  und  mit  einer 
Strafe  ron  3000  fi.  gchiißt,  Odontius  aber  eum  Tode  verurteiU 
werden.  Mit  dem  Tode  des  Leisteren  sei  dtr  F.  D*  nicht  gedient, 
Ilnng  könne  dte  Summe  nicht  aufbringen  und  Wrüi  und  Kind 
müßten  es  überdies  etttgeiten.  Seine  Exilierung  würde  der  gansen 
Verwandtschaft  schmählich  sein.  Bitte,  diese  Interzession  gnädig 
Mu  erU-digen.    Gras,  1602  Jtdi  14. 

(Kons.,  fit.  L.-A.,  Chr.  R.) 


243 


1438. 

y/«/i  21,    Item  putiam  abMlrendi  ab  haeresi  ot  legcn<]i  libros 
jyciviicos   pro  i^cx  meis  Baccrdotiboa,  qaos  idoneos  iadicavero, 
S.  inqmsitioQii  officio  lU*'*  domiDts  oardiDalJbas  accepi. 
(KrOos  Kilend^r,  &  SS  ) 

U29. 

Richter   und  Hai   su    Vöikermarkt  an  HartmoHn  Zingi:  seHti^ 
das  VerseicMnis  jener,  die  gdeidUet  nnd  kommunisicrt,  und  derer, 
K  die  ,nichU  fftUistft'.    Völktrmarkt,  lOO'J  Jtdi  23. 

I    Ferdin 

f         naehgc. 


(Ori^i  Ijunberg-FeistriU-Arabtv.) 


1430. 


I 


Ferdinand  II.  au  die  von  Gras:  teilt  mit,  daß  dem  Magister 
Paulus  (tdontius  die  Strafe  der  HinrirMturnj  durcJi  das  SeJiti-ert 
muhpeseMen   und  er  tur  Oaleerensirafe  verurteilt  Kird.     Gras, 

1603  Jidi  29. 


(,Q«dniekt    in    iIm  OdonÜns  ^uner   uod    wahHi«fttg«r    I->Bälilang   elc'    im 
Jabrb.  der  0«Hlltclia(t  f&r  Qnoli.  dw  PrwlwlAntismua  U  i^Merr.  VI.  8T.) 


1431. 

Die  sieirisehen  Verordneten  A.  C.  an  P'erdinand  Tl.:  sie  kt^ien 
schon  dreimal  für  Odontius  intersediert ,  ohne  eirie  gnädige  He- 
Solution  £it  erhalte.  In  Anbetracht,  daß  (idontiuB  Lebmtgefakr 
und  schiceres  Gefängnis  ausgestanden  und  sie  erfahren,  daß  er 
morgen  vor  Gericht  gesteilt,  ad  triremosi  kondemniirt  und  als- 
bald abgeschickt  tcerden  soll,  eine  Strafe,  gegen  die  Odontius 
lieber  sein  lieben  fnit  dem  Blute  aufopfern  icdlte,  und  tceil  ihr 
lAtndesfiirst  solche  Straft^  bisher  i\och  niemals  hefohlcn,  bitten 
9ie,  dem  Odontius  sein  Verbrechen,  tcdches  ettffa  hinc  indo  tcider 
seinen  Willen  .fnrgdoffen',  aus  Gnaden  tu  verzeihen  und  Um 
nicht  hlofi  das  Leben,  sondern  auch  die  Gefängnisstrafe  nachru- 
sehen,  kos  die  gante  Landschaß  A.  C.  mit  größtem  Danke  und 
mit  Darbringung  ihrer  getreuesten  Dienste  ,baehidden'  möchte. 
Grat,  1002  Juli  30. 

(Kdds.,  8t.  L.-A.,  Cbr.  R.  u.  Regittr.) 

I6< 


244 


U32. 


Dieselben   an   den   IjandesJtauptnuinn :    man    tcolle   Odonliu$   ad 

triremos  kotidemnieren.    Er  möge  hei  der  F.  B*  um  .Mitujation' 

mündlich  intergeditren.    Grat,  160'A  Juli  30. 

(Kons.,  obends.) 

1433. 

Uans  Lescher  an  der  Langen,  der  ITerrscliaß  Gmünd  und  Herrn 
liarÜmc  Khevenhiillers  Untertan,  der  sich  der  Relitji&n  halber 
außer  lAind  Iteptbt,  vergtcicjtt  sich  mit  dem  landesfilrstUclwn  Haie 
Anton  Sirohmaier  im  Beisein  ehrlicher  Leute  wegen  des  10.  Pfennigs. 

1602  August  1. 

{Mise  io  oaasa  rel,  Hudolßn.) 

In  gleich«r  Weis«  Lorenz  UBfel,  der  sein  Out,  Kecht  und  Qerechtif- 
keit  doni  Poler  Tueliog  um  400  Q.  and  6  fl.  .Leukliaufl''  vorkaufi,  den  Z«bent 
in  Kat«n  gibt,  wis  ar  dai  Gold  bekommt;  tafpi  darauf  WU  au  dor  Laugon. 
Von  B«iucui  Gute  wdrdvii  die  Bcbulden  iu  Absuj^  gebraclit;  am  6.  Georg 
Zecbner,  am  8.  Veit  Lax  in  der  Krembn,  am  12.  Thonia  Putz,  am  14.  8ßp 
lanber  Ambros  Lersckner  und  G.  Haftlaüher  im  Kätatal,  am  1.  November 
Gebhard  Adcerl. 

1434. 

,Kwxe  und  tcarhafflige  historische  erxetdung,  wie  und  ic«fcÄ<r 
ge^it  Paulus  Odotitius,  geicesener  evangelischer  prediger  jnt  Wall- 
stein  in  Sleyermark,  tvegen  der  lehr  uttd  predigt  des  hl.  evan- 
gdii  von  der  Grätaerischen  inquisition  gefänglich  eingej/ogen, 
auch  umh  desselben  standhaßigen  bekendtnis  sweymal  eitm  tode 
verurtlieilet,  aber  durch  göttliche  hülff  allein  tvidenimb  aus  der 
feinde  hende  und  banden  wunderbarlicher  tceise  loss  und  ledig 
worden.  Alles,  wie  es  sich  in  der  that  beg^en  und  in  der  tvar- 
heit  tugetrageti.  Bcsciiriben  von  ihmc  Selbsten  M.  Paulo  Odontio, 
iixiger  seit  pfarherm  ru  Odem.  Zu  Magdeburg  bei  Joluin 
Franken,  buchßhrem.* 

(Neii|^»drackt  von  Leidrafroit  im  Jahrb.  drr  Geiolkcliaft  für  Qetcli.  des  Pro- 
iMtautluiua  in  0»l«rr.  VI,  62— WJ.    Si«b«  ob«a  Kr.  143U.) 


1435. 

Landesf^rstUdter  Befehl  an  alle  Behörden  Tnnerösterreichs, 
dem    ffur   Gokercnstrafe   ventrteÜien,    während    der    Abführung 


945 


flüchtig   gewordenen    Prädikatiten    Odontius   sh   fahnden.     Wer 

Mtmer  habhaft    tcird,  erhält  ,rM   einer  Verehruv^  500  Taler  in 

barem  Uelde.    Gnu,  lft02  August  JG. 

(Kttfk,  Gmftnder  Akten,  Badolfitu,  KlK^nfiirl.  Gedruckt  ia  der  obaaf«BWtot#a 
Sebrift  de«  OdonUi».) 


k 


1436. 

■fiirstlkiur  Befehl  nn  Karl  Vddrter  sh  Drejfhoeh,  dafj  er 
den  10.  Pfennig  von  seinen  Gütern  innerhalb  14  Tagen  w»  Uauden 
der  niederösterreieJiischen  Regierung  erlege  wtd  die  landesfürst- 
liehen  Erblande  bei  Strafe  des  yerUistes  aüer  seiner  Güter  räume. 
Gras,  1602  Äxtgml  17. 

(Konz.,  Lamberf^-Feistritz-Archiv.) 


Schon  AID  h.  AofTiui  war  ein  Schriftsifick  aa  ihn  erg«ac«D  (Kop.. 
«benda),  *»  kAnne  ihm  nicht  hnwilHgt  vrerdcD,  daß  ihm  d«r  10.  Pfennig  »cm 
Aaliß  tcinu  Absoj^ei  durch  jemand  anderen  abgenommen  werde.  In  dieuim 
San«  sei  auch  der  saUbargiEcbo  ViKodom  von  Fricsach  Tentindigt.  i>cr 
werde  ihn  des  Arrestes  entheben  and  er  selbst  habe  »icii  entweder  beim 
Statthalter,  dem  Bifchofe  von  Larant  oder  dem  Hnfviiekanzler  atizameldea. 
Wir  haben  die  Urkunden  nicht  Tallinhaltliob  mit^teilt,  weil  nicht  eraicht- 
Ucb  1<I,  ob  der  Abaug  niiklicb  der  Religion  wegen  erfolgt  Am  <t,  Septembci 
•cbrvibt  Veldner  an  Zin^l:  «r  hätte  den  10.  Pfennig  Heber  im  Land«  atug«* 
geben,  nm  der  wellen  Heise  nberfaohen  xa  »ein.  Der  gn.  Wsrr  von  i$alsbarg 
wolle  ihn  aaeh  haben,  and  ao  wisse  er  olclit,  an  wen  er  m  »ableB  «ei,  atid 
mDsse  aan  bie  in  die  achte  Woche  ta  seiaein  Schaden  in  Arrest«  bleiboa 
(Orig-,   obeoda). 

1437. 

Eiamm,   so  den   Iß.  August  anno  i(>02  am  Renntceg  mit  den 
ürbaraunieriancn  der  Ucrrschaß  Gniümd  und  Burgfried  Rauhen- 

kotz  abgehalten. 

(Budolfin..  Klafceofart,  Gmilnder  Akten.) 


Emt  kommen  die  Gehoriumri),  dann  die  UoecliorMmon;  aaßer  den 
Obigen,  die  ron  Dornbach,  Krotiberg,  R«inwald,  RoJteohait».  Bei  jedem 
heißt  e«:  will  seiner  Herrmhafl  Kat  haben.  Cinvge  mOi«en  sofort  binw(!K> 
andere  nach  einigen  Tagen.  Derselben  Z«it  ilQrfte  ein  Schriftstück  ange- 
hBren  (Badolfin.,  Mise,  in  cuu*a  rtli^hnU),  io  dem  es  kelOt: 

iHerr  pfarrer  und  sein  gosQlpriester  sollen  ein  ventaichnni  hereingeben, 
welche  bltr^er  und  paaren  peicbt  nnd  ott  peicht  haben.' 

An  eioem  angeheft*teD  Blatte: 


,1.  Dmi  in  •npriMler  die  nxrhen  bei  den  pfarrem  in  diwr  hemcb*ft 
dfthin  diri^ere,  äan  sie  aIIo  »in  v<-n:aii;liniis  hcrrinifeben  der,  so  inen,  ir 
pfarrfirn,  nlt  gebeiciit  habca;. 

8.  deagleiciieu  Ball  in  der  Blatt  auch  ilurclt  >1rii  gMOtlprirater  beechfhfliD; 

3,  djinn  soll  den  bnureii  aur<>r[p|;t  (worilri)),  aU?n  fryer-  und  anntag 
den  goUdienst  zu  bMorchrn  Mtnht  irein  g«indtl;  wo  sy  aber  leykischwach- 
lipit  oder  andern  orh^büchen  nnachen  halben  nit  mochtea,  lolUn  »j  auf 
Am  wvaigiit  daa  gMindl  schicken; 

4.  deflßlDicIien  vtm  den  hnr|;en); 

b.  das«  <der)  lan^ltricbler  diu  bauren,  ro  frejrtag  odfir  sambBtag  fleisch- 
aaaan,  abatraffeu  toll; 

6.  d«aKlclcben  der  statrichter  nod  «af  d«ii  atatrichter  soll  (der)  under- 
liauplmann  aehtunj^  gcbi^n-, 

7.  die  Htatt  sali  keinen  burger  aoe  mein  vorwiasen  aufnennen; 

B.  dann,  dasa  in  der  bitrger  aid  aawol  im,  dem  richtet,  einverleibt 
werde,  data  ny  catboliach  und  \>vy  der  catholiBcbcn  (lehr}  bis  an  daa  «nd 
verharren  »ollcn; 

9.  wenn  »y  einen,  raChatag  hallen,  Bollen  »y  solcliea  dem  nriderhaupt* 
maaa  antaigen,  nnd  wo  er  ioli;ben  nicht  beiwont,  folleo  117  anf  das  all«r- 
wenfgiii  solchen  rathschlag  ihme  acbrifcHcb,  irla  «a  im  prathokoll  einktimbl, 
nbergeben.' 

Daa  Datum  feblt. 

Solche  Verzeichnilse  liegen  für  riele  Pfarren  vor.  Die  BauHn  wMdM 
nanientUch  angeführt,  an«  wetcber  Ortacliafl  ai'e  stammen,  ob  «ie  katbolt<^ 
Bind,  wenn  nicht,  ob  t\«  aicb  eloatelleii.  J^atheriBche'  find«!)  sich  in  gro&ar 
Zahl  Tor.  Auf  einem  Blatt«  liest  man:  .Hier  Bind  Terzeichnet  alle  und  jede 
nB^hcrsanien  Holden  .  .  .,  sie  rerkaufen  nitd  Eaasen  Ihre  QQter  in  Bestand 
aus  nnd  nehmen  ihren  Abauf*.'  (Auf  vollständige  Angaben  muD  hier  rcr- 
siebtet  werdvn.) 

1438. 

Hartmann  Zingl  an  Herrn  Michael  J^rhest,  Propst  eu  Volker- 
markt: Mitteilung,  daß  er  seiner  Ldbesschipachlieit  wegen  an 
seinrr  Sftttt  flen  Ifnrrn  Hans  Christoph  liassega  £u  der  aufge- 
tragenen  Itetigiomreformation  in  Völkermrirkt  umt  St.  Veit  ab- 
ordne.   Straßhurg,  1602  Srptetuber  9. 

(Kop.,  Lanberg-FeistrirK-Archir.) 

1439. 

Die  Landesverordneten  und  die  vom  geistli^en  und  tpeltlichen 
Sktnde  anwesenden  Herren  und  Landlcutc:  Die  bisfierige  Milde 
df9  Enhersogs  »»  der  Waldcnsteinischcn  Sache  bestimmt  sie,  für 
Herrn  WUheim  Haag,  der  noch  imnipr  im  Windischgriitcer  Hause 
verarrestiert   i$t,  eu  intersedieren,  auf  daß  er  auch  in  Zuhtnß 


247 

»w  /.  jP.  D'  Lawien  verbieten  dürfe.    Aurh  den  W indischer ätzerfi 

mfigc  keine  höhere  Bu/ic  als  den  anderen  saeriiannt   tverden,  da 

sie  damals  noch  Pupillen  tmren,  die  um  das  eine  utid  das  andere 

wcniff  gewußt  haben.    Gras,  1602  Septeniber  10. 

(Koni.,  8t.  L.-A.,  Chr.  B.) 

1440. 

Ershersog  Ferdinand  an  den  Lattdeshauptmann.  die  Verordneten 
utid  die  in  Gras  awiesentlen  Herren  und  LandleiUe:  er  hätte 
gern  gesdten,  icenn  er  ihre  Wünsche  in  der  M'tiUletvsteitter  Sache 
hätte  hefrieAigen  h'mnen,  befinde  aber  sowohl  der  Jungen  Windisch- 
gtäUer  als  Wilhelm  Ifaagens  Verhrechungen  und  tütliche  Über- 
tretungen  so  geschaffen,  daß  er  von  seiner  Jüngsten  Resolution 
nicht  weichen  kt/ttne.  Die  Bittsteller  mögen  sie  daher  su  dem. 
was  ihnen  oUiegi,  anhalten.    (Graz)   160:i  Sq>tember  11. 

(Ori^r-,  8t.  \..-k.,  Chr.  R.) 


1441. 

Die  Verordneten  von  Kärnten  an  die  Verordneten  von  Steiermark: 
Da  alle  bisherigen  Versuche,  den  Landesfürsten  zu  einer  Mil- 
derung in  seinetn  Vorgehen  gegen  die  Ängefiörigen  der  A.  C,  £U 
bewegen,  gans  vergehlich  trarrn.  die  Verfolgung  immer  ärger  nrird 
und  teider  ihre  Itechte  und  Freiheiten  neue  Mandate  in  Aussicht 
genommen  sind,  haben  sick  die  Herren  und  Landleute  A.  C.  cnt- 
sehl^>ssen,  nach  gchürlirJien  Mitteln  su  suchen,  damit  die  Ver- 
folgung ein  Ende  findet.  Bitte  um  ihr  Gutachten.  Klagenfurt, 
ie,0-J  September  12. 
(Orig-,  St.  L.-A.,  Chr.  R.) 

Wolgeborn  .  .  .  Als  die  Khämerischen  ev.  herron  und 
landleath  in  etlichen  wichtigen  Sachen,  nemblich  der  inen  von 
tag  zu  tag  mehrera  zuesteandcn  Gewissens-  und  politiachen  be- 
schwäningen  anbeut  in  zimblicher  starkber  anzall  alda  ver- 
samblet  gewest  und  zu  gemuet  gef^ert,  wie  offt  and  vilmals 
bey  der  F.  D' .  .  .  wagen  sollicher  inen  auf  instigatlou  und  un- 
feyerlioben  trib  der  fridswidenvertigen  zuegpfüegten  bcachwä- 
rnngen  nit  allein  sy  sondern  umb  der  zugleich  mittragenden 
purden  willen  auch  der  andern  zwajer  wol  nnirter  lande  Stcyr 


\s 


und  Crain  löblich  evangelische  stände  baidßs  in  spacie  nnd 
unioertali  mit  underthcnigisten  bitten,  fielien  nntl  jirotestiren 
oinkhnmen  nnd  weiUen  inen,  eTangelisdien  aULndcn,  disen  he- 
Bchwärlichen  last  mit  gäntzlicher  einBtoU-  nnd  enthaltang  ires 
christlichen  cv.  nxercUÜ  reli^ioni«  und  der  gegmi  etlichen, 
derentwillen  f'ürgenomnen  beetraflFangen,  auch  unanfhörlichcr 
BOSSclialTung  iror  angohürtgon  glaubensgenoBsen  und  ander  be- 
Bchwärliche  anfiagen  ferrer  zu  tragen  noch  ohne  gwissenaver- 
letzung  mit  irer  ev.  glanbensbekanntnus  (wie  es  inen  gleichsam 
mit  gftwalt  wil  anfgedrnngen  werden)  zu  mutlern  unrniiglich, 
umb  gn.  aufheb-  oder  milderung  derselben,  nit  weniger  auch 
I.  F.  \y  selbst  in  vil  weg  und  dann  dem  gantzen  land  und 
gränitzwesen  zu  merklichem  nachtl  und  echadt-n,  dem  sich 
aber  laider  gar  an  der  thtir  befindenden  erbfelnd  sa  er- 
wUnfichtem  TortI  gcraichenden  process,  oder  aber,  da  es  wider 
ußderth.  verhoffen  je  nit  zu  erlangen,  umb  I.  F.  D'  entliche  re- 
Solution,  wessen  sich  doch  die  getreuen  ev.  stftnde  schliesslich 
zu  versehen  und  jungstHch  von  dem  Kbärnerischen  landtag 
aus  7.U  dem  endo  in  aller  nndterthenigkait  gebetten,  d»mit  sich 
ain  yeder  der  christlichen  geblir  auch  zu  richten  hotte,  von 
I,  F,  D'  aber,  ungeacht  dises  in  tieffister  demaet  bescheclienoo 
tinderthenigisten  flehens  und  bittens  (wolinhes  doch  ain  t>tai- 
nems  herz  bilHch  hette  erwaichen  und  zu  mitleiden  verur- 
sachen sollen)  hierüber  noch  auf  dato  ainiche  reaolntion  ervolgtj 
weniger  aber  ain  Hrailation  zu  spUrcn,  sondern  imerfort  »in 
landmann  nach  dem  andern  bishero  des  predit-Äntens  auf- 
haltnng,  thails  aber  allein  derenbalber,  dass  sy  ire  kinder  durch 
dieselben  nnd  oUich  nur  ausser  lands  haben  tauBen  lassen  oder 
die  predigen  besuechl,  von  I.  F.  D'  camerprocurator  mit  clag 
fUrgenomen,  nachvolgends  durch  die  q.-O.  regierting  citirt,  vcr- 
arrestirt  und  —  sy  wenden  zu  irer  entschuld igung  gleich  ftir^ 
was  sy  immer  wollen  —  gcstrÄfft  und  man  also  (weliches  wol 
mit  haissen  trennen  zu  beclagen)  nit  allein  zuvorderist  de» 
höchsten  cleinats  der  onentper liehen  seelenspeis  gänzlich  privirt, 
sondern  ohne  ainiche  gnnegsame  verwürchung,  ainer  umb  diser, 
ain  anderer  aber  bald  umb  jener  ȟb  praetextn  religionis  auf 
allcrley  weiss  and  weg  suchenden  arsach  willen  zn  geroetter 
straff  gezogen,  aasgesaugt,  darnnter  bald  umb  alle  freyh&iten 
gebracht,  ja  entlieh  allein  ansehen  nacli  von  haus  und  hof  mit 
weib  und  kind  ans  dem  land  gejagt  oder  selbfit  aus  demselben 


I 


I 

I 


sieb   sa   begeb«e    ood   du  seini^  s«  TcrbaBen  geärmngtm  and 
d*s    sehtea    badwcMa    i^lcirhniin    nndter    aiDstea    nber   aioea 
haoffea  im  TCfdefhen  wil  geetant  werden,  kabea  s^r,  K&rne- 
riadk  er.  heim  und  Uodlestb.  id  trenheniger  der  sac&cn  not- 
weadjger  «nre^vng,  soDda^fa«ti  aber,  dass  meoi^cher  «issen- 
idttft  aaefa  diaa  fauide  f^  vil  uidere  privilegirt  and  denelben 
woUieargehracbte  frcTbatten  als  UndshandTceten,   reformatioDeii, 
ordDongenr  satningen,  gtaiuttt,  kaiseriicbe  and  L  f.  erledi^agviiy 
eonffiwiooBO,  ereessae  gaadenbrief  and   befretmagcB  nit  allda 
TOD  des  befTB  and  landafürsten  mit  bober  eoDteatatiao,  BODdera 
saeb  Too  der  R  K.  M^  mit  der  galden  huUa  confirmirt  and  ob 
denelben   wirklieb  m  ballen.  &y,  Unde,  dArwidar  venigist  nit 
xa   dringen   oder  no    bescbwAren,    wie   derselb  eomiettm*  Unt, 
aUen  cbar-   and   ßirsten,   aacb  sonsten  menlgltcb  im  H.  R.  R. 
oad  denen  d.-  and  o.äst.  erbkünigreichea  and  landen  bey  hoher 
statmrter   peen   ernstlich  aaferlegt,  inmassen  dann  bieraaf  and 
weil  sich  danoenbero  dise  lande  onw'^enprechlich  nndtcr  dem 
schau   and   schirm  des  H.  R.  R.  befinden,   sy  Tor  disem  swar 
ire   gesandten   zn   der   R.  R.  M'  abgeferti^   sich  diser  wider 
sobdi  wissenütche  wol  confirmirte  freThait^n  fUrgenommen   l>e- 
trOeblicben    prooeas    erclagt    and    amb   deren    allei^n.   interpo- 
aiflnmg  angelangt,   aber   ah   sj   sich    htfrttbcr  atn  zottlang  nit 
resohrient  weDen,  darron  aasgeselzt  worden,  and  nit  ain  jeder 
seine    habenden   gfletter  sogleich  sa  gelt  machen  and  mit  den- 
selben aas  dem  Und  sieben  noch  sieb  der  so  hoch  contestJerteo 
woUiergebrat:hten,    teuer    erworboen    freihalten   and    seines  ge- 
liebten vstterlands,  welicbes  sy  ttnd  ire  Toreltern  ril  lange  tar 
her   mit   wtlligister    darsetzung    leib,  gtiet  und  bluets  ror  allen 
feinden,   sonderlich  aber  ror  dem  bsrein dringenden  niXchtigen, 
ansers  christlichen  namens  erbfeindts,    dem  Türken.  wUrkbcb 
ritterlich   erretten   nnd  erbalten  hclffen,  so  leichtlich  verwegen 
kaa,  aoDdem  inen  warlicb  allorley  obttaeula  in  den  weeg  ligen, 
sich  dahin  entschlossen,  zakonfftig  besserer  Verantwortung  bai- 
dea  gegen  gott  and  der  geliebten  posteritet  ain  so  wichtige  des 
bOohsten  ehr  nnd  aines  yeden  zeitUohe  and  ewige  wolfart  be> 
treffende   sacb  nit  so  gar  erligen,  davon  aossetsen  sich  gleich- 
samb  toctte  aassaagen  and  io  gftnElicbes  verderben  stUrsen  aa 
lassen,   sondern    ires  thails  zuvorderist  durch  verhoflFende  gött- 
liche  vermitluDg   und    der  andern    beeder   benachbarten  lande 
evangelischer   herm    and    landleatb    uoEweifenlich   gobUrlichcr 


nachbarlicher  zueaet/.nng  solich  gFizinienrln  jtufllitaaliche  miti,  es 
scy  nun  bey  der  F.  D'  mit  ainnm  fucBsfall  oder  sonsteii  in 
ander  geburlich  vrceg  fürÄunemen,  dardun-h  doch  die  so  harten 
proccss  KQ  etwas  milderung  möchten  gebracht  und  man  noch 
lenger  sambt  weib  und  kind  mit  guettcr  gcwiasens  berhue- 
bungffficj  in  dem  geliebten  vatterland  verbleiben  kiliidte,  und 
wie  uns  nun  hierauf  wolgemcite  Kärnerisehe  er,  hermn  und 
landlent  anbevolhen,  solich  ir  v  erhoffend  lieh  nit  unzimbÜchs, 
sondern,  wie  obgcnielt,  zn  zeithc^honi  und  ewigen  baJl  wolge- 
maintea  vorhaben  denen  herrn  and  nnubbarn  vertreulich  zu 
cummuniciern  uud  sy  dahin  nachbarlich  auzuhmgcn,  dass  sy 
08  amh  des  dabei  habenden  intcrc&eo  willen  auch  den  daussigen 
Itibtichen  Steyriachen  herrn  und  landleuthen  zn  dero  vernünf- 
tigen considerirung  mit  ehistem  fUrbringen  und  sodann  deren 
ontschlasg,  was  doch  sy  binrundter  filrzanemen  irer  trefflichen 
dexteritet  nach  am  tliuelich-  und  lurtrüglichisten  zu  sein  be- 
finden werden,  am  bey  dieem  E.  E.  L.  aigens  hiemit  abgefer- 
tigten diener  unbeschwört  arab  so  vil  fürderlicher  zuekumen 
lassen  woltcn,  .leitcmalon  mn.ii  fllr  glaubwürdig  fUrgibt,  wie 
aberraalien  neue  fürstliche  general,  die  ausschaffung  der  evan- 
gelischen officier  und  diener  betreffend,  in  kürzen  ausgefertigt 
worden,  auch  albcriiith  solJche  bevcich  in  diss  landt  herein- 
kumen,  dass  meniglich,  das  ist,  sowol  die  herrn  und  landleuth 
als  gemaine  Privatpersonen  und  also  alle,  so  aus  diseiu  land 
ziehen  wollen,  von  allem  irem  vermügen,  ja  auch  gar  die 
frauen  von  iren  güettern  den  zehenden  pfening  raiehen  und 
hinterlassen  sollen.  Aiso  haben  wir  solich  empfangncn  bcvelch 
hiemit  in  alweg  verrichten,  hierüber  obgemeltes  bitlich  auechon- 
dea  nacbbarlicha  guetachteu  und  freundliche  antwort  erwarten 
and  dabei  den  herrn  uns  zn  aller  nachbarlich  beharrlichen 
frcundschafft  and  willigisteu  diensten  erhielten,  nebens  aber 
uns  all  in  den  schätz  und  schirm  des  h<)chsten  bevclchcn 
wellen.     Clagenfort  den  12.  Septembrit  anno  1602. 

Der  Herrn 

dienstgeälssne  wüHgc  nachbam 

N-  E.  E.  L.  des  erzhorzogthnmbs 

Khiirndteo  verordente. 

{b  Sitigtl  «ttf(r«NlrUckl.) 


951 


1442. 

Ferdinand  II.  an  alle  naehge$Htien  Obrigkeücn:  Tadd,  daß  der 
Sda$  vom  1.  3/iirj  JdOl  nicht  befolgt  wurde.  Verbot  jedes  Exer- 
giiiHms  außer  des  katholischen,  Erneuerunff  der  deshalb  erfiosseficn 
Mandate.  XettcrUeht'  .Ausiceisung  der  I^rädtkanten  hei  Todes- 
strafe und  300  Taler  Belohnung,  icer  einen  anteigt.  Verbot,  ihnen 
Vorschub  £U  Uitten.  Nobüilierte  Personen,  Pfleger  usic,  die  nicht 
katholisch  sind,  haben  bintien  24  Tagen  das  Land  stt  räumen. 
Austreisung  aller  protestantischen  J}ediensteteti  beim  Adel.  Die 
sieh  nicht  sur  BeicJUe  einstellen,   sind  einjnt^ie^en.    Gras,  1602 

September  23. 

(KoiK,  SL  L.-A^  Rrfonn.  Sil  I&98.    Snuinper.  fol.  6Iil^— 664*.    Gnlroekt  Ha- 
nar^ir,  Hittiir.  Dcduc^tio,  S.  lOO.j 

Wir  Ferdiuand  ombieten  N.  allen  and  jeden  ariscrn 
nachgesetzten  obrigkeiten  .  .  .  xa  vememen:  Wiewol  wir  ans 
zu  &llen  ansem  getroaen  tandleuthen  und  andern  nnsern  under- 
Ütonen  ^ambt  and  sonders  gnediglteb  versehen  hetten,  es  wur- 
den onscre  am  1.  lag  lUartii  ncchstverwichnes  IGOI'™  iars  .  .  . 
pabliciertc  olfne  generali  sowol  za  anrichtang  and  bcstettig^ng 
eines  fridlichen  nnd  mhigen  politischen  wesens,  als  unserer 
wahren,  allein  scligmacbenden,  catboUscheu,  römischen  religion 
BcholdigcD  erhaltang  and  aasbreitong,  auch  der  dagegen  noch 
Toa  denk barli che n  iaren  hero  aus  göttlicher  verbengiiuss  ein- 
gerissnen  hoebächedltchen  secton  nnd  verderblichen  irrthoniUcn 
ganzlicher  ausrottang,  nnd  dass  wir  dieselben  bevelch  als  re- 
gierender herr  und  laodtfürst  mit  gutem  bedacht  und  fueg 
ausgehen  lasseo,  bei  menniglicben  niemanden  ausgenommen  die 
schuldige  aufsichtigkeit  und  folgteistung  gefanden  und  keiner 
ans  ausercu  laudsässen  und  underthunen  ftiractzlieb  darwidcr 
gehandelt  haben,  so  kombt  uns  doch  fast  täglich  mit  hoch 
empfindlicher  bcschmerzung  für  und  wir  müssen  es  selbstcn 
handgrciöich  spi\rcn  und  wamcmcn,  wie  bemelte  general  von 
vielen  nnsern  landleuthen  und  andern  nuterthanen  hishero  in 
mehr  weg  wissentlich  und  mit  vleias  ilbcrsch ritten  und  die  dar- 
innen gesetzte  Btrafi*  und  pccn  ganz  veräclitlich  gehalten  and  in 
wind  geschlagen  worden. 

Demnach  wir  uns  aborraal  liestendiglich  fUrgenommen  und 
naumebr  aigenttich  entschlossen  sein,  unsere  l.  f.  nnthoritct  und 


I 


hoheit  wider  derselben  übertretter  in  diesen  nnd  andern  ftlllen 
Pürobin  mit  allem  ernst  zu  bcschützeit  und  liaudzuiiaben  und 
kein  andere  religion  oder  gUabea,  aU  den  wir  von  der  uralten 
catholJBcben  römischen  kirchen  tind  derselben  obristen  kirten 
und  Vorstehern  ohn  alle  makcl  and  beflecken  cmpfaugon  und 
in  doru  wir  selbst  geboren,  getauft  und  erzogen  worden,  in 
diesen  ans  von  goit  anvertrauten  furstenthumbcn  und  landen 
exerciern  zu  lassen  and  was  derselben  zuwider  casserstcm  vcr- 
mügen  nach  zu  wenden  und  abzuschaffen;  derowegen  wollen 
wir  zu  nothwendiger  introducicrung  und  aiiterhaltuug  eines 
allgemeinen  roehrcrn  gehorsarobs  berüerte  anacre  aasgefertigte 
g^neralmaiidat  nachfolgendermasscn  vernewert,  erfrischt,  ge- 
mehrt und  zu  mcnniglichs  nachrichtang  and  warnung  gebessert 
haben. 

Und  weilen  dann  die  augenscheinliche  crfahrung  sowol 
in  diesen  als  in  andern  landen  mehr  dann  genugsamb  bishero 
an  tag  geben,  wo  den  scctischen  predicanten  Uire  vermainte 
religion sUbung  oder  derselben  gemeinschaft  offen  oder  hcimUcb 
passieret  oder  gestattet  worden,  dass  es  dem  gemeinen  wesen 
und  eines  caThoHschcn  ftlrstcn  und  potcntatcn  1.  f.  reputation 
in  viel  wege  praeiudicierlich  und  nachtheilich,  aach  nichts 
anderes  dann  ein  nrsach-  und  anlattunggebung  zu  allerbandt 
fridthessigen  und  rebellischen  praktlken  gewest,"  ja  gar  ein 
Unterdrückung  der  hochwUntsclietcn  rechten  zwischen  der  obrig- 
keit  nnd  derselben  underlhanen  vorhandenen  correspondenz  und 
perturbierang  der  in  geistlichen  und  politischen  Sachen  ge- 
pfl&nzten  verainigung  gewest: 

flo  wollen  wir  derowegen  mit  wolmainlichcm  ernst  gesetzt, 
statoirt  und  geordnet  haben,  das  die  sectiscben  predicanten 
als  wissentliche  aufwigler  nnd  anfrUhrer**  der  undersassen  wider 
ihre  hohe  1.  f.  obrigkait,  hetrUher  nnd  Zerstörer  des  gemainen 
fridens,  sambt  den  scholhaltern  nnd  dergleichen  ihren  adhae- 
renten  aus  allen  diesen  fiirstenthumben  und  landen  aaf  ewig 
bey  der  hievor  auffgesctzten  straflf  ihres  lebens  verlierung 
nochmalen  gesclmflft  sein  sollen,  mit  diesem  fernem  nnhang, 
dass   demjenigen,   welcher  eine  solche  wissentliche  bandieierto 


■  D)<^   folfrcnden  Wort«   bU  ,10   «OlUn*   fehlen    iibH    imA    Tinr)i    SStKingrr 

«rfrflnzt 
>■  Di«  beiden  fol^nden  Wort«  «tu  Sfltxinger  ergllnst. 


nach  pnblicieniDg  diu  onBem  nachgesetzten  obngkeittti 
lebendiir  liefern  oder  deren  verhelfeni  behendignitg  nnd  eis- 
liehnig-  willen  gUubwQrdige  kondsduA  Alrbringen  wUrdet^ 
BoOe  jedesmall  300  thaler  zu  einar  verehnuig  aas  UDscrm  hoff- 
pfenoingmaisterambt  oder  fUrstUchen  camer  luifehlbarlioh  als- 
baJd  erlegt  werden. 

Weiter  ist  unser  befelch,  dass  keiner  aas  onsem  land- 
teothen  und  anderthanen  hohes  iind  niderB  sundts  niemandts 
«lageMhloasen  einigen  aectischen  predicacten.  praeceptom  oder 
sobnlhaltern  bey  verlienuig  bab  und  gute  oder  ernstlicher  leib- 
straff,  in  keinerlei  weis  nnd  weg  den  wenigisten  fUrschab  oder 
tuidersGbleiff,  wie  die  namen  haben  raSgen,  ferrer  nit  geben, 
noch  mit  demselben  anter  onsem  1.  f.  gebiet  aioiofae  gemein- 
schalt  nit  haben  soll. 

Desgleichen  ist  anser  endlicher  will  and  meinang,  daas 
alle  and  jede  nobilitierte  personen.  item  der  landleath  pfleger 
and  schrdber,  burger  und  banem  nnd  alle  andern  mcks&ssige 
anderthanen  and  inwohner  unserer  fui-stentbumben  and  lande 
tind  alle  derselben  haasgenossen,  welche  auf  dato  za  unserer 
hl.  cath.  religion  noch  nicht  getretten.  sondern  secüscb  ver 
bUben.  aber  gleichwol  bievor  absonderlich  nicht  aasgeschafft 
sein,  aintweder  zu  der  heylwerdigen  bekehrung  mit  beichten 
imd  communieiem  bey  ihren  ordenlichen  catboUschen  pfarr- 
kerm  and  seelsoi^rn  nach  pablicieroag  and  vermahnung  diss 
innerhalb  sechs  wochen  an  einige  Widerrede,  erinnernng  und 
anmahnung  onfeblbarlich  greifen  oder  aber  gegen  gebUrlicher 
erlegnog  des  zehenden  pfennings  (an  dessen  anschUg-  nnd 
einbringang  wie  dann  die  notturfft  absonderlich  so  verordnen 
bedacht  sein)  nach  rerfliessung  obl)estimbter  peremptorischen 
termins  inner  14  tagen  endlich  und  peremptorU  bey  verlast 
aller  ihrer  haab  und  gSter  all  nnsere  erbfürstenthamben  and 
lande  gewisslich  räumen  und  darinnen  ausser  sonderbarer  von 
ans  erlttngten  licenz  and  crlaabnnss  nicht  mehr  kommen  sollen, 
diejenigen  aber,  welchen  alberait  bievor  ihrer  aigensinnigkeit 
halber  ans  dem  landt  gegen  hinderlassang  der  bewusten  nach- 
Bteaer  zu  ziehen  aaferlegt  worden,  solches  aber  untzheru  und 
aber  gehabte  geraambe  zeit  noch  nicht  ins  werk  goricht.  sein  es 
ebenmftsaig  hey  verliorong  aller  ihrer  bab  und  gUter  innerhalb 


Bti^iii* 

Mll>l 


■  Die  Baadnoteo  bat  aar  Sottiofcr. 


14  tagen  nach  l>eBclievhiier  erinncrung  gegenwertigen  generals 
ohne   ferners   einsteUen    za   volziehen  schaWig  ond  verbunden. 

Was  aber  der  iandlcath  etwo  in  gemain  und  absondcr- 
Ucli  noch  aaf haltende  seelische  officier  und  dicncr  belangt, 
deneo  wollen  wir  zu  ihrer  beurlaubutig  und  anderer  catholi- 
sehen  aufnemang  sechs  monath  termins,  von  heutigen  dato  an 
KU  rechnen,  biemit  gn.  erthailt  haben.  Im  fall  nun  solchen 
ausgescliafften  pcrsonen  jemants,  er  sej,  wer  da  wolle,  darüber 
ausser  fllrbringung  einer  Specialbewilligung  und  fristnng  einige 
aufentlialtuug  geben  wurde,  der  soll  von  uns  an  leib  oder  gut 
nach  Ungnaden  gestrafft  und  hierunter  keines  verschont  wcrdeo. 

Und  damit  man  aigentlich  wissen  möge,  welche  in  obbe- 
melten  termin  diesem  nnserm  I.  f.  edict  den  schuldigen  ge- 
horsam gclaist  haben  oder  nit,  ersuchen  wir  die  ordinarios, 
wie  auch  die  praclaten  und  crzpnester  in  unecrn  landen,  hie- 
mit  gn.  bofclchend,  bey  ihren  nntergebenen  pfarrherrn  und 
vicarien  diese  ernstliche  fUrselmng  zu  thun,  damit  ein  yeder 
nach  empfabung  diss  alle  haus-  und  rucksässige  pfarrleUth  sambt 
derselben  wcib  und  kindcrn.  so  zu  ihrem  zimbtichen  verstandt 
und  über  &echszehen  iahr  ihres  alters  kommen  sein,  mit  allem 
vleiss  beschreibt  und  sodann  sein  embsiges  aufmerken  habe, 
wer  sich  aus  denselben  innerhalb  des  obbestimmten  tcrmins 
auferladnermassen  zur  cathoUachen  beicht  und  communion  ein- 
gestellt oder  nicht,  und  wann  also  die  obbestimbte  zeit  der 
sechs  Wochen  fUrtIber  sein  wierd,  so  sollen  die  pfarrer  und 
mcani  ihre  ungehorsambc  pfarrkinder,  welche  in  glaubcns- 
sachen  nicht  zuelenden  wollen  und  kein  erhebliche  entschnl- 
diguDg  fürzuwenden,  unverzüglich  dem  landtgericht,  darunter 
ein  jeder  wonKafft,  schriftlich  anfUegen  und  nambhafft  machen 
und  dem  goHchtsherrn  alsdann  bey  straff  ain  tausend  ducaten 
in  gold  in  cra£Pt  dits  Uefolchen  sein,  auf  eines  jeden  orden- 
lichen pfarrers  oder  viearii  ersuchen,  die  angezeigten  nncatho* 
tischen  personnen  sambt  allen  ihren  anter  seiner  iurisdiction 
ligenden  haub  und  gittern  von  unsertwegen  bis  auf  weitem  be- 
Bcheidt  einzuziehen,  zu  vcrarrestiern  und  dessen  unser  n.-ö. 
regicning,  neben  überschicküng  einer  ordenlichen  verzeichnuss 
der  eingezognen  und  verbotnen  gUeter  unverzUgenlicb  zu  er- 
innern. Üeninach  ist  an  alle  und  jede  unser  nachgesetzten 
Obrigkeiten,  landtshaubtleuthen,  vitztbumbcn^  pflegem,  Ver- 
waltern und  gerichuinhaberU]  also  auch  burgermaister,  ricbtcr 


nnd  rätbe '  der  stütt  nnd  mftrkt,  gemeinden,  landrichtem 
aad  sonst  mcnnigticb  unsere  emstliclic  bevelch,  ob  diesem 
ansern)  general  in  allen  pancten  und  articln  sUtt  nnd  vest  za 
halten,  darwider  niclita  su  tbnn  oder  diss  andern  in  einige 
weiss  und  weeg  fUnsnnenien  gestatten^  als  Heb  einem  }'eden 
ist,  unser  schwere  ungnad  und  strnft'  zu  vermeiden.  An  diesem 
allen  beschiebt  nnser  endtlicher  will  und  mainung.  und  dar- 
nach waisfl  sich  ein  jeder  und  menniglich  vor  nachtl  and 
schaden  zn  hueten.  Geben  in  unser  haubtstatt  Grätz  den 
X'2.  iSeptembrit  anno  1602. 


1443. 

Ferdinand  Tl.  an  tien  Landesvenvaitcr  Hans  G.  Ain- 

den  Landesvizedom  von  Krain  Philipp  Khohensl  von 

heireiht   die  Bertchterstattumj  über  die  UtUersuchHtig 

der  Ängclcijenheit    des   nach  Triest   cur  Antretung  der  Galei^eti- 

strafe    verschickten,    in    Senosetsch    etUspmngetien    Prädikanten 

Paulus  Odontius  und  nantentlich  über  die  EzaminoHon  des  Wirtes 

«*  Senosetseh  und  seiner  Leute.   (Grojt)  1002  Septemler  10. 

(Mitteil,  des  histor.  Vereine«  fUr  KruD  1^7,  8.  107.) 


1444. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  an  die  von  Kärnten :  nehnteti  mit 
Betrübnis  die  am  12.  d.  M.  erfolgte  MitteUting  der  dort  vor  sich 
gegangenen  EdigioiiSjH-oiesse  gegen  Herren  und  Landleute  jtur 
Kenntnis.  Solclic  Falle  komtnen  auch  in  Steiermark  aUtoglich 
vor  und  werden  auch  Herren  ut\d  Landleitie,  die  in  vornchtnen 
Hof-  und  amieren  Diensten  stehen,  nicht  verschont.  Man  teüe 
ihnen  das  mit,  die  Sache  müsse  man  Gott  empfehlen.  Wäre  ihr 
Schreiben  frtUier  angekommen,  hätten  sie  den  Inhalt  dem  runi 
Zicecke  der  Aufnahme  der  Einnehmerrechnung  versammelten  Aus- 
schüsse mitgeteilt  und  darüber  hcratschlagt.  Sic  werden  ihn  an 
den  iiommemien  Land-  und  Hofrechten  verbringen.     Grax,  1002 

September  18. 

{Koux.,  St.  L.-A.  Chr.  B.;  eacli  KesiaU.) 


Dia  beiden  letxtea  Worte  aoi  Sciiinger  ergäasL 


256 


1445. 


Richter  und  Hat  jsti  Fölkennarkt  an  Ferdinand  JI.:  haben  tw 
wenig  Tagen  üher  die  Ahsckaßantf  der  ,Sektischcn'  wid  dm  den 
Kaiholischen  gesehene  Ärgernis  berichtet,  aler  noch  keine  Antwort 
erhalten.  Da  die  Katholischen  wieder  in  den  Irrtum  möchten 
geleitel  werdettf  wenn  man  diese  unyehorsamen  Lutherischen,  bei 
denen  man  sich  schtm  das  dritte  Jahr  Miihe  gebe,  den  anderen 
jmm  Spotte  hdaßt,  so  erbitte  man  Verhalt ungsntaßregdn.  VölJcer' 

markt,  IHO'A  September  20, 

(Or^f.,  Limbnr^-PßisIriti-ArcbiT,) 

Schon  Mn  SS.  «ncheint  d^r  Au(weiiuiigf1]»fehl  (Orig..  «boDdaV  Am 
4.  Oktober  ISdl  Zingl  die  Ungehorsamen  für  den  lü.  vor  an3  verl«n(ft  Ab- 
noliQatig  dea  ll>.  Pfenoigs  (Orig.,  ebenda}, 


1446. 

Papst  Clemens  VIXI.  an  den  ßiscJiof  Martin  von  Sedtau:   An- 

erkennmiij  seines  verdienstlichen  Wirkens  namentlich  im  liinhlicke 

auf  die  Ketzer  dieses  Landes,    Itom,  1(102  Septemtier  21. 

(Qleiehs.  Kop.,  L.-A.,  Speiialarchiv  Obembnrg.} 

.  .  .  CognoTimos  ex  literis  .  .  .  UieronTmi  episcopi  Adrien- 
sis  Dostri  Ep.  nttncii  .  .  .  fraternitatem  taam  et  in  toae  eccle- 
siflc  gnbernatione  et  in  of^cio  vicahi  in  spiritaalibus  generalis 
qood  administras  in  atraqac  Styria  pro  vcncrabili  fratro  nostro 
Theoderico  arcbiepiacopo  Salisburgenai,  te  singuUri  qnodam 
itadio  &d  det  honorem  aogendam  et  tidem  cathoUcam  propa- 
gandam  exardescere,  ita  Qt  inter  cetera  salutare  contirmationis 
Bacramciitom  dia  lU  locis  istis  intermissum  rcstitneris,  ecclesioa 
et  benefioia,  ecclesinstica  a  secnlaribos  hominibns  aut  ab  hae- 
Kticis  nsurpata  receperis  ac  rccupfiraveris,  caltam  l>ei  ubique 
instanrare  et  angere  stndeas  omnesque  pontificales  fanctiones,  in 
qaibos  magna  est  tideliam  aedificatio  .  .  .  samma  alacrttate  se- 
dalo  exerceas  et  qaod  ma^ni  momenti  omnino  est  in  eo  dili- 
gentissime  verseris,  nt  sacerdotes  et  parochos  oatholicos  et  pios 
et  6doIes  oper&rios  nndiqne  compares,  tibiqne  adinngas  .  .  . 
qntn  etiam  vidimua  edicta  iniprcssa,  qnc  nuper  frateraitaa  tna 
promnlgavit,  qaibm  et  cUndeBtina  matrimonia  abolere  et  cleri 
dibciplinam  ad  sacri  Tridentiui  couciiU  praescriptom  restitaere 


257 


et  conformare  egregie  conaris.  I^andamtis,  frater,  .  .  .  dittgen- 
tiun  et  Tigilantiam  taam  tuosqae  labores  .  .  .  benedicimas,  nt 
prospere  semper  .  .  .  frnctQS  .  .  .  rrforas.  Sii^  age,  sie  perge, 
Dem  tecam  est,  et  idcra  nancins  tccum  collaborakic;  unam 
enim  «stis  in  domioo  .  .  .  Filii  veru  ooBtri  dileetis«iiui  nobilis 
rirt  Ferdtnandi  arcliidncis  pietas  ot  6dei  ardor  nolas  est  oiuni- 
bOB.  .  .  .  Datmn  Komac  apad  s.  apostolos  sub  analo  pisoAtoris 
die  21.  fSeptembris  1602  puntiäcatus  nustri  XI. 

1447. 

Uerren  mid  LnHdleute  Ä.  C.  iii  Krain  a%\  ihren  Mitland- 
maHH  Wolf  Engdhr€cht  Sehrattkhler:  Da  er  den  iuhaU  des  von 
den  VerorditeteH  von  Karnien  eingelaHfehen  Schreibens  über  die 
^Ugiomd>e8ehicerungeH  in  Kärnten  in  der  letzten  Vermmndung 
vernommen,  bitte  man  ihn,  namens  der  evangelische  Stände  dieses 
Landes  sieh  nach  Kla^enfurt  £u  verfügen,  den  Verordneten  da- 
sdbst  ihr  Gutachten  anxtizeigen  und  iJmen  £u  i:erstehen  tn  geben, 
daß  man  sich,  teeU  schriftliche  Eingaben  bei  I.  F.  />■  vergebens 
seien  und  man  bei  der  jetzigen  Lage  der  Dinge  keine  Audiena 
erhoffen  krinne,  um  einen  demütigen  Fußfall  su  tun,  bis  tu  dem 
nädistkünftiyen  Itcichstage  in  liegoisburg,  der  auf  den  J.  De- 
eember  anberaumt  ist,  tjeduldc;  beim  limchstage  alter  die  evan- 
gdisehen  Stünde  um  Vermittlung  angehe,  damit  uir  bei  der  A.  C. 
gdatsen  tcerden.  Hoffentlich  uerde  dann  1.  F.  7>  sich  bewegen 
lassen  und  uns  in  utiserem  Gcicissen  nicht  beschweren.  Wenn 
aber  die  Herren  aus  Kärnten  ein  besseres  MUtd  vortukehren 
uüßten,  so  mögen  sie  es  ihm  bekanntgeben.  Ltiibach,  1G02  Oktober  7. 

(Kqp.,  8t  L.-A.,  Chr.  R.) 

1448. 

Die  Verordneten  von  Kärnten  an  die  von  Steiermark:  teilen  in 
Abschrift  mit,  was  die  von  Kratn  durdt  Herrn  Wolf  Engelbrecht 
Schränkler  haben  andeuten  lassen.  Da  Gefahr  im  Verenge,  mögen 
sie  sidt   die    Sache   angelegen   sein    lassen.     Klagenfart,    IGO'A 

Oktober  10. 

(Orig.,  St.  U-A..  Chr.  R.) 

Anticort  vom  l€.  Oktober  (Kunic ,  ebeuda):     &e  bStlen    früher  ;«anl- 
wort*!,  «b«r  die  Zeit  der  Weiolese  sei  dx,  Etnaehimuif  dvi  Bcr;r«cbt«i  nnd 
»«■»••■  11.  AM.  IM.  LX.  17 


958 


des  ZebMU,  ätao  dar  ,anT«rriobt«'  FeldKQg;,  dafl  nmn  kolna  gniQa  Ansahl 
vou  Herren  und  Laiidl«ut«ii  7UM]niitnnbrLug«ii  kn.un.  Dio  Legiüuu  %a  den 
Kur-  uud  FEirstea  «u  den  U«iclisti>g  bUlif^ou  sie,  da  »b  stcb  ;iber  limger  als 
auf  deu  1.  D«x«nQber  hiLiau»ieIicu  dllift«,  ko  mVgeu  sie  sich  bis  10.  Nor«iiiber 
gedulden,  du  zur  üocbzeit  dor  Tochter  des  ncrra  von  TrstitiniDnidorf  ohne- 
dies vinle  Herrpi)  hier  zneammra kommen. 


1449. 

Kaiser  Rudolf  TL  an  Erehersog  Matthias:  teilt  ihm  lei  dem  An- 
lasse, daß  Krehersog  Ferdinand  II.  den  landschaftlkhen  Aymten 
Kandelberger  ,auf  Beine  von  sich  gegebene  Urfehde'  hin  begnadigt^ 
aber  des  Landes  verwieseH  habe,  sa  seitter  Datnnchachtung  (für 
Ungarn,  Österreich  oh  und  unter  der  Enns)  mit,  daß  die  aus  den 
Landen  Ferdinands  II.  Glaubens  halber  Äusgeimesenen  weder 
Böhmen  noch  dessen  inkorporierten  Landen  sugelassen  werden. 
Schloß  Frag,  1602  No\^en\her 2. 

(Kod.  Lins  4jl,  fol.  ä4äi'.    Siehe  Arcliiv  fUr  Ust«rr.  OMch.  8»,  306.) 

1450. 

Martin,    Bisehof  von  Seekau,   an  den  Pfarrer  von  (Fyher?): 
jritiert  Balthasar  Schadete.  Graa,  1602  November  7. 

(Ori;.,  St.  L.'A.,  Sp*ua,ljircliiv  Pyber,  Pr^ure  Oraden.) 

Martmns  etc.  . . .  HonorabiHs  etc.  Fac,  ut  Baltbasar  Schadetz 
in  filiali  ri.  Oswaldi  preabyter  {|uam  prinium  ad  uoa  veniat.  Valc. 
Uraecii  7.  Novembris  anno  1C02. 

Mfartinas)  ep(iiK:opu)£ 

Von  mißvn:  Tvl-rr    Herr  Ilitcliflfr.  Lad    3».  I).  N.  II. 


1451. 

Vf*  AU  von  Arnoldstein  an  den  Pfleger  von  Wassa'neuburg  llant 
hoßbaeher:  siliert  ihn  für  den  St.  Andreastag  (Novetnber  30), 
weil  er  Nichtkatholische  auf  dem  kalhoUschen  Friedhofe  zu 
8t.  Georgen  begrai/en  und  einen  Prädikanten  ,in  der  Frau  von 
l'eufenhach  Schloß  zu  Wasserneubttrg'  aufgenommeti  liabe,  der 
daselbst  eine  Kopulation  vollzog  und  so  in  die  klösterliche  Juris- ^ 
diktion  eingriff.    Arnoldstein,  1602  November  15. 

(Orif.,  AmoldtleioBr  Akt«a,  Uadolfin.) 


259 


1452. 


AH  Kaspar  von  Neuherrj  an  Ferdinand  TT.r  lertcJiM,  dafi  er 
den  Befeid  wegen  Itrsirafatuj  Sdvesti^  Meilgraiers  von  Kroiten- 
Jiof  ärgerlicher  li^iffion&ftätuiel,  namenilich  des  Fleisehkoeltens 
am  Freilage  wegen  de.  voUeogeu.     Nettherg,  JBOU  Dezember  17. 

(Ot%.,  St.  Lh-A.,  SpexialvchiT  Nouberg.) 

Heilgrjiter  nnd  Frau  Mi«n  k«tholi»c1),  a1>cr  lar  Beicht  iinJ  Kammn- 
nion  konimea  aia  nicht.  Sie  selAn  altu  I^utA.  Die  Kriiii  liAb«  ftir  Knctit'nog 
Kul  allerlei  Wappen  aii^nnXht.  äio  lagen,  daa  ItCiine  nicht  »i'in,  «U  oa  ihr 
Q«wiaMn  berQhrR-  Sollto  ea  dahin  kummen,  miLQle  man  sie  t*th  uira^ii^ 
kommaaisiet'eD,  deuii  in  der  DietflDb«rg«rucheu  üibel  stUiid«  es  so.  Warum 
hab«  man  ihn«D  Diclit  das  vor  Jahreo  ir««i^t  and  Terlange  «s  jetxt  vou  &v 
erl«bt«n  Lontun.  Si«  vrollcn  sich  bcdoDken.  Von  «ektischcn  Büchern  hat 
mein  prarrer  xti  I.nngr nwang,  nnvlc)  er  bekomniDn  m^tf;"")  weiffKonommcn; 
viele  liabnn  milchi;  luicb  tiinl  lÜo  pramrpiorcjt  iu*irulttn>n  din  Kinilt<r  dnrailK. 
Viele,  die  vordem  jednn  Soniitikg  zur  Kiruhc  gegiiiigtüi,  <<rit(;Iifinnii  icit  dr^r 
gCfMi  sie  gehaltenen  Koiuiuiieion  nicht.  Zu  ihnen  {^chClrt  Wulf  Kbriicr,  der 
olin«  ßchen  Freitag  in  «einer  n«hAU«uag  »iedeo  und  backen  IHßt,  bo  auch 
der  Witwe  Frau  von  SchKrffcnbt^rt;  Rii.itmciHor,  (irr  in  KhrÄcr»  fichatiNime 
etliche  SonntAgc  bi»hrr  hat  predigen  nnd  l.nthori»cho  Li«der  ain^«n  la.i«pn. 
Uan  wird  da  rrastlicheK  Einißbea  balicn  niüucn  I>ic  PfarrtneD^  ist  nicht 
klein,  aber  gottlob  außer  diesen  awaion  gut  kalbolüch. 


H53. 

Abi  Georg  von  lictm  an  den  Alt  von  Nettherg:  trögt  Vtm  nametis 
des  (rmerals  auf,  snr  Ilrhting  der  Klo^fn'geistiicitkeit  an  ilnt 
näcltsten  Ostern  einige  Uriider  studienhalber  iiuch  (iraa  zu  senden, 
woseBfst  sie  im  Reuner  Hause  untergeliraehl  werden.  Es  möge 
ihnen  aU^  für  ihre  Studien  Notwendige  mitgegehen  iverden.  Timm, 
J602  Jhzeinher  HS. 
(Orip-,  St.  L.Ä.,  Chr.  K.) 

EmaDArnnt  atino  ItiOÜ  ex  curia  Ser'"'  Ferdinand!  .  .  . 
noiiimllA  docreta  ad  morasteria  liarma  provittoiaram,  qnae  ab- 
bates  et  regolarimn  ecclesiarum  praepOBJtoSj  nt  in  üb  ad  scien- 
tias  artescjue  liberales  ingenia  rolifriosorum  appIIiTjirent,  adlior- 
labantar.  .  .  .  Hioc  etiara  Rev.  d.  generalis  videna  fratrea  »eu 
religiöses  plerosqae  desides  in  caliginosa  igiiorantia  oberraro 
et  monasteria  nostra  hoc  tempore  sumraopere  viris  doi:tis  in- 
digere,   consalte  nobis  iui|>oauit,  ut  in  tiiugula  monasteria  risi- 

17» 


260 


tationi  nostrae  subiecU  vigilanter  animadvertamus,  ne  mventus 
otio  torpescat,  Bfid  nt  in  ii;;  una  cum  disdplina  ref;alari  artes 
bonae  alantur  et  doctrira  foveatur.  Com  ig:itur  hoc  sollicitu- 
dini  nostrae  commissiim  sit  idque  non  modo  ritao  privatac  fcli- 
citfttem  Bed  etiam  bonum  publicum,  coiumodum  monasteriorum 
et  angDientani  religionis  catliolicae  concemat,  ideoque  nomine 
Itov.  d.  generaEJR  pract^nntilms  admoduni  Kev.  donünationi  V. 
aerio  minngimua,  nt  rirca  Pascha  fratrea  aliquot  ad  stadia 
BnmptibuB,  lectieis,  linejiininibafi,  veeliinentJs  aliisqno  necea- 
sariis  suflicienter  simnl  iiistmctoa  Graeciuin  mittat,  babita  ra- 
tione  reddituam  monasterü  stü.  Nos  rero  aulam  nostram  (Jrae- 
censem  ad  hanc  u&uiii  dcputavirnus,  in  qua  eimal  con^egati, 
no  Tagando  insolcscant,  sed  sub  observantla  et  disciplina  regulari 
vita  exßinplaris  elucescM,  praecoptoribns  curae  com  mitte  ntur. 
Addelur  insupcr  coquus  et  minister  aliqnis,  qni  enrara  rol  do- 
mesticae  gereut  et  eorum,  quae  usus  quotidianus  ri'qnirct,  ra- 
tiooein  Iiabebunt,  at  sie  religosi  omni  cara  seposita  avidias  Btudia 
aectentnr.  .  .  .  Datum   RLunae   23,  die  Decembns  anno  1002. 

ß.  P.  V.  coufrater 

frater  Georgias  abbas  Reunensis. 

(ßiogal  «nfgedrUckt.) 


1454. 

Memoriale  Feter  Christoph  Praunfalks.  .Partiaihtrheschwärutigen, 

so  wider  die  f.  JiefonnationscommissarieH  die  EHstalleriscJwH  be- 

naclibarlen  LanäUmi  furzuhrintjcH  hohen.*    1002. 

(St.L.-A.,  Cltr.  R.) 

].  lirstlicli  babcri  «y,  h,  commiKsarien,  KnwidiT  altf^m  her- 
kommen und  E.  K.  L.  freylieiUnn  algens  iies  gcfallßtis  unsere 
antertbanen  mit  bctmung  des  prants,  item  teibs  und  guets  ge- 
fahr  for  «icti  erfbdcrt,  denen  erechcincnden  anferlcgt,  »n  j>wnc(o 
irem  pfarrer,  so  dabei  gesessen,  anzngUibeu,  das  sy  sich  inner- 
halb drey  wocben  bei  inen  in  die  beicht  und  coinmunion  ein- 
Btellen  wüUen.  Welche  also  gehorsamh  gclaiat,  haben  I.  F.  D' 
vermU^  aines  absonderlichen  iiitsiiüll  ferner  schwem  und  an- 
glüben  itiUeusen;  denen  btrstandigi^n  nntcrtliancn  aber  haben 
ey  bei  verlierang  leibs  und  Icbena  innerhalb  ü  woL-han  3  tagen 


Ml 

das  landt  zo  raamcn  anferlegt.  Welcher  sich  nun  darunter  be- 
iretteD  lassen,  der  sei  schon  dem  profosen  an  die  liandt  ge- 
sprochen, der  dan  die  execntion  mit  seiner  person  nimemen 
und  sein  haas  und  hof  abbrenen  werde. 

2.  Nach  abraiscn  der  hcrm  comratasaricn  haben  solches 
nacfaer  die  pfaffen  denen  unterthanen  zum  Uberflass  aaf  den 
offnen  canieln  verkündigt  und  die  unterthanen,  so  unter  sie 
gepfarrt.  gleichfalls  bei  obgcmelter  commination  innerhalb  14 
tagen  für  sich  «u  erscheinen  erfordert. 

3.  iJen  obangedeuten  aydtsnotl  bclangent,  so  W'i  ctlich 
nnd  dreyssig  pQnct  in  sich  gehalten^  seind  unter  andern  auch 
diso  2  ptlnct  inserirt  gcwest.  dass  ay  alle  Lutteriscbe,  so  jetzo 
noch  im  landt  sein  oder  sich  kUnHig  darein  sclilaipfen  mtkhten 
und  darinnen  aufhalten,  duf  das  eliüserist  verfolgen  helfen  wollen. 
Itom,  dass   sy  sich,  wan  sy  I.  F.  D'  aufmahnen  werde,  wider 

i^die   Lutherischen   gubraucheu   zu  lassen,  ycderzcit   willig  and 
icrait  sein  wollen. 

4.  So  haben  auch  die  muettwilligen  soldaten  uberal  im 
Enstall,  wo  sy  hinkumen,  mit  hüchstom  contesticrn  und  schwüren 
Ausgelassen,  dti&a  man  sy  aber  in  grosserer  anzatil  nnd  mehrerer 

iraeparation  in  wenig  wochen  widerumb  dahint^ehron  und  nicht 
^allein  die  beständigen  unterthanen,  so  sich  seither  in  die  beicht 
nit  eingestellt,  verhören  und  verderben,  sondern  auch  irc 
e  hemi  in  schlossern  angreiffcn;  darzu  werde  luau  Ire 
lAigne  unterthanen,  so  abgefallen  und  geachworn,  wider  sy  go- 
braacben. 

5.  Solches  hnt  auch  ain  wtUUseber  ptixenmaister,  so  sy  bey 
sich  gehabt,  confiruiirtj  wie  er  dann  fürgcbeu,  dass  er  atlain 
darnmbcn,  das  w  alle  glcgünheit  ab&ohen  solle,  inen  sey  zae- 
;geben    worden,   und   1.  B'.  D'   liabe   ulberait   12   doppolto   car- 

haunen  hierzu  deputiert,  die  man  alsdan   hinanfluhren    werde. 

6.  Item  hat  auch  solche  commination,  dass  man  die  landt- 
leut,  wo  nicht  ehcrs,  doch  gewiss  auf  künftigen  wintlier  also 
hnimbsuechen  und  ire  lieuscr  stirmen  werde,  landtspfleger  zu 
Wolkensteiu  iu  beisein  des  Angelo  Constede,  des  geweston 
pfarrers  von  Orehming  soii,  Abraham  geaant^  mit  hüclistem 
schweren  best&ttigt. 

7.  Was  auch  hicvon  er,  Angelo  Constede,  als  commissa- 
riuB  selbe  des  obgedachten  Abrjiham  Schröflfola  braeder  Daviten, 


263 


so  ain  bnrgcr  and  abgefnilen,  angesagt,  ist  ans  seinem,  DaritcD^ 
liiebei  gelegten  schreiben  zu  vernemen. 

8.  äonderlich  aber  hat  obgedachts  laudpflegers  Schreiber, 
Ludwig  gonanDt,  za  Schlädming  io  wehrender  commission  in 
anhürung  mehr  dann  30  untertbaaen,  (so)  mehrenthaiU  mir  Pet. 
Cr.  Praunf(alk)  zugehtircn,  mit  nachvolgandcn  trowurtten  solches 
alles  bestUttigt,  ncmblichcn:  Man  werde  in  kliUrz  die  landleat 
in  iren  hcuscrn  stUnnen  and  blindem,  sonderlich  aber  wider 
mich,  PraDuf(alk),  disc  wortt  ausgössen :  Dem  Praunfalckhen 
wirdet  man  ainmal  auch  über  die  hauben  kbumen.  Er  ist  ain 
reicher  berr,  aber  I.  F.  D*  sein  noch  reicher,  aber  dennoch 
werde  sy  sein  jüngstes  kind  nnd  erb  sein  und  imc  den  köpf 
zwischen  den  pcin  lassen  legen. 

9.  Gleicbfals  auch  liat  des  von  Ädmont  brobst  za  Gstadt 
Hainrich  Walther  alsbald  nach  abzng  der  commissanen.  als  er 
seine  unterthanen  erfürdert  und  iaen,  das  sy  innerhalb  3  wochen 
communicicrn  sollen,  auferlegt,  lauter  za  verstebn  geben:  Inner- 
halb 6  Wochen  werden  die  eommissarien  mit  ainem  grossen 
hauffcn  wider  khumcn,  die  werden  alsdan  die  landlcnt  bei  der 
gngl  ncmon  nnd  mit  Iren  aignen  unterthanen,  so  den  herm 
commissarien  anglubt  haben,  bekriegen.  Item,  es  aollen  sich 
nur  die  nntei*thanen  auf  ire  obrigkatten  ntt  verlassen,  dann 
weil  sy  sich  selbs  nit  schützen  khUnncn,  werden  sy  rill  weniger 
iren  unterthanen  ainichen  schütz  crzaigen. 

10.  So  hat  auch  des  bischoffs  gutschiknecht  bu  Schlädming 
in  beisein  viller  leut  öffentlich  ausgelassen,  man  werde  die  land- 
lontt  im  Ennstnll  bald  wider  haimbsuechen,  inen  ire  schlüsser 
niderreissen  und  den  anfang  an  Neuhaus  machon. 

11.  Was  die  Soldaten,  sowol  die  commissnricn  selbs  sonsten 
mehr  für  erschröck liehe  troungon  wider  die  Enstallerischen  land- 
lent  absonderlich  und  in  gemain  ausgössen,  ist  nit  gnuegsam 
zu  reden.  Ja,  der  Soldaten  muetwillen  ist  so  gross  gewest,  dass 
sy  auch  uns  landleut,  wan  sy  nnser  gegen  unsern  unterthanen 
gedacht  haben,  rast  nie  anders,  als  mit  schelmen  genant.  Bist 
du  des  Schelms  etc.? 

12.  So  haben  auch  die  Soldaten  an  Hl  rU  herziehen  mir, 
Prannf(alckh)  an  meinen  klienen  mairhoff,  als  sie  vernumen,  dass 
mir  der  zuegehörig,  die  fenster  umb  und  nmb  oingeschlagen. 
Welches  sy  auch  also  in  meiner  tnftiru  zu  Tipschern  ain  meil 
wegs  unter  GrShmiag  in  untern  und  obern  zimmern 


aern  getlsbt       ^M 


S63 


_  13.  Wie  mir  dann  ain  kagl  nit  2  claffter  weit  fQr  mich 
asd  Hbub  Bartliueen  vun  Muashaimb,  als  wir  initetiunder  zum 
fimster  hmaosgeseltfiD,  ßXrUbergetlo^eii. 

14.  Also  iBt  Aach  die  mir  erwisne  injori  vom  pfaffen  m 
Aoasee  nit  zu  vergessen.  Dahero  wir  bei  unsern  aigoen  onter- 
thanen  (aonderlicb  bei  disen  processen  und  betroaDgen,  die  sy, 
commissari,  selbe  in  anhüruog  gedachter  unser  untenhanen 
öffentlich  aosgoesen)  also  Terscliimpft  werden,  das  wir  den  ge- 
bfirlicben  gehorsam  von  inen  nit  haben  kllnnen. 

15.  So  haben  auch  die  commissariea  auf  meinen  grUnden 
ain  hochgcrichl  gesetst 

16.  Wie  die  Soldaten  Herrn  Hans  Friedrich  vun  Steinach 
mm  fOniehen  bei  seinem  baos  ausgcwartt,  dasa  e;  gegen  ime 
in  mosc^tten  angeschlagen. 

Die  andern  specialiteten  seind  aas  dem  credonsBcb reiben 
und  beigelegten  herrn  Hofmanä  memorial  wie  auch  herm 
Schrattens  schreiben  zu  finden. 

Du  MeiDorul  des  Herrn  Wolf  SebuÜui  Hoffnuta  liogt  bei-  Die 
IS  dort  ertribntea  Punkte  deck«»  sicli  sam  Teile  mit  den  obi^a. 


1456. 

Gtor0  8M>atus,  Bisdiof  von  iMvant,  an  den  Kardinal  Ciuthiua 
Jütibrandiui:  ermahnt  ihn,  der  Keiser  tcegen,  die  von  ticm  Err- 
kersoge  FrtdsieJtvnff  ihrer  Konfession  begehren,  keine  Sorge  ro 
haben.  Die  Sache  der  liechtglävbigen  stehe  gut.  Die  Ketger 
tragen  das  Äntlii-i  von  Leuten,  die  ins  Exil  ;nehen.  Mögen  sie 
abiiehen.  Gras,  1603  Januar  1. 
(aiob.  Epp.,  p.  114.) 

AbMRt,  n   Toinnt,   optxmiu  M  omnc«,  nt  upunr&ti»  ab  hvc  honiinon 
^oere  provtnciit  Deo  .  .  ■  noetro  serrire  oobü  liveat  >o  fidc  caüiolic«.  .  .  . 

1456. 

IxtsQohen  auf  Kir(^  und  Schule  A.  C.  vom  1.  Juni  1602  bis 
letMim  Mai  1603. 

(Hierüber  licfft  «in  gebundene«  Potioheft  Im  St.  L.-A.,  Chr.  8.  sd  1Ö03.) 

1.  Ks  erhalten  am  1.  Juni  ItiÜl  die  bei- 
den zu  Kham(>erg  und  Schiechleuten 
bisher  erhaltenen,  jetzt  aber  exulie- 
renden rrädikanten 120  fl.  — ah.  — -A. 


L 


264 


2.  Am  5.  Juni  Vinzenz  Eygl,  vertriebener 

Prädikant,  an  Gnadcngcld      ...       lÜ  ft.    —  sh.  —  ^. 

3.  Am    10.  Juni  Pcltii-  Hörn,   SchuliirU- 

zoptor  in  Scliwanborg,   als  Abferti- 

grung 20  „     —  „    —  „ 

4.  Am  22.  Jani  Alumnus  Balthasar  Ressel- 

poclen  für  «ein  MagiBteriom    ...       'M)  „    —  „    —  „ 

5.  Am  ^7.  Juli  an  Fraa  Magdalena  von 

Teuffenbacb,  was  sie  den  vertriebeneu 

PrHdikanten  darpestreckt   ....       70  „    —  „     —  „ 

6.  Am  27.  Juli  Kaspar  Widmann,  Buch* 

Binder 10  ^    —  „     —  „ 

7.  Am  27.  Juli  Johanne»  Seisius,   gewe- 

sener StiftHprediger 8„—  „—  „ 

8.  Am  27.  Jali  Heinrich  Osias,  evange- 

lischer Prediger  zu  Sc-Iirockcnthal  .        75  „     —  „     —  „ 

9.  Am   3.  August  Isaak  Khoppius,  Sti- 

pendium   120  r     —  n     "^  n 

10.  Am   10.  August  Georg  Khrcätachen, 

Land  Schafts  dien  er,  Gnadengabe  .    .      52  „    —  „    —  „ 

11.  Am    10.   .September    Sti[n;jRliura    für 

Friedrich  von  Herherßtein.     ,     .     .     löO  „     —  „     —  „ 

12.  Am  lö.Oktüber  Witwe  Elisabeth  Fall- 

eisen    20,—  „    —  „ 

13.  Am    26,  Oktober  Margaret»  Ziugel- 

maior,  Frlldikantouswitwo,  Onadcn* 

g»l'e 2^4„—  „ 

14.  Am  26.  Oktober  Jcremiae  Hombergers 

sei.  äohn  Elisftas,  den  die  Landschaft 

aas  der  Taufe  gehoben,  als  Stadien- 

geld 60  „    -  „     -  „ 

Am  6.  Dezember  für  die  Windenaüsche 

Kirche 286  „      2  „     17  „ 

Am    9.    Dezember    der    Buchbinder 

Kaspar  Widman  fUr  verehrte  Ka- 
lender  io„    —  „    —  „ 

Am  31.  Dezember  Johannes  Goebmer, 

Besoldnng 125  „     —  „    —  „ 

Am   31.  Dezember  lleinricuB  Dsius .     löO  „     —  „     —  „ 


19.  Am  11.  J«nn&r  1603  Jobann  Walther, 

halbe  Jahreabesoldung 300  fl.  —  Bh.    —  ^. 

20.  Am  24.  Janaar  Zacharias  Heilinger  .     240  „    —  „    —  „ 

21.  Am  2S.  Janaar  Balthasar  Kesselboden       60  „    —  „    —  „ 

22.  Am  1.  Fdbruar  Adam  Venediger  fUr 

seine  zwei  jüngeren  Söhne     .     .     .     150  „    —  „    —  „ 

23.  Am    1.  Februar    Unkosten    für    vier 

Soldaten  za  Cetanitza 226  „    —  „      6  „ 

24.  Am  3.  Febrnar  Joh.  Oaepner    ...      125  „     —  n    ~~  n 

25.  Am  17.  Febrnar  Kaspar  Widmann  10  „    —  n     ~  a 

26.  Am  H.  März  Theophil  Regina,  Pfarrer 

la  Neuhjins  in  Ungarn 40  „    —  „    —  „ 

27.  Am  20.  MUrz  Stipendium  f^r  Wilhelm 

von  HerberstorfF 250  „    —  „    —  „ 

28.  Am  21    April   Matthcs  Pamb.   Tueh- 

Bcherer  in  Sehwanberg 25  „    —  „    —  „ 

29.  Am  22.  April  Hans  Doliauski,  Pfarrer, 

Abfertigung lUüO  „    —  „    —  „ 

30.  Am   29.  April  Philipp  Varaoer,   Prii- 

<l'kant 60„—  „—  „ 

31.  Am   29.  April   erlegt    der  Einnehmer 

fUr  besondere  Aa&gaben      ....   ääOO  j,     —  «     —  » 

32.  Am  9.  ?hlai  an  den  Studiosus  Lorenz 

Maier,  Stipendium 100  „    —  „    —  „ 

33.  Am  31.  Mai  1603  Michael  Ringgießer, 

Feldprcdigcr lOQO  ^    —  „     —  „ 

Sorama     .     .  740411.     6  sh.  23^. 

FQr  die  ZeiL  vor  der  Oegenreforinjitt»n  Im  Jabre  1598  lieg«n  aoi- 
fabrllche  RechuUDgslaß«n  auf  d»  Schul-  und  Kirch onmiiiiit«riuin  Tor.  Die 
obig«»  Iiabtn  d^tiilb  eine  große  Wichtigkeit,  weil  tit  am  >l«utlicti!t«n  xui{>ßn, 
wie  die  alte  Organisation  jeUt  grflndlich  zcnUrt  ist  und  nur  einznlno  Prä- 
dikaoten  nocli  außpr  Lande  —  m«ist  an  der  Qreose  in  trngarii  —  gfilialt«!! 
nad  einige  ätadcnten  ontcrttlltat  werden. 

1457. 

Die  Verordneteti  von  Steiermark  an  Ferdinand  II. :  Da  er  nie- 
nuirulem,  pressen  Standes  und  Wesetts  er  sei,  den  freien  offenen 
Paß  ins  Land  rerttvAre  oder  verUyen  lasse  und  sich  auch  die 
durch  die  [UUgiousreformation  nusgewiesenen  Personen  ihres 
O^utes  und  zeitlichen  VcrmtiifeHs  Iiaiber  des  freien  Zuganges  in 


266 


das  iMud  erfreue»,  so  hüten  sie,  ihretH  einstit/rn  treuen  IHener 
Abel  Venediffer,  der  wegen  der  noch  ausständigen  ,wiiiihlichen' 
Abfertigung  seiner  Hausfrau,  der  Witive  nacfi  Goit/tard  Aman 
von  Amansegg,  gar  Teüunff  der  AnuiniseJiett  Güter,  davon  der 
10.  Pfennig  schon  gereicht,  ins  Land  hmnmen  müsse,  die  Et' 
lauhnis  hiejtu  gu  geben,  (rrae,  1G03  Januar  28. 
(Koii«.,  8t.  L-A.,  Chr.  B.} 

1458. 

Dieselben  an  Georg  Galler:  ersuchen  ihn,  sur  Überreichung  der 
nunmehr  in  anseJmlicher  Session  verfaßten  lieligiomhcschwerde- 
schnft,  hintangesetzt  seiner  sonstigen  Gesc/Uifte,  auf  das  eheste 
sicJt  hieher  zu  vei-fiigen  und  den  Tag  seiner  Uieiterkunft  durch 
den   Zeiger  dieses  schriftlich  xu   wissen   zu    tun.     Gras,    1603 

Januar  29. 

(KoDs^  St.  L.-A.,  Chr.  B.) 


145«. 

Moritz  Wdzer  an  die  niederösterreichische  Regierung:  erhebt  ICin- 
spracfie  gegen  die  ihm  zuerkannte  Strafe  von  10  ^fark  Goldes, 
tceil  er  in  sein  Schloß  Uaikgg  einen  Prädiknntcn  aufgenommen 
und  die  um  Klagenfurt  wohnenden  Bürger  und  Hauern  zu  den 

Exerzitien  gelassen  habe.    0.  D. 
(Mi>c ,  Bndolfin.  Klaffoufurt.) 

Dl«  RcforiiiAliotiiilconimtMärp  kätt«D  eoBiifl,  die  RBformatioii  beeislia 
■icU  nicht  «iif  Ilcmiti  iiad  LAudlfiitc.  Den  PriiiHkAnlcii  Imb«  er  zu  («iiier 
unc]  feiocr  Familia  OcniuenHbcnitiigiing  an  Mucrn  Orte  &iif^«noii)incii,  ilar 
von  K1ag«nrurt  fern  Nblivgt.  Wenn  itiiu  auc-li  Ain  U.  Mürx  1C01  ein  Oefeht 
xnefkommcn,  ihn  sa  »utUiten,  liabon  äie  UettvTi  und  Lanill«iite  doch  ihre 
EnUchiiMi^in^  vor^cbrerht.  Ein  woiterer  Defehl  sei  ihm  nicht  xnRekommPTi. 
A\»  «r  wxlirgenuninii^n,  daß  drr  Prfl<1ikanl  nicht  ^c^uldet  werde,  hnh«  n  iliii 
enlla«eti.  Kn  9c\  ilim  nicht  in  deu  Sinn  gokuminpti,  die  lanilosfFIrKtliolia 
Autorität  anzutaaten,  dis  er  imiaer  respektivrvn  wortlo. 

1460. 

* 

Ihe  Verordneten  von  Steiermark  an  die  von  Kämteti:  bcstäligen 
den  Empfang  ihres  Anmahnungsschreibens  vom  31.  Januar  und 
teilen  rwr  Anticort  mit,  daß  sie  zu  Beginn  iles  jetzigen  Land- 
tages den   Versammelten  A.  C  ihr  SeJireiben  vom  12.  Sejttemhcr 


2fi7 


9 


und  das  iHserierte  räiltche  G^utachi^t,  tcas  sie  in  dieser  äußersten 
Gnoissensbetirtingnis  variuuchmen  gedächten^  vorgetragen.  Da  man 
ducA  der  Stevrer  Gutachtt^  hegehrte,  teile  man  mit,  daß  sie  wieder' 
holt  mU  Flehen  und  Jiitten  au  den  JMitdesßratf'ii  herangetreten, 
aber  feine  Milderung,  geschweige  denn  eine  liemovierung  ihrer 
Beaehwerden  erlangt  hätten,  diese  sicJi  vielmehr  ron  Tag  zu  Tag 
häufen,  M  daß  denen,  die  außer  Land  ihr  exercitiam  suchen, 
die  Strafe  von  10  Marie  Goldes  durch  den  Kammerpro- 
icurator  aufgelegt  und  Leute  vom  Hitterstande  tur  Räu- 
mung des  Landes  gesteungen  ieerden.  Naeh  längerer  Be- 
ratung hätten  sie  sich  rftr  lieiliegenden  Schriß  einhellig  verglichen 
und  seien  nun  daran,  sie  der  F.  D'  /«  üherretchen.  Damit  die 
Herren  aus  Kärnten  Kie  die  aus  Krain  davon  Wisse»  hüten 
und  einträchtig  gehandelt  %eerde,  sende  man  diese  besdilossene 
Schrift  ihnen  sn,  ob  sie  sich  den  darin  inserierten  Beschluß 
gefaUen  lassen  und  die  Beschwerden  ihrer  eigenen  Ixtnde  an- 
ßigen,  oder  oh  sie  ein  bequemeres  Mittel  vonusdilagen  icüßten, 
Ml»  ihre  Beschwerden  su  übergeben.  Bitte  um  Übersendung  ihres 
Gviaehtats  durch  drei  oder  vier  iltrer  Abgesandten,  damit  sich 
diese  ,mit  uns'  der  Schrift  halber  rerglcU-hen,  diese  in  Gemein- 
schaft mit  uns  übergehen  iiwl  die  RcsohiHon  erwarten.  Auch 
wegen  der  Ahgesandterei  tum  hn^or Gehenden  Bcichslage,  dicjciei 
noch  Verfrüht  wäre,  könnte  man  beraten.  Im  ültrigen  mögen  sie 
wissen,  daß  der  hiesige  Ijindtag  am  13.  Januar  seinen  Anfang 
genommen,  aus  verschiedenen  Verhindcrangai  aber  Uber  die  Land- 
tagsftrojtosition  noch  niclits  traktiert  wurde.  H  os  die  F.  jy  ver- 
lange und  icas  sie  icegen  einer  stcölfjährigcn  beständigen  Kon- 
tribution  von  ihnen  hegehre,  haben  sie  aus  deyt  beigescld^ssenen 
Extrakten  tu  vernehmen.  Den  verhofften  glüeHichen  Schluß  wolle 
man  ihnen  mUteileH,  wie  man  auch  den  ihren  erwctrte.  Grae, 
1603  Februar  14. 
(Konm.,  Sl  L.-A.,  Chr.  R.) 


1461. 


Landesßfstliches  Verhit  des  Fleiscfiessens  in  der  Fastenzeit  bei 
Strafe  des  Leibes  und  Gutes.     Grau,  1603  Fdfruar  15. 

(Kop.,  GmfiniliT  Aklon,  KUgenfnrt.) 


1462. 

Der  von  der  stetrischen  Landschtifi  zu  Petanitea  in  Ungarn  «■- 
haltcne  Fddprediger  Johann  Gaepncrtis  an  die  Verordtwien :  hütet 
um  einen  stcJteren  Pltiit  für  seinen  Aufenthalt,  da  er  in  Petanitia 
in  ständiger  Gefahr  schicebe.  Sollte  er  dies  nicht  erlangen,  90 
hegehre  er  ein   testimonium.    Petanitt,   1G03  Februar  17  (18). 

iprig.,  St.  L.-A.,  Chr.  R.) 

NictidfiU)  «r  uaA  lein  KoIU^  Walther  die  Lantlscb&fi  Khoo  oft  ^• 
bMcn.  aic  intt  toft*(tr«m  Schittxo  xu  vcriolion  oder  »n  «iticn  aif.lieron  Ort  xa 
bringfiti,  w*il  «Jcr  KAi»er  »in  durch  R*fnbU  ,b»nfli«irt'  niifl  iliiy*  i!#m  Preitittim 
N'ilasiljr  txttaiinlg'O^Rbi^n,  »ind  si«  vor  sieben  Wnolinn  aiu  dem  lilftaigBU 
EmicII  JihEPachafft  worfen.  Wftder  hei  SeUchi  imeli  bei  der  Frau  l'iippltii, 
die  ilireu  PrÜdikautea  aelhst  abscbaffea  mußte,  l'aiKieii  sio  Zutritt,  mußten 
dio  bieber  furilckkehrett.  Mittlerweil«  siod  Bie  durcb  «iiieti  Diener  Nadasdjrs 
von  Kfirmend  her  gevrvDt  norden,  Jenn  ci  droUc  ein  Slofall.  AIloBÜiklbea 
rdr.ldi  ninii  ibiinn  vor,  wAx  fiti  iiodi  hier  cii  miclirii  hahr.n,  du  iliuen  dA» 
I^nd  vi^rl)oli<:n  »i-l.  In  Feldhnuli  liabr  tle.r  LAndprofnC  iffCrn  gndrolit,  er 
werdf.  nach  Neuliaaji  itiehnii,  iint  nac^h  den  Prlidikaiiten  zu  Hffchen.  Jetzt 
gebe  sich  gaie  Uelet^enbeit  für  ihn,  weiter  «n  Itommon.  Hans  Lciitner  und 
iciii  Brndor,  vor  itcr  Keffttmatinn  llandolileute  in  Kadkersbur^.  jottt  xu 
Plauen  im  VoigtUiide,  ftiiif  Meilen  von  «einem  Vaterlendi',  wUrdou  iho  bfr- 
ßirdern.  Da  ihn  die  Verordneten  «iiderswo  nicbt  LiiitcrbrinfeD,  bitte  01  nin 
elo  letliiacyitim. 

AI«  er  dA9  Sehrrlben  aliacliickon  wollte,  kommt  fifesteni,  l-Vbntar  17) 
der  Bischof  ron  Agram.  ,8nlcber  HlUte  werden  wir  froh  wie  der  Wolf  de« 
SciiiÜGS.'  8ie  oiuQten  ibrc  Ftucbt  durclia  Feuater  nehmen,  da  die  Wallonen 
ihre  HKuser  anrennen.  Der  Biscbuf  sei  awar  abgezogen,  suine  Leute  baben 
•icb  aber  erkundigt,  wann  denn  die  l'tüdikauten  at>si«heii.     Uitte  um  Hilf«. 

Scbon  am  31.  Januar  baCt«n  Waltlier  uud  Gaepner  ein  Scbreiben  an 
die  Terordnelen  gesandt  uud  um  Sclintx  geboten.  Am  3.  Februar  «.t-hi'ieben 
die««  an  Tbomui  Zinhy  und  Adam  Krfihf-rrn  von  Kckh.  die  evangeliüchrn 
Prodiger  in  Fßtauitta  vor  Türken  und  Tntart-u  zu  ochlltzen  und  sie  im  Falle 
der  Not  aufzunebmen  (Ko]),,  ebenda).  Auf  den  abigcn  Urief  Tom  IT.  Februar 
antworten  sie  au  SC.  Februar:  sie  milgeti  «ich  eine  Zeitlang  gedulden.  Waltber 
idireibt  am  i.  Mir?,  von  dorn  8chreoken,  dur  unter  den  armen  Leuten  wegen 
der  rüuberiaeben  WalloneD  herrsche,  nnd  fQhrt  Bet*pirle  ihrer  beHlialtschen 
Kubeit  an.  Bitte  um  eini>  FUrsehrift  an  Kollonitacb.  Am  6.  MKrx  ersuchen 
die  Verordneten  Frane  Bslthyany,  dnn  Prüdikanten  «ine  Zeitlang  Sebuta  in 
Scblaaiing  (Szalonok)  ta  flehen;  am  Tolgendeu  Tage  icbreibon  sie  dem 
Obersten  Kollonitsch,  in  das  Kastell  eine  talvaguardia  zu  geben,  weil  dt« 
Wallonen  argen  Hntwilten  treiben. 

1463. 

Die  Herren  und  Landlente.  von  Kärnten  an  die  von  Steiermark: 
bestätigen  den  Empfang  ihres  Schreiben  vom  14.  d.  M,  und  des 


389 


heiyeschhssenen  Eoneeptcs,  der  Extrakte  vnd  der  müvdlickcn 
Rdaiion  ihres  MifffUcdrs  Hans  von  Maßdorf.  Sie  konnten  in 
so  kurzer  Zeit  die  Sciehe  thrfn  Herren  und  LamUeutcn  nicht 
vwtragen,  sondern  7niißtcn  sie  auf  heute  vcrschiehrn,  dattiehjctit 
des  g^ettwäriigen  Landtages  wegen  mhlreidw  Mitglieder  eiugc' 
funden  haheti.  Sie  senden  die  Herren  Hans  von  Moßdorf  tum 
Thüni,  Herrn  Bernhard  Sennß  xu  Freudenberg  und  Herrn 
Hekior  Ernau  rti  Moshury  zu  ihnen  ah,  damit  sie  steh  mit  ihnen 
und  den  Krainern.  die  auch  einige  Herren  nach  Gras  senden, 
über  ein  gemeinsames  Vorgehen  einigen.  Bitte,  ihren  Gesandten 
voUen  Glauben  zu  schenken.   Klagenfurt,  1603  Februar  2G. 

(Ori(.,  8t.  L..-A.,  Chr.  B-l 


I 


1464. 

Die  Ritterschaft  von  Krain  A.  C.  an  die  Verordneten  von  Steier- 
mark:  vqh  den  Kürntnern  durch  deren  Mitglied  Jah)b  Paradeiser 
ßu  Neuhaus  über  die  Absendung  von  Abgesandten  nach  Graz 
unterriehiel,  bevoUm/iehtigen  *ie  hieeu  Herrn  Wolf  ICngelhrecht 
SchränUer  gu  Aich  uttd  Danid  GaU  jsu  St.  Georgenherg.  laäbach, 

1603  Märt  3. 
(Orif^  Bt.  L.-A^  Chr.  R.    16  Siffel  »nfftiTOekt) 

1465. 

Demütige*  Anhalten    Valentin   Voglers,    Pfarrers  m  PatemUm, 

gegen  den   Pfleger  Heidenreich   wegen   Verhaltung  seiner  pfarr- 

lidien  Gereehtigkeitett.    1003  Mars  4. 

(Orif  .  AmoMiteiB«r  AktcD,  HnialSn.) 

DantftM  hibc  ü<h  mnltnlMaAta,  den  t>«ndi««1«n  Prldik»BMn,  4>r 
scboa  «ia»»!  tob  im  P£uTc  nitwülMn,  rarficknniCrii,  ihm  auf  il#a>  KcbUMM 
,I7«lcncklm)ir  >«  c«lmi  *b4  wime  TcnBetnlSebcn  SakranenU  9ad  krtam- 
rbckc«  Excnlin  fWa  n  Immv.  .  .  .  Vvu  NtgcMorf  habe  der  Piep«  «11 
IC  Jakm  jTftiBili  IQO  «.  nrtc&fekallMi  a»d  am  8Awm  cäam  Sekal- 
■  riiHr  4ert  ^ihiliia,  w  4a«  i^  19M  «.  Um^m.  Bitte  m  4«  Knyriwur 
*•■  ObwUnUB,  fioMT  BwckptfJ«  abzmWlfM  (Mfcc  «bi««  cum  17.  «»4 

S«LJMi   1«M). 

1466. 

Die  Ver^dmetem  i«»  £ii.i\.u  mmvh  tm  4ie  mm  Kämtf^  und  Krain: 
fmr  Ar«  mr^midiekt  Kmtegftmiems  und  tetU»  d»e  Ur- 


970 


Bachen  mit.  weshalb  die  beratschlagte  Ketigionsschriß  no<^  nieki 
hat  übergeben  werden  können.    Grae,  1603  Märt  10. 

(Kons.,  Sl  L.-^  Chr.  R.) 

M«D  hibe  befltrchtet,  daß  di«  Scbrift  von  I.  F.  D'  nicht  an;«>BOinia«a 
wBrile,  da  die  Kimtocr  wef^en  der  nümlicheo  Beschwerde  btreita  eine  Ka*- 
drOckUch«  Resointion  «rlxn^  hKben.  Daher  wollt<^  man  mit  dieser  Schrift 
erst  jetst  cinkominca.  Mau  ennicho,  dies  iciton«  der  Steircr  fQr  keine 
Separation  »a  haltet). 

1467. 

Krain,  Landtag:  Die  Bischöfe,  Prälaien,  Äbtissinnen  und  Prioren 
woüen  der  personlidien  Erscheinung  in  den  Lamtrechten  enthohen 
sein.  Krun  spricht  dafür.  Läßt  ein  brevo,  daß  er  keiner  weltlichen, 
nur  der  geistlichem  Obrigkeit  untergeben  sei,  vorigen.  Nach  längerer 
Debatte  tcird  beschli}Ssetiy  I.  D  eu  bitten^  keine  Sonderung  em- 
treten,  sondern  es  leim  alten  Sehlage  t^erbleiben  cu  lassen.  LaibacJi, 

1003  Mars  U. 

(V.-PioL) 

1468. 

Der  Pfarrer  von  Lind  Georg  Kronhofer  an  den  Prälaten  von 
Arncldstein:  Klage  über  die  Sachsenburger,  die  des  Priesters 
,nit  achten^  und  die  fructas  et  rcdditas  bereits  ausgeteilt.  Lind, 

1603  Mure  25. 
(Wta  Hr.  um.) 


1469. 

Bericht   (des   Viredomsl^"])   über  die  in  Gmünd  rorgenommene 
Bcformation.    FriesacJi,  1003  Mars. 

(Kooft.,  Miscel).  in  causa  rel.,  Budolfin.,  Klaceafart.) 

Der  letst«  Befehl,  dii^  Reformation  ronunehmeD.  «ei  Tom  A.  Juli  tSü2 
datiert.  Er  habe  Untertanen  and  Börfer  .rrforrlert',  deii  Ruep  Urgartaar 
all  trotxigen  lekliBchen  Mann  au(>gv-i>i-h«fFt,  clio  Hhng«n  Ungeboraamen  tom 
Ochorvaiii  ifemahnt  and  die  touBligeu  uutwuutli^eu  Haßre^lo  (^troffen.  Er 
koaat«  bbbar  oocb  keinen  Bericht  eiasenden,  weil  die  Untertanen  «nder«r 
anuiidfaerrtchafteD  aain  Teile  noch  fknx  halutarrif  liod.  Von  den  Bür^ni 
und  Untertanen,  die  *ich  ai*  Katholiken  liekannt,  habon  etliche  das  Altend- 
ttialü  durch  den   Kaplan  weiland   doi  £rzpri«iter«  Antout  Strobmaier    uiUr 


271 


taiJtriri  SoaUlt  enpfsB^n.  Dieser  KAplaa  ni  ein  eBt*pnui^:«aer  UDnch 
(«wMco.  Unter  dui  Bir^wn  mibo  die  vorneihoutvD  djuui  beteiU|t  and 
Ha»  iat  ä«r  Gntnd  feweMs,  tia  ftbermaU  vorxafordem.  Jetzt  teiMle  er 
crateci  SpexiiJ-rtruticiitti»«  ilUr  BBrfer,  Urbar*«  und  uid«r«r  GmadlierT- 
Kfasfl«a,  Holden,  Ketuchler  nad  Inwohner  der  Hemchkft  Ginflnd,  so  des 
Gehorsun  gleistet  nud  sieh  io  der  Zeit  toto  t6.  Juni  tGOS  bb  Sfi.  »hmar 
IMS  mit  Beicht  und  KonuuDlon  einj^^teltt  hab«D,  und  derer,  die  ihren 
AJbmag  {cuommea  oder  lisrcli  die  G«i-ictitadi?aer  «utcewieieii  wurdeo.  l>er 
IvtbariaelHn  Gm&dberrcn  Hotdea  seien  gv  viele  aicbt  encbienea.  wollte 
■ifta  n»ch  tbaen  greifen,  «o  h»Wn  «ie  lärb  deuten  erinnert,  auf  flücbti^eA 
Fa£  fLiutil  nnd,  sobald  das  Gerlctfat  nicht  nebr  bei  ihnen  ^wesen,  sttr 
HaJMkftbf  gerflstet.  Wird  aber  einer  dur«b  das  (lericbt  erwiacbl  ond  ana- 
gwrtalt)  so  .erbeben'  die  GtandhernchaftfO.  Auch  ist  an  beaorgen,  daä 
dicM  llerrKhaftru  ihre  Udter  in  Zukunft  init  aektXicken  Unterlauen  b»- 
•etaen,  so  daß,  «u  eis  Bfiser  vega^ft  wird,  ein  ärgerer  au  teine  Slclle  komniL 
B^B  Maginrai«  und  d^r  Stadt  nmQnd  geht  m  namentlich  in  Religion»- 
weaen  und  Oewinensaachen  lau  sn,  der  Richter  selbst  hat  ,den  Gehonam 
mit  schlechten)  Gewiaaen  angefan^n';  wenn  die  Tomehnuten  erst  kathalifirfa 
Gewordenen,  die  noefa  etwas  kalifinnig  aelea,  nach  ihren  eigenen  Kfipfea 
Icban  w&rdeo,  wQrde  bald  ein  neues  Keoer  entafindet.  Daher  habe  ereiniiin 
Paukt«  «u  Aoftrbauung  christlicher  Uanoeaxueht  nnd  Erhaltung  guter  Ord* 
mag  im  NAncn  G.  F.  £>■  verkündigt  (tichv  tum  l».  AngoiC  lliOS).  Er  leg« 
st«  nnn  bei  ingleich  mit  dem,  wms  die  Stadt  GoiUiid  einige  Wochen  spttor 
•ekrifUicb  aa^bracbt.     Er  erwart«  nnn  Wcisnugen. 


1470. 

^eäcninchreiben  der  niederösterreicJtischen  Stände  an  die  Kur- 
und  Fürsten:  berichtett,  wie  sie  die  Edigionsassekuration  durt^ 
Mnj-imilian  IT.  erhaUen,  tcorüher  Herr  von  Hofkirchen  Näheres 
müfidlich  mitsuieiU»  hat.  Nun  wird  ihnen  aber  auf  Antri^ 
ihrer  Gegner  nicht  bloß  ihre  eisentiimltehe  Kirche  gesperrt,  sondern 
auch  die  Exklusion  unserer  Gi/wliensgenosseH  fron  unserem  OoUes- 
dienste)  aufgetragen  und  da  alle  Bitten  dagegen  keine  förderliche 
Res^utioH  finden,  httbai  tcir  auch  hier  eine  Reformation  wie  in 
Steiermark  su  hefuhrett.  Bitte,  neben  anderen  Kurfürsten  nnd 
Fürsten  hei  der  K.  M'  tu  intervenieren,  auf  dati  uns  ein  erfreu- 
licher Bescheid  erfolgt  umt  tcir  nach  Itestittiierung  des  Einge- 
rogenen im  Besitse   unserer  Kirchen   verbleiben  kännen.     Wien, 

1003  April  2. 

(Kop..  8t.  L.-A..  Chr.  K.) 
Die  Instruktion  nofkinheus  ist  von  demselben  Tage  (Eop.,  ebenda). 


1471. 

Die  der  A.  C.  tw/etunen  Herren  und  Landleuie,  die  im  gegen- 

tcäriigcu  Kärntner  Landtage  versammelt  sind,  an  Ferdinand  IL: 

bringeti  ihre  Religionsbeschicerdcn  vor  und  hüten  um  deren  Äh- 

schaßutig.    KUigenfurt,  im  Landtage  Jfj03  April  8. 

(Kep,  St.  L.-A.,  Clir.  R) 

Man  liltt«  den  Entbonoff  ^m  anbekelligt  gcUuMi),  es  sei  aber  •■>: 
Ko  «a  jemandon  am  mfiUtea  icbmenl,  dabia  pfleg't  dt«  Iland  am  Ofl«atea  ao 
gititva-  Ihr«  w!«  aaeh  di«  R(!)igion«vnrw*adt«D  in  Steiermark  und  Eraiu 
fntrdea  dnreh  die  rorgenommene  Keformatiotl  aad  die  damit  aasammen- 
lülngf«nd«n  l^rmease  an  dem  Hnchjtea:  nUtnlEt!}!  in  ihren  Gcirimena-,  Reli* 
giona-  nnd  xuni  Teile  auch  in  den  politlKlinn  Fmikniten  |r4ttruffett.  Viel- 
nialfi  nud  lo  noch  im  vorigen  Landtage  haben  si»  iiire  Beorhwfrden  ange- 
bracht und  um  Abhilfe  g«bet«n,  zumal  auch  die  K.  D*  wiederholt  erklÄrt  hat, 
niemaikden  in  ■einem  Gevriuen  an  t^ic-hw^ren  und  daß  die  Reformation  aaf 
di«  Herr«»  and  Laodlente  nicht  «ngeiehen  sei.  Dem  znm  Troiu  habe  man 
ana  der  am  SI.Deaembor  1602  «HaMenen  nnd  am  IT.Jauoar  1Ö03  herein- 
gerochenen RcMtliition  <>ntnomm«n,  daß  E  F.  D*  *ich  anf  ihre  ITanptr^^nlntEon 
referier«  und  u  hiebei  bcvrendeu  laiwe,  daß  nie  di<>  Handlan^n  üv»  Kammer- 
prtflcnrators  mit  lleatrafung  der  Landleuto  vreg«ri  Aufhaltung  von  Prädtkanten 
nnd  der  von  dieaen  vorgenomtueneu  Kindertnufeii  A|i|)robiore.  In  der  Tat 
s«ien  auch  «ctther  eiacalnc  Herren  und  Landlcatc  nm  airinliche  Summen 
g«atraft  worden.  Die  Laodiiohaft  vei  bei  dieaen  nnaufhSrlicben  (juälcreien 
Teruraacht,  nenerdingi  KU{^  eo  erh^beu,  daß  ihnen  ihr  unentbehrliche* 
exfrfitium  genommen,  ihre  noi-fa  irenigen  im  Lande  Torbindenen  Religion»- 
verwandten  aus  dem  BUrger-  nnd  Bauemslande  anm  Absage  genötigt  and  iM 
aich  wenig  Kiafcr  6nden,  gezwungen  werdcti,  daß  Ibrigo  om  Spottpreian 
loexusvb tagen.  Mit  Betrübnie  habe  man  von  den  Pateiitcu  gchOrt,  diu  an 
den  QraFeu  Ferdinand  an  Ortenburg  wegen  aeiuer  Untertanen  A.  C.  er- 
gangen aind,  und  daß  man  anch  nach  anderer  Herren  Unlertaneu  greife  oad 
•i«  triboliere.  Daher  bitte  diA  T^audschafi  nochmata  um  Abhilfe.  Man  acbe, 
vra«  die  Iteformation  bitber  fUr  FrUcfate  getragen:  nicht  bloß  eine  Gewisaeos- 
oot,  die  auch  einen  Stein  erbarmen  kann,  sondern  nach  eine  merkliche  Ab- 
nahme, de*  Laude«  an  VermOgen  und  Manniwbaft.  Gewerbe  und  Hantie- 
rongen  erliegen,  Slftdte  und  MSxkt«  geben  zugrunde,  der  Kredit  verliert 
aleb  nnd  da«  ganxe  LandwMco  wird  xerrfltlet,  daß  c«  nicht  mehr  nOgÜch 
Irt,  die  Grenshilfeu  au  leitten,  welche  die  F.  D*  im  Landtage  stark  an- 
■prevbe  und  in  der  geforderten  Habe  geleistet  haben  wolle.  Wie  die 
Summen  bei  diesen  VerhältniMen  ei usu bringen,  wo  mau  wohlhabende  I.^ate, 
auch  Itanem  und  andere  aus  dem  ].ande  treibt,  ihnen  da«  Ihrige  nimmt, 
die  Mittel,  Geld  ins  Land  su  briugeu,  absperrt,  auch  der  Herren  nnd  Land* 
]eat«  Diener  nicht  mehr  duldet,  wenn  aie  nicht  katholiach  werden,  wenn 
dt«  Ociatlichkcit  ihnen  mehr  inmntet,  ala  sie  nach  ihrem  Gcwinen  leisten 
kBnnen.  gebe  man  I.  D*  lu  erwBgen.  Deren  Tator  und  Vorfahren  halten 
«ine*   Joden  Anliegun    angehört    nnd    die   Augeharigcn    der  A.  C   geduldet. 


Kn*.  ÜMMU  Bptsp^cl«  n  fd^en.  Die  dec  A.  C.  Verwamllra  siad  kvina 
K«ia«r.  wit  m  Att  F.  D*  «i&^bild«t  werde,  mjui  b*bft  d«b»r  nicht  Ura*cbe, 
wt  aJehf  BHormfctioa  wid«r  tie  Tomi|^hf<n.  L>i«««ni  «)l»ni  Dach  tiitt« 
gafdige  EriiOraag  itir«r  BitU.     <ti  S.  in  fol.) 


1472. 

Kraim,  LancUag.  Anf  die  TaycsorJnnny  irirrf  d*c  Frage  der 
Befreiung  der  GeisÜiehen  von  der  persüntichcH  ErKhetnumj  vor 
dem  LßtidreckteH  tfesteüt.  Krön:  Ihr  infviUerUn  Prälaten  Be- 
fremmg  sei  hereäs  heschlossm  wid  bedürfe  Jteitier  BeraiscJUa^uttg 
mMt.  Landeseerufeaer:  E.  E.  L.  habe  es  «tcU  verdient,  dafi  ^ 
um  dieses  PrieHeg  Itommen  scUe.  3fan  möge  es  hei  den  Kom- 
missären nochmals  vorhritigen,  dafi  man  hrim  tüten  Brauche 
bleibe.    Laibach,  im  Landtage  1€03  A^il  8. 

(U-V.-ProL) 
Am  14.  April  wird  besoUoveo,  ei  beim  alten  bleiben  su  lassan. 

1473. 

Die  Verordneien  ron  Kärnien  an  die  der  A.  C.  aagrhörigen  Ver- 
ordneten ron  SteiervMrk:  Dank  für  die  Mitteilung  ihrer  Land- 
Uigssaehen,  kommwtijfieren  dagegen,  tras  hei  ihnen  in  ucgotio 
religionis  gestielten,  was  sie  hei  I.  F.  D*  anbringen  %ind  durch 
ihr  Mitglied  Georg  Bernhard  KkuJmer  sum  Bosenpichl  und 
Emersdorf  vherreichen  lassen.  Die  einlangende  Resolution  werden 
sie  unterweüt  an  sie  gelangen  lassen.    Klagenfurt,  1603  April  9. 

(Orig.,  8L  L -A.,  Chr.  K.) 
1474. 

Krain,  Landtag:  Beratung  ilber  das  Ansuchen  meltrercr  um  Auf- 
nahme in  den  Landmannstand.  Krön  spricht  sich  gegen  die  Auf- 
nähme  von  ,BaHdisierten^  aus.    Laibtteh,  1603  April  10, 

tU-V-Prot) 

1475. 

Die  Verordnd^H  von  Steiermark  an  die  von  Körnten  (A.  C): 
habe»  gern  vernommen,  kos  sie  durch  Khulmei-  übersendet.    Sie 

Fval««.  U.Akl.  M.  U.  18 


seihst  lutbeti  auf  ihre  JCiwjabf»  vnti  der  F.  Z)*  tioch  keüie»  Hescheid 
bekommen.    Graz,  i603  April  21. 

(Kou*.,  6t.  L.-A.,  Chr.  K,) 

1476. 

Er*herzo0  FerdinanH  II.  an  Emerich  Aht  von  ArnoidsMn:  lie- 
feJU,  die  itdiegenden  Patente  in  der  Herrschaft  Paieruion  drei 
Sonntage  nach  einander  auf  offener  Kamel  puhlieiereit  zu  lassen. 
Auch  an  Bartlme  KhefcnhüUer  seien  (fleichlautettde  Kopien  idmr- 
sandt  teordett.    GraSy  1603  Mai  9. 

(Orip.,  Amoldsleiner  Akten,  Radolfiu.} 

1477. 

Derselbe   an    Bartlme    Kheveahfdler:    rügt    seines  Pflegers   auf 

Paternion  Cngehorsam.    Befehl,  die  bcigesckhssenett  Patente  auf 

offener  Katuel  verkündigen  en  lassen.    Erneuter  strengster  Befehl, 

den  Mandaten  nachzukommen.    Graz,  1603  Mai  9. 

(Orig .  elfcnda.) 

Boilag«:  1.  Kluj;«  des  J*farrera  Vogler  2U  Patcniinn  über  dae  Ivträbte 
WftMTi  d«r  kaÜioUtclirn  R*li(^oii  'uf  dvo  Kbevenliriller«cti«ii  II«rrachAft«D. 
Hitt«n  nm  And<>ning  »vlen  «rfol^lo»  g«ihlinhcn.  Hrr  PAcger  M^t,  er  ifti  bloß 
dor  Di^iMtr.  Die  Bllrg«r  frxgrn  In  drrn  Fslln  nm  dun  I^ndeefDraten  nidil, 
■Andern  tun,  wa«  Khcv<>nhtlllrT  Ihnen  xiilVflegL,  aiieii  auszmctehen,  in  welnhoni 
falle  man  llmeu  afa>pr  ihre  CrQier  bexnhlen  mUBtc.  I'ateruion  maß  mit  ka- 
lliolisoheii  Iteaiuteii  venehcn,  das  aektiBchc  extrettitaa  abgestellt,  di«  profa- 
ni«rt«n  Kirchen  und  Pfarrgiltor  restitnicrt,  der  EatfaoliciBmu*  propagiert  und 
die  geborsamon  SehAdein  von  den  k^tierUchen  Ufick«n  ge»chi«d«n  wer- 
den (o.  D.).  3.  Klagen  des  Prsn-cr>  Vogler:  1.  Ucideursich  gibt  die  Ein- 
nahiDOD  doin  PrSdiltanten;  i.  eb«nso  ron  der  Pfarro  NtgalBdorf;  3.  Zur&ck- 
faallung  d»  Kirchc'ng«ldea  von  fünf  nambaflen  Pfarren;  4.  Unordnung  mit 
Kirchen-  nnd  PfarrgUtern,  so  eiue»t«ilt  der  Vogt,  audemleils  die  Bauern 
haben,  wXhrend  die  Kircbr>  da»  Ihrige  entbehrt  and  doch  Steoero  lablt; 
5.  Ober  drei  Pcrtonen  in  den  filnf  Pfarren  stellen  «ch  mit  Beichte  nnd 
Kommanion  nicht  ein  usw.     Es  folgen  Angaben  Über  einselne  Personen. 


1478. 

Der  Aht  von  Amoldsiein  an  dett  Pfleger  Ueidenreich  in  Pater' 
nüm;  Ersuchen,  dem  Pfarrer  zu  Lomenng  die  mu  seiner  Pfarre 


fhimituten   und  sein    Einiommeu   nicht  voreutluüten 
m  lanm.    AmoldstfiH,  1603  Mai  10. 

iOrif .,  Aro(4dst«iii«r  Akten,  ebenda.) 

1479. 

Alexander  Paradeiser.  E.  E.  L.  m  Krain  Verordntter,  an  die 
eran^iteken  Verordneien  in  Kärnten:  bestätigt  den  Empfang 
ihres  Sekreibens  samt  BeÜagen  roNi  24.  April,  hat  es  den  beim 
jeLrifftH  Lamdtage  Vtrsammeiten  tcrgthrucht.  Diese  finden  das 
Konzept  ßr  »ehr  gut;  aber  die  Erfahrung  lehre^  daß  mit  sollen 
Schrißen  nicMis  g>^holfen  ist.  Man  fürchte  daher,  daß  die  Arbeit 
tergehlieh  ist  und  es  am  besten  gewesen  uiire,  die  ,Abgesandterei' 
ins  Werk  tu  setzen  oder  doch  eine  Schrift  an  die  Reichsstände 
tngen  tu  lassen,  weil  I.  .W  im  fünften  Punkte  der  ProposHion 
Atuteuiung  gibt,  solche  Jteschieerdfpunkte  vanubringen,  und 
evan<f^isdien  Eeiehsstände  den  Verfolgten  mit  sondern  Gnaden 
getcogfn  sind.  Da  aber  der  Reichstag  bald  beendet  wird,  so  wäre 
aufMittd  m  denken,  teas  nun  su  tun  sei.  Laibach,  1603  Mai  10. 

(Ori;.,  St.  L.-A.,  Clir.  B.) 

1480. 

Der  Abt  von  Arnoldstein  an  Dr.  Daniel  Pagge  auf  Wagramh, 
österreichischen  und  knrkoinischen  Regimentsrat  und  Regenten 
der  ntederösterreichischen  Lande:  Bericht  über  die  Dinge  in 
Paiemion.     1603  vor  dem  19.  Mai. 

(Ebenda.) 

Die  Palentp  TritHen  <]rei  SvnnUgn  nacli  finaniirr  publixiert.  Der 
rrarrer  lu  l'etstfitt  Andre  Tandler  gebt,  nie  die  ku  l'aterDiou  nod  Luinoring 
andetilen,  mit  dem  Ptleg«r  Tag  nnd  Nacht  mit  .Freuen  und  Saufen'  um  und 
KhfriitEt  alle  ,Gch«iinV  dieser  Sat^hen  ans,  daher  er  allein  die  Guntt  bei 
ihffl  itud  anderen  Lutheranern  hat.  Sonstifce  K1af;en  Reifen  Tandler  .Witr* 
»ehr  gut,  dall  I.  D*  gegen  die  Paternioner,  die  aebr  roh  und  grob  itnd  fo  der 
Ketaerei  eraoffen  find,  ern^t  verfahren  wUrde.  denn  wenn  die««  Uim^aam 
kmertttei  priitäpalei  ta  Ochorsam  gebraclil  wttrden,  werden  die  anderen 
leichter  sn  bewee«n  sein.'  Unbeliebtheit  des  Pfarrers,  weil  er  den  Sachen 
fleißig  nachgeht-  Khevenhaller  hat  selbst  ersucht,  ihm  einen  anderen  aa 
▼enehaffen.  Rr  iit  ja  ein  roiumAinoritu,  weil  es  aber  eonuiumt«  error,  kann 
ich  ee  anr  i&eit  nirht  Kndern.  I>er  Pfleger  sn  Palerninn  tat  eine  vergiftete 
sektiscbe  Peraon,  auf  welche  .lich  die  meisten  .lenden*.  Die  Btlrger  haben 
mder  ihre  Zusage  Pridikanten  aiogeCÜbrt,  daher  sollen  <Ue  Ueicben  wi«  Paul 


hwftr  am  MO,  Mntlh»  Tradinf;  uni  3uO  Du)(«t4<ii  g^^trafl  urfir4«n,  damit 
di«  «ine  ,ErK<StBlio)]k«it*  haben,  «lle  sieh  UQhe  ^ebfit.  Atit  Au^  Vrii'AnnUin 
soll  rin  Prei]!  grgetzt  sein.  Untiatn.i  (iruMi^r  eu  Villidi  rcjiit  im  I-ntiHA 
herntii  und  fordert  den  10.  Pfennig  'fua  anetoritaU  et  ijtia  iure  tte»eünr,  liat 
lueliT  soiufin  Natsea  im  Adk«  sU  den  di?r  kAt)ioli»cboD  Roligioii.  Sollte 
1.  D'  eine  Knmtniuiou  ia  dicker  Sache  reranlasaen,  >o  nOgcn  ihm  tia  (Kl«r 
zwei  knMholicbe  ll«rr«n  beigegeben  werden. 

1481. 

Dr.  Danid  Pagge  a»  den  Aht  von  ArnoMstcin:  nimmt  dessen 
Eifer  xur  Kenntnis  und  bittet,  darin  fortm fahren.    Gras,  1603 

Mai  19. 

(Ortg.,  AraoldMteiner  Akten,  ebenda.) 


1482. 

Ätidreas  Tandler,  Pfarrer  su  Feistritz,  an  den  Aht  von  Arnold' 
stein:  seigt  an,  dnfl  der  jetsigc  Pfarrer  m  SachMnburg  nicht 
weifi,  ob  er  die  Geivalt  hat,  die  Sakramente  su  administrieren. 
Er  soll  ein  religiosns  sein.  Ilfßige  Anklage  wegen  seines  VoT' 
ge}tens  wider  die  alte  Pfarrersköchin.    Feistritz,  1603  Mai  24. 

(Orig.,  «benda.) 

Hat  da«  arme  Wfib  mit  schmUiISchon  and  onehrbaren  Worten  angc- 
tastet  und  «aigezaiikt,  sie  mit  bloßem  Messer  über  den  FUtx  zu  Sacbseiibiirg 
gejai^,  sie  eine  alte  ,zaiiwE>riHckG  llnren'  ^tcbottcn.  Bei  der  ITarre  i«t  ihm 
nichts  reclit.  Sic  hatte  den  alten  i'farrei  te\ig  gut  bewartet,  drei  Jahre  in 
seiner  Krankheit  Kepttegt.  Bitte,  die  alte  Frau  tn  defcDdiereo,  denn  rie 
bat  sieh  die  ganze  Zeit  ehrbar  rerbaltcn. 

1483. 

Valentin  Vogler  an  den  Abi  von  Arnoldstein:  klayt,^  daß  sowohl 
die  landesfiirsilic)u:n  als  die  Dekrete  des  Altes  wegen  der  heil- 
samen Reformation  .hinter  die  Ohren  gelegt  werden'.  Legi  ihm 
das  beigeschlossetie  Memorial  vor.  Wenn  KhevetihüUer  nach  Pa- 
ternion  kommt,  wäre  es  gut,  die  Befehle  ihm  selbst  sit  übergeben. 
Paternion  {?),  1603  Mai  25. 

(Orijf.,  ebenda.) 

Du  Ueuori«!  enthSlt  acbt  Punkte;  Vogler  bat  es  von  Pagge  ar- 
ballen;  ea  »etxt  fett,  wie  «r  in  P«lernioB  vontigelien  habe.     1.  IHo  laadea- 


877 


BaAiU«  4ea  PrilUtoa  in  ArooMsUin  aberantwartva.  Zur  B»- 
(■i^  laäan  mach  di«  Pürrer  roa  Lomeriii^  uo4  Fciatritz  au  iiehiucD. 
S-  Dar  UmlhW  BcifiAl  ut  Kh(>TenIi(11liir  durch  olne  P«rtikaUrp»rson  bo 
film  im4  «tot  BapCufvbestäligTiD;  iti  nehmen.  S.  I1>id  eio  EirmpUr  dw 
ifpftbea;  «■  nU  Gi^rvcht»-  and  Vogtherr  >a  publixier«u.  4.  KhoT#D- 
mlD  die  Oe'Ktllehen  bei  d«r  Verknodignng  der  (jenerklien  icb(lu«u. 
V  Di«  RWahfilhrr  in  Patornioa  sind  aasauronehen,  ihr  Hai)  nnd  (Jut  lu 
«ad  tu  aacli  Orax  in  Verhnflan)^  xu  geben,  fl.  Di«  Urandherr- 
ju  kalholtMhe  Uatertanca  Rufxuuchnini.  7.  Die  L'nhostcu 
UnfvborsainiD  eintabringen.  8.  W«uu  BArlln»«  KlievenliilUvr 
mg  der  Dekrete  Schwierigkeiten  bereitet,  Jind  fie  troudem 
tf«  hicAter  ra  verkQnden. 


1484. 

i)er  Abt  vo»  Amoldsidn  an  KhevenhüH^:  smdei  die  gcncnilia 
^  F.  IP,  w^ehe  die  Pfarrer  von  Kameriny,  Puternion  uitä 
Fei$ir\is  von  den  Kanseln  sh  puftlUteren  haben.  Dem  eiNtwr- 
iUAitm  iatuiesßrgttirheii  liefehU,  daß  tlif  I*rieglt'r  an  diesen 
Orte»  uuperturbiert  gelassen  uerilen,  isi  iiachntioinmen.  ArtioJd- 
stein,  760,"}  Mai  2V>. 
(Oriff.,  obcrtda.) 

An   dentMlben  Tage  »chr«ibt   «r   deu  Pfarrern   ron  Feiitritx   und  Ka- 
^wrlng,   di*  tffnn-alitt  drei   .Sonntag«  nach   eitiinder  von  der   Kanzel   lierab 
pnbUsieren   and   bi^ilicgentle*   St-hrcihnn   an  KhevcnhCi3l«r   mnr,iihiindigi>D 
(Cmi&,  ebenda). 

1485. 

Dertdhe  an  den  Vatriarch^n  von  Aquileja:   üher  die  BeseiiHHif 
der  Pfarren  Fiernite  und  iiachsenhury  bei  Lind.     Arnoldstcittf 

1603  Mai  26. 

(KoDK.,  eb«nila.) 

Die  Pfarrrn  seien  nicht  Tcrsoivt,  weil  uidi  kfiin«  tanglirlien,  dei 
Itachen  iiinl  Slowenischen  kundige  Pfarrer  finden.  Die  oüclislgclegeDon 
Pfarrer  haben  fUr  ihre  BedUrfnisae  to  aorsen.  Es  seien  awar  Prieater  xu 
ihn  gekoonneu,  aber  Regularkleriker.  Auclt  mit  Tülacli  sei  es  schlecht  bo< 
stellt,  der  Kaplan,  dem  sie  noch  am  meisten  tnlaafcn,  ist  ein  concubinartn»» 
der  (^her  acine  Rapell«  als  seine  Kottknbine  anfgibt  et  ett  quidem  nunmimi» 
error  non  «ofwm  in  hae  miAi  ronmiMO  nrehidiacanatu  »ett  fort  üt  teta  Cariaihia 
gved  pa-pamei  prfiyten  abaiiue  eoneuhimt  degatit  et  ri  iiSU  omnino  iaterdice' 
rrmtur  tlrietogtu  modo  »eeuiidum  tt/nodi  Gorhia«  ttminiiiant  proceäeretHr,  na- 
ximta  porrocAiarum  et  caj>«ilaniarutu  part  vaaio  reUnqu^rtntur,  In  d«a 
deatachen  Laadesteilen  sei  es  noch  schwieriger,  cum  pemtuUi  tuthuc  haeretiet 
inktt/iii£nl   tacfrdottt'iut  ^ali/tfoli  pei-pauci  intfitümlitr. 


278 


1486. 


Christion  Lt:biruicher  an  den  Landisvixedom  itt  Kärnten:  Es  sei 
ihm  unmöglich,  mehr  als  die  bereits  erlegten  1300  ft.  an  10. 
l'fennig  tu  sahlen,  ,da  er  schon  mit  einer  geringeren  Summe 
ein  Hauptgut  davon  bringe'.  Seine  lange  KranJcheif,  der  Vor- 
münder ,UngelligkeH',  der  Haufe  uneinbringlicher  Forderungen 
jswinge  ihn,  um  NachsicJU  der  noch  ausständigen  Sutnme  su 
biU0t.  0.  0.  1603  »ach  dem  Mit.  Mai. 
(Kop-,  L«mberg-Feiiirit«-Arcbir.) 


1487. 

Die  Verordneten  von  Kärnten  an  die  von  Steiermark  (A.  C): 
danken  für  die  durch  Alexander  Paradeiser  am  HS.  Mai  ge- 
machte Mitteilung  des  Scftreibens  der  Krniner  vom  10.  d.  M. 
Es  ist  ihnen  pro  resülutioiu!  nichts  anderes  £tujekommen,  als 
dafi  I.  V,  wie  aus  beilicijeuder  Ahsehriß  zu  vernehmen,  me  in 
der  Grafschaft  Ortenhurg  so  nun  auch  in  der  Jiartlmc  Kiwven- 
hüüer  gclwrigen  Ilerrschafl  Patemion  eine  bfichicerlicfie  und 
dem  Lande  und  gemeinem  Wesen  nachteilige  Itcfornnttion  an- 
geordnet  hat.  Bitte  um  Mitteilung,  ob  und  was  ihnen  als  Re- 
solution erfolgt  ist  und  icas  etwa  dfinen  von  Krain  auf  ihr 
Sehreihen  et*  antworten  leäre.    Khtgenfuii,  mOH  Mai  31. 

(Orif.,  St  L-A.,  Cbr.  R.) 

Die  Steir«r  ■ntirurten  da»nf  uu  18.  Juni  (Kons.,  elienda)  nit  Be- 
UUbuti,  iliß  auf  ilir«  ,<]ureli  Mark  und  Bein  gebsud«'  BclicionMchrift  »in« 
Resolotioii  nicht  erfDlgt  iet.  So  i«)ir  si«  «oiinn  mcrhn  Ubori«r«Q  and  tidem 
MN^>  lulijixii^rt  «inil  tind  sicli  «dlb^t  nictiC  Wlfcii  k">nnMi,  «o  wf^nig;  Vllnnfti 
•in  iliDen  wir  aac^li  den  Herr«*!)  niis  Krjiin  »ndt'roii  aln  blii'list«ns  fimt  ge- 
melnum«  ZiuammPiiknurt  raten.  Nadi  der  AndRiitung  l'aradelien  w«rd« 
«8  vtK^aa  dea  ,iicratoß«Den'  Kniclitagaa  nuu  autti  mit  dor  Le^atioii  daliiu  ku 
spät  ■«in. 

1488. 

Der  Pfarrer  von  Veistritc  an  den  Pßeger  mn  Paternion:  klagt, 
dafi  schön  wieder  ein  Prädikant  sich  in  Kellerwerg  Jterumtreibt, 
am  30.  Mai  viel  Volk  verselien,  in  Ebentcald  eine  ihchzeit  ko- 
puliert habe.  TCrinnerung  an  das  Generale.  Der  Herr  sei  faufs 
dritte  Mal'  gewarnt  und  hüte  sich  vor  Scitaden.    Feistrits,  ItiOS 

Juni  2. 

(Arnuldateiner  Akten,  UudutBn.) 


979 


Der  Abt  hria^  iieam  B«9cli««rd«o  d«r  Pfanw  tob  PctorotOD.  P«ijtrtU 
and  Eaacnii(  mh  den  £nhenK>g  und  biUrt  um  Abbilf«  <Kobs^  ebead«). 
Ah  ft.  KkTvibt  d«r  Flkfrcr  von  PatcnioQ  u  Kheveuballer.  dmß  er  durch 
nittca  Pfltfw  di«  mr  laiMl(>sfQntlicbeo  Konmusioi)  la  l'fttomioD  b«gcbrteu 
Panonfla  itelUn  ta»«.  In  gl«icb«in  Siob«  aobreibt  d»r  Abi  von  ArooliUuin 
mm  9.  Jont  an  Kh«v«nbail«r:  Tom  ERh*n«g«  b*aaftTk|>t.  etlicbi  BMchwcrd*!) 
|.frfitidlicb  sa  aiit«iSDcb«ii,  mOfe  tr  den  Anftraf  p«ben.  di«  PAnoses  »  5t«1lMi, 
«r  nr  KoramissloiuTemchtaug  im  19.  Jonl  briucb«  (Orig.,  rb«nda).  Am 
IS.  Jam  klagt  der  Ueasaet  dem  Pfarrer  Ton  Patemiaii,  dafi  ibm  Beine  U*- 
alckt  ge^bea  werdeo,  daß  ibm  UnbUdeu  ■afeiSgl  werden  etc. 

1489. 

•mtui  Untertanen  der  Herrsehaß  Paiemion  an  BarÜme 
':  bitten  um  Interzession  bri  Enheraog  Ferdinand  II., 
damit  ihnen  für  den  Ahtu^  sotHei  Zeit  pegdfem  werde,  iiaß  sie  iltr 
Uab  Kfiii  Gut  rerkuufen  können.    0.  D.  (1603  nach  dem  1.  Juni.) 

(Amuldstciner  Akten,  Kodolfin.  Kla^nfurl.) 

.  Uns  ist  am  I.  .  .  .  Janii  ein  1.  f.  mandat  und  nebens 
Moderbarer  an  K.  ü.  Uatetidcr  bcvelclt,  datiert  den  10.  Mail, 
religionssaclieo  bRtreffend,  auf  E.  G.  bevelcb  durch  .  .  .  Cliri- 
stophen  Ileideureicli  alhie  verlesen  worden,  welches  uiandat 
wir  mit  geli.  reverenx  ^IritTliwol  aber  hoflilmtrüebtcn  (feinilctern 
etujjfangen  und  vcrnonien,  dase  wir  neinblich  alle  und  jede  under- 
Uunen  und  inwuhner,  bürget  onil  |Miacm  aambt  onsern  weib, 
kindern  und  haasgcnosscn  aintweder  inner  monetsfrist  zu  der 
rüm.  kalh.  religion  mit  der  bekantnus  beichten  und  couinm- 
nioiem  eiustellen  oder  im  widrigen  and  su  aasgang  dea  gc- 
gebeiieii  niandatstermin  gegen  hiuterlassnng  des  10.  *S.  vnn 
allem  und  jedem  vermugen  bei  verlierung  aller  unserer  hab 
und  gueter  und  ernstlicher  leibstroff  I.  F.  D'  erbfurstenlhuniben 
und  lande  auf  ewig  räumen  und  ans  darinnen  ansser  sonder- 
barer .  .  .  bewiUigang  nit  mehr  finden  oder  betretten  lassen 
raolten.  Nun  erkennen  wir  uns  awar  seliuldig,  unserer  ...  ob- 
rigkait  in  allen  weltlichen  sachen  den  geburüchen  gehorsamb 
BU  laisten  und  nicht  gern  für  dergleichen,  so  frUvel,  moetwül 
wnd  nngehorsamb  braueheteii,  beschuldigt  werilen  wolten.  Alier 
bilffe,  lieber  gott,  wie  will  uns  dise  kurze  terminszeit  so  hoch 
beschwerlieh  fallen  und  gleichsamb  nnmugllch  sein,  dann  der 
Jammer,  nuth  und  elend  ist  allerseits  bei  uns  und  den  unsrigen 
so   ^ross,   darvon   wir  alhie  nit  geiiuogsarab  schreiben  können; 


980 


aod  da  wir  von  den  jetzigen  schweren  betrabten  Zeiten  und 
leofTen  seiner  gern  geächweigen  weiten,  so  ist  E.  G.  eonderlich 
wiaseodt  und  landsknndig,  wie  wir  arme  bnrger,  unterthanen 
and  inwohner,  /.u  bcmciter  berrsehaft  Paternion  gehörig,  sein 
geplagt  und  triboliert  worden,  da  nach  dem  ab^ug  Oanischa 
das  Madrutische  fcriegsvolk  alda  und  der  refir  Iiemrab  über 
die  fUnf  inonat  lang  sich  aafgcb.iIteD,  wir  mit  darleihang  und 
unterhaUung  notturffliger  naning,  speius  und  dranrk  dermaBsen 
nasgesogen  .  .  .  worilen,  da£s  es  niücbt  einen  st^iin  erbarmen. 
.  .  .  Zudem  wir  K.  G.  die  grosse  armuthey  und  vor  äugen 
stehende  ungelegenheit,  da  wir  gleich  aaf  1.  F.  D*  fürgenomne 
reltgionsrt-forinatJün  und  denen  derentwegen  ansgegangnen  I.  f. 
mandaten  und  bevelchvn  mit  ranuiung  des  laiidcs  gern  den 
scbnldigutou  gehorsamii  gelaistct  hotten^  wie  auch  noch  kein 
halsstUrrigkeit  oder  wideräetzang,  darvor  uns  gott  behutte.  zu 
gebrauchen  gesinnt,  BU  bi;t  aber  inaiätostails  nml  fUrnamblich  an 
dem  gemangelt,  wie  anch  uocb  manglen  tUuet,  dass  wir  nacli 
eines  jeden  gelegenheit  unser  kleine  »rniutbey,  ja  nmb  ein  bil- 
hcben  werlb  nit  versilbern  oder  ins  gelt  bringen  mngen.  Da 
will  eicli  kein  einiger  kaufTinnu  belinden  and  Hiebet  an  deme, 
dasB  anch  keine  bustniuHKmt  vorhanden,  der  oder  die  es  gleich- 
sanib  Bcbir  umbsonst  IiUnslicb  bewonen  oder  nnnomen  wollen. 
llilff  j/i,  lieber  gott,  ist  das  nicht  ein  jainincr  über  allen  jaminer, 
da98  wir  arme  lent  mit  unsern  betrUobten  weib  und  kindern 
das  nnserige  unversilbcrt  und  unbezalter  verlassen,  niil  leeren 
hcnden  den  petlstab  ergreifen  und  du»  elend  pauen,  sonderlich 
in  angedeutcr  so  kurzen  gesteller  terminszcit  des  auferlegten 
landniunieiifi,  da  anitzu  die  %eit  des  liehen  getraidtselmitls  an 
der  handt,  wan  wir  des  ganzen  iars  angelegten  schweren 
schwßiss  unserer  muhe  und  arbeit  widerumb  dureli  den  sogen 
des  alraeclitigen  ergötzt  zu  worden  boffnung  Imben,  dasselbe 
anch  neben  unserer  andern  armuthei  aus  niangl  kauffleutt  and 
billicher  bezallnng  also  eines  mit  dem  andern  verlassun  und  bey 
emstUcher  leibstraff  das  landt  räumen  sollten,  derentwegen  wir 
weder  I.  F.  !>'  den  10.  *V  oder  K.  G.  die  scbuldige  gebar  und 
herrenforderang  nit  leisten  knnden.  In  summa,  was  wellen  wir 
Till  schreiben  oder  reden:  das  vor  aogen  sabwebondo  elendt, 
Jammer  und  noth  hei  diesen  ohne  das  geschwinden  und  gell- 
losen Zeiten  ist  so  gross  and  cleglich,  dass  es  grüsser  und 
oleglicher   nicht  sein  oder  durch  uns  mit  der  feder  kann  aufls 


381 


pappier  gobracht  werden.  Und  weilen  wir  dann  noclist  nach 
gott  in  dieser  weit  dieser  zeit  zu  niemandts  in  zcitliuhen  dingen 
zofiacht  noeli  liUltT  nit  Imlicn  kGnni-n  noch  xn  suclien  wissen, 
dann  zu  E.  G.  als  unserer  Hebea  obrigkolt,  deru  wir  mit  leib, 
hab  und  piet  verpiliclit  und  untcrworfi'en  aein,  gelangt  hier- 
über an  E.  G.  .  .  .  unser  bitten,  tlio  wollten  den  grossen  janimor, 
notb  und  ulendt  unser,  unserer  armen  weib  und  kinder  .  .  . 
beherzigen  und  .  .  .  aucli  bei  .  .  .  F.  D'  als  einem  sanAmuetigen 
barmherzigen  Türsten  und  herm  .  .  .  dahin  intercedieren,  damit 
wir  .  .  .  niulit  also  in  kurzer  zeit  aus  dem  landt  ziehen,  sundcrn 
vorher  unser  srmnthei  verkauften  und  üu  j^elt  bringen  mugca, 
wie  wir  dann  auch  urbietig  utul  höchst  beEisften  sein  wöIIgd, 
nns  im  leben  und  wände!  auvt-Twcislich  zu  verhalten  and  der 
geiütliehen  obrigkcit  mit  aller  geburlicben  ererbietiing  und  hilff- 
lieber  darreichutig  cntgcgonzuguben.     Solches  alles  .  .  . 

K.  ii.  unterthentge  geliorgame 

N.  u.  N.  die  bnrgcr  und  unter- 

iLanen  in  der  heiTsehaft  Pater- 

nion  fUr  ans  und  anstatt  nn«erer 

weib  und   kinder. 

KhevculiQllcr  »xuät«  am  lÜ.  Juni  ein  Sehreibcn  an  ErsborKOB;  For- 
diaud.:  Die  ibm  mit  Rerelil  roto  9.  Hai  Ku^kommeaen  Patonto  bake  er 
aljbald  seinen  BQrgeru  and  Itauern  r^rlfticn  la^wfin.  woratif  (ie  ihm  die  obipe 
KuniraeDdatioiischfifl  Dberreiclittn.  Er  hltlf,  ttcli  dieser  Leute  zti  erbarmen, 
die  mit  leeren  HSoden  aus  dem  Linde  zielien  anllrti,  dann  Khevenlißllers 
Schaden  zu  erwi^n,  wenn  aeine  (IQter,  HRrgwerkn  ubw.  nielit  besetzt, 
sondern  Ode  ^elaAsen  werden.  Diese  Kiseiiwerke  «lud  ein  Kleinod  des 
LuidM  und  l>riD(fea  dem  L&Ddc«fiii«teu  viel  ein.  Bitte,  ihm,  aU  eineoi 
.alterleVlen  »lets  tr«ii  erfundeDon  LaudmAOU  nicht  dle»e  ItefuriDEtiona* 
ezeliittiAn*  luenmuten.  Da«  Ge*uc1i  und  Am  Bittacbreibeu  der  Pateriüoner 
wurde  dem  Abte  vnn  Amoldstein  zur  Reg-iitacbtTin^  Obeifieben  nnd  dann  vom 
Erzherzoge  mit  UelEret  vom  tf.  .Inli  160S  b^antwortel:  er  habe  zu  berichten, 
.wie  and  wasgestalt  sich  angore^le  reformation  angelassen  und  in  was  Urminü 
dieselbe  derzeit  steht'  (Orif..  ebenda).  Der  Abt  meldet  dem  Erstierzoge  am 
23.  Auguil  [Kop.,  clMuda).  c«  soll«  den  Faternioneru  vreni;  gratifisJert  werden, 
well  Pateruion  ein  Qboraiu  tektischer  Ott  ist.  Well  aber  KlicveiihCltler  sein 
Uewissea  niebt  beschweren  will,  klinntc  ibm  ffratifiziert  wenlen,  wenn  er 
scbitu  selbst  seine  Untr^rlanen  zur  katbollschen  Ri*ligi<iti  tiiebt  halten  will, 
daä  er  wenjgzlena  die  KouimissArc  vnr  ileiu  groben  Volke  defeiwltem. 


283 


1490. 


Der  Abt  von  ArnolilsteiH   legt  dem   Pfarrer  Johann  Zäijgl  von 

liosegg  20  Dukaten  Strafe  auf  tceffeti  seines  Herumreisens  und 

seines  gegen   rfte  sncroa   cnnones  «ml  die    /i^sM/iJss*'  von  Gör£ 

verstoßenden  Aufienhleihfns.    Aruolthlein,  IGO.'!  Juni  13. 

(Knac,  Ataoldstetner  Akt«n  ] 


1491. 

,hufuiaition' ,  vorgenommen  am  17.  und  18.  Juni  IBOS  eu  Pater- 

niou    durch   Emcrich   Molitor,   Aht   von  Arnoldstein.    Sebastian 

MoHu^nrtnb,  Pfarrer  von  St.  Nik</Ums  hei  Vmach,  und  Johannes 

Kti'pfdberger,  Pfarrer  von  Hermagor. 

(KoDx.,  ArnoMsteiiiftr  Akles,  Rutlulfiu.) 

1  Klaffe  des  Ffarrrra  w«gen  Enl^TiRU  der  Ihm  nxcli  ,Kafldi>ieniiig* 
il««  Friiilikanten  fdr  d«  halbe  .laUr  ttiUU  enalehenilen  üeffille  van  den 
ITarre»  Nii^chdorf  und  l'jitcrnioD.  Das  GcIjÜIg  hxbe  lU-r  JVüdikant  erliaUea. 
Uei'  l'Hei^iT  SAfct,  c*  sei  ohne  jomen  Ut^felil  gct'cliolieD,  aber  /.wci  Holden. 
TOD  deiie»  filier  ,)iart  i«ktU<;h',  aa^en  A»*  IJeg«nii-il. 

S.  Klage  dPH  Pfarren  Ober  den  VÜfigr>T,  dali  lü«  Pfarre  Nigelsdorf 
Ifi  .lahre  vakirrt,  er  das  G«ld  (IßUOä.)  nicht  tA  pia*  eausas  anbiegt  nnil 
den  Pfarrliitf  Ualie  iiiciler|^eU<>n  latscn.  1)<>r  Pfleger  aaj^l,  «'iti  ()<*Iil  «ei  von 
drr  Pfarre  nie  iu  si-ine  UKnde  gokoiiituoD,  die  NaeliLiarRihafl  diLtelList,  Markt- 
und  Ijatiilgerii^lit  und  Uurgersuliaft  habe  vdu  dem  Ucldu  ein«»  Intheriaclien 
Si:tiiiltiie»ler  auterliiilteo.  Zwei  Zecldenli-  bestätigeu  dies;  er  »ei  aber  nur 
ki>  zum  Autritt«  d<!4  jctsigen  Pfarrers  gelialten  worden.  Der  Pfarrhof  wW 
lo  banfVlIig,  daß  er  eingcatilnt  ist. 

S.  Aaf  die  Klage,  daß  der  Pfli^ger  das  Kirch^ngntd  TOn  den  PKirreier 
Paleruiiin,  FeiatriU,  Kanii^riiig,  NigicUiIarfT  und  Ki^llerlier^  , unter  aicli  |^' 
bracht',  xei|;t  er  au,  er  habe  die  IG  Jahru  seiner  WirUmaiukcit  .Jalir  Hl r  Jahr 
Itet-hnuog  ceIo([t,  mit  Ausnahme  vou  Kell«rb«rg,  wo  di«  Gütvr  ^upüril*. 
aber  nuuniohr  d«cn  Pfiirrer  von  t'eiitlHiK  eingeant^vortet  lind.  Nur  eine  Ton 
dieaen  Kaclinungon  aoi  vu»  rin»'»)  Pfarrer  uiiterschrtebun,  weil  dies  aon»!, 
wt«  der  Pdi'^r  sajtt,  nii.-bt  llraucli  gewesen.  Zu  aoineni  PrivatnotKen  hab« 
ar  nichtd  rerwendet,  unr  dem  Feiatriticer  PrHdikjiutsii  800  tl.  gelben,  dio 
er  mit  Krlaobuia  KtieveuliOlUrv  tviU  von  der  Kirche  zu  Feiatritx,  teil*  an» 
eigeueiii  Üeulel  gegeben,  w^k-lies  DarLehou  ihm  die  Kirch«  z^uackiahlei)  loll. 

4.  iletreffend  die  UoordDiiiig  Düt  Kirchen  und  PfarrgUlorn,  die  teil« 
der  Vogthcrr,  teiU  die  Hflrger  und  Bauern  seit  Jahren  gemcQen,  xeigt  d<<r 
Pfleger  an,  KhevfnhUller  habe  die  Ilerrschaft  Yon  dem  von  Diatrieliilci»  be- 
kommen, dabei  mischten  viel  Quter  erkauft  sein.  Oon  Plleger  fc«kta  das 
iiielit  KU.      Kbnvenbllller  werdn  iiich  an  Reinen  Kauf  halten. 

D.  Was  die  Ungehorsamen  in  den  Pfarreien  der  Herrschaft  Paternion 
betrifft,  MO  angeblich  nicht  drei  Pcr»oucD  sich  luit  lieichte  und  Kunniuniau 


283 


Jlt  huben,  berichtet  der  Pfarrar  n>n  Pftt^rnion,  er  bibe  16  Peraooen, 
die  tich  bereits  «in|*estcllt  hoben  oder  u  noch  werden,  der  Pfurer  von 
Füistrits  2,  aber  der  voii  Kiini«hii|7  Mj^.  quod  »o»  »it  ^»t  faciat  ivnum  ««y«« 
td  UNUM  in  ssiasr  Pf&rrci.  Alle  drei  Pfaner  klagen  über  die  Prädikaotea 
KupAr  Feld^Mclirfli,  g«we«eueii  PrXdikaut  bei  unter  Ucbon  Frauen  an  der 
Gait.  Chrtilo|»h  Jo»t,  geweaeti«»  l'rildiltant  lu  Weisprlach  b<^i  Weillenaee 
zwiccheo  Pateruion  and  Herrn »Kor,  untl  den  geweDCinrn  Prädikanten  an 
Kcllnrberi^.  8ie  uhweif^n  no«h  immer  hrruiu  und  tlliflii  ibr  ,s«ktUoboa' 
extrritium  l>er  Pdegor,  bit?riiher  befragt,  vrArnui  er  sie  nicht  absobaff«!  »tgl, 
er  kommti  nicht  in  alle  Winkel. 

6.  Bin  Parti knlarexauien  fand  itatl  mit  den  Lutheriicben  Haua  Trftdt- 
Mgg^  ZU  Affendorff  bei  Paternion,  Paul  Pergnr,  Bürger  and  Marktricht«  zu 
PaterniOD,  Haiu  Ptlcbler,  BUrger  und  Zecliinann,  Gabriel  64:hinelier,  Kjulor 
and  BQrf^er,  Matthes  Tradtnigg.  Sie  ^eben  dai  ihnen  xnr  LkkI  Gelcgtn  uieiit 
an:  der  ermte.  daD  er  einen  IVfidikanleti  etni^r-fUbrt  und  belierber|;t,  der 
Kweitc,  daß  er  Kopulation  und  Kiudstauri^  durch  den  rrJiili kanten  bal>e  vor* 
pckncu  laMcn,  der  dritte  leugnet,  daU  rr  Kirch cn«aclien  reruulreue,  ein 
Pr&dikant  in  Hioeoa  HauKc  SAkraueiit«  speudat«  lUw.  Zvni  ScliluiM  werden 
noch  die  Klagen  de«  Mvwnets  vor^'eiiviniiii'ti. 


1493. 

Der  Äht  von  Arnolfiatein  an  EreJtergOfj  FmUnaml  II.:  erstattet 

Bfriehi  üW  die  su  Palernion  vorijmunnmeui^  InquisHioti.  (Ptilrr- 

nioti,   mOH  Juni  18.) 

(Konx.  11.  Kup.,  Arrbuldateiner  Akten,  Rndulfin.) 

Betont  die  Kotwendigkeil,  dl«  Amt«r  mit  gnt  katholls{;9]eQ,  eifriKen 
('ertönen  zn  hfisfMjti^n,  da  die  Inwohner  überaus  balaat«rrig  und  im  Luther- 
luin  ^Bcbier  ersuiTen  sind*.  Die  ItJUlelsfiiiirer  Keicn  uAcb  Graz  zu  zitieren 
nnd  zu  strafen,  eventncU  anszavi  eisen.  Werden  nicht  dioee  und  ühnltche 
Mittel  vorfeaommen,  so  wird  wenig  Gates  erreicht.  Klage  gegen  Donatm 
Gripner,  der  im  I.jiiide  nnherugt<>rwcii«  d«n  In.  Pfennig  elnhebl.  Dem 
Akteiiitdcke  liegt  Jäh  NnmeniVPr/eicIinl»  dsr  (21)  l'erst-nen  bei,  die  aus  der 
Harrschaft  Pateminn  nach  Oraa  zitiert  worden.  Dann  ein  .Verzeichnis  dar 
•ingutelltcn  kalUoliscben  Personen',  endlich  einige  Zeugen« uusRen.  Am 
14.  Juli  ervtattet  er  abennal*  Ilericht:  Diu  Patente  seien  in  den  Pfarren 
der  n«rrichaft  Paterniun  ron  d^n  Pfarrern,  mit  Atienalirne  def  ruii  Feistritz, 
Terkflndet  wonlen,  der  »ie  durch  der  Mewner  verlesen  ließ,  wofür  er  gestrafk 
«rarde.  Die  in  dorn  Memorial  genannten  PFrzoneu  seien  verhört,  die  Aus- 
sagen eingoMndt  worden.  Es  steht  hier  nicht  alleiti  in  Keligionssavlicu 
•cbleckl.  .Die  Inwuhuer  »ind  balsBlarri);  und  im  Luthorthain  gar  erst^fTeii*. 
latMtt  ihre  Kinder  darch  die  Pr^idikauten  nicht  nur  taufen,  sondern  .haben 
gar  *n  tttta  jjraetctitia  Chriitopli  Kincbner  und  Winkler  zu  Afersdorf  ihre 
Kinder  durch  die  PrXdikanten  r.ii  taufen  Aufgetragen,  und  da  sie  keine  an- 
gelrnfTen,  »ir  nngetauft  gelassen'.  Au^h  >vRr'l0n  die  latherilchen  KOrper  mit 
Gewalt  auf  dem  Friedbufe   begraben,   »<>  datt  sie  nlcbl  r«koneJlilerl  werden 


284 

kOnacD.  Gb  kann  nicht  uidari  «r«rd«a,  w«no  nicht  di«  Ämter,  vomehmlich 
du  Pllogeramt,  mit  gilt  katlioliechcn  L«Dtca  WuMit  wird,  die  KJtdeUfQhrar, 
di«  »a{  viriAm  Z«ItAl  VAneicliiiot  sind,  nach  Gmx  litiert  und  giesirKft  werden; 
am  hMten  wHre  ihr«  «aforttgo  Aufwelinng:.  In  OberhXmten  befinden  akb 
noch  drei  l'rXdlkuiten:  K&sjMir  Feldgescliret,  der  Sfline  Unterkunft  im 
i^clilosse  Kinkenütein  bei  der  Witwe  dkselbat  hat,  Christoph  Josl  «n  Weis- 
briacti  in  der  lierracbaft  Greifenbarg  und  eu  Kellerwerg  ICimachor  Orller, 
die  ibr  keUemcbes  üift  in  dieMr  Uegend  ausgieüen.  Abemialigc  Anzcig« 
def  IJoiialui  Utapner. 

1493. 

Der  Kurßrat  von  Sachsen  an  dt«  Herren  und  Hüter  von  Öster- 
reich unter  der  Knns:  habe  ihr  Schreiben  und  das  durch  ifiren 
Gesandten  Wolf  Herrn  von  Hofkirchm  vonjebrtuMs  mündliche 
Anbringen  vernommen  witi  sage  sein  Mitleid  wegen  der  gegen 
die  friiher  erteilte  A^seh^ratiotx  durch  die  Jesuiten  verübten  Prak- 
tiken. Kr  erfahre  gtni,  daß  sie  in  ihrer  Uedrängnis  bescheidene 
und  aulüssige  Mittel  gehraucJten,  und  sei  entschlossen,  ihreticegett 
beim  Kaiser  su  intersediernn.  Bitte,  dies  in  Geheim  xu  haiten. 
hresdnx,  1003  Juni  20. 

(Küp,,  Si.  L.A.,  Chr.  R.) 


4 


1494. 

Ferdinand  II.  an  den  Pfarrer  Johann  Hipseher  jp»  Peitan 
den  Verwaiier  Uans  Sigmund  Äehorn  daselhst:  Die  Winkdschule 
ist  sofort  ahruschaffen  und  der  Wffjmeister,  wenn  er  Beails  hat, 
mit  20  odtr  10  Dukaten,  wenn  nicht,  mit  acJU  Tagen  Arrest  bei 
Wasser  «wd  Brot  £»  hestrafm.    Grae,  XOOH  Juni  30. 

(Gleiclix.  K»().,  ätatth. -Archiv  Qrat  ad  IGlfi.) 


1495. 

Der  Aht  von  Arnoldstein  an  den  Prwisor  der  Pfarre  Tarvis: 
Da  sich  dort  7ioch  Jkktische'  finden,  sind  sie  von  der  Kamel 
sum  Gehorsam  £u  mahnen  und  aufpterksam  zu  machen,  daß 
ihnen  für  deti  Fall  des  Ablebens  geteeihtes  Erdreich  versagt  sei. 
Er  icerde  am  13.  erschpinen,  um  den  Friedhof  eu  rekoneilteren. 
ArnoidMein,  1003  Juli  5. 

(Kmii.,  Araold»l«iner  Akten,  Uudolfia.) 


I 


285 


14!»fi. 


Der  Pfarrer  Andreas  Tamilcr  gu  Fcisiritz  an  den  Ahi  iw*  Ar- 
ntMsiein:  Die  öencraltcn  habe  er  durch  drei  Sonntage  verJcündet. 
Obtcohl  der  Termin  verstrieJteJt,  habe  sich  niematid  eitujesielU. 
WoUen  eher  Leih   wtd  Lebeti  lassen.    Eineelnheiten.    FeistriU, 

1603  Juli  6. 

(Orig.,  ebeada.) 

14117. 

Der  Aht  ro»  Arneidsleiu  an  Erxhersog  Ferdinmtd:  Bitlc,  einen 
TönaXbefehl  an  den  Pfleger  der  Anna  von  Teuffenbach  Hans 
Roßhaeher  zu  erlassen,  weü  er,  der  Sohn  eines  Prädikanten,  mit 
SeptUturen.,  sektischen  Exersilien,  Einführung  von  PrädikatUen 
etc.  ihm  Eintrag  tut.    Amoldstein,  1603  Juli  14. 

(Kop.,  Amoldsteiner  Akt«n,  Kndolfin.l 

1498. 

Dendhe  an  denselben:  Bitte,  Herrn  Baimund  von  Gera  und 
denen  Eidam  Bernhard  GaU  eu  GalUnhofen  su  hcfehh»,  daß 
sie  nicht  mehr  auf  dem  von  ihm  (Gera?)  errichteten  Friedhofe 
«tt  Straßfried  die  Leichen  der  Ketzer  legrcd^eti  lassen.  Amold- 
stein, 1603  Juli  14. 

(Kona.,  Arnoldateiner  Akleii,  Hiiilolliii.) 


1499. 

Ersltersog  Ferdinand  an  den  Erzpriester  von  Oberkärnten  Emcnch, 
Aht  von  Arnoldstein:  Befehl,  nachsuforechen ,  wie  es  sich  mit  der 
Hinterlassenschaft  von  Hab  und  Gut  des  apostasierteti  Pfarrers 
Konrad  Rueß  in  St.  Paternion  verhält.   Grat,  1603  Juli  22. 
(Orig.,  Arnoldfteinnr  AktMi,  Radolfin.) 

.  Nachdem  wir  in  gtaabwUrdigc  crfalirnng"  kliombcn, 
lassen  der  erste  in  herrecbaft  St.  Patcrnian  aufgestandnc 
apostala  Conrad  Kaoss,  so  zuvor  ein  catholiscfaer  priester  und 
pfarrer  gewesen,  etliche  hab  und  gUetcr  in  bcmcltcr  herrschafft 
ligendL  soll  verJASseu  und  derselben  sich  seine  spurii  und  ba- 
st&rdeo    nach    seinem    absterben    de  facto   andcrisogea   baben, 


286 


demnach  ist  ons^r  gn.  berclch  hiemit  nn  dich,  dnss  da  dich 
der  aaclien  aigentliclicr  bcgchaffenheit,  wie  vill  neniblich  des- 
selben gUetter  sein,  wo  sy  gelepen  und  was  sy  ungcfürÜcb 
werth,  auch  wer  solche  derzeit  besitzt,  bcy  dem  jetzigen  pfarrer 
zu  Ht.  Pftternian  und  andern  glaubwilrdigen  persuneii  nUbaldt 
in  unserm  namen  erkhondigcn  und  was  du  in  crfarung  bringen 
wurdest,  ans  bey  disem  aignen  polten  umbstendiglich  berichten 
wollest.  .  .  .  Grätz  den  31.  tag  Julii  anno  1603. 


Georg  b.  /..  LavÄut, 

Statthalter. 

Angelas  von  Costede, 
canzler,  aiubtsverwalter. 


Cunjmissio  Ser"'  domtni 
arohiduciB  in  concilio 

Chr.  Davidt  IJrBchempeckh. 
Daniel  fagge,  Dr. 


Dom  Bef«<lilv  wird  am  16.  August  «nUprocIien  {Orlg.,  ebemla).  Rueß 
hat  iDfl  ertpxrtein  Prarrgnie  Hsua  un^  Hof  ^ebiiut,  anch  «ODlt  ein  scIiQn«» 
Haas  samt  Garten  und  Bi?<:h<s  Ack«r  l'VIdbau.  Die  OUter  hat  er  bei  Leb- 
tetten  lien  Kindern  vcrteill.     Sie  haben  einen  Wert  von  IfiOO  fl. 


1500. 

Joachim  Friedrich  Kurßrsi  von  Brandenhurg  an  die  beiden 
Stände  von  Ilerren-  und  Ititterstatid  des  Krshersogtums  Öster- 
reich unier  der  Enns:  bestätigt,  ihr  Schreiben  durch  Hofkirchen 
empfamjen  und  sein  miindJichfs  Anbringen  vernommen  tu  haben, 
itne  sie  nämlich  als  Angehörige  der  rechten  wahren  IMigion  durch 
der  fJesauitiscfien'  Sekten  arglistiges  und  gefährliches  Prnktitieren 
in  ihrem  exercitio  religionis  hekümmert  und  bedrängt  icerden,  ao 
daß  sie  sieh  ihrer  roit  Mnj-imilian  U.  erlangten  Konzession  tcenig 
jsu  erfreuen  haben.  Er  trage  darüber  mit  ihnen  Mitk'td  und  könne 
ihnen  nickt  verdenken,  daß  sie  in  solcher  Bedrängnis  alle  bUligeti 
und  zulässigen  Miüel  gebrauchen  und  sonach  ihn  und  andere 
Fürsten  um  ihre  Interzession  angetien.  Er  sei  erbötig,  bei  der 
K.  M'  zu  interzedieren.  Wie  es  am  füglichsten  anzustellen,  hat 
er  seine  Räte  mit  Herrn  von  Hofkirchen  verhandeln  lassen,  wie 
er  ihnen  sodann  berichten  mrd.  Sie  werden  daraus  entnehmen, 
dafi  er  es  an  nicJtis  fehlen  lasse,  icas  zur  Erhaltung  ütres  freien 
Exerzitiums  dienen  lann.  Dies  die  gleichfalls  geheimzuhaltende 
Mitteilung  auf  ihr  vertratdiches  Ansuc/ien.  (jegebcn  in  unserem 
Uoflager  Köln  an  der  Sprey,  IfiOU  Juli  22. 
(Kop.,  Bt.  L.-A.,  Chr.  B.) 


In  gl«ichem  Sinn«  antwortet«  am  1 1.  Au|piit  a.  tjl.  (Sl.  AnfrtiM)  Ht^rzog 
l»iiirich  Julius  von  KrauiiM^lmfig  (Kuji ,  eliriula],   am   I.  Sffilrmliür  llri'iiog 
Julius  au  WOrtIcmWrg,  aui  18.  8n)it«iiilinr.Ioachiiii  Eroi^t  Maikgraf  zu  Brandon- 
bur;  (Kop.,  ebeuda). 

1501. 

Generale:  Sinnigstes  Verbot  für  alte  Landeshewohter,  liau^a 
uiiti  Bürger,  Itiller  und  Herren,  die  ^ifligrii  und  srhfidlichen 
Krerzilicn  der  A.  C  (htuer-  und  aiu-h)  außerhalb  dr$  Landes 
tu  hesvehcH.  Wer  rfrts  Gebot  iiherirUi,  trird  unnachsiehtig  mit 
25  Mark  lötigen  Goldes  bestraft   Gras,  1603  Juli  23. 

(Kop.,  L-A-,  Reform,  ad  1698.) 

h  marglne!  ,F.  Oeneral,  flarinn  A.  C  extrcUia  «tick  auaaer  Atr  lauila 
Steyr,  Khantten  aiid  ('raiu  yQr{ioUcii.' 

,l>en  2H.  Julii  datiert  uiid  den  20.  Aii^at  anno  1603  io  Grits  intimirt 
nnd  in  al)  dr»i  landten  publtciert.* 

Der  InhftU  wird  noctt  in  d«r  B«(cliwerd«»cbrift  vom  SO.  Oktober  (bIpIip 
dort)  hervorgehoben. 

1502. 

Erskersog  Ferdiand  IT.  an  die  Laudleute^  OmtUeite  uud  Welt- 
lietu:,  Bürger  und  Untertanen  d^r  Herrschaft  Paternhn  und 
dcrsdben  stigciumgen  Äwicrit  und  Gerichte:  Vcrueis,  daß  die 
Reformaiiansgeneralien,  leie  das  erst  am  i>.  Mai  erftossene,  nicht 
in  acht  genommen,  die  ÄMgetciesencn  die  Termine  nidit  eiiige- 
hallen  ttair.  J^crniiptoriseher  Sefehl,  sich  hinnen  Monatsfrist 
entu'eder  mit  Beichte  und  Kmnmnuion  einen  stellen  oder  nach 
Abtrag  des  10.  Pfennigs  dir  Erblande  eu  verlassen.  Nach  Ahlauf 
dieser  Frist  ditrf  hin  Auiujctcieseucr  im  Lande  geduldet  tcaden. 
Graa,  1603  Juli  26. 

(Ori|{.-Pat.,  Aruoldfiteioor  Akl«D,  Kndollin.) 


1503. 

Derselbe  au  Bartlme.  Klierenhülhr :  T>n  die  Mandafr  {»  Vutrruion 
nichts  gefruchtet,  noch  drei  Vrüdihinicn  sich  dort  aufhalieti,  hohe 
er  hei  seinen  Beamten  Verfügutig  zu  treffen,  daß  die  Priidlkanlcn 
und  ihre  receptatores  eingezogen  werden.  Das  voratisfrhcnde 
Mandat  ist  sofort  £H  publieieren  und  nur  Ausfuhrung  su  bringen; 
endlich  habe  er  in  allent  dem  ErzpHester  und  Abi  von  Arnold- 


288 

gi^H    iH  der  »hm  in  fler  Ki^formiüionsmchc  aufgdragenfn  Korn- 
mistion  behUfUch  £u  sein.     Grtu,  1€03  Juli  2ß. 

(Kop.,  ebenda.) 

1504. 

Lamlesfürstlicher  Befehl  an  tlen  Knmmerjyrokurator:  gegtüt  den 

I'fteger  Hans  Hofl'bachcr  auf  Wasserleonherg  die  Klage  mt  er- 

h^n.    Grat,  1693  Juli  31. 

(OriB-t  ArnoltliteinAr  Akten,  ebenda.) 

löOö. 

FerilinfMd  II.  «»  den  Aht  au  Arnoldsfein:   mt  berichUn,  wie  oß 

und  lang  der  Pfleger  su  Wasserleonberg  die  PrädikatUen  aufge- 

haiteti   Itahc,   woher  er  es  tciase  und  ob   Frau  von  Teufenbach 

davon  tjctcnjit  habe.    Gras,  1003  Juli  31. 

(Ori;.,  ebenda.) 

An  deiniclb«o  T«;«  Befehl  an  BerobArd  Gallrn  su  Gallcnhofen,  cicli 
•olcber  Euewe  in  enthalten,  di«  der  R«Iigionir«foraiattoB  snwider  *eiea 
(Kop.,  ebendi).  Der  obiifr  Befehl  ericebt  nochmili  an  3.  AnfUt  (Or^^ 
ebenda). 

1Ö06. 

Landesfürstlichcr  Befehl  an  Rnimimd  von  Gera,  daß  die  Unter- 
tanen seinem  vom  Uocfisfifte  Bamberg  herrüftretulen  Pfandschillings 
Straßfried  sich  iinnwi  Monatsfrist  gur  katholischen  Religion  be- 
kehren oder  nach  Abtrag  des  10.  Pfennigs  ansgexciesen  werden. 
Graz,  l(i03  Juli  31. 
(Kop.,  Amoldsteiner  Akten,  Rtidolfia.) 

1507. 

Ferdinand  II.  an  den  Obrtsten  der  Windischen  Grenze:  verfügt 
die  Abschaffung  des  Prädikanten  von  Kopreinits.    Murau,  1603 

Attgust  3, 
(Kop.,  81.  L.-A.,  Chr.  R.) 
Bcbeinl  eher  an  IC04  in  gehfireo.    Siebe  unl«a. 

1508. 

Georg   Graf  lu    Nogarol,    iMndenhauplmann    in    Kärnten,    au 
KhtUmer:  Da  Bernhard  SenufS  jüngst  mit  Weib  und  Kittd  seinen 


289 

Abiug  aus  d«m  Lande  gcnmnmc»,  sich  aber  wegen  der  Nach- 
$Uuer  mii  F.  1/  nkhi  verglicJten  und  bei  ihn  an  dem  verkauft^i 
Stock  und  Giilten  bu  Frmdenherg  noch  etliche  tausend  Gutdett 
liegen  habe,  so  ergehe  an  iim  auf  landcsfürsÜiche  Anordnung  von 
der  LnndeaJiaupitnnmisdiaft  wegen  der  gemessene  Befehl,  von 
solehfH  bei  ihm  liegenden  Ausstäntien  des  iScmiß  niemandem  ohne 
Vorwissen  des  Landeshauptmanties  etmts  auszufolgen.  Klagettfurl, 
1603  August  12. 
(Kap.,  S(.  L.A.,  Chr.  R.) 

1509. 

Dr.  Daniel  l'agge  an  den  Abt  von  Amoldstcin:  Da  er  sich  das 
Verieichnis  der  angexeiijlen  liädvlafUhrer  verlegt,  diese  aber  ihm 
bdirannt  seien,  könne  er  deren  Verschaffung  nach  Graz  heicerk- 
^tUigen.  Die  Verschaffung  versteht  sich  auf  Christriph  Wngdersch 
und  den  Pfleger  von  Paternion  (Us  Landieute  nicht.  Gras,  1603 

Augttst  14. 
(Orip.,  Arnoldateiner  Akt«a.) 

1510. 

Der  Pfarrer  Andreas  Schreck  an  den  AH  von  Arnoldstein:  er' 
statiel  BericJU  über  den  Zustand  der  Pfarre  in  Tarvis.  Binnen 
htreem  sei  der  Übertritt  aUer  Nichtkatholisciten  zu  erwarten:  cum 
id  brachinm  seculare  instanter  argeat.  Tarvis,  1603  Augtist  18. 
(Orif-,  Arnoldstoincr  AktAn.) 

lOU. 

Der  Abt  von  Arnoldstein  an  Pagge:  Notwendigkeit,  Hoßpacher 
nach  Gras:  zu  sitieren,  weil  er  nach  der  Tleformation  scldische 
Prädikantcn  aufgehalteyi  und  noch  vide  Güter  habe,  die  sein 
Vater,  getcesener  katholischer  Priester,  dann  Prädikani,  an  sich 
gesogen.  In  fünf  Wochen  wolle  er  aus  dem  Lande  stehen.  Ar- 
noldstein, 1603  August  23. 

(Kons.,  ebfiod«.) 

1512. 

^Denetbe  an  Bartlme  Khevenhidler:  Da  er  nac-h  landesfursilichetn 
Befehle  am  Z7.  August  einige  Qerichlsuttter tauen   zu  erfordern 
r«Bt«i.  u.  Abt.  u.U.  1& 


290 

habe,  Mm  ihHcn  ciniijp.  Ihtnkif.  icegen  l^seUuiiff  eines  kaiholigcJien 
Marktrichters,  der  Zechpröpstc  ustv.  porguhalteti,  so  bitte  er, 
falh  er  seihst  nicht  kommen  könne,  seinem  Ffleger  aufsutruffen, 
daß  die  genannten  Personen  erscheinen.  ViHach,  1003  August  25. 

(Orig;^  fbftnda.) 

Antwort  Tom  26.  Augiut;  Doi  I*fl«g;er  ici  in  Dingen,  dia  kointtii  Anf- 
■cbul)  dnldoii,  b«t  ihm.   Bittet,  ein«  and«r«  Z«it  xa  b«H«iin«n  [Origf,,  olMii'la). 

1513. 

Christian  I^-hmacher  an  I/artmaun  Zitiffl:  Dem  an  ihn  er- 
ffungenen  Befehle  gemäß  sei  er  nach  Gras  sum  UofvieeJcamler 
gfyawjcn;  der  sei  »ach  Eiseners  verreist.  Er  habe  erfaJtren,  es 
hindle  sich  um  dm  10.  Pfennig.  Er  Itahe  seine  Supplik  dar- 
ü&tfr*  gurückgelassen  und  bitte  ilen  Viseilom,  sich  seiner  amu- 
nehmen.    Zigul,  IfiO.l  August  26. 

(Orig.,  Lanberg-Feiatritx-Arctiiv.) 


1514. 

^PpUk  Christian  L^machers   an  Ferdinand  IL:    liiite,  ihn 

nicht   weiter   nach  Graz  zu   zitieren   und  es  bei  seiner  Zahlung 

des  10.  Pfennigs  mit  1.100  fl.  genug  sein  zu  lassen.  Mehr  könne 

er  nicht  leisten.    O.  D. 

(Kop.,  Ltülwrg-Fciitritx-ArchiT.} 

Genedigiflter  fürst  nnnd  herr,  E.  F.  D^  r&tli  und  landls- 
viczdom  in  Khflrndten,  Iierr  HortiuAi)  Zingl  zu  llyeden  liat 
mir  vor  wenig  tagen  durch  absonderlichen  bevelch  auferlegt, 
das  ich  mich  hey  dero  gehaiiiion  ratli  und  liofvicocanoziem, 
heiTH  horm  nalthaasscm  Leibman  zn  Liebenaa  nnausabicib- 
liehen  in  Gracz  ainstellen  und  machen  halber,  wie  ich  verneinen 
wurde,  anmelden  solle;  hierauf  ich  dan  zn  gehorsamer  vol- 
cziehnng,  wie  schwär  es  mir  der  alczulang  bewusten  schwacheit 
halber  gefallen.,  ans«  Kliftrndten  mich  hicher  vei-foegt  und  ge- 
horsamblich  einstellen  wollen,  eeittemallen  aber  wolgedachter 
herr  canczler  enUchwischen  verraiBt,  bab  ich  meinen  weog, 
paufolligkhcit  wogen,  widcrnmb  nach  hauss  nemen  mUeasen 
und  will  K.  V.  D'  icli  hiemit  gehorsamist  gebetten  haben,  mir 
ainichcn   ungeboreamb   nit   isaeczamUotteD,   sondern  mich  gu*^ 


I 


esischoldiirt  sa  hjilten,  nnd  da  -rflleicbt  E.  F.  D\  wie  aqss 
Tillen  praramption«n  gnnegumb  sa  erwegen,  d«8  Khenden 
pfntn^  halber  mich  citim  bette  lassen,  habe  ich  prtoeeupando 
dieselbe  in  ondterthenigisten  gehorsamb  za  berichten  nit  amb- 
geh«D  soUeD»  das  ich  in  warheit  tmd  mit  gott  becsea^  vil  ain 
nchrers,  als  sich  in  meinem  gcrinir^n  rermOgen  befandt,  namb- 
Bdwii  amtaiLsendt  drejhnndert  f^lden,  inmasaen  beyligendl 
glaabwierdi^  qtutaD^:$abschrifi^cn  mit  A  anssweissen,  albcrait 
tftagt  nnnd  beczallt  tiab,  and  obwoll  gedachter  herr  landts- 
Tieadomb  dicsser  erlegnng  ja  nicht  zofriedon  sein  vollen,  &o 
hab  ich  doch  darüber  mein  ansafttei^  und  warhaffiige  ent- 
schnldignng:  irethan.  wie  auss  abschriflfl  li  zn  sehrn.  nnd  dar- 
innen »o  Till  angecxaigt,  das  ich  gern  meinen  leiblichen  Avdt 
prestirn  nnd  dannit  sovil)  darthnen  will,  das  ich  bev  weilten 
nit  lovi]  Ton  meiner  armuethej  —  die  ich  maistcstails  in  das 
HUettenbergeriäcli  eissenporkUwerchs  versterkiit,  alda  es  noch 
in  nnricLtigkheit  und  zweiflhafi^er  einbringnng  ligt  -  ein- 
cmbringen  waiss,  als  ich  von  echenden  pfening  abgeledigt  nnd 
mir  also  bierinen  über  mein  vermUgen  ziivil  gt^lban.  durVy  es 
dann  berr  vlczdomh  in  anseliung  der  befundenen  warheit  bis» 
anhero  aller  billigkheit  nach  bat  rerbleiben  lassen,  lebe  der- 
wegen  getrOsster  undtertbcnigiErtcr  hofTnung,  werden  mich 
schwachen  mann,  als  der  E.  F.  D'  camergnetb  ohne  memb  in 
mer  wceg  beftlrdert  hat,  dee  ferrern  berausrat&ens  erlassen 
nnd  mit  dJser  meiner  beczalinng  des  zehenden  gn**  anfriden 
sein,  mich  auch  fll»er  vermögen  weiltet  nil  bedrängen  lassen, 
dan  ich  entliehen  gedrungen  wurde,  dise  anjeczo  beschechne 
entecholdigang  nit  allein  durch  ander  inqwsiitonen  war  an 
mabeii,  ftondem  es  auch  wie  obgeliijrt  mit  meinen  leiblichen  avdt 
an  bestatten,  darezne  es  aber  E.  F.  D^  hoffentlich  nit  gelangen 
werden,  sondern  mit  diser  wnrlmffter  entscbnidigung  sich  aller- 
dings und  g"  contentirn  lassen,  weliches  ich  amb  E.  F.  D'  in  undter- 
ibenigkheit  zu  rerdienea,  die  tag  meines  leben»  inicb  will  befleissen 
nnd  dero  gewerlicher  nnd  gn**  resolution  unnd  landtsOlrstHcben 
g.  mich  undterlhenig  und  geborsamblich  thue  bevelchen. 

E.  F.  W 

gehorsamisl  undtertbftnigister 

Crislian  Lebmacher. 

Sopplicierns  abschrifft.     (Adreue  und  Datum  fehUn.) 

19« 


2^ 


1615. 


Khge  des  Pfarrers  Andre  Schreck  vüh  Tarvis  über  das  schUtHmc 

Verhalten  der  Tarviso",  die  ihm  die  GeßlU  verwciffcrn.    Tarvis, 

1603  Auffust  ÜB. 

(Orig^  Aniold*t»lner  Akten.') 

Nw.Jirlein  ir  wfitllCiifige  Klagpii  ppg**"  ''"'i  W«lrfmplst«r  Tor^braeht, 
der  i)in  In  tmltifii  EinkUnl'[<?n  varkürta  und  ihm  ilie  Kinaiclitiifthiii«  tn  dlf. 
Urhirn  ▼erweitere,  fHhrt  er  fort:  MHcbtc  pctm  wiaaen,  wie  ich.  mpincm  Btde 
geoa^n  aoll?  Wann  ich  den  Tarvisorn  die  ipiritvaita  adminiHtrieron  loll 
und  sie  nioht  xur  Kirche  koiniuca7  Sie  kommoo  wohl  äonntif;».  aber  in 
alter  Frühe,  ehe  maa  d«Q  Gottesdienst  hXit.  Da  pflegen  sie  ihr«ii  uokatho- 
liaclien  7)ea*Cruni,  tUa  ,itrolifrneii*  Ölgntxrn  oMti^r  pa-  ri}u  ropi  vn  salntiiren, 
damit  es  niemnnrl  sieht,  sDwÜe  vor  Zritt^n  die  Heiden  Ihren  Priapum  ßeiU' 
nenm  in  J'antheo  nocturnU  ta/rU  coliertrn.  81«  stehen  wi»  die  äUlcke  Im 
Stahle,  halten  den  Ilnt  ror  du  Angesicht,  kehren  wohl  atioh  den  HRcken 
j:egen  den  Altar  und  offerieren  so  ihrem  erdichteten  Gotte  durch  ihren  Pili- 
hat  ,geseig«rt'  ihre  Gebete.  Es  gülte  ihuou  al«  die  gt5ßte  Abgötterei,  weuo 
lue  ihrem  .HerrgCttls^  ein  Knie  bengen,  nna  Hone  klopfen,  HUndc  und  Angen 
und  Hers  aufheben  wQrden.  Das  tun  sie  einmal  nicht  Solchf^r  Dinge  habe 
er  aich  nicht  vi^rsehen.  Dann  klafrt  er,  was  fUr  I^cntn  man  zur  Kuatauratinn 
des  Koligionswc«oai  da  habe,  wa^  für  cino  ,Maitia  tigaf  und  ,Sorboniscl]e 
Collaiion'  das  sei.  Ham  iioqttria  faaii\fc»tfU  ew,  qttoi  Oailtaei  gtni.  Der  Abt 
werde  al«  faochventjindigor  Mann  iriacen,  vm  da  su  tun  tat,  er  aelbal  werde 
der  erlittenen  Scbidea  and  des  Privatapottet  vcgon  auch  tun,  wu  er  wolle 
and  was  Rechlena  ist. 

1516. 

Ferdinand  II.  an  BarÜme  Khevenhidlcr:  Befehl,  die  Buessisclwn 

Guter  einjsusiehen,   die  f^rruudstücJcc  aufs  höchste  sh   verkaufen 

w%d   das  Geld  dem  hiesigen   Pfarrer  Alexiits  Grotta  £u   über' 

schicken.    Gras,  1C03  September  3. 

(Kop.,  ebenda.) 

Der  Ertrag  war  fUr  dii*  Grater  Pfarre  bestimmt  (Sclireiben  Pagpes 
Tom  II.  September,  Orig.,  ebenda). 


1517. 

Landesfürstlicher  BefM  o»  Ghristojih  Paradeiser,  tu  verkündigen, 
daß  kein  ScMischer,  der  nidtl  vor  dem  'Tode  btfholisch  gcbeichiei 
und  kommutiieiert,  in  das  geweihte  Erdreich  gelegt  tcerde,  damit 
es  nidit  wie  fr üJirr  profaniert  werde.   Erneuter  Befehl,  die  Nicht' 


3dä 


katholistJum,  so  sich  bis  Monatsfrist  nicht  eiugesteüt,  bei  200  Da- 
katm  Strafe  auseuweisett.    Arnddstein,  16QH  September  5. 

(Kons  ,  ArnoMstoiner  Akteu,  efaend«.] 

1518. 

Daniel  Tngge  an  den  Aht  von  Arnoldstein:  Der  Ertrag  der 
BuessiscJten  Güter  ist  für  die  Graser  Pfarre,  die  einen  starken 
Kirc?ienbau  vor  sich  Hai,  bestimmt.  Roßbacher,  Georg  Mayer  eu 
Hermagor  und  Sebastian  Moser  «/w  Weißensee  haben  sich  hifmen 
acht  Wochen  mit  lictcht  umi  Kommunion  eimustelkn.  Verlange 
«I  erfahren,  wie  es  mit  der  Kommunion  in  Fatemion  abgegangen. 
Dem  Pfarrer  zu  Hermagor  i$l  su  den  abulicuiertcn  Gutem  eu 
hdfen.  Wieaokl  KhevenhüUer  übelatif  sein  soll,  hat  die  Handlung 
ihren  Fortgang  xa  nehmen.    Gras,  1603  Seplentber  11. 

(Oriff.,  Arnoldstfliner  Akten,  RadolSa.) 


1519. 

Ferdinand  II.  an  Georg  Herrn  ron  Stubenberg:  Aller  Generalien 
und  ailer  Untenceisungett  eum  Trotte  verharren  die  liiirger  und 
üntertfuinen  Georgs  in  Kapfcnberg  halsstarrig  in  ihretn  Irritime. 
Solche  Widersetelichkeit  ist  nicht  lu  dulden.  Daher  geht  eine 
abermalige  Kommission  nach  Kajifenberg  eugleich  mit  dem  ernsten 
Befehle  ab,  daß  die  Bürger  und  Untertanen  jHinklUch  und  voU- 
ßähi^  vor  den  Kommissären  erscheimn  und  alle  dim  Gehorsam 
leisten,  ivas  sie  aar  Fortp/lansuny  der  katholischen  Religion  an- 
ordnen. Kr  ftabe  der*  Kommissuren,  uamcnilich,  wenn  es  »icA 
um  solche  htmddl,  die  abeichen  wollen,  £ur  Hand  sh  sein.  Grae, 
in03  September  18. 

(Orig-,  L.-A-,  6tubeube(g-Akt«ii,  G^gecrofurioO 

1Ö20. 

Jbl  von  Arnoldstein  an  Thomas  Meichg:  Trotzdnn  man  ihm  die 
Strafe  des  Arrestes  wid  die  Geldstrafe  von  10  Talern  nachge- 
sehen., habe  er  neulich  sektische  oxcrcitüi  abgehalten.  Befehl, 
10  Taler  Strafe  zu  erlege».     Arnoldstein,   160.1  September  26. 

(KoQK.,  ebenda.) 


1 


394 


1621. 


La»d^ßrsUieher  BefeH  an   dU   von  Jwhnhurg:   daß  Merien 

Tanneris  Erben   die  Hälfte   vom   10.  Pfentiiy  michtfesehen  werde. 

Gras,  1603  Septeniher  37. 

{U.;  S.'  IL.  St.-A.,  KammerregiBtr.) 


1522. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  ati  die  Uerreti  Ernreidi  Rindt- 
scheid,  Berit/tardin  voji  Miutiorf  und  Karl  von  Kroneifk  {aus 
dem  Viertel  Voran),  dann  an  Onorfi  Herrn  von  StuUtnhertj  auf 
Wurmherg,  Sigmund  von  Saitrait  und  Gregor  Amman  (aus  dem 
Vieriel  zfi-isetion  Drau  und  3Iur),  an  JErasmits  von  Trübetieckk 
und  BarÜme  llür'ttsch  (im  Vieriel  CUti),  n»  ]Vilhf}m  liauchen- 
herger  und  Christoph  Gahelliovcr  (im  Viertd  Jstdf.nhurg)  und  an 
iJaiiS  Jakob  von  Stainacfi  und  Wolf  Afidre  von  Siainadi  (im 
Viertel  Ennsial):  Da  ihnen  bekannt  ist,  wie  m  jüngster  F>r- 
sammlung  atiläfilick  der  Beratung  über  die  pnhlisi^ten  landes- 
fürsüichen  Generalien,  eumal  über  das  wegen  der  Bestrafung 
des  auswärtigeti  Exerzitiums  Ä.  C.  mii  15  Mark  Goht,  beschlossen 
tpurde,  sich  in  Gemcinscfuift  mit  den  beiden  anderen  Landen 
einer  Sehriß  ett  vergleichen,  und  da  die  Gniachten  aus  Kumten 
und  Krain  nunmehr  eingelaufen  sind,  werden  ite,  da  Gefahr 
im  Verzuge,  ermahnt,  sich  in  Anbetracht  der  Wichtigkeit  des 
Werkes  am  J.V.  Oktober  um  7  Uhr  morgens  in  der  Jiatsstuhe  ein- 
sufinden,  um  das  *a  vernehmen,  was  ihnejt  in  der  Sache  vor- 
getrageti  teerden  soll.  Wem  dies  Schreiben  suerst  zukommt,  hat 
sokfies  bei  Tag  und  NacJU  laufenden  Boten  dem  Sadisten  su 
senden.  Gras,  1603  Oktober  1. 
(KcHu.,  St.  L.-A..  Chr.  K.) 

Am  8.  Oktober  ichrftibt  Al«xaniier  ParadciMr:  «r  »ei  ta  denen,  dfn 
mAn  Ln  Kraln  eu  der  UeaandUcfaaft  tisch  Qtas  «rbnndoll,  goschiokt  wordeo, 
■ich  nahen  den  Kirutaern  beri>iUuhjilteti  (Orig.,  ebenda).  Am  selben  Taft 
tehrolben  die  steLrischf>u  VerordnetoD  «u  Wolf  Wilhelm  rreiherrn  von  Herb«r- 
■l«in  und  Frans  «uu  01oi«pacb,  die  ZufUuuieokunft  in  catt»a  reliifioati»  lei 
auf  den  SO.  d.  U.  ,aDgeit«llt';  sie  mOpen  sieb  b«i  der  Verordne lenstelle  «in- 
finden  (Kons.,  ebenda).  Am  14.  Oktober  nchreiWn  Bie  an  Uana  Cbristopb 
von  Gera,  sieb,  da  noch  elni^fi  wirhtlgf  Pnnktn  zu  verhandeln  iLnd,  aiii  18. 
Hin  8  IDir  frllh  in  dor  Itatsatub«  einExiEludpn  (Kons.,  ebenda);  er  eililXrl  aiob 
■m  16.  bieau  b«r«it  (Oiig.,  ebeuda). 


396 


1523. 


SchreAen  des  liegimentsrates  Dr.  Daniel  Pagge  an  den  Aht  von 
Anioldsiei»  über  de»  Beginn  iiirer  Kommission  in  ließrmations- 
sachen  der  Bambergischen  Herrschaften  in  Kärnten.    Grog,  1603 

Oktcber  5. 

{(Mg.,  Aracldstsiner  Akten,  Kudolfin.) 

.  .  .  Erinnere  in  eyl,  daas  die  begehrte  commiasion  auf 
E.  Hocliw.  und  mich  i'ii  ampli^sima  forma  gefertigt  und  uns 
uiiib  meiner  befarderung  willen  herr  Wolf  Kalteiilmuscr,  n.-ii. 
reginientääecretariuü,  ^rö  acretario  adiungiert  wurdt,  und  seilt 
wir  beede  vorbabenB,  morgen,  goliebts  (gott),  von  liie  anfzu- 
brccben  nnd  ansern  weg  von  hie  nach  Muran  in  (Jbersteyer 
und  von  dauncn  nach  Vcldkircben  xn  nemen  und  verhofFent- 
lich  mit  güttlicher  hilff  auf  negst  konfl'tigen  ptinstag  gwiss  al- 
dorten  za  Bein,  und  mecbt  ich  mich  daselbst  bey  meinen  be- 
freundten  ainen  tag,  aber  nit  lauger,  saumc]).  NacbderaU  ich 
aber  mich  bis  dahin  mehrenthaila  mit  zehen  rossen  belielfen 
iford,  die  t^ommission  aber  uns  anter  andern  in  speci«  ininngirt, 
da«8  wir  uns  pro  securitate  et  leptttaUünf.  mit  atiier  zimblicben 
anzal  pf^rdt  tind  diener,  doch  alles  auf  der  rebellischen 
uncosten,  gefaäst  machen  aollen,  die  pfärdt  aber  allüe  über 
die  masäon  scliwitr  zu  bekummeu  sein,  derobalben  gelanget  an 
E.  li.  mein  .  .  .  pitb,  sie  wollen  mir  bis  auf  V'eldUirchen  unbe- 
Ecliwürdt  vier  pßtrdt  sambt  zweycii  dienern  entgegenachicken, 
darzue  dann  mein  geliebter  herr  schwager,  der  herr  Wald- 
maister,  und  .  .  .  herr  Georg  Friedrich  von  und  zu  Aiclielburg, 
zum  fall  E.  H.  soriet  nit  koudtu  aufkommen,  gern  bcfurdersamb 
sein  wtirdt.  .  .  .  Auf  .  .  .  sambstag  verhoff  ich,  gehebts  gott, 
in  dero  closter  haimbausuechen  und  kUnden  wir  uns  dann  sonn- 
tÄg  liernocb  ds  modo  et  ordine  procedendi  vergleichen.  Eb 
wordt  zwar  ain  mhaesame  commission  sein  und  aine  zimblicho 
zeit  bedorffen,  weil  es  aber  gottea  ülir  and  so  viller  taueendt 
»celen  ewiges  hayl  antrilft,  will  neben  E.  H.  ich  gern  dag  peste 
und  eusserate  thueu.  Dero  .  ,  .  Grata  den  5.  Octohris  anno  1603. 

E.  H.  dienat beflissener 

Daniel  Paggc,  Dr. 


1534. 

Rudolf  II.  an  die  Brüder  Thomas  und  Ladislam  Nadaidy:  Er 
Itaite  ihncti  ichon  vor  drei  Jahren  auf  das  ernsteste  verboten,  die 
von  dem  Ereherxog  Ferdinand  aus  Steiermark  rerjagien  Pr&di- 
kanten  bei  steh  aufrunehmen.  Sie  hätten  dem  nicht  Folge  ge- 
leistet, und  üben  diese  Keiier  noch  jetit  bei  i/men  ihr  exercitium 
aus,  ja  sie  verhöhnen,  wie  er  vom  Ershersoye  erfahre,  die  katho- 
lischen Priester.  Da  er  nieJit  dulden  könne,  daß  die  Prädikanten 
ihren  Fuß  nach  Ungarn  seilen  und  das  arme  Volk  daselbst  ,he- 
schmaissen* ,  befehle  er  abermals,  diese  Prediger  von  ihren  Gütern 
austuweiseti  und  keitie  anderen  mehr  aufiuneJimen.  Schloß  Prag, 

1603  Oktober  8. 

(LAtcioiacbe  Dod  d«uteche  Kopp-,  St.  L.-A.,  Cbr.  R.) 

1525. 

Sperrttng  des  Gewerbes  hei  Strafe  ro«  10  Dukaten  an  die  Bürgers- 
leute in  Vdlach,  die  sich  der  Religion  wegen  tum  Abzuge  atis 
dem  Lande  bereit  erklärt  haben.  Neuerlicher  BefeJU,  sielt  eur 
Angabe  ihres  Vermögens  am  16.  Oktober  im  Pfarrhofe  eintußnden. 
(VeWteh)  1603  Okiobvr  13. 

(Kop-,  Archir  des  k&rDtner.  G«S(:ii.- Verein ea,  KudolSa.J 

Beigeseh loa»ea  tat   ein  Veneicbuüi  derer  (16  Penonea),  diniM)   jükmb 
Auflage  ht  partieuJari  tntimierl  wcrdep  soll«*. 


1626. 

Protokoll  alter  dir  Beratung  dtr  I.  F.  D'  zu  iäterrviehetidm  Be- 
schKerdeschrift.    1603  Oktober  20. 

(et.  L.-A.,  Okr.  R.) 


In  marg.:  den  20.0rtobri»  1603 
lierr  presidont  in  ratli  ge- 
legt: l.Schriflten  verlesen. 
2.  Uiberantwortnng  der 
schrifftdarchwoDi?  3. Obs 
dttrchein  faessfai  zn  Über- 
geben')' 4.  Aadicns  XU  wer- 
ben. Quo  modof 


Herr  W.  Wil.  von  Herberstein 
(ad)l.Placet.  2.  Ein  berr 
von  Saarftu  sa  erbitten. 
{I.FaeBsf&lanvoitnUten.  4. 
nm-chetliclielierrndiege- 
haimen  rllth  za  ersuechen. 

Herr  von  Dietriclistoin:  1.  Das 
exempl  Ltuloviei  ist  odio- 


Qmitm- 

m0  ist  aaeh 

Die  berte- 

AMMt  sft  on  gwctsL  Im 
f  TTii  ■■■■  [Mililiiiii  iiii  In 
vwfl^gwi,  iB  aalaen:  vi- 

bfldoi;  im  abrigra  plaat, 
3.  fin  herr  toq  StaniL 
3.  Durch  «d  iaeas&l  ra 
OWgebeK.  4.  Herr  jwS- 
ädflBt  herr  Oiiler.  uid 
«■■  er  zu  sieh  Dan«n 
«in,  bei  L  F.  D*  uidiens 
M  werb«a. 

Hut  fiad.  tod  TheatfeDbacIi : 
1.  Exempl  LM^otcici  sns- 
ndanen.  Die  berüemon^ 
der  dieut  ztt  vil  g^MUt. 
3.  Dorcb  «D  fa«ssfU  ra 
tbtfgabea.  S.'  Herrn  Ge- 
ocgea  Olller.  4.  Dorcb 
flttficbe  herni  »a  erpttten. 

Herr  TOD  Liecbtenstein:  l.Wie 
herr  ron  Dietriehstein. 

Herr  GkbhelTonTlieoffeobacfa: 

1.  In  simili.  3.,  2.  (nej 
Herr  (iJliler.  4.  Herr  Rn- 
dolff  TOQ  TbeaffeBbacl) 
die  Andientz  zu  werben. 

Herr  Ciall:  1.  In  rimili.  4.  Wie 
ea  Torhero  gehalten  wor- 
den, noch.  3.  Herr  Galler. 
3.  Fnessf&L 

Herr  Ge(org)  tod  Smbnbei^  tu 
Kipfeuberg:  1.  In  simiU. 

2.  Herrn  OalJer.  4.  IhircU 


US.:  i'aiitk  eingiinUK. 


>rldu  SchrüRMl 

mtenehriben  werden.  S. 

Fifhl  ■Bnufiten. 

BcwKfcMWiUfci:    in    allen 

vi«   bemr  Twt   Dietrieb- 


no  Scheyr:  Jb  nmäli. 
WiL  Ton  \Mndiid«f«te: 

1 .  CafTBctarpIacct  1  Herr 

GlUer.    3.  Kein  AMsfaB. 
•4.  Dorch   die  gehaineo 

Petacbowitsdi :  1.  £i  «in  i/t. 

2.  Herr  GlUer.    3.  Kein 
fiuMUL    4.  In  rimilL 
Christ.  Gftller:    1.  FtoML 

2.  Herr  G&Uer.    3.  Kein 
fne«f«L  4.  In  simili, 
Weltier:  l   .Pia«*.  31.,  3., 
4.  In  simili. 

Hans  Jacob  tod  StaiDaeU: 
1.  Ptactt.  ä.  Herr  GUIer. 

3.  In  »imili.   4.  In  nimili, 
TooNeohaos:  Herrn  Wei- 


Herr 


Herr 


Herr 


Herr 


Ilerr 


aer  meinung. 

Ch.TODKannannsdorfl':  I., 

2.,  3.,  4.  In  >imHi. 

TOQ  Hairo:   In  timili. 

JoDa«  TOD  Wilferstlorf:  Ai 

tifuili. 

TOD  Emaa:  Wie  herr  Ton 

Dietriehstein. 

Carl  TOD  Herberatorff:  I., 

2..  a,  4.  Wie  herr  Georg 

von  Stnbnberg. 

H.  Chr.  Ton  Gera:  1.  Pia- 

ctt.  2.  Herrn  G&lIer.S.  Kein 

faessfall.  4.  Vorigen  modo. 


^^m     ^^8^^^ 

^^^ 

^^■^      Herr  QotfricdvouStadl:  I.Pia- 

Herr  H.  An.  von  Stadl:  1.  Cor- 

^^^K               e«e.    2.  Herr 

rectur.     2.   Herr  GäUer. 

^^^^^H               Faeesfal  zu  tlmn.    4.  Alte 

3.  Kein  fuess&l.     4.  Mit 

^^^^^^1              modus.     Die    scbrifll    in 

mehren. 

^^^^^^M              äuplo  zu  »vhreibeti  und 

Herr  RUidtschaidt:    1.  Correc- 

^^^^^^B               zu    unterschreiben.     Die 

tur.    2.,  3.,  4.  In  siniUi. 

^^^^^^V                vurgelmcnlen  alle  derinel- 

Herr  voüWiiidi3ehgrütz:l./*/o- 

^^^^V                     nung. 

cet,  2.,  3.,  4.  In  timili. 

^^^H            Herr  von  S(-'liüä'tenlicrg(Sc1i]trf- 

Herr  Andre  Rindschaidt. 

^^H                       reuberg):     1.   Plackt.     2. 

Herr  vi>n  Stainach. 

^^^1                     Herrn  Qaller.    3.  Fuesfal 

Herr  von  Mindorff. 

^^^H                     in  der  sclirifft  nuszelasseu. 

Herr  Pramtfatkh. 

^^^H                     4.  Vcrorductüu,  audicntz 

Herr  von  Khaiu;ich. 

^^^H                     zu  in)[ictnni. 

Herr  Kue.  Rindsinaul. 

^^^H            Herr  Wo.  vonäauraa:  l.Plncet 

Hon'  Em.  von  TruntniaiinstorIF. 

^^M                     2.  Herr  Outicr.  3.,  4.  In 

Herr  Aman. 

^^^^H 

Herr  Rildt. 

^^^H            Herr  Oeurg  voii  Slubenberg  zu 

Herr  TrUebncckh. 

^^^H                     Wuriaberg:  1.  Placet.  "2. 

Herr  Stainpeiäs. 

^^^H                     Herr  ( iUllcr.  H.  Kein  fuess- 

Herr  Höritscb. 

^^^H                     fal.  4.  In  »imili. 

Herr  von  Gloiacb. 

^^^H            Herr  Hb.  von  StadI:  1.  Placet. 

Herr  von  Nculiauss- 

^^H                     '2.  Herr  Gäller.    3.  Kein 

Herr  Zwitkl. 

^^^H                     fues&l.    4.  In  iimili 

Herr  von  Kroneg. 

^^^H            Herr  Ha.  von  Uloiach:  I.  In  ni- 

Herr  Gal  von  Tlieuffeubach. 

^^^H                    mili,    2.  In  simiU.    '6.,  4. 

Herr  Aman. 

^^V 

Herr  PUrcker. 

^K                 Herr  SigmandGsIler:  Intimili 

Herr  Wormprant. 

^^^H                     in  allen. 

Herr  Adam  Prunner, 

^^^H           Herr  von  Pranckh:  1.,  2.,  3  ,  4. 

Herr  Falbmhanpt. 

^^^H                    In 

Herr  Walt,  von  Prankli. 

^^^H           Herr  Ha.  Narringer:  1-,  2.,  3., 

Herr  Stubich.                                        | 

^^^H                     4.  Wie  berr  von  Gera. 

Herr  Zebinger. 

^^^H           Herr  von  Rottall:  /n  aimili. 

Herr  Cb.  Gablkhover.                          i 

^^^H           Herr  von  Kliainach:  In  simili. 

Herr  Stttrch. 

^^^H           Herr  von  Stubnwerg. 

Herr  Hurnuas. 

^^^H           Herr  Soheidt. 

Herr  Gilngpei^. 

^^^H           Herr  von  Herberstein. 

Herr  von  Lenghaim. 

^^^H           Herr  Ad.  Schratt. 

Herr  i'>a8.  von  Uloiach. 

^^^^^      Herr  KindiäinauU. 

Herr  Chr.  von  Herberstein. 

2M 


Herr  Hüritach. 

Herr  Ha.  Ad.  von  WÜferstorff. 

Herr.  Regal. 

Aasspracli  herrii  Presidenten: 
1.  Schriffi  BU  corrigiern. 
3.  Ohue  fuussful  zu  Über- 
antworten und  die  scIiriETt 


zuunterzeidmen.  Aadienz 
ZU  irapetrim.  Die  herrn 
verortloeton  etlicb  zu  Hiuh 
zu  ziehen  und  zu  erpietten. 
2.  Wegen  Uborantwort- 
tuDg  der  scliriß't  will  lierr 
prtlsid^ut  Über  sicli  neh- 
men. 


1527. 

Eingehend  moiiinerfe  lieschperdeschrift  der  drei  Lande  Steier- 
mark, Kärnien  und  Kraiit  geyrn  das  landeafürsÜiche  Generale, 
durch  das  den  Herren  und  Lanälcafen  in  hIU'h  drei  Lündern 
flucA  die  jf?«%ion3exercitia  a\ißerhüh  des  Landes  rerboten  wer- 
den, Herren  und  Lnudlettte  (rhicten  sich,  ans  dem  Lande  unter 
der  Bedintfuny  abzuziehen,  daß  ihnen  ihre  Güter  bezahlt  icerdat. 
Grog,  J60H  Oktaher  20. 

(Kon>.,  st  L.-A.,  Küfrirm.  ad  I69S.    SUuiuger,  Fol.  fifil>--&r>4^.    Wiirmbraiul- 
Arcbir,  [b.-Nr.  89.    M.-,  II.-  u.  8t.-A.,  louRr^st^rr.  Akten.) 

Burclileuühligjster  .  .  .  Under  allen  zeitlichen  sacliea  ist 
disea  eines  ieden  künigroichs  oder  tandcs  gctreiter  stände  und 
ontei'sassen  grüster  erfreaentllcher  trost  and  das  lOhHchiHte : 
eratliclie  guote  wolbosteltc  polk'eyordimngcn  und  wenn  sie  in 
ihren  anbringenden  beschwärlichen  obligen  von  ierem  zu  dem 
ende  von  gott  nirge!>etzte[i  Laubt  mlUdiglich  gerne  au-  ucid  gc- 
werlich  erhOrt,  geschatstt  and  gcahirmbt  worden. 

Und  wie  nun  ftlrnembtieh  das  allerliucblüblichiste  bauss 
Oaterrcicli,  rÖiDiscbe  keyser,  künig  und  landtsnirstcn  mit  disen 
fiirtrcfflichen  heroischen  tagenden  begabt,  also  kombt  K.  F.  D' 
getreue  Steuer-,  Khärner-  und  Craiiioriscliü  ritterHuhiifTl  der 
A.  C.  zuegethsn,  als  wir,  die  von  Stejr  in  völliger  anzal  und 
versauiblung,  von  EArndten  und  CVain  aber  uiub  der  weiten 
entlogenlieit  willen  durch  abgeordnete  fUrnerabe  ausschaas  bei 
deräelben  in  der  gelriiaten  zuversichtlicheti  gehorsambistea  boff- 
nung  ahermalleu  in  aller  underthenigkelt  fUr,  K.  F.  D^  werden 
aas  solch  angeborner  österreichischer  müld  und  güette,  dar- 
nmb  wir  dann  aueh  undcrtheiiigiät  fleheutücli  bitten,  Iren  in 
gott    meheudeu    hocblüblichiBten    vorfordern    ruemwUrdiglsten 


300 

exempeln  nach  um  in  den  hcrnacli  Tolgondcn  udbcdi  hü^cbst 
angelegnen  Bclimerzlichen  beschwärungen  nit  allein  milüglich 
gern  auhüren,  eoDilero  auch  uuuiuehr  sieb  mit  gewerlicher 
gn.  reaolution  vHtterliclüst  crweiaen,  dann  wie  K.  F.  D' 
nnsem  regierenden  herni  und  landtsfUrstiiu  unser  ticfiste 
notti  und  anÜ^en  fllrzatragcti  und  umb  liilff  und  trost  dic- 
Belb  gehorsamiat  anzaruelfcn  wir  gedrangcntUcli  verursacht 
werden,  solches  auch  aas  gehorsamiater  zu  E.  F.  D'  tragen- 
der lieb  und  underthenigiatcn  vertrauen  fllrkbercn  und  an 
dero  tür  ir  peraon  geg«n  uns  als  iren  getreuen  gehor«Ä- 
misten  Inndicatcn  tragende  gn.  afiection  uns  im  wcniglstcn  nit 
zweifelt,  wir  auch  wissen,  dass  E.  F.  D'  ex  plenitudine  poto 
$taiis  and  in  gn.  crioderung,  was  sie  den  getreuen  ständen 
ander  ftlrgeloffaer  erbhnidigung  zuegesagt  und  versprochen, 
uns  in  solchen  unsem  obligon  gn.  woi  helfen  kUnneo:  also 
sollen  auch  hinwiderumb  E.  F.  D'  ona  müldiglich  an-  und  ge- 
werlich  zu  erhören  iru  umb  so  vü  weniger  zuwider  sein  lassen, 
noch  solch  unser  gegen  dcro  gehorsamist  ledcrzcit  tragende 
lieb  und  hofinung  austilgen,  sintemal  es  ftlrnembÜch  zu  E.  F.  D* 
und  dero  getreuen  Innd  und  leuthen  hocherwUnschtcn  nutzen 
and  frombcn  geraicht,  und  sie  in  warheit  solche  irer  lande  an- 
droenden  verderhen  hierdurch  wtlrcklichen  verhUethen. 

Und  haben  uns  gehorsumbist  kain  andere  hotfnang  ge- 
macht, als  das  M  F.  D'  aber  die  von  uns  bishero  hochstgc- 
tragne  gednld  nnd  gelaisten  eusseristen  gehoraamh,  wie  ans 
dann  ein  mehrers  ohne  rerletsung  unsers  gewissens  zu  thucn 
ganz  onmliglich  ist,  nunmehr  gn'"  acquieacirt  und  uns  über 
die  in  iiiiigsten  und  vorigen  landtägen  wie  aus  liieetitzwiBcheo 
underthenigist  Ubergebneii  roligionsschrifften,  darinnen  wir  neben 
einlXlhrnng  beweglicher  moüven  urab  Abstellung  der  durch  den 
cammerprocurator  widerthails  landlent  der  kindstanff  und  anderer 
religion&oxcrcitien  halber  reformirten,  auch  anderer  beschwttr- 
lich  fUrgangnen  process  nnd  umb  freystellung  desselben  exercitii 
religionit  gehorsamist  gebettan,  vorrer  oicbtH  heschwftrlichs 
wurdten  zuegemuettet  haben,  zu  welcher  starken  hoffnung  uns 
nicht  allein  K.  F.  D'  vom  23.  und  2b.  FebrnarU  anno  98  (*ic)  da- 
tierte gn.  reiolutionesy  dass  nemblich  die  fUrgcloflTne  reformation 
gegen  den  herrn  und  landleuten  nicht  gemaint  sey,  sie  auoh 
bis  dahin  niemand  in  seim  gewi&sen  betrengt,  sie  es  auch  bin- 
f&ro  so  Urnen  gn.  nit  gosinnet,  sondern  diescib  allein  E.  F.  D' 


i 


301 


ai^ntlmm bliche  CÄmmerffnetter  nnd  stttt  nnd  mttrckt  concer- 
nire,  stark  persnadiert,  sondern  auch,  weiln  K.  F.  D*  solche  re- 
formation  za  dem  ende,  darzae  sie  erstlicli  ani;efangeQ  worden, 
nUmlich  wie  dero  Tom  testen  Aprilis  anno  90  datierte  lianbt- 
resolution  neben  obangezogtier  gn.  ercl&rang  vermag,  das  sie 
allein  die  crercitia,  calnmnien  und  den  gemainen  man  zum  un- 
gehorsam anraizungen  hlöaslich  abgeachatft,  über  welches  allea 
auch  £^  F.  D'  in  längsten  Steyrischen  landtags handlangen  bej 
dem  punct  die  doppelle  zapffenmasa  betreftent  gethone  gd"^ 
vertrOfitong,  was  sie  den  herni  und  landlenten  A.  C.  in  ge- 
wissensachen  sament  und  sonders  mit  gnaden  fuegUchen  er* 
weisen  klinnen,  dass  sie  darzue  iederzeit  willig  erfunden  wcr^ 
den  sollen,  uns  also  Loch  erfreadt,  dass  wir  hierauff  als  nicht 
die  wenigem  neben  dem  hochwUrdig  praelaten stand  nnd  den 
Köm.  catoliscben  herm  und  landlenten  wie  auch  gleichsfals  wir 
der  andern  beider  lande  K&rndten  nnd  ('rain  getreue  gehorsa- 
miste  stände,  in  solche  hoche  uns  und  den  ansengen  gar  un- 
erschwingliche ordinari  und  cxtraordinari  gclthUlffen  und  an- 
lagen umh  Bovil  raer  gehorsamiBt  gewilligt,  damit  wir  nur  in 
gewi&senssachen  noch  diss  geringe  heneßcium  oder  concession 
das  ea^erritium  reli^onis  haben  khUndten;  wie  weit  wir  aber 
mit  diser  gefasstcn  huffnnng  gefeit,  das  erfahren  wir  jczand 
laider  mehr  als  zuvil. 

Dann  nngeacht  obangezogner  K.  F.  D*  so  clarcn  tentschen 
und  aigentlichon  genedigisten  resolutiouen  und  vertrtfslangen 
halicn  dieselb  nit  allein  den  20.  aligolofTncs  monats  Atufunti  ain 
verfertigtes  und  von  E.  F.  D*  underaaichnetes  general  vom 
23.  Julii  datiert  uns,  denen  von  Ste^r,  zu  sonderer  verclienernng 
darch  gcmoino  I«nt  pnblicicrn  und  an  d(Mi  tlioien  affigiern.  in 
Karndtcn  und  Craiu  aber  sonsten  offenilicb  ausgehen  lassen, 
so  sie  doch  den  bisshcro  ob^ervirten  wissentlichen  gebranch 
nach,  nns,  denen  von  Steyr,  solelics  durch  bcvt-Ich.  deert-ta  oder 
rMolitiona  gn**  betten  andeuten  und  «uferlegcn  können,  welches 
nacbvolgenden  inltalts  ist,  dass  E.  F.  D'  sehr  tiiissßillig  fUr- 
khomben,  dass  ir  vil,  sowol  ander  der  burgor-  und  baucrselmfft, 
als  herrn  und  ritterstandts  zu  besuecliung  der  religionscxer- 
cttien  dero  f.  vcrbotten  zuwider  ausser  landts  vcrraiscn  und 
andern  fronten  und  gehorsamen  landsSsscn  ain  büsc^  exempl 
geben,  und  obwol  etliche  durch  dcu  CMmmcrprccuralor  mit 
clag   nirgcDommen   worden,   so  scyc  doch,   umb  willen  solche 


1-J 


geringe  beslniffang  wenig  inacht  genommen  worden,  »chlcchto 
wcndnng  ervolgt;  damit  aliep  der  Iiocligeruemlitc  gchorsamh 
melirers  gepflanzt  and  «in  gicichheit  erhalten  werde,  statuiern 
sie  ganz  ernstlich,  dass  hinfüro  kainer,  er  sey  laiidniann,  burger 
oder  gemainer  underthan,  rnans  oder  wcibsperson,  reich  oder 
arm,  das  exercitinm  7-eligio?iii'  ausser  landts,  es  aey  in  der  nähe 
oder  ferne,  weder  für  sich  noch  die  ierigeii,  in  kainerlay  weiss, 
weder  mit  der  communion,  kindertauff,  znsamengebung,  oder 
durcli  was  weg  es  sein  nioelite,  bey  straff  ftinffzehn  mark  goldts 
neben  ahstrickhung  aller  verhofflen  eondonir-  und  nachschuug 
(Icrscibeii  nit  euechea  solle,  wie  dann  auch  den  obrigkeiten  und 
pfnrrcm  darauff  achtung  zu.  geben  und  die  ubertrottcr  namb- 
hafft  7.M  machen  nnhcvolhen  worden,  mit  merem  desselben  in- 
liaits,  sondern  E-  F.  D'  haben  aach  dem  herrrn  landtshaubt* 
man  in  Kilrndten  mit  ernst  verwiscn,  das  er  drei  Seenussen  (als 
discs  landts  Kttnidten  getreue  mitglider  und  landleith)  ohne  er- 
legnng  der  nachsteur  aas  dem  land  bette  ziehen  lassen  und  bei- 
nebens  auferlegt,  dieselbe  nachsteur  nochmablen  von  inen  und 
allen  andern  aoszickenden  landleuten  in  ullwoeg  einzufordern, 
80  doch  vermag  habender  wolhergebraehter  freyhaiten  und  ur- 
alten herkoniben,  ein  ieder  landinann  mit  seinem  guct,  darmit 
allem  gefallen  nach  zu  verfaliren,  wie  auch  sonsten  aller  an- 
lagen, ausser  was  loaii  aus  guetem  frcyen  willen  {wie  es  die 
jMfliche  landtagshandlangcn  und  sonderbar  darüber  habende 
privilegia  demüttstrircn)  von  inen  gehaben  khan,  gänzlich  be- 
freyct  ist^  auch  die  reiehsconetitutioncn  (wie  ftlniemlich  aus  dem 
(^knffundfUnfzigjärigen  reichsabschid  zo  ersehen)  lauter  etatuim, 
dass  es  wegen  der  nachsteur  also  soll  gehalten  werden,  wie  es 
ain  icdes  ortb  von  altershero  lieblichen  hergebracht  bat,  and 
aber  kain  ainigs  exempl  zu  linden,  das  iemals  ain  Steyrer, 
Khärncr-  oder  Craincrischcr  landman,  so  sich  ans  disen  in 
andere  land  gezogen,  dergleichen  anyetzo  begerende  nachsteur 
gcraieht  und  hindorlassen  liett,  noch  inen  aufgeladen  oder  zue- 
gemuet  wöre  worden. 

Neben  discm  wirdt  auch  etliuben  gorichtshorron  und  der- 
selben Verwaltern  in  KUrodten  sowol  durch  offne  landtsfUrst- 
liche  patenten,  als  specialbevelch  mit  comminatione  ernstlich 
auferlegt  und  mandirt,  das  sie  auf  der  geordneten  reformatorn 
begcrn  ain  und  die  ander  execation  wider  ire,  der  gerichls 
herrn,   religionsverwandte   und  aigne  undertbancn,  mit  austrei 


bung  derselben,  crsezang  der  ilrabter  und  sonsten  in  vil  nn<lcr 
bcschwärlicli  weg,  wie  Icichtlich  zu  erwcgcn,  wider  ir  gewissen, 
nnd  zu  ircm  aach  des  landts  merklich  gcraichenden  nachtail, 
scliaden  und  »chmclcrung  der  wol hergebrachten  freyhaiteii  er- 
weisen sollen.  Item,  das  sich  aach  eüich,  zamahl  aber  der 
pfarrer  zu  Clajjenfurt,  den  evangelischen  hei-m  und  landleulca 
und  ircn  angchörlgen,  dcro  von  altcrahero,  alda  aber  die  hcy  ircm 
aus  aigneni  seckl  craSk  habender  kayserUcben  donation  wolbc- 
fuegt,  von  neuen  erhebten  apitalwesen.  habende  begrebnussen  zu 
verwehren,  und  durch  decrei  einzustellen  sich  anderstehen  wollen. 

Wie  betrUeblieh  nun  dises  interdict,  das  wir  und  unsere 
angehörigen  des  exercitn  reliyionis  nit  allein  in  disen  landen, 
Bouder  auch  gar  ausser  derselben  privirt  nnd  mit  der  nach- 
Steuer  dem  gemainen  mann  allerdings  gleichgehalten,  wider 
unser  reUgionsverwandten  und  aigne  underthanen  dergleichen 
beschwerliche,  höchst  nachtailigiste  executionet  erweisen,  auch 
gar  der  begrebnussen  beraubt  oder  den  pfarrlierrn  diesfalls  zu 
irer  ransion  undergeben  sein  sollen,  ainen  iedcn  des  landts  ge- 
treuen und  in  seiner  devotion  cufrigen  niitglicd  ftirkümuicn 
»oll,  das  hat  icder  geringverstÄndiger  leichtlich  zu  erachten. 

Neben  welchem  uns  dann  nit  weniger  schmerzlichen  feit, 
das  E.  F.  ly  des  grossen  ungehorsambs,  welches  allein  auf  uns, 
derenwillen  auch  die  gencral  ausgefcrttiget  worden,  zu  ver- 
stehn  ist,  meidung  thuen,  so  doch  E.  F.  D^  genedigist  gern  be- 
kennen werden,  das  wir  dero  mit  leib,  ehr,  guet  nnd  bluet 
jederzeit  gehorsaniiat  beygestanden,  und  in  den  politicü  rait 
easseristen  vermUgen  den  gehorsam  underthenigisL  gelaist,  und 
was  betten  E.  F.  U'  in  der  bisshero  fUrgeloffncn  religionsrefor- 
mation  wir  rtlr  inehrem  gehorsam  als  von  uns  iederzeit  iob- 
wol  mit  hechstcr  betriiohnus)  boschechen,  laisten  kl'mnenV  dann 
soll  das  nit  für  ain  gehorsam  zuraiten  sein,  als  E.  F.  D'  der 
herm  und  (andient  A.  C.  alhle  in  Grältz  und  in  all  andern 
stStten  gehabte  Seelsorger,  prediger  und  wolbestelte  schneien  zu 
anfang  der  Airgenomnen  reformation  ab-  und  gar  aus  dem  land 
geschafTt,  das  wir  solches  mit  gedalt  überwunden  und  mit 
weinenden  herzen  dassclb  anselicn  mucsslcn.  Wie  gehorsam 
Hie  landlent  sich  damalen  erzaigten,  als  E.  F.  D*  iro  auf  deren 
«genthnmbliclion  goRchlilsscrn  und  gebieten  gehabte  predi- 
canten  aus  dem  bind  verjagt,  ia  anch  etliche,  umb  willen  die- 
selbe nicht  alaobald  bemucssiget,  umb  narabhalTte  summa  gelte 


304 


gestrafll,  die  sie  auch  kq  irer  und  irigen  merklichen  echnden 
and  hoclion  omptindnng  erlegen  maessen,  l>edarf  kainer  be- 
weisang;  es  ist  mehrers  zn  heireioen,  als  sich  dessen  za  bc- 
rfaUeincn,  inmassen  dann  btahoro  in  religionssachen  von  E.  F.  D^ 
nichts  tentirt  and  begert  worden,  dass  wir  nicht  allein  zu  vor 
hUettting  E.  F.  D'  angnad,  und  damit  man  uns  nicht  als  re- 
belten und  ungehorsame  ausrnefTe,  sovil  ohne  Verletzung  unserer 
gewissen  bat  beschechon  khQnnen,  underthenigist  rolzogen. 
Nocli  wil  diss  alles  bcy  K.  F.  1)'  nicht  erkbennt,  ftlr  aiii  go- 
borsamb  gehalten  werden,  noch  ain  endschafft  gewinnen.  Welches 
gott  im  hechsten  himmel  bilüch  erbarmen  soll,  sondern  auch, 
wir  sollen  jetz  und  zuwidei'  obangedcutter  ausstruckcnlicbon 
f.  genedigisten  resolntionen,  in  unsern  gewissen  bedränget,  nod 
bey  verlierung  unsers  im  land  noch  habenden  geringen  Ver- 
mögens zu  ainer  unseren  gewissen  widrigen  mainnng  mit  gwalt 
vompellirt  und  bezwungen  werden.  Welches  bisliero  nie  erhört, 
TJl  weniger  aber  anderer  orthcn  practicirt  worden. 

Dann  m  hutoricit  würdt  man  befinden,  wie  es  auch  vilen, 
so  dergleichen  lande,  darinen  ain  religionsrefurmation  fllrge- 
lofFen,  durchrniset,  ganz  wolbewUest,  dass  darunder  der  l5b- 
liebe  adl  und  ritterstand  davon  exorapt  gewesen,  und  allein  die 
gmain  angangen.  Inniassen  dann  sowol  E.  F.  D*  zweifelsfroy, 
als  auch  anders  dergleichen  exempl  vorbcwUsst,  and  sie  aihtc  in 
tpeeie  einzuführen  nnvonni^tteo  ist.  Welches  allein  aus  der  ur- 
Hachcn  beschechen,  dass  sie  irer  gegen  irem  berrn  und  landa- 
fUrstcn  crzaigten  treu  genossen,  und  er  sich  auf  sie  zum  noth- 
fahl  mercrs  als  auf  andere  frcmbdc  und  auslendischc  zu  ver- 
lassen hat. 

Wir  aber,  die  wir  an  bestendiger  und  bcharrHcber  treu, 
an  unsern  gewcsteo  und  noch  wcsendcn  gn.  rcgondten  und 
landtsftlrsten  andern  landen  nie  nichts  bevoi^egeben,  ja  da  es 
sich  unserer  und  unserer  vorfabrcu  lobwUrdigcn  thatcn  za 
rüemen  gebltren  wollt,  inen  nit  unbillich  vorziehen  sollen, 
muesaen  andern  gcnminen  landsUssen  gleich  sein,  und  hotten 
unserer  gchorsamisten  gclaiatcu  trow  ditaorts  vor  andern  nichts 
zu  gcnUcssen. 

Haben  dann  unsere  Hebe  vorfordern,  so  durch  kain  kriegs- 
macht,  noch  ainigen  gcwalt  bezwungen  worden,  sondern  sich 
dem  hochlüblichiaten  haus  Österreich,  aus  der  xu  derselben  ge- 
tragnen gehorsamiston  herzlichen  afiection  und  undorthonigisten 


305 


vertraacQ  frßjfwillig  nndärgßlien,  diser  irer  ersntg'ten  gebor 
wniititen  freywUligkeit  und  geiaisten  treu  in  dem  eu  geniesseo, 
das  wir,  als  iro  poitart,  hey  denselben  ^reder  geliör  noch  weo- 
dong  UDSer  höchst  obligenden  bcst^hwärungeri  mer  haben,  sondern 
voD  imd,  DDBenn  g**™  landtsfürsteD,  verhasst*  nnd  dnrch  solch 
mitt  der  reformation  aus  nnscrm  valtcirland  vertriben  werden 
sollen?  Hab«n  unsere  vorfordern,  und  hernach  anch  wir,  diss 
unser  geliebtem  TaU«riand,  mit  aofsczim^  Icibs  und  blaets,  welches 
warlicb  manichen*  fUmemben  redlielien  mann  getrosst,  wider 
den  blnclgierigen  erz-  und  erbfeind,  den  Türken,  bissbero  dar- 
tunben  errettet  und  vor  seinem  grimmigen  einfabl  und  gjtns- 
lieben  devastterung  defendirn  helffen.  das  wir  jetKond  dasaelb 
mit  dem  rukhon  ansohen  und  andern,  die  darnmben  nichts  aaf- 
gesezt  und  erlitten,  hinter  uns  verlassen  aollen? 

Haben  wir  mit  unsern  jilrlich  so  hoch  und  Ubers  ver- 
mUgcn  gespannten  dar^'aben^  die  offt  mancher  am  roaul  crspam 
tind  mit  den  seinen  destu  schmelere  bissen  essen  mUeesen,  in 
dem  EU  geniessen,  das  wir  das  Dberig  noch  wenig  unser  ver 
mOgen,  weiln  sieh  kbain  kauffer  finden  tboot,  hindor  ans  im 
Und,  und  von  dem  wenigen,  so  lüner  oder  der  ander  nur  zu 
geringer  notwendigister  zerung  hinauszuniren  hct,  noch  davon 
den  sehenden  pfening  hindcrlasscn,  und  mit  unsern  armen  weib 
und  kindem,  welches  manchen  treuherzigen  eufrigen  Christen, 
and  diser  lande  getreuen  mit^'lideru  begegnen  wierdt,  ausser 
landts  dem  petUtab  nachEieben  mUessen?  Das  geben  wir  gott, 
dem  erkundiger  aller  herzen,  E.  F.  D'  und  der  ganzen  weittcn 
weit  zu  erkbennen. 

Dann  obwol  mancher  vennainen  milcht,  iumassen  solches 
auch  ungezweifclt  E.  F.  D'  von  viUen  also  wjerdt  eingebildet 
sein  und  sie  deruwegeti  auf  uererlay  weiss  und  weegc  umb 
Bovil  desto  atcrker  in  uns  sezen,  dass  auf  berflerte  ittngst  aos^- 
geferttigte  gencrnl  und  dardurch  erzaigten  grossen  ernst  und 
aogcdrote  beatraffung  sich  menigclicb  förcbten,  alsbald  dcm- 
selbcD  nachleben  und  zu  der  röm.  cutollschen  religion  einstellen 
werde,  so  irren  sich  doch  dieselben  gar  weit,  dano  unser  ain 
ieder  vil  liber  das  wenig  noch  Übrig  sein  vermUgen,  da  es  ie 
nit  anders  sein  khandt,  zu  verlassen,  sich  die  clainu  zeit  disc« 


•  Kod.  Wiirnibrand:  ,vcrlioffl'. 
**  ,nit  ainti:h<>n'  im  MS.  Wion. 
r«Bl«>.  U.Abi..  Bd  LI. 


20 


\ 


306 


lubueüi^ligen  lebeos  in  tntmma  miseria  aafzubalteo,  und  seine 
armo  waieslein  dem  lieboa  gott,  aU  ibrcm  rechten  vaXer,  der 
sie  »ach  gar  woll  ernfthren  wierdt,  zu  bevelohen,  als  seinem 
gewissen  ainen  solchen  unerträglichen  la^jt  aafzulej^en  and  das- 
selb  zu  boBcbwäroQ  g'cstnnet  ist.  Welche  noBere  berzhch  und 
eüFrige  devotion  E,  F.  U'  uns  g*'  nicht  improbirenr  oder  zu 
aineui  strafTmüssigen  ungehursaui  aasdeutten  werden,  als  wenig 
sie  ainen,  80  vdd  der  rom.  catholisehcn  rcügton,  aas  fUhrung 
seines  gewissen»  zu  uns  trotten  thet,  loben  wurden. 

Sodann  E.  F.  D'  sich  gewisUchen  kaines  andern,  als  discs 
genedigist  zu  versehen  haben,  dardarch  dann  das  land  von  in- 
wohnern  und  beschüzern  desselben  genzÜch  verlassen  wurde, 
warunaben  wellen  sie  dann  eelbet  zu  verüdang  irer  so  herr^ 
liehen  weitberllembten  landen  ursacb  geben,  und  die,  so  nach 
E.  F.  D'  billiche  defensoret  patriae  genent  werden,  durch  diss 
raiti  aus  irem  vatterland  verti-eibenV 

Zn  verwundern  wttr'  es  omb  so  vil  vpeniger,  wann  dise 
£L  F.  D'  lande  mitten  im  römischen  reich  von  allen  feinden 
ganz  sicher,  auch  aller  get^r  entltbrigt  gelegen  wären,  da  man 
auch  hüöhung  bette,  das  alles  dasjenige,  so  durch  dise  eilende 
und  grosse  mntalion  E.  V.  D'  an  dero  ca.miuergef^llen  (wie  sie 
es  dann  ohne  erzühEnng  merklilichen  empfinden)  hindangeht, 
mitlerzeit  wider  ci^enzt  und  Uereinfiebraclit,  und  das  land  in 
prittinum  slatum  und  vorigs  esse  khilnde  gesozt  werden,  da 
auch  meitigclichen^  wegen  des  fridlichen  «tandts  und  äugen- 
Bcheinlichen  aufnemen,  sich  mit  den  seinen  underzurichten, 
lust  und  gefallen  hat,  aber  der  disor  E.  F.  D'  erblande  gelegen- 
heil und  eigentliche  beschaflenhait  ansehen,  erwegen  und  recht 
SU  gerauet  Hibren  will,  der  wirdt  befinden,  dass  es  gewisslicben 
nit  zu  verhoffen  ist.  Dann  das  alle  eommercien  erligen  und 
dahero  die  gefell  geschmelert  worden,  erfahren  E.  F.  D'  cammer- 
gefelt  und  das  gemaino  wesen  mehrers  als  zn  vil. 

Das  der  bievor  in  disen  landen  gewesto  teure  werde 
credit  nunmehr  schier  gar  erloschen,  ist  wissentlich;  dann  man 
gegen  grossen  versalz,  noch  sonsten  schier  weder  golt,  noch 
geldwert  mer  aufbringen  kan.  Dass  die  Und  an  der  mann- 
schafft geschmelert  worden,  erweisen  alle  die  steti  und  märckt, 
darinnen  (ausser  diser  haabtstatt  OrStz)  sonst  in  andern  allen 
fasst  sovil  ttder,  als  bewohnter  heuser  sein,  deren  vorhin  ge- 
raichte  atear^   den   gemaineu    wesan  entgehet,   und   tindt  man 


307 


njt  IcQt,  so  dieselben  nnr  gegen  raichnng  der  anlag  bewoh- 
oeten. 

Wie  dise  Und,  zamal  aber  Steyr  und  Crain,  an  allen  orten 
dem  feind  na  seinem  eiufahl  und  straiffen  offen  zu  gentzlicher 
Terderbnng  bloss  and  nannier  laider  schier  im  rächen  steckhon, 
ist  angcnsrlieinlicli,  dass  er  auch  solche  mit  ehister  seiner  er- 
aehndten  gelegenhcit  überfallen  mecbte,  ist  annot  zu  erweisen, 
es  gebens  und  bringens  die  tUglieli  einkomenden  geferlSchen 
feiodtskandschafHcn  mit  mererm  mit  sich.  So  nun  darzue  wir 
die  noch  übrige  getrewe  ritterschafft,  die  wir  das  eusserist  mit 
darstreckung  Icibs  und  lebeus  zu  praestiern  und  Air  unser  go- 
liebtee  Taterland  bu  sterben,  oder  dasselb  noch  hinfDro  vor 
dem  feind  sa  erhalten  nrbittig  sein,  durch  diso  rcformation, 
wo  nit  expresm  ausgesch äffen,  doch  ipno  facto  tacite  mih  yrae- 
Uoetu.  relitftonU  dos  unsere  zu  vcrtaaseD  und  aus  dem  Und  zu 
ziehen  gezwungen  werden  sollen,  wer  wirdt  nun  mit  vernunff- 
tigen  motiveo  erraten  und  approbiurn  kbilnen,  dass  ein  bcs- 
serang  zu  hoffen  sey  oder  widersprechen,  dass  man  hey  so 
gestaltsamcn  Sachen  d^;u  endtlicheu  undergang  und  verderben 
diser  herrlichen  Undcr  quasi  ex  alta  quadam  specula  niclit 
äugen Bcheinliclien  sehen  kbUnneD.  Dann  niemand,  so  anderer 
orlben  in  guetem  vermUgen  gesessen,  würdet  aufstehen  und 
sich  sambt  den  seinigen  in  dise  offne  Und  dem  feind  zum  raub 
niderseaen  und  underrichten,  wie  auch,  nnd  ob  es  schon  be- 
schlich,  an  derselben  treue,  redlichait  nnd  kriegsserfahrenhait, 
dessen  ohne  raem  zu  melden,  diser  lande  iezige  ganze  adl  be- 
kannt ist,  hoch  zu  zweiüen  würe,  inmassen  sich  dann  auch  auf 
frembde  ausländische  hilffen,  wie  es  die  allgemaine  erfahrung 
gibt,  nit  sicherlich  oder  beharrig  tu  verlassen. 

Discs  alles  bringen  E.  F.  D*  wir  dero  arme  hoch  betrangtc, 
doch  jederzeit  treuiste  gehorsamiste  Undleat,  nicht  daramben 
ftlr,  als  ob  E.  F.  U'  wir  hierdarch  (wie  es  villeicht  von  dem 
widerwertigen  so  das  beste  übel  zu  intcrpretiren  pHegen, 
mOcht  ausgelegt  werden)  ain  forcht  einjagen,  oder  wie  man  zu 
sagen  pfleget,  ein  blauen  dunst  fUr  die  »ugen  machen  weiten, 
sondern  da  wir  schon  scliweigen,  so  wollen  doch  nur  E.  F.  D' 
umb  gottes  barmherzigkeit  willen  die  erlangte  erfarung  iro 
selbs  zum  sptegel  genedigist  furstellen,  alda  sie  den  grossen 
nnderscbaid  vergangner  und  ieziger  zeit  ersehen  werden,  und 
diser  lande  hüdige  beschaffenhoit  salbs  und  oue  unser  gehör- 
st!* 


308 


samiate  vreitlenffige  «^rzcllang  gnedigist  erwegen  und  betrachten, 
80  werdeD  sie  dises  alles  w&br  sein  selbst  geiiedigist  bekennen 
mttessen,  und  aladfiiin  &in  solches  abl  annotter  sachen,  so 
eilendts  selba  zu  verursachen  uod  Über  sich  und  die  ierjgen 
zufUren,  dessen  auch  hernach  diejenigen,  so  E.  F.  D*  darzac 
anraizen  mit  spatter  ren  entgelten  wurden  muessen,  khaines- 
weegs  bedacht  sein. 

Wann  dann,  genedlglster  herr  und  landsfursl.  unsere  liebo 
vorfordem,  wie  auch  hernach  wir,  dem  hochlöblichisten  hauß 
ÜsteiTeich  vnd  allen  denen  regierenden  römischen  kaisertt, 
kOnigen  and  landraftirstcn  unsei-n  gewesten  allergn.  und  gn. 
herren,  wie  aacii  K.  F.  D'  bisshero  jederzeit  (wie  hievor  mer 
angedeut  und  es  der  wlircklich  ejfectus  gegeben)  mit  beständiger 
treu,  anfsetzung  leih,  gnets  nnd  bluets  nnansgesezt  treuherzig 
beigestanden,  und  weder  mit  worteu  oder  werkhen,  dieselben 
ansers  gehorsamen  verhoffens  und  wissens  niemalln  offendirt, 
noch  an  der  geringsten  untreu  erfuuden.  wie  sie  uns  dann 
dessen  zum  offtermalen  selba  genedigiitte  zeugnus  geben,  auch 
ins  kunfftig  die  geringste  untreu,  darfllr  der  allmäclitig  gott  uns 
und  unsere  liebe  nachkommen  gcncdiglicli  behuctten  welle, 
nicht  aoU  erfunden  werden,  E.  F.  D*  auch  sich  auf  uns  wider 
des  feindta  einfail,  zu  ieder  zeit  bestündig  zu  verlassen  haben, 
warumben  wellen  dann  E.  F.  D'  ans  solch  unsere  und  unserer 
vorfordern  dem  hochlöblichisten  haus  Oesterreichs  iederzeit 
treugolaiBto  willigistn  dienst,  so  gar  nicht  consideriren  nnd  una 
derselben,  durch  die  so  of¥t  nndcrtheuigist  gebettne  gnad,  mit 
freistelinng  des  exercitii  weder  in-  noch  ausser  diser  lande,  go- 
oüessen  lassen,  welches  doch  in  andern  landen  von  rSmisch- 
catolischen  fürsten  and  potentaten  bescbicht,  /.umal  aber  ausser 
irer  landen,  gar  nit  verwehrt  wierdt,  sondern  uns  von  sieb 
stoBsen,  nnd  durch  solches  hoches  intcrdict,  deme  uns,  ausser 
DDiers  gewiäsens  verlezung,  zu  obtcmpcrirn  nicht  mUglich  ist, 
dieses  unser  geliebtes  vactcriand  zu  iro  nnd  der  irigen  selbst 
grossen  unwiderbringlichen  schaden  zu  verlasse&j  sciba  trlngeu, 
da  sie  doch  an  dem  von  uns  bisshero  gelaiaten  ensseristen  undcr- 
thenigiaten  gehoraamb,  aiu  genedlgistes  benaegen  billichen  tragen 
sollen. 

Bitten  derowegen  K.  F.  ]J'  wir  dero  arme  hochbetrangte 
landleut  A.  C.  gehorsamist  nnd  underthcnigiat  und  umb  gottea 
barmhcrzigkeit  willen  aufä  hechst,  als  wir  immer  bitten  kbUnnen, 


» 


» 


* 


» 


die  woUeo  dcro  hocberl^acbleD  verstantl  nach,  dise«  alles  mehrers, 
all  wir  es  bieror  erzelt,  gcnedigist  za  gemUet  führen,  den  vorigva 
and  jesigen  stand  diser  lande  sambt  konfUg  besorgenden  Qbd 
guiedigiBt  beherstgCD  und  doch  sinmal  in  disem  onsorm  m 
flehentichen  bitten  and  beg«m,  die  so  oAers  gencdigist  aner* 
botten  fürstliche  gnad  (to  gnedigister  erwegong,  dass  E.  F.  D* 
vor  antrettnng  derselben  landtTurstlii-h  rcgiemng  gar  wol  ge- 
wBsst,  man  aach  zu  dem  ende  protesticrlich  einkommen,  waa 
religion  wir  sein,  ohne  anter«cbaid  aWr  dessen,  uns  sowol  ala 
die  röm.-catolisclien  be^  onsem  wolhergebrai-hten  freyhaiteo 
und  gneten  gewonheiten  verbleiben  sn  lasf^en,  au  scIiDtsen  und 
handzababcn,  and  gar  nieht  durch  dergleichen  mit]  aus  den 
landen  zu  vertreiben,  oder  sich  selbst  daraus  zu  ziehen,  arsauh 
geben,  geschworen,  genedigist  suegesagt  und  versprochen),  gn. 
erzaigeD  aod  wider  unser  gewissen  und  die  crkhente  und 
bekhendte,  in  der  heiligen  gtitllicKen  schriffl  wolbegründte  re- 
ligion, dabei  uns  gott  der  allmttc^hüg  bis  in  unser  groeben  be- 
ständig erhalten  welle,  dammben  wir  ine  auch  mit  inbrttnstigea 
herzen,  ohne  anderlass  BDrneficn,  nicht  tringcn,  sondern  solche 
uns  and  den  UBserigen  buchst  heschwftrHche  and  vorige,  das 
religion 3 Wesen  betreffende  ausgeferttigte  general,  hevelcb  und 
deereta  widorumb  genedigist  aufheben,  und  ans  nit  allein 
ausser,  sondern  auch  inner  landts,  das  exercitium  religioRig 
zu  habcD  and  zu  besaechen  genedigist  vergunneu  und  xue- 
geben.  Welches  sie  oagehiiidert  aller  anderer  einreden,  craSl 
obangezogner  beschechner  contestation  ex  plenituditu  patestati$ 
gar  billichen  ihnen  kQnnen.  daneben  aber  auch  denjenigen  herro 
and  landleutcn,  ao  sich  ctwo  irer  gelcgenheit  nach,  aus  disen 
in  andere  lande  gezogen,  oder  noch  begeben  mOchten,  vrider 
solch  vorangedeute  privilegia  und  uraltes  berkhommcn,  aiuicbe 
nachsteur  oder  zebenden  pfennig,  weniger  aber,  das  sie  wider 
die  ierigen  ain  oder  die  ander  inen  beschwerliche  cxccution 
erweisen,  nach  irer  ron  altershero  habenden  oder  wrie  zne 
Clagenfart  Ton  neuem  wollbefuegt  zuegehchten  bogrt'bnusscn 
beraubt  und  dissorta  den  pfarrern  zu  irer  Schätzung  under- 
geben  sein  Bollen,  gar  nit  aufiringen,  zu  welicbem  allen  dann 
auch  E.  F.  0*  nicht  allein  viller  criatlicbon  kaiscr  und  anderer 
kOnig,  sonders  auch  des  hochloblichisteu  hauss  Osterreich  und 
irer  vorfordern  anfangs  angedeute  denckwUrdige  und  anseben- 
Uche  exempl,  welche  auch  ohne  päpstlichen  coasens,   sich  der- 


310 


gleichen  und  Anders,  so  zu  criatlicher  aini^kelt  und  erbaltnog 
irer  land  gede^en  mögen,  in  religi od s Sachen  fUr  sich  selb» 
underfangen,  commoviren  Roilen,  ande.r  welchen  das  exempl 
ka^aers  Maxirailiani  lioehlü blich tstcr  gedethtnns  gar  notorium 
ist,  welcher  den  zwayen  stenden  A.  C.  in  Österreich  nicht  allein 
die  freihält  der  religion,  sondern  auch  die  anstellung  des  mini- 
»terii  allergenedigist  concedirt  und  verwiUtgt,  sie  auch  far  sich 
und  iro  nachkhommen  assecurirt,  unangesehen,  daas  nü  allein 
der  Ordinarius,  herr  biaehoff  von  Pnasau,  sich  stark  darwider 
geleget,  sonder  auch  papst  Plus  Quinttia,  dises  hinderstellig  za 
machen,  den  c&rdinal  ÜommeDdonum  nach  dem  kaiserlichen 
hoff  verordnet  und  I.  M'  cum  comminatione  mit  aigner  liand 
geschrilten,  wie  dann  auch  K.  F.  D'  liochuit  und  repataiion  nit 
wenig  prunjudicirlich  fallen  wurde,  da  sie  eich  diesafals  aller- 
dings wollen  bind'en  und  solch  liitlitrh  Iiabende  liberam  dispo- 
titioHKin  iro  etit/johün  tind  Ucueiuen  lasaen,  gescliweigen  sieh 
selber  solcher  ttltro  enteciscn  und  begeben  und  ire  getreuen 
land  und  leut  wider  so  verbindtliche  contestatlonen  anders  zu 
regieren  und  ires  gefallens  au  tribolirn  und  ergeben  wollen. 

Da  aber  E.  F.  D'  über  diss  alles  ia  unser  so  geliorsara- 
histes  bittlii-bes  und  flehentliches  begern  wider  unser  gehursa- 
mistos  verhoffen  zu  verwilligc.n  iro  io  ein  gewissen  machen 
wollen,  weliehos  doch  auch  seine  crtstliche  limites  hat,  so  sind 
wir  entliehen  entschlossen,  allen  weltlichen  ungehorsam  zu 
meiden,  das  uns  von  gott  auferlegte  crou?  geduldiglicli  zu 
tragen  und  lieber  disc  zeitliche  ungelegenheit  gedulden,  als 
dergestalt  and  bey  so  geschaffnen  sacbeu  in  K  F.  D*  stettigen 
saforderist  aber  im  widrigen  in  des  alUnecbtigen  ungnad  uns 
befinden,  und  ob  es  wol  dttra  ei  aeerlta  wx  tat,  veteret  migrate 
coloni,  so  soll  es  ans  doch  vil  ertrilglicher  ankhommen,  als  das 
wir  mit  K.  F.  D'  unscrs  gn.  herrus  und  landtsfllrstens  Unwillen 
uns  widerseslich  im  land  aufhalten  sollen,  auf  welchen  fall 
dann  auch  E.  F.  D'  wir  underlhenigist  bitten,  dio  wollen  sich 
mit  ans  sament  and  sonders,  nmb  unsere  im  land  babendo 
guetter,  weilln  wir  andere  E.  F.  D*  annombliche  knullent  niclit 
wissen,  eines  billichen  und  treuen  werts  vergleichen,  uns  die- 
selben ausszallen,  und  uns  dessen  genUcssen  lassen,  was  gegen 
ainen  {^emainen  urulerthan,  einen  jeden  landmann  für  recht  ge- 
halten wierdt,  da  aiiicr  derselben  einen  auf  seinem  guet  zu  ge- 
dulden  nioht   verniointj   und   er   keinen  stifftman  stellen    kan, 


das  der  herr  iine  den  billiclien  wcrtli  des  gaets  selba  erlegen 
and  guct  mncliC;  und  una  alssdniui  inlialt  articl»  des  rcichs- 
religionsfriden  und  habenden  landtsfreyhaiten  eines  elirlichen 
anscliildlk-lien  abzug  ^cnedigist  vor^nncn.  Uod  sollen  an- 
gcacbt  dessen  allen  E.  F.  D^  zu  uns  samont  und  sonders  den- 
noch diöca  sieb  gn.  und  guwiss  versehen,  das  wir  je  und  all- 
wog, wir  scyen,  wo  wir  wollen,  cnd  wo  gotl  der  allmüclitig 
einen  oder  den  andern  hinberaten  wirdt,  in  der  angebornen 
österrciubischen  gc ho rsa misten  affection  bis  in  unser  grueben 
verbleiben,  und  darin  ersterben  wollen,  neben  disein  gchorsa- 
misten  erbieten,  das  E.  F.  D'  und  dero  angehUrigen,  wir  sament 
und  sonders  je  und  allzeit  unsere  goborsaiui^te  getreue  und 
aufrichtige  dienst  underthenigist  praestirn  wlillen. 

Dieses  unser  gchorsamistes  anbringen  und  endtlicho  atgent- 
licho  crclÄrung  wollen  E.  F.  D'  un^  so  wenig  zu  einigen  un- 
gehorsam oder  übennuet  genedigist  ausdeuten,  als  es  von  uns 
höchst  gotrungncr  notli  und  in  tielBstcr  deiuuet  beseheeben 
mliessen;  bitten  auch  E.  F.  U'  gehorsamist,  die  wollen  under* 
dessen  wider  einen  oder  den  andern  mit  bestraffung  gn.  nit 
fhrgehcD,  sondern  die  Sachen  bis  auf  solchen  unscrn  abzug 
genedigist  verbleiben  lassen,  hierüber  E.  F.  D*  erfreulichen  gn. 
resolution  wir  in  nnderthenigkheit  erwartten. 

Solche  erweisende  landtst'ürstlicho  gnad  geraicht  filrnem- 
Ucfa  E.  F.  D^  zu  xelbstaigner  wolfart,  nnx  und  frommen,  dero 
dem  feind  laider  vasst  nahcnt  im  rächen  ligcndcn  ausgemer- 
gelten landen  aber  zu  mcrer  widerrecaperirnng  und  langer 
aufrechterhaltnng  und  umb  E.  F.  D*  witls  die  ofi^gemelte  dlser 
drev  lande  der  A.  C.  zuegethone  ritterschafft  sambt  irer  po- 
stcritet  mit  angesparter  noch  Uberiger  leib,  guet  nnd  bluets 
willigister  darsetznng  undei-thenigist  zu  verdienen  jederzeit  ge- 
fliflsen  sein.  Dereelben  zu  landtsfürstUchen  statten,  hulden  und 
gnaden  uns  hiemit  gehorsamiat  bevelliendt.  Grttz  den  zwain- 
sigisten  October  im  secheiliundertunddritten  jähr. 

E.  F.  D^  underthenigist  gehorsamitite 

Sigmund  Friderich  freiherr  zu  Herberstain,  Georg  Galler, 
Wolf  Wilhalbm  freiherr  zu  Herl>erstain,  Kuedolph  freiherr  au 
TeufTenbacli,  Gabriel  freiherr  von  Teuffenhach,  Georg  herr 
von  Stuhenberg,  Wilhalbm  von  WindtscIigrUtz,  freiherr,  Uannss 
Friderich   freiherr  zn  Herberstain,   Ilaniiss  Cliristoff  herr  von 


313 

G-era,  Jona«  von  Wiilferstorff,  Wolf  freiherr  zn  Sauran.  Hanns» 
freihorr  von  Stadl,  Frantz  freiherr  vun  Hauklniit/.,  Uotfridt 
freiherr  von  Stadij  ChristofF  von  I^tnianstorff,  Ohrißtoff  frei- 
lierr  von  Stadl,  Georg  der  elter  herr  von  Stabmborg,  Cbristoff 
Galler,  x\dam  .Schrott,  Cfirl  von  Herberatorf,  Khrnrftich  frei- 
herr zu  Khaiunch,  Georg  Oliristoff  freiherr  zu  Herberstain, 
Georg  Christoff  freiherr  von  Rottal,  Ruedolph  Wurmbprandt, 
Wnithasar  von  Praiikh,  Andre  Kindtsmaul,  Georg  Christoff 
Rudt,  Sigmnndt  von  Glcispach,  Hannss  Jacob  von  Stainach, 
Ehrnreich  Rindtsohadt,  Hannss  Andre  freilierr  »u  StadI,  Wolf 
Weit:khai"dt  freiherr  zu  Herberstain,  Carl  von  Ratmaustorf, 
Christofi"  von  Windlschgrittz  freiherr,  Andre  freiherr  zu  Khai- 
nach,  Georg  Sigmundt  hcrr  von  Stnbmberg,  Ehrnreich  herr 
von  Trautraanatorf,  Bernhardt  von  Mindorf,  Andre  RJndtachadt, 
Sijfmiind  Gjiller,  Wolf  von  Prankh,  Peter  ChristoÜ'  l*raunfalckh, 
Policarpaa  Scheidt,  Erasmas  von  Gloiach,  Christofi"  von  Eibis- 
waldt,  Zachftrias  Falbmhaubt.  HaniiSÄ  Adam  von  Lenghainib, 
Hannss  Fridrich  von  Stainach^  Erasm  von  TrUcbenegg,  Rueprecht 
Riiidtsmanl,  Rciiiprecht  von  Kbionburg,  Franz  von  KhienVmrg, 
Wolf  Andre  von  Stainach,  Carl  von  und  zu  Cronnegg,  CbristoflF 
Moritz  freiherr  zu  Herberstain,  Fridrich  Mllerlzcr,  Wilhalbm  von 
Mosshaimb,  Christoff  Sturgkb,  Veitt  Ruedolph  von  Stainach, 
Christoff  Stainpeiss,  Gregor  Amman  von  Amiuansegg,  Sigmund 
Friderich  von  Prankh,  Hannss  Adam  von  Wilfer&dorf,  Adam 
Prunner,  Hannss  Jacob  Schnoweiss,  Hannss  Gilgenperger,  Mat- 
tbes  Wintershofer,  äalomon  Purcker,  Wilhalbm  RaaobenpcrgGr> 
Sebastian  Speidl,  äiginnndt  von  Saurau,  Hannss  StUbich,  Chri- 
stoff Gablkhofer,  Steffan  Rauchen porger,  H.  O-  Schneweiss, 
Offo  von  Saaran,  Hannss  Adam  Nüringer,  Georg  HarÜme 
Zwickhl  freiherr,  Matthlus  Amman  von  Ammaiisscgg,  Gull 
von  Teuffenbach,  Maximilian  Rnepp  von  Pfeilberg,  Ehrnreich 
Regal,  Eraam  von  Dielnchsteio,  Frantz  von  Hoclieuwarth| 
Caspar  Zebinger,  Ernreich  von  Gaissrngg,  Georg  Christoff 
HOritfich,  Sigmundt  Georg  von  Neuhauss,  herr  Frantz  von 
Stainach,  Hannss  Ludwig  Sauer,  Friedrich  Rauchenperger.  ^ 
(9i  MiUßieder  de$  steirUchen  Herren-  und  Uiiteratandea.  Da» 
Folgende  aiu  dem  MS.  det  H.-,  II.-  u.  St.-A.) 


■  In  den  Qraser  M8.  lA  1698  fehlt  du  FnlgvBdo.    Ea  findnt  «oh  ■t>er 
Im  US.  60Uiiig*r  uod  Kod.  Wanubraad.     _ 


313 


Khiirndnerisclie  herren  and  landtlcath: 


BartIme  KlievenhUller  freiberr,  Si^mand  berr  von  Liechten- 
stain,  Franz  KhevenbDiier  (zu  Aicholberg)  freiberr,  Ludwig 
freihorr  zu  Dictricbstain,  Ulrich  von  Ehrnau,  Simon  Ungnad 
freiberr,  Moritz  Weltzer,  Ott  herr  von  Liechtonstain,  Dietrich 
fireiherr  zu  Egg,  Carl  zu  Egg,  Christoff  Gall,  Jacob  Paradeiser 
zu  Neubauss,  Caspar  ütlandorffcr  zu  Mandorf,  Adam  Secuass, 
Hannes  Mandorffcr,  Balthasar  Älandurfler,  Fridrich  Paradeiser 
SU  Neubauss.  Seyfrttid  zu  Neuhauss,  Andre  von  Haymb,  Kraam 
Seyfridt  Mager  von  Fucbsstatt.  (Jeorg  Adam  llaaber,  Sigmund 
Bernhard  von  Lindt,  Balthasar  Khulmer  (der  älter),  Wilhalbm 
von  Feistritz,  Leonhard  von  Ehrnau,  Wilhalbm  Kirchpuecber, 
ßahhasar  Kirchpuecber,  Sigraundt  Paradeiser,  Balthasar  von 
Ehrnau,  Alexander  Freybeiger,  Hector  von  Kbrnan,  Sebald 
von  Staudacb.  Hermann  Feulner  von  ürasin,  Adam  von  Hall- 
legg  zu  Ranzenan,  Sigmund  von  Lind,  Christoff  von  Waydegg, 
Bimon  Keiler  zu  Kellerberg,  Christolf  Gscbier,  Georg  Sigmund 
Seenuss,  Seyfridt  Leininger,  Bernhard  Seenuas,  Tristrandt  von 
Staudacb,  Ueorg  von  Haüegg,  Georg  Leonhard  Khulmer,  Adam 
Jacob  von  Lind^  Elias  Singer,  Geoi'g  Seyfridt  Feulner,  Adam 
Seyfridt  von  Hombtirg,  Hannss  Knlmor,  Balthasar  Hagn,  VVil- 
halmb  Langenmantel,  Georg  Bernhard  Khulmer,  Ubombl 
(BämhlVj  zu  Damh«chach,  Bernhjird  Gall,  Georg  Fridrich 
von  Aichelburg,  Melcitior  Pntz,  Ludwig  Putz,.  Zacliarias 
Aschauer,  Chrislufl"  Haideiireich,  Franz  Sigmund  von  und  zu 
Aichelburg,  Jobst  Josuf  von  Aichelburg  zu  Aichelburg.  Hannas 
Christoff  Seenuss,  Georg  Umbfahrer,  Hannss  David  Seenuss, 
Wolf  Hagen,  Hannos  GscbwAnd,  Hannss  Roinwald  von  Ueyach, 
Veith  Putz,  Benedict  Plirkhner,  Hannss  Jacob  Ladroner,  Georg 
Christoff  von  Hiraelborg,  Bernhai-d  von  Staudach,  David  zu 
Khronegg  von  Hiblau,  S.  Fridrich  UcinbjUd,  hauhtman,  Hannss 
Joseph  Ueinbald,  Weickhard  von  Aichelburg,  Hann>!S  Rue- 
precht  von  Sigeradorff,  liaulitmann^  Obristoff  Sihenbnrger,  Niklas 
Rescb.  (79  Mitglieder.) 

Crainerische  herrn  und  landlauth: 

Georg  Frangepan  Graf  vou  Tersetz,  Hürwardt  freiberr  zu 
Auersperg,  Wcygkhardt  freiberr  au  Auorspcrg,  Hürwardt  von 
Lamberg  berr  zn  Sanstain,  Lorenz  freiberr  zu  Egg,  Georg 
Kiiisl  freiberr  zu  Kaltcubruua,  Wilhelm  vun  Lamberg,  Joseph 


314 


von  Lambcrg'  freüierr,  Hannsa  WiJhclm  ron  Schnitzenpanm, 
Andre  Apfalter,  Georg  Apfalter,  Adam  Apfalter,  Wolf  Gall, 
Gottfried  Pcitzhofer,  Pankraz  von  Gall,  Ludwig  von  Gall, 
Jobst  Gall,  Franz  Cbristoff  von  Liecht(7;,  Balthasar  Käm- 
schOaeel,  Wilhelm  von  Gall,  J.  Mauritscb  (Satzinger  zählt  noch 
47  loeilere  Miiglieder  des  krami$chen  Herren'  und  liitUntand«» 
auf:  Niklaa  freiherr  za  Ef;g,  Wolf  freiberr  zu  Egg.  Alexander 
Paradeiser,  Andre  Paradeiser,  InnocentfT;,  Christoff  and  Adam 
Masskliorn,  Georg  von  Nenhauss,  Georg  und  Philipp  von  Kan- 
nach, Franz  von  Obcrhurg,  Andre  von  Oberburg,  Wolf  Mert 
Mordax,  Daniel  und  Christoff  Gall,  Andre  Gall,  Wilhelm  Gall 
von  Kudolfswerth,  Ott  Heinrich,  Grasm,  Wolf  Andre,  Andre, 
Ualtbaäar,  Mert  und  Adam  von  Wcrneckb,  Kiasm  von  Scheier, 
Christoff,  Georg  und  Andre  Mordax,  Christoff  von  Obratschan, 
Hannas  nnd  EHas  Rosch,  Philipp  und  Lconhard  von  Si^ers- 
dorf,  Georg  Kauber,  Carl  Juritsch,  Wolf  Engelbert  Öchrftnklcr, 
Michel  Zetschker,  Andre,  Uannss  nnd  Chriatoff  Hemenitach, 
Franz  Chriatoff  Schwab,  Melchior  Pantaleon,  Hannss  Archer, 
Hannas  Pelzhofer,  Leonhnrd  Markowitsch,  Caspar  'l'aubonlmuer 
nnd  Franz  von  Hein.) 

lu  Exemplare  de«  St.  L.-A.  ad  anno  1Ö98  von  außni:  ,Der  drejrer 
laud«  beBchwÄrtchrift  ewilra  Am  i.  ^«Deral,  darinnen  dvo  herrn  und  Uud- 
leulei)  «Hell  die  n\iginn*fx»rdtin  aiißftr  Ixik^u  bey  peea  verbotttn.  NB.  Di» 
bcrrn  und  Eandleiil  sic^ti  des  xbziir^R  nur  A'-m  lamlt  rrbietlco  mit  conditiuo, 
da  ihnen  ilir  gnett^r  beuiU  wnrdrn.  NH.  Rin  licrlich^  »nd  hrrxlicbi^  an- 
QDd  eiiiiTittctig«  iinhriffl.  Der  KlIiiiKclitig'«  gahtt  letn  gnitllclie  gnadt  daniic. 
Dat.  20.  OcC.  1603,  Nr.  3.'     (Ifi  Bl,  fol.) 


15&8. 

Erxhertog  Ferditiarid  IJ.  nimmt  die  wider  vieU  ergangenen  Ver- 
bote erfolgte  Zusammenhmft  der  ISrrrcn  und  Lundleute  aus  den 
drei  Ländern  mit  Befremden  und  ünmUett  und  mit  strengem 
Verbote  für  die  Zukunft  eur  Ken7ttni8  und  ermahnt  sie,  sich 
I.  F.  ly  fürderhin  meJil  eu  widerzetäen.  Das  jetsige  Anbringen 
betreffend  ist  dies  erst  in  reife-  Beratschlagung  rw  etehe».  (Gras) 
]€03  Oktober  U7. 
(Kop.,  St.  L.-A.,  Cbr.  B.) 

Wjw  von  der  F.  D* .  .  .  N.  n.  N.,  die  getreue  dieser  dreier 
berzogthnuib  Steyer,   Kflrntn    nnd    Crain  der  A.  C.  zagethone 


315 


ritter6chafft  am  20.  ditz  für  ein  andertbentgisLe  scfanfFt  and 
bittUches  »ebr  aamaetiges  beg;em  in  gebors&mb  nberratcht, 
baben  1.  F.  D*  in  deren  ablesan^  mit  gnaden  snm  genQe^a 

'▼eniomeo;  dero  dan  strackhs  in  anfang  frembt  and  mit  un- 
iriUen  förkoinen,  das  dero  zu  mebrmallcn  ergangnen  decroten 
Dn<l  gemessenen  inbibitionen  r.nwider  ein  so  statliobe  znaammen- 
knnft  der  nDcatboIiscben  tierrn  und  bindleut  alber  bescbriben 
and  obne  ainicbe  rorgebetne  Ucentia  gebalten  worden,  welcbea 

jfinn  I.  F.  D'  biemit  nocbmallen  und  für  allezeit  voraiigedeuter- 
massen  allerdings  ins  bonfftig  eingcstelt  und  beraorte  sonst  gc- 
horsamiste  ritterschafn  gans  gnedigUt  vermanet  baben  wollen, 
sidi  I.  P.  D*  mainung  forner  nicbt  zu  widersetzen,  sonder  sieb 
vil  mebr  In  disen  und  andern  billicben  sacben  irea  gn.  ieder- 
xeit  treuniainenden  willens  zu  befleissen. 

Belangendt  nan  den  baubsaclilicben  inbalt  ermeltes  jetzigen 
[unbringens  bat  ein  getreue  ritlerschnffl  selbs  veruuuftig  zu  er- 
acbteo,  weil  der  bandl  scbr  wicbtig  and  daä  christlicbo  gewissen 
anbetrifft;  dass  derselbe  billicbermassen  iu  ein  reiffe  bcrath- 
Bcblagung  zn  ziebcn;  und  wie  nun  I.  F.  D*  die  sacb  ietz  an- 
gedeuter  wolerwogner  beratbschlagang  wirdig  erkennen,  also 
wollen  sie  ancb  nit  underlassen,  dieselb  miti  bis  (sie)  and  irer 
ebisten  gelegcubait  fUrzunenten  und  sieb  alsdan  nacb  unver- 
drossner  erwegung  aller  umbstäiide  eines  solchen  darüber  su 
cntacblicssen  und  gedachte  ritterscbatfl  zu  beschatden,  wie  sie 
es  nur  immer  der  biUigkait  and  notturfft  nacb  erdulden  und 
befinden  werden.  .  .  . 

Decretam  per  Ser""  aroKidacem  27.  Octobris  1603. 

Pe.  Casal. 

Auf  diete  vorlHußgf  Entscheidung  anticorlen  die  BittsUUer 
aus  allen  drei  Liindern  am  2V.  Oktober  (Kop.,  ebenda):  Nur 
die  Not  habe  sie  zu  ihrer  Eingabe  gezwungen.  Wohl  habe  der 
Lattde«fliret  dieee  gemeintamen  Zusammenkünfte  achoti  fritker 
inhibiert,  aber  sie  geschehen  zum  Nutzen  des  Lnndte,  anderer- 
seits erfolgte  das  Verbot  nur  aus  schlechter  Information;  die 
jüngsten  Generalien  betreffen  zudem  alle  drei  Länder^  daher 
$i«  ihren  Einspruch  dagegen  coniancttm  tibergeben.  Ihre  Schrift 
sei  so  ,moderirt',  daß  1.  i>  nicht  .offendirf  werde,  Sie  freuen 
sich,  dop  sie  ihr  Bitten  einer   wohlerwogenen  Beratschlagu7ig 


316 


toHrdi^  «rkennen  und  hegehren  nur  eint  baldige  gnädig«  Reno* 
tutitm,  damit  der  Gebrauch  de»  Exerzitiums  außer  Lande  ihnen 
nicht  als  Trotz  zugementen  werde  und  sie  der  angedrohten  Strafe 
verfallen.  Vielmehr  mihje  I.  L^  diese  kammerprokuratoriaehen 
I^rozesse  abstellen. 

1520. 

D«r  Landesvisedont  Hartmatin  Zittgl  an  den  Landeshauptmann 
von  KärnUn:  Er  hohe  gehofft,  I.  fl.  (der  Bisehof  v&n  Gurk?) 
ipcrde  nunmehr  von  diesem  Stifte  Besitz  ergriffen  haben.  Das 
ist  leider  nicht  geschehet*.  Um  mittleru^cile  die  von  der  F.  D' 
verlangte  Abrechnung  der  swet  Klagenfurter  Benefiiien,  die  von 
den  Kla^enfurtem  auf  den  Landtag  geschoben  werdeti  soll,  xu 
ßrdern,  möge  die  bintiegende  Kopie  nach  eventueUer  Korrektur 
durch  den  Landeshauptmatiti  a»  die  von  Klagenfurt,  das  Ordinal 
an  den  Frzprtesier  von  Teinndt  geschickt  ttvrden.  Eben  komme 
tcegeu  Eineieliung  des  Baumgarlners  an  der  Tartis  ein  starker 
Vertceis.  Zur  Zusammenkunft  ist  ihm  jeder  Tag,  Montag  aus- 
genommen, angenehm.  Da  kann  man  wegen  Ersetiung  der  Stadt- 
ämter in  Klagenfurt  rerhandeln.     Strafiburg,  1603  Oktober  29. 

(Kop.,  Lamborg-FoUtriti-Artilüv.) 

Pä.    ,1*1  At^w  30.  Oetobrü  tisch  ErcnveU  gMctiickt   worden,    welL  «b« 
<I«r  L>Md«it]iauptin»i)D  VBrrdist,  kt^iue  Antwort  erhalteo.' 

1Ö30. 

Georg  Graf  «♦  Nogarol,  Hnrtmann  Zingl  und  Propst  Michael 
Erbestus  an  die  von  Klagctifurt:  rerlaugen  die  wirkliche  VoÜ- 
tiehung  des  landesßrsilicheH  Befehles  wegen  Einräumung  der 
beiden  Heneßsien  seitens  des  Magistrates  durch  die  Spitalmeister. 

Erenvels,  o.  D. 


1&31. 

Biachof  Thomas  von  LaibaeJi  an  Eriherzog  Ferdinand:  klagt  über 
einige  seiner  ungehorsanten  Unierthancn,  vornehmlich  über  Jakob 
Vtlaiihy,  der  die  Hauern  in  Ohemhurg  auficiegle.   1G03  Oktober  32. 

{Oiif.,  L.*A.,  SpcBialiFclüv  Obitriiburg.) 


317 


.  .  .  Oott  wais8,  was  auf  Hises  menschen  falsches  angeben 
die  paaera  in  irer  rebeUion  and  nngestiiubigkeit  ftlr  ainen  bdsen 
QDrath  bettün  anfachen  roi^gen;  wann  das  gn.  herr  über  disea 
alles  in  E.  F.  D'  aafgeladnen  religionscommissioD  ich  mit  meinem 
eolUga  zu  offtermaleo  in  landts  Crain  and  widerumben  in  der 

.^afschaft  CiUy  Ma  an  die  Traa  nicht  wenig  za  ilmen  und 
aaazuraiiieu  und  g^leich  in  pcster  cifrig-isler  u)>erati(>n  »ein  so\h. 
so  entstehet  mir  aber  durch   diesen   bOscn    menschen    aücKcit 

[dergleichen  unruhe  and  iammer,  dass  ich  gleich  genug  hab  iq 
wOhrcn  und  zu  stillen.  .  .  . 


1Ö03  Nov.  2:  der  n.ö.  regiening  zazostellen. 


P.  Caaal. 


1&32. 


räkerMog  Ferdinand  an  Emerieh  Abt  von  Ämoldstein:  verordnet 
in  seiner  Stelle  den  Visedom  ron  Kärnten  «um  Kommissar  hei 
id*tr  jHziijen  lieli^ionsreformatüm  in  ihfm  Tiambergisi^tcH  Qeiiietf, 
\ia  e»  dem  Abte  bedenklich  f<dlen  möchte,  sich  daeu  brauchen  jm 
ia$$en.    Gra^,  1603  November  5. 

{Orlg.,  ArnulJsteiner  Aklau,  KudoHin.) 


1533. 

rnreieh  von  Saumu  an  die  Verordneiax  von  Steiermark:  üt/er- 
MM  ,einfaltig  aviso  und  discurs'  erst  jeiet,  da  ihn  Herr 
von  HofkircheH  angesprochen,  innesulmltcn,  hts  er  in  Wien  sei. 
Durch  seinen  liotfitt  habe  er  von  der  ,best:hicerlichen  General- 
pttblikatiün'  der  Zusammenkunft  der  Herren  und  Laudleuie  nnd 
ihrer  Eingabe  an  den  Landesfürsten  erfahren.  Da  habe  er 
feinen  .Kutsdierjungen' ,  der  leichter  als  ein  Bote  mit  öffentlich 
getragener  liotenbüchse,  durcJizu kommen  vermag,  mit  seinem  (lut- 
achteti  abgesendet.  Sattrau  erbiete  sich,  bei  diesem  litil.  RtUgiom- 
.werke  das  Aufierste  xu  tun,  um  das  ncgotlnm  0U  sotlitUieren, 
nicht  allHn  hier  bei  seinen*  gn.  Fürsten,  sondern  auch  bei  anderen 
I'ursten  und  deren  Hüten,  so  daß  an  diesem  Hauptwerke  nichts 
unteriassetx  werden  soll.     OnoUbach,  160H  November  7. 

tOrig.,  8t.  L.-A.,  Chr.  R.) 


318 


1534. 


Aus  cittem  Schreibe»  Huep  Panemfeinds  an  Hans  Hölal,  .herrn 

Fetem  ZoUiur  eu  Massnihurtf  hei  Lmhett  dienet'.    IdemspeugeH 

(Jeden^eugen),  1603  November  14. 

{Oiig.,  St  L.-A.,  Laiidrecht  KolaiiiUcb.) 

Dass  es  aber  mit  der  religion  nnnnriclir  bo  geforlich  im 
landt  Steyer  steet  uni^  nun  «llererst  jetzo  die  verfolgang  an  die 
herrn  landtlcut  gelangt  und  die  nit  seines  glauhcriB  i^ein  wöllon, 
aaoh  aus  dem  lande  weichen  müssen,  das  erbarras  gott  im 
bimel  droben,  tuid  icli  waiss,  (er  wird)  der  armeu  gewissen, 
auch  witwco  und  waisen  gambt  deren,  so  noch  ein  glUendes 
fuiiklein  wahrer  erkandtuus  des  h.  evangeUums  baimblich  in 
icrcm  herzen  haben,  sowo)  deren,  so  ausser  landts  sein,  fllrbit 
erhören.  Es  ist  aber  zu  besorgen,  der  Stcyrische  farst  werde 
dureh  verhengnass  gottos  aintweder.  als  bej  ans  die  sag  ist, 
jetzo  Kum  abzQg,  and  zum  lannziDg(nc)  im  anzag,  Er,  seine 
Jesaiter  und  die  elUster  hnimbgesuecht  werden.  Das  schreiben 
bekaltct  in  gohaimb  und  tasstä  dein  Abraham,  eurem  pfleger, 
nit  sechcn,  allein  denen  zu  vertrauen  ist,  dann  es  ist  bcy  ans 
in  grosi^er  gchaimb,  dann  es  an  Oatcrreichischcn  pftifien  auch 
nicht  ftlUen  wiert. 

Ich  hitre  &ach,  dass  Euer  gn.  herr  werde  sambt  berm 
Gotfridt  Stadler  ioB  reich  aus  dem  tandt  wegen  der  rehgion 
verraisen. . .  . 


1536. 

Bericht  des  Freiherrn  Wolfffang  von  llofkirchen  über  seine  Le- 

gaiion  an  die  der  A.  C.  tericandten  deutschen  Fürstenfiöfe,   den 

n.-ö.  Ütäuden  erstattet  am  M.  November  ICtöH. 

(Kop.,  U  Fol.-B)l..  St  L^A^  Chr.  R.    Em  Anuiug«  initg*iel)L) 

U*  ea  PB'teht  }f&r»  Christen  Itt,  dis  chriKtlicU«  Kirche  an  pBanzen 
und  zu  rrhnhi*n,  liJibo  'w\\  auf  R^AchltiH  und  im  Auftrign  R.  ß.  n.  F.  io 
GemlLlllieit  der  «rljxiteueii  lustruktion,  Kied«uz  und  D«helf«  loiclj  am 
C.April  L0O8  auf  di»  Ausfalirt  begeben  und  bin  von  der  Reise  um  IS.  Ok* 
tober  wi«deniin  eiogcIrofFeu  Der  uKtrbate  Wrg  wKre  der  Über  Prag  und 
I>re«Ien  i;«wpson;  uit:  «bor  nnbuniürkt  aiii  bluibmi,  giii^  icli,  wie  uni  meinen 
Sehwager,  den  Grafen  von  ^ting.  und  ilm  Hurk^arfii  Oeorg  Friedrich  die 
varfkllcueu  Lehea  in  0«terr«iclt  auuuliit^Uiu,  Über  Ottlu|(  und  Auabioh,     la 


819 


I 


Png  würde  ich,  wia  ich  nachher  erfulir,  eichor  atifgehalten  und  toh  Drwidcn 

sarUckiMnifen  woriJPD  sein. 

All  ich  um  6.  Mni  in  Ansbach  «intraf,  war  I.  F.  D'  nicht  mehr  am 
Lehen,  sondern  «in,  stroi  Tag»  xnvor  g«atorb«tt.  Ich  bi«U  inii:h  nun  hier 
driti  Wochen  anf,  will  abor  erst  erxählitn,  wie  meine  Linser  Verhandlungei) 
frucbtlM  ab^'gan^en.  AU  ich  ilort  xnj^lan^t  war  nnd  mich  nainniia  der 
b«idea  evaiigolischeiL  Släiulo  an^r^mfldrl  hatte,  bin  ich  in  der  V'emrdiiet«n- 
kanxlni  in  Gegenwart  von  aclit  Pcr»opi'n  (Vcninlnctcn  and  .StfiadeD)  ver- 
ni^mmen  worden.  Nachdem  ich  die  K^cden^Achreihl^n  vor^el&);t  und  meine 
Aufgabe  vorgetragen,  erhielt  ich  den  Bescbitid,  si«  seien  in  au  ktaincr  An- 
sahl  varhanden,  ab  dnß  na  sich  in  Verliaudluiifcen  einlkuen  konnten.  Hau 
wulle  aber  in  weni|;  Tagon  mehr  Hi?rren  nnd  Landlcat«  berufen  ntid  was 
die  dann  ho-Mhlirßun  werden,  dessen  wollen  siF<  mich  unrcraOgflich  naeb 
Nürnberg  berirhten.  Trwtx  dic»cs  frenndlirhcn  Erbietcns  liahe  ich  doch,  da 
ich  l-l  Ta^e  auf  der  Reise  war,  nneli  in  den  nächsten  14  Ta|;fln  au  NUrubcrg 
nnd  t'tcin^  nicbls  erhalten  und  so  ist  es  geachoheii,  daß  ich  den  Beli|;an 
Markgrafen  nicht  mehr  am  Leb«n  traf.  IcJi  hatte  die  oberCsterreichischan 
Herren  mit  gnßtim  Kleiße  informiert  und  ihn^n  nnnero  Motive  mitgeteilt, 
ihnen  endlich  noch  vor  meinem  Scheiden  ein  ausfilhrlicbeB  Schreiben  hinter- 
lassen, dall  Uta  difsc  Hchflne  Gelegenheit  (sich  anEnscIilieBen]  nicht  versSnmen 
mochten. 

Daß  ich  inAiisbacb  bei  drei  Wochen  verweilte,  geschah  deshalb,  weil 
sich  alle  erwachsenen  Ftlnttnn  und  der  Kiirf.  D^  zu  Brandenhuri;  Sßhno  dort 
befanden  and  mich  Ilani  Sigmund  aufforderte,  die  Aukunft  des  KurfUrstcD 
abzuwarten.  Aber  dieser  enchicn  damals  nicht,  fondern  erst  drei  Wochen 
nach  meiner  Abreite.  Um  nicht«  «u  TeysXnmen,  habe  ich  mit  dem  mark- 
p-ÜHichen  Rate,  dessen  President  Wilhelm  Graf  vnn  Manafeld  f>^vrejien,  und 
mit  dera  Knniler  Dr,  Stattmann  nach  DbeiTelohung  der  Kredenm  vcrh.indalt. 
Man  hat  mich  willig  vernommen  und  vcrnptochen,  die  Sache  bei  der  Kurf. 
D*  and  den  anderen  anwesenden  Mafk^rafen  su  fSrderai  sie  haben  jetit  eins 
genauere  Keantnis  und  so  wurde  im  Bäte  vermeid«!:  .Stoyermark, 
KXrnteD  und  Crain  sollten  sich  uimmcrmehr  von  der  bUrger- 
schafft  and  dan  st«ndAn  [^«trennt  haben,  «o  hotte  vil  ungelegen- 
beit  inü(fen  vrrhupt«t  werden.'  Dan«  hatte  ich  Andiene  bei  den  Mark- 
^afen  nnd  bei  Hana  dig-uiuiid,  dem  AltcBton  jetKt  SüjAhrifi^eii  Sehne  dea 
Kurflireten,  der  sich  erbot,  guter  Mittler  bei  dem  KurfUrsteu  zu  sein.  Lia 
sie  insgesamt  vernommen,  ,dasB  man  sich  an  melir  orten  disa  cbristlicbe 
werk  SU  hindern  undentauden,  haben  lie  (geantwortet,  das  nttre  allein  xur 
trennmig  der  christl.  religionigenouen  nng«*i-b<^n;  wir  inOgen  nur  forlftthren 
Qnd  nuMre  snehe  j^ntt  hefiOilen*. 

Hans  Hlf^und  vermeldete,  sein  Erbieten  sei  das  eines  aufrichtigen 
Lutherischen  Fdruten,  wie  man  das  noch  im  Werke  spüren  werde.  Ich 
dankte  im  Namen  dnr  ätfinde.  Uott  werde  es  dem  Kurfürsten  lohnen  und 
«erde  dies  sum  (Jedcihen  seiner  Lande  und  Ffinlentflnier  gereichen.  Dar- 
aof  erhielt  ich  ran  I.  F.  ün.  t'Qrsdjiiften  an  die  K.  Snchs.  D*,  auch  nn  dem 
geliebte  Mutter,  die  .verwittihte'  KurftSmtin,  nnd  di-ro  Kurf.  ü'  sn  llrandcn- 
burg  .eh«- leibliche'  SchweMi-r,  ilf-ren  Abm-hrifton  mit  »igno  V,  D  hiehei  ein- 
gelegt,  und    weil    I.  F.  <j    in  Frivatgeschfltteu   nach  Neubnrg  xu   dem   Pfala- 


820 


grafvD  g«^«n^n,   htben  t!«  lieh   crbottn,  rair  dort  «a«D  fpiteo  Zaftng  *u 

Alle  äitme  8«efaeii  will  ich  deiWAgen  »uafahrilehnr  «nfzetchnra,  w«il 
«o  der  Sebilderuiifr  des  Charaklr!»  der  (0  eifri|^D  Kdntcn  vi«l  g«lffea  niid 
dicBsr  POnt  soiaentpit  in  der  Kur  nioiifoij^t.  Er  ist  vor  Kllem  otfriff,  ein 
Gegner  der  Calviiiiiten,  »oiut  treu,  fromm  und  den  fiUloden  geneti^  So 
aocli  die  aiidereu  Maik^ufcu.  wie  der  poKtuliert«  Bischof  von  Straßburg 
Marl(([r«f  Hans  Georg  usw.  Dtrr  Bincbof  ron  Straßburg  vermcldoto.  er  habe 
navor  ench,  weil  er  diese  Jxhr  ia  Ungarn  und  Otlcrrcich  f;oweHQ.  oio« 
eiefniicbe  Information  in  diesen  Oingen  tiud  groGea  Mitieideu  mit 
Sietermark  Kebnbt,  die  Stünde  bSIleu  sieh  ran  Aar  Rfirg»rKbaft  nicht 
trennen  ianen  sollen;  die  Füratrn  Aollteo  etwas  mehr  fUr  ihre  Ülanbens- 
geooBMD  tun.  Der  Eifer  in  der  Keügion  sei  leider  ^fallen,  wie  man  mit 
Btraßbunt  erfabroii.  Ich  «prfich  dann  mit  etlichen  fUratlicben  Uoaandten, 
denen  von  Wtlrtteutberp  und  Noiibnri;,  die  ich  um  UQterstQlxung:  bat.  leb 
eraucht«  vor  meinem  Verreisen  noch  den  Markgrafen  Hau*  Sigmnud,  bei  der 
groUan  l-flrslenXDsamiinenkunft,  beim  Kondakte  dea  Teritotbenen  Markgrafen, 
der  Dsterreiehi^chen  Stünde  ru  (gedenken.  Kr  gab  mir  ^ute  Vertrnatangen. 
Von  den  Ton  mir  gleichfalla  enuohlen  fremden  KAteu  bat  sieb  Dr.  Streit- 
berger  gutwillig  erboten.  All  daa  xa  dem  Zwecke,  damit,  wenn  ee  an  einer 
Qwamtinleneni'jn  kommt,  die  Fflistvii  »ich  leichter  ont«cbließcn  kOnnoD. 
Zam  Schluue  habe  ich  den  vier  Markgrafen  da«  an  die  verstorbene  D*  ge- 
richtet« Kri^dcuuch reiben  überantwortet  und  ;«in  3(i_  Mai  unter  Danluagiirtgeii 
fUr  die  venpTDchene  Untemtfllxung  meinen  Abschied  genommen.  Der  Auf- 
enthalt Kit  Ansbach  wird  annarh  nicht  vergebena  geweaen  m>b. 

Dann  nahm  ii^h  mr-ioen  Weg  durch  Kranken,  TbQrtngent  Saebaen  and 
Meißen  nnd  kam  am  19.  Juni  in  Dresden  au.  llnierw^a  kani  ioh  am  6. 
nach  Weimar;  weil  ich  Herxog  Jobann  uiclit  angetroffen,  xog  ich  acht  Heilen 
weiter  nach  Alteubnrg.  Vordem  verhandt^lte  ich  in  Jena  mit  Dr.  MUlluer, 
der  aieh  nnaer  Voriiaben  trefTIleli  gefallen  ISßt,  ai<:h  wundert,  daß  man  in 
der  Sache  >o  lang  gefeiert,  ond  besonder«  da»  bei  aller  Not  merkwürdige 
Stillschweigen  in  Steiermark,  KXrnCen  und  Kraln  bemerkt.  Br 
wolle  gern  da«  8i-in!ge  tun  iind  gab  mir  .fllrd^nicliiirteu'  an  den  KurfUrsten 
von  8aclisi-n,  «einu  Mutter,  Heniog  Juliaiin  und  namentlich  an  den  Uof- 
jiredlger  I'oljrkarp.  der  jetxt  den  grSßten  Kinftuß  bat. 

Am  tu.  bin  ich  nach  Allenburg  gekommen  and  erlangt«  am  nächsten 
Tage  Audieo«,  .ist  ein  überaus  bnüicher  und  diemdttiger  fiimt  und  haben 
mir  I  F.  D'  der  atSnde  wegen  vill  gonadt  und  ehr  bewiaen,  wie  ich  denn  .  .  . 
in  der  f.  aehloea  loaleren  mdaaen.  .  .  .*  Mit  guten  Vertr{l.itnngen  hin  ich  ab- 
geaohleden.  Schilderaog  dea  Hofpredigera  dieeee  llenogs;  er  iat  ein  feiner 
poUlietu.  In  der  Konversation  oigab  aich,  dafi  nan  hier  Über  uuaere  Sachen 
Qbel  berichtet  war.  Man  meinte,  dergleichen  scfalLdliche  Beformalion  Mi  in 
des  Kaiseri  Landen  nicht  m  befahren,  naD)entIi<.'h  im  Hinblick«  aaf  die 
reicbeo  ihm  gemachten  Bewilligungen. 

In  Altenbnrg  traf  ich  den  FOniten  Christian  au  Anhalt,  der  eben  von 
Prag  eingetroffen.  Er  sagt,  dteae  ganae  Werbung  sei  in  Prag  verraten,  otas 
halte  sie  fUr  eine  Uebellioo,  kaiaerliotin  BÜte  halten  Diskurse  ab  Er  wolle 
der   tiaelie    weiter    Dacbforacheu.     Ich    dankte    (lir    dieae    Uittuilaugeoi   am 


■ 


folg«nd«B  Ttf«  ml^«  «r,  di»  Pfkit  wcrda  b«IWdl^  miib,  JaB  man  rie  fn  Aao 
magtüo  prlt«ri«r«;  du  nflun  min  ramcdieKu.  Der  Pfalsgraf  wQrde  ^ewlS 
das  Seinig«  ttin.  Icli  «nUrbaldi^te  miclt  mit  dnr  Eile,  Bm^m  Ht  .die  ntedsr^ 
Uodiaeh  Religion*  b«i  den  meinten  niebr  Ti-rhaßt  ab  di«  A.  C.  Wenn  M 
tu  etDor  0«»amtiiiter«eMion  kirne,  wurd«  »ich  die  FfaU  wohl  nicht  aoft- 
tchl>«0«s.  Ich  >*ft»  dem  FOntcn:  Weil  die  Pfala  reformier«,  haben  die 
IwtboIiftcheD  Farat«&  «ioeo  Grand,  m  auch  zn  ton.  Aber,  tagte  der  Fürst, 
M  ist  nicht  «o.  Pfalz  Uide  an  Orten,  wo  er  ea  hindern  kannte,  die  ItatholiBcbe 
BcligioD  nnd  eb«D«o  die  A.  C.  .Oiter  fUrat  iat  cioes  hohen  renCandea,  ao 
fil  g«lr«eB  und  erfahren,  ain  feinvj-  (MÜticiu  und  darwi  dlemütti^  oud 
bOSich,  der  lich  •einer  bvrDembten  gaben  nit  überhebt,  tind  da  ea  ohne  die 
religloa  wtre.  der  vilen  andern  fUnten  fUreniiebea.'     .  . 

Den  16.  bin  ieh  in  Waldheim  bei  der  rerwitweten  KiirfOnain  too 
Sadiaan  anfehommeo.  Da  «e  krank  war,  wurde  ich  an  die  Kät«  gewie-ien, 
die  eral  we|ren  eines  Mißverstiludnit»«  in  der  Kanielei  (in  Wien)  —  es  fehlte 
die  Beglanbigung  an  sin  —  etwas  vemchnupft  waren,  dann  aich  aber  allea 
Qtiten  erboten.  Sie  rUhmnn  den  Eifer  der  Kurt  D';  im  Oespricbe  wurde 
erwähnt,  dall  »olche  luterHcsioneu  nichts  UugenObnUchea  aeien,  und  worden 
Beiapiele  hiefCir  gebracht 

Zo  Dresden  bi&  ich  vom  19.  Juni  bia  16.  Juli  aiifgch.ilten  worden. 
Die  Rita  waren  nicht  xa  .importnnicren'.  Outer  Empfang  bei  Ür.  Polvkarp 
and  etlichen  Ritten.  Am  ii.  Jnni  geheime  Audiena  beini  Kurfünten  In 
Qegcnwart  dreier  KKte.  Übi^rreichung  der  VollniaL-bt^chreihen.  Freandlicbe 
Entgeg«niialime  Am  folgenden  Tage  KonfereriE  mit  Einsiede!  and  Polykarp. 
An  einer  Interxcaiion  werde  es  nicht  fehteii.  Am  27.  t>iu  ich  in  die  Kanzlei 
vor  die  Bite  aiüert  wurden.  Schilderung  der  Verbandlangen.  Außerordent- 
liche Frenndlichkett  de*  KurfUrsten.  Eifer  des  Kurfürsten  in  der  Sache. 
SehildernDg  seiner  PersOolicbkeit,  die  sehr  ifi-rühiiit  wird,  wiewohl  sie  von 
anderer  Seite  wohl  aus  Neid  und  MiOguiutt  Tadel  findet.  Müge  (iott  ihn 
erhalten.  Irh  bin  nicht  wie  ein  Gant,  sutidirrn  wie  ein  Freund  gehalten 
worden.  Am  4.  Juli  xjvcite  Konfereua  in  der  KAHalei.  Verhandlungen  übft 
die  Intenession,  Einige  Rite  meinen,  ich  solle  nach  Hnns«  sieben.  Der 
Kaiaer  babe,  wie  Karsacbaen  und  Knrbrandcßbnrg  memen,  kein  Wissen  von 
der  Verfolgunif.  Ich  berufe  mich  auf  mciito  Instruktion,  un<l  brinf^e  einige 
nene  FXlIe  von  kirclitichem  DrncliR  in  Nietle [Österreich  sur  ä|iracb«.  Auch 
haben  Brandenburg,  Ffftiz-Neuburg  und  WClrttetnbert;  van  meiner  Sendung 
WlflM»,  icb  selbst  machte  V'erdäcihtij^uugen  auageaetzt  sein,  tiesprichsweis« 
•rfalire  ich,  dafl  Kiaraachsen  meint,  der  Kaiser  würde  iliiu  ani^aicltU  seiner 
Haltung  nichts  abacblagea. 

Am  13,  JuIL  Dabdi  ich  Abschied,  dankte  namens  der  Stünde  fllr  den 
hier  gefundenen  Elfer,  erhielt  neue  ^Siixiclierungeii  und  empfing  pefsUnlichc 
Aufaeichnongeu  und  wiirdi!  aiifgiifurdert,  von  Hauae  Über  das  meiste  an 
schreiben.  Die  SHclin  beruht  nun  auf  dem,  daß  Saohaeu  das  Direktoritioi 
hat  und  sich  au  den  Kat*er  und  Erzherzog  Matthias  wendet.  Nach  der 
EnpEangnabnie  von  UekoiiLmandattoaicbreibea  an  die  Uoniogia  von  Braun- 
schweig  sog  ich  weiter  und  kam  am  21.  Juli  in  Berlin  an.  Audienz  am  37. 
Überreichung  der  Kredenzsi-b reiben.  Bitte  um  Intorzr-sjiion.  Am  30,  Ver- 
handlung mit  zwei  RHten  we^en  der  Audienz.  Am  AI.  Enipfanj^  durcL  den 
y»ai*>.   U.Abi.  Bd.  LX.  ai 


323 


Kurfilr7t«D.  $ehild«rTiif  aciner  PenOolichVeiL  Am  4.  Au^iut  Koofttreas  mit 
den  RImh:  Maa  wnll«  «rwsrt«a.  wu  Kanschiea  veriolkue.  nad  ««  ma 
nirlita  fehlen  UxtfR.  Am  5.  Aogiut  I>uiku|j[DD|E  nnd  \>rib*cbi«diiDg.  I3ft 
KurfDnt  habe  tnQndlioh  gnMgt,  er  walle  dat  S«inig«  tao,  wir  mIIcu  ([etratt 
fortfalircD.  .  . . 

Jüu  6.  Augtut  Abfabrt  uarti  WcilfpobOtlpl.  Anknoft  am  13.  Da  ieb 
lleizo^  JdUub  nickt  trai^  zog  ich  ueun  Meilea  weiter  nacb  Erielisberg  in  ein 
Ja^haoa.  Dort  kam  ich  am  IG.  an  Dud  verweilt«  bis  xnm  23.  Etupluif 
Aanh  Dr.  Kooig  ,ak  GMandtcr  Uatiftiae*,  wai  ich  ablehnte,  ich  wi  OeaaudlM* 
der  StSnd«.  Aadienx  am  17.  Gut«  Venrdstun(r«n.  Dort  traf  ich  den  en^- 
lUchcn  Gc«andt<!D  b«im  Kaiser,  einen  vnrUfifriiclien  erfahrenen  Mann,  der 
d«ul»ch  spricht  wia  Mtine  Multsrapracbn  und  der  auch  mit  der  Ht«i- 
riachen  Reformation  im  allg«uiviueu  und  heivndcren  bekannt 
itL  El  uebne  den  Oeaaudiea  nuuder,  dall  nicht  auch  luucrffalerreieb 
um  eine  Intcncaiion  aoaocbe.  Er  werde  ihrer  beim  Kaiier  gedenken.  Ich 
tagt«,  noch  lind  wir  oichl  in  den  («rtninir  wie  in  Steiermark, 
dankt«  aber  für  die  gemachte  Zuia^^e.  Charakterialik  dea  BraaD*chwei|rerc. 
Am    19.  Verbmidloiig  mit  Ür.  Köuig.    Gute  Vertröstungen.    Am  SS.  Abschied. 

Am  80.  Auguat  Ankunft  iu  Heidelberg.  Obwohl  der  KuriQrst  nicht  an- 
wesend war,  erfabr  ich  allen  gutea  Wille».  Von  hier  uauh  Ststtgart  zum 
Bftrmog  von  Württemberg.  Aukanft  am  3.  September.  Auf  dem  We^«  durdi 
Ueaaan,  Wetlerau  nnd  Pfalz  ttierke  ich,  daß  der  Calvinisaius  stark  einreißt, 
•o  lind  auch  in  Frankfurt  und  iu  der  Weiterau  die  meisten  Groben  calviniscb. 
Knrmaina  reformiere  .der  stoivriiiürkiHehcn  reformation  nil  gans  ungleich, 
hat  pfarrherm  ond  schulmaister  abgeaetet  nnd  wer  nit  catholiseh  sein  wi)l, 
mnai  fort*.  .  .  .  ,/ii  timili  Wirtcbarg,  tringot  burger  und  Uaacro,  daas  sie  ihre 
kloder  nit  dSrffen  aoMer  landt  sthicken  in  die  schwell.  .  .  .  Waliches  ich 
aur  nachricbtung  hie  andeuten  wOUen,  daraus  atlichertnaasen  abxeuembea, 
dsH  villeicht  aller  catb.  fursten  acbiltisssc^  (notanduni),  ain  allgemaino  rvfor- 
matton  in  ihren  landen  fQmiDemben.' 

In  Stuttgart  habe  ich  den  nem>g  nicht  angetroffen.  Am  3.  Oktober 
Überreiehnng  der  Kredenz  an  die  Rät«,  die  in  Abwesenheit  des  Herroga  die 
Hache  erledigen.  Am  Ib.  Ankunft  in  Ansbauli.  Empfang  durch  den  jetaigan 
Fürsten  am  ib.  Gute  Zusieheruugeu.  Am  4.  Oktober  Ankunft  in  Nouburg  an 
der  Uunau,  folgenden  Tag  Audivna  bei  dem  Pfalsgrafen  Philipp  Ludwig. 
OroDos  Lob  de«  Pfalzgrafea.    Abteliied  am  |i>.  Oktober. 

Zam  ScbtiUH  will  ich  die  imjiedin\aUA  schildern,  die  ich  auf  der 
R*Im  gefunden:  Vni  dem  Absuge  ans  der  ätadt  hat  der  Ktatthaller  schon 
gewußt,  waa  wir  herabK^hlagt.  and  hat  mich  warnen  laaaen,  %a  tat  es  in  Line 
aneh  der  President  Herr  Prelner.  Herr  Maos  Christoph  von  Paechhaimb 
bat  alles  aoBge plaudert.  In  Linz  hat  man  mich  xu  lange  aufgehalten.  Daß 
ioh  in  Regviubnrg  unnngemeldet  durchgezogen,  nimmt  man  mir,  sagt  Erz- 
berxog  Matthias,  in  Prag  übel.  Auch  mein  Bruder  Georg  Andre  warnt  mich 
vor  Scbadm.  niltle  ich  mich  in  Regensbnrg  nar  etwas  Iftngcr  anfgehaliea, 
wftre  meine  Weiterreitp  inhibiert  worden.  Christoph  von  Wallenfeb,  Ana- 
bacher Bat,  der  daa  Beichaweaen  kennt,  hat  mir  ein  bewegliches  Scbr«iben 
geachickt,  mich  von  der  Kelse  abwendig  zu  machen.  So  aucli  Dr.  Streil- 
maun,    branden bnrgiMhcr  Bat.     Auch    von   liaus    bin   ich  gewarnt   wurdea. 


323 

I.  H*  halt«  di«  Bache  (Ur  «ine  Konapiration.  Daau  komaien  die  Drobaagea 
aller  J*apBtiscben'.  P^rcnnlich«  Heinmiii)»<>i:  Dor  Tod  d«r  swei  TOcbter  tlof- 
kircliens.  Er  hat  trotz  allem  den  Uot  nicht  Terl^rftn.  IlofTniing  auf  di« 
Hiire  der  FQretco. 

(L'tid   diflwcil  e«   ancli   mit  Sleyr,  Kirnten  und  Crain  nahent  auf  daa 
eusafiritt  kbuinbao,  hat  man  aaiih  chixt  und  gewiaae  erlüsong  au  hofleo.' 


1536. 

August  Brunns  an  den  Abt  von  Arnddstein:  herichtet  tvegen 
des  ärgerlichen  Verhaliens  des  Pfarrers  zu  Ugabits  und  der  Ab- 
schaffung der  Lutherischen  in  Cancd.    Fontelm,  1603  Dezember  7. 

(Orlg^  Amo1datelii«r  Akt^n,  Radolfin.) 

.Inter  <xUra   »cripta    i'rtoen«  Aocc  verba,  nunqwam  cvmedi  cant€in  nwi  in 
feria  sexta.' 

1537. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  Ä.  C.  an  Hans  Adam  Schratt: 
Bofhirchen  habe  seine  Mission  beendet.  Es  sei  notwendig, 
von  der  ReUttion  ein  genaue  Wissen  tu  h^en.  Man  habe 
ihm  selbst  dies  mitgeteilt.  Damit  er  ainr  sicii  vor  keiner 
i'romulgalion  su  fürchten  brauche,  ersuche  man  Schratt  als 
Nad\bar  Uvfkirchens,  heiliegendes  Schreiben  au  ihn  einzuant- 
icorten  und  die  verlangte  Relatiott  eu  soUijritieren.     Gras^  1603 

Deiember  8. 

(KsDK.,  at.  L.-A.,  Chr.  K.} 

1538. 

Der  Verordnete»  der  A.  C  von  Steiermark  an  Wolf  Freiherrn  von 
üofkircheti:  haben  von  Rudolf  von  Teuffenbnch  gem  von  seiner 
giücMichen  V^errichtung  bei  den  Kur-  und  Fürsten  des  IL  R,  B. 
nametis  der  niederösterreichiachen  Stände  vernommen;  bitten  um 
Naehrieiit,  was  er  von  jedem  für  gute  Vertrösiu-ngen  erhalten,  damit 
sie  es  ihrer  eigene}*  Ritterschaft  mitteilen  konnten:  i»  diesem 
Sinne  haben  sie  sich  an  die  jiiederöster reichischen  Verordneten 
gewendet,  damit  sie  in  den  Besitx  seiner  ,VerriclUungsrelation' 
gelangen.  Der  Geheimhaltung  ntöge  er  versichert  sein.  Ernreich 
voll  Saurau  habe  seinn  Sache  eingesendet.  Gras,  160^  Dezember  6. 

(KoDt^  fit.  L.*A.,  Chi.  B.) 

21* 


124 


1639. 

Die  ReligionsreformaiionsJcommission  an  Georg  Herrn  von  Stuhen- 
barg:  Da  sich  Bürgte  und  Imvohnrr  von  Kapfenherg  bei  dem 
mit  ihnen  vorgeiiommmen  Kxamm  nickt  besiimmt  saiuiH,  ka- 
tliolisch  gu  werden,  teils  sich  davongemacht  haben,  die  F.  ff 
nicht  gesonnen  ist,  dieses  zu  dulden,  sourf^»  die  Ungehorsamen 
verurteilt,  in  acht  Tagen  bei  sonstigem  Verluste  von  Hab  und  Out 
das  Ijünd  £U  räumen  und  den  10.  Pfennig  eit  zahlen,  so  ergeht 
an  ihn  der  Befehl,  solcher  Verordnung  Folge  su  tun,  damit  den 
betreffenden  Bürgern  die  Güter  gesperrt  und  von  diesen  ein  In- 
ventar angelegt  -werde.    Kapfenberg,  1603  Dezember  9. 

(Orig.,  8l.  L-A.,  Stubttaberg'AktBu,  Orgtanhtm.) 

I>it>  KnmmiMioEi  war  filr  den  8.  Df»eiiil>«r  Aiigrtnpldet.  Ein  bei- 
liegendes Verieichnii  sShlt  crstcas  die  nehn  Un^bomanKtfi  aus  der  Uanern- 
■chtft  auf,  dann  jene,  die  xum  Examen  encliiennn,  e»  sind  17,  dann  jene, 
die  abüfthen,  II  an  der  Zatil,  «oilllcli  die  Abweaenden  (12).  AU  Belef.  wie 
man  dem  10.  Pfennig«  lu  »ntg^lion  «uchle,  mnge  ilas  PowUcriptwu  ani^Bfilhrt 
werden;  .Wir  werden  glaubwllrdig  berichtet,  wie  daM  CiBptr  Oberwe|;«r, 
kramer  alda,  a1a  der  utigrlmr^a miste,  leino  wahren  ainnm  anf  Paasall  su  vtr- 
kaiilTen,  wclticbcr  allieraiili  viTbandpn  und  dicaelben  wec^ileren  mochte.  Dar- 
durch  1.  F.  D*  gebSer  itiid  leheiid  pfening  nit  (nc)  i^ntHlert  wurde.  Dem« 
aber  tUrsukoinen,  Ut  im  nainca  liOchitgedacbter  1.  F.  O*  .  .  .  unaor  begnrn, 
E.  Q.  wellen  aojelEO  slraggi  und  nucb  lieut  die  sperr  fürxunemeD,  ala>» 
auch  Michaeleu  W<-yzer,  ledrer,  der  .in  gestern  den  g«bortani  zu  laisteo  aue- 
Ife^agt  und  angelobt,  heut  aber  wider  protzig'erweta  rerocirt,  in  ntnili  der 
Lacia  lleittermeyeriu  wohimng  au»  Wweijlicben  Ursachen  gleichfalls  an 
■perren  verordnen.^  Am  10.  Dn^ümber  richieu  da«  Koinmiullre  eine  awelta 
Zaschrift  an  tieorg  von  Stubenberg,  der  iiiueti  gi^autwortet  hatte,  die  Bürger 
wollen  sich  de«  10,  Pfennigs  wegen  vergleiaben  und  ihr«  gemeinen  InTenUra 
eiugebcn.  Damit  acien  sie  elu verstanden.  Was  den  10.  Pfennig  betrifft, 
kQonen  die  KommitsSre  in  nichts  oach^teben  und  beg«hren  die  Inventare 
ihr«*  Besitzes  binnen  acht  Ta^en  (Orij.,  ebenda). 


1540. 

Die  Verordneten  an  Ferdinand  II. :  Da  der  Landtag  bereits  per  gene- 
ralia  publigiert  worden,  suchen  sie  luitnens  der  gamen  RUierschaß 
der  drei  Lande  um  Nachricht  an,  ob  er  sich  nicht  allein  in  den 
politischen  Punkten,  sondern  auch  betreffs  der  Geu'issenssachen 
resolmn-t  hüte.    Grae,  ItiOH  Denember  10. 

(Kona.,  8L  L.>A.,  QÜu.  B.) 


325 


1541. 


Ferdinavd  II.  an  die  Verordneten  twi  Steiermark:  Auf  ihre  heute 
ühergcbene  Schrift  geige  er  an:  Die  TubUgiernng  des  Landtages 
sei  dem  Landesvitedom  anhefohley\.  Er  werde  die  Ausschreihungs- 
generalien  ihnen  verkünden.  H"«?ffn  der  politisdien  Beschwerde- 
ariikd  sei  das  Nöiige  bereits  veranlaßt.  Die  Beratschlagung  über 
die  Heligionsbeschwerdcn  sei  im  Wer?'  ■  "nd  ,gedenke  I.  F.  lY  die 
antwort  nit  tu  vertceiien'.  (Gn  1603  Detember  13. 
(Griff.,  St.L.-A,  Chr.  B.) 

lft4-2. 

Wdfgang  von  Hofkirchen  an  die  Verordneten  A.  C.  von  Steier- 
mark: Dank  für  ihr  Schreiben.  Bedauern,  daß  sie  nicht  längst 
auch  ,solehes'  vorgenommen.  Seine  lielation  sei  schlieJd  und  ein- 
fach. Der  Orntor  ist  reich{?)  und  die  Kunst  gar  klein:  sed  res 
magis  quam  verba  spectanda.  Er  halte  das  Werk  treuherzig.  Zu 
dem  Punkte,  betreffend  die  Herren  des  Landes  ob  der  Enns,  ge- 
hören noch  die  Einschlüsse,  die  sie  kvU  auch  künftig  erhalten 
werden.  Wird  not  sein,  daß  aUcs  in  ^höchster  Geheim'  ge- 
halten Kerdc.  Mit  Saurau  habe  er  vertrauiiche  Besprechungen 
gehabt,  der  ist  in  allem  instruiert.  Mehr  läßt  sich  über  Land 
nicht  schreiben;  ist  unsicher  und  Gefahr  dabei.  Ershersog  Fer- 
dinand ist  mit  mir,  tvie  ich  vernehme,  ,übd  zufrieden* ,  wie  denn 
gar  vor  diesem  eine  Inquisition  auf  mich  sollte  angestellt  sein 
worden,  nur  daß  ich  ,8cAit-arf  nit  weiss  und  econtra'  heißen 
icollen  und  weil  ich  die  utneitige  Reformation  ,nit  billigen 
können'.  ,Ich  hah'  allhereits  viel  anstoss'  hier  nach  meiner  An- 
kunß  gehabt  U7id  ,hat  noch  kein  aufhören':  At  tu  ne  cede  iiialie, 
sed  contra  aadentior  ito.  Si  Dens  est  pro  nobis,  qais  contra 
no«?  Wäre  niitzlich.  daß  zwischen  uns  eine  v&rtrauliche  Kon- 
versation allhier  im  Lande  enttpeder  in  Schratts  Haus  oder  in 
der  Neustadt  a7igestelH  würde,  dahin  aus  Steiermark  zwei  oder 
drei  vertraute  Männer  kommen  könnten.  Das  sollte  der  Mühe 
lohien.  Er  selbst  werde  erscheinen.  Wien,  KiÜH  Dezember  20. 
(Orig.,  St.  L.-A-,  C'iir.  B.J 

1643. 

Hans  Adam  Schratt  an  die  Verordneten  von  Steiermark:  sendet 
die  Relation   des  Herrn    von  Hofktrchen.     Vide   österreicfiische 


326 


Herren   haben   ihn   atigeianrjf,   ikneti  die  jüngst  der  F.  D*  üher- 
reichfe  Schriß  mUeut/til/m.    Wenn  ditis  ohne  Bttdfmke»  sein  kann, 
nüige  man   ihm  eine  Abschrift  zusenden.     Kindberg,   1603  De- 
zember 26. 

(Ori;.,  at.  L.-A.,  Chr.  R.) 

1644. 

Die  steirischen  Herren  und  LanMeute  an  die  Ergfiereogin  Maria: 
Die  Affektioti,  so  sie  stets  gegen  die  F.  ly  getragen,  hetcegte  «i>, 
um  eine  Audieng  gu,  bitten.  Da  diese  bewüUgt  wurde,  danken 
sie  hiefür  und  bitten,  ihr  Anbringen  gnädig  anzuhören.  Da 
I.  F.  D*  bewußt  ist,  in  icdch  sehlimmmn  Zustande  sich  die  Herren 
und  Lnndiente  A.  C.  wegen  der  Abschaffung  ihres  ExersitiittHS  be- 
finden und  daß  sie  tmtz  aller  Bitten  bei  dem  Landesfürsten  keine 
Milderung  des  gegen  tie  geübten  Verfahrens  erzielefi  konnten, 
Herren  und  Landlcute  infolgedessen  genötigt  warttt,  ihr  cxcr- 
citium  außer  Land  eu  s\tchen,  wenn  sie  dies  aiw  tun,  empfind- 
liche Geldstrafen  erleiden  und  somit  schver  geschädigt  uerden, 
so  bitten  sie  I.  F.  Zf,  sich  hei  üirem  Herrn  Snkne,  hei  dem  sie 
jetet  um  Linderung  dieses  Zustatides  einJiommen  und  hei  icelchem 
sie  das  meiste  vermöge,  für  sie  zu  verweTidett,  damit  die  hohe 
Bedrängnis,  in  der  sie  sich  btfiuden,  aufgehoben  werde  und  die 
Herren  x»id  Landleute  mit  fröhlichem  Herscn  und  Gewissen  in 
ihrem  Vaierlande  bleiben  ujid  iJiren  Erhherrn  gi:gen  den  Erb' 
feind  verteidigen  können.  Gott  werde  ihr  ihren  Dienst  lohnen,  er, 
der  auch  einen  kalten  T7'unk  Wassers  nicht  unheluhnt  laßt.  O.  D. 

(Kop..  St.  L.-A..  Obr.  B.) 

In  mArgfntt:  ,Wu  ieh  fto«r-f^  in  namcn  d«r  cTtn^iichcn  Undleat  hoi 
L  P.  D*  erbiberw>gin  Maria  anj^liranht,  160S.* 


1545. 
Kirchen-  und  SchuUiusgahen  voti  1.  Juni  1003  bis  kt£tei%  Mai  1604. 

(8t.  L.-A.,  Chr.  R.  ail  1603.) 

Der  BeUag,  der  xar  Vcrrecbnnng  kommt,  b«tril||:1  8166  fl-  S-i  ^,  iin<t 
wird  Terwoudot  ftlr  Aia  UntenttltBnnp  Ton  Ätumnen,  fUr  die  Ir  Ungarn 
beim  Uccre  rerwendot«!)  Qeisltiphen,  tHi  Sahne  der  in  Di«nsti>ti  der  Land- 
Kbafl  Geiiniid»n«n  und  der«»  Witwon  nsw. 


327 


1546. 

Beratung  äfir  steirisrhe»  Herren  und  Laufllr-uir  A.  C.  in  negotio 
retigioni!>,  betreffend  die  AhscndufU/  einer  Legation  an  den  Kur- 
fürsten  von  Sachsen   und  den  Pfalegrafen  voti  Neuburg.     1604 

Januar  22. 

(Prot.,  8t.  L  -A.,  Ohr.  B.) 

Zur  BefxtuDg  Heben  neun  Punkte:  \.  Von  wem  di«  Instruktiun  ans* 
^•ehc  qimI  wie  aia  >ich  nenn«n  werden,  ob:  ein  An^nohiiß  oder  alle  Herren 
und  Landleale.  S.  Ob  die  Inslrtiktioii  von  allen  drei  Landen  auHC^hen  oder 
jrdcs  eine  i;ebcn  wird,  "A.  Ob  aio  all'^ln  mif  di«  Pfftli  oif«?r  Auch  auf  f^ürhuen 
f^MtclIt  wt.  \.  Warum  Württenibcrg  jirKtnricrt  wird,  wohin  Pfala-Nnubiirp 
rlt.  &.  Wal  fflr  Umach.  tUB  diu  Ffal»  luUndlicL,  Sachsrn  ab«r  «chriftJich 
ersucbt  wird.  6.  Worauf  di«  Ilauptpelttiuu  b«rabeii  toll  und  wa«  hui  der 
Pfalz  ausubringen  UU  7.  Ob  diese  FUraton  nicht  za  frtgeii  seiea,  ww 
ZQ  loa,  oll  man  die  voriga  Schrift  bei  I.  P.  M'  atfcioren  loll;  item,  wenn 
neue  Beschwerden  vorkoinmen ,  wie  die  sn  bvbanfloln  Enien  8.  Oh  auch 
die  RSto  der  Filrtlen  xu  erauehen;  die  Vpr<«hrnn(r  nicht  «u  verfpJBSon.  0.  Die 
alte  KnrfÜTfitin  «urh  ;:ii  rrRuchcn,  ilrm  Avf  Pf.ilzgrafrn  Slteflor  Sobn. 

LniiJ(4i>bait[>liiiaiin:  Die  luttruktLou  darf  von  ItRtiteiii  Auwchuue  xub- 
gTbeu,  dcuu  es  iil  keiner  und  bat  kciuu  Gewalt. 

Ludwi|;  von  DictriL-bsteiD:  Die  Instruktion  loll  ron  dvnen  von  Stcier 
aurgvben,  item  p<r  divvrtwm  von  EHrnten  und  Kr«in,  <larf  nicht  su  aoafilbr- 
lich  «ein  und.  weil  mao  bisher  de»  PfalsprAfen  Rat  ^folgt,  ist  er  zu  frai^eo. 
ob  nach  Sachiieii  zu  schicken  aei. 

W.  W,  Tön  Herbflraiftin:  Die  Initroktion  aei  von  allen  LniidUutPu, 
so  hier  aind,  xn  ferti^ea. 

Herr  Obrist  von  Ilerheratein :  Falls  die  Pfaia  rüt^  äachaen  mündliob 
an  enBcben„  ist  lu  folgen;  die  Instruktioo  ist  kurz  lu  itullen,  weil  nur 
eine  Petition  darinnen  iat;  auch  bat  man  »ich  xu  rorglelcben,  wer  «i« 
r«rtig«n  üoll. 

Riidntf  von  TenfTenbach :  Die  Tnatmktton  mnS  eine  Atufllhrung  habnn 
Sonat  wie  Dietrichatein. 

Uana  Friedrich  von  Uerberstein  iat  des  Ohriaten  Meinung. 

Uerc  QoUfried  von  Stadl:  Ln  völliger  Aaxahl  den  Uercen  und  Land* 
lealeo  sa  propouiercu.  daß  den  Vdiurdnptcii  und  aiidei<?n  Landt«ut*;n  Voll- 
maclit  gegeben  werde. 

Franz  von  Ra^iti  wi«  der  Landcabanplmaiin. 

Prannfalk:  An  Kiirsathsen  sei  xur  ErspHrunir  von  Zeit  die  Hache 
aehriftlich  gelangen  zu  lassen. 

Clir.  H.  von  SckäGFtenberg:  Herr  Gallor  »11  mit  einem  Kredens- 
achreiben  aicb  koutenticren,  die  acftiT  mitnehmen  und  die  5ai:keiL  mllndlich 
verrichten.     Dann  wird  die  Tnstruktion  unnUtig  sein. 

Aniupriifh  dei  H^rrn  PrUidenten:  Die  Stimmen  sind  nicht  einhelli);; 
haben  anf  nichla  geaoiiloasen. 


338 


1547. 


Aht  Emerich  von  Artioldstein  an  den  Patriarehen  von  AqtiUeja: 
bejseugt   seinen  Eifer   ad    aedlficandam    catholicam    religioneni. 

Amdilsteiti ,  1604  Januar  Z4. 

(Otig.,  Arnoldateiner  Akten,  Budol6n.  Klafcnfart.} 

Noch  «in  sireitu  BcliivtbeQ  von  demselben  Datum  \iegl  Tor.  Dort 
licet  man: 

L'nican  praetcrire  aoa  possum,  quod  aliqaa.  beneficia  p«r  practium  et 
synoiiiani  intcUat«  arcbidiacotiD,  qui  pouet  Bciacitari  d«  illomni  Itgitlma 
pncMntaUoae,  ac^oiruntur;  sicati  a  fidsdignis  intellfxl,  napcr  beneficlam 
rtatam  du^atonim  Ungaricönmi  p«r  practicam  emptiun  fniia«  praeaenta- 
tlönftmciD«  obtlniiUic  Eo  fit,  ut  archidiaconatua  coatemaatur  eiuMjae  «alo- 
ritaa  mlDnitar.  .  .  . 


1548. 

Die  der  A.  C.  0ugetane  liitierschafi  von  Steiermark,  Kärnten  und 
Krain  an  die  Kurfürsten  und  Fürsten  des  Reiches:  ,üntertänige 
Erstickung'  um  Jntersession  in  ihrer  im  ganeen  und  im  ein- 
tdnen  eritUtlten  und  durch  die  enl^rechetiden  Schriften  d^ku- 
mentierten  Rdigionsver folgung.    Grag^  1604  Jantuir  Ji8. 

(Kop,  St.  L.-A.,  Cbr.  E.) 

.  .  .  Summarifer  zu  er7^IIen,  tragen  E.  Churf.  Gn.  .  .  . 
wissen,  waasmaaaen  .  .  .  Ferdinand  .  .  .  noch  im  98'*"  iar  die 
.  ,  .  r.reformAtion  tind  dardurcli  ^emelter  drey  vor  disem  in 
höchstem  ßore  geschwebten  lande  .  .  .  gevolgte  deformation 
zweifelsohne  ans  nnrhneiger  leate  anstit^ong  ins  werk  gericht, 
in  dem  (1.)  F.  D*  alle  unsere  ...  In  stetten  nnd  markten  ge- 
habte reiigioTi&exereitia  tmd  wolbestelUe  schnellen  mit  ans- 
schafTen  unserer  kirchenlehrer,  Seelsorger  nnd  schnei IprAecep- 
toffn  niedergelegt,  nns^r  aigenthuembliohe  .  .  .  kirchen  mit 
pnlrer  zersprengt  nnd  in  haafTen  geworden,  die  gottesäcker 
.  .  .  zerstjiret,  die  ct.  bQecher,  aach  anverschont  der  hl.  bibel 
mit  Teuer  verbrennet,  unser  chrisUiche  glaubonsgenossen,  so  sich 
auf  der  reformationscommissarien  ungestiembs  begeren  zu  der 
römischen  religion  nicht  erclHren  wellen,  in  6  wochen,  theijs 
in  kürzerem  tcrmin,  ja  auch  etliche  bei  Sonnenschein  ans  I.  F.  D' 
stetten  und  landen  verschafft  und  sonst  auch  in  yoUtic.is  za 
Bonderer  schmollerung  der  lande  habenden  freihatten  allerlay 
.  .  .  con/iMi»ne4  and  zerrUttungen  der  allen  lUbl.  Undsgebreuch 


329 


vorgenommen.  .  .  .  Und  obwol  bei  .  .  .  F.  D*  wir  .  .  .  sowol 
sament  als  sonders  zum  offtermalen  $npplicandQ  ei  lamentantto 
.  .  .  einkommen,  .  .  .  wie  aus  ...  ^  zu  sehen,  so  haben  wir 
do^  •  ■  '  die  gerin^te  limitation  nit  erlangen  künnen,  sondern 
«14  «  I.  D*  haben  rermttg  ...  f.  haobtresolation,  mit  B,  sich 
anf  einen  solchen  wep  erclÄrt,  dessen  wir  uns  wenig  zu  er- 
freuen gehabt;  dahero  wir  .  .  .  widerum  einkoramen,  inmasscn 
E.  Ch.  Gn.  .  .  .  mit  C  .  .  .  Teruemen;  aber  damit  andei's  nichts 
erhalten^  als  dass  .  .  .  F.  D*  .  .  .  ernstliche  iscecutionet  .  .  . 
(ür  die  handt  genomen.  Dardurch  wir  dnn  verursacht  worden, 
dise  allzu  starke  und  unerträgliche  bescbwärungen  der  R.  K-  H' 
.  .  .  anzubringen,  wie  bei  Utera  D  zu  sehen.  Aber  es  war 
von  den  widerwertigen  das  spies  albcrait  dahingerichtet,  das 
.  .  .  unsere  zu  Prag  .  .  .  geweste  abgesandte,  ainiges  gehör,  vill 
weniger  die  hoch  dcsiderirte  erhOrnng  und  resolntion  erlangen 
kennen,  sondern  dieselb  schriift  den  .  .  .  geh.  rHthen  haben 
hinterlassen  und  von  Prag  unverrichter  Sachen  wider  abraisen 
mUessen. 

Damals  aber  hatten  wir  uns  noch  dessen  ...  zu  erfreuen, 
dass  wir  auf  unsem  .  .  .  herrschaften  und  schlossern  unsere 
.  .  .  Seelsorger  fUr  uns  and  die  unsern  haben  halten  dttrffeu, 
.  .  .  aber  auch  das  hat  ans  nit  wollen  verstattet  werden,  dann 
bald  hernach  seind  alle  unsere  .  .  .  prediger  bei  verlierung 
leibs  und  lebens  ans  allen  I.  F.  D'  landen  geschain  and  die, 
so  die  ht.  exercilien  mit  tauff,  communion  oder  in  andern  weg 
besuecht,  mit  lÜ  mark  golts,  inmassen  beiligunt  generalcnpi  mit 
E  ausweist,  unnacblässig  gestratft  nnd  dadurch  das  ganze  reli- 
gioDsexercitium  gleichsam  funditus  extirpirt  und  ans  dem  landt 
vertribcn  worden.  Obwol  wir  nun  damalen  wider  solch  ge- 
neral  bei  der  F.  D'  .  .  .  einkomen,  als  mit  F  hiebei,  eo  ist 
doch  ainiche  ringste  milderang  nicht  gevolgt,  sondern  wir 
haben  auch  dis  altes  mit  höchster  gedult  überwunden  und  uns 
eiua  zeit  lang  an  dem  eusseristen  benaegen  lassen  mUessen, 
dass  wir  das  exercitium  religionia  ausser  landte  auf  den  Un- 
gerischen  and  andern  frontim  haben  besuechen  mügen,  welches 
doch  auch  die  widerwertigen  nns  nicht  lang  vergönnen  wollen, 
sondern  haben  unsern.  gn.  sonst  von  natur  sanflmUetigcn  horrn 
dahin  bewegt,  das  er  beiligandes  general  sub  G  pnblicieren 
lassen,  darinnen  uns  auch  ausser  landts  dos  exei'citium  reli- 
gionis  zue   besuechen   bei  straff  fünfzehen  mark  golts  inhibirt, 


330 


wie  dan  etliche  herro  and  landleuth  noch  vor  pnblicierang 
dises  genorsl,  wegen  dass  sie  ire  kinder  aaßser  landts  durch 
ev.  predieanten  Imben  tanffen  lassen  umb  die  pücn  der  zechen 
laark  golts  crafft  vorigen  genenils,  in  welchem  doch  solches 
niclit  vflrbotton  war,  durch  den  f.  cammerprocnratom  oder 
äscAl  sein  ersnecht  und  für  die  hochl.  n.-ö.  regierntig  zu  Grittz 
ernstlich  cittert  worden.  Mit  was  ausfürlichon,  »Unlieben  nnd 
flecbenlichen  anbringen  aber  bei  der  F.  D*  liierUbcr  wir  geb. 
einkumen^  das  erweist  beiÜgnnde  absebriöft  «i//'  ^/ mit  mehrem. 
Darauf  uns  noch  bis  data  ainiche  andere  renolutlun,  al;^  mit  / 
hiebei,  nber  bescbcehnes  öffters  .  .  .  soütcitirn  nicht  ervolgt,  ja 
es  haben  auch  bei  der  R.  K.  M'  die  F.  D*  .  .  .  dis  erhalten, 
dass  .  .  .  R.  K.  M'  denjenigen  nngerischen  herm,  bei  welchen 
wir  .  .  .  unsere  .  .  .  prediger  .  .  .  erbollen,  durch  emsllich 
bevelch  und  starke  commtnationes,  wie  mit  K  so  secbeo,  die- 
selben zu  beurlauben  und  au-i  ihren  gebieten  zu  sohalfen,  .  .  . 
iiiandirt  und  auferlegt.  MUessen  aUo  Batubt  den  unserigen  .  .  . 
der  heilsamen  seclenspcias  .  .  .  ontrathcn  und  .  .  .  wie  die  un- 
vemiinffcigen  tbier  in  tag  hineinleben.  Es  seind  zwar  mehrere 
schrift'ten,  docii  vast  däses  inlialts,  biitc  ind-tt  gewcchseti  worden, 
inmasscn  swo  KUraeriscbc  mit  L  und  M  gelegt  werden,  weil 
wir  aber  beisorg  tragen  möchten,  E.  K.  Gn.  mit  disen  alzavil 
molcstirt  und  behölligt  baben  .  .  .  wüllen  zu  verscbonung  der- 
selben wirs  .  .  .  also  bei  diser  bcrbucn  lassen. 

Aus  diser  kurzen  summarischen  erzelang  und  beiliganden 
abschriäTtcD  werden  E.  Cb.  Gn.  unser  not  und  höchste  gwissens- 
beschwil rangen  überflüssig  ...  zu  vernemen  und  selbst  gn. 
BU  orthailen  haben,  ob  auch  ainichea  gebUrliches  luitl,  so  zu 
bewegung  eines  1.  f.  gemüets  hotte  fUrtrilglicb  sein  kennen, 
von  uns  sei  unterlassen  and  nicht  ins  xvcrk  gericht  worden. 
Es  ist  aber  laider  alles  .  .  .  bisbero  vergebens  gewest .  .  .  and 
.  .  .  dis  ainigc  miti  noch  übrig,  dass  wir  die  .  .  .  der  A.  C. 
snegetbaue  char-  und  ftlratcn  des  H.  K.  R.  .  .  .  umb  .  .  .  ratfa 
und  htllff  .  .  .  anruffen  und  bitten,  darzue  diser  er.  .  .  .  eyfer, 
sondern  auch  der  besorgend  entliehe  Untergang  solcher  dem 
erz  und  crbfcind  cbristl.  namens  vast  im  rächen  ligenden  lande, 
welcher  dann  aaf  den  durch  die  .  .  .  reformation  causirtcn  abol- 
standt  gewis  volgen  maes,  billigen  .  .  .  bewögen  solle.  .  .  . 

Demnach  .  .  .  haben  E.  Ch.  G-  wir  unser  not  .  .  .  flir- 
zaetragen  nicht  antertassen  kOnncn,  auterth.  bittend,  E.  Ch.  Qn. 


331 


wällen  .  .  .  die  sondere  licraUclinnpr  nher  sich  nemcn  and  neben 
andern  .  .  .  chnr-  nnd  forsten  nnser  .  .  .  A.  C.  bei  der  R.  K.  M' 
.  .  .  intercedirn,  damit  I.  R.  K.  M'  die  F.  D'  dahin  vermahne 
und  Termüge,  das  sy  ans  ...  in  nnserm  christlichen  gewissen 
nicht  bedränge,  sondern  das  exercitium  unserer  .  .  .  A.  C.  in 
iren  landen  widerumb  froy  und  öffentlich  zu  hal>en  vermöge 
nnd  es  zu  dem  statu,  wie  es  vor  disem  gewesen,  oder  doch 
einer  gebUrlichen  und  nns  and  den  unsern  leidentlichen  .  .  . 
limitÄtion  koram^en  lasse.  .  .  .  Qrfttz  den  2^.  Januarii  anno  1604. 

E.  Ch.  Gn. 

ondterthenigiste  gehorsaniiste 

N.  der  dreyer  lande  Steyer,  Kärnten 

QTid  Crain  ritterg<!hafTl  A.  C. 

zngethan. 

1549. 

Die  V^orfinden  Ä.  C.  in  StrUrmark  an  die  in  Kärnten:  fetlm 
vertraulich  mit,  tcas  cit  Beginn  des  jeisigm  Landtages  in  rcli- 
gionis  negotio  in  Jioher  Geheim'  geftanäelt  tcorden,  damit  solches 
nur  mit  den  Vornehmsten  des  Landes  beratschUjgt  tcerde^  ,da 
widrigenfalls  das  ganse  Werk  gesperrt  würde,  haben  sie  Ludwig 
von  Dietricltslcin  als  Angehörigen  beider  Länder  zugezogen':  er 
tcerde  referieren.  Sie  senden  den  Mcnimeister  Bauchenherger, 
ihm  mögen  sie  ihre  ErkUirung  entdecken  und  die  Sache  denen 
von  Krain  kommunUiereti.    Giras,  1604  Januar  Uü. 

(Kons,  [von  Satziogen  Hmtkd],  ät.  L,-A.,  Cbr.  R.) 


1&50. 

Christian  Kurfürst  von  Sachsen  an  Kaiser  Rudolf  IL:  Inier- 
Zessionsschreiben  für  die  n.-ö,  Stätide  A.  C,  daß  sie  hei  den 
ihnen  von  Maximilian  IL  verliekenen  Kanjieesionen  gdassen 
tcerden.  Entgegen  dem  früheren  Verfahren,  icornach  Maxi- 
milian IL  die  A.  C.  im  Lande  euUeß,  um  den  Sekten  su  irehren, 
schreie  man  jetst,  tvie  gesagt  tcird,  die  A.  C.  seihst  als  sektisch 
aus,  werden  Frediger  ausgescha/ft  und  kommen  unbescholtene 
Landieute  in  Gefahr.  In  der  IJ^erseugung,  daß  die  K.  M'  des 
Augsburger  Glanbensbekenntutsses  wegeti  keinen  Untertanen  übel 


i 


332 


ffewogen  sei,  viH  weniger  den  beiden  Ständen  den  kaiserlichen 
Schnia  cnisieJie  und  wiewolU  ihm  seU/si  nicht  zustehe,  der 
K.  M'  Maß  und  Ordnung  ru  geben,  könne  er  doch  nicht  ver- 
8^wei{fen,  daß  dieses  aus  der  ,Jesuiter'  Schulen  herrührende 
Vorgehen  bei  viden  Ständen  Ä.  C.  Bedenken  erregt,  ais  würde» 
tide  andere  dieses  Beispiel  nachakmeti.  Wiewohl  solches  vom 
Kaiser  nicht  eu  besorgen,  so  kmne  er  doch  seiner  freien  Wohl- 
meinung und  seiner  Konfession  wegen  nicht  unterlassen,  die 
K.  M'  eu  bitten,  daß  den  beideti  Ständen  das  exercitinm  lArcr 
Konfession  gelassen  werde.  Er  wolle  von  den  Calvinern  nichts 
reden,  von  seinem  Glauben  kotme  er  behaupten,  daß  er  keinem 
Lande  und  Kegimenie  schädlich  oder  gefährlich  ist,  sondern  einen 
jeden  £um  Gehorsam  gegen  die  Obrigkeit  mahnt.  Wie  diese 
beiden  Stände  in  dern  Kriege  gegen  dm  Erbfeind  ihre  Schuldigkeit 
tun,  so  toerden  sie  sich  für  die  Geicährung  ilirer  Bitten  noch 
besonders  dankbar  erweiset».  Dresden,  1604  Februar  6. 
(Kop.,  St.  L.-A.,  Chr.  B.) 

1551. 

Ferdinand  II.  an  Sigmund  Freiherrn  von  Trauimannsdorf, 
Obristen  der  tcindischen  Grenze:  vernimmt  nicht  ohne  Verdruß, 
daß  ein  sektischer  Prädikant  sich  in  Kopreiniis  aufhält  und 
sein  exercitinm  treibt.  Befehl,  ih7i  abzuschaffen.  Sollten  solche 
Prädikanten  auch  an  anderen  Orten  der  windischen  Grenze  sein, 
80  sind  sie  gleicherweise  nicht  zu  dulden.  Graz,  1604  F^uar  10. 
(KoDs.,  SL  L.-A-,  Chr.  R.) 

Ein  weilerer  B^fcM  ergriit  am   IS.  S«ptetnl>er  1604,  d«n   PrSdiktnt«» 
Q«oTg  Koorad  abstuchiffcn  (Kop-,  ebeod«). 

1652. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  A.  C.  an  den  Herzog  Heinrich 

Jidius  von  Braunschweig:  empfehlen  den  der  Jieligion  wegen  am- 

gewiesenen  Magist^  Sebastian  Hausmanner,   der  bei  ihnen  vier 

Jahre  Schrannenadvokat  gewesen.     Graz,  1604  Febructr  11. 

(Kons  .  St.  L.-A..  Chr.  H.) 

1053. 

Ferdinand  II.   an  den   Bischof  Simon   pon  Agram:  antwortet 
auf  dessen  Klagen  über  die  durch  die  nichUcathoiischen  Truppen 


•N    Warasdin    verursachte   Unordnung:    er   möge  sieh  mit  dem 
Obristan  daselbst  ins  Einvernehmen  setzen.  Grai,  1604  Februar  11. 

(Eop.,  Enbiaclifld.  Arctiiv  Agruu,     In  Poüt,  Fui.  1,  Nr.  II.) 


15Ö4. 

Francesco  Barbaro,  Patriarch  von  AquHeja,  an  den  Abt  Emeridi 
tww  Amoldstein:  verfügt  auf  die  Jiitte  Kronhofers,  daß  die  Ka- 
psle in  Lind,  deren  Fräsentaiion  den  Herren  von  Lind  lusteht, 
die  sie  dt^ni  Priester  Georg  Kronhofer  verliehen  habe»,  dessen  Ein- 
seteung  aber  der  Aht  verhindert,  an  Kronhofer  gegeben  werde. 
Udine,  1004  Februar  11. 

{Orig.,  ArnoMateiuer  Akten,  KU^feiifnrt.) 

Der  Abt  Antwortet  im  17.  FebniJtr:  Kroahof«r  mi  nicbt  in  «ig«aar 
P«TW(n  «r»chi«n«n,  »oadern  bubfi  den  Urief  d««  pAtrUrcli«n  QberMudt:  p€r 
famulatn  »mem  (qui  nulta  M  tMrin  et  rninui/ura  prohtlü  vertta  .  .  .  [dt«  ein* 
l^cklammrrtvti  Worte  siiid  lusfrettricfaj^n]).  Zar  Sache  wird  boiii«rkl:  £t- 
W  wMie§  de  tinik  iu»  patrmtahu  ad  eapdlam  ,  .  .  pnpter  &aer«WiH  amiseriat, 
(atncn  &r*"'  arthidiKc  .  .  .  iptttm  ei»  .  .  .  amceaaiL  Quod  anlen  iu  rtUgionü 
r^trmaiioHe  dctmini  eommiuarii  praerenUUiontm  ,  .  .  O^orgio  Kronho/tr  .  .  . 
rcCrozcriiNJ  ,  .  ,  etuua  eat,  quod  .  ,  .  KrmJiqfer  mnv  ittfurifiUitm  cum  UIU  m- 
dettnier  it  ma/«  m  ^«tttrit.  .  ,  . 

PrautnlatUmtiiH  rtArolia  .  ,  .  Üa  M  habti*t:  coMmwarü  arvHidi4€ala 
antt  iptatuor  anna»  pintiäiimo  lur«  lUeroä  praettKlalariat  f/ra  r«cuj>«ralipi*t 
fMrrocAiaruui,  iftuu  haertliei  tuurparttnl  pi-aedlcatort*,  pro  prima  vtc«  tIargiH 
Munl,  ipt4XM  arehidiaeont  aeciptettUt  tacerdaUi  tinde/juatfue  adijuiAla»  .  ,  .  par- 
nehiU  animarum  evralorei,  ej:pulti»  Mtlariü,  tteteatitate  exigenU  eoiutitiurrunt, 
nunc  v«rc  iHot  eiti  haereticon,  ad  quo»  iuM  pr-aetetäandi  orightoJiter  perlinere 
dtnowiHf,  Ji  ordinario  c»Üiotim»  ti  apto»  tanrdotea  praumtent,  Her^'*  pro 
Momdo  MC«  HunJm«  imptdU.  .  .  . 

1555. 

Die  im  Krainer  Landtage  ifrsammeUen  Herrcti  und  Lat^eute 
A.  C.  an  die  von  Kärnten:  hestätigen  den  Empfang  ilires  Kredeim- 
schreibens  vom  7.  d.  M.  durch  ihren  Abgesandten  Hektar  von  Emau. 
Sie  halten  die  Uefm-derung  dieses  Ni^gotiums  (die  Legation)  für 
eine  hohe  Notwendigkeit  und  wollen  dabei,  da  die  Kosten  nidU 
vom  Lande  getragen  werden  Jcönnen,  die  Auslageti  nach  ihrem 
Vermögen  irageti.  Sie  haben  hiezu  den  Herrn  Wolf  Engelbrecht 
Schränkler  erwtUilt,  ihren  Beisitzer  in  Landes-  und  JJofrechten, 
der  twar  eustimmtc,  jetzt  aber  krank  istf  so  daß  es  Jtweifelhaft 


334 


igt,  cb  er  an  der  Sa(^\c  ieünehmen  kann.  Wmm  nuM,  teerde 
ma»  wf.geH  ehies  anderen  Herrn  Verhandlungttn  dulfiten,  diesen 
ihnen  sofort  namhaft  tnacJten  und  mit  der  noticenditfen  Instruk- 
tion £H  den  anderen  Ahgemndteti  abschicken.  Da  man  das  Gdd 
für  die  Zehrttng  so  ra&ch  nicht  beistellen  kann,  mögen  die  Herren 
ihnen  mit  500  oder  fiOO  fi.  deutschen  Geldes  gegen  ordentUche 
Beicheiniffung    beispringen.     Laibach    im    währenden   Landtage^ 

1604  Februar  lÜ. 
(Eop  ,  St.  L -A.,  Chr.  R.) 


1556. 

I 

Ferdinand  II.  an  Georg  Herrn  von  Siubenbery :  Befehl,  Valentin 
Siaunig,  ^arrer  eu  Kapfenherg,  für  den  Entgang  an  deti  Htm 
durch  den  PrüdiJtanten  n*  Kapfenherg  vorenthaltenen  pfarrlichen 
Gerechtigkeiten  klaglos  su  halten  oder  der  Regierung  kierüher  au 

berichten.    Graz,  1004  Februar  lÜ. 

(Ortg.,  St.  L.-A.,  SptnUliircliW  Slubeiibei^g.) 

bt   der    fiweb«id  auf  ein«   EiDgabe  de«   Pfarr»n  (o.  D.),   der   Klag« 

fthrt«,  daß  ihm  durcd  die  icw«i  in  Ea|»f«ntffre  g^halt^Bcn  PrKdikanlcn  in 
'Valn«n  Aksideniicn:  Ktndertaufen,  KojtulirT(>ii,  B«rchtbUrrn,  ,dM*  Brot  vor 
dBtn  Matil«  atigesclinitf^n'  würde.  Man  hab«  ihm  durch  Zettel,  die  auf  dia 
Kanael  (rnlcgt  worden,  godrolit,  falls  rr  ISkng^r  als  ein  Jalir  in  Kapfeuber]g 
weilen  wOrde,  sein  Uatia  auuuiQßdcD,  aeia  tietreid«  au  rerlicersn  und  sein 
Vieh  »u  TBT^flBn.  In  dn  Tat  soi  vur  pinem  Jahre  ihm  cia  MeierhoF  an- 
pezDndet  und  Gelrctdp  und  Vieh  vi^rbrantit  wordf-ii.  Die  Zeit  Heia»)  Auf- 
oDthalte»  in  Ki-ipfi-uticr);  habv  er  «iiiea  katbuliscbvti  ScIiiilLariifter  Kchalleo. 
Man  habe  ihm  die  Kinder  oiuht  in  die  Schule  getanen,  wcchalb  er  dan 
Schul iDciBler  erhalten  maßte  usw.  Herr  Oeorg  von  StRbeober;  richtete  da- 
geffeB  atn  U7.  Febniar  eine  Eingabe  aa  den  Braberzof^:  Obwohl  er  ünache 
ttittc,  rlMiia  (teiiUch'  xu  Bchreiben,  will  er  des  g«iallichen  Standes  dos 
Pfarrer«  tohoticu  und  nur  ilnB  Notwendi^itn  aa|*«in.  Unwahr  ist  die  Be- 
hauptung, dftO  ihm  diiruh  diu  Prüdikanteu  ,das  Urut  vor  dem  Maule  ab* 
feuhniticu'  worden  und  er  (Stube nberg)  daran  8<:}itild  »ei,  währeud  er  deck, 
als  lieh  die  annen  Leute  inn  einen  «nderfn  Pfarrer  bemühten,  aie  abwiet. 
In  Wirklichkeit  hat  der  Pfarrer  sie  bei  B^prflbnJMen  und  sonst  hoeh  bo- 
•chwert,  dsD  ihm  ein  etwaiger  Schaden  woki  aelmfach  hcreinkain.  Waa  sein 
Vi«b  bvtrifTt,  ist  ihm  nie  ein  Schallen  geschehen,  der  Mcierhnf  ist  infolge 
der  Unvorstcbtigkeit  sciuer  eigenen  Leute  abgebrannt.  Zettel  k^itiuleo  Fremde 
ihm  auf  die  Kamel  nicht  gelegt  haben,  da  er  selbst  den  Bcblüsscl  lur  Kirch« 
verwahrt«  Den  Meierbof  bat  er  mit  uichten  selbst  erbaut,  deun  er  ist  alt; 
er  wird  auch  nicht  viel  Scbindelo  darauf  gedeckt  haben.  Eine«  Schal- 
Biei«teri,  den  er  gehkllen,  kOaoe  sieh  ämbeitberg  uiebt  erinaem,   wohl  aber 


335 


ut  lange  Zftit  aieht  Dur  kein  Scbulmeiiter,  •uiidem  uicLt  sinmAl  ein  Mcßuer 
hier  gtntsen.  Geschenk«  bitte  der  Pfxrrer  «rb«Iteii,  wena  er  »n»  Not  and 
Dicht  aim  UnpriSttlichkfrit  solch«  bfffchrt  hSlt«.  Da  «r  enoi  l'fanren  hat, 
auf  denen  vor  Zeilen  xwci  Pfarrer  toljien,  so  hat  er  wohl  ein  htn1Xn|;lirbei 
Anskamin<^n,  ein  scliflor-s  Haus  im  Markte,  das  et  ßlr  seine  TacUti^r  ^ekHuft; 
seine  r>i«aerii>  k1<?idet  er  wio  eine  vom  AiIpI.  worauf , neben  dem  Trünke  ein 
Starkes  aufgeht'  usw.  (Kons.,  ebenda). 

1667. 

LunäesfiÄrsAicher  Befehl  an  den  Landeshauptmann  itnd  Viteäom 

in  Kärnten,   wie  sie  sich   bezüglich  der  mit   ihren   Waren  und 

Gittern  abtiehenden   Lutherischen  ffandehleute  bei  den  Mauten 

eu  verJutiten  haben.    Gras,  1604  Februar  17. 

(Hufkainmer  Registr.  XIX,  fgl.  S2.) 

Fei-dinand  .  .  .  Wir  faogen  t^ucli  zu  wisseu,  daas  wir 
tlenen  von  der  religion  wegeo  aas  ansem  landteß  geschafften 
and  abzielicndten  ]i.iiidcl8lcutben  und  andorcii  persühneu  ihre 
durch flihrendte  walireo  and  gucttcr  bei  unseren  zültn,  mautten 
and  aafachlegea  gegen  rak-hung  der  gebar  durcbpassiren  zu 
ias&en  gn.  bewilligt:  darumbeu  Ir  darauf  {gedacht  stin  muesaet, 
bei  deneelbigen  den  sehenten  pfening  also  zu  urgirn,  damit 
aintweders  ehenndter  sie  ire  mobilia  verfUren  »der  aber  an 
ireti  Ugundten  gdetter  and  paren  gelt  zeitlich  eingebracht  werde. 
Also  Ir  den  sacben  recbt  zu  tbun  wiasot.  Und  es  bescbicht 
daran.  .  .  .  Graz  den   17'"'  Februarii  anno  1Ö04. 

1558. 

Die  Herren  und  Landteute  Ä.  C.  von  Steiermark  an  die  Ver- 
ordneten A.  C  i»  (Kärnten  loid)  Krain:  teilen  im  Anschlitsse 
an  Hire  frühere  Mittetiung  von  dem  Jfc^chtusse  des  in  negotio 
religioniü  geordneten  großen  Ausschusses  mit,  dafi  Georg  Galler 
zu  Schwattberg,  der  Verordneten  Amtspräsident,  ah  i)tr  Abge- 
sandter am  22.  d.  M.  ,fon  kiunen'  verreisen  wird.  J>itte  um 
Mitteilung  ihrer  Kreditiven,  die  sie  schon  hätten  schicken  soÜen, 
damit  sie  unverweilt  nach  Neuburg  befördert  werden.  Gras,  1604 

I'ebruar  21. 

(Kon«.,  St.  t.-A.,  Chr.  R.) 


33C 


1559. 


Di«tt^t«H  an  die  Verordneten  von  ösierreicJi  unier  der  Enns: 
danken  für  die  Mitteilung  über  die  Verrichtung  ihres  negotium 
religionie  (der Korrespondens  Uofkirchen).  Qraa,  2604  Februar^. 

(Koue.,  St.  L.-A.,  Ctir.  U.) 

1660. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  an  die  Prt'idikanten  gu  Peta- 
nitsa:  Ihrer  Bitte  gemäß,  sie  an  andere  sieJtere  Orte  eu  hringen, 
haben  sie  an  den  freiherm  Frans  von  Batthyany  yeschriehen, 
sie  nach  Schlädmimj  (Schlaming)  tu  nehmen,  was  er  betciüigt 
hohe.  Dorthin  mögen  sie  reisen,  sich  entweder  hei  ihm  oder  bei 
dessen  Hofrickter  anmelden  und  sich  eingesogen  und  stiU  ver- 
hauen. Qraa,  1604  Märe  6. 
(Kons.,  at  L.-A.,  Ohr.  R.) 


1561. 

Die  innerösterreichischeti  Gesandiett  Georg  Galler,  Hans  Jtfo/J- 
dorfer  und  H.  JE.  Schränkler  an  den  Pfahgrafen  bei  Rhein  etc. 
PhÜipp  Ludwig:  teilen  die  besdiwerliche  Religionsverfolgung  in 
ihrer  Heimat  mit  utid  bitten  um  gn.  Interzession  hei  I.  K.  M*. 

1604  März  11. 

(Kop.,  SL  L.-A..  Ohr.  B.) 

Stimmt  iui  Sachlichen  mit  der  Eingahe  ywn   18.  Januar  Oberriii. 


1563. 

Der  PfvXegraf  Philipp  Ludwig  an  den  Kurfürsten  Christian 
von  Sachsen  und  (niutAtis  mutandis)  an  den  Hersog  Friedrich 
von  Württemberg:  Empfehlungsschreiben  ßir  die  Abgesandten  der 
innerosterreichiscJien  Ritterschaft  und  deren  Angelegenheit.  Neu- 
burg an  der  Donau,  1G04  Märe  12. 

(Kop..  at.  L.-A.,  Chr.  R.) 

Hochgäborner  .  . .  Was  bei  ana  der  löbl.  ritterschaft  A.  C. 
in  den  dreyeo  füretenthumen  Stejr,  Kumten  nnd  Crain  abge- 
sandte .  .  .  »owol  sebrifltlich  als  lulindlich  tm  vertranen  angc- 
bracht  und  benebens  einer  iutercesöton  halb  gebetten,  das  wer- 


337 

den  sie  irem  uns  beschelinen  andeuten  nach  auch  bei  E.  L.  in 
gleichmHssigem  Tertruuen  zu  werben  und  .inzubringen  nit  under- 
lassen  und  aie  von  inen  seibäten  mit  melircni  umbstenden  nach 
nottarflt  ku  verncmcn  liaben. 

Wiewoln  wir  nun,  quo  iure  quavn  iniuria  dergleichen 
proeeM  an-  und  fortgestellet  werden,  dissorta  so  wolticoffig  zu 
dispntirn  nicht  gemeint,  su  will  uns  doch  ans  allerhand  clrcam- 
Btantien  bcdunken,  crmells  ritterechaft  sei  des  exercitii 
der  waren  A.  C.  .  .  .  nit  so  gar  allerdings  unbofoget, 
and  sich  danncnhero  in  diseni  die  seel  und  das  gwiesen  be- 
treffenden hohen  werk  irer  nicht  unbillichcu  mit  mUglichem 
beystand  anzuiteinen. 

Dan,  zu  deme  sie  solches  exerciiium  nunmehr,  unver- 
hindert  dor  hoben  obrigkcit  ein  guete  geraume  zeit  ruhig  und 
wolherge bracht,  so  bcficdet  sich  auch  aus  den  uns  Ubcrgcbuen 
hinc  inde  gewechselten  actis  . . .,  dass  nit  allein  weilund  ortzber- 
sogCD  Cards  zu  Österreich  lieb  ...  in  anno  löäl  den  stendcn 
gemeiner  dero  landsclmfft  .  .  .  solch  exerciiium  tn  epeete  be- 
williget, sondern  auch  die  R.  K.  U*  .  .  .  in  dero  kaiserlicher, 
auch  respectivc  landcafllrstlicher  vormund8chafftlii:her  rcsolution 
beides  den  herm  und  landleuten  auf  dero  schlßeaern  und  gUettern 
als  auch  in  etlichen  benannten  atettcn  Orttz,  Judenburg,  Ciagen- 
fart und  Laibacb  dergleichen  religionsyebang  selbsten  allcrgn. 
erlaubt  und  zuegclassen. 

Wan  dann  des  jetzigen  regierunden  ertzheraogen  liebden 
bei  jungst  deroselben  gclaiiiteter  huldigung,  die  tandteuth  bei 
Iren  privikgie»  und  guetten  gewonbeiten,  unter  welchen  obge- 
dachte  reltgiongconcijstiionoH  billich  mit  eiugorcchnut  werden, 
gn.  handzubaben  media  iuramento  versprochen, '  sondern  auch 


>  Die  d«r  A.  C.  ««rwandten  SiKnJ«  liatti«a  wohl  immittelhxr  vor  der 
HaMi^uug  dia  Bilt«  g«st«llt,  ibrs  Roligian*b«sch werden  in  OcmAOb^it 
der  Befltiminungnn  <lr>r  Bnickfr  Pneiflkition  sii  orl<!<lip(tn  und  die  Ver- 
treter der  StÜdte  und  Märkte  ihrisn  AnAchlnB  Imtont,  aber  die  Undtw- 
ffirat.licbe  KenolutioQ  lautete,  daß  das  KtiligioDflwcsen  mit  der  lEuldif^njc 
kein  cvnuittrcitim  habe.  W'ulltcn  die  Stände  mehr  erreicliea,  ii>  bJttlen 
■le  die  Iliildi^urif!  »perren  nillMeo.  Da«  tit  nkhc  gescbelien,  und  hierin 
Hegt  die  uHcbtte  QacUe  der  Leiden,  von  dsoen  nie  b«trofr«n  wurden, 
aber  aaeh  31«  Lehre,  dlo  seinpraeit  die  Homer  StMode  in  Nlnilerltatcr- 
relch  daraus  getogtm  haben.  Zur  Huldigung  aielie  Akten  und  Korre- 
apoDdenaen,  tid.  L,  »r.  2!J7~S02. 
Voatta.  n.  Abi.  B4.  LX  i'i 


u 


r 


solche  hnldignng  and  die  bewilligte  landcontribationes  ctwo  mit 
lautem  vorbehält  des  exercitii  A.  C.  ohne  aiaige  contradiction 
and  widersprechung  acceptirt  und  aogenouibeu :  so  werden  die- 
selben unsera  erachten»  nicht  sogar  ohne  allen  effect  und  nach* 
druck  zu  verstehn  und  dannenhero  sie,  die  lierm  und  landleuih, 
irer  gesucchten  rcligions-  und  gewissensbefreynng  urab  so  vil 
desto  mehr  bcfuegt  und  berechtigt  sein,  dessen  dan  wol  eP- 
melts  ©rlzherzoga  Ferdinandi  Liebden  ersten  anfangs  so  gar  nit 
in  abred  gewest,  dass  sie  sich  auch  sowol  für  sich  sclbaten  als 
durch  deren  verordnete  cominissarien  zu  etlichmalen  dahin  aus- 
dmcklicb  crclärt,  die  vorgenommene  vcrmainte  reformatio  sei 
af  die  herrn  und  landleuth  im  weniglnten  nit  angesehen  und 
dass  sie  jemand  wider  sein  gwissen  zu  dringen  oder  za  be- 
schweren nit  gemaint  seien.' 

Wiewoln  auch  der  Pasaauerisch  vertrag  und  religionsfrid, 
darauf  sich  die  ritterscbafft  under  andern  grUnden  tbuet,  für- 
nemblich  zwischen  der  R.  K.  M*  und  den  stenden  des  reichs 
aufgerichtet,  dahero  auch  die  mittelbare  unterthancn  quoad  pu- 
blicum exerciHum  principaliter  nicht  angeht,  so  ist  doch  nit 
zu  vemainen,  dass  in  demselben  sovil  die  Ubertatem  conseientiae 
and  den  freien  abzag  betrifft,  die  nnterthanen  sowol  als  die 
herrhchsfTten  mit  eingesclilossen  und  ^emaiiit  tteitjn,  als  deren 
auch  darinnen  in  specie  mit  ansdrilcktlcher  meidung  gedacht 
wirdet,  dahero  dan  sonderlich  die  in  hoc  abrogationis  negotio 
mitnnterlaufende  prot^ess,  indeme  diejenigen,  so  solcher  bo- 
drangnus  zu  entfliehen,  sich  ans  dem  land  an  andere  ort  be- 
geben und  daaelbst  niderlassen  wollen,  nit  aliein  mit  neuer- 
licher abnemnng  des  zehenden  pfenning,  sondern  auch  teils  mit 
ewiger  landsverweisnng  beschwärt  werden  wollen,  der  aus- 
drücklichen disposition  dos  roehrnngeregten  religionsfridens  « 
diametro  zuwider,  als  welche  ander  andern  lauter  vermüg,  dass 
kein  teil  den  andern  verschimpfen  oder  in  ander  weg  betrüeben 
soll.  Was  aber  bei  disen  processen  der  waren  christ- 
lichen A.  C.  and  den  darzae  sich  bekennenden  atenden 
Barnen tlich    mit    einreissang   der    kirchen    und    gottes- 


*  Siehe  Nr.  467  dei  erHtfii  Uandea  diptter  Aktitn,  S.  32'i:  .daß  sie  iiiemmd 
io  thrrat  Uewiasen  besningen';  Nr.  iT4,  S.  360.  Zur  Nictitb«icbw«ruDg 
AtOL  G«Mla««na  aieb«  S.  426.  Dxß  aieniHiid  tcjo  den  Land^lAUt^n  dea 
QUubcos  w*^«n  aa*g«wi«Mn  wcrd»,  ward«  finl|;<>  Mxln,  lulptct  nocb  io 
ta  dem  )}ekr«t«  vom  30.  S<>|it«iiibM  16U1  (üehe  unten)  behiuptet. 


Xeker,  verwAigerang  der  begrebnas,  aasschaffang  aad 
TcrweisuDg  der  staadbafteo  Christen,  africbtang  der 
g&Igen,  bescbwttrIicbeD  inzicbten  und  intitulataren  er- 
meLter  confeasion,  indeme  diesolb  ein  frembdes,  ver- 
potnes  verfüerisches  baecb  genennet  werden  will,  so- 
wol  aacb  in  ander  mebr  wecg,  insonderheit  aber  mit 
Verbrennung  der  baechcr,  ja  gar  der  hl.  bibel,  für 
schimpf  nnd  TcrkleiDcrang  angezogen  wirdt,  das  gibt 
das  werk  selbst  zn  erkennen,  und  ist  darauf,  was  es  fUr 
mißtrauen,  argwöhn  und  Verbitterung  zwischen  den  Btenden 
Selbsten  nach  sich  ziehe,  nit  anscbwer  zu  ermessen. 

Weilen  d&n  dergleichen  inconvenientia  den  stenden  der 
waren  A.  C,  welche  sowol  aU  die  andern  Über  dem  religtons- 
friden  steiff  und  vest  zu  halten  schuldig,  nicht  also  ungeandet 
passirn  zu  lassen,  and  zu  dem  bei  gegen n-ertigen  fall  das 
H.  R.  R.,  unser  geliebtes  vatterland  toutscher  nation  merklich 
interessirt,  seitemaln  durch  dergleichen  unordeutlicho  process 
nit  allein  das  land  gcschwccht  und  verderht,  sondern  auch  die 
landleut  entweder  gar  aus  dem  land  zu  ziehen  gedrungen  wer- 
den, oder  sonsten  sich  der  grenzen  und  Vormauern  des  hl.  reichs 
nit  mehr  mit  solchem  muet  and  ernst,  wie  bisher  von  inen 
iJShIich  geschehen,  annemen  mOgen,  dardurch  dan  dem  geliebten 
vatterland  bei  so  starker  entzogener  defension  leichtlich  ein 
anwiederbringlicher  schad  .  .  .  causirt  and  znegezogen  werden 
möchte:  also  lassen  wir  uns  nit  znwider  sein,  neben  Ew.  und 
des  herzogs  zu  Wirtemberg  Liebden  diser  hochbedrängten  und 
nfrechten  Christen  .  .  .  anser  bester  mUglichkeit  anzunemen, 
darzu  wir  uns  dan  auch  der  christlichen  Heb  schuldig  erkennen. 

Stellen  demnach  zu  Ew.  L.  ferm  nachgedenken,  ob  die 
abscbalTung  solclier  beschwerden  sowoln  bei  der  R.  K.  M*  als 
auch  des  ertzberzogs  L.  durch  ein  ansechliche  legationem  oder 
aber  durch  ein  ausfUerlich  interceasionsschreiben  fao  E.  L.  uf 
den  fall  bei  dero  canzUi  begreifen  Icuten  wolUn)  zu  werben 
und  anzubringen,  und  ob  $olckes  zugleich  in  Eut.  auch  tcoler- 
lelt*  herzogt  zu  Wirtenh^rg  Liebden  und  unserm  namen  ge- 
'len  soll  oder  ob  es  Ew.  L.  uf  sich  allein  nemen  wollen, 
wie  wir  nns  dan  hierinnen  uf  ainen  oder  den  andern  weeg  mit 
beeden  Ew.  Liebden  gern  einer  einhelligen  maiiiung  vergleichen 
und  zu  unserer  nachrichtung  dero  ratsamen  vernunlftigen  guet- 
achtens  mit  neohsten  hinwider  erwarten  sollen. 

SS* 


340 


Und  werden  nnsers  eraclitens  bei  solcher  werbnng  oder 
intercesaion  hüchstermelte  K.  K.  M*  zuvorderist  der  obauge- 
deaten  und  anderer  mer  aus  diseu  pernecutioitiliut  ervolgeuden 
tDconrenientien  mit  notwendiger  dedaction  zu  erinnern,  dero 
auch  der  stende  getreue  dienst  und  merita  sambt  derselben 
noch  weitern  gehorsamen  erpieten  zu  g:einUeth  zu  fUercn,  dar- 
auf auch  umb  dero  allergm.  interpositioo  zu  bitten  sein  mit  der 
ferrem  anregung,  dass  auch  dero  geliebter  herr  vatter  nnd 
vorfar  weil,  kaiser  Max  ...  in  gleichen  fallen  zwischen  weil. 
erCzherzogen  Carola  Liebdon  und  den  atcnden  sich  gn.  interponirt 
und  zwischen  beiden  theilen  ein  chriätlich  gaete  vergleichnng 
getroffen,  daliero  dan  I.  M'  ein  solches  ir  anjelzo  verhoffent- 
lich  dem  gemaineu  weeen  zum  besten  auch  uiub  sovil  desto 
weniger  bedenklich  oder  zuwider  werden  sein  lassen,  ge^talt 
£.  L.  den  sacken  iceiUr  nachzusinnen  und  dero  bekanter  diicre- 
tion  nach  dem  ganzen  kandl  ohnt  maaagthting  mit  mehrtm  wer- 
den  XU  thuen  uiesen. 

Wollen  wir  .  .  .  Datum  Nenbarg  an  der  Thonaw  den 
12.  Martii  anno  1604. 

Philipp  Ludwig, 
pfaizgrave. 

An  churf^irstcn  Cliristian  den  Andern  zu  Sachsen,  mutatis 
muia-ndis  an  herzogen  Fridrich  zu  Wirtenberg. 

N(ota)j  was  unterzogen,  ist  gegen  Wirteaberg  aosgeUssen 
worden. 

,Unt«riogen',  du  und  die  A-ut«/trgedriicktvii  dBUUclien  Stelleti. 


1563. 

Qmtraimandai  Ferdinands  II.:  erinnert  an  die  älteren  su  ,ez- 
Urpieruny  der  sectercyen'  u?td  Erhebung  der  wahren  hUholiscJicH 
Rdigion  erflossenen  und  nicJd  ohne  Frucht  gebliebenen  Verord- 
nungeti.  Da  aber  eu  Erreichung  des  Zielen  immer  nwk  inipe- 
dimenla  vorliegen,  indem  an  vielen  Orten  sektische  Personeti  und 
ausgewiesene  I*rädikanten  verbotene  Exemitien  treiben,  seJctische 
Bücher  lesen,  predigen,  taufen  und  sonst  Sakramente  spenden: 
so  wird  allen  Pfarrern,  Benefitialen  und  Seelsorgern  aufgetragen, 
über  solche  exercitia^  sofern  sie  sdhige  in  Erfahrung  bringen, 
mit  allen  Umständen   eu   berichten,  um  sie  abstdlen  bu  können. 


Würden  sie  verschwiegen  tcerdett,   so  hätten  sie  die  landesßr^- 
liehe  Ungnade,   Strafe  und  Etitliehmtg  von   ihrem  Amte  tu  ge- 
wärtigen.   Gras,  1C04  Mars  17. 

(Orif.-Mant)..  L.-A.  KraiD.) 

1564. 

Die  Verordneieti  A.  C.  o»  Karl  Freiherrn  £h  Teuffenhach:  Der 
arme  alte  ,erlebte'  Bauersmann  MattJies  Zf^henthnftir  ist  durch 
die  Heligionsreformation  nicht  nur  aus  dem  Laude  gescfuifft, 
sondern  ihm  auch  ein  so  .versickter'  lermin  gesnizt  worden,  daß 
er  sich  nun  nicht  ohne  Gefahr  im  Lande  aufhält.  Nun  habe  er 
unter  Xeuffenbachs  Vogtei  ein  Oütel,  das  «•  mit  seiner  Einwil- 
ligung verkaufen  teiU.  Bitte,  ihm,  der  schon  gweimai  bei  ihm 
kdesicegen  angesucht,  hierin  ßrderlich  eu  sein,  da  er  unser 
Glaubensgenosse  ist  und  seines  Glaubens  wegen  in  das  Elend 
gärigen  wird.  Grae,  1604  Mars  26. 
\  [KoDi.,  St  L.-A.,  Chr.  B.) 

Kopi 


1565. 

JTopte  des  (am  14.  Mars  erteitteti)  pfälzischen  Bescheides  (so  uns 
den  26.  Mars  1604  eugesteUt  worden). 

(8t.  U-A.,  Chr.  B.) 


Philipp  Ludwig  hat  gnSdig  ent^f^ODgeiiDiiiiEnon,  w«a  di«  intier)tat«r- 
rai'chisehon  QeiAndten  milndliüb  tiiid  (chriflliüh  Toif;ebrauht,  trag«  mit  ihren 
BeMhwerdoa  ein  lierzlichea  Mitleid,  vRrbolTn,  sie  vi«rd*D  luatiama  und  ia- 
zwiacbeu  der  Obrigkeit  den.  soll ii Eiligen  Q6hcr«Ain  crw«UeD-  Wm*  ihren 
Wonach  in  Sonderheit  betrifft,  wilrdcn  lie  gorn  a«1btit  hi'lf^n,  weil  die  S^ub« 
aber  .weitKQSichend'  int  und  von  dfr  V.  D'  «Ilcln  nicht«  nntfimomiuAn  wfsr- 
den  k«nn,  io  liibon  li«  fclbit  liub  auch  Hchtig  A»f  Kiinuich»Rn  »cd  Wllrttem- 
berif  bssogon.  lU  ««i  rXtlich,  d«ß  Kich  ihm  Oeaandten  dorthin  begeben. 
I.  F.  Gii.  werde  ihiioii  g«rti  Kiiipfebliiiigwvhreibnu  nitt^eben,  d«r  ZurerfiLcfat, 
daß  die  Sache  nicht  obn^  FiucUt  ubgirb&u  «rerdo,  well  «le  aichta  Uabillit;»«, 
sondern  nar  FUrbitto  und  Interze»ioa  begehren.  Den  Geaandtmi  wtlnaehsn 
L  F.  O.  fOr  ihre  W«t«rreiae  ülUck  und  Heil. 

1566. 

Die  Verordneteti  voti  Kärnten  an  die  von  Steiermark:  Neulich 
(Oktober  1G03)  haben  sie  u-egen  des  den  Herren  von  Scenuß  ab- 
genommenen 10.  rfennigs  sicit  bei   L  F.  D'  bcschKert  und  um 


{ 


342 


Aufhebung  diesfr  tieuerlieJien  Zurnntunti  gebet«».  Da  aber  bisher 
keine  Jiesolutio7i  erfolgt  ist,  Bernhard  Seenaß  aherTHnU  bei  uns 
ansucht,  teilen  sie  ihnen  dies  mit  dem  Ersuchen  mit,  zu  berichten, 
wie  es  mit  solcher  Resolution  beschaffen  und  wesseri  sie  sich  dies- 
falls KU  versehen  haben,  damit  die  Herren  Seenuß  und  andere 
sich  darnach  regidieren  könneti.  KUigenfurt,  1604  Märe  30. 

(Orig.,  Sl.L.-A..  Chr.  H.) 

Dl»  Antwort  rrfolgt  mm  7.  April.  Eine  Resolution  «nf  di«  geineinMin 
B1>er^beBe  BeBcbwenln  sei  noch  nicht  erfolg  ein  Urgicreo  oiclit  ratoAin. 
Sobald  «twaa  herabUn^  woUb  mxo  niobt  akamen. 

IÖ67. 

Die  Landesreformationskommission  an  den  Magi:itrat  von  Laibach: 
Außrag,  von  Haus  ru  Haus  Beichtsettd  absttfordem,  von  denen, 
die  ihre  Beicht  urid  Kommunion  nicht  verrichtet,  10  Dukaten 
Slrafe  einruheben.  Erkundiyutigm  wegen  Einhaltung  der  Ftisten- 
gebote  eineusiehen  und  die  Übertreter  umso  unnachsichtiger  «* 
strafett,  nU  sonst  gegen  den  Magistrat  seihst  mit  besonderer  Leibes- 
strafe  vorgegangen  tcürdc.    Laiback,  ItiOi  A^iril  2. 

(Kons,  mit  Korrnkturwi  von  KrOiiM  Hund,  L.-A.  Srftin;    üelis   Uilteil.   dM 
hUtor.  Veniitf*.  Krain  1967,  S.  108,  109.) 

1568. 

Dieselbe  an  Wandula  Stttlnerin.-  Da  sie  mehrfachen  j}cenfaUigen' 
Verordnungen  wegen  ihrer  Bekehrung  nicht  nachgekommen,  hat 
sie  bis  Ostern  sich  mit  vrtÜBogener  Beicht  und  Kommnni*}n  ein- 
gusteilen,  widrigenfalls  bis  21.  Ajn'il  bei  scheinender  Sonne  nach 
Verabfolgung  des  10.  Pfennigs  die  hmdesfürstUchen  ErUande  su 
verlassen.    Laibach,  3i>04  April  3. 

(KOM.,  L.-A.  Kraia.) 
Ai  timtU  9  aodar«  Fiif*oii«a,  lieli«  Mittetl.,  1.  e.,  8.  100. 


1569. 

Die  "Rdigionsreformationshommissäre  von  Krain  an  den  Prödi- 
kanten  Christoph  Spindler:  Da  er  zur  ktUhoJischen  Lehre  nicht 
übertreten  tcill,  mehrere  ihm  erteilte  Termine  verstrichen,  er  sich 
seMieplidt  seihst   das  Urteil  gesprocheti,  das  Land  zu  rätifM«n, 


er  skh  nicht  bis  WeümachhH  1603  mit  der  katholischen 
Kirchs  versöhne  und  J.  F.  i)*  das  Unkraut  der  Lutherischen  Ketterei 
aua  ihren  Landen  ausniroiten  bedacht  ist,  so  tctrd  ihm  nochmals 
ernstlich  befohlen,  falls  er  im  Lande  bleiben  tcolU,  sich  bis  Ontern 
bei  einem  orihodozen  Priester  tur  Beicht  eu  steUen,  widrigenfaüs 
er  nach  dieser  Zeit,  d.  i.  am  21.  d.  M.  das  Land  8U  räumen 
habe.    Laibach,  1H04  Aprii  3. 

(Koui.,  L.-A.  Knüa.) 


1570. 

JEH€  ReUgionsreformationskommissäre  von  Kumten  an  Ri^ler 
und  Bat  ea  Vdlach:  Die  der  Religion  wegen  Ausgetciesenett 
dürfteti  bei  Strafe  von  100  Dukaten  in  Gold  über  (ieorgi  hinaus 
H»e&l  geduldet  werden.  Georg  Ortner  und  Sartlme  Waldner 
haben  hei  Strafe  von  20  Dukaten  vor  den  Heformationskommis- 
»dren  xv.  erscheinen  und  falls  sie  sich  nicht  sur  katholischen 
E^igion  erklären^  nach  Abtrag  des  10.  Pfennigs  ueg^usiehett. 
Spittal,  1604  Aprü  11. 

(Orif^  Archiv  dt«  Oe«ch.-T«r«ina  Käniten  Itudolfin.  Elii^nfart.) 
Lif!^  ein  Zettel  mit  den  Namen  Yon  teim  Auigtwitdtrnen  bei. 


1571. 

Chr.  Prättinger,  Kammerprohirator,  an  Georg  Herrn  von  Stuben- 
berg:  Da  in  scinent  Sclilossf.  eu.  Kapfenberg  das  sckiiscite  Lieder- 
aingen  und  unpasaierliche  PostHlenlesen,  dessen  sich  sein  ketze- 
rischer Pfleger  und  Kästner  anmaßt,  nicht  aupü}rt,  so  wird  er 
hiemit  verurteilt,  den  festgesetzten  PeenftiU  roM  15  Mark  Gold 
hinnen  acht  Tagen  eu  betahlen.  Gras,  1604  Aprä  14. 

(Oriff.,  8t.  Ih-A..  Slubenbcrg-Aklen.  GegeDrcrona.) 

Qeorg  Ton  Stubenber]^  schreibt  un  SS.  an  die  Verordneten  und  ant- 
' wertet  am  "H.  April  der  K^^irrang:  Ea  gesolir^he  ihm  ,ung(lt1icb'.  Wohl 
hib«  er  xvrel  erangelbche  DieDer,  die  seien  aber  niclit  auin  Kirrhea*  oder 
äcbuldieaste  beit«Ilt,  Ijabea  woM  aucb  nicht  Z«Lt,  fUr  die  Leute  zd  singen 
□nd  an  lesen,  weil  sicli  alle,  so  nicht  von  ihrem  OlaaWn  weichen  wollten, 
ao&er  Land  gezogen  (Kouz.,  et>euda).  I>i«  Verordneten  schreiben  ihm  am 
S6.,  er  hzb«  in  der  Sache  recht  gMchriehon  (Konx.,  ebenda). 


344 


lft72. 

Mancher  ßog  ob,  ohne  den  10.  Pfennüf  bu  wiegen,  da  fand  skk 
aber,  daß  er  Schuldner  im  Lande  hohe,  hei  denen  man  das  frfid 
miaog.  Ein  Fall  in  Wolfsberg,  tco  der  Ratshürger  und  Handels- 
mann   Kaspar   Cremer   abzog,    ohne   den  10.  Pfennig  bu  zahlen. 

IGO'i  Apiil  14. 

(Arntildateiuer  Akten,  BiiiJoIGd.) 

1573. 

Kurfürst  Christian  von  Sachsen  an  den  der  A.  C.  mtgethanen  Aia- 
schuß  der  steirischen,  kärntnischeti  «»d  krainiscken  Ritterschaß: 
er  habe  r>on  seinen  Räten  BericM  darüber  erhalten,  was  sie 
wegen  einer  Iftterzession  anläßlich  ihres  bedrängten  Zustanäes 
mündlich  und  schriftlich  haben  vorbringen  lassen  und  trage  mit 
ihrer  und  ihrer  Mitv  er  wandten  Bedrängnis  herdichcs  Mitleid. 
Da  «6  aher  ein  gleiches  Ansuchen  auch  bei  dem  Pfalegrafen 
Ltuhcig  und  dem  Uersoge  Friedrich  su  Württenihi'rg  ange- 
brütet, ioolle  er  sich  erst  mit  diesen  in  Verbindung  setzen  und 
dann,  ,soviel  sich's  immer  leiden  läßt',  enttceder  mit  .Vorschriften' 
oder  Abordnung  einer  Legation  ihnen  so  entgegenhomnien,  daß 
sie  seiw  geneigte  Affektion   im   Werke  spüren.    Dresden,  1604 

Aprü  15. 

(Orig.,  St.  L.-A.,  Chr.  R.) 

1574. 

Die  Verordneten  A.  C  an  nachhenannie  Herren  (das  Verzeichnis 
liegt  nicht  bei):  Da  Georg  Galler  noch  eine  größere  Anzahl  ge^ 
fertigter  lieglaubigungssehretben  benotigt,  darunter  allein  drei 
für  Kurbrandenburg,  bitte  man,  die  beigeschUissenen  Stücke  so- 
wie auch  die  Instruktion  gu  fertigen,  die  Sache  geheim  zuhalten 
und  die  Kreditiven  dem  Boten  versiegelt  zu  geben.     Graj,  1604 

AprU.  17. 
(Kons.,  8l  L..A.,  Chr.  U.) 

1&75. 

Papst  CXm^ns  VIII.  benachricJUigt  mittels  eigenhändigen  Schreiltens 

Eriherxoq  Ferdinand  von  Stein-mark  lOi»  dem  Besuche  Erxheriog 

Maximilian  En%sts  in  Rom.    Rom,  1604  April  18, 

[Oilg.,  St.  U-A.     Oedruckt  6t«ienn.  GsKb.-BU.  I,  »7.) 


Die  Verordneien  A.  C.  i«  Sieier  au  Georg  Gaüer:  hestätipat  tien 
Empfang  äes  Neuhuryschen  Schreihens  vom  2.  AprÜ  und  fmtnt 
iäcM  »eil»«'  bisherigen  glücklicheu  Verrichtung.  Biite,  sich  Hie 
ühemommene  Sache  gehr  angelegen  sein  bh  lassen;  vbersmden 
die  veriangten  Kreditiven  und  Instruktion.  Der  Einnehmer 
tcerde  die  Geldsache  riehiig  maehen.  Die  Resolution  ist  noch 
nidU  erfoigif  dagegen  hat  der  Kammtrprokurator  da\  Herrn 
Steinpeifi,  weü  er  sein  Kind  außer  Land  taufen  ließ,  um  lö  Mark 
Gold  gestraft.    Grau,  1604  April  24. 

(Kotu.,  8t  L.>A.,  Cbr.  R.) 


1577. 

Die  lietigionsreformationsJcommissäre  von  Kärnten  an  Hartmann 
Zingl:  die  Reformation  in  St.  Veit  roreunehmett,  fragen  sie  an, 
ob  er  des  10,  Pfennigs  ttvgen  vielleicht  Spesialbefehle  hat.  Wäre 
ihnen  lieb,  tcenn  er  su  ihnm  stoßen  und  der  Reformation  per- 
sönlich beitcohnen  würde.  Der  Bischof  von  Gurk  tcerde  ihm 
Befehl  geben,  ihnet^  in  der  Iteformierung  Beistand  tu  leisten. 
Bitte  um  Antwort.    St.  Veit,  1604  April  28. 

(Orig^  Lamborg-FfltJtrJlt-Archir.) 
Zingl  aulwQrltl  Ugt  darauf  (licho  die  folganda  Nuinnwr]. 


1578. 

Der  Vieeedom  Hartmann  /Angl  an  die  Rdigionsrefomiattons- 
iommissäre  in  KänUen:  Der  KrehetMog  habe  durch  den  Weih- 
bischof offene  Generale  über  die  Reformation  von  den  Kanzein 
verkünden  lassen.  Nur  gteci  Personen  haben  70  ß.  an  10.  Pfennig 
erlegt.  Reformation  iwi  Kreig.  FaUs  er  nicht  nach  Klagenfarf 
kommen  könnte,   mögen  sie  ihn  entscJtuldigen.     Strafiburg,  1604 

April  29. 

(Ko[].,  L  am  b«rg- Feilt  ritz- Archiv.] 

ErwUrdigor  .  .  .  Oon  Iiorrcn  Boyen  meine  gutwillige  ttinnst 
yederzeit  von  mier  b«rait.  Dem  scbreiben  angestern  zue  St.  Veit 
datiert,  alles  die  anyecKO  nndertlanen  liabende  religionBrefor- 
mation  in  dis&en  lande  betreffendt,  halbe  ich  aoheat  von  weisaern 


34G 


diu  empfangen,  wie  auch  mit  seinem  mcrern  inhall  vernomen 
und  sovil  Jen  Gurkbischen  district  beruert,  ist  zwar  oit  ane, 
dos  die  F.  D'  crczherxog  Ferdinandt  zuo  Osterreich,  mein  pn"* 
lierr,  wegen  angecsogen  religLonarcfonnation  in  denselben  district 
ofne  general,  neliche  hernach  durch  den  bern  weicbbischoven 
sae  Gargkb  auf  den  canczlen  liin  und  wider  pablicirt  worden, 
aassgebu  lassen,  wie  dieselben  ni^cb  bey  iren  bocbwierden  und 
dem  coruUtorio  zue  Qnrgkb  zu  finden  sein  werden,  darinen 
denen  pfarem  sambt  denen  gericbtsberen  auferlögt,  die  ab- 
casiehcnden  oncatoHschen  personen  zue  abbruch  des  sehenden 
pfenings  bey  DambbafTter  peen  zue  dem  viczdombambt  zu 
weissen ;  donindter  aber  sich  nit  mer  den  zwo  personen,  we- 
licbe  omb  gemcltcii  uobcuden  pfcoiug  70  il.  abgubroubeu  and 
erlögt,  bisa  dato  bey  mier  aingestölt;  weitter  bat  auch  hochst- 
gedaclit  I.  F.  D*  unlängst  dein  bern  landtsvcrwoHser  in  Kbürndten 
und  micr  die  pfaar  Khrcig  zu  reformieren  und  gleicbcsfals  den 
zehenden  pfening  von  denen  abcziehcndeu  oncatoliscben  under- 
tbanen  abzaforderu  durch  absonderlichen  bcvelich  gn"*  aufge- 
laden, deme  wir  nun  gehorsamb  geleistet,  darandter  sich  zwar 
vil  derselben  wurckhlicbcii  eingestOlt,  zween  leit  aber  noch 
diese  tag,  wie  ich  von  dem  hern  brobst  doselbst  verstonden, 
gehorsamb  zu  laistsn  angelobt,  welicbe  alberait  und  zum  tail 
Terkhauft  und  anss  dem  lande  zue  ziehen  erclüH;  ebnermassen 
ist  auch  solliches  dem  hern  pforer  zue  ä.  Veit  und  mier  in  der 
8tat  doselbst  fhrzukheren,  weliches  geborsamist  in  das  werkh 
geseczt  worden,  aufgetragen  hirtlbcr  worden;  meine  sundors 
liehe  hcrm,  noclt  aassweissung  ierer  liaberiden  Instruction  und 
ob  sie  Tcrmainen  die  f.  bevelich,  welche,  wie  vorgemelt,  bey 
Iren  hochw.  zue  Gurgkh  und  dem  pforrer  zue  Ö.  Veit  ligen, 
wolen  doch  die  hern,  ane  das  sieb  doselbst  befinden  und  sol- 
liches zu  vememen  von  ime  pfarer  begern  mOgen,  den  soeben 
irer  F.  D'  nottnrft  noch  onc  mein  mossgcbung  rechts  zu  thucn 
wissen,  welln  mich  anch,  wan  ich  nit  znegleich  wie  hewust  der 
Ciagen furterischen  religionsreformation,  von  dero  ich  nur  auf 
wenig  tag  umb  meines  gn.  fursten  und  hern  von  Gurgkh  an- 
kbunft  in  dos  landt  und  eilenden  weitern  veiTaissen  erlaubnuss 
bekbom  und  mich  morgen  oder  übermorgen  nidenimb  auf  Clagen- 
furt  begeben,  doselbst  biss  zae  ende  beywonen  muess,  nit  zae- 
gethan  wäre,  alsobalt  aof  Ä.  Veit  begeben  haben,  bitte  dero- 
wegen   mich   disfals  für  entschuldigt  zu  halten,  dan  ich  beedo 


i 
I 


commiflsionen  inigldtcti  nit  abworten  kban,  dos  habe  den  heren 
ich  hierüber  zne  Antwort  zae  sezcn,  denen  samcnt  and  sanders 
zne  dienstlicher  wilfarong  bcrait  entpieten,  heynebens  nns  obo 
göttlicher  bewarung  bevelchen  wollen.  Datums  titrospurg  den 
29.  tag  Apriliä  1604. 


Der  berren  dienstwilliger 


Hartman  Zingl. 


1579. 

Qeorg  Stohims,  Bisclwf  rtw  Lavant^  an  Ertherzog  Karl:  Bericht 

über  die   DurchfÜftrung    der   Gegenreformation    in    Steiermarh, 

Kärnten  und  Krain.    Paltnburg,  1604  Mai  1. 

r-  (Gedrunkt  Stobiu«,  Hiittor.  rel.  refurm.,  S.  afi— 80.) 

^  E«  maß  «n  di«»er  Sl«lte  aWr  doch  betont  wprdtrn,  inß  d«r  Beriebt 
dei  Stobina  in  allen  wr^nntlichen  Pnnklen  unrichtig  i»t  ond  «ein« 
DOtWMldiir«  Korrektur  cnt  durch  die  ahen  ^lit^nt<^ilt«n  Akten  erhÜlt.  So  iüt 
BS  gant  falsch,  woun  äUihiiufl  rom  Anfanj;«  der  Gegenreformation  behauptet: 
Origo  fnii  tine  admirabilif,  wtpote  nm  arte  nee  tttidio  quaeatttt,  Md  ab  ipaimH 
advertarii*  *eu  eora  mu  dtoina  providentia  in  manut  tradita.  Sleho  dagegen 
di«  DtnkBchriA  im  1.  Bd.  dieaer  Satnmlani»  Nr.  307  utid  die  dort  8.  148  er- 
I  wibstvo  Stück«,  dann  die  im  Laude  weit  vor  breiteten  KrzSltlun^en  Qber  die 

AbdcbtCD  der  Gtgii.tr  der  Pröt^ilastcn  fOr  dnp  Moment  dei  Ite^ifnin^- 
■ntritte«  Kerdhianda  U.  (ebenda,   8.  167,  Not»   nnd  Nr.  ^«S,  B.  lAä,  Nr.  S&3, 

IS.  IS6.  Nr.  S»9,  S.  '.21»),  endlich  hat  StobKus  Te^gt^aleu,  daß  er  sich  »elbiit: 
daritber  au^^sprocben  hat  (Nr.  431,  ä.  IUI).  DeagteicfaeD  sind  die  altgeni'oineti 
Angaben  Ubnr  die  Entatchung  der  Brackor  PaxiäkatioD  gaas  falscli.  Wer 
■ich  über  di«  VerliÜllniM«  diuer  Zeit  von  luständiger  katholischer  Seite  Rati 
•riloUii  will,  maß  di«  jangiteni  ron  mir  publizierte  KorrMpondena  dei 
Seckaoer  Bi.4chofs  Georg  AgricnU  znr  Hand  nehmen.  Noeb  ttorichtlger  ist, 
was  von  der  drohenden  Ualtang  der  prolost antiichen  Stlndo  Karl  II.  gegen- 
'  Ober  g^aagt  wird,  die  nach  dieaotn  Bericlite  fast  ?ine  offen  kund  i};^  Itobeltion 

■  war.  Falsch  int,  was  Über  di«  Ursache  und  dio  Zeit  der  Einführung  der 
Jwoitoo  «rxühlt  vrird,  die  nicht  nach  dem  Bruckur  Tage,  tonderu  rcbon 
tieben  Jahre  frriher  «rfolgt  war;  falsch  ist,  was  über  don  Weinavivscliank 
der  PrHdihanten  geiagt  wird;  da  gab  es  allerdings  it]t«re  Anordnungen,  die 
sich  aber  nicht  auf  die  protettantJsche,  sondern  anf  die  katLotis^^lie  Geist- 
lichkeit b«ogen.  Üagpgon  findet  »icli  kpin  Wort  von  den  latsSch liehen  Vor- 
gftngen  in  Innsrßstcrreich  nach  der  Pazißkatiou:  der  EinBcliBchtening  des 
katholischen  Klerus,  dem  Eingreifen  der  Kurie,  der  Mission  Ninguardas.  dar 
UQnchner  Konferenzen,  der  Tätigkeit  des  Salibnrger  Erxbiscbofi  usw.  Wes- 
halb die  Prüdlkaoten  in  Ata  landeiffarfillichen  StXdteo  nicht  gedtiMet  worden, 
ist  dem  Autor  völlig  unbekannt,  ebenso  warnm  protestantiiche  Kirchen  i  n 
der  Nähe  der  StSdle  entstehen.     Von   dem  angeblichnu  .VenwhwOrerbuclie' 


S4S 


(8.  48)  Ut  oir)t«n<ls  «ucli  nur  cLi»  leiawU  Spur  xa  «aldvckan,  nu  daf^frsn 
TOD  ä*m  Cakiaiimiis  Ztmm«rmiDDi,  ron  d«m  FUziftiii»imiJ  andtr«r  geugt 
wird,  enKhfthit  hidr  in  gi.nz  icbi«fc-r  Bflaiichtung  Wi^  falich  difi«a  ganx« 
Schildernng  der  kirch«npolit!achon  Tfltigk^it  Karli  II.  d&rg«jtellt  int,  mag 
nun  aas  dem  enlntihman,  tru  Ton  StobäuB  Über  die  Koaxnaaioo  Ferdinands  I. 
in  Oeterreieh  gesAgt  wird,  ron  der  kein  Buchstabe  nabr  ist.  Ea  hat  hier 
fait  den  Anschein,  als  wnßto  der  Schreiber  nicht,  daß  Kerclinaad  I.  f^eterreich 
und  Steiermark  regierte.  Krat  da,  wn  StobKuN  Dinge  erzählt,  die  er  eelbet 
ija  iDQirtMttrreich  erlobt  hat,  etwa  »eit  1&9U,  Ut  seine  üarstelluiig  eini^r* 
ni«Q«n  richtig,  abnr  »olhut  hior  «iiu1  wichtigo  Pituktn  UWrg»ng«n,  andsr«, 
wie  X.  B.  dte  Vnrgüng»  bei  der  Huldigung,  unrirhtif;  erxlUill.  S«ll>iit  waR  die 
tatKftchliche  üfigenreformatian  seit  IftSB  betrifl^t,  werdi-n  manchp  Ding;» 
kunterbnot  dareheinaiider  gescbnben  und  lit  die  chrnnulogisehn  Aufeinaudnr- 
folg«  oioe  ganz  verwirrte.  Und  so  ixt  aucli  der  ScblDÜsatz  falsch:  tertÜnandtan 
adiXrtariot-um  facUa  .  .  .  cooeJuni  nueepute  opua  reforinaiümis.  .  .  . 


1580. 

Die  der  Religion  tcegen  ausgfucieseive  Elisabeth,  Wittoe  nach 
Ch-istoph  Wuricr,  erhält  ein  Testimonium  ilires  Wohlverhaltena 
und  der  ehelicheti  Geburt  ihrer  vier  Kinder.  Gmünd,  1604  Mai  10. 

(OmfltLder  Akt«a.  Radolfin.) 


1681. 

Ferdinand  IL  an  Richter  und  lint  tu  Pettau:  Grabner,  ge- 
wesener Apotheker  daseJbst,  weile  in  ihrer  Ifähe  und  habe  aicA 
strafbarcriceise  auf  seinem  Guk  etwas  außerhalb  der  Stadt 
niedergelassen,  ja  er  soll  angehlich  auch  in  die  Stadt  kommen. 
Befehl,  Kenn  sich  die  Sachen  so  verhalten  sollten,  ihn  in  Arrat 
rti  nehmen  vnä  sein  Hab  und  Gut  einsusichen.  Grax,  1€04  Mai  15. 

(Gtelchz.  Knp.,  Stattfa.- Archiv  Oraz.) 

Au  SS.  Mai  ergebt  ein  neuer  Befehl,  von  Orllboer  200  fl.  Strafgeld 
eiDsaiicfaeo  und  t>ii  zu  deiaea  Erlegnng  ■«inea  Meierhof  und  Weingarten 
einziuiehen  und  ihn  itclbit  in  Arrest  «u  balttn  [Kap  ,  ebenda)  Am  IS,  Juli 
rerlangt  der  ErzhcrKog  Bericht  über  die  etwaige  BntlaMting  Grflbners  aus  der 
Haft  [Ko|i.,  ebenda).  Orllbner  hati«  an  dif«piii  Tage  ein  Majeatlt^emcti 
BtHirreioiit,  in  dem  vt  nachweist,  einen  Monat  Frist  zur  Eriedignag  seiner 
Angelegenheiten  in  Pettau  erhallen  zu  lial>en,  das  sei  ihm  aber  su  »\Ax  za- 
gekommen;  biltet,  ihn  froizulaueu,  umiumehr  ab  sein  Sohn  katholisch  Ist, 
er  selbst  mit  einem  Fuße  im  Grabe  steht  nsw. 


« 


Erhe  nach   MWuilm  AWiamer  in  V^<uh  zahlt  von  seinem 
verkauften  Grunde  per  300  fl.  an  10.  Pfennig  HO  ß.     Gastein, 

1604  Juni  3. 

(VolUeber  Akt«u,  Btidulfin.} 


1583. 


Herwog  Friedrich  twi  Württemberg  an  den  PfaUgrafen  Philipp 
Luding:  bestätigt  den  Kmpfung  seines  Schreibais,  bctreffetid  die. 
Werbung  der  Eitterschaft  A.  C.  i«  Steiermark,  Kämie»  und 
Krain  durch  die  steirisciwn  Gesandten  am  20,  d.  M.  Da  die 
Bitterschaß  eu  dem  Gebrauche  iJires  Rrersitiums  n^hl  befugt, 
sei  er  nicht  abgetieigt,  zugleich  mit  Kursachsen  sich  ihrer  atisu- 
n^men,  weil  dies  bei  aüen  Ständen  A.  C.  Nachfolge  finden 
dürfte.  Zweckdienlich  ist  eine  Legation  oder  schriftliche  Tnter- 
session. Von  beiden  möge  ein  MiUd  durch  Sachsen  oder  antlere 
Fürsten  der  A.  C.  ins  Werk  gerichtet  werden.  Da  Ew.  L. 
wissen,  ime  wenig  Jlespeki  tereineelte  Interzessionen  hei  Hofe 
haben,  so  empfiehlt  sich  eine  Gestimtlegation.  Hierüber  wolle  er 
sieh  mit  Sassen  verständigen.  Bitte,  auch  seine  Wohlmeinurig 
miteuieiien.  NagoU,  2604  Mai  24. 
(Kop,,  8t.  L.-A..  Chr.  B.) 

1584. 

Dersdbe  an  die  sfeirisch'kärntnuich'krainis^  (iesandtsckafi:  hat 
deren  Anbringen  vernommen,  trägt  um  ihre  Beschwerden  Mitleid 
und  wäre  geneigt,  sich  vor  der  Abreise  der  Gesandten  ru  resol- 
vieren.  Da  aber  die  Sache  ihrer  Wichtigkeit  nach  auch  an  Kur- 
Sachsen  und  den  PfaUgrafen  Ludteig  Philipp  gebracfit  werden 
muß,  habe  er  die  Resolution  hi$  sur  V/^gleichung  mit  beiden  ein- 
gestdlt.  Gleichwohl  sei  er  der  Meinung,  daß  in  der  Sache  pi-eces 
et  iDterce&sioncs  rorzunehmett  seien,  und  lasse  er  es  sich  nidtt 
nucider  sein,  sich  etUweder  durch  eine  Gesamtlegation  oder  durch 
»*»  ausführliches  Schreiben  an  den  Kai.'ier  und  den  Erehereog 
Ferdinand  »u  wendete.  Soldie  Legation  oder  schriftliche  Inter' 
Session  mÜ  ftdgender  Jttterposition  dürfte  nicht  oJine  Frucht  ab- 
laufen. Nagolt,  1004  Mai  ^4. 
(Kop.,  St.  L.-A,,  Chr.  K.] 


1585. 

Pfcihgraf  Philipp  Ludwig  an  Herzog  Friedrich  «*  Württemherg: 
heiligt  den  Empfang  seines  SdireHetis  vom  24.  Mai  und  ist 
in  der  Sache  ehenso  gesinnt.  Doch  i^  ihm  vtm  Sachsen  noch 
heine  Antwort  oder  Erklärung  Jiugekommen.  Da  keine  Zeit  nt 
verlierfn  isi,  möge  er  eine  Mahnung  an  Sachsen  ergeJten  lassen. 
Beiliegend  ein  Konzept,  das  er  in  seiner  Kanetei  hohe  aus- 
arbeiten lassen  und  das  er  seiner  Korrektur  unterwerfe.  Neu- 
burg a.  d.  D.,  1Ö04  Juni  9. 

(Ko[».,  St  L-A.»  Cbr  B) 

Warttemb«rg  antwortet  am  SS.  Juni.  Du  Eo[ix«pt  tnOge  «uistweil«o 
In  seiQMii  Namen  «II«in  gefertigt  wrrden.  Sobalil  ron  SachMD,  die  ^wQntclite 
£rkl£niDg  komme,  wolle  er  tpinenteitn  du  Mstigc  ()«so  tun  (Kap.,  «bentta). 
Der  erwibdte  Rntvrurf  eines  geraeinMinen  Schreibens  an  Hachsen,  aoa  d«r 
Pfalx-Meubafgicbnn  Kanslri  aushebern],  vom  Juiit  (obno  Tag)  ebenda. 

1586. 

Christoph  von  Radmannsdorff  an  die  Verordneten  von  Steiermark: 
Auf  die  Geldstrafe,  die  der  Kummerprokurator  Prättinger  wegen 
der  Kopulation  meiner  Tochter  von  mir  und  nwinetn  Schwieger- 
sohne Otto  von  Saurau  verUingt,  bin  icf*  sofort  i».-)  Verordnden- 
kollegium  gegangen  und  habe  meine  Antteort  mit  dem  Rate 
Pudvlfs  von  Teuffenhach  festgestellt.  Der  Kammerprokurator 
iiliert  micJi  auf  den  26.  d.  M.  vvr  die  Regierung.  Bitte  um 
BÜfe  und  Intereession.  Sturmherg,  160A  Juni  12. 
(Orig.,  St.  L.-A..  Chr.  R.) 

Die  neiriscbe  RIturKhaft  tntencdfert  am  S2.  Jon!  flir  ibn  bei  der 
y.  D*  and  bittet,  die  Bach«  aufsuheben.  Cber  die  B«ratnn|f  Ober  den  Rad- 
in aotudorSBcheo  nnd  8tciop«ißscbeii  Fall  ti«gt  ein  Protokoll  roni  SS.  Juni 
IMU  ror.  BMcbloH,  eine  IntaraeHion  eicEuroicbpii  iiii<]  die  landcsfurttliche 
BmoIbUod  aaxaxiehen,  darin  sie  eineo  btillstand  verwilligtn  (ebanda). 


1587. 

Die  Verordneten  von  Steier  A.  C.  an  Christoph  von  Radmanns- 
dorff:  Was  ihnen  wegen  der  Klage  des  Kammerprokurators  mit^ 
geteilt  wfurde,  htü/en  sie  den  amceseriden  Herren  und  Lundleitteti 
vorgetragen,  die  für  notwendig  htdten,  eine  Zusammefikunft  für 


,Auf  (fcs  oonttfrprooaratons  pro«»  und  loco  reaolutionis  paratam 

execationem  luU  die  Stetfrische  ritterschaft  geh.  dise  schorfe  exe- 

ention  ab-  und  eintustdlen  (gebeten),  den  l'J.  Jt*ni  2604.* 

(EiBMiaM  BUtt,  St.  L.-A.,  air  R.] 

I  1689. 

^M  Der  getcesene  Ijandschaftssfkretär  Erasmus  Fisrher  an  die  Ver- 

^M  ordneten  A.  0.  üi  Steiermark:  dankt  für  dir.  ihm  durch  die  Er- 

^H  tnUutg  einer   Empfehlung  an   den    Kurfürsten  ron  Sachsen  er- 

^M  wieune  Gnade.    Zwar  sei  der  Kurfürst   verreist  gewesen,  aber 

^B  dessen  Bäte  hohen   ihm   auf  Empfehlung  Herrn  Gottfrieds  von 

^m  Stadl  gute   Vprtröäung  getan.    Im    Begriffe,    nach    Dresden   ext 

^1  übersiedeln,  bitte  er  uoch,  ihn  hd  den  geheimen  Bäten  Freiherrn 

^M  Burkhard  Schenk.,  Herrn  Heinrich  Abraham  von  Einsidl,  Herrn 

^M  Kaneler  Dr.  Aichman   und  Georg  Johann  Gedlmann,    besonders 

^m  aber  bei  dem  Hofprediger  Polgkarp  T^^ser  zu  empfehlen.  Wien, 
H  1604  Juni  HO. 


{Ottg.,  St.  L.A.,  Clir.  K.) 
Dia  gtwttDMbtvn  Ktopfehlunguchnlben  werdeu  an  &.  Juli  Riiifefvrti^ 


1590. 

Ferdinand  U.  an  die  y'€ro}dncien  von  Steiermark  und  die  in 
Grai  amcesenden  Herren  und  Landleute  A.  C:  Antwort  auf 
deren  Eingabe  vom  19.  Juni  wegen  tles  Exersitiums  außer  Lande. 
Die  F.  Z**  habe  niemals  daran  gedacht,  den  ErUiß  votn  20.  Ok- 
tober 1603  SU  suspendieren.  Mit  betrübtem  Herten  tcürde  sie 
die  Bitierschaß  aus  dem  Lande  eichen  sehen,  könnte  sie  aber 
nicht  turückhalten,  Sie  mögen  sich  weisen  lassen,  Sie  gleichen 
dem  Kinde,  detn  der  Vater  das  Messer  verwehrt.  Von  seinem 
Entschlüsse  werde  er  nicht  weichen.    (Gras)  1004  Juni  26. 

(Kop.,  ]. -A,  StnbMibt^rg-Akten,    (ie^nrefonD.     SHUlnger,  fot.  SM^-  — ASt*.} 


i 


353 


Der  F.  D*  erzherzogen  Ferdinanden  ...  ist  E.  E.  L.  ia 

Sleyr  veronlenten,  auch  der  andern  herrn  und  landleatb  A.  C. 
verschioer  tagen  den  19,  diUt  datierte  schriflft  des  verbotnen 
reVigionsexa-citii  ausser  landes  and  die  desthalbcn  ansgangnc 
I.  f.  generalia  betreffendt  nach  len^  referirt  und  von  derselben 
in  gebUrende  beratschlaguiig  gezogen  worden.  Darauf  haben 
I.  F.  D'  criuelU}!)  verordeiUen  und  laudleithen  ir  entliehe  reso- 
lation  und  erclttrung  über  das,  so  all>eraith  hieror  beschechen, 
nach  ferner  nachfolgender  geslalt  gn.  entdecken  wüllcn: 

Und  hetteu  sich  I-  F.  D'  zwar  unzweifenlich  versechen, 
nachdem  durch  dero  schon  vor  etlichen  isren  publicierte  gene- 
ralia da»  exerritium  der  A.  C.  und  andern  dem  alten  allein 
seÜgmach enden  glauben  widerige  confeaaionen  bey  schwerer 
straf  ernstlich  verboten  worden,  es  würden  die  laodleath  der- 
selben confe^sion  anhengig  solchen  1.  f.  mandaten  geb.  nachge- 
lebt und  sich  also  in  crafft  und  nach  answeisung  des  religions- 
frideo  ires  herrn  and  lundsflirstens  willen  accomodirt  haben, 
dem  allen  zuwider  und  obwol  in  denselben  generaln  berüertes 
exercitium  indifferenUr  verhütten  und  disfals  kain  undtcrschaid, 
ob  es  in-  oder  ausser  Jands  beschechen,  gemacht  worden,  so 
haben  doch  I.  F.  D*  nicbt  zu  geringer  verscli Impfung  der  l.  f. 
mandaten  täglich  vernemen  uiüessen,  das  die  uncathoÜachen 
landleutli  da^  verbotne  txercitium  ausser  laiids  und  sonderlich 
an  den  landsconfinen  häufen  weis  bcsaecht  und  sieb  deren 
(wann  sie  von  dem  camer procurator  umb  die  den  generaln 
einverleibte  straf  anclagt  worden)  mit  dorn  entschuldigt,  das 
sie  die  vorige  mandata  dabin  nicht  verstanden,  als  ob  darin 
auch  das  exercitium  ausser  landts  untersagt  wordim  wäre. 

Ob  nnn  gleichwol  die  hindlouth  A.  C.  zuegethan  I.  F.  D' 
willen  nnd  mainung  aacb  der  miindaten  reclitcn  verstundt  allain 
aus  dem  Icichtllch  hatten  vermerken  kUnon,  das  der  I.  f.  camer- 
procnrator  auch  diejenigen,  so  ausser  landa  das  exercitium  be- 
soeclit  umb  der  mandaten  peenfall  rechtlich  beclagt,  nicht  desto 
weniger  aber  und  damit  dise  ungleiche  einbitdung  und  aas- 
äucht  uml)  sovil  weniger  bIäI  halten  und  yomandts  fUrtragen 
niilgcn,  haben  I.  F.  D'  zu  allem  ilbcrfluss  nnd  allain  destlialben 
vom  20.  Angosti  oimo  1603  sonderbare  mandata  publicieren 
lassen,'   darinnen  sie  zwar  nicht  neues  statnirt  oder  verholten, 


'  LiDgen  uidil  war. 


353 

sondern  sllain  die  vorigen  general  and  iren  1.  f.  willen  mit  ans- 
tricklicker  rerbiettung  auch  des  exereitii  ausser  landts  merers 
erclHrt  and  erleitcrt. 

Es  sein  gleichwol  nicht  lang  lieroach  und  den  20.  Octobris 
die  von  der  rittcrscbaüt  A.  C.  der  dreyen  erblandt  Steyr, 
Kamdton  und  Craia  bei  I.  V.  D*  mit  aincr  ausfUerÜchcn  schrifft 
und  Rrclänuig  einkomcn,  darinen  sie  umb  aufhcbung  angeregter 
tnandatcn  neben  illrbringung  anderer  mer  |mnct«n  geb.  gebetten, 
nnd  ob  sich  wol  I.  F.  D'  gleich  alsbalt  darauf  nicht  erclärt, 
sondern  eiCj  die  riterschaft,  mit  Vertröstung  einer  fUrderHchen 
resolution  zur  gcdnlt  gcwiseti,  so  hat  es  doch  (wie  innen  die 
ermelte  ritteruchaßfi  einbildet)  bey  I.  K.  Ü'  die  mainnng  gar 
nic}it  gehabt,  das  m:  dise  bcy  ir  zuvor  wolbedachtc  Ordnung 
in  sweifl  ziecken,  vil  weniger  dieselbe  aufheben  und  suspcndim 
wolten  (dann  auf  disen  vcratandt  wurden  nicht  die  landleith 
sunder  I.  F.  D*  die  gedult  getragen  haben),  sonder  es  ist  die 
resolutiou  merersthaits  der  an(]ern  punctcn  halber,  die  in  be- 
mclter  schritft  auf  die  pan  gebracht,  damals  bis  auf  ferrere  de- 
Uberation  eingestelt  worden.  Derowegen  hat  sich  ofi'tgedachte 
riterschaft  vil  mer  ires  herrn  und  landfürsten  wissenlJichen  und 
in  das  ganze  Jandt  pnbliuierten  willens  befleissen,  als  ircr  Ubl 
eingebilten,  darzue  unvi^rmuetlich<Mi  htiirming  gel(.d>eii  sollen. 
Weil  aber  durch  etliche  ungehorsame  das  widcrspil  gescliechen, 
haben  1.  F.  D*  gneten  fueg  gehabt  und  noch,  die  Ubertretter 
deren  raandaten  umb  die  darin  libertrettne  straf  rechtlicher 
Ordnung  nach  durch  den  camorprocurator  fUrnemen  zq  lassen. 

Kachdem  aber  E.  E.  L.  in  Steyr  verordente,  auch  andere 
anwesende  herrn  und  landleuth  Ä.  C.  anyetzo  abermals  I.  F.  D* 
Torangedente(!)  in  gehorsam  übergeben  und  darinen  umb  auf- 
hebnng  angeregter  Cjimerprocuratorischen  processen  und  con- 
s^qtunter  auch  der  publicierten  I.  f.  generaln  nnderth.  ange- 
halten, so  kUnen  I.  F.  D^  nicht  umbgehen.  sich  ires  gn.  willens 
und  mainnng  hiemit  schrifitlich,  runt  und  cathegorict  dahin  zu 
ercüiren,  das  sich  I.  F.  D'  die  zeit  irer  1.  f.  regierung  yeder- 
zeit  dahin  beflissen,  wie  sie  ir  getreue  riterschaft  sowol  sambt 
als  sonders  allon  gn.  willen,  sonderlichen  in  policischen  saohen 
erweisen  nnd  erzaigen   möchten,'  kanten  auch  hoch  bcteaem, 


'  sich«  ilitHlb«r  du»  Schr«>ib«n  i\9it  Butlii'iu*  xn  ilon  Kartlinal  AhloUrandini, 
Kpp .  p-  l»u. 
r»Ut.  U.  Abi.  Bd.  lA.  )13 


dieweil  sie  bJshero  bey  der  literschaft  in  vilfeltig  weeg  alle 
getreu  un<l  gohoraamlatR  wilferigkait  in  werk  gespürt,  dessen 
BQcb  von  innen  liinfUrter  nicht  weniger  geweitig  sein,  das 
I.  F.  D*  ineo  bislioro  nicht  gern  was  versagt  und  abgeselilftgen, 
aucli  noch  inskonfftig  nicht  gern  versagen  wolten,  was  I.  F.  D' 
imer  mUglich  und  verantwortlich  sein  kunte,  möclilen  auch 
wUnschen,  das  ir  der  landlcuth  bcgerri  diseafals  also  beschafea 
wäre,  das  L  F.  D*  mit  unverlelztem  gewissen  darein  verwil- 
ligen kunten.  Dieweil  aV>er  diser  hnndl  nicht  das  zeitlich, 
sonder  das  ewig  und  der  seein  baiD  und  seligkait  beriert, 
I.  F.  D'  sich  auch  ires  von  gtitt  aufgetragnen  1.  f.  ambts  und 
dessen  erindcrn,  das  sie  dc&thalbcn  dem  almeebtlgcn  gott  zu 
seinerzeit  recben3<;liad't  geben  müessen,  so  seehen  I.  F.  D' 
nicht,  wie  sich  nnmohr  gebUren  oder  verantwortlich  sein  wolle, 
aus  dem,  was  I.  F.  D'  einmal  mit  guctcm  fueg  und  bedacht 
statuiii.  zu  seliruiten  und  damit  ir  gewissen  der  anhaltenden 
ritterscbatt  zu  gefallen  so  hoch  zu  beschwäreu.  Es  sollen  die 
landlentb  A.  C.  gewisslich  darfÜrhalten,  wie  sie  dan  selbs 
leichtlicb  erachten  kUncti,  wann  sie,  die  ritterschaft  (welche 
bishero  ein  sonderbare  zier  diser  lande  gewesen  und  I.  F.  D' 
90  gar  wol  an-  und  in  allen  ftUlen  so  treu  und  ritlerlicb  bey- 
gestandcn),  diser  ursach  halben  das  vatterlandt  verlassen  solten 
und  wolten,  das  1.  F.  D'  solches  nicht  weniger,  als  sie,  die 
taudleuth,  solches  mit  betriebten  geraöet  ansecben  wurden.  Im 
iÄal  sie  aber  selber  discn  weeg  fUrnemen  und  erwellen  wollen, 
80  künten  zwar  I.  F.  D'  dieselben  wid«r  iren  willen  nicht  auf- 
halten, sondern  mUostcn  innen  ircn  ahzug  aas  dem  landt  nach 
inhalt  der  reichsabscliid  vergunncn  und  zuelassen.  Ks  welle 
1.  F.  D'  vcrboflen,  auch  sie,  die  iSteyeriscIic  riterschaft,  hiemit 
ganz  gn.  und  vattcrlich  ermant  haben,  sy  wolten  nicht  allaio 
otftangcmcltea  generalu  mit  Vermeidung  aller  uncathoUschen 
exercitien,  ausser  als  inner  lands  gehorsamblichen  nacbkomen 
und  sich  also  aowol  der  comminicrteu'  straf  und  caraerprocnra- 
torischen  processen  (die  I.  F.  D'  wider  die  übertrettei-  fUrzo- 
nemen  nicht  underlaasen  künten)  selbs  entheben,  sondern  für- 
nemblich  auch  dabin  bedacht  sein,  das  sie  dermal  ains  zu  dem 
alten  allain  seÜgmachendcn  catholischcn  glauben,  dannen  ire 
löbliche  und  geehrte  Voreltern  gedanfft  und  unRwcifenlich  auch 


■  Im  Tut«:  iCotniniiiiciertBU*, 


355 


I 


selig  worden,  darl>ey  sie  aacb  vil  handert  iar  in  groaer  ehr 
und  wotfardt  verharct  tmd  gcblibcn,  niderumben  trettcn  and 
sich  aaf  den  weeg,  davon  sie  durch  rerfuerang  der  neuen  lerer 
aligcwichon,  guetwilli^  begeben  and  also  I.  F.  L)*  mit  dem  ge- 
suechten  tffeetu  irer  fUrgenomen  reformation  ainest  erfreyen,  8o 
werdeo  sie  alsdann  selbs  bekennen  and  mit  hüchstem  dank  er- 
kennen, dass  sie  niclit  allain  in  poiitidchen  Sachen,  sonder  t'Ür- 
nemblich  in  disem  werk  der  so  ofilers  angepotnen  1.  f.  gnad  em- 
pfindlich und  nicht  weniger  genosen  als  ein  kindt,  dem  der  vatter 
das  measer  verwehrt  und  verbotten,  die  vÄiterliche  treu  und  gnad 
mit  der  zeit  erkennen  und  sieb  darumben  bedanken  thuet.  Und 
wollen  sich  also  l.  F.  D*  dahin  nochmals  und  entlich  ercUlrt  haben, 
das  sie  von  irer  disfaUs  einmalcn  genomon  rosolution  nnd  den  In- 
halt angeregter  1.  f.  generaln  ans  angezognen  erlieblichen  Ur- 
sachen im  wenigisten  nicht  zu  weichen,  sonder  mit  omst-  and 
onablässlicher  beätrafuiig  der  Qbertrotter  vestiglich  darob  zu 
halten  gedenken.  Welches  I.  F.  D'  bemelter  Steyerischer  rJtter- 
Bchaft  A.  C  zuegethan  zar  antwort  und  irer  nachriohtung  gn. 
nicht  verhalten  wellen,  denen  sie  mit  1.  f.  genaden  iederzeit 
zQvorderist  genaigt  verbleiben. 

Docretum  per  archiducem  2G.  Junii  anno  604. 
Balthasar  Leyman  d.  P.  Casal. 


1591. 


Pfi 


aUgraf  Philipp  Ludtriff  an  Georg  Giüler:  teilt  mit,  fws  Hereoff 
Friedrich  von  Württemherff  sich  in  Betreff  de»  an  Sachsen  eu 
schickenden  Schreibens  erklärt.  Er  hätte  gerne  yeseften,  wenn  der 
Uersog  es  mitgefertigt  fuitte.  Um  su  zeigen,  me  ernst  es  ihm  mi» 
die  Sache  ist,  sende  er  es  in  eigenem  Namen  allein  durch  eigenen 

Boten  an  den  Kurfürsten.    Neuburg  a.  d.  1)..  2004  Juli  2. 

(ürig.,  8t.  LA.,  übr.  K) 


1592. 

an  die  Verordneten  A.  0.  i/»  Sleiermark :  er  sei  rim 
t  in  Dresden  angekommeu,  haha  dort  acht  Tage  auf  Moß' 
dorfer  und  Schränlder,  die  sich  unterwegs  länger  aufhielt»*, 
warten  müssen  und  sicii  dann  erst  durch  I)r.  Polykarp  I.eyser 
bei  dem  Kurfürsten  anmeiden  lassen.  Da  dienrr  am  Fieber  er- 
krankt  war,   hieß  er   uns  am  25.  vor   den  geheimen  Haien  er- 


u 


35C 

»cheineu  Mid  mir  s^$t  eine  Audiene  für  den  ^.  anweisen. 
LeidffT  ßrhieli  ich  am  24.  nltends  die  Botschaft  vom  Tale  meines 
Weiltes,  teeshalb  ieh  sofort  per  postam  higher  reiftte ;  meine  hciden 
Gefährten  aber  haben  am  35.  ihre  Werbung  verrichtet  und  sind 
dann  mit  tietn  beigdegten  Anttt-ortschrfiben  entlassen  worden.  Eine 
endgültige  Jlesdntion.  um  die  sie  nngelialien,  vmrde  ihnett  nicht 
gegelten,  u'oranf  sie  sieh  auf  den  Weg  mich  Stuttgart  machten. 
Dort  sind  wir,  ueä  ieh  ißegen  des  lingrähnvises  meiner  Frau 
nicM  früher  konnte,  am  .?0.  Mai  eingpfroffen  und  hohen  unsere 
Sacfif-  angdfracht  und  die  beigeschlossene  Antwort  trhalten.  Wie- 
wofU  uns  der  Hermg  nur  dtircJi  seine  Bäte  cmpfangefi  ließ,  hat 
er  mich  naciiher  nach  iJornstadi  erfordert,  mit  mir  von  allen 
Sachen  gesprocJien  und  midi  acht  Tage  bei  sich  bchalteti,  worauf 
ieh  am  16.  Juni  wieder  in  Neuhurg  ankttm  und  dem  PfaUgrafen 
Bericht  erstalicie^  welcher  dann  Anmahnungaschreibcn  ««  Stichen 
und  Württemberg  ablaufen  ließ.  Jetzt  arbeite  ich  dahin,  daß 
eine  ansehnlicJie  Legation  von  diesen  drei  Fürsten  an  dni  Kaiser 
geht,  und  weü  ich  Pfalg  und  Württemberg  sehr  geneigt  ßnde, 
hoffe  ich,  auch  Sachsert  werde  nicht  dagegen  sritt.  Bitte,  ihm 
1000  ß.  nach  Regensburg  oder  Augsburg  eu  richten.  Hegemburg^ 

1604  JuU  4. 
(Orig.,  St  I^-A.,  Chr.  R.) 


1&93. 

Anmahnungssc^reiheti  des  Pfalsgrafeti  Philipp  iMdwig  an  den 
Kurfürsten  von  Sachsen:  Da  die  Verfolgung  noch  immer  forl- 
gesetjst  wird,  unordentliche  Prosesse  erfolgm^  die  (lömflieheti 
Ständen  der  A.  C.  su  nicht  geringen  Schimpfe  und  Desjjekte 
gereichen,  halte  er  nicht  unterlassen  icoUen,  S.  L.  nochmals  an 
die  Sache  eu  erinnern  und  ga  fragen,  durch  trelche  Wege  und 
Mittel  dieser  umsichgreifenden  Verfolgung  ein  Ende  getnacht 
werden  könnte.  Zu  beachten  sei,  daß  die  vorgegangenen  Jnter- 
Messionen  erfolglos  gebliehen  sind,  daher  2«  besorgen,  daß  sie  auch 
jetit  nicht  respekiiert  werden  müeJUen.  Da  der  Kaiser  uttd  der 
Erzherzog  dteser  Sache  nicht  gewogen,  werde  es  einer  guten  und 
ausführlichen  Infornuition  bedürfen.  Ersprieß^her  dürfte  dar' 
nach  eine  ansehnliche  Legation  sein.     Neuhurg  a.  d.  D.,   1604 

JiUi  4. 

(Ko|i.,  Bl  L.-A^  Chr.  R.) 


Die  Vertyrdnrt^m  von  Steirmmrh  A.  C.  an  die  von  Kärnten:  E9 
wird  ihnen  erinnerlich  sein,  dafi  jene  Herren  und  Landlruie,  so 
das  exeruitiuo)  ihrer  Konfession  außer  Land  f/esticht,  troU  der 
heim  LandesfuraUn  überreichten  ^otestationssdirift,  um  15  Mark 
grstrnß  und  vor  die  Regierung  eitiert  icorden  sind,  Jetst  teurden 
auch  von  Hadntannsdorf  wegen  der  Kopulation  seiner  ToeJäer, 
die  außer  lAtndes  erfolgte,  und  von  Christoph  Sfeinpeiß,  der  seiu 
Kind  außer  Landes  taufen  ließ,  die  Strafen  eingeforda-t.  Sie 
haheii  dagegen  den  Betroffenen  Interzessionen  erteilt,  hiedurch 
aber  nichts  erreicht,  sondern  den  Befehl  erhallen,  gegen  den 
Kammerprokuraior  rechtlich  su  verfahren  oder  sich  ea  vergleichen. 
Sie  haben  dagegen  eine  netm  Schrift  wegen  Abschaffung  der  vor 
einem  Jahre  puhlitierten  Generalien  eingereicht,  aber  wieder, 
und  stcar  am  :Jt>.  Juni,  eine  hochbeschwerliciw  liesoluiiott  er- 
halten, die  sie  beiiegen  und  der  Herren  rätliches  tiutachtcn  dar- 
iüfer  begehren,  was  weiter  hierin  vori^unehmen.  Bitte  um  Mit- 
teHung  über  die  Verrichtung  der  Legation:  vielleicht  erstattet 
Moß<lorfer,  wenn  er  schon  nach  Hanse  hnnmt,  Bericht.  Die 
Heimkehr  GaUers  dürfte  sich  wegen  des  Todesfalles  seiner  Frau 
verzögern.    Gras,  1604  Jtdi  6. 

(KoM.,  St.  U-A-,  Chr.  R.) 


1595. 

Verordneten  in  Steier  A.  C.  an  Freiherm  Wolf  von  Hof- 
kirchen:  teilen  mit,  was  ihnen  in  negotio  rcIigioTiis  für  eine  he~ 
schwerlidie  Resolution  sugekommen.  Sie  schließen  solche  für  die 
niederSsierreichischen  Stände  ein  und  bitten,  auch  seinerseits  sein 
Priva^utachien   in  der  Angdegenheii   mitsuieilen.     Grat,    1604 

Jidi  8. 

(KoM.,  St.  L-A,,  Chr.  E.) 
Die  Znjcbrifl  Au  die  St&Bd«  Uegt  b«i. 

1596. 

\us  deti  Artii^ti)i  doramornm  .  .  .  dtataum  .  .  .  Sclavoniae  in 
generali  corum  congregatione  in  civiiate  regia  Monlis  Graecensia 
Zagrabienei  pro  tiuiiita  die  menais  JulÜ  celebvRt«,  additi  et  con* 


358 

clnsi  A.  d.  1604:  Verbot,  die  aus  Steiermark  vertriebenett  Prakti- 
kanten in  Osajfl  oder  sonst  im  Königreiche  aHfeunchmen.  TUüttm 

wie  oben. 

(KtmI.  LA.,  Prot.  1601— leSfi.) 
Siebe  anten  tum  6.  Dex«mb«r  1608. 

1597. 

Die  Verordnetett  A.  C.  von  Käntte»  an  die  eon  SUiermark:  be- 
stniigeti  den  Etnpfauif  der  Nachrichteil  von  den  neuen  I'roeessen 
des  Kammrrproknrators  und  der  üesolution  des  Feindes furslen. 
Ihnen  ist  bisher  keine  Resolution  itufekommen.  Da  ihnen  die 
steirischen  üerreti  nicht  zugeschriehe}» ,  was  sie  der  neuen  Zu- 
muttmyen  halber  hei  1.  F.  D'  vorbringen,  können  sie  ihr  Gut- 
achten nicht  erteilen.  Moßdorfer  ist  von  der  beicußten  Sendung 
vor  einigen  Tagen  eingetroffen  und  berichtet,  daß  di''jte  nach  der 
InstruJction  gut  abgegangen  ist.  Die  Uanptrelation  stehe  bis 
nach  Gallers  Heimkunft  an.  Klagenfurt,  J604  Juli  10. 
{Oriff,,  St.  L.-A-,  Chr.  B.) 


1598. 

Der  Hauptmann  an  der  tcindischen  Grenee,  "Freiherr  Alhan  Oraß- 
wein,  an  die  Verordneten:  Die  Verfolgung  der  armen  chri$tlichet% 
Prediger  ist  nwimehr  nicht  filoß  im  Lande  droben,  sondern  auch 
an  der  Orense  eingefallen',  wie  man  aus  der  fteilie/jenden  Ab- 
schriß  (Defehl  vom  10.  Februar  1604,  oben  Nr.  1551)  ersehen 
könne.  Er  habe  in  kursem  Termme  seinen  Prediger  von  Ko- 
preinitt  au&suschaffen.  Aue  Entschuldigungen  und  Berufungen 
auf  die  Bewilligung  Karls  IJ.  und  die  Paeißkation  von  Brück 
helfen  nichts.  Bitte,  ihm  beisuspringen,  sotist  wird  ein  Jeder  sein 
Heil  anderer  Wege  suchen.    Pettau,  1604  Juli  13. 

(Oiig^  8t.  L.-A..  Cbr.  B.) 

Antwort  d*r  Verordne tfiii  «m  Ift.  Juli;  8i#i  >i«tt«n  V^iti  Äiiflrrr»  MillM 
^woßt,  all  ilem  Obentrn  Si^inumi  Kriedricli  FrcihiTm  von  TriiutniAtinmlorf 
▼DD  l^andeiwegrij  die  daraus  fol^nidcii  L'ugelpfi^ubeiten  zu  OomUt«  ku 
fuhren,  daß  er  dea  Landeaherm  eraache,  die  Dinge  im  a1r«n  Ötande  so 
Uwen  (.Kons.,  abeoda).  Dai  Schreiben  an  Trautraanosdorf  Tonn  l6.JaU  lic^t 
h«i  (Kone.,  ebenda).  Oraßwein  bestKtiel  doa  Empfanf;  do«  .Schivih(>nB  am 
IS.  Anfjuit:     Leider   babo   es   Itciue  Wirkang  gehabt,   wie  man  »a*  den  bei- 


liftg«tMl«n  Originkli«j|  8«be  (Orii;.,  cbendA).  Iiixwi»clieit  hall«  Irnlz  der  Ritt* 
t«hrift  d^r  8oMat«n  Trautroitnnsdorf  nAmrnR  dw  KaUer«  and  d«s  Ei-zhento^ 
»rdinand  am  II.  Aagnat  die  Ausweisung  des  PrUdikanten  Georg:  Knnr&d  v«r- 
tüt(t  (Kop.,  ebr.nda)  und  davon  Oraßwein  an  dcmAfrlbcn  T*ga  ventlndigt 
(Kap.,  ebenda).  Er  bab«  es  leider  tun  mUiuirn.  Die-  Verordneten  wenden 
sieb  am  Sl.  Aapiut  mit  einem  Ilittschrctben  an  den  I.andcdfltratm  (Kons., 
ebenda)  and  ertocbpn  um  »iAerstreckung,  «rovun  nie  den  Pff^diger,  Traiit- 
manuMlorf  und  OraOn«in  verstindigeD,  erbaltea  aber  vu»  Trautmaousdorf 
•in  -vom  S6.  An^Rt  datiertes  Schreiben,  es  i«i  ihm  atißer  den  beiden  Befehlen 
lw>i  b4ch«tcr  ün^ido  Torboten  vtordoD.  ^till  sa  halten'  (Orig.,  ebenda).  Am 
33.  Augosl  weift  Ferdinand  n.  die  Uitte  der  Verordneten  ab  {Ori);.,  ebenda). 

1599. 

Dif  Verordneten  in  Steiermark  der  Ä.  C.  an  die  von  Kärnten 
A.  C:  bestätigen  den  Empfang  ihres  Scitreäjens  vam  10.  D<is 
betreffende  SdmftMCtck  sei  aus  Versehen  nicht  mitgekommen.  Das 
sei  jeiet  geschehen.  HätUches  Outachten  eririinscki.  Solches  tcird 
auch  von  Krain  erbeteti.  Bitte,  das  Schriftstück  Paradeisers  nach 
Laibach  wiizHteilen.  Dank  für  die  Nachricht  aber  Moßdorfers 
Verrichtung.    Grai,  i€04  Jidi  19. 

(KoDX..  6t.  L,-A..  Cbr.  R.) 


1600. 

Simon,  ertvählter  Sisehofrtyn  Aijram,  an  Ferdinand  IL:  berichtet, 
daß  durch  den  Hauptmann  f?on  Kopreinitz  ein  Prädiknnt  dahin 
eingeführt  wurde  und  gehalten  werde,  der  den  Pfarrer  daselbst 
in  jeder  Weise  Mdstigt.  Bttti',  dir  Hauptleute  (sie)  anjeuweisen, 
daß  sie  den  PrädÜcanten  unKertceHt  entlassen.  Agram,  1604  Juli  23. 

(Ori^.,  A^ain,  Siidateir.  Akademie.    Gedruckt  Starine  27,  178.) 


1601. 

Wotfgang  von  Hofkirehe»  an  die  steiritehen  Verordneten  A.  C: 
bestätigt  den  Empfang  samt  Einlage  an  die  niederÖsterreichischeH 
Stände  und  der  ßrstlichen  TiesoUtion.  Er  hat  saichfs  nfles  an 
die  Herren  und  Landleute  A.  (l  gelangen  lassen  und  besten 
Fleifks  enipfohUn.  Die  Beratschlagung  hierCiher  hat  sich  ange- 
sichts der  Wichtigkeit  der  Sache  verzagen  und  haben  E.  G.  der 
Verordneten  und  Stände  (httachten  anbei  empfangen  sowie  das 
private,  das  sie  ton  üim  verlangt  haben.  Hätte  ein  besseres  über- 


360 


9e»den    wollen,    er    wolle   nbcr   ttoeft  dtin   Sachen   nachijrdenken. 
Derlei   consilia   sind  gefährlich    über  Land  £U  sckichm.     Wien, 

1004  Jtdi  23. 
(Orig.,  8t.  L.-A..  Cbr.  K.) 

An  denuclb«!!  Tag«  »ebreibt  er  an  Hinon  Schwaiger  Gottfriad  tdd 
Btadl.  Sofera  die  Herren  eine  Abschrift  der  knriicbBÜcboo,  bei  L  U'  ainge' 
l«^«n  Interw^on  PÜr  die  niederäBtflrreiebiecheii  StAnde  bo|>ohrDn,  werde  er 
»je  arhickpn.  In  gleicher  Weise  Utl  jid  S.  1)*  Erxlitrrio);  Mntthiu  oinf  Ititer* 
KMHton  schon  Tor  etlichen  Wochon  eiDKehüadit^t  >voiden  und  ist  nocfa  keine 
Antwort  erfol|*t.  Soiut  haben  wir  Kiichhcht,  daß  I.  D*  al1bor«it«  nach  Pra; 
hab«  frelangon  laa*«n,  wn«  an  linidMi  Ort^in  fUr  Antwort  erfolgen  innrht«. 
Die  Bh«rMhiekt«n  Srhr<^ibcn  *ind  )>efeiu  fort  nach  Prag  (Orig.,  ebenda). 

Da«  «rwihnte  PriTat^ fachten  liegt  aoter  dem  Titel:  Knnea  nnd 
einfBlti^B  Ontachlen  (ibcr  dt«  von  (Ipr  F.  L>*  Enchnrtof;  Ferdinand  erfulfrte 
Beaolntion  rom  SA.  Juni  IfiO-l  (als  ^iiethednnken  inrerU  auelorU)  bei  den 
Brii'f«!!:  E*  «oi  darnach  iu  Zukuiin  noch  itTf^ru  zu  erwarten,  das  larte 
,biiisti»elie'  Ocwitsen,  darauf  man  sich  stark  lendet,  leid«t  dies  und  kein 
anderes.  Der  Religioussbschied  wird  wohl  angezogen,  aber  nicht  in  seinem 
rechten  Verstände,  ,dan  die  vcrksitfans  der  gfletter  ^ar  ansgelaasen*.  DaB 
man  tum  als  Cbnrtreler  de«  fllr^tlichrn  Mandates  hrvchimpfl,  muß  man 
TOE  Oottea  «C£«D  dulden,  }:eniig,  d^ß  ntAn  ein  relnr*  Gewissen  bat.  Am 
m«tstan  b»trQbt  die  ernste  Verniahnun^  nur  kathoHscbt^u  lleligion.  Man 
■pollet  unser  damit  oder  Tcnucbt  uniern  Bettündigkeit.  Das  beste  an  der 
Resolution  sind  die  lobenden  Ehrentito],  die  der  alten  and  der 
j^tlIigen  steirisehen  Ritterschaft  —  vorhin  hat  man  sin  doch 
Übertreter  geschimpft  —  gegeben  werden.  Was  sonst  darinnen 
•teilt,  Ist  nicht*  wert.  Die  Rnhineaworte  kann  mau  liraiichon,  wenn  es  bont« 
ador  morgen  sum  Absiige  kommt.  Wpnn  das  der  Fall  sein  snilte,  h«iQt  «• 
leiden.  Am  lueisten  wirkt  uvch  das  Uebot.  Die  Qehete  in  vielen  evaog** 
liichen  Lündem  und  Städten  für  di«  bedrängten  Österreichisch eo  L&nder 
werden  wohl  nicht  ohne  Pmcht  abgehen.  Wehe  denen,  die  fiber  unsere  Ver- 
Iblgang  frohlocken  oder  miliMig  gehen  nnd  die  den  Feind  der  Wahrheit 
stXrkon.  AnBer  dem  Gebete  sind  nucU  die  gebSbrUcheu  Mittel  viirBunebmen, 
der  tidter  wegen  KrlXuteruug  au  begehren,  weil  die  Resolution  hierQbur 
kein  Wort  sagt.  Es  ksnn  auch  ein«  Geldstrafe  in  causa  anucientiae  nicht 
statthaben  und  snll^tt  die  StSnde  darflber  eher  Gewalt  l^idon,  als  gegen  die 
Reichsgeselae  nnd  den  ReügionsachlnQ  darein  willigen.  Hetilgliüh  der  Güt«E 
sollte  man  sieb  auf  die  Zensnr  der  Fllratcn  und  dee  Kaisers  beaieben,  wi« 
das  der  Fall  ist,  wenn  Herr  und  Untertanen  in  Htreit  geraten.  Muß  aber 
anagesogcn  sein,  so  sei  es  mit  reinem  Gewissen.  Man  werde  schon  erfahren, 
was  man  an  Ihnen  gehAbt.  Schwer  kommt  es  uns  an,  aber  ,was  hat  auch 
das  schone  Vaterland  so  riol  Sorgen  und  QefahreD,  was  nütat  die  best«  Speise, 
wetin  sie  versalzen  wird'-    (S  Seiten  fol.) 


361 


1602. 


Die  Verordneten  rott  Kärnten  A.  C.  an  die  von  Steiermark  A.  C: 
bestätigen  den  Empfang  des  Sclircibens  vom  19.  Sic  woUch,  u-it- 
icohl  die  Verordneten  nicht  aUe  anwesend  seien,  es  dm  ,Mitver- 
icatidien'  mitteilen  und  solien  die  Kärntner  Herren  und  Land- 
leute alsbald  SU  dem  Zuecke  beschrieben  werden.  Da$  Gutachten 
werde  man  ihnen  sodann  durch  eigene  Boten  zukommen  lassen. 
Klagenfurt,  160-1  JuU  Üi. 

(Orir-,  St.  U-A.,  Chr.  R.) 

1603. 

han  an  dieselben:  haben  uaeh  ihran  Schreiben  vont  3i.  die 
Sache  ihren  Herreu  und  Landlenttm  vorgebracht  und  hirrHtter 
deren  GutarMen  verlangt.  Tfim  ist  alter  Erfahrung  nach  die 
Sache  so  gelegen,  daß  die  Kärntner  vor  Vcrneitmung  eiites  (rut- 
achiens  der  st«irischeti  Herren  selbst  sieh  in  dieser  Sache  tu 
nichts  entsehUeßen  ivürden,  dc-ihalh  bitten  sie  um  Einsendung 
eines  Gutachtens,  das  sie  sodann  ihren  Herrctt  und  LandletUen 
sofort  vortragen  werden.  Von  Mofidorfcr  /wftm  sie  sovid  Jiericht 
erhalten,  daß  das  bewußte  negotium  bisher  gut  abgegangen  und 
an  den  gehörigen  Orten  auch  -reeiierhin  emsig  hetriehen  wird. 
GaUers  Heiml-ehr  dürfte  ihrem  Andeuten  nach  sich  twc/*  eine 
Zeitlang  verjrieheti.  Sie  woUen  dann  äUes  eu  dieser  Sache  Not- 
wendige miteinander  vergleichen,    Klagenfurt,  lüOi  Juii  39. 

(Oriß.,  St.  L-A.,  Chr.  ß.) 

1604. 

Papst    Klemens   VIII.    benachrieJUigt   ^ehersogin    Maria    von 

Steiermark  von   dent    Em2ifange   ihrer  twei  Sdirciben  tmd  ver- 

»iehert  dieselbe  seines  ganeen  Wohlwollens.     Rom,  1004  Juli  30. 

(Orif.,  Bt.  U-A.     Qßdruckt  Steiemi.  OMoh.-BII.  I,  88.) 

Ein  gleichu  Scbreibfln.  Faul  V.  de  dato  1606  November  22  eliendft,  8.  »9. 


1605. 

Landtag  Krain.    Bei  dei'  Umfrage  über  die  Klage  der  Grafen 
WM  Thurn,   die  der  Kammeri/rükuraior   wegen  »icr  Untertanen 


t 


362 


eitierte.  sagt  DaniH  Gall:  es  sei  eu  beklagen,  dafi  so  viel  Ohriff- 
knien  im  hantle  sricM  und  daß  der  Kamtnerprokurator  nnd  die 
ReligioHsreformatioHskomtnissärc   im   Lande  gebieteti.     Laibadt, 

1604  August  6. 

(L.-ProL) 

1606. 

Fürstbigehcf  Martin   ton  Scekau  an  Stephan  Meißtur,   Pfarrer 

in  Pmuenhirg:    Befehl,  die  Ketserischen  —  mit  Äusnnhme  der 

Landherrett  —  cur  Anseige  mh  bringen.  Seckau,  1604  August  7. 

(Oriff.,  St.  L».-A.,  8lul)oiiboif:- Akten,  Oagenr&rorm.) 

Martiims  .  .  .  Sicat  alias  per  literas  patentes  raandavimns, 
iln  nnne  denuo  raandamus,  at  oronea  taos  et  parrocIiiarDni  tuae 
coliationis  parrochianos,  stve  sint  praefeoti  sive  nobiles  vcl  cuios- 
cunqao  conditiotiis  (boÜs  proceribus  provincisÜbus  landtherm 
exceptis),  qm  haereseos  labe  infccti,  sacram  pucbnristiam  iusts 
prAeceplum  ecolesiae  non  acceperant,  nobis  quam  primnm  de- 
DURcies  et  ooram  nomina  in  scripto  nobia  sine  mora  transmittas. 
Volumus  etiam  ut  parrocbis  vicinis  (si  forsan  ad  eos  non  scripsj- 
mu!»}  sigiiifices,  ul  id  ipsum  qaoque  t'acisnt.  Datum  ex  arce 
rcstdcDtiac  nostru  Seggau  die  acptima  August!  anno  soxccn- 
tesimo  qaarto. 

M(artiDaB)  Gp(iscopo)B  manu  propria. 


1607. 

Der  Kardinal  Aldobrandiiti  an  Georg  Stobäus:  GliicJucunscb  nur 

Beteiligung  der   Keiserei  durrh   Erxh^xog  Ferdinand.     Rom, 

1604  August  7. 

(Stob.«  Epp.,  p.  1S8.) 

1608. 

Gef*rg  Gnller  an  die  Verordneten  von  Stviermark:  beriehtri  aber  fteinfi 
Verbiindlungen  mit  dem  Pfahgrafen  Philipp  Ludwig  und  über 
dessen  Wünsche.  Seine  Heise  tiach  Neuburg.  Leh  des  Pfahgrafen. 
TTMiiSfA.  dafi  sich  Sachsen  gut  ertceist.  Beraiunt^  da^eViRt.  Per- 
sonliche Angelegenheiten.  Burg  LengenfeUlt,  1604.  August  6. 
(Orig.,  St.  L.-A.,  dir.  R.) 


Wplj^born  .  .  .  Dieselben  halte  ich  un)anf;st  den  4.  Jaly 
bey  aignen  bothen  beraiih  bericht.  was  bishero  in  bewaater 
mir  anbevolhcncr  coinmiasion  b^-y  <lor  lüU.  chnr  Sachsen.  Pfaltz 
and  Wlirtenberff  verriebt  worden,  nnd  ob  icb  wol  verhoffe, 
solche  meine  sclireiben  werden  ztirecht  eingelifert  worden  sein, 
so  habe  doch,  well  bishero  derselbe  both  nicht  wider  snmgg 
khomben,  auch  aus  andern  erheblichen  motircn  K.  H.  ich  bey 
discn  meinen  aignen  dicner  die  abschritten  dessjenigen,  was 
hievor  geachriben  worden.,  zncschickcn,  aach  was  seinthero  fUr- 
geloäen,  dienstlichen  berichten  sollen  und  wollen. 

Und  haben  K.  H.  aus  hertzogs  Philipp  Ludwigen  pfaltz- 
graren  schreiben  vom  19.  .luny  n.  cal.  an  hertzog  zu  Wllrten- 
berg  ...  zu  sehen,  welchermaFScn  sein  F.  G.  gerne  geBehen. 
das8  WUrtenberg  neben  rtersclben  ein  anniahnungsbrieiol  (dessen 
copi  dan  za  Neuburg  verfaat  and  WUrtenberg  beygelegt  wor- 
dcnl  an  die  chur  Sachsen  ablaaffen  Hesse,  welches  pfaltzgrävisch 
Schreibens  copi  an  WUrtenberg  E.  H.  hievor  eingeschlossen 
worden  nnd  anyetzo  abermallon  neben  den  andern  vorigen 
achriifken  mit  Nr.  I  zum  Uberfiass  beygelegct  TrUrdet. 

Ob  nun  woll  pfaltzgr.ive  nicht  änderst  verliotft.  dan  WUrten- 
berg wurde  ein  solches  b^-lieben  lassen,  so  ist  doch  ain  wider- 
wortige  antwort,  wie  mit  AV.  2  zu  neben,  ervolj;t;  daraur  sich 
pfalzgrave  resolvirt,  wie  mit  Nr.  S  xu  sehen,  allein  die  an- 
mahnong  bcy  Sachtjen  fttrzukehrcn,  solches  auch  ;il»bald  in  das 
wcrch  gericht,  als  AV.  4  zu  verstehen  gibt. 

Ob  nun  wol  solch  schreiben  an  Sachsen  den  15.  Jnly 
neuen  calenders  hey  aignen  bothen  fori frewch ick t  worden,  so 
ist  doch  bishero  die  antwort  nit  orvolgt,  sondern  man  wart  der- 
selben stündlich  mit  verlangen. 

Kntzwischcn  aber  ist  meinem  gn.  ftlrslen  und  herrn  bey- 
Hgende  resolutionscopi  von  Prag  aas  zuegeachickt  worden, 
welche  S.  F.  (i-  mir  alsbald  gn.  comraiiniciert  itiid  mich,  die 
ferrere  nottarfilt  zu  bcratliöchlagcn,  nach  liofT  erfordert,  als  dis 
pottKcrijttutH,  welches  einem  andern  schreiben  beygelegt  worden, 
mit  AV.  5  anaweiset. 

Hierauf  ich  nun  alsbald  nach  Neuburg  erschinen  und 
solcher  berathschhigung  beigewohnt,  und  ist  dahin  geschloseen 
worden,  dass  man  dess  antwortsehroibcn  von  Sachsen  erwarten 
und  anni  fall  solches  etwas  zweifelhaftig  oder  die  Sachen  lenger 
aufgeschoben    werden    wolle,    so   solte    aUbaldt    ich    mich  nach 


364 


Ureeden  begeben  und  diss  werch  mit  ftlrweisuof^  der  nenon  be- 
schwerlichen resolotion  in  namen  des  pfalz^ravon  und  don  (sie) 
stttnde  cmbsig  sollicitirn  und  vor  entUcher  churfilrsllicher  re- 
solation  von  dort  nicht  aLraisen.  Üarbey  es  für  dissmal  ver- 
bleibt. Der  liebe  gott  gebe,  dass  sich  Sachsen  also  ercläre, 
dass  CS  der  wcitcrraiss  nach  Dresden  nicht  bedürfe. 

In  höchster  warheit,  der  fromb  pfaltzgrave  nimbt  sich 
unserer  Sachen  recht  christlich  eutrig  und  rütterüchen  an, 
köntc  im  dieselbe,  aucli  wan  sie  sein  atgen  wSra,  nicht  besser 
obgelegen  sein  lassen.  Ich  hoffe  zu  dem  allmäcbtigon  gott,  ich 
wollte  die  Sachen  soweit  bringen,  dass  von  der  chnr  Sachsen, 
Pfalz-Nenburg  tind  Würtenberg  ein  anseheiitliche  logation  pro 
intercetiione  et  interpositione  erstlichen  an  nnsern  gn.  herrn 
ertzhertxogen  KerdinaJiden,  dan  an  die  R,  K.  M'  abgcordnol 
werde  nnd  solche  noch  vor  angehenden  winter  iren  fortgang 
«rraiclic;  Pfalz  und  WUrtenberg  sein  geuaigt,  allein  sperrt  es 
sich  bei  Sachsen  etwas,  dann  dessen  rftih  »ollen  sich 
nicht  gerne  brennen,  da  bedarf  es  nnn  gaetcr  discretion, 
vilt  bittens,  sollicitirens,  persaadtrens  und  schmlerens,  paltetitia. 

Ob  ich  wol  mit  meiner  höchsten  angelegenbeit  und  grossen 
versautnbnus  dos  meinigen  in  Steuer  allein  diser  machen  halber 
alhic  zu  land  so  lang  verbarren  mucss,  ao  woltc  ich  doch  nicht 
gerne  ablassen  oder  abraisen,,  bis  die  sachen  zum  erwUascbten 
ende  der  Icgation  gobi-achl  wardo,  dan  ich  sorg  trag,  da  ich 
es  also  binterhesse,  wurde  es  wol  verligen  bleiben  und  un- 
costen  and  zeit  vergebends  angewendet  sein  worden;  welches 
dan  ans  in  gcmatn  nich  nllnin  zu  schaden,  sondern  auch  zu 
Spott  und  den  Widersachern  zur  freude  geraichen  wurde.  Und 
obwoll  grosser  uncosten  auflaufFt,  verliofte  ich  doch,  er  solle 
nicht  gar  vergebens,  auch  gegen  denjenigen,  was  oft  unnütz 
vcrselienkt  worden,  gering  zu  achten  sein.  Gott  gebe  sein  go- 
denen  darzuc.  Amen.  .  .  .*  Barg  Lcngcnfeldt  den  R.  Augusti 
anno  1604. 

E.  H. 


dienslgehorsamer 

Qeorg  Oftller. 


Folgt  nodi  die  HAbnang:   ,m«hren  geld  tar  xcbninK  heraiifttiordncn'. 


36S 


1609. 


Die  Verordneten  von  Krain  A.  C.  an  die  von  Steter  A.  (L:  fce- 
stätigeu  den  Empfang  ihres  Schreibetts  vom  6.  Juli.  Sie  haben 
die  Sache  dnn  fjrofit!n  AuüScJiMsfe,  dtv  jHst  versamnifilt  tcar,  vor- 
geUgl,  mau  künne  ahn-  vor  Beendigung  der  Werhmuj  um  Inter- 
tetsion  im  Reiche  nichts  unta^nehmen.  SoUtcn  die  Stetrer  ritvits 
veraniassen,  so  biH^  man,  dies  pjiestens  einkommen  su  i<is&fln. 
Ea  icäre  (fut,  wegen  der  Int^eession  einen  gemeinsamen  Solli- 
silator  su  ernennen.     iMÜtach,  1004  August  9. 

(Ori«^  81.  L.-A.,  Chr.  H.) 


I 


1610. 

Georg  Herr  von  Stiihrnhmj  auf  Kapfenhrrg  an  dir.  Verordnete» 
A.  C:  bestätigt  thm  Kmpfanij  ihres  Schreibens  tvegen  Kfindd- 
bergers.  Wiewohl  derzeit  nicht  hei  Geld,  tcHl  ,er  sich  der  Zahlung 
erboten  haben  und  soü  iftm  diese  von  der  Sterurtr  aligeschrielien 
werden'.     Kapfpnberg,  1G04  August  10, 

(Üri;.,  ttt.  L.-A.,  Cbr.  R.) 

Di«  V«rordDeteD  batt«n  ihn  am  1.  An^st  ^eschripbea:  in«»  habe 
Kand«lber^r  im  Febraar  aaf  »ein«  Bitten  wegen  aeiOBa  ianffe  erlittenen 
Leidens  and  beBchwcrlichen  llustanileB  SodO  B  verehrt.  £«  fehlt  bei  den 
jeUi|;en  Zeitl&uften  an  Öeld.  Der  arme  Mann  muß  m  auoU  weiter  aiifge- 
soffen  werdm,  Bitte  das  Oeld  TDniiutrcckpii  und  von  drr  Bteiier  abtuxiclien 
(Kons..  eb«nda).  Zur  Sache  aiehe  meinen  AufHatx:  Ei»  H<jchverr«la|)r<i«i>ß 
ani  der  Ztlt  dar  Oegenrcfomittioa,  A.  Ö.  O.  68,  xa  den  dieter  Bripf  eine 
erwBiuchte  Ergünznug  gibt. 

teil. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  Ä.  C.  an  die  von  Kärnten  und 
Krain:  bedau^n,  daß  sie  das  crwitHSchte  Gutachten  nicht  er- 
halten haben;  von  Krain  wohl  deswegen,  weü  von  den  Herren 
keiner  bei  der  Stelle.  Da  sie  nun  alle  ihre  Herren  inner  und 
außer  landen  für  den  IH.  September  beschrieben,  um  ihnen  diese 
ganx  kategorische  Jlesoluti&n  voreuUgen  und  cur  Vornahme  von 
Fräparatorien  einige  Herren  für  den  28.  August  in  die  Hata- 
Stube  berufen  und  auch  die  Zehrungskosten  für  die  Legation  eiyi- 
gefordert  werden  sollen,  wie  dann  auch  Gallers  Ankunß  erwartet 
wird,  so  tcüc  man  Umen  dies  mit  dent  Bedcutm  mit,  daß^  weil 


iC 


die  IJauptscJirifl  von  allen  drei  Landete  ausgeJit,  sie  diesem  Werhe 
beiirohnni  und  für  die  Vt>rf>eratung  am  2T.  Äufjitsi  swei  fwr- 
nehme  Landesmitglieder  (denen  die  Kärntner  Herrn  Ludteig  von 
Dietticbstein  ae^ungieren  könnten)  abordnen  und  ste/i  ßr  di^ 
Hauptversammlung  am  13.  August  durch  einen  staUUchen  Aus- 
schufi  vertreten  lassen.     Gras,  2604  August  10. 

(Kode.,  St.  L.-A,,  Chr.  R.) 
1612. 

Diesdhen  an  Herrn  Hans  von  Moßdorfer:  Da  man  von  Gaüers 
Ankunft  kein  Wissen  habe,  für  die  bevor-Heheude  Zttsammenktmß 
in  ncgotio  rßligionis  aber  von  größter  Wichtigkeit  ist,  xu  wissen, 
wie  der  Herren  Ve}'riehtung  bisher  abgegangen,  und  man  auch 
getieigt  sei,  die  Sachen  an  Ort  und  Ende,  wie  sich's  gebiihri, 
weiter  tu  sollizitieren.  so  bitten  sie,  ihn^n  die  Ergi^hnisse  der 
Legaiion  im  Vertra\ien  su  berichten,  leas  für  Jceine  Rdation, 
sondrm  von  Unten  höchst  geheim  gehalten  und  nicht  tceiier 
^pargirt'  icerden  soll.     (Was,  1604  August  10. 

(Kens.,  6t  Ll-JL.,  Chr.  R.) 


1613. 

7)ie  Verordneten  der  Landschaß  Steter  an  Freiherrn  Frans  von 
Bagnils  auf  I'cmegg  und  St.  Ulrich:  Die  Hoffnung,  die  man 
hegen  kotmte,  I.  />  tverde  die  im  vorigen  Jahre  eingebrachte 
Lamenfations-  und  Protestattons^chrift  im  günstigfm  Sinne  er- 
ledigen, ist  durcli  die  landesfürstliche  Entschfndttmj  vom  20.  Juni 
eu  nichie  geicorden.  Eine  Zusammenkunft  der  Iteligionsver- 
frandteu  ist  drimjend  notieeuäig,  er  möge  sieJi  su  dar  Zusammen- 
kunft am  IS.  September,  aber  auch  scJion  zu  der  am  27.  Auguai 
ataUßndtndettVmheralutig sicher  einfinden.  Gras,  1004  August  13. 

(Kop.    etttainger,  fiQ7*— 6«8^) 

Ein  gifichoa  Scbrelhen  an  fleor;;  Hartnanti  Herrn  von  ätitbcnbarf 
Im  Bt.  L.'A..  Stnbsabei^- Akl«n ,  UepenrefortD.;  desglaichsu  an  Osorg  Tun 
Ütubeuber^  (ebenda). 

1614. 

Abt  Emerieh  von  Amoidstein  an  Ferdinand  IL:  nachdem  er  in 
Qemrinschaft  mit  Ihr.  Daniel  Pagge  und  Wolfgang  Kaltenhauser 


367 


den  ganjien  Winter  der  Tieliifioiisrrformationshommission  beige- 
tcohnt,  hahe  er,  treil  anfangs  kei»e  (ießfir.  für  dir  Kommission 
angewiesen  tcarnt,  400  fl.  in  Harem  und  100  fl.  in  Hafer  gegm 
künftige  Be^ahlutig  hergegehen.  400  fl.  leurden  ihm  beiafUt.  Bitte^ 
den  Hest  anweisen  £u  lassen;  dan  Geld  werde  den  armen,  von 
den  sektischen  Prädikanten  spclierien  und  nun  wieder  rekupe- 
rierUti  Goiteshättsern  eugttle  kommen.  0.  D.  (nach  dem  10.  August), 

(Eop-t  Amoldit^iner  Akten,  Kn^lolÖn.} 

1615. 

Den  12.  Äugusi  1604  wird  auf  Ansuchen  des  Pfarrers  Hans 
Ifann  die  Bürgernätaß  von  Mureck  eusammengefnrdert  und  den 
Bürgern  vorgehalten,  »ich  eur  katholischen  Religion  rt«  begehen. 
Wer  sich  nicht  innerhalb  1i  Tagen  viii  Jif-ichi  und  Kommunion 
eitistellt,  ivird  ausgewiesen. 

(An*  it'iTt  AitMo^  au«  (Um  Hnreckcr  Orm.-Bnehe,  St.  L.-A.) 

Di«  Bürg«rsuliafL  stallt  aa  daii  PfarTr>r  dai  Brsuclieu.  sich  bU  Oit«rn 
giMialdeii  ku  wuIIpei.  Atu  27.  Augiiitt  vrittdvL'liolt  der  Pfarrer  sein«  Erklärung. 
Di«  Btlrger  wetidon  sich  aii  <Igq  (StTib«abcrg«che[i)  Tä^or,  kODDen  abor  von 
dcirt  kt\af  nilfe  «rbalt«u.  Am  22.  Oktober  Eravuerang  dt»  T«rU&gtfii9 
durch  d«n  Propst  von  Seckan;  nach  Veratreicha njt  Aps  TerminJ  *rfolgt  die 
Ausn«imog  nach  Einforderuuf;  dos  10.  Prenriig:«.  Aui  14.  Uezentber  wird  das 
Gebot  wiodorliDlt. 

iei6. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  A.  C.  an  Ferdinand  Freiherrn 
von  Eggenherg:  Die  Hoffnung,  der  Laitdvs fürst  würde  auf  die 
Beschwerden  der  drei  Lande  sicJi  gnädig  resolvieren,  ist  durch 
die  BesoUttlon  vom  2li.  Juni  grihidliclt  enlläusehi  worden.  Dar- 
nach bat  es  bei  den  früher  puhlicierten  Getteralien  sein  Ver- 
bleiben. Da  es  mtn  notwendig  ist,  alle,  die  aidi  cur  Ä,  0.  he- 
ken%ien,  zusammenzurufen,  um  ihnen  die  Besolutian  vorz\dcgen 
und  eu  erfahren,  wie  man  sich  hiesu  verhalten  solle,  so  bitten 
Bte  ihn,  hintangesetüt  aller  Privatgeschäfte,  am  12.  September 
hierorts  su  ersdieinen  und  der  Versammlung  heieuwohnen,  sich 
auch,  damit  man  sich  darnach  richten  kanji,  in  des  Holen  ,Ite- 
gisierV  eituutragen.     Gras,  J604  August  13. 

(Orlg.,  St.  L.-A.,  Clir.  R.) 


i 


SÖ8 


DMgleiclien     in    Franz    Fmili^rni     von     R«i;nils    Jiuf    Pernngf;    uod 

$1.  Lirich  (SOtxiDfjor,  8  A87/CH).  14  Tugt  vor  tl«r  H>iiptsusitmm«iikutift  »oll 
ein*  V^rberalung  iiUltfini!en,  nm  all»  für  ili«  HaiiptTenuiinniiung'  NUtige  zn 
beraten.     Er  mllfc  daher  sokon  fvin  S7.  August  hsr^inkommcn. 


1617. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  A.  G.  an  die  von  Krain  A.  C: 
Was  in  dem  negotio  voneune/tmcn,   tpird  die  tiäcfiste  große  Ver- 
sammlung eeigen.    Orot,  1004  Augitst  17. 

(K«nE.,  et>fn4i.) 

1618. 

Die  Verordneten  von  Kärnien  A.  C.  an  die  von  Steiermark: 
Entschuldigung  wegen  der  /s'icltteineendung  des  (luiacJitens.  Zur 
Beraiuvg  am  28.  Augmi  enUetxden  sie  Ludioig  vot\  Dietrichstein 
und  Moßdorfcr.  Wege»  (Ur  Zusammenkanß  «m  i.V.  September 
teoUett  sie  das  I>Iötige  veranlttssen.    Klagenfurt,  1604  August  28. 

(Ori^.,  8t.  L.-A.,  Cbr.  S.) 

1619. 

Die  Verordneten  von  Krain  A.  C.  an  die  von  Steier:  entsenden 
für  den  28.  August  Niklas  Freiherrn  gu  Eck  und  Herrtt  Wolf 
Engdhrecht  SckränUer  eu  Aich.  Für  die  Zusammenhunß  am 
IS,  September  iverden  sie  in  einer  Zusammenkunft  am  ^s.  August 
das  Kotige  veratilassen.    Laibath,  1004  August  Hl. 

(Otig.,  St.  L.-A.,  Chr.  H.) 

Zo  letst«r«r  ordnen  «ie  am  9.  Ruptemh^r  Herwtrth  -von  Ljiinberg  und 
Anbtn  Peliehowitsnli  ab  {Otig.,  eltpnda). 


1620. 

Dieselben  an  dieselben:   Statt  Schränkler,   der  sich  etitschuldigt, 
tcird  Danid  Galt  su  St.  Oeorgenherg  erscheinen.    Ixiibaeh^  J604 

August  26. 

(Orif..  et  L.-A.,  Chr.  R.) 

la   ein«i»  8i;lir«iben    v»tn  88.  Aiip»t  «ntAcliiildigt   aidi  aimli  Ki-k  nnd 
wniat  auf  Panidl  Oall  oder  U«rni  rwu  i^cliiiiUeiiliauuj  {Orig.J. 


369 


1621. 

Die  Verordneien  von  Steiermark  A.  C.  o»  Herrn  Georg  GaUer: 
Itoben  sein  Schreiben  aus  Burg  Lengenfdd  durch  ihren  dahin- 
gesehickten  Boten  erhalten,  dfinken  für  seinen  Eifer.  Die  1200  fl. 
werden  ihm  durdi  Herrn  Kifiinllen  .anhängig  gemacht  worden 
sein*.  Sie  erinnern  ihn,  daß  sie  sur  Beratung  der  beschwer- 
lichen und  Huertruglichen  landcsfürslhrhen  Besolution  sämtliche 
Uerren  und  Landieuie  A.  C.  für  den  iH.  Sf^yiemher  susummen- 
rufen.  Etliche  Tage  gitvar,  am  38.  August^  fand  eine  Vorbrratung 
durch  eineti  Ausschuß  aus  nllen  drei  (Andern  statt.  Scftott  sind 
17  steiriscJic  Herren  und  Landleute,  sc  sieh  vor  der  erßossenen 
Besoiulion  des  evangelischen  ExercxUunis  außer  Landes  teilhaftig 
gemacht,  etliclte  wegen  Lesens  von  Postiüen  oder  Singetis  geist- 
licher Lieder  durch  den  Kammerprohtrator  vor  die  Regierung 
titiert  worden  und  wird  ihnen  ditj  featgesetsie  Strafe  unnach- 
ndUig  abgeford»-t,  ja  was  noch  mehr  ist,  diese  Strafe  wird  sdhsi 
von  denen,  die  sich  mit  Weib  und  Kind  hn-riis  außer  iMtui 
getiMcht,  aber  ihre  Güter  noch  im  Lande  haben,  wie  von  J^rn- 
reich  Rindtscfteidl,  eingefordert.  Bitte,  soleiie  unerliürtc  Prmfsse 
an  detn  rechten  Orte  amuhringcn  und  rfiV  Kurfürsten  und  Fürstf^ 
dessen  noch  vor  der  angem-dneien  Zusammenkttnß  3W  erinnern. 
B  Onu,  1604  August  31. 

^^^^^^  (Knns.,  St.  L.-A..  Chr.  R.) 

^B    der  Vor« 


Da  l'VanK  xu  Tfuffr>()biich,  der  ^arcti  riii  ituH  v^rl^itit  wordsn',  nn 
der  VorsnmiLiluiig  uiclit  ümcliciutD  koniit«,  Muiltc  pt  tat  If-  Seitivoibnr  tlie 
ErklSmnp  an  «einen  Brudrr  Rudolf,  .du  icli  der  A.  C.  bin  und  bleibe,  »o 
UnfT  ich  von  gott  die  fjnad  und  du  leben  liahe'.  Sein  bruder  udge  Ihn  bei 
den  Qbrtgcu   Laiclleulen  «iibtcbiildignn   (Orig  ,  iTbend«). 


r 


1622. 


Kurßrst   Chrvdian   von   Sachsen    an    den   VfaUgrafcn   Philipp 

Ludicig:     Bericht    wegen    der    Interzession    fi'ir    die   inneröster- 

reichiscken  Länder.    Dresden,  1604  September  6. 

(Kop.,  St.  L-A  .  Clir.  H.) 


h 

^     in   d«r  Pa 


Er  werde  au»  dmi  Scfarcibeii  vom  27.  August  enelirn  li«beii,  wft*  nr 
in  d«r  Peraekutlonssache  der  drei  Länder  mit  Heiao;  Friedrich  von  WOrttom- 
berg  zu  verbBndelu  gedenke.  Leidor  sei  die  vf^rabredcte  ZuNaminrnknnft 
mit  diMiem  verhindert,  Kr  habn  nn^orn  von  den  Verfulpunffen  vemnniman 
uud  trag«  mit  dttn  VcTfulgteu  inniges  Mitleid  uud  bütte  einerseits  gBWtiiisi:ht, 
r«DUt.  ILi,lx.  Bd.  LX.  S4 


370 


AaH  flie  in  Kr«iix  nnd  Vf-rMgi^ng  OnAnü  tngnti,  andercraeita  tiib«  er  tic 
B11HI  G'JioniaiH  gpptin  ihm  Dbrigkrit  ^i*!»«)]!!!  Almr  «r  hxb«  Mcb  bemerkt, 
daB  fliß  du  Wort  Religinii  nic^lit  bloQ  im  &lnnd<!  niiren,  »undern  lbretw<>^n 
Weili  nntl  Ktnd,  Hau  uikI  Gut  verljiaaan,  dther  habß  flr  es  aetiaa  bifib«r  an 
Untentütxun^  der  Verfol);l«u  uud  Intenteaaionea  beim  Kaiior  oicbt  fvblan 
iMsen  und  lUrin  «nf^edeutct,  weLcb«  Ronj&qnenEen  aokhe  Verfol^ngeu  mit 
alcli  xiehrn  tnii».<cn,  wiß  aift  Unmhe,  EmpSnittg  unter  den  Sütnden  Ter 
Ursachen  nnd  answlrtigen  Potentaten  Anlaß  ^eben,  aich  dor  vnmehmsteii 
Stünde  an  boinSchtifr«n.  die  deuuichf«  LibeiUll  üu  eehwäebeit  nnd  Uerran 
und  Koechce  unter  ihr  grausamn«  Joch  zn  bri»|r«ii.  Diese  Int«rz«aaionen 
liatlea  d«Q  •altref[«Qg;«aeuten  &rfüig:  je  mehr  wir  i&lersetlier«u,  deito 
^Imroiger  werden  d!e  Verfülgangen.  Da  wir  aher  unaere  MilchrUt^n  nicht 
veriaoaen,  naob  weniger  znaeheo  dllrfen,  daß  onsere  ReK^on  ala  Ketzerei 
•■■geflchrien  irtnl,  an  niflaaen  wir  nna  ifnr  VfrfcAgifn  mit  rechtem  Eifer  nnd 
■ullariften  HItleln  annehmen  und  ra  wird  allt-in  xn  nnti^rsnchen  bbId,  welcbea 
d!ea«  Uittel  eeie.n,  denn  man  dQrfe  tlte  Peraekutoren  nicht  noch  heftiger 
machen.  Es  lind  iii/ercem'auu  und  eine  Schickung  an  den  Kalacr.  An 
Inierxp'aaionen  hat  ea  nicht  gefehlt,  aber  der  {fewilntchle  Erfolg  tat  anaga- 
blieben.  Hollten  ate  noch  einmal  verauaht  werden,  ao  dürfen  ■!•  nicht  Ton 
ünaslnen  Kdrsten  auagehcn,  aber  »olbat  damit  wird  wenig  gerichtet,  dnan 
aia  kommen  meist  Pemonen  in  ili«  HXndc,  die  nnserer  Religion  feindlich 
■inj  uud  au  den  VerfüLgon^eu  Luat  und  Lißhc  haben.  Man  vertröstet  die 
Intericdenlen,  um  sie  los  au  werdeu.  Zwar  tat  Aic  Legation  kein  bOaaa 
Mittel  nnd  zuträglicher  ala  daa  erste,  aber  auch  diea  bat  Schwierigkeiten: 
es  geht  ohne  Verzdgprung  uii^lit  ab,  Aadienaen  werden  acbvrer  erlangt  nnd 
werden  aln  gi>ig«ben  nnd  die  Geundten  gehctrt,  ,iat  «Ich  doch  nur  einer  Vor- 
antwort au  befahrt^n'.  Man  llfit  tie  Knin  Rnplixieren  nnd  an  weiteren 
Audionxen  nicht  an  and  ao  ist  auch  durch  dies  Mittel  den  BedrSngten  nicht 
geholfen.  Uaa  Richtigste  wKre,  ,weiin  ein  Tornebmer,  unserer  Religion  eifrig 
angetaner  ReichafUrat  sich  an  den  kaiserlichen  Hof  begeben  und  die  Saofa« 
dort  lollizitieren  würd«'.  Ilim  kannten  von  unit  und  unaerr<n  Mttatändei 
Rute  Kugeordnnt  werden,  Ein  aolcher  Fürat  wflrde  leicht  Audlena  und  Zu* 
tritt  erlangen  nnd  After,  ao  daß  er  die  rechte  Bnachaffenheit  der  Sache  nm- 
atAndlich  berichten  kilnnte.  Daa  ganxe  Werk  erhielte  ein  graßerea  Anaehan 
und  würde  trotsdeni  eine  widrige  Antwort  erfalgen,  dann  hätte  man  all  daa 
getan,  waa  die  Liebe  gegen  unsere  MilchriatflQ  und  unsere  wahre  Religion 
erfordert  nnd  kannte  sich  dann  auch  allenthalben  der  Ofhfihr  nach  rcsol- 
Tin-en.  Wie  daa  nun  immer  gehe,  daa  Unternehmen  ist  dabin  au  richten, 
daß  ea  proprio  motu  nicht  auf  Anrufen  der  Bedrängten  geschieht,  damit  die 
Verfolgung  nicht  noch  kefiigor  wird.  Der  KnrfQrst  orwartut  Autwort,  welohea 
der  drei  Mittel  am  meisten  zusagt. 

1623. 

Der  Abt  Emerirh  twn  Ämoldsieln  «rt  rM»  Pairiardten  von  Äqui- 
leja:  Da  Joltann  Zunga,  Pfarrer  twn  Si.  Midtod  in  Rostgg,  ein 
90  skandaiöses  Leben  fahren  daß  die  Pfarrleuie  ihn  in  der  Kirche 


371 

nicht  dulden,  nun  ei»  anderer  da  sei,  der  zu  dem  Amte  tauge: 
der  Pfarrer  ron  Mnlborget,  der  mit  geringen  Einkünßett  ver- 
sehen ist,  bitte  er,  diesen  tu  berücksichtigen,  umsontehr,  als  er 
der  alövenischen  Sprache  tnächtig  ist  und  er  eines  Vikars  tiiclU 
bedürfen  mirde.    Ämoldstein,  1604  September  9. 

(KouK.,  Arno]i1«l(^inßr  Akten,  Klagenfart.) 


I 
I 


1624. 

Replik  des  Herren-  und  Ritterstandes  von  >Steiermark,  Kärnten 

und  Krain  auf  die  landesfürstliche  Resolution  vom  26.  Juni  1604. 

Gras,  1604  September  lÖ. 

[Kop.,  H.-,  H.-!!.  St.-A.  Wien,  laoerSsterT-  Akten,  Stoierinxrk,  Fmk.  6,    Ori;.- 
Koos.  mit  nntonchrifteo,  St.  L.-A.,  Chr.  K.} 

Die  StXndo  aui  «lleo  ilrti  LXtidern  lixlien  —  I«ir|rr  ttmsonst  —  er* 
wjrUrt,  d*6  ilir«  Bitte  vom  (30)  Oktober  160S  um  Anfhcbong  d«  Verbot« 
des  evanj^eliE^rhcn  ExerEitiums  in-  und  nnßor  Land  erhsrt  wUrde.  Uu  Of^gen* 
t«il  «rweist  nun  dia  Rcsolation  vom  S6.  Juni  auf  ihr  am  19.  Juni  Uber- 
raichtn  AnmaLnungasctiniibsn.  Weil  dieeo  Reiolation  ala  Beaatwortun^ 
ilirer  Haopttchrift  Kelte,  habe  man  nicbt  bloß  din  eran^liaclifiD  Herreu  und 
Laudieute  au)  Steienuark  beacLriwbeu,  »ondorn  aucb  die  aui  KXrattin  und 
Krain  TerstSndlgit,  damit  ntecttandem  eine  Sclinld  imputiert  worde,  wenu  licli 
einer  mit  der  Unkenntnis  dieser  Sachen  entschnldi^.  Die  V«r»animclten 
babcn  sich  m  einer  KepUk  entachloasen,  da  sie  ihr  Uewisjen  dam  xwin|rt. 
Ea  schmorat  sie  der  von  dem  Landesfllntfin  ihnon  (femachte  Vorwurf  dea  Un- 
gCborMm«  und  (jcübtcr  Vcrsdiimpfun;;.  Man  halie  sieb  au  das  Versprechen 
gsbillAn,  daü  niemand  in  Httinem  Oenimen  liudrün^  werden  noll«  und  dem* 
•ataprcehend  den  B<-sucb  ihtor  Kxcrxitien  fiir  erlaubt  ^«halten.  JSuimerlicIi 
ic-i  es,  daß  die  I.andlentc,  ,*ie  sinken,  sagen,  schreiben  oder  lamen- 
tiarcn',  wai  sie  woLlen,  so  f^ar  nicht  ^ehcrt,  die  früheren  lande»- 
fOratlichcn  Resolutionen  und  Erklitruniten  beiseite  gestellt  nnd 
ihre  und  ihrer  Vorfahren  Irono  Dloitsto,  Privilegien,  LaaJes- 
freibeiti-n  und  Dargaben  nicht  beaclLtot  werden,  während  ihre 
Gegner  nicht«  aiiderej  suclneu,  nls  unter  dem  l'räteste  des  Oewiftaens  sie  um 
ihren  Besitz  im  Land«  sn  bringen.  Man  sehe  das  daraoa,  daß  von  etlichen 
Landlenten  ontor  dem  Schfine,  als  hatten  sie  sich  in  ihren  HHusom  zn  pre- 
digen unterstanden  nnd  sich,  was  ihnen  gar  nicht  zustellt,  xu  PrÜdikanten 
angeworfen,  vom  Kamnierprokurator  die  verwirkte  Strafe  von  l&Uark  Qold 
abgefordert  wird.  Hinweia  auf  die  Gefahren  (eitcna  des  Erbfeindes  and  ihre 
■leta  «rwieaene  Treue.  Sie  danken  fUr  die  in  pulitiscben  Sncbcn  ihnen  rr> 
wie^encn  Gnaden,  niUnieu  aber  unter  TrXnen  und  mit  traurigem  Flercen 
klagen,  daß  sie  der  Gnade  durch  so  bc^echwtirliiiho  tCai'Ua,  denen  aie  iihnn 
Gewissensverleurnng  uicht  gehorclicn  binnen,  verlustig  gf-hcn  sollen.  Die 
Gewibrung  ihrer  Bitte  liedinj^o  fUr  <1l>u  Er7.herxog  keine  (lewiMnnsverletiung, 
weil  von  ihren  Gcguoru  nieniaU  erwitiseu  worden,  daß  die  Ilerreu  und  Land- 


372 


Ifintc  A.  C.  nnlmthaliitch  seien,  Ihte.  KcMglan  At'm^ntalgfi  Im  H.  R.  R  xage- 
Ittsüßn  und  nicht  so  bewhaiteu  sei,  Amm  mnn  tüch  ein  UeMissen  hierüber 
mache.  H.  D'  hxbe  btii  thrcin  Kegiernn^autritt«  sndani  gnwnßt,  welcher 
Religion  die  St&ada  s«ieu,  wie  sie  ju  dtzumul  ihre  feierliche  Krkl&rnn^  al>* 
{^ebeii,  der  IjAiidrsTint  «bor  trotzdem  dif  Ifuldiguni;  entg«goii|[on<iinm*n 
nni  versprochen  hxbe,  Rte  wid«r  ihr«  Freihoitrn  und  Lund^sfrowohnhoiten 
nicht  711  xwiucen  oder  ftr  aua  dem  Lumltt  tu  treiben.  AlW  Am  aollltt  ihn 
aur  Aiifh^hung  der  Üenernltaii  oder  doch  suc  Milderung  der  Kesidntion  be- 
wo{^n  babeu.  Wiederholuni;  des  Anerbietens,  xur  Voniietdung  der  fllr&tliclion 
Ungaad»  das  Exil  lu  incheti,  .da  inoii  nocb  im  im  land  habende  ^letter 
«bgflledigt  w«rde&'.  80  schwer  ihnen  ijer  Abacbied  aus  dem  Vaterland* 
kommen  mag;,  mQ.-uien  »i«  die  Sacbe  dach  Gott  anbei nistellen  und  in  O*- 
inXChnit  des  Au|^bar|;r;r  Keligi»nnfrie)I<fna  den  Abschied  nfthmen.  Wleder- 
hnliing  der  Bitte  wegen  der  abgecngenen  nnd  in  PrneeC  g«ratetirn  T^andleutB 
Seenuß  und  Zäckel.  Unlerachrieben  «Ind  fl3  Mitglieder  diu  «ttelnnchen  Kitter- 
■laadM  und  einige  aa>  Kumten  und  Kraiii. 


1626. 

Erzherzog  Ferdinand  IL  beatUieottet  die  von   der  RUtcrsthaß 

der  IjCnde  Steiermark,  Kärnten  und  Krain  eingereichte  Ueligions- 

Schrift.    (Graz)  1G04  Septemher  äO. 

(Kopp.,  Archiv  d.  Uetch. -Vereins  fUr  Küiiitcn,  Uudolfin.  Klagenfurt.    H.-,  II.- 
n,  ^-A.  nnd  Sotainger,  fol.  67t*— &73K> 

gpriolit  Kuerst  leinen  Tadel  aita,  daß  sie  ungeachtet  der  za  etlichen- 
maleo  erfolgten  Inhibitionen  abermals  eine  Zosammenkanft  angestrElt,  iitmal 
Id  der  Qberreichteu  Schrift  nichts  Neues  rorgebracht,  soudcio  tiur  da* 
wisdorholt  wird,  wai  di«  StXnde  A.  C.  schon  in  ihrer  im  verflosivaen  Jithre 
Qberreichten  Schrift  angebracht  liaben.  Lob  ihrer  Iri  Kriegs-  nnd  Krleden»- 
xeiten  bewHhrten  Treue  nud  ihrer  V ersieh emntr,  '«ich  an  das  Beispiel  der 
Vurfahren  %n  halten.  Zu  wUnsuhon  wäre  aber  die  Beharrliclikoit  ,in  dam 
glücks«ligen  Bando  und  Stand»  der  llebon  Kiniglcvit  im  alten  xuaainmdn' 
stimmenden  Gtaubea*.  Er  mochte  ihnen  in  allen  fingen  gern  entgegen- 
kommen, daß  er  aber  ihnen  wider  das  uuverfKIscliI«  Wort  Gottes  und  sein 
fllrstlicbes  Gewissen  die  von  den  genannten  äUIndrn  g(>wnn»chte  Ziilassnng 
des  Kxeraitiuma  ihrer  Rfli^ion  nicht  bewillige,  ,ist  drr  Vernunft  gnniKC,  da 
er  als  Harr  nnd  Laiidcsfnrst  nncii  für  seine  UnCt>rtani>n  liecliensc.haft  geben 
muß.  Wenn  ex  dann  im  Lande  dabinkonimt,  daß  die  hohe  Obrigkeit  als  da« 
tUnpl  und  die  Mitglieder  des  Landi-a  nicht  (ibereinEukommcn  rermogen, 
maß  da*  ^Mindere  dem  Mehreren  nachgeben'.  Schon  in  <inm  am  26.  Jnni  na 
■ie  ergangenen  Dekrete  habe  er  neine  Ursachen  und  Mutiv«^  der  Ritterschaft 
SU  erkennen  gegetien;  eine  andere  rechttnXUige  ErklHrfing  wi<»e  er  nicbl  in 
tun,  es  sei  denn,  er  wollte  das  ihm  anvcrtraiitf.  InndesfllrstrKhe  Amt  anders 
gebraueben,  als  wosu  er  ei  von  Gott  einpfaugeti.  noffenllich  wHrden  sie 
ihm  dagegeu  nichts  sarotiten  »od  sieh  rar  Rahe  beigeben.  Mit  Befremden 
vernehme   er,   als   ob   der   F.   D'  etwas  Neues  aargcxwnngen  werden  soll,  als 


373 


tiBiiii  «fl  Tflrbnaden  wKre,  der  abniflieodm  Lnn<llAiitri  Gllltcn  und  Odier  xu 
kaufpn  UDd  xu  beiahlan,  uad  ilir  tflcicbMm  vargFJic>irir>lMiii  wOrdi?,  wie  li« 
ihr  Oeld  anxulvgeii  habr;  das  BeigpioL  ilirftr  Untcrtannii,  dl«  von  ihri»n 
Gutem  g«iirU»bt  worden,  pM*^  nicht  dali&r.  da  I.  U*  keinem  l.xii  ilniiinii 
der  Rflli(;ioQ  w«^en  masaehuff^.  Er  geUlinr<  «icli,  diß  «ie  AUr  ICäutuimg 
des  Lande«  keine  Ursach«  ^e1>en,  soiidern  nei  vielmelir  den  V^mehem,  die 
ßittprecliaft  wnrde  in  Erwäg^nnf^  sieheii,  was  ilire  lUbrn  Vortltcrn  noch  tot 
&0  Jahfpu  und  otticli«  100  Jalir«  vfirlior  gt-macht  tmd  in  wAlclier  KnnfoMion 
li«  ilir  Leb«n  ^i»iid«t.  DArnin  seien  genug  Z«Lc]jea  vorhanden,  ilaU  sie  dich 
de«  Vaterlnndea  nicht  leichthin  begeb«a,  und  wünsche  er,  da(t  koiiicr  ans 
«llen  seiDi*n  getrauen  Landlf-iitcn  den  Absug  n^hme.  Sollte  sich  aber  einer 
»US  Uinen  einc^n  anderen  Landeaffl raten  snclien  wollen,  dem  st^ht  die  Dis- 
pontion  mit  soinen  GQIero  ohne  I.  F.  D*  MaÜgebung  frei.  Damil  man 
soico  wohlwollende  Gesinnung  erkenne,  wolle  er  allen  nnd  jedem,  die  bis 
Tor  Publixierunff  dss  MatidatM  vom  2Ö.  .Jntii  oxindiRrt,  Verzeihung:  gewähren 
und  die  kaiiitncrprokuratoriichen  ProzrMo  oinitellen.  Wns  aber  nacliher 
verbrocheD  warde,  gsdeuk«  er  oiclit  ange*tr«ft  au  Ishou. 


1827. 


1626. 

H  Thomas  Nadasdy  an  die  sieiriscfien  Verordmten  A.  C:  bittet 
"  um  eine  Furachrift  an  den  Kurfürsten  von  Sacksett,  fatls  er 
infolge  rfes  Krieges  fjnnötufi  tcäre,  »ein  Vaterinnd  su  verlassen, 
■  toie  ja  schon  sein  ganzer  llesit^  Vgod,  Somlin,  T)etvHscher,  Janos- 
H  hajm  und  Egertcar  so  verheert  ist,  daß  nichls  als  das  Gemäuer 
B  stehen  Hieb,    früns,  lüOi  Seplenüter  31. 

Die  Verordneten   rr>n    Kärnten    an    die  lanäesfürstUchen   Kom- 
missarien, den  Landeshauptmann,  Landesiucedom  und  den  ICrz- 
priester  von  Unterhimlen:    liürgemtriater^  Jiickter,  Rat  und  die 
H   ganse  Bürgersdiaft   von  Kkufenfurt    haben  sich  hei  den  Verord- 
"    nctcn  (namens  drr  ganzen  Lnndschaß)  beschwert,  dafi  die  Kom- 
mtssäre  gesta-n  den  Bürgermeister  und  Hidder  zweimal  vor  sicii 
eitiert   und  ihnen  zwei  lawhsfiirstlicke  Dekrete,   das  eine  wegen 
Einnekung  des  hiesigen   Spitals   and   der   Kirche,    das  andere, 
daß  die  Ansgeschaffteu  in  der  Stadt  nicht  (jeduUlei  werden,  vor- 
geletien.    Sie  verlangten  Einhnndigutuf  der  Schlüssel  jrnm  Spitalc 
und  zvr   Kirche.    Da   dies   aber  eine  die  ffnnie  Idindsdiaft  k»- 
gehendc  Sache  ist,  haben  sich  Bi'trtjermeister  und  Richter  auf  die 
Verordneten  berufen;  worauf  dii   Kommissäre  «t«A  die  Spital- 


374 


meiste  xitierien,  Äbgahe  der  ScMüssel  tiad  Ahlegung  eines  Eid- 
schtvures  verlaugteu.  Da  sich  attch  diese  enischrtldigtcn,  liefien 
»ie  die  ScMosser  ah-  utid  andern  ansdtlagen.  E»  ist  das  eine 
SaeJic,  die,  solange  die  Landschaft  die  Stadt  hesitst,  noch  von 
ÜMnem  Landesßrstat  angeordttet  uvräe  und  gegen  den  InhaU 
der  kaiserlichen  ScJienhungsurkunde  streitet.  Die  Verordnelen 
hätie»  »ich  von  iftnen  ah  Mitgliedern  des  Landns  dieser  SacJte 
nmsmceniger  versehen,  ah  sie  erst  vor  14  Tagen  ausführlich  be- 
richtigt, was  es  tnil  diesem  Sjntale  für  eine  Bcwattdtnis  ftabe, 
das  nieht  bloß  die  der  A.  C.  Verwandten,  sondern  die  gesamte 
Lnndschnft  berührt,  und  man  gebeten  Artlitf,  die  Kommission  auf- 
suziehen,  tris  man  einen  Bericht  darüber  an  die  F.  V  gelangen 
lasse.  Das  letztere  sei  durch  die  Ritterschaß  aller  drei  Lande 
gescfiehen  und  fuiben  die  Verordneien  insbesondere  noch  eine  An- 
mahnttng  an  den  Landeshauptmann  unter  Erinnerung  an  seitien 
Eid  gelangen  lassen,  damit  er  dieses  Ermchschreihen,  faUs  sie  in- 
noischen  zur  Prosequierung  ihrer  Kfnnmission  getrieben  würden, 
7.  ly  sende.  Umso  schmerelicher  muß  alle  Interessenten  dieser 
ölende  Eingriff  berühren.  Die  Verordneteti  Jicffen,  daß  die 
Kommissäre  ihre  Schlösser  von  der  Kirche  leieder  abnehmen  und 
Kirche  und  Ä^nVn/  in  den  altett  Stand  setzen  werden.  Klagenfurt, 
1604  Oktober  2. 

(Rop.,  St.  L.'A.,  Chr.  R.) 

1638. 

DfOfel&e»  an  Erehereog  Ferdinand:  führen  üJtier  das  Vorgehen 
der  landt^fürstlichen  Kommissäre  (unter  Erzählung  des  obigen 
Saehtterhaltes)  Beschwerde  und  klageti,  daß  man  ihnen  die  Ge- 
bäude enlsiehe  und  anderen  einräume,  die  daett  keinen  ffeUer 
gezahlt,  ja  daß  man  dahin  dringe,  daß  sie  ,ihr  eigenes  Erdreich 
gu  den  Begräbnissen  kaufen  und  ihnen  sdben  —  Geistlichen  —  jntr 
JiaiuioH  macJte'.  Bitte,  diese  Sac)te  eineusteRcn  und  die  Land- 
schaft bei  ihren  Rechten  eu  lassen.    Klagenfurt,  1004  Oktober  3, 

(Koi>..  St.  L.-A.,  Ckir.  R.) 


1629. 

Die   steirischen    Verordneten   A.  C.   an   den   Landeshauptmann: 
leiUn  ihm  die  Resolution  auf  ihre  Iteügionsschriß  mit  und  bitten 


375 

lim  sein  rätliches  Gutachten,  ob  man  ate  aucli  dmten  aus  Kärnten 

unrf  Krain  sukommen  lasseti  solle;  iceit^re  Mitteilung  der  lande^- 

fürstlichen  Begehren  com  30.  September  und  1.  Oktober  (betrifft 

militärische  SacHeti).    Gras,  1604  Oktober  6. 

(KoM.  St.  L.-A.,  Cbr.  B.) 

1630. 

Der  LandeshauptmanH  Sigmund  Friedrich  Freiherr  zn  Herher- 
stein an  die  steirisdien  Verordneten  A.  C:  MüitäriscJie  Ange- 
l^enheiten.  Was  die  liesolution  auf  die  Hdüfionssehriß  betrifft, 
ist  sie  auf  die  JiHtersdiaß  aller  drei  Länder  tituliert  und  muß 
ihnen  auch  zugesandt  werden.  In  Steiertnark  kann  sie  der  Ritter' 
schaß  erst  tu  den  Land-  und  Uofrechten  übermittelt  werden. 
IJiren  unerfreulichen  Inhalt  können  sie  aber  etlichen  Herren  wid 
Landleuten  in  den  einzelnen  Vieriein  des  Landes  vertraulich  mit- 
teilen, die  es  ihren  Verwandten  und  Freunden  kundgeben  krintien. 
Lankßmitz,  1601  Oktober  7. 

(Orig.,  8t.  L..A.,  Chr.  H.) 


1631. 

Die  Sieirisehen  Verordneten  A.  C.  an  die  von  Kärnten  und  Krain: 
K  entsprechen  dem  vorhergehenden  Äußrage  des  Landeshauptmannes. 
B  Gra£,  1004  Oktober  10. 

B  (KgDK.,  St  L.-A..  Chr.  R.) 


I 


1632. 


Thomas,  Bischof  zu  Laibach  (und  der  Vizcdom  von  Krain)  au 
Ershereog  Ferdinand:  Motiviertes  (rutncfiten  über  den  crhaitenen 
Befehl,  die  Mißhelligkcitcn  zwischen  Stadien  und  Märkten  £u 
untersuchen  und  darüber  Bericht  m  erstatten.  Auch  andere  als 
die  von  dteseti  vorgebrachten  swei  Funktcscien  eu  erMären:  Erstens, 
Städte  und  Markte  haben  vorlüngst  sch<m  die  Ahschaffung  des 
fieyhandds'  urgicrt,  die  Herren  von  Thum  wegeti  ihr^s  und 
anderer  Landleute  artgchlic}iett  Scftaden  ihnen  keinen  VorscJtub 
geleistet,  auch  keinen  Bericht  ersiaitd,  rcohei  sie  von  Unkatho- 
lisetteti  Unterstatzung  fanden,   was  erst  nach  durchgeführter  Re- 


r 


37ß 


formatioH  aufhörte,  rfa  die  Af'schaffunff  des  ,GeyhandeW  an- 
geordnet wurde.  Widerstand  des  Adels,  der  seinen  Untertanen 
auf  dem  ,Gey'  Handel  su  treiheti  gestattet:  statt  daß  diese  sum 
Landbau  g^uJien  werden^  wird  ihnen  gestattet,  sieh  maßlos  ru 
bereichern,  tcas  aus  gegebenen  Seispiden  ersichtlich  Kird  und 
dem  landesfürstlichen  Kammergute  sowie  ilen  Städtern  im  aUge- 
meinen  zu  Schaden  gereidd.  Es  möge  tvie  in  Steier  vorgegangen 
werden,  damit  St<idfe  und  Mörhte  wieder  in  Flor  kommm.  Was 
den  venetianischen  Viehtrift  betrifft,  ist  Fürsorge  su  treffest,  daß 
das  Land  keinen  Srhadert  nehme,  Passe  und  Straßeti  sind  su 
bessern,  der  Fiehkauf  in  Steier  und  Kärntm  r«  gestatten.  Bei 
Exihttion  der  Städte  und  Märkte  der  Steuern  wegen  ist  die 
Exekution  auf  die  Persott  su  führen.  Beschwerden  der  Städte, 
betreffend  ihre  Stellung  im  Landtage  und  ihre  ungebührliche 
IfintaTtsetguiui  bei  Bedienstungen,  »h  Steuersachen  etc.  seitens  des 
Landtages.    iMibach,  1604  Oktober  24. 

(Kop.,  L.-A.  Krain,  alt  U8,  bi'^  [Abiurda  (»ic)\) 

Durch leichtigister  .  .  .  Wier  haben  E.  F.  D*  .  .  .  be- 
vellich  nber  N.  nnd  N.  dem  von  st5tt  and  inar^kbten  zwi»c)ieii 
innen  und  den  andern  des  landts  Cvmu  von  prelattent  herrn 
und  rittern  löblichen  zwe^'«r  standen  erwachst? ner  Ungleichheit 
nnd  misfallungen  halber  bei  deroselbon  als  vormallen  bey  uns 
landtagscommissarien  .  .  .  angebrachte  graeamina  .  .  .  emp- 
fangen nnd  das  nior  hierüber  anüer  bericlit  und  rathliches 
gncttmainen  E.  F.  D*  zneschreiben  sollen,  geb.  vernommen. 

Darauf  berichten  E.  F.  D'  wier  .  .  .:  Obwoll  dio  von 
stOtt  und  markht  als  hescliwärtc  in  ircin  nberraicliten  snp- 
pliciern  anyeizo  und  Tür  dissmall  nur  Kwey  jjuurta  maistes- 
thcills  allfi  irer  stimmen  cnllcction  und  der  verordenten  ambts- 
Stollen  zxjl  decidim  nnd  ins  esse  zu  bringen  hegem,  so  sein 
doch  die  übrigen  arligkhl  etwos  zu  erclaren  and  nenig  aasxtt- 
fuhren. 

Und  Airncmlilich  daK  erste,  al^  den  geyhiindl  betreffent, 
haben  die  statt  und  margkht  vil  iar  nacheinander  geuieinlicb 
in  allen  landtiigen  desselWn  ahntellung  urgiert,  mit  grossen  ao- 
costen  rilmalon  daoscn  zu  Grftz  hey  E.  F.  D*  .  .  .  VAttem, 
encheraogen  Carolin  hocliji.  ged.  dietiolb  zu  erhalten  sich  be- 
mtlehct,  inmassen  dei-n  c&nzlej  acta  aasweisen  wurden.  Dia 
berm    tod    Thnrn    aber,    damallcn    landtsobrigkeit   nnd    allztt 


I 


377 


in&chtig  gewest,  aus  einem  vermeinten  irer  nnd  anderer  land- 
lenth  uodtt^rthnnen  schaden  inen  keinen  vorechnb.  weniger  die 
darcli  1.  f.  bevellicli  ahpeforderton  boricht  tlmeu  tmd  ervolgren 
lassen  wollen,  zumall  in^^n,  Inudieaten,  die  ancatoüieclien  Imrger- 
schafft,  iie  odium  eorum  sihi  conßarent,  nit  wonig  damals  con- 
iurirt  und  also  die  sachcn  liindterleklienntf'^tVJ  verbliben.  bis 
nun  anyetzo  in  dirr  (f;"uit  lob)  maislestbeiUs  vi-rrichten  hoch- 
h&ilsamen  rcformation  der  catholicismtis  die  zerspaltene  burger- 
schafften  wider  vcrainbart  und  dieselben  c(/niunclit  viribus 
Kollicbi-  poIHce^  oder  des  ybnen  alten  scbcdticbisten  gcyliandls 
abschaiT-  und  -thnenng  von  E.  P.  G.  .  .  .  bekommen  und  er- 
langt. Nacbdem  inen  aber  deu  armen  stüttcn  nitd  mar^khtcn 
in  vil  spürende  weg  die  Herrn  und  landleuth  ob  sollieher  pol- 
licey  steiff  zu  halten  eintrag  und  Verhinderung  getban  und  noch 
ymmerdar  tbneu,  dass  sy  in  kein  rechten  achwung  dise  iar 
hero  nit  kan  gebracht  werden,  indem  sy  in  ihren  landtgertchten 
and  purgkhfridcn  dicselb  nit  publiclern  und  alUtn  iren  unter- 
Ihanen  wie  zuvor  mit  denen  verbottnen  guettern  und  wahrn, 
80  auf  das  gey  nit  geboren,  frey  hantieren  lassen  wülleu.  so 
es  doch  bey  ermelten  zwoyen  lobl.  sländcn,  so  umb  soUiclie 
dos  geyhandels  verbietung  Bolliciticrn  und  dem  von  atott  und 
margkhten  iinerwehrendea  anrueffen  und  anhalten  woll  gewüsst, 
in  gestalt  ea  noch  aUermasscn  stehet,  gestanden,  wider  dise 
geybandls  abstellung  bey  E.  F.  D^  mit  iren  nottui*fftcn  einzu- 
komben  oder  aber  im  widrigen,  welches  vit  besser  wäre,  ire 
unarbeitsambe  nnderllianen,  so  da»  landt  in  abpau  und  ödung 
bringen  und  komen  hissen  und  sich  auf  den  schödlichen  lur- 
kauff  und  andere  verbottcDc  handtierung  als  muessige  personcn 
begeben^  dahin  aneh  ire  sühn  wie  der  Simon  Jacob  zu  Fernigkh 
tmd  Zierklach  thuut,  lanttcr  auf  solliche  aufgchebte  kaiiif 
mannschuft  erziegln,  mit  dorn  sy  sich  nit  allain  also  hercichen, 
das  sy  von  irer  grundtherrschaft  sich  ins  ewig  und  für  sich 
Eelbs  ab-  and  wegkauffen  als  es  vom  Cleuieu  Wremb  zu  Ma- 
reitBch  and  Mathias  Uaaman  zu  Flednigkb  wuhncndt,  zum 
beyrathguctt  woll  lOOf)  laller,  su  bisBweillen  von  gravcn  und 
frey-  oder  andern  landtherrn  nit  bcächicht,  geben  und  ver- 
schreiben, auch  oflfentlielie  laden  iti  dörffern,  inmassen  ethcb 
Brselbon  im  Marentscher  poden  gefunden  werden,  die  gar  selbst 
auf  Linz,  ziehen,  von  tüet-liern  und  andern  aufschlagen  halten 
dörfen,  wider  su  des  laadcs  ackcrpau  zuc  ziehen.  Sonsten  kau 


nichts  anders  damus  dan  dise»  gcwis  volgen,  das  E.  F.  D' 
caroerguet  Torderist  (dessen  die  stött  and  märgkt  die  maiste 
and  alleiotge  bcfurderer  sein)  an  dea  gewendlichen  aufscblag, 
soll  und  mauten,  wan  die  wabm  nit  in  dio  stött  und  märgkht 
gebracht,  sundern  auf  dem  gey  hin  und  wider  diatrahiert,  ge- 
schmeicrt  and  hochstrUflichor  weiss  gleichsamb  ent&embdt 
maess  werden.  Also  gehen  die  stütt  und  margkht,  wie  wier 
bede  solÜches  in  gehaltner  religionsreformation  in  Undtercrain 
jsn  Rudolfswerth,  Woyxlberg,  Möttling,  Landtstrass, 
Nasseofuess,.  Tscheruembl,  Seysenberg  und  dergleichen 
endo,  da  bisswcLIen  die  halbe  atött  l&hr  and  anbewohnt  sein 
and  stelm,  die  nbrigen  hoascr  sambt  den  gemeinen  stattraauren, 
thunnen  and  gebenen  za  besorglicher  grosser  landsgetabr  ein- 
£üleD  und  za  drlmern  gehen,  wahrgenomben,  darnmben,  dass 
sy  mit  anderer  veitarbeit  dan  allain  mit  dem  handl  gewerb 
sich  nit  emehren  kinen,  za  grundt  and  poden,  in  sonder  be- 
denknng,  das  ein  paar  oder  nndorthan  seinem  herrn  aber  die 
von  altershero  angeschlagene  Steuer,  wan  er  gleich  das  iar  hin- 
nmb  etlich  100  Ü.  mit  der  kaufmunnschaft  gewUnne,  nit  ein 
klireazer,  ja  ein  pfening  raehr  raichen  dörffl  noch  wolte,  so 
doch  in  stött  nnd  mjtrkhten  ein  andere  und  diso  inainong  hat, 
das  die  steum  gemeiniglich  auf  die  handthierung  nach  gelegen- 
heit  dersellien  ah  nnd  aufgeschlagen  werdfttj,  desaen  die  paum 
überhobt  and  vogifrey  sein  nnd  also  den  ai'men  borgerschat^ou 
das  brot  vom  maul  nit  nllain  abschneiden,  sonder  mich  wie 
obgehtirt,  die  f.  cammergeföll  und  gomeinor  landtagsbowilli- 
gttogen  mttndern,  sperren  and  ringem  soUen;  derowegen  bilUchen 
die  pBuern  und  underthanen  unsers  ermeasens  bey  derjenigen 
von  E.  F.  D'  publicirten  und  statuirten  dcelaration,  welche  ohn 
grosse  nnd  strafbare  rorschimpfung  auch  nnzulHsslicben  jpretit- 
dicio,  €6  sey  von  wem  es  wolle,  nicht  kan  fcrer  gemaistert 
werden,  mit  rhuc  verbleiben,  der  zuegclassenon  and  benennten 
gttctter  und  wabrn  sich  ailain  mit  diemliettigisteii  dank  halten 
nnd  derselben  peen('«Vj  freygebon.  Und  weil  K.  F.  D'  jüngst- 
hin  vom  3.  Aagnst  dits  wehrunden  iars  in  irem  herzogthomb 
Steyr  mnb  nachlassnng  der  beltf  als  der  24.000  fl.  den  mit- 
leidenden BtMt  and  niArkten  auf  starke  und  embsige  der  hec- 
den  von  prelatten  und  ritterschaft  stÄnden  daaolbs  die  frcye 
handthUcmng  derselben  unmitlcidendou  stOtten  und  tiögben 
kftumb  nnd  doch  auf  dem  gcy  hcinesweegs   zuegelasseo,  aaoh 


I 

■ 


adel  eollicbe  zu  treiben 
bottcn,  also   soll  aueh  in  di< 

billich  das  gewerb  und  handl  vom  fjey  genommen,  gezogen, 
diss  auch  innen,  seitoiiiall  es  klar  in  E  F.  D'  gcneralmandat 
exprimirt,  den  cisenhaudl,  es  sey  gemacht  oder  nngearbeitet, 
allain  denen  stötten  zucgelaasen  fUrgesehen  worden,  das  die 
handwerkstcath  und  tiamcrsgc werken  oder  faeinaro,  forderist 
zu  Assling  die  Woze II einsehen,  ir  etsenwerk  du  selbs  ansser 
landts  verfuhren,  aondern  auf  Lajbach  Diid  deren  orten  lifcni, 
daaeUiB  niderlegen  und  verkaufen:  dan  weit  dieselben  Wuzcl- 
lenie  und  andere  WaUehen  des  eiscnpergwerks  verleger  wenig 
aigona  im  landt  allein  von  E.  F.  D*  die  ciscngr neben,  bcrg, 
thall,  gehfUz  und  wasser  haben  und  allein  ir  gewinn  an  dera 
Venedigischen  gebUct,  alda  ay  gebnertlg,  zusniomcn  tragen  und 
legen,  wan  es  za  einer  feindtsnoth  oder  der  pergkwergk  (wet 
liches  heedcA  gott  gn.  verhUetten  welle)  in  abpau  kommen  und 
nimmer  gefunden  werden  möchte,  gelangen  wurden,  sy  ohn 
kleinen  verltist  sich  batdt  aus  dem  landt  ku  den  irigen  erheben 
und  die  üdnasen  andern  im  landt  verlassen,  so  docli  horgegen 
die  armen  stütt  und  markten  in  allen  fUrfallendcn  enssoristen 
nöttcn  and  obligen  leib,  hab,  gaet  und  bluet  herholten  und 
darstreckcn  müessen,  aignet  sich  zwar  zu  irer  noch  lengcrer 
aufrecht  besteh-  und  erhaltang  sy  desselben  ehrlichen  and  gc- 
bQrlichen  gewüns,  aus  wcilichem  allein  sy  mit  weib  and  kindt 
leben  und  das  irig  zu  allgemeinem  wesen  taisten,  in  kein  weis 
zu  privirn  und  dem  weltfrembden  sy  irer  nahrung  halber  zu 
postponirn;  wan  dan,  wie  uns  beygebracht,  die  von  Laybach 
oder  andere  ire  mitconaorten  von  sttltt  und  mArkten  diejenigen 
lUrticl,  wio  etwo  mit  sollichcn  kaofmannschaften  and  wahrn  ein 
'gBwisse  gleichgehnndc  beständige  und  nieniandta  beschwjlrliche 
B.  F.  B*  generalatatatcn  gemäss  gestelte  regl  und  Ordnung 
mag  gemaclit  und  erhalten  werden,  zu  E.  F.  Ü'  gn.  erledigung 
bringen,  wellen  wier  nit  zweiveln,  die  guete  und  notbwendigc 
handlBpolicey  werde  zu  sonderm  merklichen  aufnemen  der  ver- 
armbten  stött  und  markt  unzerbrochenlich  in  steUfer  ilbnng 
verbleiben  und  die  erlegene  noch  yramerdar  ferner  zum  ver- 
derben sinkende  stött  und  markt  unzerbrochenUcb  wider  re- 
florim,  and  haben  dissfalla  dleyenigen  und  übrigen  landtstündt, 
das  mit  irem  rorwissen  gaethaisen  und  berichten  solii;lie  poE- 
licey  nicht  aufgcricht,   sey  im   wenigisten  sich  dariunb  zu  er- 


r 


olagcn^  dos  diosclb  nit  nUgp.mniiw.  liiiKitpolicpy.  ^to  von  jedei'- 
menniglich  »ittenr  le!)en,  klaidarifien,  maiisB,  münz,  gewicht, 
gaat(!rey  und  dergleiclien  anders  allain  von  der  gcyknuffmann- 
schafft,  Bo  auch  dem  adel  zaeti-eiben  wie  in  Sieyr  verpotten, 
nit  geiiinmen  will,  pehand'elt  wirdut,  so  auch  per  coTireiqtienv 
E.  F.  D'  caraerguett  and  t.  f.  ßscum  hetrofTen  thuet,  in  wel- 
liehen  niemandt  als  ein  landtefUrst  und  herr  ichtwos  zn  statnirn 
genalt,  recht  und  macht  hn.1  und  ohwnll  i;Icich  etwo  von  denen 
von  Lavbach  oder  anderen  stötten  in  diaer  neuaufucrichlcn  Ord- 
nung und  kaufspolieoy  mechle  ein  exces  (in  erwegung  alle 
Sachen  in  irem  anfang  und  princijyio  schwttr  zuegehen,  ehe  sy 
in  rechten  schwang  gebracht  werden")  begangen  sein,  wellichcs 
wegen  sich  der  yolzig  anfsclilager  zn  Laybaeh  bey  E.  F.  D', 
als  wen  die  comereia  verspert  und  durch  diss  miÜ  deroselben 
eatuergnc't  verhindert  werden  wolle,  wider  sy  erklagt,  aach  ein 
soUiehe  patoni  von  mir  vizdomben,  das  dicyenigcn  handelsicuth, 
so  vormals  gehandtiert,  durchpassieren  sollen,  erlangt,  so  mncsa 
man  docli  (wie  man  sagt)  das  kindt  mit  dem  päd  nicht  aas- 
giessen  und  was  ainmall  den  armen  stötten  und  markten  durch 
verbietturig  dises  geyhaiidl«  hocJi  hailsamb  siatuiert,  nit  aller- 
dings und  so  stracks  abrogiereii,  sondern  allain  diejenige  miss- 
brcUch,  so  dort  trnd  da  von  ein  oder  andern  privatpersonncn 
eingeschlichen,  abthuen  und  -legen  lassen,  damit  ein  bestendige 
reformation  hierin  gchahen  worden  ('«tcj. 

Was  nun  den  andern  puuct,  als  den  aus  dem  landt  aufs 
Venedigiselie  gehenden  viehtrieb  belangt,  haben  K.  F.  D'  man- 
cherlay  gctieralicn  ausfertigen  and  gn.  .  .  .  fUrselien  lassen, 
damit  das  landt  an  den  notbwendigen  victualieo  keinen  mangl 
hette,  weil  aber  ob  demselben  von  den  laiidtgcrtcbten  and  andcru 
herrscbaften  nicht  vil  gehandhabt  worden,  so  doch  die  von  stott 
und  markten  hierzu  der  andern  standen  hilf  und  nssistcnz  wie 
aach  die  Verbesserung  der  bcäcn  pailss  und  landstraasen  begert, 
so  ist  auf  solUche  mit!  zu  gedenken,  ininassen  E.  F.  D'  in 
Steyer  gn.  verordcnt.  auf  den  confinen  gewisse  aufaeher  und 
uberreiter  zu  bestellen  und  sodan  dise  correspondeni  der  drei 
anrainnnden  K.  F.  D*  erblaudur  in  albecg  zu  erhalten:  damit 
die  mutua  commercia  und  nachbarliche  hilf  recipruce  fortgeben 
nnd  gelaist  werden,  erforderts  die  notlnrfft,  wcill  Cminlandt 
An  tme  selbst  klain  und  aas  vermanglung  drr  .nlbcn  und  gnetter- 
waidt  an  viech  fast  arm  und  entblöst,  das  demselben  von  statten 


onil  markten  der  fre^re  verkauf  in  Stejrcr  and  Kärnten  mit 
kandtachaft  eines  jeden  ordenlichen  abrigkeit  gestattet  werde, 
aas  dem  nnn  fetter  woltstandt  mit  diser  hin  und  wider  pfle- 
genden handtrAichung  zu  hoffen. 

Angesehen  das  dritte,  wie  es  mit  der  execntion  in  ein- 
fordernng  deren  von  atött  und  markten  auitstchendeii  steuern 
and  anderen  schtildenägebUren  gehalten  soll  werden,  seitßmat 
kaiser  Ferdinandas  hochgotts.  recorduttuu  aine  sulliche  in  diacii 
Sachen  JiaiUumbe  biahero  obsorvirtc  Ordnung,  tiachdeni  lUmt 
stütt-  nnd  raargktgnetter  von  grandten  und  püden  nit  privata, 
sondern  comviuiiia  bona  sein  und  es  sich  leichtlich  begibt,  das  ein 
bnrger  sein  augeachlagiic  stcaer  und  andere  aulag  vloissig  er- 
legt, hergegen  ein  ander  sein  gebUr  noch  nit  besah,  das  er 
d&rttroben  des  liolsbosacclis  oder  was  er  sonsten  von  andern 
genuss  aus  der  (.■ommnnitet  zu  nembon,  wan  man  auf  der  stOtt 
guetter  oder  Wähler  greifen  und  8|>Hiinen  wult,  beraubt  werden 
mQsste  ond  die  barde  des  sclmhlons  uusclialdigerwcis  mit  seinem 
grossen  entgeh  tragen,  gii.  fargenommen  und  statairt,  das  man 
in  statt  oder  margkt,  was  ad  den  steuern  restiert,  die  herrn 
verordenten  mit  vorliergehendcn  wissen  eines  landtsvitadoms 
mit  derselben  gUetter  als  exempli  catua  ein  prack-  oder  statt- 
muQtt,  davon  die  f.  remani'tizen  zu  erschwingen,  ins  vitzdom- 
arabt  zu  erlegen  acin,  angrifen,  sondern  che  ein  pcrson  zwo 
oder  drey  aus  irem  mit)  aaf  der  landtsbauhtmauschnft  oder 
statt  thnrn  nach  gclegcnheit  der  person  verbietlen  und  arre- 
stieren  sollen,  derentwillen  wie  K.  F.  U'  dise  lübi.  Constitution 
von  ahershero  gebracht  wurden  und  aller  billichkait  gemäss 
ist,  bei  den  herrn  verordenten  in  guetter  Observation  ku  halten 
woll  emstliehcn,  inmassen  »y  mnen  die  pctition  eines  landts- 
vitzdombs  und  vor  anhero  ungeforderten  mitwissens  und  zae- 
gebena  verwisen,  einbinden  mag. 

Den  vierten  punct  berlierendt,  dass  die  von  stütt  und 
margkt,  sovill  deren  bei  denen  landtngcn  oder  andern  uas- 
schtlssen  und  zusammenkauften  anwesenden  ('ic),  in  particu- 
lari  ein  yeder  insonderheit  nit  betragt  roch  ordcnÜch  ins  pro- 
tocoll  mit  seinem  voto  und  suj'ragio  als  vor  disem  yederzeit  im 
gebrauch  erhalten,  geiicbriben  werden  will  und  dabero  alle  die 
atött  und  margkt  nit  allain  iren  abgesandten  nur  für  ain  stim  ge- 
achtet, ist  zwar  mir  biacliuveu  discs  ganze  wol  bewaat,  das  icli 
zu  ctlichmalcn  mit  sonders  vleissigcn  aufmerken  und  abzellung 


der  chatoUisc^ben  stimmen  and  safFrH^ien  flem  Herrn  landtmar- 
Bcha]ch,  welltchor  bis  auf  dato  zu  bnissen  Allein  der  Aa^p. 
confessionistea  dependent  gewest,  stark  vermanen  niQessen, 
wa.n  er  beruerte  der  stütt  gcKandlc  fUrgangeu,  er  solle  dieselb 
ircr  mainong  and  guetbcdankons  aoeli  fi>ageD,  wclHches  er 
gleichwoll  getban,  aber  wenig  innen  das  gchUr  geben,  oocb  ire 
Stirnen  vill  protocollirt  worden,  welllcbes  ich,  wan  aiid  90  oft 
ich  nur  im  rath  beywesig  gewesen,  zu  andtcn  ancb  nicht  ooder- 
Usscn,  dieweil  solIlcbcB  ein  Unordnung  und  ein  merklicher  vorti 
2U  allen  listigen  anschlügen,  auch  ein  pur  lautere  anterdraekong 
der  catholischeu,  damit  ey  der  Ä.  C.  zagetbane  in  iren  votis 
vor  inen  nit  ubcrstombt  and  aUo  ir  oft  vom  ganzen  landt  and 
allem  gemeinen  weaen  bochachüdlichistes  Alrnemen,  da  sj  bin 
nnd  wider  ohne  vorwiasen,  willen  and  consens  der  chatolllscben, 
darnnter  auch  dem  von  stOtt  und  markt  (die  gottlob  alle  re- 
formirt  and  gnelt  cbatoUisch)  einer  dem  andern  Till  1000  fl. 
(oUs  sy  jungst  denen  berm  von  Aaerspcrg  gebrocdern  gethan) 
an  denen  steuern  nachlassen,  Tcrscbenken  and  doniern  and  dar- 
dnrch  commune  aerarium  alao  erschüpfen,  das  bisswcillen  darin 
weder  baller  noch  pfening  vorhanden,  hindcrstellig  gemacht 
werden,  ungeacht  sy  den  klenigsten  von  adel,  dor  rilleicbt  mit 
20  fl.  sein  gaet  ein  iar  versteuert,  nur  beywesig  and  irer  con- 
fession  ist,  befragen  und  a^ein  sttm  verzaichnen,  dagegen  der  cb*- 
tollischen  zail,  namen  und  stimmen  (tn  massen  es  mit  ans- 
mnstening  Achazcn  Iscnbausen,  desen  vatCcr,  als  er  graff 
Achazen  von  Tbam  ptlcger  gewest,  ein  gobreuchig  mit  viller 
fUrnembisten  berrn  and  landleuth  handschrifl  verzaichnetes 
decretum  erlangter  landimannswurden  und  -titels  seinen  aohn 
vorlassen,  ime  auch  herr  Georg  Lenkowitsch,  gewester  l.-haubt- 
inaao  in  Crain,  in  meiner,  bischoven,  gegenwarth  in  wcbranden 
landtag  mit  der  nmbfrag  investirt  and  zu  oftermallen  umb  sein 
mainang  befragt,  auch  dieselb  protoeolürt,  aber  gtcicbwoU  von 
disen  tandmarschalch  und  den  confessionischen  tandleaten  ex- 
trudirt)  sich  gedulden  mUessen  and  aUBmustern  lassen,  and  weil 
es  nach  der  meisten  wähl  geschlossen  werden  muesa,  so  die 
von  stött  and  mttrkt  nur  für  ein  stimh  eingeachriben 
worden,  ist  leicht  zn  achliessen,  das  tr  vota  in  keinem  werth 
gehatten,  dahero  auch  veracbl  worden  und  letztlichen  gar  za 
haissen  (wie  sich  ansehen  hlsst,  da  die  andern  stjlndt  fdr  sich 
seihs  den  heurigen  landtagsacbloss  ohne  ir  beywcaen  und  vor- 


I 


I 


wisaen  E.  F.  X>*  zaegesendet,  und  zwar  nicht  wenig;  inen  hierin, 
als   wan    sy  gleich  keine  mitglider  wÄren,  hOchlich  priljudicirt) 

taeite  ansgeschlosaeii  worden,  wellichcs  aber  inen,  atötten  and 
markten  beschwarlich  and  urab  ir  von  undenklichen  Zeiten 
hera  yon  den  glorwierdigisteti  rOuiischen  kaisern,  kOnigen  und 
erzhenEogen  von  Österreich  als  landtafUi-slen  allersclig-  und 
luildigislcn  gedeuhtnus  erlangter  ihren  kieinotter,  freyheitten 
und  Privilegien  so  liederlich  spoUert  zu  werden,  ist  kaini--swegs 
za  gedulden,  dan  dns  die  übrigen  zwen  Ifihl.  stende,  wie  das 
die  von  sttUt  und  markten  vor  zcitcn  ahla  zu  Laybach  nm  rat- 
haos  den  tag  vor  dem  landtag  sasaramcnkomnicn  gepflegt  Laben 
und  was  etwo  ein  hurgerraeister  and  richter  in  der  tractation 
gercdt,  das  wltrcn  die  andern  ainliöUigcr  maiDuag  geweat,  fUr- 
geben,  ist  unser  begrundten  erkandigang  nach  berQcrte  zu- 
aammenkonfft  »m  rathau»s  nit  von  landtags  »clilas^iUcwilliguag 
seit  die  landtagsproposition  inen  noch  nit  wiBsent  gewest  et  de 
futurts  conti n(fentihiLs  nifiil  ceHt  stattitnäum,  huschehen,  sonder 
dass  sy  anler  einander  beratbschlagt,  nit  was  sy  reden  woltcn, 
sondern  zu  sableviening  irer  bürgerlichen  gravaminnm  als  eben 
unter  andern  des  hochschüdüchisteu  geybaudcla,  wa»  sy  flir- 
bringcQ  selten,  aein  aber,  wie  vor  angedeatet,  nit  crhJJrt,  noch 
gehört  worden,  zumal  aber  in  diser  hailwertigen  rcligionsrefor- 
uuktion,  da  sy  sehen,  die  stött  und  markt  werdens  mit  inen  nit 
allermaeaen  wie  zuvor,  da  sie  noch  Lutherisch  gewesen,  and 
als  vill  irer  iraer  auf  dem  landthaus  im  rath  vernombcn,  alle  in 
der  uuibfr^  ir  stött,  platz  und  suffragium  ordcnlich  gclialteu 
kUnen  noch  dürfen,  schlieascn  sy  desäetl>cn  frei  und  gar  ans 
und  wellen  sy  gleichsamb  f\'ir  kaine  mitglider  mehr  erkennen, 
nemen  sich  auch  irer  anjetzo  so  entfrig  in  ircn  erheblichen  be- 
geren  und  beschwerlichen  obUgen  nit  an,  als  sich  in  zeit  des 
landtsfUrstlichen  gubemaineiitfl  unter  der  F.  D'  erzberzogen 
Maximilian  Andreen  Alexandrin,  burgers  zu  Laybach,  wellicheu 
herr  Sigmundt  graf  von  Thurn,.  umb  dass  er  ein  chatoUiacher 
Bergamaachk,  damals  aber  ein  böser  Lutcrancr  gewest,  zu 
Assling  aufheben  und  nach  Spessa  fUhren  lassen,  anch  der 
B.  H'  zueschicken  wollen  lassen,  angenommen  und  seinetwegen, 
bis  er  auf  freien  fuess  gelassen  worden,  den  liuldigaugsactum 
zu  nit  kleiner  verschimpfung  der  anwesundcn  k.  gesandteu 
nnd  allerdings  bescblossenermasscn  zuegerichten  appuratis  in 
die  VJ  tag  nach  einander  mit  grosser  vorwaigcrung  und  unge- 


'  horsamb,  deseD  itaD  berr  Georg  Khiel  als  Uoilts^'enrefier  nuüster 
or^acber  gewest,  procrutinirt  and  sicli  damaleo  einer  Ainzig:en 
penwn,  vil  inbrünstiger  angenomben  als  jeuiuider  aller  der 
ckatolliscben  stött  and  mArkt  mit  einander,  ist  aacb  femer 
mebr  ab  jedennenniglicfa  bevost^  wie  sich  die  oochatolÜBcben 
sUlnde  vor  laren  mit  landleathannembaDg  in  iren  aeliutz  und 
tiü  der  Lackeri0«*heii  barger,  aach  des  berm  von  PrQxen,  Ln- 
tbrischen  panm  za  Veldes,'  da  s^  gar  mit  ainer  fabnen  reisigen 
Volks  die  berrAcbafTt  belegerl,  vor  der  reforraation  verbalten, 
da  sy  sieb  in  crimirif  htetae  maiestati»  vergrifen  and  billiche 
groH«  straf  vcrwUrkt  hatten,  in  betracbtnng  aber  dise  ange- 
legenbeit  »icbte  änderst  dan  onainigkcit,  zwietracbt,  ditTcrenz 
and  dergleichen  wull  lezer(>tr^  doch  hochDottwendigister  nnd 
notzlicher  von  statten  and  markten  gemeiner  landständt  keine»- 
wegi  za  verwerfFen,  sondern  weil  die  von  stött  und  milrkten 
die  maiste  landtsborden  tragen  und  monumetUa  tocius  provinciae 
sein,  in  Besser  acht  wie  von  altersbero,  da  die  liebreiche  cha- 
lollische  concordanz  gewesen,  löblich  observirt  worden,  za 
neinben,  so  will  sieb  nnsers  guetbcdunkens  gebtiren,  das  man 
nit  allein  Ire  vola  vleissig  exigiren  und  uominatim  in  sjtrcie 
assignireo,  sondern  and  vill  mehr  aacb  alle  landtshand langen, 
quüt  commune  hminm  conctrnnni,  mit  iren  wissen  und  willen 
tradieren,  sy  auch  alle  Schriften  neben  den  andern  stenden, 
ipmiMen  es  vor  der  reformation  in  haereticitmo  eafriger  ob- 
serrtrt  worden,  mitfertigen  lassen  soll,  damit  die  einbellig'keit 
lotiui  prfmiuciae  mrporx»  fridtfertig  erbalten  und  niemand  |trae- 

Icrirt  (werde). 

KUnftenSj  was  die  verordenten  ambtsstöll  angehet,  so 
ist  wisseiidt  und  mcnuigllcb  im  landt  beknnrtdt,  das  vor  ver- 
flnderang  der  chatuUischen  religion  die  burgersteatb  nit  allain 
SD  gedachter  stült,  sonder  auch  sam  einncmbenimbt  Ütners  an- 
genommen and  gebruQcbt  worden,  wie  dan  gedcnklicb,  das 
»ehon  in  atigenomner  neuen  rchgion  Wilhalben  Praunsperger, 
Leonliardt  Krön  und  vorderist  hcrr  Hans  Kisl,  welcher  anfangs, 
da  man  an  ersetzang  derselben  stüll  einen  von  stOtten  und 
mürkten  fUrgesch lagen,  ain  vicinndzweinzigcr  und  niemandt 
als  er   qualificierter    befunden  war,  so  einem  verordenten  auf- 


'  Siebe    liiprUlKr    iDviiie    Ciescbiclil«    Avt    KerurinAtion    unt]    UrgciirRfor- 
Ruliun,  8.  633. 


385 


■ 
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gecomben,  baldt  das  einemberambt  verwesen,  volgnndts  krie-gs- 
sailmeUter,  n&climaU  landtsverweser  und  lezlichen  1.  f.  hof- 
cftnamcrpraesident  und  seines  verdiensts  halber  gar  ein  freyberr 
aas  Laybacberiscben  burger  worden  Ist,  aliis  in  exemplum  ctr- 
tuti*  tt  imUaeionia":  weil  dan  diee  stölle  von  yedwedern  standt 
mit  einer  person  ye  und  albfg,  wie  es  noch  andern  enden  ge- 
halten wierdt,  ersetzt  gewe.4t,  nnd  die  ans  clmtottischen  nit 
allain  die  bargerscbaft,  sondern  auch  dea  prelatenst&ndt  ein 
gnete  zeitlatig  zu  obliesagten  ircm  intent  davon  gescldossen  ge- 
liabt,  dieselben  aber  wider  ir  &VJ\\  bekommen,  so  ist  es  billich, 
das  die  tod  eUitt  nnd  markt  als  das  dritte  mitglidt  zu  ange* 
zogener  veroi'denterey  sollen  erkUost  nnd  darin  ir  von  alters- 
hero  habendes  ort  gelassen  werden,  znmal  diser  loblicher  ge- 
brauch in  Crein  hiebevor  und  bei  den  alten  gewest,  das,  wan 
za  Laybach  ainer  in  die  gcmain  genombner  in  allerley  statt- 
diensten  exerciert,  in  äussern  und  innern  rath  rolgnndts  richtet 
und  bnrgonnaisterambt  vertritt,  ancli  in  «olliclii^r  arabtsver- 
Wallung  ehrlich  und  treu,  vleissig  woUverhalten.  sintemalen  er 
nit  widerumb  absteigen,  Rondf^rn  höcliirr  promovirt  werden  sollen, 
demselben  hat  man  gemeiniglich,  da  also  mit  diser  gradatJon 
ein  bnrgcrmeister  gcwcat,  su  einem  vorordentcn  aus  deren  von 
atött  und  mi^rkt  mit!  fUrgeschlagen,  befDrdert  und  augenombeu 
und  ist  also  dise  Tcrordüiitercyslßll  denen  burgern  glcichsainb 
ein  incitameiiiiim  virtutis  und  ein  praenium  pro  lahoribits  pa- 
triae der  vorausgestandenen  amhter;  naclidem  nun  denen  von 
stOtt  and  markten  irc  vota  nit  zu  benemen,  also  ist  ganz  recht- 
mässig, das  inen  die  verordente  stell  umb  augezoguer  exempl 
und  arsach  willen  verbleibe.  So  ist  os  an  imo  selbsteu  nicht 
notl),  das  m.m  gleich  disen  oder  jenen  darzae  nufnemen 
Bolte  oder  müeste,  sondern  das  man  derselben  etliche,  wie  es 
von  alter  herkommen,  fllrschUgc,  iiambhaf^  mache  und  dan 
den  taaglichisten  unter  inen  mit  einbOlUger  stim  crwehle;  da- 
her nun  alle  diä'ereuzen  und  uunOUig  waclisendo  zürungen 
kinnen  vermitton  sein  und  guet  vertrenliche  gegenbilf  ein  standt 
dem  andern  zn  laisCen  gepäauzt  und  ein  yedes  mitglidt  in 
seinem  wesen  versichert  scin^  sintemal  dan  diso  verordenterey 
und  die  vota  dern  von  stött  and  markten  ein  altes  herkommen 
und   ir  tut  ist,   welliche  gerechtigkeÜ  ohne  ursach  inen  nicht 


•  Hl.:  lUiTiUtianiB'. 
V«Bt«t.  IL  k\\.  BJ.  Li. 


S& 


386 


kflii  entzogon  werden  and  sy  allein  von  den  den  nnclmtolliachen 
ständen  hievor,  da  man  pro  libitu  et  ^r^pria  potentia  gehanat, 
auch  nicht  »Uzeit  zum  besten  in  aiubtern  quatificirt,  ted  u»u  et 
exercitalione  viagiatra  allererst  nach  und  nach  gclerter  und  er- 
fahraer  worden  ist,  derselben  entwehrt  gewest,  bedarf  es  keines 
andern  wegs,  nllain  das  inen  die  zwei  stlleh  votorum  eolleetio 
und  locus  inter  vrdhiarios,  darumben  sy  ftlroeuibHcb  bei  I.  F.  D' 
jetzt  suppliciern,  wie  billich  restttuirt  werden. 

Dan  am  sechsten  und  schliesshchen  gcmatner  landt- 
straasen  reslauration  nnd  Verbesserung  belanget,  ist  hievor  all- 
Reit  im  üblielicn  hraneli  gewest,  bovorab  zn  weil,  herrn  Jacoben 
von  Lanilj^rgs  landt shaubtmana  in  Crain  Zeiten.  da,H,  wo  die  f, 
zoll  und  inautli  sein,  raan  von  denselben  gefüllcn  die  Strassen 
xn  befliiderung  des  f.  cammergueis  und  fortbringiing  der  wahrn 
and  kaufuiann^güetei-,  aoeh  sonst  geuiaines  natzes  willen,  dio 
bösen  paass  als  von  Layboch  ans  auf  Oberlaybach  nnd  durch 
den  Pierjiaumber  waldt  und  sonst,  wo  es  die  unuinbgengliche 
notturfTt  erfordert,  dagegen  aber  die  ander  Strassen  hin  nnd 
widt^r  im  landt  durch  die  lierm  und  landtleuth.  so  derselben 
weegen  anrninendt,  mit  zuetliueung  der  benachbarten  stött  und 
markt  and  flocken  reparirt  und  gebessert.  Wie  nun  die  von 
Laybach  iresthails  gern  das  irig  dabei  thacn  wellen,  also  weil 
die  maisten  wahrn  durch  ir  statt  auf  das  Wallisch  und  wider 
heraus  passirn,  haben  sy  bey  denen  andern  löbl  ständen  ge- 
muiner  wolfahrth  wegen  umb  hilf  angehalten,  die  innen  aber 
umb  dises  Streitens  willen  nit  bewilligt  werden  wellen.  Interim 
vero  pntiuutuT  Ckristuv  et ß*cti«,  respuhlica  et  commnuh  patria. 

Hierauf  werden  E.  F.  D*  ohne  unser  massgebung  solliche 
hievor  staluirte  und  gebrauchte  media  gn.  wissen  fllrzokoramcn, 
damit  die  landUtraasen  der  ttiglich  erheischenden  notturfil  nach 
fbrdcrlichen  gangbar  und  durchpassierlicb  gemacht,  alle  spfin 
und  irrang  zwischen  den  dreyen  löbl.  von  preiaten,  herrn  und 
ritterstanden  nnd  denen  von  stött  und  mitrkien  aufgebebt  und 
gebtlrliche  gleichheit  eeenndum  propertionem  euittsvis  »taiui 
ins  künftige  erhalten  werde.  Und  das  haben  wir  .  .  .  Laybach 
den  '24,  Uclobria  anno  1604. 

ThomaS;  bischove  zu  Layboch. 

Auf  derMiben  fteit«  g«nx  liateo  at«fat  fil.  I)ee«niber  (1)603'. 
Auf  drm    Vmsahlagit:     ,Dea    hinelififlii    b«ricli1,    an    hrrr    viexilonb 
olcbt  hiit  untef  aclir«iti«ii  welleu.'     Vwo  auderer  Hand:  ,l>ti«r  baricbl 


387 


liat  die  I.  ataade  in  Crtüo  bewegt,  diu  gie  mit  nebeofÜiKÜgor  gcgrüntUen 
nblainong  htoiUb«r  verfaren  sein.  Zu  diser  abUinung  aber  ist  diie  sckrift 
§utt  Kr.  1  Kn|^esD|;<Mi '  Aumiiff  tiTitcr  itcm  Titel:  ,Ain  bfiHcbt  tiod  discnr«, 
ätfn  ich  (Philipp  von  Kobpii».!  ron  ProMppjf,  lünilivii^pdoin),  als  «r  vermnint, 
fertigen  aollrn,  «  hoc  pro  numu>n'<i  3l>.  (w)  Octobvr  I6i>4'  bt-i  Dimitx,  Ur- 
kuuden  zur  Qi-acbicbte  licr  Heforiiiatiun  in  Kralii  um  ilen  JAhrit»  t.MO  bil 
1634,  in  d«n  Mitleiluiigcu  d«a  bistur.  Vureiiiee  fUi'  das  rieizugtuin  Kraiu 
IS67,  Nr.  4,  8.  110. 

1633. 

Ferditiand  II.  an  deti  Pfarrer  ron  Mureck:  TroU  aÜer  von  de» 
Bdiffiotisreformationskömmissären  anffcwetifleicH  Mühe,  die  irre- 
geJienden  Schäflein  inuerkalH  und  aujhrhalh  drr  Städte  und 
Märkte  r«r  allein  seligmachcuden  IcathiUscfien  lieliifion  eit  hrinyen, 
wiü  hei  vielen  der  recJtte  Gehörsinn  und  Eifer  nicht  folgen.  Zwar 
hohe  man  das  beiycscfdossene  Verecichnia  der  in  seiner  Pfarre 
noch  xHyrhandenen  Selitischen  anhergesendet,  doch  dürften  deren 
noeJt  viel  nuJir  sein;  ttm  auch  die$e  in  den  rechten  SchafstaU  eu 
hringen  und  daß  auch  andere  von  ihrer  irrigen  Opinion  abstehen 
und  noch  vor  Etuie  1004  sich  mit  Beicht  und  Kommunion  eln- 
sielien,  sind  die  Untcngcnanntcn,  faUs  sie  den  Termin  über- 
achreiten,  ausettticisen,  ungehorsame  Personen  namhaß  ^M  machen. 
ÖraJ^,  1604  November  30. 

(Orlf.,  St.  LA.,  Clir.  K.) 

EinscbldC:  ,Iu  it«r  pbarr  Mueref^ff  sein  nit  catboliscb:  Vast  alle 
btlrg^r,  Tt^m  iler  pflec^i'  ond  da«  (ranze  hf>%aiiiiidt  im  gscblonn  Muorpgg. 
N.  G€*ring,  bttnnrlinbahcr  in  W^y(^t(^r*Mdt  und  biirgyr  xu  Muercgg. 
N,  Pmuner,  phlegcr  eli  WrydcMfcMt.  Itrm  «in  aiid«ror  nblrgiir  *u  Weydlers- 
feldt  d<>r  fraticn  von  Traiidlninnotorir.  Der  (iflp^er  xu  Kagltscfaa  des  von 
OieiBpacb.'  Haau  eine  Eingabe  Ueorgs  Uerrti  ron  Stubonberg  dt  dato 
Mnreck,  dea  20.  Deseiiiber  IGül  an  die  Veiordaetep.  ()«stem  sei  ihm  durch 
den  Pfarrer  obiges  Scbreiben  eugekotuuieu.  Weil  es  Dln^e  sied,  die  da» 
ganitc  Land  bctrcfFcD,  «rboln  or  sieb  bei  ibo«n  mti^5,  wa*  or  tun  tcltr,  ,di^nn 
leb  je  ainmall  alle  mcinn  dioncr  nicht  van  mir  laMcn,  \\\  weniger  aber  aie 
sa  andern  inen  uabekaunteu  bokauijtniui  nuten  kann  .  .  .'     (Orig.,  ebenda.) 


IG84. 

Sersog  Friedrich  von  Würiietnherg  an  den  Pfalsgrafen  Philipp 
TAidtvig:  Erinnert  ütn,  daß  sie  sich  einer  sehr iftliclten  Intereession 
rerglichert.  Das  Direktorium  derseU/en  werde  des  höheren  An- 
sehens  wegen   einr.r  füretliclien    Person  anjmvertrauen  sein;  die 

2ß» 


388 


Legati&n  würde  aher  mÜ  mehr  Erfolg  an  den  Erxherzog  Fer- 
dinand selbst  geichüJct  werde»;  denn  vom  Kaiserhofe  xeird  es 
sofort  nach  Graz  berichtet,  dadurch  wird  das  Geschäß  nur  weit- 
läufiger und  erreicht  seinen  Zweck  nicht.  Ereherzog  Ferdinand 
wäre  uumitidhar  um  Ahschaffung  oder  Milderung  seiner  Befor- 
maiion  n*  ersuciien.  Ililte,  seinen  älteren  Sokn,  PfaUgrafen 
Wolf  Wilhelm,  mit  dem  Direktorium  ea  betrauen  und  ihm  andere 
Abgeordnete  der  Kur-  und  l''ürsten  heisugehen,    St%tUgart,  Jft04 

Degemb&r  4. 
(Kop..  8t.  L.A  ,  Chr.  E.) 

1635. 

Die  sfririschen  Verordneten  A.  C,  an  Gwrg  Herrn  voti  Stitbeti- 
berg:  Sein  Schreiben  mtl  dem  an  den  Pfarrer  von  Murvck  ge- 
richteten  Befehl  haben  sie  erhalten  und  ist  ihnen  die  neue  Be- 
schwerung hochhelrühlich,  daß  solche  Ättsscha/fung  der  Diener 
bei  den  voruehmsttm  und  ansehnlirksien  MiUjliedem  des  Landes 
ihren  Anfang  nimmt.  Sie  werdet*  ein  Interecsstonsschreiben  aus- 
fertigen, solche  halben  aber  leider  keinett  Erfolg,  sondern  schaden 
oft  mehr,  als  sie  nütsen.  Sie  teilen  sein  Schreiben  dem  Landes- 
h&uptmanne  mit  und  wollen  ihm  dessen  Antwort  sofort  eusenden. 
Gras,  1604  Dexemher  20. 

(KoM.,  SL  L.-A.,  Chr.  B.] 

1636. 

Dieselben   an    den   Landeshauptmann    (siehe   die   vorhergehende 
Nummer).    Von  demseU^m  Datum, 

(Kooi.,  at  L.-A..  Clir.  R.) 

Antwortet  soi  S3.  D«i«mber:  am  besten    wir«,   Herr  von   Slub«nb«rg 
wtlrde  lieh  bii  %a  Bitgi&n  de«  LAndtA^««  (f«di]|>d#n  (Otig.,  ebenila}. 

Iß37. 

Dieselbcrt  an  die  Verordneten  von  Kärnten  und  Krain  A.  C: 
berichten,  daß  sie  eu  Eingang  des  Landtages  (am  10.  Januar) 
die  landesfürstlichc  ResoUUion  vortragen  werden,  um  dann  eine 
Jteplik  an  die  F.  D  einsenden  eu  können,  um,  wenn  nicht  rine 
Limitation  der  Getcissenjitieschwerung,   so  doch  eine  Erläuterung 


J 


389 

ewiger  Ptmktf  ru  whfüien.  Oft  nicht  auch  die  Haren  die  Sache 
in  EncäguH/f  sichert  und  ob  sie  nicht  cieüeieht  Herren,  die  bei 
den  Land-  und  Uofrechien  hier  j«  tun  haben,  beaufiragen,  mit- 
juberaten,  darüber  bitten  sie  um  Mitieüung.     Gros,  1604  De- 

Member  20. 
(Eeai.,  81.  h.-A.,  Cht.  B.) 

1638. 

Die  Herren  patres  beehren  die  von  E.  E.  L.  erkauften  Hatiser 

der  Prädikanten  eineusifhen.    Ausspruch   der   Verordneten:   sie 

seien  mit   Uirem    Bekehren   aheuweisen.     Die  Saclie  ist  an  die 

F.  D*  lu  richten.    1604  Dexemher  22. 

(U-k.  Kr»iD.  V.-Ptot,  Kr.  8,  8.  »79».) 

Setb«t  dv  I>oiiaprOpiit  ««gt:  di«  HioMr  leieo  ,freleig«a  «rkaofl»'  Oater. 
Er  wiBM  niebt,  wu  di«  Patrei  fUr  einen  Ant|»racb  dinuf  bxben. 

1639. 

Die  Verordneten  von  Kärnten  A.  C.  an  die  von  Steiermark:  be- 
stätigen den  Empfang  ihres  Schreibens  com  ^^^.(sio)  d.  M.  und 
daß  sie  die  Sache  den  Ständen  beim  lAindtage  vortragen  troUen. 
Dank  für  die  Mittcilungeti.  Der  Hiesige  Landtag  ist  noch  niclit 
ausgeschrieben,  twhl  aber  gehen  die  Landrechte  am  10.  Januar 
an.  Da  soU  das  Nötige  ihren  Herren  und  Landleuten  vorge- 
tragen werden.    Klagenfurt,  160S  Deeember  31. 

{Orig  ,  Sl.  L.-A.,  Chr.  K.) 

Du  Kousept  des  Briefm  der  Steirer  «n   di«  Elnttntr  bat  siebt  du 
UitaE)  de«  24.,  »oodeni  d«s  %0.  Uesember. 

1640. 

Dieselben  an  die  von  Krain:  teUett  mit,  was  sie  den  Sleirern  zu- 
geschrieben.   Klagenfurt,  1G04  Dezember  31. 

(Kcfp  ,  St  L.-A.,  Chr.  R.) 


1641. 

Bernhard  Seenuß  an  die  Verordneten  von  Kärnten:  dankt  ihnen, 
daß  sie  sich  seiner  wegen  des  von  L  F.  D  durch  den  LandeS' 


390 

kauptmami  crfdgten  Befehles,  daß  er  von  »etnem  an  Herrn  Bal- 
thasar Khulmer  verkauften  Gate  Vreudenherg  äet\  10.  Pfennig 
zahlen  sollte  und  weil  dies  nicht  gescJteAen,  das  Gut  ,verarrestirt* 
leurde,  angenotnmen  tiaben.  Da  er  nun  zur  Ordnung  seiner  Ge- 
sdiäfte  in  das  Land  kommen  müsse,  aber  nicht  als  der  gelten 
tooUe,  der  in  praeiudicium  der  wohlhergehr achten  Freiheiten  eine 
Neuerung  vornimmt,  un«  er  auch  nicht  anders  getcußl  und  nicht 
weiß,  {äs  daß  kraft  der  Lattdesfreiheiten  der  Ijondmann  tur 
Nachsteuer  oder  dem  10.  "Pfennig  nicht  verhalten  werden  kann, 
so  hütet  er,  daß  sie  sich  im  Vereine  mit  den  sleirischen  und 
hrainischeti  Herren  set-ner  nochmals  annehmen  und  hei  der  F.  D* 
die  Resolution  soUieiiieren  oder  eine  Interzession  machen,  damit 
ihm  wie  andercti  alteielienden  Herren  und  T^ndleuten  der  ab- 
geforderte 10.  Pfennig  erlassen  und  lier  auf  dem  von  Khulmer 
erkauften  Gute  lastende  Arrest  wieder  aufgdiobeti  teerde.   0.  D. 

(Kop ,  8t.  L  -A.,  Chr.  R) 


1642. 


Georg  Gatlcr  au  die  Verordneten   in  Steiermark:  berichtet   Über 
seine  Verhandlungen  im  lieiche.  Burg  Lengenfeldt^  liSOÖ  Januar  5. 

(Ori(f..  8t  L.-Ä..  Chr.  B.) 


Üaller  «rinnert  «utiSchst  an  s«ta  frtlliere»,  im  Mon«t«  August  durch 
Qsorg  Hwu  AD  sie  f^erichtelfii  Stihroiben,  ditß  er  lick  «uf  den  B«t  dea  Pfalz- 
gTxfen  Philipp  Ludwig  in  doo  tüahiiBchcD  Hof  nach  DrMdsn  bagaben,  von 
dort  aus  haba  «r  ihD«ii  im  &ept«uiber  durch  leinen  Diener  Philipp  SaI- 
■lehMa  w«it«re  Niclifichi«n  ^«««ndet  Aiu  den  Beulten  werden  lie  ent- 
nehmen,  wie  weit  die  Sache  gediehen.  An  seinem  Fleiße  habe  ea  nicht 
gefehlt,  wean  sie  nicht  so  weit  (gekommen,  als  man  wflnsche,  sei  es  nicht 
eoißB  Schuld.  Die  Sache  liegt  an  dem:  Pfalsgraf  Ludwig  hat  bei  Sachsen 
ivu  Vorschlag  gemacht,  ein  anaebnllcher  evangelischer  deutscher  FOrst 
mOchl«  die  Int«rz««eioo  bei  Enhersog  Ferdinand  uud  dein  Kaiser  nameof 
der  er«ucbt#n  drei  KurfBraten  und  der  anderen  KUrsten  voniehmen;  ihm 
»ollen  ansehnliche  Rute  mit  genügenden  Instruktionen  beigegebeo  werden. 
Aber  der  Person  halber  ist  Pfait  mit  Ssehsen  nicht  verglichen;  wiew&hl 
dieses  Jen  Pfaltgrafen  daxu  au  vertnUgon  gedenkt,  bat  dieser  doch  erhebliche 
EntMbuldigungcn,  ist  aber  geneigt,  seiBeu  Sohn  Wolfgaog  Wilhelm  daau  zu 
varaaOgen,  sQvtn-  aber  noch  den  Bat  Württembergs  au  vemcfamen.  Der  Sohn 
mBa«  Obrigens  durch  Sachsen  iiud  WSrlleniborg  orduungimäßig  requiriert 
werden,  damit  es  nicht  beim  Kaiier  und  dnm  Erihenogfl  das  Ansehen  ge- 
winne, als  habe  der  Pfalsgraf  selb«  seinen  Sohn  Vörgcsi-hlagen.  Dann  möwien 
auch   dio   drei  Laude  offen   sagea,   ob   ilinen   damit  gedient  sei.     Die  Sache 


391 


bab«  lieb  bulicr  r«r«>^n,  weil  der  Uanog  bia  Weilui<cbt«a  in  USmpelgart 
w«i1ie.  W«nn  der  Pfitiertf  aicli  InnnbbBmtllit,  werdeo  di«  dr«i  Luide  b«i 
ihm  und  den  Hit«n  mit  einer  Wrehning  doch  nur  in  Geh«im  ilcb  crx«i|r«B 
mün«n.  Er  erwarte  Ober  alle  disM  Uin)^  schriftliche  Weisnnff  durch  Ki|;«n«D 
Bot«u.  Ee  ist  «do  koba  tinade,  daß  ein  FUrst  In  eigener  Person  die  Inter- 
uMion  ond  duait  gloichsuii  dio  PeitidKchaft  dei  Kaieen  und  des  ganxea 
Hkiuei  Üatexreich  auf  sich  nimmt:  du  inüua  man  ualen  als  solctio  aiieb 
crkennea.  AU»  miiue  Dberdlcs  .in  liOcbster  Geheim'  gvhalten  werdtro,  damit 
die  Widersacher  das  Werk  nicht  bintertreLben.  Er  selbst  babe  anemicbt  tou 
den  drei  Landen  dassolbe  auf  sich  f^enommoD  und  wisse  aueh  nicht,  ob 
man'*  ihm  danken  werde:  ,denn  die  Leut'  vcrändorn  sieh  und  werden  bald 
anderes  Sinnes'.  Er  habe  gcbotTt,  diese  äaclien  beim  ■tciiisuhen  Landtag« 
Mlbff  vonubrlngiu,  sei  auch  »chon  bis  Effenling  gekummen,  habe  aber  T*r> 
nommen,  ,daO  rlie  Lnft  ta  uii)^aund  und  er  n:it  seiner  garingltfgigen  Perton 
ricl  anMbnliehe  Leut'  snch  hätte  intinieren  mUMeo'.  Daher  habe  er  seine 
Reite  eingeteilt.  Bitte,  ihm  seine  Xtmmer  im  Landhaus«,  wo  er  noch  .brief- 
liche Urkunden  und  andere  Sachen  habe',  noch  eine  Zcitlanf;  xn  belassen. 
Schließlich  itellt  er  die  Uitto,  ihm  seino  lange  Abwescnboit  vom  Verordneteu- 
amte  nicht  Übel  zu  deuten.     Die  Urmacbcu  seien  ibueu  wähl  bewußt. 


1043. 


Bericht   der  Verordtieten   von   Steiermark   über   ihre   Reliyiomi- 

beschwerden  seit  dein  verftosseHen  Landkige,  erstattet  im  Jeteigen 

Landtoff  1604'.    Grat,  1605  (vor  dtmt  10.  Janmr}.^ 

(8t.  L.-A.,  Chr.  H.) 

Altem  Gebrauche  nach,  vor  Beginn  eines  LandtagM  vonutra^cen,  wia 
ei  mU  de«  LandM  HaIl)wirtacbaf^  der  Juttie,  der  Erledigrong  der  politischen 
Beschwerden  bestellt  ist,  haben  sie  nicht  nm^ehen  können,  den  der  A.  0. 
Angehörigen  Herren  und  Lnndlentan  xu  berichten,  wa?  dieses  Jahr  (tber  seit 
dem  letzten   LnndtiigB  raujia  religionii   vor|;«fal.]en: 

Dil.-  Hoffnung,  I.  F.  ]>*  wQrdc  die  ijn  ]l^tKleu  Landtags  erlinbcneu 
Beschwerden  günstig  erlrdigrn,  ist  aller  Vertrustungen  ungeachtet  nicht  er- 
mUt  worden,  vieluitthi  wurden  am  SO.  August  1603  die  (ffitralta  »uf  dein 
Bathauae  publiziert  und  an  don  Toren  affigiert,  womnch  in  Znknnft  uicmnnd, 
er  sei  ein  Landmaiin,  Bürger  oder  gcmoincr  UntertÄn,  Manns-  ndpr  Weibs- 
person, reich  oder  arm,  das  werri'iwwi  reliffümU  anÜPr  Land  —  hei  Strafe 
von  16  Mark  IttLigen  Ooldes  —  auohcn  dtlrfe.  Bei  der  Wichtigheit  der  Sache 
wurden  div  H«rvr-ii  aus  allen  Vierteln  zuaanimtin berufen,  die  Sache,  weil  sie 
auch  die  Nachbarn  angebt,  nach  Kilrulen  und  Krain  nütgcteilt  niid  sollte 
ein«  Beschwerde  gemeinsam  geführt  werden.  Di«  Atidienic  allrr  wurd^  aber 
mrflckgewie«en  und  nur  zwei,  Georg  Galler  namens  der  stelriaelien  nnd 
Sigmund    Liccbtenstein    namens  der  KArntner   Kitterachaft,   vorgelassen    nnd 


*  Tom  10.  Januar  ist  die  Landtagaproposition  datiert. 


dii  TOD  dir  Bilt«ftdiftft  «Her  dr«i  Linder  anterceiclin«t«  Schrift  (lb«rT«iclit. 
Nan  bat  «ich  tK»T  L  D*  Dicbt  aar  mQaJlicb,  foDdem  «m  13-  I>Mtemb«r  1603 
auch  ichrifttich  dahin  crkllrt,  chut«Di  eine  Antwort  zn  «rteilen,  abrr  bb 
jetst  ift  keine  RcMlotioa  erfolg.  Ja  rti  «rurilctn  zulptxt  noch  auf  starkes 
߫gebmi  der  F.  D*  durch  den  Kaiser  die  evangellflehen  Prediger  za  Peta- 
nitita  sai^ewieaea  nod  dem  Herrn  Nadaadjr  rerboteu,  ihnen  Schuts  sn  fe- 
«riliren.  Trotx  der  Inteixeaeion  dee  LaadeabasptmanDe*  nad  der  Verordneten 
haben  aie  ihren  Absog  f^eoomroea. 

Im  Ennitale  worden  ron  den  Prairera  ymeroUa  rom  A-  Dezember  1603 
—  niti  weiß  nicht,  ob  von  I  K.  D'  odrr  den  Pfarrern  —  pnbltziert,  de* 
Iflhalta,  daß  jeder,  Herr  oder  Dienatbot,  Edel  oiler  ITnadel  —  die  wlrk- 
ttehen  Landlente  anageuainmen  —  hia  I.icbtnieO  licfa  aur  Beicht  nud 
Kommanion  «inatelle;  dam  Uerm  Peter  Praaofalk  wurde  eine  Strafe  tod 
1&  Mark  Gold  abgefordert,  weil  er  an  Sonn-  und  F«ieTU(en  anf  leineni 
Schlooe  Neubau*  seioem  Uaasgesiode  erangeliKhe  PredigrtvD  vorleaen  laaae, 
wobei  voree^ben  wird,  daß  aolchea  den  alten  und  neuen  Generalien  ffana 
xnwider  sm. 


1644. 

EfMhergog  Ferdinand  IL  an  Bürgermeister,  Sichler  und  JRat  mu 
Gmünd:  Bei  der  nodi  vorhandenen  Sitte  Adeliger,  Bürger  und 
anderer  Personen,  ihre  Kinder  und  anvertraute  Pupillen  an 
sektische  Orte  sti  den  Studien  oder  in  den  Dienst  zu  geben,  wird 
solches  füberschicJeen'  strengstens  verboten  und  sind  die  ,Ver' 
sehiekten*  und  die  im  Dienste  SeJetischer  stehenden  Personen 
,tciederum  ahettfordern'.  Richter  und  Pfarrer  hal^n  darauf  eu 
sehen,  daß  der  Befehl  voileogen  und  Dateiderkandelnde  der  Oe- 
hvhr  nach  gestraß  toerden.    Orot,  1605  Januar  10. 

(Orlg-,  GinUnder  Akten,  BudolGu.  Klagcnfurt.  DeCKlciclieD  Kop.,  8t.  L.-A. 
Leobeii,   und   au  VeUaoL    [Orig.,  VelUcher  Akten,   Budolfiu.]   rou  demaelbea 

Datum.) 

Im    Bale    roa    I^^oben   wird    der  Befehl  am  A.  MSra  rerleaen  (R.-Prol. 
lMb«n  1606.  fg|.  I2>). 

Iß45. 

Georg  GaUer  an  die  Verordnelen  von  Steiermark:  Ehen  habe  er 
den  Boten  abfertigen  wollen,  da  kommt  ihm  aus  Neuburg  die 
Abschrift  der  verlangten  württembcrgiscJien  Besdution  zu,  daraus 
man  sieht,  daß  der  Henog  sich  nicht  bloß  die  vorgeschlagenen 
Mittel  gefaUen  läßt,  sondern  auch  den  PfaUgrafen  Philipp  Ludwig 
um  seinen  Schuli  ersucht.    Burg  Lcngenfeldt,  1605  Januar  12. 

(Ori(.,  SL  L..A.,  Chr.  R.) 


393 


I 
I 


I 


1646. 

BittschTtß  der  steirischen  BiUersehaft  A.  C  an  Erihersog  Fer- 

(Unand.    Replik  auf  den  abtcei^icher%  Bescheid  com  20.  S^ien^er 

1604.    Grat,  1605  Janttar  19. 

(Kopp.,  n.-,  IL-  II.  StA.,  8L  I^-A.,  Chr.  K..  17  Seiten  in  M) 

Den  ibweiMndca  Bwch^id  toid  iSO.  NoTAmber  16ü4  xnf  dis  Mit«n«  der 
Anfcbfiri^n  A.  C.  illrr  drei  ErblaBd«  t^t^iermark,  KNrtito4i  mid  Knün  ein- 
(te^bcne  Bittschrift  weisen  Beauchna^  der  evaDjivliscbmi  ReUgioufrzcrxitiMi 
babe  maa  den  buiiAchbarten  LBoden  miUeiliin,  dar  itaimcbca  Ilitt«nob«ft 
»b«r  xa  cinM  jetlva  Damachacbtuug  nireri«r«D  müaavn.  Wiewohl  Dan  der 
Bfliehaid  alle  drei  Lande  angeht,  sieht  ticb  die  »tvinacb«  Ritlerschaft  ^- 
swnagen,  nocb  ror  der  jetziges  Laadtagsbewilli^n^  ihre  fernere  Notdurft 
anrcbriD^en.  Man  hflre  mit  fehmpnt  den  Tadel  nnd  da*  Verbot  der  Zu- 
Batsnenkanfle  nnd  Beratschtai^iiDgen  der  drei  Lande  in  Be1igionung«lepen- 
heiten;  dieac  betreffen  das  Gewiesen,  finden  nicht  bcitnliob,  sondern  fiffcntlich 
in  der  Laadeahsaptstailt  statt,  die  Schnften  sind  ,deiniiti|;'  konaipiert  und  sei 
aar  Dberrcichtuifir  salcber  Schriften  ran  den  frühere u  LandesfUnten  die 
Andiena  niemals  rersagt  wordetu  Würde  dies  auch  jetst  uoc-b  ^ichefaen,  »o 
wOrd«  ticb  I.  F.  D*  sieht  to  sehr  von  den  .Widerwärtigen'  einnehmen  lassen- 
Bitte,  solche  ZnsamnpnkSnft«  in  Znknnft  nicht  zn  Terwehren.  Fflr  die  An- 
erkennang  der  slls^it  und  auch  j«txt  apfprwilligen  Hsttung  des  Landes  sage 
man  Dank,  man  sei  ancb  in  Zaknnft  bereit,  den  loteten  Bl atatropfen  darxa- 
geben;  wie  es  aber  scheine,  werde  das  nicht  angesehen,  am  dein  Lande  mit 
einer  gar  wobl  tonlicben  KonniveDa  in  Gewissenssacben  ent^gensukomineo; 
M  gelte  für  sie  leider  der  Sata:  Vot  not*  vobü  fertig  aratra  /MVtt.  S'  D* 
VocfilkrcD,  dl*  in  ihrer  katholischen  Konfession  nicht  weniger  eifrig  and  ge- 
wissenhaft gt-.vffMn,  halten  ihnen  di«d  gewShrt;  zudem  ulinime  ihr  Glanbeni- 
bekenntnla  roEt  der  hell.  Schrift,  den  drei  Baaptsjmboli*,  den  vomebinsten 
Skameniaeben  Konulen  Uberein,  ist  nicht  nnkatbollscb,  verdammlich  oder 
keUariscb,  wie  I.  U'  sieb  von  den  ,WldemRrtigen'  einbilden  lasse.  Wenn 
die  F.  D*  auch  melde,  sie  faabe  keinen  Landmann  seiner  Kcligioa  wegen 
anMcbaffen  lassen,  so  habe  sie  dies  doch  durch  die  auagegaagenen  Uencratien 
und  das  Verbot,  di'  evangelisch«»  Kxenitien  &u  gebraueben,  vorgekehrt,  so 
daO  es  keinem  möglich  ist.  in  diesen  Landen  sn  verbleiben,  er  wolle  denn 
durch  die  angedrohten  Strafen  sieh  am  sein  Vormtlgen  bringen  oder  seiner 
Seele  eine  schwere  BQrdu  aufi'rlegen:  daa  heiBt  aber  ebensoviel  als  aus- 
•diaffen.  Wenn  die  F.  D*  trota  aller  Bitten  nicht  nachgibt  oder  ein  bllll|:en 
mmUrmiifn  gewährt,  den  Wohlntand  der  Lande  und  die  Zier  der  Ritterscbafl 
nicht  sehtet,  die  Keindesi^itfabr  in  <lr»  Wind  RohlJlgt,  kanti  die  getreue 
Bitte rschaft.  weil  sie  sich  den  iiubliaierten  Generalien  nicht  unterwerfen  und 
den  Besncbe  ihrer  Exenitien  nicht  entsagen  kann,  nichts  anderes  tnn,  als 
ihrer  früheren  Erklamng  ,cor  Verhütung  der  ohne  Kondoniemng  bedrohten 
Strafe  uachtn leiten*,  sich  ihres  Vaterlamtns  su  begeben,  ihre  mit  saurem 
Schweiße  erworbenen  Güter  su  vorlassen  und  so  das  Ewige  dem  Zeitlichen 
Torxuai^eD.    l)i«  UltterschaA    lagt   all   du  noobmali  1.  F.  1>*  su  ga.  Er- 


IM 


wlgUDg  vor,  (Unkt,  daß  denjent^en,  die  ihrem  n«wiMen  nftch  ilir«  exovMa 
pesueht,  die  kam m^rprokurB toriseben  KUjren  eingeatsllt  wordeu,  and  titttet, 
da  nicht  jeder  |;leieh  Minti  GOter  rerkunfen  kAUD,  jene,  die  aioh  noch  eine 
Zait  lang  im  LAndo  «afbatteo  und  ihr  Ksersitium  außer  I<and  snclien,  auch 
■o  gnidig  XU  bahaudclo-  Folgeo  Klagen  gegen  die  Pfarrer  wegen  uuge- 
bDhrlich«r  Vorford«rang  and  Anwcb&ffang  der  Diener  der  Uerren  und  I^aod- 
lente  und  Bitten  wegen  2nla«>nng  nIchtkilholiMher  0«««lUn  bei  den  llaatl- 
werkea,  eo4ticb  Klagen  gegen  die  Hofprediger  und  Pfarrer  wegen  AnUutnng 
der  erangellaclien  Belijcion,  wodarcli  das  Volk  erbittert  nnd  kd  einem  Tamnlte 
geneigt  nerde,  und  gegen  das  Voi^ehen  der  Pfarrer,  welche  die  Untertanen 
n>chtkatboli*cber  Uerrtchaflen  tur  katholischen  Ueligion  zwingen.* 

1647. 

Die  Miiglieder  der  sietrhchcn  Landschaß  A.  C-  an  den  Erjs- 
hersog:  Die  Verordneten  haben  ihtten  mitgeteilt,  daß  der  Stadt- 
Pfarrer  im  Kamen  Ew.  D'  befohlen  habe,  daß  Wolf  SlroU  und 
Joachim  Einpadier  sich  hier  nicht  «few  Lichtmeß  hei  hedrohlfr 
sehtcerer  Strafe  aufhalten  dürfen;  trottdem  jener  die  Konzession 
erlangt,  daß  er,  wenn  er  in  das  Land  reise,  steh  u»rnW(7«  timJ 
sicJi  wegen  seiner  getreuen  Dienste  gnädigen  J^escheidt^s  getrosten 
dürfe,  hat  das  der  Pfarrer  nicht  annehmen  tcoUen.  Dtre  An- 
tcesentieit  ist  wegen  Verrechnung  der  Außenstände  notwendig.  Man 
Jeann  ihrer  nicht  enfraten.  Bitte,  die  iwei  alten  Diener  au 
dulden.  Gras,  1605  Januar  24. 
(Kon«.,  St.  L.'A.,  Cbr.  B.) 


1648. 

Achter  Punkt  der  Beschwerden  seitens  der  im  Landtage  rffr- 
sammeiien  Herren  und  LandletUe  A.  C.  an  Erzherzog  Ecrdinand: 
über  die  Wegnahme  der  E.  E.  L.  Stadt  Klagenfurt  eigentüm' 
liehen,  vom  grünen  Waseti  auferhauten  Kirche  und  des  Spitals 
durdt  die  landesfurstlichcn  Kommissäre.  Diese  Wegnahme  streitet 
tcider  die  der  Stadt  verliehene  kaiserliche  Donation.  Die  F.  V 
werde  aus  der  beiliegefiden  Deschwerdcschrifl  entnehmet,  wd^ 
Kosten  die  Stadt  auf  den  Hau  der  KircJie  und  des  Spitals  auf- 
gewendet und  sich  hiedurch  in  große  SchuUkfi  gestürzt  hat.  Dann 
fällt  es  den  Landleuten  A.  C.  schmerzlich,  daß  ihnen  dieses  ihr 
G^äude  und  ,die  sttgerichleiett  Begräbnisse'  ohne  Erstattung  der 

'  Die  Schrift  wnrda  am  81..Tannar  nberTeicbt. 


395 


I 


Tiaukosteti  tmtsogen  und  attderen,  die  dtuu  nichts  beigetragen, 
übergfheH  tcerden  solle,  tciewoM  sie  sich  bereit  erklärt  haben,  des 
Spilais  und  di'r  Kirche  haller  om  Jcommenden  LattdUvje  solche 
Mittel  rorntfiehmen,  die  vcrhoffeyttUch  dfr  7''.  Jy  angenehm  sein 
würden.  Bitte,  die  Landlevte  den  (hei  der  HHldigttng)  gemachten 
Versjyrechungen  nach  hei  ihren  Frciheifeit  eu  schützen  timl  in  der 
koiscrlicheti  Donation   eit   erhalten.     Äctam   KUigeixfmi,   1W5 

Februar  3. 

(8L  L-A^  Obr.  B.) 

Die    Sache    woHe    nebst    dsr    foI^oDden    den    8teir«ni    anf  etnze1ti(>n 
Bog«D  mi^etoUt. 

1349. 

Nettnter  Punkt  der  Beschwerden  dei-  Herren  und  Landleute,  die 
im  Kärntner  Landtage  versammelt  sind,  an  Erzherzog  Fer- 
dinand IL:  Klage  über  den  an  den  Landeshauptniann  und  von 
diesetn  an  Hans  Mößdorfer  ergangenen  Befehl  vom  L  Feftruar, 
daß  dieser  trotz  der  dagegen  eingereichten  Beschtverde  dem  Auf- 
trage vom  6.  November  1H03  nachkomme  und  seinen  ältesteti 
Pupillen  Veit  Georg  von  Eihüwald  a*^  Kaspar  voti  Neuhaus  als 
einen  mütterlichen,  der  katholischen  Itvh'gitin  angehürigen  Ver- 
wandie}i  ausfolge  und  bei  sonstiger  sclucerer  Strafe  hinnen  secJis 
Wochen  nach  Judenburg  bringe,  um  Um  aU  Edelknaben  für  Ere- 
herzog  Leopold  aufzunehmen.  Dieser  Befehl  widerstreitet  dem 
bisher  beobachteten  Gehrauche  und  der  Polizeiordming  und  hofft 
die  Landschaft,  daß  Mößdorfer  in  der  ihm  von  EihisKaldschen 
Verwandten  aufgetragenen  Gerhabschaft  gebissen  werde.  Actum 
Klagenfurt  im  Latidfage,  lOOu  Februar  3. 

(Einsclner  Bogen.    St.  L.-A.,  Chr.  R.) 


IBfiO. 


Die  Verordneten  von  Steiennark  an  die  von  Kärnten:  Auf  die 
Relation  Georg  Gallers  habe  man  einige  Landleute  berufen  und  da 
sich  eben  Ludwig  von  Dietrichstein  und  Ilerhord  von  Auersperg 
hier  befanden  und  das  Geschäft  alle  drei  Liimler  betrifft,  habe 
man  befunden,  daß  der  eine  und  der  andere  sei7ie  Prinzipalen 
um  ein  rätlich  Guiachteti  anlangen  solle.  Dcmeufdge  hat  Auers- 
perg seinen  Weg  nach  Krain  genommen,  um  su  mdden,  u-as  man 


hier  bestehe.  Dort  ntögeu  die  Sacheit  herakn  und  dann  ein 
iiutaekUn  hieher  eingetendet  werden.  Man  teile  ihnen  GaBffS 
Relation  samt  dm  Kopien  der  kurfürstlich  sächgischen  und 
tcüriienäiergiaeheH  Schreiben  und  den  im  sieirisehen  Landtage 
beschlossenen  BeliffionsbeschwerdeH  mit.  Die  Landschaß  habe  tu 
keiner  Bewiüigung  tjegriffen.  Man  erwarte  die  i2eft>Iu<tofi  des 
Fürsten.  Grog,  1(f05  Februar  5. 
(Kons..  8t.  L.-A.t  Chr.  B.) 

1651. 

Gutachtai  der  niederösterreichischen  Regierung  über  die  Beschtcerde- 
schrifl  der  steirischen  Ritierschaft.  (Gras)  1605  Februar  7. 

(H-,  IL-n.  StA.  Wien.) 

1.  Du  Verbot  d«r  Konrentikcl  maß  «ofrccbt  bleiben.  Dab*i  komnu 
«•  Dor  m  Prmktiknii  wider  die  kathoHich«  Religion.  Sollten  tieh  die  SUnd« 
Ibreir  nicht  entliilten,  so  lisberi  sie  einen  irtrenpen  Verweis  ed  erbaltsn. 
S.  Koine  KonniTcox;  daraus  erwächst  d^^r  tätlichen  Erfaliron;  nscb  nur 
Unbeil.  Man  d^ii  ihoea  daher  bis  zn  ihn>r  Oflterrerkinfung  die  Keligion 
nicht  frcUwMa.  Sie  vrQrden  aofort  wieder  Fildikantea  eiafUhrca  tmd  dl« 
biihcri^  Arbeit  der  BAformaiioo  wäre  umaonit  ffescbeben.  3.  Pl«*lbe  Bt* 
wiodtnii  tut  «f  mit  den  Exerxitieo  außer  Land.  Hat  man  die«  frOber  nicht 
bewilligt,  da  di«  iteiriscbe  Bitt^iMhaft  noch  ganx  b^saminen  gewesen, 
waruni  «ollt«  da*  jcfact  geMbchcnV  4.  Di«  Klage  fibor  die  Pfarrer,  die  der 
Herren  Diener  flJr  «Ich  erfordrm,  »rt  nngereinit,  denn  die  Pfarrer  toII- 
«ielien  nur  die  landeafCnitlicben  Befehle.  Von  den  ankatboliscbcn  Pflegern 
baben  di«  katliolisc-hen  Untertanen  nichts  Ontea  au  geifärtigea.  &.  LHe 
Klage,  daß  auch  di«  Katholiken  von  den  Pfarrern  geswaugeo  werden,  b«i 
Ihnen  ihre  Exenitien  xa  eaciiva,  verdient  keine  Erwähnnng:  die  Katholiken 
hiben  sich  an  den  ordentlichen  Pfarrer  za  halten;  dici«  milMen  wi»en,  wer 
katboltsch  lei  nad  wer  nicht.  Kich  an  dir  .Tcmiten  oder  Franziskaner  cn 
wendan,  tlrhe  jedem  tni.  6.  Was  die  ang«Mii:hen  starken  Aniüge  der  Hof- 
jtrediger  betrifft,  »u  wären  nicht  im  allgeoKsinen  Anscfanldigangco  xo  &!• 
beben,  sondern  Einxelnnille  anaaruhren.  7.  Was  die  Drohung  betrifft,  nicht 
aar  BewUligoug  au  greifen,  ro  i»t  das  ein  okfCaeulum  des  bMen  Feindes,  dsi 
den  Ertfaerzog  ron  der  Rcfonnation  absnhringen.  Ab«r  Gott  wird  gewiß 
•einen  Beistand  leihen,  di«  von  den  Sektischen  eingesireaten  Dlftikultäten 
an  überwinden.  Man  muß  den  8npp1ikanten  darnach  also  bedenten,  ai« 
hätten  die  f.  D<  mit  solclmn  nunSUgeu  Begehren  zu  versvhonea  und  sa  den 
Bewilligungen  au  greifen,  dies  Ml  den  geraelnaamen  Vaterland«  and  ihnen 
selbit  auRi  b«et«Q. 

1662. 

Die  im  Landtage  versammdten  Herren  und  Landleute  von  Kärnten 
A.  C.  protesiieren  gegen  de$i  ihnen  am  7.  (d.  M.f)  sugekommenen 


J 


39T 


Veneeis,  daß  sie  —  was  nicht  der  Fall  ist  —  hei  ihrer  vor  der 
Landtagserö/fnung  statt ßiidendeH  Bcratumf  über  die  liesch werden^ 
die  sie  aliet»  Herkommen  nacft  abhalteti,  die  katholische»  Mit- 
glieder ausschließen.  Sei  ihnen  werde  nicht  konspiriert.  Sie  bitten 
I.  D'y  keinen  sotcheti  Gedanken  Raum  sn  gebe»  utid  ihnen  den 
Zutritt  «4  »Am  utigehindert  e\i  hissen.  Klagenfurt,  1605  Feltrwir  7. 

(Kop,,  Kt.  L.-A^  Chr.  K.) 


t 


1653. 

Die  Verordneten  von  Kärnten  an  die  von  Steiermark:  besUitigen 
den  Empfang  der  Gatlerschen  Berichte  und  des  netten  Anbringens 
auf  die  aUeti  drei  Landschaften  erteilte  abweisende  ßesduiion  in 
den  ReligionsbescJiKcrden  vom  Oktober  v.  J.  Man  sei  mit  dem 
Vorgange  der  Steirer  einverstandeit.  Weil  auf  die  Religions- 
betehteerden  keine  Abhilfe  erfolgt,  diese  vielmehr  stcJi  von  Jahr 
Jb  Jahr  mehren,  habe  man  eine  neue  Eingabe  unterlassen;  teile 
aber  mit,  was  man  wegen  der  vom  Landesfürsten  verbotenen  ge- 
meinsamen  Zusammenkünfte,  der  Konfiskation  der  landschaftlichen 
Kirche  und  des  Spitals  in  Klagenfurt  und  icegen  des  y'orgehens 
gegen  den  jungen  Eibistcald  getan  habe.  Den  bisherigen  persön- 
licJien  Zueug  teolle  man  lei.<iten,  wofern  tnan  die  den  Herren  und 
Landleuten  noticcMl^en  Diener  im  Lande  läßt.  Klagenfurt,  1605 

I'elrruar  70. 

(Oris-,  fi  Sidg«!,  St.  L.-A.,  Ohr.  R.) 

.  .  .  Was  E.  E.  L.  wegen  der  bishero  gebraachten  von 
I.  F.  0'  in  ictziger  liiimiger  landugsproposition  vern-lseiien  und 
%'errer  üline  dero  vorwisaen  and  einwiüigung  gent/Jich  inhi- 
birten  zusammenkünftän,  item  des  nllitä  In  K.  K.  L.  aigen- 
thamblichen  statt  Clagerfurt  durch  die  evangelischen  neuer- 
panten  von  I.  F.  D*  vor  disem  eingezogenen  kirchen  und 
apitals,  dann  alnes  für  I.  F.  D'  eralierzogen  Leopolden  zn 
Osterreich  ztun  edelknaben  von  herrn  Hansen  MoBsdorfer  als 
Eibcss walderischen  gtrhaben  mit  starken  comminjitiwnen  be- 
gcrten  jungen  von  Kibesawald  ihails  in  der  landtagsantwort, 
tfaails  aber  unter  andern  beschwUrartikeln  kürzlich  eingebracht, 
haben  die  horrn  aus  nebenligcnden  abseliriflTten  zu  verneraen 
und  ist  auch  der  von  altersliero  gewolindlich  persünudliche  zue- 
zog  nur  dergestalt  zu  laisten  bewilligt,  wofer  man  der  herrn 


1 


398 


and  landleut  bedlirlTtige  diener  und  angehüngc  an  aasgeschaffner 
im  landt  verbleiben  lassl.  .  .  . 


1654. 

Heform  der  hrainische^i  ,Spänord»ung' .    Laibaeh  im  Landtag, 

1005  Fehrmr  10—17. 

(L.>A.  Knin,  V.-Prot,  Nr.  8.) 

In  d«r  D«l>a(t«  am  ID.  F«brair  »ft  KrDn:  ß«  «ei  gilt,  bei  der  Stauer- 
«inLrribuiig  aMn  Schiirre  eu  gAbmiuhcn.  Bei  g#i«tlichen  Gütern  habe  m 
m\>«t  «in  UTiderM  Bowandinii.  Wollt«  muri  •!«  verkaufen,  vriird«  mikn  b«M 
in»  HridentHtn  xitrOcksiiikfrn.  Am  12.  ug^  der  LanilMTerwAlter:  Die  R«- 
ligionstrftrormatinnsknmini.vdtre  hSIten  Kcfehl,  ili«  fflTigrKOg'MiAn  gcUtlich^^n 
(intor  SU  ri'ätitui^rflii,  »r  selbst  sei  Uenuftragt,  der  ^rUtlitli^n  GUter  halber 
iiiebta  vur  dos  Hofreclit  koiniaeit  eu  laason.  Der  LaudRsve-iweser  b(^i)ii<rkt: 
n  sei  unbillig,  i]aÜ  ein  Uiil,  ilni  vor  .labren  um  100  ü.  ani  der  .SpÜnuni^ 
verkauft  worden,  dnno  att  einen  anderen  oder  drltteu  am  400  fl.  weiter- 
^(T^ben  wnrde,  jelxt  um  100  fl.  eingesofea  werden  »olle.  Die  Guter  haben 
mit  drr  Religirvii  nichta  cu  tun.  fii  aämtniHrttlion^  itulUiae  soll  gleiche« 
K«cttt  galten.  Nach  einer  Fnrann  drr  Kcligioii  lialber  xm  greiTeik,  nnl  Suche  der 
KeltgioaBrefornintianakommineilrc,  iiic.lit  über  (iOtur  und  (irUiide  nu  Hablieile»- 
Dajt  babrt  mit  d^r  Keligion  iiidiU  zn  tun.  Gerade  das  Gegenleil  ftagt  der 
n>oin]i^ro]tiit :  Derartig«  KKufe  sind  €m\lm  Uge»  tl  tmwnea  unil  dalier  ungQltig 
nnd  kraftlos.  Die  F.  D*  habe  darum  oichl  nciblllig  den  Kauf  geistlicher 
Guter  inhibiert.  Anorsperg  ist  icbmer^lich  berQhrl,  nicht  daß  die  Geiitlichen 
das  Ihrige  situhen,  sondern  duß  «ie  ei  an  nnrechtem  Orte  suchen.  Der  I'ropst 
von  NetiJitftdll  pbt  mi,  e«  seien  durch  di?  Afterkommis<ifLre  nUutu»  vor|p>- 
kemmeD.  Wu  aber  sncn  bewjtnwn  gehtre,  soi  gristlirhes  Gut.  Der  Dom- 
decbanl  üHj^t;  Wenn  ein  QeistliiOier  iinwirUtibartlicb  sei,  dllrfe  es  die  Kirche 
doch  nicht  entgelten.  KatKianer:  Iit  der  Jjpauordaung  vou  l&^S  konnteu  die 
Gflter  der  Geistlichen  mit  Konsens  des  Ktutgs  —  ad  temput  —  verkauft  werdeu. 
D*(ni  wurde  aber  bestimmt,  daß  man  die  geistlichen  Guter  ^s^iKnen*  kOnne. 
Der  Landesvizedom  sollte  sie  aits  der  ,Spiinun;'  tutn  VixedoTnanile  abl«digen. 
Wa«  aber  Terkanft  worden,  lulle  m  bleibvn.  KaUiaii<-r  klagt,  daß  die  Geist- 
lichen den  Weltlichen  die  Griter  mit  bewpJirter  llnnd  abrlringen.  Beschluß: 
Die  F.  D*  an  bitten,  u  bei  dem  mit  Konsens  Ferdinands  1.  «rfolgteit  Ver- 
kaufe der  Guter  bleiben,  die  anderen  Fülle  bei  der  Scfaranne  entscheiden  m 
lassen.  Au  17.  Februar  wird  die  landesfilrstüobe  Resolntion  Tom  S7.  Ja&aar 
wegen  der  Terkannen  geistlichen  GUler  verlasen.  Nach  llngerpr  Debatte 
wird  buehlouen:  es  rei  billig,  daß  wegen  der  Keit  dea  Verkanls  der  geist- 
lieben  Gilter  ein  l'ntersehied  gemacht  werde.  Die  F.  D*  ist  au  bitte»,  dafi 
jedermann  bei  seiner  ordcntlicbeii  Instanx  bleibe. 

Am  8.  yitn  beschwert  sich  Maria  JCumDlUa,  daß  ihre  Klage  wider  den 
DomproiMt  ?on  Laihac.h  wi-gen  zweier  entsogener  Untertanen  im  Hofrecbt« 
nicht  augenuniiuau  wenden  solle  (V.-rrol.). 


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399 


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1655. 

Ahtveidichc  Res^luiüm  I.  F.  D*  mtf  die  Eingabe  der  si^rischen 
liilterschaß  Ä.  C.  v<m  VJ.  Jmitar  1605.  Grat,  2605  Februar  14. 

(Kopp..  H.-.  H.-  u.  St.-A.  an«»  Sötsiocer.  BTS»-— STö''.) 


Die  F.  1)*  erzhcrzofT  Ferdinand  .  .  .  haben  N.  dop  Stoy- 
riachen  rittersuhafl  Augsp.  Conf.  am  19.  jüngst  verflossnen 
raonats  .Tamiarii  datierte  und  über  eiUch  tag  hemaeb  abermal 
übergebne  schritt  nach  leng«  abf^ehUrt  und  rernommen,  und 
weil  Bcitbero  umb  deren  beantwortung  za  ellich  malen  so 
embsig  aolUcitiert  worden,  haben  1.  F.  D'  dicaelb  nmb  so  viel 
mehr  liiemit  gn.  befürdern  und  errnettcr  ritterschafft  dero  fer- 
rere  treuherzige  wolraainuntf  crclilrcn  wüUcn, 

FUrs  erste  nun  vcrm.iint  gleichwoll  ay,  die  getreue  ritter- 
schafft,  iro  seyen  die  bishcro  gepflegte  zasamraenknnften  nnd 
heimbliche  beratschlagnngen  nicht  zu  wehren^  was  aber 
L  F.  D'  zu  der  widrigen  resolation  rechtmässig  bewegt,  be- 
darff  ailhie  keiner  wiederhotlung:  aintnal  befinden  I.  D'  sulcb 
erhebliche  nrsaclien  und  bedenken,  das»  sy  einer  ritterschaffl  dis- 
falls  nicht  nachzugeben,  noch  Ton  ihrer  vormaEs  zu  etlichmalen 
widerholten  niainung  zn  weichen  gedenken,  eich  mit  gnaden 
versehent,  es  werde  anist  darbei  verbleiben,  dann  I.  D'  die  so 
offt  {brgeloffnc  unbcgrUste  zusaramenbeschrcibung  der  herrn 
nnd  Undleatli  und  die  sühim|)ibche  praeterier-  und  ans- 
Schliessung  der  catholischen  billichermnasen  zu  ante»,  und  da 
was  ad  partem  zu  bcrathschlagen,  8oU  kain  so  grosses  be- 
denken im  weg  ligen,  I.  D*  guthaissen  darUber  zu  erwarten, 
and  daruinben  werden  sie  aif.li  mit  I.  D'  ubstehunden  endt- 
lichcn  willon  nunmehr  unnilbarHcb  and  nngemahnt  zn  acco- 
modiern  wissen. 

Es  bearbeite  sich  zwar  »in  andern  gemelte  ritterschaft, 
I.  0*  mit  etlich  eingefllhrten  arguraentcn  dahin  zu  persuadiern, 
bIs  wenn  dieselbe  ohne  verletznng  ihres  fUratHchen  gewtssens 
etmnivendo  bey  ihrer  vcrmainten  rechten  religion  verbleiben 
und  ihnen  die  gefelUge  exercitia  inner  und  ausser  landts  zu- 
lassen mücbtenj  scitemalen  aber  die  Sachen  vorhin  genngsamb 
erwogen,  und  I.  F.  D*  darllber  verursacht  worden,  ihre  offne 
general  zu  menniglicbes  nachricbtutig  publiciern  zu  Iftsaen, 
alles   zu  mehrer   wolfahrt  und   fridlicher  uufnenihung  des  gc- 


400 


liebten  vatleriandts  auch  zu  salvicruog  ihres  f.  gowiescns,  an- 
gesehen, so  künnen  derhalbcn  I.  D'  idie  begehi-te  ihrer  künf- 
tigen Beantwortung  sehr  verletzliche  beiviUigqng  gar  nit  ein- 
gehen, sondern  versehen  sich  des  gottwoIgefelÜ^en  gehorsarabs 
und  seind  oftermelte  laudleutb  desbalben  das  landt  zu  raumben 
gar  nit  gonütigt,  inmasseii  I.  D'  vorgehunde  gn.  crclärnng 
sum  genügen  angedeUt. 

Die  dritte  wider  die  pfarrer  im  land  eingeftlhrte  be- 
schwärang,  wie  sy  der  hcrrn  und  landlcuth  uncathoHsche  pfleger, 
ofticier  und  dienstpersonnen  für  sich  erfordern  und  sy  za  dem 
catholiachen  gehorsamb  treiben,  im  widrigen  aber  die  landes- 
verweisung  ankünden,  hette  gleichwol  (da  solcher  ausser  I.  F.  D* 
befeLch  geschehe)  einen  zimblichcn  schein,  wann  sich  aber 
I.  B\  D'  dagegen  erinnern,  wass  sy  ditafalls  und  sonderUch  der 
ergerlichcn  uncathoüsehen  personnen  wegen  für  Verordnungen 
ausgehen  lassen  und  gedaclite  pfarrer  nichts  dergleichen  flir 
sich  selbst,  sondern  alles  in  crafft  I.  D'  gemessenen  bevek-bs 
fltrnehmen  und  handien,  so  kann  es  derhalben  umb  so  viel 
weniger  improbiert  werden  und  was  nun  I.  F.  D'  zu  diesen 
Verordnungen  billichermasseu  verarsacht,  bedarf!'  alhie  keiner 
ausltilirang,  die  dann  dieses  unaweifenlichen  versehen»  sein 
wollen,  ein  geborsamhc  ritterschaft  werde  siiüh  an  dem  gut- 
willig ersettigen  lassen  und  destwlUen  zu  ruhe  begeben,  dass 
I.  F.  D'  dessen  befugt  und  darmit  den  vielfeltigen  ihm  tür- 
komnen   Verordnungen  nnd   bcschwUrden  r.a  steuern  gedenken. 

Die  vierte  clag  belangent,  ist  zwar  nicht  weniger,  dass 
einem  jeden  cjilholischen  chrialen  erlaubt,  ihme  einen  beicht- 
vatter  nach  seiuem  gefallen  sa  erweblen,  wann  über  seines 
ordenlichen  Seelsorgers  und  pfarrers  wegen  keine  genuegsame 
Ursachen  vorhanden,  bat  solches  auch  nit  statt,  dann  wissent- 
lich; dass  ein  jedes  pfarrkind  aus  christlicher  Ordnung  und  ge- 
horsamb  schuldig  and  verbunden,  sich  mit  der  beicht  und  com- 
muniou  bei  seiner  ordeulicheu  pfarr  darumben  einzostellen, 
damit  man  seiner  rechtgläubigen  bckanntnuss  halber  wie  auch 
dessen  ein  wissen  habe,  welche  aur  hl.  comniunion  jährlich 
trettcn  oder  aber  sich  derselben  enthalten.  Und  da  yc  bey 
einem  oder  mehr  erhebliche  bedenken  fUrfallen  mechten,  ihre 
Sünde  ihren  ordenlichen  pfarrern  zu  beichten,  mag  es  wo!  bey 
andern  warhaften  priestern  aber  solchergestalt  beschehen,  dass 
dannoch  die  orlaubnuss  von  ihme,  pfarrer,  destwillon  gcnomben 


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werde,  und  wie  nun  von  ir,  der  herrn  und  landleuth  under- 
thanen,  deswegen  hey  irer  F.  D'  ainiche  cliig  bis  ilaio  ftir- 
kumen,  also  soll  iliiif^n  aucli  versehentlich  fliroliin  nichts  be- 
schwerliches in  dergleichen  ftllUm  nufgedrungen  werden. 

Dass  sich  dann  die  getrewc  ritterschafU  auch  dessen  zum 
fUnfften  in  gehorsnmb  bcclagen  thut,  als  wann  die  pfarrer 
und  prediger  starke,  ehreiiröhrige  und  straÖniiLssige  anzOg  und 
antaatnngon  in  ihron  predigten  niitlauirL'n  lassen  und  von  ilmon, 
den  herrn  und  landleulhen,  viel  Uhels  ausgeben  sollen,  da  wissen 
I.  F.  D'  selbst  am  besten,  dass  sok-hcs  cjilumnicrn  auf  der 
canzel  weder  recht  noch  passterlich  sey^  wie  dann  die  gchUr- 
liclic  abatellung  darauf  gehörete,  scitcmal  aber  von  der  ritter- 
schafft weder  die  personnen»  so  sy  mit  unbedftchtigcn  wortcn 
traducicrt  haben  sollen,  noch  die  injurienwort  in  specie  benennt 
oder  vermelt,  so  wissen  demnach  I.  F.  D'  hierüber  bis  auf 
mehrere  ertcüterung  nichts  zu  detcrmioim. 

Eb  waren  schlUssIich  I.  F.  D'  mit  dem  unannemblichen 
vermelden  und  anzug,  dass  nemblich  sy,  die  ritterschafft,  zu  der 
landtagsbewilligung  chunder  zu  greiffen  mit  nichten  bedacht, 
sy  emptindcn  dann  in  ihrer  prittendierenden  ge wissen sb esc hwii- 
rnng  ein  leidenliche  snblevierung,  ja  da  gleich  ainiche  contributioo 
gescbechen  sollte,  dieselb  nit  gelaistet  werden  künde,  billich  zu 
verschonftn  gewcst,  weil  I.  Ü'  beg«liren,  ir,  der  riltersuhaft, 
suchen  in  allweg  fürzuziehen  und  die  allgemaine  wolfarth  mehr 
als  die  specialpraetensionen  in  acht  zu  nnmben,  und  obwol 
I.  F.  D'  diese  bey  gehorsamben  InndklUhen  ungebreüchige  Zu- 
mutungen mit  mehrer  schörff  zu  empfinden  ureach  hotton,  so 
wollen  ey  es  doch  mit  gnaden  derentwegen  underlassen,  weil 
E.  ganze  E.  L.  in  Steyr  die  henrige  landtagsproposition  auf 
1.  D'  beschechiie  niiindliclie  vermanuiig  zur  herathsclilagung 
alberait  fttrgenumbcn,  inma^isen  sich  dann  T,  F.  D*  der  ohisten 
willfährigen  landtagsantwort  und  ercläiunp  vwfiehen  und  ge- 
trösten, im  übrigen  auch  der  gätizlichen  hofTnting  leben  wtiUen, 
mehrgedachte  treue  ritterscbaft  werde  sich  mit  I.  F.  D^  wol- 
mainlich  und  hiiylsAnihen  verurdnungnn  in  gehorsamb  der 
Schuldigkeit  nach  vergleichen,  dieselben  ferrer  nicht  difli- 
cDttiem,  sondern  sich  als  willige  landleuth  in  allen  recht- 
mttssigen  und  billifhon  dingen  (wie  dann  I.  F.  !>'  niclits  nn- 
biiliohes,  noch  was  aolchos,  so  der  ewigen  und  /.eitllchen 
wolfahrt  im  wenigisten  widerstreben  mOchte,  zu  atatuiein  ge- 
r«BUa.  II.  Abi.,  Bi,  i.x.  ia 


denken),  also  veriialten,  wie  es  ihnen  und  den  ihrigen  xo 
keiner  rheu,  ja  vielmehr  za  Alten  guten  geraichen  and  er- 
Bpriefisen  wirdet. 

Welches  nnn  I.  F.  D*  iro,  der  getrenen  ritterschaft,  auf 
anfangs  citierte  ßchrift  zu  gn.  beantwortang  nicht  verhalten 
sollen,  dero  sj  beynebens  mit  1.  f.  genaigten  willen  und  gnaden 
yeder^eit  wolgewogen. 

Decretam  per  Ser"""  archidacem  14.  F'ebraarii  anno  1605. 

Peter  Casal. 
1656. 

Die  Verordneten  von  Kärnten  nn  die  von  Kram:  Auf  die  dureh 
den  Krainer  Abgesandten  Wolf  Entfelhrecht  SchrAnkter  m  Äick 
vorgebrachte  Eriniierungf  daß  die  Krainer  und  Steirer  die  Ab- 
senduny  der  namiiaß  gemachten  Personen  vornehmen,  es  aber 
den  Ktir-  und  Fürsten  heimsiellen  wollen,  tcas  sie  für  das  Beste 
halten,  haben  avch  sie  die  Kärntner  Herren  und  Landlenie  be- 
rufen; diesen  gereiche  jmm  Tröste,  daß  die  Fürsten  stich  ihrer 
annehmen,  lassen  sich  die  Sache  mit  Galler  gefallen,  danJcen 
beidrn  Fürsten  für  den  Eifer  und  besonders,  daß  sich  der  jnnge 
PfaUgraf  der  Sache  annehme.  Mit  dem,  was  die  Krainer  und 
S^rer  tun,  sind  auch  die  Kärntner  einverstandeti.  Klogenfuri, 
1605  Februar  16. 

(OriB-,  8l.  L.-A.,  Chr.  R.) 

1657. 

Die  Verwdneten  von  Steicr  an  die  von  Kärnten:  danken  für  das 

Schreiben  vom  16.  F^rnar.     Mitteilung  ihres  und  der  Krainer 

räilichen  Gutachtens.    Wollen  Galler  schreiben  und  ihnen  dessen 

Antwort  senden.    Graji,  3605  Februar  28. 

(Kode.,  fit.  I^-A.) 


16&8. 

Die  Verorditeten  von  Steiermark  an  Galkr:  bestätigen  den  Em- 
pfang seiner  Schreiben  vom  August  und  September  v.  J.  und  vom 
5.  Januar  d.  J.  Haben  deren  Inhalt  beiden  anderen  Landern 
,in  höchster  Geheim'  entdeckt.  Aus  den  Beilagen  entnchnu-  er, 
wessen  sieh  die  anderen  fjonde  entschließen.    Danken  für  seinen 


403 


I 


Eifer  und  seine  Neigung  enm  gdi^tett  Vaterlande,  Es  werde 
ihm  unvergesseti  hleiben.  Deni  Lande  gereiche  jfmtm  Tröste,  n* 
wissen,  daß  Kur-  und  Fürsten  $ich  ihrer  annehmen.  Man  teile 
Hitn  mit,  daß  ungeachtet  der  letzten  Beschwer deschrifl,  die  man 
heUege,  die  PersehUion  der  Herren  und  Bitter  fortgesetzt  werde. 
Er  möge  darnach  trachteti,  daß  die  Äbsenditng  so  hald  als  mög- 
lich ins  }yerk  gesetzt  werde.  Mitn  habe  hier  gemeint,  sieh  cuerst 
an  den  Kaisfr  als  das  Haupt  des  üeiches  mu  wenden,  sieUe  es 
nher  den  Fürsten  anheim.  Fr  möge  sich  üher  seine  Andexttung 
näher  ««/lern,  daß  man  dm  fürstlichen  Räten  eine  Vaehruiig 
^n^}iomn^en  lassen  solle.  Grax,  1605  Mars  7. 
(Rom.,  St.  L.-A.,  Chr.  B.) 


1659. 

Z)«  Verordneten  von  Stcitrmarh  an  die  Erzhersogin  Maria:  bitten 
ttm  Remedierung  der  Religionsbeschicerden.     Grae,  1605  Juni  2. 

(K«ffirtr.) 


IG60. 

Der  kursächsische  Hofpreäigar  Vohjkarp  Leyser  an  Georg  GaUer 
avf  Schicanberg,  fürstlich  pfatzgrä flieh- netd>urgischen  liath  und 
Landrichter  *m  Burg  Leugcnfeld:  ersucht  ihn,  die  beigeschlossenen 
Exemplare  seiner  Fre-äigten,  die  auf  die.  in  Osferreick,  Steiet' 
H  mark,  Kärnten  und  Krain  htrrscitende  Verfolgung  gerichtet  sind, 
den  l^tgetiannten  drei  Ländern  zu  übermitteln.  Nach  Osterreich 
sei  em  solches  schon   dareJi  einen   vertrauten   Freund  geinrachl 

K  worden.    Dresden,  1G05  Juni  5. 

(Orig..  8t.  L.-A..  Clir.  R.) 
Mich  hat  der  betrücbte  zustand  der  kirchen  Christ!  in 
aem  erÄherzogtliumb  Öaterreicli  und  den  dreyen  hindern  Wteyer, 
Kärnrlten  und  Krayn  vor  anderthalb  iarn  bewegt,  dasa  ich 
meine  passionspred igten  zur  selbigen  zeit  fast  alle  auf  diaen  be- 
triieUten  handel  gerichtet.  Urjd  Vhü  ich  hernach  von  nien 
cliristen  angelangt  worden,  dass  ich  solche  predigten  durch  den 
druck  piiblicieren  wülte.  Welches  auch  bereit  vor  einem  iar 
geschehen  were,  wo  mir  nicht  von  Wien  aus  ein  impedimf^ntum 
fUrgeworfen  worden  were.  D\m  habe  ich  jedoch  diaes  iar  zu 
werk   gerichtet   und   sie   nicht  allein  in  gottes  namen  drackcu 


«€• 


1 


404 


lassen,  sondern  anch  in  der  praefation  der  ob^encnten  vier 
l&nder  laodstcnd  von  hcrrn  nnd  rittcrschaäFt,  welche  steh  sa 
der  A.  C.  bekennen,  anf^eredet.  Gott  weiss,  wie  es  anfge 
nommen  möge  werden.  Ich  habe  es  aber  guter  wolniainong 
keiner  andern  nrsach  halb  mehr  gcthan,  dann  dass  ich  mein 
christlich  roitleiden  gegen  den  gedachten  kirchen  und  ihren 
gliedmasBen  zu  erkennen  gebe  and  ste  in  ihrem  betrübten  zu- 
stand ctlichermaäsen  tnSate. 

Auf  dass  es  aber  I.  G,  .  .  .  innolesciere,  habe  E.  Q.  ich 
5  ixemplaria  zofertigen  wüllen,  mit  dienstfleissiger  bitte,  K.  G. 
wQlIe  mit  gelegen])eit  jemandes  fUrnehmcns  aas  den  dreyen 
landen  nach  seinem  wolgefallen  jederm  ein  exemplnr  znkomioen 
lassen. 

Ich  halte  es  fast  nicht  ftlr  ain  recltt  dcdication,  dieweil 
ich  nicht  wissen  kann^  wie  angenehm  es  in  disom  zaestand  sein 
niüchte,  zumal  weil  ich  alle  pios  penecutionem  patientet  darzn 
gezogen  habe.  Sonstcn  weite  ich  den  ev.  landslenden  darunter 
selbst  eaegeschriben  haben;  rlumit  es  aber  nicht  das  ansehen 
habe,  als  wenn  ich  sonstcn  etwas  dardarch  suche,  so  habe  ich 
es  nicht  selbüt  sclncken,  sondern  wie  in  Österreich  durch  einen 
bekennten  guten  freand,  also  in  Steyertnark,  Kürndten  und 
Krain  durch  E.  G.  als  einen  terrium(gie)  insinaim  wollen. 
Mir  ist  gnueg,  wenn  I.  G-  ■  .  .  hievon  wissenscbafFt  erlangen 
and  dasjenige,  was  ich  hierinnen  gethan,  !n  gn.  .  .  .  willen  anf- 
and annemen. 

Es  ist  im  werk,  dasn  dise  coneiones  in  die  tentscha  sprach 
traosforirt  worden,  damit  auch  dem  gemeinen  man  darmit  ge- 
dient werde.  Wenn  ich  nnn  wnsste,  dass  es  den  stenden  nicht 
zuwider  werc^  wenn  die  prcfation  anch  tentsch  gemacht  wUrde, 
so  solte  es  geschehen. 

Unsere  interc«MU>nes  sind  so  lang  sine  frur.tu  et  effetixt 
abgangcn,  bis  der  dritt  mann  kommen^  der  villeicht  den  per- 
sequenten  ablehnen  wirdt,  wie  sie  verdient  iiabon ;  denn  es  ist 
wol  ehe  geschehen,  dass  gott  ein  büses  mit  dem  andern  bGsen 
vertribcn  und  gleichwol  die  seinen  erhalten  bot.  Demselben  ge- 
Irewcn  gott  thno  ich  die  christlichen  l]iridor  sowol  als  K.  G.  .  . . 
befehlen.     Datum  Drcssden  den  5.  Jnnii  anno  1605. 

E.  G.  jederzeit  dienstwilliger 

Fulycarpas  Leiser. 


n 
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405 


I 


1661. 


I 


Neheutnenwrial  für  dai  nach  Graz  uhg€ordnetef\  Wolf  Sebastian 

Uociicnkirdier  eii  Yffddorf,  ,icas  er  in  fleissige  acht  nehmen  und 

erforschen  soU\    München,  1605  Juni  7. 

{SL'k.  Manchen,  Öatorreich,  Sloiermark  SO/16,) 

Eb  liaodeU  lieh  »in  dio  Hilfo,  dio  etwa  Kordiuand  II,  angesiclits  der 
leEwtlMtiden  uugariicUeii  üebeUiou  gdeiitet  wuidnn  kODDe.  Der  Oesaadta 
hat  aicli  au  «rkuiidig«D,  &b  dl«  Landherren  dem  Laiid«*f3rBt«i)  Gaboraam 
teilten  etc.  (»«lie  Ver«ffeiitIicliong«ti  d«r  hiilor.  Lnndetkomniuiöu  für  6t«iw 
mark  X,  ti)B  [40  d.  S.-A]).  Wir  hnben  das  BlUck  Ata  nächsteii  wogen  auf- 
fCBDominen,  weil  man  tneinen  knnatm,  dieses  febOr«  unter  die  Akten  dea 
Jahres  1609,     SlaHe  aum  2fi.  Aaputt  160». 

1662. 

ßrshergwj  Maximilian  III.  an  die  Refßernng  und  Kammer  in 
Innsbruck:  nimmt  die  Berufung  des  kleinen  Ausschusses  sur 
Kenntnis.  Da  noch  andere  Mittd  und  Wege  angegeben  wurden^ 
dem  Wunsefie  Erxherzog  Ferdinands,  eur  Benaiznng  des  Srhlosses 
Gras  500  Mann  zu  senden  und  drei  bis  vier  Monate  zu  erhalten, 
nachzukommen  und  die  Anfnahne  einer  Summe  von  50.000  bis 
100.000  fl.  im  lAxndiage  für  ratsam  anr/esehen  irorden  ist,  so 
mögen  sie  mit  getiannten  Männern  und  dem  kleinen  Ausschusse 
hierüber  handeln.  1605  Juli  8. 
(KoDX-,  Sutth.-ArchtT  Innabmck,  L«opoldin.  sei.) 

Biaximtlian  .  .  .  Das  ir  in  der  bevrissten  sacli  den  kleinen 
anaschnss  hieher  zu  erfordern  fUr  das  ralLsamist  geltniten, 
haben  wir  .aus  nnsers  raths  uud  hufsecretai-i  Dietrichen  Hep- 
pergers  inandtÜchen  undertlißnlgiitten  rcCation  gn.  vernommen. 
Dieweil  aber  auch  andere  weeg  angedeit  worden,  darch  weliche 
man  die  dorcti  nnsers  fr.  lieben  vettern,  des  erzlierzogen  Fer- 
dinand! tta  (^ftterroiclt  liebden,  zn  besetzang  dea  reeidenz-  and 
IiaabtscIiloBs  Orfltz  begerte  500  man,  Tvie  sugleicb  derselben 
underlialtung  auf  3  oder  4  monat  lang  vor  E.  E.  Tyroler  L. 
fHCgiich  zu  erlangen  gehofft,  darneben  ir  euch  zu  erinnern, 
daaa  in  vorigen  bey  iungatem  landiag  and  sonsten  gehaltenen 
berathBchlagangen  etliche  zn  anfbringong  ainer  nnrabhaften 
sutnma  gelts  von  15— lOO"  zu  depntirn  fUr  rathsani  gehalten 
und  darneben  den  steuden  furgetragen  nnd  zn  erkennen  geben 


406 

worden,  dass  uns  and  den  mUintcressierten  erzlierzogen  bey 
alBO  be8clia(rnera  wesen  denjenigen  nncosten,  so  über  die  mi- 
littam,  vor  und  ehe  es  zum  anzn^  kombt,  mit  exercierong  der 
undertlianen,  item  nitt  hesoMan^  and  nnderhaltang  der  sae- 
gebnen  liaaptlent  and  ander  bevelchshaber,  80  man  nothwen- 
digerweis  haben  mass,  ergclien  würdet,  tinmdglich  abzustatten 
.  .  .,  80  haben  wir  den  .  .  .  Jacob  Probst  in  der  Neustift  uud 
.  ,  .  Christoffen  freyherm  zu  Wolkenstein  und  Rudencgg  .  .  . 
hieher  l>e8chribcnj  und  ist  hierauf  urificr  gn.  hegcrn,  dass  ir 
oder  etliche  aas  eurer  mittel  neben  ihnen  erforderten  und 
unserra  zugeordneten  geh.  rath  Hieronyino  Mainckher  von 
Coserz,  oh  von  disen  undcracliidUchen  panctcn  .  .  .  mit  dem 
klainen  ausschnss  zu  trauticrn  .  -  .,  in  bedenken  ziehet  .  .  . 
Geben  8.  Juli  1605. 


1663. 

Ferdinand  II.  an  (horg  Kerrn  von  Shibeuherg:  Gnädiger  Be- 
fehl, zum  Zwecke  der  Investitur  des  jetiigen  Pfarrers  in  Kapfm- 
brrg  und  Einanttcortung  der  Temporalicn  die  Schliissd  auszu- 
folgen und  dem  Pfarrer  in  der  Temp&ralitM  keinen  Eintrag  su 
tun.    (irax,   UOr,  Juli  18. 

(Orig.,  St.  L.-A.,  Stul>«nb«rg- Akten.  G«geDr«fonn.) 

Der  Befehl  ergeht  xufolg«  eioos  AnHuehnnii  dos  Roktora  P.  GiBbcrt  Scthr- 
vicliaviiii  Youi  Qraivr  J^miitt^TikuUcgiiiiri  lU  liuto  16.  Juli  lAüri,  worin  drr 
Rvktur  ab  Koliittor  ,vregen  <Iei  llauptpfarr«  üt.  Loreiiz«iii,  ilahia  die  Pfiurv 
Kipfenberg  xngtlnji^.  mitteilt,  iaQ  «r  dem  Pfarrer  Ton  St.  Loreoaeo  ge- 
*cbrt«lj«n  lind  befohlen  habe,  die  InvcsHenin^  du  ncaeii  Pfarrers  doch  lo 
vorsanehrn^ii,  daß  etr  deoaea  tuvnr  den  H«rrn  von  Stiilivn)icr(;  ala  Voffth«rro 
erimiere.  Er  selbst  habe  dlea  an  Sttibpob^rg  geAchriebdn,  Her  aber  di«  Bin- 
wtxung  de«  neuen  Pfarrers  unter  dem  Vorgebfii  vorweigerle,  c«  mtlue  mvor 
dia  loreotur  der  Hinterlaueuchait  du  abgestürbeuen  PfarTHri  Toreenominen 
werden.  Nach  verriuhteter  Inveatnr  mUsM  sieb  der  kUuftlge  Pl'arrer  vur- 
»tellen,  worauf  ihm  die  Pfarro  flberantworlet  werde.  Wiowobl  du  mbler/affia 
seien,  da  er  vom  19.  Ajml  biü  29.  Juni  ZoiT  gonu^  ^i^likbt,  die  Inventur 
vomebnieii  kq  lauen,  auch  keinmu,  der  allein  Vogtlierr  ist,  dio  Leh«Dsrfaaft 
oder  Cber^cbun^  der  Pfarre  gebOhrt,  so  habe  er  doch  fricd(>nsh alber  b«i 
Oeorg  von  Stubenborg  iKjiibriialii  angeaucht,  damit  die  Inventur  der  Ordnung 
nach  voi^enommen,  der  Pfarrer  eingesetzt  nud  detn  Uccbte  nach  gebaudolt 
werde.  Uas  habe  abor  bei  Stnbcnbergf  nicbt  gewirkt,  denn  neuu  er  auch 
(toreh  Beinen  Pfleger  erschioneD,  ist  doch  aolcbee  xur  Übernabme  der  weg- 
genoninicnen  Sachen  und  nicht  &nr  Inveotarrnniahm«  geschehen,  wosu  ihm 
dor  Anflrag    «einei    llerru    mangelte.     Damit    nun    der    Pfarrer    nicbt    tsu 


xweitffii  Mal«  mit  Spott  abdohen  mllMO  rtn'l  j«ii9  Pfarr«  ohne  8««lloi]^r 
»erbleibe,  h»be  er  —  tiUbert  —  dnii  Pfarrrr  im  Bcii«in  der  Pf«rrni<>npe,  dci 
Pflegen  und  Marktrichters  (lieei  ntm  apprufruntiitu)  iixch  dem  Gottosdicnrrte 
eiujC^Mtzt.  Da  aber  der  Pfleger  die  aum  Pfarrbofe  gnlilTrigen  Scliltlnsttl  nicht 
h»raulgeb'^a  wulllr,  auch  drohl«,  i«io  n«rr  w^rde  den  Untertanou  Lvisluugeo 
nn  den  Pr&rrer  ta  machua  r«rbivt«n,  und  m  »ich  c1)*d  jetzt  nm  Einbria^jung 
der  Pecbsmip  handelt,  so  rr'irä  der  Ernheraog:  ^ebotoa,  an  Stabenbergr  den 
Auftrag  3iii  ^«ben,  sich  der  Pfarre  nii^ht  mehr  anKuncbmnii,  ali  einem  Vojft- 
horra  (;ebührt,  die  äcblOsaeJ  ausxufol^n  und  dorn  Pfarrnr  in  der  Tempo- 
tiltVkt  keineu  Eintrag  zu  tun  (Ori^.,  ebeuda). 

1664. 

Befehl  der  Itfliffionsreforvuitionskommissnre  an  äw  nachge$Hilen 
Behörden:  soviel  noch  von  dem  mrückgelasscncH  Gute  des  Georg 
TissoweU  «*  erlangen,  dies  einruireibeth    Laibach,  1605  Juli  31. 

(Kons.,  L.-A  Krala.) 

1665. 

Andre  Paradeiser  erklärt,  er  hatte  zugesagt,  aus  der  Mosconsehen 
Gerhabschaft  für  das  arme  Grenzwesm  400  fi.  hersuleihen.  Bei 
jetjnyer  Itelii/ioiisrefornuilion,  bei  der  alles  zuffrunde  gerichtet 
tcerde,  stehe  er  an,  seinem  Erbieten  nachsukommeu,  1605  Äi^ust  1. 

(L.-A.  Krtüa,  V.-Prot.,  Nr.  8.) 

1666. 

Beschluß  des  großen  Ausschusses  in  Lfiihaeh:  a«  den  Bisehof  und 

die  f.  D'  eu  s^reiben,   daß  den  ausgewiesenen  Landesaffizieren 

ein  längerer  Termin  gegeben  werde.     Laihaek,   1605  August  10. 

(L.-A.  Krain,  V.-PtoL,  Nr.  8.) 


1667. 

Ferdinand  IL  an  eineti  (nicht  genannten)  Religionsreformaiion»- 
Jeommissär  in  Kärnten:  Befehl,  trotz  der  landschaftlichen  Inter- 
zession  für   einige   der   HHigion    ttegen  Äusgeiciesene   in  seiner 
Beformalionstätigkeit  fortsufakren.    Graz,  1605  August  IB. 

(Kop.,  VelUcbcr  Akten,  Rudolfin.  Kla^-enfiirt.) 

Ferdinand  .  .  .  Ersamber  .  .  .  Auf  dein   an  ans  am  18. 
tag  nechstverwicbnen  monats  Jw/ü*  in  diemutgolftngles  schreiben. 


408 


darinnen  da  dicK  bescbaids  erholst,  wessen  da  dicli  aaf  der 
verordneten  aldorteii  in  Rliarnten  an  dicli  und  deinen  mitcon- 
Borten  gethancs  schreiben,  in  dem  sy  gebetten,  ettUeben  in 
Ober-Kharntcn  religionslmllicr  ausgeäuhafften  inwobuer,  weilen 
fly,  verordente,  für  diescibigen  bej  uns  inUrcedendo  cinzukembcn 
gosinnet,  die  lengcrc  rerbleibnn;''  im  Und  zu  vergönnen  and 
entzwischen  mit  der  bedroeten  einziehung  ihrer  gneter  oinen 
stilletAnd  zn  halten,  wi^llen  wir  dir  für  bescbaid  so  viel  hiemit 
gn.  angedent  und  benobena  auferleget  haben,  das  du  dicti  and 
dein  mitcommissarins  in  dor  dir  und  ihm  aufgetragnen  refor- 
mationscommission  anbevoliincrmassen  fortfahrest  nnd  dem  an 
dich  und  ihm  crgangnen  bevelcli  in  ainem  und  andern  würk- 
Ucben  nacLkombet.  Darnach  weist  zu  dich  zu  richten,  und  ea 
bescliicht  daran  unser  gn.  willen  nnd  niainung.  Geben  in  unser 
statt  Gratz  den  16.  Auffutti  anno  im  160ä. 


Georg  bisclioff  zu  LafTandr 

Statthalter. 

G.  Öcheidl, 

canzler. 

In  dor»»:  fievelehs-Copiii. 


Commissio  Ser***  domini 

archiducis  in  consilio 

Caspar  Formentin. 

Daniel  Pagge. 


Am  10.  Oktober  schrnihfiii  dl«  Kelig'rnTiNrfrormaUnnskninmiaAttre  ka  den 
Kichter  iitm)  Rat  xu  VrlUvli,  ilio  tinkntlioli*ctirii  M«niia-  und  WAibipanioa»ii 
TOD  daia  io  14  Tagen  troU  der  lüii<iachaftlichen  Intfirtenaian  am  dem  Lande 
XU  Terscliaffen  und  mit  dar  Kotitisiierung^  itirnr  Oillvr  fortaurabran. 


1668. 

Die  Verordneten  an  Johann  Gaßner  (in?):  Sie  haben  von  seiner 
TVibulation  vernommen,  auch  bisher  die  Hoffnunij  gehabt,  das 
excrcitium  religioris  tcürde  iciederhtrgesteiU  oder  doch  tccnigsiens 
insoweii  eine  Toleranz  erfolgen,  daji  man  es  an  hettachbarten 
Orleti,  leenn  auch  nicht  libcrc  und  palnm,  doch  tacitc  connivondo 
besuchen  könne:  weil  aber  des  Feindes  miien  nteht  aufhöre, 
müsse  man  ihn  des  Dienstes  entlassen.  Sein  salarium  könne  er 
noch  ertieben.  Man  werde  es  ihm  aassiüden,  wenn  er  sich  an 
einen  sicheren  Ort  begeben  haben  icerde.  Gras,  2605  November  4. 

(Kon«.,  st  L.-A.,  Chr.  R.) 


409 


1669. 


Georg  Galler  an  die.  Verordnete»:  Bei  seiner  jüngsten  Ankunß 
habe  er  das  beigelegte  Schreiben  samt  ßnf  Exemplaren  Bücher 
von  J^olykarp  Leiser  hekoinmen,  von  denen  er  eines  für  sieh  be- 
halte. Er  sendet  vier  Exemplare,  davon  je  eines  nach  Kärnten 
und  Krain.  Bittet  um  Befehl,  tcas  er  an  I^eyser  schreiben  solle. 
Burg  Lengenfeld,  1605  November  27. 

(OriB.,  St.  L.-A.,  Cbr.  B.) 

1670. 

Die  Verordnelai  von  Steiermark  an  die  von  Kärnten  u/»d  Krain: 
Man  habe  sich  einer  guten  Resolution  getröstet.  Nun  sei  aber 
das  Gegenteil  erfolgt.  Man  teile  sie  zur  Erhaltung  der  Kor- 
respondenz mit,  UM.  ihr  Gutachten  »u  vernehmen  und  tceil  es 
ihnen  für  ihren  eigenen  Landtag  nütglich  sein  könne.  Man  sende 
idso  die  landesfilrstlichc  liesolutwn  vom  lü.  Februar,  die  man 
aber  erst  am  29.  April  erhaltm  habe,  in  Abschrift  zu.  Graz, 
H05  Dezmherl2. 

(KoDt.,  6t.  L.-A.) 

1671, 

Die  Verordwfen  von  Kärnten  an  die  von  Steiertnark:  bestätigen, 
ihr  Schreiben  vom  12.  d.  M.  samt  der  über  ihre  Religionsbe- 
sehiveriU^n  vom  Uigien  Landtage  herahgelangtcn  Rrsohition  des 
iMndesfürsten  erhalten  tu  haben,  hcdaucrn  die  ErfolglosigkeU 
ihrer  Beschwerden  und  teilen  über  deit  von  ihnen  verlangten  BtU 
bczüglieJi  eitler  etwaigen  BepUk  mi£,  die  evangelische  Eitterschafi 
in  Kärnten  hätte  zwar  gern  geseJien,  wenn  das  Anbringen  an 
den  Landesfürsten  von  allen  drei  Landschaften  zugl.eich  erfolgt 
wäre,  man  habe  atich  von  der  Fürsprache  etlicher  Kurfürsten 
und  Fürstc*i  Erspri/'ßUe}ies  erwartet.  Was  in  der  Sache  jetzt  zu 
tan  sei,  darüber  lasse  sicJt  noch  ni/^hts  sagen,  man  bitte,  ihnen 
die  eigenen  Ent^chliisse  hierüber  rechtzeitig  mitzuteilen,  damit 
man  sie  dem  kärntniscJien  (am  23.  Januar  angehcfuU'n)  Land- 
tage mitteilen  könne.  Klagenfwi,  1606  Dezember  23. 
{Otig.,  b  Stogel  ftufgodiUelit  St.  L.-A.,  Ctir.  B.) 


1672. 

Martin  lirenncr,  Fürstbischof  von  SeeJiau,  a»  Stephan  Jleifincr, 

Pfitrrer  in  Frattenburff:  gibt  iixm  die  ErmädUigung,  Kelter,  die 

in  den  Seimß  der  sdignuu-henden   haiJuAischen   Kirche  SHrück' 

kehren,  r«  abstAvieren,    Graz,  2606  Februar  ö. 

(Orig^  8t.  L.-A.,  Stub«iibari;-Akteo,  Gec«nmfom.) 

1673. 

Die  Verordneten  ron  Kärnten  A  C.  an  die  von  Steiermark: 
hesiäiigcn  den  Empfang  ihres  tSchreibens  tom  30.  Januar  samt 
der  an  die  F.  D*  in  puncto  religionis  überreicitten  Sehriß  und 
den  beiden  aus  Anlaß  diener  hetrtiblicJien  Verfolgung  gelwlienen 
Predigten  Polykarp  Leysers,  Icurfürstlich  sächsischen  Hofpre- 
digers. Da  die  Herren  und  LawUetite  wegen  Schluß  des  Land- 
tages abgereist  sind,  konnten  die  Sadten  ihnen  nicht  mitgeteilt 
werden.  Das  wird  bei  ihrrtn  Wiedereintreffen  am  27.  getcheken 
und  xugleich  werden  die  Angelegenlwiten  naeJt  Krain  gemeidei 
wrden.  Die  Kärtner  evangelische  Ritterschaft  hat  zwar  in  den 
Landiagsschrifien  um  Suhlevierutig  ihrer  1  letcissenshedrnngnisse 
gebeten,  es  würde  allerdings  noch  außerdem  gut  gewesen  sein, 
wenn  eine  Sondersdtrift  in  puncto  religionis  durch  die  evatigt' 
tische  Ritterschaft  aller  drei  Lande  überreicht  tcorden  tcäre.  Dem 
Herrn  Polykarp  I^yser  sei  man  gern  erbölig,  das  namhaft  ge- 
machte bonorarium  mitsusahlen.  KUigenfurt,  1606  Fdtruar  11. 
(Oriff.,  St  L.-A.,  Chr.  R.) 

Verbind eriingsb Alber  ist  der  Bot«  ent  heute,  am  13.,  «bg^eferligt 
worden.  VoD  dem  Sclareibeo  der  Stcirer,  auf  das  da>  obif^D  die  Antwort  ist, 
Itcgt  nor  CID  Teil  vor  (er  Ug  biiiher  bei  den  Akten  des  Jahres  1603),  der 
naD  rfaronolo^cb  eiug«reiht  weidca  kann.  In  dem  8<-hr«iWn  wird  iDCtr- 
dem,  wa«  »chön  ob«n  cnichlUch  int,  noch  bemfrkt,  «i  wftre  den  Stefrera 
aiehu  li«h«r  gewt^ccn,  aU  wen»  die  Übergebung  der  im  vorigen  Jahre  be- 
ratschlagten KcligioDEsahrift  durch  die  Küterscbafl  Aller  drei  Lande  Qber- 
reicht  worden  wÄre,  da  sich  aber  die  Antwort  der  Künilner  zn  lang«-  Ter- 
BOj^ii,  i«I  die  Cbergabe  im  Namen  der  ftviriaclien  Stünde  allein  erfulgt. 
Huffeutlich  wi>rden  die  beiden  anderen  Lande  ,auf  gleichem  Schlage  ihre 
Notdurft  lifi  der  V.  H'  anbringen*.  Wegen  der  Abfeiandterei  iod  Keicb 
wird  ihnen  ihr  Abgesandter  wohl  bericlitrt  haben;  fUr  d«a  SiiAtere  wird  ihnen 
Ludwig  von  Dletriohftein  alle«  Wichtige  an«  Gallen  Berichte  f^meldot  haben. 
Seither  ist  nlcbta  Neues  rorgokommen.  8ie  lenden  einen  Isloiniichon  Traktat 
der   Panionapredigten    l'olykarp   Lej-tcrs,  .ao   er   auf  dise   hetrObten  laude 


dtrifirt  und  dMiwIb«!  la  traatt  Kn«komb«a  IftjtMn'.  Sie  balt«t)  iw«t  Exem- 
plare aurQck.  Von  äen  beiden  Ander«^n  nittgvn  sie  einra  behaltnu  und  e'iDM 
naeb  Krüu  s«ad«a-  Au  Lejrter  wäre  nicht  blvU  ein  Duikbrivfel  sti  ricbtcn, 
wadera  auch  ein   honcrarhiin   run  200  Talem  bis  300  fl.  lu  Hndeii   (Kons-). 

1674. 

Johann  Walther,  gewesener  Landsdiaftspreäiger,  an  die  Verord' 
neten  A.  C.  in  Steiermark:  er  höre  mit  lietrübnis,  dafJ  es  der 
HeligioH  halber  im  Lande  tnit  ailett  Hoffnungen  su  Ende  sei. 
Er  habe  das  nicht  gehofft.  Viflmefir  hahf.n  attsehnlidie.  Herren, 
aucJt  katholische  Uauptleute  und  Oberste^  sie  vertröstet,  es  icerde 
der  Religion  tcegen  keinen  Streit  hohen,  und  es  soll  auch  d^r 
römisciie  Stuhl  geneigt  sein,  hierin  elicas  /■«  konnivieren.  Warum 
sollte  tnan  gar  fu  kleinmütig  tiefden?  Er  bitte  um  ein  Zengnis 
für  seine  dem  Lande  seit  15S3  tret*  geleisteten  Dienste  und  um 
eine  gnädige  Abfertigung,    (tum,  160H  Februar  21. 

{Orig-,  Sl.  L.-A.,  Chr.  B.) 

1675. 

Antwori  auf  Nr.  Iß74:    Er  werde  sich  bei  dem  landschaftlichen 
C^erproviantmeistir  anzumelden  httben. 


1676. 

Beratung  über  den  landesfürstlichett  Befehl,  daß  jene  Parleieit, 
die  der  Beligionsrefomtation  anhängige  Handlungen  in  Land- 
und  Hofrechten  forieren,  von  dannen  ab-  und  vor  die  Befor- 
maiionskommission  gadesen  werden.  Laibach,  im  Latidtage  1600 

Februar  22. 


r. 


tU-A.  Kr«in,  V.-Prot.,  Nr.  8.) 


1677. 


Beratung  aber  den  lande^fiirstlichen  Befehl,  den  patribus  socie- 
tatiB  Jesu  die  Ktiufsumme  der  Truherschcn  Behausung  von  8ß2  fl. 
aitsjueahlen .     Beschluß:   in  dieser   Sache  an   die  F.  B*  tu  be- 
richten.   Laibadi,  im  Landtage  1606  F^ruar  37. 
<L.-JL  Krain,  V.-Prot,  Nr.  8.) 

D«p  LandpsvpnrM^r   erklärt:   wegpn    der  Trab(ir«ch«r   R«biu«nng   b^i 
dar  rou  1.  F.  D'  atn  2.  i!''flbru«r  1600  ga^ebnuen  Kcialutl'Cvu  cu  b1eib4>n  und 


4!2 


di«  piUn»  «btaweuen.     Uer  PrSUt  von  LancUtraß,  Dompraiigt,  Dooidnobxnt. 
Fropft  r.ii  Rnrlolfswcrlb  und  all«  iiid«r«n  »tjcnmeti  tn. 

1678. 

Vatd  Wassermann,   der  J(CÄ   mit   Weih  und  Kind   aus   Krain 

himcegbegibt,   bittet,   ihm  für  seine  dem  Lande  durch  MO  Jahre 

geleisteten    treuen    Dienste    eine    JSrgötHichkeiV    tu    hemüigen. 

Laihach,  im  Landtage  1606  März  6, 

(L.-A.  KniD.  V.-Prot.) 

Gl   »oll«D   ihm    navU  Voll^ndnng   «einer  Railang«]]   30O  Talvr   rerebrt 


ward«ti. 


1679. 


Der  Pfarrer  voti  Frauenburg  an  den  Abt  von  Sl.  Lamhrecht: 
Anzeige,  daß  sein  Schio$$cr  Georg  Maytr  trotz  der  vor  fünf 
Jahren  erlassenen  Befehle  sich  weder  mit  Beichte  noch  Kom- 
munion eingesleüt  und  auch  an  So»»-  und  Feierlagen  arbeitet. 
Frauenburg,  1G06  Mai  9. 
(Konx.,  St.  L.-A..  Stubonberg-Akteti.) 

HocliwHrdiger  .  .  .  Wollt  lieber  aolcha  schreiben  nnder- 
lABsen,  Kw.  Gn.  zu  behelligen,  so  Beitidt  tlocb  Ursachen  unser 
h.  religion,  das  concHium  Tridentinum,  I.  D*  befelch  und  E.  G. 
Selbsten  in  I.  D*  vergangen  drei  iaren  uoinraisaion,  die  raicli 
bewegen,  als:  da»  man  kaineii  seektisclien  uder  uncatbutiscben 
UDderschlaiff  gobon  soldt.  Weilleu  dan  Adam  Mayr,  schlosscr 
in  I.  G.  hau?,  bishero  auf  mein  üfftermahU  inundllicbes  bitten 
nebst  ander  vcrmanungen  eich  nicht  nur  über  fünf  iar  in 
unserer  hl.  religion  weder  mit  beieht,  noch  mit  cümtnunion 
eingestellt  bat,  sondern  neben  dum  alle  sontag  und  fcyertag  in 
seinem  haas  arbeiten  thuet,  eolclics  liab  ich  E.  G.  kürzlich  de- 
mütig anzeigen  wollen.  .  .  . 

1080. 

Ferdinand  II.  an  Martin,  Aht  von  fit.  Landirechi,  und  Hatis 
FrieArieh  von  UoUenhunj:  BefeM^  sich  wegen  der  Beschiccrde 
des  Frattenburger  Pfarrers  Stephan  Meißner  dahin  zu  verfügen 
und  die  ungehorsamen  Bürger  und  Inwohner  zu  examiniere»^ 
bezieJiungsiceise  eu  strafen.  Graz,  1606  Mai  24. 
(Kop.,  8t.  L.-A.,  Stnbenberg-Akten,  GtfViireforai.) 


i 


413 


1681. 


Aus  de»  Artikeltt  der  Jcroatischen  Ständenersammlvng  in  Agram, 
am  27.  Juli  1606.  (Bekräfiignmj  des  liescMusses  vom  /».  Juli  ItiOi.) 
(Wie  obon,  Kr.  1596.) 

Quftntam  vero  &d  articulam  anni  16U4  de  religione  per 
dominos  Rtatns  conclu&am   altlnet,   nuncn  (loniinornm  comitam 

Nicolay  a  Zrinio  et  Petri  Krdeody  eidera  contraclixerunt.  Con- 
tradictioni  iidcm  statas  locum  minime  dantes  candem  Unrnm 
atqne  itemm  niianimi  voto  conümnamnt  testimonialeaqne  eisdem 
doroinis  comitibus  super  eadem  contradictione  postnlantibtis 
extradari  proliibucrunt,  atatiionln»  super  eo  firmisaime,  qaod 
ubi  Rev""*  dominna  episcopus  Zagrabißneis  ad  puniendos  et 
ex  boc  regno  pellendos  sen  cicieiidos  concioiiatores  a  religione 
catliolica  alienoe  insTifticiora  Gssot,  doniinos  banuR  in  aaxilinm 
et  adjutoi'ium  eidem  praesto  sit. 

1682. 

Mnanä  II.  an  den  Bischof  von  Laibach  üher  dm  BwiseKen 
Mild  dem  Landcsvericeser  und  V'isedom  ausgebrochenen 
Streit  tvegen  des  ton  dem  Bischoß  begehrten  .Durchritf^s'  oder 
Vorrvges  bei  den  Musterungen  und  des  Wartgddes  der  Gült- 
pferde: Keineswegs  gesinnt,  tletn  geisüicben  Stande  das  Mindeste 
enteieften  *«  lassen,  entnehme  er  doch  den  von  anno  1Ö61  her 
vorg^raehten  Musterregistern  und  Exemprltt,  daß  in  solclten 
Fällen  die  ,hohen  nachgesetzten  fürstlichen  Laudesöhrigkeiten* 
samt  den  über  die  Giiltpferde  lesiellten  Oherstm  ilen  Voreng  be- 
sessen, die  Bischöfe  eu  Laihach  und  die  anderen  geistliüicn  und 
uxiüichen  Lamllnute  den  Nachsng  gehabt.  Dagegen  seien  (frote 
der  jüngsten  auf  ungetiügtmden  Bericiä  hin  gefulgien  licsolution) 
besehtcerliche  Neiierungen  nickt  vorsunehmen.  Gras,  160H  Juli  20. 

(Kop.,  I,.'A.  Kraia.) 

Damit  in  einom  ^twiaMn  uclilicli«n  ZnMiniitenbaiig«  at«ht  d«r  l«iidM- 
rUntliche  Hcft^hl  an  Hbti«  Jakob  von  RdUng  di-  dato  Grax,  1S07  April  30,  tti 
welchem  dif.t^r  g;BtAdcU  wird,  dnl!  t-r  A\n  biitpJ)CI11icli>n  Würde  niithtgenagsaui 
gacklet.  Ks  hab>-  ilitn  nicht  jr^bilhrt,  Aem  Bischof«  bei  der  letzten  Hu- 
slerang  mit  seioeu  Kilftlpferflen  varzii^eifeu. 


414 


1()83. 


Viius  Mienmarht  au  Karl  Freiiwrrn  vo»  Herberstorff:  dankt 
ßir  sein  Ancrbkten,  ihm,  tpenn  er  in  EkrUenam,  Kailaipntn» 
Oiler  Thpdlofeen  predigen  soUk,  25  oder  scUt$t  50  Husare»  mit- 
euscJticken.  Bis  jetzt  sei  es  hier  friedlicli.  Er  habe  eine  Suppli- 
kation an  die  Verordneten  um  Aufbesserung  seines  Eiitlcommens 
ge$chiekt.     Bitte,  ihn  tu   rekommandieren.     Ehrtienam,    (3606) 

Juli  30. 

(Oriif.,  St.  L.-A-,  Chr.  R.) 
BrliklL  100  il.    (^uittuDg  ebenda. 

Iß84. 

Der  Pfarrer  von  St.  Loreiiiett  Philipp  Fuehs  au  Erzlierzng  Fer- 
dinand If.:  führt  Klage  über  die  Bürgerschaft  von  Kiudberg, 
die  sich  unterstanden,  seiften  Filialpfarrhof  anaulaufen,  den 
Pfarrer  samt  Gesinde  ru  mißhandebt  und  ihn  in  ein  (iefangnis 
SU  werfen,  aus  dem  man  jüngst  nach  einen  Mürder  in  das 
KapfenhergiscJie  Landgericlit  ahgdiefert  hatte.  "Begehrt,  daß  die 
von  Kiudberg  um  2000  Dukaten  gt:hiißl  und  daß  das  hei  solchen 
Streiiigkeiteit  iiblidie  Lüuten  der  Glochen  abgeschafft  werde.    1600 

Juli  Ende. 

[Orlg.,  fitatth.-ArahiT  Grax.) 

Der  kircfalicbn  OegetiMts  tritt  dftrin  zatago,  daß  der,  der  den  Pfarrer 
Kttgegniltin,  Kirobpoller,  «I«  einor  ifcnatiot  i*t.  der  iu  kirchlichsD  Dingru 
M^ue  raiidH*  neiiue /rigidu«,  aucli  mit  knlholUuliQr  B«ic)ile  «cti  nicht  eioge- 
■U]lt  bat. 

1685. 

Ferdinand  II.  {an  den  LandesveriPolter  in  Krain):  Auf  die  Sitte 
der  ElisabeUh  Kateianer,  tAr  gegen  den  Pfarrer  von  Lengenfdd, 
der  sich  eines  ihr  gehörigen  Zeltents  anmaße,  Schutg  iti  verleihen, 
ergehe  der  Befehl,  die  fiuppUkantin  bei  dem  Ihrigen  tu  schütjeen. 
Grat,  um  August  17. 

(Ko|j..  L.-A.  Kraiii.) 

DieM  Rvinlutioa  wird  am  fi.  Sejitfimbür  au  den  Prarrer  von  Len^n- 
fsld  Biir  Darnaciliricblitng  gnirmlftt  (Knji.,  ebenda)  und  in  einem  Bweiten 
Sticke  VOR  deraaelben  der  Dbvrreiclier  Marold  dabin  beiiiiftratrti  dar  Katsik- 
nerlD  den  JCeheat  nieder  tu  Qbergebeii  ^Kop.,  ebenda). 


i 


Karl  Vedner,  Etsenhüjidkr  zu  Treyhach,  an  Ferdinand  IL:  Bitte, 
ihm  (US  einem  alten  .erlebten'  Manne,  der  den  10.  Vfennig  bereits 
erlegt,  auch  ein  Beförderer  des  Kammergutes  sei,  tu  gestatten, 
die   »och    übrige    Zeit    seines    Lfibena    im   iMnde    zagttbri)\gen. 

(Treyhach)  IGOC,  August  27. 

(Orig.,  Stitüi. -Archiv  Gm«.) 

Du  G«<ack  wird  dem  Enpri«ii1er  Erlneati»  in  Kirnten  cur  Begnt- 
ftcbtong  Ub«rg«ben.  Ui«ier  uielilet,  dxß  dvr  ÜittxtcUffr  niclit  alleiti  im  {>a1i- 
tliehcn  Wm^ii  tnit  «eiueni  stark  treib«ud«n  Gcw«rbn  den  gonicinKii  Nutzvn 
ftlnlcfl,  MniUm  aicli  auch  in  GUabeuMAcbcii  gaiix  bcisclieidon  und  ung^c- 
nihrlicli  rtirbült  (V<-;lkr-rmsrkl,  IßOG  November  9}.  D^r  BiUsl«ll«r  wird 
irotzdem  in  Erwlißuii{r  der  bfJien  Konie^iuenz  abg«wi«fen  and  maß,  wenn 
er  nicht  kKtholjjirli  wird,  iinrerEaglicl]  «aawjindcm  (GrM,  1607  September  4). 


Christian  Erdmer,  Pfarrer  £u  Kituiberg,  nn  Ferdinand  IL:  er- 
stattet zum  zweiten  Male  Bericht  in  Sachen  der  leidigen  einge- 
schlichenen Infektion  su  Kindberg  und  der  Lutherischen  sum 
Teile  kaltgläubiyen  Bürgersleute  su  Kindherg.  IGOG  Noveinber  22. 

(Orig.,  StHtlb. -Archiv  Otm..) 

Der  «nie  Beriebt  ist  rora  t9.  Oktober.  Üarin  wird  geklagt,  da&  die 
Ton  Kindber^  wKhrend  der  Infektion  fipsunde  und  Krauho  EUsaTninen geben, 
im  Wirttbaose  eueu  und  trinken,  daä  kciti  Wiiudur  wäre,  «io  wir«D  alle 
gMtorben.  lu  dorn  obigen  Beliebte  EU'CldcC  er,  ea  sei  ihm  «in  InndesfUnt- 
llchor  Befelil  Kiigekomini^n,  ob  er  dl«  von  Kindborg  ««  weg"»  At'i  aii  Ihnen 
bemerkten  Vorgebfn»  b*t  der  Infi^ktion  bei  den  SepnlInrAn  entgelten  Ijum, 
daß  X.  B.  elliphe  Per-wni'n  in  di>n  Cflrten  verfcraben  mid  die  Leichen 
alsdann  durch  Hunde  gesucht  nnd  vermehrt  wurden.  Er  habe  es  drf-imal 
abgesohlagen,  znm  liegrAbnisae  zu  gehen:  Ereti.>nH  beim  LcichenbegAoitaisse 
der  IntberlHchen  Wirtin  .zum  goldenen  L.Jiwen',  die  im  LKtheranirtnu»  er- 
wacbaen,  oft  firgcrlicbe  Ulasphemien  gegen  die  Katholischen  .evomirt'  und 
in  ihrer  Geiinnung  \>\m  ans  Kcidc  verharrt  hah«».  Da«  RrdrMrb  hat  ale  selbst 
sich  aiisgesncht.  Zweiten«  bei  oincni  HngrtaMftrn  Kinde.  Drittens  bei  einem 
Bflrger,  der  hei  dem  Irt^lcn  Tnmiiltc  ,mit  isbrenrll lirigen  Worten  an  mich 
gegrifTeii',  im  Pfarrliofr  auf  mich  gfiachoBaeu  etc.  DieRcr  Mann  babr  ^meiner 
ad  porjiitrnduni'  nin  begehrt.  Ko  sei  er  dahingegangen.  Die  Kindberuer 
woiitn  nicht  allein  mich,  sandeni  auch  dcu  Lanile.*flLrii[en  wenig  reHpehtieren, 
wie  sie  dann  den  üanern  dadurch  ein  schlecUti>*  Beispiel;  geben,  daU  sie  die 
landcafDrstlicben  Erliste  wenig  resp^kllfren.  Lntheriscbe  seien  nitcJt  da,  die 
dem   Eidschwnre   xnwidrr   rliirch   dm   Magistrat   aufgenümmeii    werilen.     Sit 


_J 


n«nn«n  lich  zwar  KxÜinliuh«,  liAben  slefa  nhM  mit  Beicht«  nnd  KonmitnioD 
noch  nicht  eiagMlellt. 

1688. 

Der  Bischof  Thtmws  von  Laibach  an  Erzhereog  Ferdinand  IL; 
erstattet  auf  (hissen  IlefcJd  einen  u»sfiihrtichen  Bericht  über  die 
aHgdilicJie,  in  Wirklichkeit  kaum  vorhandene  Vernachi/issit/anff  der 
Befomtation  in  Laibiich.  Er  hohe  hisfier  sur  A«srottung  der 
Ketserei  das  Scinige  getan.  Notwendig  sei  noch  die  Reformierung 
der  hisher  gediddeten  sekiischen  Landesdiener.  Eingehende  Beant- 
wortung einMner  (9)  auf  die  Reformation  heii^licher  Fragen. 
Erwäguttg  der  Frage  der  Verlegung  der  hisch'ißic)uin  Resident 
w«cA  Laibach.  Genaue  Inquisition  ist  voreunehvuyn,  uhrr  nieJU 
wie  in  Spanien.    Ohemhurg,  7606  Dceemher  7. 

<Orig.,  Statut. -Arcli IT  Or».) 

Durch leucIitigistiT  .  .  .  K.  F.  1)'  gn.  bevelchtjclireibcn, 
darin  mir  wegen  der  hoctihailsambcn  religions-  nida  zn  Laibach 
flirgenombnen  reformatton,  die  in  ain  unacbtsAmbkait  komben 
und  ga>r  %a.  reden  extingairt  aein  solle,  mein  aasfllerlichen  be- 
richt  zu  tbucn  und  rJithlichcs  guctbcdunlccn  geborsambist  zu 
geben,  auferlegt  wirdet,  bab  icb  mit  .  .  .  reverenz  .  .  ,  em- 
pfangen. 

Wiewohl  icb  aus  tragendem  biscboAicben  ambt  und  meiner 
schuldigen  jfflicbt  nach,  was  mir  bisbero  mönschenmagHcb  ge- 
west,  in  ausroltung  dür  kctju-reyen  also  abthuoung  allerley  ans 
demselben  bertliesscnden  und  gleicbsarab  nberblibnen  reliqnien, 
missbroQch  und  corruptelen  allen  trewcn  vleiss  angewendet, 
jedoch  weilen  Ew.  F.  W  also  gn.  und  viilterlicli  die  verrichte 
reformalion  in  gueter  behö-rrligkait  zu  erbalten,  das  Btraff- 
wyrdig  wesen  abKiitbuon  und  die  *iandala  zu  amoviern  ge- 
denken, hab  ich  aus  solcher  1.  f.  flirsoi^  umb  desto  mehr  fti- 
muloa  zu  cuncipiern  und  zu  empfinden  noch  wachlsambcr  and 
vleisBigcr  mich  in  meinem  officio  epitcopali  zu  erzatgen;  der 
allmecbtige  gott  wüUe  E.  F.  Ü*  in  solicbem  ihrem  grossmechti- 
ginton  und  cbristlicliistun  eylfer  titerken  imd  erhalten. 

Was  nun  dos  unordentliche  wcecn,  so  allda  zu  Laybach 
jNunm  in  acbwung  gehen  solle,  berttrt,  will  E.  F.  D*  Ich  hin- 
bey  von  iiUen  puneten  der  sachen  beachafi'enbuit  bcrUhtlich  gc- 
boräambiat  anzaigen,   anfangs    wie   dass  allerley  ungeboi^amb 


I 

I 


and  ergerlichcs  leben  zcegebracht  soll  werden.  Ist  ya  an  disem 
nit  weniger,  dass  zwischen  dem  gemaiDen  teatschen  handtwerks- 
gcjUndl,  SD  herein  etbo  guet  Lutheriscli  oder  Oalviniach  ins 
iaudt  komben,  ein  weil  da,  ein  zeit  anderswo  auf  ain  monat 
Bway,  drey  arbaiten,  darnach  wider  wekh  ziehen,  also  verrer 
zwischen  denen  vom  adl  und  ir  renterspnrschen  aacb  der 
Iandt8cbaft  noch  alleweil  gedxUte  sectische  ofticiere,  unter 
welchen  der  alte  landschreibor  l:*autaIeon,  Paul  Wasser- 
mann,  rentmaiater,  Gregor  Taufrer,  leibstouereinnembcr,  no- 
bilitiorte  personen  und  andere  dergleichen,  so  der  rcibrmation 
noch  wol  bedürftig,  dieselben  auch  also  zu  reden,  «ine  lege  et 
rege  leben,  mannigfaltigerer  nngchorsamb,  aach  straffwyrdige 
uiipKsscrliche  sachen  als  mit  Heiachessen  und  iabiliem  an  denen 
heil,  verbotenen  tagen  erzaigt  und  ohne  scheuch  oder  ainicher 
straff  befQrchtung  geUebt  werden. 

An  deme  ich  nun  meineathaÜa  gar  nicht  achnldtg,  der- 
gleichen le3rth  anch  mit  ainicher  geistlicher  pünttenz  zu  bessern 
nicht  weiss,  seit  sy  noch  nit  der  catholiächen  religion  nnd  der 
refurmation  unterworfen.  Sonaten  die  andern  zu  der  )il.  catho- 
lischen  religion  bekürtc  bürget,  die  erzaigen  sich  in  irer  be- 
kannten religion  also  zelosi,  dass  sie  die,  vor  allzeit  gewesste 
catholischen  mit  irer  devotion  nnd  christlichen  andern  werken 
guettes  tliails  libfirtrvßen  nnd  Ra]ienr<?n,  sürh  auch  also  zwischen 
inen  ain  solche  roebtschaffDe  pictet  bßfindot,  als  wen  under 
inen  nie  zuvor  ainiche  secterey  grttäsiert  hette.  Darumben  nun, 
wie  E.  F.  D'  gn.  schreiben,  ieli  alda  zn  Laybacli  in  ftato 
Gmnium  A'nnctüru7n,  darzu  ich  von  Obembcirg  als  meinem 
bischofTlichen  taaro  erschinen,  gshorsambist  empfangen,  liab 
ich  meine  capitularea  alle  für  mich  bertieffen  nnd  von  ihnen 
sonderlich  aber  meinem  vicnrlo  genet-ali,  der  nun  mnin  iiispector 
und  curae  animarum  mitgehUlf  ist,  wie  dann  anch  von  denen 
heiTn  patribvs  über  die  defectsarticl  allerlay  erinderung  ein- 
gezogen: Die  zaigen  nun  dar  an,  das  inen  in  tpecie  von  solchen 
»candalia  nnd  missbreuclien  nichts  aygcntlichs  bewusst  seyc, 
anaser  wie  die  herrn  patres  vermeldet,  dass  etliche  ain  tag 
zuvor  das  äcisch  koclien  und  darnach  also  kalter  an  dem  frey- 
tag und  sambstog  essen  sollen,  haben  aber  kainen  nominiern 
klbinen,  damit  ich  umb  denselben  schicken  und  der  gohUr 
nach  bestrafen  hctto  mfigon,  sondern  haben  vei-meint,  es  mdohte 
frau*  i«to  in  der  edelleut  beueoru  gebraucht  werden. 
real«».  II.  Abi.,  Bd  LI.  27 


418 


Bei  den  bürgern  aber  liab  ich  zuvor  schon  za  rilmalen 
meinen  obgedachlen  vicarium  generaUm  in  die  heasser  wegen 
des  fleischessens  und  kochen»  geschickt,  kain  dergleichen  prae- 
varicatorem  aber  nit  betreffen  mügen.  Also  ist  menniglich  iris- 
sandt,  das3  ich  anf  die  äcischpenkh  in  dor  fasten  und  andern 
verbotnen  tagen  singulariter  mein  achtang,  dass  man  an  den- 
selben gewisslich  nie  das  Tteisch  publice  verkhanft  oder  aus- 
gemezKget  habe. 

Dass  man  die  leich  aber,  Hecht,  creUz,  priesterscbaft  ab»' 
qut  aliia  uremonUi  rjitkoiieU  condaciert  und  solches  dahor, 
dasB  man  ein  nngewöndliches  Ubermass  ron  exeqnisn,  so  die 
armen  nit  erschwingen  mögen.  Abfordere,  fliesscn  soll:  gib 
£.  F.  D*  ich  zam  geh.  bericht  so  vill,  da.ss  ich  vor  disem  mit 
meinem  capitulo,  ain  gar  etlicher  wenig  patzen  oder  creatzer 
geringe  and  leichte  taxam  de  iatit  funeralibu»  meinen  vicarien 
und  prjestera  daramben  eirzanemben  verordent  und  gemacht, 
dieweil  sie  an  irem  einkomben  gar  armb  und  ein  vicariu»  von 
einem  ersamen  capitel  Über  die  50  tl.  zur  järlichen  besoldang, 
daher  er  sich  selbst  speisen  und  klaiden  muess,  nit  hat.  Wan 
sie  von  der  kirchenstola,  wie  mans  von  altershcro  so  nennt  nnd 
jederzeit  bey  denen  pfarron  und  stiften,  wo  man  animarum 
curam  cxerciert.  in  ablieben  gebranob  erhalten  worden,  ein 
klaine  extrai>rdinari  zuebuess  nit  haben,  khünden  sie  nit  be- 
stehen and  will  sieb  zu  solchem  vicariat  ein  priester  nit  gern 
gebrauchen  lassen. 

Ist  bishero  kain  sulclie  vcrmainto  Itoschwerdc  gcwest,  and 
sich   ain    priester   ain    mebrers    als   ime  taxiert  und  ftlrge- 


wo 


Bchrtben,  eingenomben  oder  empfangen  oder  von  den  armen 
bürgern  zu  begcrn  understandcn  hette^  wollte  ich  denselben 
gewiss  nugestraffl  nit  hinlasson. 

Welcher  nun  die  scliucl  und  priesterschaft  an  seinem 
funere  begert,  ist  niemandt,  er  sei  reich  oder  armb  der  con- 
dnct  abgeschlagen,  weniger  ainiche  Ubermass  umb  die  se- 
pnltors  begrcbnuBScn  gefordert  worden,  sondern  ob  sich  ein 
jeder  nach  seinem  vermögen  gegen  dem  priester  noll  mit  seiner 
gottesgab  verhalten  will,  stehet  es  hey  seinem  gaeten  christ- 
lichen willen.  Dass  aber  maniche  zur  erden  bestfiltnng  mit 
wiiidtlichtern  und  andern  staltlichkaiton  nit  verziert  oder  sonst 
%Haior%bu9  cum  eaeremoniis  begangen  werden,  ist  der  armen 
handtwerkhs-   nnd   bargersleutli  Unvermögen  die  orsocb.     Die 


reichen,  und  so  eleu  brnedorschaiften  zngethsn  seend^  wer- 
den nnch  eines  jeden  staniit,  mit  gobllrliclicr  liegleitsnot- 
tnrfft  nnil  allen  schönen  CAtholischeD  gäbreuohen  christlichen 
begraben. 

Anlangundt  das  gemaine  rolckh,  so  nar  predig  hören  nnd 
(las  ambt  der  hl.  messo  nit  besuechon  soll:  hah  Ich  vorgemelt, 
das3  ya  nav  das  ctwo  ankörnende,  balt  widerunib  andorstwoliiii 
verlaufende  und  vagierende  r.ntriseho  handtweiksgesündl  die- 
Bclbon  bcy  deren  Herrn  patribut  anhßrcn  thuot:  die  andern 
aber,  btirger  mit  iren  hausgenoesen,  lassen  sich  gottlob  vorange- 
deatermaseen  in  St.  Nicolai  thnmb-  oder  andern  kirc.hen,  so 
lang  der  gottesdienst  gewährt,  üriden,  wiewol  nin  kirchen  meiir 
als  die  andere  uuib  der  iiähont  und  gelegenhail  willeji,  als  vor- 
deri:it  die  thonibkirchen,  welche  bisweilen  mit  denen  Kuhüreni, 
aU  eben  in  obberUertem  Allerheiligenfest,  da  ich  die  gewond- 
liclie  ieitnon  des  wert«  pottes  aelbs  gethan  und  ftontißcnlüer 
ceiebricrt,  beschehen,  also  voll,  dass  alle  oit  hinein  ki^nnen 
kommen,  besuecht  und  orfilllt  werden. 

Oass  die  fcyortftg,  was  die  gewOudliche  wocheninUrkt 
oder  kirchUlg  einfallen,  nit  jcebllrlicher-  oder  catholiächerinnsscn 
veneriert  und  gehalten,  dieselben  dem  gottsdienst,  bcy  dem 
auch  die  predigen  sollen  undcrlassen,  vorgezogen,  die  sHmb, 
wägen,  schiff  abgeladen  und  unter  wahrender  gottcsdiensts- 
verrichlung  mit  ebsen  und  trinken  die  hl.  zeit  verbracht  wirdet, 
i»t  nit  oline,  dass  bisswcilcn  »ich  solches  zaegetragcn:  vcrniain 
aber,  dasä  ich  oder  meine  geistlichkalt  an  diesem  kain  schuld 
haben,  dicwcil  wir  mit  unscrn  predigen  und  lehren  jederman 
dahin  auf  offnen  canzcln  (vermag  des  göttlichen  worts  und  be- 
felcbs,  diiss  jedcrmtiu  seine  weltliche  hÄndl  dem  gottsdienst 
postponicrn,  vor  allen  dingen  und  am  ersten  die  kirchen  fre- 
qaentiern,  darnach  erst  seinem  gewerb,  hnndtierung  und  welt- 
lichen berucff  abwarten  soll)  weisen. 

Der  weltliche  mfigütraitis  aber  kann  leicht,  nls  es  etliche- 
mal auf  mein  anhalten  geschehen,  die  tliör  versperrter  biä  zu 
endo  der  kirchischen  ofticien  an  solchen  festtagen  lassen.  Ebner- 
weise mag  der  aufscblagseinnomber  die  sehiffart  auf  dccn  wasscr 
Laibach  einstellen  und  die  hl.  aeit  feierlich  celebrirn:  mir  aber 
und  meinen  geistlichen  ofliciern  ron  haas  ku  haus,  von  markt 
zu  markt  uinhzugehen,  die  Icnlh  mit  gownlt  in  die  kirchen 
treiben  ttnd  andere  weltliche  munia.  zu  verrichten,  will  sich  nit 

27« 


420 


ßebUrn,  so  wir  damals  genaeg  mit  nnsem  fimbtem  in  den 
kirchen  occapiert  sein. 

Also  auch,  daes  man  in  verscbiner  faaten  vleisch  gespeist, 
mit  saitcnspil,  trommelten  and  hürpauken  die  pankhet  gehalten, 
ist  wol  damals,  da  man  den  landtag  gehalten  nnd  die  gdlt- 
pferdt  K.  £.  L.  gemastert  und  die  bevelcbslcat  botsamben  ge- 
west,  durch  die  ancatboüsclie  edellent  beschchen.  Bey  solchem 
iubiliem  aber  hat  sich  der  herr  landsvicedomb  und  Verwalter, 
beede  cathoHsche  herm,  welchen  nnn  als  E.  F.  D*fUniembist  nach- 
gesetzten landtsobrigkaiten  wider  solche  incontueta  nnd  pro- 
hibita  convioia  zu  reden  und  einzustellen  gebürt.  befanden. 
Uerwegen  kann  den  armen  geistlichen,  wann  sie  also  in  den 
heusern  derley  nngebUmossen  einsastellen  sich  anderstehen 
and  etbo  seltsamb  von  dem  tollen  und  vollen  Lutrischen  ge- 
silndl  trflctiert  worden,  nit  aber  alles  in  gnete  ordinanz,  wie 
es  sein  soll,  bringen  mögen,  dises  kaincswegs  imputiert  werden. 

Ferrer,  dass  umb  österliche  zeit  wenig  commanicanten  sein 
sollen,  bericht  K.  F.  D'  ich  geboraambist,  dass  ich  schon  ein 
zway  iahr  her  selbs  von  alten  bürgern  und  irem  haosgesUndt 
von  haus  zu  haus  die  beichtzettle  in  abrordem  lassen  nnd  die 
Sachen  dahin  gebracht^  dass  ain  jeder  ad  eeitandum  haereseo» 
nupieionem,  wan  die  zeit  kombt,  sich  zu  bekennung  seiner 
snnd  und  eraphahnng  des  liochw.  sacraraents  selbs  za  beanech- 
and  emüeftsnng  beeder  sacrament  treiben  tbuet. 

Dass  (es)  Tilletchl  in  ainer  kirchen  weniger  commani- 
canten gibt  als  in  der  andern,  verursucht  dises,  dass  fUnf 
kirchen  inner  aiid  aatiser  der  stadt,  zu  S.  Peter,  da  die  rechte 
pfarr  nnd  daa  bisthnmh  daraus  gcwidembt  ist,  officicrt  werden, 
also  geht  ain  jeder  zn  disem  oder  jenem  beichtvatter,  wo  in 
Bein  affection  incliniert. 

Das  vetterabiU  aacramentum  wirdt  aach  den  kranken,  so 
immer  müglich,  mit  aller  ehrer bictigk ei t  bcglaitc^t,  zwar  nit  so 
Btaltlicli  als  anderer  orthen,  jedoch  als  oft  ainer  aas  reichern 
oder  fttatUicbern  der  fraternitüt  des  gottsleichnambs  erkrankt, 
concomitirn  in  exeinptum  et  imitationem  aliorutn  ad  congrega- 
tionem  gemainiglich  die  fQrncrabisten  brUeder  und  Schwestern 
der  besagten  liruederschaft  mit  fackeln  und  ru/>  ujnbeUa,  eo 
ich  von  Venedig  bringen  lassen,  mit  bester  solomnitet. 

Letzt-  und  schÜesslicben  mein  residenz  zu  Laibacb  be- 
rtterendt,  wolto  ich  fur  mein  porson  als  ain  staltkindt,  alda 


42} 


I 


gcborn,  am  liebsten  daselbst  wohnen  nnd  jr^  dasa  man  auf  mein 
pracsentz  ein  besacrs  aug  hettß,  mich  aller  treuesten  sorgfeltig- 
kait,  wie  ichs  ohne  A&a  schuldig  mich  erkenne,  beBeisson.  Nacli- 
dem  aber,  gn.  heir,  die  bisciiiifliche  residenz  a  primaeva  fun- 
datioM  zu  Obernbarg,  tamquam  in  medituUio  episcopatut 
Lahacentis  dioeesit,  allda  ein  bischoff  mit  grossen  gnistlicbeii 
fnndationBüblifrationen  beladfin,  allezeit  aber  auf  Laybacb  in 
fünf  oder  aecliB  stunden,  so  oft  es  die  noth  erfordert,  gelangen 
mag,  institairt  und  destwegen  aufgernckht  ist,  seiicnial  ain 
biscbof  zu  Laybach  von  denjenigen  gnetern,  so  in  Crain  ligen, 
wann  man  die  landsteaern  davon  abbricht,  nicht  vill  aber  500  fl., 
wie  das  die  vor  zeyten  gepiiegtc  solcher  gtieter  bestandsaus- 
lassnngen  mit  mehreren  answeison,  zu  voraehrcn,  welche  aber 
auf  die  vicarien  zu  St.  Poter  bei  obgenaunter  bisthumbspfarr- 
kirchen,  schnolmaiater,  suceentor,  organieten,  BchaiTer  und  vor- 
derist auf  den  predigstuel  neceasario  mUossen  verwondt  werden, 
sich  nit  kan  nur  nin  kleine  xoit,  wie  ich  dann  mein  zehrpfennig 
von  Obembnrg  nembcn  mness,  gleichsamb  ich  in  ein  wirtabans 
einkern  thete,  anslialten,  die  victuallen  aber,  sonderlich  der 
Steyrische  wein  nbcr  den  hohen  borg  boi  Tsliernilenz  ohne 
merklichen  schaden  nit  zu  übertragen  sein,  derentwillen  haben 
meine  vorforder  nie  daselbs  au  Laybach  umb  abgang  altcrlay 
notturft  und  grossen  uncoBteus  willen  ir  resident  gehabt,  ich 
wolte  aber  schier  mit  inen  allen  decertiem  (ahtit  xnctantia 
dictojf  dass  kainer  unter  alten  meinen  sntecessoren  so  oft,  vil 
and  langcnialj  ya  wenn  mau  auch  aller  mit  einander  daliin- 
konften  zusamendeputiern  wollte,,  als  ich  zu  Laybach  gewesen. 

Aus  dieser  ursach  nun,  weil  E.  F.  ü'  geh  berr  vatter 
ortzbcrzog  Carolas  zu  Osterreich  hocbsel.  ged.  allda  zu  Obern- 
burg  in  emphahung  des  landts  Crain  erbhuldigung  gewest  und 
solche  bisehUfTlichc  residcuz  gn.  besnecht,  auch  dos  bissthains 
gelegen-  und  ungelegenhait  selbs  gesehen  und  wargonomhen, 
ist  als  meinen  herrn  vorfordcrii  darwidcr,  dass  er  zu  Laybach 
nit  residiere,  nichts  beschwur  lieh  s  aufgelegt  worden.  Wann  ichs 
obn  des  bissthumbs  schaden  tttid  konftigen  gewissen  Schuldenlast 
anschickea  müchtc,  wür  mir  wie  ebvcrstandcn  nichts  angcnom- 
bers  als  daaclbs  zu  Laybach  ccrU  in  loco  7iatfiUg  soll  mulla  cele- 
hriori  quam  tnter  uton  vaxiüH  et  dexerioa  monte.»  zu  habilltiern. 

Aus  discm  allen  nun  haben  Ew.  F.  D*  alter  sachen  amb- 
stenden   und   berichtliehe»  anziiigeu   gii.   zu  fassen  und  dahin 


423 


meines  gehorsambistcn  wolmainenä  (doch  obne  alle  mein  prae- 
scriptioD  oder  ransBgeben)  vatterlicbist  bedacht  zu  sein,  iren 
poliiicit  mttffitiralibuB  scbOKlßst  einzabindcn,  damit  sie,  weil 
lie  ohnedem  zur  bilfT  der  ^eistlicbkait  ir  bradiium  teeular«  aa 
exerciera  haben,  als  catholische  obrlgkait  ohne  alles  verschonen 
ainiches  landberrn,  oder  wer  der  bcid  mag,  wider  solche  offene 
rerprecher  mit  der  cxccution  der  verwürkhtcn  sti-affen  nach 
laut  und  schon  publicierten  generalordiiting  fortgesetet  und(!)  rer 
fahren,  mit  discr  bedroang  ad  ineuttendum  istum  timorem^  daas 
so  vor  sich  yemandt  im  nin  and  andern  nit  bessern,  sondern 
also  freventlich,  wie  bishcro  geschehen,  wider  die  1.  f.  generalia 
mit  fleischesscn,  anfeyerung  der  hl.  sonn-  und  fcyortäg,  mit 
nnbcsuecbung  des  ganzen  catholtsclicn  gotiesdicnsts,  zumal  die 
band werksgesc Hon,  diefietbige  ganze  zeit  mit  spaeirngelm  vor 
den  thOm,  auf  den  prdckhen  sitzen,  verzehrn,  hnndlen  und 
verbrechen  wurde,  wider  solche  soll  ain  crnstlicUe  In- 
quisition, obgleich  nit  wie  in  Hispanien  und  wUllischen 
landen^  angestellt  werden,  wie  diesem  allen  E.  F.  P*  selbs 
vernunftigiet  und  eyfrigist  fürzukomben  gn.  woll  wissen.  Bey- 
nebens  derselbcu  su  1.  f.  hujdeu  und  gn.  mich  demUetigist  be- 
velchend. 

Datum  Obernbarg  7.  December  annt  1606. 
E.  F.  D' 
untorthanig-  gehorsamister  caplan 
T)iou(a8),  opiscopus  Labacensts. 

PriU.  QrNtz  t&.  Dcc.  1&06. 

Am  UnuchUge  onUr  doin  Datum  tot»  $9.  D«z«mb«r:  ,Der  n.-O.  r«- 
j^aning  uinb  Ir  geh.  rltliliclipM  gii^tuclit^n  (w«1r1ieii  I.  F.  D'  »i«  rtrieVs  imeh 
den  jelslgpn  fejertXgen  Qbcrgeljr^ti  ■nllQn'i  canKuit^lli^n. 

DMn>tmn  {wr  Scr"""  irchidueetn  S9,  Dm.  1«06.' 

Du  OnUchUn  ward«  von  der  iii«d«r?(tcrTelcli!gchcii  ßeg;«mDg  b«reit* 
am  II.  .lanuar  1B07  «nUltet  (U-,  H-  u.  St.-A.,  Kuz.  Sl).  In  li«zag  «af  den 
onUn  Piinkl  ist  sia  d«r  HciDnnc,  daß  die  bereita  aa^fegaogeoen  Ooaeraltnn 
auf  da*  ülflifite  ffelialten,  der  Gotlesdiflost  —  nicbt  bloll  die  Prodigt  — 
flftiSigor  bianetil,  dii>  lauten  gewerblichen  lianlieningon  aq  I'Virrlagen  unlsr- 
laM«n,  di«  Tor6  währcitd  d«a  Oottcfdieuiti-s  wript-irt,  di«  Schiffalirt  auf  d«r 
Laibacli  elngMt«lti,  <1«r»  Biichofe  endlich  bedeutet  werde,  wenigntent  an  hohen 
i'Mltagen  in  Laibaeh  sa  raildieran. 

Not«:  .Fiat  nnd  die  nottnrfR  in  allen  punkten  dem  rjtthliehea  gael> 
achten  genita«  auisiifcrtigen.     16.  ilartii  ICH?.' 


-1 


Summe  der  Avsgabai  ßr  die  evangeiiache  Kirche  und  Schtde  im 
Steiermark  von  1606:  1222  fl.  4  sh. 

(8t.  L.-A  ,  Chr.  R.) 
6tip«Ddi«a  and  QDAdeogclder. 


Gulachlen  der  Ttegierunt/  üher  die  Supplik  des  Murecker  Pfarrers 
Johannes  GaUus,  daß  den  in  Religioftssaehen  abgeordneten  Kom- 
missären der  größeren  SicJterlieit  wegen  ans  Radker^urg  ein 
Haupintann  mit  etlichen  '50)  Soldaten  beigegeben  werden.  Grax^ 

1607  Januar  2. 

(Suttli.-AichW  UrtK,  QuUcht«u  1007.} 

Ofli  BUchof  TOB  S»ekaii  irt  dahin  «u  Tsrordnttn.  Da  er  krank  iat, 
wurd«  aa  JobaimM  UniuoC,  Pfarrer  vuq  Hsn^tberp,  Karl  S«cn  und  Dr. 
Mambrglb  gcKhricUca.     S«ea  i«t  dar  g«Daiinte  Hanplmaciii. 

1691. 

LemdesfiirstUeJies  Dehret,  daß,  wenn  dem  Grafen  von  Nogarcl 
wegen  der  Triester  HaaptmannscJtafi  oder  in  Religionssachen 
dK'os  von  der  Regierung  xmd  Kammer  eugeferiigt  wird,  solches 
hinfort  *h  seinen  eigenen  Händen  überschrieben  teerde,  damit  es 
nicht  von  der  Kärntner  Landeshauptmannschaß  eröffnet  werde. 
Graj,  1607  Januar  5. 

(Suttb.-Archir  Qrax.) 

1692. 

,Hi3torische  beschreib-  und  erzöUnng,   was  sich  zu  Khlagenfnrth 
in  Kärnten  anno  1607  mit  aines  paitern  sun,  PauU  Möiritscher 
genant,    laut    seiner   aigjien    besehreibung    verloffen  und    aufge- 
tragen hat.'  (160?  Januar  6.) 

(Archiv  d«e  Grareo  Wurmbrand  zu  Slaionberg.  Gedruckt  Carinthia,  87.  Jahrg., 

S.  17-27.) 

Erzählt  die  .bekantnuu'  einei  Baa«ni,  dsu  dio  BodTnckuii,SDii,  wolcbn 
di«  Prot«tt«ntfn  erltltcn,  ,\n  winem  köpfe  verwirret*  gemacht  hatten.  Er 
wurde  auf  die  Galeere  geBchiekt. 


424 


1693. 


Die  Verorärwten  A.  C.  von  Steiermark  an  Hans  Fn«frifA  Frei- 
herrn von  Herherstein:  Seine  Biiie  um  eine  Tntersession  der 
jetzigen  Land-  und  Hofrechte  anUißich  der  seinem  Sohne  Wolf 
Sigmund  wegen  seiner  außer  Landes  erfolgten  Kopulation  Muge- 
hommeneii  Zitafion  hüben  sie  vemomTnen.  Sie  Jialtcn  für  rat- 
samer,  die  Sache  bei  dem  bald  angehenden  Landtage  voriubringeti. 
Gras^  W07  Januar  16. 

(KoDB.,  St.  L.-A.,  Chr.  R.) 

Dem    eoUprocfaend    eriolgl    di«    InterzassiAit    «m    7.    KebruiU'    (Kona., 
ebenda). 

1694. 

Gutachten  itber  das  Gesuch  de»  Pfarrers  £u  St.  Johann  hei 
Tgbein  Jtdtus  Alexi  um  Nacidaß  der  Steuer ausstämle  und  Ein- 
antwortung jener  fünf  eur  Pfarre  gehörigen  UnUrtanen,  die  ihm 
wegen  dieses  Bestes  enteogen  wurden.  Dabei  auch  die  Meldung 
geachiehtj  daß  die  gcneralin  in  puncto  Einforderung  der  Steuern 
wiederum  ausgefertigt  werden  möchten.  (Grau)  1607  Januar  23. 

(Butth-ArebivOru,  OiiUchtnn.) 


169Ö. 

Der  Pfarrer  Johann  Hancheiius  von  St.  Veit  in  Kärnten  an  den 
Ershereog:  Wiewohl  sich  auf  die  vorgenommene  Reformation  hin 
das  hiesige  Religionswesen  gut  anläßt  und  ,die  JcatholiscJie  An- 
daeht  von  Tag  zu  Tag  mehr  hervorbricht' ,  gibt  es  doch  unter 
den  Bürgerinnen  einige  Personen,  die  keine  Hoffnung  eur  Be- 
kehrung geben.  BUte,  die  nötigen  Mittel  dagegen  anstiuenden, 
damit  einmal  eine  vollständige  Einigkeit  allhier  erscheinen  möchte. 
St.  Veit,  1607  Januar  35. 

(Orlg.,  Suttb.-Archiv  Gru.) 

Auf  du  bin  erhält  der  Landesrixadom  itm  S3.  F«bniar  die  Weisang, 
Bemhl  nnd  GuUcbten  aiaruscbickea,  die  Kepierang  den  liefehl,  «af  Uiltel 
«u  denk«n,  wie  diu«  Weiber  k«tho1iBch  gemacht  werden  oder  wm  eooet  fOr 
Mittel  ToniBn«hiD«n  aeien. 

1696. 

Der  Itegimentsprofos  Stephan   SchnöbUnger  an   den  Ershergog: 
Er  habe  dem  Hause  Österreich  18  Jahre  in  Gefahr  und  Krieg 


4S5 

gedient,  sei  swei  Jahre  in  tUrkischcr  Gefangetischaß  gewesen^ 
hfAe  sich  dann  hei  der  hedsatne»  Sdigionsreformaiion,  bei  der 
Leibgarde  und  vor  Katiischa  brauchen  l<tsseti  und  sei  seit  ncei 
Jahren  Eegitnenlsprofos;  bittet,  ihm  einen  Plats  ri*  eit\er  Haus- 
stätte antittpeisett.    Gras,  1607  Januar  30. 

(Orig-.  Suttli, -Archiv  Oru.] 

1607. 

Gutachten  über  das  Ansuchet*  Georg  Schenhcls.  ins  Land  n» 
kommen,  um  die  dem  verstorbenen  Georg  Rcinprecht  vcrhiupcn 
Güter  vom  Gerhaben  seiner  Kinder  icieder  ewrückennehmen,  und 
daß  er  auch  sonst  su  seinem  JRadwerke  und  anderen  Sadten  sehen 
könne.  Wird  empföhlet»,  ,sintemal  er  ev  dem  katholischen  Glauben 
nit  übel  i7tclinieri  sein  s<^le'  und  der  10.  Pfennig  bereits  hei 
9einen\  Abxuge  eHegi  ist.  (Gras)  1607  Februar  b. 
(KoQi,  Stitth.-ArcUiv  Oiu.  GuUchten) 

1698. 

AJbhitie  des  Jäkel  Bosolenz,  Propstes  zu  Stainr,  ^egen  E.  E.  L. 
in   Steier',  tcegen   einiger  in   seinem   Buche  (Gegenhcricht  etc.) 
gegen  Bungius  wider  die  steirischcn  Herren   und  Hitter  ausge- 
streuten Katumnien.    Grat,  lfi07  Fehr\iar  7. 

(6t.  L.-A.,  Reform,  ad  1^97.    L.-Prot.  1607,  io\.  L4»>>.    Gedruckt  LoiorÜ),   Zur 
Kritik  dei  Rosoleuz,  M.  I.  0.  G.  XXI,  &16/t7.) 


1699. 

Gutachten  der  Regierung,  ,daß  Christoph  Römer  wegen  der  be- 
gehrtet* ErgöUlichkeit  seiner  in  Religionsreformationssaehen  ge- 
habten Benxühung  abgewiesen   leerd^.    Gras,   1607  Februar  10. 

{SUttb.-Arc:]iv  Gru.  QuUclitDii  1607.) 

Seine  Bitt«  bcgrilndele  or  damit,  daß  «r  aicli  neiunTi  dein  Alite  you 
St.  Latnprecbt  miil  licm  Pfarror  von  PMs  zm  oioein  KoninÜMÜr  halie 
liraiiclion  lannc,  von  dffui  Seiiiigt^rt  viel  sagnaetEt  liabr.  In  Leberisgefalir 
gekommen  sei  und  daher  alc  Kekcmpens  eine  Summe  aof  das  Obereiti' 
nebneramt  in  Tarris  oder  auf  die  Kroms'brflckr  rerlan^e.  Da*  GntacKten 
beantragt  AbweiRim^,  man  wiMe  nieht,  was  er  ans  Rig^eni-m  ^eopfprl,  sein 
Dienat  (fUr  den  ßisvliuf  von  FreiiJpg]  babe  sechs  Wnchen  gedauert,  e  r 
habe  die  Koinmtniiioi)  mißbraucht  und  aiob  mit  Abstrafnog 
Btlicber  Perauu«»  geiuignaiu  ergOtzt. 


IM 


426 


1700. 


Magdal^ia  Schwarz,  Radmeistcrm  in  Eisetiers,  WUwe,  70  Jahre 

all,  bitiei  die  Regierutig,  noch  hlmjvr  im  Lande  hleihen  mu  dürfen. 

1607  Februar  11. 

(SUtÜi.-Arcliiv  Gm.) 

Nocli  Tor  dr«i  Jahren  b«b«  lie  g«1»et«n,  «II«  Mouate  «ine  Woche  in 
KUener/'  venv(^il(^n  nn  dürfen,  am  nach  ihrer  Wirtschaft  cii  ochi^n.  Oimc 
p«he  turück.  Ihr  Sühn  iv'\  in  Keligionssachon  (^cliorsAm,  alier  s»  jung  und 
in  der  Wiitaeliaft  uRCrfftlirc».  Sio  mOchtr  ihn  xur  WirUdiAft  «Lirichleit  uod 
bAbo  «Ich  hier  in  der  Kirclie,  »uf  der  Straßu  ntul  zu  IIjiii»  UDstrJlllieb  vei- 
halten.  Am  22.  Fehrtinr  wird  tqtu  Amtmtnne  ein  Bericht  verlangt  und  un 
SQ.  MXrc  eriinttet:  Mau  habe  vur  drei  Jahren  hoffen  können,  daß  lie  cu 
bekehren  tel.  Mtu  sei  nicht  ;e»chfhen,  weil  das,  vras  hier  in  einer 
Woche  auferbaut  wird,  von  den  LutheriBcheu  ihrca  Anhaiiga  in 
Otterreich  eingrritsen  vriril.  Der  Sohn  arj  infc>]|;e  seine«  nieten  Hier- 
•nna  kalholiach.  D«  sie  itelbst  nuu  bittet,  besUtncIig  hier  bleiben  zu  dOrfen, 
M  inOuhtn  lic  aich  riellt^icht  unterweisen  lauen.  Din  Alten  Rchickeu  ja 
meist  die  Jnn^eu  voran,  achteicUen  dann  nach  und  begeben  aich  ^ejuldiir 
unter  das  Joch  Da  sie  aber  nneh  mehrere  Itetsensche  Kinder  hat,  die  aich 
nicht  woiion  U»»en,  so  niit|*e  ninii  ilir  Urlauben,  ihr  Lebcutaiig  bei  ihren 
Qtltem  sn  verbleiben,  rlon  Golteaclienst  alle  Wncben  zu  bennchen,  ihre  hart- 
nackigen Kinder  iiieraal»,  nicht  einmal  auf  eine  Stunde,  hcreinEUbriD^O- 
Weil  sie  die  anderen  Kinder  so  liebt  wie  ihren  kalbolischen  Sohn,  diese 
Kinder  ,MKdel'  aind,  die  ohne  ihre  Gegenwart  nicht«  au  labpn  haben,  auch 
nicht  gewohnt  aind,  Dienatbolen  ko  aein,  so  ist  xu  erwarten,  daB  auch  aie 
•ich  werden  weilen  lauen.  Daß  dies«  Praxis  die  richtige  sei,  habe  er  bei 
der  Rcformntion  in  Idria  erfahren,  wo  er  durch  dergleichen  und 
andere  glimpfliche  Mittel  dasselbe  Valkl  in  drei  Jahre»  anto 
Oehoraam  gebracht  habe,  ohne  daß  einer  hin  weggeschafft  wurde 
(Outacbteu  vom  18.  Juli).  Die  Bittstellerin  erhielt  die  Brlaubnit  (aber  nar 
■nf  ein  Jahr)  unter  den  genannten  Be<lingungeii. 


1701. 

GiUachten  der  Eegicrwng  anf  das  Aitsitchett  drs  Pfarrers  Krhai 
Tengg   in  Eisenerz,   dafi  er  wieder  su  seinem  ihm  ohne  Einwil- 
ligung des  Latidcsftirsien  enteogencn  Dienste  gelange.     Er  mdge 
seine  Jiefpeine  vorlegen,   daß   der  Kirche   rttras  enixogcn  wurde. 
(Grat)  1007  Februar  19. 
(Koaa,,  8eattb.-Ai-ahtv  Graz,  Gutachtan.) 

1702. 

LandetfÜrsiiidte  Jtesolution  an  den  LaÜtachcr  Dompropst  Andreas 
Kraiü  (CraÜlius)  auf  sein  gegen  die  Witice  Jtosina  Gröfin  von 


437 


Thuru  eingereichtes  Suftplizieren,  die  155fi  durch  weiiand  Anton 
Freiherm  von  Thum  aus  der  Pfändung  der  Landschaft  um 
380  fl.  erkaußen,  dem  beneticiam  beat&e  Mariae  virginis  et 
S.  Catbariiiae  jm  Leeß  (i^Jwrigen  vier  Untertanen  mit  barem  tirlde 
ahsuledigen  H»d  sie  wiederum  eu  refcuperieren:  Der  BittsttAler 
ist  von  sdchem  umiemlicheti  liegehre»  ans  erheUidien  Gründen 
aheutveisen  und  die  tiräfin  bei  ihren  ,mit  gutem  TiitU'  inhaben- 
den Gütern  verbleiben  gu  lassen.    Grae,  1607  Märg  1, 

(Kop.,  L.-A.  Kr«iD) 

Dlesaa  AkteufitUdt  wird  durch  nin  sweiloi  (Kop.,  «bendftV  diu  nicht 
datiert  ist  ucid  das.  wi«  es  folibint,  d«r  Ornf  von  Tlitim  an  d«ii  Bn- 
horEDf;  sendet,  nÜher  1)el«uclitct.  Dkmit  icli,  aclitAibt  er,  xnr  Hatipttnclie 
gntifo:  D«r  Bi»cWf  hat  jlin^t«n*  eiuig:«  kathullKcli?  L'iiterlLaiieTi,  to  tu 
antcrtcbiedlichen  Kilialkirchen  gehören,  nach  Laibxdi  sltlert  und  ihndn  kraft 
der  den  KeligionsreforniationskominiMlLrcn  {;ef;eb«nen  Vollmaclit  (alle  Güter 
und  Untcrtaneu,  die  von  allcrstier  lu  den  Kirdicii  g^eliCrig  und  weltlichen 
Herrn  ,io  einor  vcriti^ttitvn  Vogttü  xu  regficroiidem  Sctiutau*  anvertraut  ge- 
weseo,  jettt  vri«(lor  davon  at>zu*ondern  und  ua  su  dffn  OottMbUuUm,  datiin 
■it  Kthflrig,  KU  britLKcu)  geboten,  tiinfüro  weder  die  Robot,  nocb  die  Steuern 
und  andere  Anlaj^^n  nieinandom  andern  all  dem  Dompropst  AndfA  KtaÜI  xu 
reichen  und  sioli  weder  durch  den  jeUic«'»  Herrn  von  Hndmaunsdorf  Grafen 
von  Tliurn  noch  dessen  Pfleger  usw.  lündi^rn  lu  Lisst-n  Da  nun  die  UnlRrtaneii 
■elbat  auf  ihre  schon  von  ihren  VoroUcrn  geleisteten  Qcbiihrcn  liinweiscn  und 
eino  andere  ObrJ|?keil  f^ar  nicht  boji^hren,  sie  eich  anden>neit«  aber  auch  den 
Undasliin>tli&lien  BefeLleti  nicht  Vfidcnetaeu  kflniien,  liabt^n  sie  die  Koui* 
DiissÜTu  gebetnu,  »ie  gegen  etwaig«  kiluftigc  Strafe  oiler  Schaden  xu  •citütceu, 
was  ihnen  auch  versprochen  worden.  Sie  hnbert  darauf  dem  Propale  die 
Hand  fcboten  und  sieb  xu  ihr&m  ticimwesen  erhaben  Daraus  mage  Ew.  D' 
enehen,  was  für  eineti  unordentlichen  Prozeß  der  Bischof  cur  Aufwiegelung 
der  Untortanen  vorgeuommen  und  wie  riniatre  er  dio  UenGralrosohitioQ 
B«.  F.  D'  und  dero  dtm-eta  alllegiert  und  i'i  reprofmm  »etuwn  deutet.  Unter 
dem  Scheine  seiner  das  Beligionswesen  betreffandoo  KommtHion  unterwindet 
or  stcli,  diflte  au  iuißbrauch«n  und  E.  F.  D*  .politiicho  Urlrarialgcflille'  und 
RobottU^Dft«  abnuchaffen,  ihm  ditdnrcb  die  jährlicho  Nutzung  und  Robot 
(m  nehmen)  ond  thnt  ein  Loch  In  selrAu  PrandbMili  r.ii  machen  Der 
ßc^kiß  fehlt.     Man  erwartet  die  Bllt«,  Ihn  in  seinem  Rechte  «n  schUtsen. 


1703. 

Die  Bdigion^eformationshommiasäre  nw  Jen  Zfandvcrweser  nnd 
die  LandrcciUshei^iiter  in  Krain:  Erinnern  an  die  sht  Herein- 
hringung  der  rur  Erhalimtg  der  Kirchen  gestifteten  und  ihnen 
entfremdeten  Güter  erlassenen  landesfürsllkhen  Befehle  und 
^terc  auf  die  Beschwerden   der  Landleule  crflossenen  Dekla- 


4S8 


raiiott«»  und  empfehlen  ihnen,  aus  Anlaß  eines  ^aetitÜen  FaUes 
aUe  auf  solche  ReformationsßUe  hezügUcke  Klagen  v<m  ihrem 
Tribunale  dahin  ru  iceiseti,  daß  jeder,  der  viel  oder  tcenig  wider 
düt  JMigionsreformaiionskommUsäre  c«  Idagen  hat,  diese  und 
nicht  die  ,armen'  Kapeüen,  Kirchen  und  GoUesIiäuser  vor  I.  F.  I/ 
bespreche.  Sie  tcerdm  dann  selbst  ohne  einige»  Prirataffeht  Hede 
und  Antwort  stehen.    Laibach,  J007  März  3. 

(Kop..  L.-A.  Krilo.) 

Der  Tentorbeno  Mxtlbca  Ptieher  listt«  doin  UatÜiea  Cutrititu  ein« 
ScIiaMveraclireibang  der  JeBuitao  xu(  200  fl.  Übergeben  und  die  Ueligions- 
refonnaüonakomiittaalre  die  KQcluublUDp  verboten.  Die  patt^a  wurden  Tor 
dai  i^aodreclit  sitiert.  Wegeo  der  alrafniäßigcn  Sepultar  Fächer»  warden 
nicht  nur  d«M«n  FabniM«  ia  5«in«in  Bestandgute  ScherapUchel.  aondtrit 
ancb  die  SOO  fl.  zurück bcbsiteo. 


I 


1704. 

Bit^ter  und  Jtal   von   Kindberg   zäMen   die  Schandtaten    ihres 
Pfarrers  auf  und  hitteti,   ihn  durch  einen  anderen  «*  ersetsen. 

(Kindberg,  1607  Mars  3.) 

(Ori^.,  Staub. -Archiv  Uras.) 

Hochltibliche  d.-ö.  regierang.  .  .  .  Auf  der  F.  D'  gn-  ao 
berolhenc  commission  zwiscbcD  aas  armen  burgcrsleaten  albie 
ZXL  Khindbcrg,  dann  herm  Oristian  Erdmero  pfarrn  alhie 
andersUils  des  verloffuen  Unwillen  und  ruinors  halben  inqai- 
sition,  allain  wie  sich  ein  burgerschafft  in  deme  gegen  ine, 
herrn  prsirer,  verhatten,  althie  eingesogen,  aber  sein,  dee  heim 
pfairer,  gegenvcrhaltung  mit  nichton  angehört  worden,  damit 
aber  der  unachaldig  nicht  condemnicrt  und  der  schuldig  eu- 
widcr  der  göttlichen  gerechtigkait  absolviert  wcrdo,  demDSch 
wellen  E.  F.  G.  u.  G.  den  anfang  BolicJier  unainigkait  und  ge- 
fassten  Widerwillen  one  beschwor  .  .  .  vernembeu,  und  belt  sich 
die  Bachen  an  dem,  d&ss  herr  pfarrer,  als  er  erstlich  an  die 
pfarr  herkommen,  in  des  Michel  Landshueter  gerichtsvenvaltung 
zur  zeit  des  rebetüschen  kriegsgeachrav  die  angefUertc  und  be* 
setste  wach  gmaines  markhts  dieselb  seines  gefallens  abzuftleren 
and  auf  ungelegne  orte  anzustellen  nnterwnnden.  Darana  dann 
snnderlicher  schaden  hctte  kUnnen  erwachsen,  ungeacht  daas 
ime  das  weltliche  regiment  nicht  anbevolhen.     Wie  er  dann 


429 


I 


I 


auch  in  ansgesteckter  f-  gem.  raarkhtsfreyang  unverachont  der- 
selben ebnermasaen  nnwillen  und  rauf Imndlan gen  verbracht. 

Bald  nach  diacm  ist  Iierr  pfarrer  abcrmala  wlletig  worden 
nnd  ermelleii  richter  5{icbeln  Landsbuetor  sarabt  dem  gerjcbts- 
dienor  zu  sicli  in  jifarrhotT  begert.  Als  sie  naii  änderst  Dit 
aU  gaeter  mainang  dahin  kumeu,  herr  pfarrer  alsbaldt  die 
tbllr  versperren  lassen  und  den  gcrichtsdicncr  mit  der  wehr 
und  trueknen  straii'lion  ühu\  ge^jchlagen  and  poldert. 

An  dem  allen  nit  gcnucg,  sonder  heroacb  des  nachts  rer- 
gan^nen  606.  iars  mit  schlitfart  und  andern  ergerlichen  exempel 
sich  anterstandeu,  zu  gebrauchen. 

Item  die  uhrwachter  an  der  passen  geschlagen  and  die 
uberwebr  gcnomen  und  von  der  waclit  mit  droworten  abge- 
schafft, welchc3  za  rettuog  feucrs  und  anderer  unTcrschnor 
zafHllen  ime,  pfarrer,  seinem  bricstcrlichen  stand  nach  mit 
nicbten  gebUrcn  wellen. 

Item,  80  hat  hcrr  pfarrer  den  nbrmacher  aus  der  Neu- 
stadt;  so  bei  im  in  pfarrhof  geweat,  amb  13  uhr  in  der  nacht 
sambt  seim  weib  ans  dem  pfarrhoff  geschafft,  und  in  ausn  freit- 
hoff  poldert  und  darwider  geschlagen,  welcher  vor  ihm  heraus 
in  markht  gewiciien.  Darliher  liorr  ]jfarrer  eines  haffners  liaas 
geSäbet  und  mit  gewalt  eindrangen,  den  Uhrmacher  gesuocht 
nnd  letztÜchen  im  stadi  in  das  stro  schiesson  wellen,  dardurch 
der  ganz  markht  het  kUnnen  in  verdorben  gebracht  werden, 
nnd  noch  merem  rnmor  angefangen  und  wietundt  verbracht, 
da»  alles  von  kürz  wegen  za  erzellen  allda  anterlassen.  So 
vill  in  des  Landahuetter  gericht. 

Dann  in  de»  jetzigen  marktriobters  Wilhelbm  Khlrssner 
gcrichtsambt  im  monat  Jalio  negathin  sich  zucgetrogen,  dass 
gemelter  herr  pfarror  unverschont  f.  freyung  one  gnaegeambe 
Ursachen  aines  Imrgers  son  allhie  one  ersueclmrig  des  gerichta 
am  frejen  ptatz  poldert  und  gschlagen. 

So  woll  vor  disem  in  dem  gerichtehaus  bei  dem  gerichta* 
tisch  in  beywßscn  des  marktrichter  den  gewesenen  inarkt- 
Bchreibcr  Panlii  Jjlger,  allain  duss  er  den  huet  nit  alspaldt  vor 
sein  abgethau,  in  das  angesicht  geschlagen  und  damit  sein 
wüetunds  herz  ei'friacbt  und  hernach  mer  rumorhendl  mit  ime 
verbracht,  verdriesshcli  solclis  all  za  erzellen. 

Hernach  aber  am  tag  Jacobi  herr  pfarrer  one  Verrichtung 
des  kirchgang  sich  nach  Khrieglach  au  kirchtag  begeben  und 


430 


zu  seinem  nUUler  und  maieru  vemieldt,  er  wello  nit  Iieimb- 
kumen,  sondern  ain,  zwei  oder  drei  auf  dhant  erlegen.  Dle- 
weil  aber  solch  sein  btiaea  fnrnemen  durch  vcrhllotnnp  gottcs 
nit  ins  werk  konien,  ist  doch  lestlichcn  solch  sein  Alrnemen 
durch  aurcizung  des  teUfls  mcr  dann  zu  ril  durch  ine,  pfaiTer, 
atlda  ins  werk  gericht  worden.  Wie  er  dann  dem  hen-n  Rirch- 
püchler  l.  F.  D'  vischmaiMer  im  MUerztIml  one  ainiche  ursacli, 
der  iine  nur  alle  ehr  erwisen,  in  der  kirchgassen  one  ver- 
Schonung  der  darinnen  f.  freyung  knimp  geschlagen,  auch  dem 
schidman  Veiten  Fall  bürgern  bic  mit  dreyen  tödtlichen  wun- 
den abgedankt,  als  ime  dann  der  pader  nur  fllr  ainen  todten 
menschen  aiigenomen,  dem  dritten  aber  mit  einer  helbmparten 
nachgeschossen  und  da  er  sogteich  nit  an  fallen  gewest,  in 
an  der  statt  erlegt  bette,  alsdann  in  den  pfajrhojr  geloffen  und 
drey  echUes  unter  dos  volk,  so  von  fririt  wegen  znegelofFen,  ge- 
thaii,  darunter  ain  gloggcnstraich  ergangen,  weiss  nierabt,  durch 
womh,  ycdocU  wie  zn  erachten  allain  von  fridtwegcn  bc- 
schchen  sein  muess,  damit  also  die  burgerschaft  mit  an- 
schuldt  in  das  laborintb  geratten.  Und  aber  ain  burger- 
schafft  jederzeit  mit  iren  pfarrern  alila  in  gottgeÜeUftr  *y»ncdrrfr*a, 
nachperlichen  frtdt  und  ganz  chrit^llieher  ainigkait  gelebt,  auch 
niomalen  bey  menschen  gedenken  kbein  pfarrcr  daliie  der- 
gleichen rumor  und  raufhitiiill  so  hochniuotig  nml  gewaltthättg 
unterslanrlen,  weil  ilnnn  gedachter  herr  Cristian  niis,  der  armen 
bnrgerschaffl,  eo  gar  widerwürtig,  nun  aber  das  gott  waiss 
gan«  eyfTcrig  und  herzlich  verlangt,  daaa  wir  mit  einem  briester 
nnil  pfarrcr,  der  uns^e^  iieichtvater  und  Seelsorger  sein  oiuess,  zu 
dem  wir  ans  besser  exerapl  nnd  bescbaldcnhait  zu  getrJisten 
heien,  versehen  wurden,  und  zweifelt  uns  nit,  da  E.  F.  ü.  n.  G. 
als  war  aller  der  uns  von  dieem  pfarrcr  seines  hiesein  uns  er- 
weisten  unfuegs,  so  wol  er  uns  solches  in  mer  weg  angetban, 
grQntlicbea  wissen  betten,  die  würrlen  uns  endlich  derlei  be- 
läfitigDDg  seinethalbeii  gn.  abhelfen.  Derhalbcn  wir  K.  F.  O.  u.  G. 
.  .  .  bitten,  die  wollten  gn.  geruehen  und  uns  ditsorts  mit  ainem 
andern  pnealer  und  pfarrer  gn.  verhüferi  sein  .  .  . 

E.  a.  u.  G. 

nnterthünig  gehorsam  iste 

N.  richter,  raih  und  ganze  gemame 
burgerschaft  zu  V 


I 


I 


43  L 


An  I.  K.  IV  erzh.  Ferdinanden  .  .  .  hoclil.  pogicrung. 

Diibei  die  Atussiteii  der  Kindberg^cr.  K!rch1)flr-hlpr  »n^:  «r  wi  kn- 
Ihglitch  und  wolle  t»  ancti  bleiben;  der  Pfarrer  hatta  Ana  gtilr^agnttt  itnw. 
Die  KoiiiraissXre,  di«?  dan  FnU  ant^rsuchen,  »ii^eii  uns,  t\aä  d«r  Pfarrer  «in 
nnrntiiger  uml  »ctiltrchlvr  Mctiscli  <<ci.  Sia  truf^ttn  seine  AbHf>tzang  an.  Ge- 
«traft  vrnrdfn  »Üerdiiigs  xuch  di«  Kindborgcr,  weil  sL«  mit  ihrem  Tfarrer  so 
nmfi;\ngfD.  Ddt  HKnptg;cgn«r  d«s  Pfurrcrs  in  zweifeUos  oiq  Protestant.  Der 
FroBeß  sieht  sich  noch  lÜn^Are  Zeit  Tort,  hat  abpr  fDr  Alu  Geichichta  d«r 
OpgenreforinatiDn  welter  kein  Interesse, 


1705. 

Ge^rid  Freiherr  von  Teuffenhach,  der  gestraß  wurde,  tcml  er  in 
seiner  -Behausung  eine  sektischc  Kopulation  (die  Verheiratung  der 
Jungfer  seiner  Frau)  zugegeben  hatte,  wird  auf  seine  an  die  Erx- 
licrzogin  Maria  gerichtete  lütte  hin  begnadigt.  Graji,  1607  Märt  JG. 

(Konx.,  8tatth.-An^l>iv  C^rAs.t 


1706. 

Patent  des  liambcrgischen  l'i^edoms  Johann  Georg  von  Stadion 
an  (tue  nachgcsetHen  Obrigkeiten ;  erinnert  an  die  1005  und  ItiOG 
erflos&eneix  Verordnungen^  kraft  deren  allen  Manns-  und  TtViÄs- 
personen  befohlen  teird,  sich  tu  (htern  sur  Tieichte  ttnd  Kom- 
munion einsusteUen.  Diejenigen  Unkathülischen,  die  dem  Befehle 
nicht  nachkommen,  teerden  datu  bei  Strafe  von  13  ungarischen 
(iolddukat^n  neuetdingn  ermahnt  und  die  Pfarrer  verJtalten^  dies 
auf  den  Kamein  sh  verkünden.  Da  sidt  bei  den  Bambergischen 
Herrsehaßen  auch  viele  Unkatholische  beßnäcn^  sind  alle  Manns- 
und Weihspersonen  iwisfhen  jetzt  und  den  kommenden  Pfingsten 
nt  eitleren  und  enm  Gehorsam  anzufialten.  Die  ünkatholischen 
sind  dabei  aneuhalten,  entweder  aar  kaiholischeti  Il^igion  sicfi 
fu  begehe»  oder  abzueiehen.  Gegen  die  Ungehorsamen  wird  nh 
Strafe  100  fl.  angesetat.  Dieses  Patent  ist  öfter  von  der  Kamel 
eu  verkünden  und  ü^fer  etwaige  Exekutiotien  su  berichten.  Wolfs- 
berg, 1607  Märe  23. 
(Kop.,  Statth.<Arcliiv  Grax.   G«ni.  Kop.) 


1707. 

Einfuhrung   der   Kapueiner   in  Laibach. 

1607  April  3. 
(L.  V.-Prol.,  Nr.  6.) 


Laibach,  im  Landtag 


4ie 


Asf  der  T»ftt*9^anag  alcb«!!  Bilt»chrifl«D  d«r  Kapt»io«f,  Fraui«- 
kuw.  4m  BwfbGerordeu  nnd  4«r  Brfld«r  8ti.  PaoU-  BiMliof  Eroa:  Die 
Ksfoxiacr  Micn  «leiBiiUriMbe  ^lehrte  Leat»  tob  «nMhaUdher  Berknft, 
w§Mg,  daC  man  ihnen  mit  eia«ffl  AlmoMii  beisprin^e.  Als  nui  vor  Jahren 
■il  crafim  Unkottcn  dia  Prldikantcn  aasRebalUn,  batm  Biemaikd  HwmB  da- 
gcgtn  gahabL  Uau  mOgs  ihaen  lO.OUO  fl.  —  oach  aad  Baell  m  »rlegea  — 
gawKbrfB,  d«n  Rcligioaeo  io  A^am  lUO  Q.  i^b^a  LaadcsreriTcter :  1000  fl. 
g«f]B|raii,  denn  die  Kapiulner  Mieo  «io  areucliger  Stand.  Di«  aadercn  ciod 
abxuwtlMii.     In  dieMm  Sinn«  wird  bcacUoia«D. 


1708. 

J)Ü!  Landachaß  Kärnten  an  den  Ershersog:  Den  Befehl  vom 
4.  d,  M.,  tur  Krteliwig  des  eint:  Zeit  her  unhesetrien  Landver- 
tceMramles  i»  Kärnten  außer  den  hievorbenannten  l'ersonen  eine 
der  /•'.  //  der  Jidigion  tcegen  annehmbare  Person  vortuschlagen, 
haben  sie  vernommen.  Da  die  Vorgeschlagenen  sit  diesem  Amte 
qualifisiert  sind,  bitte  man,  es  dabei  bewenden  su  lassen.  Klageti' 
fürt,  7007  April  21. 

(Orig.,  Statth.-Arcblv  Orax.) 

U«riaht  der  Rogi«rung  vom  lü.  Dexambvr:  dis  Terorduetem  tiochnali 
«uAiafoi d«-ii,  katbotiache  Landlaute  au  nomiaieren:  es  müga  Üuaeyo  er- 
naunt  nrerd«a. 

1709. 

Adam  ron  Neuhawt  an  Ertherxog  Ferdinand:  Am  20.  d.  M. 
ein  JiefehUsehreiben  an  ihn  ausgegangen,  das  ihm  gestern  lug^ 
kommeti.  Darin  wird  ihm  bei  Strafe  von  1000  DuJcaten  auf- 
erlegt, sich  uvgen  des  durch  etliche  vom  Adel  am  St.  Helenen- 
berge gegen  Kretufahrer  verübten  Muticillens  su  rechtfertigen 
und  »ick  SU  dem  Zwecke  nach  Gras  su  verfügen.  Da  er  m 
selbiger  Zeit  gar  nicht  im  lAinde  anwesend  war,  bittet  er,  Um 
entschuldigt  eu  halten.    JChrenhausen,  1607  April  26. 

(Otig.,  SUlUi  -Arcliir  Ora«  ) 

Die  Regieiung  barielitet  darQber:  Des  Keubana  Exs«ß  berOhre  j«nt 
Dtiig«  iiloht.  Kr  habe  ticli  vielroehr  vordem  neben  Ferdinand  Khalmer  die 
bei  de«  vun  M«lniU  Sob1n•«l^l  gelegene  Kirche  mm  hell.  Krent  mit  einem 
Trlmel  su  cratllrnien  unUnUadm.  Als  «ie  die  TUr  nicht  OfiTnen  kannten, 
haben  >ie  da*  Ktnitcr  ringeüchlag«»  und  andere  itra&ilUge  Ding«  yeBbt: 
,iler  von  Neuham  •ogar  an  die  kirchenthllr  »alvo  Aoiwre  eeioe  «m  ■wi—ln 
ejielrt*.  darauf  «r  «eh.  damit  die  Sachen  nicht  weiter  kommen,  mit  dem 
Pfarrw  um  SO  fl.  verglichen.     Uiee  der  Orond,   weshalb  «r  litlcrt  ilt  {Qru, 


433 


7.  M«i,  SUUb.-Archir  Or«s).  Khului«r  wurd«  wegen  der  Hpltiii»Dberg«r  Sache 
in  Grat  Arroti«rt,  »rin  Krle<tii;nng:i^»n«ti  abgcwicMD.  S«Iß  Q«no«M  wu 
Scyfricd  von  l'ain.  SU  hatten  tot  der  Meng«  Fleisch  gageaien.  Eiu  dritter 
i-tt  Andre  von  Moshcim.  Sic  h.ilt<>n  fEen  türkischen  Stoffel  —  eineo  Bpaß- 
niftvhor  —  bot  tich,  der  oiit  den  ^Vallfahrem  Knrsweil  trieb.  Sie  hatten 
(m  war  «in  Samitajf)  Wunt  und  andora  PieiBcluachan  bei  sich.  Die  Aus- 
saf^u  der  Verklagen  klingen  Mehr  unidiuldig,  aber  das  Floisch  WDrdoD  aio 
doch  wohl  in  der  Absicht,  es  <u  pb*vii,  mitgisnommau  haben.  Auf  <]«u  ^T<<)tv^ua 
Verlauf  der  ftach«  wird  nicht  weiter  eingegangen. 

1710. 

Der  Pfarrer  Johatm  Sdl  von  Obdach  an  lien  Ershereor/:  ntacht 
Anzeige  von  einigen  sektischen  hihsiarriyen  Personen.  Zu  ihnen 
gehöre  Praun  untl  der  MarkiseUreiher  Otto  Ernreich.  Jener  wäre 
um  100  Taler  bh  strafen  und  das  Gdd  dem  haufalUyen  Effidi- 
hrcJdein  sttsnueiHm.  Der  andt-re  ist  arm.  Bitte,  ihm  die  Voll- 
tnacht  eu  geben,  gegen  Leute,  die  nickt  beichten  und  k-ommuni- 
gieren  oder  falsche  Beichtscttel  vorlegen,  dmusdireilen.    Obdach, 

1607  Mai  7. 

(StBtth.-Arvbiv  Qrsz,  Gem.  Kap.) 

Der  Enbersog  befehlt  atu    IS.  Mai  denen  von  Obdach,  bierUb«T  üe- 
riefat  KU  erstatten  (ebenda]. 

1711. 

Dekret,  daß  detn  Georg  Sparer  eit  CiUi  für  seine  Bekehrung 
ein  Termin  bis  Jakobi  gegebai  iverde.  Nach  desseti  Versireichung 
ist  der  10.  Pfennig  von  ihm  gu  fordern  und  er  ausenweise», 
(Graz)   um   Mai  Jn. 

(&buuda.} 

1712. 

Ferdinand  II.  an  den  Frnpst  zu  liudolfswerth :  verlangt  Bericht 
über  die  Klage  Ileritarths  ton  Auersperg  und  der  ganzen  Gä- 
meinde  gegen  den  Jeglitzer  Pfarrer  Christoph  Treiber  wegen 
dessen  ärgerlichen  Lebens  und  Unfleißes.     Graz,    1Ü07  Mai  29. 

(Konz.,  JStatth. -Archiv  Orao.  Gem.  Kop.) 

1713. 

Der  Pfarrer  Adam  Lackiter  von  Weipenkirchen  an  Ferdinand  II.: 
Beschwerde,  daß  sich   inner-   und  aufierhalb  des  Marktes  Per- 

rant«>.  II.  AH.  Bd.  U.  M 


434 


»onen  finde»,  die  si(^  nichi  nur  nieht  mit  Beichte  und  Kom- 
munion einstellet!,  scmdern  durch  nnkatholisches  Leben  Ärgernis 
gehen.  Da  man  von  dem  Richter  schlechten  Beistauä  erhält, 
mrd  die  Bitte  gestellt,  den  Pfleger  Stephan  Allgäuer  der  Herr- 
schaft Eppenstein  £h  beauftrarfen,  die  uttUatholischen  Bürger  zum 
(rehorsam  hringett  eu  helfen.  Weißenkirchen,  1607  Juni  10. 
(Orig.,  StJitth.- Archiv  OraK.) 

AiB  80.  Jani  wird  der  Pf!ftg«r  mit  dem  VoUsug«  beauftragt.  Am 
4.  Au^it  n^nnt  der  Pfarrer  uar  «iiieD  Uukatholijch&n,  Paul  Oantiioftr. 
Setno  Klafft  war  wohl  dbertrieb«». 

1714, 

Ferdiy\and  IL  an  die  Hdigionsrefmmationskiimmi&säre  in  Kärnten: 
Da  das  Einkommen  des  Pfarrers  von  Klagenfurt  gering  ist,  hai 
er  gebeten,  ihm  den  noch  übrigen  liest  des  10.  Pfennigs  nach 
Kribl  mit  150  fl.  zu  bewäligen.  Befehl  um  Bericht  und  Gut- 
achten.   Gras,  1607  Juni  IL 

(EoDi.,  SUI^.-ArchlT  Qrax.    Q«m.  Kop) 

1715. 

Der  Pfmrer  Adam  Lachher  von  Wetficnkirciteti  an  L-'erdinand  IL: 
Klage  gegen  den  Herrn  Salomon  Pürkher,  der  nicht  allein  dem 
gemfinfiH  Manne  in  Bdigionssachen  großes  Ärgernis  gehe,  sondern 
euwider  den  laudes fürstlichen  Erlässen  daheim  Predigten  und 
unkatholische  Exerzitien  halte.     WeifknUrchen,   1607  Juni  19. 

(Orig,  Stattli.-Arcliiv  Oras.) 

,Wo)U'  ich  echwei^en,  luElCt'  it'li  ffirchteii,  d«U  die*  anfangend«  Ketser- 
fauer  wi«i  rin  ransxr  um  lich  ^reifem  würde/  Am  2ft-  wJrtl  der  Pflpger  nir 
Bericbtervtattiiiig  aaf^«fordort  («benda), 


1716. 

Der  Propst  und  Erspriester  von  St.  Andre  und  der  Pfarrer  Josef 
Ilamer  von  Wolfsherg  an  Plrzhereog  Ferdinand:  Obwohl  sie  es 
an  Fteifi  nicht  fehlen  ließen,  dem  laii  des  fürstlichen  Befehle  vom 
20.  November  1004  etUsprechcml,  die  unkathuliscfiefi  Personen  vom 
Add,  Biiryer-  und  Bauernstande  zu  reformieren,  bezichungsuvise 
auszuneisen,   finden   sich   im  ganzen  Lavanttale  viele  Personen, 


1 


4S5 


I 


sieh  sum  hlafien  Scheine  einmal  eitigestellt  und  verst^tckt^- 
weise  hei  ihrer  hdigion  verliarren  wid  s»cA  der  keil.  SakranietUe 
eHÜuäten.  Sie  haben  auch  die  Pfleger  und  Diener  der  Laudieute 
niiert,  die  aber  nidtt  gehorchen.  In  siiuili  steht  es  mit  den  lie- 
die»sieUn  der  Uandehletite,  Ilammermeister  usw.  Dann  schieichen 
sieh  sektiscJie  Personen  ins  Land,  führen  die  bandisierten  Prä- 
dikantett  eiti.  i-Volfsberg,  1607  Juni  M. 
(Orig:.,  Statt h.-Arckiv  GrAi.  Gom.  Kop.) 

Erlcilifruni^  iiufac  snm  II.  Juli.  Bsi);i»cb]ou«a  iat  ein  Sclireibnu 
Ludwig  vou  Dictriclmtetn«  an  doii  Propst  vom  'H.  Januar  I6I)&,  ilaß  «r  dem 
Bef«Iile  euteej^eii  «eiiia  PA«g4r  und  andere  Bvdientlct«  aeiaea  Hatues  zur  Vcr- 
liUtung  Tuu  B««chwcrliclikcit«ii  Diclil  roi  d«u  Pro^jtt  verBcliaff«n  kann.  Di« 
Cntertaacn  wolle  er,  wenn  sie  oamentUch  benanot  w«rdeD.  zitieren.  In  ftho- 
Hcher  Weise  nprlcht  «ich  Alexander  KreibeTg  an«. 


1717. 

Ferdinand  11.  an  den  kärntnischen  Landeshauptmarin  Jörg  von 
Nogarol  und  Viscdom  Harlmaitn  Zingl:  Auf  ihr  Gutachten  über 
das  Ansuchen  des  Landesvi^edoms  in  Kärnten  Martin  Frank  um 
Überlassung  des  10.  Pfennigs  nach  dem  Schranneuschreiber  Jakob 
Särger  befehle  er^  deti  Bitisteller  su  bescheiden,  er  möge  den 
10.  Pfennig  einbringen   und  sodann    hierüber  berichten.     Gra*, 

1607  Juni  27. 

(Kons.,  SUtth.-Ari:1ilv  Gras     üenn.  Kop.) 
171S. 

Landesfürstiicher  Befeld  an  den  Landeshauptmann  in  Krain: 
er  tcerdc  aus  der  Einlage  entnehmen,  wie  es  sicii  mit  dem  Grafen 
Stephan  von  Blagcy  verhält,  der  laut  Testament  seines  Vetters 
Niklas  von  seinen  lutheriscften  Vericandten  genommen  und  eur  ka- 
■  ihoUschen  Itdigion  gebracht  iceräe»  soll.  Darüber  habe  er  Bericht 
K  und  Gutachten  einzusenden.    Graz,  1607  Juni  '^7. 

i?«"  Pfarrer  Georg  Pileator  von  Marburg  an  die  Regierung:  er 
habe  sich  als  Stadtantvali  nach  der  von  der  Heligionsreformations- 
kommission  ihm  gegebenen  Instruktion  ychatten,  sei  aber  in  Mar- 
ia* 


1 


1719. 


436 

bürg  wenig  geachtet.   Was  Kirche,  SpÜat  etc.  anhetriffl,  ist  kein 

Gehorsam.   EinieHdagm  xtnd  Bitte,  den  Beschweräen  ahsuh^fen. 

Marburg,  1607  Juni  27. 

(Orig.,  Suufa.-Arehiv  Gras.) 

1720. 

Andreas  Napokhay  an  Ferdinand  TT.:  erstattet  den  v<m  ihm  be^ 
gehrten  Bericht  über  die  in  .Verschleifung'  und  Zerstörung  der 
m  der  Herrschaft  Tolmcin  gewesenen  seitischen  Kirche  aufge- 
gangenen 660  Dukaten  in  Gold.    CiÜi,  1607  Juni  29. 

(Orig.,  eb«oi1a.) 

fAU  «r  PfuTfr,  KrxpriMter  and  VArordn^t^r  tn  Ofinc  war,  htb«  nr  di« 
SUnMn  vom  HolxM«rkA  In  8t.  Maur  bei  Tolmein  erhoben,  lich  äai  Hefehl 
Erahcnnf;  Karin  dahin  bF^cben,  die  Kirchen  abf^^brantit  und  darin  ÖfiO  Da- 
knten  in  MUnc«  gefunden,  diu  wir  an  Herrn  von  Attimia  ilber^ebflo.  Auch 
dio  b«i  den  ZuchprOpiten  befindlichen  100  6.  Quiddukaten  bat  n«rr  ron 
Allimia  XU  sicli  genfmnien  und  Herrn  Joser  wn  RobaU  aU  ••tnem  Kach- 
folger  eingehKod)^  Spller  lind  bei  einer  Han^rsnot  noch  300  fl.  ad  ptat 
emuaa  an  Robata  Kekommon.  Ob  er  das  Geld  aasge^ben,  wiaae  man  nicht.* 


1721. 

,Iievelch,  das  icegen  des  noch  ausstendif/en  70.  Pfennigs  der  fierm 
und  landieuth,  ^ett  und  markt  halber  an  herrn  iandeshauptmann 
und  icegen  der  pfandischafter  an  herrn  landtsmcedomb  in  Steifer 
und  absonderlich  an  aüe  städie  und  markte  in  Steger,  wegen 
Kärnten  und  Craiii  aber  an  die  landesobrigkaiten  und  landts- 
vitdomb  beveich  ausgefertigt  werden  soUen.'^  Orag,  1607  Juni  30. 

(Ort^-,  SUttb.-ArcbiT  Orai.) 

Ferdinand  .  .  .  tjrwUrdi^cr  fUrst,  andechtige,  auch  edl, 
gcl«rt  und  liebe  getreue.  AU  uns  dise  verwichne  tag  durch 
unsern  hofpuecb Kalter  and  getreuen  lieben  Jacoben  Hablzliofer 
gehorsambiBt  angebracht  worden,  wie  in  disen  nnsem  dreyen 
crbfUrstentbamben  nnd  landen  Steyr,  Kärnten  und  Crain  in 
und  nach  fUrordneter  hailsamben  reUgionsreformation  a  i  n 
nambhafter  zebendor  pfening  gefallen  und  würklich  ein- 
gebracht, aber  aar  dato  nit  allerdings  rerraitct  worden  üein 
solle,  hat  uns  nit  allain  für  guet  sonder  auch  für  nottwendig 
angeschen,   damit   man  algentlich    wiBsen   könne,  wie  rill  de»- 


437 


I 


selben  gewesen  und  wie  er  nna  som  besten  komben.  Das« 
demnach  allen  stetten  und  märklitcn  nntl  jedweder  hesonderbar 
auferlegt  werde,  in  »jaecie  zn  berichten,  wai  da  und  dorten  fllr 
zelienter  pfening  gefalli-n,  wer  solchen  eingenomben  und  wie 
er  verwendet  worden,  auf  das  sodann  diejenigen,  so  was  daran 
empfangen,  zn  gebllrlicher  verraitunjj  gehalten  werden  k&ncn. 
Wann  nun  aber  solches  am  füegiichiston  von  Ew.  stell  aus  ex- 
pediert werden  mag,  so  ist  unser  gn.  bevetcb  tiiemit,  dass  ir 
solche  Vorordnung  mit  ehisten  ausfertigen  lasset.  An  dem  be- 
sciiiebt  unser  gn.  willen  and  raainuug,  und  wir  sein  eucli  mit 
gnaden  wolgewogeo.  Geben  in  nnserer  statt  Grätz  den  30.  tag 
Jnni  im  1607.  iar. 


Ferdinand. 


£xp6d.  10.  Juli  lfi07. 


Ad  mand.  Ser"'  domtni  prop. 

Haunss  Gallns. 

D.  Wenig. 


1722. 


Ferdinand  IT.  an  den  Lnndvsiisedom  und  den  Errpriesier  in 
H  Kärnten:  hegehrt  auf  die  Klage  des  Pfarrers  Georg  JierlicJi  eu 
H  St.  Joluinn  am  Trwjl  über  sektische  Personen  dttsdbst  Bericht. 
H  Es  ist  gegen  sie  nach  der  Gebühr  vortugehen.  Graz,  1607  Juli  2. 

^M  (Kon«.,  Statth  .-Archiv  Gnu.   Oem.  Kop.) 

Bisehof  Martin  von  Seckau  an  Erefterzog  Ferdinand  II.:  Nodt 
gibt  PS  vide  Lutherische  im  Lande.  Motive  dafür.  Wietcohi 
schoti  das  meiste  in  der  Reformation  geschehen,  sei  noch  der 
Rest  durchzuführen.  1.  In  den  Märkten  Georgs  Herrn  uön 
Stuhenberg  2u  Mureck,  Kapfeubery,  Ummarkt  und  Weig.  Mittel, 
wie  das  geschehen  könne.  2.  Anmahnung  der  Pfarrer  in  gc 
nannten  Orten.  .V.  Vorgehen  gegen  lutherische  Pfleger,  namentlich 
auf  Schloß  Kenhaus.  4.  Vorgehen  gegen  Wurmbrand  auf  Grafen- 
dorf 0.  D.  (Anfang  Juli  1607). 
(EipeiüixD^ig.  Qtattli.- Archiv  Onm.  Gen.  Kop.) 

Durchleuchtigster  ...  Es  sein  noch  vU  in  üUem  landt, 
so  Lothriseh  vorbltriben  und  sich  bei  der  cath.  kyrchen  nit 
eingestellt    haben,   zum   thayl   verhindert  aus  lautter  grobliait, 


43R 


aum  thftyt  ans  abgang  aller  Andacht  ge^en  gott,  tam  thayl 
wegen  etlicher  aufwj;:ler,  bo  inen  vor  dem  Hecht  stehen,  zum 
Ihajl  durch  den  respect,  so  sie  zu  iren  Luthrisclien  obrigkaitcn 
haben,  zum  thayl  aocii,  dasä  sich  niemand  irer  annimbt.  Ist 
deshalb  mein  demllettigiat  bitten,  dass  gleichwie  E.  F.  D'  aus 
grossem  ej-ffcr  gegen  gott  ire  loudt  stattlich  reforroirt  and  das 
maiste  alles  verriebt,  sie  wellen  auch  diss  wenig,  wie  ich  jetzt 
vermelden  will,  zu.  wolfahrt  irer  untcrthancn  nit  erltgcn  lassen. 

Erstlich  hat  hcrr  Georg  von  Stabenberg  drey  raftrkt, 
närablich  Kapl'eiiberg,  Huiidtämarkt  und  Mueregg,  desgleichen 
den  mchrem  thayl  im  markt  Weitz,  in  welchen  allen  sich  noch 
vil  Lnthrisch  verhalten  und  den  schuldigen  gehorsam  rüt  laislen, 
und  das  noch  mehr  ist,  so  pflegen  ir  etliche  von  andern  orten 
vertribne  in  die  bemelten  mHrkt  einschleichen  (*ic).  Es  hat 
gleichwol  E.  I.  n.-ö.  regienmg  fast  an  alle  bcmelte  orth  com- 
mUsiones  verordnet,  aber  weil  kain  nachdrack.  handthabung 
and  execution  uit  ervolgt,  ist  wenig  oder  gar  nichts  ausgericht 
worden.  Rhatsamb  wer  es  meines  crachtens,  doch  ohn  alle  mass- 
gebung,  dass  von  E.  1.  n.U.  regienmg  den  pfarrern  der  be- 
melten ortlien  ernstlich  uufcrladen  wQrde,  dass  sie  von  haus 
zn  hans  alle  ungehorsame  pfarrieuth,  bnrger  und  pauren  and 
jeden  insonderheit  ernstlich  ermahnten,  dass  sie  sollten  den 
schuldigen  gehorsamb  laisten,  im  widrigen  hett  er,  pfarrer,  im 
bevelch,  die  ungchnrsamhcn  der  n.-ti.  regiemng  namhafft  m 
machen  und  dass  sie  als  stratünässig  worden  nach  OrAtz  zitiert 
werden.  Auf  solche  intimation  zweifelt  ich  nit,  es  wurden  sieh 
irer  gar  viel  einstellen,  damit  sie  der  erscheinung  nach  Qrfttz 
überhebt  wurden.  Wann  nun  andere  in  irer  halsstarrigkait  ver- 
hiirrten,  war  rhatsam.  duss  solche  der  a.-ü.  regiemng  durch 
die  pfarrer  benennet  nnd  darauf  nach  Grätz  citiert  nnd  durch 
die  regimentsrhttt  stark  ermahnet  oder  auch  zu  underweisnng 
aue  den  Patrihts  Societatis  Jesu  oder  zue  den  Franciskanem 
oder  zum  stadtpfarrer  geschickt  wurden.  Welche  über  das 
alles  nit  wollten  katholisch  sein,  dass  man  sie  aas  dem  landt 
schaffte,  wie  mit  anderen  beschehen.  Dieser  modus  wird  meines 
erachtens  auch  darumb  nit  zua  improbirn  sein,  weil  es  auch  also 
bty   der  lUblichen  regierang  zne  Insprugg  also  gehalten  wird. 

Desgleichen  wer  rhatitamb,  da-ts  in  gimili  dem  pfarrer  zu 
Oamblits  wegen  der  barger  za  Ehren  haasen,  item  dem 
pfarrer  zu  Pirckfeldt,  desgleichen  den  Admontischen  vicarien, 


1 1 

I 


43P 


dem  TiCAri  zu  St.  Michael  bei  Knisersperg,  dem  vicari  zu 
Mnnttern,  dem  vioari  za  Kheilwaiip,  dem  vieari  in  Waldt 
nod  dem  vieari  zu  Gaissern  zuegesehriben  wurde,  und  weil 
in  bemelton  pfarren  durcb  das  Cainmerthal  gar  viel 
Luttrische  leut  sein,  so  noch  viel  verbotne  buecher  baben, 
daraus  singen  und  predigen,  wer  es  gar  guet,  dass  berr  abt 
von  Admont  auf  solchen  »einen  pfarren  für  sich  selber  oder 
an  seiner  statt  durch  ain  ander  taagenliche  personn  den  er- 
inelten  seinen  viearicn  in  reformierung  und  bekßbrung  des  voIks 
ain  beystandt  tbKtt. 

Desgleichen  wer  rbatBamb,  daRK  in  aimili  dem  probst  zue 
ßottenman  sowol  wegen  der  statt  Rottenman  als  seiner  pfarren 
Liezen  und  Lassing  zuegeschrleben  wurd. 

Verners,  sein  schier  auf  allen  schlös-<iern  Lutherische 
pfleger,  welche  oft  in  der  reÜgion  erger  sein  als  ire  herrn 
selber  und  plagen  die  catholische  pauren  auf  vilerLay  weeg,  wie 
sie  khienden  and  mOgon. 

In  Bonderhait  ist  ain  echreiber  im  schloss  Neahauss 
underderPirclcb,  Samuel  genandt,  so  sieh  Air  seines  herrn  pre- 
dicantcn  ansgibt.  Der  bat  die  pauerscliad't  auf  die  Ungeritsche 
rebellion  mit  fUrgebcn,  es  werd  alles  widerumb  Lutherisch 
werden,  dennassen  aufjrewiglet  und  sie  im  schloss  zue  seiner 
predigt  sonntäglich  geziglet,  dass  der  pfarrer  zu  der  Pirckb 
und  zu  Irning  dis  iar  viel  weniger  communicantcn  als  die 
vorige  iar  gehabt  haben. 

Desgleichen  pHegt  der  Wurmbrandt  bey  Gräfe n d orf  nit 
weit  von  Hardberg  seine  untertbanen  auf  villerlay  weiss  vom 
gottesdienst  abzuhalten,  verbeultet  inen  das  kyrchengehen  und 
wil  kurzumb  mit  bedronng  der  schleg  und  keuchen,  eie  sollen 
nit  auf  catholisch  beichten  und  communiciern,  sondern  das  sa- 
crament  auf  der  Poplin  schluss  sue  Nuuhausa  von  dem 
predicanten  empfachen,  wie  solches  anatierlich  der  pfarrer  zue 
Ilardberg,  da  man  es  begeret,  berichten  wirdt. 

Da  nun  diese  wenig  orth  völlig  und  recht  sollen  reformiert 
werden,  ist  nit  zu  zweiflen,  es  werden  weder  K  F.  D*  noch 
derselben  rilth  mit  dergleichen  eachen  forthin  nit  viel  behel- 
liget werden.  ^   ^    j^, 

demUetigister  caplan 
Martin,  biachof  zue  Segga,  m.  p. 


iM 


440 


In  Sortv!  ,Aaf  Ai*  r^ening  xa  ^«b^n;  die  wi«rdet  >n  hierin  ver- 
mell«n  orlt«n,  ws  ri  der  rcforuixtion  von  nutten,  ein  g^leichmliasipen  ptodum 
nnd  eomrolulon,  «■•  wie  an  andern  oiilen  tiMcheclien,  eq  veroidnon  wissen, 
dunit  veroiUU  derselben  die  nocli  tmcalhuliiulien  burf>er  auf  den  rechten 
wep  ^bracht  werden-  Bo  vi)  aber  den  brubitcn  >ii  RuttvnmaD,  dm  Wnrrab- 
pruidt  und  Sunueleo,  iclireibern  im  kIiIo«  Neubatwi.  belangi,  wOtleQ 
I.  F.  D*  der  n.-O.  re^erao;  farderlicheo  bertcbt,  nth  and  guettbcdoDkeo 
hierüber  «rwarten.  Dtertima  S"  domint  archldtuit  8.  Jali  onuo  1607. 
A.  von  Krib«ni|th.' 

,fia4  uaA  dls  natturfft  An  hierin  vermelte  pfarrer  far^eschla^er 
nasMD  anasufertl^en,  we^en  des  Wurmprants  aber  dem  pfarrer  an  H&rdber]g 
und  wegen  des  Samticlen,  Schreibers,  dem  Oeorgva  Mayr  nmb  aeinon  bericht 
und  ^«ttachUn  auextucbreiben.    11.  Juli   I&U7.     W.  Elia1t«uliaus«r.' 

Ex  officio:  .Wa^q  Warmpraudts  oad  Kbr«lben  lit  die  Doicorflt  b«nit 
anjfefertigt  worden.* 

1724. 

J>ic  Kraincr  Stände  lescUießen  eine  Intereession  an  die  F.  jy 

darüber,  daß  die  Bdigionsrcformationshommissüre  hei  der  Aus- 

sehaffung  der  landschaßUchen  Offieiere  ihre  limites  überschreiten. 

Laibach,  im  großen  Ausschttsse  1607  Juli  10. 

(L.-V..ppot,  Nr.  8) 


1725. 

Ferdinand  II.  an  den  Ffarrer  von  Hartberg:  Mit  Befremdung 
höre  er,  daß  sieh  der  Wurmbrand  bei  Grafendorf  in  der  Nähe 
twi  Hartberg  untasteht,  seine  Untertanen  vom  kath(Aischen 
Gottesdienste  abzuhalten,  itnd  sie  nötigt,  tum  Prädikantc?»  der 
Frau  Poplin  nach  Xeuhaus  su  gehen.  Befehl,  ehestens  Bericht 
iH  erstatirn.    Qrax,  1607  JiUi  11. 

(Kons.,  ebenda.) 

Iit  di«  Aulwort  auf  den  betreffenden  Teil  de«  Briefas  Bischof  Uartini 
(siafae  oben). 

1726. 

Ferdinand  II.  an  Dominik,  Propst  und  Erepriester  rti  St.  Andre, 
und  Jitsef  Uamer.  Pfarrer  *i*  Wolfsberg:  nimmt  ihr  BericlU- 
s^reiben  vom  24.  Juni  über  die  laut  Dekret  vom  20.  November 
1604  vorntnehmende  Beformation  des  Adels,  Bürger-  und  Sattem- 
staiidf's  im  lAiravttale  rwr  Knmtym  utid  befiehlt,  jene  Obrigkeiten 
und  iMndleuic,  unter  denen  sieh  Unkatliolische  befinden  oder  wo 


1737. 


sich  fwlehii  wieder  in«  Lami  schleichen,  sh  Bilieren,  die  Unkatho- 
lischen .n*  reformieren  oder  ousMUfceiaeH.    Grat,  IdOT  Juli  11. 

^^^m  (Konx  .  SUttli.-Arcbiv  Qru.   Gem.  Kop.) 

I  FcrditHtHd  II.  a»  Franx  Galt:  da  er  laut  ßericJU  des  Kammcr- 

■  prokurators  Dr.  Christoph   PraUingcr  einem  selUischen   Prädi- 

kanten  jsu  Rain  (Bann)  sei»  Wesen  treUten  lassr,  hefehle  er,  die 

verwirkte  Strafe  der  15  Mark  Gdd  tu  sohle»  oder  der  Regierung 

hierüber  Berieht  lukmnmen  bh  lassen.    Öras,  1607  Juli  17. 

(KoDK-,  SUttli.' Archiv  Gmsii.    Grm.  Kop.) 


1728. 

Der  JPfarrer  Erhard  Tettkh  in  Eisenerz  ist  am  5.  JiiU  1007, 
gWiaäien  10—11  Uhr  mittags,  l/rrim  Essph  am  Schliiffflusse  ge- 
storben. In  seinem  am  12.  Mai  verfaßeti  Testamente  verfügi 
er  im  ersten  Punkte,  ,(?(iss  einitje  hiicher,  die  man  hei  ihm  finde 
und  der  kaOiolischen  re/w?«/»  mt  anhcn^iff',  von  einem  verstiinditfeti 
Manne  ausgesucht  und  ohne  alle  Verschonunff  verbrannt  tverden. 
(SUtLh-ArcbiT  Gras.) 

Er  bisterlSßt  drei  Tttchter,  .Obwohl  —  schreibt  er  —  meine  Kimdar 
ehplicb  geboren,  ich  mit  tnetner  ElisAbcth  in  tlem  Pfarrhufa  JKriag  uctor 
dem  fr&Iatan  vod  Ailmont  ilnrch  meine»  Kaplan  Hlasicn  ^larAJtcli  kopuliort 
worden,  habt  ich  aum  falle  dvr  Not  «ine  Legitimation  mb  lil.  C  geworben. . .  .* 


I 


1729. 

Outachten,  daß  die  Witiee  Ursula  Söllin,  da  sie  in  Religiona- 
Sachen  halsstarrig  und  hartnäckig  ist,  mit  ihrer  ßitte^  leitlebens 
im  Lande  su  bleiben,   ahgemeseti  werde.     (Grax)  1007  Juli  18. 

(Zt>enda,  Gutachten.) 

,Wio  ich  —  hcliCt  n  in  ilimr  Supplik  —  mein  Hammerwerk  denen 
von  Rottenmanii,  meinen  Huf  der  Frau  KQdin  mit  ^nQatii  Vnrlnistß  und 
Schadeu  verkauft,  deu  10.  l'feiLuij;  geEshlt,  dann  auÜer  Laiul  g<?xrig^n,  liabn 
ich  die  KanJauiume  ulcbt  tiekommen.  Nun  tat  di«  Rildin  g«4torbeii,  die 
Erben  laben  kein  Geld,  dei  Hot  ist  abgewirtachaftot  and  soll  KurOokgcfcben 
werden,  ßie  bittet  in  Anbetracht  di^r  Vcrdlenit«  ihres  verstorbenen  OattDO 
iim  Gnade.* 


1730. 

RelaticH  (fcs  Landprofoßen  vmx  Steiermark,  uantm  er  den  Johann 

Sinwnitsch,  den  der  hiesige  Nuntius  gefänglich  einstieiehcH  befahl, 

mcht  anhergchracfit.    (Grae)  1607  JnU  19. 

(RhtnAn.) 

1)|^T  KunttUN  hitt«  hoi  der  F.  1>'  anffehracht,  A*Q  atr-h  Jnhftnn  Simo- 
nitac^h  iinbfftigt«rwpi*P  die  Snrlmrj^e  aiiniaß''  und  ilahcr  ztilmnilnn  ^«•bracht 
mirl  aiihp-rgofnhrt  werden  Rolln.  I>t>r  ProfoU  \\Allf.  lirn  riitxpntu]ieii<loti  Auf- 
trj>ig  nrli&lten,  «ber  »ur  die  Knctiin  und  nwi  Kiiidßr  g(tfiiu>df>n,  denn  Simo- 
uitach  halte  sich  auf  dn  Dana  Gebiet  geÜUchlel,  wohin  der  Profoß  nicht 
folgen  noUte.  Es  iat  nun  dem  Bau  eh  schreiben,  daß  Sinionitftch  aaige- 
liefert  word«. 

1731. 

Bischof  Martin  von  Scckaa  an  Ferdinand  IL:  bittet,  etliche 
Gcneralpatenic  an  geistliche  und  weltliche  Laudieute,  so  Land- 
gerichte haht'u,  SU  erlassen^  damit  die  von  den  Priest^n  ge- 
haltenen Konkuhifieji  aus  diesen  Landgerichten  ausgeschabt  tccrden. 

1607  August  16. 

(Orig.,  8tatth.'ArchW  Orxa,  GnUchten.) 

1732. 

Befehl  der  niederösterreichischen  Regierung  an  die  von  Leohen: 
%cer  den  10.  Pfennig  eingenommen  und  icie  viel  eingegangen. 
,C!on8uItnm:  teeüen  die  von  Leoben  nichts  eingenomben,  aw^ 
ausso'  einer  person  niemand  alhie  loegsogen,  soll  herr  ameald 
deshalb  befragt  werden.'    I(i07  August  17. 

(RAUprot.  Leoben  IfiOT,  fol.  63^) 


1733. 

Gutachten  der  innerosterreichiscJien  Ticgierung,  daß  auf  der 
Krainer  Landschaft  Iniersession  hin  ihren  Offizieren  Melchior 
Pantaleon  und  seinem  Sohne,  Paul  Wassermann  und  Gregor 
Tauferer  stt  ihrer  Bekehrung  oder  Riiumung  des  Landes  uttd 
Zahlung  des  10.  Pfennigs  ein  Termin  bis  Ende  des  Jahres  jff- 
g^eu  werde.    Graz,  1607  August  17. 

(Kop^  auttb.-ArchiT  Or»,  OnUchten,) 


» 


JiescbieardiiSfJirifi  der  Kraituir  Laitdseliafl  wider  die  lieliijiAits- 
reformatiotiskommissäre,  »amentliek  den  Bischof  von  Laihach : 
Ablehnung  und  Widerltnjung  der  von  diesem  widrr  die.  Herren 
und  Ritter  vorgebrachten  Beschwerden  und  Ankläffen.  Laibach, 
1607  August  28. 

(Lirgt  in  Mnoin   Kooxeptc  vom  iV.  Auj^uit.  in  xwoi  Koiiiept«n  Ton  B.  !)«• 
XAaib«r  iiTitl  einer  iin<l»ti*rtpii  Gnpi«  im  L.-A.  KrAin.) 

Durchleuchtigister  .  .  .  Obwolr  in  beatuUunp  und  anord- 
nang  liail»auiber  bealttndiger  re^ment  fUrnemblich  achtung  zu« 
^eben,  damit  in  anrichtun^  aines  da:»  ander  nit  zerstiSrt  noch 
daa  nützliuhe  darch  das  schädliche  corrnmpirt  oder  gur  znm 
nnter^ang  gerichtet  werde,  inmassen  dann  die  von  K.  F.  D'  .  .  . 
aogerichte  rcligionsrefüi-mation  .  .  .  auch  nit  dahin  pcemoint 
noch  anpesechen,  das  andere  daneben  wolbestölte  .  .  .  poli- 
tische gesatz,  Ordnungen,  recht,  gewohnhatt  nnd  freyhäiten,  mit 
welchen  die  ganze  menschliche  societet  regirt,  auch  alle  com- 
mercia,  gewerb  und  handthierungen  zne  anfn'fmb-  und  fort- 
pflanzung  weltlicher  wolfalirt  erhalten  werden,  damit  nnd  fU- 
darch  confandirt,  verwirrt  oder  gar  zertrimmert  and  anfge- 
haben  werden  sollen,  niiessen  doch  E.  K.  F.  I)^  .  .  .  gehor- 
same landtschaft  in  Crain  vornemblicb  aber  wir  von  der  ritter- 
Bchaft  mit  hi^chster  beschwerde  .  .  .  erfahren,  wasmassen  E.  F.  D' 
geordnete  h.  roligiongrpforinationsrommisRarien  in  Oaln,  für- 
nemblich  aber  Iicrr  bischove  ane  Laybach  ala  principal  die 
liiHite»  ihrer  .  .  .  commission  zn  überschreiten  .  .  .  etwas  gar 
zne  weit  xue  extendieren,  unter  dem  schein  angezogner  re- 
ligionsreforraation  5i<>h  gar  in  das  weltliche  zue  mischen,  in 
demselben  soinGs  gciiallens  ;;nc  disponiren  und  ime  dadurch 
ein  sonderbare  prerogativ  nnd  ftlratlichen  gwalt  zue  suechen, 
entgegen  ein  ganze  land!*Ph;ift,  ftlrnemMieh  aber  den  adl  oder 
ritterütandt  unterzuedrncktn,  bey  E.  F.  D'  r.u  Verdienern,  vcr- 
basBt  zae  machen  and  seinen  eingebildten  weltiiclien  princi- 
patum  darundtcr  anznerichten  und  zue  erhöben  unterstehe. 

E.  F.  D'  wirdet  ohnentfallen  sein,  was  dei"08elbcn  lierr 
bischove  noch  im  October  oder  November  verwichnen  1604. 
iars  *   als  wir  berichtet   worden,  fUr  ein  .  .  .  ehrnrUerigcs  be- 


*  Kehe  die  EiiiexUe  KrOna  vuia  S4.  Oklobir  I6U4. 


444 


I 


ricbtdcbreibcn  oder  Wloichr  fainosscbrifift  ans  nnd  denen 
ständen  ohsbeimest,  fibergeben,  in  welcher  er  anter  dem  schein 
dem  Ton  ttOtt  und  mHrkten  (wülcbe  ibne  docb  nichtes  angebn, 
anch  seiner  Jurisdiction  nit  unterworfen  sein)  E.  F.  D'  ron 
wegen  der  dsmals  iingcrichten  .  .  .  und  pabücirten  aber  .  .  . 
wideruinben  bochvernunftig  abrogirten  pollcevordnnng,  fhr- 
nembticb  wegen  des  gcybandls,  item  wegen  des  vie ehret kaofa 
oder  viecbtriebs  ausser  landt,  dann  wie  es  mit  der  cxecation 
wider  gedachte  von  stOtt  und  markten  ihrer  dnrch  ohnacbtsam- 
und  nacblttssigkeit  anwacbsunden  Bteyr,  wochenpfenning  ond 
anderer  gemeinen  anlagen  ansstände  gehalten,  riertens  wie 
bey  denen  gewohnlichen  laudtlLgen,  aasschUssen  und  andern  ge- 
meiner landtBchat't  zaesambenknnfTten  die  vota  deren  von  stött 
und  mflrkten,  darunter  er  allen  pöfel  ohne  respect  und  unter- 
schaid  mit  nnterznemischen  and  hinzuczaezicben  vermeint,  col- 
ligirt  und  in  das  protocoU  rerxaicLnet,  and  dann  zum  letzten, 
wie  und  wa^estalt  E.  E.  L.  verordneten  ambtstOllen  creötzt 
werden  sollen,  nit  allain  mit  vilen  obngereimbten  und  zne  dess 
gemeinen  weesens  wolfalirt  aufncmbung  ganz  sehSdlichen  nadi- 
tliailigcn  d<^ductionen  kuo  persnacUren,  sondern  ein  ganze,  er- 
same,  gctrcyc,  gebursnmiste,  ycderzelt  mit  gottes  gn.  beystandt 
erbar-  und  aufrcclit  erfundene  landscliaft  olmverBchuldtcr  und 
in  alle  ewigkeit  ohndarbringlicber  saehen  rriminis  laane  maie- 
$tati$  baimhiieb  und  feindtsftliger  weis  za  insimnliren,  ja  etlich 
bcrrn  and  tandleit  in  singulari,  als  die  graven  von  Tarn,  die 
herrn  von  Auerspcrg,  die  berrn  Khissl  und  andere  mit  allerley 
obngebürlicben  ehrnverscbimpflichcn  anfügen  au  deferlron  und 
Tcrbasst  buc  machen,  sich  wenigist  gescheucht,  alles  dahin  an- 
gesochen.  damit  er  sich,  als  wann  er  das  einiidie  yii£rrum  wftre, 
darauf  die  gemeine  ganze  wolfabrt  berahe  nnd  alles  an  ihnie 
allein  dependire,  fovirt  und  erhalten  werde,  fiirlirechen  and 
erhoben  niOchte. 

Wie  wir  aber  ainichen  eß'ectum.  was  bey  E.  V.  D*  er, 
herr  biachove,  mit  solcher  seiner  famosechrift,  welche  an  ir 
aelbs  nichtig,  bflsaig,  ohne  gmndt,  damals  ausgorichtct,  bishero 
nit  gespUcrt,  betten  wir  uns  docb  kein  grCsscre  gnad  winschcn 
wollen,  als  das  sy  uns  zue  unserer  gegrindten  Verantwortung 
snekomben '  und  E.  F.  D*  sodann  in  sacbon  richtet  sein  sollen, 

I  Ein  auf  ilituui  8vit«  unffreklfibtor  Zotlnl  aagt:  ,l>i)iff  AchriTt  ii(l««r  RuliriOten 
neinea    Drae)it«tu  aeia    uicht   sbergaben    irunlnn,    weit    disMlbeo    durch 


4lfi 


I 


da  uns  dann  geh.  nit  zireiTelt,  sich  das  offenlmro  gögenspil  in 
graudt  b«funden  haben  and  herr  bischove  neben  wolverdientem 
starken  verweis  den  klirzeni  ziehen  iniessen,  entfitigen  E.  E.  L. 
und  der  rittersUndt  bey  ihrem  oft  and  vitmals  rödlich  nnd 
mannlich  erlangtem  rhuemb  wirdig  erfanden  nnd  den  sig  der 
ehren,   wahrhait   und    bstandhafftigkett  errairht  hal>en  wnorde. 

Dann  eratlichen,  das  rürgeben  wirdet,  die  graven  von 
Tum  als  vor  tarn  gowestn  landisobrigheit  solton  aas  einem  ver- 
meinten ihrer  nnd  anderer  lundleit  unterthancn  schaden  denen 
von  stött  nnd  mKrkten  wegen  des  gejhandels  ubstüllang  ainichen 
Torsehnb  nit  geben,  vil  weniger  die  in  sachen  von  ihnen  durch 
1.  f.  bevelch  abgevorderte  lierit^bt  ihnen  und  ervolgen  lassen 
wollen,  wirdet  sich,  ob  gott  will,  dises  nit  beiluden,  weil  e  con- 
trario wissandt  nnd  darthuenlich^  das  sy,  herm  graven,  was 
ihnen  ambts  und  ihrer  personcn  halber  Eue  thucn  gebllrt,  an 
ihnen  yenials  ntchtes  haben  erwinden  lassen,  sondern  jederzeit 
getroy  nnd  aufrecht  sein  erfunden  worden,  inmassen  dann  der- 
selben erben  and  nacHkümblinge  die  yetzigen  noch  im  leben 
wesandcn  graven  von  Turn  zue  röttung  ilirer  lieben  eitern  er- 
barlich  verdienten  lobs  and  ehren  dergleichen  iiizicht  der  not- 
tarfft  nach  zae  widersprechen,  ohn  Kwoivcl  ohngcantet  nit  lassen 
werden. 

Oleichcrmasscn  wirdet  auch  herr  UOrwarth  freyherr  von 
Aaersperg  als  landtmarschalch  in  Crain  in  angezogner  schrifll 
angeben,  das  er  als  der  A.  Confessio nisten  dependent  in  samb- 
lung  der  stände,  wählen,  bey  den  gewöhnlichen  landtilgen  and 
andern  des  gemeinen  wesens  anlangunden  zaesamben kauften, 
denen  von  sttitt  and  m&rkten  abgesandten  wenig  gehOr  geben, 
noch  derselben  stimmen  pi-otocolHrt  werden,  sondern  oftmals 
mit  der  wenigem  wähl  und  tc(i«  den  ausspnich  tbuen  nnd 
Bcbliessen,  ja  die  von  st&tt  and  markten  als  naamehr  refor- 
mirte  gaete  catholische  gUntzlich  excludircn  und  gleichsam  für 
keine  mitglicder  als  zue  derselben  zeit,  da  sy  noch  Latrisch 
gewesen,  erkennen  solle,  wttlches  dann  ein  merklicher  vorti  zu 
allen  l&stigen  anschlagen,  auch  ein  pnr  lautere  Unterdrückung 
der  catholischen  eeie,  damit  die  der  A.  C.  zuegethane  mit  ihren 
tfoH»  die  andern  Überstimmen  nnd  also  ihr  dem  ganzen  landt 

itt  b«rrn  biscboffen  lettt  oder  darch  ime  Mlbct  vorlegt  Min  worden  und 
er  nocb  k«Titi|r««  tMg»  tnWtche  von  mtrr  hib^n  will,  so  ich  doch  Ime 
die«elben  tot  swejr  oder  dr«jr  iarcn  aufsein  br^m  wideramb  laegeatelt.' 


446 


DDcl  allgäuioiiicn  weeaen  oftmals  hocbsehödlichistes  fllrnemben 
amb  so  vil  bequemer  and  bösscr  in  den  effectum  gerichtet 
werden  mUgc,  niit  melirerem  ötc. 

Wie  aber  diaes  und  dergleichen  feindtsäHge  angebongen 
ein  gar  atlzuo  wiasuntlicher  falsch  nnd  ohngmndt,  dem  alle 
Tei&amblete  geiat-  und  weltliche  sUlndc  gemeiner  landschafl 
allemal  für  allzeit  bät^ndig  und  einhiiilig  widerBprccben,  ja  die 
landtagsprofäcotfa  deme  selbs  gar  clärUch  reclämiren,  alio 
wollen  wir  es  dem  herrn  biachoven,  aas  wülchcm  grundt  er 
solche  fridhAssige  ifimul(t)aUs  erdacht  und  hergeiiumben  hat, 
aelbs  mit  mehrerm  zue  erwegen  haimbgcsetzt  haben.  Bishero 
ist  dergleichen  effect  der  durch  ihne  angezognen  lustigen  an- 
schlOg  uud  der  catliolischen  Unterdrückung  .  .  .  nit  vermörkt 
noch  gespürt  worden,  verhoffantüch  aach  ins  künftig  nit  be- 
scbehen  solle.  Dises  aber  ist  im  widrigen  offenbar  and  dar- 
thaenlicb,  das  herr  bischove  nit  allein  sein  eigen  }iotum, 
welches  man  ihme  zwar  nit  widerspricht,  sondern  unter  dem- 
selben auch  die  andern  praclaten  and  geistlichen,  wülche  ihre 
sonderbare  aigne  authoiitet  zu  votiren  haben,  ja  gar  deren  tod 
stOit  und  markten,  darzue  er  die  gemein  und  alle  geschlechte 
aioföltige  handwerclisleit  in  grosser  anzal  aufs  landbaos,  wölches 
)>isherf>  in  keinem  land  pructicirt  wordt^n,  ziehen  unil  auf  sein 
einich,  als  aller  geistlichen  auch  deren  von  stütt  und  m&rkten 
tsoinm,  wie  ohngereimht  dasselbe  ist,  und  ob  dise  schon  für 
sich  selbä  mit  ihme  nit  correspondiren,  sondern  anderer  mainung 
sein,  gcächlusMcn  haben  will  und  weilen  herr  landmarschalch 
solches  zue  tbuen  bey  sich  nicht  befinden  kan,  erdiciit  dem- 
nach herr  bischovu  über  ihne  solche  feindtaalige  cafuninüu, 
daren,  weil  sy  nit  erwifien  werden  können,  gar  nit  zue  ge- 
dimken,  ihme  vU  rhuerablichcr  wiire. 

Belangundt,  das  wcJlundl  lierm  Oeorgen  Kbissl  freyherru 
■lügen  als  gewesten  landsverweser  in  Crain,  die  arsa<üi,  das 
nntOT  der  F.  D'  crzhürzogen  Maximiliani  zue  Österreich  diser 
dreien  erblanden  gubcrnamenta  wegen  des  vom  herm  grave 
Sigmund ten  von  Turn  getUnglich  angenombenen  Lntriflcheo 
Andreeo  Alcxandrins  gehaltenen  Crainerischen  landUgsverhin- 
derung  aaegemeesen  werden  will,  stttllen  vir  gar  in  keinen 
Zweifel,  da  der  gaete  fromb  herr  noch  im  leben  sein  solte,  er 
sich  solcher  boschuldigang  mit  gactcm  gruiidt  entschutteo 
waerde  mOcen,  wie  wir  and  eine  ganze  £.  L.  ime  dann  noch 


447 


I 


derzeit  solch  gezeUgnus  geben  kUnneu,  das  ibnie  hierdarch  nit 
wenif  gwalt  and  ohnreclit  bcächehen  seie.  Uud  ist  sich  swar 
an  dem  berrn  bischove  so  vil  nlt  zue  verwandern,  das  er  in 
vermeldter  scbrifi  yetztgenantc  Undleut  in  aingulari  mit  solchem 
ohngrondt  angeben  dürfen,  dieweiln  er  ein  ganze  E.  .  .  .  L. 
crtmiuiM  lae*a4  maiestatis  zue  bescholden  uit  gescheacbt  hat, 
wie  aber  wolernendtc  L.  sich  dcsaelben  gautz  uhuschuldig  wais, 
ihro  aach  von  ainichem  R.  kaiser,  kOnig  oder  erzhOrzo^en  von 
Österreich  .  .  .  solchea  niemals  imputirt  worden,  wie  sy  dann 
dergleichen  in  alle  ewigkeit  ohnauslüschlicbe  schandthat  zae 
begebn  ond  ihrer  lieben  posteritet  ein  solchen  Ubln  nachelang 
sne  verlassen  in  ihrem  gemtlet  und  herzen  niemals  gedacht 
darror  ay  gutt  ewig  behüeten  wüUe,  noch  derzeit  nit  gedenken, 
soodern  ehuudter  alles  eusseriste  an  gnet  and  bluet  aaszuestehn 
nnd  zne  erleiden  als  sich  wider  ihren  gn.  herrti  ond  Inndts- 
ftirsten  verlflbter  trey  und  gehorsambs  vergessen,  dergleichen 
anzaemassen,  weniger  mit  elnichem  ohngebuerÜchen  wi^rtlein 
hören  zue  lassoo  entschlossen  and  beraith  sein. 

Wann  aber  dem  herru  biscboven  nit  nmh  das  zue  thuen, 
wie  er  diejenigen  in  angezogner  seiner  famosschrifV  hinc  i»de 
8OW0I  wider  die  ganze  L.  in  genere  nU  etliche  herm  nnd  land- 
leat  t»  »pecie  bänftig  spargine  ganz  ehrnrerlötzliche  anzüg  be- 
weisen .  .  .  sondern  vil  mehr  wie  er  die  landlcit  vcrhasst  machen, 
sieb  denselben  vorziehen  und  sein  principatum  weiter  Toll- 
Btrücken  mUge,  also  unterstehet  er  sich  auch  (ohngeachtet 
K.  F.  Ü'  ime  und  seinem  mitcommiMario  auf  die  vor  disem 
einkomhene  hoche  beschwor ungen  ganz  ernstlich  aulerli5gt,  in 
verrichiung  seiner  reformatianscommiaaion  solche  moderation 
und  bechaidenhait  £ue  gebrauchen,  damit  wider  diser  E.  £.  L. 
l'reyhaiten,  recht  und  gewohnhaiten  nichtes  gebandlet  werde), 
H  unter  dem  «cbein  der  religio nsreforniation  nichtes  weniger  in  das 
weltliche  recht  and  gar  in  die  landschrannen  zue  greiffen  seines 
gefallens,  was  man  daselbs  im  lands-  und  liofrecht  handln, 
richten  und  urthaiien;  wem  man  das  recht  ervolgen  lassen  und 
im  widrigen  versagen  solle,  wissuntlicher  landsfreihait  und  denen 

Igescliribeneii  kaiserHchen  rechten,  Satzung-  und  Ordnungen  gar 
xuewider  durch  ernstliche  sehr  geschärpfte  schimptliche  decreta, 
wie  die  buylag  A  solches  cllirllchen  ausweist,  nit  allain  zne  dis- 
ponircn,  zue  mandiern,  das  weltlich  mit  dem  geistlichen  aines 
mit  dem   andern   xue    veu-mi&cben,   sondern  gar  auf  die  aigeii 


I 
I 


^ 


ibl 


liumbiieheu  lamlmaiiriegLluter  ziie  greiffen,  dieselben  dem  recht- 
mässigen poäBesgori  wider  alles  recht  ans  seiner  mit  rödliclicm 
erbarn  titul,  dariber  erlangten,  anch  weit  über  die  Undtsgewöhr 
rliuebig  crbaltencn  possesa  auf  eines  geschlechten  einfaltigen 
baaern  und  sonsten  Uderlichen  menschen  Ublerwogne  und  ohn- 
gegrindte  nicLligo  aussag  de  facto  zuq  entziehen,  der  refor- 
mntion  unterwirfig  zuo  machen,  ein  aigne  gcrtchtsiu stanz  über 
dieselbe  anzuerichten,  ea;  proprio  affectu  daribcr  zue  arthailen 
und  daneben  bey  der  landt^ch rannen  deren  Jurisdiction  und 
rcchtförtigung  dergleichen  ai^enthumblichc  landtmannsgaeter 
Ton  alters  hero  immediate  unterworfen  sein,  alle  weitere  ge- 
richtliche handlung  gHnzÜch  ab-  und  cinzustUlloD,  ja  gar  denen 
gemeiner  L.  geschwornen  and  Ixjsoldtcn  procnratoribu$,  was 
ey  vor  gericht  handln,  thuen  oder  lassen  sollen,  zae  verbieten, 
mass  und  ordnnng  fUrzncschreibenj  wie  er  dann  ohnlangst  unter 
prosequirter  seiner  religionsreformation  alle  proeuratores  für  sieb 
in  das  bistumb  ervordert  und  ohngeacht  dieselben  der  cath. 
rcligion  zuegethan  nnd  der  reformation  deswegen  cxempt, 
nichtesweniger  allcriay  »eltzame  gehaimbe  Sachen  wider  die 
landlcit,  deren  man  iu  cwigkcit  nie  gedacht,  sy,  procurator«*, 
auch  derselben  einicbe  Wissenschaft  nit  gehabt,  ohngebtlrl icher 
weis  zu  inqniriren,  auch  daneben,  welcher  parteyen  luuidlnngeo 
sy  vor  gericht  fUrbringen,  und  das  sy  wider  die  geistlichen  im 
rechten  nit  procedircn,  weniger  ainicher  handlang  und  Sachen, 
wOlrhe  quocunque  modo  unter  die  reformation  gezogen  worden, 
sich  annemben  sollen,  durch  ernstliche  gebott  nnd  rommina 
tione$  anznbevelchen  angemast. 

Damit  aber  solche  selbe  anmassande  anthoritet  nit  nar 
etlichen  wenigen  sondern  yedermenniglichen  kundt  und  o£Feu- 
bar  werde,  hat  sich  erst  neylich  dises  znegetragen:  Jacob 
Schreiber,  bstandtinhaher  der  herrschaft  ClingcnfOls,  hat 
Teracbiner  zeit  herrn  Philippen,  gewesten  abbten  zu  Vittring 
säligen,  and  N.  dem  ganzen  convent  daselbs  zue  desselben 
gotteshaus  sonderer  ohnentbOrlicIier  nottuHTl  ain  summa  gelts 
dargolihen,  da  entgögen  gedachter  abbte  nnd  das  convent  Uime, 
Sclirtiiber,  ainen  der  pfarr  ^ei er  gehörigen  traidtzechandt  der- 
stalt  versützt.  das  sicli  jlirlichen  an  der  satz^umnut  ein  be- 
nandtes  abdienen  und  also  der  rerpfcndte  zechnndt  in  etlich 
wenig  iaren  sich  sellis  ablodigen  nnd  dem  gottshans  widerombeo 
frey  haimbfatlen  solle.     Settemalen  aber  der  yetzige  abbte  zae 


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I 
I 


I 


Vittriog  licrr  Gcor^  auf  seines  vicarii  daaelbs  zu  Zeyer  herrn 
Qcorgon  Vcllnn  ootergclofne  anwiglang  aas  seines  praede- 
e9S$oris  gedachtes  herrn  Philippen  säl.  verschrcibung  gantxeu 
and  ohncrwartet  der  bedingten  sat2iarendung  durch  E.  F.  D* 
geordnete  herrn  rcformationscommiasarien  berürten  zechundt 
unter  dem  schein  der  reÜgiünsreformation  einziehen  lassen,  hat 
Schreiber^  wülchcr  ein  catholisciic  pcrson,  nichtea  anders  ge- 
betten,  dann  weil  imc  der  zechundt  ror  endang  der  satziar 
entzogen  worden  seic,  das  herr  abbte  demnach  ime  den  Über- 
rest der  satznonma  g^gen  abzug  des  in  crafft  verschreibung 
eingenombenen  genusses  und  zueruckempfachung  der  geför- 
tigten  SAtzverüchreibung  niderlügen  und  bezalen  wolle.  Als  er 
aber  auf  sein  billich  begern  eines  noch  kheinea  erlangen  mUgcn, 
sondern  solcher  seiner  liquidirten  bekandtÜchen  anrorderong 
w^en,  welche  sich  nnsers  bedunkens  in  allem  nit  auf  500  gül- 
den Kh.  erstreckt,  im  landt&rechten  zu  Craiu,  dahin  dergleichen 
gchuldtposten  zne  decidiren  ohne  mitl  gehCren,  zue  elagen  ver- 
ursacht worden,  daseibat  auch  sein  rocht  behabbt  und,  wie  ge- 
riclitsgebreuchig,  auf  erlangte  behöbnus  spänen  lassen,  ist  darauf 
herr  bischove  als  principat  neben  seinem  mhcommigsarioj  weichet" 
Bue  melden,  was  herr  bischove  bevilcht  and  will,  es  trcnfe  gleich 
weil  und  wohin  es  wolle,  alles  geschehen  lässt,  zuegefahren, 
hat  an  ä.  Marxentag  dises  iars  die  gespänten  unterthanen  für 
sich  crvordert,  dieselbe  (wie  sy,  unterthanen,  lauter  bekennen) 
in  sein  glQb  genorabon  und  daneben  ihnen  dises  mit  ernst  ein- 
gebunden, das  sy  sich  des  Schreibers  Alrgenombne  spünung 
nicbtes  irren;  noch  in  crafFt  derselben  den  gcbürnnden  gehor- 
satub  laisten,  sondern  wann  er,  Schreiber,  der  weispot  oder 
wer  der  ymmer  seie,  deswegen  kommen  und  den  ansatz  ver- 
richten lassen  wurde,  ay  den  oder  dieselben  mit  prigeln,  stangcn 
und  stainen  nhtreiben  sollen.  Wolehes  gehctt  die  unterthanen, 
wOlchc  sich  sonston  schuldigem  gehorsam  yederzeit  zue  wider- 
setzen vermessen,  vleissig  observirt  und  als  Schreiher  auf  be- 
sebehene  ordenliche  gerichtliche  erkaiitnua  ime  die  gespänteu 
unterthanen  bis  auf  volgundc  bezalung  durch  den  geschworncn 
wcispoten  einantworten  zu  lassen^  zue  einem  di:!rsellicn  untcr- 
tban,  Gregor  Hafner  genannt,  im  dorf  Oberacbweinitz  sesshaft, 
komben,  hat  sich  der  untcrthan  ganz  trutziger  weis  alles  vloiascs 
in  einen  sesscl  gesetzt  und  mit  hüuischcn,  spöttisclion  Worten 
vermeldt,  er  frage  umb  den  ausatz  nichtes,  herr  bischovo  hette 

raatfi.  t].Abl.  Od.  LI.  39 


450 

ihme  nnd  seinen  consortcn  den  gehorsam  zuc  lustcn  vorWien 
und  daneben  sy  mit  stangcn  und  siai'ncn  aW^uweiscii  bevolchen; 
daramben  sy  sich  nur  geschwindt  von  danncn  aus  dem  staub 
machen  sollen.  Interim  ist  ein  anderer  nntcrthan  zum  hcrren 
bischoven  geloffon,  deme  den  verlauf  und  vil  ein  mehrere  als 
lieweislich  angezaigt.  dardurch  lierr  bischove  bcygclOgt  original- 
decrct  B,  den  ^1.  jüngsthin  datirt,  auf  den  Schreiber  abgcbn 
lassen  und  demc  sich  der  gcspttnten  unterthancn  bey  500  d.  in 
goldt  ohnnachlHssticher  pDen  gänzlich  zu  enthalten,  aus  1.  f. 
macht,  wie  die  verba  formalia  lauten,  auferlögt.  Damit  er 
aber  die  unterthanen  in  solchem  ohngehorsamb  und  widcr- 
spännigkait  störke  und  entgegen  die  landsobrigkait  und  im 
Undt  wolgeoi*dneto  gericlit  bey  ihnen  vernichte,  hat  er  es  bey 
angezognem  pöenftllligen  verbott  nit  berhuen  lassen,  sondern 
ist  den  22.  tag  Aagasti  nächsthin  auf  sein  herrschaft  gern 
Gßrtschach  geritten,  bat  vermeldte  gespänte  unterthaDCD 
abermalen  fUr  sich  ervordert,  ihnen  das  ersto  gebot  nit  allain 
gescbärpfl,  sondern  damit  er  sy  wider  die  landtsobrigkeit  umb 
so  vil  mehr  anbßzc,  hat  or  sich  K.  F.  D'  re Präsentanten,  herm 
I.  vcn\*alter,  I.  vizdomb  und  !.  vcrwescr  ontgögcn  gemeine 
ofticir  and  diener  genannt  and  das  deren  gerichtliche  erkannt- 
nussen  allain  vcrmainte  urtl  nnd  erk an n müssen  sein,  wülche 
er,  bischove,  aus  gnaden  aufzuheben  macht  liabe,  wie  der  ein* 
schlnss  C  solches  bezeugt. 

Es  ist  zwar  so  gar  hoch  nit  zue  anten,  was  horr  bischove 
wider  landsfreyhait  und  Üblich  erhaltene  guete  gerichtsord- 
nungen  dem  läbl.  landscbrannengericht,  alda  der  I.  f.  scepter 
huticicte  regiert  wlrdet,  ohnbedachtsaroher  weis  fUr  schödliche 
eingrif  nnd  sehr  nachthailigo  despect  erweisen  thuet,  dieweilen 
li.  F.  U'  als  regierunden  horrn  und  landfUrston  gn.  retolutionet 
und  bevelch  er  in  gar  so  geachlechten  wirden  und  ansechen 
hült,  das  er  noch  darüber  die  bauern  zu  aufmhr  und  rcbellion 
anschifflen  darf. 

£s  hat  sich  begeben,  das  auf  sein,  herrn  biscboven,  ver- 
nnachusg  der  pfarrherr  zu  Lengfelden  herr  Philipp  Mar- 
zina  denen  Lambergerischen  erben  zu  Stain  und  Ält-Gueten- 
berg  ainen  daselbs  zue  Lengfelden  ligunden  traidzehnnt,  wOlehen 
die  alten  herren  von  Lamberg  freyherm  zue  8tain  und  Alt* 
Onetenber^  vor  ohndenklichen  iarn  an  sich  gebracht  und  den* 
selben   noch   im    1560.   tar  mit  andern  von  K.  K.  L.  in  Craiii 


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auf  I.  f.  consens  aas  der  spUnnnng  crkaafftcn  fünf  hUcbnon 
vcnnclirt,  ansprUcliig  geuiacltl  und  die  saehon  per  male  narrntn, 
sncmalen  auf  des  damaln  Reweeton  I.  Verwalters  In  Craiii  lierrn 
Sigmntidten  freyherrn  von  Kj;kli  getliaiieii  nlingleichcn  boriclit, 
soweit  gebracht,  das  donon  La ni berge riscbon  erben  obnver- 
nombner  ihrer  notturfft  der  ganze  aechnndt  de  facto  entzogen 
und  besagtem  pfarrherr  eingeautwurtet  worden. 

Obwoln  E.  F.  D*  auf  gedaclitcr  erben  cinkoinhenon  uud 
mit  gtietem  gniiuU  dedacirten,  auch  mit  vilen  gefertigten  ohn- 
bewJiglichen  briofliclicii  Urkunden  un«]  documenten  erwisencn 
bencht,  »ovU  gn.  wahrgenomben,  d»s  gedachton  Lambcrgc- 
riechen  erben  durcdt  enIziL'hung  des  zet'hunts  etwas  zu  kurz 
bescbechen  and  darauf  über  die  in  Sachen  gu.  rcaolution  dem 
yetzigen  1.  Verwalter  in  Crain  herrn  Wolfen  Paradeiser,  sy, 
die  erben  und  deren  raaotcr  fraucn  Elisabethor  KhaKianerin 
als  des  Lambergischen  guets  vollmächtiger  inhaborin  bcy  dem 
ihrigen  handznehabcn  und  ihnen  von  andern  nichtes  widriges 
zaefUogen  zue  lassen  vom  17.  Augnati  verwichcneti  1606. 
iara  »nh  D  gn.  anbevolchen^  darauf  dann  vom  0.  Seftemhris 
eiimdem  vyrmeldtom  herrn  pfarherru  yetzt  tiöchst  cmcnutcr 
I.  f.  gn.  reaolation  die  gcbUcrundc  intimation  beschcchcn  und 
denen  Lambcr^erischen  erben  durch  einen  gcschworncn  llbcr- 
reiter  den  zechunt  als  ihr  guet  wideromben  einzneant werte n 
anbevolchen  worden,  wie  die  einschtUss  i:'  und  F  solches  be- 
zeugen, ist  nichts  weniger  herr  bißchove  darüber  zuefrefahren, 
hat  oftbesagten  fdarrhcrrn  zu  Lcngevcldcn  flir  sich  gein  Rad- 
manstorf  crvordert  und  deine  alles  crnsts  suh  poena  excommU' 
nicationis  eingebunden,  das  K.  F.  D*  gn.  resolution  er  sich 
nichtes  irren  lassen,  sondern  zuc  menniglichs  nachrichtnng  auf 
üfner  canzl  in  der  kirchen  verkinden  solle :  Zum  fall  der  fraucu 
Khazianerin  oder  Lambergenscbeo  erben  zechnntieit  dabin 
komben  und  den  zechunt  anfzucklanben  sich  unterstehen  waer- 
den,  yedennann  mit  wühr  und  waffen  zuelauflen,  dise  abtreiben 
nnd  wann  sy  sich  widersetzen  wollen,  sodann  gar  zue  todt- 
schlagen  und  stainigen  sollen.  Er,  biachove,  wülle  solches  ver- 
antworten, wölciies  dann  anch  der  pfarrherr  an  einem  sontag 
im  beysein  der  ganzen  ptarmening  also  verriebt. 

Eben    dergleichen    ist    herrn    Danieln    Kaumbachissel    zu 

Schon-  und  Wildeneck   fürtiges   iars   begögnet,  als  derae  hcrr 

Hana  Wutalitz,  gewester  pfarrherr  zue  Mareitsch  ain  wiesmndt, 

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wölches  ctio  Keirn  Galln  zuu  Unedolfseck  and  nach  donenselben 
frauo  PetronciLa  llonliombin,  geb.  Spiessin  säligen,  deren  che* 
leiblichen  tochter  gedachter  Rämbfioliissel  ehelichen  hat^  in  die 
95  iar  lang  rhuobig  posacdirt  nnd  genossen,  ansprUchig^  zue 
machen  sich  nnterwundcn:  ist  der  yetzige  pfarrherr  daselbs 
berr  riiilipp  Wassermann  ausser  ordenüchcr  elag  und  recht 
ainsig  und  allatn  anl*  des  berni  bisclioven  beTclch,  wie  er, 
Wasserman,  eelbs  bekennt,  in  aeit  der  hcyniatt  durch  die  aech- 
prüpst  dasoEhs  zuegefaliren  und  alH  hcrr  Haumbsclnssel  seine 
arbaiter,  in  meintiiig,  das  wißBmat,  wie  vergangene  iar  beschehen, 
abmäen  and  das  hey  za  haas  führen  zae  lassen,  dahingescbickt, 
den  glockenstraich  im  kirchentlinrn  beynacimndt  zwo  ganze 
stundt  lang  an  einander  geha  lassen,  darauf  sich  etlicb  hoD- 
dert  bauorn  mit  stalneu,  TvOlir  und  waScn  zucsamben  rottirt, 
in  das  wissniat  gefallen,  die  RaumbschUssliscben  arbaiter  ver- 
jagt, das  heue  mit  gewaldt  verzückt  und  da  sy  nicht  zuernck  ge- 
wichen oder  sich  etwas  wenig  widersetzen  wollen^  vil  ohnscholdigc 
arme  leit  auf  dem  platz  betten  todt  verbleiben  mUessen. 

Wollen  geschweigen,  wie  herr  bischove  seiiien  thaemb- 
probsten  henti  d.  Andrcam  Krall  iura,  das  diser  francn  Ro- 
sinen gravin  von  Turrn  wittibfrauen  and  derselben  kindciii 
vier  hlleboir,  bey  Radmanstorf  gelegen,  mit  givalt  enziechen 
solle,  angcb{>tzt  und  zue  so  vil  glickiichor  vcrbringong  solches 
Werks,  ohngeacht  von  E.  F.  D'  und  deroselhen  hochl.  n.-ö.  re- 
gierang er,  thuerab probst,  wie  aus  der  boylag  G  zu  ersechen, 
mit  ernst  abgcwiscn  worden,  rath,  that  und  allen  fUrschob  dar 
zue  geben  hat,  wölches  herr  thuembprobst,  wie  er  selbs  ohn 
vorholen  bekennt,  für  sich  selbs  niemals  tcnttrt  hcttc  und  eben 
seinen  dahcro  durch  herm  bigchofcn  antrcih-  und  vcrursachong 
in  die  ÖOO  ä.  gcnorabenen  schaden  und  angewendte  zörnng  mit 
zae  spater  reue  aufs  höchste  beclagen  thuet. 

Herrn  Jobst  Josephen  und  hcrrn  Hans  Ludwigen,  denen 
graven  von  Turrn  zum  Creuz  gebrücdcrn,  hat  er  auch  einen 
trnidtzccbant  hcy  Reifnitz  ligundt,  welchen  ihre  eitern  vor 
langen  larn  von  E.  K.  L.  aus  der  spännung  erkauf),  gleiches- 
falls  aasser  clag  und  recht  mit  gwalt  genomben,  das  jetzo 
wolernendte  graven  wöder  zechundt  noch  das  darumbon  aus- 
geben gelt  bekomben  haben. 

Dergleichen  rcpressalicn  and  fridhflssige  exempla,  was- 
maucn  hcrr  bischove  die  geistlichen  wider  die  weltlichen  ver 


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liDtzen  nnd  denen  weltlichen  das  ihnge  unter  dem  Hcbein  der 
reformation  mit  gwalt  zne  entziehen,  aucli  darnntor  allerley 
anfmehr  nnd  entpörungen  zne  erwecken  sicli  unterstehen  thnet, 
wSren  noch  mehrere  zne  erzölen,  deren  wir  aber  yotzo  ge- 
Bchweigen  and  da  es  not  thuet,  aaf  andere  zeit  sparen  wüllen. 
Damit  aher  sein  widerwBrtig  gomßet  ausser  alltm  yetil  er- 
sttlten  sträflichen  liandlungen  gügen  denen  herrn  und  landlelten 
gebt-  und  weltlichen  indifferenter  noch  mehr  geoffenbaret,  und 
als  wann  an  ihme  atlain  die  volkomhenhait  welthchcr  regleraiig 
in  disem  liemogthumb  Crain  immedtat^  et  ahaolute  gelegen  sei, 
walirgenoHiben  werde,  unterstehet  er  sich,  menniglichen,  was 
hy  Air  ihre  persoiien  and  ainbts  liaUicr,  yetzt  in  dem,  yotzt  in 
jenem,  tliuen  oder  lassen  sollen,  tauquam  esc.  princifali  potestate 
mass  und  Ordnung  zu  geben,  ja  so  gar  Ubcrniuibt  er  sich  seiner 
authoritet,  dergleichen  seine  geehrte  vorfordern  am  bistamb, 
wölehe  von  odelichen  eitern  geboren  gewesen,  auch  an  H.  K.  K. 
and  orz herzoglichen  büfen  in  aiisechenlicbcn  vorncmbcn  dicnsten 
gebraucht  worden,  niemals  gethan  noch  in  ihre  gednnken  ge- 
noniben  haben,  das  er  in  den  landtagssessionen  und  in  gegea- 
warth  aller  geiat-  and  weltlichen  stondcn  sich  allaiu  dem  haabt, 
die  andern  tandlcit  aber  den  hcaden,  fÜessen  und  andern  leibs- 
glidern  vergleichen  und  noch  mit  verächtlichen  rüden  dises 
offantlich  melden  darf,  was  ihme  des  herrn  abbten  von  Sittich, 
herru  abbten  zne  Landtstrass,  herrn  Cartbeilserordens  prlom 
zuc  Frctdnitz,  ja  aller  geistlichen  stimmen  und  vota  präjudi- 
cirn  sollen,  was  er  nach  denselben  allen  mit  einander  frage: 
Er  lasse  sich  andere  disfals  in  seiner  mainung  nichtes  hindern 
noch  irren. 

Abo  hat  er  aach  die  geistliehen  und  die  von  stütt  and 
markten  vorscbincr  zeit  zue  sich  zne  ziehen  and  ohngeacht 
derselben  aigner  will  and  mainang,  als  wOlche  den  eventHvi 
vor  äugen  gehabt,  dabcy  nit  gewesen,  aia  schödliche  dem  ge- 
meinen wesen  nachthailige  absUnderiing  zue  stifi^en  sich  be- 
mühet Ks  kennen  auch  die  weltlichen  herrn  und  landleit  ihr 
gmach  vor  ime  nit  haben,  wiewohl  sy  ihme  allen  gebüerÜchcn 
respect,  ehr  und  froindtschaft  schier  mebr  als  andern  seinen 
gewesten  antecetforea  am  bistamb  gern  und  goetwiltig  erweisen; 
nit  gnaeg  an  deme,  das  bey  E.  F.  D'  er  dieselben  .  .  .  ohn- 
aehnldiger  dingen  hoch  vorschimpft  and  verohnglimpl^,  ist  auch 
nit  obnlangat  diser  E.  E.  L.   getreyen   mitglidt   herrn   Wolf 


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Enjrelbrecliten  Schränkler  zu  Aich  bcschchen,  wölch* 
angeben  worden,  als  solte  or  sicli  in  offnndtlichen  Sessionen 
antl  andern  zuesambenkunften  viler  ohngleic-her  und  verschimpf- 
tickcr  roden  wider  E.  F.  B*  I.  f.  mandata  nnd  angestülte  re- 
formation  rernemben  lassen,  dÄdurch  aber  dem  gneten  ehrlichen 
vom  adl,  als  vil  uns  wissandt  ist,,  gros  unbilde  bcschicht,  in- 
m&ssen  herr  1.  verweaer  selba,  als  dorne  dergleichen  gögcn  ihme 
zue  anten  und  mit  allem  ernst  zne  verweisen  von  E.  F.  D*  gn. 
aubevolclien  worden,  demo  gnuegaambe  wahrhafte  zengnua  geben 
kan,  sondern  er,  herr  biBchove,  bricht  in  Reinem  liochmaet  so 
weit  ans,  das  er  anch  die  weltlichen  Herrn  nnd  landleit,  als 
wann  sy  seine  vasallen,  vianctpia  und  verpflichte  nntcrihanen 
wJUren,  nach  seinem  gefallen  zuc  carpiron,  zu  registriren,  mit 
denen  selben  za  expostuliren  sich  vcrmiast,  wie  er  dann  ohn- 
langst  herrn  Ilürwartlien  freyberrn  von  Auersporg  als 
jetaigem  verordneten  ambtspräsidßntcn,  wciln  discr  in  sein, 
Herrn  bischoven  ohnzimbliche  begerungen  ambtsfaalber  nit  als- 
paldt  willigen  kennen,  dareh  herrn  priorn  za  Freidnitz  lanter 
zue  entbotten  und  sagen  lassen,  er,  von  Aaerapei^,  mtlge  wol 
zuernck  gedenken.  In  was  für  einem  gefährlichen  Rchwaisbad 
or  Torschine  iar  gesessen  und  es  kUnne  ihme  gar  leicliüich 
widerumben  ein  soIchoB  und  viüeicht  noch  ein  acharpfcros  an- 
gössen  werden  nnd  (wülche»  er  gögen  herni  von  Anersperg 
selbs  vermeldt)  ob  er  nit  gedenke,  das  eines  und  anders  in  der 
landleit  Sessionen  vleissig  aufgezaichncl,  wülclies  künftiger  zeit 
revclirt  und  wider  an  lag  gebracht  werden  solle  mit  mclirorm. 
Obzwar  die  berrn  und  landleit  von  allen  standen  desjenigen, 
nuH  in  landtügcn  und  andern  gcwobnliidien  zucsnnibenkunfton 
tractirt  nnd  geschlossen  wirdet,  wie  auch  ihre  selb»  aiguc  auf 
die  propoiitant  materiam  gebaute  vnta,  wann  sy  allain  mit 
wahrhait  angebracht  nnd  rcvolirl  werden,  gebUrlichen  xnc  man- 
teniren,  die  wcnigiste  entsützung  haben,  solle  doch  herr  bi- 
schovc  gedenken,  das  ihme  so  wenig  als  einem  andern  geist* 
oder  weltlichen  landtmann  dergleichen  Sachen,  was  im  gebaimen 
rath  besehicht,  yedernienlglichen  zue  offenbaren  gebuere  nnd 
nit  olmbillich  ans  vilcn  tucemplia  allain  disc  baidc,  was  seinem 
gcweston  thnembprobsten  zue  Laybach  Casparn  FreidenschuaB 
und  Polidorn  von  Muntagnana,  gewesteii  probsten  zun  Rue- 
dulfiiwührt,  deswegen  vor  iarn  begügnet  ist,  zuc  gemUet 
fulirun  etu. 


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Doch  wie  dem  allen,  ist  nit  wol  mll^Ilch,  das  dcrgleicben 
yppige  obogebUerliche  röden  und  troewort  was  guotes  gobem 
und  mit  sich  ziehen  küanoD,  weiln  dieselben  za  nicht  auders 
Alrnemblicb  gemeint  sein  and  verstanden  werden,  ab  das  er 
das  band  des  fridlibundeu  und  gott  Wülgefülligen  gehorsambs 
zue  dissolvirn  und  Herrn  und  knechte  za  ihrem  eUascristcn 
ciidtlichcn  Untergang  in  einander  zue  rerstUrzen  and  zue  ver- 
hJJtzeo  sich  bevleisson  thae. 

Ausser  ollen  yetzt  oberzOlten  stukhen  hat  er  sich  auch 
ia  diser  K.  K.  L.  im  wartgelt  haltunder  gerllsten  pferde  mu- 
eingemiacht  and  aldortcn  zuewider  denen  vor  30  oder 
iarcn  gefürtigten  musterregiater  and  derselben  inhegrifiien, 
audi  yc  und  allwcgcn  olinveröndert  obscryirteu  Ordnung,  wie 
dan  auch  wider  E.  F.  D*  in  craft  derselben  vom  19.  July  1606. 
iars  gcnombncn  gn.  ganz  hoch  und  wolhedächtHcben  resolutiun, 
als  aub  II  zue  aechen,  sich  vor  E.  F.  Ü'  räthen  und  deroselbcn 
rc Präsentanten  herrii  Philippen  Cubenzl  gewesten  I.  vizdombeu 
und  herm  Hans  Jacoben  von  Edling  1.  vcrwoscrn  in  Crain 
diser  E.  E.  L.  gerfisten  pferdte  bestöltcm  ritlmaister,  leitte- 
nandt,  fendrich  und  wachmaister,  dann  auch  licn'u  bischovcn 
zae  Frcysing  and  herrii  bischoven  zne  Brixen  dess  vorzng 
oder  Torrits  anzuemassen,  dadurch  diser  landsciiaft  duriber 
habande  disposition  und  authoritet  uhnbefüegter  weis  zu  ent- 
ziehen unterfangen,  ja  auch  die  Bachen  so  weit  dahin  gebracht, 
das  E.  F.  D'  obangezogne  1.  f.  resolntion  am  letsten  tag  AprlUs 
noch  wehrandten  1607.  iars  sub  I  wider  aufzuehübon,  die  von 
TJlen  iam  her  erhaltene  orduung  zue  abrogiren  and  in  sacben 
was  widriges  zu  statuireii  verursacht  worden.  Wölchea  dann 
der  ritterschnft  darumbon,  weiln  &y  als  ott't  in  eigner  persun 
ins  veldt  zue  ziehen  nnd  ihr  leih  nnd  leben,  guet  und  bluet 
aufzueaetzen  und  in  die  schantz  zue  wagen  gedrangen  wirdct, 
nit  zue  geschlechter  verschimpfang  ihrem  geh.  vermeinen  nach 
geraichen  will,  das  dero  ihr  prerogativ  und  gebQrunder  Vorzug 
wider  den  erbfeindt  im  freien  veldt  benomben  und  deroselben 
ein  geistliche  person,  wölche  sich  niemals  ins  veldt  begibt^ 
sondern  als  offt  bey  haus,  es  sey  die  foindsnot  so  gross  als  ay 
ymmer  wülle,  in  rhue  nnd  Sicherheit  erhült,  in  den  vorritt  ge- 
setzt verbleiben  solle,  dessen  sy  sich  niemals  versechen  gehabt, 
E.  F.  D*  zue  gn.  verschonung  des  lübl.  ritterstands  reputation 
and   damit   derselbe   amb  so  vil  mehr  bey  gueteui  willen  und 


i% 


winde  erluitea  werde,  nochüalea  «ntecA.  Uttaa^ 
gn*  iwifirfir»!  and  es  ky  ellwi  itead  «ad 
danw  di«  loU.  sttade  nd  die  ikieiiAaft  Bt  wol 
■ehreitea  lOoaem,  rerUeibeD  liTn  wOBeo. 

Dnrefa  j-eCxtangecogne  de*  kernt  biscfaorea  mllerort-  maä 
eadea  geist-  aad  welüicbea  in  frid  vdA  knegaaeiteo  ■oeefcMde 
pfeMiBeoK  irt  er  »acfa  ia  diae  nuolenz  gendiea,  das  er  mA 
der  mit  K.  F.  b*  gn.  twwUmb  und  bewülignug  geiseäea 
wcaees  wolfiüirt,  befbrder-  and  sock  leafcr  erkaltaag  wegen 
iD  dem  gftoseo  bOraogthnnib  Crmin  an^esOtslea  dardaoa  ^etdi- 
gidinndeti  gemeinen  anlag  der  leibsteaer  oder  wocbeopfenmog 
so«  einer  gesebcpfteu  oidittgea  and  crsftkaea  optoioB  gieicb- 
■anib  eigen«  gewalu  m%tmm(nrj  und  befreit  msfbtm  will;  in 
bedenknng,  der  sodere  ganze  praelaten-,  berren-  and  ritterstaod, 
•aeb  in  gemein  barger  wie  biaem,  ja  dorchaos  niemiindtB  dmn 
die  armen  ipitaler  atisge^chluMen,  deaselben  bii^hero  gern  and 
gactwillig  geraicbt  haben  and  noch  bioftlnui  zae  raicken  g» 
boream  aod  orbtetig  sein.  Ob  dod  solcbe  des  herm  btscbovea 
exemption  and  waigemng  aas  gaeter  wolniain  ander  afiectiea 
gegen  dem  eracbQpften  armseligen  und  notlaidanden  ya  fast 
aof  den  letztt^n  grad  »eines  endlichen  Untergangs  periclitimnden 
gemeinen  wewn  hcrflOesse  nnd  »einem  vilcn  berbQemen,  als 
wann  er  da«  einiche  astflum  and  der  starke  aneora  desselben 
anfcDthaltang  wäre,  gleich  und  änlicb  seie,  wOllens  E.  F.  D* 
gn.  zae  ormeMien  wir  gchorsamist  liaimbgcsutzt  haben,  nnsera 
nnterih.  erachtena,  wann  sein  tÜ  berblietnunde  gnete,  lieb  and 
sffectioD  gOgen  dem  gemainen  wcsen  aiu  der  rechten  wnrzl, 
wolgcainnandem  geinllet  and  bersene  eraproesen,  er  sich  einer 
■D  schlechten  geringen  dai^ab  l>ey  ho  stattlich  habondero  iar- 
Kdicu  einkomben  ntt  allain  nit  gcreyen  oder  beschwären,  soodem 
dieselbe  gnctwillig  eheandter  vermehren  und  clwaa  reichlicher 
ersaigen  solle. 

Naa  aber  wie  man  im  gemninen  sprilchwort  sagt,  dessen 
das  herz  voll  ist,  dessen  gebe  der  mtudt  Ober,  sein  wir  mit 
nit  geringer  enta^ttzong  and  sonderer  betrOebnos  in  aigentlicbc 
erTarnng  kombcii,  waageüt&lt  herr  bischovc  nit  ohulangst  sa 
Cmlnbarg  in  gUgcnwarth  gnctcr  ehrlicher  Icit  ain  glaa  toI 
wein  in  die  band  genomben,  dabey  üfTantlich  vcrmeldt,  sich 
auch  vorschworen  haben,  das  ime  derselbe  trunk  wein  sein 
hertx  nbstosaen  solle,  woverr  er  die  hcrrn  and  landlcit  in  Orain 


I 


I 


iDDerhAlb  dreyen  motuton  nit  refonniren  oder  «os  E.  F.  D* 
Unden  verfolgen  wulle,  wie  er  dann  bemiih  bd  den  UodleiteB 
aod  derselben  diener  den  aofang  gemacht  habe,  sambt  andern 
mehr  ohngebürlichen  fmodsftligen  rllden,  wOtcbe  nit  alle  aae 
ersOlen. 

Daraas  die  geh.  landleit  und  ftlrnemblich  der  ritterstand 
deitUcb  wahrzaenemben,  was  bey  El.  F.  D*  er,  herr  bischove, 
haimblich  practiciereo,  mit  was  fälschlichen  vergiAen  «tmuila- 
tibiis  er  dieselben  deferiren  and  in  höchste  ohngnad  aae  bringen 
sich  vermessen  müegse.  Sy  wolteo  ime  zwar  dise  glicksäligkeit 
gaax  gern  winschen,  weihi  ihne  in  seinen  äugen  der  ritterscbaft 
gesdileehte  sphtter  so  sehr  stechen,  das  er  seines  grossen  balken 
im  aignem  an^  etxr.is  b<Jsser  gewahr  wnerde  und  Wdcnkcn 
soUe,  zae  was  olmglicksäligem  ende  dasjenige,  was  Ton  ihme 
im  gansen  lande  gar  oäfuntlich  vermährt  und  gleichsam  mit 
fingern  gewisen  wirdet,  ausschlagen  möchte,  saemal  nichtes  so 
cUin  und  sabiil  gespanneu,  welches  endlich  nit  kombon  thäto 
an  die  sonnen.  Wie  aber  solches  K.  lil.  L.  and  ans  nichtes 
angehet,  wirdet  es  ^lesorglich  die  seit  und  gelegeiihait  ciua 
kQnfTüg  selbä  erüfnen  und  au  tag  geben. 

Was  dann  alle  yetzt  angezogene  und  noch  mehr  excessen, 
deren  zne  E.  F.  D'  geh.  verschonung  wir  derzeit  geschweigen 
zu  nicht  anders  als  Verbitterung  der  gemieler,  Zerstörung  gc- 
mainer  woltahrt,  zertrennung  der  ainigkait,  hailsamer,  gaeter 
r^iment  and  Ordnungen  vermisch-  tind  rcrwiestung  and,  iii 
genert  tue  melden,  zne  anrieht-  und  anstiiftung  alles  Übels  und 
obnhails  angesehen  sein,  unsers  geh.  erachtens  auch  einem  gott- 
seligen chrisllicben  bischove,  wüloher  andern  mit  ohnstrÄflichem 
handl,  leben  und  allen  lobwirdtgen  lügenden  and  gauten  sittcn 
Yorleachten  solle,  keineswegs  gezimmen  wollen,  wir  auch  solchen 
Qbermaet  and  hoche  beschwAmngen  von  ihme,  zuemalen  wir 
kein  ander  haubt,  herm  und  landfUrsten  als  E.  F.  D'  derzeit 
nit  erkennen,  lenger  nit  erdulden  können,  haben  E.  F.  D'  wir 
demnach  solches  geb.  zue  gemUet  zu»  fUehran  nit  unterlasaut 
künnen,  dieselben  ganz  unterth.  bittend,  solche  ohnerlatdenliche 
beschwärungen  alspaldt  und  bey  gueter  zeit  aus  dem  weg 
za  ranmben  und  auf  solche  gebilrliche  niitl  and  weg  gn. 
bedacht  zue  sein,  damit  die  verzührunde  zimblich  erhitzte 
flam  gemeines  woUlaiidttt  gelöscht,  dem  tügÜch  suenembunden 
Ob)   gesteyert   und    darunter  das  gaet«   so  vil  Immer  möglich 


erlialtcn,  vermehrt  und  fort^pflanzt  werde.   E.  F.  D'  uns  hie- 
mit  .  .  .  Laybach  (ohne  Zeitangabe). 

E.  F,  D» 

anterthünig-  nnd  j^^liorsamiBte 

N.  der  rilterstand  E.   E.  L. 

in  Crsin. 

Am  lllß«reu  Baud«  des  UBfles:  ,2A.  Decnniber  606' (nr).  28  Selten 
in  toL,  obcu  in  4ei)  Fur[ualil^a  gokQnt.  Voii  demiclbeu  SlÜck«  Itc^  ciu 
Konxttpt  Tttn  30.  Augtut  164)7  anil  xwei  vom  3.  Dexcmlwr  d.  J.  vor.  Bet 
letxt«r«rn  die  RindbcmerknTi;;;  .dalirt  nnd  I.  F.  D*  nach  Rf^Tispor;^  b«- 
fQrdert  dco  3.  Ucc.  IC07*  Znr  Siclie  tiefae  DimiU,  Geschieht«  Krmins  HI, 
8&S.  JJu  obvn  gcuaniite  DAtnni,  U.  iieronibcr  löOtt,  ist  das  lUluiii  der 
xwailcn  Rcsutytioii  durch  dun  l^aadoflfarBteo. 

1735. 

Biditer  »ml  Hat  der  Stadt  Leeben  an  die  Reffierumf:  Den  Be- 
fcJd  wetfc»  Au»iveistitig  des  10.  Pfennitfs  hahcrt  sie  erhalten.  Sie 
icissen  dber  xon  keinem  JfefeMe,  den  10.  Pfennig  einett fordern. 
Aus  hiesiger  Stadt  ist  eine  einzige  Weihsperson  iu  gehaltener  He- 
formation  abgesogen.  Über  iftren  20.  Pfennig  wird  der  Atturali 
berichten.    Leoben,  1607  August  ^0. 

(Orif.,  ebenda.) 


1736. 

Die  Pdigtonsreformationskommissäre  von  Krain  an  Jakob  Schreilmr: 
erklären  beffUglidi  einiger  tdderrechtlich  an  sich  gesogenen  Zehertten 
der  Pfarrt-  £u  Zeyer  und  einer  ohne  Utndesfürstlichen  Konsens 
a^tsgegebenen  Schuldrrrschreibung  des  Abtes  Philipp  von  Victring, 
dafi  sie  Schreiber  verhört  und  über  ihn  einen  ,meftrf(UtigeH  Peen- 
faU*  verhängt  Jiahen.  Da  nun  diese  allein  in  die  lattdesfürsUidte 
Reformation  gehörige  Aktion  roti  dem  Land-  und  Ilofrcehistri- 
bunate  aufgehoben,  Sefireiber  teider  die  lanäesfürstlichen  Resolu- 
tionen Tors^itdich  in  Land-  und  JIofrecMcn  weiter  proeedtertt 
cuiii  tarnen  actis  nun  detur  in  bona  ecclesiastiiui  non  haben- 
tibuBprincipiacoDscDSQUi,  ersieh  auf  einen  vermeintlidi^  Sehimt' 
hrief  über  die  Untertanen  der  Pfarre  Zeyer  berufe  und  gegen 
die  ihm  restituierten  Untertanen  mit  Wehr  und  Waff'ert  vorge^ 
gangen  sei,  90  seien  die  lieligioitsreformationsk^mimissäre  ihrer 


41» 

Instruktion  nach  genötigt,  ihm  bei  einer  Strafe  von  500  Dvkoten 
in  (iold  eu  gebieten,  daß  er  die  den  Untert^tnen  genommenen 
Pferde  restituiere  utul  den  ünierianen  keinen  Eintrag  bis  auf 
den  eudgiiltigen  Anstrag  der  Sache  eufüge.  LaibacJi,  2007  August 21. 

(Kop-,  U-A.  Kraio.) 

Dkm  die  Einffab«  Schreibers  an  den  Laode4V«rw«««r  oni  die  BeitiUer 
des  S<briinn«ngericbtes;  Der  Bischof  von  Laibach  babe  BUwider  Mioein 
ordnaD^nnüQig  crlaogtcn  Scbinnbricf«  über  etliche  in  Victrin^  peh^rig« 
Untcrianen  diesen  vwboteD,  ihin  Gehonum  sa  leisten.  Auf  seine  Beschwenle 
vor  dem  SchrannengvriditR  sei  Ihm  d<-r  Reccheid  g«wordeD,  daU  er  alcli  «n 
Min  Keckt  uad  s«inf  Untertanen  hallPii  solle,  was  er  anch  g«taD.  Als  er 
daber  am  S2.  Angnat  diese  xiir  Hitbot  gefordert,  seien  v<>»  sehn  awei  iiiclit 
erachienen,  denen  diese«  UngehorMius  «legea  die  PfertI«  ^pfSadet  wiird«n. 
Er  boffto  sie  am  nkehMcn  Ta^c  xam  Gt-borsam  zn  bringen.  Da  habe  ihnen 
der  Bischof  bei  800  Dakateii  Strafe  Gcborsam  zo  leistirrt  verbeten.  Er  re- 
prSseutiere  den  I^andeRftlrsten,  dessen  Diener  jene  seien,  die  ihm  den  Rchlrm> 
brief  anstellten.  Daher  habe  er  Vollmacht,  ihn  wieder  anfsubeben.  Bitt«, 
ihn  XU  Bt.-hUlxeu  niiJ  Jen  g^uhwurencn  Wrisholen  oilitr  einen  ülierreitet 
nocbmals  abzaonlueu,  damit  er  die  Untertanen  xtim  Ueh^rsam  bring«. 


1737. 

j^HsfitMmendes  Gutachten  der  Tiegierung  auf  das  Ansuc7ien  des 
Pfarrers  Veit  Bolta  rw  Schwanberg,  tUimil  er  stvei  zur  Pfarre 
gehörige  Untertanen  samt  einer  kleinen  Wiese  an  einen  KafhO' 
UsdiCH  verkaufe  und  di*  anderen  gespünten  und  eingerogetten 
Untertanen  abledigen  könne.    1007  August  28. 

(KoRX.,  Statth.-Archiv  Grax,  Gatiebton.) 

1738. 

liitrgermeisier,  Richter  und  Itat  der  Stadt  Brück  an  die  Be- 
ffierung:  Den  Befehl  nmien  des  10.  Pfennigs  Itaben  sie  entpfnttgen. 
Ein  eittsiger  Bürgn-j  Hans  PifMer,  sei  ahgeeogen  und  habe  den 
10.  Pfennig  yeeahU,  den  der  fitrstlicJte  Bat  und  StatUanu-aU, 
Pfarrer  Amln-as  Peger  eingetiommeti  Jtäbe.  Brück,  1007  August  28. 

(Orig.,  Stattb.-Archiv  Orait ) 

lUb   und  Gut  Pichtera  betrug  33.0U0  il.,  der  10.  Pfennig,   Ui  4000  d. 
800   Q.,    wurden    der    Sudt    zur    Krbiinung    des   «ingefallenen    Sudttumiea 
kbcu. 


4G0 


1739. 


Der  Schoiastifitts  und  Stadtpfarrer  MatOtes  ext.  Gras  an  Fer- 
dinand II.:  Anzeige,  daß  sich  aitsgeschaffie  Bürger  in  die  Stadt 
einschleidten  und  hier  tdlerlei  Unfug  (reihen.    1G07  Septetnher  7. 

(OrJg.,  ebenda.) 

Di«M  Loulu  «Rlil«iehen  »Icti  wKlirentl  du  KtrchUg«  nin  und  es  ^- 
Rcliciif^n  uiitor  der  Bllrgnr^cUafl  iii  GaaI-  und  Wirtaliäiisiini  ungereimt«  äachea 
uuil  ÄrgemLsd«.  Su  Lalie  licli  tui*  weuigou  WocLea  «in  1utheriBcli«r  Prä- 
dikant  von  Rcg&usburg  in  OrAZ  «tifgebaU«D  nod  sei  mit  «inigen  Bär^rn  in 
der  St&dt  hin-  nnd  h«rg«^Angeu.  Um  »e\  von  der  Regierung  durch  einra 
ornilen  ErEsB  xq  verbieten  und  aiifzntrig-en,  daß  itif  «olelin  TvrdXebti^  and 
■ufvriegirriacHe  Louto  b«i  Ta^;  und  Naclit  in  WirtsIiKiiRorn  und  bei  BQrgcra- 
leitlon,  die  qocIi  nicht  rt^clit  Hfri^,  gftfnhndet  werde.  Dir  Wirle  b»ben  jede 
Naclit  Kamen  und  Kcruf  der  Gilstc  ciiCwcdor  ^vr  Rcfperuut'  »dvr  dem  BUrger- 
iiiebter  itt  Kiattlcn.  Beim  Landosbnuptinaniie  iit  su  verfligcn,  daß  alle  ^ 
•cliworenen  Prokuratoren  Tor  den  Pfarrer  ^tellt  werden,  damit  eio  ab«r 
ihren  Ulauben  Recheiucbafl  gek«n  und  Qbflrhau[it  mehr  Gifer  im  katlia- 
ÜKchrn  Glauben  crteinen.  Der  Eriherzog  verlangt  Über  diosM  .noIwHtidi^ 
und  ri^cbtmüßige'  Be{p>bren  Berit^fat  von  di-r  Kegiuriiug  (September  G)  nnd 
dem  eut«(irvvbeuil  wird  dm  Nulwendi^e  beim  I«»iidf-aliaii|(tiiiai)iie,  bei  d«r 
Stadt  Oraa  nnd  dein  BitUteller  Mlbit  verfUgl  (September  1). 


I 


1740. 


4 


Richter   und   Rat  ^u  Mürseascklag  an  die  Regierung:  erstatten 

den  von  iJtr  am  to.  Juli  bpgehrten  Bericht  ülter  den  10.  Pfennig. 

Mürezuschlag,  1607  Oktober  55. 

(Ortg.,  ebenda.) 

Hier   ist   kein    Borger  abgwogen,    «oudem    e«   baben   ilch    all«  anr 
katholischen  Religion  bekannt 

1741. 

Ferdinand  IL   an  den  I^ndesiMuptmann   rmd    Landesviäedom 

von  Kärnten:  begehrt  Bericht   über  das  Anlangeti  des  DecJiants 

au  unserer  lieben  Frawn  im  Saal  um  eine  Bewilligung  oms  dem 

Kiwjenfurter  10.  Pfennig.    Graz,  16o7  Oktober  U7. 

(KoD».,  SUtth.-Afehiv  tiras.  Gem.  Kop.) 


1742. 

Ferdinand  II.  an  den  Verwvdter  und  Pfarrer  gu  Marburg:  teilt 
mit,    KOS   filr   ein   Befehl   an   Richten-  und  Rat   von   Marburg 


^w  461 

tewde.    Befehl,  tu  6mcA^ri,  ica$  am  10.  "Pfennig 
eingegangen    itt    und    wie    er   vertcendet   wurde.     Grae,    1607 

Oktober  37. 

(Koox.,  flbeoda.) 


1743. 

/httachteti,   betreffend  des  jetzigen  aUhcr  geordneten  nuncii  apo- 

stolici  herrn  Johann  Baplista  Salvago  anmassende  Visitationen.' 

1607  November  3. 

(Kon«.,  SUttb. -Archiv  Onx,  Gutscbt«D.) 

Das  GuUclitsD  wird  tod  den  HüteD,  and  xwar  dem  Statthalter,  dann 
I,  ITrvcb  call  eck,  PQtigol  und  Formeatia  erstattet.  Es  itaudeU  sich  am 
de*:  Der  Nuntiiu  fand  bei  »ioer  j«tzigftQ  Viiitalioa  in  Qradiscb 
etn«D  noteiian  namena  Oasparo  Valeseh,  d«r  «in«  gniti  Zeitlang  miltiTiigHch 
KU  Terstehen  gab,  der  beil.  Geist  rede  aas  ihm  and  er  habe  ron  ihm  Befehl, 
eine  Kirche  8""  Barharae  su  Ehren  bauen  sa  laaaen.  Da  sei  ihn  von  vlelon 
Belteo  eo  riftches  Almosen  xuf^ekomtnen,  daß  er  Eehr  wnhi  ^Moht  hahA  niid 
SBcfa  seine  beiden  Schivestera  reich  geworden  seien.  Der  Nuntius  habe  Ihn 
▼erbSrt  und  habe  ihn  des  Ärgerniates  wegen  ins  Gefllngiiis  werfen  und  daa 
■a*  den  Almojen  irworbeco  Gut  mit  Beschlag  legen  laasen.  Kr  hat  hier- 
auf da«  Ansuchen  gestellt,  diesen  Untertan  nach  Oraa  su  fuhren  oder  ihn 
wenigstens  in  Laibach  verwahren  zu  lassen,  und  habe  auch  an  die  pK^xt- 
licbe  Heiligkeit  berichtet,  worUber  er  Antwort  erwarte  Die  Regierung 
bah«  nun  daRtr,  daß  divsnr  Untertau  oJn  ,SpTinger'  (siehe  Hnrtrr,  IV,  ?5ft) 
Sei,  wie.  ihrer  in  WiiirlisclitiMbrln  viele  ^efiitidun  wurden;  man  Iialrn  sin  dort 
Biü^erottet.  Der  Nuiitiu.i  sei  abi-r  dnriu,  dnB  er  den  Untrtrian  nach  Laihach 
kommen,  iiiK  Gcf^opiiia  werfen  und  vuu  »einem  Gute  l&Q  fl.  cinsuehon  ließ, 
,was  alles  das  Weltliche  betrifft',  zu  weit  gegaogeo  uud  bitte  die  OhrigkeLt 
erauchen  lassen  sollen.  Der  Nantlua  habe  aber  auch  gegen  andere  Unter- 
tanen des  Bischofs  solche  l'rOEesae  vornehmen  und  sie  Sienersachen  halber 
in  VerhaftuofT  nehmen  lassen,  was  eine  große  Ungobdbr  ist.  Das  dürfe  niehi 
gestaltet  werden,  da  das  Wesen  .sonst  einer  spanischen  Inquisition  gleich- 
sehen  wUrde,  allda  man  die  Unlertancu  iu  ßincnt  und  anderem  vur  das 
t^/jiciuvt,  i»quUUhni»  xiticrt,  was  ahcr  iu  dioicm  Laude  nicht  Gebrauch  ist*. 
Es  soll  ihm  also  solche*  in  keiner  Weis«  gostattet  werden.  El  wird  auch 
geklagt,  dnß  der  Nuntius  sieh  nun  schon  vier  Wochen  beim  Bischöfe  von 
Laihach  xu  dessen  Schaden  aufhält  und  einige  arme  Priester  also  ausgesaugt 
haben  soll,  daß  sie  weiter  nichts  mehr  «u  leben  haben.  Die  V'isitAtionen 
Bollen  demnach  billigemaßen  den  l'rülaten  im  Lande  geLaasen  werden,  die 
der  Sprache  und  Landesgobräuche  mücblig  sind  und  die  Reputation  dei 
Landcsf^rsten  wahren.  Daß  er  tlie  Sadie  nach  Rom  boHcbtot,  geschieht, 
um  sich  dort  cinon  guten  Namen  zu  machen.  Alles  das  (feAchche  eur  Ver- 
kleinerung des  Ansehens  des  Landes  und  verursache  Tielfaclie  Behelligung. 
Es  werden  dann  pXpstiicho  Befehl«  an  den  Landeaftirstea  kommcs,  alt  sb 


4B2 


die  P.  H'  in  diAEen  landen  nicht  bloß  i»  ^ristliclicn,  nondern  auch  in  wHUicfacn 
Sachen  «u  gebieten  liab«.  Sie  bcantrsK*!»  <lAb«r  nocliraaU,  di«  VisiUtioneu 
durcb  div  Lxnileiprülatca  foroohmeii  xu  Iwsen,  die  bei  der  vor^enotnaipaea 
BaligloDtrfformalion  docli  du  Beste  golta  haben  uud  da«,  wa«  noch  daran 
Übrig  ist,  tieaaer  Ti^rrirliten  w«rdeit  a1«  diese  wKllinchrn  Frülaten.  Sollte 
dam  NuntiDa  gsatattet  irerd<>n,  «Un  Viiitatlon  rnnunclinieD,  w  mOOt«  ibm 
wenigstens  ein  I.  f.  KomiuiB<iXr  adjangtert  wrrdrn.  Bextl|;licb  der  reriiafteten 
Uotertanen  soll  der  Viatdoni  bcanflrn^  werdrin,  auf  weiteren  Befebl  bin  ao 
liandolo. 

1744. 

yerdhtand  II.  an  den  LundcsJutupimann  von  Kärnten:  begehrt 
BcricJit  alter  (hs  Vorgehen  des  KhcvenhüUcrscJien  Pflegers  su 
St.  Paternion  Christoph  Ileidenreich^  der  diejenigen  Untertanen^ 
xcdehe  sieh  zur  hithoUsc)ten  Jidigion  begeben,  sehr  schmtVdifh 
traktieren  uiul  sich  in  ütreti  GcrichisJiandlungen  sehr  verd*ichtig 
ergeigen  soß.    1607  November  7. 

(Kons..  Staltli.-Archir  Gras.) 


BeipeichtoHcn  i*t  ein  Schreiben  des  Landesbauptmannet  Jörg  Grafen 
von  Nogarol  mit  einem  Briefe  mit  einer  an  de»  LandeHbauptmann  geUngt«a 
UenonElation  ^egen  den  PBeger.  Sie  ist  rom  12.  Noretnber  datiert  und  be* 
richtet,  daß  steh  hinter  der  Alm  im  ätagigahci  ein  schädlicher  l'ridikaot  auf- 
hXlt,  der  einen  ^oßen  ^Anfall'  (ric)  der  Leute  in  Oberliimlct)  Terarsaebt 
und  so  niemand  im  Lande  sein  wird,  hat  die  gewcste  Reformation  kotnva 
EfTekt,  sondem  gvbl  alln  dahin  und  fallt  von  der  Kirche  ab.  Der  Lands^ 
bau)itinann  >«lbst  bemerkt  in  »oinatn  Schreiben  (toui  17.  November):  JH 
K.  V  oit  einen  starken  «rusl  gf^tn  der  sektUchen  Reichen  leuthen  braacbea, 
werden  dl«  {treilicanten  hF<jinb1ii^hcr  weis  wieder  einrcissen.' 


I 

i 


1745. 

Ferdinand  II.  an  dctt  Abt  von  Admont:  lUi  die  unter  seinem 
Stifte  liegenden  Pfarren  St.  Gatten,  AUenniarkl,  Jieifling.  iMndi 
und  Palfau  nur  eineti  einzigen  Pfarrer  haben  und  ticstcegen 
Klagen  laut  icerden,  habe  er  Abhilfe  £h  treffen  und  die  Pfarr- 
kirchen besser  m  halte»,    örajc,  1007  Nmember  'J. 

(Kop.,  H.-,  H.-  a.  St.-A.,  Fasa.  91.) 

Ferdinand  .  .  .  Als  wir  unlängst  mit  nnsorcr  gelicbtosten 
frau  matter  and  den  andern  fürstlichen  porsonen  aas  Tyro! 
und  Bayrn  lierab  und  liaimbwcrts  gezogen,  ist  uns  nit  wenig 
frembd  and  mit  bctrUcbnues  anzuhürcn  und  selbst  zn  sehen 
fUrkommen,  d»s&  dise  (ünS  unter  dotnem  stifTt  ligundc  pfarren, 


I 


4<3 


als  8t.  Gallnn.  Altcnmarkht,  K<^iHing,  im  iJlndl  und  Faifau  nur 
mit  ainem  ainigon  pfaircr  und  Seelsorger  versehen  and  die- 
selben pfarrkinder  oUc  aber  atn  ganzes  monat  der  ^geistlichen 
speise  and  gottsdienst  jederzeit  entrattcn  mllessen,  dessen  sy 
sich  dann  gnetesthails  zum  höchsten  beclag'en.  ja  dises  hoch- 
Tcrantwortliche  inconveniens  daraus  entspringen  thnet,  dass 
nicht  alhiin  vil  derselben  personen  olmc  peicht  nnd  communion 
sterben,  äondern  aach  die  kinder  ttngetaafher  Tcrbleibcn 
tnüe^sen.     Dammben  dann  vil  exempl  vorhanden. 

Wie  wir  nnn  sollichea  verrer  mit  nichtcn  gedulden  kilnnen 
und  dein  geistliches  ambt  wie  auch  deines  anrcrtrAnton  gotts- 
haoss  cinkomben  ain  bessere  furschung  noch  verlangst  ci-fordert 
bette;  also  haben  wir  dich  auch  gn.  mainung  hiemit  vermohnen 
w&Uen,  dass  da  nicht  allain  eheUemnIte  pfarren  der  iiotturffL 
nach  ohn  allen  verzug  besser  versehen  and  die  christlichen 
schäflon  an  der  scelsorg  und  gcistliclien  berichtongen  kaincn 
weiteren  uiangl  Icyden  lassen,  sondern  auch  darob  sein  wüllest, 
dasa  nicht  weniger  die  übrigen  dir  untergebne  pfarren  mit 
taaglichen  nnd  exemplarischen  priestern  sollichf^rmassen  ersetxt 
werden,  auf  dass  verrer  tlestwillen  die  wenigiste  clag  nit  zue- 
kombe. 

Und  naclidcm  auch  die  gomclten  pfarrkirchen  und  gotts- 
hetlser  selbst  maistcnthails  mit  der  gebUrlichen  zier  nbct  ver- 
sehen, ersnechen  wir  dich  mit  genaden,  dasa  du  hierin  gleich- 
falls  nottwendigc  fUersehung  (hueii  und  die  sach  dahin  richten 
wollest,  auf  dass  der  dienst  gottes  mit  geziemendem  dccoro 
verrichtet  und  dir  dcstwlllen  nit  ubcl  nachgeredet  werde. 

Damit  du  auch  dergleichen  clagcn  binfUro  gcDbrigt  und 
in  deinem  gewissen  desto  ruebiger  sein  milgest,  so  ist  unser 
verrers  begern,  du  wollest  (etlicher  anderer  prttlaten  cxcmpl 
nach)  ain  anzall  derjenigen  Studenten  und  alumnen,  die  zu  dem 
geistlichen  standt  tauglieb  und  von  denen  guete  hoffnnug  vor- 
handen, guetwillig  vnderhalten. 

i  Wann   dann   solliches  alles   allain   zu   mehrung  der  gütt- 

lichen  ehr  and  vilcr  seclen  wolfarth  angesehen,  dir  auch  und 
deinem  von  dem  segen  gottes  vcrmüglicbon  stifTt  zu  luerklichcm 
lob  und  nutz  goraichcn  wiordot,  so  versehen  wir  uns  zu  dir, 
der  willigisten  volgelaistung  und  berUerter  mcngl  nnd  Unord- 
nungen ftlrdcrlicben  remedieraug,  wie  wir  dann  dessen  den 
ehrwürdigen    ansern    rath    und    lioben    andechtigen     Martin, 


464 


bischoven  zu  Seccau  zur  nachriclitun^  enndert  und  darneben  ver- 
mohnt,  auf  die  ToUiehang  vteissige  achtaog  zn  geben. 

DisB  haben  wir  dir  ans  erfordernng  der  notturfft  woU- 
mainlich  andeuten  wollen  und  sein  dir  boynebcns  mit  rürstÜcben 
genaden  gewogen.    Grätz  den  9.  November  1607. 

ni«Ton  wird  «n  deinvelben  Tage  d«r  Bischor  von  S«ckau  TentXtidigt. 

1746. 

Ferdinand  II.  ati  den  Latidealtaujitmann  fo«  Kärnten:  Erkun- 
digung eineusieften,  icas  es  mii  d^i  hierorts  angezeigten  PrÖdi- 
kanirn  von  J*aternion  für  ein  Tieivandltiis  Juibe,  n^  '-r  sich  auf- 
luiUe  und  durch  ti-dclie  Mitid  er  zu  Händen  gebracht  werden 
könne.    Gra^,  1607  Navemher  28. 

(Kons-,  SUttlu.-Arehiv  Oru.) 
ffish«  Abftn  xum  7.  November. 


1747. 

Ferdinand  II.  an  den  Propsi  eu  Staint  und  an  Frans  Vagge: 
ernennt  sie  auf  die  Klage  des  Murauer  Pfarrers  Uarimann 
Oberecker  icegen  der  in  Sltirau  befindlidirn  halsstarrigen  sektische» 
Bürger  and  Hauern  su  Kommissuren,  um  dort  und  in  der  ütn- 
gehitng  aussu forschen,  icer  sich  nach  allent  Braucfte  mit  Beicht 
und  Kommtmion  eingemtdlt  und  tco'  nicht,  das  Notwendige  tu 
verfügen  und  detn  Pfarrer  su  aeinen  Pachten  su  helfen.  Auch 
int  iibcr  drn  vor  drei  Jahren  aus  Khignnfnrt  der  Kvligion  toegai 
ausgeiviesencH  Georg  Neff  zu  berichteit.  Gras,  1607  November  S^. 
(Koax.,  Sutlh.-AteliLV  Oru.   G«in.  Kop.) 

Ferdinand  .  .  .  Nachdem  nns  zn  mehr  malen  furkomben 
und  anjetzo  abermuls  dnrcli  priester  Hartmann  <^)berecker, 
pfarrer  zu  Mnrao,  mit  heivcrflchtosanen  eupplicicrn  in  gehorsamb 
angebractit  worden,  wie  dass  aldorten  zu  Murau  und  in  der- 
selbun  roücr  und  f{an/.ou  landtgoricbt  durch  die  bievor  gebaltoc 
religiorisrcformation  schlechter  nutz  gefichaßft  worden,  sonder 
sieb  die  pauer  und  pnrger  bowoII  hernach  als  zuvor  in  der  re- 
ligion  widerwärtig  und  balsstilrig  crzatgen  Bolten,  also  haben 
wir  euch  hiemit  von  neuen  eu  unsem  commissaricn  fürnemen 
welleu,   go.   bevelcbend,    da&a  ir  euch  mit  ehisten   dahin  auf 


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I 


465 

Horaa  und  von  dort  an  andere  nebenligende  ort  aXa  auf 
St.  Georgen,  Stadl  and  liftndten  verfUeget,  bei  denen  pfarrern 
vleissig  erkundigt,  wer  sicli  bisKero  mit  belebt  and  comtnuDion 
aiteni  cathoÜKclien  braacli  nacli  eingeetellt  oder  nit,  die  uDca- 
tholischen  alsbald  fUr  encli  ßrfm-dei-t,  inen  zü  irer  bekerang 
ainen  kurzen  termin  ansetzt  oder  im  widrigen  fall  den  abzag 
und  raumbung  unserer  n.-ü,  erUfilrslentbumb  und  lande  neben 
erlegang  des  gebilrenden  zeUenden  pfennigs  mit  allom  ernst 
ftirbaltet.  .  .  .  Bevor  abtir  iüt  nnoer  will  und  inainung,  dass 
zu  Muraa  kain  uncatliolis'clicr  zum  rlclitcr  angenomben  werde 
und  der  pfarrer  daselbst  umb  die  person,  so  eligieri  wirdt,  ein 
wissenscbaft  bab«,  bey  deiiün  von  Muraw  auch  darob  seyet, 
damit  ime,  pfarrer,  und  seinem  capellan  dasjenige,  wie  von  altera- 
hero  gobreacbig  gewest  oder  aber  bievor  dorn  secUscbcn  pre- 
dioantcn  goraicht  worden,  liinfUro  ancb  jArlicb  zu  ircr  bessern 
uoderbaltung  contribuiert  und  gegeben,  bey  der  kirclien  da- 
selbst uaeli  imit  <loB  pfaiTcrä  vorwiüsen  ordentlitrho  zeuhbrüpst 
verordent  und  constltuiert  werden.  Insonderheit  aber  sollt  ir 
euch  erkundigen,  aus  welchtir  ursacih  Georgias  Neff,  als  den 
herr  von  Stnbenberg  für  aincn  sccrctarien  gcbranclicn  soll,  der 
doch  noch  vor  3  iaren  zu  Clagenfubrt  der  i-eligion  halber  aus- 
gescbaflFt,  aldorten  aufgeuomben  worden.  Was  ir  nun  in  solcher 
euch  aufgetragnen  commission  in  aincm  und  dem  andern  ver- 
richten werdet,  das  sollet  ir  uns  zu  banden  unserer  n.Ö.  re- 
gierang umstendiglicb  berichten. 

(iratz  den  29.  Novembris  1607. 


1748. 

Bartmann   Zimjl  zu   Rüedm,   Laudesvuedinn  von  Kärnten,  an 

Hichter  nnÜ  Hat  zu  Vellach :  Befehl,  miteuteilm,  was  seit  Anfang 

der  Rditfionarcfortnation  am  10.  Pfennig  eingegangen.  Klagenfxtrt, 

1f>07  Novemher  30. 

(Ori^.,  Arohiv  des  GcMhiclitoTen^ins  ftir  KSrnten,  Budalfiu.  Kla^ufurt.) 

.  .  .  Die  FD*...  begert  zu  wissen,  wer  seit  anfang 
der  religionsrcformation  den  10.  pfonnig  in  disem  landt  einge- 
nomen,  wie  vil  dessen  gewesen  und  wohin  derselb  angowent 
worden.  Dessen  alles  wellet  euch  iuhalt  dises  moiaes  ambt- 
lichen  bevelchs  in  dem  markt    und  lundtgericht  Vellach  so  vill 

FooU*.  U.Abi.  Sd.  LX.  30 


( 

i 


4flS 

mUglicb  in  »pteU  erkondtgcn  und  solliches  inncrliaJb  14     _ 
Dach  empfacbuDg  dita  bieher  zam  ambt  berichten.  . .  .  C3afen- 
ftm  den  3Ü,  Novem&rit  a.  Iö07. 

Hartman  Zingl  za  Kfiedea, 
landtsritzdomb  in  Kerndten. 

D«-r  Itcrieht  «^rJe  ni^ht  »in^Mnjot.     Dxhrr  *r^ng  am  S9-  Mal  1409 
»in    ab«nHali(«r   Bvfi^hl    Fprlinanda  II.,  da  .wir  oil    wi»«o    khBmutt, 
gettalt  noil  vi«  an  ^r»elb  ra  gaotom  konen*  {Otig.,  ebenda). 


1749. 

GuiadUem  der  Regierung,  daß  der  Propst  #u  RoHenmann  Joketnn 

MxtchiUek  um  aeines  üblen  liausliaitem  iciRen  von  der  Propsin 

entfernt    und   diese   mit   eitter   wohimetnenden    Person    versdie» 

tcerde.    Grat,  1607  Dezember  19. 

(KoBt^  8Uttli..Arcbiv  Oras,  OnMehten.) 

Gcnedigister  fUrst  nnd  herr.  Es  ist  ohne  wetllxnfige  ans- 
fübrnng  mehr  aU  zu  viel  offenbar,  was  der  jetzige  probst  zu 
Rottenniann  nit  allein  in  seinem  geistlichen  standt,  sondern 
anch  Bonsten  in  adroinistrirang  der  irae  anvertraoten  tempora- 
liUlt  für  ein  ergerlichs  nnd  Btraffmessiges  leben  ftirth,  dass  man 
also  nothgetrangcnlicb  ainmahl  ernfitlichc  einsehnng  (weillen  doch 
die  vilfeltigen  an  ine  zn  roehrmahlen  obgangne  vennahnnng 
nichtes  fmchten  wellen)  wirklichen  an  die  handt  nemen  mUessen, 
ininasscn  er  dann  unlängst  auf  ergangne  gn.  Verordnung  durch 
deputierte  commissarien  urobstendig  exam'mirt  und  die  Ursachen, 
wammbcn  er  das  gotte^hans  in  Bolcben  schnldenlast  gesteckt 
und  ob  er  nit  etwo  ergebige  miti,  demselben  widernraben  daraus 
zu  helfen,  wfisste,  erfordert  worden. 

Wasgestalt  er  sich  aber  in  aioem  und  andern  verant- 
wortet, ist  aas  der  commissarien  relation  faieneben  mit  Nr.  / 
za  sehen  nnd  kurzlich  so  vil  zu  vernemen,  dass  er  glcicbsamb 
ohne  ainiche  ui'sacfa  und  za  reden  macttwilliger  weiss  dos 
gotteshaus  ins  verderben  gestürzt,  and  wie  nun  bei  irae  weder 
mitI  zur  ablc(di)gung  der  »tchuldcn  oder  sonstcn  ainiche  hoff- 
nung,  das«  er  sich  was  bessern  wurde^  wenigist  zu  haben,  also 
gehen  aach  sie,  hcrrn  commissarien,  irt  ihrem  guetachten  dahin, 
dass  in  alweg  mit  imc,  brobstcii,  ein  verendcrang  rUrzoiicmcD 
und  an  sein  Stadt  etwo  ein  andere  qualiiicirte  anil  wulvermug- 


467 


Hche  penon  als  der  liieige  stadtpfarror,  oder  pfairer  zu.  llardt- 
perg  oder  der  zn  Hans,  so  alle  drei  doctores,  auch  fetten 
Wandels  und  vennügens  sein,  fUrgenomen  roechte  werden. 
Wclchos  mit!  dann  lierr  hiscIiofT  zu  Seggan  inlialt  seines  hiebci 
getlianen  berichta  auch  fUr  guctt  haltet,  solclies  aber  für  sich 
seihst  ins  werk  za  richten  bedenken  haben  inuess,  indeme  er 
diso  andeutung  tliuot,  dafis  deushalben  mit  ihrer  hochf.  gnaden  sa 
Salzbarg  pro  privatione  geliandlot  werden  müesste. 

Wcillcn  dann  bei  so  geschaffnen  sachcn  herr  bischofl'  za 
3eggaa  ungeachtet  seines  habenden  generalvieariats  öusser  er- 
volgender  Salzburgischer  privalion  was  filrxnueineii  sieh  nichts 
verlauten  lasst^  di»er  handl  auch  ainichcn  moram  wenigist  nit 
erdulden  kan,  so  weren  demnach  regierung  der  geli,  mainung, 
I.  F.  D*  mechtcQ  angeregter  massen  den  bcrrn  orzbischofieu 
pro  privatione  ersuechen  lassen  und  auf  den  fahl  er,  herr  crz- 
bischoff,  bei  diser  golegenheit  nit  etwo  taugliche  personen,  dar- 
durch  dem  gottcshaus  auf  die  (Üess  gcholffen  worden  kann, 
fUrschlegt,  mischte  sodann  herr  bischoff  sn  Seggan  dahin  Ter* 
manth  werden,  mit  einem  oder  dem  audern  vermelten  pfarrer, 
den  er  zum  tauglichen  erachtet,  zu  handeln,  damit  sich  deren 
einer  mit  fUrderlicher  abledigung  der  gespendten  und  cinge- 
zogncn  gUettei-  nmb  die  probstei  annemen  und  also  dieselbe 
widerumben  in  den  alten  standt  bringen  thet.  Auf  welchen 
fahl  dann  der  jetzige  brobat,  weilen  er  ad  curam  animarum 
allerdings  untauglich,  widerumben  in  sein  closter.  darinnen  er 
profess  ist,  verordnet  werden  mechte. 

Ist  ahgelioret  den  19.  Dacembris  1G07. 

1750. 

Ftrdinand  IL  a»  den  Landeshauptmann  in  Stetfer:  Befehl,  die 
von  dem  Pfarrer  Vinxens  öherhofer  in  der  Pack  toider  die  dort 
hcfindiichen  unkathdischen  Personen  vorgebrachten  Beschwerden 
zu  ujUersucben,  die  Uti/uitholischen  Jtu  verJtaUen,  daß  sie  his  Drei- 
kühig  sich  katholischem  Gcbraudie  ttaeh  einstellen  und  diejenigen, 
die  ungebührlich  gehandelt,  ea  bestrafen.  Gras,  1607  Deeember  13. 

(Orig-,  «b«ada.) 


80» 


1751. 


Miscurs  wegen  Meldtior  Pmttalcon'  (betrifft  seine  Aufnahme  unter 

die  Herren  und  LamUeutc  utid  seine  ,Iiandisierung'  der  Rdigian 

halber).   (0.  0.)  1607  V&tcmbcr. 

(L.-A.  Kruiu,  i  DU.  fol.) 

Wie  weit  sich  des  Herren  biechotlen  instraction  wegen 
der  rcligiocsreformation  erstreckt,  habe  man  kelu  wissen:  es 
seyc  auch  denen  herrcn  and  landleUthen  dcsshiilben  nie  nichts 
zukoinen.  I.  F.  U'  haben  sich  hievor  sonderlich  in  öteyr  gn. 
dahin  orklürt,  das  die  reformation  nit  auf  die  berrn  and 
landleath  und  die  iren,  sondern  auf  dero  aigenthun)b- 
liehe  herrschaften,  auch  st^tt  nnd  milrckt,  barger  und 
paursman  angesechen  worden. 

Ungeacht  dessen  liabe  herr  bischof  den  ^0.  tag  näclist- 
verwichenen  montag  Juny  Melcbiom  Pantaleon,  welcher  ein 
]andman  ist,  für  sich  erfordert  und  ihm  wegen  der  religion  in 
sechs  Wochen  und  dreycn  tagen  1.  F.  Ü*  lande  zu  räumen  auf- 
gelegt. 

Dises  seye  nun  ein  sehr  besühwärlicher  anfang,  und  da 
man  dazue  atil  schwige,  so  hette  man  schon  exempel  mit  andern 
landlenten  ebensfahls  zu  verfaren. 

In  disen  dreyen  benachbarten  fürstenthumben  und  landen 
ist  bisshero  jederzeit  fast  in  allem  ein  gleichoit  gehalten  wor* 
den;  da  nun  I,  K.  D'  die  evangelischen  htndleut  in  denen 
anderen  beden  landen  gn.  nit  gedulden  wollen,  muessen  es  die 
in  Crain  gedrungener  gleicheit  halben  auch  geschehen  laasen 
nnd  die  sacli  dem  altmechttgen  bevehlen. 

Das  es  aber  eben  alda  in  Urain  ftlrgenomen  wil  werden, 
das  ist  inen  sehr  hoch  heschwärlich  und  auch  schmerzlich,  und 
mochte  solches  bey  dem  gemeinem  wesen  nit  nur  in  bewilli- 
gnngen  sondern  auch  in  andere  weeg  allerley  Verhinderungen 
und  grosse  Unordnungen  verursachen  und  fUrnemblich  dem  pan- 
felltgen  granitzweseu  zu  inehrerm  verderben  geraichen. 

Ist  aucli  daneben  sehr  sn  besorgen,  da  angezogene  ans- 
Schaffung  der  landleut  in  anderen  landen  erscliallete,  wie  es 
dann  unverschwigen  nit  bleiben  kiinndte,  dass  es  I.  K.  M'  an 
der  reichshilf  grosse  Verhinderung  geberen  würde;  der  sondern 
nachred,  das  mau  die  aasscliaiTung  der  landleut  der  geistlichen 
Jurisdiction  undei-geben  habe,  wülle  man  alda  geschweigcn. 


469 


El  scye  zwar  gemeller  Pantaleon  urbittig  und  nuch  witligr, 
1.  h'.  U*  undertlienigisten  gehors;tm  zu  laUten  nnd  auss  dcro 
landet)  ncineii  abzu^  zu  nehmen,  wie  er  es  auch  noch  in  ver- 
wichen jar  und  hievor  zu  thuen  rorliabens  frowesen,  warumlioti 
es  aber  bisliero  ansteon  rcrbliben  and  die  versamelten  land- 
sUtnde  sowoll  geiBtlicha  als  weltliche  sich  seiner  iiis.f«hls  ange- 
nomcn  und  vcrschinener  zeit  bey  I.  F.  D'  die  notlurft  ange- 
bracht, eracbte  man^  1.  F.  D'  werde  dasselb  noch  in  gn.  frisclier 
f^dachlnns  haben. 

So  CS  aber  atijetKO  nit  nur  ninb  imc.  Pantaleon,  sondern 
umb  die  beachwärlichc  oachvolg,  die  darauss  entsteen  wUrde, 
zu  ihnen  ist,  bat  man  sich  seiner  als  eines  getreuen  mitglids 
umb  soril  destomelir  ^doch  als  vill  sich  gebtlrltcheu  ihuen  last) 
anzunemen  ursach  gewonnen. 

Und  ob  man  woll  flirgeben  möchte  oder  gar  fÜrgibt,  or 
&eye,  vor  und  ehe  man  ine  zu  einem  landtnan  aulgenomon, 
undor  die  reformation  gezogen  gewesen,  welches  wir  weder 
vcrnainen  noch  bestäten  wollen,  so  wUrde  man  doch  entgegen 
nit  in  abred  stein,  das  her  paier  Nicolaus  IChoprivitius  etlichen 
geistlichen  und  weltlichen  Herren  und  landteuthen  atUie,  auch 
dem  herren  bischoven  selbs  angczaigt,  er  habe  mit  I.  F.  D' 
sein,  Palaleone,  halben  geredt  und  dero  angeduutot,  das  man 
ine  zn  cinciti  loiidmiin  werde  aufnomen,  mit  vermelden,  gn, 
Herr,  er  ist  lutherisch,  wie  wurdt  man  es  der  religion  mit  ime 
halten? 

Über  welches  I.  F.  D'  ime,  patri  Nicoiao,  gn.  sovil  ge- 
antwortet linben,  wie  man  es  disfahia  mit  andern  landlealen 
halte,  also  aolla  es  mit  ime,  Fanialeon,  auch  sein,  darbey  es 
dann  auch  bishero  verblibeu. 

Nun  hat  man  ime  nit  erst  neulich,  sondern  vor  sechs 
jaron  bu  einem  treuen  raitglid  des  lands  angenomen,  nnd 
solches  gahr  nit,  das  er  darumben  snpjillciert  oder  gebetten 
bette  oder  das  er  ime  einen  forthl  darunder  suchen  oder 
machen  wollen,  sondern  es  eeyen  die  löblichen  tandstände, 
geistliche  nnd  weltlldie,  ene  pfop-no  motu  und  mit  einhelliger 
stimme  ime  diese  djgnitöt  zu  conferieren  bewegt  worden. 

In  disem  aber  hat  man  I.  F.  Ü*  zu  einem  preittdicio,  wie 
unrliilewigo  leut  I.  F-  D*  gerne  wollen  fürbilden,  ganz  and  galir 
nichts  gehandelt,  es  ist  auch  solches  keinem,  weder  geistlichen 
noch  weltlichen,   iemalu  im  sinn  gewesen,   sondern  es  hat  sich 


470 


hierinnen  E.  E.  L.  irer  ie  und  alwegen  (gehabten  und  noch 
habonden  freyheit  betraj^eii,  in  welelier  oder  wiJcr  welche  ir  aöcli 
Ton  keinen  regierenden  hcrrcn  und  landsfUrstcnjcmaln  einiger 
ßintrag  beschechen. 

Solte  oder  woltc  man  nun  anjetzo  ehrliche  tcut,  die  man 
also  za  mit^lidcrn  dem  gemainen  wcsen  und  ganzen  land,  irie 
auch  beforderst  I,  !•',  U'  zu  nuz  und  guetem  aui'nimbt,  also  so«- 
schaffen,  haben  I.  F.  D*  gn.  selbs  zu  erwegen,  was  für  ein 
Bchmcrzlichs  herzlai<l  es  hey  denen  landstUnden  gcberen  wiirdle. 

Das  aber  er,  Pantaleon,  welcher  nun  Über  flinfunddreyssig 
ganze  jar  im  land  wohnt  und  die  ganze  zeit  Über  fUr  einen 
ehrlichen  man  crkand  und  befunden  worden,  anjezo  einen  erger- 
lichon  wandl  fUcicnj  anderen  leuten  ergernus  geben,  sich  mit 
predigen,  disputieren  und  sonst  in  auderm  mehr  ungebürlich 
verhalten  isolle,  darurabcn  die  landstände  gahr  kein  wissen 
tragen,  ancii  nichts  davon  gch&rt  haben,  stelle  man  in  keinen 
zweifei,  sondern  seye  gänzlich  der  gewissen  niainung,  da  I.  K.  D* 
durch  unverdftclttliche,  es  seyen  geistliche  oder  weltliche  per- 
sonen,  rechte  crkandigang  deshalbeci  einziehen  und  sonderlich 
ime.  Pantalcun,  mit  seiner  Verantwortung  darüber  ^^wio  billich) 
vernemen  lassen,  sy  werden  es  vill  anders  als  man  ine  un- 
gtietlich  beschuldigt  und  gn.  also  befunden,  das  sy  mit  einiger 
straf  gegen   ime   zu  verfareu  gahr  kein  nruach  haben  werden. 


1752. 

Verseiehnis  der  ihtreJt  den  Bischof  Thomas  von  Laibach  heffangeneu 

Absurda. 

(B«II«gt  «uio  ,DUcDn'.  [Item  aiu  rcTxaicbnus,  w&b  abaardQ  Ute  refonnktion 

gelwre.]) 

Verzeichnos,  wievil  absurda  begangen  worden  durch  des 
herren  bischoven  ansschafien  der  herm  und  landtleut  und  der- 
selben diener: 

Erstlichon  erstreckt  sich  sein  Instruction  and  verrichtang 
nit  so  weit,  was  die  landleut  and  iere  diener  ontrifit,  sondern 
blesslichen  auf  die  statt,  märckt  und  nndcrlhanen  and  was  I.  D* 
cäraorgnetter  sein, 

Am  andern  liaben  sich  L  D*  im  Steycr  cathegoriee  cr- 
klUrt,  daas  die  ausscliaffung  nit  auf  landtleat  angesehen  worden. 


471 

FUra  dritl,  «o  ist  von  dem  heim  und  tHDdesf\irslen  der 
ordnnng  nach,  wie  mans  Rcgen  den  wenigeren  gelmltcn,  vor- 
h<*r  durch  genernl  oder  andoro  weg  kaine  intimation  bescbchon, 
nocli  aioichcr  tcrniin  oder  frist  erlliailt  worden. 

VierdtoD,  so  ist  bissliero  jederzeit  gebreöclng  gewest  und 
in  yoUlichen  gebrauch  ertialu^n  worden,  wann  die  landtsnirsteu 
derglciclicn  hocbwicblige  sacheo  wider  iere  landtlenlLi  was  für- 
Kiniemen  vorbabciis  gewest  sein,  «o  bat  man  credenzscli reiben 
an  die  landleuc  ertbaiEt,  den  landtsfilrsüiclicn  eoinmissarion 
wegen  ieres  arbringen  volmeclitigen  glauben  zu  geben,  wie 
dann  in  landt-ngssaehen  die  herrn  commissarien  woU  gar  die 
Instruction  weisen  und  fürlegen  mftesaen. 

Fürs  fünfte^  was  künnt  den  landtleutbeii  wull  spüttlicb- 
und  scbw&rer  fallen,  zu  allem  dem,  das  sie  sich  icros  vattor^ 
lande  vcrzeicbon  mlleBscii,  das  sie  von  einem  bischofunbewusst, 
obs  I.  D*  wil  ist,  so  ühv.i  tractirt  nnd  ime  in  ainci*  so  sclnvärun 
wichtigen  sachon  underworffen  werden  sollen. 

Fttrs  sechste,  so  gebtlrt  den  laiidtlenthen  von  ierem 
landtsfiirsten  und  nit  dem  biacbof  ain  kundschafft  lerer  hin 
wegschaffuiig  zu  geben,  damit  es  bey  den  a titele ndi sehen  Tülkern 
nit  das  ansehen  hat,  als  wann  die  laiidtleut  aas  unredlichen 
Ursachen  willen  aus  dem  landt  geschafft  weren  worden. 

Fürs  sibende,  was  köiidte  im  reirh  und  anderer  orter 
wall  spt^ttlichers  fUrkummen,  als  wenn  die  hinwegachaffurig  der 
landleut  der  geistlichen  iuriadiction  undergehen  nnd  der  landts- 
fUrsl  sich  allerditigs  mit  meinem  landtsfür&tlichen  rcgalicii  mit 
dem  geistlichen  standt  subraittirn  wolt,  die  landtleut  kttritcns 
selbst  nit  duMen,  das  geistliche  und  iere  mitglider  in  politicis 
ainer  mit  dem  aiidcrm  zu  schaffen  haben  solle,  zumal  von 
ainem,  der  kein  fUrst  des  tandts,  sondern  blessticlien  aa(  tempua, 
aud  so  lang  er  lebt,  aln  geistlicher  kUrchenHürst.  inmassen  dann 
die  freyheiten  und  der  process  der  scbrannenordnung  mit  sich 
bringt,  dass  auch  die  auslondischeu  gcborne  geistlichem  und 
hochlBbllchen  haus  Osterreich  befreunde  our-  und  ftlrsten  mehrere 
preminenz  im  landt  nit  haben  als  sonsten  der  wenigist  landt- 
man  im  landt. 

Fürs  achte:  Soll  ain  ehelicher f'«ic)  landtman  auf  blosse 
dos  herrcn  bischufs  auss  dein  landschaffutig  gehursamen  und 
fortziechen,  wo  Mibe  die  ledigzelliing  der  pdichl,  so  der  landt- 
man den   landtsfUrsten  geschworen,   nnd   wo  blibe  die  kandt- 


472 


ichafTi,  dasB  der  iRndtman  wider  &<>inem  Iterren  and  tandUfUrsten 
sich  mit  nichtc  ver^iffen  und  dns  et'  allein  der  ruligton  wegen 
hinn'eggeaclmffl  aey  worden. 

Ftlrs  ncundtc:  Erselie  man  »Her  der  lierren  von  Otter- 
reicli  und  ausslendinclicn  Alrsten  mandicrungcn,  ob  »ie  jcmol 
das  politiHch  and  dergleichen  wichtige  suchen  ierem  geistlichen 
bischofen  beaolcben  and  ob  eie  es  uit  allezeit  selbst  verriebt 
haben,  ersehe  man  t'crror  die  Ordnungen  und  die  gefertigten 
general,  ho  der  iczig  regierende  herr  und  landtsAirst  selber  in 
eau»a  der  geistlichen  güeter  an  die  landtleut  aasgehen  lasse», 
und  weil  solclios  in  dem  wenigem  beschclien,  waramben  dos 
maiste  und  genettigiste  dem  herren  bischofen  bcvolcben  sotle 
werden  ? 

FUrB  zehendte,  so  ist  bey  der  ausscbuflung,  fcrror  aach 
der  güetter  luüber  aiu  aigentlicho  gewisheit  tu  aincm  und  dem 
andern  zu  erlangen;  darinnen  hat  herr  biscbof  nichts  zu  dis- 
ponirn,  eondern  der  herr  und  iantsfUrst,  darumben  so  gebttrt  die 
auBscItaffong  »Hein  I.  DV 

Fürs  aindtleffte,  wierdt  dise  bctrUebnus  des  landts,  eo 
durch  die  ausscLaäfung  der  laudleat  beschicht,  im  K.  K.  und 
aller  oi-tcn  publicirt.  wie  dann  dcrglcicliun  Sachen  nit  ver- 
schwiegen bleiben,  was  wierdt  es  I.  K.  M'  boy  erhandlung  der 
reichshilffen  nit  fUr  schwüre  impedtmenta  geben,  zumal  das 
noch  das  ain  nit  gestillt,  und  was  wicrdts  wol  disen  armen 
landen  nit  schaden,  welche  den  feindt  am  hofKaun  und  so 
grosse  weitschichtige  granitzen,  wie  aach  die  unnachbarlichen 
Vonediger  am  hals  haben,  das  auch  bceder  landte,  Kharendten 
und  Crain,  bewilUgung  sambt  der  reichshilf  nit  kleckhen,  die 
crabatisch  granitzen  zu  unterhallen;  solle  nun  den  armen  landen, 
seitemal  1.  D'  auch  nichts  herzugeben  haben,  noch  die  wenige 
dargab  der  reichsliilf  durch  des  herren  bischofs  fbrgenomenen 
anzeitigen  process  abgestrirkt  werden,  so  bekttme  die  granitzeo 
gleich  den  gahraas  und  dte  darhtnder  liegendt  crarmbte  lande 
sambt  derselben  camergefkll  wurden  mit  und  neben  derselben 
in  das  verderben  geraten. 

Dannenhero  und  fUra  zwelffte  I.  D*  anderthenigist  zu 
bitten  warn,  dem  solcher  wichtigkheit  nach  gn.  ond  threu- 
hertzig  mehrers  zu  dencken  nnd  weil  die  landt  alle  zugleich 
ainem  landtsfUrsten  zuegehSrn  und  fast  gleiche  freyheilen  haben, 
I.  D'  welchen  (fie)   denen   von  Crain  mehrers  als  den  anderen 


478 

zwejTöD  langen  nit  .luAragen,  sondern  in  solcher  gleicliheit  er* 
halten,  wann  sil-Ii  i.  1>*  utiicertalittr  ;;n.  entsehlüesBcn  und  für 
ratbsam  befinden,  in  ieren  landen  kein  evaRgelisclien  landtman 
ra  dolden^  sondern  hin  wegzuschaffen,  und  das  solches  von 
[.  D*  als  regierenden  herren  und  landtsfUrnton  duruli  ordnnliche 
generali ntimation  und  gebang  alner  zimblichen  frist  und  ntt  bo 
abrujptim^  wie  von  dem  herren  bischof  bcschechcn,  volgt,  bo 
dann  sein  die  von  Crain  nhrbiettig,  dergleichen  schwäre  pnrd 
mit  und  neben  den  andern  landen  gednidig  zn  tragen,  doch 
das  sie  vorher  iror  glllh  erlassen  und  landtsfUi-ätliche  kundU 
schaßten  haben,  das  sie  aosser  der  reÜgion,  in  dero  sie  sich 
auch  gegen  ierem  herren  und  UndtsfÜrsten  nie  vergriflen, 
eonf^tcn  in  poUtlci»  allisK  dus  gelaist  und  voizogcn  haben,  was 
gehorsamen  bindtleuthen  gebüerth,  und  hindangcsetzt,  das  die 
gohoraambistc  lardtHchaffi  von  nnduncklichrn  7.eit«'n  hero  äU 
behüet  der  granitzen  und  der  darhinder  ligendo  lande  zu  er- 
hallung  des  herren  and  landtsfürsten,  dann  auch  ierer  weib, 
khUndt,  hnah  und  guct,  jer  bluetlt  und  gantzcs  vermßgen  auf 
und  zum  des  hochlublichcu  bauss  Osterreich  nnl/,  gesetzt,  dar- 
geben und  ioror  lierrii  arhuldeii  «um  üfternuik-n  zahlt,  sieh  auch 
also  endtplosst,  das  die  landtlcut  mit  ilein  iorigen  bcy  dnr  aus- 
schaffung  nit  die  notturfftige  zchrung  haben,  noch  das  jerig 
vei'kaiiffcn  oder  versilbern  mögen  und  also  wo!  geliofi'l,  icror 
tbreu  und  unsecLlJchcn  dienst  willen  in  lerem  vaterlandt  zu 
sterben  und  über  die  vorig  noch  mehrere  freyheit  zu  erlangen, 
als  das  man  inen  die,  welche  iere  voreltern  mit  guot  und  bluet 
bekhomen,  ncmen  solle,  so  wellen  sie  eich  dwoh  wio  die  gc- 
})or8iimen  mit  uml  neben  den  .indcrn  zweyen  landen  geduldig 
ergeben  and  das  auegemaete  cieutz  tragen,  das  Uberig  aber, 
ob  sie  solches  alles  umb  das  haus  Österreich  verdient,  gott 
dem  almcclitigen  bevelchen  und  haimbstcllen. 

(O.  D.)    Von  aallen:   Ä!>virdu. 

1753. 

Ausgaben  für  die  evanydischc  Kirche  und  Schule  1607:  1298  ft, 

(St.  L,-A.,  Clir.  II.) 

1754. 

Rudolf  IL  an  Ershcrxo*}  Maiihim:  ioU  die  Maßregdu,   die  er 
puncto    rcUgionis    bcraiacJdagl,    eine    Readutiü»    erfordere   aber 


474 


längere  V^rbfreUung.  Unier  des  von  iTo/liVcÄni  Uriefat  sei 
videt  gefunden,  %oa$  zum  XacJutenJcen  AnUtfi  gebe.  Auf  die  Prak- 
tiken der  LandUute  müsse  nian  aclUen.  dankten  besonders  tiarauf 
bedacki  sein,  dafi  in  Ungarn,  Osterreich  ob  und  unitr  der  Enns 
tcfdrr  in  SUidtert  und  Märkien  noe^  audk  sonst  etu-a  durch  Kanf 
ton  Landgütern  Herren  und  Landleute  oder  linrffer,  so  aus 
Steiermark  der  lieligiott  halber  auseieken,  eugelaasen  tcerden; 
ttoch  icettiger  ist  ihnen  ihr  exercitium  öffentlich  oder  priTBtim 
gu  gestatten.     Prag,  ohne  Zciinngabe. 

(Kop.,  ArehiT  dem  GMchirhtireruu  Kirnten,  HiscellaBea.) 

1755. 

Die  Verordneteti  ron  Steiermark  an  Karl  von  Teu/fenhoch:  em- 
pfdtlen  ihnt  das  Gesuch  der  Exalaniin  Barbara  linckerin  um 
eine  Intersession  ,icegen  Erlassung  des  Arrestes  und  anderer 
Sprüehtf,  da  sie  bloß  um  der  ,IiekanntnHS'  der  tcahrfin  Religion 
willen,  der  audt  er  sdbst  ungetan  ist,  ihr  liebes  Valerlattd  ,mit 
dem  Rücken  ansehen  muß'.    (Oras)  1608  Januar  ?. 

(Kom..  6t.  U-k.,  Chr.  B.) 


1756. 

Eriherxog  Maximilian  Ernst  an  Josef  Paniiotl,  Landesvitedotn 
in  Krain:  ernennt  ihn  gu  dem  Amte  eines  ReligionsreformatioHS- 
kommissärs,  das  auch  sein  Vorgänger  Philipp  Khobenrl  innege- 
habt, und  spricht  die  Ertcartung  aus,  daß  er  alten  erßossenen 
und  noch  zu  getcärtigenden  Verordnungen  im  Vereine  mit  den 
beiden  'anderen  Kommissären  nachkommen  und  dies  Reformations- 
werk sich   werde  angdegen   sein   lassen.    Gras,  1608  Januar  7. 

iOrif.,  L.-A  SriiB.) 


1757. 


Folgende  Herren  und  Landiet*t€  von  Rrain  tcerden  von  den  Ver- 
ordneten um  die  Fertigung  der  Beschtcerdeschriß  gegen  den 
Bischof  von  Laibach  vom  24.  Detsmber  1607  gebeten^  die  S'  F^l^ 
tum  Zwecke  der  Erhaltung  der  Landesfreiheit  noch  vor  angehen- 
dem Landtage  rugesandt  werden  soU:  Herwarth  Freiherr  von 
Auersperg,  Hans  Jakob  von  Edling,  Landceneeser,  Graf  Johsl 
Josef  von  Thum.  Hans  Wdkardt  Graf  von  Blageg,  Herr  Georg 


I 


47& 

von  Frangepän  Graf  ron  TersaU,  Dietrich  Freiherr  von  Atiers- 
jtfry,  Veit  Kifßl  Freiherr  von  Kaltenbrann,  Wolf  Dietricli  Frei- 
herr von  Laml>erg,  Nikolaus  Freiherr  von  Fgkh,  Wolf  Freiherr 
von  £gkk,  Nerwarih  von  Ijamberg  Herr  zu  Sauenstein,  Georg 
Andre  Cagianer,  Philipp  Cobend,  Andre  Paradeiser,  Otthein' 
rieft  von  Wernegkh,  Innocens  Muschkon,  Philipp  von  Stgcsdorf^ 
Vanid  Galt,  Erasm  ron  Sche^r,  Georg  Walthasar  ton  Sdieyr, 
Erasm  von  Wernegkh,  Georg  liauber.  Andre  von  Itannach,  Jakdh 
Galt,  Sdirängkhler^  Adam  Muschkon,  Hans  Bapti&ta  Muschkon^ 
Jfatis  Seifrid  lUiap,  Philipp  Jakvb  von  Jtannach,  Georg  von 
Rannach,  Franz  Georg  von  Oberburg,  Leonhard  von  Sigesdorf, 
Georg  IRasp,  Christoph  Wagn,  Walthasar  Itümisrhissel,  Danid 
liambsehissel,  Kosmus  ton  Hohemeardt,  WUhalm  Gall,  Andre 
Apfaltrer,  Anthoni  Pedtschowituch,  Andre  Ürmeniisch,  Panla- 
Uon{sic),  Georg  Moschkott,  Frans  Georg  ron  Rain^  Josef  Matt- 
ritsch,  Elias  Jiasp.    Laibach,  1608  Januar  16. 

(Archiv  Era'iD,  B«il»ge  zux  Be*chwarde»cbrift,  unä  «war  in  dufto,  Wt  d«in 
«inen  Exemplar«  feblen  «tie  lelitro  vier  Nuneii.) 

All)  12.  Februar  l'ittcn  die  ViTorJunton  ilsii  DallliaiAr  I^yiiiauii,  t^e'i- 
lieg«Ddi3  Schrift  wider  dcti  Bischof  &*  F.  D*  vorsutraf;ru.  Dein  Ersliursugo 
Maximilian  t^rnit  aemlan  aio  taRi  darauf  «in«  Kopi«  und  am  8D.  Februar 
tii^Idel  Matüiia*  Val1bcr(;er,  daß  dio  BcsulutioQ  des  Landvifilntvo,  nacli  Miu«r 
Anktinft  aus  Rcg^Qosbtiirg  su  gevrSrtigeu  s«i  (Kopp-,  ebenda). 

1768. 

jBrahtTMog  Ferdinand  IL  an  den  Bürgermeister,  Richter  loid 
Bat  SU  Leoben:  sie  möchtm  so  rasch  als  möglich  ex  ofliciu  in 
Geheim  berichten,  was  für  Landleute,  Personen  vom  Adel  (Nobt- 
litierte)  und  Bürger  der  Religion  halber  aiis  ,ihrem  Revier  her- 
um' sich  außer  Lands  und  icohin  sie  sich  begeben.     Graz,  1608 

Februar  21. 

{Ong.,  L.-A.  L*«b«D ) 

l>er  Befehl  wird  am  19.  Man  1608  wiedorhull  (Orig.,  sbcoda). 

1759. 

Erzherzog  Ferdinand  11.  an  die  vom  Herren-  und  Ritterstande 
inKrain:  Antueort  auf  ihre  Beschtcerde  gegen  d^'-n  Bischof  Thomas 
i»n  Laibach  tcegen  dessen  im  Oktober  1604  eingebrachter  Schrift, 


476 

ilurrh  die  rr  wider  sie  «xaedierl  haben  soll,  so  ^fi  sie  in  den 
LandiagssessioHfti  Htn  niehi  duldfin  fCfAlen,  so  lange  er  seine  An- 
tciirfe  tcider  sie  niclit  bewiesen  habe;  der  Mißverstand  sii'ischen 
beiden  sei  ihm  nicJtt  Heb.  Er  tonne  sich  aber  erst  nach  genauer 
Erhtndiffung  resoliüeren.  Daß  sie  den  Jiisehnf  so  stracks  von 
den  Sessionen  ausscMießen,  könne  sehoti  deshalb  nicht  gebilligt 
icerdeti,  iceil  es  dem  Jiistume,  das  in  den  Sdmngen  sein  ge- 
bührendts  Votum  hat,  sam  Präjudit  gereichen,  sie  auch  in  ihrer 
eigenen  Sache  KUigcr  und  Jtichter  sein  würden.  Mit  der  Aus- 
wiMießung  ist  bis  zur  endlichen  Hesolution  initezuhaUen.  Regens- 
bürg,  1608  Man  7. 

{Orig.,  L.-A.  Kraia.) 

176(>. 

Erzherzog  Maximilian    Ernst   an    den   Krainrr   Vtxedom   Josef 

Panisol:    Nimmt  seineti   Bericht   vom   11.  April   iiber  das  ihm 

anvertraute  Amt  zur  Kenntnis.    Auch    sein   Vorgänger   sei  als 

Jleligionsreformationskmnmissär  tätig  gewesen  und  er  kmnc  davon 

nicht   brfreit    uerden,    tpeil  sich  in  Krain  immer  noch  Vorgange 

wider  die  katMischf.  Bdigion  erxeigen.     Doch  sofl  er  anf  eine 

Zeit  davon   beurlaubt   werden,    tcoron  der  Bischof  von  Laihach 

in  Kenntnis  gesetzt  wird.    GraSy  1008  Mai  3. 

(Oric-  B.  Eop-,  L.-A.  Krain.    Dimtts,  &.  ItS.) 

Ein  8ebr»ib«ii  an  den  BUchof  litgt  W. 


176i. 

,Bevclch  von  der  F.  D  ist  anhatt  verlesen  icordet%,  dass  die  wn 
Leoben  des  anicalts  befreiet  sein,  doch  dass  sie  sich  in  retiffUms- 
soicol  hausu'irtschafl-  und  anderen  Sachen  also  unsträflich  ver' 
halten,  damit  Jiöchsigemdte  V  solche  befreiung  nicht  aufzuheben 
verursacht  werden.'    1608  Juli  12. 

(RaUprat.  Lroben  ISOS,  fo).  40>.) 


1762. 

FerditMtui  U.  an  den  lAindesverwalfer  von  Krain:  erinnert  ihn, 
daß  er  das  Ccillegium  Societstis  Jesu  von  allen  anderen   /n- 


477 

staneeti  als  der  der  niederostcrretchisuhett  Üetfiening  befreit  hohe. 

Graz,  1608  Juli  IL 

(Kup.,  H-,  H-  u.  3t.A.  KntiD,  Fus.  i.) 

Ferdinand.  Wir  erindern  dich  liiemit  gn.,  dass  wir  dus 
colUgium  S.  J.  ansers  f.  stifl'tes  aldort  zu  Lavbach  aus  I.  f. 
macht  tind  vollkommonhcit  dahin  gn.  bofrcyet,  das»  sy  von 
iren  gegentliailen  in  den  etwa  flirfallenden  und  erhebten  strittig- 
keiten vor  kainer  andern  instunx  dann  allein  vor  der  n.-fi.  re* 
gicrung  als  ircr  ersten  instanz  beclagt  werden,  alda  zu  rede 
nnd  antwort  stehen  and  die  entscheiJong  darüber  erwarten 
and  annombcn  sollen;  dich  dessen  demnach  znr  naehriehtung 
hiemit  gn.  anfUegendt.    Grata  den  11.  JqU  1Ö08. 

An  tan ds%*crw alter  in  Crain. 

In  «imüt:  An  lands  vice  dorn.  An  Scbrannengericht  daselbst. 

176S. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  an  Friedrich  von  Ilerberstein: 

rekommandieren  Dr.  Johann  Ilausner  als  mcdicus  utid  physicua, 

da  er  geswungen  ist,  sich  der  Rdigion  wegen  nach  Osterrnch  su 

begeben.    Graz^  160$  Juli  16. 

(St.  L.-A.,  B«gistr.] 

1764. 

Aus  den  Besddüssen  der  kroatischen  Stände  vom  2.  und  3.  Sep- 
tember 1608  gegen   die  Freiheit  des  nicJitkalholischeti  Ileligions' 

bekenntnisses. 
(Kroat.  ArchiT,  Prtki- fongreg,  gtnenU.) 

.  ,  .  lideni  domini  st&tas  et  ordiues  huina  regni  .  .  . 
summa  rccrcati  lactitia^  quod  S.  Scv***  pia  et  paterna  cura  ao 
dicti  &tatu9  et  ordines  tale  ftiedus  eanxerint;  quo  non  solatn 
collapeac  aiitlquae  libcrtatos  et  immanitntes  nostrae  .  .  .  ilEibate 
servabantur,  in  singulis  punclis  et  clansuÜR  praelibatam  con- 
foederationcm  praeter  Übertatem  religlonis,  cnias  nsam  et  euer- 
cilium  bis  in  regnis  secundan]  tenorem  .  .  .  conclusionum  Vien- 
nensiuoi  liberum  esse  nolunt'  approbant.  .  .  . 

»  ÜDdfluUicti.   Der  obige  Text  »tiumit  mit  dem  BeMbluu«  der  SUud«  rotu 
njiclitlcti   JaliTB  übereiu;   Aidi'iilaji  ilt  »oti  atlmilleitdii  iittrtait  exerrÜÜ  in 


I 


478 


1765. 


Litterae   Georgii   comitia   ad  S.  W  pro  eo  interpollantis,  nt  ad 

praccavcndam  tarn  iotra  qaam  extra  re^nnm  propter  denegatam 

Auflti'iacis  liberum   vcl  A.  €.  exercitioiu   novag  conspirationes, 

ccrti  quid  stataorc  dignnrelnr.    1608  SepUmber  28. 

(Uiig.  L.-A.,  Tlmrzo-Archlr,  Fau.  S.) 

1766. 

Aliac  einsdem  C.  Thurozo  Hterae  responsoriae  ad  Hteras  Wolf- 
gaitgi  Willicluit  coinitis  palatin!  Klietii  .  .  .  dacis  ...  d.  d. 
16.  Aug.  Norimberga  exaratas  i-cddltae,  in  qaifaus  cidom  in  pro- 
muvendo  ortiiodoxAi;  rdigionäs  negotio  omneiu  ciiratii  et  operaro 
pollicclar.    IGOH  Oht^her  2. 

{Ung.  L.-A.,  Thureo-ArchlT,  fsm.  S.) 


1767. 

TnterjKssionsschreibeti  einiger  Kurßrsien   uud  Fürsten  an  de» 

König    Matthias    jfuffunsten    der    österreicliisehen    evangelisdien 

Stände.    0.  D.    1G08  Oktober  26. 

(WnrtDbrand'ArcbiT,  Ha.  %\.) 

yAnas  ihnon  Am  e^erciUun  d^r  «v.  roli^ion  f^^ehcit  wBrde.*  Vtiter- 
Eclehuet:  rlic  Pfarlz^rareii  Frictlnch  und  Pliilipp  Ludwig,  CItrUtiao  und 
jHAcUini  Ernfit  von  Bramdcuburr;,  llerro^  Jolianu  Friedriclt  von  WQrttemboif 
nad  Georg  Friedrich  toii  Boden. 

1768. 

Matthias  IL,  designierter  König  von  Ungarn  etc.,  Jtestntigt  die 
durcJi  den  JUscitof  von  Agram  Simon  Brathulycfi  in  seinem  imd 
dem  Namen  der  Stände  Kroatiens  überreichten,  jcäw  Punide 
fassenden,  durch  Jiitdolf  II.  ihnen  auf  ihre  Bitte  durch  die  Ur- 
kunde de  dato  Prag,  G.  Januar  IGOG  bekräftigten  Freiheiten. 
Frefiburg,  1G0S  Dezember  €. 

(Orig.,  Kro«t  L.-A.^  Pnl.  ngn.  emgrtg.  1667—1608.  Qodrackt  KukaljeW^ 
ArUe»di  tt  cotutibdiimu  diaetaruat  mh  j^mera/iuni  con^«gationym  rtgni  Croatiae, 
8.  6a."l 

Am  rtgno  alienae  rtliffionia  toitfiriiumt,  ...  El  ai  qtiUpiam  yra€Jieat«r 
ft«[i  rrtrmi  Wi  aivt  tjtorUatiee  «m  opt  mtintpiam  in  hoc  rryntm  ««n«rtl  tt 
MMMUwHf,  pratHÜctUortM  tktat  tnücvüjM  eaprre.  .  , , 


479 

Punkt  l  der  durch  Utidolf  II.  erfolgten  Konßrmathn  lautet: 

Postqiiam  nancü  regni  ad  praetcrltam  diaalam  Posoniensem 
fix  pnbllco  (lecreto  regni  transmissi  redierant  et  nrliculis  eins* 
dem  rcgni  Ilungariac  in  cadom  diaeta  sancitos  per  S.  C.  M*"" 
dominum  nostrum  clementissimom  confirmatos  praescntarnnt  eos, 
com  deliita  reverentia  Status  et  ordines  accepertint  suaeqne 
S"*  M''  immortales  gratiaa  agunl,  quod  non  aaltom  pro  dlntur- 
niori  eorum  permansione  piam  patcrramqao  curain  habcat, 
vcrara  etiam  religionem  orthudoxam  a  sanctissimis  suis  praede- 
cessoribus  conservatam  in  prlatino  statu  rclinquero  satagat  qnara 
Status  et  ordities  pro  maiorum  saaram  reteri  piu  instituto  sin- 
cere  lenero  et  amplecti  non  intcpmittent.  Idcoqne  stahiutit  et 
decemunt  unanimi  voto,  ut  univcrsi  tiacrctici  et  praccipuc  in 
bonis  Ozaliensibus  divagantes  concionatores  ex  Styria  pulsi 
vel  aliter  quaÜtercunque  eo  devenientcs  eiiclantur.  Erit  autcm 
Kev"*  domini  episcopi  Zagrabicnsis  tamquam  diocesani  huiua 
rcgni  in  tales  perverses  errores  pro  e'ms  pastorali  ofticio  stu- 
dioso  animadvcrtere. 

(6l»h«  oben  zara  6.  Juli  1604.)  D»r  belr«fTeind<  Bescblaß  Ist  von  dort 
wfirtlieh  hier  infgcnomman. 

1769. 

Beschtverde,  daß  die  patres  socictatis  Jesu  in  ihren  Jlechissachen 
nur  vor  der  niederösUrreichischen  llfiyierttng  ffnkUtgt  werden  sotleti. 
JiefteMufi,  die  F.  D'  en  hittcn,  sßUhe  Exemptionen  auf^iOuthen 
und  es  heim  alten  Stand  zu.  lassen.  Hinweis  auf  den  Sisehof 
eoii  (htrk,  der  sich  vom  Uofrechte  cxenipt  machen  wollte.  Lailiach, 
im  lloßhaiding  1608  November  3. 

(.L.-A.  Krsiu,  V.-Prot,) 

1770. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  erteilen  dem  Bürger  und  Bändels- 
manne  Georg  Schinderl,  welcher  der  Religion  wegen  mtsgeschu/ft 
wird,  ein  ümpfehlunifsschreihm  mit  dem  Bemerken,  dafi  er  der 
Landschaft  icietUrholt  mit  Ccld  ausgeholfen  habe  und  dies  auch 
hinfort  noch  tun  itnU.    Grae,  1608  Dexemher  ö. 

(Kons.,  Sl.  UA.,  Cbr.  R.) 


480 


1771. 


Ferdinand  II.  an  die  vom  liitfenttande  und  die  weltlicJien  iMnd- 
teute  in  Krain:  Nach  Einvernahme  des  Bischofs  und  anderer 
Berichte  über  den  xwiachett  ihnen  und  diesem  entstandenen  Streit, 
der  aus  Mißverstand  herrühre,  (>rdne  er  kraft  landesfnrstlicher 
Autorität  an,  daß  alle  sicischcn  ihnen  vorgefallenen  Irrangen 
und  hitzigen  Klagen  aufgehoben  tcerden.  Auclt  dem  liischof  sei 
gebiihrende  Moderation  anbefohlen,  (h-a^,  1608  Desember  24. 
(Orig'.,  Ih'A.  Krain.) 


1772. 

Die  «♦  Harn  versantmelt^i  drei  politischen  Stiiitde  von  Hertet\, 
Ritterstand  und  Städten  und  Mnrhen  Österreichs  unter  und  eh 
der  JSnns  an  die  Verordneten  von  Steiermark:  Da  sie  es  für 
notwendig  erachten,  ihnen  ah  christlichen  Oltiubensgen033en  und 
Nachbarn  die  eigentliche  Beschafftnhcit  ihres  schweren  Zustandes 
ihres  so  teuer  ertcorbenen  priviEcgium  reli^ionis,  auch  anderer 
Landes frdhciten  usw.  rti  ihrem  besseren  Berichte  und  ihrem 
eigenen  Intei'esse  miteut^ilen,  haben  sie  ihr  Landtagsmitglied 
N.  N.  tu  ihnen  abgeordnet,  der  ihnen  den  ganzen  schrißUchen 
Uaupiproaeß,  wie  der  vom  Anfange  bis  hieher  gehandelt,  voriu- 
Iragen  hat.  ümpfehlung  dieses  Abgesandten.  Horn^  IGOf)  Januar  3. 
(Orig-,  II  Siegel,  St.  L.-A.,  Clir.  K.) 

I)Je  Enti^iue,  dis  ilcli  in  NiederOsterrelcb  im  Jahre  1£08  abi|tielteii, 
aitui  «rettnilich  eine  Folge  des  BeispleU,  das  die  inni)rtMerr«iDblAcb«n  Stftiida 
tw«im«l  —  du  eiiiB  MhI  nach  dem  Tnile  Erzhpmng  Karli,  aU  dem  En- 
hcnogft  Ernst  gehuldigt  werdeu  sollte.  Am  zwoite  Mal  bei  der  [luldiffaDg 
FmlinaiiH^  11.  —  gegeWci  bitten.  Beide  Male  «uolitfln  alt  «iti  Junktim 
Ewitclini  der  Auerkt-Diiung  ihr^r  kirciliHchfti  Freiheiten  und  der  Haldigang 
xa  Bchaffen,  die  lelstero  nicht  xti  leisten,  fallb  die  entere  nieht  ^währt 
wird.  Efxtrlten  sie  das  erste  Mal  einen  vollen  Krfolg,  da  üinen  die  L'oter- 
stlltsung  der  Prager  Kegternug  xnr  Seite  stand,  so  verinocbteu  üe  das  xweite 
Mal  gegen  die  dtpWtDatischen  KQnstc  der  Josuitcii  am  Graser  Hof«  nicht 
dordisudringeu-  Indem  nun  diu  prateitautiicheii  Stünde  Oiterreicha  1608  in 
die  Lage  kaiaeu,  dem  Enliercogc  Haitbiai  die  Huldigung  leisten  xu  sollen, 
suchten  sie  die  Fehler  der  innerOiterrelcliitchen  Stünde  zu  melden  und  e* 
kam  an  einem  lange  dauernden  Htreito.  ba  dieser  auch  in  Steicrmaj^^ 
KKrnten  nnd  Krain  dsa  grltUte  Interease  erregte  und  wachhielt,  weil  uiau 
hier  die  HofTuung  hegen  durfte,  daß  ein  Sieg  des  ProtastantJaniiia  in  Aster' 
reich  auch  ihnen  lugole  küiae,  ward«  die  gesamte  m  dem  sogenanatea 
Uarnei    Streite   geführte    Kgrre»poudena    mit  dem    obigcu    Schreiheu    uaeh 


1 

i 


^1 


Steiermark  gesetidet  nnd  bildet  tum  BiDon  oig-enBii  Fwsikal  d«r  sogon&ontea 
Frotaatanteiiakten  Tcfn  lÖO^  im  stDiGrxiiiirkbchDi)  LaudaMrchiv.  Sowmit  &IXhr«o 
vad  dio  PenOnliclikeit  K;irli  von  ^i^rutiTi  mit  dieiieti  VerlixltniHeTi  in 
B«zi«liun|;  tteliMi,  tiab«  kb  di«K«  Mxterialien  T«rwort«t  la  ni«in«iij  Auf' 
utxe  ,Die  StSnde  Mühreni  und  die  protMt^n tischen  St£nde  Ötterrotchs  ob 
aod  Tintnr  der  KnnB  In  der  xweiten  Hälfto  des  Jahre»  160ä'  im  2.  Bande  der 
2flitächHft  de«  deutacben  Vereines  fUr  die  (leLscIiicIite  MXlirena  und  Ecblesieas. 


I 


1773. 

,BeraihschlagnHg  aines  gehaimen  raüi  eu  Wisnn,  so  den  10.  Ja- 

noarii  Anno  160Q  htscJiehen  sei»  solle.    Veramne  an  confictum 

quiddam  sit,  libcrnm  cnivis  iadicio  relinquo. 

(Arebir    Steiersberg,    Kod.    Kr.  Sl,    fol.  Hl<>^81*.      <Jedruckt    bei   WaldAU, 
üeacU.  des  PrutGAtAiittflmiui  II,  93 — 101.) 

Den  10.  Januarii  in  gebainien  ratli  zu  Wien: 

Herr  von  Khrenberg  verliest  des  herrn  von  I^andau 
instructton.  Die  laut,  dass  die  löbl.  stendt  eich  gegen  I.  D'  zum 
liÖcliBten  bedanken,  dass  sie  sich  bo  vUttorliub  ihrer  aa^eiiomben, 
befinden  über,  daas  &io  mit  trü»tliciicn  wortcn  btaboio  gespeist, 
derowegen  sie  (weil  es  gottoa  ehr  antrüflfl,  von  tcrer  billichen 
practt-nsion  nicht  weichen!  sondern  wie  es  gott  scbiekt,  also 
beieambcn  za  loben  und  zu  sterben  sieb  wider  aaf  ein  ncaes 
verbunden. 

Darauf  »agen  I.  Kgl.  M*  zu  den  räthen: 

Wir  wollen  mit  den  stünden  auf  ein  ortli  kommen,  dar- 
nmb  sagt,  was  zu  thun  ist. 

Erzherzog  Maicimilianns: 

Mein  ratb  ist,  K.  Kgl.  M*  laasens  bcy  I.  M^  kaiser  Maxi- 
miliani  bochl.  ged.  concession  verbleiben,  welches  (weil  I.  M' 
innen  solche»  zuegcäaj;;t)  wol  sein  kann,  in  bedenken  sie  wenig 
begern,  dan  dazumahl  hat  man  in  dem  landtbansü  alliie  ge- 
predigt.    Dessen  haben  sich  die  stendt  jetzunder  begeben. 

Erzlierzog  Lcupoldas 
kombt  scbwitzcndt  aus  dem  pallcnhaass  and  sagt:    E.  W  nolle 
nichts  bewilligen,  sondern  das  ganze  landt  von  allerlei  kbetzorei 
seybern  lassen,  wie  mein  herr  bruedcr  Ferdinanduä  thaet 
nnd  reformiert. 

y»Dt«a.  il.  AM.,  Bd.  LX.  S] 


482 


OIüsl: 

Da  E.  M'  denoii  zu  Elurn  wau  bewilligeu  weiten,  stehet  es 
in  cleru  rum-lit  niclit,  soniler  I.  ß.  IL  mUesseii  inclit  biiidan  ge- 
setzt werden.     Ist  doch  scio  nuncius  liier.     Man  frage  ihn. 

I.  Kgl.  M*  »nm  Clösl: 
Du  ist  gewiss,  den  vill  bübst  Imben  es  conlirmicrl;  hae- 
relicit  Htm  tat  aervanda  ßdes. 

GraÖ'  Trauts&mb: 
Man    soll    ihnen    lieber    frar   nichts   suesagen,    dann   zue- 
sagen  nnd  nicht  halten. 

Graf  von  fc'tlrstenberg: 
Was  man  TUrggen  and  beiden  zncsagt,  soll  man  halten, 
geschweige  den  Christen.  Hat  umb  Verzeihung  gebeten  nnd 
weiter  gercdt:  Die  stend  zu  Hörn  belongcndt,  mcinom  geringen 
verstandt  nach,  künnen  I.  M*  ohne  Verletzung  ircs  gewissens 
ihnen  nicht  allain  das,  was  sie  bcgeren,  bewilligen  and  die 
drüber  gnuegsamb  assecoricrn,  sondorn  noch  ein  mchrers  mit- 
thailen,  dann  sie  Hegern  weniger,  was  ihnen  Kaiser  Maximilian 
oonsentiert;  ku  K.  Maximilians  Zeiten  haben,,  die  der  Augs. 
Conf.  sein,  in  dem  landhans  predigen  lassen;  dessen  haben  sich 
die  stendt  begeben,  begeren  allain  ein  freien  ausgang  and  dass 
der  dritte  slandt  nicht  in  ierem  gewissen  tribuüert  werde.  K.  M' 
sollen  des  herm  Clösel  vorige  meinung  nicht  zu  hoch  achten, 
als  I.  KP  bail,  sonders  weil  des  lieiTn  von  Landau  instruction 
mitbringt,  dass  sie  sich  wieder  auf  ein  neues  verschworen,  mit 
einander  zu  leben  and  zu  sterben,  were  von  ihnen  nichts  zu 
halten,  wann  sie  hierinnon  nmbstönden;  zu  dem  allen  mllssen 
L  M*   in   acht  nemben,   dass  sie  ans  dem  reich  groase  hülfen 

haben  zu  gewarten. 

ClÜsI: 

Der  herr  graff  hört  wol,  dass  es  in  L  M'  macht  nit  stehet. 

Herr  von  Fürstonbcrg: 
Ew.  H.  W.  haben  gnct  reden,  wann  si  aber  so  viel  gttetter 
im  land  hetten,  als  manicher  ehrlicher  herr^  worden  £.  H.  W- 
auch  zum  fridt  und  ainigkait  ratlien,  wann  E.  H-  W.  werden 
vil  im  rath  sitzen,  wierdts  nimmermehr  vergUcUen.  Ew.  H.  W. 
mQessen  gedenken,   es  seindt  so  vi!  ehrlicher  cavaliern  under 


Se 


h^reandu  ukch  tu  &!» 


ml5  wir« 


I 


ja  aiidL  eitere  gMcUeektcr  and  berrn  als  dt«  graffaa  ▼•• 
Uabaparg  seÜor  Mw,  denregtB  niekk  «a  jeder  gailrii— 
kann,  tob  cia«ra  yadea  aahiffidur  «als  regiert  ta  irerden,  der 
TOD  -wtMÖga  herkomen,  dan  er  lelter  ieC 

Eralierug  Leopotdos  sagt  sam  Clfiel: 
Der  graf  Toa  FOrsteoberg  ist  sehr  aof  der  ketaer  seitaa; 
wans  der  bebet  wisaet,  er  vurde  ika  in  bakn  tboen. 

Erabera^  MaximiHaans: 
Der  von  FOretenberg  meints  wol  gaet  TeatKb  and  rith 
sa  fridt  und  aiaigkett,  wann  cor  der  bafaeUeget  oit  bie  wehre, 
denn  er  Ügt  meinen  bnieder  in  obren,  so  wurdts  baldt  Ter* 
^eben,  bat  in  der  teofel  bergefUrth,  leget  bin  oder  ber,  wir 
soQen  Osterreicb  in  acbt  nemen.  haben  wir  Österreich  Dicht, 
•o  haben  wir  gar  nichts.  Aof  Ungarn  ist  sich  gar  nicht  lu 
rerUssen.  Die  Mftbrern  stebD  bei  den  sa  Hörn.  Der  grOete 
reichthomb  ist  bejr  den  LuibcrUchen;  die  Schweixerisclie  |>rc- 
<jno*iiea  ist  wider  das  hsoss  Osterreicb.  Sex  finsternns«  sein 
dise  iahr,  weillen  »ex  geweeen,  ab  das  kaisei-thnm  bei  denen 
TOD  Österreich  ange&ngen,  befinden  alle  weltweiten  und  orfro- 
Hoait,  dass  bei  diesem  letsten  kaiser  das  regiment  nod  kaiaer- 
tbumb  sich  enden  werden,  weilen  diss  iahr  6  finstemnss  sein. 
In  «viama,  was  wollen  E.  M*  tbaenV  Hetten  K.  M'  dise  feier- 
tag  kein  brot  nit  gehabt,  wann  nit  porgschafft  wehre  beschehen^ 
wo  wollten  dan  E.  M*  die  Lutherischen  stendt  bekriegen  klVnuen, 
weil  By  das  brodt,  so  sie  essen,  noch  schnldig. 

Graff  Trauttsamb: 

E.  D*  ratben  aas  meinem  fandament;  wirdt  aber  den 
pfafien  nicht  gefallen. 

Graff  von  FUerstenberg: 
Die   p&ffen   sein    za  Rohm   anverdriben.    wans   hie    über 
und    über   gehet,  sieben  sie  dahin:   aoano  »«mpre  di  «umyiar« 
loro  pan. 

Herr  Ob.  Khain: 

Als  war  ich  ein  obrister  bin,  so  wollen  die  2  grafen  sanibt 
dem  erzbcrzogcn  MaximÜiano  hinken.  Ich  besorg,  I,  M*,  da 
sjro  nicht  mit  einem  ernst  darzae  thnn,    ee  werden  die  Luthe- 


^ 


484 


rischon  Uborhandt  nemben,  wann  sie  nicht  liloet  selien,  so 
glanben  sie  nicht,  ich  will  morgen  dem  von  Bnchhaimb  schreiben, 
flnss  er  nicht  feyer,  sondern  einen  angriff  thne. 

Herr  graff  zu  FUrstenberg: 

Angreiffen  möclit  er  woH,  aber  ich  verstehe,  dass  me 
des  halber  tbaill  diso  feyertag  von  seinen  reUttem  haben  bei 
LutlierJBchen  commaniciert,  dieselben  werden  sich,  laut  ierer 
beichtvHter  fUi-hc]tf«tc;  wider  die  zu  Hörn  nit  brauchen  lassen, 
als  sie  es  dan  in  der  beicht  zusagen,  wie  dann  der  herr  IHia- 
schasy  aach  bei  der  Kgl.  M'  wegen  der  begerten  Hungern 
protestiert,  dass  er  der  verderbung  des  landts  unschuldig  wolt 
sein,  dass  sie  durin  mit  dem  raub  keines  religionsgenossen  ver- 
schonen werden. 

Herr  praesident  Preyner: 

Brueder  Khain,  der  herr  lass  nicht  feyern,  sondern  an- 
greiffcn  und  keines  verschonen. 

Herr  ob.  Kain : 

Ich  ^lanb,  es  wUerd  hcnnt  in  der  nocht  geschechen  sein, 

daes  die  ptigglet  Judin  (als  sie  vor  mit  meiner  Trauen  muetter 

gei^pilt]  gesagt,  dass  sie  heint  nachte  and  irc  iuden  haben 
in  hanss  scbteseen  gehört. 

Herr  Octavio  Cavrian: 

Ich  hab  schreiben  von  einem  von  Triest,  dass  die  Wälü- 
schen  fllersten  mit  grossem  gelthilff  erscheinen  wellen,  wo]|  in 
die  50.000  cronen. 

Herr  von  Meggaw,  ob.  cammeror: 

Vielleicht  werden  die  generalia,  so  heut  angeschlagen, 
etwas  wUrken. 

Ob.  Khain: 

Man  darf  darauf  nit  warthen. 

Herr  Ton  FUrstenberg: 

Man  nuss  aber  darauf  warten,  weil  sie  auf  den  21.  din 
bernefTen  werden. 

Der  Kgl.  M«: 
Bei  wem  verbleibts  dann,  was  ist  zu  thanV 


486 


Erxherzog  Maximilian: 

MaD  muss  den  21.  diss  erwartton,  weil  er  ihnen  deter- 
mioiert. 

Erzherzog  Leopoldas: 

Man  dttrfte  daramb  nit  irarttcn,  icli  wollte,  dass  iclm  in 
einem  lO&el  kUnndte  ertrfiuken,  habs  lieUt  im  Pallenhauss  gesagt. 

ClOsl: 
I.  M'  procediern  gar  Jindt,  man  solt  sie  erschrecken. 

Graff  Traatsamb: 
Wan  ibaen  das  reich  nit  so  gros&e  hil£'  thet. 

Qraff  von  Füretenberg: 
Sie  tliuns   nicht  ohne    tiruach,    den    wirdt  Osterreicli   re- 
formiert, so  grenzt  der  Bavei-f\)er8t,   alsdan  ist's  an  inen,  daas 
sie  wachten,  die  voi-mauer  erstlich  zu  erbalten,  damit  sie  desto 
eichcrcr  vor  dos  bäbat  gowalt  versichert  werden, 

r.  Kgl.  M': 
So  bleibtfi   darbei,   wir   wollen  auf  den   21.  dits  warten, 
hilf^   nicht,  so   wollen   wir   dann    die  andern  2  geueralia  auch 
pablicicrn  lassen. 

Herr  von  FUrstenberg : 

loh  vermain,  man  soll  mit  den  2  geneyalibtis  noch  wartteii, 
dan  den  gehorsamb  der  nndertbanen  anfzuhüben,  gehört  vil 
dursu,  vorzeihs  gott  denen,  die  darzu  geratheu  haben. 

Herr  Hans  von  Molärth: 
Ew.  M'  aollen   fortfahren   und    reformieren.     Ich    erkläre 
micJi,  bei  E.  M'  zu  sterben. 

Herr  graff  von  Füerstonherg: 
Der  herr  brueder  hat   ebeuaowenig   gUtter   zu   verliern, 

als  die  pfaffeu. 

Herr  Hans  von  Molllrth: 

Ich  will  mein  ainen  gerathen  fuess  auch  dran  setzen  and 
solt  er  mir  auch  abbrechen. 

Herr  von  Fürstenberg: 
Der  liorr  brueder  versündige  sich  nicht,  sondern  gedenk, 
wie  es  vor  13  iahren  bei  den  capucinern  gangen  ist. 


486 


Herr  Hans  von  Molflrth: 

Der  beste  rath  wird  sein,  wie  der  Qoarreint,  der  atAtt- 
fendrich  sa^,  man  boU  4  oder  6  von  denon  zu  llom  aaf  dem 
bargplatz  henken,  es  werden  sich  die  andern  Lutherischen  schon 
dran  spiegeln. 

Graff  von  FQeretenberg: 

Ist  sehad,  das«  solche  g^rosae  potentsten  und  liochver- 
Bt&ndige  leUth,  wie  der  junge  Qnarreint  ist,  nicht  in  gehaimen 
ratli  sein,  wans  mein  söhn  wehr  and  ich  dergleichen  reden  von 
ihm  hOrete,  wollt'  ich  ihm  einen  gaeten  Schilling  geben  lassen, 
wiu  eichs  aaf  einen  solchen  bneben  gehCrt. 

Herr  praesident  Preyner: 

Der  graf  von  FUcrstenberg  redt  heoDt  ans  des  von  Losen- 
stain  mnndt. 

Herr  Ob.  Khain  sagt  haim blich  za  herm  Preyner: 
Man  muss  den  von  FUrstenberg  nit  mehr  in  rath  ansagen. 

om«i: 

Der  herr  graff  von  Ffierstenberg  h.it  gewiss  gern  eines 
Lutherischen  tochter,  dasa  er  iaen  so  sehr  beilegt. 

Herr  von  Füerstenbei^: 

E.  H.  W.  sollen  nicht  auf  das  fraaenzimber  denken,  jedoch 
ist's  der  geistlichen  meiste  arbeit. 

Oborst  Khain: 

Der  herr  graf  sag  mirs,  wer  seine  dama  ist,  vielleicht 
bringts  der  von  Pnechaimb  gefangen. 

Herr  von  Füerslonbcrg: 

Wanng  hennen  oder  copaanen  wUren,  wurde  ers  woU  gv- 
fangen  bringen. 

Ob.  Khain: 

Der  herr  glaab  mier^  der  von  Pnechairali  hat  gnete 
rentersleuth  unter  ihm. 

Herr  von  Flierstenberg : 
Die  maisten  seisd  aber  alle  Lutherisch. 


487 


1774. 


Bischof  Georg  von  Lavant  an  Eraherjsog  Ferdinand:  hiUet  um 
seine  Enthehntig.  IJinfceis  auf  seine  Arbeiten,  auch  die  fvider 
die  Kelter.    Lavant,  1609  Januar  23. 

(Epp..  p.  S41.) 


I 


1776. 

Bischof  Thotnas  von  Laihach  au  Erehereog  Ferdinand:  Ansuchen 

um  Autüirfernntj  der  noch  im  Laibacher  Landhause  vorhandenen 

,LHiherviehen'  Sucher.    Laihaeh,  1609  Fd>ruar  2. 

(Orif.,  L.-A.  Kraio.    SIat.  Ba&hnrdr.  84,  «.  c-  9.) 

Durchleachtiffistei-  ...  Ob  ^leichwol  E.  F.  D'  E.  E.  L. 
tu  Cfain  .  .  .  verordcnten  Uut  einschiuas  mit  A  noch  im  löOl. 
iar  aile  sectische  und  dem  catli.  glaaben  zuwider  Itn  landtbans 
alda  nndter  und  vor  diser  flirren oiumnen  hails&tnen  reforma- 
tionscommission  gc^e\icü6t(!)  and  vorhiindcnc  püccber  za  uusern 
als  reforraationscommiäsarien  lianden  guetwiliig  heranazageben 
und  zneatelleu  zu  lassen  mit  angehengter  commination,  das 
E.  F.  D'  sonst  mit  dero  ferrern  Verordnung  hievon  nit  aua- 
sctEcn  wurden,  f!;a.  mandirt,  volp;iindte  auoli  vom  24.  May  a" 
IdOT  inhalt,  einUg  mit  S,  mit  mehrerm  ernst  gn.  gebotten,  das  sy 
herm  Terordendten  alle  solche  bllecher  mir,  biachoven  von 
Laybacb,  ohn  alles  bedenken  anhendi^en  nnd  zuestellen  sollen, 
im  widrigen  aber  E.  F.  D*  andere  mill  destwcgeu  sn  ver- 
ordnen nicht  ambgehen  wurden,  so  wil  doch  von  inn,  herrn 
verordenten.  an  diae  qds  gn.  anferladene  commiasion  zu  catha- 
gorischer  antwortt  noch  bis  auf  lientigen  tag  kbein  jota  nit 
ervolgen;  allein  auf  erstgedachte  .  .  .  Verordnung  bringen  sy 
bei  E.  F.  D*  im  nahmen  .  .  .  E.  E.  L.  ein  solliche  lamenta- 
tionsschrift  nnd  entschuldigung  ;  davon  uns  von  E.  F.  D*  ein 
absohrifft  zuegeschickt  worden)  und  widersprechen  gleich  wol 
nit,  das  dergleiclien  angezeigte  paecher  an  der  handt  sein^  aber 
in  flollicher  Verwahrung  ligen  sollen,  das  slniger  gemaiiien 
privatpersonn  solche  zu  lesen  und  zue  gebrauchen  nit  veratattet 
wurdet,  vermelden  dabey,  ay  haben  änderst  nit  zu  erachten^ 
dan  das  dise  ansuechung  allein  ans  einem  onruchigen  wider- 
werttigen  khopff  geepunncn  worden,  deme  fridt  und  ainlgkait 
nit   lieb.     Uorauf  nun   und   zumal   das   denen   andern    beedon 


489 


landtschafften  in  Steyr  und  KhArndten  nicht«  dergleicben  biss- 
liero  zuegemuettet  »vorden  seye,  sy  es  auch  umb  K.  F.  0'  eben 
hey  ihnen  einen  anfang  zu  machen,  nicht  verdient  haben  sollen, 
bittandt,  E.  F.  D'  wollen  sy  gn.  verschonen  und  nit  zaegeben, 
das  inen  andter  angezogenem  praetext  in  ir  landhaus  nit  allein 
griffen  nnd  andere  dem  gemainen  wegen  scliädtliche  zerritlioh- 
kalten  angestiftet,  sonder  dergleichen  bei  mir,  bischoven,  ab- 
und  eingestelt  wurden:  Über  aolcbeg  wider  mich,  bischovea 
zu  Laybach,  spiirltch  ausgefertigtes  lamentationsschreiben  haben 
E.  F.  U'  mit  einsclilnss  desselben  vom  10.  Augusti  negstge- 
melta  1607.  iars  mir  die  fernere  notturM  dagegen  furzubringen 
laut  bevelchsabBchrifft  hiebci  mit  C  gn.  bevor  gelassen,  darauf 
ich  daun  meinen  ausfUrlichen  notneodigen  dtscurs  iu  acriptit 
et  eoram  onderth.  angedeut,  darüber  auch  veranlass termasBen 
laut  abschrifi^Hrhen  decrets  sub  D  sambt  meinem  adiancteo, 
hi^rm  Wolfen  Paradeiser,  damals  gewesten  Und  tsver  waltor  in 
Crain,  angemelte  herrn  verordenten  die  abtbrderung  berlierter 
seelischen  pUccher  l*ei  2ü(>()  goldtducaten  E.  F.  D'  camer  ans 
aignem  seckl  za  pUcsscn  und  Vermeidung  E.  F.  D'  nnguadt 
getlian,  damit  aber  so  wenig  als  vorher  ainiche  frucht  ge- 
schaffen. 

Wann  nun  ich,  bischoff,  in  orwogung  meines  pastorals 
alle  diejenigen  mitl,  so  zu  extirpirung  des  eingewurzten  S6o- 
tischen  gilTts  immer  helfen  mOehten,  E.  F.  D*  diemUetligist 
fltrzusirhlagen  auch  mein  muglichisten  vleiss  in  Sachen  eu  ad- 
hibiren  nie  uudtcrlusscn,  pttr  me  iptum  abfr  (zu  meiner  wahren 
eotschttldiguDg  geh.  gemelt)  non  auxilianie  authoritate  ei  hra- 
ckvt  archiducali  nichts  richten  mag,  E,  P.  D'  auch  aus  ircm 
von  gott  erleuchten  verstandt  und  gegen  den  armen  verftierten 
Seelen  mit  Hirderung  deren  hsils  und  bekernng  höchst  ent- 
zUndten  eyffers  gn.  wissen  tragen,  ab  diser  vil  angedeotter 
sectischen  der  catholiB<.'hen  religion  zuwider  aufhaltunder  und 
viller  dort  und  da  (»td  in  <iiLem  finemfj  noch  eingobundtner 
btlechcr  auarottung  willen  bey  diser  Crainerischen  landtscbafft 
ainitrher  anfang  gemacht  oder  aber  in  Sleyr  (und  eben  in  der 
ftirBtl.  haubtstatt  Grätz  alda  sul  exordio  caeptae  reformationiM 
ans  dem  Steyrischen  landthans  und  darin  gehaltenen  undter* 
Bchidlictipn  Imcchlllden  auf  ein  tag  ütben  oder  mehr  wttgen 
voll  un-  und  einbundtner  uncatholischer  bUeclier  contimili  man- 
data  areJtiducali  gehüllt  und  in  das  fUrstl.  cotUgtum  acadeMtat 


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489 


Qraecenfis  gefaeret  worden)  wie  mich,  bischoren,  gedünkt,   in 

den  gewünschten   gott   und   seinen  hl.  cngeln  angencniben  er- 

freolichen   effecium   gebracht  oder  nit:    also   verhoffc  ich   die- 

müeltigist,    E.   F.    D'    werden    mich    diser    iniputirteo    unrhue 

willen   aas    I.   f.    müde    and   guettigkait    gn.    fUr    entBchuldigt 

hallen   und   defendim,   limnach   dann,   was  E.  F.  D'  ferrer  in 

Sachen  (in  sonderbarer  gn.  crwcgung,  das  alda  im  Crainerischcn 

landthans  za  Laybacli  noch   zween   überaus  grosse  oder  auch 

mehr  khösten  voll,   darinnen  etUch  tauaent  unhailsamer,   unca- 

thoUscher,  verfUerischer  bibel,  poatiUen,  catechismi  und  andere 

klein  und  grosse  nneingebandner  bUecher  ad  futuram  aliquam^ 

Deus  et  SerC**  I'.  avertat,  pettem  exeitandam  verwart  werden, 

welche  der  vorgeweste  herr  landtsverwalter  und    ich,   bischoiF, 

mit  äugen  gesehen)  farnemben  zu  lassen  gn.  bedacht,  die  not- 

turfft,  damit  an   der  gebilrenden   iissisteuz  und  handtraichung 

kein  mangel  erscheine,  doch  nach  verstreichung  des  angebunden 

landtags  gn.  verordnen  und  solches,  was  biahero  der  uiigelegen- 

hait  halber  nit  beschehen  mögen,  haben  K.  F.  D'  ich,  bischovo, 

and   vicedorab   hiemit   gehorsambist   andeutten,   dero  nns  anch 

zu   beharlichen   1.  f.   hniden   nnd   protection    diemUettIgist  und 

nndterthenigiöt  bevelhen  wollen.     Datum   Laybach  den  2.  Fe- 

bruarii  anno  1G09. 

E.  F.  D' 

underth.  gehorsamster 

Thomas,  episcopus  Labacensis. 

1776. 

Artikel  aus  de»  Bischofs  von  Laiback  Bericht,  den  der  Latides- 
vieedom  nicht  hat  unterschreiben  tvollen.  Laibach,  1609  Februar  2. 

(Eop-,  L.-A.  Knin.  Gedruckt  Dimilz,  Milt«il.  dm»  hiMor.  V«reiaM  1807.  &.  1  IS.) 

Am  l)ichtt«n   Tag«   eisUtt«t  er  einen    Hericht   Über  Exxmbp,   die  im 
Hof'  nad  Liinrlrecjit  ^nogta  werden.     Siebe  DintitK,  5.  tU. 


1777. 

Aus  dai  Beschlossen  der  kroatischen  Stände  vom  27.  UfuJ  28.  Fe- 

t;  Verbot  des  freien  J^xereitiums  ««er  anderen  als  der 
kathoUschen  Eeligimt. 
(Eroat.  h.'A.  Prot,  congr.  geci4»L) 


490 


.  .  .  Et  si  qaispiam  prsodicAtor  baereticoram  Bive  spontnnec 
sive  opc  ariaspiam  in  lioc  rcgnutn  vcncrit  et  zinannia  somina- 
Tcrit,  praedicatorem  llceat  unicuir|ae  capere  captumqtie  ad  do- 
roinam  banum  vcl  cpiscopum  dioccsis  dcducerc,  aut  si  aliter 
fieri  Qon  potent,  etiam  occidere,  Introductores  autem  taliom 
et  transgressores  huiaa  modo  (sie)  conclusionis  pablicae  puaiactur 
poeDa  in  tripartito  voDtenta. 

1778. 

Die  hei  tcähr^idem  Landtage  versammdle,  steirische  Ritterschaft 
A.  C.  an  Ershcreofj  Ferdinand:  Kredens  für  ErnreicH  von  Hitidt- 
gcküdt  zur  SoUisitierung  der  Hesoluticn  auf  ihre  BeHgionsscJtriß. 

Grog,  1609  Märe  23. 

(KoM.,  St  L.-A..  Chr.  R.) 

1779. 

Die  Verordneten  A.  C.  von  Kumten  an  die  von  Steter:  um  ihnen 
die  an  die  F.  />  gerichtete  Schrift  verfassen  und  dann  über- 
reichen £u  kihiiien,  bedürfen  sie  des  Wortlautes  der  von  den  &öA- 
misch-miihris/'-h-öster reich iseh-ungariscften  Ständen  eingeUiufenen 
Interzessionen.  Bitte,  diese  £H  seiticken.  Klagenfurt,  1G10  April  JtJ. 
{Orig..  St.  L.-A.,  Chr.  B.] 


1780. 

Die  Verordneten  vmt  Steiermark  an  die  von  Kärnten:  ABem  rer- 
hoffen  zuwider  sei  keine  trosllidie  liesoluiioti  erfolgty  vielmehr 
geht  die  Verfolgung  u'eiier.  Man  werde  nochmals  anlangen  und 
seitctis  der  drei  LandscJiaften  eine  Biiischrifi  überreichen^  zu- 
gleich audt  die  Resolution  urgieren.  Erfolgt  keine  genügende 
Entscheidung,  so  icerde  man  sich  an  die  bcnadtbartcn  Fürsten 
tJM  R.  R.  um  Intersession  rvendeti.  Gnu,  ltiö9  Mai  25. 
(Kons.,  8t  L.-A.,  Chr.  R  ) 

Es  haben  sich  zwar  die  lObl.  Steyrischen  A.  0.  zaegd- 
thanc  stÄnd«  auf  8o  vilftltiges  lei  I.  F.  D'  .  .  .  wegen  frey- 
atellnng  ihrer  wahren  reli^ion  eingewendtes  nnderlh.  flehen  nnd 
1>itten  anders  milU  als  einer  erfrenhchen  resolation  .  .  .  getrüst, 
60  ist  aber  bis  anhero  nicht  alloia  ainige  nicht  ervolgt,  sondern 
vergangecB  iars  die   hOchst  betrUcbliche  refonnation  renoviert 


401 


I 


und  beinebens  »uoh  etliche  beschwÄrliche  procese  fürgeloffen  ' 
Wenn  dann  ihnen,  1.  stünden,  nicht  zwcifoltj  es  wurden  sich 
unter  denen  Kärner-  und  CrAinerischen  heim  und  landleuten 
nicht  weniger  ain  guete  aiizahl  ditsfalls  hOchst  beachwärt  be- 
finden, also  haben  sie  sich  unter  jetzt  wHhrendcm  landtag  in 
gottes  naiuen  dahin  einhellig  entschlossen,  hOcbstgedaohte  I.  F.  D' 
nachmalen  wegen  des  freien  exercitii  religitytiis  .  .  .  anzulangen 
.-,  .  und  derowegen  sich  beyligundter  unter  aller  dreier  lande 
Steyer,  Kärnten  und  Crain  evangelischen  sUltide  namen  ver- 
fassten,  domüetigen  Schrift,  beynebena  auch  dtiliin  verglichen, 
dus  zu  überrnichuTig  derselben  und  enibsiger  urgier-  nnd  solli- 
citiernng  der  rcHoIntion  von  Jedem  lande  ainer  ehistes  hieher 
solle  deputirt  und  verordnet  werden. 

Da  aber  nochmalen  wider  verhoffen  hhain  ciTreulichc  und 
gnuegsarabe  resolution  ervolgon  wurde,  seyn  sy  entschlossen, 
sowoll  bey  den  benachbarten  fllrsten  und  potentaten  als  bey 
andern  chur-  und  füruten  des  H.  R.  R.  umb  interccssiones  geh. 
anxulangen.  .  .  • 

Hierauf  haben  .  .  .  wir  .  .  .  deroselben  proposilion  nicht 
allain  .  .  coinmuDiciern,  sondern  auch  dahin  bey  discm  auf 
tag  und  nacht  ab^cfcrtigton  boten  .  ,  .  crsuechen  wollen,  dsss 
sie  in  alnero  und  andern  .  .  .  der  KSrnerischen  A.  C.  zucge- 
thancn  stände  willen  und  mainang  uns  chistos  zuekommen  und 
erinern  wollen.  .  .  . 

I  Qrftz  den  25.  May  1609. 

^^v  (Koll.  von  8t.  Sstsin^er.) 

W   Ferditu 


I 


1781. 


Ferdinatid  11.   an  die  ffu    Vellach:   Erneuter   Befehl   übet'  de« 
Eingang  des  W.  Pfennigs  an  die  Hof kammer  su  berichten .  Gra^, 

1609  Mai  29. 

(Ob«rvell«elier  Akten,  Rni^olfin.  K liefen fiirt.) 


1782. 

Ferdinand  11.  an  Richter  und  Rat  tnt  Aussee:  verlangt  nodunals 
Berieht  iiher  den  Eingang  des  10.  Pfennigs.  Orax,  1609  Mai  53. 

(Orlg.,  8jtn.-ArcliiT  Auasee.) 

'  AnagettrEchen :     ,E.  E.  hicijroii  Undicbaft  fritren«  eviiiifteliscber  re1^(ion 
sucgetbauc  tißkicr  abgetn^ltafTl  wurden.' 


40? 


1733 

Aiu  dfr  tteu  aufyariditHem  Jtutmklian  /Sr  tue  mmeräileniiihimht 

Regiernng      Kapüd  >V.  2:     Vom  der  Rdigiom   mmd  Ahtftdmmg 

der  »Sekten.    Gm,  2609  Jmmi  1. 


Nachdem  wir  ans  gleich  (nach)  antritt  nnaerer  f.  n- 
gi«nuig  nicht  mebrer  noch  hOchen  angelegen  seio  laagen,  dan 
oMer  Uodt  and  lenth  bei  der  geboraamb,  einiglutt  und  ge- 
mainfchafft  der  beilligen  algemaiaen  cathoUisehen  kirchen  be- 
•lendiglictj  za  erhalten  and  die  widrig  verfierisch  secteo  und 
xerrichüicliefjtie)  lehni  aas  uttaerii  landen  and  gebieten  aasza- 
reitten,  iomaueD  wier  dann  deätbaJben  ron  ainer  zur  aodem 
zeit  allerlei  hevelcb,  tnandat  nnd  generalia  aasgehen  ond  pa- 
blicieren  Uftfteu:  so  tat  anser  gn.  ond  ernstlicher  bevelch  nnd 
wellen  (tic),  dam  anaer  Statthalter,  cantzler,  reginientsrath  and 
alle  denselhen  wcesen  vernronte  personnea  nicht  allein  fUr  sich 
aelbst  der  alten  wahren  christlichen  rcUgion  des  gehoraambes 
«nd  verordnang  der  römischen  aJgemaineD  kircben  anhengig 
nnd  snegetbon  sein,  sonder  auch  ir  Beiasigea  aarsehen  haben 
•oUe»,  damit  aollicher  allatn  saligmacbender  glaab  allenthalben 
in  nnaern  laiiden  vcsiiglicli  gehalten^  darwider  kein  neuerang 
suegelusen  noch  gestattet,  sundeni  dieselben  aosbraiter  ond 
verfUerer  sowoll  aacb  lere  unlienger  und  nacbvolger  vennUg 
angeregter  anser  pablicterlen  geueralicn  ab-  und  aas  dem  landt 
geachafft,  auch  nach  gelegenhait  mit  gefengltcher  emziehung 
und  straff  gegen  inen  verfahren,  jedoch  die  wichtige  Sachen 
nnd  sonderlich  wann  onserer  landtleath  einer  oder  mehr  wider 
unsere  religtonsTnanc/ri^a  gehaiidlt  und  derselben  straff  vcrwUrckt 
Itatte,  jederzeit  and  vor  allen  dingen  an  uns  von  ier,  der  re- 
gierang, luit  icrem  rätliltclien  guelacliten  ^'elangt  und  unser» 
bescbeidt^  darüber  erwartet  werde. 

Dl«  InatruklloD  bej^ionl  ull  dar  ErwXhnnng  der  XlterMi,  boiebunsf- 
w«Iw  iuil  ■■''m  KrU**i>  Kentlnjinili  II.  vom  I.  Jani  1597  aad  betODt  die  Nol- 
w»idl(tli«it,  ili»  ftllfife  lutlruktiou  xu  eiläutero  uud  dem  jctKtgen  Laufe  d«r 
Diugft  «niuai'btDii-gOD.  Das  Itrfimont  liAl  fQr  gowOhnlich  •einen  Slts  In 
Oraft.  iImIi  Ul  Vunehuii^  g«tr«ff«D.  daß  m  auch  nn  «nd«r«m  Ort«  Ut^  bt 
sa«iininM)tigrM>lxt  «aa  Arm  fltatthalhtr,  K«&Bl«r  niid  den  dazu  erktetwa  Ra- 
flmcntarlt«!!  und  twar  drei  LanilUtitftii  aiiit  Ktaier,  aw«i  «ua  Klmtoo,  swfli 
•US  Krain    uuil   eliieiu    noa  GUrx,   ilauu   drei  oder  vier  UuuliU^lebrtAa.    Dm 


"^ 


n 

4 


493 


'ntel  de*  Bmtm»  Uulrt:  Stiltbalter,  Kaiul»r,  B»fr«ntea  and  RJtte  dn  RcfriniuiU 
UDi«rer  niederOst«rT«ii:biKbeii  FantCDtaiucr  dd<1  Land».  Er  bat  VoUiuadit 
ra  handeln  Uat  Initraktion.  Di«*<i1b«i  t^nlliftlt  f.ilg«nd«  Pnnkt«:  I.  Der  Uo- 
(^«ruofc  nnd  derselben  Verwandi<>n  Pd«*;;*.  S  Von  d«r  R»li(rion  und 
AbstciltiDs  der  Sebten  (siebe  oben).   3.  Wie  in  cafuia  attUu»  %a  handet«. 

4.  Sollen  doa  HatuM  Österrcicb  tVeibtiten  haadbahen.  R.  Die  Kegl«rangf- 
^walt  and  wie  sie  alle  Uinge  handeln  sollen.  6.  SolIoD  ex  officio  bandeln 
und    anMrn   Saf:b«a   b'tf&rdeni.     7.   Was   eia«m   Statthalter  tu    tan  ^bührl. 

5.  Einem  Rcf^lmeDtfltantlcr  und  S*kr«tir.  9.  Handlungen  und  *uppticaiioiiu 
dem  Kanzler  U  bar  antworten  Hi.  Auf  widerwärtige  llefeble  Bericht  tuen, 
11.  Solleo  in  ivrtri  fei  haften  Flllfn  Bemheld  nehmen.  I2.  Wer  Beacheid 
^ben  soll.  13.  Weichermaßen  anerkennen.  14.  Varbehalt  des  Su}>p1i«.ieT*at. 
16.  Die  Motire  ga  Tennerke».  16.  Wie  den  Urbarsholden  au  helfen.  17.  Der 
LaodlvQt«  Bwchwerden  vrider  die  Pfandschnfter.  18.  Kamuiersachen  and 
PCtarfaa)uUlan.  19.  AaSj^egaagen«  Btifeble  au  bandbabon.  30.  Amata  der 
Strafen.  Sl.  V«rleibDng  von  Bann  un<l  A>-ht.  ^2.  T.,«hen Verleihung-  33.  I^heti- 
regUtratur.  34.  Untenchied  der  l..«h«n.  2ä.  Wie  die  I'«ben  Yom  Neneu  zu 
verleihen.  SS.  Vorbehalt  der  geistliohen  l^henschaft.  37.  Der  Rrgiernn; 
nud  Kammer  Union-  und  Milbandlnn^en.  ä8.  Wie  die  ^meinen  Sachen 
an  berataehlagen.  i9.  Wie  die  Briefe  darin  «n  ferti^n.  SD.  Irningen  and 
Re«bnun(«Bacbon  bei  der  Regierung  und  Kammer.  31.  Verordnang  der  Aua- 
faben.  88.  Fertigung  der  Sachen  unter  anierem  Titel.  83.  Wie  di«  Siegel 
iD  halten.  34.  8oll  kein  Ccichenk  angenommen  wertlen.  35.  Abtretung 
interessierter  Rüt«.  36.  Zeit  der  Beratung.  37.  Von  den  /erUt.  38  Von 
d«n  a&MnUü.  89.  Di»  Instrahtion  Ewetraal  Im  Jahre  au  vrrlMen.  40.  Vor» 
behalt  der  Regierung  zn  mehren  oder  mindern,  41.  Virmahnnng  des  Re- 
giment«. 

1784. 

Der  Prior  und  die  Ordendeute  des  Augustwcrkhsters  tu  Völker- 
mcurki  an  Erxhcr^og  Ferdinand:  bittat  um  Zuicendung  der  dttrcli 
Martfarela  von  Lambert  gestifteten,  dann  durch  die  von  Völker- 
markt  eingeiogenen  «/id  erst  l.'iTS  wieder  eingeanticorteten  Sdl'f'uud 
an  das  Kloster,  die  dasselbe  bisher  tiock  nicht  erhalien  hat.  Da 
das  Kloster,  das  vor  etlichen  Jahren  wegen  der  eingertsseneti 
lidigionsvcränderung  fast  aller  Güter  beraubt  war,  jetzt  aber  in 
gutem  Aufnehmen  steht,  bittet  es,  ihm  su  dem  ihm  gestifteten 
Deputat  gu  vtrhdfen.    Völkermarkt,  1609  Juni  29. 

(Orig.,  et.  L.-A.,  Cbr.  a) 


Die  Verordneten  von  Steiermark  an  Emretch  Rindtschadt :  sich 
3ur  Übergabe  der   Bdigionsschrift  ehestens  hieher  m   verfügen, 


494 


teeä  die   Kärntner  und   Krainer  schon   da  sind. 

Juli  7. 
(Kont,  Sl  L.-A..  Ciir.  YL) 


GroM,    1609 


1786. 

Krthtrsog  Ferdinand  an   Erzherzog   MaximÜian:  Kredenz  für 

den  Vizekanzler  Balthasar  Layman,  den  er  in  tcichtii/eii  Sachen 

absende.    Mitterndorf,  W09  August  17. 

(EigenhUndt;.   Statlb.- Archiv  loiubnick,  Lvopoldini  SM.) 

Hocliwierdigister  .  .  .  Neben  Vermeidung  meiner  ^eund- 
Itchen  dienste  alles  IJcba  nnd  gocten  habe  ich  fiter  ein  sonder 
bare  nottorfft  gehalten,  mein  vicecanzler  Bnltbanser  Layman  in 
wichtigen  sachen  und  hochaten  brttederlichen  rercraaen  zu  E.  L. 
abznfertigeD,  fr.  und  br liederlichen  pittendt,  ine  Dit  allein  guet- 
willig  anzuhören,  aondera  wie  mir  selbaten  glauben  2U  geben, 
auch  mit  sollicher  gewinächter  antwort  und  erclerung  abzu- 
fertigen, wie  mein  herzliches  brücdcrliches  vertrauen  zu  K.  L. 
stehet  und  mich  dessen  und  keines  andern  von  deroselben  ge- 
troste. Mich  £.  L.  beynebena  fr.  und  brUederlichen  empfe]- 
hende.     Datum  Mitterndorf  den  17.  Au*fusti  anno  1609. 

E.  L. 

guet-  and  dienstwilliger  vetter 
und  brneder  bis  in  tott 


Ferdinand. 


1787. 


jBaltKasar  tayman  herichtet,  aus  tcas  Ursachen  er  nocA  Jnn5- 
hruck  ahgefcrtiijt  worden.'  (ErxJterzog  Ferdinand  besorg  seit  dem 
Aufstände  in  den  Landen  des  Kaisers  eine  Erhebung  der  ««• 
Jcaiholischen  Landleute  in  Steiermark,  Kärnten  und  Krain,  um 
ihre  vermeinte  Religion  ^durchtubringen' .  Für  aÜe  FäUe  mufi 
er  sich  um  die  Hilfe  der  anraineiiden  Fürsten  bewerben.  Er 
begehrt  von  Maximilian  milifärische  Unieratütsung,  vornchmlidt 
Besetzung  der  Passe  in  Kärnten.  Praeaentate  160'J  August  35. 
(Sutth. -Archiv  Innabrack,  Leopotdioii  36<.') 

Der  F.  D*  ersherzog  Ferdinanden  zu  Oaterreich  ist  noa- 
mehr  von  einer  guten  zeit  her,  nachdem  sich  der  bewusie 


4 


496 


I 

I 


I 


I 


anfstundt  in  I.  K.  M^  landen  erhebt,  fUrkomben,  dass  dero« 
selben  uncatholUche  Undlcntb  in  Steyr,  Ktlrnten  und  Crain  sich 
derselben  gelegenhait  zu  praevalieren  und  zu  dorchbrinpung 
irer  vermalnten  rellgion  eltvüs  thätlichs  fürzunemen  im  sitin 
haben  selten.  Ob  nun  fjleichwol  I.  F.  D'  solchen  ftlrgeben  nie- 
mals ainichen  glauben  gegeben,  noch  ihren  landleutlier,  welche 
sy  jederzeit  ÜXr  treu  und  aufrecht  erkennt,  dass  sy  sich  an 
1.  F.  D^  als  irem  herrn  and  erblandtsfU raten  hintangesetzt, 
ihrer  pflicht  alao  vergessen  sollen,  nimmermehr  zugetraut,  wie 
auch  noch  niclit:  Nicht  destowenigcr  aber,  so  will  I.  F.  D' 
gebbren  und  obligen,  sich  wider  allen  anversehnen  anfstandt 
zu  versichemng  ihrer  selbst,  auch  des  ganzen  hoch  lieblichen 
haus  Österreich,  desselben  landt  und  leUth,  sonderlich  aber  zu 
defendiernng  der  catholischen  religion  umb  alle  müglicli  hilf 
nnd  beystandt  m  omnent  eeentnm  zu  bewerben  und  gefasst  zu 
machen. 

Dieweil  sich  dann  höclistgedachte  I.  F.  D*  neben  andern 
geworbnen  und  gneten  theils  allberait  versprochnen 
hilfen  keines  ni^hern  and  zugleich  billichern  beyspmngs  als 
von  diesen  Iren  zunegnt  aiirainenden  und  selbst  eigenen  landen 
zn  getrosten,  also  werden  I.  F.  I>>  crzherzug  Maximilian  za 
Österreich  als  vollmächtiger  guboriiator  und  selbst  mitinter- 
eBsierter  herr  der  ober-  und  vorderüsterr.  landen  ereuecht, 
dass  sy  1.  F.  D'  aus  diesen  o.-ö.  landen  auf  den  nothfahl  mit 
aller  müglichen  hilf  succurriern  und  beyspringou  wollten,  wie 
dann  I.  F.  D'  sonderbar  bcgerii,  in  diesen  landen  solche  vor- 
ordnang  zu  tliuen,  damit  man  mit  einer  ergUbigen  mannschafft 
und  kriegsvolk  gefasst  nnd  in  beraitschaft  sey,  welches  l.  F,  D*, 
alsbaldt  es  von  uütten,  von  stund  an  zu  hülf  zuegeschickt  wer- 
den kiindte.  Sonderlich  aber  halten  I.  F.  D'  für  ain  nottnrfft, 
dass  auf  den  pausen  gegen  Kjlniteii  solche  Airschung  geschehen, 
damit  dieselben  zu  jeder  notturfft  zu  gebrauchen  der  gebtir 
nach  vorbehalten  und  versichert  werden.  Und  obwol  wie  vor- 
gcmeldt  I.  F.  D'  sich  kaincswt^gs  besorgen,  dasa  es  zu  ainem 
solchen  aufstnndl  komben  solle,  versehen  sy  sich  doch,  sy  wer- 
den an  disem  orth  auf  den  nothfahl  kaincswcga  hilflos  gelassen 
werden,  damit  die  widerwertigen  nit  ursach  gewinnen  in  er- 
mangelung  der  hilfen  ain  herz  zu  fassen,  sonder  von  ihren 
(gleichwol  unver&öhcuen)  vorhaben  abgeschreckt  und  also  die 
Österreichische  lande   vor  dem   gjinzllchen  abfahl   und  zumahl 


496 

die  cfltholische  rcligion  von  dem  besoldenden  allg^mainen  nnder 
gang  beschützt  und  versichert  werden. 

Kopien  gehen  an  Kart  Schürf  ,mit  bcfelcb,  was  er  dessen- 
wegen  su  Sterzingen  bey  den  berra  steaercompromissarien  fQr- 
und  anbringen  solle'. 

Item  an  dieselben  credene  (!)  und  herrn  Vindtler  und 
Füeger. 

25.  Augwti  1609. 


Dr.  Hepperger. 


1788. 


Ergheriog   Maximilian    an   E.  E.  Tirol.  L.   verordtteU    Steuer- 

kmnmissäre.    Kredem  auf  Herrn  Karl  Schürf.   (Sie  haben  dem. 

icas  er  in  Sachen  Ersfierzog  Eeräinands  vorbringen  wird,  Glatit>eu 

zu  schenken.)    lÜO'J  A\*gitst  2ö. 

(SUttIg. 'Archiv  Innsbniek,  Lfopoldina  8Ö1.) 

Maximilian  .  .  .  Wir  geben  each  hiemit  in  gnaden  za 
vernemen,  dass  wir  .  .  .  Carl  Scburffen  zu  Schönwört  .  .  .  mit 
bevelcb  von  wegen  unsers  fr.  geUebten  lierrn  rettem  und 
braedern  des  erzberzogen  Ferdtnandi  zu  Österreich  L.  bey 
euch  ichtwas  nit  geringer  importanz  anzubringen,  abgeordnet. 
Demselben  wellet  ir  in  seinem  fUrbringen  und  begem  v(J- 
komen  glauben  <;cben  und  zuostellen.  Und  demnach  ir  and 
ewere  geliebte  Voreltern  der  alten  waren  catbolischen  religioc 
jederzeit  gottlob  beygethon  gewesen  and  bishero  Tcrbliben, 
auch  bey  allen  gehaltenen  laudtHgen  ob  denselben  von  hocber 
landsch.  oborkait  wegen  atciif  zu  halten  jcdcsmala  gebeten, 
auch  dises  anbringen  und  begern  (damit  wir  die  etwas  wenigs 
I«  9peci«  attingiern)  negotia  catholicae  reUgionit  conccmiert. 
so  wellen  wir  amb  sovil  mehr  der  hofoung  gelsben,  Each  auch 
hiemit  in  gnaden  erinert  haben,  ir  wellet  euch  hierin  sowol 
hochgedachts  erzherzogen  L.  als  auch  mitinteressierten  berm 
nnd  landfUrsten  als  anserm  zu  euch  tragenden  gn.  vertraacD 
nach  dergestalt  erweisen  nnd  erzaigen,  damit  I.  L.  hierin  ge- 
willfart  und  verhoffender  contento  würklieh  ervolgt  werde.  Daran 
tbnet  ir  ein  gott  wolgefelligs  werk  and  uns  ein  londers  ange- 
nemea  gefallen.  ...  25.  Angast  (160)0. 


497 


1789. 


Die  Sleuerkompromissäre  an  Erziteraog  MaximiliaH:  entschuldigen 

sich  mit  mangdridfir  Vollmacht.   Eine  Summe  von  etlich  1000  ß. 

köttnten   sie  aufbringen,    ^sich  dessen  aber  nur  in  nuflnrster  Not 

BU  bedienen'.    Sterzing,  ItiO'J  August  Ji6. 

(Ebenda.) 

Dea^leichttn  «n  Vinller  iinil  Flli^nr:  Fa  ■eieoi  an  sUeo  Scfaiildtin 
nocfa  80.000  fl.,  äiei  man  iif.r  Tllrkftiliilfr  halber  auff^Aiiommfin  habe. 

1790. 

Karl  Schürf  erstattet  Berichi,  ,Kas  er  hei  den  tiroliscfiep  Slater- 
Itampromissären  tvegen  der  von  Erzhersog  Ferdinand  begehrten 
Hilfe  in  Religionssachen  verrichtet  hübe'.  Sicrzing,  3V09  August  28. 

(Kop,,  Statlli .-Archiv  Innabrnck.) 

Et  habe  licfa,  ttachdem  er  den  Uef«hL  vom  ^5.  orhRlteci,  w^leicb  nacb 
Stening  verfug  uorl  «rfähroo.  daß  ilin  Kom promiufire  am  S6.  mittags  dia 
Raitang  Mhli*ßen,  datier  fr  an  di^avin  Ttgti  xwUchen  5 — ß  (Tltr  murg^nii  aich 
durch  aiiiRn  Zettel  bei  d^m  Verwaltftr  der  L.  11.  angi>m«lc1«t.  Dl«  Kompro- 
rais^r«^  kam«n  nm  7  IFJir  a»ifi«  linthaii*,  tim  H  Ubr  wiirile  er  dorthin  grliolt 
nnd  «rhifllt  im  Namen  der  1-'.  1)'  ,di(«  mbenite  Stelle'.  I!m  10  Uhr  kaut  Cay- 
man an.  Nat^h  dem  Mnrffnniiiitlc  ^In^'n  wiMlnr  auf»  Uatliaun  Uin  Knmpro- 
mU>8r«  Eind  zahlreich  versa.uim«lt,  aber  aus  Madkg)  i^lcfi  UcTvalta  nit  faet 
lustig  gewett'  und  getrauen  sich  bei  der  acliald«nlait  dal  Landw  dio  Sacli« 
aof  d«m  Landtagi?  nicht  ku  vertrat*»,  erM  auf  fiohurfi  atarkci  Antr^ih*-!! 
■lud  ■!«  darauf  <*lnge^atignii.  Am  S7.  um  S  Uhr  Kurts ptzunjf"  flie  seien  allfliii 
dtiaii  da,  das  Steuerwerk  in  piitc  Richiiffkeit  ku  bT!r|;Bn'  und  bäten,  bip  ent- 
suhnldifii  tu  halten.  Dan  eine  wolltea  sie  tan,  eine  Siirniinfl  von  etlich 
lOüU  II.  in  BcrcilHchaft  ku  UaKen,  um  die  PAsta  gegtro  Kärnten  zu  besetzen. 
Am  SB.  erichlenen  ti«  wifdcr  auf  dam  Rathaiu«.  In  einen  ßevers  kSuDtrn 
si«  steh  nicht  einlaMrn,  dasn  f«hte  «•  ihoen  au  der  .Qewalt'  [Original  geht 
nacb  Ürap,). 

1791. 

Landeifiirstlidies  Mandat   wegen  Ahschaffuttfj  der  Konkubinen. 
(iraz,  lüO'J  ÄMgust  U9. 

(OmUuder  Akten,  Rndolfiu.} 


1702. 

Die  Kärntner  Herren   und  LamUewte  A.  C  (in  Erzherzog  Fer- 
dinand: bitten  durch  Georg  Adam  liauher  in  Gemeinschuft  imt 


P*BUa.   II.  Ibt.    Bd.  LI. 


lifi 


498 


den   steirischeii    und   krainischen  Amschüssen    um    eheste   Er- 

ledigung  ihrer  gleichfaUs  durch  einen  Ausschuß  am  21.  Juli  Ober- 

gi^enen  Beligionsschrifl.    KUtgenfurit  1609  August  2U. 

(Kop-,  St.  L.-A..  Chr.  B.) 

Von  demsBlb«!!  29.  KngmX  Ut  der  V«lliu»hUbrief  fUr  den  AuMctiuß 
ditiert,  d»n  di«  ßtäade  k.  C.  In  Oemifibeit  der  Brucker  Paiifikition  lor 
8ollixIli«iTtng  ihrT  RpligioDaj>ng«l«gAnb«!t«D  i^inti«ti«n.  Si«  T«rordn*ii  htezu 
d!e  Verordnet«»  »nd  den  schon  beatehend^n  AunebiiB. 


1793. 

Er  eher  zog  Maximilian  an  Ershcrsog  Ferdinand:  Antwort  auf 
dessen  durch  Lagman  gestdlte  Büte  «m  Hilfe.  Er  werde  mit 
einer  Summe  sukhtrrtereu.  Die  Pässe  Drauburg,  Sacksenburg 
an  der  Mund  seien  eu  verwahren.  Er  Itabe  befohlen,  Mttsterting 
im    Pusterlaie  mitl  alles   in   guter   Ordnung    eu    haiteti.      7609 

August  20, 
(Kons.,  Stattb-^ArcliiT  Inntbrack.) 

Von  der  R.  K.  M''  u.  L.  rath  und  viKecanzler  Balthasar 
La}'iDan  von  und  zn  Liebenan  ist  ana  £.  L.  credeQ»6cbreiben 
vom  17.  dis  eing^ehcndigt  aucL  iino.  Layciiaii  die  begerte  aadieiiK 
alsbaldt  erthailt  werden;  aus  dessen  mundtlichem  fUrtrag  wir 
mit  sund&nii  mitlctdon  angehört  und  verstanden,  als  wan  sa 
besorgen,  daas  Jeroaelben  uncalholiacbo  landleDtb  in 
Steyr,  Cürnthen  und  Crain  zu  dnrchdringung  irer  ver- 
maintcD  reÜgion  etwas  tbätÜelis  filrzuciemeii  vorhaben 
Bolten,  sich  der  occasion  des  aufetandts  in  andern  anrainec- 
den  n.-ü,  landen  zu  bedienen  gt^wilt  sein  und  de  facto  etwas 
tentieren  mecliten. 

Ob  wir  nun  sanibt  E.  L.  der  trÖBlIichen  lioffnung  leben, 
By,  landtstende,  werden  für  aicb  selbs  ire  villeicht  geacbllpfte 
widri|<f.  geciaiikt'n  enden  und  sich  vil  eher  des  schuldigen  ge* 
horsamhe  befleissen,  so  ibt  doch  in  alweg  gaot,  d^s  sieb  S.  L. 
in  omnem  Hventmn  befasst  zu  machen  begeren.  AVan  wir  ans 
dan  sowol  schuldig  als  forderist  willig  und  begilrig  erkennen, 
£.  L.  auf  sollichen  fahl,  den  der  allmoeblige  verhielten  und 
abwenden  wolle,  nach  eisaerister  mtlglichkait  zu  Buccurriern, 
auch  benebens  erwogen,  dass  bcy  genuügsarab  bowtster  der 
camer  ersaigung  ohne  der   treogehorsamiatcn   landtstende  hilf 


499 


* 


und  beysprung  wünig  zu  cfToctairen,  als  hab«n  wir  den  edlen 
S.  L.  rath  .  .  .  ('arl  ScitmrffeD  mit  nothwendigen  credenz- 
schreiben  an  E.  K.  Tir.  L.  verordnete  steaercompromisearien, 
alB  weltche  derzeit  za  Stersing  in  anfncmung  des  generaUtcricr- 
einnemers  raittungen  sich  (wie  wöl  in  geringer  anzal)  ver- 
samblet  befunden,  abgesandt  und  demselben,  was  er  für  uns 
arbringen  sollen,  notbwendige  Instruction  und  bevelch  ertbailt 
aaob  benebens  nit  underbisseu  E.  L.  Vicecanzler  dahin  £U  er- 
innern, dass  er  sieb  nit  weniger  binein  nucli  Stcrtz.ing  vorfuegt, 
das  werk  zu  gaetem  ausschlag  befurdern  zu  helfen  .  .  .  Ob 
wir  nun  gleichwol  .  .  .  verhofl*t,  dass  E.  L.  alsbatdt  dermassen 
entgegen  gegangen  werden  mechte,  damit  sy  ein  aigentliche 
gewiseheit  belti^n  haben  miigen,  dleweil  sich  aber  8y,  steaer- 
comprcmissarien,  aa&  inanglonden  gewalt  and  dass  &y  in  ge- 
ringer anzal  beysatuen  gewesen,  cntschaldigt,  aber  dannocht 
des  gebörsainisten  anerpietens  seindt,  dasR  ay  ein  snmma 
gelts  in  etlich  1000  gülden  aufbringen  und  zia&amen  richten 
»ach  damit  im  fahl  der  noth  (welicbe  der  allmecbtig  gn.  fUr- 
kchrcn  und  abwenden  wolle)  E,  L.  suci:nrriern  and  beyspringen 
wellen,  wie  aus  inliegender  abechrift  ir,  der  steuerconipromis- 
sarieo,  geh.  erclerung  mit  B  mebrers  zu  vernemen,  bo  wollen 
wir  der  ungezweiflt^ttrii  lioffung  s*^in,  sy  werden  irem  erpieten 
nachkomcn  und  sich  derma^^iea  erweisen,  wie  es  gaeteufrigen 
catfa.  landtstenden  geztmbt  und  wol  ansteht,  wie  dan  auch  wir 
aaf  augedeutte  bcgebuug  K.  L.  alle  mUglicliiste  aasistenz  zu 
thaen  uit  anderlassen  wellen.  Weit  dan  b  e  n  e  b  e  ii  s  E.  L . 
wegen  verwaruag  der  pttsy  gegen  Karaten,  damit  selbige  von 
der  widrigen  religionsverwonten  nit  ctwo  praeoccupiert  werden 
mechten  and  das  man  sich  an  den  negst  anrainendcn  con 
finicn  in  etwas  befasst  maclicn  solle,  anmcldung  gctlioo  and 
die  Tyrolischen  steaercowpromi^sarien  mit  ihrem  gehorsamisten 
bedcukcn  dahin  gehen,  d&ss  E.  L.  die  pääs  Traburg,  Saxen- 
bürg  an  der  Mundt  (als  an  den  zu  maisten  gelegen)  wol  ver- 
waron  lassen  meehtcn,  so  werden  E.  L.  ohao  unser  massgchung 
der  Sachen  deshalben  rechten  zu  thucn  wissen.  Dan  so  vil 
dis  land  bericrt,  haben  wir  bey  dem  obristen  veldthaubtmann 
in  Tyrol  die  verftlgung  getbon,  das  er  im  vordem  Pusterthal 
als  negstnnrainenden  orth  gegen  Kärnthen  die  underthanen  anfs 
allerfurderlichiäte,  so  immer  muglicli,  musteren  und  in  guoter 
bcraitscbaft  halten  boHc,  damit  man  in  omnem  eventum  etlicher 

S2* 


F 


500 


nassen  befnaBt  «ein  kinde,  nnd  die  widerwertigen  dannocht  ein 
nng  darauf  haben  sollten;  und  dessen  wollten  wir  K.  L.  in  ant- 
wort  nit  verhalten.  ...  39.  Augast  (160)9. 

1794. 

Ereh&rsog  Mdximilian  an  Sigmund  von  WdkensUin:  ieiU  ihm 
thn  a7i  den  OUriaten  von  Madrutsch  erhisseuen  liefehl  mit  und 
trägt  ihm  auf,  dem  Obristen  nicht  hloß  gute  liepirderung  und 
AmstenM  zu  leisten,  sondtm  auch,  ,M'tM  etwo  in  Steuer,  Camthen 
und  Crain  gefahrlicJiS  fiirlaufen  möcJtie,  guele  kundt-schaft  ni 
hwieUen  und   uns  des  Verlaufs  jedesmals  nu    heriehten'.     1609 

August  29. 
(EoiiE.,  8tattb--ArcbiT  lunabruck,  L>eopo]dinx  364.) 

1795. 

Erghersog  Maximilian  an    den  Obristen  von  Madruisch:     An- 
ordnung der  Musterung  im  Puslertale.    iüO'J  August  29. 

(Koiix  ,  Statlli.-Aroliiv  lunsltruck,  «tbcniU.) 

Demnach  unih  deren  in  Steyr,  CÄrnMien  and  Crain  der 
widrigen  rcligion  halben  besorgenden  unruhe  und  aufstandts 
willen  eine  sondere  notturfiPt  sein  will,  dass  im  andern  Puster- 
tlial  ein  niusterunp  d«r  undcrthanon  furgcnomcn  wordcj  als  ist 
liiemit  unser  gn.  bevelch,  daas  da  die  verfUogung  thuest,  da- 
mit jetztbemclte  inustcrung  bey  eriuelten  undcrlhoDon  im  anderen 
und  oberen  vierte!  Puatorthal  alspald  oline  ainiclies  einstellen 
furgenomen  und  dieselbigen  tJi  omnem  eventnm  in  guetor  Imj- 
raitschaR  gehalten,  wie  auch  die  orlhpltss  und  da  etwa  gefahr 
/,ii  j:ewJlrtigen  mit  fleia-s  besichtigt  und  die  iiotturft  verfUgt 
werde.  Hieran  beschicht  unser  etitlichcr  will  und  mainaog- 
29.  August  609. 

1796. 

Balthamr  Laynian  an  Erahertog  Maximilian:  berichtet  über  die 
Verhandtumj  mit  den  Steuerlfumpromissären.  Das  Erbiden  einer 
Summe  Gelder  ist  a7isunehmen,  weil  man  ad  partcm  so  viii  ver- 
Bta7iden  hat,  daß  damit  ein  liegiment  Knechte  etliche  Monate 
erhalten  werden  kann.  I)ie  F.  Ifi  werde  tun,  u-as  an  dem  Er- 
bieten der  stände  tißrJi  fehlt.  IGOii  Aiujust  3L 
{Orig;  ätaiib.-Arcbiv  luaibmck.) 


I 


1797. 

1.  Gaudens  von  Maärutsch:  habe  die  Musterung  im  Unterpuaier- 

taie  dem  linupimamtp.  Sigmund  von  Wolhmstein,  im  Oberpuster- 

iale  dem   üauplmannr.   Pranckh   anbefohlen.    Auf  Befeid  1    D' 

werde  er  sich  selbst  dahin  verfügen.    160'J  September  1. 

J7Ö8. 

Erghereog  Maximilian  an  Ferdinand  IL:  seine.  Kompromissäre 
tverden  als  irnthersige,  eifrige,  katholische  Vnlertanen  dan  Äußerste 
tun,  desgleichen  er  seihst.  Dem  obersten  Feldhnuptntfinn  habe 
er  geschrieben,    in   omnein   fvoiitum   alles  bereiUuhalten.     160H 

September  2. 

(Eonx.,  «b«i)4A.] 

1799. 

Derselbe  an  deti  Obristen  Madrutscft:  Befehl,  sich  vor  seittem 
Abgange  ins  Pustertal  narjt  Innsbruck  ru  verfügen,  «m  mehreres 
£U  beratschlagen.  Von  demselben  Datum  (toird  am  Z2.  wiederhoU), 

(Kbeftd«,) 

IHOO. 

Derselbe  gibt  Befehl,  an  Lagman  folgendes  nuMsteUen :  Kredenr- 
hrief  und  miindlir.hr  Relation  habe  er  erhalten,  darauf  sei  Schitrff 
nach  Siereing  gesendet  tcorden.  Das  liesultai  habe  er  dort  selbst 
vernommen.  In  Graz  werde  man  ob  solchem  Erbieten  Trost  haben. 
1609  September  ;i. 

(Konx.,  cibandA.) 


Die  Verordueien  von  Steiermark  an  die  von  Krain:  hegtäiigen 
den  Empfang  ihres  .Solli^ilaturschreibens'  «»  den  Ershn-eog 
wegen  einer  gnadigen  Besolution  und  teilen  mit,  dafi  sie,  weil 
die  steiriscbcn  Herren  und  Z^ndleute  der  betvußten,  wigariscJien 
Trahtation  halben  in  ziertdieher  Anzahl  heisammai^  nicht  untcr- 
l-asicn  wollen,  ehestens  eine  Session  in  Religions-^aeJicn  aueustcllen. 
Die  Ergebnisse  der  Beratung  ebenso    wie  die  Nachrichten   von 


50S 

den  VerordtiHeu  in  Kärnten  tcerde  man  fhestens  miüeile».  Bitte  um 
weitere  vertratäicke  Korrespondent.  {Grtu)  de?*  2.  September  1609. 

[Kons..  St.  U-A.,  Chr.  B.) 

1803. 

Srehersog  Maximilian  un  den  Vertcalier  der  LaHde»ha»^mann- 
tckaß  und  die  Steuerhmtpromiisarien:  ipri^t  »eine  Anerkennung 
für  die  dem  Etihereoge  Ferdinand  lugeiagte  Hufe  aus.  Er  B^tt 
ilbemehme  die  Veranttatrtung  gegenüber  den  Landstanden.  1609 

September  3. 

(Kons.,  Stattb.-ArchiT  Innftbraek) 

Auf  des  .  .  .  Carl  Scliurffen  relation  haben  wir  TereUn- 
den,  wABsen  Ir  Eacli  der  im  namen  nnsers  .  .  .  vettern  erx- 
herzogen  Ferdinand)  L.  gedachten  evcntaalhilf  mit  einander 
verglichen  .  .  ■,  damit  I.  L.  auf  den  enssersten  nolhfal  .  .  . 
snccurriert  .  .  .  werden  mOge,  welches  nns  .  .  .  sa  gn.  ge- 
fallen gerair.hen  thnet,  das  Ir  Ench  in  disem  sehr  wichtigen 
.  .  .  werk  80  eifrig  und  trofttmüetig  eraaigt.  Und  ob  Ir  zwar 
noch  zar  zeit  kain  aigentliche  eumma  benennt,  auch  bencben 
Euch  auf  den  grossen  und  kleinen  ansscimss  oder  gesambter 
landschaft  referiert,  so  scint  doch  die  Sachen  diBS  orta  also  fae 
schaffen,  das»  eine  bestimmte  gewissheit  gleich  al&baldt  vor- 
handen sein  maess,  wann  änderst  des  crzherzogen  L.  und  an- 
Torderist  der  allain  eeligmachenden  reÜgion  snccurriert  .  .  . 
werden  solle.  Dann  Ir  selber  vernünftig  zu  erachten,  wann 
die  religionsfeindt  vermerken  wurden,  das  man  erst  die  land- 
Btendt  oder  .  .  .  klein  nnd  grossen  ansschusfi  diser  gesuchten 
hilf  halhcn  beschreiben  mUste,  das  sy  nit  allain  .  .  .  etwas 
widrign  tentim,  sondern  auch  die  gelegenhait  sich  inierim  aa 
samblen  und  zu  Sterken  haben,  horgegen  aber,  wan  sy  die 
gewissheit  und  anzal  der  hilf,  auch  dass  man  sich  in  omnem 
evenlum  bcfasHt  macht,  vernemen,  den  muth  sinken  und  fiillen 
lassen,  auch  besser  hindcr  sich  gedenken  werden.  ...  So 
wollen  wir  .  .  .  die  gethone  eventu.il Vertröstung  in  alweg  dahin 
verstanden  haben,  dass  man  damit  ein  reginient  knecht  werben 
nnd  in  lauf  bringen,  nuch  etliche  monat  im  veldt  erhalten  künde. 
Und  weil  in  dergleichen  fallen  periculuvi  in  mora  and  zum 
roaisten    an   den   voretraich   gelegen,   so   werdet   Ir  die  sachea 


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also  anzugeben  and  zarichten  wissen,  da»  man  auf  den  noth- 
fal),  welchen  gott  gn.  verhQeten  wolle,  dessen  geaicliert  eey. 
Und  damit  Ir  Each  der  nit  habenden  Tolmacht  halber  desto 
weniger  zn  entac huldigen,  so  wellen  wir  uns  hiemit  gn.  aner- 
poten  haben,  nit  allain  solches  .  .  .  gegen  den  Undtstenden  (als 
die  wir  dea  cathol.  eyfers  wissen,  das«  sj  gern  ir  eisserates 
danpannen  werden  wellen)  bei  künftigen  zufiam  man  kanten  zn 
Terantworten  helfen,  sondern  auch  unsere  thails  ain  »umma  gells 
zusamenzebringen  und  allain  zu  leachnng  diiies  feuere  aufsähe* 
halden. 

Und  haben  darauf  mehr  liochgedacbten  erzherzogen  zu 
sondern  trost  i»  ecentum  des  nothfals  dessen  gleicheamb  ver- 
gwist,  wie  nit  weniger  den  obristen  veldthauptman  mit  ime, 
wie  aines  und  anders  aufn  fahl  am  6eglichisten  anzngreiffen 
sein  möchte,  zeitlich  zn  berathschlagen  und  der  Anhevolchen 
mustcrung  des  landtvolks  im  <_>bern  und  Untern  Pa^tpnhal  selb« 
beizuwohnen  allherait  heraus  heschriben.  ...  2.  September  609. 


1803. 

Sigmund  Freiherr  r»  Wolkenstein  an  Ersherzog  Maximilian : 
erskUiet  Serichi,  icas  es  mit  der  Musterung  im  Viertel  Unier- 
pusiert/ü  für  eine  Betcandinis  hatte  und  daß  £uvor  geübte  Mann- 
$cliaß  geworben,  die  Pässe  nach  Kärntet%  besetzt  und  Kundsciiafler 
gehaltett  ttferden  sollen.    Schloß  ,Pmgg',  1609  8eptend>er  6. 

(Otig.,  8utÜt.-AKhiT  l&nabnick,  X^opoldioA  364.  Qekfint.) 

Hochwilrdigister  .  .  .  Derselhcn  gn.  bevelch  vom  29.  negst 
abgeloffnen  moiiats  Augusti  habe  ich  den  1.  diis  mit  gebtlren- 
der  ehr  nnd  rcverens  geh.  empfangen  und  daraus,  wasmassen 
E.  F.  D"  auf  E.  E.  Tyrolischen  L.  verordneter  atenercompro- 
missarion  aber  dasjenige,  was  deroselhen  geliebster  herr  vetter, 
die  F.  D*  erzherzog  Ferdinand  zu  Österreich,  mein  auch  gn. 
först  nnd  herr,  in  bewister  Sachen  an  E.  F.  D*  und  volgent« 
dieselbe  vermilelat  dero  zuegeordneten  gehaimen  rathitherrn 
Carln  SuhurfTen  zu  Schemwert,  freihorrn  auf  Mariastain  an  sy, 
herrn  steucrcompromissarien,  gn.  gelangen  lassen,  gevolgte  geh. 
erclerung  vom  20.  obbemelts  monats  Augu$ti  den  obristen  veld- 
haubliiiann  diser  F.  G.  Tyrol  dahin  gn.  erinnert,  dass  er  sowol 
die  musterung  tn    Unterm-  und  ObemPusterthal   alsbald   fQr- 


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hssden  Deinen,  als  auch  die  orthspüss  besUeclitigCD,  dui'zae 
ich  ime,  faerrn  reldobristcn,  nit  ailain  gnetc  befilrderong  und 
assistenz  erweisen,  sondere  auch,  was  etwo  in  Stcür,  Kernten 
Bnd  Crain  geverliches  fUrlaaffen  mechto,  meine  gaete  kandt- 
scliaften  liestellen  nnd  E.  F.  D'  des  Verlaufs  ycdesmals  bericlilen 
BoUe,  untlertlienigist  veriiomeu. 

Nun  solle  .  .  .  sollechem  ■  .  .  bevelcfa,  sovil  den  .  .  .  veld- 
obristen  anbevolliner  maetcrung  des  unten)  viertl  Pustcnhai», 
sowol,  auch  bc^Ucchtigung  der  ortsptlsa  and  dergleichen  belangt, 
was  iiner  mUg-  nnd  mir  meiner  immcrzne  obhabendon  auch  mit 
zuenemung  des  alters  gleichsam  tH<;lich  crcscicrenden  leiba- 
panfälligkaiten  halber  nur  verbringtichen  inprestierung  der  aaf- 
erladuen  a8si>itenx  und  »nderc-r  Itefurdcrung  alle  achuldigiste 
gehorsam  und  vulziehuug  gehüst  werden,  und  ditsfahla  an  mir 
uiclits  erwindeu.  So  i»utl  und  kann  aber  E.  F.  V^  ich  .  .  . 
etliche  hierunter  einlallende  wüechtige  coit^td^ratinnee  und  be- 
denken doch  ODC  ainicbe  tnusBgebung  and  allain  zu  dcro  vomern 
frn.  tiRfhgedcnkeii  und  weitern  deüberation  nachToIgendemisesen 
geh-  zu  entdeckheu  nit  underlas^en: 

als  erstens  obwol  nit  ohne,  dass  die  Tyroliscb  zuzug- 
ordnnng  auch  beschreib  nnd  ansachicssung  der  raannsch&ft  auf 
die  erst,  andere  und  dritte  anslag  sowul  im  Ohern-  als  Undcrra- 
Pi'stertlial  nls  anderer  ortbcn  disslandts  nun  Tor  gacter  zeit 
zu  werk  gericht,  so  ist  doch  dias  mir  anbevolcheo  under  viertel 
Pußterthal  noch  unzhero  weder  bewahrt  noch  gemustert  worden, 
also  dass  es  noch  alles  ein  grobs  unabgcfilerts  nnd  zu  der  wUbr 
ganz  niitaugliches  sclirickh-  und  torchtsamcs  rolk,  welches  zu- 
malen  ir  vill  aas  den  wilden  talem  als  Vargen,  Kballs,  Tcf- 
roggen,  TilÜach,  Vilgraten  nnd  andern  dergleichen  orten, 
da  die  maiste  mannschaft  hei-zunemen,  ir  lebtig  khnin  ror  nie 
in  die  band  ;j;eiiumeu,  ja  schier  alle  kain  musecthan  nie  ge- 
sehen, zu  geschweigen  abgeschossen  oder  gebraucht,  in  kainer 
seit  zu  ainichem  gegenstandt  nit  hrauclisam  und  qu:ilificiert 
gemacht  werden  kann,  und  gesetzt,  da  dis  bedenken  schon  nit, 
sondern  bey  dem  volck  die  taugiichkait  eambt  der  uolliwendigen 
bewöhrung,  an  der  es  dann  one  zweifei  nit  erwinden  würdet, 
vorhanden  würe,  so  ist  doch  khatn  ainigcr  kriogserfalirner  be- 
velchöhaber,  als  loiUenanibt,  fendrich,  waibl  and  fürer,  seite- 
mallen  auch  mein  zugeordneter  haubtmann  Oswald  vom  Graben 
an   ainor  ganz  gevobr-  und  uncnrierlicben  krankhait,  r«veren- 


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der  ($ie)  za  peth  darnider  ligt  and  seines  iiafkoiniDcn&  kain  boff- 
Dang  ist,  za  abriest-  nnd  nnftiernog  des  rolke  weder  bestellt 
iiocb  in  solclier  ey\  zu  bekomen.  Sollte  inso  imu  bei  Bollich  be- 
schämen dingen  dem  widerwertigen  gegenlliail  (der  sein  aof- 
inerken  und  guote  kuudtäcliafl  auf  dise  orth  obne  zweifi  vleissig 
bestellt  haben  würdei")  negst  an  der  thllr  und  gleich  vor  den 
sagen  ain  solche  coofasisebe  oTiordenlicbe  mnsterUDg  mit  disem 
groben  onaofmerkigcnr  auch  aupendigen  paursToIckh  (des  mit 
dem  bcsierfabrnen,  will  geschwcigen,  kainen  bevcichsbabem  in 
langer  zeit  uii  abzciichtenj  fUrgeen,  kUndten  E.  F.  D'  gn.  ... 
crwegen,  wu  es  neben  andern  cinfall-  und  hernach volgendon 
considerationcn  diäem  ^anizen  landt  fQr  ain  schimpf  und  dar- 
gegen  den  protestierenden  stenden  ah  practiciert  und  kriegs 
erfahrnen  politischen  leaten  (deren  sich  dann  one  alles  mittl  ir 
vil  darzue  heranfbc^^ebcn  worden)  für  ain  gel&chtcr,  frolocken 
und  sterckung  ires  gefassteo  mueths  causiern  wurde. 

Zum  andern  ist  auch  in  obacbt  und  nit  geringes  be- 
denken zu  ziehen,  dass  gedachte  onierte  widcrwertigc  religions- 
stende,  als  wie  vei*melt  des  kriegswesens  und  ander  politischer 
practiken  wol  gewebte,  ir  vorhaben  bei  so  lang  gebebtcr  zeit 
and  vor  hecbsternenter  I.  F.  D*  erxherzog  Ferdinandi  so  be- 
harrlichen eiferigen  und  christlichen  resolaiion  räumlich  werden 
berathäclilagt  und  sich  auf  alle  occorenz,  sonderlich  wegen  er- 
halt- und  benennung  der  pttss  gegen  Tyrol.  weilen  1.  D'  am 
maisten  daran  gelegen,  resolvicrt,  wie  ni<-ht  wcni>ccr  iiilt  starkor 
confooderation  (wie  aus  dorne  leüchtlichen  itbzenemen,  weilen 
sy  in  der  fertigen  daterreichischen  religions  turbolenz  alle  acht 
tag  iren  aignen  curicr  mit  allen  avisi  des  täglichen  Verlaufs 
ans  dem  leger  gehabt)  werden  fUrgesebeii  habeu.  Daanenheru 
inen  non  auf  den  fall  solcher  fllniebmonden  muaferung,  wann 
nit  zuvur  ain  fUrsehung  mit  geworbnem  kriegsvolkh  zu  einuem- 
ond  bcwarung  der  ortspttss  im  Traa-,  Mall  und  Geilltbal  ge- 
tlisn  wurdet,  die  thUr  zum  vorstreicli  und  impiitroiiierung  aller 
pttss,  damit  mehr  höcbsternennter  I.  F.  U'  »u  Qratz  aller  «o- 
eorso  aus  und  durch  diäcm  landt  der  F.  G.  Tyrol  gentzlichen 
abgeschnitten  und  versperrt,  seitemaleii  sy  ir  zußzugdurdnung 
nit  allain  in  gucter  yebung  sonder  auch  die  cernede  (f)  sambt  dein 
landtvolkh  (des  altes  zur  wälir  tauglich  auch  albcrait  abgcficrt, 
wie  nichts  weniger  ircr  an  diser  herrschaft  LUentz  und  dem 
Fusterthal   vermaintcn   pretension    halber   hierauf  begierig   ist) 


jederzeit  in  beraitschaft  IiabeD,  vor  der  zeit  and  ehnndcr  sy 
es  vielleicht  scibs  im  willen  gehabt,  eröffnet,  auch  inen  zur  Ter- 
tKatigang  discA  unfuefrs  und  aufstandts  ir  entscbnldigang,  dass 
solches  kain  rcbcUion  oder  gewalttliätiger  cinfnll,  sonder  ain 
gebUrende  defension  und  schutzwübr  wider  besorgenden  gowalt 
seyc,  in  die  beiidt  geben  wurde.  Welches  ich  nun  meinestbayls 
als  ain  unwllrdig-  und  gerinnt! egjger  vicrtlhaubtmann,  mit  diesen 
unvcrmocbtcn  wol  auf  14  meil  wegs  von  einander  rerstraten 
groben  unabgerichten  gesindl,  von  dcme  sich  dann  etlicher  nnd 
bevorab  dieser  nrsachen  halber  kainer  männlichen  atandthaftig- 
kait  und  gcgenwübr  im  gruudt  nit  zu  veraehen,  weil  sowol  die 
gemeine  burger-  als  pauer^chafl  diger  herrscbafft  Lllents  in 
Kärnten  gar  fast  mit  frcundtäcbat^t  auch  zins- und  lebensdienst- 
bcrkcitcn,  wie  dann  allain  graf  Hainrieb  Matbous  vom 
Tburn  (80  auch  der  widerwertigen  reÜgion  zuegetban)  über 
die  500  lehcnsteutb  athie  bat,  verwohnt,  wie  nichts  weniger 
auch  der  religionj  sonderlich  des  verpotlinen  fleischcasens  und 
sectischen  bueeher  halber  bei  gemainer  bor^eracbat't  alhie  guetes 
aufBchon  und  oftmali^'-es  visitierens  wol  vonnetcn:  Wann  ich 
gleich  für  meine  peraon  leib,  ehr,  gut  nnd  plaet,  inmaasen  ich 
micbfi  dann  als  ein  geh.  getreuer  tandtmann  nnd  geringftlegiger 
catholischer  chriet  sowol  für  E.  D*  nnd  dero  geliebtsten  herrn 
mitinteressiereiiden  .  .  .  herrscLaft  als  die  raine,  wahre^  heilig, 
eatholifich  und  allain  seligraachende  reltgion,  geh.  und  trenherzig 
zu  setzen  schuldig  erkennt,  darströckhte,  ye  ainmAJ  nit  unter- 
stehen noch  verwöhren  kHrde,  sondern  milesle  es  mit  schmenten 
und  lierzenlayd  vor  äugen  getulden  nnd  zusehen. 

Dass  aber  gedachte  unierte  protestierende  stendt  ihr  sonders 
aufmerken  nnd  ang  naf  dieseii  haubtpass  gegen  Tyrol  werfen 
möchten,  ist  umb  bo  vil  mehr  aus  dem  zu  besorgen,  weil  sich 
graf  Ernst  Wilhelm  von  Ortenburg,  so  aneh  nit  der  catholiscben 
religion  und  vorbero  sein  resident  in  Österreich  gehabt,  erst 
korj^lioli  vor  diesem  negsl  in  dieser  nachperschaft  als  zu  Ober 
traaburg,  so  nach  LUenz  ain  hanhtortpass  und  ime,  grafen,  Ton 
seinem  vettern,  den  caiholischen  grafen  von  Ortenburg,  zu  Spithal 
versetzt  ist,  anecssig  gemacht,  auch  immerfort  mit  haltung  gi'osser 
frey-  und  gaüllenschi essen  exerciert. 

Was  dann  auch  dieses  neben  villen  hei  offnen  zöehen  filr- 
laoffenden  inbitipi'n.  diseurs  nnd  reden,  deren  aine  auch  ein 
Clagon  für  tischer  schrannenprocurator  (wie  mir  glaubwürdig  für- 


6ör 


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komen)  unlaiiß  vor  diesem  alhio  «a  LUens,  disos  lauts,  daes 
die  herrscliaft  LUeritz  bald  wicdcruraben  Kärncrisch  werden 
tnHess,  Schlesien  lassen)  für  ain  nachgcdenkct)  aaf  sicli  tragt, 
dass  die  Kjli-ner  (welche  gleichwol,  so  vi!  rair  bowist,  noch  als 
in  kainer  offnen  kriegswerbang)  den  abgedankteu  knechten,  die 
mit  Iiauflfen  zaelauffen.  die  offne  und  freye  farth  aller  orthon 
bewilligt,  das  hat  ein  yeder  leicbtlich  zu  erwegon. 

Wann  dano  ...  im  grundt  dee  bandh  die  Sachen  aiiiiual 
erEählterin aasen  und  nit  änderst  beschaffen  und  .  ,  .  hoch  zu 
besorgen,  ja  gleichsam  nit  zu  zweifleu,  dass  mer  bestirnte  drei 
landtschaftcQ  Steyr,  Kenidten  und  Crain  ron  irem  fargenomnen 
propogito  wegen  zuelass-  and  freyatellung  der  religion  nit  zu 
weicheo,  sondern  solches  per  forza  hinauszntrucken,  auch  als 
politische,  prakticierte  und  kricgsvcrstondige  leuth  allen  mUg- 
lichen  vorll  soDderltch  dero  orthen,  wo  inon  ain  einfall  und  ab- 
brach beschehen  mag.  in  ilire  hend  zu  bringen  gedenken,  kynnon 
E.  F.  U*  .  .  .  erwegen,  das»  mit  solcher  musterung  dieses  ge- 
raainen  ungeyt'bteu  pofels  oue  vorgeende  werb-  und  würkliclie 
in  esBe  bringang  aines  bestellten  und  abgerichtcn  knegsvolks 
(des  sich  der  passen  iinpatronieren  und  wjinns  zum  ernst  kombtj 
einen  gegenstandt  halten  kann)  ...  I.  F.  D*,  dero  geÜebsten 
iMrrn  vettern,  nit  allein  nichts  geholfen,  sondern  .  .  .  ril  mehr 
^rhinder  und  achedlich  sein  würde.  Wann  aber  aytzt  alsbaldt 
und  in  mllglicher  stille  etwo  undcr  ainem  andern  praetext  and 
schein  ain  lauf  von  einer  grossem  anzal  peworbnen  kiiepsvolk 
gemacht,  und  dieser  weite  anverwarte  haubt-  sowol  auch  die 
untern  ortspüss  ainm&l  mit  volk,  weil  sich  bevorab  alhie  als 
einem  offnen  verprennten  ortb  auf  kein  gepej  nit  zu  verlassen, 
besetzt  and  entzwisclien  auch  die  wötiren  mit  nothwendigen 
khraut  und  lotli  uberschickb  wurden,  alsdann  meclit  ain  ver- 
fengklich  und  nutzpere  mnsterang  mit  znethnernngfffiej  der  one 
da«»  bcsüldten  bevftlchshabpr  fUrgcnomen.  das  unei-fahme  zu  dem 
geyebt- und  geworbnen  kriegsvolkh  untergeslossen  und  also  I.  D' 
desto  QQtzper  und  ernpriesslicher  beigesprnngen  werden,  darbei 
ich  das  meinig,  so  weit  sich  meine  leibescrefton  erstrecken,  geh. 
gern  prestieni  will. 

Die  ortpasa  aber  von  unten  herauf,  dardarch  ...  ein  anf- 
halt  und  abpraeh  beschehen  möchte  und  diae  als  Villaoh,  Gmint, 
Möllthal  (so  allain  zu  unterist  desselben  an  der  Müllpruggen  ge- 
nanndt,  mit  atner  schanz  versichert  werden  mlleste)  item  Sachsen 


barg  und  Tmbur«?  und  gleioli  ge^on  Traburg  über  ein  scblOssl, 
Flaschburg  gehaissen  .  .  .  mllpsten  nur  anton  IioraDf  erpraoti- 
ciert  und  ftirgpsehen  werden,  denn  da  bo1cIic>h  nit  beschefaerif 
sondern  die  oi-thsptlBS  durch  die  roligion  widerwertigon  innen 
gehalten  werden  sollten,  wiste  ich  zwar  weiter  nit,  waa  inen 
fllr  abpruer.li  r.n  t\incr\  .  .  .  seitemaJen  sonst  khain  Strassen, 
dnrdurch  man  Inen  znekommen  mochte,  als  durch  die  Lnggaw 
und  das  GelUhal,  welches  aber  gar  ein  enger,  grober,  pnrgiger 
wpg  .  .  .,  dargegen  aber,  wann  sy  protestierende  slondo,  diese 
passorte  in  ihrem  gwalt  erhjilton,  würden  ay  ainen  ofTnen  pass 
und  eiiifall  herein  aaf  diese  landt  und  hiesige  herrschaft 
Ltäfntz  (darzue  sy  one  das  .  .  .  ain  alte  pi-itlcnsion,  als  ob 
solche  neben  dem  ganzen  Fu^terthal  bis  nn  Mulbacber  Claasen 
in  das  ftli'»tentlinnih  Kllrntun  gohlirig  sein  solle,  zn  haben 
vcrmainen,  von  dnnren  bero  uinb  so  vil  mehr  was  zu  ntten- 
tiern  isicli  nnterstecn  torfTen)  dardnrrh  also  discn  baohtpass 
einzencmen  und  denselben  vor  zu  spcrrn,  aueli  ihre  Schlösser 
und  vestungcn  umh  so  vil  mehr  versiehorn,  also  dass  man 
inen  nicht  weiter  zuekoroen  möcblc,  die  beste  gelegcnbait 
haben. 

So  vil  dann  bcachliosslichen  die  beatellung  der  kundt- 
Rcliftfter  betrifft.  wElstc  ich  nit,  wie  dif^aelbigen  dnrcb  mich 
äondcrhclien  in  Sfcyr  und  Crain,  weylen  ich  deren  ebendo 
durchaus  niemandl  heknudt  vertrauter  habe,  gehalten  werden 
mochten.  Ich  hettc  iiher  darfUr  gehalten,  die  F.  D'  erzherzog 
Ferdinand  mccliten  die&elbig  in  dero  landen  durch  bestellte 
gohftimb  und  bestellte  pcrsonen,  zum  bostcn  and  faegsamiston 
anstellen  und  verordnen,  auch  dannenhero  .  .  .  E.  F.  D*  .  .  . 
alhero  berirbt  werden,  so  hab  ich  auch  in  Kttrnteii  niemandt 
andern  in  kundtschaft,  nls  des  hcrrn  crzUiscbofcn  von  Salzburg 
brueder  .  .  .  herr  Kuedolphen  von  Kaitenaw,  vitallioinb  zu  Frie- 
8«ch,  80  ZU  Gmiut  residiert,  und  die  licrrn  grafen  zu  Orten- 
burg,  mit  denen  ich  gleichwol  .  .  .  alsbahU  solche  vertraute 
gebalme  eorrcspondenz  zu  bestellen  nit  underlasiaen,  wie  auch 
Sonaten  hcrnben  urab  vleisäiges  aufmerken  verordnen  will,  in- 
massen  ich  dann  allbfrait  ain  vertraute  pcrson  nach  Körnten 
nnd  dero  ondeo  abgefertigt.  Was  nun  durch  diescibig  oder 
jtndor  gewisse  avhi  gcvebriichs  eiuUombt,  dessen  sollen  E.  F-  D' 
jedesmal  nach  beschalle oliait  der  sachcn  .  .  .  erinnert  wer- 
den. .  .  . 


Uatum  Schlossprngg  den  6.  Septtn^rit  anno  1609. 
K  F.  1>  etc. 

Sigmund  fr.  zu  Wolkenatein. 


1804. 

ToUmachtsbrief  <ier  gteirischei*  Herren  itttd  L<in<Ueutc:  setteti  sur 
St^ÜMiÜentng  einer  gniidigcn   lieadution   in   HdiyioHssachen    in 
Gemäßheit  tles  Brurkrr  Vertrags  einer  aus  TT  Miiglieäen\  be- 
stehenden Ai'sschufS  ein.    Gra,  7009  SeptemJier  7. 

(Orig.,  Gfi  (JntorsehriAcii  nud  46  «nfgatlrflckte  Siegel,  bt.  L.-A^  Chr.  U.) 

n^i  ihre  gKjQt  Bcdrüii^!)  »t>wi^SI  mit  Abit:h»(r[iii^  aIs  aticli  mit  Zer- 
«Wniag  der  ilinen  g«hVri^F'ii  Schulen  !itni  Kirchen,  die  Auntreihuup  ihrar 
L«hror  und  Uckentnar  unter  den  Lindesbedieu^lot«»,  K'lr^ern  nnd  Baurrn 
kein  End«  oirooit,  zu  den  UeLi^otiH- kucU  poUtisclie  j/rat,vinuni3  hiuBukommeii, 
da  »B  iiain«nt)i(th  ibr«r  uralten  i'osReasiuaon  beraubt,  ilinnci  dia  srUldieD 
Gepullurcu  »enomm^o,  e)uz<>liie  Landleutc  airesticrt,  ihrer  Anit«r  enttelut 
od«r  *otij|t  ileUQiii^tivrt,  i|a  »ie  frrnor  gnnntigt  auid,  zu  iliror  Ocwlueus- 
b«drKng:nl>  Kindertnuffn,  Kopulationen  »sw.  dnrcli  kalhAlUchf  I'rii-ster  vor- 
nehmen KU  Uflsen,  da  vou  den  nu«  dem  Lande  <)ea<;lia!d'tcn,  die  teils  ihre 
IHener,  teil»  ihre  Untertanen  sind,  der  10.  Pfennig  uenommen  wird,  womit 
niJin  vor  Jahreu  seihst  die  aus  dem  Lande  gewiesenen  Judi>iii  verschont  hat, 
was  alLn  geigen  die  LandeafrdhotL  und  wider  altea  Herkommen  ist,  da 
feruerliin  ihr  Flelieu  um  Ablülfo  bisher  nicht  erhUrt  wurde,  wirwohl  hLd  erst 
im  lolstverfloMoDon  Monate  Juli  im  Vereine  mit  dcu  Il«rren  und  Landleutou 
■iu  KItnien  und  Kmiii  eine  Bitttcbrift  (ibfirrelohen  ließen:  ao  werden  fie 
jetit  gedrungen,  um  eine  goXdtge  Resolutiaa  eii  soUieiticren  und  weil  sie 
nicht  alle  icusamuieu  bleiben  kJlnnen,  so  bestimmen  vie  biezu  einen  Ausschuß, 
bestehend  aoe  dem  Landesliauptmanno  Sigmund  FrUdrich  bVeibcrr  von 
HerbersleLU,  de»  Verordneten  Georg  von  Stuhenbei^,  Franz  von  Bagnita, 
Hnni  Friedrich  vou  Ht-rboratoin  dem  Altereu.  Wolf  Willielm  von  tlerbenteiii, 
Ilani  Freibctr  vou  Stiidol,  Eriircit-b  Freiherr  von  Sauraii,  Ulrich  Christoph 
von  BchÄrffenberg,  OiNirg  Friedrich  von  Ilerbentein,  Kaspar  Frclner,  LE«nhtrt 
von  fit: rba ratein,  Hans  Sigmund  von  Eggenberg,  Jonas  von  Wilferadorf, 
Heriihardiu  von  Mindorf,  Hans  Friedrich  von  Stainacb,  Feier  Christoph 
Prauufalk  und  Ilaui  ätobich.  l>i«ae  haben  in  UamlUheit  der  alten  Union 
der  ionerVtlerreichischcD  Lanilo  uud  der  in  Uruck  an  der  Uur  l&7tf  gc 
troflenen  Ueslinimuug,  ,dAß  diese  Lande  in  allen  NutHllk-n  ungesondert  ttir 
Rinm  Mann  stehen  uod  kein  Land  das  andere  verlaiisn  soll'  niw.  mit  den 
gooanoton  I>!indern  zu  korrespondieren  uud  mil  ihrer  Hilfe  daa  Mfitige  zur 
Erkaltung  der  hcdrJin^'lcn  Kirche  zu  veranlassen.  Die  Mitglieder  de«  Aua- 
»chuaies  Bolleu,  wenu  ui  notwoudig,  auf  einen  baattmniten  Ort  ,beKhriobfln* 
w«rdou.  Sollten  ihnco  Rochwerduu  znitoßcn,  ao  wUrden  sie  dieso  alle  go- 
n«insaiu  tragen  und   wurern  einem  uud  Atta  anderen  bei  Zitatiuueii  du  frei« 


ÖJO 


Geleit  Teruct  wBid«,  tu>llt«ii  sie  «De  fUr  ihn  euulekea  oud  den  »rlitteneu 
Sehwien  i^emdnBiRi  trxgon. 

Dnn  AuaavtiLiU  dtir  Kfimtnar  ii«h«  obdo  sam  S9.  AttgoJt.  Du  Protokoll 
über  die  Heratiiiig  nm  7.  H«|itemlier  lic^  vor  (dir.  R.)- 


1805. 

Vollmachtsbrief  der  lirainischen  Herren  und  Lan^eute  A.  C: 
setxen  in  Anbetracht  der  schtceren  troig  aüer  ihrer  dem  Landes- 
fürnien  ermesenen  Treue  erlUtetien  BeHgUmsverfolgutig,  die  aUer 
Bitten  unbeachtet  kein  Ende  nimmty  in  GemSßheii  der  Festsetzung 
der  BrucJter  PazißkaiioH  von  1578  einen  außer  de»  Verordneten 
und  dem  Einnehmer  aas  12  Mitgliedern  bestehenden  Ausschufj 
ein,  der  das  für  die.  lldigionsanfjdegenheit  Nottcendige  vorsu- 
nehmen  hat.    Laibach,  liiOO  September  7. 

(Kop-,  St.  L.-A.,  Chr.  H.) 

Wir  N.  stunde  des  lierzog^thumbs  Craiü  der  er.  A.  C.  zae- 
gethan  bekennen  hicmit  in  crafft  discs  volmechtigen  gwalts 
Uti'entlicb : 

als  aus  sonderer  haimbsuchung  und  verhengnaa  des  all- 
mechtigön  nun  etUch  iar  her  in  disen  dreien  landen  Steyer, 
Kharndten  und  Craiii  «in  sehr  hocbbeschwArÜcbe  nnd  ganz 
herzbetrUeblitihe  retiglonsreforraation  fUrgjtngeii,  darnoter  unser 
in  dem  hl.  wort  gottes  wolgegrUndtes  evangelische  exereitium 
religionta,  kirchen  nnd  scbnelen  aambt  derselben  getreuen  diener 
gar  abgeschafft,  ja  auch  barger,  paurn  und  andere  inwohner, 
die  sicli  zu  diser  rcligion  bekennen,  gar  aus  dem  landt  Ter* 
triben  worden;  d/irdurch  dan  disc  landte,  wie  laider  anjetzo  eu 
BpUrn  und  zu  sehn,  in  sehr  grossen  ilbcUtandt  gcrathen,  welches 
alles  doch  die  getreuen  stilndte  bishero  mit  aller  christlichen 
gedult  vertragen  und  nichts  desto  weniger  ain  weg  als  den 
andern  I.  F.  IV  als  irem  gn.  berrn  und  landtsfllrsien  allen 
schuldigeu  gehorsamb  und  treu  mh  unverschonter  darsetzung 
leib,  gaets  und  blueta  ganz  willigigl  erwisen,  dasselb  auch  hio- 
ftlro  zu  thuen  gehoreamist  gesinnt  und  entschlossen,  daneben 
aber  befunden,  dt\SB  sie  wegen  veruianglung  soüchea  irea  ent- 
zognen  evangelischen  exercitii  in  irem  und  der  iren  angehö- 
rigen  christlichen  gewissen  sehr  hoch  bekUiumert  nnd  beschwert 
sein,  hat  sie  die  grosae  und  eusseriste  noth  gedrungen,  solchen 
schweren   rlrangeal    1.  F.  D'  .  .  .    mit  daglichen    seufzen    und 


I 


511 


flehen  fUrzatragen,  nmb  aafliebnng  desselben  rmd  gn.  anver- 
wehrler  znclaseung  nnKerü  haitsamen  exercitii  in  alier  unter- 
thenigkait  za  bitten  and  anzulangen.  Wan  sie  aber  anf  ir  in 
tiefister  demnet  bitten  nnd  flehen  biehero  kain  gewehrlichen 
beschaidt,  ja  anf  der  dreyeti  lande  Steyer,  Kliilrndten  nnd  Crain 
ev.  BtJLnde  durcli  Ir  daiv.ue  depnttrte  ausechuss  und  gesandten 
in  verwichnen  nianat  Julia  ubergebene  ausflirlicbi;  scbrirt  gar 
kein  antwort  erlangt,  befinden  sie  rochmalcn,  da&s  sie  bei  ver- 
lost irer  eeelen  hail  and  Seligkeit  von  iren  vorigen  lamentiron, 
flehen  und  anlangen  nit  aussetKen,  noch  ires  evangelischen 
txtrcitii  ferrer  entbern  künnen,  sondern  za  beatendiger  be- 
kennung irer  cliristliehen  reügion  aus  goltseligom  eifer  und  ernst 
mit  güttliclier  hilf  und  scgensverleibung  urab  die  wiedererlan 
gang  jetzt  ange-deutes  hailsamen  taerciiii  mit  and  neben  der 
andern  zweien  landen  Stejr  und  Kärnten  evan^.  stünden  anf 
gebUrliche  gezimende  weg  sieb  getreulieb  anznnenien  amb  so 
vil  flieglioher  nit  umbgeben  sollen,  weil  sich  bemelte  drei  lande 
noch  vor  vücn  iarcn,  sondnrlicli  aber  amio  1578  in  deren  zn 
Pragg  (tlrgeloffenen  algemainen  Undtagshandlangen  mit  gn. 
vorwissen  und  beliebung  deren  in  golt  rahenden  F.  D'  erz- 
herzogen  Carln  za  Ostorrcit-h  .  .  ,  duhin  verglieben  und  vcr- 
ainigt,  wo  inen  sowol  in  religions-  als  andern  prophansachen 
irrUQgen  und  beschwör  fUrtielen,  sie  sieb  under  einander  aller 
nachbarlichen  hilf  crhüllcu  und  in  iror  tiotb  und  obUgcn  mit 
flehen,  seufzen  und  bitten  bei  der  bOchsten  obrigkeit  tind  wo 
üS  immer  die  noth  wurde  erfordern,  kein  land  das  andere  ver- 
lassen solle.  Darauf  sie  dann  auch  das  exerciiium  irer  christ- 
lichen religion  bei  lebzeiten  .  .  .  [,  F.  D'  sei.  ped.  nit  weniger 
als  ...  bei  ..  .  kaiscr  Fcrdinandi  .  .  .  wie  auch  bei  dem 
jetzigen  I.  F.  D^  unsero  .  .  .  landlsfürsten  eine  guete  zeit,  bis 
auf  die  vor  etlichen  iaren  boro  fürgaiigcne  betriebliche  refor- 
niation  ruewig  und  wUrkItch  erhalten  and  diaes  allein  dahin 
gemaint  nnd  angesehen,  damit  diso  landschaf^en  and  derselben 
christliche  gtaubenegenossen  nit  allein  für  irc  pcrson  die  höchst 
nothwendige  himmetsspeis  und  weide  irer  Seelen  unverhindert 
.  .  .  genicssen,  sondern  auch  auf  ire  liebe  posteritet  durch  gottes 
gnadt  hailsamlich  bringen  und  propagicm  mtlgon. 

Seitental  sie  aber  irer  nngelegenhaiten  und  in  andere  weg 
habender  obligcn  halber  in  denen  oft  geschwinden  fürßtltcn  ■  ■  . 
nit  albeg   in   vülliger  anzal   zusamenkumen   und  dos,  so  discs 


bocliwi  eilt  ige  ntgotium  erfordert,  goaambter  lietmchten  kOnnen, 
haben  sie,  ev.  Crainerisclie  elünde,  sich  eines  ansehenlichen  atts- 
schuases  irer  getrenen  landts-  und  religionsmitgüeder  aaf  einen 
solchen  weg  einhellig  entaclilosson,  dass  dcrsclb  nit  alUin  zu  soli- 
citiernng  nnd  urgiemng  oimngedettter  .  .  .  reRolntion  .  .  .  sondern 
anch  ferrer  in  allem,  was  disßs  . . .  rftIigion»werk  nottnrft  erfordert 
und  za  Wiedererlangung  desselben  erspriesslicli  ist,  allen  vol- 
mechtigen  und  unconditionierlen  gew&It  haben  solle.  .  .  . 

Und  liftben  .  .  .  die  I.  stände  ...  zu  aolchem  aasschuM 
neben  denen  .  .  .  verordneten  und  .  .  .  einnembcr  .  .  .  auch 
die  .  .  .  herrn  Dietrich  freiherr  zn  Auersperg  .  .  .  herr  Nicias 
freiherr  zu  Egk  .  .  .  herr  Wolf  Dietrich  von  Lamberg  .  .  . 
herr  Hans  Wilbalmb  von  ±?clinitzenpaanib  .  .  .  herrn  Eraaam 
von  Schejer  .  .  .  Iierr  Ott  Heinrich  von  Wernegk  .  .  .  herr 
Oeorg  Rauber  .  .  .  herr  Johann  Monkban  .  .  .  herr  Hans  Sey- 
frjed  Rasp  zn  Oaterberg,  berr  Wolf  Engibrecht  Schranckler  zu 
Aycb,  herr  Antori  Petacbowitfich  zu  Landpreiss,  herr  Hans 
Petzhover  zo  Scbirgetiplichl  erkiest.  .  .  .',  Beschecben  za  Lay- 
bach  den  7.  tag  September  anno  1609. 

(In  darto;   Abnchrift  de»  Crai»eriich«it  gewalt.) 

Ein  ihnlichM  VollnixchuclirriWn  der  Kürntner  («iehs  zuiu  S9.  An^at) 
wurde  in  der  ValksvorsunDilang  in  Um  am  7.  äB[>tember  verleaen. 

1806. 

Sigmund  vo7\  Wolkensfein  an  Erzherzog  Mrtj:.:  Nach  dem  Befehle 

vom  6.  d.  soll  die  liüstung  im  PmteriaU  auf  Schloß  Prvgg  g^ 

bracht  tcerdac.     Sie  werde  axif  Reinfels   besser  verwahrt  se»i. 

}G09  Sepiemher  9. 

({}ri|;.,  8U etil. -Archiv  Intisbruck.) 


1807. 

Klagen  der  Krainer  üher  etliche  in  Land-  und  JlofrechU^  ge- 
SckeJienett  Eingriffe  tmd  zwar  1.  in  der  Handlung  stvisehen 
Jakob  Sdireiher  und  dem  Alte  v(m  Yikttlmj,  dann  zwischen  den 
Herren  von  Auersperg  und  den  patres  tvegein  eines  Getreide- 
zelienis.     J3.  WegeJi  der  Exemption  der  patres  6«  alUn  Gerichts- 


Folgen  di«  iD  Vollniacblou  gewCbulichen  Forioelu. 


618 


1806. 


instutiiCH.     3.  Wtyen   der  Zilation  der  Landleuie  und  Offisierc 
B  mach  Grtu.    Laibach,   im  großen  Ausschnsse  1609  September  9. 

K  (L.-A.  Krain,  V.-PrnL) 

f  Die  Verordneten  A.  C.  von  Steiermark  an  Christoph  Ulrich  von 
Schärfenberg,  Peter  Christoph  Praunfalk  und  Man»  Friedrich 
von  Steinach:  sie  seien  in  der  jüngst  abgehaltenen  Versammlung 
mit  Mu  Ausschußtnilgliedern  ernannt  icorden,  um  die  Ii*}li'jions- 
sehrift  hei  l.  F.  IM  gu  soüititieren.    Gras^  IßOi)  September  10. 

K  (Kduk.,  6l  L.-A.,  Chr.  B.) 

I  IHe  Krainer  Herren   und  Tjonäleute  A.  C.  an  die  in  Gras  an* 

H  we$endett  Gesandten  und  Ausschiisse:  enischiossen,  mit  deti  Sleirern 

und  Kärntnern   »m   eine  gn.  Resolution  ansuhaii«»,  »euden  sie 

Anton  Fcdtsdiowitsch  jsu  Landpreifi  nach  Gras  und  litten^  aidt 

dieses   negotium    in    meliori    forma   empfohlen   sei»   au    lasaen. 

Laibaeh,  1609  September  13, 

{Orig.,  Sä  Siei^  nu^MrSckt,  8t.  L.-A..  Cbr.  K.) 


1809. 


I 


1810. 

linand  von  Khucbach  an  Ershcrmg ZlaxitHilian :  Dit3Schreii*m 
vom  3,  S^itember  sei  ihm  nidU  in  Sierging,  sondern  schon  in  Brixen 
rugekommen.  Kr  habe  es  den  Stißen  Trient  und  ßrixe»  und  anderen 
Varordnetrn  mitgeteüt.  Darüber  seien  ihm  unterschiedliche  Ant- 
worten sagekommen.  Für  ihre  Fersoneu  seien  sie  gu  allem  bereit, 
um  die  kathdische  Religion  mu  erhalten  und  auch  ihrcsteils  eine 
Summe  Geldes  ^samtneneubringen.  Aber  die  begehrte  fUlfe  selbst 
gu  bestimmeHf  sei  nicht  in  ihrer  Macht.  Auch  möchte?*  sie  der 
Konscquensen  tccgen  die  Vcraniicortung  nicht  übernehmen.  Sollte 
es  sum  Aufstände  in  Kärnten  kommen,  so  seien  italienische  Durch- 
süge,  Mnsteruiigeti  und  eigene  Defensionen  ri*  gewärtigen.  Hof- 
fentlidt  werde  der  Frxftersog  dem  Übel  Bcillieh  steuern.  Die  Hilfe 
der  Grafschaft  werde  g^en  die  ansehtdicften  drei  Herzogtümer 
klein  sein.    2609  Seidcmber  Ji. 


(Orig^  Suuli.-ArcliiT  luDsbravk.) 
r»>iai.  II.  AU.,  M.  1.x. 


u 


514 


1811. 


Erxherzog  Maximilian  an  den  Obristen  Madrutsch:  er  möge  die 
Kosten  für  das  jsu  erhaltende  Regimttnt  so  ansUUai,  daß  man 
mit  30.000 — iO.OOO  fl.  auf  einen  Monat  das  Auslangen  findet. 
Ein  jeder  iccrde  tcahl  «mso  hilliger  mit  sich  bandeln  lassen,  ais 
es  die  aliein  seligmaehende  lleiigian  und  auch  eineti  aus  den  mü- 
interessin'ien  Herren  und  Landfiirsten  der  GrafscJiaft  Tirol  be- 
trifft. Die  Musterung  lasse  man  sich  für  den  luvten  Oktober 
gefallen.  Aus  dein  beigeschlossenen  Vergeichnisse  sei  «u  ersehen, 
daß  man  im  unteren  Pustertale  an  Befehlshabern  und  kriegs- 
erfahrenen Personen  entblößt,  die  Untertanen  noch  nicht  abgerichtet 
U7id  die  Pässe  nicht  besetzt  seieu.  Er  möge  bedacht  sein,  Sigmund 
von  Wolkenstein  xu  helfen  and  eincti  Kohlqitalifixierien  obristen 
Wachtmeister  bestellen,    der  allen  Musterungen  beiwohnt.     1609 

September  17. 

(Koni^  ebenda.) 


1812. 

Erxher^og  Ferdinand  an  Erzherzog  Maximilian:  bestätigt  den 
Empfang  der  schrißlichen  und  miindUcJ^en  Berichte  Laymans 
und  dankt  für  die  erwiesene  GutwiHigkeii.  Wiewohl  sich  seine 
U7ikathßlischen  Landleute  bisher  äußerlich  still  und 
ruhig  verhalten,  er  sich  auch  getröste,  sie  u-erdeti  sich  Oirer 
Treue  und  Pflicht  nach  Gebühr  erinnerti,  so  bitte  er  doch  darob 
tu  sein,  damit  für  den  Notfall  ihm  das  vertröstete  Jlegiment 
Kriegsvolk  zur  rechten  Zeit  zur  Hand  sei.  Er  habe  gern  ver- 
nommen, daß  der  Ereherzog  die  unkatholischen  Landlente  durch 
Schreiben  tmd  bewegliche  Anmahnungen  und  Drohungen  ron  jedem 
Unfuge  abhalten  tvolie.  Er  selbst  werde  ihn,  sobald  er  hierüber 
Wahrnehmungen  mache,  dessen  erinnern.    Dank  für  die  übrigen 

Versprechungen.    Grai,  1609  September  17. 

(Orif.,  Sutth. -Archiv  lansbruck,  Loopoldkoa  364.) 


I 


1813. 

Erihersog  Maximilian  an  Sigmund  von  WoVcMsUin:   BesÜ^iA 

der  Schivierigkeilen  wegen  der  anbefohlenen  MMsteru7\g  im  Viertd 
XJnterpH?,tertai  sri  mit  dem  oberstm  Feldhauptmanne  verhandeli 
und  die  Muslerung   auf  den  halben  Okiober  atigesetzt   tcorden. 


515 

Er  werde  ihr  beiwohnen  und  die  Orti^tässe  bmchtiffen.  Die  Auf- 
betcahrung  der  Wehren  und  liusiungcn  wurde  eur  Kenntnis  ge- 
nommen.   1609  September  19. 

(Konx.,  nl>end&.) 


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1814. 

EnAerMOff  3[aximüian  an  Erghersog  Ferdinand:  teilt  mit,  wtut 

für   Befehle  er  dem   Obristen  gegeben  und   tcas  er  den  beiden 

ISi&chöfeUf  dem   Landeaverivalter  und  Christoph   FreÜierrn   von 

Wolkenstein  gugeschriebeti.    Ji)09  September  23. 

(Kam.,  8tatth.-Archir  Innubrnck) 

Am  unserm  janj^stea  achroibeQ  und  postscripta  toiii  2.  d. 
werilen  E.  L.  verstanden  liaben,  was  wir  aaf  die  bewUte  er- 
clerung'  und  anerpietung  einer  ovenlaalhilff  gegen  K.  L.,  so 
die  Tyrolischcn  stenercompromissarien  sowol  schrift-  als  mUadt- 
lifh  gegen  nns  und  unsern  abgesandten  dem  SchUrfFen  gcthan, 
verrcrs  an  dieselbjgen  gelangen  lassen,  daranf  wir  dan  aucli 
den  obristen  von  Madrutsch  hieher  erfordert,  mit  ime  ainJs 
and  anders  in  ecentum  tractiert  und  gehimdlet,  durch  weliche 
unB  etlictie  zu  (tbristen  und  haubtieitlirii  benennt.,  wie  nit 
weniger  des  künftigen  obristen  besUülung  auf  papier  gebracht 
worden. 

Wan  uns  aber  hier  zwischen  von  dem  vcrraainten  der 
landtjtliaubtinanscliart  an  der  Futsch  ein  RoUiches  unverlioti'lea 
antwortschrei ben,  wie  mit  A  bezeichnet  hie  beyliegl,  daraas 
wir  allerhandt  uacbgedenken  gesch(3pfV,  xukoinniei].  aU  sind  wir 
verarsaclit  worden,  dem  obristen  bcvolcli  an  geben,  was  er  bey 
baiden  bischoffen,  dem  landtsverwalter  nnd  Christoph  freybcrrn 
«a  WolkeriAtiMn  (wie  eoilicbea  die  abscbiiflnn,  mit  B,  C  and  D 
iilerirt,  mebrers  tm  erkennen  geben)  an  seinem  znnickraisen 
verrers  anbringen  und  bnndten  snllej  damit  wir  nin  aigenlliche 
gewissheit,  worauf  man  sich  doch  endlich  %Vi  verlassen  haben 
möchte.  Welliches  E.  L.  wir  /.u  etwas  duro  nachnchtang  nit 
verhalten  sollen  und  doch  bcnebcns  der  hoähung  sein  wellen, 
wolermclte  bisobofe  and  die  andern  sieb  eines  bessera  ver- 
nemen  werden  lassen.  E.  \,.  sein  und  bleiben  wir  ete.  23.  iSvp- 
tembris  (1)009. 


sa* 


Mfi 


1815. 


Erxherzog  MaxUmlian  an  den  Kardinal  j«  Trient:  Bei  der 
Gefahr  der  Sac)wn  in  InnerÖsierrcich  und  dem  UtHsiande,  daß 
dfitn  Ershersmje  die  erhctene  Ifilfe  eugemtfl  wurde,  hoffe  er,  der 
Kardinal  iverde  das  Seinige  dagu  tun.  Kr  möge  Verfngnng 
ire/l'rn,  damit  mau  u^üse,  tvoranf  man  sich  im  yotfalle  Kerlasseti 
Jtönne.  Sonst  mußte  der  große  und  kleine  Ausschuß  jtusammen' 
berufen  werden,  um  weiter  su  verhandeln.    1600  Septemher  23. 

(Konz.,  StitUi.-ArcliiT  lunsbrack.) 

Von  .  .  .  Juliann  Gaudenzen  fr.  zu  Mndrutsch  .  .  .  werden 
K.  L.  iimndllicli  «ic  nit  wenigor  aus  boylicgenden  erst  diser 
to^cn  von  Lien?.  cinkomnen  zeitnngen  schriftlich  zu  Tomemen 
hallen,  wio  gefahrlich  dio  sachen  in  Stejr,  CSrnthon  Und  Cratn 
mit  den  KtJinden  dor  widrigen  roti^ion  flieh  arilas^nn  oder  wie 
stark  des  erzherzogen  Fcrdinimdi  L.  alberait  auch  zne*»e8otzt 
werdi!,  dift  freyslcllung  der  religion  in  benielten  dero  erbfürsten- 
tliunibcn  und  landen  HUch  zuozulasean,  alsi>  dsisa  anders  nicht 
als  alle  gcfnbr  zu  gewnrten. 

Nun  werden  K.  L.  «ich  zn  berichten  nnd  von  dero  zu 
jinigaler  in  Sterzing  der  steaercomproniissarien  wegen  aufnem- 
bong  des  Abraham  Geizkhuflers  lß()8.  lars  raitung  gehaUnen  zn- 
samnaenUnnft  abgcordtictcn  zweifelsohne  vernommen  haben,  was 
hochged.  erzherzof,'s  L.  desswegen  unlängst  an  uns  und  wir  an 
sy,  steuercompromlsearir'.n,  gelangen  lassen,  well  ich  ertnoasen  auch 
dieselbigen  gegen  uns  sich  gehorsamist  und  guetwÜlig  erclert, 
wio  ans  dan  benubens  der  eil  ...  Carl  Scliurflf  .  .  .  solche  .  .  . 
relation  gf^tlian  und  den  anschlag  eoltichcr  hilfleistnng  aufs 
wenigisl  aaf  ain  regiment  kaecbt  von  3U00  man  gemacht,  dass 
I.  L.  auf  den  notbrall  von  dannen  aus  auf  solches  gewisser 
vertröstet  werden. 

Wan  uns  dan  nit  unbewist,  wie  eifrig  E.  L.  die  erbaltong 
der  eatbolischcn  allaiu  seligmachcndcn  rcligion  Ihro  olute  duas 
angclpgpn  sein  lassen,  wio  dan  hierin  nichts  anzuscchen,  souderu 
ein  jeder  bis  auf  das  bluet  bey  derselben  zu  halten  vor  gott 
schuldig,  also  dass  diee  bewegnus,  da  wir  schon  änderst  kaine 
betten,  sich  allenthalben  in  disem  negst  anrainenden  landt,  dar- 
bey  des  erzherzogs  Ferdinandi  L.  stark  interessiert,  aufs  eisscrisl 
anzugrciffen,   allain   genacgsanib  sein  solle:  so  ersuecUeu   wir 


517 


E.  L.  hiemit,  die  wellen  ein  solliclics  wol  an  ^emUeth  ncincn 
and  fiowol  flir  sieh  selbsten  dahin  bedacht  sein  &!«  hey  and<.Tn 
die  vcrfüegung  ihnen,  damit  wir  doch  ein  aigentlichc  gewiss- 
hatt  Iiaben  mechien,  wessen  man  sich  anf  den  nothfahl  zn  ver- 
lassen, sonsten  nmesten  wir  den  grossen  und  kleinen  ausschüss 
in  eil  xusamcn fordern  und  mit  ihnen  weiter  Inietiern,  welches 
wir  doch  lieber  sonderlich  zu  diacr  xvcinat(»ic)  zeit  omheehen 
weiten.  Auf  woHchen  begebenden  fahl  wir  dann  E.  L.  aber- 
niaU  hiemit  fr.  orsnccht  haben  wellen,  demjenigen,  m  von  I.  h. 
Stift  wegen  erscheinen  würdet,  in  bevelch  zu  geben,  bei  dieser 
sftch  alle  gaetcn  ofßcia  za  praestieron.  Und  sein  E.  L.  .  .  . 
2S.  September  (160)11. 

In  »itnili  an  liischolT  zu  Brixcn. 
Pro  h.  obristcn  abaelirift. 
Pro  erzh.  Ferdinand  abachrift. 


i 


1816. 


\rshefxog  Maximilian  an  dett  Obrisfe»  Mudruiseli :  Tiri  der 
sichtlich  gHitehmendcn  Gefahr  seitens  der  uidrii/m  lidigiomvcr- 
wanäien  habe  er  die  Bischöfe  von  Trü-nt  und  Brixen  und  den 
Vertaalter  der  lAtndeshauptmannscJtafl  der  Saclien  erinnert.  Er 
möge  im  Hinreisen  mit  ihnai  ittid  Christoph  con  Wollieastein 
verhandeln.    IGO'J  September  23. 

(Kons.,  Suilli.-ArctiiT  iDimbraek.) 

Maximilian  .  .  .  Demnach  die  gefubr  mit  denen  widrigen 
religionsvorwaiidten  in  Steyer,  Cilrnthon  und  Crain  nit  ab-, 
sondern  vermü^  eingelangter  zeituiigpii  nur  ztiniinbt,  wie  dir 
selber  bcwissl,  also  dasa  zu  besorgen,  man  werde  mit  der  Tor- 
trösten  hilf  des  erzherzegen  Ferdinnndi  L.  in  kürze  succur- 
rieren  mttessen  und  dahero  jetziger  zeit  nielit  tmOireri*  von 
nGten,  als  dass  man  der  in  omnem  cventnm  durch  die  Tyro- 
liscben  eteuercompromissarien  vertrösten  hilf  lolbcr  ein  mehrere 
gewiss-  und  sicherhoit  Iiaben  mechte,  als  soindt  wii-  bewegt, 
bcedcr  bischofen,  zu  Triendt  und  Brixen  LL.,  wie  zugleieh 
den  Verwalter  der  liindtshauptmflnsclmft  kq  erinnern,  dass  sy 
sowol  fdr  sich  selbst  darauf  bedacht,  als  andere  diihin  zu  ver- 
malmen  beäissen  sein  werden,  damit  wir  doch  deslinlben  ein 
mehrere   certezza   haben   ktlndcu,    wie  du  neben  empfang  der 


518 

originalien  aus  bRygflIegtcn  abscliriften  mehi'ers  za  vemehraon, 
hicmit  in  gn.  bevelchend,  daes  du  im  hinreiseo  nit  allain  bey 
Ueeden  bischofen  und  dem  verw.iltnr  dßr  landtslianltmansdiaft, 
sondern  auch  dem  .  .  .  ratli  .  . .  Christophen  freyhßrrn  zu  Wolken- 
steir  .  .  .  solliche  eyferige  neuerang  ku  tlmen  nit  underlaseen 
(wirst)^  damit  man  die  begerto  gcwissbelt  habrn  und  also  des 
besorgenden  scliimpf-  and  Schadens  überheben  sein  mtlge.  .  .  . 
23.  September  (1)60S. 

Ifil7. 

ErzherMog  Maximilian  an  Ferdinand  von  Khiehaeh,  ifc»  Ver- 
tpalter  der  Lavdrshauplmannschaß:  Aus  Zeiiimgcn  mln^hme 
man  ein  Wachsen  der  Gcfdkr.  Dringende  Notieendigkeil,  dem 
Erzherzoge  Hilfe  et*  leisten.  Man  habe  ihm  Aussicht  auf  ein 
Megimcnl  Knechte  eröffnet.  Bei  der  Ungewißheit,  oh  das  Gdd 
beschafft  werde,  müßte  mau  den  großen  und  kleinen  Ausschuß 
berufen.  Um  das  eu  vermeiden,  möge  sich  der  Vericalter  bei  den 
vornehmsten  Landsiänden  und  Ausschußmitgliedern  dieses  Werkes 
annehmen,  damit  nicht  noch  dies  Land  in  Gefahr  komme.  1600 

September  23. 

(Koni-,  St&tth.- Archiv  Inmbruek.) 

1818. 

Bischef  Christoph   von  Brix/m   nn  Mfi3:imilian:  er  tierde  es  an 

nichts  tnangcln  lasseti,   um  die  htthdiscJie  lieligion  tu  erhalten. 

1609  Septiinher  26. 

(Orig.,  ebenda.) 


1819. 

Ferdinand  von  Khiebaeh  ah  3l£iximilian:  Die  tirolischen  I^nd- 

stünde  werden  ihrr-r  landegfürsitlichfn  Iferrschaß  in  NotfäUm 
immtr  aUe  mögliche  Hilfe  erweisen  und  Leih  und  Gut  einsetzen, 
aber  dieses  Werk  kann  durch  einige  xcenige  Landteute,  Ausschüsse 
oder  Sfeuerkonipromiss/irc  nicht  erledigt  weiden.  SoUte  es  not- 
wendig sein,  den  grnjien  und  kleinen  Ausuchuß  und  die  Steuer' 
kompromissäre  zu  berufen^  so  wäre  «t  eu  icünachen,  daß  es  nicht 
jetzt  zur  Weinernte  geschehe,   die  ohnedies  mißraten  sei.     1609 

Septnnber  27. 

(Orig.,  pbend« ) 


519 


1820. 


Qaudenx  von  Madrute  an  Erehereog  Maximilian:  er  habe  beide 
Bisehofe  wef/m  der  Beihilfe  angeifprochen.  Beide  sind  eur  HUfc' 
leistuntf  ganz  eifrig  und  tcerdeH  ihre  Abgesandten  mit  Imtritk- 
tionen  versehen.  Der  Verwalter  der  Landeshauptmannsdiaft  werde 
auch  nickt  feiern  und  die  Sache  den  vorneJimsten  LandUujsmii- 
gliedern  vorlegen.  1609  September  39. 
(Orig:.,  ebenda.) 


1821. 

Erzhersog  M*a;imilian   an  den   Kaiser:   teilt   die  Notlage  Fer- 
dinands II.  und  die  daraas  entspringenden  Verhandlungen  mit. 
(Innsbruck)  lfm  Oktober  2. 

{Kanx.,  Butth.-Archir  Innibrnek.) 

Allordurchleichtigister.  E.  K.  M'  u.  L.  soll  ich  anange- 
fiegt  nit  lassen,  dass  des  erzberzogen  Ferdiiiandi  L.  den  geh. 
rath  nnd  hofvicecanzler  Ilaltlmsar  Layman  von  und  zu  Lie- 
benan  kurz  rerrackter  tagen  hieher  gesandt,  welcher  neben 
praesentierting  einea  credenzschreibens  ao  viel  mandtticliä  an* 
zaigung  getlian.  wie  dass  I.  L.  die  fUreorg  triegen,  auch  so 
viel  BpUrn  nnd  merken  kündten,  daaa  bIcIi  die  in  Stejr,  Cämthen 
und  Crain  noch  anwesende  .  .  .  der  widrigen  religion  anhen- 
gigö  landtstrndo  zn  dnrchdrlngang  irer  vermainten  religion 
sielt  der  occasion  des  anfstandta  in  andern  anrainenden  n.-D. 
landen,  sovil  sy  apUrn  nnd  merken  khUnden,  villeicht  bedicnon 
and  de  facto  auch  etwas  machiniern  und  tenticrn  mechten. 
Und  obf^leichwol  I.  L.  noch  zar  zeit  der  lioffnung,  dass  sy, 
landtstende,  iro  vermuetlich  gescbtfpf^e  widrige  gedankcn  und 
anschlug  fnr  sich  selbst  endern  und  sich  vilniehr  des  schuldigen 
gehorsainbs  hefleia&en  werden,  so  wollten  »y  doch  mich  als 
gnbernatorn  (lisftr  o.-  u.  v.ßst.  landen  ersucht  haben,  auf  den 
fahl  der  noth  1.  L.  nit  hilflos  zu  lassen,  sondern  mit  einem  er- 
giebigen suKCUFB  b^ianfijiringen.  Wan  ich  dan  bey  mir  nit  un- 
zeitig erwogen,  dass  dises  werk  zuvorderist  die  ehr  gottos  und 
die  crhaltUDg  der  warn  catholischen  religion  concerniert  nnd 
nit  altain  die  umb  nachendtor  silnution  willen  obbomeltcr  and 
disor  0.-  u.  v.-üst.  landen  besorgende  gefahr,  sondern  auch, 
dasB   I.  L.  ein   mitinteressierti:!-  bey  dUen  landen  teindt,   be- 


590 

trnclitet,  auch  zumalil  die  occasion,  das  die  E.  E.  Tyr.  landt- 
ecliaft  verordento  stenercompromisaarien  ohne  dass  au  auf- 
nombnng:  des  geiieralstencrcinncniers  raittnngen  dazamahl  sn 
Slertziiigon  hoysomen  gewesen,  gehabt,  als  bin  ich  vemrsacbt 
worden,  ein  solliclies  an  &y,  sLenorcorapromiasArien»  gelangen  sn 
lassen,  die  sich  auf  den  fiill  (den  der  allmeclitige  iang  verhütten 
well)  aller  geb.  mügllchkait  auerjioten.  Und  dicwetl  dann  die 
BX[iorieiiK  bishero  laider  mehr  dan  genueg  zu  erkennen  geben, 
daas  in  dorgleicben  filllen  nit  za  feyern,  sondern  es  hoclie  not- 
turft  sey,  weil  sich  in  omnem  etfentum  gefasst  zu  machen,  da- 
mit man  dem  ftlrbreelienden  gewalt  zeitlicli  begegnen  mDge, 
also  hab  ich  soth'chc  erclerang  nit  allein  für  mein  pcrson  gern 
veriioiuen,  sondi-m  auch  deren  des  ersberzgen  Ferdinandi  L. 
al&baldt  Ecliriftlicb  verstendigt,  auch  zugleich  K.  K.  M'  n.  L. 
dessen  hicniit  ...  in  undertbenigkait  bericbum  sollen  und 
wcHon.     Den  2.  Octobri$  (1)609. 


1823. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  an  die  von  Kärnten:  mfi4e» 
NachrieJiten  aus  Wiett  iiher  die  Bereit rciüigh'it  der  Niederöster- 
reicher £H  einfr  Kovßderaiicn.  Not weHditjJccit  einer  gemeinsamen 
Beratung  mit  Kärntner  und  Kraincr  Attsscküssen.   Oraje,  lij09 

Oktober  3. 

(Kons ,  8(.  L.-A..  Chr.  R.) 

Wir  erindern  die  herrn  hiemit  in  vertraaen,  dass  die  be- 
WOMtc  person  von  Wien  wiedertimben  nihöro  gelangt  und  von 
den  miicrüsterreichischen  lüblifhca  landtstHoden  Ä.  C.  sovil  re- 
ferärt,  dass  sy,  Usterr.  standte,  gav  nit  zuwider,  die  angeboLne 
confoedcration  oiazugcbeU;.  sondern  vilmclir  dieäclb  araplcctirt 
und  gewilligt.  Wa»  wir  darüber  herrn  WilUalbm  von  Windisch- 
grtttK  freiherrn  in  Sachen  verrer  zugeschribeii,  werden  die  herro 
aus  inligender  abaclirift  mit  mcrcrm  zu  vcrncmcn  haben,  wie 
auch  solches  den  herrn  verordenten  in  Crain  zu  commaniciem. 

Und  naclidem  I.  F.  D'  .  .  .  uns  auf  den  lö.  d.  m.  wegen 
der  ungarischen  stände  ankunft  und  verrern  rememang  ires 
begems  zusaraen  beechreiben  lassen,  wie  wir  auch  darfurhalton, 
dsBS  der  herrn,  snwol  der  herrn  Jandt^tende  in  Krain  auaschuess, 
ebncrmassen   hierzu   abgefordert  worden,    also   haben   wir  die 


52t 


i 


horrii  in  bestandigen  vertrauen  liicmit  frcandtÜcli  craucclien 
und  bitten  wollen,  neben  denselben  auch  iren  ausBchneBS  zu 
anhörung  der  vcrrorn  Verrichtung  und  notwendiger  eufrigeu 
bcratsclilngong  obangeragtcii  bewasstcn  wichligcn  wcrks  abzu- 
ordnen. Verbleiben  den  herrn  . . .  Gratz  den  3.  October  anno  1609. 

In  darta:    ,Co]ti  aclirpibBii  «n  licrrn  Luflwip  von   Diotrichatcin..' 
Zostiiumcndo  Antwort    der    KSrnlaer    VtTordiieten    vom     10.    Oktober 

(Orlg.,  ebenda).    Ilirii  Gesaudten  wci-iifln  oiclit  bloß  den  UDgartscberif  londern 

auch  den  anderen  vertraulichen  llsndlu»f*eti  beiwoliiiQn. 

1823. 

Der  Kardinal  Karl  von  MadntU  an  ErBhcrgog  Ma^nttlian: 
hestäiiyi  den  Empfang  der  Nachrichten  durch  den  FeUlhaitpt- 
mann  Gaudene  von  MadruU.  ,Wieivohl  uns  am  meiste»  daran- 
liegt, in  diesem  FaUe  beieuspringcn,  so  scheittcn  doch  die  Sachen 
so,  dnß  tcir  nicht  sehen,  icas  teir  für  unsere  Person  auf  eine 
besondere  speeifisierte  JJHfeleistung  erobern  möchten.  Sollte  es 
notwendig  sein,  die  Ausschüsse  eu  berufen,  so  werden  wir  unsere 
Abgrordtieien  instruiereti.'    1609  Oktober  3. 

(Orig.,  Statth. -Archiv  Innsbruck.) 


1824. 

Die  Verordneten  von  Krain  an  Anton  Vcischowitsch:  danken  für 
seine  Bereitwilligkeit,  mit  Galt  von  GaÜenstein  und  Wolf  Kngd' 
brecht  SchränJder  an  der  Versammiung  in  Gras  feilzunehmen. 
Die  Zuschrift  Ferdinands  II.  an  die  Landschaft  habe  er  in 
Kopie  r«  vernehmen.  Mit  den  Abgesandten  der  anderen  lAnder 
tcerde  er  gnie  Korrespondenz  halten.  Zwiscfien  der  F.  D'  uttd 
den  ung.  Gesandten  ist  eine  Zusammenkunft  für  den  18.  Oktober 
Borgesehen.  Er  möge  sich  erhindigeit,  ob  der  Tag  von  Steiert)iark 
beschickt  tcird.    Jjoibach,  HiO'J  Oktober  5. 

(Kons-,  I>.-A.  Krain.) 

1826. 

Erßhereog  Ferdinand  an  Erzherzog  Maximilian:  dankt  für  die 
verirä$tete  Unterstützung   wtd  hofft,   die  wieder  ztveifelltaft  ge- 
wordene Hilfeleistung  werde  doch  noch  xtistande  kommen.  Lcibnitg, 
1009  Oktober  11. 
(Orig.,  SUUh.-Archiv  loiiebrnok.) 


522 


Hocliwllrdiger  .  .  .  Iletten  uns  tröstlich  versehen,  ea  werde 
bei  dem  sicherlich  hewenden,  d»s  noa  von  der  getrewen  tyro- 
liscbeo  Landsrhaft  mit  dem  ollberait  angedcnten  rcgimcnt  koecht 
im  fall  der  noth  und  bedürftigkait  beigespraogea  werden  solle 
(verbleihen);  weil  aber  die  Bach  seithero  in  ainen  Kwejfel  ge- 
EOgen  werden  will  and  sich  G.  L.  daraoter  weiter  interponieren, 
»0  sein  wir  gaeter  boffnang,  ire  letztTerordneten  aodterband- 
langen  werden  ohne  frucht  mit  nichten  abgeben,  wie  wir  dao 
E.  L.  alles  vleiss  bitten,  sy  wollen  disen  band)  in  möglichster 
still  halten.  .  .  .  Geben  im  markt  Leybnitx  den  12.  tag  Oeiobris 
im  1509  iahr. 

dieostwilUger  vetter  and  braeder 
Ferdinand. 

I>ar  Brief  ^ht  von  Vanedi;  aaeb  Innsbniek;  man  fltrchtet  wohl  aUo, 
er  ktJante  ia  die  Ilfiod«  der  Orwtnt  fallen. 


I 


1826. 

Die  Jieligionsreformaiionskotnmüsion  an  den  Generaivikar  in  Lai' 
back  und  die  Erxpriester  in  Ra4mannadorf,  Siein,  Rudoifswerih 
und  Jieiftiitr  tcegen  gefänglicher  Einziehung  nUcr  lutherischen 
Prädikanten  und  ihrer  ,Iiezcpiatoren'  und  der  Ausschaffung  aller 
Lutherischen  aus  dem  Lande.    Laibach,  1G09  Oktober  12. 

(H.-,  H.-  n.  Bl.-A.  Krain,  Farn.  4.) 


1827. 

"Patent  für  Christoph  tti  Wolkettstein  ang  Anlaß  der  Hfusterui 
im  Pustertaie.    1609  Oktober  21. 

(Kons.,  Stattb. -Archiv  lanibmcV.] 


1828. 

JCfjthereog  Maximilian  an  Erzherzog  Ferdinand:  hesläiigt  den 
Empfang  des  Sclinibeits  vom  11.  Teilt  die  Vcrhandlmigen  mit 
Trient,  Brixen  und  dem  Verwalter  der  Lundeshauptmannschaft 
mit.  Hofft,  daß  sich  die  Tiroler  Stände  erweism  werden,  wie  es 
ihnen  ah  guten  KathoUschm  geziemt.  liiOd  Oktober  30. 

(Kena-,  ebenda.) 


1829. 

Die  in  Gras  versammelieti  deputierten  Ausschüsse  der  drei  Land- 
schaften Steiermark,  Kärnten  und  Kraitt  A.  C.  an  die  unga- 
rischen Stünde:  Klagen  über  die  seil  einigen  Juhren  unablässig 
hetrid>ene  Religionsvtr folgung.  Bitte,  daß  man.  ohne  diexs  An- 
stichen SU  erwähnoi,  gleichsam  als  oh  es  aus  ihrem  eigetten  Eifer 
geschehe»  tvürde,  für  sie  hei  Ferdinand  II.  und  hei  dem  Kaiser 
ttSiP.  ein;nttrelen.    Grog,  1609  November  4. 

(Kop.  im  Slatlh.-ArelitT  Innslimck,  Lcopoldina  3A1.  im  8t.  L.-A.,  Chr.  B.  a.  in 
SOUinger,  fol.  696*^;  nuten  mit  Wcf^lassuog  der  Formalten.) 


. .  .  Qnantas  .  .  .  calamitatcs,  angnstias  atqne  tribulattones 
proptor  salviticae  religiODis  nostrae  constnntßm  pi-ofäBsionem  per 
aliquot  annoa  in  hisce  provinciis  perpessi  fuerimus  et  ettain 
nnnc  patiamar,  non  6st  nt  maltis  verbis  (qaae  ma^s  qaara  ras 
deficerent)  recenseamns,  hisqne  lamentationibas  nostris  anres 
Hl""""'  .  .  .  obruamtis,  cum  üsdem  nt  poto  vicinis  nostris  lara 
per  privatonim  Ütteras  quam  per  exalum  liberaliter  exceptorara 
relacionos   nee   non   per   mullnrnm  synipatriotarum  Ungnrorum 

Ioealarcm  inspeccjonem  iam  dudum  innotaerit;  quod  scilicct  ad- 
Tcrsarti  noetri  (ubi  Ser""""  ari:Iiiducem  Ferdinatidum  dominum 
nostrom  ctcmcntissimnm  quidem  non  sed  Ser***  S.  nonnollos 
extraordinarios  incnlpamns  consiliarios)  aniraarnm  nostrarom 
j>astorcs  8>'nceroB  atnnea  et  anditores  tidotcs  comphirimos  ex 
provinciis  hisce  eiecerint  ntque  profhgarint.  concionatores  porro 
noBtrofi  niutüs,  libros  sciLIcet  ortbodoxoa  oA  quidom  sacra  biblia 
ipsa  cnmulatim  cambn5:serint,  templa  et  cemiteria  no»trti  dirnO' 
rint,  SQpnlehra  et  loca  Sacra  pro|ihanaritit  atque  inviobtrint,  cor- 

Ipora  maioram  nostromm  in  quieto  sua  ctiam  iure  gentium  pri- 
vilegiata  diaturbarint,  nmlctis  pecuniariis  loeulos  aliquurum 
exbauNerint  et  licet  mnlta  millia  aureomm  propter  sola  extra 
provincias  in  libero  vestro  Uungariae  regno  quaesita  rcügionis 
iioüitrae  exercitia  et  proptnr  decimas  tutinscuiusque  substautiae 
indebitas  a  disrcdentibna  exulibus  evangelicis  extorserint,  pa- 
H  ttentia  tarnen  hae  uoslra  per  Dei  graciam  admiraoda  nou  con- 
tcnti  insaciabili  illornm  avaritia  in  rcsidmim  bonorum  nosti-ornm 
iohiant  et   totalem   religionis  et  regionis  nostrae  extirpatiouem 


524 


modttantar  et  macbinantur,  ita  at  rumor  passim  spargatar  pou 
tificiac  sapcrslicionis  patronos  in  Mcdtolancnsi  ducatu  nee  non 
Tirolensi  comitatu  clam  militem  contra  noa  conscribere  Ulnm- 
qao  exercitum  in  hascc  provincias  dedncere  velle.  Quid  nobis 
vicinisqno  nostris  simal  malt  atfjue  pericali  inde  metnendnm, 
prudentiae  Hl'-"»'  .  .  .  relinqairaus.  Et  qnidem  cum  ex  pari 
liostium  nostrornin  commoniam  instiaclu  et  con.itn  III"'  .  .  . 
in  eodem  labyrintho  ad  tempas  qoidem  tarn  brere  veraati  et 
singalari  Dei  beneßcio  et  miracalo  inde  Überati  ftierint  a  novo 
tarnen  periculo  uon  prorsns  in  perpetuom  libon  sunt,  esperientia 
ergo  propria  non  dudam  edocti  qnorelis  nostris  atqae  monitis 
fidem,  sicat  et  compassionem  nobiscum  liabcbunt  maiorero  com- 
mnneqae  periculom,  in  tempore  animadrertent. 

Nos  vero  in  cmce  patientea  et  pacis  atndiosisaimi  IJI**  .  . . 
comitiomm  regni  opportunitate  tantam  maximo  opere  rogamoB, 
ut  diasimutatii  hac  nostra  imploracioner  quasi  ex  motu  ot  zelo 
proprio  apud  Ser"""  Kcg.  M*""  ca  ratione  pro  nobis  intercedant, 
nt  Ser°"  R^g-  M**"  ntpote  domus  auae  iaudatissimae  patronus 
et  cui  p«i»teritaliqai7  s[>emlae  suac  in  bi^co  provincÜH  Anstriacis 
hereditatis  et  successionis  ins  aequc  ac  Ser"**  archiducibns  atüs 
competAt,  dignitatc  nutem  atqnc  netate  saperior  apud  patrnelem 
suum  arcliiducem  Furdinandutn  dominum  nostrum  clemontisBi- 
mum  nuctoritate  sua  regia  sesi>  inlerponat,  quo  Sor^  S.  patris 
archiducis  Caroli,  patrui  Maximilijini  avique  Ferdiiiandi  divomm 
imperatorum  pientissimne  mcmoriae  ncc  non  patrncliam  impc- 
ratoris  Rudolpbi  sucrac  cacs  M^"  et  Mattbiac  Bungariae  et 
Boemlae  regia,  non  afünium  Uispaniae  in  Belgio  el  Poloniae 
regum,  simul  et  Öalliaram  regis  aliarumqao  bene  constitutamm 
rcrum  pablicaram  cxcmplis  aeqnalera  nobis  religionis  libertatem 
clemcntiseime  concedere  digiietur-  Ad  qnam  irterpoaitionem 
111"**  D.  V.  non  solum  propter  comitia  et  ünimu  Scinvonieorum 
tractatua  habcnt  occaaioncm  praesentem,  qtua  si  ad  dicta  con- 
finia  contribntionea  nostras  contiiiuare  deboamus,  sicuti  Ser^ 
Reg.  M*"  regnumquG  Huiigariac  a  nobis  desiderat  et  nos  alias 
singniari  orga  III"  .  .  .  uti  confratres  nostros  amorc  uti  bactenus 
Üboraliter,  ita  et  in  poaterura  semper  propensi  snmua,  certc  ante 
orania  necesaarlam  est,  ut  nos  ipsimet  in  provinciis  atque  do- 
mibus  nostHi«  vivamus  pacati  atque  tuti.  Alias  si  intcstiois 
motibna  Vftxarcmur  atque  periclitarenmr,  charitaa  ordinata  inci- 
peret  a  nobisraet  ipais  ut  propriao  salati  cousuleremus,  qua  ne 


1 


BBS 


I 


I 


te  proprift  nullas  vcsiris  conßnibtis  suppetias  ferro,  etinmsi 
vellemus,  possemns." 

Preter  hoc  incoramodum  praecavendom  acceflit  pro  fan- 
damento  nostro,  clirUtiana  insuper  lib«rUB  nostra,  qua  a  Crea- 
tore atquB  liUeralorc  iiosiro  ilonati,  ita  animabns  noKtritt  archi- 
duci  Cliristo  nct^Do  Fordtnamlo  nostro  Scr**,  »cd  Ser**  S.  Bolis 
tantam  corporibus  atqae  fortanae  bonis  nostris  et  qDidem  non 
nisi  eecnndani  privileji^a  et  iiniimnitates  iiostras  nti  Üben  bo- 
minca  et  privilcgiati  provinclarum  Status  atqac  proccres  obligati 
samas,  immoqne  S^  S.  de  privilegiis  nostris  sacrosancte  eer- 
vandis  aequo  nobi»  et  quidem^  aiitequani  iios  Uli  de  oUedientia 
praostanda,  corporalo  pracstitcrit  iuniuientaiii.  Porro  Hl'"*»  .  ,  . 
Ü.  V.  cogitent»  quesumna,  si  in  praesidiis,  castris  aut  praediis 
contra  comtiiQncm  liaereditanutn  christiannm  hostetn  com  arcbi- 
duce  nostro  atquo  Dl.  ...  D.  V.  siinul  viverc  atquc  mori  nobis 
incumbat,  si<:at  sanguinem  nostrum  pro  et  cum  principe  nostro 
atque  pro  et  cum  111.  .  .  .  D.  V.  uti  confralribus  nostris  pro- 
fundere minime  rccuseraas;  scd  gaudeamus  certc,  nt  eciam 
quiaquc  nostrum  secundam  suaiu  conscieuciam  et  dcTocionem 
soam  acque  ac  Sei"*  S.  aut  lll""  .  .  .  D.  V.  libore  ac  chri* 
Btiane  rivere  ac  mori  possit  f&s  et  aequum  sit. 

Et  maxime  cum  III. .  .  .  \).  V.  vicinl  simaa,  de  vicinltatis 
sicut  ftliis,  itu  inpiimis  qaidem  de  religionis  libertatis  fructibos 
participetnnsr  ac  cum  simna  cciam  amici,  amioomm  antem 
oronia  cnm  sint  comninnia,  religionis  ergo  snramum  bonnm  pro 
se  omiiibus  commonicAtionem  nobis  amicis  etiam  fiat  commune. 

Imnio  cum  plarimi  ex  nobis  cum  III.  .  .  .  D.  V.  nrnns 
consangninei,  sit  ergo  eiusdem  sanguinis  rirtna  ciusdem  spiritua 
vigor  animarom  libcrtas  et  cil>i  Bpiritnalis  deicctns  oadoni  vita 
preacna  et  niagis  illa  futnra.  Tandem  cum  simus  fratres  tarn 
cbristiana  cnmmuni  quam  püliticA  singulari  unita,  simus  ergo  et 
uoberudcfi  religionis  libertatis  et  tuilntis  sompiteme.  Qua  equa- 
litate  atquR  concordia  parvao  crescunt  o  contra  discordia  wa- 
gnae  dilabentur  respublicae.  nti  omninm  temporum  oxempla  ab- 
ande  teetantar. 

Et  in  specie  in  boc  casu  nostro,  si  nobis  utpotc  III'"'"  . .  . 
D.  V.  commilitonibus  vioinis  aroicis  consangnineis  atque  con- 
fratribns  non  idem  ins  et  aequalis  religionis  libertas  concodetnr, 


*  Bil  hiobvr  rffielll  dar  Text  io  tjützingcr. 


DOli  »oluui  auppetiac  nostrac  et  coDtribntioncs  ad  confinia  Kda- 
vonica  ati  pracdictnm  sod  ex  eodcm  fandamento  coDseqaenter 
etiam  S>  R.  I.  eleetoram  principam  reliqaomm  statnam  Aii<ni- 
stanam  rcligioncm  profitentiam  auxilia  maiora  et  pot«ntissima 
ad  reliqoa  Ungarica  conSota  deficient,  atide  infiutta  seqaeotnr 
iDconvcntencia,  sicat  ex  hac  t>ula  caosa  gravatae  rettgionis  no- 
vtrae  proxima  inipcriaÜa  comitia  cnm  magno  doinus  Aostriacae 
atqne  coronae  Uugaricae  dlspendio  atqae  iocommodo  in  raoam 
dissipata  qaalcs  frustanei  cxitas  in  aliis  fataris  imperü  atqae 
provinciaram  Aostriacaram  conveDtibas  nondam  snblatis  lii 
gravaiDinibas  et  itnpedunentis  Bimiliter  metaendi  sunt. 

Et  niei  ill.  M.  .  .  .  D.  V.  exemplo  Mortivorum  in  nuper- 
rima  Austriaca  coiDpositione  laadatissimo  intcrposiiione  etiam  bqa 
nobia  sabveucrint  et  cxactia  comittis  snis  occasione  tractaüonis 
de  confinibos  Sclavonicis  et  Croaticia  intertenendis  legatis  prac- 
etantissimos,  nostrae  antem  religioni  maxima  ex  parte  addictos 
cum  Auatriacia  ttidem  legatis  [quoä  tempore  coramodo  ettam 
suJIicitabimos)  ad  äer"""  archidncom  nostrntn  huc  miaerint  re- 
ligionieque  controTersiam  inter  Ser*""  suam  atqne  prorincias 
nostraa  compoancrint  (sicnt  et  noa  ad  III.  ...  l).  V.  reqniaitio- 
nem  ad  Viennensoin  capitulationem  atqne  tranaactioneni  anno 
1606  lep;atos  noatroa  miaimus,  fideiusslone  etiam  nostra  tractalnm 
et  paoificjicionem  corroboraviraiis)  ccrte  actum  erit  de  reli(nODe 
nostra  in  provinciia  biacc  in  magnnm  qnidem  praeiadiciam  con- 
aequenter  eciam  111.  ...  D.  V.,  qnarum  res  profeeto  agitar  pa- 
riea  cam  iioster  proximaa  .irdeat. 

Omni  ergo  clirislianae  cliarltaiia  vicinitatis  amicitiae,  con- 
sangnireitattB  et  confratemitntis  atudio  III.  .  .  .  D.  V.  oramna 
et  obfißcraiiiaR,  nt  iiicciidinm  boc  pcricnlusum  ricini  parietis 
nostri  qno  citius  co  sAlatarius  sopire  prei^icta  iatorceeaione  tarn 
apud  S  R.  SI.  i\xLnm  ablegacirme  atl  Ser"»™  archidnccm  Fer- 
dinandnm  nos  iuvarft  atquc  religionera  nobis  eommnnem  fovere 
ac  promoTere  et  snlutcm  ecelesie  atque  reipublicae  et  finiiun 
suonim  enixe  carara  stndeant. 

Qao  ingcnti  bencficio  111.  ...  D.  V.  non  solum  sibi  suae- 
quc  posteritati,  hob  posterasque  nostros  uti  multis  partim  aupra- 
mcmoratis  moritis  iam  antea  devinctoa  fortiori  atqne  indisso- 
lubili  obligabunt  vinculo  sed  sininl  epiam  immortali  Deo  cnl- 
tum  facit^ut  acecptiasimutu  ecclcsiaquo  affiicta  patrociniam 
dcbitum.     Causam   banc  nustram   ut   communem    et  propriam 


I 


iia^^^( 


I 

I 


627 

nos    nostrosque    conprinciiiaks     III.    .    .    .    1).    V.    commenda- 

mus  devoto  atqae  ofBcioeissime.   Datae  Graeoii  4.  Novembris 

anno  1609.  ,,  .  ... 

111.  .  .  .  D.  V.  .  .  .  vicmi  .  .  . 

ProTinciamm  Styriae,  Oarinthtae 

atque  Carniolae  ad  tractatns  coq- 

finmtii  Sclavonicorum  deputati 

reformatae  rcligioni  addlcti. 

1830. 

Keacriptum  Matthtae  rcgis,  quo  mediante  comite  Georgio  Thurzo 

ad  literas  ipsius  de  tertia  Nov.  ratione  introdncendi  ad  praesi- 

diam  Jannensfi  cnncionatoria  A.  C.  Rxaratas  committitar,  ut  ab 

introdactione  humamodi  ...  BUpersedeat  1610  Nov.  7. 

(Orlg.,  Utig.  U-A.,  Thiirxo- Archiv.) 

1831. 

JEoMer  Rudolf  IL  an  Erjshereog  MtKcimilian:  ErxKersog  fVr- 
dinands  Eifer  sei  bälig  rw  lohen  uud  das  Erbide»  d<T  Steuer- 
kompromissärc  anzunehmen.  Hoffentlich  werde  es  su  der  ange- 
deuteten Extremität  nicht  kommen.  Wegen  der  Evenittathilfe 
vermeine  der  Kaiser,  ,da8S  1.  1/  nii  hilflos  geUtssen  werden  solle'. 
Prag,  IGOi*  November  12. 

(Kop.,  8UlUi.- Archiv  Innsbruck.) 

Am  UmichUg«:  ,pr«N.  81.  Jan.  1610,'  Umq  anten:  ,An  verwaltn* 
dnr  1.  liaubtnianBohaft  mit  einBchliflMUnp  >lcs  orip.  nud  dus  or  aml  nntlrr« 
inen  <laj  werk  iiinb  auvil  mehr  augel^ttn  sein  laMna  vrellou.    <1.  F«b.  11^10.* 

1832. 

Anbringen  des  Bischofs  von  Laibach,  daß  ihm  die  im  Lnndhause 
liegenden  lutherigchen  Bücher  swn  Verbrennen  ausgefolgt  werden. 
Beschluß:  Den  Bischof  um  eine  kleine  Geduld  anzusprechen  und 
inzwischen  über  die  Sache  mit  den  beiden  anderen  Landen  ru 
verhandeln.  Laibach,  im  Mofteiding  IGO'J  November  Jti. 
[L.-A.  Kriin,  V.-Prot) 

1833. 

Die  Reiigiottsreformatoren  in  Krain  an  Bürgemteisier,   Richter 
und  Rat  in  Laibachi  Befehl,  1.  an  den  Samstagen,  den  Vigiliett 


S28 


der  hinten  FeMe  vormUtags  ^n  Fleisch  mi&fichroten  #tt  lassen: 
2.  Handel  trährend  des  Goiiesdienstes  an  Sonn-  und  FtsUagen 
£u  verbieten;  3.  Versperrung  der  Wirtsitäuser;  4.  EinsteUung  des 
Viehaustreibens;  5.  Verbot,  das  Fleisch  an  Fasitagen  feütuMalten; 
6.  EiHSieliimtj  des  massigen  Jlerumtreibens  tcährend  des  Gottes- 
dienstes; 7.  Anhörung  der  Predigt  und  Messe;  8.  Itetchte  und 
Kommunion  sur  österlichen  Zeit.  Der  Stadtrat  hat  mit  gutem 
Beispiele  voranzugehen.  Laibach,  1609  November  16. 
(II.-,  U.-  n.  SL-A.  Kr«in,  Fus.  4.) 

ISSi. 

Ikr  Fr2priester  von  Reifnits  an  den  Sischof  von  Laihaeh:  er 
werde  sich  an  die  ihm  erteilten  Weisungen  puncto  der  halssiar' 
rigen  verführerischen   Prädikanten   halten,     liäfniig,  1009  No- 
vember 31, 

(Orifr,  H.-,  H..  u.  8t.-A.  Krain,  F*».  4.) 

1835. 

Erxher2og  Maximilian  an  Erähergog  Ferdinand:  Wegen  der  Ver- 
tröstung mit  einer  Evenlualhüfe  ist  es  schwer  genug,  sie  in  Wirk- 
lichkeit MU  richtm,  darum  werde  es  nicht  möglich  sein^  seinem 
Wunsche  nach  dem  Ershertoge  LeopoUt  mit  einem  Darleften  ,«t 
dem  Gillchischen  Werk^  beigiispringen.    1609  November  23. 

(Kons.,  Staltfa.-Arahiv  lunsbnick.) 


1830. 

Inst/mJdion  für  die  «oiÄ  Wien  und  Prag  seitens  drr  erangdisehat 
Stände  Vüti  Steiermark,  Kärnten  nnd  Krain  entsandten  Aussehufi- 
miiglieder  Ulrich  Christoph  Herrn  von  Schär ffenberg,  Karl  J*V«- 
herrn  gu  Eckh  ttnd  llungershndi  und  Dietrich  !''reiherrti  an  Aners- 
pcry  auf  ScJwnberg.  J609  November  24. 
{Oiig.,  St  L.-A.,  SfltKioger,  fol.  ftSl*— B'.1S*.) 

Wir  N.  u.  N.  der  dreyer  n.ö.  lande  Steyr,  KhiLrnton  und 
Craiu  ev.  Augsp.  Coof.  £ui;ethfiDer  evang.  stündt  depuuerte  uod 
gevolltn achte  auaachuas 

bekennen  hicmit  für  uns  und  unsere  comprittcipaUe  mit 
gegen w artigen  gwalt  und  instruclion,  dass  wir  in  craft  unserer 


539 


I 
I 


habenden  voUniaclit  unsern  aiiseli liehen  getreaen  mitgliedern 
und  gUubensgenossen,  denen  wohlgülionien  herrn  herm  Ulrich 
Christophen  tierm  von  Schftrffenberg  auf  Hohen wang  und 
Spilberg,  F.  D*  bcrrn  Ferdinand!  ärzhorzugcn  zu  Österreich  rnth, 
berrn  Carln  freylierrn  zu  Egg  und  liongerabach  crbland  stAbl- 
maister  in  Oain  und  der  Windischen  Mark,  E,  E.  L.  in  Kliitrnk'Q 
bestallten  nttmaister  und  herrn  Dietrichen  freyherrn  zu  Aaers- 
porg  herm  zu  Schünberg  erblandniarschalk  und  erhciLinmerer 
in  CVain  and  der  Windlechcn  Mark  hioinit  unsern  weitern  gnalt 
gegeben  haben,  geben  ihnen  oder  den  mehrern  sainent  oder 
sonders  denselben  auch  nach  besteudigster  form^  und  zwar 
folgender  gcstalt: 

als  erstliuben,  dass  sie  sainent,  die  luehrern  oder  sonders, 
zu  bester  inllgliclikait  sich  nach  Wien  begeben,  zu  ihrer  an- 
kunf^  alspaldt  bcy  den  lubl.  üsterr.  ätündiMi  unserer  christlichen 
Augp.  Cunf.  verwandten  herrn  directore  und  aassclmss  anmelden 
und  folgonds  zu  derti  gulcgcnhcit  neben  ilberantwortung  betUegen- 
der  credentialen  und  vergvissung  unserer  getreu  Dacbbarlicheo 
dienst  die  hauhtwerbang  ablegen:  neinbÜcheu  unsere  und  der 
unsrigcn  ohne  das  ihnen  zum  bontlegco,  liberfluä»  und  mit- 
leidenüchen  verdruss  bewuste  hiichste  obligcn  und  bevorstehende 
gefahr  üar  MeeU'n,  U;ibü  und  lebens,  handl  und  gUter  andeUtcn^ 
ihnen  ihr  aigucs  mitlauffcndea  initr^ast  zu  gcniilth  t^\hrcn  und 
sich  auf  unsere  uralte  Verbindung  beides  in  prophan-  als  reli- 
gionssacben  nach  ausweisung  unsei'«  ihnen  copiatittr  zuegcstellteo 
voUmachts  fundieren  und  darüber  ihren  getreuen  eilfrigen  rath 
intercession,  interpositlon  und  assialcnz  aUes  urnsta  und  cUfers 
sollicittcrn  und  erbitten  und  dcrosclbcn  ratblichen  vorschiilgen 
in  ainem  und  andern  sovil  aldorten  zu  Wien  oder  andern  orten 
zur  selben  zeit  naclt  zu  verrichten,  ntUglich  geloben  und  ange- 
legnes fleisscä  oaciikomuicn. 

Und  sonderlicb  am  andern,  da  sy  für  rathsamb  und  thuo- 
lieh  befinden  wurden,  bey  ihrer  zu  Hungurn  und  Höliamb  kgl. 
M*  erzhcrzogen  Matihiae  zu  Österreich  unsern  ullergn.  herrn 
umb  retpetthe  vetter-,  brüderlich  und  allergn.  kgl.  intercession 
g<>gen  I.  F.  D*  unsern  allergn.  herm  und  landtsiUrsten  wegen 
ibrcm  höchst  rüemblichen  ktinigen  und  andern  potentaten 
exempl  nach  gleichmässigcr  roUgionsfrey Stellung  und  concc^sion 
anzuhalten,  so  sollen  und  wolteu  sy  es  so  schi'üTt-  ao  mündtlich 
beides  bei  I.  Kgl.  M'  selber   dnna  bcy  dcrosclbcn  gobaimben 

t«Btia.  It.lbt.  Bd.  LI.  34 


* 


530 


und  Alrnembsten  r&thea  mit  allerhand  wolbekanoten  TnotireD 
nach  anweisnng  and  vorecbab  ihrer,  der  lobt  er.  stttnde,  mit 
aller  noHerÜi.  demnlh  nnd  gebQr  Rucben,  za  welchem  ende  dann 
sie  hiebei  mit  notwendigno  creditiTcn  versehen. 

/n  nmili  nnd  znm  dritten.  Nach  solcher  ihrer  Wiene- 
rischen verricbinn^  sollen  sy  mit  rath  ofl  hochermelter  Ifibl. 
ev.  stfinden  ansschass  nacli  Prag  zn  I.  K.  M'  verrücken  and 
hey  deroselben  als  obristen  hanbt  der  ganzen  Christenheit  nnd 
cltii^tera  des  hochl.  haus  (Österreich  unserm  allergn.  herrn  amb 
allerdings  gleich  massige  vAtterliche  und  allergn.  interposition 
allergeh,  anhalten,  dabin  sy  gleiche  reverentiaUchreiben  hiebei 
zu  empfangen.  Sy  sollen  doch  henebens  aach  von  denen  löbl. 
üBterr.  stftnden  an  die  Bübam-,  Mfthrer-  und  Schlesische 
stflndt  und  dero  fürncmbste  reichs-  nnd  landofficier  ireitere 
intercesiiionales  and  recommetuiatitittB  mitnemen.  darcb  welche 
mittel  sy  alsdann  von  hochetvermeltcn  drereii  reichs-  and  landt- 
stenden  mit  bester  gelegenhait  an  1.  K.  M'  selber  erspriesslicbe 
und  ansehenliche  Hirscbrifilen  and  fürbitlen  wcrhen  und  bey 
allerhöchst  gedachter  Kais.  M*  oder  in  kq  lang  verEngncr  kais. 
andiens  bey  deroselben  gehaimen  rüthen  gebürlieh  für-  and  an- 
bringen nnd  atlergn.  erfreahche  resolation  sollicitiern. 

Wann  aber  ye  dieselb  wegen  Ubcrheufton  kais.  geschftften 
sich  gar  in  die  lang  verweilen  oder  gar  ein  zu  schlechte  \wtt- 
Dung  «ein  wolle,  so  mjigen  sieb  ansere  abgciiandte  im  oameD 
des  allerhöchstcD  cndlicbcn  ihren  ruckweg  zeitlich  wieder  so 
ans  nemen  and  ihr  verricbtong  in  mittel  bey  gewissen  gelegen- 
heiten  allezeit  raub  and  nach  and  sonderlichen  zu  ihrer  an- 
heimbshanft  schlüess-  and  nmbstundlich  referieren. 

Fernere  particulariteten.  motiven  und  ausfuhrungen  diser 
ioBtraction  einzuverleiben  ist  wegen  der  horrcn  abgesandten 
als  setbiit  mitinteressierten  savorliabenden  gründlichen  infor 
mation  hohen  vernDofl,  wolbokannten  nnd  gorUcmbten  discre- 
tion  und  dexteritct  allerdings  annots  and  UberäUssig,  wie  auch 
in  allen  oft  and  anverbofften  zueständen  vSlIige  instraction 
vorzuschreiben  per  se  nnmiigÜchen,  als  lassen  wir  es  bey 
dieticm  gcneralgwalt  und  vollständigem  vertrauen  billieh  be- 
wenden. 

Weilen  nun  sy,  herrn  abgesandte,  auf  starke  behandlong 
dieser  hochwichtig-  and  bescLwttrltcbcn  commission  sich  iObÜch 
and  denkwürdig  naterfangen,   da  sy  dann  auf  feindselige  ver- 


4 


• 


531 


betsang  der  friedwiderwertigen  otwan  allerley  nngemach  za 
benirchtcn  haben  niCichten,  das  wir  docli  nicht  hoOen  wollen, 
80  sollen  wir  ey  sament  and  sondors  in  ci'aft  nnsers  vollmachta 
and  schadloaversclireiliUTig  ani-h  weiterehin  neben  unsern  ton- 
principalcn  ohne  allen  schaden  halten,  dessen  wir  uns  hicmit 
verbinden  alles  getreulich,  ehrbar  und  ohne  gefllhrde.  Zu  ur- 
kandt  nun  haben  wir  obguiuclter  dreier  evang.  laodtstende 
gevolltnttchtigte  aasschUss  unsere  handäclirif^en  und  pettschafton 
hierunter  geatetlt.     Datum   am   24.  November  im  1609*"  iahr. 

Siffilla  Stifrorvm: 


Rudolf  freyherr  von  Teuffen- 
bacb. 

Gottfriedt  freyherr  von  Stadl. 

Erum  freyherr  von  Dietrich- 
stein. 

Georg  herr  von  Stubenberg-der 
etter. 

Georg  herr  von  Stubenberg  der 
jünger. 

Franz  freyherr  zu  UAgkhnitz. 

Hans  freyherr  von  Stadl. 

Ehrenreich  freyherr  von  Saurau. 


Hans  Sigmund  von  Eggenberg 
freyherr. 

Hans  Friedrich  freyherr  von 
Herberstein. 

Leonhard  freyherr  von  Herber- 
stein. 

Bernhardt  von  Mindorff. 

Wolf  Wilhelm  freyherr  zu  Her- 
berstein. 

Caspar  Preyner  freyherr. 

Hans  Stubich. 

Wolf  von  Pranckh. 


Sigilla  Carinthiorum: 

Ludwig  freyherr  von  Dietrich-  Augustin  Khevenhüllerfrfiyherr. 

stein.  Georg  Adam  Rauber. 

Wilhelm  freyherr  von  Dietrich-  David  von  und  zu  Khronncgkb. 

stein.  Heinrich  von  Flolienburg. 

Wilhelm  von  Fcustwitz  (»ic).  Seyfried  von  Nenhausa. 

Jacob  Paradey.scr  »u  Neuhaus.*.  Hector  von  Ehrenau. 

Andre  von  Haimb.  Hans  Mandorffer. 


Sigilla  Camxolomm: 


Hürwarth  freyherr  von  Aaers- 
perg. 

Georg  Andre  Katzianer  frey- 
herr. 

Niklas  freyherr  von  Egg. 


Wilhelm  von  Schitzenpäm. 
Dietrich  von  Lambcrg. 
Daniel  Gall. 

Johann  Haptista  Muskan. 
H.  Weruetzki. 

34» 


68S 


Qflotg  Bftaber. 
H.  von  Rjiscbp. 
W.  Schrankler. 


Anton  PetBchowits. 
Hans  Pelzhofer. 


1837. 


Dtr  Atisschuß  dfr  evttngdisehen  Stände  von  SieiermarJc,  KörrUm 
und  Kraitt  on  die  fiirstUchett  und  anderen  ätünde  Schlesien$, 
KredenM-  und  I^mpfriduHifsachreiben  für  ihre  an  den  Kaiser  ffc- 
satidten  JtJiUdifder  Ulrich  Christoph  von  Sckärffenberg,  Karl 
Freiherrn  su  Egg  und  Dietrich  Freiherr  sh  Aversperg:  Bitte 
,Hm  dero  hochrtTNÜnfligen  rath,  interces$ion  und  allen  andren 
färschub  und  bcförderxiug'.  Sie  mögen  das  Anbringen  der  Gt' 
sandten  mit  Ociiuld  trmehmen,  sich  ihre  Besdtweräen  vnd 
Drangsal  aufs  höchste  empfohien  sein  lassen  und  Awn  äohin 
hehilitiek  erscheinen,  auf  dafi  sie  im  ihrem  Sudten  gatähriiek  gt- 
hört  und  ton  ihrer  lang  ausgestandenen  Bdtvwmtemis  befreit 
teerden.    (0.  0.)  1609  November  Si. 

(Oric-  nli  M  •o^edrUcktMi  Kpfela,  8t.  L.-A^  Chr.  K.;  nahe  SUmSrm.  Om^- 

HU.  188«.  S.  H«A.> 


185S, 


Die  Stände  A,  V.  ton  Steiermark,  Kärntem  nnd  Kraim  «■  Jta- 
ieifll,:  FUhemUtchts  «wl  erneutes  Amsmckem  um  firfy  Inier- 
m  Ferdimanä  II.    iirat,  16t»  Koremierad. 


AUerdttrrM«a«htigist«r  . .  .  Wann  «Üescr  drever  lud  StejTf 
ChAnid«Q  obd  Oftia  gvmwe  sUadk  was  gomfith  f&knn  vstd  he- 
tnehtca,  vi«  allcfgtt.  wmA  ■■Hwliihlirt  mkkt  aUein  die  is  g«tt 
rebttui»  K.  kaiser,  aoadftm  zaTOrderiet  aaA  E.  K.  K.  W,  wit- 

i^iitliat-lili  »  ikv«r  der  tawk  Mwhirfn  Utr4b«tt» 


4 


533 


I 


gelischen  Angppnrgischen  ronfession  »ngßthflti,  in  ihren  schmerz- 
lich obligen  lind  gewissenbetrüngnnKS^  inmasseu  jüngstUch  anno 
UiO<)  nllrrgehorsamiat  beschehen,  noclimalnn  Ir  undcrth,  zu- 
fluoht  zu  setzen  und  sy  durcli  ihre  hiezu  deputierten  and  ab- 
geordneten getrewfln  fürnemen  milgliedern  in  dieser  allergc- 
borsauttiisten  hoffnnng  anzusuchen  fjetrungcnlich  vpnirsaeht, 
E.  K.  K.  M'  werden  es  aus  kayserl.  höchst  berliemhter  milde 
und  angebornen  ßsterr.  gUete  mit  kaia.  gnaden,  darumben  dann 
By,  stunde,  auch  diemQtligist  bitten,  vermerken,  sy  in  solchetn 
ihren  hiiolislcn  obligen  nnd  trangsal  allorgn.  anhören  und  ge- 
wehrlicli  eriVeyen. 

Qrüßmilchtigistor  .  .  .  K.  K.  M'  haben  sy,  die  stHndt,  in 
obgemeltcm  IHOÜ**"  iahr  allergehorfiamist  fllrgütragen,  wie  viel 
lange  iahr  sy  sieh  und  Uires  glaubensgenosaen  des  Imilsainen 
im  hl.  R.  R.  verglichenen  exerckü  mltgionis  der  anno  1530 
weilend  der  in  gott  ruhenden  K.  M*  kaifier  Carla  den  fllnften 
durch  die  lobt.  reichsstÄnde  zu  Augspurg  Ubergebencn  von 
I.  K.  M'  gn.  Atrcfiptierton  confeaüioii  gemÄss  rhnebig  (ausser 
was  zuweilen  die  unfn'edHebenden  !entiert)  gebraucht,  in  was 
wolfahrtlichen  stJ>ndt  sy  sich  danhuru  befinden,  an  yetzige  F.  D' 
erzberzogen  Ferdinanden  zu  Österreich  unscrn  gn.  luTrn  und 
landtsfUrston  koinnien,  was  filr  nnsehepüche  hülfen  sy  zu  ab- 
wend-  und  aufhahang  des  sieh  gleicbsAin  an  ihren  fruntieren 
befindenden  altgcmcincr  cliristenhcit  erz-  und  crbfoiodts,  aonder- 
licben  aber  bey  den  mit  ihnie  etliche  iahr  lang  ountinuirten 
ofnen  krieg  und  underhaltung  vorligender  zu  di-r  oron  Hungarn 
gehörigen  grünitzcii  unausgesetzt  golnisi  und  erwiesen,  in  was 
herzlich  schmerzlicher  betrQhnus,  elend  und  weheklagen  Ky, 
stünde,  aber  gesetzt  und  eingeleitet  worden,  als  ihnen  durch 
höchsicrncnntc  I.  F.  !>'  und  bald  nach  dero  I.  f.  regiments- 
»ntrctung  auf  der  nnf riedliebenden  unfeyerlichcn  trib  nnd  Ver- 
ursachung solch  ihr  noch  durch  K.  K.  M'  geliehsten  nnhcrrn 
woilandt  kayser  Ferdinandten  und  I.  F.  D'  crzherzogen  Caroli 
zu  Osterreich  heid  bochlöbl.  sei.  gedäclitnus  vermllg  des  reiehs 
religionsfridoii  allerunderth.  verstuttet-  viel  lange  iahr  gehabtes 
evnng.  exercitnim  religionis  Uirchcn  und  schalen  gtinzlieh  ab- 
und  eingestellt,  derselben  diener,  wie  auch  alle  diejenigen  von 
bargern,  baurn  and  andern  inwohnern,  so  sich  zu  der  röm. 
cath.  religion  nicht  bekennen  wüSlIcn  und  darunter  viel  solche 
TermUglicUe    leuth,    so  den    landen    und  geuieiueu    wesen   mit 


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I 

r 


ilirem  gcwörb  nnd  kftntieriLDg  viel  nutzen  and  fromen  ge- 
scLaffen.  mit  weih  nnd  kind  aas  denen  landen  durch  allerhand 
fUrgenomne  scharfe  miltl  removiert  in  das  bitter  elcndt  re- 
legiert, tbeils  fUrnemer  herrn  and  landleath  aber  aas  ermangliing 
des  txereitii  religionis  mit  den  ihrigen  selbst  ausgezogen,  hie- 
durch  ein  grosses  gut  aas  denen  landen  gebracht  und  beides 
an  der  mannschaft  nnd  vermUgen  in  angenscbeinlicbes  abnemen, 
armath,  notli  and  anligen  gelait  worden. 

Und  obivohlen  bey  I.  F.  D*  »y,  betrübte  stÄndt,  hinwider 
violmats  in  aller  nntertlienigkait  einkommen  amb  aufbebong 
dises  schmerzlichen  landrerderbtichen  process  und  verstAttang 
ihres  so  laogwUrigen  gehabten  Christ-  anentbahrUcbsten  extr- 
citÜ  religioniB  demQtigist  geflehent  and  gebeten,  haben  ne 
doch  hierüber  kein  gewohrliclie  relcviorung  erlangt,  sondern  « 
sein  diese  betrilbUche  process  nnter  dem  namen  der  rcligions- 
reformacion  immer  fortgetriben  worden,  welches  alles  sy,  ge- 
trewe  stttndt,  zwar  mit  christlicher  geduld  vertragen  und  I.  F.  D' 
allen  schuldigen  gehoraamb  and  pidermanniBcbe  trea 
mit  angesparter  lieb,  gaetA-  nnd  bluetsdarsetzong  icderzeit  wil- 
ligst erzaigt  und  crwlscn.  Als  aber  sy,  stAndt,  aus  vermang- 
lung  üft  berüertes  entzognen  rtligiona  exercitii  ihr  und  ihrer 
angcbörigcn  gewissen  dermasscn  bekümmert,  betrangt  nnd  ge- 
schwttcht  zu  sein  befunden,  dasa  ay  bey  verlast  ihrer  seelen 
heil  and  seligkeil  von  ihren  hievorigen  lamentiern,  flehen  and 
bitten  ye  nicht  aassetzen,  noch  solch  ihres  heÜsamisten  f^r  sie, 
ihre  weih  und  kinder  nnd  angehörigcn  zur  lehr  nnd  trost 
hUchst  hcdlirfligen  exerdtii  verwichnen  monat  Julii  dis  inhrs 
mit  einer  demütigistcn  seUrift,  davon  abschrift  sub  A  biebey 
in  aller  undvrthenigkeit  und  dieser  ungez  weifen  liehen  hofhung 
einkomen,  hiomit  I.  F-  D'  sanfles  Osterr.  harr,  zu  ormilderu 
und  mit  gn.  erhOr-  und  gewahrong  dermahlen  ainist  wieder- 
nmb  orfreyet  zu  wenlen  und  zwar  darauf  mit  einer  gn.  reso- 
lation  vertröst  worden,  aber  dieselb  noch  auf  dato  Uber  unterth, 
anlangen  und  sollicitiern  nicht  erlangt.  Wann  ober  za  be- 
Borgen  and  es  auch  bishero  die  erfahrung  geben,  dass  etwo 
hieriibor  sobaldt  kein  resolotion  oder  Ubor  dieselbe  ungewohr- 
Kch  folgen  raucht  und  sy,  stünde,  in  dieser  ihrer  höchsten  ge- 
wisspnsbetrangnus  und  trUebaal,  da  sie  nit  ohist  erquickung  and 
relevierang  erlangen  sollten,  gleichsam  gans  trostlos  sein  und 
in  ihrem  elend  vergehen  mUsseu^  gcächweigent,  wie  merk-  and 


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I 


I 


empfindUch  da«  allg.  politische  landtwosen  darunter  pericliticrt, 
so  seind  demnach  wie  vorgemetdt  bei  E.  K.  H'  als  haubt  und 
protectorn  der  werthen  Christenheit  und  elti^len  des  hochl. 
hauses  Österreich,  ny,  betrUebte  sländt,  ihr  aller  uadertli.  re- 
fuffium  und  aaylum  eachen  nnd  solch  ir  noth  und  anligon  mit 
herzlirhera  eeufxpn  und  flehen  fllrzutragren  und  zu  cldgen  höchst 
trungentlich  verursacht,  allergehora.  and  durch  die  barmherzig- 
keit  gotte«  bitteot,  E.  K.  U'  wollen  sy  auf  die  so  derselben 
allernnterlhenig-ist  inbringtijf  setÄcndo  Zuversicht  und  hoffnung 
nit  trostlos  lassen,  sondern  siL<h  in  allergu.  zu  gcmUctlifltlirung 
der  ob  kürzlich  eingeführten  und  in  beigeschlossner  sohrifi  in- 
eerierlen  auch  dieser  lieweglichcn  motiven.  dass  noinblich  flli-a 
erste  die  n.-ü.  lande  sich  anvridersprechenlich  unter  dem  schütz 
and  schirm  des  H.  R.  R.  befinden,  am  andern  gegen  dem  erb- 
feindt  dcsselbigen  Vormauern  sein  und  drittens  dannachliero 
des  heilsamen  reichs  religionsfridens  so  weit  tlieilhaftig  worden, 
dase  sie  obgemeltormassen  in  diesen  und  andern  u.-tS.  landen 
das  evangelisch  religionsexercitium  der  Augspurgcri sehen  con- 
fession  geroilss  unvprwcrth  der  damalen  regierenden  K.  M* 
herren  and  landtstlt raten  angerieht  und  sich  dessen  rhuebig 
gebraucht,  viertens  als  oft  höchsternennte  in  gott  ruhende  F.  D' 
erzhcrzog  CjtrI  zu  Osterreich  christmildseligiäten  angedenköiis 
zeitliches  toda  fUrwordcn,  K.  K.  M'  ihnen,  landen,  nicht  allein 
deswegen  wie  ruh  H  biebei  zu  sehen  ollergn.  versichernng  er- 
thailt^  sonder  fürs  fllnftc  auch  ir  freyhoiten  l>aidcs  und  zuvor- 
derist  als  R.  kaiser  und  dann  nls  obrister  iuior  mit  der  goldnn 
huUa  confirmb-t  und  bestutiget  und  endhch  an  die  yet^ig  re- 
gierende F.  D*  also  komeu,  als  anch  mit  dero  und  der  ge- 
trowen  ständen  die  crbhaldigung  fdrgangen,  so  dieselb  anderer 
gestalt  nicht  dünn  gegen  unverwerter  zuelass-  ond  vcr- 
itattang  ihres  bis  dahin  gehabten  hailsamcn  exereiiU  religionis 
verstanden  und  gelaist  za  haben  uud  sich  der  crbpflicht  weiter 
nicht  binden  zu  lassen,  prote»iftndo  angebracht,  welches  dann 
L  F.  D*  im  wenigsten  nicht  widersprochen,  sondern  darüber 
solche  holdigung  uhn  altes  disputat  fUrgangen,  dtoäe  ir,  der 
stände,  noth,  trUbsal  and  anligcn  äowol  als  sie  es  unlängst 
gegen  dero  erbkünigrcicben  und  landen  auch  von  der  yetzig 
wesenden  K.  M*  zu  llungarn  mit  getitzlicher  freystellung  der 
rcligion  (welches  ir  zu  unauslöschlichem  ewigen  lob  und  dank 
geraiüht  und  deswegen  gottea  gnadonreichon  scgen  zu  gcwarten 


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536 


tifll)cn)  allergn.  erytieaenj  mit  kaiserlichen  vStorlichcn  muten 
gnaden  erbarmen  ihr  kais.  aactoritet  disfatls  allei^.  interponiem 
and  bei  der  F.  Ü'  nnflcrn  prn.  berrn  und  landtsfQrsteo,  es  scy 
nun  darch  absendung  etlicher  ansehenlicher  rftth^  inmassen  es 
Ton  £.  K.  M'  in  gott  ruhenden  freliebtisten  berrn  Tateni  aller- 
lObtichBten  pedäcbtnos  anno  ln72  und  1574  etlicb  daioalen  eich 
zwischen  I.  F.  Ü'  und  denen  aUinden  i»»  cav^a  religimiis  er- 
lialtener  dilfcrcnzcn  halber  solcbcrmassen  beschehen  und  die 
Sachen  liiedurch  glücklich  componiert  worden,  oder  wie  es 
sonsten  K.  K.  M*  ihrem  h&cbst  ersuchten  veratandt  nach  am 
thnelichftten  xn  sein  befinden,  vtttterlich  dahin  dirigiren  und 
vermittlen,  damit  sy  ihr  wegen  nnderth.  gebetner  znelass-  and 
anrichtung  des  ein  7.eitlang  abgestellten  exercitii  rttligionU  so 
wenig  als  E.  K.  M*  und  dero  buchst  geehrtiste  rorfordcrn  kain 
schweres  gewissen  machen,  sondern  E.  K.  M'  und  anderer 
christlichen  potentaten  lobwUrdigisten  exempel  nach  soweit  gn. 
verstatten  and  zuelassen,  auf  dass  sy,  betrUebte  ständig  solch 
ihr  hievorgehahteB  ein  Zeitlang  entzognos  religionscxcrcitium  in 
diesen  landen  auch  wiedemmb  anrichten,  sicli  dessen  zu  ihrer 
unentbclirlichsien  seelenspeis  gebrauchen,  hiemit  ihre  hochbe« 
kihiiincrti?  gewissen  trOsten,  bcAidigen  and  in  ruhe  stellen,  mit 
ihrer  postenlot  in  ihrem  geliebten  vaterlandi  verbleiben,  die 
durch  die  reformation  in  grosser  nnzahl  aas  den  landt 
gexognen  ßvangelischen  Christen  sich  wiederumb  hiebey 
finden  and  samblen,  das  Ul>elstfindigc  wesen  repariert  und  das 
aMer»eils  fürgenduimen  nnd  gelalst  werden  mttge,  was  zn  gottes 
eliro,  auch  I.  F.  D'  und  derselben  geliebten  posteritet,  dann  so* 
wol  diesen  iliren  verarmten  erschupflen  sich  an  der  najg  be- 
findenden Innden  als  denen  vorltgnridcn  gränitzen  zu  orspriess- 
liehen  nutz  wollfahrts  nufnembung  Imilsamer  Tersicherong  nnd 
längerer  treulieher  aufret-bterluiltung  dient  und  geraieht. 

Dann  sollte  wider  alles  uiidertli.  verhoffen  dasjenige  nicht 
flolclicrinassen  zu  ertangen,  wtirHe  steh  gewisslich  anders  nichts 
als  ihr  der  landt  etwan  blutzlieb  gäntzlichs  Verderbens  (welches 
aber  die  göttliche  allniaplit  gn.  abwemlen  wolle)  zu  Ijcfahren 
sein,  seytem;ilen  sy  diircli  ihre  bebnrrliehe  atiseliciilich  grosso 
grftnitz-Gontributionen  und  vic>)fnhig  gelaisten  anzllg  nit  allain 
an  dem  veniiügen  gRnülich  er6eliij]tft,  sondern  sie  haben  auch 
dnifh  die  betrüegUclie  fürgangenc  re{igtorBrefoi*mation  an  der 
manschnft,   gwcrb    und    hundtierung,    so    an  allom   dem,    was 


i 


537 


I 


itOHRten  zu  ainoa  Uindts  anfnembüchnr  wolffthrth  gehört  Aev- 
massen  abgenommen,  die  stiltt,  markt  nnd  flcckßn  in  solche 
Verödung-  kommen,  dasB  sie  gleichsam  aller  ihrer  crÄften  und 
^ottes  segen  pririrt  sein  und  dasjenige  was  nun  anyetzu  zu 
fridenszeiten  des  gränitzwesens  nottnrft  erfordert,  gar  nil  nißlir 
laisten.  gcüchweigent,  wann  os  mit  dem  erbfeindt  wiederumb 
ztt  einem  offnen  krieg  und  Bchwertslreich  gedenen  soll,  den 
notwendigen  wiederstandt  (wie  etwo  ror  der  religionsrcforraation 
in  dem  gaeten  wohlatandt  wiirklicli  beschelien)  tban  künden, 
wollen  sieh  aber  in  aller  underth.  Zuversicht  gotrOöte»,  K.  K.  M' 
werden  sy,  gotreno  Btändt,  in  diesem  ihrem  allerunderth.  hüch- 
sten  tirhon,  SRufKen  und  bitten  gewehrlich  allergo,  erfreuen, 
hiedurch  das  angeaeigte  noch  mehrers  nntroliendo  endtlichc 
verderben  vlltterlichist  verhüten  nnd  diese  des  H.  R.  K.  sin- 
kende vorm&nern  wiederumb  erliebon  nnd  in  crisUicbo  ruhe, 
fried  und  einigkeit  stellen  und  urab  E.  K.  M'  wollens  auch  ay, 
i^tämit,  mit  ungesparter  leib,  giits  und  bliitKzuesctzung,  ziifor- 
derist  aber  sarabt  weih  nnd  kind  mit  einem  enfrigen  gebet  zu 
golt  dem  alhnechtigfn  utnh  erlaiiyung  glücklicher  kais.  re- 
gierung  allergeb.  zu  verdienen  getJisseu  sein,  thun  hierüber 
dero  sich  sambt  allen  ihren  angehürigon  zn  gn.  gowebriicbor 
resolution  und  allen  knis.  gnaden  allerunderth.  bevelchen. 
A^um  GriU»  den  24.  Noeemhris  atino  1  öÜit. 
E.  R.  K    M' 

allerunderth.  gohora.  N.  u.  N.  der 
dreyen  n.-ö.  lande  R.  K.  M'  ev. 
Auge.  Conf.  znegothane  stttndt. 

1833. 

Die  Krainer  Verordneten  an  die  ro»  Kärnten:  heatätü/en  den 
Kmpfang  des  Schreiiicns  vom  26.  nnd  lassen  sich  die  Korrektur 
gefallen.  Die  Lamhefuiß  hat  Dietrich  von  Äuersperg  ids  Ge- 
sandten erkiest.  Man  Jtabe  Sorge  wegen  der  ZunammeHktinfl  in 
Gras:  die  ZeiÜäuße  seien  seltsam,  die  hegten  Absichten  tcerdcn 
verkannt.  Besser  wäre  eine  Zusammenkunß  an  der  österreichi- 
schen Grenee  oder  in  Wien.  Ihr  Gesatidter,  den  sie  tuich  Klagen' 
fürt  senden,  tverde  dartVter  verhandeln.  Laibach,  16O0  De- 
zember 6. 
(Kohk.,  L.-A.  Krain.) 


53R 


Am  18.  ichrciben  sie,   da  Dietrich  toq  Auenperg  «eiRca  Wtg 
Kirnten  nünnt,  mOgen  t\t  Hia«iR  AobriDg«!)  Olaabea  Mbcnkan. 


1840. 

Ertherxog  l'erdinaud  an  die  Htttergdiaß  und  LatuÜeute  A.  C. 
in  Steiermark,  KärnUn  und  Krain:  weist  uttter  Besugnahme 
auf  seine  am  30.  April  1599  erftosseiie  JUiolution  auf  die  Sitte 
der  Landschaften,  die  Rdigioussache  in  den  alten  Stand  zu 
setzen,  das  Ansuchen  um  Freist^vng  des  exeroitiam  rcligionts 
zurück,  erörtert  die  Motive,  die  ihn  £U  der  Reformation  veran- 
laßt haben  und  teeist  die  von  ihnen  vorgebrachte  Begründung 
für  ihre  Bitte  £uriick.  Er  gedenke,  bei  seinetn  Vorhabe»  bis  in 
die  Grube  tu  verbleiben.    Grar,  1609  Desember  8. 

(Or%^  Sl.  L  -A-,  Chr.  K..  S  BI1.  fol.     Kopp-,  Kod.  Liat,  M.  ;{1C>  — S«*,  and 

SSttln^r,  fol.  &76'>  — ftTOi*.     Godnickt  Amaiidai  Hantrer,  ßcUtio  pcfMca- 

tloni«,  a  103—110) 

Aliweil  die  F.  D*  erzbcrzog  Ferdinand  su  Österreich  unser 
pi-  herr  und  landtsHlrst  noch  in  gaeicr  g-edäuhtnas  erhalten, 
was  sy  dieser  irer  drej  erbfbrstenthnmben  und  lande  Steyer, 
Klmrndtcn  and  Cratn  getreuen  herrn  nnd  landlenten  der  A.  C 
zucgethan  noch  am  letzten  Aprilia  des  verachinen  1599.  lAhrs, 
als  sy  sich  kurz  7.uror  deren  AÜhie  za  Grätz  und  anderer 
orthtüi  abgethaneii  uncat hol! sehen  kirchon-  und  schaelexerctlicD, 
wie  anch  der  daraaf  erfolgten  heilsamen  religionsreformation 
beschwürt  zu  sein  befunden  und  die  sach  in  den  vorigen  stand 
za  richten  gebeten,  fUr  ein  aui^fuhrliche  mit  der  güttlicben  bil- 
ligkeit  allerdings  einstimmende  beantwortung,  darinnen  nicht 
allain  die  verniainten  sowol  mUnd-  als  schriflUch  ftlr-  und  ein- 
gewendlö  behelf  zum  genüegen  widerlegt  und  rechtmässig  ab- 
golaint,  sondern  anch  I.  F.  D*  endtliche  erelärang  dahin  rer- 
standen  worden,  dass  sy  bey  ihrer  meinnng  bis  in  ir  gmeben 
zu  verharren  nnd  sich  zn  koinom  widrigen  mit  nichten  be- 
wegen zn  lassen  gedenken,  anznhendigen  befohlen,  dabei  es  denn 
auch  von  endlichen  iahren  hero  verbliben,  mnaa  I.  F.  D'  der 
venuuift  und  billigkait  gemäss  nicht  wenig  frembd  fUrkomen. 
dass  iro  sy,  die  A.  C.  prußtierende  horrn  und  landleuth,  un- 
geacht  desssen  vor  wenig  mimaten  ein  schriftliches  begehren 
in  discr  tnaterl  durch  etliche  sonderbare  personen  ires  mitteis 
übergeben. 


1 

4 


nsfl 


I 


Aber  noch  mit  mchrer  vorwunilRrnng,  ja  rech tniesei gen 
unwUlen  und  miBsfalteii  haben  I.  D*  ans  angedeater  jüngst  Über* 
gebner  echrift  und  inU^uloffiien  KArnorischea  crederizialbriefen 
zu  sehen,  wie  sich  ermelte  berrn  und  landlenth  N.  a.  N.  Her 
obbemelten  dreyon  lande  Steyr,  Khürndteii  and  Crain  anter 
wehrenden  landtögcn  vorsambicte  und  A.  C.  zugethane  stünde 
intituliem:  da  doch  dazumni  weder  allfiie  in  Sleyr  noch  in 
KhKrndten  ajnicber  landtag  mehr  vorhanden  gewest,  and  I.  F.  D' 
yetegedachte  nntcredircibung  noch  vor  diesem  nicht  allein  stark 
geantet,  sondern  auch  allerdings  za  unterlassen  nusdrackhch 
inhibiert,  wie  dann  auch  mit  niehton  zu  jiaösicrii,  dass  sich  nur 
ein  thail  aines  als  des  berrn-  and  ritterstandts  indifferenter  fllr 
stünde  ausgeben  sollen,  derowegeu  dann  I  F.  D*  ihnen  den 
berrn  nud  tandleuthen  der  Aogspurgtscben  bekanntnas  hiemit 
nochmalen  nnd  su  allem  Uberflnss  gn.  nnd  ernstlich  anbot'olcben, 
sich  angeregter  intitulier-  und  unieracbreibnng  ftlrohin  nunmehr 
veiTcr  nicht  zu  gobrauchenj  sondern  in  ihren  temiinis  zn  ver- 
bleiben nnd  sich  dessen  gänzlich  zumasscn;  was  ihnen  nit  za- 
stftndig. 

Belaugend  nun  die  haubtsach  der  sachendcn  mehrern  rc- 
ligionsfreyheit,  werden  sy,  geh.  herm  und  landlcuth.  ob  vor« 
bcrUerter  f.  rcsointion  nnzweifenlich  vernombcn  haben,  wannen- 
bero  die  F,  D'  zu  fUmem-  und  prosequierung  ihrer  heilsamen 
religiouBreformation  verursacht  und  gedrungen  worden,  dasa 
nembliclten  unter  I.  D*  getrewen  underthanen  so  viel  irrig  lehren 
and  schedliche  falsche  opinionet  entstanden,  der  ungehorsamh 
and  thilttiche  wideraetzlichkait  gegen  der  1.  f.  obrtgkait  und 
autoritet  je  lenger  je  mehr  zugenommen,  die  geist-  und  welt- 
liche BUperiori täten  ohn  allen  respect  öffentlich  auf  den  canzeln 
and  vielen  andorn  orten  mit  groben  unverschambten  Worten 
and  lesterlichen  antastungen  ohne  schea  prosciiidicrt  und  vil 
andere  wider  gott,  den  gemeinen  fridlichen  wolstandt  und  die 
christliche  lieb  streitende  oxcess  nnd  ungcburliche  attentiorung 
begangen  worden.  Haben  nun  I.  F.  D*  keines  mehrem  Übels 
gewärtig  sein  und  sich  einer  so  hart  druckenden  und  hochbe- 
sehwitrlichen  Verantwortung  entledigen  wollen,  ist  je  kein  anderes 
mittel  zn  ersinnen  gewest,  als  den  schuldigen  und  müglichen 
vleiss  Oirznklieren,  damit,  es  zu  dem  vorigen  wolstandt  des 
wahren  allen  diensts  gottes  nnd  allein  seligmachenden  religion 
and  rechtgläubigen   uuiou   wiederumb  gebracht  werden  mUge. 


Ö40 


Darzue  dann  I.  D'  als  eineni  catli.  fUrstcn  nobcn  der  tiocher- 
fordcrten  nottnrft  auch  der  schuldige  eyfer  Termahnet  und  ge* 
triben;  und  lietten  aicti  ihre  gotreno  lamlleat,  vaüallen  and 
underthonen  mittlerweil  viehnehr  glückselig  zu  schätzen,  ihres 
wolmeinendeDf  für  sie  und  ihr  heil  treuherzig  sorgenden  herm 
und  eihhindafürsten  gnetcin  ra,tli  and  Kclhsttlhenden  oxempl 
nuchznschlagon.  den  zuefroroutlien  gehoreamh  zu  leisten  nnd 
dardareh  auf  den  gewissen  wep;  der  ewigen  Seligkeit  zu  treten 
nnd  7.0  wandlen,  als  dieser  zum  besten  angesehenen  und  ihnen 
zu  grosser  nntzbarkeit  entspricüeenden  vcrilnderung  nnd  ahge- 
thaneii  exercitierung  niehifeltiger  ühel  verstandncr  vcrführisuher 
opinionen  zu  bosehwüren,  neben  dem  sich  anch  I.  F.  D*  aam 
hüchsten  erfreuen  wurden,  dis  zorgonglieho  leben  mit  ihren  von 
gott  anvertrauten  Innd-  und  leuthen  in  solcher  friedlicher  einig- 
keit  «nzubringen,  auf  da&s  sy  auch  des  konftigen  und  itomer- 
wehrenden  (darum  dann  alte  menschen  erschaffen)  zugleich  ge- 
nUssen  luüchten. 

I"  F.  D'  werden  holFentlich  ihre  geh.  landtscliaüten  (dar- 
unter dann  mchrgemclte  Iierru  nnd  landleuth  der  Augspnrgi- 
Bchci)  Confesäion  ebneriDas«eQ  begriffen  1  unbedenkliche  zooguass 
geben,  dass  sy  itinon  die  ganze  zeit  ihres  tragenden  14jfihngen 
regiments  in  politischen  und  ihren  Privatsachen  yederzeit  alle 
mügliclie  gute  sati^faction  (^dessen  dann  die  von  einer  znr  andern 
zeit  gcvolgte  erledigungen  auskunft  geben)  und  filrneinblich  da- 
hin getrachtet,  wie  sy  ihrer  filrstenthumhen  und  lande  wolfarth 
nnd  aufnehmen  mehren  und  inen  in  allen  biUichen  dingen  gi*ati- 
ficiern  kOnnlen;  welches  dann  hinfliro  nicht  weniger  in  für- 
faUetiden  occasiunen  willig  und  gn.  gern  geschehen  solle.  So 
nun  I.  F  D'  ihren  gctreupu  laiidleuthen  in  weltlichen  und  allein 
das  zeilliche  antreffenden  haudluugen  ihrem  vermögen  nach, 
allen  content/}  xu  geben  begierig  erscheinen,  iro  anch  an  be- 
schlitzung  und  erhnltung  des  geliebten  viiterlandts  weder  be- 
mliehurg,  schweren  uncosten  noch  einicho  lebcnsgefahr  zugegen 
sein  lassen,  wie  viel  mehr  werden  sie  es  an  denen  zu  erweisen 
beflissen,  was  das  gewissen  und  der  seelcn  lieil  und  Seligkeit 
antrifllt'i*  Weil  aber  J.  D^  keineswegs  Buestftndig,  wider  die 
gilttlichcn  Satzungen  und  in  geistlichen  Bachen  ichtes  zu  be- 
willigen und  zu  disponiern,  sondern  vil  mehr  ob  der  erkennten 
allgemeinen  wahren  religlon  wUrklich  bandzuhahen  und  die  dar- 
gegen    ei nschle lebende  irrtbumbcu  bintanzuschaftcn,    so  sein  sy 


a 


* 


Ml 


* 


derhalben  dessen,  was  ditsfulls  fUrgenomben  and  stAtairt,  nmb 
so  viel  melir  befnc^^  dass  sie  als  re|ncrcndcr  Undtsfar«!  fUr 
ihre  untergebne  rccbenschaft  za  geben,  aucb  für  deren  sowol 
immerwährende  als  gegenwÄrtiffe  woll'arth  zu  sorgen  verbunden. 
Dabero  sieb  die  landtsinitgUeder  nach  der  ordenlichen  von  gott 
gehetzten  1.  f.  obrigkait  rechtiuftsgigcn  willen  nach  ausweisung 
de-s  gütüicben  n^ort^  in  allweg  weit  mebrers  dann  ihrer  eigenen 
ungleicb  eingebildeten  opioion  gemess  zu  reguHern  verbunden. 
Nun  wÄrcn  zwar  die  in  obgedacbtcr  jUngst  Überreichten 
Schrift  zu  behauptung  des  mitlaufenden  intents  and  schluss  ein- 
geführte motiven  mit  gutem  fundament  zu  widerlegen  uud  et- 
lichen erzehtungen  das  widorspil  beizubringen  und  dass  aber 
liievor  diese  und  andere  motiven  zum  benllegen  mit  satter  aus- 
fbhrnng  abgeleinet  worden.  wüUen  I.  F.  D*  der  edlen  zeit  ver- 
schonen und  sich  in  kein  uanotwendigea  dispulat  einlassen, 
jedoch  müssen  sie  zur  Steuer  der  warheit  allein  dessen  billich 
meidung  tlion,  es  scy  vor  iahrcu  und  zur  zeit  der  gerUembten 
mebrern  religiouälibertet  dennoch  so  glücklich  und  wol  nicht 
gestanden,  dass  der  allmecbtigc  mit  der  fertiütci  und  in  ander 
viel  wege  nicht  noch  mehrcrii  segen  seiihero  bescheret;  dann 
eben  in  dem  nach  der  ancathotischen  exercitien  abschatTong 
darauf  gefolgien  1590.  iahr  eine  solche  reichgübiche  Fruchtbar- 
keit sonderlich  der  damals  gewachsenen  wein,  gute  und  nienig 
lialber  entstanden,  deren  gediLcbtnnss  mit  schuldiger  und  bil- 
licher  dankharkeit  liftennals  widorholet  wird.  Der  gegenwer- 
tigen  zeit  aber  ist  sich  mit  nichten  zu  lanientiern,  sondern  viel 
mehr  sein  dio  von  der  göttlichen  milden  hnnd  borHieasonden 
gaben  (!)  nnd  mit  demltthigisten  preiss-  und  lobsprechnng  zu  em- 
pfahen  nnd  zu  genüssen  als  seiner  allmaclit  mass  und  Ordnung 
fürzuscli reiben,  wann  sy  gute  ergiebige  iar  zu  schicken  haben, 
seitemal  dero  wol  angeordneten  willen  alles  miterworfen  nnd 
dis  der  rechtgluabifc^^n  prob  und  kennzeicben  gar  nicht  ist, 
daas  sy  der  fruchtreiclien  wachsung  nnd  anderer  zeitlichen  com- 
moditeten  nnd  wolstandc  genUssen,  sondern  an  dem  werden  die 
wahren  Christen  eygentlicli  erkennt,  dass  sy  gott  ihrem  scliüpler 
mit  eiuigkeit  des  gemüels  und  aufrec-htC'm  herzen  observierung 
seiner  gebott  standhaftig  dienen  und  sich  seines  willens  be- 
äeissen.  Wo  aber  in  einem  l.%nd  vil  glanhensspaltungon  ein- 
reiscten  nnd  geduldet  werden,  ist  weder  die  angexogene  ver- 
treuiichkeit    noch    viel    weniger    die    gnad   des   allerhöchsten, 


542 


sondern    das    i  mm  erwehrende    mtsfitrauen,    schädliclie,    gewi 
verderbangen  und  aller  verwirrter  nbelstund  zu  ^warten. 

Die  exempliticiei-nn^  mit  andern  hohen  potentaten  und 
iUrsten  gibt  1.  F.  D*  disfalls  wenig  zn  si'h&ffen,  die  eich  daran 
gar  nicht  kehren  oder  dardorch  bewegen  lassen  werden,  seite- 
mal ßicli  die  ihro  vertraute  nnd  aid»evo!chne  reff i nie ntssorg  und 
obligen  dahin  erstreckt,  wie  sie  die  ihrigen  in  gucter  Sicherheit 
und  ruhe  sowol  des  gewissens  als  erhaltung  des  zeitlichen  con- 
servieren  und  'zu  allein  guten  lej^'ten  mögen. 

Derowegen  sich  dann  I.  F-  D'  nit  zu  bekümmern,  was 
diser  oder  jener  herr  nnd  landsfUrst  mit  den  seinigen  fUrzn- 
nemen  pfleget,  weil  sie  für  sich  scihsten  nnd  ihrer  landtsin- 
wohner  zu  sorgen  and  in  dergleichen  fUllen  nach  dem  allein 
trachten,  was  ir  Schuldigkeit  ausweist  und  sie  iro  eu  verant- 
worten  getrauen. 

Wann  dann  die  getreuen  und  gehorsamen  herrn  und  Und- 
leuth  der  A.  C.  aus  dem  oh<itehendeii  I.  F.  D'  endlichen  willen 
and  intention  clürtichen  abzuneroen,  so  wollen  sie  sich  zu  ihnen 
neben  einer  gunss  gn.  und  treuherzigen  verniahnung  nngozwcifelt 
verseilen  und  getrosten,  sy  werden  sich  obangedeuter  ihnen 
and  ihren  angehürigen  gewiss  zu  herewlichen  schaden  ge- 
reichend<?n  pctition  nunmehr  allerdings  begeben  und  I.  D' 
hinftlro  mit  derlei  [Ttttcnsioncn,  darinnen  sie  fliglich  mit  nichten 
aa  condescendieren  winsen,  sich  auch  darxu  nimmermehr  be- 
reden lassen  werden,  in  gehursamb  allerdings  verschonen  und 
damit  weiter  nit  betrüeben.  Unnn  I.  D'  wegen  ihres  f.  ge- 
wissens im  widrigen  mit  laufenden  liohen  beschwerungen  zu 
keinem  andern  so  wenig  zu  bringen  und  zu  bewegen,  daas 
sy  sich  auch  hicmit  rnnd  und  liLuter  gn.  and  einm&l 
für  allezeit  erclKren,  weit  lieber  alles  und  yedes,  so  sie 
von  den  gnaden  gottes  haben  and  besitzen,  in  di« 
schanz  and  wjlliglich  darzue  setzen,  als  von  ihrer  oft 
widorboltcn  mcynung  im  wenigisten  zu  weichen. 

Was  sy  aber  ihnen,  den  herrn  nnd  landleuthon  der  A.  C. 
verwandten  satncnt-  und  einem  jeden  absonderlich  in  all  andere 
weg  und  ausser  Verletzung  Jres  fürstlichen  gewissens  zn  lieb 
und  gaetcm  nur  immer  erweisen  kOnnen,  darzue  wollen  sie 
iederzcit,  auch  mit  offerierung  ihres  guls  und  bluts  vermQgens 
bereitwillig  erscheinen  und  sie  sowol  als  die  andern  goist-  und 
weltliche  herrn  und  landtcath,  auch  landt-  und  nntersassen  mit 


648 


I 


irlicher  aml  1.  f.  benevolens  ancl  hold  nit  weniger  daon  ein 

"viter  seine  liebe   kioder  amplccliero   und   nach   ihrem  beetea 

vermögen  fovicrn  and  schützen,  auch  mit  und  neben  ihnen  in 

freyd  nnd  leyd  unbedenklichen  alles  darschüasen  und  exfxjniero. 

Wie  nun  dise  I.  F.  D*  gn.  und  trcngcmeinte  resolution 
den  gütt-  und  wetüichen  rechten,  ja  der  bilUgkcit  selben  aller- 
dings gemäss  nnd  mit  fueg  nit  zu  improblcrn,  also  haben  sich 
auch  derselben  mehr  gedachte  herrn  und  landleuth  der  A.  Ü. 
zugetban  gebürlichermassen  gar  nit  zu  beclageu,  sondern  vil- 
mchr  mit  underthcnigister  danksagnng  zo  vermerken,  dass  sich 
I.  F.  D*  deren  in  diesem  propointo  ergangnen  gemessnen  kais. 
reichs  Constitutionen  und  aufgerichten  religionsfriden  nit  prae- 
valiern,  aber  wol  einer  mehrern  gute  in  mehr  weg  aus  ange- 
borner  Österreichischer  sanitinnth  gebrauchen,  weil  solche  reicbs- 
satznng  mit  sich  bringen  und  verniügen.  dass  die  landaassen, 
Vasallen  und  undcrthanen  eben  der  religion  sein  sollen,  zu 
welcher  sich  der  landtHlrst  bekennt. 

Endlichen  dahin  schlUssend,  sy,  die  getrewen  herrn  und 
landlenth  der  Ä.  C,  werden  sich  ditsorts  za  ruhe  begehen  und 
hinftlro  nicht  minder,  als  von  ihnen  und  ihren  Ifibtichen  Vor- 
eltern von  undenkliuhen  iaren  zu  ihrem  weit  ausgebreiten  rühm 
in  manchen  occasionen  wissentlich  geschehen,  neben  ihren  from- 
men ihnen  mit  aller  benlgniiet  zum  besten  gemeinten  herrn  und 
landtfUrsten  continaiern  and  ime  anders  nichts  dann  alles  guets 
beatentlig  zutrauen,  sich  aacb  sumbt  ihren  zugethanen  der  ob- 
ADgebotnen  gnaden  und  wulthat  erwuisuug  sicherlich  verge- 
wissen. 

Im  fahl  ay  sich  aber  wider  alles  verhoffon  aintchor  un- 
gleichen crzeigting  (darzue  I.  F.  D'  ihnen  zwar  die  wcnigiste 
ursach  zu  geben  gedenken)  jetzt  oder  hinfuro  anmassen  wulten, 
haben  sie  zu  erwegen,  dnss  es  angerochen  nit  verbleiben  und 
I.  D*  aUdann  übgctcgen  sein,  auch  die  mittel  nit  ermangeln 
wurden,  alles  dasjenige,  was  zu  erhaUung  ihre  I.  f.  gerechtig- 
keit,  zuvorderist  aber  der  gJJttlichon  ehr  und  der  wahren  re- 
ligion schuldigister  beschUtzung  dienstlich  sein  müchte,  für-  und 
an  die  band  zu  nemen;  gteichwol  sie  dessen  mit  nichten  ge- 
wärtig sein  noch  glauben  wollen,  dass  sie  mit  dergleichen  ex- 
orbitierung  ihnen  and  der  pusteritet  einen  eo  anaaaleschlichen 
Huhandltttckiui  zuemesseu  werden,  sondern  inen  itit  viel  chcndcr 
dis  za  trauen,  dass  sy  in  irer  pidermannisehen  lengst  ererbten 


ftorriclitig-  und  redlichkeit  noch  wciterhio  TcriiarreDT  ihren  berm 
Unit  erbUndt*nirBt«n  xn  ieder  farrallang  ritterlich  beystehen  nad 
■ich  andere  anfriedliclwnde  davon  keineswef^  abhalten  lassen 
w«rd«Q. 

Ui«  ist  litte listgtidachter  I.  K.  D'  go.  nnd  wolbedacbter 
will  und  m^lilUiMilicho  raeinung;  und  sy  sein  inen,  herrn  and 
Inndli'Uthun  dur  A.  C,  benebens  mit  1.  f.  gnaden  ganz  wolge- 

Ucoretura  per  Ser""""  archiducem  8.  Decemhris  anno  1609. 

Peter  Casal. 

1841. 

Au»    c/tm    UtHchle   dt*   Laibacher  liiAchoß  Tiiomas  Krön  an 

linhtvaog  Fträmumt  II.  üdcr  die  HefomuUiott  in  Krain.  Obartt- 

barg,  ItiOU  Detember  8. 

(Orl«..  U.-,  H-  u.  8tA^  ö.  A.  Kralo,  Fmi.  4} 

1.  .  .  .  Mab  miol)  ante  factum  Omnium  Sanctorum  .  .  . 
nach  Laibach  vorfUgt,  daftftlbston,  weil  sich  des  h.  1.  vitxdombt 
dahiiikoun  yo  mehr  und  mehr  verlängert  .  .  .  allainig  ex  »f- 
ßci\.*  fitstoraii  in  gednoliter  hailsauier  reformation  aDg«£aagHI 
au  Uburirn,  den  anfaii^  an  dem  lAtltachcrisclieu  aeoat  and  dir 
ICknaen  barger«ehaft  .  .  .  die  catlioUachen  von  denen  nn^Aam 
MOMn  od««-  rerdftobtig«n  aa  dtstiognirn  in  disem  gamaefct,  4m» 
ick  Yuu  denaelben  die  bi«T«r  oft  beguie  peiebl-  und  g—t— • 
niottavdtn  ab^«ford«H;  doren  der  f^membste  and  maote  tkafl 
«  t  ,  «nclkiu«u.  ,  .  .  l>er  andero  wiBea  ahar^  den«  iW3s  ia 
»>i»>»wii  ulh)  \h»JXä.  andervr  orten  abwwig  gwii— .  c«fich  aaoh 
dWfvWa»  daw  em  gvpvKhl  tttd  f«»— BJriwil,  aflfcn  aber  iftn 
wab  w«U  ikre  betcktv&Mr  m.  gott 
miwm  mvKirt,  etbch«  «bar 
vvtveiückt  wecduiw 
i*r  aainrtnt  aeUat 


545 


DarQDter  aber  ain  .  .  .  decret  in  etlicben  pancten,  die  sie  den 
cath.  kircliengcbraucti  und  geboten  nach,  zumal  mit  alljHrlichen 
österlichen  peicht  und  eommunioti  neben  cinlegung'  Ir  jedes  fUr 
sieb,  weib,  kirul  und  gcsjndt  ubservirn  solten  .  .  .  «b^een  lassen. 
.  .  .  Welchem  nach  and  damit  es  an  mir  nit  erwinde,  ich  mich 
in  wenig  tagen  wiederumben  nach  Laibach  verfliegen,  daseibat 
b.  vitidombs  haimbkunfft  erwarten  nnd  neben  ime  dises  nego- 
tium reformationis  weiter .  .  .  verrichten  wolle. 

2.  Zu  discm  ende  und  damit  .  .  .  der  heimblichen  ein- 
Bchleichang  der  Seelischen  predicanten  zumal  in  [Jnder-Crain 
.  .  .  gestenert  .  .  .  werde,  hab  ich  .  .  .  K,  F.  D'  landtratlt  .  .  . 
b.  Josephen  Posort  zu  mir  gezogen.  Daranf  wier  gesambt  anf 
alle  ertzprieater  in  Crain  Aglerisch  und  Laybacherischer  inris* 
diction  ain  gleichmcssige  Verordnung  .  .  .  damit  ir  jeder  aaf 
ernennte  seelen  achudliche  personen  und  derselben  receptatorn 
aufsiebt  halten  and  die  betrctne  mit  gneter  dexterität  oder  ge- 
richtshilf  /.u  banden  bringe  .  .  .  ablaufen  b-sseu.  Darauf  dann 
etliche  berait  mnudtlich,  etlich  über  schriftlich  .  .  .  Jas  ihrig 
trecherzig  ...  zu  laisten  sich  erboten.  Im  übrigen  die  Purg- 
stallcr  zu  Khtup  tamquatn.  rec^ptatores  jyraedicantium  and 
Stefan  JurBcliin,  bei  dem  die  verbotne  ej;ercitta  getriol)on  wer- 
den solten  .  .  .  betreCTendt,  will  leb  disfalls  des  .  .  .  vitzdombs 
ankonft  nach  Laibach  erwarten.  .  . . 

Indem  ich  mich  nun  auch  E.  F.  D'  der  landtscliaft  ofßcier 
nnd  im  landlbans  alda  ligender  .  .  .  SecUscher  puecher  willen 
.  .  .  ausgangntu'  bevelvh  zumal  der  letzten  .  .  .  den  14.  tag 
Fthntarii  und  desjenigen  in  der  an  mich  und  die  herrn  pre- 
laten  neulich  .  .  .  abgangnen  resoluUon  begrifnes  punctens  (die 
herrn  verordenlen  dahin  zu  halten,  damit  mir  und  meinem 
colUga  dieselben  one  vcrwaigerun^  zu  banden  consignirt  und 
abergeben,  wo  aber  nit  auf  erinderung  anderer  von  E.  F.  D' 
.  .  .  remedia  furgcwendet  werden  sollen)  .  ,  .  erindert,  hab 
ich  den  ...  12.  Nooembri»  ...  für  die  h.  verordenten  unter 
webrunden  hoftbaiding  aufs  landihaus  in  argner  person  mich 
verfliegt,  aus  ietzementco  letzten  .  .  .  vcrorduungen,  die  dar- 
umb  inserirte  paragraphos  herrn  laudtsverwaltcr  und  seinem 
achwoher  herrn  Andre  Khatzianer  selbst  lesen  lassen,  die- 
selben zu  laistung  E.  F.  D*  ga.  willens  .  .  .  rermabnt,  danebens 
auch  .  .  .  dises  begern  gcthan.  sy  woltcn  ebenmitssig  auch 
E.  E.  L.  ofticier,  diener  und  procuratores  auch  paeäagogoa  n,  dgl- 


Vontfi.  U.Abt.  Bd.  LI. 


9b 


M6 


in  der  i-eligton  verdächtige  .  .  .  persooen  Air  die  reformatioDB- 
commissitncn  eh  erscheinen  Tcrordncn  und  sy  darunter  etlicher 
liandlaugen  zumal  des  Jacoben  Schreibers  wider  die  pfarr  Zeyr 
und  Josephen  Prepls  nach  verschribnennassen  (so  aus  der  re- 
furmation  mit  practerinuig  E.  F.  D*  als  ober  der  .  .  .  refor* 
mationscomniisfiion  icr  allein  reservierten  ordenlichen  tribnnals 
und  höchsten  instanz  in  die  bofrecht  gezogen  and  durch  sj 
nicht  weniger  das  widerspUl  mier  and  meinen  coüegii  aber  on- 
gUetig  imputirt  worden  ...)...  erindert,  meineatbaiU  aber 
treulich  gebeten,  ay  wüllen  dergleichen  parteißn  &l>-  and  dahin 
weisen,  znin  fall  dieselben  wider  die  reformation  in  ainichcr 
Bachen  sich  l>eschwArt  befltndcn,  d/iss  sy  solHches  bei  Fj.  F.  D' 
als  rechten  guesspronnen,  davon  die  hailsame  reformation  ent- 
springt, mit  grandt  anzubringen,  khain  scheuch  tragen  and  die 
tribnnal  in  einander  nicht  confundiern.  .  .  . 

3,  Nun  von  ietztermelten  Schreibers  and  Pregis  hand- 
langen ...  zu  melden,  etlich  tag  darvor,  als  durch  Josephen 
PrcgI  (als  deseen  voreitern  in  einführung  des  .  .  .  Luthera- 
ni*mi  ins  herxogthumb  Crain  fUrnainbe  anttsignani  und  radl- 
fürer  gewest)  .  .  .  mir  ain  fürfurderniig  ins  landrecht  wegen 
des  3Iattlicu8,  Thomas  Gregur  und  Hansclie  der  Skuyen  za 
Nadgoritz  ügender  hueben  (welche  unser  Heben  frauen  cuplaney 
im  PnrgHtall  .  .  .  gehörig  guet  ist,  «olliche  aber  vor  etlich  ialiren 
durch  Qcörgen  Marl  K.  K.  L.  in  Crain  gewesten  baechhalter 
.  .  .  gar  nmb  ain  schlechten  steueransstand  als  Q  fl.  [gegeben] 
aber  der  caplonei  wieder  siuegeeignct  worden  ist  .  .  .)  saege- 
acbickt  worden,  dardarclk  er  mich  als  reformation BcommtMaWuni 
alleinig  in  dos  landtsrecht  cltirt  und  die  reslitntion  ron  nur 
erzwingen  will,  liab  ich  K.  K.  D'  rath  und  landverweser  in 
Crain,  wie  nurh  das  schninnengericht  .  .  .  horicht  .  .  .;  dem- 
nach dises  aii)  liandel,  der  Atr  die  reformationscommiasai'ios 
oder  umb  ferrer  dlsposition  fUr  E.  F.  D'  ImmeMate  gehörig, 
er  solle  in  bedacht  der  so  vil  und  öfters  crgangnen  I.  f.  ge- 
nicsflnen  gebott  nnd  inhibilionen  den  clä^er  ab-  nnd  für  K.  F.  D' 
weisen  nnd  diti<ort3  das  reformationsweai^n  nicht  pcrturbiem: 
80  \virdt  mir  von  ime,  ho  auch  von  seinem  tribunal  .  .  ■  aar 
audtbort:  Ich  aeyo  als  ain  landtman  und  nit  als  ein  eommü- 
larius  gcL-lagt  worden.  Man  mlleste  diso  clHger,  und  wann  der 
büse  feindt  selbst  furkomcn  wollte,  anhören.  Wolle  ich  nun 
fürs  recht  erscheinen,  mag  ichs  tbucn,  wo  nicht;  so  werde  man 


4 


547 

ain  weg-  ab  den  andern  im  rechten  furtfahren  und  sich  liierin 
nichts  irren  lassen. 

Wann  ich  aber  hierin  .  .  .  erscheinen  nnd  verantwortang 
thacn  solle,  dardarch  dann  IC.  F.  D'  .  .  .  in  dero  hochait  .  .  .  ein- 
traf beschicht,  mein  bÜliche  bedenken  gehabt  und  aber  ge- 
spUcrt,  dass  dises  durchatts  anf  aJnen  Torthail  nnd  (Ibereillung 
angesehen,  bin  ich  den  lü.  November  ...  für  das  landsrocht 
.  .  .  und  den  bandl  meinem  procaratori  am  gerichtsstab  .  .  . 
nbergeben.  .  .  .■ 

Ich  will  nun  aber  tid  pj^positum  greifTen,  dass  mir  endt* 
lieh  anf . .  .  mein  begern  der  Seelischen  paecher  lieraosliforang 
nnd  verschafTnnp  deren  ofJiciern  .  .  .  desselben  12.  tags  am 
abendt  durch  Fabian  Kirchperger,  .  .  .  kiiegssecrctanam  diese 
antwDrt  errolgt:  die  ständt  betten  mit  und  gesambt  aas  Stcyer 
und  KÄrnten  confoederirtcn  8Ütndftn  K.  F.  Ü'  eine  ansfUertiche 
Schrift  tibergeben,  darauf  ay  Ulglich  gn.  rcsolntion  gewftrtig 
aein,  dahin  wiire  tr  gesinnen.  soll  ich  mich  gedulden.  Im 
übrigen  aber  nichts.  .  .  .  Was  dieselben  nun  bey  K.  F.  D'  an- 
gebracht, das  werden  E.  F.  D'  .  .  .  am  besten  ...  zu  steuern 
.  .  .  wissen.  Dass  aber  E.  F.  D*  rcrormationscommisKarioti, 
welche  wegen  recupericrung  .  .  .  cntsognen  geistlichen  gueter 
nach  anaweiBung  der  kaiserlichen  nnd  1.  f.  generni  und  E.  F.  D' 
.  .  .  inatruclion  nnd  mnndaten  inil«;ig  laborirE  und  etzlitrhs  thaüs, 
ee  man  ichtes  in  dem  landts-  und  liofrecbten  davon  noch  ge- 
dacht, tfi  prifitinum  ntatuvi  e^.  netfuo  tt  lusto  gebracht  worden, 
oder  it'b  allein  mnb  jede  sach  als  jetKO  gegen  den  l'regl  .  .  . 
vor  disem  echronnongericht,  das  allein  von  K.  F.  D*  gnaden 
dependirt,  aber  E.  F.  D'  und  dero  comraission  billich  nit  ein- 
greifen mag,  zu  redt  und  andtwort  steen  und  meine  refor- 
mationshandlutxgen  nTIdn  jii.stilicier«n  lassen  soll,  dunkt  mich 
nicht  allein  meiner  geringen  person  oder  bischöflichen  dig- 
nitet,  sondern  vil  mehr  und  vorderist  E.  F.  D'  hochheit, 
ganz  schimpf-  und  verUleincrlich.  Darumben  E.  F,  D*  ich 
die  sach  /.u  gn.  crwllgung  and  disposition  haimbgestidlt,  für 
mein  person  aber  gebeten  haben  will,  E.  F.  D'  wollen  bei 
.  .  .  h.  I.  Verwalter,  vtirweser  und  sc  h  rann  enge  rieht  all  der- 
gleichen von  der  reformation  horuerende  handlungen  .  .  .  gn. 
einstellen.  .  .  . 


Das  wird  duh  weitl&nQg  KOSgefUbrt. 


S&* 


Weilen  .  .  .  der  abte  zu  Victring  als  aigcntli  amber  der 
pfarr  Zeyr  das  widrige  einbringt  und  .  .  .  anzaigt,  wie  ^eikbr* 
liclier  und  strafwtirdiger  weis  diser  lystige  .  .  .  Schreiber  nach 
meinem,  des  hcrrn  abte,  vcrraukon  zngcfahreu  und  berilert« 
gewillt  in  hofrecrhten  taxiern  lassen,  die  dann  aaeh  aaf  356  fl. 
9  kl',  aeütlinirt  worden  sein,  wann  das  ainem  uncatholischen 
als  da  dem  gottcshaus  hcacbieeht,  von  ainem  cathoHschen  oder 
von  ime  Schreiber  begegnen  aoUe,  wurde  es  meines  gedonkens 
des  laufen-  und  postieren»  and  ganzen  landts  bescbwäruDgen 
BO  vil  abgeben,  dass  E.  F.  D'  mit  ainem  einzigen  handl,  als 
hierin  diseu  mensi'hen  willen  beschicjht,  merers  als  mit  der 
ganzen  clerisfiy  in  Craiii  .  .  .  zc  schaffen  liaben.  Sintemal  nun 
berilet'ter  pfurr  Zeyr  einkommen  alles  und  yedes  ime  3chreiber 
in  banden  .  .  .  also  geruehen  E.  F.  0'  hierin  atn  morem  ernst 
SU  gepraucheu. 

Ausser  ietzt  erzelten  fall  kann  E.  F.  D'  ich  .  .  .  nil  porgen, 
dass  die  von  SchUtzenpaumb  freyhcrm  der  pfarr  Ygg  ob 
Laibach  .  .  .  etliche  versüfte  gaeter  entzogen. .  .  . 

Diu  cbrlstliche  .  .  .  kirch  .  .  .  Ichret  uns  den  sabbath  . . . 
Ka  feycm  .  .  .,  als  befind  ich  aber  .  .  .,  dass  man  die  .  .  .  pon- 
tifivalceremonien  .  .  .  und  prec«s  publica«,  creuz-  nnd  kircb- 
gjing  ...  80  gar  nichts  verschonen  thnet.  da  im  gcgcofall  sonst 
die  uncatholischen.  da  sy  ire  exercitia  allda  ku  Laybaeb  gehabt, 
BD  iren  predigtägen  ab  erichtag  und  päntztag  vormittag  .  •  u 
zu  fcycrn  geboten  .  .  .  bitt  E.  F.  D'  .  .  .,  die  wollen  .  .  .  hierin 
als  in  andern  obeingefuerten  articln  mit  gn.  resolation  gn.  und 
schieriät  (uns)  erfreuen.  .  .  .  Datum  Obernburg  den  8.  tag  De- 
cembrU  im  1609.  iar. 

E.  F.  D*  onderth.  geh.  capUut 

Thomas,  episcopas  Labaccnsis, 

manu  propria. 

(SO  S«il«a.) 


I 


1842. 

Die  VerordneteH  von  Steiermark  a»  die  von  Kärnten  und  Krain: 
teilen  ihnen  die  l.  f.  ResoluUoH  auf  die  im  Monate  Juli  durch 
den  Ausschuß  aller  drei  Landschaften  überreichte  Jieligionsschriß 
rnii  und  hrHachrichtigen  sie,  dafi  sie  für  den  10.  Januar  den 
iteirisciten  Ausschuß  lu  Beratung  dieser  Angelegenlteiie»  berufen 


M9 

Mtihen.  Es  tcürdc  nidU  unbequem  sei»,  tvetm  auch  sie  jemanden 
nt  gemeinsam/rr  Beratung  hcrausverordnen  würden.   Grat,  1609 

Deiember  12. 
(Kon».,  St.  I*-A,  Chr.  R) 

1843. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  an  Georg  Herrn  von  Stuhenberg: 
da  die  F.  />  laut  ihrer  anheul  übermitteUen  Mesoiittioti  von  ihrer 
Meinung  nicht  weicht  und  uns  das  freie  exercUium  unserer 
wahren  Religion  nicht  tu  kontedieren  gedenkt,  $o  werde  er  er- 
sucht, sich  am  10.  Müßigen  Monats  tu  einer  Beratung  hier  ein- 
tufinden.  Grat,  1G09  Deeemher  14. 
(Oric-,  -1  Si«g«l,  St  L.>A^  Stubvuberg-AktDti,  Gegdarefonti.) 


1844. 

Die  Verordneten  von  Krain  an  die  von  Steiermark:  danken  für 
die  Mitteilung  der  l.  f.  Resotution.  Betüglich  des  Ausschitsses, 
de»  sie  auf  den  10.  Jantutr  nacJt  Gras  beschreiben  und  wohin 
auch  sie  einen  Gesandten  senden  soUen,  leollen  sie  zuvor  auch 
die  Meinung  der  Kärntner  höreti.    Laiback,  1600  Dezanber  19. 

(KooB-,  L.-A.  Krxtn.] 

H  In    diuim  Stnnii  schrelbnii  ntn  nach  Kirnten.      Di^  Kümtner  melden, 

ai«  bXtten  Oeorg  Adam  RAnber  fUr  diese  ZusstnincDkunft  bestimmt  (Orig., 
ebflnda). 

1845. 

Dieselben  an  Wolf  Engelbert  Schrankler:  Wiexcohl  sie  lieber  ge- 
sehen hatten,  daß  die  Beratung  durch  die  steirischen  StÜntle  aliein 
erfolge  und  die  ,Ähgesandtcrei'  diesmal  unterbleiben  solle,  folgen 
sie  doch  auf  das  Andrängen  der  Steirer  deren  Vorgang  tind  er- 
suchen ihn,  ,geg€n  Empfang  des  deputierten  Liefergddes''  sich  tu 
der  Meise  bereit  tu  erklären.  Laihack,  1609  Dezember  30. 
[Koni.,  L.-A.  Krain.) 


L 


1846. 


Dieselben  an   die  von  Steter:   Die  Kärntner  werden  Rauher,  sie 
Sehrankier  abordnen.    Laibach,  1609  Dezember  31. 

(Koni.,  olwnda.J 


Bericht  an  den  Abt  ton  St.  LambredU  ober  die  Voriadmmg  einer 
Aneafd  protatantiteker  Ständdierren  durdt  Erikereog  /entt- 
n9nd  II.  a<i  madiendam  verbara  betrefft  ihrer  Bittschrifl  am  tm- 
gariiche  Herren  am  Interreniion  eur  WiederhfrsUüung  der  TU- 
ligion$f reihet.    1610  . .  . 

(Atu   rinvai  S«mtiielkoii«s   im  KloMen  Sl  LuBbxeckt. 
OMchiditabUttM^  1881,  S.  Roft.) 


Ocdnckt    SteUim. 


Im  Anhang  befiodct  rieh  da*  Sehreib«a  An  iteiritchai  ^Isd*  an  Ü« 
rtm  C&Earn  von  S4.  Movcnb«r  1609. 


1M9 

Ferdinand  II.  an  die  Abgesandten  der  drei  Länder  Steiemtark, 
Kärnteri   und  Krain   in    Wien:    Strenger   Befehl,  sich   dea  un- 
zulässigen fNegociierens'  nt  enthalten  tinif  unverjiüglich  heimni- 
kehren.    Orot,  1610  Januar  12. 

(Ori|.,  Üt.  L.-A.,  Cbr.  K.,  i  Kopp-  im  Kralnvr  h.-A-,  Kop.  ohn«  I>«tiun  Sl  L.-A^ 

Stab«nb«r^Akteii.) 

Ferdinand  .  .  .  Edle  .  .  .  Weil  wir  in  glaubwUrdige  er 
fahraiig  khommcn,  dasa  ihr  eacli  in  craft  dea  von  earen  prm- 
dpain  empfangenon  gcwalt«  etlicher  vordttchtiger  bandlangen 
und  unverantwortlichen  praktiken  nnderfahen  sollet,  welches 
uns  dann  nit  zae  geringer  offonsion  and  vcrklaincning  gerucht: 

•so  bcvehlen  wir  euch  demnach  bei  denen  pflichten,  da- 
mit ihr  ans  euegcthan,  und  bei  unserer  schweren  un^nad  und 
Bir&ff  bif^mit  ematÜch,  da»  ihr  euch  nit  allein  berllrtcs  cacm 
iinxueläAHigcii  negocierens  «lebaldt  nach  dises  Terneuibang  aller- 


551 

diogB  enthaltet,  sondern  aucb  ouern  weg  suerugg  ohne  ventng 
und  alle  verlengerung  wideramb  nemct. 

Dias  ist  unser  endüclic  mainUDg,  nndt  wir  versehen  nns 
sne  ewer  iedem  insonderheit  keines  andern.  Geben  in  nneer 
statt  Örtttz  den  12.  tag  Jauaarü  des  1610.  ishrs. 


Ferdinandt. 


B.  Layman. 


Ad  niandatam  Sor^^  domini 

archidacie  proprium 

P.  Casal. 


1850. 


fers^be  an  dtn  Freiherm  Gottfried  von  Stadl:  begehrt  von  iJim 
den  Inhalt  des  an  die  ungarisdien  Stände  gerichteten  Schreibeta 
und  den  Namen  des  Autors  etc.  eu  wissen.  Graz,  1610  Janitar  12. 

(One..  BU  L..A.,  Chr.  B.) 

.  .  .  Aus  dorn  einschlass  wiordeat  du  Teniemben,  was  den 
Ungriscben  stilnden  von  dem  aas  discn  unscrn  dreien  landen 
Dägst  vor  disem  ather  lieraefncn  ausschuss  fUr  ain  ausftlrliches 
schreiben  augefertigl  worden. 

Weil  du  dann  von  sollichem  ausschnss  auch  ain  depu- 
Brter  gewöst.  daliero  wir  nun  wissen  wollen,  was  dir  von  dem- 
Iben  schreiben  aigentlich  bekannt:  so  ist  demiiacli  bei  der 
pflicht,  darmit  du  uns  vorbatiden,  unser  bcvelch,  dass  du  als- 
bald nach  disea  rernembung  die  schriftlich  begrflndte  aassag 
verfiusesi  und  nns  an  verzogen  lieh  zuekombon  lassest,  ob  da 
dich  zu  sollichem  lateinischen  schreiben  bekennest  und  dasselbe 
mitfertigen  helfen,  wer  auch  dessen  aJn  aator  nnd  concipist  ge- 
wOsoD.     Hieran  bescbicht  .  . . 

8udl  üriDDRTt  »eil  in  «inom  Sobreibeu  Y«m  13.  Jaouar  der  Mitf«r- 
tifsi^.  Er  b«x«ug«  aber  mit  Oolt,  daß  «•  Ton  dcu  AuHchQuen,  ,ao  *lel  «r 
in  Miner  Einfalt  bemcrltl,  niclit   also  {«meiot  fewes«n,    wi«  es  der  P.  D* 

eingebildet  werde'. 

1851. 

König  Maithiaa  an  die  Herren  und  üitter  A.  C.  in  Steiermark, 
Kärnten  ttnd  Krain:  Er  erinnere  sieft  dessen,  tcas  sie  i/im  durch 
ihre  Abgesandten  ,hei  jüngstem  Preßfmrgisehen  Aufbruch'  haheti 
vorbringen  lassen.  J?r  sei  ihnen  wegen  ihrer  in  Kriegs-  und 
Friedensaeiten  bewiesenen  Ireue  wohlgewogen  und  mochte  teünschcn. 


daß  sie  noch  ferner  mit  ihrem  Herrn  und  Txtndesfürsten  in  gniem 
Einvernehmen  vcrhleihen,  ,dieu-eil  aber  res  nit  mehr  integra  »nd 
sie  sdbst  I.  M'  nit  gunnen  werden,  dass  sie  in  einen  missver^ 
standi  oder  o/fension  geralhen  solle',  so  werden  sie  ihn  für  ent- 
schuldigt halten.    Wien,  1610  Januar  12. 

[Orig.,  Sifl^et  aufgedruckt,  St.  L.-A.,  Chr.  K.,   Kop.,  L.-A.  Emid  and  Stnbvn- 

borg-Aklou.) 

1852. 

Die  evangelischen  Stände  Österreichs  unter  und  ob  der  Enns  a» 
König  Matthias:  hiUen  um  Interzession  für  die  Herren  und  Land- 
leuie  A.  ö.  in  Steiermark,  Kärnten  und  Krain,  da  sie  bisher 
trotz  aUer  Bitten  seit  1599  von  ihrem  Landesfürstcn  Iteine  ,Ver- 
besserung,  geschweige  denn  eine  licstitution  in  pristtnum  st&tiim' 
erlangen  konnten,  vielmehr  erst  am  8.  Deeember  v.  J.  eine  Be- 
solution  erhalten  haben,  darin  sieh  I.  F.  ZK  ein-  für  aliemal 
erklärt,  ihrem  flehentlichen  Jiitten  so  tcenig  statt txigehen,  daß  sia 
weit  lieber  aUes  und  jedes,  so  sie  von  Gott  habe,  in  die  Schange 
schlagen,  als  von  ihrer  Fnisclieidung  weichen  icollien.  Nun  setten 
diese  die  Hoffnung  noch  auf  König  3Tatthias  und  den  Kaiser, 
weit  beide  durch  Zulassung  und  AssehiraHon  der  evangdischen 
Religion  ein  exemplam  itnitatioins  gegeben.  Bitte,  den  drä 
Ländern  in  Anietrnchl  der  zwiseJien  diejten  und  Ösierreir-h  he- 
stehende»  Konföderation  die  Interzession  bei  ICreherzog  Ferdinand 
nicht  abzuschlagen,  sondern  ihm  zu  Gemüt  su  führen,  daß  die 
fieivisscn  von  rf/?n  Mensclicn  nicht  ge^wungett  werden  können, 
und  Um  zu  bewegen,  die  gravamina  abzutun.  O.  D.  ( Überreicht 
durch  den  Oberstkämmerer  am  12.  Januar  1610.) 

(Kop.,  St  L.-A.  u.  h.'k.  Krais.) 


Dabei  liegt  rlne  ,Coii}-'  des  EnDndlicbca  AnbriDRcns  (doi  inneröstsr- 
rvicliinDhcD  Akgcsandtoii)  aa  diu  lübl.  HiterreicIiiecbeD  evangvltschDD  Stand«; 
dariu  wird  goklagt,  wie  infolge  der  durch  ,frifidtiäMige  Lont''  liervorparufaD«]) 
Religiontrvfonnation  uicht  HWm  StHitte  und  Märkte  in  Abnetimcn  und  Ab- 
fall fcraiDo,  sondern  auch  Herren  ond  Ritt«r  nicht  mehr  vencViont,  londcrn 
wwobl  in  l'rofnn-  ab  «ach  in  Religion»Mchen  aufs  bCcbtte  bmchwert  werden. 
(O.  D.    Ebenda.) 

1Ö53. 

Die  evangeliscJten  Stände  von  Österreich  oh  und  unter  der  Enrn 
an  die  drei  Abgesandten  der  Herren  und  Bitter  atts  Steiermarhp 


I 
I 


id«:      V 


558 


Kärnten  Mnd  Krain  Ulrid^  Christoph  von  Sc}*ärfmherg,  Karl 
eu  Egg  und  Hungershach  und  Dietrich  ro»  Aner^trg:  danjieu 
für  die  erhaltene  Mitteibtng  des  ganzen  Verlaufes  ihrer  Eeligions- 
handluftg,  traget  ein  christliches  Mitleiden  über  tJtren  leidigen 
Zustand  und  sprechen  ihren  guten  Willen  aus,  für  sie  mit  einer 
Interzession  bei  König  Matthias  eniEnkomnien.  Was  die  von  den 
Gesandtat  überreichte  ausführliche  ./Hstißkationsschriß  anbelangt, 
sei  kein  Zweifel,  das  angefangene  Wer}:  werde  wie  in  den  anderen 
Kmigreichen  and  Ländern  mit  standhafter  gebührlicher  Zu- 
sammensetzung gu  gewünschtem  Unde  geführt  tverden.  Im  übrigen 
mögen  sie  versichert  sei»,  daß  seitens  der  nieder-  und  oberöstcr- 
reichischen  Stande  nichts  zuwider  der  alten  vertraulichett  Korre- 
spondenz tcerdc  vorgenommen  werden.  Wien,  1610  Januar  13. 
(Orig-,  8t.  L-A.,  Chr.  R.,  Kop.,  L.-A  Kraln.) 


1854. 

EraheTMOg  Maximilian  an  Kaspar  von  Stadion:     ßefehl,  ange- 
sichts   der   kritischen   Lage    in    Innerösterreich   sich   mit  seineti 
Jiauptleuten   bereit  su  halten   und  Btt  sehen,  daß  die  Lieferung 
der  Wehren  rechtseifig  erfolgt.    1610  Januar  13. 

(Kunz.,  Statth.-ArclitT  Inasbruck.) 

DemDftcli  die  Sachen  wegen  der  religioni»  in  Steyr,  Cümthrn 
nnd  Crain  allgemach  in  solliche  terminoa  gfirathcn,  dass  nns  doa 
erzherzogen  Ferdinand!  L.  diser  tagen  ersneclit,  wegen  des  ver- 
sprofhncn  saccors  mit  bestellung  eines  obrigten  und  bevelchs- 
loQth  in  gaeter  beraitschaft  za  steho,  darzu  wir  ans  dann  so* 
wol  schuldig  als  genaigt  hcfnnden:  als  ist  hiemit  unser  gn. 
bevelclij  dass  du  dich  in  eventum  mit  haabtieutlicn  bcfasst 
machest,  deren  jedem  wir  von  ein  ganz  negstkumenden  Fe« 
bniari  auf  die  neghten  3  munat  lOO  fl.  wartgelt  gn.  beatinibt 
und  veroi"dnet,  dir  auch  liiemit  gwalt  und  bcvelch  geben  haben 
wellen,  mit  dem  Kletten,  so  ietst  ohue  das  allltie^  der  wOhren 
und  rUstangen  halber  zu  tracticrn.  Ist  zu  sechon,  dasa  die 
lieferung  derselbigen  zu  rechter  zeit  und  orth,  dass  man  sich 
deren  zu  vorhabender  impresa  bedienen  kau,  beschichte  so  hat 
es  sein  weg,  auf  den  widrigen  fahl  aber  hettc  man  .  .  .  die 
notturft  aus  den  aUhieigeu  zeagbeuüern  herzunemen  und  als 
dao  mit  angeregter  bestellung  wider  zu  erstatten. 


554 


1855. 

Die  aua  Steiermark,  Kärnten  und  Krain  nach  (rras  erforderten 

AusscJwsae  A.  C.  an  Erghersog  Ferdinand:  Eutsdtuldiffung  uvtfen 

de8  Sehreibens,  so  den  ungarigehen  Ständen   pro  intercessione 

üher»chicM  worden.    irroM,  1610  Januar  i3. 

(Kon/. ,  St.  L.-A..  Chr.  B.;  Kop.,  L.-A.  Kr*iD;  IL-,  U  -  u.  8t.-A.  Wien.) 

. .  .  Das8  K.  F.  D*  ans  ang^estert  euh  -prcuiextu.  der  ferrem 
llangrischen  and  ^änitzsachen  heratliscIiIügQiig  gen  hof  er- 
fodem  and  hcmacher  in  beysein  der  herrn  gßhaimben  aacli 
anderer  rätli,  canimcrer  und  ofßcier  zum  thail  selbst  mUndlicIi, 
ZQin  thaiL  durch  dero  gehaiinben  ratli,  herrn  hofvtcecaualern 
wegen  des  von  uns  auf  einböUigon  wölbe  dächtigen  echluse 
aneercr  principalen  E.  F.  D*  geh.  dreyer  lande  A.  C.  sage- 
tbanen  rittcrschaft  den  Hnngrieolien  elenden  UberschicIcteD 
achreibens  (welolies  aber  zawider  noserer  intention  aaf  ain 
wldcrwilrtigft  inairmng  gloßsierl  worden)  mit  vilen  unverdieDlen 
Imputationen  und  bescbaldigungen  tracticrt,  tbuet  ans  solches 
wie  auch  diser  neuerliche  und  verkliene Hiebe  process  . . .  sehmerz- 
und  hetrtlubliclien  fallen,  weil  wir  uns  dergleichen  auflagen  gans 
unschuldig  und  anverdient  befinden  und  iiicinals  wie  auch  noch 
änderst  nichts  gedacht,  denn  in  der  aufrichtigen  bidcrmaDoi- 
sehen  treu  und  gborsanib  .  .  .  bey  E.  F.  D*  .  .  ■  bis  «of  den 
letzten  bluetstropfen  bestund iglicli  zu  verliarrcn.  .  .  . 

Daas  wir  nun  in  der  über  gedachtes  schreiben  gemachten 
glosB  ...  als  wann  wir  damit  wider  E.  F.  D*  autorität  nod 
unsere  pHicbt  gebandlt,  argoirt  and  beschuldigt  werden,  ist 
solches  aus  dem  eigentlichen  vcrstandt  bcrftrtcs  Schreibens  so 
wonig  zu  erzwingen,  als  wo!  auch  der  schloss  desselben  du 
widrige  mit  sich  bringt  und  die  ainige  gesaechte  iutercession 
auf  sich  tregt;  dann  wie  K.  F.  U*  .  .  .  unentfaücn,  wie  offen, 
erbar  und  aufrecht  wir,  die  von  Steier,  in  deme  proceUiert,  da 
wir  nit  allain  der  Hungrischcn  stände  bey  entstandener  anrneh 
uns  zu  nnterschiedliclirn  Tnalcn  nbnrschickte  schreiben  sowol 
E.  F.  b'  Selbsten  als  auch  in  dero  abwesen  berrn  Maximiliano 
Emesto  .  .  .  gewesten  1.  f.  gubernatom  nneröffneter  geh.  über- 
antwortet, sondern  auch  samentlich  E.  F.  U'  mit  dem  gehör- 
sambisten  anlangen  wegen  freystellung  unsers  hievor  gehabten 
.  .  .  religionsexerciiii  bey  wehrender  deren  benachbarten  wider- 


I 


555 


I 


wertigkail  geh.  so  lang  verschont,  bis  sy  die  wafien  nider^elegt 
ond  atlea  sn  fridt  and  rahe  gebracht  worden,  aUes  zu  dem 
ende,  damit  die  fridthässigen  nmb  so  vil  weniger  gelegcnhait 
hetten,  E.  F.  D*  etwas  von  ans  iinistre  einzubilden,  zumal  auch 
mehrerholtes  schreiben  auf  anders  nichts  dirigiert,  dann  dasa  die 
Hunprischen  stände  l)ey  K.  F.  D'  dahin  .  .  .  intcrcedieren  wollen, 
damit  sowol  uns  als  ihnen  und  denen  benachbarten  landen  das 
ireye  extrcitium  religioni»  zu  unserem  und  der  unseren  eeelen- 
liail  .  .  .  verstattet  .  .  .  werde.  .  .  .  Also  betten  wir  .  .  .  ver- 
hüßi,  E.  F.  D'  wurden  iro  disem  allem  zuwider  von  ans  was 
nnglciclies  und  widerwertigee  .  .  .  nteht  eingebildet  haben,  denn 
obgleich  in  oftgedachtem  schreiben  möchten  odiosa  narricrt  wor- 
den sein,  ist  doch  K.  F,  D'  kaineswegs  damit  gemeint  worden, 
sondern  alUin  die  anruhigen  und  fridhä^sigen  und  daher  or- 
Tolgt,  dass  ungeacht  so  wol  in  Hungern  als  denen  benach- 
barten landen  die  nnrnho  {rrfttÜt,  man  nichtsdestoweniger  von 
vilen  kriege  praeparationen  und  Werbungen  ans!  cii  dl  sehen  kriegs- 
Tolks  hören  mttfEsen. 

Wüllen  hierauf  dlscr  ,  .  .  Zuversicht  leben,  E.  F.  IV  wer- 
den iro  über  gedachtes  schreiben  gefasstc  ungleiche  raainung 
and  den  von  uns  geschupften  argwöhn  .  .  .  fallen  lassen,  unserer 
.  .  .  hinfUro  mit  dergleichen  un gewöhnlichen  und  beschwUrlicben 
Processen  .  .  .  verschonen. 

Nachdem  auch  K.  F.  D*  .  .  .  bcgert  haben,  die  ...  zu 
der  R.  K.  auch  zu  der  Ilungrischon  Kgl.  M'  .  .  .  abgesandte 
bald  widermnb  zururkzufodeni,  haben  deroselben  .  .  .  wir  so- 
vil  geborsanibist  anfliegen  sollten,  wie  nitnilieh  dise  gcsandtercy 
nichts  neues,  sondern  dergleichen  hicvor  öfters  an  die  R.  K,  M*, 
auch  cbur-  und  forsten  des  H.  R.  R.  abgeordnet  worden:  also 
ist  diescibigc  im  wenigiatcn  wider  E.  F.  D'  antoritct  und 
hocheit,  sondern  einig  und  allein  dabin  gemeint  .  .  .,  scitcmal 
wir  liber  unser  so  vilfcltigcs  flehen  und  bitten  einige  rele- 
vieruog  unserer  bedrängten  gewissen  bis  dato  nit  erlangen 
raOgen,  dass  aller-  und  hOcIiBterraeltG  potentaten  be;  £.  F.  D' 
sich  .  .  .  interponircn  und  dahin  lnterc*dieren  wollen,  damit 
sowol  uns  als  deroselben  kUnigreichen  and  landen  unserer  re- 
ligion  freye«  exercilium  widerumb  mtlcht  .  .  ,  vet^anl  und 
zucgclasson  werden. 

Und  weil  auch  jfder  jirivalpersim  in  seinen  oblig^nden 
bwcbwiiruugcn   umb  intcrcc»sion   und   lUrbitt  anzulangen  frey 


nnd  asTcrwehrt  ist:  so  kann  vil  weniger  uns  samentltch  mehr- 
erholte gesandtercj,  bo  aach  nichts  andere  auf  sich  hat,  Obel 
gedeutet  oder  in  «npnnden  vermerkt  werden. 

Bitton  hierauf  K.  V.  D'  wir  .  .  .,  weil  obbertierte  ge- 
■andterey  vil  mehr  sn  angnientier-  als  minairung  der  I.  f. 
hochait  gereicht,  anch  also  von  unsern  principalcn  wolbcdäeltüg 
für  guet  nnd  rath&amb  angesehen  worden,  derselben  ihren  fort- 
gang  gn,  za  lassen  nnd  ans,  dass  wir  die  gesandten  nicht 
Korttckfodern  können,  weil  solches  in  unserer  macht  nicht  steht, 
gn.  fUr  entschuldigt  zu  liaUcn.  E.  F.  D'  uns  .  .  .  Gräte  den 
13.  Januarii  anno  1610. 

N.  der  dreier  landte  Stoyer, 

Kärnten  und  Oain  alhor  cr- 

foderte  und  hesehrihene  aas- 

schUsa  A.  C.  enegethan. 


1856. 

Die  Verordneten  von  Krain  nn  TcisehowUsch:  teilen  mit,  daß 
der  Bischof  von  Laihach  die  Beligionsreformation  ,tcieder  erweckt' 
und  nicht  aUein  die  Bürgerschaft,  sondern  auch  die  landschaß' 
liehen  B£amte}i  vor  sich  zitiert  und  ihnen  verkündigt  habe:  falls  sie 
sich  nicht  his  Lichtmeß  mit  Beicht  nnd  Kommunion  einst^ten 
und  Br.ichtzettcl  vorweisen  oder  ihren  Abzug  nehmen,  ttmrdc  der 
Stadlrichfer  nach  ihnen  greifen  und  ihr  Hab  und  Gut  konfis- 
siereti.  Da  beide  Pajitaleon,  Paul  Wassej-mann,  Gregor  Tauferer 
und  andere  vornehme  Amter  innehaben,  Justiz  und  poUtica  ge- 
sperrt tüird,  möge  er  diese  Beformationshandlung  mit  ausführ- 
licher Lamentation sschriß  a«  dir.  F.  ly  gelangen  lassen  und  die 
Konsequenzen  dieses  gefährlichen  Vorgehens  darl^en.  La&>ac^, 
1610  Januar  14. 

(EoriB^  L>.-A.  Krain.) 

Im  PS.:  ,Woil  ^cdAchler  tierr  bUckor«  in  du  hieiige  lamltliaui  sae 
fa]|«Q  uud  E.  E.  L.  baeclidr,  dernn  xnar  «ovil  iiit  sein,  mit  g«vratt  damit 
sn  nenibcn  offcudllicb  betrOen  tlmet,  wOUiq  der  herr  auch  dites  in  verineldtet 
Mhrtft  nach  notturfl  aaBUiiebeD  laoil  die  «iuaUJilunf^  zae  befjern  bedacht  Mio.* 

Dasaelbe  wird  d«n  in  Graz  w«U«iidAD  AaiiulidMen  tod  8t«li>nnark  aad 
KArnton  mit  dem  Ennchen  i»itf;«tcilt.  Heim  Petschowitacli  .trsubeTzip  bei- 
ttupringni'. 


fi67 


1857. 

Erzherzog  Maximilian  an  den  Verwalter  der  Landeshauptmann' 
sehafl:  Sei  der  Notwendigkeit,  das  glotzende'  Feuer  in  Inner^ 
Österreich  tu  lösche»  und  dem  Enherzoge  Ferdinand  £u  helfen^ 
möge  er  die  vornehmsten  Landleute  beschreiben,  mit  Üinen  und 
denen  v(n%  Brixen  und  2^rient  traktieren,  tvie  die  Hilfe  in  Be- 
reitsdiaß  zu  seisen.  1610  Januar  14. 
(Konz^  SUtth.-ArcbiT  InuRbruck.) 


.  .  .  W/inn  uns  von  des  erzb.  Fenlinatidi  L.  selbst  aovU 
bestfindiger  bericlit  einkombt,  das  niRhrberllerte  der  uncatUo- 
liechen  landlent  mit  allerbttndt  eeltsamen  uad  gefllhrlichcii  prac- 
tiken  mnbgeben  nnd  etwas  widrigB  za  macbioiem  in  vuUem 
werkb  seindt,  also  dass  die  anainbgengticlic  notturfl  äi-furdurn  vrill, 
dises  glossende  fewer,  elie  dass  es  luft  bekombt,  zu  demmen 
und  zu  lüscbon,  vf\a  man  dann  die  orts  sowol  umb  erbaltuiig 
der  catholischen  allein  seligmacLenden  religion  als  naclijier- 
licber  gefahr  und  bei  disein  lande  babeuden  Interesse  willen 
I.  L.  zu  suceamcren  vor  gott  und  der  weit  schuldig  und 
pflichtig,  auch  dahcro  Dunmelir  au  dem,  dass  man  akh  in 
namen  der  Undscbaft  etwas  dcutUcOiers  vernemen  lasse,  wessen 
man  sich  doch  aigentiich  zu  geirDsten,  damit  die  beste  gelegen- 
heit  nit  verabsaumbt  und  ctwo  so  lang  bis  nit  mehr  zu  rc- 
uiediern  cunctiert,  sondern  die  begcrto  bcreitschafthaltnng  an- 
yetzo  alsbaldt  desto  liegUclier  angeordnet  werden  künde,  so 
ist  biemit  unser  gn.  bevelch,  dasa  da  etliche  der  fUrnembsteu 
und  vertrautesten  landleith  alsbaldt  nnd  uneingesteltt  zu  dir 
beschreibest,  darunter  auch  beede  bischoäen  zu  Tricndt  nnd 
Brixen  ...  die  irigen  abzuordnen  ersaechcst,  aach  sambt  and 
neben  ihnen  dahin  trachtest,  wie  etwo  in  alnem  und  andern 
zu  helfen  und  wli*  solclier  veraprocUnen  eventualhilf  beschalfen- 
heit  halben  ein  mehrere  ccrter/.a  als  bisbero  haben,  wie  gleich 
aoliche  hilf  in  beraitschaft  gericht  nnd  gehalten  werden  mechte, 
wellen  ans  auch  gn.  anerpoten  haben,  alles  dasienige,  was  ir 
disorls  handein  and  fUrnemen  werdet,  gegen  K.  ganzen  E. 
Tyrol.  i.  za  vorantwoi-ten  helfen  .  .  .  den  14.  Januar  1610. 

PostBcriptum:  Wür  sollen  dir  benebens  gn.  nit  verhalten, 
das  wir  die  baiibcicuth  wie  zugleich  die  wöhrcn  auf  ain  r«- 
giment  von  3000  man  zu  bestellen  gn.  anordnung  gethan  und 


von    eilige lien den    Februarto    die    nogstvolgcnde    drey    monat 
jedem    100  fl.   wnrtgelt    zu   rnichen   bewilligt,  stellen    es  aacki 
demor  diseretion.   ob  du   zn  mebrerm  forttrib  der  sAchcn  dea 
erforderten   communiciern  und  andeuten  wüllcst.    Actum  ut  in] 
liUeri$. 

1858. 

EnheTBOy  Maximilian  an  Erthersog  Ferdinand:  bestätigt  (Un 
Empfang}  des  Ansuchens  der  inneröstcrreichisclten  Stände  A.  C' 
an   die   ungarischen    Stände,     Emsthaßcs    Vorgehen   gegen    die' 
JtäddsfUhrcr  ist   nottcendig.     Bezüglich  der  Ililfe  habe  er  da$ 
Nötige  teranlafit.    Bitte  um  Mitteilung,  auf  uelche  Ililfe  er  sich 
sonst  noch  verlasse.    ICtlO  Januar  14. 

(Konc,  Sutth.-Archir  Innsbruck.) 

Was  £.  L.  Stcyriachc,  Cfirnthcrische  und  Crainiscbe  land- 
ienth,  Bo  der  widrigen  religion  aniiengig.  nnlengst  an  die  Un- 
gerisclie  landsteiidt  gelangen  lassen  und  Terroittelst  deraelbigen 
KU  maobiniern  gedenken,  das  Iiab  ich  auf  B.  L.  fr.  brfleder- 
llchs  den  23.  Deeembris  negsthin  datiertes  ond  mir  den  10. 
die  ein  geben  digtes  Bchretben  sambt  dem  beischlass  mit  sonderm 
bethanern  and  mitleiden  verstanden  und  kann  tei<'blllch  spUrn 
and  abnemcii,  dass  etlicbe  unrnbigu  küpf  ander  dem  baufen, 
so  ir  widrigs  vorhaben  mit  gwaldt  bindurch  zu  drucken  ge- 
denken, denen  aber  in  aEweg  nuchzntracbten  und  andern  snm 
exempl  ir  wolverdienter  lohn  zn  geben,  wie  ich  dann  gar  nJt 
Kwoiflt^n  will,  da  E.  L.  gleicb  anfangs  ein  emstlicbe  demon- 
etration  erzaigen,  die  andern  za  creaz  kriechen  und  ire  ge- 
danken  alsbaldl  cndcrn  werden.  SoriBten  die  bogerte  liilfleistong 
betreffendt,  da  hab  ich  dem  Verwalter  der  1.  baubtmanschafl 
an  der  Etsch  abermale  bevelcli  geben,  etliche  der  nirncmbsteti 
landlputh  und  kleinen  nns-schuss  verwandte  alsbaldt  zu  er- 
fordern und  mit  denselben  auch  Stiftiscli  Trlendt-  und  Hrixe- 
riscben  abgesandten  .  .  .  dabin  zu  gedenken  bevelchen,  dauh 
ich  nunmehr  bcy  also  vor  angen  stehenden  gefahr  .  .  .  ain 
aigcntliches  wls^sen  haben  meirhtc,  was  man  sich  auf  die  hie* 
vor  veraprocbne  eventualhilf  entlich  zu  verlassen,  auch  dieselbig 
in  unfehlbare  beraitscbafft  zu  richten  tind  7.u  halten.  Ich  bab 
auch  nit  nnderlasiieii,  etliche  der  TürnembsteD  landleutb  ad 
]ffaTtem   zu  crsuccbeu,   di&em   werk  guete  befUrderung  su  er- 


I 


I 


569 


I 


weisen  und  das  ibrige  .  .  .  clarlici  zu  iliun  .  .  .  also  doss  ich 
in  kilrse  ein  mehrere  decUration,  worauf  moit  sich  aigentlich 
za  verlassen  zn  liekomiuen  verlioflFe.  Nit  weniger  hab  ich 
wegen  bestellang  des  obriatcn,  der  linubtlcuth  und  wehren  an- 
ordnung  gethan  und  dessen  den  Verwalter  der  I.  haubtman- 
ichaft  ad  partem  erinnert,  auch  zu  seiner  discretion  gestellt, 
ob  er  solliches  den  erforderten  au  mehrem  antrieb  de»  werks 
commnnictern  welle,  also  dass  K.  ],.  wol  vergwissl  sein  mögen, 
dass  ich  an  meiner  eysseristen  muglichait  und  gctrenen  freundt-, 
brUder-  and  imehperliehen  assistenz  (dn  es  allnin  an  gelt  nit 
manglet)  nicitts  orwindcn  bsson  will.  ...   14.  Jjinner  1610. 

PoatJicripta:  E.  L.  wellen  mich  anch  aof  was  für  hilf  sy 
sich  Sonaten  verlassen,  mit  ehiatem  vetterlicli  und  brüderlich 
EU  verstendigen  unbeschwert  sein.     Ut  in  litteriM. 


1859. 

Miaaiv  der  (drei)  Deputierten  an  Ereixergog  Ferdinand  über  die 
an  ihn  (fekommene  grundlose  V^rduchiigting  ihrer  Handlungen. 
Sie  hauen   sich   nur   im  Auftrage  üirer  PrinjiiptUen  bei  König 

■  Matthias  und  dem   Kaiser   um   Interxession  in  cansa  religionis 

■  gu  heicerben.    Wien,  1610  Januar  15. 
^^^^v            (KooK.,  St.  L.-Ä.,  Chr.  R.;  Kop.,  h.-A.  Kr&in.) 

^^^^^^  ■  •  K-  F.  D*  ernstlichen  hevelch  vom  13.  d.  haben  wir 
"  mit  gehorsambister  reverenz  empfangen  und  daraus  mit  sonderer 
schroorxlicher  botrilbnaa  vernommen,  das  £.  F.  D'  berichtet 
worden,  als  ob  wir  uns  etlicher  verdjlcbtlicher  haiidlungcn  lind 
unverADtwortllchen  prAclIken  nnderfahen  sollen.  .  .  .  Hierauf 
lieriohten  .  .  .  wir  .  .  .  mit  gi-und  der  warhait  so  vil,  dnss  wir 
zwar  bey  unseni  prinüipaJn  neben  anliändigung  einer  verfer- 
tigten Instruction  nnd  ereilentialen  r.ü  der  zu  llnngem  Kgl.  M' 
wie  auch  folgends  zu  der  K.  K.  M'  intercfssiontt  in  causa  r«- 
Ugionis  an  E.  F.  D*  .  .  -  zn  werben  geschickt  woi-den,  in- 
massen  dann  bei  hüchstgedaclilet-  Kgl.  M'  .  .  .  wir  in  gehabter 
.  .  .  audiena  unser  .  .  .  Werbung  verrichtet  und  darauf  auch 
gestriges  tags  in  kgl.  andienz  mltnd-  und  schriftlich  gn.  be- 
schaid  empfangen  haben. 

Wir   bezeugen  aber   mit  gott  dem  allmächtigen  und  be- 
teorens  E.  F.  l>  an  aydts  statt,  dass  wir  mit  dergleichen  ver- 


560 


däL-htlicLen  bandlnngen  und  anverantwortltchen  prakliken  im 
wenigsten  iiit  amligangon,  aach  noch  nit  geeinnct  sein.  Der 
ailmächtige  wolle  uns  aach  noch  langwierig  darvor  behlieten. 
Es  haben  unsere  priiiiCtpalen  ans  an  die  .  .  .  Östcrr.  sUind  pro 
interceaaione  an  I.  Kgl.  M'  ein  schreiben  mitgeben,  das  wir 
laut  instroction  inen  uberantwort  haben,  darauf  bei  .  .  .  I.  Kgl  M* 
sie,  die  üst.  stund,  für  unsere  |iriiici|)alen  ein  .  .  .  intercesaion 
eingewendet 

Dises  und  weitera  nichts,  gn.  herr  and  landsfUrst,  haben 
wir  alhie  auf  bevelch  anaerei*  principalen  verrichtet,  und  weilen 
E.  F.  D'  vor  djsem  unsern  principalen  uuverwehrt  gn.  Euge- 
lassen,  dass  sy  in  cauta  reli^xonis  bey  der  R,  K.  M*  durch 
ire  abgesandten  als  dazumalen  herrn  Geür^en  herrn  von  Stuben- 
herg,  herrn  Hanaibal  froiherrn  zu  ^>k  und  herrn  llürwarth  frei- 
herrn  zu  Lamberg  .  .  .  intercexsionee  gesucht  und  geworben 
haben:  hIbo  getrüsteii  wir  uns  .  .  .,  K.  F.  D'  werden  ans  auch 
solches,  dass  wir  dar/.u  uns  gebrauchen  lassen,  gn.  nicht  im- 
probim.  .  .  .  Datae  Wion  den  15.  Januarii  1610. 


1860. 

J^reJureog  Ferdinand  ati  die  ,tilher  erforderten'  Ausschüsse  A.  C. 
von  Steiermark,  Kärnten  und  Krain:  iceisi  ihre  Entschuldigung 
wegen  der  ungarisdien  HaJtdlung  ab  und  findet  ihre  Beschwerden 
wegen  des  erfiossenen  Dekretes  nicht  gerecldferiigt.  In  dem  h^ 
rührten  l{ttein^schcf^  Schreiben  seien  die  Worte  nicht  anders  n 
dmtett,  ah  es  der  Wortlaut  fordert.  Die  Versicherung  ihrer 
Treite  wird  sur  Kenntnis  genommen.  Der  Legaiion  an  den 
König  habe  es  nicht  hedurß.  Seine  Willensmeinung  wegen  der 
Beligionsreformaiion  sei  unerschütterlich.  Hinweis  auf  die  Kosten 
der  Gesandischaß  «sie.    0.  0.  1610  Januar  17. 

(Ort;.,  SL  L  -A..  Chr.  K.;  Kop..  L.-A.  Knin,  H.-,  II.-  n.  St-A.) 

Die  F.  D'  habea  nach  embsiger  veraembung  der  .  .  . 
vom  13.  d.  datierten  schrift  nicht  uujbgehen  wollen,  die  darin 
vermelten  Ursachen  der  .  .  .  gebllr  nach  zu  erwögen  .  .  .  und 
obgleicbwo)  die  ausscbtise,  sovil  den  coslen-  und  priucipalpunct 
anbetrifft,  haobtsRchlich  dahin  zu  zickhcn  vcniiatnen,  dass  sy 
ires  be wüsten  den  Ungarischen  stenden  zucgefertigten  lat. 
Schreibens  halber  für  uut&cliuldigt  gcb&lteu  zu  wurdoa  und  also 


561 


I 


keinen  excess  begangen  zu  haben  verhoffen,  so  befinden  doch 
I.  F.  D*  die  eingefUerten  motiven  gaetea  th&ita  also  pauföllig, 
das8  sy  dieselben  durch  hernachvolgunde  gn.  erclämng  recht- 
mässig ablainen  and  darneben  za  erkennen  geben  selten,  ob 
sy  zu  der  fUrgeloffaen  exprobriernng  nlt  mehr  als  befnegt  ge- 
wüsen. 

Und  anfenkhlich  wirdet  von  ihnen,  den  ans^schüssen,  odiose 
eingefUert,  als  wan  sy  nnter  aineni  andern  schein,  näiublichen 
sub  praeUxtu  der  verrern  llangarischen  und  gränitzäachen  be- 
ratbschlagang  gehen  hof  ei-fordert  worden  sein  sollen.  Auf  dts 
haben  sy  zn  wissen :  gleichwie  I.  F.  D*  in  allen  iren  actionen 
frey,  offen  und  anfrccht  zu  procedicrn  pRegcn,  das«  sy  ee  auch 
in  diser  handlung  observiert,  seitemal  sy  den  getreuen  Aus- 
schüssen die  nrsach  irer  citationeu  ST/ncere  zu  verstehen  geben. 
Und  ob  nun  diser  tractat  nit  der  Elangrischen  hievor  ange- 
fangiien  handlung  anhengig,  kQiien  sy  selbsvten  iadiciern :  ja  es 
ist  ditsfalts  mit  den  Hungern  und  irer  zucgelhonen  nalion  vil 
un  mehrers  unbedAchtig  correspondiert  worden,  als  manichem 
lieb  sein  solle. 

Dasa  sich  auch  die  aasschÜBS  aines  solchen  mit  inen  ge- 
brauchten process  und  offcoilichcn  fUrhalts  so  hoch  beschwurt 
SU  sein  gedenken,  ist  zwar  I.  F.  D'  selbst  gar  nit  lieb,  da!>s 
es  darzue  kumbcn  mUetiäen,  aU  die  sich  nicht  weniger  dann 
tr  in  gott  ruhender  geehrter  hcrr  vatter  ...  in  allen  occasionen 
der  gUete  und  Osterreic bische a  sanftmUctigkeit  weit  mehrers 
als  der  schärfe  beflissen,  sy  wissen  sich  aber  nit  zu  erindern, 
dasa  iro  xa  dergleichen  procedierungeu  vor  disem  anlaitung 
gegeben  worden,  noch  so  echarf  gestehe  und  weitreichende 
sohrü^cn  wider  die  1.  f.  superioritct  jemals  fUrkomben  wären. 
Dabero  nun  und  weil  1.  F.  D*  ain  solches  wider  dero  reputatton 
streitendes  und  nach  irer  regimenta  autoritet  gar  zu  nachet 
streichendes  fUrnemben  nit  guethaissen,  vil  weniger  darzue  still- 
schweigen kUnnen:  ist  iro  gar  nit  zu  improhiem,  wan  sy  auf 
den  rechten  grundt  diser  unzulässigen  haimblichen  practicierung 
zu  kumben  und  mehrere  erweiterang  dardurch  zu  vcrhUeteu 
bedacht  sein. 

Sovil  nun  bcrllert  lateinisches  schreiben  an  imc  selbst  be- 
langt, sein  die  wort  dar  und  lauter,  die  auch  auf  kainen  andern 
weg  and  verstandt  zu  glossieni,  als  der  lext  und  paechstaben 
mit  sich  bringet,  dammbcn  dann  kain  frembde  auslegung  statt- 


FaDttt.   n.ibl.,  Bd.  LX. 


36 


562 


iiaben  kan,  soudur  es  ist  eich  vilinelir  zu  verwunilern,  daas  sich 
80  vil  ehrlicher  gemUeter,  die  naitfertigen  helfen,  so  weit  träne- 
portiern  und  so  vil  scharf  stechende  angleiche  clansieD  mit- 
laafcn  lassen. 

Indem  sich  nun  die  nasschUss  verrer  dahin  erclären,  in 
irer  lieben  voreltcrn  pideriuanniycheu  trvu  zu  verharren  und  bei 
I.  F.  D^  und  irent  lübl.  hana  bis  auf  den  leisten  pluetBtropfen 
l>e8tAndig  auszntiiiiern,  ist  nit  weniger  als  jenes  mit  gnaden  zu. 
vermerken  und  g^gen  der  post^ritet  iminerwithrcndt  za  rtlemen; 
darvon  sie  selbst  melden,  dass  sy  nemhlichen  die  inen  von  den 
Hungnschen  sU'-iideu  vor  disem  Uberseodte  schreiheu  nit  allein 
I.  F.  D*,  sonder  aucli  irein  geliebten  herro  braeder  erxherrog 
Maximilian  Ernsten  .  .  .  unerOffneter  übergeben :  hierauf  sollen 
nun  gedachte  nuäschuss  vergewtst  sein,  so  lang  sy  in  diser  irer 
.  .  .  affection  und  in  den  gebUrenden  Urminis  verbleiben,  dass 
sy  an  I.  F.  D'  dagegen  ainen  solchen  gn.  herrn  und  I.  fürslen 
haben  and  erfahren,  wie  es  die  werk  besser  dann  die  Ver- 
tröstung bezeugen  werden. 

Weiter  boraUehcn  sich  die  ansächilss  nicht  wenig,  T.  F.  D* 
verstehen  zu  geben,  mehrgemelteä  lal.  schreiben  und  die  ab- 
sendaog  irer  drei  mitglider  sey  allein  zu  impetrimng  kgl.  inter- 
ccssioD  gcmaiat.  Wan  es  nun  bey  disem  periodo  verblibe, 
wftre  es  ja  so  hoch  nit  zu  andten.  sonderlich  da  die  begem 
und  schriftliche  notiarfi  mit  gecimender  beschaidenbeit  gestelt 
zu  finden  sein  möchten,  b"^  haben  dich  aber  1.  F.  D*  albcrait 
vernemben  lassen,  sy  wissen  umb  dise  absendung  vil  ain  mehren 
als  iro  lieb  sey  und  sy  den  absendcm  znegetrant  betten;  dann 
da  sieb  diejenigen,  so  die  ditsfals  gegebne  instruetion  und  gwalt 
verfertigt,  des  rechten  Inhalts  erindern  wollen,  werden  sy  vil 
ain  mehrers  za  bekennen  haben,  als  was  die  praecendierong 
der  fQrschriften  mit  sicJt  bringet. 

Zudem  bett  es  diser  legation  gar  nit  bedorft  wan  die 
darunter  interessierten  den  categorischen  inhalt  I.  F.  D'  in  re- 
Ugion^Mchen  jüngst  gegebnen  standthal^en  nnd  gemessnen  re- 
sotution  zum  genüegen  rernomben,  weil  sy  daraus  semel  pro 
Sftnp^r  zu  schliessen,  dass  sich  I.  F.  D'  jetxtgemelter  re- 
ligionsdisposition  wegen  la  keinem  andern  darchaas 
nit  bowGgen  lassen,  sondern  ehe  nnd  lieber  alles  and 
jedes  unbedenklich  aufsetzen  werden.  Und  dass  auch 
die    auf   mehrgemelte   abfertignog  der  abgeordneten   laofende 


563 


schwere  zeruDgsnncosteu  aas  dem  gemainen  Undtscckl  (darxa 
nit  alloin  die  nncatholiachen,  sonder  die  ganzen  ersamen  landt- 
scliaflen  and  also  der  raehrer  tbails  der  getreuen  mitglider, 
welchen  dis  werk  anentdeckt  rerbliben,  zn  erlialtung  des  lielieo 
Vaterlands  und  gemainen  wolatandta  treawillig  und  rtirnemblich 
contribairt)  bergeaumben  und  darmit  aio  unverantwortliches 
absurdum  und  praesumpliun  begangen  worden,  wissen  I.  F.  D* 
gAT  nit  gactznbaisscn,   sonder  oa  zo  seiner  zeit  wol  zu  äfcrn. 

Kndtlick  dahin  schliessendt,  wie  mehrgedachtc  nndertlte- 
ntge  aoBScliUi^  irer  mit  durgleicbcn  niigewüntichen  process  Tum- 
hin  zu  verschonen  bitten^  also  wollen  eich  I.  F.  D*  za  inen 
sament  und  sonders  ungezweifelt  mit  gnaden  versehen,  sie 
werden  diii'ch  aiaicbü  ungleiche  ojieration  die  wenigiste  ursach 
darzue  auch  nit  geben,  sonder  sich  jederzeit  solcbermaasen  ver- 
liullen,  damit  I.  F.  D*  die  guete  und  angeborne  sanftmuetli  der 
biJliehcn  rcssentierung  zu  pracponiercn  ursacb  liabcn.  Denen 
dann  bcynebens  unverborgen,  da  bey  I.  D'  .  .  .  vorfordern 
und  alhie  gewesten  tandsfUrsten  .  .  .  diser  oder  jener  zuweilen 
excodiert,  das»  die  darauf  gehörige  wolempfiudliche  animadver- 
non  nit  auabliben. 

BehiDgendt  nun  die  anbevolchne  xuruekforderung  oftge- 
dacbtcr  nach  Österreich  and  weiter  voa  liinncn  expedierten 
und  bevelcbten  (sie)  abgeordneten  ist  frembd  anzubDren,  dass 
solche  revocierung  in  irer,  der  ausscbuss,  macht  nit  stehen  solle, 
so  doch  che  eiliortcs  lat.  achreiben  und  andere  credeiitialen 
gouegaamb  beybringt,  von  wem  sy,  die  drei  InndtsmitgÜeder, 
abgefertigt  worden.  Jjerowcgen  dau  I.  F.  D*  von  irer  .  .  . 
mainung  .  .  .  diser  bedenken  willen  nit  zu  weichen  wissen, 
dass  sy  die  abgeordneten  (darumbeti  dauu  I.  F.  D*  glaub- 
würdig und  aigentlicb  informiert)  sowoL  mit  den  Hangern  zu 
etlichmalen  als  ril  tag  nach  einander  in  der  statt  Wienn,  mit 
den  A.  Gonfessionisten  der  Österreicher  vom  hcrrn  und  ritter- 
standt  vor-  und  nachmittag  im  tandthaus  embsigc  zusammon- 
kltnften  und  coiisultationet  gehalten,  deren  sy  dann  wol  betten 
überhöbt  sein  mögen,  wan  e»  allain  umb  intercessiunsansuechung 
bei  I.  Kgl.  W.  n.  I.  K.  M'  selbst  zu  tUuen  wäre.  Aber  eben 
aus  dem  sein  mehrere  and  weitere  Unterhandlungen  (die  der 
I.  f.  obrigkait  zum  besten  gar  nit  gemaint  sein  mUgen)  greifiich 
zu  schlicsseii,  wie  dann  1.  F.  13*  dcstwegen  verursacht  worden, 
■y,  die  abgeordneten,  durch  einen  ernstlichen  bevelch  selbst  ab* 


'M4 


znfordern,  ticb  versebendt,  ty  and  die  aas»chlw  ivglädi  wer- 
den solche  empfangeae  billiche  Terordnangen  .  .  .  retpedierea 
and  im  widrig«D  za  andern  icherfern  mittcln  ZQ  erhaltoog  des 
I.  f.  »chaldigeD  geborsambs  nit  aracfa  geben. 

Im  Qbrigen  verbleibt  es  bei  L  D*  gethooen  Hlrstlicben  «r- 
dlniDg,  dass  ty  nemblich  geigen  den  antbom  nnd  anstiftein 
disei  obelbedachten  za  I.  I>  rerkÜenerang  tentierten  weHts 
(oBch  erkondigong  der  wahren  grandts  beachaffenheit)  die  ge- 
bQrliche  wolrerdiente  eiosebong  fUrsanemben  nit  anderiawen 
werden,  inmasaen  dann  I.  D*  aacb  obligen  thaet,  damit  frid 
□nd  ainiglteit  im  landt  erhalten  nnd  das  nbl  angeUraft  nit  ge- 
lauen  werde. 

Und  Bovil  haben  I.  F.  D'  den  getreuen  dreien  aasschOasen 
nntwortweis  gn.  gneter  intention  za  irer  bessern  naehrichtang 
und  nit  der  mainnng,  sich  destwiUen  in  alneo  dispatat  einza- 
lassen,  der  nottorft  and  sachen  bschaäenheit  nach  anföegen 
soUen,  denen  sy  sonst  mit  I.  f.  gnaden  wolgewogen. 

Dec.  per  Set*"  archidacMim  17.  Jan.  1610. 

P.  Oaaal. 

1861. 

Der  Pastor  Johannes  iSeiU  an  den  Einnehmer  S^astian  Speiäl: 
Weil  er  erfahren,  daß  er  mit  andereti  Herren  und  Land- 
leuten nicht  bloß  gesund,  sondern  auch  gut  evangelisek 
gehlieben,  freue  er  sich,  JiHtet  um  einen  Gfhurlshrief  fiir  mm» 
in  Steiermark  geborenen  Kinder  und  hofft,  daß  die  Freist^lumg 
der  Religioi\  in  Österreich  doch  noch  erfolgen  werde.  Gundelfingen, 
1610  Januar  18. 

{Ong.,  Bt.  L.-A.,  Chr.  B.) 


1862. 


Kredetmschreiben   der  Krainer  Stände  A.  C.  ßr  Dietrich  Frei- 
herrn von  Auersperg  anl-äßltch  da'  KonferettM  der  österreichischen 

Stände.    0.  JJ. 

(KoDB.,  L.-A.  Kraia.) 

Sr  bat  darauf  liinznwniiieu,  daB  Bcbou  lu  Lobaciten  und  mit  Bo- 
wiHlgUTtg  Haiiniiliani  I.  xwi»cli«n  den  fOnf  oiedertfitiarTaicbiicbon  Landen 
,lrha1l  Craineriichan  Undthandirett*  «ine  solch«  KoarsderatioN  lUttgofaadan 
vou    dar   diMa   LandBohaft  aur.h  j«tEt   «n   troton  nicht  gedeukt.     £•  iat  dca- 


I 


565 


I 
I 


h«)b  niclit  natig,  ,di«a«r  wid«rwftrtig«a  nsben  iiaUafendftD  arg-wühtiiiehAn 
■vardichllichliBiton  htlber*  «ndere  und  mpbr«re  VftrbündniMe  »ufiurichteo. 
äakkun  in  Foladesnot  norde  maa  nach  Ua%abA  der  Krifto  leiftso.  wobei 
fmtllcb  za  bmlouken,  daß  KtiiiD  den  Anprall  d«r  Fnindo  iN<trat  «ii«i;ri«t«hen 
tiMt,  t*  werd«  «her  ,ritlftrlicb«ii  beisprungi'  anderer  Vltlker  bedürfen  «!■ 
dieMn  helfen  kOuneo.  Widcrr  die  Bsterreicbisoben  äUlnde  werde  nlebte 
FeindlicbM  untemommeD  uod  di«  biitierlge  gate  Korrespondentt  aufreoht  er- 
halten werden. 

Auf  einem  einselnen  (lJini>chU^)bUtt«:  ..Vota:  Obg«'d4ichte  ^MBndte- 
nrfBn  nacti  UngarD  und  Hobamb  sein  von  der  F.  D*  Hbl  aufecoomben  nod 
'1^  «in  vnrüäcbtipo  Easanibenkhonft  gehalteo  worden,  nach  answeirang  ia- 
llgtndt  numerirter  aclirifteD.' 

1863. 

Di€  Abgesandten  der  Land«  Steiermark,  Kärnten  und  Krain  an 
die  Verordneten  dieser  Länder:  erstatten  BericJit  über  ihre  Ver- 
handlungen.   Wien,  1610  Januar  19. 
(Kop.,  L.-A.  Krain.) 

Wolgebom  .  .  .  nnd  geben  .  .  .  zn  vcrnemen,  dass  wir 
nach  unser  glücklichen  alherkunft,  so  den  22.  December  ge- 
schehen, wciln  I.  Kgl.  M*  ankunfl  sich  etwas  rerwoilet  hat, 
den  2.  dit»  Januarii  nach  Pressburg  Tcrraist  sein,  des  andern 
tags,  aU  den  dritten  dits,  durch  den  berrn  obristcamcrer  herrn 
von  Meggau  bei  Kgl.  M'  umb  gn.  audieutz  solUcitiern  lassen, 
die  uns  dann  den  4.  dits  umb  B  nhr  vormittag  gn.  crthaiti 
worden-  In  welcher  I.  M*  neben  uberautwortung  der  creden- 
tialn  und  scbriftUchem  der  steudt  anbringen,  wir  aacb  münd- 
lich umb  gn.  intercession  im  namen  unaerer  principaln  geh.  er- 
saecht  and  gebetten  haben. 

Darauf  I.  IM'  durch  dero  hofvicecantzler  nnd  gehainibcn 
rath  herm  von  Krenberg,  s&  unser  anbringen  mit  und  neben 
I.  M'  angehört,  vermelden  lassen:  Sic  weiten  dise  der  stendt 
nberraiohte  achrjften  gn.  vememmen,  die  flachen  in  beratschla- 
gnng  ziehen  nnd  nne  alsdann  ferrer  darauf  beschaiden  lassen. 

Den  B.  dits  sein  T.  M'  sowol  auch  wir  wider  nach  Wien 
verraißt.  Pen  8.  Januarii  haben  die  löblichen  under-  und 
oberüsterrei eh i sehen  stondt  uns  auch  alhie  zue  Wien  audientz 
erthailt,  bei  denen  wir  laut  Instruction  unser  anbringen  gethan, 
dises  beileufigen  Inhalts  neben  Vermeidung  unser  herrn  prin- 
cipaln dienst  und  graess^  ihnen  zue  vcrstelieu  geben,  wie  dass 


&6G 


bei  der  Kgl.  M*  wir  gn.  andientz  gehabt  and  anser  werbang 
pro  intercessione  'verriclit,  wollen  hierauf  die  löbl.  st&ndt  in 
namcn  unacrer  principaln  ersuecht  und  gebeten  haben,  damit 
um  Bo  vil  erfreulicher  besijliaidt  crvolge,  bei  I.  Kgl.  M*  inter- 
cedendo  fllr  uns  einKukommen. 

Darauf  sie  sich  des  fr.  gracs  bedankt  mit  vermeldea,  die 
schreiben  zu  vcrncmraon  und  alsdann  uns  ferner  der  notturft 
nai^  zu  beschaiden. 

Den  13.  dits  haben  I.  Kgl.  M'  in  ainer  audientz  wir  dem 
kgl.  bescliaid  auf  unser  sowol  schriftlich  als  mUndtUches  an- 
bringen bekommen,  wie  E.  Gn.  u,  U.  aus  copi  hici-ln  .Vr.  1  zu 
vcrnemnioii. 

GleichfaU  als  von  denen  löbl.  {österreichischen  stenden 
b&ben  wir  auch  dero  antwort  auf  unser  anbringen  empfangen, 
inmassen  dessen  copi  Nr.  2  auch  hiebei  geleget. 

Don  14.  Januaril  ist  von  I.  F.  D*  unserm  gn.  heirn  ans 
beigelegter  scharpfer  bevehl  und  Inhibition  iiaekommen;   weUn    fl 
wir  aber  unschuldiger  weiss  also  hoch  angeben  worden,  haben 
wir  unser   geh.  Verantwortung  darauf  gethon,   wie  copi  hiebei 
mit  Nr.  3  ausweist.  ^M 

Bitten  derwcgen,  nit  allein  solche  unser  geh.  bcantwortung 
1.  F.  D'  underth.  zu  uberraichen,  sondern  uns  auch  nocbmaln   ^ 
geh.  zu  entschuldigen  und  die  sachen  dahin  zne  richten,  wetln   B 
andere   vor   dieem    in   gleichsam   negotio   rdigionis  sich  haben 
sieber  mOgen  gebrauchen  lassen,  damit  wir  bei  hrtchstgedachter 
F.  D*  ntt  in  Ungnaden  gerathen.   Ralaen  gleich  darauf  in  gottes        i 
nanien   fort  nnd  wollen  unser  angefangene  commission  bei  der  H 
R.  K.  M'  geb.   verrichten,   wie   auch   bei   denen   löbl.    Beheni-        i 
bischen  stenden  umb  intercession  und  dass  sie  neben  den  andern 
unierten  landen  auch  ihre  abgesandte  zne  hüchstgedachter  F.  D" 
schicken  wollen,  bestes  fleiss  sollicitiern.  .  .  . 

Wien  den  19.  Januarii  anno  lölÜ. 
K.  On.  a.  H. 


dienstbeflicasene 

Ulrich  horr  von  Scherffenberg. 

Carl  freiherr  zu  Egg. 
Dietrich  freiherr  zu  Auersperg. 


567 


1864. 


Der  in  Grcur  versammdten  Attsschüsse  der  drei  Landschaften 
Steiermark,  Kärnten  vnd  Krain  gehorsames  Anhringen  an  Ere- 
Jurreog  Verdinand:  Vernehmen  mit  Hetriihnia  ans  dem  Dekret 
vom  17.  d.  M.,  daß  die  F.  />  ihren  Argtvohn  tvcgcn  der  Ge- 
sandtschaft nacft  Ungarn  nichi  nur  nicht  habe  faUen  hssen, 
sondern  daß  das  Dekret  noch  starke  Drohungen  entJUiU.  Sie  be- 
teuern 7io(^imals,  daß  sie  durch  dies  ihr  Öffentliches  Vergehen 
nichts  zur  Verkleinerung  des  l.  f  Ansehens  getan  haben.  Da  der 
Ereherzog  andeute,  daß  man  die  Kosten  der  Gesandtschaft  aus 
dem  gemeinen  Säckel  des  Landt-s,  wo^u  auch  die  Katholischen 
beisteuern,  tiehme,  berichte  man,  daß  wohl  noch  solciie  Mittel  vor- 
handen seien,  aus  denen  man  diese  nicJU  bedeutenden  Kosten  he- 
streite,  ohne  die  ganze  Landschaft  in  Mitlcidctischaß  au  jiiehen. 
Grae,  ItilO  Januar  21. 
(Kons.,  St.  L.-A.,  Clir.  B.;  Kopp.,  H.-,  H.-  d.  St.*A.  n.  L.-A.  K»in.) 

Auf  dte)«9  Schreiben  intwurt«t  d«r  Ersbenof  um  %4.  JioQftr  (Orijf , 
ebend»)  Im  Sirno  des  Tom  !7  A.  M.  Die  in  dem  obigt^n  Si'lireibcn  vorg»- 
brjicfaie  ECiitüchiildigun^  kUuDP  nicht  fElr  genUgKnd  migvsetieit  w<>rd«n,  weil 
die  AuiMohtlsae  dein  Zivecke  der  AnfrA^e,  der  NKmhaftnrecHung  dns  AnU^rt, 
KOS  Afm  Vie^K  gehen.  Auah  hStten  Rin  nicht  al1(\s  |;cs«gt,  sondern  eben  d&a 
subtiziert,  wu  doa  Argwi>tin  erregle.  Daher  ist  diener  tu  eontinuieren.  Cr 
ktttiD«  denn  Aach  lein  Vorhaben  aiobt  datieren*. 


1865. 

Die  evangelischen  Stände  Österreichs  ob  utid  unter  der  Enns  an 
die  Stünde  Böhmens  und  ScJdesiens:  Es  werde  ihnen  nicht  un- 
bekannt sein,  in  wekher  Weise  in  den  drei  Ländern  Steiermark, 
Kärnten  und  Krain  die  Herren  und  LwTuUeute  A.  C.  in  geist- 
lichen und  weltlichen  Sachen,  die  ihre  Qeteissens-  xtnd  politische 
Freiheit  betreffen,  von  den  Rcligionsrcformationskommissären  und 
andern  Widersachern  bedrängt  werden  und  wie  ihnen  auf  vid- 
fäitige  Bitten  namentlich  auf  ihre  am  letzten  April  15'J9  einge- 
reichte Bütschriß  nidit  die  mindeste  Bestitution  ihrer  alten 
Freiheitcjt  zuteil  geworden.  Jetzt  werden  sie  durch  die  drei 
Abgesandten  dieser  Länder  Scftärffenberg,  Egg  und  Auerspcrg 
erinnert,  daß  noch  am  8.  Deeember  1609  eine  Resolution  her- 
abgelängt  sei,  die  ihr  flehentliches  Bitten  schroff  euriiekweist 
und    sagt^    der    Erghersog    würde    lieber    aUes,     wus    er    von 


568 


GoUes  Gnaden  hai,  in  die  Schanse  sehlagen,  als  der  Bitte  stait- 
geben.  Bei  der  ttralien  jewisehen  Österreich  und  den  drei  Ländern 
bestehenden  Verhindunff  haben  die  Gesandten  um  eine  Interiesäm 
gAeien,  und  im  Jiinhlicke  anf  die  auch  mit  Böhmen  und  SeJUesien 
bestehende  Uni4>n  erstuh^^  man  nun  auch  österreichischerseits  die 
dortigen  Stände,  nicht  bloß  bei  König  3[atthia8  eine  Intersession 
einzubringen,  sondern  sich  auch  mit  da*  österreichischen  Ländern 
an  einer  stattlichen  Legation  an  Erehersog  Ferdinand  eu  be- 
teiligen und  sunächst  die  aucJi  nach  Böhmen  und  Schlesien  gt- 
hendm  Gesandten  mit  ihrer  )yerbung  gnädig  und  gutwillig  an- 
xuhöreti  ufu2  ihnen  in  ihrer  Getcissenstwt  und  Drangsal  behüfti^ 
tu  sein.    Wien,  1610  Januar  22. 

(Orif .,  aO  S{«fc1  aiife«dr[1ckt,  and  Kop.,  St.  U-A-,  Chr.  R.) 
18G6. 

Bitte  an  die  F.  ly,  den  ausgewiesenen  landschaftlichen  Offizieren 
einen  längeren  Termin  £u  gewähren;  dem  Bischof  ist  eu  sehreäten, 
daß  er  mit  tceiterer  Ezektttion  einen  Stillstand  halte  und  sieh 
wegen  der  Bücher  im  Landhatise  des  bedrohten  Eingriffes  etU- 
hälte.  Laibach,  im  großen  Ausschusse  1610  Januar  22. 
(L.-A.  KraiB,  T.-Prot.) 


I 


1867. 

Ferdinand  von  Khiebach  an  Ereherxog  Maximilian:  Er  hohe 
auch  den  16.  Februar  eine  Zusammenhmft  des  kieitten  Aus- 
schusses ,wegen  der  Steirer  und  Kärntner  besorgender  Beb<^io»' 
beschriehen,  damit  Erehereog  Ferdinand  iciUfahrt  werde.     1610 

Januar  23. 

[Or^.,  8UtUi.-Archiv  Inn«bniclt.) 

Mu'tmilUn  xntwortvt  «m  aO.  Jinn»  (Kons.,  «b«nd«>.  Er  bütte  g«rn 
gpaehvD,  daß  die  Uandltin^  frUber  xDgesteUt  worden  wir«,  weil  tlf^Uch 
Zftitun^en  einkninni«!],  au«  dnn«n  %v  «ntnchmcn,  dxß  nichta  GnUis  im  W«rke 
ist.   Man  wird  nicht  Umgang  nehmen  kSnn&n,  Enhenoe  Ferdinand  xn  helfcD. 

1868. 

Erehersog  Maximilian  an  den  Kaiser  (und  Ershernog  Ferdi' 
ywtnd):  benachrichtigt   ihn   von  dem   beabsichligien  Ankaufe  von 


569 


Rüstungen  seitens  der  Steirer  UnkatholisclMt  in  Nürnberg.  1610 

Lp 

■■        v»  a/i  It  A  t« 


(Koni.,  Sutth.-Archir  lambrnck.) 


In  nmili  an  die  F.  D'  erzherz.  Ferdinanden. 


Demnach  wir  glaubwürdig  bericht  werden,  da.^  die  Stey- 
rischcn  uncatholischon  landtleath  zu  Nierenberg  anf  etlich 
tauscnt  man  wUhrcn  einkanfen,  selbige  auch  abwarten  (mit  be- 
willignng  der  hilf  der  Behem  und  Oatorreicher,  darunter  sich 
der  von  Rosenberg  heftig  favoribils  erzaigen  solle),  fliern  und 
gen  Steyer  liefern  lassen  wellen,  flieh  dorselbigen  ohne  zweifei 
SQ  widrigem  intcnto  zu  gebrauchen  und  zu  bedienen,  so  haben 
wir  E.  K.  M'  Q.  L.  einea  solchen  bey  disem  aigens  hiemmben 
abgefertigten  poten  freuiidt-  und  brUederlich  verstendigen  wellen, 
ob  E.  M.  n.  L.  an   den  passen,   allda  solliche  wilhren  und  rü- 

tetuiigen  durchbracht  werden  iniieasen,  solJicho  bestelinng  thuen^ 
damit   dißselbigen   intercipiert  und  per  consequAU»  liicdarch  vi! 
ubcia   vcrhUetct   werden    möchte.      E.  M'  o.  L.   bcnobens   etc. 
I   28.  Jan.  IßlO. 

^^  1869. 

Die  bei  gegetitmrtigem  Landtage  versammelten  Herren  und  Land- 
letite  A.  0.  an  Ferdinand  II.:  Ihr  Ausschuß  für  das  negotiom 
religioniß  Jtabe  ihnen  referiert,  tcie  1.  V  ihn  am  6.  d.  M.  gegen 
Hof  erfordert  und  da»  von  ihnen  und  den  Abgeordneten  von 
Kärnten  und  Krain  verfaßte  Schreiben  an  die  ungarisdten 
Stätide  und  die  Legation  nach  Wim  und  Prag  geahndet 
habe,  weil  darin  eine  Verkleinerung  der  landesfürstlichen  Hoheit 
eu  erUicketi  sei,  und  daß  sie  sich  nicht  mit  den  sfceien  am  17. 
«nd  %i.  d.  M.  ergangenen  Befehden  beruhigt  hahefi.  Auf  das  hin 
heriehteti  sie,  daß  die  (iesandtscfiaß  und  das  Schreiben  an  die 
ungarisctien  Stände  deswegen  angeordnet  teurde,  ,i€eü  tcir  bisher 
über  un$er  vielfaltiges  unaufhörliches  gehorsames  Anlangen  eine 
Linderung  unserer  Gewissensbedrätignis  nicht  erlangen  konnten, 
cb  wir  nicht  durch  die  leim  Kaiser  und  an  anderen  Stdlen  vor- 
g^achten  Buten  das  Hm  I.  &  eu  rühren  und  jm  einer  er- 
fraüiciien  Besolution  bu  hetcegen  vermöchten.  Der  Wortlaut  der 
Bitte  um  Interzession  sf^i  keineswegs  eur  Verringerung  der  landes- 
fürsllicJien  Fräeminenß  gemeint.    Bitte,  den  Verdacht  wegen  dieses 


570 

Schreibens  fallen  zu  lassen  und  es  die  Mitglieder  des  genannten 

Ausschusses  nicht  cntgdten  su  lassen,  sie  vielmehr  ais  treue  Land- 

liute  SU  erkennen,   die  nichts  anderes  tu  tun  gedeihen,   ids  tcas 

ihrer  Pflicht  entspricht.    Graz,  1620  Januar  30. 

(Orig.,  H.-,  H.-  u.  St.-A.} 
1870. 

Der  Prälaienstand  und  die  dem  kathoUscheti  Glauben  eugetanen 
Herren  und  Landleute  des  Fürstentums  Steier  an  die  Mitglieder 
der  Landschaß  A.  C:  stellen  bei  ant/ehendem  Landtage  sur  Er- 
haliung  hrüderlieher  Eintracht^  Jitihe  und  Korrespondenw  und 
Uerstellung  der  Gleichheit  das  ErsucJten,  daß  ihre  Glaubens- 
genossen, ivohiqualifizierte  Serre/i  und  Landleute,  die  mit  ikne» 
gleiche,  ja  mit  Hinsicht  auf  den  Prälatenstand  noch  stärkere 
Biirden  tragen,  ,nt  den  Ämtern,  es  seiett  nun  die  Verordneten- 
stdlen,  Justiz-,  Kriegs-  und  andere  landschaftliche  OffUien,  den 
gleichen  Zutritt  haben,  wie  die  Mitglieder  der  A.  C.  Man  stelle 
in  di&te  kein  Mißtrauen,  es  sei  i}inen  nur  um  die  gebührende 
Gleichheit  zu  tun,  deren  goldenes  Band  nicJä  vencahrlost  tcerden 
solle'.    Graz,  1630  Februar  4. 

(Kop.,  8t.  L..A.,  Chr.  R.) 

1871. 

Eräherjfog  Maximilian  an  den  Verwalter  der  Landeshauptmann- 
t<^afi  in  Tirol:  Aus  den  Einschlüssen  werde  er  sehen,  icie  eifrig 
der  Kaiser  und  Erzherzog  Ferdinand  den  SuJ^rs  verlangen. 
Er  teile  es  ihm  mit,  damit  er  seinerseits  das  "Nötige  veranlasse. 
IfilO  Februar  4. 

(Konx-,  Stxtth.-ArcliiT  Innitbruck.) 

1872. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  an  die  ivn  Kärnten  und  Krain: 
teilen  mit,  kyis  für  ein  Anbringen  die  Stände  nn  die  F.  2^  ver- 
faßt haben,  damit  der  wegen  des  an  die  ungarischen  Stände  ab- 
gegangenen Schreibens  entstandene  Inzidemfall  beigelegt  uerde. 
In  der  Anlage  finden  sie  den  Extrakt  der  Fropoattion  und  was 
L  F.  D'  der  Landschaft  wegen  der  bevorstehenden  Frager  ßeise 
zugeschrieben.    Gras,  1610  Februar  5. 

(Kons.,  Sl.  L.-A.,  Ohr.  K.} 


571 


Seboo    am    30,   g*h    m    in  Onn  ein»   BeratuDf   eines  prDßeren   Aiu- 

•cbnwet-     Vfr   (frlUicrc)   AuhcIiuU    hoU    ittgtn    du    anparisch^D   Sehroibeiu 
TOD  deu  PrinaipaloQ  onUeliultligt  wvnlon  («beuda). 


I 


1873. 

Erehersog  Ferdinand  an  die  hei  ,gegemcäriigem'  Landtage  ver- 
samnidtcn  Staude  A.  G.  vom  Herren-  und  BiUerstande:  erörtert 
ausßihrlich  die  Motive,  weshalb  er  die  in  ihrer  leteten  Sehriß 
vom  30.  Januar  geäußerte  ,ÄbhHte'  wegen  des  Schreibens  und 
der  Ahsendung  der  itngarische»  Legation  um  Intcrecssion  als 
solche  nicht  für  geniigcml  halte  und,  ettmal  tpeü,  man  den  Autor 
des  Schreibens  nicht  nenne,  eu  keiner  anderen  Ddibtralion  schreiten 
könne,   (Gras)  1610  Februar  7. 

{Otig.,  8t.  L.A.,  Cbr.  R  ;  Rup.,  H.-.  H.-  n.  8t.-A.) 

Von  der  F.  D*  .  .  .  denen  .  .  .  anzazaigen:  Obgleichwol 
der  sehlass  irer  jongst  ubergeUnen  am  30.  .  .  .  Januarii  da- 
tierten sclirift  ain  sonderbare  appareiis  ainer  onderth.  abbit  mit 
sich  bringen  tboct  (die  glcichwol  nar  far  den  auascbuss  leztlich 
bescliicbt),  so  künnea  es  doch  I.  F.  D*  darfur  gar  nit  erkennen, 
noch  sich  darmit  benaegcn  und  dahin  bereden  lassen,  als  n-ann 
irer  hochlaedicrten  I.  f.  hochait  ain  benaegcn  geschechen  wäre, 
dann  stracks  im  eingang  solcher  Schrift  wierdet  (mit  I.  D'  be- 
frembdong)  gemeldt  and  bekennet,  es  sei  nicht  allein  das  la- 
H  teinische  schreiben  un  die  Ilangrischen  stende  aus  (sie)  ir,  der 
ritterschaft,  bevelch  espediort,  sonder  anch  die  bewasste  ah- 
sendung der  dreyen  raitgüder  auf  gleichmÄssige  Verordnung 
»fnrgenommen  worden.  Welches  dann  vil  mehr  zu  augmentier- 
aU  erinderung  der  billich  gescliöpften  ofTension  ursach  gehen 
■alle,  nngeacht  I.  D',  sonderlich  was  emicltes  lateinisch  schreiben 
anbelangt,  den  maistenthail  der  mitfertiger  ans  gn.  wolmainnng 
und  vfttterlichen  zu  Iren  getrewen  landleuthen  habenden  ver- 
trauen sett>st  excusiert  und  die  maiste  schuldt  auf  den  anthoren, 
inmassen  sy  iro  dann  gegen  ainer  solchen  ani^al  des  ritterlichen 
i^bluets  noch  kain  anders  einbilden   kilnnen. 

Es  wierdet  zwar  auch  incidenter  gemeldet,  die  Ijerurten 
droy  abgeordneten  wären  alberait  am  zarackraiscn  aiul  will 
also  ain  gelaister  gehorsam  dardarch  su  verstehen  gegeben 
werden,  I.  F.  D^  kilnnen  sich  alier  darmit  ebensowenig  er- 
aettigon  lasaen^  seitemal  dises  saruckraisen  nicht  auf  I.  D*  erste 


572 


und  Bclbst  gethone  Verordnung:,  sonder  auf  ir,  der  ritterscbaft, 
vil  tag  heruHch  gotliaiie  avocierang  furgenomraen  wierdet:  ond 
80  nun  I.  D*  den  Bchuldigen  and  völligen  geliorsara  im  werk 
nit  spaem,  ist  vernanftig  zu  erachten,  daas  auch  zu  der  saecben- 
den  condonierung  kain  gennegsame  urnach  vorhanden  eein  kan. 

Zu  dem:  da  gleich  in  ermelter  letzten  und  vorigen  zwaycn 
darin  Gitterten  Bchriften  ain  deprecation  etlichermassen  uiitge- 
loficn,  80  ist  doch  diescib  dermassen  restringiert^  adumbriert 
und  mit  Bolchen  iustificationBclaasln  immisciert,  als  wann  weder 
excess  noch  irrthumb  begangen  worden  wäre,  eo  doch  die  sach 
für  sich  Bclbät  reden  thact,  und  aus  denen  mottvcn,  deren  sich 
I.  F.  D*  vormals  destwillen  gebraucht,  vernunfUg  zu  schliessen, 
ob  s^  ans  lieb  und  handhabung  der  gerechtigkait  und  conscr- 
vierung  des  geburenden  respocts  zu  der  beschecbnen  cxpro- 
brimng  und  vorhehaltnen  resentierung  bis  zur  erlangang  der 
benUcgigen  satisfaction  nnd  furkcrung  der  billichcn  animad- 
Tfirsion  nit  befuegt,  ja  mehr  gedrungen  gewcat,  zumal  sy  da^ 
mit  allein  auf  den  grundt  disss  nnverhofften  nicht  wenig  un- 
luBts  causicrten  handts  7.ue  kommen  gesnecbt.  Gleichwal  I.  F.  D^ 
ain  mehrers  ala  iro  angenem  ist,  seither  erfahren,  ab«r  dan- 
noeh  war  iro  weit  gefttiligor  furkomen,  wann  sich  die  hierunter 
verwolinte  herrti  und  landläuth  gegen  I.  D*  fein  aperU  ercUrt 
und    dasjenige,    so   varX  allen  bekannt,  nit  verscbwigen  helten. 

Über  dis  ist  I.  F.  D*  auch  nit  wissent,  welchermassen 
sich  die  aasechuss  der  anderen  swayen  lande  K&rndten  und 
Crain  oder  aber  iro  princi]mln  ditsfalls  erclärcn  und  ob  ermelte 
drey  zurnckbegerte  abgeürdneten  auf  die  empfangene  citation 
gehorsamen  und  hieber  widerumb  eheiBt  gelangen  oder  was 
hiemit  zwiecben  ir  Verrichtung  sein  werde. 

Und  weil  dann  I.  P.  D'  weder  aines  noch  des  andern 
aigentlicli  sj'nceriert  und  vergwigst  sein  nnd  sicli  die  principal- 
beßcbuldigtC'n  digee  tlbel  verstandenen  und  noch  Ubier  incani- 
nierten  werks  mit  prnetendiernng  des  gn.  perduns  noch  nit 
recht  nnd  wie  sich  gcburt  in  die  sacli  geschickt,  iren  hier- 
nndter  begangnen  error  und  ubertrettnng  abaoluta  nit  be- 
kennen und  sich  dergleichen  künftiger  niassung  nit  vememben 
lassen,  sondern  die  ungültigen  iu$tißcationea  der  entscfanldi' 
gangcD  darundter  einmengen  wie  auch  insonderheit  die  b«- 
schnldifiuDg  mit  henennung  des  oft  bcgerten  autnrB  nnd 
schriftcnatelJcrB   von   sich  bis  dato  noch  nit  gelegt,  so  ist  kein 


s 


< 


578 


TerwanderuD^    xu   ziehen,   dass    I.  D*   noch   derzeit  sn  keiner 

ftodeni  als  der  zavor  verstandenen  deÜberation  aller  biUichkait 

gemftss  je  nicht  zu  schreiten  wissen.    Diser  I.  D*  gn.  gernttetha- 

I  erclärong   nach  haben   sich  nun  die  von  gedachter  ritterscbaft 

■  der  A.  C.  zaegetban  ...  zu  richten.  .  .  . 

■  Decrctnm  per  Ser"""  archiducem  7.  Feb.  1610. 
^^  P.  Casal. 

^^ 

Erehersog  Ferdinand  an  Erzherzog  Maximilian:  er  habe  wofcn 
des  Nürnberger  Waffenankaufes  bei  den  Pässen  und  Grettzen 
solche  Verordnungen  ausgehen    hssen,    daß   ohne   unser  Wissen 

Elurchgehracht,  sondern  sofort  aufgehalten  wird.  Dank  fxir 
die  Erinnerung.    Grog,  1610  Februar  8. 
(Orig.,  Suubi.-Arcbiv  iDubrack.) 
k 
l 


1876. 


I 


^J^tnog  Maximilian  an  Ferdinand  von  Khiebach  ,*  Die  Eventuai- 
Mf«  §6U  je  eher  desto  b^ser  erfolgen,  damit  der  Kaiser  und 
Ershersog  Ferdinand  ersehen,  daß  Euch  die  allein  seUgmachende 
Religion  und  das  gemeine  Wesen  atigeiegen  ist    1610  F^ruar  8. 

CEb«ai]K.) 

1876. 

.Artikel  aus  der  IßlOjährig  Kharnerischen  Landtags- Belation.' 
(Zurückweisung  der  Beschuldigung  einer  versuchtet»  Üebellion. 
Ertcähnung  der  Vorgänge  wegen  Absendung  von  Inlereessions- 
gesandten  an  Uudolf  II.  und  Matthias.  Die  Angehörigen  der 
A.  C.  hätten  einaig  und  aUein  die  HersttHung  ihres  Rdtgions- 
exerjsitiums  und  die  Jiesserung  des  durch  die  Ii^^igionsref(*nnation 
in  Gefahr  stehenden  lAindwesens  im  Sinne  gehabt.  Bitte  um 
Vermittlung  der  katholischen  Mitglieder,  damit  die  Verfolgung 
aufhöre.    Klagenfurt,  1610  Februar  10. 

(Sl  L.-A.,  Cfar.  B.) 

Und  demnach  ain  guotc  zeit  hcro  bin  und  widertimb 
Bpargiert  ood  die  ev.  der  A.  C.  zaegethane  herren  und  Und- 
leut  dahin  incalpiert  wurden,  als  ob  sy  (welches  sy  inen  aber 


nie  ZQ  sin  g'cnumcn  und  sie  auch  ferrer  der  almecbtig  darror 
behieten  welle)  wider  I.  K.  U'  .  .  .  ain  rebellion  erwöcken  nnd 
alau  hiedurcii  ir  in  dieen  landen  vor  dieem  gehabtes  aber  ent- 
zo^es  er.  exercitium  religionU  mit  gewalt  widernmben  iotro- 
dttciren  wollen:  auf  dass  aber  andt  diejenigen  beim  und  land- 
lenth,  so  der  cath.  röm.  religion  zuegethan,  ain  grUndtiiclie  aigent- 
liehe  Wissenschaft  haben  miigen,  dasa  sy,  evangelische  herrn  and 
landlent,  dttsfals  ganz  unortindlich  and  unverachult  incolpiert 
und  Hccusiert  werden,  so  halten  die  herrn  verordenteo  und  ans- 
schnsA  der  Ä.  C.  zuegetbau  ain  nothdnrft  zu  sein  befanden, 
inen,  catholischen  herrn  and  landleaten,  nnd  also  einer  ge- 
sambten  l.  landtschaft,  dasjenig  alda  schliesslich  zu  referiem, 
was  die  ev.  stünde  diser  dru^t^r  land«  Steyr,  Kärnten  und 
Crain  hOchstor forderten  gewiasensiiotdarft  nach  bey  I.  F.  D' 
UDserm  gn.  herrn  und  latidtsfU raten  iin  abgeloffenen  monat  Julii 
in  cnusri  mligioni»  in  allertiefister  deiuuot  geh.  angebracht  nnd 
geflohondt,  was  hierauf  von  I.  F.  !>'  für  ain  unverhoffte  reso- 
lution  ervolgt,  item  was  sy  auch  durch  ire  abgesandten  bei  der 
K.  M'  zu  IIuDgaiii,  auch  der  K,  K-  M'  .  .  .  unib  orthailang 
gn.  interceBaionen  .  .  .  anzubringen  verursacht  worden  und 
dann  was  für  ain  scharfer  hicvor  unerhörter  neuerlicher  proee!>s 
wegen  atnes  den  Ungrischen  stttndeu  wolmainlich  beschehnen 
zueschretbens  ^cgen  denen  in  den  Ungrischen  handlnngen  de- 
putierten ausscbUäsen,  als  dieselben  in  dem  negst  abgeloffenen 
monat  Januarii  durch  I.  F.  D'  *uh  pj-aetextu  derselben  Un- 
grischen Bachen  nach  Grfttz  citiert  und  sy  hierauf  geb.  er- 
scbiner,  fllrgenommen  ist  worden,  auch  was  gestalt  sy  sieb  mit 
grundt  der  warhait  entachuldigt  und  die  inen  unverachult  im- 
putirten  glossen  aligelaint,  wessen  I.  D^  sich  darauf  resolviert 
und  die  stände  {error  repÜL-iert,  auch  Bchlicsslich  I.  D*  hier- 
über decretirt,  dann  wasgestalt  die  F.  D'  diser  dreier  lande 
ev.  st&nde  zu  der  Kgl.  M'  in  Hungern  und  der  K.  K.  31'  ab 
geordnete  gesandten  zurnckgefordert  und  sy  sich  hierauf  ent- 
schuldigt. 

Aus  welchem  allen  dann  abzunemen,  dass  sy  nichts 
Bolcbes,  SU  einer  rebellion,  widersetzung  oder  büsen  conspi- 
ration  gemaiut,  sondern  nur  die  widerfreistellung  ires  exereitii 
rdigionis  und  nothweiidJgiete  gewiasensbemhigung  und  wie  das 
jetzige  UbelftUindige  iiericlilierende  landwesen,  darin  es  durch  die 
fUrgegangene   religleuäreformation  gueten   thaits  gel^t,  wider- 


I 


I 


Ö75 


I 


I 
I 


I 


uinb  recaperirt,  das,  was  zu  anaers  geliebten  TAterUndts  h&il- 
samer  Versicherung  und  langer  wuIfUrtlicber  aufrecbterhaltung 
dient,  fürgcnomcn,  auc]k  die  bctrUcbtcn  bedrängten  gomUetür 
in  christlicher  me,  frid  and  ainigkait  geatelt  werden,  durch  die 
gebdrlichen  allen  Völkern  zuegelassenen  mittel  mit  flehentlichem 
seafzen  und  bitten  in  aller  antertltenigkeit  gesnecht,  auch  noch- 
malen daramben  flehen  und  davor  nit  auszusetzen  gedenken; 
zu  sollicher  intercessionssnchnng  aber  hat  sie,  ev.  stunde,  dises 
nit  Wf^nig  geiirsacht,  weilen  njt  allein  anf  ir  demUtigistcR  tlehen 
und  bitten  kain  gewerllche  resolntion  zu  verhoffen  gewest  und 
auch  nit  ervolgt  ist,  sondern  man  viLfeltig  in  gemain  ftlrgeben 
und  bedroet  worden,  wie  dass  auf  die  evang.  hcrrn  und  land* 
lout  und  die  irigen  vil  ain  scliiirfer  religionsrefürmatiün  ata 
etwo  vor  disem  filrgangen,  in  kurzen  volgon  und  gegen  den- 
selben fUrgenommen,  amrh  zu  disom  ende  gar  frembdes  kriegs- 
Volk  wider  sie  eingefuert  werden  solle,  und  obwol  sie  der  F.  D' 
.  .  .  kain  sollic})B  angncdigs  zuetrauen,  sondern  wegen  irer  jeder- 
zeit pidcrmaniscli  erfundnen  treu  und  gelaisten  gehorsamb  vil 
mehr  aller  I.  f.  gnaden  schütz  und  schirm  nit  weniger  als 
andere  getrone  L  mitgUeder  ßliiig  und  theilhaftig  »u  sein  sich 
aigens  gehorsamisl  vergewissen,  so  ist  doch  loichtlich  zu  er- 
achten, was  inen  dennoch  ain  soHchs  cfientlichs  allgeraaines 
geschra^  für  gcdatiken  heile  iiiacbeii  und  wie  hoch  es  sie  ire 
weib  und  kinder  botrUebon  and  bekumoru  solle,  wann  man 
ainen  soliieh  unverhofften  verderblichen  process  gegen  inen  ftir- 
nemen  .  .  .  wolto. 

Wie  aber  sy,  herrn  und  landleuth  baider  christlichen  re- 
ligionen  «ucgothan,  sich  ku  jederzeit  in  vertreaÜcher  fridlicher, 
ja  brUederlicher  liebreicher  ainigkait  befunden,  in  allen  jreo 
anligen  fUr  aiuen  mann  gestanden,  die  gemainen  purdcn  ge- 
sombt  .  .  .  getragen  und  ab  ein  corpus  mit  einaodcr  getreu- 
lich gehebt  und  gelegt,  also  getrüstcn  sich  die  ofternennten 
der  ev.  A.  C-  verwandte  .  .  .  und  bitten  .  .  .  Ire  .  .  .  mit- 
glieder,  so  der  röm.  cath.  rctigion  bcygethan,  werden  sollichc 
ire  der  evangeliBchen  ain  zeit  hero  aasgestandene  gewissens- 
bedrangnas  .  .  .  mit  christlicher  compaasion  zu  herzen  und 
gemUet  fUereu  und  die  Sachen  .  .  .  dahin  vcnnittca  helfen, 
damit  doch  mchrers  unhail  .  .  .  verhUct,  die  evangelischen 
sowol  als  sy  catholischc  ir  unentbehrlicht^te  genissensberaehi- 
gntig  wideramb  erlangen.  .  .  - 


576 

Actum  Clagenfart  den  10.  F«bruarii  anno  1610. 

E.  E.  L.  des  erzhersogthumbs  E&rndten 
verordnete  and  ansBchoM. 

1877. 

Landesfüraüieher  Befehi:  Da  in  Pettau  in  geistUehen  und  pol»- 
iisehen  Dingen  ein  übles  unpassierliches  Begiment  geßhri  wird, 
$0  ist  unverttüglich  eine  Kommission  eingusetäen,  die  daselbst  aMe$ 
der  Notdurft  nach  unterswsht,  die  Mängel  remedieri  und  in  JbtrcA- 
liehen  und  politischen  Sachen  gute  Ordnut^  herstellt.    GraM,  1610 

feftruar  11. 

(Orig.,  SUtth.-ArchiT  Qru  ad  1616.) 

Im  SUtthiltereiArehiv  erlisgt  ein  Memorial«  pro  R«Mrtadüaiwio  ,wefes 
d»r  statt  Fettaw'.  Zehn  Pankte  werden  aa%e»XhIt,  worin  es  icbleoht  ftelit. 
,m  nunma  pettimu»  »tattu  m  crnnibu^.  Am  lai^en  Blatt»:  ,16.  AprüU  1610, 
Mvmoriah  propter  eivUatan  PtUovianamn,'  Befehl,  der  KommiHion  den  Pfarrer 

beiaogeben. 

1878. 

,Reformationsinstruktion  ist  anheut  (in  Leoben)  verlesen  und  der 

burgerschaft  bevolhen  worden,  diesdb  vor  äugen  »u  haben  wtd 

in  aüeti  puncten  nacheugdtben.'     1610  Februar  14. 

(Ratsprot.  Leoben,  fol.  9.) 

.Verner  vermeldt  herr  Rtattricbter,  wie  das  in  der  refonnationainitnie- 
tion  ain  atarker  artikel  begriffen,  daai  man  nemblich  kein  burgertkindt  an 
den  Luteriachen  orten  in  die  schnei  nit  geben  aoU.  An  derselben  orten  eey 
Jacoben  Meinl  lon  aber  and  studiere.'  Hierüber  beratschlagt.  ,Die  herren 
gerhaben  sollen  ihne  abfordern  and  in  ein  cath.  sehael  thuen.*  1610 
Februar  U. 

1879. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  an  die  von  Krain  (und  Kärnten): 
teilen  mit,  was  für  ein  gehorsames  Anbringen  die  Stände  A.  C. 
wegen  des  Insidents  des  an  die  ungariseheti  Stände  getanen 
Schreibens  an  die  F.  D  gelangen  ließen  und  tote  es  beantwortet 
wurde.    Grag,  1610  Februar  15. 

(Orig.,  L.-A.  Krain.) 


18S0. 

Die  Gesandten  von  Trietii  und  Brixen  und  der  Heine  Amschnfi 
Kt^st  anderen  Verordneten  enUckuldi*fen  sich,  daß  sie  wegen  der 
von  Erzherzog  Ferdinand  hegehrten  Ei'entxtalhilfe  auf  kein  Ge- 
wisses gehen  kÖn7ien  und  dmten  auf  künftigen  Landtag.  Boten, 
1610  Fehntar  17. 

{Or!^.,  Sutth.-ArchiT  Iirnnbrnclt.) 

.  .  .  tragen  mit  I.  F-  D*  cnslicrzog  Ferdinanden  mub 
willen  solcber  .  .  .  besorgenden  gefar  und  anruhe  ein  geh.  mit 
laiden.  .  .  .  Ob  wir  dann  gleichwol  .  .  .  auf  nnverhoffendeu 
nothfabi  aincs  aufstandts  mit  ainwilliguDg  und  aigentÜcbcr  be- 
nambäung  ainer  er&priegslichen  eventualhilf  .  .  .  contento  machen 
wollten,  dessen  auch  uml>  des  cath.  eifers  wUlen  uuterth.  bärait 
wären,  so  haben  aber  K.  F.  D'  aas  crtiieltcn  Tyr.  landschal^s- 
verordneten  steuereompromisaarien  denBciben  von  Sterziogen 
den  20.  Augasti  und  hieiiach  den  14.  September  .  .  .  zuge- 
thanen  schreiben  .  .  .  vernomen,  was  für  grosse  Wichtigkeit 
dis8  werk  ob  sich  traget  und  suferr  in  Steyr,  Crain  und  Kärutheu 
diss  gloschende  feür  sieb  wider  verhoffen  entzünden  und  es  zu 
ainem  offnen  aufstand  und  krig  kommen  sollte,  was  dises  land 
der  grafschaft  Tyrol,  vorab  da  es  sich  feindlicli  erzaigte,  für 
merkliche  an^tüss  und  gefar,  ja  benebeiis  nit  unzweifenlichen 
starken  SpAniecb  und  Ituliciiiüchcn  durc]i2Up;en  und  in  andere 
weg  .  .  .  far  trangsalen  zu  gewarten.  .  .  . 

Dannenhero  ermelte  stcuercompromissarien  sich  tlber  diese 
Sachen  änderst  nicht,  als  dass  &ic  ain  summa  gelta  in  etUch 
1000  fl.  aufzubringen  .  .  .  befleisaen  wellen  .  .  .  ain  mehrers 
weder  macht  noch  gewall  haben  .  .  .  und  ist.  an  K.  F.  D'  unser 
pitten  .  .  .  die  wellen  nit  weniger  uns,  als  hievor  die  steuer- 
compromissarien  gn.  j^r  entschuldigt  hatten  und  sich  an  ir,  der 
steDercomproniisfiarien  .  .  .  erbieten  beiiUcgon,  oder  im  fall  es 
die  grosse  notturft  erfordern  wollte,  die  Sachen  gleichwol  an 
allgemeine  landechaft  gelangen  lassen.  .  .  . 

Bozen  am   17.  tag  Februarii  anno  1610. 

N.  u.  N.  1>aider  herrn  cardtnat  and  bischofen^ 
aucli  domcapitel  za  Trient  und  Brixen  gesandte 
und  £.  £.  L.  von  allen  stenden  verordnete  des 
claineii  ausschuss^  auch  andere  hiezn  bernefene 
landrltth  und  leuth  derzeit  alhie  vorsamblet. 

F«B(«*.   Jl.  Abi.   Bd.  LI,  87 


I 

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578 


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1881. 

Herreti,  Ritter  und  Bürger,  alle  drei  evangelische  Stände  de* 
Köniyreiths  Böhmen  an  Ereherzog  Ferdinand:  Die  Stättde  Steier- 
marks,  Kärntens  und  Kratns  haben  durch  Üire  an  den  Kaiser 
geschickten  Gesandten  hei  ihnen  um  eine  Interiession  gebeten, 
damit  die  ReligionsbedrückungeH,  denen  sie  seit  einiger  Zeit  au** 
gesetzt  seien,  ein  Ende  finden.  Bewußt,  daß  es  iA«cn  nicht  ge- 
hiihre,  sich  fremder  Sachen  aneunehmen,  hätten  sie  dies  dock  m 
dem  Falle  nicht  unierlassen  hjnnen,  weil  es  sich  um  ihre  Glaubens- 
genossen handle,  und  bitten,  diese  Interzession  in  Erwägung,  daß 
sie  niemanden  etwas  präjudigieri,  in  Gnaden  an^  und  aufru- 
nehmen  und  sich  gegen  die  i'ntertaneti  so  ru  verhaltet,  ipie  es 
i-M  Lebzeiten  Erghersog  Karts  gesciuhen  sei,  damit  sie  unper- 
turbiert  ihren  Gottesdienst  sicherliek  exergieren  konneti.  Prager 
Schloß,  bei  gemeinem  Landlag  1610  Februar  18. 

(Orig,  27  Si9^I  au%edrUcbt,  8t.  L.-A.,  Chr.  R.;  Eop.,  ebenda.) 


1S83. 

Ferdinand  Khiehach  an  Erehergog  Maximilian:  er  Iiabe  wegen 

der  EventuaUiilfe  hei  den  Abgesandten  der  Sliße  Brixtn,  Trient 

und   der   Lundschuß   Tirol    nichts   Getnsses    verrichten  können. 

IfilO  Februar  J'J. 

(Kons.,  ätaUb.-Arcbiv  Iniiabruck.) 


1883. 

Die  drei  evangelischen  Stände  Böhmens  an  die  Herren  Gesandten 
der  gwei  innerösterreichischen  Stände  vo7i  Herren  und  Bitter- 
Schaft  Ulrich  Christoph  von  Schärffenberg,  Karl  Freiherm  « 
Egg  und  Dietrich  von  Auersperg:  Auf  ihre  Bitte  um  etne  Inter- 
Mession  bei  Eriheriog  Ferdinand  wünschen  sie  vom  Herten  den 
besten  Erfolg  solcher  Interzession;  man  sei  zu  dieser  entschlossen 
gewesen,  weil  man  aber  erfahren,  daß  der  Erzherzog  bereits  auf 
dem  Wege  ^alhie"  sei,  so  ist  zwar  die  Sendung  eingestellt,  nichts- 
destoieeitiger  aber  einige  Fersonen  deputiert  worden,  welche  sich 
mtercedendo  su  I.  F.  D'  begeben  werden.  Prag,  1610  Februar  22. 

(Or%.,  S7  Siegvl  Buij^fidrBükt,  St.  L.-A.,  Chr.  H.} 


679 


1884. 

Die  Veroränffsn  vöh  Kärnten  A.  C.  an  die  von  Steiermark:  he- 
itäligen  den  Empfang  des  Schreibens  vom  5.  d.  M.  und  teilen 
mii,  iCM  in  ihrem  Landtage  bisher  vorgegangen.  UaUung  der 
katkUischen    Stände    in    der    Kirchen  frage.     Klaget!  fürt,    JtilO 

Februar  24. 

(8i.  L.-A.,  Chr.  R.) 

Derselben  .  .  .  Betreiben  vom  5.  d.  haben  wir  sambt  dessen 
beyschluss,  wa«  iicinblicli  bei  I.  F.  D*  .  .  .  die  .  .  .  Stejriecbeu 
rttterschaft  der  Ä.  C.  .  .  .  wegen  des  an  die  Ungern  abgan- 
genen  scbrelbens  entetandenen  Incidents  geh.  anznbringen  sich 
verglichen  ond  was  I.  F.  D'  bey  dem  heurigen  Stujrißcbon 
landtag  E.  löbl.  L.  .  .  .  proponirt,  auch  aus  was  Ursachen  sy 
densiilbcn  für  diesmal  verschoben   .   .  .  vnriiomiiien. 

Und  wie  wir  aus  sollich  vertreiüioher  eommunication  .  .  . 
bedanken,  aJso  sollen  wir  aacli  sie  hergegen  mit  nehenliegeii- 
dem  extract  »xtb  litera  A  fr.  berichten,  was  hüchstcr nennte 
F.  D'  bei  dem  .  .  ,  KLürnerischeu  sich  um  10.  d.  angefangneu 
landtag  haben  propunireu  lassen  und  $uh  B  hierbei,  aus  was  be- 
wetflichen  Ursachen  .  .  .  wir,  die  verordenten  und  aasBchuss, 
.  .  .  dasjenig,  üu  ain  ztjithero  t»  cauea  religivnia  fUrgangen, 
einer  ganzen  .  .  .  landschuft  ...  zu  referieren  and  fUrzutragen 
Terorsacht  worden.  Hierüber  ücb  aber  die  herrn  und  land- 
lecith  gcistticticn  und  weltlichen  standts  der  rümischen  catho- 
Hschen  religion  znegethan  keines  andern  vernehmen  lassen,  als 
daas  sie  zwar  mit  den  evangelischen  wegen  der  ain  zeitbero 
erwBclisnen  zwiespiiltungen  und  laborints,  darein  sie  gerathen, 
ain  treuliches  mitleiden  tragen  und  wünschten.  da»B  man  aller- 
seita  in  gnetor  ruhe,  frid  und  ainigkait  sein  and  verbleiben 
kilndte:  es  wRre  aber  dusjenig,  so  mit  der  reformation  Hir- 
gjingen,  I.  F.  D*  werck  und  kUndtcn  derselb<^n  nit  mass  oder 
Ordnung  geben,  sonsten  aber  gedächten  sie  iresthails  mit  und 
hey  inen,  den  evangelischen,  zu  jederzeit  vertreulicli  zu  leben 
ttnd  getreulich  au  heben  und  zu  legen. 

Am  17.  d.  hat  K.  E.  KbUrnerische  landscbaft  zu  der  1. 
propositionsberathaehlagnng  gegriffen,  sich  über  die  Alrgttira- 
genen  punkt  ainer  .  .  .  antwort  entschlossen  und  dieselb  den 
11),  heruacher  denen  .  .  .  cummisbUreu  in  diser  hüfTuuug  über- 

87» 


580 


geben,  inrei-  gar  wenig  tagen  dem  landtag  einen  glücklichen 
BchlasE  EU  machen.  Bald  aber  darauf  haben  sie,  b.  commissarü, 
E.  E.  L.  filrgebracht,  davon  auch  abschrift  #«&  C  hieneben^ 
aus  was  erheblichen  Ursachen  I.  F.  D*  auch  disen  Khärnerischen 
landtag  aufzohebon  .  .  .  genrBacht  werden.  Uiber  welches  weiter 
in  denen  landtagssachen  nichts  geliandelt  .  .  .  und  die  herrn 
und  hindleut  wiedernmb  ab-  und  von  einander  verraist.  .  .  . 
Clagenfurt  am  tag  MatlhiaA  anrio  1610.  .  .  . 

(OrijT:,  IJ  Siegel  aufgedruckt,  6t.  L.-A.,  Chr.  B.) 

1885. 

Ferdinand  IT.  an  Bürgt>rmet8ter,  Hkhter  und  Hat  ffu  Leobe»: 
Jit'fekl^  jene,  die  trotz  der  eiir  Ausrottung  und  AbstJtaffung  der 
AektiscJien  Irrtümer  erlassenen  landesfitrsüidien  Verordnungen  den 
katiiolischen  Gottesdienst  nicht  besuchen,  sich  mit  Tieicht  wtd 
Kommunion  nicht  einstdien  und  an  verboteneti  Tagen  ohne  Sckm 
Fleisefi  essen  und  es  auch  eu  großem  Ärgernisse  anderen  durcA- 
reisenden  Personen  vorsetzen,  vor  die  ni  diesem  Ziceehe  ahfft- 
sandten  Kommissäre  und  liätc  Hans  Harer  fum  Ädelspü^, 
Georg  SchiecJil  £um  Krottendorf  und  Aihinus  Fahritius  bu  stellen. 
Grau,  1610  Fehntar  26. 

(Orig.,  8t.  L'A  ,  [.eobea.) 
188G. 

Antwiyrtschreibett  der  evangeliscJien  Stände  Österreichs  oh  und 
unter  der  Enns  an  die  von  Steiermark,  Kärnten  utiä  Krain: 
Die  geminschten  Inierjeessioneti  an  König  Matthias,  die  Stände 
von  Mühren,  Schlesien  und  liöhmcn  hätteti  sie  erteÜi  und  seien 
geneigt,  sich  mit  den  unierten  Ländern  einer  Intergession  bei 
Ferdinand  II.  eu  vergleicJten.    Wien,  1610  JHrtMir  27, 

(Orig.  u.  Kop.,  St.  LA.,  Chr   K  ) 


1887, 

Die  zwei  Stände  der  Serren  und  Ritter  Ä.  C.  in  Steiermark, 
Kärnten  und  Krain  bringen  durch  ihre  Abgesandten  den  böh- 
mischen evangelischen  Ständen  au:  ihiien  werde,  tcas  sie  übrigens 
auch  aus  den  Beilagett  entnehmen,   ijekannt  sein,   wie  sie  durch 


581 


die  vor  eilichen  Jahren  vom  Ereherzoge  eingesetzten  HeXigion$- 
refürmationskommissäre  bedrängt  werden,  so  daß  schließlich  nichts 
anderes  ,als  ihr  äußerster  Nachteil  und  Abnehmen'  zu  besorgen 
ist.  Gesuche  um  Abhilfe  der  Beschtcerden  und  ,um  Freistellung 
der  zuvor  gehabten,  bis  zum  Begierungsaniritte  Ferdinands  ruhig 
posseäierten  Religionskonzession'  seien  vergeblich  gewesen.  Man 
müsse  steil  nujt  an  den  Kaiser  wenden  und  stelle  das  Ansuclicn^ 
für  sie  fSchriftUch  und  mündlich  interzedierw  zu  woUen,  damit 
wir  auf  tmser  den  geheimen  Bäten  ühergebenes  Anstichen  eine 
gnädige  Besolution  und  kaiserliche  Interzession  erlangen  mögen'. 
Auefi  möchten  die  böhmischen  Stände  wie  die  österreichischen 
ihre  Abgesandten  zu  I.  F.  1/  schicken,  damit  S.  F.  V  durch 
so  ansehnlicher  Königreiche  und  Länder  eifrige  Interzessioti  sieh 
gnädig  resohiere  und  die  Stände  mit  einem  getcäJtrlieiien  Be- 
scheide  und  Bestiiation  des  vorhin  gehabten  Bdigicnsexerzitiums 
erfreuen  wollten.    0.  D, 

(Kop.,  St  L.-A.) 

1888. 

Die   drei   evangelischen    Stände   von    Herren,    Bitterschaß    und 
Städten  öslcrreiclts   U7iter  und  ob  der  Enns  an  Erzherzog  Fer- 
dinand: Interzessionssehrift  für  die  Stände  A.  G.  in  Steiermark, 
Kärnten  und  Krain.   Wien,  1610  März  2. 

(Orip..  fiO  Siegel  «uf^edrllokt,  St.  L.-A.,  Chr.  R.) 

Di«  Argunientfl  Mnd  «ui  dfui  Schreiben  dw  innerl(at«rrciehiRcb«n 
SlXoda  in  die  von  ^Htrrrnicti  grnomnien:  m  ftei  weltkundii^,  ilxß  jvue  von 
dun  R<>foriDtition«1iDniiniBsSr«n  uiid  «iiderßii  Anatiftflni  wiil«r  ilim  iirnUfn 
PrlTJIrgLru  >clitirt  ein«  ^eraiinip  Zntl  aufi  bOchitr  g^ravinrt  »»rdfii  und  auf 
ihr«  am  30.  April  1&99  uud  iiuch  anilvre  B«flcliwerd09cUrift«n  mehr  nicht 
nur  nicht  eine  Verbewerun^  ihrer  Litg«<  od»r  gxr  »ine  rutinah  m  prUlinurn 
ttaitiwn,  Müdem  cor  noch  mehr  BetrhwArden  und  narocntlich  dir  Resolution 
ToiD  8.  Dcx«mber  *.  J.  «rball«D  haben,  durin  t.  D'  crkIKrt,  lieber  alles  in 
die  Schanze  su  acblajfen,  al«  much  nur  im  gcrin^ten  von  ihrer  MetDUfig  an 
wfichrn,  Die  inncrfl«terrcicbi«rhrn  St&ndR  Ii&ltrii  doingcmäJJ  »iis  um  lnt«r- 
•Miioii  gcbfltru,  din  man  ihnen  suwobL  der  BlutavemandtAcljaft  aln  der 
uralt«u  swlicbon  dli'aeu  Oalerrelohischen  Ländern  bestehenden  Konf^deratiun 
wc^«o  nicht  habe  abachlage»  tvoUen.  Sie  bitten  denn  1.  F.  D*.  die  uncr- 
trKglieheci  ^ravamina,  die  jene  I.  F.  D'  aonder  Zweifel  iip«sißeiert  vorgft> 
bracht,  durch  die  sie  Ins  Vcrderhrn  eeturacljt  uad  die  benachbarten  LXndor 
ins  Mitleiden  f^ezO||^«n  werden,  abiuachafTen.  Im  A|iril  danken  diu  steirischf^n 
VerordnetoD   für  die  InUrseMiou,   kOn»eu   »i«   ab«r  wegen  d«r  Träger  Ueiae 


5R2 


Ferdinands  jelst  noch   nioht   Obemieben.     Auch  rind   noch   aiehl  kll«  FQr- 
■cbriftvn  da  (Kons.,  «b«nda). 

1889. 

Erxhersag  Masimilian  an  Enherzog  Ferdinand:  teüt  die  Haltung 

der  Trienter  wd  Brixner  Gesaiidten  und  der  Stände  in  der  Frage 

der  Hilfeleistung  mit.    1670  Märt  3. 

(Eont..  Sutth .-Archiv  Inntbmck  364.) 

Ob  wir  pleichwol  Terhoffi,  die  xa  Botxon  inngst  ver- 
aamblet  gewebte  stiftisch  Triendt-  nnd  Brixerisch  gesandteD 
auch  landtfltende  warden  sich  ftUain  in  «twnrtim,  da  G.  h.  wider- 
wertige  landtleuth  de  faclo  was  teiitiern  wollten,  begertea  hilf 
eines  mebrern  als  bit^hero  beschehen,  in  sjtecie  verneinen  haben 
laasen,  dabei  E.  h.  Jron  (rost  und  neben  ans  ein  conUnto  Itaben 
künden,  clieweil  sie  sich  aber  wegen  mangelnden  gwalt  geh. 
entftrhnidigt  nnd  auf  ein  landtag  andeatnng  thnen,  so  will  amb 
8o  eher  die  nottnrft  erfordern,  mit  Haltung  desselben  anfs  ehist 
ftüzugehen.  .  .  .  ^.  März  610. 

/n  $imUi  »n  d«D  Eaiaer. 


1890. 


Die  Verordneten  Ä.  C.  von  Kärnten  an  die  von  Steter:  teilen 
mit,  Haß  ihr  fiesandier  Karl  Freihtrr  zu  Egg  am  7.  Märe  von 
seiner  Kommission  heimgelangt  sei  und  sein  I^eferat  erstattet 
Aaftc.  Da  auch  der  steirische  Gesandte  Schärffenberg  seinen  Be- 
rieht vorgetragen  haben  werde,  bitten  sie  um  Nachricht,  wae 
weiter  vareunehtnen  sei.    Klagenfurt,  1610  Miirji  10, 

(Oriff.,  St.  L.-A,,  Chr.  U.) 

Di«  Antirort  erfolgte  mm  30.  MXrz.  Der  Öenandte  habe  sein  K«fertt 
noch  nicht  f  rttattet.  Weil  der  Lnjidtag  aiq  29.  d.  M.  seinen  Fortf^inp  uebmeo 
baII,  hitlinn  wir  SchliHf«<nberg  zu  refenereu  «llhei  b«4c^ied«n.  Gr*z,  I6lti 
Mutz  so  (Kost.,  «Iwnd«). 

1891. 

IHe  Verordneten  von  Steter  an  die  von  Kärnten  und  Krain: 
feilen  mit,  daß  die  böhmischen  und  österreichischen  Stände  ihre 
Intertessionen  iiberschickt  habe».  Die  böhmisciten  haben  sich  an- 
erboten, bei  der  Ankunft  Ferdinands  IL  noch  mündlich  Jiu  inier- 


■MM         ^H 


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583 

aedüren.  Dif>  mährischen  Stände  seien  nicIU  mehr  beisammen 
getcesen,  aber  der  Lande$fuiupimann  und  der  Lfimischreiher  habe 
den  Gesandten  Hoffnung  gemacht.  Der  steirische  Amschufi  hat 
sieh  beÜiegenden  Koneejjtes  verglichen  und  schicke  es  sxtr  Be* 
gutachtung  der  Frage  ein,  ivie  und  wann  man  die  Intersession 
überreichen  solle.    Gras,  1610  Aprü  9. 

(Kon*,,  8t.  L.-A„  Chr.  it.) 

Aotwort  ratn   U.     Auch  der  KKratner  AnuchnQ  werde  iu  (iim^m  not* 
wfliidigon  n^atio  bBratan  nod  ins  Ergpbnlfl  mitsuteiteu  nicht  Bnterlaiiioii 

Die  VerordRcten  von  Kärnten  A.  C.  an  die  von  Steiermark:  Um 
das  Verlangen  dieser,  eine  Rdigiomschrift  ncbsi  den  erlangten 
Intenessionen  an  den  Erxhericog  eimuyeben,  erfüllen  tu  können, 
brauche  man  eine  Kopie  der  Interjiessionen;  sdlten  die  der  höh- 
misclien,  mährischen,  österreichischen  und  ungarischen  Stände  ein- 
gelangt sein,  so  bitte  man  um  ihre  umgehende  Zusendung.  Klagen- 
fürt,  1610  April  16. 

(Orig.,  St.  L.-A.,  Chr.  R.,  &  Siegel  ■abdrückt.} 

1893. 

Die  Ausschüsse  der  steirischen,  kärntnischen  und  krainischen 
Herren  und  Ritter  A.  C.  ,an  die  böhmischen  Reiclisstände  sub 
ntraqne,  Herren  Direktorcs  und  Ausschüsse':  danken  für  deren 
Interzessiojisschreibcn  an  Erihersog  Ferdinand  und  das  Ver- 
sprechen weiterer  mündlicher  Intergession  und  füge»  die  Bitte 
an,  ihnen  von  dem  Erfolge  hievon,  begichungsiceise  der  landes- 
fürsUichen  Resolution  rechteeÜig  Mitteilung  tu  erstatten.  Gras, 
J610  Aprü   (ohne  Tagesangabe,   die  Stelle  für  das   Datum  ist 

leer  gelassen). 

(EoDB..  St.  L.-A..  Cht.  B-,  1610.) 

Zur  cachriehtung  aber  berichten  E.  F.  H.  .  .  .  wir 
sovil,  rlaBS  wegftn  jetzigen  I.  1)'  was  eilenden  Aufbruchs  und 
anserer  verhinderten  znsammenschicknng  und  zusammcnriclitang 
fernere  noitorft  &\»  ßonderlic.hcn  bei  erwartenden  mehreren  gleich- 
massigen  fürscliriften  wir  E.  H-  .  .  .  interceasionsschreiben  oft 
höchitvermelter  F.  D'  noch  zur  ze'tt  nicht  Überantworten  künneu: 


die  künftige  .  .  .  einÜffening  aber  and  unser  ferner  vorhabende 
notturft  wie  nach  unser  wettere  zaesUndt  zu  derselben  nscfa- 
richtung  und  ferner  ga.  günstigen  und  fr.  nitL  wir  bey  ge- 
Witten  gelegenheitcn  hinnachcr  geb.    .  .  erindem  wOUen. .  . . 


1894. 


DieseU/en  au  die  mähritche»  Landitünde:  Leider  seien  ihre  (die 
inncrösterreicJiischen)  Gesandten  bu  spät  gfJiommen,  ah  das  mäh- 
rijtrJw.  lAtndrerht  nicht  mehr  tagte.  Sie  haben  darum  ihre  Wer- 
bung bei  dem  lAindeshauptmanne  verrichtet  und  den  Landschreiher 
gugezfttj/m,  die  s'ir.h  unllfährig  gezeigt.  Sie  richten  aber  noch  üher- 
die»  eine  Aumahnung  an  die  Stände,  aieh  ihrer  in  der  höchst- 
angelegenen  lirligions-  und  profanen  Bedrängnis  anzunehmen  und 
für  sie  bei  dam  Erj:}terzoge  eu  intereedierett,  wie  dies  auch  durch 
die  ösierreichiscJien  und  böhmischen  Stände  in  meliori  forma  ge- 
sciu^lutn.    Graz,  IfiJO  AprU  (ohne  TagesangabeJ. 

(Koni.,  wir  nlmn.) 


1895. 

Die  Prälaten  und  die  katholischen  Herren  ttnd  Landlettte  von 
Steiermark  «»  ihre  Miiverwandte  vom  Herren-  und  Jiitterstande 
A.  C:  In  deren  Schreiben  finde  sich  keine  Antwort  auf  ihr 
propoBJtum  und  intentam;  denn  die  von  ihnen  begehrte  Gleidt- 
steUung  besteht  nicht  in  der  gleichen  Verli;ilung  der  vom  Lamles- 
fiirätcn  abhängenden  Ämter^  worilber  ihnen  keine  Verfügung  eu- 
steht,  sundern  darin,  daß  ninschen  den  Ständen  beider  Hdigiimen 
sokhf  Gleichstelhtng  bestehen  soll,  daß  auch  die  Katholischen,  mu- 
mal  SIC  ru  dem  Gemeinwesen  mehr  als  die  atiderett  beitragen,  tu 
den  landsehnftUcften  Ämtern  gelangen,  umsomehr  als  wcMquedi- 
finierte  katholische  Herren  und  Landieute  genug  vorhanden  seien. 
Verlangen  nach  einer  hierauf  bejeüglicJten  Erklärung,  tctdrigen- 
falls  sie  keinen  Zjandtagsschluß  zulassen  und  auch  in  keine  Be- 
selznng  der  Landegausschußstelten  eintciUigen.  Gras,  1620  April  17. 
CKop.,  Sl.  L.A..  Chr.  R.) 

Wir  haben  die  absctirift  ircR  beantwortschrcibons  .  .  . 
empfangen  und  desselben  bogen  inimit  .  .  .  vernomben.  Wann 
wir  aber  daraus  wider  allea  verboOen  sovil  befinden,  dass  ans 


^ 


in  demselben  antw ortschreib en  auf  anser  propositum  und  aigetit" 
liclies  inlenlum  wenigist  geantwortot  wirdot,  dann  unser  aller 
bUlichknit  und  der  vernanft  gemflss  mit  faeg  und  recht  dits- 
falts  begehrende  aequahtet  stehet  gar  nit  in  denjenigen  von 
denen  herrnen  ('«icj  su  iron  maiston  behelfcn  aod  argamenien 
ansiehenden  ofßdU,  ümbtern,  concessionen  und  andern  der- 
gleichen, welche  von  I.  F.  D*  dcpettdieren  und  verliehen  wer- 
den .  .  .  derowegen  im  fahl  die  berm  alda  sieh  beschwärt  be- 
6nden,  werden  sy  ir  notturft  dcslialben  bei  ...  I.  F.  U*  ohne 
unser  inaasgcbcn  wol  anzubringen  wissen;  und  will  uns  nit  ge- 
bUm,  dass  wir  aas  mit  denen  bermen  noch  jemandts  andern 
in  disem  faW  in  ain  diaputat  einlassen  sollen,  sondern  das  ist 
der  liaublzwcck  und  rechte  scopus,  so  wir  atda  biUich  .  .  .  be- 
^ehrn,  dasi  nämbhch  zwischen  und  unter  nns,  d.  i.  den  stttn* 
den  baider  rehgionen  E.  E.  L.  ...  als  die  wir  ain  corpus 
sein  und  gleiche  purden  tragen,  eine  solche  gezimende  .  .  . 
gleichheit  soll  gehalten  werden,  dass  weilen  wir,  die  der  uhr- 
alten cath.  religion  zugcthon  nicht  weniger,  sondern  ein  mebrers 
als  die  herrn  der  A.  C.  .  ■  .  zu  dem  gemain  wesen  .  .  .  con- 
tribuirn,  auch  im  stand,  herkomcn,  qualiteten  und  ander  r^g'ut- 
»itis  inen  hoffentlich  nicht  ungleich  oder  geringer  sein,  dass 
dercihalben  auch  zu  denjenigen  ämhtern,  so  von  .  .  .  E.  K.  L. 
.  .  .  erset&t  werden,  bowoI  unsere  als  der  berreo  glaubensge- 
aoEsen  Klrgenomben  und  gebraucht  werden  sollen  und  solches 
gar  nicht  darumben.  das  wir  ...  in  die  herrn  ainiches  niiss- 
trauen  .  .  .  stellen  wollten  .  .  .,  sondern  dass  dise  gleicbheit 
zu  halten  die  Vernunft  und  alle  billiclikait  .  .  .  selbst  mit  eich 
bringt,  inmassen  auch  atda  die  von  denen  herrnen  gemachte 
.  .  .  unterschidt  unser,  des  praelatenstandts  (umb  dass  wir  uns 
zu  denen  weltlichen  oder  kriogsämbtern  nicht  gebrauchen  lassen) 
von  denen  andern  eatholiscbeD  weltlichen  getreuen  mitglidern 
nit  kan  statthahen,  seitemal  wie  wir  cath.  geistliche  und  welt- 
Uche  herrn  nnd  landleut  alle  aines  glaubens  und  religion  sein 
als  ist  auch  in  disem  proposita  una  ea<iff»ufu«  ratio  desjenigen, 
was  wir  samf^ntlich  bei  dem  gemalnen  wescn  als  .  .  .  der  fUr- 
nemhe  tlmil  dos  ganzen  corpori»  ...  zu  contributeren  haben, 
daher  wir  uns  dan  in  disem  unsern  ganz  billichen  begern  nicht 
separirn  lassen  kionen,  in  erwegung,  dass  gottloh  unter  den 
weltlichen  cathollschen  herrn  und  landleuthen  taugliche  gnucg- 
sambe  wol  qualißcierte  tuhieeta,  so  auf  gleichen  thail  su  solchen 


58ß 


E.  E.  L.   flmbtcrn    kianen   und  sollen  gobraoclit   werden,  gar 
wol  vorhanden  sein. 

Demnach  höhen  wir  nil  nntt^rlnssen  sollen,  die  herm  .  .  . 
zu  ersuechen  .  .  .,  daäs  sy  eich  hierüber  neben  auslassung  aller 
hierzu  nicht  gehürlgen  .  .  .  impertinenzien  laater  nnd  categorice^ 
iraB  sy  zu  thuen  ^eäinnet  sein.  alHjialt  .  .  .  v(.iruem1)eD  lassen 
and  erclUren  wollen,  dann  widrigoufallH  können  wir  ainl^cn  land- 
tagsficlilttss  anssHrtialb  der  alberait .  .  .  gegen  I.  F.  D'  erclÄrlen 
gemainen  bewilHgun^  nicht  zulassen,  nonh  in  die  wider  behand- 
hing  deren  anjetzo  2'^r  refignationem  vacierenden  verordneten- 
atellen  einwilligen,  sondern  werden  darwider  so  lange,  bis  dits- 
falls  ein  ordenlicher  vergleich  beschehen,  nochraalen  soUnniUr 
zu  protestiern  getrungen.  .  .  .  GrHtz  den  17.  Aprilia  anno  1610. 

N.  N.  der  praelatcnstandt,  auch 

herrn   and  landleuth  des  ridcr- 

standts  dises  her^ogthambs  8teyr 

der  catli.  religion  zaegethan. 


1896. 

Propst  Sebastian  von  Seckan:  Im  gegmm'irtigen  Augenblicke,  da 
sich  von  aUen  Smien  Kciser  gegni  den  rhri^itichc»  Namen  er- 
heben, ist  es  notwendig,  MifShräuche  im  Klerus  abzuschaffen,  um 
jenen  den  Vorwand  für  ihre  Angriffe  gu  Tiehmen.  Daher  tvird 
die  nach  den  ßestimmungctt  des  l'ridentimtms  abmhaUemh,  für 
den  ^9.  April  einberufene  Synode  sich  damit  beschäftigen.  Die 
Teilnehmer  hüben  laut  den  Befehlen  die  Quittungen  über  die  ge- 
eahlten  Steuern  miteuhringen  (quitancia8  de  soluta  steara  ad- 
feratia).    Gras,  1610  April  22. 

[Kop.,  fit  L.-A.,  Pfari«  Fiber.) 


1897. 

Landesfürstlicher   Be.ffiU  an  die  von   Leohen:    soUen    erinnern, 

daß  die  bei  der  Examinierung  der  Bürgerschaft  ausgei)liebenen 

Bürger  mu  Hause  bleuen.    Leoben^  1610  April  22. 

(Ori^.,  St.  L.-A.  Leoboo.) 


587 


1898. 


Die  Verordtieten  von  Steiermark  an  die  von  Kärnten:   herichtm 
über  die  jütigsteti  Vorgänge.    Grcu,  1610  April  22. 
.  (Kons.,  «benda.) 

Die  Iiit«ri«Mion<in  folfrpn  mit  Aiifmnbme  der  nng>riiichen,  die  tiacb 
nieht  dft  ist,  und  der  mkltriBcbon,  (Iber  diu  von  den  StAndou  nocb  verhaudett 
wird.  Di"  ln»>tg»n  katholiscbon  StXnda  b«b«D  ca  Ucgtiiu  dv*  Landtagan  eia 
Schreiben  wugvn  gleicber  £r««tsuDg  der  Luidcftof&zier»  an  di«  Herren  und 
Lanäleut«  A.  C.  g«riel)t«t.  worauf  Antwort,  R«pHk  nnd  Dnplik  «rfolgt*. 
Di«  Katholiseben  seien  dann  nieht  zum  Landtiige  erichieaen 
und  haben  gesondert  beraten;  dabei  seien  aber  cnelir  nielitals 
drei  weltliche  i;eweBflii,  Da  die  Bvani^pliacheii  in  ^roUer  Zahl  da  waren, 
hat  man  fortberaten  und  ans  üSintlicben  Viortuln,  wii  man  qiialitisierte  ka- 
tbaliscbe  Lnndleiile  habe,  solche  «u  den  VerordnetoDstollen  TorgMchlagen. 
Ob  di«  KatbfiliEchen  wegen  dieser  Sacbe  noch  olwas  movlcren,  wisse  man 
nicht.  Man  erfahre,  daß  diefer  Sache  wegen  ein  Dekret  herahgcUugon  werde, 

1899. 

Lfindi^sfursiliclte  Üf-solution  über  das  Atihringen  Wolfs  Freiherrn 
eti  Eggenherg,  die  Untertanen,  die  ohne  jede  ScJieu  an  verbotenen 
Tagen  Fleisch  essen  und  in  Bdigionssachen  sich  ärgerlich  er- 
sdgi,  tcrsliälh  sie  vor  die  Regierung  zitiert  werden,  in  erster 
Inatans  vorzunehmen,  seihst  eu  strafen  und  so  die  Zitation  auf- 
zuheben. WietcoM  es  die  Mcitiutig  der  jRegierung  sei,  daß  dies 
den  httholischen  Herren  aagdasst^t  tverden  kiinne,  so  halte  die 
F.  D'  (loch  dafür,  dies  im  F(iUe,  daß  die  Herren  und  Land- 
leute eine  schlechte  Ab.<tic}ii  haben  und  Bestrafungen  ungemahnt 
nicht  vomeJimen,  sdbst  ga  tun,  sumal  man  bei  Hof  und  der 
liegierung  die  Verbrechen  eher  erfährt  nla  die  Laniileate  und 
der  Landesfürst  als  oberster  Schuteherr  der  Religion  die  Dis- 
position sich  diesfalls  vorbehalte.  Die  Regierung  soll  sich  dem- 
nach durch  das  Ansuchen  Eggenbergü  nicht  irren  lassen  und  mit 
Ahndung  und   Zitationen   wie  früher  fortfahren.     (Gras)  1610 

AprU  23. 

(Kap.,  Kod.  163  fol.  Genn..  KationalmaMUin  Budapest,  fol.  17S.) 

1900. 

Die  landetfürsiUchen  Räte  und  abgeordneten  Religionsrefor- 
mationskommLisäre  an  den  Marktrichler  tu  Kapf«i\herg  Andreas 


588 


Fcichter:  er  habe  am  der  Beilage  ru  cntnt^men,  daß  und  ww 
einige  Bürger  in  Kapfenherg  ^u  bestrafen  seien.  Die  GeJd' 
strafen  seien  hinnen  8  Tagen  eineuhrtngcn  und  hei  der  in 
10  Tagen  ru  gcxväriigcnden  Ankunft  der  Kommissäre  abzuführen. 
Die  ,Turmsirafen'  seien  mit  dem  ersten  in  ordine  morgen  ra 
heginnen  und  soll  darin  so  verfahren  tverden,  daß  der  Menge 
nicht  Ursach  gegeben  teerde,  ,mit  übermäßigem  Wein  und  anderem 
-ru  sündigeii'.  Von  den  Oütem  Schauers  muß,  faUs  er  a6ndU, 
der  sehnte  Pfennig  ^unverschont'  hereingebracht  werden,  wofür 
der  Marktrichter  die  Haftung  übernimmt.  Die  jetxt  abwesenden 
vier  Bürger  toüen  xum  Verhöre  nacÄ  Brtiek  siiiert,  die  hier 
befindlichen  iVittven  tivar  nicht  zitiert,  aber  darauf  gesehen 
tverden,  daß  sie  sich  binnen  acht  Tagen  beim  Pfarrer  mit  der 
schuldigen  Beicht  und  Kommunion  cinstcUen,  widrigenfalls  auch 
sie  ihre  Strafe  xu  gewärtigen  haben.  Kapfenherg,  1610  April 39. 

(Kop.,  8t.  L.-A.,  Chr.  E.) 

Am  St.  Jani  veratüodigen  die  Verordneten  den  Hvrrn  Geoif  von 
Stubenberg;  kuf  KapfcDber^  von  dem  (xbweialichen)  Bescheide  de>  Lindea- 
fQrsten  über  du  Vorgehen  der  Rolig:ionareform«tii>n3koiDmii»Xrc  und  T«r- 
Uo^BD  Ton  ihm  ein  Verxoicfao»  seiner  dorc^h  diese  belHAti^teo  BQrg^r  and 
Untertanen  (ebenda,  Kon«).  Scubenberg  entspricht  dem  Ansuchen  in  einer 
Ztuchrift  de  dato  Mure^g,  IfilO  Juli  1  (Ong ,  ebenda):  er  habe  von  seinen 
UßtorttDen  ,noch  keinen  ^oftsllt'.  Die  Kommissire  hätten  liierauf  .neue 
UnterlAucn  zti  stellen  begehrt,  darauf  nit'iii  Pünaat  zur  Antwort  ^eben,  er 
hütt*  im  Bi^fehl,  keinen  in  stelEen',  Stubonberg  werde  soine  Notdurft  bei  der 
r.  D*  tiiber  anbringen.  Er  bittet  um  Rat,  wie  er  vortugeben  habe,  d*  «r 
am  dero  Buebelde  d«i  LaodMftlraten  sehe,  daS  er  derlei  Dinge  fUr  Recht 
halt«  und  rerteidtge. 

1901. 

Die  Bestrafung  der  befundenen  ungehorsamen  Biirger  ru  Kapfen^ 
berg.    Kapfenherg,  1610  April  29. 

(8t.  L.-A.,  Chr.  K.) 

Uani  Pelchinger  bat  wie  fiirknmbl  faat  a]]e  «ambHa^  lein  krant 
mit  Seiich  kocht  und  sonst  £l«LSch  geasen;  wird  d«rwegen  g«»|raft  p  4  talter. 

Peter  Kbaringer.  nmb  willen  er  seinen  ^iten  fleisch  j^eapeist,  ge- 
straft p.  IS  taller. 

Hans  Tagwerker  hat  wissentlich  fleisch  geMcn,  ist  uit  be;  der 
gleicht  geweat,  jiflegt  an  sontag  vDrmittjig  nmb  oxcn  ausxugehen  p.  16  taller. 

Christoph  Aman,  wpil  er  nie  gepcicht  noch  sich,  wi«  einem  catho- 
liachec  Christen  gebürt,  eingestett,  so  wird  im«  za  fürkebrung  seiner  rechten 


5S9 


b«kebniDg,  peicbt  ond  communJia  14  tag  b«i  rsutnuDg  dei  IsndU  tennin 
geben.     ObangexogncQ   nngehoniama   halban  wird  sr  fikr  dt«imal  p.   12  till«r 

Petar  Scb&uer,  weil  er  nit  will  caLbolUch  werden,  sondern  lieber 
das  Und  riumbnit,  so  wird  itn«  ku  Vflrkaufung  Moincr  fifOcter  and  rxumbung' 
d«s  laiidu  6  wocben  und  drai  txg  torniiu  gcWo  and  to  durch  iva  bi(Tig«u 
marktrlcbter  wvgfn  dea  lechead^n  pfenniugu  leln  b«b  nnd  ffuet  grt«chStz% 
di«  b^rrn  cammiisarian  aucb  i/tlnes  v«rir.5g«ni  wegen  abforderang  deuelben 
«lieist  criiidert  werden. 

Rtiepp  Weber,  weil  er  in  6  iarn  ntt  gebeicht  und  bei  leinem  berm 
an  gp.boteiien  Fasltagen  fleiich  goiaea,  so  ist  xu  vormtieteii,  dnas  er  nit  ca- 
toliscli;  wirt  ituc  Jerwc^fan  zur  peiclil  uud  cammuniDD  bey  raambung  dva 
landta  14  tag  tcrmitL  ji^ulicn,  doi  ungubursambs  balbou  abur  wird  or  y. 
12  taller  gestraft, 

In  nmiU  Oeurg  Schneider. 

Christoph  if iersclitier,  w«il  er  am  faschangta^  sein  kraul  mit 
fleiich  kocht,  ao  wird  er  einen  tag  und  nacht,  woll  er  die  straf  nit  hat  in 
g«!t  aaizusteha,  am  tlium  verschafft. 

Aadree  Trattner,  weil  er  aad  sein  baosfrau  seit  il«r  commiision 
nit  gepeicht,  aelbs  bekÜnutltch  ß«iscb  gfsien  ond  sanst«n  wissentUch  ful 
alle  aambstag  and  in  der  fasten  deiscb  (resp«ist,  sein  weih  aiicb  in  r«Ligions- 
Sachen  diipnlirt  und  wie  filrkombt,  auaser  landl»  durch  verbotae  predir^ntrn 
versehen  lauen,  so  wird  imi;  und  sniiiem  weih  wegen  Terrichtun};  rechter 
peteht  und  communiau  14  taf>  bei  raumbun^  des  landtii  teroiin  geben  und 
tf  bado  wef^en  angcaognen  verprcchens  p.  30  taller  gestraft. 

Und  weil  Christoph  Pai^henstainer  seit  iler  erste»  cthinrattsian 
Rit  gebeicht,  sich  auuei  laudH  aullv  haben  versecheu  las»eu,  oo  war  er  d«r 
itisschaffnng  wol  wierdig,  umb  wilten  er  sich  aber  erolärt^  dast  er  sich  inner 
den  nllchsten  14  tagen  sambt  teLneni  weih  und  mnetter  g^wiMlich  catho* 
tiiehemeia  i^inslellcn  welle,  so  haben  die  herm  commissariea  nach  der  zeit 
die  landtrau mbunif  ine  nit  incmneten,  abor  wc^en  den  iingehorMmbn,  anstatt 
der  geltfltraff,  die  er  antiuetli  halben  nit  aiisKustchen,  nineu  tag  und  nacht 
auf  dem  thurui  auflegou  wellen.  A<:tu>n  Kajifen  borg  den  29.  Aprilit 
anno  1610. 

Siffnali*m  Bana  Harrer. 

tieorg  Scfaiechel. 
Albinos  Pabritiua. 

1902. 

Die  Verordneten  von  Steter  an  die  von  Kärnten:  Da  die  I^nd- 
rechte  in  Mähren  in  Kurse  ihren  Anfang  nehmen,  nicht  lange 
währen  und  wegen  der  Jntergessi&n  nichts  versäumt  tcerden  dürfe, 
mögen  sie  ihre  Kredenssdireiben  ehestens  einsenden,  (draz)  IGIÖ 

Mai  2. 

(Kons.,  St  L.-A.,  Chr.  B.) 


1903. 

Frrdiiutnd  IL  an  Goilfried  Freiherru  von  Stadl  auf  Riejftn' 
hwy:  BefefU,  ecme  von  dm  ReliffionacommMärM  vorgefardertt» 
MaaetAergitehm  Untertanen  rur  St^  mu  schaffen,  OrtUf  JtÜd, 

Mai  5. 
(Orif,,  at.  L.A.,  dir.  R) 

An  ib.  HaI  r)»I4«u  tlU  KoRtniasNr«:  D«  li«  tuor^u  iu  L«vbeu  tul 
ton  bAb«ii,  nitlge  er  fllii[|[fl  (C)  »»ln%r  (7nl«rUi»in,  diu  •icli,  lixti  JtUDiUual 
«nwidtr,  SBluUiolüdi  TBriuilUn,  lOr  den  tH.  Mai  AMa  vRncb«ff«n  lOrtgfj 
•bvoda).    In  Loobon  Mlbat  «r«rd»D  am  29.  MkI  37  Ppnnnon  w«c«n  Vftrbat«M«i 

Fl«lHlibtHut  Ulli  Str«fon  ran  2— 24  T^lorn  \>m\»gl  ftbrnd«). 


1904. 

Landejtfurslhchat  Dekret  an  die  Reffiemng:  diese  werde  otU 
Atujithen  des   I'cUatur  Pfarren  er*  etUnehmen   hohen,  wie 
£8  mit  dem  kirchlichen  Gehorsam  in  Petlau  beateUi  sei.    Befekl,\ 
Jenen    bis  Fronleichnam  Tt^rmin    eu  yeOen,    die  $ich   mit   BeitM 
und  Kommunion   noeJi   nicht  eingestellt.     Die  Fleisehe$aer  9ctim 
eitiert   und  giitrafl   und  da*   poliliitche  We$en   in  Ordnung  ge* 
bracht  tcerden.    (Orot)  1620  Mai  10, 

(Orig.,  auub.-Arabi«  OlU.) 

Von  der  F.  I)'  tierrn  .  .  .  Maximilian  I'>Mt  ...IC 
f; ulier imtorn  wogen  der  n.-ö.  rcgierun^  tiebirn  QbcrAOtwortaait 
tiiiy  vorwar  tos  prioKttirs  JoAtinis  Kt[)Mri,  pfnrrers  »u  PvtUw,  Ulx-r- 
raichtes  antiringcn  mit  gnadön  anzuzmigeo,  lia,  die  regieniag, 
worde  du-Aiu  ica  veraemben  haben,  waamaasan  die  burger  und 
bargorin  in  der  sutt  Pnttaw  nit  allatn  diu  iar,  sondc-ru  vil  aa* 
ineu  achon  otliob  iar  die  gebUrendt  christlich  K^ht^riiainb  mit 
peicbton  und  comtiiuniciorn  nit  getaiatet  haben,  dagegen  aber 
bopiahoudt  alle  (aufl(;ooombon  ungefähr  1&)  dem  gebot  d«:r 
chnatjichen  kirchen  *  diamelro  auwider  bis  aber  mitfattan 
üeinch  goasen  und  aulcfao*  ohne  ortaubnus  mll  gronter  »rgcr- 
nuas,  wie  »y  dann  aus  der  correetur.  vormonung  vnd  wamong 
(roa  pfarrer«  nur  du  get|)<ftt  getnben.  Wann  dann  1.  F.  D* 
«oIchr*n  niuutwilligrn  DiipOiortamb  ohne  bestrnfTnng  nit  hingchn 
XU  loasen  gedenken,  ro  itl  fleroftolbnii  l>eTelch,  daß»  st.  r«- 
gierUDgt  efatUch  dt>nenjt!aig«m  Pelauöriftchi^a  burgoru  oud  bar- 
gmiOr   die  aich   mit  der   peJoht   and   oommnoioD   auf  dato  oit 


591 


eingestelt,  noch  bis  aafs  fest  corporis  Chritti  tarmin  geben. 
Welche  sich  nun  in  der  zeit  nit  gehorsamb  erzaigen,  gegen 
denselben  solle  der  procesa,  wie  gegen  andern  in  der  reUgion 
widerwärtigen  gehalten  werden. 

Betreffendt  aber  die  fleiechesser,  die  solle  sy,  regiernng, 
mit  ehistem  hielier  erfordern,  exanitiiiern  und  nach  befindung 
der  Sachen  abstraffen.  Waa  dann  endlich  dus  politische  woscn, 
davon  der  pfarrer  zam  schlass  meldung  thuet,  anbelangt,  da 
wird  die  regierong  gebierlielics  einsehen  ku  thuen  uud  die  not- 
tnrft  denen  ohne  das  ditsorts  verordentcn  commissarieD  mit  ernst 
anzubevelhen  wissen,  und  sein  I.  F.  D'  Jr,  der  regierang,  mit 
gnaden  wolge wogen. 

Dccrctani  per  Scr""*  dominam  archidnceui  10.  Maii  1610. 

MjuimUiau  Ernst,  Bruder  Ferdinands  lt.,  Laudeskotulur  des  Deuticheo 
Ordeni  in  Österreich,  st«rlj  mm  lö,  Februar  Ißl6.  Ein  Verertctinii  dsrj«ui|i«n 
Pcttancr,  die  nicht  |f«boicht«t,  faßt  75,  dvrjeni|;«n,  die  im  Irrtum»  r<>rh«Tren, 
14  PvnoDon.  l>M>^1bst  (8tatth.-Aruhiv)  auch  pin^eliendu  Klaffen  Über  Kuop 
Herbst,  aufdi«  liier  ibrrs  rniu  lokaltiB  Muiii»utea  wvgcu  uicljt«ingrgau]^u  wird. 

1905. 

Die  Verordneten  von  Steier  A.  C.  an  die  niederösterreichtscheH 
evangdischeti  Stände:  Wegen  ihres  Ersuchens  um  ein  Darlehen 
teile  man  ihnen  mit,  daß  mau  ihnen,  da  bu  ihrer  Kasse  auch 
die  Katholischen  teitratjen,  nieJiis  ftergdien  dürfe.  Ihre  Schrift 
sei  nach  Kärntett  und  Krain  geschickt  worden.  Man  werde 
»dten,  ob  man  nickt  auch  in  Steier  bei  vermögenden  lAindimtett 
etwas  bekommeti  könne.    Grat,  ICIO  Mai  12. 

(Kons.,  St  L.-A.,  Chr.  R) 


rm  1906. 

Dieselben  o»  Ulrich  Christoph  Herrn  voti  SeJtür/fenberg :  Da  eben 
die  Schreiben  atts  Kärnten  ttnä  Krain  wegen  der  von  den  böh- 
mischen, mahrischen  itJid  österreichischen  Stünden  jt»  sucftenden 
Interzession  artgekommen,  werden  sie  ihm  mit  dem  stetrischet^ 
iiberschickt,  um  sie  an  den  geeignete»  Ort  jsu  übermitteln,  ^umal 
die  mährischen  Stände  noch  beisammen  seim.  (Groß)  1010  Mai  2U. 

(Koni.,  ebenda.) 


Die  Verordtietert  von  Kärnten  an  die  von  Steiermark:  So  gern 
man  deri  ösierreicfu&dien  Siätidm  aucÄ  helfen  wollte,  so  M<  doch 
die  Landschaß  durch  die  seit  Uingcrer  Zeit  gdeisteten  Grent- 
und  aiideie  Bewilligungen  crscltopft.  Man  bitte,  sie  £u  ent- 
schuldigen. Ihrem  WunseJte  ftach  habe  man  nach  Krain  ge- 
schrieben.   Klagenfurt,  IHIO  Mai  JH. 

Am  b.  Juni  tsilfiu  din  StPirer  die  Resultatloiiglceit  ihrer  Bern  El  ti  untren 
deo  NipdarUsterroiulieru  mit. 


1908. 

Die  Verordnete»  von  SteitfmtarJc  A.  C.  an  Georg  Herrn  von 
Stubenherg,  Frans  Friedrich  von  Itagmte,  Emreicli  von  Saurau, 
Ulrich  Christoph  von  ScJinrffenherg,  Hans  Sigmujid  von  JBggen- 
herg,  Hans  Stübich,  Bernhard  von  Mindorf,  Jonas  von  Wüftrs- 
dorf  und  Kaspar  Preuner.-  Da  ivichtige  Sachen  vorgefalien, 
deren  Beratung  besondere  Eile  erfordert,  mögen  sie,  ohne  sich 
durch  Privatgeschäfte  aufhalten  za  lassen,  am  6.  Juni  abends  in 
Graz  und  am  7.  Juni  um  7  Uhr  früh  sich  in  der  geiviihnliehen 
Batstuhe  einfinden.    Grax,  1610  Mai  29. 

*  (Knnc,  ohenda.) 


1909. 

Vereeidtnis  der  Bestrafungen  der  ungehorsamen  Bürgersleuie  »u 
Leoben.    IGIO  Mai  39. 

(Kap.,  8t.  L.-A.  Lwban.) 

Sigmund  Lenzendorfer  20  taler,  Hi5rmati  Carl  20  t.,  Hans 
Wachiiiger  zwca  tag  in  turu  oder  5  t.,  Georg  PUüliIcr  12  t., 
Hans  Schwär  lö  t.,  Valentin  Kircher  10  t,  Guldenpandt  10  t., 
Rnepp  Schüetteakopf  10  t..  Daniel  Piutzkher  10  t,,  Peter  Tersch 
2  t.,  Georg  Piroer  2  t.  oder  vier  tag  in  turn  mit  wasser  und 
prot,  Gregor  Gastgeb  20  t.,  Lorenz  Prnun  6  t.,  Jacob  Viacher 
6  t.,  Jncob  Pruner  3  t.  oder  3  tag  im  tburn  mit  wasaer  and 
prot,  Peter  Peckb  ainen  tag.  Hans  Gärtner  schuester  l',',  t. 
oder  3  tag  im  tharn  mit  wusscr  utid  prot,  Hans  Schlinzger 
Bcbncider  1  tag  im  thura  mit  wasscr  und  prot,  Ambrosy  FiscMer 


593 


I 


2 1.  oder  4  tag  im  thurn  mit  wasser  uiid  prot,*  Erosmus  Fraan 
10  t.,  Ccna  Wcidtingcr  2  t.  oder  4  tng  im  tlinrn  mit  wa&sor 
and  prot,  Franz  Scholtz,  riemer  fi  t.,  Marx  Aman  G  t.,  Walt- 
haaser  Greinegkhcr  4  t.,  Potcr  Schlossmayr  10  t.,  Christoph 
Trinker  2  t.,  Marx  Stainpeckh,  plettonmacher  2  t.,  Uans  Weid- 
tinger,  äosainaiätür  2  t.,  Thütiiun  KUttls,  actiicfniuistcr  ist  die  »traf 
seiner  crliltnen  schaden  halber  nachjieaeiien,  Hans  Kheller,  huetcr, 
ain  tag,  Jacob  Jaritz  2  t.,  Marx  Graj;!  5  t.,  Frau  Pantierin  10  t-, 
Hans  Kbaiscr  20  t.,  Hans  Hucbman  2  t.,  Gcorp  Pamcr,  fleisch- 
backefr  weil  er  herrn  pfarrer  noch  niemals  peicht,  aach  sich 
laater  vernemen  lassen,  er  wolle  nicht  peichtcn,  soll  er  inner 
6  Wochen  drey  ta^n  verkaufen,  das  tandt  räumen  and  von 
irae  der  zechent  eingefordert  werden,  Api  Rande:  Das  hat  den 
verstand,  wan  er  sich  inner  discm  termin,  wie  aim  catholischcn 
gebUrt,  einstelt,  so  hat  er  im  landt  za  bleiben. 

N.  I.  F.  U'  erzherzogen  Ferdinanden 

B»  Osterreich  rlhdt  und  verordente 

reform  at  ion  scoiu  m  issarlen. 


(3  Sitgt)  lufg^tlrackt.) 

PS.  Anheut  dato  den  20.  May  anno  1610  haben  die  herrn 
commisaarien  von  herrn  burgermaiater  Marxen  Hillipranden  an 
diser  straf  empfangen  124  galden  drey  Schilling.  Actum  lU  supra. 

Georg  öuhüehel. 
Albinuft  FftbritJua. 

Am  W.  JuH  befohlen]  di»  K'^mmtsiSre  Ana  BOrg*nii«Ut«T,  von  Hunt 
Kalter  die  SO  Tal«r  Straf»  «iinuforänni. 


19 10. 

Verordneten   von  Steiermark  an   den  Oherstburggrafen  von 

Böhmen:   melden  über   die  nach  Frag  abgeordnete  I^egaiion  der 

innerösterreichischen  Lande,   die  sich   um  eine  Interiession  der 

dort   anwesenden  evangelischen   lieichsßrsfeH  zu  bewerben    luU. 

Grat,  law  Mai  30. 

(Kons.,  8t.  L.A.} 

. '.  .  Als  vi)  einem  immer  obgelegen  sein  solle,  was  amb 
unser  betrangten  conscientien  and  beraabten  rotigiona«zerci (ii 


*  Aiugutri«h«n,  duivb«!!  st«bt:  ^u  tag'. 
rftalai.   n.  Abi.  Bd.  I>X. 


8S 


594 


auch  eines  jeden  und  unser  nachkommenden  seelen  heil  und 
svtigkoit  willen  stii  widennub  dest^en  triistlicher  erheb-  und  re- 
eaperierung  von  nöthen,  zum  weg  zn  richten  und  an  die  band 
zu  nemen,  also  was  derowegen,  die  in  negoiio  religionte  de- 
putierte Steyrisclip  uusscliuss  auf  scbieristen  6.  Junii  alher  b«' 
scbriben,  wie  die  non  hierauf  bey  so  gewünschter  gelegenheit 
dahin  trachten  tnOgen,  das»  die  anjetzo  r.u  Prag  anwceenilc 
Chursachen,  der  heraog  von  Braunschweig  und  beede  gehrUeder 
landtf,'rafon  von  Ilfisseii,  als  wol  die  in  miltelH  noch  erBcbeinende 
Chur-Pfala  und  Brandenbarg  der  A.  C.  zuegetlia.n  oder  damit 
accommodirende  fursten  umb  .  .  .  intercesaion  gegen  unsern  aach 
alda  aiiwesendtui  g«.  berrn  und  iHtidtftir.^tcD  .  .  .  bitlieb  er- 
saecht  ^rurden:  wan  dan  diss  neben  aacli  der  darumb  ange- 
suechteii  konigreich  Bebem  und  der  andern  Illnder  gegen  uns 
flnerbotiißii  .  .  .  zttcthuon  mit  götlicber  verleichung  ohne  fracht 
nit  ftbgehn  wierdet  und  docli  darunter  kein  zeit  zu  verfeyren 
ist,  also  habe  den  herrn  ich»,  inmas^en  es  alberait  auch  hinein 
in  Crain  dem  herrn  von  Aucrsperg  beschechen,  zu  dem  ende 
wollen  comenuniciereu,  ob  auch  deren  von  KhHrnten  deputierter 
aii88cbU83  I»  hoc  rte^ottn  zusamon  bcscliriben  wurden  und  da 
sich  nun  die  eines  solclien  Terglcichem,  als  inen  dan  von  dannen 
der  entschtuas  zuebeftirdert  werden  solle,  so  werden  sie  dem- 
nach umb  diseä  trefflichen  werks  bcfurdcrucg  willen  solche 
schreiben  (d&rbey  der  herr  seiner  dexteritet  und  glimpfen  nach 
fUrnerabliclien  dae  beste  thueu  kan)  verfassen  und  ander  icren 
und  deren  von  Crnin  ausschusacn  fertigen  als  dann  auch  zu 
ansercr  mit  Verfertigung  und  stracker  fortuberschickung  zne- 
komraen  lassen.  .  .  .  GrKtz  am  h.  püngsttag,  das  ist  der  30.  Maj, 
ntino   1610. 

(An  harn  biir^Rrafan  vom  l«tzlao  Mji>   1310.) 


1911. 

Fwdinand  II.  an  die  Beligionsreformationskommissäret  den  Bat 
IJam  Ohridoph  Tattnipeck,  Dr.  Christoph  Vratiinger,  Pfarrer 
Geory  Pileator  und  Hans  Sigmund  Aichhorn:  Um  der  troU  aüer 
früheren  Befehle  in  Fetiau  eingerisaetten  Unordnung,  die  aus 
den  beigeschlossenen  Metnorialen  ersichtlidi  wird,  ein  Ende  mh 
machen,  fiaben  sie  skh  aofort  nach  Pettau  r«  verfügen,  dort 
genaue  UntcrsucJtitjig  t\i  pflegen,  gegen  die  Übertreter 


verf  ugen,   aon      _j 


585 

in  demselben  an twortscl treiben  auf  ansor  propositum  ond  ajgent- 
licbes  intentum  wenigist  geantwortet  wirdet,  dann  anscr  alier 
billichkait  nnd  der  Vernunft  gemäss  mit  faeg  und  recht  dita- 
falls  begehrende  aequalitet  stehet  gar  nit  in  denjenigen  von 
denen  herrnon  ('<tr}  zu  iren  nialsten  belietfen  und  argamenten 
anzielienden  officiis,  ämhtern,  concessioncn  und  andern  der- 
gleichen, welche  von  I.  F.  D'  dependieren  und  verlieben  wer- 
den .  .  .  derowegen  im  fahl  die  herrn  alda  sich  bescliwtlrt  be- 
finden, werden  sy  ir  notttirft  dcshalbcn  bei  ...  I.  F.  D*  ohne 
onser  tnassgeben  wol  anzubringen  wissen;  nod  will  uns  nit  ge- 
bare, dass  wir  ans  mit  denen  herrneD  noch  jemundts  andern 
in  dis^em  fall  in  ain  disputat  einlassen  sollen,  sondern  das  ist 
der  liaubtzweck  und  rechte  scupas,  so  wir  alda  billich  .  .  .  be- 
gehrn,  dass  nämblich  zwischen  and  unter  uns,  d.  i.  den  stän- 
den baider  religionen  E,  E.  L.  ...  aU  die  wir  ain  corpus 
sein  und  gleiche  purdcn  tragen^  eine  solche  gezimcnde  .  .  . 
gleichheit  soll  gehalten  werden,  dass  weilen  wir,  die  der  uhr- 
alten catb.  religion  sugethon  nicht  weniger,  sondern  ein  mebrera 
als  die  berrn  der  A.  C.  .  ■  .  ku  dem  gcmain  wcsen  .  .  .  cod- 
tribuirn,  auch  im  stand,  herkomen,  qualiteten  und  ander  requi- 
$iti»  tuen  hoffentlich  nicht  angleich  oder  geringer  sein,  dass 
derohalben  auch  zu  denjenigen  ämbtern,  so  von  .  .  .  B.  E.  L. 
.  .  .  ersetzt  werden,  sowol  unsere  als  der  herren  glaubensge- 
nosscn  fUrgenomben  and  gebraucht  werden  sollen  und  solches 
gar  nicht  darumbcn.  daa  wir  ...  in  die  horrn  ainichcs  niiss- 
trauen  .  ■  .  stellen  wollten  .  .  .,  sondern  dass  dise  gleichheit 
za  halten  die  vernnnft  und  alle  billichkait  .  .  .  selbst  mit  sich 
bringt,  inmassen  auch  alda  die  von  denen  bcrrnen  gemachte 
.  .  .  unterschidt  unser,  des  praelatenstandts  (umb  dass  wir  uns 
sa  denen  weltlichen  oder  kriegsämbtem  nicht  gebrauchen  lassen) 
von  denen  andern  catholischen  weltlichen  getreuen  mitglidern 
nit  kan  statthaben,  seitemal  wie  wir  cath.  geistliche  und  welt- 
liche horrn  und  landleat  alle  aines  glaubens  und  religion  sein 
als  ist  auch  in  disem  propotito  una  eademque  ratio  desjenigen, 
was  wir  samentlich  bei  dem  gemainen  wesen  als  .  .  .  der  für- 
nembe  thsil  des  ganzen  corjjorü  ...  zu  contribuieren  haben, 
daher  wir  uns  dan  in  disem  unsern  ganz  billichen  begern  nicht 
sep&rirn  lassen  kinnen,  in  erwegung,  dass  gottlob  unter  den 
weltlichen  catholischen  herrn  und  landleuthen  taugliche  gnueg- 
sambe  wol  quaUficierte  »ubiecta,  so  auf  gleichen  thail  zn  solchen 


596 


PAttan  «JUilU  tUmBls  163  Baiser.  Von  itmm  hatten  in  der  FmUh 
■or  26  k«in  Flcivch  gegesMO.  Am  23.  Aoput  erhalten  TS  tdd  ihoen  fQr  Jen* 
Zeit  empfindlicbe  G«ld«trafen:  S6  bU  m  49  Taler  (meist  &  Taler  fOr  «In  Jahr). 
Die  Somme  der  Strafgelder  betrüg  803  TaUr.  An  81.  Aognst  richtet  der 
Stadtidiulmeister  Tobias  Krabat  eine  Beachwerdeschrift  an  die  Kommiartif« 
Dber  iea  Zustand  der  Stadt-  und  die  BenOtsunff  der  Winhetarhalen,  in  deae« 
die  Jugend  zn  keiner  Oottasfurcht,  Bvaacbnnff  der  Kirchen  and  dea  Gott«*- 
dicnstes  angehalten  wird,  trolxdoiD  xnletat  noch  am  30.  Juni  1603  tob  d^r 
F.  D*  ein  Verbot  ^egen  die  Winkeliclialen  erging.  —  8ogar  die  Klagen  der 
Tafelwirte  g«g»ii  du  WelnNClie&ken  der  BKcker  nad  Fleiachbaaer  Uagt  tut 
dieaen  Proxe»«n  aniammen:  am  26  verlangen  sie,  daß  bei  diesen  das  W«iii- 
schenken,  die  Beherbergnng  der  Fremden  and  Reuenden  bei  anderen  als 
den  Wirten  eingeetellt  werde.  Korb  wihrend  der  Intiniaition  liefen  Aascigan 
ein.  Am  31.  AogOGt  erhält  Uans  Schaner  den  Befehl,  nich  einzuetellan.  An 
selbem  Tage  wird  er  nnter  den  gewöhnlichen  BediDgangcn  ansgewieeen 
(Stattb.- Archiv).  Desgleichen  Uagdalena  Schaner.  Am  23.  folgen  9t  P«r- 
sonen.  Am  24.  erscbeint  ein  landesfaritlichei  Dekret:  der  Ersberaog  habe 
mündlich  tod  di^m  anstände  in  Pettan  Ternommen.  Die  Strafen  «eiea 
sofort  Tnraimebmen  (ebenda).  WUirend  des  Septembers  werden 
Bittgnsnche  dagegen  eingeretchL  Am  13.  Oktober  ertiatlen  die 
dem  Qnbemator  Maximilian  Fmst  ihren  Bericht.  Am  13.  Dcsember  entiltet 
die  Begiening  aber  dieae  Vorgftnge  ein  Gutachten.  Am  29.  Deseoiber  vcr- 
ordnet  Ferdinand  II.:  .Von  jedem  Verbrecher  ist  die  QeldatraT  wirUick  ab- 
anfordern',  nnd  erklärt  deneo  Ton  Pettan,  daß  di«  Antrige  wegen  der  Sehnte, 
Handwerker,  Steuer  and  Gewerbe  genehmigt  werde». 


1912. 

Die  Verordneten  von  St^Urmark  A.  C.  an  1.  F.  I>  den  Guhtr- 
nator  Erxheräog  Maximilian  Ernst:  sieüen  die  BUte,  das  Ver' 
fahren  der  Religionsreformaiionskommissäre,  die  m  den  oberen 
Vierteln  gegen  die  Bürger  und  Untertanen  in  aüen  den  Herren 
und  LandletUen  gehörigen  Städten  und  Orten  wegen  des  Fleisch- 
essens, in  den  Fasten  und  an  gebotenen  Fasttagen  mU  GeU-  und 
M  Ermangluttg  oder  Verweigerung  dessen  mit  Labesstrafen  vor- 
gehen,  runtal  es,  ,nHe  man  sagen  %ciü,  nur  jrum  PritatnntMn 
etlicher  dietW,  ahmschaffen.    (Gras)  1610  Juni  €. 

(Kona.,  St  L.-A..  Chr.  R.) 

Diese  Bitte  wnrde  dnrch  daa  landesAlrstllehe  Dekret  Ton  14.  Jui 
damit  erledigt,  daß  der  Erafaersog  sagt,  er  kOnot  sich  fQr  dienuü  niebt 
reaoWIeren,  lia  al>«r  mOgen  die  Komintuäre  nnd  die  OSendterten  namhaft 
machen,  auch  sagen,  wi«,  wamm  nnd  wann  sie  gestraft  wurden.  L  D*  habe 
nichts  Neues,  sondern  nnr  was  die  Generalien  mit  sich  bringnn,  Terordnet. 
die  aber  mehr  Artikel  als  nnr  die  wegen  dee  Fleiscbessena  in  sich  estbaltcti 
(Orig.,  eUnda). 


I 


585 

in  dcniBelben  antnortBctircibcn  auf  anacr  propost7um  und  aigent- 
liches  intentum  wenigist  geantwortet  wirdet,  dann  unser  aller 
billiclikait  nnd  der  vernnnfl  gemäss  mit  fueg  und  reclil  dlts- 
falls  begehrende  aequaÜtet  stehet  gar  nit  in  denjenigen  von 
denen  lierrnenf'jiic)  zu  iren  luaisten  bereifen  and  argumenten 
anziebenden  officiis,  ämbiern,  concessionen  und  andern  der- 
gleichen, welche  von  I.  F.  D'  dependieren  und  Terlicben  wer- 
den .  .  .  derowegen  im  faJil  die  berrn  alda  skiU  beschwort  be- 
finden, worden  »y  ir  notturfl  desbalbcn  bei  ...  I,  F.  D'  ohne 
unser  maasgeben  wo)  anzubringen  wissen;  und  will  uns  nit  ge- 
hUrn,  da88  wir  aus  mit  denen  berroen  noch  jouiandts  anderu 
in  discm  fall  in  ain  disputat  oinlaBseu  sollen,  sondern  das  ist 
der  haubtzweck  and  reclite  scopas,  so  wir  alda  billicb  .  .  .  be- 
gehrn,  datiB  nitmblich  zwischen  nnd  unter  uns,  d.  i.  den  stfio- 
den  baider  reUgionen  E.  E.  L.  ...  als  die  wir  ain  corpus 
sein  und  gleiche  purdcn  tragen,  eine  Bolcbe  gezimcnde  .  .  . 
gleichbctt  soll  gehalten  werden,  dass  weilen  wir,  die  der  uhr- 
alten cath.  religion  zugethon  niübt  weniger,  sondern  ein  mebrers 
als  die  berrn  der  A.  C.  .  .  .  zu  dem  gemain  wesen  .  .  .  con- 
tribDirn,  auch  im  stand,  herkomen,  qualiteten  und  ander  requi- 
titis  inen  hoffentlich  nicht  angleicb  oder  geringer  sein,  dass 
derohalben  auch  zu  denjenigen  ämbtem,  so  von  .  .  .  £.  E.  L. 
.  .  .  ersetzt  werden,  sowol  unsere  als  der  herron  glaubenage- 
nosscn  fllrgenumben  und  gebraucht  werden  soUeu  und  solches 
gar  nicht  dai-umbcn.  das  wir  ...  in  die  berru  ainichcs  miss- 
trauen  .  .  .  stellen  wollten  .  .  .,  sondern  dass  dise  gleicbheit 
zu  halten  die  Vernunft  und  alle  billichkait  .  .  .  selbst  mit  sich 
bringt,  inmassen  auch  alda  die  von  denen  herrnen  gemachte 
.  .  .  unterschidt  unser,  des  praetatenstaudts  (umb  daiis  wir  uns 
zu  denen  wettlichen  oder  kriegsämbtern  nicht  gebrancben  lassen) 
von  denen  andern  catholisclien  weltlichen  getreuen  niitglidern 
nit  kan  statthaben,  seitemal  wie  wir  cath.  geistliche  und  welt- 
liche berrn  und  landlcut  alle  aincs  glanbeoB  and  religion  sein 
als  ist  auch  in  dieem  propoiito  una  eademque  ratio  desjenigen, 
was  wir  samentlich  bei  dem  gemainen  wesen  als  .  .  .  der  fUr- 
nembe  thail  des  ganzen  corporis  ...  zu  contribuieren  haben, 
daher  wir  uns  dan  in  disera  unsern  ganz  billiclien  begcrn  nicht 
separirn  lassen  kinncn,  in  erwegung,  dass  gottlob  unter  den 
weltlichen  catholiBclien  berrn  und  landleuthen  taugliche  gnueg- 
sambe  wol  qnalificierte  subiKia.  so  auf  gleichen  thail  zu  solchen 


die  künftige  .  .  .  einlifforang  aber  and  unser  femer  TorhAbende 
nottarft  wie  auch  unser  weitere  zoestftndt  za  derselben  natfh- 
richtung  und  ferner  gn.  günstigen  und  fr.  ratb  wir  bey  ge- 
wissen gelegenheiten  hinnacher  geh.     .  .  erindern  wollen. 


1894. 


. 


Dieselben  an  die  mäJirischc»  Landstünde:  Leider  seien  ihre  (Üe 
innerösterreichischen)  Gesandteji  zu  spät  gekammßn,  als  das  mäk- 
rische  Landrecht  nicht  mehr  tagte.  Sie  haben  dfirum  ihre  Wer- 
bung bei  dem  Landtshaujytmau/ie  verrichtet  und  den  Landschreiber 
eugczogeti,  die  sich  willfährig  gezeigt.  Sie  richten  aber  noch  über- 
dies eine  Anmahnung  an  die  Stände,  sich  ihrer  in  der  höchst- 
angelegenen Religions-  und  profanen  Bedrängnis  antu nehmen  und 
für  sie  bei  dem  Ercherzoge  zu  intergedieren,  wie  dies  auch  dureh 
die  österreicftischen  und  böhmischen  Stände  in  mcliori  forma  ge- 
sehehen.    Graz,  IGlO  Aprü  (ohne  Tagesangabe). 

(EoM.,  irie  oben.) 

1895. 

Die  Prälaten  und  die  katholischen  Herren  und  Lanäleute  ro» 
Steiermark  an  ihre  Mitverwandte  vom  Herren-  und  Ritterstande 
A.  C:  In  deren  Schreibett  finde  sieh  Jccine  Aniur&rt  auf  ihr 
proposttum  und  intentam;  denn  die  von  ihnen  begehrte  Gleich- 
stellung hesiehi  nicht  in  der  gleichen  Verteilung  der  vom  JjindeS' 
fürsten  abhängetiden  Amter^  worüber  ihnen  keine  Verfügung  ru- 
steld,  sondern  darin,  daß  eicischen  den  Ständen  beider  Bdigiotten 
solche  Gleichstellung  bestehen  soll,  daß  auch  die  Katholischen,  rtt- 
mal  sie  et*  dem  Gemeinwesen  mehr  ah  die  andereti  beitragen,  eu 
den  landsdtaftUchen  Ämtern  gelangen,  umsomehr  als  wohlquali' 
fixierte  katholische  Herren  und  Lnndtcute  genug  vorhanden  seien. 
Verlangen  nach  einer  hierauf  hezüglichen  Erklärung^  undrigen- 
falls  sie  keinen  Landtaysscfiluß  zulftssen  untl  auch  in  keine  2fe- 
setxung der  LandesausschußstcUen einwilligen.  Grat,  1620Apnll7. 
(Kop,  Si.  L.-Ä-,  Chr.  R.) 

Wir  h»ben  dir  absclirift  ires  beantwortscb reibe ng  .  .  , 
empfangen  and  deaaelben  langen  Inhalt  .  .  .  vernomben.  \\'ann 
wir  aber  daraos  wider  alles  verhoOen  soril  beünden,  dass  uns 


599 


und  hüte  auch  sie  um  Verwenduttg  in  dieser  Angelegenheit.   0.  0. 

1610  Juni  IS. 

(Kop.,  St.  L.-A.,  Chr.  B.) 

1919. 

Die  depuiierten  Ausschiissf.  der  Herren  und  Landleute  A.  C.  i» 
Steiermark,  Kärnten  unä  Krain  an  den  Kurfürsten  von  Sachsen: 
Da  er  ihrer  lieligion  stigtttan,  .auch  denen  in  Osierreicit  in  ihren 
früheren  Hcligioimlißm-ftmen  crsitrießUch  ersdtienen',  sie  sieh 
jflus  l'ermaugelunff  ihres  evangelischen  oxercitii  in  ihrem  Ge- 
wissen  Jtart  bekümmert  und  bedrängt  fühlen^  bitten  sie  ihn,  wie 
auch  die  anderen  jetzt  in  Prag  auwesimden  Kurfürsten  und 
Fürsien  durch  diese  Schrift,  die  sie  gern  durch  ^ne  eigene  Ge- 
satuUschaft  nberrvicht  hatten,  wogegen  aber  allerlei  ubstacula  ein- 
gefallen seieit,  sich  ihrer  derart  ansntiehnien,  daß  die  in  ihretn 
Geicisscn  bedrängten  Steirer,  Kärntner  und  Krainer  wieder  in 
den  Jiesiis  ihres  evangelischen  Krtneitiums  gelangen.  Datum 
(Ö.  0.)   1010  Juni  iÄ. 

(Kap.,  St.  L.A.,  Ctir.  R.) 


1920. 

^teichmts   der   hie    beigelegten   Schriften,   so  den  böhmischen 
Herren  Ständen  übergehen  icorden.' 

(St.  L.-A.,  Chi.  R.  1610  ) 

i.  Der  horrn  abgesanilten  empfangne  instmction  von  dor 
dreien  n.-ö.  landen  Steyer,  Kärnten  und  Crain  gevollmöchtigten 
lierm  deputierten  und  aa^scbuss  A.  C.  zDegotlian  ih  origtnali. 

2.  Steyr.  landlshandvcst,  durinnen  alle  privilegia  der  laude, 
wie  ancb  I.  F.  D'  a^dtspflicht,  mit  welchen  sie  den  stftnden 
ihre  priviUgia  zu  confinuieren  und  waar  vest  zu  hatten  ver- 
banden, gleichmääsig  auch  der  laiidsttindc  holdigang  zu  ver- 
nemcii. 

3.  I.  F.  D*  erzherzogen  Carls  .  .  .  religionaconcession  von 
anno  1582  (sie)  in  den  vier  haablstfttton  Grätz,  Judenburg, 
Clagenfnrt  und  La(itbRcb  Über  die  zuvor  allgemaine  und  lange 
»br  ruehig  possedierte  religiousfreistcllung  auf  der  bcrm  ond 
and    landlcut  frcy  aigentliumbliubcn  herrBcbaften  und  gUetern. 


Dieadbem  an  die  mahri4chen  Landstände:  Lader  säen  Are  iÜe 
innerÖsterreiehiaehen)  Gesandten  xu  spät  gdsommem,  ait  das  wtak- 
riiche  Landrechi  nicht  mehr  tagte.  Sie  fuAoH  dantm  ihn  Wer- 
bung hei  dem  Jjnndnhanptmanne  terriehiei  und  den  Ijandsdireiber 
Mugesogen,  die  sich  teilifährig  gezeigt.  Sie  richten  aber  »ocft  über- 
die*  eine  Anmahnuug  an  die  Stände,  steh  ihrer  in  der  höehat 
ar^degenen  Relirfions-  und  profanen  Bedrängnis  anntnehmen  mnd 
für  tie  hei  dem  Enherioge  ru  inter sedieren,  leie  dies  auch  durrh 
die  österreichischen  und  böhmischen  Stände  in  roeliori  forma  ge- 
schehen. Gras,  1610  April  (ohne  Tagesangabe). 
(Eoam.,  wie  ob«».) 


1895. 


IHe  prätaten  und  die  katholischen  Herren  und  Landlevie  von 
Steiermark  an  ihre  Mitverwandte  vom  Herren-  und  Hitterstande 
A.  C:  In  deren  Schreiheti  finde  sich  keine  Anticort  auf  ihr 
propositam  und  intentnm;  denn  die  von  ihnen  begehrte  Gleich- 
stellung besteht  nicht  in  der  gieichen  Verteilung  der  vom  Landes- 
fürsten abhängenden  Amier,  worüber  ihneti  keine  Verfügung  ru- 
stcht,  sondern  darin,  daß  sxvischcn  den  Ständen  heider  Rdigionm 
solche  Gleichstellung  bestehen  soll,  daß  attch  die  Kathoiischen,  su- 
ni'd  sie  eii  dem  Gemeinwescti  mehr  ah  die  andereti  heitragenj  su 
de»  landsehaftlichen  Amtern  gelangen,  umsomehr  als  tcohlgucdi- 
ßsierte  katholische  Herren  und  Landleiite  genug  vorhanden  seien. 
Verlangen  nach  einer  hierauf  bcsügiichen  Erklärung,  undrigen- 
falls  sie  /feinen  LandtagsscUluß  zulassen  und  auch  in  keine  Be* 
Setzung  der  LandcsaiisschupsicUen  einmlligen.  Gras,  1610  April  17. 
(Kop-,  St.  L.-A.,  Chi.  B.) 

Wir  haben  die  absclirift  ii-e«  beantwortaclireibeiis  .  .  . 
ompfflttgon  und  clcssfilben  langen  inlialt  .  .  .  vortiomben.  \Vann 
wir  flber  daraas  wider  alles  verhoften  sovil  beßnden,  daes  uns 


« 


5a*) 


in  demselben  untwortachrcibcn  auf  unser  proposidwm  und  aigent- 
liclieB  intentum  wenigist  geantwortet  wirdet,  dann  unser  aller 
billichkait  und  der  Vernunft  gcmfisa  mit  fueg  und  recht  dita- 
falls  begehrende  aequalitet  stehet  gar  nit  in  denjenigen  von 
denen  Iierruen  (»ic)  ru  iren  caaisten  behelfeu  und  arguraetvteu 
anziehenden  ofßciis,  ämbtern,  concesaioncn  und  andern  der- 
gleichen, welche  von  I.  F.  D'  dependiercn  und  verliehen  wer- 
den .  .  .  derowegen  im  fahl  die  herm  alda  sieb  bescbwärt  be- 
finden^ werden  sy  ir  nottmft  dcsbalben  bei  .  .  .  I.  F.  D*  olme 
unser  massgebcn  wol  anzubringen  wissen;  und  will  uns  nit  ge- 
hUm,  daes  wir  ans  mit  denen  herrnen  noch  jemandts  andern 
in  discm  fall  in  ain  disputat  einlassen  «ollen,  sondern  das  ist 
der  baubtzweck  und  rechte  scopus,  so  wir  alda  billicb  ...  be- 
gehrn,  dase  nämblich  zwischen  und  unter  uns,  d.  i.  den  stün- 
den baider  religionen  E.  E.  L.  ...  als  die  wir  ain  corput 
sein  und  gleiche  purden  tragen,  eine  solche  gezimende  .  .  , 
gleichheit  soll  gehalten  werden,  dass  weilen  wir,  die  der  uhr- 
alten cath.  religion  zugethon  nicht  weniger,  fiondern  ein  mehrers 
als  die  herrn  der  A.  C  .  .  .  zu  dem  gemain  wosen  .  .  .  con- 
tribaim,  auch  im  stand,  herkomen,  qualiteten  und  ander  requi- 
ntie  inen  hoflentlich  nicht  ungleich  oder  geringer  sein,  dass 
derohalben  auch  zu  denjenigen  Itmbtern,  so  vun  .  .  .  £.  K.  L. 
,  .  .  ersetzt  werden,  sowol  unsere  als  der  herren  glaubensge- 
nossen  fUrgenomben  und  gebraucht  werden  sollen  und  solches 
gar  nicht  darumben.  das  wir  ...  in  die  herrn  ainiches  miss- 
trauen  .  .  .  stellen  wollten  .  .  .,  sondern  dass  dise  gleichheit 
EU  halten  die  vernanft  und  alle  billichkait  .  .  .  selbst  mit  siuh 
bringt,  ininassen  aucli  alda  die  von  denen  herrnen  gemachte 
.  .  .  unterschidt  unser,  des  praetatenstandts  (umb  dass  wir  uns 
zu  denen  weltlichen  oder  kriegsämbteru  nicht  gebrauchen  lassen) 
von  denen  andern  catholischen  weltlichen  getreuen  mltglidera 
nit  kan  statthaben,  seitemal  wie  wir  cath.  geistliche  und  welt- 
liche herrn  und  landleut  alle  aines  glauben^j  und  rehgion  sein 
als  ist  auch  in  diaem  proposito  una  eademque  ratio  desjenigen, 
was  wir  samentlich  hei  dem  gemaiiien  wesen  als  .  .  .  der  fUr- 
ncmbc  thail  dos  ganzen  corpoi'ia  ...  zu  contribuieron  haben, 
daher  wir  uns  dan  in  disem  unsern  ganz  billichen  hegern  nicht 
separirn  lassen  kiunen,  in  erwegung.  da<!B  gottlub  unter  den 
weltlichen  catholischen  herrn  und  lanijleuthen  taugliche  gnucg- 
sauibe  wul  (jualificierte  subiectaj  su  auf  gleichen  thail  zu  solchen 


584 


die  künftige  .  .  .  eInliSerang  aber  nnd  unser  femer  rorliabende 
nottarft  wie  auch  unser  weitere  zaestuHndt  zu  derselben  nach- 
richtang  und  ferner  gn.  günstigen  und  fr-  rath  wir  bey  ge- 
wiäsen  gelegenhciten  hinnacher  geh.  .  .  .  erindern  wollen.  .  .  . 


1894. 

Dieselben  an  die  mährischen  Landstände:  Leider  seien  ihre  (die 
inncröskrreichischen)  Gesandten  jstt  spät  gckommctt,  ah  das  mäh- 
riscJie  Landrechi  nicht  mehr  tagte.  Sie  hohen  darum  ihre  Wer- 
bung bei  dem  lMndeshat4ptmanne  verrichtet  und  den  Landsehreiber 
sugc^ogen,  die  sirk  nnllfährig  gezeigt.  Sie  riditen  aber  noch  über- 
dies eine  Anmahtung  an  die  Stände,  sich  ihrer  in  der  höchst- 
angelegenen Rdigions-  und  profanen  Bedrängnis  anettnehmen  und 
für  sie  bei  dem  Erzherzoge  ru  intersedieren,  tcie  dies  auch  durch 
die  österreichischen  und  böhmischen  Stände  in  meliori  forma  p«- 
scliehen.    Graa,  1610  April  (ohne  Tagesangabe). 

(Kotiz.,  wie  ob<!n.) 


1895. 

Die  PrMaten  und  die  katholischen  Herren  und  Lattdleute  von 
Steiermark  an  ihre  Mitvertvandte  vom  Herrett-  und  Ritterstande 
A.  C. :  In  deren  Schreiben  finde  sich  keine  Antwort  auf  ihr 
propDsitum  und  intentuni;  denn  die  von  ihnen  hegehrte  Gleich- 
Stellung  besteht  nicht  in  der  gleichen  Verteilung  der  vom  Landes- 
fürsten  abhängenden  Ämter,  worüber  ihnen  keine  Verfügung  ru- 
stekt,  sondern  darin,  daß  eivtschen  den  Ständen  heider  Religiotten 
solche  Gleichstellung  bestehen  soll,  dafi  auch  die  Kaiholischen,  gu- 
mal  sie  eu  dam  Gemeinwesen  mehr  als  die  anderni  heilragen,  su 
den  landschaftlicfien  Ämtern  gelangen,  umsomehr  als  KohlquaU- 
fieierte  katholische  Herren  und  Lnndleute  genxtg  vorhanden  seien. 
Verlangen  nach  einer  hierauf  bezüglichen  Erklärung,  widrigen- 
falls sie  keinen  Landtagsschluß  zulassen  und  auch  in  keine  Be- 
seisung  dryr  LandcsausschußstcUen  einwilligen.  Gras,  1610  April  17. 

IKop.  St.  L-i.,  C]]r.  K-) 

Wir  haben  die  abschrift  ires  bcÄntwortschreibens  .  .  . 
empfangen  und  dcs&clben  langen  iuhalt  .  .  .  vernombcn.  Wann 
wir  aber  daraus  wider  alles  verhofTcn  sovil  befinden,  das»  uns 


585 

in  demselben  aotwortschreiben  auf  unser  propoeitum  und  aigent- 
liclies  intentum  wonigist  geiinlwortot  wirdet,  dann  unser  aller 
billichkalt  und  der  Vernunft  gemHss  mit  facg  aad  recht  dits- 
faÜB  begelirende  aequalitet  stellet  gar  nit  in  denjenigen  von 
denen  berrnen  (sie)  zu.  iroa  maiston  bohclfcn  und  argumenten 
anziehenden  ofßciit,  ämbtern,  concessionen  and  andern  der- 
gleichen, welche  von  I.  F.  D'  dependieren  und  verlieben  wer- 
den .  .  .  derowcgen  im  fahl  die  herrn  alda  sich  bcscbwSrt  be- 
finden, werden  sy  ir  notturft  dcsbaiben  bei  ...  I.  F.  D'  ohne 
unser  massgeben  wot  anzubringen  wissen;  und  will  ans  nit  ge- 
bllm,  dass  wir  am  mit  denen  hermcn  noch  jcmandta  andern 
in  disem  fall  in  ain  disputat  einlassen  sollen,  sondern  daa  ist 
der  baubtzweck  und  rechte  scopus,  so  wir  alda  billich  ...  be- 
gehrn,  dass  nämhlich  zwischen  und  unter  uns,  d.  i.  den  stan- 
den baider  religioncn  K.  E.  L.  ...  als  die  wir  ain  corpus 
sein  und  gleiche  purden  tragen,  eine  solche  gezimcnde  .  .  . 
gleichhett  soll  gehalten  werden,  dass  weilen  wir,  die  der  uhr- 
alten  cath.  roligion  zugethon  nicht  weniger,  sondern  ein  mebrers 
als  die  herrn  der  A.  C  .  .  .  zu  dem  gemain  wcsen  .  .  .  con- 
tribuim,  auch  im  stand,  herkomen,  qualitetea  und  ander  requi- 
»itis  inen  hoffentlich  nicht  ungleich  oder  geringer  sein^  dass 
derohalbcD  auch  zu  denjenigen  Snibtern,  &o  von  .  .  .  E.  E.  L. 
.  .  .  ersetat  werden,  sowol  unsere  als  der  berren  glaubensge- 
no$sen  fürgenomben  und  gebraucht  werden  sollen  and  solches 
gar  nicht  darumben.  das  wir  ...  in  die  herrn  ainiches  miss- 
trauen  .  .  .  stellen  wollten  .  .  .,  sondern  dass  dise  gleichheit 
EU  halten  die  Vernunft  und  alle  bilEichkait  .  .  .  selbst  mit  sieh 
bringt,  inmasscn  auch  alda  die  von  denen  lierrnen  gemachte 
.  .  .  unterschidt  unser,  des  praelatenstandta  (amb  dass  wir  uns 
SU  denen  weltlichen  oder  kriogsftmbtern  nicht  gebrauchen  lassen) 
von  denen  andern  catholiBoben  weltlichen  getreuen  mltglidern 
nit  kan  statthaben,  scitemul  wie  wir  cath.  geislliclie  und  welt- 
licho  Iicirn  und  landleut  alle  aines  glanbens  und  religion  sein 
als  ist  auch  in  disem  propoailo  una  eademque  ratio  desjenigen, 
was  wir  samx^ntlich  bei  dein  gemainen  wesen  als  .  .  .  der  für- 
nembc  thail  des  ganzen  corporis  ...  zu  conlribuieren  haben, 
daher  wir  uns  dan  in  disem  unsern  ganz  btllichen  begern  nicht 
separirn  lassen  kinnen,  in  erwegang,  dass  gottlob  unter  den 
weltlichen  catboHsclien  herrn  und  landleuthen  taugliche  gnorg- 
sambe  wol  qualtficierte  auhiecta,  so  auf  gleichen  thail  zu  solchen 


604 


haiiden  oaserer   regientng   za  ttliersenden,  aoch  volgnnd«  uu 

im  übrigen  euer  geli.  relatioaen  .  .  .  su  unserer  n.-ö.  regierang 

banden   sakommcn   lassen   wissen   werdet.     Dan  an   disen  be- 

schicht  unser  gD.  willen  und  mainung.    Geben  .  .  .  Grätz  den 

*JB.  Dccember  im  1610.  iar. 

Comm.  Ser**  domini  arcbi- 

dacis  in  consilio. 

Dem  erbaren  .  .  .  Joann.  Kipscber,  stattpfarrern  zq  Peuaa, 
nnd  Hans  Sigmunden  Ätcboro. 


1928. 

Johann  Georg  von  Stadion,  Sambergscher  Visedom  in  Kärnten, 
an  den  Abt  Enterich  MüUer  von  Arnoldstein:  Tadd,  daß  er 
seinen  Dekreten  schlecht  tutchgekommen  und  sich  in  seinem  Di- 
strikt noch  so  viele  Sektisclie  befinden.  Befefd,  den  Patenten 
unverzüglich  nackatdcornmen  und  darauf  tu  sehen,  daß  genaue 
Vergeichnisse  der  ünkatholiseheti  und  derer,  die  nidit  gebeichtet, 
eingeg^en  tcerdeti.    Wolfsberg^  1611  Januar  24. 

{Orig.,  ArooIdiUincr  Aktca,  BodolSu.  Klageafuii.} 

Kir  geraicbt  za  hOclifitem  missfallen,  dass  ihr  meinen  .  .  . 
decreten,  patenten  und  Verordnungen  in  religionssacbon  nicht 
allein  mit  schlechtem  eyfer  nachgesetzt,  sondern  auch  dieselbigeo, 
weilen  mir  glaublich  fQrkoinmon,  dass  sich  in  dem  euch  acbe- 
vohlußn  Bambergischen  district  nit  wenig  mann-  and  Weibs- 
personen, welche  noch  Sectlsch,  auch  sich  in  alnem  oder  mehr 
jarn  zur  h,  cath.  bcii:ht  und  communion  nit  eingestellt  haben, 
betindcD,  gar  nit  vollzogen  oder  in  scboldige  acht  genommen. 
Dahero  ihr  euch  diser  nitvollziebung  halber  nit  wenig  verdcchtig 
macht  und  solchen  ungcliorsamb  vor  gott  and  der  weit  za  ver- 
antworten habt. 

Dieweilen  wir  dann  vicedomambts  und  oWigkait  wegen 
solchen  ungehorsamb  dergestalt  lenger  za  gestatten  nit  verant- 
wortlich, 80  will  ich  euch  hiemit  alles  ernsts  und  bey  euren 
pöichten,  damit  ihr  dem  R.  stift  Bamberg  vei-wandt,  auch  bei 
höchster  unnachlässiger  straf  auferlegt  and  bevolhen  haben, 
dass  ihr  nicht  allein  obangeregten  .  -  -  patenten  wirklich  nach- 
kommen und  mit  vleiss  darob  halten,  sondern  auch  alsobaldt 
nach  emphahang  diss   aller  und  jeder  in  berUertem  euch  an- 


S05 


* 


Tertraaten  distrlct  and  Bambergsclten  iarisdiction  befindender 
nncatholischer  mann-  und  Weibspersonen,  anch  deren,  die  eich 
mit  der  hl.  beicht  and  commanion  nach  ordnnn^  der  christ- 
lichen katholischen  kirchen  in  ainera  oder  mehr  iahren  der 
gebär  nach  nicht  erzaigt  haben,  mit  namen  specificiem  und  zu 
dem  alhieigen  vicedoraambt,  ho  lieb  ench  ist,  neben  dem  ver* 
brüchigen  (sie),  die  angedrote  ernfitlicha  straf  zu  vermeiden, 
solche  ordenliche  specification  ferners  ungenannth*  Uberachicken 
wollt.  Das  thue  ich  mich  .  .  .  WolfRberg  den  24.  Januarii 
anno  1611. 

Johann  Georg  von  Stadion,  domh., 
iabilaens  und  TJcedom. 

Ga  Hef[t  >n  d»n  Aniolilit^in«?  Akt«n  tia  Verxfiifhnti  tod  nnVatholiiiciien 
Penctnen  vor,  t)«i  vinllcicht  iu  tlir-HA  Z«it  nnd  VprliXliniRnn  grliCrt;  m  ist 
piDcm  Akt«  von  IfilS  beigrnaiilnurtftD  DurnaKh  )iiti4  in  VUlafili  10  PnrsoDAn, 
UntervfilUch  2,  St.  Mr^rthctn  &,  Turvu  I,  Malbor^t  H  und  i  Hucpnkt.  Ein 
zwntct  Ven«ichnii  li«t  8  Fxtnilieu.  Es  eckeiut  von  dein  Tarrüsr  Pfarrer 
jiB  D«kaii  «iogcstndet  zu  Btin,  d«r  hierQber  am  C.  JdH  ICIS  ui  d«n  Aht 
TOD  ArooMiteiii  berichtet. 

1U29. 

Die  Verordnetfn  von  Kämieti  A.  C.  an  die  von  SteierrnarJt:  bitten 
um  Mittcilumj  {Jessen,  was  .-wV  ihnen  über  du:  tw»  den  Prager 
Abgesandten  erstattete  Jielation  und  deren  schlfcttie  Verrichtung 
mitteilen  tvolUen,  damit  sie  die  SacJu:  ihrem  für  den  21.  d.  M. 
ausgeschriebenen    Landtage  vorlegen  können.     Klagenfurt,   1611 

Ffi/ruar  11. 
(Ori^.,  St.  L.-A.,  Chr.  R.} 

1930. 

Die  Verordneten   von  Krain  A.  C.  an  die  ron  Steiermark:  er- 
bittet» dasselbe  für  ihren  am  31.  d.  M.  zusammentretenden  Land- 
tag.   LaibacJt,  J611  Februar  14. 
(Orig.,  ebenda.) 

1931. 

Georg  Herr  von  Stubenberg  an  seinen  Pfleger  eu  Kapfenherg: 
teilt  ihm  den  Befehl  mit,  ,den  die  leidigen  Deformationshom- 
missüre  aufgebracht  haben'.  Er  habe  geanitcortH,  die  Erscheinung 

*  8oll  wobl  b«U^n:  ,uTigflMninbt'. 


* 


600 


derzpü   nicM    verschaffen   nt  können,  aher  m  Küree  in  Kapfen- 

herg  £u  nein,    bis  dahin  mögen  sie  sich  geiltüdm.     In  14  Taffen 

hoffe  er  dort  eu  sein.    Mureck,  7011  Februar  19. 

(Orig'.,  St.  L.-A.,  Stubenbei^-AktfiD,  Uf^nrsfom.) 

Der  Befehl  der  RefonnationakoininiMJtre  lic^  nicht  vor.  Dafre^ei 
xntwarten  sie  am  I.  Min  »uf  sein  Bctiroibnit  vom  0.  PehniAr,  in  welcheni  er 
schrieb,  d«fi  gelae  Leut«  ddu  schon  ufl  risiliert  wurd«n  und  der  schwem) 
Zchrung  uad  uidenr  UeJcbwArde  üb«rbut>eD  sein  Bot]t«n,  dkH  sie  solch«  Be- 
fehle Dicht  vcmrsxcht,  sie  kfinaon  sieb  *uch  der  Zettfua|f  and  d«r  B««cbwerdra 
nicht  «riiinern  (Orij  ,  ^hf.näfi).  Am  £9,  Mai  teilen  sie  d^tn  Pflpgpr  mit,  »ic 
hStten  bisher  rer^blEch  gewartet,  daß  Georjf  von  Stnheubcrg  In  Kapfeobcrg 
sein  werde.  Nan  Mien  nme  Rr^fehle  von  der  V.  D*  gekiitnn)i>n,  die  Kom- 
raissian  durchzuführen.  Hie.  erkundigen  nlrh  daher,  ob  sein  lleri  Befehl  {»• 
Ipeben,  die  .xn^esog^enc'  Kapfenberger  Illlrgencbaft  in  ventchaffen  oder  ob 
er  sich  hinnen  12  Tagen  Iteschi^tds  erholen  wolle  (Urie-i  ebenda).  Ain 
S&.  Juli  fleuden  sie  an  (ieorg  vuu  ätubeuberg  eine  neue  Malmung.  Sl« 
werden  sich  Mittwoch  den  3.  Aiigiitit  in  Eapfeoberg  einfinden  nad  bitten, 
dem  Pfli^gcr  und  Stadlrichtf<r  Weisung  zn  gehen,  daß  »ich  die  BQrgerschaft 
am  4.  Attgu.it  eitiütelle  (Orig.,  ebenda).  Am  4.  Augiiat  iKhreiben  sie.  noch 
immer  «Ime  Antwort  von  seiner  oder  der  Seite  seiner  Uemahlin  ed  sein, 
weshalb  ,wir  uns  bieber  iia(;h  Kapfenlter;;  verHIgt  haben*.  Am  30.  Septeinber 
schreiben  sie  ihm  abermals  »ach  Mureck  und  eiinnern  an  alle  früheras 
Schreiben.  Auf  das  vom  1.  August  sui  ihnen  eiu«  unverhofTto  Antwort  an* 
gekommen,  ,ala  eollte  dieser  Trieb  von  uns  erfolgen'-  Sie  hilitnn  daa  no- 
de»li»*»rnf  \.  F.  D*  gemeldet.  Teilen  ihm  di«  uenen  Befehle  mit  und  wollen 
ihm  gnRdiir  aufi-ricgt  haben,  daß  er  die  dort  veneichneten  Rtrarrti  eiuhringe- 
Neuer  Bef'-hl,  dir  ITnteriaiimt  und  die  Kttrgertcban  vontnfQhren  und  die 
nnütra  npinio,  als  vollte  die«  wj/olium  dtirrh  ihren  Trieb  geschehen,  aiiän- 
gebeu  (Orig.,  ebenda].  Am  18.  Oktober  antwortet  er  den  Kommissären 
(eigenhändiges  Kuni.,  ebenda),  daß  er  ihnen  geschrieben,  sie  inOg«n  bis  sB 
•einer  Illnaufkuuft  stillbatten,  was  sie  ihm  ansagten,  es  sei  denn,  daß  rie 
cineti  an4eren  Befehl  von  der  P.  D'  ej-haltcn.  Dem  «Qwidcr  Mt  ihm  der 
Befohl  gekommen,  die  Bfii^^r  und  Untertanen  sur  Strafe  ru  stellen,  ,mit 
Einfillirung  meiiirs  Wribs  Hewilligtiug',  die  doch  die  Herren  nie  gesehen. 
Daher  kommt  ihm  das  t^crhroilien  «UNjirkt  und  apntlltch  vor.  Sobald  er  den 
Befehl  d:er  F.  !>■  oder  der  Kegieruug  erhalte,  ttenle  er  sich  bei  derselben 
einstellen  oder  die  Uutertaneu  an  den  gebUbrendeo  Ort  verschaffen-  Am 
27.  November  antworten  sie,  die  Worte,  bclreffeud  die  Frau  Gejuahlln, 
finden  sicli  in  ihrem  Schreiben  nieht,  nur  daß  sie  aiob  a»  seine  Fran  Oe- 
mahlin  g'-wendel..  Vj*  falle  ihnen  nieht  ein,  ihn  s]«Ottlicb  su  behandela.  Sa 
Hif»ge  ihnen  nur  mitgutnilt  wenlvn,  wann  die  verlangte  Stelluug  endUeh 
erfulgeu  werde. 

1932. 

Drr   sahhurgische    Vizrdom    an    dm   Karninar   Landtag:   steUt 
namens  der  k<ttkdischen  Herren   und  Landleule  das  Ansuciten, 


607 


I 

* 


daß  Jm  Ersetsiing  der  landschaflliehiti  Amtrr  rtvischen  Katho- 
lischen   und    Evanfjelisehen    die  gebührettde    Gleichheit   erhalten 
werde.    1611  Februar  37. 

(Kap.,  Lambefjf-FetBtriU-ArcblT.] 

Das  In  allem  nin  gebührliche  gleichhalt  gehalten  insondcr- 
hait  die  ämbter  iloa  hrn.  hurggrafoii:  lierni  verordenteti  und 
generale! nnemer  auf  gewisse  zeit  and  alle  droy  jähr  geendert 
und  von  neuen  erseczl  werden. 

Nach  henandter  zeit  »u  yeder  verJtnderung  soWe  alter 
native  Ainmal  ain  Catholischer,  das  andermal  ain  landtman  der 
Augspurgischen  confessJon  zuegcthan  zu  aincm  burggrafen  er- 
khiest  und  durch  gleiche  stimen  erwühlt;  dcme  gleich  solle  es 
mit  dem  generaleiiinemer  gehalten  werden  und  won  der  burg- 
graf  catholisch,  khan  der  einncmcr  der  Augspurgischen  con- 
fcssion  sein. 

Der  verordenten  sollen  sovil  Catholische  als  der  ofthe- 
melien    confession,   der   einnemer  ab«r  kliain  verordeiiter  eein. 

In  allen  zusamcnkhonfCenj  so  ausser  landtags  beschechen, 
sollen  sovil  Catliolisclie  als  andere  hierzue  bescbriben  und  yedes 
durch  gleiche  anczalil  bcedcrtbail  beratschlagt  werden. 

Die  raitungen  sollen  zu  anfang  landtags  durch  taugliche 
und  sonderbahrc  deputierte  ausschuss  in  gleichen  anczalil,  so 
von  beeden  tliailon  fUrgeschlagen,  aufgcnumcn  und  justiticicrt, 
volgendts  die  beschaffenhait  derselben  sambt  aincm  summa- 
rischen extract  den  stenden  fUrgetragen  werden. 

Ausser  ofiendtlichtm  laiultag  nichts  zu  verschenckhen,  anas- 
zoleichen  oder  auf  extra  ordinari  undterhaltnng  ancKawendcn, 
dann  es  bescliehe  durch  ainon  von  beeden  thailcn  ycderscits  in 
gleicher  anczahl,  der  cathoÜschen  bo  wol  geist-  als  weltHchen 
standts  und  der  Augspurgischen  confession  zuegetlionen  lierren 
und  landtlcuthen  benendten  qnalificierten  ausschuss,  weticbes 
Tolgcndts  den  geniainen  eUlnden  wie  billich  ausfilehrlicli  fUr- 
getragen werden  solle. 

Adret$e:  Dor  cathoHschen  herren  und  Inndtleuth  geisl- 
nnd  weltliches  standts  mündliches  an-  und  fiirbriiigen  bcschchcu 
anfangfl  heurigen  landtags  durch  lirn.  Salczburgi sehen  viczdonib 
et.  et,  den  27.  Feb"  a«  611. 


608 


IMS. 

Die  am  KärtUner  Landtage  antcfsendmi  Herren  mnhI  Landltnä» 
A.  C.  an  ErgJierrog  Ferdinand:  erstatim  Iteriehl  über  das  von 
(hn  katJiolischm  SUhiden  l>egf.hrte  Verlangm  nach  GlekhxUUung 
hei  llrftettuntj  dir  landschaßUch^n  Ander  und  die  von  ihnen  an" 
ffedrohte  S^aration  und  deren  etwaige  Folgen.  Klagenfurt,  ICJ} 

Märt  2. 
(Kop-,  61.  L'A..  Obr.  B.  In  dtm  forRi«ll*n  T«!l«  ^«kBrat.) 

.  .  .  Sein  aoT  den  31.  abgolofTnes  TnouAts  Fthruari 
Kliärnariachun  Unding  in  grosser  nnsal  erschinfia  und  jü«  d*a 
tAg  liemacher  von  E.  F.  D*  commissurien  dero  ImndUigfprDpih 
aition  oder  ftlrtreg  so  sclirtft-  aU  mUndlicb  wir  .  . .  Yernommen, 
haben  vir  dsb&ld  za  denen  landUgsliandlangen  soweit  gegriffen« 
dus  (Heitenmalen  TOn  altenhero  jederzeit  gebreUchig  geweit, 
ehe  nnd  dann  tn&n  die  landtagspropoBitionaberAÜiBchlagang  an 
die  bandt  genommen,  K.  E.  L.  vorber  der  berrn  verordneten 
nnd  ansschasarelation  von  irer  rorricbtoiig  nnd  wie  e«  mit  irer 
der  Undtscbuft  bauswirtsch&fl  baubtsAcIiIiob  Iwschaffon,  xu  dem 
unde  abgobün  nnd  vemomeni  damit  sie  sich  in  denen  buidtags- 
handlungon  umb  so  vil  gowisitcr  darnacb  rognliri^n  nnd  daa, 
was  dem  geliebtea  Tatorlantlt  bail&amh,  betracbten  and  fUr- 
namen  kann)  uliche  reUtion  den  2ö.  bornachcr  nmb  dass  dar- 
ontcr  auMcbnssbandlongen  nnd  das  feit  Mnttkiae  eingefallen, 
in  offner  veraamblang  ahgelosen  worden,  mit  welicbem  man 
dann  ain  ganze  sesaion  zuf-gebraobt  und  die  veranUuang  be- 
Bcbebon,  dasit  die  berrn  und  landlt*atb  den  volgenden  morgon 
widcmmb  KOKamonkumen  nnd  ferror  notdurft  fUmemeu  noUea. 

Als  nun  solliche  nisiunenknnft  fhrgaogen,  die  horm  Tsr- 
ordneten  und  nnssebuss  Üblichem  gebrauch  nach  abtreten  nnd 
man  volgendt.«  bt^mtbsr hingen  sollen,  ob  ain  landicbaft  mK 
lollicb  irer  rrlation  nnd  Verrichtung  content,  ancb  ob  sie  es 
Terror  an  disvn  iren  Jlnibtcrn  bcbandh^n  well  oder  nit,  babcm 
die  anwoMnden  berrn  catholtsrhcn  goinlÜf'hrn  und  weltlidim 
stände  alsbald  eu  anfang  und  eheander  grdat*bte  borrn  varor- 
donte  and  auascbuu  abgetrotun  dareh  den  härm  Saite burgttckeD 
vitxdomb  sovil  anbringen  lassen^  allcwcilon  ny  iiit  die  wpntj^eni 
landleut  und  daher  za  dem  gemainou  wosen  aniehlirh  conin- 
bairen  sie  aber  bishoro  von  £.  E.  L.  Ambtoru  gloicKsamb  au* 


695 


I 

I 


I 


gfihates  einguschreilen   ttnd   m  geistlkhen  und  tvdtlkhcH  Bingen 

gute  Ordnung  einsußkren.    Sotiteti  ihre  Kräße  hiem  nicht  aus- 

reicfien,  so  tverde  auf  iftr  rätUchcs  Guiaclifen  hiu  die  JRegterung 

die  geeigneten  Vürkehrungen  treffen.    Grm,  iGlO  Juni  5. 

(Orig.,  SUtlb.-Arahiv  tiras.) 

Ober  die  Refonn&tian  In  Pettati  erlief  (m  (JrjiKor  Statth«ltor«tiin:liiT 
ein  reichrs  AktcHtnati-iiAl,  daJi  wir  deswegeu  vorlegen,  weil  diu  Vor^rlien 
der  Kfgieruiig  in  aUen  iDuertlsterj'eicbiscben  St&dteu  d&a  gWmho  I^t.  Naoli- 
dem  «m  5.  Juni  die  Kommisaioa  ernannt  irt,  lUAclit  diese  sich  (fli)üt  Bfnug) 
im  August  auf  di«  Kki««.  Am  18.  trefffn  die  Ki>nimi«Bare  in  der  Stadt  eiu. 
Am  Itt.  nhcrreiclicn  Hie  den  Mn^fltmt  ibre  BcgUabipan;,  rufen  die  der 
A.  C  Anf;eh6rigen  zii-iani nicn  iinil  fra^n  nL<^  nncli  emrm  /uror  f«RtgOKOlzt«n 
FortnuUre:  Üb  sie  Kllrgi^r  i^pikii,  wrlclivM  Katnlwcrk  x'w  trribrn.  ob  air;  der 
(«txteu  Rcfonn&linn  bftign wohnt,  witt  Hin  airli  ilantnl.t  irklHrt,  wuriiin  Nie  ak'.b 
nicht  an  ihr  Verspredinn  ^ebaltun,  uU  nie  auf  iiii^AriflcliMiu  Buden  Frildl- 
kanton  boauclit,  wai-iiiii  sie  durcb  Dbertfetun^'  der  Kastengebote  Ärgernis 
f^eben,  ob  »i»  in  poUtincliea  Din(;en  G(?bor#am  leisten,  wer  sie  toh  ibrer  ßt- 
kebrong  aligebnltcn,  welche  Mittel  dnliei  anj^cwcnd&t  wurden,  weuen  ite 
flieh  jfitat  vrklHri^n,  nb  »ie  wHlircnd  de«  (Jnltr.-Miiennto»  Itantinningen  be- 
treiben, ob  sie  LiillirrinclLe  PohIiIIl-u  tuen  odnr  Hii;h  solebo  vorli^aen  lassen, 
MIT  di«  Vorleser  seien  und  »b  »in  ilWrbaujit  .■x-ktiscbt'  llUchi^r  haben. 

IJiesen  Fragest iickuii  griiiäU  werden  in  dtiii  Tagen  roui  19.  biaSä.  Augiut 
uugcnilir  80  PersoHnn  examiniert.  Oteiclt  am  critcii  Taj^u  iTkUieu  4  Krauen 
—  unter  ibneu  3  Witvreu  —  ftlr  inimor  b«i  ihrer  Lehre  su  bleiben.  Am 
20.  sagen  die  Kommissär«,  babtüi  wir  nur  eine  examiniert,  die  etliche  Jahre 
riiüht  gebeichtet  und  die  l-'aiitangebate  Übertreten  batt^.  E»  hab«  »Mi  er- 
goLi?n,  daß  die  Pettauer,  die  iwmrr  als  gut  katbolieoh  gurübint  wurden,  sieb 
aiim  'VvHv  aIh  »etir  nnlsfitlirilincli  orwif.«cn,  wcslialli  drr  Pfarrer  einttn  Strengen 
Verweis  erbirtt,  daß  er  so  laut^o  ilbor  di'i'M  Dinge  geflc-b wiegen.  Da  Hber- 
gab  ans  d«r  Pfarrer  ei»  Motnorialc,  darin  jene  Pcrsoneu  verxeichnet  waren, 
die  nicht  kAlhnUsch  sind  oder  niclit  gebeichtet  haben.  Aus  den  Inriuisitions- 
Protokollen  g«bt  hervor,  daß  die  :u«IsteiL  di«ies  Jahr  Dicht  gebeichtet  haben. 
Manche  3  bis  4  Jahre  nicht.  Die  meiRten  gelten  Gründe  an:  der  eine  scliQtitt 
■eine  .Frenndacbaft'  (Verwandtschaft)  vor,  den  anderen  hat  cinn  8triitigk)-il 
abgehalten,  ein  dritter  ist  im  ,Turiu'  gesest'cn;  finer  bejaht  fiir  sich,  ge- 
beichtet an  haben,  weiß  ea  aber  uiuht  von  seiner  Frau.  Einige  spcistiA 
Bwar  nicht  solbal  Fleisch,  aber  ei«  kochten  ,fiir  das  Gesinde'.  Einer  i*t  ka- 
tholiadi,  ,soin  Weib  aber  nit*.  Maruftuh  Mareuain,  Frau  eines  OchsenbAndlers 
und  Ratfreunctes.  ist  .evatigelifch  von  Jugend  an';  treffen  der  lleicbt  gefragt, 
sagt  sif :  .der  Rijcdof  sei  bei  ihr  losirt  gcwest,  der  hnbe  sie  beschieden,  sie 
soll  nnr  kein  Argi^rnis  geben,  an  einem  Weibe  sei  wenig  g«legen';  auf  die 
Frage:  was  sie  von  ihrer  Bekehrung  abgehalten,  sagt  sie:  uichta  als  ihr 
Hers,  sie  will  ovangolisch  Btorbcn:  lio  geht  allo  Feiertag  KUr  Meß  und 
Prvdigt  und  hat  ein  Lutherisch  .OetbÜchel'.  Fast  gleichlautend  sind  die 
Aassagaa  anderer  Frauen.  Nur  eine  erklkrl,  «ich  weisen  a«  lassen,  al«r 
telbst  diese  will  erst  noch  gute  Lcuts  fi-agen- 

38« 


Demnacli  wir  aber  einer  solchen  anerhörten  »eparatioD  nit 
stat  thueo  sollen  noch  wellen,  ßondern  wie  bishero  ...  in 
ainem  corpore  zu  verbleiben  .  .  .  entschlossen,  watt  Kuforderist 
zu  E.  F.  D^  and  dero  .  .  .  posteritet,  anch  diser  erschöpften 
lande  .  .  .  wolfarth  .  .  .  erspriessüch,  in  E.  F.  D'  hearigen  gn. 
1.  proposition  auch  Ton  keiner  solchen  .  .  .  neuerong  .  .  .  mel- 
dangen  beschehen  ...  so  ftein  derohalben  ...  zu  E.  F.  D* 
,  .  .  wir  nnscr  geh.  zncHacht  zu  setzen  und  uns  boy  derselben 
nit  allain  underth.  zu  entäehuldigen,  dass  ...  die  jetzigen  1. 
handlnngen  gar  nit  durch  unser  Verursachung  oder  «lora, 
sondern  allain  durch  die  von  den  catholisehen  praetcndiercnden 
nenernngen  verhindert  werden  .  .  .,  sondern  E.  F.  D'  auch  .  . . 
XU  bitton  verursacht,  die  wellen  bey  mebrvorgemelten  c&th. 
Bt&nden  dabin  gn.  verfliegen  und  sie  vermahnen,  damit  sie 
doch  von  diser  irer  netterücben  nnhilllrhen  praeteneion  weichen 
und  weiter  nichts  aoUiehs  praejudicierlichs  moviren,  sondern, 
wie  E.  F.  D'  sowol  aioen  als  den  andern  tfaail  \tey  denen  wol* 
hergebracliten  freiheJten  gänzlich  verbleiben  zu  lassen  .  .  .  «Ofr 
gesagt  und  versprochen,  also  es  auch  sie,  die  catbolischen,  bei 
demselben  alten  gueten  hibliclien  herkoniincn  der  freien  wählen 
nmb  sovil  bilÜc-her  bewenden  lassen,  allewoilen  sie  von  E.  L. 
fimbterti  nit  ausgeschlossen,  sondern,  wie  in  dem  memorial  an- 
geileut,  durch  fruie  wählen,  un&ngesuhen  der  religiouon  erkiest  and 
darinnen  bis  dato  ungefladert  verbliben,  es  auch  noch  ins  künftig 
süliche  freyo  wählen  geben  werden,  wer  oder  wcllicho  ans  den 
caiholischen  nnd  evangelischen  hierzu  zn  gebrauchen.  . . .  Clagen* 
fürt  im  landtag  am  ^2.  Hartii  anno  Hill. 

N.  die  hey  gegenwärtigem  landtag 

anwesenden  herrn  nnd  landleuth 

der  A.  C.  zaegethan. 


i 

4 


1934. 


Die  Verordneten  von  Kärnten  an  die  von  Steier:  bestütigen  de» 
Empfany  eines  ScJireihens  vom  20.  F^ruar,  wornach  m  der 
Rdigionssache  ntich  tiichts  gesc}iehen,  und  teilen  mit,  weshalb  die 
hiesigen  Ijindtagshandlungen  suspendiert  seien.  Klayenfurt,  1611 

Märe  4. 
(Orit-,  6t.  L.-A.,  Oll.  U.) 


595 


I 


gehotes  eimuschreiten   und  in  geistlichen  und  jvelÜichm  Dingen 

gute  Ordnung  eitmt führen.    Sollten  ihre  Kräfte  hieru  nicht  aus- 

rffiehen,  so  irerde  auf  ihr  räfUches  Gutachten  hin  die  Regierung 

die  geeigneU^n  Vorkehrungen  treffen.     Gntg,  IßlO  Jwii  5. 

(Oriß.,  StKlIh.- Archiv  Ornc.) 

Über  di«  Reformation  in  Pcttau  wrlie'i^t  im  Gtkivt  SUtÜiAhereiarchir 
ein  relclicH  AktniniAtrriiil,  das  wir  rln<iwp(^en  vorlegen,  weil  dM  Vor^elieu 
dar  Be^i^riiiij^  in  ^^\^n  iancMstErrcicIiiscIifin  SlJiiltcn  ctan  (•leiche  iit.  Nach- 
dem am  i>.  Jtiiti  dio  KnriimiMion  erannitt  ist,  triHcIil;  diese  sich  (>)p)lt  ^nug) 
im  Augast  auf  die  Boiia.  Ain  18.  treffen  din  KHinmissSrc  in  der  Stadt  oiu. 
Am  l^.  QbcrreicboD  sie  dem  Mai^slrat  iliro  ßcgUulti^nng,  rufon  die  der 
A  n.  Angehlirifffin  iLUJaiiimcii  tind  fni|;«'n  sie  niii:!)  einctn  kutot  fI.^>tgea«tItea 
KiinniiUrc:  Ob  sia  Bürger  seien,  welche«  Handwerk  sie  tr^ilien,  ob  «ie  der 
leUtrn  Kcrormalion  bei^ewt^hnt,  wie  «te  sich  d&mnüi  «rlfUrt,  warum  sie  «ich 
nichl  an  ihr  Vcrfl|)rcchcn  (;«^iall^Ti,  ob  sie  auf  nngsrisFlit^tu  Hoden  I'rädi- 
kanten  Ijpsuciit,  watuih  sie  durch  Übertretung  der  FaEtengcboto  Ärgernis 
geben,  ob  sie  iu  pnliltsuhca  Uingen  UchDi-eaiii  loiaton,  wer  i>io  von  iliri^r  Ite- 
kebruiig  abgehalton,  welch«  Mittel  dabai  angnweudet  wurden,  weison  sie 
sich  jettt  erklJireii,  ob  sie  während  des  Guttesdicuft»  llautirruiigeii  W* 
Irrtiben,  nb  nie  Lntlierische  Postillcn  lesen  uilcr  sich  nolche  vorlesen  langen, 
w<T  die  Vorlj^wr  seien  nnd  ob  ain  (Ib^rhauiit  n-ktisthc  lIQclier  haben. 

Diesen  Kragest (Ickcu  gemilU  werdt>n  in  den  Tajfeii  vnii  19.  bis  23.  August 
ongnlShr  80  Porannen  examiniert  Gleich  am  ersten  Tage  erklüi-en  4  Frauen 
—  unter  ihnen  3  Witwen  —  fllr  immer  bei  ihrer  Lehre  ao  bleiben.  Am 
SO.  sagen  die  IvoniniiasSre,  b^ibtia  wir  nur  eine  examiniert,  die  etliche  Jabre 
niebt  gebeichtet  und  die  Fasteiigebote  übertreten  hatte.  Es  Labe  iicli  er- 
geben, dnß  diu  l'eltauer,  die  immer  aIs  gut  kalboÜAch  gerühmt  wurden,  sich 
Eum  Teil'-  sIs  »i-hr  nnkalholl-n-h  eriv!r*cti,  ive»halb  der  Pfarrer  einen  strengen 
Verweis  erhielt,  daß  er  so  lange  £il)er  diese  Dinge  gcaebwiegen.  Da  fiber- 
gab  uns  der  Pfarrer  ein  Memeriale,  darin  jene  Peraoncn  veraeicbnet  wjireii, 
die  nicht  katholisch  sind  üdi^r  nicht  gchetchtct  haben.  Aus  den  Inquisitians- 
pmtokollen  geht  hervor,  daß  din  meisten  dieses  Jahr  nicht  gebcicbtvt  haben. 
Manche  3  bis  4  Jahre  nii:Iit.  Die  meisten  geben  Grßndc  an:  der  eiut>  »(.-bUtxt 
«eine  .Freundschaft'  (Verwandtuchaft)  vor,  den  anderen  hat  «ine  Strittigkeil 
abgehalten,  ein  dritter  ist  im  .Tnrm*  gesessen;  einer  bejaht  fllr  sich,  go- 
b«[chlet  an  haben,  weiß  es  aber  nicht  von  «einer  Frau.  Eiaige  s])eintfin 
■war  nicht  sclbfit  Fleisch,  aber  die  hechten  ,fHr  da.i  Gesinde'-  KJner  bt  ka- 
thuliaefa,  ,spin  Weib  aber  nil'.  Maruioh  Marenxin,  Frau  eines  Ochsenhiludlcrs 
und  Ralfreundrs,  ist  ,evaugelisi:h  von  .fugend  au';  wegen  der  Beicht  gefragt^ 
'4^ft  sie:  ,der  Itisthrif  kcI  bei  ihr  EoAtrl  gewesi,  der  habe  sie  beschiedc»,  sie 
Aoll  nur  kein  Ärgernis  geben,  au  einem  Weibe  sn3  wenig  gelegen';  auf  die 
Frage:  was  sie  ron  ihrer  Bekehrung  ahgclialten,  sagt  sie:  nichts  als  ihr 
Qent,  sie  will  evangelisch  sterben;  sie  geht  alle  Kciertng  zur  Meß  und 
Predigt  und  bat  ein  Luthensch  .Reih II che l'.  Fast  gleichlautend  sind  die 
Anseagen  anderer  Krauen  Nur  eine  erklHrt,  sieh  wet'cn  su  laaseu,  abor 
aelliHt  diesv  will  erst  uncli  gnte  Linita  fiagen. 

38« 


594 


auch  eines  jeden  nud  unser  nacltkommenden  seelen  heil  und 
Bfligkeit  willen  zu  widerurab  dea»en  trciatlicher  erheb-  und  re- 
capcricrang  von  iiOthen,  »um  wog  zu  nebten  und  an  die  band 
zu  ncmen,  also  was  derowegen,  die  in  negoiio  religioniit  de- 
putierte Steyrischc  ausBchuss  auf  schieristen  6.  Jnnii  alher  be* 
Hchriben,  wie  die  nun  hierauf  hoy  so  frcwunachtcr  gelepcnheit 
dahin  traclilen  tuügeu,  daüs  die  aiijetzü  zu  Prag  anwesende 
Churaacben,  der  herzog  von  Rraunscliwcig  and  bcede  gebrUeder 
landtfs'rafen  von  Hessen,  als  wol  die  in  mittels  noch  erscheinende 
Ohur-Pl'alz  und  Brandenburg  der  A.  C.  zuegethan  oder  damit 
at^commodircude  forsten  umb  .  .  .  interces&ion  gegen  onsern  auch 
alda  anwesenden  gn.  herrn  und  landtfarsten  .  .  .  bitlich  er- 
auecht  wurden:  wan  dan  diss  neben  auch  der  dammb  ange- 
suechteii  konigreicli  Behem  und  der  andern  länder  gegen  uns 
ancrbotncn  .  .  .  zuethuen  mit  gütlicher  vcrleichung  ohne  Iriicht 
nJt  ftbgehn  wierdet  und  doch  darunter  kein  zeit  zu  verfeyren 
ist,  alao  habe  den  herrn  icbs,  inmasse]i  es  alberait  auch  hinein 
in  Crain  dem  herrn  von  Auersperg  beschcchen,  zu  dem  ende 
wöUeu  communiciereii,  ob  aucli  deren  von  Khärnten  deputierter 
aUBSchnss  in  hoc  7iegotio  zusamen  beschriben  wurden  and  da 
sich  nan  die  eines  solchen  vergleiclicn,  als  inen  dan  von  dannen 
der  entschluas  znebefurdert  werden  aolle,  so  werden  sie  dem- 
nach tinib  dlsea  trefflichen  werks  befurderung  willen  solche 
Bclireib<tn  (darbey  der  licrr  seiner  dextcritct  and  gliiupfen  nach 
Airnemblichen  das  beste  thuen  kan)  verfassen  und  ander  ieren 
und  deren  von  Crain  aimschnsson  fertigen  als  dann  auch  zu 
unserer  mitverfi-rtigang  und  stracker  fortuberschickung  zuc- 
koinmen  lassen.  .  .  .  Grata  am  b.  pfingsttag,  das  ist  der  30.  May, 
awic   1610. 

(An  hnrti  burg^rafen  vom  letxteo  May   IßlO.) 

19U. 

Ferdinand  IL  an  die  HcligiottsrefofMnttomfcnmmi^mre,  dm  Bai 
Hans  Christiqjh  Taiienpech,  Dr.  Christoph  Traltinger,  Pfarrer 
Qeorg  Pileator  jind  Ihms  Sigmund  Äichhorti:  Um  der  irotx  aller 
früJtereti  Befehle  in  Peltau  mtigerissenen  Unordnung,  die  atts 
den  beigeschlossetiai  Memorialen  ersichtlich  wird,  ein  Knde  m 
machen,,  hüben  sie  steh  sofort  nneh  Peitau  eu  verfügen,  dort 
gcnaw  Unetrsuchung  su  pflf^jen,  gegen  die  Übertreter  des  FasteH- 


595 


I 


I 
I 


g^oUs  einzmchreiien  und  in  geisUhfien  und  tvdtlieken  Dingen 
gute  Ordnung  eineußhren.    Sollten  ihre  Kräfte  Ai«n*  nicht  aus- 
reichen, so  werde  auf  ihr  rdtliches  ihitnchlcn  hin  die  Regierung 
die  geeigneten   Vorkekrungen  treffen,    (iraz,   7670  Juni  5. 

{Ong^  Slxllh.-Arsliiv  Orxx.) 

Cber  die  KefoniiAtton  in  Poitn»  rrlirgc  im  Oriiz«r  SuttlmltereiArcliir 
«An  roLchps  AktPiimatf^nal,  du  wir  rlnnwr^ün  rnrli-grii,  wril  Unit  Vorgcli«n 
Wr  R<^gi?rüllg  in  allen  inner'lstßrreicUincljini  SlMtcti  liit*  i^loiclie  nl.  Nauh- 
itm  am  5.  Jtiai  die  Koiiimi^sluii  «rnAiiut  int,  iiiactil  dirti«  sich  (t^lt  gi'nug) 
im  AiiguRt  Auf  di«  Reise.  Am  18.  ircffco  di«  Kuiuin i»sllrt.>  lii  der  Sladt  ein. 
An  19.  (iKcrreichon  sie  dem  Mk^istrat  iLire  Beglaubig» ug>,  rufen  die  der 
A.  C.  Angc.hllrif^cn  uunaniincn  und  frHgi<n  sie  aacli  einem  vuvor  fof^tf  eneUtea 
PormuUrB:  Oh  si»  Kflrerr  scivu,  welrlips  Handwerk  »io  treiben,  ob  tu  der 
Ictstcn  Utifnrmatiiiii  l>i*igpwnlint.  wie  «io  «ich  damnls  rrMärl,  wnraiii  nie  »ich 
Tiiclit  an  ihr  Viirsiin-iiliVTi  ^flialtm,  «b  ri«  awf  iui|;AriBclirin  Rmlcn  PrHdi- 
kantt'n  benncht,  waiuui  sie  duruli  Ükerlretung  der  PaAteiigcbotc  Ärgernis 
^bea,  ob  lie  in  pnliliacbcn  Diugen  GcLorvaiu  Icialeu,  wer  sie  von  iliitt  üe- 
Itebning  abgcliAltcn,  welche  T^Iittel  da1>ai  aiigoweudeC  wurden,  wesaea  «io 
sich  Jntst  cfkIHren,  ob  <ie  wtilirend  de»  (iottetidien-iteti  Hanticrnngen  be- 
treibe», ob  Mc  LutlieriKchi  Postiilcn  lenen  oder  ttit-ti  solche  vorlp^nn  Us.trn, 
wer  die  Vorltucr  oeicn  und  nb  sin  iiberlian[i1.  anlitisuhr  KUclier  halicn. 

Dicteii  l-'ragMlIli'.koii  gemäß  werde«  in  ilrn  Tagen  vinn  19.  bin  23,  Ati^uit 
augefähr  80  Pcraanen  i-xaminiert  Gloicb  nm  eratun  Ta];o  erkütrcn  4  Fraueu 
—  unter  ihnfii  3  Witwpti  —  filr  iminor  bei  ihrer  hr\iiv  bu  bleiben.  An 
20.  Kigen  die  Kommiuam,  babna  wii  nur  eine  exantini'irt,  die  eCliehe  .labre 
nicbt  gebeichtet  und  die  Füstongebote  Übertreten  hatte.  Ei  liabe  licb  er- 
geben, daß  die  r«?ttauer,  die  immer  nU  gut  katholiscb  gerilbml  worden,  sich 
zum  Teile  als  wohr  nnkatholiin^h  erwinsen,  weshalb  der  Pfnrrfr  einen  «trengi^n 
Verweis  erbielt,  daß  er  so  lange  über  diese  Dinge  getcliwiegon.  Da  Elber- 
gab  uoi  dor  Pfurrer  eifk  Hsmoriale,  darin  Jane  Personen  rcrxeichuet  waren, 
die  nicht  katlioüscli  sind  oder  nicht  gebeichtet  liaben.  Aus  dou  luqutcittvilü* 
Protokollen  geht  hervor,  daß  die  meisten  die*«*  Jahr  nicht  gebeichtet  hab«^». 
Manche  3  bis  4  Jabre  nicht.  Die  ineistCTi  geben  Grtlnde  an:  der  eine  subUlit 
seine  .Freundschaft'  (Verwandöchnft)  ror,  den  anderen  hat  eine  Stritligkeit 
abgehalten,  ein  dritter  i«  im  ,Tiimi'  ge»psien5  einer  bejaht  für  sieh,  ge- 
beichtet zu  haben,  welU  es  aber  nicht  ron  seiner  Krau.  Einige  speislen 
■war  nicht  selbut  Pleiscli,  aber  sie  kochten  ,ntr  dai  Gesinde'.  Einer  ist  ka- 
ttiolisch,  ,«oin  Weib  aber  nit'.  Maruicb  Marenziu,  Frau  eines  OchsenhSudk'r* 
''Wd  Ratfreuudes,  ist  .evangelisch  von  .Tngcod  an';  iregm  der  Beicht  gefragt, 
lagt  »ie:  ,der  Bischof  sei  bei  ihr  loiirt  gowcst,  der  bähe  sie  be^chieden,  sie 
»oll  nur  kein  Ärgernis  geben,  an  cinnm  Weibe  sei  wenig  gelegen';  auf  die 
Frage:  was  sin  ron  Ihrer  Bekehrung  abgeliuLtcu,  sagt  sie:  nichts  als  ihr 
üerx,  sie  will  PTangßllfieh  sterben;  sie  gelit  alle  Fuiertag  zur  McQ  und 
Predigt  und  hat  ein  Liithoriach  .ÜetbUcdteL*.  Fast  gleichlautend  sind  üe 
Aassagen  anderer  Fraue».  Nor  eine  erklärt,  »ich  weiton  lu  lassen,  abor 
selbst  diese  will  erst  noch  gnto  Leute  frageo 

88« 


614 


Wird  ha\  S3.  PAbrnar  nn  6ln  Gaiitllehkolt  dtia  ArchidUknnxtM  ^«leitet- 
Per  Hkn-fr  ron  Tarria  antnortfit  am  6.  Jnli  mit  der  Enlschiilili^ug.  da« 
VcrxeicIiiiiB  nicht  acfaun  frlihcir  («iDgeAeodet  eu  ha^reu.  Desgloiclieii  send«! 
die  Pfarrer  toq  Kiicbbach  und  Grefnodorf  ibre  Teraeichniue  ein. 

1992. 

Papst  Faul  V.  drückt  Ersshereog  Ferdinand  von  Steiermark  sei» 

Beileid   über  Kaiser   Rudolfs  II.  Tod    und  seine  Sorge  betreffs 

Oestaiinng  der  ^Cukunft  ans.    Born,  1612  Fehrtiar  4. 

(Orig.,  Bt.  L.-A.    Gedruckt  Bteiern.  QnicliiehtabUlter  1,  93.) 

.  .  .  Alultuin  timcmus,  ne  haorctici  oecasione  interre^ni 
HcrmH  in  rcligionem  catholicam  insar^ant,  et  ob  id  valde  desi- 
deramas,  at  ioter  filios  noBtros  dilectos  principe»  catbolicos 
Komani  imperii  vigcat  firma  atque  stabilis  concordia,  ut  quau 
primum  opportana  novi  imperatoris  electio  fiat.  .  .  . 

1943. 

Ferdinattd  21.  an  Georg  Herrn  von  Stubenherg:  Er  hoAe  seine» 
Beriehi  wegen  Vertceigcrutig  des  Erscheinens  seiner  Untertanen 
vor  dfin  lidigionsreforntationskomtnissären  vernommen.  Nun  be- 
fehle er,  sie  vor  seine  liegierung  zu  verscltaffett.  Sie  haben  sieh 
hei  ihrer  Ankunft  durch  den  Türhiiler  ansumelden.    Gras,  1612 

Februar  d. 
(Orig.,  St.  L.>A.,  6tut>eDl>erg-AkteD,  Gogwurefotm.) 

1944. 

Die  Herren  und  Landleitte  A.  C.  in  KänUen  an  den  Ersherjsog: 
fuhren  Klage,  daß  der  ateirische  Landprofos  auf  Antrifh  der 
Widerwäriigen  xiveimal  nach  Kärnten  gekommen  und  mehrere 
Untertanen  diyr  Herren  und  Laudieute  nach  Gra£  geführt  hübe. 
Er  Jiabc  sich  vernehmen  lassen,  er  iverde  haJd  it>ieder  ins  Land 
kommen.  Solche  Prosesse  seien  hier  unerhört  und  bei  den  schwere» 
Zeitläufteti  auch  gefährlich.  Bitte  vm  Abhilfe.  Khgenfurt,  im 
Landtage  1613  Februar  8. 
(Kop.,  St.  L.-A.,  Chr.  R.) 

1945. 

Dieselben  an  die  von  Steter:  teilen  die  dur/A  den  Latuiprofosen 
verübten  Ex£es8e  mit  und  fragen  an,  tcas  im  Sinne  der  ,Prugge- 


615 


Faeifihation    hierin    zm    tun    5ci.      Klagenfurt,    1612 
Fehrmir  9. 
(Orig.,  8t,  L.-A.,  Chr.  K.) 

1946. 

Anseige  (des  Pfarrers  von  Kapfenherg)  gegen  Georg  Herrn  mu 
Stubenberg,  daß  seine  Untertanen  am  Sl.  Michaelstage  auf  der 
Robot  ,Gaill'  ausführen  mußten  und  daß  am  Feste  der  lUmmel- 
faixrt  Christi  und  sonstigen  Festtagen  Jagden  abgehalten  icerden. 
Befehl,  sieh   dergleichen   OngehüJir  sti   enthalten.     (Gra*)    1612 

Februar  13. 
(Orig,,  8t.  L.-A^  SlubeDberp-Akten,  Gf^enreform,} 

1947. 

Ferdinand  IL  an  Georg  Herrn  von  Stubenberg:   Mißfallen  über 

dessen  an  Sonn-  und  Feiertagen  vorgenommene  Jagden,  die  für 

sdche  Tage  untersagt  werden.   Grai,  1612  Februar  13. 

(Orig.,  St.  L.-A.,  Stabeoberg-Akten.) 

Kdler  ...  Ab  beigelegter  abschrift  baat  da  mehrers  in- 
halts  sa  verncmben,  was  an  uns  wej^en  der  an  den  son-  and 
feyrtagen  durch  dich  fllrkcrenden  gcjaidt  und  robacen  in  ander- 
tbenigkcU  gelangt  worden. 

Wann  wir  dann,  im  fabi  die  sach  angebrach termassen  be- 
schaffen, darob  ein  sonders  misafallen  tragen,  so  bevelcben  wir 
dir  hiemit  genedijrlich,  das  du  dich  inskünftig  dergleichen  un- 
geblir  bei  straff  enthaltest,  oder  da  die  sachen  sich  nicht  also 
halten,  dessen  unsere  n.-Ö.  regierang  fUrdcrtich  berichtest.  An 
dem  beschicht  unser  gcnediger  will  und  mainang.  Geben  in 
unserer  statt  Grätz  den  Vi.  Februari  im  1612.  iar. 

ICommiasio  Ser'°'  domini  arcliidncis  in  consilio. 
7Vr 


Policarpus  Scliaitt  m.  p. 
ßtatthalterambta-verwalter. 
Ch.  PrällJiiger  d-,  canzler- 
ombtsverwalter  m.  p. 


Georg  Wagn  zu  Wagnsperg. 
Simon  ZoUtnger. 


1948. 


Der  Vuedom  Johann   Georg  von  Stadion  an  Enterich  Molitor: 
befiehlt   neuerlich  strenge  Einhaltung   des  Mandats  des  Fürst- 


61fi 


hiichofs   VOH   Bamberg    wegen   Ahfchaffutig   der   Unkatlinlisdien, 
EinhalttMg  der  Fasiengebote  usw.    Wolfsberg,  1612  Februar  14. 

(Orig.,  Arnold>t«itier  Aktea,  Badol&D.) 

Rinlfit  Ffarrftr,  BennfiEiiLtcin  und  iiiKJcr«  geistliche  Persnncn  haben 
iliren  hoclivecbotenen  Anliaug  Öffentlich  und  ohne  t}v;heii  gleich  nach  d« 
Abreise  I.  F.  D*  wie<ler  xu  «ich  genommen.  In  Zukunft  habe  man  ticb 
strcufj^sccns  an  dt«  Mandmo  xn  halten.  Du  Koskubioat  ktiniio  keiOMfdlt 
geduldet  werden 

1949. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  an  die  von  Kärnten:  Dank 
die  Mitteilungen  vom  9.  Der  Landtag  ist  schon  geschlossen. 
Man  Äß»n  abo  die  Sacke  nidit  mehr  vorbringen.  HoffeHÜidi 
haben  sie  sich  bei  der  F.  D'  beldagt  und  erhalten  eine  Reso- 
lution, daß  man  tticht  nötig  habe,  die  Sache  sh  movieren.  Die 
Itiier^essiouen  an  die  Kurfürsten  und  Fürsten  sind  aus  allerlei 
Jiedenken  lis  dato  nicht  übergehen.  Da  das  Datum  ein  altet 
und  der  Kaiser  nunmehr  tot  ist,  kann  nichts  mehr  gerichtet 
tverdeti.    Gras,  ItilU  Februar  17. 

(Hon».,  St.  L.-A.,  Clir.  U.) 


19Ö0. 


Hesolution  Fcrdinamh  II.  in  der  Sache  des  steirischen  Profosen: 
Die  htrausgefiihrirn  Persom-n  hahirn  sich  den  Getteralieti  ivider- 
sctßt,  indem  sie  Leute  anfgcnontmen,  durch  die  die  Einigkeit  im 
Lande  gestört  tvird.  Diesem  Übel  mußte  vorgebeugt  werden.  Das 
gereicht  nicht  zur  Schmälctnng  der  Landesfreiheiten,  daher  hat 
die  Landschaft  nicht  das  Recht,  sich  dai^ntier  sit  seteen.  Wenn 
sich  einige  Landlcule  der  Sache  so  eifrig  annehmen,  komme  ihm 
das  fremd  vnr  und  m«»  mufJ  daraus  Argicohn  schöpfen.  Man 
versehe  sich^  daß  sie  sich  bendtigcn.  Graz,  l(il2  Februar  20. 
(Ort;.,  61.  L.-A.,  Ohr.  R.) 

Am  y.  MUrK  teilou  dio  Verardneteii  voll  Kärnlen  die  Sache  de« 
Bteirern  (und  Krxinern)  mit  und  bittou  uiu  «in  Gutachten  (OHg.,  ebenda)- 
Anlwort  ««he  tum  SO.  MHn. 

1961. 

Martin  Brenner,  Fürstbischof  von  Seckau  und  Generalothar  vom 
Saleburg  für  Steiermark,  an  den  Pfarrer  £u  Langenwang:  Mit' 


< 


4 


617 


I 


teiluntf  des  landesfürsllichen  Dekretes  tcepen  jährlicher  Bcichi 
und  Kommunion  oh  österliclier  Zeit,  Namhaflnuichung  nrtd  Zi- 
tierung der  Ungehorsame»  »ach  Orag  de.  .  .  (rras^  1012  Mars  3. 

(Kop.,  L.-A.,  Netiberger  Akteil-) 

Es  ist  der  F.  D*  .  .  .  bevelcli,  dsss  ihr  aufs  eliist  earen 
pfarrleaten  aaf  der  cai37.el  verkünden  ho\U,  dass  menniglich  za 
yelzkoBira enden  österlichen  weiten  und  fortliin  järlicli  den  schul- 
digen geliorsamb  in  verrielifnn^  der  .  .  .  beiclit  und  empfahung 
des  sacraments  dos  aliars  .  .  .  laiBten  soll.  Da  aber  atncr  oder 
mehr  Bicli  so  nnchristlich  verhalten  und  acht  tag*  nach  Ostern 
mit  bcicht  und  coiomunion  nit  eingestellt  haben  wurd,  dieselbige 
eolt  ihr  .  .  .  stracks  acht  tag  nach  Ostern  der  n.-ü.  regicrutig 
namhafft  machen,  auf  dass  ermelt  regierung  dieselbige  bieher 
nach  Grftlz  eitleren  und  wtdiir  sie,  als  wie  mit  andern  ancatho- 
tischen  beschehen,  procediem  raög.  .  .  . 

Damit  ai)er  menniglicb  zum  geborsamb  desto  besser  sich 
ichicken  miig,  ist  ferner  unser  bevelch,  daas  ihr  den  catechta- 
intim  fnr  die  band  neineu  und  durch  die  lasten  das  volk  in 
der  kii-cben  catenliisiern  nnd  in  glauhensarticuln,  soiidt>rEich 
was  die  belebt  und  communion  anlangt,  vleissig  inslituJrcn 
wellet,  Bonderlich  iiber  wült  dirjenigen,  so  sii-b  liishcro  unca- 
tholiacli  ei-zaigt,  für  euch  Ri-fordcrn,  stark  zucsprechen  und 
euch  bemüehen,  ob  sie  auf  den  rechten  weg  mächten  gebracht 
und  also  gottos  und  I.  F.  D'  «traff  überhebt  werden. 

Letzlioh  wült  durch  das  ganze  iahr  eowol  in  dür  viersig- 
tUgigen  fasten  als  so  andern  zeiten  auf  die  wirth  guetbs 
aufmerken  goben,  wc-lche  tn  den  fastlägen  Heisch  speisen  und 
dieselbige  der  n.-ö.  regicrang  vleissig  namliafft  machen,  damit 
sie  von  derscllion  .  .  .  mögen  gestraft  werden.  .  .  .  Grätz  den 
3.  Martii  anno  1613. 

Martinas,  episcopos. 

1952. 

Die  Verrtrdnelen  v(m  Steiermnrh  A.  C.  »n  die  von  Kärnten: 
haben  mit  lietrübnis  ihr  SchrriheH  vom  (*.  d.,  betrc/feiid  die  Weg- 
führung etlicher  Personen  durch  den  steirtseke»  Landprofosen, 
dann  die  hierfiher  erfolgte  Kingahe  und  nnverhaffie  Be^olution 
nebst  Verteeis  vernommen.  Die  ihnen  hierin  getünchten  Vorivürfe 
tcegen  der  berührten  Anzüge  dürßen  bei  Hof  falsch  interpretiert 


606 


derzeit  nteki  verseJmfffin  en  könnett,  aber  in  Küree  in  Kapfm- 

berg  eu  sein,   bis  dahin  nuxfen  tue  sich  gediäden.     Tn  14  Tnifm 

hoffe  er  dörl  eu  sein,    Mureck,  IfUl   Febr%mr  19. 

(Orig-.,  St,  L.-A.,  StubmWrg-Akt«!),  G«georBfonii-) 

Der  Befebl  der  RcformatlonskomintuSr«  H^gl  ntefat  ror.  D«gec«D 
aotworteo  aie  am  1.  H£ni  auf  aein  äclireibec  vom  9.  »bruar,  in  wel?h«Ri  er 
iic1iri«lj',  daß  iciao  L«atfl  Dan  sclion  ofi  visitiert  wurden  und  der  schweren 
Zehninj;  und  Anderer  ftescliworde  [ibi;rhi>b«n  sein  sollten,  daß  sie  solche  Be- 
fehle nicht  rernrsaclLt,  »ie  kffnittn  «icli  auch  der  S^ltrung  und  d«r  Beachwerdeo 
nicht  eTinnem  (Ori|^.,  «btnd.i).  Am  29.  Mai  trilftn  nie  dorn  l'flrgcr  mit.  ai« 
bitten  bislier  vergeblich  gewartet,  daß  Oeorg  Ton  8tnbeitb«r|;  in  Kapfenber; 
>*!in  werde.  Nun  seieu  nene  Befehle  von  der  F.  D'  grkAnimr>n,  die  Knm- 
iniMiua  durdixufQhren.  Sic  erkundiger  sicii  daher,  ah  sein  Herr  Befehl  gt- 
geben,  die  iiDgexogent-'  Kapfcnbergcr  Bar^ersobaft  su  verscliaffen  oder  ob 
er  sich  binnen  12  Tagen  Bescheids  erholen  wolle  (Ori^.,  ebenda).  Am 
Hb.  Juli  aeoden  sie  an  Georg  vnn  Stubenberg  eine  neue  Mahnung.  Sie 
werden  sich  Mittwoch  den  3.  Auguiit  in  Kapfcnborg  einfinden  nnd  bitten, 
dem  Hflrger  und  Stadtriehter  Weisung  au  gehen,  dali  sieh  die  Bürgerschaft 
am  4.  August  einstelle  (Orig.,  ebenda).  Am  4,  August  wbreibeu  sie,  noch 
ilDDicr  nbuo  Antwort  von  spincr  oder  der  Seite  seiner  tieoiatilin  xn  soia, 
wAahalb  ,wir  uns  hieh^r  nach  KapfenUerg  verfügt  haben*.  Am  30.  September 
tclirclben  lifl  ibm  abermalt  nach  Mureck  und  erinnern  an  alle  frUheren 
S«]ireiT>en,  Auf  das  vom  4.  August  sei  iliaen  eine  unverbofTte  Antwort  xn* 
gekommen,  ,alB  sollte  dieser  Trieb  von  uns  erfolgen'  Sie  hjtttMn  daa  ma- 
dtttütinif  I.  F.  n^  gemeldet.  Teilf^n  ihm  die  iienen  Refcble  mit  nnil  wollen 
ilini  gnSiiiff  aiifirlfgt  bah(^»,  rlaß  i^r  iljo  ilort  v«ri{ciehEiclen  Strafen  pinbringe. 
NiMier  Rcfi-bl,  die  Untertanen  und  die  Utlrgerflcliafl  vunufllhren  und  die 
tiniMra  opinio,  als  solito  dies  tttgoUum  durch  Üiren  Trieb  gescliehen.  aufisa- 
gebeu  (Urig.,  ebenda).  Am  IH.  Oktober  nntworCet  er  den  Kommissären 
(eigenljündiges  Eous.,  ebenda),  daß  er  ihnen  g^xt^lirieben,  sie  mOgen  bis  ni 
seiner  IlinaufkanfC  stillballcn,  was  sie  ihm  znugten,  es  aci  denn,  daß  sie 
«■inen  nnder<^n  llcfeht  von  di*r  F.  11'  erhalten.  Dem  xiiwid4rr  sei  ihn  der 
Befi'hl  gnkominen,  die  Bürger  und  Untertanen  zur  Strafe  ku  stellen,  ,niit 
Rinftibriing  mrinc-i  WelUs  Bntvilltgung',  die  doch  die  Herren  nie  geaehen. 
Daher  ktimnit  ibni  dAs  Schreiben  suspi-kt  und  Bp<ltllirh  vor.  Sobald  er  den 
Befehl  der  F.  D*  oder  der  Kegieruug  eilialte.  werde  er  »ich  bei  derselben 
eimtellen  oder  die  Untertanen  an  den  gsl)ilhr«nden  Ort  vewchaffen.  Am 
27.  November  antworten  sii>,  die  Worte,  betreffend  die  Frau  Gemahlin, 
finden  sicli  in  ilirvrn  Sr.lirtiiben  nicht,  nur  ilal3  nie  steh  an  aelne  Frau  Ge- 
mahlin gewendet.  Ku  falte  ihnen  nicht  ein,  Um  spHttHuli  ku  behandeln.  Es 
nilige  ihnen  nur  mitgeteilt  werden,  wann  die  vorlangte  Stellung  endlich 
erfulgeu  werde. 

1932. 

Der   sahhurgisckfi    Vismiom    an    den  Kärntner    Landtag:    st^ 
namens  der  kathoUscliett  Herren  und  LamUeiUe  das  Ansuchen, 


\ 


daß  hei  Ersetzung  der  landgchaflUchm  Amt^  twischen  Katho- 
lischen   und   Evangelischen   die   gebiihrmde    Gleichheit   erhalten 
werde.    1011  Februar  Ü7. 

(Kop..  Lamber^-FeistriU-ArcbW. 

Das  in  allem  ain  gebührliche  ^leichhait  gehalten  insonder- 
hait  die  ilmbter  des  hrn.  burg-prafen :  Herrn  verordenten  und 
generale innemer  auf  gewisse  zeit  and  alle  dr«y  jähr  geendert 
and  Ton  neuen  ersecat  werden. 

Nach  bßiiandter  zeit  zo  yeder  verÄndernng  «olle  alter- 
native flinmal  ain  Catholischer,  dos  andermal  ain  landtman  der 
Angspiirgifichen  confession  zuegelhan  zu  aino.m  Iiurggrafini  cr- 
khiest  and  dnrch  gleiche  stimen  erwühlt;  deme  gleich  solle  es 
mit  dem  generaleinnemer  gelialten  werden  and  wnn  der  biirg- 
graf  cathnliscli,  khan  der  einncmer  der  Aagspurgisulicn  con- 
fession sein. 

Der  verordenten  sollen  sovil  Catlioliachc  als  der  oflbo- 
melten    confessionj   der   einnemer  aber  khiün  verordenter  sein. 

In  allen  zusamcnkhonften,  so  ansser  landtags  beschechen, 
sollen  suvil  Cathotische  ah  andere  hierzue  beachriben  und  yedes 
dnrch  gleiche  anczaltl  beedertliall  beratschlagt  werden. 

Die  raitungen  sollen  »u  anfang  landbigs  durch  taugliche 
und  Ronderbabru  dnputip.rlri  aiiaschusa  in  gluichcn  anczalil,  so 
von  beedeii  thaüen  filrgeschlageii,  aufgcnuraen  und  jostificiert, 
volgendts  die  be»cliafFünliait  derselben  sambt  aiiicm  summa- 
rischen extraut  den  stcndon  fUrgctragen  werden. 

Ausser  offendtlielmn  landtag  nichts  zu  verschenckhen,  anss- 
zuleicheu  oder  auf  txcira  ordijtari  andterhaltung  auczuwcndcn, 
dann  es  bcschehe  durch  ainen  von  beeden  thaijen  yederseits  in 
gleicher  anczahl,  der  cathollschen  so  wol  geiat-  als  weltlichen 
standta  und  der  Augspurgischen  confession  zuegethoncn  herren 
und  landtleuthen  benendten  quaii  15 eierten  ausscliuss,  welicbcs 
volgendts  den  gemaioen  ständen  wie  biltich  ausOtehrlicK  fUr- 
getragen  werden  solle. 

Adresse:  Der  cathoUschen  herren  und  landtlenth  geist- 
und  weitlichos  standts  mündliches  an-  und  fiirbringcn  boschehen 
anfangs  heurigen  landtags  durch  lirn.  Salczbnrgi sehen  viczdomb 
et.  ct.,  den  27.  Feh"  a'  611. 


* 


60fi 


derent  nicht   verschaffen  sti  können,  aber  in  Kürte  in  Knpftm- 

berg  gu  sein,   his  dabin  mögen  sie  sich  gedulden.     In  14  Tagen 

hoffe  er  dort  ru  sein.    Mureck,  1011  Februar  19. 

(Orip.,  St.  L--A.,  8tiil>Pnbcrg-Akteai  Oegennform.) 

Dm  Befehl  der  Reform AliouHkomnitMfire  liegt  nicht  vur.  Da^c^^ii 
intwortea  siü  am  1.  Muri  xuf  aelu  Scilireiben  vom  9.  FnbriiKr,  in  welchem  er 
»fliricb,  daß  iein«  Loule  nnn  s^hon  ofl  viiitiert  wurden  «nd  der  schweren 
/«■hriing  um)  xndervr  Heichwcrdo  Überhoben  »ein  solUcn,  daß  sie  solche  Be- 
fehle nicht  verur^Jichl^  »ic  kannrni  ttic^i  nuch  drr  Z^lirnng  und  der  Bcscliwenlro 
nicht  «riiinerii  (Orig ,  vbt^iidn].  Am  'JH.  M«i  teilen  nie  dem  Pflcgpr  mit,  nie 
hiitten  bisher  TiTgebUch  (gewartet,  daß  Oeorg  Ton  Stubouber(r  in  K)i[tfeuberg 
flein  werde.  Nun  .tcleu  iicu«  Bufvlilu  vun  der  F.  D'  ^oka itininu.  die  Euiii- 
miMioa  durchKufUhren.  Sie  erkundigen  »ch  daher,  ol»  sein  Herr  Befehl  ^- 
e;<>hi^nt  die  ,hiii;eKO|reDr'  KA)>renber|t:(!r  IlilrcerschHft  xn  ver!)oItaflren  oder  ob 
er  itich  tiinneD  12  Tillen  RaEch^lds  nrfaolen  wnlle  (Orig.,  ehi^nda).  Am 
Sfi.  Juli  wendiMi  sie  nn  Geori;  von  Stnhenberg  eine  neue  Mnhnnnf;.  8ie 
werden  »ich  Mittwodi  den  3.  Au(;iiHt  iu  Kapfenberi;  einfinden  aud  bitten, 
dem  Pfli^ger  und  Stadtritthter  Wciinitg  zu  gehen,  daU  nich  die  Bürgerschaft 
am  i.  August  einstelle  (Orig.,  ebenda).  Am  4.  Augtiit  schreiben  sie,  uoeb 
iiii«n?r  ohiif  AntwöTl  von  »oin*r  oilur  der  Seite  »einer  Gemahlin  so  Min, 
weihnlb  ,vfir  am  hiehpt  niicli  Kapfenber;;  verfdgt  liaben*.  Am  30  September 
Hchreibon  sie  ihm  abermals  nach  Mnrcck  und  erinnern  an  alle  früheren 
Schreiben.  Auf  daa  vom  4.  Au|ruat  bpi  ihnen  eine  unverhoffte  Antwort  «n- 
gekonimcn,  ,ala  sollte  dieser  Trieb  von  uns  otfolRcn'.  Sic  hStteii  das  mo- 
dettiatimir  1.  F.  D'  f^emeldet.  Teilen  ihm  die  neuen  Befohle  mit  und  wallen 
ihm  pnndii;  aiift^rlntj;!  haben,  daß  er  die  c^urt  verxeiolinelen  Strafen  einliriuge. 
Neuer  ßefuhl,  die  Untertanen  und  die  BürgerRchafI  vorzufiilireii  nnd  die 
ginittra  opinio,  alg  iollte  dies  nrtfoUum  durch  ihren  Trieb  getchelien,  anfxn- 
gelien  (Orig.,  ebenda).  Am  18.  Oktober  antwortet  er  den  Komnii»tLren 
(eigenhändiftaa  Konz.,  ebenda),  doU  er  ihnen  geHcliriobon,  sie  niUgen  bis  an 
Beiner  IlLnaufkunft  stUlhalteo,  was  sie  ihm  susagton,  es  sei  deuu,  daQ  aie 
einen  anrloraD  Uefehl  von  der  F.  D^  erhalton.  Dem  KUwidor  sei  ihm  der 
Befehl  gekommen,  die  BUrfrcr  und  Untertanen  Eur  Strafe  xii  stellen,  .mit 
Cinfiilirung  Dieinr.»  Weibs  Bowilligiing*,  die  doch  die  llorren  nie  geMbftD. 
Daher  kömmt  ihm  das  Schreiben  Riiüpekt  und  si^r^ttlich  vor.  Sobald  er  den 
Befehl  der  l*'.  l>'  odpr  der  Regierung  erhalte,  werde  er  sich  bei  derselben 
einstellen  oder  die.  Untertauen  an  den  (febCllirenden  Ort  verschaffen.  Am 
U7.  November  antworten  Bio,  die  Worte,  botreltcud  die  Fraa  Oenialilin, 
ßnden  sich  in  ihrem  Schroibon  nicht,  nur  daü  sie  sich  an  »eine  Frau  Gv 
mahliu  gvwendet.  E«  fall«  ihnen  nicht  ein,  ihn  spnttlich  zu  behandeln.  Es 
ni'^^e  ihuen  nur  itiitgeteilt  werden,  wann  die  verlangte  Stellung  endlich 
erfolgen  werde. 

1932. 

Der   sahhurifischc    Vizedom    an    den   Kärntner   Landtag:   sieüi 
namens  der  kitliwüscficn  Herren   und  lAindleule  tUts  Ansuchen^ 


607 


daß  fMfi  Ersetettug  der  landschafllich^n  Ämter  zwischen  Katho- 
lischen   und    Evauf/elischen    die  gehührende   Gleichheit    er}uilten 
tPerde.    lUll  Februar  27. 

(Kup.,  Laiiit>erg-KeutriU-ATobiir.) 

Das  in  allem  ain  gehnhrliche  g1eicli}iait  j;;ehalten  inftondAr- 
b&it  die  iUnbter  des  liro.  hurggrafen:  Herrn  verardentcn  and 
generale innemor  auf  gewisae  zeit  und  alle  drey  jähr  geondert 
und  von  neuen  erseczt  werden. 

Nach  benandter  zeit  zu  yedi;r  vcründerurig  solle  alter- 
native ainmal  ain  CathoIiscSier,  das  andermal  ain  landtman  der 
Angspurgificlien  confossjon  zuegethan  zu  atnem  burggrafen  er- 
khiest  und  durcli  gleiche  Stirnen  erwülilt;  deme  gleich  aolle  es 
mit  dem  generaleinnemer  gelialteu  werden  und  won  der  burg- 
graf  catholieehj  khan  der  einiieiner  der  Ang^purgincheii  con- 
fession  sein. 

Der  veroi-deuten  sollen  sovtl  Catholischc  als  der  oftbe- 
melten    confcsBion,   der   cinncmcr  aber  khain  verordenter  sein. 

In  allen  zuaamenkbonften,  so  ausser  landtags  beschechen, 
sollen  sovil  Catholisclie  als  nndere  hierzue  boachriben  und  yedes 
dnrch  gleiche  aiiczalil  beftderthail  beratschlagt  werden. 

Die  raitnngcn  sollen  za  anfang  landtags  durch  taugliche 
and.  sonderbahre  deputierte  aiisschuss  in  gleichen  anczaht,  so 
von  becdcn  thaiton  fürge  seh  lagen,  aufgenumcn  und  jastiliciert, 
volgendts  die  beschad'enUait  derselben  sambt  aineiu  summa- 
rischen extraet  den  steuden  fUrgetragen  werden. 

Ausser  offendtlichen  landtag  nichts  zu  verschenckhen,  auss- 
zuleichen  oder  auf  extra  ordimiri  undterlialtuug  auczuweuden, 
dann  es  bescliehe  durch  ainon  von  beeden  tliailcn  yederseits  in 
gleicher  anczahl,  der  cathulischcn  so  wol  geist-  als  weltlicbcu 
standts  und  der  Augspurgi sehen  confcssion  zuegethoncn  lierren 
und  landtleutben  benendten  qaaliticicrtcn  ausschuss,  welichcs 
volgendts  den  gemainen  ständen  wie  billicb  ausflichrlich  fUr- 
getragen  werden  solle. 

Adresse:  Der  cathcilisclien  herren  und  landtlenth  geist- 
uud  weltliches  atandta  mündliches  an-  und  ftlrbringen  beschehen 
anfangs  heurigen  landtags  durch  hm.  Saleaborglschcn  viezdonib 
et.  et,  den  27.  Feh"  a«  ßU. 


t 


608 


I9S3. 

Die  am  Kärntner  Landtage  antcfsendm  Herren  und  LatuÜeuU 
A.  C.  an  Erelierzog  Firdittarul:  erstatten  BeridU  über  das  von 
den  katholisciien  Münden  begehrte  Verlangeti  nach  Gleichsieüung 
bei  Erseteumj  der  landschaßUch^n  Amter  ttnd  die  von  ihnen  an- 
gedrohte Separation  wui  deren  etwaige  Folgen.  Klagenfurt,  IGil 

Marx  2. 

(Kop.,  St.  h.-K.,  Cbr.  B.  In  dein  f«rmeU«ii  T«il«  gekOrst.) 

.  .  .  Sein  auf  den  21.  abgeloffnes  monata  Fehruari 
Khärnerischen  landtag  in  grosser  anzal  erschinen  nnd  als  den 
tag  liernaclier  von  K.  F.  D*  commisaarieii  dero  landtagspropo- 
sition  oder  fUrtrag  so  suhrift-  als  mtlndlicli  wir  .  .  .  Ternommen, 
Imbon  wir  alsbald  za  denen  landtagaliandlungen  soweit  gegnffeiif 
dass  laoitetimalen  von  altershero  jederzeit  gebreüchig  gewcst, 
ebe  nnd  dann  man  die  landtagepropositionsberatbschlagung  an 
die  bandt  genommenj  E.  E.  L.  vorher  der  lierrn  verordneten 
und  außscbuBsrelation  von  irer  Verrichtung  und  wie  es  mit  irer 
der  lundtscbuft  bauswirtschafit  baubtsAcblich  beschafTen,  zu  dem 
ende  abgebürt  unii  vcrnomen,  damit  sie  fiicb  in  denen  landtags- 
bandlungen  nmb  so  vü  gewisser  damacli  reguÜren  and  das, 
WHS  dem  geliebten  vaterlamlt  bailsamb,  betracbten  und  filr- 
nemen  kann)  solicbe  relaUon  den  2Ö.  heniachor  nmb  dass  dar- 
unter ousschassli  and  langen  und  das  fest  Matthiae  eingefallen, 
in  offner  versamblung  abgelesen  worden,  mit  welicbem  man 
dann  ata  ganze  scssion  zuogebracht  and  die  reraDlassung  be- 
sebebcn,  dass  die  hcrrn  und  landlenth  den  volgenden  morgen 
widerumb  zusamenkuinen  und  ferrer  notdurft  fUrncraen  sollen. 

Als  nun  solüche  zasamenkunft  fUrgangen,  die  Herrn  ver- 
ordneten und  ansBcboBS  Ublichoni  gebrauch  nach  abtreten  nnd 
man  volgendtü  berathschlagen  aollen,  ob  ain  landscbaft  mit 
sollich  irer  relation  and  Verrichtung  content,  auch  ob  sie  ea 
ferrer  zxy  dlsen  iren  ämbtern  behandicn  well  oder  nit,  haben 
die  anwesenden  herrn  cathoiischen  geistlichen  und  weltlichen 
stände  alsbald  zu  anfang  und  eheunder  gedachte  hcrrn  vcror- 
dente  nnd  ausschuss  abgetreten  durch  den  herrn  Saltzburgischen 
vitzdomb  sovil  anbringen  lassen,  alleweilen  ay  nit  die  wciiigcni 
landleut  und  daher  zu  dem  gemainen  wcscu  ansehlich  contri- 
bniron  sie  aber  bishcro  von  E.  E.  L.  ümbteru  gleichsamb  aus- 


geschlossen  and  darzue  nit  gezogen  worden:  so  wftren  sie  dem- 
uach  die  ffebilrliche  {rleicliheit  za  begern  in  alw(>g  verurfaclit, 
und  als  er  hierauf  dises  ires  begerens  die  in  hieneben  liegen- 
den memorial  »u6  Uttra  A  beprÖTien  pnnct  abgelesen  nnd 
ncbens  ao  verstehen  gegeben,  dasa,  da  man  wider  ir  verboiren 
uit  darein  willig,  sie  sich  von  den  A.  C  verwandten  zu  sejMi- 
riren  gentzlich  entschlossen,  haben  wir  ans  darüber  einon  be- 
dacht zu  nemon  and  »ich  alsdann  gebUrlich  zn  erklären  erboten. 
Weliches  wir  dann  von  stnnd  an  Büllichermasscin  in  berflth- 
»cblagung  gezogen,  aus  was  trefflichen  .  .  .  Ursachen  wir  in  dis 
so  neaerLicbs  nie  erhürtes  oder  tn  ILblicbem  gebrauch  geweatea 
wider  die  uralten  wolh ergebrachten  gneten  gewobnbeiten  und  Pri- 
vilegien militirende8  begehrn  ohne  Verletzung  derselben  Freiheiten 
oder  Bowol  anderer  lande  als  ZQVorderist  der  postentet  nbler 
nachred  nit  verwilligen  können  .  .  .  vilraer  sich  die  A.  C.  ver- 
wandten in  mehr  weg  grosser  Ungleichheiten  zu  «rclagcn  ur- 
soch  haben,  und  es  demnach  bey  dem  alten  löbHchen  gebrauch 
verbleiben  zu  hiäsen  und  durch  die  nngcdrote  Separation  weder 
inen  selbst  noch  dem  gemeinen  landwesen  was  beachwerlicha 
und  nachtbailigs  zu  verursachen  treuherzige  anmahnnng  ge- 
than,  auch  alsbald  gebrenchigennasBon  gösarabt  »n  denc^n  I. 
Verhandlungen  zu  gteifen  uns  erclftrt,  haben  wir  inen  nit  aüaiu 
mündlich,  8ond>ern  auch  durch  diss  beigelegte  .  .  .  memorial 
$tib  B  in  diser  un gezweifelten  hotfnung  .  .  .  angedeut,  sie  wur- 
den es  wolmainticb  auceptiert  und  dii^e  ire  neuerliclien  prUten- 
sionen  haben  schwinden  laääen.  Wie  sie  aber  ungeachtet  dessen 
bey  disen  zwayen  püncten  die  eraetzung  der  1.  ilmbter  und 
CAssa  betreffend,  auch  irer  bedroten  Separation  nochmalen  ver- 
harrt, haben  wir  darwider  und  dass  sie  das  liebe  pandt  .  .  . 
brüederlicher  .  .  .  ainigkait  nit  zertrennen  woEtcn  und  da  sie 
etwo  in  der  bishero  getragenen  adininistration  bedenken  und 
dieselb  zn  verbessern  oder  andere  flirstendigc  Ordnungen  an 
die  handt  zu  nemen  ain  notdurft  zu  sein  erachteten,  dasst-lb 
wie  atzeit  observirt  worden,  durcli  freye  wal  ftlrzukehren,  aber- 
malen  zum  hilch^ten  gebeten  und  proteatirt,  aber  so  wenig  als 
hievor  dasjenig  zu  erlangen  geweat,  sondern  sein  ainmal  fUr 
alzeil  bey  Iren  präteasioneu  verblibcn  um!  gestriges  tags  als- 
bald zu  der  Separation  zu  greifen  und  den  anfang  mit  dem 
landgUlthueeb  und  der  cassa  (wie  sie  dann  hierzu  alberait 
eilcche  commisiario»  deputiert)  zu  muclioo  begcrt. 


FtBU*.   n.lbi.,  Bl.  LX. 


99 


610 


Demnach  wir  aber  einer  solchen  nnorhörten  Separation  nit 
stat  thüen  sollen  noch  wellen,  aondern  wie  bishero  ...  in 
ainem  corpore  zu  verbleibeD  .  .  .  entsclilaasen,  was  zaforderist 
zu  E.  F.  D'  und  dero  .  .  .  posteritct,  aach  disor  erschöpften 
lande  .  .  .  wolfarth  .  .  .  erspri esslich,  in  E.  F.  D'  heurigen  gn. 
1.  proposition  anch  von  keiner  aolchcn  .  .  .  nenerang  .  .  .  mel- 
dnngen  beschehen  ...  so  sein  derolialben  .  .  .  zn  E.  F.  D* 
.  .  .  wir  anaer  geh.  zneHucht  za  setzen  and  uns  bey  derselben 
nit  allain  underth.  zu  entäeliuldigen,  dass  .  .  .  die  jetzigen  1. 
handlun^en  gar  nit  durch  unser  vernrsachang  oder  morOf 
aondern  allain  dur<^h  die  von  den  cattioÜRehen  praetendierenden 
nenerangen  verhindert  werden  .  .  .,  sondern  E.  F.  D*  anch  .  -  . 
zn  bitten  Ternrsacht,  die  wellen  bey  mebrvorgemelten  c&th. 
ständen  dahin  gn.  verfUegen  und  sie  vermahnen,  damit  sie 
doch  von  diser  irer  neuerlichen  cnbilticben  praetension  weichen 
and  weiter  nichts  solticIiH  praejudicierliclis  moviren,  sondern, 
wie  E.  F.  D^  sowol  ainen  aU  den  andern  thail  bey  denen  wol- 
hcrgebrachten  freiheiten  gänzlich  verbleiben  zn  lassen  . .  .  sae- 
gesagt  nnd  versprochen,  also  es  auch  sie,  die  catholischen,  bei 
demselben  alten  gueten  lübtichen  herkommen  der  freien  wählen 
umb  sovil  bilücher  bewenden  lassen,  alleweilen  sie  von  E.  L. 
ftmbteni  nit  ausgeschlossen,  sondern,  wie  in  dem  raemorial  an- 
gedeut,  durch  frtste  wählen, unaugesehen  dei'  religioDL^ii  «rkiost  nnd 
darinnen  bis  dato  ungcändcrt  vorbliben,  ea  anch  noch  ins  künftig 
soliche  freye  wählen  gehen  werden,  wer  oder  welliche  ana  den 
catholischen  und  evangelischen  hierzu  zu  gebrauchen.  . . .  Clagen- 
furt  im  landtag  am  2.  MartU  anno  Kill. 


4 

n 
4 


N.  die  bey  gegenwärtigem  landtag 

anwesenden  herrn  und  landleath 

der  A.  C.  zuegcthan. 


1934. 

Die  Veroränden  von  Kärnten  an  die  von  Sisier:  bestätigen  dm 
Empfantj  eines  Schreibens  vom  20.  Feltruar,  tcornach  in  der 
Heligiottsgacke  noch  nichts  geschehen,  und  teilen  mit,  we^uUb  die 
hiesigen  Landtagshandlungen  ^i^endiert  seien.  Klagenfurt,  1611 

Marx  4. 

(Orig..  8t  L.-A.,  Chr.  R.) 


611 


193&. 


ZHe  Herren  und  Landleute  Ä.  C.  in  Kämien  an  Ereherso^  Fer- 
dinand: teilen  ihm  ihre  /emfire'  Enischiddujmuj  weyen  Ersetjuunff 
der  landschaßlie}ien  Ämter  durch  Katholiken  mit.     Klagenfurt, 

IGll  Mära  8. 

(Kup^  Bt.  L.-A.,  Chr.  B.,  li  8«it«a.) 

Znr  Krh&ltung  der  Eltiigkeit  wolle  tnjiii  «iißer  «tnnin  geiitliclinn  nocli 
einen  wciUIiclieu  aus  den  kat1i<>li»cli>ttn  Herren  und  l.inijilloiiteu  unter  d£« 
Veriiritneteiir  ^het  AUt  gutem  Willnn,  durch  frei«  Wfthl'  aiifiiRhnien.  Ule 
Wall]  Atx  Verordiiot@n  und  (Im  Ginn«hm»r»,  welclier  kein  Veruidn«ter  Mia 
•oU,  fiDdot  ftll«  dr«!  J«]ir«  «tatt.  Dl«  Eitmehmentrcchnungen  werJen  nur 
durch  den  de|iut1ertBn  Auiacbuß  gfprflft,  %a  den  di«  lieidcn  Vixcdomo  von 
Salzburi;;  uud  Bunberg  aaw'ie  auch  der  Biachnf  vna  Ourk  (keiner  von  ditsen 
war  froher  bei  den  (Cinnelmierarficliniingen  anwesend)  genifen  werde». 
Weitere  Dotwcadigc  AufkläruHi^^eD  soliau  ihueo  aua  doiu  ^roßea  GUltenhuchfl 
and  den  jjlhrlichen,  durch  den  großen,  au^  GeUllicLcn  und  W«]tliclieti  bo- 
itcliendcn  großen  Auii«chnB  grf;;'i>>>ftn  werden. 

Mit  dieien  KugeatSndaUsen  seien  die  katholLRclieu  8t]inde  vrldtir  alles 
Vrrhoffcn  aicht  zufriedei);  sie  verlangen^  daß  man  elierün  viel  katliolUcbe 
aU  «Tan^elischc  Verordnete  nehme,  ciuei)  katholischen  ELonehmor  faestclU, 
d4n  dio  Katholidchen  natnb.ift  machen  worden,  und  wenn  sich  in  Zakuuft 
mit  dem  Hiuggrafen  eine  Verilnderung  zutrügt,  siill  alternativ  ein  kaihnliacher 
ondiodano  ein  erangoti^cherUtirgip'af  genommen  werden.  Da  diese  Neuernugea 
dem  Herkommen  und  althergebrachten  Freih«iten  widersprechen  und  allc>  Amter 
nur  durch  freie  Wahl  und  Hin  Mnjont.'it  der  Stimmen  ohne  UntijrHohIed  der 
Keligion  besetxt  werden,  haben  die  Herren  tind  T.andl<-iitf  A  C  darein  nicht 
willigen  kISnnen  iinrl  bitten  die  l".  V*.  die  Kathnlisch^n  von  ihren  Präion- 
■iDugn  abzamalm&n  und  is  Erwägung  eu  xiebcn,  daß  und  wie  weit  man 
der  anderen  raitoi  ontgegenkomme,  w&i  ahtr  dort  keine  Beachtung  findet, 
und   daß  die   StXndft  A.  C.  an   diesem  Inxideut  die   wenigtte  Schuld  tragon. 

1936. 

Die  Verordneten  von  Kärnten  A.  C.  o»  die  von  Krain:  teilen 
in  dm  Beilagen  A — D  mit,  was  hei  dem  jetsigen  Kiirutner 
Landtage  die  katholischen  Herren  und  Landleuie  und  die  Prä- 
laien wegen  Veränderung  und  Ersetenng  der  Ämter  für  neuer- 
liche und  bisher  unerhörte  Zwmttungen  stelle»  und  tvas  hierauf 
unier  ihnen  verhandelt  und  schließlich  von  den  Evangelischen  an 
den  Landesherm  gelangt  ist.  Seither  haben  leide  Parteien  auf 
die  Mahnung  der  Kommissäre  hiti  durch  ihre  hiesu  deputierten 
Ausschüsse  verhandeit,  aber  allem  Entgegenkommen  eum  Trotte 
teollen  die  Katholischen  nicht  weichen  und  so  sind  die  Verhand- 

89* 


lun/ien  erfolglos  gehUehen.  Was  darüber  an  die  F.  D*  geschrieben 
icurde,  ßnäen  die  Herren  in  der  Beilage  E.  Da  die  evange- 
liscJien  Herren  und  Landleuie  nicht  gitrn  etteas  unternehmeti 
tciirden,  was  die  Interessen  der  I'Jvantjelisc}ieti  auclt  in  den  beiden 
anderen  Ländern  schädigt,  so  teilen  sie  die  gante  Sachlage  mit 
und  hitle»  um  ei»  räüiches  (rutachfen.  Ktagenfurt,  1611  Mars  9. 

(Orig.,  St.  L.-A.,  Ciir.  R-;   Kods.,  Stud.  Dibl.  Kl^flufurt  90.  «,  84.) 

Din  Kminer  niilwortrii  »lo  16.  MXrz  (Ori^.,  Stnd.  Bibl.  Klaf^nfttrt; 
Kup.r  1..-A.  Qrxt):  lixbcii  din  SiicliuU  iiii(;vrii  vunioiuinvii,  weil  dir  Liul'  il«r 
Zeiten  ofaoedicj  aa  wuiiiU-i'lU'h.  Auch  liier  liAbnu  sieh  vor  Julirf-n,  als  dtc 
ReliKiDinrefonustlon  lu  Kinia  Le^Auu,  hoIcIid  Strcitig'kcileii  swii-ctiru  i)«n 
StÜntlfii  nnd  dem  UUrliofc  aug:ctrAfrcn,  drr  unl6r  d«in  Seh«!»«  d«r  Rufor- 
iriAllon  viel  ei^i^ii  dii;  Iinudi*Kfri;ilivitcu  ntlcntiort,  viele  der  im  Land-  und 
Hofreclite  strritcuili-ti  Fartnien  vxrmpt  inachsa,  dem  LiLi)dHchrann<.'ng(iriclitii 
uidulicli  BL-liarfu  Dekrete  Kukummem  licU  und  Mich  Uln-i'  llcrrnn  und  Laod- 
1  tollte  uud  [lubilhii^rtu  Pcrsoiiou  eijte  uiigtiwBliuliclie  Jniiadiktiun  auch  ni 
causi»  ch-ililu*  ■uiuftßte;  ebenso  halten  »ich  we^;«;»  ErsctKUug  der  Ämter  Mit!-, 
vcrstiiiiduissc  xuf|;«[rBgr&,  «L-it  der  Zoit  «bor,  da  mau  bei  der  V.  L>'  sich  da- 
gegen Hcliarf  vr-rteidigt,  jn  nurb  «inr  cii^oup  GeKatidt«r1iAft  nach  Ue|f«DabtiTg 
tu  drill  /wecke  abiuindte,  i»t  bicraut'  eiue  Wcnduu;;  orfulgt,  derari«  da^, 
weil  Jan  gnnxe  coi-jwm  der  Ljiiiil8i:liafl  z\i  deren  KedUrfntMen  in  einan 
SSekcI  kutitiibuiurt,  dio  8udlcii  mit  qualilixicrteii  Herren  iiud  Laudleuten 
von  betdeu  Scik-ii  beaelxt  weick'ii  »uLleu.  Julxl  werduu  Eingriffe  aicbt  mehr 
getiiacht.  Die  Eianobmeiatelle  ist  noch  alläweil  mit  eiaeui  evangelischea 
Landniamie  beHOtzt  und  an  der  ErsetEurj;  d<;r  AuMcbflM«  wird  >eit  der  Ver- 
glcicKuiig  iiiublii  ^eKndert.  Sin  boHTen,  daß  din  KHmtner  Hcrrrii  Hieb  an 
beiderseitigem  GeiiQ<^eii  veTgl>i-ifdien  wcnlon.  Wäre  datier  iiuarre  Ueinan^, 
es  Kulllen  die  Hcrr^'u  vuii  ilirem  wiiblfuiidierten  Reubt«  nicht  «eiofaaOi 
soudern  sieb  auf  Slcier  uud  Kt;itu  stark  benielien. 

1937. 

Die  VerordvHen  vüh  Stcitrniark  «n  die  von  Sämlcn:  Avf  ihre  An- 
frage, ivetisen  man  sm^A  im  Tvährendm  Landtagt:  In  in'gotio  re- 
ligionis  enlsc/doiisen,  teile  man  mit,  daß  man  hei  der  Jdeineti  An- 
xahl  versammelter  Herren  A.  C.  von  diesem  Werie  niehis  ge- 
handelt habe.   Es  soll  indessen  niehis  rcrabsiiumt  teerden.   Graz, 

1611  Mars  22. 
(Konii..  St  L.-A..  Cbr.  ß.) 


1938. 

Vericichni»  der  f*farrkinder  in  Neuberg  und  Müreniscldag,  die 
sich  im  laufenden  Jahre  ICH  mit  Beicht  und  Kommunion  ein- 


613 

gesteUt   hahm    (445);    desgleichen    in    Murzeiisfhlag   (530}  und 

tcelcfie  in  letztgenannter  Pfarre  nicJit  gebeichtet  (24).  lAitherisch 

ist  nur  Johannes  Posch  mit  seiner  Hausfrau. 

(8t.  L.-A.,  N«nbflrger  AkUn.) 
Dürft«  \a  die  FMtensett  fnllen. 

1939. 

Vereeichim  der  unhiiholrschcu  (33)  Personen,  so  auf  den  23.  Ät*ffii3t 

1611  zitiert  wordett. 

(8t.  L.-A.,  Chr.  H.) 

Vi«    8tji(U    i«t    nicht   gADatiut.     Wirtl   tu(lfr|ich«rw»Ü8,  äs   ein   Ausn- 

1040. 

Die  Verordneleti  an  Eraherzog  Ferdiiumd:  Durch  das  gemeine 
Geschrei  sn  rorgrj:ommf:u,  daß  der  hiesige  Sladtpftirrer  die  tand- 
sehaftlichen  Prokuratoren,  Advokaten  und  SolUzitaioren  auf  Uc- 
fehl  der  ninlerostirreiehischrm  licgirrung  vor  sich  eur  Leistung 
des  Jutamentes  siliert  habe  und  das  Juranieut  die  prtifessio 
tidei  betrifft.  Da  E.  D'  geschworen^  die  LandscJuift  hei  ihren 
Ty^-iheiten  su  erhalten  und  deren  nachgcsHetr  Of'nijkeiten  zu 
schützen,  bitte  man,  sie  dabei  ^i*  lassen.  Gras,  Kill  Okloher  31. 
(Kon».,  St.  L.-A..  Chr.  B.) 

Am  16.  NotoidI)«!'  wird  A'if  Eiogxb«  xurQcVKewie««ii.  D"!  Krxh«no^ 
k0nn«  niclit  eree'ion,  <lnB  Hirt  proffunio  ßdri  Avr  Advokaton,  Prokuralornii  und 
SolliiitAtnrrn  A^n  VrtWuMtn  tl*r  LtiTidfi^hAft  wldrrsprichl.  Man  will  fJe- 
wißFtfit  A^T  Unfi^iori  i<in(«  Jt>.di>n  tuthnn  ('*'''?  i  tbonda)  13  Tage  rpAter 
erauolien  dlo  Verordneten,  dio  Aiifuehniiing  A*>%  UlADbeiiKbakcnntuiMcs  d«r 
(itunAnnten  b>ftlin  StNrlt|ifnrrcr  bis  sum  Zusammoat roten  d«r  nerri-n  und 
LAnillente  eli);iu>teUen  (Kodz.,  ebentl«}. 


1941. 

Landesfürstlicher  Befehl  an  den  Arehidiakan  von  Kärnten,  daß 
sich  alte  und  jeder  eur  österlichen  Ziit  mit  Beicht  U7id  Koni' 
munion  einstellen.  Die  Gehorsamen  sind  au  beschreiben,  die 
üngchors«mcn  eiti»etn  zu  versetehtten  und  gii  strafen.  Grat, 
1012  Januar  3. 
(Orig.,  Arneldflteiner  Akten,  Ktidolfin.) 


614 


Wird  Am  23.  Fobroiir  an  dlit  Oeiatllclikfttt  Ata  ArchlcliaknnalM  gelflitat. 
Dtit  Pfarrt-r  roti  TArriH  antwortet  am  C.  Jitll  mit  der  KnlschuldigDtie,  daa 
Verx«icliniH  nicht  »clion  frfifacr  t^in^eiiDdet  su  lialico.  Dcft(;loichnn  »rtiil«] 
die  Pfurer  Ton  Kirckibacli  uod  Orefeadorf  ilir«  VsnaichiiiiH  •in. 

1942. 

Papst  Faul  V.  drückt  Erxhersog  Ferdinand  von  Steiermark  sein 

Beileid  Hier   Kaiser  Rudolfs  II.  Tod   und  seine  Sorge  betreffs 

Gestaituni/  der  Zukunft  aus.    liom,  1612  Febrttar  4. 

(OriE-.  8t  L.  A,    Crednickt  ätei«rm.  nniishichulilXtter  I,  93.) 

.  .  .  Miiltum  timemus,  nc  haerctici  occasioue  iiiterregni 
acrins  in  reli^^iDuetn  catholicam  insnr^ant,  et  ob  id  valde  desi- 
deramus,  ut  inter  tilios  nostros  dilccto^  principcs  catholicos 
Komani  iroperii  vigcat  firma  atqae  stabilis  concordia,  ut  qoam 
primum  opportaoa  novi  imporatoris  eJectio  fiat.  .  .  . 


1943. 

Ferdiuatid  IL  an  Georg  Herrn  von  Slubenberg:  Er  habe 
Bericht  weffen  Verweigerung  des  Erscheinens  seiner  Untertanen 
vor  den  Heiigmisreformationskommissäreti  vernomtHen.  Nun  be- 
fehle er,  sie  vor  seine  liegierung  zu  verschaffen.  Sie  haben  sieh 
bei  ihrer  ÄnJtunft  durch  den  Türhüter  ansiimeUIen.    Gras,  IßUi 

Fehntar  6. 
(firlg.,  St.  L.'A-,  Stubcnlorg-AlttfiD,  OcgADrofonn.) 

1944. 

Die  Herren  und  Lanälcuiv  A.  C.  in  Kärnten  an  deti  Ershersog: 
fähren  Klage,  daß  der  steiriscJie  Landprofoü  auf  Antrieb  der 
Widerwärtigen  sweimal  nach  Kärnten  gehommen  und  mehrere 
Untertanen  der  Herren  und  Landleule  nach  Grau  geführt  hibe. 
Er  habe  sich  vprnehmen  iassen,  er  werde  bald  reieder  ins  Land 
kommen.  Solche  I'rosesse  seien  hier  unerhört  und  hei  den  schteeren 
ZeitUiuften  auch  gefährlich,  ßittc  um  Abhilfe.  Klagenfurt,  tm 
Landtage  lt>13  Februar  S. 
(Kop.,  Sl.  L.-A.,  Chr.  R.) 

1945. 

Dieselbeti  an  die  von  Steier:   teilen  die  durch  den  Landprofosen 
verübtet^  Exee^se  mit  und  fragen  an,  tcas  im  Sinne  der  ,Vt%tgge- 


61& 

Tischen'    Pagifikalimi    hierin    sh    tun    ««.     Klagenfurt,    1G12 

Februar  9. 
(Orig-,  St.  L.-Ä.,  Chr.  R,) 

1946. 

Anzeige  (des  Pfarrers  von  Kapfenherg)  gegen  Georg  Herrn  von 
Stuheitberg,  daß  »«hü  üntertanm  am  St.  Michaehtage  auf  der 
Robot  ,Gaill'  ausführen  mußten  und  daß  am  Feste  der  Himmel- 
fahrt Christi  und  sonstigeti  Fesitayen  Jagden  abgehalten  icerden. 
BefeM,  sich  dergleichen  Unfiebühr  ru   enthalten.     (Grat)    1612 

Febrnar  1.1. 

[Or%.,  Bt.  L>-A^  Stuben  bürg- Ak  ton,  G^gcnrnform.) 

1D47. 

Ferdinand  II.  an  Georg  Herrn  von  Slubenherg:   Mißfallen  über 

dessen  an  Sonn-  und  Feiertagen  vorgenommene  Jagden,  die  für 

solche  Tage  untersagt  werden.    Graz,  IGlä  Februar  13. 

(Orig.,  St.  L.A..  HtnVnherg  Akten.) 

Kdler  ...  Ab  beigelegter  absobrift  hast  du  mehrere  in- 
balts  zu  vernombcn,  was  au  uns  wegen  der  an  den  son-  und 
feyrtagen  durch  dich  fltrkercDden  gcjaidc  and  robaten  iu  ander- 
tbenigkeit  gelangt  wurdi^n. 

Wann  wir  dann,  im  ftihl  die  Bach  angebrachtermussen  be- 
schaffen, darub  ein  sonders  missfalleo  tragen,  so  beveleben  wir 
dir  hiomit  gencdjglich,  das  du  dich  inskünftig  dergleichen  an- 
gebUr  bei  stralf  enthaltest,  oder  da  die  sacbcn  sich  nicht  also 
halten,  dessen  nnsere  n.-ö.  regierung  fUrderlich  berichtest.  An 
dem  beschicht  unser  genedlger  will  und  raninung.  Geben  in 
unserer  statt  GrHtz  den   IH.  Febrmiri  im   UJI2.  iar. 

Commissio  Ser"'  domini  archidncis  in  consiüo. 

Georg  Wagn  zu  Wagnsperg. 


Policarpas  Sebaitt  m.  p. 

statthaltcrambts- Verwalter. 

Ch.  Prilttinger  d.,  canzler- 

ambtäv  er  Walter  m.  p. 


Simon  ZoUtnger. 


1948. 

^Vieedom  Johann  Georg  v&n  Stadion  an  Emerich  Molitor: 
hefiehU  Tieuerlich  strenge  Finhaliung  des   Mandats  des  Fürst- 


616 


Insckofs  von   Bamhfirg   uege»   Abschaffung    der   Unhitholischen, 
Einhaltung  der  Fastengehote  ««w.    Wdfdferg,  1612  F^ruar  14. 

(Ori^.,  ArnoliIiCeguer  Akten,  Hadolfio.) 

Eiuif;o  Pfxrrer,  BrnefiKixttiii  und  aiiderc  )*eiBtlicbe  Penoaen  hxbeii 
ilirvii  lioclivprbutrtiffii  Auliaiif;  dJtonllich  und  clmo  Hchou  gleich  UAch  der 
Abreise  I.  F.  D*  wiciltr  zu  >icti  gciioiiimrti.  In  Zukunft  habe  man  siefa 
strengstetis  an  die  Mandats  xu  lialtsn.  Daa  Kuakubioat  kfliine  keuiaaEaUs 
geduldet  werden 

U'49. 

Die  Verordneten  von  Steiermark  «tt  die  von  Kärnien:  Dank  für 
die  MitteÜungf^H  tfom  '.K  Der  Landtag  ist  schon  geschh&ien. 
Man  kann  also  die  Sache  nirht  mehr  vorbringen.  Hoffentlich 
haben  sie  sich  hei  der  F,  -D'  beklagt  und  erhalien  eine  Beso- 
IxUioVy  daß  man  nicht  nötig  hahe,  die  Sache  eu  tnovieren.  Die 
lulerrensiüucn  an  die  Kurfürsten  und  Fürsien  sind  aus  aJleriei 
Bedenken  bis  datn  nicht  ühergcbcn.  Da  daA  Datum  ein  aUe$ 
und  der  Kaiser  minmehr  tot  ist,  kann  nichts  mehr  gerichtet 
werden.    Gras,  1612  FeU^ar  17. 

(Koni.,  St.  U-A,,  Chr.  K.) 


1950. 

Resolution  Ferdinands  II.  in  der  Sache  des  steirischeu  Profosm: 
Die  herattsyrfiihrfcn  Personen  haben  sicfi  den  Generalien  mder- 
setit,  indem  sie  Leute  aufgenommen,  durch  die  die  Einigkeit  im 
Lande  gestört  leird.  Diesem  Übel  mußte  vergebeugt  \cerden.  Das 
gereicht  nicht  zur  Schniälerung  der  Landesfreiheiten,  daher  hat 
die  Landschaft  nicht  das  Recht,  sicJi  dawider  zu  seUen.  Wenn 
sich  einige  Landieute  der  SacJte  so  eifrig  annehmen,  komme  ihm 
das  frefnd  vor  und  man  muß  daraus  Argtcohn  schöpfen.  Man 
versehe  sich,  daß  sie  sich  beruhigen.  Gras,  1612  Febrnar  20. 
(Orig.,  St.  L.-Ä.,  Chr.  R.) 

Am  D.  MX»  t«ilen  din  Tprordneten  ran  KKrnten  die  Baeha  deo 
SMirftrii  (und  Kraincrn)  mit  und  bitten  um  ein  Outachten  {Ori^.,  ebenda}- 
Anlwort  lieh«  tum  '^l>.  MSrx. 

19Ö1. 

Mariirt  Brenner,  Für^bischof  von  SeckaH  und  Generatvikur  von 
Salehurg  für  Steiermark,  an  den  Pfarrer  nt  Langenteang:  Mit- 


N 


ieiUimj  des  landestfürstlichen  Dekrelrs  wegen  jährlicher  Beicht 
und  Kommunion  su  österlicher  Zeit,  NamiiaftntncJiutig  und  Zi- 
tierung der  Ungehorsamen  nach  (Irae  etc.  .  .  Grae,  1612  März  3. 

(Kop.,  L -A.,  Kt^iibrrgGr  Akten.) 

Es  ist  der  F.  D'  .  .  .  bcvclcli,  (Uss  ihr  aufs  ehist  euren 
pfarrEcutea  aaf  der  canzel  verkUnden  koIU,  diiss  iiieiiniglicli  zu 
^retzkommcndcn  österlichen  jseiten  und  forthin  jUrlieh  den  sclml- 
digcn  gehorsamb  in  Verrichtung  der  .  .  .  beieht  und  empfahung 
dcB  sacrameuts  dcH  aliars  .  .  .  laisten  soll.  Da  aber  aiiicr  oder 
mehr  sich  so  unchristlich  verhalten  und  acht  tag  nach  Ostern 
mit  bcicbt  und  coramunion  ntt  eingestellt  haben  ward,  dieselbige 
solt  ihr  .  .  .  stracks  acht  tag  nach  Ostern  der  n.-U.  rcgierung 
namhafTt  machen,  auf  dass  ermelt  re>;ierang  dieselbige  hieher 
nach  Grätz  eitleren  und  wider  sie,  als  wie  mit  andern  ancatko- 
lischcu  heachehen.  procediern  mög.  .  .  . 

Damit  aber  menniglich  zum  gehorsamb  desto  hesser  sich 
schicken  mög,  ist  ferner  unser  bevelch,  daan  ihr  den  catechis- 
mum  für  die  hand  nemeii  und  durch  die  i'asten  das  volk  in 
der  kirolicn  catceliisiorn  und  in  glaubcnsarticuln,  sonderlich 
was  die  beicht  und  comraunion  jvnlangt,  vicissig  instituircn 
wellet,  sonderlich  aber  wült  diejenigen,  so  sich  bishero  unca- 
thohscli  erzaigt,  für  euch  erfordern,  stark  zuesprechen  und 
euch  bemtleben,  ob  sie  auf  den  rechten  weg  möchten  gebracht 
und  also  pottes  und  I.  F.  D'  straff  überhebt  werden. 

Letzhch  wölt  durch  das  ganze  Jahr  sowul  in  der  vierzig- 
tUgigcn  faston  als  zu  andern  zcitcn  auf  die  wirth  gacths 
aufmerken  gehen,  welche  in  den  fasttftgen  fleisch  speisen  und 
dieeelbigü  der  u.-ö.  regicrung  vicissig  namhain  machen,  damit 
sie  von  derselben  .  .  .  mögen  gestraft  werden.  .  .  .  Grätz  den 
3.  Mariü  anno  1C12. 

Martinas,  episcopus. 

1952. 

Pie  Verordneten  von  Steiermark  A.  0.  an  die  von  Kärnten: 
haben  mit  Itetriibnis  ihr  Schreiben  vom  9.  d.,  betreffend  die  Weg- 
fahrung  etlicher  Personen  durch  den  sdeiriBehen  Landprofoscn, 
dann  die  hierüber  erfolgte  Eingabe  und  unrerhoffie  Tiesolution 
nebst  Verweis  vernommen.  Die  iftnen  hierin  gemachten  Vorwürfe 
wegen  der  berührten  Anzüge  dürften  bei  Hof  falsch  interpretiert 


618 


worden  sein  und  teird  es  ffut  sein,  nochtnais  eimvkommttt. 
bisher  aiiMeltetule  Meligionsnegolium  betreffend,   seien  sie  bereit, 
das  Ihrige  beizutragen.    Graa,  16 lü  Mars  20. 

(Kons.,  8t.  L.-A.,  Chr.  B.) 


1953. 

Die  Regierung   an   den  Ersherxog  Ferdinand:  erstaltet   Beri^tt 

über  die   Jiesetsung   der   nnck  Herrn  von   Kuenburg  erlediglen 

Landratsstelie.    HI  13  Mars  HS. 

(Bl.  L.-A.,  Laadreohl  J«a«rbttrg.) 

Der  BericIiterEtxttor  (H.  L,)  sagt,  or  bslie  deswe^eQ,  wiewohl  ar  die 
Absicht  hfttte,  keinen  KathoUEchen,  aandern  den  Herrn  von  Gloyich  vor- 
»chU^eu  kAnncn,  neil  ittitcr  iIlbscii  keiner  int,  vcelrber  dar  Keclita-  iind 
Lud ilpHgeb rituelle  kundig  ist,  ilvr  nictit  Bchoa  in  Hof-  aud  xnderea  Difliut«n 
»tiind«  uud  am  so  achlnelit«  Bwoldaag  lolchea  Oi«D>t  Aatr«teo  mOclite. 


I 


1954. 


Der  Landeshauptmann  und  die  Ver^yrdneten  r<m  Steiermark  an 
den  Ersheriog:  Es  ist  etlichen  hiesigen  Schranuenprokuraioren 
und  SüUisitatnren  in  kure  geseilten  Terminen  das  fxind  xu 
räumen  gebotet}-  u-orden^  weil  sie  dm  neuen  ihnen  vom  Pfarrer 
aufgetragenen  Eid  nicht  leisten  woUten.  Durch  deren  Ausschaffung 
wird  die  Justix  gesperrt;  sie  sind  die  ältesten  und  erfahrensten. 
BUte,  sie  im  Lande  eu  lassen,  zumal  sie  eingezogenen  Wandels 
sind,  auch  so-nst  alle  ihre  Pflichten  erfüllen.  (Gras)  1612  Juli  9. 

(KoM  ,  8t.  L.-A.,  Chr.  R.) 


4 


1955. 

JttwÖKÄc  Besolulion  über  das  Guiachtcti  der  Hegierung, 
einen  Untertanen  des  Berrn  Hans  (UiUer,  weil  er  sich  mit  Beicht 
und  Kommunion  eu  ordentlicher  Zeit  ntdit  eingestellt,  in  Eise» 
zur  Grahetiarheit  kondemniert  hatf^,  teorUher  sieh  Gaüer  be- 
schtcerie.  Mun  müsse  smschen  KnthoHschen  und  Unkatholischen 
unterscheiden.  Da  der  Untertan  nicht  als  Vni:atholischer  ange- 
sehen werden  kann,  habe  die  Grundoifrigkeit  die  erste  InsianM. 
Der  gefangene  Untertan  ist  sonadi-  alsbald  auf  freien  Fuß  tu 
stellen.    Graz,  1012  September  17. 

(Kop.,  Kod.  Oerm.  In  UA.,  Mr.  163,  Uadapaat,  NstiQonlmuMOia.) 


I.  F.  D*  .  .  .  seint  diser  gn.  mainang,  Haas  unter  catho- 
en  und  soctiachen  zu  distingniorn  und  da  die  cathotiKcheii 
ans  einer  negligenz  oder  andrer  vermainter  ursach  eonira  prae- 
i'.eptum  ccciesiae  zu  gebUreuder  zeit  sich  nlt  einstellen,  dass 
die  geistliobkait  mit  iren  censum  gegen  oinem  söllictien  zu 
verfaliren  waiss,  und  wo  sulliches  rtit  stattfindet^  sud»n  bei 
seiner  obrigkait  erster  instanz  umb  einsechen  auruefen  kann, 
und  also  den  grundtobrigkaiten  das  einsechen  znmal  auf  er- 
sueclieti  ürstwns  fdrxnnemben"  gebürt. 

Die  uncatliolischeii  aber  aubolaugent,  weilen  diesclbt^n  der 
religionsreformation  unterworfen,  da  Imt  sie  die  regiemng  be- 
wuslermasstsn  zu  disponicrn.  Weilen  aber  hierin  vormeiter 
unterihan,  wie  I.  F.  D'  fUrkoiubt,  nit  als  ein  uncathoUscber 
angeben  wurden,  so  bleibt  es  bei  dem  wie  obgemelt  und  nemb- 
lichen  den  ersten  weg.  Wicrdct  derowcgcn  die  d.-U.  regiernng 
den  auf  solchen  fahl  gefangnen  untcrthon  auf  freyen  fue^a  zu 
stellen  alabaldt  verordnen.  Decretnm  per  Scr'^""'  archiduccm 
17.  September  anno  1612. 

Adam  Kbribernigg  (no). 

RatliächJng:  Fiat,  den  gefangnen  auf  freyen  faess  zu 
stellen,  dem  stattrichter  (in  LandthergV)  an  bevelchen  and  die 
f.  resolntion  in  das  resolutionsbuech  ein^nschraiben.  Den  20.  No> 
vember  anno  IBIS}. 

Fridcrich  Schalter. 

Die  niederÖsiiTreichische  Kammer  an  dcti  Landeshauptmann  von 
Steiermark  Sigmund  Friedrich  Freiherrn  von  llerhcrstein:  nach- 
suforschen,  ob  es  richtig  sei,  daß  des  Hoftischlers  Wolf  Loreng 
in  Grai  hinterlassene  Tochter  Hosina  während  der  vorgenommenen 
JitUgiomreformation  außer  Land  gebogen,  ohne  die  geringste  Be- 
gahlung  des  angefallenen  xe-hnten  Pfennigs  geleistet  su  htiben.  Da 
unter  ihren  Vormündern  I/ans  Mur  ,ffleichsam  der  jüngste  war', 
w  tcird  dieser  die  beste  Auskunft  su  gehen  wissen.     Grae^  1613 

Janu<\r  7. 
(Orlff.,  8t.  L.-A.,  Luidrecbt  Lorvnz.) 

Der  LindeibftaptiuKnit  crlKßt  noch  «n  deiii»«lb«n  Ta^  die  ent- 
ipr«eh«od«  TVeUong  in  .HanMn  Hasrn  ku  Mantriftcfa'. 


M8.:  ifQrpenonibeD*. 


1520 


1957. 

Ferdinand  II.  an  den  Landesvericalier  und  Landcsvisedom  in 
Kraiu:  Befeid,  sich  mocA  dem  BesUte  der  Schwägerin  des  ans 
d^n  Lande  gezogenen  Christoph  Spindler,  des  Wärlin,  dann 
seiner  Schtcester  der  Faherin  xu  erkHudigen^  ihn  gu  sequesirierm 
und  hierüber  gu  berichten.    Gras,  1613  AprÜ  17. 

(Eop.,  L.-A.  Krain.} 

1958. 

Ijandesfürsilicher  Befehl  an  die  v(m  I^of)en,  dafi  sie  die  Meiß- 
JücA^m  und  Ouggterischen  l'upHlen  innerhalb  ticei  Monaien  bei 
Strafe  vo»  200  Dukaten  herein  ins  Land  schaffen  und  vor  die 
Hegierung  steilen,  dann  auch  berichten,  wekhe  Pupillen  im  Leeben 
unter  ihrer  Jurisdiktion  stehen.  1613  April  36. 
(KiUprot.  1613,  fol.  fiS.) 

1959. 

Fr.  Nikolaus  WUteisett  an  den  Abt  Kaspar  von  Neuberg: 

an,  daß  seine  Pfarrkinder  wohl  ffeichien,  nur  die  Stnbenbergscken 
Untertanen  (öj  sicJi  tiitnnals  exngesidlt  hibvn.   Latigenu-ang,  ItiJS 

Mai  8. 

{Or'ig.,  Sl  L.-A.,  äpexUlarchiv  Neuberg.) 


IPÖO. 

Aus  den  VrotiihMen  der  kroatischm  Landtag-trerhandlungen  «hm 
13.  Mai  1613.    Wiederholung  der  früheren  Beschlüsse,  betrefft 
die  Einführmig  ketzerischer  Prediger. 

(L.'A.  Agram,  Prot  wi«  oben.) 


vom 


StAtns  et  ordine»  regni  unaiiirai  voto  stRtaunt  et  ÜÄcer- 
nunt,  nt  nrliculi  praeteritorutn  anrornm  de  inti'od actione  prsc- 
dic.'itoium  Iijierftticorum  vel  exercitii  Imereseoa  observcntur,  et 
potiaeimam  in  civitate  Var.iBdicnBi  contra  secus  facientes  se- 
verissime  animadverlatur.  VA  Bcril»atar  etiain  civitati  V^aras- 
diensi  nomine  regni,  ut  nindcrnam  magistratum  haerctiuum  de- 
ponat  ipso  facto.  .  .  . 


WAbrBcheinlicIier  ist  die  EinfUliniii^  von  iin)(iiri»clicr  als  ron  krü* 
nischcr  oder  steiriKber  Sfit«.  Oki{;«r  Artilcpl  wird  hm  2 U,  Mint  I6l4wl«d«r> 
holt  (ubenda).  Desgleicliem  diu  12  Oktober  161&  (eLx^ndft),  dnnn  am  16.  AiiffOik 
16114  prv1f»taTdifiaA  rlommii  de  Zt-inia  {chonün),  löS'i  (oliiio  penauM  Dalam), 
1638  um  24.  Oktober  (ebendu),  lfi34,  tf.  yoTeiutur  (ebcua«.. 

1961. 

Dar  Latidesfiauptmann  Siifmund  Vrirdridi  von  Herberstein  und 

die  Verordneten  von  Stciermarlc  gehen  dem  wegen  seines  Rdigions- 

heJcenntitisses  neben  anderen   coHegis   attsgeivicsene»  Schranuen- 

ttdpokaten  ürban  Vetscher  ein  Zeugnis  seiner  27jühr\gen  tretten 

Dienste.    Grar,  1613  Juni  10. 

(Kons.,  St.  L.-A.,  C'lir.  U.) 


1962. 

Die  Verordnete»  von  Krain  ati  Bischof  Thomas  von  LaOmch: 
Iittereession  für  Jakoh  Pantaleon.  Bitte,  ihn  bis  £ur  Besolution 
des  Landesfürsten  in  Huhc  n*  lassen.     L<iHfaeii,   1613  Juni  28 

(Konx.,  I>.-A.  Krain.) 

1963. 

Die  Verordneten  voti  Krain  an  die  von  Kärnten:  Wiewohl  die 
jetgt  anweseiidett  Herren  und  Landlcxite  mit  der  sieiriscJwn  und 
hämtnerischen  Ttitfcrschaft  A.  C.  um  }\'endung  dtT  Itdigions- 
reformation  bei  Kaiser  and  lieich  durch  Kur-  und  andere  Fürsten 
ansul^xvgm  im  Begriffe  sind,  hahm  sie  docJi,  hoffend,  es  tcerde 
mit  der  lieligionsreformation  Sliilsiami  geiialten  werden,  Üvre 
Meinung  snrüchgehalten.  Weil  diese  Reformation  aber  dermaßen 
fortgesetzt  uird,  daß  nicht  allein  der  Herren  und  Landleute 
Diener,  sondtrn  aucJt  nabilitiirte  Personen  und  sdbsl  soUJie,  die 
noc/t  ror  wenigen  Jahren  mit  EintciÜigung  der  GeistUcheti  auf- 
genommen wnrden,  samt  Weib  und  Kind  vor  die  Beligionsrefor- 
malionskommisstire  zitiert  werden,  teile  man  dies  mit,  damit  Hat 
gescha/f'en  werde  und  Wetidung  gescJtehe.  BUte.,  samt  den  Steircrn 
die  Sacfie  su  beraten,  einstweilen  aber  uvgeu  der  bedrängten  Per- 
sonen Hasiber,  Patitaleon.  Arter  usw.  hei  der  !•'.  ZM  Fürsprache 
einsuiegen.    Laibacit^  IGSii  Jidi  18. 

(Orig.,  8t.  I..-A.,  Olir.  R.) 


633 


Antwort  ■m  U.  Juli:  Wollen  gern  fremi>iuum  toiy^Iiad.  Wm  die 
Intarxesilon  l><<tri1Tt,  Ut  «s  in  KSrntftn  Sitte,  t\itG  xiifinit  iti«  tMlroffvii«!!  Per- 
sonen selbst  Ititteu  iin<t,  nenn  dies  ohnn  Fnicht  abgnht,  dl«  Nxchbjini  fttr 
sie  eintreten.     So  wird  es  auch  jetst  gehalten  werden. 


1964. 

RtuUilf  von  'Teuffenhach  an  den  kais.  und  kttrbrandenbHrgisch^n 
Ral  und  siifirischen  Erhlandmarschall  Ernreich  Freiherrti  von 
Saurau  und  Erasmus  von  IVikbenekh  als  Verordneten  von  Steier- 
mark:  fragt  an,  tcic  er  sieh  gegenüber  den  seitens  der  Kärntner 
und  Krainer  Herren  Ä.  C  ausgesprochenen  Wüttschen  tcegen 
Übermittlung  bcigesMossener  Schreiben  für  den  J^faUgrafen 
Philipp  Ludteig  an  die  stetrischen  Stände  r»»i  Zwecke  der  Mit- 
fertiguny  de.  verhalten  solle.  Landschach.,  1613  August  10. 
(Orip ,  8t.  L.-A-,  Chr.  R.) 

.  .  .  Als  ich  vcrachincn  erichtng  (August  6)  von  OrlU 
abgeraist,  sein  mir  nebeoligende  echhften  sambt  einem  des 
hcrrn  burg^rafen  ubcrs  copert  bcygebundoeu  an  mich  laaten- 
den  Bckreiben  von  Clagenfurth  aas,  awar  von  ungewetter  sehr 
nasser,  daaa  ich  meines  kanm  lüsen  können,  nberantwartet 
worden.  Die  liabe  ich  unterwegen  crüffent  und  darans  deren 
TOD  Kärnten  and  Crain  A.  0.  zuop;ethanen  herrn  and  laudlcatb 
tn  negoiio  nligionis  heräüessenden  schwären  obligcn  and  be- 
trangntisscn,  was  ^uch  die  hierauf  bey  scheinendem  rcichstag 
s*-'hriftlich  anzubringen  ftlr  guet  achten,  mit  mebrorm  ver- 
nommen. Inmassen  nun  borUcrter  Confession  Khftrnerische 
herrn  verordente  gana  eifrig  begern,  wir  woltcn  auch  unsero 
niltglidern  dis  mitttbcrscliickte  conccpt  an  I.  F.  Gn.  herrn  pfiilz- 
graf  Pliilips  Ludwigen  bei  Rhein  coinmunicieren  und  sodann 
nae])  wol^cfnllcn  zuständen  unibscliroiben  and  durch  aoser 
edich  fertigen,  inen  auch  zti  fernerer  mitfurtignng  zuekumen 
lassen:  aolcbcm  wJire  ich  für  mein  porson  des  fUrtrefflichen 
werka  halber  nachsugclebcn  nicht  nngeneigt,  ich  weiss  aber 
schier  nit,  wie  es  sey  anzugreifen,  sondern  besorge,  dass  ausser 
zusammcnbeschreibung  obangcregter  raitgiider  sich  die  der  fer 
tigunp  über  land  verwaigem  möchten;  soäle  man  dan  ein  he- 
rathschlagung  anstellen,  dörftcn  wol  die  mchrern  ausbleiben 
und  die  erscheinenden  darob  auch  bedenken  nemen.  Welches, 
so  es  ausbricht,   unsem   glaubenswidcrwärtigeu  zum  £i*olocken 


633 


I 

¥ 


peraichet.  üarbey  aber  auch  gar  nichts  zu  thuen,  wurden  es 
die  benachbarten  übel  vermerken  qikI  dardureh  äas  guete  ver- 
trjinen  sinken  lassen.  Kietze  es  demnach  den  berrn  als  ver 
Btttndigern  anheimbs,  was  sie  darüber  zum  fiirträglicliisten  wer- 
den befinden  and  man  die  herrn  von  Khäraten  furdorlicb  wider 
beantwurten  müge.  .  .  .  Landtsctgac}i  den  10.  Att-gtisti  1613. 

Der  herm  dieustbofÜssuer 

Kucdolf  zu  TouiFenbach. 

Du  Schreiben  d«r  KKrntner  Verordneten  (Origf.,  ebenda)  an  die  rou 
Steier  TOm  80,  Juli  Ut^ffl  hei.  Sie  melden  von  drr  GegenrcfonnKtioti  in 
Krain,  betrsffend  <lt«  TinlitlUierton  Puraoncn,  teilen  du  Konz«pt  oinw 
Sehrniben«  in  den  PfAlsgrnfoii  xu  Neiiiitirg  mit  und  bilum,  rt«  tnitzul'rrtig'Ra. 
Am  9.  AugiMt  in^Idii»  >ili<'  Krain«^r  n»cAi  Ornx,  »tu  wllUtv^n  an  d<^ni  Koiixiipte 
nichta  eii  änderu  COri);;.,  eljeuda}.  lu  eiu«r  ZiucLrlft  au  die  Verorilueten  in 
Kilrnten  —  sie  ist  undatiert  and  liegt  dem  letitgenanoten  Scbreiben  vom 
S.  Auftut  bei  —  meldten  die  Kratncr  nach  Klagenfurl,  .dau  die  horrn  rofor- 
matlons<Mkmmi»MTipn  mit  CT-fordcrotiß  def  n*u  an^rnomnen  landtlciith.  nobi- 
litierten  persnnnn,  pfle{;0rn  und  [ireceptorfn  nit  nllrin  Mark  vcirfalirnu, 
londefQ  auch  bei  bof  uriBßr  darauf  eingewriidt»  uudftrtbenigiati^  inlenetwione» 
gar  niclit  angedohen  s<>.in  wOHmi'.  Die  Srbrtf^  an  ITalz-Neubarg  lassen  sich 
auch  die  Sleirer  (16.  ägptember)  gefallen.  Das  pbeugeuauutc  ,Landtscba<:h' 
liegt  bei  Weis. 


1965. 

iMmUsfürsÜich/r  Befehl  an  den  Landeshauptmann  und  die  Ver- 
ordneten von  Steiermark:  beßfJdt  unter  Berufung  auf  eine  münd- 
liche Traklation  weyert  Hinweg&chaffung  der  hei  der  Landschaft 
befindlichen  unkatholischen  Diener  und  Offieiere  und  aufdashis 
dato  nicht  erfüllte  Versprechen  der  Laudschaß,  solche  Ämter 
dieatens  durch  Katholische  ersetzen  m  wollen,  die  Auswt^isuntf  des 
Sekretärs  Lorem  Metsner,  des  lienimeisters  Hans  Dörer,  des 
EinnehmeramtsgegcnscJireibers  Wolf  Mosantj,  des  Türhüters 
Stephan  Setsinger,  des  Weishotentuljutikten  Christoph  Gaßner 
und  des  tdten  Hans  7i.,  Zimmerwrtrtera,  binnen  G  Wochen  und 
3  Tagen,  faUs  sie  sich  nicht  binnen  der  genannten  Frist  be* 
kehren  und  sieh  mit  Beicht  und  Kommunim\  cJiristkatholischem 
Branche  nacli  einstellen.  Grau,  1013  November  6  (präsentiert 
am  IS.  November). 

(Orig-,  St.  L.-A.,  Chf .  B.) 


624 


Am  29.  NoTvinboi  roictien  der  Landi>»lianplmiins  und  di«  V*rorda«ten 
«ioe  BitCscljrift  fClr  die  Genannten  ein  (Konn.,  «bendA):  dii?  mUvdIteb«  Trak- 
tation sei  ntit  S'  T.  D*  Uruder  gopäogon  worden,  mAii  hnbo  di«  B(>r<.-1ile  d«*-*- 
B(^Lb(?n  >d«npn  der  F.  D*  selbst  g]j>ich|t0hiilt(^n  und  tu  di>m  Zwecke  noforl  finti 
GiiUcbuldigong  mit  der  Biltc  clnt^creicbt,  die  Sschti  b»  zum  uKclistra  Laud- 
ta{^  mhen  m  iBsien.  Oa  absr  irotxdein  die  Bngiernni;  die  ^uuioteu  Offi- 
xiere  zitiert,  w  atelle  tuac  jetit  noaardiDgi  bitllicli  Tor:  Larena  Metsnet 
hall«  stL-li  iu  FTiedeufl*  und  Krleg^ielten  auf  der  Orense  wilKf;  brauchen 
laMflti  und  seine  SekretürRStellu  so  v«ra«ben,  daß  beide  RelieioD^partoien  au- 
frirdcti  waren.  Da  er  von  E.  E.  L.  inagcmeiu  anffrenomtnon  worden,  werde 
e%  ein  Venituß  Rcgen  dies«  sei»,  wnlltr  man  oliiic  ihr  Vomitsrn  ,tnit  Prt* 
vioning  xüiio  DivnUva  turttchiuituu*.  Das  Amt  Mosantxvni  üiL  ao  beAcbaffeu« 
daß  ea  .niubt  lOOü,  sonderii  etliche  lOO.UÜO  ü.  betrifft*.  Auch  hat  er  «ich  «i 
aiioehnllcheu  Kotiimisiionen  brauchen  la«Mn  und  mit  Oertiabschaficn  be- 
laitpD,  die  in  so  kurzer  Zeit  oline  Hcliaden  der  Inter^fBenlen  nicht  in  Rirh- 
ligkoit  i'cltrarlit  wc>rdflii  kÜDiiou.  Ks  wtLnIcn  Konfusionen  ontMi^litn;  auch 
ist  r'.iti  liiiigliclier  BrsatKtnjiini  iiirht  f;|iiicii  tit  ßiiflcn.  Zur  Brweisung  dea 
Ugbunauis  babc  tuaii  den  gttuauntvii  Pcrnoiiun  daa  Dekret  vorgeltalten  onil 
billc  nur  noi;h,  die  Sa«lie  auf  den  baid  konimeudeu  LaudlA|r  za  r«rtas«n, 
nmsomehr,  aU  dieiiu  l'eiaoiieu  in  reiigiojit  aicb  obae  Ärgeiuis  rerbalten  nnd 
mit  DinputiKren  nicht  Ursach  [tu  Streit)  t^ebeD. 

Hierauf  wurde  am  II.  Dezember  an  die  Vcrardnelen  die  Weiannif  er- 
ia.*acn,  ilip  K.  P'  Iiuwe  bs  nngeaclitet  der  Ent^clinldi^iiuf^  bei  der  vorigen 
V«*rordnunu'  verlilcibflii.  Die  Vtirntiinolcn  sollnn  ihr«  Oftixicre  «tracka  tor 
die  Ui-gieriuig  vcicsuh äffen  mid  sio  durch  den  TUrbUtor  anmoldeo  laaen. 
boTl  soll  i!Lu  Jetler  nach  Gelegenheit  seiner  Person  und  nach  der  Art  Kin«r 
Erklärung  des  'IVrinineH  halbur  g^bHlirlichflriiiaiJnn  lieavhieden  werden  (Orig., 
ebend«).  Über  Stephan,  titftzinger  si.)he  K«pppr.  Andreas  8utain|;rr  nnd  seine 
Schriften  im.  XX.  Bd.  des  Jahrb.  filr  Gesch.  dt>«  Protontaiitisraua  in  Öaterr, 
S.  17  ff. 


4 


19d6. 


Stobäus  an  Faul  V.:  erstattet  Bericht  über  die  Verualtung  seiner 

JHögese.    Lavant,  1G13  November  13. 

^Epp.,  p.  ai<8.) 


19Ö7. 

Landes/TtrstUcher  Bifphl  an  die  von  Leohnn:  Da  nach  ihrer 
Reliffißnsrf'formaiionsfyrdnung  keinem  JUtrgtir  gestattd  ist,  Prä- 
xepioren  ohne  Vonvissen  der  liegiernag  aufzunehmen.  Karl 
Wagner  nnd  Jakoh  Plätsl  solche  ftalfm,  die  dan  Schulmeister 
in  Beitcohnuuei  des  Gottesdienstes  nicht  geJiorchen,  wird  an- 
geordnet, selbige  alfxuschdff'r.n.    lÜlS  Dezember  13, 

(Esta-Prut.  1013,  fid.  SäD»-.) 


h 


625 


1968. 


Der  Vfarrer  von  PHtau  Johnnn  Ripsrr  und  der  Slndtanvcatt 
Hermann  Aiclihorn  daselbst  rt«  die  Regierung:  Auf  ifir  Schreiben 
vom  X3.  Stptrmber  l.  J.,  in  weichein  sie  s«  wissen  hegehrt,  ob 
die  Wiiwe  Anna  TolUngin  ihre  ,ZHchtnt€idlen'  sum  seklisehtn 
Irrtume  amoeist,  teilen  sie  mit,  daß  sie  immer  ein  sektisches, 
dann  auch  jstvei  katholische  AfädcJtnt  unter  ihrer  Zucht  und 
Tmttruktion  hat.  Dnß  »m?  sich  unterstanden,  siilche  Personen  mit 
falscher  Ijehre  fu  korrumpieren,  darüber  ist  nichh  bekanni,  vid- 
mehr  weiß  mau,  daß  sie  die  Katholischen  njtjührlich  «tr  Beicht 
und  Kommunion  füJirl.    Peitau,  1013  Desember  20. 

{Ong..  Sl.  L.-A.,  Ctip.  R.) 

I>ifl  Rp^pruntf  «ntwortcl  am  28  Feliruar:  Da  I.  D*  die  TnlHngiii  an« 
dem  Lj|[i<I(r  lusjirt^Hcliiifrt,  liaWti  tiö  lu  bcrJo kten,  ob  si«  dirsn  be<f]e^^  Müilchpn 
niiUiimmt  und  wem  sia  eigciitlicti  BogehOren. 


1969. 

Die  Regierung  an  die  Verordneten  von  Steiermark:  gibt  den  aus- 
gewiesenen unkafholisehen  Offizieren  Metzner  und  Nossang  eine 
Frisier streekung  für  ihre  B/^kehrung,  bcziehtitigstcrise  ihren  Abzug, 
bis  Lichtmeß;  bei  den  anderen,  unter  ihnen  die  ,Trommetter% 
bleibt  es  bei  der  bisherigen  EntscJieidung.  Gras,  1614  Januar  4. 

(Orif.,  Bt.  L.-A.,  Chr.  R.) 

Dia  Ver4>r<lael«n  hitten  am  11..laanar  (Ion  Brillier  FvrdinAnilü  11.  um 
tiit«rzeuii>n,  dnß  «Jttntliclio  liamlMi^fTixiArr,  <Ia  man  si«  am  Landtage  braucht, 
bia  nuh  dtm  Landtag«  In  Kuh«  gelaiaen  wnrdon  (Konx,  ebenda).  Uin  Ke- 
giiiranf;  antwortet  am  Iß.,  daß  din  OfflElern  vor  die  Bef^loningf  gcaoliafFt 
werden  {Urig.,  ebenda). 

1970. 

Examen  Martin  Kheuschels  von  Weiehselburg  vor  dem  Bischöfe 

Thomas   und    dem   Landesvicedom    wegen   Fleischessem  in  der 

Ädvetitscii.    (Laibach)  lt>l'l  Februar  1. 

(Prot-Btich  de  anno   1614 — 17) 

Das  Examen  wird  am  ■*.  Fefcroar  im  VilBtttmltanM  in  Ge^nwart  n»mi 
Sehontas  (al4  Vertreter  dex  Bischof«)  nnd  Heu  LantleiiTiKOfloiTis  fortcejetat.  Da- 
))p]  wird  (^frafjt,   ob   nicht  noch  mehr  Bürger  an  vftrbotcjirn  und  Fasttafen 
tleiMcl)   Icochen    und   fuweu.     Oenannt   wurden  auUer  Klieuachl  nocb  Vittx<^nz 
7»dUi.  n.AbL,  B4.  LZ.  4t) 


62«; 


ßte^rcr  nnä  Zachariu  Sulionaritucli,  Am  SO.  Febrnir  vird  die  .laquinlton' 
und  das  Eiamm  fortgesetzt  und  iHitgMprochen.  diiQ  fr  vi*  Verächter  der 
gCtilicIieii  und  lAndutfUntJiulieii  Oobotn  cutwedur  mit  smaeiit  Solin«  Marx 
vifr  Wuvliun  auf  dem  «Vitzdouitor'  in  Strafe  •ein  solle  oder  60  Dukaten 
tatleii  miUse.  Falls  «r  wledertiiu  das  .VcrkrecheB'  begebt,  wird  die  Strafe 
verdreifaclit.  Er  darf  bei  Straf«  von  100  Dnkateti  nic^iit  ans  Laibaeb,  ea  mi 
denn,  daß  sein  Sohn  Mnnc  an  »ein»  8tnllD  tritt.  Wrecti  df>r  vtm  dem  juncen 
Ra«tsi>n  urkntiftcu  Halio  per  &00  H.  wird  ilim  aufcrU'gl,  daQ  er  hievoD  den 
10,  Pfrniiig,  nWo  (Kl  11.,  eii  r.alilt-n  liatiK,  dann  werde  ilim  die  iM^hrto 
Qnittii»^  unweigerlich  augr«tcllt  werde». 


1971. 


Ferdinand  IL  an  dett  Biscftof  von  Laihach:  Matt  habe  erfahren 
daß  die  vcrxcHu'ete  Greijorinnzi»  auf  detn  Schlosse  Mokrik  sek- 
tische  Prädikanten  hcherhergc  und  des  verstorbenen  Grafen  Peter 
Erdödy  huderlasseue  Witwe  an  der  Behehrunt/  gehindert  habt. 
Befehl,  das  Nötii/e  zu  verv^nlassen.    Orajt,  1014  Februar  3. 

(Kop.,  St.  L.-Ä.,  Chr.  B.] 


1972. 

Ferdinand  11.  an  den  Pfarrer  von  Saclisenfeld :    Befehl,  lu  fcc- 

ridiien,   ob  sich  Christoph  PuecJier  mit  Beicht  und  Kommunion 

eingestellt.    Gras,  1614  Februar  5. 

(8t.  L.-A.,  Chr.  R-) 

1973. 

Ferdinand  11.  an  die  nach  Brück  abgesandten  Hdigionäcom- 
missäre:  Befehl,  xu  untersuchen,  wie  es  sich  mit  dem  Nachlasse 
des  ,utikatboliscb  ahgcleibfen'  Zcller  verhalte  und  icie  es  mit  seinem 
Abfalle  vom  Glauben  vorgegangen  sei.     Gras,  1614  Februar 

tKona.,  St.  L.-A.,  Chr.  H.) 
Deogleiclieij  au  di«  von  Brück  an  der  Uur  {Tom  gleichen  Datum}. 


1974. 

Landesfiirstlirhcr  Bffvhi  an  des  Pfarrer  Joitann  Andre  Ne^okay 
5«  Villach:  Hans  Christoph  llalßnger  soll  seine  Ehewirtin  Bar- 
bara io?i  der  katholischen  lieligion  abwendig  gcmacJti  Jutbett;  der 


627 


Sachverhalt   ist,    obwohl  sie  einen  SeieJittetiel  vorlegt^  gu  unter- 
Buchen.    0.  0.    1614  Februar  15. 

(Ki.Ti»,  Rl.  L-A..  Clir,  n.) 

l'J76. 

Ferdinand  II.  an  dai  Pfarrer  zu  Marburg:  «*  ^niermchen  und 

ju   bcrichieu,   ob   hierin   verwahrlc  ISeichtsettd   Gabriel   iluhers 
«mJ  seiner  Frau   wirUich   von  dem  tmterxeichnctcti  Ffarrer  ge- 
fertigt sind.   Gras,  1614  Februar  }id. 

(Kons.,  SL  L.-A^  Chr.  R.) 

1076. 

Derselbe,  an  den  Grafitn  Thonias  Erdödy,  Gottfried  Freüin-ra  von 
Schratt enhach,  Antoni  von  Orczon  und  Marko  Kunio:  Da  sich 
etliche  Fnidikunien  auf  dem  Möttlinger  Boden  aufhaUcn,  die 
ohne  Scheu  auf  den  Schiffen  auf  der  Sau  Kopulatianen  voll- 
ziehen, ist  hierüber  eu  berichten.  Gras,  1614  Februar  28. 
(Kon«.,  St.  L.-A-,  Chr.  K.) 

1977. 

Die  Regierung  an  Ferdinand  It:  erstattet  Berieht  über  die  an 
$ie  eingebrachte  Beschwerde  Georg  Adlers  wegen  Verbreitung 
eines  Traktates  gegen  den  Fapsl  und  Kaiser,  den  Adolf  Braun, 
sonst  Lautersack  genannt,  ein  Diener  Georg  Adlers,  habe  drucken 
und  verbreiten  lassen.  Braun  sei  von  Adler  etUlassen  und  treibe 
sich  im  Lande  herum.  Schmidt  mache  dies  ru  wissen,  damit  er 
seihst  nicht  in  Unannehmlic/tlceiten  ko}nme.  Schmidt  sei  aufzu- 
fordern, den  Aufenthalt  des  Fasquillanten  aussuforsehen.    Gras, 

1614  April  ä7. 
(Orig.,  St.  L  A  ,  Wir.  R.) 

Ptacet  -vom  3.  Mii.  Diu  SclireibMi  Adlers  de  dal«  Steyr,  7.  April  \t«igt 
bei,  «b«n»  AtusHg«  ai»  der  genannten  BHirift. 


1978. 

Kopie  des   Inlereessionasehreibcns  der  Landschaft   Kärnten   an 

Erzherzog  Ferdinand  IL,  betreffend  die  KhcvenhüUerischen  Unter- 

taneri.    Klagenfurt,  1614  Mai  9. 

(H.-,  H.-  u.  Sl.A  KiUot«o,  Pm*  S?  ) 

40» 


633 


.  .  .  Dieselben  Iialien  hiernilietrend  gn.  zn  vernehmen, 
wdohermassen  frau  Regina  KLevenhuHnrin  .  .  .,  witttb,  wegen 
derjenigen  in  der  [icrrfitiliafl  Paterniou  gesessenen  undcrtbanen, 
Bo  die  lUbl.  n.ü.  regierung  bei  verÜerung  Jiller  ibr  der  pauern 
b:ib  niid  gUlcr  aacb  der  licrrsc-liaft  über  sie  habende  grnnd- 
gcrecbtigkeiten  gestracka  für  sie  zn  verschaffen  nnd  auf  ihr 
aigne  gofahr,  wie  sio  kunt  uud  wisse-nt,  za  stftUen  und  «n 
liefern,  craft  des  an  sie  vom  32.  Aprili*  necbstbin  ausgefertigten 
bevelühsschreibens  ihr  ernsllicb  iinferlcgt,  ein  ehrsam«  bei  gegen- 
wertigem landtag  vercanibloti:  Oarndttschc  landschaft  umb  diese 
ihr  gchorsamist  intercession  angelangt. 

Wan  CS  dan  nit  allein  ihnen,  den  uiiterthanon,  wann  sie 
ansser  Jaiidtß  einen  so  ferren  weg  ziehen  nnd  bei  jetziger  über- 
aus goniltigter  VRldtarbeit  das  ihrige  l>ey  haus  verabaanmen 
sollen,  sondern  auch  der  hcrrscliaft  »n  nit  geringem  nacbtl  ge- 
reicht nnd  sye,  frau  grävin,  sich  dahin  referirt,  ploss  da  sye, 
arme  untierthanon,  was  verwirkt  und  K.  K.  13*  nachgesetzte 
landlaobrigkeit  mijgen  verhöret  und  die  gebür  gegen  ihnen  für- 
genommen    werden,    so    Iiitt   deinnap.h   K.  K.   I)^  ein  getr.  land- 


die  wolle  ans  angeborner  lobwördigister  erzhereog- 


schaft  . 

lieber  milto  und  giiete  und  in  gn.  erwegung  oblautender  in  ihr, 
der  frati  grJlfin,  anbringen  mchrcrs  eingeflilirten  motiven,  sie, 
die  undertlianen^  der  auf«rlegten  etellang  und  lieferung  gn.  er- 
lassen. .  .  .  Clagcnfurt  im  landtag  den  U.  3faii  1614. 

N.  E.  E.  L.  in  Cnrndten. 

Anf  nlnetn  Iowa  Blatte:     ,17.  Martii:    Die  prXfln  Khrv«nhUII«rin  Vfli 

wessen  ihrnr  iljoner,  «o  narli  OrKtx  pt^fordert,  Kommender  tind  all«  «»den 
iiabiliti«rtfl  persoann,  catlioliscli  /.u  neiden  oder  «us  dem  landt  xu  xiehen. 
.  .  .  bcftlcli  von  «regen  der  uucAtlialiflcheD  bur^rea  xii  Clafeafurt.  m  nit 
ealtioli^ch  ansi'^iuachKffen.  ,  ,  .*  All  ili«*  wnrd«  Hw^ifelloii  «o  ilipsom  !'«{■• 
voD  den  Vi'rnriln*teti  vrrhnnddtlt.  Cbri-  ilii-nr  8ach»n  findet  «Ich  ein  gnnzer 
Akten fasmikel  im  BtnlerinHrbUchAn  l.and^Rarcliiv,  und  swar  I.  Die  Im  Land- 
tage versammelte  LnurUeliAft  an  den  ICrzlj^niai;:  Interzeesion  für  Keigina 
KlicreuiiUllDr  wofr^n  di*s  an  sie  beeH^livh  ibr^r  I'Qe^er  Cbrisloph  Uaiden- 
reidi,  Christoph  Sclm^cweiß,  Oeorir  II irscli borget  iin-:!  Hain  Faichanc  er- 
(^irnfffnen  Befehli,  si«  Tor  die  Regierung  in  ititiiren.  Klagerfurt,  161-1 
MSrx  11>  (Orig.,  18  Siege]).  S.  EnslierxAg  Ferdinand  an  meinen  Bmder  Max 
Ern«t  am  ein  rilllichM  Oiilscbten  über  ein  von  Kegina  KherenhUlter  ia  der 
Saclie  etni;iibraclitcii  Qutactiteii.  Orax,  lOll  April  6  (Orig.).  8.  ficbreiben 
(lefl  Villavber  Pfarrers  vom  6.  April  (an  Khevrtihfliler]  mit  Klagen  Ober 
Heideiireich  nuH  vu'tn  13.  Mai  Ober  dcnMiben,  ,di-n  Wann,  der  die  katbo- 
liachcn   Cbriaten   beißt,    nagt   und   verlietal'   usw.   (Oilg.,   ebenda),    mit    bei- 


G39 


lie^ABden  Ausaji^vu   dur    Pfnrrer  tdd   Paternton,   Kacntnering   niid    FeUtriU. 

Etullicb  4,  Ein  llericht  d«r  R«gieruiii|;  an  dt'D  Erzberso^  (vom  31.  Mal),  wor- 
auf am  25.  Mki  .1er  Urxvhcid  erfulgl:  I.  t'.  D»  la^rn  es  bei  dem  ritilichen 
GuUtctilvii  vprbleibcD,  daß  geffcn  die  Genaiiriloii  mit  AiiT^haffiin);  atu  dem 
Land«)  uacb  Zablnug  des  10.  Pfennigs  verfahren  werde  ^Indonatvermvrk} , 


■    Ersheri 


1979. 


'rshcTMog   Ferdinand  an    den   Landest' itedom   in   Kratn   Josef 
Panieol:     Befehl,   den  wtdtr  Ckri&Utph  Spindler  und  Komorten 
nun    eutn    dritten   Male   erganijcnen   Aufträgen   nacfi^ukommen. 
GroMf  16U  Juni  *J. 

{Orig.,  Ij.-A.  Krttin.) 

Dabei  die  Koid«  iIm  ErlwtM  vom  17  April  1613  ond  oiiie«  xweiteu 
Tom  II.  April  1614.  In  jennt»  wird  befobleii,  iicli  nach  ilpm  Veriiiöir»D  de* 
au>  dem  Lanrle  ^ezof^nen  f'hri.qttrpli  Spindlrr,  setnct  Sehwirger,  An  WXrIin, 
nnd  seiner  BcliweRter,  der  Fabenn,  xu  ^rltiindigo»  und  ei  im  Nani^'R  dem 
Laadufllreten  au  eequejiträercn,  insonderheit  aber  .wegen  der  verpottnen 
tal«r,  zwvy  khroiixcr,  Augapui^ischo  ballcr  und  schUEaelpfenioi;.  w«Ii:bc  ivio 
QD)  fQrkuiiibt,  {^dacbtcr  Spiadicr  A^elwei»  tiui  land  gebracht  und  damit 
aineu  mcrklU-.brti  ai(;criimt>igcn  fiiiknz  gctrib^n  Iiaüpd  hoII  .  .  .  i^rfahraii^ 
eiuxusieJieu'  (siehe  Nr.  l'^TtJ^.     Im  xurrUeii  wird  dleacr  Befehl  wiederh'ult. 


I 


1980. 

Die  Verordmteti  von  Stcicrmarh  an  Ershereog  Ferdinand:  Da 
das  getreue  Mitglied  dieses  Landes  Andre  Waldner,  durch  die 
Religionsreformationskommissärc  benachrichtigt  icurde,  daß  kein 
seit  1600  in  prac Judicium  der  erflossenen  Religioiksreformation 
exktn  Lutiämainte  angenommener  und  der  kath<Aischen  JMigion 
nicht  ungehöriger  als  solcher  anerkannt  und  im  Lande  geduldet 
werde,  er  aber  sum  Übertritte  nicht  geneigt  sei  und  deswegen  in 
sechs  Wochen  das  Land  räumen  solle,  so  erkUirc  man,  daß 
Waldner  1611  in  offenem  Landtage  von  geistlichen  und  trctt- 
lichen  Landleuten  einhellig  seiner  Verdienste  in  Kriegs-  und 
Friede nsireiten  wegen  zum  Landmanne  angenommen  wurde.  Bitte, 
ihn  seine  Hechte  genießen  jbu  lassen,    (ira^,  Iß  14  Juni  23. 

(Orig.,  6  Siegel  aufgedrückt,  St.  L.-A.,   St» banb^rg- Akten,  Gegenreform.) 

Ferdiaaod  H.  aohreibt  liiernber  am  23.  Juni  au  aeiuen  Uruder  Uaxi- 
miltan  Ernat  um  ein  tätliche»  Outachteu  Über  dieio  lateneMiou  [Orig , 
ebenda).  Die  Regierung  legt  diesem  am  SU  Juli  ^cn  Sachverhalt  vor:  AIh 
Waldner   auin   Laudraauiie   augeuommcrf    wurde,   sei  am  '26.  .lall  ein  Dekret 


630 


enichtenen.  womach  die  nobilitierten  nokatholUclieii  Pcnonen,  dia  erat  nach 
der  Hauptrcformatlon  in  KXrntrn  zu  Landlenton  anf^enoinnioD  wurden,  voa 
1.  F.  D*  «li  Bolcbo  diclit  aiicrkauiit  wQrdcn  und  daß  ain  ohne  Kfloktickt 
{ßfüpffkt]  yoT  die  Hegtarung  silLcrC  und  ge^eii  tie,  win  g^gtu  nndere  uuka< 
tWUicIi«  Adel*p«r«(>n«[i,  die  lüchl  Landloata  i«i«n,  verf«hn>n  vrerdon  ■oll«. 
Dieser  Befehl  sei  nftcr«  wic-derholt  wori^eti  und  si«  sei  dem  nachgekommen. 
So  ist  auch  mit  Waldnor  proacdiert  worden.  Znr  Einhaltang-  einer  voll- 
stündigen  Olpiclimfißigkeit  und  Vertnl^idlln|f  Dbli*r  Kononqueiiiteii  koonts  die 
Kogicrtiiij*  nicht  anders  liandcln.  Dnlior  rlidlc  >io  dm  Autrag,  dx*  AnsnckeD 
der  Lanil«chaft  abziiw^bc:»  und  en  bei  der  Ait»-tc)taf)'iiug  Waldtiet»  bewenden 
TM  litK^en,  xuuia]  m.nii  wu  aeiiien  Krivgudieniilci)  niclitn,  «onst  nur  da»  weiß, 
daß  sein  Vator  ein  KrSmer  in  Radhcraburp  gewesen,  sein  Bruder  noch  jelal 
Kaniclrisclirclher  Ist,  der,  all  Knthol lieber  aetne.t  Erbteila  beraubt,  aieb 
k(lmTn4>rUcb  erhalten  mnß.  Gittii  tim  endgUItl^e  Uesointian,  damit  nun 
wiMfl,  wie  man  eicfa  In  solchen  FItllen  verhulton  Bolle  (Orig.,  obEsda).  Das 
Aktenstück  wird  Acn  S.  Au^iiat  an  den  Stadtmagiatrat  zu  Radkersburg  ge- 
geben, um  Bcrichl  cinzubolen,  ob  der  äupplikant,  bvror  er  Landinann 
wai-d«,  auigcacliafft  worden  ani  oder  nictit  (Notia  am  Umbuge). 

1981. 

Intereession   der  steirische»    Landschaß    für   den    der  Rdigion 

wegen    aus    WindiscJifjrätz    ausgewiesenen    Muslerschr eiber    und 

PromantveruaUer  Zackarias  Schmidt.   Gras,  1614  Juli  Z4. 

(Konx.,  St.  L.-A.,  Clir.  R.) 
ErhHIt  einen  Termin  bis.  Kndo  1614  (Ko}].,  ebenda). 

1982, 

VerJtör  und  Bestrafunt/  des  Ämhros  Uaumattn  durch  den  Hischof 

von  Laibach  itnd  den  Landciwieedom  in  Krain.  (Im  Hause  des 

Bischofs  £u)  Laibaeh,  1614  Novcmhar  8. 

(Prot,-Buch  16U— 1617.) 

Hauinann  soll  bei  80— M  Weibspersonen  geschändet  und  noeb  dr«i 
unüQchtign  WniWr  Imben,  weder  um  den  Pfarrpr  noch  am  die  Orundobrigkelt 
fragen  «Ic     Es  wird  ihm  Zutt  zur  ,Purg4ition'  gflw&brt. 

1083. 

GaUus  Brenner,  Verteef-er  su  Aussce  an  die  Begierung:  erstai 
Bericht  über  da»  ärgerliche  Verhalten  des  Priesters  Gregor  Rarer. 
Graveneck,  1614  Deeemher  2. 

(Orig.,  St.  L.-A.,  SpeK.-ArchiT  AuHse.) 


.  .  .  Bericht!)  liierauf  ,  .  .  dasa  !cli  mich  aolengst,  selber 
naeh  Anssee  .  .  .  vorfUcg't  und  bei  elliclioii  nipinon  bekannten 
in  der  still  so  vil  mich  erkundigt,  dass  bcrüerter  Rürer,  als  er 
uach  AiUMoe  kumtni,  ein  coneubin  mit  sieh  gebracht  und  ein 
kindt  in  einer  gutten  solbslen  solle  getragen  haben.  Alao  gelie 
die  gemaiiie  sag.  Die  habens  aber  eelbsten  nit  gesehen.  Sein 
concubin  hnhe  er  grossen  leihs  hcpriacber  auf  etlieh  ineil  vor- 
schickt. Dass  er  im  pfarrliol'  selber  getanzt  and  gesprangen 
habe,  habe  ich  nit  erfaren  mögen,  aber  in  wirtshouseiii  ohne 
allen  scheuch  geboldert,  j^erauft,  die  wirt  allenthalben  nngesetzt 
zu  haben,  aey  wahr.  Item  sey  wahr,  dass  er  in  der  vesper  so 
bezecht  gewcseo,  dass  er  zweiTnnl  vor  dem  alt«  zu  bodcn  ge- 
fallen, sein  aber  wenig  lenth  damalen  in  der  kirt-hen  gewesen. 
Kndlich  sei  wissentlich,  dass  er  dos  pfarrcrs  dasdbaten  schwcster 
schwanger  hey  der  nnt-ht  mit  sich  darvon  gefiert.  Ob  er  aber 
iii  weltlichen  kloidern  noch  auf  der  alben  herumb  zieht  und 
den  armen  leuthen  bntter  entfrembde  oder  we  er  anzutreffen 
sein  mücLte,  habe  ich  nit  erfaren  kinden.  .  .  . 


1984. 


Eingänge  am  10.  Pfennig  bei  der  Ueligionsreformation  in  Krain 
in  den  Jahren  leid—ltitS. 

(T7nt«r  d»m   Tit«1   Akten,   b«troff«n(1   .utrifen,   Ephotiilpfsnnig  ntc'    iiu    L,-A. 
Krxin.    In  !tAlinnia<!hrrf?prxc)ie.    Gedruckt  ron  F.  Alm  lu  Orax,  äelbfltVDTlsg.] 

Adi  20  Febraro  I6U. 

Si  Ä  rioentto  da  Ms.  Martin  Chaiesel  de  Baixil 
barch '  p.  il  X""*  dinaro  dulla  coirpra  fatta. 
dal  Kuea.  S"  per  f.  1100  di  capitalle  f.  üOO 
p.  mobilli  et  p.  Ion  .  .  .  alla  moglie  de  nngarl 
100,  ongari  ■  X  •  intregi,  che  fa  la  summa  tuta, 
p.  li  qoalM  sutto  il  datto  21  Febraro  14)14 
hahianio  Mans.  Ill'^o  Vescouo  et  lo  fatlo  la 
quietanza  a  esso  Chaiesello  p f.  UOO   s.  — 

NB.  li   f.  185,  ho  lo  receatti  It  man 
mia  p.  memoria. 


*  Kiuschol  voti  Weichsslbui]^. 


Sotto  li  13  Mai'zo  CID  lo  fece  una  qmet«ii£a  «1 
S.  Conrado  Rucs.  <!'  hauer  riceulto  il  X"" 
dinaro,  in  locho  d'  Hons  Rucs,  suo  figliolo 
partito  del  j^aese  come  Breticho     ,     .     .     .    f.    800       b.  — 

Sotto  li  2!^  Maggio  1614  fu  condenatto  Ms.  Mar- 
tin Chaiesei  de   Baixilburch   in   9ü    ongari 

K"  come  apar  datla  qtüetanza  da  tali  .  .  „  32ö  „  — 
8  Febraro  1615  ho  hautto  da  Hons  Uicnstmö  di 

condanna  p.  qnello  che  aeguittecon  H.Sborz, 

p.  occasiö  d'  Ingiuric „    100       „  — 

Toinaso  RaltetiLjouer  d'  Ruedotfsberta  a  pag&tio 

ä  conto  dül  X*^"  dinaro,  p.  eser  partido  del 

paeso,  apar  dalla  mia  qnietanza  dt  Luglio 

1614 „400       ,  - 

Ksso  Raitenltoaer   a   pagatto.  oome  dal  niio  R. 

apar.  p.  aaldo  del  X""  dinaro  attri  .  .  .  „  101  „53 
AmbroB  II«um«>  '  in  esecutiü  della  sentencia,  fatta 

da  Moii'  ni'""  et  da  me  a  di  ll^  Luglio  615 

me  esborso  ongari  lOÜ  Val „    ^0       „  — 


.  .  .  lultimo  Oiuj^no  615,  scoee  dal  S.  Casparo 
Lantcri  ^  \).  II  loclil  compratti  dal  .  .  .  p. 
f.  2165  il  X""*  dinaro  apar  .  .  .  mia  quie- 
tanza 

.  .  .  Agosto  GIG  Lu  riceuUo  d.'i  Veroniclia  Mair 
. .  .  Radla  .  .  za.  apar  dulla  aiulog  cuscruatta 
.  .  .  ScLritnre  nella  borsa.  p.  la  sumii  de 
...  597  a.  30  A.  2  clio  lo  ho  ricetto  al 
inofJtro  .  . .  1  mio  R*  f.  59  h.  48  Id  est .     . 

.  .  .  Semler  fiegnr  de  Flctnicb'  in  mia  apscotia 
conto  p.  U  X*""  dinaro.  che 

da  Ottaaio  me  furno  contati  Della  hereditta 
d*  Maria  Hainricherin  de  Noua  meeta  adi 
26  Gienaro  1018  ee  riccatto,  di  X™"  dinaro, 
conic  dal  R.  clie  fucc  il  Sbizcr*  k  essi  de 
Noua  meeta  apar  sc  liautto 


f.  3061(iie)8.  63 


'  Ambro»  llnumiinii.  '  Laiilhictri. 


633 


7  Febraro  618  apar  dat  mio  R'  lio  riceutlo  da 
P.  Barbera  stro  .  .  .  o  buon  conto  del  X"'^" 
d'muTO  de  Lenurdo  Fridil f.    lUÜ 


8.    — 


Zw  <Un  Zeilen  5 — 1  von  unten  %$t  noch  ein  Blatt,  in  der 
GriffSe  ii)  X  25,  alt  Beleg  eingefügt: 

Woilendt  Marien  Hainrichcrin,  gewesen  burgcrin  za  Rue- 

dolfswcrth  seligen,  hinterlaasne  erben,   deren  drey  tlioil  gewebt 

sein,  weÜn  aber  zwcn  tlieÜ,  als  Sembier  vnd  Wurzer,  vncÄtho- 

liscb  vnd  wideramb  nach  irein  bauswesen   binausgeiMgen,    also 

haben    sy  durcli    die  von   Rucdoifswertb   mir  4Ü  f.   aeheodeu 

pfeiiig  erlegt,  croft  deren  von  Ruedolfsworth  mir  gegebne  offne 

bekbandtuus.  ,,  ,     . 

bcLwizer. 

Seqnita  cio  che  si  h  eaborsatto  delli  X°^  dinaro  chauatti 
dclla  refurnia,  et  altro  [>enDe. 

S""*  apar  dalln  qaietanza  dcl  datto  20  Fcbi-aro  1614 
hauersi  csbyi-satto  al  M.  R''"  Pwdre  P.  .  .  Jagniatouius.  Retor  del 
Colcgio  qai  .  .  .  la  suma  che  8SÄ.  a  concosso  it  ossi  R'"  Pa  .  .  . 
p.  la  Fabricba  loro  apaie  N"  1. 

A  di  24  Febraro  öl  4,  hauendo  Mon"  111""' 

Vescoao    pagatto    alcnne  epese,    ho 

rimborsatto  quelle  ap&re  dalla  quie- 

tanza  K"  2 f. 

Esborsai  lo  apar  dal  H"  K' Z  h.  Christof 

Fugger  portalitere  dlla  Prouincia,  che 

porto  decbretti  dlli  S.  Kefurtnatori  k 

Jacomo  Sraiber  k  Cblinginfcia  dui  uiagi 

importa ,, 

Sotto  li    17  Zagno  613   che  fa  speditto 

diuersi  dechrctti  rimborsai  o  dette  & 

Mon'  Adam  Sonta, '  che  pago  appar 

dalhi  notta  et  suo  K"  N"  4 .  .  .  .  „ 
Apar   N"  ö  bauer  dato  al  Sbizcr  k  cOto 

della  sua  faticha  cbe  fa  nella  refurma 

tollen  10  d  ...  7  lunö  (?^  Vai  -  .  .  „ 
Apar  N"  6  hauer  datto  a  di  Vltimo  Agosto 

614  al  M"  K-*"  Padre  lietor  dcl  Col- 


15    s.  —   ^.  — 


3    .  33 


24     „  — 


24    „  53 


*  SckoaU. 


legio  haatto  <^el  X""  dinaro  da  Tomato 

Kaitenhouer  d' Rueitolfsbert  et  dnlU 

mogiie,  cretici  partitl  del  paesc    .     .     f.     400 

f.  1446 
.  .  .  ancora  sotio  li  23  Mag!o  614  apar 

dal  K"  dpi  Mnlto  R'"  .  .  .   e  Nicolaus 

lagniatouiuH  Rctor  .  .  .  pgio  fa  csbor- 

Batlo,  appar  K"  7  ...  90  hautti  p.  con- 

diiuadalChaicsellodeBiiisilburcb.  Val     „     225 

Dal  R"  N"  8  Botto  anco  il  datto  8.  Fe 
liraro  (015)  haiier  lo  esborsaUo  al  M. 
R"  Pttdre  ret9r  dcl  Collegio  altri  f.  lOO, 
caualti  da  Ilons  Dienstmö  p.  le  ingiane 
eeguitte  nel  V  .  .  ominatto  cö  lerelle- 
mo  Sborz «100 

Apar  N"  9  baaer  pagatto  li  X.  Febraro 
C16,  k  Kotis  Ojttaincli,  cbo  porto  de- 
cbretti  al  S.  Christof  Tadiolauiz  •  k 
Faisterberg' „         1 

Apar  'S''  10  quielanza  aotto  H  13  Marzo 
615  hauer  bautto,  p.  li  dinari  o  X""* 
diuuro  de  Uom  Rue^  partito  del  paeee 
p.  la  roligin  et  importa „     800 

Sotto  il  N"  11  apar  haoer  lo  pagatto  k 

Joseph  Sganciz  p.  liauer  portato  de- 

chrotti  et  liiere  in  diuorei  lociii  con- 

cernenle  la  reforma,  et  pagattu   .     .     „       12 

f.   1138 
17  Gitigno  Gif)  pagatto  Casper  Sima  porta- 

litere   p,   dechretti    portati   qua   ot   la 

erctici  apar  dal  suo  K°  pagatto  aparre 

NM2 „       - 

Apar  N°  lii  sotto  li  If)  Gtngnofilfi  psser 
.  .  ,  acctado  diuersi  k  comparer  anantt 
la  . . .  apar  piu  particolarita  dalla  quie- 
lanza  de  Joseph  Sgontsiz  et  pagat- 
toUi  p.  sua  mercede „       — 

Eaborsatto.  uuer  dit^o  tat^atto  al  Sbizor  p. 
la  BOa  faticbtt,  apar  R^  agiüto  segcatto 

'  PoUteaberg. 


S. 


8.   ÖO 


20     _   ~! 


20     .  — 


W  14  et  dftl  articollo  della  Uteia  d. 
Mons.  III""  Stotolter  del  datto  27  lu- 

glio  615 

Apar  del  K«  N"  15  ho  esboraatto  al  R-*» 
Padre  reior  li  VItimo  Zugno  (Jlö 

A  di  10  ÄgoBto  615  apar  N"  16  paj^atto 
al  R''"  Padro  retor  li  lÜO  ongari  de 
Ambro»  llaumon 

Apar  N'*  n  liauersi  pagatto,  ici  mandar 
qaa  et  la  in  ocliasio  che  Mons.  111""' 
era  4|ui  per  1a  «agra  dlla  cbiesa  de 
R''  Padri  Jesaitti,  k  cio  H  oretizi  com- 
paresero  all  reforma  et  fe  speso  apar 
8otto  essa  nuniero 

Apar  N°  18,  ho  pagatto  Ji  Anse  Oatatnch 
che  portu  aicuni  dechrettt  h.  toroo  p. 
la  reforma 

Sctto  li  12  Febraro  610  tl  mio  puecholter 
pago  f.  2  p.  corto  decbretto  portato 
da  Casper  Sima  al  Jat^op  Sraiber,  cho 
non  ua  nelll  cüti  del  ofitio,  ho  refatto 
et  dato  essi  2  f.  apar  il  R"  N°  10     . 

8  Aprille  616  ho  pagatto  h,  Florian  Po- 
trata,  porta  Yiivra  apar  dal  Suo  R" 
f.  3  ehe  porto  decliretti  et  citacione 
k  diuerst  p.  ehe  duaessero  comparer 
aurtti  Mens.  II!"'"  et  me  il  R'  et  po 
liza  del  Sbizer  apur  N"  20  .     .     . 


Apar  N**  21   bauersi  aretado   dinersi  gl 
28  del  presente  mese,  datoli    .     . 

...  N*  22  haaer  csborsatto  al.  Sbizer,  se 
cbrctano  k  cöto  delli  K.  200  che  . 
concedono  o  che  a  dimanda,  pagato 

Sotto  li  27  Htobrio  610  bo  pagatto  k  Ma 
ria  Pischä  quäl  porto  h.  Vigann  ana 
citacid  a  Toma  Smit  di  comparer  qui, 
supia  la  .  .  .  leiitia  de  i:^.  Fropo&itto, 
come  la  comesiü  apparc  pagatto,  dieo 


—     8.    —     ^.  — 


216    ,  30     „  - 


260    „  -     „   - 


f. 


34    .  20     .  — 


1     „  —     .  - 


2    «  -     ,  — 


3    .  —     „  — 


60    ,  —     „  — 


1    ,  - 


^^^^^636        ^^^^^^^^^^^^^1 

1 

■ 

^^^^^1       H"  34  sotto  li  12,  ono  616  appar  lioaer 

1 

^^^^H 

^^^^^H              pagvtto  N  an  fantu,  che  ando  !i  Noaa 

^^^^^^^p 

^^^^^H               meetAConundcohrctto  aeiöAüam  Baia 

^^^^^^1 

^^^^^H               purger  fosäe  coiuparsa  aunuti  li  SS" 

^l^^l 

^^^^^B              flella  i-efüi'Uia  pugalto  dicco     ...     f. 

8.  20   A— ■ 

^^^^^1        N"  2ü  si  torno  h  mandar  h  Noua  mesta 

■ 

^^^^^P              p.  la  iiiuglie  il'Atlaiu  Bais  k  cto  oom- 

^^B 

^^^M                     partsca  il  di  d  ä*"  Stefano  I61ti  apar 

^^^ 

^^1                                    

-  30     „^^ 

^^^1               K°  20  pagatto  h  Loiardo  Cobczl  porta  li- 

1                     T)              ^H 

^^H                    tere   in  diaersi   tochi   come  la  qute- 

H 

^^^H                      taii/ii  devhtara,  ciu  e  Luntprais^  Nai* 

^^^ 

^^H                    decl),  Picae  S"*  Kucprccht,  k  Rucdolts- 

^^H 

2 

t>  ^      n        H 

^^^H              N"  27  pn^fltto  k  Lorciixo  Sboi-z,  l-Iir  porto 

■ 

^^^H                      un    (leühretto   h  Ilona  Baixilpraun   h 

H 

^^P                    Lubech,  upar  N"  27 

2 

n             B       ^H 

^f                    K"  28  apar  sotto  li  20  Zeuaro  617,  pa- 

^ä 

gatto  h  Lenardo  Cobezel  che  portg  litere 

^^M 

«1  S.  Prepositto  d'Koua  mf^-stn  concer- 

^^H 

.     6     «     »l 

N"  2SJ  apar  da  3  quietanze  c"  11  dechretti 

■ 

citatorij  bauer  spcso  p.  il  prcstar  de 

H 

quelli „ 

6 

.33     .  -■ 

N*  30  sottü  li  2  Aprillc  IJ17  pagatto  k 

H 

Bartilmc  Öerdcl  porta  litere  apar  ^"30 

^^H 

che  porto  nna  cetat-iri  a  Hons  Batxil- 

^^H 

P«nn „ 

— 

n    53       »^S 

N*  31  a  di  Vltimo  Luj^lio  617  pagatto  p. 

H 

la   regiedratnra   dclte  Schritte  al  S. 

1 

äbi&crscchretariOfUnHrismaduuartap.     „ 

2 

n               1'        "^H 

N"  32  a  di  H  Ottubrio  üH  ho  pagatto  li 

^^H 

faiiti  che  ponarno  dechretti  k  diucrsi 

^^m 

5 

.•»0    „^ 

N"  33  a  dt  Vltimo  Ottobrii  617,  pagatto 

H 

^^^                    k  Petter  Jacobiz  porta  Utere  p.  bauer 

^^H 

^^^h                  portato  dechretti  citatorJ.  A  Asibcr' 

^^1 

^^^V                    Ürtar  et  altri    oehe   ccmparauo    gli 

• 

1 

^^^H                       '  Laudpreii  NnuUeg^.             *  lUaiber. 

^^^^^         637 

h  Zcnaro  1618  auauti  li  SS'  Coinmo- 

aarij  della  Reforma f.         2   8.  —    vS.  — 

N"  34  a  di  13  Gonaro  ClH  pÄgHtto  .ap.ir 
K"  3-1  k  Petter  Jacoliiz  che  porto  de- 
chretLi  ftiori „         2    „  —     „  — 

IN"  35  a  di  -'9  Gi^naro  tilB  ho  esbursaito 
.lUri  f.  40  al  älnzer  aechretario  h  conto 
dlli  f.  200  comoaoll „       40„—     „  — 

A    di    30  Giennro    G18    pa^atU*  ii  Jopst 

Herzer  quäl  porto  ly  doi  infünn.itioni 

k  Mons.  111""  h  Oberburch  luna  tocate 

k  Josef  Piuitjileo  et  lallr«  n\  Asiber.      „        —    „  40     ^   — 
A  di  7  Kelraro  ItUS  apar  dal  R"  N*  3ü 

baaor  lo  pagatto,  al  sechretario  Sbizer, 

p.  saldo  (Uli  200  tioriin    fattoH   grati 

.  .  .  houeua  S"*  hautto  li  altri.  Val.      „      100    „  —     „   — 
...   18  k  Florian  Petrete    che  porto  a 

.  . .  rcb  alcuoi  dechrctti  pagatto  N"  37     ^       —    „  30     „  — 
...  018  apar  N"  33  che  ando  Cosper  Sima 

porta  liicra  k  Ko»uch  ^  U  cetar  diueroi 

K. .  .  retti  d'  reÜgion  pagatto     .    .    .     „        2    „  —     „  — 
1985. 
I         uuibedunhen   ,m»i6  dass  die  Stoffgewo^er  a7/iiV  verhaften  jmurn 
über  ir  wegen  des  nufgfJialtnen  praedieanlai  und  verirundung  des 
H    landprofosefi  per  hegnadwig  geh.  eingetceudfen  suppUli  gegen  uinen 
genut-gsnmen  revers  hey  der  cntholischen  relüji(m  hrMendig  £u  sein, 
^_     der  gefanknits  erlasset*  und  auf  freien  fw9S  gestölt  iccrden  möchten'. 
^B  16J5  Januar. 

^^^H  (Stalth.-Archir  Gras,  OnUoliten,  U^fonnO 

^^^^ 

/Jutbedunken',  darin  die  Regierung  der  F.  If  Icriehtet,  1.  daß 
ivegen  der  Klage  des  Pfarrers  von  Haus  über  das  ErnschteicJwn 
von  Protestanten  aus  Sahburg,  die  Notdurß  bereits  an  die  Prä- 
laten und  Erxpriester  in  Steter,  Kärnten  und  Krain  ausgefertigt 


*  BftUcliach. 


630 


cnchicD(>n,  wom&oli  die  nobüiticrten  aiiktitlioliiclioD  Ppraonon,  dio  erat  nach 
der  H«uptr«forinaUDn  ia  KXrulcii  su  Latiftleut«»  angituonaiiiea  wurdCD,  Ton 
1.  F.  D'  all  nvlvti«  tiiciit  flii<arUaiiiit  wiird«»  uail  iHfi  üia  ohne  ItQckfticbt 
(Res|iekl)  ror  ili«  KegLernnp  zitiert  iiTid  gegen  nie,  wie  fr'Uen  «ädere  nnki- 
thnÜRche  Adelsporsonpn,  die  iiiclit  Landleule  seien,  verfahriMi  werden  solle. 
Dieser  tiefebl  sei  lifters  wiederliolt  worden  und  sie  sei  dem  iiavU|i^kumiii8D. 
80  ist  ancli  mit  WnldiK^r  pro^tcdicrt  wordrn.  Ztir  Einhaltung  einer  roll- 
iMudigcii  tili-iclimilQigkoit  und  Vornicidung;  Ubier  Knn5«quciixeu  konnte  die 
Regiennig  niclit  Auilers  lutideln.  Dnlier  xtrUe  sie  ätin  Aiitrn^,  dss  Ansuchen 
der  L«ndBchaft  abruweisen  und  es  bei  der  AnwcJmffiind  Waldnera  bewenden 
XQ  U<i5en,  EUn1.1l  man  von  seinen  Kric^sdit^nsli^n  nichls.  sonst  nur  du  weiß, 
dnB  srin  Vater  ein  Krilmer  in  K«lkcrsbnrf;  gcwesc^n,  sein  Bnidi'^r  noch  jetst 
KaDzIeiscIiroiber  ist,  der,  «la  Katholischer  eeincs  Krbtoils  beraubt,  rieh 
kümmerlich  erhalten  muß.  Bitte  um  cnd^flltij^e  Hesolution,  damit  man 
witse,  wie  man  eich  in  Bolclien  Füllen  verhaltoii  solle  (Orig.,  ebenda).  Das 
Aktenstück  wird  am  ä.  August  an  den  fitadtmagistrat  su  Radkenrbur^  ge- 
geben, um  Bericht  cinzaholen,  ob  der  Supplikant,  beror  er  Landnuin 
ward«,  anstgeachafl't  worden  sei  oder  nicht  (Notla  am  Umbogie). 

19S1. 

Interzession    der   steirischett   Landschafl    für   den   der  Religimt 

ivege»    am   WindischjräU    nusgewiesetten    Musterschreiher    und 

Provianti'erwalter  Zacharia&  Schmidt.   Gras^  1614  Juli  24. 

(Koni .  8t.  L.-A.,  Chr.  R.) 
Erhält  einen  Ttriuin  bis  Ende  1614  (Kop.,  ebenda). 

1982. 

Verhör  und  Bestrafung  des  Amhros  Haumann  durch  den  Bischof 

von  Laibadi  und  den  Lanäesvisedom  in  Krain.   (Im  Hause  des 

Bischofs  £uj  Laihach,  lfil4  Novt^mber  8. 

(Prot.-Buch  1614—1617.) 

Haurpann  soll  bei  SO — 40  Weibsporsonon  getcli&ndct  und  noch  drd 
nnzHchtige  WcUjit  bnbi>n,  weder  um  d(*n  Pfarrer  noeh  um  die  Orundobri^koit 
üragen  etc.     Es  wird  ihm  Zeit  aUr  ,Purg-atiuu'  gewährt. 


1983. 

Oallns  Brenner,  VertccAer  £u  Aussce  an  die  Hegierung:  erstattet 

Bericld  über  das  ärgerltcJie  Verhalten  des  Priesters  Gregor  Rörer. 

Graveneck,  1614  Dezember  2. 

(Orig.,  6t.  L.-A.,  Spea.-Archiv  Ausaee.) 


.  .  .  Berichte  hierauf  .  .  .  dass  ich  mich  nnlengst,  selber 
nach  Aussee  .  .  .  verfUeg:t  und  bei  etlichen  meinen  bekannten 
in  der  stilt  so  vil  mich  erkundigt,  dass  bcrlierter  Rörer,  als  er 
nach  Ausaee  kamen,  ein  concubin  mit  sich  gebracht  and  ein 
kiiidt  in  einer  gutten  selbaleu  solle  getragen  haben.  Also  gehe 
die  gcraaine  sag.  Die  habcna  aber  gelbsten  nit  g'eacbcn.  Sein 
concubin  habe  er  grossen  leibs  hernaeher  auf  etlich  meil  ver- 
schickt. Dass  er  im  pfarrhof  selber  getanzt  und  gcspruDgcn 
habe,  habe  ich  nit  erfaren  mügen,  aber  iti  wirtsheuaern  ohne 
allen  scheuch  gcboldert,  ^'craul't,  die  wirt  allen thalbcii  angesetzt 
zu  haben,  aey  wahr,  item  sey  wahr,  dass  er  in  der  vesper  so 
bezecht  gewesen,  dass  er  zweimal  vor  dem  altar  zu  liodcn  ge- 
follen,  sein  aber  wenig  leutb  damalen  in  der  kirt-hen  gewesen. 
Endlieh  sei  wissentlicli,  dass  er  des  pfarrera  dnselbstan  Schwester 
Bcliwangcr  bcy  der  nacht  mit  sich  (larvon  gcfiert.  Ob  er  aber 
iu  welthchen  kleidern  noch  auf  der  albeu  herumb  zieht  und 
den  ariucii  JeuthcD  buttcr  ontfrembdo  oder  wo  er  anzutreffen 
sein  machte,  habe  ich  nit  erfaren  kiuden.  .  .  . 


Eingänge  atn  10.  Pfminig  bei  der  Beligioiweformation  in  Krain 
in  dm  Jahren  1614—1018. 

(Uoter  dem  Titel  Akt«u,   botreffen^   .atrftfea,  telieivilpr«Rntg  «tC    im    Ij.-A. 
Kmin.    In  iüili«niscHfr  Sprache.    Rrdroekt  tod  F.  Abo  in  Gnu,  Selbatvrrla^-) 

Adi  20Febraro  1614. 

Si  ^  riceatto  da  Ms.  Martin  Chaieael  de  ßaixil- 
burch '  p.  il  X*""  dinaro  della  cocnpra  fatta. 
dal  Rnes.  S«"  per  f.  1100  di  capitatle  f.  fiOO 
p.  jnobilli  et  p.  Ion  .  .  .  «IIa  moglie  de  ongari 
ICK),  ongari  -X  •  introgi,  che  fa  la  summa  tuta, 
p,  li  r|aalli  sotto  il  datto  21  Febraro  ltiI4 
habiatiio  Mons.  Ilh*  Vescouo  at  lo  falio  la 
quietan.7,a  a  esao  Chalesetlo  p f.   IKM)    e.  — 

NB.  li   f.  I8ö,  ho  lo  receutti  k  man 
mia  p.  memoria. 


'  Kinsoh«!  Ton  Weiübaalburf^. 


630 


nnchl«n«n,  wornkoh  die  nobilltierten  ortbalhnlbcbfo  Personen,  die  erst  naeb 
der  Htuptrerortn&tiDn  in  RXrntcin  bu  Lsndleulen  angenaoimoa  wurden,  von 
I.  F.  !>'  als  fiolcbe  nicht  Ku&rltaiiiit  würden  and  daß  sio  Dfano  Rückiiicbt 
(Respekt)  vor  die  He^erung'  xitiprt  und  ^efjen  eie,  win  fffKon  anderci  Uiilu- 
tbulisdia  Adelfperimncn,  dio  Dicht  Landlaute  soipti,  rarfAlircn  werden  (olls. 
Diewr  B^feti)  sei  Öfter»  wicderbolt  worden  und  Me  Hei  dem  nacligekocnmen. 
So  iit  a.ach  mit  Waldncr  pronedicrt  worden.  Zur  Eiobaltnaj^  einer  voU- 
Btitndigen  OlpiciimAßigkcit  nnd  Vertneidunit  Ubier  KanseqnenB«»  konnte  di« 
KogiorLrnp  niclit  andors  li&ndeln.  Datier  fIcIIc  bIo  den  Antraj;,  du  Ansncbon 
der  LatidK'liaft  tibzuwriitcD  und  ryi  bei  di?r  AusvclialTung  Walduer*  beweoden 
SU  lawen,  cuKial  man  von  Krlncin  Kricgtdi»n>l<^n  »ichta,  souitt  mir  du  w«ill, 
da£  RCin  Vater  eio  KrSmer  in  Radkorsbiirfr  gewesen,  »ein  Bmder  noch  jeut 
Kaiixli-iichrniber  Iit,  dnr,  aU  fCnttiolincher  i^in^«  Krbtella  beraubt,  aJch 
kUcnnirrlicb  «Th.iltcn  muß.  Ititt^c  um  cudgllltige  Ue^satuHon,  damit  dud 
wisBü,  wie  man  aicJt  in  BolcHrii  FSlIon  verhalten  snLIc  [Orip-,  ebonda).  Das 
Aktenstllrk  wird  am  8.  Ausist  ati  i]en  Stadtina^ istrat  m  Radhersbnrg;  f^ 
geben,  um  Hßiicht  cLDsuholen,  ob  der  ttoppLikaut,  bevor  er  Laodmaoo 
wurde,  auigeachafft  wordeti  »si  oder  nicht  (Notts  am  Uoibu^). 


i 

* 


1981. 

Interzession   der  steirischen   Landschaft    fiir   den   der  HHigüm 

tPrffcn    aiwt    WindischifräU    ansfjeKtesf.nen    Afustrrscfireiber    und 

Proviantvertvalter  Zticharias  Schmidt.    Grau,  7614  Juli  34. 

(Kon»..  St.  L,-A.,  Chr.  R.) 
ErhiLU  uicen  Tvrmin  bis  Ende  1614  (Kop-,  ebenda). 

1982. 

VerJtör  und  Bestrafuntj  des  Asnhros  ffaumaun  durch  deti  Bischof 

von  Laibach  und  den  Landesvisedom  in  Kruin.  (Im  Hause  des 

Bischofs  8u)  Lixihadi,  I61i  November  8. 

(Prot.-Bnch  1614—1617.) 

Hnu^rann  soll  bei  30 — iO  Weibspersonen  yescIiHndet  nnd  noch  drai 
uniOelitigvi  Wpibpr  haben,  tveder  um  den  Pfarreir  nocb  atn  die  Orundobrip;keit 
flragwi  eto.     Et  wird  ihm  Z«it  aar  ,Purfatii>n'  i^flwjlhrt. 


1983. 

Oalltis  Brennrr,  Verweser  su  Amsec  an  die  Bepterttiig:  erstaHt 

Bericht  über  das  ärgerliche  Verhalten  des  Priesters  Gregor  Börer. 

GravenecJt,  1614  Deeember  2. 

(Orig.,  St.  L.-A.,  SpM.-ArchiT  Anwce.) 


Wf 


.  .  .  Berißlito  bierauf  .  .  .  ilnes  icli  mich  onlengst,  (jell)(>r 
nach  Anasee  .  .  .  rerfüegt  und  bei  etlichen  meinen  bekannten 
in  der  still  so  vü  mich  erkundigt,  dass  berüerter  Rörer,  als  er 
nacb  Aossee  kuniiiD,  ein  concaljin  uiit  sich  gebracht  und  cia 
kindt  in  einer  galten  selbslcn  solle  getragen  haben.  Also  gehe 
dtc  gcmaine  sag-  Die  liabene  aber  tiolbsten  nit  getieben.  Sein 
concnbin  habe  or  grossen  leiba  hernaclier  auf  ctlich  raeil  ver- 
schickt. Dass  er  im  pfarrhof  selber  getanzt  und  gesprungen 
habe^  habe  leh  nit  erfaren  mögen,  aber  in  wirtsficuflorn  olme 
allen  scbench  geboldert.  gerauft,  die  wirt  allenthalben  angesetzt 
an  haben,  aey  walir,  Ucra  aey  wahr,  das»  er  in  der  vosper  so 
bezecht  gewesen,  dass  er  zweimal  vor  dem  altar  zu  bodcn  g9- 
fnllrn.  sein  aber  wenig  leatli  dainalen  in  der  kirttbcn  gewesen. 
Endlich  sei  wisaentlicb,  dass  er  des  pfarrers  daseibaten  schweater 
schwanger  bey  der  nacht  nnt  sich  darvon  gefiert.  Ob  er  aber 
in  weltlichen  kleidern  noch  auf  der  alben  hcramb  zieht  und 
den  armen  leuthen  butter  ontfremhde  oder  wo  er  anzutreffen 
eoin  mücbto,  habe  ieh  nit  erfaren  kindon.  .  .  . 


1984. 

Eingänge  am  10.  Pfennig  bei  der  Jlelighjisrefortnation  in  Krain 
in  den  Jahren  1614—1018. 

(Unter  dem   Tltrl   Akten,   hetrnffonil   ^Irifou,   tolifliidpfennL^  etc.'    im    L.-A. 
KrJÜn.   In  Iüili«nificljer  SprAche.   tipclruukt  van  K.  Alm  in  Gras,  SelbilTcrla^) 

Adi  20  Febraro  16H. 

Si  h  riceutto  da  Ms.  Martin  Chaiescl  de  ßaixil- 
bureh  ^  p.  il  X"''  dinaro  della  compra  falta. 
dal  Raes.  S"«  per  f.  1100  di  capitalle  f.  (WO 
yi.  niubilli  et  p.  Ion  .  .  .  alhi  moglie  de  ongari 
100,  ongari  -X  ■  intregi,  che  fa  la  summa  tuta, 
p.  li  qualli  Kotto  !1  datto  21  Febraro  1614 
habiamo  Mons.  Ilh"  Vescouo  et  lo  fatto  la 
quietanza  a  esso  Chaiesello  p f.   1100    s.  — 

KB.  li  f.  185,  ho  lo  receulti  k  man 
mia  p.  memoria. 


*  KftuBclivl  voll  Woichsvlburg. 


Dabtr  aHili  «••  Am 

da  MiB  V«l«r  «ia  Ectwr  i«  Battcntei^  e«wi 

KMilMdrcibw  i*t,  d«r,  ab  KstkUiM^er  «ciae*  Ertrtcik 
Mnurrlieli  «fetaltn  auift.  Klto  ■■  csJcftlti^  ttmiatw«,  <MHt  bm 
WMM.  «M  BaA  •ich  im  Miekea  FUta  ndtthes  wO«  (Orir-*  »^mimy.  Dm 
<fcU— llfll    «iri  «a  S.  AacMl  aa  Am  BtmUm^mtwi 

Bcridrt    «sssbaUn,   ob  4«r  SappBIwM,  b««w  w 
invlt^  aaigMdullt  wordc«  mi  od«r  weht  (Xo<n  mm  tJmikmgt). 


IntvrutHon   der  siririsehen   Landschaft    fmr  dem   der  Rdigiem 

wegen    aus   WirtdüchyräU    atisgfKiesenen    Mnstenckreiher    mmd 

Proviant vertcalta-  ZacKarias  Schmidt.   Gras,  1614  Juli  JM. 

(KoflK,  St.  U-A^  Chr.  R.) 
ErhlU  einen  Terrain  bU  Ende  1614  (Kop.,  «b*ii^). 

1982. 

Verhör  und  Bestrafung  des  Ambros  Haumann  durch  den  Bi 
von  Lnibach  und  den  Landavisedom  in  Krain.  (Im  Hause  dei 
Bischofs  tu)  Laibaeh,  1614  November  6. 

(Prot.-Bach  161  <— 1617.) 

Haairann  »oU   bei   30 — iO  WeibsperBoneo  g««cbxadet   aDd    Doch 
unitiehtifc«)  Wrilirr  hah*Ti,  vredi'r  nm  Afn  Pfarrer  noch  um  die  Grandobrigkcit 
frag«n  «Ic     Ea  wird  ilini  Zeit  xur  tPurgatioa'  geirfthrL 


1983. 

GaUus  Brenner,  Vcrtcner  su  Aussee  an  die  Hegienmg:  erstattet 

BericfU  über  das  ärgerlicl^e  Verhalten  des  Frieslers  Gregor  Rorer. 

Graveneck,  1614  Desember  2. 

(Orif.,  8l.  L.-A.,  8pei.-Arcliiv  Auaea.) 


.  .  .  Bericilto  hierauf  .  .  .  dass  icli  mich  anlengst,  selber 
nach  Anaseo  .  .  .  verfüegt  und  bei  etlichen  meinen  bekannten 
in  der  still  so  vll  mich  erkundigt,  dass  Vertierter  Rörer,  als  er 
nach  Aassee  kumen,  ein  concubin  mit  sich  gebracht  und  ein 
ktndt  in  einer  gutten  Selbsten  solle  getragen  haben.  Also  gehe 
die  goraaiiu'  sag.  Die  habi-ns  aber  Holb&ten  n'il  gesehen.  Sein 
conecbin  habe  er  grossen  leib»  hernacher  auf  etllch  raoil  ver- 
Bchickt.  Dass  er  im  |>farrbi;f  selber  getanzt  und  gesprungen 
habe,  habe  ich  nit  orfaren  mügen,  aber  iti  wirfslicuscrn  ohne 
allen  scheuch  geboldert,  gerauft,  die  wlrt  allenthalben  angesetzt 
zu  haben,  8cy  wahr.  Item  hc^  wahr,  dasg  er  in  der  vesper  so 
bezecht  gewesen,  dass  er  zweimal  vor  dem  aliar  zu  boden  ge- 
fallen, sein  aller  wenig  leutii  damalcn  in  der  ktrclieu  gewesen. 
Endlich  sei  wissentlicli,  dass  er  des  pfarrers  daaclbBten  schweater 
schwanger  bey  dur  nacht  mit  sich  darvon  geficrt.  Oh  er  aber 
in  weltlichen  kleidom  noch  auf  der  albcn  herumb  zieht  und 
den  armen  leuthen  bntter  entfrembdo  oder  wo  er  un7.utreETcii 
sein  möchte,  liabc  ich  nit  orfaren  kindcn.  .  .  . 


1984. 

Eingänge  am  10,  Pfennig  bei  der  lietigionsreformatiott  in  Krain 
in  den  Jahren  1614—1018. 

(Unter  dem   Titel   Aktan,   betrcfTend   ^trafDii,   xchnTiiIpfentiig  etc.'    im    L.-A. 
Krain.    In  Italien  ucher  Spracfae.   G^dmckt  von  F.  Alm  in  OrxB,  SelbHtvcrlag) 


Adi  20Febraro  1614. 

Si  h  riceutto  da  Ms.  Martin  Chaiesel  de  ßaixil- 
burch^  p.  il  X"'  dinaro  della  compra  fatta. 
dal  Rues.  S»«  per  f.  I  lÜO  di  capitallo  f.  (>0Ü 
p.  mobilli  et  p.  Ion  .  .  .  alla  mogtie  de  ongari 
100,  ongari  •  X  -  intrcgi,  che  fa  la  summa  tuta, 
p.  t!  qualli  sotto  il  datto  21  Febraro  16H 
liabiamo  Mens.  Ill"^"  Ve&couo  et  lo  fatlo  la 
quietanza  a  esso  Chaieeello  p f.  1100    s. 

NB.  U  f.  185,  ho  lo  receatti  k  man 
mia  p.  memoria. 


'  Kiuftcbel  vuH  Wtsichielburg. 


644 


2014. 


^.  die  tu  Brück  an  der  Mmr  oontn  die  Rfformaiieirukommit- 

tarien  daselbst,   den   erseigenSem  Üngekorsam   in  §ei^idten  und 

tcHUichen  Dingen  betreffend.    2615  Mötm. 

(Ebenda.) 


2015. 

Dekret^  durch  mJcAc«  der  Sckrannenprokmratcr  Geory  MüHer, 
der  Verhörsadn^cat  Mag.  Isaak  Koff,  Adrckat  Andreas  Haas 
samt  Fnm,  SrieguekretSr  FiAiam  Kütkbmftw,  Merth  AaKnufm, 
PatU  Wa$iermamm,  Georg  PeA,  Georg  Tamftrer,  BudthaUer 
Chrisiopk  Verbete.  Ckrist(^  Sckeimer,  Mititidingseinftekmer  Jle- 
xims  Freg,  ürhan  Khuntner,  Terbitsck,  da  BmgamtüUrt  Haus- 
frau, FroH  Tdlerin,  des  Harns  DmmbiUt  Hansfrim,  des  Der- 
UtaAni  Hausfrau,  Ccmians  Hausfrau,  Beffingers  Hausfrau, 
Beisütgert  Hausfrau  und  die  Spad/mim  bei  50  I}ulia4en  Strafe 
auf  dem  24.  Aprü  1615  in  die  bi$dt$fl«^e  PfaU  siliert  trmUn. 
Dte  ZitatioH  tcird  durch  ^emainer  statt  swen  sdtarwadtter  «er- 
rie/W.  O.  D.  (1615  Aprü  V9r  dem  94.) 
(Prot  der  Rcl  -BHbm-  Krain  1CI4— 1C17.) 


.f1ii'Ml«|ili  Tsttx«  lut  inj  pcKhts««)  fifiluft,  llertli  N»iimann 
wJBia  «idMdlidw»  pttcMuÜ  «iBfcl«(t,  CttfiMsph  Seheiacr  b«t  k»iaco 
pckbU«U  ^br*ckl,  («lobt  «of  iteebMMi  Pkilippi  Jakobi  (M«t  1),  ürbu 
KhawianT  kkt  HIB  pricbtiell  «iafdif«.  Wtftm  drr  muucbiii  Ter  wwtä  ioni 
— fwlnlflLn,  ob  flf*  a^Mcfcmflk  bmS  adw  aitT  »£1  an,  c*  hau  nr« 
Uswcggdhaa  gdabt,  w«!  imm  aber  sadef«  üttv  a&Utrco  pew^vt.  bat  m 
■ecb  briber  ameoibes  mBnwaii,  docft  fStt^^  er  mit  ir  aichU.  Aodr«  Ter* 
bitech  bat  MtB  pncbtxetl  «to(;«l»ft-  Herr  Alenos  Frej  ift  «rschinen  ab«r 
cm  de«  «.  Mail  .  .  .  erclftrt  sich.  gnKt  catholi»eh  ■■  Min.  .  .  .  We^feo  der 
KAfttUitXa  pbrOd^r  and  «ebwester  iat  gtuMoaam  «ordoi,  sia  alcpAld  hieber 
aa  aitiera,  g:ar  «cbarpf  nit  inen  lo  pcveedien  and  von  hlnen  ntclit  «a 
l^Bia^  allein  tj  haben  licb  ai^ntUch  ercUrt.  Herr  U.  Isae  Kopp  bat  nta 
paictiarti  «iagclefl.*  Bei  der  UaaafiraB  de«  BBif«em»iater9  steht  mit  Blei- 
fcder:  jwfim;  Jawilbe  bei  Frau  Drvmblite.  Jena  .TerUeibt  tu  irer  alten 
habatan:4(keif,  diete  bat  ^h  fehortaa  ctefiM^llt  nnd  ^bt  aar  Antwort: 
^  ▼erUeibt  bej  {rem  imhamb  ainmal  Ar  allrjualt  niid  arill  daroo  nicht 
cedäcm,  kann  ij  neb»  ttod  bey  iraa  haaswierth  nicht  |iindiiil  weidan,  w 
aa;«  ca  in  goMe»  naoiaB  .  .  .  L  F-  (in.  haben  Ir  .  ■  .  lehr  at>d  mrmaBomg 
CMbaa,  nicfcti  dlrtwaalyer  ercUit  ty  ticb  noch  h&rUr  and  gar  eniA^erit«, 
dui  wt  ]i«>ber,  wie  bbhMe  (eschrb^e.  rerbleiben  wil;  ist  ir  anch  iler  wxg*- 
hafaawbe  aj^t  mifwi  dce  tft.  ^  a«  Teraeawn  Tetieaen  werden;  «oll«  raor^ 


6  Oller  7  nlir  wio  borr  PkuULooti  bei  pcen  fiO  dnc.  in  gold  nd  iurammtnm 
«rwliriticp;  tilgt,  imt  nichts,  aU  yrn»  ir  ir  liAiiswiord  gibt'.  Kefin^ortn  iitid 
CoraiaaU  erklSr«ii  sich  kütliotiicb;  obf^ti»»  Frau  ReiBinger.  V\a  Ittizti^Tf 
ftMgt  der  Fantbischof;  .vranitnb  ty  mit  irvu  rfidnn  *m  ßroti  verferth,  ali 
neinl>licli  sol  «y  gegren  eineta  «naebcnlich«»  härm  i^vrcJt  liaboii:  Ich  bin  bei 
dem  trottslisch  gQWPSt,.  aber  nur  den  teuf«!  cinf^enumbrn  und  ir  hcrx  Ltt  weit 
daron  g^we^t.  .  .  .  Hnt  itarcJi  widersprochen'.  Michael  Tallfir  und  H.  Isaxc 
Kopp  lQg:eu  BeichtzDtt«!  ein.  Der  Landulireiber  David  Pantiileun  erhilt  un 
ib.  April  seiner  GfiscbXfte  wdj^n  ,S  laf;  dil&tion*.  Fruti  DrutnblJtxin  iat  bffute 
Bin  ,K«nig»  liodar'.  ßii]  Kapuziner  T.  ßernariliaus  soll  ihr«  Bekehrung 
tLb«r]iehiu«ti,  aber  «»  hnt  koin  ,>liirKm«ut  prSatiren  wCll«u*.  Am  1.  Mai  wird 
d«  Verhflr  fortgesetil:  Jur^y  IDovoUlscb  meist,  ,m  g«hOre  wicht  unter  die 
Reform stion',  der  Bestand  an  d*r  llRn-achaft  W«rdl  ^«hflra  »ftimr  Frau.  Nach 
Ungern  Pe^Baadie^f^n  gibt  er  zu,  nach  seiner  H«>lmkunft  mit  V.  A]l>«rto  zu 
koDTcnicren.  Übu-  Ambras  Haumann  wird  wogen  fleinea  unkatboüir.hen 
L^beiifl  utid  Wandels  Haft  im  Vltedombiscken  Turm  Tcrbängt,  daraus  soll  er 
nur  ^'(il.iMcii  ^vurdcii,  wenn  er  lOU  Dukaten  in  Ctold  zahlt.  Aub  zwei  Rand- 
n»t«n  i>t  eriichllich,  daß  Ihm  dor  Bc«clieid  nm  SR.  Jnui  dbennittclc  und  b«- 
Rchloasen  wurde,  ihm  eine  i^traf«)  von  CO  Dukaten  anfzii «erlegen.  Adam 
Scmbler,  der  am  2.  Mai  f^rsi^heint,  bleibt  liaUatnrrig.  Ihm  wird  Terboten, 
aus  der  Srndt  xu  Eietien,  auch  aoll  er  seiue  Sache  bei  I.  F.  Uu.  anbringen. 
Jakob  und  Joseph  Panlaleon  worden  am  3.  Mai  verhOrt.  Am  dritten 
kommt  auch  8amucl  Hfutiber  rar,  er  ]jat  >ich  anerboten,  sich  wt^iK«n  zu 
latMen.  Beide  Patitateon  «ollten  am  4.  Mai  wieder  cnicbeiTieii,  sind  abnr 
ohne  Erlaub»!-  w«gger<?i«t.  da  Jakobs  Frau  todtkrauk  ist.  Jakob  Buttollts 
aud  BartbolomJlu»  Wubriicb  habca  ihre  Beichixellel  abgegeben.  Die  Dcxtorin 
Schober  will  sich  weiaeo  lasaan  (Forlseticung  siehe  unter  dem  4.  Hai). 


2016. 


Vorladujigsdelirei  der  Eelitfionsrcformationsl-ommisslon  in  Laibach 
an  Josef  Panlulfon,  Jakob  Pantalcon,  ßalthamr  Pregd,  Hans 
Enyelhattser,  Christoph  Prrt»^,  Ambros  Uauntuuu,  Haus  Arier, 
Samud  Haaiber,  Adam  Scmhlcr,  Jakob  }ViUtalitsch,  Georg  Vivo, 
Josef  Antotti,  Hans  Nrapolittin,  deren  Schwesltrn  Barbarn  und 
Elisabeth  und  des  Josef  Neapühfan  M'eib  ElisaUth,  ferner  an 
des  Mandlii  Hausfrau,  K<tspnr  OekJwrn  jm  Gurkfdd,  Pader  und 
Frau  tu  Landstraß,  Adant  Weißburger  sn  Tiudolfsicrrtk,  Maria 
Heinricherin,  iJaniel  Dcspototcitsch  (Edelmann,  afier  kein  Land- 
mann), Jurq/  DavoÜHsch  (Edelmann,  aber  kein  Landmann,  In- 
haber der  Herrschaß  Wörth)  und  Maria  GritsAerin.     Laihadt, 

1615  Aprü  2t. 

(Prot,  der  Rel.-Reforia.  in  Krain  1614—1617.) 


646 


2017. 

Examen  David  PaniaUotts  im  Seisein  des  Laibacher  Bischofs 
und  des  Landesviecdoms  von  Krain:  ,he(fert  bis  tu  nepster  der 
herm  und  Inndleitth  susamenkhunß  iermin.  Darauf  ist  im 
Jetgtlich  bedacht  gegeben  «wrdeM,  m<trgen  bis  6  oder  7  Mhren 
fruer  tageszeit,  sich  gu  crtlären  bei  50  dueatnt  in  fjiddt,  dm 
hat  er  eu  laisten  guetwiUig  versprochen'.     I^nibaclt  ,im  bistutnb', 

2625  April  55. 
CProt.d«r  B«t.-B«fonii.  in  Krain  1614—1617.) 

2018. 

Die  wikatholischcn    Bewohner  von  Klockh  und  Halbenrain  be- 
treffend.   1615  April. 

(SUttb.- Archiv  Gr«i.    G«in.  Kop.,  fiep.) 

2019. 

Die  Regirrung  an  die  katholischen  Verordneiet\  in  Kärnten  wegen 
der  hievor  in  caasa  religionis  abgegangenen  Verordnungen.  1615 

April. 
(Eb«n(l«.) 
K«In  nKh«r«r  Inhalt  T«mi«rVl. 


I 


2020. 

Die  Atisschaffung  der  unter  dem  Hamhergis^en  G^iete  ViUo^, 

Veldkirchcn    und    im    Kanal    sich    aufhalienden    un katholischen 

Manns-   und  Weib^ereonen   und  sonderlich  Marx  Wassermann 

beireffend.    1615  April 

(Ebenda.) 

2021. 

fiuibedunJcen   ühar  die  Auaschaffung   des  Ungnadschen  Pflegers 

VingeniE  Amigoy  und  seines  Wed>es.'    1615  Aprü. 

(Ebenda,  GuUchtsn,  Ri*p.) 

2022. 

fGuthedmihcn,  der  unkaiholischenOffijtiere Ausschaffung  aus  Käntien 
betreffend,  für  welche  die  Landschaft  A.  C.  inienediert/  1615 

(Ebendit,) 


647 


I 


2t)23. 

/ruibedunken,  das  l.  F.  Z**  dem  secttscheyi  Georg  Dörer^  icelcher 
£U  fortsetzung  seiner  heyraih  ain  falsch«  mtholiscJie  heichteetl 
fürgebracht,  auch  sein  weih  von  der  katholischen  religian  abge- 
halten, durch  den  cammerpracuratom  auf  ain  namhhafl  gelt- 
straf  anklagen  und  dieselbe  oh}ie  airiiche  verschonung  abfordern 
lassen  möchte.'    1615  Aprä. 

(SUttb.- Archiv  Qru,  Qatactiten,  Kep.) 

2024. 

Gutachten,  den  ausgeivies^nen   Wilhelm    Fritsch   seiner   Sechts- 
sachen  wegen  ins  Land  jru  lassen.    1615  AprÜ. 

(Ebendji.) 

2025. 

Gutachten,   daß   der  sekitsehe  Sigmund  Schwarz  nach  Zahlung 
des  10.  Pfennigs  ausgetctesen  werde.    1615  April. 

(EtwDda.) 

2026. 

Gutachten,  daß  dem  steirischen  Kangieiverieandtm  Jakob  Stössl 

drei  Monate  Zeit  xu  seiner  Bekehrung  gegeben  icerde. 

1615  Aprü. 

(Ehendi.) 


2027. 

Marx  Sittich,  Erehischof  von  SaUhurg  an  den  Bischof  von  Gurk: 
Auf  die  seitens  des  Ergherzogs  Ferdinand  erfolgte  Anzeige,  daß 
sich  eine  Zeit  her  etliche  Priester  tu  rerbetraien  gedenken  und 
der  Pfarrer  eu  Silberegg  in  Kürntett  mit  einer  Bürgerstochter 
kopuliert  worden  sei,  hohe  er  die  gebührende  Strafe  auferlegt. 
Sollten  ähnliche  Fälle  vorkommen,  so  ist  unvereügliche  Anzeige 
notwendig.  Die  Visitatoren  tverdeti  innerhalb  drei  Tagen  nach 
Kärnten  abgehen.    SaUhurg,  1615  Mai  2. 

(Kont ,  H.-,  H.-  n.  Sl-A.  Salsbiirg,  Fmk.  12.) 


i 


648 


2028. 

Ahforderuttg  der  uttl(atholUchcn  Bucher  von  der  Krainer  Land- 

sch<tß.     FerAdr  Georg  MnUers,    der  Kaifiariua  Derlatschin    und 

Christina  Ilaasin.    LaibacJi,  1015  3£ai  4. 

{Vtot.A«T  B«l.R9form.  Kraia  1614—1617.) 

,UiB  herrn  r.-r.'CDinniiBBanon  hitien  ihren  SecroUrium  so  den  herrn 
v<>rordsnton  geschickt  und  ad  longun  die  uiicatholi sehen  sowo]  di«  einge- 
butidnea  als  in  carlü  im  landlhaiu  habundeii  pdt^clier  htr&iialjc^ert.  hst  äUe 
uttworC  j^etiraclit  worden :  Herr  Uaaiol  G«ll  iat  Allein  beim  amLt  und  kann» 
nicht  lioftLt<Jf!n,  Aa**  im-  din  hpg"rt«n  |iilec)i«r  f!lr  xioh  >i>lhit  lieratiigebtii 
kiluii«,  wllii  «bpr  in  rath  Icg^n  und  I.  F.  G.  din  Antwort  nseh  GrKts  Mnden. 
—  Ist  erin^ltem  Bccrclnri  wpiter  auferte^  worden,  KU  im«  herra  Gallo  m 
gehen  und  mit  tnchrerm  anziidßnten,  dasa  diie  Harlioii  bcraib  gMclilottien 
und  der  catholisclieu  horm  und  Isndlefith  ivta  mit  uiobi  (ricj  abrrtroffeu,  so 
K-iti  ditt  b«rrn  rerurdcatvn  nur  toietutore»  lu  h^ransgebung  d»r»elb«n  pU«cher 
T)ii^  Wf^ilere  begebrung  i«t  gAürlic'hnn,  abr-T  anders  nichtn  erlangt  worden,  ati 
dofis  herr  üall  soloheis  fnr  siL'b  selbst  nicht  thuen  will  noch  auch  dorf  oder 
khan,  sondern  er  wiln  in  rath  legan  und  hernach  beantworten.  Hat  awar 
vnr  disem  'J  pilet-hleiti  tenUcber  sprach  zw  sich  darnn«  ^enunibeii,  aber  dem 
herrn  Schrünktor  aut'  eeiii  brgeru  klieins  onrolgen  Imcn.  Sollen  flbl  aud 
schlecht  verwarter  liegen.' 

Mn1t(>r  erklürt,  in  rlor  Wochen  belchteo  an  wollen.  Et  wird  Ihn 
die  Einhaltung  il^r  Friiit  hei  10  DnUAt*in  Straf«  gelmton.  Katbarina  Der- 
latschin hat  mit  Hand  und  Mund  >iigc*agt,  katboUseb  zu  sein,  tiie  soll  bis 
Christi  Himmel falirt  Balchtsettel  rorlegen.  CbrSatina  Haaaio  erklärt,  voa 
Jagend  an  katholisch  cu  aein. 


9020. 


4 


Landesfürstlichcr  Befehl  nn  den  Landesvizedom:  Adam  Sembltr 

einen  leisten  Tennin  von  sechs  Wochen  und  drei  Tagen  gu  geben. 

Der  Befehl  ist  Sentbler  durch  den  li^igionsrefonnationssekretär 

mitgeteilt  worden.   Laibach,  1615  Mai  13. 

(Prot,  der  Rel.-Beforra.  Krain  1614—1817.) 

Das  I>atum  des  I  and  «(fürstlichen  Befehls  tst  nicht  vermerkt.  Am 
1.1.  Mai  werden  Hans  Christoph  Tfltsl  nnd  Frau,  Barbara  Andetschitacfa  alias 
Basti  Kramerirt,  Qeoi^  nnd  Chrütoph  Kragonbaclier  samt  Frauen  aitUrt. 


kC^^ 


2030. 

KaOtiiriim  Schnablin  neben  ihren  sicei  Töchtern,  wdche  sich  noegtH 
der  Religion  nach  Neuhans  auf  das  Ungarische  hegten,  betreffend. 

1615  Mai. 
(Stattli.-ArcbiT  Oraa.  Gen.  Kop.,  K«p.) 


2031. 

Ferditmnd  II.  an  den  Er£bisehof  Marx  Sittich  von  Salzburg: 
Indem  er  diesen  an  demselben  Tage  gu  der  glücklich  dnrdtge- 
fiihrteft  katholischen  Reformation  in  seinem  Lande  beglückwünscht, 
erörtert  rr  die  in  seittem  eigenen  Lande  sciY  759S  vorgenommene 
Refttrtnati'W  und  verlangt  ein  (rutachten  darüber,  wie  rff^gpu  die 
Herren  und  Landleui,  die  ihre  Kxersitien  in  den  Nachharlündern 
stieJien,  vorzugehen  sei.    Qrng,   ICil'i  Juni  6. 

(,Orig.,  K.',  H.-  u.  St.-A.  Wien,  SwIibui^M  Fmx,  18.) 

Hocli würdiger  fümt.  .  .  .  K.  L.  Iialtcn  hievor  frniiegsame 
wissen  seil  aft.  wasmassen  ich  noi-li  in  dem  1598*'°  iar  in  discn 
meinen  n.-ö.  orbfarstenthumbon  und  landen  in  der  reltgion 
ain  durchgehende  rcformation  .ingestelt  and  flirgenorahon.  alle 
Seelische  praedintnten  abgeschaft,  derselben  halmblicben  nnd 
ofrentlichen  gebrauch  nnd  hesnechnng  irer  predigen,  vermainlen 
sacramenten,  lehr  und  ceremonien  verboten,  diejenige,  so  sich 
demo  nit  bequemen  noeli  gehorsamen  ucllen,  vcrniüg  des  hl. 
reicbs  religionfriden  das  ins  emiijrandi  zugelasi^cn  und  hicdurch 
gottlob  meine  fUrstenthnmb  und  lande  von  den  ketzeroyen  und 
irrthumben  in  dem  lil.  glauben  7.itnii]ichrrmnssen  ja  maiston- 
thails  gerainiget,  ausser  allain  dass  aus  etlichen  nit  geringen 
motiren  und  bedenkoii^  der  herrn  und  landleut  otlicbermaBsen 
und  in  clenio  verschondtj  das«  diejenige,  so  in  iren  irrtbumbcn 
verbarretj  nit  ans  dem  landt  geschafft,  beyncbena  aber  altes 
hainibliftlie  nnd  öffentliche  predigen  nnd  gemainsame  (>tcj  der 
prnedicanten  verboten  wo^rden.  Es  haben  aber  eeithero  etliche 
angefangen,  stark  auf  dna  Ungerische  und  Osterreicbi- 
schc  zu  den  Soclisch<^n  wortsdienern  auszuraissen,  ire  kinder 
daselbsten  taufen  und  irc  eben  copuliereTi  zu  lassen  und  das 
nachtnial  der  ciidon  zu  cnipfahen,  wie  in  gleichen  ire  kinder 
nnd  pQpillcn  oder  gerhabsverwandten  auf  Sectiecbe  ort  zu  ver- 
schicken. Und  dieweil  ich  nun  vermerk,  dass  diss  yc  lenger 
yo  mulir  bei  dorn  adl  und  ritterstandt  überbandt  nemben  will, 
habe  ich  dnrftir  gehalten,  ich  mücbt  durch  lengers  zuesehon 
und  eonniviereo  nit  alJain  eine  schwere  Verantwortung  auf  mich 
laden,  sondern  auch  inen,  den  uncatbolisclien  liorrn  und  land- 
leuthou,  zu  mehrerm  anuiassen  .■iiilafi&  und  vermesseiihait  an  die 
handt  geben,  und  solchem  nach  das  werk  in  neue  reife  berath 


sclilag'ang  gezogen,  darunter  nur  dann  (in)  rtlramqv4  partem 
allerhandt  bedenken,  bü  diser  zeit  nnd  Iwy  jetxtgen  in  scfawung 
gehenden  leufcn  meines  crmcsscns  nit  anzcitig  in  obacht  zu 
haben,  vorgefallen,  and  derhalben  diss  werk  nit  aUain  ftlr  mich 
Selbsten  zu  wciterm  nachgedenken  gestellt,  besonder  auch  fQr 
thuenlich  ernchtet,  daas  meine  gedanken  eowol  meines  haases 
zuegewohnten  als  auch  E.  L.  der  zwischen  diseni  haus  und 
EL  L.  erzatiff^  anch  dessen  regierenden  herrn  und  erzbischofen 
langhergebrachten  nachbarlichen  corroBpondenz  wie  in  gleichem 
zu  E.  L.  trag:unden  wolgcnaigten  affection  halber,  wie  durch 
den  beyschlusB  geschieht,  xa  eröffnen  nnd  sie  ganz  freundt- 
nachbarlich  zu  ersaechen,  sie  geruehe,  mir  hierüber  ir  hoch- 
vernUnftiges  gaetachteii  in  der  still  and  vertrauen  zu  entdecken 
nnd  mitzuthailen.  .  .  .  Grttz  den  6.  ./unit  im  1615.  iar. 

E.  L. 

(eigenhändig)  gut-  und  dienstwilUj 
frßundt  allezeit 
Ferdinand. 

Sisho  dttsu  meiDcn  Aofsats:  Die  OegenrefomiKtiou  in  SKlsbuif  in  dss 
H.-I.-Ü.-Q.  XIX,  690. 


4 


2032. 

Jferr  Christoph  Poriiner  ist  erschinen  und  haben  I.  O.  herr  landis- 
vizdomh  inte  fürgehalten,  warumb  er  citiert  ist  worden,  nemblich 
leegen  der  religion  und  ivarumb  er  zuwider  I.  F.  D*,  weün  er 
uncatholisck  ist,  in  drro  landt  verbleibe,  geben  ime  einen  bedacht, 
morgen  sein  antuwi  tu  geben,  oh  er  eathdisch  sein  ipü  oder  noch 
in  seinem  irrthumh  verbleiben,  .  .  .  umh  stcei  uhr  nachmittag  hait 
er  die  stund  su  erscheineti.'    Laibach,  J615  Juni  25,  im  Vitx- 

domhause, 

(Piot.  der  B«1.-Serorm,  1614— 1«I7.) 

hl  maiyine;  Eni  faeXua  ratAoli^tt  3.  April  1616.  Oonfum»  w(  ti  conc 
mwiicaml.  Lata  D90.  Zum  26.  Juni  findet  «ich  dtnti  «in«  weiter«  Angabe 
Ub«r  «ein  darnftligM  VethOr. 

2033. 

Nochstehende  Personen  werden  von  der  Rdiffionsreformati&ns- 
Kommission   aufgefordert,   innerhalb  der  nächsteti  drei  Tage  hei 


sonstiger  Strafe  von  10  Dukaten  im  Vigeäomhaitse  eu  erscheinen 
und  Utre  Bei^^ttettel  vorzulegen:  Beide  Herren  von  KragcnhaeJt 
mmi  Frauen,  Paul  Wfis$ermaHn  wid  Frau,  Georg  Taxtff'erer 
und  Frau,  Alexitts  Frey  samt  Frau,  Hans  Kornion  und  Frau, 
Brüder  Beisinger  und  Fratten,  0irislopli  Sclteiner  namt  Frau, 
Brüder  Verheiä  und  Frauen,  Dr.  Schohera  Wiiive,  Hans  Strauß 
und  Frau,  Andreas  Haas,  Hans  Christoph  TäUl  und  Frau, 
Andre  Tatd  nnd  Frau,  Katharina  DerUitschin,  Georg  DrnmhUts, 
Frau  Andreitschitscfiin.    Laihach,  IGtÖ  Juni  26. 

(R«l.-K«fonii.-ProL  Kruin.) 


Sa  eridieint  Oeorg  T*.afferer:  Fallt  luau  ibm  sciuea  10.  Pfeuuig  gibt^ 
■olli  am  B«ichtiotte1  nicht  manfcelR.  Aniwort:  trtt  d«i)  DckUUott«!, 
dkiin  ordniinpRiXßig  ncn  Arn  li>  Pfrnni;;  an<iich&n.  Itrff-bl;  binnen  II  T*|t6D 
don  Bcichlzettel  vnrlr-girn  oilrr  A^n  Ati7.ii|;  nrliRivm.  Matlhdii  R^'iMinj^^r  hat 
zu  St.  Peter  gobf^lKlitut  tind  will  den  Zvlici  uoi-h  beut«  bringfln.  Antwort: 
iniiorhalb  der  Stadt  binnen  8  Ta^u  Iipi  noualigpr  SlrafA  von  20  niikateii 
beichten.  Seioe  Frau  ti&t  Linneu  8  Tagen  ihren  Zettel  au  bringen  und  da 
si«  jetxt  nicht  erschienen,  sahll  sie  bereit«  10  Dnkaten  Strafe,  Lorenx 
Reiringer  brinfft  den  BeichtKcttel  tietTier  PVan.  Er  splbxt  hat  wegen  einer 
Feindschaft  mit  «inem  Koriknrrnnten  nicht  gebeichtet.  Hat  binnen  14  Tagen 
den  Kcttot  voraiilege»  »>d«r  tO  niikatnn  rd  erlegten.  Die  Verhotx  und  Frauen 
sind  gehoniam.  Frau  t^lraiißin  hat  litiinrn  Reicht settel.  wird  ihn  in  H  Ta^^n 
bringen,  so  a»i:li  ilir  HaiiKwirt  und  ihre  Tochter  FcÜKata.  Barbara  An- 
dretscliitachiii  bat  mar  gebeichtet,  aber  keinen  Beichtaettel.  Sie  soll  ihn 
in  14  Tagen  bringen.  .Denen  Übrigen,  to  Dicht  erocbinen,  soll  per  Jecrclum 
attferiadcR  werden,  das«  sj-  ire  pric^btsetln  p«j  pocn  SO  -^  in  gnldt  als^ldt 
nach  vernemhung  deitaen  rinl^^gen.*  Am  7.  .Tnli  gi*ht  das  VerliDr  in  Beisein 
du  Vizfrdom»  und  Gt^nfrnlriknr«  weiter.  Zitortt  werden  die  Schreiben  dm 
PropaUa  von  Riidolfsiverth  der  Unkalboliiicliru  wegen  vorleAen.  Ihre  Zettel 
bringen  ein  Chriatuph  Scheiner,  Paul  Waagermanu  (deren  Frauen  aber  nicht) 
und  Gregor  Taufferer.  An  3.  Aagnst  werden  einige  Zuichriiten  verleaon. 
deren  Inhalt  im  Protokoll  aber  nirhl  Termirkt  ist.  Da*  beaioht  Ktch  auch 
noeb  Auf  den  20.  nnd  27.  Aiis^it.  Znm  20.  Angiiat  wird  bemerkt:  .Frimuf 
Pader,  ain  alter  reytknrcht,  ho  bei  hvrrn  grafen  rnn  Thnm  dient,  ist  als 
Liithariaebor  bei  10  rlucHtm  in  goLd  hieber  Hlirt.*  Zum  27.  Augiint:  ,Herr 
pfarrer  viin  St.  Mertnn  xu  Kraiiibnrg  int  tagn  ioiror  hei  Krnreivh  von  Sigea- 
dorff  gewetcn  und  gemelt,  ob  er  nit  morgen  (38,  August,  St.  Anguattn)  teytru 
wierdt.  gab  ime  dise  aatwort,  aolla  ein  fejertag  aein?'  Pfarrer  ngt:  Ja. 
Frajft  er  weiter;  Wer  hat  dpn  feyertag  geaetit?  Antwort:  I.  F,  Gn.  herr 
binchof  al(  ordinarinii.  Fiat  denaelbon  aber  nit  angenomben,  tondern  ver- 
meldt:  es  seye  kbcin  rechter  feyertag.  Ist  gMühloMen  worden:  Er,  pfarrer, 
soll  »ein  nobrifllich  bericht  einbringen  und  ich  solle  alspilt  ain  solchi  docret 
•B  in«  anafertigen,    bt  geaehelien.' 


652 


Ergbischof  März  Sittich  an  Ferditmmi  IL:  antwortet  auf  dessen 
Frage  vom  C>.  Juni  IG!'},  betreffend  die  viMigc  Durchführung 
der  lieligtonsreformaiiou  in  den  innerösterreiehischen  Erblanden. 
ÄHch  er  meine,  daß  man  fiir  deren  Fortsetzung  bessere  Zeil- 
läufe abwarten  solle.    Salzburg,  If!16  Juni  30. 

(KonK.,  K.-.  II.-  II.  St-A.  Salzburg,  F«gz.  tS.) 

.  .  .  Seitemalen  mir  die  aiizal  und  das  Termttgen  der  in 
bcrUcrtcn  E.  L.  crblanden  ni>ch  rorhrnidencn  uncAthoIischen 
rittei'schaft  und  adl  noch  auch  vr'w.  weit  diesfilhipen  sicli  der  von 
etlichen  an  den  des  hochloblichen  baus  Oßteri-eich  erbkunig- 
rcichen  und  landen  vor  disem  mit  einander  aufgericbteten  bundt- 
nas  thailhaftip  gemaclit  und  wessen  sie  eich  auf  begebenden 
fallt  von  ihnen  zu  getrosten  oder  K.  L.  hergcgen  zn  betabren 
sambt  andern  notwendigen  umbstcnden  mehr  nicht  genaeg- 
Banib  bckandt,  als  habe  K.  L.  selber  hochverrtlnftiglich  zu  er- 
messen, dasB  mir  bey  solcher  beschaffe nlteit  nicht  wol  inUglich 
derselben  hierunter  mein  räthlich  guetbodunken  mit  beatandt 
und  gnetem  fundaiuent  au  entdecken.  Dann  obwollen  zn  ver- 
boflfen,  weilen  in  diesem  refonuati (ins werk  niberait  das  maiste 
gcthan  und  zn  ainer  solchen  zeit,  da  es  sielt  gleich- 
samb  unmUglich  ansehen  lassen,  durch  sonderbaren  bei- 
stand t  f,'ott(^fi  wider  menigliclis  vermainen  die  sachcn  ohne 
ainichen  tumult  oder  aufstaudt  dahin  dingirt,  dass  seithero  in 
allen  dero  landen  allaiii  die  wahre  cathclische  rUmische  rcligion 
oflentlich  gololiitj  gciirodigl  nnd  excrciert  worden,  es  werde 
der  allmcchtigo  auch  im  Übrigen,  viunn  sich  K.  L.  ihi-eni  ge- 
wonlichen  ruemüchem  eifer  nach  künftig  so  weit  rosolvirn  an 
seinen  gottlichen  scgen  nichts  lassen  erwinden  und  dann  dar- 
neben aus  allcrhandt  consideratiunen  meines  bcdunkens  sovil 
zu  Tcrmqetten,  dass  crmclte  uncalh.  herrn  und  landleut  sich 
schwerlich  E.  L.  1.  f.  mandatcn  tbtitlieh  zu  widersetzen  under- 
stohen  noch  andere  ihre  benachbarte  rcligions  vor  wandten  leicht- 
lich  bewegen  werden,  ihnen  dm'zue  wirkliche  liilf  und  beystandt 
zu  laisten  oder  E,  L.  in  dero  landen  mass  und  Ordnung  za 
geben,  wie  sie  es  dann,  da  sy  dergleichen  zu  thuen  vorhaben» 
gewest,  in  erst  fUrgegangncr  reformation  zu  eflectuieron  und 
ine   werk   7.u  setzen    vil  besser  ursaeh  und  gelegenhait  gehabt 


6ö3 


hetten,  do  seimlt  dcch  Iiergegen  anch  die  andere  Ton  E.  L. 
augedeute  motiven  und  bedenken,  niriiemblicli  über  die  einge- 
fallene misverstandt  zwischen  E.  L.  und  der  herrscliaft  Veoedig 
ntid  dann  das»  die  Kgl.  W.  in  Htspaoien  jetzigeraeit  an  andern 
orten  dcrxnasseQ  occnpirt,  dass  aaf  den  notfalil  bIcIi  besorglich 
auf  dero  ergiebige  asslBtenz  und  boysprung  nieht  allerdings  zu. 
verlassen,  sonderlich  wol  in  obacbt  aa  nemen.  Dahero  icli  E.  L. 
zwor  keineswegs  verdenke,  das«  sy  dero  andeuten  nach  bey 
jetziger  besehuffenhcit  der  Baclten  dieses  ihr  wiewol  ganz  christ- 
liches and  hailsamcs  vorhaben  zu  weitem  nachdenken  gestellt 
und  villeicht  so  lang  zu  diffenern  vermainen,  hie  etwa  der 
fride  rait  den  Turggen  bevestiget,  das  Savoyisehc  nnd  Glltehsche 
wesen  einen  andern  ausachlag  gewannen  und  K.  L.  nachhar- 
liche  spL'vr  und  irrnngen  mit  der  herrseliaft  Venedig  hingelegt 
and  verglichen,  geytemallen  der  atlinechtige  Blsdann  villeicht 
andere  und  solche  mitl  schicken  mOchte,  dardurch  E-  L.  mit 
bessorci'  gclcgcohait  nnd  uiohrcrs  stcherhait  obangeregtea  pro 
potitum  effecluirn  und  dias  orts  ihren  gewllnschten  vülligeii 
intont  erhalten  khondcn.  Altain  mag  E.  L.  ich  glcichwol  als 
ain  gciatliclier  meines  obligcndcn  bcrucjfs  halben  trcutterziger 
woliualnung  zu  vermelden  nicht  anibgehen,  dass  in  dergleichen 
ntUeu,  darinnen  die  ehr  gottes  and  sein  hl.  catb.  religion  inter- 
essiert, die  weltliche  rcspect,  wie  gefUlirlich  sie  sich  auch  bis* 
weilen  ansehen  lassen,  fast  allwegcn  leichter  abzuwenden  ala 
man  meint,  dieweil  der  allmecfatigo  gcmainiglich  zu  hinder- 
treibung  dcrselbigen  nothwendige  und  gelegne  mitl  an  die  handt 
gibt.  Werden  sich  derwegen  E.  L.  dero  hochcrlcuchten  ver- 
standt  nach  ...  zu  resolvieren  und  auch  dessen  zu  versichern 
wissen,  das  K.  L.  ich  in  alweg  nach  meinem  vermögen  ango- 
nenie  nachbarliche  dienst  zu  erweisen  jederzeit  bcstendiglicb 
genaigt   verbleibe.     Datum   Salzburg  den  30.  Juni  anno  Ißlö. 

E.  L.  .  .  . 

2035. 

jOttetbedunken,  iimb  das  herrn  Damelen  Ucffner  von  denenjenigen 

aOOO  fl.,  so  sei»  uticathotisclier  vetter  Geory  Heffncr  aldorl  ligeni 

und  darvoh  I.  !•'.  I>  der  10.  ^  gehurt,  die  hdftc  von  berüertem 

10  A  erlegt  werden  mochte.'    1615  Juni. 

(äUtth. -Archiv  OrKK,  tiutacht«n,  U«p.} 


6&4 


203G. 


Aus  dem  Gutachten  auf  einige  BescJttcerd^miicU  der  Verordneten 
in  Kärnten:  1.  Der  Landeshauptmann  soll  der  SteUe  und  den 
Verhören  persönlich  beiwohneti,  von  solchen  ntetnals  über  einen 
Monat  ausbleiben,  in  der  Zwischenzeit  soU  ein  katholischer  Ver- 
walter bestellt  werden.  Das  dem  SeJk-retär  anvertraute  Siegd 
soll  nickt  miiihraucht  werden.  2.  In  den  Sireitigkeiim  twisehen 
den  Üchusl^-  uud  Lederereünffen  in  Klagenfurt,  ifo  es  den  An- 
schein hat,  daß  der  Landeshanptmann  unter  detn  Scheine  der 
Religion  auch  politische  Sachen  einmischt,  soll  unnötige  Be- 
helligung des  Landesansschusses  vermieden  werden.     1GI''>  Juni. 

2037. 

Herr  T^r^triestfr  im  ,San»talc  wegen  derjenigen  steh   in   seit 
ArcJtidiakouatsdisirikte    befindenden    ungehorsamen    Pfarrkinda^ 
und  unJcatholifcJien  Ehnveiber.    7675  Juni. 
(SUUh. -Archiv  Gras.   Qeiu.  Kop.,  B«p.} 
Im  iiXcliston  MomhI«  wird  v\un  Kitniniiiwion  dihtn  abpcundt  (ebenda). 

2038. 

Ferditiand  II.  an  Leon}iard  Niderl,  Pfleger  eu  Kapfenberg: 
WieiroJd  seinem  liorrn  Georg  Herrn  von  Stubenberg  Jüngst  auf- 
erlegt worden,  ,dich  bald  nach  Empfang  des  Schreibens  vor  die 
Hegierung  su  stcUett',  so  wird  ,dir  sdbst  allen  Erttstes  und  hei 
Strafe'  auferlegt,  dies  nnrergiiglich  su  tun.  Orae,  IßJH  Juli  €. 
^Ürig;.,  St.  L.-A.,  Slubeabcrg-Akten,  Q«|;enr«form.J 

S0S9. 

.^£^01»  Sembier  erhält  einen  Termin  auf  ein  Jahr;  nach  dessen 
Ablauf  ist  er  abzuweisen.    1615  Juli. 

(Stattii.-ArcbiT  Qras,  GutacbtvR,  Rrp.) 


2040. 

Die  in  Unterkrain  sich  befindenden  unter  des  Sebastiani  TrebucJian 

Arehidiakonais  ungehorsamen  Pfarrkinder  betreffend.   1615  Juli. 

(Siatth.-ArcliiT  Orta.   Gem.  Kop.) 

Mäherer  Inhalt  und  Tagesdatum  Tehlt. 


655 


I 


2041. 

Hans  Findeniekli,  damit  er  im  Lande  der  Religion  halber  un- 
auggeschafft  verbleibe.    1615  Juli. 

(Ebenda. ) 
Wis  di«  vorige  Nummer. 

2042. 
Samtid  Hasiher  soll  vor  der  Regierung  erschcitien.     16J5  Juli. 

(£b«ndft.) 

Du  niitAcht«n  der  R«>^ieruiiff  (Utittrt  nchon  aiiR  dem  Jamuir.  Er  soll 
■ogleich  inil.  Paritfllroti  aail  Artvr  ertie)ifiiTi«n,  weil  ibrc  Atifutilinie  in  dio  Lands- 
EDAiiHRclidt  in  fraudan  veügimii*  virfulgt  int  (Gutiiclileu,  Jau.  u.  Hof  bavflich). 

2043. 

Die  Äbtissin  und  der  ganse  Konvent  des  reformierten  Klosters 

MU  Judenburg    ,tcegen  liedcnkung   ihrer  aus  des  Abraham  Sala- 

manns  hinterlasseueii  10.  Pfennig^.    IGJü  Juli. 

(Sbend*.) 

2044. 

Katharina   Sehnahlin  und  Adam   Eitlhuher,   die  Erlegung  des 

10.  Pfennigs  von   seiner  eu  Radkersburg  verkauften  linhausung 

betreffend.    1615.  Juli. 

(.EbcDda ) 

2045. 

Qeorg  van  Stuhenberg  soll  die  in  beiliegendem  Verseichnisse  ge- 
nannten Persotien  vor  die  Regierung  verschaffen.  1615  Juli. 

(Ebecd«) 

2046. 

Gutachten,   daß  Kojirad  von  Gartten  der  Rdigion  halher  gegen 

Erlegung  tles  10.  Pfennigs  ausgescJtafß  werde.    1615  Juli. 

(Stattb.-Arcbir  Gru,  ÜuUcbt««.  R«p.) 

2047. 

edunhen,  uml)  das  herrn  Wühelbm  vrm  Dietrichstain  bei 
verlierung  I.  F.  D'  ungnad  (sie),  audi  aller  seiner  haab  und 
güeter^  die  durch  seineti  söhn  mit  aitter  von  Süherlterg  angestelte 


656 

fKX^eit  einstelle  und  der  C(^iabittUimt  nii  weniger  entltalten  solie.* 

IUI:'}  Juli. 
(SUttb.'Arcbiv  Om,  Gutactiteo,  B«p.) 

2048. 

Gutachten,  daß  Frmiä  Christoph  Kficvenbüüers  Afittter  hei  Strafe 

rwi  1000  Dulcaieti  ihre  sicei  Söiitie  atts  Fraitkreich  abfordere  und 

Frone  Christoph  KhfiKcnhiiUcr  als  Gerhah  seitier  Bruder  sie  an 

Jcatholvschen  Orten  aufitiehen  lasse.    1G15  Au<fu$t. 

(Btatth.- Archiv  Grai,  OnUchUn,  Rep.) 

2049. 

Gutachten,  daß  I.  F.  V  uitf  Grund  eines  Schreibens  des  Landes- 
hauptmannfiS  von  Kärnten  iÜmr  dir.  in  Klagenfnrt  aügemach  iiher- 
Jiandnehmenäe  Ketaerei  der  Frau  Gräfin  Khevenkuller  entweder 
nehf^n  einem  slnrken  Veneeise  eine  peenfalligr  Inhifntinn  für  ihre 
hetzerischen  Exerzitien  zamessen  oder  sie  durch  den  Kammer' 
prfikurtitor  ordnuHifsnuifitg  Magen  lasse.  1615  August. 
(Ebenda.) 

2050. 

Erneuter  Befehl  an  den  Pfleger  Niderl  eu  Kapfenherg. 
1615  August  21. 

(Konz.,  nkctiMla.} 
NuL-limnlige  Vorrunlerung  am  II.  DitEcmber  1616    nnd  24.  April    I6SS. 

2051. 

Vielerlei  unkathdische  keteerische  Fhetceiber,  so  sich  im  Fürsten- 
turne  Krain  befinden,  betreffend.    1615  August. 

(SUttli.- Archiv  Gri».    Gern.  Kop.,  Rsp. 
Uhoe  nUtero  Ao^ben  and  TA^Mdatnm, 

2052. 

The  Herren  lieformationskommissarien  in  Krain  sollen  die  in 
beiliegendem  Vereeichnisse  begriffenen  unkatholisclten  Personen 
gitieren,   iiinen    alle   fuglichen   Mittel   £ur  Bekehrung  vorh<ilten^ 


im    widrigen    sie   aus   der   F.    ff    Landen   ausschaffen.      Ißl5 

August. 

(Ebwda.) 
2053. 

Der  Landeshauptmann  in  Kärnten  contra  die  anwesenden  sdU- 
hurgischen  Heformationskommissäre.    1025  August. 

(EliendA,) 

2054. 

Lorenz   Laborator,  ein   Kandeischreiber  in   Kärnten  und  noch 

drei  amlere  dortige   Kamleist^treiber  sollen  vor  der   Begxerutig 

ersclisinen.     IGlft  Axu^ust. 

2055. 

Georg  Lehnacfter  und  Andre  kindisch  sollen  gegen  Erlegung  des 
10.  Pfennigs  ausgeschafft  werden.    161!>  August. 

(EbernU.) 

Idi  Se|it«i»ber  ergelit  etn  Er1«il  Ati  die  Xiaiäcn  ,nrgeii  K«UtellverIei1iniig 
in  KliLgeitfurt*,     NHliftr'M  rrird  im  Ki>|ierUirium  iiiebt  venuvrkt. 

2056. 
Citristoph  Samitß  soll  vor  der  licgieruug  erscheinen.  1615  August. 

(EbendA.) 

Ebeiisu    Hans   Olirlatoph    SchanoneiQ,    Siunelimi^r    in    Pontafol,    und 
I  N.  Scbaeerrniß  bei  der  BuclibaltercL   iii  KlHt;cufuTt,   dMiflciditii   Haiiii  David 

StiDUS,   Bernhard  StBiDer,  Thomai  ScbOftuan.  Wilb«lin  Seiublsr,   Wvlf  Stidt, 
N.  SdiiuidtDuicr,  Georg  8»Ii^Jinn  und  N.  äclilouer. 

2057. 

Adam  Sembier,  damit  er  der  Religion  halber  noch  auf  ein  kaU>es 
Jahr  utiausgeschafft  bleibe,  betreffend.    1015  August. 

(Ebenda  and  ,Hofber«1cb'.} 

L2058. 
Gutachten,  daß  L  F.  D'  von  denen  aus  Kärnten  nur  in  genere 
ausgeschabten  sektischen  Offizieren  keinen  10.  Pfennig  abfordern 
lasse.    1615  August. 
(Smtth.-ArcUtv  üru,  <}ataubUn,  Kvjf.) 
V«lil«a.  U.  Abi.  B4.LX.  4fi 


^^ 


205Ö. 

Gntacht-en,   daß  Anna  Toliinger,  falU  sie  sich  von  den  JesuiUn 
nicht  weisen  läßt,  attsgewiesen  werde.    1615  Augiisi. 

l.Bb«nd«.} 

2060. 

Abraham  Salsmann,  weicher  der  Religion  wegen  at«  dem  Lande 

w  ziehen  willens  s«i,  soll  von  sei7iem  Nah  und  Gut  den  10.  Pfennig 

erlegen.    1615  September. 

(fltaUh.- Archiv  Qrjit.   0«m.  Kop.,  R«p.} 

20ÖI. 

Ereherzog  Ferdinaml  an  die  RtUgionsrefomtationskommissiire  in 
Krain:  Befehl,  ülter  dm  hcigesoiilossene  Anbringeri  des  Landes- 
verwalttrs,  Landesvern-esers  und  eines  Ausschusses  zu  Gunsten 
der  Erhen  Panlaleons  ein  Gutachten  ah^igeheti  und  mit  der  Pro- 
zedierung  wider  sie  StUlstand  eu  halten,    Graz,  1G15  01it4iber  4. 

(Kop.,  L.-A.  Kraia.) 


2062. 

Stiming  der  EeHgionsreformationskommission  (im  Bisimne  t»  Bei- 
sein des  Siaehofs,  Vizeiloms  und  Generalvikars).    l/aUmch,  1615 

Oktober  8. 

(Prot.  (l«r  RcL-Seform.  Krain.) 

I>ffr  Rpffflil  ilrs  EmlicrsogH  vom  4.  Oktober,  liptr? fr«Dd  <lio  Intcrressinn 
dfB  LandfSTrrwnltprs,  KmidfisvorwNen  nnd  d»r  AuB»chQMe,  wird  rorlMen. 
Uarllber  soll  tiRrichtct  werden.  Der  ReioiiiKerin  Sohn  vonneint,  naeli  Pn&- 
bur^  tu  aielicn  und  rIhw  sllllu'Uwcigcnd  drn  10.  Preniti^  tu  mulitrSrxsB. 
SoVIcn  di«  Eltern  pci-  ätcreium  zitiert  neidca.  .Ptiicuimn  ia  mvra.  In  »imili 
So(6*  Kliebfrliii.  Ziiira  fall  »y  nit  «nctieint;  tjtode /anielft  (tie).  De»  «b|f«* 
slorhtLeii  Frirfls  vrrIxiM  wegen  soll  niclifrag  g«hftlten  worden.  10.  ^  und  straff. 
Secrfitari  obatiUt  xu  Imben.'  Die  Frage  I.  K.  G.  we^en  des  Berichtoa  ptiueto 
Tachüadlckh  wird  mi  ilircr  Zufriedenheit  beantwortet. 

.Jnijr  Davoltitsub,  wuUiiUa.(t  su  Wt^rill,  sollt  unperlurbirt  ^lassen 
werdeil',  damit  er  nicht  nach  Ungarn  abtieht  nnd  Mine  Praa  aamt  den 
•eohi  Kindern  nnkatholisrh  werden  mOclite  ßciaer,  >ic1i  eitie  P«r«on  gv 
falli^n  laiKpii,  als  sieben  SecWn  r.n  vitrlieren  ,1  F.  On.  haben  an|:«b«n,  die 
niiuatlinliaülirn  wejber  solle  man  BcliÜrprer  als  biaher  gctclu-hi^n  rßformiera, 
id  tatt  aine  auf  ain  thorn,  die  ander  anf  den  aadorn,  drilt  auEi  gs«hlo«>  nnd 


laD{f  mit  wHser  iiu<i  broU  xu  cKrcerieren.    Die  nbrigea  laat  der  Tenaicbno» 
l]ivti[«r  tu  citiern.' 

2063. 

Landesfüniticher  durch  die  FUiigionsrcfarmulionshimmissäre  pu- 
btisiertsr  Sefe}d  an  namentlich  benannte  Personen  aus  Gitrkfeld, 
Heichenburg  und  der  LiechtcnuraUler  Pfatre,  sich  am  10.  AV 
vemLer,  7  Uhr  nxoryens  in  der  bischöflichen  Pfab  eiusustelleH. 
Laibach,  1615  Okiober  26. 

(Orlg..  L.-A.  Kmiu;   Kop.,  Prot,  d^r  K«l.-Il«forio.  16U— 1617.) 

Die   l*«r>puen   sind   veneiclitiot  vou  Dimitt  in  tivii  HittoiJ.  d»*  tiistur. 
Vereini  fflr  Kmin  Iftt",  8.  ll'J. 

2064. 

Dergleichen  für  MöttUng,  Tschernembl  und  Siemitsch.   Von  dem- 
selben Datum. 


Dimil»,  1.  c. 


2065. 


Desgleichen  für  Neumarktl.     Von  gleichem  Datum. 

{EbuniU.) 
DimiU.  8.  120. 

2066. 

Desgleichen  für  Laibach.    Von  ^mselhen  Datum. 

(Ebendx.) 
Dimils,  1.  0. 


2067. 


Desgleichen  für  St.  Ruprecht  und  die  Pfarre  Tröven.   F»»  dem- 
selben Datum. 

(RbfliidM.) 
Dlmits,  8. 120/81.  Ein  Kweltea  Dttkret  vom  SO.  NoT«mber  (nbondM,  S.  ISl.) 

20Ö8. 
Desgleichen  für  Reifnits  und  Gotiseliee.    Von  demselben  Datum. 

(Eben  iL) 


DimiU,  S.  121. 


2069. 


Desgleichen  für  Rmiolfswert,   Untermarch  und  Landsiraß.     Von 

gleichem  Datum. 

(Eb«<nda.) 


DimiU,  ä.  ISI. 


660 


2070. 
Desgleichen  in  Unierhrmn  und  OberJcrain.   Von  demselben  Datum. 

(Ebenda.} 
Dimitz,  S.  128. 

9071. 

Desgleichen  su  Tgg,  Mereitsch^  l^g^  Schloß  Crmtt  und  Wippach. 

(Prot,  der  Bel.Keform.  Krun  1614—1617.) 
IHnits.  S,  läS. 

2072. 

jKernocA  foJgen  dtejetiigeftpersonen.  so  dis$  rar  catholisch  worden 
sein;  soüen  j^u  praeslierung  des  iuraments  ersehenen.* 

(Prot,  der  KeKReforni.  Kraiu  1614—1617.) 
INntta,  8.  132— US 

2073. 

Vor  der  lieligionsreformationskommission  tcerden  am  17.  No- 
vember JßJ5  in  Gegenwart  des  Bischofs  Htid  Andreas  Khrens 
folgende  Personen  verhört:  Jakob  Katciauer,  Christoph  Portner, 
Balthasar  Goldschan,  Adam  Weiß  von  Hudolfswerth.  am  18.  in 
GegeitKart  des  Bischofs,  des  Landesvisedotns  und  des  Gefieral- 
puturs:  Marie  Gritscherin  jsu  Rtuioifstrerth,  Klara  Jauernikin, 
die  DrumUitein,  des  Bürgermeisters  Hausfrau,  Andre  Jäger 
und  die  Beisingerin,  am  19.  vor  dem  Bischof,  dem  Propst  tu 
Budolfstcerth  und  Herrn  Adam  Apamikh:  Katharina  Derlalschin, 
Elisabeth  Wassermann,  Samtid  Hasiber  und  am  SO.  vor  dem 
Bischof  und  dem  Landesvisedom :  außer  Hasiber,  JllattJtes  BH- 
sitiger  und  Frau,  endlich  am  21.  vor  dem  Bischof  und  Herrn 
Harrer:  Hans  Arter.    Laibach,  1616  Sovember  17 — 21. 

(Prot  der  Kel.-Kefonn.  1614—1617.) 

EatiUoer  hat  zuf«sj^,  tn  b«icfat«o.  Dem  Portoer  wird  rom  Bwebof 
«•in  ftchtncT  »emum  getan'.  Er  mU^  *ich  ron  den  Jerait«o  instraierm 
lauon.  BallliauT  Goldacliin,  e'iD  Soldat,  erbilt  eineo  Termin  Ton  6  Wochen 
and  S  Tagen  uir  Stkehning.  Adam  Weiß  desgleichen.  Di«  Or)t«cb«rin  bat 
ihren  Beicbtxettel  gebraclit.  Klara  Jaiierulkia,  befragt,  weaoen  Glanbeoa  ai* 
eei,  »agtt  ite  glaubt  an  Jesuiu  Cliristum.  Man  «rwidert;  auch  Jndaa  halt« 
d»n  Glaab»D  und  hat  lich  doch  erhenkt.  Da  bekennt  lie  weiter:  doreh  dai 
Blat  Jera  Christi.  Auf  di«  Prag^,  wo  *ie  das  Sakrament  de«  Altar*  nehme, 
ngl  tie:  aU  die  Pridikanteu  ans  dem  Lande  gesogen,  ist  fie  geepcUt  worden, 
■ritber  nicht.  Dna  eci,  sagt  der  Kschof,  kein  Sakraaeot  gewesen,  nur  Brei 
and  Wmn.    Anf  die  Aufforderung,  katholisch  lu  werden,  engt  eie,  ii»  eei  toii 


661 


Jii^riDrl  ati  in  ihrem  Glauben;  gibt  u  abar  einen  basMtran,  no  wolle  sie  ihn 
Annebm«n.  Sie  glaubt  an  die  Taufe  und  daa  ßakfAmpnt  ilrn  Altar».  Sie 
babe  keinf  Büt^bvr  außer  fliQ^m,  das  ihr  «in  Jesuit  gesoli«iikt.  Daa  Urteil 
lautet:  Hxft  im  Vir.c^nnitiiroie.  Tm  Irrtume  bleibt  dt«  Druaiblitxiu;  sie 
kommt  dafür  in  den  Karlsl)idt«r  Tnrm.  Die  Frag  dos  BUrg«rnici»teri  will 
Heber  todt.  all  ao  oft  perturbinrt  sein,  da  ihr  HaiisviTl  auch  ntn  aie  be- 
kOiumert  int.  Sia  bleibt  bei  ihrem  CiCauben  und  wird  im  SpUaltiirmP  vsr- 
■perrt.  Der  ScbranDenprokarator  Cieorg  Mflllaei  liaL  aoini^ri  Beiclitnett«! 
vorgelegt.  Die  Reiaingerin  will  uur  bei  P.  Jakob  belebten.  Ei  wird  ihr 
aufgetragen,  bei  dco  Jeiuit«n  xii  kommunisiereD.  Andre  Jügor  erklKrt  «ich 
katholisch.  Katharina  DerlaUchin  aoli  bei  den  Jeiaitöu  beichten  und  öiaeo 
Beicbtxottcl  einbringon.  Die  alte  Frau  Elisabeth  Wauarmann  will  nach 
einem  UnterrtcHte  Avt»  Riaicticifii  »\cU  weilen  laüien  und  zur  Bninble  gehen. 
SaiBUol  Hasiher  erklXrt,  ein  Ijsndmaiin  su  nein,  wie  amne  Ett«ra  nod  Vor< 
eitern.  Im  Ulirigrin:  wllllte  er,  daß  er  irre,  wollt«  er  sich  weiaeo  laaaen;  er 
hofft,  uiau  werkle  ihtt  in  Buhe  lassea.  Am  aJichsten  Tage  (30.  Norember) 
verlangt  er  Termin  bia  Oateru,  erhAlt  aber,  da  er  schon  oft  aitiert  wurde, 
den  Befehl,  binnen  drei  Wochen  und  drei  Tagen  abzuziehen.  Auf  Bitten 
den  BCtrgcrmH*teni  kommt  desien  Prau  in  ein  Zimmer  im  Visedomhaase. 
Martin  Reiainger  und  Frau  werilrtu  wegen  Krgrrlirher  Anfflthrung  getadelt. 
Sit  noil  wählend  der  KapU£iuer|iredigt  gt^Jiag-t  liabeu:  ,On  lUgsl,  Mttnch.' 
äie  kominl  in  den  Spitalturm.  Buide  werden,  verbaltf^n,  ihren  Kindern  keine 
Eibtportion  binauszn^eben  Ilajis  Arter  erhält  eine  längere  Unterweianng 
Tom  Bischof«  («iefa«  lom  23.  November). 

2074. 

Richter  und  Rat  von  Rudolßwerih,  Landslriiß,  G^trkfeld,  Reifnits 
und  Neumärktl  erhalten  von  den  landesfürstliciien  Reli^ionstffor- 
mationskommissärm  den  Außrag,  die  im  Dekret  getiannten  Per- 
xonat,  so  jioch  in  dem  Intheriscfwn  und  anderem  ketgerischen 
Irrtume  sich  befinden,  bei  Strafe  von  100  Dukaten  in  Gold  vor- 
mführen.  Welche  sich  xu  erscheinen  weigern,  detwn  soll  unver- 
Jtüglich  an  ihr  Gut  gegriffen  und  sie  überdies  hedailet  uerdent 
bei  Strafe  von  200  Dukaten  am  24.  d.  *u  erscheinen.  Laibach, 
1615  Novanhcr  30. 

(Prot,  der  Bel.Reform.  Krain  16U— 1617.) 
Dm  Terieichnis  der  Personen  bei  Dimita,  8.  123. 


2075. 

Desgleichen  für  Unterreiehenburg,   Pfarre  St.  Ruprecht,    Pfarre 
Tröven,  Hifiein,  Utbeckh,  Möttling.    Von  gleichem  Datum. 

(Ebenda.) 
Die  bei  Dimit«  yenanotnn  Licblenwaldar  fohlen. 


663 


2076. 

Fortsetsunp    i«?s    Examens    vor    der    IUliyion$reformaiio*tskom^ 
mistion  in  Laihach.    Uilb  November  2H  bis  Deeember  5. 


(Prot.  d«r  RBl.-Rfifonu.  Kr&ia.) 


Art«T 


Br  wird 


«in^b«ttd«t 


Am  83.  wirä  Haos  Art«T  v«n)r 
Belehrung  an  di«  .lir'iuiU^n  rtAtsi  KxpwtÄn^r  g«>wlRji«n.  H«mhanl  DUtel, 
Muklricbtcr  xn  Wippacb,  liat  dm  katliolUcHnn  Ktd  ichon  vor  SO  Jahren 
prfiattcrt  ond  ist  kjitholi«e}i.  Am  24.  Ieiit«t  mt  ««in  JuranMit  An  34.  er- 
leliuiiit  vnr  Arm  HiAchnfo,  änr  von  der  KominiEsloa  xtlein  anweMod  iat,  Unat 
Peer;  nach  laiifri^r  UnlAtw«ieiinp  erklärt  er,  kattia1i«ch  «ein  bu  wollen.  Er 
nrhjtlt  e.ioan  TemiiiL  ran  sechs  Wocticn  und  drei  Tagon.  Am  S6.  tnchcint 
Anilr«  IherriUcti,  d«r  wcgon  «ohw(*r(>r  Kraukheit  frilhitr  nicht  ersebienen.  Er 
erhHlt  «inrn  Termin  hin  WVilinarlilAn.  Tliomas  Hippacb«r  wird  wie  Iher- 
ritsch  vom  Bisciiofo  g'ar  schOn  unUTwiBSen  und  erhlilt  setneQ  Tcrmio  bu 
WeifaiiAcfaten,  Art«r  bittet  am  weiteren  Vereng  und  erhält  angeaiuhta  dfr 
Ffln{irache  durch  Kliisl  bU  W«ibnacbteo  Tertnio.  Die  Frau  Jauvruikisi 
vom  Turm  golasict),  wird  verhSrt,  ob  «io  nicht  too  d«r  Keberl«  in  Ihrem 
WidnratandA  bitatHrkt  wiird«,  vra«  lie  bejaht.  Befragt,  waa  sie  nun  tu 
machen  )t«dcDk(>,  sagt  sie,  sId  habe  dieaer  Tilge  wegen  der  äache  uiebl  naeb- 
denken  kennen,  sie  sei  wegen  der  Schanda,  datl  sie  im  Turme  stecke,  traurig 
and  bckUxQtuort,  daQ  sie  nicht  daheim  sein  künoe.  Bittet  um  Versag  nud 
am  ein  Buch  ,Toti  gQtlUch  helli^Gr  Schrift*.  Uae  wird  ihr  rttrw«ig«rt  und 
sie  kommt  wicjer  in  den  Tnrm.  Magdalena  Pariu  will  mit  I^au  ßonsin 
nächili^n  Quatoi]]b«rs<iaiiiag  beichten.  MoinltT  Gregor  Schueidtr  tu  iteifoila 
und  Frau  wollen  Aitn  xii  Wcthnachlen  tun.  Hans  WAichMlhaum,  Pfleger  SQ 
Labeck  wird  durch  sein  Podagra  am  Ersirbeiueu  gi-hinderl.  BitooD  Uarmb, 
ein  all^r  Mann,  und  MaChBü  Pauingartner  von  Nenmarktl  lassen  sich  weiacji 
Am  27.  erocliflint  Mikulisa  JaukowiUcb,  'cr  orhall  l'riHt  bis  kii  den  Weihnacht«- 
feiertagou.  Die  Drumb]itiin  nird  des  Turmci  euÜcdigt,  weil  ibr  Gatt«  hofft, 
daß  sie,  fallt  ais  ihre  Gosundhoit  wieder  erhält,  too  ihrer  QalMtariigkeit 
abIKQl.  Sie  wird  an  di«  .ToRuiten  geniAii«»  und  vor  bCMin  Umgang«  ge- 
warul.  Am  28.  werden  Anna  KrobaLhin  und  EÜMheth,  MLchael  Porgen 
Eheweib  «namiuiort;  sie  lassen  fiicb  woiar>n.  Gera  Knritscbaiia  Ton  I>«Dd- 
BtraÜ  und  Antun  GnlU  bekennen  «ich  als  kathtvlisch.  tVan  Jaucrnik  wird 
auf  Bitten  ihr«A  Maiines  aui  dorn  Turme  gelassen  und  erhält  nach  frucht- 
loser H«kelirung  (am  28.)  einen  .großco  Verwois'  (29.  NoremborV  Ihr  Mann 
hat  Über  ibrr  EigentamATerbKItniise  zu  benohtea  and  wird  Btlrge  für  sie. 
Sie  erhlilt  einen  Tormin  von  sechs  Wochen  und  drei  Tagen.  In  di«««r  Z«t 
darf  sie  kriue  luCheriitchpu  Bücher  lesen,  mit  ihren  Iniheris<:hrn  BrOd^rD  und 
Schwestern  niuht  verkchrcu  usw.  Am  21).  November  wird  eudlicli  noch  be- 
anglich  der  BUrgenneisterio  uud  Pantaleon  das  NSIige  verordsat.  An  Karl 
Amignon  wird  ein  Dekret  gegeben,  daß  er  bpxUgVicb  der  Witwe  nach  Hans 
Amignon  nnd  ihrer  Kinder  und  ihrer  Annprllche  auf  das  Amignonischn  Ünl 
eine  Hchrlfl  einreichen  solle.  Von  dem  Gnte,  das  ihm  verbleiht,  i»t  «r  den 
11).  Pfennig  au  aahl«u  aohuldig.   Am  b.  Dezember  bringt  Jakob  Sietnar,  wj»- 


663 

w«h]  er  kruk  iat.  Min«  BeichUvttaln  voa  ISIS— Ifilft.  Josef  KB«i>oliUia  sii 
Uöterrstclieiibur;  iat  tod  d«r  K«lK«r«i  abiolvirrt.     Laut  Dao. 

2077. 

Die  Kirchetigechpröpste  von  Klayrnfurt,  tctiche  ihrem  vorgeseitten 
Pfarrer  keine»  Gehorsam  leisten.    1615  November. 

(SUtth, -Archiv  Gris.    Oem.  Köp.,  Kap.) 

2078. 

Christoph  Heiäenreicii  sott  die  itoch  aitssiündige  Stoggehoyerische 
Strafe  der  Regierung  euschicJcett.    IGlo  November. 

(BhendK.) 

2079. 

SeoHuel  HasUrer,   damit   er  unausgeschafft   und  ruhig  in  Krain 
verbleiben  könne.    1615  November. 

(Ebend«.] 

2080. 

Der  Pfleger  roti  Kapfenherg  soll  vor  der  Regierung  erscheinen. 

J6'J5  November. 
(Ebenda.) 

2081. 

,Guetbedunken,  damit  den  in  Khärndten  der  Ä.  H.  guegethayten 
tandtständien,  absonderlich  aber  dem  bitrggraven  daselbst,  wegen 
irer  in  gehaimb  gehaltnen  Zusammenkunft  ain  verweis  mit  he- 
irohung  der  cxtier-  nnd  bestrafung,  da  er,  hurggraf,  dergleichen 
conventicala  mehr  halten  und  in  sadien  die  proposiiion  thuen 
tvurde,  selbst  jsuegeschriben  wurde.'    1615  November. 

(SUltb.-Arohiv  Oru,  aHUclit«n,  R«p.) 

2082. 

Die  im  ,RaHausschuß'  versammdten  Herren  und  Landleute  an 
die  F.  />;  f>ie  Jieligionarefornvationskommissäre  holen  gegen  den 
Befehl  vom  4.  Oktober,  Pantaleon  und  seine  Brüder  in  ncgotio 
religionis  vorgefordert,  indem  sie  jaeenfälUge^  Dekrete  ihnen  durch 


664 


einen  Sladisergeanten  im  Haus  schiekUfH,  nach  weJdieti  sie  du 
lattdesfiirstlichrn  lAinde  bis  1.  Januar  verlassen  milsseti.  Sie 
riikmm  den  stillen  sittsamen  Wandel  der  Betroffenen  und  ihre 
Verdienste  im  Kriege  und  Frieden.  In  den  Land-  und  Hof- 
rechten  könne  nxan  sie  nicht  entbehren.  Laibach,  1615  Deäetnber  14. 

(Kop.,  L.-A.  KraiD.) 

Die  InterzeMton  erfolg  auf  Bitteo  der  Verordnetca  (Koni.,  ebenda). 
Am  26,  JaouitT  ICID  wird  den  Urüdern  PaDtnleoa,  dann  Haut  Artcr  and 
Samuel  Ilasltjftr  von  d«r  Ucgi«rung  ein  Termin  bis  34.  April  bewilligt  (Orif., 
ebenda)-  Anfang  Fi^bruar  liegen  die  Verordneten  dem  ErEbencßge  die  Un- 
nffgliehkeit  dar,  die  Brflder  Pantalenn  außer  Land  au  lassen.  Das  Land- 
iohreiberamt  kann  nur  vom  allgemoineo  Landtaipc  besetit,  der  Landsehreiber 
raiiU  Ton  dem  alten  ein(;eCOhrt  werden.  Bitte  um  eine  Verlängern nj^  der 
I-'riiit  bis  2um  Laudtaee  des  n&cbsten  Jabrei  (Kop..  obenda).  Am  15.  Februar 
wenden  ais  sielt  in  denelben  Sacbe  au  Kam  Sigmund  Wagen  und  den  Uof- 
vizekanr.ler  (Konc,  ehnnda).  Dax  tnterzefliionsHchreiben  an  den  Erzherxof 
wird  am  S3.  Februar  (Iberrelcbt  {Ori^.,  ebenda).  Tags  darauf  Terlanpen  die 
Verordneten  von  Matthias  Satlbarger  In  Graa,  das  InteTxeBaionneh reiben, 
falls  M  notth  nicht  überreicht  sei,  anrRek&uüieheu  (Kons.,  ebenda).  Am 
26.  Kebruär  bogehreu  sie  von  dea  Verordneten  tou  Steiermark  Mitteilung, 
wie  sie  in  solchen  FSUen  vorgehen  (Eont.,  ebenda).  In  gleicher  Weise 
wenden  sie  'ich  nach  Kjtrntcn,  denn  die  Verordneten  von  dort  teilen  ani 
I.  MXrc  mit,  dsß  ihnen  In  der  8ftch«  TiiehU  xngßkncnnien,  zugleich  «enden 
diese  eine  Abiicbrift  der  ihnen  ziigekommpui'ii  landeaftlntüchen  Rasoliitlen 
Tom  14.  November  1615,  betrefTend  die  lanrlschaftliehnn  OfUsiere  und  Dieser 
in  KRrnlen  (Orig.,  ebaiida).  Am  'i.  März  melden  auch  die  äteirer,  daß  ihnen 
bisher  eine  Ausscliaffung  von  laichen,  doren  Vorfahren  Landicute  waren,  nicht 
ztigetnutet  wurde  (Orig.,  ohouda).  Am  23.  MKix  wendet  sich  David  Pantaloon 
an  den  Landtag;  or  bitlr-t  unter  TTInwois  auf  %ninf.  Dienste  und  Landsmsnn- 
Bchaft  um  So.hut«  und  daß  er  von  den  KeltgionsrefnrniaiiociiBk^raniiisiren  bei 
aainor  .Armuthei'  gelassen  werde  [Kop.,  ebenda).  Ähnliches  (!e«ttch  von 
Samuel  Hasiber  von  gleichem  Uatnm  (Orig.,  ebenda).  Beiden  gibt  die  I.ADd- 
Rcbaft  am  23.  MArt  Intmessionsiclirciben  an  die  Begieruug  uud  den  Cn- 
horKog  (Kons,  ebendaj-  Am  IT.  April  erlialtcD  Paotaleon,  Arter  und  Hasiber 
vom  Rrnhcrzoge  einen  Termin  bis  Micbnclis  (Orig.,  ebenda),  worüber  am 
20.  April  ein  Dekret  der  Regierung  an  die  Im  Ausichnue  veriammelteo  SUlnde 
von  Krain  erfließt  (Orig.,  ebenda).  Am  13.  Atigiist  16Iß  reichen  die  Im  Am- 
flcbusse  versammelten  Stünde  eine  Interzession  bei  dnr  F,  D'  ftlr  Pantaloon, 
Hasiber  und  Arter  mit  dem  au.iführlicben  Nachweise  ein,  daß  sie  nicht  in 
fraudem  reUffiania  LandUute  wcirde»  (Kons.,  ebenda).  Hasiber  iiatte  ein  be- 
sonderes Schreiben  an  den  Aufischuß  vorgelegt:  er  habe  den  Bischof  Über- 
«eugt,  daß  »eine  Vorfatiren  Landletile  waren.  Kichtidestoweniger  wurde  er 
eitiert  {Orig,  ebenda).  Arter  sei  Landniann  geworden,  ehe  noch  jemand 
der  Religion  wegen  belangt  wurde.  Von  1801—1813  habe  er  die  Lands- 
mannsebaft  ruhig  g^nniacm  fKoni.,  ebenda).  Auch  die  Supplik  der  drei 
ItrQder  Jakob,  David  und  Josef  Pantaloon  an  den  Auwcliuß  liegt  vor  (Orig., 


I 


I 


«66 


«bend»}.  Am  2S.  Aii^^t  1616  fragt  Ferdinand  II.  die  RelifrionsreforoiaUoii»- 
kommiwäre,  wio  ea  mit  dem  10.  PfoDDig  der  Bftlder  TaaUleoa  itebe  (Orig^ 
t^tatth.' Archiv  CIrax).  An  den»i!lh«n  Tag«  T«!rUngt  *x  von  ihnfin  «in«n  B«* 
rieht  1)b«r  dta  Hhertsn  Pauta1«An,  Haiihnr  und  Art«r,  für  d!«  der  Landes* 
anuehuß  intereediert  habe  {OT^g.,  ebenda);  aagleich  rerlanfft  er  von  ihnen 
Bericht  Über  etn  Anlachen  de«  Rudolftwerther  fludtachreibrni  Jouf  Wr&tter, 
der  als  .Er^Rtzlicbkeit^  den  aus  dem  Verkaufa  von  Jakob  Pantalenns  SaU 
Pratenau  erlUaten  10.  Pfennig  begehr«  (StB.tth.<Arobiv  Qru).  Am  S.  Norember 
1610  schTeiben  die  in  Laud-  und  Hofrechten  VerMmineUen  an  David  Pao- 
tflleon:  Wegen  seiner  EntTauttn^,  um  die  «i  g^ebeten  h&tte,  mUge  er  «ich 
hin  zum  TiXc1i«t«n  I.Andtxfre  g^ednldm-  Oi«  StXn^le  hoffen,  ihm  elnrn  lungeren 
Terniiti  aiisxuwirken  (Kons.,  L.-A.  Krain). 

2083. 

JSSit^  noch  iuHsslarrige  seJctische  Tcrsmten   in  Kärnten,  u-elche 

die  ZikUioHsbefehle  der  B^ierung  öffentlich  verspottet  holen,  he- 

ireffend.    1615  Desember. 

|,6tatth -Archiv  Qras.   Gem.  Kop.,  Rep.) 

2084. 

Ferdinand  II.  an  die  Rdigionsreformatiojiskommissäre  in  Krain: 

Befehl,  ein  Gutachten   über  das  Ansuchen   Hans  Arters  einru- 

schicl(en,   daß  er   noch   länffer  unansgeschafft   im  Lande  bleibe. 

Gras,  1616  Januar  IJ. 

(KoDC,  Statlh.-Arcbiv  Uras.  Gera.  Kop.) 


3085. 

Fortseigunp  dfs  Proiesa^  der  Klara  JauerntJc.     Laihach,    1616 

Januar  15. 

(Prot.  Rel.-Refonn.  Krain  1614— 1B17.) 

Anf  die  l^Vagc,  wei  ale  lieh  beeonnen,  gibt  sie  die  Antwort:  .anfgnet 
Lutheriich  ain  ücrmcMi  gemacht,  vrelcber  weder  gntochen  noch  gebaut  i*t'. 
Der  Prozeß  mit  ibr  bat  seine  i'ortaetcan^  am  11.  April.  Auf  die  neuerliche 
obige  Frage  gibt  sie  aus  Jesus  Sprach  eine  lutbericche  Antwort,  ,dAs  s;  irer 
««e)e  wegen  sich  nit  Bcbemcn  aoUc,  ireu  glauben  zu  bekennen'.  Da  sie  bei 
ihrer  Lehre  befaarrt,  wird  aie  nieder  in  den  Turm  gelegt.  Am  28.  Dezember 
wird  sie  dci  Landes  verwieten. 


2086. 


■    wira  sie  acs 

I  Landesfürgilicher  Befehl  an   die  unkaihoUsciien  Hammermeister 
M  in  Obersieier  auf  ihre  Bitte,    noch   iänger  im  Lande  verUeiben 


666 


i.    •         LT 


SH  dürfen:    Zur  Bekehrung  oder  eum  Absttge  wird  ihnen  noch 

drei  Motiate  Temti»  gegeben,   nach   dessen  frAtchtlosem  Ablaufe 

gegefi  sie  wie  gegen  aJle  Ungehorsamen  verfahren  tcürde.     irrat, 

leiti  Januar  16. 

(Kop.,  H.-,  H.-  u.  StA.,  Fua.  Sl.) 

D«iu  «ta  VttrmerV  im  Kep.  der  G*m.  Eop.)  ,daÜ  beugter  Hanimtr» 
ni«[st«r  HAmmftrwerke  öffentlich  rellgeboten  nnd  mit  kalfaolUoheii  PenoDeB 
ersetzt  werden'. 

2087. 

Ferdinand  IL  an  Hans  Materhofer,  Verweser  eu  Aussee:  Schon 
am  7.  September  1614  hat  der  Propst  Martin  von  Bottenmann 
ersucht,  daß  er  den  nach  Aussee  gesandten  ReiigionsreformationS' 
hommissüren  ihre  Expensen  voti  den  eingenommenen  Strafgeldern 
per  ISO  fl.  zahle,  den  liest  an  die  Jlegierung  schicke.  Befehl, 
angeregter  Verordnung  nachsuk^immen.    1616  Januar  31. 

(Konx  ,  Su»h.-ArcbW  Or«x.   Gera.  Kop.) 

Di«  Kosten  waren  fi4  fl. 

2088. 

Ferdinand  TT.  an  den  Stadtpfarrer  nt  Judenburg:   verlangt  ein 

Giltachten    über   Abraftam   Salsmanns   Bitte   um   NacMafi   des 

10.  Pfennigs.    Grae,  1616  Januar  21. 

(Konz.,  8tjitth.-Arc-.hiT  Hr»x     Gem.  Kop.) 

2089. 

Ferdinand  II.  an  den  Pfarrer  zu  Pettau:  Befehl,  über  die  De- 
fekte in  Heligions   und  politischen   Sachen   ru  berichten.     1616 

Januar  22. 
(Elends.) 
Ab  ST.  ein  neuer  Befehi  (Ko)i.,  ebendft.    Gem.  Eop.], 


2090. 

Ferdinand  II.  an  die  xu  Murau:  Befehl,  die  im  beigeschicssenen 
Vergeichnisse  angeßhrten  (13)  unkatholische»  Personen,  ,80  sich 
nicht    eingestellt',    vor   die    Regierung   «i    stellen.     Gras,    1616 

Januar  23. 
(KoDft.,  Suttb.-Arclüv  Uru.   Gem.  Kop.) 


667 


2091. 


Ferdinand  IL  an  den  Landesaussehuß  utid  die  Religiomrefor- 

matioitskommissäre  in  Kraiu:  David  Pantalron,  Hmis  Art^r  und 

Samud  Hasiher  erhaXteti  zu   ihrer  Bekehrung  einen  Termin  his 

Oeorgi.    Orat,  Hi76  Januar  26. 

(Kons.,  ebendL) 

Im    B«[>(irtorinni:    .bi»  so   Eud'  jetiigor    RuchtvD'.     Am   20.  April  «r- 
halteu  lie  tMat«ntr«ckan9  bi)  Endf  >dw  Jahre«  («b«nda]. 


2092, 

Schreiben  des  Nuntius  aw  den  Bischof  Johann  Jaloh  sii  Giirk: 
daß  die  OeistlichJceU  in  Kärntm  mit  den  unkaOiolisclten  Herren 
und  Landieuten  keine  hürgerliciien  Kontrakte  eingehe,  (rfeui,  1616 

Januar  30. 
(H.-,  EI.-  u.  St-A  Sjilebnrtr,  Fmx  12.) 

Dl"*  et  Rcv""«  sign".  Prosen tandomisi  qucsta  opporlann 
occa&ione,  che  V.  S.  III""  debbc  inlervenire  alla  diela  di  Ca 
rinthia  por  commmissario  cli  S.  A.  Scr*",  bo  pcnsato  di  com- 
mnnicarle  quella  med"*  autoriüi,  che  a  mo  dcll  S""  di  N.  S" 
h  statu  concessa  per  la  pablicatione  de!  brcve  apostolico  in  raa- 
teria  di  prohibitionc  di  qualunque  contrato  sopra  Ü  bcni  et  cn- 
trate  ccclesiasticbe  con  herctici.  Et  pei-6  rimcttendo  le  ag^uate 
13  copie  auttenticbe  del  detto  brcvc  a  V.  S.  lit"'  la  prcgo  in- 
Biemc  iß  Dome  ancora  di  K.  S.,  che  in  quci  tempo,  che  piu 
le  parerti  opportnno,  le  vogÜa  intimaro  a  gli  itifrascritti  prelati 
et  occlesiastic'i,  che  hanno  sessionc  nclla  d^  dicta.  Et  pcrch^ 
11  fine  di  N.  S^'  h  stato  di  volerc  in  questa  parte  contenere  in 
ufßtio  gli  ecclcsiastici,  rcformando  qnalcHc  abuso  in  qacsto  pro- 
posito  bastcr^  che  Tintimatione  de  brevi  sin  fatta,  privatcmente, 
poiche  cosi  si  dnr^  qucäto  ancera  a  8.  A.  äer°°'  com  ella  sk. 
Potrk  V.  S.  lil™'  da  qualche  suo  di  caaa  far  notare  il  tempo 
di  ciaachedana  presc-iilatione  in  ana  fu^lio  di  distintamente  et 
doppo,  che  sarano  tutte  notato,  bastcrh,  che  clla  il  sottocriva 
di  SQO  pugno  per  ritenere  memoria  in  qncsta  canccllaria.  Se 
bene  in  questa  attiene  V.  S.  Ill""  fa  principalmente  il  servitio 
di  Die  et  acquista  merito  con  S*^  chie^ia,  tattavia  ancora  to  le 
ne  resiarö  cou  particular  Obligo,  uon  potcndo  farsi  percio 
maggiore  in  me  dcsidcrio  di  scrvir  la  di  qaello,  che  &  et  a 


668 

V.  S.  111""  bacio  affettuosaiuente  le  mani  aogar&ndole  feliciftsi- 
mo  ritorno.     Di  Grata  li  30  Oicnaro  1616. 

An  «li^n  Bischof  roa  Gnrk. 

Di«  N'anien  der  Äbl«:  OuUcb,  Viotring,  8t.  Paul,  ArnoldftUlo,  Griffen, 
PropaL  ron  Ourk,  Proiiit  io  Knig,  PnUt,  Rechbarg,  Wiertiag,  Garaits, 
6traJlbur||:  und  Volk^rajukt. 

In  Salzbarg  nihrt«  niau  9  Beweggründe  ao,  um  derentwillea  mui  dl* 
Exekntion  di<'8M  Brev«>  nicht  darchsete^n  kann:  I.  Machen  ilie  Ealbolitcbeti 
uikI  Uiikatholiachen  in  den  innerOeterreichischen  Landen  e  ■  n  carjm». 
'i.  Qrf^'n  <ii«  «Xuiiiigm  iCi)i1er,  geistliche  und  weltliche,  kalliol isclie  nnd 
iiiikalholiKchn,  wird  Mfort  <1ie  Ssvkntion  pingelcitet.  3.  Vinle  nijtrr  iiind 
gegen  leLr  hvlien  ZXat  im  .Bestand'  der  Lutbenachen  Herrn  oder  4.  oft 
gegen  näher  gelegene  QUter  xcitweilli|r  vertauscht.  &.  Die  Lutberisehsn 
Herren  haben  nicht  selten  die  von  den  Gebllichen  xu  iteltenden  OOMpferde 
auf  sich  genommen  l>.  Man  kJIniite  ilacin  auch  von  den  Lutherischen  Herren 
nicht  kanfen.  7.  Die  geiillicben  Geßlle  würden  abnehmen.  %.  Viele  junge 
Herren,  die  sich  apftd  vinrx  fonvernonU  befinden,  vrOrden  darch  derlei  Sepa- 
ration abgeschreckt  nnd  erbittert  werden.  Ö.  Nlrgeods  im  rOmiBobeu  Reich« 
wird  Boleh.  ein  Breve  aiugoführt. 

2033. 

,Gitthfidimkm\  daß  Georg  Adler   von  seinem   Begehreti,    eÜ\che 

iinJcatholische  Knappen  und  Hammerarhoiter  mh  halten,  abgewiaen 

uerde.     lOlO  Januar. 

(SUttb.-Arcbir,  Outacbteii,  Bep.) 


2094. 

,Guibedunken\  daß  dem  Herrn  Bischof  von  Gurk  und  dem  Herrn 

Landeshauptmann«  in  Kärnten  die  Kommission  der  Unkaiholisehen 

halber  aufgetrageti  werde  und  daß  sie  die  uttkat}y>lisf^hcH  Personen 

vor  sich  erfordern  und  httechisieren  müssen.    161S  Januar. 

(Ebenda.) 

2095. 

.Gutbedunken',  daß  Konrad  von  Garten  in  I.  F.  D'  Landen  eu 

hleihen  nicht  gestattet  iperde,  es  wäre  denn,  daß  er  steh  bekehren 

wollte.    1616  Januar. 

(Ebenda.) 
2096. 

Ferdinand  IJ.  an  die  von  Vordemberg:  Sarah  Übelpaeherin,  die 
sich  ohne  Vorwiasen  ihrer  Gerhaben   tcider   die  ausgegangenen 


Generalien  vtrlteiratet,  eu  zitieren  und  ihr  eu  erHären,   daß  sie 

ihre   erblichen   Anbräche   verteirkt    hole.     Sollte   sie    aber   s%ir 

katholischen  Iieliiii(m   iiherireien,  so  würde  ihr  die  Strafe  7UKh- 

gesehen.     Grae,  1010  Febrttar  ü. 

{Kim*.,  obanila.) 

Dnmit  msa  dieae  Seele  gewloDe,  seilen  üt  und  der  Pfkrrer  Sie  Uo^ 
Itclien  Mittel  rorkehren. 

3097. 

Z^rtdes fürstliche  Seiolution:  I.  F.  D'  lasten  es  bei  dem  durch 
die  nieder  Ost  er  reichische  Kegierwig  mit  Ungnads  Diener  vorge- 
nommetset^  Protesse  verhieben.  JJngnad  ist  tu,  bedeuten,  daß  in 
allen  die  Ueligionsrefornuition  betreffenden  FäUeyt,  diejenigen,  die 
sich  ihr  unterworfen  und  dann  iciden^uhistig  erzeigt  haben,  vor 
keine  andere  Inatans  geeogen  icerden,  als  vor  die  geordtieten 
landesßrstlifJien  Kommissäre  oder  die  niederösterreichisdie  Re- 
gierung.    {Grat)  Itilti  F^ruar  0. 

(Kona.,  Suttii.-Ar«biv  Gm.   (Jetu.  Ko|i.) 

2098. 

Ferdinand  II.  an  die  Jteligionsreformation^ommissäre  in  Krain : 
verlangt  ein  Gutachten  über  die  Bitte  des  Ijaibac}ier  Bürger- 
meisters Hans  Baptista  Berhardini,  daß  seine  Ehewirtin  bei 
und  mU  ihm  nüiig  wohnen  und  ummsgescitafft  im  Lande  ge- 
lassen werde.    Grojs^  lÜlO  F^uar  30. 

(Konx.,  obrada.) 


2099. 

Ferdinand  II.  an  deti   Georg   Ungnadschen  "Pßeger  gu  Melden- 
stein Georg  Binder:  Befehl,  sich  jiacÄ  Vemelimvng  dieses  vor  die 
Regierung  zu  stellen.     Grae,  26"J6"  Ft^Mr  10. 

(Kont^  ebendA.) 

Dibel  «in  ZetUb  ^anmebr  b«i  Peeofall  10  OotcateD  ia  Gold.*    Dun 

noch  ein  Befehl  Ferdinandi  II.  an  Andro  Un^nai]  tod  gleichem  Ualum:  .also 
wird  dir  beiaebeos  auch  ao  viel  aug«rtiegt,  da»  in  Bolcheo  f&blen,  die  refor- 
matioD  belan^rendt,  da  aicb  diejeDigan,  so  dereelbeo  untarwcrfen,  widerapäutig 
ersaif^l,  für  kaia  andere  Infttunz  ala  unsere  ^ordnote  fürstliche  commüaHot 
oder  cibolte  luuere  reg^ieraag  gezogen  werden'  (siebe  Nr.  201^7) 


670 


2100. 

Ferdinand  II.  an  den  Pfarrer  «i  Trofaiach:  verlangt  Bericht 
vherdie  I^ntsrhuldiguu'j  Jakob  Sindelmanus,  daß  er  seiner  der  He- 
iiffion  wegen  erfolgten  Zitierung  nicht  nachgeJcommeu.  Gegert  ihn  ist^ 
wofern  er  sich  nicht  bekehrt,  mit  Atisscfiaßung  vorsugehen.  Qrtu, 
16W  Februar  12. 

(KoDX-,  ebenda.) 

2101. 

Der  Pfarrer  Johann  Ripser  von  PettaU  an  die  Pegierung.  Giht 

^  Gutachten  über  die  in   Pettau   Jit'rrschenden   Unordnungen. 

Pettau,  Ißlfi  Februar  32. 

(EbDoda.) 

Trotx  der  im  Jatirs  1610  vorg«nomineneii  Berorniatioa  ist  bald  wieder 
J»r  alt«  ZuMland  «ingetralen  NUniiod  ist  v(>rh&nd6o,  dec  die  statuta  feat- 
bXIt.  Rtclit^r  utiil  Kat  wollen  nicht  vcrbiin<lcn,  nootlera  scm|}orft'ei  Mio  und 
tun,  »lut  iJinrn  ^lOitatnl.  ßiltA  Annnliinngcn  xii  tTrifen,  daß  die  tiiiitmktion«D 
geballeii  werden.  Wieder  balieii  die  I<eute  ku  Ost<?rii  Ifilfi  niclit  ^hnicbtvl. 
Dovb  SGien  nie  Jetat  nicht  au  strafen,  vlellnlcttt  kommen  sie  dieaa  ORUni- 
Weon  nicht,  werden  lie  in  d&B  ICe^iater  ^esetat,  das  ich  nach  0»t«ra  «io- 
lenden  ward».  Darauf  «tfcdgt  der  Antrag  der  Kegienuui;  aiu  17.  Juni  beim 
Laudeifüratoii,  mau  müclit«  zw«i  Leute  aiu  Pettau,  imtec  ihnen  den  üladt- 
riotiter,  koinmen  lauen. 

2102. 

Ferdinand  11.  an  den  Landeshauptmanu  und  Landesvertceser  in 
Kämteti:  verlangt  Bericht  und  Gutachten  über  Gertrud  Schieggin, 
die  sich  gu  Wolfaberg  von  einem  Minoriien  in  nceierlei  Gestalt 
versehoi  lassen  und  auch  mit  der  ihr  anvertrauten  Jugend  so- 
wohl an  Freiiugeu  o/i  an  SumsUujen  Fleiadt  essen  soU.  Grat, 
10J6  Februar  3$. 
(Kons-,  eboiida.] 

2103. 

ßutbedunken' ,  die  Peformierung  der  kamtfiischeit  unkathoUi 

Offiziere  beireffend.     1616  Februar. 

(ÜtattU.-AreliLv  Graa,  UnUobt^u,  Ke|>.] 
2104. 

Gutachten:  daß  dem  Burggrafen  und  Verordneten  in  Kärnten  oMf- 
gefragen  werde,  Simon  Pafribuschcns , Wittib'  und  Pupillen  l'atho- 


C71 


I 


lische  Gerhaben  jnt  verschaff/tn,  äiePujtiÜm  von  äe*i  unkntholisrheti 

Ortejt  abzufordern  und  den  Jesuiten  eu  übergeben.   Den  unkatho- 

lischen  öffieieren  soll  alles  Ernstes  verwiesen  teerden,  sich  künftig 

in  solche  Dinge  einzumischen.     1626  Februar. 

(Ebenda.) 

2105. 

Ferdinand  IL  an  Hans  Mayrhofsr,   Verweser  des  HaUamtes  su 

AusSM:   Befehl,   den  der  Religion  wegen  vor  twei  Ja}\ren  nach 

Ausxe    gesandten    Jteformatiomkommissarien  die    Unkosten   per 

130  fi.  SU  entrichten.    Grat,  I61€  Marx  3. 

{Orig.,  auuli.-Arct]i*  Qras.    Q*in.  K«p.] 

2106. 

Die  Heformatiouskommissäre*  an  Erghereog  Ferdinand  II.:  Vor- 
steUung  in  Betreff  des  dritten  PunMes  der  landcsßrstlichen  Re- 
sdution  wegen  jener  Personen,  die  die  Landstandschuft  besiteen, 
aber  in  Diensten  der  Landschaft  stehen.  Auch  auf  diese  müsse 
sich  die  Üeforniation  begehen.    Klagenfurt,  1610  Märe  11. 

(Koni.,  Archiv  dea  Qeseli. -Vereins  KirnteD,  Kudolfinum,) 

Solche  Personen,  wie  Christoph  SKmits,  haben  Hie  wichligstcD  Ämter. 
wie  des  Mekr^Uriitt,  ctrsgleichrn  Frant  Oschwindt,  ^«rsod  leibliche  Mntter 
noch  henle  itnmer  Meßncrin  sn  Vclkrt-marltt  unil  ilnr  selbst  —  er  ist  des 
SXmitx  Adjnnkt  —  ein  lebarfer,  giftiger  Lutheraner  ixt.  Wenn  man  an  |^- 
rinf^re  Leute  Zitationen  crlHljt,  nehmen  sie  xn  rlieaeti  ihrf^  Kuäucht.  la 
Elagcufurl  werde  du  Religionswesen  nimiiierr»e]ir  KUr  Ruhe  kominen,  wenn 
dieee  Posten  nicht  mit  Katholiichen  besetst  werden,  denn  die  ganse  DUrger> 
schafi  hat  Furcht  vor  diesen  Leiitea,  die  «wA  praeifxlu  politk^  ihre  Federn 
ful  Ke^en  die  Kutholisehen  ipitten  kOnnen.  WUrde  man  ihrer  schonen,  so 
gSlle  alle«  aia  eitle  Spiegelfechterei  und  triOfite  die  Heformatiuii  jkhrlieh  er- 
ni^nerl  werden,  pje  ents|irecheni1en  Refebln  aiisKufUhren,  dUrfte  aber  nicht 
dem  Burggrafen  überlasseu  werden-,  er  inOclite  sie  an  l&uge  [»rutrahieren,  dass 
alle»  wieder  in  dem  jettigen  Status  erw&chst  und  im«erp  Mfllie  eine  Ter- 
jebene  ist.  Aueb  Plleg^chaften  sollen  hinfort  niiir  Katholischen  Übertragen 
werden,  also  kein  tiandmann  ein  Pflegeamt  tibemehraen  dürfen. 


2107. 

Landesfürstlielier   Befehl  an  die  tu  Viilkermarkt:  den  Fleisek- 
hadter,  hei  den*  eine  gefährliche  Feuershrunst  ausgekomtnen,  de$- 


>  Der  Landeshauptmann  nnd  ein  Geiitltclier  (Bischof  von  Lavant?). 


672 

wegen,  weil  er  «i  der  FastettecU  eine  ärperlicJte  Fleisch7nahUeit 

angestelit,  um  i'iO  Taler  und  jeden,  der  mit  ihm  Fleisch  gegessen, 

um    10  Taler  ett   strafen   und  das  Gdd  an   die  Regiertmg  tu 

senden.     Grae,  2616  JUärs  J4. 

(Kop.,  Sutth.-Arebiv  Oru.  Q«n.  Kop.) 


2108. 

Sarah  Begina  Ühe^acherin  soU,  da  sie  hei  ihrer  vermeinUieJt^n 
Üdigion  htdsstarritj  rerhletht,  fwtsiehen.  Die  von  Vordemherg 
haben    ihre    Güter    einstweilen    eu    Händen    zu    nehmen.      1616 

Mars  14. 
(Butth.-Arehiv  tirat.) 

2109. 

Itans  Arter,  ein  alter  ,erlebier*  Krainer  Landmann,  der  ni 
in  tVandeiü  reformatlonie  als  solcher  angenommen  worden,  haite 
in  Gemäßheit  der  Verordnung,  daß  von  der  Au&schaffung  die 
alteti  Landleute  auAgenom7neti  werden,  geleieti,  samt  den  Seinigen 
im  iMnde  verhieben  zu  dürfen.  Da  dies  nidtt  bewilligt  tcurde, 
bittet  er,  ihm  einen  Termin  bis  Georgi  su  gebe».  Sein  Ansudten 
wird  von  der  Regierung  hefilrwortei.  1616  Märe  Hl. 
(SUtth-Archir  Qr«K.   Qem.  Eop.) 

Dju  QMTich  wird  am  28.  Man  an  die  Re1>gioiuir«forraBt[oiukommt 
TOD  Krain  g«g«Leu  (Koiiit.,  «Ijeud«). 

2110. 

Pater  Lamormain   littet  den  Erzherzog   Ferdinand:  das  Stiß 

Milhladi    dem   Landeshauptmamie    von   Kärnteti   gegenüber   su 

schätzen.    1616  Märe  24. 

(Ebenda,) 
Wird  voD  il«r  Rei^ening  luefUrwortirt. 

2111. 

Dem  Loreng  Meißner,  Sekretär  und  Registrator  der  (steirischen?) 

Landscftaß,   wird  der   Tennin   für  seine   Bekehrung  oder  Au»- 

Schaffung  bis  Ende  des  Jalires  verlängert.     1616  Marx  29. 

lEbauJa.) 


075 


I 


2112. 

Verhör  des  Balthasar  Gottschan  v&r  der  lieligionsrcforinalioas- 
kommission  in  Laibach.     IftlG  A^ril  11. 

[Hrot  dflr  K«l.-UAfonn.  in  Krain.) 

3«ine  Antwort  iit  weder  warm  noch  kult.'  Erhält  TeriniQ  bu  rfincstcn. 
Am  S8.  0«B«nil>«i'  orMThnint  er  wieder  vor  der  KoinmiHioii.  Da  or  vidi  nicht 
bekehren  IKßt,  wird  er  de«  Landes  TorwiMen. 

2113, 

Verhör  der  Frau  DrutnUits  und  des  Amhros  Hctumann  ftw  der 

ReligioHSreformatwushommission.    Laibach,  1016  Ä2)rä  12. 

(l'rot.  der  Ssl.-Reform.  in  Kraiu.) 

M«  ffiM  die  ADtwort,  l[«  v«rbl«ibfl  im  alten  katlioliaolion  Glaub«», 
id  eaf  luth^riacli,  t»i  aucb  gchoriam,  wohin  mans  vArtchafl't.'  Sie  aoll  spÜtor 
wieder  litiert  wordon.     HaumaDtis  Sache  lat  oin  Ehchnodcl. 

2114. 

Erzherzog  Ferdinand  TL  an  dm  Erzhischof  von  Salzburg  Man- 
Sittich:  danH  ßr  dessen  Schreiben  vom  21.  März  betreffend  den 
Inhaber  der  Herrschaft  Wolkcnsicin.  Er  habe  diesem  den  Bc' 
fehl  erteilt,  den  aus  di:m  Salsl/ttrgischen  flüchtigen  Vrotestantcn 
keinen  Unterscfdeif  zu  geben.    Graz,  1610  April  12. 

(OriK-,  H.-,  H.-  n.  8t.-A.  SalsUur);,  Kauz.  IS.) 
2115. 

Ferdinand  IL  an  Veit  Jochner,  als  Woi^enstcirtsciien  Landijerichts- 

inhaber:  er  soU  die  aus  dctn  Salzburg ischen  abgezogenen  SeMiscIien, 

die  sich  in  seinem  Gebiete  aufhalten  und  df>rt  heimliche  Kon- 

ventikd  abhedieti,  abschaffen.    1610  April  15. 

(Kons.,  Sinith.- Archiv  Gras.   Gem.  Kop.] 

Dabei  das  Schreiben  von  Marx  Sittich  Tom  Sl.  M&ni. 


3116. 

Lnndesfürstliclier   Jiefehl,   daß  dem   Georg  Pindter,    PfUger  des 

Andre  von  Ungtuid,  die  heilsame  Beliehrutig  oder  die  lUiumung 

des  Landes  aufgetragen,  er  auch  zur  Ahlegang  seiner  Hexhuangcn 

gewiesen  Kerdc,    1616  Aprd  16. 

^Ebenda.) 


r»lit*i.  ]|.  Ibl.  Bd.  LS., 


43 


674 

,Fut  AID  Jcdor  vencliATiae  rieb  jfltst  btoter  solcbea  lUItimgen.  dl« 
or  za  Icpeii  Hube,  und  will  sicli  der  Reroriiiiklioii  cntwohrfn,'  Am  26.  April 
wird  rindter  vor  die  Regierung  stliort  (Konz.,  Glcntlii). 

2117. 

Ilofdekrd,  daß  die  Jlcgierting  Georgen  Schinderl  eine  Frist  mr 

Ausschaffung  ge^e,  his  der  vom  IfoßrktjsraU  vcrIangU:  Bericht 

cinkommt.    lillV  April. 

(St«tUi.-ArehiT  Om,  Hofbcveleli.) 

2118. 

Ferdinand  IL  an  dett  Prälaten  von  Adnumt:  teilt  mit.  doß  er 
auf  die  Interiession  der  vier  Staude  in  öberÖsterrcicJi  den  aus- 
geschafften hinerbergischen  Jiammermeislem  gu  ihrer  endli^en 
Bekehrung  einen  Termin  bis  nach  Michaelis  gegeben.  Wenn  sie 
bis  daiiin  nicht  katholisch  geworden,  sind  sie  ausxutccisen.  Gras, 

IGIÜ  Mai  7. 

(KoDZ  ,  8utth.-Are1iiT  GriiE.   Oom.  Kop  ) 


2119. 

Outachten  des  Landeshauptmannes  Christoph  David  Freih^*rm 
van  Ursciu-'uhcek  über  die  im  Ijinde  Kärnten  vorsuneiimcnde  lie- 
fortruUion  der  kircJilicIten  AngelegenJieiten.     (IGIG  nach  Mai  8.) 

(ArdÜT  de«  Gcacb.-Voreiiis  iu  EftTDt«D,  RudolUn.,  Miix.     [GekOraL}) 

.  . .  Änf  E.  F.  D*  .  .  .  ml  dato  8.  Maii  d.  J.  abgcloffnen 
bevelch,  den  »taium  religionit  wie  uotl  wclchergestalt  .  .  .  der- 
selbig  von  dem  .  .  .  ankraat  am  besten  gei-ainigt  and  i-efurmirt, 
sowol  Aach  daa  im  land  amvAgierende  prcdicantisclic  nngczicfer 
vertrieben,  auch  deneelbigen  der  pass  verlegt  nud  dadarch  die 
haimblichen  und  schcdlichen  exercitia  der  A.  Confuaion  (»icj 
verhüet  werden  mögen,  coneernirend,  hab  ...  ich  ...  ru  be- 
richten, das»  wegen  der  seit  jüngst  verwichner  reformations- 
commission  de  novo  hochficlicd lieber  eingeriBsenon  und  der  ca- 
tbolischen  rctigion  nicht  wenig  pro ejudicicr Itchon  difTerentien 
.  .  .  ein  .  .  .  iiotturft,  dass  (da  änderst  .  .  .  die  .  .  .  mit  barter 
mtihe  .  .  .  institnirtc  coTiscientiae  oder  gewissen  und  gemUetor 
anfrechl  im   bestendigisten   eifer  erhalten  und  uicbt  widerumb 


67Ö 


sowol  durch  der  ttncalholiBchen  hewohrnnp  .  .  .  corrnmpiert, 
als  auch  durch  dero  selbigen  spargieren  den  ramorn,  wie  nemb- 
Itclien  dor  nunmelir  bo  ein  giicte  zeit  hero  in terpo liierten  geduU 
halber  nicht  utlein  alte  fernere  rcformation  gontzlIcU  erloschen 
und  sopiort,  soDdorn  auch  vUmehr  widercimben  der  predlcnn- 
tiachen  introducicrnng  als  der  vorhofTton  algeinaiaen  caUioüscheii 
ainigkeit  zu  erwartoii  abgeschreckt  und  geschwecht  werden 
sollen)  eolchca  .  .  .  rcformatinnswerch  .  .  .  ft)r  die  handt  zu 
nemcn. 

Wie  nun  abor  ilaeselb  .  .  .  schwere  difficultcton  mit  sich 
zeuclit,  in  bcdavlit  ea  diaer  orthen  von  andern  I.  F.  D*  under- 
aasscn  .  .  .  ain  solichen  absorg (?j,  das»  .  .  .  die  alhiolgo  burgcr- 
schnft  und  der  gemaine  pofel  sieh  hei  der  bislicro  getragnen 
gedult  anjelzo  wegen  der  entawiacbcu  von  den  uncath.  hind- 
leatliOQ  gcthonen  anlangen  und  gcsncchtcn  liUlf  auch  hin  und 
wider  erachollnen  ruiuorn  der  bis  auf  den  letzten  mann  be- 
ständiger bchUrlichkcit  ircs  uncath.  cifürä  und  dabcr  gufasalcn 
hofFnung  villeicht  vil  sehwRrlicher  als  zuvor  zum  gehorsamb  zu 
bringen,  sonder  zu  beseiten,  dass  die  sich  auf  ihr  gebie- 
tttndc  obrigkait,  dio  heim  verordneten,  rcfcricrn  und  sich  nicht 
leicht  den  reformationscoramissarion  undergeben  wurden. 

Dan  K.  F.  D^  ich  ...  nit  verhalten  boU,  dass  ich  ...  in 
orinderang  komcn,  gleichwie  zuvor  von  langen  lahm  jederzeit 
in  ieblichen  gebrauch  bei  denen  .  .  .  verordneten  und  discr  statt 
Ciagenfart  observirt  und  gobreUcliig,  wan  ein  burgermaiatcr  oder 
richtcr  .  .  .  installiert  und  der  geweste  seines  .imbts  erlassen 
worden,  daas  sodann  auch  die  entzwischen  derselbigen  iarszeit 
TOD  gemainer  statt  neu  aufgenommene  burgerschaft  I.  F.  D',  .  .  . 
sodann  inen,  h.  verordneten,  und  drittens  E.  E.  magistrat  treu, 
gcwtfrtig  tind  gehorsamb  zu  scin^  mit  leiblichem  .  .  .  aydt  ir 
pflicht  auf  dem  landthaus  öffentlich  laistcn  mUeascn,  also  I.  F.  D' 
I,  f.  person  nunmehr  von  drey  oder  vier  iabrn  hero  in  prac- 
Btjerang  sulchen  iuraments  (zu  was  intent  ist  anwlssent)  prac* 
tertrt  solle  sein  worden.  Damit  man  aber  dessen  aigentbch  .  . 
Wissenschaft  habe,  wlir  ich  nicht  underlassen  noch  mehrere 
kundschaft  mit  eheistcr  gelegenheit  einzuziehen. 

Und  weilen  dan  auch  der  gemaine  diecurs  sovil  mit 
sich  bringt,  dass  da  .  .  .  von  I.  F.  D*  in  diesen  oder  andern 
Sachen  eine  .  .  .  verschlossene  Verordnung  oder  1.  f.  bevclch  auf 
ain  magistrat  albie  abgehen  wurde,  soHichen  zu  erülFnen,   der 


67Ö 


selbige  von  ihnen,  h.  verordneten,  noch  ror  ^aeter  zqü  iuhibirt, 
und  dass  sie  soliche  verordcangea  .  . .  denensclbigcn  noch  Ter- 
BchioBsnor  uberantwurten  und  darüber  fernere  resolotion  aller- 
erst g-en-iirtig  sein,  auferlegt  worden  Bcin  aoll,  ist  leicht  xu 
scbUesscn,  dasa  sich  mancher  durauf  verlassen  and  solches  re- 
formationswerk  mehrere  difücnltoten  als  znvorher  abgeben 
.  .  .  mechte. 

Daheru  dan  .  .  .  fioL  de  novo  hochnotweudige  reforniations- 
eoiumission  nicht  mit  wonigem  ernst,  cifer  und  gebrauchender 
anturität  als  die  znvur  allue  fQrgeluftrie  angestellt  and  unaas- 
sct/.lick  continuirt,  daruudor  aber  alle  bewilligte  tolle- 
rnuzen  totaliter  uafgehebt  und  eingestellt,  desgleichen 
die  bcwilHgung  der  lengern  tcrmin  aovil  milglich  praecarirt, 
abgeschnitten  und  ohne  vorhergehenden  bericht  und  räthlich 
guetachten  der  religiunacominisaarien  kaiiieswegs  erthailt  werden 
mtlcssen  .  .  . 

AUermoSBcn  aber  an  dem  exemplarischen  leben  der  .  .  . 
geistUchkeit  nicht  wenig  gelegen  and  dieselbig  in  versehung 
ires  tragundcn  scelsorgerambts  .  .  .  bowoI  in  der  goltesforcht 
und  sonst  .  .  .  starke  bcfurdernass,  im  widrigen  fall  .  .  .  gross« 
.  .  .  KrgernuBS  zu  geben  pflegen,  also  wurde  es  gar  nicht  uu- 
ratlisainb  .  .  .  sein,  da  1.  K.  U'  die  jilriichc  Visitation  sowol  der 
geypfarren  als  in  den  statten  durch  jedweders  ordxnarium,  so 
gleiehfallfl  und  principaiiter  uiislrKtlich  za  leben  verbanden, 
damit  ihnen  das  turfe  est  doctori,  cum  culpa  redarguat  ipsutn ' 
nicht  fiirgeworfcn  werden  mechte,  anfehlbarlich  tUnsukeltren,  gn. 
auordnen  wurden  .  .  .^ 

Sodann  nun  ...  die  nncatho tischen  .  .  .  nichts  ku  allegiera 
noch  auf  den  rechten  weg  zu  treten  ainich  bedenken  ur&ach. 
wurden  vor  :illen  dingen  die  hievor  in  bewus&ten  reli- 
gionss.ichcn  ausgangnen  generaLien  nicht  allein  wider- 
ttuiben  ei't'rischtj  sondern  aach  mit  solcher  bedroender 
scberf  des  unverhofften  ungehor&ambB  .  .  .  ausgefertigt 
werden   müssen,   dass   man  den  cifer  solcher  furgenommnea 


I 


« 


*  Ha,:  ,lpgo«'. 

^  DaWi  soU  das  schinslA  Kiiikomnieii  doi  Kla^ufurter  Pfarrsn,  der  lidh 
kaum  zu  er1iJtlU-n  vermag,  aiifgeljeuert  werden  —  etwa  durcl)  Inkorpo- 
HflniRf;  von  St.  HiigkrccUt;  «ndlich  oiflg«  uucli  der  xwiscIieD  Pfarre  nn4 
Magistrat  ein^euigr:nfT  Kircthciiglitrr  w^^en  ichwcbi^nclc  ötreit  eatiKbla- 
den  und  diui  dir  Kirche  UenoiniDone  rMUtuie>rt  werden. 


m 


refonoierung  eowul  in  worten  als  nachfolgouden  werken  za  er- 
kennen und  spurn.  .  .  . 

.  .  .  Wurde  ...  am  allerersten  in  solcher  redivivischi^n  re- 
formatton  bei  denjooigcn,  so  sich  inil  doi-  fedurii  aufwieglung 
anderer,  aucb  in  den  nunmehr  gnetenthails  offenbaren  hatmb- 
liehen  pruktiken  .  .  .  gebraacben  .  .  .  bLSseii,  der  anfang  mit  ei*- 
tbailung  gowjssor  seit  and  tcrmin  ...  zu  mauhen  sein.  .  .  .  Ob 
mir  non  .  .  .  gar  nit  zweiflet,  daes  bei  solUch  fUrlaafender  be- 
scbafTeiilieic  .  .  .  an  vilfeltigeii  hiHu-iiticreii  und  intercedicreii 
.  . .  nicht  erwnndon  ...  so  ist  doch  alhier  I.  F.  D'  sovil  zu  he- 
richten:  können  doch  inen,  herm  verordneten,  solche  praeten- 
siones  daruin1>  oicht:^  filrtnigen,  aidioweilcii  das  laiid  nticimubr 
mit  taugliclicn  und  gnucgsamb  quatillcicrten  {lersonon  »u  cr- 
suizung  der  .  .  .  vaciereuden  Ruibter  .  .  .  versehen,  wie  dann 
dur  catliotisehcn  etÜeh  vorbanduii.  aucli  scithcro  otlicb,  so  sich 
augemeld,  zugegen  gewesl,  aber  weil  sie  nielit  promoviert  wer- 
den kl3nneii,  widerutnb  vcrraist,  sondern  auch  andere  nach  ver- 
nemung  solcher  vacanzien,  da  sie  den  ernst  Beben,  ohit  allen 
zweifl  unberucfon  sich  hicbei  ßndeii  wcrdtm.  Zum  fall  nun  dio 
difficulttttion  dcsr  boachwilrlichen  widorcinsctzuiig  etlicher  Hnibler 
alao  stark  angesogen  und  darauf  vcrbilrrlich  berucbet  werdcD 
sollte,  kfindte  beuebens  ein  gewiss  besümbt  und  ujit  ange- 
henkbtcr  zeit,  vor  deren  vcrfllessung  sie,  lierrn  verordneten, 
solicbe  stellen  wideruiuben  mit  tauglicbcn  cntbidisehen  personeu 
zu  versehen  schuldig  äclu  sollten,  so  wunig  schaden,  als  im 
widrigen  K.  F.  W  dicselbigcn  selbst  zu  ersetzen  gedrungenlich 
verursacht  wurdun. 

Indem  aber  bcgorgcnlich,  dass  denen  konftlgen  corarois- 
aarien  vielleicht  alda  abcrraalen  die  iurisdicliun,  dass  nenibÜcben 
dtesctbig  von  anderer  instanz  wegen  ir  discr  stat  Clagcnl'urth 
niemand  :indern  als  nur  denen  verordneten  zuegeliortg  und  an- 
vertraut, obiiciert,  dercnlwcgeu  das  hrachium  geculare  auf  den 
uotfall  erligen  und  die  gcbürlichc  assistenz  nit  ervolgen  mecbt, 
wQrdt  man  zu  prnccavierung  dessen  die  bievor  angedeuton  g&- 
neralia  mit  so  vil  mehr  ausficriichcr  erlcatcrung  zu  poblicicren 
und  in  craft  deroselbigen  denen  commissarien  in  alten  fcirtallen- 
don  rehgiouspuQct  vollmcchtigen  conBens  zu  disponircn  one  er- 
succbnng  auiger  fernerer  obrigkeit  einziimumen  wissen,  inrnnsaen 
es  dann  auch  zuvor  gewesen,  seither  aber  der  gebilrliche  re^pcct 
und  scbuldi;^«  gchorsamb^  bei  denen  der  iRudshiiublman  maisten 


678 


aUo  in  peiu»  ileg;eneriert  und  abgenomeri,  da«s  da  ich  bisweileu 
erheblichor  Ursachen  wilbn  dos  mir  anvertranten  arabte  halber 
ein  gebürlichs  einsehen  zu  haben  und  die  sich  der  catliolischen 
religion  entgegensetzende  widervrerdtgkeiten  abzostellen  ver- 
maint,  mir  gar  baldt  dcirjenig  oder  diejenigen,  so  mit  der  bui^er- 
fichnft  an  coniinandicren,  adumhrirt  wilrdt. 

Da  sich  nuD  gleich  auoh  diser  orten  aioigc  beachwäi-lig- 
keitcn  eraignen  sollen,  so  beßmlt  sich  doeh  diser  K.  F.  D'  für- 
nemender  .  .  .  reloimation  das  alte  dictum^  guod  inveiita  /ä^ 
inventa  tpiaque  fraus  so  handgreiflich  entgegen,  djiss  was  mit 
hinwegsubafTuiig  atncs  ofticicrs  «.ar  vorhesserung  vorhoiTt,  durch 
die  enccession  des  andern  wol  sobald  in  pciits  als  in  melius 
roformirt  werden  mag,  wie.  dann  K.  F.  D^  nicht  z\i  verhalten, 
.  .  .  dasä  K.  L.  Jildti  sieh  nunmehr  ein  zcitlang  .  .  .  beäiasen, 
auf  CO ntimii Hieben  fall  der  zuvor  meierten  wegschaffnng  irer 
uncatholischen  yffiuioren  dersulhigcn  stellen  mit  andern  evaog. 
laitdlcuthen,  so  des  aasschatfcas  befreit,  za  ergeotzcn. 

Auf  das3  aber  auch  disem  fuvo  abgeholfen  .  .  .  worden 
m5g,  wer  .  .  .  mein  .  .  .  (M-avhtcn,  da^s  K.  F.  D'  sich  in  solchen 
reformationsgcneralieii  iacpreese  dahin  .  .  .  erclUren,  dass  solichem 
nach  dieustcn  in  die  eanzlei  und  buchbalterei  truchtcnden  land- 
leutben  und  deren  Verrichtung  mit  der  feder  dcnenselbigen 
bestes  Heisa  fllrzuatehen  nicht  verwehrt,  jedoch  dieselbigen  als 
officier  in  alweg  diser  reformation  underworfeu  und  davon 
kaineswegs  .  .  .  eximiert  sein  soitcn. 

Kbnermasscn  es  dan  nach  mit  denen  .  .  .  gleichen  verstand 
haben  soll,  so  »usBCchalb  der  Iicrrn  und  landleut  undcr  die  10*) 
gerüsBte  Khärnerischc  pferdt  nur  maiat  der  Ursachen  willen  ander- 
geatellt,  damit  sie  omnium  rcligionum  sccuri  der  reformation  bc- 
freidt  .  .  .  bcncbcns  aber  doch  ein  weg  als  den  andern  sich 
bürgerlicher  gcwerbschaft  und  hantiorung  beAeissigen.  .  .  . 

Zu  gleicher  weis  aber  .  .  .  sollen  auch  denen  hcrrn  und 
landleuthen  irc  uncathoüsche  praeceptore»  und  pacdanten  .  .  . 
abgeschaO't  .  .  .  sein,  durch  welches  mittel  .  .  .  mauicher  herr 
und  landtman  bewegt  werde,  dass,  ehe  dann  er  solich  seine 
naehkümblicheu  und  hebe  posteritet  uhnc  alle  institution  auf- 
wachsen  last,  er  sie  doch  der  hcrrn  jm(T*Mm  S.  J.  diticiplin 
ebander  nndergcbcn  .  .  .  hierondor  auch  die  an  sonn-  and 
feyertagen  alhie  sich  eraigeut  Lutherischen  hauspredigen 
vernicht,  verhliet  werden  mecht.  .  .  .  Uey  welchem  punct 


I 


679 

AQcL  . . .  der  mÜnderjillirigeD  puptllen  balber  . . .  solche  tlis- 
position  für  die  hand  genommeu  werde,  .  .  .  Äaas,  weilen  I.  F.  D* 
uls  übristen  gerhabeii  wie  klionftige  Verantwortung  gegen  gott 
principaliter  obligen  thuet,  sie  denmacli  .  .  .  auf  solclie  mittel 
und  weg  bedacht,  wie  .  .  ,  durch  vleisaige  inforniation  . .  .  irer 
ingent  dieselbigen  in  doi-  cath.  religiun  .  .  .  erhalten  iiiügen 
werden. 

Die  lians-  und  andere  [>üeger  in  stetten  und  scblüssern 
oder  aber  dcroselhtge  Iierrn  und  landleuth,  so  gemeliiigliuli  ntit 
dergleichen  proinotionen  denen  aoägcsch äfften  zu  hUlf  kotumeti 
.  . .  wnrden  sich  dan  in  solcher  reformation  Air  excntpt  zu  halten, 
umb  Bo  vil  weniger  ureatih  haben  und  neben  deu  andern  auf 
ein  oder  den  andern  weg  tiii:h  orchtren  müssen. 

Über  solches,  bo  den  auch  dio  albcrait  vorher  rcformirte 
Imrgorschaft,  darunter  nunmelir  ir  vil  wideramb  degencrirt,  (nit) 
2a  UbersoUcn  nnd  do  dio  güet  nit  verfenglich,  auf  einen  »eichen 
schlag  znm  gehorsanib  gebracht  werden  niilest^  dass  .  .  .  der 
UbrigOD  widerstrebenden  petulauz  fUr  sich  selbst  .  .  .  fallen 
thiU,  ...  KU  verwundern  aber  und  hoeli  zu  erbarmen  ist  es, 
. . .  dass  man  biahero  die  Weltzeriache  stipeudia,  derentwegen 
der  alt  verstorbne  Leonhardt  Weltzor  etlich  1000  g.  zu 
E.  E.  L.  handcn  tcstirt,  .  .  .  da-'^s  .  .  .  von  der  crtragung  der- 
selbigen  unterschiedliche  Stipendiaten  und  landkiudcr  auf  hohen 
schneien  (wiewol  an  Lutherischeu  orten)  erhalten  werden 
sollen,  ciitrtcht,  so  übel  .  .  .  angelegt  M-erdcii,  dass  es  der  land- 
schuft  fUnicmbstc  officier  ala  secretari,  buecbhalter  und  dessen 
adiuuctf  auch  der  raitdiener,  .  .  .  unter  ainander  selbst  aoBgc- 
tliailt  und  ein  Jeder  für  ain  solchen  sCipeudiatcn  ein  leibjungen, 
der  im  für  das  studieren  der  reitros»  und  der  Jagdhund  ge- 
wardt,  oder  die  sparber  abgetragen,  gehalten  Iiat.  Ob  nun  das 
der  ititODtion  des  testatoris  gemilsa  .  .  .  haben  I.  b\  D'  ...  zu 
erwegen. 

Was  alsdann  die  sowol  in  Stcycr  und  andern  ortcu  als 
auch  in  der  stat  W'olfsbcrg  in  Kärnten  .  .  .  ftirgenomene  hail- 
same  reformation  der  Weibspersonen  für  grossen  nutz  and  merk- 
lichen lucrum  viller  christglaubigon  seelen  geschafft  und  her- 
gegen  der  bishero  diaer  orten  getragne  gedult  durch  die  b{>sen 
Zungen  des  hartnilckigen  Lutherischen  weibervolka  fUr  ver- 
derblichen ßchaden  und  vcrfllhrung  j.nderer  frommer  matroneu, 
die  sich  sonst,  do  sie  nur  für  aolchen  ireu  dutzscliwcstern 


A 


680 


gederft,  zur  wabrhai'ten  cattiolisclien  reÜ^on  von  dem  i 
flncliten  iMtheranismo  zu  begeben  lengst  bewegen  lasseo,  be- 
Bcheclien,  indem  sie  gleich  flowol  ire  conventicula  und  äo- 
SAmcnkonften  an  sonn-  und  fejci'tngcn  iiabcn,  alda  ey  einander 
aus  der  Latliery  postill  fürpredigen,  in  welicbem  exercitin  sie 
don  ire  mHnner,  da  file  audoist  oin  gnelcs  wort  liaben  wollen. 
unbetriiebt  verbleiben  lassen,  ja  «ocli  dazu  bisweilen  attf  etlich 
wenig  lueil  ku  denen  unibsohwaifendeu  predicantcn  lO 
still  ausraiseii  lassen  milcsseii,  das  bezeugt  das  gemaine  ge- 
schray  und  gedaelittüi  Weibervolks  ofteminalä  selbst  wider  die 
religion  bSn,  ansgoüsno  wort  gar  gennegsainblich.  Nan  es  aber, 
do  es  jn  vielttts  reformiert  werden  kann,  inmassen  anderer 
orten  bcschoclien  nicht  ku  gedulden  noch  »u  nntorlassan,  würde 
sotehee  zu  tenticm  verhoffentlich  nicbt  DnratliBamb  sein,  ril 
weniger  ebne  frucht  abgehn,  inniassen  zu  obgedaebten  Wolfa- 
berg  als  dio  woibcr  samentlichon  nnC»  ratliauK  vcrepert  gc- 
weeeii,  sich  alle  ausser  niner  ninzigcn  bekehrt  und  ire  männer 
aucli  zD  rlor  bukobrung  vermögt. 

Welcbermassen  .  .  ,  denen  umbstraifendcn  sectischen  pre- 
dicantcn .  .  .  duruselliigen  schedlichen  extircttin  vürhUot  werden 
kOnttcn,  bat  es  ein  aolche  beHcbafrcnkeit,  dass,  do  gleich  auf 
eingelangte  erinderung  denen  landger lebten  die  nachforscbung 
nnd  -Heizung  auch  einziebung  dcroaelbigen  (wrBonen  .  ,  .  de- 
mandiert  wird,  iliosolbigcn  sieh  aucli,  als  wann  es  ihr  ganser 
ernst,  alsbalden  willig  finden  lassen,  ist  duch  alles  .  .  .  ein 
lauter  spiegirecbtou,  und  ein  sublecbte»  pütldoin  den  captivantea 
zuvorlier  gar  leicht  warncD  künnon;  wie  dann  bei  den  nnca- 
thulieeh^:-!!,  darmit  die  meisten  landgericbt  ersetzt,  gar  nicbt  su 
hoffen,  dass  sie  wider  tr  vcrmaintoa  cvangelisclies  gewissen 
dittiurtti  bandlen  and  ein  soU^he  Lntheriselie  sündt,  darvon  sie 
ein  anderer  prcdicaut  nicbt  leicbtlicb  absolviern  wurde,  oho 
ihren  baalspfaft'en  begehn  werde,  derentbalben  dann  ja  zwar 
,  .  .  sülclic  abi^ebaä'uiig  .  .  .  xna  werk  zu  riubton  .  .  .  kein 
beasera  mittel  vorhanden,  als  do  man  auch  alda  in  Kftrndten 
ein  landlprofü&en,  so  ohn  alle  connivenz  der  cit hol i sehen  re- 
ligion  zuogcthan  und  nicht  etwan  ein  ambidextet\  unter  dem 
schein,  den  viehaustrieb,  wie  auch  andere  wider  die  policey-  und 
landgerichtsordnung  streitende  contrabaud  zu  verhüeten,  auf- 
ncmen  und  undcrhalden  thet,  welcher  sodan  auch  auf  der- 
gleidien  vaglerende  persuncn  seiu  vteissig  aug  und   aufmerkea 


I 
• 


« 


I 


I 


681 


haben  kUndt,  wie  dann  nunmehr  auf  etlicli  KArncluisclten  htnd- 
tü^en  nach  einander  statt  und  niHrkt  umb  dergleiclien  landt- 
profosen,  in  bedacht,  durch  das  gewerb  :mf  dem  gey  inen 
merklicher  abbrncli  geschieht,  so  dardorch  verhüctet  werden 
möcht,  mit  höchstem  verlangen  angehalten.  .  .  . 

Zu  dem  man  dun  auch  besserer  sorg  halber  diejenigen^ 
so  solche  vurdJlchtige  und  ausgeschafTte  per&onen  aufhalten  and 
.  . .  unclürschlai[)f  geben  wurden,  in  denen  erfrificliten  genoralion 
nii^ht  alli-jn  itiit  cunfiBcation  ihrer  gUater,  sonderu  auch  mit  Icib- 
ätraf  nacli  giilegcu-  und  l>eachatrenheit  der  Bachen  filrziuiemen 
lietroen,  hergegen  aber  den  anzeigern,  desgleichen  di^m  laiub 
provoBon,  eu  welichem  dienst  alberait  ein  tauglicher  vorhanden 
w&r,  aas  deroselhigcn  vermügen  ein  gevrisses  dr^utjit  dusignirn 
kniidte,  kquiuIcu  dorcn  in  vorig  fürgelofner  reformationiscom- 
mission  genlzlich  ans  dem  land  gescliaftner,  nicht  allein  noch 
alberait  IiIh  auf  hentlgcn  dato  ctlich,  so  wcttcrs  nicht  als 
ans  ein  statt  in  die  ander  geraist,  bisweilen  aach  nur 
aaf  ein  hammor  oder  mUlj  ein  karxcii  weg  von  der  etat 
retirirt,  alda  sie  bis  dato  verhüben.  Denen  dnrcli 
solches  miil  gleichfalls  gesteuert  und  gewehrt  werden  kUiidt, 
dass  den  aosgeschuffnen  and  sich  wider  algciimch  liereinsehlai- 
fendcn  Lulhcri sehen  nuirklichen  favors,  so  demselhigeii  in 
jasticiwcscn  und  sonst  alhicr  bei  anderer  Instanz  au  der  Par- 
teien nachtheil  auch  mit  restitutioucn  in  int4tffrum,  so  doch  nicht 
in  iror  macht,  sondern  ein  reijale  principis  crzaigt  wUrde,  in- 
niasscn  zuwider  der  erganguen  1.  f.  rcsolutioncn  und  darüber 
behabdes  recht  tn  caiua  Adamen  PUachls,  burgers  alhie,  coiiira 
»Sigmunden  Lnubingcr,  einen  ausgcschatl'tco,  auf  starkes  bevcichon 
der  herren  verordneten  hei  dem  statgericht  alhie  vor  wonig  tagen 
beschechcn,  hierunder  zu  geschweigen. 

Wan  nun  BoUcb  .  .  .  reformatio ns werk  in  schwang  ge- 
bracht und  sich  der  verhoffle  effeclus  .  .  .  eraignen  wurde,  so- 
dann auch  die  vieitatio  libt-onim  haereticomm  nicht  unrathsam 
fllr  die  band  genomen  und  die  noch  übrigen  Lutherischen  po- 
stÜD  auch  andere  vcrUotnc  bUcchcr,  deren  man  unterschid- 
liehe  auf  dem  platz  verkaufen  thuet,  nicht  unbillich  dem 
vulcano  consecrirt,  diejenigen  aber,  so  sie  wider  dag  in  voriger 
reforraation  crgangne  verbot  bishero  in  ihren  heusern  gedult 
und  verborgen  gehalten,  in  die  gcbtirliche  straf  genomen.  Doch 
BoUen   dtirch   solches   verbot  in   alwcg  nur  diejenigen  bUecher 


683 


so  von  dor  roUgion  tructicrn  und  der  cath.  sawidor,  aber  ^ar 
nicht  al  an  Lntbenscheii  oiien  getruckte  exemplaria,  so  in  twn'- 
dicis  vcrsiern  und  medici»  oder  philotophiins  termtnia  versiem 
and  die  religion  nicht  conccrnicrn,  indiscretim  verstanden  sein, 
in  bedacht,  dass  auch  die  an  Saxiachen  oder  Pfalziseheo  orthen 
geschlagne  taltcr  und  andre  münz  un  catholischen  ortbeu  iu 
irem  valor  and  gang  passiert  werden  und  nicht  der  truckh  oder 
das  ort  sondern  der  Inhalt  der  lehr  verfclscht. 

Als  es  dan  auch  der  herr  Salzbnrgerisch  und  ßamber- 
geriscb  herr  vitzthomb  ohn  iren  zuethon  nicht  ernrinden  lassen, 
sondern  au  reassmnierang  solcher  refonnation  Tön  I.  F.  D'  ernst- 
lieh venuunth  if erden  inUessen;  damit  also  discs  ganzen  landts 
ainhclligcn  consens  in  der  catholischen  ainhclligkeit  gespürt 
werden  mecht. 

Demnach  aber  dise  Lutherische  scach  in  morem  eancriy 
je  lenger  man  derselben  zusiclit  je  weiter  umb  sich  »u  fressen 
pflegt,  ist  die  höchste  nottarft  mit  solcher  reformiorung  keines- 
wegs zu  feiern,  vU  woniger  damit  bis  auf  den  konftigen  land- 
liig  zu  cunctieren,  do  sich  alsdauu  zu  besorgen,  allerlay  spOn* 
und  hiodernussen  eraiguen  und  allerhandt  retard lerungen  so- 
wol  mit  intcrcessionen  als  andern  in  weg  geworfen  werden  .  .  - 
mochten,  wie  dann  die  reformanten  vil  lieber  den  TQrggen  and 
Tartem  wintschten,  auch  schier  lieber  thür  und  tbor  auüheten 
und  der  Sachen  crfarciiheit  genuegsambllch  am  tag  und  sa 
verstehen  gibt,  das»,  was  in  voriger  reformationacommissioD, 
in  welche  sich  schon  mcnniglich  ergeben  gehabt,  mit  einem 
wort  gericht  werden  künnen,  jetzt  bei  solchen  entzwischcn  fllr- 
gelofner  beschafTecihcit  den  Uehcitubischen,  Ungerischen,  Oster- 
reichischen, Sclilesingischen  und  Mahreriechen  attentatea  auch 
der  Steyror,  KhUrner  und  CVainer  nnrmehr  menniglicli  bewosst 
und  gesaechter  reichshülf  und  der  daher  gcfassten  starken  hoff- 
rung  mit  grossem  ernst  wUrdt  ins  werckh  gesetzt  and  wider- 
unib  zu  recht  gebracht  muess  werden. 

Aber  wird  diaer  mein  eiccuis  .  .  .  angesehen,  also  wissen 
E.  F.  D'  .  .  .  die  Sachen  zu  beherzigen  und  sich  darüber  za 
re^olvieren.  .  .  . 

(13';,  bii.  foi.) 


4 

4 


^ 


68n 


2120. 


^Memoi'ialA,  darauf  in  äff  denen  herrn  cotnmissarien  üherschicken- 

den  Instruction  ßrnemhUcJi  achiung  ji*  gehen  sein  möcM.' 

(Arohiv  des  Geaeb.-VurBtos  fUr  KUnitnii,  Miasoll.) 

Erstliclien,  wer  vieler  Ursachen  halber  zu  wüugchen,  da&s 
beinebens  nlshaltlcn  iiiclit  allein  die  nllhicit^c  pfnrr  zu  Clagcn- 
furt  von  wegen  ires  ja  zwar  schlechten  and  geringen  ein- 
kommens  besser  und  der  nottnrft  nach  dotiert,  aach  solcher 
die  zunechst  alda  vor  der  statt  gelegne  pfarr  zu  S.  Kuprccht 
incorporirt,  sondern  auch  an  dea  jetzigen  pfarrera  statt,  der 
ctwan  mit  einer  andern  pfarr  zn  bedenken,  ein  mehr  eifrig  j 
vernünftig-,  atandhaftig-  und  exemplarischer  seekorgcr  dem- 
selbigen  subrogirt  werden  möcht,  inraasscn  sich  dann  auf 
diesen,  so  nichts  in  geliaim  behalten  kan,  auch  seiner  wanke)- 
m(Uigen  qnaütÄten  halber  zu  nichte  gobrauchcnj  aach  nichts  zu 
verlassen  ist. 

Dieweilen  es  aber  vielleicht  also  fUr  diesmal  nodcr  ainstcn 
niclit  bcsc.hßchr^n  kann,  will  gleichwoll  von  nfiten  sein,  für  das 
allermeist  denen  herrn  coniinissavien  zu  iniangienij  dass  sie  h. 
pfarrern  zu  sich  erfordern,  dcmselbigcn  mit  allem  ernst  ein- 
bilden, das»  i-T  zum  wcnigattm  alle  wochan  3  .  .  .  nt '  und  sich 
auf  die  Franciscaner  nicht  verlassen,  am  sambstag  und  sonn- 
auch  feiertagen  die  vesper  unausgesetzt  or<lonllcii  in  dür  B.icristoi, 
aber  alles  sauber  und  rein  halt,  des  übrigen  Irunks,  auch  raufens 
und  schlagens  enthalte. 

Am  sonnlag  (alle  moiiat  zum  wcntgtstnn  einmal)  undcr 
der  predig,  so  die  Franci&caner  verrichten,  an  suspecten  orten 
der  Lutbrischen  predigen,  am  sambstag  aber  des  fleischessens 
halber  sowol  zur  nacht  .als  mitlagmnlzeit  visitir,  die  verbrechen- 
den denen  herrn  commissarien  referir  und  der  bestrafung  halber 
von  iuen  beselieidts  erwarte. 

Gleichermasscn  auch  der  nncatholiacben  bUchor  halben  die 
Visitation  nicht  undcrlassen,  sondern  was  er  dergleichen  .  .  .  be- 
tritt, hinwogncmb  und  dieäclbigc,  wio  auch  wem  sie  zugehörig 
gewesen,  verzeichnete,  denen  herrn  commissarien  andeut. 

Under  welchen  puncten  dann  auch  du3  predigen  lesen 
und  lutherische  liedcr  singen,  ergerÜch  fleischessen  and  der  cath. 


*  I>ar«li  flineo  Wiuserfieck  aal«s«rlich  gewurdeo. 


684 


roligion  widerwertige  bficcber  anbetreffend  kein  officior  anage- 
nommen,  sondern  solches  alles  ihnen  samcntlich  in  eommuni 
gicichsowol  als  denjenigen,  so  sich  alberait  zn  der  catholiscben 
rcligion  bekennt,  verboten  sein  und  der  pfarrer  bei  inca  eben- 
massig  visitiern  soll,  keineswegs  aber  mit  inen  hcachlen  and 
gleichsam  er  solches  nicht  gern  thue  and  Ueber  ander- 
lassen  wolt,  wann  er  es  nicht  aus  bcvclch  des  oder  Jenes  thueu 
iniist  (irinias^en  sein  gebrauch  .  .  .)' 

Und  demnach  nunmehr  ein  solcher  gebrauch  cinreissen 
will,  dass  allein  die  vorhabend  rcformation  su  cladim,  die 
meisten  ufficierUmbter  durch  landleat  ersetzet,  damit 
dicsclbigcn  kUiiAig  nicht  aasgeschafH  werden,  sondern  sich  der 
landleut  l'reiheit  betragen  mögen,  den  10.  ,9t  zu  sondcrm  ab- 
brach und  sclimclcrung  I.  F.  D'  camergefelt  nicht  geben  dcrfen, 
sondern  da  was  dergleichen  attcntiert  werden  sollt,  sich  die 
andern  landtständ  irer  als  mitgÜeder  notwendig  annemen  mÜBSon^ 
sollen  dicsclbigcn  sie,  lierrn  commissarion,  auch  furzufordern  in 
aUweg  macht  haben,  auch  schuldig  und  verbunden  sein,  denen 
zu  ircr  crclllmng  ein  monatfrist  tcrunn  zu  bestimmen,  ob  sie 
sich  des  landniannstanda  allein  betragen  und  ire  ofßcia  re- 
signim   oder  aber  sich  zu  der  cath.  religton  bekennen  wollen. 

Wann  sie  nun  lieber  ire  ofßcia  lassen  und  bei  irer  alten 
abei^lanbisclieii  meinung  verharron,  als  sicli  zur  wahren  christ- 
lichen katholischen  religion  hegeben  wollen,  soll  denen  selbigen 
«u  abtretang  angezognen  ircs  dicnsts  nnch  ein  viertel  jar  und 
lenger  gar  kein  termin  erthailt  werden,  die  lierrn  verordenlen 
aber  ininitlels  solche  mit  andern  tanglichen  cath.  personeu  als 
gewiss  zn  oi-setzen  sclmldig,  weil  sonst  dessen  sie,  horrn  oam- 
missarien,  zn  thnn  befugt  sein  sollen. 

Beinebens  dann  auch  sie,  horrn  verordonten,  dnrcb  ein 
absonderliches  bevelchschreiben  nochmals  ernstlich  dahin  ver- 
mahnt werden  f^olten,  dase  sie  doch  dermalen  oinst  auf  ersetzong 
der  stellen  mit  katholischen  personen  bedacht  sein  und  ander«, 
mittel  für  die  band  zu  neraen  nicht  nrsach  geben  sollen. 

Zu  welchem  end  dann  auch  sie,  heiTn  commisaarien,  nioeT 
jeden  officlers  endliche  mainung,  darin  solche  zu  verharren  be- 
dacht, nach  crthailter  monatsfrist  termin  mit  ernst  begeron  sollen, 
auf  dass  man  sieb  darnach  zu  richten,  inmassen  dann  gar  kein 


4 


'  Ihirch  einen  Wassorfleck  onleacrlidL  ([ewordon. 


I 


I 


Zweifel,  dasa  der  taagliclien  mbiectiyrurn  gnugsaui  vorhiinden 
Bcic  QDd  Eicli  aomcldca  werden,  du  man  ntir  den  ernst  sehen 
nnd  spüren  wird,  du  entgegen  man  bei  jetzi^^er  bcschnffcnlieit 
nud  bisher  getragner  gcduld  viel  mclir  wahr-  and  ahnimbt, 
auch  spDrt  und  vermerkt,  dass  die  nncatbolischen  auf  alle  mittel 
und  weg  gedenken,  wie  sie  die  wenig  catholiscfaen  widerura  hin- 
weg bringen  uud  vertreiben  mögen. 

Auf  solehes  die  hcrrn  commissarion,  auch  die  im  land  her- 
urab  gesesaoncn  uncatholischen  vom  adcl  ftir  sich  erfordern  und 
denen  selbigen  glcichsowol  gewisse  termin  nach  gclegenheit  jed- 
weder pereon  zu  deroselbigen  bekohrung  erthnilcnj  auch  darob 
wie  billich  halten  sollen. 

Als  es  dann  aach  mit  der  herm  und  landleut  pfloger 
gleichen  veratandt  haben  eoll,  seitemal  dises  gar  gewiss  und 
wahr,  dasa  solang  dieselbigen  nicht  reformirt  und  irc  stellen 
niclit  mit  catholiachen  ersetzt  werden,  die  predicanten  nimmer« 
mehr  aus  dem  land  EU  bringen  noch  die  bauerschaft  sn  be- 
kehren. 

Demnach  die  herm  commissarien  dem  statpfarror  allda 
zu  bevelchon  haben  werden,  dass  er  nach  und  nach  die  ganze 
burgerachaft  sowol  anch  die  inwoner  für  sich  erfordern  und 
denenselbigen  mit  r-rnst.  auch  bei  leibs-  und  gntÄßtraf  anflrag, 
dass  welcher  sich  in  iarsfrist  zu  der  beicht  nicht  eingestellt, 
Bolches  innerhalb  eine«  monatB  also  gewiss  vollziolie,  wie  er 
sonst  don  horrn  commissarien  rcfcrirt,  nach  Oratz  citirt,  so- 
dann andern  im  aim  cxempl  in  die  gebUrüche  bestraffting  ge- 
zogen werde. 

Ebenfalls  dann  auch  die  Weibspersonen  mit  ernst  au  irer 
bekohrung  gclialton,  erfordert,  die  widerspenstigen  mit  dtT  Ver- 
haftung naf  dem  rathhnue  gestra/t,  die  wittibon  abor  and  alten 
nnverhoi rateten  weiber  (so  gmainiglich  die  ergsten  und  nicht 
sn  hendigcn  sein  wollen)  unversohont  ganz  und  gar  ausgcsehafll 
werden  sollen. 

Und  so  dann  beinebens  anch  hoch  von  nuten  sein  will, 
dasG  wie  glcicli  solches  alliier  zu  vollziehen  denen  beiden  horrn 
als  l.  f.  generalcummissarien  aufgetragen  werden  soll^  also  in 
irera  gebiete  die  drei  hcrrn  aU  der  Jierr  1.  vitzdomb,  herr  Salz- 
burgischer  und  herr  ßambcrgOTlseher  vitzdomb  solches  eben- 
niälssig  bei  iren  untergebnen  bargern  und  undersassen  fttrkehrcn 
werden,   I.  F.  D'  hierauf  auch   gu.  bedacht  nein   und   eouder 


«96 


allen  zweifei  deDenselbigen  solches  durch  gemessne  bevelch,  da- 
mit  es  Zugleich  f&rgcnommeii  werden  mOge.  aaftrigcn. 

Soviel  nnn  aber  die  baacmscliaft  anbetrifft,  wird  diewr 
zeit  kein  bessers  mittel,  dicselbig  in  ^horsam  der  cath.  religioo 
zn  erhalten  sein,  ab  so  die,  welche  bis  anhero  die  predicanten 
anfgehalten  und  sich  Ton  inen  speisen  lassen,  item  schon  ^o- 
mal  aas  dem  Und  der  religion  halber  gesogen  nnd  wider  herein 
ohne  crlanbnns  begeben,  anch  noch  auf  ircm  irrthtunb  benihco. 
Gittert  nnd  gestraft,  in  genere  aber  allen  and  jeden  pfarrem 
auferlegt  nnd  anbevolchcn  werde,  dass  sie  in  gwisser  termins- 
zeit  ir  relation,  was  sie  fnr  beichtkinder  nnd  welche  sich  ein- 
gestellt oder  nit  eingestellt  haben,  anch  sonst  widerspenstig  er- 
ZAi^en,  bei  inen,  den  herm  commiasarien,  einbringen  sollen,  welche 
aUdann  hierüber  die  fernere  gebUr  fürznkehren  werden  wissen. 

Also  hont  anch  bcinebcns  denen  herm  commissarien  in- 
iungirt  werden,  dass  (ob  es  wol  bei  so  geringer  anzal  der  ca^ 
tlioUächen  im  land  schwerlich,  doch  so  viel  es  mllglich  sein  kan) 
dieselbigen  darauf  gedacht  sein  sollen,  dass  za  allen  gerfaab- 
nnd  gfatterschaften  nur  cath.  pcrsonen  gebraucht  nnd  nicht 
leichtlich  die  nncatholischen  bierza  passiert  werden  sollen. 

Scliiraclme  ritlation  sambl  d«r 


I 


Au߫Q:    .Uemorial  in  rcliKloniiMclieo. 
inftniction.' 

Mit  vielen  Korrekturen  am  Bande,  so  daß  du  Stflck  einem  Eoniceptr 
Slmlich  sieht.  Von  dcnelben  Maad,  welche  das  Stück  geschrieben  bat,  das 
mit  den  Worten  beginnt:  ,In  beTontebander  .  .  .*  =  Nr.  tlH. 


« 


2121. 


BericJit  d€s  Lartdeshauptmannes  von  Kärnten  Freikerm  von 
UrscJKTtheck  an  Ershcrsog  Ferdinand:  tcesJudb  die  heikamc  iSd- 
formclimt  bisher  so  iveniff  Wursel  tjefaß  und  itvts  in  der  ße- 
siehung  ffCscIiehen  müsse.  Si«  sH  in  allen  vier  Ständen  not' 
wendig:  in  der  Geistlichkeit  durch  Abschaffung  ihrer  Weiber  nnd 
Konkubinen,  Einseinmg  eines  guten  Fredigtrs  und  Ffarrers  in 
Klagenfurt  usw.  Beim  Herren-  und  liitterstande,  der  fast  gauM 
protesfanlisch  sei,  müßte  bei  den  Pupillen  begonnen  werden:  diest 
teuren  am  Hofe  kathoUscJt  au  erziehen.  Offiziere  und  Fflegcr 
müssen  katholisch  sein,  sonst  mrd  man  der  Prädikanten  nicht 
log.  Die  Heformation  ist  a\tch  unter  dem  Bürgerstixnde  und 
unter  den  Bauern  dringend  notwendig.  0.  D. 
(Kop.  dei  Qetch.-Vereins  fUr  Kärnten,  Klacenfart.) 


4 


ßR7 


Qleicliwie  mir  K  F.  D*  in  conferirnng  der  I.  haulilman- 
Gchaft  vor  allen  dingen  dm  berurdcrnng  des  rellj^lonswefiens  .  .  . 
anbcvollien,  also  liab  ich  mir  von  derselben  zeit  an  molircrs 
nichts  als  dusselb,  welches  bis  zar  erbarmang  corrnmpiert  ist, 
SO  vil  mir  immer  mllglicKcn^  angelegen  sein  lassen.  Dass  ich 
aber  bei  aolchen  nnnmehr  gar  tief,  zu  haisaen  eingcwurzeUen, 
Qiikraals  des  Lutherisch  irthuinbs  bisher  wenig  frachtbarlichs 
aasrichten  and  einige  erspriesshchkeit  nicht  spUren  kOnnen, 
hab  E.  F.  D*  .  .  .  bcrait  .  ,  .  entdeckt.  Ist  demnach  ...  in 
betrachtung  jetzigen  verwirrten  znestatids  sowol  bei  den  geist- 
lichen als  weltlichen  die  vor  der  zeit  im  leben  unserer  Vor- 
eltern !^cl.  ged.  noch  florierende  ainlgkait  des  glanbens  wol  zu 
betancrn  und  weilen  dnrcb  die  darauf  erfolgte  Scctlschc  dis* 
sonanz  aach  die  licrzeu  and  gcmüctor  an  einander  also  wider* 
wertig,  die  Verbesserung  schier  mebrera  zu  wünschen  als  zu 
hoffen,  nichts  desto  weniger  aber  an  dem  vleiss  dicselbig  wider- 
amb  zu  erheben  nichts  zu  rcmiltiercu  und  wie  schwer  es  sich 
anseilen  litsst,  gleichwol  nicht  sa  dcspcrieren,  und  ob  nun  wul 
E.  F.  D^  hierüber  fernere  nemcndcr  gn.  resolution  ich  in  .  .  . 
gehorsamb  gewäiiig,  auch  in  fortsctzung  dei*o  willens  und  uiai- 
nung  au  mir  und  meinem  müglichisten  äcisa  nichts  dcsideriru 
lassen  will,  so  hab  doch  E.  F.  D*  den  jetzigen  statum  religionU 
und  wie  solcher  ...  zu  reformicrn  .  .  .  anzudeuten  nicht  ander- 
lassen  wüllen. 

So  man  nun  aber  den  sachen  rocht  nachdenken  und  aigent- 
lieh  davon  reden  will,  betindt  ich  die  ganze  reformation  in  vier 
undorschid liehen  sUindten,  nemblicheii  in  geistlichen,  ritter-  und 
adels*  unter  aniaten,  dann  auch  im  barger-  und  paucrnatandt 
ganz  hoch  von  nölhen. .  .  . 

Inmassen  es  nun  aber  alda  gar  kainer  weltleiBgen  do- 
duction  .  .  .  betürftig,  sondern  die  erfahrcnheit  für  sich  selbstcn 
angonscheinlich  an  tag  gibt,  dass  bei  denen  geistlichen  hin  und 
wider  gleich  sowol  als  im  politischen  standt  sich  alterliand  ergor- 
licho  ineonvenienzen  ersaigen,  also  wftr  für  das  allererst  die 
geistlichkeit  der  reformation  zu  subjiciem  und  die  abschaffnng 
derselbigcn  gegebnen  weibcr,  desgleichen  concubiiien  mit  ernst 
und  solcher  gcstalt  zu  continnirn,  dasa  auch  vermittelst  der  land- 
gerichl  solche  slrafmessige  woibspersonen  bandisirt  wurden. 

Vor  allen  dingen  war  .  .  .  der  statt  Clagcnfurt  ein  gucter 
prediger  und  exemplarischer  pfarrer  in  der  religiou,  auch   fUr 


688 


sicli  selbst  eifrig  und  anf  die  burgcrschaft  der  gebotnen  fastttt^ 
liallmr,  wo^en  dos  ergerlichen  indifferenUr  das  ganxe  iahr 
liindarch  pflogenden  flcisclikocliens  sein  Seissig^  ang  het  nod 
ilitsoiLs  denen  oncuUiolisciton  ofHciem  im  geringi»ten  etwa* 
naßlisehe, 

item  kainen  nas  den  Latlierisehen  nnein gestellter  aosam«? 
geh,  v!l  weniger  im  wirtsliaua  cnd  gleichaani  privatim  ausser- 
lialb  der  kircben  (wie  bishero  nnr  garenvil  beschekeu)  copa* 
lieren  tbae.  Welcher  (ifarror  aucb  in  irem  ratb  zu  aincm  anwalt 
in  alweg  deputiert  sein  inttcsatf^,  sonders  bocb  von  nbtbcn. 

Wie  und  welcher  gestalt  aber  demselbigen  das  brachium 
sfciilare,  dessen   sinh   disor  zeit  sowol  bei  ainem  magistrai  ab 
anderer   instanz   wenig   zn   getrosten,  zur   assistenz  und   hülf 
zu  gebrauchen,   das  wird   die  nachvolgende  dednction  geben ;       . 
ftlr  ains.  ^M 

Fürs  ander,  den  herm-  und  ritterstandt  betreffent,  welcher  ^ 
unter  der  rcfürmation  so  strirte  nicht  verstanden,  ist  zwar  nicht  i 
weniger  und  alda  wol  zu  sagen:  hie  opUB,  hie  lahor  e»tj  den-  ^M 
selbigen  als  der  mit  solcher  IjUtheriecben  sencb  nunmehr  stark  ' 
hebafft  und  Inticiert,  dass  unter  bunderten  nicht  oinor  ^ 
catholischon,  in  glaubcnssacheu  zu  rcformieroo.  Aber  ^| 
wie  dem  allen,  were  glcichwol  neben  andern  raitteiu  auch  disa  ^ 
vorbanden,  daas  die  unerwacbscn  pnpilten  algt^macbsamb  nach 
hof  von  E.  F.  D*  als  obristcn  gcrbabcn,  horrn  und  landsfUrsten 
abgefordert  und  damit  sie  in  der  catholiscben  religion  aufer- 
zogen würden,  die  Verordnung  bescheben  luUstc. 

Und  sodann  nun  hierunder  auch  des  allgcmainen  adeligen 
standts  gedacht  worden  (in  welchen  ich  gleicbfalla  £.  E.  L. 
officicr  und  der  bcrrn  und  landlcuth  pfleger  begriffen  hahea 
will),  niilestcn  dicsclbigcn  nicht  allein  auch  der  künftigen  neuen 
unentbehrlichen  rcformation  .  .  .  samcntlicb  unterworfen,  sondern 
auch  hierunter  discs  fürnerolich  zu  praecavicren  sein,  dass  der- 
selbigen  nicht  etlieh  erst  i«  fraudem  reformativnit  zu  Und- 
Icathen  anfgciiomcn  oder  der  officier  vacicrcudo  stellen  mit 
LutheriBchen  landlctithen,  die  noch  erger  als  die  hiuwcgge- 
schafften,  ersetzt,  vil  weniger  solcbe  Lutherische  gesellen,  dar- 
unter auch  Marx  Wassermann  zu  Vülach,  nobilitirt.  Ja  sogar 
in  E.  F.  D'  dienst  ivio  Caspar  Knessleben,  aufscblagseinnember 
am  Loibel,  so  alhier  der  religion  halber  ausgeschaift^  ange- 
nomen  worden  müchten.  .  .  . 


tiSO 


I 


Kb  sei  daii  nuu  sacU,  daiis  solche  zween,  ncmblicti  der 
oföcier-  und  pÖegoretand  zuvor  sauber,  rain  and  wolpurgiert 
werden,  ist  diser  orten  im  ganzen  land  KSrnten  .  .  .  kt:in 
bcBtitndigcr  gedankeu  ainiger  verhoffciKluii  Verbesserung  in 
g]auben83achen  zu  scbüpfen,  sondern  .  .  .  alle  mühe  and  arbait 
unibaonst,  vergebens  und  verloren,  wie  dann  die  mit  der  feder 
vi!  anfwigln  and  oftcrmals  vil  schaden  können. 

So  nun  E.  P.  D'  das  land  gern  von  den  scctiecben  im 
londt  liin  und  wider  herumbschweifeudcn  prcdicantcn  geseubert 
schon  und  erhalten  wolteri.  ist  anwidei-sprechlich  wahr,  daas  zu- 
vor der  herrn  und  landleuth  pHeger  als  die  recejiiatifrts  und  äe- 
tentores  derselbigen  reformirt  oder  hin  weggeschafft  werden 
messen  and  auijser  deäscn  sie,  praedicantcn,  zu  vertreiben  dureh- 
&U8  kein  raitung  zu  machen. 

Und  damit  nun  äolcbo  reformation  bessern  fortgang  er- 
raiehen  und  das»  es  ernst  sei,  ein  ansehen  bekommen,  sich 
auch  [ucnniglicK  darnach  zu  rictitcn  haben  niüg,  ist  an  den 
sectittchen  pfleger  zu  Landscron  Hans  Christophen  Schnee- 
weissen,  welcher  die  prcdicantcn  nicht  allein  aufgehalten  und 
zu  löO  personen  auf  einmal  im  schloss  daselbst  speisen  lassen, 
sondern  auch  fUr  sieh  selbst  einen  grossen  anhang  und  concurs 
der  wQciienlUch  Icstendcn  Lutherischen  predigen  halber  und  dan 
an  dem  Andre  Steiiibcrgcr,  so  sich  neulicher  zeit  bei  dem 
wirtb  an  der  MöUbrlickcu  durch  ein  Lutherischen  praedicantcn 
nächtlicher  weil  copulicin  lassen,  item  an  denen  im  landtgcrlcht 
Trefien  vorhandiieu  Lutheriüchen  rildleinftlhrern,  so  albcraits 
K.  B".  D'  npecißce  nambhafl  gemacht  worden,  ein  solches  wol- 
empfindliches  cxcmpl  zu  statuiern,  dass  sich  andere  daran 
bithch  zu  spiegeln  und  derglcichoD  nichrers  zu  attentiern  ein 
alischeuen  haben  mUgen. 

Wie  nun  fUr  das  dritt  der  burgcrstandt  und  gemoin  in 
disem  ganzen  landt  Kümdten  auch  einer  guetcn  rcformalious- 
laugen,  den  Lutherischeu  unÜat  abzuwaschen,  hoelibcdUrt'tig 
und  nunmehr  seitbero  der  vorigen  eommission  wider- 
umb  de  noco  fast  gcntzlich  iuficiert  worden,  in  bedacht 
ein  krankes  scbaf  oft  vil  -/.a  inficicrn  pflegt,  alao  ist  es  in- 
sonderheit einem  inagistrat  zu  Clagcnfurth  (von  welchem  man 
für  gewiss  s:igcn  will,  dass  auch  nicht  ein  ainiger  darinnen 
reehl  catholisch  und  qualis  rex  taU$  ijrex)  hoch  zu  verweisen, 
dasa  sie  ander  dem  t>cliciu  und  practext  der  gemein  frc^heiten 

r»ai««.  IL  AU.,  Bd.  LX.  M 


600 


1 


callioliselic   aus  ii*eiD  mittel  Iierausnemen  lassen  mid  er, 
Btrat.  lindere  Lutlierisclic  orzkotzer,  ilio  sich  niemals  oingesteni 
und    dt!S    siiins   aoeh    noch    nicht    sind,  hinein  genomcn  haben. 
Daher  dann  E.  F.  D'  gn.  zu  seliliesaeD.  was  es  mit  der  ^mein       n 
und  anderer  burgcrschaft  (die  sich  nuninelir  offontltch  Mridcramb  ^M 
für    Lutborisch    bekennen    und    wider    die   catboliachen    ungo-  ^1 
scheuulit   mit  hübuiscUon,   spQttiseben,  ja   güttloHi^n  reden  ver 
nemon  taascn,  item  ausser  den  sonntÄgen  nn  anderen  feyertägon 
die    liUlen    und    (1eisi'hp«;nr'k1i    olTen    halten,    ofifeTitltch  arbaiten, 
die   statthür   under    währender   k.iircli7.oit  iiffonen  darf)   für  ein 
beschaffen hait,   dessen   alles   man   da   wol,   wo  auch  unter  den 
verurdnctcii    eatboliecbe    weren    (ioinassen    wir   dann    künftigen 
landtag  ainBlmals  aiu  glciehlicit  ditsorls  blllich  zu  practcndieron 
und   da   sie    derselhen   oit  etat  ibuen  woIleD,  ohne  weitleifigcs 
disjjotat   die    separationj    vreliiihd  uns  E.  F.  D'  bei  golcber  bc- 
Bchatlenheit  verh öffentlich   nit  werden  improbirnj  notgedrnngcn- 
lich    farKunomcn    verui-sacbt)    Überhebt   sein  könt,  und   ob  nun 
dcrselbigen   gesellen   zwar   etlich  gar   wol  mit  natncn  zu  ent- 
decken  weren,   ao  hat  es  aber  Aoch  alda  ein  soliche  mainang. 
daes  man  von  ircn  Bchier  wie  jener,  so  junge  wülf  failgelragen, 
als  man  ihn  fragt,  welicber  der  fröinbst,  sagen  mUcht,  ist  einer 
guct,    so   aoind    »y   al  guot,  also  dass  ausserbülb  einer  fllrderÜ- 
chiaten  .  .  .  reformalion  nicht  allein  durchaus  knin  Verbesserung 
zu  hoflcD,   soudcrii    der  Luther   »n  allen  disen  orten  bald  gar 
lebendig  werden  raccht. 

Viertens  die  bauernschufl  anbetreffend  ist  wol  zu  erbarmen, 
ja  BH  bewaiucn,  dass  unter  so  viel  tausont  BCütcn  kaum 
ein  band  voll  mehr  katholischer  Christen  zu  finden, 
alsdann  E.  F.  D'  ifh  nenlJcher  zeit  ein  ordcnlicho  specification 
etlicher  (»farren  ubcrscliickt.  Nun  ist  aber  an  allem  disem  Übel 
niemand  mehrere  als  eben  die  pdeger  schuldig,  wclicbe  nicht 
allain  die  zuvor  ausgoschafftcn  wicdcruuib  gern  auf  die  er- 
ledigten guoter  und  hueben  zu  sitzen  für  underthanen  auf-  und 
angenommer,  sondern  die  predicariten  aueh  (in)iren  landgcrichten 
gfdult,  erfurclert,  fovirt  und  aufgohallcu,  also  dass  daher  alles 
discs  unhail  entsprossen. 

Dem  allen   nach   dahin   aber  und  nochmalcn  g:äuzlich  au 
schliesspn,    dass,    wo    nicht   soliehe    vilmals   solliciliert    und   ge 
betne     reformalion     dermalenainst    furder    und    wllrklich    er 
folgen    soll,    diec    Lutherische    infecUon    nochmalen    einrcisscu 


und     itii 
werd.  .  . 


laiid     fcriierb    y.\x    ImiHBen 
E.  F.  D» 


691 


ittcurabUiier    grassieren 


dien  stf,'eliorsaiu  ister 


Cliristopli  David  Ursenpöckl», 
freyhcrr. 

All!  Uniachlag»:  ,Koli^oQB§achcn.  BcUtionco  I.  D*  enthenogeii  Vct- 
iliaatiileii  vuii  Chrtsta|)li  David  froylierru  von  UrsombQckli  aber  die  Kärntne- 
rUclio  vc^rgDweita  refprmatioa  1Ö16. 


2122. 

Der  Landesbauptmaun  von  Kärnten  Christoph  David  Freiherr 
von  (jrsehettlecli  ctn  Erzhersog  Ferdinand  IL:  atqyfkhli  als  Mittd, 
um  die  Zahl  m\d  Bedeutung  des  IcaihoUschcn  Herrettsiatides  im 
Laudtaifi:  su  erhöhen,  sie  einzeln  mm  Landtage  zu  eiUeren  und 
die  r.  Jesuiten,  den  Abt  von  Arnoldstein  und  den  Propst  von 
Grifett  eineiiberufen  etc.    0.  D. 

(Eop.,  Archir  drs  Ge*cti.-Teretiu  io  Klagcnfiirt) 

Von  wtirkliclicr  antretung  bis  anhero  der  .  .  .  mir  .  .  . 
anvertrauten  1.  IiaubtnianBchaft  Khärnten  bin  icli  jederzeit  .  .  . 
bemüeliet  gewesen,  damit  dor  catli.  .  .  .  aber  laider  in  disem 
land  Ktifirnten  vast  bei  menniglicli,  insondorlieit  aber  dem  adel 
schier  gar  orloschnen  roligion  widemmb  auf  die  i"Ues8  geholfen 
and  also  nach  gete^ent  solcliem  guetcn  fundamcnt,  sodann  nach 
...  in  politiaclicn,  jnstic.iweaen  und  andern  ,  .  .  gedient  werden 
mtfcbte,  inmassen  dan  K.  F.  D*  ich  neulipiat  Über  den  von 
mir  gn.  abgeforderten  bericht  mein  .  ,  .  ffuetachten  weitleofiges 
Inhalts  zaekommen  lassen. 

So  dann  nun  aber  ich  .  .  .  abncmen  und  ermessen  kan, 
dasB,  da  änderst  in  solchen  .  .  .  etwas  frnchtbarliches  soll  aus- 
gericht  (werden),  nicht  allein  der  noch  aberigc  claine  rest  der 
catholisclicn  herrn  und  tandleutli  in  irera  exg€  erhalten,  sondern 
auch  mUgliL'hist  gemehrt  und  nebens  denen  uncatholischen  in 
ofßcÜH  und  diijnUaiibus  gebninclit  werden  niUssen,  hab  K.  F.  D' 
ich  .  .  .  etliclicr  .  ,  .  notwendiger  .  .  .  (sachen)'  zu  erißdern 
nit  andertasBcn  sollen. 


•  Fehlt. 


44» 


692 


Und  weillcn  dann  nun  die  .  .  .  erfahrang  mit  sich  brinf^t, 
dasB  nanmchr  ein  lange  zeit  licro  aaf  etlichen  .  .  landtXgen 
die  cathoUschcn  nnib  willen  derselbigen  eowol  geistlich-  ala  welt- 
liches Stands  in  schlechter  anzal  und  oft  kamn  zwe&n  oder  drty 
bisweilen  auch  weder  ain  noch  der  andere  vitztbomb  oder  schier 
einiger  zngegen,  durch  die  liberhetVfteu  vota  der  andern  noth- 
gedrungenlich  Ubcrstimbt  werden  mUeäsen  und  zu  keinem  schlnas 
kommen  kennen,  vUrde  aber  es  zu  merklicher  erspricsslichkeit 
gedeien,  da  E.  F.  D'  mir  .  .  .  anbcTolchen  thatcn,  dass,  un- 
geacht  der  zugleich  in  commun  ausgangnen  gcncralicn,  ich 
doch  ainem  jedwedern  cuth.  berru  und  landtman  geist- 
nnd  weltlichen  Stands  zu  solchem  landtag  aptcifice 
citirn,  derofielbigen  auch  kainer  yor  erraichter  onHt- 
sehaft  ohn  mein  Torvrissen  oder  erlaubnuss,  die  aber  ausser 
hochwichtigen  ehehaft  auch  kainem  zu  concediern  sein,  ver- 
raiseii  solle. 

Bey  M-elicher  beschaffenheit  der  Sachen  dan  auch  bei- 
nebens  diihin  gedacht  werden  mQcst,  welchermassen  ...  die 
herrn  patres  8.  J.  zu  capcssicruug  ircr  rcsidenzcn  auf  den 
landtilgen  anatat  der  gottsheuscr  nicht  als  praelatcn^  sondern 
als  solche,  die  p7'aelMtum  haben,  widerumb  xn  bringen  sein, 
desgleichen  wäre  zu  dem  cndt  fllrtrüglich,  da  E.  F.  P'  den 
abt  von  ArnnUlHtain  und  den  bt'obsten  zu  Orifeti  iro  nesaionet 
im  landtag  selbst  occnpiorn  und  sie  nit  mehr  den  vitztlium  ver- 
treten Hessen,  woIcIk^s  dan  inen  ...  in  bedacht  es  auch  also 
vor  zeit  gewest,  nicht  wol  verwaigert  werden  könte. 

Und  so  dann  bei  so  langwierig  nnserer  catli.  getragenen 
gedalt  mit  Hiiihirlligcr  /.nsammen Setzung  ainstmals  auch  V^.  K.  L. 
verordnetenümbter  auf  baider  religionsverwonthen  disponirt, 
das  burg;;rafi>nnint  und  oinnomberdionst  zu  gowiss«n  lahrn 
zwischen  unser  alternirt  und  die  c^tholischen  gleichfalls  ge- 
branohl  und  nit  gar  also  ausgeschÜossen  oder  hintangesetzt 
werden,  sondern  auch  aln  wissensthafL  umb  die  hauswirtschafl 
und  das  gemainwesen  haben  mechten. 

Alsdann  auch  .  .  .  von  nüthon  wür,  K.  E.  h.  zu  er«uechen. 
weilen  herrn  Salzburgeriscbcr  und  Uamberisdier  vitzdomb  im 
auBschuss  sein,  dass  auch  ein  l.  baubtman  darein  genommen 
wurden. 

Was  dann  nun  aber  d.is  jnstieiwesen,  so  E.  I**.  D*  zu  re- 
formirn  auf  zweien   unterschidltcben   nach   einander  gebaltnen 


I 


landtä^ßii  ans  billielicii  Ursachen  stark  urgirt,  anbelangt,  were 
eine  sonderbare  nottnrft,  ilasa  ku  ernstlicher  fortsetzung  solches 
.  .  .  werk«  gu.  aiimAnung  beschäcbe.     Welches  .  .  . 

E.  F.  D* 

dioiist^ehorsnuister 

Ch.  Üavidt  IJrsenpeck, 
freyherr. 

2123. 

Guiaehten  über  die  gänsliche  Durchführung  der  Gegenreformation 
in  Inner  Österreich.  0.  D.  (nach  1600,  d.  h.  naeh  Ausschiffung 
der  Prädihititen  aus  drm  Lande,  stdte  §  3,  nach  §  12  etwa  lOlfJ). 

(Ardiiv  du  Oeioh.-Vorcius  in  Kärntoii.  MisznU.) 

Damit  die  haibaino  reformalitm  wUrklich  vokogen  und 
semel  pro  semper  manatcniert  werde,  wären  dise  mittl  fürzu- 
nemen. 

1.  Erstlich,  dass  man  ni<^ht  allein  die  zwen  melrnpulitanoe 
derer  dreyer  erblitndcr  .  .  .  dehito  modo  orsnochQte,  sondorn 
auch  die  ß  11'^  U.  kaiser,  aueh  kOnig  In  Ilispanta  .  .  .  die 
Venediger  und  alle  wellische  fllrsten  in  favurem  atilwlicae  t&- 
ligviitts,  propttgationem  ei  conBervationetn  etc.  contra  faltae  el 
spnrtite  religionvi  extirjjaiionem  in  contiliwm  et  a7U:iliu7n  an- 
rUefen  thet.  Et  ne  tumnltits  ßeret  in  populo,  sntl  mao  I.  Kgl.  M^ 
zu  Hangern,  gitlernatvrem  lirolensem  und  andere  catholiBcho 
fUrateii  zusambt  dem  eatlioHschen  landtvolk  «J  promptam  prae- 
alandam  dcfeneionem  ersacchcn,  alsdann  die  uncatliolischen 
landleuth  von  wegen  der  tradimentischen  rouventicula, 
rehcUtscheo  and  faniosisclien  Schriften,  mit  wcllichen 
sie  I.  F.  D*  80  scliäiitlichon  angriffen,  leib  and  leben,  ehr, 
hab,  gnet  und  freihciten  damit  verwirkt,  hac  de  causa  el  op- 
portuna  occttsione  in  fronU  capitata  in  dise  penitenz  uder  straf 
al  hon  conto,  bis  sie  entweder  eathulisch  oder  selbst  aus  dorn 
land  ziehen  wurden,  nAmblichen  totum  brachitiv»  hellicum  von 
inen  hinwog  iiäm  und  allein  mit  catboliscben  tandtsobriste,  rldt- 
maister,  baubtieutb,  purggralTen  sambt  der  kircheu  voL,'tcyoD 
und  geisilichcti  Ichcnschaftcn  besetzet. 

2.  Allen  landloalen  in  genere  et  in  tpecie  schrift-  oder 
luuudthch  bei  verlierung  irer  hab,  gUoter  und  frciheitcu  auf- 
zulegen, dasfl   sie   in  Iren  gebieten  koin  predicanten,  wie  auch 


694 


einen  uiicatliolificlien  uadertliiin,  der  sich  in  tenninszoit  nach 
eniiifalmng  (Ich  li<;vc]ich&  nil  einstellt  vind  jjlrlicli  liie  binclilzeÜ 
von  seinem  algnen  pfnrrer  furwaist  und  die  pfaiTc-r  der  gebUr 
und  olinc  dag  hell,  gedulden. 

3.  Weil  die  prcdicauüen  nu8  dem  landt  goscliaficn.  wer 
hat  den  Lntlieriaclion  landlleuthen,  Iren  weibern  und  dienern 
an  Bonn-  und  feyertilgen  zu  predigen  erlaubt?  Derobaiber  soll 
ernennten  Ijindlleuten  bei  obermelter  straf  auferlegt  werden, 
alle  iro  bUecber  dem  vulcano  aufzuopfern  und  bei  iin- 
abUUalicber  straf  2ülJ  ducaten,  wenn  man  dessen  mt-diautn  iura- 
mentc  innen  wurde,  kaiiieswegs  vurtuseben  und  dise  strafen 
Sollen  tiodaiiii  r.a  nblüsung  der  geistlicben  gitoter.  bo  wegen 
der  aufistcndigßu  stcnern  verstanden  und  oingCROgcn,  deputiert 
werden. 

4.  Dieweil  K.  liochl.  n.-'6.  regierung  mit  weltlichen  und 
politischen  geschilfton  sehr  überladen,  so  wirdt  die  hOchste  not 
erfordern,  ain  geistliche  n.-ü.  regierung  zn  constituirn,  wellJclie 
ein  inlcndischer  bischof  neben  ctLichen  benachberten  prelaten 
und  ersbriestem,  auch  andern  darzu  qualificierten  gelebrten 
geistl  ich  en  pei'son  an  pr^esid  iere  und  oh  n  un  terlass  bei  warte. 
Darzno  gebüret  dann  auch  disett,  daAS  man  in  disnn  dreien 
erblanden  und  einem  jeden  landtsviertol  zween  stattllcbe  rom* 
missani  refoiinande  reliijioni»  H  Status  catholici  ordnet,  weliche 
monatlieb  ir  Qrtl"  bei  den  pfarrcrn  nnd  beneliciateii  aller  SAchen 
sich  erkindigen,  tn  temporalibua  et  sjtirUtMlibu*  rehu«  nnd  qna- 
temberlicb  liiwbernenntA  geistliche  regierang  (}nri  Vermeidung 
der  darauf  statuirteii  straf)  laut  iror  instrnction  berichten  sollen; 
xa  disem  wurde  vil  dif^nstlich  sein,  einen  landlprofosen  aofxn- 
nenien,  der  die  (t'ie)  Lutherische  vügln  unKichtigen,  nniltschwei- 
fendon,  Tcrdjlchtigcn  und  schodtbafftigen  leuthen  ein  boi^ 
anftbct. 

5.  Wirdet  auch  von  nuten  sein,  die  Venediger  mit   ainer 
statthchon  legation  als  durch  den  patriarchen   zu  Aqnilea,   pa- 
tritium  Venetnm,  herrn  bischofcn  von  Adria,  comiteni  Portiae, 
Iicrrn   bischoven    zu  Triest   and    andere   stattliche  herren 
rittcrstandts  mit  sollicher  proposition  zu  ersuechen: 


•  .Tiertl.' 

■  UIrron;nius(7}  1698  16.  Scpt«nli«r  bb  lAtS  SS.  Angwt. 


1.  erstlicli  das  sie,  Ynanffiginr,  des  patriarcheo,  so  er  in 
seinem  bistliume  reformiern  wnrde,  sich  nicht  alleiu  «nnomco, 
sondern  ime  mit  raüi  nnd  tbat  bcispringen  and  mnglichiste 
httlf  Ui8t«D  BoUeUf  in  liedenkang,  dtewvil  er  aoä  ir«r  si^oria 
nicht  der  Trenigiste  oder  geringste  persohn,  sonder  ein  grosser 
nnd  stattlicher  herr  isL 

2.  D&ss  die  V'enediger  bedenken  sollen,  ftisen  sprueh: 
nam  hia  res  agUur^  pari«»  cum  projeimtu  ardeiy 

d.  i.  die  kctzorci  greutzt  bcraits  uhn  ire  herrscbaflen.  dann 
kero  sie  billich  xeo\  in  acht  zu  iiemen,  was  sie  in  dcmo  thaen 
oder  lassen  sollen. 

3.  Weil  die  Venedigi&che  signoria  ein  so  stattliche  catho- 
lische  retpuhlifra  ist,  desto  mehrer  hoflnunjr,  sie  werden  motu 
proprio  nicht  allein  hoch  crmcUen  patriarchen,  sondern  1.  F.  D* 
ersfaerzogen  Ferdinando  i«  negotio  reformationU  mit  ratlk  nnd 
thal  behnlflich  erscheinen  und  inen  ein  ewigs  lob  und  belonang 
bei  gott  und  den  menschen  machen. 

huiruktion  der  VierUlkommiwäre  dieser  drei  ErfUflnder. 

1.  Primo  wirdt  ir  sorg  sein,  wie  die  decreln  eoneilü  Tri' 
dentini  et  ttatuta  ayttodalia  in  practica  and  werken  ToUxogen 
werden,  »a  berichten. 

3.  Wie  es  mit  dt.-n  uncathoUschcn  fUr  ein  gestalt  hat,  ob 
sie  sich  eingestellt  oder  nit. 

B.  Dass  die  kindcrlehr  allenthalben  aafgerichtet,  aowol  für 
die  jangen  als  alten,  dann  die,  so  Latliorisch  gewesen,  wissen 
nmb  den  catholischen  catecJiismum  nichts.  Bei  den  katholischen 
ist  die  kiuderlchr  wenig  im  schwang  gaugcn,  dass  ulso  die  alt- 
catholisrhen  sambt  der  jugendt  auch  wenig  Wissenschaft  dar- 
umben  haben,  dunnhcro  es  nicht  za  sagen,  was  ftli-  ein  Igno- 
ranz und  nnwissenhcit  ist  bei  mcnnigliclien  in  denen  dingen, 
so  Eor  Seligkeit  von  nUten,  sonderlich  bei  dem  h.  sacramcnt 
der  basse. 

4.  NB.  die  Luthrischcn  rermug  der  Pruggerischen  paei- 
fication  haben  nicht  macht  gehabt,  die  geistlichen  gQetcr  za 
usurpieren,  a«ch  die  geistlichen  leben  und  vogteien  contra  volan- 
tatcm  ßindatoruvi  den  predicauzcn  hinumb  zu  lassen  und  «n 
verwendten  oder  auf  iren  aignen  nutz  einzuziehen,  wie  sulliuhes 
dann  mehr  als  za  ril  totto  »ora  seit  hcrgangeii. 


096 


ö.  Werden  gedachte  commiBsaricn  inquiriem,  wie  lang  die 
Latriaehen  die  goistliclien  gileter  innen  gehabt  nnd  solliches 
dann  vleisslg  bericliten,  auf  dass  sie  Lutrischen  (von  denen 
gUettern,  welche  eis  inen  zucgcaignet,  raittung  llmeii  und  wider- 
nmb  rcstitniorn  mfiosseii),  fixmnpU  gratia,  die  KhevonhUlle- 
riaclien  hahon  die  zum  stuft  Krcug  -leliörigen  gneter  durch 
int  rnnnivetiz  wider  des  stllftors  willen  denen  predicanten  in 
die  40  iar  zu  genUessen  tiinniubgeben:  Erijo  reJdant  ratiotum 
villn-ationis. 

6.  Grosse  aclitong  and  vlciss  inOesäcn  die  hcrrn  comiuis 
aarien  haben,  sich  m  erkundigen,  ob  dio  Luthrischen  die  goirt- 
liclinit  gllctcr  an  eich  gebraelit,  qtiocungue  titulo  ohne  consons 
I.  II'  uud  loci  ordinarii  conlra  tura,  imino  contra  Prtiggengem 
•pacißcnitounn,  denn  sonnten  ohne  des  nullf»  alio  iure  nicraandtfl 
weder  dio  cathnlischcn  noch  Lutrischen  dorselbon  ßlbig  werden 
mligt^n:  ergo  die  nncatlioltachcn  sein  schuldig  za  restitoim  die 
mobilia  et   ImmohHia. 

7.  Nicht  weniger  soll  man  Rieb  bomilchon,  auf  dass  mit 
discm,  Wits  die  Lutrischen  restituirn  und  zur  straf  geben  mUesscn, 
diu  wegen  ausstendigen  eteucni  eingeKognen  geistlichen  gUetcr 
widcrmuib  eu  den  gottsbeusem  obzulcdigon. 

8.  \>'ird  auch  ein  nottarft  sein,  bei  allen  scblüssem,  bllusern, 
h^fen  auf  dem  landt,  stuttcn,  merkten  und  dürfem  und  sonsten 
allcnlhiilben,  da  ein  capcllen  oder  allar  geweichter  zu  finden,  in 
den  drei  erbllUiderri  naebzufriigt-n,  ob  dieselben  dotirt  oder  nit.  Ist 
dann  ain  üollichc  zu  beündcii,  die  gleichwol  geweicht  aber  nicht 
dütiej'tj  80  ist  jetzt  ilivini  ei  eccltsiasHci  iuris  and  gcbUert,  wie 
von  attcrB  her,  dieselb  dem  negiat  pfarrer  eluzarauitiben,  die 
kirohenweich  nnd  jtatrocinia  aaf  des  possettori«  loci  iwZ  dc- 
winii  uncoäten  iiuoh  iliBpusitiitn  des  herni  ordinarii  ond  I.  F.  D' 
SU  verrichten.  Ist  die  aber  dotiert,  so  soll  nach  des  atufters 
willen    oder   des  lierrn  onlinnrii  diaposition   verrichtet  werden. 

9.  Ist  aber  eine  neue,  nngcwßicbt  Lulberische  luckbeo, 
capein  oder  Gcclesia  vialigumitivm.  vorbanden,  so  soll  nach 
I,   F.   r>*  und  loci  (rrdifiarü  iudicio  gebaiidlet  werden. 

10.  Wurden  aber  geweichte  capcln  und  nltUr,  so  durch 
die  Lutrischen  prophaniert,  coUabiert,  befunden,  die  sollen 
widerumb  nufgericbt,  gcbutzt  und  wider  consccrirt,  rceoncilirt, 
gczirt  und  mit  kircbenurnuten  durt-h  den  j)(fS9e3a*jr*^m  versehen 
werden;   in    konm-evt  Dei   et    sanctontm   patron<frum  ibidem  et 


I 
I 


I 


ß97 


reliquiarum  turpiter  prophanatarum.  Atlda  wird  man  den 
gretll  und  verwttcstnng  des  liaidnlschcn  Anlioeki  und  dor  üb- 
güttisflien  haidcn  seien  und  spUeren,  wie  im  buecli  der  Maccn- 
bäer  zu  leeeu.  Alda  wird  eines  starken  clirlst liehen  Judas 
MacJtabei  vonnütcn  sein. 

II.  In  ni;t«a  zu  bringen,  wer  die  vügt-  und  leliensherm, 
ob  die  catholi8c}i  oder  LutlinsL-b  sein,  gaistllcb  oder  woHlicb, 
hirten  oder  wOlf,  so  Über  die  schftflein  gesetzt.  Sed  quid  lupo 
ntm  ove^  Man  srtgt,  dass  ohne  erzelter  mittl  die  iingebonde 
refornmlion  so  wenig  als  negst  orgnngcne  ir  wUrkaug  orraicben 
wnrde.     Davor  Gott  sei. 

(12).  Lelzlicben  so  soll  in  einem  jcdwedern  landt  ain  ejii- 
seopiu  vicarius  generalis  vou  denen  mctropolitanit  geordcnt 
sein,  die  bei  der  n.-U.  regicmng  in  hochwiclittgen  sachcn  zu 
gebftiioben  rfttben  gebraucht  und  also  vil  nutzes  schaffen  wurden.^ 


I 


2124. 

Bedenken  anläßlicJt  der   bevorstehenden   RelUfionsrvformatim}  in 

Kärnten.     0.  D. 

(Archiv  das  Osseb.- Vereins  in  Kftrnten,  MiMnll.) 

In  bevorstebunder  ref.-commission  fallen  bernaeh  fulgende 
bedenken  für,  darhber  man  sich  beacliatdts  äu  erhülcii. 

I.  Erstlich,  ob  nicht  die  notturfl  auch  erfordern  wird,  dase 
derentwillen  ein  bovdchsch reiben  an  die  heirn  verordneten,  in 
wetchem  ihnen  die  stcllang  iror  uncatliiollschcn  oHicier,  inwoner 
und  burger  auferlegt  werde,  ablauf,  oder  aber  I.  F.  D'  sulclie 
refonnation  tHaioris  autoritatis  gralia  ivimediale  fut^enommen 
haben  wollen. 

"2.  Znm  fall  nun  dan  also^  wie  oder  ob  die  nn-  sowol  die 
abwesenden  schriftlicli  per  d^xrefu  oder  nur  niundlUuh  citirt 
werden  sollen. 

3.  Und  durch  wem  solche  derreta  zu  überantworten  oder 
wer  die  iiiiindlichc  citntion  verrichten  soll  und  ob  nit  jeniand 
darza  zu  bestellen  nnd  atis  dem  fallenden  10  ^  zu  besolden. 

4.  Ob  solche  bevorstehende  reformation  nicht  auch  zu 
vorher  auf  öffentlicher  caiizel  zu  mcuniglidis  nachnchtuiig  mit 


*  I>er  letxt«  Paukt  dentt-t  daritnf  liiii,    <]»ß  <]iraea  Onta«ltt«n   «r>t  ditwer 
iipSterrn  K«it  RtigfliOrt. 


698 


eiutiiu  sondei'buliren  ernst  and  eifer  verkünd  and  zu  anhßmag 
dcäsen  alle  ufficier  in  diu  Isirclieii  erfordert  werde«  sollen. 

5.  Oll  ntclit  diacr  rcforiuaÜQii  billicli  auch  alle  landlcnt, 
so  tn  praejitdicium  der  reformatiyn  seit  der  negst  farjjelofnen 
commisäion  augenomraco  worden  *  undcrworfen  sein  sollen,  seite- 
iimlen  dardurcli  der  10.  -A  iiiclit  allein  abgeschnitten  wird,  sondorii 
uuch  sülcUe  aufnemang  zu  verlost  muncber  Seelenheil  und  selig-  i 
keit  geraichet.  ^P 

0.  Oh  nicht  diejenigen  Inndlent,  so  Schreibers-  oder  sonst  " 
andere  dienst,  die  hicvor  nit^ht  von  landleaten,  sondern  ge- 
mainen peraonen  verrichtet  werden,  bedienen,  biUich  auch  dieser 
relormation  anderworfen  oder  aber  dietielbigen  (wann  sie  sieb 
irer  landmannstVeiheit  betragen  wülleii)  zu  resignieren  schnldi^ 
sein  sollen?  In  bedacht  sonst  nimmermehr  nichts  frachtbar- 
lichs  wird  ansj^cricht  werden  können  nnd  solche  ofticier  der 
anrsgeschafTten  nnd  noch  anwesenden  Lutbrischen  ainigcr  trosl 
nnd  aufentlinlt? 

7.  Ob  nicht  auch  die  pflt^ger  billich  darumben  gleichmossig 
in  diser  reformation  begriffen  sein  sollen,  weilen  sonsten  das 
banernvolk  nimmermelir  recht  xn  bewegen,  die  predicanten  auch 
nur  ir  tin  der  schleif  he!  dcnselbigou  habuit'i' 

B.  Ob  nicht  aneh  die  wiliben  und  andere  uncalholische 
Weibspersonen,  die  oftermals  an  bekerung  irer  mUnner  die 
nminstfÄirJ  vcrblndürlichc  arsacli,  glsichmcesig  under  die  re- 
formaliou  gezogen  werden  sollen? 

9.  Wie  es  rait  denen  im  Venedigischen  krieg  derzeit  ah- 
we»enden,  deren  zwar  nicht  gar  viel,  gehalten  werden  soll? 

10.  Wann  nach  verstrichuem  praefizirten  terniin  sich  ain 
of6cier  oder  smist  jemand  anderer  nngeborsamlich  (*rzaigt>n, 
weder  einstellen  noch  abschaffen  lassen  will,  was  die  herrn  com- 
missarlen  sich  für  einer  execntion  gebrauchen  sollen? 

11.  Ob  nicht  billicl)  auch  die  andern  in  landen  wohnen- 
den vom  adl,  so  nicht  landleut,  under  diser  reformation  bc- 
gritfen  sein  sollen,  damit  mati  undor  ainsten  daraas  komb? 

12.  Und  ob  nicht  die  herrn  conimissarien  billich  ein  aus- 
führliche Instruction  derentwillen  In  henden  haben  sollen,  dar 
mit  sie  nicht,  als  ob  sie  hu  viel  oder  zu  wenig  gctlinu,  be- 
schuldigt werden  mögen? 


I 
I 


699 

BeigfüchliMaen  ist  ein  Vrrs^lclini«  der  UnkjitlioliHlioD,  ^o  in  pratjttdi' 
dum  der  vefonnutian  stritliarn  der  jüngst  in  [andt  ßi'wrsenoD  GOiiimiMioii  %a 
Unilleuton  an^ünDinm«»:  die  Kerneter,  M«e:crl,  Cliriitopli  &Amilx,  6Au«r, 
TQrk  au  der  Eixentrxtt«».  Kurs  suvor  ab«r  die  Ladroasr,  Uul>f«br(>r, 
AMshsuer  (»o  vil  kitidcr  liindiirlaMwiL),  0$cHvriad«n,  Singer,  HNlGu^vr,  llaidvo- 
reich,  so  gar  keine  edelleot  sein  (ollea,  die  Plrker,  Jxborniitkb*. 

2125. 

VeritaHdluttff  der  Rdigionsreformnlionskommission  wegen  Arter, 

Fatitaieo»  und  Uasibcr,  die  landi'SfürsUichen  Befehle  tPerrfe»  t'w- 

les&t.     Laihuch,  1610  Mai  10. 

(Prot,  der  Rcl.-Kefuriu.-Koiuiii.  Krxiu.) 

Der  Barbara  Voj^lmaier  wird  untsv  Ginani  auf^trai^eii,  Uei  Sti'ar4i  von 
&U  Dukaten  binnen  drei  Tagen  das  FriillMhe  Inventar  v«niul«^D. 

2126. 

Ferdinand  II.  an  de»  Landeahauptmann  von  Kürnien:  verlangt 

Bericht  iiher  den   Pfleger  Christoph  Heidenreich   ru  Vaiernion^ 

der  von  den  unschuidlgen  katholischen  i^toggobduerischett  Unier- 

tanett  Geld  abgefordert  habe.     1616  Mai  IS. 

(Kons-,  StAll1>.-ArcLiv  Oran  ) 

Man  soll  von  denoit,  die  lieh  ,d«r  in  Stagf^tien  gewoat«ii  iirüdikantcD 
lebr  ntid  iMyrcärV  loitUaftig  |r«niaclit  uml  siok  dann  in  dieser  nerrschAfr  mit 
Beicht  und  KoinmnBion  iiirht  ein([''^t*'"^  aber  von  kleinem  KatliiiltHriirii 
etwa»  piiippfirriK-rt  liabcn.  Der  Biii{;iirig  liolriig  S3*  fl.  I>irt  Kiii>|iiit'.rteji 
■iiilj|iiiTid<-IIcii  ilfn  Pn^ruti^n  nml  iviirdi^ii  dalirr  bitirt  ge.ttraft.  Ileiilenreich 
winl  «.'bu»  tuu    17.  Mai  vor  die  KegieruDg  tiUert  (Kuoz.,  eb^uda}. 

2127. 

Ferdinand  II.  gexeährt   Faul   Scidl   hei   einem   ,PeenfaU'   von 
100  Dukaten  eitien  neuen  Termin  von  0  Wochen  jnt  seiner  Be- 
kehrung.   Gras,  lülti  Mai  19. 

(Kons.,  «bsDtla.} 

2128. 

Ferdinand  IL  an  die  eu  Afarhurg:  gmcührt  Merien  StuhenvoU 

SU  seiner  Bekehrung  einen  Termin  von  ü  Wochen  und  drei  Tageti. 

Gras,  1616  Mai  28. 

(Koni.,  ebenda.) 
Dr^lciohen  an  iAf-n  Bttibenvoll  seihst     ,Pe«nfall'  &0  Dukaten. 


700 


2139. 

JPWrf*N»H4J  II-  an  Hans  Aman:  Erneuter  Befehl,  der  Kommis»i<m 
WtgtH  an-  verwüsteten  Pfarre  Saläenhofen  heiiwcohne»,  da  diese 
llerrschtft  im  Knrge  auf  den  Verlauf  geschätgt  werdett  soll.  Gras. 

1616  Mai  30. 
(Kons..  8utUi.*ArchiT  Oru.  Om.  Kt^.) 

Am  16.  MSn  1616  wnr  d«r  Befelil  «n  den  Enpriester  ron  S«onUl 
BxUbimar  T»olM:bcr  an  MaIUim  Graf  und  Elana  ätlodler  ergiugtitt,  «egvn 
tlps  Vcrfalli  drr  Pfarre  und  Abalicoicmng  der  OOter  naohaofonoheti  and 
welche  Beeilte  Aman  an  den  Utxteron  bat.  Am  lä.  Jali  I6I&  aendet  F«r- 
dtnand  II.  an  Aman  den  Befelil,  nch  ifm  Vorhaben  Taat*ch«r8  nickt  in 
wid«fMtz«n,  sondern  aelbat  oder  darvh  einen  OewaltlriEgM  der  Kotnmiwioo 
beiuiwohnen.  Am  SA.  Mai  1616  meldet  Tantsrlier,  daß  Aman,  ,der  da«  Licht 
Hclieaf,  die  8acba  rprotrahirt  (Kop.,  ebenda).  Aman  ist  der  Sohn  dm  Pro- 
tcBtJUitcnf&far«n  Matthn  Aman  in  dar  Z«it  Karls  U.  Der  obige  Befehl  wird 
dbrigons  am  9.  Aog-oit  wiederliolt. 


2130. 

,Guthedunken,  aufdassJoan  ßaptisla  nernardin^  hürgermeidert 
eu  Laibacb   selctisehes  tceibf   nit  aus  dem  land  geschafft  werde.'] 

1616  Mai. 

(Btatth.-Ard)ir  Gras,  Gntachtea,  Rtp.) 


2131. 

Ferdinand  II.  an  die  von  rettau:  heßdtit,  jene  (18)  Personen, 

die   sich   lur   österlirhen   Zeit    mit   der  lieichi  niekt  eirtgestdU 

hatten,  so  zu  strafen,  daß  jedem  für  jedes  Jahr  eine  Strafe  von 

5  Talern  auferlegt  werde.     Grat,  1616  Juni  3. 

(Kon«.,  SUttb.-AnsbiT  Gras.  0«b.  Kop.) 

2132. 

Da  Mariin   StuhenvoU   aus  Marburg  sich  der  Religion   haUter 

^aus  unseren  Landen*  berfüit,  sind  seinen  Stieftöchtern  kat-holisehe 

Gerhaben  0h  verschaffen.     1010  Juni  13. 

(Kon*.,  ebenda.) 

2133. 

Ferdinand  II.  an  den  Erepriesier  im  Sanntale  Balthasar  Tautseher: 
übersendet  eine  Anzahl  Zifaiionsbefehk  auf  denunjtierte  unkatho- 


701 


lische  Personen.     Sie  sind  atter  nur  auf  jene  in  Antvendutig  su 

bringen,  die  sich  noch  nicht  bekehrt  haben.  Grat,  1616  Jum  23. 

(Konz.,  SUttb.-ArclilT  Oru.   Gem.  Kop.) 

2134. 

Der  Pfarrer  ron  St.  Georg  ob  Murau  soll  der  denmtMierte»  Per- 
sonen^ aucli  der  Grundherrsdiaftcn,  Tauf-  u»d  Zunanen  spesi- 
ßsieri  überschicken.     Graz,  1G16  Juni  25. 
{Kon.,  ebondfl.) 
EH  find  16  Peraonen  («b«nda). 

2135. 

Ferdiwind  11.  «»  die  von  Wilson:  ,sie  soU^n  sich  hicbei  liegende 

neuvn  und  hatholischen  Eidsnoiel,  ihre  liürger  darauf  ffu  beeiden, 

gebrauchen.'  Gras,  1616  Juni  25. 

(Kode.,  ebenda.) 

Ir  dor  alten  Eldsnot«!  feMte  der  Pubub  ron  der  R«UgIou.  DIo  Don« 
,Notol'  bt  idviiliscfa  mit  der  den  Uiaxer  BClrgem  am  S.  November  1599  Über- 
acliickten.  Die  St«!!«  bez11|;licli  dor  KeligUm  lautet:  ,Tar  aUcn  diD^vD  loich 
k«iuer  TcrfttorUcheu  und  sectioclieu  lohr  und  o])iuioD,  Rondern  de«  allein 
seligtaachendeo  ctuistUclivu  uatli.  «Iten  gUulii.-ii(9)  und  rcligiou  tbeitbartiff 
xLi  macb^n,  als  aucb  alle  anderen  KiicamiiiDiikunfUn,  darinneu  wider  die 
katb.  T»m.  roUgion  g«haud1t  und  tracttrt  wiidel,  ){eiiKlich  tneideii  will.  AU 
war  .  .  .*     (Siebe  Bd.  I.  8.  821/:i3.) 

2136. 

Anna  Gräßn  «o«  Ortenhurg  soU  die  im  Verzeichnisse  genaHnten 

(15)  unkiUholischpH  Bürger  mich  Graz  verschaffen.  161C  Juni  28. 

(Kutu.,  Sutlh.-Aniliir  Qras.) 

2137. 

.Guthedunkrti' ,  daß  der  LandesJuinpimann  in  Künden  auf  die 

Leute,  die  der  Peligion   wegen  aus  dem  Lande  ziehen   tcotten, 

gtUe  Achtung  ii^bc,   besonders  auf  den  mcdicua  Tltomas  Schi/f- 

mann.     lülü  Juni. 

(Konx.,  Stallh.-Arcbir  Gras,  (iutaehleD,  Rap.) 

2138. 

Verhattdlungeti    der  Beligionsreformationskommission    in    Krain. 
Ltiibach,  1616  Juli  1. 

(Prot,  dor  Ual.-Kefurm.  Krain.) 


702 


Hana  Dramblitit  Aurt  bi*  inf  w«it«ren  Beaclioiä  lifH)  6.  mtgen  Josef 

PanUlnoiis  vnrkanftnr  ITnl^rlanrr  niolit  her«nsg«l)nn.  tn  ümiU  TTxns  Bu^a- 
Ei.titser  r>00  fl.;  Vnii  Jiiilitli  Hc.hrieowuiß  0OUO  (i.  wegen  des  rou  PaiiUileon 
vfirkaufttto  llofea  «ti  Braitniiau.  Jakob  PaiitAlcnn  bat  am  38.  Jnli  ««!•«• 
Eides  balber  w«g(in  Ac»  10.  I'fnnnigH  viir  dar  KominiMiön  xu  erscIiAineti. 
Ans  dem  Protokolli}  werdea  die  L'ngeJiorsxmeu  Auag«Kogea  und  Dekrete  an 
Hie  Bu>2uf«rtigen  .mir'  (dem  Sekretär)  befolilen.  Mit  I'rAn  Fäitklein  ial  hit 
Bijtn  Abzngn  ihrer  Brüder  xa  tcmporisieren.  So  «acli  mit  Fricdli  Schwester. 
lli^rnaüh  (ibr)  die  Lutb«ri«chon  GeaSnge  und  Poftillonluen  roranhalton  oicbt] 
Sil  vorgeuoti. 

2139. 

Ffirditiand  ff.  an  den  Stadtrichter  su  Petlau:  er  und  der  ällt^i 
des  Rates  tverdcti  vor  die  Eegicntntj  zitkrt.    Graz,  1616  Juli  S.\ 

(Ori|f.  a.  Kop.,  Stattfa.-ArclilT  Grau.) 

Beiäe   eratattcii   ül>Dr  dio   ZiutJLnde  (auf  das  Metnoriale  roni   13.  iTnlt 
11615  hin)  Bericht.    Ea  handelt  «ich  voriiebmlich  um  die  Sonntagsfeier. 

2140. 

Bischof  Thanias   Krm  an   Vapst  Paul  V.:  herichtet   nher 
Üustand  der  Lalbneher  Diöeese.     Graz,  Ifilti  Juli  22. 

(Verdeutscht  in  Uitteil.  d«i  biator.  VoiBiut  (lir  Krato  I8&9,  S.  9ö.] 


2141. 

Die  alte  Maierin,  dir.  im  TAwde  nicJtt  bleiben  icill,  prüstiert  den 
Kid  tcegcn  des  10.  Pfennigs.    Laibach,  Wlii  Juli  23. 

(_Proi  der  Itel. -Reform.  Krain,] 
2142. 

Verhandlange^i  der  Krainer  Religiousreformationskommission. 
Ijaihach,  lOUi  Juli  28. 

{Prot,  der  KeL-Ueform.  Krata.) 

Hans  Peer  erklärt  »ich  katholiaeh.  /ti  eonCrnnaliati»  werden  gestnfl; 
Aotnn  TacbintGchiber,  Andre  HorJtseh,  Jakob  Weiß  und  l-'nin,  Adnin  WeiS, 
der  Hcin  LulboriBcheB  Weib  nicht  verLaHen  will,  und  Uarin  lleinnclierin. 
Hans  Weichsel l>aDin  wird  sitirt.  Maria  tiritacherin  hat  «ich  entacbaldigt;  >ie 
Boll  in  14  Tagen  erschöinen.  Mattliea  BAieine-sr  lall  den  ibm  auferl«gt«ii  De- 
kreten entaprecbvn.  Iterr  Plaiik  und  der  Erxpncster  «iud  z»  silieren.  .Weil« 
die  hie*ig*n  fraunn  nifht  er^chSnen  Hein,  aIim  ist  die  anferlej[te  p«eD  jeder 
10.  ^  in  goldt  la  nrlegnii  ceboteu  wordnn,  nad  sy  soHen  auf  dao  thtira  T*r 
iOhafft  werden.  .  .  .  Mach  hof  su  berichteii.  . .  .* 


TOB 


2143. 


llofdekrd,  daß  der  ton  Hegina  Übdhacher  gesohlte  10.  Pfennig 
sur  Restaurivrung  der  Kirche  in  Vardcrnberg  vertcendet  werde. 

1616  Juli 

(SUttli.- Archiv  Graz,  .Hofberelcb'.) 
2144. 

Ferdinand  Tl.  «h  den  Er^prtester  im  Sumiialc  Balthiisar  Tauisdier: 
hcslätitß  den  Empfang  seines  Bcrichtschreihfns  vom  1.  Juli  über 
die  unkiitholischen  Personen  der  Grafschaft  Cilli.  Befehl^  auf 
diCf  so  sicJt  erboten  fwibcft,  Jcnthnlisch  ^u  werden,  achlzuhahen  und 
die  namhaft  ru  machrm,  die  sicJi  im  jetzigen  Görmaehen  Krttys- 
icesen  befinden:  ,im  öhrigcu  nnrst  du  uml  der  Verwalter  von  Cilli 
den  10.  Pfennig  von  der  mnt>rlassen$chaß  der  unhatfudiscJ*  Ab- 
gestorbenen einfordern  müssen'.     Gras,  1616  August  €. 

(K<in7,.,  Suttli.-ArchW  Orns.    Gem.  Kop.) 
2145. 

Ferdinand  II.  an  den  Landeshuuplmanu  von  Künden:  sendet 
eine  Ansaht  y^itationsbefefde  und  verlangt,  darob  zu  sein,  dafi 
die  in  der  Liste  verzeichneten  unkatkulüchctt  Persotten  ordaitlick 
fxeqmcri  werden.  Zugleich  soll  Erkundigung  uw  jene  Pfleger 
eingezogen  tverden,  die  sicJi  des  Predigens  und  PostiUenUsens  ge- 
braueliett.  Audi  von  ihnen  isf  ein  ordenÜichcs  Vcriseichnis  ein- 
xusende».     Gras,  1610  August  9. 

(Kons.,  cWuilii.) 


3146. 

Ferdinand  IL  an  densdhen:  Da  sic7i  Sabina  Stöttnerin  als  ein« 
huihprancrin  mit  ihren  Kindern  außer  Land  begeben  soll,  wir 
aber  nirht  vermeinen,  daß  solche  Kinder  an  nnkatholiscJie  Orte 
auagrfiihrf  utrdru.  isf  unser  BefiM.  daß  ihnai  nach  dem  Äbsuge 
ilirer  unkathoUschen  Mutter  katholische  (ierhahen  verordnet  und 
sie  in  dem  katholiscJien  allein  sdigmiichenden  Glauben  instruiert 
tverdeu.     Den   10.  Pfennig  hat  die  Stöttturin  eu  sahUn.     1616 

August  12. 

(Koni.,  ebeuda.) 


704 


2147. 

Ferdinand  IL  an  Frau  Elisabeth  von  Itadmansdorf,  Wiitve:  Ihr 

Pfleger  Vßit  Oherreiter  erhalt  ein^n  leUlet\  Ter^nin  bis  Martini. 

Vorerst  hat  er  genaue  Itechnung  £U  legen.     1616  August  13. 

(Kohe.,  ebPiKla.) 

2148. 

Ferdi$iand  IL  an  die  HeligionsreformationgkomjnisMre  in  Kraim 

2)m  sum  Abzüge  sich  schickenden  Brüdern   Vantaleon   ist  der 

10.  Pfennig  absufordcrn.    Gras,  1616  August  22. 

(Koim.,  SUltli.-ArcbiT  Gr«.   Gom.  Kop.) 

2149. 

Derselbe  an  diesdhen:  Der  ältere  Pantali-on,  IFasiber  und  Arier 
haben  um  Verschonung  mit  der  Ausuchaffung  ijetjeten.  Bericht 
timl  Gutachten  isl  «»  die  Hegierutig  eitisuschicketi.     Grag^  1616 

August  32. 

(KoBE..  «bondi.) 

2150. 

Ferdinand  IL  an  dies^bm:  Adam  Semhler  erhiät  gegen  ISrlegi 
des   10.  Pfennigs   riocA  ein   halbes   Jahr   Termin.     GroM,   1616 

August  H2. 
(Kons.,  ebenda.) 

2151. 

Ferdinand  II.  an  dii-selbeu :  verlangt  ein  Gutaeliten  auf  die  Bitte 

des  Itudolfswerier  Stiultschreihers  Josef  Wratee  um  VenciUigung 

dc$  10.  Pfennigs  des  van  Jakob  Paniahan  verkauften  Sitzes  Pr<U- 

tenau.     Gras,   1616  August  22. 

(Kons.  a.  Orig-,  ebvodA.) 


2152. 

Guiachten  wegen  des  Isnak  Eherle,  welchtr  auf  Anzeige  des 
Pfarrers  Wilhelm  Paiditsih  sektischer  Dispatation  halber  auf 
das  hiesige  Rathaus  geführt  icurde.    Verweisung  aus  dem  Lande. 

1616  August. 
(8Uttfa.-ArcljIv  Graz,  Gutachten,  R«p ) 


705 


2163. 


Gitiaditen   wtyen  der  in  Klagettfurt  erfolgieti  Wahl  eines  unka- 
tholiscbeti  Zvugskommissionsschreibcra  Namens  Jakob  Mauer.  3616 

August. 
(Suttb.-Arcfair  Or»,  OuUvhten,  H«p.) 

2154. 

Gutachten  wegen  Zitierung  der  unkatholischen  LandiclMfi&offitiere 
in  Kärnten  und  der  neuen  in  rrnudem  refonnAtionis  angenom- 
menen Landtfute.    1616  Äugu^. 
(Eb«iidji.) 


2155. 

Ferdinand  IL  an  die  Jieiigionsreffn-malionskommissäre  in  Krain: 
Befehl,  yngen  Thomas  Schmidt  und  sHu  Kheweib,  die  ein  ganz 
uhkathoUselies  Lehen  fiihreu,  ketzerische  Bücher  lesen  usw.:,  in 
üemäßfteit  dvr  Generalien  £U  verfahren.    Graz,  1616  S^letnher  7. 

(KoDX-,  StBltL.-ArehiT  Qras.   Oem.  Kop.) 


2156. 

LandesfürstUeher  Befehl  au  da*  Aht  bu  Admotd:  Wieivohl  die 
der  Jielighn  liegen  amgeschaffien  Uamm(r»\eisitr  in  Obersleier 
in  ihrem  Intereeasionsgesuche  an  den  Kaiser  vorgehracht  haben, 
daß  wir  mit  der  Äusschaffung  warten  möchten,  his  sie  für  ihrc 
JLammerwerke  ta-uglit^ie  Kiiufer  hahen,  habe  man  sie  prioribus 
iiihaereudo  tätwei^ien  Uisscn.  Nunmehr  sind  die  Hammeruerke 
fhestetts  feüeuhalicn  und  mit  ktdhQli-irhen  Untertanen  zu  ersetzen. 
Die  Unkatholiachcn  sind  nach  Bezahlung  des  10.  Pfennigs  aus 
dem  Lande  eu  schaffen.    Graz,  1616  September  10. 

{Orig.,  Slalth.-ArchiT  Graz.) 


äl57. 

Ddtret,  etliche  sektiscJie,  auftviegUrisclie  Untertanen  in  Kärnten 
dann  den  PrüdiJtunten,  ipelcher  sich  in  der  Treffner  Pfarre  und 
im  Pihersteinsrhfti  Gebiete  aufhalten  soll,  betreffend.  Am  andern 
den  Lienhart  Spieß,  Prädikanten,  hetreffmul.  /.um  dritten,  dafi 
JoJuinn  Lanier,  Pfairer  zu  Tifer,  dem  lAtndprofosen  einen  Prä- 

r»nUa.   II.  Abt.,   B1    l-I  45 


706 


dtkaiitcH  vor  etlichen  Jakren  überliefert  haben  aoU, 
ini6  September. 

S158. 

Dekret,  die  Prosequifrttng  des  heilsamen  Religiotis  Werkes  in  Kärnte$\, 
2.  die  Zitatüm  E.  E.  L.  Offiziere  und  in  fraudem  neu  aufge- 
nommenen Landlcute,  3.   der  Sabine  Stäitrteriu,   geb.  Mägdin, 
Abeug  betreffend.    1616  September. 

(Ebendn.) 
2159. 

Vcrhandlimyen  der  lieligionsreformationslcomniission   von  Krain. 
Laihach,  1010  Oktober  34.  . 

(Prot,  ilnr  Hei\.-K*.(nrm.  in  Krain.) 

Vorlidiing  8t*j)h«n  Silini idt»  Ton  Vigniin.  Aiwschreibiitig-  einer  T«g- 
BHlr.iiiig  gr-^r^u  Hniix  Pimishujitirt.  Maliiiniig'  zur  Ai]sfert)f;itn^  dra  RrriebtM 
wegen  der  Krütinr  pMiitalrori,  ilsnn  HasLber  und  Artnr.  liefen  Ad«m  Wniil, 
der  in  dar  Ketzerei  ütttir  vt^rotockt  ist  und  leln  Weib  vom  kxtboliachea 
GUulien  fti^bracht  bat,  loll  oin  Dekret  abf^efaBt,  die  von  Kudol^wertli  er- 
halten den  Ucfctvl,  rs  iilitii  durcli  zw«t  gesclivroreiie  Bürger  zu  Uberaiitwi>rt«ti, 
ihn  kommenden  Montng^  daboim  xu  tialten,  xu  Oericittflb&ndca  n  nehmen 
nnd  weiteren  Ucsohei'l  erwarten  Am  8.  D^tember  wird  das  Dekret  an 
Weiß  ^«([ebcn;  er  hat  bei  SO  Dukaten  Strafe  am  12  in  Laibnch 
icheinen.     Weiß  ertcheint  an  dem  {^nannti^n  Ta^c  nicht. 


2160. 

Ferdinand  Tl.  a«  Vaid  Sridl  in  Pury:    Da  er  sirJt  cur  htthn- 
list^en  Beligion  hegchen  will,  wovon  ihn  noch  einige  Uändd  ab- 
halten, erhilt  er  einen   Tennin  bis  Nevjahr.    Gra£,  lÜlG  No- 
vember ii. 
(Kons.,  etatth.-Arcliiv  Orai.    Qem.  Kop.) 

2161. 

Sischof  Jakob  von  Seckau  an  Ferdinand  IL:  überreicht  tu  den 
sdton  früher  üheryebenen  Verieicftnissen  von  i/nkathMischen  noch 
ein  solches  aus  dtr  Pfarre  ScHeifling.  Da  diese  fünf  Personen 
reich  sind,  wäre  es  möglich,  daß  Scheifling  icieder  in  gttten  Stand 
käme.    Sonstige  Anseigeti.    1010  November  14. 

(Ürij.,  H.-,  H.-  u.  St  -A.,  KasB.  Sl.) 


707 


Durchlenclitig'i8t(>r  .  .  .  K.  F.  D'  h&b  ich  vor  rerschinen 
tagen  alhero  unterschtdlicbe  memorttUa  wegen  der  durcJi  ire 
pfarror  dt^nuncirten  sectiächen  und  aTigeliorflamen  pfarkinder 
aU  in  der  pfarr  JVIurau.  Untzeiimarkt,  Underwels,  St.  Oswaldt 
und  fumetnblich  des  Aagiisttn  Rucken',  bargers  ...  zu  Mueran, 
.  .  .  Uberf^eben.  Za  disen  seindt  mir  erst  nonlich  dnrch  don 
pfarrer  zn  SchcifTlin^  aach  vollende  uncatholische  anzeigt  wor- 
den, welche  naeb  gehaltener  inquisition  zwar  den  geborsam  zu 
latsten  sich  erboten  .  .  .,  aber  in  irer  halsstairigkeit  verbleiben 
nnd  nar  ilrger  werden,  mit  uamen:  Seyfridt  Pilcliler,  Caspar 
Bierpreuer,  Hans  Horling  richter.  Hans  der  wirtb  im  Puclifeldt 
und  Hans  Püchler,  zechman  nnd  wirth  zu  Niderwela.  Dji  dise 
benielte  fllnf  personer,  von  welchen  das  meiste  ergernuss  her- 
kombt,  dieweil  sie  reich  an  gfietern  nnd  darneben  arglistig  nein, 
sollten  ausgeschafTt  werden,  were  herr  pfarrer  gueter  boffnung, 
das  Seheitling  durch  dif?  gnad  gottea  in  kurzer  zeit  widpnimb 
in  gneten  standt  gebracht  wurde.  Desgleichen  ist  Im  sclilüssel 
Nealmns  zn  äcbciffling  ain  pHeger  Christoph  Viehhaaser,  it«m 
ein  S'chreibftr  daselbst  mit  nainen  Hans  unil  ain  niayr  alle  drei 
seelisch.  Es  erbeut  sich  daneben  der  pfarrer,  da  diese  .  .  . 
pfarrkiiider  citirt  werden  und  ihr  gift  wider  ine  aasgiesBen 
mUchten,  gegen  inon  .  .  .  zur  antvvort  zu  erscheinen.  .  .  .  Bitt 
dcähalben  .  .  .  damit  .  .  .  die  gcbierliche  execution  .  .  .  müge 
ffergenomben  werden.  .  .  . 

E.  F.  D« 

geh.  demdctigistcr  diener  n.  capUn 

Jacob  blschof  zu  Scggaa. 

/fl  margiiu''  ,16lfi  Xovnmbrr  II.  Pei-iculuni  in  marci.  Die  becnnlt« 
•ectluh«  .  .  .  filr  äle  tfgieinug  xii  clUcrn.' 

2162. 

Feräiiiand  TT.  an  den  Pfarrer  eu  Pdtau  und  TTermann  Aich- 
hörn:  Hefehl,  von  ^4«««  Dotlhiffi»,,  fnUs  sie  sieh  ttk'Jd  endlich 
heki'hrl,  den  JO.  Pfennitj  einzufordern  und  sie  dan7^  atis::uiveisim. 
Der  10.  Pfennig  ist  an  die  JRegierung  elmu^nden.    Gras^  1616 

yovember  IS. 

(Kons.,  yrin  Nr.  S16U.) 


45* 


708 


2183. 


Derselbe  an  Andre  Utignad:  erieiU  seittem  Pßnjer  }*ind{-er  einen 
leUten  Termin  bis  Ende  febrwxr.   Graz,  1010  November  33. 

(KoQK.,  «beoä«) 

2164. 

Ferdinand  IT.  an  den  Abt  von  Admonf:  verlangt  Bericht  w 
GtttacMen  iihtr  die  Bilie  der  iiusgcschaß'ten  Ilamnurmeiaterj  daß 
sie  bis  Bum  Verkaufe  ihrer  Hantmericerke  dm  ihnen  tmgeteiile 
Roheisen  in  Eisenerz   huhen   und  m'igen   dürfen.     Gras,   lttl6 

Dezember  Z 

(Kons.,  ätattb. -Archiv  Qni.  Qem.  Kop.) 


2165. 

Verhandlungen    der   Laibacher  Rdiffionsreformatiouskommiäsion. 
Laibach,  3676'  Dezember  li>. 

(Prol-der  Rel.-Refortn.-Komra.) 


Adam  Weiß  rmclieiiit  uod  entficliuMiijt  Eeloe  VenpStnii^  mit  dam 
NeuaUiill  genefleaeo  Krietr^volkc.  Er  erklärt  »ich  aUh^wice,  eher  atui  d«ni 
Lac^rlf  KU  xiolipn,  aU  Mildern  xu  f;lxiil>iMi  vri»  l>Uhor.  i^in  W«ili  wird  Kiti«rt. 
Er  wird  auf  d«n  V'ir.pdomtiiriii  ^(^Allirt  und  soll  «nt  xaigolKUftn  werden, 
w«nn  er  die  Strafgelder  «rlo^t  und  dm  Kid  tveg«ii  des  10.  Pfenulp  abj^legt 
hat;  dann  soll  er  and  dem  Lsode  abgeschafft  werden,  li&llhauir  Goltadi*!! 
will  gern  lu  die  Kirclie  geben,  die  l'rcdigteu  anlittreii  und  lich  weiMn 
liui«».  Besuituid:  Er  aoll  aiub  beim  Bokloi  eiiistellou  uud  in  dr«i  Tagen  vor 
der  KonimiuioD  «rBcheinen.  Folgt  das  V«rlitlr  mit  Matth««  R^Uingvr  und 
■einer  Uauifrau  LntxlAr«  wird  verhlagt,  KvaDgeliRnbe  von  der  Bekehrung 
KurUckgchaUen  tu  lialien.  Ho  nagte  ale  der  im  äterbehelte  lief  enden  Dninb- 
litsiu:  ,Wan  aber  der  Ic^Otl  jelzo  kKmbt,  whb  wolt  ej  tbuen,  woilu  bj  j«dar- 
Mit  in  der  raiticn  bckantnu«  v«rblibau  int.'  Darauf  liat  die  totkrank« 
Drun3blittin  geantwortet;  ,Dur  ti^UQ  iit  mir  zu  ichwacb  iiud  nur  atii  i^lteiii 
oder  ecliatteu  gogeu  luir*  usw.  8ie  wird  von  der  Kommission  gleichsam  als 
ein«  verborgene  oder  h«imlieh(<  PrKdikantiii  .ans  erheblichen  Uraacbea'  awar 
noeh  iilclil  baiidiiit(<rt,  nondmi  xii  einer  Slrafe  von  lUÜ  l)ukat«u  rerarteill, 
bis  tu  deren  Zahlung  sie  in  ileu  Turm  gelegt  wird.  Bei  fernerer  Widar- 
aetalicbkeit  verfillt  bib  ,deiii  Bando'.  Josef  Wraketi,  Stadtach reiber  xu  Rndolb- 
werlh,  wird  gesagt,  ,w&n  ein  ge]d  oder  10.  ^  fallen  wird  . . .  wird  im«  hierin  ge- 
Lolf(?n  werd«it'.  Zuiu  äuhlusao  erl'ulgl  nuch  t'ine  FUr»pracbe  du  Landtfriie- 
doin«  r.ii  (lUniten  ilrr  Frftii  ItfiAingnr  und  Adam  WeißeDK,  wornach  Rie  nob 
Sanulogt  «iuatellen  nnd  dip  Uesolnlloii  lu  erworteu  haben. 


4 


4 


709 


2ir>6. 


Ferdinand  XI.  an  dm  Vericeaer  su  Aussee:  hat  seinen  Bericht 
Über  den  Stand  des  Wesens  in  Rdigions-  und  polUischm  Sachen 
^ur   Kenntnis  genommen.     Befehl^    auch  tceiter  hier  sein  Auf- 
merken auf  die  Dinge  «u  liaheti,   Gras,  161t)  Dezember  17. 

(Kauz.,  8utth..Ar«Hlr  OrM-   0«m.  Eop ; 

2167. 

Ferdinand  II.  an  den  Verweser  sh  Aussee:  Besinligung  des 
Empfanges  des  »Schreibens  vom  8.  d.  M.  Hoffentlich  werde  es 
bei  demjenigen  Wesen  in  Aussec  bleiben.    1616  Desember  17. 

[Kons.,  Slatth.-Arctiiv  Grax.) 


2168. 

VerhanMnngen    der    Laibacher   RcUgionsreformaiionskommission. 
Laibach,  1616  Dezember  28— 29. 

[Prot  der  Sel.-Rcram.  in  Kmiti  16U— 1617.) 

Uatvr  dem  Voreitze  des  Bitchott.  BKlthwAr  Goldschtn  bittat  um 
lAoReren  Termin.  Dx  er  lich  nicht  weisoD  lißt,  wird  er  de«  Lxndes  vor- 
wieien.  Pftiil  \Viuii(.'rmitaii  bringt  dea  Beichttettel  »iner  L-'r»u.  Wef^on 
\VMR«Tinjinn*  S<H>  Ü.  «oll  nach  Hof  «in  gut«-  Oericht  nUg^hen.  >ttlii1ijt  Sj>a- 
don!n  *oll  bei  den  J<tBiiit«n  beichten.  DIs  ,iu  ^ler  Scklorfi'  hiklulxrrig« 
R4>ruharilin  hat  binnen  sechs  Wuclien  und  drei  TagRn  absuniehen.  Adam 
Weiß  erhSIt  einen  neuen  Termin  bia  xu  Neujahr.  KaUiartna  Dflriafsch  bat 
lieh  XU  Neujahr  mit  dem  Ueichlxettel  ciozuCnden.  Ebenio  Jakob  WoiD  tou 
NatuUdll.  Von  lelttereni  wird  gotagt,  er  habe  TaUche  Beichliellel  s«incs 
V«ibM  {«bracht,  auch  nioht  bei  den  .lejiitUn,  «ondcm  b<>i  cl«in  Fransitkanern 
BAh«lchtel.  Barbara  Vnglmarherin,  die  gut  katUnllich  itt,  %ft\\  znr  8l.  Milolai- 
Iclrche,  wie  ihr  verstorbener  Bruder  Friede]  veraprochan,  entweder  ein  iiehnnes 
OemKIdfl  nder  eine  Siimine  Geld«  herifeben,  ebenao  den  10.  Pfennig  von  dem 
Kriedtacben  Gute,  ,vermng  geachHtxtea  Inventari  HW  ä.',  erle(;eii.  Notü  Hau- 
maoQin  erhält  von  dem  aus  dem  nachden  LO.  Pfennig  einkvmm enden  Geld« 
160  a.  Adam  Weiß  erkLXrt  Ficli  (am  29.)  gut  kalholiscb  und  bat  bts  10.  Fe- 
bruar K-in«n  Heichtietlel  einsabringAD.  ,NH.:  bt  davon  und  bat  daa  decret 
nicht  abgeholt.  .  .  .' 

2169. 

Qtiiaehten  der  xnnerÖ&ierreicliiscJten  Regierung  über  die  Bitte  der 
atageschafften  Witwe  Sahina  Steitnerin  geb.  Magerte  um  JVacA- 
sieht  eines  weiteren  10.  Pfennigs,  da   ihr  Gatte  ihn  schon  erkgt 


710 


hat,  und  daß  ihre  kleinen  Kinder  bei  ihr  gelassen  werden,  bis 
sie  JTU  den  Studien  kämen:  Der  10.  Pfennig  soil  nachgesehen,  die 
Außerland fiihrung  der  Kinder  gegen  eineti  Revers  fjestattei  sein, 
daß  dieselben  im  12.  Lchensjaixrc  an  den  Gerfuiben  ausgeliefert 
werdeti.    Grax,  1617  Januar  2. 

(Oiig.,  Statt  b.A.rchtv  OrJiz.   Gem.  Eop.) 

2170. 

Marx  SitticJi  an  den  EreJioreog  J'erdinaHd:^teilt  iJim  mit,  daß 
unter  der  Kärtttner  Geisiliclüceit  vide  schwere  Exsesse  geübt 
tverdfin  und  dtts  Lasta-  des  Konkuhinates  vorherrsehi.  Die  Visi- 
tatoren tan  ihre  PflicJtt  nicht,  finden  auch  nicht  die  Ünferstütsung 
der  weltlicitcfi   Ohrigkei*.    Bitte   um   Ahhilfe.    Salebwry,   1G17 

Januar  4. 
(Eon«.,  H.-,  H.-  n.  Bt  -A.  8«lsbTirg,  Fux.  18.) 

2171. 

Ferdinand  II.  an  den  Landeshauptmann  voti  Kärnten:  Der 
gina  Stettnerin  wird  attfihre  Bitte  Nachsicht  vom  10.  Pfennig  ge- 
währt. Auch  dürfe  sie  ihre  noch  unereogencn  Kinder  gu  sich  außer 
Land  nehmen,  mOsse  sie  aber  ,nach  Endung  achten  Jahres'  wieder 
ins  Land  bringen  und  ihren  Gerluibcn  ühergehen.  Auch  müsse 
sie  ihr  Vermögen  sHU  liegen  lassen.    Gras,  Hil7  Januar  5. 

(Kduk.,  ätatÜL-Arcliiv  Gias.   Uom.  Kop.) 


2172. 

Ferdinand  IL  an  den  Biscliof  von  Laibach  und  den  Landes- 
vijcedom  von  Krain:  Aus  beiliegendem  Me7Horandum  haben  sie 
Xit  ersehen,  wie  schlecht  es  in  Krain  sowohl  mit  detn  politischen 
ah  mit  dem  Eeligionsicesen  bestellt  sei.  Befehl,  einen  ausfOhr- 
lichen  Beridtt  und  ein  rätliches  Gutachten  hierüber  eintusenden. 
Gras,  1Ü17  Januar  7. 

(KoDZ.,  Statth, -Archiv  Gru.) 

Ein    (tloJcb«r    Befehl    gGlit    »a    den    Eraprienter    in    Untcrkrain       D« 

lIcEnorial  war  Doch  1^16  eiDt:»Uuf'i3ii.  Am  24.  Dezfimbur  Uatlä  mao  einen 
BATicIit  <l«r  nk>(lt>r9it«irr«  ich  liehen  Rtt^ierung  hierüber  b«ß«brt  Diu«  batt« 
gesagt,  loan  boIIc  sloh  nn  dio  obcnppTiannton  Pcrwncu  am  Bericht  und  Gut* 
achten    tfecilen.     Das   Mcmoratidtim    »dgt,   daß    otlictie    taui«nd    Ufkcrkeu    in 


711 

crr<*r«  Grecornm  tebrn,  mu)  aolllo  tili  gritutllicb  bekehren,   FüorU^  salUcD 
gebnit«»,  Zucht  im  hXiuJicIieu  Laben  hergMtnIII  werdsn  etn. 

2173. 

Lande» fiinil icher  BeffhZ  an  die  Gräfin  Anna  zu  Ortenhurg:  ihre 
aitierten  Offuskre  an  die  RegitrHug  binnen  vier  Wociten  einzu- 
schicken.   mi7  Jajwar  7. 

(Kons.,  ebenda.) 

Sie   hatte  sich    am    28.  DezAmber  v<«rnehin«n  Iwucq:   ^ie  aIx  hotrübte 
Witvre  und  nanroebr  liAUßillige  Weibsperaou  kfinnß  ihrr.r  Leote  nieht  entrtWn'. 

2174. 

Landesfürsilirhes  Dekret   an   Frau  Gräfin    su    Ortenhurg,   daß 
Äugiisiin  Rucker  von  Muran  nicJtt  ailein  der  Religion  und  des 

Ungehorsams,    sondern    auch    legangmer    V'erhreclien    halber    hei 

Verlust    ihres   Landgerichtes    zur    Verhaßang  gebracht    worden, 

1617  Januar  10. 

(Orig^  BUtth.-Arobiv  Gran,  ,Hof  bürelKh'.} 

Di«  gc^R  ihn  erhabenen  Klagen  stellen  sich  aln  annehti^  berans. 

2175. 

Landesfürstliches  Dekret:    Zitation   von  Franz  Herting  wtd  Ifi 
Personen  der  Pfarre  Scheifling.    1617  Januar  12. 

f.Koni!.,  ebc>nda.) 

Gl  han<!alt  lieh  am  Personen,  Hie  nielit  gebelchlnt  haben.    Eine  NoÜa 
Am   irtnachUg'e  Ka^  nlUnllch:    ,l1ie  boille^eiido  Beichtxettel  bei  der  Kanxlei 

«ufaubewabreD', 

2176. 

Ferdinand  II.  an  den  Pfarrer  und  Verwalter  eu  Pettau:  Anna 

Ihttingin  soU  in  14  Tagen  das  Land  räumen  und  den  10.  Pfennig 

erlegen.    Gras,  IUI?  Januar  2(i. 

(Kons.,  Statth.-Arcbiv  Gras.   Qem.-Kop.) 

2177. 

Landesfürstliches  Dekret:  Georg  Gollobariiseh,  Andre  JuraschiU 
und  Frau,  Hans  Schiiriaing  und  Mert  Schaikountsch  aus  Möttling 
haben  bei  Strafe  von  200  Dukaten  am  37.  Februar  vor  dem  Viee- 
ilom  £u  crscJteinen.  Laibach  im  Vi^tumhau$^  1017  Januar  27. 
(OHg.,  U-A.  Krftin.) 


712 


Uosgleiclion  lUns  Pver  «amt  Mnlt«r  und  8ti«ftocltt«r  and  Antoai 
TacbinUcliibct  Aue  TrCtff»D,  Thoman  &oha«id«r  tarnt  W«ib  und  Tochter  and 
BftUhaiar  Ootschan  niia  der  Pf&rrr^  ät.  Ruprecht,  Jakob  Weiß  und  Pmu  und 
Ait  Wit«v«^  Maria  II«inncbprin  mu  der  älarll  Bndolfswcrth.  Die  Genannten 
werden  am  9.  Märi:  1617   nochmals   für  den  39.  votgcUdm  (Orig-,  ebenda). 

3178. 

0$wtild  Sckweiger  an  den  Regimentsral  GäU  Prenuer  wu  Grafenegg, 
der  Rechte  Doktor:  hcstüiiyt  den  Empfang  von  dessen  Üchrciben, 
tcornach  in  der  Schladminger  Pfarre  20,  30  und  mehr  Personen 
sei»  sollen,  die  eu  der  Kommunion  der  Septischen  m  Österreich 
laufen,  weil  der  Pfarrer  seine  Leute  übcrhalie,  die  ihm  1  XaUr 
und  dem  Meßner  2  Pfund  g^en  müssen,  und  erldärt,  daß  diese 
Ätignben  völlig  erdichtet  seien,  d^m  der  Pfarrer  bu  Haus  und 
sein  Vicar  jru  Schladming  seien  in  puncto  reÜgignis  vid  ffu  eifrig, 
fiam,  1637  Januar  38. 

(H.-,  H.-  II.  ät.-A.  Steiermark,  Faaa.  81.) 

Die  Anxeige  war  von  Karolus  Merkl.  canonkut  rfffilorü.  In  «iR«B 
Sehreiban  dt  <(a(o  Millatadl,  6.  äepteniber  mugegangeii. 

2179. 

Aus  den  Verhandlungen   drr  Krainer  Religionsreformaiionskom- 

mission.    Laibach,  161?  Februar  3. 

(Prot,  der  Bol.-Hcform.  in  Kraia.) 

Vor  (I«iii  Vtsedom  und  dcui  Ovtieralvikar.  Punkt  3:  wks  den  Gott«t- 
dien»t  betrifft,  .dcuon  Pfitrreru  die  Motiilurft  autustib reiben*.  Paukt  4:  ,«in 
Maniiat  wegen  der  Kirchunraitnngirn.  Ginielne  PorRonen  wrgen  Ihrer  Rech- 
nungen Bi]eti3it;liri>ilinn.  KaUinriii«  i^tifntMiiiK  we^eii  Fleim-hkurhens  am  Sami- 
1>S  gcitraft.  tiie  boII  tlio  rtiicIiCML  Pcmnneii,  din  i\»»  auub  tun,  bei  Strafe 
ncDuea*. 

2180. 

LandesfursÜicJier  Befehl:  dtiti  Erepriester  in  liadschach  soll  auf- 
getragen  werden,  auf  die  aus  anderen  Landen  bandisierten  Per- 
sonen zu  achten,  dufi  sie  nicht  ,in  unseren  Landen'  einschleichen. 
Fleijiige  Inquisition  ist  notwendig.    1617  Februar  21. 
(Koni.,  ätaith.-ArchiT  Qms.  Gem.  Kop.) 

2181. 

Ferdinand  II.  an   den  Abt   von  Admont:    Abermaliger   Erlaß, 
itetreffend  die  unl'athoUschen  I lammer meister  in  Eisener*.  Refehl, 


7n 

die  FeihprecJniHy  ihrer  Uammermerke  vorzunehmen  uttd  den  10. 
Ffennig  absufordern.    1G17  Februar  21. 

(Euas.,  ebeniU.) 

2182. 

LandesfürsUickes  Dekret  an  die  ItcUffionsreformalionskonimissäre, 

daß  über  die  Lttndmaiiuschiiflsprivilft/ien  der  lirudcr  David  und 

Jakoh  PanlaleoH,  ilcin  Ilasiber  und  Hans  Arier  referiert  werde. 

Graz,  1617  Fcbrttar  22. 

(Ürig.,  H.-,  H.-  u,  8t.-A.  Wien,  i-'ara.  31.) 

Die  KoinmiwXr«  antworteten  am  9.  Juni,  d«  die  Roformatioa  in  Krxiu 
IflOO  bfgonn^n,  »o  knnntru  din  Privtlffgien  nicht  Aiif  ilin  ««it  tfi^KI  HUf(;e- 
nominen«n  Landifiilc  vurBlAiidfln  w«rdoD  (niehs  oben).  Am  23.  Fcliriiar  irUrr- 
sedieren  die  im  AusscIiaRao  TiM^amniekten  Landleula  abrnnaU  ftlr  die  BrQdrr 
Fantaleon  {Konx-,  L.-A.  Krain).  Am  U.  Mai  erhalteti  ilJe  l'aiitaW'wii,  HaniUrr 
und  Ilans  Art«r  den  UDdesrürstUclien  ßc«cbeid;  .Uipw«il  Ihr  Eucli  Ktirvr 
LaiiiisDiAonscbftft  fo  hoch  hdrillimcn  tal  an<l  «ladurch  unicrcr  hcibamen 
Rvligionnrefannation  tn  fitt^cticn  vFriiirint,  b^'fchlon  wir  Euch,  daß  Ilir  uns 
VII  Handon  uimurir  [iiuititr9»torrf.ichi»Qh«n  Rf^iiirnoe  all«  Guro  Landinaiios- 
privilvgia  finscliickt'  (Ortg.,  Butth.-Arcbiv  Gras).  Am  "i.  DoaoRibvr  litlT 
intcraddieren  die  iu  Land-  nud  Kofrcohteu  vvr$aiiiinciU«u  SUtniln  iiucbmals 
fBr  David  FaiLtaloDU!  Uitto  um  einen  lün^rmi  Toruiiu  aur  Abhcbluni;  dei 
8nkiit!Ssors  und  NavblaQ  An  IU.  Prcnni|;i!  (^Kutix.,  L.-A.  Kraiu).  Auf  üieso 
IntcrxcMinii  rrfulgt  diu  Antwort  am  17.:  Man  ktlnno  dio  Kefonnaliou  PanU- 
IcoDB  wfgou  nicbt  siirQckatellflu.  Die  Laudicliaft  Lülte  längst  Zeil  ^babt, 
«ineu  anderen  IjRndaehreiber  aufxuneliioeD-  Pantaleon  mtlase  jm  EUide 
diene r  Reehten'  das  Ijand  mit  Hintertaamn^  de«  tO.  Pfennigs  rnrlaMen  (Ori;., 
ebenda,  Siege]  aaf|^ilrUrkt).  Tag«  darauf  reicban  ilin  im  Landtaer  Ver- 
Bammelteii  ein  Ueauch  i1lr  Panlaleon  mit  diT  Bitte  nin,  tljn  bis  aum  Austrat 
wider  Juditb  äi^bnceweiß  im  Lande  au  dulden  und  ihm  in  Rilck*tcUC  auf 
esine  swoijKbri^e  (icCaageuscbaft  bei  den  TOrkiTii  und  der  beileutendea  Ivoa- 
kanfaatiniiuo  den  10.  Pfanni^t  nacbsaseben  (Koni.,  «beod«). 

2183. 

^Maithes  Jaitemik    umb  Termin   tcegen   seines  Weibs  Bekehrung 

zur  katftoliscJien  Ueligion.'  1617  Februar. 

(Builb.-ArcMr  Gras,  Gem.  Kop  ,  Bep.) 

2184. 

Die  Wittce  Sarhara  Voglnmierin  bittet  die  Regierung  um  NaeJi- 
sieht  des  ihr  ahtjcfordertm  10.  Pfennigs.    1617  Mars  2- 

(Kunx.,  KLittb.-Arr-biv  (iraa.) 
0«bt  «a  dio  BtligioDireformationskoinniiBaioi]. 


714 


9185. 

Ferdinand  II,  an  die  von  Itadkcrsburg:  Katharina  Schnahlin 
soll  ihre  xivei  TöcJUer,  die  sie  aufs  Ungarisdie  nach  Nnthaut 
geßJtrt  hatte,  um.  sie  im  sekttschen  Trrtutne  aufsidien  tu  lassen. 
ettrricJchritirji^n,  undrigenfalls  sie  als  Widersjtettstige  ai^es^ien  und 
Uir  von   dem  SchnahlsckrH  Gute  nichts  verabfolgt  würde.     3617 

Märg  8. 
(Kolk.,  ebend«) 

2186. 

LandrsfürstUcher  Befehl  av   die  von   Marburg:    die  sotiohj   tn 

politischen    als    iu    Rdigioussachen   und   m   Kauf  wnrf   Verkauf 

eingeschlichene  Unordnung  aheuschaffen.    1617  Mure  10. 

(KooB-,  ebenda) 

D«r  Pfarrrr  Pilmtir  1i«tto  nirli  bMclivrcrt,  ,inKOtidprhnlt,  w»i]  ar  in 
«■inen  Weiupii,  ilii  er  noiig  utiiicrRN  Einkumtncn  hat  und  diea  der  8l«aera 
nl^g«Il  lammeln  xnnO,  uiRrklicIirn  Schadnn  hat'.  Alm  nicht  weil  er  Ändert* 
glKnhige  liAl,  ionderu  w9il  sie  ilim  deu  Weio  nicht  abkaufeo.  Drei  od«r 
vier  Marl>Dr(r«r  liJib«n  bis  heute  1000  Surtieii  Wein  verkauft-  Die  ander«» 
Marburg«r,  die  Weio  liauen  und  «leb  davon  «rlialteu,  w«rd«»  (rcscltiidi^ 

2187. 

Ferdi>>and  II.  an  die  von  Völkertnarkt:  sotlett  von  dem  Fleisch- 

haclcer,  der  in  der  FasienEeii  Fleisch  gespeist,  dadurch  in  seinem 

Hause  eine  Feuersbrunst   ausgekommen,   50  Taler,   von  anderen 

Verbrechern  10  Taler  abfordern.  1017  Märg  13. 

(Konz.,  ebonda.) 

2188. 

Verkantungen  der  Krainer  lieligionsreformationskommission. 
Laibach,  1(117  Märg  13. 

(Prot,  drr  Rel.-Bpform.  in  Kraln.) 

Jakob  Weiß  eo3l  vor  an!iii>iti  Verreia«ii  seinrn  iinii  »eiuer  Frau  Beicht- 
satt»!  vor««is«ii. 

2189. 

Ferdinand  II.  an  den  Verweser  ru  Aussee:  Mit  Befremdung 
habe  er  vernehmen  müssen,  daß  er  sich  dem  Pfarrer,  der  am 
Sonntag  Qaiiiquageaimae  £ur  BeicJit  und  Empfang   der    Korn- 


I 


715 


munion  aufforderte  und  dann  iiacfiher  durcM  seine  Gesdlpriestcr 
und  einen  Beckenjungen  die  Pfarrmenffe  beschreiben  und  den 
Leutpfennig  einfordern  ließ,  am  ersten  Faslettsonntag  widersetMt 
und  im  Jierghause  £u  Altaussee  ein  Delcret  ftabe  verlesen  lasseti, 
daß  sich  Jceiner  mit  Beicht  und  Kommunion  einsteile,  da  ihnen 
der  VfarrPT  einen  eigenen  Priester  hinatissciiichcn  miissp.  Was 
die  AUausscer  befdgien.  Auch  soll  er  den  Reckenjungen  ins 
Gefängnis  genommen  und  um  10  Taler  gestraft  haben.  Befehl, 
jenes  Dekret  jsu  revozieren.  deti  Pfarrer  weiter  nicfd  ru  hehindern, 
den  Beckenjungen  freijeiäassen  und  ihm  Schadetiersats  su  leisten. 
Gras,  1617  Märg  20. 
(Konit-,  SUUh.-AreblT  Gras.   Gem.  Kop.) 

2190. 

Ferdinand  II.  an  die  von  WÜdon:  Vier  namentlich  genannte 
Wüdoner  sollen,  tceil  sie  am  ersten  Fastensonntag  Fleisch  ge* 
kocht  und  gegessen  haben,  ins  Gefängnia  genommi^n  und  einen 
Tag  und  eine  Nacht  gefangen  gehalten  werdeti.     101?  Mars  20. 

2191. 

Landesfürstlicher  Befehl:  Da  der  Nuntius  Erasmus  Bischof  von 

Alexandrien  etlicite  Personen  in  Sachen  des  Priesters  Saldowitsch 

mt  S(pßttal  examieren  tciU^  luü)en  die  Pfleger  ihm  an  die  B'and 

eu  geJten.    1617  Märe  21. 

(Kon^,  «b«Qd«.] 

2192. 

Ferdinand  IL  an  Elisabeth  von  Balhnmnnsdorf:  weist  ihre  Bitte, 

daß  ihr  P/leger  Veit  Oberreiter  noch   länger   im    Lande  bieihen 

dürfe,  ab.    Gras,  1617  Mars  30. 

(Konx  ,  ebenda,) 


2193. 

Ferdinand  IL  «»  die  Marhurger:  Marlin  Stnbenvoll,  der  seinen 
Abstig  aus  dem  Lande  nimmt  und  den  10.  Pfennig  bereits  erlegt 
hat,  hat  sich  erloieyi,  wenn  er  von  einem  und  dem  anderen  Acker 
einen  größeren  Erlös  hätte,  einen  Nachtrag  eum  10.  Pfennig  zu 


* 


716 


£ahUn.     Befehl,  mu.  achten,   dafi   beim  Verkauf  keine  KoUnsion 

stattfindet.    1617  Apri^  1. 

(Kons.,  obrndn.) 

2194. 

Verhandlungen  der  Krainer  JUligion&refonnation3kommia$ion. 
Laibach,  1617  Mars  bis  April  3. 

(ProL  der  Rel.-K4>fi>rDi.  i»  Krain.) 

neorg  (Jo1loh<^rtt4rli  l<>gt  l1t^D  DcicIitxeltM  vor  An4!r«  Jnrjifchitz  »^, 
tiuß  nein  Weib  nicht  katholtirh  sei,  pr  liat  sie  oft  gcicIiU^r»,  m  «rill  ibn 
nichtA  lieiTeti,  UeAcliluß:  Ffsfrcr  und  tJUtdtrichter  sollen  »ie  konipclIiorMi. 
D«i  lUnn  äkUarianiUeofl  Weib  ■letit  die  äach«  «ncli  so  iinil  «inl  djucelbs 
verordnet.  Der  StAdtricItter  von  MOItling  f«|:t:  sie  wiegell  die  andereB 
Lsnto  auf,  er  bittet,  sie  abfonderlicli  «vohl  ku  rMormteren.  Eine  Antahl 
TOD  Pcrtoncn  wird  xitierl,  einige  werden  «r^-gcii  l-'l^iacbeuens  gestraft.  So 
auch  am   It.  Mai. 

3195. 

Ferdinand  [f.    an   die    von    liadkersbttrff :    Die    Eheicirtin    rfis 

Matthes  Kartier,  die  ihr  Kind  durch  den  sektischen  Prädikanten 

nt  Netthatis  laufen  ließ,  ist  auf  14  Tage  bei  Wasser  und  Brot 

ins  Gefängnis  jfu  stecken,    (irai,   Uil7  April  4. 

(Kons.,  8tatih.-A.rehir  Gras.   Gem.  Kop.) 


2196. 

Ferdinand  II.  an  den  Landeshauptmann  von  Kärnten:    Befehl, 
MiUstadi  nicfU  zu  beschweren.    1617  April  ß. 

(Koux^  «b*nda.) 

Der  8u)>er>or  au  Milhtadt   war  in  zwei  Klaffen  vor  daa  kKraUmriael] 
I^andreclit  aitiert   nordeni   Lanjorniaiii   ciltob  darDb«r   Klag«   gSfVD    Flcklor 
ron  Eroan. 

2197. 

Die  ausgeichaffien  Tnnerbergerischen  Hammcrtcerke  haben  ersut 
ihre  Werke  wvchentticii  besichtigen  tu  diirfeti.  Ks  wurde  ihnen 
erlaubt,  Sonntags  gu  erscheinen,  doch  so,  daß  der  Gottesdienst 
nicht  gestört  wird.  Die  BeivUligumj  geht  bis  24.  Auffust.  Sie 
HoUen  auf  katholische  Käufer  bedacht  sein.  Graa,  1617  April  17. 

(Kons.,  ebenda.) 


71T 


I 


Bi>f«hl  «D  den  Abt  eu  Ailniont  und  dftt  AmlmaiiD  von  lntißrl)«rg.  Aiu 
25.  Aogiut  or^elien  Befelile,  gAg«ii  din  ilHtniufmKUitftr  vonugefaea  (Kons., 
•b«od«). 

21Ö8. 

Hoffiefelil,  daß  die  ausgeschaffte  unhathölische  Anna  Totilngin 
ungeachtet  der  jüngst  f^rgangenen  Jicsoluiiou  bis  auf  tpeitere 
gnädige  Verordnung  bei  den  ihrigen  gelassen  werde.    Prag,  tfjl7 

April  17. 

(Orig.,  StilUi.-Archiv  ßrnz,  .lluritertilch*.) 
2199. 

I^rdinand  H.  an  die  eu  Judenbttrg:   Bericht  jfU  erstatten,  oh 

Salome  Paggin  von   dtftn   Vir   nach    ihrer   Mutlir  Anna   Hviuri- 

cherin  eiufefaUewn  Erbe  den  10.  Pfcttnitf,  um  desseti  Ii^ac)daß  sie 

yebck-n.  erlegen  soll.    Grag,  1617  April  25. 

(Konx.,  Buttfa.-ArcliiYarju.  0«iii.  Eop.) 

2200. 

Ferdinand  II.  an  den  Abt  tw«  St.  Wolfgang:  Von  Schladming 
und  andereti  Orten  eieJä  das  Volk  haufenweise  mit  PUgrimsliihen 
nacJt  Osterrfich,  uatnentlich  nach  St.  Wolfgaug,  das  SakrametU 
tUiselbst  eu  empfangen.  Um  der  Sache  auf  den  GrMtd  eu 
kotnmen,  sind  ümen  die  'Beichtseitel  äbsufordern  und  ist  anher 
Bericht  su  erstatten.    Grae,  1017  AprU  :i'J. 

(Kaiik.,  8tatlli. -Archiv  Qtxi.    ijfm.  Ko)i.) 

DecglvicbDO  «n  den  Biacbof  vgii  Sedtau;  ebenio  aa  dac  S«Uuntmauu 
ni  GmondeD.  Pa  heißt  eis:  nil  praeitxtu,  ili  ob  sie  dort  das  8akrHtnenl 
empfar^n,  sieben  ■!«  «n  SO  bii  30  lihiatii.  Dnntit  ■!«  geben  dürfen,  gt^bon  sie 
dem  Pfarrer  I  Tftler,  dem  McOner  1  bis  i  (JrMcIicn  oder  t  PCiiiid  äciimaJx. 


2201. 

Ferdinand  II.  an  Jakob  und  David  Pantaleon  und  Hans  Arter: 

Da  sie  sieh  auf  ihre  Landsmamischaß  bertifen  und  dadurth  der 

Heligimisreformaiion   entgehet*    wollen,  soUen   9ie  die  darauf  he- 

EÜglidien  Priviiegien  einschicken.    Graz,  liU7  Mai  8. 

(Rom,  StJitth.-ArclilT  Ora».   aem.  Kop.) 

BeigAschluMen    eine  Eingab«   d«r  kraiuUehen  Lan^ichift    (weltliehe 
~änd    feistlicbe    Mitglieder)    ii)it    19  Siegeln.     Ria    gleicher  Befehl    gebt  an 
Haaiber  (ebenda,  Rep.). 


718 


2202. 


Ferdinand  II.  an  den   Laudesvizedom  von  Kärnten:    verlangt 

Bericht   Hier  die  Hocliseit  des  Ricfiiers  von  Völkermarkt  Lukas 

Spadon,   die   ftei  Tarn  und  Alaskenspiel  gefeiert  wurde.     So  jwi 

€3  audt  in  St.  Veit  und  Villach,  U17  Mai  17. 

(Koitz.,  ^Woda) 


3303. 

FerditMfid  IL  an  den  Bürgermeister  von  Klagenfurt:  In  der 
ersten  Fastenwoche  seien  Uochxeiten  unier  MuMk  und  Tanx  ab- 
gehalten worden.     Befehl,  darüber  zu  herichtett.    1617  Mai  17. 

(Kons.,  ebendn.) 

2204. 

LanäesfiirstlicJirr  Befehl  an  deti  ViiedotH  von  Krain:   die  ßoo- 

xisehen  Diener  auf  Burg  Neudegg,  die  die  Wallfahrten  in  Badaa- 

resseln  sttirten,  gefänglich  eineusiehen.    1617  Juli  24. 

(Ko'iu.,  ebeiida.) 

2200. 

Fivdinand  II.  an  den  Pfarrer  eu  Badkershurg:  Etliche  sur  Pfarre 
Klück  Gehirrige.,  die  sich  mit  Beicht  und  Konimamoti  nicht  ein- 
gestellt, sollen  mi  Ilaudeii  unserfr  Iiegi/nt7ig  eitiert  werden.  Audi 
ist  ein  Verzeichnis  der  Grujidhejrscliaften  eine\tsenden,  wohiti  sie 
gekikett.  1017  Juli  27. 
(Konx.,  «blind«.} 

2206. 

Ferdinand  IL  an  alle  geistlichm  Ohriyheiien:  Der  Endtisehof 
von  SaUburg  Marx  Sittich  wird  demnächst  eine  Visitatio7t  aüer 
Gotteshäuser  der  Seckauer  UiÖseae  vomchmm.  lAindesfürsÜieht. 
Kommissäre  erscheinen  eur  Erhaltung  unserer  Tcniporaliiät.  Bai 
heilsame  Werk  ru  ßrdern,  soll  alles  Notwendige  vorgekehrt  werden, 
veas  Kur  Befonnierung  der  Klerisei  und  Erhaltung  guter  t^dnung 
dient.    1617  Juli  2S. 

(Kons.,  abuida.) 


719 


I 


2207. 

Ferdinand  IL  an  die  BeUgionsreformalwmkommissäre  in  Kram: 

Wiejcohl  der  Landschreiher  David  Pantnlroji  Bdcge  für  seines 
Vaters  cfehabie  ,JFreiheit'  (Landmannschaft)  vorgebracht,  so  «•- 
$cJieint  docJi,  daß  er,  che  er  eu  eii^em  La%\dmanne  angenomtuen 
tvurdc,  an^gcschafft  worden  ist.  T>ic  Brüder  Tauialeon  haben 
gn  ihrer  Bekehrung  vide  l'ermine  erhalten:  nun  sittd  sie  nach 
Zahlung  des  10.  Pfennigs  auseuschaffen.    1617  September, 

(Eonx.,  Statth.-Archiv  Oru.) 

Aiu  13.  Uexember  ersuirbt  l'antjileon  um  Brlasfang  d«s  10.  rrennigi 
uod  ilnß  er  aodi  zwei  Jatir«  im  L«nd«  bl«ib«a  <lUrfe  (ebenda).  Am  18.  Pc- 
tembvr  bitten  (reietliche  nnd  weltliebe  Stünde  fitr  ihn  (ebenda). 

22()8. 

Ferdinand  IL  betviüigt  den  Jesuiten   in  Leohen   kraß   ,«ßen<m 

Gahshricfes' f  die  ihnen  geschenkte  Burg  daselbst  mit  uUeni  Zu- 

gehOr  für  alle  Zukunft  nadi  ihrem  ciye»en  H'iM««  eu  henüteen. 

Grae,  1617  I^ovctnber  10. 

(Kop.,  Sl.  L..A,.  Chr.  B.) 

2209. 

Pater  Lamormain  an  die  Regierung:  WineoM  vor  tcenigeii  Tagen 
der  Scherge  des  Herrn  von  Stuhenhcrg,  weil  er  einem  Bauern- 
buben  herauagoiötigi,  iras  er  seinem  Beichtvater  sub  sifpUo  con- 
fesaionis  vertraut  und  darum  von  dem  Züchtiger  mit  Ruten  ge- 
peitscht und  aus  Steiermark  verwiesen  wurde,  hat  er  sich  doch 
wieder  ins  Mürttal  und  nach  Kapfenlerg  legcbcti,  geht  im  Schlosse 
ein  und  aus,  konver.tiert  und  handelt  mit  den  Bauern  wie  euvor 
und  bringt  frevelhafte  Worte  vor,  alles  eur  Ven^fittuiig  der  Beicht. 
Daher  bin  ich  genötigt,  die  Sache  an  E.  F.  G.  gelangen  eu  lassen, 
mit  der  Bitte^  soldtetn  unserer  hatholixhen  Religion  und  dem 
sigillo   confesßioni«    ärgerlichen   Übel   mu    begegnen.     1617  No- 

veniber  10. 

(Eigenh.  SUtUi.ArcbiT  Grau.    Oem.  Kop.  1017.) 
Die  Verorilnnug  roin  l>>.  November,  den  Schergen  «Iniaxiehen  («benda). 

2210. 

Ferdinand  IL  an  den  P.  Rektor  (des  JesuitenköUegtums)  in  fJra** 
Befeld,  die  halsstarrigen  ünkatholischen  von  Lieseregg,  Pürg  im 


720 


Etmstal,  Wiilirdorf  und  im   Hinieriiherg  tu  ritieren   und  die 

geeigneten  Mittel  anzutvendcti,   um  sie  eur  katholi$eftm  Rdigion 

fw  bekehren.    Örae,  1027  November  15. 

(Kfinn.,  Sti«Iüi.-Arehi¥  Or»B.) 

Ferdiniind  .  .  .  Wir  itiicsscn  gianbwtlrtlig  vcmcrabcn,  wie 
(laä  sich  tu  iter  pfnrr  Liseregg  in  Kürndtcn  gcleg^ea  vil  nit  allain 
ungeborsarabc,  sonder  aucli  gar  baUstairige  pfarrkinder  befinden 
sollen,  tlmils  weliche  sicli  dem  alten  cath.  gebraucb  nach  mit 
der  LI.  peicht  und  cominunion  in  langer  zeit  nit  eingestelt,  tbaile 
auch  noch  uncatholi&ch  nnd  sich  zn  nnserm  aUainseligniachen- 
den  apostolischen  glauben  mit  niphten  lendcn  laasen  wollen. 
Wan  wnr  aber  aus  tragenden  schuldigen  eyfer  zu  der  eatho- 
lischcn  leligion  gn.  nit  gemaintf  derlay  ungehorsam be  hart- 
tieckige  pfarrkinder  in  unsern  landen  zu  gedulden,  sondern 
gegen  nienntglich  in  crafl  lanserer  haiUamen  religionsrefonnaÜon 
ein  durchaus  gchnnde  gloieliheit  zu  gebrauchen  und  stu  ver- 
fahren, so  ist  demnach  nnser  gn.  bevetch  hiemit  an  dich,  daas 
du  bei  jetziger  deiner  nach  Liseregg  und  derselben  enden  vor- 
habenden rals  die  pfarkirder  daselbst  fllr  diuh  erforderest,  inen 
dise  unser  gn.  mainung  fUrhallest  nnd  mttglichslen  vleiss  an- 
wendest, dflmit  nit  allain  die  nngchorsaniben,  so  sich  /-u  orden- 
licher zeit  mit  der  hl.  beic-lit  und  commnniun  nit  eingestellt^  zum 
schuldigen  gchorsamb  gebracht,  sondern  anoh  diejenigen  noch 
uncatholischen  infonuierL  und  bu  unserer  allain  aeligma<>henden 
catholischcn  religioii  getendt  werden,  damit  im  widrigen  nit 
noth  sey,  sie  hieher  fiir  unsere  n.-<J.  regiernng  zu  citieren  und 
andere  ernstlichere  uiitl  gegen  inen  flirzuiiemhen.  Sein  also 
deiner  verrichlungsvelHtion  hierauf  gn.  gewttrlig.  Und  es  be- 
schiebt  auch  etc.     QHltz   16.  Novevthrln  IfilT. 

An.  P.  rector  alhie. 

/n  rimiii:  , Wegen  d*r  l-'farrkimicr  hu  PUrit  im  EnnMhul  nnd  Uitt^m- 
dorf  im  llinderaljori;.'  RpfiisUnturvt'miPTk;  ,«t1iclie  in  «Irr  ]irarr  LiRer«|^, 
ilMt  hfli  d«r  [iTarr  zu  l'Drf;  im  EmisÜial  und  in  der  {ifurr  Mittcrndorf  iu 
Hindr-niii/^rfr  «icb  l>i<fiiid«ni]s  uugcliorsKinS«  iiDcathoHicli«  pfirrktndttr  b«- 
lieffBiidt.     ICx  o/ßi-lo  cito.' 

2211. 

Ferdinand  JL  an  den  Aiti  zu  Admont:  Der  trepen  der  Jieligion 
aHSfjewiesate  GcirerJce  Georg  Thaihummer  i$l  zwar  außer  l^nd 


4 


4 


731 


geßOge»,  aber  sein  glekhfaUs  unhttholischer  Siicfsohn  Balthasar 
Paus  ist  noch  im  Lande.  Auch  soll  er  sein  Hammerwerk  so 
überschiitMen,  daß  es  nicmaiul  Jcaufl.  Er  hofft,  dadurch  der  Aus- 
tceisung  eti  entgehen.  Diese  ÜhersclUiisung  i»  iVaadem  religionis 
i^  nicht  SU  dtdden,  Pans  anssutceisen,  das  Hammerwerk  su 
scfiäUeii   und  an  katholische  Hammerleute  ^u  verkaufen.    1617 

November  27. 

(Ebeadt.) 


2212, 


rDie  lieliyionsteformaticnskotnmissäre  von  Krain  eitieren  Samuel 
Hasiber,  Harn  Arier  und  Sohn,  Hans  Friedrich  Khatschitsch, 
Christoph  Gnädita,  Balthasar  GoldseJian,  Daniel  Drspalimütsch, 
jeden  insbesondere  für  tleti  0.  Mär;,  bei  Strafe  von  100  Dukaten 
im  Falle  des  Nicfiterscheinens  in  die  bischöfliche  Pfalis.  Laibach, 
1617  Deeemher  1. 


{Orlg,,  L  -A.  Kriin.) 


2213. 


■        Verhandlungen  der  Krainer  Religionsreformatiotiskommission. 
^^^L  Laibnch,  1617  Descmhcr  1. 

^^^B  (Prot.  d«r  Bet-Bsfuru).  Krain.) 

w    »* 


I 


Vor  dem  Blacbaf  unrl  LandeaTixeilom.  Vorliamlült  wiril  A\n  Sac^h« 
Djirid  Paataleona,  far  dan  A\a  Mit{;lietlar  dar  Land-  und  ilofreclitfl  und 
wadere  AdeUj^B  rine  IntcnuMion  Dingolcj^t  liKttoti.  Er  wird  lautt  scinca 
UrUdern  aua  ilon  Erblandeii  (f«wiv««a  and  kixl  den  l'^.  Pfennig  zu  zalileii. 
PaoUleon  v«riae]dct,  sein  Brndcr  Mi  bereita  hcimUch  aich  Ostttreich  g«- 
togen.  Auch  die  Drumblitii-SAchc  (Nähores  iVbIt)  kam  vax  Verhandlung. 
Detglolchcn  werden  die  Brüder  Arter  eitiert  und  die  Verhandlung  gfif[«n  Hahr 
Artfir  am  fl.  n«aember  vorgeiioinmen.  Arn  1&.  viinl  Jakob  Pantaleim  tind 
Samitcl  llaaitter  die  laiideafUrfitliche  Keaolution  TorKe1ßs«a.  LeUUirer  meint, 
lie  geba  nnr  auf  die  Brüder  Pantnleou.  Bcicbluß:  or  muß  «ntweder  im 
Lande  katholiscb  bl«ibon  »der  den  10.  Pfennig  sablen  und  auiwaadvrn.  Gegeo 
Ifani  Atter  wird  der  ProMß  am  6.  Januar  1618  lorlgesetst;  er  wird  neuerdings 
banditiiert,  «rliSIt  aber  noch  6  Wochen  und  3  Tage  Aufnchub.  Donelba  Urteil 
wird  gegf^n  Haiilber  [jubliziert.  An  dctoflelbeu  Tage  wird  die  FriodlKbc 
Schwester  in  Arreat  genommen.  Am  !l.  erhält  Jakob  PaDlaleon  6  Wuchen  und 
3  Tage  Zeit  zum  Abaiige.  Mittlerweile  erging  am  3.  Januar  ein  Befebl  nti 
die  KonimiaaioD,  Haaiber  als  Latidmann  zu  behandeln,  und  swet  Tage  ({»Kirr, 
David  PaDtaleoD  eine  FriJlenitTcckiing  bil  S4.  Jaoi  xa  gewHhren  ;8tatlh.- Archiv 
Or«»).  Am  SS.  Februar  eibiilt  Arter  die  Erlaabnia,  bla  xuf  weiteres  im  Lande 
roDl^i.   II.  Abi.   Bl.LX.  40 


722 


eil  bleiben  (nbenda).  G(>g«a  die  FAmiUe  P«nUleon  l>ria|E;t  der  Biscboi  roa 
Laibxcb  »m  HI.  Januar  »cbw«re  Klagen  rar  («bcnd»).  Über  die-  Such»  P«n. 
laleoni  PTithäU  äai  SUttli. •Archiv  Grat,  g»m.  Kop.  tAn^Tt  gxnten  FftsukM 
Akt^D.    Es  btindoU  «ich  utn  nene  FrUtcntreekiinf^.n. 

2214. 

Ferdinand  Tl.  an  die  von  Fürst-eufcld:    Tadd  ihres  ärgerlicMct» 
Lebens  und  daß  sk  sich  nickt  mir  Jirichi  und  Kommunion  ein- 
stellen.   Gras,  Ut7  Dezember  20. 
[Koat.,  SUUh.' Archiv  Gru.  Gem.  Eop.) 

22  Lö. 

Ferdinand  II.  an    rfe»  Ähi  v<m  Admont:    Die   innerberffischeu 

üammerleute  erhalten  noch  einen  halbjährigen  Termin,  um  tkre 

Ilammerwerkt)  zu  verknufen.    JIMS  Janwir  75. 

(Koiic,  Ötalth.-Arcliiv  Ora».    (Jcm.  Kop.) 

2216. 

Derselbe  an  den  Pfarrer  zu  Tintcl;:  liefehl,  dnn  ärtjierlieken  wi- 
icatholiseJtcn  Leben  der  Leute  in  Brück  eu  sicuern.  1618  Janvar  15. 

(KoDz.f  ebenda) 

2217. 

Derselbe  an  den  Er^triester  in  Üfitcrlraiti :  Tadei  über  das  Vcr- 
ludien  des  Scehorijers  in  Stein.    1616  Januar  20. 

(Ebrnd*.) 

2218. 

Richter  und  Rat  von  Rudolfswerth  bestätigen,  daß  Daniel  Schteiteer, 
Reliffionsrefnrmatinrisselcreiiir,  aus  weiland  Maria  Heinricher,  fJte- 
maligen  Bürgerin  ^n  litidolfswerth,  hititerlassenem  Vermiigen  den 
gebührenden  10.  Pfennig  von  den  Erben  per  iO  ß.  rh.  etnpfanget* 
hat.    Ruddfswerth,  10 IS  Januar  26, 

(Orie.,  L,-A.Kta,lii.) 

ITidini  gehört  ein  Z<«t|p1:  .WVilleuilt  Marie»  Huinricherin,  gewutca 
bar^erin  vm  RnodoKaweitb  ««1.  litot^rlasün«  erb(-n,  deren  >]rey  theil  gewml 
Min,  wriln  zven  thpil  all  Sembler  nnd  Wiirtrcr  uticatholixch  unr!  wi<l»runiK 
nach  irem  bauHwcsen  binane«K«iiogen,  also  baben  iy  diircb  die  vun  Ruedolä- 
werth  mir  10  fl.  xe]i<-ad(in  pfpnnig'  rricgt.  .  .  .  Schwitxer.' 


I 


Ferdinand  IL  an  die  RdiffiotisreformalionsJcmiimimon  in  Krain: 

in  der  Sache  des  Hans  Arider  bis  auf  weitere  Entsi^eidumj  StiU- 

stand  jnt  halten.     Grai,  1618  Fthrwxr  22. 

(Kons.,  gtatth.-Arobiv  Uru.   Qem.  Kop.) 

2220. 

LandesfvrstUcher  BefeH  an  den  Pfarrer  von  Spittal:  soU  he- 
nantiie  Personen  sur  Einvernehnutig  vor  die  niederüsterrcichiscJie 

Hegierang  scJiickcn.    IftlH  April  6. 

(Konz.,  Sutth.-Ari'liiv  Orais.   Gem.  Kop.) 

Ein  glciclicr  Befehl  g«]it  an  ik-ratulbeu  T»i;o  ia  Paul  KbeTMihUller 
(ebenda). 

3331. 

Landes  für  siliciter  Befehl  an  die  Reiiffiotisreformationskommisxsion 

in  Krain:  die  Dokmnenie,  betreffend  die  iMHdsmaunscIiaft  Samuel 

Ilasibers,    an   die   Reijitrnng   su    schicken.    Graz,  1618  April  6. 

(Kon«.,  SUtlli  -ArBljW  Gr»«.   Gem.  Kop.) 

Wird  noobtnals  im  Aagiut  vetlangt  gebend»,  Rep.). 

2232. 

Ferdinand  II.  an  den  Bischof  von  Seckau:  er  möge  bei  seinem 
Klerus  daroh  sein,  daß  die  Anniversarien  für  das  UMiehe  Haas 
Österreich  fleißiger  gehalten  icerden.  Den  Erjsprieslertt  sind  Jalir 
für  Jahr  die  Stexuiniwüungen  vorsulegcn.  Die  Pfarrer  sollen 
auf  sektische  I^eutc  fleißig   achihahen   und  sie  namltaß  machen. 

1618  April  21. 

(Knux.,  ebenda,  geni-  Kop.) 

2223. 

Kaspar  von  Lanthieri  hat  um  Erstattung  des  10.  Pfennigs  er- 
sucht, so  er  für  Vimem  Amigon  jm  Wijijiaijh  erlegte.     Landes- 
fürstlicher BefsIU  an  den  Vizcdom  zu  Laibach,  mit  dem  Genannten 
nadi  BUligkeit  rii  handeln.    1618  AprU  24. 

(Ebenda.) 


Die  Kanfsiimtne  betrag  3166  fl.  (ebenda). 


4«» 


724 


2224. 


LandesfüntlicJicr  Befiehl  an  die  lidigiomrcfortnationsJconimissäre 

in  Krain:    liefc.hl,    Georg  Sterlr.   den  van  ihm  aftgeforderlen  10. 

Pfennig  nac/uruseiien   und  die  von  ihm  gezahlten  JOO  fi.  zu  re- 

sliiuiereH.    Gras,  1618  Mai  9. 

(Kons.,  ebnniix.) 
Sterte  Ist  Soldat  In  Karlitidt. 


2225. 

LandesfürsUichcr  Befehl  an  den  Frojtst  jbh  Rottenmann :  Berieht 
m  erstatten,  ob  ürhan  Vctscher  katJtolisek   ist.     1618  Mai  10. 

(Konc,  eb«mla.) 

222ß. 

Landesfürstliches  Dekret,  betreffend  die  Ausrottung  noch  etliche 
bei  I{ottenmann  sich  aufhaltender  r/leger.    1618  Juli. 

(Stattb.- Archiv  üiu.    Ueiu.  Kup.,  Rvf.) 

2227. 

Ferdinand  IL  an  Georg  Herrn  von  Stnhenbcrg  (und  in  dt 
Abwcsenheii  seinem  V{kijcr  in  Kapfenberg  zususteUat):  Er 
in  KrfttJiruny  gebracht,  dajS,  wenn  in  Kapfenberg  ein  Verbrecher 
hingerichtet  werden  soU  und  sich  auch  su  einem  seligen  Ende 
schicken  wollte,  für  diesen  Zweck  kein  katkoUscfi^  Priester  vor- 
handen ist.  Da  es  weder  vor  Gott  noch  vor  der  Welt  rerant- 
tcortlich  ist,  jemanden  an  seinem  Scdenhcäc  ru  verkUr^cn,  $o 
ergeht  hicmit  an  ihn  der  Befehl,  ivenn  kinfiir  in  seincni  I^nd- 
gcrichtc  eine  Malcßzpcrson  hinzurichten  ist,  daß  ihr  stets  ein 
katholischer  Priester  zur  EntgegcnuaJime  der  Beicht  und  Empfang 
der  Kommunion  heigestelU   werde.     Gras,   1618  September  10, 

(Orig,  bt.  L.-A.,  Stu benborg-AktiBn,  Ür^vurefarm;  Kons.,  Statth.-Arcbiv  Ora&.) 

2228. 

Die  HdigionsreformationskotnmisSiire  von  Kratn  sitieren:  Gnäditj 
tind  Frau,  Hans  Friedrich  Kt'itschitsck  eu  Weixlsiein,  Rosina 
Kutschiisch  und  Regina  Prenin  ebenda,  Josef  Stnißer  und  seine 
Schtcester   Benigna,    Bartlmc  Schicäbl  im  Weiugdtirge  bei  Hat- 


725 


I 
I 


schacJt,  Hans  Wretel,  Bürger  zu  Batschacl»,  Hans  Formachef  su 
Gitttpl,  Hans  JurJeawitsch,  Mo^ous  Pfleger  und  Georg  Schinder- 
leins Uammermeisiet  und  Bergknappen  für  den  20.  Okiober  16i8 
bei  Strafe  von  75  IJnk4itett  in  die  hischo/Uelie  PfaU.  Laihach^ 
UJ8  Seplenthcr  37. 
(Orig.,  L.A.  Kraiu.) 

2229. 

Ferdinand  II.  an  die  eit  Marburg:  Iteßehlt  die  Abstellung  der 
daselbst  sowohl  in  getatiicheti  als  auch  in  wdtlielteti  Dingen  vor- 
kommenden Unordnung,  tcornach  die  g^otenen  Sonti-  und  Feier- 
tage nicht  gehalten,  die  Gt^hahscJtaften  schlecht  administriert,  bei 
den  Wirten  unsidässige  Eigennütelgleit  gehrauehi  und  strafmäßiger 
Wuclier  geübt  mrd.    Grae,  lOl'J  Januar  S. 

(KoPx.,  SuttlL-Anliiv  Orai.   Ueiu.  Kop.) 

2230, 

Landesfiirstlieher  Sefefd   an  den  Abt  lu  Neuherg:   seine  hierin 

^egifieierieix   Untertanen  vor  die   Jlegientng   tu   stdien.     Graz, 

1619  Januar  10. 

(Koni.,  clHuiila ) 

In  »tattü  an  Oeor^  llcirn  roit  Slubenberg,  Frna  Wempüti  ku  Pflllau, 
N.  UnterhoIxAr  iii  Kmiticliln-rg:  nnil  Uliicli  Clirtitnph  von  SchKrleaberg.  Gs 
liMidelt  Hcli  walirMilieiulk-h  um  ProtiMtuiitea. 

2231. 

Landf^fürsilicJicr  Befehl  nn  die  von  Krainburg:  jene,  die  nicht 

alUnn   an   den    Vorabenden  von   St.  Matthäus   und  St.  Thomas, 

sondern  auch  aUe  Samstage  und  gebotenen  Fastiage  Fleisch  essen 

und  an  Festtagen  arbeiten,  su  strafen.    1€19  Januar  10. 

(K«ai^  Btilth.-Atclüv  Gru.  Garn.  Kop.) 

2232. 

Landesfurstlicher  Jiefchl,  tlcn  nach  Hans  Weikhart  ürschin  Grafeti 

vott  Blageg  ^niruckgt-hssetiett  Kindern  durch  das  Schrannengencht 

kathotiscJu:  Gerhalten  ru  bestellen.    1019  Januar  21. 

(.Kons.,  ebenda.) 


726 


S333. 

LandesfÜTSÜicher  HefeH  an  den  Pfarrer  sit  J/wredt  Daniel  SeJtla- 

mint/er:  er  soll  elliehc  unJcalholische  PfarrkhiJer  examinieren  und 

dann  berichten.    Jöl'J  Tehrvar  20, 

(Konz^  SUktth.-ArchiT  tiru  ) 
/n  timäi  sneb   ao  dto  Verwalter   und  ftU<ltschr«iber  su  Kaalkenburg. 

2234. 

Ferdinand  II.  an  die  von  Badlier^Hrg:  soUen  den  ^Firkauf  an 
Sonti'  und  Feitrtagen  vor  dem  Stadttore  abstellen,     örtu,  ICli) 

Fehntar  26. 
(EoDx,  Sutth.-Arcbiv  Gras.  Ovm.  Eop.) 

223Ö. 

Lanäesßrsllielier  Befehl  an  die  I{eliffionsreformatio}iskomniIssäre 
in  Krain:  Jakdi  und  David  Pantaieon  i/ittcn  die  intierösierrei- 
chische  lieyierutig,  laiufer  im  Ixinde  bleiben  £U  dürfen  oder 
wenigstens  vom  10.  Pfennüje  befreit  ea  werden:  Bericht  und  Gut- 
achten ffu  erstattett.    1610  Mäf»  11. 

(KoDZ,  «licnda.) 

3236. 

Die  evangelischen  Stände  von  Steiermark  an  die  Verordneten: 
sie  haben  einen  epanyelischcn  Prädikanten,  Balthasar  Tiiisrh,  im 
Herrn  von  Batfhyany  in  Kaitenbrunn  erbeten,  der  drei  Jahre 
la7ig  mit  schlechter  Besoldung  verseJien  getcesett.  Bitte  um  eine 
Zubujie  für  ihn,  wie  sie  früher  dem  Herrn  Joachim  Chaericus 
eu  Neuhaus  gegeben  tcurde.  0.  0.  1619  Marx  16. 
(Oriff.,  St.  L.-A^  Chr.  R.} 

GazecRhnet;  Krani  von  Ht^bttrrtArff,  Ortolf  ron  TftuR'f'nbach,  Bigmiinil 
Friedrich  rnn  liieiajtacli,   Utto  Frit-dricli  von  IjengliAini  und  lOrastnus  Wag». 

2237. 

Die  SdMuerschen  Eiben  bitten  um  Erlassung  des  10.  Pfennigs 

und  Helaxierung  der  arrestierten  Sckauersclten  Erbschaft.  Landes- 

fiirstlicher   Befehl  an  die  su  Pettau    und  Wolf  Sigmund    von 

Herbersiein  um  Berieht.    1619  Muri  23. 

lEbenda.) 


727 


323B. 


Sitsanna  Sdiutuan  in  Drüsen  an  die  inneröslerreiehiscfie  lirffierung: 

bittet,   SU  ihrer  Erbschaß  nach  ihrer  Mutttr  ohne  Iteicftuny  des 

10.  Pfennigs  ßmjdasseti  su  werden.    1619  April  4. 

2239. 

Ferdinand  II.  o»  die  Er^prieiler  in  Steter,  Krain,  Kärnten  und 

im  Sanntale:  die  yeiitlicheti  Pfarrherreiy  und  Benefiziaten  sollen 

alljährlich  die  Steueni   hesahlm   »nd  die  Quittungen  den  lOre- 

prieslern  loci  in  onginali  vorleffeu.    Grai,  1079  April  4. 

{Koat ,  8uttb.-Arcltiv  Ora«,   Gcni,  Koji.) 

2240. 

Ferdinand  IL  an  den  Abt  von  Si.  Paul  und  den  Ersprietter 
von  Unterkärnten:  verlangt  Bericht  über  die  Bitte  des  Pfarrers 
Matthäus  Senex  zu  Klagenfurt,  tlamit  ihm  die  800  ft.,  so  Wolf 
Dietrich,  iveiland  Erzbischof  zu  SaUburg,  zu  besserer  Unterhaltung 
eines  Pfarrers  dahin  gestiftet,  aus  der  Jlinierlassenschaß  des  Hi- 
schofs  (ieorg  von  Lavant  entrichtet  leerden.  Gra*,  I0t9  Aprif  39. 

2241. 

Landesfdrstliciter  Befehl  an  Paul  KnecJtil  und  Adam  Lenteen- 
dorfer,  daß  die  hinterlassene  Tochter  Daniel  IHnimehteiners, 
namens  Barbara,  aus  dem  Ungarischen  abgefordert  und  ihrett 
bestimmten  katholiscJiat  Gerhaben  iiherffelen  tverde.  16JV  Juni  18. 

(Kons,  «benila.) 

3242. 

Ferdinand  JI.  an  Richter  und  Rat  mh  Ubdadi:  sollen   den  von 

Georg  Schinagh  Ehewirtin  herrührenden  10.  Pfennig  tu  Uanden 

der  Regierung  erlegen.    Gras,  1019  Juni  22. 

[Kons.,  Slattli.- Archiv  Ura»    Qfitn.  Kv|>-) 

2243. 

Ferdinand  IL  an  den  Verweser  zu  Aussee:  verweist  ihm  sein 
ungebiUirliches   rerhtUten    gegenüber    dem   Pfarrer,   den    er   mit 


798 


Streichen   traHiere  mnd  dm*  er  dem   ZeAoil   irnwiyerfc 

JnU  16. 


un 


2244. 

IHe  steiritclten  Verordneten   werden   für  den  28.  Jidi  wnr  Em- 
ivrneAmuny  dex  Känätter  Ahijetandien  Wolf  CMristopk  Freiii 
von  Jierhentein  einberufen,    frnu,  1H19  Jnli  22. 

{ICuDs  ,  St.  L.-A^  Cbr.  fL, 

2246. 

Die  geheimen  Räte  an  dieM^ben:  ntii  Befremden  Iti/re  man  iSM 
der  beabtichtifflen  Zusammenhing ,  da  deri/leichen  von  I.  Kgi.  JT 
auch  früher  geahndet  tcorden.  Wenn  es  etwas  Wichtige*  ru  he- 
raten  gibt,  muß  es  von  allen  Stünden  mit  Vorwissen  des  Landet 
fürsten  gescheiten.  Die  Beschreibung  der  Landkute  ist  dama^ 
eineusieUen.  (Graxj  2619  Juli  36. 
(Oii«..  8t.  L  -A-,  Cbr.  B.) 

2246. 

Landesfürstiiches  Dekret  an  die  Verordneten  von  SteiermarW: 
Ein  Teil  der  Kärntner  Landleute  Juit  eineti  Gesandten,  Wdf 
Christoph  J^eiherm  v<m  Herherstein,  hieher  abgeordnet  und  die 
Verordnetet!  eine  Versammlung  sieirischer  Landleute  (ur  morgen 
einberufen.  Dieser  moduB  trnctandi  widerspricht  aüem  Ber- 
kommen,  denn  die  Gesandtschaß  ist  nur  von  einem  Teile  der 
Kärntner  beglaubigt,  icic  auch  die  Steirer  heitte  Fartlkularhand- 
lungen  vomehaien  Jeönnen  und  Verhandltmgen  nur  tnit  Wissen 
den  Landesfiirsfeii  gei)ßogen  werden  dürfen.  Befehl,  die  ange- 
sagte Virsammhng  ru  unterlassen  und  den  Gesandten  al/sattvisen, 
(Graz)  1G19  Juli  2t<. 

(Orip.,  »t.  L.-A,,  Chr.  K.) 

2247. 

Ferdinand  IT.  an  die  Verordneten  A.  C.  in  Steiermark:  inhibiert 

die   angestellte    Ztisammenhunff    sum    Ztcecke    der    Einvernahme 

des  Kärntner  Abgesandten  Wal f  Christoph  von  Herherstein.  Frank- 

fttrt  am  Main,  JtiJ9  Augttst  16. 

(Oiig.,  (5t.  L.-A.,  Chr.  H.) 


729 


Dm  Dekrat  gibt  aacb  den  Zw«ck  der  besbsiebtipUn  Ztuammenkunft 

sn:  .damit  heA  äorsßlbtg'^n  atif  vorgemdt««  Herbrrstiin  tnCindlicIipfl  vorbringen 
vou  aiuer  sup^djcatitfu  mi  mi»  umb  frrjrnUllu»^  oder  wiilarzulaHuni;  Am  un- 
catbolUdien  religioiitexercitü,  auch  «iiicr  »bicudunt;  aii  dos  II.  K.  alliio  nn- 
«reteode  weltlicbe  churfUriten  oder  beede  harni  viearhi  zu  nrlanguug  euren 
tntenU  .  .  .  g«baud1el  .  .  .  werde  .  .  .*  Wiewolil  die  gcbeltueo  Rute  lie 
•chdti  ab^etnaliDt,  so  wollen  »o  die  Zauttninenkunfl  laut  ihrer  am  30.  .Inli 
ping^it-hicktoa  Erklärung  Tiiolit  oinstellicii,  wcnhalb  er  sein  Befremden  ans- 
ilrtickt,  daß  sie  ia  olinfiliia  so  schwerer  Zeit  sieb  sti  solrbeni  unbi>fufrten 
Vorgelien  und  eu  Prakttkpii  bowogon  laBseu.  Erinnoruo;*  an  die  iltoren  in 
älinliolier  Sacke  organgenfin  Erlässe  aaniotillioh  von  I5i>9,  wo  ^r  sich  daliin 
eiklärt,  daß  er  es  bei  seiner  üauplreioluttoa  Teibleibun  lasM  und  daß  niau 
ihn  in  derlei  Sachen  in  liuLe  lauen  mOge.  Diei«  Besolution  »oll  nitt  GoKm 
Beiitand  aucb  iu  Zukunl^  uuge&ndvrt  bleiben,  sie  lelbil  lieh  aber  von 
niemandem  ku  tUHmr  Widerwkrtigkeit  ber«d«a  laueii- 


2248. 

LfiHdesfiirsllicher  Jiefrhl  an  die  voti  Hadkersburg:  sollen  icährend 
desUottesdienstes  an  ^oiin-  und  Feiertagen  das  unzulässige  Kaufen 

^t^Hd  Verkaufen  einstilien.    1619  November  20. 
(Kons.,  ebenda.} 
Der  Befehl  besieht  sich  aaeh  auf  die  Heligiönsrefbrnationskoromissioti. 


2249. 


Jkr  Pfarrer  von  St.  Veit  Hichard  Mavo»  an  Ferdinand  II.: 
berichtet  über  die  in  St.  Veit  herrschende  Unürdmmg  in  Relipions- 
sacheri.  Man  werde  kanm  mehr  als  IM  rechte  hitholische  Bürger 
fmdett,  vide  sind  offenkundig  Lutherische,  haben  Lutherisdte 
liibeln  ustc.  Der  Magistrat  sieht  ihnen  durch  die  Finger.  Klage 
gegen  die  Zechpröpsle.  hüte,  Kommissäre  zu  verordnen,  die  den 
Übelsiünden  abhelfen.  1(119  November  (30). 
(OHg.,  Statth.-Arcbiv  Orax,   Uom.  Kop.) 

Allergnedig'ister  .  .  .  Was  for  ein  grosse  Unordnung  %a 
S.  Veit  in  Kumten  in  glaubens-  und  religionswesen  ist,  kann 
ich  nit  unterlassen,  E.  Kays.  M'  ...  zu  liericliten.  Es  sind  der- 
jenigen, HO  i^icli  eileserlicli  und  mUndücIi  allein  bekennen,  ca- 
tlioliBcIi  7M  sein)  mehr  als  zu  Till,  also  dass  man  schwerjicli 
Äwelf  rechte  catliolische  burger  wird  finden.  Etliche  bekennen 
sich  rund  und  glatt,  [<utlberisc)i  zu  »ein,  kuminen  niemals  in 
die  kirclien  liinciu;  wann  aber  das  ambt  der  hl  uiees  gehalten 


730 


wirdtr  M  Uofen  cie  »Uiald  wklej— b  hbmm  od 
vsno  4i«  Terwaodhing  geadüdit,  mubb  ofaitfich  flÖKii  aewal 
am  frciTtae  als  am  wmbatag  vtd  aadem  TerboteneB  CfeBtt^ea, 
yenmachco  aJto  growe  crygm—  md  ob  iA  woU  dea  mir 
giatrst  n  h3f  «nniefe,  ao  w3l  er  eicbts  damaib  wüaea.  Um« 
vil  wfiUen  nit  xaduMHf  daai  Ire  kindn',  ao  da  ■tndÄem,  in  £• 
kirebcn  ■oUeo  za  der  IdodBriehr  oder  mesi  geben,  weil  sie  oba 
swdilel  Lniberiaeh  son,  rerverfea  aQe  ahe  catholiacbe  cere- 
Bouen  and  gebrSDch  cnd  wollen,  uum  aoD  sie  bei  ihren  La- 
tfaeriaeben  eeremonien  nnd  weaen  Terbleiben  Usmiu  HsbeD  ir 
vU  ia  etlichen  tarn  nienuüs  gebeichtet,  woUeo  «neli  Docb  aicbt 
fieicbten,  tind  ob  ich  wol  diejenigen,  m  za  Ostern  oder  Sa 
etliehen  iam  oder  oiemala  gebeichtei  haben,  offentlicb  rermaaei, 
daM  sie  Kicb  cdlea  za  der  beicbt  einstellen,  fonat  werde  leb 
ihr  bOehsteD  obrtgkeit  ihren  nngehoruun  berichten,  so  iat  doch 
hii  dato  nichts  ervolgt,  sondern  rerachten  sowol  den  gotSaa> 
dienst  ab  die  predig  und  alle  anderen  catb.  eeremonien,  fresMa 
and  tjaufen,  weil  man  den  gotxesdienst  haltet,  haben  aa^  ir 
ril  Lutherische  postÜu  und  biLlien  in  ihren  znt&mbenknnft,  die 
sie  aualcgeo  and  sein  der  Lutlicrischcn  bai^er  zehnmal  mehr 
als  der  calholischcn.  Halten  kein  festlagen,  ja  gar  an  Aller- 
heiligentag haben  bargermsister  und  andere  rttthe  ihre  Iftden 
ußcn  gehabt  and  bei  den  hl.  feyertagen  dienst,  gar  bej  dem 
frcjtliuf  botz  gcliackt,  dem  pfarrer  zu  spoLt.  Dana  ein  ma 
gistrat  durch  die  finger  sifat,  ziehen  die  geistlichen  guter  an 
liieh  auf  vitcrlay  weis.  Es  seind  aufh  unter  ihnen  kircti[irüpaten, 
HO  nteinal»  in  die  kircheu  kommen  and  in  die  10  oder  2U  iam 
nivnmlH  gebeichtet  haben,  geben  der  kirchen  kaofrecht  nit  umb 
gelt  UM»,  damit  der  armen  kirchen  mOchte  geholfen  werden, 
sundem  unib  fressen  und  saofen  tuid  entziehen  von  den  kirchen, 
weil  sie  die  urbaricn  haben,  was  sie  nun  wollen,  geben  auch 
vor  dem  pfarrer  kain  raittung,  also  dass  hiedarch  die  kirchen 
nit  vermag  altArlUcher  allein  zu  haben.  Haben  auch  drc,vmal 
mclir  pfarrgUeter  als  der  pfarrer  nit  hat,  und  muess  der  pfarrer 
die  stenern  richtig  machen.  Der  freythof  ist  allem  vieh  offen, 
CS  weiden  die  barger  ihre  khüe  und  schwein,  vor  ehrn  xu 
melden,  mir  zu  einem  spott  aufm  freythofen,  haben  stftUen  und 
andre  unsaubere  orter  aufn  freythofen,  dahero  ein  grosser  ge- 
»tnnk  oftcrmnlij  in  der  kirclicn  entsteht,  wollen  weder  kirch- 
gtttter  machen,  noch  niideru  zu  muehen  gestatten  lausen.    Und 


I 


• 


I 


731 

ob  ich  gleichwol  diseni  allem  mannichnial  widersprochen  hab, 
Bo  wirdt  dych  weder  bei  richter  oder  rath  kein  ausriclitnng 
nicht,  allain  dass  sie  micb  aaäspottcn.  Dahcro  folgt  auch,  dass 
gar  ein  Latherisches  weib,  äeischhackcrin,  aua  Anstiftung  anderer 
Lotherischcr  mir  vor  kurzer  zeit  ein  leich  Tor  dem  kirchhof 
mit  Spott  und  schand  getragen,  welchen  ich  am  montag  zu 
morgcua  hab  wellen  mit  ^ebUrlichen  ceremunien  begraben  laseeo, 
weilen  er  erst  am  sambstag  war  vcr^chiden.  Geben  mir  also 
in  allem  mass  und  ordnang  mit  spott  nrd  gewaidt  ihren  Lu- 
therischen gebreuchen  nach.  Darob  ein  magistrat  zusieht  und 
zuhilft.  Haltens  alle  mit  einander  wider  den  pfarrer,  darf  auch 
kaicer  den  andern  nit  anzaigen,  er  liab  kirchgUeter  aigentliuitib- 
licli  an  sich  gezogen  oder  was  sonst  wider  den  pfarrer  stref- 
licii  gehandit. 

Weilen  nun  dem  also  ist^  bitt  E.  K.  M'  ich  .  .  .,  die  wollen 
mir  aiiien  oder  zwcn  coinmissarivs  zucordncn,  die  oin  exocution 
in  diser  grossen  anordnong,  mit  mehrorii  empfindlichen  ernst 
weder  liishero  bescliehenj  verrichten.  Das  zu  deme  es  billich 
beschteht,  begehr  tcli  solches  qmb  E.  K.  M'  langwierig«  gesuiul- 
lieit  und  glüekhchc  regiorung  ...  zu  verdienen. 

E.  K.  M'  alleruiitertli.  .  .  .  capellan  lÜchardus  Mavon,  dwr 
hl.  Schrift  doctor,  hochf.  Salzb.  rath,  ptarrcr  an  St,  Veit  in 
Kttrnten. 

Du  Stück  wurd«  am  SO.  Mweaiber  der  uiedcrOiUtreiobttchoii  R«- 
gieniDg  mit  der  Weifung  zugestellt,  «Id«  ordentlich«  Untersnchang  fona- 
nebmon,  um  solcLe  SkmidilA  abxu9t«Ueo.  Am  3.  Desemhcr  wird  dorn  Laade«- 
hanpimauD,  Laodeüvtzcdoni  und  Acm  Ernjiriulcr  in  Kärnten  ein  gleicher 
Uefelil  zuleit.  Mariin  war  prat  seit  kurzem  iu  St.  Veit;  um  die  Ffarrfl  dl- 
»ulbst  war  er  ent  im  Mürz  1U19  dn^ekomiiien  (Rep.)  und  im  AagnA  in- 
■tsllicrl  wordaD. 

2250. 

Ferdiimnd  II.  an  ihn  LamleslMuplniann  von  Krain:  verlangt 
Bericht  über  die  K\a<j6  Karl  Äm'igons  gegen  den  MarUricktrr 
£u  Wippacfi,   der  von  ihm  unhefuyttrivetse  den  10.  Ffennig  ab- 
fordern wi^ite.    Gras,  1620  Januar  23. 

(Koni.,  Stattb.'Arehiv  GrtE.  <jtem.  Kop.) 


132 


iL 

Tolrias   Tauferer  wird  von   der   Krainer   Landschafl   mit    einer 

Jahresbesoldung  ton  300  fl.  als  medicns  im  Üestaüung  gmöntman. 

LaibcuJt,  im  Landtage  1620  F^uar  3, 

(Koax^  L-'A.  Kr&in.) 

Am  9.  Mii  A.  J.  ricliten  die  Stindo  ein  Int«nt«««iontiMlir»ihen  an 
dinsiid  II.,  Tsafercr,  Atr  bicIi  in  KnliKionmcfapti  sl«U  anttrillieh  TC(li«3t«n, 
im  LahiIo  XU  lauen.  Aus  mncr  uiitljitiflrten  Eingabe  Tautvren  *u  die  Stände 
geht  hervar,  daß  er  «lurvli  den  St«dtnc)it«r  vor  dm  Bischof  siliert  nordev 
der  ilim  einea  Tttnniii  »elxte,  iicli  ali  kallioluicti  lu  erklSreo  oder  abtcuielien. 
Ua  er  jenei  oicht  wolll«,  erlilclt  «r  eine»  T«rii)tn  tum  AIieo^ «  von  6  Wochen 
und  3  T«sen.  tnterxe«lonen  gehen  an  den  I<and«>haaptinann  nnd  deo  BifchoC 
Am  2^.  tVbrnar  1SS4  schreiben  die  im  Lantttajte  veniammelt<-n  welllielwa 
und  geistlichen  Stüoilc,  aie  kÜTinten  seiner  wihrcod  der  gefährliebea  Pet^ 
krauklieil  nicht  etitr>ten.  Am  37.  August  bcwilligeu  fie  au  seinem  Abxog« 
400  n.  (Koux.,  obouda)  und  »teilen  ihm  etu  WuhUcrbaltungsiCQgnit  «tu 
(Kona.,  ebenda):  er  habe  absiolien  mQuen,  weil  «r  «leb  der  KeTorniatioa 
ntcbt  unterwerfen,  wollte. 

2262. 

Ferdinand  IT.  an  den  Pfarrer  ett  Brvek  an  der  Mar:   heßehU 

iw*   neuem  die  Absifütmg  des  argerliclwn  Lehens  und  Wandtet 

so  einige  dtiselbst  führen.    Orajs,  IßÜO  Märe  14. 

[Kona  ,  Statth.-AniliW  Oraa.    Oera.  Kap.) 

2253. 

Die  Verordneien  A.  0.  von  Steiemiarh  an  die  von  Kärnien  und 
Krain:  hestüligen  den  Empfang  ihres  an  den  Abgesandten  tcegen 
des  vorhuhenden  Iteligionsnegotiums  gekommenen Schreibeiia.  Hätten 
gern  gewünscht,  doß  dieses  Iteilsame  Werk  den  (jewÜHSchteit  Effekt 
hätte;  sie  iverdeti  ober  von  detn  Gesandten  hören,  in  teas  temiiaia 
«  nun  ruht.    Grau,  1620  Mära  20. 

(Kona.,  Bl  L.-A.,  Chr.  R.) 


I 


< 


2254. 

Die  Verorduetni  t>on  Kratn  an  die  von  Steiermark:  Da  heim 
Utälen  Landlage  ihnen  gemessene  JiefeJde  gegt^n  wurden,  hei 
ihnen  und  in  Kärnten  Krkundigung  einsueiehen,  wie  es  mit  der 
vorgehabten  Petition  um  freie  Piwiieiung  ihres  exercitit  religiouis 


733 


Htul  den  auf  die  Ahgesandtcrei  anfgdaufenen  Kosten  siehe,  bitten 

9te,  über  beides  ^u  berichten.    Laibach,  1620  Mai  2. 

(Ong-,  8t.  L.-A.,  Cbr.  B.) 


I 


32ÖÖ. 

Ferdinand  IL  an  die  in  der  betreffenden  Sache  geordneten  Kmn- 
missiire  Abt  Georg  von  Viktring  und  Josef  Egg:  übersendet  ein 
Schreiben  des  Ersbischoß  Paris  von  Salzburg  an  die  Regierung 
in  Gras,  enthaltend  die  Klage  des  Pfarrers  Richard  Mavonius 
gegen  den  Bürgermeister,  Richter  und  Rat  uitd  die  game  Ge- 
meinde von  St.  Veit  und  heßeJUt  ihnen,  sieh  nach  St.  Veit  au. 
verfügen  und  die  Sache  leegen  seiner  Temporalitäty  iu  der  er 
bisher  nicht  gelangen  konnte,  tu  untersuchen,  nametitlich  icas  für 
Gitter  von  genannter  Pfarre  alientert  tcorden  sind.  Aach  die 
Klagen  derer  von  St.  Veit  sind  einzuvernehmen.  Grog,  1620  Juni  11. 

(KoDii.f  SUtth.-ArchiT  Qrax.    Gem.  Kop.) 

D«b«t  ein  Zett«l:  .Don  31.  Juli  Ist  iirutatt  Herrn  Eg^!  Hcit  C«rn- 
perg<!r  «af  ei»  Hnfdfikret  verordnet  und  der  KommiMionsbefchl  bd  ihn  ab- 
penoblckt  wofOeu.* 

2256. 

Ferdinand  IL  an  die  JReligionsrefonnalionskommission  in  Krain: 
Befehl,  SU  untersHcfirn,  (de  es  sich  mit  der  uiihiOtol! sehen  H>i6s- 
jicrson  Marusch  Jieisingcrin  verhüll,  die  nicht  bloß  nn  ärgerliches 
Leben  führt,  sondern  Kinder  und  Enkel  an  unkatholischc  Orte 
SU  schicken  Vorhabens  sriu  soll.  Da  sie  im  L*inde  nicht  bleiben 
fVoUc,  ist  ihr  der  10.  Pfennig  absanehmen.   Gras,  1620  Juni  27. 

{KotuL.,  sbenda.) 

2257. 

ndesfürstlieher  Befehl:  dem  aus  Oheröslerreich  entwichenen 
Karl  Jörger,  der  sich  in  Inneröstcrreidi  uufhalicn  soU,  nachzu- 
forschen und  ihn  gefangen  nacJt  Gras  zu  fuhren.     (Graz)  1620 

Oktober  24. 
(H.-,  H.-  u.  St.-A.  Stoivrm.,  Fut.  13.) 

Von  der  R.  Kais,  aucli  zu  Han^arii  und  Belmimb  Kpl.  M' 
.  .  .  dcroselben  i.-o.  rcpierung  .  .  .  anzujMiigCD.  ilmiinach  die 
R.  E.  M* .  .  .  beric-ht  empfangen,   das  Cart  Jörger,   so  noulicli 


734 

aas  dem  land  ob  der  Enns  entwichen,  sich  etwo  in  disen  I.  M* 
landen  befinden  solle,  als  wirdet  ermelter  regierung  hiemit  aaf- 
erlegt,  darob  zn  sein,  damit  aaf  ine,  Jörger,  gnete  acht  und 
aafsicht  gehalten,  demselben  in  bester  still  and  gehaimb  mit 
mttglich-  and  angelegensten  fleiss  nachgefragt  and  nachgesetzt 
auch  sobaldt  man  ime  erfaren  möchte,  er  gleich  stracks  be- 
hendigt gefangen  and  nach  Grätz  sicherlich  gelifert  werde.  .  .  . 

Ex  cons.  Sac.  Caes.  M'^'  intimo  24.  Oct.  620. 

D.  Grüenberg. 
2258. 

Georg  Herr  von  Siubenherg  an  die  VerordnetcH:    Dank  für  das 

Sehreiben  vom  6.  November  und  daß  sie  ihn  g»  der  teichtigen 

IVäktatiott  mit  erkoren.    Kapfenberg^  1630  Noven^>er  7, 

(Oiig^.,  Kons.,  St.  L.-A.,  StubeDberfr-Akt«n.) 

Hochwicrdig  .  .  .  Euer  herschaft  sein  meine  schaldige  aach 
willige  dienst  zavor.  Ew.  IP  schreiben  vom  G.  d.  Iiab  ich  in 
diser  standt  den  7.  amb  6  zu  abent  endfangen  und  inhalts  ver- 
numen.  Erfrei  mich  hochlichen,  dass  es  der  liebe  got  zu  einem 
solchen  anfang  gedeien  lassen,  durch  welchen  allein  dise  lilnder 
noch  ferner  in  aufrechten  standt  erhalten  werden  kincn.  Dass 
aber  E.  G.  u.  H.  ich  auch  zu  soUicher  hochen  und  wiclitifxen  trac- 
tation  erkiest  und  erfordert,  bedanke  ich  mich  g.inz  dieiistÜclien. 
Und  ob  ich  wol  (mich)  zu  dergleichen  sachen  nicht  Kcnuegsam 
erkenne,  wil  ich  mich  doch  ausser  gottes  gcwalt  gchorjiamlich 
einstellen.  .  .  .  Hoffe,  der  getreue  got,  der  diser  zwaior  fcindt 
pemict  so  weit  erwaikli,  werde  seinen  sogen  weiter  geben,  da- 
mit dem  erbfeint  tir  und  tor  zu  der  ganzen  crlstenheit  nicht 
unter  ainest  goüflenit)  und  viller  cristen  bluetvorgiessung  b.iider- 
seits  verbiet  werde.  Zu  dem  ich  mit  leib,  guet  und  bluot  gern 
das  meine  tbuen  wü.  .  .  .  Khajifenberg  den  7.  November   1(120. 

2259. 

Dekret,  betreffend  einen  r»  Klagenfurt  nufgcnommenen  unkatko- 
lischen  Apotheker.     HISO  De-cmhcr. 

(SUtth.-Archiv  Gru.    (<oni-  Kop  ,  Rrp) 
Im  Frbruar   1621   wird  die  Auiwvisung  des  Apothekers  v«rfüf;t' 


735 


3360. 


Qravaroina  religionis  der  VMichett  ernngelisciien  Stände  von  Steier- 
mark, KärHUm  und  Krain.    Jß30. 

(Nach  ainun  1630  gedruckten  Fluj^blxttc  tuitj^tDilt  vüp  Leiboufrott  iui  J*br- 
buche  fQr  Goioh.  des  ProtvsUatUuu«  in  Österreich  IV,  26.) 

2261. 

Landesfümiliciier  Befehl  «n  die  untf arische  Hoßamlei:  sciiiein 
Rate  und  Kämmerer  Freiherm  Georg  Bernhard  Urschenheck,  den 
er  teegen  seiner  dem  ITause  Österreich  i»  Hof-  und  Lajulümtern 
treu  geleisteten  Dienste  jsum  geheimcH  Haie  ernannt,  diesen  Ittel 
in  den  Zuschriften  su  gehen.  1G31  Januar  21. 
(Orig.,  Un;.  L.-A.,  Ciaa.  Aastr.  1621,  Mr.  1.) 

2263. 

Die  RdigiönsrefortnalioHshotnmissäre  zu  Bruch  an  den  Pfarrer 
ru  T^eoben  Johann  Georg  Mayer:  die  von  I,cohen  sollen  berichten, 
wie  es  an  Sonn-  und  Feiertagen  mit  dem  Aufmachen  der  Ver- 
kaufsläden, mit  der  Ahsetj!ung  des  Salzes  und  AUatluug  der 
Weine  an  diesen  Tagen,  endlich  mit  der  Haltung  der  Faste\i- 
gthote  an  Samstagen  und  anderen  Vi^fHien  h<dten.    Brück,  1021 

Januar  15. 
(Kop^  ai.  L-A.  I-«obeo.) 

2263. 

Ferdinand  II.  ««  die  Beligionsreformationskmnmissäre  in  Kraiu: 
Da  er  ghiuhmirdig  vernehne,  daß  cdUrhand  hetzerische,  ärger- 
liche und  hochverhotenc  liüeher  durch  etliche  Boten  in  das  Land 
geschlejtpt  und  den  sektisclien  Herren  und  Landleuten*  ver- 
kauft werden,  so  ergeht  der  Befehl,  fleißig  auf  soMtc  Verkäufer 
£u  achten,  iiinen  dir.  Ware  ahzttnehmen  und  alles  Weitere  su  vcr- 

atilassen.    Gras,  1621  Januar  15. 

(Orig.,  Statth -ArchiT  Grai.  Gen.  Kop.) 

2264. 

Ferdinand  II.  an  den  Ffarrer  Laurentius  Wredenius  mu  Tro- 
fatfoch:  Befdtlj  der  in  seiner  Pfarre  unter  seiner  Vencaliung 

*  B«ide  Worte  sind  uiiteralriehen. 


Vmardnung  eiitgegensulrHeM,  darunf  m  adten,  daß 

Feitrfage  gehalten,  Bekki  laä  Kommunion  stait- 

findet  u»w.    (Grat)  1621  Jamuw  26. 

(KODI.,  «b«Ddt.) 

TmUIuiI  irird  bemerkt,  daU  du  Wüte  den  Bucbof  tob  Oork  wibrca^ 
■WMK  jÜB^ea  Daicbr«tie  nichl  beherbergen  woUtca,  dlew  Mi«B  tn  zitiercB. 
1^  P>f<fcl  TAD  d«in>eIb«Q  Datum  aa  Ata  Mark  trieb  ter,  b^*falt  di«  Ait>- 
MkiAuc  d«a  dort  wider  die  R«li|ciour«foniutioD  aafgenomn'iifo  nnkath»- 
Itlk—  8Udlwbreib«n  und  dar  ankatboliiehen  Blis«r.  Ein  gleidivr  BafaU 
(«hl  «o  den  StAdlricbter  von  Trofijracfa. 


2265. 


lAtHtUsfürttlkhiT  Befehl,  Bericht  über  Emreieh  von  Lambery  n 

ersiatteHf  der  trott  seiner  BekeitruHg  sich  von  etMem  Prädikanlm 

trauen  ließ  ustc.    1621  März  8. 

(H.-,  H^  ■-  St-A.  6t«tentL,  Fan.  31.) 


!■!■■■  I 


Von  der  B.  K.  M*  .  .  .  deroselben  i.-ö.  regierang  uua-  , 
saigcn.  Es  khombe  fUr,  dss  berr  Ernreicb  von  Lamberg  .  . .  ^tf 
ungcacht  er  sich  Ton  seiner  vor  disem  gehabten  sectiscben  ^^ 
opinion  zu  der  cath.  religion  begeben,  .  .  .  sich  dnrcb  «ineo 
•eeUscben  predicanten  zaeambeagcbon  lassen  und  am  nechst- 
rerschinen  Aschermittwoch  zu  La^bach  sein  bochzeit  antrestelt 
und  wie  in  solchen  gelegenheiten  gebreuchig,  allennasaen  als 
wann  es  ausser  der  verbotnen  and  solcher  fastenzeit  wAre  mit 
ofienlichcn  flcischspcisen,  rnnmercjcn,  saitenspiln,  rennen  a.  dgl. 
zu.  diser  zeit  nnxuUssigcn  ftctibtu  nichts  nnderlassen.  Wann 
solche  elterliche  strafwüidige  insolenz  mit  nichten  zn  gestatten, 
also  Ist  I.  K.  M' .  .  .  bevelch,  dass  sy»  regierang,  alsp-ildi  Ver- 
ordnung thacn  wolle,  damit  in  ^-achen  .  .  .  grundlicher  bericht 
eingezogen  wurde.  Wann  dersclb  einkombt.  solle  sie  denselben 
sambt  iren  räthlichen  gatachten  gen  hof  Ubei^bcn.  . .  . 

Ex  cons.  S.  C.  M'*'  8.  Martii  1621. 

W.  V.  Kribenigh. 

Am  3fi.  Afril  1631  ergeht  «in  Schralben  &n  den  Bischof  ron  Laib*cb, 
lo  welcbem  d«r  Bericht  neuerdin^  TerlAiigt  wird  (Koua.,  Suttb.-Arciiir  Oras, 
(«n.  Kop )- 

2266. 

Kaiser  Ferdttumd  IT.  an  den  ErMjMriester  su  Vülach:  Strimgster 
lieffid.  lirrichi  zu  grhcH  über  die  strafmussige  Verhaliuiuj  der 
Uerren   und    Landleute  und  ihre   Bediensteten,   nametttlich  der 


I 


737 

KhevmhüUerschen    BeamUn,   tcelche  die  UntirtaHen  von  der  ka- 
thoUachen  Meiigion  abstehen  etc.    Grcu^  1621  Märe  30. 

(Kop-,  ArnoMtt«in«r  Akt«n,  Rndolän.  Kla^enfnrt.) 

Ferdinand  .  .  ,  Uns  kommt  glanbwierdig  fUr,  wasmassen 
in  unaerm  herzogtliamb  Kärndten  fast  allenthalben,  uisondor- 
beit  aber  amb  Villach  beramb.  allerlai  erg:erliuhe  nnordnangcn 
und  exueäs  durch  die  nncatholische  Herrn  und  landleutli.  aacli 
derselben  minütros  und  officier  nnnmehr  ohne  ainichen  scheichen 
veryebt  and  tllrgenommen  werden,  indeme  sie  za  sonders  hober 
verschimpfang  cnserer  hievor  ausgangnen  gemesaenen  verord- 
nongen  sich  höchst  unbefuegter  und  straf  massiger  weis  unter- 
stehen sollen,  nit  allein  den  geistlichen  in  ihren  funcHanibu» 
spürr  und  verhindernnss  au  tbuen,  sich  irer  Jurisdiction,  recht 
und  gerechisambe  anznmassen,  die  gUeter  den  pfarrern  nnd 
beneficien  fatcj  zu  entziehen  and  damit  ires  gefallens  zu  dis- 
ponierer, sondern  sogar  auch  auf  iren  schlossern  dnrch  ire  in 
glaubens Sachen  verfierte  päeger,  paeäagogot  oder  tudimagistroi 
üffentbche  predigen  halten  und  die  einfaltige  bauemschaft  und 
nndertlianen  dnrzue  bemefen  zu  lassen,  also  vil  inen  mlleglicb, 
sie  dardurch  in  irrthumb  und  ebigs  verderben  ircr  aoelon  hail 
BD  Sturzen,  inmassen  wir  dann  in  ipacie  von  den  KhcvenhUllern 
mit  lißchster  befrembdnng  und  missfallen  vernemen  mieaaen, 
dass  sie  nunmelir  die  Sachen  soweit  bracht,  doss  maisterthail 
irer  unterthanen  an  sonn-  nnd  Feiertagen  nit  mehr  in  ihre  orden- 
lichen pfarren  und  zu  gewohnlichem  gottesdienst  erscheinen. 
idern  in  di«  schliisser  lianfenweis  sich  verfiogen  and  aldorten 
(tischen  predigen  nnd  ermannngen  anhüren.  Welche  dann 
lurch  ainen  Khevenhullerischon  pfleger  Christoph  Schnee- 
weiss  genannt,  insonderheit  dahin  gesteh  sein  sollen,  von  dem 
cath.  glauben  abzustehen  and  iren  pfarrern  und  ordentlichen 
Seelsorgern  ainichen  respect  und  gesorsarab  sowol  in  tempora- 
libus  als  spiritualibua  nit  mer  zu  Uisten,  wie  dan  eben  dieser 
pfleger  auch  atnen  Tyroliechen  schnelmaister  bei  sich  erhalten, 
80  vor  wenig  monatcn  im  schloss  Landskron  wider  unser 
person  äflentlich  ain  höchst  scliimpflicho  sermon  oder  predig 
gethon  nnd  damit  seine  glaubensgenoseen  miiglicbist  dabin  an- 
geraizt  und  vermandt  haben  solle,  wider  ans,  nnser  woli'andirte 
religion  und  getreue  gchorsacnW  untorsässen  aafzustehn  und 
za  wehr  and  waffen  zu  greÜfen. 

PcdUb.  ILAVI.  Bd.LX.  47 


Wann  wir  non  diesem  schweren  trotx,  weit  auttebiuideiD 
üDgehorsamb  and  rerderblicbcm  tmweseD  ftnnbiegra  in  alweg 
gedenken  und  aber  vor  rerordDon^  gexiemender  miüen  aller 
dieser  s&cben  beschaffenbeit  gana  sattoi  and  ge^rOndteD  be- 
richta  nothwendig,  w»5  nemblidieD  ain-  nod  andererseits  in 
mueriB  fttrstenthnmb  Khircdten  «rider  obbenddte  anser  allaiD- 
Belijnnachende  religioOr  aucb  dcrentbalb  aueicn  so  vÜ  maieo 
widerholten  gana  gemessenen  Verordnungen  mwoI  dorch  berre 
und  UndleQlb  ab  deren  diener  and  ondertKanen  ftorirenombeii, 
▼eriebt  nnd  attendien  wierdet: 

ako  ist  hieniit  onser  gn.  bevelcb  an  dicb«  dafis  du,  wu 
dier  ditsfüls  in  aincm  oder  andern  bewflsst  oder  nocb  in  ge- 
wiaao  crfitfnheit  bringen  kannst,  solcbeB  mmtr  L-ft.  regumg 
■ahm  «Oigebengtem  deinem  gnetbedinkea  gans  «HTcmfenfiffc 
. .  .  beriebten  and  dkb  daran  icbtes  niebt  abbahen  lassen  sollest. 
. . .  Grits  den  30.  Martü  om»  1621. 

CoBniflBO  S.  Caea.  11*^  in  cooctSa. 

C-  Morita  ftviherr  aa  Herberstain. 

stattbaherambteTcrwalter. 

Josepbos  Elgg,  oantzter. 

JÜB  «Mmirtigaa  Vwitt     ,H. 
Im  lia  £0  nAi 


Caspar  Fremest. 
Rapbael  Utäach  d 


LmmdtsfiniUdm  Mint  mm  ^  Vt 
Ml'  m  JCI^faa/M.  Sit  «mm' 


789 


2368. 


Ferdinand  Tl.  an  Qeorg  Herr»  von  Stuhettberg:  Da  er  lericktei 
ist,  daß  eu  Kapfenberg  unter  der  Bürgerschaft  und  der  Pfarr- 
meuge  liäcrlei  hochärgerliche  und  strafwürdige  ExEcsse  sowohl 
in  Religions-  als  attch  j'^Utisciten  Sachen  vorkommeti,  sei  er  ver- 
ursacht, eine  Kommission  dahin  aheusenden.  Befehl,  sie  in  jeder 
Weise  su  untersiütsen.    Gras,  1621  April  29. 

(Konit.,  StA tth.- Archiv  Qru.    Gem.  Kop.) 

Des;^l«tch&u  an  di»  toh  L«oben  von  i^^leiehem  Dattun.  Ebenao  id  die 
EU  Brück  an  At^r  Mur  von  ilnmiictbcti  Datum.  Denen  von  Brnck  »d  der  Mar 
«turde  öiuo  iieiio  Kefurnialionsurdnuug  scliun  am  23.  Dezember  Iß'JO  gegeben 
(Kop.,  clieuJn).  lu  KapfeuLivrij;  wird  dar  VuniKltin«  d«r  Rffortiialiaii  durch 
did  J«juit«ii  widenprocliou,  da  »ie  keiuea  Befehl  ruiu  Pater  Rektor  vor- 
w«Ueu.  la  Ks^tfentierg^  s«ieii  etlicli«  ganz  ofteti  ,Luth«r«u«r'.  Erueutvr 
Befehl  an  die  vtm  Brück  im  Jnni  1621. 


2269. 

Ferdinand  Tl.  an  deti  Biscfiof  von  Laihach:  snU  wegen  des  ap<h 
stasiaten  Emretch  von  Lamherg  fUrdeiUdi  herichteti.    Grae^  1021 

Mai  22. 

(Konz.,  Statt h.- Archiv  Uraz.    Qnin.  Kop.) 

2270. 

Ferdinand  TT.  an  den  Pfarrer  mt  FeldbacJt:  habe  mit  Mißfallen 

vernümmeti,  daß  der  Bittmeisler  Hans  Sigisnmnd  von  Eibisteald 

in  seinem  Qtiartier  su  Feklbacft  öffentlich  verbotene  PosiiUen  liest. 

Befehl,  dieseti  Unfug  ah ii^ust eilen.    Qr<u,  1621  Juni  2. 

(Orlg.  Q.  KoDa,,  Statth. -Archiv  Uras.  Oom.  Koj>.) 

2271. 

Ferdinand  Tl.  an  Paul  von  Etbiswald:  Tadel,  daß  er  den  Be- 
formalionsmandaten  zuwider  seinem  gewesenen  Präeeptor,  der  si^ 
unlängst  außer  Land  von  einem  Prädikanten  trauen  ließ,  das 
Tlochreitsfest  in  Gras  angerichtet  haben  soU.  Grae,  1621  Juni  2. 

(Kona-,  ebenda.) 

Am  'S6.  Mai  war  der  BefRhl  ergangen,  den  PrSiceptor  vor  die  Kegiening 
KU  Btellen.  Der  PrSzeptnr  wurde  Ptleger  in  Kapfenberg.  Am  Sit.  Juni  IfiSI 
wird  ein  B^rfebl  HD  U[?or^  Uerra  von  ätubenberg  gesandt,  den  I'tte|;er  vor 
din  Itegioruag  au  (teilen  (Kons,,  ebenda). 


740 


2272. 

Ferdinand  II.  an  den  iMudobristen  N.  Rindsmaitl  in  Steiermturk: 

Tadd^  daß  er  deti  IHnkafelder  rrädikanUti  tu  Pemeck  heheritergt 

habe.    Grag,  1621  Juni  2. 

(KoQX.,  cbonda.) 

2273. 

Ferdinand  II.  an  die  von  Judenhurg:  soüeti  über  die  Bitte  Em- 
reichs  Saltmann  um  Nachsicht  des  von  seinetn  Bruder  herrühren- 
den 10.  Pfennigs  »ühereti  Bericht  ein&ende».    GroM,  1631  Juni  3. 

(Kour,  »btadju) 


2274. 


Be-M 
eine  H 


Ferdinand  II.  an  alle  nachgesetgten  Obrigkeiten  in  Kärnten : 
fehl,  den  Biüchof  Johann  Jakob  von  G-urk^  der  iviüens  ist, 
Visitation  in  spiritualibuB  et  temporitlibus  roretindiineti  und  um 
den  Beistand  de»   bracliiora   seculare  anlangt,  tu  unt^rstütsen. 
(Gras)  1621  September  4. 

[Koai.,  ^^Mtth.-ArchiT  Gruc) 

2275. 

Lnndesßirstlicher  Befehl  ati   deti  Pfarrer  eu  Klagenfurt: 
ittniTtmg  wessni  sich  I.  M'  über  seine  eingebraeJite  Denuntiation 
causa  religionie  resolviert  hat.'    1622  Mai. 
(SlitUi.-ArchiT  Or«,   Gem.  Kop.,  Äep.) 

Dft  die  ^enieiELon  Kop«iea  fttr  dieies  Jkhr  feblen,  iflt  nidit  sa  S4alittii, 
WM  gemeint  iat. 

2276. 

Krain,  sich  aufhaltende  unkathdiache  Personen  betreffend. 

1622  Mai. 

(EbendA.) 

2277. 

Etliche  im  Bcreogtume  Kärnten,    insonderfieit  aber  eu  Klagen' 

fürt    sich    befindende    unkatholische    Bürger    und   Landschafts- 

ofßfiere  betreffend.    1622  Mai. 

(Eljeiida.) 


* 


741 


aa78. 

N.  ScHussen  DenunÜation  in  Krain  etU<^er  verübter   KeUere* 
in  der  lieligionsreformaiion.    1622  Juli. 

(Ebenda.) 

2279. 

David  Panialeonis  ruwirfer  der  heilsfimrn  Rdigioasreformatüm 
verübte  calvitmche  Ketserei  betreffend.    1622  August. 

(Ebenda.) 

2280. 

An  die  Religiottsrefommtionskommissarien  in  Krain:  etiicher  un- 
katholischer Personen  und  anderer  Inkonvetiietisicn  halber.  1622 

September. 

(Ehtaia.) 

2281. 

Die  MU  Pettau  soften  Jakoben  Greiffen  samt  seinen  habenden  urtd 
«H  Nürnberg  gedruckten  Exemplnrieti  für  die  Hegierung  stellen. 

1622  Dezember. 

(Ebenda.) 

2282. 

Der  Landeshauptmann  David  Urschenbeck  an  Kaiser  FerdinandTL: 

teilt  mit,  daß  ungeachtet  auch  ein  katholischer  liatsherr  mit  eligiert 

K&rden,  bei  der  Bärgermeistertvahl  die  Mehrheit  auf  dm  Unka- 

tjtolischeti  gekommen  ist.    Klagenfurt,  U>22  Dejtember  23. 

ifitig.,  8uUh.-Areliiv  Graz.    Gem.  Kop.  ad  1628.) 

Allerdurchleuchtigister  .  .  .  Meinem  oblxgo  jfomUs  hab  ich 
.  .  .  bishero  .  .  .  nichts  nntcrlaseeii,  was  iederzcit  au  allergühor- 
samister  cicquirang  K.  K.  M*  bevclclicn,  sonderlich  in  dem 
h&chst  notwendigen  religionsweaen  zue  baiteamber  aoferbaolichcr 
fortpflanzong  geraichen  können  and  mir  zu  thuen  mUeglich  gc- 
west.  Inraaasen  dann  aach  an  yetzo,  als  mir  berichtlicb  fUr- 
komen,  das  N.  borge rmaister,  richter  nnd  ratli  albie  in  ihrer 
heurigen  gewöhnlichen  burgcrmaisl erwähl,  unerachtet  aucli  ein 
catholischer  mit  eligiert  worden,  dannoch  auf  den  uncathoSischon 
and  Lathcrischen  per  maiora  ihrn  discgno  und  schluess  gemacht, 


ich  Bcholdigist  nit  umbgcben  sollen,  inen  abscliriftlicb  beiliegen- 
des  warn-    und    einstellungsdeeret   aUobalden    zaezueferdigen; 
nichtsdestooiindcr  aber  aucb  dessen  E.  K.  M'  ■  .  .  zu  orinern.  .  , 
Clagenforth  den  23.  Decembri*  1622. 

irt  marffiite:  .Dem  b«mi  UndeahBapttnann  ...  so  ■cbreiben,  daß  tt.\ 
.  .  .  K^gen  in,  ermnlt^ti  uncatliolischcD,  mit  der  •nnehaffnnir  f^breachig«r-j 
mass&n  g«iz  uuTorachont  rnrfjilirn  sali».  .  .  .' 

Der  Luniloriiauftmann  s^ilircibt  nn  dio  von  Klagcufnrt  am  selben  Taj^e, 
daß  der  Q«n)ltitt(t,  w«aa  er  aicb  uicbt  fiOher  mit  Beicbt  nud  Kommuaino 
*in^at«l3t  habe,  oiclit  bMtXti^t  wird,  somlern  «in  «ndervr  au  wSbl«D  ilt| 
(ebenda).     Dia  Weiter«  siehe  tum  7.  Jaoaar  1623. 


2283. 

Am  eittem   Protokoll  über   eine  1623  in  Agram  staitgefundene' 

Visitation  der  St.  Marhiskirche. 

{ActA  Visit.  XUl,  ArdiiT  des  Erab.  Agram.) 

In  prirata  .  .  .  inqnisitlone  relatum  est  quendam  otiam  in- 
colam  Germanicae  nationis  arcalarinm  (?J  in  territorlo  praedictae 
civitatis  commorantem  esse  non  tantnm  occaltnm  sed  etiam  ap«r- 
tam  et  manifestum  haereticum,  qui  non  solnm  in  se  ipso  hae* 
resim  faceret,  voracu  etiam  cam  in  alÜ»  ilisseminaret  ac  promo- 
reret  certos  libroe  Emercticos  certis  diebns  festis  iiacrcticis  ad 
se  convenientibns  praelcgendo  quem  etiam  aiunt  alienam  oxorem 
pro  concabina  habere. 

Wir  haben  dluM  StOck  (I«i  Agramor  yiailalioasprotokDlIs  hi«r  aa^^ 
tiommcn,  wol1  man  daraui  cTuchcn  kann,  wie  tchwaeh  die  protMtantiMha 
Bewc^ng  Ln  Kroatien  geiresen  lit. 

2284. 

Ferdinajui  IL  an  deit  Stadtttiagistrat  von  Klagetifuri:  erinm 
an  die  früheren  Dekrete,  wonxach  keiner  mm  Bürger  aufge- 
nommen, geschweige  denn  sum  BürgermeisUyr-  oder  einem  anderen 
Amte  gewühlt  tperden  könne,  der  nicht  der  katholischen  Religion 
eifrig  zugetan  ist.  Mit  Befremden  vernehme  er,  wie  sie  dem  ihm 
allein  reservierten  Rdigionswerke  suwider  eine  unkaikolis^ 
Person  gum  Bürgermeister  geivähtt  haben,  Indetn  diese  Wahl 
kassiert  tvird,  trird  ihnen  aufgetragen^  ein  gut  eifriges  katho- 
lisches ."äubiectum  su  erwählen.    Grau,  1(123  Januar  ?. 

(Kona.,  Statlli.-ArcliiT  Graa.  Oem.  Kop.) 


I 


An  ileuiEelbeii  Tnga  ntnl  d^r  Laiideshauptminn  hicTon  veratiLndigt. 
Sofort  i»t  ein  kathollsclics  »nHecium  zu  wählen,  widriporfntla  sine  unahlSsfll^ 
BMlrarnng  eiDtret«n  würde  (Kons.,  ebcadJi). 

Ferdinand  U.  an  den  Deekant  Johann  Frans  und  den  Pfarrer 

Ävarin  zu  Leibniig:  ernentU  sie  £u  Ko^^tmissärcn  nach  Mureck, 

tcegen  etlicfier  dort  wohteitder  unkatJtolischer  Personen,  dieselben 

««  examinieren.    Gras,  16$3  Jamtar  31. 

(Kons  ,  Sutth.-ÄrclilT  um.   Oem.  Kop.) 

2286. 

Ferdinand  IT.  an  die  ReUffionsrefortmifionskoinmissäre  in  Krain: 

Bericht  bu  ersatten  über  die  Beschwerde  Jakobs  »nd  Davids  Pan- 

talcoH,  daß  die  Beformation  auf  sie  anffcwcndci  tverde.     Grojs, 

1623  Januar  26. 

(Koni.,  fbend«.) 

9287. 

Ferdinand  IT.  an  die  von  Marburg:   tadelt  sie  wegen  ihrer  Un- 
ordnung in  kirchlichen  Dingen  und  daß  sie  den  Siadipfarr&f  sehr 
scJdecht  respektieren.    Grat,  1623  April  23. 

(Kons.,  ebendA.) 

2288. 

Zacharias  Menitjk,  Stadt pfarrcr  in  Gilii,  an  die  innerösterreichische 
Begierung:  legt  ein  spezifiziertes  Verzeichnis  aller  der  tingehor' 
sameti  Pfarrkinder  vor,  die  sich  nicht  nur  mit  Beicht  und  Kom- 
munion nicht  einstellen,  sondern  durch  Ftciscfiessen  an  gebotenen 
Fasüagm  sieh  ärgerlich  erzeigen.  {().  0.)  1623  Juni  2?. 
(Urig.,  Su Uli.- Archiv  Grns.    Qr>m.  Kop.) 

Dm  Vcneicbnis  liegt  bei.    Geiiannt  sind  «dit,   von  doneii  hoIl  oloig« 
kclzeriscli,  oiuer  ,g»r  lntt«riac]i'  f^rxftigflii  tut. 

2289. 

Karl  von  »Saurau  an  den  Abt  Johann  lleinridi  von  St.  Lamprecht: 
bittet,  den  Zehent  von  Fiber,  den  die  Pfarrer  von  Ligist  von 
altersher  bezogen,  bis  er  Marxen  {\V(iU}kofer)  als  Ihtkatholischem 
genommen  wurde,  dem  aber  dafür  50  Taler  Entschädigung  von 


744 


tUr  LandscJiaß  gegeben  imtrden,  dem  Pfarrer  stuuweisen.  Ligisi, 

1623  Juli  13. 

(Orig.,  8t.  L.-A.,  Pfirre  Lipsi> 

,AU  aber  hernach  die  predicanten  widcratnb  ob^eachafft  itud  rccbt- 
catholiich«  priflstcr  alhero  gcactit,  ist  in«ii  toq  Piber  ans  anf  anhalten  (i«1be 
xccbont  .  .  .  widorunib  verlasMii   .  .  .* 


2290. 

Lamlesfüntlklier  Befehl  an  den  AH  von  St.  Lamprecht:  etliche 

aw  Vfarre  Neumarkt  gehörige  Untertanen  hteher  su  verschaffen. 

Gras,  1623  Atigust  4. 

(Kon«,  Sutlh.*Archip  Orax.) 

2291. 

Ferdinand  II.  an  die  Beligionsreformationshommisstire  in  Krain: 
Trote  der  wie/ctt  Verordnungen  gehe  es  noch  Sekiische  in  großer 
Zahl  in  Krain,  hesonda-s  in  Laibach.  Sirengster  Befehl,  solehe 
Personen  si*  eitiercn  und  sie,  wenn  sie  steh  vin^ustcÜcpi  weigern, 
nach  sechs  'iVoch€7t  und  drei  Tagen  bei  Zahlung  des  10.  Pfennigs 
aus  dem  Lande  th  tceisen.  Verbot,  hUholiscJiett  Pupillm  sektistJie 
tntores  und  Öerhaben  gu  setzten.  (Grat)  1623  August  9. 
(Kons.,  obeoda.) 

2292. 

Ferdinand  TL  an  die  tu  Neumarkt:  soUen  etliche  ^ezifi^ierle 

Mitbürger  allhero  verschaffen.    Grass,  1623  August  19. 

(KoDB.,  8t«tih.-Ar«hiT  Oraa.   Q«m.  Kop.) 

Acht  Beichtzrttel  liaizen  hat  nnd  ein«  dancehBris«  EinKal'c  der  G«- 
iDPintln:  darin  (T'aafft  wird,  ,c»  wird  snch  koinem  du  bilr<;flrrrchl  verlioliea. 
allain  rr  hali  Laut  hiDtcrla&scnor  instniction  aein  aydt  praeatl«rt,  dasa  «r  der 
hl.  rlliniachcn  catli.  roügiun  einrorlcitit  aey*. 

2293. 

Derselbe  an  den  Landeshauptmatm  von  Kärnten:  der  Susanna 
Frysacher,  dw  sich  mit  des  Freilierm  Galt  von  Hagmiz  gewesenem 
Dimer,  einem  Unknthdisehen,  eingelassen,  ist  die  Heirat  so  lange 
aufsuschieben,  bis  sich  dieser  sur  katholischen  Religion  bekennt. 
1623  ÄugtiSt  2B. 
(Koiia.,  ebenda.) 


745 


2294. 

Lanäesfürstlkher  Befehl  an  Andre  Krav9:  «w  der  Regierung 
ff»  erseheinen.    1623  September  13. 

(Ehenilo.) 

Wnnn  dw  Pfarrer  anfii  Schloß  iIo1tcii«gfi  komme,  wo  Krau«  woüe. 
linst  Kraus  aaf  ssinniti  ZimmeF  mtt  seinem  Weibo  latheriicbe  PnMli|cten;  er 
lillt  hitticritcho  BQcher,  worQber  sich  diu  Bauern  äri;orii  kOnntoti.  Dieser 
Kraus  soll  uicht  ^dul<l«C  wpiden,  zumal  vz  ain  Fremdet  sei. 

2295. 

Lnndesfürsilicher  Bef^l  an   die  Vieedotne  von  Steter,  Kärnten 

und  Krain:  sie  sollen  sieh  in  der  Generalvisitation  (des  Nuntius) 

neben  Herrn  Searlichio,    Bischof  von  IViest,  so  viel  die  Tempo- 

ralität  betreffe,  gebrauchen  lassen.    1G23  November  3. 

(KoDx.,  SUUli.'AretiiT  Graz.   Gem.  Kop.) 

22&6. 

TMndesfiirsllirhrr  UrfrM  an  Karl  Forstmann,   sich  vor  der  He- 
gierumj  einzußndeji.    Grog,  1623  November  13. 

(Kon».,  8tattli.-A»ItiT  Qrax.   Geoi.Koi).] 

Er  stellt  sieb  nicht  nur  Beleht.  benQtxt  sein  BUrgemelil,  witAnrc^BD 
die  Oomeiode  am  9.  Norembnr  ura  Abhilfe  gebetoo  Iiat. 

2297. 

Landesfürstlicher  Befehl  an  den  Pfarrer  sii  Marbjtrg:   mit  Bc- 
fretnden  vernehme  man,   daß  seine  Ffarrkinder  die  Fastengebote 
verachten.     Befeld,  den   Unfug   abeuscliaffcu.     Grat,   1623  No- 
vember 17, 
(Kons.,  sb«Tida.) 

Eiii  «wBilor  Befehl  freht  am  S4.  NoTembcr  ab. 

2298. 

Ferdinand  IL  an  die  Religionsrcfonnationskomniission  in  Krain: 

verlangt  Bericht  über  die  Klage  Jakobs  und  Veivids  Pantaieont 

daß  sie  der  Laibacher  Bischof  und  der  Landesvi^edotn  der  Be- 

formaiion  unterziehen  wollen.    Grax,  1623  November  20. 

(Kons,  oben  da.) 


748 


2299. 

Memorial  vom   Stand  und  Wesen  der  lidigion  im  Fürstentame 

Kumten.    J623  November  Ende. 


(Kop-,  ArDo^Hiteinvr  Akten,  Rudollia.  Klafreofiui.) 


DftBs  08  dlser  onolen  im  reli 


und  di 


itlioh- 


gionwesen 

keit  was  lah^  und  atso  zugeht,  dass,  wo  nicht  wendang  und 
(linsccliuns  hcnclM(!ht,  zu  besorgen,  es  mechte  niitler  zeit  ain 
neuer  abfall  von  der  alten  catlioliachen  religion  einreyssen. 

Insonderlieit  aber  will  dnftlr  gehalten  werden,  dass  dits- 
fala  nit  wenig  mangel  an  der  clerisey  und  dem  gcistüclien  standt 
6oye;  <larn  an  der  geraainen  cleriaey  (Urnemblieli  zwai  ding 
befunden  werden  und  zu  aiigcdeuter  lepiditet  in  religionssachen 
nit  wenig  oraacli  gaben. 

1 .  E  r  B  t !  i  c  h  dass  der  niaiste  thaÜ  derselben  sctich  * 
gelehrl  und  dahero  ilirem  priesterlichen  berui^ff  und  ambt  mit 
notwendiger  Unterweisung  des  gcmainen  manns  und  ihrer  an- 
vertrauteo  scliilflein  ain  scblecbts  benUegen  laisteu  khinden. 

2.  Zum  andern  datjs  syo  im  leben  und  wandl  crgcrlieh 
und  der  niaietc  tliall  mit  dem  lastor  der  trnnkenliait  und  des  ab- 
acbcuchlichen  concubinals  behaftet  sindt  und  obgleich  wol  die 
herrn  ordinaTÜ  und  geistliche  Vorsteher  and  obbcrni  disfalls 
einsehen  fürnoinen,  vtsitationes  anstellen  auch  synodalia,  dscrtia 
tii  gtatttia  ausfertigen,  so  verspürt  mau  docli  ainea  schlechten 
verfang,  angesehen,  dass  man  mit  denen  im  concilio  Trid^ntino 
und  h.  canouihtis  t^rgeseclinen  strafen  als  der  privation  oder 
entactzung  von  pfarrcn  und  pfrllndcn  nit  jederzeit  und  orts 
vertnhren  Ican,  dieweÜ  andere  prieater,  ao  an  der  abgesetzten 
stat  zu  verordnen,  nit  zu  finden  and  dcrcnthalbcu  aua  diesem 
mangl  zuweilen  durch  die  fiiiger  eecben,  aus  der  aot  ain 
tugendt  machen  und  eender  ain  outilchtigeu,  ergorlichon  pfarrer 
gedulden  mucss,  als  die  arme  pfarrmenig  und  BcliKflin  der  Beel- 
sorg  ganz  beraubt  lassen. 

3.  Nit  weniger  und  zum  dritten  gibt  auch  zu  solchem 
concubinat  und  ergcrliclicm  ivandi  der  priesterscbaft  ursacb  und 
glegenbait,  dass  die  leichtfertige  wcibspersoliucn  des  mtlssig- 
gangs  und  besserer  Unterhaltung  halber,  so  sie  bei  den  priestem 


I 
I 


i 


I 


seig,  seicht,  il.  Ii.  wDulg. 


za  haben  verhofTen  unä  wtBSen,  sye  leiclillich  an  diu  pfaffen 
henken  rnid  von  den  weltlichen  obcrn  und  gerichtslicrrcn  nit 
gestraft,  aondor  öffentlich  gelitten  werden.  Da  doch  sonsteii 
gegen  andern  leichtfertigen  khebsweiberii  an  vilen  orten,  vorab 
da  man  auf  gnete  t'hristliclie  discijjliD  arirl  erbarknit  antor  den 
unterthonen  gaete  aufsieht  hat,  mit  ontcrseliidUchcMi  strafen  ver- 
fahren wirdet,  wie  an  ime  selbstcn  billicb  und  der  obrigkait 
nach  gottes  willen  und  gebot  ambtsbalbor  und  bey  gefahr  der 
ewigen  straf  obgelegen  ist. 

4.  Für  das  vierte  wierdt  ditsfalls  nit  für  ain  geringe  ge- 
bi'ccblichkeit  und  verliindcrnng  des  reJigionweseuB  erinessci], 
dafis  vil  geistliche  pfarren  und  heneßcia  an  ihren  gcfÖUoii,  ae- 
chouten  und  gerechtsanirn  niürküch  geschniJilert,  die  glleter 
durch  die  spännang  der  landtschaft,  auch  aignc  verpfenduiigj 
verkaufrechtuDg  und  dergleichen  in  h.  canonilnt»  verbotnen 
contractcu,  auch  rcchtliulic  i^rkantnuss  der  landtsehermcii  alienii't 
und  in  der  weltlichen  hundt  kommen  seindt,  daher  man  aus 
mangl  notwendiger  Unterhaltung  desto  woniger  guete,  gelehrte 
und  exemplarische  priester  und  Seelsorger  gehaben  kann. 

b.  Es  geschieht  wol  zum  filiiften,  dans  zuwider  deueu 
von  weilendt  kayser  Ferdlnando  und  erzberzog  Carvlo  (hoch- 
Bcl.  ged.)  ausgnngnon  1.  f.  gcneralici]  die  vogt  und  Icchons- 
herren,  wann  ain  priedler  und  pfarrer  stirbt,  in  die  verlaesen- 
schaft  ihre  hcudt  schlngcn,  hctb  und  guet  zu  sich  ziehen,  dagegen 
die  aciiuldige  landtsleuren  und  andre  schulden  unbezalter  lassen, 
eich  auch  über  der  prioatcr  peraon  ainer  jurlsdii-tion  anmaasen 
und  ihres  gefallcns  abstrafen  und  sie  mit  nulässigcn  revorsen 
ihnen  untcrtbenig  «nd  gewertig  machen.  Diihc^ro  gtict  exem- 
plarische und  gelehrte  priester  sieh  in  solche  ort  zu  begeben 
absclicuchens  tragen,  auch  von  den  ordinarüa  schwerlich  nnd 
ohne  unverantwurtiiche  schmtticrung  irer  gcislliehen  Jurisdiction 
und  gcwisgens  nit  iniigen  confinuirt  noch  gegen  denselbigen 
priestem  auf  den  fall  irer  begangnen  misshandlungcn  der  not- 
turft  kan  verfahren  werden, 

Dio8o8  Mpmorl«!  Ut  lieigelogt  ilem  iii  Nr.  2300  geDannt^n  Befefile  Fer- 
lUnunds  II.  vom  I.  Dozembar  IfliS  an  den  Ere|»rieat«r  vou  VilUuls,  ,<lHaa  il» 
uns  In  stehen  deinen  g;an>t!n  fUrdorUclioo  beriebt  ii«ben  »ngeliongtom  gii«t- 
aclit«n,  wlo  lind  diircb  was  mttl  uttutiUclHiii  ainem  und  dam  «oderu  in  dem 
mctnuiial  ersClten  m&iigl  giMtcaert  .  .  .  wcrJen  m^icltte.  .  .  .' 


748 


3300. 


Ferdinand  II.  an  den  Landeshauptmann  und  LandtUfiäedom  in 
Kämtm:  Berichtet,  wie  scJilet^U  und  lau  es  in  Kärnten  in  lie- 
UgionBsachen  stehe,  was  ffnm  Teile  daher  kcmmt,  daß  nicht  bloß 
viele  sektische  Offiziere  und  Bärger  (jefunden  icerden,  sondern 
auch  von  Herrn  und  Landleuten  utütatholische  Pfleger  gehaUen 
merden,  die  mit  ihrem  Jwimlicfien  Poslillenleseti  und  vergißeien 
Pritatexerciiien  nicftis  Gntes  stißen.  EiUscfdossen,  eine  liemedur 
eintreten  eu  lassen,  befehle  er  ihnen,  mit  allem  Eifer  inqui- 
rieren  eu  lassen  und  eu  berichten,  ime  diesem  Übel  gesteuert 
werden  könne.    Grae,  1623  Dejiember  1. 

(EoBB,,  Slattb.-Arckiiv  Oru.  Oem.  Kop.) 

2301. 

Ferdinand  IL  an  den  Bisehof  von  Gurk:  übersendet  ihm  etn 
Alemorifä,  aus  dem  man  ersehe,  wie  übd  es  in  Kärnten  im  Rc- 
ligionstvescti  und  der  Geistlichkeit  halber  stehe.  Befehl,  su  he- 
richten,  wie  in  dieser  Sache  geholfen  tcerden  kÖntte.   Grat,  1623 

Vesember  1. 
(Ebeod«.) 
Dosglalohan  an  den  Erapriefter  von  Unter-  und  von  ObsrkftmtOD. 


2302. 

Ferdinand  II.  an  den  LandesJiauptmann  und  die  Verordtt^e» 
txw  Kärnten:  Die  Gesellschaff  Jesu  tcird  gnädig  befreit,  dafS  sie 
die  Landgüter,  so  sie  bis  dato  in  aüen  Erbländern  durch  Kaaf^ 
Geschenk,  J'esiament,  Wechsel  und  andere  Titel  an  sich  gebracht, 
SU  ctcigen  Zeiten  ungestört   innehahm   und  hesitscn  soll.     1623 

Dezember  11. 

(Eou.,  SUtth.-Archiv  Qru.  Gem.  Kop.) 

2303. 

Derst^   an    den   Vizedom    ru  Kärttten:    der  Socielät  Jesu   in 

Klagenfuri  das  alte  verlassene  Kloster  eti  St.  Veit  in  Kärnten 

^  besserer  nottrendigrr  Erzeugung  der  im  Lande  hochbedwrßigen 

Priesierschaß  sxt  inkorporieren'.    1G^3  Degember  X3. 

(Koni-,  ebentU.) 


Adam  Macher,  cAiionicaB  rc^laris  et  senior  nt  RotienmanH, 
tierseil  Pfarrer  in  Liegen,  ai»  äie  F.  D*;  herichiei  über  dm 
scliiechtfn  Stand  des  Ktrehenwesens  in  Liegen.  1624  Februar  16. 

(Konz-,  ebeotla,) 

Kaum  dar  drittn  Toi)  Reiner  Ifurkinder  sei  kaUinLiadi,  ilio  anilRren 
«t«ck«o  iu  dorn  ketzpriicbaii  Irrtniae.  Am  16.  F«brt»r  ergeht  der  ilefelil. 
Dich  den  Verordnang«!!  211  vfrfatireo. 

2305. 

Ferdinand  IL  an  den  Veriveser  jsu  Atissee:  begehrt  ein  Gutachten 

über  das  Ansuchen    des  Pfarrers   Veit  Hoffner  tu  Aussefi,  den 

dvrcli  Kaiser  Friedrich  daselbst  auf  eufiy  gestifteten  Gottesdienst 

wieder  mu  erheben.    Gras,  1624  März  18. 

(Konm.,  ebenda.) 

2306. 

Ferdinand  IL  an   den  Marhtrichter   en   Kindberg:  befieJdt  die 

Abscitaffung  der  dcfoctns  et  errorcs  in  den  Kirchensadiett  da^ 

selbst.    1624  Märe  23. 

(Koas.,  ebendft.) 

2307. 

Derselbe  an  den  Stadtpfarrer  «*  Klagen fnrt:   verlangt  Bericht, 

ob  der   im  Amte  hefindliche  Bürgermeisler  katholisch  sei,   ob  er 

sich  Jmr  rechten  Zeit  mit  Beicht  und  Kommunion  einsteÜe  wul 

wie  sein  Wandel  beschaffen  sei.    1624  April  1. 

(EbendA.) 

2308. 

Derselbe    an    den    Landeshaujytmann    und    Landesvisedom    von 

Kärnten   und  den   Dompropst  tw»   Seckau:   begehrt  7i€uerdings 

Bericht  iiher  den  schledtten  Zustand  des  Religionswesens  daselbst. 

Gras,  1624  AprillQ. 

(Kooz-,  flbfliidii-] 
Krocuert  «m  tH.  Hai  (ebendB). 


760 


2309. 

Der  Ktayetifiirter  SlaSipfarrer  Bartholomäus  Cruciger  an  fite 
innervslerrdchischc  JRegierung:  hericfitet  über  das  in  kircMkJten 
Saehfni  tadellose  Verhallen  des  Sürgermeisiers  Georg  Mitmig. 
Ivt  Mivjistrate  seifm  aber  noch  arge  Keieer,  der  Landschafts- 
apolhekcr  gar  ein  Kalviner.  Bitte,  ihn  nhiwschaffeti.   Klagenfurt, 

1624  April  24. 

(Ong.,  äUUb.-ArdiiT  Oru.) 


■ 

I 


I 

■ 

1 


HocbwUrdiger  .  .  .  Von  E.  F.  G.  u.  G.  ist  mir  ein  bevelch- 
aolircibcn  »uh  dato  den  1.  Aprütt  L  J.  znokomen.  welches  ich 
mit  gi'oBser  cHeinuetiger  revereiiK  den  14.  eiusdem  ompfangen. 
.  .  .  ßc?richtn  ili^rlmüten  .  .  .  da»  der  jetzige  bUrgomittsler  namens 
Georg  Miernig  ein  feiner,  eingezogener  und  eyfriger  eatholischer 
mann  kI,  der  nit  .'illaiii  zu  Ostertivliutt  zelten,  sondora  auch  tifter 
im  iar  thael  beichten  und  coniiaunicieren,  dass  er  zweyen  eou- 
gregationibus  einverleibt,  nembljuhen  der  ««n.  aac.  euchari$tiat 
in  der  pfarr  um!  li.  V.  ammutiatas  apud  patres  tocietatSs. 

Den  luagäatrat  aber  betreffend,  seind  darin  noch  alleweil 
arge  Uetzer  und  Lutheraner,  als  Paal  Stokher,  gem.  statt  eamrer, 
IJans  Türkh,  8pit:tlm«8ter.  Georg  Lebmacher,  Georg  Dorn  und 
Georg  Krämer.  Stuklier  und  Türkli  rasen  alle  herbst  per  mo- 
dum  wciukaufeu  auf  das  CJtigrischc  zum  praodicanteo  u.  a. 
bnrgcr  mehr.  In  der  acht  aber  seind  Lutherisch:  Alexander 
Schurian,  unters pitalmUster,  und  Sigmund  Crämcr.  Der  statt- 
Schreiber  soll  catLoliscb  sein,  ist  aber  in  etlich  tarn  bei  gottes 
tisuh  nit  gewesen  und  sein  weib  ibr  lebtag  nlt,  und  dergleichen 
personeu  findt  man  vil  alhie. 

Ks  haben  auch  die  Beisehhacker  eiu  schönen  aigcnthouib-  ^ 
liehen  grundt  in  der  vorstati,  dorauf  ein  haus  und  gorten  dorbei,  fl^ 
dis  hat  ein  Calvinischer  hindschafteapolheker  Dietrich  Da&san, 
}<]cichsaiii  kaufre cht» weis,  vor  zwei  iorn  an  sich  bracht,  hat 
aber  denen  fleischliacUern  weder  ehrung,  zins,  noch  den  Beben- 
den pfeuiiing,  davon  sie  ihren  gottesdienüt  halten  sollten,  gestehen, 
sondern  gar  umb  ihr  aigenthumb  bringen  und  eich  der  landt- 
achaft  unterwürfig  maclicn  wollen.  Hab  ihnen  derhalben,  su  vil 
mir  mnglicli  gewesen,  geholfen,  damit  sie  den  grund  erhaltauj 
unterdessen  mit  meinem  rath  ein  catholischer  rattater  aus  ihrem 
handwerk  deui  Calviuisteii  seüi  guld  in  gueten  kaya.  zweinEig 


751 


Bcliillingeii  (das  doch  der  Calvioist  nur  utnb  geschleckte  aus- 
lendische  24"'  solchen  gruad  erkauft")  abgelegt.  Wie  C9  daon 
auch  hillicb,  iIrs  ein  cathoüscher  dem  Calvüiisteii  und  einer 
lins  dem  Handwerk  einem  weldfreiiibLion  sowol  in  kaat'  treten 
and  sein  geld  ablegen  kann  and  mixg. 

Und  dises  seind  nun  drei  iirge  Lutheraner  in  disem  hand- 
werk  als  Hans  Turkh,  spitalmUstcr,  Sigmund  Crämer  und  Chri- 
stoph Schattoer,  welcher  ein  ledige  |>erson  und  kein  bUrger  ist 
und  das  ganeo  handwerk  aufgcwigelt/(«t'onV((H(?ü  iren  ^Glaubens- 
genossen. Und  haben  also  die  aween  zechbröbst  das  handwork, 
von  denen  nun  der  ciillujilisclte  nifiatcr  den  grund  ordentliphor 
weis  verehrt  und  bestanden,  wider  alle  Ordnung  mit  gewnlt 
abgesetzt  und  die  lad  inen  ^eni>nien  und  also  mit  gew:ilt  den 
grundt  dem  Calvinisten  geben  und  den  catboHschen  mftster  Ver- 
stössen wüUen.  Und  wie  mau  alhie  die  üncheu  verreehieii  tbuet, 
80  will  doch  die  uhrigkeit  nicht  recht  daran  und  helfen  ihrem 
calvinischcn  apothekcr.  Dieweil  es  aber  gleichsamb  ain  gaist- 
licbes  guet  ist,  so  langt  mein  gebortjamhe  diemUthigc  bitt  an 
E-  F.  G-  u.  G-,  die  wollen  €x  nfßcio  mit  mir  verschaffen,  damit 
ich  den  Calvinisten.  mügc  wegbringen,  damit  er  sein  deposi- 
tiertes  gcld  beim  gericht  nembe  und  Iiergegen  ich  den  grundt 
dem  cath.  mäster  ciiiraumbc.  Und  thuc  mich  hicmit  E.  O.  a.  Q. 
gehorsamiat  beleihen. 

Cbgeiifuhrt  den  24.  Aprilit  des  lfj24. 

E.  F.  G.  a.  G. 

gchorsamisler  caplan 

Mart.  Cruciger,  stattpfarrer. 

Dem  hochw.  in  gott  fUrston,  auch  andern  hoch-  und  wol- 
gebomen,  edlen  .  .  .  Statthaltern  .  .  .  räthen  der  .  .  .  i -ü.  re- 
gierung  zu  GrätR.  .  .  . 

Am  7.  Ual  b«6eLU  FerdioAnd  II.  den  LaudooliaiiplniMia  iiud  LxudM- 
viuilnni,  In  dioaen  Saclicn  d«n  eriawenea  lastriiktioDen  gemlÜI  la  rerfahren 

2310. 

Ferdinauä  11.  an  die  von  Marburg:  Befehl,  Bericht  ffu  erslatien, 

ob  dem  Woif  Mosbrrger  thr  Termin   der  liel'ujion  halber  nodi 

weiter  m  trstrecJcm  sei.    Gras,  Iti'M  J\itn  .1. 

(Kont.,  SUUh.-Arcbiv  Orai.) 


laminfUnttidier  BefM  am  Thomm  8kAmtr 

dar  Segkrm^  jk  enekeJtmt    Grmg,  1694  JW  JML 

D«ff  PfHTc«  Wradaniiu  T«n  Tr«C^«ch  hatte  Mn  SA.  Jali  8t»1 
■■haÜMiliKit   deuoDKMvt  miii   rerlmft,  cUB  f*v«*  iha,  '■'  k^ia 
ad,  «tnccKbriltcn  «t«rd«  'Oric-,  «beiiiaV    Da  BttM,  tut  4cr  fagttwf  a 
•neJMiiMii,  vird  am  8-  XaTcatbcr  wi«4txltolL 

2312. 

Jkr  Enbüchaf  l'ari»  von  SaUhurg  an  Fardinatid  IL:  wteiHtt, 
daß  sieh  die  Einwohner  au  Steinfdd  in  Obfriärvttn  höA  gamt 
wigehormm  und  widertcäriig  erweisen,  sdUitdte  Körper  m  KirtMe» 
und  Fried ftöfen  beisetien.  Bitte  um  Ahaendung  einer  Kommiäsiemf 
der  der  Oraf  v<m  Ortenhnrg  beisugdren  wäre,  dem  Steinfdd  ge- 
hört. Salzburg,  J0Z4  Au^uei  26. 
(Orii;^  8uttb--ArdiW  Qru.   U«tn.  Kap.) 

Am  14.  Noremb«r  vrg*bt  der  Befehl,  tob  itm  Land««haaptin«iiB  and 
den  Bnprlmter  in  OberlUnit«o  Andrea*  Napokhcjr  einen  ceoaaeo  B«ricl)i 
za  voitanii^eo.    L>ie  ErlSaM  ron  dem  genannten  Dalam  im  Kom..  «bend«. 


« 


2313. 


d 


Uoßefehl,  daß  den  patribns  Societatis  Jesa  tu  Klagenfurt  das 
^t<U  M  8t.  Veit  mit  all  seiner  Zugehörung  tu  einem  Semmar 
gewidmet  und  eingeanitcortet  werde.    1624  Oktober  23, 

(Kgp.,  SUtlb.-An:faiv  Qrax.    Oom.  Kop.) 
2314. 

Ferdinand  IL  an   Bicider  und  Hat  tles   Marktes  KniUelfeid: 
Olaubteurdig   i'on  dem  Seekauer  Dompropste  Antonius  berieMet,. 


168 

daß  (hory  Süfntimd  von  Teuffenbach  (Tiefmhaeh)  am  IC,  Juni 

m  KnitUtfcld  hei  der  Fronleiehtiamtprosessio»  einen  uHgrhühr- 

[liehen  Exieß  gegen  das  AltarsakraTnent  begangen,  hefehU  er,  die 

)|)ccteä  facti  5«  eruiereH  und  den  ijaneen  Verlauf  der  Regierung 

eu  melden.    Iti'M  Novemiter  5. 

(OAg.,  SUtlb.-ArchlT  Qru.  Gem.  Kop.) 


2S16. 


9315. 

Ferdinand  U.  an  (den  Pfarrer)  Schicht  eu  Sruck  an  der  Mur: 

hefiehU,  einen  genauen  Bericht  über  den  Stand  des  Itdigions- 

^Blint^  Poliseiwesens  daselbst  einzuschicken.  Grat,  JC24  November  29, 

Landfsfiirillicher  Uefehl  an  Andre  Krau9  ffi»  HoUenegg,  vor  der 
^K  Regierung  tu  erscheinen.    Gras,  1024  Deeemher  20. 

^^^^L  (Eoni.,  «b«nd4.) 

^^Oeörg  G 
^Mhabe  er 
^P  iathiAisc 


8311. 


\Oeorg  Oraf  von  Ortenhurg  au  deti  Kaiser.-  3fit  harter  Mühe 
I  habe  er  seine  Utderianen  an*  Steinfdd  dahin  gchracht,  sich  cur 
icathaliscJien  Religion  eu  bekennen.  Da  sich  noch  frinigf  ihm 
niehi  vntertporfene  Aäelspersonen  daselbst  befinden,  wie  die  Singer 
und  Khrieg fistein,  ebenso  nocJi  ei7iige  Einwohner,  die  «icÄ  eur 
lieicht  nicht  einstellen  und  im  fladamschen  Iniume  verkommen, 
90  ist  diesem  Unwesen  ein  Ende  £u  matten.  Er  sdbsi  habe  in 
diesen!  nngolio  viel  prästiert,  was  ihm  hei  seinen  Gegnern  freilich 
vid  Schimpf  und  Nachrede  eingetragen,  namentlich  daß  er  der 
er$t«  Mul  ernstliche  Reformator  unter  den  Landleutett  wäre. 
Hitte,  8(d€he  Mitid  eur  Anwendui\g  xu  bringen^  daß  die  Unge- 
hfyrsamcn  zum  Gehorsam  gebracht,  die  Unschuldigen  nicht  aber- 
mals verführt  werden,    S^nttal,  1026  Januar  U. 

{Orig^  «benda.) 

Am  18.  JaDOu*  nimmt  Fordinand  n.  den  Beridtt  mr  Keoatoia.  Wagen 
d«a  voD  dan  Kric^Utoinsni  varllbt«»  Uofug«  loU  w«it«fer  Bericht  «ntattet 
oltfcdui  uOgra  ibii  iu  leiu«!!!  Vorgcliea  nkLt  liindeiu  Iclfcud*). 
•t  der  am  10.  M&ia  ku  dlo  Landei}iiU{>tlculo,  WiipImii^M»'*« 
tVtwdara«  von  KHriileu,  Kr«iii  iiinl  QSn  it>g«^«ng«iie  Bof<>M  ilniiiit  aiMutnmi'n, 


rtsti»  Itibl.  U.LX. 


4» 


7M 


d«ä  alle,  die  aidi  bei  Gericht  dee  Acl«lBtitels  bedienen,  üvn  Diplome  t< 
legen    bxben    (ebeodA).     Cber    die    Familie    Singer    siebe   WeiA,    KixmllM 
Adel,  S.  314. 

2318. 


n 


Riehter  und  Rat  nt  KniUelfdd  an  Fa-dinand  77.:  erstatten 

rieht   aber  die  Frage,   ob   sich  Georg  Sigmund  von  Teuffenhack 

atH  IG.  Juni  gegen  das  hochwürdige  Sakratnent  ,mit  vöÜigem  Ä>/J- 

tauf*  uHgebültrlich  verhalten.   Sie  übersendet»  die  eidbündi^fe  Amt- 

tage  von  13  Mitbürgern.    Kniitelfeld,  1625  Januar  21. 

{Orig-,  abenda.) 

Die  meiet  eDlIuteuden  AoaMgen  liegen  bei.  Einer  tagt  divdctf. 
Teuffeabach  bab«  den  Hat  vor  dem  Sakrament  guogeD. 

2319. 

LandesßrsUicher  Befehl:  Zitatwn  seidischer  Pfleger  vor  die  inner' 
österreichisdte  Regierung.    Grae,  163Ö  F^nruar  6. 

(Orig.,  ebenda.) 

Oanannt  werden  aof  einem  lllatte:  Ascaniiu  Peoker,  Pfleger  der  Fru 
■rou  Saorau  auf  Lobmig;  de^gleitrbeit  ibre  Pfiefrer  Kwpar  WalUee  in  Üonnaia- 
j>acb,  Andre  Kraus  xu  lloltenc^fg,  Ilaoi  Graf  bei  La)-Khaflft;  deagleiduo 
wird  Veronika  Karliuiu  zu  Wexelsdorf  siliert;  Ilaaa  Dartlm»  Uoshalu.  wird 
anf  demielben  Blatt«  bemerkt,  lißt  anf  seinem  Hefe  sn  L«ngheim  predigea. 
.daran  da«  gemeine  Gesindl  lebr  Unft*.  ,H«rm  Haut  CbrislApbeni  Patrers  Pri- 
seplor  predigt  im  Enuslal«.' 

2320. 

Ferdinand  II.  an  den  RicJiter  *«  Mureck:   BefeU,   den  Pfleger 

der' IIerrs(Jiaft   Obermureck  Georg  Beggi,  den  Ridtter,  Marht- 

schrdber  und  drei  Bürger  ru  Jtüieren.    1625  Mära  3. 

iKoaz,  nbcnda.) 

btt  neu  tatitum  m  ntm  emmfiun/  atd  »ee  o&Mdiiinf  txttiMO  r^^mU^ 
qida  cüait  atä  weali  non  parent.  Zwei  von  den  Ronanuton  BBrg«m  ,mmt 
Aaercli«'.  Sie  aiad  binnen  acht  Tagen  vonuladen.  Am  18.  M&rm  «rblll 
der  Pfarrer  den  Auftrag,  ron  Peter  Sanlncr  den  Beicbttettel  absufordeni. 
Wenn  er  «ich  nicht  einilcllt,  itt  ihni  «io  Termin  too  iechs  Woeben  za  geben. 
Er  meldet  (ich  krank. 

2321.  I 

Ferdinand  IL  a»  Peter  Heggi,  Pfleger  eu  Mureck:  Da  er  die 
iJim  von  der  Religionäreformationakommission  als  Strafe  aufer- 
legten 100  Duhaieu  nicht  gezahlt,  teird  er  eitiert.    IG^ü  Märe  8. 

(Ebenda.) 


I 


766 


Am  18.  April  erbXlt  Geor^  tod  Stubenbei^  den  Aaflrap,  mIdcd  Pfleger 
unä  88  Pononen  za  »Ltieren  («brndi).  Bin  gleicher  Befehl  gebt  An  die 
TOD  Mureck,  12  PerKoncu  »u  xiticnm, 

2332. 

Elise  von  Tiaikmannsdorf  soll  die  ihr  gehörigen  üniertanen  vor 
die  liegierung  schaffen.    Ui'4i>  März  14. 

(Kont.,  ebenda.) 

2323. 

Die  Verordneten  von  Steter  A.C.  an  den  Kaiser:  Hitt*,  hei  der 
innerösterreichiselien  liegierung  Verßigung  zu  (reffen,  dafi  dem 
Zeugdiener  Uans  Gehhard  und  dem  liüdisettmeister  Bonavetitura 
Khiipfl^  die  der  Kdigion  wegen  Viren  Ahsutj  nehmen  miisse}>, 
ein  längerer  Termin  erteilt  werde,  da  beide  noch  Rechnung  ni 
legen  haben.    (Gras)  1625  April  9. 

(Koi».,  6l  L.-A.,  Chr.  B.) 

Die  Bitte  wird  am  21.  August  ibgewicseo  (Orig.,  ebenda). 


2324. 

Fcrdina7id  II.  an  sBe  GeisÜicJten  itnd  Welllichen,  die  in  sctueti 
Erhlanden  das  ]ua  ]}titronsiln9,  geistliche  Lelienschaft  über  Pfarren, 
Benvßsrieti  oder  andere  geistliciie  Stiftungen  haben:  erinnert  sie 
an  das  am  Ö.  November  1598  und  nccJt  vordem  1574  von  seinem 
Vater  erlassene  Generale,  betreffend  die  Verleihuttg  ifasiercndcr 
Pfarren  nnd  Beneßsien,  wornadt  nach  dem  Ableben  eines  Pfarrers 
etc.  die  Vogtherren  in  keiner  Weise  in  den  Verstorbenen  Ilinter- 
lassenscfuift  greifen,  sondern  eine  genaue  Inventarisierung  vor- 
«idmtfn  und  die  UinterUtssenschaft  an  die  rechten  Erben  ge- 
langen lassen,  die  Pfarre  etc,  binnen  zwei  Monaten  wieder  mit 
eitlem  taugiictien  Geistlichen  besetzen  und  dem  Ordinarius  prü- 
sentieren,  von  dem  Einhomtnen  aber  nichts  eu  ihrem  Nutxen  ver- 
wenden. Da  die  genannten  Verordnungen  in  Vergessenheit  ge- 
raten sind,  werden  nun  neue  Generalien  erlassen  und  wird 
angeordnet,  daß  kein  Geistlicher  oder  [VäUieher  oder  irgendein 
Landmann  nach  dem  Abgänge  eines  Seelsorgers  sich  dessen 
liegender  und  fahrender  Güter  oder  Hinterlassenschaß  unler- 
windety  sondent  mit  Zutun  und  im  Beisein  des  Ordinarius  oder 

48* 


756 


ErzpricsUrs  die  gehiihrliehe  i^terre  imH  Jnvetitur  vornimmi,  da$ 
Qetindc  gebührend  ahferiigl  und  Us  eur  Ersefntng  des  Bene- 
figiums  uunötige  Ausgaben  etc.  verhütet.  Fertur  tcird  verordnet, 
daß  alles  das  abgeachaffi  werde,  was  die  Amuburtg  des  Gottes- 
dienslcs  rerhinäem  Jcünnte,  und  kein  Vogtherr  sidi  größere  Rechte 
anmaße,  als  ihm  von  JRechts  wegen  sttsteheii.  In  hesug  auf  die 
NeubesHjntmj  tccrdat  die  älteren  Bestimmungen  xeiederhoU  und 
tvird  eine  jede  Beseieung  auf  dem  Wege  der  Simonie  hei  Verität 
des  Fatronatsrechtes  verholen  und  dieses  sodann  mit  allen  FoU 
gerungeri  dem  Ordinarius  sufailen.  Durch  das  Vorliegende  werden 
im  übrigen  die  aUeren  Mandate  in  keiner  Weise  aufgehoben, 
sondern  bei  ihren  Kräften  geUtsaen.    Wieti^  1025  April  2€. 

(Kup.,  61.  L.-A.»  HpL'ziaUrolitT  Stiibenberg.) 

BosB^licb  dm  tod  Karl  II.  erluMoon  Patent««  aiehe  mein«  Q«tetiiebl« 
der  Rpformatioti  udcI  Qe|;eD^l^^o^mation  iu  de»  (hrtorrcicli ischeo  Lftodern  im 
16.  Jalirliundcrt,  3.  23».  Oemoint  iit  iUd  Oon«rala  vom  lA.  Min  1674.  Da* 
»weite  Patent  vom  b.  Norembcr  lb96  aielie  im  1.  Bd.  dieser  S^mnlong. 
S.  398,  Nr.  534.  In  dem  rollen  Wortlaute  des  obigen  Patente!  wird  aueb 
ohne  MoDttMngfab«  das  Jalir  1699  enrlhnt  Gemeint  kann  die  ITatipt- 
reiolution  rom  SO.  April  16Cr9  Min.  B.  R&9,  Kr.  731.  Siehe  abrigeni  aoch 
Nr.  814,  8.  603^. 

2325. 

Ferdinand  IL  an  den  Bischof  tu  Laihach :  auf  seifien  in  cao&a 
religionia  eingdangteit  BericM  habe  er  sieh  dahin  resolviert:  daß 
mit  den  in  fraudem  reügioiiis  aufgenommenen  Landleuten  und 
anderen  Ihilsstarrtgen  nach  Inhalt  der  Generalien  verfahren, 
fvegen  der  Jugend  noch  die  landesfürstliche  IlesoliUion  abgewartet 
iverderi  sdle.  Orot,  1626  April  26. 
(Kdd».,  Statth .-Archiv  Graz.   Qftm.  Sop.) 


2326. 


J 


Landesfurstliches  Patent:  Verbot  an  adelige  und  nnadclige  Per- 
sonen,  die  Jugend  fortan   ohtw  besondere  landesfürstliche  Er-  fl 
tatd>nis  an  fremde  auslÖndiscJie  unkatfioliiche  Orte  oder  Univer- 
sitäten au  senden.    Wien,  1G2^  April  26. 
iOr^.-Pat..  KodolBa.  Klagonfart  nnd  St.  L.-A^  Patente.) 


2327. 

Der  Ardtidiakon   in   Unterkämten   Johann  Frans  Oeniihtli 
det\   Kaiser:   Er   habe   sein  Amt  erhalteti,   um  dem  sekti$t^e» 


i    OH  ■ 


i 


757 

Wesen  daftier  ein  Ende  machen,  damit  sowohl  nohilltierie  als 
sonstige  sektische  Personen  hckeftrt  werden.  S.  M*  habe  ihm 
darüber  ein  Schreiben  ^uicommen  lassen.  Er  Iwhe  den  Willen 
des  Kaisers  sofort  den  Prälaten  und  Pfarrern  kundgelan.  Das 
Unt€rkämtner  Diakonat  sei  von  dem  früJteren  Fürstbischöfe  in 
gwei  geteilt  worden,  von  denen  das  eine  seinen  Site  in  Friesaeli, 
das  andere  in  Mariasaal  hat.    Bitte  um  eine  Besoldung.    1025 

Mai  15. 

(Koas-,  Btatth.-ArehiT  Oru.   Gem.  Kop.) 

2328. 

Ferdinand  11.  an  Georg  Öraf^i  eu  Ortenburg:  nimmt  seine  Be- 
laticn  betreffend  die  Steinfelder  sur  Kenntnis  utid  fordert  ihn 
auf,  fortzufahren.  Personen,  die  sich,  um  der  Reformation  ea 
entgehen,  des  Adels,  der  Landsmannschaft  und  der  Bergwerks- 
befreiang  wegen  attsreden,  sind  anzuzeigen.    Graz,  1635  Juni  1. 

[Kdiix.,  StAttti.-ArvliiT  Qraz.    Qem.  Kop.) 

2329. 

Ferdinand  IL  an  die  nach  Mureck  abgeordneten  Beligionsrefor- 
mationskommissäre:  Da  alle  nach  Mureck  gesandten  Verordnungen 
wenig  Frucht  getragen,  seien  sie  dahin  abgesandt,  um  die  Befor^ 
mation  vormnehmen.  Sie  erhalten  ein  Verzeichnis  der  Unkatho- 
lischen, diese  sind  zu  eiiieren,  tu  inquirieren  und  informieren. 
Wer  sich  nicht  weisen  läßt,  dem  ist  der  10.  Pfennig  abzunehmen 
und  der  ist  des  Landes  zu  vcrtceisen.  Die  Instruktion  in  detn 
Glauben  ist  genau  vorzunehmen,  daß  eine  wirkliche  Bekehrung 
stattfindet.  Zu  verbieten  sei,  daß  man  nach  Ungarn  auslaufe, 
es  ist  nachzuforschen,  wer  seine  Kinder  auf  fremde  Scfiulen 
schicke^  wie  es  mit  der  Gerhahsclxaft  der  Pupillen  bestellt  sei. 
Conventicnla  sind  zu  verbieten  etc.    Graz,  1625  Juli  I. 

(Kons.,  BUttb.-ArobiT  Oru.   Dem.  Kop.) 

2330. 

J''erdi7tajid  IL  an  oUe  Biseftöfe,  Ersspriester  und  Vikarieft  der 
innerösterreichischen  Lander:  Die  uusgeftTtigten  Generaliat  v-egen 
der  Zaubereien,  des  ärgerlichen  Konkubinates,  Gotleäöslcrung 
und  anderer  verbotener  Dinge  mehr  sind  genau  tu  handhaben, 


(iaru'idcr  Handelnde  den  Rdit;ionsrefonnatiwiskommi$täre»  oder 
der  innerösUrreichiachen  Bcgiemng  unversüfflieh  amuBeiffem.  Gnu, 

ir,25  Au^st  8. 
(Kons.,  8Uttb.-Ärcbiv  Gras.  Oam.  Kop.) 

2331. 

Ferdittand  IT.  an  den  Pfarrer  von  Mureek:  Jvngüens  sei  wm 
den  üriigionsreformationskommissären  den  UnktUholiscketi  dasdbst 
ein  Termin  um/  den  Kommissären  die  Weisung  gegthen  tcordeti^ 
darauf  mm  sehen,  daß  der  10.  Tfmnxg  nicht  defratuiiert  tcerde. 
Befehl,  auf  offener  Kamel  vor  aUcr  KoUitsion  eu  icvim«!»,  to<h 
durch  der  10.  Pfennig  defraudiert  werden  könne.  Der  10.  Pfennig 
toürde  um  den  liesUxern  solcher  Güter  untceigerlich  geforderi 
tcerihn.  1635  August  S. 
(KoDK.  Suttb.-Archir  Gr«K.   Gon.  Kop.) 


Peter  8*Ddtn«r  (si«he  oben)  hitt«  steh  jiu  Parclit  Tor  der 
niMion  oftcli  Ungarn  eeftflchtet  nnd  ItRaa.  Acker  nnd  Weln^art«!)  T«rl 
D«r  10.  Pffnnij^  wird  «urh  tiirr  rinfce fordert.  Am  29.  mf-lclet  der  Pfamr 
Tun  Miireck:  Din  Angabon  des  Pflsgont  Hcggi  Mien  faltcb.  Seine  Braut  tri 
«niuettvegen  lutlieriacfa  geworden.  81«  Mi  in  Plnkafeld  beim  PrAdikantcn 
aiti  39.  Mai  getraut  worden.  Die  Hodtacit  habe  ihr  der  Herr  Ttm  Stubaa- 
b«rg  SU  Piokafeld  im  WirUhao*«  auagrriclitet.  Das  bexottgeo  die  PahrlcwU 
and  Keilkneclit«,  die  Herrn  tob  Stabeiiberg  vamt  Frau,  Pfle^r  und 
Braut  von  Kapfenberi;  nach  Pinkafeld  gfefnhrt  haben  (ebenda).  Am  &.  Ko- 
Tembcr  wird  Hefnn  vor  die  Be(;ieruti^  sitiert. 

2332. 

Ferdinand  II.  an  Christoph  GaUer:  soU  seinen  Pfleger  und  Prä- 
septor  £u    Schtcanbcrg   vor    die   Jiegieruttg   stellen.     Grae,    lß25 

Augmt  25. 

(Orig.,  SUtth  -Archiv  Gras.    Gen.  Kop.) 
/n  aixüU  an  Franx  roti   H«rb<>niturff. 

2333. 

Ferdinand  IT.  an  den  Vteedom  in  Kärnten:  Jtu  herichtm,  aib  e$ 
hex  der  Herrschaft  Sonnegg^  die  unlängst  detn  UmdgräfHch  hes- 
sischen Gesandten  eingeräumt  worden,  einen  kathidisefien  Priester 
gebe  und  über  das  geistliche  £itikomtnen,  daß  soiehes  nidit  cnt- 
gogcn  icerdc.    lG2ö  September  3. 

(Kona,,  ebesda.) 


759 


2334. 


Ferdinand  IL  an  den  IjandeshaupttnanH  von  Kärntett :  verlangt 
Bericht  und  GHtachien  über  die  Anzeige  des  Erspriesters  Napohay 
von  Oberkämten,  daß  der  sekÜsche  Leininyer  sich  das  ius  patro- 
natUB  des  durch  seine  katholisclien  Vorfahren  gestißfiten  Beiie- 
ficiam  S.  S.  Corporis  Christi  i»  der  Ffarre  VülacJi  nidit  allein 
anmaßt,  sondern  a\ich  dazu  gestiftete  Güter  inneJtat  und  daß 
er  seit  13  Jahren  dem  Erepriester  den  Lidlohn  für  den  hei 
diesem  Bencfietum  verrichteten  Gottesdienst  eurückhäli.  Graa, 
1625  September  3. 

(Kom.,  $(«ttli,-Are)uv  Gras.    Osni.  Rop.) 

2335. 

Landesßrsilicher  BefeM  an  die  Witwe  Veronika  Kartinin:  soll 

vor  der  Regierung  erscheinett.    Grae,  1625  November  5. 

(Kdue-,  SlAttli.-Arctiiv  Qrax.  anro.  Kop.) 

DMgJeieheD    ««rden    am    5.    November    Haua    9cliwxnbar^r,    Ooorg 
Wolner,  Oeor;  FTMl)«r(r«r  and  Gwrjr  Heggi  «ni  Mnreek  liUftrt  («bftndi). 


2336. 

Ferdinand  II.  an  den  Vixedom  in  Kärnten:  BeriefU  sfu  erstatten, 
wann  durch  den  Erxbischof  von  SaUburg  in  Kärnten  die  Visi- 
tation vorgenommen  wird.    Gras,  1625  November  5. 

(Kons.,  StAttli.-ArehlT  Griiz.  0«m.  Kap.} 

Ferdinand  .  .  .  Ks  hat  zwar  lierr  erzbischof  von  Salzburg 
aaf  unsere  gevoUmäohtigten  herrn  stAtthalterB  unser  i.-i3.  crb- 
flirsteiktliumben  wegen  famembnng  einer  geisüiclien  visitatiun 
in  unserem  (Ünt.  Kärndten  an  ihme  ersbischof  abgehundes  er- 
snechachreiben  sich  dahin  erciärt,  dass  sein  intention  und 
mainung  njt  seye,  derzeit  in  gedocliten  anserm  fliratenthamb 
Kttrndten  ein  Tisitation  anzustellen:  allein  möchten  sie  TJelleicht 
künftig  jemanden  aus  den  ihrigen  zu  dem  ende  hineinschicken, 
zu  sehen  und  erkandigung  einzuziehen,  ob  denen,  bei  jungst 
selbiger  orten  unsere  abgeordnet  gewesten  commissarien  fUr- 
gangiien  generalvisitation  zu  befUrderong  der  ehr  gottes  und 
pflanzung  gueter  disciplin  bei  der  geistlichkeit  allenthalben 
hinterlassenen   decreten   and   helUaniben   Verordnungen   gebUr- 


7,60 


licboriuBaaen  gelobt  .  .  .  werde.     Wie  nnn  aber  dorn  allen,  so 
ist  nichts  deßtoweniger  unser  gu.  bevelcb  hiemit  an  dich,  dass 
duj   wann    ctwo  solche  Visitation  fürgenouiben  werden  müchte,      , 
dein    vicissigo   obacht   darauf  haben,   auch    solches    gestracks  ■ 
unserer  i.-ö.  regiürung  berichten  und  hierüber  ferrem  beschaid 
erwarten  sollst.     Datum  Grtttz  den  5.  Nowmbrit  anno  1625. 


2337. 

EUkhe  (19)  SireehatteriscJie  Unl^tanen  (Johann  Septimi  Jbryer) 
werdeti  vor  die  liegierung  siiiert.    1625  November  13. 

D«ig1«ich«a  «tlicli«  tod  Mufborg  und  98  todere  Mm«otlich  grauiBU 
Persooen,  FütgoT,  Amtleute  o.  a. 


2338. 


3Hi:  I 


Ferdinand  II.  an  die  Metiyionsreformationskommissäre  m  Kram: 
erinnert  sie  an  die  unlängst  eingebrachte  Inquisition  über  den 

von  der  aUein  seligmachcnden  katholischm  Religion  abgefaüenm 
utiU  eu  Wien  gefangen  genommenen  Kapueiner  Thotnas  de  Ma- 
cerata.  Der  Mitschdd  haben  sich  teilhaftig  gemacht  Ursula 
Zivetsehhouitach,  David  VantaUon,  Gregor  Watx  und  Andre 
Daniel  Jiarho.  Von  diesen  soil  Ursula  Zwetschkotcitsch  gemahnt 
vierde»,  sich  hinfort  alles  ärgerlichen  Wandels  bei  sonstiger  ■ 
cmpfindlicfier  Strafe  cu  mthaUen,  den  andern  ist  ein  Strafgeld 
von  f000'-5000  //.  abeunehmen,  Pantaleon  xudeni  nach  Erlegung 
des  Strafgeldes  von  5000  fl.  und  des  10.  Vfennigs  aussmceisen. 
Die  Geldstrafe  ist  dem  eimuhändigen,  der  deswegen  einen  Spexial- 
hefehl  vonoeisen  wird.  Ilatis  Friedrich  Rauher,  Rudolf  Barbo 
Htid  Midtael  Bvüz.  die  auch  graviert  sind,  sollen  einen  Verweis 
erhalteti.    Grajs,  tf>35  November  13. 

(Koiiz.,  Statth.- Archiv  Gras.    Gem.  Kop.) 

Am   14.  Febnitr  16S6  werden  ontsprechende  Befehle  an  WaU,  Zwetaoli- 
kowitsnb  und  Barbo  herab g('geb«n. 

2339. 

Johann  Kaspar  von  Lamersheim,  Bamhergseher  Visedom  in 
Kärnten,  an  den  Abt  von  Arttoldstein:  da  er  erfahren  habe,  daß 
in  Villach  und  im  Kanaltalc  immer  noch  unhilhoUsclw  Personen 


761 


seieUf  isi  diesen  ein  percmpioriacher  Tennin  von   14  Tayen  jni 

tfchen  und  we>m  sie  hei  ihretn  Irrtttme  verlleibe»,  wider  sie  vor- 

sufji^en.    Wolfsber<f,  1625  Novellier  30. 

{Ko\t ,  Arno'iihttiMT  Akten,  Rtidollin.J 

Demxufolg«    wird    cl«n    in    Tarvia    vorb)ind»aen    Unkktbolucbeii    am 
16.  D«zeinb«r  der  letst«  Tannin  g«geb»D  («bend«). 

2340. 

M.  l'mUits  Erherits,  Stadtpfarrer  m  Judenbttrg,  an  Ferdinand  IL: 

führt  Khige  über  die  schlechte  Vencaltung  des   KircheU'   und 

SpUcdswesens  daselbst.    Judenburg,  1025  Dezember  S. 

(Orig^  St«ttli.-ArcUiv  Urjis.  Uom.  Ku|i.) 

Bb  wird  Jinf  das  hin  eine  Kotnmifaion  nach  Jndsubiiri;  entaendet,  dtü 
alle  Recbnunf^QQ  mH  der  Religionirefornictioii  bU  1028  prflfl. 

2341. 

Der  Pfarrer  Georg  Ptlcator  an  die  Regierung:  littet,  ihm  in 
Anbetracht  seiner  großen  Verdienste  um  die  Heligionsrefortnation 
und  seiner  35  Jahre  dauernden  heilsamen  Dienste,  zumal  er  ^drn 
Herren  putribus  societatis  Jesu  itcgen  des  vorhabenden  collcgio 
von  seiner  Pfarre  uedieren  siM\  die  Pfarre  Tüffer  »u  verleihen. 
I(i25  Desemlcr  12. 
(Orig.,  Slatlh.Äroliiv  Or»i.) 

Cbrislopb  PUuk  htit  di«  Pfarra  vor  «inem  Jabra  vUttiert.  Dort  und 

um  Cilli    wolm«n  vlelft  nukatholiiche  Landleut«  und  nobiIiti*rte  iVrsoiion. 

Zu  d*n>o  Rek«liruiig  bl  ein  guter,  des  Wiadiscbcn  »nd  Ueuteelien  niHchtiger 
Prediger  nfitig.    Djsu  eigne  sieh  Pileator  (Gutacbten,  ebenda). 


2342. 

Fcrdinaml  II.  an  den  Statthalter  Leon}iard  Bischof  iv>»  Lavant, 
an  David  Vrschenheck  tmd  an  die  BeligionsrefonnationgJcommis- 
säre:  sendet  ihnen  das  von  dm  Kämlner  Ständen  A.  C,  die 
beim  jeteigen  Landtage  versammelt  sind,  übergebene  Anbringen, 
sie  mit  der  corhabeiulcn  Heltgionsreforniation  zu  versclionen,  su. 
Befehl,  darüber  ein  Crtttachten  ahsugehe»,  um  si'cÄ  resMviereu  su 
können.    Qrag,  1025  Degeniber  19. 

(Orig.,  eliouda ) 
Du  Gutaobleu  slelie  unter  den  &.  Februar  I6:iö. 


7(52 


2343. 


Tj<tttdes fürstlicher  liefeM  an  Wolf  Mo&hergff,   vor  der  Rcgirntnff 
SH  erscfieinen.    Gras,  1620  Januar  2. 

[Eonc,  »band«.) 

An  26.  Januar  wird  der  Pfarrer  von  Marbttrf;  veraUtidi^,  daß  Har- 
f^arnUi  Mürsin  ftich  mit  dar  BeLcht  und  heil.  Komninnion  eiDstellon  wolle.  Kr 
mOi;«  auch  wcfjeu  anderer  FentoDoii  daa  Oeeigucte  rorknhrea  und  datiD  b«< 
richleu  (Orig.,  cb«iida).  Motbergor  liatt«  di«  Witwa  März  um  G«ld  betrogen 
und  sie  dann  d«DunE[«r1.  Am  9.  Febroar  wird  der  Miriin  oiu  T«nniQ  bü 
Ostrrn  gageben.  Boi  etc<>ni  weiteren  MnBb«rg«r  betreffenden  Aktenitticka  iit 
ein  Veneicbni«  von  lieben  uiikittholUcben  Penonen  in  Marbarff. 

2344. 

Ilatis  LuU,  Sürger  tu  Landsberg,  und  Andre  Woldner,  wohn- 
haft auf  dner  Mühle  hei  Landsherg,   sollen  vor  der  jRegierung 
erscheinen.    Gras,  1626  Januar  22. 

(KoiiB.  n.  Orig.,  ebenda.) 


2346. 

Der  linmiiergiscke  Visedom  in  Kärnten  an  den  Abt  Bö«  Arnold- 
stein  und  Amttnanfi  jfu  Villach:  erneuert  das  Mandat  von  1611, 
bdre/fend  die  halsstarrigen  Unkaihdisciien,    Bei  tceiterem  Unge- 
horsam sind  sie  ausmucisen.    Wolfaberg,  1626  Januar  23, 

(Kop.,  Aruotditeincr  Akten,  ßudolän.  Elageofurt.) 


2346. 


Ferdinand  fl.  an  die  Rdigiotxsrefonnaiionskommissärc  in  Kärnten: 
sendet  ihnen  die  Eingabe  der  Herren  und  Latidl-cute  A.  C.  w^ 
verjüngt  darüber  wie  schon  am  ID.  Detettiher  ein  Gutachten.  Gnu, 
1626  Jannar  26. 

(Konx-,  ebenda.) 

2347. 

Gutachten  der  JRegierung  von  Itinerösfcrrcieh  über  die  Kingahe 
des  protc.'itontischen  Herren-  und  RUtcrslandes  von  Kärnten  vom 
20.  Novembet   1625  gegen  das  Patent  vom  26.  Ajfril  d,  J.     Das 


763 


I 


Vedangm   der   BUisteäer   sei   ttidU   beffrändet.^ 

Fel>ruar  5. 

(H.-,  E.-  B.  St-A.  Wi«D,  Steierm.  F«bx.  31.) 


Graz,    1G26 


Alterdnrchlenchtigister  .  .  .  E.  K.  M.  haben  die  bei  da- 
malen  aiigefangcnen  latitltag  in  Känidten  anwesenden  der  Angsb. 
Conf.  (wie  sie  sich  unlerschriben)  zaegethane  herrn  und  land- 
lenth  den  20.  (sie)  Ntwembrig  .  .  .  1G25  .  .  .  ain  aclirift  liinauB* 
geschickt  ...  In  welcher  aip  sich  wider  VL  M'  generaUa  .  .  . 
darinnen  (E.  K.  M^)  .  .  .  verbieten  litssen,  dass  frtbrterhin  weder 
landlentb  noch  ander  iiobiliticrte  oder  onnnbilitierte  personen, 
kinder,  wie  auch  popillen  und  nnvogtbnre  jugent  ausser  lardts 
auf  frembde,  auHlendißcbo  uncaib.  ortli  uder  univeraiteten  ohne 
E.  K.  M'  speciaJerlaubnis  mit  nichten  verscliickt,  die  papillon 
.  .  .,  wo  immer  mllglicb,  mit  cath.  gcrhahen  vei'sehen,  den* 
selben  auch  sLark  oiiigobundi^n  wßrde,  ohne  E.  K.  M'  oder 
dero  nachgesetzten  landtobrigknit  vorwissen  nnd  licenz  kein 
pnpill  in  die  freinhde  zu  verschicken,  bosrhwilren  nnd  dabey 
angezogen:  ,Sie  künden  geh.  nit  ersinnen,  wohero  amb  E.  K.  M' 
nie,  die  mebrberUerte  uncuth.  hetTn  und  InndKiuth,  ain  solches 
verschuldt  haben,  dass  sie  mit  beseitsetzung  dero  I.  f.  gn. 
Worten,  resolutionen,  gonomtien  ond  erclttramgon  anietzo  sich 
aines  andern  gn.  zu  enlschliessen  und  die  religionsri^forniatioii 
annoch  auf  sio  die  nncatb.  Inndleuth,  deren  sie  doch  jederzeit, 
wie  gemelt,  exempl  gewesen,  aa  zinben  wlillen,  bewogen  lassen, 
wie  sie  dann  gleich  anfangs  in ehrlieif agier  ihrer  sclirifl  filer 
ain  haubt  und  grundfcst  diser  ihrer  bcschwÄrde  und  praeten- 
sionen  setzen  and  fürgeben,  dass  E.  ftl*  bei  antretung  .  .  .  irer 

'  Am  28.  NoveiiiluT  Iß^Ti  lult«  <ti*r  |irulr«UnliNrliP  Hprrcu-  nnrl  RHUt- 
■tAnd  in  Künitcu  ctiic  Eiiif;a>»«  «u  den  Kaiser  gerichtet,  iii  nctclitT 
er  erinnerla,  daß  di«  Reri^rmalion  «af  sie  nicli  den  vi«l^tig:ea  Re- 
nolntionfin  Waln«»  B^iiug  hnbGci  aoHte.  Knn  lei  aber  am  id.  April  1.  3. 
ein  Dttkrrtt  für  gan«  In]i«rSst«rreich  erftcbionon,  daß  filrderhin  wodor 
Landlfttito  noch  nobiliticrlo  Por»onfti  ilirn  Kindt^r  auf  Ar«nid(t  unkatho- 
liscliR  UnivrrMtXtMi  aRnilttn,  ihnon  kflllHiUitulu-  Citrhaben  xiieeteilt  wcHvd 
u»w.  Hill  batPii  df>ij  Kaiiipr  bei  »Kir  Trpiiff,  dii-  »ip  aeiuem  Flaiiae  «teta 
benabrl,  sl«  mit  diMi'u  und  i(bn)icb«n  Itefurcnatirtuageneraiiea  su  T«r- 
schonen.  Dn*  wurde  don  ktrntniiclien  BeUgioasrel'oriualion»kommi«ikr^n 
aur  D'^taclilitng;  (lWniiitt«It  (19.  Dexrmbcr),  liehe  obon.  Paa  ,Gul- 
acbtfnrepertorium'  schreibt  itini  Februar:  ^as  I.  M'  tu  ooutn  relt- 
ffianiM  i\rn  EvAUf'^Ut^chen  A,  C  KU[^t'tli«crii  tlirren  das  l.  i,  Wort  je- 
gebeu',  betreffend  Nr.  2U.     Im  StaUh.-ArcUiv  M]Uat  felilt  daa  Uutacbteu. 


764 


* 

4 


flirstentumben  nnd  landen  I.  f.  regiemng  und  zugleich  darauf 
flirgfinoiiiI>ener  relig.-reformatior  denen  ovanpclUchen  .  .  .  berrn 
und  landleuten  das  I.  f.  wordt  gegeben.  cUsBelbige  ancli  in  vi! 
nnderscbidtliclion  resolutionen,  orclärnngen  und  generalien  .  . . 
contirmirt,  dass  gedachte  reformation  auf  sie  .  .  .  aambt  den 
ihn<;en  keineswegs  angesehen  noclj  sie  darnndter  verstanden 
«ein  sollton,  es  auch  also  big  auf  jetzt  .  .  gehalten  und  ihnen 
darwider  was  be seh wärlic lies  niemalen  znegefftegt  noch  solliches 
andern  7.11  thiien  gestattet.  .  .  .  Dises  ist  der  haabtsächliche 
inhalt  voran p^ezogn er  scbiifit,  weliche  wir  zu  Verfassung  aneurs 
. . .  gaetachtens  zuvor  den  . .  .  religionscoinmissarien  in  Kttrndten 
.  .  .  xae-gnsandt;  rlieüi^Iboii  liabon  ihr  rUtlilichc  mainung  erat- 
lichen  dahingestellt,  das»  sie  nJt  dafilrhaltcn,  dass  die  ...  an- 
cath.  landlenth  ihr<^m  borüenien  iiaeli  niiiiche  schriftliche  oder 
auch  mUndtlichc  verap rochen,  ercläningcn,  general  oder  con- 
fimiation  von  E.  M'  aufzulegen  haben,  dnrdurch  sie  sambt  den 
ihrigen  fiirgegobnerraasson  n  ref'irmaiione  religionit  exempt 
seien,  sondern  dass  der  cllcrn  littorlichon  gcschlecht  mit  an»- 
ßcbftffang  aus  dem  landt  hishero  verschont  worden^  das  gei 
ihres  dor  liorrn  commissaricn  crnoliteD&  nar  lautere  wiUkUhr 
licIiQ  und  iiDvcrbUndtlicho  coiinivenz  nnd  E.  K.  M*  miltreiche 
tolcranz  gewesen.  Inmassen  ich,  Statthalter,  in  seit  meines 
getragenen  liofvicocüncelariate  suliclics  mehrmalcri  aus  E.  H' 
aignci)  1-  f.  mundt  gehört  zu  haben  mich  allergoh.  zu  entsinnen 
weiss,  auch  kein  zweiffl  ziietragcn,  dass  wo  diae  klagende  herm 
nnd  landleiitli  dcrgltidien  si^hririHcho  crclArungen,  goncralicn 
oder  excmpiiones  htlttcn,  sie  solicbes  zu  bOaserer  begi'Undtnng 
und  bescheinnng  ihres  fUrgebeus  oder  «nailmblichon  suchens 
der  tescbwKrächrift  oriijinaliUr  oder  durch  glaabwlirdtge  ab- 
sohriftcn  wurden  beigelegt  haben,  damit  man  aber  dessen 
iDclirern  gründe  liabe,  hahen  Herr  landtshaablman  and  herr 
landtsviccdonib  in  Kitrndicn  den  herm  barggraven  und  die 
verordnete  zue  Clagcnfurth  umb  odierung  und  fiirweisung  der-  J 
gleichen  berUembteu  I,  f  schcrmon  und  documenten  der  ange-  ^^ 
massten  excmption  angelangt,  eye  haben  sicli  »ber  dessen  mit 
diseiu  fUrwendt  entschuldig!,  dnss  ilmon  ausser  einer  voll- 
korabncD  vcrsarablung  dor  herin  und  landleutli  dergleichen  ^ 
docxtmenta  zu  cdiern  nnd  von  banden  zne  geben  nit  verandt-  ^| 
wortlich  scyc.  Darauf  dunn  crnente  berrn  landeshaubtman  und  ^ 
landtsvitzdouib  diseu  Vorschlag  gcthau^  dass  von  diser  unserer 


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stöH  aus  denen  vorgedachfen  verordenten  die  beröcrte  cdicrung 
zugemnelct  uiict  anbevolchou  wui-tlu-  Sciteiuftlcii  aber  soliches 
QDserB  besorgens  ein  grosse  verlengcrmig  der  zeit  vcrursoclien 
wurde,  aDgceechen  die  gcsambten  luudleutb  sollten  in  grusacr 
und  voller  anzalit  zusanibtn  kombcii  und  dahoro  die  ericdigung 
und  »blainung  discr  beaclnviiracLrift  und  nachvolglicli  das  ganze 
rcligionsrefonnationswerk  auf  aiu  geraumbe  zeit  zuruckfroätclt 
werden  mUste  and  demnach  nocli  scbr  ungcvviss,  ob  sy  was  selirift- 
liebes  fUrzuweiäen  haben,  ala  haben  wir  fUr  mtlisamb  ermessen, 
disee  ersueuhen  au  die  verordenten  zu  uiitt-riasgen.  sondern  in 
der  allhieigcn  hofcanzlei  mit  vleisä  aafsuochcn  euc  Lassen,  ob 
irgendt  andter  denen  landtshuldigung-  oder  refoi-mationt  actis 
dcrlcy  vcrsprechuag,  erfläruug,  genera!  oder  exemphtm  zu 
fünden  seien.  Ea  hat  aber  dergleichen  nichta,  sondern  vil- 
mehi'  das  gerade  widerspil  kliUnden  gefunden  werden,  nemb* 
liehen  E.  K.  M*  baubtrcsolution  und  niitwort,  so  sie  den  letzten 
Apriiis  1599.  iahra  denen  geaambtcn  uncatholischen  ^'«sandten 
und  dcputirton  der  drcjen  ftirstenthumbcn  Steyr,  Kärndten  und 
Crain  auf  ihr  wider  E.  K.  M'  daraalen  voi-genombnen  und  an- 
gefangnen haubtreligionare forma tion  einKeraiohte  hitzige,  scharfe 
and  unbeschnidene  beechwärscbrift  gegeben  haben,  dan  als  an- 
gezaigte  doputirte  und  gesandten  anter  andern  anzUgen  sich 
auch  auf  weil,  ertzherzogen  Caroli,  K.  K.  M*  geÜebsten  herrn 
vatern  hoclis.  anged.  religionsconcession  oder  freyetellung  ge- 
lendet und  dieaelbige  hoch  herfüi-gestrlcben,  vermelden  K.  K.  M' 
in  ihrer  ganz  lieroiscben  und  recht  kaiserlichen  resolution,  als 
wissen  sy  iticli  aoclt  zu  crindcrii,  das»,  ale  kaiaer  Fcrdiuandus 
der  erste,  I.  M*  söhn  ertzbei*zog  Carolo  dis  landt  durch  erb- 
huldigung  übergeben,  ihnen,  den  uncatholischen,  in  religioiis- 
sachen  nichts  gewisses  oingerauinbt,  sondern  sie  blOsälichen 
dahin  vertrustet,  I.  M*  wollen  auf  mill  and  weg  bedacht  sein, 
wie  in  ihren  erblandcn  dem  Hchttdltchen  zweifei  in  religions- 
sachen  gesteuert  werden  mik^lite. 

So  seye  auch  ferrer  wissontlich,  dass  mehr  hüchsternennter 
ertzherzog  Carolus  denen  der  Aag.  Conf.  verwanten  landleutcn 
ainiclie  sebrif^liche  conccssioii  nit  gegeben,  wie  soliielies  die 
canzleiacfa  au(.':h  etliche  damalen,  d.  i.  im  I59I.I.  iahr  noch  im 
leben  geweste  gehaimbe  rllthe  und  sccrclarien,  bezeugen  wurden, 
sondern  da  m.tn  R.  F.  D'  zu  vorbllndung  der  religion.sfnsy Stellung 
zu  persufldiereii  vermaint,  haben  es  I.  l>'  rttthc  widersprochen 


166 


I 


und  abgeschlagon,  Dit  woniger  sey  den  uncatlioliscfaun  jj 
teudeuten  selljäleti  unverbörgeii,  dass  I.  F.  D*  erzhcrzog  C»rl 
Ulior  soliclio  inen  mllndtlich  xuegelmissone  concewtiones^  cod- 
nivenz  und  toleranz  oder,  wie  es  die  gesandten  unbcfacgter 
weis  nennen^  religioiit>pacuftcation  luficbtig  grosse  reu  and 
latdt  getragen,  der  jederzeit  aaf  wondang  gouaigt  und  bedacht 
gewesen,  dass  sie  auch  äolitthee  sicher  ins  werk  gesetzt  hCtten, 
da  eie  nit  mit  dem  unzi^itigeu  nnverhulTten  codi  uberfahleo 
worden. 

Weilers  fUereu  E.  K.  M*  in  obangezogner  .  .  .  resoloticm 
I.  F.  D'  uüseni  gn.  herrn  stattlichoo  aus,  wasgestalt  E.  M'  gaos 
angeraumbt  und  hoch  %'erweislichen  dero  vor  der  gerolgten 
cHiliuldigung  altem  stylo  und  berkomben  nach  gcthouee  t.  f.  fl 
iurament  and  der  ganzen  gemainon  landtschaften  handtrest,  ^ 
Privilegien,  fieylieiten  und  löbl.  gewohnheiten  darauf  besehe- 
chcnc  conßrmation  fUrgebracht  und  angezogen  werde,  dan  uodcr 
solichen  iaramcnt  Privilegien  and  cooärniutionen  werden  die 
von  ihrea  lübl.  vorfahren  durch  ungostllmes  importunierlidiea 
anlialten,  aacli  auauf  hürlicbes  6ehen  und  bitten  erthailte  toleraos 
und  cunuivenz  nit  begriffen,  sie  berOei-eu  auch  nit  die  landt- 
schafton  in  gemain,  sondern  allain  uinen  thail  der  ritterschufl 
mit  weiterer  ganz  wolbegrundter  Interpretation  ihres  aignen 
1.  f.  iurament»,  welche  sie  diBfaUa  klirtz  halb  und  weilten  es  za 
gegenwärtigen  propcsito  nit  hoch  vonnt'Hhen,  aoderlassen  wollen. 

Ab  dan  auch  dickherücrter  uncatholischer  ausschuss  aud 
gesandten  in  obgeeetzten  1509.  iahr  ander  andern  auch  einge- 
wontlet.  sye  hetten  bey  nechater  K.  K.  M'  gelaiaten  erbhuldigung 
derselben  etliche  conditiooen  and  praetcnsioncn  angebracht  and 
fUrgcschriben,  weltche  auch  E.  K.  M'  angenomben  und  darüber 
ihr  wissentlich  iurament  gelaistet,  antworten  E.  M*  in  der  .  . . 
resolution,  dass  ihro  dia  alles  ungootlich,  auch  den  fürgelo^en 
landtagshnndlangen  zugegen  .  .  .  auch  in  einem  verkehrten  rer  fl 
standt  angezogen  werde.  Dan  sie  wissen  sich  zwar  gn.  wol  im 
ontsiniicn,  das»  sie,  die  landleuth,  die  erbhuldlgang  vil  diffi- 
ualtiert  und  dieselbige  nit  erstatten  wollen,  sie  wissen  dan,  an 
weme  sie  ihncrcr  concession  halben  wären,  hingegen  aber 
köndten  sie,  uucuthoUschc,  in  kiiiu  laugen  ziehen  oder  auf  den 
fall  ihres  vernainens  mit  vilen  anschcnlichcu  kaiserlichen,  en- 
hcrzügliclieri  und  li ermöglichen  commissaricn  und  rUthen,  welche 
damalen,  d.  i.  im  lüitU.  inhr,  uoch  im  leben  gewesen,  aofa  statt 


I 


767 


I 


b 


lichist  abcrwisen  werden,  daas  E.  K.  M'  ihner,  den  uncatho- 
liüchen,  auf  sülicbe  ihr  waigerang:  and  prctestation  kain  andere 
zQCäag  dann  disen  acbrift-  und  miUidtlichen  lescliaidt  ervol^en 
lassen:  die  religtoiisliandlungcn  hetten  mit  der  crbhuldigung 
kain  gerne! Qsebaft,  so  wisse  man  auch  wol,  wie  dergleichen 
protesUtionen  kainem  ain  mebrers  recht  geben,  dann  er  ohne 
das  hat;  was  aber  eye,  die  □ncatbolische,  fUr  ein  ius  ihrer 
praetendierten  religionsfreystellang  wegen  fUrzuweisen  haben, 
das  8eye  zu  sattem  benüegen  ausgeführt  worden,  volge  der- 
balben  nnvermaintich,  dafts  der  aaf  soliche  angegründte  er- 
clärang  prästirte  1.  f.  schwtir  auf  daa  zuvor  davon  abgesonderte 
religions Wesen  nit  köndte  noch  solte  gezogen  werden.  Und  aas 
disem  allem  nacli  verwunderlich  zu  verneraben,  dass  man  an- 
jetzo,  das  ist,  in  der  .  .  .  159U  .  .  .  llberraicliten  schrift,  so  un- 
verscbambt  und  fräventlich  ohn  allen  grundt  und  schuldigen 
respcct  I.  D^  .  .  .  1.  f.  leibliches  iurament  und  huldifcungasachen 
verkerter  und  verschlagner  weis  als  ob  sie  .  .  .  denselben 
icbteti  zuwider  furgenomben  und  noch  farnemben  wollen  (das 
ihro  doch  nie  in  sin  komben,  auch,  ob  gott  will,  nimmermehr 
geschehen  solle)  aufgerupft  werde,  uikI  seien  K,  K.  M'  dorn 
allmäclitigcn  zu  lob  so  weit  wol  underwison  und  erkennen,  in 
was  reverenz  und  ehrerbietung  sie  retigionem  xuritiuraHÖi 
achten  und  halten  sollen.  .  .  . 

Alle  diese  biahero  mit  denen  verbU  formalihus  ausgezogne 
und  andere  mehr  gaiis  vernunfligu  und  wolbegrüudta  erinno* 
rungep  haben  E.  M'  .  .  .  1599  .  .  .  tlenen  uncatboliscben  der 
dreien  fUrslentbumbca  .  .  .  geijandten  intichriftcn  zueätelien 
lassen,  welche  wir  an  disem  ort  darumben  also  ausfblirlicli  an- 
ziehen und  insinuieren  wollen,  weil  unser«  ermessens  daraus 
sonnenclar  erscheint,  dasa  der  jetzigen  Khärnerischeii  uiicatlio- 
lischen  lamentanten  fUorgeben  und  berüemen  E.  K.  M'  gegebnen 
1,  f  Worts,  erthailten  sonderbaren  erclarungen,  geiieralicn  und 
exemption  von  der  religionsrerormation  ein  niclitigca  unge- 
grUndles  berüemen  ist,  dann  weil  E.  M'  noch  damalen  nicht 
allein  ihren  geliebten  berrn  vatern  gleich ergestalt  furgowendto 
freystell ungscoucession  -per  exfjrüsuin  widersprochen;,  auch  weder 
damaleii  noch  hernacber  ainor  buechstabeii  von  denen  unca- 
tholischen  stonden  aufgelegt  oder  fUergewison  worden,  besonder 
auch  E.  M'  ihr  aigno  1.  f.  huldigiinge iurament  und  was  darbey 
vorrer  fUrgclotTen  mit  guetcni  gruodt  auslegen  und  sich  Mmei 


768 


pro  »emper  erolAren,  ihren,  der  ancatholiachen^  pottttltUtM 
statt  und  platz  weniger  niniclio  schriftürhe  conccssion  oder  lic-| 
freynng  tarn  religionü  quam  reformationU  nit  zn  crthailen, 
sondern  die  oft  and  vil  beruerte  gesandte  mit  diacm  bscbaidt 
vidcrumbcT)  abgcwisen  und  %\x  haus  geschickt  haben,  so  kOnnea 
wir  nuch  nicht  glauben,  doss  sie  seithero  diser  ihrer  so  eyfrigen 
lieroischeii  und  gcmesseueii  resolution  bcacbaidt  and  abweisoog 
entgegen  ein  anders  eingewilligt  oder  gegeben  haben,  iniuassea 
auch  alhier  bei  keiner  registratar  diaea  zu  finden  noch  sicli 
ainichcr  rath  dergleichen  berüotnbten  coneeesionen  generaticn 
ercUrungen  und  befrciungen  nit  zu  erindem  weiss. 

Dtscm  alleui  nach  halten  wir  Air  unser  abgefordertes  riUh- 
liebes  gaotachten  mit  den  bcircn  rol.-rcf.-comnii$sarion  .  .  .  dar- 
für, E.  K.  M'  sollen  sich  dises  der  unkath.  herrn  und  tandleuth 
einstreuen  niehts  irren  oder  hindern,  weniger  von  ihrem  christ-  fl 
liehen  lobwUrdigon  und  zu  hail  iliror  von  gott  anvcrtraatcn  ^ 
undertUanen,  auch  besserer  Sicherung  und  ruhe  des  politischen 
regiments  einmal  wolbedächtig  genombnen  rcsolation  and  aus-  fl 
gangnen  gcneralicn  und  exccution  tnit  nichten  schrecken  oder 
abwendig  mucheu,  doch  sich  beinebeu  mit  ihnoD,  don  ancatho- 
liechen  hierüber  in  kain  disputat  noch  schriftenwechsel  einlassen 
sollen,  angesehen  soliches  K.  M'  vilteicht  nit  reputierlich,  dem 
werk  an  im  selbaten  vcrhinderlich  und  aufziehlich  sein,  auch 
den  uncacholischen  in  allen  ^ey  landen  das  herz  and  anlast 
geben  möchte,  mit  E.  M'  ein  .  .  .  weitschwaitiges  disputat  au  er- 
wecken, weil  sonderlich  disen  Icuthen,  so  in  der  rcligion  irrig 
und  von  der  ainigkeit  der  h.  apost.  kirchen  abgesondert,  nie- 
malen manglet,  was  sie  zu  hindnrchdrackung  ihrer  secten  und 
Ublcn  widerspänigkeiten,  auch  eludicrang  ihrer  obrigkait  gebot 
und  vorbot  ilierwenden,  gestaltsamb  E.  M*  hochl.  vorfoder  sowol 
im  H.  K.  R.  als  der  erbkOnigreichen  und  landen  mehrfttitig-  and 
mit  den  anjotzo  vor  äugen  stehenden  universal widcrwertigkaiten 
erfahren  huben^  das  nembliclien  dergleichen  scctischen  leathea 
art  und  aigenschaft  also  bewandt,  dass,  wo  man  ihnen  einmal 
was  zuelfisät,  nachgibt  und  mit  gewisser  raas  connivirt,  ihnen 
sodann  ihr  mueth  and  vermeefienheit  wachset  und  sie  alagleich 
ein  anders  and  mehrers  suechen,  mit  ihrer  heirschaft  dispatiero,  fl 
sie  tratzen,  ja  letztlichen  zu  denen  waffen  greiffen  and  was  sy  ~ 
mit  Worten  und  schriften  nit  erlangen  mögen,  mit  gewalt  sn 
behaubteu   and    hindurch   zu  dringen  sich  anderstehen  dörfen. 


7B9 


Mochten  also  E.  K.  M*  unseres  und  deren  heim  religioiisrefor- 

malionscommissarien  nllcrandterth.  einfältigen  craclitens  denen 
nncatholiHchcn  ihr  berilüinljen  und  fürgeben  $implictter  wider- 
spreclien,  sich  nof  ihre  anno  15Ö0  crtheilte  und  bienebcn  mehr 
angedeate  haubtresolution  aller  derselben  iahalt  referiern,  vil- 
leicht  auch  zu  besserer  cntdeckuug  ihres  unfuejrs  und  erfri- 
schuug  der  gedechtiius  dessen,  so  bei  ticr  huldigung  und  angc- 
fanguen  religio iiBreformation  fliergeloffen,  ein  abachrift  derselben 
bcischlicsscn  und  es  im  übrigen  bey  ihrer  einmal  genombnen 
rcgolutiott  und  publicierlen  gcneralien  bewenden  lassen  und  der- 
selben gerathen  lauf  und  volziehutig  bevelchen. 

Dieweil  auch  endtlichen  under  denen  uncatholischen  herrn 
und  landleuth  alsbald  nach  publiciorten  mandaton  de  filiis  ac 
pupillie  nohilihus  sint  Ucentia  ad  loca  haeretica  non  miltendis 
darwidar  gehandlet  und  da  sie  es  zuvor  villeicht  nit  oder  doch 
discr  zeit  nit  im  aiu  gehabt,  ibro  un(lerg<.;l)ne  |>upilten  an  aecti- 
scben  ort  verschickt  haben,  daraus  daii  nichts  änderst  als  ein 
fUrsetzIicher  ungehoräanih  und  Verachtung  E.  K.  M'  1.  f.  ver- 
hüten zu  vermerken,  so  wäre  nit  nnratliaamb,  dasa  diser  ftir- 
setElicher  au^enscheiniger  ungehorsamb  nit  allain  absonderlich 
geandet,  sondern  auch  gegen  denen  iibertrütteni  mit  wUrklicher 
straff  nnvorschont  verfalireii  wordc.  Jedoch  wollen  wir  alles 
%u  E.  K.  M'  wUrkUeben  rssolution  ohne  geb.  massgobuiig  »Her 
undertbenigknit  g(<st<)lt  und  uns  det'oselben  dabcj  dicmttctigist 
bevolhen  hahon.   Aetum  (-frÄtz,  den  5.  Februarii  anno  1626. 

In  dorm:  Ücr  R.  K.  M'  .  .  .  von  dcrtj  i.  il.  regierung  zn 
übergeben.    2S.  Febr.  625. 

Dm  erwXhnla  GuUcliton  der  Keliifioiutraforni&tioDakoninilMMre  fUhrt 
Ans:  Es  int  iiiclit  «luif^,  ^aQ  mau  die  unkatlii»tiiif.l]eii  Herren  und  Laadlexilo 
dftmali  v«racliijut  linbn,  itucli  lei  Uiueu  der  Verkauf  ilir«r  (JUt«r  nicht  iinf- 
(telra^en  vrurd«ii.  Man  haljc  zwischen  alten  Herren  und  Lnndleiiton  und 
dfm  gemeinen  Madd«  «iti«n  Uoteriiclii'^d  gcnaacht  und  dein  Adrl  die  Emi- 
gration damals  erlaM«n.  St«  hab^n  das  aber  nicht  per  nwditm  privite*ßii  et 
ctnuutionü  pei^iuif  et  oiiUgalcj-ieu,  soudcrti  wriuiUariM  el  toierantiae  orbalten 
und  haben  (1.  V)  sicli  TDrbehalt«ti,  iloli  dea  Augsbiirger  KeÜg^ioiuft-iedeui  KU 
bedienen.  Wruu  der  Landeafflrat  die  Forts  et  xunf;  der  Keforiaation  jetct  fUr 
ootwoadtg  batti^,  tio  kUuncn  wir  nicht  linden,  daß  er  djiiu  nicht  befugt  se]. 
Die  Toleranz  besieht  sich  aucli  nur  auf  dt«  Aostcbaffunff  aus  d«m  Tiande  und 
den  Verkauf  der  QUter,  uiclit  auf  die  ander«?»  der  Keformation  anbKngetidcii 
Stücke.  Di«  Stund«  sollton  sich  für  div»^  Milde  bedanken.  Wollto  man 
sich  in  dergleichen  Sachen  an  dits  Widrrflln^htin  der  Untertanon,  zumal  der 
Ketaer  kebreu,  hu  wOrde  keiiio  Obrigkeit  etwa«  Ueitäudlgei  statuieren 
PoDlsi.   U.  Abt.,  M.  LI.  4tt 


V7t) 


können,  ram  haenititv  nifffferetüt  lUahato  nutuiuam  dtnt,  qnod  dtcal  Qnd   wenn 
oiaii  eiDen  SekÜscLeD  eiDiuAl  laOul^iert,  bal  oa  keto  End«. 

2348. 

LandesfürstticJter  BefdU  an  Katharina  Stadelmatm  bei  St.  Peter 

ob  Leohcn,  Sophie  Stubmt:riH  bei  Trofayach,  an  iveiland  Stephan 

Huudienbergers  WiiHb,  vor  der  lieyierung  £u  erscheinen.    Gras, 

162G  Februar  a8. 

(Koui.,  Stjilth.- Archiv  Qraz.   aem.  Kop.} 

Die  Genaanlen  «rbKlten   im  H8nt  Ternine  lor  Bekeltran^  oder  snn 
Abzüge. 

2349. 

,Wie  etlieite  Lattdleuie  m  Kärnten  die  Jugend  auf  unkatholtscbc 
Orte  verschicken.'    1026  Februar. 

(Ruuh.-AreliiT  Oru,  GntachloD,  R«p.) 


2350. 

LandesßrstUcJier  Ihfehl  an  die  JtdipionsrefortnatiötiskotnHtissäre 
in  KiinUen:  Da  steh  noch  lutherische  Fleischfiacker  und  andere 
sektiscJie  Personen  mehr  in  Klageiifurt  aupiatien  sollen,  tnögen 
sie  in  Qemäßhcit  der  erflossenen  Instnikticuen  verfahren.    Gras, 

l(i2t>  März  4. 

[KonK.,  Statth.-ATcUiv  Graz.    Qoid.  Kop.) 

Am  4.  April  ergeht  ein  Brfchl  an  di«  Verordneten   anf  die  Bitte   Ton 

vier  Fli'isdihauem  sn  Kla^cnfurt,  die  Ewischcn  ihnen  and  den  tinkatholitcben 
Fleischhaanrn  und  Dietrich  Df.uan  butehondo  Strltltgkeit  nicbt  mit  Gewalt 
cum  Austrat  la  bringen,  darauf  jsa  sehen,  daß  den  Sapplikaoten  kein  Ua> 
recht  goidieliQ  (Kons.,  ebenda). 

2351. 

Ferdinand  II.   an  den  Pfarrer  von   St.  Georgen:   verlangt   eine 

teharfc  Bestrafung  des  Th&tnas  Tum,   der  sich  im  Ungarischen 

durch  einen  Prädikanteti  trauen  ließ.    1026  Märe  13. 

(Konx.,  Sutth. -Archiv  Gras.    Gern.  Kop.) 

2352. 

Derselbe  an  Georg  Reich,  Richter  i«  Pirkfdd:  soU  sicÄ  tw  die 

Regierung  st^en.    Gras,  1620  Märe  12. 

«.Ebenda.) 


771 

I}«r  Pfarrer  hätte  die  Ani«ige  «»tattet,  inQ  Oeong;  K«ich  ein  wider, 
wärti^r  K«txer  sfi,  der  bei  der  nüchrtfo  Wahl  BfirgermeUter  werden  dUrAe. 


23Ö3. 

Ferdinand  II.  an  den  Bischof  gu  Seckau  und  Herrn  Karl  Kagcl- 
mann :  hale  des  BiscJwß  Schreib^i  teegen  der  halsstarrigen  Mur- 
eeker  vernommen.  Er  möge  die  UnhithoUschefi  zitieren  und  sie 
enttveder  £ur  Amiahme  der  kuiholischeti  Lehre  vermögen  oder 
ihnen  die  Ausweisitng  verkünden.    Gnu,  162ti  M&rz  13. 

(EUniU.) 

2304. 

Oeorg  Herr  mn  Stubenherg  auf  Kapfenherg  und  Mnretk  an 
EidUer  und  Ilnth  m  Mttred-:  Bestätigt  den  Empfang  der  durch 
die  Retigißnsreformadonskommissäre  ihnen  jüngst  lihcrgcbenen 
Instruktion  mit  folgenden  BenierhtJigen:  Überzeugt,  daß  S.  K.  JT, 
weder  u'os  dir  tlißoIogicA  noch  die  politii.ia  betrifft,  ihm  ciicas 
an  seinen  Itecläen  bctiehmett  werde,  befinde  er  tloch  den  siebenten 
Punkt,  daß  hinfort  kein  Burger  oder  Ratsfrcttnd  ohur.  Winsen 
des  Pfarrers  aufgenommen  werden  dürfe,  als  seiner  ohrighcitlidien 
Hoheit,  Rechten,  Jurisdiktion  und  Privilegien  unzuträglich.  Den 
fünften  Punkt,  die  Zinsen  betreffend,  wolle  er  ioleri^ven.  Attch 
dem  neunten  Punkte,  daß  die  Spitalsrechnungen  im  Beisein  des 
Pfarrers  aufzunehmen  und  zu  justxfiiieren  seieti,  uniiersj>reche  er. 
Mureck,  l€2(i  April  77. 

(Sohleoht   ilherlieferte  Kop.  dM   19.  Jabrlmmlerta  im  Su  L.-A.,  Speic-Arcliiv 

Mureck.) 

2355. 

Paul  Erher,  Stadtpfarrcr  in  Judenfmrg,  an  die  Regierung:  Da 
Ferdinand  II.  im  iMnde  oh  der  JEnns  eine  scharfe  und  doch 
heilsame  Eüigionsrcformation  vorgenommen,  ist  es  zweifellos  »icJd 
sein  Wunsch,  daß  Keller  in  Sieiemtark  geduldet  teerde».  Nun 
wollen  bei  vielen  alle  Emuihnungen  nichts  hdfen;  daher  müssen 
sie  denunaiert  werden.  Zu  ihtien  gehört  Mariin  Santners  Ehe- 
weib Anna,  hei  der  der  seines  Amies  entsetzte  Stadtschreiher 
Martin  Pertistdl  UnterscJUupf  findet.  Er  habe  Frangiskaner  und 
Jesuiten  su  ihr  geschickt,  sie  en  bekehren;  alles  umsonst.  Dann 
ist  Ascanius  I'ecker,  Saurauscher  Pfleger,  der  für  einen  halben 

49» 


772 

Friklilcanten  gut,  samt  Weib  und  Kind.  Er  hat  außer  der  Stadt 
Sauernffüter  gekauft  utid  hält  seine  Leute  v&m  Gottesdienste  ab. 
Drittem  hat  der  Jöry  Heinrich  DicfrichstetHSche  Tfieger  Christoph 
Neuper  sich  in  Vnyarn  durch  einen  Ktüviner  k(^ulieren  lassen; 
der  hält  die  Untertanen  vom  Kircheftfu^tche  ab.  Viertens  hat 
JHetridtstein  nach  dein  böhmischen  Aufstande  einen  Fliiehtling 
mitgebracht,  deti  man  den  Fratteosen  nennt.  Kr  Jiat  sich  r« 
TrofayacJi  oder  ScheifUng  durch  einen  scJdechteti  unkatholischen 
Priester,  den  ma?i  Ffa/f  Muli  netml,  trauen  lassen.  Fünßens 
hat  Sigmund  Friedrick  von  Hcrberstein  einen  Schreiber  hier, 
der  von  der  katholischen  Heliglou  schmählicit  sprichi.  Bitte^  gegen 
diese  Personen  vorzugehen.    Judenburg,  lii26  Aprü  28, 

<Ortg.,  Stattti.-AraliiT  Oru.  äem.  Kop.) 

Am  SG.  Mni  ergellt  an  Oie  su  Judenlmr^  dvr  Bttfebl,  den  FruttKOMn 
Jakob  ciiutuEiHicii  (,Koiiis.,  pbnnda);  um  80.  JuH  melden  die  Judcnbur^sr, 
(Im  Frmiaose  sei  nach  Ksrntpn  entwichoo  und  dnsolbst  gwtorbcn.  Mitller- 
wvilo  wareti  am  4.,  beziobutigs  weiss  "^■i.  Mai  auch  cutap  reellen  du  Bofaltlr 
an  die  andereu  ObgonaiiDteii,  danii  an  Haiii>  Listmnan  uud  den  Pfleger  tou 
Kxpfenberg  ergau^en. 

S3Ö6. 

Ferdinand  11.  an  den  Stadtpfarrer  von  Pettau  und  die  anderen 
für  diesen  Zweck  abgesandten  Kommissäre:  teilt  ihnett  ein  ^ter 
die  in  der  Stadt  Pettau  eingerissene  Unordnutig  eingebrachtes 
Mentoriale  mit  und  befiehlt,  genaue  Inquisition  vorsunehmtn  und 
darüber  su  berichten.    Gras,  tf>20  Mai  7. 

[Vioai.,  SutÜL-Archiv  Qraa.  Q«m.  Kop) 
Daa  Memoriale  li(^  bei. 


2367. 

Derselbe  an  den  Pfarrer  mh  Kapfenberg:  Herr  Georg  von  Stuben- 
berg  habe  tine.  unkatholiscJie  ledige  Weibsperson  namens  Anna 
Scheicherasch  von  Murech  nach  Kapfenberg  genommen,  nveifds- 
ohne  SU  dem  Ende,  damit  er  sie  nicht  allein  von  dem  katholische» 
Glauben  abhatte,  sondern  auch  an  einen  ünicaiholischen  verheinUe. 
Befehl,  auf  diese  P^son  aditsuhaben,  sie  im  katholischen  Glauben 
SU  unitrweisen  und  nicht  su  gestalten,  daß  sie  in  sektisehen 
Lehren  unterwiesen  werde.    1G26  Mai  9. 

(Ebenda.) 


77S 


2358. 

Landcsfüntlkher  Befehl  an  die  yeistliehen  Obrigkeiten  in  Steier- 
mark,  Kärnten    und   Krain:    betreffend   die   Keformierwig   der 
Priesierschaft  und  deren  ärgerliches  Leben  sowie  die  Fortßhruug 
der  Beformaiim.    (Graz)  1020  Mai  14. 

(Konz-,  «benda.) 

Hui  baljB  blsliar  (Ins  Work  der  Keli^onsrcforntatioii  iinrolletidet  ge- 
lajun,  wüllo  es  jetzt  xlicr  rortüoUau.  Uazu  geliHrt  ciir  exentplAriRcIic«  Leben 
d«r  0«i»tticlikeit,  di«  ilcn  audvrcu  du  Beispiel  grilit.  UcoiontiipreflhDntl  siod 
Dutniklionen  an  di«  Erzpriestcr  und  imt^rgsboneQ  Ooistliubon  zu  orlaAa«D, 
dxß  sie  ihre  Pflicht  tvo  uud  iui  IlKudel  und  Waiid«l  unstrSdicli  leben  imd 
«nEci^f^n,  wo  sie  bei  d&n  Um«»  anff^rtrngcncn  KoiniuiuiQncn  Mängel  liudeo. 
Auf  dio  or^^Angenen  UenoraUttTi  we|^n  dra  flcUeheuet»  i(t  zu  acliten, 
Scktisvlie  aiLSuzeigen  luw.  Oelit  an  die  BlsubRfn  tod  Onrk,  Reckaii,  I^vant 
nad  Laibacli  and  an  din  BrvpriMter  von  GSn,  Sanntal,  Fri«aach,  OberkXniton 
und  Beifnitx. 

2359. 

Ltindesfurstlicher  Befehl  an  Bürgermeister,  Richter  nnd  Rat  ru 

Gras:  die  llandtcerker  su  sitüren  und  ihnen  bei  unnachlässigcr 

Strafe  gu  verbieten,  hinfort  sektische  Lieder  ffu  singen  oder  gegen 

die  katholische  Leftre  zu  disputieren.    Gras,  1626  Mai  14. 

(Kons.,  Statth.-Archlr  Or».  Oem.  Kop.) 

Von  der  H.  K.  anch  zn  Hangern  und  Hehaimb  kgl.  M' 
wegen  deroselben  I.-().  Rep.  N.  burgerma ister,  richter  and  rath 
dieser  f.  haabtstatt  Grätz  mit  Zustellung  nnznznigen:  Ihnen  seye 
ohne  weitlouftige  erinderung  zavor  genngsamb  bewust  und  un- 
verborgen, mit  was  lioheui  ornst  jillerh<iL-bsternielt  I.  K.  M^  craft 
derselbt^n  in  rengionsrcformatiunsBacbcii  gcnonibnen  rosolutlon 
alle  diejenige  exercitia  nnd  Übungen,  welcbe  dem  eatfaoUschen 
allein  seligmacbenden  glauben  in  geringsten  zuwider  sein 
möchten,  ab-  und  einzustallen  bevollien.  Obwolen  nun  (die) 
regiemng  darfUr  halten  würde,  es  wer<leo  alle  hiesige  blirger 
und  derselben  nul-  und  zuvyrwahnten  der  cathollBchen  reHgion 
bcy-  und  zucgetbun  sein,  gestaltsamb  daa  ihnen,  von  Griiz,  auch 
kaineswegs  gebttren  noch  verantwortEicb  sein  will,  einleben  un- 
r-ftlholischen  burgor  an-  und  aufznnemben.  weniger  alhier  zu 
psäsiern,  so  ist  jedoch  laider  mehr  als  zu  vil  wisi^ent,  doss  sich 
bey  denen  albiesigen  burgerlictien  bandwerksleuten  immer  zu 


774 


* 


uncAtholiächea  geaindl  uud  handlwerksgescUen  in  der  arboil  be- 
finden, wclcLo  nit  ailain  in  ibren  öffentlichen  werkgaden  and 
laden  allerbandt  erfferliche  seelische  und  verbotne  lider,  obnc 
echeach  ja  bisweilen  zu  trotzt  der  cathoUschcu  benachbarten  ^ 
und  fUrübergehundcn  porsonen  ofTcntlich  eu  Bingen,  sondern  ^1 
Anch  zu  Zeiten  in  g'laubeiis-  uud  religionssachen  spDUliche  roden 
za  treiben  and  zu  disputicrn  sich  gelüsten  lassen  dürfen:  wann 
nun  aber  dergleichen  sträfliche  unfUeg  cbberUerter  religions- 
retbrniation  gestrags  zuwider  und  mit  nichten  zu  gestatten 
sein,  also  werde  ihnen,  von  Graz,  lüemit  alles  ernste  auferlegt, 
dasK  sie  ohne  Ter7.og  alle  ihre  untergebne  handtwerksleath  und 
wer  sonsten  nua  den  burgern  dergleichen  gesindl  zu  halten 
pHejTt.  für  sißh  anfs  ratbhauR  erfordern,  ihnen  dasjenige,  so  ob- 
stehet,  nnibatilndiglich  für-  und  sy  mit  emp6n<Ilichcm  ernst  und 
bei  hocber  unnachlüssHcher  straf  dahin  vermahnen  und  halten 
sollen,  dass  sie  ihren  gesindl  und  handw er ksge seilen  nirterhin 
solche  ergerlieUe  sectisohe  lider  zu  singen  nit  allein  kaineawcgs 
gestatten,  sondern  anch  das  ungebUrliche  disputiem  allerdings 
verbieten,  und  das  genngist,  so  der  catholischen  religion  wider- 
sl]-obcn  möchte,  nicht  passieren,  wie  dan  im  widrigen  aowol  die 
niaister  Selbsten  als  auch  solohe  ihre  gesellen  in  schwäre  un- 
allitssige  leib-  und  gueLsstraf  unverschondt  genomben  worden 
suHeu.  Darnach  sich  nun  sie,  die  von  Gras,  su  richten  and 
diser  Verordnung  gchoi-samb  nach  zu  geloben  wissen  worden. 
Und  zum  fahl  auch  etwa  nndter  denen  bürgern  dahio  sich 
etliclio  betindcn  sollten,  welche  dem  catliolischen  glauben  nit 
nicht  boygothan:  sollen  sie,  die  von  Griltz,  ihro,  der  rogicrnng, 
üoldi«  unvcrschadt  nambhaft  machen.  Dann  es  beschebc  in 
ainem  und  andern  I.  K.  M'  allergn.  ernstlicher  will  und  gefUIige 
entliehe  moinuug.     Grätz  den  14.  Mai  t>2t>. 


* 
4 


2360. 

Landes  fürstlicher  Befehl  an  den  Landc3verw<Uicr  von  StcirrmarK^ 

durch    welchen  das  Dekret  bezüglich  der  JcatholiscJicn  VomutmUr 

nach  vtyrsiorbentm  unkalholisdien  Herren  und  LattdUtUeH  crttenert 

xoird.    Grae,  1$2H  Mai  14. 

(Kuiii.,  SuiÜi.-Ardiiv  Orat.) 

Von  der  R.  K.  .  .  .  JP  dem  herrn  landtsvorwÄltor  in  Stevr 
.  .  .  ansuzaigen.   Inmasscn    ihme    bewusst,    was  .  .  .  I.  K.  M' 


I 

I 


Bnlengst  fnr  ein  gemessenes  ncd  ernstliclies  generalmandat  der 
ableibenden  □ncatlioÜaclien  lierrti  nnd  landtlenten  kinder  an<l 
Papillen  halber,  dass  nemblicheii  denselben  jedcsuials  cj^tholische 
tuiorea  and  curatores  zugeordnet  werden  sollen,  in  diesen  ihren 
i.-ö.  orbftirstenthumben  and  landen  pnbliciem  nnd  verraefen 
lassen,  also  wülle  regiernng  zwar  nit  zweifeln,  er,  Iierr  landts- 
Verwalter,  werde  seineatheils  solchem  kay«.  gebot  biahero  ge- 
horsamb  nachgelebt  and  darwider  nichts  ftlrgenomben  haben, 
weilen  sich  aber  dennoch  iinmerzne  aolche  fahl  begeben,  in 
welchen  man  sich  etwa  angeregtes  generols  nit  sogleicli  er- 
indem  and  alßo  densolben  znwidcr  hnndlen  nnd  dardarch  in 
I.  K.  M'  ungnadt  hesorgiich  gerathen  milchte,  so  habe  regierung 
sa  allem  üborÜuss  und  amb  mehrer  Sicherheit  willen  thme,  herm 
landsrerwaller,  hietnit  nochmalen  bcvethen  wollen,  dass  er  ob- 
angeregtes  generalmandat  and  verbot  in  gezimbender  gaeter 
Observanz  nnd  obnclit  halten  und  alle«  angelegnes  Heiss  darob 
sein  nnd  notliwendi<;o  Verordnung  thnon  solle,  damit  ftlrobin 
denen  pnpillen  und  minderjährigen  iedesmals  catholische  tui^res 
teu  euratores  gesetzt  and  das  widrige  keineswegs  flirgenombcn 
noch  verslattet  werden.  An  dem  beschicht  .  .  .  Grftz  den 
14.  May  626. 

2^61. 

Landesfürstlicher  Befehl  an  den  LandesvenvaUer  von  Steicrmarh, 
durch  wdchm  das  Verhot  des  Besfiehs  uithäholischer  Orte  seitetis 
der  Kinder,  hexichumjswem  PupQlai  des  gteirischm  Adels  er- 
neuert Kird.  Die  dahin  verschickte  Jtu/end  ist  unvcrswflicJt 
wieder  einzuberufen.  Grae,  162ti  Mai  14. 
(Rom.,  SUttli.-Archiv  Gras.   Üura.  Kop.) 

Von  der  E.  K.  .  .  .  M'  wegen  deroselben  i.-ö.  regiernng, 
dem  angesetzten  herrn  landtagsverwaltcr  in  Steyr  mit  zustollung 
anzazaigtiii:  ihmo  werde  zweifelsohne  gueteruiaÄsen  bewnsst  und 
tinvcrborgcn  sein,  was  unlengst  für  ein  ornstliches  generalmandat 
und  verbot,  dass  nemblichen  die  uncatholisohen  herren  und  land- 
lentli  ihre  kinder  and  pnpillen  nit  an  luicatholischc  oder  der 
römisch  katholischen  rcligion  nit  zugethano  orth  verschicken 
sollen,  in  drnckb  verfertigt  und  zu  menniglichs  wissen  nnd 
nach  rieh  tung  in  disen  i.  K.  M'  i.ü.  ürbfui*8t«nthumboii  nnd 
landen  pabliciert  worden. 


77ß 


Wann  nun  aber  ...  I.  K.  M'  craft  deroselben  tot  wenig 
lagen  herein  gelangten  gemessenen  resolatlon  glaabwQrdig  zu 
obren  komben  und  big  mit  misafKlIiger  befremdang  rerneinben 
mUessen,  wie  dass  ctlieb  nncAthoüscbe  herren  und  landlcathe 
UiciU  vor,  theiU  aber  gleich  nach  pnbUcierten  generale  and 
demselben  zuwider,  ihre  kinder  und  pnpiüen  an  berüerte  on- 
catbolisclic  onlt  gcäcdiickt  haben  nullen,  dises  aber  zn  gestatten 
L  K.  M'  SU  wenig  gemeint,  als  auch  vor  golt  verantwortlicli 
BOin  will,  also  wcrdr^  ilmie,  herrn  landbi Verwalter,  in  craft 
I.  K.  M'  d»  nooo  genombener  k.  u.  1.  f.  resolulion  liiemit  sonder» 
ernste  auferlegt  und  aubevolhen,  dnsa  er  obangeregten  ditsorts 
pnbjicierten  generalmandat  nit  allein  sleiff  und  vestiglicb  halten, 
sondern  auch  darob  sein  und  gemessene  Verordnung  thucu  solle, 
die  beraith  ausser  landts  an  .ii'ctiäcbo  oder  uncatholisohe  ortb 
verschickte  jugendt  ohne  einiclics  verzueg  widernmben  rcvocdert 
und  anhaimbs  gefordert  werde.  Wie  dan  er,  herr  landtsver- 
waltcr,  auch  dtcjonigc,  welche  ihre  kinder  oder  pupillen  berUcrtom 
kays.  generalmandat  und  verbot  zuwider  verschickt  oder  was 
sonsten  Hlr  adelige  iugeudt  aus  disem  ftlrstenthuiub  Steyer  sich 
dise  zeit  auf  uncntholiachc  universiteton  und  aclmcllcu  inner 
oder  ausser  des  hl.  rüm.  reiche»  enthalten  thuen,  ihro,  der  re. 
giernng,  alsubald  und  unfailbav  nambbafl  machen  solle.  Dann 
es  besehehc  .  .  .  ürÄtz  den  14.  May  Ü26. 


4 


23G2. 

Landcsfürsilkher  Befehl  an  alle  Städte  und  Märhic  in  Steier' 
mark:  hfirefjtynd  die  Ordmtng  in  Spiiälern  und  Lamrcllen.  die 
Siipendicii,  die  Konfession  det-  ScJtultneister,  die  UnkatJiolischat. 
die  Absteilung  des  nnJuUitolisrJien  Singens  und  Disjmiierens  vor- 
nehnlich  unter  den  Handwerksgesellen.  Hi36  Mai  14. 
(Statlh.-ArchiT  Qru.   Qain.  Kcp.  114.) 

2363. 

Terditmttd  11.  an  Georg  den  AUerert  Herrn  von  Stttbenbrng :  I)a 
seine  Murecker  Untertanen  sich  den  JidigionareformatiötaJuim- 
missären  trolsig  erweisen,  worin  sie  durch  seine  Offtsiere  bcstärlt 
tecrdni.  so  müsse  er  diese  Offiziere  und  Pfleger  nicht  nur  nft* 
schaffen^  sondern  er  dürfe  auch  den  Komtnissärm  kein  Hindernis  in 


777 

tlcn  Weg  U^n,  vielineJtr  solle  er  Üinm  aUen  VorscJtub  leisten.  Gras, 

10ä€  Mainz 
(EoDi.,  «btnd«.} 

2364. 

La»desßrsUicJiir  BefeU:  Harn  Jakch  von  Jlerberslciu  soU  seium 
Hofmeister  vor  die  Jtf.(jicruiuj  sehaffat,    H!ä(i  Juni  3. 

(Kcinx-,  ebeoiia.) 


2365. 

Landes  für  Sil  icher  Befehl:  Peter  Sundtver  anmf  der  altm  Saudi' 
Hcrin  soUeti  vor  der  Regierung  erscheinen.    1626  Juni  0. 

(BbendA.) 

Der  BiKbcf  balt«  selbst  B«rlcbt  «ntatMt.  1.  Der  8andtD«r  und  di« 
S«i)i]tiii.-rin  Acien  zuvor  aiuf[<>iv ändert,  «bt<r  wieder  hdimgekoimuen.  Er  hnbe 
rlnii  MnrlitrichteT  bnfoblcn,  «e  auuuschaffen.  fi.  Am  -I.  Juni  babe  er  ex 
imjjivoiso  in  ilos  FuckbFrB  Haus  ein  l.ntberUclica  Buch  anpplroffru  und  «u 
sieb  ^TiommcTi  rtitt  aueiore  Niroltca  iti  Joaeliirostal,  ni  /(Uhr,  hUifm  Pfurrhcrrn 
\Vittenb«rfr,  ,Ußd  twitid  alln  aonutägl.  rraugetia  ia  reim  unil  luelarliuwßis 
rorfaaat'.  3.  DijTamalur  Ül""  priactpt  a  plsfj!ctt!a,  aU  ob  I.  F.  !>'  bKttßti 
^hmieralia*  (=  Dcst«cbiin|*an)  aap«nomman,  ,Ton  we^ttu  ttass  ina»  rH|>bors 
(chwagor  d«r  rcli^on  balb«r  {iAMi«r«t,  tprecbend,  sie  bütton  aueli  geld, 
wana  an  g«M  geli>geD:  ultimo  H«ct*Mi-ia  e»t,  »»nuite  nect^turia  tiüJii  hutruttie 
in  reifimtne  exeeUo'. 

2366. 

^Gulheditiihen,  det  Maximilian  Plescheti  hocbseiiUche  Kopulitrttng 
und  lieUrafung  seiner  rersoti  betreffend.'    Graz,  7620  Juni  15. 

(KoDi.,  Stattb.-Arcliir  Oraa,  ,Gutb«dnnk«a'.> 

ricicb  hat  ein«  Grüfin  von  Thurn,  dt«  ihm  Kwi>i  Kindor  ant  enLor 
Ehci  aus  der  Tauf«  ^hoben,  pflhriratpt.  AIh  Ihm  der  t'fjirr*r  projUcr  impt- 
lÜmcntiin  rrnfnathntM  »pirituaÜM  die  Erlaubuix  iiiclil  i;ali,  ^iii^  tr  aufs  IJn>;a- 
risvbp  und  li«B  sicli  ibtrt  durch  niuen  Prftdikanten  kopuliercu.  Die  Upgierung 
aiticrle  uud  cxauiiuierle  Pl«Mh.  Dieter  boflfe,  «s  w«rd«  ibm  weder  die 
oognaiio  lyirünaliMf  noch  auch  die  dureli  de»  PrKdikaittcn  fjioebehonc  Kopa- 
latioQ  in]  Wege  it«ben,  da  er  sowohl  ala  lofne  Gemahlin  nielit  katholUeh 
sei,  and  bat,  die  über  ihn  verhSof^e  itthMlio  cohaitMionU  wieder  aufaii' 
heben.  Das  aber  ici  Hu  der  P.  H'  TorbebaKener  eartu  mervo^u«,  lialier 
habe  mau  iliii  abgcwleaoa.  Plcncb  liat  vor  einigeu  Jahren  die  Landimaun* 
Behalt  erlangt  and  galt  datuai»  wie  beule  ala  Katholik.  Ua  or  aber  JeUt  das 
Oegeuleil  in  Wort  und  Tal  ein-etal,  habe  man  ibut  als  einem,  der  die  LaiuIr- 
tnaniucbafl   tn /rauilem   relüfioni*  erhalten,   einen  Termin  yo»  aeebs  Wochrn 


h 


778 


tintl  drei  Tiiceti  gpgnben,  utn  sich  su  bokelircn.  In  der  Angnle^enb«!! 
Plofrcfattii*  lici^oEi  noch  im  nücliilen  Jahre  xnhlroiche  Aklnn  ror.  Er  wird 
aditioßlicb  k&tbcliscb. 


2367. 

Tctditiand  TT.  an  ITnns  Jakob  von  Tierherstein:   Verbot,   seinen 
hithdiscftctt  Dienern  das  katholische  ISxereUium  jju   untersagen 

und  sie  auf  seineti  Ungluuhen  sn  bringen.    1626  Juni  36. 

(Kons.,  ebenda.) 

2368. 

Der  Pfarrer  PUeator  £U  Marburg  an  dvt  Itetjicrung: 
von   11  }*t:rsQnen,   die  nicfU  katholiscJi  seien.     AUes  I:ir$nahnm 
sei  vergebens.     Immer  heiße  es:  ,Ja,  ja,  cras,  cras*.     HiUt^  ntfj 
nach  Qraa  evr  eitieren.    1626  Jnni  26. 

(Ori^.,  vbeoda.) 


4 


23G9. 

LfimhsfürstUchcr  Befehl  on  den  Abt  m  Adnumt:  eu  heriehten 
wie  viel  Personen  sich  von  der  Zeit  der  vorgenommmen  Üdigio^t- 
rcformaiiöH  attßer  Land  begehen,  teie  hoch  sich  ihr  Vermögen  be- 
laufe und  wie  viel  unkatholische  Personen  noch  in  seiner  Juris- 
diktion seieth    1626  Juli  13. 

(Kons.,  elinndfl.) 


2370. 

Abweisliches  Gntachien  auf  das  ÄnsncJien  der  Frau  Susanne  Freiiu 

von  Saurau,  daß  ihr  attsgcschafjlcr  Diener  Asamitu  ßekiter  im 

Lande  bleiben  dürfe.    Grat,  1626  Juli  6. 

(Kons..  Sutth.-Aichiv  Oru.  Outaclit«n.] 


2371. 

Ferdinand  II.  an  die  üdigionsreformationskommission  in  Kraint 
fragt  an,  wie  viel  Vermögen  der  jüngst  zu  Wien  v^storhens 
David  Patdaleon  nach  Ahsftg  der  5000  ft.  (Strafgeld)  ntrück- 
gelassen,  oh  8ei7W  Witwe  htÜtnlisc)i  sei  und  im  Lande  verUeibc 
und  oh  er  von  seinen  Gütern  nic^Us  ans  dan  Lande  Iransferifft 
habe.  1026  Jxdi  27. 
(8utäi.-ArcliiT  Gr«.   Oem.  Kop.) 


TTfl 

Antwort  nrfcigt  «in  SO.  KoT*inb«r.  Die  ßOlor  HeUn  an  soiner 
ScliwrsU>r  Kinder.  Dieie  Hollten  sich  niclit  an  mikatholiscbra  Orten  «iif- 
lialtrii  und  (lio  TBclitor  abgetialtoii  werden,  eiD«D  UnkatholUcbeu  xu  beiralcti 
<«b«n4i«). 

2372. 

Ferdinand  IT.  a»  den  Pfarrer  von  Trofayach:  vermerkt  mit 
Tadel,  daß  in  seinem  Distrilite  noch  Unkaiholische  sciett,  die  ihr 
oxcrcitiam  religionis  mit  Predigten  und  Sintjen  öffentlich 
haitcn  und  dem  gemeinen  Mann  Ärgernis  ffehen.  Hefehl,  solche 
PcrsotKH  an^tigeben  und  fürderlich  tu  berichten.  1626  NouetnierüC. 

(KoBX.,  ebenda.) 
Wiederholt  am  29.  April  l&il. 


I 


2373. 

Hans  SchvJamberger  an  Frau   Eva   liatthtany:    Bitte,  für   ihn 
bei  der  tHneröstwrreichisdien   liegicrung  zu   intervenieren.     WriO 

Desember. 

(Orig.,  Statth.-ArcbiT  Graz.   tiem.  Kop) 

Hocli-  und  wolgebome  frau  frau.  <>ncdig  uml  hoehgc- 
liietandc  fran.  Ew.  (i.  zu  behelligen,  bit  ic!i  unib  pn.  Ver- 
zeihung. Nachdem  ich  im  1635.  iar  sambt  andern  mithurgorn 
von  Hurregg  wegen  religloossaehon  das  exilium  jmnen  und 
laiidtrüinig  hab  machen  müssen  und  unter  E.  Gn.  iuriadiction 
mich  begehen  hab,  so  ist  zwar  nit  ohii,  das  ich  gemeltcs 
Murregg,  weilen  ich  Vüs  dato  mit  einer  unjustifieierteu  rUlunfi 
wegen  ainer  gerhabschaft  verfangen,  auf  vorgehundo  citatlon 
dahin  gelangen  und  erscheinen  mUessen,  damit  mir  von  solcher 
administratton  abgeholfou  wurde,  gehorsamblich  nachleben 
roUeesen,  wie  dann  beiUegundtes  missivsch reiben  mit  raehrern 
ausweist,  so  ist  mir,  altiliald  ich  anf  Mueregg  kom,  durch  den 
jctzigcu  ptarrherrn  Martin  Ötreha  ein  hochgedrotes  schreiben 
de  novo  zuogeschickt  worden;  darin  mir  soblio  starke  auflag 
ftugelraguu  werden,  eines  p.  vorkaufnng  meiner  klein  wein- 
gai-tlcin,  anders  p.  vcrarestierung  meiner  hab,  dritltins  das  landt 
vorboth  eingang,  an  was  end  und  ort  ich  botroten,  erhöbt^  ein- 
gezogen und  durch  den  landtprofosen  ku  banden  genoinben  und 
mit  Ungnaden  abgestraft  werden  solle,  ist  demnacli  an  K.  G-  .  .  - 
rneiu  bitton,  die  gerulie  hierin  mir  mit  gu.  an  ersclieineu  und 


780 


bei  der  bochl.  i.-Ü.  regiernng  so  au  intercctiern  und  bitten,  dar- 
ititt  sio  als  vätor  der  barrohcrzigkoit  mich  nanmotir  aasser 
Steyerland  bewohnten  armen  man  bei  meiner  darselbsten  gar 
kloinen  armuetliei  unpöiturbierler  verpleiben  lassen. 

E.  G. . . . 

Hans  Schwamberger. 

An  die  hoch-  und  wolgebome  fraa  Evam  ron  Bothian 
(BattliyaniJ  wittib  freihemn  etc. 

Die  Oritiln  stftlt  ihm  Je  dato  Keoham  U  Uttfaru,  6.  DcRcmbcr  18M 
dia  gewSnachte  HeflirwnrCun^  *aa,  .rlass  drr  arme  man,  m  allterait  luldt 
nmb  du  seinige  komcs,  ain  lich^r  glaidt  haben  unri  din  norb  in  8Uijrei 
ligundu  ttaitie  ureinf^arten,  von  welchen  or  voilengst  dsn  10.  pf.  ^eralchl. 
nntfcliiiiilerU  .  .  ,  beiucohcu  kait,  deingleichen  die  »rpaate  hab,  m  hcn 
pfaiTcr  in  MDi>r«^g  obn  ainicIiM  veri>r«cbcn  TararrMlt«ren  laasea  ...  in  lein 
vorwaliruug  xu  bnngpti  mOcbto  vergtiDstigt  werden.  .  .  .  Eva  Crao  Ton  Dat- 
Ihian  witib,  gob.  Boblin  von  Lorrconitz'.  (Sieh«  anten  Kr.  S37A.) 

2374. 

FerdinoHd  II.  an  Frau  Maria  DrasdtkouiU  £U  Luttettherg: 
Durch  den  Pfarrer  daselbst  herichtä,  daß  in  LuiUnher^  Mamts- 
mid  Weibsjicrsoiien  sich  an  die  icatholiacfien  Fest-  und  Fasttage 
ttichi  halten,  ergeht  an  sie  der  Befehl,  bei  ihren  Unterthanen 
düfob  gu  sein,  daß  die  Generalien  eingehalten  werde». 
1627  Februar  $2. 

(EoDX,  StaUti.-Ardiiv  Oraa.   Garn.  Eop.) 


2375. 

Landesfürstlicher  Befehl  an  Frau  Eva  Batthyani  geh.  PopA 
von  Lobkowits:  daß  Hans  Scktvamberger,  geiccscner  Marit- 
richter  tu   Mureck,    den    10.   Pfennig   entrieMe.      Gras,    3627 

Märe  13. 

(KoM.,  «baa'da.) 

2376. 

Frau  von  KhevenhüHcr  $oU  ihreti  Prneeptor  PhUipp  llönig 

die  Regierung  stellen.    1627  Mars  20. 

(Kons.,  «bfloda.) 


781 


2377. 


Ferdinand  II.  an  den  Prämien  vm  Adtmut:  Befehl,  laut  bei- 
liegenden  Patentes  den  apostatierten    Elias   von   Moshaim  be- 
händujm  ru  lassen.    Graz,  1G27  Märe  'Ali. 

(Kons.,  ebeuda.) 

BcigHchloMeii  ein  Upfchl  an  MoDhalm,  sich  unvnntüg'lirli  vw  dio 
Bpgierutig  zu  atellon. 

2378. 

Ferdinand  11.   an   Sebastian  N.   (Laßlehner),   Ilofachrriher  su 
Pfifßng:  sich  unverziiglicJi  vor  die  JUgieraug  sh  stdleti.     Grat, 

J627  Mars  2(1. 

(Kons^  «bcnda.] 

UtT  Hohclirctibar  kattn  sicli  laut  Dori^ibt  iIm  PropitM  xn  Rottanmaan 
vom  \^.  Müfz  (Orig,.  gb«u<^A)  mit  des  Pllrgen  xu  NeuliniiH  Tuclitt'r  wr- 
eli«Hcht,  »EcIl  iilier,  da  ilinfn  di«  KommiliiJon  Äff  kathoHnclipn  Religion 
lio<rlt  eti wider  jjBwftson,  beim  PrHdikaiilflii  m  Lude  in  NioderiJsterrcich 
traueu  lauan.     LaQlpliTier  wird  am  4.  Juni  neufirdiugB  Kitiert. 


2379. 

Ftx'dinand  II.  an  Matthias  Kober:   Befehl,   vor  der  Begierutig 
£U  ersciieitmt.    Graz,  1627  April  10. 

[KoB«.,  Slaltb. -Archiv  Qttz.  Qem.  Kop.) 

tCüber  ist  llaiunirrwcrkifaktor  dM  TOa  WeDdenttein.  Ein  iliiu  zum 
Abauge  g«gvbeciei  Termin  von  «wclu  Mouaton  Ut  au  Cude,  und  io  koU  or 
jflUt  ausgewiuen  werden.     Obiger  Uefebl  wird  am  U.Mai  wiederb'Titt. 

2380. 

Ferdinattd  II.  an  den  Bischof  von  Laibach:  daß  Kaspar  Babech, 

Doinpropit  su  Ltiibach,  siun  MittjUede  der  licligiansrr.fornxations- 

kommissioH  angetiomtnen  werde.    Gras,  IGäT  April  IH. 

(Koiuk,  8tattb.-Arcbiv  Qras.   Gen.  Kop.) 

2381. 

Generalmandat  Fcrdinatids  IT.  an  alle  Untertanen  und  Ohrig' 
keitcn  in  Steicrmarl',  Kärnten  und  Krain:  Ungeachtet  des  noch 
am  2G.  April  1G35  erflossinen  Gmendmandutt-s  untersiehvn  sicJi 
UuterscJiiedlidiet  ihre  eigene»  Kinder  und  auch  die  iJtuen  unter- 


I 


sl^iUn  PtipiOm  an  fremde  unkaiholtteke  umd  »dUisehe  UHtver- 
Miiäte»  und  andere  Orte  £u  versekieken,  wo  tie  in  seHiackm 
Lehren  witer^eiesen  und  ffegiärkt  werdm.  Tkuu  mhsm  omn  wr- 
nehmeii,  daß  atu  dem  Auslaufe»  an  sdäisc^  Orte  ntM  Ztced» 
der  Kindertaufe,  Kopulierung  unhcdhciiteker  Herren  u»td  Land- 
leute.  und  anderer  unkalhMischer  Kzereitieu  noch  Ärgeret  er- 
tcächsl,  wodureh  ebenso  tde  durch  die  Kinderver»Mdm»jf  die 
heilsame  liekehrung  zur  katkclischen  Religion  hiniersieUig  pe- 
macht,  die  Untertaue»  im  Glauben  verfuhrt  werden  nnd  dem 
geistlichen  und  wdüichen  Regiment  Widerwärtigk^ten  und  Zer- 
rüttungen, ja  JiebfUionen  erwachsen.  Befehl,  daß  nach  daß 
Inhalte  des  vorigen  Mandates  weder  Landleute  noch  nohHitierte 
oiler  unnabüitierte  Personen  ihre  Kinder  oder  Pt^illm  a» 
katholische  Orte  oder  UniversitäteH  ohne  unsere  Speeiaierlatihms 
verschicken,  leisiere  mit  katholischen  Oerhaben  eu  versehen,  sie 
nüA/  ohne  uns  oder  unsere  Olrrigkeit  ru  verständigen^  in  <& 
Fremde  gu  verschicken.  Verhol  an  alle  LandletUe,  Unierianen  und 
Inwohner,  niemand  ausgeuommen^  Kindertaufen,  Versprechungen 
und  Ztisammerigt^itngen  an  sektischen  Orten  vorsunehmen,  Pre- 
digten daselbst  3U  besuchen  und  Befehl,  sich  hierin  an  da*  eu-  ^ 
ständigen  kath<aschen  Pfarrer  und  Seelsorger  eu  hcdien.  Zu-  ^M 
leiderhandelnde  sollen  der  höchsten  Ungnade  und  Strafe  verfaUem. 
Befeld  an  den  Stalthalter  Johann  Ulrich  Hersog  fm  Krumam 
und  Fürst  von  Eggenberg  und  in  seiner  AbKCsenheit  an  die  ge- 
heimen Bäte  und  die  itinerösterreieftiscite  Begierung  und  aüe 
Oltrigkcitcn,  ob  diesem  Generalmandat  zu  halten,  auf  dessen  Voll- 
eug  Aufsieht  gt*  halten  und  gegen  Ühcrtreier  einjeuschreiten.  Wien, 

1G27  AprÜ  30. 

(Droek,  Uaod«l«,  8tAttb.-ArcbiT  Htm.,  Hudolfio,  KlagDafnil  n.  &.  «.  O.  Xöp.. 
3ötMBg«r,  fol.  öTa"  — &81M 

lAtgt  in  zw«i  T«nchiHeD«n  Drucken,  mhtr  mit  ^loiob«m  tuluilto  nx. 
htMo  in  tneitiMn  BMitEc. 

2382. 

Martin  StubettvoU,  der  Beligion  wegen  atts  Marburg  uasgercieam, 

erhält  laut  landesfürstlichen  Befehls  einen  Tennin  von  drei  Woche». 

Graz,  lۊ7  Mai  6. 

(KoDi.,  8uUh.-Are]iiT  Qm.    Qtim.  Kop.) 


783 


2383. 


Ferdinaiiä  IT.  an  den  Lande$hanptntann  utid  Landesvhedom 
von  Kärnien,  den  Landesverwalter  und  Vixedom  in  Krain,  an 
die  Erspriester  in  Ober-  «nrf  Vnterhämten,  im  Sanniale,  an  dm 
Biseitof  von  Seckaxt,  Aht  von  St.  Paul,  Propst  von  Kotlenmann, 
Pr(^st  von  Vorau,  den  Pfarrer  rmi  Biegcrshurg,  Windiseh- 
yrütz  etc.:  sendet  ihnen  ,unt€r  sdbsteiffener  Signatur'  eine  Anj^aht 
gefa-tiyier  Mandate,  betreffend  die  Verschickung  der  Kinder  und 
Pupillen  an  sekiiscfie  Universitäten  (^=  Maitdat  vom  30.  Aprü) 
SU.    Grai,  1627  Mai  20. 

(Eoiiit.,  Suttli.-Arctiiv  Graz.) 

3384. 

Ferdinand  II.  an  die  iMnde^vixedome  von  Steiermark  und  Krain 
mtd  den  LandesJiaKffmami  von  Kärnten:  y'erordnung  tcegen  der 
mthilhoiischen  Kxer^tien  und  der  Verschickung  ton  Kindern  nn 
fremde  Universitäten.  Es  ist  eine  Liste  aufjntatcUen^  wer  seine 
Kinder  verschickt.  Diese  mOssen  binnen  vier  Monaten  ins  Land 
tarüekgebracht  werden.    1627  Mai  28. 

(Eb«iKla,) 

Ein  g1eicli«r  Befelil  gelil  «d  ili«  Stadt  Gnu.  GoneraliDAndate  geheu 
*a  die  tiAiidgrericIit«  nad  wenl^a  dort  in  offener  Ksnsloi  piibUat«rt,  anf  d«n 
Kaiuielu  verles«»  uuil  an  verteil iciI«noa  Orten  angf^sclila^n. 

2386. 

Landesfiirstlicher  Befehl  an  den  Bischof  von  Secka\i  und  die 
Pfarrer  in  Steiermark,  namentlidi  von  Badkershurg,  Marburg, 
Windischgräts^  Cüli  und  Sanntal:  Erneuerung  des  Verbotes,  ru 
geistlichen  Übungen,  Predigten  etc.  anfkr  Land  eu  stehen,  Pupillen 
an  vnkaiitolische  Schulen  eu  sehickett  usw.  Auf  alle,  die  etiva 
nach  Ungarn  gehen,  ist  achtzugeben.  Bei  untergebenen  Biirr/em 
und  Wirten  sollen  solche  peenfällige  Verfügungen  getroffen  tcerden. 
Gras,  1027  Juni  2. 

(Eb«nda.) 

2386. 

Landesfürstlicher  Befehl  an  Paul  von  Eibiswald:  am  25.  Juni 
vor  der  Regierung  ru   erscheinen,   weil  er  den  unter  Trommel- 


784 


sdtall  puhliziertoi  Mandaten  vom  21.  Mai  wegen  Absiattumy  der 

unkaiht^itehen  ExersUim  snuider  nt  einem  «d^tüdbcn  Prädi- 

hinten  ijercisi  sei.    Grae,  1CU7  Juni  27. 

(Kons.,  Suttb.-ArehiT  Gras    Gem.  Kop.) 

2387. 

LandesfürstUcher  liefehl  an  aUe  wt^tUehen  und  gastlichen  ue- 
hörden:  Ittireffmd  die  ausgefertigten  Mandate  tvegett  gämlicher 
Ein-  und  Abttellttng  der  unkatkolisdten  Exersitien.  1627  Juni 28. 

(Koax.,  «bendi.) 

,Wir  halten  Euch  noch  aiti  'iU.  Hii  gcfiTtigte  OeneralmuidAt«  thit^ 
■«a<l«t.  8i«  ilnd  kii  pubUnirrtD,  «Ixmit  licli  oirtnund  «ler  Unwiwcabrit  «ol- 
■chuldipe.  Wir  ccbieken  Euch  heata  ntnerlich  &0  Stück  mit  dem  |[«tB«MeDn 
Bpfelil«,  ■!«  auf  der  Kanzel  pablisifreo  bo  lamcn.  AO  Stück  pchon  ao  d» 
Landravnr Walter  und  Landrsvizwlotii  von  Steiermaric,  ftO  an  den  I.and«*- 
haugiliiiann  und  Laadcs?ix«iioiii  von  Kariilc»,  &0  an  den  I«an<lcavem allrr 
und  Laiidii*visod»in  von  Kriün,  15  au  drn  Hnuptinauu  von  CilU,  SA  an  dm 
Erzprietter  vom  Sauntat«,  je  10  an  die  £rzi>r>e>t«r  von  Ober-  und  Unlvi- 
kämt«n  nud  <l«n  PrKlat«n  von  St.  Paul,  &  au  den  Ercprieatcr  von  Oberkratti, 
10  an  d«n  von  Unterkraiu,  &  an  d«n  Pramr  von  Gmllndt  nnd  30  an  dra 
biMigcn  (Gräser)  Btadtpfarrer. 

3388. 

Ferdinand  II.  an  MatJtesen  Ammans  von  Ammanseck  hinter-^ 
lasacncn  Sohn  uttd  Erlen:  Befehl,  etliche  tum  Erzstiße  SaU- 
hnrg  tjehörige  Zekenten,  die  von  Erzbischof  DietricJt  ohne  päpst- 
liehen  Konsens  reralienicrl  wurden,  gegen  Empfang  der  dafür 
ycmthUen  Summe  Geldes  abzutreten  oder  im  widrigen  »um  münd- 
lichen Verhöre  su  erscheinen,  das  dann  am  2.  Augtist  stattfindet. 
Gras,  10;^7  Juni  30. 
(KuD2.,  Stattb.-Archkv  Gras.   Oem.  Kop.) 

8a  rokopericrt  Baltborg  vi>n  Christn]ih  WindUchip^bB  Bvsits  in  Ob«l> 
baeli,  von  Georg  Zöllner  in  Hensperg  nnd  von  Moria  Wioilischttrfita  in 
TuUelinigi;. 

3389. 


Ottheinrich  von   Uerber&tein  soll  dett   Präeepior   seiner   Kinder 
hieher  verschaffen.    1627  Juni  30. 

(Koux.,  Htattb.-Arehiv  Qraa.) 


4 

tnaer      t 

\tritMm  > 


ßntflclinidifjTin);  !Ier)i«rsleitis:   der  PriUt^ptor   brinerc   tli^m  filnfj3lliri^ 
Kniibl«vn  die  Uacluitabea  bei.     Den  Unlerrioht  in.  der  Rrltsion  babea  die 


78i 


Kioder  von  d«r  Frau  Mtiltrr.  8i«  lernen  im»  .Vatornnspr'  und  daß  si»  Qott 
nir  all»  WoKltatOD  datikcii.  Mnhr  Infurmaliou  brauchen  oi«  nicht,  sotlon 
koine  TU«vlogea  werdeu.  Wait  sie  tri  jfflitM»  Waucbmi,  will  idi  ihnon  vun 
dem  kl«iiien  laU'ito,  su  mir  meiti  Gott  aus  Oiudco  auvertraut,  clwiu  iiiit- 
IciloD  iin<l  alM)  aqs  Xot  bei  in«inon  grauen  Hoaren  einen  Ilofiiieister  al>- 
gchan.  Im  I^anf«  de*  Jnni  «rfolgen  «onst  nocli  tah1r«icli«  Zitationt^n:  Max 
I.tiftftiiflg^ftr  (30.  Juni):  Rrir|9  Mailjior.  Kniliier  in  aaintrbninn;  Zachariaa 
Wallliar,  Kajttnnr  in  (Jrullldhmtiig;  (Jutirriril  r.Aiigciiauur,  Sclmiilupr  iii  Rvifen- 
atein;  Friedrich  CliriRtaliiJijfg,  diesi^r  Itült  liitlivrisuho  Soliulen,  ist  Wirt  Ju 
Qroßttjbniiiig  (2.  Jnni). 

2390. 

Sigmund  Amman  von  ÄMmanseek  an  die  liegierung:  deti  Befehl, 
seinen  Prneeptor  vor  die  Hegierung  au  schaffen,  Vann  er  nicht 
erfüllen,  da  er  keinen  Leüteserbeti,  also  auch  keinen  Priieeptor 
habe.  Kr  habe  auch  Jceiueti  sonst  in  seitiem  Dienste.,  ihr  nicht 
httluiliüch  ist.    0.  D.  (Juni). 

(Oiiff..  ffbenda.) 

Am  ITniBcliIa^e:  11.  Augnst  lß2".  Wia  ps  iMtheiitt,  war  di«  Zna^hrift 
der  l{i>f;i«ruRg  an  Malthea  Aiuiiians  ^Vitwo  auT  Krnttenbofoa  |;i>ricbtot.  Dor 
Kifichp  Upfrlil  gJDK  nm  17.  Jani  an  den  Stoindorfer,  Frau  Otl  Pri«dricb  von 
Irfttiglicim  (KoDi.,  ebfinda)  uud   Wilholiu  vo»  Ralbmiiisdorf. 

3391. 

Vitus  TTofer,  Pfarrer  von  Tarvis,  «»i  den  Administrator  des 
Stiftr.<i  Amoldslein:  iiherschickt  eine  Designation  der  ünhatho- 
lischen  und  Ungehorsamen  und  bittet,  den  Marklrichter  £U  l>eauf-' 
tragen,  sie  smustellen,  denn  auf  seine  Mahnungen  gehen  sie  nichts, 
sondern  er  habe  von  etlichen  spütiHche  Worte  hürcn  müssen.  Tartn's^ 

iGSr  Jtdi  3. 

(Orip.,  Arniildileinfr  Akl«D,  Radalßn.) 

Ein  gleiche  Verzeichnis  sendet  der  l'farrer  von  CainponiWo  «in 
(ebenda),  ebeuto  der  ITarrcr  von  Unt«r>«ifiiits  ^ebenda). 


2392. 

Ferdinand  TT.  an  alle  nacJigesetst^fn  OMgkeiten,  geistliche  und 
uy^UUche  Landleute  und  alle  Untertanen  und  Getreuen:  erinnert 
an  das  QeneraU  vom  2S.  April  1626,  in  wdf.liem  die  Verbote 
Ferdinands  I.  und  Karls  IT.  wegen  AUenierung  oder  Verküm- 
merung der  geistlichen  Güter  erneuert  icnrden.  Erinnert,  daß 
bei  der  Simnnung  und  Pfänäung'^der  'geisfliehen  Güter  wegen 


PoDi**.    tl.  AM.  H.I   l.X. 


60 


786 


rücksiändiyer  Steuer»,  Unordnungen,  Schmälening  des  Ä"n-^ 
kommens,  ctKÜich  Verarmung  oder  gar  Vertilgung  der  geistlttJien 
Stiftungen  vor  sich  gehen  und  die  geistlicJten  Güter  i»  tcelttiche  ^ 
Hände  kommen;  doher  befehle  er  eu  dessen  Verhütung,  dafi  Jie  V 
Verordnete»,  oder  went  dies  sonst  obliegt,  die  Einforderung  der 
Steuern  von  Pfarren  und  Benefizien  über  ein  Jahr  nicht  un- 
stehcn  lassen,  sondern  stracks  mit  der  J^Hnforderung  vorgehen 
sollen.  Damit  es  der  Pfändung  nicht  bedürfe,  haben  sie  den 
Pfarrer  ein  Vierteljahr  2it  tvarnen  und  dem  Pfarrer  oder  Hene- 
fieiaien  eineti  Auszug  der  unbeiohlien  Steuern  su  übergeben.  Ant- 
stände,  die  aus  detn  Saumsal  der  Verordneten  herrühren,  werden 
bei  diesen  gesucht  werden.  Die  Hegierung  wird  ru  Lichtmeß  oder 
Geo7'gi  ein  Verzeichnis  der  Pfarrsteuerausstände  abfontern  und 
sodann  den  Vögten  und  Obrigkeiten  der  Pfarren  den  liefehl  zur 
Ziihluiig  zuschicken,  damit  sie  binnen  14  Tageti  bis  3  Wochen 
die  Steuern  aus  ihretn  Säckel  gahlen  utid  den  litgrefl  bei  den 
Pfarrern  und  Benefiziaten  sticken.  Da  mancfte  Pfarren  der 
Steuern  le^en  gepfändtt  sind  und  man  der  gepfändeten  oder 
entMogenen  Güter  wegen  keinen  Priester  erhalten  kann,  so  ist 
darauf  stt  denken,  wie  man  solclie  Pfarren  und  Beneßiien  tcieder 
in  den  vorigen  Stand  bringen  kann,  und  sind  auch  von  sotehen 
Pfarren  Verzeichnisse  einzugeben,  mit  Angabe,  wer  die  AusstäntU 
habe  anwacfisen  u?ul  wer  die  Güter  vor  der  Pfändung  innegehabt 
habe,  Ordinnrii,  Prälaten,  Vogt-  und  Lehensherren  tverden  endlieh 
ermuJtnt,  hei  ihren  Pfarrern  Erkundigung  einzuziehen  7ind  Ver-  fl^ 
geichnisse  abzufordern,  was  von  ihren  Gütern  abgekommen  und 
in  wessen  Uändfn  es  sei  und  tvas  zur  Wiedereinlosutig  vorge- 
nommen tecrden  köime.  Was  sonstige  Alietiationen  betrifft,  bUAe 
es  bei  dem  Delcrete  vom  '^6.  April  1G2Ö.  Wien,  26S7  Juli  $ 

{tJrig ,  Dnirk,  Maudut,  in  mriiieni  Rr^iUn.] 


2393. 

Der  Murecker  Pfarrer  Martin  Sireeha  an  den  Bischof  Ji 
von  Seckau:  Mtldung  üher  das  kirchlicM  Verhaiten  seiner  Pfarr- 
kinder. 7>iese  wiilitm  noch  hinger  auf  iJtrc  Erlösung  Herten- 
,Das  Blattei  werde  sieh  umkeftren.'  Aneeige  voti  Unkatholisdten, 
Au^aufett  eu  den  Prädikanien  usw.  Notuvndigkeit,  diesem  Wesen 
ein  Ende  zu  machen.    Mureck,  2627  Jtdi  11. 

(Orig-,  StaUli.-Arebiv  Qrax.) 


p 


Hoch  würdiger^  fUrstl.  und  gn.  Iierr  .  .  .  Mein  gewissen 
treibt  mich,  naehmalen  an  K.  F.  G.  von  meinen  Mnereggern  ge- 
horsambat  au  bericlitcn,  wie  das  dersolbeii  iiioIiitto  ttißü  nur 
in  deterius  nnd  gar  WHlerumb  etticbo  von  der  kathollstdien 
roligion  abfallen,  wie  in  beigelegter  lisla  ȟb  A  zu  sehen:  dann 
obschon  icli  sie  vilmalen  ofTenÜich  von  der  eunzcl,  auuh  prioativi 
vom  haus  zu  baus,  zu  der  österlichen  belebt  und  cvmmuuion  treu- 
henig  verniant,  geboten  und  eiidtltclicn  auch  mit  nit  ausbleiben- 
der straff  von  der  Itochl.  li.  bedroet,  so  wollen  sie  doch  tlber 
Eo  viinUtige  vatterlifhe  vermnnuiig  und  bedreungcii  keiiif/J  thun, 
sondern  gehen  für  öffentlich,  sie  wollen  noch  lenger  auf  ihr 
erlüsung  warteti;  es  wird  sieh  widerunib  mit  ihnen  das  blatel 
nmbkohren.     Was  ist  aber  diu  urschoch? 

E  r  s  1 1  i  c h  c  n,  dass  man  noch  so  vil  lutherischen  alhie 
ofTeiilHuh  (wie  die  lidta  aub  B  zu  sehen),  und  Sütidürliuh  die 
Pryxln,  Froaonackin,  die  alte  Rodtlorin  sanibt  ihrem  jilngerii 
sobii  und  der  Oberdorferin  heyde  sülincn  passiert,  welche  den 
bekehrten  ein  schwere  ürgernuss  und  la2JÜ  oßausionia  tutiua 
oppidi. 

Zum  andern,  dass  etlicli  aus  emen(ei)  Lutherischen  Über 
die  ihnen,  Murctrgeru,  vun  in  rehgionssaoheu  Über  markt  Mueregg 
verordneten  hcrrn  commissarien  crthciltc  instruction  nndcrstehen, 
sich  hinab  zum  prädicanten  zu  laufen  und  sich  sjicramentieren 
XU.  lassen,  als  Salouic  I'erdonakhin,  die  alte  Sixtt  Sodtlcriu  mit 
ihrem  man,  qni  anU  annum  fuit  catJioliee  eonfesrns.  Item  die 
Oberdorfferin,  yjte  itidem  ante  aunum  hie  ealbolict  cvitfessa  fuit 

Zum  dritten,  weilen  die  abgezogne  als  Walner,  Schwam- 
berger  etc.  sich  alhie  ohne  underlaas  finden  lassen,  aueb  ohne 
alten  seheu  und  vcrbindcrnUBS  handetcn  und  ^^^ltnde[cn. 

Zu  dem  stilrkcn  sich  die  hiesigen  Lutherischen  auch  die 
abgefallenen,  weilen  <lie  Verbrecher  bei  der  hochluUichcn  re- 
gierang Icichtlieh  dnrchkonicn  und  auch  etliche  gar  nicht  ge* 
struft  werden  als  diejenigen,  welche  uegslvurgangneu  herbst 
bei  dem  praedicauten  gewesen  und  sich  auf  Lutherisch  sacra- 
mentieren  lassen  nnd  waren  Michael  Panman,  snyler,  der  alten 
Sodtlevin  jüngerer  söhn,  item  der  Oberdorfferin  gi-üsscrer  soha 
and  ein  peckhcnjung  mit  namen  Hicronymus,  von  welicheu  ich 
nechst  verwichner  faschinkh  hinauf  den  bericht  geben,  und  da- 
hero  pravieren  sie  aucli  und  spotten  meiner  and  sagen,  Ky,  lass 
nur  den  ptaß'en  gehen,  lassen  {^=  lasu  ihn)  svhreyen  und  drewea, 

60» 


788 


die  R.  laut  »ich  leichtlich  bereden,  es  ist  nmb  ein  b«richt  m 
than.  Wari  eg  ward  die  Fran  Qeri^n  in  a*ereto  roa  K.  F.  6. 
befragt,  sie  wardts  änderst  ereeln^  wu  die  Mueregger  nod 
MoereggeriD  im  »cbilt  fUbren. 

/adcta  baltao  sie  spitalraituDg,  ncmen  ratbsfrennd  ood 
andere  bnrgeran  nod  aafohD  meinem  vorwissen  nnd  begrieasiuig, 
wider  die  instmction.  /f^m,  es  will  gleichsam  menntglicb  seioefi 
kiadera  f>raetxptorei,  die  in  der  religion  darsae  aospect,  famlteB, 
und  dass  sie  ihre  kinder  in  die  gemein  CifTentliche  schuel  nit 
lassen,  gescliicht,  damit  die  jagend  «ich  des  kircbetigehen,  meaa- 
hfiren  in  der  woeben  nit  gewonnen;  ya  wann  aach  an  feyer 
lagen  gen  kircben  nit  gehen  und  sie  von  ihrem  schnelmaiater 
dcsthaÜKMi  befragt  werden,  geben  sie  zu  Antwort:  Ihre  eitern 
habena  nit  Insaen  gehen. 

/tont,  es  seind  vil,  die  nber  sibenmalen,  weil  ich  bie  bin, 
in  die  kircben  nit  komen  und  sondei-lich  der  Andreas  Scfaeina- 
Hchpn  (fui  -ul  audio  dcmti  svleai  Ufiroi  haerelico»  legere  diehut 
domiiiicii  et  festig.  Mehr  wollen  sie  an  sambstagen,  wann  die 
jungfiawen  auf  die  hochzeiten  kranzlein  bitten,  spilleutb  halten, 
tari/.en,  mit  spilleuthcn  die  Jungfrawen  in  der  apattr  nacht  ins 
ladt  fQliren  und  auf  und  ab  bei  nächtlicher  weis  solicbe  fal. 
abent  graasicren,  nod  wann  ich  solichea  verbiet,  sagen  sie,  e« 
Bcy  ein  nlter  brauch,  ich  werde  es  ihnen  nit  wceren,  ja  spotten 
auch  darüber  meiner  öffentlich:  cy,  was  fragen  wir  nmb  den 
|>faffen  und  sagen  w.in  ich  ia'n  hnns  komen  üolt  und  wolle  die 
BpilJQUth  abschaffen,  wollten  sie  mich  abschmicrn.  Aber  zweifeis 
ohne  geschieht  dtss  alles  aas  anderer  anstiüung. 

Georg  lie^gi,  gewester  pflegcr  albie,  ist  zwar  schon  ganz 
abgezogen  (aber  wegen  des  10.  pfennigs  sich  bei  mir  nie  an 
gemelt],  nichts  desto  weniger  .ibcr  i»t  er  schon  darüber  hier 
oben  sweymalen  gewesen  nnd  Urgcrtich  wider  ans  scaliert,  da- 
mit er  etliche  von  unser  religion  abwenden  kinte,  qttod  valde 
tinieiidum  eitf  $i  licitum  fvtrit  i'p»i,  pro  libitu  ad  -no*  frt- 
qvenlare. 

W»n  nun  aber  die  hochl.  R.  su  discm  allem  Übel  noch 
IHnger  zu  temporisiercn  gedacht  und  die  noch  bie  wohnende 
Lnthcriachcu  zu  der  catholischen  religion  ernstlich  m  halten, 
oder  sie  an»  dem  land  schaffen  auch  den  abgezogenen  daa  siele 
einlaufen  zu  verweren,  auch  die  Muregger  bey  dem  ihnen  von 
hcrrcn  commisaaricn   crthailten    hailsamen    instrnction    libell 


I 

1 


I 


789 


Bteiff  zu  halten  und  zu  Lehen  ernstlicli  darol»  sein  nit  gnsinnet: 
80  wird  mau  in  kurzer  zeit  sehen,  dass  (wie  ich  im  vorigen 
bericht  gcmcldt  und  hud  schon  alberait  laider  zu  sehn) 
posteriora  prwribu*  peiora  werden,  dann  ea  wird  fiirgeUenda 
alles  in  pristinum  chaos  widerumb  geheo,  wie  dann  auch  ethche 
sich  bey  mir  herzi^äich  beklagt  nnd  fllrgeben,  das«  wan  sin  da« 
zuvor  gcwiat  hellen,  was  sie  nun  SL-hcn,  sie  ihr  lebenlang  die 
catholischc  religion  nie  angenommen,  ja  verfluchen  den  ta^  und 
die  stund,  darn,n  sie  dis  gethan.  Wir  müssen,  sagen  sie,  ibn(en) 
stÄttiges  gcspütt  sein,  werfen  uns  fUr:  Pfeu,  wo  ist  euer  herzen? 
habt  euch  so  bald  schrecken  lassen?  Wir  drei  wcibcr  haben 
das  fcld  erhalten  etc.  Scliliesslichcn  hab  hi3ren  niUessen:  der 
Walncr  (weilen  ir  prüdikant  von  Kaltciibruntien  hinweg)  wült 
gern  widcnimb  in  das  landt,  desgleichen  Schwanberger,  welcher 
schon  albcrcit  attentiert,  duas  arca$  plena$  hinwegzubringen, 
aber  von  der  tVawen  Wadianin*  verhindert  worden.  Hierüber 
thue  ich  mich  £.  F.  zu  dero  F.  G.  geh.  befelchen.  Datum 
Mnregg  den  lU.  Julii  1627. 

E.  F.  G. 

gehorsambister  caplan 

Mgr.  MartintiB  Strecha, 
pfarrcr  allda. 

P.  S.  Weilen  man  den  Vcith  Piebcrti  von  Unter- Roh ilseb, 
welicher  verwichen  1626.  ialirs  in  die  Natirlfutis  B.  M.  V.  go- 
maictlt,  nit  gestrafft,  haben  die  Miaelsdorfer  ein  exempel  ga- 
nomcn  und  in  discm  laufenden  1627.  iahr  den  2ü.  tag  vor- 
wichnen  monats  JunÜ  in  feitto  apostolurum  Petri  et  Paulis  da 
ich  mit  andern  kii-chfabrtcn  auf  S.  Peter  gienge,  zn  maion 
(mähen)  sich  understandcn. 

In  dorto:  Pr«M.  1$.  JdU  1627. 

Ilbulriatimo  .  .  .  Jacv/io  .  .  .  epö  Secceo.  .  .  , 

Bpwheid:  ,Ueni  lierrn  vop  SliibciiUrrE  mit  lieisclili^isiing  einer  *e»- 
Kalchnnss  inprmeltcr  uncilhi>Ii8flipr  [icrtuneu  umb  *liiM  wiuMich«  liipher- 
atellung  derBolben  m  <^'o  zu  ecLrciben.  Den  24.  Jnli  lf-27*  BKigeachlossen 
dJU  eotiprccheode  Uekrot  »d  Wolf  ll«rra  ran  Stubenbarg  van  dem  elotchvn 
Ufttum  (KoDZ.). 


•  Bttb^ani. 


7«) 


Ferdinand  II.  an  die  lieligionsreformalionskommissäre  in  Kärnten: 

gegen  die  unkatholisclieii  I*ersonen  in  Klagenfuri  ist  in  GemAf- 

heit  der  GetieraUett  einzuschreiten.    1627  JtUi  20. 


(Kons..  SEütth.-Arcbiv  Gm.) 


Der  Abt  nierunjiuuj  von  St.  Paul  liabo  (wie  er  an  den  K«Uer 
richtet)  di«  ^nrralin  [lutilisirron  laineii.  Was  die  ookAtholiAcheD  esesrnlü 
betroffo,  wi»v  er  Diviiiiud,  4<*r  nii'l'i  nriti^riileli9n  wilrd^,  lie  Öffentlich  sb 
tmibea.  Nur  Geor.^  Pucher,  der  PHoger  von  Kftbenstein,  nntervtvbe  «Ith,  am 
ßonritag  in  A^r  Wnise  der  Prllilit>Anlcn  dnii  Eviiri)^liiim  eu  tcs«n  and  aunn- 
lej^ftn,  dnbpi  nicbt  nur  UnkAlltüliicvbo  «indf^rn  niicli  Katliiiliscbfl  tiaA 
und  dla  UrilvrtAtion  su^cso^cii  worJtin.  .  .  .  Wie  die  Religtunuauhen  \n 
K\Af,«ni\.\TV  IikscIiaIToii  Kind,  wird  E.  M*  bakmint  Min.  daS  uJUnlirb  in  alle* 
Winkeln  Poatiltcn  gclrann,  luUicriscbe  Oosftnge  geminj^en  und  au  untet- 
■ctiiedliclien  Orleii  Koiivnntikel  geliaUnn  nnd  bi«  nur  Pnt>]ikation  der  obge- 
nflnnten  Generalien  die  8cktis<?hen  nndersivo  koiniHert  wurden  und  zu  des 
PrSdikanteii  im  Ungarischen  nivht  allein  Bciterm  der  Herren  und  I.andleate. 
Bondoru  auch  von  gomeinen  Manns-  tind  Weibsponunen  ein  RroOer  Kulaaf 
war.  Der  Abt  will  in  JCtikiiuft  dein  allorliOcliaten  Borelileii  gern  uachkgtnineii 
und  auE  untergebene  Pfarren  wühl  achten  (Beriebt  Tum  16.  JuliJ. 


2395. 

Ferdinand  II.  an  Ferdinand  Klopfer,   Pfarrer  jfu  TuUscftni^: 

Glaubwürdig  berichtet,   daß   in  seittcr   Vfarre  noch    Lutherisch« 

sind,  befehle  er,  sie  rti  zitieren  und  gegen  sie  in  Getnäplteit  der 

Generalien  zu  verfahren.    Gras,  1627  Jtüi  HO. 

(Koos.,  altenda.) 


Ein    twrilpa  Dekret  vom  S7.  Juli  beGehlt,  ein  Terxeicbnia  der  Unka 
iholUchen  eintusendm  (Konx.,  ebenda). 


2396. 


4 


Wolfgang  Herr  von  Stuhenhcrg  soll  ru  Mnreek  eine  Aneahl  rxm 

Personen  (gegen  30,  die  nicht  gebeichtet  haben)  vor  die  Regierung 

sciiaffen.    1627  Juli  24. 

(Koas.«  ebeada.) 

Von  einigen  liest  man:  Et  hi  qaidem  antt  imtun  onnwni  Mmeirn  tf 
amfeni  wd  Aoc  anno  d^'ectrunt.  Von  einer:  Et  A«ec  irridtna  dixU:  Quofima 
ealholit«  ecnfitelicrt  SiifßcU  mt  »emel  faitte.  Von  einer  anderen:  FtMt  apii 
pradieantem.  Oder:  Hae^  duobita  annU  non  erf  evT^tna.  Oder:  Ha«e  ampHiu 
tien  pM^f  audire  de  cotifuHoa«  «athoUca, 


79t 


AU  Li]tlierKn«r  vr«rd«a  An  90  Pen«ii«ii  aDg*g«bMi.  Apitd  iu^tit  fiUo* 
hakentur  !if>i-i  heretiei.  Von  iwnien  wird  bemarkt:  Hl  ttno  ndunmx  tt  oor- 
rtnnptuit  malio4.  Von  einer;  Haec  aMtrat  Ufunt.  SeversA  postUmtiiiima 
hturtiiea. 

2397. 

Georg  Ueggi,  geicesencr   Pfleger  Georgs  des  Alteren  Herrn  von 
Slubenberg   wird  ear  LektHttg  des  10.  Pfennigs   siliert.     1627 

Juli  ä4. 
(K«i)i.,  Sutth.  Archiv  Grai.) 

W'inl  am  12.  Augnit  Docliinftls  nrgi«rt.  Stnbenbcj-g  weiß  Dicht,  waa 
H«^i  Krxitxe  iLiid  hahrt  d^n  ß«fi?lil  «■rlnuMti,  daß  wir  ihm  «twaa  tcltulde,  es 
nicht  zahle.     Auch  er  habe  mit  ihm  noch  Dicht  Tfirrechnst. 


2398. 

Herr  Andre  Signnind   von  Secan(7)   su   Fredferg   häU   seinen 

Kindern  etHm  lutherische»  Präseplor,  dm  etliche  für  einen  Prä- 

dikaitten  halten  tcoUeii.   Zu  zitieren.    2tiJi7  August  ü. 

(Eb«iid«.) 

Jtem  Oregoi  Xyland«r,  Pflcg«r  ait  Slubeck  xu  sitieren. 

2399. 

Landesfürsllicfier  BefeM  an  Frau  Sidonie  Aman:  den  Prä^eptor 
ihrer  Kinder  vor  die  Hcgierung  tu  schaffen.  Grat,  1627  August  16. 

(Kons.,  StatUi.-Aruhiv  Gras.   Qem.  Kop.) 

2400. 

Christian  von  Jlerberstein  soU  seinen  Hofmeister  vor  die  Regierung 
verschaffen.    1627  August  27. 

(Ebenda.) 

2401. 

Ferdinand  TT,  an  Freiherrn  Paul  von  Fihisirald:  Befehl,  die 
ihm  wegen  Nichtbeachtung  der  in  causa  religiotiiB  erflossenen 
Generalien  zuerkannte  Strafe  von  13.000  fl.  in  vier  Tagen  nach 
Empfang  dieses  Dekrcies  zu  beeahlen.    Gruß,  1627  Septeniber  7. 

(KoQZ  ,  StaUh.-Archir  Graz.    Goni.  Kop.) 

Am  li.  Septoniber  ^«ht  ein  IsndevftljrsUicber  Erlaß  an  den  SekreUf 
Wolf  Fiicher  Ji«  «u  Packa  li»f*nden  Guter  Eihiswald«  von  dem  MarachHH- 


792 


amtav^naltFr  Hicba«!  Gmber  einzunehman  und  dio  Uiil«rUa*B  in«  Gcinljde 
d«8  LandwfQnteD  lu  nehmen. 

2402. 

Ferilivand  II.  »n  die.  v(m  hf.ohen:  nimmt  mit  MifJfaUen  xnr 
Kenntnis,  daß  sie  den  eur  Verhaftung  des  in  rf*T  Gostein  in 
Kärnten  leinf/ekowitwnt^n'  Prudikanten  abgeordneten  Profftsen 
schimpflich  aufgehalten,  statt  ihm  gehorsam  die  gehiihretide  Iläfe 
XU  leisten.  Befehl,  eincti  Bericht  eimusendm.  Gras,  1627  Sep- 
tember 7. 
(KoDS-,  ebflad«.} 

2403. 

Ferdinand  II.  an  Wolf  Herrn  von  Siubenberg:  soll  den  i/im  von 

seinem   Pfleger   Georg  Heggi   versetiien   Weingarten   nicht   ver- 

alietiieren,  ehe  der  tO.  Pfennig  gegahU  ist.  Grat,  1627  September  11. 

(Koni,  u,  Ong.,  ebandi.) 


2404. 

Ferdinand  II.  an  die  der  A.  C.  tugeiaiten  Herren  und  Land- 
leute in  Niederösterreieli,  sc  das  ius  patronatDs  und  Lehenschtiß 
über  die  hei  ihren  Gütern  befindlichen  Pfarren,  Filialen  und 
Benefieien  Jiaben:  Erinnerung  an  das  Generalmandat  vom  14.  d.  M., 
nach  welchem  alle  Prudikanten  und  Schulmeister  bis  zum  28.  d.  M., 
bcziehungstccise  vcegen  der  eingefallenen  Wassergüsse  bis  6.  OkUhtr 
abziehen  und  an  ihre  Steile  icohlqualifiiierte  kathdische  Personen 
gesetzt  tcerden  sollen.  Erneuter  Befehl,  detn  nachzukommen  oder, 
uvnn  sie  katholische  Priester  im  Augenblicke  nicht  erlangen  können, 
sich  um  Aushilfe  an  die  Ordinariate  zn  uenden^  sonst  würde  der 
Landesfürst  als  oberster  Kirchenpatron  ex  nobilissimo  officio  die 
Besetzung  vornehmen.    Wien,  1627  September  24. 

(Kop.,  6t.  L.-A-,  8tub«Qb«rtfAliteD,  Gagenrefona  ) 

2405. 

Die  Beiigionsrefortnatiotiskommissäre  für  Kärnten  an  die  land- 
schoßlichen  Offiziere  mit  Ausnahme  jener,  die  wissentlich  alte 
und  adelige  Landkutc  sind:  In  Klagenfurt  am  23.  Oktober  er- 
schienen, um  die   thtien  aufgetragene  Kommission  mündlick  zu 


4 


793 

voUtiehmf  anen  sie  dies  eu  tun  durch  anderweitige  Geschäfte  ver- 
hindert gewesen.  Daher  teird  iknen  schriftlich  hefohlen,  sich  ent- 
weder gur  katholischcH  lieliyion  zu  legehen  oder,  wofern  sie  dies 
nicht  wollen,  uach  Abstatiung  des  10.  Vfeunigs  in  licmäßheit  des 
JReichsrdiijionsfTiedens  ans  den  österreichischen  Erblanden  abzu- 
ziehen und  sich  darüber  bis  10.  Januar  lfi2S  mit  einer  in  Klagen- 
fitrt  absugebenden  Erklärung  vor  dem  IjOndeshauptmanne  atissu- 
tveisett.  Zum  Zeichen,  dafJ  sie  diesen  Befehl  erhalten,  ist  lAr 
Name  in  das  heigesehlossem  Register  einzulragett.  Klagenfurt, 
1627  November  3. 

(Kop.,  Gmüudcr  Akten,  Biidollin,  KlAgenfurt.) 

KomiuiuSr«  Rind:  der  Bitcbof  von  LiT&ot,  dar  LandeibauptaiJuiD  und 
d«r  LandMTtzedom. 

2406. 

Ferdinand  IT.  an  die  Ildigionsreformaiiatiskommissäre  in  Krain: 
Tadel,  daß  sie  ihrer  Aufgabe  so  schlecfU  nachicommen.  Befehl, 
über  die  Ursachen  davon  m  berieten.    GroMt  1627  November  €. 

(Kau.,  SUttb.-ATcliir  Oru.) 

FerdinautI  .  .  .  Wir  hettcn  uns  gegen  euch  genzlichen  und 
keines  andern  vor^irtioii  gelmljl,  ohn  allain,  ilir  vt'unlct  unser 
euch  in  gnaden  aufgetragnen  üommission  der  liailenmljen  re- 
ligio naroformation  mit  DQclirerm  ernat  naeligcsotzt  liabon,  Weilen 
wir  abor  vernembcn  müesscn,  dass  ihr  solches  hailsambe  werk 
Hirzunemben  nunmehr  ein  geraumbe  xeit  horo  undctlaKSon,  ala 
hcvelclicn  wir  cuob  hicniit  ßn.,  dass  ihr  unser  i.  ö.  U.  solchen 
sanmbsahl  ucd  warumben  es  beschchen,  ganz  fördcrürber  l)C- 
richtcn  and  angcdentem  werk  vomurerlegtcrmasBen  nunmehr 
wlirklichon  nnd  forderlichen  nachaetzen  sullel.  Uaran  boBcLicht 
. ,  .  Qraz  den  ß.  Novevibris  1627, 

2407. 

Ferdinand  II.  an  Hans  Schnabd:  Befehl,   alsbald  vor  der  Ec' 
gierung  zu  erscheinen.    Grojc,  1G27  Navetnber  12. 

(Kons..  Suttb.-Arehiv  Gru.  Gem.  Kop/) 

DMgleicbcD  «n  Michao)  pKrif^Uritadi,  den  Fruri«nltuf>utt!r  Wulfgxnp 
Kraul  in  R«dkor»bur|;.  dm  Barbior  Qcorg  Klotvreil  and  den  FUt^er  du 
llciTD    rgn    6t«dl    Cbrist«pli    Hecdrich.     Sic    werd«n    auf    nin?   Anseige  At-a 


794 


RadkcrthurgiT  PfArrora  hin  siliert.  Aucli  Adam  Jig^t  üt  saf  der  Lisi«.  Wdl 
dieser  «ine  aclion  noBgcscKstTtn  Poniun  ist,  ioHon  {]ic  Rndkorsbur^r  nseh 
ihm  grnlfen  \iuil  il«i  Ki-gicruiig  berkhUn,  wu  er  für  GQtcr  hat,  wem  »ie 
dieneil  uud  wo  «e  golegea  lind. 

2408. 

Ferdinand  II.  an  Feier  Offner,  Pfleger  des  Uerm  £hrnreich  vcn 
TraxUmatmsiorf:  desgleichen.    Grat,  1627  November  13. 

(Konx  ,  ebentia.) 

Zitiert  wprdirn  am  12.  Novriiibfr  die  PrSEepioren  Herrn  Ottos  ronT«uffAn- 
bjicli,  Herrn  Achneen  1Iaf>i*n!i  kh  Puchlinft.  Herrn  von  Wildvnst^itu  an  WtM> 
liach;  am  17.  Autuni  Ainbaltpr,  Pllfger  der  Herrscliaft  Manebarg  ia  R&mtea; 
<l«B];letc)icti  am  17.  November  din  Präatpptoren  JSbKtln  und  drr  Frau  Sidonie 
Titn  Animna;  am  2tl.  die  PHegcr  der  von  K{)tiig«tier|;  ku  SchriOTliiig  and  äaa 
Georg  von  Schwarz snbcrg  Verwnlt<;r  au  Muruii  (,Oeoiii)«i*nl'  'tH  I-  Gn.  H. 
von  Oern);  am  23.  November  Sebastian  L4i»lebnpr,  Hi>ftchrelb«r  ru  POllliii;. 
Haas  Kehrpr,  Pfleger  sii  Pfaff<>nitciu,  Unni  N,  Pr«nUeri»eher  Pfltg«r,  Oeoff 
Xilander  zu  Weis,  Herrn  Leopnld  Ctiriatoph  von  Hcrborst^ios  Hofncistar 
Alcsand«r  Klopiitzi. 

2409. 

Ferdinand  II.  an  den  Pfarrer  su  LeulscJtach:  Befehl,  nadt  dem 
aus  dem  Lande  geschafften  Georg  Graf  eu  fahnden.  QraSf  1627 

November  13. 


(Kons.,  ebenda.) 


2410. 


Ferdinand  II.  an  den  Palatin:  Da  er  in  Erfahrung  gebnt^t, 
daß  die  aus  Nieder-  und  OberösierreicJi  vertriebenen  Prädikanien, 
die  das  Vdk  ^um  Uocltverraie  aufheizen,  sich  nach  Ungarn  }te- 
gehen  und  sich  in  Preßhurg  und  Ödenburg  ihren  Schauplatt 
wichen  und  auch  dort  das  Volk  in  Aufregung  rerseUen,  habe 
er  die  beigescMossenen  Befehle  erlas.'icn,  dcneti  er  Volljn^ 
möge.    Prag,  1627  November  36. 

(Kons.,  Unpar.  Ifk.) 


m 


Besieht  ri'cb  ^uuüctift  küIjI  uur  auf  Oiterreicbische,  bezieh uo^w eise 
bohniach«  Prädikaoteu,  thet  wegeu  der  Ateirijchea  Nachbarschaft  imUm 
das  StUck  nicht  außer  acht  gelaasen  irerden.  Gleichlautende  Schreiben  gehen 
an  di«  StKdte  PreGbiirK  und  Ödenburg  lowie  an  die  Magnat«'n  Nadatd;  und 
Battbjani  (Kona,,  obenda). 


,   habe 

IM 


Ferdinand  II.  an  Ernreick  den  Alteren  von  Trautmannsdorf: 
Befeiil,   Georg  Graf  vor  die  Begicrimg  xu  stellen.     Graf,  1627 

Deiember  3. 

(Konx.,  SMtlh.-Archir  Gru-    (Iftm.  Kop.) 

Gleiciie  UofeUle  ergeboa  ap  dUiem  Ta(;e  gegeii  den  Tfloger  zu  Otter*- 
bacb,  Sigmiiod  von  Trxiilutannsilorr,  Simon  W«xl«r.  flKUptmaim  xn  ßAdhor«- 
bur(f.  Benign«  von  GIc/mcIi  «1>endi>Mlb*t,  Lor^nc  Iteacb,  GQttrrie<tl  von  FjiMi«n- 
bAiijit  nnf  Sliibfrtbnrc,  (reorg  .Tiilinn  toi  Rnttil,  Georg  Hcinrinli  von 
Dirlrii'.lislr^ln,  Gnltfrlnl  von  RCadl,  St^pban  llancb^nbrf^rm  Wilwp  «u  Tro- 
fayac-h,  rixU  von  Ragiittz,  M-ixiniiliaii  Preinnr,  K.  Mfilxi^r,  Müiirilhis Schwarten- 
htr^,  H.  ron  Titefünbacli,  Sebastian  Schiinlttr,  tlerp^r  auf  Slrrcha,  Goi>rg  vun 
Slnbenberg,  AbCisein  van  GOß  und  rrlorin  au  Si*'!!»,  Bei  d«R  Herren  bandelt 
9«  sich  darum,  «inige  Uutertaneii  vor  die  Segierung  sii  atellen,  Diese  ^ita- 
tißncn  (r»ben  d«n  eaoxen  Monat  durch:  am  U.  Dexember  an  den  Wirt  io 
Tob'^lhad  Bind  den  ItlHUor  an  d<-r  Ptfltmflbl;  am  Iß.  an  dl«  WItwo  Snsanna 
ron  Siitiraii;  am  2'2.  an  Ran»  Straßer  tu  Halbcnrain,  Untertan  d^r  Frau 
Blifiabf^tb  RatlimnnAilD'rr;  am  29.  an  N'.  Kutlnr  in  der  Gr|;cnd  (nicbt  gmannt) 
und  den  Wirt  daielbit.  dci  Pflegm  Weib  da»i)lbflt(?),  an  den  Wirt  an  der 
Krcmsbrfl'Cke  uud  zwei  Persoueu  i»  Otjeritnier  (Kons.,  ebenda}. 

3412. 

Ferdinattd  II.  an  den  Propsi  en  Vorau:  Befehl,  dem  hei  Pinka- 
feld  eing/^ctdichenen   Vrädihintcn   nachsit forschen.     Gras,   1627 

Dezember  3. 

(Ron».,  ebenda.) 

2413. 

Ferdinand  II.  an  die  von  W indisch- Fchiritr:  Befehl,  über  die 
Klage  Gcoi'g  IlebrovUsch  gegen  den  Goldschmiedgcsellen  Gabriel 
Würger  wegen  einiger  an  ihm  zuwider  der  katholitehen  Iteligion 
verübter  Verbrechungen  der  Gebühr  naek  zu  hnndein.  Graz,  1G27 

Dezember  20. 
(Orig.  u.  Kooa^  Stattb.- Archiv  Qraa.   Qem.  Kap.] 


3414. 

Ferdinand  II.  an  den  Pfarrer  at  Gleisdorf  und  den  Markt- 
riehter  daselbst:  In  des  Jakoh  von  Falbenhaupt  Behausung  zu 
Gleisdorf  sind   vide  sehiische  Bücher,   die  Christoph  Buef  ge- 


hörai  sollen  und  in  einer  Kammer  a\tfhfwtihri  werden.  Es  wird 
tflaubtoürdüf  berichtet,  daß  aus  dieser  Kammer  mehrere  Sucher 
ab-  und  in  etliche  Burgershüuser  cingeflogen  seien.  'Befehl,  dieu 
Büdicr  zu  visitieren  und  die  scktiscJten  an  die  Regierung  ein- 
zusenden.    2627  Besember  22. 

(OrifT.  u.  Konr. ,  Statth. -Archiv  Qru.) 


I 


2415. 

Ferdinand  IT.  ernennt  Moris  Freiherrn  von  Herberstein,  Hans 
Ferdinand  von  Kienburg,  Karl  Kugelmann,  Johann  Kitel  Ziegd- 
midier  tu  Generalrgformationskommissärm  mit  dem  Auftrage, 
sich  dem  Itefortnationswerlc^  in  Steiermark  su  unfersiehen,  die 
beigescJdossene  Instruktion  in  Empfang  lu  nehmen  und  sielt  be- 
giiglich  der  InstcerJcsettung  ^h  entschließen.  Grog,  1628  Januar  5. 

(OrifT,  Statth 'Archiv  Oru.  G«D.  Kop  ) 

Fei-dinADd  . .  .  Kdl  ,  .  .  OUwolen  naf  unsere  hievor  f^r- 
Renombene  relifrionsrcforrafttion  und  darüber  ausgeg&Dgene 
vilfcltige  crnellichc  bcrelch  und  TerürdiiUDgon  nit  allein  die 
äektische  Prttdikant(>ii,  &onder  anch  ibre  zugewondten  und 
glaubensgenossen  in  unserem  fürstentburab  Steyr  ihren  abzog 
genomben  und  das  Und  ron  dem  ketzerißchen  irrthumb  zimb 
licberraassen  purgiert  worden,  so  kumbt  uns  doch  glaubwürdig 
und  mit  sonderbarer  misf^lliger  befremdtang  für,  dase  sich  io 
besagtem  unsenn  fürstentliumb  Slejr  widcrumb  vil  sektiscbc 
und  uncatholiecho  hoch-  und  iiideratands  peraonen  liin  und  wider 
in  den  stfttten,  markten  und  Hecken  befinden  und  anfh:dtea, 
ihre  religionsexercid'a  mit  predigen,  discurieren,  disputieren  und 
andere  dergleichen  verbotene  actus  ohne  fichcncb  lialtea  sollen. 
Wellicbes  wir  aber  als  regierender  berr  und  tandflirst  mit 
nichten  gedulden  künnen  noch  sollen.  Zumalen  dise  TerfUrer 
unsere  burger  und  andere  inwobner  mit  unkathoÜBchcr  lehr 
also  eingenomben,  dass  nunmehr  auch  zeit  ist,  denen  Belben 
auf  oiüfflicbe  weg  zu  helfen  und  sie  von  dem  TerdambÜcheo 
irrthumb  ab-  und  auf  die  rechte  fttrasscn  unseres  e&tholiscben 
allein  Bcligmacheiiden  glaubens  zu  füeren.  Wann  nun  aber  die 
Sachen  als  wichtig,  reifen  und  gueten  Vorbedachts,  nit  weniger 
alles  mit  vernünftiger  beschaidenhait  und  gebürltchem  ernet 
»nzujjreifen  erfordern    thuet,    also    haben    wir   uns   nochmaleo. 


797 


Aof  ein  gdneralreforraAtionscommii^Bion  gn.  resolvirt  und  eucli, 
bei  denen  wir  uns  sowol  der  gebUrÜchon  aestiiuatioo  und  re- 
spects  alles  sonderen  eyfers  in  der  rcligion  samht  crfordcter 
diacretion  versehen,  zu  dieser  lieiUanien  werke  Verrichtung  ah 
unsere  commiftsaricn  fUrnemen  wellen,  mit  disem  gn.  und  gA- 
messenen  bevelch,  das»  ihr  euch  solcher  rerormationgoommission 
gehörig  und  guetwÜlig  underwiiiden.  eines  ta^'es  eueh  Tt:rgleichenj 
beiliegende  gefertigte  instruetion  ablesen,  darauf  auch  was  aa 
wUrkliuher  inswerksoUnag  dei-üelhen  nm  ralhsanibsten  euch  ent- 
Hcliiiessen  und  vergleichen,  den  anfang  an  diseii  oder  jenen 
orth  soliche  ara  beqnembslen  Termaint,  in  gottes  namen  machen 
und  sofort  nn  dnrch  das  g:inze  Und  .Steyr  dises  hailaaiuben  re- 
forniationswerk  uniia8geset/.t  aufs  best  und  eurem  bekaikiiton 
eyfer  und  beiwohnenden  guetem  verstandt  nach  fürkehrn  und 
verrichten  sollet  und  wollet.  Und  wie  wir  uns  nun  allergelior- 
sambist  wiUßlhrig  dissfalU  gegen  euch  gn.  versehen,  alsu  seind 
wir  auch  von  zeit  zu  zeit  eures  berielits  und  dann  der  end- 
liolien  parlicular  und  haubtrelatiün  erwartend.  Dias  aber  alles 
in  kays.  und  landtsfüratliclion  gnaden,  mit  welidien  wir  euch 
ohne  das  wolgenaigt  ku  erkennen  bedacht. 

Geben  in  anscrer  statt  Orfttz  den  5.  Jamtarü  anno  1G28. 
Comm.  sacr.  Oaes.  Maiest.  in  consilio. 

.D«Deu  edlf-n  .  .  .  Cliriitopli  Mi.>ritx  frajliorrn  von  Horbcntala  .  .  . 
ob.  crbkUuiin«rer  un«!  oti.  erbtruchiMtrii  in  KKnilnn,  Hhi»  Fenliumid  von 
Rt««nbtirK,  EArl  KuKlnimm.  bG«ii«r  rtctitun  <loclor,  Jobanu  Eilfl  Zi<-g«1a)flller 
ntuena  i.-D.  r^^imenlsrüthcn  »k  io  sacken  |;«ordneteo  rel.-r»f.-eomiDi»ftTini.' 


\ 


2416. 

Ferdinand  Tl.  an  den  Palalin  (und  an  den  Ertbischof  von  Öran): 
verlangt  ein  Guiachten,  was  betreffend  der  von  Frans  Batthtfani 
über  die  durch  Bedienstete  des  Ilattses  Zriny  erfolgte  Begümtiguntj 
von  Frädikauten,  die  fon  auswärts  gerufen  worden,  eu  tun  sei. 
Prag,  l<i28  Januar  S. 

[KoDt  In  ORg.  St.-A.) 

Revercndissimc  .  .  .  Franciscna  Bothiani  orphanoram  et 
bonorum  quondam  comitis  Georgii  n  Zrinio  gubemator  conqae- 
ritur,  per  uonnullos  nobiles  et  ctiam  scrvitoros  dictornm  orpha- 
Doram  insulam  Mni-altos  inhoVitantea  progrcssuro  rcügionis  tur- 


798  __^^ 

bari.  Predicantca  in  domos  susb  curiaics 
titalo  pigQoris  a  comitiLus  quondani  a  Zriiiio  Tel  asque  bene- 
placitnin  possident)  ex  aliis  etiain  partibus  invitando  ibi- 
qne  sua  cxercitia  non  sine  detrimentc  auiinaiiim  peragi  curando. 
Ne  aatem  opaa  Deo  gratum  quod  per  prefatam  quondam  co-  fl 
milem  Oeurgium  a  Zriiiio  iDCtiptum  ut  perfticluui  magno  pie- 
tatis  zcio  fuit,  sab  cScmcnti  et  patcrna  noitra,  qaa  erga  relt- 
gioncm  catholicam  ferimua  eura  et  etiam  tatelari  (Btr)  benigo 
Dostro  nffecta  et  vigilantia  vestra  labe  factari  vidcatar,  opinionem 
Testram  quid  pro  commanl  animaram  bono  et  orphanoram  com- 
modo  faciendam  censeatis  expeteiidatu  dementer  ccnsuimus,  qnam 
quidein  quo  citioa  ndelitas  vestra  fecerit  tenignae  volantati  no- 
Btrac  Batistactum  ess«  sciat.  Cui  in  reliquo  etc.  Pragae  6.  Ja- 
nuahi  lö28. 

In  timili  ao  d«u  ErsbUcliof  von  Grin. 

tn  »ineni  indcrrn  .Stllrkf  vom  SS.  Märe  ä.  •'.  wird  unter  ■n<lvrem  iit 
Entfernung  eine«  rriidikjintAn  lu«  dem  Onb[«t1ft  Zrin^a  aug^Mtrdiiet.  Die  Er- 
ziehung dtir  ZrliiyscWu  Kioil«r  soll  den  Jeaiiitan  ÜbarixMen  wurden  (Koni., 
ebr^inila). 

2417. 

Fcrditjajiä  II.  an  Katharina  von  Mindorf:   Bffchl,  am  10.  Fe- 
bruar vor  der  Hegieruug  rw  einem  Verhöre  lu  erscheinen,   weil 
sie  am  leteten  Nikolaifeste  durch   ihre  Untertanen  Höh  führen 
Heß.    Gras,  W28  Januar  11. 

(Orig,  u   KunK.,  .SUtlli.-ATcliiv  Gras.    Gem.  Knp.) 

2418. 

Ferdinand  II.  an   Hans  Christoph  Gtiller:   De^Jeiche*},   veil  er 

sich   hei  einem  unifari$chm  Pradikantai  der  sekUschen  Kotmnu- 

nioH  teilhitßig  gemacftt.   Grae,  1G28  Januar  21. 

(Kons.,  ebend«.) 


2419. 

Desgleichen  an  Elisabeth  von  liathmannsdorf:  tveü  sie  am  Festf 

der  heil.  Katharina  ihre  Untertanen  arleite}*  ließ.  Hai  am  28.  d.  M. 

jfu  erscheinen.    Graz,  lOliS  Januar  11. 

(Kena.,  •b«tid«.J 


Ferdtmtnd  II.   an  Wilhelm  Freiherrn  vmi   Katmannsdorf:   weil 
er  an  Sonn-  und  Feiettanen  gejagt  hai.  Gra£,  JG28  Janttar  11. 

(Konz.,  «bonilA.) 

2421. 

Feräitiand  TT.  an  Frau  Jiemgtm  TChi^venhUUn.  geh.  van  Herms- 
dorf: ,Demnac1t  du  dich  am  ndchstferwichnen  St.  Katharinentage 
eur  Unrhr  der  katholischen  Religion  und  Verachtung  xtns^erer  Ge- 
neralien und  Maridate  eu  liadkersburg,  als  die  Leute  vom  Gotles- 
dieuste  aus  der  Predigt  gingen,  unterstanden  hohen  solht,  den 
ifisi  aussnfuhreiv,  ist  auf  des  Prokurators  Supplik  unser  Befehl 
an  dich,  am  2S.  d.  M.,  um  8  Vhr  vormitlngs  eum  Verhöre  vor 
unserer  Hegicrung  mi  erscheinen.'    Groji,  IßÜS  Januar  11. 

(KonK ,  HUlth.-Arctilr  QtA*.) 

Zweite   Klii|(c:    Am  Andrpnstaf;«!   Iiat   ito  von  livn  Uuleiianpii  Steuern 
ein^rnonimen  und  zu  dpre»  Abrohrung  sia  vom  KirrhgitLij^  KbgoliaUpn . 

2422. 

Ferdinand  IT.  an  Georg  Ifnrn  von  Stuheiiherg:  Unter  seiner 
Jurisdiktion  habe  sich  von  vif^ien  Jahren  her  dieser  schund- 
liehe,  böse  Gefn-anch  erhnltett,  daß  siel  im  Fa.vhing  Geselhchaflen 
von  UfannS'  und  Weibspersonen,  ,die  l'anehiappen' ,  in  ^yirls^ 
huusern  oder  uhgeleynicn  Winkeln  zxtsamynev finden  und  ihre 
Tänse  den  ganzen  Fasdnng  hindurcJi  abhalten,  dabei  mit  ge- 
iraffneler  IJand  aufziehen.  Du  dabei  unzuhlbare  Sünden  mit 
Raufen,  ümuchl^  Völlerei  und  Vergchwetulwig  herrühren,  ist  dies 
flicht  weiter  eu  dulden,  sondert*  bei  scharfer  Strafe  der  Übd- 
taier  aheuscitaffen.    1638  Januar  15. 

(Orig.,  ebenda.) 

2433. 

Ferdinand  II.  an  Hans  Jakob  von  Vranckh:  soU  seinen  Pfleger 
vor  die  Regierung  verschaffen.    Graz,  IdUS  Januar  17. 

(Kouz.,  HtaUh.-ArcliiT  Qrax.    Uem.  Kop.) 

2424. 

Ferdinand  II.  an  den  Erebischof  iwt  Gran:  Graf  Karl  oi  Har- 
say  hai  die  Absicht,  die  katholische  Religion  in  doniinio  Owariensi 


'soo 


auseiibreilen  und  die  Ketzerei  attSJturolle».  /»  der  Reilage  wird 
mitgeteilt,  was  dfr  l'alalin  Nikdaus  Eisterhaey  sthreibt.  Nun 
möge  auch  er  seine  Ansicht  mitteilen.     Prag^   1628  Januar  18. 

(Kont ,  Uo«.  L.A) 

242y. 

Ferdiitand  TL  an  den  Pitiati»:  er  möge  politisieren  Zonen,  iIb^ 
die  von  den  Gütern  Zich^  und  weil.  Frans  SaWtyanis  in  Steier- 
mari:  und  Kärnten  airh  ehtRrhleirhfndfn  Prädii/inten,  wcriH  sie 
erwischt  werden,  der  gebiüirenden  Straft  juigefithrt  werden,   Prag^ 

Jf>28  Jawutr  18. 

(Rons.,  Uns.  U.-A.) 

Fer^Iinandofl  ...  Ex  bonis  Zcscianis  et  relictae  nuigntfiei 
quondam  Froncisci  de  Battan  praedicantes  civitates  nostru 
provinciarum  Styriae  ot  Carintiao  niaxime  Tero  Ragerspar^m 
ingrcdä  ihitjae  non  tanlam  inerfimonialia  esei-coro  seA  eliam 
religtonam  suarum  semina  spargere  in  maltoruin  Tero  aniniis 
foverc  (Ißmisse  informarnnr.  Cum  autoin  dementer  noatrae  pa- 
blicaloriac  in  provinciU  nostris  divulgate  einsmodi  pracdican- 
tium  non  tantum  conTersutioiiem  cam  fidcübua  nostrts  sabdilis 
eed  et  ingressum  civitutum  perhibcant,  ßdclitati  vestre  clementer 
intimandani  dnxiuius  at  fidclibus  nostris  Hangaris  cuiascamqae 
Status  et  urdinis  sint,  in  Ulis  partibos  dog^ntibtia  significct, 
quod  ei  taica  praedicantes  in  civilntibas  et  oppidis  provinciaroiD 
nostrarnra  baereditariarnin  reperti  fuerint,  incarcerati  poenas 
(■i(>i]R>nti.t  ro-tobitionis  nostrae  subire  cogentnr.  Cui  in  reliqao  etc. 
Pragac  18.  Jan.  1628. 

2426. 

Ferdinand  IL  an  die  Beligümsrefarntationskommissüre  in  Krain: 

o//   auf  Biitm    Gturg   Dillonets   ih'ssen    GniHn   ein    Termin  auf 

sechs  Monate  eu  erttHlrm  sei,  soll  rin  Gutachten  eingesandt  werden. 

Grat,  1G28  Januar  29. 

(KoDX.,  elieodi.) 

2427. 

Ferdinand  JL  an  dieselben:  der  Maria  FrUsch  und  ihrem  S(^ne 
einen  Termin  auf  drei  Monate  n*  crteUcn.  Grau,  1628  Januar  29. 

(Kon.,  «bfMids.) 
Ihr  Soko  OottUanl'wurd«  der  Religioa  liatbar  iu  ArrMt  («balleii. 


801 


2438. 


Ferdinand  II.  an  den  Pfarrer  su  Mtireck:  Da  er  glaubioürdige 

Kundschaft  erlangt  ftabe,   daß  in  Mureck  noch  unierschtedliehe 

Unkatholische  sich  iH-.fnden,  ergehe  der  liefeid  an  ihn,  sie  abeu- 

schaffen,    (irax,  lOÜS  Februar  3. 

(KoDx  ,  SUtlli.-ArcUiv  Oru.    Oem.  Kop.) 

24S9. 

Ferdinand  II.  an  Christoph  Jochuer  r«  Frägradt,  Bestanditihaber 
der  Herrschaft  WolkenstiHn:  (rlattbivürdig  bifricMrt,  daß  sich  in 
Obertteier  noch  etliche  finden,  tpelche  dem  auf  dan  kiesigett  Rat- 
hause  in  Verhaß  liegenden  Prädikanfen  Unter  schleif  gegeben,  sind 
jene,  die  der  Marktrichler  von  üchladming  ihm  benennen  tcird, 
XU  sitieren  und  tu  inqitirieren^  teer  edles  hei  dem  rrädikanten 
die  Kommunion  empfangen.  Gnu,  1028  Februar  29. 
(Orig.,  fiUlth.-Äwlitv  Ora»    0«m  Kop] 

2430. 

Ferdinand  II.  an  den  Pfarrer  von  Itadkersburg:  Ober  An- 
mahnung  des  Hisclwfs  Jakob  von  Seckau  hat  er  Verfügung  su 
treffen,  daß  von  den  Radkersburger  Bürgern  aÜe  sektiscjten 
Bücher  abgefordert   und  die  sich  Weigernden  angezeigt  tperden. 

1628  März  iß. 

(Koni-,  «botidji,) 


2431. 

Ferdinand  II.  an  Frau  von  Stadl:  stM  Hans  Qeorg  Stadlmann 
vor  die  Regierung  verschaffen.    1039  Marx  23. 

(KuiiK.,  eboiid«.) 

Eli«Dio  aik  Jakol>  Rricli6itb(<r^'4>r:  »oll  seinen  Solmeidcr  vor  di«  Ro- 
ji«miig  ilelli-n.  Am  18,  MUr«  liatli?  der  Pfurrer  Vredeniu»  bei  der  RpRierung 
iUfWeigt,  ditß  SiepbiiD  liaui-hüiinpi-rgtir*  Wittib  von  der  Hühio  iu  Tr-jf«,v»cli 
iliren  Abciig  nobiuen  will.  .Strlion  int  ihr  Solm  ad  »itidia  nxcb  mifwXrta  e«- 
«ogen.  D»  Bei  der  10.  rfciiiiig-  tu  verl*"igr'ii.  fiiaJlniann  bei  St.  l'eter  ob 
Luben  habo  »ch  liitge  bei  Minen  GUiiboiiH^eucMdcn  ia  SchlpsiBn  aiif- 
gelialten.  Se\n  Brbtvil  sei  lOOO  6.  Vom  10.  Pfenui^  mOgo  die  Kircb»  be- 
dacht w«nl«n.  Jakub  Raucbcnborgrr,  Z^-ugakömmi«*!  im  EiiniUle,  l»bab«r 
du  Slflbiüghofea  bei  Trofayaeb.  bat  eiuon  äubueidor,  der  von  Stei«r  wml 
k-oDlat    II   ibi.  VJ.  bX.  ^1 


802 


Weib   und  Kind  piopltv  i-etijrionmi  Abgeto^en,  «in  gAnica  Jahr  b«i  sie}!  gt- 

dtildtit.  Thoijiu  Htibntcr  xiif  <1*r  (üniüll  livi  Trofkjrxch  m>11  *ich  b!nii»i>  ■«cbi 
Woclion  «ttilinn,  ab«r  m  Mllt  ihm  Tiiclit  ^Ib.  In  Monat  MMn:  w«rd«n  »och 
xitiert  die  Witwe  Satiran,  Thomns  Slubmcr. 


2432. 

Ferdinand  II.  an  alle  geistlichen  Behörden,  üet*  JSischof 
Heckau,  die  Erepriesier,  ÄLte  nstv.:  Erlaß  y^erordntingen,  ,dic 
iu  eausn  roligiuuis  reformatiouis  in  Steter  ausgefertigte  Kom- 
mission, als  niimJich  wegen  des  exemplarischen  Lehens  der  Geist- 
licJüieU,  der  ansgcschifftai  Fcrsonen,  der  tinlathoUscIicn  Schul- 
meister «SIC.  betreffend'.    Grat,  lÜÜÜ  Märe  27. 

(Konz.,  Sutth. -Archiv  Graa) 

GDtaublosscii,  «iuu  OcncralrororiRaliou  in  Stelarmark  Tonoaehtnen, 
hab«  «r  ilio  Mitgtied«r  der  KommiMiuii  ornaunt,  mit  deD«n  der  A()r«asat  ab^r 
fiilgeiid«  l'unktf'  in  KorreafkondAnx  zu  tr#tfrn  hat.  1.  Ober  das  «xempIarUck« 
Leben  der  tioiBtliclikoit.  2.  Die  auB);e.sc]iaff)leu  Feraoiien,  die  entweder  allon 
Befehlen  KOm  Trutze  das  Land  niuht  geriiuDit  oder  licb  uhno  Briaubub  «alter 
I<and  bt^|;nbou,  sollein,  wo  >io  belrc^teu  werdriit  iiacli  iCaliliiiig  dca  lU.  Pfenoifi 
atiSar  Land  geschafft  uml  ihrrii  onrugton  Utigchorfatns  ivcgreu  gestraft  wsrdeo. 
Di»  der  Bek<^liruiig  ZugüHglich«»  loltou  durch  rriYataut«rricbt  von  ge«i^cl«n 
Personen  bekehrt  w^rdeii,  3.  Di«  bei  den  Schulen  diencodeii  nnkathollacheo 
Schnldiener  sind  abzuschaffen.  DIs  Ubrigkeiteu  oder  welche  die  Bcbnlen 
eHialten,  hab'i^n  hierin  Wandel  xu  acli^ffen.  Au  maiicbea  Orten  sind  Ffarrer 
Dud  S«^Uor(^ej-  nicht  zum  besten  ^elobrl  und  Biir  Aufsiclit  der  Schulen  nni! 
äuhulnioiater  |;«eignet.  In  dem  Falle  suLI  den  KommisMircn  die  Beschaffen- 
heit der  Saclio  entdeckt  werden.  Si-liuliUDiBler,  außer  Jrnen  in  Orax.  die 
dein  Examen  d«r  Ji.»uiten  unturworfeu  sind,  darfen  ohne  Vorvriueo  der 
ordiHOfii  nicht  aufgi-nontmeu  nerden.  4.  Wip^wo^tl  es  den  Pfarrern  znkoinnt, 
den  KateelLiamuH  zn  1«>hreii,  wird  n  niubt  ^halten,  oder  kommt  du  gemeine 
Volk  an  Sonn-  und  fVIerta^en  weni^  dazn,  daher  man  in  der  Schale  mriir 
Ernit  gobrauchf^n  soll;  der  Mensch  fsUt  in  der  Jagend  bcaser  und  bebtlt  as- 
b.  Die  Faitcnj^eboto  sind  streng  xu  lialtvn.  In  Häusern  und  Wlrtabiu^ero 
ist  blerabor  Anrsicfat  lu  führuu.  ti.  Achtung  auf  den  Zustand  der  Kirchen- 
gebltode,  Oniate,  SpiUllcr,  Livarette,  Stipendiensacben  und  AlicnaiioDen. 
7.  Genaue  Vorzeichnisae  von  Personen,  die  sich  mit  IJeiohl  und  KommtuiioD 
nicht  einstvUvn. 

2433. 

Landesfürstlicher  Befehl  aji  Christoph  Jochner,  *»  untersnchm, 
wer  difm  auf  dem  hiesigen  liaihause  in  Verhafi  liegenden  Prä- 
dikanten  Unitrknnß  gegeben.    Gras,  IG'^ü  Aprü  4. 

(Kuna ,  SUtth.-Arcbiv  Gru.) 


Ferdinand  JI.  an  de»  LaiiäesJiau^tmann  von  Kärnten:  der  Priester 
Fftrdinmid  Klö^ifer  hat  tvider  Moria  von  Windischgräz  Klage 
geführt,  daß  er  die  eur  Pfarre  grltörigen  üntcriannt  ettr  'Robot 
twingf,  etliche  der  Vfarre  entzogene  Gründe  als  Vogt  und  Leltens- 
herr  in  Händen  liäit  und  die  Jlcsiitnierung  verweigert.  Befehl, 
der  Gebühr  nach  eu  Itandeln.    Gras,  1028  Ajmi  ö. 

(KuBZ-,  Stkttli.-Arcliir  Orax-   üvni.  Kop.) 


2435. 

ZiiMreicJte  herrsehaßlieJic  Pfleger  und   Präeeptoren   werden  für 

dm  fV.  Mni  tw  die  Regierung  gefordert.    10^  April  14. 

(labend«) 

Hbdi  Dietrich  R«>in,  Pfl*e«r  At*  OrKfea  Kliilw],  A»»  rerftorb«neti 
Hprrn  Mci!gr«l>ncr  Pfipger  auf  Pernegj.  jAkoh  Pruncks  Pflcgpr  »u  Popen- 
dorf,    Hatia    K)iori>r,    d^r  Witw«    Oitn    h'ri<t(lrie1i!i    von    Lftiighüim    PÜfgf.r   zu 

Rauft],  PIlugcr  za  ÜfTcnburg,  wohnhs/l  zu  l'UU,  Andreas  Larapacber,  frUtuHr 
Pfleg^er  am  Wtyer,  »t  j«tit  zu  Kapfculieig  Wirt,  dor  i'Hoger  des  Herrn  von 
Stubeober^  tu  Fraii«ub«rg,  Oeorg  UlCekocr,  Schreiber  b«l  Herrn  Narriiiger 
in  Oberitunt)b«rg,  Georg;  Bor^gold,  Pfleger  de«  alleren  Herrn  Ernreich  too 
Traut maTi»dorf,  Ilam  K.,  PScger  bei  Gottfried  Falbenhniipt  xu  Stubcnberjf, 
H&n«  Krnkinger,  Püngcr  von  iit^rg  tmo  Rattal.  Anranius  P<^f^«*r,  Ptli^ger  bei 
(Vanz  Haus  WIlliolui  von  äaurau  za  JudeiiLurg,  Cbristopb  Neajjer,  Päeger 
bei  (i.  Delurich  vnii  Dietridutein,  Zacliariaa  Gabelkofer,  PSeger  bei  !jte|)baii 
HaucUe operier»  Witnc,  Zachariai  'S.,  Schreiber  bei  Herni  Galle»  von  RagDile, 
Karl  RäCiel,  SokrelÄr  dea  Grafen  vo»  Scbwarxeiibtirg  und  Mattliiai  Mayer, 
der  Hirmcbafc  Murau  uot^rlünlg. 

2436. 

Eine  Amahl  von  Pflegern,  Präseptoren  utul  IJerrachaftshedieH- 
steten  werden  auf  den  15.  Mai  vor  die  Regierung  siliert.     1G28 

April  14. 

(Ehendn.) 

Peter  Moller,  Priaaptor  des  Herro  van  Kienburg  am  Rabenhof,  Kaspar 
N.,  Pttf^ger  dea  Paul  von  K^biswaEd,  Andre  Haiuruck,  Ptieger  zn  Bhren- 
Iiauten,  Cbrlstoph  Ffiudl,  Uerro  vou  Khainacbs  Untertan,  Martin  Reni, 
Ptleger  der  fran  von  Saurau  au  der  POlzmühl  xu  Kadkcritburg.  Wolf  Fat- 
■ehlagcr«  PrSzoptor  zu  Mureck,  Cbriitoph  Ricß  zu  GleiSdorf,  X.,  Pfteger  der 
Frau  Unula  ron  Lengbaimb,  Jakcib  Ratiehenberger  im  Viertel  Biinstal  Zeug- 
kommiKifir,  Tlintnas  Stubuer  tu  Wejer,  gewesener  llaoiiiierniolater  bti  Tro- 
fayacti. 

61* 


«04  _^^^^^ 

2437. 

Karl  von  Saurau,  Moris  von  Ragnils  und  Christoph  von  Mm' 
tiorf  hahen  namentlich  gmannte  Untertanen  am  18.,  Ursula  von 
Lenglitrim  am  13.  Wulf  von  Sttthetilerg  am  75...  Wolf  von  Wilfcrs- 
dorf  am  2.  Mai  vor  die  Regierung  th  verschaffen.  Ebenso  Faul 
von  EibiswaUi  seinen  PrOsepior.    JGÜS  April  14 

(Eb«Dil«.] 

2438. 

FeräimmdIJ.  an  die  Relifjionsreformuiiotiskmnmissiire  in  Kärnten: 

verlangt  ein  (ftitachteu  über  da$  Ansuchen  des  der  ReiiffioH  wegen 

ausgervieseneti  Joel  Türk  in  der  Eiseniraiten,  ihn  neben  den  allen 

_Lundlfutai,  auf  tvcUhe  die  HefomuUion  dersdt  nicht  ^aiufesehen' , 

im  Lande  bleiben  eit  lassen.    I(i38  April  28. 

(Kon».,  StKttb.-Archir  (JmK.  Gem.  Kop.) 

2439. 

Ferdinand  11.  an  die  Jidigiotisreformationskommissäre  in  Kratn: 

der  Maria   GrUscherin   und  ihren   Kimlern   wird  der  gegebene 

Termin  verlängert.    1628  Aj>ril  28. 

(Ebendji.) 


2440.  ^H 

n^ 


Befehl  an  eine  Heihe  adelige}'  Personen,  die  aber  nicht  alte  Lan 
leute   sind,   von   ihrer  sektistiben  Meinung  absustehen  oder  nach 
Reivhing  des  10.  Pfennigs  das  Land  m  räumen.     Gras,    1628 

Mai  G. 


(Kons.,  SUtlh. -Archiv  Qru.) 


aÄn^^^ 


Ferdinand  .  .  ,  Dciniiacli  wir  zu  auarottung  der  in  disem 
unserem  isrbfürstontliumli  und  luude  bey  tU  unseren  anter- 
tlianen  eingeriisseiien  und  noch  bis  dato  zuvider  der  von  niw 
furgunounniieu  ImilsiLiiitn  rtiligionsrcfurmatioD  verharrendeD  sec- 
tischen  opiaionen  und  meinungcn  und  bu  voUiger  rostitateruDg  . 
unseres  wahren  RÜaiii  alUiginachendeii  caUioli&chen  gUabcus  ein 
nottui't't  befinden,  bei  der  verapierenden  hoIssUtrrigkeit  ange- 
regter unserer  liaüsjunen  reügionsrefurrnation  anjelzo  widerumb 
mit  uieliiei'cni  enist  uauhasusetzeu  und  mit  demelbeu  gegen  i&cn 


S05 


niglicb  (atteaeT  der  alten  berren  und  landteoth)  ohne  connivenK 
und  unverschont  za  verfahren,  bfinehens  eriiidert  werden,  dasa 
da  dich  auch  in  dcrgteichen  opinion  und  nncath.  mainung  be- 
Andeo  sollest,  also  int  unser  so  gemessener  als  ganz  ernstlicher 
befelch,  dass  da  entwcders  inner  gerlchtsg^ftbrencliigem  termin 
von  uberantwoi'taiig  diss  von  aolcher  deiner  irrigen  raainnng 
abstehest  und  auf  bOssere  information  (an  welcher  als  dir  bei 
rermittels  göttlichen  segens  genngäamer  occaaion  und  anxal  der 
im  land  anwesenden  catbolischeii  theologen  und  allerhand  re- 
ligiösen nit  manglen  kann)  dich  zn  der  allain  seligmachenden 
katb.  religion  und  kirchen  wtlrkiich  einstellest  oder  aber  mit 
cndunp  herUf^rtes  tormin«  auf  vorgehende  rcichnrg  des  10.  pfen- 
nigfl  von  allem  deiner  haab  und  guet  (derentwillen  dn  unser 
I.  O.  U.  vor  aller  Verwendung  ein  ordenliche  specification  über- 
senden und  Bodann  dieselbe  auf  deinen  lelbttch«n  aid  bestütigen 
sollest)  dises  und  alle  unsere  erbfÜrstenthUincr  und  lande  nn- 
fohlbarlich  räumen,  ca  were  denn,  dass  da  dich  wider  dise  aus- 
Bcbaffung  unserer  absonderlichen  commendationen  oder  concea- 
sioncn  etwo  zu  beliolfon  zu  haben  vermeinen  mfjchtest,  sodann 
solches  gedaehttir  unser  I.  O.  K.  in  gehorsarü  unverzogen  lieh 
berichten  sollest.     An  darac  .  .  .  GrAz  den  6.  Maii  anno  1628. 

Drr  Bi'fffti)  gelil  xunÜcktt  «i  Ooltfriml  und  Friedrich  Oxlj«lkav«r  xu 
H«irontvTg,  Frsu  vvii  Grxf>*iian»r,  Koiiran]  uii^l  Clirifltopli  Zuillicli,  Mallhw, 
Abraham  'inil  Hans  Ehfgarln^r,  N.  Zetgchper  m  Waldei-k,  An<?r«  Wallner, 
Herrn  I'irkbar  zu  Weißcnlhurn,  IlieronymnK  Hünill  iiuil  Oifitttoph  ßchlnff- 
maun,  wurde  alier  otTcnliar  an  all«  g«sclii(.>kt,  ilin  iiirlit  attn  tiaiidlrtut«  waren, 
wji*  inAH  nttn  itnut  PanuR  nnnclit:  ,cs  nära  ilana,  tlani  du  dicti  alc.'  D«m 
ciiUprocliflud  Ugt  Pirkhcr  di«  Bttwciso  für  «eine  all«  Laujsrnantucbart  vor 
nncl  bittet  am   18.  Juni,  ib»  kicbci  bleiben  tu  laiaen. 

2441. 

Ferdinand  IL  an  Wolf  von   Wilfersdorf:  *«'»   F/leger  Konrad 

Paittde  und  Martin  Puffler  haben  entweder  sieh  :eum  katholischen 

Glauben   nt  bekrhrett   oder  das   Land  su  räumen.     Der  Befehl 

ist  au&Bußhren.    IfiüH  Mai  6. 

(Kons.,  etreada.) 


2442. 

Ferdinand  II.  un  die  Religio ftsrefwmatioHskommissäre  in  Krain: 
verlangt  ein  Gutachten,  ob  die  Bitte  Hasibers,   als  alter  iMnd- 


806 

man»  von  der  RtUgionsrcformation  verschont  fu  werden,  #u  fre- 

wiiligen  sei.   1628  Mai  9.  fl 

(Ebenda.)  ™ 

An  deiiufllb«n  T«|f«  werden  S  Hurcckvr  niid  dor  Pllvger  von  Prg^a 
Bauin^artner,  un  11.  It  P»nonen  aui  Hz,  2  «tu  Neodorf  nnd  1  Diener  bei 
Uerbentorf  siliert  («bend«). 

2443. 

Ferdinand  21.  an  die  Ediyiomrefomtationskommissäre  in  Kärnten: 

verlangt   ein  Gutachten,   ob  Jakob  Otto  der  Religion  halber   im 

Lande  verbleiben  dürfe.    1628  Mai  11, 

(Koox-,  ebendk.) 


2444. 

Allgemeine  Heformation&ordnung  für  die  Steiermark isehen  St- 
and Märkte.    Gras,  IßäS  Mai  15. 

[Koni ,  Suith.-Arcbiv  Gras.    Gem.  Kop.,  Mai-Kr.  90.    St.  L.-A.,  6pei.-ArchiT 

Laobea.) 

Ferdinand  .  .  .  Demnach  wir  zu  raehrer  beAirderung  der 
ehr  gottes  vcrpBanzuDg  (les  wahren  catboliscben  glaabens  auch 
steifer  ond  vesiigUclier  haDdhabung  äußerer  vor  disem  aas- 
gangen  I.  f.  inandaten  nnd  Verordnungen  ain  generalreformatioD 
anjetzo  mit  chistem  fUrzancraben  entaehlossen,  also  bevelchen 
wir  euch  gn.   und  geincsäen: 

1.  dass  ihr  Airs  vrstc  mit  beweglichen  auch  ernatlicheD 
mitlen  darob  sein  sollet,  damit  denen  pupillen  catholischu  gor- 
haben geordnet  und  gesetzt,  dieselben  in  dem  catboHscbea 
glauben  von  jagend  auf  institnirt  nnd  darin  erhalten,  bcnebeos 
auch  disea  in  at^ht  genumben  werde,  dass  von  denen  gerhabcn, 
welcher  ortbs  nnd  in  was  E&chen  sich  deren  pupillen  derzeit 
befinden,  guete  erzaigung  und  ausknnft  gegeben  werde.  * 

2.  Am  andern  solle  euch  in  alleweg  obligen,  erkOndigung 
nnd  gründlichen  berichl  von  allen  bürgern  daaetbst  ein-  and 
abzufordern,  wo  «ich  deren  kiiider  und  pupillen  derzeit  be- 
finden und  ob  dieselben  in  die  frembde  geschickt  werden,  und 
ihr  hernach  nach  befindung  der  Sachen  und  auf  den  fall,  da» 
Bich  ainer  oder  mehr  deraelbeii  in  uncatholischen  scbuetlen  auf- 


*  SpKtef  aufceftl^:  .aticli  *!«.  ^riiiben,  ihr  flr«nde  raltang  na»  tod  fvdr 
nnd  ordeolicb  eiareicfaoo  Bollii'. 


4 


807 


liielteTi.  bey  bcriiorten  bürgern  mit  sondemi  ernst  wUrkllcliß 
verftiegung  tliucn  sollet,  damit  derselben  kinder  and  popillen 
unvorlen^t  davon  abgefordert  und  auf  catholische  Urter  geschickt 
trerdcn,  massen  euch  dann  auch  drittens  hiemit  atibevolhen  sein 
sulic,  guetc  acht  za  geben,  damit  die  schnellen  mit  catliolisrhon 
Vorstehern  and  Scholaren  versehen,  viertens  aber  diejenigen  un- 
cfltholischcn  |»raeccptoiQn  und  schuelmaister,  welche  etwo  von 
denen  bürgern  und  inwohnern  dasalbat,  sie  sein  nobilitirt  oder 
ntt,  in  ihren  haus  oder  sonsten  für  ihre  kinder  und  pupillen 
gehalten  werden,  ftirdcrlich  abgeschafft  und  so  hicduroh  der 
wahre  cathotische  glaobe  befUrdert  werde. 

ii.  Und  weillen  flii-s  dritte  fllrkumbt,  daas  etliche  See- 
lische woiber  oftmalens  haimbtiche  coiivenlictäa  and  gcsellscliaft 
anstellen  und  denen  andern  verbotne  potiiUa  lesen  oder  sonsten 
sich  des  predigen  oder  miterweiscns  in  materia  religionis  vor- 
incssentlich  unterstehen  sollen,  und  aber  die  remediernng  diser 
Bach  f\irzunomhen  not  ist,  also 

4.  sollet  ihr  auch  solche  seelische  weiber  mit  ernst  dahin 
halten,  damit  sie  sich  angeregtes  unfuegs  fürohin  giinzUchen 
bemUessigen  und  in  fall  sich  diser  ungcbUr  verwitibte  oder 
ledige  weibspei-soncn  untcräengen  und  hieriu  halsstarrig  erzaigten, 
dieselben  aläbald  ansgescbalft, 

5.  den  andern  verehelich  ton  niännern  aber  bei  gewisser 
6tr.ifT  auferlegt  werde,  dass  sie  ihre  weiber  von  allen  postillen- 
lescn,  predigen  unterweisen  und  disputiern  in  glaobenssachen 
allerdings  wirklich  abhalten  sollen. 

6.  Nun  ist  fQrs  sechste  each  wissentlich,  dass  bei  denen 
bürgern  etliche  verbotene  giftige  und  sektische  btiecher  zu 
finden,  deren  wirkliche  und  anverzogentlicho  abfordernng  wir 
euch  anch  hiemit  und  dabei  ancli  discs  auferladcn  haben  w{]llen, 
dass  zu  fall  sich  ainer  oder  mehr  der  gnetwüligen  hergebung 
berüertcr  buechcr  waigorii  miichte,  er  oder  dieselben  unver- 
langt unserer  i.  Ö.  rcgierung  raUikündig('?>  gemacht  und  die 
abfordernden  pUcher  auch  deroselben  gehendigt  werden.  Doch 
sein  hierin  allein  diojeni;:^en  pUecher,  welche  von  der  reÜgion 
tracliern  und  der  catlioHsL-ben  lehr  zuwider  sein,  verstanden. 
Darunter  aber  andere  an  sectischen  orthen  gedruckte  tractat, 
so  allein  von  Juridicis^  Atedicinis,  Historici/i  und  Philosophiri» 
handien  und  nichts  wider  die  cath.  religJon  in  sich  begreifen, 
nit  gemaint  soin. 


AOB 


7.  FUrs  Bibendc  sollet  ihr  vieissige  Krht  ballen,  damit 
in  den  40  täglichen  aml  andern  gchotnen  fastlUgcn  »ich  jeder- 
mann des  fieiächhackcus  und  -essens  ganzlicli  enthalte  und  der 
ein  seither  verübte  roisbraach  and  ungehorgamb  mit  ernstlichen 
mittlen  eingestellt,  insonderheit  aber  in  wirtt<bttuscrn  altontbalben 
guctes  aufmerken  beschehe,  da^s  daselbst  an  gebutenen  fast- 
nnd  abetiucnzUigen  niemandts,  er  scy  edl  oder  nncdl,  such 
waa  religion  er  ircr  (!)  eejre,  frcmbdcr  oder  inwohncr,  ohne 
habende  specialcrlaubnass  von  seiner  geistlichen  obrigkait  nit 
fleisch  genpcist  werde. 

8.  Kit  weniger  werdet  ir  förs  achte  dahin  gedacht  sein, 
das»,  weilen  die  Jahrmarkt  und  kirchtagcn  gcmainiglich  an  ge- 
botneo  sonn-  nnd  fciertagcn  angestellt  und  zu  morgen  unter  dem 
wehrenden  gottadienst  die  wahren  ausgelegt  und  verkauft  wer 
den,  dadurch  das  zuotaufende  volk  von  dem  gottesdienet  merk- 
lich abgehalten,  guetes  tbails  auch  derselben  zeit  in  Wirts- 
häusern mit  essen,  trinken,  spillcutheu  und  andern  ansimblichen 
Sachen  vcrzcren,  ihr  demnach  mit  statuier-  und  bcncnnuog 
ainer  gewissen  straff  darob  sein  sollet,  damit  unter  denen  an 
sonn-  und  feiertagen  bähenden  markt-  und  kirchtagen  nit  allain 
das  failhaben,  kaufen,  verkaufen  und  weinausschenken,  &t>ndem 
anrh  alle  andern  handlangen  und  fiirnRmbpn,  so  dem  gottes- 
dienst  entgegen  verhinderlicli  oder  schmelerlich  sein  oder  soneten 
unter  dergleichen  zeit  ergornnss  verursachen  möchten  vor  en- 
dung  solcher  gottesdienste  genzlichen  inhibiert  und  verboten 
werde. 

9.  Neben  disem  allen  und  Kum  neunten  wftllen  wir  euch 
anbevolhen  haben,  daas  ihr  bei  denen  handwcrksordnongen 
guetes  aufmerken  haben  und  bei  der  burgersehaft  dieses  ver 
fliegen  sollet,  damit  dergleichen  von  uns  bcstAtigtc  handwerks 
und  Zunftordnungen  mit  dem  gew<)nltcben  gottesdienst  und  auf- 
richtung  der  kirchenfahnen  widemmb  angestellt  werden,  damit 
sie  an  dem  fest  des  allerheüigsten  fronleichnamhs,  gott  bq  ehren 
und  ihnen  selbst  zu  wolstandt  wie  billich  erscheinen. 

10.  Im  übrigen  nnd  schliesslich  sollen  die  spilaler  nnd 
la7,aretou  in  guete  achtung  gezogen  werden,  damit  glciclifalU 
dieselben  in  gucten  stand  und  Ordnung  reduciert,  auch  aowol 
an  geistlichen  und  weltlichen  einkomben  auf-  nnd  zneneraben, 
die  armen  den  Stiftungen  gemäss  ihr  Unterhaltung  haben  und 
deren    einkomben   nit  in  ein  oder  ander  weg  unnittzlich  ange- 


I 
t 


80P 


wen^lt  oder  in  euer  »elbet  oder  der  bargerBchaft  nutzen  ver- 
wendt  würden.  Wie  nun  die  sachen  schon  bescliaflcn  aein  und 
sich  mit  der  zeit  verloften  haben  werden,  sollet  ihr  unserer  i.ü. 
R.  desselben  eins  und  des  andnrn  fUrdcHiub  berichten,  sinte- 
malen hierin  unser  gti.  und  ernstlicher  will  and  niainung  er- 
füllet wirdet.    Uräx  den  15.  Mai  IH28. 

An  alle  aUtdt  und  inJlrkt  im  hcrzogthura  Steuer  (sind  auf- 
gezählt). Ist  abgehört;  Herrn  von  [lerberslain,  Kanzler,  Dietrich- 
stain,  Düham,  Kugelmanii,  Jüchliuger,  Ztegelmüller,  Mayr. 


2445. 

Ferdinand  II.  an  den  Erxprifitcr  von  Tüffer:  Erinnerung  an 
den  Erlaß  vom  21.  Juli  1609,  beireffend  das  Konkuhinai  der 
GeisthcJtJteil.  Befehl,  neei  namentlich  ffcnannie  Pfarrer  von 
St.  Martin  und  St.  Giigen  eu  bcauf sichtigen  und  falls  sie  un- 
verbesserlich sind,  nach  den  kanonischen  Statuten  tnit  ihnen  r« 
verfahren.   Grat,  1028  Mai  16. 

(Kons,,  Staub. -Archiv  Gr«sO 

244G. 

Ferdinand  Tl.  an  die  lieligionsreformationskomniissfire  Karl  Kugel- 
tmtnu  und  den  Pfarrn-  ju  üailk^rshury :  Befehl,  die  in  der  Pfarre 
flalbtmrein  befindUciien  Utdtatholisehen  abzuschaffen.  Gras,  lil2S 

Mm  16. 

(KoDi.,  ebenda.) 

Auf  i*m  Wvff»  tolloo  aifl  koch  Mur«ck  Torn«timDn. 

2447. 

Da  man  mit  Itesondereni  Mißfallen  wahrnehme,  tca$  ungeachtet 
aller  früheren  Verordhungen  noch  für  ein  Unrat  in  diesem  iMnde 
an  unkathdiscJien  Kinuohnern,  vorab  in  den  Pfarren  Straden, 
KUch  und  Ilalhenrein  sich  befinde,  so  ergeht  der  landesfitrstUche 
Befehl  an  Willielm  von  Rathmannsdorf,  Elisabeth  von  liath- 
mannsdorf  WÜtce,  Freiin  ton  Stadt  Witwe  und  Hans  Christoph 
von  Mindorf,  den  beiden  vorgenannten  Kommissären  entgegen- 
zukommen und  die  unkathoiischen  Personen  nach  Radkersburg 
«u  Bitieren.    Gras,  W3S  Mai  16. 

(Edds.,  ebenda.) 


810 


2448. 


Jj^indesfürsilkher  Befehl  an  Gottfrieds  von  Stadt  hiuttH(u$en»f 
Frau  und  Erbe»  und  an  iVolf  von  StubaUterg:  Befehl,  da_ 
dem  anglich  bei  ihnen  gurÜekgHassenen  Gclde  Sttphan  WampU, 
gewesenen  Pflegers  hei  Stadl.  der  oltne  Zaidung  des  10.  Pfennig$ 
abgezogen  ist,  nichts  iveggeg^n  uerde.  Ürai,  1628  Mai  J6. 

2441». 

LandesfürstUrher  Befehl  an  die  Religionsreformationskommissäre 

in  Kärnten,  ein  Outachien  über  den  Nachlaß  des    10.  Pfennigs 

und  das  längere  Venceilen  der   Felisitas   Sämitsin    und    ihrer 

Kinder  in  Kärnten  abzugeben.    Gras,  1638  Mai  19. 

(Konz.,  ebend«-) 

Sie   (und   so   Auch  Jakob  Otto)  wird  mit  ihrem  Ansnefaea  am  87.  Juli 
abgewieien. 

2450. 

Landesfürstlicher  Befehl  an  die  von  Radkersburg  und  Mureek: 

der  an  sie  abgefertigten  Sp€j:inlk<mtmission  in  aUem  eu  gehorchen. 

Grax,  U3S  Mai  30. 

(Kou.,  flbutda.) 

2451. 

Ferdinand  IL  an  Karl  Grafen  von  Sanrnu:  bestätigt  den  Fmi 
der  Liste  der  Unkatholischen  in  Ligist:  Krönt  und  üchiltnik  den 
gerichtsgebräuchigen  Termin  rur  Einstdlung,  benchungsweise  tum 
Abzüge.    Graz,  1638  Mai  30. 

(Konx ,  ebeDda.} 

2452. 

Ferdinand  IL  an  die  Grafenauer,  an  Max  Ttanchenperger  und 
Georg  Julius  von  liottal:  Verbot,  ihre  Diener  2ur  Anhörung 
lutherischer  Posiillcn  eu  stellen.  Befehl,  sicJi  selbst  des  PostUlen- 
lesens  eu  enthalten  und  die  Dieticr  ungeJiindert  im  Gl<tuben  n 
lassen.  Graz,  1628  Mai  33. 
(Konx.,  ebenda.) 


811 


2453. 


Ferdimind  II.  an  die  Prälaten  von  ÄdtKotU,  R4>ttenmann, 
St.  Lamprecht  und  Seckau:  eine  f/enaue  Spezifikation  aller  in 
ihren   Gehielen    vorhandenen    Unkatltolischen    einjutfcben.     Groji, 

1628  Mai  33. 

(Kons.,  RbeniJa ) 

2454. 

LandesßrsUicftes  Mandat  an  alle  Laudesiti wohner,  Vasallen  und 
Untertanen:  Trots  aller  Maßnahmen  der  lUligionsrefonnations- 
kommission  sind  die  Zitierten  unter  venchicäenen  Ansfinehten 
nicht  erschienen.  Dies  ^ti  verhüte»,  luiben  teir  der  Lhikathoiischen 
Tauf-  und  Zunamen  in  einer  Liste  beschrieben.  Die  liesclirie- 
betien  hüben  aich  bintien  14  Tagen  vor  die  licffitrung  r«  stellen, 
die  Grumlührigkeitcn  haben  sie  vorzuftüireti.  Auch  die  in  den 
Listm  nicfii  Verxeichneten  sind  dem  Pfarrer  amuffeben^  die  «ns 
eine  Spezifikation  eingdien;  uukatholische  Pfleger,  Präzeptoren, 
Schaffer,  Hof-  und  Hausmeister  sollen  hinfüro  nickt  mehr  ge- 
gttldet  werden.    H;2!^  Mai  22. 

(OHcliricbvnes  Mandat,  Sin titi. -Archiv  Gras.) 

2455. 

Ferdinand  II.  an  den  Pfarrer  stt  Trofayaeh:  bestätigt  den 
Empfang  seines  Berichtes  über  den  der  Religion  wegen  erfolgenden 
Abzug  der  Witwe  nach  Stephan  Rauchcnbergt^,  in  welchem  er 
um  die  Ahfaräerting  des  JO.  Pfennigs  von  ihr  nachsueltt.    Grat, 

1628  Mai  2i. 

(Kons  .  Slntth.-ArchiT  Gras.   Gen.  Kop.) 


2466. 

Ferdinand  II.  an  die  IidigionsrefomuUionsh»nmi»siire  in  Kärnten: 
verlangt  Bericfd,  ob  die  Bambergischen  Offistere  und  Veamten 
von  den  Unkotholischen  den  10.  Pfennig  wirklich  oder  wur  eum 
Scheine  eingenommen.  Für  den  ersten  Fall  ist  eine  Speziftkation 
der  Ausgewiesenen  su  übersenden,  für  deti  anderen  Fall  sollen 
die  Kommissäre  eine  Spesifihaiion  der  Offsiere  einsenden.  Gras, 

U'>2H  Mai  25. 

(Koßx.,  «bBnda.) 


81S 


2457. 


Tiüchof  I^ötihard 


t  Lai-ant  und  die  anderen  Reformat 
kojnniisstire  an  den  Eriprkster  m  Viüach:  Befehl,  jene  J' 
tu  »entte»,  die  dem  früheren  licfehl,  »ich  mit  Beicht  und  Kom- 
munion eitiMusiellcn,  nicht  nudigekhl  haben.  ScJiarfe  Ermahnungen 
von  der  Kan^d  müssen  erfolgen.   Klagenfurt,  1628  Mai  27, 

(Kop-,  ArnoI(i«t«iii«r  Akt*»  ) 


2458. 


Landesfürsilicher  Befehl  an  die  Beiipionsreformatiou.'ikommission 
Bericht  über  die  Klage  des  Pfarrers  von  Feistritz  tragen  der  w 
der   Herrschaß  Pairrtiion    rorArtiHtmiiirf*'»»   Unordnungen   su   er- 
statten,   1628  Juni  3. 

(Konic.  n.  Orip  ,  8utth.-Archir  Gru.) 


i 


2459. 

Landesfürstlicher  Befehl  an  dieBdigiousreformationskommissiire  in 

Krain:  ein   Gutadiien  eimusendeti,   üb  Maria  Griischcrin  und 

Fdisilas,  Eftewirtin  des  Georg  Delanz,  im  Lande  £u  lassen  seien. 

Grat,  1628  Juni  3. 

(Kom.,  ebeniU.) 

2460. 

Ferdinand  JL  an  Ferdinand  von  Kienburg;  Da  er  in  Erfahrung 
gchracUi,  daß  sich  etliche  zur  Herrschaft  Wolkensldn  gehörige 
Untertanen  durch  den  im  hiesigen  Bathause  in  Verhaft  liegenden 
Prädikantcn  liommunisicrcn  ließen,  habe  er  als  Kommissär  diese 
Personen  ru  zitieren  und  su  beschreiben.     Qrae,   1628  J'uni  7. 

[KoDX,  «bend«.) 


KtMiburg  b<^ric)jtet  (O.  D.),  keiner  dieier  Lont«  geliBr«  nicli  Wolku 
•tein,  aoiidern  \i\  fremde  Ilerrscbaftca. 


2461. 


Ferdinand  II.  an  die  ju  Fürstenfeld:  auf  ihre  Anfrage  tcegen 
ihres  Verhaltens  gegen  ftUche  Fudianische  der  unkathidisehen 
Bdigion   tcegen  ausgeschaffte  Untertanen,  die  sich    unterstehen. 


4 


813 

alles  Vieh  zusammenzukanfcu,  befehle  er,  nach  den  Mandaten  sit 

verfahren.    Qrcu,  1628  Juni  19. 

(Kons,,  ob«iida.} 

2462. 

Ferdinand  II.  an  Friedrich  und  Georg  Sej/fried  Gabelkocer:  auf 

ihre  in  causa  religionis  eingeg^ene   Futschuldiyuttg  befehle  w, 

ihre  Privilegien  vorxulegen.    Grae,  162S  Juni  23. 

(K»Ds.,  ebeiids] 

2463. 

Ferdinand  11.   nn   den  Er^riester   Georg   Renner:  wegen  Ex- 

hunmtinn    etlicher    in    der    Pfarrkirdte   eu    Si.   Margareten   in 

Silberhifrg  tifffcndtti  nnhtthtilinchrn  Kvriifr,     Die  von  SiUierherg 

Süllen  die  Körper  iransft^eren.    1628  Juni  27. 

(Koni-,  ebenda.) 


2464. 

Antiige  eines  xu  Marburg  tmhrend  einer  Messe  in  der  Sehlofi- 
Papelle  verübten  Frevels  eines  FrcUierrn.    1(128  Juli  5. 

(St,  L.-A.,  Lautlre<;bt  Marburg  u   Orig-,  Blatt h,- Archiv  Oraa.    a«m.  Kop.) 

Oifier  tagen  bat  es  aicli  zu  Mulirburg  suegetragen,  als 
man  in  ainer  seh (ossca pellen  ein  niOss  gehalten,  dabey  sich  Iiocli- 
und  ntdcrn  standts  pornonen  befunden  und  der  priesler  gleteb 
das  hocbwUrdige  sacrament  aufgehöbt,  lauft  ain  fllrnemer  frey- 
btrr  Iiinoin  in  dit;  rH^K^llun,  la^tit  groKse  windt  anlvo  honore 
geheik  and  springt  mit  ain  gelttehter  widerumb  liinaus  in  saal. 
Ob  nun  diae  grüssc  unubr,  ao  dem  hoebwürdigen  sacrainent 
des  alturs,  durch  welches  Verehrung  das  hochlübl.  haus  von 
Oäterreicb  besonderhar  von  gott  gc&egnet  und  erbübt  worden, 
widerfabreii,  nit  zn  bestrafen,  wird  diu  von  gott  gesetzte  buche 
ubrigkait  der  sachon,  <1ie  auf  den  notfahl  erwiscn  werden  kann, 
nachzugedenkeri  und  rechts  zu  thaen  wiesen.  Den  5.  JttlH 
aniio   lü2ä. 

Auf  dicM!  AnasigD  liin  arlaßt  dis  R«f;i<>ruug  au  den  innerCiterretcbiscIiea 
IlofkriegiraUpräiMeiit«»  nnA  LandfliTfrwaU-r  G«orit  Gallir  tn  ftehwAnb^g 
am  »   August  d«iJ  befolil  (Kuuc,  Sutth.  Arubiv  tiraa),  ,ULct  tliesct  gotLcs- 


814 


Uftariicfa«  fwtxm  «ifrig  sa  iitqairi«r«ii  aad  d«a  jun^vn  B«n«nknit,  der 
4ab«i  g^wcMo  Min  ttll,  Alter  aJl«  Unutinde  n  rerbArrn'.  Am  S4,  AofViC 
befiehlt  Ferdinand  II.  deaeo  voa  Slarbnrg;  nnd  dem  Pfarrer,  eine  neocrlieka 
genaue  üstenscbang  det  goUeiUsterUcbea  Kaktuma.  Am  31.  Aog-sii  H>aMat 
der  Pfarrer,  daß  lieb  in  keinei»  äcliloß  ein«  Kapelle  befindet,  in  der  Hmm 
geleacn  wird,  aU  b«i  Hmcnkrafl  in  Lembadi,  ob  dort  elwaa  Un£«bÖbrliebM 
▼orgtfallen,  wi«M  ec  ntebt. 

2465. 

Ferdinand  JI.  an  Wolf  Harr n  von  Stubenhery:  Beffid,  den  Cnitr- 
ianen,   die  sich  cur  kaUiolisch^n  Ji^igion  nitht  h^uemen,   ei 
Mauat  Frist  tum  Verkaufe   ihrer  Güter  und  jram  Abtrage  ik$ 
10.  Pfennigs  su  gtfben.    1628  Jtdi  21. 

(Kons..  Staub. 'Archiv  Grar.) 

Dabei  liagt  ein  Blatt,  daß  dem  Kadkervbarger  Stadtpfarrcr  »■fg^tnge« 
werde,  all«  ankathoLiacben  Peraoaeo,  »  bei  der  J&ngateii  Komsiiaaion  nichl 
«rtchienon  itnil,  nochmalt  ailiart  und  gegen  ■!«  aacli  den  Gencralieo  vw 
ft^ogea  werde.  Deigleicben  an  den  Stadtpfarrer  «ine  AbKhrift  dea  W 
der  jttnfrten  Synode  an  den  BUchof  von  Seckan  und  den  ErEpriener  la.J 
Steior  abfcigaugeoeu  Uekretea  an  lendeo. 

2466. 

Generalmandal  Ferdinands  JI.,  in  ivclchem  die  Au8t9nmmg' 
protestantischett  Herren-  und  Kittersiandes  ans  Steiermark ^ 
und  Krain  verfugt  wird.    TI'ict?,  1620  August  1. 

(Von  dem  General mandatn  finden  »c)i  Exriuplare  in  den  Arehiveo  Wieoa, 
im  Uraser  I^udrs-  und  gtattbalteretaruhivn  uaw.  Ria  Exemplar  ist  im  Be- 
aitK«  dea  tleraungnlieTa ;  ilbrr  ein  anderes  aielie  Bcbmidt  in  2S.  Jahrg.  d«a 
Jabfb.  fdr  Gncli.  des  Piulealantisuius  iu  Osterreicb.  Dwrt  fiitdet  atcb  aocb 
«in  genauer  Abdrack.) 

Wir  Ferdinand  .  .  .  entbieten  alten  and  jeden  nnsem  land- 
lealben  Tom  Lerm-  nnd  rittentand  in  .  .  .  Stey^r,  Kärndtea  and 
Crain  .  .  .  Euch  ist  sambt  nnd  sonders,  wie  anch  sonst  m&nnig- 
lieh  zu  benUgen  bewust,  ob  wir  wol  ron  aotretnng  unserer  L  f. 
regierang  selhi<rer  unserer  i.-O.  crbfUrstenthumben  nnd  landen 
ans  ans  sonderen  za  dem  heyl.  allein  seeligmacb enden  rdm. 
catholischen  glauben  habenden  schuldigen  christlichen  eyfier 
kraft  tragenden  I.  f.  gewalts  and  von  gott  empfangenen  olnig- 
keittichen  ambts  nichts  mehrers  angelegen  seyo  lassen  als  denen 
in  selbigen  unsem  i.-ü.  erblanden  eingeschlicbnen  und  allzuweit 
liberhaudt  genoinranen    schüdUchen   glaubens   Uneinigkeit  und 


4 


815 


spattmigen  zu  remedieni,  aucli  nlle  tinB  von  der  gOttliclieD  all* 
iiiaclit  uiiittL>rgclj«n  unti  anvertraute  unilurtlmnen  nach  unserer 
müglichkeit  von  dou  irrtlmmb  ab-  und  nof  den  weg  der  Selig- 
keit 7.U  laiten;  inrnassen  wir  diiiiii  zu  dem  ende  die  ausschalTting 
der  scctischen  praodicanien  und  baldt  darauf  nnder  denen  Dobl- 
lltiertcn  peräoneti.  wie  auch  in  den  städten  und  markten,  sanibt 
der  baursuhaft  auf  diüu  land  ilic  hc^'lsauibo  glaubunsfeformation 
fnrgenommen,  foigends  nach  und  noch  oUerhaud  hailsanibe  ge- 
neral-  und  K)iic(Tinliri't7i/^i;a,  daas  niemand  auf  uncatholieche 
ocrtcr  zur  vcrmaytitcii  hoiclit  und  conimunton,  kindiM'  taufen 
oder  ehelichen  copulationcn  sich  begeben,  item  unserer  land- 
leut  und  anderer  iwraoncn  verwaiKtc  kinder  und  pupillen  mit 
eatholischcn  gcrhnben  versehen  und  die  jagendt  nit  an  uuca- 
tholiscbe  ort  uder  aniversiteten  verschickt  werden  sollen,  aus- 
gehen und  pahlieirii,  ja  noch  zum  UbcrfluäB  allererst  neulich 
solehe  gfneralia  wideruinbeii  veriieuern  und  etwas  schHrpfen 
lassen,  dass  wir  düch  bis  anhero  ans  aller  milde,  sanft-  und 
langmulhlgkcit  gegen  anscrn  uncatholischcn  landleutben  des 
herrn-  und  rilterätandts  gebraucht  und  mit  der  angedcaten  re- 
forniation  gegen  ihnen  zu  verfahren  goitildigklieh  unterlassen 
haben,  alles  in  hoffnung,  sie  wurden  ans  solchem  allem  unser 
woluieynende  inteiition  mehrers  apprehendiern,  irem  ewignen  (»ie) 
hcyl  alles  angelegnen  tieisses  eyferig  nachgedencken  und  in  ihrer 
ahralten  gottseeligeu  voreltcru  und  vorfahren  ve$tigia  endlich 
eiutretten,  damit  aluo  in  unaern  i.-o.  erblanden  die  einig-  und 
einträchtigkeit  des  glaubens  und  der  genitUher  wider  eingeführt 
und  allerseits  ein  besseres  vertrauen  gepflantzt  und  erhalten 
werden  möchte.  Nun  haben  wir  zwar  mit  sonderbarem  trost 
venueikt  und  wargenomucn,  dass  dise  unser  zur  befUrdening 
der  ehr  gottcs  und  ihnen  unsern  landleuthcn  zu  nutz,  lieyl 
auch  seit-  und  ewiger  wolfahrt  genieynte  christliche  gute  iuten- 
tiou  «it  allerdings  fehlgeschlagen,  sondern  ein  guter  theyl  der- 
selben ihren  irrthunib  verlo^isen  utid  sich  £u  dem  uhralten  ca- 
tliolischen  und  apostolischen  glauben  bekehrt  haben.  Wann 
nun  aber  ein  anxnhl  noch  Übrig  seyn,  bei  welchen  diese  unsere 
inen  gnttdigklich  zum  besten  gemcyntc  sorgÜiltigkeit  auch  die 
ZQgelassnc  lange  zeit,  totcrantz  und  coniiiventz  untzbero  noch 
nicht  so  weit  gefruchtet,  dass  sie  denen  andern  bokehi'ten  nach- 
gefolgt und  die  wahre  catholische  kirchun  einhelligkUch  erkennt 
und  sich  zu  derselben  begeben  betten,  und  uds  aber  nicht  allein, 


816 


wi«  gemeldt,  von  tntgendeii  l.  f.  ambte  und  Schuldigkeit, 
zumalcn  gvwisscns  wegen,  nmh  nnsArer  underthanen  heji  and 
Boeleii  Eiligkeit  willen,  darumben  wir  derraaln  eins  dem  all- 
miichtigon  gott  rccheiiarhaft  zu  «feiten  uns  scliuldig  zu  &eya 
erkennen  und  wissen,  zustellet,  gebQhrt  und  obligt,  aas  aiuern 
anvertrauten  erblanden  alle  glflubensirrtlmmb  ohne  underscbey<lt 
der  pei'sonen  abzuschaffen  und  eiit^fe^^en  in  denen  selben  die 
ubralte,  nllain  seligmaebende  catholischc  kirchen  nach  mUg^lich- 
keit  zu  befUrdeni,  soudorn  wir  ftirnerablichen  auch  und  zuvor- 
derist  aus  gn""*  und  vllterlicher  lieb  und  hcrtzcn,  so  wir  jeder- 
zeit insonderheit  zu  di»en  landen,  darinnen  wir  durch  die  gnaden 
gottcä  gcbohrcn  und  die  roaistc  zeit  unsors  lebens  zugebracht, 
nieht  gern  sehen  wollen,  dasa  diejenige  adeliche  geschlechter, 
welche  sich  sowol  von  uhralten  zeiten  hero  umb  unser  löbliche 
vorführen  und  das  vaterlandt  mit  so  vicIfUltigor  rühmlicher  anf- 
und  darsetzung  leiW,  guts  und  bluts  auch  allerhandt  andern 
anselienlichcn,  ritterlichen  und  tugondlichen  thaten  und  ver- 
haltnus  dermassen  stattlich  verdient  gemacht,  als  auch  bevorab 
in  disen  letzten  in  dem  maiätcn  tlieyl  der  andern  unserer  kSnig- 
reich  und  landen  cntstaiidonen  rebellionen  und  vertlbten  unge- 
horäamb  (so  vil  uns  bewust)  jederzeit  in  irer  anerbten  trau 
and  aufrieb tigk ei t  gegen  uns  bcständigklich  verharret,  in  und 
nach  nnsern  lebzeiten  in  disen  mangelhaften  genthrlichen  standi 
zu  Verlust  ihres  thcur-  und  wcithatcn  kletnodts  der  sccion  selig 
keit  bindet'  uns  sotten  verlassen  worden,  sondern  ihnen  bÜlirli 
viel  mehrers  neben  besagtem  ihrem  zeitlichen  lob  und  rühm 
in  diser  zugleich  auch  in  jener  weit  die  ewige  giUtliche  be- 
lohnnng  and  ergUtzlichkeit  vor  allen  dingen  gnlldigist  wol 
gönnen  miichten:  so  scyn  wir  aus  diesen  und  andern  mehr- 
ftlltigen  hoch  beweglichen  inotiven  gantz  billich  verursacht  wor- 
dcD,  auch  sie,  unsere  uncatholiscbo  landleuth  des  herrn-  und 
ritterstands,  uaniis-  und  weibsperaonen,  welche  sich  noch  in 
dem  angedeuten  irrthuuib  des  glaubens  befinden,  kraft  dises 
onscrs  besonderlich  auf  sie  gerichten  patents  oder  general- 
niandulH  unserer  noch  vor  guter  zeit  augesteilt-  und  publicirten 
rtligionsreformation  gleiclifalts  zu  unterwerfen,  inmasüen  wir 
sie  dann  hiomit  sanimt  und  sondurü  solcher  religio nsreformation 
gSntzItch  unterworfen  and  sie  demnach  allersoudera  gnlldigist 
und  beweglicliister  wulmeynuiig  ermahnt  haben  wollen,  weilen 
wir  einmal   dem  gautzeu  vatcrlaudt  und  furnemblicheii  diesen 


817 


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adclichcn  gesell I echtem  wegen  der  lÜmibn  ihren  ansehcalichcn 
veniicnst  kein  hiJhers,  aadi  nulKlinli-  iinil  heylsamors  denk- 
seichen nn<l  gezcngnass  der  vermeldteu  unserer  ea  ihnen 
tiagondon  vätorhchcn  tränen  lieb  und  dankmüthigkeit  au  ver- 
schaffen and  zu  hindorlassen  wissen  als  eben  discn  wahren  wog, 
weiss  lind  BJcherheil  zu  ihrer  seelen  Iiejl  und  seeUgkeit,  und 
wir  dahero  auch  nichts  mehrers  und  lieber»  sehen  und  wünschen 
Mrolten,  aU  das»  gleieli  wie  ihre  Torolteri]  sich  in  selbigen  nnscrn 
i.-ü.  erhrürstcntumben  und  landen  B4>  laii{;;o  zeit,  ehe  und  zuv<ii- 
diß  irrlhumlier  eingerissen,  in  einigkeit  der  cathoHschon  rehgion 
in  trefflichem  guten  aufnemen  befunden,  also  nicht  weniger  uie 
au  aller  ihrer  besseren  zeitUcb-  und  ewigen  wolfahrt  hinfliro 
in  gleichmflsstger  cinigkeil  der  religion  crlialtcu  werden  und 
im  tandt  verbleiben  möchten,  dass  derhalbon  ein  jedweder 
sich  innerhalb  einer  Jahresfrist,  so  wir  ihnen  von  heut 
dato  an  zu  einem  gnugt^ainlien  geraumben  and  {lereoiptorisrhon 
termin  angesetzt,  mit  eyferigein  hcrtzr.ii  and  begicrlichkcit  des 
gemuths  zu  solchuni  seinem  beyl,  nutz  und  frommen 
hoqucmbc  und  in  den  hevl.  allein  sceligmachcnden  catho- 
lisclien  glauben  mit  uns  and  der  allgemainen  christtieiien  apo- 
stolischen rümiaclmn  kirchen  sich  vergleiche,  auch  derentwegen 
bey  unscrni  ohitimb  und  fllrstcn,  aueh  gehaimben  rath,  cainmrcrn 
und  als  vollmiirhligen  Statthalter  selbiger  unserer  i.-o.  erbfUrsten- 
tutnb  und  landen,  des  hcrtzogon  za  Cromaw  und  fUratcn  zu 
Eggenberg  L.  und  in  derselben  abwesenheit  boy  nnsern  zu 
(jiraz  hintcrlnsscnen  gchaimboii  rüthcn  anuicldo  und  erkläre^ 
daan  im  widrigen  und  da  sich  jemand  in  solchem  angesetzt 
und  benennten  jahreBtennin  wider  unser  gnildigistos  vursohcn 
mit  uns  in  dem  heyl.  cathohschcn  glauben  nit  vergleichen 
würde,  seynd  wir  gäntzlicli  entschlossen,  wollen  uns  aiieb  hter^ 
über  mit  und  in  kraft  dieses  unsers  kayser-  und  Inndtanirst- 
liehen  Patents  endlich  erklilrt  haben,  dass  sodann  keinem 
eintzigen  in  mohrer  meldten  unscrn  i.-ü.  erbfürsten- 
thurabcn  und  landen  länger  zu  wohnen  und  seine  gUter 
persönlich  zu  besitzen,  nit  verstattet  und  zagetassen, 
sondern  derselbe  viUmneldte  unsere  i.-Ö.,  wie  Kumalon  auch  alle 
andere  unsere  kOnigreich,  fUrstenthumb  und  iHnder  giintzlich 
KU  rJiumen  und  seine  habende  aigenthumbllebc  guter  vorhero 
um  einen  gebubrlicbon  werth  zu  verkaufen;  da  er  auch  ge- 
dachte »eine   gtttcr  in   solcher  zeit  nit  versilbern  kündte,  der- 

F«Dl«t.   II.  Ml.  M.  bJ  AS 


818 


selben  alienAlion,  nach  vcrfliessung  dises  von  heut  dato  an 
Uufcndcn  jahra  noch  aaf  sechs  monat  lang  seinen  im  land 
lilctbendcn  befrcaiuUen  oder  andern  caUiolisclien  landts  in- 
wolnern  seines  gt^fallens  anzuvt-rtraucn  und  zu  hindcrlassen 
schuldig  sein  solle,  also  und  der  gestalt,  dass  wann  solche 
seine  aigcntlmrabliclie  gUttT  aut'b  in  aolbiiien  sechs  monat  oder 
li-tlbcu  jahrstciTaln  nach  scincui  abzug  darcli  disc  seine  im 
land  bleibende  befroandte  oder  andere  cathulischc  landts 
iiiwohncr  nicht  wurden  verkauft  scyn.  sodaun  die  vcrkaufung 
derselbigen  gUlcr  durch  unsere  nachgesetzte  obrigkcitcn  «r 
officio  solle  verordnet  worden.  Hierunter  aber  die  fidci- 
comissgUtor  keineswegs  zu  verwenden  oder  zu  ver- 
kaufen zugelassen  wirdt,  sondern  mahnen  und  bcfelchcn  gn8- 
digklich,  das3  dieselben  in  ihrem  cstfc  vcrMeibeu  und  denen 
ausser  landts  ziehenden  uucatholischeu  landleuthen  gleichwol  fl 
dnr  usita  fructus  davon  oi-folgcn  solle.  Und  ob  wir  wol 
awar  auf  solchen  nit  verhoflenden  fall,  da  ncniblich  ain  oder 
der  ander  sich  des  beneßcii  eTnigrationis  betragen  weite,  wol  fl 
befugt  wcren,  die  nachstcuor  oder  zchcndcu  pfenning 
von  seinen  hnab  ucul  gUtern  einfordern  zu  lassen,  so 
haben  wir  doch  gnädigklich  in  coDsideratiou  gezogen, 
dasB  selbige  unscjc  i.ü.  erblande  und  derselben  rait- 
gliedcr  sich  bis  an  her  o,  wie  ob  vorm  cid  t,  gegen  uns 
nnd  unscrra  löblichen  haus  Osterreich  getreu  und  ge- 
wührtig  erzcygt,  auch  (dass  wir  wissen  kondten)  nie- 
mahlen  nichts  wider  wUrtiges  wider  uns  oder  ge- 
dachtes unser  lübliclics  baus  attenticrt  haben,  dannen- 
hero  wir  dann  zu  noch  weiterer  billiebcr  crkaudtnass 
solcher  ihrer  uns  erwisner  beständigen  fidelitet  nnd 
aus  sondern  gnaden  uns  ferner  gonftdigklich  dahin 
crkittrt  haben  wollen,  dnss  sie,  unsere  uncatholische 
landleuth,  nit  allein  gedachten  ihren  abzug  oder  emi- 
gralion  ohne  raicliung  der  angedeatcn  nachstour  oder 
zchendeu  pfennings  ungehindert  fUrnemmen  and  fort- 
setzen, sondern  auch  zu  ein  langung  ihrer  etwa  im 
landt  habenden  schul  dt forderung  wie  auch  adniini- 
strirung  der  fidcicommissgüter  und  prosequiruug  ihrer 
bey  denen  gcrichtsstcllcn  schwebenden  rcchttiohon  pro^ 
ceseen  vorangedeute  ihre  etwa  im  landt  verbleibende 
befrcundtc    oder    andere    catholigche    porsohaen    ver- 


I 


I 


8tfl 


ordnen  and  bestellen  mOgcn.  Wie  wir  dann  bierundtcr 
gehöriger  orthon  geiuilascn  vürHlgunf;  zu  tliun  gcnttiliglich  nit 
vcrmAHgelt  Imbeo,  damit  zu  abkürtzang  der  beschwürlicbon 
langen  jirocess  ihnen  zur  urhingung  solcher  ihrer  schaldon  und 
expedirang  ihrer  anilerwoitigen  rcchtshattdlungcii  aetive  und 
passive  gchlainig  und  summarie  recht  citheyll  werden  aolle. 
Urah  willeu  aber  wir  aueh  una  der  vcrwaiatcn  impilleii,  als 
wolcn  auch  der  kii-chen  und  gottshäiiscr  nnzunemmcn  unil 
derselben  intloninitct  nach  mügtichkeit  zu  botraclitcn  vor  gott 
schuldig  öpyii  tun!  wir  dann  diso  gewisHC  iiaclirichtung  unil 
wisscDäcliaft  haben,  dass  vtl  der  ancBthoÜBchen  Undtleuth  mit 
gerhabscbaftun  verfniigen  and  leyU  ancli  mit  geistlii.^hcn  vog 
teiun  und  lohcnschaften  begabt  seyn,  danncnhcro  sie  auch  die 
Btifi-  und  andere  kirchenbrief  wie  auch  tlwa,  wüs  von  geistlichen 
ciiikoniinen,  bey  banden  haben  möchten,  dioaem  nach  bo  wollen 
wir  hicmit  ferner  sfatuirt  und  befotden  haben,  dasa  nit  allein 
einiger  seino  papiltcn  (darundtcr  wir  in  speeie  auch  alle  die- 
jenigen min dcrjttlir igen,  deren  väter  gestorben,  obschon  die 
mUtter  noch  bey  leben  seyn,  vorstanden  haben  wollen)  mit 
ausser  laudts  /.u  fuhren  sich  undtcretcheti  solle,  sondern  auch 
diejenige  uncAtholiscIic  landtlcuth,  so  mit  gerhalischaft  oder 
andern  ämptern  versehen,  dieselben  idsbaldt  resignircn  und 
aufgeben,  wie  auch  noch  vor  ihrem  abzug  ilirc  obligondo  rait- 
tungen  also  gewiss  gehöriger  ortheu  einbringen,  justiäcieren 
lassen  und  den  ausslilndigeu  rcst  wircklioh  bezahlen,  nit  wcuigcr 
auch  die  etwa  unter  banden  habende  aÜH  oder  andere  kirchcn- 
brief  nnd  cinkommen  von  sich  geben,  als  wir  sonstcn  f\)r  uns 
und  vermittels  unserer  nachgesetzten  obrigkeitcn  andere  mittel 
fUr  und  an  die  liandt  zu  ncmmcn  und  wol  auch  so  gar  ihre 
guter  sequeetriern  zu  lassen  verursacht  werden.  Sodann  aber 
wollen  wir  auch  hiemit  und  in  kraft  dieses  unsers  offenen 
mandats  weiter  und  insonderheit  gemessen  verordnet,  gesetzt 
und  befohlen  haben,  dags  aHe  diejenige  mann-  und  Weibsper- 
sonen, sie  seyen  herm,  ritter  nnd  andere  adetich  oder  unade- 
liehen  geschlecbts,  standts  oder  wesens,  welche  aus  disen  unsern 
i.-Ö.  ftlritenthumbcn  und  landen  nach  denen  ihnen  fürgosetztcn 
terminen  wegen  ihrer  unverhofften  halsBtürrigkeit  in  ihrem  irr- 
thumb  des  glaubens  und  vermüg  der  angeordneten  religions- 
reformation,  bis  dato  ihren  ahxng  genommen  oder  ins  kltnftig 
werden  nemmen  müssen,  zugleich  auch  in  allen  andern  unsern 

68» 


820 


königreichcn,  rUrstcntbumbon  tiod  lunden,  so  lang  sie  ) 
der  lioyligcD  catholischco  rcli^'on  nit  bekcDnen.  kein  nndter 
kommen  oder  verLIeiWn  niclit  h«ben,  weniger  ilinen  nllila  zu 
Imiullüii  und  zu  wandten  gestattet  werden,  desgleichen  ihnen 
alles  ab-  and  zuraisen  in  selbigen  unsern  königreichen«  fllrsten- 
thamben  und  landen  ausser  unserer  oder  tmacrer  nacb gesetzten 
oberkcitcn  besondern  schriftlichen  bewiüigung  und  erlaubnuss 
ßtlntzlicb  etngestollt  und  verboten  aejm  solle.  Zudeme  so 
wollen  wir  auch  alle  und  jede  solebc  des  nneatbolischcii 
glauben»  halber  alt-  und  aus  dem  landt  ziehende  personen 
ernstlieb  gow&rnct  haben,  das»  sie  sich  sowol  in  verkaofung 
ihrer  gttter  als  in  allen  andern  unsern  bierob  verstandenen 
auQageti  uud  Verordnungen  aller  bclrUglichen  collusiuncn  und 
ungebührlichen  falächcn  schcinbandlungcn,  es  se^  aaf  was  weis 
oder  weg  dfts  bcschchen  möge,  dcmiassen  gewiss  enthalten,  als 
sonsten  und  in  widrigen  gegen  di^nenjcnigen,  so  sich  disfalU 
vergreifen  wurden,  mit  scltarpfer  gant«  unvcrschonter  beatrafunt; 
verfahren  werden  solle.  Gebieten  deninach  obgedachteo  luiserm 
vollmAchtigen  Statthalter  des  hertzogeii  zu  Croraaw  und  fUraten 
zu  Eggcnberg  L.  und  in  derselben  abwesenlieit  unsern  zu 
GrKt»  hindcrlassneu  geh&imeu  rflthen,  das  D.  L.  und  ihr  ob 
diseni  unserm  patent  und  gcneralmandat  in  allem  und  jedem 
desselben  iiihalt  und  begriff  von  unsertwegen  hifstiiudig  uod 
fcstigklich  halten,  sonderlich  aber  ob  demselben  allerseits  der 
gebtibrende  gehorsamb  und  voUzug  gclaisict  werde,  Bcissig  auf- 
sieht anstellen  und  liaben,  und  wofern  von  einem  oder  mehr 
wider  vcrhottcn  and  unser  gnädig  versehen  bicrwider  gchandtet 
wordo,  daaselbigc  be^  dem  wenigsten  nit  aa  sehen  oder  ge- 
statten, sondern  wider  den  oder  dieselben  wie  auch  ihre  gfltor 
nach  laut  der  hierein  begriffenen  Verordnungen  wUrcklich  ver- 
fahren und  cxquiern.  Darnach  sich  nun  ein  jeder  xa  richten 
und  sein  selbst  eifrne  wolfahrt  auf  onsore  so  getreue  väterliche 
vermahnung  in  aclit  zu  uemmen  wisBcn,  auch  solches  zu  thon 
unsere  verhoffens  am  so  viel  weniger  anderhiasen  wtlrdet, 
weilen  wir  ihren  umb  ihres  bessern  bcdachts  willen  gleichwol 
ain  eo  gcraumben  termiu  gnHdigklich  zulassen,  wie  zumalco 
inen  zu  ihrer  nothwendigen  Information  in  glaubcnsartickel  die 
gn(e  gelegenheitcn  bey  denen  hin  und  wider  im  landt  mit  geist- 
hcben  personen  und  catholisehen  scelsoi^r  besetzten  gotts- 
hHaser  und  kircben  nielit  vormanglen  werden.  An  deme 


I 
I 


821 


wirdet  unser  g^nildigater  auch  endlicher  nnwandelbabrer  willen 
und  matnnng  Tollzngen  und  erstattet.  Cjehcn  in  nneer  statt 
Wien  den  ersten  Auy^osti  aimo  eintansentscchsliundertat-Iitund- 
zwantzig,  unserer  reiche  des  römischen  im  ncundtcn»  des  un- 
garischen im  atll'len  und  des  bühaimhischen  im  EWÜllten. 

Perdiimnd  m.  p.  (Siegel),  Ad  raandatiim  sacrae  cnesa- 

i'cac  Dinjcstatis  proprium 

Jo.  Bapt.  Fhr.  v.  Verdenbcrg  m.  p.  Caspar  Frey  m.  p. 

2467. 

LanJesfürstiicJifr  Befehl  an  den  Landeshauplmann  vm  Kumten: 

die   Bitte  Sirfmund   Zdiciners  der  Gebfütr  luieh  tu  behandeln. 

Gras,  1028  August  3. 

(Ktms.,  SlAtlh.-Arcliiv  Urxs.   Ocn.  Ko|)-) 

Z«b«iner  bittet,  d«ß  Atn\  H«imi  Knding,  dar  lein  Selioldner  ist  und 
eicli  der  Kelt^ion  wegaiu  außer  Land  b<^t>en  will,  seiBA  QUter  verarrcstierL 
vrerden,  bia  er  befriudigt  aei. 

2468. 

Einige  aus  Kärnten  abgeschaffte  ünkathdliseiie  lassen  axcH  in 
SchUtdming  nieder.  Befehl  an  die  ro»  Schladming  (und  an  Fer- 
dinand  von   Kienhurg),    eilte    Untersuchung   einzuleiten.      1628 

August  3. 

(Stftlth.- Archiv  Uru.) 

2469. 

Ferdinand II.  an  dieJleligioiisreformeUioHskommission  in  Kärnfen: 

,Wastnasseti  E.  E.  L.  in  Kärnten  eingekmnmeti',  daß  die  der  A.  C. 

eugetanen  Landteute  im  Lande  bleiben  dürfen.    Befehl,  hierüber 

Mu  berichten.    162S  August  7. 

(KonB.,  ebenda.) 

2470. 

Ff!rdinai\d  II.  an  den  Vericalter  der  Burg  Marhurg  «ml  den 
Stadirichter  ihiselhsl:  Bericht  cu  cmtatten,  ob  .<iich  ein  Schnridir 
in    Marburg    aufhalle,    der    einen    Priidikanien    abgebe.      1G28 

August  7. 
(Ebenda.) 


d22 


Er  BvH  «in  Sdile*ier  »«iii.  eine  Traljc  SillHirffcscli meide  und  ein« 
Tmbe  a«kti>c1ie  UUither  buUxeu.  SulcLe  Leute  »vieii  uiclit  zu  dulilrn  Et 
ilt  PUiznzUbeü  uod  ist  ilmi  Silbergeachiueld«  uud  TruUa  «biuuebiaffu.  Di« 
DenunzJAlion  ist  in  d«ne)k>en  r-ierlichen  f«iueiJ  Sglirifl  gesckrieben,  ia  welcher  ^M 
die  üeficbicbte  »ori  drr  Vernr^hrung  dei  Altan«aakr«ni*'Dt»t  peachritben  wir  ^" 
Wio  dnmnls,  so  stallte  sit.-b  jptst  ditN  Gknin  als  J.Qffv  licrauji,  bestimmt,  wid» 
die  UiikalliuliBclien  Aofetiregco.  Die  Sache  war  diircb  FiU-alor  Dtileraacbl 
Hurtleu- 

2471. 

Ferdinand  II.  an  die  Iteligiansreformationfkommi&st'irt  i"ii  Krain: 

tierichl,  wie  Erastnus  Etiff*ttimusfr  der  heligion  halber  ans  drm 

Latide  geschafft  worden.   1C2S  Autfttst  21. 

(Ebnn^.) 

Man  btb«  d«S  10.  Pr«aoif  von  a«iD«in  natürlicben  Erbteil»  xaf  den 
Out«  Thura«^  At)8r*foird«rt~  Ba  wird  b*^*^**!  ^^  C°<  niclit  xa  teilen, 
bt«  d«r  Bnid«r  voglbar  sei,  s«  bei  den  ürtidern  Saeittatit  Jan  studiere. 

2472. 

Ferdinanil  IL  an  die  lieUfjionsreformatimiskommissäre  in  Känden 

tiufl  Krain:  uhers&ndet  eine  Atizahl  seiner  Generalien  vom  1.  Atujtt.^t 

mit  dein  liefchU,  sie  allenthalben  unter  IrompdeuscftaU  pubUsicren 

gti  lasset^    Grae,  1Ü2S  Äwjust  21. 

(Konz.,  8tattb.-ArcbiT  Grat.  0«io.  Kop.) 

P''erdinand  .  .  .  Ilicmit  habt  ihr  ein  anzalil  unter  aiuer 
Reibst  aigen  Signatar  anterschribcn  und  gcfcrti^e  gcneralien 
in  cfmsa  der  ancathoUschen  herrn  und  landtleutli  mit  nnseriu 
gemessenen  ernsLlichen  bevelch  za  empfalien,  dass  ihr  solche  alfl- 
paltU  mit  (lüiii  trometenscliall  alknthalben  piiblicieren' 
und  an  gewötinlichen  okrteu  zu  mcnoighcbä  naclirichtang  an- 
schlagen la&sen  sollet.    Dann  es  . . .  Graz  den  21,  August  ii28. 

Ad  die  herrn  rel'tgionsreformationBcoinniissaricn  in  Kürnten 
und  Ürain. 

NB.  Auf  den  canzelu  üffentUch  verlesen. 

itt  ftmiVi:  ,An  alle  enprientcr,  bitcbof  von  ^ckaii,  probat  vno  Scckan, 
al>l  zu  St.  Faul,  cr2|triujter  von  Frietacb,  .SaiiiiUial,  Ueifuitz  utid  Ubarkraln. 


2473. 

Ferdinand  II.  an  die  liüie  der  innerMcrreicJtiselten  liegierung: 
sendet  4G  Exemplare  des  Getterales  vom  t.  Augnil  mit  dem  lie- 


I 


*  Die  ge^errt  gedruckt«!)  Worte  «iiid  im  Ken«,  untenlricben 


823 

fehle  g«,  sie  unvertceilt  in  die  drei  ErUande  ausmsetiden  und 
rn  jedermanns  Kenntnis  su  bringet».  Gras,  1628  Augttsi  Hl. 

(Konz,,  Stattb.-ArobiT  Grau.) 

Von  der  \i.  K.  auch  zu  Hungarn  ond  Uehaimb  kg!.  M' 
.  .  .  alliic  anwesenden  h.  pehaimUen  riUlien  wegen  der  L  O.  U. 
mit  zaestellnng  diss  anzuzeigen:  Naclideni  I.  K.  M'stc-h  in  sadten, 
die  in  diacn  deroselben  I.-Ö.  erbenfilr^tenthumbeti  und  InnJen 
noch  befindenden  uncatholi sehen  lardlctttli^  herrn  und  ritter- 
standu  betreffend  acf  beykomraende  generalmandat,  dass  sie 
sich  eintweder  in  einer  iahrsfrist  eu  dem  kAthoHscIien  allein 
selif!;&iaclienden  glaoben  beklii)ren  oder  aber  di»  laiid  rauioben 
sollen,  alleren,  resolviert,  als  liat  sie,  regierung,  hiebey  ver- 
wahrt 40  iren  mit  gn.  »ignatur  becmftigte  oxemplarien  zu  em- 
pfangen. Die  solle  sy.  reglemng,  al&baldt  und  zwisclien  heut 
und  morgen  in  alle  drey  gedaclite  I.-O.  flirstenthumb  ausaendeii, 
dass  sie  unverlengt  xu  männigUche  nachricht-  und  verhaltnnss 
publiciert  werden,  gemessene  Verordnung  thuen,  wie  aucb  da 
beyncbeiis,  damit  1.  K.  M'  gn.  wüten  und  mainung  alleraeitä  volt- 
BOgen  werde,  embaig  und  bestftndiglicli  darob  sein  und  halten, 
inmassen  I.  M'  gn.  vertrauen  zu  ihrer  regierung  gestellt  ist.  An 
deui  beschicht  hücl ister nonnter  I.  K.  M'  allergn.  willen  und 
mainung. 

Ex  consil.  sttc.  caes.  mai.  int.  21.  August-  G28. 

Von  der  lt.  K.  fil' .  .  .  anwesenden  rHtlien  der  I.Ö.  R.  .  .  . 

zuzustellen.  .  .  . 

In  dvra9:  Fiat  uud  sollen  inormclte  40  exemplai-ia  zur 
puUlcation  mit  trometten-  und  herimuggenachiill  an  die  herrn 
K.-Kcfunn.-C'ouim.  in  übüruten  und  Crain,  an  jitsrni  I.-verw»lter, 
herrn  vicedomb  in  öteyer,  Käirntcn  und  Crain.  dem  herrn  Ordi- 
narius, erzpriestern  in  diesen  landen  und  die  U(niver8itÄt')  Graz 
alsbaldt  mit  deu  gewuulichcu  iutim»tioua  bcvelcben  ausgefertigt 
werden.    D.  21.  Aug.  028.  Wolf.  Pcseb. 


2474. 

Landesfiiraüicher  Befehl  an  den  sieirischen  Landesverwalter  Georg 
Galler:  Nachdem  tccgvn  Heformicrurtg  dtr  wikulhoiischen  Herren 
and  Landleute  getctsse  Generalien  auc9^;gangen  «»Mi  publisieit 


824 


sind   und  es   nottvendiff  i$i,  tu   %vis$en,   tcie  viele  unkatholische 

Herreti  und  LandU^tte  im  Lande  noeJi   vorhandt^  und  wie  sie 

heißen,  ist  ein  ordentliches  Verzciciiuis  ilrrselheu  an  die  geheime» 

Häte  einzusenden.     0.  0.  10:JS  AutßHst  20. 

(Otig.,  St.  L.-A.,  Chr.  B.) 
2475. 

Die  Verördneien  von  Steierfnark  A.  C.  an  Ferdinand  II. :  Inter- 
gession  auf  die  Jiilte  den  obersten  Proviantmeisters  Fric<Iric» 
Vetter  jiru  Burg  FeistritSy  dent  der  Udigion  icegen  ausffewieseneh 
Wolf  Kratis,  der  noch  Jlechnungen  im  Provianttcesen  Jtu  Tittdkers- 
hurtj  SU  legeix  hat,  einen  geraumen  Termin  ru  yt^en.    Grax,  Itiäö 

August  26. 

(Oriff.,  St.  L.-A-,  Chr.  R.) 

Werden    von    der    Ite^ieran^    am    31.  Angiist  »n   den    Unf  grwiesea. 
Kraus  «rlifi.lt  Termin  bis  uüimc  Febmar  1039  (Orig-,  «l/«nda). 

2476. 

Lnndesfiirsiiiehfr  Hefehl  an  den  Pfarrer  ron  liadktrshury:  OtittK 

ScJwiied  und  andere  VnkatfioUicIie  eu  examinieren  und  daruitet 

SU  herichlen.    Oras,  1628  August  25. 

(Konit..  St«ttli. -Archiv  Orax.  Qtm.  Kop.) 


2477. 

Ferdinand  II.  an  den  Landeshauptmann  ron  Kärnten  und  den 
Landesvcrtcalter  in  Krain:  liefehl,  Bericht  tn  erstatten,  wie  die 
landeüfiiratliche  Intention  bezüglich  da-  Heehtsführungnt  der  außer 
Land  ziehenden  Herren  und  Landleutc  durcliycfüiirt  werde.  Grat, 
1G28  August  29. 

(KoDX.,  St«tth..ArdiiT  Grax.) 

Ferdinnnd  .  .  .  Kachdcm  wir  nna  in  den  jüngst  wcgeo 
reformicrung  tlcr  unkHtliolisi'liüii  laiidleutli  des  iierrn  uud  ritter- 
sUiuhs  pulilicieileii  generalicn  gii.  rcaolviert  .  .  .  haUen,  dasa 
denjenigen,  so  atiaacr  Und»  zu  siulien  sicli  cnlscld Jossen  werden, 
in  iliren  hinc  inde  bei  den  gcnchts3töItcD  habenden  rcchtsftlb- 
rungen  svmmarie  reclit  erthailt  und  gchandlet  werden  eoll,  sdio 
ist  unser  ganz  gemessener  licvdch  hicuiit  au  dich,  dass  du  dda 


B96 

hierüber  dein  bericlit  und  riltliUche»  giictachtcn  ganz  rilrdoHtch 
und  noch  vor  ein^nng  der  weinferien  «i  offo  za  banden  unser 
1.0-  K.  auf  was  weis,  inass  nnd  weg  solche  unsere  gn.  inlention 
und  gegebene  Tertröstung  in  das  werk  gesetzt  und  den  ausser 
land  ziehenden  landlemhen  nuf  das  allerscbleinig-  und  fUrder- 
Itcbiste  in  ilireu  rechtsfllhrnngen  expedirt  wurden  mögen,  zu- 
komben  lassen  sollest.     Dann  es  .  .  . 

Grüz  den  29.  Aug.  628. 

Au  herrn  L.*E.  in  Kftrnlen.  In  smili:  ^  herrn  L.-Ver- 
Tralter  in  Cratn. 

£478. 

Verschärfung  des  Mandates  vom  23.  Mai  1628.     Gras,   162a 

August  Mit. 

(Stutth.-ArehiT  Gr«,) 

Erneuerter  Befehl  an  di«  Uakatlioliich«!),  to  nicht  Landleute  sind, 
■icli  (intwc<l«r  KOr  katlioHfchcn  Religion  eu  »teilen  oder  binnen  H  Tagen 
vor  nnsercr  Kegirrung;  zu  orsclieineti  und  einen  VermflgecMuiweii  mitzu- 
brinfren.  An  alle  Grunilhorrsclii^n  er^lit  der  ^msMAno  Befehl,  ihre  uu- 
kutlioUacIion  POcjicer,  Prliojitoren,  H&usnieister,  Scliiffer  usw.  xucli  xur  kii- 
thuliscliuti  Religion  oder  vor  die  Rrgiernni;  »u  stellen.  Wullle  einer 
abtielien,  n>  iat  «ein  Vernitlgeu  roslsulegrii,  lUinit  er  dem  10.  l'funnig  nicht 
entgeht.  Pfarrern  und  SeeUorgeru  wird  aufgetrsgcu,  llsißig  auf  die  ihnen 
an¥«rtr«ut«  Herde  xu  achten. 

2479. 

LandesfürsiUcher  Befehl  an  den  Bischof  von  Lavant:  jene  Levte^ 
die  sicii  durch  den  dahi^n^  iii  Verhaft  liegenden  PrädOuinlcn  kom^ 
munisierett  ließen,  sie  seien  in  Kärnten  oder  in  Ohersteier  ange- 
sessen, durch  den  Kammeritrokuratür  rornehnten  su  lassen.  Gras, 
1638  Sqdcmber  3. 
{Otig.,  SUUh.-ArcbiT  Gna.   Oen.  Kop.) 

2480. 

Bericht  (des  krainischen  Landeshauptmanns  und  Visedoms?)  a» 
den  Kaiser:  die  in  negotio  refurmiitiüniti  am  1.  August  ausge- 
fertigten generalia  habe»  sie  am  37.  auf  alten  Kantdu  der  Stadt, 
am  28.  auf  detn  iMudhause  den  untcesenden  Herren  und  Land- 
leuten, dann  vor  dem  Laudhause  und  dem  Vizedomhausc,  dann 
auf  dem  alten  Markte  und  Flatee  unter  Pauken-  und  Trompeten- 


Üang   verkündigen   lassen,    damit  niemand  sich   mit   Unwissen- 
heit enischutdigen  könHe.    Auch  seien  Boten  in  alle  vier  Viertd 
des  Landes  deshalb    ausgeschickt  worden.     Laibaeh,   2628  Sep- 
tember 4. 

(Knp-,  L.-A.  Kulu.) 
D«r  Sclir«ibcr  Ist  nicIiE  gAOSiiDt. 


2481. 

Ferdinand  11.  an  deit  'Propst  zu  Rottenmann:  Befehl,  alle  und 
jede  unkütholische  Person  in  Obersteier  su  zitieren  und  gemäß 
der  Beformationsitjstntktion  tu  behandeln.  Gras,  1G2H  September 

2483. 

Iniersession   der  Frau  Batthyany,   <laß  Ueggi  der  10.  Pfennig 
»achgesehett  teerde.    Gras,  l(i28  September  9. 


2483. 

Paßbrief  an  Johann   Burk,   Alezander   Koplinger   und    OtHlii 

ScJtmied,   die  tiack  beeuhltew   10.  Pfennig   uufer   Land    ziehen. 

1028  September  U2. 

(Ebenda. ) 


Um  den  PftBtiricf  milHcn  sie  itnraclien:  ,daiiiit  icli  nnn  der«nlwill«n 
mit  den  maini^n  sieber  fortreix^i)  uiiil  run  nieinaudem  an  den  maiitbM 
.  .  .  mifgelialtiMi  w-vnlu  .  .  .  langt  au  E.  F.  (i.  inotn  gwh.  hiiu^u,  dia  woUm 
mir,  si«  sicher  furtiulrriii^tiii,  ukeiiiet  faliteiidt-ii  balie,  so  in  xitoi  fSssvm  eio- 
^«Bcblageu,  eiavu  gebrüiickigiiu  paubrief  erfolgeu  luaeD,  .  .  .* 


n 


2484. 


Landesfiirstliefier  BefeJd  an  den  Profosen,  daß  er  alle  diejenigen, 
80  sich  hä  den  gefangenen  Prädikanten  kommunigieren  lassen, 
alsbald  gefänglich   tiadt  Grae  bringen   lasse.     Gras,    IGUS  Sep- 

tember  Ü?. 

(Ebenda,  Mandate.) 

Der    Profvi    Ist    bei    d«r    VeHnehmnag    Bolcber  Persooftn 
uiilerttatzeo.     Niemanil  darr  i)iu  liimleni. 


igen,      \ 


827 


2485. 


Qeorg  Galler,  inner  österreichischer  Hofhammerpräsidetd  und  Ver- 
walter der  Lamlcshuuplmamischafl  in  Steiermark,  an  die  Seel- 
sorger in  Steiermitrk:  dufi  Jeder  Hjilcntholisclie  Herr  und  Land- 
mann binnen  Jahresfrist  sitr  katholischen  lidigion  surückkthre 
oder  auswandere.  Graz,  1028  Oktober  24. 
(Orig.,  L.-A.,  Patente.) 

248G. 

Aus   den  Protokollen    der   kroatischen  Siätideversammlung   vom 
24.  Oftto&cr  WZ8. 
(ProtokolU,  wie  oben.) 

Statntom  est  etiam,  nt  Iiacrctict  nutt!  unquam  in  hoc 
regnum  recipi  qneant  ant  in  eo  sedes  ligeie,  bona  vel  doiuos 
eroendo,  ende  et  emptio  talls  eis  vetita  bU. 

24H7. 

Landesßirsilichcr  Befehl  an  den  Propst  zu  liottt-'nmann:  ent- 
sdäossen,  bei  der  .verspürenden  Hartnäckigkeit'  der  SfiktiscJie» 
der  heilsamen  Heligionsrgformaiion  mit  mehrcretn  Kmste  nach- 
tuseisen,  ernenne  er  ihn  (und  den  Venvi^ser  ffu  Aussee  11.  Krieck- 
haum)  sttm  Kommissär.  Graz,  1638  Nwetnher  8. 
{Orig.  o.  KoDX.,  Slatlb.-ArftliJv  Ura;i.   Q^m.  Ko{i.) 

baid«  erhalten  eine  lastruktioD  gtgeu  die  Uokathülisctien  in  Ober- 
(t«i^^  ,Tnit  gondereiu  Eifer  und  näcli»«t£licli«m  Einate  vonagehen*. 

2488. 

Ferdinand  II.  «n  die  lüligionsreformationskommissäre  in  Krain: 
Befehl,  ein  Gutachten  einsusenden  über  die  Bitte  der  Maria 
Gritscherin  und  des  Jakob  Donat,  sicher  der  lidigion  halber  im 
Lande  tvähraid  ihres  Lebens  oder  wenigstens  so  lange  verbleiben 
zu  dürfen,  bis  sie  ihre  Ausstände  eingebracht  habe  und  daß  sie 
dann  ohne  Entrichtung  des  10.  Pfennigs  abziehen  dürfe.  Gras, 
1628  November  10. 

(Orig.  n.  Koni.,  SUttb.- Archiv  Qru.   Oem.  Evp.) 

Ditbm  i>in  OiilxcHt«»  cl#r  KommiuXre  tahi  Sß.  Beptember  auf  du 
lUcr«  Aiuuttheii   Aet   Hlltsleiler  (aieb«  oben,  Nr.  :!46lt).     Mau  habe  der  Ori- 


tictaerln  Ani  ond  ihr«r  Tochter  Mchi  Uonit«  Z«tt  edui  Ntchdcnkea.  mr 
Information  und  mr  Ilekelining  j^t^lanw^n  Dm-  pater  »uptrior  xu  Pleirikch 
hat  bei  ihnen  nichts  erreicht,  Bo  daB  rs  ihnen  nflpnbir  nicht  ora  ihre  arm«« 
Seelrn,  eotid«m  um  irdigehcs  Out  xu  tnn  ist.  Aacli  di«  KAmrnicsSre  «elhtt 
hahen  nichts  erzielt,  ja  aie  nag«  es  nach  dor  nun  toid  Kalter  rarg«- 
nomintnvn  .Ifauitlrefuruialioti'  das  Aiiiuchea  su  «telleo,  in  ibraiti  Ketaer~ 
tnme  nililg  t>i>  an  ihr  L«bens«nd«  im  Land«  <r«rw«ilen  n  dürfen  U'at 
dios  Gritacherischfi  GescbiMht  und  snTord<>riit  die  Bchtreiter  der  BitutelUiiii 
Äuna  Tottinitin  bei  PcMaii  und  Mansberff  fllr  Itelnerisch*  rxereiHa  bis  «n 
ilirem  Tode  getrieben,  B«i  wnitktindi|;.  Da  bei  ihr  nichu  fDr  den  Ulauben 
XU  hoffen  steht,  violtnehr  ihr  beroita  kalhnlisch  gawnrdenn  Sohn  wieder  ab- 
fallDU  tuttcht«?,  endlich  hiednrcli  die  Hauptrafurniatioii  il««  HpmtD*  nad 
Bitterataiides  iua  lUridicuhitn  oder  iHdUtrium  ^axo^u  werdOD  mCcbt«,  m  M 
■i«  mit  ibror  Bitte  abaaweiMo. 


2489. 


liS^^n 


Landeußrstliehcs  Drlret  an  den  Pfarrer  zu   Kapfenherg.'    Prter 

Behauch   von  der  ej-hefcnen  Nachhtssuny  des  10.  Pfennigs  ahrtt- 

weiaen.    Gras,  1€2S  Novemher  I. 

(Koax.,  cb«iida.) 


2490. 


4 


Land^furstUcher  SfffU  an  d«i  Pfarrer  su  lladkershur^ :  Spesi- 

fikadon  über  den  durch  (Htilte  Schmied  erlegten  10.  Pfennig  «»*) 

suye^en.    Gras,  1628  November  8. 

(Kons-,  «banda.) 

2491. 

Ferdinand  II.  an  die  lieligionsreformatiotiskommissäre  in  Ärawiil 

Befehl,  ein  Gutachten    über  dir.  Bitte  der  Ehewirtin  Georg  De-'. 

laneens,  der  lieOgion  wegen  im  Lande  bleiben  su  dürfen,  «ümi-j 

senden.    Gras,  16.28  I^^ovetnber  15. 

(Kuas.,  Stattb.'ArcbiT  Gru.  0«iii.  Kop.) 


2492. 

l-'eräinand  II.  an  die  Jieiigionsre^'ormationskojnmission  in  Kärnten: 

Nur  die  alten  Herren  und  iMndleuie,  die  der  Bdigion  halber  den 

Äbsug  tiehmen,  sind  von  der  Zaidung  des  10.  Pfennigs  befreit 

}G2a  November  22. 

(Konit.,  SUtth.-ArchiT  Qras.) 


829 


2493. 


Ferdittaiid  IL  an  die  Belif/wnsrefornuttionskomtniBSäre  i?^  Krain: 
Das  (xui  der  Erben  EnQdsfunvsers,  von  denen  rtvci  in  Gras  bei 
den  Jesuiten  itiudicren,  soll  untjcteÜt  hleihen.   Auch  von  ihm,  der 

IjetU  im  Felde  liegt,  iil  der  10.  Vfennig  nichi  absuf<trdern.  1638 
November  ^4. 


(BbeadA.) 
Erneuerter  B«<fehl  um  18.  Dsiember. 


24M. 


Laudesfürstlicher  Befehl  an  den  Sladipfarrer  von  Jiadkersburg: 
Bericht  ev,  erstatten  über  die  Bitte  der  Benigna  Khevenhüller, 
daß  Adam  Jäger,  der  gewesene  Murllschrciber  ra  Mitreck,  der 
•w  ihre»  Rechtssachen  Bescheid  iveifi,  eine  ZeitUxng  im  Lande 
verueiien  dürfe.    Grat,  2028  November  29. 

[KanE.,  eben<IJt.] 


^ 


I 
^ 


2495. 

Der  steirische  Landprofos  Hans  Sigmund  Btdtkasar  von  Grafen' 
dorf  an  die  innerosterreichischc  Begieruug:  erstattet  BcricJU  über 
seine  Verrichtung  gegen  dir.  unkalholiscJien  Untertanen  zu  Kiikh, 
Gntsla,  Hulbcnrain,  Dingen,  in  der  oberen  Au,  Aigcn^  UaltmanS' 
dorf  wid  Scfucdbau.  0.  D. ' 
(Orig.,  6UU.li.-Arcbiv  Qrw.) 

.  .  .  Auf  E.  P.  G. .  .  .  den  9.  dits  raonats  Novt'mlrU  kuiua 
anni  an  mich  aligangnes  decret  und  ilarinneii  verwnrter  ver- 
zniclmus  Imlto  ich  mich  sainbt  inoiiion  undtrrgebnen  und  in  der 
besoldung'  lialtunden  leibBohUtzen  den  16.  oben  benentes  monats 
Novnmbnr  von  liif^r  .•iufgfinanbt  und  an  tlieyoiiigon  orth,  wo 
gedAchle  uncAtholiache  undterthonon  wonhaft,  verftigt,  dieselben 
meinem  bovelch  nach  arrestiorn  und  alhero  Hfern  wollen;  dio- 
weilen  aber  selbige  auf  vilfeltigcs  flohen  und  bitten  die  zwecn 
in  Klöch  wonbafie  undterthanen  Ruepcn  Hunger  nnd  Thoman 
Khleibenzcdl,  dass  iicmblicbcn  sie  ihrfTi  »(tutischen  glauben  vor- 
!as60D   und  sich  su  der  allain  aoligmacb enden  catholiauhen  re- 


*  üa  dorm,-  1629  r*^;  Novemb«  29. 


li^oii  begeben  wolli-ii,  auf  des  lierrn  pfarrcrs  fQrbitt  and  ver- 
nntwortung   auch   seins   mir  ditsorts  gegebnen   Scheins   mh  A^ 
weilen   licy   tliseti    uiidtortlioiicii    nichtcs   als  lautere  armuthcy.« 
der  alherlifcrung  erlassen.  ^ 

Georg  Khleibenzedl  zu  Grusb  wonliaft,  liat  sich  selbiger 
zeit  nit  .inhaimbs  befunden,  ist  aber  anstatt  aeinor  sowol  sein« 
weibs,  dasä  sie  catholisch  werden  wellen,   iu  gleieben  angelobt^ 
worden.  H 

Georg  Jnrrfltb,  wierth  za  Ilaibonrain,  obwollon  er  allo 
seine  «clicn  scbiUzen,  verkaufen  und  den  10.  .S  richten  woIIph, 
ist  aber  von  heim  st-tUpfani-r  in  Uatlkorspiirg  auf  vilfir^higi';«] 
ermahnen  dahin  bewegt  worden,  dass  or  auch  sich  zu  der  calhc 
hschen  reÜgion  bekenne  und  auf  dus  negete  mit  der  bcicht  ein-' 
stellen  welle, inmasaen  daästribß gedachtes  Iicrrn  stattpfarrors handl- 
schrifl  B  ausweist;  dcrgcatalt  die  alherliferung  eutybrigt  blihen. 

Merth   Ringer,   inwolnior  und    wober   und    halber   pce-^l 
dicant,   zu   Dingen    wohnhaft    gewcst.    hat   sich   2****'  fffht-ia 
S.  Mil-httdU   sambt  seinem   sectiseheu   ghiuhen  aus  dorn  landt 
und   In   das  Uugeriseli   begeben,  wie  nit  weniger  aaob  yorher 
alle  seine  Siichen  verkauft  nnd  den  10.  A  cnlricht.  ^ 

Michael  Ominger,  in  der  Oberen  Auen  wonhaft,   den  ich  " 
auch   vcrmttg   der   vcrxaichnns   aUiero   lifern  solle,  hat  eich  so 
dem    cathüliächeti    glauben    bekehrt    und   sieb    vcrniog    Beiner 
beichlzcdl  C(8ic)^. 

Chnstofen  PrUssI,  im  dorf  Aigen  wohnhaft  in  der  pfarr 
KlSch,  hcrrn  Hans  Christofen  von  Mindorf  zu  Hochenpruueckb 
nndtertban,  habe  ich  milglichistes  flcisä  zum  zweiten  mal  nacb- 
gestelt,  der  mich  aber  erfahren;  meiner  nit  erwartet,  fiondero 
sich,  weilen  sein  haus  und  Weingarten  auf  den  Hungriscbeo 
continen  ligt,  auf  daBscIbc  sich  begeben,  dem  ich  weiter  oiVj 
nacbstelien  und  in  Verhaftung  nemen  khinen. 

SchifFklin  Geill,  zu  Hnttmansdorf  hei  Abslal  wonbuft,  weileoj 
er  nit  anliaimbs  gewest,  yedoch  aber  hat  er  seinen  eeotischen 
tinglauben  zu  verlassen  und  künftig  Weihnachten  den  catho- 
Uschcn  glauben  anzuneinben,  denselben  auch  mit  der  Id.  bcicht 
und  commnnion  zn  bocreftjgcn  vermüg  des  herrn  pfaners  ild« 
schein  unter  D  angelobt. 


*  Eigaiiz«:  .aiugewiana*. 


831 


Adaoien  Wanisch,  an  Scilwubau  iu  Stradner  pfarr  wi>ii- 
Kafl,  ein  PmunfalUscIier  undtorthaii,  jetzt  aber  von  hcrrn  Uaiis 
JacoLen  von  Praiick  emgepfontU,  Iiabc  ich  beliendi^  unJ  in 
arrcst  alhero  gcbrnclit,  der  sieb  auch  bis  auf  weitere  vcrordourig 
alda  er}taltet;  dieweilen  aber  bei  dem  auch  niclits  als  lautero 
arinatlicy  und  ein  stuben  voll  uucrzogne  kinder,  ist  aber  willens, 
alsbnidt  seinen  Unglauben  zu  verlassen  und  den  catbolischcn 
glauben  anzanemben,  denselben  mit  der  lil.  bcicbt  und  com- 
manion  albic  7,0.  bestätigen  wiHcns  ist. 

Neben  andern  auch  haben  über  die  200  uncatolinche 
uiKUertiianen,  man-  und  Weibspersonen,  angelobt,  wie  auch  die- 
selben sich  in  bciwcscn  meiner  maiatesthails  eingestellt,  an  wel- 
liehen  nun  herr  st.ittpfaiTer  zu  Kadkcrapurg  und  pfarrer  in 
Klöch  groäsc  bcmUchnng  und  fleiäs  ankchrcn,  nnd  nach  ver- 
Streichung  des  8-tagigen  termincn  sicU  die  ybrigcn  auch  ain- 
licllig  ciDstellen  wollen. 

Letztlichen  habe  ich  auch  auf  diser  meiner  vcvrichteD 
rais  aiuun  wagner  namens  (iregorn  Wieaer  zu  Ober-Lasnitz  in 
der  pfarr  Straden  angetrofien,  wclliehcr  seiner  aigncn  bckantnus 
nach  zvfay  ehegebnc  ("»ic^  weiUer  hat;  mit  discr,  bo  er  yetzt 
hat.  nunmehr  in  die  10  iahr  lang  haust,  awh  ainen  knaben 
bey  7  iahr  lang  (tic)  erzeugt,  so  sich  in  der  catoüsuben  klrtdieo 
zweynial  geniainein  gebrauch  iiacli  verkindi^n  und  zum  drillen- 
mal sieh  auf  der  Ungerischen  soctischen  weis  eopuliem  lassen. 
Den  ich  aueh  vorwarter  alhero  bringen  und  alda  bis  auf  verrer 
Verordnung  arrestiem  lassen  thue.     Dises  alles  .  .  . 

E.  F.  G.  u.  G.  undterthenig  gehorsamber 

Hans  Sigmund  Dalthasar  von  Gravendorff, 
k.  geschworner  landprofus  in  t?teyr. 

Diesen  Boriclit  sondet  dia  Itegtcmnj;  um  7.  Dozomber  an  Atn  rfamr 
SD  RjKlkcrstiiirg  («i«hft  iinten,  Kr.  3409)  iiml  Haiis  ChrUtnpli  von  Miniltirf; 
an  d<:n  .StHdtriirlilrr  Kri  Ra^lkenburg  ftrfote^t  die  Atitri^  viegMt>  der  Bigamin 
Wienert.     Die  oben  genannten  Uailagen  liegen  uoch  vor. 


3496. 

Land/^fürsilicher  BefeM  an  die  Hdigionsreformaimtskommissäre 
in  Kärnten:  über  das  Ansuchen  der  Maria  Stirer  Bericht  su 
tun,  daß  sie  hei  Vircm  Ahsuge  ihren  bei  Aitenhofen  liegenden 
Hof  Töscheldorf  nicht  verkaufen,  iwdern  bis  eur  U  roß  jährigkeit 


833 


»Ares  Enkels  einem  Katkoliken   verpachten   tvoUe.     Grai^ 

Deeemher  4. 

(Koox.,  Statlh.-Arckir  Cr«.   Cr«ni.  Kop,) 


2497. 

LandesßrstlicJter  Befehl  an  die  J{€iigionsreformatioH:^-ommissäre 
in  Kärnten:  BericJit  ^t  erstatten  darüber,  dafi  die  Vettern  Fnuu 
und  Hans  die  Gschwinden,  Jcd  Türk,  Christoph  und  I^^^isiioi 
Samt'tz  und  Maria  Steircrin  in  dieser  jetzt  vorhabenden  liefor- 
mation  den  alten  Herren  und  Lanälettten  gleichgchalien  werden. 
GraM,  tt>2S  Deseniher  4. 
(Konz.,  Sutth.-Aicbiv  iUxt.  Gem.  Kop.) 

2498. 

Johanna  von  Stadl  hat  an  Gf.org  Pacher  einen  Zehent  im  lAivanl- 

tale  verkauft,   kann  aher  nicht  rat«  Gelde  komme»,    tceil  er  sich 

rcligionis   caasa  außer  Land  begehen.     Bittet,  ihn  einziehen  tu 

lassen.    Ifi28  Dezember  5. 

(EbeaiU.) 

2499. 

Ferdinumt  IL   an  den  JUichter  von  Badkersburg:    Befehl,  die 

wikatholischen  Betvohncr.  auch  die  des  Hans  Christoph  von  Mi»- 

dorf,  en  silieren.    16:iS  Dezember  7. 

(Kon«..  obendM.) 

2500. 

Ferdinand  11.  an  die  Frau  von  liadmansdorf  auf  Hathenrmn: 

Vertcarnung,  weil  sie  ihre  UtUertanen  abhält,  kttÜioUsch  *w  tverden 

1628  DesenUrer  7. 

(Kohl,  ebenda.) 


2501. 

Landesfiirsllicher  Befehl  au  die  von  Kapfenberg,  daß  von  Petn 

Schauers  verkaufter  Behausung  der  10.  Pfejmig  eingefordert  iceräe. 

Oraj;,  1628  Dezember  12. 

(KoMS.,  ebenda.) 


2503. 

Landesfurgtiicher  Befehl  an  die  su  WeißenktrcJicn:    ErneuerHuff 
drs  Verbotes  des  Fleischeascns  an  ffehotetten    Fastiagnx.      1628 

Dexemher  18. 

(Koni ,  eWnda  ] 

2503. 

Landesfuratlicher  Befehl  an  den  Pfarrer  an  der  Siraden:  dem 

Georg  Vischerauer  dfn  Termin  auf  sechs  Wochen  mu  verlängern. 

Utas,  1628  Dezember  19. 

(Koni,  elittuda.) 

2504. 

,Abkauf-  und  Freimachung  der  Untertanen  von  den  Hnhatholischen 

Grundherrsckafien.'    Iti^iü  Janiucr  (Anfang). 

(St«tth. -Archiv  Oru,  Hofbefelil,  R«p.) 

Loider  iit  iiicbu  Nähere«  wrmnrkt.  An  anderer  Slell«  wird  oocb 
b«Eg«fUgt:  ,It«ni,  dor  cntholiflcK^n  einttaniÜracht  oder  1o«iing.* 

2505. 

Wolf  Bempeckhs  Ersuchen  um  NacJmchi  des  10.  Pfennigs.  1629 
Januar  (Anfang), 

(Ebenda.) 

2506. 

Die  unkatiiolisdien  Landschafimffisiere  und  Verordneten  (an  die 

Regiernng):  .Anbringen,  daß  ihnen  nicht  hrfohlm,   sondern  daß 

sie  wegen  Erscheinung  oder   SfeUutig  derselben   ersucht   werden 

soUen.'  1620  Jamtar  (Anfang). 

[Ebenda.) 

Auch  tiior  wirit  1«ldrr  uichU  NKher«»  ange(p«boii,  An  cln«r  ■pkt«r&n 
8t«]le  iat  d«r  8atB  «twai  deullicher:  ,daß  die  R^^enin^  der  l5bUch«n  Land- 
schaft Ofttslera  nJcht  selbst  zitieren,  aaDdem  dia  VerDrdoflten  xa  SlelLunp 
dftraetbea  ersucht  werden  boUbd*.  Aus  einer  dritlfln  Stolle  eniebt  man,  daß 
ea  eich  au  die  aue^&cha&ten  I^odschaflsafäiiere  handelt. 

2507. 

Jn   dem  Ausiveisungsdekrtie   Ferdinands  II.  ist  ein  ünterseJiied 
gemacht  xwischen  Fideikommiß-  und  Nicktfideikommipgütern.  In 


Poal«*    II.  Abi.  M.  u. 


bi 


884 


finfm  Pro0em9  Sans  Adam  Praunfalks  gegen  seine  Schwäger,  die 
Um  laut  Testament  seines  Vaters  gerichÜich  Maugen,  seine  Gütfr 
um  niedrigen  Preis  an  seine  Schwestern  su  g^>en,  xcührend  er 
als  Fideikommißbesitter  eum  Verkaufe  nicht  geswuHffen  ru  seJH 
erklärt,  heiß  es: 

Seitemalen  er  sich  aber  hiezn  derentwillen  nicht  schuldig 
erlcciiint^  uinb  willen  er  seine  gneter  Air  fideicomnitssgfieter  ge- 
halten und  von  hüchstgedachter  I.  IC.  M'  in  dero  saaschaffangs- 
nmndat  (/«  anno  1628  ewiechen  den  gUetem  dtser  antenchid 
gcraaclit,  Aase  die  emigranten  die  nngebandcne  oder  alienabilia 
bona  inner  iahrefifriat  verkaufen,  die  6deicommiBsg11eter  aber 
behalten,  geniftssen  and  dnreh  ire  pfleger  administriren  la«8«n 

«ollen ^^^^  UndrecLl  PrMckh  ) 

2508. 

jMnde^fürstlicher  Befehl,   daß  die  in  Kärnten  noch  hefim 
unkatholischen  und  dnrch  einen  Prädikanten  hommuntHereada 
Personen  durch  d^n  Landprofosen  hiehergebracht  werden.  (Gras) 

1629  Januar  7. 


(8UUh.>Arehi*  Gms.   ßap  ,  asch  Hofbchhl,  R«[>.) 

Dh  fQr  dlM«  Zeit  im  Stelerm.  Sutth.-Archlr  lif^^endn  Aktenniktwti 
llt  anvAllilUndifF.     Die   ^nK^inen  Cop«ien   fehlen.     Nor  du  Kep^rtoriam  at 
d».     IJah«r  sind  dl«  Ta|r(^unKAb«a  nicht  immer  aiige^bea. 


2509. 


a  i«       ^ 


,Wie  Hans  Wilhdm  von  liadmannsdorf  sriue  im  Schlüsse  KhUiA 
haiicnde  Diener  voti  der  hitholiseiien  Religion  ahhalien  soll.*  1629 

Januar. 

(SUttb.-Arcltiv  Oru,  Bap.) 


,Ber\cht   in 
lutherischett 


2610. 

cauM   des  noch  bei  Marchpnrg  (sich)  attfhalt< 
Schneiders   icegett   seiner  aUda  gefundenen  Bücher.' 
Iti2i)  Januar. 

(6Uttb.-ArchiT  Orut,  Sep.) 


2511. 

,Daß  Herr  Georg  von  Sltthenherg  der  Altere  nacii  Peter  Scliauers 

seines  Aufierlandsuges  der  Jtdigion  halber  gntommenen  Aff^uyes 

dm  10.  Pfennig  erlegen  soll.'    1629  Januar. 

2512. 

Hieronymm  Itändl,  .ftcirmher  Landschnßsbuchhnlter,  an  die  Ver^ 

ordneten:  bittet  um  Entlassung  atis  dem  iittdiJtalt^diensta,  dtt  er 

der  Religion  wegen  ausgeschafft  wird,  und  um  eine  Abfertigung. 

Grat,  1629  Januar  20. 

(Orlg.,  Bt.  L..A..  Chr.  R.) 

Die  Vcrnnlgcten  Iiitcno'liGrßa  fllr  ihn  liei  dvtn  t^Qrstcn  ran  Bgf^n- 
berg  und  Herni  nm  W(nl«nlHrrK  (Kons.,  ^bciid«),  ilaß  ilitu  der  10.  Pfennig 
frtsMen  w»rdi';  dfKgleich«n  »n  den  LAndAdfUnien  (Koni.,  cbendx).  Aid 
9.  U&»  wird  ibm  eine  Rekooipeni  von  1000  fl.  bewlIILfct  (Koqz.,  eb«ndi). 
Am  IS.  Jani  ist  llXiidl  bereit,  seine  KApitalian  mit  6  Pruent  beim  Ijinds 
SU  lusen  (OriK.),  Dacliiietn  dio  Lxndsulisft  ihn  an  deDUciben  Tajje  »iir  Geduld 
gemahnt  (Kotix.),  Am  letetan  Juni  rMifniiert  rr  um  der  Itelij^ion  willpii  lein« 
8tollo  (Orip).  Adi  12.  Juli  etliilten  die  Verordnetea  filr  seinen  Abcng  eio 
offenes  Pilvnt  (Rons.]  und  am  13.  Seplombor  urgiert  der  I>iiiidoBfDrit,  daB 
er  ftls  Au»g«wieieiier  s^iues  Aiotea  entboben  werda  (Orig.)  Ein  nudkliertfls 
T«itlmani[iin  Hr^g^r  bei  den  AktAD. 

2513. 

Aus  dem  Anwehen  der  Thchlerzunß  von  Jtidenhurg,  KnUtelfdd, 
MwraHy  Oherweli,  Weißkirclien^  Obdach,  Zeyring,  Unzmark,  Neu- 
marJet  und  ,da3  gansc  Viertd  herum'  um  ein  offenes  Patent 
^cgen  die  Stijrrr  und  unanypsesitmrti  Gtytfmeistrr'  (E.rj}editHnt 
W2'J  Felmmr  9). 

(Orip.,  8tatth.'Ari,-liiT  Gras,  Riped.) 

Welch ermasßen  wir  titis  .  .  .  sowollen  /.ne  forlplUnzung 
der  ehre  gottea  als  aucli  eriialtung-  guter  mnnnszacht,  ainer 
liAflsamben  und  besUindtgoit  handwärkäordnanp^,  zanft  u»d 
lirucd  er  Schaft  verglichen,  craft  welv;her  alle  and  jede  meister 
nnd  gesellen,  so  viln  doron  in  disen  gezirk  kq  finden,  ftchtildig 
nnd  verbanden  sein  sollen: 

erstlichen  zu  bofUrderong  der  seelen  liayl  und  erhehnng 
der    calholiacheu    allain    ae  1  ig maob enden    religio n    su 

68* 


836 


* 


(lonon  ordentlichnn  gottosdiensten  and  processionen,  so 
oft  dieselben  Tcrraüg  unserer  handtwerksordnong  celebrirt  und 
gehalten  werden,  alhero  m  die  viertl  statt  Jadonbarg  anaas- 
Llcibliclicn  zu  erscheinen,  denselben  mit  aller  zacht  nnd  er- 
bnrkeit  beizuwohnen  und  hierin  alles  dasjenige  zu  verrichten, 
wie  es  gueten  calholi»chen  Christen  gebUren  nnd  zuestehn  will. 

25U. 

Lnn(l9sfürstUcher  BefeM  an  die  Verordneiftt  von  Steter:  m  6c- 
richtettt  tvofi  für  geistlidic,  pfärrliche,  Bcnefiziat-en-  oder  Kaplanei- 
yüitcn  und  -guter  der  anyewachseueH  Steuer  haiher  gepfändet,  ein- 
gezogen und  sHwuier  den  erfiassenen  Generalien  veralieniert  worden. 
Graz,  16U9  Märe  31. 

(Orig.,  SUItL.-Arcliiv  Grxa,  Exp«!.) 
2515. 

.Daß  denen  in  causa  religionis  aus  dem  Lande  etehenden  Herren 
wid  Landletitcn  die  Ahalienulion  der  Vireti  Kindern  £^ngefuUcnm_ 
Güter  nicht  verstattet  tverden  $oUe.'   1029  Jifärt. 
(Sutth.-Arohir  Orax,  B«p.) 

Im  nufbevalvlirepfirtoriam  liul  mui;  .UnkatlioliBch«  in  Eraia  >dI 
llir«r  Kinder  intittcrticli  Out  nictit  außer  Land  briDgea'.  Auch  »o  ftlr  KämUn 
(nrrftiortiht).  An  aiiilerer  StAtln  «lifmilx:  ,D■^k^«t,  djiß  N.  tl^nen  dvr  U«tltgion 
halber  «im  denn  Lande  siehenden  Hi>rrn  und  Lan<lleiiteii  von  deoen  Landn- 
obrigkellen  \n  Stcler,  KHriiten  und  Kraiii  nicht  rrrataltct  werden  solle,  dafi 
fllfl  iUrer  Kinder  niHttedichM  Ciul  und  andar«  Erbgebühr  TaraltnoitrwDt 
aundem  daß  selbe  mit  TöUigvm  invttäario  dariniian   «Tbalt«D   werden  »ollen*- 

2ÖJG. 

Wolf  von  Pranckli  an  den  Latidesverwalter  von  Steiermark :  auf 
die  ihm  £U(/pÄfl»i»i«ji?  Aufforderung,  alt  Protestant  die  Gerhab' 
Schaft  für  seine  Stiefsöhne  nieder'  und  Jtechnung  üher  seine 
Gerkabschaft  ahxuUgen,  seine  Söhne  Jfu  Ttominieren  und  anzugeben, 
wo  sie  sich  jetzt  aufhalten,  gibt  er  die  geteihisehten  BerieSie: 
»einen  Sohn  tverde  er,  da  er  nun  außer  Land  ziehen  mü&tCy  m'd 
sich  nehmen.  Fürs  zweite  sei  er  laut  Testament  seiner  Gattin  j 
zeitleheits  Nutznießer,  der  ältere  Stiefsohn  schon  großjährig.  Er  fl 
ha/fe,  itt  dieser  Nutznießung  nicht  betträngt  und  sonst  laut  In-  ' 
halt  des  Testaments  geschützt  zu  werden.  0.  0.  1629  AprÜ  2. 
(Orig.)  L.*A.,  Landiecht  Pranckh.) 


837 


Von  E.  G.  II.  H.  ist  mir  ein  anibtabcvelcli  de  dalo  den 
6.  tag  Martii  dises  iahrs  deu  2R.  eiuadem  .  .  .  Ubeniiitwort  wor- 
den .  .  .  darinnen  mir  erstlich  I.  K,  M*  .  .  .  genernimanciat  für- 
gelialten  wirL,  dass,  weillcn  dai-iiiucii  begrill'cn,  daas  man  alle 
adeliche  jogent,  wellichc  auf  tincathollscho  ort  vorscliirkt  wor- 
den, von  durtmi  nisljaldt  abfordern  und  mit  catholischen  gcr- 
haben  vcraclicn  gölte,  und  dit;wcilen  iüU  die  adminisiration  und 
Versprechung  der  gerhabscliaft  meiner  söhn  über  mich  ge- 
nohnien,  aber  \m  dato  nUuhe  ercläruiig  eingebracht,  ob  ich 
mich  zu  der  U.  cath.  religion  bequemen  wolle  oder  nicht,  der- 
wegen  E.  G.  u.  tl.  verursacht  worden  .  .  .  die  notgerliabachaft 
von  mir  aafzuticbßn  und  einem  andern  cntholischcn  gerhaben 
zu  ilbergebeUj  mit  volgendeni  mehrern  und  geraessonen  bcvclch, 
mein  gerhabsohaft  raittung  zwischen  hie  und  St.  JOrgentag  bey 
E.  G.  u.  H.  ambtscanzlci  zur  iasliticicroDg  einzubringen,  auch 
meine  si3\m  zu  uuminiren  und  wo  sie  sich  jetzuud  befinden  und 
wie  alt  sie  sein,  zu  berichten: 

hierauf  kann  E.  G.  u.  H.  ich  .  .  .  zxi  berichten  nicht  unlor- 
laBscn,  d&sSf  was  erstlichen  das  publiciei-te  kaiserl.  generat- 
mandat  anbelangt,  ich  mich  dessen  ganz  wul  zu  crindern, 
dann  wie  mir  soliches  durch  denjenigen  landboten, 
welichcr  das  herumbgc tragen,  zuegebracht  worden, 
habe  ich  in  sein  botens  execntionregister  mit  aigncr  band  ge- 
sehriben,  wo  gedachter  mein  söhn  sei  und  wie  alt  er  iat  und 
dass  ich  in  willens  sei,  deme  In  kürze  in  lialiam  zu  schicken, 
und  dieweilen  ich  dises  also  in  dea  boiens  register  geschriben, 
mein  söhn  auch  damals  nuer  bei  mir  and  nicht  ausser  landts 
gewest,  welHchcn  man  auch  immcrzue  zu  Grtttz  bei  dem  sprach- 
maister  gesehen,  habe  ich  nicht  vermaint,  dass  es  derentwegen 
weitera  berichta  bedürfe,  .  .  .  dieweilen  er  aber  bis  auf  dato 
noch  bei  mir  ist  und  ich  mit  gottes  beystandt  and  genadt  craft 
der  jüngst  pabliciertcn  k.  gencral  man  data  sclbstcn  mich  aus 
dieeui  land  anderwerts  bin  begeben  wier,  also  wicr  ich  solichen, 
dieweilen  er  bis  dato,  gottlob,  und  so  lang  ich  lebe,  kain  pupil 
ist,  mit  mier  nehmen. 

Wftg  ftir  das  ander  die  .  .  .  notgerhabschaft  anbelangt, 
hat  es  darmit  ein  soliche  mainung,  dass  ich  nit  simpliciter  ein 
notgerhab,  sondern  ein  Tolmftchtiger  und  unverraiter  unLfrut>- 
tuarins  bin,  so  lang  ich  lebe,  craft  meiner  jüngst  verstorbnen 
lieben  gemabl  sei.  orndtlich  aufgerichten  testaments,  davon  ich 


fl38 


den  vierten  »rticl  dar&as  .  .  .  hicmit  .ibschriftlicli  und  vidinitrter 
»tth  A  einbringe,  in  welchem  ganz  lauter  und  dar  bc^iffen, 
dftBS  icl)  atl  ier  ßQct,  wie  soljclies  genant  wirt,  so  lang'  ich  lebe, 
Icihgedin^sweia  ohne  ainiclie  raitung  doch  anverthuclich  and 
ungeBchineiiert  des  haubtgnets  innen  haben,  nutzen  niessen 
und  gcbranchßu  müge,  mir  anch  ihre  nnd  meine  sOhn  als  ein 
tre.Qer  vatcr  bevulchen  sein  lassen  solle  und  tu  summa  alles 
das  thuen  und  laisten  solte,  als  was  sie  ala  baidcr  getreue  ehe- 
leiblichc  mueter  ku  tliuen  und  zu  laisten  von  natur,  ehr  und 
rechtstvegen  betuegl  wälire;  craft  dises  lautern  articis  habe  ich 
ihr  testament  accepLiert  und  mich  des  ihrigen  unterfangen^ 
welches  mir  meine  baydc  sühn  n-ueli  gar  gern  vergunnen  und  der 
ältere  als  mein  Stiefsohn,  der  VVucchrcr,  welcher  nunmehr  bei 
seinen  vogtbaren  iuhren,  derae  auch  der  h.  laudtshaabtnian  in 
Khärndlen  das  viitcrlich  gaet  in  Khärntcn  einzuantworten  an- 
bevolchen,  gar  kain  widerred  derwegen  hat. 

Diewei]en  nun  die  lettamenta  .  .  .  von  der  .  .  .  l.-ubrigkait 
mtteasen  gehnndhabt  werden^  also  wll  ich  geh.  varboffen,  ich 
werde  darwider  (dieweUen  die  rechten  erben,  wclichc  nunmehr 
vogtbar,  auch  die  nÄchsten  agnaten  kain  einreden  hal>cn)  tod 
der  landlsnbrigkolt  auch  nicht  hctrangt  werden,  inmaasen  ich 
dann  hieiuit  wider  allen  [^ewalt  und  unlueg  soUnniter  protestirt 
haben  will;  uns  oberzulten  Ursachen  nun  und  vcrmtlg  aiigezogneä 
testamenls  wiere  ich  gar  nicht  schuldig  sein,  zu  K.  Q.  a.  H. 
ambteoanzlei  ainicb  gerfaabscbaft  raitung  zu  erlogen  und  wann 
ich  auch  genötigt  sollte  werden,  dass  ich  meiner  sün  inQetter 
lieh  gnet  (weliches  mir  von  der  ifsiatrice  auf  mein  leibs  leben 
lang  vermaint  worden)  abtreten  mUesste,  so  wurde  iohs  nie- 
mandts  andern  als  meinen  sühnen  einantworten,  dan  die  ober- 
gerbabachalt  nur  eo  laug  be&tobt,  so  lang  der  pupil  mtnvrennii 
ist,  da  er  aber  seine  vogtbarkcit  hat  und  mit  dorn  Bcinigen 
ausser  landts  zu  ziehen  be-gert,  so  hat  die  l.-obrigkait  nie  in 
dem  Beinigen  (craft  l.-freibeit  und  gemainen  laiidtsgebrw 
ainiche  mass  oder  Ordnung  zu  geben. 

L'nd  übzwar  ich  ganz  und  gar  resolvirt.  micli  aus  disem 
land  zu  begeben  und  mcinei-  lieben  gemahl  Bei.  mir  auf  meiB 
lebenlang  verschflfTte  goeter  dahinten  zu  lassen,  bo  will  kh 
doch  verhoffen,  ich  werde  eben  dasjenige,  was  1.  K.  M'  .  .  . 
denen,  welicbo  fideicommissgueter  im  landt  haben  und  wie  es 
mit  deniselbigcn  des  genusa  halber  gehalten  sohe  werden,  vcr- 


* 


i 


839 

mUg  Qliallegirlen  gcneraU  aacli  zu  gcnUcbsoii  haben,  dann  es 
fast  unum  et  idem.  .  .  . 

Will  geh.  verhofFon,  K.  G-  u.  H,  .  .  .  werden  mier  hier- 
innen weiter  iiiclits  beschwerliches  suemueten,  soodeiii  mtcli 
vil  mehr  bei  meiner  I.  fraucn  geniahl  sei.  testainent  schützen 
und  handhaben.  .  .  . 

E    G.  u.  H. 

gehorsamer 

Wolf  vun  Prangkli. 

• 

Der  Artikel  4  de«  TeBljiinenta  liegt  bei  uud  entliKlt  in  Mt  Tut  Hhb, 
WM  ohtin  «ngegebon  Ul;  dabni  ist  die  lluffiiung,  er  wnrd»  oivh  die  Snhn« 
augeLegcn  «ein  IflJseii,  tiata  er  ite  ,vor  Alten  dingen  ku  der  ehr  und  forrlit 
gottp»,  ilie  Pin  mbtnr  liriinn<)un1l  dir  vroiiilK>Lt  int,  wie  micli  zum  üludiceu, 
pirtnn  kÜiiHion  imil  eitlen,  nnl  emst,  eiTi-r  und  nllcn  rlcii.-»  nieh«  .  .  . 
ionil'-flic]i  nlicr  dxrnit  sie  iii  der  reelitcn  wuren  ev.  rcitgloo  utnerwiMon  und 
erhallan  werden'.  .  .  . 

Am  auQen-n  Kanile:  ,2.  A|iril  638'. 

Der  junge  l-'r«&s  Adain  Wuelcrcr  legt  seine  .l'roloUtioD*  bei,  deß  du 
TeAtnDK'nt  •einer  vArRtorlioci'nii  AliiltiT  dviii  8littl'vat«r  gog'AnOh^r  gntreu  piu- 
g«lililt«n  vrt'rdft.  BoIUc  Ihm  Hcinrr  MuUtr  Gut,  ,diirurtlrT  noch  zum  Teilo 
du  dee  Vaters  gnmtsclit  int',  lo  wUrdn  er  es  keinem  anderen  lauen,  Bondern 
sieli  ^deeaeiben  lelbBt  unterfangen*. 

2617. 

Feräinami  II.  an  Christoj'h  Dnvid  ürsehenheck,  Lamleshanptwnnn 
I»  Knmten:  ,damit  in  huniiuiirio  iudicio  den  herrn  uud  html- 
leithcH,  so  der  uucaiholischen  rditfion  iuüher  wollen  aus  diesen 
landen  eichen,  schlcijiiye  iustitia  atlministrieri  iverile'.  Graa,  1029 

April  G. 

fKons-,  Stalth.-AnhiT  Graa.     Expol.  i&i9.     Reg.  ohne  Tageadatuu  im  Bep. 

ävt  Oem.  Kop-) 

Ferdinand  .  .  .  Was  Air  ain  rätliHche  mainong  du  an  uns 
unlengst  wegen  administricrung  sdilclniger  iuHitia  denen  herrn 
und  landleithen,  so  der  uncatholischen  rcihgion  halber  aus  discn 
landen  ziehen,  gelangen  lassen,  dessen  hast  da  dich  gueter- 
massen  au  erindem.  Wan  wür  uns  dan  darauf  und  andere  dcM 
wegen  einkhombne  rathhche  guctachtcn  dahin  gn.  rcsoWiert 
und  entschlossen,  dass  aller  orten  nachvolgender  modus  solle 
gehalten  werden:  als  anfangs,  ehe  die  parthcyen  in  das  recht 
erwachsen,  sollen  die  gericht  vor  allein  dahin  gedacht  äcLn  und 
eich  beroUehen,   damit  durch  die  gücte  beiden  thailen  zu  ruhe 


840 


geholfön;  in  denen  rechtsMchen  aber,  welche  h«raith  dem  tum- 
tnario  ittdieio  hey  denen  sclirannengericliten  per  Utü  oontMta- 
tiottem  anbengig^  gemncltt  worden,  solle  es  ilabey  gelaBwn,  dl«- 
jenigen  acltonex  aber,  so  i)oc}i  nicht  dasctbston  in  lit«  ptndent* 
fQr  die  landtebaabttnansohaften  iedes  landts  gesogen  werden, 
mit  disein  geinesftenen  und  gantz  ernstlichen  hoTolcli,  dass  die- 
selbe landLe^iaubünannscbaftcn  denen  aas  den  landen  ziehenden 
herrn  und  Innrtlentben,  sie  seien  actwef  oder  rei  unverzogont- 
Hell  cxtruordinari  verhOi-eii  anstellen  nnd  Über  ibra  habende 
praeteunmiee  »timmarie  et  de  piano  erkennen,  wie  auch  aaf  das 
fUrderlichiste  zu  denen  executionen  verhelfen  eullen. 

DcsBglcichen  soll  es  auch  mit  den  Sachen,  welche  aonsten 
zu  tSgen  clagt  und  in  das  ordinari  landtrecht  gehören,  observirt 
werden  und  obwoln  wir  in  Stcior  diso  vorardnung  getban,  das 
«an  sich  ein  oder  die  andere  parthey  wider  die  be;  gericht 
aiiBgegprochne  urti  and  abschidt  bcechwilrdt  ed  sein  verinainen 
und  derentwegen  auch  umb  die  appellationen  einkhoinen  würdet, 
dass  denonsciben  vor  nnser  i.-ä.  regierang  mUndtliche  Terbören 
angcstelt  and  also  den  thailen  schleinig  von  einander  geholflen 
werden  (>ic),  wie  aacli  dass  lo  denen  eachen,  so  beraitb  in  litU 
jtendentia  sich  erhalten  utid  appellirt,  aber  die  scbriften  noch 
nit  aufgericht  worden,  es  auf  ein  gleiche  weis  zu  observiercQ;' 
was  aber  in  Kärnten  und  Crain  appelÜert  windet^  weilen  die 
advocntcn  soweit  heraas  ohne  grosse  ungelegenhelt  nicht  eu 
bringen  und  mit  inforniirung  de  novo  der  alhietgen  sonsten  mit 
vilcn  aclionen  uberhellfTten  sich  auch  die  iie^otia  nur  raehrcrs 
verlengcrn  wurden,  %]sn  lassen  wir  es  bey  der  alten  ordnUDg, 
dass  die  appellationes  dasolbsten  schriftlich  aufgericht  und  unser 
i.-Ö.  regiemng  uborhendigt  werden  solleuj  verbleiben. 

Und  so  vil  dan  die  hofrechts-  odor  gwaltsclager  anbelangt, 
weilen  dieselben  von  denen  gründten  dependieren  and  denen 
poBsesBoren  za  verfechten  gebtleren,  für  sirh  selbstcn  auch 
eau$ae  »ummariae  seindt  nnd  ein  jeder  kaufer  sich  wol  wUrdet 
za  versichern  wissen,  soll  es  bei  denen  in  solchen  fallen  ange- 
stelten  clagen  und  processen  bey  den  ordenlicben  instanten 
allerdings  gelassen,  im  übrigen  aber  sollest  da  zu  befUrderung 
der  partheyen   das  recht  öfter   sitzen   und   die   scbleinigc  ab 

•  In  einem  «ndenra  Enlwurfc:    .weilen  sbsr  b«i  dinem  so  »II  KilchM  nit 

practiciert  wetdoD  ItADci  .  .  .' 


I 

I 
I 


841 


helfung  der  reclttsstrittigkeiten  dir  bftsondcrs  fleiss  angelegen 
sein  lassen. 

Wan  aber  ie  in  der  inen  ans  den  lande  »ielienden  be- 
stimbten  ze'ii  tbeil»  reclitafUhrung  umb  derselben  weiUit.liicIitig- 
keit  wilten  nicht  erörtert  werden  möchten,  sollen  die  aas  dem 
land  abziehende  f^loichwol  catholische  gwalt«trager,  die  das 
recht  ausfuhren,  liinter  sich  sii  lassen  schtiklig  sein. 

Also  wollen  wir  dir  liiemit  gemeaaen  bevehlent  haben, 
dasa  du  zae  meniglicfis  nachrichtun;;  dise  anser  gn.  genombne 
reselnlion  publicieren  lassen  und  denen  aus  dem  landt  ziechen- 
den  landtleuthen  in  ihrer  rechtssauhen  selbiger  gemäss  die 
justitia  sclileinigist  adrainistriren  sollest.  Dann  es  beschicht 
hieran  unser  gn.  will  und  mainung.  Oeben  in  unser  statt  Graz 
den  6.  Aprilie  anno   1629. 

Comraissio  sacrao  caesareae  maieslatls  in  coosilio 

Wolff  Jöchlinger. 
Job.  Zteglmüller. 

Liegt  tn  dini  iintveAnntUch  von  niiifliKlnr  verscliieilenen  KiitwUrfiin 
vor.  Ein  an  ätM  KellnirmnittArKiiit  in  g1uioh«r  Saoliie  uligehnn^er  lißfehl  iel 
vom  34.  April  datiert  (Koaz.,  ebonda.). 

2518. 

Ferdinand  IL  an  die  Verordn€te*\:  erläßt  auf  die  Supplik  Eva 
Grafenauers  hin  ihr  den  10.  Pfennig  und  bemUigt  ihr  den  den 
anderen  LaTidleuten  gegdtenen  Tennin  gum  Abzüge,  öror,  1629 

April  18. 
(Orip-,  Ät.  I,,-A  ,  Chr.  R,) 
Wird  ihr  «m  31.  Mai  Tun  den  Verordneten  Ubennitlelt  (Konc ,  ebund«). 

2519. 

,Des  Landprofosen  in  Sttier  contra  Wilhelm  von  Tladmannsdorf 

in  causa  der  unUr  die  Pfarre  Klöch  und  Ilnlheurein  gehörigen 

Unierinnen  Entschuldigttngsschreihen.^    1029  Aprü. 

(äUttb.-Areliir  Qru,  Rop ) 

2&20. 

,Ha«g  Frans  von  Sigersdorf  tvegen  Erleilung  eines  Termines  im 
Lande  »u  verbleiben  pnncto  reltgionis.'    1629  April. 

(K«p.,  eb«ada.) 


842 


1 


2521. 

Tcsiimonium   der  iietrischcu   Landsdtaft  für  ihre  der  Heiigion 

tpegm  tum  Ahmge  am  dan  Lande  gencwigeHcn  Mitglieder  da 

Uerren-  und  Biticrstanäcs.    Graz,  1620  Mai  15. 

(Kons.,  et.L.-A..  Chr.  R.) 

Wir  .  .  .  E.  .  .  .  L.  .  .  .  verordonte  bekennen  Iiiemit  offenT 
lieh  .  .  .,  (Icmnaclt  die  R.  K.  M'  .  .  .  aus  cbristliclien  cyfer,  so 
9y  zu  der  hl.  cath.  rilmtschen  relifciou  haben  niid  tragen,  ud- 
langst  nls  sub  dato  den  1.  AugtiBti  abgewicbnes  H>28.  ian 
solche  1.  f.  generalia  .  .  .  befclchen  lassen,  dass  iedwcder  (»iehi 
oben  dii8  Oenerale  de  dato  Ifi28  August  1).  .  .  .  Und  weilen  der 
(wolgeborne  Iierr,  edle,  gestrenge  herr)  ihmc  aof  oben  bcrUcrtc  fl 
frcyge&telllc  wähl  luehrers  das  bcneßcium  cmigrationit  als  die 
animmbung  der  eatlioliscben  rüniischcn  rcligion  belieben  lassen 
und  hierauf  bey  wolgcdaebtcr  einer  löblichen  landschaft  dise« 
licrzogtlruinba  Stcyer  in  jUngsgehaltnen  iandtag  umb  crtlmilaog 
{jlaubwUrdigei'  scliriftlicher  urkundt,  das»  er  neinblichen  seinen 
abzug  ans  discn  i.O.  IhihIuii  kaincr  audurn  uraacben  als  der 
rcligion  halber  gcnoinbcn  habe,  angelangt,  ans  anch  darauf 
durch  ulgcmainen  landtagsscliliiss  anbevolchcn  irordcn,  dass 
wir  ihme,  hcrm  N.,  der  ^varhait  zu  Steuer  glaubwürdigen 
schein  und  nrkundt  crthailcn  sollen,  alüo  haben  zu  volziebanß 
dessen  alles  wir  ibmc,  hcrrn  N.,  hiemit  disc  aafrichtigc  ehr- 
liche zcugnuss  dahin  geben  wollen  und  sollen,  das  niehrgo 
niclter  hcrr  N.  wie  auch  seine  liebe  vorfahren  nit 
allnin  aincs  uralten  adelichen  und  ritterlichen  her 
koincns  sein,  welche  sieh  auch  jederzeit  mit  araltec 
adcUchen  ritterlichen  gcschlcclitcrn  ircm  standt  nach 
als  licrrcn-  und  ritterstandt  vcrhcyratb  und  befreandt 
gemacvht,  sondern  aucb  solch  cm  ihren  standt  gemfiss 
sieli  j^dcsmala  adclich,  aufrichtig,  ehrlich  and  redlich 
in  friden  und  uiifridts  zciteii  gegen  T-  M*  und  dero- 
sclben  li  o  <■  h  1  öb  Heia  ist  en  vorfordcrn,  wie  auch  einer 
löblichen  landschaft  und  gemainen  weson  als  getrcaeo 
Patrioten  wol  anstehen  thuet,  und  mit  meniglich  unsers 
Wissens   also   nachbarlichen    verhalten,   dass   sonst«  o* 

*  Die  K«iprrirt«n  Woito  «ind    in   d«m   K«ns«pt«    durch    «inen    dtrich    4Ib 
Uande  herrorgeboheo. 


843 

«ein  ond  der  seinipcn  liebreiche  fcrrere  conttrait^rliche  bey- 
wi>linunfr  in  dison  Undcn  (waii  er  nit  übverstandencrinassen 
der  rellgion  und  keiner  andern  Ursachen  halben  seinen  abzuf; 
nemben  thcle)  mit  licchsler  begierde  gewQnecht  und  de»iderierl 
worden  wore. 

Gelangt  demnach  an  alle  und  jede,  was  atandts,  ebren, 
würden  und  wesena  die  sein,  so  hicinit  rrsneclil  mücliton  werden, 
im  naincn  hochcrinclter  E.  L.  L.  alda  in  Steyr  unser  dienst- 
liches, vleiasiKCB  und  freundliclies  annHnnen  und  l)itlen,  die 
wollen  inen  mebi-  wolgemeltcn  herrn  N.  wegen  angeregtes  seines 
gneten  alten  adelielien  herkombetiB,  ebrliclien  und  aufrii-btigen 
verljalten(8),  auch  von  dieser  I.  Steyrifichen  landsclmft  wogen 
zu  gnadon  und  aller  erAprtlsalichen  und  wolwlirdigen  bef\lr- 
derung,  Üebs-  nnd  guetserweisang  beste(nl8  commondiert  und 
anbevolhcn  sein,  sowol  auch  an  seinen  raisen  aller  orten  onge- 
bUndert  in  durclipaasiern  lassen.  Solches  wirdet  er,  licrr  N. 
selbst,  jedes  slandt.  chrn  und  würden  nach  zu  verdienen  sich 
jederzeit  bemUehcn  und  wir  wollen  es  auch  auf  begebende  gc- 
legcnhait  in  disen  und  andern  filhlen  um  jeden  seines  atandts 
der  gebUr  nach  zu  erwidern  in  K.  L.  L.  nunoen  in  alwcg  be* 
flisscn  sein. 

Dessen  alles  nun  zu  kreftiger  urkundt  und  der  anfail- 
l>ären  lieben  warbait  /.n  Steuer  habmii  wir  anfang.^  benennte 
verordente  in  Steycr  unsere  ambtspL-tscfiaften  liier  angehangen 
und  auch  öainenllitdi  niil  aigiien  hnnderi  unteraehriben.  Oeben 
nnd  bcschcchen  in  dises  herzogtlminbs  Steyr  hanblstat  (irttta 
den  15.  tag  May  .  .  .  ll>2U.  inbr. 

Am  llnichliige:  X'oncept  der  liPrrB  tmd  lunillrut  («TiwiöhiV.  Nach 
dinwm  Konsrpt«  n-uriJüii  diu  eiiiMltieii  ZvugiiitAP  aiigcff tilgt,  nur  w«rdea 
bnotxlcre  Qualltttun  auuli  tiocb  bunonilcti  liprauagrhobci).  Dm  erale  7«ii^iiiM, 
du  duruAcJi  gcforli^l  wuni«.  war,  wie  auf  don  Kcusapto  tolbsl  vermerkt 
wird:  ,ll«rr  Hans  ron  PrAg*. 

252^. 

Testimonium   der  steirifcheH   Landschaft  für  den  edlen  Herrn 

Kaspar  Zebingcr  auf  Kirchfeld,  tceiciicr  der  Kdigien  tccffeti  iws 

dem  Lande   muß  und  der  sich  daheim  und  im  Felde  stHs  treu 

und  ritterlich  erteiesen.    Orai,  16ÜU  Mai  15. 

(Kop.,  81.  L.-A.,  Ckr.  R.) 


844 


2r)33. 


Klngc   der    Kdndncr   Lnndschaß   gegen    äen    Profosen    ,iccgen 
aUerhmid  gegen  seine  Instruktion   vorgenommener  Handlungen'. 

1639  Mai. 

(äUtth.-Archiv  Gru,  Rr<p.) 


2524. 

Lattdfsfür&tlicher  Befehl  an    den  Landesvenvalter  in  Steierntarl 

Ulrich  Christoph  zu  Schär fr.nhnig :  %d)er  das  Vorgehen  des  Hiero- 

nymus  Vürker  Bericht  eu  erstatten.    1629  Juni  7. 

(Stnith.- Archiv  Or»J^  t^iidr«clil  PHrker.) 

Pilrkcr  roU  atuiSaciison  und  amlerBti  LHndeo.  wo  or  WohDaof  ncht«, 
heintgAkehrl,  eisen  Aullauf  vr-Tiir>&cht  und  tidriiclite  vsrbreitet  haben,  dafl 
mnn  den  Ttlrksn  inii  Land  rnf«n  rM>11ß,  well  di«  UnkatliolUchsn  vtririobra 
werden. 

2525. 

Georg  der  Altere  Herr  von  Stuhenherrf,  im  Begriffe,  der  Heligion 
wegen  seinen  Aheug  aus  dem  Valcrl/mde  sti  nehmen,  ly^rmaehl 
seinen  leiden  Vettern  Georg  dt-m  Jüngeren  und  Wolf  von  Stuf}eH- 
herg,  denett  er  schon  früher  Schallaburg  in  Österreich  und  Mure^ 
in  Steier  eingeräumt,  Kapfenherg  und  Franenhurg  derart,  d«fi 
jenes  an  Georg,  dicsrs  an  Wolf  fidlen,  letzterer  aber  eur  Aus- 
gleichung dann  noch  Stubcgg  erhalten  solle.  Dem  jungen  Vetter 
Hans  Wilhelm,  dem  Sohne  des  in  den  höhmiscfien  Aufstand  ver- 
wickelten Budolf  von  Stuhenberg,  soll,  da  er  nacÄ  seinem  Vaier 
nichts  eu  erben  hat,  tvenn  er  20  Jahre  alt  ist,  «*/  Genehmigung 
dts  Kaisers  100.000  ft.  ausgeeahll  uerden.  SoUte  er  des  Kaisers 
Zustimmung  nicht  erhalten,  so  entfallt  diese  Verpflichtung,  aber 
die  Vettern  sind  verpflichtet,  Hans  WiUulm  bis  ru  seiner  Vogt- 
harkeit  gebührlich  m  imicrhalten.  Die  ererbten  Herrschaßen 
sollen   nicht    an   Fremde   verkauft    werden.     Kapfenherg,    162S 

Juni  27. 

(Kop.,  &(.  I..-A.,  !Stubeiib«r^Akteii,  Fam.    Scliwarx.-Arcbiv  Moratt.) 

Zu  wissen,  naohdeme  der  wohlgobohrne  h.  herr  Georg 
der  Kitcrc,  horr  von  Stubenborg,  herr  aaf  Kapfenberg,  Muhr- 
egg,  Frauenburg,  SclmlJaburg,  SUechtenberg  and  Geyereperg, 
obrister  orbacliejik  in  Steyer,  R.  K.  M*  rath  anietzo  seines  ab- 
aug  AUS  dem   lanclt  Sleyr  za  nemben   eutsclilossen  and 


I 


845 


wegen  seiner  im  landt  hinter) as»encn  ligenden  gUeter,  nach- 
deme  ilimcj  diesellio  Hcines  leiba  leben  lang  in  bstandt  zu  ver- 
lassen, von  [.  K.  M'  allergncdigst  bewilligt  worden,  sieb  mit 
beedeo  seinen  lierrn  vöttera  .  .  .  Qeorgen  dem  Jüngern  und 
.  .  .  Wolfen^  bcdßu  lierni  von  Stubenben?  gebrüdem,  der  ad- 
ininistration  halber  allberaith  auf  ein  gewisses  und  richtipes 
vorglielieii,  und  aber  wegen  seines  hochen  ob  sieb  liabenden 
alters  und  wissentlichen  leibsBchwacbheit  ihme  die  gedanken 
Icielit  macben  kan,  dass  er  sein  leben  lang  in  Uisea  landt 
nicht  wider  komon  müclite,  doch  aber  gern  haben  and 
sehen  wolte,  dasa  nit  allein  die  kurze  zeit  noch  seines  lebens, 
aondürn  auch  nach  seinem  todt  solche  anligende  Btuck,  leitli, 
gUlt  und  gUeter  bey  dem  namben  der  herrn  von  Stuben- 
berg durch  besagt«  seine  2  junge  herrn  vettern  und  ihren 
erben  bestcndighch  in  guetem  fri<len  und  ruebe  erlialtcn,  auch 
aller  künftiger  verthailung  willen  (sie)  zwischen  ihnen  erheben 
kante,  vorgebogen  wnrde : 

als  hat  thine  für  gnet  angesechen  noch  in  lebzeiten  und 
vor  seinem  verraisen  auch  der  künftigen  snccession  willen,  ver- 
miteis  ihrer  selbst  aignen  brilcderllchen  unter}iallung,  als  in 
welch  er  nicht  allein  guetwitlig  consontirt,  sondern  auch  sie  dar- 
zue  Selbsten  zu  Jctn  ende  hiefaer  auf  Kapfenberg  bescbribon 
und  berneffen,  ein  entlii-hc  richtigkoit  zu  inai^ben.  Darauf  dan 
beede  herrn  auf  vorher  gepßogene  reife  erwegung  der  Sachen 
mit  zeitigem  rath  sich  dahin  freundtlich  iitid  bruederlicb  ver- 
ainigt  und  vcrgliebon,  dass,  weilen  ihnen  von  anfangs  wohl- 
ernenten  ihren  herrn  vöttern  über  das,  was  ihnen  mit  denen 
herrschaften  Schftllaburg  in  Osteri-eich  und  Muregg  in  Steyer 
durch  abBonderlichc  contracl  hie  bevor  eingeraumbt  worden, 
die  noch  übrige  zwo  herrschaften  Kapfenberg  und  Frauenburg 
zu  gleichen  tbailen  vermeint  worden,  dass  auf  begebenden  falil 
zeitlichos  ablebens  ilirca  herrn  vOtters  (welches  der  aümcchtjgo 
gütt  nach  seinem  göttlichen  willen  noch  lang  verbieten  wolle) 
die  berrschaft  Kapfenberg  dem  eitern  bruedem  herrn  Georgen, 
die  berrschnft  Frauenburg  dem  Jüngern  brnedern  hcrm  Wolfen 
becden  herren  von  Stabenberg  oder  ihren  erben  alles  Inhalts 
der  vorhandtcnen  urbarien  mit  aller  rechtlichen  ein-  und  Bue> 
gehör  und  aller  masaen  sye  bis  anhero  durch  den  alten  herrn 
genuetzt  und  gciiobäcn  worden,  ftlr  frey  aigen  zuesteheu  und 
erblich  verbleiben  solle. 


846 


DouH  weilen  die  lierrsoliHft  Kapfenberg  in  den  pfiindt 
gelten  dem  anschlag  aud  nnsatz  nach  die  herracUaft  Fraaen- 
borg  ein  nnrnhlrnftüs  Ubcrlrifrt  und  dalieru  zu  erbaltung  gleicher 
iheilang  durch  den  eitern,  dem  jUngern  herrn  broedern  ni>eh 
etlich  hundert  pfundt  gelta  herrngnlt  erstattet  werden  müssen, 
dass  domnAch  solche  er^tattung  mit  der  herrschaft  StuHcgg  ge- 
schehen solle,  also  dass>  wann  sich  der  todtfahl  wie  obvermeldt 
mit  dem  alten  herrn  über  kurz  oder  lang  nach  gn.  willen 
gottes  begehen  wtlrdet,  dass  sodann  die  herrschaft  Stabegg 
durch  herrn  Georgen  den  jUngi^n-n  in  gleichen  inhalts  urharii 
mit  aller  rechtlichen  ein-  und  sucgehUr  nirgendta  noch  nichts 
davon  ausgeschloa^en,  allermassen  dieselh  anietso  durch  ihme 
genntxt  nnd  genossen  würdet,  dem  heirn  Wolfen  herrn  von 
Stuhenberg  zu  der  herrschaft  Prauenburg  würklichen  abgetreten 
und  in  sein  posaesa  nnd  gewohr  für  frcy  aigen  eingeantwortet 
and  überlassen  werden  solle.  Und  ist  sodann  ein  thait  dem 
ainIitrTi  \»-y  il«iijCj  was  üime  alsdann  in  craft  dises  Vertrags  in 
sein  possess  konien  oder  verbleiben  u-Urdet,  vor  aller  recht- 
lichen clag  und  aiiHprach,  wie  es  im  landt  Steyer  gebreiicbig 
und  recht  ist,  /u  schützen  and  zu  schenneu  schuldig. 

Damit  dan  nun  diso  brUedcrÜchc  voi'Uiailung,  welche  ihme 
der  alte  herr,  damit  die  heri'ächaft  Kapfenberg  unzerrisaener 
verbleiben  niüge,  allerdings  Wohlgefallen  lassen,  auf  begebenden 
fahl  als  wUrklich  eftectuirt  und  unwiderrueflicli  gehalten  werde, 
also  habe  er  dieselbe  nit  allein  pe.r  ejpprctawn  ralihabirtj  sondern 
aucli  in  efeetii  seines  begebenden  todtfahle»  angedeate  bccde 
herrsciiaftcn  Kapfenberg  und  Frauenburg  seinen  beeden  Jüngern 
herru  vettern  mit  diser  aosdrUckonlichcn  condition,  dass  solcher 
verthailung  von  becden  thwicn  wUrklich  nachgelebt  werde,  hie 
mit  und  KU)(leich  in  forma  ainer  Übergab  oder  dnnation  von 
todts  wegen  fUr  frcy  aigen  cedirt  und  llbergeben,  doch  so  lang 
er  lebt,  anbenumbi-'n  nnd  giiw  jiraeiutlirw  seines  reohteng,  and 
dass  sie  beynebcns  aacli  schuldig  sein, 

erBtlioh  die  onera,  so  nach  seinem  todt  sich  darauf 
6nden  machten,  su  bczalcn  und  richtig  zu  machen  und  weilen 

für  das  andere  von  weiland  herrn  Rudolphen  herrn  von 
Stuhenberg  noch  ein  söhn  nauiben»  Hans  Wilhclmb  vorbandtent 
welchen  der  alle  herr  als  seinen  nuchenden  bluetafreondten  urab 
desto  mehren)  za  betreuen  nrsaeh,  dieweilen  er  laider  nach 
seinem    herrn    vatcr    wegen    dessen    unglUckseligcD 


9 


4 
I 


847 


atandt,  nichts  za  erben.  aUo  Imt  er  ibme  tod  beeden  disen 
lieri-scLaften  in  der  alleraDtc-rLhänigsteti  trostliclien  hofüaung, 
daü8  er  als  ein  unschuldiger  eines  soHcheu  wohl  fechigeii  (sie) 
und  seines  nunmehr  verstorbenen  herrn  vatern  sei.  inUsshand- 
Innf^  weiter  nit  zu  entgelten  haben  werde,  in  gelt  ausgozo<ren 
ainnialhunderttAuscnt  ^Iden,  dergestalt,  dass  soliche  einmal- 
hunderttioBend  gülden  wolgcdachtc  herrn  von  Stabenberg  er- 
nennten ihrem  rüttem,  wan  er  das  zwansigiste  iahr  seines 
alters  erreicht  haben  wQrdet,  gegen  qaittang  hinauszugehen 
schuldig  sein  sollen,  da  er  änderst  vri*i  vermeldt,  einer  sotichen 
gab  und  donation  allerunterthenigister  hoffnung  noch  fechig. 
Wover  aber  wider  Zuversicht  ein  solches  mit  recht  oder  mit 
der  K.  K.  M'  milden  willen  and  zuegcbcn  nit  sein  oder  ge- 
schehen konnte,  oder  er  seine  vfl^Uige  vogtbarkeit  der  20  jähr 
nicht  erraichen  wardt,  so  solle  sodann  solcher  auszug  auf 
solichen  unverhoü'ten  fahl  hiemit  widerunib  gesetzlichen  cassiert 
und  aur>;ehebt  und  beede  junge  herren  derentwillen  jemandts 
etwas  hiiuiuszugebci)  nit  »chuldig  sein,  doch  aber  dass  sy  in- 
uittcls  so  lang  er  in  leben  sein  und  von  dem  alten  herrn 
Selbsten  die  unterlialtung  nit  haben  wurde,  bis  zu  angedeater 
seiner  vogtbarkeit  nach  sein,  des  alten  herrn,  todt  seinem  standt 
gemJlss  gebitrlichen  unterlialten. 

FUr  das  dritte  sollen  sie,  beede  herrn  gebrlleder,  von 
beeden  disen  hcrrschaften  in  freiiibtc  hcndt  und  auch  sonslen 
unter  ihnen  selbst  ohne  sonderbare  dringende  iioth  nichts  vor- 
wendtcn  noch  verkaufen  oder  die  herrschtifton  oder  urbaricn 
zerreissen.  Im  fahl  aber  bey  atnem  oder  dem  andern  oder 
dessen  erben  so  grosse  notturfien  entstehen  oder  erwachsen 
wnrdt,  dass  er  wenig  oder  vil  getrungcntlich  hindangeben  oder 
verkaufen  mieste,  so  solle  er  ßcduldi^'- sein,  seinen  brucder  oder 
dessen  rrben  nicht  allain  die  ainfailang  zu  thnen,  sondern  auch 
das  pfuntgeU  Iiüclier  nit  als  das  triicken,  das  war  umb  80  rt., 
die  schwere  gtllt  aber  umb  lOO  tl.  hinumbzulassen,  ausser  dessen 
sollen  alle  andere  fUrnerabende  reründening  genzlichen  eraftlos 
und  ungültig,  aber  diess  der  nit  haltende  thnil  dem  haltenden 
hieraus  entspringende  naclitl  und  schaden  abzutrafren  schuldig 
sein.  Im  fahl  aber  der  ainc  thail  entweder  nit  kaufen  wolle, 
oder  nber  bescheclme  ordentliche  anfailung  mit  aeincr  erclärung 
über  zway  monath  ohne  erhebliche  Ursachen  verziehen  wurde, 
alsdun  mag  die  verkaufung  auf  aiuen  dergleichen  nolli fahl  nach 


gefallen  ivol  gcachcchcn;,  und  solle  sodann  solcher  kaofer  billicb 
bey  seineu  würdeti  ond  creften  verbleiben. 

Hierauf  tabcn  aolicheu  gu.  willen  und  übergab  von  todti 
wegen  becde  junge  lierren  niclit  allein  zu  gehorsamen  dank 
angenoinbcn,  sondern  auch  aowolil  die  anfangs  verstandene  ver- 
tbailnng  als  alle  undcrc  \iici-  ob  specificterte  geding  nnd  Ver- 
ordnungen, wahr,  vüBt  and  statt,  auch  nnwidcrruHich  and  un- 
zerbrechlich ihme,  dem  alten  herrn,  auch  sie  selbst  unter  ein- 
ander einer  dem  andern  zu  lialten,  auch  darwider  in  keinerlei 
weiss  noch  weg,  unter  was  schein  das  auch  immer  sein  oder 
menschensUn  erdenken  mischte,  nit  zu  bandlen,  mit  mnndt  nnd 
handt  angelobt,  znegesagt  nnrl  versprochen,  alles  bey  wahren 
adelichen  ehren,  trauen  und  glauben  und  wissentlicher  ans- 
trUcklicher  verpfendtung  jedes  liab  nnd  güeter  in  genere  und 
tn  specie  aoch  boy  Verbindung  dos  allgemeinen  landtschaden- 
punts  in  Steyer,  als  wan  derselbe  mit  allen  punctcn  nnd  claoseln 
hierinnen  begriffen  stundte,  treulich  ohne  gevarde.  Dessen  zu 
wahrer  arklmndt  sein  dises  vertragshandtnng  und  donation  drey 
gleich  lanteiide  exemplaria  aufgericht  und  von  allen  dreyen 
Herren  mit  ihren  uignen  unteigestültcn  handtschriften  und  an 
gßborucu  insigln  hecrüftigt  und  mnb  melirer  der  sach  zeagnos 
willen  der  odle,  gestrenge  und  hochgelehrte  herr  Eyll  Johann 
Zuegrailler  der  rechton  doctor  und  der  K.  K.  M'  i.  Ö.  regtments- 
rath  KU  einem  mitfiirtigcr  (doch  ihm  und  seinen  erben  ohne 
nachtl  und  scliuden)  erbeten  worden.  Actum  in  si^^hloss  Kapfen- 
berg  deu  27.  JuitU  nach  der  gnadenreiclicn  geburth  Christi 
Jesu  unser»  orloscrs  and  seligmachers  in  dem  alntausentsecks- 
hondertneunundzwanzigsten  lahr. 

Qeorg  herr  von  Stubenberg         Georg  herr  von  Stabenberg 


der  Eiter. 

Wolf  herr  von  Stubenberg. 

L.  S.  L.  S. 


der  Jllngerc. 

Eytel  Johann  Zaegmiller. 

L.  S.  L.  S. 


7ti  dorio;  , Abkehr Uft.  ErbvoTtrujf  awituhcn  harrn  Geor^n  dee  Eltan, 
din  herru  Goor|;cii  ^eo  Jflngcin  uuU  U«rrn  Wolfeu,  li«rra  von  StubeubMg. 
Auf^ericbt  don  37.  Juni  1029. 

S6S6. 

GeOTff  Herr  von  Stuheitherg  (an  die  Eeffierung):  damit  er  seme 

Harschaßer  außer  Landes  gcniefkn  müge.    ItiHy  Juni. 

(Stattl.-ArcUiT  Qru.  Cxp«d.  Kep.) 


84fl 


Dju  AnKiidien  lAt  nach  der  niedrigen  ZilTer  (5)  iitriiBriinriings  Juni  f^- 
*t«llt  worden.  Duselbat  liest  mAn  anoh  Wolf  Herr  td»  9tnbeiib«rg  puncto 
Termin  in  rtltgionc. 

2527. 

Abschied  des   Q.  Saupiich   ron  seinem   der   Religion   ufegen  ins 
Exil  siehenden  Herrn  Gc&r^  d.  Ä.  Herrn  von  Slahenherg.  0.  D. 

(Origr-,  ßl-  L.-A.,  Stobenberg-Aktea.  Farn.) 

WoIg«borner  .  .  .  Ich  hab  an  lient  meinen  übel  aufsein 
mit  sondßrer  hetriebnns  vnrn<>mAn  mlieüsen,  nie  das  K.  G. 
morgen  frae  von  uns  binweckh  bu  raisen  wilens;  wan  es  dann 
ja  nit  änderst  sein  kaii  und  ich  vil  lieber  wie  aufh  andere 
Ew.  G.  undcrtlianen  von  gotl  gewUiiJscli(t)  und  gesehen  hclcn, 
da«  Ew.  Qn.  die  noeh  Uberige  zeit  ieses  lebena  bey  ans  und 
wier  tiiiter  deroselben  ber]Ii{,'kbaiten  und  sohntz  betten  ver- 
bleiben kllnen,  dann  es,  gott  waiss,  wan  herr  nnJ  -anterthanen, 
die  so  lang  mit  einander  gehaust,  unzeitig  von  einander  echaiden 
mUessen,  olino  sondere  betnebnus  und  trauern  nit  wol  be- 
schechen  kan,  niuess  also  gott  bevolchen  und  uhrlaub  genomen 
sein.  Und  weiln  dann  von  E.  G.  mir  und  den  raeiuigen  vil 
gacis  geschcehcn,  crzaigt  und  bewisen  worden,  ihnc  gegen  dero- 
selbcn  ich  mich  zu  höchsten  unterthenig-  and  gehorsnnibist,  ja 
aufs  aller  treuberzigist  bedanken  und  bit  darneben,  da  ich  in 
ninem  odar  dem  andern  wider  E.  G^.  gesündigt,  mior  sohchee 
genedig  zu  verzeichen.  Und  wUndsche  Kw.  G.  auf  ier  ange- 
stclte  filrgf^numne  rais  von  gott  dem  allmeclitigen,  von  der  aller- 
büchston  trcyfaltigkcit  vil  ghekh,  bessere  gesundhait  und  langes 
leben,  auch  was  Ew.  G.  zu  seel  und  leib  nutElichen  sein  mag 
und  das  sie  an  das  vorgenomcno  ort  mit  icrcm  guctcn  contento 
khumcn  und  scy  in  gottcs  nanien  ron  Kw.  Od.  hiemit  aufs 
trcnherzigistc  und  unterthenig  und  gehorsaiubist  Urlaub  ge- 
Kw. Gn. 

die  zeit  meines  lebeng  unterthenig- 
uiid  gehorsam  bis  ter 

G.  Saupach. 


'  Fdft  noeh  die  BitlP,  Dm  dem  H^rm  Qeur^  d.  J.  viegeii   des  Bentandet 

dM  Ottlie  Sj}i«peire]d  zu  empfebten. 
PonI«».  n.  Ul.,  84.  LX.  M 


860 


Wolf  Wühfilm  FreiJierrn  von  TCifhiswald  ^edrangencs  ßittm  und 
gefiorsamrs  Anltingcn'    um    ein  teBlimoriium-    Fiat  7639  Julii  7. 

[St.  L.-A.,  Clir.  K.  Nxch  i}«in  Konz.  vom  1&.  Mnt  mit  entaiirttcheiideD  KuaUsea.) 

DIb    Bittactiria   Hegt  b«l.     In    änu   Ziisätefn   winl   du  Geitublecht  *Is 
BitL   Vau   etllth  hundert  .lalireti  Ijcr  ai1n)ig4>.i  ntiii  ritt«rliche8  ItexeirJinet,  das 
dem  HauB  Osterreicli   treue  Pienftte   g^Kleistul.     Ver  BitLrteller   hebe  sich  bei 
aateracbifiilLicbeiri  Kriegs«! jieililtonen,  nameiitltcb  n&hreiid  der  ung^arischüD  B«*  , 
btIlioB  all  Reiterfsbarich  braiicbeu  laueo. 


4 


2»29. 
In  simili  Herr  Feräimmd  Gtdler,  Freiherr. 

Vfirriiork   auf  >it«>ii)    vorigen  Koiik.  ;   aber  das  tetUmoniun  winl  erft  an 
S5.  erteilt  («bciida). 

2530. 

Testimoninm   für  den  edlen  und  gestrmgen  Herrn  Georg  David 
Leysser  non  Waldegg  auf  Rain  und  Forchtcnegg.    1629  JtUi  24. 

(8t.  L.  A-,  Chr.  R  ) 

Mit  Horvnrbf>bitn^  ii«ia«r  Frl^tdttns-  [als  ,Kiicb«1mei8t«r*)    und  Krlift- 


dienade. 


2531. 


Desgleichen  für  Georg  Sigmuml  von  Teuffcnhach  auf  Mafiweg. 

Xe39  Jtdi  U. 
(Ebenda.) 
WDrdigaug  aiiinar  Kricgtdieutto. 

2533. 

Desgleichen  für  Frant  Christoph  von  Tettffenbach  auf  Mnßweg. 

1C29  Juli  14. 

(Ebeiida.) 
Kri«gadi«iist«.    Achtjähriger  Dienst  boi  der  Laiidjfibranne. 


Des^chen  für  Hans  Balthasar  von  Gloyach.    Iß29  Juli  2Ö[?). 

(Ebenda.) 


Desgleichen  für  Georg  AmdrkJt  Ji>f>stl  von  Lind  auf  Fewersberg 
und  Schratenherg.    1629  Juli  22. 

(Ebeuda.) 


Desgleiclten  für  Hans  Sigmund  JöbsÜ.    1629  Juli  22. 

(Ebendi.) 


Desgleichen  für  Maximilian  Wagn  von  Wagensherg.  1629  Juli  26. 

(Ehtain.) 


Desgleiche»  für  Hans  Gregor  Amman  von  Atnanscgg  tu  Groilen- 
hof  und  FreienpBhel    1629  Juli  27. 
(Ebond«) 
Kriq^i«n>U«  und  Dienito  in  Lnnit-  nttfl  Hofrnctit«!!. 

2&4I. 
Desgteielicn  für  Christoph  AmnMti.    1629  Jtdi  27. 

(Ebenda.) 


Desgleichen  für  Frans  CJiristr^h  von  Herherstor/f  auf  Kolsdorf 
nmi  Lihoch.    1629  Juli  27. 

(Bbenda.) 
Kri«gt-  und  Varwaltim^iflnst. 


2544. 

Dagkichen  ßr  Hans  Christoph  Gallfr  auf  Schwauherg,  Kain9< 
und  WaltlscJuich.    1629  Juli  30. 
(Ebenda.) 
Hot;  Land-  and  Krie^divnsC. 

2545. 
Die  A.  C'Waisen  iit  Kärnten  und  Krain  hetreffmxd.  1629  Juii. 

(Hofbovelch,  Rep-) 
Ist  nieht  «rRlclillIch,  wm»  es  betrifft. 


Teätimoniam  filf  Maximilian   Berilsch.    1629  A\tgusi  20  (22). 

(RliendK.) 

,DfQweilen  irr  geutxte  termln  bcrstti  Tentrlcb«n,  h*b«i)  di«  beim 
»erordentpti  bcdonhen,  <Us  bfgprtft  teftimtrilTim  mi  vprwilHjren-  .  ,  .*  Htrita^ 
brachte  ein  zweites  An^ncbeii  tiui,  daß  die  VeraänmunK  dpa  TerminJ  ,jiih 
Gottes  Uewfill'  —  weisen  Kranklieit  —  «rfolgt«.  Kr  erhielt  dann  daa  tarf^ 
moftiuni  stia  32. 

2547. 

(Die  Regierung  an  den)  .Landesvertceser  in  Steter,  daß  ea 
feit  noch  wegen  der  aus   detn   Lande  stehetiden  Unicatholiscl 
bei  dem  Siimniariproseß  verbleibe  und  er  den  Parteien  aktiv  u 
passiv  fiirderlich  Hecht  handle.    1629  August. 
(Slot tb.- Archiv  Orax,  Exped  .  Rep  ) 


2M8. 


4 


Befehl,  daß  einige  unhitholische  Persotten  nehen  Ahforderung  des 
10.  Pfennigs  nbgescha/ft  werden.    1629  September. 

(Suilb.-Archiv  QrsE,  R«p.> 

2549. 

Ferdinand  II.  an  die  IWordneten  von  Sieiennarl-:  Die 

Räte  haben  berichtet,  ßaß  sie  von  diesen  wegen  jeuer  Wthttn^  ^ 


853 

unkathoUscIu-:  Mütter  und  kein  Vermö^ett  haheu,  hei  dem  jetzigen 
Aheuge  der  UnkathoUschen  um  Hilfe  angegangen^  diese  aber  «6- 
gewiesm  werde,  iceil  sölelws  £%i  tun  nicht  in  der  Verordnete 
Macht  stehe,  die  Knsse  erschöpß  und  ein  Präjudiz  gegeben  sei*. 
Mahnung  eur  Unterstützung  dieser  Venpaisten.  Er  selbst  habe 
600  fl.  deputiert,  die  von  den  Unhatholischen  ad  pios  usus  .9^;- 
machten  Stiftungen  icötmicn  lia^tt  dienen.  Kin  Präjitdie  tvcrde 
nicht  geschaffen,  denn  hoß'eniUch  werde  es  im  Lande  keine  Sekten 
mehr  gehen.  Ebersdorf,  16^!)  Sept€nd>er  ^7. 
CKop ,  8L  L  A.,  <:iir.  K.) 

Fenlinfind  .  .  .  Ersainbe,  geistliche.  Uns  ist  von  unsern 
zu  Grätz  liiiiterlasßiiciJ  geh.  rillhen  geh.  bericht  zuekümmcn, 
waamassen  sie  Euch  derjenigen  vcrwaiatcn  kinder,  welche  nn- 
catholische  mlletter  haben  und  sonsten  mit  keinem  patrimonio 
veraeben  sein,  hey  ietzigcn  selbiger  ircr  uncAthu tischen  mUettern 
der  roligion  halber  ctUä  dem  landt  nerabenden  abzag  erscheinende 
noth  zwar  beweglich  m  gemileth  fuhren  und  Euch  dabey 
zaemuctcn  lassen,  dass  Ir  von  E.  E.  unserer  getreuen  L,  wegen, 
als  welche  auch  sonsteii  vil  slaltlieb  und  wol  ergilbige  gcithiifcn 
ad  pios  ttsm  zu  bewilligen  ganz  raemblich  in  gebrauch  habe, 
auch  dissorts  gegen  tien  vei-waiston  landtmitgUdern  ir  christ- 
liche lieb  erzaigen  und  zu  derselben  Unterhaltung  pro  nunc 
etwas  bewilligen  und  abgeben  wolten,  darauf  Ir  euch  entgegen 
mit  dorne  entscliuldigt  haben  adlet,  da^iR  ncmbtichen  solelies  in 
Eurer  macht  nit  stehe,  am  andern  die  cassa  erschöpft  und 
drittens  zu  besorgen  sei,  dass  disea  in  ein  con^equenz  gebogen 
und  E.  £.  h.  die  underhaltung  der  armen  landleuth  kinder  auf 
den  hals  geladen  worden  möchte. 

Wan  nun  aber  die  i^achcci  E.  E.  .  .  L.  selbst  aignc  mit- 
glider  und  das  höchBtc  klainot  irer  seelen  seeHgkait  berLiret,  dar- 
zue  dan  billicii  alle  müglicbiste  threue  befürderung  keineswegs  zu 
undfirlassen,  als  habßn  wir  Euch  hiemit  noch  malen  und  aller 
sondcrb^iren  beweghclien  mainung  gn.  ermahnen  wollen,  dass 
Ir  zu  diesiir  arm^n  verwaisten  landtleuth  kliiilt^r  underhaltung 
etwas  zu  verwilligen  und  darzue  geben  wUrklichen  gedacht 
sein  wollet. 

Und  wie  wir  dann  auch  unsers  thaÜs,  Euch  zu  ainem 
gueten  cxempl,  zu  eben  selbigem  ende  bey  unaerer  i.-Ö.  hof- 
camer  bis  in  600  fl.  dcputirt  und  auageworfen,  also  wollen  wir 


B54 


an  onven  rUemblicIien  nuclifolg  sowol  desseiitlialbeD,  ala  sanuileo 
sonderlich  darumbcn  amb  so  vil  weniger  zweiflen,  weilen  wir 
daBJenige,  was  Ir  bieraoder  bewilligen  werdet,  \iey  der  getreuen 
L.  Selbsten  zu  verantwordten  gn.  über  ans  nemcu,  desgleichen 
die  nttttel  liiesue,  indeme  von  den  uncatholischen  selbsten  vor 
discm  TU  Ui^ata  ad  fioa  xisu»  und  ilifendia  vermacht  worden, 
und  dioselben  beascr  nicht  aUhiehcrapplicirt  werden  kCnnen,  nicht 
ermanglen  werden,  wie  zumalen  auch  die  besagte  conseqnenK  dar- 
umb  niclit  stat  liaben  kau,  wcÜen  verboifcntlich  in  ungern  landen 
ftirterahin  k;iiii  dergleichen  sect  und  zwispalt  in  der  religion  weiter 
mehr  einreissen  und  Ubcrhandt  neben  werden,  deronthalben  e^ 
widoramb  zu  einer  neuen  reformation  kommen  und  die  gethreue 
landtschaft  wider  mit  dergleiehen  zuemuetbnngen  weiter  belagt 
werden  solte,  also  da»;  Knch  die  eingewendte  bedenken  bey 
solcher  bewandtnasa  zu  keiner  weitern  verhindcmuss  nnd  ah- 
bah  im  weg  ligen  mögen.  Verbleiben  Kttch  .  .  .  Eberstorff  den 
27.  Septembrii  anno  1629. 

Pie  StipeDilt«niingoleg^«nheit  flndet  im  MKnlandUge  1631  ihre  Er- 
leiligaug,  nni)  Kwar  hniulvlt  der  30.  Punkt  davnn:  IJor  Kaiser  h»l>«t  in  inil- 
bllflicbcr  Uiilerlialtiiii^  von  viTmOg^oslonnn  Kiudetn  raii  Eiiiigranltüi  eiae 
Siiiiiiiic  verlAugl.  Mmi  liaLn  liiozu  800  fl  »iivgo werfe ii.  UJtTon  iwll  Koit 
luid  Klo.idiing  d<ir  KiiAtmiL  lnt^Atritton  werden,  (locli  int  BnisorK«  zu  trageii, 
daß  nicht  etwa  dla  Eltern  solctm  Geld  audeiwultig  verweiidvit  und  die 
Kiader  ohne  Lehr  bei  Ilttu««  bleiben  (fol.  329').  Um  ein  Stii>endiara  bitUp: 
Bad*  Frici1ri«li  von  Uflfcnberg  Rlr  oetneo  Bobii  Hattfa^s  Heinrich,  Cliriitoph 
Zebtngor  für  iniuen  Subn  Chriiloph,  (ieor^  Smr|fli,  Unuli  Kochl«r  fllr  ihren 
8o)iu  Wolf  Adam  Schnewpiß,  Marin  Katharina  Gabctkorer  fQr  ihr«  bcidM 
Hfilinr  Wolf  Albroclit  und  Jakut  Ernst,  Jnkob  von  Teulfenbach  für  satnra 
Solm  Kaipar,  Wolf  Dielriuli  von  Iduu^[icuf>ca  fUr  eiiiou  Sobn,  Ilana  Fried- 
rieb Oaisruck  fUr  eiocti  Sohn.  Haas  Adam  HUriMir  fUr  oinvo  Sohn,  Hau 
Friedrich  Stainach  für  leinen  Sohn  Paul  Amrlfcicb. 


4 


2Ö50. 


iHe  geheimen  Bäte  name7ts  des  Landesfiirstcn  an  den  Z^nda 
Verwalter  Georif  Galler:  teilet^  in  Äbsdiriß  dtis  an  die  Vtrord- 
nairn  erlhssenc  Schreihat  wegen  Ünterhaltutig  der  certvaiste» 
Landieutekinder,  dcrai  Mütter  des  Glaubens  tvegen  den  Abtmg 
aus  dem  Lande  nehmen  müssen,  au  seiner  Vamachrichtunff  mit. 

0.  0.  1029  Oktober  5. 

(Orig..  St  L.-A.,  Cbc.  B.) 

Der  Laad»rerwaltcr  enlicbaldijet  sicti   am   10.  NoTBmber   mil 
an  Geld  nnd  weitt  auf  den  kilnfligen  hna^iig  hin  (Konc,  eb«Dds). 


4 


855 


2551. 


Aus   den   FrotokoUen    der    kroaliscJie»   Ständet^ersamtiiiutig    von 

(feria  secunda  proximn  poat  fcstum  bcatoruin  Simonis  et  Jndac 

apostolorum)  1639  Oktober  29. 

(Prot,  der  kniKllflcbeii  StSndaYeraiingulua^  wln  eben.) 

Bationo  iiacrcticoram  rcnoTatur  articalaa  nrmi  1628:  ne 
videlicet  in  hoc  regnum  recipi  queant  aut  in  eo  sedcs  figcrc, 
bona  vol  domos  emere  valcant  aub  Amisslune  eorum  bonorum 
pro  rcgno  confiscandoruin.  Pro  cuius  articuli  exccatiorc  prao- 
fatas  Kev°""  dominus  eplacopus  taraqaam  pastor  (idclia  populi 
invigilabit.  Cu-i  ctiaui  Hl"""  banus  liraciiiu  bet:uUiri  si  iieceüse 
fueril  anxilio  erit 

Ztim  Jalire  1&30:  .Qiiod  cum  pefuÜAri  D«I  heDignisnImi  bffneficio  in 
regnit  hu  Silea  ortlodova  sanct«  ac  in  rio  labil  her  liacusqiio  pentitlHe  dlpio- 
•catur,  «dhibebunt  nuDuii  pecnliarem  etiamtiuac  opersm,  ut  lladeat  in  rapiii 
r*li(rIo  ondom  calljolii;a  LUibatfl  in  puslGrum  qu<niufl  obacrvetur  «t  conacrvetm-.* 
Ueiiaa  in  dieaerFftHunK  auch  zu  dcnJabrcn  10^4  uud  t037,  bei  dem  letitercc  mit 
dem  Zusatsp:  ,Aüt»m  dttauta  tegoi  UnngftriA«  ot  borum  ri^Oiruia  Libertali-i  et 
Articuloa  auporlnde  edtt&s  tucbuatur,  couserrabunt  et  taanulcncbunt  D^f|ue 
in  it]j(iu.o<  Bt  ab  illts  smoTpri  patimlur  praeter  iinicitm  retigioni*  iic^olium, 
in  quo  id  putiwtinuai  citribaot,  nl  c4t)io1icA  Roman«  religio  «inccrn  pfomcn 
yeatar,  libcrlaln»  et  iura  ccclujiaslira  rnstiliiatitur  ac  r>hdi«ryenliir,  pracnertim 
T«ro  in  regoia  istia  catholicia.'     .Sn  atich  xum  Jatir«  Ifl43. 

2552. 

Der  Landgerichtsverwalter  von  Muran  ist  vor  dk  Hegierung  su 
verschaffen.    2629  November. 

(Stattb,- Archiv  Orax,  Rvy.) 

2553. 

IHe  js»  Mureck   befindlichen  unkatholischen  Personen  sollen  aus 

der  Stadt  geschaß  werden.    1629  Novetuber. 

(Ebonda.) 


h. 


2554. 


Die  lieligionsreformationskommissäre  in  Krain  sollen  dem  Hans 
PantaUon  den  entzogenen  Garten  und  anderes  restituieren,  auch 


8M 

amlerv  utilnttholi$che  aus  dem  Lande  kiekende  nichi   aho  be- 
»chtccren.    1620  NovemJter. 

(Horbeffltil,  Rap.) 
l'«ntftl»on  WHr  unb<>rii)ftflrweM0  ,doppe1l'  ge»tr«ft  wordao. 


2655. 

Ahwritlichra  GuUiChtm  der  itinerihterreichischen  Jltagierung 
puiu'to  ihnseih  Müersers  Ansuchaf  um  eine  Lizene  auf  sein  Qui 
äluwrhof«»  kereinjmreisfn^  damit  er  hier  seiue  Gesundheit  tciedcr- 
ti'fttNjm  und  seine  AngtkgcnheiUn  richtig  machten  Icönne.    1639 

Dttemher  1. 

(8«.  L.-A..  Chr.  R.) 

B«   Vftint*«    «ttrk    aud«re    UnkaÜioli»elie  daiwlb«  bfllTML     I>* 
»U>k    «l>«r  h«tiAu  iiu   Lau«]»  Ufindal,   Ltt  er  d»  bi»  Mt  Wi«4orarimiiptaF | 

3566. 
TMtiinontuni  ßr  QnH  fWikm»  «m  RadtkmiU.  1629  DeaembtrlO. 


tttßHf  WiMf   (iMMf    Tmk   Mi 


867 


i 


2559. 

Herrn  Hans  Ludwig  Grafen  von  Thurn  amgesdiiiff'ien  sektiscften 

Pfleger  0U  Bleiburg  betre/fetid.    IHZO  Dezember. 

(HvfbefAbl.  Rep.) 

2560. 

TeslimoniDm  für  Andreas  Sauer:  Jnserierung  des  Herrn  Andreas 

Suuers  Titels    0.  D.  (1629). 

{KoD>.,  St.  L.-A-,  Cbr.  B.) 

ÄtidrcM  Sauer,  Freiherr  zum  Khuiixclih,  ScliDtiitvin  und  Pl^llati,  Erb- 
UndfanchDfli rlor  in  Eritin  und  'der  Wiudifchen  Mark.    Kriegttlienst«. 

Von  diesAin  unA  den  nXcIutcn  Sttlclcen  )iab«n  iiicb  weder  die  Gingaben 
tun  ein  tetlmmüum  orhxlten,  nncli  iit  xn  detn  erhaLtcnen  Blättern  oin  Ualuni 
vorniffirkt.  Auch  din  £sbibit-  und  Rcglstraturbücher  weisen  nit-bU  aus;  dos- 
gloicboD  die  L.-U. 

2501. 

Desgleichen  für  Hans  Friedrich  von  and  au  Teuffenbach. 
0.  D.  (1629). 

(Ebenda.) 

(Da  die  Bemerkung  ,m  timUi  herrn  Gall  roa  Rackboiti'  auf  d«ui 
Konzepte  stellt,  dürfte  das  Dataio  wia  bei  Rackhuits  der  10.  Deinmbor  Bein.) 

Da«  Zcngnin  ftlr  diesen  TealTenbachAr  ist  be»ond«n>  chrciiroll.  Clsrillirnt 
werd«n  aeine  Krip^diengte,  s*inc  Verw«nclung   an  rencliiedon«»  Httfen  etc. 

2Ö62. 

Deagkiciien  für  Ortolf  Freiherrn  von  und  gu  Teuffenbach. 
0.  D.  (1629). 

(Ebenda.) 
Krieg^ienste  von  1596 — 1028. 

2563. 
Desgleichen  fiir  Wulf  NiUas  von  WitiHischgräte.    0.  D.  (2G29). 

(Eboiida.J 


llof-  nnd  Kriegidiennte. 


2564. 


Des^ichen  für  Ottheinrich  Freiherrn  £u  Herberstein,  Verordneten 

in  Steiermark.  0.  D.  (1629). 

CEbeoda.) 

BoaoRdore  Hsrrorhfibtinf^  8ein<>r    Heiaen,    seiner    Legatl^nen,    Rriep^ 
dieuate  usw. 


Eri«gldi«ait«. 


Dergleichen  für  Emreich  Freiherrn  vmi  Rottal.    0.  D.  (1629). 

{Ebeoda.} 
Krieg!-  und  Hofdieiuit*. 

2572. 

Desgleichen  für  Sigmund  Friedrich  von  Speidl  von  und  cti  Jift«- 
Jtoffeii.   0.  D.  1629. 

<EI)«ii(1k.) 

2573. 
In  simili  auf  Herrn  Georg  Friedrich  und  Herrn  Joachim  Speidl. 

Wt  deo  penaoiiten  Ilenren  und  LftndIout«i>  ist  die  stoirtsc^e  Eai- 
ltr«ateollBte  ntueh  liingn  nielit  crscIiSpft.  Manclins  bat  schon  äDbtipg«r  (ilehc 
die   fülgeode  Nunimer)   vcrvolltUindigt.     Indem    viele   Emigrkateo    ihr«    im 


4 


d»r  Liuidiclitft  ]'L«f«ndeu  Kapiulien  zurOckici»li«n,  &uliuM«u  «iufordera,  uiu 
6t«tL(>rnnch]td!  bitten  usw.,  läßt  sich  auch  mniiclii«))  an»  dein  Exhibit-  uiid 
Be^islraturbnch  den  Jatiros  I6<29  {[^winnen.  Wie  aber  «ineneiU  nicht  j«d«r 
«bzicbciidc  Herr  lieh  eiu  tf^lhnonium  für  iwtin  WohlverbjiUcn  gnben  ließ,  w*il 
er  OB  nicht  uBtig  hatte,  so  «iud  nohl  «uuh  mancho  ticliuldforOorunge»  nicht 
anf  (liM«m  Weg«  oiugehoboa  wardou.  Dalier  wird  aach  diB  Rogi»tralar  kolno 
Tollstäiidi^e  AufklüniiLg  gobeu.  Aiidercnoita  »lud  ia  ihr  tnAncho  Per- 
toiten  verxeicliuvt,  di«  G«1der  «tiiliuben,  wobei  u  wieder  nts  sweifflbafl 
crictictnea  muß,  ob  die  EinkafsicraDg  auch  wLrk[i<:h  iufol|jra  der  beror- 
fttehonden  Emigration  staltfand.  Ea  finden  aich  da:ii>]bat  atig«gchcij:  llayer- 
liofen,  Witwe,  Uietrlcbatetn  Gnorji  Atbretht  «nd  Signniud  Ijudwig, 
Eibtawald  Christoph,  Anna  KUsabelb  nnd  Anialricb,  iiallor  Elisabeth, 
Gera  Georg  Philipp,  Gleinita  Kegina,  ÜInjacb  Andre,  llcrberstein 
Georg  Sigtnuud,  Cbristopb  Muriz,  Leopold  Güorg,  Salomc  und  Oenovefa 
Maria,  Herilftcli  Felioitaf,  HofrmaD  Magdalena,  Ili>iicunArtli  Eroreicb, 
noltxa[if«]  Salom«,  Iduugspeugf^n  Dietrich,  JOrgcr  Spipticnui,  Maillogg 
äal&mO'n,  Mandorf  Hani,  Moaliaim  Ilani  Kartlm«.  Prankh  Wnlf,  IL-iiij 
Adam,  Franz  Wilhelm,  Hans  Slgnmnd  und  Sigmund  Kriedrieb,  Kadmana- 
Hnrf  Wilhelm,  Kacknita  Üall,  Hottal  Ucorg  Rmreleb,  Rindtacheid 
Begiiia,  äaurau  Kudolf,  Schneeweiß  Christoph,  ätadi  Karl,  äitsuniia 
Steinpeiß  Barbara,  Stuljonberg  Oeorg  d.  Ä.,  Georg  Sigmund,  Tanii- 
baasen  Unmla,  TalCenbaoh  Gottfried,  Teuffuitbacb  Hans  Kritidrich, 
Tliurn  &opbi«,  TraQtm»nii«dorf  Erorflicb,  Vetter  Ursula,  Weltier 
Gotthard,  Ferdinand,  Anna  AinalJa,  Wexlcr  ßigtnund,  Zfickl  Franz  tii^tind. 
ErgSnsung  findet  dieses  jedoafallj  iinvolUtftndigo  Vcrxcichnii  iura  Teile  icbon 
dureh  die  ohrn  angnnihrlen  Namon,  dann  durch  die  unten  folgenden  Nommern 
'iC8i>  und  2&Q2,  endlich  brKniidi^rs  dnrcb  die  Emigrantenlislo  SOIxingor«,  welcher 
Utalere  aweifelloa  die  meiateu  der  Cuiigrantcu  gekannt  bat. 

2574. 
Andreas  Sötzingers  Emiyrantenverzeichnis. 

{Uedrockt  von  Zabn  im  'J.  Uande  der  SteiomSrkiachnn  GcAchiciitiblfiltor  7i 
bis  94.  Dort  S.  76  die  Literatur  Ubor  die  sonatif^cn  Emigranten tittiin.  Czer- 
wenka,  Die  KhcvoDbiJll<>r  ü'i'J—*iiG,  Anzeiger  flir  Kunde  der  ileutacken  Vor- 
zeit 1Ü62,  316  CT.] 
Über  Sotziuger  siebe  di«  Eialeilnng.  Sotsinger  bringt  ancli  ein  V«r- 
xeicbnia  der  StXdte,  Miirkt«  und  Fleckf-n  ron  InntrOaterreich,  die  prol«* 
alanliacii  ueweM^n.  Da  er  aber  nur  einoo  Anscug  ans  Roaclco«  cntbXlt, 
wird  von  einer  Mitteilung  dieses  Vt^neetehniaaea  abgetehen.  Gedruckt  ist  es 
mit  Erläuterungen  von  Znlin  ijn  '2.  Bando  der  Stciermürkisclien  Oesvhichta- 
bliittcr  91  —  lO^',  Ein  Vuntricbnln  kttrutriiortii^r  Einigrantrii  wird  dernnMchst 
im  Archiv  für  kürutniicbe  Gsschivbl«  otc.  zum  Abdrucke  gulangeu. 

2675. 

Ferdinand  IL  an  den  Pfarrer  von  Gonobit$:   Befehl,  daß  die 
dort    befindliche   seJUischen  Weiber   sich   hinnen  li   Tugen   hc- 


860 


kehren  oder  den  10.  Pfetinüi  gahUn  und  atis  deni  Latide  rü^en. 
J630  Janmr  18. 
(Suttb.-Arehir  Grmc) 

SchvreüiKerio  um  Verl&ngeruog  ihre* 


Aro   7.  Mine  bilt«t  Unul 
miau  bis  Oatern. 


2576. 


Gtttacftte»  der  liegieruug  über  das  von  Benedikt  vou  Afoshaimh 
eingrrfichte  Gesuch,  ins  Land  reise»  iti  dürfen,  um  einen  Steuer- 
aussland ins  Heilte  £U  bringen.  Antwort:  Der  Vorwctnd  sei  ffans 
unerkeliiich.  Andere  könnten  wichtigere  Dinge  corg^en.  Er 
habe  einen  ordentlichen  Geualtiräger;  daher  sei  er  ahfuteeise». 
(Gras)  1630  Januar  26. 
(8t.  L.-A.,  I^Ddraclit  Moshuim.) 

2577. 

Ferdinand  II.  an  die  Heligionsreformationskommissare  in  KiirHlm: 
Aus  des  Pfarrers  von  Treffen  Videiitin  Avictdae  Bericht  mt- 
nehme  er,  daß  sich  in  seiner  Pfarre  noch  viele  VnJtatholische  be- 
finden, die  sich  schon  jn*r  Zahlung  des  10.  Pfennigs  bereit  er- 
kiürt  haben.  Befehl,  jene,  die  sich  nicht  bekejtren  lassen,  aus 
dem  Laude  en  sdiaffen.  1630  Januar  20, 
(Koox.,  «b«ada.  G«aL  Eop.) 


2578. 

,Herm  Haus  Bartlmeen  von  Moßhaitnb,  gewestem  betsitser 
landts-  und  hofrechien,  ist  £U  seinem  abeug  verehrt  tcorden  300 
1630  Januar  29. 

{SL  L.-A.,  Wir.  K) 

Ad  deiDSflllvu  Tage  crbiUtcu  Haus  Wiltieloi  von  und  an  Kbroft«fg 
aOO  &.,  Usximilian  B«acli«np«rg«r.  geweMner  Zvupkomioladir.  800  fl.  und 
nin>  J«kob  Riuchcnperger,  gleichfills  ZeagskooimisaXr,  MK)  fl. 


2579. 


Sli^han  ScJtmidt  d.  J.  aus  Radkersburg  bittet,  ihm  den  lö.  Pfennig 
tu  erlassen.    1630  Jan%tar  HO. 

(Kons.,  ebenda.) 
Bfifehl  aa  d«n  Pfurrer  um  Bericht. 


4 


861 


3680. 


Ferdinand  II.  an  Vetth  Georg  Freiherr  von  Eibistcald:  Befehl, 
sich  vor  der  innerÖslerreichtscheH  Regierung  tu  sfdie»,  weil  er 
sich  nicht  hloji  ohne  Speiialerlaubnis  herein  ins  Land  begehen, 
sondern  sngar  mii  einem  anderen  Ausgeschafften  ,der  FetiU^ 
dem  Landtage  heixvtcohnen  siefi  unterstanden  habe.  Auch  habe 
er  andere  Ivsolenien  verübt,  vor  allem  des  Adam  ron  Neuhaus 
minderjährige  Tochter  FUsaiteth  sur  sektischen  Erziehung  ins 
Üeich  etitßhrt.    Grat,  1630  Februar  15. 

(Eoai.,  Sutlh.-Arcbir  Gru.  Gem.  Eop.) 

EiliUwald  schreibt  am  23.  Mxi  1630  von  Thiirn  «ii  >lon  Landtulmiipt- 
m*Dn  (Orij(.,  ebfinilit),  daß  Dr  laut  ß<<fcbl  rom  21.  (brxi«hii[igsw«i«e  22.)  Jn- 
■mar  bei  Strafe  von  1000  Dukittvn  vcrhallon  wunle,  nicht  «u*  Klsgcufiirt  lu 
Gfelien.  Daß  er  dom  Landtage  beiwobaen  wolll«,  int  ciiio  AuMtrauung  Miner 
Friodfi.  Er  d«iiku  uiclit  darxn,  dm  fc.  Q«n«rali«u  lU  wid^rttrebeit.  E^r  hab« 
in  drin(r>!nd«n  Sjich«n  auf  avht  Tag"  hi>inirpi*en  mtlMen.  nittr,  «ch  mit 
ihm  fr«gpn  iea  ihm  dareh  seine  Verliaftnng  riig«filg:t«n  Unnchts  tn  rer- 
ploicti^n.  Uwhenbeck  abreibt  an  2.  Jont  an  den  Kaiser,  Haß  Eibiswalda 
Angaben  falRch  seien.     Dieser  weil«  immer  norh  Im  Lande. 

2581. 

Landes  fürstlicher  Befehl  an  N.  Fetder:   sich   icegen   unhefuglcn 

Hereinkommens   nach  Körnten   am  37.  d.  Jtf.  vor  die  Regierung 

sn  stellen.    Grat,  Februar  15. 

(Konx  ,  Suitb  -ArcbiT  Grai.  Gem.  Knp.) 

2582. 

Ferdinand  II.  an  alle  geistlichen  Behörden:  Eine  An!:ahl  abge- 
zogener Mitglieder  vom  Herren-  und  liitierstandc  aus  Steiermark, 
Kärnieti  und  Krain  hat  die  BetcUligung  erlangt,  heimsukehren, 
um  iftre  Oeschäfie  abmwicJceln.  Die  Ordinarien  soUcn  sich  Mühe 
g^ett,  sie  rur  katholischen  Religion  rw  bekehren.  1030  Ft^tar  30. 

(Ori;.  o.  Konit,,  bbeoda.] 


2583. 

Ferdinand  II.  an  die  Rcligionsreformationskommissäre  in  Kärnten: 
Wir  sind  glaubtciirdig  berichtet,  daß  sich  unter  der  Bürger-  und 
Bauernscltaft  in   Kamill   nicht   Kenige  befinden,  die  sich  eur 


Jieiiffiomtreformationikpmm imitm  notA  ntdU  rMjctfefff  hthtm.  Br^ 

feU,  auf  Kicke  ffutc  Ämfiidd  im  kahtm  mmd  m  QtmifiktU  der 

iMtnJUi/men  wmgthat.    1630  FArmar  22, 


So  kittM  Hmm  Wolf  mW  KaH  4«r  ,T*Mm(*,  bw  wmm  T«d«  ikn*  tw> 
tafUo  Tst«n   !■   Lia4e   bl«ib«a   n  dAffs.    Ai*  wardM  na  tS.  F«bnsr 

abynriavM. 

25S4. 

F^dinand  lt.  an  Hans  Jahih  nm  HerhenUim:  /JmA  tttUäm 
du  deinen  SoJtn  fjeijen  iinAsre  unlängti  oitfyymyftig  J£mdMe 
d«^  Land  nach  HegmAurg  an  iiiiJba<&aU«cAf  Sdttden  ^fSthidd 
hasi,  ist  nnser  Jitfehl,  entweder  in  ebener  Perton  tder  dmrA 
VoOmaekl  am  22.  März  vor  Mnaerer  Regierung  tu  ertAdmmj 

U30  März  9. 

(KoM^  dModa.) 

2585. 

Ferdinand  IL  an  e^Ud^e  Herren  und  Landieute  ,pancto  Verhör 
wegen  Nichträumung  des  Landet^:  ,Obwohl  in'r  1628  tu  mänm^ 
ZteA<  Fachrichtung  Mandate  atagehen  ließen,  icomach  die  nicht- 
Icatholischen  Herren  und  LandUule  in  einem  JahresiermiH  $idi 
entweder  eur  EeUgi<»isreformatio7i  bequemen  oder  das  Land  räumen 
müssen,  (to  bagt  du  dich  dessen  ungeachtet  üher  deti  nun  seit  mehr 
als  acht  Monaten  verstriclienen  Termin  eigentriUig  im  I^aude  auf- 
gehalten.'  Uefehl,  sich  bei  dem  Kamtnerprokurator  am  23,  d.  (la 
margioe  12.  April)  zum  Verhöre  einsusteäett.  1630  Mära  9  (bt" 
eiehungstpeiäe  18.  und  30.,  so  im  Akte). 

(Ebrada.) 

OHit  an  Hanf  Jakoli,  Wolf  fliffmund,  StirmniMl  Kriadricb  nod  Hau 
Wilhelm  van  Ilerb«rat«iii,  Wolf  Eninich  tod  Pranckb,  Karl  ron  BaA\. 
Saliunon  von  Umy\egg,  CbrUtopli  ron  Khroosgh,  Oeor^  Zobing«r,  Haut 
Ka«p«r  vai  IlJtaa  Adam  von  Sch«jer,  Karl,  Lodrrig,  Haoi  Oatiial,  Brarwcb 
und  Ooitfiifd  Ton  ITolioDwart,  a«org  RunUchüM*!,  Haoa  Cbiiitopb  fltiebiek. 
Chrktopti  ftrhnfTncr.  W.  von  RadinftnDsdurf,  Cbriiloph  und  Stgwuud  &l«inbei£. 
Hanii  Adam  Holnp|^|f,  Kllubetb  von  TnivWaegb. 

2586. 

Der  Landeshauptmann  ron  Kärnten  an  Ferdinand  II.:  hat  am 
26.  Februar  den  BefrM  erhalten,  £u  berichten,   tcekhe  Uniiatho- 


* 


I 


I 


86S 

lise)ie  ihre  GüUr  noch  nicht  verkauft  haben.  Er  habe  bisher  nur 
erfahren,  dafi  Sarthnc  von  IHetr ichstein  die  Herrschafl  llollen- 
herg,  Hans  JDtevenhüller  Vclden  und  Land^ron,  Paul  Klicven- 
hüller  Gtitnmiisch  und  die  hei  Vülach  liegenden  Gfdten,  so 
auf  60.000  ß.  gescJtätet  werden  und  Karl  vom  Windisehgräts 
Grafettsfcin  itnverhiiiß  haben  und  durch  eigene  Leute  admini- 
strieren lassen.    1630  Märe  21. 

(SUUh.-Ardiir  Grw.) 

2587. 

Landesßrsilicher  Befehl  an  die  in  Sadien  verordneten  Kom- 
missäre in  Krain:  ynit  dem  Ferkauf  der  Güter  voyi  Gregor  und 
Michael  Watx  einen  Stillstand  zu  hnlten,  da  beide  um  lAzens 
gebeten    habeti,    ins    Land    Icommen    su    dürfen.      Grat,    1630 

Mars  24. 

(Kon«  ,  SUtth.- Archiv  Or««.   Oern.  Kop) 


2ÖS8. 

I^ndesfürsllicher  Befehl,   die  noch  «nverkauften  Güter  der  aus 

dem  Lande  gesogenen  Landleute  ex   officio  mu  scluttien,  feiisu- 

bieten  u}\d  eu  verkaufen.    Gras,  1630  AprU  16. 

(Kon«..  Statth.-Archiv  Orax.) 

Ferclinarci  .  .  .  Nachdeme  nns  glaubwürdig  fürkhomen, 
dasB  aber  den  alberait  rerdossenen  terniin  noch  etliclie  gneter, 
so  die  der  religion  halber  ab-  and  ans  dem  land  gezogene 
heim  and  landleuth  hinterlassen,  bis  anhero  nicht  TerkanR 
worden,  damit  aber  nunmehro  Tinsern  refonnationsgeneralien, 
eovil  disen  pnnct  der  jpieter  halber  betritFt,  der  wirkliche  voil- 
EUg  gelaiRtet  nnd  icder  aasser  landte  aasgezognen  personeu 
vorhandene  unverkaufte  gneter  ex  ofßcio  geschätzt,  'öffentlichen 
feilgeboten  nnd  in  einem  billichen  werth  verkanft  werden,  als 
wollen  wir  euch  zvi  comraiasarien  mit  beiachlicssung  der  uns 
von  aiiflcrm  rath,  caroerern  und  landthaabtman  in  Kärndten 
gehofBamb  eingeraichten  speciücatton  htemit  abgeordnet  haben, 
mit  bevelch,  das  ihr  euch  diser  commiesion  gaetwilÜg  anter- 
fangen,  angedcnte  nnscr  verordnnng  nnd  resolution  in  ainem 
und  andern  erfüllen  nnd  sodann  euer  verrichtungs  rcktion  unserer 


« 


864 

1.0.  R.  nirdcrlichen  übergeben  sollt.  .  .  .  Orätz  den  16.  AprilU 

Coram.  Sacr.  Caes.  M***  in  consil.     V 

An  b.  Georg  von  Gera,  Aagnstin  von  Lambert,  commis- 
aarien  in  Kftrnten. 

2589. 

Ferdiimud  IL  an  Simon  Gladich,  Pfarrer  von  Tlachitsch:  ,Wegm 
Äu&sciiaff\tng  der  nnkatholiscken  Eheiceibtr  haben  wir  uns  noA 
nicht  resolviert,  sondern  wollen  utts  versehen,  sie  tcerden  sicft  ühtr 
ihrer  katholischen  Männer  Zureden  eines  hesseren  hedenkau.'  ItiSO 

April  n. 

(Kons.,  ebonda.) 


I 


Wbiid  rIs  uukattioliiteliB  Bilßlmr  iMen.  «vltmi  li«  sur  Red«  ^»tollt,  d!« 
Bilülii^r  iliueit  abgcnunituop  uiiil  rcrbraiiitt  werde».  B«i  fortg-neUt^r  Halotairif 
kcit  ist  aa  die  R«g'ivrun^  xu  bei'icUlcn.  Am  letztco  Aagnst  berichtet  der  Vtxttet,  ^— 
er    habe   eiitftin    »ektischen   Weibe    in   seiner   Pfarre   ein«   »ektiticbe   PuatiQ«  ^| 
neben    Aiid»ren    Bttclieni    w*9:g:enoni men    und   verbrannt.     8)»   «elt*«!   irt  ka- 
UioHach  geworden  (Orig.,  ebenda). 


2590. 

Sieben  Lutheraner,  Untertayu^  Wiüielms  von  liadtnansdorf.  haben 

vor  der  lie^icrung  iu  erscheinen.    1630  Äprd  27. 

(Ebenda.) 

2591. 

Der  ausgeschaffte  Adam  Jäger  treibt  sich  auf  Begehren  der 
Benigna  Khevenhiilter  im  Lande  herum.  Gemessener  Befehl  der 
liegierung  an  die  von  Jiadkrrshurg,  ihn  xu  fangen.  1630  April  $8. 

(Sbunda.) 


2502. 


Ferdinand  IL  an  nachgenannte  Heiren  und  Landleute,   sich  in 
causa  rcHgionis  am  27.  Mai  cor  die  liegierung  bu  sMIch.  Grat, 

1630  Mai  2. 
(Koni.,  SUttb.-ArebiT  dran.) 

Ferdinand  .  .  .  Obwollen  wir  noch  in  dem  abgeloffnen  6S8. 
iabr  sn  niennigliclies  nacbrichtung  darcli  öflcntliche  publiciert* 
generalicD  allen  denjenigen  hcrrn  aiid  landleuthen,  welche  der 


■ 
I 


86Ö 


katholischen  allein  sei.  machenden  rcligion  nicht  zagcthon,  ain 
gewissen  iahratormin,.  aintwüdcr  zu  der  religiun&reforuiatiun  sich 
geh.  zu  bcqucmben  und  einzustellen  oder  aber  nach  vollendter 
zeit  nnscrc  i.-ö.  crbfUrstt:nthumbcn  und  landen  zu  raumben,  pe- 
rejnptorie  pracfigicrt  und  ang-esteJIt,  so  hast  du  dich  doch  dessen 
alles  uDgeacht  über  den  nunmchro  vor  8  inoiiaten  verBtrichnen 
tcrmin  antor  blosser  Bttnnlation  catli.  rcligiün  mit  beiseitstcllung 
diMiior  gc^gcn  unfern  getiaiuiben  rilthen  scliuldigen  obligiei-tcn 
erclürung  zu  nicht  g-eringer  verschirapfung  obangczogncr  unser 
generalien  im  landt  eigenwillig  und  hochatraffmassig  anfgehaJten. 
Ist  demnach  unser  .  .  .  ganz  crstlichcr  bevoldi  liierait  an  dich, 
dass  du  .  .  .  vor  unser  l.-(3.  U.  destwegen  auf  den  27.  diss 
monats  May  fril  umb  7  iihr  zu  endtticben  vorhür  .  .  .  erscheinen 
sollst.     Gratx  den  2.  Mai  liJ30. 

i?.;  An  Wolf  Leonhard  Kentschach,  Ulrich  Wilhelm  von 
Kontschach,  Hans  Krnst  von  Iveutscbach,  Balthasar  von  Holien- 
Ijurg,  Hans  Kosenhcimcr,  Otto  Kc^ut&cliach,  Andi-e  Ludwig 
froyheiT  von  WindiaobgrJitz,  Konrad  Werner,  Georg  Andre 
VLtn  Wcltz  freyhcrr,  Elias  Aschaaer,  Georg  liConhaxd  von 
Staudach,  Hans  Antoni  Eisenhuoter,  Hans  Krlodrich  Singer, 
WÜIiflm  Ascliaaer,  Klias  Singer,  Franz  Ascliauer,  Hans  Wil- 
helm grafe  von  Suhernberg,  Georg  Friedrich  Singer,  Wolf  Wil- 
beim  von  SilberhLTg,  Ernst  Leonhard  von  Keatächacli,  Moriz 
frcyhcrr  von  WindischgrUtz,  Erasamb  MUgerle,  Hoetor  von 
Krnau,  Weikhard  von  Aicbolbarg,  Sigmund  von  Aichetburg, 
Siginnnd  Kheller  von  Kellenborg,  Wolf  Andre  Jöetl.  Joachim  Mjl^ 
gerle,  Georg  Friodrirh  TTaag,  Sigmund  von  Kcutncliach,  Ciiri- 
atoph  von  Weidegg,  Georg  Andrce  Zuckcnmantl.  Hans  Chnstojjh 
von  Jornsdorf,  Georg  Dalthasar  Katzianer,  Georg  Eraeamb 
Scheyer. 

Citandi  sanl  Bcquenies  auf  den  20.  dits  monats  Afaii: 

Jobat  Gall,  Christoph  Semnitacber.  Ernrcich  Gallen,  Hans 
Franz  von  Sigcrsdorff,  Leonhard  von  Slgersdorff,  Hana  Bal- 
thasar von  Parkstall,  Heinrich  Paradeiser,  Hans  Sey.  von 
Hohenwart,  Georg  von  Keutschach. 

2593. 

LaftdesfürstUcher  ßcfehl  ati  den   Pfarrer    eti    Ilarlherg:   Glaub- 
würdig  Iterichict,  daß  Andre  Siymtmd  von  Üaurau  unkatholiiche 
r«ni«*.  n.  Abt.,  Ba.LX.  u 


866 


Diener  im  Jlause  and  auf  seiner  Taverne  aufhält .  hat  er  Bericki 
hiervher  zu  erstatien.   Gras,  l&üO  Mai  10. 

(Kons.,  Suttli.-ArclilY  Oru.   Oem.  Kap.) 


Dabni  ein  BUU  mit  fulgcntlcr  AiüitoicliBUbg:  ,Der  pfacrer  von  Piat 
feld   ist    Ulli    auagefpruD^u«r   Uenedlctiner,    Aacli  apottaUt,    den   er   Aitf-ilnm 
wfggcw  orten. 

Er  hat  dicgß  Koit  irmbrcra  dcalruirt  al«  Aar  ergeat  predicant  tli 
kOniiflii,  Hein  tn&hlxL-itnii  liat  er  frcy-  nnd  «ainbslago  aiig«at«lt.  die  bu 
daitu  i^ulfidcii  1111(1  tapfer  llc^i-ich  gL-frni»cii. 

Er   igt   stels   iu    stiUcu    und    ipvru  sur  kirclien  gang^cn.     lu   latxtca 
fa*ch«Dgtag«tL  ist  or  mit  oinom  tmminetar  und  rcitkneclil  weg. 

Vor  14  tag^ii  itt  or  inil  zwei  truniinoteni  widcrkoitirucii.    Er  hat  bctm 
Aiiitm   Siifiiiuiid   rou   Saurau    nclirtftfich    xen^niu  g'>b«n,    dats   er   bey   ih 
bciuliK^L  und  rvtiimuniL-i«r(.     Dam  ]ioit  von  äntiraa  nicbl  commaaiciert  bat, 
iit  geuiHA;  tUm»  rr  nnvh  nit  bficiitot  liabr-,  halten  vil  daflir. 

Herr    Audru    iSiguiuiLdt    vuu    Öaurau    batc    2    uucallioltacliv    dioncr; 
■clirciber  nud  kocb.   Itcui  auf  sciuiir  tAljorn  xue  Frirdberg  uucaUiulifcbe  1 

Wan  der  planer  durch  den  profutau  in  Tcrbaft  bracht  und  pxami 
hOnt«  werden.* 

Kinn  Aitaalil  von  Akten   lioel  g'^K^o  Jon  Pfarrer  von  Oouobita 
auf  der«!!  Mitteilung  wir  iliroa  großen  Umfangas  wrgen  vonicbUm. 


rgvt^H 


I 


2594. 

Gutachten  der  Regierung  über  das  Ersuchen  der  Herren  HatM 
Sifjmund  und  Oeorij  Anielricit  Jöstl,  eur  Expcdicrutig  ,i/irer  nocfcj 
im  Lande  habenden  GcscJiüß*''  ihnen  den  tsrUingleti  Termin  .m-j 
prolongieren.  (Beiden  Kirä  div  Frist  auf  sechs  Wochen  ceT»j 
Idngirt.J    Gras,  1630  Mai  13. 

[HL  L.-A.,  Landrecbt  JOaÜ.) 


2595. 

Auf  die  Bitte  der  Frau  Anna  Marusch  von  Vrattck^  ihre  Sn 
auf  etliche  Jahre  jiu  sich  außer  Land  s^u  nehmen,  ffHA  die  inner' 
ästerreicJtisdie  Regierung  ein  ahiceisliches  Gutachten.  Gras,  JCi 

Mai  18. 

{Orlg..  L-A..  T-tndrecIit  Prank.) 

Die    G«rhaben    seien    damit    ntcbt    cinvfrriitxn'len,    weil    di»e    bt 
.lugend   an   iiukalHolisi-tien   Orleu,   wie   es   Nüriiberg   ist,    leicht    wieder  T«f-^ 
dorbo«    worden   kOiinic.   dann    weil  d«r  Kiter«   gebrechlich,  dir  jt1nf;en>  tin- 
Hündig  ist,  die  Ut^i-liaboa  ihnen  abet  hierorta  Diclila  abgaben  laantn. 


967 


¥ 


2596. 


iMhdesßrstticher  Befehl  an  Joiil  FitUef:  sich  eu  bekehren  oder 
hoch  Zahlung  des  10.  Pfennitjs  ahstiziehen.  Graz,  1630  Mai  'M. 

2597. 

Landes fiinilichcr  Tir.frJd  an  dm  Pfarrrr  stt  St.  Gfortj  bei  Fron- 

leiten:   liericht  zu  erstatte»,  oh  die.  Wirtin  am  Ifämmerle  beim 

Schlosse    Wcycr   sich   mit    Beicht    und    Kommunion    eingesleRt, 

Graz,  J630  Juni  10. 

(Knnt.,  abonda.) 

2598. 

Landes fürstUchrr  Befehl  iin  den  Pfarrer  von  Uartbertj  Antonio 
Avancino:  uimnd  seinen  Bericht  über  die  zn  J-'ricdhcnj  befind- 
tiehen  Unkutholischen  g«r  Kenntnis  und  befiehlt,  daß  Hans  Hatich- 
egijcr  «»f/  des  Adam  Aeers  Tochter  treycn  ihrer  witlcr  die  katho- 
lische HeliißioH  (tusgcffossenen  ärc/erlichcn  Reden  ,comtit uteri' 
werden  sollen.  Gras,  IUSO  Juni  18. 
{Orig.,  BUtUi.-Areliiv  Uran.  Gem.  Kop.) 

2599. 

Ferdinand  IL  an  die  von  Ftirslenfeld:  Befehl,  die  noch  bei  ihnen 
sich  anfhnltemlen  unkatholisrhen  Herren  und  LandtetUe  nam- 
haft  ^u  macJten  und  von  ihnen  eine  etwaige  SpenaUißenz  ab.^- 

fordern.    Iß30  Juni  ^. 

(Kan».,  St«tth.-An<hir  GtM.) 

2600. 

Landesfürstlicher  Befehl,  daß  Georg  Awlreen  Gall  von  Gallen- 
stein auf  seine  Bitte,  ins  Land  zu  kommen,  sou:<M  seinethalbcn 
als  auch  in  dem  ihm  von  seinem  Vetter  Philip}}  Itasjfen  anter- 
irauten  RechtslHindel  die  iustitta  seldeunigit  adminisiriert  werde. 
Grac,  1630  Juli  L 

(Koni.,  Stalth.-ArcLiiv  Qrax.    Oem.  Ko|> ) 

2601. 

Ferdinand  TT.  an  den  Landesverwalter  in  Krain:  Befehl,  Lin- 
hard  von  Sigersdorf  9U  vt^ludten,  seitte  Konkitbiite  von  sieh  zu 

66» 


868 


iutt,  die  nkht   Uoß  scitte  Tochter  abhcUi,  katholisch  su  werde», 

sondern  auch  die  katholischen  GdjrüucfiCf  wie  die  SognungeH  des 

Wassers  sit  WeilmaddeH  Hc,  verspottet.    1030  August  J. 

(IkoDE.,  ebcnd«.) 

2002. 

Ferdinand  II.  seist  an  Sldle  des  verhinderten  Haidhmtpt  Jo, 
Bapiist  t'isdier  ^n  Maßicetf  nehcn  Gera  als  Kovwiis.-iär  ein 
Sehäisnng  und  FeilbaUung  der  Güter  der  aus  dem  Lande  ge- 
eogenctt  Herren  «iid  LandletUe.    1630  Septemher  12. 

(Eb«ndA.) 

2C03. 

Gutachten  der  tmierösierrcicfiiscfien  lieyierung  nnf  dtts  Ansucltnt 

der  I'rau  Maria  SlnrttstJi  von  rratiekh,  sich    wictier    ins   Ijand\ 

begtieti  und  etUcJw  Jahre  ihrer  nocJi  uneraogenen  Kinder  warten 

SU  dürfen.    Gras,  1630  Ikeember  ff. 

(Oiig  ,  St.  L.-Ä.,  Landreclit  Pranckh.) 

Die  Rtuder  wUrdMi  b«i  ihrer  Mnttcr  ^wiS  biHn«r  vorurgt  Mi»; 
wUrde  man  »brr  dem  Wunsche  der  BitbloIlcriD,  etliche  Jxlir  anv^rliiDde't 
der  Re1i(;ioi]  im  Lnnric  bleiben  v.a  dilrfpn  cntaprechpii,  wt  itiOclite  Aa»  nkht 
bloß  dou  Reform RtioiiBgonerxlif^n  «awider  soln,  sondmi  anch  bflaa  Kon' 
Be()ucrnKOii  nich  alcb  zivbea.  Man  kVoutD  ihr  die  Erlnubtiis  auf  dr«i  bü 
vior  MiiuaLn  [;<'l'^^<  f""'  "^  ^^^^  vorbor  crklilrt,  (Haß  sie  sieb  drr  Bfrlig;!«« 
baLlior  uiivcrwuislicb  halten  niT4. 

2S04. 

Fnicuter  lamlcsfürstlicher  Befehl  an  den  Landesi^envaller 
La7idcsvi^edom :  daß  die  Güter  der  der  lidigion   negcii  ausge- 
wanderten   Herren   und  lAindleute  in   Krain  geschtitsi  loerdei'. ; 

1031  Januar  2. 
(Eoas-,  &Uttb.-ArcbiT  Qrax.) 

2605. 

Der  Kardinal  von  Diclrichstein  an   Ferdinand  IL:   klagt 
die  jBudiauin'  (Batthtfani),   die  einen  jungen  i'on  Dietriehstei» 
und  nun   auch  etcei  Fräidcin   von   Kaunits,   die   heimlich  v<m\ 
AiiSierlitJt  enil<tufcn,   hei  sich  aufgenommen.    Der  Palatin  wo^j 
die  Sache  »nZ-ersuc/ioi.    0.  D.  (Ili31  vor  dctn  15.  Januar). 
(Orig.,  Ung.  L.-A.i  Caoc,  Auttriaira*  1631,  N'r.  |.) 


Allfirgnefügistcr  liftrr.    K.  R.  K.  M'  wcnleii  sich  erindernj 

wie  unterschiiliich  mal  bey  ileroselben  iuh  einkomben,  dass  eiu 
joiiger  van  Dictricbstoiu  kuh  dum  landt  verschickt  worden  und 
bey  der  liadiaiiin  in  Ungarn  sich  auflialtcn  solle.  Und  obxwar 
E.  K.  M'  underschidliche  mal  deswegen  dem  ungfli-isehen  pala- 
tino  anbuvolEiesij  ist  ducEi  uiulitti  ervutgt,  sondern  djse  armo 
secl  in  des  tenfeU  rächen  gelassen  worden. 

Nit  weniger  sein  dise  tag  zwey  frealein  von  Kaniiitz 
Iieimblicher  weiä  von  Aasterlitz  entloffcii  und  sich  auf  Press- 
bui'g  begeben;  wie  man  sagt,  sollen  sy  auch  zu  der  Budiariln 
geraiaot  sein.  Dahet-o  ohne  gehorsamistes  massgeben  E.  K.  M' 
widerumb  bcyin  palatino  wegen,  des  ersten  auferlegen  zu  lassen 
geruühcn  wollen,  mit  ernst  den  waiaeii  nachzufragen,  wie  nit 
weniger  wogen  gcmclter  zwcy  frealein  und  dieselbe  in  arrest 
nehmen  lassen.     Thuc  mich  .  .  . 

E.  R.  K.  M» 

allerunderthcnigister  gohorBamister 
dicncr,  cuplan  nnd  undcrthan 

F.  von  Dietriehsteiu. 

Dabei   der   cntsproehendo   kit9.  Befehl   im   iHe   ungnrischf?  iforkmiBl«! 

mtl  di?in  Umlum  des  1&.  Jauuar. 


I 


2606. 

Die  RFliffionarefnrmationsIiOtnmission  an  den  Kaiser:  Es  tcar 
früher  keine  (ieleacnhni,  eine  soldxc  Schüleuuy  vorzunehmen, 
l'tml  von  Eck  hat  sein  Gut  uu  llerrn  von  Yeräcnherg  vcrkanfl. 
Denen  Herrn  (von  Eck?)  waren  aber  seine  Güter  von  <iem 
Kammerprokurator  in  Arrest  genommen,  bis  seine  Ansprüche  be- 
friedigt wurden.  Schi ießl ich  hat  sich  der  Jüngste  bereit  erklärt, 
im  Lande  r«  bleiben  und  kathoUseh  r«  icei'den.  Paradeiser, 
dessen  Gut  von  seiner  Hausfrau  stammt  und  auch  den  Ktdtisr.hits- 
sehen  Erben  gebührt,  hat  sich  auch  jrur  katholischen  Iteligion  be- 
quemt. 1631  Januar  22. 
(Stattb.-ArchiT  Gtkt) 

Am   10.  Febniar  kommt  der  Behhl    lierat»,   nnTorzUglicti    cnr    a»l>e- 

fühlMueii  Sclitllzu»^  KU  schreiten,   wenn  die  nivli  UiiUaUiulisuticii  sioli  niclit 
zur  UefiiTitiiitioa  bwjuuueu  (ebenda). 


870 


2G07. 


Ferdinawl  IL  an  den  Propst  eti  ItoU^nmann:   Da   sieli   in  der 

Pfarre  Haus  jwch  riW«  ui\hntholische  Dauern  finden,  ist  fleißig^ 

Nachf'ruffe  nadi  ihnen  su  hdtcn.    1031  Januar  30, 

(Kous.,  SUttli.-Arcliiv  Gnut.) 

260S. 

Karl  Vddner,  der  ,als  alter  erlebter  Lamlnuinn'  im  Lande  «j 
bleiben  gebeten  hatte,  wird  mit  seiner  Sitte  ahgctriesen.     1631 

Jannar  31. 

D>i<«g1«ich«ii  mit  Aar  Itillo,  vom   10.  Pfennig  Wfrcil  xu  w«r(l«n,   da  Cf  ^ 
du  Isndt^nirstlictio  Kainmerwiiwn  um  tIkIo  liuseud  Onlden  tMfnrdort  liab«. 


2mx 

Ferdinand  IL  an  den  Landcsverwalier  und  I^Hdearieedom  Ht' 
Krain:  teiU  die  Ernennunf/  lieinohlos  an  Stelle,  defi  verstorhenen 
jBjsc'k'/s  Thomm  zum  MlU/liedn  der  Heligiönsrefitrniationsknm- 
missimi  mit  und  empßtJtlt  ihnen  miifleicJi  die  eifrige  und  dem 
gemeinsamen  Vnterlande  stim  Nnteett  geraehende  Fortsetexmg  der 
aufgetragenen  Kommission,    1631  Febmar  1. 

^Kou.,  ebenda.) 

2G10. 

Ferdinand  11.  an  Dietrich  von  Auersperg,  lAindesvertcalter ,  und 
ökiavio  l'anisol,  Hauptmann  jru  Agtern:  Mitteilung,  daß  statt 
des  rerstorhenen  Bischofs  Thomas  der  jetsige  BiacJtof  BainaU 
ettm  Rtligionsrcformationsliomniissär  ernannt  ist  und  daß  sie 
sich  der  aufgetragenen  Kommission  bestens  befteißigeti  möjw» 
Grog,  1C31  Februar  1. 

(Üri|f.,  L -A.  Krain.) 

2«II. 

Ferdinand  IL  an  dieHeligionsreformaiionskommission  in  Kärnten: 

«endel   ihr  die  JSpexifikaiion    des  Erepriesters   über  die  noch  n» 

Lande  beßtidlichen  Uul-atholischen  £u,  damit  sie  uHder  diese  in 

Gemäßheit  ihrer  Instrukti^fien  verfahren.    ICSI  Möra  6. 

(Konx  ,  obonda.) 
Liegt  uivlit  bei. 


871 


I 


2512. 

KaisMiche  Jtnsoltiimi,  heireffend  die  geistlichm  Gütn:  Ef- 
inncrung  an  die  hctüglichen  ErWisse  Kaiser  Rudolfs  II.  und 
die  kaiserliche  liesolution  vom  36.  Juni  J6Si  und  ihre  Er- 
neuerung, dergesiali,  daß  hinfort  nUe  Slreitigkrifen  und  Jinoigcn 
um  Kirchen,  Pfarr€y\,  geistlicfK  Lehenschaften  usw.  su  keinem 
anderen  Gerichte  als  mr  tiCTi  Jcais.  Jlof  und  den  Kaiser  selbst 
getogen,  dort  in  küreesier  Frist  erledigt,  die  betreffetiden  Güter 
und  aufgehobenen  fractas  unverweiit  restituiert  tverden  solirn. 
Wien,  iG3l  Märe  8. 

(ficbadhaft  peworilffiin  Koj».  im  8t,  L.-At  8tnl>cnlM»rp-Akt«B.) 

Von  der  U.  K. . . .  M' . . .  dproeelhcn  nitliB  und  (lf;s  hoclistflfts 
Passna  oftlcinlen  in  (Jaten-eich  unter  der  Enna  lierrn  CnrI  froi- 
herrn  von  Khircliborg  .  .  .  n.nzuzaigen,  .  .  .  I.  K.  M*  trigen  nofli 
in  gncten  {jcdenkcn,  -wessen  aic  sich  auf  weiland  ilires  liüclist- 
geehrten  vorfahren  keysers  Hndolphi  des  aiulern  christmildister 
gederJitnaBS  nach  vorhero  ergangene  gemessene  resolutioues  und 
generalia,  verrer  wogen  derjenigen  giicter,  so  von  alters  zu 
denen  ^iistumlian,  jirelathuren,  pfarron  und  bcneßcien  gestiiftt^t 
worden,  aber  Iiemach  davon  in  der  wcllliclien  bUndt  koniheii 
nnd  dato  den  26.  Junii  des  verwidinen  1624^  iaiirs  resolvirt 
haben. 

Wann  sie  ae  dan  dabei  nocbmahlen  allergn.  bewenden 
nndl  verbleiben  lassen,  aucli  dieatdhen  verrer  solcher  gestaldt 
widerbolhüi,  enicuern  und  iujnfirmiren  thuen,  daaa  rcniblicben, 
wan  hinfüLro  suwol  im  laudt  Osterreifb  under  als  oh  der  F.:m8 
die  geistlichen  gegen  den  weltlicbisn,  e»  sey  mnU  kircbon, 
|jfarren,  iilialen,  geistliclie  lebcnaebaften,  vogtbeyrecht,  erhrecbt, 
gmnd,  Loden,  zebent  oder  anderen  gileter  und  gorecbtigkaiten, 
so  za  den  iiistumben,  prelaten,  pfarrcn,  bcncHcion,  stUflung, 
zebent,  pfarrben  und  vogteien  von  altersbero  geliebct  oder  dar- 
xue  erkauft  worden^  auch  aonslen  de  iura  communt  duroaelbun 
angehlirig  &ein,  in  stritt  und  irrnng  gcrathcn,  dass  solche  con* 
Iroversien  zu  keinem  andern  ittUicio  als  ftir  der  K.  M'  hof  und 
fUr  I.  K.  M'  8olbst.cn  gezogen  und  aldorten  in  einem  kurzen  termin^ 
so  immer  niiiglicb  sein  kan,  an  allen  gerichtlichen  process,  auch 
allerhandt   u-eitlflnfi^Tkeiten    nisbaldt    deeidirt   nnd    verabscbiedt 


werden  sollen,  vor  allen  dingen  aber  dio  p  .  .  .  nas,'  so  hie  von 
der  kirclmn  erlangt,  zu  eiliren  oder  in  raangel  dessen  bejwgte 
güctcr  ctiam  centenarta  vci  immemoriali  praescriytiunc  »o« 
oh$tante  nnverlengert  Ähzatrcten  und  die  aufRchobene  Jruetiu 
zu  rcstitoirn  scliuldig  sein.  Als  haben  solches  I.  K.  M'  irae 
hcrrn  officialn  xn  nachrictitung  alleren,  andciten  lassen  wuUea, 
dcme  sie  dabei  mit  k.  gnaden  wolgewogen  verbleiben.  Signa- 
tum  Wien  unter  I.  W  aufgetruckhten  k.  secret  insigil 
8.  Mnrtii  1Ü31. 

Ad  uandatuiu  S.  Caes.  M*"  proprium . 

2613. 

Ferditmiid  II.  un  üen  Projist  rt4  Holtennuinti:  lirfehl,  Jen  J/is 
noch  nnkatholiseh  VerhlieJietieti  eilten  kurze»  Termin  ansusetsen. 
imierhaUi  dessen  sie  sieh  mit  BeicH  unJ  Kommituion  einzusteUeti 
oder  nttcfi  Ahtrag  des  W.  Pfennigs  das  Land  £u  rnumrit  haben, 

1631  März  20. 

(KouK.,  ßtatth.-ArcUiv  Oru.) 

Ferdinand  .  .  .  Lieber  andächtiger.  Wir  haben  dein  ge- 
hoTMllMS  relations  eil  reiben  tu  sacben  religionsreform.'ition  ond 
(IIa  dir  derentwillen  aufgotragiie  i^onimissiöii  betrefftmil  zu 
banden  unser  l.-Ö.  U.  recht  empfangen  und  deine  .  .  .  emsig» 
sor^eltigkeit  .  .  .  zn  sondern  gn.  gefallen  vermerkt.  Weilen 
\\\t  aber  benehens  daraus  so  vil  vorspUcren,  dass  bei  vJlen  dein 
eifiiges  anmahnen  .  .  .  nit  :i.llaiu  nichts  gefroclitct,  indem  »e 
in  ihrer  .  .  .  hartniickigkeit  verharren  and  sich  entweder  zu 
unserer  wahren  a.  s.  cath.  rellgion  hishero  gar  nit  bequemet 
oder  aber,  ob  sie  schon  etwu  zu  einem  schein  sich  vor  discm 
mit  beicbt  und  conimnnion  in  unseren  catholischen  kirchcn  eio- 
geätcllt,  docit  nachmalen  ein  solches  fllrdcrhin,  bevorab  sn  der 
hl.  österlichen  zeit,  nit  continuirt  und  also  ihr  löblichen  be- 
kehrung  selbstcn  genuejfsara  an  tag  geben,  sondern  dass  sie 
anch  gar  kein  scheuch  tragen,  ungeacht  so  vil  unserer  derent- 
wegen unterachidlich  ganz  gemessenen  und  ernstlich  ausge- 
gangenen gcncralien  als  deiner  (craft  habenden  conimission)  an 
sie  abgeloäbnen  comininationcn  sich  noch  immerdar  im  land, 
und   Kwar  nit   ohne    crgernns    aufzuhallen :    also   gereicht   am 


I 


i 


•  Dm  recht«  obere  Evk  ial  auRgArisafa. 


873 


solcher  ungeliorsamb  und  lialsalilrrigkcit  nit  zu  geringem  mis- 
fallen ;  und  ob  wir  zwar  Lierauf  ganz  billiche  ursach  Imbeii. 
wider  dtselben  alsbald  ein  solche  dcmoustration  ci-gcbcn  zu 
lassen,  daran  sich  andere  dergleichen  angchorsame  zu  orspicgclß 
haben,  so  woHcn  wir  doch  .  .  .  ihnen  noch  fllr  dissinal  ver- 
schonen, doch  dir  hicmit  gn.  bofolhcnd,  dass  da  denen,  so  aich 
bisher  gar  nit  bcquerabt  und  deinen  verzaichnussen  einkomen, 
entlichen  und  zu  allem  llberlinsa  noch  einen  gewissen  kurzen 
ternitn  benennest  und  ansetzest,  indeme  sie  sich  entweder  un- 
fehlbar mit  bcicht  und  conimutiion  zn  unserer  wahren  catho- 
lischen  religion  einstellen  oder  aber  craft  unseren  publiciertcn 
gcneralicn  auf  vorgchonde  raichunf^f  des  10.  pf.  .  .  .  in  deine 
inen  von  dir  bcstimbtcn  termin  das  landt  räumen,  denen  aber, 
ao  sich  zwar  zuvor  eiugestelt,  doch  aber  hernach  zu  weiterer 
heicht  und  communion  nit  künden  gebracht  werden,  ebenfalls 
ganz  gemessen  und  ernstlich  befehlen  wollest,  dass  sie  sich 
anjetz  bcy  der  bcTorstchcndcn  hl.  osterl.  zeit  .  .  .  mit  .  .  . 
bcicht  und  empfahung  des  hochl.  altarssacrament  bei  ihrem 
ordcnLichcn  pt'arrherrn  oder  mit  dessen  ei-laubnis  bei  einem 
andern  approbierten  cnth.  pricstcr  und  Seelsorger  als  wahr- 
bckehrtc  gehori<ame  calholische  kinder  und  Bchaflcin  noch  ferrer 
und  so  gewiss  erzeigen,  als  widrigenfalls  wider  alnem  und  dem 
Andern,  der  discr  unser  entliehen  und  Hnalordnnng  nit  nacligo- 
leben  wurde  .  .  .  ein  solch  scharpfes  .  .  .  einselmcn  (etc)  aolle 
furgenommen  werden,  dass  inen  zu  schlechtem  gedeihen  g«- 
raichen  sollen.  Au  dem  .  .  .  den  ll^G.  Martti  1031. 
An  h.  probsleu  zu  Hottenmann. 

2614. 

Feräinatui  II.  an  den  Aht  von  Aämotit  toegen  tier  in  Ohersteier^ 
Wolhenstrin  und  Cauwterlal  leßniÜicheit  Utiktilholischen:  Befehl, 
ilifScUiefi  vor::tifordfrrn  und,  ivenn  sie  sich  nklä  j:ur  iidujion&refiyr- 
maiion  bequanen,  in  GemäßJieU  der  Instruktion  aassutcetsen.  JC3I 

Märe  26. 

(Kou«.,  SutlL.-ArchiT  Graz.) 

Ferdinand  .  .  .  Lieber  andachtiger.  Wir  werden  bericht, 
wusmsBsen  aich  In  unterschidlichen  pfarren  in  Obersteyer.  so 
theils  deiner,  thails  der  patrum  societaiis  Jesu  vogt-  and  lehen- 
Bchaften    sein   sollen^   in  sonderhait  aber  in  deiner  Wolkeust.iL- 


874 


nischen   Jurisdiction   und  in  dem  Cammertbal  noch  nntcrschid- 
lichc  uncathoIisKlio  lardtsinwolinnr,  sowol  unter  der  b.iut^rschiiA 
aU  h a mm crmai steril  und  anderen  aufhalten,  welche  sich  xavrider 
unserer  merlaltigen   g.inz   cnistlielien   pnblicterten    and   ausge- 
schickten ka>'ß.  and  landtsf^rstliclien  generalien  bishero  zu  der 
walircn  allain  sali  gm  ach  enden  cathoUschen  rcligton  nit  eJn^stellt, 
sondern    un^cstchanclit  in  ihrer  voratockten  hnrtnäckigkcii  nnd 
im  Innd  verharren.     Nun  hctten  wir  gnnz  bÜIich  nrsaoh,   nan- 
mehr   wider   dieselben    ohne    alle    weitere   verschonung   dergl- 
c-rnatliclic  bcstrafung  Alr/,uncmcn,   dasd   sich  andere  dann  zu 
crspicgeln  hotten,  so  wollen  wir  aber  aus  angclwrener  mQlte  und 
l.-iiiginiictij;:keit   noch  Air  dismal  damit  inncuhaltcn  und  ob  wir 
r,war   noch    hier   bevor   unserm    auch    liolwit    andechtigen    dem 
propst   von    Rottenmnnn    deren  willen    commission    aafgetnt^n 
nnd   er  uns  nncli   sein  gcliorsjime  relation,  was  er  an  etlichen 
orten   verrichtet,   au  liaiideu  unser  I.<».  R-  Buekomincn  laasen, 
so  vcrstoudigct  er  uns  doch  benoben,  dass  imc  die  oben  anfang« 
angedoute  jifarren  und  orter  etwas  au  weit  entlegen,    Ist  dero- 
wegen  unser  gii.  befolcli  liiemit  nn  dich,  dass  du  dich  als  deme 
aolchen    orten    nacher  gelegen  der  mtihewaltung  gchorsaiubhcli 
underfangen,  bewigten   uncatholischcn   von   burgern,    hammer- 
maislcrn    und    i>aucrn    und    andern    inquiricrcn.    dieselben    in 
unBern   nameii  flir  dich   crvordcrn  und  inen  erstUcb  den  diss- 
orta   verübten  strafmilsbigcn  ungehorsam  alles  ernst  TemoUeo,  ^M 
bIc   sodann  reit  ansetzung  eines  noch  kurzen  termina  würklicii 
d.ihin  anlmllon  sollest,  dass  sie  sich  entweder  zu  diser  h.  öster- 
lichen  seit  mit  hcicht  und  communion  in  unser  cath.  kirchen 
uufalbarlich    einstellen    oder   aber   in    dem   bostimbten   termin 
disea   und  alle  ucideru  uuser  erhkonigreich  und  lando  auf  vor- 
gehende raichung   dos    10.  pf.  (den   da  mit  hilf  und  nssisteox 
ihrer  grundt-   und   gerichtsherru   über  zuvor  gelaisten  korper-  H 
liehen    aid    von    inen   abzufordern   wissen   würdest)  so   gewit*  ^ 
rnumbcn,  n\n  widrigcsfalls,  da  sie  dieser  land  unserer  entliehen 
und  finalverordnung  nit  parieren  wurden,  wider  die  nbortreter 
ein   solche   demonstration   furgenommen  werden  solle,  die  incD 
7,u  keinen  gedeihen  geraichen  wurde  und  wir  wellen  uns  hier- 
über deiner  berichtungsrelation  zu   banden  obgedachter  unser ' 
i.-ö.  regierung  erwarthcn.  An  dem  bcachicht .  .  .  den  3G.  Marl» 

An  h.  abten  r,n  Adtmnndt. 


2615. 

Outaehten  dar  innerösterreifJiischen  H^tgiernng  in  cnns»  der  von 

Christoph  von  Weh,  heatehuttgsweise  Hans  Adam  Vraunfalk,  m 

verJtaufeuden  Güter.    ICiSt  April  40. 

(St.  Ii.-A.,  LiiiilrPdht  PrAunfalk.) 

Cliriiitnph  TAn  Wetz  bitt«t,  dl«  Prniinfnlkiclifln  Otltn  bnim  Pmiin- 
Mlochen  Staniiri'  sii  rrltnUrii,  Kr  k'innn  ttrin  Bcliwag'tr  <lie  Ont«>r  nti-bt 
Ter1raiif«Q.     Gutjii:litpn:  Wris  ioll  a>if;rl;!*l  wnnlmi. 

2016. 

Die  vier  lürheti  tceiland  Erasnius  von  Glnyack  und  seiner  Frau 
Susantm,  geh.  iVfiifieiiejfger,  die  sich  seit  ihrem  Absitgc  am  13.  Juli 
1<>29  außer  Land  befinden,  an  die  Landschaß  Steter:  bitten  um 
KaehsifM  alter,  noch  rnn  J570  und  l'tSÜ  herrührender,  ihnen 
iinrfrhlnu'if'iff  itufetiegter  Steuerau^lände,  begiehungaweisfi  Straf- 
gelder, im)  dtrentfciile»  iltre  in  Steiermark  Hegenden  Güilen  ge- 
pfändet wurden.    Wird  ihnen  he.iciÜigt.   Gras,  im  Landlage  lliSl 

April  U. 

(Orif*.,  St  L.-A.,  Cbr.  R.) 


2617. 

Ferdinand  II.  nn  die  v<m  Radkerslnirg  und  den  Verwalter  von 

OberradkerRhurg:    Wie  Benigna  von  Kheeenhüller  durch  eüfefie 

Bu  Radiersburg  Verhaftete  der  Zauberei  heeiehtigt  icorden.  Befehl, 

Jitridit  rw  erstatten.    I(i31  April  14. 

(Kons,  nbeitda.) 
2filft. 

Lnndesfiirstlichcr  Befehl  an  die  Jieliyiomtreformationskommissäre 
in  Kumten:  gegen  den  Marktschreiher  zu  Vetlach,  der  sich  bis 
dato  zuwider  den  in  caasa  religioiiis  erlassenen  Mandaten  immw 
noch    im   Lande  aufiUill,   ernstlich   einxusehreiten.    Gras,    Ui.Hl 

Mai  äO. 

(KvDK-,  eben  Ja.) 

Landesßirstlicher  Befehl  an  die  in  Sachen  verordneten  Kom- 
missäre Andre  Sigmund  von   Saurau  und  Christoph   Steinpeiß: 


* 


876 

Unter  anderen  noch  unvcrhauflen  Gütern  lefindet  sich  I'Vomtp&rff 

das    Wolf  Freifurrn   von   Prankh  gehört,   tcdclier   der  Jldigion 

halber  außer  ImiuI  gezogen.     Befehl,  die  Ilerrschaß  ttefintxen  su 

lassen  und  su  berichten.    Graz,  1631  Mai  30. 

(Rom.  n.  Kop.,  Statth.-Arcbir  Oru.    Oem.  Kop.) 

Steiriiielß  ftnUcliiildigt  aicli  *m  T.Juni:  die  ScliüUuog  wunlp  bu  Uocb 
vorteil umuien,  die  Uerrgchaft  liaiin  ilcsliilb  uicht  verkauft  werd«a. 

Bteinpciß  berichtet  am  2.  Juni  sn  Jakob  Prmkb,  er  mCclite  Übel- 
befindonR  w«ger  mit  <lrr  Sadio  nioliU  nii  tun  bab^n;  ta  anch  Ssaran  am 
8,  Jaiii.  Zu  KomtnlMXrna  werdnn  ilnnii  Wilhflm  von  Kronopi;  und  Weil 
von  WlUfcr^dorf  vorgesc-li lagen.  Jakob  von  Frankli  liatt«  gonielilct,  Wolf  ■■ 
Y&n  l'ritnkli  halxu  (IIa  Uerrscliaft  uodi  niclit  mutiert,  in  dnr  [l(ilTnao|f,  daA^B 
sloh  Vorwaiiilte  Gticlen,  di«  si«  nicht  in  fremde  UÜade  konimen  laasnn.  Er 
bittet  an  eine  neaerlich«  f^cbXtzun^. 

2620. 

Perdinaud  IL  an  die  Heligionsrcformaiiotiskommissäre  in  Kraia: 
Bedauern,  daji  noch  so  viele  Unhitholischc  im  Lande  sind.  Das 
sei  nicht  ru  duUten  und  eifriger  Sit  iuquirieren.    163t  Juni  y. 

(Ebenda.) 


2G21. 

Kaiserliches  Mandat  an  alle  nacligeselzten  Obrigkeiten:  Da  un- 
geachtet aUer  friilier  erlassenen  Mandate  noch  tteje  Leute  in 
Kärnten  hei  Vtrem  JcetßeriscJien  Glauben  verUeihi-n,  ja  adM, 
naciid'tn  sie  rfcti  Absug  genommen,  wieder  ins  Land  eiuschleidien 
und  dort  handeln  und  icandeln,  vtm  Idchlsinnigcn  Beichtvätern 
schlechten  Unterrlrht  empfangen  usw.,  wird  an  aüc  Obrigkeiten 
der  Tic  fehl  erlassen,  alle,  die  stdi  nicht  gur  katholischen  Iteligioii 
bekenjien,  hcsiehungsteeise  sieh  nicht  innerhalb  einer  gegebenen 
Frist  mit  Beicht  und  Kommunion  einstellen  und  rechtnuißige 
Bi-ielUscUel  voricdsen,  nach  Abtrag  des  10.  Pfetmigs  aiisjeuiceisett. 
Geistliche  haben  auf  jede  SaumSal  su  achten.  Strenger  BefeH, 
auch  die  Iletren  und  TMnälettie  A.  C,  die  sieh  ttoch  ohne  Litenx 
im  Lande  aufhalten,  in  Gemäpheit  der  erflossenen  Generaliep 
aus£uweism.    Wien,  1631  Juni  30. 

(Kop.  im  LandikroDcr  Archir,  jetxt  GcKbiclilsvercin  filr  KKrotfn;  Ori^.-Dradc 

L.-A.  Krain.) 

In  dem  Mutl  iiicHt£  Ncuee  bietenden  Erlasi«   beißt  ca:     ,Di«ir«tl  wir 
Buclt  bifliicbvQ  in  erfabruug  kbomniL-n,  das^  etliche  sich  gleieliwol  catboUicb 


n 


4 


877 


(<rclär«n,  ihnen  aber  solche  prlerter  im  beichlvllt«ni  erwOlilen  and  sieh  von 
(lGnioLbi);cn  von  ibren  irrLhnmben  absoivicron  lasspn,  von  welchen  sie  niclit 
xllntrb  Huhlnclilon  uiilcrriclit  utiil  iDfortuation  in  ilirei»  irrif^nn  gnwiaMti  ein* 
jifAlicii  k'ti](Uoii,  loiLdorii  ativli  mit  i1«in  gcUlHvIicu  ^owxlt  in  >utcliein  fall 
EU  al»oIvipreii  nicht  vcnehcu  Min:  derlialbeu  Tnrmahneu  wir  lilomit  alle 
•eolBorger  und  ihre  g«i»tlich«a  vontelier  als  •!>«  ordinariM  und  (lorse1b>>n 
erxpneit«r,  itaß  lio  hi«ranf  gut»  abacht  haben,  die  ubcrraichtc  beichtzciil 
mit  Hfiia  ornecbcti  und  keinen  Tür  gennegsamb  und  krüfti;;  anncmben  noch 
[;Klt!(;  sein  lassRn,  er  so!  dann  von  c>iii(iin  |)riß5tcr,  welcher  (lisfiills  mit 
(;vuuc(^nfi)bon  gewaliU  und  freistliubcii  Jurisdiction  wissentlich  voncchi^ii, 
unterachriobvu  und  ij^cfcrtigt.  .  ,  . 

Welle  aber  jcniauilt  «in-  und  fiLkwonden,  or  kuudt«  (ein*  guctdr  in 
d«Ri  angesetzten  termiD  nicht  vemlbern,  so  toll«  jc'doo  orU  obrigkeil  die- 
selbige  gCIcIer  durch  unparteiische  .  .  .  flchKtzen  lasncii,  nffenllicli  foilhicton 
und  anfa  fürdcrliclilst  verkaufen,  davon  den  10.  l'fcnni;;  abrichten  iinil  ein- 
nembon,  iton  (Ibrij^en  wcrUi  alior  ilou  aus  dem  landt  ^ieliendon  anhondigrn 
und  iten^fllbea  lengcr  unter  seiner  Jurisdiction  und  gnbiet  nicht  goduldflii 
und  diaafalls  aiaichet  anauhen  dar  iiarsonen  nicht  habeo.  .  .  .* 


2632. 

Johann  Ulrich,  Ucnog  von  Krumcm  \tnd  Fürst  ri*  Eggaihcrg, 
tt»  die  Verordneten  von  Steiermark:  Da  I.  K.  M'  sich  wcycn  des 
im  Laude  herrschenden  Geldmangels  als  auch  aus  anderen  er- 
heblichen Motiven  dahin  resolvierl  habe,  daß  die  den  emigrierten 
Latidleuicn  gehörigen  Kapitalien  nicht  hinamgcgthen,  sondern 
gegen  gebührliche  Verzinsung,  die  ordetUlich  gereicht  tccrdcn  solle 
und  bei  deren  Nichtbesahlung  schleunigst  Recht  und  Exekution 
erteilt  icerdcn  solle,  im  Lande  bleiben,  wird  ihnen  aufgetragen, 
hierin  schuldigen  Gehorsam  zu  leistett  und  das  Nötige  bu  puhli- 
tieren.  Görz,  1631  Juni  Sl. 
(Orig.,  Sl.  L.-A-,  Chr.  U) 

Beigelegt  i«t  ein  Outachten  des  Landearerwaltera  und  der  Verordneten 
Tom  20.  Januar  IßSS;  man  werde  Ausnahmen  Eula^aon  mUsaen;  denn  mancher 
Emigrant  kann  bei  der  Teucrang  Im  Uaiche  ,mit  dem  hieaiccn  Interea» 
nicht  nachfolgen',  sondern  lial  vielleicht  «clion  das  KajiiLal  angogrifreu, 
andere  haben,  uin  <lio  Bewilligung  zu  erhalten,  int  Land  xu  kommen  und 
zn  dem  IKrignn  zu  RoheTj,  viel  ,<pendtfr«n'  niQiuin.  Kt  «oUtn  ihnen  eine 
Renfiralllzenz  gegelten  werden,  wie  ja  auch  nnkathollRcbi>n  Handel* lad tea 
und  AusiSndem  Ina  Land  zu  kommen  unvr'mnhrt  ist.  Würde  dies  dem  Ans- 
weisnngamandate  aowider  aein,  ja  dcasea  vOiHgo  KABsierung  nacJi  »leh  aioheo, 
■o  k'Innte  ibneu  doch  die  L'uea-i  ohne  einige  Taxe  gegeben  werden.  Sie 
iiiüisen  lieh  etwa  in  StoLermark  bei  den  geiieimeu  UÄtcn,  in  Kirnten  beim 
Landeshauptmann«  und  in  ICrain  heim  Landosverwaller  anmelden.  Dana 
hütten  al«  nicht  Gnind,  hoch  zn  lamenlieren. 


878  _^^^^^ 

96S3 

Latidfsßrstlicker  BefeH  an  den  iMndesrertcalier  au  Krain:  die 

in    Uaiäusina    wohtwndc   unfuithUiscke   IfVt/jxfMrrvon    lua  IjÜm^ 

atUMKtceisen.    Grag,  1631  Juit  'J8. 

2624. 

Fffdinand  IT.  an  die  gt:istlielum  Behörden  und  au  StäfUe 
Markte  in  Kärnten:  sendet  ihnen  etliche  ,Hntcr  seiner  eigaiak 
Siynalur  gefertigte'  Generalien  eu,  ,icdche  wir  wegen  der  im 
Lande  noch  befindlichen  uukathelischen  Bauersleute  und  andera 
gemeinen  StitwIe32}crsoneH  juttgslUch  dasdOst  hohen  pidAisieren 
lassen.  Vud  weil  die  Publikation  wenig  fruchten  würde,  tcenn 
sie  nicM  voÜeogen  Kürde,  so  isi  unser  Befehl,  darob  m  5e»i 
dafi  sie  auch  vollsoyen  werde'.    1631  Jtdi  ^. 

{Koat.,  StjitIb.-ArcblT  GriE ) 

2G25. 
Desgleichen  an  die  von  Krain.    1631  Jidi  30. 

2Ö26. 

Oeneralmattdnt  Ferdtnandn  TL  an  «Wr  ,im  Fürsteiditme  Steter  ge- 
sessenen' Obrigkeiten,  geistliche  und  tveltUcIie  Landleute  usw. ,  erinneri 
au  die  rorliergegangneti  Vemrdtiunycn  betreffs  der  im  Heligi^i^cestB 
vorgenomtnifnen  heilsamen  Beformation.  Gott  habe  soweit  seitieit 
S'-gen  f!erlie)ieny  daß  viele  irrige  Sefmftein  in  den  Schoß  der  allein 
seligmachenden  katJtoliscJten  Kirche  surückgeJuiwi  seien.  Hock 
aber  halten  viele  an  ihrer  irrigen  Meinung  fest,  sind  teils  aus 
dem  Lande  gezogen  nder  lialien  sich,  wie  man  mit  Befremden 
vernehme,  noch  im  Lande  auf,  leohin  sich  etliche  nach  ihrem 
Absage  leieder  hercingeschlichen  haben.  Da  dies  dem  vorge- 
nommenen JleformationsU'Crke  strad»  suwider  lauß,  so  ergM 
an  (die  OrigkeHen  der  gemessene  Bef^,  in  ihren  DistriHen  gt- 
naue  Erkundigung  einauffiehen,  unhiih(^isehe  Personen  oder 
sdchr^  die  sich  nicht  wenigstens  einmal  des  Jahres  mit  Beicht 
und  Kommunion  einstellen  oder  sich  sonst  in  kirchlichen  SaeheH 
widersetslich  erweisen,  eu  sitiere}^,  ^*r  Bekehrung  mahnen,  ihna 


eitten  Termin  lu  seigen  und  in  VoUsiehung  des  geisilkhen  Be- 
rufes es  an  nichts  mang^  xtt  lassen.  Manche  cricählen  sich 
aber  solche  Beichtväter,  von  denen  sie  schlecJtten  Unterricht  er- 
haUen  oder  die  die  Clewall  zu  absoltieren  nieltt  besifeen.  Von 
dieseti  sind  die  Beichtietid  mit  ttesonderan  Fleiße  su  unt^sttclten 
und  keiner  als  gültig  ansiinehmen,  der  nicht  von  einetn  ordent- 
lichen Priester  ausgestellt  ist.  Gegen  die  Übertreter  ist  nach 
Zahlung  des  10.  Pfennigs  mit  Abschaffung  vorsugeheii  und  Aus- 
nahmen sollen  nur  mit  Bewilligung  des  Fürsten  Ulridx  von 
Eggenberg  gestattet  sein.  Wollte  jemand  einicendcn,  daß  er  in 
kurser  Zeit  seine  Güter  nicht  versUbern  liimne,  so  ist  dies  von 
Obrigkeitsteegen  eu  tun  (siehe  oben  aam  20.  Juni).  Auf  die  Aus- 
filbntng  dieses  Generales  ist  gute  Of/ocht  jw  geben  ttud  sind 
beso}tders  jene  Unkiitholischen  aus cyt forsche»,  die  sich  wieder  ins 
Land  gcSfJtliclten  und  sich  ungehorsatnerweise  daselbst  aufhalten. 
Dies  Mandat  soll  aller  Orten  von  den  Kanzeln  herab  vcrkünikt 
tcerden.    Wien,  1031  Augtist  26. 

(Ortg.-H«Dd«C;  Druck  im  UMits«  dfii  IIcrausgeb«n.) 

Sümiat  dU  dem  Mandat«  rom  SU.  Jaai  Uberein. 


2Ö27. 

Ferdinand  TT.  an  die  Beligionsrcfonnalionskofnmission  in  KänUen 
und  Krain:  B''fehl,  auf  solche  i^tandcsißnsunen,  die  vorgeben, 
katholisch  getctfrden  eu  sein,  d»»  Glaubensbekenntnis  und  den 
Treueid  aber  nicht  gleistet,  sou^e  auf  andirrc  mit  der  Ketzerei 
Behaftete  jedes  Standes  eu  achten  und  den  Geiicr^ilien  getmß 
XU  handeln.    Gras,  1631  Jttgust  27, 

(Kons-,  Buitb.-Arobir  Qm.   Qem.  Kop.) 

Ferdinand  .  .  .  Nachdem  bey  uns  glaubwürdig  bericht  ein- 
1conil>cn,  wie  da«  sonderlicli  In  unserem  furatcnlJiumb  Crnin  hin 
und  wider  sich  im  landt  undlcrscbidlichc  slaudtspersonen  be- 
finden, welche  sich  iheils  unter  dem  schein  der  l»ekehnmg  zu 
der  kathohschen  roligion  zu  priestcrn,  so  den  gwalt,  ab  haeresi 
zu  absolvieren,  nicht  haben,  begeben  und  bei  ihnen  solche  ent- 
biniluiig  unordoiulich  suchen  und  begern,  tlioils  aber  Ttlrgeben, 
^8  wan  sie  bercith  von  dem  kotzerthumb  entbunden  und  f^e- 
beicht  hetten,  da  doch  solches  nicht  beschchen  und  sie  weder 
jprofessionem  ßdti   und    iuramentum  ßdelitatit  praesticrt,  noch 


i 


880 


die  bcicLtzcttcl  bcijrchrncht  und  eingelegt  liabcn^  tliciU  auch 
gar  selten  oder  gar  iiiemAlcu  sich  bei  dem  gottesilieiist  in  den 
kircticD  (undl  proccssionen  einstellen,  also  ist  uuser  ganz  ge- 
messener bcvcicb  hicmit  an  cucli,  dass  ihr  nicht  allein  aaf  der- 
gleichen  falscltc  und  iriigc  pcrsoncn,  sondern  auch  auf  alle 
ander,  welche  ctwo  noch  ö6entlich  mit  der  ketzerci  behaftet 
sein  mychtcHj  sie  seien  hcrren,  rittcr,  bürgerlich  oder  pauem- 
stnndts  und  wescns,  wie  nit  alle  dersolbcu  dieustleuth  ganx 
cmbsige  angelegne  nachfrag  und  inqntsition  anstellen  and  pflegen 
und  woicni  ihr  einen  oder  mehr  in  erfahrung  bringen,  wider 
alle  diesclbigc  unserer  publicicrtcn  nnd  ansgangcn  gcncr&lien 
und  rcsolutionen  gemäss  würklichc  cxecation  flkrkebren  sollet 
Dana  .  .  .  Grätz  don  27.  August  631. 

An  die  herrn  K.R.C.  in  Crain. 

/71  stmili:  An  N.  die  in  Kürndten. 


2G28. 

Gregor  Michael  W<m  und  Ursula  SchtvdkomisA  soÜen,  rfa  sie 

sich   sur  Verschinipfumj   der  puhUHerlen  Generalien   über  ihren 

Tennin   im  Lande  aufyefudieii,   vor  der   Reyicruttg    erscheinen. 

1631  Septemler  5. 

(SUtth.-Arctiir  Qru.) 


2629. 

I'Wditidtid    II.    an    genatmte   Tmtffenhnchsche    UnUrUiuen:    bis 

4.  Novemher  ihre  Jieicitlsettd  ahstUicfern,  widrigen ftdls  sie  durck 

den  lMndj}rofoseti  abgeholt  werdcti.    1631  Septemiter  17. 

(,Eb«iida.) 

,Jsl(ob  Freiherr  von  Tcuffviitinrli  Itnt  sich  awar  um  Pest«  Uvü 
nimiuoHuhrt,  «onit  aber  nicht  iitubr  otngMtvIU.'  Soiout-  untl  Minar  Toditct 
w*>gftii  ist  an  deti  Propst  run  Seckau  au  ■elir«ib«n. 


i 
I 


2630. 

Ferdinand  II.  an  den  Pfarrer  zu  Leutsehaeh:  Berichtet,  düß 
Christoph  Seidl,  Pfleger  xu  ScJtmierenbag,  an  gebotenen  Fasi- 
tagcn  Fleisch  essr,  sich  miY  der  BeicJit  nicht  eitisteitc  und  an 
Sotm-   und   Feiertagen   durch  Ghckcnstreich  sein  Gesinde 


881 


I 


Verlesung  der  Predtfft  rufe,  gehi  9ein   Bcfeftl  dahin,  eu  $^en, 
was   fT  für  Umher  hraucJie  und  warum  er  die  Untertanen  vom 
Gottesdieiaie  afihalte  und  (At  es  hilJiolische  oder  hUherisrhr.  Pre- 
digten seien,  die  er  vortrage.     1631  SejUemher  77. 

(Kun«.,  SUlUi.-AreliiT  Gru.) 

2631. 

Ludwig  von  Dietrichstein  an  den  Kaiser:  Weil  sein  Vetter,  Herr 
Georg  ßartlme  von  DietrichMein,  wegen  seines  vorhabenden  Aus- 
euges  aus  dem  Lfinde  seine  UerrscfMß  UoUenburg  in  Kärnten 
verkaufen  muß,  sie  auch  schon  feHgehoten  hat.  er  sdbst  (Lud- 
ipig)  und  sein  Jiruder  Johann  Balthasar  sie  aber  nielit  in  fretnde 
Hände  kommen  lausen  wollen,  bitten  sie,  ihnen  einen  Konsens 
tcegen  Verkaufs  oder  Kinstands  berülirter  Ilen-f^chaft  £u  erteilen, 
oder,  wenn  es  den  G*»icraiien  gemäß  eu  einer  ScJiütgung  leommeti 
sollte,  dasjenige  ihnen  nicM  m  vertceigern,  ipo*  der  Ordnung 
nacJi  für  billig  erkannt  lotrd.  O.  O.  (lo  Jorso:  1630  Kovember  7.) 
(Orlff.,  Stattb.-Arcklr  Oru.   Uem.  Kap.] 

2632. 

Ferdinand  IL  an  Karl  von  Pargstali:  Da  sich  dieser  mit  der 
unkatJiolischen  Eva  Felüntas  von  Ilerberslein  durch  einett  win- 
dischen  Priester  jenseits  der  Drau  hat  kojmtieren  lassen,  da  er 
sich  als  ansgeschaffter  Emigrant  im  Laude  aufgehalten  usw.,  er- 
geht der  liefehl  an  ihn,  am  29.  November  1631  um  8  Vhr  hei 
dem  KammerjMrokurator  zu  erscheinen.    1631  November  32. 

(Konx.,  oli«i]ila ) 


2633. 

Etrdiuand  IL  an  Ludwig  und  Tahitis  Oehriider  von  PiUx:  Da 
sie  sich  d&i  Generalien  sum  Trotse  im  Lande  Kärnten  aufhatten, 

L  hohen  sie  am  27.  Novendter  vor  dem  Kammerprokurator  au  er- 
scheinen.   1631  November  12. 
(Konx.,  obanda.) 
In  nmiii:  BnUhMar  vnn  Hiihenbarg. 


2634. 


Ferdinand  IL  an  die  Bdigiou.'^efnrmationskommissäre  in  LAiiftach  : 
Die  Ifandehlente  daselbst  beschweren  sich,  dafi  die  der  Pdigion 
wegen  ausgescJta/f'tcn  Handehlexde  ins  Land  kommet\,  die  Jahr- 

P«Kl««.    II.  Abt.   Bi.  LI.  ttü 


nuirkie  besucJi€Ji,  die  Latidleute  seliädigen  usw. ;  dieser  Mi/^aucft 
ist  abffiistellen.    1631  November  13. 

(Kon*.,  ebenda.) 

2635, 

Ferdinand  II.  an  Ludwig  und  Anton  von  Grotta:  Befehl,  in  viersehn 
Tagen  den  seit  vier  Jahren  schxiMigen  Kau/schdUng  für  die  naek 
Paul  Khercnhtdler  gekauften  Guter  xu  erlegen.  1031  November. 

(SUtlh-ArcbiT  üru.) 

2G36. 

TMndesfiiriiiUcher  liefehl  an  den  üiehter  r«  Gonohitc:  ühcr  einen 

sich  dort  aufhallenden  vermeintlichen  Kalviner  su  herit^tien.  Gnu, 

1631  November  22. 

(Kons,  Stattb.-Arcliiv  Oru.    0«in.  Kop.) 
2G37. 

Die  Teufenbacher  Uniefianen  habet*  sieh  irotx  der  an  sie  geritk- 

ieien  Aufforderung  mit  Beicht  und  KomniuHton  nicht  eingestellt. 

lieffhl,  es  sofort  su  tun.    16.11  Not^inber  29. 

(Eb«Dda.} 

Am   11.  December  solildil  Atr  Pfnrrer  Ton  TcnTenbaeh  nsns  KlifM' 
an  die  Itegierunif. 

2638. 

Da  Karl  von  PurgstaU  an  dem  ihm  gesetzten  Termin  nickt 
schienen  ist,  soll  er  sich  rtj«  23.  Januar  einsteUen,  widrigenfalls 
er  ijeslraß  icird.    1031  Dejsember  19. 

(Ebenda.) 
Olflicbe  ErlüsM  Rtni^'D  n»  Hultfiiburj;  itnil  ili«  PuU. 

263£>. 

Ferdinand  II.  an  die  gesamte  Geiatliehkeü  von  Kärnten: 
dem  Agleier  Frzpriestcr   und  dem   heigegebetieti   Kommissär 
der   vorsteJtemlen    Visitation    aUen    Beistand   £U    leistet*.     Grai, 
1631  Desember  19. 
(Koai.,  euttb.-Arcbiv  Grat.) 

Wir  Ferdinand   einbielen  allen   und  jcd«m  prsplalen,  U-] 
Bclioffon,    dersellien    mVarii»,    prühstcii,    erzpriestern,    pfarrenti 
bene&ciateti,  prioren,  gnardianen,  abtissinen,  priorinen  und  allen 


I 


goiat!.  personiiiij  so  in  unstTin  fllrstentliumlj  Kürndteu  wohnhaft 
and  gesessen  sein,  unser  k.  u.  I,  f.  gnutU  «nd  allea  gaets  und 
geben  ench  hiemit  gii.  zu  vernembcn,  wie  dass  der  ebrw. 
geistl.  und  lieber  andncbtigcr  Johann  Andree  Napotkai  Ag- 
Iftisclier  ei'zpriestcr  in  KiSrndten  wegen  allerlay  daaclbs  filrtibor- 
gßltcnden  grossen  Unordnung  in  geistlichen  Sachen  und  des  unter 
deu  geistlichen  sehr  schlecht  und  crgerlichßn  Aihrcnden  Kobens 
mit  dem  ehisten  ein  gelstl.  Visitation,  soweit  sich  die  jtereonalia 
und  adniinistralion  der  lil.  sacramcnteTi  und  kirclicodieuat  er- 
»trecken,  wie  auch  rccuperierung  der  etwo  veralienierten  geistl. 
guolter  flirzunemhcu  vorliabene  seye.  Wann  wir  dannach 
unsers  thalls  in  diso  vorhubcndü  Visitation  nla  ein  hot-hnoth- 
weiidiges  und  der  seelen  hail  sehr  nutzliches  werk  nit  allain 
allergn.  gewilligt^  sondern  auch  ihne,  gedachten  Nnpntkai,  als 
verordneten  visitation3™7nmi'»«ario  deni  Georg  Philippen  herrn 
von  Gera  zu  crhaltung  unserer  1.  f.  hohcit  und  gebUerender 
aufsehen  in  der  tcmporalitot  hievor  gebreuchigor  masson  gn.  ad- 
iungiert  und  zaegeordnet,  als  bevelchen  wir  hiemit  allen  und 
jedem  so  gn.  als  auch  ernstlichen,  dass  ihr  heuielten  crzpriestcrn 
und  respectiw  unscrm  comniissario  in  der  vorhabenden  Ver- 
richtung und  Visitation  ainiche  spür,  einträg  oder  Verhinderung 
bey  Vermeidung  unserer  schwerer  straf  und  ungnad  in  kainerlay 
weias  noch  weg  zuefUegen,  sondern  ihnen  auf  ilir  anmelden  und 
begern  alle  gebUcrliche  hilf,  Vorschub  und  beyälandt,  so  zu  be- 
fllrderung  solches  hailsamb  werkh  ftlrträglich  sein  möge  und 
von  ihnen  begert  würdet,  von  unaertvregen  wirklich  erweisen 
und  euch  demselben  mit  sichten  widcrspänig  erzaigcn  sollet. 
Dan  etc.     (Jrätz  den  29.  Decenihrit  631. 


2Ü40. 

Ferdinand  IL  an  die  sn  Mureck  (und  an  den  Pfarrer  su  liadhers- 

hurg):    Wiewohl  Hans  Leit-ichacJicr   vor  seinem  Absuge  den  10. 

Pfennig   von   (iOO  fl.  erlegt  bat,   ist  das  Geld  nicht  eingegangen. 

1631  Dezember  30. 

(Bbt-uda) 

2641. 

FraJt  ifargareia  Gah^kofer  an  die  Regiemng:  Bitte,  ihre  drei 
Kinder,  die  bisher  mit  schieeren  Unkosten  in  Jadenburg  ereogen 
worden,  zu   sich   nach   Ungarn  (ödenhurg)  nehmet*  eu  dürfen. 

&6» 


884 


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Sie  werde  sie  an  kaOuHiache  Orte  geben  und  gegen  die  li^igion»- 
mandate  nicht  verstoße».    1632  Januar  12. 

(St.  U-A-,  l.«ndre*ht  QAWIkofer.) 

Wird  fUr  HO  lange  anf  Bewilligung  niigp tragen,  al*  i!«  S^gT*^  Ai» 
Oonerali^n  nicht  vtratoBt.  DImb  Migön,  daß  dl»  Witwen,  dl«  dar  Religio* 
balber  «IIB  il^ni  Lande  gezngen,   ihre  Kinder  nicht  mit  sich  nelunsn  dQrfen. 

2642. 

"Frrdinand  TT.  an  die  LattdeshfiuptleHte  von  Stei^r,  Kärnten  und 
Krain,  desgleichen  an  die  Visedome  etc.:  Befehl,  daß  den  Soldaten 
und  Kriegslaiten,  so  in  dem  vor  Leipzig  vorgegangenen  Treffen 
ge$rhädigt  worden,  der  Vaß  nach  Italien  nicht  geöffnet,  sonder* 
daß  sie  wiederum  xxmickgeschickt  werden.  Graz,  1632  Januar  19. 

(Konz.,  fttatlb.-Arf>lilT  Orax.    Oitm.  Kop.) 

2643. 

Landesfürstlicher  Befehl  an  Wolf  Herrn  von  Sttthmherg:    Harn 

Schwanhergpr,    einen    ausgcse-hnfften    Mureeker,    enr   Vrrkaufung 

seines  Weingartens  amuhalten.    1632  Januar  31. 

(Ii -A.,  Lindreclit  Mnreck.) 

I)flr  entxprrchnnd«  Bcfelil  war  nirhon  am  13.  Januar  an  dan  Landca- 
liauptiiiatin  ergangen.  Kva  ßattliyany  iDlarKediarl  fUr  ihn  (Statth  -Arvhir  Ora«. 
Geiu.  Ku^i.). 

2644. 

Gutachten  der  innerösterreichischen  Regierung  aber  das  Gesuch 
Ifitris  Sigmund  Jöatls,  nach  Steiermark  reisen  et*  dürfen^  u» 
»eine  Sachen  endlicli  erledigen  su  können.  2n  Nürnberg  befinäe 
er  sidi  jHH  gleichsam  miUen  in  den  Kriegsflammen  und  sei  sein 
kleines  l'emögeti  nicht  sicher  genug.  Jitttet  um  ctnen  Termin. 
Das  Gutachten  lautet  auf  Befürwortung.   1632  Februar  20. 

(Kons.,  81.  L-A.,  L>n<1rr-«hl  JJlslI.} 
lUeba  Aach  Stattfa. -Archiv  Ora«.   G«m.  Kop.  S8. 

2G45, 

Ferdinand  JJ.  an  die  Jietigionsreformationskommissäre  in  Kärnten: 
Da  sich  in  Kärnten  Personen  befindeti,  die  sicÄ  nur  pro  form* 
und  nicht  aus  F.ifer  sur  katholischen  Jieligion  bekennen,  indem 
sie  sich  nur  einmtd  mit  Beicht  und  Kommunion  eingestelH  haben. 
80  ist  l^eiiglich  der  Lanäleitte  das  Nötige  veranlaßt  worden.   Wider 


I 
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885 


die  geringeren  Siande^ersonen  ist  nach  den  Oeneralieti  tu  ver- 
fahren.    1632  Mars  10, 
(Konx.,  fiUnh.-An:liiv  Qru.) 

2646. 

Bericht  der  iffheimfu  Unte  an  die  iHnernsterreicliifich-  lirtjierung: 
Den  Generalien  zufolge  soUen  unmiindirfe  Kinder  der  Herren  und 
Landleute  im  Lande  gelassen  und  katholisch  erzogen  tcerdefi.  Su- 
sanna Freiin  von  Sauraus  Tochter  war  bisJur  hei  der  Familie 
Stürckft,  aber  nicht  cu  heiceyen,  die  kathdibcJie  Hdigion  anzu- 
n^tnen.  W^er  Frureic)»  nocJi  Karl  von  iiiaurau  wfdlen  sicJi 
der  Sache  annehmen.  />«  Jungfrau  ist  sudem  großjährig.  Am 
hestefi  ist  es,  sie  auf  eine  Zeitlang  nach  Mährcnhcrg  im  Kloster 
Mt  geben,  dainÜ  sie  dort  bessa-  in  IteUgionssaehen  instruiert  u^erde. 
Grae,  1632  Märe  17. 

(Koox.,  SUtÜJ.-ArclÜT  ürax.) 

2647. 

AbKcisliches  Gutachten  der  innerösterreichischen  Itcgiemng  auf 
das  Ansuchen  Joachim  Speidls,  ihm  eur  Erhebung  seines  in 
Steiermark  bei  Georg  Adel  liegenden  Kapitals  rw  verhelfen,  gu 
welcher  Bitte  er  berechtigt  sei,  ,da  er  weder  unter  den  anno 
1620  puhlixiertcn  Bcfvrmatwnsgeneralien  noch  in  rft»  jwu/st  cr- 
ftossenen  tccgen  Nichiaußerlandlassuftg  der  Kapitalien  begriffen 
sei.    Grai,  1Ö32  April  36. 

(Konx  ,  L.-A.,  LinilrMlil  Sprid) ) 

Wnnn  ilein,  sagt  das  Uotachlen,  so  vr&ro,  wiLrum  bat  er  sich  niclit 
ohn«  Liseni  im  Land  bDg«ben,  londoru  liiit  vnl  Brlnubnis  Quliinon  tDÜsa«D? 
Er  iit  wio  alle  Unk Jitlioli sehen  der  k»i»crHcheii  Verordtiting  uatorworfon  nnä 
kuiQ  ihm  l»ei  divjeo  schweren  Zeltea  dai  Gold  nklit  verabfolgt  werdon. 
Noch  am  16.  Juli  1636  und  «m  S4.  Juni  1639  binet  Speidls  Witwe  nm  dwseo 
AiiBfotf^nng. 

2648. 

Ferdinand  IL  an  de»  Vikar  m  Britck:    Bort  ist  eine  vnkatho- 

lische  Weihsperson,  die  durch  ihre  Ketzerei  großes  Ärgernis  gibt. 

Wenn  sie  sich  in  der  gegehetun  Zeit  nicIU  zur  katholischen  Religion 

bekennt,  ist  sie  auszuweisen.    1632  Juni  15. 

(Stattli.-Arclilv  Gras.    Uem   Knp.) 

An  demMibon  Tage  geben  Befehle  Shiilicbcn  Itthalta  au  den  Grafen 
Tiw  Sniirau  wegi'n  einer  TerBon  auf  dem  Winlrats-Qute.  au  Praunfalk,  Acbax 
TQu  MoHhnini  and  *n  A.  Johuer  wegen  leinw  llofmelslers. 


886 


2Ö49. 

Landesßrsilicher   Befehl  an   den  Abt   von  Admont:    Der    neue 

Pfarrer  ea  Ilata  hat  fther  etiiche  Unkathdische  daselbst  berichtet. 

Gegen  diese  ist  einMaschreiten.    1632  Juni  15. 

(Ebenda.) 

Sieben  PcrsoDen  wi^r^eo  deuunzlDTt.  KKÜiariiia  Sprolsenberi^Br  bat 
verboten«  tKichori  ibr  |>aiiififl  Haus  i?t  ein  Kolicnviukel.  Barbara  Jaafieu 
ist  ßin  durchkam  ketieriscliea  ^Vcib.  Gil^  Furcbcr,  nicbt  obo«  V^nnfigvo, 
redet  obne  tkheu  |[e^«n  die  Kai bolischeii. 

2650. 

Bericht  an  die  Hofkammer  über  den  Befehl  tcegen  Sequestrierung 
der    Khevenhütlerschen    Ilerrschaflcn    Landskron    ttnd     Vdden. 

Klagenfurt,  U32  Juli  6. 

(Ebenda.) 

Der  Landesb8uptinani]  bst  lUo  beiden  r6«ger  vor  t'ieh  erfordart,  ibnea 
dio  UrsJicWii  dor  Aiif  ksiseriicb«u  II«fpM  fttattfind9ti<l«n  Seijuvstratioa  mit- 
i;etctU  und  sEa  tum  d«m  Kiitt  gegen  d'io  Kh^r^nhill1er*chfin  ftutlauon.  Ein  In- 
vrntar  wunio  aufg-rnommen,  Per  PAftpcr  tu  Landskron  i«  ein  g^n (katho)Ucher 
Mann.  Man  iichtiig  Pin  alt4>a  GnvrfSihr  nnf.  darin  di«  allnn  Rehriften  r*f 
wahrt  sind,  fand  alter  iirtn  alti^ii  llrhar,  «oiideni  vi«lci  lutherincbe  BScb^r 
und  allerlei  (jchriflon,  welche  di«  Herracbaftaii  nicbt  berühren.  Zur  Sacht 
siehe  Czerwenka,  l>ie  KhevenhUller,  S.  476. 

2651. 

LaniJesfürstUches  Patent:  Befehl  an  den  Abt  Vrhau  von  Atlmont, 
den  in  Obersteier  noch  zahlreich  v(yrhnndetien  ifnkatliolischen,  die 
nicht  Landlcttte  seien,  einen  kursen  Termin  £ur  Bekefirnng  an- 
xixsetxen  und  sie  nadi  dessen  fruchtlosetn  Ablaufe  dem  Landprth 
fosen  zu  weiterer  Bestrafung  eu  übergeben.     Grat,  1G32  JtiU  «. 

(6tatth.-ArcbiT  Graz,  Mandal«  u.  Patente.  Nr.  leSlt.) 

Wir  Ferdinand  . . .  entbieten  allen  . . .  Demnach  una  mit  Bon- 

derbaren  misfallen  fiirkümben,  dass  in  diesem  herzogthum,  hevorab 
in  Ober-Steyr  sich  nit  ain  geringe  anzal  unserer  anterthanen  nnd 
landtsinwobner  befinden,  welche  den  nn katholischen  eecten  und 
lehren  noch  zuegethan,  sich  aach  nngeacht  der  von  uns  zom 
oftem  pnbhcierten  ganz  jremeBSftnen  nnd  ernstlichen  gencralien, 
nach  demc  fort  ohne  alle  schcach  im  landt  aufhalten,  dass  wider 


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887 

unser  vilfeltige  vötorliolic  vermahnungen  noch  die  in  denen 
genenilien  lidttiroliete  ernstltclie  bestrafung  bcy  denselben  bia 
dato  30  vil  nit  fruchten  niilgon,  dnsft  sie  sich  entweder  zu 
unserer  wahren  allain  seli^achenden  cntholiatihen  religion  and 
^aaben  oingcslült  oder  aber  widrigesfalls  der  zuegelasscnen 
cmiEfration  betragen  hetton,  ein  solelios  aber  longcr  zu  ge- 
dulden uns  kaineswegs  gcmaint  sein  will:  also  haben  wir  (zwar 
ztt  allem  überfluss  und  ungoacbt  wir  wider  dcrffleicben  unge- 
horsambß  nunmehr  anderergestalt  zu  verfaliren  geouegaambe 
ui'sach  hcttonj  doch  aus  sonderbaren  zu  uns3rn  :innen  ver- 
führten untertlianen  tragenden  mitleiden  nochmallon  durch  ab- 
sonderliche ausgefertigte  coramiasionssclireihen  dem  ersamben 
gelehrten  QQ^erni  Heben  andechtigcn  ü r lia n Oj  abtcn  des 
wUrdigon  gotteshaas  Adraont,  bevelch  geben,  dass  er  in  unserm 
uHuibea  mit  snsctzung  nocb  lÜDes  harzen  termtns  Jillc  der- 
gleichen ungehorsanibcj  so  in  l]esar;Iem  Ober  Stoyer  scsähaft 
oder  sorsten  sich  alda  aufhalten  und  nit  landleith  sein,  noch- 
m.'d  KU  amieinbung  und  würklichen  bckunnung  unserer  katho- 
lischen religion  anhalten,  widrigenfalls  aber  und  da  je  alle 
väterlichen  veruiabuuugen  verj;eben«  angelegt  und  in  Jen  windt 
geschlagen  werden  sollen,  alsdann  nuuuichr  nach  Buswcieung 
berübiler  gencralicn  mit  alleu  und  ycdcn  unverschoot  ver- 
fahren solle. 

Damit  aber  soUichc  commissioii  umb  desto  schiel tiiger 
vollzogen  und  unverlengt  zu  endt  gebracht  werden  mcigo,  also 
haben  wir  imo,  abten,  craft  dises  offnen  patent  voUkombenen 
gewalt  geben,  dass  er  alle  and  yede,  so  (wie  verstanden)  sich 
bifthero  xn  der  catholiscben  religion  nit  eingestellt  und  nit 
würklicfie  landlentli  sein,  unter  waserlay  iurisdictior,  gericht 
und  grundtherrscbaft,  ancb  was  \vesens,  thuns  und  Standes, 
nobilitiert  odor  nit  nobilitiert,  barger,  undertbancu  oder  paucrn 
und  Boneten  scyen,  fUr  sich  in  religionssachen  ohne  mill  flir- 
fordern,  laden  und  citicm  künde  und  luüge,  mit  denenaclben 
gesambt  und  besonders  seiner  habenden  instructiou  und  be- 
velch geniilss  handien,  hierauf  ganz  ernstlich  und  gemessen 
bevelebend,  dass  alle  und  jeder  auf  sein  ei-stcs  erfordern  und 
citation,  auf  orth,  tag  und  stundt,  so  ihnen  benennt  werden 
wirdet,  ohne  alles  tergiversieren  und  außflucht  auch  unbegrlicsst 
ainea  jeden  grün d herrsch aft,  so  gewiss  erachciuen,  auch  volgonds 
demä,  so  er  einem  jeden  in  rcligionssauhen  in  unscrm  oamben 


888 


aiiberelcben  und  aufuricgoii  wirdct,  in  allem  anwcigerltch  nach- 
kombcn  und  sclmltligcn  gchorsamb  laisten,  als  widrigenfalU  vir 
nil  ttnderla&Een  wollen,  zu  dessen  und  uudcm  unsem  Toran 
ni  dir  Dilti  gen  oLgütofl'nen  tnandaten  wUrklicImr  liatidthabang  auf 
aines  yodcn  ungeliursamlien  uucosten  deo  geschwomen  landt- 
proftiscn  and  wo  es  vonnUtcn  noch  andere  sclierfer  exfK:ationB- 
mittl  zu  verordnen^  darnach  sich  nun  moonigUch  za  richten 
und  TOI*  schaden  zu  lichUclen.  An  deme  Loschicclit  .  .  .  Orfttz 
den  8.  Juli  anno  1632. 

2652. 

FenUnanii  TT.  an  den  Pfarrer  eu  liadkershttrg :  Tiefehl.  du 
noch  Unkatholigcften  —  die  Landlcute  austjenommen  —  eu  eUieren, 
damit  sie  sich  enltveder  mU  Beicht  und  Kommunioit  einsUikn 
oder  durch  den  Landprofostn  abgeschafft  toerden.     (Grat)   2632 

Juli  9. 
(Konx.,  StfttUi.-Arcliiv  Gnx.) 


I 


26&3. 


LandcnfürstlicJur  Befehl  an  die  Gelieitnräh:  T)a  sich  WUhim 
Freiherr  von  Htulmnnmdorf  drei  Jahre  hindurch  niclU  mit  Jir.idit 
und  Kommunion  eingestellt,  liegt  der  VerdacJit  riahe,  daß  es  ihm 
mit  der  Annahme  der  katholischen  Lehre  schlechter  £rnst  sei. 
Es  ist  daher  darauf  tu  sehen,  daß  er  sich  einst^t,  tcas  seinen 
UnUrtanen  ein  gutes  Exempd  sein  mrd.    Gras,  1032  Juli  13. 

(Orig.,  6t  Ll-A  ,  Lntidreclil  Rudmaonidorf.) 


i 


2654. 

Landeshauptmann  und  Visedom   voti   KänUen   au   den  Kaiser: 

berichten,  daß  sich  stcei  Emigranten,   Georg  Prugglcr  und  Karl 

Amiga,  bereit  erklärm,  katholisch  tu  iccrdcn  und  ins  Jjind  cu 

kommen  bitten.    1633  August  26. 

(SUtlli.-Arcliiv  Gma.   (icm.  Kop.  ad  MKrK.) 

,D«mnioh',  heißt  «b  weiter,  ^icli  nocli  liier  in  d«r  Stadt  KUgenfart 
rill«  zicrnltclie  Ansah]  Manns-  und  W'eib«]i«rsoueD  befinden,  sogar  solche,  die 
IQ  UudMliaftliDhrr  [{«»tallting  sind,  die  Dicht  katholbcli  sind,  halwo  wirdaa 
Verofitnelen  e^Mbrleben,  sin  ^liimacbaffro.  8d  habe  Terner  ich,  LaDdeahsapt- 
mann,  nicht  eiiiinal,  soailern  oft  an  iliw  inn«irniitorr«iclii*chr  R<>(penui;  !•■ 
acliricben,  daß  rieb  smIl  ia  Oberkirateu  xwei  Luitlleute  aufhallen,  diei 


Vat«Undfl  nichta  nuU  sind:  Georg  UalLbofl  Sinifcr  und  Adam  R»wDh«iniert 
diD  ihr«  G;ller  wcdor  verkaufsn  nach  sua  dotn  Land«  wollen,  nielit  lipichlen 
uud  kotuuiunizioroo  und  mit  oitiigan  UtikaÜtuliioliou  haluiliclio  Konventikel 
ballea.' 

2655. 

Lanäcsfnrstlichcr  Befehl  an  den  Ffarrer  von  Kapfeuherg:  ^etfen 

drei   benannte  Fersonen,   die  vüh  ihm  denuueicrt  seien,   einsu- 

sehrcitCH.    1632  September  1. 

(Orig-,  »henda.) 

2656. 

Katltarina  ZteetkoiviU  hiltei  die  Regierung,  ein  viartd  Jahr  im 

Lande  bleiben  tu  dürßn.    703^  St^temiter  10. 

(Ebenda ) 

2657. 

Ferdinand  II.  an  den  Palaltn:  Befchi,  auf  die  in  dem  bei' 
liegende»  Schreiben  des  Preßburgers  Samuel  Jioßman  erwähnten 
rebellischen  Bauern  Oberösterreichs  sorgsam  xu  achten,  nuchsu- 
forschen,  tcas  und  wie  vid  sie  seien,  ob  sie  wieder  jankrÄm* 
Mtehen  usw.  und  darauf  su  sehen,  daß  sie  eingezogen  tcerdeti. 
Wien,  1632  Se^itember  25. 

(Koni..  Ung.  L.-A.) 

Die   oberMsIcrreicbischcn   Bauern,   die   ins  UngariBcho   soften,   pflegen 
iliron  Zug  am  bäuSgBtoD  durcb  8tcieriiiark  su  nebmeD. 

2658. 

Ferdinand  JI.  an  die  BcUgiojtsrefonmitionskommissäre  in  ICämten: 

Erneuter  Befehi,  gegen  die  vielen  Vnkutholi$chen,die  sich  in  Kärnten 

ohne  Lixena  aufhalten,  cinsuschrcitcn.    1032  November  5. 

(Ebenda,   (jem.  Kop.,  Hära.) 

2659. 

lindes fitrsti icher  Befeid  an  die  lieligionsrcformationskommissäre 
in  Kärnten:  daß  der  f.  hessische  Pfleger  zu  Sonneg  Georg  Chri- 
stoph Tran,  der  vor  kursem  einen  Pfarrer  auf  den  Gag  ge- 
Mwungen  habe,  ihn  und  etlicite  Untertanen  sub  atraque  su  kom- 


890 

munijsicrat,  als  eine  sektische  Person  au^Kiesen    werde. 
1632  yovemher  S. 
(Kons.,  SuUh.-ArchiT  Gras.  Gem.  Kop) 


26G0. 

Guiachten  der  iutterösterreicJiischen  Regierung  auf  äa$ 
lies  Iferrn  Wolf  Andre  vwt  Pranckh,   sein   Gut   ein  J 
durch  einen  kathoHsclicn  Pßeger  verxcalicn  zu  lassen.  Gras^  IGSH 

November  18. 
(Orip-,  L -A^  Landr«eht  Pranckb.} 

D«r    BilUteller    wollt«    fleh    »af    eine    Zeit    sar    Erlrninog     fre 
Sprachen   nod  Sitten   ram    Nnlxon   sein«*  Vslerlkndes  in  fremd«  Litoder 
i;el»fln.     Im   Hinblicka  darauf,   daU   der  Aufenthalt  In   katholischen   LÄndera 
^u    seiner  Seele   Seligkeit    anechlagon    m(k-bta',    wird    das   Ueauch    aar   Be- 
willigung emiiEbblen. 

2fi61. 

Ferdinand  Tl.  an  die  Jleligionsrefomtaiionskommissäre  in  KürHtfüa 
Er  habe  jüngstens  ernstlicJie  Mandate  a\tsgehm  lassen,   daß  oUc) 
in  Kärnten  tcohnendett  UnkathoUscheti  das  Land  räumen   BoOvn* 
J)a  sich  nun   in  der  Pfarre  SSgrits  unkatholischc  Manns-  und 
Weibspersonen  aufhalfen,  ist  unser  Befehl,  auf  Information  da 
Pfarrers  hin  tcitler  sie  cimuschreiten.  (Gras)  1632  Deeemher  ^ 
(SUtth.-Arehiv  Gras.  Gou,  Kt.p..  M]ln.) 

2662. 

Ferdinand  IL  an  den  Landeshauptmann  tvn  Kärnten:   sendet 

die  ,Cridas'   icegen  der  konfissierten    Khevenhüllerschen    Güter. 

Sie  sind  su  männiglicJis  Darnachrtcktung  tu  publizieren.    Gtoi, 

1633  Januar  18. 

(Kona.,  SUtth.An:hir  Graa.  Gera.  Ko|V.) 

Auf  «ine  Mitteilung  wetleror  AktonstScke  wird  reniehUst,  da  die 
Sa4-he  niehl  mehr  zur  Qegenroformalion  geliOrL  Sie  finden  nch  •brnda 
auin  April. 

2663. 

Landesfursllieiier  Befehl  an  den  Landesvencalter  Karl  Grafat 
von  Saurau:  Da  sich  Elisabeth  Näringerin  hcitnlich  u?id  ohne 
Lisens  ins  Land  geschlichen  und  sich  der  Religion  halber  gant 
veneeididi  gduilten,  indem  sie  jene,  die  sich  su  der  kathdischm 


891 


Beiigion  hajeiten,   wieder  abwendig  macJtt,  oder  die  noch  über- 

sntreien  geneigt  sind,  davon  abhält,  so   ist  sie  aus  dem  Lande 

SU  schaffe».    Gras,  H)S3  F^ruar  4. 

(Orig,  6t.  L.-A.) 

Am  19.  Febmu  ergeht  an  ti«  d«r  Ber«h],  binnen  «clttTai^n  au*  dem 
Lande  an  xioheD. 

2564. 

Martin  und  Bartlme  Widmami  verkündigen  a?s  Origkeit  für  die 
Faetenecil  das  Fasiengehoi.  Darmder  llundelnde  ^atden  10  Du- 
katen Strafe.    Schloß  Fai^nion,  16H3  Fdiruar  5. 
(Kop.,  Mlllittfatcr  Akten,  Bnäolfln.  Klaf^cnfnrt.) 

2665. 

Georg  Graf  eu  Orienburg  an  seine  Unirrtanen:  er  hohe  kider 
erfahren,  d'if<  sich  noch  viele  üntertanctt  in  seinem  Gt^ieU  mit 
Beicht  und  Kommunion  nicht  eingesielU  haben,  andere  wieder 
in  den  alten  Irrtum  verfallen  sind,  fiefahl,  sich  in  der  Fasten- 
teil  mit  Beicht  und  Kommunion  einettstdlen,  widrigenfalls  sie 
an  Leib  und  G»t  gestraft  werden.    Spittal,  1633  Februar  1^. 

(Orip.,  ebenda.) 

2660. 

Ferdinand  11.  an  Antoni  Freiherrn  von  Grotta:  Ks  ist  uns  ein 
Bericht  zugekomtncn,  daß  du  dem  Paul  Khevenhüller,  der  außer 
Land  geigen  ist,  an  dem  Oute  Gradcnegg  noch  12.000  ft. 
schuldig  bist.  Da  er  Majestütsvcrbrccher  ist  und  ipeü  er  sich 
in  die  schwedische  Bestallung  eingelassen,  ist  der  KaufschiUing 
nicht  an  ihn,  sondern  an  die  Regierung  xu  erlegen.  Wien,  1G33 

März  4. 

(Kont.,  H.-,n.-u.  St-A.  liüruton.  Fas».  4.) 

So    auch    bezSgUcL    auderei    Güter.     Üter  Tanl    KlieTenlillller   aielie 
Cserwenka,  8.  499  ff. 

2Gfi7. 

Gutachten  der  innerösterreichischen  Jtcgicrung  über  das  Gesuch 
Benedikt  Moshaims  um  die  Frlaubnis,  sein  im  Kärnten  liegendes 
Gtid  per  4000  fl.,  dessen  er  sur  Frzichung  seiner  Kinder  be- 
nötige, erheben  su  dürfeti.    1633  Marx  18. 
ißt.  L.-A-,  LandrocLt  Moibaiua.) 


892 


Die  U»|;ieruDg  bofUrwortet  DUr  die  ErkeWnf  von  1000 — l&OO  fl.  Kr 
wUlt  die  ErUiiltriifl,  lus  Laa>l  ku  konimeD.  Zwei  J4hre  »pjtter  kommt  er 
ohne  eine  solche  ins  Land  und  hat  A»  große  Schwierigkeiten,  da  er  krink 
wurde. 


2668. 


'«nk   ^J 


,SchäUnng  Sigmut\dt&i  Maxauders  su  Obern-Krenths  und  Magda- 
lena, seines  Winhs,    tvekhe  sich  eur  hl.  Heligion  nicht  gehorsam 
einstelie»  tcoUcn,  vermügeti,  den  2€.  AprÜ  a*  1633. 

(H..,  IL-  tt.  8t.-A.  Kirotön,  Vut  37.) 


Den  2G.  Apt-il  anno  1633  ist  des  Sigmnndtcn  Maxanders 
Bu  Obcrn-Crcmbs,  undcr  die  anwaltsciiaft  zu  Kirchdorf  gc- 
liürigcr  nndcrthan,  und  Magdalena,  seiner  cbewirthin  verlsssiie 
Iiaab  und  gllcttcr  aus  bovelch  herrn  anwaldt,  Ursachen  dessen, 
dass  sich  die  Maxanderin  ciüiuals  fUr  djo  obiigkett  stellen 
wölleu  und  sich  über  öfters  ervordern  in  die  flucht  begeben, 
auch  ireni  mann  zar  antwort  geben  alleczeit,  sie  bab  ibme  nur 
den  leib  verheirath  nnd  die  secl  nicht,  sie  stell  sich  auch  nit 
ein,  durch  Josephen  Uuchmcr  zu  Kirchdorf,  Franken  Straucr 
und  Georgen  Tretter  zu  Hausmannig  bescbriben  und  in  ain* 
Schätzung  gebracht  wie  hem&ch  folgt: 


lof^^ 


Erstlichen   das  gact   and 

grunclstuck 80U  fl, 

Ain  hongstcD 7  „ 

Zwcen  iixen  und  2  stiert  40  „ 

T>vey  khOo 2i  „ 

Zwo  Kalhnien 5  „ 

Dre^'  kleine  kKlliI    ....  4  „ 

Drei  Schwein 6 

Acht  BcheflfI 5 

Traydt  (dazu  Acker- 
gerät, im  einzelfua 
aufgezählt)  .  .  . 

Summa  des  Termli- 
gens 951 


Schulden  hinaus  . 
Rest  .  .  763  fl.  1 


.  .  !88fl. 
gr.  U.V 


63  fl.  2gr. 


Diese  ohnleuth  haben  H  kin- 
dor,  aines  beheuratbf  die 
andern  taits  in  dionsten, 
tnils  aber  mit  dem  vatern 
hauecii  thuen. 


I 

I 


Solcher  ScLuUuugeo  liegen  noch  Beuh*  vor. 


893 


2GÖ9. 


Outachf^in  der  innerösierreichisehen  Regierung  auf  das  Ansttchm 
der  Frau  Anna  Maria  t>on  Saurau,  Witltb,  si>  auf  ihre  alt-en 
Tage  in  die  Ifetmat  sHrü£kJ:ehren  eu  lassen:  Eg  loird  ihr  die 
Bewilligung  auf  pih  J»hr  erteiU,  da  sie  ihre  Kinder  vom  hitho- 
lischen  (Hauben  niclil  nur  nicht  abgehaUen,  sondern  aticii  mu  er* 
warten  sieht,  daß  sie  selbst  noch  katholisch  wird.  Gras,  1633  Mai  18. 

(SUllb.-Arcfaiv  Oras.) 
2670. 

Perdinatid  11.  an  Hicider  und  Rat  ttu  Aussee:  da  man  in  Er- 
fahrung gebraeJd,  daß  die  Ratiem  in  Oher Österreich,  die  sich 
nicht  ettr  kathoUschm  Religion  hfafMcmen,  ihren  Weg  durch  die 
steirisclten  Waldungen  nahe  an  Zell  nehmen  und  sich  »ach 
Ungarn  begehen,  ist  unser  Befehl,  ihneti  den  IhtrcJieug  n*  wr- 
hieU-n.  Gras,  1633  Mai  19. 
(ät.  L.-A^  Spes.-Arcbiv  Aubmb.) 

2671. 

ItandesfürsHicher  Befehl  an  Hans  Adam  Rosenheimer:  vor  der 

Regierung  su  erscheinen.    Gras,  7033  Juni  2. 

(Kons.,  wie  obüti,  Kr.  2609.) 

Wail   er  atch   troU  leiues  Arrutcs   and   Venpritcheiis    niobt    bekebrt, 

auuderu  sieb  liutsif;  verliAlt. 

2672. 

iMndesfiirstlicfiei-    Befehl,  daß  Veith  Georg  Freiherr  von  Eihis- 

wald  sein  Gut  Tliurn  durch  einen  katholischen  F/teger  ein  halbes 

Jahr  lang  verwuitcH  dürfe.    Orae,  1033  Juni  0. 

(Kotjx.,  Sutlh.-Arcliiv  Üriz.   Getn.  Kop.) 


2673. 

Paßbrief  daß  Hieronymus  Jländl  und  Sigmund  Friedrich  Speidl, 
die  der  Religion  tvcgen  außer  Land  ffiehen,  ihre  Mdbilien  durch- 
bringen mögen.    lOHS  Juni  27. 
{.Kons.,  äUith.-ArcbiT  Uras.) 


894  .^^^^^^ 

2C74. 

Landesfürstiicher  Befehl  an  Georg  Wat:  wegen  unbefugtem  Amf- 
tntMaliei  in  froin,  wteiCo)d  er  nickt  kalkoÜseh  ist,  tor  der  Re- 
gierung £u  erscheinen.    Gras,  J633  Juli  30. 

(KoBx.,  cb«odA.] 

8Ö7Ö. 

Pafihrief  für  dtn  hessisch -darmaUuÜisehen  Agenten,    tretehrr  der 
Mdigion  halber  sich  außer  Land  hegdien  will.  1633  Septemher 

(Bbaada.) 

2676. 

Lantiesfürstlichrr  Befehl  an  die  Religionsreformaitonskommissän 
in  Kärnten:  ein  Gutachten  einmsenden,  ob  dem  Matthia»  yiisek 
ein  Termin,  ins  Land  Kärnten  gn  reisen,  gegeben  werden 
Groß,  1633  September  30. 

(Kota.,  etatth.-Archir  Orn.   Oem.  Kop) 

Er  erhält  «m   I.  DezembBr  einen  Termin  auf  teclu  Wochao,  am 
Reell Ufüliru Dg« n   Tgraunabmeti. 

2677. 


yit$ek 

4 


Die  Emigrantin  Jiegina  von  TeuffenhacH  an  dai  Kürsfm 
Eggenberg,  Herzog  von  Krumau:  bittet,  ikr  und  ihrem  Gemahi 
utid  Kindern  das  Kapital  von  2500  ß.,  so  ihr  die  Uerren  Otto 
wid  Christoph  Adam  von  Tetiffenlach  sditädig  sind,  wich  dem 
Auslände  ausfolgen  eu  lassen.  1633  September. 

(Hof  katBmrriircbiT«  A.  N.  18.36&.) 

R.  F.  D'  mit  (Jiscm  demiotigiatcn  sappliciem  jmo  behelligen, 
treibt  mich  die  cu^cristc  noth.  Ohne  lengere  erzehlang  kUnncB 
E.  F.  D» .  .  ,  leichtlichen  erachten,  was  merkliche  grosse  «pe«« 
und  ancosten  aus  euiigranteQ,  sonderlich  die,  wie  ich  nnd  mein 
herr  Ilans  Christoph  Haagen,  mit  vililen  kleinen  kindcrn  be- 
gal»t,  hey  ietzigen  seh  wem  leuffen  in  der  frembd,  wo  "ir 
einigen  liandLraylhcn  iicckh,  der  nnser  ist,  nit  haben,  ja  gleich 
samb  den  ta^  und  das  liebe  wassor  erkaufen  mUessen,  anf- 
aafcn  thue  und  denjenigen  gicichsainb  nnniUglich  falle,  wcIpIic 
mit  eioem  geringen  veriuilgen  und  lierenlgegen   vihleu  kiDderu 


895 

emigriret,   bey   denen   durch  I.  K.  K.  M*  .  . .  verbotlinen   capi- 

talien  von  den  weni^jen  interesse,  wo  sy  einzunehmen  und  die- 
selbe oftmals  erst  mit  sclnveren  nncosten  zuwege  bringen  milessen 
auszaebaltcn.  Welches  dan  ich  nnd  mein  besagter  lieber  herr 
mit  gemcttcn  unsern  kleinen  unerzognen  kindern  leyder  so  weit 
erfahren,  dass  da  E.  F.  l>'  raildisten  remedierung  wir  uns  nit 
zu  erfreyen  hetton,  wir  uns  von  dem  inlcresRe  unserer  geringen 
Substanz,  äo  uns  aber  alle  ausgaben  poti  anlffrationem  noch  im 
land  zu  ersnechen  blibcn,  einmal  lenger  nit  mehr  zu  erhalten 
wUsten,  sondern  raitsambt  den  unsrigen  noth  und  kummer  leiden 
mtlesten,  dabero  ich  dann  K.  F.  D*  blemit  in  aller  nnderth. 
demietigist  bithen  wollen,  die  gerneben,  auü  habender  statt- 
halteriJmbtlicheti  plenlpolenz  und  volmacht,  in  boherzigung  ob- 
eingefülirter  beweglichen  moliven  und  Ursachen  mir  und  meinen 
herrn  zue  nnacr  und  nnser  kleinen  kinder  .  .  .  nnentpor- 
lichen  leibs  und  erhalttmg,  deren  wir  ja  einmal  nit  entrathen 
ktSnnen,  dasjuiitgc  capital  der  2500  fl.,  so  mir  herr  Otto  nnd 
hen-  Christoph  Adam  von  TiefTcnbai-h  .  .  .  schuldig,  ausser  laiids 
au  verwilligen.  .  .  . 

E.  E.  !>' 

demiotigiste 

Barbara  Reginn  Hagin, 
geb.   von  TiefTcnliaeh. 

Wunlt)  sin  SO.  Sttpternlfer  1(133   dam  Lnoilraverwallpr  von  Steiermark 
ntn  CID  r&titch««  Üntaclilen  Kugentalit.     Dm  Geld  vrliialt  nio  ratenweite. 

2678. 

,Hietoni/mi,  AU  eu  Sl.  Paul  in  Kärntm  eingebrmhies  VerMcichnis 
der  sich  noch  dnselhst  hefindUchen  unkatholischen  Personen  halber.' 

1033  November  5. 

(StaUh.-Archir  Oraz.   Gem.  Kop.,  Nr.  40) 
Diu  V«raslehnli  Mt^gt  nicht  bei. 


2679. 

Landeafürstlicher  Befehl  an  d*n  LandesterwaUer  und  Landes- 

vieedom  in  Krtiin:  Jierirht  üher  die  Bitte  des  Gregor  Wate  um 

eitten  Uinyeren  Ta-niin  fiir  seine  Aufenthalte  in    Krain   einjnt- 

sendfiH.    Chaa,  liiSi  Januar  30. 

(Kon*.,  Stattfa-Arohtr  Graz.   ti«m.  Kop.) 


806 


SerkhÜiches  Anftrhi/fen  in  c&qsa  der  jüngeren  Goldisehett  Tochter 

Sidonie  Elisabeth,  damit  sie  tcieder  anher  ins  Land  gesffUt  werde. 

Grae,  1634  Februar  21. 

(Kop.,  5t.  L.-A.,  Lxndrecht  Saalbur^.) 


(lold  war  «in  Kobilitit^rler.  Dn  »ic  trngeii  .llnvernitlgenhftit*  von  (v- 
ni4'>iii>n  i'erHonnii  »chledit  iitirerru|;Qn  wiiiilo,  hat  sich  Qottlieb  tou  8«jilbur( 
ihror  Blubfrenndarliart  lia.lber  ihrer  erliirmt  voi  will  sie  zu  sieh  nehniea. 
Da  Sialhiiri;  der  kAtlio1iscli«ii  Rclipion  eifrig  «i{«Un  ist,  kfttin  dks  AosncliM 
am  RQckkeliT  nur  gri-Uillif;!  wcMen,  SiHmit<>  KUMh*th  Ut  b4>i  rin^m  Rtnrrh««- 
p«rf;rr.  Vf-t  Übnrgjtlm  an  KAitllnirg  siitet  aicli  Herr  von  KrKnkiuf»  rtil^rgm, 
ein  Lutli^rauttr,  ilur  nie  iiicbt  Jill«in  liitlicriiicli  cnieht,  nondrrn  »nch  Ober 
ilio  ihr  r.ugpfalleuo  KanolienprrgtfriücIiB  ErbspurLioii  nach  seinem  U«Cille« 
Tvrfibrt.  Das  all«a  iat  g«gea  di«  Rcligioiisrefonnatioiiflf^neralicn;  dft  st 
Kraiiklnf;  in  Rcf^nnsbnrfr  ist,  kann  man  hier  nichts  Inn.  Di«  Regrirrmif' 
mfipo  (Ins  Nlitign  T<?rniiliiR8cii. 

2680. 

LancJcsfiirstlieht^r  Befehl  an  den  Landesverwalirr  wid  Landr*-\ 
visedont  in  Krain:  «*  intiuirieren,  oh  in  Kraiii  im  At  Tat,  tnie 

berichtet   wird,    in    der  Faatpnseii    fast   aUeulhaU>en   Fi^iseh  ^ 
kocht  und  yespeist  tcird.    Gras,  1634  März  3. 

(Kons.,  8tatih.-ArfiblT  Gnu.  Oem.  Kop.) 

3681. 

Freiherr  Paul  von  Egg,  ein  Emigrant,  $oll  sich  nicht  altein  in  dtetm ' 
Landet*  anfhalten,  sondern  auch  einen  Präseptor  hei  sich  haben, 
der   ein   Prädikant   ist.     Befeld   an   den  I^ndestvTwalter  und 
Vigedom  in  Krain  und  an  den  liiscliof  vnn  Lailmch,  Bericht  » 
erstatten,    Grits,  W3i  Muri  S9. 

(Konx.»  SlaUlL-Archir  Üimm.   Oem.  Kop,  Nr.  17.) 


I 


3G82. 

öutachteti  der  innerSsterrekhischen  Regierung  in  caosa  3faUhiat 
Mauis,  sich  einen  Monat  allda  aufsnhatfen.  Grat,  1BH4  lf*r 

(St.  L.-A.,  Laadre^rht  Hinl.) 

2683. 

Gutachten  der  innerösterreichiscfien  Üegiening  auf  das  Antuehtn 
der  Frau  Anna  Marusch   von   Prauckh,  ihr  cu   gestatten, 


kurse  Zeit  ütres  Lebetis  in  ihrer  Heintal  Unbtfm  und  Uiren  teils 

bresthaflen,  teils  unmündigen  Kitulertt  die  nottecndige  mtUierliche 

Uilfe  leisten  lu  können.    Gras,  1634  Mai  15. 

[Orig.,  St.  L.-A.,  LNDilracht  Prxnckli.) 

Die  Uilffiluistuiig  der  Uattor   tot   Kllerdiiit^  (las   bsste;  diton   bat  dia 

Bittstellerlu  noch  cini|;u  ,Kccfil*fnljriiiiprii',  «Iht  ']a  üb  bixlinr  don  rnririen 
itUf  ^«<tAtt«t  iüC,  Wi  limitierten  Lixciiuiu  liier  zu  bleiboa,  Hij  wiiro  wpgeii  Qldvr 
Konnöqnctii:  «ut'  di«  llewilligiing  cticht  riTi%aral«D.  Man  kOnata  ihr  allen- 
fnllj  einen  Termin  von  4 — C  Mnnateo  gpbpti. 

2684. 

LandesfürsÜicher  Befehl  an  die  verordneten  Kommissäre:  Wie- 
wohl n\'gen  des  Verkaufs  der  den  unkatiioli&chen  Herren  und 
Landleuten  gehörigen  Güter  wiederholt  Verordnung  geschehen,  ist 
doch  Haidens  Gvl  Pueehenstein  noch  unverkauft.  Dieser  Sache 
halber  sorvie  wegen  des  unbefugten  im  Liindverhleihcus  Haidens 
halber  ist  Bericht  zu  trstatten.    Graz,  Hi.H4  Mai  27. 

(KonB.,  Stattli.-Arcltlr  Urax.) 

Andre  Pproter,  Pfiirm  su  Sciiiiß^  an  den  Filrsthischof  ru  Lnihneh: 
kmnvit  dnn  Aaftraye,  die  ,sektischen'  Personen  und  alle  die  ett 
iiennen,  so  in  der  h-tsten  Osteraeit  nickt  geheichtet  hiüten,  nacJi.  In 
der  Pfarre  St.  Georgen  ru  Scaliß  seien  Georg  Ediimhachüssel, 
Friedrich  Gtdjlkover^  Fräulein  Elisabeth  Hnumbschti^nd  und  Sophie 
Jörifseh,  dann  die  Fratt  Friedrich  Oablkovers  und  Felizitas 
Satter  sektisch.  In  Sdiimstein  hiilt  Katharina  von  Ncuhnus  geb. 
Sauer  die  Feiertage  nicht.  In  der  Pfarre  St.  Johann  ist  Frau 
FUsidjeth  Suuf.r  samt  Tochlrr  ketzerisch.  In  der  Pfarre  St.  Merten 
bei  Schaltek  redet  Kii&ahelh  Hosina  Eaumbscbiissel  übel  von  der 
Geistlichkeil  und  der  hUholisciten  Hcligion.  In  St.  Agid  bei 
Schivareenstein  sind  Georg  Seifried  Gabikover  und  Frau  seklisclt. 
Sealifi,  1634  Juni  20. 

(Kop.,  L.-A.  Krain.) 

2d86. 

Guiadden  über  das  Gemrh  i/«t  Witwe  Esther  von  Galler,  Schmcger- 
multer  Karls  von  Radmannsdorf,  dessen  Heine  Tochter  ,von  der 

rftitai.  II.  Abt.  BJ.  LX.  67 


8pen^  gmomnien  und  äarulfer  krank  geworden;  da  sie  der  Tockler 
nicht  heispringen  kamt,  bittet  sie  um  die  Erlaubnis,  im  Land 
ru  kommen.  Das  Guiacläen  geht  dahin:  da  sie  sieh  mt  Neuhattt 
in  Ungarn  befindet,  kann  man  in  diesem  Faüe  nadtgehen,  aber 
in  Zukunß  nicht  mehr,  damit  nicht  andern  aucM  so  unerh^ 
licher  SacJtert  tcegcn  ein  gleiches  verlangen.    Gras,  I €34  Juni  28. 

tßl.  L.-A.,  L«Di)rec>il  R«clinaDUsdorf.) 

2ß87. 

^Urban  Agricola,  Pfarrer  ev  Fehring,  sali  seine  Untertanen 
Bequetnung  der  katholisciten  Hdigion  halten.'    16S4  Juni,  j 

(SUtth.-ArchivGrax.    Omd.  Kop.,  Rep.) 

2688. 

LandesfürsUicJter  Befehl  au  MattJtes  Singer  sum  Steinfetd:  aat 
H.  Septemlnr  vor  dem  Kamnu-rprokurator  eu  erscheinen,   steh  n 
verantwtM'ten,   daß  er  sicjt  ohne  Lisenz  im  lAinde  Kärnten  auf- 
hält.   Grag,  1G34  Augast  7. 

(Kui».,  ebenda.) 
Dwiglvichflu  an  Adam  Rosenlieimljer,  am  6.  S«pt«inl>er  su  encbeinn. 


2689. 

,Iierichi    in    puncto    i-eÜgionis    in    casu    Georg    Wateen.* 

August  16. 

(Ebenda,  Mr.  40  u.  1036.  Nr.  4.) 

Nllierea  i«l  nicht  vormerkt. 

2690. 

Ferdinand  11.  an  den  Falatin:  die  Enngranten  an  den  ihnm 
bestimmten  Piaig  zur  Ülxrßhrung  nach  )Vien  geleiten  sh  laue». 
Ortt,  16H4  Oktober  2b. 

(KcnuL,  Ung.  L.-A.) 

FerdtnAnilu»  . . .  Spcclabilis  nc  lungnirtco  tidelis  nobis  aincere 
dUecte.    De  cmigrantihus,  qui  contra  snperiora  edicta  oostra  non  ■ 
clandestlne  dumtasat  scd  jjcrvicaciter  pI  praesunituosc  ad  vici 
narum   ditioiiuui    territorifL   sectariorum  praedicanliam  dogra*u 
frequentabaat,  eos  fide]itas  vestra  (auit)uaui  praevaricatores  inler-1 


81W 

dictionam  nostrarom  ad  benigiiaiii  usqnc  resolittiouem  disposi- 
tioneinque  nostram  in  arrcato  ccstodiri  fccisti«,  iam  dementem 
ordin.itioiicm  fieri  deinaudavirnoa,  ut  iidelis  nüster  coiiailiarius 
nosltir(sic)  lelUciia  aulicus  Löbel  certaa  ad  hoc  persona»  destinet, 
qai  in  locis  liniitarü»  Auatviae  ipsos  arrcstatoa  excipiant  et  ulte- 
rius  Viennnm  dcdncant.  De  loco  et  tempore  qno  ßxcipiendi 
erunt,  ficUOitatem  vestram  cdocturoa  est,  cos  igitar,  ut  ad  dcsti- 
natum  locnm  comitari  facialis,  rcquiritar.  Vobis  in  retiqno  giatia 
nostra  benigne  propenai  manontc».  Datum  in  castro  nostro  Ortt 
die  25.  mtiisis  Octobris  aimo  doniini  HVM. 


I 


I 


2691. 

Megiemng  und  Beformationskommissäre  seien  dem  Befehle,  die  in 

PrefJhiiKff  uud  (hUnhirg  sich  wider  ihren  Revers  Aufhabenden 
und  die  emigrirrtcn  LamlUntte  anstueigen,  nachsuJuimmc»  be- 
strebt gewesen,  da  der  Regierung  Macht  sich  aber  nicht  auf 
Ungarn  erstreckt,  möge  von  Hof  aus  dem  Bischöfe  von  liaab, 
dann  dem  jungen  Batihyany  und  dem  /Cnehg  rnfjeschriehen  tccrihm. 
Wiin,  1CH4  Novemher  10. 

(Kop.,  Unc.  L.-A.,  Ciinc.  Anstriae.  1634,  Kr  I.) 

Die  (sie)  K.  K.,  auch  zu  Tlungarn  und  ßülieira  kgl.  M' 
.  .  .  Auf  deroselhen  befelch,  das»  repicning  nnd  die  znr  refor 
mation  verordnete  coimnUearii  aigenlliche  crUiindigting  ein- 
ziehen laasfn.  wer  und  wellielie  (sich  i  wider  irc  gefertigte  revers 
zu  IVessburg,  Odenburg  and  andern  ortlicn  befunden,  aucb  wel- 
ItL-be  von  emigrirtcn  landleathcn  dahin  ankommen  sein,  soiblgc 
in  eine  urdeiiliche  verzaichuuü  bi-iiiguu  und  sod»nn  1.  K.  AI*  mit 
verrerm  rUtbUchcn  gnetbcdunkcn  Übergeben  boIIcd,  in  aller 
undcrtbcnigkctt  zu  erindcrn,  das  sie,  rcgieruiig  und  commieearii, 
seliuldigisterrattafien  diaer  allergr.  verordiinng  uaehzukumben 
ihres  thaits  und  als  weith  und  viel  aieh  derselben  vires  und 
befelch  erstrecken  kOonen,  gehorsamiist  nit  undcrlnssen  wüllen, 
deronwegcn  auch  im  werk  sein,  weilun  aber  ir,  regierung,  jurJa- 
diction  in  Hungarn  sieh  iiil  extendtrcn  tbuct,  also  erachten  sic^ 
regicrang  und  co»r»»»Mn»n*,  I.  K.  M'  müehten  inhalt  obangeregtea 
dero  allergr.  re^idutionsjmnktcii  von  hof  ans  dem  Jierrn  bi- 
aehoven  zu  Raab  unti  hungnrisehen  canzlcr  wegen  deren,  so 
sich  za  Prestiburg  und  der  rcvir,  derjenigen  halber  aber,  so  sich 


900 


linder  der  ßudianin  aafbalten  m^hteo^  irem  Bobn  wie  mnA 
dem  Zacbj  allergo,  zaeschrciben  and  darch  sie  derglekhec 
spccification  zu  hcuden  briogcn.  Waon  alsdann  ir^  regierang, 
solliche  Uberscbickt  wurde,  künnte  alsdann  das  abgefordert 
guctacbten  nach  Lese  baffe  uheit  der  persohnen  geb.  aberfreben 
werden.  . .  .  Actum  Wien  den   10.  XovemhrU  aww  iG34. 

In  dorto:  Ad  caneellariam  Jiungarieam.  Di«  wardet  die 
Terrer  nottnft  Itierin  vermeltermassen  sowol  an  den  herm  Han- 
gerischen  hofcAnzIero,  als  aiicb  den  berm  Bodiam  and  den  bemi 
Zihy  abbalden  auszufertigen  haben. 

Per  imperatorem  I.  Dcc.  1634. 

Tobias  Gertinger. 

2693. 

fVerzeicImuss  eine$  icden  pfarrkerms  des  G^njyischen 
aJUr  deren  voti  eidd  und  gemain,  so  sich  lU  dato  niemtMs  nt 
der  eath^iiischen   rdüfüm   tvüreldicken  ftekJiendi   oder   nhrr   muA 
erüer  eitistfUtuuj  die  calholischen  exercitia  undentmheH  imJflr 
lassen.'    (0.  D.  Ende  1€34.) 

(SUUli.- Archiv  Gras.  0«bi.  Kop.  »am  Stücke  von  39.  .raoiiu   I«SS.) 

Pfiin-cr  zu  Pulst  referiert: 

Herr   GeÜrg   von  Wtldenstain    sambt   seiner  fraaeo,   vi* 
sOlincn  und  zwayen  freylein  tücblern  haben  sirh  nie  eingcstdlt.' 

Frcyle  Catharina,  hcmi  Klirnrcich  Khulmera  zum 
pilchl  tochter,  hat  sich  nie  eingestOlt. 

1/uius   virginis  pater   nobili$   et   generotus  dominu* 
rieiius  Kttlmer   te    conftisum   ei    eccUfiat  restitutum  gloricäur. 
prout    ttiam   »chedulam    quatidam    /W"  domino  capilaneo  prv^ 
vinciat  pro    testimonio  porrexit;   quam   tarnen  non  vidt^  mult» 
minus   unde    et   a   quo    illam   habeat  resfire  potni,  cum  tarne» 
michi    Uimquam    parocho    letjilimo    montlrari  debuittet,     2i 
valde,  ne  subiit  aliquU  dolus. 

Pfarrer  an  St.  Urbau: 

Herr  Khöraoss   mit   seinem    söhn  and  tochter  haben 
nie  eingostült. 

Herr  Hans  .Senus.4cn  frau  gcniabl  sambt  seiDcr  baaen  mit 
namen  Veroiiica  (haben)  sieb  nie  eingestult. 


9(H 


Tlioman  Khalterpacher  zu  Penlori",  dei  horrn  Vcith  Pagge 
in  Veldtkirclion  undertlian. 

Rctting  in  der  Sogn,  des  berrn  Webers  auf  Moaslmrg 
undertlino. 

Pfarrer  zu  Obermtllbach: 

Praa  Stöttnerin  mit  ihrem  söhn  nie  eingcstölt. 

Adam  Stachl,  pflegcr  zu  Frauenstain,  snniht  seiner  ebo- 
MTJrthin  gehen  zwar  flciasig  in  die  kiichfin,  haben  sich  aber  nie 
eingcstült. 

Caspar  Leitscbacher  mit  seinem  neib  haben  »Ich  uit  ein- 
gcatclt,  geben  auch  in  kheiii  kirchen;  est  liomo  pe^timus. 

Pfarrherr  za  Shreig: 

Herr  Antoni  Eisenbart  bat  sich  vor  etlichen  iahrcu  eiu- 
gestelt,  aber  von  derselben  zeit  ist  er  gar  selten  in  die  khirchen 
kbomen,  hat  sich  auch  in  der  fasten  zu  Quatembcr  und  andern 
verbotnen  zelten  des  tieiscbessen  (n)t?>  enthalten. 

Gedachten  herm  Eisenbarts  ehefrau  und  »obn  haben  sich 
nie  cingestült. 

Herr  Erasm  Mügorl  und  sein  frau  geben  fUr,  als  haben 
sie  sich  eingcstült,  haben  aber  khcin  ksttmomum  bis  dato  (ür- 
bracht,  schicken  auch  ihr  dienstvolk  niemals  zu  der  beicht, 
hat  sich  auch  er,  MUgorle,  in  seiner  Jetzt  wahrenden  krankheit 
vernemraeu  lassen,  wann  er  todts  soll  fürwcrdcn,  ihrne  ander 
seiner  nusspaunib  einen  zu  begraben,  aus  weichem  allen  seine 
habende  religion  leichtlicb  abzuncnien  ist. 

Pfarrherr  an  Meisslding: 

Herr  Jöstl  zu  ßastenfcldt  meldet  zwar,  er  hab  sich  zu 
Wolfeberg  mit  beiclil  und  c-oinmiinion  eingestlilt,  hat  aber  nie- 
nialils  kein  zcugnuK^  desstin  fUrgcwitson,  auch  keiner  catho- 
liscben  exercitiis  bishero  beflissen  and  sambt  allen  derc  nnder- 
thnneu  nie  c^ingcütiilt,  ander  welchen  insonderheit  zn  benennen 
nichrgedaehten  herra  Jüstls  Schreiber,  der  ganz  ergerlich  mit 
disputiern  wider  die  cathulische  reügion  sich  or7>aigt. 

Herr  Cumad  Werner  zu  Wcrnhof  santht  seinem  dienst- 
gesnndt  bat  sich  nie  eingestOlt,  geht  gh-icbwol  in  das  landlliaus. 

Benannten  herrn  Werners  frau  schwügerin  geborne  Mä- 
gcrlin  nie  eingestelt. 

Apob»nia,  wiertin  underm  gschloss. 

Andre  im  Piuhl,  herrn  .Jüstls  underthan. 


90S 


Andi-u  Mori,  pHvger  am  ITmihof,  lict  bicIi  zvrar  vor  etlicli 
tulircii   ütngestült,  nacliinals  kein  catholiach  exci'dtiam  gegeKt, 
sondern  an  quatembt^T  uiiil  audcra  gebotneu  fasttagen  sich  d« 

flciacliL'äsuüt)  uit  uiitlmltc». 


PlaiTür  St.  SUj|)haii  am  Klirupfcldt: 
Mutiö  Teurer   saoibt  »einei'  eliewirtJn  und  zwei   khindern. 


Pfarror  am  ZiLtnhls{M;r^: 

HeiT  Peter  ChriBtopli  von  Standacli  zum  Wuclross  eambt 

seiner  frauen  und  kindern  neben  einer  Keiner  bascn  haben  stcli 

nie  eiiigesttllt 

Pfarrer  iu  ifteyrberg: 

Herr  Wulf  OhriHtopbcu  von  Uallegg  bauafrau. 

Pfarrer  äu  Kraig: 

Herr  Kraam  Mit^^erl  in  der  Wcidenau. 

H«rr  Aiiluiii  Kinenbirt,  frau  und  subn. 

Krau  Keinbaldin. 

BärtI  8taxznc.her. 

Eva  sein  weil». 

Des  Oswald  Khunrilzeu  weib. 

Cbristan  in  der  Laggen  niaettcr. 

Ruej/p  in  der  Laggen  luucttur. 

Hauä  Dueller. 

Kva,  alte  Gritscliäiiigin. 

Ueorg  alle(r>  milloer  im  Graben, 

Urbani  Kiscber  muetter. 

Jacob  Georg  zu  Überfeldt,  knocbl. 

Raep  Ziminermaii,  der  Bchmebser  geat.  (*ie). 

In   doiso:   Ntfmina    haereticorum    tpiscopatug    Ovrcentü 
Von  Vei'donberg. 

2S93. 

LaiuicsfiintiUchcr  Befehl,  ,(lamU  wider  die  im  Lnnde  Krain  he- 
findltcJifit  ui\icathotixrhe»,  adeligen  und  Hnadciitjcn  l'crsonf»,  die 
sich  enttceder  niemals  eingcshlU  otler  dk  l'<dhdischen  exercitia 
xeieder  verlasset!  haben,  eine  fleißige  TmiuisUiou  atigest^t,  dm 
lieligionsreformation^generiüieix  und  den  seither  erflossenen  Re- 
solutionen gauäfi  verfahren,   endlieh  gegen  jene,  ao  solche  Leute 


* 


903 


aufnehmen,  eine  ertnUhnft«  Demonstration  vorgenommen  toerd^. 
1635  Januar  HO. 

(Koiii-,  Statlh.-Arcbir  Qnx.    Qeco.  Kop  4.) 
3694. 

Desgkicften  ßhr  Kärnten  ,UHd  sonderlich  die  im  Bisiume  Gurk 

hefindliehox  Uttkatholischen'.    lf>S5  Januar  (29). 

(EWtirlx.   Gern.  Kop.  3C,  Rep.) 

2695. 

Der    Kammerprohtraior    contra    Ifaiis    Merrer    und   Christoph 

Naritiger  .panctu  VKrhör\   weil  sie  getjen  die  erflosscnen  Liena- 

ralieti  ohne  Lisetu  atis  detit  Ungarischen  hereingekommen  seien. 

Sind  gur  Verantwortung  su  ziehen.    1635  Februar  lÜ. 

(Konz-,  eb«ad«.) 

3696. 

Derselhe  aus  demselben  Grunde  gegen  Paul  Friedrich  Rüdt.  163Ü 

Fel^ruar  12. 

<Gem.  Ko|).  12.) 

2697. 

Derselbe,  damit  der  Lnndesltauplnmnn  in  Knrnfett  tlem  ins  Land 
eingcschliciienen  und  sich  in  der  Gncsa  aufhaltenden  Prüdikanten 
vermiitcls  der  Landgerichtsherren  nachfeilen  lassen  solle.    1635 

Fehrttur  26. 

(Oom.  Kap,  «7.) 

2Ö98. 

Derselbe,  damit  die  Heligionsreformationskommissüre  in  Kärnten 

wider  die  sich   in  der  (inesa   befindlichen  Ünkatholischen  kraß 

der  jmlAiiirten  Generalien  verfaltren  sollen.   I<i35  Februar. 

(Qem.  Kop-  M,  Rep) 

2699. 

ßersellte,  damit  uuder  den  Emigranien  Paul  Freiherrn  von  Egg, 
der  sieh  ohne  Litern  in  Krain  aufltält,  und  seinat  VrüJi^tor, 


904 


der  ein  Vrüdikant  tein  «oU,   kraß   der  ergangenen  landeaf9nt^ 
liehen  Generalien  verfahren  werde.    1G35  Märe  1. 
(Ebeod«  8.) 

2700. 

Der  Kammerprokurntor,  damit  der  Landesvencalier  von  Knüm 
gu  einem  Rcformationsmitkommisgür  ernanul  werde.  1635  Mars  5 

(EI>«ndB  16 ) 

2701. 

Sans  MttrKT  hütet  um  Lizenz,  ins  Land  su  reiien,  um 
Streitiijhcitcn  itei^utcohnen.     lOJi't  Mars  iS. 
(SL  L.-A.,  Landriselil  MQn«r.) 
ErbSlt  Mch«  Monat«  TcraiiR. 

2702. 

LitmIcsfuTstlichfir  liefeJd  an  den  sieirischen  Landeshau^tmaun 
Karl  Grafen  von  Stturau:  biUigi  dessen  Vorgehen  gegen  de» 
Emigranten  Jonas  Khutuer.  Der  Emigrant  Uaidt  hohe  $ich 
fUs  lathdisch  hekannf.  Den  Emigranten  ist  eiti  Termin  un»t- 
weisen,  nach  dessen  Ahlauf  sie  auSTUiceisen  sind.  Unkttthotisfht 
Eitefrancn  sind  auszutceisen.  Wer  en  cinun  Prädikunien  anfkr 
Land  sieht  oder  seine  Kinder  dahin  schickt,  ist  sofort  am* 
Qraa^  1635  Mär ^  27. 

(L.-A.,  6p«s.-ArcIiiT  8Mtr«o,  Kireb«.} 


Von  der  R.  K. 

ftnznzaigen  . 


H* 


lierrn  Carl  graven  von  SaanQ 
wasmos&en  er  in  der  boiUamen  religioo«- 
rufürination^sacli  wegen  cllichcr  tsicli  darunter  erzaigender  äuge- 
Icgenheitcn  einen  mchrern  beschaidt,  gewaldt  and  instruction 
l>egelirt  lial>e;  solches  nun  also  in  das  werk  zu  setzen,  intnassen 
I.  K.  M*  pablicivrt»  l.-f.  generalieii  laater  dahin  gestellt,  dan 
die  emigranten  und  uncath.  personen,  sie  sein  gleich,  we^  sie 
immer  sein  wollen,  ohne  liahciidn  itpccialliecns  und  passbricf 
sich  im  landt  nit  aufhatten,  noch  darinnen  practJciercn  sollen: 
alao  ist  auch  ron  ime,  h.  l.-baubtnian,  ganz  recht  und  wol  dann  fl 
beschohcn,  dass  er  dergleichen  pcrsoncn  und  darunter  sonder- 
teil  den  Jonassen  Kbntner  umb  sein  habende  lic«ruc  mg«- 
schriben   und   in    deren   verraangimig    widerumben    aas    dem 


905 


land  zu  raisoD  gemessen  aiibcvolclicn  liHt.  Und  weilen  dnn  er, 
Kliutncr,  solelien  k.  a.  1,  f.  generalien  zuwider,  jn  in  ß-attdem 
derselben  stilschweigont  herein  in  Um  Inndt  gcscMiclien  und 
sich  alda,  ungehindert  der  cath.  rcligion  nit  zucgctlian,  so  lange 
seit  ohne  liccnz  aofgehaltcu,  danlurch  auch  vil  mehr  ein  wol- 
empfindliche  slraflT  als  einigen  favor  mcritirt  hat,  so  wolle  dem- 
nach er,  herr  1.  liaabtinan,  ihme,  Khutnei-,  auf  dessen  wider 
hiobey  kombcndcs  anbringen  von  seinem  begehren  nur  »im. 
pliciier  abweisen  und  sowol  gegen  denselben  als  andere  des- 
gleichen uncatholisciic  persouen  mit  der  ansschnffung  wirklich 
verfahren. 

Was  am  andern  Mathiasen  Haidt  anbelangt,  weilen  sich 
derselbe  .  .  .  nunmehr  durt-h  den  albiesigcn  ütattjjfarrcr  in  der 
rcligion  inforuiicren  lassen,  wirdct  dessen  crclürmig  zu  erwarten 
sein,  welche  er,  herr  l.-haubtman,  eheist  herauf  zu  relattonircn 
gedacht  sein  wolle. 

Diejenigen  emigraiiten,  welche  undter  dem  praetcxt  der 
angesueehtcn  licenz  oder  derselben  crstrückung  auch  darüber 
erwartenden  resolmion  im  landt  aufhalten,  betreffend,  wolle  h. 
l.-haubtman  fnr  das  dritte  doncnscibcn  zu  einbringung  solcher 
ihrer  licenzen  oder  derselben  ei-Ktrückuug  einen  gewittgon  terniiu 
ertliailcn  und  da  sie  sich  mit  derselben  in  solcher  zeit  jiit  er- 
zaigcn,  sodan  gegen  ihnen  mit  der  ^usscbaffung  würküch  ver- 
fahren. 

Also  sollen  auch  zum  vierten  diejenigen  cmigranten,  so 
sich  etwo  in  daa  landt  herein  begeben,  so  baldt  man  ihrer  ge* 
wahr  wirdet,  umb  ire  licenzen  gefragt  und  da  sie  nichts  ftirzu- 
wcison,  gcetragB  widerumben  ab-  und  aus  dem  landt  geschafft 
werden:  massen  dann  die  hcrrn  gcbaimbcn  rätho  anch  ihres 
thails  darauf  gedacht  zu  seil]  nit  underlassou  wollen,  wann  siirh 
etwo  einer  oder  der  ander  mit  einem  passbrief  boy  ihnen  an- 
meldt,  dessen  die  iiachnchtlicbo  erinderung  alsobaldt  an  ihme, 
herrn  l.-liaiihtman,  zn  expcdiorn. 

Dass  sich  fürs  fünfte  etliche  cath.  herrn  und  landlcnth, 
wie  anch  nobilitiurte  alhie  befinden,  welche  aus  vemrsachang 
ihrer  habenden  uneathuliäclicn  cliefrauen  ihre  kiiuler  in  cath. 
exercitien  als  beichten,  communioieren  und  schnlongang  nit  auf- 
erziehen  sollen,  Kolchfis  haben  die  hcrrn  gchaimben  rätho  mit 
sonderbarer  befremdung  verstanden:  wie  nun  aber  solchca 
L  K.  M'  allorgn.  intontion  und  public it^rten  l.f.  generalion  zu- 


906 

widerstreitet,  also  wii-dt  li.  l.-hatibtnian  bey  denen  inlereuicrien 
gemessne  verfUcgnu^  zu  tlioen  und  darauf  auch  sein  sorgfelügti 
aafsiclit  zu  haben  ^cd.tclit  sein,  damit  sy  beeagto  ihre  kinder 
in  dor  cath.  relig^ion  und  derselben  excrcitÜB  auferzieben,  denen 
Tranen  auch  disos  orts  wenigist  kein  widrige  bandluag  rer-  fl 
Btstton  flollcn.  .  .  . 

In  den  Qbi-igcn  aber  und  da  aicb  jemandt  sein,  dea  berrn 
i.-baubtmans,  andeuten  nacli  understeben  wurde,  eintweder  für 
bIcIi  BtiUtKLon  zu  den  uncith.  praedlcantcn  zur  coininunion  ausser 
landts  zu  raisen  odür  aber  seine  kinder  zu  dem  ende  lünauf- 
ziiscliickon  and  er,  hcrr  I.-bauhtman,  solcboe  in  crfarnng  br&cblR, 
wolle  er  ancb  solcbcs  f^anz  un^csaainbt  mit  riitJiebeni  f^ctachlcn 
licrauf  zn  berichten  gedacht  sein.  .  .  .  Orittz  den  27.  3Iiirtii  635. 

Beilage:  ciuu  Eing;xt>e  Sfturxus  vuin  IQ.  Mün  1635,  üi  welcitvr  «r  «icb 
in  dem  oben  «ugud«utctcii  8itLiie  aaupricht.  Von  Khatoor  wird  bcBou<Ien 
nouii  heinurkl,  d«ß  «r  si(?li  «inrit  elirl»rPTi  Waiu^nl«  b«Soitil  und  nnSr^vrltrli 
IflbI,  Kucti  nicht  de  faeto  im  LjiiiiId  vcrliloibou  will 


2703. 

Kaiserliche  liesoluUon,  betreffend  die  an  die  weltliche  Hand  pr- 
kt}mnwnen  geisUifJten  Hüter,  hesütflieli  deren  es  tu  Streitigkeiten 
und  Irrungen  komme:  bezüglieh  dieser  Streitigkeiten,  die  laut 
Erlaß  vo7n  26.  Juni  1ft'J6  Cffr  tlejit  httserl.  Hof  xu  führen  sind  und 
hiui  Erlnß  t^m  25.  Fehruar  UiHi  an  die  Regierung  rnnittiert 
werden,  die  d^m  Vvklaißen  einen  Monat  und  hei  ^Nichtparirnngf 
^nen  ptrrfmjihrischett  Tennin  von  14  Tagen  sur  Vorbringun^ 
seines  RechtslUels  ijiht,  nicJit  mehr  als  je  etcd  Schriftert  annimmt 
und  dann  entscheidet,  wird  icei^  bestimmt,  daß  dem  Gegner 
gur  Einbringung  seiner  Sache  14  Tage  und  noch  .7  Tage  he- 
wiÜigt  sind,  wovon  die  Parteieti  sowohl  als  die  Advokaten  tu 
verständigen  sind.     Wieti,  JH35  Mars  31. 

(Kop.,  St.  L--A.,  BtulhoDberg- Archiv,  G<>^«iir«foriu.} 

Von  der  n.-ö.  rcgicrung  wegen  N.  allen  und  jeden  pr 
theyen,  hof  und  gericbtaadvocatcn  nnzusaigcn:  Obwolcn  die 
U.  IC.  M^  .  .  .  sich  noch  den  26.  JzcnÜ  1626  wegen  dcijoaigeo 
gtlcter,  80  von  alters  zuo  den  bistimmbcn,  pritlatum,  pfani. 
bcueticien  nnd  andern  geistlichen  BÜft  gewidmet  worden,  aber 
hernach  in  der  weltlichen  handt  khombcn.  dahin  .  ,  .  resolTirl, 
daBs,   wenn   die  geistlicheu  gegen  dcu  weltlichen,   es  sey  ainli 


I 


I 


907 


kircbcu,  |]farni,  (iliiiln,  goistllclio  lelioiiscliaften,  vogtej'cn,  orb- 
recht, graiuU,  bodcn,  zoheiit  oder  andere  güeter  and  gereclitig- 
kaiteu,  so  zu  dem  biBtumliuii,  pfjirrii,  boriuficiun,  Stiftungen, 
»olient,  jifarrkirchoii  und  vogteycii  gehörig,  in  elritt  und  irrmig 
gcrathcn,  so  solle  solche  controversion  zu  kaiuuiii  andern  indiclo 
als  vor  dem  Unyscriichen  lief  und  vor  I.  M'  selbston  nusgefiirt 
wcrdtcn  boIIc{»ic^,  so  liabcn  docb  hü chstged achte  K.  M'  von 
dato  den  25.  i'ebruar  1Ü34  alle  dergleichen  &owobl  alboraitli 
hcy  hof  auheiigtg  gemachte  strittigUniten,  als  hinfllro  einkombeii 
iMOL-litcii,  dergestalt  Hlr  sie;  regieraug,  rctiüttiert,  dass  tierab- 
lichen  auf  die  erste  clug  dciu  beclngtcn  tlioil  die  udirung  suineü 
tituli  possetsionit  crstlicbcD  inner  loonatsfri»!,  auf  erfolgte  nit- 
pariruug  aber  inner  14  tagen,  doch  peremjitorie  auferlegt, 
keiucü  tbcil  mer  aU  zwo  scbriftcu  und  aUo  otiue  gcwOhrilichea 
process  suinmarUeime  {jrocedirt,  durcb  die  regierung  mit  recht- 
licher crkantnus  turgangcD  und  die  parteycn  durch  abscbiedt 
ODtBchaiden  werden  sollen. 

Wann  dan  regierung  zuc  allergeboreamben  volsiehung  dieser 
kaybcrlichen  resolution  iu  dergleiuiien  casslv  (sie),  so  vil  diu 
produciruug  der  uberigeu  Schriften  über  die  dag  belangent, 
nach  exequirter  des  clager  oder  beclagten  Schriften  den  gegner 
Bue  einbringung  seiner  rechtlichen  notturft.cn  14  tag  und,  da 
er  sanmbig,  mehr  nit  aU  peremptorie  noch  drei  lag  bestimbte, 
nach  eudtung  aber  derselben  die  collation  ex  offo  mit  der  claasnl 
and  zuvor  zu  «rindern  and  doch  entUuii  ohne  verrer  erindterung 
zn  vorwilligen  entschlossen:  als  hat  man  dessen  sowohl  die  par- 
tlieyen  als  derer  advocateu  liiemit  erindern  wollen,  darnach  sie 
«ich  «a  richten  und  dieser  ordtnung  in  dergleichen  Sachen  vor 
gericht  aue  procediren  wissen.  Actum  Wien  den  Sl.  Martii  1635. 


AaUeu: 

Qberlief«rt.) 


.IleioltitioD    wp^en   d«r  peitll.   ^«tt«r   bctreffent.'     (Schlacht 


3704. 

J.  Weber  an  den  Abt  Daniel  von  ÄnwUlstcin:  Auf  die  vo»  ihm 
erhaltene  Mahnung,  dafl  sieh  die  Posckleppischen  Gebrüder  auf 
der  Herrschaft  Landskran  immer  noch  sehr  ärgerlich  in  der  He- 
iiffion  enveiseit,  tcoUe  er  hei  seiner  heutigen  Ankunft  in  Veldat 
das  Weitere  verfüget^    Klaijenfurt,  1635  April  20. 

(Oric.,  Arn C)lcliil«i nur  AlUru,  ititdulflu.) 
Bieha  udUid  Nr.  2716. 


908 


Bericht  des  Lauäf^hauptmiDtus  üher  ans  nnhcfugte  IfereinJcontmeH 
(ks  Herrn  Ferdinand  von  Kroncgg.    3035  Mai  21. 

(K(int.,  8t.  L.-A.,  l>jiu<lr<M;lit  Krondg^.} 

.Es  hNt  «irsr  E.  K.  M'  mir  ^ureli  Dekret  vom  3.  Mki  bcfoli1«n,  tu  «r- 
1<tilrfMi,  wAriim  ich  F.  v.  K  ,  sn  wct;cn  At\T  iinkathoIiRclinn  Rrliffion  «u&er 
Laik]  gi>Eogi<ii  und  ein«  gvraiimf  Zeit  tlvn  Ksiittlnn  gnlicnt,  crUubt  liabn, 
irui  Laiii]  SU  koiiiniini.  IC.  M*  wolle»  nun  «ciKcr  Multer  demStii^or  RnUltoti 
veiu<>tiiiii*ii,  ilall  er  im  vnilluMt-iim  Muuat«  Fitliiuxr  i&u  ihr  uacli  Qtvt  igt- 
koniiiieu,  sivli  g«k1eid«t  und  sich  in  allota  hu  auf  den  siebealvn  Ta|{  au%*- 
1iJiU«n  Iiab«.  DArnuf  bat  er  wieder  «eiiion  Abscliicd  g«aoui]i«D  and  tat  nir 
gans  nnwiMPod,  wo  «r  xicli  dieser  Zeit  Ixifindel.* 


I 


270G. 


Landesßrsli icher  Befehl  an  den  LandesvertcaUer  in  Krain:  daß 
df-S  I'nul  Freiherrn  von  Fgg  Präseptor,  so  Weihxperstmen  rm 
der  katholischen  Ueliginn  abwendig  gemacht  haben  soll,  geßnff' 
Uch   eingezogm,  ej:amitii«rt   und  darüber  berichtet  werde»  solU. 

7035  Juli  1i). 

(Koiii.,  Staltii.-Aicbiv  Gras.    Gvm.  Eop-  100.) 
Im  Miinatr  darauf  wird  Epc  selbst  rot  div  Ui^erunf;  zitivrl. 


4 


2707. 

Landesßrsllicher   Befeid  an   Sahina  Stelineritt,   die   ihr  w^nt 

ihfs  durch  die  BefinmationAgeHeraliett  verlolenea  Verbleittem  im 

Jjande  zuerkannte  Straß  von  1000  fl.  ahbald  su  erlegen.  Gnu, 

163Ö  Aagusl  IS. 

(Kons,  8taUb.-ArcliT  Grau.  Gem.  Kop.) 

2708. 

Landesßtri^ilicher    Brßhl     au     die    lieformation^ommisArire 
Kärnten:  ein  GutarMen  ührr  die  dtirrJi  Singer  und  Ii'isenhi:i 
wegen  Übertretung  der  ReßrmatioiisgeneralieH  vertcirfcie  Strafe 
einsnsenden.    Greui,  163r>  September  3. 

(KcQi ,  «bpnda.) 


2709. 

Die  mnerösterrekhisicheH  geheimen  Jläte  an  Verdinmtd  IT.:  be- 

ricMen  üfcer  ein  flogen  BWei  Kapusiner  hei  JimlkersbHrg  tfww6/-cs 

Atietttnt    Gras,  1036  Septetuhir  13. 

(Kop.,  Mng.  L.-A-,  Cftoc.  AratriAca  IßSC,  Nr.  I  u.  StaUli.-Arcbiv  tiru.   Gem. 

Kop.  IB.) 

2710. 

Landesfürstlicher  Befehl  an  die  lieligionsreformaiionskommissäre 

in  Kärnten:  ihrer  gemessetten  JnstrukHott  alles  Ernstes  «ricÄn«- 

komtnen.    1G35  November. 

(EbeDda.  Gem.  Kop.,  Rep.  III.) 
2711. 

Ferdinand  II.    hfistätigt  den    kroatischen   Ständen    iiifmitcnptofi 

arliciiloH  in  tlivei'sis  ^eiieralibus  eorum  congregalionilius  et  coii- 

ventibas  nb  anno  1^08  a<l  nimum  usque  IG35  celebr.'itis  . . .  1636. 

(Arcli.  Za^ib,,  Prot  congrcK.  ilat.  Ann.  14!t&— ICSI.) 

Arliculus  priiuua:  Praeterea  iidem  Status  ot  ordtnca  una- 
nimi  vüto  et  conacnsa  priores  articotos  de  iion  jidmittenda 
liberinte  exercitiomm  alieime  reÜgionis  in  hoc  regim  eanfirmaiit, 
et  »i  quispiam  prnedicatorum  hacrcticorura  sive  spontanee  seu 
ope  cuiuspiam  in  hoc  i*e|fnam  veoerit  et  zizaniiia  ueininaverit 
pi-aedicatorem  liceat  unicuique  cai>crc  captumque  ad  dominum 
banum  vel  episcopum  diocesia  duducere.  Introduclurcs  autem 
talium  et  transgressorea  buiuämudi  conclusionis  pablieac  pu- 
ninntar  poetia  in  tripartito  content«. 

Artinulu*  vicfsimns  sextus:  Raliuiie  liaereticorum  —  auxilio 
erit.  (Wie  oben  zum  Jahre  1629.) 

9712. 

Landesfürstlicfier  Befehl  an  die  Krainer  Eeligionsreformations' 
kommissäre:  ein  Gutacfden  daritber  einensendai,  ob  Sigmund 
Freiherrn  von  TattfnhacJi^,  der  in  caasa  rcligionis  außer  Land 
gesogen  und  um  Erteilung  eines  Sichcrheitsgdeites  bittet,  rn  will- 
fahren sei.  Gras,  1C36  Januar  21. 
(£oiii.,  6utai.-Arcbiv  Gras.  0«».  Kop.  106.) 


010 


Hncrliohvr  Oafebl  »  t4.    DariBs  ist  nt  raloeliiBra,  d«&  TsUeahnk^ 
und  lein»  OnniKhliii  SbIoim  Meha  Uonata  Zeit  bagailraii. 

2713. 

LandeifürKilichrr  Tiefefd,  äaß  die  i?on  Neumarkt  Frirdriek  K. 
von  Xilmher^.  iler  sich  in  ihrer  Gegend  aufhalt  und  dif  Unka- 
tJtoliseJini  in  thrrm  Trrtume  stürkt,  hehattdigen  uttd  der  tSaritm 
Beixhaffenbeii  an  die  innerösterreiehisehe  lUgierufiff  beriehten 
tollen.  1GS6  Januar  24. 
(Konx  ,  «bftnda,  Gxm    Knp.  tA.) 

2714. 

Ferdinmul  IL  an  die  von  Murau:  Ghubtvürdig  bertchM. 
«trA  6c»  ihnen  eine  unkathoUscha  Person  (Jöjystl)  aufhtütr  und 
die  noch  verhortjeven  lfithtlh<iiisrhcn  und  Ketzer  in  ihrem  Irrtmne 
heslürke,  hefrhle  er,  weifen  des  Jopstt  genau  jbu  inquirieren  und 
die    Jitseha/f'mheit    dtr    Sachen    fiirderlich    «-ri   berichten.     /fi.^Ä 

Jnnuar  29. 
{Ki^Dx.,  elientl»,  Qcm-  Koj».  CO,  Sl.) 


2715. 

I>efijieichcn,  ,d(i/I  Frau  Gräßn  Bwlinnin  daroh  sein  solU,  d/tmU 
eu  Frlwltung  guter  nachhariiclicr  Korrespoiidenjf  die  ewecn  hie- 
fwr  jff«  Mnreek  gcwest«  Jiürger,  so  ttiegen  der  Heligton  ihr  Bürger- 
reeht  nlhlort  rmuncxeri  und  sich  unter  ihr,  der  Grnßn,  Juris- 
diktion begehen,  ins  Land  nü  hombcn  und  lUtndtierung  irniien'. 
WSG  Februar  12. 

(Kons.,  SuUh.-Arr.hiv  Gru.    Onm.  K<i]>.  S.) 

2716. 

J.  Weber  an   Johann  Ostertnann,    ertcälUten   Abt  von   Arnolil- 

stein:   ersurM^  die   nn   den   Voachlcppischen  lirndern    begangene 

Öeicalttftt  gutetimacheti.    Mnßhnrg,  lOM  Äprü  25. 

(Ori^.,  Arnoldsteiuer  Ahlen,  Kudollin.  Kligcofnri.) 

Man  liattr  dlo  xnr  ÜArnchift  Landxkrnn  ^linrigen  UDU>rtui«a  TItoaua 
iinil  Fnter  pDsehlopp  Ins  Klottor  Arno1(l.ttrtn  xitScrt,  ilon  einen  (ThoiMi) 
ohne  V«rhnr  unil  olinr  llitn  Ell  mhüi  xu  geben,  drei  Tage  la»^  g«fan(;«>n  ft- 
haltpn,    von    Kitieui    Ziii»grDutl    den    Stadel    abralfiao,    daa   Xlola    wcgfbhrM 


9a 


I 


laaMo  ond  MlDem  Sobn«  r«ter  eiii  Ptt»r  Ziigooliwn  woa  Vf*gtn  w«|g»* 
notnnien.  Wonn  man  intu  «ucb  oinon  Grund  xn  h«b«D  glaubte,  weil  lie 
sich  nicht  mit  Bricht  unc]  Kommunion  oingr«tcllt,  *o  ist  doch  du  Verfahren 
«In  gewalttätiges.  Zudem  liahrn  sirli  din  Piwchlfi|>|i  vor  wenig  Jahnen  h«i 
äen  geistliehen  V«nla»il  eiogftstRilt,  tlab«i  aber  erfahmi,  daU  er  nicht  die 
HjMlit  halm  aiM^vendi  ah  bnerfi. 


I 


2717. 

Ferdinand  IL  an  den  Landeshauptmann  in  Kärnten:  gibt  seinem 
(InwiUeti  Atisdruck,  daß  träte  aller  bisherigen  Vorkehrungen  und 
Verordnungen  es  möglich  icar,  daß  ein  PrtldiJcant  naniens  Wil* 
heim  Winter  aus  dem  liatthtjatitscfteti  ins  Kärntner  Oberland 
kam,  dort  2000  Personen  beichtete  und  kommitnizierie,  zwei 
Trauungen  abhielt,  eine  Taufte  ronuihm  und  vor  großen  Massen 
predigte,  uyxter  denet%  sieh  auch  Standesper&onen  in  Bauernver- 
kleidnng  befanden.  Befehl,  dem  Prädikanten  und  ttilen  Personen 
nachzuforsciien,  die  an  seinen  Exerxitien  teilmihmen,  vor  allem 
Sedierter  und  Huchkoffler,  die  ihm  Vorschuh  leistett^t,  eiu^u- 
fangen.    GroM,  16B6  3fai  SO. 

(Eon».,  8latth.-A.rDlilT  Oraii.   Gam,  Kop.  110.) 

Ferdinand  .  .  .  Obwollen  vrOr  vor  disem  «as  tragender 
k.  nnd  vitterlicher  fUrsorg  ganz  ernstliche  nnd  goniossene 
religio nsrefofmationsgeneralien  in  allen  unsein  i.-ö.  crbfUrsten- 
thuiuhen  und  landen  öffentlich  pabliciem  nnd  auf  denen 
canzlen  rcrkhiitdi^'en  lasüeii.  auch  diser  ^lu  IiulTnun^  gelebt, 
es  wurde  dcncnselbcn,  wie  schuldig,  also  auch  ganz  gebor- 
Bamist  in  ainein  and  andern  nachgelebt  werden,  so  haben 
wir  doch  aas  deinem  jüngsthin  einkhambncn  berichtschreiben 
mit  grosser  befrembdang  vcrnotubcn,  wie  dass  sich  in  Ober 
KhämdtcD  in  des  grafen  von  Scliwiirzcnber^;  landtgcricht 
aber  malen  ein  aus  dem  Wcdianischon  gebieth  soc- 
tisclier  praedrcant,  Wilhclbm  Winter  genant,  eingeschicift, 
welcher  sich  bei  Christian  .Schlüerzer,  der  hcrrscliaft  Wernberg 
nndrrlhon,  bis  auf  den  0.  tag  ohne  allen  scheicb  nufgehidtcn, 
alda  in  wclirendcr  zeit  in  die  2(KJ0  perschonen  beicht,  commu* 
nieicrt,  zwo  copuUitiones,  ain  khindtstauf  vcrricht  und  alle  tag 
Tor-  nnd  nachmittag  auf  dem  Touni  geprediget,  darzao  ain 
grosser  concnrs  von  manns-  und  weibsperschonen  gewcat,  sich 
auch  clarondtcr  vornemben  standta  perschonen  unilter  pclir- 
Itcben   khlaidungon   befunden  haben,   er,  pracdicant^   aber  auf 


SckwancBWrp 


r 


Sc  Vcsth«  Ckgeslvdi,  Tikeb,  Gatoft.  MrtHill,  SlaÜth^. 
VcUtkinWa,  8l  PUerMo  ui  fie  Twdcra  mmä  iMMn  Ifafca 
begebe«,  «Uort  amA  «&A  100  tn'tii'hwM  aaf  meüaA  tk- 
Mb««,  dca  ^.  AprüiM  aber  wfcilbHi  äeb  «■  iem  alnb  ^e^ 
mcbt  nd  durch  hdf  nd  fiirtaebab  itl  mfUtm  SeUfcntn 
■ad  Urbu  Hoebkaffkn  n  St.  Win,iiiilb«i  av  doi  wiAV 
fieben  Tcvfaott  ait  UMterlMMBg  «wms  nmm  anq^ebolfai  »»rdca. 

Usd  da  beedcv  SefaEener  aad  DaebkoAar,  dareb  {» 
daebtea  Undthcbter  dbea  bocbrtimffiilwie*  n  bc^B^aea  _^k«i 
bmlber  beltcodi^t  ««rdcMi  wollen,  Äcb  denniiMea  cor  dc&a- 
s»on  and  gegenwebr  gericbteti  dardarcb  zwo  pencbaaea  kv 
Tvrwaodl  and  r«fleUi  and  sie  der  bebendiptng  Uberirt  wvr 
doD  Bein. 

Wan  Dan  za  handtbabiuig  gedacbter  anserer  poBGcicftca 
gconegvamen  rdig^oDsrefonnatioasgeaeralieo  za  verbietnog  ea^ 
nÜMcndeo  m^en  anliayls  nit  afleio  zeitliche  goete  fftrKbiag 
KD  ihaen,  sondern  aac-h  die  unabl&ssige  bestrafacg  gegen  dea- 
jenigen,  so  beinelten  Bcctisclien  pniedicanten  faieein  iot  bukdt 
gelockt,  ime  andenclilaif  geben,  sich  von  ime  haben  veraechen 
Uatea,  in  nlwcg  frirzoncmben,  aUo  liaben  wir  dir  auf  die  la 
lachen  eingelangte  bcricht  and  rathlicbc  gaeiachten  *o  ernstlich 
als  ganx  gvmesMQ  aubevellien  wOUen,  dass  da  hierüber  Tbiissige 
und  Hor^rellige  inqaisttion  anstellen,  wo  und  wie  lang  sich  ge 
daclitor  pracdicant  aafjifchahcD,  wer  stell  von  ibme  habe  sectiidi 
V(:rRt-chf!n  oder  copaliern  lassen,  ans  sodaiin  dioaelben  nanb- 
liitft  luaclicn,  insondcrlieit  auch  diejenigen  Eween,  bo  oft  er 
liollcn  |irnodicantcn  nnderscldcif  geben  und  fortgeholfen  haben, 
weilen  dieaclbeu  auf  obangcdeatcn  crzaigtcn  widerstandt  nil 
zn  bohcndigen  gcwest,  und  wie  za  vermürkhen,  sog&hr  amb  die 
Im  landt  nacligcsctste  obrigkait  nit  fragen^  welches  dan,  d« 
ihnen  diu  ibr  verücbte  hocbstrafmässige  mUsäbandlang  abo 
hingehn  und  nachgesehen  werden  solle,  ein  büsc  hochschedÜclie 
coniie<|nünK  ))ci  andern  alda  gebchni  wurde,  durch  glimpfliche 
mitl  and  weg  bcliendigen  und  wolverwnhrter  nach  Clagea^rtb 
flli'liren,  alda  bis  aof  weitere  verordnang  in  der  gefcnkboosi 
irlifiltcn  Insson,  wie  nit  wcniper  auch  bei  den  Proyschen  gtr- 
iiihcn  crtibtlicli  darub  sein  sullcst,  damit  die  undtcr  ilimo  siok 
noch  utwu  bofindondo  uucaiholiscbe  uudurUiauen  za  dorn  schul- 


1 


913 

digen  geliorsamb  mit  fUrbringttn^  dcreo  boiclitzctl  so  gewiss 
und  eheist  mögen  gebraclit  werden,  als  im  widrigen  wegen 
Bcincr  liiernnter  brauchenden  fabrlessigkeit  wie  auch  gegen 
ibnen  ungehorsamen  andere  raitl  an  die  handt  gennmcn  werden 
sollen.  Als  wirdest  du  diser  unserer  gactz  gemcssTien  ver- 
ordnang  in  :tin  und  andern  geh.  nachzukhomeii,  wie  auch  don 
hefundt  und  dein  vcrriehlnn^srclfttion  uns  ganz  fürdcrÜchen  zn 
bericlilen  wissen.     Dan  es  .  .  .  Graz  den  30,  May  163ö. 

An  li  la   IianbUnan  in  KliXritdtMi- 


2718. 

J^erdinandlT.  an  die  Helif/ionxreformationslcommissäre  in  KürtiieH: 
Gemessener  Befehl,  daß  wegen  des  mts  dem  BatiJtpauffSchen  Ge- 
hiete  (in  Ungarn)  in  das  dem  Grafen  von  Seh tcarzenherg  gehörige 
fjandgericH  in  OherfUirnfen  gekommenen  Prädilcanlcn  Wilhelm 
]Vinler  und  der  beiden  Per^nen  Christian  Schlierter  und  Urba» 
Hochkofler,  die  ihm  bei  Si.  Margareten  auskommen  halfen,  ge- 
mäß der  erßossenen  Generalien  vorgegangen  werde.     Qrax,  1636 


Mai  30. 

(KoDi-,  «l»enda.    Qvai.  Kap-,  Nr.  118.) 


2719. 


I     Mandat  Ferdinands  li.  an  aUe  vachjeseieU  Behörden:    Da  er 

I     in  Erfahrung  gdmicht,   daß  viele  BebelieH   und  auch  die  der 

Religion  halber  Emigrierten  in  den  itmerösterreichiseiim  Landen 

IGeldfordernngen  xtnd  Güter  haben,   ergeht  der  BefeU,  alle  und 
jeden,   die  nich  aktiv  oder  passiv  der  Rebdlion  schuldig  gemacht 
oder  die  einem  Emigrierten  etwas  scJuddig  sind,  oder  die  von 
UteiercH   noch  Gut   im  Lande  ftaben  und  es  in  Vjlegsehafl  oder 
Vnnahrung  gegeltcn,  es  Vi^tuscht  oder  in  fraudult/ser  Weise  sediert 
haben,   binnen   sechs  Wochen   ttnd  drei  Tagen  sub  poena  dnpli, 
auch  bei  Leibesstrafe  aneueeigen,  Spezifikationen  des  Virmiigcns 
solclter  I^utc  eimubringen   und  an   keinen   ohne  Vorwisscn   des 
Landesfiirsten  Kapitalien  oder  Interesse  aus^fdyen,  vidmekr  es 
K     «n  jätigem  Stande  bis  auf  landesfiirstliehc  liesdution  eu  halten. 
■  Graz,  1636  Juni  M. 

H^        rollt« 


(Kons.,  Mandkt«,  Suitfa.-ArdiW  Ur«».   a«ni.  Kop.  S(.) 
rollt««.  II.  All ,  IM.  LX-  ^^ 


914 


2720. 


Ferdinand  II.  erkilt  dem  Emigranten  F^dinanä  GaÜcr  die  Sc- 

willigHug,   isechs  Wochen  in   den  innerösterrctchischen  Erblanden 

Bu  verweilen.    lAm,  1GÜ6  Juni  6, 

(Ebenda.) 

2721. 
Urfehde  tler  Poscldeppsehen  Brüder.    Arnol^slein,   l(iH6  Juni  8.] 

(Arnol'Uteiner  Akten,  Biulolfiu.  Klageafort.) 


2722. 

Der   Erapriester   Christoph    FUinkl  an  einen  steirisrlie»  (Land- 

mann?):  sucJit  ihn  jsum  iatholischeti  Glaidien  eu  hekeJtret*.  Stude- 

nur,  1636  Jtdi  €. 

(Orig.,  SUlth.-Ardiiv  Gfak.) 

Kdlor  -  .  .  Nacli  Inn  wideriger  anerbjetnng  meiner 
dienste  liabe  ich  des  licirn  .  .  .  sclireibea  ganz  recht  erhallea- 
.  .  .  Wie  ich  nun  mich  auf  mein  hievorig  ex  officio  eingewent» 
auferlegen  des  in  sacheu  gelasen  wOrkItchen  TollzugSf  so  onge 
zweifelt  zu  schuldiger  parition  der  hl.  christlichen  katholischen 
romisclien  allein  sc ligraach enden  kirchen  praemittirt  und  onge 
sehen  worden,  nit  ein  wenig  zu  erfrejon,  als  will  ich  mich  umh 
so  vil  mehr  und  desto  sicherer  dahin  versehen,  der  almechti^ 
gott  als  ein  erlcichter  aller  verirrten  lierÄcn,  der  werde  dem 
herrn  und  sein  liebe  fran  mit  der  confnscation  des  Unglaubens 
revorieren  nnd  in  die  müdreiclie  armb  seiner  uralten  lieben 
gespons  der  hl.  wahren  catholiscben  kirchen,  darznc  sich  nnnere 
liebe  eitern  vor  1000  und  etlich  lüO  iaron  bekennt  ...  mit 
sondern  gnaden  auf-  und  annemen  und  zu  einem  gewflascbteo 
ende  kommen  nnd  gelangen  lassen. 

Damit  nun  aber  in  seiner  intendierenden  Aspiration  desto 
leichter  nirgesch ritten  werde,  erachto  ich  (nicht)  einichns  thoeo- 
lich  noch  erfUndItchers  medium  ohne  nllein,  der  herr  tliete  sieh 
gegen  mich  catheg/yrice  aufs  baldest  schriftlich  explicieren,  dnes 
er  zn  unserer  cath.  roligion  »nezuleridon  de  facto  et  veradter  ge- 
dacht  seyp.  Nach  wessen  vcrneman^  ich  .  .  .  dise  aaclion  dahin 
richten    will  .  .  .  damit    nach    allem    wünsch    und   begcrn  dis 


915 


negotinm  componiert  werden  mOohte.  Auf  dns  nun  aacli  der 
horr  inmittf^lo  in  der  haili^ameii  iiistrut^tion  und  mehrerer  er- 
pftnnzung  seinee  gwissons  niclits  ermangle,  will  icli  midi  Air 
meine  person  soweit  bemühen,  dem  herm  auf  meine  eignen 
uncostcn  einen  gueten  geierton  tlieologischen  herrn  and  putrem 
Jesuiiam  zu  Griltz  znczuwcisen,  das  der  lierr  .  .  .  die  ver- 
finsterte Verblendung  der  gottloaeii  LuteriscliGn  Seelen  hand- 
greiflich z.a  Boincr  vergtiiiiilig(M)  pondcr^ition  xlelien  .  .  .  aolla  .  .  . 
Studenitz    wegen    der    entwichenen    Infectlon    zu   Tyfer 

G.  Juli  1036.  ^,   .  *    D.     II 

Chrmt,  Plankl,  erzpr. 

2723. 

jDöjff  Matihes  Ham  eit  ekist  ßnifJimender  Beicht  itml   Kom^ 

munion  angeiialiett  trerde,  tvidrigenfalis  Kiderih»  mit  Ahfordcrung 

des  10.  Pfennigs  verfahren  teiirde.'    1036  Juli  14. 

[Kdiiz.,  Suith.-Archiv  Om.    Gem.  Kop.  28.) 

2724. 

,Daß  tcegcn  der  Salöme,  Standorfsritt  und  anderer  Un^afholischen 
im  Lande  Krain  Inquisition  gehalten,  Bericht  an  die  Begicrung 
erstattet  und  den  StttndorfcriscJien  Vnrwa»dt4:n  katholische  Ger- 
haben  gegeben  und  diese  enr  Ählegting  jährlicher  Bcchnnngen  aM- 
gehalUin  werden.'    liiSR  Juli  IG, 

(Koiisc,  ebonilA   I0&.) 

2725. 

Der  Landesvencalier  von  Steiermark  Georg  GuUer  an  die  Ver- 
ordneten:  Auf  die  Bitte  der  Spcidlscben  Briten,  ihnen  nunmehr 
die  verfalienen  Inicressat  ihres  im  Lande  liegenden  Kapitals  stt 
erfolgen.    0.  0.  1636  Juli  lU. 

(Orig^  St.  K-A.,  Chr.  B.) 

Den  Einigr*nten  wird  KhUeßlicb,  wi*  mi«  d«m  HitUchrpibrn  iJcr 
S{ioi<llM:licii  hervorgeht,  sogxr  <lnj  Int«r«M«>  ron  Uiren  im  Lande  liegenden 
KüpiUlien  /inhibiert  nnd  rlng«st«llt' 

2726. 

Befehl,  daß  icegen  des  jüngst  in  Kärnten  eingeschlichenen  Prä' 

dikanten  die  frUJieren  Verordtiungeti  eingehalten  und  ein  Bericht 

hierüber  erstattet  tverde.    1636  August  22. 

(Kom.,  eltouda  Sti,  31.) 

B8* 


916 


Itexiirht  flicb  «nf  Ann   Prütlikant^'ti  WilhHm  Winter   ond    die,   vrelrlie 
ihm    xnr    Flocht    vorhntfnn    unil    an    seinen    EieraitiRn     leiltsklimeti.      A 

10.  Dovatnbfir  wicdorliult. 


2727. 


1 


• 


Der  landesfiiratUche  Knmmcrprokurator  t>ert^nfft,  daß  iiher  Adam 
von  liftsenheimeff  der  sidt  den  JieligioiisrefonnationsgenfTrüifn 
sutoider   im    Lande   aufgehalten,    die    Strafe    festgeseift    uvrde, 

lOSn  August. 

(Kbenüa  OS,  Kep.) 

2728. 

Die  Gehemriiie  xtnd  Kämmerer  «n  den  LandesJtauptmann 
SteiermarJt  Karl  Grafen  von  Saurau:  Bßft^hl,  gegen  Hie  ungehor- 
samen UnJcaiholinchen  ohne  irgniätrclche  Verschonnng  s»  vcrfaJiren. 

1636  Sej)U-mber  4.  J 

(et.  L.-A..  SxarsnO  ^M 

Von  der  F.  D*  .  .  .  alliie  anwesenden  heim  gehainicn 
räthen,  cAmercrn  und  (I)  landiiliAnbtman  in  Stcyr  heim  Carl 
fjraven  von  Sanr.iu  mit  znestellnnp  rÜRs  anzufiegen:  Wolermehe 
Iiertni  gelminib«!!  ratlin  h.ibeii  nn»  Rf-inr<:m  jüngsten  der  Icb.  i.-ü. 
reffierang  in  cama  der  im  landt  alhie  sich  beßndcndon  unea- 
tholisfhon  weihorn  vprüHiinden  .'trgftrnnssen  nnd  andern  religions- 
mcnglcn  übergclmen  riiltÜplien  gnetachten  satt^amb  vernomlwn, 
was  er,  herr,  anf  das  an  ime  den  27.  Martn  jüngst  rerschinen 
635.  jalirR  ahgangne  deeret  «o  wol  nn  nndfirKchidlirhp  im  landt 
ohne  HcenK  sicli  befindende  emigranten  als  bey  den  uncatho- 
liftchen  niilettrrn  ircr  anvogib.ircn  kiiider  odncatlon  halben  für 
ernstlich  nnd  peenfilllign  ambts  Verordnungen  orgohon  lassen. 
Wan  nnn  in  denen  I.  K.  M'  jrablicierten  generaUen  und  allergn 
wnllen  nachgelebt  worden,  als  ist  in  deroselbcn  namben  der 
herm  geliainiben  rttttie  bevelch  biemit,  er,  herr  landtsbaabtman, 
wolle  mit  solcher  gegen  denen  nngehorsntnen  angefangen  Tcr- 
fahmngen  mit  nachsetzÜchera  ornst  continuiercn  und  IncHunen 
keinea,  wer  der  aneh  seyc,  verschonen.  .  .  . 

Ex  Cons.  Sac.  C.  M**"  intimo  4.  Septembrie  1G36. 

Wolf  Gärtner. 

K«rl    von   Snuran    w«r  im  V«rdjifthtff,   S^hnic^r  der  Akathnliken  «^f 
■«ItjAt  J'rwtpAlatil  KU  ««in.    Uüfff^ra  atelltftu  üim  «in  14.  September  1(>M  dla 


I 


9t7 


I 


QuaräUae  ior  rcforniartua  FranxiBkaiier  von  (jrm  und  I^nkowiU  »in 
Zbui^uu  ütHir  wiucu  Btid  Minor  ÜAUin  gute  lutliuUaclie  ÜMiimaug  sin 
(Orig.,  vbvuda). 

2729. 

Befehl,   äcH  Frciherm  l^eUr  Coroniui  wegen  des  dem  seklischen 
Friidikanien  ijegebcncn  tJnterschlcifs   und  der  Ausfutltamj  Chri- 
stian SvMierzcrs  und  Urban  Jlochkoflers  tu  titiereti,  su  behenäüfcn 
und  in  guter  SicherJwit  mu,  behalten,    Hj3€  September, 

(SUttli.-Arcfaiv  Ur».    Ortn.  Eop-  ß,  10,  R«[t-) 

Am  t(.  November  «rfettt  der  I)«ri>bl  üii  iliu,  die  beiiivn  bis  cur  rHlli^eu 
ErürinTuug  dw  Proz««Mt  dea  QeßlDgDiues  I(«iueaw^8  eu  erleiligeu  (Kowl, 
ebcnd«). 

2730. 

HüSolxUion  auf  dat  Jierkht  dfi»  LandeshnujUtnauns  und  der  Ee- 
gifTxmg  über  unter  seh  iedlidte  Mängel  in  causa  rcligionls:  /.  (tUc 
unter  irgendeinem  Vortcande  sich  noch  im  Lande  hefindlichen 
UnhUhoHschcn  sind  in  Qetnüßheit  der  Generaliet*  eu  behandln; 
)i.  auf  Emigranten  ist  gutes  Aufsehen  su  haben;  S.  großjährige 
u»kaihoiische  Söhne  von  Katholiken  sirul  auszuweisen,  die  Töchttr 
an  hMhoUsche  Orte  Jru  g^en;  4.  Frauen,  die  ihre  Kinder  an  un- 
Icatkolische  Orte  geben,  sind  empfiwUich  xu  strafen;  0.  crtcaeJtsene 
unkalholische  Töchter  sind  attssuteeisen  umi  von  Bürgern  vnd 
Bauern,  die  sich  nicht  mit  Beicht  einstelien,  SpcsifihatiQtxen  ein- 
smchkkcn;  6.  unkatholische  Fraiwn  katholisclier  Herren  dürfen 
keine  Befugnisse  über  die  Erziehung  der  Kinder  hüben;  7.  ««- 
katholische  Dienstboten  sind  absusdtaßm  tttuj  8.  auf  solche,  die 
ihre  Exerzitien  außer  Land  suchen,  zu  achten.  Einschärfung 
der  älteren  Generalien.    Gras,  163Ü  Novcfnber  8. 

(Kons.,  SUtUi.-ArohIr  Gm.) 

Von  der  lllim.  Kay».  .  .  .  M'  aUiio  aiiweseuden  lierrn  ge- 
liaiuiben  räthen  wegen  der  \.15.  K.  ,  .  .  sDzui'Ucgoii,  daüs  sich 
...  I.  K.  M'  über  die  von  hcrrn  landtshaulitiann  in,  Stt^yer  uud 
ibro  der  regieraii^  wegen  untcrschidliclicr  in,  religio nssaclicn 
erscheinender  mengd  altergcli.  Ubcrgcbne  beridit  und  rUtblicIie 
gaeUicbten  punctatim  .  .  .  rcsolviert  haben : 

dass  .  .  .  diejenige  ancatholiachö  manns-  and  weibeper- 
sonen^  »o  sich  bishero  sub  quocunque  praetextu  ohne  I.  M* .  .  . 


918 


l>ewilligung'  beharrlichen  aufgehalten  und  itiren  «bzug  noch  nie 
gcncmbcn,  da  solte  auf  die  licrrn  and  latidlcath,  wie  auch  auf 
die  nobiÜtiprtc  durch  don  hcrrn  !.-haubtma»  sein  vlciasiges  aof- 
sehen  gelmltcn  und  wkler  alle,  so  in  erfarnhcit  gebracht  wer- 
den, die  vennitlung  denen  rcformatioQsgcDcralien  gemMs,  sowol 
mit  der  ausschaff-  als  mit  der  bestraffung  ernsthaft  ftirgekohrt. 
diejenigen  porsonen  aber  von  denen  bürgerlichen  gericbten 
examinirt  and  gegen  ihnen  gloichcrmassen  verfahren,  and 
dan  nit  weniger  diejenigen,  so  nit  im  landt  geborn  oder  he^ 
komben,  sondern  sicli  aintweder  wegen  .  ,  .  gesch&flca  oder 
.  .  .  unter  dem  schein  derselben  im  landt  befinden  .  .  .  wol 
in  acht  genomben  und  keineswegs  anderergestalt  oder  looger, 
als  sich  an  ihnen  selbäten.  gezimben  will,  im  landt  geduldet 
worden. 

Und  solle  auch  fUrs  andere  auf  die  emigranten  vieu 
sigcB  aufmerken  gepflogen  und  wo  dergleichen  einer  oder  mebr 
fllrkorabt,  so  mit  keinem  passbrief  versehen  oder  welcher  seinen 
passWief  nit  alsobaldt  zu  seiner  ins  landt  anknnft  an  gekörigeo 
orten  InBinuirt,  Fondern  zn  seinem  vortl  hintcrhnlten  liat,  oder 
doBScn  bewilligter  termin  ohnodess  expirii*!  wcro,  so  dan  der 
oder  dteselbigen  .  .  .  unverschont  aus  den  landen  aasgcschafft, 
wie  auch  nach  gestidt  des  Übertreters  in  wirkliche  straf  ge- 
sogen, und  solichß  .  .  .  pagsbrief,  wan  sie  gcdaclitcrmassen  von 
den  cniigrntiton  nicht  zu  rechter  zeit  .  ,  .  insionirt  oder .  .  mis- 
braucht  werden,  ...  nit  angenomben,  sondern  fUr  «ofgehebt 
und  eraftloB  nnd  caasiort  gehalten  werden. 

Filrs  drilt«  solle  bey  den  väUern,  welche  anctttholiscbe 
weib  und  kiudcr  und  selbige  ilire  kiuder  noch  in  palria  poie- 
»tate  haben,  alles  cmetes  darob  gelialtcn  werden,  dass  die  söhn, 
80  vogtbar  sein  und  sich  au  der  cath.  religio«  nicht  bequcmben 
wollen,  .  .  .  aus  dem  land  geschaSTt,  die  tOchtor  aber  an  catho- 
lischo  orlh  getlian,  zur  religion  gebnlten  und  ihnen  alle  scetiBclifl 
mill  mit  postiltonhisen  und  abselmffung  der  aneatholisehea  ehc- 
holden  bey  geltstraf  benomben, 

und  wofebrn  zum  vierten  in  erkundiguug  gebracht 
wirdet,  das»  die  nncatholischen  woiber  ihre  erwachsenen  kinder 
ausser  landt«  zu  don  uncatholischen  exerettüa  verschicken  oder 
ottchraisen  lassen  oder  sie  sich  in  anderweg  dergleichen  ver- 
botnon  exorcitien  thailhaftig  gemacht  hetten,  sie  wol  empfind 
heben  abgestraft  werden. 


I 


I 
I 


ßetrefTendt  zum  fUnften  die  erwaclißenen  töchter,  6o 
keinö  ehern  haben  um)  ohDe  üder  über  die  llvanz  sicli  im 
landt  anfhalten  oder  hereiubugeben,  die  soliuri  wie  andere  Über- 
treter der  generolion  aus  dem  landt  nligcscbHlTt,  oder  wcfcrit 
sie  aldtt  lUnger  sich  aufzahalten  oder  herein  za  reisen  erheb- 
liclio  urtjuch  lieltun,  dass  ah  amb  erstrOckung  ihrer  .  .  .  licenz 
.  .  .  angemaiit  worden. 

Nit  weTiiger  solle  regierung  wegen  der  burgcp  und  paucrs- 
Iculb  vermittolst  der  Herrn  Ordinarien  bei  denen  pfarrem  im 
Und  darob  sein,  dass  sie,  pfarrcr,  ihre  uucath.  pfarrkinder, 
mans-  und  welbspersoueu,  jung  und  alt,  auch  cdl  und  uacdl, 
die  sieh  nil  in  dem  12.  jähr  (M-elches  alter,  umb  willen  die 
10  jalir  inagemein  etwas  zu  jung  und  gleiclicrraasacn  bei  den 
ftdt  zu  ohscrricren  ist)  nit  mit  der  hl.  beicht  und  communion 
einstollen,  ein  specification  machen  und  ihro,  regierung,  selbsten 
übergeben  sollen,  damit  alle  Unordnungen  abgeschafft  .  .  .  wer- 
den mUgen. 

Zum  sechsten  lasaen  ea  I.  K.  M'  zwar  wegen  der  kalb. 
berrn  und  landleuth  uncathoüschen  ehoweibern  ...  bei  dem 
.  .  .  verbleiben,  Jass  ihrer  mit  auRScliafTung  .  .  .  verschont  werde, 
damit  aber  die  durch  sie  in  der  religion  bcfahrcnde  nachtell 
.  .  .  abgescbuitten  werden,  bo  solle  diesen  unc:athülischeii  weibern 
über  ihr  kinüer  in  religiunBsncbcii  ainicbe  dispoaition  nicht  ge- 
lassen, sondern  die  knuben  durch  die  vftter  zur  echuel  gehalten 
und  üironthalben,  wohin  sie  in  tUe  sehintl  geben,  von  jähr  zu 
jähr  glaubwürdige  kundtschaft  zu  der  l.-banptmanschaft  einge- 
reicht, die  madiein  aber  kath,  zuchtmeistern  tibergeben  worden. 
Sic  sollrii  auch  der  beicht  und  communion  halber  von  zeit  zu 
zeit  gehörige  attentationea  ftirbringon. 

Zum  sibenten  .  .  .  weilen  von  nUthen,  dass  die  uncath. 
dienstpotlieii  abgeschafft  und  auf  die  unter  ihrem  seltcin  ein- 
schleichenden prildicanten  oder  andere  verdächtige  nnd  gfahr- 
tiuho  per^unon  .  .  .  obsiuht  gehtüteii  werde,  also  solle  dem 
landprofosen  gewalt  und  bevolcli  gegeben  werden,  selbigen 
rat'hzusctzon  uud  sie  mit  allem  ombsigen  ejfer  zur  hestrafung 
zu  ziehen,  doch  ist  sulehes  nur  auf  diejenigen  dicjustjiolen  zu 
veratehen,  welche  sich  der  pracdicantcn  exerciticn  thailhaftig 
macheu  .  .  .  nicht  weniger  auch  solle  die  regierung  auf  alle 
statt  und  markt  disc   Verordnung  ergehen  lassen  und  darob 


sein,   damit   von    der    uncathohschcn  sich  im   land  bei   ihren 


maifitern  aufhaltenden  haiidwcrksparcKlien  in  der  reli^on  ireJi 
mit  dtflpnution  noch  in  anderweg  kein  ergernoss  gegeben  werd^ 
Wie  ingleichen  solle  aacli  Kam  achten  sof  diejenigen,  bo 
etwo  ausser  lantlts  denen  Lutherischen  ezercitien  nachraiMo, 
vicisaigcfl  aufmerken  bestellt  und  sobaldl  einer  in  facto  he- 
treten  .  .  .  wirdet,  durch  die  If.  cammerprocnratoren  fllige- 
iioinlien  and  zu  gehUrcndcr  wol  empfindlicher  bealrafung  gau 
unverachont  gezogen  werden.  fl 

Und  wie  L  K.  M'  nun  all  ohbcgriflne  rctotutione*  ntcht 
allein  auf  dieses  hcrzogthamb  Stejur,  sondern  nach  aof  dero 
andere  gesambte  i.-H.  fUrstentbamb  •  ,  .  verstehen^  als  i^l  ia 
a.-h.  .  .  .  uambcn  .  .  .  bevelch  .  .  .,  dass  die  rcgierung  hierauf  die 
nottnrft  an  die  hcrm  l.-hau)ittcutb  oder  l.-verwaiter  ood  sonder 
lieh  aber  an  die  herrn  reforniationscommiuarieD  .  .  .  aosfer 
(lasse)  . .  . 

/»  Jono:  ,PtKt  8.  Not.  1636.' 

2731. 

Ferdinand  II.  an  Riehier  und  Hai  tu  Aussee:  Heforwati 
lib^j  wie  mit  den  UnkaihMischen  «t  verfahren  sei.   Ot€t*,  16S6 

Novewh&r  8. 

(Koas,  Suub.-Archiv  Oru.   Gem.  Eop.  66.) 


2732. 


i 


Ferdinand  II.  gestattet,  daß  sohhen  Emigrafiien,  gegen   ifc/cÄf 

keine  heiveisliche   Denumiatüm    vorliegt,   mut   Einbringung  dtr 

Interessen  ihrer  im  Lande  bcfindiichcH  KapUalien  Faßbriefe  er* 

teüt  Kcrden.    Grax^  1636  November  8. 

(St.  L.-A.,  PatoDte.) 

Gleich«  Mandat«  gingvii  auch  an  dio  Stitita.  So  liait  man  in  itn 
UaUprotokoU  tod  Hlinauicblag  (St.  L.*A.    S|MBE.-Areh.  MUrnttvobla^: 

Jkia  k.  general  verliwea  worden,  dass  ilenjeuigen  i>erfon«o,  M  dar 
oncalholiKbra  r«ligiou  halber  aus  ditcQ  i.-Ü.  laudea  abxogeb.  tUa  iataraw 
Ton  irtin  capitalion  au«  Atsm  landl  verwilligt  worden. 

Uatiim  QrStz  iti<n  B.  Kowmfirü  annv  1636.' 

Am  8.  Desombor  163a  cr{f«ht  oln  Brfehl  an  dl«  LaadesTiMdome  *oa 
Slelemark,  KSrntf-n  iind  Krain,  di^  ITaiiptlc-ntn  Ton  Qnn,  Trlfst  nud  Rmm, 
die  cDtaprecbdiideu  Ueiierali^i  xu  puLÜKluren. 


I 


922 


Nachträge, 

vornehmlich  aus  dem  bamberger  Kroisai'chiv. 


Die  Gogenrofurmation  im  Histume  Bamberg  ist  znlctzt 
vou  O.  Zapel  ira  21.  Ilando  des  ArchiVB  fttr  GcitcLitihte  nnd 
Altei-tnmskiinde  von  Oberfranketi  behandelt  worden.  Vergleicht 
man  das  dort  vermerkte  Aktenmsiterial  mit  jenem,  das  aich  in 
den  eteiriscli-kärntniitt-hen  Archiven  6ndet,,  so  wUrdc  man  meinf-n, 
daß  eine  Naclilesc  wenig  Ergcltnisse  lifltte.  Und  doeh  ist  dem 
niobt  so:  das  im  Bamberger  Kreisarchiv  befindliche  Aktenmatcml 
mithält  viehnehr  eine  außerordentlich  wiinschenswi^rle  Erg&nzung 
KU  jenem.  Man  Imtte  wohl  auch  schon  bisher  Kenntnis  von 
dem  Vorgehen  der  geistlichen  Relchastftnde  aaf  innorOstcrrei- 
chischem  Boden  in  Sachen  der  Gegenreformatiifn.  Viele«  boten 
ilti-o  Korrespondenzen  mit  den  einzelnen  Landsehat'teu,  wie  sie 
sich  jetzt  ira  steiermttrkischen  Landesarchiv  voi-oinigt  finden, 
manches  ist  aas  der  Korrespondenz  der  Er7.bipehüfe  von  Sali- 
burp  mit  den  Seckaucr  Bischöfen,  vornehmlich  mit  Martin 
Brenner'  klar  geworden:  gleichwohl  gewinnt  mau  erst  jctet 
eino  richtigere  Ansicht  über  die  Art  und  Weise,  wio  Bich  die 
Gcgeni-eforraution  in  den  den  aaäwttrtigen  Fßrslen  gehörenden 
Besitzungen  entwickelte  und  wie  sie  fUr  den  Kall,  als  sie  da 
mit  ungenügendem  Willen  oder  mit  nnzurcichenden  Mitteln  ins 
Werk  gesetzt  ward,  durch  jene  den  Landesfllrsten  ergSntl, 
überholt  oder  ersetzt  wuide.  Was  wui3te  man  bisher  von  der 
StArkc  des  Protestantismus  auf  den  eigentlichsten  Gebieten  des 
itefonmitora  von  Kltrnten,  des  Bischofs  Georg  Stobacus  von 
Lavant,  dem  Lnvauttalc,  dessen  Inadschaftliche  Schönheit  aml 
Ergiebigkeit  er  dem  Papste  Clemens  VIII.  mit  so  warmen  W^ orten 

*  BalRburg  and  Steiermark  im  leisten  Viertel  det  18.  Jabrhundart«.  Brieb 

und  Akten  Mc .    li»ruu»^pf;ob«ii    von    Losorth,    Foreehungen    tat  Ter- 
f«s»atig«-  und  VerwAltatigsgeacliiclilo  der  Stmemiark,  b.  Bd.,  2,  lieft. 


923 


sohiMert?'  Was  von  der  Gegenroforrntttion,  wenn  man  von 
den  paar  im  ersten  Bande  «lieser  Snminlung  mitgeteilten  De- 
kreten an  Dr.  Christopli  iSicbcübUrger  uod  seine  Prädikantcn 
absieht?*  Erst  jetzt  weiß  man,  dnß,  wie  in  anderen  Lando»- 
toilen  von  Kärnten,  sich  auch  im  Lavanttale  Protestanteu  iu 
ausgiebiger  Mcngo  in  allen  Kreisen  der  Bßvülkcruii^  finden : 
unter  dem  Adel,  im  BUi^cr-  and  Bauernstände  und  daß  sich 
anch  in  dem  Uauptorte  des  Lavanttales  Ereignisse  abspielen 
wie  in  Graz,  die  einen  blutigen  Waffengang  zwischen  den 
streitenden  Parteien  beidrehten  lassen.  Wußte  man  bisher 
etwas  mehr  von  der  Gegenreformation  in  VilUch,  so  bezog  sich 
dieses  wieder  fast  nussclilioßltch  auf  das  gewaltlÄtigo  Vcrfaliren 
des  Vizedoms  Stadion  in  der  Angelegenheit  der  St.  Jakobs- 
kirche  in  Villacfa  und  selbst  da  war  bisher  nichts  bekannt  von 
dem  Eingreifen  des  Kardinals  und  Hrzbiäcliofs  von  OhnUtz 
Franz  von  Dietrichstein.  Darüber,  wie  sich  die  letzte  Phase 
der  Gegenreformation  in  Villach  in  dem  Feldzuge  des  Fllrst- 
bischofa  Martin  Brenner  nach  Kärnten  gestaltete,  entnahm  man 
den  bisher  bekannt  gewordenen  Akten  und  Korrespondenzen 
nahezu  nichts.'  Erst  je  tat  wc-rdcn  wir  liber  den  Konkurrenz- 
kampf anfgoklärt,  den  hier  der  Fllrt^tbischof  von  Bamberg, 
dort  der  Landcsftiret  mit  den  Protestanten  Hihrl;  und  daß  in 
den  einscldä^igou  KoireBpoudonzen  auf  da»  anjilogo  Vorgehen 
in  den  Besitzongen  der  anderen  geistlichen  KoichsfUrsten  auf 
innerösterreichischom  Boden  hingewiesen  wird,  macht  diese  Er 
gänzungen  noch  wertvoller.*  Sic  finden  ihre  Vervollständigung 
durch  einige  Nummern,  die  über  das  Vorgehen  der  Reformations- 
kommisäUre  in  den  crzbischüflich  Salzburgischen  Btisitzungon 
in   Kumten   berichten.     Bei   dem  Umfange,  den   diese  Akten- 


'  KjiUluUe  .1(1  dirnrsos  (ed.  Vienn.  L7Ö8],  ]>.  98. 

•  Nr.  671  u.  &7;i,  S.  iÜ'Z  u.  1S3. 

'  In  dem  Bri«f«  Mxrtin  Brenners  bh  Mxrx  Fii{fp«r  («iühe  «ben  Nr.  1176} 
iittsi  min  nur:  ,TurbÄC  rusticrtrnim  et  Villnrcnnpji  iiuit  iiiiSi)c!in  tnmiil- 
tuxti,  attanicu  i]>soTuit]  fiirur  iiuo  il«  diu  i]iirnvil..*  Khi^iin»  Ifti^^enH^t^ndes 
rnthüll  Meciiicrrt  in  kliE»iig<r[L<>.iti  I.xleiu  gccchriebcucr  Uerislit  fllwr  diesen 
bVIdsug  [sitflrn  nWn  Nr.  1192). 

*  Siclie  da«  St^lireibeu  FerdiDoniis  il,  ad  den  Itamlcrgischcn  Viseilom  vom 
27.  Septcmlier  1600:  ,so  wierdet  Tonn«tb«D  Bein,  tacti  »n  dieecD  orten 
und  der  Baiuberglichen  liornclisfCen  Kto  solich  liaiibtr«fom»UoD,  inmauen 
In  baiden  I.  I.  L.  L.  df-a  von  Krei«in|;  nitd  bischorrn  tod  Salzburg  herr- 
■ck&flcn  besclioclicn,  fUrxundnvu'. 


9?4 


samralaag  schon  angenommen  bat,  schien  ea  jedoch  nnerUßlichr ' 
du  meiste  nicht  ToUinhaltlich^  sondern  nur  in  mehr  oder  minder 
aDsfllhrlichen  Auszügen  mitzuteilen,  und  zwar  deswegen,  weil 
einzebic  Stücke,  wie  die  Protokolle  tlber  die  GegenrefannatioD 
in  WolfftberfT,  eine  angewjihn liehe  Länge  besitKcn.  fl 

Andere  Nummern  dieser  Nachtrage  wurden  mir  durch  die 
Gefälligkeit  dea  Herrn  Teratenjak,  der  fUr  ähnliche  Zwecke 
das  erzbischuHtche  Archiv  in  Udine  dorchforscht«,  mitgeteilt, 
einzelnes  konnte  für  die  Anf>lnge  der  Gegt^nrefonuntion  noch 
aus  dem  Laihncher  Archiv  aufgenommen  werden,  das  zur  Zeit, 
als  die  Akten  zur  Geschichte  der  Gegenreformation  unter  K&rl  IL  fl 
gesammelt  wurden,  nicht  zugiUigllch  war.  Hiebe!  wurden  jedoch 
Nummern,  die  iinr  eine  geringe  Bedeutung  lok&ler  Natur  be- 
sitzen, bei  Seite  gelassen. 


2736, 


Die  Herren  und  Frauen  vom  Add  und  andere  Stande^feraime» 
Ä.  G.  an  den  Landeshauplmanu  und  die  im  Uoßaiding  rer- 
sammelieti  Herren  uttd  Laiidleute.  Beschicerde  wegen  der  Sperrung 
der  Begrähnisse.  Jb'rst  jüngstens  hat  der  Dompropsi  eine  ver- 
storbene Person  anfangs  gar  71UJU,  dann  au  einein  ehrlicbatde» 
Versonen  ahsciteuiichen  Orte  hegrahen  lassen.  Bitte  um  Abhilfe. 
0.  0.  15^0  April  Sl.  ^ 

(Kop..  L.-A.  KrÜD.) 


MOI  V 


2737. 

LcMt^t^enneser  und  Verordnete  von  Krain  an  den  Landeshawpt- 
mofin  Ambros  von  Thurn:  bringen  Htn%  die  BeseJitcerde  der  Bürger 
von  Krainhurg  betreffetid  die  Ahsettung  des  lUchters  ireorg  Harret 
vor  und  bitten  um  eine  Für&chriß  an  den  LaudesfnrsteH.  Laibad^ 

1581  Juli  3, 
(Konx-,  cbend«.) 
Si«be  Dimitx,  Mitlcil.  IMI,  9.  78. 


^  MiocBber  entwickult  slcli  oino  KorrMpontIvnK  mit  KXmlnn  niut  Krain 
(ebenda)'  Nodi  uiclir  NachLriif;r  xur  Krmiu«r  OcgenrefnriuaUpti  lUr  dia 
Zeit  TOD  l&7d — 1590  su&ud«1iiuimi,  verbietet  die  geringe  WleliÜpkeit  der 
meliiteii.  Ea  kaun  hier  auf  ji;nfl  Urkouden  aod  UrkandeusnuaE«  r«f 
wiMon  werden,  di«  Dimitz  (Mitteil.  d«<  hi*to>r.  Voretnes  in  Rxain  IMT, 
S.  43  ff.)  tnit^etcilt  liat. 


935 


I 

I 


I 


2738. 

Jßr^erjmg  Karl  an  Wolf  Herrn  von  Stuhcnbcrg,  obersten  Käm- 
merer: idit  ihm  die  Beschtverdc  des  Ergpriesters  in  Sleier  Dr, 
Peter  Muchiisch  über  den  Pfarrer  von  Kapfmherg  mit,  da  dieser 
auf  eÜiciie  Voyhuimifjcn  ,wegen  seiner  gehaltenen  HochseiV  nicht 
erschienen  und  der  Erspriester  \tm  das  bracliiam  secularc  ge- 
beten. Auf  dies  hin  wurde  detn  Pfarrer  von  dar  liegieruug  he- 
fahieti,  gicJi  vor  det\  Krzpricster  zu  steilen;  da  er  aber  dem  Be- 
fehle keine  Folge  geleistet,  wurde  detn  Profosen  der  A  ußrag  erteÜl, 
ihn  einrutiehen.  Dies  werde  dem  Adressaten  miigetsiii,  damit  er 
sn  Erhaltung  des  Gehorsams  den  Pfarrer  überanttvorfe.     (h^ag, 

J5SI  August  9. 

(Orif-,  Sieg«!  «afgcdriicki,  St.  L.-A.,  8tub«ii bci^- Akton,  Oegonrsform.) 


2739. 


Erzherzog  Karl  an  den  Landesvericaller  tind  Vieedom  in  Krain: 
Tadel,  daß  sie  ihn  als  Ijandesfürsten  über  rffls  Vorhaben  einer 
icindisehen  lühfinher Bettung  nicht  unrereüglich  henaehrickiigi, 
und    Befahl,    nähere    JCrhandigung    des  Stu-hrerJtalis   einsuffiefirn 

^ttnd  mittiertveile.  tlerlei  Druckerei  einsusteüett.    Gras,  J!»HI  Sep- 
tember 16. 


{OTtg.,  h.Ä.  Krain,  Wind.  Sib«1.) 


Der  Bfriclit  de»  Bi»chof<  li«  dato  Obrrnbnrfr,  IS.  8«ptoml)«r  1IS8I  lieget 
liH.  Er  Imkn  nofort  firm  Qcncrulviknr  lu-rnlilLti,  ErkiiinlipriiiB  ciiiBUiiicbi>n, 
iinil  erfalircii,  tlxll  (tie  fmniltMi  Prlirlikantnn  von  Ailvl  iiii<]  Bllr;;rnichn(l 
li«rr)ii:li  «iifgciiuiiimeii  uiiil  Hul^rlixllun  wiinlvii.  üir  Vorltnbcn  litillon  >iu 
etwM  verborgen;  sie  oollen  xber  Vo^llftbl^^A  »cSd,  einr  lliltel  drucken  r.i] 
lui«B,  WA*.  tT«nn  Atm  nickl  F.inlinit  Q:«litn  wird,  der  killi<diiic)i«n  Kircli« 
und  dem  Klertu  r.nr  Utif^liro  und  d^r  Kircti«  znm  Nachtml  ([«rwcben  wllrde. 
Folgt  die  KiRgo  gogen  di«  Ltibiuülißr  Pridikantpn  wegen  Vereditting  <Irs 
FmIch  Mariii  Gebtiri.  Chrinlopli  Freiherr  an  Aiicrsperg  niid  NikulAus  iiun- 
hoin«  xuni  Wolfsbilcbcl  tneldeiL  «m  22.  Soptcmbor,  daß  plii  PrSdiknut  hui 
Slriif^r  iHül  Bwci  am  Kilriilfii  wegen  di>r  windischiiii  Bibrl,  dio  in  OrmüOlicit 
dor  DrnckrT  IlAniiliin^  als  TiAtw<>ndi^  angcavliun  worden,  alliier  gekommen 
•eimi.  D«r  Dnick  sei  Riittl«rweile  eing«>tol1l  wordvn.  Am  Id.  Oktober  gebt 
ein  landMfQrstlichcr  Befehl  an  den  Vixedom  und  Landesrerwiilter  von  Krain. 
tu  w<>1chcm  neuerdings  Y^rboten  wird,  die  windiiitrhe  Bibel  in  L^ibacb  oder 
audvrtwo  im  Laude  drucken  »n  lassen.  Alle  Druckereien  sind  abzusteltun, 
der  Drucker  nuRr.iiwei«''ti,  din  Ungebülir  der  Prüdik nuten,  die  das  Fe«t 
MariX  Oebnrt  »U  Kriitiilciiiff  di««  Rajides  bin^U'Hrn,  stii  rügen  und  die  Her- 
Dtellung  der  Featfeier   antuordiieu.     Gedruckt   von  Diniita,  HiUeit.,  S.  68. 


Zar  Oadie   rieb«  F.  Ahn,   Joluno   MxanrI,   L^jfcachi    enter 
8t«b«   Aodi  L»i*rtk,   GtMhichU   d«r  BafctiHtiMi  ma4 

2740. 


5 


Erzhcreog  Karl  an  tkn  LanäetvertcalUrr  unj  <Un  Viredom 
Krain:  befehlt  die  Äusweäuttg  dc9  Landtekaßdxinfors  Sebattiam 
Semnilzer,  der  sirh  unisdnlhrlkh  rtrhaitetif  ais  die  von  /"^hWA 
gcw<UiiamertP£i»e  eine  Weih^erson  in  der  Domkirehe  frtyrrt« 
haben,  und  der  ntdem  ein  von  der  kaihoUsehen  Bdigiom 
sierter  Frieder  aei.    Gras,  1582  November  15. 

(K»p^  T.-A.  Kr^B.) 

Dvr  B^ffhl  wird  am  30.  Deanmlwr  nraeueit  md  'n^l  m  iIph  Vcnnilbv 
der  LjiniliMltXQptiaanii^cliift  Kralu  Wolf  Ktolhern)  von  Tliom  grericfal^t  (Onp, 
ebfniia).    BJ«he  Dlnitz,  S.  frl. 


2741. 


Die  Verordneten  von  Steiermark  an  die  von  Krain:  Man  JUlk 
als  sicher  erfahren,  daß  Späher  aufgesteUt  seien,  die  Einfiknutg 
der  mittäisclien  Bibel  £u  hindern^  beiiehungatceise  diese  tu  hm- 
fit0ieren.  E»  iviirde  sich  empfehlen,  sie  nicht  aufeinem^  sondern 
verschiedenen  Wegen  unier  Kaufmannsicaren  ins  Land  ru  fmkren. 
Nachricht  fo«  der  Knnfisknlißn  der  aus  dem  Reiche  angdeommeium 
Briefe.    Graz,  Jü84  l'eltruar  26. 

(Orig.,  U-A.  Krain.) 


•nr- J 


rra.  fl 


Walgohor^n  .  .  .  Und  erinorn  die  herrn,  dass  -ans  glanb- 
wicrdig  angfibracht  ist  worden,  wasmassen  I.  F.  D'  .  .  .  de«  bc- 
wlislen  wlndischen  bib<;lt!iraccJt«  balber  an  etlicbfin  ortfn  des 
landta  conrinen  aignc  leadi  bestellt,  wek-lie  auf  liercinbringoiig 
flolclicr  bibol  ncbtung  baben,  aller  enden  tleissige  nacbforscbaag 
furbcrer,  und  wann,  audi  wo  ain  die  exemflaria  betretlen, 
stracks  nnd  one  ainiclies  bedenken  XQ  ircn  banden  abfordern 
und  nemcn  sollen.  Welches  wir  den  herrn  zu  irer  nacbricbtoog 
frcQiidlicb  nacb[jcrlich  ganz  wuhnaiiiundt  bcy  gegenwartigen 
E.  R.  L.  Mgnen  trommctor  za  wissen  machen,  damobon  anch, 
doch  zn  der  berrn  mebrern  bedenken  so  vil  andeaten  wolton, 
ob  sie  nicht  ftlr  ratlisnuib  hielten,  dass  gemcito  exemplaria  nicht 
nnder  ain  scbcrein  (bic)  zu  ftlcren  aufgeben,  sondern  under- 
schidlicb    und   under  kaafiuauswuliren   eingemachter   ins  Undt 


927 

gebracht  oder  aber  bis  auf  weitere  nnd  bessere  gelegcnhcit 
noch  oben  behalten  wurden,  dann  wir  mit  znc  (sie)  den  Herrn 
auch  nnverbalten  nicht  lassen  küunon,  dass  uns  E.  E.  L.  ge- 
achworner  faosepoth,  welchen  wir  in  nechstverwicbnen  weih- 
nachtsferien  nach  Tübingen  ana  erheblichen  redliehen  nrsaclien 
geschickt,  am  jüngstvergangnen  niontag  im  zruckraisen,  nnil 
wie  wir  bfirichtRt,  auf  bevelch  I.  F.  I>'  intcrcipiert  und  alle 
diejenigen  schreiben,  so  er  an  ans  intitnlirt  mit  sich  getragen, 
gewfiltiglich  nnd  hievor  im  lande  unerhörter  weis  entzogen  und 
weggenommen  sein  worrlen,  wie  wir  auch  auf  dato  noch  nicht 
wissen  kennen,  wie  volgeodts  mit  dem  potten  verfarcn  oder 
wo  er  doch  verbleiben  muess;  dann  er  noch  nicht  alhcer  ge- 
langt. Welches  in  warhait  res  pessimi  exempli  und  wir  mUesscns 
intertm,  gott  dem  almcchtigen  trealicli  bevcichen,  uns  unserer 
erbaren  gerechten  handlangen,  die  das  Hecht  nicht  scbcichen 
dOrffcn,  getrUsten  und  zu  jetziger  znsamenkonfft,  die  bis  morgen 
liebts  gott  iren  anfang  erreicht,  E.  E.  L.  unsern  principaln  zu 
mebrern  erwegung  mit  betruebtem  geraueth  clagen.  Im  übrigen 
werden  die  hcrrn  irem  bciwonunden  verstandt  nach  den  Sachen 
recht  zu  thuen  und  iren  nach  Wittenberg  zu  absolvierung  be- 
rUrts  vem'indischten  bibltbrucks  abgeordenten  personen  die  ge- 
Ipgenheiten  zu  absclineid- und  verhüetmig  besorgenden  und  durch 
unsere  und  iler  warheit  widerwertige  Icnth  antriflonden  unraths 
aucli  nrab  so  v\\  unaanmiicher,  weil  quaevia  mora  non  leve  pe- 
rieitlum  ob  sieh  treget,  zu  eommunieieren  wissen.  .  .  .  Graz  den 
26.  Fehiitarii  a"  84'"'. 

N.  E.  E.  L.,  in  Steier  verordente. 

Zu  dinmin  Stilcko  nivlio  die  Nammcr  It8fl  ff.  dnr  Akten  und  Knrr«B)ion- 
fluntra  in  Font««  Ii,  S,  fil^ff.  Die  Vornriltirlftti  tdii  Kratn  xcitworttüi  Äiif 
i]u  obi^t)  Scbretbcu  ain  2.  MKrx:  die  Biüoln  soicn  auf  <l«iu  We(;e  um]  mÜMen 
Ihrtiin  Üoschicke  ILboriAS««»  werilen.  Die  noch  xnrQckgftbli ebenen  wci'd» 
mta  am  betiton  über  Blihuioii,  Wien  nnw.  in*  Lnnrl  li#kaiiim«n. 


2742. 


Christoph  Sj)iuilUr,  Pradikant  der  Kraitifr  Landschaft,  an  die 
Verordneten  fo»  Krain:  hericht^  über  die  iJtm  durch  den  Pfarrer 
von  Stein  und  seine  GcseUpricstcr  mderfa}irene%%  schn-cren  An- 
tastungen und  sonstige  Angriffe.  (Präs.)  lOHii  Februar  lii. 

(Orig-,  L.-A.  Krain.) 


928 


Ao  (laiiisMb4>n  T&c»  meldst  der  PrSdiknul  BarlboIvmSns  KuafFel   dem 
LuidMTarwal Inr  und  deu  Verordiinte»  rao  KrxiD,   daß   er  von  dem  Luekrr 
Kaplaot   Urljui  Wunuer   ilWrrallen    worden    «ei.     Bitte    um    Schutz    (Ori 
ob«nda). 


2743. 


leicrr  m 
hie-,  M 


i 


Die  .politiachm  Stände'  des  Fürstentums  Kraitt^  die  im  Ixtnd- 
Utije  vn-snmmelt  sind,  an  die  landesfürstlicJicn  Lnndtntjskom- 
mvisäre  Lorens  AU  zu  SittieJi,  Kiklas  lionJtom  zum  Wolfshüdui  _ 
und  Frans!  vott  Seltzer:  srJttldernf  wie  es  au  der  Vasißkatiom  H 
von  1578  r/ehommen,  welcher  Alißverstami  dagegen  tn  tien  leUifm 
Jahren  eingelreten  sH,  mr  die  liiscJwfe  rn»  Frnsimj  und  lirixm 
in  iMuh  und  Veldm  vorgehet*,  ivorntich  deti  A»geh<iritien  tirr 
A.  C.  die  Septiltur  auf  den  FriedJwfen  ivrweiyert,  Prädikantett 
offen  hedroht  Verden,  wie  atts  den  Beilagen  und  angeführtm 
EineelnfiiUm  crsiddlich  sei.  Bitte,  diescit  Besdiwerdcn  abn- 
helfen,  daß  die  Landschaft  ihre  VerJuimllungeu  weiter  e»  führen 
imstande  sei.  In  der  Kiichschrtfl  wird  eine  miliUnveile  ringe- 
Iwigte  Zuschrift  des  Landes filrsteti,  die  das  Vorgehen  der  Stände 
tadelt,  dahin  beanttcorlet,  daß  leider  ihnen  in  allem  Unrecht,  ihre» 
Gegnern  in  allem  liecJd  geg^n,  dann  daß  das  Verordnetenamt 
in  seiyier  Amtssphärc  eingeengt  teerde^  als  ob  dassdbe  allein  auf 
das  (iilUhuc.k  und  sonnt  nichts  anderes  geridUet  sei,  icährend  sie 
doch  das  corpus  der  gnnsen  Landschaft  reprüsenfierai.  Es  jk* 
winne  dm  Anschein,  aU  solle  der  alte  Ütand  der  I^ndscftafl  in 
Frage  gesidit  werde».  Die  Bischöfe  t>on  Freising  und  Brisen 
Jcönne  tHnn  im  Lande  für  nichts  als  Ijandlagsmitglieder  erkennen. 
Lnibach,  lüöT  Februar  13. 

(Kons,  Xi.-A.  KrAiii  olm*  ptmUrriptum.    Mit  diMcin  £:ndrnckt  Dimitz,  lütl«! 

I8A7,  S.  TS.     Pio  M.iloTlaHrii,  clin  snf  die  KRliglonsheocIiwenlrti  im  Krslae/ 

FchnurlutiUago  1587  Rnsug  lixlien,  üetio  bei  Dlroits,  I.  o.,  6.67—78.) 

Die  nbwoiiieDilc  Erlfilifpliig'  dfir  obi^n  Einfrabe  durch  Effth^rwug  Kari 
«rfvlglo  Uli  24.  M»»  U>6~   {Orig-,  ebutda). 


2744. 


Landes fiirstliciier  liefehl  an  Niläas  Sonhom  gu  Wdf^üdid, 
Viecdom  in  Krain:  auf  seinen  Bericht  vom  27.  F^ruar  sei  nod 
hein  Beschluß  gefaßt.  Da  Juri  Wohinets  des  Le$en8  der  Po- 
stÜien  utid  anderer  Dinge  mehr  geständig,  darunter  auch  Kon- 


« 


929 


I 


ventikel,  Predigt  und  Rottierung,  «wrfe  man  der  Sache  auf  den 

Qrund  kommen  müssen.    Wohinds  sei  bis  auf  loeitere  Resolution 

in  Eisen  su  verwahren.    Grae,  1587  Märe  7. 

(fh-iff.,  L-A   Krain.  Diinitz,  MUteil.,  8.  78.) 


I 

I 


P 


I 


2745. 

Erzherzog  Karl  an  die  Verordneten  von  Krain:  Befehl,  daß 
man  hei  den  LaihachseJien  Vrndikante.n  das  Predigen  und  Kon\- 
munizierGn  auf  dem  Lande  ahsiellen  solle.    GroMy  1087  Märg  7. 

(Ortg .  L.-A.  Krain,  Pub.  II,  &1<} 

In  dem  Scbriftstllrko  Heißt  e«:  .Solche,  dor  prBdicanten  uncimlii;)!« 
fumptncD  .  .  .  Kucii  der  rilniKla  «nsicli enden  reli^onspiiciäcatiun  %xt  tiit 
(^emiüu  oder  thnlicb  .  .  .',  folgt  der  Ücfeiit,  daß  sie  iu  den  jtraf^triptU  uud 
anigiizaigtun  tennini»  ircs  Kcprntü  verbleiben*.  Auf  diesen  Uufohl  de»  Krx* 
lifiFKOgt  rrsUltctun  dir  Prädikuntfin  in  LnibiLcli  Ciiriatopti  Spi.iidlor,  Mn^. 
QtOTg  DalmatinuB,  JuliiLiiiieB  Tnlsli&k,  Ma^.  l-'elisixii  Tniber  und  M.  Bonedikt 
PytcytuT  eiiiua  Bonclit  (Orig'.,  cbotid»]  an  dii?  Vcrordaatea,  iu  wolc-bttm  lio 
eef^ffii  die  im  Befehl  dei  Eralierxogi  rorgobraclilo  Klage,  daß  si«  al]flb«»ll 
,auf  d^m  Ofiy*  von  Laibach  hU  Stein  und  in  den  D'lrf«rn  lienini  sieb  oin- 
vchleiciicn  iiiid  dpn  g6tn«in«n  Manii  TOn  Seiner  Rcli(;inn  abpralctininran, 
fol|^nileH  bemt^rken:  Sin  werden,  da  lio  von  E.  K.  I*.  ordnnngmnJißig  bestellt 
■iiid,  bai  vorkoninKMidnii  NMfiillen  von  den  Hrrn"!»  und  I<andIfuteTi  tiber 
T>Bnd  b«rafcn,  die  Fredif;^  su  Torricbteii  UDd  die  8akrAaii3Dte  xa  spenden. 
Dm  geacbieht  auf  dea  tiDtarn  der  Herren,  und  so  xn  tun  eeien  bid  verpäiuhteU 
Es  Ift  ODwabr,  daß  sie  aicb  in  Dffrfer  schleichao.  um  das  Volk  von  nineini 
Glauben  absnbri nf^en .  Wenn  ahpr  «uß^r  den  Ilvrreu  onil  tiavdl^uten  noch 
andere  Personen  ,auii  ii«wi>giinf;  tbrcji  11^ wi«*cn«  «der  Hilf  den  Antrieb  Gotlen* 
emchcinen,  dQrCe  man  sie  nicht  almnisrii.  D.idureh  ge.44!bietit  den  (Je^ern 
an  ibreiL  4ierei;litigkeJteii  kein  Abbriieli  und  wird  ilinen  kt>in  lleller  rnt- 
«)g«o,  wie  man  Ton  solchen  Leuten  keinen  Heller  nocli  Pfennig  je  begehrt 
bftbe,  Modem  sieb  an  dorn  Stficklctin  llrot,  du  sie  wlbat  besitxen,  genügen 
lau«.  Daboi  verhalten  sie  aicli  lelbst  chriitlich.  bescbeiden,  friedfertig  und 
eingiMOI^n  nnd  geben  den  Geyern  keine  TTraache  xa  Beschwerden.  Im 
Gegenteile  werden  sie  selbst  von  dii^ann  auf  ofTencir  Landiitraßa  lH^drobt,  ^- 
Bubulton,  ja  auch  mit  HcblK^m  und  Slrcichnn  anff(>tait<>t.  Da  si«  nur  Über 
Erfordern  der  Herren  und  Laudletit«  Über  Lnnd  siehi^ii  und  aicli  in  den  von 
der  PaaiGkatlon  gegebenen  Orenzen  lialten,  bitten  sie,  bei  dem  LandeafDrston 
ihnen  dai  Zeugnis  ihres  Wiihlveilialteiiii  an.<i:uAtellKn.  Am  10.  MXra  I&S7  rr- 
gebt  ein  «cliarfer  Erlaß  Erslierzog  Karls  an  die  von  Radscbach  mit  dem 
Beffhlfi,  Afin  PrHdikantcn  llniis  ÜottscUever  and  einen  Scbneider,  der  von 
IliscHofdlack  drr  Rrligion  halbor  dortbin  Übersiedelte,  al«usch»ffün  (Dimilr, 
Mittetl.  IHß7,  79;  fi>rncrc  Bpfeble  in  dieser  Angelefrcnbeit  vom  20.  Jauiiar 
1MB  nnd  b.  August  und  27.  Kuvombur  15H9  siehe  ebenda,  8.  79  u.  80}. 
rtnlsi.  U.Abi.  IU.  LX.  59 


ö:w 


2746. 

Ers:hrrgog  Karl  an  die  VcrordtKlen  voti  Steiennari:  Um 
atiäauerndett  Verfidle  des  yeistJichen  Standes  infdge  der  schlecktm 
Wirlschap,  der  eingerissenen  Zerrnttuntj  und  der  IroU  ttU^r  Ver- 
orduungen  Ferdinands  I.  und  seiner  eigenen  Erlässe  noch  fort- 
dauernden Entfremdung  des  Kircftengutes  und  dessen  unausge- 
seUtcr  Vfiindung  infolge  ruekstÜndiger  Slatern  ru  hcgegtten,  er- 
gehe  der  Jiefehl^  Steuerrückitände  nicht  über  jetcei  Jahre  ru 
duldeti  und  die  Steuern  für  Jedes  Jahr  s^st  auf  da»  schärfste 
eiiteutrethni,  tvidrigenfalh  sie  ver fidlen  würden.  Groß,  7587  Mai 

(Eons.,  H.',  H.*  u.  8t.-A.,  6M[«nD.  Fuc  81) 


I 


2747. 


i22,M 


Erxiiersog  Karl  an  dett  Vitedom  i»  Krain:  drei  üntertaneti  pöh 
Jiadmannsdorf,  FauscJinik  in  Sdladt,  Moischnih  in  Anrii  und 
Mandlils  in  Vddes  ziehen  Veläeser  Untertanen  tu  ihren  Km- 
ventiJcein.  BefeJd,  dies  abettsteUen  und  unter  Umständen  dit 
Genannten  bei  Wasser  und  Brat  gefangen  su  halten.  Orot,  löfff 

SrptemhffT  IS. 

(Kop.,  St.  L.-A.,    Dlmitz,   MlttAlI.,   &.  79,   wo   iiiivli   diu   euUprechenil«n  Tv 
mengen  und  Hnriclite  doa  VUedotn«  raitf^eteilt  werden.) 

Am  S4.  Pobruftr  I&S8  befiehlt  Ersfaenog  Karl  beim  Vii«iloni  die  T»n- 
liehnn^r  dei  obigen  DAf«1iti  (Orl^.,  ebend«).  Am  S6.  MKn  168a  meldst  def 
Vix4!JlAm,  daß  d«ra  Befntila  rara  IS.  Heptember  ItechnufiK  getra^o  iraid* 
(Kouz.,  elienila).  In  einem  (nniUtiorten)  AktenatOcko  woodm  ncli  ilie  Uni  am 
Hilfe  ao  die  Landschaft  (ebenda)  i  Weil  sie  nach  Oottn  Befehl  der  Obrig- 
keit (iehorsam  scbulden,  wollton  »ie  frrrn  im  Elend  geben,  wenn  n«  sifi« 
der  wiriditclion  noub  einer  xtvoitcu  Spraclie  kundig  wXr«n.  Wi«  aber  mU*b 
sie  als  ariue  bochbelaet*  Leute  lich  mit  ihreo  amiea  Weibern  und  Kifldcn 
in  der  I-'remde  fortbrio^n?  W^iin  nie  ichttn  nicht  in  Veldes  bl«ib«a  kAnntBi 
wllnscbtcn  «Ic  doch  bei  ilirer  Sprache  zti  Terbletben  und  solang«  bei  Uuw 
Hnb^n  grlaiHten  %a  wftnien,  bin  ihnen  ihre  .Hobgeiccfatigkeit'  niedrrgeUft 
nni)  bexAbU  werde  udfir  hia  nie  leihst  KautlDUte  xu  ihren  Hüben  beknmian 
B«S  (lieNdiM  Akte  fiiidnt  Ktch  ein  ,VerKeichnia  derjenigen  Intberlacben  Prf 
tonen,  so  diesen  B«fehl  nach  Veniebinuug  mit  ITugehonam  vüllao^a*.  E> 
■iod  16  den  tfbigen  kaus  fremde  Namen  nnd  nnwahrecbeiulicb,  daß  t^ 
BtOcfco  Ktuamiiien  geUUren, 

2748. 


I 


TroiokoUe    uher   die  Verhandlungen    des  Bumhergschcn  FtfOJfM* 
amtcs  BH  Woifsberg  mit  den  Uetrcn  und  Landlettteti  des  ImpoM' 


931 


taies  einet'   und  dem  Getueinderate  von  Wolfsherg  andeterstits 

über  die  AustceisHug  d^s  Prädtkanten  und  Schulmeisters  atts  der 

StOilt.    Wolfslerfi  (iiiul  Klagenfurt),  ITiOO  Februar  19,  Mürx  13, 

/"t  mni  22,  Ax»'il  17  und  20  und  Mai  4. 

(Kap'.,  B«il«g(i  Nr.  I  zu  Jsm  6chr«ib«n  de*  ViB«doiaa  vom  19,  Jnni.     Kreii- 
ArchtT  Bumberg,  32  8«iteit  in  Folio.) 

1.  Sitauiif»,  Februjir  10.  AnwpneiHi:  der  Vi«fdom  (Rrdwil«),  der 
K&nsler,  S■^kr■;l&^  iitid  kIi  Bcisitzor:  I'up|>,  Eril  uiid  AyrvT.  licmtuiig  itbar 
«ine  Eintpfaclin  Karl  UngiiinJi,  in  deMcii  (Inuio,  rinani  Loben  dtis  Hocb- 
Btlftes,  der  l'rKdikiiat  vrvliuL  Er  »ni  aicht  g'^nviKt,  otwas  xu  tun,  waa  don 
Bamberjiriachen  Rechten  pr!ljudi8i«r«ii  wUrdo.  Wollto  «r  aber  iu  die  vom 
Bischof»  verfflpto  Aasireitnn^  des  PrftdikAnt^tn  willigen,  so  wSre  das  «ndcren 
prXjtidiziorlieb.  Er  s^-i  nuch  d<*rn  Ersbftncoj^G  .mit  der  Erbhaldi^ng  Ter- 
wandt*.  Er  haha  auch  an  nuil^rnn  Orten  l''r{>i}i!ltiüDr.  Niri^enda  sei  ilim  rin 
Holcher  AuAraj;  zuteil  ^worden.  Wenn  das  ILaiis  aut-li  Lehen  wfiro,  kUnnte 
«9  ihm  nicht  ^aoanneii  werden,  ,d«nn  die  Landihatidrflat«  wäre  da'.  £r 
liab«  alt  ,LanilmRnii'  das  Recht,  eineo  Piüdiknntca  sa  hallen.  Der  wäre 
sein  jvroTldiouLertC'r  Diener.  Was  die  Blirgercchaft  tue,  gehe  ihn  nicht*  «n. 
Der  Vliodnm  mt^gh  nicht«  voniehniaMi,  wng«g^en  man  diu  Herrf^n  und  Land* 
leot«  anrufen  niUßln.  Der  Kannler  erwidert  mif  diese  Rtnüpracb«  Ungnadi; 
Man  hegielirn  ihm  niciit  Ina  Haiin  xii  ^cif'f^n,  d<<r  PrHdikant  itillgo  da  blßibcn, 
wen  er  Auf  die  (iaasci  kiüne,  wHro  er  unter  Aar  IJambergischon  Jurisdiktion. 
£fl  eracbeineii  nnn  dE»  Herren  Knmegger  und  Sittb>>nbilr^r;  in  ihrem 
Namen  hatte  Ün^'nsd  gafiifrrrchpii.  Wenn  auch  sein  Ilmder  die  ETklimng 
ab^geben  habe,  daß  die  acmcUia  reliffionit  nicht  im  llauie,  aondorn  in  der 
Kirche  geübt  weiden  sollen,  a»  sei  vs  doch  aDdem  i'n  tevipott  ntctttiUiÜj. 
,1.  V*  geb«  KQ  OrxE  noch  xur  Z«it,  w«nn  Hticb  nloht  gtra,  ztt,  daß  dl« 
exeretlifi  reiigümU  in  der  Stadt  gehalten  werden.'  Nachdem  der  Vltednin 
vorgebracht,  daU  die  Gebrüder  üngnail  sieb  frQher  erbuten,  den  i'rftdikaiiteu 
aodorswo  unteren brlngi'ii,  und  wie  SlcbonhOr^er  sieb  dies  zu  besorgen  er- 
boten und  d«r  Kanzler  eiklärl,  der  Bifcbof  wolle  ihueu  an  ihren  Personen 
uud  Lehen|>uteru  keJiten  ICintr.ig  tun,  nur  gi^^n  den  PrMikantoii  uiilss?, 
falls  er  sich  auf  der  ^tfaGi>  blicken  Ibm«,  t-or^egangen  werden,  wandte  sich 
Ungnad  dagegen,  daß  <Uv  PrAdiknnt  scktiiich  »ei.  Der  Kanxlcr  miiint,  man 
wcrd«  dcTi  nchnraam  der  Bllrgcr  anderweitig  anerkennen.  Kronegger  aagt: 
Ein  Diener  (der  PrüdiUaut)  Imba  seine  Befreiung  nicht  bIi>tS  im  HaiLie, 
londcrn  antih  auf  dnr  (iaase.  Derselben  Ansicht  ist  Uri(;nad:  ,Dn  I.  F.  O. 
(der  Bi5chijf)  Herr  in  diesem  Laude  wäre,  hätte  man  twei  Fürsten  und 
wflnle  mit  xvrei  Ruten  ijeslraft.'  Man  werdet  di«  LHudrsverordn«tpn  um 
llilfo  nnriifon.  Wllrdo  es  lu  eiuAm  Blutvorgioßen  kommon,  ho  trilgen  «ie 
keine  .Schuld,  ßt«  wollen  ihren  Prädiknnten  sicher  wisae».  I>er  Bischof  sei 
in  diesem  Lande  nur  Mitglied,  wlemrahl  ein  hohes.  Sie  kannten  ihn  uicbt 
hSher  halten  als  den  L an desftl raten.  In  Hraz  gehen  die  Pr&dikanteti  ron 
oineu  BUrger  anm  andern.  5InD  duldu  sie,  wiewohl  der  Crxberaog  vou  dem 
Papste  nickt  weniger  gedriiD(,'C  werde  als  d«r  Bisi'ti^f.  Naclidom  nAch  der 
Kanzler  seiue   Meinung   dsbin   ansgetprocheu,   daU   man   Bh«r  die   Kegalien 

69« 


932 


d«  Bisrliufti  nicht  diiipution*,  trolen  die  Herran  «b  and  «a  erfolgt  em« 
SouderbDratuuf^,  dflon  wtrd  iliiion  loitgctoUt,  man  hoffe,  lio  nUrden  dm 
Priiilikiiiitca  iivibst  au*  dar  Stadt  nclimvii;  der  Vtaadom  mü<ae  aoia«  Bsfitlila 
«aBfillireD:  ,m  rrf^Dc  gleich  Blut  gdor  andsn';  wo^gon  Uugoxl  wtmti pro  mtmptr 
protortjert.  Der  Vtx«doiD  bittet  nun,  tia  mochten  d«u  Pritdikauton  wc|i:tBa, 
u  stÜDde  ja  jedermann  frei,  »Inem  GnwlMan  nach  di«  Kirciio  au  bwoehea. 
Uii|piiid  prwidc^rt,  warum  aollten  sie  woicb«n,  sie  wcichon  in  di^-SMn  PnnLi« 
atslkat  ilpr  F.  I)"-  (ileni  ErKherxAgn)  nicht.  Kroiippger  sagt,  wenn  sifih's  not 
nni  die  Wolinuui^  handelt,  wilrdon  sie  sich  mit  den  Naclilinm  Turgitiehea, 
Sit^hoiibilrgcr:  Vflire  dor  l'rädikaot  Icdif;,  liätto  ea  einen  leichlcn  Vi'eg.  Ab« 
•r  hat  «in  üemlicliea  Haiuwea«a.  Der  Ksnaler:  Im  Notfall«  darf  er  £■ 
Kranken  be«icb«a,  di«  Sakrament«  abftr  nicht  Offeatlich  admiautrif-rnu. 
Herren  nnd  Ijandlftnln  «r1iall<>ii  dann  14  Ta^f*  X«it,  lich  aa  reaolriereo 
dicjor  Zeit  darf  dnr  Prltdiknnt  d«n  OottAtdienxt  nirht  nir«nt)icb   aosObcn 

Von  diMten  Sachi'n  wirrd^n  Richl^r  nnd  Rat  reraUlndigt  nnd  wir 
ihnnn  vargelialtcn,  nie  mtlBtRii  den  Prüdilcanten  nnd  8ebiilmeiati?r  siali 
lauen,  dio  Uewissen  wnite  man  ihnnii  niclit  sperren.  Wenn  aie  aieb  |!^ 
horsatn  erwoisen,  würden  nie  vielletobt  per  toieratUimm  m  tempore  nctttJkaÜi 
orlangMi,  daß  der  PrXdikant  «ie  b«iuch«,  akur  »in4  piMieo  teartdaUi.  WeitBW 
Benehsld  werden  eie  in  14  Tag«n  «rbalt«n. 

S.  Sitxnn^,  MJIrx  i:i  Anwesend:  Viaedom,  Kanalcr,  8ekr«ttr  mi 
Popp.  Kit  er»cb<-inen  Kroncßg-er  nnd  SiebenbHrger,  Sic  bitten  Uta  Ea»- 
CRtiuldignng,  daß  sie  in  der  obi|»pti  Kriat  keine  Keeolution  ftuaea  koaDtcs. 
Uaranf  ptitfemen  sie  sich.  Die  (Ibrij^cn  beratun  weiter  und  teilen  im 
wiedor  Knuihion^nen  mit:  Es  wi>n3u  ilinpii  in  kwci  Ta^en  ein  Kbriftliebtr 
liescbeid  zukommvii. 

3,  Sit7.uii|f,  Uk  Mära.  Anwecend:  ViKodom,  KaoaUr,  Ertl.  Es  er 
•cheinen  Utctiler  nod  Kat.  Wenn  man  itiueti  di«  intwisch^a  von  Baail>erx 
eins«Uufenoti  Uofuhle  »icht  verknnditft,  lei  et  in  der  Moinang:  Kflscbekra. 
die  Landleiit«  wflrdeu  aicli  in  der  AoMebaffun;  de«  Prftilikanteo  gtlÜteh  «- 
aeigt  liabon.  Jetut  mUMC  Ate  Exekution  rorgcnonime»  werden.  Es  werdM 
ihnen  dio  zwo!  Sclirciben  vom  Binchofo  und  DomkapiUil  nborroichU  Sf 
baben  aicb  darauf  mit  Ja  oder  Hein  «ti  rrklJtrvn  and  dUrfrn  frilhar  niclit 
das  Schloß  vorlaHon.  Die  GcmeinderXto  treten  sa  einer  Sonderb^rattins  ik 
Wi^drr  Tvr^laaacn,  erklären  >ie,  bvxügUrli  drr  Rata«t«l1e  h}itt«n  aie  Folf« 
geleist«t.  Einer  fUgt  htuxn,  man  werde  keine  Kalbaliken  fiadea.  die  daia 
tauglich  alnd,  woranf  der  Vixedom  meint:  ca  kOnnto  ein  Lutlieriseher  iiti 
ein  KatKoltncbftr  vATgeachlagon  wt^rden.  Wogen  de«  PrHdikantcn  erklirt  dit 
Oemeindfi,  ibn«n  dmaalben  bluß  in  cani  necesfilalü  auanlssaen,  daitu' 
konnten  sie  nicht  nin^ben.  l>or  Viaedom  lagt  ihnen  die  Sache  nochtaak 
ror.  Der  ächuluielster  oiilsac  onter  allen  Umitindcn  hinaus.  So  aai  dar  Laa4»- 
fUrfft  auch  in  VOlkeraiarkt  Torgegaugen.  Dann  wird  ihnen  da«  PaUal 
dea  Biichoä  rerleseo.  Wenn  sie  in  14  Tagen  den  Pr&dikaot«o  nicht  akg» 
schafft  habrn,  geiebfb««,  ven»  OMt  will.  B«EDglteb  de«  BehulnBtatenetfcdl« 
•ie  einen  Monat  Zeit  Die  Schnln  muß  niederbiegt  werden,  sie  kitaan 
eine  inicbe  außer  iter  Ktadt  halten,  außer  der  Stadt  kOnnten  aie  ia  i" 
Kirche  gehen  nnd  jrer  Utierantttan  in  earu  necanlaUu  kflunto  drr  Pridikaali 
do«h  nicht  jfubllet,  acin  Amt  verrichten     SdiloB:  In  acht  Tag«n  wardaa  »>• 


933 


ita  Ratsror>cli1a{;  tna.  dio  Schule  noilea  «io  niedvrlogva;  ibcr  d«r  ,Unter- 
jneUtor'  soll  inxwiAcben  Schule  Lnltea.  In  aclit  TagoQ  w«r«]flii  sia  ncfa  auch 
(l&rtlht«r  crkWrcn, 

4.  Bitvaug,  32.  Silin.  AiiWOReiid;  Vitsdom  ond  Kaoxter.  E*  «• 
•chcitit  der  Stadtriehtor  mit  ei])i|;«n  Rjitcn.  BexU^lich  d«r  Schalo  brtt«n  »in 
um  Frist  bis  JaJcobi.  Dnr  ViECiluin  meiat:  h'ia  Pftn^slca.  Uer  Uiilnriniililor 
Boll  ciDeu  Tisch  l^ei  viiiviu  BUrgcr  hAbcn.  Er  darf  Kondukte  nldit  tiegleiten. 
Di«  Anfaicht  über  diu  SvbCllor  Itnuc  ein  l!ili[^ßr  ilbemebtnBn.  Wenn  der 
PrXdikaut,  Herr  Phitipp,  hipaiMkcittDit,  orhalt«u  ai«  ihr«  Privilegien 
wieder. 

5  8itznn^,  !7.  April.  Anwesend:  ViKedniu  und  Knntlor.  Richter 
und  Bat  erschciupTi.  We|;(^n  dra  Prädikanton  hatten  «ie  sich  mH  dun  Land' 
lenten  berMlen  iroUon,  daß  er  auei^escbafft  werde;  nnn  mligen  bJo  aclilflMig 
werden.  6ie  erwidern,  mao  mURe  Geduld  baben,  sie  bflttcn  mit  den  Land- 
leutcn  wobl  vcrbaiidclt,  di«  hatten  sieb  orbotcn,  ecbriftlitib  Bericht  sti  tun. 
Eh  wird  Ihaeu  erkliirt,  da«  k{}nue<  gcicIii^facD,  vitrna  sie  »lipfiiala  manu  nn- 
lageu,  ia  Moontsfri^t  ohii«  Auifliicht  don  Prädikaiilcu  abiatchaffca.  Die  Q«- 
ni<tind«  bittet,  ihnen  Frifii  zu  lauen,  bi*  der  Ailrl  «icb  «rklJirt.  Darauf  er* 
hallen  sie  dio  Antwort:  Kb  lügo  in  Ihrer  Hand;  wUrdcn  sie  dorn  PrSdikant»!) 
nichts  geben,  dann  wQnle  er  selbst  die  Landlentc  Ia.ven,  Wenn  dio  Aus- 
aebaflTung  nicht  gvAchieht,  so  darf  dfir  I'rJIdikaiil  In  kolnem  Ktirg<>rbAn<ie  nHn 
cterciliuvi  Qbou,  und  iio  selbst  mllseen  im  äcblosse  in  Arrest  bleiben,  bis  sich 
di«  vom  Allel  erklärt  babon. 

Am  1H>.  April  bitten  und  erhalten  dio  arrcctierten  Uichter  und  Rat 
di«  Erlaasdog  des  Arrestes.  luuerltalb  dr«!  Wochen  wollen  sie  die  Erkläruiag 
der  AuMcbaffong  des  PrÜdikanten  übergeben  und  ihm  mittlerweile  nicht* 
kontrlbuieren. 

6.  Sitsang,  4.  Mai  rormittair»  «"  Klapenfurt.  Anwesend:  Vixedotn, 
KaDsUr,  Popp,  Ertl.  Ea  crscbcincn  Karl  UTi;;ti&d,  Alexandor  Freibcrger, 
di«  Brillier  Ilann  Adnin  und  Georg  Zuggenrusnlel,  Wulf  Frimlricb  und  Albas 
van  Moabaim,  CbrisCoph  SiubenbQrgor  und  Itaiis  von  Mosdort  In  ilirvm 
Tfameo  apricht  Unfpad;  Wenn  man  den  BUrg«ni  das  Hinausgohou  iu  die 
Bayerhofe rlicbo  Eircbo  nicht  rcrbtelet,  andererseits  gestaltet,  daß  sie  m  ca*N 
iiCettrUatit  veiEorgt  wilrdon,  würden  sio  den  Priidikant«u  auit  i]«r  Stadt  la^veu. 
Sie  bring«»  daj  jeUt  mündlicL  uud  schrirUich  vor  Nachdem  der  Vizedom 
in  dem  kleinen  Stflblein  sich  l>«raten,  fragt  er,  \a  welcher  Zeit  sie  den  PrS- 
dikantcn  Absrlinffiin  «-ollen.  8io  nenaen  drei  Vierteljahre,  was  dem  Viaodoni 
EU  vi<>I  int  und  daher  anf  Slebenbflrger  weist,  der  den  Prfldikautea  lu  sieb 
neboion  kllnnn.  Endlich  konim«o  sie  anf  «in  halbes  Jahr  üburein,  binnen 
welcher  Zeit  sie  den  FrlldikaDtun  auCerbalb  der  Stadt  bawolinl  niaclicu 
wollen.  Dagegen  werden  ihnen  dio  Kcaditiouon  bewilligl,  daß  die  Bürger 
ihr  extrtHium  auswärts  suchen  nud  der  Pr^ikanC  in  co*u  neeettitatU  in  dio 
Stadt  kommeo  dllrfe. 

7.  SitBtiug,  11.  Mai.  AnwpDenil;  ViKcdom  und  Kanzler.  Es  er- 
echeinen  der  Stadtriehter  und  einige  Katdpersonon,  die  anderen  cutickuldigen 
sieh  mit  Ktankheit.  Der  Viaedom  teilt  ihnen  die  obigen  Abmacbungen  mit. 
Der  Richter   antwortet:   man   habe    erwartet,  daß   ihnen   wcnigsteni  die  Zu- 

gehaltou  würden,  die  der  Bischof  ihnen  gemacht,  und  als  der  Vizedom 


934 


xioli  sololier  tiidit  «ritiiiert,  sayl  d»r  Kiclilor:  ,L  Q,  lierr  TiUdomb  w«rr  dai- 
be;  g«we»eu,  das  I-  F.  O.  g«Migt,  <lo  ai«  hierin  nicht  lur  i<redi|;  moIUo 
fcuRimra,  mCcUten  sie  in  t«nMDt  teiifcl  iiftni«ii  hinamgofan  and  aticli  zwMm 
pinediejiiilen  li«It6n.'  .  .  .  D«r  Vifledom  erkUrt,  man  dfirfe  die  Wort«  nkfat 
aaf  die  WafCRclinlß  legen. 

.Herr  rilxitoint]  sich  .  .  .  reMlrlrt:  il«i  diM  B«it  Qbwr  au«b  in  «■»•  cb> 
titmti^  tuf-ettUatü,  ycdarli  cilra  t^^ndalHm  nni)  ohn  m/ntirii  pautjta  der  ptaa- 
dicmit  itiil  Admiiii*triruiig  tlcr  sAurjutit^iitog  iu  dof  Ijurgtrrlioasvr  dio  kraiikM 
beauubnn  iu<!j>c,  «bcr  in  Sy'tit  ruII  kc-iii  burgvr  hiuein  m  geba  uiaubt  luibas. 

Herr  riUnlom  «udtüclL  g«icdt,  vrui  wegen  vcrbitlung,   daj  dio  bnrpcr 
nicht  liiuiua  inoctit«n  pohu,  rQrf[«ljitiff«n,  b«lt«  «r  sieht  beTolcb,  allelaa,  dM'i 
HX(^eii  si«,  wann  er  k'iunfLi;^  lininal  von  hinneu  tüf«,  imc  nicfal  »«chgeMfl 
wilrdr,  vr  brtt<.-  itinti  iditM  vt-rhoiMon.  .  .  .  Solle»,  das«  pruulü-.aut  aas90rdi 
»Lidt   l'Rwnlint  gcniaclit   wmnlr,   ftinlorlivb   iiu   wnrch  rirbten   und  die  fdnll 
»u  hiorur  buiinibter  zeit  aui  der  slalt  Uiuu.  .  .  .* 

2749. 

Richter,  liiirgermeister  und  Hat  der  gansen  Getneinde  ^Vo^/shr^y 
in  Kärnten  an  JoJuinn  Uemriclt  von  NankeHreui,  iJerhant,  Pan-\ 
kras  ton  Jiahensidn  soiiior  und  diis  Kapitel  des  kaiseriieken 
Domsiifirs  sii  liamhcrg:  Der  Vixedom  Johann  von  Redteita  hat 
auf  Befehl  Er^ktyrsog  Karls  durch  Dekret  vom  9.  Januar  d.J. 
den  PrädiknnlvH  nnd  dun  iietitschen  Schnhneister  aus  WolfAerg 
atiSyewiesen.  Ihre  niil  Wissen  den  Viredoms  an  den  Bischof 
vo»  Bamhenj  »jerichletc  Bitte,  die  Gemeinde  ,i*«/'(T/«r6ir('  tu 
lassen  und  bei  dir  F.  D*  £U  iniej-vcitiereii,  sei  erfolglos  (feweten, 
Bitte,  für  sie  hei  dent  Bischöfe  ea  intvr sedieren,  auf  dafi  sie  mit 
einem  günstigen  Bescheide  erfreut  werden.  Wdfsberg,  JÖSS  JUaiU. 
(Oi-ig.,  Siegel  auf g(!d rückt,  Ußnigl.  KreiB«rL'lnv  BambQr;.) 

Ua*  Scljttftstilnk  berichtet  tlbir  den  Stand  der  evangeltBchrn  Ktrebi 
fulK«iid«>:  ILO  ist  auf  dpi  villen  Ilvrra  Malthps  KrcidP  Grund  und  Bodn 
erbaut,  v'^Ei  illeseni  und  iiacli  dvisci]  Todn  vom  Cbriitop);  Siebe)ibnr]gar  U 
Gemeinschaft  mit  bennchbnrtpn  Herren  und  d«u  BQrgern  ohne  Kinsiebtuig 
rcn  Elnhünflcn  der  I'farrkircho  mit  dem  rrKd)bant«n  oud  Scbulmeiatvr  sr- 
halten  worden.  Mit  (3en  Katholischen  lirrrscht  Friede  und  Kinigkcit.  Wenn 
dai  jcLxt  durcli  Ans  Uotreibou  ihrer  Mißj^Uuner  .-turiiOrt,  &ii>d  ar^e  litk«DTe- 
nientieii:  Leibes-  und  Todesnot  ihres  Friidikanten,  Aufliltron  Ton  Zn>-hl  nad 
Ltrbru  boi  de»  Kiiiderii  xu  gowKrtigcu.  Wir  muten  keinoin  su,  ,tQ  der  Re- 
ligion brllcbij*  KU  werden',  ttnd  gebun  nieiuaiidein  TOn  der  anderen  BdiflM 
Maß  und  OrdniiDj*.  Hinwfii  auf  die  schwierige  Lage  du  LAodc«  im  lUo- 
btiuke  auf  ilon  TUrkeukrief;. 

Ober  die  Wolfaborger  AiiKclegenbett  befindet  sich  Ini  Banibergcr  Kretf- 
arcbiv  ein  »taiker  fassikul:    ,L)io  Absobaffung  doa  lutherinch  en  Pri- 


IS. 

M  I 


*  Zu  Freidl  siehe  dio  Alcten  und  Korreepondenxen  in  l-'»Dt«a  I^  p.  10. 


dikatitAD  und  äcltDlmalitem,  rliina  die  Ilttii<>tKuug  d»r  RatHvtell» 
au  Wolfsberg'  IbüS,  l&!)0.  Es  sind  mit  dirr  obigen  S4  Niitnacrn,  deren 
Itibilt  bier  in  auminamclKsr  WeUo  Termorkt  werden  soll.  I.  Uitt«fhrcil>cii 
der  Gvinniado  aq  dim  UanibiURiaclicn  Kat  (Vlnedoin?):  Iledacht,  am  DÜctlistnii 
Montag  oiiicu  Uolcu  mit  wieilorbolteni  AnsucUea  forlxusonde»,  t>itt»n  tue, 
ihnen  dies  nicht  «Ib  Ungolienittn  aiLzurGctiDsa.  lu  [lalitUcljen  SAuheii  wtillon 
lif.  »dl  alias  (Jobni-Min«  liollnißoii  (^Ko|i.  ulinc  Dutiini).  Da«  Sclireib«u 
dUrfte  aller  WilLHuhcinlEi'rhkcit  nnch  nocli  vor  dm  entfrcnanntc  su  setxon 
sein,  lilaa  vor  den  4.  Slai,  fii)li?n.  S.  Ulnanlbeii  nn  df.n  Vii:>;doni;  8Hnen 
Uefulil  wot;«u  der  Eraetzuiif;  der  erledi|;ton  l-üitfiatulli'^  niteli  Lonnhard  St^lioC* 
[leek  liübon  li«  erbnlteti;  Uillc,  aJo  liieriu  bei  dem  Altun  HurkDiiiiiinTi,  wor- 
iiacli  sio  avrci  Penanen  detu  Viicdunt  voniiucli LJ^;All  haben,  bluiliun  und, 
w6nu  dies  nicbt  ■Uttbnb«D  «ollte,  bei  der  V.  U.  eiokoiuaiea  su  Uaseu.  WulTs- 
ber(C,  1639  Oktober  £6  (Eop.)-  3-  ^*'  Ttsedoin  R«dwit«  antwortet  am 
S7.  Oktober  mit  dorn  Befehle,  binnen  aclit  Tagen,  wenn  nicht  «woi,  so  docb 
eine  kalboli&cbn  Pt^rion  tu  nominieren,  sonst  wUrde  er  das  «elbit  tan  (Kop.). 
4.  Drittes  Rillflrbrnilif)ii  der  Oenitdnde  an  den  Viacdom  vom  3.  Novotnber: 
Wenn  siit  iLvn-i  Fortunen  benannt,  »o  wollten  sie  damit  nicbt  andero  Arno- 
Tieren  (nin  lialtnti  xIaü  ibrem  ätalut  geniüß  xu  reclitor  Zeit  swvi  Personen 
—  aber  Prutes Lauten  —  ncuiiaiert).  Bitte,  eine  von  den  betdeu  Personen 
an  bestiLtij^en  oder  um  Aofsug,  damit  sie  beirn  Bischöfe  und  dem  Dotnka|)ittil 
cinkomnieu  kUnnvii  (Kop).  5.  Schreiben  des  VL^edoms  an  die  Gemeinde 
vom  6  November:  er  werJi<  nach  Bamborg  berit-iiton  (Kop.].  6.  Der  Decbant, 
Senior  und  das  üomkapilol  van  Buinbcri;  an  rlio  Oemeiiide:  Antwort  auf 
ihr  Schreiben  vom  14.  Mki.  Der  FDrstbiacHot'  habo  mit  ihnen  nicht  bloS 
Ober  diesen,  Bonilum  auch  Ubor  die  Ausschaffun^f  dca  Prildikauten  und  lutho- 
rUirben  SchulnioisterH  beraten  und  befehle  dies,  nie  uucb  die  Moinin)i.Tuiig 
■iner  katbolisdien  Ka.t:iporBon.  Bamberg,  Freilag  den  'J6.  Januar  1&9U  (Kons.). 
7.  Scbroibon  dos  Kapitels  von  dciiu^elben  Datum  (Ktiriz).  S.  Der  Viccdom 
an  das  Eapitel:  Aus  den  Beilagen  1 — IC  >ei  zn  erscbcu,  wai  er  in  d?r  Sache 
gethan  und  was  zwischen  ihia  nnd  den  Landloulcu  Im  liAvanttale  Tor|fC|;angeii. 
Man  werde  wir  Kxekulion  greifen  müuen.  Wolfsberp,  l&üO  Juni  la  (Orig.). 
Die  (genannten  BeiLa|>an  sind:  I.  (Ü.).  Extrakt  eines  RatsprotokoSlB  vom  19.  Fc- 
braar  IbUO  (im  Kato  sitxen:  VircilBm-inu»,  Caneellariut,  Secrttariju,  Popp,  £rtl, 
Aj-ror).  Wegen  der  Wichtigkeit  dieses  rrvtvkolla  steht  oben  eine  bcjundere 
Kummer  (274^).  3.  (!<)■)-  ^'*'  LandU-ute  A.  C.  im  LrsTaultala  an  den  Visedom: 
berufen  »ich  auf  ihr  R^scbl,  den  PrUdikanten  in  einem  t'reibanse  cn  Wolft- 
herg  xa  rinlerballeTi.  Wollt«  man  deswegen  ihro  Lehen  ciii&iclicn,  so  ge- 
hHrt  di«  Suebo  vor  das  Landrecht.  Sio  seien  fibrigena  geneigt,  den  Priidi- 
kanten  außerhalb  deräladt  btiiiElich  wehnhafC  icn  inadien,  docb  mCbiie  er  in  der 
SLidl  seinen  Pfiiciit.ni  nachgehen.  O.  O.  ibW  Mär»  12  (Kop.)  3.  (11.).  Ant- 
wort des  Vivedoms  vom  15.  März  1^90:  Die  l^tr.tere  Kondition  gehe  nicht 
an,  denn  sie  bedeute  freistellong  der  KcUgion  für  die  BUrger  (Kop). 
4.  (IS.).  Die  Herren  nnd  Landleulc  A.  C.  im  Lavanttalc  nn  den  Viaodom: 
Replik  gegen  die  vorige  Nummer.  Begehren,  da  das  Haus  ,EUni  Teil'  in  der 
Stadt  liegt  und  Lehen  Ist,  dall  der  PrlLdikant  ditselbit  gelassen,  der  Reieha- 
religioniifriede  nicht  anders  gedantet  werden  soll,  als  er  RU  verstehen  ilt  uafl 
die   Biucker   Patilikaüüu    zu    beacbteu    sei.     Der   Befehl,    den    Prildikanten 


i 


936 


binn«it   14  Tugtin  «tu  der  SUdt  lu  nelimen,  widrigvDfKlIa  Exekution   voiigfr'j 
nomtneii   wird,    koniinn   ilinen   &Bind   Tor,   ,da  wir  nidit   zw«i,  «oDilem    aoi 
einen    Liiii]Mninit»ii    haben'.     Solclio    Uvfclite    kfloiivD    aie    oicbts   an^vfaca. 
Bitlo,  Hidi  mit  diiDi  Scbreibon,  Ha»  flie  in  ivooig«D  Tagfn  «inm>ail«n  woUm. 
zu    barubigen.     Du   ,Vr«ibau*<  »oll   den,   der  t»    bewohnt,  iiich«ntel)«u.     bi 
Bar|;etbäiai«rD  wird  d*r  Prldikaiit  k^in  KnnvUium  Ob«ii,  doch  «ei  xd  hoffen, 
dal!  man  iho  nicht  hindert,  wenn  or  in  ^au*a  exlrtatae  tteeettiuttü  todkrank« 
Lciit«  bMucht.    O.  O.  pr&s.  30.  MIrs  1K90  (Kop.)-     &■  (IS.)-   I>er  Vixedom  aa 
die  Vorif^e»:  Drr  Prldikant  int  uTiverweilt  ana  der  BtJidt  suasnacbaffffn;  «ine 
rntcnscmon   bei   dimi  Bitiefaofe,    gOigon   dio  er  flaust   aichts  eiunende,    warde 
vTLinig  ntltxRii.    Wulfaberg,  1690  April  2  (Kap.).     6.  (14.).    Uie  LandleuU  u 
dati  Vivedütu:    wollen  deu  Prädikauten  au*  dor  StAdt  scliaffen,  bis  luau  ein» 
pauende  Wolinang  fUr  ihn  hat    Mit  Anroabmo  des  {öffentlichen  Excrsitianu 
soll  alles  itn  a1t«n  Weteu  bleiboa.    0.0.    IS90  April  IB  (Kop).     7.  (16).   Vi» 
Rataberrcn  von  WolCaberfr  an  den  V*tx«<loin:  bitten  um  3 — 4  Werben  Z«it,  ia 
dur  Bio  lifiiu  Advl  dahin  wirknn  wollvn,  deu  PritdikantcD  auQerbAlb  der  Stadi 
mit  eiH«r  Wubniiitf;  nii  Tt-rtiftlirin.     In  dar  Zwiücbenseit  werden  sie   den  Pr^ 
dikauttu   ,rou   der  Stailt  wegeu'  mchta  kontribuieren.     O.  O.  löBO  April  SO 
(Kop.),    8.  (16).  Der  Viz«dom  an  die  LaDdherrea:  Antnort  aof  das  3olir«ibta 
Toni   19.  April:   Einige  cttmviitiationa,  Ubor   die  sich  die  Ilerren  betcbweno, 
habe  er  nur  der  BUrflrer  i«ef;en  aufgenomnon,  deren  die  Herren  »tcb  an  itaik 
aiinebmoD.     Nar  anf  die   BUrj^er    ist  dio  Exekution  gemeint.    O.  V-  (Kop)- 
9.  (17).  Die  Landlent«  Toranlwurt^Qi  wie  weit  sie  sieb  der  Wol^hrrger  an- 
gfiEiominen,   lingcbreu   keine  ecbriftliobo  Aaiekiiration,   Bomlora  nar  Ümiisii- 
latiuii,  extra  wutv»  puhliettm,  iiitra  vero  tanlum  in  eatu  necatiUiti»  jiriMCMB 
ecerciftutn  uod  beketnen  sich  zur  A.  C.   O.  D.  (Kop.).    lü.  (18.).    Die  Walb- 
bergar  Btlrgerocbaft  A.  C.  an  den  ViieJoni:  bitten,   die  Schule    ao  lanp  (kia 
Itartholoniili)  in  der  Stadt  xo  lasien,  bla  tie  ihr  Sebnlbaoi  außer  der  Stadl 
aufgericlitct  haben.   O.  D.  (Kop.).    11.(19.].  Bewilligung  dieser  Bitte.  Wolfr 
berg,  \bW  Jiiui  S  (Koji,).    13.  (SO.).  Uieht0r  and  Kat  benennen  für  drei  R«u- 
Htelk-u  sacUs  Pcmonea.   Wulfiiberf;,  1&90,  Mars  Ifi  (Kop.).    13.  (Sl.).  Sdireibea 
dea  Vixedoma  an  dio  F.  Q.,  wat  er  dea  IVidikantom,  der  Rataatetl«  nad  dta 
8chato]ijiater>  wegen  biaber  gehandelt.    Wol&berg,  1590  Jnni  19  (Kop.;  aieba 
oben  Nr.  8).    U.  u.  15.  (3S.  n.  25.).   Zwei  Schreiben  des  Bruder«  de«  jetaigM 
Viicdnnu  an  den   Pfarrer  von  Wolf'bcrg:   oidit  e  r  sei  CS  gftWos«D,  du  ihl 
hei  Emherzag  Karl  in  der  Frage  der  Abschaffung  dea  Prldlkant«»  und  Schot 
nwisturs  verunglimpft  hab«.   Bamberg,  ohne  Zeitangabe  (Kons.). 


2750. 

Dir.  Verordneten  von  Steiermark  an  die  Uft^ierting  und  Kami\ 
fEnischuHignng  ßr  Joachim  Veckendorfer  und  J^rasmuf  Fischer, 
E.  E.  L.  Kamlei j)ersonctt,  Kriche  m  fiirgehff'encni  Tumult,  ($oJ 
dm  4.  Junii  in  der  Nacht  sich  erregt,  für  die  Eiidelführer  snW 
gen  Hof  getragen  tuorden.'    Gioß,  1590  Juni  6. 


(Kop..  6t.  Lu'A.,  ITaai.  494,  Ueft31.) 


93T 


IHMer  Tumult  hitt«  «in  ao  groß««  AufMli«n  gein»litj  iI«Q  mxn  eAil«ni 

dw  Grazer  Hofva  Alan» »sei irichten  Ini^rUbBr  (din  pRrbc^r  lUnlhoclizt^U  iit 
Gras)  ao  die  rvnrrandterj  HKfe  nach  Intubruck,  Müaclien  und  aichcr  nucli 
HO  den  Kaiser  aaudte.  Dia  TrntreffHudeii  StUcko  üii^hQ  in  den  Akleu  and 
Korrakpoudcuzeri  «ur  Oesuhiclita  der  Oi^gciireformatinn  in  laoeri^sterreiclt 
uiitor  Enhenog  Karl  U.,  Nr.  660 — bb3.  Da  dieso  Akten  aua  dorn  den  Pro- 
teataateu  fviadlicben  Ldgvr  stammen,  so  bildet  das  obigo  tod  den  Ständen 
«tUgebend«  StUck  ein  vtillkominenM  KoTrcktiv  tm  ihiitn.  Da  man  Decken- 
dorfer  und  Kiicbor  beschuldigte,  ,Uraacbcr  und  Kiidclffllircr'  Lei  drm  Tnmulle 
gewesen  zu  sein,  so  CTitatteD  beide  am  6.  Juni  an  dlo  Verordneton  eiiicn 
Beriebt,  der  dann  der  ubigen  EnlM:lii)1digung  2ur  UniiLdlagR  lUcnt.  ßvids 
bBricliton:  Deekeiidorfur  traf  getteni  abvnd*  (Juui  i)  auf  eclueto  Ileluiwege 
Fiicher,  der  bei  iieinem  Bruder  einen  Kranke ubesucli  gemacht  hatte,  in  der 
Uurgaae  an.  Dienor  fing  init  ibin  in  aelne  Wobniiiig,  Miwolbst  aie  mit- 
einander redeten.  Xachdem  die  Stadttore  getperrt  worden  waren,  erhob  «icb 
am  d  tlhr  ein  TntnnU  beim  Paulustore.  Man  lief  die  Gauen  auf  und 
nieder  und  schrie  nm  Hilfe.  In  der  Mcinun]?,  es  sei  ein  Totschlag  tie- 
gangen  wurden  oder  ein  Feuer  auHgebi-ocbeo,  laufen  beide  zum  MtlnzuiDister, 
der  ihnen  mitteilte,  der  Stadlriuliter  (siobe  seinen  Uorickt  Kante«  L,  Nr.  &5S), 
habe  ihn  und  andere  MQuzpersoueu  nicht  nur  gDfiihrlich  bedroht,  sondern 
auch  ohne  ihr  Verschulden  mit  eh  i  verletzen  den  Worten  ange^grcffen;  worauf 
FiKher  den  Stadtrichter  .beuche  ideal  Ich'  but,  E.  E.  L.  befrcitefl  Uilnzhavu  in 
verschonen,  lonat  kannte  bei  nXchtlicher  Weile  und  solciiem  Tumult  ülch 
daa  Argil«  ereignen;  vielmehr  solle  er  vnn  amtswegeu  Frieden  selislTeo. 
Sofort  warl^n  HO  bewehrte  Teilte  da,  die  »chwnren,  fall«  der  Richt«r  nioht 
abzfife,  würden  sie  ihn  samt  der  Wache  nelbst  , abweisen'.  Wir  mahnten 
aaeh  diese  Leute  «iir  Kühe  und  ni^hnu  wurde  es  fltill.  Da  erschien  der 
Wachtmeister  mit  zwei  bowehrteiL  Wäehtern  in  Uueji  Pinlers  Haas,  scbimpfle 
gotteaUatcrlicb  .mit  dem  hocbwürdig  ßakraiuent'  aiid  auf  uns,  er  wolle  sam 
Fenster  herabs[>ringen  und  uns  lese  P<i«ew!chter  wobt  lehren.  Wir  ermahnteu 
Ihn,  Ruhe  zu  halten.  Da  der  Stadtrichtcr  mit  der  Wache  abziehen  wollte, 
kam  es  zu  nenem  Tumult.  Das  ,ledige  Gesinde*  lief  bewehrt  dera  Gf4chrei 
«n,  und  wenn  Ich  (Fistber)  luid  Deckendurfer  iiieht  mit  einigen  in  der  Eile 
aui  dem  Mlinsbauae  g-enonimenen  HeLl^barden  Stich  und  Streich  ausge- 
schlagen hätten,  wKre  rs  nicht  ohne  Tot«  abgegangen.  tJolehes  iiiIlMefi 
Stadtricbtcr  und  Witchtcr  seibat  bezeugen.  Dann  kam  der  Bürgermeister 
mit  der  ganzen  Wache,  dem  ich  den  gftnzcn  Verlauf  meldi^te  und  sagte,  dafi 
«ueli  die  MiluKTcr wandten  nicht  gejiehorC  seien.  Da  sei  Gott  vor,  sagte 
dieser,  daC  dem  Mfinzhau.ie  was  zag«miitet  wtirde.  Er  Tennahnte  nun  alle 
namens  der  F.  D*,  der  geheimen  lUIte  und  der  Verordnclon,  und  falls  der 
Btadtrtchter  jemandem  wait  Übles  zumute,  drr  mHge  sich  morgen  melden. 
Sie«  der  Saclirerbait  (Kop.,  ehcudn).  Auf  Qntndlagc  dios^.a  Berichtes  meldon 
die  Verordneten  au  die  fiegierung  und  Kammer:  Da  mau  gemeldet,  dafi 
Fischer  uud  Deckendorfcr  bei  dem  Tumulte  gewesen,  habe  man  ihnen  einen 
Bericht  ab^fordert.  Darnach  seien  aie  ungütlich  ron  einem  dtlalore  an- 
gezeigt worden.  ?ie  haben  mehr  Nutzen  als  Schaden  gestiftet,  sie  lind  stich 
Leute,  die  »ich  stet»  ruhig  Terhallen.  Hcnte  ist  anch  der  Bericht  der  MUn»- 
vorwaudtflu  au  die  F.  D>  und  die  Itegierung  gefangen,  aus  dem  man  auch 


038 


ihr*  Entaclioldigutig  salaiuaiL  Daa  g»m*«  W*fl««  lt«f|  •«  '•».  ^1 
■Bau  der  Religinnipatiflkatlaa  sn«i4«r  Um  Amgmhurgimck^m 
KoofsttioosTerKaadtaa  dorohlcktet  aad  ibasa  ia  j»4«r  W«iBff 
hefitp  and  beBchwerllch  antctat  nad  alle  Bikkaa  4ar  Harr«a 
and  Laadlcate  xu  Uodea  »ebUeL  6cIm*  nnd  SiMle  «»d  Kkfcto  ^ 
Ictxtea  .StaffI*  «tc.  Bitt«.  die  Ptnekvtioa  einvMellaB  m^  «Um  ia  Biaadg 
der  bocbkaMMItMtc«  Bdifioa^asÜkatÜB  n  taMctt. 

2751. 

Dar  BamhtrgiscMe   FUedam   m   Kärmiem  am  S*  F.  Crmadem  tm 
aAtt  ei^aten  Ilamdm:  Jberiektet,   tcie  aitk  der  tmiMeritdte  fUd 

und  tMmtt  darhei,  weü  er  aeima  leibs  mUtiAee',  im  Viwüimami 
vmßimdism.     WolfAery,   25$0  SepUwAer  (Thyrnngakm   fM; 

fMci  dem  3). 

Aa  9.  Wif<iM>ir  fc»  dar  JsMÜ  P.  ffitlMa^Jai  n«  8t.  A^kc, 
«r  iim  Bia>fc*fa  -nm   Lavaat*  «aa  E«ttT.»y  m  itiaar  gefcwirtihait  fcwga 

ud  asH  tTirfgw    Kasalar  ud   taadana  «iM  üaaMrtJaag  ■>!  Calw,  dh 
I  dam  Wia  fMAi  m^oS^L   la  TTii^^w  *— '-  ^ 
KinUaf  «Sm,  4a  4ana   gifwCgt  «w4a.     8»  giaea 
a«.     Sack  ScUrf  dar  Pr<i%t  >abM  «ch  Awt  Ptfar  dM 
fcack  ä«  «i«.B  «iaM  vrfktf  MB  4ca  baO. 
aek  ratte  akiwi  fc^at    XacMaa  4a  Gafcicfc  raUf 
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Dolch»  g«hiil>t.  im>  Prildtkiuit«n  xu  morden  uad  dvr  Kaiisl«f  allein  wiro  Vt' 
Mcbe,  d«C  di«  R«Ugioiuitoba  In  Wolffberg  dahin  ^konineo,  glAielifslIs  rmr- 
liaften  lassen.  Bitt«  uro  Bfacheid,  wie  ferner  Torziif«hcn  Min  wird.  Er 
kBndtge  unter  diesen  U[n.ilKnd«n  sein  Amt  xuf,  da  es  nicht  möglich  iit,  t>ei 
dinon  Leuten  noch  feraerbin  ohne  Gefahr  dei  Lebens  zo  rcrwulcii. 


2752. 

Proteß  gegen  die  Sehtcester  Susaniia  von  Oberburg  (contra  so- 

roreiu  Susannnin  Obiierbnrgensem  <lo  Mii^IieiidorfT)  des  Klosters 

Minkendorf  vom  14.  Novetnher  1592. 

(ErzlfiscbOfl.  Archiv  Udine.) 

Di«  S^hweatrr  Sn^anna  war  angeklaict,  daß  &1«  I.  lutherisch«  Bdcber 
and  Schriftan  im  Kloster  venrahrt;  S.  Iuth«riscli«  Verwandle  und  Adelige 
ins  Kloster  einließ,  dio  TcrKchtlich  Ober  geistliche  Uin^o  sprachen;  3.  selbst 
von  ihnen  eingeladen  warde  und  4.  mit  ifanea  aa  gebotenen  Fasttaigeu 
Fleisch  gegeucn  hatte  (der  Prozeß  bt  laiciaisch  geecbricbcn  und  19  Seilan 
lang).  Da«  VrlcU  de«  Patriarcheu  Fraua  Barbaro  (OoaJij.  AquUeg.}  de  data 
VcHttiU  apttd  S.  itariam  FonvMwaui  die.  Veneri»  9,  wttiuU  Vee€m6rit  1^2  auf 
obic«  Klage,  authentincb  beglanbif;t  von  dem  Notar  Jakobiu  Huuius,  lautet 
dabin,  daß  Sasanna  abgesetet  und  exkonmuniiicrt  werde.  Über  die  Voll- 
liehung  dea  Urteils  berichtet  Poljddr  von  Unntagnana  an  FranE  Barkaro  de 
dato  Hinkendorf,  l&OS  8epterober  S3.  In  obiger  Anklage  findet  lich  der  -SaU: 
Urbaria  et  liti-c»  reddUunn,  eeUmaa  et  rutttctyt  noiiiuteHi  4onr  Siuanna  hat- 
rtiiea  IBi  Oaltaitieripo  in  niufiiw  et  jKWMaHonan  tradiderat.  Von  lutbcrLacben 
Schriften  sind  bei  diesem  Prozeß  au  SodeQ:  ßu  Vateruuacr,  kurx  und  ans- 
nihrlich  auige1v0  und  in  OMing  gebracht  durch  Ur.  Uartin  Luther,  ein 
scbSn  geistlich  l.icd,  ein  anderes  geistlich  Lied,  St.  Jakobs  Lied,  ein  schfin 
geistlich  Lied  . .  .  von  sieben  Worten  Christi,  ein  schQn  ander  geistlich  Lied> 
ein  andere«  Lied  (.Kommt  her*),  ein  schfln  und  neu  geistlich  Licdloin,  da« 
L4ed  Harift  zart,  ein  tröstlich  Lied.* 

Im  Zusarameuhange  mit  dem  ProKvß  sieht  ein  Si.-breiben  der  Herren 
Lorenz  und  Andreas  Paradeiser  und  Andreas  und  Frana  tou  Oberburg  dt  dato 
Lubiana,  16Q3  Januar  (?)  9,  an  den  Patriarchon  Frans  Barbaro  Ton  A(|uileja 
über  Pvljrdor  yvu  Moataguaoa,  der  ein  oSenllicher  (oncuAiaaniu  und  reu 
schlechtem  Lebenmandel  und  Gewissen  sei,  wie  er  die  Schwester  Susanna 
von  Minkendorf  behandle,  obwohl  si«  Katholikin  sei,  jeden  Tag  Uesse  h'ijre, 
Brevier  bete  etc.  (Orig.,  ital.,  ebenda);  desgleichen  ein  sweites  Schreiben  vom 
1,  April  Ib9S,  in  welchem  die  drei  erstgenannten,  dann  Jaeono  di  Pnrgkbstall, 
Wol%ango  della  Torre,  Ludovtco  a  Turri  Kuccari,  Jacotno  a  Lamberg  an 
den  Patriarchen  Frani  Barbaro  buxUgUcb  de«  ,UDbegrnndcteii'  Ober  Snaanna 
von  Oberburg  verhängten  Urtcib  mit  der  Billo  subreiben,  den  Abt  von 
Sittich,  dann  Scariaborsa,  den  ArcLidLakoa  rou  G^Irz  und  den  Kapitän  von 
Gradiska  in  dieser  Sache  un  delegieren.  Fran«  Barbaro,  Patriarch  in  Aqnl- 
iDJa  IdSS— 161«.     Zo  Pol^dor   von  HonUgnana  siehe   Bd.  I,  8.74,  76,  108, 


940 


tos.  und  anten  mm  4.  Jaanar  1598  noA  13.  lUnL  8Mbe  «ack  ■«!«»  G«Mk 
4or  B«tfbnD.  nnd  G«;tiiir«fbnn.,  8.  S4ft. 


2753. 


ftm« 


Bischof  Jofiann  vm  Laibaeh  an  den  Patriardten  Frans  Barhan 
von  Aquileja:  ffibl  ihm  HatseJiiäge,  tcie  er  sdne  Vi»üaiiomtrei$e 
in  Krain,  Steiermark  und  Kärntm  hewarkateUigen  scüe,  iVridt 
GotUeliee  wid  lieifniU  ^u  gehen,  wird  iciderraien.  Denn  J* 
wäre  wegetK  der  Türkcngefahr  und  der  großen  Waldun^fn  Mamjfd 
an  bequetncn  üttterkunftsst alten,  an  LehensmiliAn  fUr  itffitifA 
und  Iloß  usw.    (iMibach)  1593  Auffiol  8. 

(Otig.,  EnbUcbtm.  ArcbiT  Udiaa.) 

Johann  Taatscher,  Bischof  von  Lalbcdi   I&80— 1&9T,   deh*  Bd. 
&B,  fi8,  80,  139,  192.  303,  &3C.  C69,  670  lud  675. 

Gesch.  der  Rerorm.  and  G r^earefonii.  4U,  4(K)ff.,  631,  &SS,  561. 


2754. 

Der  Abt  von  Sittich  an  den  Patriarchen  von  AquiU!J<t  Fram 
Barharo:  Die  Fruchte  seiner  Bereisung  twd  Visitation  (im  Jahre 
1594)  Beigen  sich  bereits:  der  Klents  sei  jetzt  eifrig  im  officiiuD 
divinum,  es  werden  Prozessionen  aitgekalton^  wn  den  Zorn  Goüti 
wegen  der  Häresie  und  des  Türken  abtuu-enden.  Was  die  Pa- 
stille, SpÄr(goii)ljergü  anhelauyf,  wisse  er  nur,  daß  sie  in  den 
Händen  der  ungel/ildeten  (jeistlic/ien  tväre;  sie  ist  nun  nhgesdiafft 
und  er  werde  sicJi  Mühe  geben,  sie,  wo  er  sie  ßnde,  durch  Feuer 
SU  terniehten.   0.  D.  (1594). 

(Otig.,  Enbtacboa.  ArdüT  Udiiw.) 
2755. 

Bürgermeister,  Richter,  Bat  und  die  ganxe  Bürgerschaß  vm 
Vitlach  an  das  Domkapitel  von  Bamberg:  Durch  das  Schreiben 
vom  ().  September  (liegt  in  Kopie  Itci)  seien  sie  verständigt  tcorden. 
daß  ihnen  auf  ihr  dcnüHiges  Supplisiercn  vom  15.  August  ehestens 
Anttcort  gesandt  werden  solle.  Statt  dessen  sei  durch  den  Vise- 
dorn  an  den  Amtmann  Martin  Behem  und  den  Mautetunehmer 
SU  Vüiach  Christoph  Studier  ein  .Dekret  und  Mandat'  ihre$ 
Fürsten  und  Herrn  des  Bischofs  üeidhard  geschickt   worden, 


941 


tcornach  die  beiden  die  Jiiirgrrgchaft  voretifordem  und  iJir  das 
Dekret  vorzutragen  habe»,  daß  es  den  Ansclmn  hat,  daß  die 
vertröstete  Änticort  nicltt  hiehergesandi  oder  intereipiert  worden 
sei.  Da  aus  dem  Dekret  ersic}diic}t  sei,  daß  I.  F.  Q.  auf  unserer 
Entschuldigung  heharrett  und  uns  ÄuftctegUr  nennen,  die  hei 
anderen  Herrschaften  Sehnts  Stehen  und  uns  mit  dem  Verluste 
unserer  Freiheiten  und  Privilegien  droJwn,  uetin  wir  dm  früJteren 
Befeiilen  nicht  gehorcJten,  so  Haben  wir  im  Uinhlicke  auf  unsere 
UnsrJtuld  und  in  Fnträgung,  was  wir  Gott  und  der  Olriglreit 
schulden,  utis  ajid^Terseifs  in  der  FrhhuUligung  rugesagt,  nämlich 
in  spart ttuilibns  niehis  gugenmiet  wurde  und  daß  wir  uns  hierin 
mit  ttirhten  ohligiert,  nicht  umgehen  zu  soUen  gegUmht,  unsere 
Erklärung  auf  dieses  Dekret  ei^isuschlicßen  und  n*  bitten,  daß 
1.  F.  G.  es  in  gnädige  Erwägung  eielien,  da  aus  8olc}iem  Handel 
leicht  ein  Aufruhr  entstehen  könnte.  ViUach,  1595  November  35. 

(Kap.,  Kr^Uftrcliiv  Bamberg.) 

Dm  Schreiben  wurde  laut  B'^AtXti^injr  flrr  KBptt.*tbanKlpI  Totn  18- Ds- 
cember  an  Et.  UPKoinlier  illicrantwnrtel  (Koji  ,  ebitnits). 


2766. 

Der  Archidiakon  Gregor  Cclar  an  den  Erghersog  Ferdinand  IL: 
denunziert  dt-n  Zoileinnchmer  Niederle  ah  hartnäckigeti  Kctger, 
der  aus  seinem  Amte  r»  vertreiben  wäre.  Desgleichen  gäbe  es 
Amt?kute  in  Tarvis  umt  anderen  Orten,  deren  Namen  ihm  be- 
kannt seien  und  die  zu  bekehren  er  ein  großes  Feld  der  Arbeit 
v<yr  sich  sehe.    Viiladi^  1596  April  22. 

(Kop.,  EnbiichSfl   Arcliir  Hditie.) 


2757. 

Magister  Sebastianus  Trebuhan,  Archidiakoti  von  Jleifnits,  an 
den  Fairiarchen  Frans  Sarharo  von  AqnHeja:  hütet  um  die 
Vollmacht,  jene  Katholiken,  die  Jtäretische  Diicher  leseti  und  des- 
halb in  KirchcnstrafcH  faUen,  absolmeren  zu  dürfen.  Die  Stände 
Krains  glauben,  das  Verbot,  Ketzer  (in  getceihter  Erde)  eu  he- 
graben,  rühre  von  ihm  her.  Daher  streben  Vornehme  und  auch 
andere,  deren  Haupt  Christoph  Maurer  ist.  ihm  naeJi  dem  f^Jten. 
Der  I'alriarcit  könne  das  abwenden,   wenn  er  ihn  beim  Landes- 


942 


fürsim  empfehle:  Aeclifioalio  TonanA  coemeterü   haeretirOTun 

pcnes  Kaiiinik  miperfeuta  mündnto  principis  |ierfici  prohibetsr. 

(Reifmh)   15'JH  Mär£  8. 

(Oiie,  EnbisehOfl.  Archiv  Udin».) 


«68. 


Br«ve  Clementis  papae  VIII.  super  conscrvatiooe  reltgiunts  ca- 
iholicae  in  Carinlhia.    1597  August  13. 

(Ori^.,  KrnitaixIiiT  Bamberg.     Mitgeteilt  roo  O-  Zif^el  in  Antbir  fttr 
Bod  Altarlatoakund«  in  Oberfrankea  XXI,  69.) 

Dort  heißt  ei:  Dtiii  J.  0.  von  Stitdion  wird  Ajlm  Ztagni*  ß«feb«B, 
babo  Kiir  Uekxtholliiiernn^,  t^rtgian  vtJunlaUm  et  nan  n^dia^*t>t  ditife^m.mf^ 
B»  nOMB  nocb  schArfer  YOTgf.gmgi-n  werden:  ,QKormiiiatn  elvfutm  «Cmm  I'mw- 
niauium  et  JaniUanonm  (rede:  TarvittmorumJ  etiam  audaeia  tt  ik^nüa  arriii 
eoerwnda  e»l.  Stm  enim  cewanf  ßlü  tenebrarum  ntme  axltfüs  per 
licü  au/ertndü,  nun«  faUia  prophttU  tt  haertticit  pratdic^orUitt» 
aliUqye  intidii*  et  doli»  Jidem  eathoOcam  oppvfnare  tt  -jitotidit  alüptU  nows 
moUrt,'  Dia  llltfn  Ferdinand«  11.  hXIt  C1«ni^nit  fUr  »icbtr  {^i  mi  ytn»  *tl 
animo  valde  eandldo,  eaman  liei  et  eettniae  tnae  ndiuoahU),  «iMkiiKO  di«  ClitCf- 
Stützung  des  Patriarchen  Pransitkn«  von  Aqniirja  nnd  des  apoitoltMlwa 
Nuntitia  Hierniiyniua  Portiu:  VenerabifU frtiUr  (§e.  l-'raiKÜctu)  rijffiiiifi'iiw  tmam 
pnuttabU,  denü/ue  nolariuM  et  nuiWfuj  ptewtar  aptuloticu»  Ilieitmj/mtm»  i^rlim  adW 
Dei  praeditiu  vir  et  nobU  ^nthntvM  nuUo  loeo  detriL 


2759. 

7)jrt  Vrrordnei^n  von  Kärnten  und  ,ei»ige  anw!fsmäe  ITrrrm  n- 
Landlenfc  A.  C  an  den  Dompropst,  Dechant  und  das  Kapitfi 
des  k.  Uofstiftes  eu  Bamberg':  Sie  durften  Kunde  hohen,  was 
im  Novemhft  ITtOS  durch  den  Vitedom  gegen  die  den  Herren  vm 
Vietrichstein  mit  Vogt-  und  Lehenschaft  eigentümlich  angehöri^ 
St.  Jakobskirchti  in  VHIach  versucht  worden  und  noch  jeist  gtgea 
eirtieUie  Bürger  mit  Atreslstrafen  vorgenommeix  %cird.  Bitten  an 
den  Visidotn  sind  bisher  erfolglos  gehlieben.  Sie  stellen  daher 
namens  E.  E.  L.  A.  C.  das  Amuchett,  die  eingesperrten  Bürger 
frei  und  die  anderen  in  ihrer  BtUgion  unpertttrhiert  «t  tasten. 
Klagenfurt,  2597  September  3. 

tOrig.,  21  Siegel  «afgadrUckt.   Kreisarchiv  Bambsr;.} 


i 


943 


27ÜO. 


Diesellten  an  den  Bischof  eu  JBamhtrg:  teilen  in  Ähschrift  mit, 
was  sie  in  dersdhen  Sadie  am  4.  August  d.  J.  dem  Vixed^m  ge- 
schrieben, lieschn-erde  über  dessen  rechLucidriges  Vorgehen.  Er- 
innern an  den  Udigions frieden,  nach  welchem  ,einjtder  bei  seiner 
(tu  verstehen:  christlichen,  in  Gottes  Wort  fundierten)  Udigion 
gelassen  tcerdcn  soll',  was  Karl  IL  durch  die  Jlrueker  Pazifik 
kaiion  anerkannt  und  wogegen  auch  Jiischof  Ernst  nichts  vorge- 
nommen habe.  Ilimceis  auf  die  tttrlschaftUchen  Schäden  der 
Verfolgung.  Trote  aller  Entschuldigung  der  Bandterger  Bürger 
seien  sie  des  Arrests  nicht  erlassen,  sondern  werden  mit  einer  Zita- 
tion nach  Bamberg  bedroht.  Es  sei  eu  fürchten,  daß  es  mit  der 
Verfolgung  bei  dem  StiidÜein  nicht  bleiben  werde.  Kein  Grund- 
herr hat  das  TiecJit,  seinen  Untertnnet^  derlei  Sacfien  aufeulegen. 
Bitte  itamens  der  Landschaft  A.  C,  der  VerfolguHg  ein  Ende  eu 
machen.    Klagenfurt,  1697  Seplemlier  3. 

(Kop.,  ebeoda.] 

In  ilwrn  Sclirciben  an  dca  Viiciloni  wird  der  ganso  Sachverhalt  (lieh« 
d«rflb«r  Bd.  LVIII,  Nr.  187,  193,  802,  »5,  810,  218.  a64,  SOC,  30&,  309) 
erQrtcrt.  Slimmt  tarn  T«ile  mit  der  Beilag«  C  des  Schrcibeoa  vom  14.  Sep- 
t«inber  ükerein.  Nur  heißt  oa  hier  noch:  Obsehnn  dem  Viie^Ium  rüIcIi« 
*c)iiiieriilicli<;  Handlunfr  vielleicht  von  seinem  FQratcii  oder  dt'in  |ill|iiitlicli«n 
NuntitiK,  licr  di-s  LAnde«  Freiheit«»  nicht  keunt,  aiif|^tra^eti  Ul,  §»  ■□Ute 
ihtn  b«kaunl  teiii,  ,vrie  weit  lieh  der  gruntherrc»  iiirinlietion  ilber  Ire  und 
widernmben  der  unterthxnen  gebontsm  gegen  iren  hörnen  erftreckf  .  .  ., 
daß  keinem  tein  Habrecht  ohne  vorhei;gchenrtes  Erkenntnis,  geiichweigfl  denn 
•ein  ei{;ent(lroli<'hes  Gnt  genonimen  nnd  gar  fremden  Lruten  oinccantworlet, 
der  Untertan  zu  einem  Leihoigonen  gemacht  werden  kann.  Sollten  die 
Untertanen  lulcheit  Gabuten  gehorchen  mHineii,  %o  hätto  ei  die  LaniUhaud- 
veil«  vorgMvticn.  Alle  Ding«  ai&uva  durch  diu  ordentliche  Recht  gehen. 
Kein  BUrger  darf  Mtnej  ordentiichuu  äecbtca  verlustig  gehen  (Kop.,  ebenda). 


2761. 

Bürgermeister,  Bichter,  Rat  und  die  gemeine  Bürgerschaft  von 
ViUach  an  den  Domprf^sl,  Ikchanl  «ml  das  DomkapitA  zu 
Bamberg:  Wiewohl  sie  der  Hoß'nung  genesen,  ihr  Supplitieren 
und  die  erbetene  Interscasion  würde  den  Erfolg  gehöht  haben, 
daß  sie  bei  ihrem  altet^  Herkommen  und  ihren  Freiheiten  gelasseti 
werden,  so  erhebt  sich  wieder  ein  anderes  Ungeteilter .  Was 
nämlich  der   Vijtedom  Johann  Georg   von  Stadion   wider  einige 


944 

Bürger  vorgenommt^n,  tcerde  I.  F.  G.  ans  der  Bt^age  C  und  rUr 
Intcrsession  der  VeroräneUtt  entnehmen.  Bei  dem  üblen  StaHde 
der  Dinge,  der  durcA  die  Nähe  des  Erbfeindes  noch  geßkrdeter 
ist,  läßt  sieh  der  Vizedom  verlauten,  daß  I.  F.  G.  an  dieser  Stadt 
ViUach,  .iceÜ  sis  derselben  um  ein  schle^tes  rugen-iestm,  tetrtfig 
gelegen,  icenti  da  auch  aUes  su  Boden  gelien  soUt^'.  BÜte^  ihren 
Zustand  gu  beherzigen,  sie  ,»nV  persecattomboa  in  iia,  qaae  ani- 
fnae  salutem  et  consciontiam  concernnnt'  tu  verschonen  und  at^4 
ihr  ühon-eichtes  SHppli^iereu  und  die  Intereession  der  Verordnetati 
und  Landleute  einen  gnädigen  BeMheid  ru  geben.  VÜlaeh,  IMjF^ 

September  14. 

(Orig.,  8iog«l  anfgodrOckt,  Kniitxrclitv  Bauiberg ) 

Di«  n<iilag<>  C  llögt  in  Abflcbrift  bri.  8le  Ist  vom  September  («kn« 
TügMilituin,  «1*0  am  ciflnr  vor  dem  14.).  Sl«  beruft  dcli  aar  ihr  Eotoclml- 
d■gllngaHh■vib^u  vom  15.  An^iut  1&0&,  in  welcliPin  sio  die  Bitte  tuHltan. 
I.  F.  (i.  .vroHeii  dio  gefaßte  [Iui;iiad  wegen  der  Üt,  Jakob«kiTcha'  falten  las«)). 
XJarauf  sei  ihneu  am  31.  Dezember  1&9&  elu  Scfareibon  sagekoumeii,  in 
welcbom  ein«  baldige  Uetoloiion  nach  geccbfibenar  Erknndlgviig'  dM  Sach- 
verhalte« in  AuMirbt  gestellt  ward«.  Inzwiirben  mOgcn  ai*  «ich  Ikrer 
ichnldigeii  Pßii-ht  iiacli  rerbalten.  Sie  biCtIcn  gehofft,  bei  dem  Inhalt«  der 
Drucker  raaifikation,  der  ancb  die  Stadt  ViMach  nebst  anderen  StKdten  nnil 
Mlrkten  eiiirerleiht  int,  wie  ai«  auch  ihren  neaandten  dabin  geac4iickt,  j^- 
lassi'ii  Dil  vrnrdi:'n.  Nim  hat  vor  sehn  WocbAii  der  Vicedtim  nniiere  Bflrger  VTil- 
heliti<JrH.tel,  Hirhael  Gniiitiirr(trottdrni  dieser «ieb  wichtiger  ,Eheliaft«n*Negea 
entacbiildigt),  Kleiiieiifl  Prtütiurger,  MarJt  WaMermann,  Daltkaaar  Willi«^  nnd 
Lazarus  Conradin,  ihren  St«dUcbr«iber,  die  er  Hir  ItidelsftUirer  de«  6t  Jakob» 
tunmitcs  ansiebt,  naeb  Wolfsberg  aiticrt  und  von  ihnen  verlangt:  l.  dtr 
St.  Jakobskirche  müßig  sa  gehen  und  die  SchlÜMel  und  ttrftaria  abxngelxii. 
S.  die  PtildiUanteu  Ocnrgi  von  DietricWein  aus  der  Stadt  ku  weiMtn  naJ 
die  Priester,  dio  man  dahin  setzen  würde,  zu  schQtsen.  Weil  aie  di«M  Ar- 
tikel nicht  vollziehen  konnten,  iat  jeder  mit  800  Talem  geatrafl  nnd  «nge- 
wieaen  worden,  binnen  zwei  kfonaten  die  Stadt  aa  rSnnua,  Dann  wunlaa 
■ie  erat  im  Wirlahaiise,  dann  im  Schloeso  auf  ihr«  KoitcD  uroaüert,  danii 
wurden  sie  g^en  Ehrenwort,  nicht  zu  entweichen,  ioa  Wlrtahaiu  gsKliickt,  wo 
■ie  bia  fi.  September  blieben  vuA  nach  geleinteteni  Eidaebwar«,  lieb  aaf  Ver- 
langen wieder  zu  stellen,  entlatnn  wurden.  Ihre  Inlertearion,  der  Hin*et> 
anf  ihre  ITuschnld  und  die  Schilden,  die  sie  erleiden,  hatten  keinea  Eifclg. 
Daher  haben  die  Vorordoelen  und  Laudieute  A.  C.  fOr  sie  intenedlert;  im 
■ei  bisher  bloß  damit  beantwortet  worden,  dor  Vizcdoui  habe  die  Saeba  an 
L  K.  G.  gelangen  laaaen.  Sie  seien  daher  gcnCligt,  eine  nouerliclie  Intrr- 
«easlnn  von  den  I.andleulen  »«  erbitten  und  hwflen,  I.  F.  O.  werden  die  aa»- 
Rihriicben  Motive   in  Erwllgang   aieheo  und  ne  b^  ihren  Freiheiten  UMcn 


1 


94& 


2762. 


Poljffiorus  von  Montaffnana,  Propst  ru  RuddfsKerth,  an  Johann 
Itaptist  (Scajrsaiiorsa:  hütet  um  seinen  Schute.  Er  hatte  einen 
einjsigen  Felden  concubinarlas  geicesen  su  sein.  Kr  habe  hievon 
längst  ahgelasscn  und  sei  vom  ajMstoliscften  Stuhle  Mid  seinem 
Bischöfe  absolviert  icoräeti.  Das  Konhthiytai  sei  hiei'sulande 
so  allgemein  gewesen,  daß  es  gUiclisam  als  Ehe  angesehen  wurde 
(quod  me  tnnc  tcmporis  tamqnam  invcnem  deceperit.  Kt  si 
nunc  roformabitur,  quod  sniumis  laboribns  vix  Üet,  habcbJt 
III"""  ingüiiüs^itnain  iiiercecleiu).    littdolfswerth,  iö9S  Januar  4. 

{Orig.,  Enbisehce.  Archi?  0dtne.) 


I 


In  Folydors  ße)ir<^iben  fi»d«t  sich  noch  die  Ang;iibe:  Es  hiixI  in  (Hi*Hfr 
Stadt  nicht  wenig  lIHr«til[«r,  die  ihre  Kindar  Ton  ptncm  ■(lOiUuiertcn  Rar- 
tnJtinrrm'Tinchn  tjnTcn,  bezinhnngtwrim  im  PraiiiiUIcJiiierliloiitpr  h^emb^n 
Imm».  £r  hnltD  px  dem  EnhemtgD  Kni^raigt,  der  den  Viicdom  in  Lailiacli 
beauftragt  bat,  nicht  nur  jene  Hilrctikar  zur  Vvninnft  xu  bringru,  noudoni 
aocli  dem  KarlAti]ier(iri«r  aiirzaLm^pii,  de»  MOnch  gefangen  xu  ucbiiieii. 
Poljrdor  Mll>Rt  bab«  den  Franziihauer^ianliaa  Refragt,  wi«  er  die  Hüretik«r 
in  seinnm  Friedhofe  begrabca  luaen  i&Sniic?  Die  Antwort  lautete;  er  baUe 
biih«r  Ton  Kinem  Oberen  keine  WcUiing  «rbalt«n  und  würde  Einbuße  an 
seincto  Almosen  ort^iden.  Polyd'tr  b^tiir^rkt  m>ch,  ei  aei  wohl  ßde  tti^tun, 
■laß  der  Schatten  Am  TfTitnrbi^nen  iibrhoüi  Ton  Laibach  im  Klostur  zu 
Oborbnrc  wondcrbare  und  biiber  auerh'lrto  Sachen  treibe  mit  Mentt^hcn- 
Hpraclie  and  auch  aein  Haus  in  (iraa  beunruhige.  (Oor  erwäimle  Biidiof  int 
Johannes  Tanticber,  gfsai.  1597  Angoat  S4.  Zu  Scanaborea  wabe  üd.  I, 
603.  778.) 

In  «Iiieen  anderen  Schreiben  Tolydon  (leider  Ut  das  Patnm  nicht  ge- 
nannt) hriCt  es:  Killige  IKirßer  werden  mit  Hilfe  de«  Strenia*iptrit  prinerj»» 
der  HXreiio  wc([cu  au»  der  Stadt  verjayt;  .pc^jj*  rffewi,  uU  tptro,  gtncralü 
fitt  nfomntio  et  per  tne  im  llbroi  haereti<vi  inquitillC. 


2763. 

Der  Bischof  von  Bamhcrg  und  Dompropst  ton  Würeburg  an  da% 
Richter,  Rat  uud  die  Gtvieinde  n«  Tarvis:  Nachdetn  er  ihnen 
schon  einmal  geboten,  die  Kirche  ab/nttrete»  und  die  l*räd\kantcn 
ahguschaffeti,  sie  aber  uHdcr  aUes  G^t  gehandelt  haben,  will  er 
diesmal  nocJi  voti  einer  Bestrafung  absehen  und  läßt  es  bei  cirtcr 
ernsten  Vcrmahmitig  verbleiben,  daß  sie  den  Prädikanlcn  und 
lutheriscJicH  Sdiulmeislcr   absdtaßen,    dagegen    den  katholiscltm 


renta«.  II.  Abt.,  14.  LX. 


ßo 


94fl 

Priester,  der  angesetzt  ist,    antu^anen  ttntl  Predigt  und  GoUet 
rfiCTis(  fUiliiti  besuchen.   (O.  0.)  1598  September  18. 

(Kop^  Erabisdidll.  Archiv  Udiae.) 

2764. 

Wolfyaug  AUtrecht  von  Wützhurg,  Dompropst,  Johann  Pkü^ 
von  (iehsai-el,  DechatU,  Senior  und  das  Kapitel  des  Domstifles 
£u  Bamberg  ««  die  von  Wolftiherg:  vemeUtnt^u  mit  Jiedawru. 
daß  sie  sieh  der  Reformation  des  Fürsten  und  Jferrn  roti  Hunt- 
berg  widerseise»  und  sich  nicht  zur  hithoUscIten  lieiigion  beiiehrm 
ivollen.  Kr  hnhe  die  lieformation  hier  wie  dt^rt  mit  unserem  ÜAie 
begonuen  und  Stadion  in  ihrent  Außrage  gehandelt.  J^ntschhsfm. 
die  Ueformntiwi  fGrtgMelscn,  ist  ihre  Meinung,  daß  sie  den  ans- 
gegangenefi  liefeJden  Gehorsam  leisten  und  nicht  Ursache  grient. 
die  SelUirfe  vor  die  Jfand  eu  nehmen.    Samherg^  1Ö9S  Oktober  1 

(Kop.,  KrciiJircliiT  nsmltcrg.) 

DcftcllhRn  Zeit  iläfftc  ciii  (unilxtiert««)  Selir«ib«ii  deraelbon  aa  4t* 
BQllgAr  roii  Tttrviii  «»t^uliOron,  in  wclwlirm  ne  getadelt  wardeii,  daJl  sie  iIm 
PrSdikutitcii  »iclil  Abt^cacliafft  und  die  Kircli«  aiclit  einem  Kntholisehm  ü- 
gfrAumt  haben  (Koj)..  cibeiMla),  iI&ud  ein  (rleichfalli  onilatiortea  SehraibM 
{Konic.,  «hen^M)  Af*  Kii|iitKU  nn  SU<1k>ii:  d»  Nuntin«  <Mi  Dciiliofa  b«i  ika*« 
gewnu>n  iiiiil  Iml)«  din  Notw^niii^lcnit  b«t«iil,  dxU  elnnr  vou  iltnca  nv^ 
KnmU>n  v«nirdnr(t  wnnlcn,  um  dort  lAinn  K(>a)denx  iii  habnn.  K*  »fi  dbs 
wpgcD  der  Durcliführinig  der  K^rtiTtnatlon,  damit  b«iniliche  counaUiettl»  wmk 
tim»pirati»mu  der  L*nt«rtuien  varmieden  werdon,  notwendig,  der  ViMdon 
liabo  Bu  viel  mit  amlereii  Uinf^cn  xu  luu.  Bitt«  tun  <«ia  Outaohtefl.  In 
einem  Konzept«,  d.u  nicht  datiert  ist,  t«ilt«  daa  Dotnkapit«!  deufro  tup 
VillMh  «ein  lln<litii«ni  mit,  tlaU  «io  dou  Pnidikantrn  nicht  au<ip«»chain 
das  Doinkapit«!  .aiis»chr«ien',  daß  die  Br-febln  dca  Fflnten  oline  d«^«  Ihin< 
kipit«la  Wlistin  iind  Willen  erflehen,    l^rneutflr  Befehl,  rnn  iMliUtti  abaiut«!!««- 

2765. 

J}er  Vitedom  Johann  Georg  von  Stadion  an  das  Bamhfrger 
kapiici:   übersendet    eine  Intergession   der  Augsburgisehen 
fesn&nsverwandten.    Ihn  sdbst  hitfien  sie  um  eine  solche  gthdm<,\ 
Er  hohe  daranf  detn  crxcählten  ßischof  von  Bamberg  hcridM, 
worauf  das  ViÜacher  Religion» wesen   beruhe.     Bitte,   bedacht  « 
sein,  damit  diesem  Handel  eytdlich  abgeholfen  nxrde.    WftrAur^, 

1599  Märjs  1. 
(Orig.,  Sieg«!  «n%«drt)cltt,  Baubei^r  KretMrcbiv.) 


047 


2766. 


Bürgnrmfistcr,  liirhter,  Uni  und  Aitsschuß  von  VÜlach  an  Karl 
von  DUtricftstein :  Da  der  y'ieedom  nicht  g/rne.  sähe,  daß  die  Ge- 
meinde ihr  ins  praesentAiidi  bei  der  Jakohskirche  verliere  und  in 
Zukunft  vielleicht  freute  eingestellt  würden^  ,die  uns  niciU  cdlein 
das  geistliche,  sondern  auch  das  weltliche  Hecht  entriehen',  und 
sie  daher  ermahnt  habe,  die  Kirehenschlüssel  wieder  an  sieh  sn 
bringen,  er  utoüe  sie  beim  ius  praesentamli  schtiieen,  so  daß  sie, 
ungeachtet  sie  einen  katholischen  Priester  amiehmen  müßten,  die 
Kirchenadminisitrution  behidien  sollen,  so  haben  sie  das  uirJit 
getauj  sondern  hescJi^hsscn,  es  ihm  erst  mitettieilen.  Bitte,  sich 
schriftlich  hierüber  n*  erklären,  was  sich  in  solchem  Falle  eu 
tun  gdmhrc.  Sie  mocMen  seinrn  ?\eihriieti  nidit  vorgreifen. 
Villaeh,  }599  September  G. 

(Kop..  ErfiisarchiT  B*nib«r(f.) 


I 


In  pinem  Sclimiben  dr.  dato  Ilntlealiarg.  fititi  8.  Dexemlier,  «n  Am 
VI»«doin  s»l)tI>ielnc1iBt<?in  *uf  ili«  Sache  «in,  »ber  mit  lUm  Reserviit,  ,wi>il 
um  ^brlleilpm  .  .  .  durch  Stephan  SUmbler  .  .  .,  bAotb.  AtublmAnn  ain 
Vill«c1i,  aoeh  Burtlme  D<a«)iet,  pDegeni  iq  Phe<1er*nn,  und  h.  Einsrico,  «bt  «n 
ArnoMstAin,  rtlirh  eowXII  .  .  .  iiTiA(;«fnft|rt  und  oar^hfoliiADd«  kirchen  rrit 
ll^walttXtigt^r  hiiii<It  rinpp«o(trn,  at»  bey  8.  LoonlmMl  in  Frtiytlmf  nnd  utinprflr 
frioen  zn  Kibcoprfin.  hriy  St.  Alton  nra  Tliirdt,  item  die  awu  kircbrn  xii 
I'eckha  nnd  Linill.  nclrbo  kirvhi'n  iwm entlieh  ...  in  b«nil>.  Iniidgcriclit 
g«I«K*D,  »b*r  hIs  lilinl  vmi  UTAltent  hur  dor  pfarrkireheti  St.  8t«ijhAii  incor- 
porirt  .  .  ,  wir  darüber  .  .  .  rechte  TOgt-  und  leh^nshcrreii  .  .  .  und  iiieiuAiidt 
ADilrrD  Tint^rwoffen.  .  .  .  Da  der  berr  bcy  obprr.<>lten  bAmh.  ofßcieni  dine 
rernnlniini;  tbticn  wSrdt,  d»*  wir  an^erejrter  pewaltthStiirPr  «•ntwfinnie  b<»- 
frldct  luid  ilpitjjl (liehen  jf'^wJllt  und  fiingriff  hinfürsn  ßpftbrigt  werden.  .  .  . 
WAiin  »brr  <!«r  herr  .  .  .  sich  «iigereftter  vertichernnp  we^n  eh effed achte» 
iuri*  prciaaiiaHili  papen  denen  ron  Villnch  wie  awch  diner  RBwaHlfitigen 
.  .  .  hAndInnff  hegi^rter  kQnftif^r  TerbDetnng  wSgeni  wurde,  müsrteu  wir 
anf  ändert*  imii  xnlüMifr.?  luittrl  und  wpg  .  .  .  bsdfli;ht  »ein'  <Kop.,  ebenda). 
Am  20.  Jftnnar  IßOO  nchlckt  der  (Dietncbi>t«in«che)  rn<>f:or  QOrUafaAcher  auf 
Mnkeniitein  denen  von  TlllAch  SchlUimpl  nnd  Urbar  .ear  Kirchen  von  VilUcb' 
(Kop  ,  ebenda).  Am  91.  Fehmar  KiOO  xchreibt  ihnen  Karl  Ton  Uietrichrtcin. 
daß  der  Vir.edam  ,1.  V.  I>>  ...  darcb  nnRieieheii  bericht  mit  einem  achftrpfeü 
uud  gitix  nnrerhofften  kcvelch  wider  una  erweckt*.  Damit  dar  Patroiiat 
dteaer  Pfarrkiiche  denen  toh  Dietrich«t«in  verbleibe,  habe  er  dem  IjAnde«- 
filmten  einen  Bericht  eint^epandt  und  wer*l9  auch  nttiDcm  Vetter,  dem  Kar- 
dinal, ^I^IdiiDg:  tun.  noffentUch  werde  der  Viiedom  inKwinchen  mit  der 
Kandlnng  «111  halten.  Rollt«  er  ^las  nicht  tun,  ■»  hoffe  «r,  «ie  werden  ihm 
die  SchlOaael   nicht   übergeben,  londem   ii«,   falls   sie  aicb  nicht  trauen,  sio 


^ 


«0« 


948 


tu    bp-hnltoii,    ilim   wieder   phtsrnilrn  (Kop-,  ebenda].     Den   ecb«rf«n  B«feU 
■ialie  Hom  7.  Juiiur  1600. 

2767. 

Landesfiirstliches  Dekret  an  die  Köllatorm  geistlicher  XtenefUt 
und  Lehmischafle» ,  tcornacft  die  F/arren  mit  katholischen 
hesetsl  und  sddte  Priester  filr  die  Pfarren  präsentirrt  %V€rdeiA 
die.  den  verführerischen  Sekten  nicJd  anhängig,  a»eJi  zur  Ver-* 
richtiittff  der  Seclsorrfc  ttiul  der  pftirrlichcn  und  priest erlichen  Ämter 
tauglich  sind.  Ifahen  die  KfUatoren  das  pfarrUche  Einhommai 
eingezogen  oder  mit  Pensionen  oder  Jiohat'  hes^wert,  so  »iirf 
He  vor  den  KammeriiroJcurator  su  silieren.  Das  Eifikomme» 
ist  sodann  stim  staUlicJtcn  Unteihalle  der  Pfarrer  ett  verwendm. 
Gra2,  109'J  Novcmijer  6. 

(Orig.,  EraljiBcboa.  ArcbW  (Jdiue.) 


2768. 

Ferdinand  II.  an  den  Patriarchen  Frans  Barbara  von  AquHeja: 
teiU  ihm  das  von  demselben  Tage  datierte  Verbot,  sektische  Bfteher 
511  halten  und  zu  verkaufen  (siehe  Bd.  l,  Nr.  814,  S.  613),  »rt 
dan  Bemerlten  mit,  daß  er  ,hei  den  in  unseren  Landen  da  und 
dort  gesessenen  Erzjtriestcrn  und  Vikaren  weitere  Verordnung  lue, 
daß  durch  sie  die  diesfalls  notwendige  Visitation  ins  Werk  gt' 
richtet  und  jährlich,  ja  auch  Ößer  im  Jahre  vorgenommen  werde'. 
Gras,  150'J  Is'ovemher  16. 

{Orig.,  Ercbiwh.tfl  Arebiv  Udine.) 

Der  Bofohl  iüt  iiri  Ate  VitEodomo  in  ilcn  iniiprnstorrriiRlii«cl*en  LXi 
gerichtet. 

2769. 

Ferdinand  II.  an  den  Patriardicti  von  AijuÜeja  Frant  Barbar«:  J 
teilt  ihn  in  Ahschriß  mit,   daß  er  den  ViUachern  befohlen  hatte,  H 
iiire  Prädihmtcn   und  Schuldiener  ausxuieeisen,   und  legi  anch 
eine  Kopie  der  Ausweisung  der  Prädikanien   und   Schuldiener ^J 
bei,  in  der  befohlen  wird,  daß  sie  sich  nach  Empfang  des  Bt^ireis^M 
noch  bei  scheinender  Sonne  atts  ViUach  n«  cntfernevt  und  binne» 
acht  Tagen  alle  seine  Länder  bei  sonstiger  Vcrliernng  Leibs  und 
Lebens  «*  räumen  halten.    In  detn  Dekret  an  die  VÜlacher 


di^»CH    außer    der    ßrsllkhen    Ungnade    noch   ««c  Strafe   von 

■JOO  Dukaten  angedroht,  ivetm  sie  die  Ausgetcieseneti  zurückhalten 

oder  wkäer  einfuhren  soUten.    Graz^  15'J0  Desember  2. 

(Orig.  u.  Kop.,  EnhitahOÜ.  Archiv  Udin».) 


2770. 

Ferdinand  TT.  an  die  Herren  von  DietrichstHn :  er  futbe  sich  mit 
dem  liischofc  von  Bamberg  verglichen^  tu  Vitlarh  keinen  scktischen 
Präd^ntten  ffu  dulden  und  die  l^fafrc  einem  rechtgläubigen 
Priester  eu  übergeben.  Da  sie  die  der  Pfarre  gehörigen  urbaria, 
cIcnodiA  ustc.  m  Händen  haben,  so  ergeht  an  sie  bei  höchster 
Ungntide  der  Befehl,  sie  an  den  Vicedom  Johann  Georg  von 
Stadion  satnt  dett  Kirchenschliisseln  und  Ornaten  auszufolgen. 
Grar,  IGOO  Januar  7. 

(Kap.,  Knisjurobiv  Butiburg.) 

lu  dem  Rokurs  acEir«it>t  Karl  ron  Diotrlelmteiu,  (laß  das  Schnüben 
vom  10.  Jxiiuxi'  (lalioil  MJ;  o«  sei  ibiioii  «m  19.  (liiri.'li  ät.iditfn  ciiigcliauUi^ 
vordeu.  Der  Kekiira  lieft  in  oinor  uniUlierton  Kopie  («bftDda)  vor.  Der 
fuze  VoT^Mig  Bcit  1£91  vrird  entiihlt.  ßic  Iiatteu  aiebts  als  dio  Kirobco- 
•chHluel,  dii^  »\a  denen  von  Viltacti  aiiüj^i^i^fntgt  haben.  Si«  ic^i^a  nicht  ge- 
•tSudi^,  dem  Vixftdom  irgendein  tut  ihncu  fregAiiilliior  icuxii^st«hen  Ciut  iit» 
praetnüandi  fQr  dto  Ffarre  habe  er,  weil  er  aiilltratamle  sei,  es  anaziiUtien, 
dem  Kardinal  Franz  von  DiatrichEtcin,  acinBia  Vett<?r,  (Ibcrgcben  und  er- 
warte bicrüber  Naclirlcbt.  IJie  Übergabe  düs  TatroDatca  ad  den  Kardinal 
liegt  bei.  Sie  ist  undatiert  I.Kop),  Am  13.  Mürz  Bclircibt  Karl  von  Uietrich- 
ateiii  iiber  diM«  ßaclic  an  die  Gemeinde,  in  der  llniTDUDg,  ,Ir  wcrd«t  Kacli 
dis8  allM  gefallen  lao^cu  nnd  Encli  dort  von  mir  empfangenen  lelion  gemXu 
Terlialtcn*  [Kop-,  ebenda).  Am  18.  MÄr:t  1600  Acbreibt  der  Knrtlinal  Ton 
NikoIMnirg  aitn  an  dm  Ersbersto^:  rr  liahe  daa  l'atreiiat  nmso  lit'bcr  an^o> 
nvminen,  weil  eji  ^n  langß  bei  seinem  llaiiso  gewt&cn  l«t  (Kop,,  siebe  nnton). 
Seinem  Vetlor  Karl  battu  Avr  Kardinal  schon  am  \b.  Februar  lOUO  von 
Nikolsburg  aiu  gnflcbrifbert  (ICi>p.,  (liebc  antcn).  Am  1.  Mai  bestätigt  Stadion, 
Am  18.  April  ein  Schieiben  der  VillacLor  samt  dän  Kircbenscblüssolu  er- 
halten xa  haben.  Dio  Administration  der  Kirche  vcrbloibo  derzeit  ihnen, 
««rbebatllii-'h  etwaiger  Ändernn^n  seitens  de«  Ershemig«.  Als  Prarrer 
werde  ihnen  van  dem  Bischöfe  Jubaun  Keilcrmann  vr^rardnet,  dem  An  die 
Kirchen kleinodion  und  Tcmporalien  ciii»nriUiiiic>i  bn.lieii  (Kop-,  elinndn).  Am 
26.  Mai  tadelt  er  sie,  daß  sie  dum  Pfarrer  iiirlit  geluirchen,  ,ind«u)c  Gabriel 
Maall,  ener  uiitburt^r,  soiuo  tuvbti-r  mit  Martiu  Weluru,  nputliekero,  neuhe- 
vervrichencn  pfingstmuntag'  tirotis  des  Verbotes  des  Pfarrers  ,mit  boebver- 
mestener  pracht,  pomp  ntid  trats  .  .  .  ftusserbalb  der  ttan  Villach  zu 
81.  Suprccbt  bei  etiiom  soctischen  praedicanten  copnlicrn  lassen*.  Kefchl, 
eich  foctau  dec  Atulaofens  xa  scktisclicn  Prüdikanten  zu  ontbaiton.     Gabriel 


950 


Maul,  Boins  Toebtor  und  HarUu  Wobof  liabeo  inunrbKlIj  II  Ta^eu  in  dar 
AmUkMiKlfli  XII  pn>riioi»eu  (K»]).,  ebenda).  Die  Gemoludi!)  seudel  auf  iMid« 
Subrcibeii  aiu  i.  Juiü  «lue  Anlwoct  und  benil^  ücJi  iu  boKUg  auf  «leu  Inhalt 
«Im  Ew«it«u  Scbreibciis  auf  dio  eigen«  ErklKruri);,  ilia  der  Vtxviluiu  ibueo  in 
Kluitoi  und  iin  \VirUbaiisc  bei  Baltbasar  Grcssing  ^geben:  .ste  •ollen  oai 
diT  klrclieu  abat«licTi,  die  pracdicAittcn  zichm  Uii8«n  und  licti  fum.t  In  d«r 
«tatt  dos  rxercUii  ciilbaltru,  .  .  .  die  wnildn  niniuaudt  in  neiiieu  ge«iM«a 
zwinicen,  wer  g«ru  iu  din  kirc.hen  xu  dmi  «infj^nHctzten  ralli.  |irie>teni  gelten 
.  .  .  otivr  abi^r  anderer  orten  diu  evangeluichen  predignn  (deren  «lÜcb  UBi 
Villavli  wären)  beaueclieu  wolte,  d«iu  «oll  es  freygeatolt  und  uuverwrArt  miu. 
Woluli«  ubiiitlich»  .  .  .  erltietiing  uns  dntin  nicht  weni^  au  einem  und  dem 
»iidern  bewc^  hnl  . .  .'  (Key.,  ebenda).  Am  2d.  Jnti  leu^et  Stadion«  «olcbe 
Zu);eaUndni»sc  gcntai-bt  tu  linhcn.  In  14  Ta^en  lollcn  sich  die  Bflr;^  Mir 
kalholinclifin  K<iligi»ii  Iteltennaii,  widrig«»fa]la  aio  die  ScIJLrfo  vanpOreo 
würden  (Kop..  de  dato  Wolfeborg,  ebenda).  An  doraaelben  Tag«  Mg«fae« 
fünf  tveiture  Uokreto  «u  die  Qcmcindo:  daa  erste  betrifft  das  Verbot,  deu 
Ffairer  iu  eeiueu  EitilcUuCteu  dadurcU  zu  schüdigen,  daß  sie  Taufen.  Kopa- 
lationeu  nod  B«g;räbnisae  bei  PrSdikauteu  sucbco;  das  xwoite  verlauft  Eia- 
Richtnahme  iu  dio  Stiftabriefe  dci  beil.  GclsC-Spitals ;  das  dritte  wendet  licli 
(*egru  di«  evxu|;i>l]>cbe  Si-bule  dtis  N.  Wiltich  und  verbietet  di«  Weiterrrr- 
Iciliun^  einer  nach  dem  Tudo  riiip«  BUrgom  hei  mgc  falle  neu  Wiiwe  and  ein« 
Aekerflr  die  »iir  8t.  JakulixkircliL-  (*ehQreii;  dat  vivrli'  richtet  sieb  g*^u  das 
Vorgeben  der  VtllacLar,  die  auf  dax  Vvrbot,  ciu  aekttsubea  Kind  auf  dtm 
Nikolai -Friedhof«  au  begaben,  sich  anaauitncurottetcnj  das  fttuftc  b«batidelt 
ein«  Antaatang  und  Bedrohuikg  des  Pfarrer«  {K»y.,  «boDd«).  Am  1.  AnguM 
verbiet«!  er,  dern  aektiitcbeii  Meßn«r  die  OartenbeuUtaung  xu  gewähren,  die 
drm  katholiHchen  Meßncr  gehCre  (Kop.,  ebenda).  Anf  die  aieb«ti  Amt«- 
befehlo  antwortet  dio  Gemeinde  am  Sl.  Angnat  nud  biltot,  aie  nnfaetrübt  an 
latacn  (Kop.,  cbeuda). 

2771. 

Der  Kardinal  Frans  von  iHetridislein   an   seinen   Vetter  Kati: 

nimmt  den  Besitt  des  Patronats  der  VäUicher  Pfarrkirche  gern 

ent<fegai   und   teilt   mit,    daß   er   hierüber   der  F.  D*   MAno&e. 

NikoUbttri/,  IGOO  Fchrmr  15. 

(Kop.,  Kreisarcbiv  Bamberg.) 


I 


.  . .  Was  der  herr  retler  vor  wenig  tagen  scliriftlich 
mis  gelangen  loäsca,  haben  wir  mitsainbt  den  einschlUsäen  em 
pfaugL'n  and  von  herzen  gern  rernommeD,  daas  der  beir  veltor 
sich  wider  I.  F.  D*  bevelch  nit  setzen,  sondern  nacli  ajtciu  seines 
geschlcclits  brauch  gehorsamblich  erzaigen  wollen,  jedoch  ttm 
jtraeiuditio  unserer,  deren  von  Dietricbstain,  gerechtigkait.  Und 
weil  dicselbtge  zu  erhalten,  uns  der  herr  vetter  der  kirclicn  bu 
Villuch   ins  patronatus  gentaücb  ^Uiui    iur«  abergibt,   ueoieii 


n 


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951 

wier  solelies  tili  alluiii  gurii,  soiidur  zu  grussoa  dank  an  und 
wellen  mit  ullem  vißiss  darau  sein,  darmit  solches  dem  lüblichen 
DietrichstainerischeD  haus  integre  und  ganz  conservirt  uod  er- 
halten werde.  Und  hat  der  hcrr  vcttor  gar  recht  und  wol 
limn,  dasH  er  zu  uns  so  ein  starkes  vertrauen  und  zuversidit 
geschüpflj  so  wier  in  der  warhait  ine  und  allou  den  seinigon 
(als  den  negston  blaetsfi'eundten,  an  wir  ncgst  nnscrn  herrn 
brucdern  und  Trauen  Bchwestern  haben)  freund Ischaft  und  an- 
geneiuen  willen  zu  erweisen  wehr  iiU  berail  und  willig.  Schreiben 
auch  hierauf  I.  F.  D^  von  aigoer  handt  and  rceommondireu  ir 
hoch  den  herrn  vettern  und  seine  herrn  brliedcr,  als  aus  in- 
ligendur  copia  zu,  ersehen.  .  .  .  Datmu  üUcnts  Kiekhlspurg  den 
15.  Februar  anno   löOO. 

Franz  von  gottes  gnadon  der  hl.  röm. 
kirchen  des  tit.  St.  Silvestri  cardinal 
von  DietrichstAJn,  bischof  zn  Oluiitz, 
fllrst  der  kgl.  behemischen  capelle, 
graff,  K.  K.  M'  rath. 


2772. 

Der  Kardinal  Fraug  von  Dit^tr ichstein,  Tiischof  von  fUtnäte,  an 
Ferdinand  II.:  er  habe  dfis  ihm  voti  seinem  VeUcr  Karl  anrße- 
iragene  Putr&nat  der  Pfarrkirche  au  Viüafk  utnsa  Heber  ange- 
nommeti,  a/^  es  seit  alter  Zeit  bei  seinem  Gesckhchte  sei;  bitte, 
es  Vim  in  Itesiti  su  tji^ten  und  Verordnung  zu  tun,  daß  die 
Pfarre  an  einen  IcathoUschen  Pfarrer  kommt,  tcoriiber  er  bereits 
an  P.  Ettinel  geschrieben.  Empfiehlt  das  Dietrichsteiniclte  Oe- 
schlecht  SU  Gnaden.    Nikolsbnrg,  1000  Februar  IB. 

(Kap.,  Kreinarchiv  ll&tnbur{;-} 

Durohleuchtigister  .  .  .  Ks  hat  mir  vor  wenig  tjigen  Carl 
von  Dietrjctifitain,  mein  lieber  vetter,  sehriftlicb  zu  erkennen 
geben,  wosmassen  er  wegen  allorloy  nirfnljendcr  uiirtchtigkaiten 
2u  E.  F.  D'  gn.  satiafaelion  als  der  eltist  seiner  brueder  das 
iua  patronalua  der  pfarrkii'cben  zu  Villach  nur  gontzlicb  pleno 
iure  übergeben  und  cedirt,  wie  E.  D'  aus  einligonder  capia  zu 
erBchen.  Welches  ich  also  vü  lieber  antreiiomuien,  weil  solches 
vor  langen  iarn  bey  dem  Dietrichstainerischen  gOBchlocht  ge- 
wesen.    Bin  derohalben  auch  der  tröstlichen  Zuversicht,  E.  D* 


952 


werden  solche  rcsigiiation  mit  sondern  gnaden  aitfneraen. 
da  K.  D'  mit  mir  Bcliaffon  wurden,  vrolt  ich  selbst  dci 
roten  hUotleln  and  bistumb  renuncirn  and  mich  far 
einon  )}farrcr  dorten  oinetellen  und  gebrauchen  lassen. 
In  mittelst  aber  bit  E.  D^  mir  die  poaseasion  fachen  xa  lAssen 
and  einen  enthoIis<:lion  [ifatTcr  sine  praeintlido  iurifi  palronnttu 
eiiiKUHetzeti  verordnen,  als  ich  in  disern  parLicaUr  P.  liainelio 
wottlßufigor  zaeschreibo.  Und  nachdem  meine  lieho  vottera 
dem  ulten  Diclriclistaincrischen  braach  nacb  gegen  E.  D*  sich 
durinaBscii  gcborsanihllcb  und  niHterUtGnij;ist  err.ai^^t,  bttt  ii^b 
gan»  flcissig,  E.  D*  wellen  ay  in  Iren  fürstlichen  miltreiclron  gns- 
den  hoclihcvolchen  sein  lassGii  und  unserer  eitern  tro.uo  dienst  Ijfr 
trachten,  die  wier  auch  bis  zum  todt  gehorsam  blich  luislen 
wellen.  Time  mich  .  .  .  Datum  Nickblstiurg  den  18.  Februar 
iam  1600. 

£.  F.  D*  gehursarner  und  nntertheniger  dicner  and  freundt 

Frans,  cardinalis  von  Dictrichst&in, 
b.  z.  O. 

2773. 

Polydor  vott  Montagnana,  Propst  in  lituJolfsicerlJi,  un  den  1*0' 
triarchai  Frans  liarharo  von  Aquil^Jn:  Da"  Scr""*  Archidnx 
habe  die  pestem  et  insaoiam  Iiactcnus  baereticorum  praedi- 
cantium  ans  diesen  Landcsteilen  gana  atisgcmerst.  Von  den 
Bünjern  hchcnne  sieJi  nun  der  größte  Teil  £ur  katholiscfien  Re- 
ligion. Auf  sein  Drängen  habe  der  Erghersog  auch  nir  Mßfor- 
wation  der  Hudolfswerthcr  Bürger  eine  Kommission  ahgcordttet. 
Diese  sei  in  Kürze  zu  erwarten.  Sie  tcerde  nidit  hUß  die  iHÜtt' 
rischeti  Bürger  .rur  Vernunft  bringen  oder  ins  üxil  schicken, 
sondern  auch  die  kdxerischen  Bischer  dem  fetter  übergehen. 
Rud^lfsurerth,  IGOO  Mars  73. 

(Orig.,  ErzbiidiUS-  Arcliir  Udin«.) 


2774. 

Papst  Klemcns  Vlll.  an  ?>£hersog  Ferdinand  IL:  Wegen  Vet- 
Pfändung  und  Vergebung  geistlichen  Gutes,  die  in  seinen  Ländern 
leider  noch  vorkonwicn,  habe  er  der  fieisÜiehkeit  durch  den  Nun- 
tius Hieronymus  Biscitof  vm  Adria  gesehrieben  und  ein 


953 

liehen  Verbot  mlcommeti  hissen.  Der  Erehersog  mötfc  den  Nuntius 
seinem  Eifer  nach  unterstiUeen.   liom,  1600  Juii  1, 

(Orlg-Perg..  St  L.-A.) 

Oiixeiclinrtt:  Silvlna  Anlontanu«   CanUnali».     In  ttnrMo:  ns  ftnnn  ecetaia- 
itica  m  hiitce  juvoinciü  »Ha  ab  epitcopU,  jtraelaiU  etc.  eloorafuj-  Aoei-eficur. 

277Ö. 

Er^bischof  Ernst   von   Köln,    Administrator  von   Freiiing^   6e- 
siäligi  der  Bünjersciiaft  von  Ohericcf^  ihre  alten  hürgerlichen  Frei- 
heiten, doch  aasiiriickUdi  mtr  auf  sUange^  aU  sie  bei  der  kaihö- 
lischen  Eeligion  vcrhldbett.    Freising,  1000  Juli  7. 

(Orig.-Perff.,  8t.  L.-A.) 


2776. 

Siiynweüfer,  Richter  und  Hol  zu  ViU<teh  an  den  Visedom 
mOäiitlH:  Da  sie  in  Erfahrung  gebracht,  dafl  eine  uriemlichc  An- 
ealtl  Kriegsvolk  in  (TmÜ7Hi  ange]i<»nmen,  haben  sie  zu  genauerer 
Erhoidigimg  eigene  Holen  dorthin  gesandt.  Diese  rnddai,  daß 
das  Kriegsvolk  das  ,SiädtV  eingenonwicn,  die  vier  Tore  hesetrt 
hat,  niemaitden  hinausläßt,  die  Bürgerschaft  beschtc&rt  und  einen 
neuen  Eid  von  den  Jtürgern  verlangt.  Sie  feilen  das  mit,  damit 
dem  Fürsten  nicht  dtirch  einen  gleichai  Einfall  Eintrag  gescftehe. 
Villach,  JGÖO  Sejdemher  9. 

(Kap.,  Kreiiarcliiv  Bamboig.) 

nmgeli'gt  bt  äl«  von  ChrtitO[>h  Zechner  bioher^c-briiplilii  ,P«rlien- 
laritnt,  wie  lieh  dx»  krEogsvolic  üu  <Jniüi)rlt  Tarhaltnii  tiAt'.  Sin 
ist  ideiitisch  mit  Hr.  1115  »htm.  StJidlon  antwortet  ivm  18.  Ke|itoiiiber:  ihm 
Bt«he  niclit  xu,  der  F.  I>*  <lia  Pilaac  ilnrch  du  Land  zu  sperren.  FaIIi  sie 
Boilnt  «bcr  beroit  sind,  entweder  katliollHch  xu  werden  oder  tlca  10.  Pfentiig 
XU  orlegcn  uad  absazicticn,  so  wcrile  er  bei  den  ltalLgioDsrQforuial!i.<nik(>n)- 
uiUlJirca  iutQizedieren,  <laQ  iia  Uatormatlon  olioe  Tiillicbkeit  abgeht  (Kti|i., 
•bcnd*).  IJio  OviiieimU  mitwurt«!  sm  SO.  6ei>t«rnb<)r:  I«  politischen  Dinpen 
lallte  flc  nllrn  CSohor»m,  ale  werde  die  KommiHXrc  erwarten:  snllte  diu 
KcfoTniatlon  nicht  wie  tu  (ImUudt  vor  bIcIi  geben  und  S'  V.  0.  etivoa  Prfi- 
judlzlerliches  zugefügt  werden,  wlo  denn  ,diea  Kripgavolk  n&ob  VilUcb  Vör- 
langon  trügt',  so  liitten  aio  nocLmats  um  Venuittlimg  (Kgp.,  ubgndB).  Tag« 
darauf  ni^ldut  der  Vizciluiu  den  IteligiuasruforiuatioaskoinuüsAiirou:  «lie  Vil> 
lacber  \To1leii  sie  erwarten,  Llahet  wf>rd«  «$  ni<.'-ht  notwendig  ««in,  mit  dem 
KriepTolko   binzuxi«hQn  ^Kop-,  eb«nd«).     Duron   wird   an   deinaelbeu   Tage 


9M 


«udli    difl  OtfBieinde    veratÜuJigt  (.K«p.,   oUnid«].     Daa   Folgende    »iebe    ■■■■ 
S».  Soiitcinber. 


2777. 


4 


Der  Erejmestcr  su  Tarvis  an  den  Patriarctten  von  Aqt$ilrja;  a 

gdfc  tfoch  Kciscr  in  Tarvis.     Diese   utrdcn   nicht    eher   bduJtrt 

wcrtkn,  ehe  nicht  die  Priester  dtisdbst  das  Konkulinat  aufgebm. 

Tarvis,  IHOO  September  10. 

(Ori|f.,  EntbUvliOfl,  AroliiT  Udine.) 


2778. 

Die  Verofdnden  con  KänUen  an  die  tiUda  antccsetiden  7?e?tV| 
reformatiotishommissäre:  Sk  hätten  niemals  gcdaeJU,  tlufj 
von  andere»  Beschwerden  ahtiesehen,  ein  Kriegapolk  wider 
(jetrcxten  Stände  füfircti,  die  armCH  Latte  su  unerhörten  £id9- 
pfticlden  mit  harten  SdUägen  und  Drolmtiyen  exiingen,  maHche» 
das  Ihrige  tcegneJime,  sie  mit  dem  Brande  hedroftett,  in  die 
Ei^en  und  mit  Prügeln  scJdagen  oder  uit$  dem  Lande  treitm 
tverde.  Sc/w»  wegen  der  Gmfmder  Vorgänge  hätten  süi  dem 
Landeshmtptmanne  zugeschrieben,  daß  er  bei  ihHcn  sich  rerfcmde 
und  die  Amteti  beruhigt  bei  deni  Ihrigen  gelassen  werden.  Sie 
hätten  nun  in  Gemeinschaß  mit  den  beiden  anderen  Ländern 
Ausschüsse  an  den  Landf^^fiirsten  in  dieser  SacJie  abgesendet, 
die  noch  nicht  suräckgckommcti  seien.  Bei  den  jcfsigen  Krieg»- 
laufen  sollte  alles  auf  die  Aitvehr  des  Imides  bedacht  sein,  wie 
die  Dinge  aber  beschaffen  sind,  htmi  sich  niemand  außer  iMud 
begeben^  da  der  ertcäJmte  lieformatiotisjyroteß  nicht  Uofi  einen 
Tag  wie  den  andern  fortgeht,  sondern  auch  anderer  Herren  und 
Leute  Untertanen,  so  sie  gegen  die  alten  Freiheiten  m  die  0*- 
Inbde  genommen,  heniUsen,  nm  andere  jnt  Hbereichett.  Sie  »oUea 
sogar  jemandeti  nach  Italien  um  Kricgsvolk  gesandt  haben.  Bitte, 
namens  dtr  Landschaft  mit  dieser  verderUiehcn  lieformattun  aus- 
msetgen,  das  Kriegsvolk  aus  dem  Lande  lu  führen  utul  wenigstens 
so  lange  siiUxuhaUen,  bis  der  Kärntner  Ausschuß  aus  (irne  jurdefe- 
kommt.    Klagenfuft,  KiOO  September  '4H. 

(Kap.,  Kieiiaroljiv  Baubcrg.) 
Zur  Snrlifl  9i«he  oben  Nr.  1116,  1117,  1119,  1121— 1IS3. 


• 


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955 


I 


2779. 

Fcrdinatul  IL  an  den  JiamberffischeH  Vitetiom  Johann  Georg 
von  Stadion:  ErHürvng^  tvesfitUb  er  nicht  auf  sein  Anerlieten, 
die  Heformaiion  in  Blcihcrg  und  audcrctt  Gdiieten  seiner  Juris- 
dikiion  selbst  vorsitnvhmeit,  cinijelicn  könne.  Sein  Vorffchen  werde 
den  Hechten  und  GcrccJttigkdten  des  ßiJftums  i»  keiner  Weise 
priijudinerlich  sein.    Graz,  JGOO  S^pteinhcr  il7. 

(Kop.,  Kroisarcliiv  Bamberg.) 

Ferdiaundt  .  .  .  Ki*»nmer  .  .  .  An  heat  ist  uns  von  anaern 
nach  Küriithcn,  alda  in  anscrm  fnrstcnthamh  anuh  die  heü- 
wcrtiiio  rcligionsretormation  {welche  uinb  der  vilfeltigen  einge- 
risanen  nntcrschidlicheo  scctcn  willen  besonders  hoch  nothweodig) 
lUrzunemcn,  mit  gewisser  instniction  fUr[i;e8ehnoii  uiut  abge- 
fertigten eöuimiäsaricD  sovü  erincerang  geh.  gethan  worden, 
dass  du  dich  ncmblich  orbietest,  tnniAescn  da  bishero  alle  secti- 
8che  praedicanten  abgeschafft,  dasa  da  auch  mit  den  übrigen 
als  20.  Pleyberg  oder  wo  sie  in  deiner  Jurisdiction  sein  mifgen, 
nach  also  procedieren  selbst  guete  reformatioti  riiriienibeu  wüilcst, 
uud  derwegen  bey  nnscrn  conimissaricn,  sich  in  S.  L.  des  von 
Bamberg  gebiet  nicht  zu  bogem  ('»irj,  nnbnltest.  Nun  haben 
wir  »war  an  deiner  /.ar  eatholisclion  religion  tragcciJcn  eyfer 
und  dass  du  keinen  fleiss  sparen  wurdest,  aJnichen  zweifei  nit. 
Dioweilen  aber  dise  generalre formal ion  mit  andern  particular- 
proccsson  ainen  merklichen  absats,  also  das  erstlich  er,  elir- 
wUrdig  unser  rath  .  .  .  Mai-tin,  bischove  zae  Secau,  in  dtsem 
KUwidcr  accordirang  dur  in  der  catholisclicii  kirchun  i^rhalttmen 
ainigkait  ain  solches  zu  decernim,  das  er  fa:  ■plunilndin^  npo- 
etolifae  authorxtatis  commtiuianern  vuh  utraque  fpecie  gowol  der 
priestcrscliafl  m  sjtendirn,  als  den  layeri  zu  empfahcn  inliibini, 
nicht  weniger  aus  hakenden  gewnlt  dep  clerum  pm  ratlune 
reformirn,  über  das  mit  seinen  exhoi'tationen  und  andern  geist- 
lichen acten  vil  verfnerto  wider  zum  rechton  weg  bringen  kan, 
und  dass  soristen  du  die  ungehorsamen  femer  nicht,  dau  nur 
aus  dem  Bamburgi^cben  gebiet  aber  nielit  aoä  dorn  gauzcu 
landt  (iroscribirn  künudcst,  da  dann  auf  suleben  weg  aincr  oder 
der  ander  sich  gleich  in  KUrndten  jin  dem  ncgaten  orth  ausser 
des  Bamborgisehen  gebiete  wider  Didcrrichtcn  und  damit  der 
Sachen  gar  nicht  zum  grandt  geholfen  wurde,  so  wierdet  vil- 


956 


molir  vonnethen  eeiis,   aacli  an  disen  orthen  and    der  ßainb»-     , 
gisuheu  Iiorrscliaften   ain  sotcho  haabtrofarmation,  inniasseD  in 
bnidcii  I.  Ij.  L.  dos  von  Frciging  und  blsclioven    von  Salzbor^ 
beri'Bclkiften  Ijeschechon,  flirzunemen,  wie  dann  nneh  gcmncbten 
Hiifanff  unib  weniger  dor  loutb  nugologonbeit  und  nncosten  willen,     | 
daas  sin,  unsere  conimissarien,  bIcIi  mUglicIiiet  wider  von  danneii 
erhoben,  die  cudtlichc  oxocution  in  ainom  und  andern  dir  an- 
bovolebcn    und    vortraut    worden    mag,    auch   disa    alles    dem 
Stift   Ramber^  an   dessen   recht  tiud  gcrechtigkaitoD  in  ntclitilH 
nachteilig  oder  praejudicierlich  sein,  auch    den    BaniberjjischM^^ 
leuton    kein    anbcfuegtcr    trangsall    zaegcfuegt    werden    solle, 
wie    dann    diss   unser   commissaricu    instraction    mchrers   mit 
sich  bringt. 

WtSllcn  dich  demnach  dahin  mit  disen  goedigcn  bcvulch  ! 
ersuecht  haben,  dass  dn  gemelten  nnsem  commissarien  xn  vol- 
koinbner  Verrichtung  disea  hochhailsamcn  werkli(8)  mit  rath 
und  that  in  ain  and  andei-n  weg  hillßiclion  beystandt  erzaigen 
wollest,  als  wir  uns  dessen  nmli  allerhand  ursacli  willen  an  dir 
uiit  gnnden,  damit  wir  dir  gewogen,  vorsechcn  thnon.  Oeben 
in  unser  statt  ihütz  den  ^7.  i}e}ileml>rU  anno  1000. 


Kerdiuiindt. 
Wulfgaug  Jüchliiigcr. 


Ad  mandatuni  Ser^  domini 
uruhidacis  proprium. 


2780. 


BürgcrmeisUr,  Bichter  wtd  Hai  m  VilUKh  an  den  Viiedom  m\ 
Wolfsherg:  Seit  sie  sein  InterzessionsscJtrciben  den  Rdiffionsrefor' 
tnaiiottsJcommi.'isärcn  üht^rscJticli,  ist  ihttcn  htcrUhcr  nichts  ah  die^ 
J^mpfanffshcstätifjung   zxujchommen.      Nach    dem    Berichte    lAr«) 
Boten  habe  der  Fürstbischof  von  SecJiau  der  httcrgcssion  haU>fr\ 
ßkh  schimpflicher  Worte  vernehmen  lassen'.  Sie  erinnern  nun  m 
den  Fall,   daß  die  Kommissäre  irots  der  Interzession   ihre  Re- 
formation  mit  Glimpf  oder  Ernst  auf  FiffticÄ  fortsetzen   und 
fremde  Untertanen  in  I.  F.  jy  ,Aid  und  Glüh  nehmen   dürflen'. 
Daher  betecrbcti  sie  sich   um    mehr  Kriegsvotk.     Die    Villa<Aer 
seien  J»tm  Widerstände  rit  sehtcacJt.    Sie  teilen  diese  Dinge  mit, 
damü  nicht  Bamberger  Gerechtsame  geschädigt  werden,  mSge  siek 
der  Vieedom   vorsehen   und  sie  ettticcder  in  eigener  Person  oder 
durch  einen  Stellvertreter  hei  ihren  Hechten  und  Pflichten  schüi 


957 


oder  im  widriyai  Fall  »finen  keine  Schuld  an  ettvaigen  Fri^^- 
iiisien  beimessen.    ViUach,  1000  Septmnher  29. 

(Kop.,  Kreliwrchiv  Bjiinbei;;.) 

Am  iilcbateu  TngK  sendet  der  Vizedotii  ein«  GrgiluKiiiig  su  wiurm 
8clir«ibeD  vom  Sl.,  darin  entdeckt  dr  iba«ii  eeiuen  inodut  re/ormalionit: 
W«r  in  den  nSch»tou  13  Woclien  rotn  ü.  Oktobftr  xn  gerec1in«t 
bIoI)  nicht  mit  Boicht  nml  Kommcnion  bei  Aom  ordentlichen 
Pf«rrhr  oinNtcIlc.  der  ni  u  U  lipi  Vurpfünduiif;  «einer  llaliiR  uiitt 
<jfUer  iu  huMliiii  nitor  Zeit  kux  ilrr  Htailt  Villuch  und  i\v-h  ßntii- 
borper  KnrrKcliafleiL  ffbxiehi^ii,  «eiiiun  Kesilii  in  der  j;  i- iiJi  it  ii  t  n  n 
2eit  verkaufen  und  deu  li).  Pfennig  «Is  NAchilouvt  itahluu  (Kop, 
ebendn).  Dil rgei meist« r,  Riuliter  und  R.it  tcütSligen  aiu  1.  Oktober  den 
Kini>f«ngr  difMJ  Sclireibona:  ^eder  wird  atuh  daru&ch  211  rcg^aliercn  >vi»*en'. 
iVn  R^Ii^ionBrfformR)iciMk«miiitwJlr«n  weiden  sie  sehmben,  dnß  .sie  bereit« 
den  moiltit  ref<n-i»ftti<mi*  rnipfiiiK«ti  und  dc<msclbäu  onchzukomman  |fc»iiiiit 
at.'ieii',  diiB  iiii^n  sie  detnQBoh  ,init  ihi^r  HiehprcrscliLiiiiinif;  und  Tortialicmler 
Uafonikütioii'  versvliuaen  niVcbto  (Kdjj.,  obonda).  luznlsctien  haLto  ibrmii  aurli 
d«r  Vixftdom  »ta  1.  Oktober  xu^oschriobnn,  woBti  dlo  Religtuiisrcfonuiitiaiis- 
k^tnmias&ra  von  iliucn  ciiiou  neunii  Eid  verlanf^ii  wUrdon,  solleu  »io  iliiica 
niitt«il«H,  dAß  ,Eltn<.-n  bcr»itt  ein  Tester  Termin  xiim  Absuge  ge(«txt*  sei  und 
daß  sin  d«rn  ttpfelilc  goborcheii  wollen.  Sollten  «<e  mit  Gewalt  xu  einem 
nviien  Eidsebwnr  poKwun^cn  werden,  müßten  aio  ihn,  aber  mit  rorhor- 
gelieiider  Proteatnlion,  leinen  (Kop.,  i^henda).  Der  ihnen  von  ihrer  Herr- 
•cliaft  vorgclegle  Kidschwur  (nr  LildAt  eine  Beilage  xu  dem  SclireiliEin  Av% 
Vixoduma  an   die  Kcliglonarcrnrmationikonitnlaaion   vom  23.  Oktober)  lautet: 

,Ir  werdet  mit  aufgereckten  fingern  einen  aydt  zu  jfolt 
dum  allmechtipen  BchwRron,  da.^  ihr  etich  der  sectimchen  prr- 
digcandten  allTdinga  «ctsi-li  lagen  und  in  eeit  gegebner  frinten 
enlwodor  xur  calbolischeu  religio»  oinstallou  od«r  aus  t)ani- 
bergitchon  Larracbalton  liiowogaiaboa  wollet.* 

Am  B.  Oktober  nobreibcn  sib  an  den  Viicdoni;  Die  Rel*gi(in*rrf[ir' 
nttianskommisttüre  aeien  ,in  eil  von  Spital  nach  Slr^-titbiirg  und  Rurgk  jinf- 
gflbrochvn  und  nnjctEo  vorgnnj*neü  freyt«j*  »bcuts  ^hfi  St.  Veit  ankniiien'. 
Bisbur  sul  Ihnen  nivliCs  zugemutet  wurdrn,  tiaber  bxben  sie  ihr  ljchreil>eu  aa 
die  RtiligionarcfDmjatiuüskvtDminiiro  unterlasscii.  Sollte  mau  von  Ihnen  ein«n 
Eid  verUugcn,  wUrduu  sie  in  tivmÜObuit  der  ergaugeuen  Uefeblc  vorgehen, 
wUrde  man  trulx  Fußfatl  und  Protr»talion  einen  neiion  Eidscbwnr  verlangi>n, 
»»  wflrde  der  im  Widerspruche  nitt  ihren  HItcron  Eirl^pStchlen  sein  und  «i« 
bnmiten  sich  darin  nicht  einlassen.  Sie  würden  sii^h  in  diesem  Fallff  an  die 
F.  0.  und  das  DnDikflpltcl  wenden  und  um  genaueren  Bescheid  bitten  (Kop., 
ebenda).  Am  Sl.Uktober  orinncru  sie  den  Vixcdum,  «laß  sie  früher  gebeten 
haben,  dt«  Sachen  ao  an  dirigieren,  daß  «■  dieacr  Mittel  nicht  bedürfo.  Da 
die  Knmmissiro  auch  nach  Villacb  kommen  mOcbten,  bittr<n  sie  al»  Bambcr- 
gUche  Erbholden  abermals  um  genawere  Verbal tungstnaßregcln  (K»p,,  ebenda). 
Dm-  Vixednni  entsebiiMigt  «ich  am  2.1.  Okiober,  er  habe  wrpen  I.filjes- 
itehwacbbrit   biaber  nicht  reisen  kjtnncn  und  habe  deu  Kanzkr  mit  Instruk- 


958 


Uoneu  Ml  sie  abgucodet  (Kftp>,  «b*uda).  Diom  liulraktioD<in  *iebe  io  folgcsd 
Nammer  27d3. 

2781. 

JCrshischofWolfdifUrich  von  Sahhurg  an  den  Visedom  von  Vr 
Ituddf  oon  liaitenau:  bestätigt  den  Empfang  de&  Schreibens 
a- eher  möglichen  Kommissäre  vom  5.  d.  M.     Kr  werde  alles  tt 
Iltis  2ur  Erbauung  der  Kirche  dient.    Auf  seinen  Kärntner  Be^ 
Sitzungen  sei   noch   eine   Menge  Übergetretener   verdächtig.     Dv 
von  Altmhofen  und  Küettetiberg  Mnnen  in  so  kurzer  Zeit  ttieU 
stum  Gehorsam  gebracht  werden  und  sei  deshalb  noch  ein  starhts 
Aufseilen  notwemlig.    Saisburg,  HJOO  Okiober  9. 

(Orig.,  Bndolfin.  Klag«nfart.] 

27«2. 

Derselbe  an  detiselhen:  Erinnert,  daß  die  erehersogliche»  J^\ 
reformalionskommissäre  unter  dem  Sdieitie  der  Jleligion  auch 
katholischen  Orten  die  Untertanen  vor  sicJi  erfordern  und  iknen. 
namens  des  Erzherzogs  ftette  ungetcöhnliche  Pflichten  auferlegen 
verfüge  er,  daß  sich  die.  Untertanen  an  den  Vifedom  rw  halten 
haben.  Er  krmne  niemandem  die  Gewalt  über  sie  einrt'tumen. 
Salzburg,  1600  Oktober  32. 
(Orig.,  eboudi.} 

2783. 

J)er  Bambergische  Kanzler  an   die  landc^fUrsthchcn    Heligiom^ 
reformationskmnmissüre:   teilt  iiincn  die  l'vnktc  mit,    die  er  mtf 
der   Jinrger&chafX  von   VUlat^  in  Sachen   der  Gegenreformation 
vereinbart  habe,   und  untersltitst   ihre  Bitte,   daß  nicht  diu 
Samte  Kriegsvolk  in  die  Stadt  eingelassen  teerdc.     Vülach,   7 

Oktober  33. 

(Kop.,  Kr«iMrebiT  Bamberi;.) 


Hocinvardiger  fürst  .  .  .  Derselben  ans  St.  Vcith  gns 
ta^'S  an  mich  bey  al);nen  reitenden  [loten  wegen  dos  VilUcli^ 
riachen  religionöreformalionswerchs  abgangne«  gu.  nmb  bcridila 
willen  ersuechsclireiben,  wie  die  Bachen  sowotn  wc^n 
gliebner  pracparation  als  sonston  in  Villach  bcsclmfTen,  ist  nur 
nmb  mittornacht  zn  S.  Andre  ain  halbe  meil  wegs  von  VUUch 
gelegen  geliiert  worden. 


I 


I 


9B9 


Als  ich  mich  nun  zu  frile  ge^ren  tags  gehen  VillAch  v^r- 
faegt,  hab  ich  alsbalden  nach  N.  burgcrmaiBtcr,  richtr;r  und 
rath  des  ortlis  geschickt  und  mit  inen,  wetchorgestalt  diss  re- 
foriuationswerch  conlinnirt  wurdt,'  mit  allen  ombstAnden  augo- 
bracht,  und  als  sie  sich  auf  aine  gantze  gmain,  die  sie  mil 
glogge  nie  Uten  ircn  gebrauch  nacli  zusaraonberueffen,  ztio  midler- 
redt  referiert,  ifit  der  uiagistrat  nach  eascna  aambt  dorn  midirern 
thail  der  burger  vor  mir  in  der  Banibcrgi sehen  bürg  daselhai 
erscbinen.  and  nbwolii  tiich  anfinngs  die  snrhen  etwas  ziinhch 
beseliwiirlich  umb  manioherley  undleraelitedMclieii  niaimuig 
willen,  «0  liey  inen  fiirgefaüen,  ansechen  lassen,  ist  doch  letzt- 
lich nncb  allerley  hinc  e.t  inde  fiirgeloffrien  wcchalreden  und 
hierundter  durch  mich  gebrnuchte(n)  dienst]iche(n)  persuosioncD 
die  Sachen  zu  hortiaehvulgcuden  mittelu  gelaugt: 

1.  Eretlich,  das  gemaine  burgerschaft  auf  innrgrn  zu  frue 
den  catbolisuhcn  aydt  verniüg  beyschluss  lil.  A  '  in  gedaclitcr 
hnrg  anstatt  E.  G.  zu  liambergf«(ir;^  mir  Iiiistcn  wollen,  mit  disem 
anbang,  dasa  verh öffentlich  inon  nicht  gewehrt  werden  wurde, 
unib  mehrere  frist  des  auaauga  halber  bey  der  obrigkait  undter- 
ihcnig  anzuhahcti. 

2.  FUrs  ander  weiten  sie  mir  und  dem  alhicigen  pfarrer 
die  scctischc  buecher  gleicher  gcstalt  auf  morgen  in  die  bürg 
Ufern. 

3.  Dritten»  wciüen  ich  inen  im  namon  E.  F.  G.  ...  ver- 
haiasen,  darumb  und  daran  zu  sein,  damit  das  kricgsvolk,  was 
sie  an  spciß  und  trank  hei  inen  ncmcn  wurden,  die  bczalong 
derüwegcn  unfaitbarlieh  laist  und  ich,  damit  ca  beschflclie,  darob 
sein  solle. 

4.  Zum  vierten  solto  bcy  dem  kricgsvolk  alle  thütlicbkait 
gegen  der  bnrgerschaft  eingestclt  werden,  desgleichen  wollen 
sie  anch  hey  den  irigen  zu  beschcchen  verorden. 

5.  Dio  waclit  nndter  den  thtJren  solle  geinaine  burger- 
schaft halten  und  verrichten,  aber  doch  machten  E.  V.  CJ.  .  .  . 
ire  aigne  guardien  bey  sich  in  der  statt  auch  haben. 

(t,  Whicn  sie  ganz,  nndtertheniglich.  inmasaen  sie  auch 
etÄÜche  <lerowcgen  K.  F.  O.  .  .  .  gegenscbicken  wollen,  damit 
das  ganze  kricgsvolk  nit  in  die  statt  hineingelassen,  sondern 
nel>en   den   tross  in    der   vorstatt,    dahin    inen   auch    ire   not- 


■  8i*lM  otMQ  sum  S9.  ft(>ptemb«f  IßOO. 


960 


turft  omb  die  bezalung  gevolgen  (»tc)  werden  boII,   verbleiben 
mochte. 

7.  Das  R.  F.  G.  sambt  den  kriegsvolk  nach   beschcchnon 
fUriifiltcn,   was   L  F.  D'   entliclie  mainiing  wegen  aasscbaffon^ 
der  uncatbolischcn   aus  dero  erblaoden  nach   geenden  termin 
nlfi|irtldeti  wider  verrücken  wolten.    Hiernmb  ich  aucb  zu  mehr 
bcÄirderung  des   werchs   zuegesagt   so  lang  bey  inen  zu  ver- 
hareo,   bis  es  goficbechc   und  auf  schienst  kSnfUgen    erchtag 
Hiiiuhten    dieselben    tn    nanicii    gottes    sambt  der  gmirdi  anbero 
kommon.     Und    weihi  dann  mciues  geh.  eracbteoB  dises  ziinb- 
liebe  mittel,  so  hab  E.  F.  O.  .  .  .  ich  dasselbrg  in  grosser  eit 
fianibt  abersehicknng  eopiern  lit.  B,  was  ich  inen  der  Verrichtung 
sa  Vuldlkiirchen  balber  tn  evetUum,  wofer  moiu  originalscb reiben 
inmiltelK  au  sie  nicht  gebingi,  zuegeschribon,  dienstgoliorsarab-  I 
lieh    erinnern    und    inen    mich    sambt    roergedachten   Villachern 
5!U  gnaden  bevelcben  sollen.    Villach  den  22.  (K:tober  anno  IGtK). 

E.  F.  G.  H.  ü.  H.  dienstgchorsaraer 

B.,  caDzIer  selbsten. 

2784. 


Erzhischiif  Wolfdi^lrich  von  Stihhurg  an  den  Vüedom  von  FrwsarJi: 
Bas  Schreihat  der  Bitkrscfitift  und  Verordmien  samt  Einschlüsse 
hohe  er  crhaUni  -und  htfitidc,  duji  es  htmpinikhlidi  die  lirlüjiM 
l/cfriß,  der  svtn  Schaden  er  sich  mit  ihnen  in  leine  Gemeinschaft 
cinlctssen  dürfe.  Seines  Erachtens  lue  die  liillvrscJiufl  unrtrM, 
daß  sie  aus  dem  ycmeinsamen  LandschaftsbcnUi  das  l'olk  uidn- 
hält,  tpdches  sie  sur  Defensiott  ihrer  jHtrtiatlarcn  vemieintei*  Rt- 
ligion  ijcbntnchf.  Die  Stmlt  Klagenfurt  gehöre  niehi  nUein  ihnen, 
sondern  der  gesamten  Lundschaß,  lei  der  die  am  meisten  tu 
beachten  sind,  die  du$  meiste  konlribuieren.  Der  geistliche  Stand 
werde  nicht  umhin  IcÜnneti,  sein  Interesse  an  Klogcnfurt  in  acht 
X14  nehmen.  Er  soll  das  der  üifterschaft  und  den  Verordnelen  an- 
de^iten.    Salxhurg,  1600  Olicler  24. 

(Orlg.,  KadnlSn.  KUgenfart.) 

2785. 

^jnr  jp  jjf  j^  jj  herm  commmissarien  decret  die  Bambergiscien 
undterthanen  in  Khetrndten  heireffendt' :  Nachdem  schon  drr  Viit- 
dorn  OHCT»  Termin  gegdef,  binnen  dem  dir.  Untertanen  auf  dm 
Bamhergischen  Uerrschuflen  sich  cnticcder  mit  Beicht  und  Kt/m- 


4 


961 


munion  nach  katholischer  Art  einjsusldlen  oder  das  Laud  eit 
räumen  haben,  so  ergeht  nun  uueh  namens  des  ErzJtergogs  der 
gemessene  Befehl,  daß  die  von  dem  Vüedom  Ausgewiesenen  die 
Erhiandt  des  Enhersotfs  meiden.  Besüglich  dtrs  10.  Pfcnuigs 
sotl  es  hei  der  Resolutiün  der  F.  ß*  vom  11.  Ängust  verbleiben. 

Villach,  ICOO  Oktober  24. 

(Kop.,  Kr«uircbiT  Uimb«r(f.) 

Wir  N.  u.  N.  .  .  .  thnen  bieinit  kundt  und  zn  wissen  allen 
und  jedem  zu  denen  ßainb er frl sehen  hcrrscliuften  gehörigen 
nndterthanen,  das  gleichwol  nns  commisBarien  nit  unbewuat, 
welchermassen  .  .  .  Johann  QeOrg  von  Stadion  .  .  .  die  religiuns- 
reformation,  M*ic  dann  auch  durch  ans  in  nanicn  hilc:h8tged achter 
F.  D'  ratificiert  worden,  in  mehrgedachten  B  am  bergischen  hcrr- 
schaften  fUrgenommen  und  raennigücb  einen  gewissen  termin, 
in  welchem  sie  Bich  entweders  mit  der  beicht  und  comraunion 
catholiacber  weiä  unter  ainerlay  geetalt  einstellen  oder  im 
widrigen  inchrgemelte  Itaniberg  lache  iunediction  und  herr- 
acbaften  räumen  sollen,  angesetzt:  weiln  aber  I.  F.  D*  keiiies- 
wegB  gemaint,  diejenigen,  so  sich  jetat  gedachterm aasen  nit 
gehorKAm blieb  elrifttellen  wurden,  In  iren  landen  ssn  gednldon, 
also  ist  auch  in  derselben  namen  unser,  der  cominissarieii,  ernst- 
ticher  beveleb  hiemit,  dasa  alle  and  jede,  so  wogen  ires  er- 
weisenden  ungelioraambs  aus  den  Bambergiachen  herrscliaften 
ausgescbaft  werden  mUeciKcn,  auch  alle  und  jede  meltrhüchst- 
gedachter  F.  D'  landen  bey  verlicrung  leib,  hab  und  guet  ais- 
baldt  nach  geendtem  termin  ranmbon  und  sich  keineswegs 
ferner  nicht  darinnen  betreten  laseen. 

Was  aber  die  abfurderung  des  zebenden  pfenlngs  anbe- 
langt, Süll  es  bey  I.  F.  D'  vom  II.  tag  Autjusli  ergangnen  gn. 
resointion  allerdings  verbleiben.  An  dem  .  .  .  Actum  Villaeh 
den  24.  tag  OHol^ns  des  1600.  iahrs. 

Wolfi*  IChaltcohausser 
n.-ö.  cammer-  und  roligiona- 
reformation  suecre  tariuB. 
27  86. 

Papst  KUmens  VIII.  beglückivünscht  den  Erzliersog  Ferdinand  II. 
itur  Austreibung  der  Ketzer  aus  seinem  Lande.  Rom,  1600  öe- 

eemher  9. 
{Orig-,  8t.  L.-A.) 

ronitt.  II.  AVI.  Bd.  Lt.  ei 


9fi2 


2787. 

Der  Erehischof  Wolfäietrick  von  Salsburg  an  den  Vijtedam 
Friesach  Jinäolfvr)»  Itaitena II :, was  die  erehersogliciten  Hdigion^ 
reformationskommissäre  an  dich  wider  aüen  Qehrauch  geUtngen 
ließen,  haben  wir  aus  dem  ICinschluß  nieht  ohne  Befremden  ver- 
nommen und  schreiben  an  den  Erzhereog  nach  Gras',  Kopie  liegt 
hei.    SaUburg,  IGOO  Desemher  10. 

(Orig.,  Rudolfia.  Klagenfurt,  MiacoU.) 


Betrifft  den    10.  Pfunnlg. 


2788. 


Ferdinand  II,  lefiehli,  die  GeiverJce  und  Oeno$sen  der  Kropp 
auf  der  Herrschaft  Badmatinsdorf  mit  einem  hatholischert  Geist- 
lichen n*  versehen,  da  die  Leute  einen  iveUen  Wey  nacJt  Mad- 
mannsdorf  hahen.  Das  dürße  der  Grund  geweseti  sein,  daß  sie 
tum  Protest autistnus  verführt  tcnrden,  tceil  sie  keinen  katholischen 
Geistlichen  haiU'n.  Ein  solcher  werde  aus  den  Gefällen  su  Krofp 
s\i  bezahlen  sein.   1601  Jidi  S4. 

(H.-,  H.-  D.  8I.-A.,  F«M.  24.) 


2789. 

Derselbe  an  den  Landesviiedom  in  Kärnten:  Da  P.  Marguardns 

().  S.  l'\  seine  Reise  nach  KXagenfurt  macht  und  dort  eine  .unter- 

hnliung'   haben   tnuß,   ist  er  im  Vfarrhofe  aufsvnehmen.     Gras. 

1601  August  23. 

(Gbendi.) 

2790. 

Der  Kardinalpriester  Dominicus  Pincllus  tit.  S.  Moriae  tnxa 
Tiberim  U7id  fünf  andere  /genannte  Kardinäle,  Gencratinquisi' 
toren  in  GUtubcnssacftcn,  ermächtigen  den  Bischof  Thomas  vom 
Laiback,  sechs  Priester  seiner  Diösese  mit  dem  Lesen  häretischer 
Bäciter  sit  betrauen,  ohne  daß  sie  deshalb  in  die  Kirchenstrafe» 
verfallen.   Üom,  1603  Juni  U. 

(Orig.Porg-,  6  Siegel,  Sl.  L.-A.) 
Bi«li«  oben  Nr.  1488. 


963 


27ßl. 

Eohhmchte  und  Köhler  an  KheventiiUlef:  Sie  hätten  bisher  bei 
E.  G.  in  den  EiscnbergiverJcen  gearbeitet;  nun  icttrden  sii  von 
den  Bauern,  bei  denen  sie  Unterkunft  gehabt,  der  Jieligion  wegen 
»u  dem  Unterhaupimann  geschafft  mit  dem  lauteren  y^ermelden, 
^tpenn  sie  steh  nicht  bald  sitr  katholischen  Edigion  begehen, 
könnten  sie  uns  nicht  länger  in  ihren  Häusern  beherbergen,  der 
hohen  .Strafen  wegen,  die  sie  von  der  Obrigkeit  erwarten  müßten. 
Biiif,  sie  bei  der  Arbeit  gu  lassen,  untsomehr  ah  sie  sich  in 
Religiensäachen  unärgerlich  und  still  gegeti  jedermann  V£rhaiten. 
UOÜ  November  10. 

(Orig.,  Kärntnischer  Gesch.- Viireln,  BudnlAn.,  KUf^enftirt.} 

2792. 

Landesfürstlicher   Befehl  an   Hans   Iferrntaller,    Einnehmer  sti 

Stadl,    dafi   er   von    deji    dort    absiehenden    UnlMiholi&chen    den 

10.  Pfennig  eitdjringen  und  bei  der  ItegiArung  ordentlich  Rechnung 

levfen  solle.    Gras,  2603  Januar  13. 

(H.-,  H.-  u.  8t..A.,  Fm«.  21.) 

2793. 

Erebiscltof  M'nlfdietrich  an  den  Vieedom  "Rudolf  von  Raitenan: 
fdajS  die  Stü^burgiiichen  Untertanen  in  Steier  vor  ihre  ordeut- 
licitcn  Pfarrer  ear  BcicJti   verschafft   JCcrden'.     SaUburg,   1603 

Mai  12. 
(Miaoell.  in  cmusa  reli^.,  Radotfin.,  Klagc^nfart.) 
Bexiaht  tirli  nur  llAinftUirf. 

2794. 

ErgherMAgin  Sfarta  stiflei  ein  Klarissenkloaler  in  Gras  au  Stelle 

der  landscftaftiichen  Stiftsschule  und  dotiert  es  mit  einer  Jahres- 

einnähme  von  3000  fl.  aus  den  Geßüen  des  Salmmtes  eu  Aitssee. 

Graz,  1603  Juli  1. 

(Orif.,  St  L.  A.) 

2795. 

Ershersog  Ferdinand  JI.  verbietet  seinen  Untertanen  den  Ifmgang 
mit  seht  isclien  Vrmhkantf.nundihretiMitlieifern.  Grae,  lG03Juli23. 

(Kop..  8t.  L.-A ) 

61» 


964 


2796. 

Der  Erepriestcr  Stromeier  von  Eberan  an  den  Unierhauptmann 

Anton  von  Attimis  in  Gmünd:  ihm  die  Besahlurtij  von  200  aus- 

siehenden  Guidm  des  10.  Pfennigs  von  den  Gasserischert   eu  rtr- 

schaffcn.    Vdtach,  1603  Oktober  U. 

(KSrutn   GMcb.-V«r«iD,  RadolfiD   Klagonfrirt ) 
2797. 

<^Mi//un^  di-s  Floriatius  Avancinus  S.  J.  über  die  aus  dm  Straf- 
gefällen und  den\  10.  "Pfennig  abertiuds,  und  zwar  (von  der  Strafe 
des  Gregor  Supptintschitsch  per  431  fi.  'Vi  kr.  2  ^  und  vom  Landes- 
viaedom  per  064  ß.  46  kr.  2  ^)  in  Summa  erhaltenen  10S6 
29  kr.  1  ,Ä.    Laibach,  lOOrj  September  9. 

iOng.t  H.-,  H.-  n.  SL-A.,  InnerOatorr.  Akten,  Kriiu,  Fan.  4.) 


Aui  einer  E.ingal>«  <l«ii  NikoUus  Coranius  vom  17.  Aa^gt  1609  W 
eniclitli>c!),  dnß  il«r  10.  Pf«nui^  KUr  Erbaoang  d««  JeniiteokoUcgioi»«  !■ 
Laibacli  beNttiiimt  w«r. 

2799. 


Landes  fürstlicher  Befehl  an  denlnhid^cr  des  Landger  idites  Wolken- 
stein:  ,8oU  citistdleti,  daß  etliche  Bauern  aus  dem  Sahburger  Ge- 
biete auf  Wels  xirJie»  können,  wo  sie  beichten  und  kommunijrieren'. 

GrajB,  1607  Mai  M. 

(EoDB.,  «iMnda.  Fan.  Sl] 


des- 

4 


2799. 

Landesfürsilicher  Jiefehl  an  dm  Pfarrer  eu  Murau  icegen  der 
unhitholischeti  Pcrsotien  dasfjlbst:  diese  haben  die  Kosten  der 
Kotmnission  ans  dem  10.  Pfennig  su  eahlen.  Grati,  1607  Juni  37. 

(Kons.,  ob(!n4)ii.) 


EbflUBu    «II 
Holleobarit. 


il«u  Abt   von   St.  Laiubrftctit    uod    lluit    Fri«drieh    vns 


2800. 


Landesfiirstlicfier  BeftM  an  den  Pfarrer  j«  Marburg:  trt4s 
der  vorgetiommenen  Reformation  halten  sicA  noch  imnter  sektitdu 
Personen  in  Marburg  auf,  wie  die  Einschlüsse  zeigen.  Befdd,  die 
t'nkatholischen   voreuladen,   ihnen  einen    Termin  aur  Beicht  » 


<I65 


geben   und  sie,   faUs  sie  nicht  gehorchen,  abauscJtaffen.     Grag, 

1607  Juni  27. 

(Konz-,  ebenila.) 

2801. 

Ferdinand  IT.  an  Georg  Mair:  Jiefehl  über  den  im  Schlosse  Neu- 
haus unter  der  Pirkcn  sieh  auputltcndai  Prädikanien  Bericht  tu 
ersiatten.    Gras,  7607  Juli  11. 
[Koni.,  «band«.) 


SieUn  Nr.  1723. 


2802. 


I 


Landesfürstliciies  Dekret,  ,daß  dem  tfarn  Martin  Bischof  zu 
Seekau  die  bcg^rten  Patente  (siehe  Nr.  17S1)  auf  alle  geist' 
liehen  und  ivdtHcJten  LandletUe,  die  Landgerichte  innehaben,  so 
ausgestcUt  werden,  daß  sie  die  von  den  Priesterfi  aufgehaltenen 
concuhinn«  aus  dem  Lande  treiben,  doch  so,  daß  es  teeder  der 
F.  D'  noch  auch  der  Geistlichkeit  an  ihren  lifchten  präjudisiere 
und  die  Landgerichtsinhaber  ihre  Hechte  hiedureh  nicht  erufeiiem'. 
Grat,  ie07  August  2o. 

(Koni.,  «bcnd«.) 

Die  Lxndjferichtc  Kollen  a^hnldl^  iipia,  ,in/amrt  jirrfonn«  nit  xit  iltildcn, 
di«  coneuhiruu  citiKtici«hcn  und  mit  Wniiiif>r  imd  Brot  EU  traktieren,  ilntiii  aim 
dem  Laml^richt  austuscluiffirn.  Die  Laadt^nrielitAdiflner  ioIIpd  di^incuUprcr-lictid 
bvfugt  leia,  iu  dcu  Pfarrliuf  zu  {^toifan,  di«  Uiir|^riodoii  vorbundcu  •«in,  sulclio 
Fcnonen  mi  die  Landgerichte  abzugcbun.' 

2803. 

Abtveisendes  Gutachten  auf  das  AnsucJien  des  der  Bdigion  icegen 
aus  Kärnten  abgcscJuifften  Vcldncr,  ihn  als  ,aUertt:bten'  Mann, 
der  eudan  den  10.  Pfennig  achmi  gezahlt  habe  und  das  Kammer- 
gui jährlieh  mit  einer  Summe  hefurärrt,  im  Lande  su  lassen. 
Gras,  160?  Septc^nhcr  4. 
(Sons.,  elienda,) 

Uer  Erz|irieater  Ten  Ob«rkSnit«n  sagt  aher  an«,  daß  er  bh-S»  .Nrenrlit^h 
nnhatliolUch  halte.  ArgcrnU  git)t  tt  dadurch,  daß  »  immer  noch  im  Lande  ixt. 

2804. 

I>ie  in  Gras  versammelten  steirischen  Herren  und  Landlcutv  A.  C. 
an  dcfi  Erehersog  Ferdinand  IL:  der  seitens  der  Lande  Steier, 


966 


Käntlen  und  Krain  an  ^n  deimtierte  Erureich  Himil^eJtoät  /u 
Schiechlewten  Jtabe  referiert,  daß  die  F.  D*  sich  über  das  tlureh 
den  Ausschuß  der  drei  Lande  am  21.  JtUi  überreichte  Schreiben 
»och  nicht  re^viert  htätcn.  Sic  beauftragen  daJier  in  ihrer  Ge- 
wissenshedrängnis  Jiindtschadt  nocJtmals  mH  der  SacJte  und  bittm, 
ihn   mit    einer  gnädigen  liesdution   su   erfreuen.     Gras,    2607 

(Kons.,  St  L.-A.,  Clir.  B.) 

Am    6.  Spptf^Dibcr  wird   HimlUclindt  diircb   cLit»u  b«i  T«ff  nnd  Nicht 
Uofeudau  Bot«n  uaeb  Gru  b«ruf«[)  (Kons.,  eb«Dds). 

2805. 

Landesfürstlicher  Jiefehl  an  den  Landeshauptmann  von  Kärnten 

iiber  die  Klage  des  Vfarrers  Johann  Sehober  nt  SUberegg  weffeu 

der  Halsstarrigkeit  einiger  sektischer  Personen   Bericht   su  er- 

statten.    Grag,  2607  Oktober  18. 

(KoDX.,  ebenda.) 

2806. 

P'erdinand  IL  an  die  lieligionsreformationskommissäre  in  Krain: 
ttie  haben  über  Anlangen  E.  E.  L.  tri  Krain  mu  heriihtenj  was 
sie  für  eiHCT»  Prozeß  gegen  die  Landesfreiheiten  tiorgenommem, 
damit  man  sie  der  Gebühr  nach  darüber  beidieiden  kann, 
1608  Augttst  17. 
(Kont.,  ebenda,  Fan.  4.) 

2807. 

Nikolaus  Coronius,  Rektor  des  Jesuitettkollegiums  in  Laibad*,  m 
die  niederösierreichische  "Regierung:  stellt  die  Bitte,  in  dem  von 
der  Regierung  ausgehenden  Befehl  wegen  JiUckgalfc  etlicher  den 
Katholischen  entsogetien  Zehenten  die  Worte  ankommen  tu  lassen: 
,des  in  den  Pfarren  Boberufg  und  Seisrnbcrg  mit  GewaU  eni- 
Bogenen   Neubruch-   und  GereuHuinses  htdber'.     (Laibach)  1 

Mars  28. 
(Orig.,  ebanda,  Pui.  4.) 


2308. 

IjandesfürstUchcs  Mandat  gegen  das  Konkubinat  der  Qeisitichkeil.' 

Gras,  2609  Juli  22. 

(Palent.  8t.  L.-A.) 


m 


2809. 

Ans  eitKtn  SitzungsptotokoU  des  ständischen  ReUßionsausschnsses, 

ä€r   iihei-  die  Frage  zu  beraten   hat,   wie  die  Attticort  an  den 

Landesherrn    tcegett    lieligiotist/esandts/^haft    nach    Wien,    Vreß- 

burg  etc.  ahxufassen  sei.    1610  Januar  30. 

(Prot,  at.  L.'A-,  Chr.  B.) 

Den  80.  Januani  1610. 

,H(<rr  President  referirt,  wu  seilli«TO  Torloffan,  oembUch  du  Ober  die 
relig^onaaaehDD.  .  .  .* 

AoHprucli:  ,Iii  d«r  bsuptsjichflii  il^r  herrn  iltpfciiitidteii  zu  orwiirtcii, 
we^m  i]rt  lütf^iniRch  HunfrerLBeb«ii  Bclireibcitis:  die  princJpalen  »ich  gtgtn 
l.  F.  D*  XU  aDtcchuldigna.' 

2810. 

Jiudolf  Herr  du  Tcuffenhacli  an  Herrn  JJIricJt  Christoph  Herrn 
von  Scharfcnherg :  hofft,  die  Herren  tverdai  ihre  Kommissi(»i 
in  Wien  zu  gutem  Ende  gebracht  haben.  Er  erinnere  sie,  daß 
sie  ihre  Weiterreise  nach  Frag  vorgefallener  Vrsa<:hen  wegen  der- 
malen einstellen,  sich  hei  deri  österreichischen  Ständen  empfehlen 
und  ihre  JtUcJcreise  antreten.  Sollten  die  erheteficn  IntergcssionS' 
schreiben  noch  nicht  fertiggestellt  sein,  so  mögen  sie  nachgesendet 
werden.  0.  0.  1610  Jarnuxr  21. 
(Kwm..  St.  L.-A-,  Cbr.  B.) 

2811. 

Ferdinand  IT.  an  den  Alt  r«  Ädmont:  den  Innerhcrijcr  14  Hammer- 
Werksmeistern  wird  bis  auf  weitere  Jiesolution  die  Erlaubnis  ge- 
währt, im  Lande  tu  bleibe».    1614  August  25. 

(Ori«.,  H-,  H.-  a.  St.-A..  Fus.  3L.) 

2812. 

Ferdinand  IL   heßeJdi,  die  gebotenen   Fasttage  eu   htdicn,   den 

Gottesdienst  an  Sonn-  und  Feiertagen  zu  besuchen,  und  verbietet 

aUe  kets€risc)icn  Bücher.    Graz,  1610  April  13. 

(Patent,  St.  L.-A.) 
2813. 

Lttitdesßirstliches   Dekret,   daß  dem  sektischen  Samuel  Haaxher 

und  Hans  Arter  his   Miehaelis,   dem   Pantaieon  bis   Ende  des 

Jahres  Termin  zum  Abzüge  gegeben  werde.    1616  April  20. 

(Kons.,  H.-,  IL.-  u.  St.-A.  Kraia,  Fmi-  Ü.) 


968 


2814. 

Laudesfnrsiliches  Dekret,  daß  der  ÄMSchuß'ung  der  Innerberger 
llammermeisler  nachgeseUt  ucrde.   1017  Februar  21. 

2815. 

Lamksfnrsttickes  Delcret  an  dk  innerösterreichiscJie  Üegierung: 
auf  den  Bericht  des  LandesJtauptynannes  von  Kürtttert  wegen 
Itceier  aus  Ling  nach  Kiagcitfurt  iiber$iedeltett  Advofcatfrt  Seb. 
Maller  und  Mg.  Jonas  diesen  eit  scfireiben,  sich  in  puncto  rcli 
gtonls  SU  erkundigen  und,  tcenn  sie  keixerisch  seien,  sie  cAm- 
Bchttffeti.    2620  Nwemher  37. 

(Koni-,  vbencla) 

Am  4.  April   16'il  orgeht  der  BofcUI,  die  b(ii<Ieii  Mkliscliso  AdTol<«Ma 
abzuschaffen  und  über  don  lokliictian  Apotb^vr  &u  berichtcu. 


2816. 

LaudesfürstiicJtes  Dekret,  daß  (ieorg  von  Sftthenherg  seine  (gt- 
iumntet\)  Bürger  and  Untertanen  auf  Begehren  der  lieHgions- 
reformaiionsko7ninis$äre  vor  di^se  stcüen  $oU,  Die  in  Ahfaü 
gekommenen  Iteformaiionsariikel  sind  tcieder  in  Erinnerung  tu 
hringen.  1622  Juli  23. 
(Kon«.,  ebenda.) 

2817. 

Fürhalt^  so  auf  dem  Rathause  (ea  Gmünd)  geschehen.'    1623 

Juli  14. 

(BudotSn.  Klagonfort.) 

I.  F.  D>  babe  bmm  i1«d  «ingivsanilteci  Ven«!eI)iilM«a  dw  EncpiicAtcn 
«nullen,  dxß  ti  in  Omflad  noch  ralilreicbo  HulMtani^  ff*^*i  di«  lich  vu 
Beidll  nic-M  cingctiLcilk  li&ben.  Man  sebetDO  sieb  demnatrh  an  die  Instrakcittn 
Af.T  URtigionarcroniiatioiisk'umniiiwUro  iiiclit  xit  balteo.  Ei  ist  dahfr  ^caan 
nachxufo'nchcn,  ob  es  nicht  nocli  uieUr  Utigohonfamo  (fvbe,  ala  aof  den 
K«ltol  vnrzeichn«!  iinil,  Eiu  Vurxeicbuis  dioior  Penoiicn  ist  bian«»  fllaf 
Tag-t^n  auf  ilom  Schlojaa  xti  Qberg«ben.  BUr|;onn«i>t«r  und  Ricbtsr  bab4>ii 
Vprftijtiitii;  m  trpffpn,  daß  SonoUp  vor  dem  Gotlt«di«iuIe  weder  Wein  noch 
liraniiLvrcia  aiisgncljonkl  wird.  Hcr'bGrg>x«tteln  Bind  alle  Nfcoht«  aJas* 
r»rderti,  damit  man  »obo,  waa  fBr  L«tile  flbcr  Nacht  bleiben. 


969 


^ 


2818. 

Hofdckrei   tvcgcn  Ausfertigung  der  Gctieralicn  behufs  AhstcHung 

der  Laster  der  Zauberei  etc.  wid  der  Kopulationen  und  Kinder' 

laufen  der  Landleiite  außer  Land.    1625  Mai  6. 

(KoiK.,  U.-,  n-  M.  St.A.,  l'Mi.  si.) 

Ein  giftteli««  Dekret  Tom  S9.  JnU  punefo  Fleischeosoiu  «tc  («beada). 

3819. 

Gutachten  der  Regierung  über  das  AngucJien  der  Herren  und 
Lattdlcute  in  Kärnten  (vom  2:>.  November  162ö)  ivcgcn  Auf- 
hebung der  Generalien,  daß  die  Adeligen  ihre  Jugend  nicht  an 
Sfktische  Schulen  mrnden:  der  Fortgang  der  Heformation  tciirde 
hiedurch  gestört.  Die  F.  1)'  habe  sich  vorbehalten^  sich  des  lie- 
ligioH»friedens  iu  bedienen.  Man  könne  die  einzelnen  Länder 
«it'A/  verschieden  bchavdclu.  Der  Ungdtorsam  icurdc  ^(nehmen. 
Die  Toleranz  gehe  nur  dahin,  daß  die  iinkathoUschcn  Adelten 
nicht  amgcscha0  werden. 
(Kons.,  ebcndft.) 

2820. 

Ahiceisliches  Gutachten  der  innerösterreicJUscJieti  Regierung  auf 
das  Amuehe»%  Wolfs  Herrn  mn  Stubcnherg,  daß  ihm  bei  seiner 
bevorstehenden  Entigrution  aus  dem  Lande  die  BeU'iUigung  getan 
werden  tnoge,  zur  Erhaltung  seines  Namens  und  Stammen  seine 
Güter  im  Eigentume  /nt  behalten,  durch  katholiscftc  Verwandte 
«ml  Diefier  administrieren,  bestawhveisc  auseugehen  und  »ich 
von  Zeit  su  Zeit  in  den  österreichischen  Erblanden  auffüllten  £U 
dürfen.  Gras,  1029  April  30. 
(Kauft.,  St.  L.-A.,  Landraoht  Stabenberg  397.] 

Dt«  Bitte,  ini  Lande  sieb  ttn^uhxUon,  konno  nicht  be^villigl  werden, 
Ja  «ift  gcf^n  Am  j'tngst  poMizierti;  Gcnrriilm;inf1>t  «trtttnt  amt  die  Knn- 
spqiiriix  «koh  alr.b  Kflgi^,  ilnll  auch  an<lpro  unkatholtiichfi  llnrTon  nml  Lniid- 
\euta  [licKrlbc  Ver^EliitttigiiiiE-  in  AiiHjinirh  uchmco  vrihiloii,  Die  Vurpachtimt; 
ilor  (llitor  kHiinln  in  Antn^traclil  ilen  l.'iijiiLiiiideji,  daß  sie  bei  der  Sellenbcil 
dea  barou  Üuldes  uicbt  l«icht  vcrknufl  «erdou  kOun^'n,  HUg^tand^n  wf-rdcn. 
Der  Supplikant  liatle  dann  keinen  Orund  (tir  Boacbworde,  vieltnvhr  AiilnQ, 
•Hnem  8c«lenh«ilc  beucr  nachzadonken  nad  »ich  woiicn  au  laeaen.  Dto 
VcrjrnnrtiffiinjT  könnte  auf  2 — 3  Jabro  alcb  *r»lr«fken;  tn  Rolt'lier  Ä«»lt 
VtfnnLe  er  .rcsipiiicioren'   Diid   »cli   an   der   katlioliaabcD  Rclif^OQ  bti^uemen. 


970 


N*cb  Ahlaiif  ifidMr  Frist   wQril«  I-  M*  di«  weiMr»  DUpositioD   voranoeht 
baben. 

2321. 

Landcsfiirstlichcr  Befehl  an  die  geheimen  Itäte,  Kamm^- 
Lanäcsvcncaitcr  in  Steiermark:  ,Ilesoiution  in  causa  frauen 
Siuhenhcrg,  geb.  von  LiechtensUin' :  ,1.  K.  3P  lasse^  dem  ff^eima 
Üate,  Kammer'  und  Landesverwalter  Karl  Grafen  Saurau  auf 
sein  jüngst  heraufgegebenes  Gutachten  anzeigen,  sie  lusse  es  siA 
nun  gefallen,  daß  Frau  Amalien  Herrin  von  Stuhenberg,  geh> 
Herrin  von  Liechtenstein,  von  den  Kapitalien  ihrer  im  LatiA 
heßndlirhe»  unitihlichcn  Anforderungen  für  diesmal  3000  ß,  außer 
Landes  su  fuhren   erfolgt    icerden  sollen.     Graz,  1633  Mai  10. 

(St.  L.-A.,  Landrecht  Stobenberf,  Fws.  227.) 
2822. 

Der  Landesvertvtdtcr  und  -verweser  Karl  Graf  von  Saurau 
Georg  (d.  J.)  Herrn  von  Stubenherg:  Bauern  aus  Obcröslerrcid, 
die  sich  nicht  xur  katholischen  lieligion  bequemen  tcoUeti,  siehen 
haufenweise  und  zttm  Teile  aucli  durch  Steiermark  nadi  Ungarn. 
Um  etwaigem  Aufstande  eu  hegegnen,  ist  ihnen  kein  .Unterschleif 
XU  geben,  sondern  sie  sind  festzunehmen  und  hierüber  Bericht  an 
die  liegierung  m  erstatten.    Gras,  1633  Mai  21. 

[Orig.,  St.  L.-A.,  SpcL-AKhiT  Stubcnberg.) 


i 


Wolgeborner  herr,  besonders  lieber  Herr  und  freundt. 
Denimich  die  hoch),  i.-iJ.  regieranp  berichüichen  erindort  wo^ 
den,  <nrio  das  diojcnigen  panrn  in  I.  K.  M*  ersherKogtlinmb  des 
lands  ob  der  Enss,  so  sieli  zu  der  nlda  Torgenombnen  religions- 
reformation  iijt  wiirklichen  beqaemben  wollen,  sieb  anjctio 
baufcnweiss  mit  wcib  und  kind  thails  durcb  .indere  weg,  tliails 
aber  durcb  die  Steyrmarkbtischo  Waldungen  naiier  Zell  und 
der  ortben  in  T.  K.  M*  kbOnigre'ich  UngarD  begeben  nnd  da- 
selbsten  nit  allein  wider  I.  K.  M'  ernBtlicho«  gebot,  sondern 
auch  wol  gar  zu  nicrklicber  gefahr  ainca  khunftigcn  nnTex^ 
sehnen  aafstands  bcnslichen  niederlassen  sollen,  als  w'dl  ich 
auf  die  deswegen  von  dorten  an  mich  abgangne  ernstliche  Ter 
ordnnng  euch  hiomit  gans  gcnios»on  auferlegt  haben,  das  ihr 
in  euern  unter  habenden  district,  sonderlich  wo  etwo  dergleiohco 


971 


pnnersleiitli  ilircn  dnrclizag  nehmen  möcliteii,  aaf  dieselben 
vleiesigo  aufsiclit  und  bestöüuiig  anordnen  sullet,  damit  ilincii 
kliein  undterBohlaipf  oder  durchzog  in  wenigisten  nit  erwisen 
oder  verstattet,  sondern  sy  vilnielirerBj  wo  ey  vermerkt  und 
betretten  werden,  gleich  straks  in  verhaft  genombcn,  dessen  die 
hoclilfibl.  regiorunp  mit  ehistcn  berichtet  und  ayo  entzwisolion 
his  auf  hücbstgedachlcr  K.  M^  darüber  ervolgeiiden  alleren,  re- 
solntion  in  sicherer  Verwahrung  erhalten  werden  j  an  deme  be- 
Bohlcht  mehr  höchst  ernent  I.  K-  M*  allergn.  willen  und  mainung. 
Graz  den  21.  May  1633. 

Carl  gnif  von  Baurau  freyherr  auf 

Ligist  .  .  .,  landsverwalter  und 

landsverwosor  in  Steyr. 

Ädreste:  .  .  .  Georgen  herrn  von  Stnbenberg  auf  Kapfen- 
bcrg.  .  .  . 


Abotal,   WHtlicli   von   R«dk«»btir|^, 

um. 

Acbnrn  llana  Higmiinil,  Verwnlter, 
S84,  s.  Aichhnni. 

Ackert  Gebtiard,  KlioveabUllertchcr 
TTotMUn,  244. 

A  clc  r«r  Oiwahl ,  HundoUmua  in 
Gr«».  LXXXV. 

Adel  Ucoi-p  885. 

Adler  Georg,  Geweikü,  627,  «68. 

Admont  (Ort,  Abt  von  -)  IJtXVIl, 
CV,  aC,  133,  Hi,  SCü,  «9,  441, 
462,  463,  Ö8b,  642,  074.705,708, 
712,  717,  720,  722.  77P,  781,811, 
873,  H74,  SSfi-agS,  Oß". 

AdriA,  Uischof  von  —  (Hieronymiis 
fiiscliof  von  — )  ICW,  2&S,  094,  963; 
a.  aucli  JohauD. 

Af*r«dorf  hf.i  Pat^rnion  208. 

Apid  bi^i  5clm.'irzrnKt<>iii,St.  —  897. 

Aglel  (Agtern)  s.  Aqnilej'a. 


AEram  (Stadt,  Bi»cIiofTon  — >,  U 
S6B,  S3S,  867,  369.  413.  478,  74*  ^ 

AgricoU  Georg  {Blsebor  r.  Seckn) 
347. 

—  Urbaii,   Ifarrer   sn  Feliritif^}  898. 
Alcb,  Ortei'haft  in   Olrarkraio,  SW, 

3ti8,  403,  4Ü4. 
A  i  c  h <!  I  b  n rg,     di««,     Landlvol«    voa 
Kltniun: 

—  Kracix  Sigmund  von  and  an,  313. 

—  Georg  Friedrich  tod,  300,  313- 

—  Jobat  JoABf  318. 

—  äigmond  von,  863. 

—  Wcikliard  vou,  313,  »66. 
Aichborn  lUua  Sigmund,  Rvligiooft* 

n-fonnationskomiDisaSr,    6S4.   601 

— eo*. 

—  Ilprinaiiii,  Stadtanwall  von  Pirtuii, 
0-ib,  701. 

Aichuiaun,      Dr.,      kareichsUcbrr 

Kauxler,  .141. 
AigBB,    nördlich    von    Hadk^rBbtirg, 

829,  830. 


'  HrI  der  Wtc^htigkült  des  Gegeniitaadeii  scblen  ea  an»rln01icb,  ancb  aia 
SaclirflgiüLer  bnUugclicii,  in  du  dor  Inhalt  dci  enteu  Bandes  elub^aofan 
werden  muSle.  Ancb  fUr  dioaen  Band  bin  ich  Hoirn  Anton  Kern  Sr 
di<>  Ziiitaniinenjtcilliiiig  doi  Materiala  xa  groClejii  Dank«  v«rj>Qii:bt«t. 

*  Arifi  dor  Einleitung  wiirdo  der  Teil,  dor  illtrr  die  Quellen  batid«lt,  ao4 
Ko  au;;h  die  Nachtrilge  8.  992 — 928,  Titir  im  Sacbre^ater  enriihnt.  Im 
allgeniffiaeu  narde  VolUtHndigkeit  angentrebt,  eotfät  innerOetemldbbcli* 
Verhhltnim«,  Pcnonon  und  Urte  in  Uetracht  kommen.  Dabar  wnrdca 
Heiligeanainen  und  Kamun.  die  zur  Hhche  uichl  geliOren,  auch  lUanul 
nicht  nüjgoiionimen,  endlich  Naiueo,  die  fast  auf  j»d«r  Seit«  voikomniaB. 
mir  beim  entra  Varhi>Riiti«o  erwähnt. 


^^n 

H^H^^^^^^^^^H 

Ainbxiter      Anton,      PQeifer      dar 

Androit,  prol.  Theologe,  XII,   XXX,                ^^^H 

n«rTSchtft  MADab«rg  in   K!tmt«Ei, 

^^H 

1                794. 

Andreaa  im  Piebl,  Unlertan  Joatl»,                ^^^^H 

AiuktiUrn  If fit» 0  ,  Land«STenvaU«r 

^^^1 

in  Kntin,  25ö. 

Andru,  St,  Stadt  in  Kumten,  434,               ^^^H 

Aiiindt  bei  Knittfilfvlil  37. 

^^^1 

Albrecht IL,  llerBog-  von  ihlvminh. 

Atig<ir1ochner  LeopoLI,  Bor^mann                 ^^^^^| 

S30. 

in  Scbladining,  ^S.                                            ^^^^| 

AldobratiilLoai  Ciuttiias,  Kardinal, 

Anhalt    (s.  auch    CtiniUau)    XXIV,                 ^^^| 

263,  SftS,  S69. 

^^H 

^t     AlexaniJriu     Andreaa,     BUr^tr    lu 

Anna,  6t.,  nm  Hardt  (Vil)aclt(>rl(reia               ^^^^H 

W           LikiLavIl,  8^3,  44H. 

KXrTiti-n)                                                        ^^^H 

Al«xi  Julius,   Pl«.rrrr  as  St.  Job  au  u 

Anabauh  XXIV,  318—320,  322.                       ^^^| 

bei  T^-beiti,  424. 

Antonius,    DoEn]>rupst   von   Seckan,                 ^^^^^| 

AllfSncr  Stephan,  Pfle^r  der  H«rr- 

^^^H 

«chaft  Etipetixteln,  434. 

Apariiikb    Adam,    Kel.    Ref.    Kam-                 ^^^^| 

Allni](tHci3  3,  TIC. 

miasär,  il&U.                                                        ^^^^| 

Alt-(iutcnbarg  bot  Radcnansdorf  (?) 

A|ifallcrii     (Apfalur),    Adam     van,                 ^^^^^| 

in  Krain  4J)0. 

Kraini^r  Adoligor,  314.                                     ^^^^^| 

Altcabure  (Sachsen-)  XXIV,  830. 

—  Andreas                                                               ^^^H 

Alteiiliofeii,  OrUchaft  in    K&riitcii, 

—   acorg                                                                    ^^^1 

8S1,  968. 

Apollonia,    Wirtin  unterm   Schloß                 ^^^^H 

AUon  markt,     Ac]inontvcti<t     Pfarrt», 

XU  Wembof,                                                       ^^^^| 

4  «2,  403. 

A<|uiloja    85,    100,    106,    2411,    277,                 ^^^| 

—   Vitua,  «V.  Predifter,  414. 

338.  &46,  87Ü,  88S,  883.                                  ^^^| 

A  Uli «  m  0  r     Wilhelm ,     HUrjter     von 

—  Patriarcti  vun   —  (ßarbaro  Fnm-                 ^^^^M 

Vellach,  349. 

c«co)   XCIX,  80,  -Jag,   ^41,  377,                 ^^^H 

Amig'on  Hanx.  Adeliger  aas  KraiD, 

32»,  »33,  370,  ^94,  D3'.^  fHü— U4S,                 ^^^H 

6dS. 

948,  952,  9&4.                                                      ^^H 

—  (Amigj,  Anii^aon)  Karl  6&2,  7S1, 

Areber  Hans,   Ad«Ii^r  ans  Kraio,                ^^^^| 

888. 

^^H 

—  VinEene  646,  723. 

Ardoti,  Graf,  su   Kaiseraber);,   r«ctfl                 ^^^^^| 

Amberp  200. 

RrdCdy  (in  Unffarn)  tli.                               ^^^H 

Amman  von  An]tnaDBe)*g  iStthna  vun 

Arnfela,  Markt  in  Uitt«ittoicrmark,                 ^^^^H 

Matthe»)  LU. 

^^^1 

—  Christoph  668.  8&1. 

Arnold,  Sekretär  der  Belig^ionsrefor-                 ^^^^H 

—  C^thnrd  2116,  298. 

mntion^kommiiMiion,  LXXXV.                         ^^^^^| 

—  (Jrcgor  '294,  312. 

Arnoldatciu  (Stift, Ort,  Unlprlanon.                 ^^^^^| 

—   Hans  Oregor  700,  ä&l. 

Abt,    5.  nucli     Mulitor     Kmorith)                 ^^^^H 

^B      —  Mattbca  vun  Animaniippf;  xti  Orut- 

XXXIV,    LXVU,    XCIX,    C.   CI.               ^^H 

B           tenbof  u.  Freienbilbul    \IAI,   34, 

CVIIX.&0,  86,  8a,  118—120,  209,                 ^^^| 

170,  183,  312,  0O2.  784. 

217,  239,  a4l,  968,  270,  274— «77,                 ^^^B 

—  Sidonie  791,  794. 

279,  281—289,  298,  895,  31",  828,                  ^^^B 

—  Sigmund  Töfi. 

358,  333,  B&G,  370,  fl04,  64-.>,  1168.                 ^^^M 

—  Marx,  BQrper  von  Lruben,  fiftS. 

691,  G92,  700,  762,  785,  907.  ^10,                ^^^| 

—  Peter, Uohirtau  V.  A(la»)Sc)iratt,&. 

914.                                                                       ^^^H 

m      Andotscliltiich     (^drelUcli)     Bar- 

A  r 1 0  r    1  laiia,   Landmann    in    Krnin,               ^^^^H 

1           bara,  Pr<jt«»tanUii.  &**^,  «51. 

XXXIX,  üi\.  646,  Ü60~r,6'i,mi,                 ^^^M 

974 


665,  667,  072.  609,  704,  708,  719, 

717,  721,  723.  738. 
Art«r  H«ns,  Sobn  dci  Vorig«»,  7S1. 
Artliaber   Johann,  Pfirror  tu  Hit- 

terdorf,  Sl. 
Anehaucr,  Käriitnrr   Ailoliifsintlic: 

—  EÜM.  Wilhdtp,   Frame   699,    865. 

—  ZacUariu  313. 

Asitliag,  MarklfifickDa  in  Kr^in,  ICß, 

S79,  S83. 
A  t  ti  ni  ia(Atlciiis},  Anton  von,  436, 964. 
An  (uiikrMtinin)t  wolrHcs)  1^6. 

—  ubitro   (im  Rxilkcnbiirgtfr  Bozirk], 

6-29,  mso. 

Acers |j erg, Herren v.  (Mitglieder  dei 
Kraitier  llerr^mtuidea),  XXKVIII, 
CH.  3i>,  474.  612,  678,  613. 

—  Cliristoph  926. 

—  Dietrich  47&,  613,  &28,  629,  632, 
537,  688,  563,  664,  61^6,  667,  694, 
87Ü. 

—  Herwarth  yon,  42,  166,  318,  »82, 
396,  398,  43»,  444.  446.  454,  öSt. 

—  Woikhnrd  XV.  40,  313,  382. 
Angsbiirg  211. 

Aurix,  Ortschaft   in  Oberkraiii,  930. 
Auaeefi,  Markt  in  Obenl^ier, 

Lxxxviii,  xcm,  xcix,  i— s, 

14,  'ib,  32,  02,  94,  136,  IS»,  209, 
211,  214,  2^3,  491.  630,631,666, 
G71,  709,  "14,  727,  749,827,893, 
920,  963. 

Aaalerlila  In  MKhren  868,  859. 

A  r  an  e  i  nns  Anlon ,  Pfarrer  von 
lUrtlerg,  8Ö7. 

—  Floriau,  S.  J.,  yS4. 

Avaria,  Pfarrer  lu  Lclbnits,  743. 
Aver«  AiUm  (Bürger  von  Hartberg?) 

867. 
A  V I  e  11 1  a      Valentin ,      Pfarrer     von 

Treffen,  860, 
Ayrvr,  Baiuberger  Bat,  931. 


£akeGkHaua,Prute«laut  in  KSrntem, 

643. 
—  Ka)|)ar,UoiupropBtauLaibacb,78]. 


Baden,  G«org  Priedricli   von.  478. 
Baierdorf  (nnaicher  w«lchM}  M3, 
Bai»  Adam,  ßargcr,  636. 
Bamberg  (Btatum,  Vixedom,  Biaclmf. 

üt^amic.  luw.)  XII,  xiii,  xxxva 

UX,  LXII.  IJtVn,  LXXVI,  XCl. 

64—66,  35.  86,  120,  217,  294,  317,  j. 
431,  604,  611,  616,  646,  68S,63sial 
69*,  760,  768, 81«,  930— gSÄ,*)«- 
936,  »38,  940,  942.  945,  946,  949, 
9S6— 661. 

—  Rrn«t,  Bisebof  von  — ,  945. 

—  Job.  Philipp  tou,  118—120. 

—  Otto  der  Heilig«,  BUchof  tob 
Stifter  TOB   Amoldatnin,  ISO. 

Barbaro     KrancMC«,     Patriarch,  a 

A<|iiileja. 
Uarbo,  Mitglieder  das  KraJtterHerrca- 

Standes: 

—  Andrsa«  760. 
~  Daniel  760. 

—  Ru.loif  760 
Basaejo,  Kimtnor  AdelffamiU«! 

—  Hans  von,  86,  246,  432. 
Battbj-any   (Budiani),    ung.  kät,\i^ 

familic,  CXI,  203,  72«,    794,  8M^ 
900,  913. 

—  Franz  268,  336,  797,  BOU. 

—  Eva  779,  780,  789,  8S6,  368,  M4, 
910. 

Bauntgartner,  Pfleger.  316,  806. 
Bayerhofon  in  KKmtan  933. 

—  B.  Siabonblirgor. 

—  Witwe  (wahracbeiolieh  turFanilii 
SiobeubUrgcr  gehSrif),  869. 

—  Haos,  HallamtararwoMrniAuiM«, 
671. 

Bayern,  I.and,  2S2,  462,  4a6. 

—  Maximilian  von,  XXII.  XXm.llfc 

—  Wilhfilm  von,  XLV. 
Bebaimacbcr  Vorwoser  io  ScUad- 

ming  96. 
Bebom  Martin,  Amtmaoa  in  Villacb, 

940. 
BeDfidikt  Bartlne,  Pflfl;g«mFMd>^ 

ann  bei  Vlllacli,  947. 
Barger   (Perger)   Paul,   Bürger 

ralernioo,  376,  S76,  StSS. 


I 

i 


^^^ 

|H^^^^^^^^97^^^^^B 

Bsrggolfl  Guorjc.  PHeger,  803. 

Braan      (hühi     Lauter«aak>     Ailulf,                 ^^^H 

Borlingnu,  Burkinl  tou,  XVII,  200, 

Diener  Georg  Adltiiv.  6Ä7,                              ^^^H 

205. 

Brauner  Uavid,  Hflrg«r  in  Klagen-                        ^M 

B«rlia  XX. 

^^H 

BernhRrdin  Haut,  Lailxcbar  Bfir- 

Braunachwetg,    Herzog    ron,   700,                  ^^^H 

pjrnieisler,  «CO,  700. 

287.  ^21.  S3S.  &94,  597,  598.                          ^^H 

—  Frau.  iOÜ. 

—  s.  mich  H&inridi  Jiilitu.                                    ^^^^| 

—  r^ukai  241. 

Brenner  Martin,  RUchof  von  Spckni],                  ^^^| 

Binrprouor  Knupar,  ProtsHtanl  aus 

IX,     XI  —  XIll,     XXVIII,     US,                  ^^H 

Scbeilliiig,  707. 

LXV-LXVII,  CIV,  CV,(;X,fi~7,                  ^^B 

Uiiidar  GvorfT,  UngtiAJirtcber  rSagor 

16,  17,  IJLI,  31),  41,  M,  bb,  70-75,                 ^^H 

io  Melden Bt«ln,  &■>?. 

97,  9?,    lOS,   111.   138.   25ß,    363,                 ^^H 

BUchofaUck    In    KrRin    133,    16fi, 

410,  423,  .137,  43a,  440.  412,  464,                       ^M 

S'J». 

Slß.  017,  955.  056.  906.                                  ^^^ä 

Blagny  Stcplan,  Ur«r,  13fi. 

—  Gallus,  Verweser   tn  Aussee,  6S0.                 ^^^^| 

—  Huis  Wßikharil,  Graf,  474. 

Brosalau  XXX,  IGO.                                            ^^^| 

BI«itjerg',  Ort  in  Oberknmten,  :£04. 

Brixeii  LXXVI,  LXXVII,  455,513,                 ^^H 

Bleibnfcl Jor  Rui9|>p,  FrutDit&nt  iu 

517,  657.  55GL,  &77,  578,683,928.                 ^^H 

Schladmin;,  d6. 

—  Chriatoph,  Bischof  tod,  ö18.                         ^^^H 

BlelbuTg,    Stadt    In   UnterkÜmt«o, 

Brack    an    d«r    Uiir    (Stxdt.    Pfar*                 ^^^H 

XL,  I&S,  738,  aS7,  965. 

rer)    XLIII,    XMV,    lA'XXVlI.                ^^M 

Bobotacli,  Fftatang  In  Ungarn,  SO. 

LXXXVUI,  XCIV.  138,  337,  347,                 ^^H 

Bock  Wolfgan^  171. 

358,  459,  658,  026,  044,  733,  732,                 ^^H 

ßUiitnen    (bnhmiacli,    Lanil,  ätitud«) 

735,  739,  763,  ö»6.                                             ^^H 

XXVII.  XXVIII,  XXXIl,  XXXIX. 

Driiiiui  Aufcust,    Ha],  lief,   Koinmis-                 ^^^H 

XLII,  LIII,  99,  4d{i,  EiiO,  fiOA,  bfil 

gär  (?)  in  Kraiii,  3i3.                                       ^^^M 

-599,  678,  680,  582— &8i,    581, 

Bucaliii,  di«  roit  .  .  .  xu  AßUng  in                        ^H 

ftBS,  694,  599,  68S,  7a3,  77Ä,  794. 

Krnin,  166.                                                          ^^H 

HU. 

Buchbaimb, 4lervan,Haiiptngann  (?),                 ^^^^| 

UonUniii    Niklnit    zum    WoIfithfli:]tiil, 

^^H 

LAiiiimaiLU    iu    Kruiii,    lü,    4fil, 

Bur^-Fei8tTitx(0ber-FeiatriU,5M.                  ^^H 

926,  928. 

^^H 

BooE  Michael,  LandiuAuu   Iu  Kralii, 

Bork    Johann ,    anigswicwaer    Pro-                 ^^^H 

718,  760. 

teiiUnt,                                                                  ^^H 

Botia  Vrit,  Pfamr  >ii  Suhwaubcrg, 

BntCoUtz  Jflhnb   (Wuttollts),    Kun-                  ^^H 

4fi9. 

^^H 

Boltan«,  Chriatoph  vi>n,  BOr^r  ron 

^^H 

Marlbor^^t,  Ififi- 

^H 

Boieii  &77,  6^2. 

Brailenau,  Ortschaft  in  Kraiu,  702. 

Caligart  Atidreai,  NanCiiiB.   UUchof                         ^H 

Brandenburg,  Markgraf  von,   XX, 

von  Bertinoro,  8.                                                      ^H 

XXII.  88,  ICÖ,  20fl.  319,  S86.  287. 

Caiiituertal  b.  Kammerthal.                                 ^^^^M 

SI9,  821,  844,  594,  597,  &9 8.  622; 

Campornben   iu   ObcrkünUen   765.                 ^^^H 

R.  nu'Cb  Cliristiau,  FHodricii,  Haas 

Caiiiscba  a.  Kauischa.                                          ^^^H 

Sigiutiud,    Joacliiiii   Eroal,    U«urg 

Capito  Es&iia  (Haupt)  2.                                ^^^^ 

Eriut,  U&na  Q«org. 

Cji«al  Pi<'tAr(xTtVatti!radorflr),8ekret}ir                 ^^^| 

Bmthalycb.    Di»chof    von    Agrain, 

Erxb.  »nlinanils  II.  etc.,  176,  315,                 ^^^H 

478,  47fl. 

317,  355,  403,  544,  561,564,573.                 ^^H 

976 


Castell  Bartlme,  Bürger  von  Prag, 

121,  197. 
CiatritioB   Matthu,    Barger(?)    in 

Krait),  428. 
CtTriani  OkUvio,  Hitglied  dea  geh. 

KitoB,  484. 
Ciziftnar  s.  Katataner. 
ChaericnB    Joachim,  Prftdikant    xu 

Neuhaua,  726. 
ChaicBsl    Martin    de    Baixilbarch, 

BUrger  von  Weichselburg,  631,632. 
Cbriatalnigg    Friedrich,    Wirt    In 

Grofilobming,  786. 
Christian  tod  Brandenbarg  478. 

—  Fürst  an  Anhalt,  320. 

—  KnrfUrst  von  Sachsen,  s.  Sichaen. 

—  (in  der  Laggen  in  Kirnten),  Pro- 
teaUnt,  903. 

Chrttn  a.  KrOn. 

Cilli  129,  214,  287,  238,   294,   317, 

433,  436,  703,  743,  761,  783,  784. 
Claudiforum  s.  Klagenfnrt. 
Clemens  s.  Klemens. 
Clement,  Ma^ster  in  Laibach,  142. 
Closl  8.  KhlSsl. 
Cobensl  b.  Kobonxl. 
Cobezl  B.  Kobensl. 
Colar  Gregor,    Arcbidiakou    in    Vil* 

lach,  941. 
ÜulbiuB,     Adam,     ev.    Prediger     in 

Klagenfurt,  106,  17t. 
Conradin  s.  Konrndin. 
ConstantinuB    Sebastian,    Subdele- 

gierter  Bischof  KrOna,   163. 
Co|>itBki,  KÜTprT  in  Miireck,  238. 
CiirraduEzi,  Kudolf  von,  Ucichshof- 

viKttkauzler,  SOO. 
Corn))orgGr,Kel.  Ret*.  Kommissär,  9. 

Kornberger, 
Coroniui  Peter,  Freiherr,  917. 
Corunius  Nikolaus,  P.  8.  J,,  86,  9ü4, 

966. 
Costedn   (Cuatode,   Constede)  Ange- 

lim,  Ki'lißiunsrrformationBkommis- 

nitr,  Kammerprokurator  etc,  1,  ß, 

14— 'iO,  46,  97,  100,  261,  286. 
Crabatb  s.  Krabath. 
Craliui,  Dr.,   176. 


Crimer  a.  Krtmer. 
Cremer  a.  Krimer 
Crentx  ■.  Kreata. 
Criache  Miknsch,   genannt  Luther, 
ProteaUnt  au  KrenU,  184,  136,  169. 
Cruciger  Bartholomina,  Stadtpfarrsr 
von  Klagesfurt,  LXXIII,  760,  761. 

a. 

D al  ma  tl D  Georg,  Pridikant  in KnÜD, 

929. 
Dambaehaob  (HImbI  xu)  313. 
Daniel,  Abt  Ton  Amoldstein,  ■.  nnler 
Amoldstein. 
.   Dassan    Dietrich,    LandachafUapo- 
theker  in  Kirnten,  760,  770. 
Davollitaoh  Jury,  krain.  EdclmaDD 
(aber  kein  Landmann),  646,  668. 
Deckendorfer    Joachim ,    Kanilei- 
i         beamter  der  eteir.  Laodacbafl,  936, 
'         937. 

i   Deham,  l.-f.  Heglmentsrat,  809. 
:   Delani    Georgs    Ebewirtin,    Prot«- 
sUntin  in  Krain,  81S.  828. 
Dempeckh  Wolf,  ProteaUnt,  833. 
Derlatsch    Katharina,   Protestantin, 

644,  648,  651,  G60,  661,  T09. 
Despalowitscb     Daniel     (Despoto- 
vritsch),  Protestant  in  Krain,  645, 
721. 
Dienstmann    Hans,    Protestant   in 

Krain,  706. 
Dietrich  Wolf,  Ersblschof  Ton  Sali- 

burg,  fl.  Salzburg. 
Dietrich  Btein,  Mitglieder  des  kirnt* 
nischen  Herrcnstandea,  XXI,  771, 
809,  868,  8C9,  942,  949,961,962. 

—  BartIme  von,  663. 

—  Erasmua  von,  296,  812,  631. 

—  Frans    von,    Kardinal,    668,    869, 
949—962. 

—  Georg  von,  944. 

—  Georg  Albrecbt  von,  869. 

—  Georg  Bartime  von,  881. 

—  Georg  Iloinrieh  von,  772,  796,  803- 

—  Johann  Balthasar  von,  881. 

—  Karl  von,  947,  949— »At. 


^^B 

^^^^^^^^^^»77 

■ 

DietrisIiilelB,    Lntlnie    von,    28?. 

Drumblitkio.  die,    6ßO— GAS,   678, 

^H 

313,  327,  33),  366,  3fia,39ä.  410. 

708. 

^^^1 

4H»,5SI,63!,  S8l. 

Dti«lle  r    UaiiH,    Prutettaiit    in    der 

^^^1 

—  SijinnifKl  tuJwig  »ou,  8öSI. 

Kreiger  Pfarre,  ÖOJ. 

^^^1 

—  Wilhelm  von,  Ml,  66S. 

OHrnpachor  Zacbariu,  BUr^r  von 

^^^1 

I>  i  1 !  on  ß  tx     Oeorff,     Protestant     in 

Atim*c.  14. 

^^^1 

Krnln,  800. 

^^H 

0 i nfc» n    im    Rjulkfinthur^Rr    Boxirk 

6. 

^^H 

8S9.  830. 

^^^H 

D 1 « 1 0 1    ßvrnhird ,    Harktricli ter    ku 

E b  e n  w al  d,  Ortdchart  in  OberkS mten. 

^^H 

Wi|)i)iich.  <J8Ä, 

578. 

^^H 

Diibci-nig,  Pfurrcr  in  Krain,  flö6. 

Kberlr     iMak,   anagewienen'pr    Pro- 

^^H 

Dotianskjr  K«iih,  Pritilikitnt  xuSonn- 

iMtant.  704. 

^^H 

epg,  2I>8,  21»,  238.  2(1.'.. 

Kberadnrf  br.i   Kcudan,  .1   .St.  tow 

^^H 

Dominik,  ErKjiiif-itH'r   in  8t.  Andro, 

FllrstcnfeW,  201,  231,  *ÖS,  «54. 

^^H 

434,  440. 

Eberw»  Paul,  Pfarrer.  777. 

^^H 

Don  at  Jikol»,   I'rutestknt   in    Kiaiu, 

Ebner  Remi^iiu.   Pilr^er   im   Hauito 

^^H 

8S7. 

Slubcnbergr,  36—59.  98,  99. 

^^H 

Donnnripaeh,    Ort«cli«ft    in   Oljer- 

Eck    {F.ckU,  V.gg,  Eftkhl,   Mit{[li«<lvr 

^^^1 

«teipr.  R.  7,  764. 

de«  Kärntner  Hpircnstimdp»: 

^^^1 

Dnunf<r«[i«r|^      Mar^arotr,      Prolc- 

—  Aiiain  2r>H, 

^^H 

xtxnCin  in  I.i>Dhvii,  168,  '217. 

—  Dietrich  31.1. 

^^^1 

Dopiilofxon,  Ort«cli«rt  »n  ilor  stoir. 

—  llannibat    XV~XVn,   9,  3S,   88, 

^^H 

Grenie  in  Uti^xrn,  413,  414. 

107,  116,  121,  133.  140,  Ißl,  l&S, 

^^^B 

DOrerHiiii».  LRcntmoutor,  C^S,  617. 

169,  164,  172,  18«,  tf<0,  208,  &60. 

^^H 

Dorn  OisOTg,  prot.  Rnlsborr  iu  Kla^a- 

—  Joaef  733,  7.19. 

^^H 

fiirt,  7  SO, 

—   Karl,   Frrihorr  ron  —  nnd  Htin- 

^^^1 

Dornbaeh,  Ortaohaft  In  ObArkSrnten, 

gi>n>hnch  XXXIX,   S13,  B28,   ftt», 

^^^1 

246. 

632,  hr,a,  r.ßrt,  :i67,  i78.  fiSS,  73«. 

^^^H 

Dornitadt  in  Wlliitenibfir(r  3fiS. 

—  Loreus  b9,  319. 

^^^^H 

Dottingin   Anna   (Tottin^iD},    Pro« 

—  Niklas    16t,    314,    368.   176,   612. 

^^^^H 

le*UnCin  in  Pettaa,  TOT,  711,  717. 

681. 

^^^1 

Dovolitich  Jory,  protut,  Etlelmanu 

—  Piinl  8ß9.  89rt,  903,  908, 

^^H 

in  Krnin,  C46. 

—  Si^iiD'l  461. 

^^H 

DrilBcn  727. 

—   Wolf  12.  120,  tr.1,  314.  475. 

^^H 

DraaclikowitB   Maria,  Adelig«   ans 

Rilling,  Hans  Jakob   too,  Adeliger 

^^H 

SGdflteiermark,  780. 

in  KiAin,  413,  466.  474. 

^^H 

Dr.-iiskirchen      (Traiükirclipn)      in 

Edling  in  Kraio  878. 

^^^1 

Kieil«rCit6nrvLcL  S07. 

Efferdin^,   Ortschaft    in   OberOater- 

^^^1 

Draa  88,  GOö. 

r«tcb,  391. 

^^^1 

Urnnburg,   s.   Ober-   n.   ir»t«nlraa- 

EfTCTwar,  Ortschaft  in  Ungarn,  ße- 

^^^1 

liurg. 

sila  Tlioinan  Nadaidys,  373. 

^^H 

Dresden  XXIV,  SSI,  318-831,  382. 

Eggoobortr,  Kflret  von  —  und  Kro- 

^^^1 

344,  351,  3&&,  303,  Stil),  3U0,  403. 

tahw,  817,  8S0,  836. 

^^H 

404. 

—  Ferdinand,  Preilierr  von,  367. 

^^H 

Drnmblits    Georg,    FroteBtant    in 

—  Hnns  Sifrnmnd  211,609,531,603. 

^^H 

L              Krain,  Cbl. 

—  Hana    Ulr'trh,    Hemog    von,     166, 

^^H 

1     —  Hani  ftU,  702,  TSI. 

783,  877.  878,  894,  896. 

^^^1 

k 

62 

i 

^^^^^^^H 

^■^           ^^^^^^^H 

^pH 

^^^H                Bg|:eDl>oTK  SnyfriM  von,  148,  IM. 

Emericli  t.  «Och  Uolitor.                  ^M 

^^H 

Eng«lbaufer.     dir.     Besitxcr    *'<^| 

^^^H                 Eggi  VinKonx,  prot.  rfuTcr  in  FroQ' 

TlminvgK  in   Krain,  82».       ^jH 

^^^H                        nch  unter  Murau,  SlO. 

—  Er.iHmn8  Hi2.                           ^^^M 

^^^1                 £lie  B»  T  t  n?  r,  Ad6Up»r«oiiefi,di«iiSoht 

—  Hans  diu,  7Q2.                          ^^H 

^^^H                       ilte  LandUntfl  sind: 

Englan«!  XXIV.                                  V 

^^^^H               Abrahatn 

Enflliofer.  Reicluliofackretilr.  MCj 

^^^^^B         —  lIiinB 

Ennatal  LXXVI-KXX Vltl,  5,  TS« 

^^^^H           —   M&tthpa 

260— 2ß2,  294,  393,  7&4«  BOltSQfel 

^^^^^^^         EiiTCDAU  s,  Eruau. 

856.                                                       V 

^^^^^B          Ehrcnhause:),  OrUcb&ft  bei   IiCib- 

Rppenatein,  llomchaft.  a.  t.  Wtlfl- 

^^^^^                 Ditz,  iä-i. 

kircbeo  tn  Sleinnnark,  434. 

^^^^f                Ebriena,  Orlflchnft  in  Ungarn,  414. 

Eraimna,    Bischof    von    Alesandria. 

^^^^^^H           Ehroaii  -i.  Entau. 

pSpni.  NuDlIna,  71ft. 

^^^^1           BibenschUtE  XXIX. 

Brber  Paul,   Stadtpfarrer    In  Jnda- 

^^^^^^                £  1  b i fl  w  a  1  il    (^EybUwaUl),   Milglieilfir 

burg.  771. 

^^^H                      de«  steirUcben  lierroa»tAudos : 

Erbest   Miebael,   Propst   sa  VflUcr- 

^^^H                  —  Amalricb  $ii9. 

markt.  Gl.  179.  S4G,  318,  41&. 

^^H                —  Anna  El:aab^th  859. 

Erdtnor  Christian,  Pfarrer  an  KJad- 

^^^B                —  Ohmtoph  312,  B&O. 

b«rg,  415,  428. 

^^^^1                  —  Hans  8ijrUinuti(I  739. 

Erd^ldy  Peter,  (traf  cn  Eborao,  S14,  J 

^^^^B                  —  Juditli,  Freila  von,  8fiO. 

338,  413,  GS6.                                     fl 

^^^                   —  Paul  789,  783,  791,  80S,  Ö04. 

—  ThomM  627.                                         " 

■                          _  Veit  Georg  S96,  397,  861,  893. 

Erenvels,  OrUchaA  in  KSmten,  9I(i. 

—  Wolf  Wilhelm  LH,  650. 

Ericbsbor^,    Scbloß    des     Uvneff 

Einpacber    Joachiin ,     1.    Eanzl4^i- 

JaliOB  ron  Brannschwoi^,  3St 

lieamtcr,  173,  331. 

Ernau,  dtn    von,  anf  Mooiburf  «aJ 

Eiu!ii«i!cl,  Abrahnin   von,    knrsilch- 

Glanock,  Mitglieder   d«r  klratai- 

fiiitclier  Rat,  321,  351. 

sehen  Ritterscbaft : 

Eiabi^iri  Ila»^,    Kiciiter  zu  MQnan- 

—  Ualthasar  313. 

schlag,  Sl9,  '^la. 

—  llektor  von,  269,   297,   319,  383,      ( 

Eiienorz   XCIIT,  3,  187,  290,  420, 

fiSl.  716.  805.                                    fl 

441,  703.  7tS. 

—  Leonharil  313.                             ^^^^| 

EiKflnliart  Anton (Rlicnhirt),  kSintn. 

^^H 

Lnndmau»,  »Ol,  S02. 

Ernreich    Otto,    Marktoclir^b«^^) 

Eisuiihcid tRf   Haus  Anloa,   kJLmtn. 

Obdach,  433.                                           , 

Landnianu,  bßS. 

Ernst,    Cntbencop,    Lvni.    XCVUtflj 

Eiseuschinidt  Adam,  Qaw«tk«  In 

480.                                                  ^ 

ßcbladuiing,  9i3. 

—  Erxbiacbof  ron  Kctlo,  AdmiaUln- 

—  Georg,  Sobn  des  Vorigen,  OR. 

tor  In  Froisinjf,  963. 

Eisentrattnii,  Ort<.i-.haft  in  Kitniten, 

Ertl,  filrstbiscliflfl.  BambarcMlwt  Kat, 

fiB9,  804. 

931—933.                                            mk 

Eitlbuter    Adam,   Udrgvr  au    Kad- 

Etacl)  615.                                          fl 

kttth-arg,  655. 

£tschinajrer,Stubeuberg*cberUut*r- 

^^^_                  Elon    Han«,    iteir.    LandicbaAabe- 

Un,  698. 

^^^fe                      dl«nat«ter,  177. 

Eygl  VinKonx,  am  Steiormark  tot- 

^^^H                Emorich,    Abt  von    Arnoldataln,  s. 

vrieaennr  Prüdlkant.  264. 

^^^^B                        untei'  Amulilfilriu. 

EatcrloAX}'  Nikulau«,  v.  Patatlo, MO, 

^^^ 

^^^HB^^^^oT^^^^H 

9. 

Ferdinand  U.  fX-XII,  XTT-XVI.              ^^H 

XX— xxu,  XXVI.  XXVII,  XXIX           ^^m 

Faber    Marx,    I'farnir  von   Lieben- 

— XXXUI,       XXXV,      xxxvu,               ^^H 

bcrg,  15,  28,  80,  101>,  fi2tf. 

XXXIX  usw.  wird,   da  der   Name               ^^^^1 

i''Aberiii,  die,  Sohweiter  iles  Prüdi- 

beinahi^  auf  judiir  Seite  vorkommt,               ^^^^| 

kaiitot)  ChriatopL  Spiaillcr,  620. 

nicUt  weiter  angeführt.                                       ^^^^| 

F a  b r i  t i  u  1  Albin,    Rn1  tgionereform.'i- 

Faniigkn,  Ortschaft  ici  Krain,  377.              ^^^H 

tionskommiMÜr,  SSO,  aS9,  693,  f.BT. 

Feuler,  aus  Klirnti^u   aiu^wieiener                ^^^^| 

Fslbptihan|)t,    div,    Mitglieder   dea 

Protestant,                                                         ^^^1 

stcivrm.  Kittont&iides ; 

Feulner    Oeorg    äeTfridt,    Adollger                ^^^H 

—  Goltfricd  79&,  803. 

aus  Kumten,  813.                                                   ^^M 

—  Jakob  7S5. 

—  Hermann  auf  Draaing  313.                             ^^^H 

—  Zachariiu  £0$,  313. 

Fenrer  Hani,   Inwohner  der   Pfarrfi                 ^^^H 

Kali    Veit,    Bürger    ron    Kiodberp, 

St.  Stephan  ani  Grabfeld,  902.                     ^^H 

430. 

FcUKtwltt  9,  Feufttritx.                                        ^^^^| 

Falhenst^Iii,  Latulgorlcbt  in  Kärn- 

Fiedler                                                             ^^H 

ten,  IfiO,  161,  162. 

Fiernitz,  OrUchafl  in  KSrnten,  277.                 ^^^H 

Falleisen    Elieabelb,  Witvre   nach 

Findenikh  Unna  (Finiling)  655,  821.                ^^H 

«luem    fiteierm.  Prüdikanten,  201. 

Finkenstein,   Schloß    ta    KUrntcn,               ^^^H 

Fftndl  CbriBtopli,  UuLort&ud««  Herrn 

^^H 

von  Kainacli,  8Ü3. 

F  ige  her  EriuinLif,  Sekretitr  der  Rtrir.                 ^^^H 

Fln klein,    Proteslantln    in    Kraln, 

La»d3c)iiift,  25,  26,   31,   fi4,    351,                        H 

702, 

9Se,  037.                                                                     ■ 

—  Jbro  BrQder,  702, 

—  Urban,  Mutter  des,  9C2.                                  ^^H 

Kaschang  Hnim,  KbnTegibUllencliGr 

—  Wulf,   landesnirstl.  Sekrutlr,   791.                 [^^| 

Pflc^r,  623. 

Fiachler  Ambras,  Utlrgcr  zu  Leoben,                 ^^^H 

—  Georg,    windiscber    Prediger    in 

593.                                                                       I^^l 

Klagenrurt.  104. 

Fi  um«  020.                                                              ^^H 

—  MaariticB,  Magister  iii  Klagsnfart, 

Flnecbburg,  Schloß  In  KKrnten,  508.                  ^^H 

171. 

Flcdiiigkb  (Flnduig),    Ort«cbaft    In                 ^^^| 

Febring,  Marktflecken  In  Ontsteler- 

Krain,                                                                  ^^H 

mark,  8'SS. 

Flotweil  Georg,  Barbier,  793.                           ^^^| 

Foicliter  Aailrea«,  Marktricbter  in 

Foreber   Oilg,  Protettant  ia  Ober*               ^^^H 

Kapfeaberg,  bül,  &99. 

^^^1 

Fiii)tcDl>«rg  in  Krain  ö34. 

Formacher    Hani,    ta     Gimpel    in                        ^H 

Felstriti,  Pfarre  in  Kumten,  27ß— 

Krain,  724,  72.V                                                ^^H 

279,  2»2.  SSR,  S8JJ,  €29,  641,  8t2. 

Formentin   Kaspar,   lEeligionarefor-                 ^^^H 

—  Wilhelm  von,  IC,  26,  30,  31,  47, 

tnnlionAkoiuniiBsilr,  HiÜ,  461.                          ^^^H 

313,  531. 

Forstmann     Karl ,     Protoitaiit    (in                        ^M 

F'cldgeachrei  Kaspar,  PrilOtkaat  in 

GraE'0<  '**'^-                                                        1 

Kärnten,  283,  284. 

Franglpani  Goorg  von,  Mitglied  des                        ^M 

Ff  ldhac.1i,  Marktflecken  In  OsUtelcr- 

Krainer  Herrenstand  es,   313,   475.                        ^M 

mark,  268,  739. 

Frank  Jobann,  Huchfflhrer,  244.                              ^M 

Feldklrahen,  Ortschaft  in  Kärnten, 

~  Martin,  Verwalter  an  Vellach,  EM2.                        H 

CXU,  235,  646. 

Franken  LVI,  320.                                              ^^H 

Ferdinand  1.,  Kaiser,  XCVU,  CVH, 

Frankfurt  322,  728.                                       ^^H 

81,   123,  141,  192,  848,  381,   398, 

FranUing,  Herr  von,  Lnlheraner  in                 ^^^H 

bU,  533,  747,  7S5,  930. 

Kegensburg,  89G.                                               ^^^| 

. 

U2«                                  ^^H 

980 


Frant«,  Prior  von.  14S.  639. 

Fruit  nnbur^.StubenbergsobetSoblofi 

iD    Obcisteier,   99.  '■»%  862,   410, 

412,  803,  644—640. 
Franonstein  901. 
Froibrirg,    OrtsebAft  In   Ob«nt«ier, 

ISA,  18fi,  79t. 
Freiborfter  Atexandor,  Adeliger  aai 

Karoten,  313,  -Wo.  033. 
^  G&org,     Inwoliti*r     toh     Miireck, 

751), 
Frctburg^er    Kiemen»,    Rtirger   von 

Villacb,  ü4+. 
Froitlcoscbaß    Xitipar,  Uompropit 

«u  Lftibach,  4ü4. 
Fr«i<Il  MatttiM,  Aileligf^r  mom  WotA* 

heig.  !>34. 
Frcidniti,      KtrtbKnHPrk]a3U>r      in 

Krain,  463,  4&4. 
FroiBloK    LXXVl— LXXVIII,    218, 

4S&,  455,  928,  953.  d&O. 
F r e ui  e  Q  t    Kupar,    1. -f.    Kaoxleibe- 

»mt^r,  738 
Frouach  unter  Hurau  210. 
PfDOilenbcrg,    Schloß    drs    Herrn 

Bernhanl  SeeniiSfi,  s.  SernnsB. 
Frey  Alexius,  MilteIiliDgEeinDebini?r, 

C-14,  CÖl. 

—  Kaspar,  I.-f.  Kanxleibi>aint«r,  821. 
Fr  1(11    Leonhard,    pmt.   Bürger    ans 

Krain,  633,  Cr>8,  6S»,  TOS,  700. 
Frledberif,  Stadt  in  Ostatelcrmark, 

SOG,  867. 
Fri«drich  lU.,  KnUer,  749. 

—  PfatB^raf.  47S. 

—  von  Wilrtt«.niberg  XXV,  ISR,  327, 
33fi,  340,  Ul,  349.  550.365,350, 
363,  369,  387,  390,  302,  59ß,  40«; 
a.  Oeorp  Friedrich  v.  Urandenb. 

Friesacli,  Stallt  iii  KKrotea  (De- 
chant  von  — ),  LXVt,  LXXIV, 
CXn,  76,  100,  196,  245,  S70.  60?, 
757,  77»,  822,  912,  958,  OiJO,  952. 

Frtoaslebnri  Kaspar,  Auiiichla^eiii- 
aelitnor  aui  Loibclpaß,  6H8. 

Fritscb  Gottbard,  amgawieaeni^r 
Protestant  ans  Krain,  800. 

—  Maria,  seine  Mutter,  800. 


VOM 


F ritsch  Wllbflim,  aos^wiueo«r  Pra- 

lesUnt,  G47. 
Fronsp9fg,    Beallxiiiig-    Wolfs 

rrankli,  S.-A.  von   Ttlrkfold,  8*€. 
Frysanhor  StiRanna,  Itediciutet« 

(■all  Ton  KackaitB,  744. 
Pacbs  Hans,  Itat    nnd   Amtmann 

Inncrbcrir,  3. 

—  Philipp,  Pfarrer  von  LorenacDia 
Marxtal,  406,  414. 

Ftickh«r  777.  JM 

Ffieger,  tirol.  R«^raentarat.496,49t^B 

—  Chri&topb,    Landesbedien»trler  ii 
Krain,  G33. 

Ftifl^er  Marx,  Freno«)   Martin  B»«- 

oera,  LXVT.  99,  100. 
Fng|;«rn)  Adam,  OoUtlichcr,  SM. 
Fdllenae^lf  b.   Berllng«n    BorkanL 
KnrschlaKor  Wolf,  Praaeplcr,  S(A 
FUrit«nber|r.  Graf  von,   483—48«. 
FUrsteufald.  Stadt    in   Steivmia^ 

640,  7S2,  613,  667. 


0. 


<tab(>lkoTer,  ateir.  Adelsfamtllc: 

—  Cbristoph    X,    XX,    14,    2b,    1 
394.  298,  312. 

—  Frifldrieh  806,  6tS,  897. 

—  Geons  S^yfried  8IS,  »97. 

—  Ootirricd  B0&. 

—  Jakob  Ernst  8M. 

—  MarfrareU  883. 

—  Maria  Katbarica  864. 

—  Wolf  Albrecht  6U. 
•  Zacliartas  803. 
(lacpuor    Johann    (QMpnar), 

Ueiatllcher  188,  264,  Sfift,  9A8.  SSL 
Uaisaarn,   Ortachafl    In   Oberstelrr, 

439. 
Oaiasriiek  (Galcmekh,   Oai««afi{V 

steir.  D.  kfimlo-  Adelsfaittilie : 

—  Ertireicb  ron,  312. 

—  Hans  Friedrich  8&4. 

—  Wolf  Unpreeht  34. 
ßall,  die  Ton,  i.  0.  AdebfeachleekL; 

—  Herr  in  Rudolbwk,  462. 

—  ll«nihard  2a&.  38S,  313. 


n«V      I 


1 

^^n 

|^^^^^^^^^^98^^^^B 

OaII,  Harr  von  OalleuBtein,  631. 

Oartten,  Konrsd  von,  O&ü,  668.                    ^^^| 

1 

—  Äiidreu  814. 

Qartnftr    Hani,    jirot.    Bürger    von               ^^^H 

—  Fmu  230. 

L«ob(>n,  692,                                                      ^^^H 

—  Chriatojib  XCl,  ClI,   B,   107,  313, 

GasHcr,  HUr^i>r  von  GmUnd,  064.                   ^^^^1 

ilH.      . 

Q  a  8  an  0  r     Christoph,    Weißbotenge-             ^^^^| 

—  Daniel  IM,  269, 314,  363, . 1166, 4?&, 

liilfe,  623.                                                           V 

fi3l,  fA%. 

—  Johann,  prot.  Geiatliclkcr,  40:4.                   ^^^^ 

—  ErMinDi  von  Gallenhofen,  83. 

Gastj^eb    0<'org,    prot.    ßCIrger    von               ^^^^| 

1 

—  Grnreich  865. 

Lcob«o,                                                              ^^^1 

—  Frati»  441, 

Qatillicifcr  Patil,   Unkatboliachor  in               ^^^H 

—  Georg-  Audrpu  —  toq  Gallonsteln 

Wfißkirrbr^n,                                                    ^^H 

867. 

Gcbliard  Hans,  ZongdiBUer,  7fi&.                    ^^^^H 

—  Jakob  476. 

OefalAtel   JoliHnn   Fliilipp,   Dttchant               ^^^^| 

—  JobiC  314.  mt. 

dos  Banibcrger  DcrnikapiteU,  M6.               ^^^^| 

—  Ludwig  von,  314, 

Godlmann  Georp  Johann,  kunlleh-              ^^^H 

—  pADkrfia  von,  314. 

^iecliur  Gchfimrat,  351.                                  ^^^^B 

—  Wilhelm  —  von  RndoHswcrt  X  VI, 

Gooring     N.,       Bcstandinhaber     eu               ^^^^H 

134,  HO,  160,  164,  177,  195,297, 

Weitorsk'ld,                                                       ^^H 

314,  4?&. 

Gciertporf^    (GD}'GrBp'?re]f    Stuben-               ^^^^H 

—  Wolf  von,  314. 

bergscber  Uecits  im  uordOatlicliv»               ^^^H 

GbIUh,  St.,   M>Tktßeck«[i   in   Ober- 

n»linion,  90,  844.                                             ^^^| 

9toirr,  462,  463. 

Oriltal,  daa,  505,  608.                                       ^^^| 

GalleuLiorg  1)39. 

Gciskoflor  Abraham,  tir.  Landeabc-             ^^^^| 

—  Adam  von,  4,  239, 

^^^^H 

1 

Gallonlio  r«n,   iiQiiaiUicIi   von  Wln- 

G c a t i  1  o 1 1  i  Jobniiu Franz,  Grapricster               ^^^^| 

1 

(iiacbgras,  t.  Gull  zu  Oallcohofeu 

in  UntcrkilratcD,  7^6.                                    ^^^^H 

1 

ßcrolianl. 

Georg,  MfiMer,    d#r  alt«  im  Graben,               ^^^H 

G  a  1 1  e  r,     die,     iteirischM    Adelvg«- 

ProtMt.int    in  der  Dioieio  Gark,              ^^^H 

selilovlit,  21: 

^^H 

—  nirist«i»h  4,  297,  312, 

—  evaiif^.   Fredigfr,  42. 

—  EsiUcr  LV,  897. 

Georg  Hrnflt,  Markgraf  von  Branden* 

—  Eljiabeth  8&9. 

bürg,  287. 

—  Ferdinand  Frcihorr  von,  660,  914. 

—  Friedrieb  von  Braodeabnrg    143, 

—  Ocor(;    zu   ScliManberg    XXV    bis 

144,     169,    219,     286,    317.    318, 

XXVU,    124,    186,    1S7,   266,  2«7, 

319. 

811,   327,  8Sr«,  841,  84G,  366,  Sfi?, 

St.  Georgen  770. 

358,     301,    362,     364— .166,     360, 

-             beiScuIißi»  Krain  6117. 

390—392,     39&— 397,    402,     403, 

,             in  Kärnten  2Ö8, 

40»,  410,  614,  823,  827,  854,  »16. 

,            bei  Fronlciten  867. 

—  Hans  124,  4.'i7,  618. 

bei    Miiraii    466,    701. 

—  Hans  Ciiriitoph  758,  798,  852, 

George  11  borg,    Ht.,    s.    UanirJ    Gall 

—  Sigmund  298,  813, 

■nf  — . 

Galls  Antotk,  EinwoLuer  von  I.aibacii, 

Gera,  die,  tlDirischcs  Adeligesokledit;                    i 

602. 

—  Uerr            704,  668.                                        ^^H 

Q  a m  1  i  t z,     Gemeinde    dea    UesirkM 

—  Georg  Pliilipp  von,  869,  364,  863.              ^^^^ 

Elirenbaaacn   in  6t«iennRrk,  488. 

—  Hana  Chriatofib  von,  294,  297,  312.               ^^H 

Oarmb  Simon,    Bewolmer  von    I-ai- 

—  Raimund  von,  2ti6,  28».                                ^^^| 

1 

bacti,  662. 

k 

QcL-ger,    rScger  auf  Strvuhau,    70&.               ^^^| 

982 


Q«rigin,    towohnorin    von    Wniirk, 

788. 
GeroHnliüfdr  TIioiiuui,  Verweier  *u 

Aiiäseo,  «2,  209. 
Ocrtlnger  ToMu,   kBiMrl.  Knoxl«i- 

beamter,  000. 
Gowacz,   Inwobn^r    von  K.iilniitntiA- 

dorf  In  KrJiin,  163. 
Gilgen,  St.,  bei  TUffer,  Hü'.). 
OilgnporR  (Gilgeuberg)  ilani,  et«!- 

risüher  Adeliger.  SltÖ,  312. 
Girnpl  R.  FormAcliCf  Il^ioü. 
Gladtcb    Simon,    Pfarrer    von    Bji- 

cliitech,  Mi. 
Glcinitz  Uegina,  Adelige  ans  Btcipr- 

luark,  »&Ct. 
GUitdorf,   Markt  in  Oststeioruiark, 

185,  I8G,  796,  803. 
Gleispacb,  Gstber  von,  CIX. 

—  Franx  von,  S94,  887. 

—  PriBclric-li  von,  8U8. 

—  äifsiuiiuil  l-Vicdricb  von,  312,  7S6. 
0 1  'S c  k  n e  r  Georfr.  Bcbreibor  bei  Herrn 

Naningpr  in  Obcratannborgr,  803. 
Glojrach  U^olacb),  jtt«!ri»cbft  Adela* 
familid,  UI,  618: 

—  Andreas  von,  859. 

—  Ucoign»  795. 

—  Kraamus  S»8,  313,  675. 

—  llaoi  298, 

'-  Han»  Adam  von  —  auf  K«ndorf 
und  Sl.  üeorfon  8G1, 

—  IlaDs  IlalthAiiar  von,  8111. 

—  Huproclit  von,  Sfil. 
^  SiuaiiDs  87^. 

Omfill  b«!  Trofajriob  SOS. 

GmOodt  (Gamundia'i,  M.irkliR  Kärn- 
ten, X.XIII,  LSII.  LXXIX.LXKX, 
IJtXXV,  XCl,  CXU,  13,  13—46, 
67,  60,  61,  6&,  78,  85,  lUU,  1  U, 
160,  162.  172,  174,  179.  198, 
209,  209,  2«,  24i,  270.  271,  348, 
892.  507,  50B.  642,  643,  784,  912. 
»53,  954,  EI64,  068. 

Goftdita  Chrittoph  721,  734. 

Ooeaau,  Ortaobaft  in  K|[rat«n,  641, 
903. 

GoAsi    in  Ob«rst«ieiinark  213,   796. 


Gold  Rlliiabi>th  Sidonla,   Ad«li|^  ana 

Ktain,  HH6. 
(ioldkofcr  Margareta  X«1V. 
Goldaclian    (GotUchan)     Ualthauu. 

Soldat,   660,   673,   708,.   7l»y.   712, 

721. 
GallDbaritscbGBoi^CGoUoberitHb), 

BUi^er  in  HSttlinp,  711.  716. 
GoDobitz    in  UatcntetBr  859,  8(6, 

8tf2. 
Gtirticliacli,   Hcmchaft    in    Kral», 

450,  047. 
GQra     (Stadt,     En]iripatcr     von    — | 

LXXIV.  I.XXXIX,  241,  SB2.  U*. 

492,  703,  753,  773,  Ö20,  08». 
GoBtoin  in  KiLrntcn  79:i. 
Gottscbea  G«9.  'HO. 
Gottacht^var  Hans,  Prldikant,  M9. 
Gox  Anton  171. 

Graben,  toi,  bei  KroIfriDKAn)teii90S. 
Graben,  Oswald  von,    Haoptmann, 

604. 
Gradt  Jereniiss,  L&n<l}»rofoU,  IM. 
Gradflnegg,   üul  in  Kärulea,  891. 
Qradiscli  4G1. 
QradiRka  999. 
Graf  Gfiorg  794,  7I>&. 

—  Hanii,  Pflcg«r  bei  LayaehsA, 

—  Mattbes,  Muiiker,  164,  700. 
Grafondorf  bei  IlartbiTf;    437,  139. 
Grafeiidorf,  nana  Sigmund  von,  L, 

829—831. 
Grafenauer,  AdalsfamlUB,  811: 

—  Eva  8üfl,  841. 
Orafecatein,  Uerrseban  inKImtMi, 

868. 
Gragl  Marx,  Bürfcr  in  l^obcn,  593. 
GramaD,  SladUcbreiber  ootl  Winkel- 

prediget  in  Untfrdraubni^,    191, 

105,  19R. 
Gran,  ErKbiscIiaf  too,  707—799. 
Urapner   (Gracaner)    Doaatoa    97(i 

283,  284. 
Graael  Wilhelm,  BQrgtr  io  Villacb, 

944. 
GraB  Mattb«  143. 
Orallwoin  Alban,    Kreiheir,   Baii|>t' 

maDD,  3&8,  350. 


I 

i 

4 


l 

^^^^^^^^^^98^^^^H 

OriTviieck  bei  Rotlenmann  SSO. 

G  rflgarimix,  adi»li(ro  Wilwo,  036,                  ^^^^| 

Gr»i    X.  XIV,  XV,   XXIII.  XXVI— 

Groif  Jakoll  711.                                                  ^^^| 

XXIX,    xxxir.    XLiv.   xi.v. 

Greifenburg.    UiirTacli.ift   in   Kiirn-               ^^^^H 

LVIII,       LIX.       LXX.       LXXn, 

^^H 

L-XXIV,    LXXV,    LXXXV,    XCT, 

Greln«gkher    B«lth  asar,    Lcobncr              ^^^^^ 

XCIV,  C,  CUI,  2,  10,  11,   13,  16, 

hürger,                                                              ^^H 

20.    21,    26— 2ä,    89,   41,   46 — 10, 

Ürifrcn,  äim,  LXVII,  C,  CVIU,  86,               ^^H 

60,    67,     76,    «9,   110,    1)8,    182, 

120,  642,  608,  69],  &J2.                                ^^^M 

129,     130,     J32— U2,     161—164, 

OrimmbsL-liite                                                    ^^^| 

I&7_159,     163,     1^4,     16i-l(iV. 

tji'tt8i:lillnip  Etx  903.                                       ^^^H 

ITt,     176—178,     18U  — 102,     1^4, 

Critschcr  rdiziias,  ProtosUnttn  B09              ^^^H 

IWfi,     III7,    1U9,     201— 2D3.     2ufi, 

Krnin,                                                                 ^^^^| 

207,    20B,    211,    313,    814,   217— 

—  M»U,    Pnitcataatiii    aus    Krnin,              ^^^^H 

219,     221,     232— 2S8,     241—245, 

045,    660,     702,    804,   813,   827,               ^^^| 

247,    251,     255,     2&8— 260,    263, 

^^H 

266,     267,     2C0.     270,     274,   283, 

Grf'bRiinic,    OrtsdiAfl  in  Obersteier,               ^^^^| 

284,     2«7,     288—290,     203—295, 

I.XX1X,           28,    214,    215,  261,               ^^H 

S9B,     S03,    306,     311,    314,    317, 

^^H 

S23— 326,     328,     330— 3tl7,     ^40, 

OroDlobiiiiug,    Ortschaft    in   Ober-               ^^^^^ 

343—845,     S4S,    861,     367,     369, 

stcier.  785.                                                   ^^^| 

8C6— 369,    371.     372,    375,     876, 

Grotta  Alexiua,  Otaxtr  rfiirrcr,  292.              ^^^| 

SöT— »89,     39 1 — S94 ,     596,     S'J9, 

Grotta,    Antoa    Freiherr    vou,    882,               ^^^^| 

402,     403,     405—110,     112,    413, 

^^H 

415,    422—427,   431—438,    440— 

—  Ludwig-                                                               ^^^H 

412,    4l'.0— 463,    465—467.   474— 

Grubftr  Michael,    Hanchallamtsver-              ^^^^| 

477,    479.    48(1,     48S— A93.    497, 

nalter,                                                                ^^^| 

6l.>l,     502,     506,    609,     612— EU, 

Grtibuor    Scljiuitiau,    ApuUibkcr    iu                ^^^^H 

520—585,     527,     532,    537,    638, 

Fetlau,  129,  238,  348,  603.                           ^^^H 

649-561,     554,     656,     557,    670, 

Grtlnberg,  Dr.,  I.f,  Kauxleiboamter,                ^^^^| 

571,   573,    674,    576,    680,    582— 

^^H 

684,   586,    587,    580  -  592,     591— 

GrUnbocli  Wolf,     RaUbargcr,    105.                ^^^| 

«97,     699,     602-604,     613-621, 

Grtisla     Itn     Kadkemburger     Ihntiik               ^^^^^ 

028,     625—630,     639,    642,    «49, 

^^^1 

650,     654,   656,    Cfi4,    665,   668— 

OrtintuerMicliael,  Tillavber  OUrger.              ^^^^| 

672,  685,699-711,713,715—717, 

^^H 

719,    722— 72B,    731—740,    742— 

GBchi«r  Christopfa,  KKnitncr  I.ad<1-              ^^^^| 

746,  748,  749,  751-765,  758—788, 

^^^H 

759-778,    780—784,    790,    79fl— 

Gitcbwindt,   KäriLtner  Adelafamilie:                ^^^^H 

808,     809—813,     817,     820—829, 

—  Fratiz.  099,  671.  832.                                       ^^^| 

882—837,  839,  841—843.  853,856, 

—  Ilaiis  313.  099,  832.                                    ^^^| 

860,    801,     863— 8C8,     670,    875, 

Gstadt  b«!  Admont  S63.                                 ^^^H 

876,     878—880,     8S2— 886,     888, 

Gn^gler620.                                                        ^^^| 

890,    891,     893—808,     91)4,     OD«, 

Gti  Idunpaiidt,    Borger    in  Leiibcn,                ^^^^| 

9ü8,     90D,     [)ia,     915,     917,    920, 

^^^1 

925,     920,'    929—931,     936-938, 

Gummilscb.   Ortschaft  ia  KAniteo,              ^^^^^ 

945,    948.    949,   964,-956,    962— 

^^^1 

967.  969-971. 

Gundel fingen  564.                                            ^^^^H 

Grefrcndorf,OrUcbarci.KXrnt.,CI4. 

Ottns,reaterPlati  in  Ungarn,  373,411.               ^^^H 

^^^^H              Oiirk    (Bischof  von  — ,    Binliim  — ) 

Hallcgff,  Oeor;^  von,  Kilnlnrr  Lftad-        , 

^^^^_               I.XXIV,    CIX,    CXI.    31,    03,   6«, 

naoD,  913,                                          ^J 

^^^^B              6G,   100,   lOd,  313,:  316,  316,  M&. 

—  Wolf  Christoph  von,    90i.               ^M 

^^^^H                               699.           Cil,  6GS,  736, 

tlallcr  Adam,  Graxc^r  BUr^r,  99.     ^M 

^^^^B                                         000-903,  »&7. 

Ilatntnftr  Jascf,  lYarrcr  in  Wotftberg'y^H 

^             —  Jobann  J»kob,    Bischof  von,  &67, 

431,  410,  938.                                             ^M 

^^H 

Ualtmaoidorf  leiAlMia)  SSV^ttSO^H 

^^^H               Ourkrclil,    OitMcbxft  in  Kraln,  038, 

ElimiDcrle  bei  Fronleitea  86T.         ^^| 

^^^1 

llanchaliiiB    Johann,     Pfairer    U^H 

^^^H              Garnitx,  PtOfA  ron,  668. 

äl.  Veit  in  Kirnten.  424.                  ^M 

^^^1              Oarold  BaIUuu» 

Hlnd]Hi#rnnymu»,  I^andiKrltaftsbaeb'  ^^ 

^^^K^ 

balter,  80J,  833.  89.t. 

^^^^B 

Hana  ilans  (tialliu),  Pfarror  ip  Uof- 

pck,  307,  387.  388,  42S.                      J 

^^^^r             ll»|f(eD}.  KSrntner  Ludlotile: 

Uftu«,  Wirt  ,in>  Pucbfvid*.  707.           ^M 

^^H              —  Achaz  794. 

—  Qeor^,  Markgraf  von  Braod«ubarf  ^| 

^^^H               —  BflUhaMr 

niid  Ul.^cbof  von  tJtraXIburg.  320.    ^| 

^^^^B                —  Urnrg  Friedrich  SfiS. 

—  Bigmnnd,   Uarkgraf  von  BraDd*n-         *i 

^^^^H               —  Haus  Chrittofili  i)94. 

barg,  319.                                                      j 

^^^H                —   Ucgina  fc^j.  TeiiffeiiUcU  LVl,  806, 

Karier  Chiieto|>b  135,  169.                   ^M 

^^^H                —  Wilhelm  S3S,  234,  242,  246,  247. 

—  üoorg,  UicUter  iu  Krainbaig',  924.  ^H 

^^H                —  Wolf 

—  Hans  xum  Ad«Upllch«l,  erxbenog-    ^| 

^^^H              JUaB  Andrn«»,  Advokkt,  044,  6fil. 

lidier    Kat,    IS&,   580,   689,    597.   ^M 

^^^^1                —   Chrtstina,  Gattin  de«  Ober«»,  644, 

H 

^^H 

Harsajr,  Karl  Graf  tod,  TS0.                      1 

^^^K                 —   OoOTf 

Uartherg,    Stadt    in  OttateiHvaik,    ^ 

^m               —  Mutthos  m&. 

439,  440,  467,  865,  967.                     H 

^^^                        likliülzhofer  Jnkob,  llufbtu-bhaltrr, 

11  aai  b  or  Satnnel,  Krainer  Landmaua.    ^^ 

LXXXIII.  130. 

XX£UC,  «Sl,   630.  C37.  eis,  665.          1 

lUrkli  Hans  Wolf,   Wirt   in  Tohcl- 

60O,  061,  ÜCS— 06&,  067,  699.  7v4,    ^M 

bftrl,   KU,  181. 

706,   713,  717,  7S1,  7fi3,  806,  967.    H 

Hnffiier  Andreas  209. 

HaalacliQr  <i.,  Uubirtati,  S4i,               ^| 

liafiicr  Uregor,  üntertuu  Sdiruiliorf, 

U au  ni a  Q n    Ambro«    630,    &3St    t^^^^| 

449. 

^^H 

Haiiit  Matthias  897,  ?04,  90&. 

—                               ^^^1 

llaidutlana,    Ortschaft    ia    Kraio, 

—  Matlliias                                     ^^^H 

8*«. 

—  Ncs-I  7O0.                                   ^^^H 

Hai  ruh  (KAroliior  Adelige): 

Hauin   Esaias    (Ca|i{lo),    Pfamr   in    ^H 

—  JJ«rr  VOM,  297. 

AiiBsee,  2,  13».                                             1 

—  Andreas  von  —  au  Sorgcndorf  •>, 

HauB    bei  Scliladniiug  9&,   467,  6S7    ^J 

107,  313,  631. 

bis  640,  71S,  B7Q.  HW.                     ^M 

—  Helen«  von,  38. 

nausmaoner   Sebutiio,    Uagitter.  ^^ 

Haliionrain,  nw.  von  ßadkerBburg:, 

83S.                                                           ] 

^^^^                      L,  040,  TJ&,  81U,  H-2V,  ä30,  841. 

Hansiicr  [Uerotiyniu  177.                    ^H 

^^^^H                HalfiiigDr  Barbara  ü2G. 

—  Jtilianu,  Hr.,  Uedli'-ii»,  477.               ^H 

^^^M               —  Uaoi  Obriitopli  (Villachvr  BHrtf^^r] 

Hausruck  Andreas,  rtlegür,  803-         ^H 

^^H 

Ueffnei  Daniel  0&3.                        ^^^M 

^^H                HaUegg,   ÜchloQ    in  K&riitaii,    306. 

—  Goorg  C53,                                      ^^^H 

Heidelberg  3SS. 

Herberaleiu     Sigmund     Friedrich             ^^^H 

Ucidcnrtich  Chrüioph,  rrttgcr  »uf 

132,  I4S.   143,  164,  213,  213,217,              ^^^| 

J'itirnioii,    2S9,     37^,    275,    270. 

S32,  234,  244,  376,  609,619,  621,               ^^H 

^Sl,  313,  462,   C28,  638,  663.  «39. 

^^H 

HeggiOeürg,  BtnbeobergUclier  Pile- 

—  WilhL-ltn                                                             ^^H 

ger,  764,  768,  769,  78«,  791,  792, 

—  WuLf  Cbrifttoplt  728,  720.                              ^^H 

82ß. 

—  Wolf  Sigmund  424,  509,  726,  862.               ^^^| 

Heilin^er  ZacbartM  SC&. 

—  WolfWiLhclm  186,211,294,296—               ^^^| 

ITcändl  JonM  171. 

^^H 

IlcLnfeJs,  SchUa,  6IS. 

—             Woikbard  312.                                   ^^H 

Uaiiirtcli  Hjins  ll>9. 

Hnrbtirstorff,  BtetrtBcfa«  Adclsfami-               ^^^^| 

Ue'tiiciirk  Juliua,  Hersog  von  firaun- 

^^H 

Mhnetg,  367,  332. 

—  FrauK  von,  768,  806.                                            ^H 

Heinriclier  [Hwiiriclier)  Anna  717, 

—  Karl  von,  XT.VUI.                                          ^^H 

—  MarU,   Bürgerin    in  Uudolftwcrt, 

—  Otto  von,  XLVUL                                      ^^H 

■               ßS2,  645,  702,  712,  722. 
P        llcleaeiibcrg,  St.,  432,  433. 

UcTbtt  Kucp  691.                                           ^^^1 

Heritiich  (HOritscb),    Uait.  Adelige,                       ^H 

Uelfeaberg,    llans    Kricdrlcli    vou, 

H 

steiriecher  Adeliger,  864. 

—  llartlnio  294,  298.                                                    ^M 

^  MalUi««  tleturlcli  voo,  d54. 

—  FelUitas  869.                                                           ^M 

HengsCbsr^  \wi  Gmz  423. 

—  Georg  437.                                                    ^^^ä 

Hepperger,   tirol.  Uaf««krel)lr,  406, 

~  Georg  Ckrittoph  319.                                      ^^^H 

■136. 

—  Mflxitniliiin  862.                                               ^^^^| 

H  e  r  b  e  rs  t  e  i  n,  iteiriHbe  Adelafwiiilie, 

—  äoiihiü                                                                ^^^H 

LH: 

Horliiig  HHn^  Ulchtfr,  707.                            ^^^| 

—  Bernhvdin  S37. 

Hermagor,    OrlAchaft    in    KltriiCeD,               ^^^^H 

—  Christian  run,  ?£>1. 

282,  283,  293.                                                         ^M 

—  Christoph  Moritz  3lS,  869. 

Herold  Johanne«  171-                                           ^| 

—  Eva  Foliiitaa  881. 

Horrntallor    Hau,    Elntiehnior   irt                      ^H 

—   FraiiB  7i6. 

f^ladl.  963.                                                         ^^^^ 

—  Krat)x  CliriHtojib  8bl. 

Herting  Frans  711.                                            ^^^^| 

—  I'Viodricli  54,  204,  477. 

liertrii:b  Christoph,  Pfleger  der  Her-                      ^H 

—  Ueuovev.t  Maria  8i>y. 

ren  vou  Stad],  7Ü3.                                        ^^^H 

—  Goorg  Chn«lo[>h  von,  «98.  3E2. 

Herx«nkraft,«teir.Adclsbmilie,814.             ^^^^| 

—  Georg  Fri<.dr]ch  von,  509. 

H<>ailicr       Ifailbor.                                            ^^^^H 

—  Georg  Sigmtintl  ^59. 

HeSB(^n  322,  768,  889.                                        ^^^| 

—  lJaiisFrLedrJch21l,311,337,  424, 

—  Landgraf  von,  694,  697.                                       ^^M 

509,  531. 

—  Mi>rits  von,  598.                                               ^^^H 

—  Hans  Jakob  von,    77?,    778,   8S2. 

—  Lndwig  fi^.                                                ^^^m 

—  Haas  Wilhelm  862. 

ncäii«n- Darmstadt  894                                  ^^^H 

~  Karl  von,  19Ö,  297,  312,  41». 

lletlieti    (Uettisch)    Michael,    Bau-              ^^^| 

—  Leopold  Christoph  794. 

schruiber,  136,  142.                                        ^^^| 

—  Leopold  (ieorg  8A9. 

Hieronjruius,  U&ckerjongo,  787.                       ^^^H 

—  Llenliarl  ^Luonbart)  211,  609,  534, 

11  i e rsc  h ti er    Christoph,    BUrgei    in               ^^^^M 

—  Muritz  738,  796,  7y7. 

Ka]tfeubc-rg,  589.                                             ^^^M 

—  Otlo  185, 

llifleiD  in  Krain  661.                                       ^^^^H 

—  Otto  Heinrich  784,  857. 

Hilliprnnd  Marx,  BUrgermeisLer  in               ^^^^| 

—  Salome  859. 

1 

Lnolii'a,                                                             ^^^^^1 

^^^^^^^^^^^Bi^^^^ 

^^H 

^^^^1                lliniin«lb«rg,  Ortochafl  In  Kllrnt«n, 

Hollen«ek,  Scbloß   In    MitleUt«i«^H 

^^H 

mark.  744,  753,  754.                      ^M 

^^^^H                lllmmellierg;,  Georg  Chriatoph  ron. 

Holler  CbriBtepb,    Forstmeister  "V^^l 

^^H 

Atntmxnn.  3.                                         ^^M 

^^^^1               Hitnmolslfliiiar  Bwbar«  T2T. 

noItsApfolBalotnOiSleiriBcheAdeHf^^l 

^^^H                — 

B69.                                                    ^M 

^^^^H                 Hinlorborg  in  Obenteisrmuk,  720. 

HOlit  Hans  318.                                   ^^ 

^^^^^1                 Hippaclivc  Tliomu  662. 

Holxer  Ulricb,    Undccbaftliclier  Be- 

^^^^B              llirscliberger  Georg,    Pfleger,  628. 

amter,  14. 

^^^^1                 Hochanpruneck  bei  KlSch  830. 

Hombergor  ElIsXiu,  Sohn  de*  Nicb-^i 

^^^B                 Hocblcofriar  l'rban  911—918,  917. 

Hten,  264.                                              ^H 

^^^H                                           LorDDK 

—  Jerumiu,    prot.   Pfarrer    in    Oni^^V 

^^^H                 Ilofcr  Veit,   Pfxrrcr  id  Turvis,   785. 

Sß4. 

^^^^^^                 Ilofprenxa  Ksttiarina  TIS. 

nOnig  Pbllipp,  Prüzeptor,   IHO. 

^^H               Hoff  Anton  XIV,  121. 

Unrcabiana,    KraLacr  ProlesUatin, 

^^^^H               Iloffniann,    itcirist^hc  AdclsfAinitie; 

169. 

^^^B                —  Ferdm«nd 

HOrtnan     Karl,     Lcobner     B9i^^,  ^i 

^^H                 —  U»is  FricMlricIi,  LXXVl,  LXXVII. 

^M 

^^^H 

Hörn,      Stadt     in     Nicderil!it«Tr«icll,^H 

^^^B                 —  Maf^xlonu 

XXVUI,  XXIX,  XXXII.  337,  4Mb^| 

^^^                _  Wwlf  SebjulUii  263. 

182,  484,  486.                                       ™ 

^f                       IloffaerVeit,  Prairer  in  Aussee,  749. 

HornPeter,SchiilpriU«ptorL8cbi(aa- 

^                                Hoflcircb«n,     Georg   Andreits    ricrr 

twrg,  264. 

von,  nieilcrOstcrrcidiiscbor   Adeli- 

Hornberg, Adam  Seyftidt  Toa,  kSrat*  ^J 

ger,  XXm,  XXIV,  XXV  U.XXVUI, 

nificher  Adeliger,  313.                       ^H 

S71,  SH4,  iÜS,  S17,  318,  S'ii,  S28, 

Hospitale  s.  SpittaL                             ^^M 

325,  357.  35V,  iOf>,  474. 

Hobcr  Gabriel  627,                            ^M 

llohouburg,     Herren    von,    Icämt- 

Hub  er  Martin,   Untertan  dea  Hetn  ^^ 

iiorisciie  Adelige,  8$2: 

von  Kainacb,  LXXIX,  27,  88- 

—   Ilaltliaaar  roa  8ß5. 

11  n  e  b  m  a  n    Hans,    L«obner    Bürger, 

—  Heinrich  von,  581. 

593.                                                        ^J 

Hohcnfcld,  Herr  tod,  CS. 

Huebmer  Joaef  893.                           ^H 

Ilohonwurt,  i.-U.  Adchfacailio: 

—  Thomu                                      ^^^M 

—  Uaaifl  862. 

Hanger  Ruep,  Untertan,  8W.    ^^^^H 

—  Erurcich  859,  862. 

Horuass    Hani  JSrg.     ateir.    Län3^^^ 

—  Fmos  31«. 

mann,  33—35,  «98.                             J 

—   üottfrii^d  Bii2. 

m 

—  llani  863. 

^M 

—  Ku-1  862. 

^H 

—  Konnaa  47B. 

Idria  LX\'ni,  426.                        ^^" 

—  Ludwig  869. 

Idangipengen,  Wolf  IKetrieb  voa. 

—  Seyfried  von,  866. 

steiri»chcr  Adeliger,  854,  8&9. 

ilolenock,  Hiins  Adüin  Ton,  862. 

Igg  närdlicb  ron  Laibach    548,  460- 

Ilollenberg,     Horrscball     Dietrioh- 

lUiaecha  (IllcabAR;)  4H4.                    ^H 

•tetn«,  863. 

Hx  bei  Oloiadorf  I9S,  806.                    ^H 

IIoDenbnrg,  Hcrnohaft  in  Kürnten, 

Innerborg,  Ortsohafl  in  Obaretai«'.   ^H 

188,  881,  947. 

3,   40,   674,    716,    717,  722,  9fl".   ^ 

i] —  H»n«  Friedricli  ¥on,  41S,  964. 

698.                                                         j 

^^^ 

^^^^^^^^os^^^^^B 

rnnshruoh    XXXn,  4üR,  494,  501, 

JftbBtl  Jndith  8M.                                          ^^H 

Mö,  ri22,  9;n. 

—  Wolf  Andre                                                       ^^^H 

IrJiiing,  Ortfl(di»fl  In  OberMeicr,  9, 

J ti  i: )i  L ;  ri  g c  r  Woifgatig,  Kaiislr r,  Ktim-               ^^^^| 

G,  2*_',  133. 

inftr|ir<ikijraL»r,   XI,   ÜO,  ISC,    14t,               ^^^^H 

Ii p n It  K US  AcbaifLui'dinann  iu  Kralo, 

U4,   157,  159,  220.  S09,  841,  956.               ^^^H 

382. 

Jocbuer  A.  (adalig)  886.                                   ^^^^| 

Italien  613,  577.  SAl,  8&I.  054. 

—  Chmtoph  80t,  802.                                      ^^^| 

—                                             ^^H 

1                        i. 

Jobaiiii  Frans,  Dnriiant,  743.                           ^^^^f 

1 

JaUanu,  Abt  von  Admoiit,  HS.                     ^^^^| 

Jabornigkh,   Adelig«  at»  KiLmten, 

Juiiaiin,    Henog  von  Kiti-Ii^dn,  diSO.               ^^^^H 

CJÖ. 

Johann,    Ilersog  tdii  Wciniar,    3SC.               ^^^^H 

Jackscliitz  £30. 

Johann,  St.,  b«!  Tjboin  4S4,                         ^^^| 

•TXger  Adnin,  MarkUcli reiber  in  Mur- 

Johann,  St.,  am  PrQ^el  437.                             ^^^^| 

C4>k,  82(1.  804. 

JoKbtiti,  St.,  hl  Kraiu  897.                                ^^^^| 

—  AndrcAS  eßO,  Cftl,  79;, 

Juitnr',  Uaginter,  968.                                          ^^^^| 

—  Oßorg  598. 

Jnpall         Miirau  910.                                         ^^^H 

—  Paul,  M&rkUclirelber  ia  Kindborff, 

JOrger,  Oat«rr.  AdcUfatailie                                ^^^^| 

4S6. 

—  Jobaiiii  Seplimtu  760,  869,                           ^^^H 

JantfttOTius    KikoUus     (Jai^nialo- 

-  Karl                                                              ^^H 

viim)  r..  S88,  CS4. 

Jlritsch  fl.  H«ritsch.                                            ^^^H 

Jakob,  ein  .Kranio»«''  (PrStliksal?), 

JtSrnsdorf,  Hana  Cbrintoph  von,  86d.                      ^H 

712. 

Jost  Ckri>to]>b,    FrüiUkaut  «u  WelB-              ^^^| 

Jakob,    BEscItof   von    Sockau,    tielio 

tiriavh,                                                                ^^^| 

Sevk.iu. 

JOitl  zu  Kaittcnfvld  901.                                 ^^^H 

Jikob  G«org,  Kacctit,  902. 

Jada  Aiulreas,  M.ilcr,  17.                               ^^^H 

Jakob  P.  661. 

Judenbur;  CI,  CIV,  4,  S1,  30,  38,               ^^H 

Jakob  Otto  810. 

S9,  66,    187,   -239,    294.   3147.  SitA,               ^^H 

Jakob  Simon  377. 

&99,   6&1>,  fiSe,  717,  7411,  74)1,  771,               ^^^^ 

Jakobitz  Puter  636,  637. 

772,  803,  H36,  883.                                         ^^^^ 

Janosbnia,     KaAasdv»     BcaiU    iu 

J  u]  i  ui,  Uerzijg  eu  Wilrt«iubär(f,  387,               ^^^^| 

UDgarn,  373. 

^^H 

Järing,  Admooter  BfitLtx,  441. 

Jaraschite  Andrea«  711,  71Ö.                       ^^^H 

Jiriti    Jakob,    Bürger    In    L«oben, 

JnrltRcIi  Karl,    Krainer  Lanilmann,               ^^^^H 

693. 

^^^1 

Jankonitiob  MikuliKn  66S. 

Jorkowitsch     Hans,     Pfieger    bol             ^^^^| 

Jaiiernikiu  Klara    660,    603,    666. 

Moskon.                                                        ^^^1 

Jauerulk  Mattbui  "ilü. 

Juralb  Georg,   Wirt  in  üalbeuraia              ^^^H 

Jedcnspeugcn  (Idems^ongen)  918. 

^^H 

Jeglits  433, 

^^1 

Jflr^en,  St.,  bei  Koprcinttz  196. 

Jlicrritecli  Andreis  6S2. 

Kabl-vvang  in   OberatPiermark   439.              ^^^^H 

Joacblm  v.  Umridoab.  320. 

Kainacb  (Khainacb)  Enirvicii,   Htoi-               ^^^^H 

Jllbstl(J0atIl,atcin8clioAdelifamilto, 

riacbci    Adeliger,      IX,     XL. V 111,               ^^^^H 

IJl,  704. 

LXXIX,  27,  26,  186,  298,  312,  803.               ^^H 

—  Owrg  Am«lricl],  8ül,  866. 

Kaiu  (Kbain),  Obrist,  483,  484,  486,              ^^^H 

—  UaDi  Sijtmund  auf  Lind  LVI,  850, 

Kaii«r    (Khai«er)     llans,     Leobner              ^^^H 

861,  86Ö,  866,  834. 

Bürger,  698.                                                 ^^^B 

Kai>«rib«rg,  Orttcliifl  in  UngAm, 

2U,  239. 
K>ni<>Ttft1  604. 
Kala  (KtiSla)  Thomas,  BUrger  in  Leo- 

bou,  bSa. 
Kaltanbrunii,  Ortacbaft  bei  E.lQob, 

414,  781?. 
Kai  tenli  ante  r(Rlialtanh«u««r)Wolf, 

Kammer-  u.  ReformationasvkretXr, 

3,  l'J,  43.  62,   84,    2»6,    360,    440, 

901. 
Kalterpacbnr  Thomas  su  Pordorf, 

»Ol. 
Kaltzlcbilz  869. 
Eammering   in  Kllrnt«n   277,379, 

283,  283,  C29. 
Kamnik,  Ortschaft  in  KiiDtsn,  042. 
Kamtoorlal  B73,  874. 
Ka]U))or^  203. 
Kanal    (CxihIb)     im    VLllacliorltreis 

sas.  $46. 

Kannltal  7«0. 

Kandlbcr^or  Hani  Georg,  iiteiri- 
Bcbcr  Landes beamler,  XX,  XXIII, 
lU»,  139,  U9,  192,  230.291,268, 
Üb. 

Kapronberp  (Pfleger,  Ort,  Uuter- 
liDAn),  Stuben  berguche  Herr- 
schaft, L,  LVU,  LXI,  3S— aS, 
53.  e«,  67,  63,  70.  ftg,  98,  135, 
Ibi,  1»1,  18«,  188,  210.  211,238, 
23»,  S40,  S9JJ,  2i*7.  SU,  334,  343. 
366,  406,  414,  437,  438.  587— 
589,  697.  696.  606,  SW.  616.  «64, 
666,  663,  719.  724.  784,  739.76», 
772,  828,  832,  844—846,  889,  926. 

Kaisisclia  29,  41,  42,  ß8,  101,  102, 
108,  HS,  210,  580,  426. 

Kapfenstoin,  Ortacbaft  in  Miltel- 
«Ivior,  t^03. 

KariQgCT  r«ter,  BUrg»  in  Kapftn* 
berff,  688. 

Kitrl  V.,  KaisDr,  141,  633. 

Karl  11  .  EnUonog,  XU,  XIU,  XVUI, 
XXII.  XLII-XLIV,  XLVII,  Ul, 
LVlir,    LXVU,    LXXV,   LXXVI, 

Lxxviii,  xcm,  xciv.  xcvi— 


149,  192,  21S,  228,  860,  272.  3^, 
340,347.  348,  368.  376,  421.480, 
Sil,  624.  633,  633.  636,  678,  »M. 
700,  747,  766,  765.  7fi«,  786,  925, 
920,  038-982,  934,   03«,  943. 

Karlia  Veronika  xu  WaxcUdorf  7&4, 
769. 

K«rl«t}idt«r  Turm  Ml. 

Karner  Martin  710. 

Kirnten  (Land,  Verordnete,  Stiiiidc, 
Viaedom,  Erspriester  von  —  avw) 
Ober-    und   Unter-    X,    XU-XT, 

xvn,  xix-xxi,  xxiu-xxr, 
XXVII,  xxviii.  XXX.  xxxin. 
xxxv-xxxvu,   XL,   xur. 

XL\a— XLVIII.  U— LIV,  LH!, 
LtX— LXII,  LXVI,  LXVn,  LXU, 
LXX.  LXXUl.  LXXIX.  LJtXX- 
LXXXll,     LXXXV.      UUIXVU, 

c-cu,  cvm,  CXI,  4,  0, 10, 1», 

24—26,  28.  30.  31.  3S.  3».  30- 
41,  46-49.  63,  47—69,  62.  4», 
05-67,  69,  71,  76,  81,  84,  85. 
87—89,  97,  99-10«,  115.  11». 
118,  128,  130,  132.  145—151, 
157-160.  162,  163,  167,  168,  I7Ü^ 
172,  176,  178—180,  183,  188,  l»0, 
196,  196,  198,  204,  206,  30T,  :!l), 
214,  216.  221,222,  224— 229,23(. 
241,  244,  245,  247—250,  265.  257, 
266-270,  272.  273,  276,  278,281, 
286—288,  290,  294,  295,  299,  301. 
302,  307.  SU.  314—317,  819,  320, 
322,  3S3,  327,  328,  831,  333,  335, 
336,  941,  343—349,  363.  35T- 
859,  361,  »65—360,  371— 3'X, 
876,  376,  381.  388,  389,  39I,S»S, 
396—397,  402-404,  407,  4«^ 
410,  423,  432,  434 — 137,  441 
464-466,  472,  480,  4S8v  49U- 
492,  494.  496,  497—600.  502- 
604,  606-613,  616.  617.  519- 
621,  623,  627,  628,  639,  687- 
639,  547-664,  66«,  658,  06U, 
665,  667-671,  673.  674.  675- 
583.  687,  689,  691,  692,  »94, 
697_60l,    604-6U6,    W«.  61«- 


^ 


^^1 

^^^^^^^^^^98^^^^H 

629,    630,    647,    639,    6^0.     643, 

Keller  Simon  SIS.                                            ^^^H 

646,    647,    6fiS,    6».    S56,    6&7, 

Ke11«r'b«rg  (K«U«rwerg).  Pfarr«  in                ^^^H 

«68—668,     670,     672,    C74— 682, 

KXrnMn.  378,  283-284.                                  ^^H 

«86—693,     ß97-6t^9,     701,    708, 

Kr^lTermana  Johann,   Pfarrer,  949.                j^^^^H 

705,    706,     710,    7)6,    71S,    727, 

Kemotor  (Kheiiieter),   Ailoligor  au«                ^^^^H 

730,     7SS,    736,    7S7,    738,    740, 

Kärnten,                                                               ^^^| 

744—749.     762,     753,     767—763. 

Keplor  JabannBi,   ProfeUor   a.n  dar                 ^^^^^ 

761_770,     772,    773,    781.    783, 

prot.  StiftuchnW,   XI,   XCIV,    19,                 ^^H 

7Si,    79a,    7&7,    800,    fi03,     804. 

^^H 

80(1,    810,    812,     816-836,     828, 

Kep  jt  Johann,  Dr.,AI)g«ftandler  in  ne-                 ^^^^| 

831,    832,    834,     830,     838—840. 

jfotio  religionii.,  200.                                                ^^M 

844,    862,    866,     860—864,    870, 

Kasaalbodeo    Baltbasar,    Magister,                  ^^^^| 

876-884,    888-891,    894,    896. 

^^H 

903,     906,     909,    911-913,    916, 

Keutscliach,  Kärntocr  AdelifamUie:                 ^^^^| 

9W,     91ä],    925,    934,    9;i8,    1340, 

—  Krntt  Leonhard  866.                                     ^^^^f 

643,     04fi,    9M,    9i>6,    968,    *h60, 

—  Georg                                                             ^^^H 

963,  965,  96G,  068,  969, 

—  Hans  Ernst  863.                                           ^^^H 

Katpar,  Abt  von  Meuberg,  «.  Neu- 

—  Otto                                                                 ^^^1 

1      Kiitner  au*  Sauerbniaa  786. 

KStschiticii    (KViKticliibch)    Huis 

—  Sigmun«!  865.                                                     ^^^| 

—  Ulrich  Wilbolm  806.                                    ^^H 

—  Wolf  Lwnljard  865.                                         ^^H 

Friivlrirli  xxi  Weixelstoin  in  Kr«in 

KberenbQllor,     Kümtner    Adeli-               ^^^H 

731,  724. 

^^^^H 

—  RoeiDA  724. 

—  Famili«,  OUIer,  KhevenbUlLerscbe                ^^^^| 

Katzianer    (KhsUEincr),     Kriiner 

Beamte,   Pfleger  luw.,   XXXVIU,                ^^^B 

Adoliffo: 

XXXIX,  CII,   696,  737,  886,  H'JO,                ^^H 

—  Andreas  545. 

^^H 

—  Eliiabeth  414,  451. 

—  Augiutin  531.                                                    ^^^^1 

—  Georg  Andr«a!i  161,  476.  631. 

—  Barilmo      LXXXVI,     LXXXVII,               ^^H 

—  Üeorg  UalthMur  8G5. 

XCi,  99,  152,  163,   182,  216.  S2S.                ^^H 

—  Jakob  560. 

323,    544,    274-279,    281,     282,                ^^H 

■     Kilztal  in  Kärnten  344. 

387,    289,    S9S,    393,    297,     31»,                ^^H 

H      Kaiiiiitx,  FrüiilHu  von,  A(l«li(ffl am 

^^H 

1            MähroD,  BÖ8,  869. 

—  Ilenigna,  geh.  von  Kermidorf,  780,                ^^^^| 

■      KXiijchl  Miirtlii,  Dtlr^ervon  Weicli- 

799.  839,  864,  876.                                          ^^H 

P            »eilbnrg,  62&,  S31,  633,  (134. 

—                                             ^^H 

Kobarlc-,  Bllnrarsfrnu,  662. 

—  Franz.  Chrittoph  643,  65K.                             ^^^H 

Keborlin  Sofia  (KhebErlin}  658. 

—  Hans                                                                    ^^^H 

Kahrcr    Kanir,    Pfleger   au    Pfaflau- 

—  Panl  723,  863,  B82,  891.                                ^^H 

(lein,  794. 

—  Uegina  OrftfiD  von    -    637,  628,               ^^H 

Koilwaog'  1.  Eahlwaog. 

^^H 

K  e  l  n  herg  (Gem.  Kninberg)  in  Mittei- 

KhlcnbTirg (Khnenbarg),  stciriseho               ^^^H 

lte  i«rinark  2. 

Ailebfamilte:                                                      ^^^^H 

Keller    Hana,    BOrgfer    in    Lcobett, 

—  Herr  vnn  —                                                      ^^^H 

593. 

—  tVani  von  —  SIS.                                       ^^^H 

Koller     XII     Keltcrapcrg,     KXro  tncT 

—  tlans  Ferdinand,  Hnligionareforma-                ^^^^B 

^L         Adatigo : 

liauskomminär.  796, 797,  B13, 831.                ^^^| 

L~ 

—  R«inbrecbt                                                    ^^^| 

900 


Kliisl,  Freiherren  von  Kaltes brann, 
Kratner  Adelifamili«: 

—  Georg  42,  313,  3S4,  416,  6«2. 

—  Ujini  384,  444. 

—  Vftit  476. 

KblOsl,  Rehoitnur  Rat  KOni^  Maltliiu', 

4»2.  4S&,  486. 
Ktiidberg,    Markt     in    Ob«rfte[er, 

XCVIIl,    XCIX,    162,    32ß.    414, 

41fi,  4'28— 431,  li'J. 
Kircbbacli,  ITarro  in  KSrateo,  614. 
Kircbbcrj^,  Karl  vun,  Sil. 
Kirchdorf  in  Kirnten  893. 
Kircber  VAleotio,  BflTger  in  Leobea, 

592. 
Kirchfeld  in  Steiermark  843. 
Kirchperger   Fabiaa,   Kriegnekre- 

tär,  647,  Ül4. 
KiruhjiiiDchcr,  Adollgo  in  Kärnteu: 

—  Balthasar  SIS. 

—  Wilhelm  313. 

Ki  rc h b  Uc  bl e r  i Kirchbnller),  Fisch- 

nieiBler,  414,  430,  4SI. 
Kirachner  Chnittopli  2S3. 

—  Wilhelm,  Marktrichter  in  Kind- 
berg', 429. 

Kistal  Audrciis,  Bürger  und  Uandela- 
macn  von  Orai,  117, 

Kiatall  369. 

Klagfinfnrt  (CLaiiilifoniRi)  XII— 
XIV,  XXXVIl— XXXIX,  L,  Lvn, 
LX,  LXl,  LXUI—LXVU,  LXXI, 

Lxxm,  Lxxv,  cvi,  ex,  cxn, 

4,  V— II,  S3,  24,  26.  31.  »6,  41, 
47.  49,  &8.  62,  63.  64,  66.  67. 
60—71,  73,  76—78,  81,  83—86, 
88—98,  101-104,  106,  107,  III, 
112,  114,  117,  118,  121.  126, 
127,  128,  130,  163,  167.  160. 
166.  167,  170—172,  178—182, 
187,  196.  19S,  216,  22S,  225, 
S26,  220.  3i7,  960,  267,  266, 
269,  272.  278,  278,  289,  302, 
809,  316,  337,  843,  346,  346, 
358,  361,  368,  378,  874,  889, 
8&4-897,  40y,  410,  483,  432, 
434.  460,  494—466,  490,  498. 
606,    637,    673,    676,    679.    680, 


689. 

683. 

69«. 

607. 

6n. 

tOK 

608, 

«10—616, 

6S3, 

623. 

fiST. 

«28, 

639, 

642, 

664, 

666, 

667. 

6fi3. 

671, 

616- 

-677, 

683. 

«8«, 

tJ87, 

689, 

706, 

718, 

727, 

"«. 

740- 

-742, 

748- 

-761, 

764. 

770t 

790. 

792. 

793, 

812, 

S«]. 

xn«, 

888, 

907, 

913, 

931, 

933, 

942, 

943,  964,  960,  982,  ÖflS. 
KUmeni    VIll .    Papat,    S&«.    844, 

861,  461,  462,  942.  M%,  961. 
KtDihcnxedl(Ch1«iben»e«ll)Tboiiu^ 

Untertan.  829. 

—  Georg,  Unterun,  830. 
Kt»pp  ITrban.  Zeltachtieider,  47. 
Klett,  RüJtongslieferant,  6i3. 
Klingenfels,  Herrschaft  In  Knia, 

448,  683. 
Klo  eh,    nCrdlieb    von    Kadkenbnrp, 

h,   646,  718,  810,  829—851,  «4, 

841. 
KiVpfer  (Klopfer)  Ferdinud,  Pfamr 

SU  Tultachnick,  790,  808. 
K I  n  p  r  i  t  Ki     Aleiander,     Hofn«Iiter, 

794. 
Knaffel    (Knaym)    BartIme,   Pfidi* 

kaut,  169,  928. 
Knechtl  Paul  727. 
Kuipfelberger   Jobannu,   Pftner 

▼OD  llennagor,  S82. 
Knlttelfeld  in  ObentcIfirraarkXCI, 

XCVin,   186.  762,  763.  761,  BU. 
Knoblaeb  169. 
Koben«!  (Kbobeaal,Cobena1},EninH 

Adelst»  nüHe: 

—  Ifau  TOD  —  Proueg  XCVU. 

—  Lenardo  636. 

—  Philipp  134,  160,  163.  169,  S5^ 
376,  886,  887.  413,  430,  46^ 
402,  474,  476. 

K  u  be  rUatLbiai.HanimertfreikafaktM, 

78L 
K 0 be rl e  Aagnatln,  OutabMitaer,  231. 
Kocbler  Unala  864. 
Knflach   tu  WeaUteiermark   54,  M. 
Kofi  er,  ScbQler  aus  dem  Colkgi 

Germanicam,  213,  796. 
Kolloaitacb,  Oberst,  268. 


I 
I 


^^^ 

^ 

P 

gS^^^^B 

Köln  an  der  Spre«  (B«rlm]  tS6. 

176,    \6%    18S, 

190,    193, 

^^1 

Kütnorn  in  Ungarn  210. 

207.    214,    216, 

2)8,    S30, 

^^M 

König,     l>r.    (Khflni;    Wiernenis), 

24ö,    248,    266, 

967,    267, 

^^H 

lirKunschwcigiicber     Abf^osanilter 

270,    272,    273, 

275,    278, 

^^H 

in  ncgotio  religiotiis,  200,  3'23. 

294,    299,    301, 

302,    307, 

^H 

Xüiiigtberg  Tou  —  xu  Scbeiftlisg 

au,    Slö,    817, 

319,    320, 

^^M 

794. 

323,    327,    82«, 

331,    333, 

^^B 

Konr&d  Georg,  Frädikaut.  332,369. 

336,    342.    344, 

347_.H49. 

^^H 

Konradin    Laxaras,    Sudtjcbreiber 

36»,    361,    366. 

367-369, 

^^H 

in  Villach,  »44. 

372,    375,    379, 

380,    382, 

^^H 

Kopf    (Khopplos)    Isaak,     Magister, 

386,    388—391, 

393,     395, 

^^H 

IdO,  -ißi,  04-t. 

398,    402—404, 

40V,     410, 

413,                ^H 

KopUnger  Alexander,  Exulant,  äSß. 

414,    421,    427, 

432,    436, 

^^M 

Kopröinitt,  Orticbaft  in  SUdstoier- 

440,    442—446, 

449,    461, 

^^H 

mark,  196,  288,  332,  368,  369. 

466— 466,    466, 

472—477, 

^^M 

Koprira    (Khopriva)    au«    QurlcfeM 

487—489.    491, 

402,     494, 

^^H 

C38. 

408,    600,    601, 

5ö4.     607- 

^^H 

KopriTitiua    (KhopnviUita)     Niko- 

SIS,    617,    619. 

620.    621, 

^^H 

Uua  F.  4«  9. 

627—630,  633, 

537—639,    644—                ^^^ 

Kürauß    (KhCraußJ,    liewobtier    dar 

546,     648—564, 

666,    668, 

^^H 

Pfarro  St.  Urban  iu  Küruteii,  900. 

664,    666,    667, 

56&-57I. 

&74,              ^H 

Koiilscbani     Gera,    EinwuUuerin 

676-578,    080- 

-683,    591. 

^^H 

aus  Landjitral!,  663. 

604,    698— G02. 

605,     Sil, 

^^H 

Korer  (Khorer),  Pfleger,  803. 

BIß,    620—623, 

625,   6S1. 

^^H 

KUrinend  !n  Ungarn  268. 

eSO,    640,    U3, 

S47,    664, 

^^H 

K  ornbergor  73S. 

868,     660,    663- 

-666,    667, 

^^H 

Krabath    (Crabatli)    Georg.    Stadt- 

672,    682,    701, 

702,     704- 

^^H 

achmber  von  Uurkfetd,  ß3fj. 

710,     712—719, 

721—724, 

^^B 

Krabat  Tobias.  SchuliaeUter,  &90. 

727.    731,    732, 

736,    740, 

^^1 

KrUer  iKhrÜcr)  Wolf  2f,fl. 

74S-74B,    75.1, 

7ßO,     766. 

^^H 

Kragenlacber  Georg  (>4Ö. 

778,    781,    783, 

784,    793, 

^^H 

—  Chriatfiph  64  B. 

804,    806,    813, 

816—839, 

^^H 

Kragenpacber  ITC. 

840,    852,    856, 

861,    863, 

^^M 

Kraill  Andreas,  D<jnipropat  in  Lai* 

868,    870,   876- 

-880,    884, 

^^H 

bacli,  12&,  4:17,  462. 

806,  902—904.  908.  909.  915 

^^H 

Krain  (Land,  Verordnete,  Viaedom) 

921,  024— a30. 

»40,  {14,1,  966.                      ^^H 

X,    XIV.    XV,    XVII.    XX,    XXI, 

Krainliur^   LXIX 

,  CVII,    133 

^^H 

xxm— XXV,  XXVII,   xxviii. 

130,    166.    ISO, 

466,    661, 

^^B 

XXX,  XXXV,  xxxvu— XXXIX, 

021. 

^^H 

XUI.    LIi,    UU,    LIX,    LXVII, 

KrKmer  Georg  aus  Klagenfart 

^^^1 

LXIX,  LXX,  LXXXU.  LXXXV. 

—  Kuper  (Cremer),  RatabDrgor  und             ^^^| 

Lxxxvn,  Lxxvrx,  xci,  cn, 

Uandelsmaiui  iv 

Wolfiberg, 

^H 

CV.  CVII,   CIX,    4,    10,    26.    2S, 

938. 

^^H 

28—30,   35,  36,   30—42,  47—49, 

—  Sigmund  aus  Klagcnfnrt  750 

^H 

67,    60,    ee,    67,    lUfi,    116,    119, 

Kranichbnrg  in  äteiermark  725.                   ^^^| 

120,    125,     1211,     12B— 131,     133, 

Krault  Andre  746, 

753. 

^^H 

139—141,     145—152,     157,     168, 

—  Wol^aog,  Froviantnieiator, 

^H 

IGO,    162,    164.    160.    IQÜ.     170, 

624. 

_l 

KrisenbAcb,    die,   ICrsiner   Frote- 

itADMn,  651. 
KrfintNch  Gffnrg,  LandtoluifttHient^r, 

264. 
KrftliiiigAr  Hriui,  Ptipgttr,  803. 
Kreh  Juhauii  171. 
Kr«i^    (Ort,    Stift.   PruUt   ikw.]    !ii 

EÜmtea  346,  34G,  668,  6»C,  901, 

Kretns  (Ort,  -RtHeha,  Ober*]  in 
Kilnitirri  I.MI,  244,  79F,,  802. 

Krfiiihrrg,  Hnrr  vnii  (Khrenl)«r(;), 
kalserl.  j^eliuiiiicr   B&t,  481,  &BI>. 

KrvuU,  ScIiloQ  in  Krain,    134.  inr», 

Erib«niVh    A'lftm,     I.    f.     Kktisl«!- 

benmter.  ISn,   141,  154,  tfiT.   159, 

213,  440,  &\&,  73». 
KribI,  AiugL'wiofleitGr  Protestmil  aus 

KUrutiMi,  484. 
Kricvlibaum,  Vrrw«ser,  837. 
Krieglxch   in   Obnrateiennarlc    1C2, 

4-29. 
Kriojfistein  in  K>lrtit«ii  753. 
Kroatien  XXI,  413,  477,  478,  480, 

62R,  820,  742,  827,  86ö,  909. 
KrobatKln  Anna  C62, 

—  Eilt  Abo  th  6Ö2. 

Krilii  (Kbren,  Chrtln)  Andrvu  060. 

—  Ltf'OuliArd  384. 

—  Thnnim«,  BSachaf  von  LaibBch,  s. 
»uch    Li.IbKch,     llischof    vnn    — 

XIV,  XX,  XXI,  xxviii,  xxxm, 

XXXIV,  LIX,  LXVII,  LXIX, 
LXX,  LXXIV,  LXXX,  XCVI- 
CVm,  ex,  126,  ISO,  142,  I6l. 
165.  166,  183.  198,  222.  2.10,  270, 
273,  aie,  376.  382,  .186,  31(8.  407, 
418,  416,  422,  44.1,  449,  4/il,  4&2, 
46*.  466,  469,  461,  470—476,  02.1, 
eS6,  630.  646,  651,  870,  903. 

KroDATi  IßS. 

Krontinrg  in  Kfirnten  245. 

Kroneg^  (Kbronpffich),  lüa  von, 
kXrotnerisoh  -  steiriscKe  Arloli' 
funilift: 

—  (ohne  Tiufnnmon)  031,  932. 

—  Chrisliiiili  vtin,  4tV£. 


Kron^g^    David   zu  —   von    Hiblan 
313,  631. 

—  Ferdinand  Ton,  9fl8. 

—  HiirK  Wilhnlin  von.  860. 

—  Karl  v<m.  XLV.  294,  298,  312. 

—  Wilhelm  ron,  876. 
Krutihofer  ticorg,  Pfarrer  »on  Lin^^ 

270.  333. 
Krön!  811. 
K  r  II  i>  ff  e  I  ()    (Orabfcld)    in     Kfinrtn 

912, 
Krnp[i    (Knt|ip,     Kltnip)     in     Krau 

163.  645,  962. 
Kroltenfaof  in  Ober»lci»r  2.'i9. 
KClebucb  (Kicbacli)  Ferdinand  von. 

V«TwaUer  der  Land<4haupta)a()&-, 

■cliart    in    TirnI,    /ilS,    618,   b6i,\ 

57»,  678. 
Kuetti'uberg  in  Kirnten  968. 
Kuenb«rg.  Herr  von,  Landrat,  Slft. 
Ktigelmann  Karl,  Dr..  Refonnaüen*- 

kommiMKr,    771,    796.    797.   809, 

810. 
Knlntfir  (Kliulndr)  von  RownbUe^ 

Ad<!li)rfl  aus  KKmlen: 

—  BaltliAiinr  813. 

—  Bernhard  273.  288,  390. 
~  Brnreirh  OOO. 

—  Ferdinaad  432.  4A3. 

—  Q«org  Lttonhard  313. 

—  flaBB  313. 

—  Kalliarina  000. 
KOnig  (RhUni^),  Dr..  s.  K6ni|;. 
Knnritz  Oswald  002. 
Kuntnor  Urban  644. 
Kunx  (KbuDx)  638. 
Kllpfl  B<ifinvcnturn,  Bllchsenmebttr, 

755. 
KllrscUner    Abraham,    Disnar   da 
Pfarrers  in  Annvc,  13M. 

—  Margaret«,  dca  Obigvn  W«i^ 
138. 

Knrtl«b  (Kunclew)  Craaniu,  hi»A- 
Khrannenschreiber,  X,  14,  U. 
83. 

Kölner  (RhulDcr)  Jona«  904— 9M. 

Kyachperg  (Kb^neliptr;).  Ben- 
sctiaft,  196. 


993 


I. 


Laak  (auch  Laekh  und  La^fn).  Ort- 
schaft in  Krain,  LX1X,  LXXVIl, 
CX,  tS9,  6S8,  ßßü,  028. 

Laborator  LoncriK,  XanKlaischrciber, 
Ö67. 

Lavkcr  Joliaun,  Pfarror  iu  TClfier  in 
Kkratcn,  70^. 

L«ckli«r  Adnm,  Pfarrer  Id  Weißen- 
kirclien,  433,  4M. 

LadroDor,  Ädelsfamilte  atu  KlmUm, 
0tl9. 

—  Hans  Jakolj  31», 

Lagf^eu,  iu  iler  ~,  iu  KSroten, 
902. 

Laibacb  (Liibiann)  XIV.  XX,  XXI, 

xxvm,     xxxviu,     xLviii. 

UCVUI.  LXIX,  LXXI,  LXXllI, 
LXXV,  CVI,  CIX,  12.  86,  8», 
4lf,  4'J,  lao— 122,  126,  127,  129, 
130,  133,  139—143,  160,  I61,  171, 
176,  184,  187.  196,  198.217,222. 
230,  231,  ibl,  269,  270,  273,  27fi, 
316.  334.  337,  84u',  3*8,  3ö9,  362, 
366,  36S,  375,  376,  37»,  380,  383, 
886.  386,  398,  407,  411  —  113,  416, 
417,  419—422,  427,  428,  431,  440, 
443,  454,  4fiU,  Ab9,  46L,  47&,  477, 
479,  487,  489,  Sit),  612,  613,  621, 
522,  627,  628,  637,  644,  645, 
M8-5M),  566,  568,  699.  602.  605, 
613,  621,  625,  62ß,  630,  638— G40, 
642,  645,  S46,  648,  ßfiO,  661, 
868-662,  664,  666,  601>,  673, 
099—702,  706,  708,  70»,  711, 
712,  714,  7t6,  721.  723,  725,  732, 
733,  736,  74t,  826,  881,  024—926. 
928,  92«,  939,  940,  945,  96Ö. 
~-  Biicliof  von  —  (s.  auch  die  Na- 
men KrUn,  Tantscher,  Rcinald), 
487-480,  627,  628,  644—648, 
ÖH,  600,  621,  65S,  660—662.  664, 
702,  710,  722,  736.  738,739,746, 
766,  773.  781,  870,  896,897.940, 
946,  964. 
.ainbaBh  (^  Lerobacb)  bei  Harburg 
814. 
PoMtai.  lE.4bl.   BILX. 


Lanberi;,  di«  tou,  krainucli-stoiri- 
schn  AdpUfxinilie: 

—  Freiherr  zu  Stein  und  AU-OBttii* 
lierg  450. 

—  Augudlin  864. 

—  Dietrich  631. 

—  Ernreicli  736.  739. 

—  tlerwarth  XV,  XVI,  40,  106,  117, 
118,  121,  138.  161,  152,160,318, 
SSS.  475,  560. 

^  Jakob  386. 

—  Johann  989. 

—  Jmot  814. 

—  Mar^arata  493. 

—  WiHiolm  313. 

—  Wolf  Dietrich  475,  512. 
LarDemheim,  Jolixun  Kaapar  von, 

'bambergücher  Viaedom  in  KIrtit«ii, 

760. 
Lampacher  Andreas,   Fflt^er.  8Ü3. 
Laui|>reclit,  St.  (Ort,  Stift,  Abt .. .) 

412,  425,  550,  039,  811,  964. 

—  Johann  Heinrich,  Abt  von  —  743, 
744. 

—  Martin,  Abt  von  —  54. 
I.amormain  P.  fi.  J.  «72,  716,  719. 
Landau,  Herr  von,  481.  -182. 
LXndl   in  Ob«ri;letertnark  468,  463. 
LandBbcrg  61»,  762. 
LandBchacli  bei  Weitz  622,  62». 
Landstiater  Michatl,    aerichtsr«r- 

waitcr,  428.  429. 
Landakran     in    KSrnt^n     XXXIX, 

C4I,  689,  737,  73»,  5)83,880,907, 

910. 
Lauditraß    (Ort,    Abt   von    — )    in 

Krain  378,   412,    453,    639.  645. 

659.  6A],  662. 
Lang  Frans.  LandachnftskoniRiiBsitr, 

219. 
La n  g 0 u,    an    der     —    in    ESrnteu, 

244. 
Laug^enoiantl   Wilholru,    KSrutncr 

LandmanD,  Sl3. 
La n fi: ena n  e T   Gottfried,    ftchreitior, 

785. 
Lan^enwan;;     in     Oboratfiicrniark 

259,  016,  020. 

sa 


^^^^^^^^^^^^^^^^^M 

^^1 

^^^^^H 

LcBgeafflld,  Ort  In  Krain,  414,  4t^| 

^^^^^^^H           Lktispcrg  tn  KHrnten  190. 

4M.                                                        ] 

^^^^^^^B           Lanttiicri,    Kaapar     von,     Krainer 

Leolto  witBcb     OeoJX>     «homali^w 

^^^^^H                 AilQÜ^r,  632, 

Lau drahanpl mann  in  Kraio,  982. 

^^^^^^^H           iiaaaing  in  ObDfileicrmark  808,  43^. 

LcniD&dorfar  äigmUDd,  BQigw  m 

^^^^^^^H           Lflßlelinnr  Svbutizn,   IIoftchr«iber 

LuobcD.  &9S. 

^^^^^H                 XU  PSfSDjr. 

Leob*n  XXIX.    IJCXII,  LXXXVH.     \ 

^^^^^^^m          Lntomn«,  jirotMtJint.  Predig:«r,  18. 

LXXXVIIl.  XCIV,   I4i,   167.  «II. 

^^^^^^^1          liAubin^cr  ätjfinand  6B1. 

318,  892,  4Ö8,  47A,  476,  67«.  l>>ii\ 

^^^^^^^B           L  n  11 10 1  i  s  c  b    [  Loureti  tach) ,    Bürger, 

686,  690,  593,  693.  6S0.  €34,  71^^ 

^^^^^1 

735,  730,  792.                                  ^H 

^^^^^^^1           Lavaiit   (Ort,   IJiscfaof  von  — ,    -tal) 

Leoubard,     Biacliof    von     1  di  ba^^f 

^^^^H                XIIT,  TiXXLn,  LXII,  LXXIV,  100, 

^H 

^^^^^B                 I0&,  l'X>,  Ub.  3i7,  -Ul».  iU.  44U. 

Lconhard,  St.  Vlllacher  l£r«ia.  ^'^t 

^^^^^H                07t,  773,  703,  y--2b,  833,  030.  031, 

Leopold,  EnhersAi^,  396,  3d7,  4»1, ■ 

^^^^^H 

483,  485,  6SU.                                   ^M 

^^^^^^V           —  Qeor^t  Uuchof  von  —,    105,  286, 

Loriebaar  Ambmi  344.                 ^^M 

^^^V                        487,   &V7,   624,  727;    k.  ancb  Sto- 

Lsichvr    Hmufl,    Kheve&lillllflneli^^| 

^^^^H                       baue;  Leouhard,  ßUchuf  von  — , 

Untertan.  244.                                   ^ 

^^^1 

Lctmair  Man  acu  Sebladminf  96. 

^^^B                  Lax 

Lentiicr  Hnns,   HandoUmann,  Stö       ' 

^^^^B                   Layinan,   (Lflymin),   Balthasar   von 

Lentscbacb     in      UtittoUtgienwart       i 

^^^^B                          und    zu    Liebenau   ßohcimfr   Kxt 

704,  880.                                             ^M 

^^^V                          und  ItorvixekauElcr,  ^00,  355,  475, 

Lcuticndorfar  Adam  727.            ^H 

^m                                 494,  4»7,  408,  £00,  60],  514,  fil9, 

L«y»Gr  Qeor^  l>«Tid  toq  WaUegf^^H 

^^                                  &51. 

■teir.  AdcliffBr,  860.                      ^^1 

L»y»chÄfft(?)  in  Sttiennark  764. 

Lejitr     Poljrkarp.      kafilohiiieliw      J 

Lebel,  liais.  Hut.  800. 

Hofpr«d>gor,    XXVII.     330.    SSf^H 

Lebmacliflr  OtrUlian,  Eialant  auH 

361,  366.  403,  401,  409,  4ia      ^M 

Kärnten,  B6,  «7,  S78,  S90,  SSI. 

—   Wilhelm,  *teiriBch«r  Adaliger,  IML^H 

—  Oe«rß  657,  750. 

Li  obenberg  in  KAmleo   16.  28v  90^^' 

LoeS  in  Krain  4S7. 

3],  47,  109. 

LalHnltz,iüdltcbTonOru,LXXVlt. 

Lischt  (?).    Fraoi     Cbriatoph    tn. 

621.  6S2,  743. 

Kralner  Adeliger,  314. 

Ii«i  nin^er  7fi9. 

Liecbtenst(>in,Elci ermJirk iadia  Bn4 

l>l^ipltig  884. 

inülirischa  Adcl«raiuiti(>: 

Loitgcb  Adam   aus  ßvUUdminj;  U6. 

—   Amalin,   rerobeliohte   Btabeobcc;. 

Lcitiier  Adam   aui  ScbUdmia^  00. 

V4U.                                                                                           ^J 

LeitBcbachcr  llana  893. 

—  Karl   TU»,  117,  116,  «06,  S97.       H 

—  Kupftr  VÜI. 

—  Otto  von,  31S.                                  ^^ 

LfiO^bAini  <Ort)  7fi«. 

—  SiKtnandvon,  81S,  391.                  ^H 

Ijßn^li  Pill),  Hans  Adam  tod,  Bteiri- 

Liccbtcii  wald    iii  Kraln  fl69^Kl>^H 

*cl4«r  Advliifcr,  3tÜ. 

Licnz  iu  Tirol  (LUcutz)  606— 40$.    V 

—  Olto  Kriedricb  von,  728,  766,  803. 

Lleaer«gg  in  Kärnten  719,  TSO.           1 

—  ITnnla  Tun,  803,  804. 

Liesen  in  Obcrst^ierinarfc  LXXVItt^J 

—  Wolf  ron,  197. 

SOB,  439,  749.                                    ^| 

^^^^^L                   IinnKenfold    (Uurg)    in    der    PftH 

LigtBt,   Ostlioh  von  Graa,   748,  741  ^H 

^^^H                         i6i,  361,  3li0,  3UU,  a^i,  Hj&,  409. 

811.                                                        ^J 

t 

^^^ 

^^^^^^^^^^oö^^^^B 

Li  od  in  KSrntan  270,  377,  S33. 

Uadruts,  Sigmund  von,  Obcrat,  SOO,           ^^^H 

Linil,  Knrnlnpr  Adsli^a: 

MI,  S14,                                                    ^^H 

—  Ad  um  von,  .flS,  SSa. 

Masdebnrg  244.                                               ^^^| 

1 

—   Bernlianl  313.  338. 

Ma^cr  Brasniu»  .Svyfridt  von  Pncb-                   ^^M 

—  Sigiijuwa  313,  333. 

■ta<lt,  KhrutD«r  Adeliger,  313.                   ^^^| 

Litiz  XXXIV,    136,    131,    319,   32«, 

Mft^erl  Franz,  Pfarr«r  io  KOäacli,            ^^^| 

377,  ÖIG.  914,  yii9, 

^^H 

Lipp«y  J.,  KjiDicIeibean)t«r  iles  Krz- 

—  Joachim  SdG.                                                  ^^^H 

hcrznj^  Mjitthias,  237. 

Mnffcrlo   Brnütnus,   Klrntner  Land-            ^^^^| 

I.iMtmann   Hans,  PHcfrer,  77'i. 

mann,  09»,  S(ih,  9Ul,  «JD'i.                          ^^^| 

1 

Lobmiiig  in  Steiermark  764. 

Mügerlin,  Tcrheiral.  Stilttncrin,  Sa-             ^^^^H 

■ 

Lobkonitz  iVQ. 

^^^1 

■ 

—  Eva  TOD    (Popel  roa  LobkowiU, 

Ukliren  XXVII-XXIX,  XLU,  461,           ^^H 

V 

bebcnüche     Adehfxmilte),     T»nn. 

483,  6W,  630,  680,  &83,  684,  £87,             ^^H 

1 

Butlhyiiiiy,  s.  auch  dori,  780. 

bS%  £91,                                                         ^^H 

Lujfan,  Heinrieb  Freilicrr  von,  filO. 

Mabrcnbcrg  in  Sadstciermark  8S6.             ^^^^B 

Loib«!  in  Knrntcn  Gt48. 

Mnier,  Prau,  in  Krain  702.                              ^^^^| 

Lumeriog    in    KitmUn    274,    S76, 

—  (Mbjt]  Georg  LXXVII,  9G5.                      ^^H 

277. 

—   Luronz  ll>&,  171,  265.                                  ^^H 

Loreux,    Abt    von   Sitticb,   •■  aucli 

—  V«rouika  032.                                                 ^^^1 

Sittich,  926. 

Uaierhofer    Hans,     Verwaitr    la            ^^^^| 

Lorenzen,  SV,  bei  KApfe»b«rg  406, 

Auia«(*,                                                       ^^^^1 

1 

414. 

MaierhoTcn,  tint,  856.                                   ^^^| 

Lorctto,    Wallfaiirtaoit    in    lUlion, 

^^H 

Lvm. 

Mai II cgi;  Salotnoii,  ilairiscber  Adelt-            ^^^^| 

Loscnstotn,  von,  48&, 

^^^1 

Lübeck  in  Krttin  ÖÖl,  662. 

Haiiikher  Ilicionjrnius   von  Coaers,            ^^^^| 

Ludwig-  P.,  Kapaxiner,  19. 

B^^heiiner  Riit  Masimilianain.,  406.           ^^^^M 

Ltift^^negger  Mu  78&. 

Mainz                                                            ^^H 

Lnkh  anachitK  Gregor,  Stndtricliter 

MalaKpinn,  piipvtlirliffr  Nuntius  am            ^^^^H 

in  Laak,  Ü3Ü. 

Oraaor  Hof,  LXXVU.                               ^^H 

Lun|*iiu  (Luggaw)  in  KKn3l«ii  LXII, 

Malborget    iu    Karoten    16G,   371,           ^^^H 

508. 

^^H 

Lanz,  PrüiIikxDt,  791. 

Mal«nth«tn,   OtOTg  von   —  an  dar            ^^^^| 

Lust«it«ff;er  Lai,  Pfl^^^or,  803. 

qlUdt',  Adffligvr   iu  Kitrnten,   X,            ^^^^| 

Latten  bery.sflä  astlichTonKAilkors- 

^^^1 

1 

bnrg,  7  SO. 

U  ai  1 1)  r     Jakob ,     2flagkuniaii«aioas-             ^^^^| 

Liithor,  Dr.  Martin,  039. 

•cbr«lb«r,  70&-                                               ^^^^| 

Luta    IlsnB,    Bfirgor  zu  Laiubb«rp, 

HaUt&l  (Vclltal?)  Jn  Kitrnten  ß06.           ^^H 

7Ü2. 

^^^H 

M. 

MAtiillita,  Untertan  der  Radmanns-            ^^^^H 

^^^H 

Macher     Adam ,      Kanonikiit     nnil 

Man  Jorffer  Baltliaiar,  Adeliger  aiu           ^^^H 

ft 

Pfarror,  719. 

Kürnton,                                                         ^^^| 

1 

UadriitK  (Madruscb),  GauOeox  von, 

—  Hans                                                                 ^^H 

H 

Foldbaiiptnixna,     &01,    filG,    619, 

—                                                                              ^^H 

H 

&21. 

M  a  n  1 00  rd  0  Hieronymas,  Bofyf«iini^            ^^^^| 

1 

—  Karl  70D,  Kardinal,  691. 

^^^^H 

^^H 

l 

ifl 

fifiO 


Mantil    M.,   I>icncr  äcr  fteiriKhro 

Lauiiechaft,  14. 
MauritKch  J.,  Lsadmaan  Id  Krain, 

SU. 
Maiitbflrg,   H«iT8cbaft   in   Kirateo, 

794,  838. 
Unn.ifcld,  Wilb«1m  Graf  tod,   319. 
MaraacK  IlUaiaa,  KapUn  tn  Eiscn- 

PM.  411. 
Marburg,  Stadt  in  Untentoier,  XCI, 

XCVIII,   2iy,  2ii},  435,  4W,  637, 

699,  700,  714,  715,  7S6,  743,  746, 

751.  762.  760.  7Ci,  778,  7S3,  783, 

614,  821.  au.  vet. 

Mar«lttch  in  Kmin  377,  451. 

Marengin  Maruaeh  (Marensin),  Frau 
eines  OclisflnliXndlen  und  Hals- 
frenndea  in  PstUu,  LXXIl,  &96. 

Margar«tlien,St.,  iuSUtierberjpBlS. 

—  St.,  in  Kärnten  012,  913. 
Mari*.  Eraberxogi».  X,  XlilV.LVIII, 

lAxvn,  xcvm,  a,  lo,  76,  so, 

liu,  n.H.  176,   17l>,  219,230.831, 
241,  326,  361,  403,  431,  963. 
Mariaaaal  in  KiUntcn  LXIU,  LXIV, 

460,  ;&7. 
Harkowitach     Le<>Dhard,     Kraiiier 

Landmanii,  314. 
MiLr)  0«org',    Biichhaltei   (l«r  Laod- 

Hchaft  In  Krain,  546. 
Marnid    III. 

MarquardTin  F.  O.  S.  F.  982, 
Martin.    Tfarrer   in  6t.  Pet«r   nnt«r 

d«in  KairinierabeTi;.  XCVIU. 

—  Propst  Ton  Rott^nmann,  G6<J. 
Martin,  St,  bei  Tilffcf  «09. 
Hartnitzin  6(18. 

Man,  8t.,  b«i  Wolfnbcrg  In  Kllroten 

CI. 
Uarxina  l'hiliiiii,  Pfarrer  in  Lengen- 

f«ld,  414,  4äO. 
Mint,  Wiiw^*  BiiR  Marbnrjf,  7Gä. 
Uationborg  bei  Leobon  3t8,  fi90. 
Haaiktiorii  (Moakon),  Adellga  ans 

Krain: 

—  Adam  814. 

—  Chrialoph  31*. 

—  InnuMns  314, 


4S0. 
8t.  TaJ 

tan    -J^ä 


Mattfaiu,    Enb«nof     nmd 

xxvn-xxix,  XXXI,  xxxn. 

29,    187,  210,  231.  237,  SS«.  «1. 

323,  SeO,  424,  473,  478.  4M,  627. 

529,  &51— 668,  &&9,  6S8,  ftTS. 
Uatttteua,  UnterUo,  fi4<. 
Maul    Gabri«l,    BOr^r    io    V 

0(9,  9ft0. 

—  Mattbia«  896. 
Uaur,  St.,  b«i  Tolmeln  4Jt6. 
Blau  rata    Tboous    de,     Ka 

760. 
Uanr«r  ChrUtopb  941. 
Uanritecb    JoMf,     liEodmaiiB    ta 

Kraln,  476. 
Haulern  In  UbentHermark  489. 
Uaron  Uiciiard,   Pfarrer  in  St. 

in  Kirnten,  7S9,  730,  7S3. 
Maxandor    Sismnod,     Uutertaii 

Obtrkremi   lo  K&ntlen,    L. 

aas. 

—  Hagdatena  LXXXt,  L.XXXn,  S»S. 
Maximilian  I.,  Kaiser,    10,  Stl^  U, 

141,  171,  225,  481.  661. 

—  U.,  Kaiaor,  XXVUl,  XUII,  140, 
271,  3it6.  3tO,  331,  340,  524,  644. 

—  III .     ErLlioraog.      XXX,     LVUL 
XCVn.    S8S,   4U5,    44Ö,  481.  i 
486.   494—498.    600—608,  612- 
622,     627,     698,    S&S— 56*.   Ml^ 
570,  573,  678.  682. 

—  Eroat,  Enlienog,  Urodcr  Ferdi- 
nands n.,  165,  S41,  474—476.  663. 
ftUO,  691.  606.  602,  62&,  629. 

—  Heraog  ron  Bayern,  143.  !69.  IM. 
Majer  Adam,   Scblcnor  io  Fraiieo- 

bnrg  in  Steiermark,  419. 

—  Oaorg  aiu  Ilermagtir  in  KKmtta 
293. 

—  Maltbiu,  Untertan  der  llerftdiafl 
Murao.  803. 

—  Joliann  Oeorg.  Pfarrer  in  L«ob(B, 
786. 

Mayr  0«org:,  Pfarrar  in  Hartbw^ 
440. 

—  BOB. 
Msgcrau,  H«rr  ran,  kaiacrlieker 

484,  666. 


I 


^^v 

^^B^^BH^^^^^^^^B 

Megiaer     Hinronyiniis,     Goxchirlil»- 

Mindorf  Christoph  604,  810,  S30.                  ^^H 

schrcibnr,  Sclmlrekt^r,  XJI,  XIII, 

~  Hans  Cbristcpb  831,  633.                             ^^^M 

LXU.  LXV.  7J,  ad,  97,  IIS,  170, 

—  Katharina  796                                                 ^^^H 

171.  18y. 

Uinkendorf,  Ortachan.  So  KXrntoo,                   ^H 

Meirliy  Thom.u  293. 

^^H 

Heilgr»UiiPr,  Pfleger  Ruf  Peines^, 

MisaeUdorT  bei  Mureck  769.                        ^^^H 

803. 

Mitte  rbar^  in  Kraiu  230.                              ^^^H 

Moilgrater  Silrester  SM. 

Slitterdorf  in  Stt^iermark  31.                        ^^^| 

MoinbartI  t*hristo[ili,  SclinlmAnn  in 

MillArnilorf     Iu     Stoiermark,     Im              ^^^^H 

KünitcD,  171,  196. 

KiiiLsUl,  404.                                                  ^^H 

MeiBch  B&phael,  Dr.,    Ueunter  der 

Mukrik  (.SL-bluO)  in  Krain  636.                      ^^^| 

kx!«.  KkdxI«),  738. 

Mgtitor  (MUller)  Euiericli,  Abt  ron              ^^^| 

MelQfttt  330. 

Anioldstein,   s.  auch  Araolditeia,            ^^^H 

UeiUl    Jaknh,    RUrtfcr    in    Lei>b«a, 

66,   86,  209.   217,  239,  £41,  «59,              ^^^B 

576,  02Ü. 

S70,     274—277.     279,    281—286,                     V 

Meistlding  In  Kitrnt<?n  901. 

S87,  381),  293,  264.  317,328,828,                      H 

MciSncr  Ücepbau,  Ffarror  iii  Fraunn- 

313,  3GB,  370,  604,  6I&,  643.                       ^^M 

U-rg,  36s,  410.  412. 

Molier  IVter,  Priixeptor,  803.                          ^^H 

Mrldouiit«in  669. 

Moll,  -tal,  -brQclie  in  Kärnten  &07,             ^^^| 

MeUer  H.  7», 

^^M 

M rn e r u 8    Uattlüas,    Schulmann    in 

MolUrt,   Joltann   von,   kaiscrl.  lUt.               ^^^H 

KSrntcn,  171. 

^^H 

Mcnigkh  Zacbariaa,  Pfarrer  iaCilli, 

~  Petor  von,   OberatkXnmierer,   131.              ^^^| 

TW. 

Moltwurm     S«baatlan,     Pfarrer    In             ^^^| 

Mereitacli  la  Krain  G60. 

6t.  Kikülaiu  b«i  Villacb,  283.                          V 

H«ritsch  Andreas  lUS. 

Mompelgart  3U1.                                                 H 

Mcrkl  Karl,  Kanoniktia,  718. 

Monspurg  in  Kraio  132.                                          ^M 

Mcrlon,  St.,  bei  Hcliallrck  ia  Kraici 

M 0 Q tag n A n a    Puljrdor,     Propit    in                        ^| 

807. 

Kudolfwcrt,  i->4,  03»,  »46,  962.                           ■ 

—  -Sl,  in  KSriilcn  mh. 

Mnrdax,  Kraiiier  Advlige:                                         ^M 

Merzer  (Maner)  Haua  {103,  9V4. 

—  Andrea«  314.                                                      ^^^B 

Metnitz,  joa,  kSmtuiicber  Adeliger, 

—  Christoph  314.                                              ^^H 

433. 

—  Georg                                                      ^^H 

Mctr.en«r  Loreaz,  Sekretür  der  ittirt- 

-  Wolf  Martin  SU.                                        ^^M 

8chen  LandacUafl,  623— 62ß,  G72. 

Mori  Antan,  Pßcger,  903.                                  ^^H 

Micfaaßl,  St.,  bei  Kaiaentpcrg,  439. 

M^ritberg,  ILitii  Fri4>drick  ron,  597.               ^^^^| 

—  St.,  in  Kd9*bk  XCIX- 

Mnaanlz      Wolf,      Einnelimerainta-               ^^^^| 

MicbelitKcb  I!f,  20. 

gegcuBcttreiber,  623.                                    ^^^H 

M  i  e  r  n  ig    Georg,    Bitrgerntciitar    tu 

iloaberger    Wolf,    Unliatlioliacher              ^^^| 

KlagciifuH,  760. 

aus  Harburg,  751,  752,  762.                         ^^^H 

M  i «  rx  c  r  Matthaa,  Pfleffar  iu  Ktpfen> 

MosdorTer    Harr    (Hans    von   Mos-                      ^M 

berg,  188.  ßö7. 

dorf).    Kilralner  Adeliger,    XXV,                      ■ 

Mieraorin  Margarcta  33,  34. 

9,  107,  117,  ISO.  209,  366,  357—                       H 

Millilatt    in     KUrutca     CXII,    ST, 

359,  301,  366,  368,  395,  397,  933-                       H 

673,  713,  716.  912. 

Uoser  Ilan»  C3.                                                      ^M 

Miudorf,  •tetriscbü  Adelige: 

—  Sebastian  393.                                                     H 

—  DerobardiQ    tou.    «94,    298,    609, 

Moabaim    (Moahetmh),   Adelige  aus                       ^M 

631,  &9S. 

Steiermark  und  Kumt«]]:                                      ^M 

998 


Moshalin,  Acbai  von,  889. 

—  AIl>j»n  von.  933. 

—  Aßitrß  vaa  886. 

—  U*rtlnift  7. 

—  Benedikt  8&6,  860,  891. 

—  Eliu  781. 

—  Hai»  BArtliD«  303,  TM,  8&9. 

—  Willirlin  Ton.  31.2. 

—  Wolf  Friedrich  Ö33. 

Ikloskon  [&[u8chkon).  Adelige  aus 
St«ierinark,  72&. 

—  Adam  47  ä. 

—  Franx  lt>9,  407. 

—  Georg  «76. 

—  lUiia   17&,  Mi,  K3I. 

—  TnnosenB  475, 

Mossang,     steirUcItor     LaudsdiaRs- 

boamtor,  63&. 
Motiburg  hl  Kümlnii  910. 
MOttit«clier  Vk\i\,  Baueruobn,  433. 
Motachuik,  Unt«rtJinIg:«r  aus  Krairi, 

«SO. 
Müttlin^  in    Krain    &7S,  CS7,   6bÜ, 

m},  711,  716. 
M  u  c kl  i  tfl c li  Juliaan,  ?rap» t in  Rit ttcn- 

maiin,  C,  Cl.  4C6,  4Ü7. 

—  Pfarrer,  I>r.,  l'ro]>sl  iti  Pollan,  C, 
CT,  925. 

MUlilbacli  (-KlaiuoD)  608. 

MuH,    iiiikatliMiiK-licr  Priester,    772. 

»aller  (Mülliier)  Gvotg,  Hehiutvrn- 

prokurator,  014,  048,  &6I. 
~  Michael  143. 
~  SebastiAn,  Adrokat^  968, 

—  a.  ntitcr  Molltor, 
MminoT,  Dr.,  320. 

—  I{ti«p  TS.'i. 

Münclioii  XLUI,  XUV,  JfiO,  «47, 

408,  987. 
Mnr  Hans  an  MantHarh  610. 
M  a  TAU     io     Obei-ntGicrmork      LXU, 

XCVm,    36,    38,    10,    228.    M&. 

4fil,  466,  666,  707.  711.  794,  803, 

635,  866,  610,  964. 
Mureck,    aUdDittUcli    tod    Leibntta, 

XLI.    L,    LVIl,    LXXl,    LXXV, 

CXI,    188,    288,    367,    387,   388, 

433,  1.17,  488,  68M,  60G,  726,  743, 


tS^ 

4 


764,  760,  767—769,  771,  77«.  7 
770.  780,  786—789.  801,  803, 
811,  820,  644,  846,   »Öfr,  883,  £8I.< 
910. 

U  Q  rze  r    Friedrieb,    etvirischcr 
lig«r,  312. 

—  Hau*  866. 

Milratal  719. 

MUrzxnachlac;  im  HOrsbil  I.X 

Lxxx\Ti,    Lxxxvm,    xav, 

102,  216,  4G0,  BIS.  613. 
lloasiu*  Jakob,  Notar,  939. 
MuatiiUargar«tlia,UiikRtholUcbflaHi 

Marburg.  763. 


». 


Kadandy,  uugariscber  M«^«|, 

—  Ladi»lans  296. 

—  Tiiowas  23G,   268,   S96,   373,  39£ 
NadiEorilz,  Ort  io  Craie.  M6. 
Nacolt  310. 

N'ambrotb.  Dr.,  433. 
Naiikourcut,  Juliaau  Urin  rieb  Ton, 

Drchant,  931. 
ffapukUoy    (Kajiokbajr,      Napotkal. 

Ne|)olchajr)    Andreas,     ITamr    in 

Villacli,    Er«prie«t«r,     436.     MS, 

628,  762,  769,  888. 

—  Hans  239. 

Narin^er  (Narriogcr),    ateir. 
familic,  803: 

—  Cbriatoph  903. 

—  EliMbeth  800. 

—  Hana  Adam  SBft,  SIS. 
Naisaa  200. 

Naaaenfutl  iu  Kraiu  378. 
K«apoIitan,  Nobiltticrta  Familie 

Krain : 

—  Anteil  641,  646. 

—  Barbara  644,  646. 

—  Elisabeth  644,  646. 

—  Haas  644,  645. 

—  Joaef  64.6.  663. 
Neff,   ateir.  Landacbaftabedienitattr, 

181. 

—  Geor^,  VisedomaekraUr,  67,  464, 
4oä. 


4 


^^^ 

^^^^^^^^^^oS^^^^B 

H        Nf'idhart.BIwihflfTan  Rambcrf,  0-10. 

Nitieb  Matthihs  804.                                     ^^^| 

N'ßi&e  In  PreuQEscIi'Sclilraipn  iJO?. 

Ndgarol,    Grorg   Grtif  eu,    Land»-              ^^^^| 

Ncrhas  Andre&%  Pflrignr,  Tßl. 

hau)>tiiiAn]i  vEiti  Kiiriiteu,  288,  802,              ^^^^H 

Nciibcrg  (Ort,  Abt.  tob  — )  im  Mür»- 

316,  Safi,  373,  SSO,  306,  MS,  436,              ^^H 

tal   LXXll.  LXXXVUI,  UiV,  216, 

^^H 

S18,   :!59,  6U,  725. 

Novak   ULrich,    OUrger  iu  Laibach,             ^^^H 

—  KaGpxr,  Abt  von  — ,  CSD. 

^^H 

Nenburg,  Pfalz-,  319-3Ü2,  397,385, 

NBrnbers  XXX,  XXXII,  LIV,  LVI,            ^^H 

1                 33G,    340.    S«.-!,     SfiO;    356,    350, 
1                 362—364,  392,  -103,  6a3. 

319,  478,  fi€e,  678,  741,  866,884,             ^^H 

^^^1 

—  riiilipiJ  Ludwig  Tou,  &9S. 

^^1 

Neud*«  bei  Wflrlli  201. 

Ifcndcgg  in  Kroin  718. 

Obdacb,  Markt   in  Oberiteisrniark.             ^^^H 

Ifßmlorf  in  Stciermnrlt  806. 

^^H 

Neodorf,   Beritbanl  von,    fil4*iri8cber 

Oberliur^,  Krainer  Adelsfamtli« :                   ^^^| 

m              Adeliger,  211. 

—  Aiidrras  von,  314,  9:30.                                     ^^^| 

■        Neubaus   im  KiiniUl    A,   2ß3,    7ßT, 

—                                                                               ^^^1 

—  iu  Ungarn    206,    3Cä,    26ü,    302, 

—  Franz  Georg  von,  476.                                  ^^^^| 

4S7,  43Ö.  4*0,  U9,  714,  716,  T26, 

—  Susanna  von,  930.                                          ^^^^| 

TäO,  76),  7EI&,  »66. 

-    in  Steiermark  1C3,  lü^,  316,  416,              ^^^| 

■        NcTih«ii5,  kSrtiln.  nnd  stcir.  Adels- 

417,  421,  4'J2,  l>44,  648,  637.  92&.              ^^H 

B             familic: 

^^^1 

—  Adam  432,  861. 

Oberdorfurin,  Bürgerin  in  Murei^k,              ^^^^^ 

—  Elisabeth  8G1. 

^^H 

—  Georg  vwu,  314. 

OberdraubuTf;  in  KtUnLen  606.                    ^^^^| 

_        —  Kaspar  von,  396, 

Obereoker    IlartmaDu,    Pfarrer    in              ^^^^| 

■        —  KutharinA  geb.  Satler  8S7, 

^^^H 

—  8«yfrie*l  KU,  313,  631. 

Oberfalkpustoin  in  Kärnten    160,              ^^^^| 

—  äi(;uiund  Ocurg  297,  298,  313. 

^^H 

Neuhäusel,  feslor  PI*U  in  Ungarn, 

Oberkorrir  VinxAOK,  fiurrf.r,  467.                   ^^^^H 

CIJ. 

Oberkroms  in  Käiiiteu  LXXXl.                   ^^^^H 

Neubof  in  Unpürn  24i>.  241. 

Oberlassaitxim  Radkeraburger  Bo-             ^^^^H 

Nearßaicr  Bartlme  iu  Anuec  14,  62. 

^^^H 

Neil  markt    in    Ob^ritcier    76,    744, 

Obcrmahlbach  in  Karaten  BOI,                 ^^^H 

gSÄ,  910. 

Obermureck,      uordweatlicli       von               ^^^^H 

Ncauiarktl    LXIX,    ISÜ,   669,    661, 

Hadksr&bnrg,  704.                                           ^^^H 

602. 

Oberndorf  In  Kärnten  LXVI,  7ö.                 ^^^^| 

Meup«r  Christopb,  Pfleger,  772,  803. 

Oberreit«r  Vf>it,  rä«e«r.  704,  716.              ^^^| 

NeOBtadl  in  Krain  T08,  709. 

Obera  eil  wein  iti,      Ortachaft                     ^^^^| 

Niederlande  LXXVU. 

^^^1 

NiedrrI  p  (T<idKr]«)  llernhard,  Pflr^r 

Oberatarmberg:  in  Steiermark  803.              ^^^^| 

nur  Kaiifviibi-rg,  »64,  660. 

Obervellacb  in  Kärnten  48.                          ^^^^^ 

—   Zolleintieliuier,  941. 

Oberweger    Kaspar,     Krümer     ia             ^^^H 

NivderwOlc  ta  Oberste! ermark  707. 

Kapfenberg,  324.                                             ^^^| 

NifreUdorf,  Pfure  in  Klrntoa,  369, 

OberwOla  in  Obersteiermark                        ^^^^| 

274,  285. 

LXXVUl.  XCVIU,  «9,   8S6,  ÜbS.              ^^H 

Nikolai,  St.,  Wi  VilUch  282. 

Oblarn  (Ober-,  Oblora)  itn  Eauatal             ^^^1 

Nioguard«,  Nuntius,  347. 

LXXVl,  LXXIX,  27,  28.                              ^^H 

1000 


OlirAlflcli«n,  ChrisU>|(li  von,  Krainer 

Aiioltgcr,  3U. 
OdcnbuT«  iu  Ußgiafa  LIV,  794,  SdS, 

899. 
Odern  iU. 
OdoDtlas,    PrXdikaDt,     XXI,    CO, 

2S2— 831,  23Ö,  Ü42--246,  Sfifi. 
Oekborn  Kaspar  64&. 
Offonliurg  iu  Stciarm&rk  80S. 
Offner  Pot«r.  I'flejer,  79-4. 
Ominger  Michael  SSO. 
OnolKbAch    hl    b'rankpa    143,    144, 

dOO,  SIT. 
Opilx,  PrAdikAnt  in  Wien,  149. 
Oppaadorf  in  Obcntaiermark  SOB. 
OtczonAalo&ro»,Eraia«r  Adeliger. 

627. 
Orteiiburg ,   Kiratncr   Qrafonfatnili«, 

&4I. 

—  Anna,  GrHün  von,  701,  711. 

—  Ilans,  Laudeslmupluiann  tu  KXni- 
len,  LXllI,  70.  lüU,  HI,  206,  278. 

—  FeTdinaud  «72. 

—  Georg  Tou,  752,  758,  757,  891. 

—  Wilbelm  vod,  606,  508. 
Orller  Hermigor  Se4. 
Orttier  fJeorg  3i3. 

Ortt  «98,  899. 

Oaayl,  Ortaekaft  ia  Slawosieii,  868. 
Oiius  Ileinricb,  PrS^ihnnt,  ÜS4. 
Oittacb,  AM  T&n  —  668. 

—  Kas]i!ir,  Abt  Ton  —  8S. 
Oütaiticb  Hans  C31. 

Oster  mann  JohaiiQ,  Abtvon  Arnold* 
ati'iti,  a.  auiUi  Arnolditcio,  910. 

öaterroich  ob  der  Ediu  X VII, 
XXVIU,  XXXI,  LXXl,  LXXXJI, 
XCVI,  191,  198,  223.  248,  319, 
Hih,  474,  480,  490,  tl>i,  bb9.  667, 
bÜO,  581,  £91,  fiDÜ,  619,  «70,  874, 
T88,  784,  771,  794,  8»9,  898,  B7D. 

—  uut«    der    Eüuä     XXIII,    XXV, 

xxvm,  xxix-xxxi.  lxxi, 

LXXU.  XCVI.  U9,  164.  ft22, 
2Ö8,  »71,  aS4,  286,  321,833,831, 
33C,  837,  367,  369,  360,  403,  474, 
48U.  490,  620,  662,  667,  680,  681. 
691.  59S,  649,  781,  7J12,  794,871. 


Oaterreiclipr  Ilana,   Kaplan,  M. 

Üstervrits,  Scblofl  in   Kraia.  !09. 

Oawald,  St.,  in  Ob«nt«ieriDark  707. 

Otteribacb  796. 

r^ctinir,  Qraf  tob,  918.  819. 

Otto  Jakob  8()6. 

OvrarieiiBe  dominiuin   190. 


P. 


Paar,  Hani  Friedrich  von,  R«iigi<>na- 

rerurmatlanikommiMilr,     LXXXV. 
Paebenatoiner  Christoph,    ÜOrger 

in  Kapfeobarp,  &89. 
Paohor  aeorg,  Pfleger,  790,  888. 
Pack«,  Uesiliung  Eibiiwatda,  791. 
Pader  Primas,  ßeitknecht,  G4.%  Ul. 
Pajtffe   Dnuiel,   Dr..    *7&,   S7Ö,  *S«, 

SS9,  299—394,  366.  40«.  461. 
-~  Frana,   Bürgemoisler   In  LeAhen. 

167,  217,  464. 

—  Veit  901. 
Paggin  Salome  717. 

Pamer   Oeorg,   Fleiaclibacker  in 

Leoben,  A93. 
PaUaa  io  Obent«leriDuk  448,463. 
Palmborg  847. 
P  a  n  b     Mattha«,     Tadudierer    is 

Seil  w  an  borg,  866. 
Paniquar  Uichaol,   Kamnerdlaaer, 

176. 
PaoizoII  J<»ef,   Viiedom  io  Kraia. 

474,  47C,  629,  C30,  (>46,  644,  (160. 

—  OUlavio,  Hauptmann,  e70. 
Paalaloon,   DobiliUort«  KamlKa  b 

Kraiu  (Erben.  Bröder),  XXXIX, 
668,  662—666,  099,  701,  7«,  719. 
751,  722,  967. 

—  David  1dl,  165,  &&C,  646.  MA, 
664,  Bäß,  667,  713,  717.719,721, 
720,  74),  743,  746,  760,  778. 

—  Uans  8$&,  866. 

—  Jakob  621,  646,  7SI,  720,  OU. 
666,  7i>a.  704,  713.  717,  743.746. 

—  Joecf  666,  637,  &4&.  064,  702. 

—  Uelchior  161.  164,  166,  S14,  417. 
442.  468,  4«U,  470.  476.  666. 

Paaliorin,  Leoboner  UQrgBriii,  &9X 


4 


4 


^^m 

^^^^^^^^^^i^^^^^^H 

P«ux  BallliaMr,  Oewerke,  7S1. 

Pein,  Se^iried  voa,  433.                                           ^H 

ParJiJoiier,        iuoerOaterreicbtlclia 

P«lehiitg«rllaBS,  Barg;eriaKapfea-                        ^^ 

AdcIsfHiuilie,  869; 

berf,  688. 

—  Alexander  43,  120,  133.  196,210, 

Felahofcr,  Krainer  Adelige; 

275,  278,  291,  »U,  3S9. 

—  Üultfried  S14. 

—  Aiidreiiii    lüb,  &U,  407,  476,  93«. 

—  Uaiw  31},  512,  fi32. 

—  CtirUtoiili  1,  Üd,  21)2,  93«. 

Per  Magdaloiia  062. 

—  FriodricU  313. 

Perg  in  Obersicicrmark  12. 

—  Hviuricli  86&. 

Perger  EUsabeih  662. 

—  Herivxrtli  39. 

—  Michael  6132. 

—  Jakob  260,  313,  631. 

Pcrüojrir  (Perneck)  710.  80;1. 

—  Lorwu;  i«9,  »3U. 

P  a  rua  to  1 1  Martin.SlniLt^clireilier,  77t. 

—  Sifpiiutid  313. 

Persieu     (peraiscbo    Gceaad teehaft) 

—  Wolf  414,  451,  488. 

131. 

Pariplavilacli  Michiel  7^3. 

Porto  er  Christoph  615. 

Pari«.  Ertbüchof  xon  Salzburg,  733, 

Fetanttsa  ia  Uugata  XLVXU,  188, 

752. 

190,  2C5,  268,  336,  392. 

Paisail  in  Sf^icrraark  324. 

Peter,  St.,  imt^r  dem  Knmnaersberg 

l'aiBAu  I3ä,  310,  33S.  871. 

LXXVin,  XLTIII. 

fateriilon   In   Kärnten  CXll,   S60. 

—  in  Kr&in  420,  121,  661. 

274,    376,    277—283,    285,     287, 

—  ob  Leoben  770,  801. 

4M,    02»,    641-043,     69;),     812, 

—  am  Oltersba<:Ii,  iiOrdlich  Ton  Mar- 

891.  912. 

•ck,  'i9y. 

Fatribusch  tilmoD  $70. 

—  Stift  bei  SalibTirg  96. 

r«u«rnfolnd  Rucp  318. 

Potschowitsch  (Tetkowitscb)  Aut., 

Paul  V-,  Papit,  361,  614,  697,  702. 

Adeligor  am  Kmiu,  297.  368. 

Paul,    Bt    (SlUi    in    Kärnten.    Abt 

Pcttaa,  Stadt  in  gUdsttiicrm.,  LXXII, 

von  — J,   ä6,   008,  727,  783.   784, 

(-XXXV11I,    129,    238,    284,  .14«, 

790,  822,  8y5. 

368,  576,  590,  691.  691— 59Ü,  GOJ 

Pttttlitdcli  Wiliielm,  Pfarrer,  7W. 

-G04,    025,    «Ott,   C7ü,   70U,   702, 

Paiimann  Mjcitacl,  HilrgorinMureck, 

707.  711.  720,  741,  772,  828. 

787. 

Pettelt  .Jlgidiui  U3. 

Paumgartucr  Mattk«a  662. 

Fr^t«!     Christoph,     Handelsmann, 

Pjiasclinik,  irntcMan,  Ö30. 

LXXXV. 

Pech  ÜeoTf  QU. 

Pojer  Aiidreaa,  Pfanw,  LXXXVIII, 

Pecker  [Ueklier,   P<^pger)  AskaniOB, 

459. 

pacb'«<'>  t^^'  7'^>>  «'B'  S03. 

P f a  ( fe  u B t e  i  n    b«i    Wolkensteiii    in 

1          P«ckh    Peter,    Bfü^or    in    Leoben, 

Ohereleier  794. 

6B2. 

PfÄffing  (Pisratig)  bei  GOß  in  Ol»ei> 

'          Pcckba  in  KKrntan  947. 

»tftipr  781,  794. 

1           Pedtecho witsch   Anton    zu   Lind- 

Ffal%  XXiV,  594,  597,  698,  683. 

prclß       (Pettschowiti),       Krainer 

Pfauhof  in  K&rnteu  902. 

Adeliger,  475,  512,  513,621,632, 

Ffei  1  bc rg,    Maxitniliaa    Uucpp    v., 

650,  656. 

stair.  Adeliger,  312.                                                            1 

Po«r  Hans  6ti2,  703,  TIS. 

Ffltlg«!,  1.-f   Kit,  461. 

Pegg'ao  806. 

Fhederann  (Federaon)  b«i  Villarb 

Pelleiisteln  643. 

in  Kilnil«n  947. 

Pcilowitz,  Christoph  von,  200. 

Fhili^ip,  Pijldikaut,  933. 

■ 

1 

^^^^^^1002       ^^^^^^^^H 

P^H 

^^^^^1          Pliilip)}    Latlwiff.    PfaUgrxf,    XXII, 

^^^H 

^^^^H               XXV,    »22,    336,              311,   340, 

Popendorf  808.                           ^^^^ 

^^^^^H               350,  3&6,  356,  3CS.  363,  369,  387, 

Popp,    BetaitK«r    im    bambergiachea 

^^^^^m               300,  ^92, 

Viücdomamle,  931 — 933. 

^^^^^^^          Pibor(P3rbnr},  Pfitre  in  UitteUt«ier' 

Portia    UieronTinua,    Graf,    Biaciol^i 

^^^^H                                   b\  268,  748,  744. 

von  Adria,  694,  942.                        ^M 

^^^^^V 

Portuor  Gtiriatopb  Ö&O,  660.            ^M 

^^^^^H         Pll)crtiVeit,  Baner, 

Posch  Johann  613.                                ^| 

^^^^^^B          Piclil,  Andre  im  — .  Untertin,  901. 

—  Wolf,  k.  KanaleiWamter.  823.       ™ 

^^^^H          Pichler  iliiui,  Bürger,  LXXXVIII, 

Poscblepp(Pofcbleb)  Kaüpar,  Baoer, 

^^^^H 

217. 

^^^^^^^B          Pilaftlor  6«org,  Pfarrer  in  Marboi^g, 

—  Bruder  (Polcr,  Thomas)  907,  91«,.^ 

^^^^^1               4S»,  4C0,  &94, 

S 

^^^^H 

Posnitc,  Flnß  in  Sleiormarb,  SSO.  ^M 

^^^^^B         P  i  Q d  1 0 r  Qeorg,  Pfiegcr,  673, 674, 708. 

Poaort  Joaef,  Landrat,   646.               ^^ 

^^^^^^^          Pinellai  Dominikitfl,  Kardinalprt«- 

Potrati  FlorSnn  636.                         ^M 

^^^B 

Potuaian  XX,  131.                            ^^ 

^^H                  Pi  nkafeld  (PincUfdd)  740,  7fi8,  7dfi, 

Prag  xrv.  xvn,  xxin,  xxrv,^| 

^^H 

XXX,  XXXIV,    LVUI,   1,  26.  S».^ 

^^^^H                  Piittur  Ratipp,   Oraror  BUrgnr,  £>87. 

29,  86,  38,  89,  67,  66,  67,  70,  $3,        ] 

^^^^B                Piulftlihor  Danie],  ItUrger  iuLoobcß, 

1U6,  116-118,  121,  126,181,13!,^ 

^^^P 

148,  149,  161.  1^2,  169,  164,  17vH 

^^^^                 Pirkh,  unter  d«r  — ,  in  Steiermark 

181.  1S2,  187,  189.  190,  196— i97.H 

B 

199,  200,  205—207.  214,  918,  iM,  V 

Pirker,  gfadriloPamili«  io  Karaten, 

296,  318—320,  329,860,369,388.   ^ 

699. 

474.  478,  480,  627,  &S8,  680,  UQ.  ^J 

Pirkfvld  iu  Steienuark  436,  770. 

670,  678,  681,  693,  £94.  697— 6D9,  B 

Pi  rn  «r  Georg,  Burger  in  L«ot>«a,  &9S. 

WI,  Ö05,  717,  794,  797,  798,»»,  ^ 

PilBcliowitx  8.  PeUchowitich. 

967.                                                        J 

Filzelias  Johann,  Pfarrer  xu  V«l- 

Prig(er).  atetr.  Adabbattt;                 ^H 

lach  In  Krinit«n,  67. 

—  Uana  von  843.                                    ^H 

Plahaaa  in  Obenleiiimiark  12. 

Prfigradt  801.                                        ^M 

PUnk  ChriBlopli  702,  7C1. 

Prall  Christoph,  Pfleger,  889.             ^^ 

Plan  kl    Christopli,     Erzpricater     in 

Prankh,  die  von  — ,  ateir.  Adelig«.         1 

UiitentcJcr,  V14,  fll6. 

7d,  9«,  601,  794.                                ^J 

Pli'iUl,  Biirg«r  in  Leoben,  624. 

—  Adam  869.                                       ^M 

Fi  au  CD  im  Voigttnnd  268. 

—  Anna  Marosch  LIV,  866.  868,  SM  ^H 

PIcach  Maiimilian  777,  778. 

—  Balthaaar  312.                                           J^ 

Pletriaeb,     Süit    in    Kraio,     XXI. 

—  FrnnK  Wilhelm  869.                         ^M 

CIX,  23-;,  828. 

—  Jakub  803,  876.                          ^^^| 

FClUu    iu    dvr   Ostateiennark   (Orl, 

—  Johann                                      ^^^| 

PfO).iit)  V,  726. 

—  Jobaun  Chriitopb  60.  tOO.       ^^^| 

VS\a  in  Obenteiertnark  LXt,  86,  38, 

—  Johann  Jakob  799,  831.                  ^| 

425,  803. 

—  J<jhanti  8igmnnd  869.                      ^^M 

^^^^                   PüUuiülil  bei  Railkerabnrg  7«fi,  803. 

—  Si^und  Friedriob  612,  869.          ^1 

^^^^H                  Pomgartner    Urban,    FrÜaeptor    in 

~   Woir29S,3l2,  631,  886— 839,819, 

^^H                        KÜrutcn, 

876.                                                       ^ 

^^^H                  Poutafel  iu  KSrntea  6&7. 

—  Wolf  Audreaa  8V0.                   ^^H 

^^^ 

^^^^^^^^lOO^^^^^H 

1          Prankb  Wolf  Erorckli  Mi. 

Pranoer  Jakob,  BUrger  von  Lcßbeii,                       ^^M 

Pranliior  Voit,  Marktrichlor,  90. 

693.                                                                        ^^ 

Fr»«»l  C'lirisio))h,  UntrrtJin,  880. 

Pruuuttiflister  Paul  ISI. 

Prntonau   in   Krnia   (s,  «ucli   Brnl- 

Pry  X,  BElrgcrin  an  Mnreck,  7.47. 

,                 tanxu]  Otid,  Tl>4. 

Pücliel,    Uicgor    am   — ,    Untertan, 

l'raltiüg'er  (Prutliagnr)    Christopli, 

59*. 

Dr.,  Kaniuior|>ruknratür,  11)5 — 199, 

Pucb«r  (Bucl)cr),  nOrdl  Zeirlng',  IS. 

SOI,  238,  843,  B(,0,  SOS,  441.  402, 

—  Malthcf,      Proyiaiitvprw.illcr     im 

fi94,  016.  G42. 

Viertel  Cilit,   12^-131.  Hi9.  4Sb. 

l'rann,  Bcwnhner  von  Obdach,  483. 

Pnckfeld  in  äleicrmark  707. 

—  Eraamus,  BQrijQr  in  L"obcn,  5i*3. 

Piicliliaiin,  HanaClirittopli  Tfln,.'!22. 

—  LurcnEf  liQrgcr  in  L^x^linn,  693. 

PUctilor  Ouurg,   BElrger  iu  Leobcn, 

Frauusr,  ateir.  Ailcligvr,  LH. 

692. 

F raii n fa ] k,    otjcrstcir.  Addifamiti«, 

—  II«n».  WirlinNiBdorwöI»,2M8,7ü7. 

9,  96.  831,  886. 

—  Scifried  707. 

—  Hans  Adam  634,  875. 

PucliHng  794. 

—  Potor  Clirüttoiih    LXXX,    7,    211, 

Puiliau  s.  Uatthianjr. 

zm,  262,  290,  312,  337,  892,  ß09, 

PuoclicnalaiD  897. 

61 3,  0D2. 

Puccli«r  Ckrislopb  62Ö. 

Praiiiiapcrger  WilLialiQ  384. 

Pufrier  Martin  606. 

Prvf^el  Baltliaaar  >G4ä. 

Pulst,  Pfarre  ta  Kärnten,  ßC8,  900. 

,         Pregl  Joaef  54ß.  Ä47. 

PflTg  (Ptirg,  PÜTgh)  lmEniutai211, 

^ft     Prninor  (Prcjncr,  Urenn«r,  geb.  Rat, 

706,  719j  720. 

■           ppÄsitKmt)  4ai,    186. 

Piirkstell    (Pargslall),    innorDft«rr. 

—  Jakob,   g;<>li.  Kat  u.  llofmaTBcliall, 

Adülsfnmitle,  645,  546, 

■     131),   154,  322. 

—  Hirns  Baltbasar  Ycn,  866. 

—  KiiB|far,  I'reilierr,   211,  609,    l»l. 

—  Jakob  939. 

6ys. 

—  Karl  8M,  »82. 

—  Maximilian  7S5. 

Pflrker  Christoph  Ö39. 

Pr«Is«flr  171. 

—  Uieranjrmni  644. 

Prciltonegg  191. 

—  Salomon,     Hafbiichhalt«r,     XLV, 

PrsD  KAgina  724. 

XCI,  398.  318,  431,  639. 

Pronner,    GaU   zti  Graftna^,  Dr., 

Pürkbiie>r  Benedikt,  KArntner  Ado* 

BegiiDcrntarnt,  712. 

ligcr,  313. 

Pr«achei;u  Juri   16i(. 

PUschl  Adam,  Bürgtr.  681. 

Prflßbnrg   XXXIV.    478,   179,  6*1, 

Pnaterta]  in   Tirol   4-J9— 501,   603, 

565.  66»,  7»*,  899,  867. 

—505,  508,  613.  614.  522. 

Prflkst  Jakiib  406. 

Putrar  Hana  Cbristoph,  steir.  Ade- 

i'räBiag  {fTtsäng,    Pi-iiaing),    Dlviil 

liRcr,  22,  764. 

T»n  — ,  216,  223. 

Putx,  Kämtnor  AdcUfamilie: 

ProBoiiakSalomt,  BUrgerio  io  Mur- 

—  Ludwig  Ton,  313,  881,  ÜÜ. 

«k,  »67. 

—  Melchior  313. 

Proy  9lä. 

—  Tiiomaa  344. 

pTQ{rc>  Schluß,  603,  b09,  612. 

—  Tobiüj  «81,  883. 

Prupgler  Oooi^,  Gtui^rant,  888. 

—  Veit  313. 

Prunnor  N.,  PBeper,  ai*7. 

Pjrroter  Audreaa,  Pfarrer  au  Skaltß 

^  Adaui.  von  a.  zu  VaKoldaborg,  itoir. 

iu  Kraiu,  897. 

Adeligor,  2Llt),  312.  866. 

—  Beaedikt,  Magister,  929. 

W 

( 

1004 


Qnarrelnt.  Fahnrieli.  486. 


RiaV,  Bischof  vod  — ,  899. 
Uabattn.    Josef    töo,    Viiedom    in 

KraiD,  436. 
R«1j  e ti  li  0  f,    Gut    iler    Herrva    von 

KlitieiibHrjT,  803. 
RjilicnKtoin  in   KArnton  790. 

—  Faakras  vun,  Kärnta«r  Adeliger, 
984. 

Racknits  ».  RagnitK 

K&tiarr««sol  in  KtAin  718. 

Rnclkorsliuri;,  Bta<It  in  Steivrniark 
I-,  XCl,  Dö,  82,  83,  l»ö.  Sa8,  423, 
630,  610,  641,  655,  714,  716,  718, 
Ti&,  7*29,  793,  793—7(15.  791i,  800, 
801,  803,  810,  611.  814.  824,  828 
— 8SS,  860, 8C4, 876, 683,  888,  909. 

Rüiliaiiiniiilorr,  Ort  iu  KrHin,  163, 
163,  166,  177,  427,  4:j1,  452,  5S3, 
930,  9ßa. 

>-  slelr.  Atlfllsfamilie  (RathoiaauN- 
dorf),  I->au  VOD  —  zu  natliourAin, 
832. 

—  ChriBtopU  TOD  — ,  XVII,  177,  IST, 
199,  200,  205,  207,  208.297,812, 
350,  .•i&7. 

—  EliMbolb  704,  715,  785.  796,798, 
810. 

—  Ha»«  Wilhelm  834. 

—  Kurt  8»7. 

—  Willielni  785.  799,  610,  841,  869, 
862,  864.  888. 

Kattscbach  s.  RaUehaeli. 
RIfsot  Karl,  SekreUlr,  803. 
Bagitsah»   boi  Murcrk,   faeuto   Rn- 

kibch,  3H7. 
Ragiiilt,  rreiherrl.FamilioauaSleivr- 

mark  (Kügnilz,  R)t«khnits),   XX, 

LH. 

—  Kranzllfi,  187,  211,312,  827,866. 
S68,  60»,  531,  692. 

—  Gall  744.  795,  803,  858,  857.  869. 

—  MöriU  804. 


Rainil»  Konrad,  Pfl«g«r.  SOS. 
Kain  (R«ia),  Kranz  Gcor^  vod.  A4i 

lie«r  am  Krain,  314,  47&. 
Rainald  (Reinald).   Bischof  *roo  Lai- 

bacb,  870;  «.  I^ibacb 
Haine)  P.   951,  %2. 
Raitenaw,  Rudolf  von,  Viaudtnn  n 

Fritaacb,  Oberhauptm.  xa  Gmünti, 

198.  508.  96«,  962,  963. 
RaitcnhoT«r  E.  632. 

—  Tltomaa  «33,  6S4. 
HambacbQisol      (Raambtchl 

kraiu.  n.  ct«ir.  AdelafuniUa: 

—  BalUiaaar  914,  375. 

—  Daniel  461,  453,  Alb. 

—  EliMbfith  897. 

—  Elisabeth  Rotina  897. 

—  Georg  662,  897. 
RÜndteii    (Kanton)    in    St«iei 

Dez.  Murau.  466. 
Ranftl  Chriatopb.  Pfl«g«r,  SOS. 
Rann  b«i  Cilli  in  Steiermark  XCVIIL 
Raunach,  Krainor  Adeltfamili«! 

—  Aiidreaa  »oii,  475. 

—  Gflor^  314.  475. 

—  rkilip]>  314. 

—  Phtli|tii  Jakob  476. 
BaDnacbet    Adam.    UagiaUr, 

171. 
Raonperg  in  Steiermark  5. 
Raip,  Kraincr  Adolsfamilifl: 

—  N.  &8S. 

—  Elia«  476. 

—  Qeorg^  476. 

—  llana  Seifried  476,  5lS. 

—  l*biUpp  867. 
Ratschacb    (Bad««bacb)    in    Knik 

837,  712,  724,  745.  9». 
Räuber,  iiinttrOatarr.  Adetsfamilie: 

—  Oeoif  314,  475,  512.  532. 

—  Georg  Adam  313,  4'j7.  531,  5lf 

—  n»ns  Friedrieb  760. 
RBUch«Ki;er  Hans  867. 
Rauchen  bcr];er    (Raaeheaperger). 

8t«ir.  AdeUfaoiilie,  LH,  8V0. 

—  Friedrich  31S,  858. 

—  Hans  22.  148. 

—  Uaii»  Jakob  858,  860. 


^^^M 

^^^^^^^^^IM^^ 

■ 

HancheDbnrger  Jkkob  801,  803. 

Rann,  Abt  Georg  von  — ,  26li. 

■ 

—  MAxinLilian  Sil,  gQ8,  860. 

Knutter  Friedrich,   latidscliaftl icher 

—  ätR[iIiau  312,  Vib. 

Ue^miter,  11. 

—  Wilhelm  240,  2UI.  312,  3.11. 

Kiegersbarg   in   der  OalRtei«rniark 

Baacb«akatx,  Ort  bei  Qmäad,  ii. 

ly;,  7S3. 

2J5. 

Ki«U  Chriitoph  803. 

EcbroTitsch  Georg  795. 

Rlndnohotd  l,«teir.  Adelafamilie,  XX. 

RAchbere  in  Kämtrn  6fi8. 

~  Andreatt  298,  31S. 

Re  d  w  i  t  B,    Johann     vuu,    bamberg'. 

—  Ernreicb   177,  187,  294,  4t98,  312, 

Via«doni,  eai,  934,  935. 

3139,  490.  41^3,  96G. 

Küffingur  GH. 

—  Regina  86!^. 

Regal  EioreLub,  sUir.  Ad«)iger,  S91>, 

Rindfltiiaal,  steir.  AdclafauUie,  740. 

SIS. 

—  Andrea»  298.  812. 

Reg«nabor;  XXTII.  LXXII,  0».  1B8, 

—  HiipritP.ht  312. 

257,  322,  356,  458,  400.  475,  ITB, 

Kinger  Martin, WinkelprSdikant, 830. 

(ii2,  m-i,  am. 

äinggiflQer  Hiciiael,   Foldprediger, 

Regius  Tbi^ophil,    rfarrer   sa   Neu* 

266. 

Laus  IQ  UDfrarn,  262. 

Bipser  (Ripscher,   Kipseh)    .hjbauu, 

Reich  Georg:,    Richter    io  Firkfeld, 

Pfarrer  in  Pettau,  284,  590,  GW, 

170,  771. 

m,  670. 

Roicbftttberger  .Inkob  801. 

Robata  9.  RabatU. 

Reicbnnbnrg  in  Krnin  ^59. 

Rück  NiklaR  113. 

KeifcDsteiD  (uubestimiiit  wolehei) 

Rohilaol)  (RaebtUoli}  in  Untentoier- 

L                786. 

mark  864. 

^H     Reifung    bei  Judcnburg  in  Sttier- 

Buni  hVlU.  108,  2JJ6,  344,  361,  362, 

^        mark  462,  463. 

4C1.  483,  014,  901.  9ti2. 

Resifiiits  (Ort  in  Krain,  Er»pri«tot) 

Rcnier    Cbriatopb,     KommiMÜr    (Irr 

LXKIV,   462,  S22,  B2ft,  6M,  661, 

Rel.-Kef.-KommiMtioo,  425. 

602.  77a,  822,  910—912. 

ROr«r  örpdor,  Prieslrr,  680. 

Rein  b.  Renn   (Kloster). 

Rosch,  Kraiiicr  Adclifamilie: 

—  liai»  Uiutricli,  PäeRiir,  603. 

—  Han«  Tou,  314, 

Reinwald,  die  von,  Uutcrtanen,  24A. 

—  Elias  vou.  314. 

—  Kürntiier  AdeUfamllie: 

Uosegg  in  KSrateu  282,  370. 

—  Hahs  Jvser  RiS. 

Roseober^,    Herr    von    — ,    bOhini- 

—  S.  Friedrifh  S13. 

icfacr  Adoliger,  SOB. 

—  Fran,  »02. 

Roten  heim  in  Kürntfln  S4Ö. 

Runi  Marlin,  Pfleger.  mS. 

BoRenlieJinor      (Roseuhainber), 

RoistDger   Manuell   G44,   6S8,   060, 

Kärutnor  Adetsfamilio,  908. 

661,  70S,  783. 

—  Adim  59.  77,  889,  893.  898.  91G. 

—  MaltheH   D51,   660,  601,  702,  708. 

—  Itaiii  866. 

—  Lorenx  Oöl. 

Kosolen*  Jakob,  Propst  von  Slaiua, 

Reittermeyor  Liicia  824. 

XIII,  CI,  425,  464. 

Rsnnor  CJeori»,  Erepriesler,  818. 

RuQ  in  Oherntciormark  12. 

Ronnwo|>  ia  Kürnloii  245. 

RoBbaoher  Uaa»,  Ptteger,  S58,  286, 

Roscb,  Kärutiiflr  AdelJ|ro: 

288,  289,  293. 

—  Loretis  TU. 

BoßiEiAan  Kaapar,  Unteramtmanns- 

^     —  Niklai  313, 

mann,   S16. 

H^    Retting,  UDtertao,  901. 

—  Samuel  889. 

^^^^^^iw^^^^^       ^^B 

P^l 

^^^^^B          Ratt, 

Sachson  (Land,  Kurfart^t  .  .  .)  XXV, 

^^^^^^^^1          Rullalf  Blcir.  AJebtfamiliCf  LH. 

LVl,  26,  38,  130.  ^&i,  319- 331,     ' 

^^^^^^^^m          —  Enirrich 

327.  331,  340.  »41,  34*.  349,  3W. 

^^^^^H          —  Georg-  Christopti 

351.  35G,  S6S— 3«4.  369,  390,  396,     1 

^^^^^^^1          ^  Ocor^  Emreich  869. 

410,  694,  683,  84«. 

^^^^^H          _  Georg  Jalitu  795,  SOS,  811. 

—  Chmtian,  Kurfürst  von  — .  XI7, 

^^^^^1          —  Wilhelm     in    Alters     201—203, 

180,  Sl»,  827.  33],  33«,  340.344. 

^^^^^H                          SSI.  SSI, 

849—351,     356,     S&6.     360,    862, 

^^^^^^^^1          Bottaumaim     (Ort    in    Otferkteier- 

36U,   373,   390,   393,    W8,  ö»»;  od 

^^^^^H               luarlj,  Tiopst)  XI.  C.  CI,  18, 

aoch  JoliaDB.                                  ^H 

^^^^^1                 SC8,  4S9.  440.  441,  4€6,  636, 

Sachienborg  in  Kjlmt«n  £70,  37^^ 

^^^^^B                740.  781,  788,  811,  820,837,870, 

277,  321,  498,  409,  507. 

^^^^^B 

Sachienfold  6S6. 

^^^^^^^B          Eackrr  Aagnnttn,  Btlrgor  in  Mnrati, 

Saldenhofen  in  Stalennark  700.  ^J 

^^^^^B 

Saldowttach,  Pnester,  715.             ^M 

^^^^^^^F          —   Sajbara,  Exnlanttn,  474. 

Satffachser  Philipp.  Dieser,  390.   ^H 

^^^^P            Itudolfll.KaiMDr,  XIV-XVII.  XIX. 

SalTag^o  Baptiita.  Xantiiu.  413.  46L^B 

^^^F               xxi.xxiv— xxviT.xxxi.xcm, 

6aUl>or^ftr,  Dr.  Sign.,  Advokat,  181- 

^^^B                         XCVr.  39,  5ä,  131,  1:^2, 140.  14S. 

Salzbarg     (Encblstiiu.     GntbJKbuf. 

^^^B                         145,  148— l&O,  154,  159,  168,  IW, 

Stadt,  Land,  salebarj^  KommisBKrr. 

^^^1                         19«,  205,  S07,  S58,  808,  271,  375, 

ViKodom  otc.)  XII,  XXXVII.  UX, 

^^^B                         Sä4,  38G,  290.  320—323,  3:J9— SSI, 

LXXVI,    LXXVU,    CVI,    *3,   67. 

^^^H                         33».  349,  3ö5,  356.  360.  364,  370, 

64,   105,   111,  S18,  S45,  £5«,  UT. 

^^^B                         aeS.  390— 39ä,  403,  473,  478,  47d, 

467.  ö08,  606—608,  611,  GIC,  0:il, 

^                                624,  ri27,  fta2.  £73,  S9R,  fiU,  871. 

638,  647,  649,  652,  663,  6S7,  668. 

^^                           BndolfifwiTt    In    KrAvii    378,    412, 

673,  7S3,  752,  759,  U&6,  988,  96ll^^J 

43S,  4M,  52ä,  fiS2— 634,  63li,  «46, 

062—064.                                             ^M 

fiai,  flfll)— fißl,  CtJß,  704,  700,  Tüg, 

—  Jakob,  Encbiicbof  von  — ,  XCVH.^^ 

712,  732,  SI5,  952. 

—  Wulf  Dietrich,  Erxbücbof  von  — , 

Riiil.  Frau,  441. 

727.  784,  968,  960,  1162.  9«3. 

BUüt  I'aiü  Friedrlcb,  steir.  Ad«l){r#r, 

SalzniADn  Abraham   655,  668,  Ml 

903. 

—  Entreich  740, 

—  OooTg  ChTittoph,  «tcir.  Adoi)g;er, 

—  Johann,  Dr.,  wetteraa-  u.  BMUBi«^ 

2ii8,  312. 

icher  Gnandler,  SOO.                      ^H 

Buof  Chrixtopli  7a&. 

Sanetx,    Noblliliert«    «tu    KintM  ^H 

Rtieß  der  Juiigo  626. 

(Samit») !                                                ^J 

—  Konrad.    Pfarrer,    28S,    SSO,   3B3. 

—  r:hri«t«ph  657,  671,  699.  832.        ^B 

SDS,  632. 

—  Feltzitas  810,  832.                             ^^ 

Ropreebt,  St.,  in  KKratea  641.  676, 

Bamuel,  ein  8chreil>«r  auf  Nvahaiti,        1 

«fta,  349. 

439,  4 10.                                              ^J 

~  In  Krain  659.  661,  718. 

Sandtoer  Anna  (Saattner)  771.        ^^| 

—  Miiiiin                                          ^^^^H 

—  Tetei  764,  758.  7T7.               ^^^^ 

s. 

Sanntal    (Tal.  Eraprietter    im   -\         i 

^^^_ 

i;ntenitelermark,LXIIV.«64,7(m^J 

^^^B                 Saal  ia  Klrnt«n  71,  84.  85,  180. 

703,  727,  775,  783.  784.  831.       ^| 

^^^^H                  Saalbnrg,   (kttlliuli  von,  «tL<(r  Ade- 

Sürgnr  Jakob,    ScliraaaenaohnUwf, ^H 

^^^H 

^^k 

^^^ 

^^^^^^^^^^1007       ^^^W 

84l1Ver^«r  &[iitthiu  004. 

3e1t«ttD«r  Cbn*t«pb  761. 

Sauer  (freihi-rrl.  Farniün   in    Bttior- 

ScbnucU  Peter  828. 

inxrk),  V.  KhusUkli,  ädiODitciu  u, 

äcliaiinr.  di«  Erbea  naob  — ,  7S6. 

Pcllau,  LH. 

—  H«nfl  mC. 

—   Äniireaa  857. 

—  Josef  130. 

—  Elisabeth  897. 

—  Magdalana.  696. 

—  KelizitAs  897. 

—  Petor,  Bürger  in  Kapfenberg,  688, 

—  Hans  Ludwig  81S. 

.^89.  832,  833. 

S a  n  ]i ac b  fi-,  Pflcgui*  im  KaaReStiiben- 

ScliufmfHUr  Adam  t(,  63,  63. 

hctg,  LUI,  810. 

Sßbnichcrasch  AntiA  7iS. 

Baoraa,  steir.  AUd»rainilJ«i,  ß&,  120, 

Solieior,  Ernftnus  von,  Krainar  Adn- 

7M,  771,  80Ä,  Üb. 

liger.  314. 

—  AndroM  Sigmund  864.  606,  870, 

SchaifUn?,  Ober—,  in  Gteiermark 

B76. 

LXI,  LXXXIX,  38,  706,  707,  711, 

—  Anna  Maria  898. 

772.  794. 

—  Eniruicli    XX,     18.    ü,    65,    l«3, 

^cbuinaschcr  Andreas  788. 

1             i»7,  211,  aiij,  an,  saa,  »s&,  soo. 

■Schi^iner  Cbristopli  C41.  651. 

531,  Ö3-S  622,  8«6. 

äcboiiavitscb  Zaclmruu  &26. 

—  Uaiu  Willieldi  äOa. 

Scbönck  Stuiou,  Marktriuhtvr,  3. 

—  Karl  7«,  au4,  81 1,  885,  89ü,  S04, 

Sclicnhcl  Qeorg  4SJ. 

iliiC,  910,  970,  97L 

Scbornberg,    Hans    Wilbelm     Graf 

—  Otlo  312,  SSO. 

von  — ,  865. 

—   Kuiiolf  860. 

HctiernpUchpl,  Gut  in  Krain,  4äd. 

—  Sigmund  21J1,  3IS. 

Seilen  ilan«,  VcrwaU<:r,  219,  220. 

—  Susanua  778,  796,  SOS,  886. 

ScbaTicbaviQfl  Qisbert,  P.,  Rektor 

—  Wolf  170,  393,  312. 

im  Orazer  Josuitcnküllegiiim,  4Uß. 

Saurer.  Nu)iilili«rtor  in  Karoten, G99, 

Scbo/r,  iteir.  Adelafnniilio,  297. 

Scaliß  in  Krain  807. 

—  Er-ismus  Ton,  476,  612. 

Scarlichi,  Bischof  von  Trleit,  746. 

—  Frana  Oi'8. 

Scaraaborna,  Archtdiakoii,')31l,  945, 

—  Gfflorg  B«Uha«ar  476. 

S  u ]l 0  b a  1    Stephan,    Bucbbal tereiad- 

—  Goorg  Erumna  866. 

junfct,  178. 

—  Elans  362. 

Scljadetz  Balthasar,  Priester,   SS8. 

—  Hans  Adam  862. 

Scbafriiur  Cbristopli  862, 

—  Kaspar  8t'>2. 

8 c  h  a f  f t c n  b  e  rg  327 ;  s.  ScbÄrfcDbersr- 

.Schiehl,  Pfarrer,  763. 

Scijaidt  (äcbeitt)  G.,   KnazUr,   408. 

B c  b i  n  L- b  K 1     Gcnrf^     nti    K rottcndorf 

—  Polykarp,  ateir.  Adeliger.  S9a,  «12, 

580,  5S9,  693.  597. 

616. 

Bchicublouten    (8cbiel«iteu,    Ort- 

Sclialkowitioh Mcrt  71!. 

schaft  iü  Ojtateiermark)  SC3. 

Scballaliirg,  SlubeiibvrK.  B««itx  üi 

Scbictfg  üertrud  C70. 

Nieder{ttt<>i'rcich,  8U,  845. 

Schifor  Cbristopb,  BUrger,  195. 

Scliall«r  Friedricli  619. 

Scbiffkho  Geill  830. 

SchärfenbeTg,  steir.  AdelsfainiU«: 

Schiffmann  Thomas,  Mi^dikns,  70L 

—  Cljrialoph  3*i7. 

Sehiltenborgor  Baltliaiar  11.3. 

—  Ulrich  Cbristopii    211,    -£98,    509, 

Scbiltpacbei  CUvittopli,  Dr.,  von 

613,    629,    it'2'J,    &32,    6&3,  666— 

and  xo  UraUoveu,  85. 

668.  &8S,  691,  &9S,  601,  608,  7S&, 

Schinagl  Oeoig  727. 

.                 &44.  967. 

S  c  h  i  Q  d  0  r  1  Georg,  BUrger,  479,  074.                              | 

W 

'.      , 

1008 


SchindrrUin  Q»or^,  n*tamertn«t- 

itcr  n.  Bf^rg^knapp«,  786. 
Schittnik,  Bewohner TonLi(fi§t,810. 
Bchladmini;,   Markt   in  OliPrstBier- 

mark,  94—90,  213S,  «88,  641,  712, 

717.  SlO,  SSI. 
8  c  h  I  a  f  f  m  a  n  n  CbrUtopli,  nobiUtlerter 

Stoircr,  «05. 
Schlimltig  (ScfalHdmiiifr.  Ssnlonok) 

in  Ungxm  S68,  336. 
Seh litnlTi^ffr  Daniel,  Pfarrerin Mur- 
eck, Tii. 
SohUaien  XLU,  630,  633,  567,  668, 

büO,  GS3,  SO],  628. 
Schlierser  ChriAlian,  Untortjio,  911 

—  913,  917. 
6ehlitizg«r  Hand,    6thTi<>idftr,    699. 
S«hloaa«r  M.  6f<7. 
Seblöflsmayr  £*«ter,  LeobriHr BUrcer, 

A9S. 
Scbmelznr  Oabriol,  Bar^cr,  £83- 
Schmidt  C27. 

—  Ottili»  894,  82Q,  838. 

—  Stephan,       Ha  lehspffln  nigra  olater, 
696. 

—  ßt^'phan  T,  Vlgoun  7(16. 

—  .Slrphan  aus  Radkersburg  860. 

—  Tbotnai  635,  706. 

—  Zacharias,  Proyianlverwallpr,  Ö30. 
Schtui<ltuiai«T  6ö7. 
ScbmicreDborg:  bei  Loataclia«h  in 

Steiermark  880. 
Schnnhcl  Flau»  793. 

—  Krtthariiia  lilH,  fi'ifi,  714. 
Schnce.w(iißChristc>p1i,Pfle^or,  628, 

737,  859. 

—  Uaus    CliriatAph,    ElDnehmer    in 
Pontafel,  657. 

—  Ham  Chriatoph,  Pfleger  In  Landa- 
kraii  tu  RSrtitcn,  680. 

—  Hans  Jakob,  stcir.  Adelig  SI9. 

—  Jadilli  702,  718. 

—  Wolf  Adam  854. 
Suhnep  Leoiihard,  Dr.,  200. 
SoLneider  Ooorp,  HUrger  in  Kapfer- 

b«r;,  689. 

—  Or«ffor  652. 

—  Tlioma»  712. 


ScbnItsetibaoiii,HaR>  Wilhelm  Ton. 
Krainer  A<I«ti{fer,  161,  314,  368, 
613. 

—  Wilhelm  631,  648. 
SoLaSbliaf^ar  St<^pfaan,  Be^mmlt-, 

profoe,  424. 
Schober,  Dr.,  C46,  &&1. 
SvbSfaiaD  Thoma«  6&7. 
SehßfmUllnor  s.  Sch«fmnl1er. 
Schober  Johann,  Pfarrer,  966. 
Scholtx  FVani, Bürgerin  fjeobeo, 693 
Schflnatein  in  Kraia  397. 
flehonta  Adam  6^5,  033. 
Schoßpock    Leonhard,     BOrgw 

W^lftberp.  ysö. 
SehrXnklercn  Aych,  Rrain«r  A<I' 

familie,  476,  639. 

—  H    8.  XXV,  336. 

—  Wolf  Eiigalbrechl  161,  367,  9«9, 
314,  333,  355,  368.  403.  464,  613, 
r>Sl,  619,  646. 

Sobratt,  steir.  Adolifamilie,  9. 

—  Adam  6—7. 

—  Hans  Adam  IX,  LXXVUl,  IM^ 
313,  323,  335. 

Schrattenbach,  stetr.  AdeUramillr! 
^-  U&Itbaaar  tqd,  IB. 

—  Kran«  208. 

—  Gottfried  Freiherr  »on,  697. 
Schreck  Aadreaa,  Pfarr»r,  389.  S91 
Schreckenthnl  S64. 
SchroihorJaknb  448-460,468,613, 

616,  648,  G33,  6S6. 
SchrOrrol  Abraham,  ßQrger,  961. 

—  David  351. 
Schuhraano  Nikolaaa  143. 

—  Sn«atina  737. 

SehiipTor  KMoman,  l'ntcrtan,  96. 
Schnrf  Karl  tn  BehBnytlitt  (SrhireB- 

wert),  Freiherr  auf  Ua  riaatcin,  49S, 

497,  499.  601—603,  516. 
Scliurtaiux  lUna  711. 
Schuriat)   Al«saud«r,  Spilalm 

750. 
Sehnater  Sebagtian  796. 
Schattenkopf    Rn<>pp,    Bürger  i* 

I..(>obnn,  692. 
ScbUtAcinbaam  a.  SckaJUaiibaa». 


^^^ 

^^^^^^^^^^1009 

■ 

Bebwab    Fmax   Clirialoph,    Kikinor 

S«e naß^Sena»),  Adelige  AUS Kirnt^D: 

^ 

Ad<<1iKrr,  3U. 

—  Aäkut  313. 

SchwnbKu,    Dorf   bei   Strndiro,  nw. 

—  Bernliant  2Ü9,  888,  28»,  302,  341, 

von  K«dk(rabur|t,  S1^,  831. 

343.  372,  3i?g. 

ScliwibL  BarÜtue  ?24. 

—  DavLd  »57,  741. 

Schwliger  bW. 

—  QcDTg  Sigmund  313. 

Schwamberger  Hixi»,  MiUktrielitcr 

—  irini  IKW. 

\                  in   Miireck,    75S1,    779,    780,   78*. 

~  Itiins  Cbristopb  313. 

1                  7»j7,  789. 

—  Hüns  DATid  313. 

1            Schwftnberj;,  Murlct  in  Uillelsteier- 

—  Veronika  900. 

1                 n>nrk,   XXV,   1S7,  281,  285,  Si&, 

8«idl  Chrislopb,  Pfleger,  830. 

f                iili,  4M>,  7&8. 

—  Pdul  «09,  70«. 

Seh  w Kr  Kan«,  nürgerin  Leuben, äD2. 

—  Wolf  057. 

Scbwarx  Ctirittoph,  PrScUhaut,  126. 

Seitini  Joliann,   ScbrannenadvokAt, 

—  Esaiaj  U3. 

130,  261. 

—  Holena  41). 

Si<isenb<>r^  In  Kr«ii)  STS,  9GH, 

—  Lorenx  G32,  ^4,  836. 

SeitK,  Friorin  Ton  — ,  79&. 

—  Miig'inlcna,  lUdmeittorin  in  Eiaen- 

Seligmann  Oeorg  6fi7. 

er«,  426. 

Seil  Johann,  Pfarrer  in  Obdach,  13;i. 

—  Sigmund  M»,  047. 

Scllach  930. 

Seh warjteiiberg,   LxuJgcricbt,  Oll 

3«inbl«r  N..    PÜPgor    von    KiOdnlg, 

—913. 

«32,  633. 

—  Or«f  Ton  (Schwar««nbarg),  CXI, 

—  Ailam  64.'.,  64«,  654,  G&7,  701. 

80». 

—   Wilhelm  657,  722. 

—  Ocorg,  Wrwalter,  794. 

Semenitaeh,   Kratntr   AdFlifamili«: 

—  MRariliiu  795. 

—  AnHrpaa  47fi. 

S«bwcdeii  («chwediscb)  LVU. 

—  Andreas  Oiiiifitoph  311. 

Schw«lg«r  OfWftld  71'^. 

—  lUufl  311. 

Schweinxer  Uriuln  860. 

—  Christoph  865. 

Scliwelkowitsch  X.'rsula  8*iO. 

Semnltzer  SebaRiInn,    Land»chaft*- 

Seliwitx«r(St>ii!er)  AI.  633,  633,636 

beamter,  936. 

—637. 

Senex  MstihSna,  Pfarrer  in  Klagen- 

1          ^  iJaniY'l,     R«].- Reform.-Konniisilr, 

furl,  727. 

1                LXXXIX.  7a2. 

SoDoietBcli  S&5. 

'          8ci:jin(?),  AndrcAd  Sigmuml  von  uod 

Scrdfil  Bartluic  636. 

sa  Fraibcrg,  791. 

Serln  (Zriny),  George  Grafron,  840. 

3 c c k  H  n    ( UiOxHse,    Bialuni,    Bischof, 

Seraitr  Jotet  ÖS7. 

Froi»t,    Domprnpst  . .  0    XXXiri, 

Setaebi  t.  Ziuh;. 

LXIll.    bb,    10-i,    36S,   367,    410, 

Satzinger  Stephan,   TOrliUter,  623. 

423,  401,  467.  7U8,  707,  7)7,  718, 

Sgancix  (Bgonbis)  Jc«v(  634. 

723,  74fi,  771,  773,  8lI,8U,  »22, 

Sibenpran  in  KImt«n  947. 

880. 

8Jchtenb«rj;,  Stnbenberifscher  B«- 

—  Ocorg  IV.  AgricoU  Ton  —  XC'VIL 

Bitz,  844. 

—  Jnkob,  Büchor  voa  — ,  78«,  801, 

BitibanbQrguu  131,  143. 

^            802. 

Siobonbiirgvr  Cliristoph   za   Ilayt- 

^H      ^  Martin  Brenn«r  >.  Urcnnor. 

liofeii,  KAmtner  Adeliger,  XLVU, 

1 

^^      —  Sebastian,  Prop»t  r.  — ,  XCIX,  688. 

67,    103,    128,  167,  168,  179,  183, 

1 

L          Sc  CD  K«rl  -123. 

313,  931—934. 

1 

^K           Voau«,  U.Abi.   UJ.  LX. 

64 

1^^ 

i 

1010 


fiiemitacli  ia  Krata  6^9. 
Sigcrodorf,   KSrutaer  osd  KralQftr 
Adelafxtnilie: 

—  N.  0&5. 

—  Emreich  too,  661. 

—  ITiiiis  KrafiB  vod,  Mü. 

—  Hans  Ruprrchl  ron,  313. 
~-  H»iig  Fruis  Sil. 

—  LeODhard  SU,  4*5,  805. 

—  Lionliard  867. 

—  rbilipp  St4.  47ö. 
Sig'iimund,  P.,  Jesuit,  dSS. 
Sigmund  Ualtliaur,OaIdschnii«d,  18. 
Silberber^  in  Kämtea  813. 

—  Wolf  Wiliiiflm  »GJ. 
8itbi^r«gg  in  Känilcii  647,  9CG- 
Bilrina   AntoniAaii«,  Kardinai,  d&8. 
Simon,  Bischof  von  A^am,  268,  333, 

86t). 

—  Kaspar  634,  03&,  687. 
Simonitach  Jobano  44S. 
Singer,  Adclufamllie in  KKrut«n,699, 

758,  754,  90B. 

—  Eliaa  813,  866. 

—  Georg  Krlcdricb  865. 

—  OeorK  Malthes  H89. 

—  IlaDs  Friedrieb  ÖÖ5. 

—  MattliM  698. 
I9intzin(r«r  96. 
Sitlnl  71S. 

Sitliul),  AM  von   -,  4fi3,  989,  940. 

—  Marx.  Knl>iscli'>f  von  Snlzbar^, 
XXXV,  LXXIII,  CVIII.  647,  649, 
652,  673,  7Hi,  718. 

Bklinrianilz  Haas  716. 
Bkujron,  llanKctic  d«r  —  516. 
Blavonfan  524,  536,  527. 
Bmoldinliik,  PrXdlkant,  170. 
Sedier,   UUrgrrin,    iVaa  dei  SialiH 

— ,  Bürger»  von  Mnrock,  787. 
BOgrits  iu  KUnilcu  b'.iO. 
Soll  Uraala  441. 
Somllo,  Dt)«itii  h'adflfxljr*,  8T3. 
Bonnabeittcr    Laiirenliua,    Plarrer 

in  Gra»,  XCl.  CHI. 
Soniiogi;,  Schloß   in   Kttrnton,   £08, 

210,  'J23,  US,  88'J. 
Booxin  66:;. 


Spadon  644. 

—  Lakaa,Bicbteriarolk«nBvfc? 
~  CKeilia  709. 

Bpangitcin,  Sipmiiul  r«Hi,  KÄnhur 
Adeliger.  I9G,  198,    lft9,  tl«,  S». 

Spanien  XXVUl,  tlO,  416,  »S,  »TT, 
•&3. 

Bparar  G«orK  433. 

6peidcU8peidl.FaiEitii^.Er1>««%i 
riseke  feadclte  Familie,  UI.  >| 

—  (ivorg  Fiiedrich  KBS 

—  Joachim  858,  886. 

—  SeboaUan  XI,  XVIIJ,   18,  Sf.  IJO, 
312,  664. 

—  8i{poand  Frl«drieh  H&8.  893. 
Bpiegelfeld    (8tabeiiberg«cber    ß*- 

<ila)  849. 
Spessa  383. 
SpicU,    FraD,    rerlieiratete   BonhAm. 

—  Lienhxrt,  Piüdikant,   703. 
Spindicr  Chriiirph.  PrAdikmnt.  SM*. 

84:2,  0«),  G^!>,  641,  'J27,  t&9. 
Bpittal   iD  Kirnten   XllI,    LXH,  9. 

SO,  53,  84,  IIS,  84S,  606,  7SS,  753. 

891,  957. 
fipitx  in  Kärnten    984. 
BpoHn  176. 

Sprcizenberger  Kalhariaa  SM. 
Btacbl  Adam.  Pfleger,  901. 
Stadelmann  Jakob  S70l 

—  Kalhartoa  770. 
Stadion,  Johann  Oeorif  to 

bergincher  Visedom.  XCI,  86,  Mw' 
86.  166.  217,  S4I.  431,  004.  «M. 
61^  9^3,  946,  949,  960^953,1 
961. 

—  Kaipar  von,  553. 
Stad),  Ort,  465.  968. 

—  «t«tr.  AdeUfamilie: 

—  Frao  N.,  Wilw«  GotUriedd  nm  -,; 
601. 

—  Horr  ron,  "93. 

—  Christoph  von,  XSXl,  ITO,  ITT. 
185.  398.  312,  318,  327,351.369, 
531,  561,  590,  6U7,  795,  810. 

—  Uana  tC7,  170,  197,  SII,SW,30». 
819,  £31. 


^^^ 

^^^^^B^^^iou^^^^B 

StadI  Hadi  Aadreaa  312. 

ataio  iD  Kraia  LXIX,  133,  460,  532, 

—  Johanna  S3ä. 

732. 

—  K«rl  **59,  8G«. 

Stninbcrgcr  Andreas  689. 

—  äusAnn«  8iy 

Stttindorfcr  7J*5. 

Stadler  Chriato|)h,  M&uteiuDchmer, 

Slftiner  Bemliard  6&7. 

1                   S40. 

—  Jakob  663. 

Stadlmann  Ilanü  Geor^  AOL 

Stetnfeld  in  Olifirkinitm  112,  7.')2, 

Siiggabei  16-^. 

!Ö3,  767. 

Stuiuach,  Ort  in  ObtTSteier,  8,  9. 

SteinpeiO,  steir.  Adelige,  Hi,  8M>. 

—  »tcir.  Ad(>l4r4tini1ie,  9. 

—  Barbara  859. 

i             —  Frau«  von  — .  3IS. 

—  Chriitoph  298,  SIS,  3i6,  337,  862. 

1             —  Hant  Frtpdrich  2)1,  263.  Slä,  609, 

ß7ft,  876. 

1                   fil3,  603,  8öi. 

^  Sigmund  862. 

'             —  HatiaJakQbXLVIIl,lSÖ,294,i&T, 

Stepban,     St.,     am     Khrapfi'Id     !n 

K)8,  318. 

Käriilen  CIL  »02,  947. 

—  Panl  AiDi>]reicli  8M. 

Sterle  Q^oig  7M. 

Steraing,    Orlacliaft   in   TUol,    497. 

,             —  Veit  Rudolf  von.  313. 

—  Wolf  AtidrcB*  201,  312. 

499,  601,  613,  Sie,  6S0,  «77. 

StALiirU,  (iaUivirl,   138. 

Slettner  Hn^na  710. 

Stainpeckli  Marx,  BUrgcrinLMbcn, 

—  gahina  709,  706,  709,  908. 

fi03. 

—  Wandula  342. 

Staliipciß  s.  SteinpeiS. 

Sttyrhffrg:  in  Karaten  903. 

Htainx  in  Stcienuarlc  4SJ,  4G4. 

Steyrer  Maria  831,  832. 

Sumbler  Stephan,  bambcrg.  Amt- 

—  Viniena  &26. 

mann,  947. 

Sllbieh  Uana  Christoph,  atelr.  Land- 

Stammer Martin,  Pr[«eer,  201—203. 

mann,  8G2. 

Slflndlcr  Hans  700. 

-  N 296. 

Standorfcr  Salomc  915. 

—  Hans  'JIl.  812,  609,  A31,  592, 

StarliRmlirrg,  Hwrr  von,  TiS, 

StoliarnsQt'urg  (vihi  Falmliurg'),  Bi- 

StAtttuanii.  Dr.,  Kanxlvf,  319.  32-2. 

Bchorvon  Larai.t.XilLXLV,  LIX, 

Staudftcl),  KArutnoT  Adclsfaiuilic : 

66,   16S,  tdO,  2i6.  203,  S8C,  347, 

—  Bcrnliaril  vrvn,  813. 

3€S,  409;  *-  anch  Lnvant. 

—  (ifwru  Lcnntiard  von^  866. 

StoiTfrcbayer  (St«jfKol>JiTiPr,  St'>Bg«- 

—  Fi'Ifr  Cliristtiph  WS. 

woyiT},  Bauern  au«  Ktlrutun,  tl37, 

—  SbIiaIiI  villi,  313. 

041,  fiQ3,  «99,  912. 

—  Triatand  von,  313. 

Stoklier   raui^    UUrger    in    Kla^n- 

Staanig  Valentin,  Pfarrer  in  Kapfen- 

furt,  760, 

borp,  334. 

Btorer  Ulrich  188. 

Staxpacher  BartI  903. 

SteSI  Jakob,  Kaiteleibaamter,  ß47. 

—  Eva  902. 

Sttlttnerin  001. 

ateier  in  Oliurnatfrreiob  801. 

Straden,  nUrdt.  v.  Radkombnrg,  810, 

S  ti^ieniiark      (Land,     Verordnete, 

831,  933. 

Lauilusbauptui.,  Grzprieat.,  Ileireu 

Btraßburg     (Ort.     Propst  ,  .  .)    in 

u.Landleatoa«w.)XV-SVII.XXI, 

K&ruten    30,    03,    196,    204,   246, 

XXIILXXIV.XXVl-XX-Xrioim, 

316,  320,  S4fi,  668,  967. 

wird,  da  fast  auf  jeder  Hrite  vor- 

StraOer  Benigna  724. 

kniiiiiKintl,    niclit    weiter    beillck- 

—  Frana  892. 

aichtigt. 

—  Haus  796. 

fc 

64* 

1 

1 

1012 


Btmßrr  Josef  724. 
Straßfrifit)  In  Kürnt^D  £86. 
Btrauß  Haiii  i>61. 
Btreoh«  796. 

—  Hartin,  Pfarrer  in  Mnteck,  779, 
78Ö— 783. 

Stmchaa  760. 
Slrcitborg«r,  Dr.,  820. 
Strcitmanti,  Dr..  310,  iü;  t.  StiU- 

ninnn. 
Strobl    Wulf,    BticIiballBreiiidjankt. 

14,  173,  181,  394. 
Straliohal  XXIX. 
titrSliii    JutiADD,    Sobrsnnenproka- 

ratnr,  21«. 
Stromsy er,  Anton  ron  Et>rntw,  Brx- 

prleslcr,  X,  13,  40,  BD,  &7,  86,  86. 

160—102,  n-i,  173,  179,  198,206, 

2W,  24J,  2(10,  aiO,  273,  437,  «4», 

964. 
Slab«gg(Stub«ck}.  öctilgfi.  791,  844, 

SM. 
StubonbcrfT,  Ort.   I,  2,  TSfi.  803. 

—  fltcir.  [lerrenf^taiii).  Familie,  Pfle- 
ger, UntorUoen,  XXI,  XXXVIII, 
XXXIX,  XLl,  LH,  CX,  4Ü4,  820, 
719. 

—  Ainxliti.  gcb,  Lleohten>t«ln.  970. 

—  Barbara  98.  99. 

—  Gtförfr  Herr  auf  Kapfonberu  und 
Mureck  XV— XVII,  LU,  Uli, 
LXXl,  CXI,  20,  SI,  S8,  29,  36, 
S8,  39,  41,  4S.  62,  63,  66,  67,  69, 
70,  Ä8,  98,  90,  106,  116.  118,  121, 
127,  131-13.%  ISfi,  HO,  112,  162, 
164,  1A4,  16ä,  170,  172,  178,  181, 
188,  188—190,  196,  197,  210,  211, 
838,  240,  293,  294,  297,  312,  324. 
334,  343,  366,  306,  367.  386,  406, 
437.  438,  466,  609,  631.619,500, 
688.  692.  (Mk-(,  GOß,  &U.0I6,  664, 
$65,  724,  726,  734,  739,  755,  758, 
771,  772,  776.  791,  7BÖ,  7B8,  836, 
844—841),  869,  96»,  970.  871. 

—  Umtg  der  JUogrrft  99,  531.,  697, 
698,  844-848. 

—  Qoorg  llaitm&nn  294,  208.  366. 

—  Ooorg  Signiuud  809. 


Biuts    Wilbelra    UU 


i 


Stabeober; 
644,  84C. 

—  Rndolf  Lni,  644,   846. 

—  Wolf  LH,  9»,  789.  79rt.   79», 
810,  814.  644— »48.  B84.  fiSft, 

Stubanvoll  Martin    SSO,    700,  TIS, 
788. 

Stabioli,  s.  Stibicb. 

StUbin^hof  bei  Trofajriuh  801. 
SlRbmer(Stabiicr)Thomu  769,84% 

—  Sojibie  770. 

StodnniU  (atiidnits),  Sllft,  9lä. 
SummDreE-gtScblaßia  Kärnten,  223. 
Suppanticliilach  Qn^or  96t. 
Stitrckh.  «toir.  Adolign,  S98,  886. 

—  Cbriütoph  318. 

—  («eorg  854. 

Stiirraborg  in  Steiermark   360. 
Stuttgart  322,  36$,  SS8. 
SxSny  XLU. 

T. 

Tagvrorkor  Hans,  Bürger  in 

borg,  588. 
TalUr  Uicbaal  (Teller)  644,  £46. 
Tandlsr    Andreiu.    Ercprieatcr    rn 

KXrntrn,  241.  242,  276,  276.  tU. 
Tllnic,    Gut  des    ron    Mosbsla  üi 

Ennstal.  866. 
Taniior  Mert  294. 
Tacnhauson  Ursula,  stair. 

869. 
Tarvis  m  KXrnteo  284,   389,  29!, 

426,  6fi5,  614,  761,  78Ö,  »41.912, 

045,  946,  954. 
Tattetiliacit.  steir.  Adelsfainilie: 

—  Ootifricd  850. 

—  Hans  Chrlttopli  694. 

—  ^igmmid,  Freiherr  »od,  909.  910- 

—  Salome  010. 
Tlil^cl  Andr«-A«  661. 
•-  H.111A  nbri>tO|)b  661. 
Taubrubauvr  KaspAr,  Krainrr  Laa  J- 

niiDu,  314. 
Tan fe rc r    (Tanffierer),    iiobiliti*n> 
Kamiliß  an«  KraiQ; 

—  Georg  651. 


^^^ 

1^^^^^                     1013 

■ 

Tauferer  Gregor  Aß6. 

Tbarn  Uoaina  426,  4ST,  453. 

—  TobU*  732 

—  SigmiifKl  383,  444. 

T«iti8cli4>r  K^illlixur,  KniprtcatRr  Im 

—  Sophie  86fl. 

1                  Sanmalo,  700,  703. 

—  Wolf  S26, 

'            ^-  JcibAiin,  UiscJiof  Ton  Laibiiclj,  9-10. 

Thur«o(ThurpjEi>)OpOTg  von  ßsttilen- 

Toiolie»,   In  d«r  —   in  Kärnten  (t. 

fitlva  231,  237,  478,  537. 

auch  Ticheii)  041. 

Tlinrnegg,  Gut  in  Krain,  822. 

Teinxch  in  Känil«»  311}. 

Tichen  ia  KSmten  (a.  auch  T«iclien) 

Tengj:  F.rhiH,  Pfurrpr.  126,  441. 

912. 

TerbitAcili  f,i  1. 

Tifor  tu  KKratc»  706. 

Ter.4atz  (Teränlx)  a.  Frangipani. 

Tilis«b   Balthasar,    rrKdikint,    726. 

Torsch  l'ster.  UUrger  in  Leob«it,  &92. 

Tipschern  bei  Gmbmlng-  tu  fiti^ißr- 

T « u  ff e n b  3  c  ti,    Ort    in    Obersteior- 

Riark  262. 

mirlc,  atj. 

Tirol   XXX.  XXXU.  405,  462.  496, 

—  (Tiefen buch),    stoir,    AdoIiif«tniliei, 

4!>7,  499.  603—506,  6t4.  616.  517, 

XXI.  LXr,  795. 

618.  628,  624,  £67.  670,677.678. 

—  Anna  HhB,  28&,  SS8. 

6Q3.  7S7. 

—  Chrifttopb  Adam  89  (. 

Tischler  Klemcnt  698. 

—  Kram  3G9. 

TisaoweU  Qflorg  407. 

—  Frans  Cliriiloph  iVi. 

Tobelbad  bei   Oraa   134,   602,  795. 

—  Gabriel  Ä36,  Ü97,  311,  451. 

Todiabowit0r  h     Olinstoph,     Land* 

—  Gall  312. 

mann  in   Krain.  640. 

—  Genre  Siginund  7&.1,  754,  860. 

T  0  il  !i  f>  i  1«  n     Lt>onhard ,    Pfarrer    In 

—  Haiia  Friedrich  LH,  8fi7,  869. 

.Tudonburp,  CI,  31. 

—  Jakalt  85  J,  «80. 

Tullingcr  Anna  625,  658,  828. 

—  Karl  311,  474. 

—  Balthasar,  Clffgcnnebreiber  b.  Sals- 

—  Ka>|>Ar  854. 

NintKin  AuMeo,  14,  82.  62,  C3. 148. 

—  Uonliar«]  SDt,  S21. 

Tolm«in,  n»ri11   von  0>int,  436. 

—  Ortolf  758,  857. 

Tolnnit>i  Bigtnnnd   143. 

—  Ott«  2-lfl.  na,  704,  894,  8ft5. 

Torro,  Kaymand  dcvlla,   108. 

—  Kegina  8Ö4,  89S. 

—  "Wolfgang  della,  989. 

—  Kudoir   '282,   233,  236,   297,   311, 

TOanbeldorf  in  Kärnten  83J. 

1                   323,  3'J7.  36V,  869,  651,  601,  «22, 

Totling  Anna  828. 

1                    G23,  'J07. 

TCtxl  Kana  Christoph  64^. 

Tbalhammor  G^org-,  G.-w<^rlcfi.  720. 

Tradttilgg  (Tradiug)  Han«  In  Allera- 

Tbnm«'«  Grrgor,  Untertan,  &I6. 

dorf  bei  Paternion  S83. 

—  Kiaclinf  rtm  Laibach,  B.  KrSn. 

—  Matthcs  276.  383. 

Thüringen  320. 

Tranalia  176. 

Thurn,    Gut  das   Herrn    von   Eibis- 

Tratlnvr  Anilroaa,  Bürger  in  Kapfun- 

L              nalO.  861.  &9.1. 

b«rg.  689. 

H         ^  KSrntixT  u.  Krain<>r  Atl^Ufanitllc: 

TraatRiannidorf,    steir.     AdcUfa- 

1          —  AclialK,    Graf  von,   U3   361,  37fi 

mllie: 

r                —377,  383,  427,  4*4,  445,  051. 

—  K.  887. 

—  Ainbros  XXXIX,  731,  984. 

-  Ernr«icb  312,  794,  796,  809,860. 

—  Anlon   427. 

—  Sigmund  25f,  28»,  298,  832,  33», 

—  Hans  Ludirig  462,  867. 

3BI>,  36S,  360,  7t)9. 

—  n^inHch  KlatthXus  606. 

TrantHamb    (Tranlson),  Graf,  geh. 

r            —  Job»t  .losef  46i,  474. 

Rat,  482,  4(43,  485. 

1 

1014 


TrebuliAiiS«bMt.,Ma(fist«r,654,941. 
Treffen  In  KXrntcn  ISfi,  641,  6S9, 
70  ß,  960. 

—  in  Kraio  659.  6ßl.  712. 
Trolber  Ciiristopli,  I'fsrrer,  -tSS. 
Trcttor  Qsurg  (su  HaiuTnannif^  in 

Kümteii),  SchätznieiBtar,  89ä. 
Treyl)acli  ia  Kärotan  545,  416. 
Tribnl  Andreu,  ProtcsUtit.  191. 
Trinker  Christoph,  BUrg^er  in  Leob^D. 

ß'J3. 
Trient  BIS,  616,  3)7,  ß57,  658,  677, 

678,  bin. 
Trieat  (Sudt,  BiacWf  . .  .}  S55,  425, 

Am,  C'J4.  ^£0. 
TrdfÄy«ch   in   Ot>er*t«l«rmnrk  670, 

73&,  73fi,  7&2,  770,  772.  T79,  79™, 

801,  802,  ai2. 
Trübonockk,  stelr.  AdelirfanilUA: 

—  ElisBbfth  8BS. 

—  ErMmu»  294.  299.  312.  CTi. 
T^ub^^  l'-elUiaa,  prot.  Prediger,  CIX. 

U5,  411,  0*9. 
Tst^hSadu-kb  S68. 
TB4*hanto    Jo8<>f,    BUrgrrmnIittcr    in 

T.)l^lal^h,  176. 
TnclielHciiacli  En  KBrntcn  217. 
Tachernembl  iu  Krain  378,  669. 
TBCb«riiil«nii  in  Krain  421. 
Tschtutacliier  (T»chinUi.-hiber)  An- 
ton, ProtMtant,  702,  718. 
TKhin^cn  141,  184,  927. 
Tuollng  Petnr,  Untertan,  344. 
Turf  er  in  Untersleicrm.  701,  80»,  916. 
ToUchnk  Johann,  l'rSdikant.    929. 
TuUchni^  iu  Kilmt«n  784,  790. 
TOrh  .ToJlI,  N'obilitWterauaKUrnten, 

609,  804,  832. 

—  Hans,  Spital meiatflr,  760,  761. 
Turn  Tbnm.,  l'rot.  (a.  ötelorm.?),  770. 
TarDpa<;Uur  Zautiariaa,  rroleat,  03. 
Tarrl  (-ZuecKri),  Ludwig  von,  939. 

ü. 

Übelbftch  in  MiltclKtniormaTk  784. 
Obclp ich  er  Sarah  Regina  668,  672, 
TOS. 


Oberfaia  ia  Kilrnlen  002. 
Udin«  166,  241,  333. 
rffnbits  in  KJtmten  323. 
Uf^od  in  Ungarn  37S. 
Ujrarianitai  (s.  aoeh  Orarienae)  = 

Ujvar,  Burg  und  Gespanscbaft  ia 

Ungarn,  231. 
nie  rot«r,  mcht«r  in  Wippaoli.  C4 
Cmbrabrer.  nobilitiertePauilie  au 

Kümt<'n.  699. 

—  Georg  31». 

Ungarn   XI,  XXI.  XXVIl,  XXVm 

— XXXI,  XXXV,  XXXIX,  XL\^^, 

L,  LXXI,  LXXllI,  CXI,  112.  IM, 
26»,  268.  296,  320,  326,  338— SSO, 
JdÜ,  474,  479,  48.%  4B4,  490.  6 2S, 
621.  636.  633,  636,  650.  65I,&&4, 
&&5,  66«— 663.  666,  667,  66«. 
—571,  674,  679,  687,  fiÖA.  «21, 
649,  666,  682,  693,  714,  737,  731, 
735,  760.  767,  759.  770.773.  777, 
780,  783,  790.  704,  800.  830.  (131, 
860,  866,  868,  883,  B89,  R98,  8M 
—MO,  903,  913,  967,  970, 
Ungnad,    innerSiitorr.    AdAlsfamllie: 

—  Andreas  669,  673,  708. 

—  Karl  XLV,   191,  646,  931—933. 

—  Simon  S13.  646. 
Untcrberger  Sigmand,  Decbaiii  ia 

Untenlraubiiri:,  191,  104,  IM. 
Unterkrixen  in  Tirol  108. 
UntBrdranbnrg  in  Kumten  ßf,  7l. 

113,  172,  191,  194,   196,  1»8,S0S, 

204. 
Untorbolier  N'.  an  KTaulchb<>rgT26 
Untorniarch  in  Krafn  66{). 
Untarrakitach  liei  Mnrcrk  799 
irntorrittcheDbarg   in    Kraln  661, 

868. 
Unteraeifaitz  in  KSmlen  786. 
Uuterwfilz  in  Obenleiennark   707. 
Unsmarlit  in  Ob«rst«iorniark  LSF, 

I>XXI,    36— S8,     437.     438,    TOT. 

886. 
Vrban,  Abt  von  Admont,  >    nnl» 

Admont. 

—  St.,  in  Kamton  900. 
Vrgartaor  Rucpp  370. 


4 


1                                     ^^^^^loi^^^^^B 

UrselieubeckClirialoph  David Froi- 

Vetielier  Urban,  Scbranncnadrokat, 

Iirrr  von  — ,  Landcahmiplmiinii  in 

621,  724. 

Kilrnlcu,XXXV,XXXVII,LXXlIl, 

Vwttor    Frißdrich,    Proviautmeister, 

LXXXl,   2«6,  401,  ßT4-ÖS2,  68ö 

824. 

-69S,    735,   711,   7C1,   839—841, 

—  Urtiil«  B59. 

sei. 

VieobbiLuter  97. 

Vrschin  HnnsWeikbArt  (*.  aach  01«- 

—  Cliristopb,  Pßegrer.   707. 

P<?y)  726. 

Viechtor    Kar],   ateir.    Laaduchafta- 

1            Uritiiius  JoliBim,  Pfarrer  in  Hrofrnt- 

Leamter,  213. 

'                  bürg,  423. 

Vii-aiin  (Vi)^un]  io  Krain  636,  706. 

UtUkby  Jaltub  3I0W 

Viklring    (Abt    von  .  .  ,,    Ort)    in 

i 

Kumten    44S,  449,  468,  46»,  612, 

1                                    T. 

648,  668,  733. 

1                                                                             ■ 

V  i  1 1  a  c  h    [Swdt    in    Kämt  rn ,    Er»- 

Valcieh  Kupar,  Untertan,  461. 

priostcr  von  -)  XIU,  LXII,  XCIX, 

Vallbcrger  M.ittliia«  475. 

CXLI,    7Ü,    71,  Hb,   86,    101,   113, 

Varauur    PLUi]i|^    rtrSUikaul,    1,    i, 

li)6,  19S,  242,  276,  277,  282,  290,                               1 

£66. 

507,  606,  62(1,  628.  842.  616.688. 

V«it,  St.,  in  iaiml*n  LXIII.  LXIV, 

718,     736—738,     747.     769,    760, 

LXXIII,  C'XU,  112,  2-16.  .116,  3-ir>, 

762,  812,  863.  912,  940,  941.  942 

424,  7ti*.  723—731,  733,  748,  763, 

—944,   946—951,   963,   966—961. 

SI2,  «67,  »ÄS. 

Viiidlnr  4^6,  497. 

Veldcu  in  KHrutcii  907,  863,  »8«. 

Vigcib<ir  .luliuniL  zu  MuDwe^',  Scliülx- 

Veldet  in  Kraiu  LXXYU,  884,  928, 

lucittcr,  868. 

930. 

—  Jakob,  Bürgar  in  Lvubeti,  699. 

VeldkircIidQ  in  Kürntcn  901.  912, 

VJioLrraner  Georg  833. 

OCO. 

Viiro  Oeorg:  645. 

VoMner,     nobilitietto    Faniilio     In 

Vogßl  Nikla«  148. 

KKrnlen,  9G&. 

Vngelmai  ar  (A'o^oliunchor)  Barbara 

—  Unna  Wolf  der  — ,  868. 

699,  709.  713. 

—  Karl  245,  ili.  8Ü2,  ÜIO. 

Voglpr  ValciiUn  2G9,  274,  276,277. 

VelUclilpK«rulonLXXXVlI,XCIX, 

Vü  1  k«r  Ina  r  k  t     (Markt.     Klort«r, 

62,    57,    $4,    160—162,  206,   2Ü!i. 
1                   898,  343,  849,  392,  408,  4B5,  .lOl. 

Propst)    XIII.   CXIV,   64,  78,  07, 

101,  112,  201,  223,  243,  246.  256, 

697,  606,  612,  87»,  »64. 

416,  493,  668.  671,  714,  718,932. 

Vcllnn  Qcorp,  Vikarin  Viklrin}*,  449. 

Vo  rn  u,  Markt  in  OttUtei4:i'mark{l*ropat 

Venedig  376,  879,  3M0,  420, 47:!,  öüS, 

von),  294,  783,  79Ö, 

653,  693—095,  698. 

Vor  d  o  r  o  b  e  r^  in  Obersteiermark  668, 

Venedifcer  Alel,  SekrelÜr.  184.266. 

672,  703. 

—  Adam,  Dr.,  X,  XI,  XVIII,  XCIV, 

—  Herr  von,  869. 

14-17.  2ä,  ai,  63,  64,  132,  265. 

VcrL^U  Christoph,  Buclibulter,  644, 

w. 

661. 

Vcrdanbarg  in  Kärat«D  902. 

Wac hinter  Hans,  Bllrg«r  r.  Loobcn, 

—  Job.  Unpt.  Frelbetr  von  — ,   kal*. 

592. 

1                    KaMKlcibeamtpr,  821,  838. 

Wagn,  stnir.  Adelsfamilie,  LH. 

—   KomcHas,     Rel.-Bef.-KotnniiiwiLr, 

—  Balthasar  19,  20. 

1                    214. 

—  Cbristopb   476. 

lOlö 


Wdpn  EriwniuB  726. 

—  Ocorp  ßI7. 

—  Hans  Sigmund  236,  661. 

—  Sif^mund  26. 

—  Maximilian  6&1. 

Wapner  Karl,  DUr{;er  in  Leobrn,  62t. 
Waldeck,  806;  s.  Zctacltger. 
Waldlioim  321. 
Waldmann,  aungewics.  Protestantin, 

176. 
Wal  (In  er     Achatz,     RatsbUrgor     in 

Scliladming,  96. 

—  Andreas,  Nobilitierter  aus  Stei<>r- 
mark,  629,  630. 

—  üartlme,  Protestant  in  Vellacli,  343. 
Waldstein  b.  tirax,  Bcsitx  d.  Herren 

von  WindUch^rütK,  232,  233,  236, 

239,  244,  246,  247. 
Wallcnfel«,    Christoph    von,   mark- 

grXfl.    Onolspftchischer    Gesandter 

XI.  Anspachcr  Kat,  200,  322. 
Wallenstein,  Herr  Ton,  196. 
Wal  1  n p r    (Walner),     Ausgewiesener 

aus  Mureck,  787,  789. 

—  Andreas  805, 

Wallfiee  Kaspar,  Pflrper,  754. 

Wnlther  .Joh.iTiii,  PrKtlikant,  196, 
iy7,  ■2r,2,  2G:.,  26H,  33fi,  411,  TÖ.'i. 

WaltorKd()rf  in  Stciormark  201,202, 
22(1,  2;il. 

Wnlteradorffcr  Simon,  nmisclirei- 
Iter,  134,  221. 

W»  m  |i  1  StppliHii,  Pflef^or  bei  Stadl, 
810. 

Wani seh  Adam,  Prannfalksch.  Unter- 
tan, H31. 

W.ir.ir<iliii   in   l'iiR.ivn    129,  3:i3,  C20. 

Wilrtcr  (>abriel,  (ii)ld!<chiiiirdgespll(>, 

Würl,  Siiiridl('rsSi-hw«grrin,fi2(),  f.29. 
Wii  fi  !■  n  b  (?  rg     ( Wai^-riibi-rg),     Schliitl 

in   Kiiriilcn,   Ii)ü,  2-i;i, 
WassiTiiiann,    niibilitirrre    Familie 

in  Krnin: 

—  Elicibiih  (ir.i).  f,r,i. 

—  Marx  616,  llHrt,  944. 

—  Pnnl  142,  Hl.'.,  216,  23il,  412.  417, 
442,  Vrl,  .'»riO,  644,  R51,  709. 


Wass  erneu  bürg  (=  Wasierleoa- 
berg),  Neumannscher  Besitx,  36B, 
288. 

Watz  (Was)  Geor«,  ProteaUnt  aus 
KrAin,  894,  898. 

—  Gregor  Michael,  «asgewieMner 
Froteatant,  760,  663,  880,  896. 

Waxelsdorf  7..4. 

Waydegg  (Weidegg),  Christoph  von, 

KXrntner  Adeliger,  318.  805. 
Wober   auf  Moßbarg,    Adeliger  aus 

KftrntcD,  901. 

—  J.  Ö07,  910. 

—  Martin,  Apotheker,  949,  930. 

—  Kucpp,  Bürger  in  Kapfenber:g,  689. 
Wfhe  Georg,  PrMikant,  CII 
Wciblhofer    Marx,    ankath.   Geist- 
licher, 743. 

Wcichselhacm  Hans,  Pfleger  sa 
Lübeck   iu   Krain,  636,  662,  701 

Woichselburg  s.  Weixelburg. 

Weidinger  Hans,  Bürger  in  Leobeo, 
693. 

—  Vinzenz,  Bllrger  in  Leoben,   693. 
Weim.nr  (s,  auch  .Johann)  XXIV,  380. 
Weinburg  bei  Mnreck   Itj. 
WriMpriach  in  Kiiriiten  2N3,  2S1. 
Weiß  Adam,  Bürger  in  Uudolfewert, 

CCü,  702,  "06,  708,  709. 

—  .Jakob  702,  709,  712,  714. 
Wpißbiirger  Adam  ans  Kudolfswcrt 

645. 
Weißen  borge  r  Thnmas,  Bürjjer,  41. 
WeißcnecP''''  Susanna,  verheiratett.' 

viin  {jüoy.ich,  876. 
Wcißrnfcls  in  Krain   101,   166. 
Weißpnkircben  in  ( Ibersteiermark 

4:t3,  4;U,  833.  rt.'tÄ. 
Weißenoec  in  K.=irntcn  283,  293. 
WciüiMi thiirn  s.  l'irkher. 
Wcitprsfrld  bi>i  Mureck  387. 
WoiJtrlbiirg  in  Krain  378,  625.  63!, 

ß.'U. 
Wi'ixelfftoin  in  Krain  724. 
Wriz    in    der    OitAteierniark    L,  437. 

4.')«,  794. 
We  Hing     Ton     Feehing    Sebastian, 

wilrttcmbcrgisfher  Geaandtar,  SOÜ 


^^^ 

^^^^^^^^r^ion    ^^^H 

Wels,   SUdl  in  OUrS«torre)cli,   984. 

84}0,  403.  477,  481,  biO,  636,  G2S 

Welser  Avbatx,  |]jii|)lmsna.  181. 

—  530,    537,    5ät),  652,   653,  ß.'.fl. 

1            W«lt«(er),    Ktftir.  u.   kämln.    Ailcli»- 

56r>,  Ö63,  fif>5,  5Ga.  568-581,  601, 

fiimili«,  LH. 

7Ä6,  760.  7fiG,  786.  792.  8S1.87I, 

—  Gcnrfr  Andreas  86ß. 

8^9,  891,  898-000,  90S,  967. 

—  Anna  AthaUx  ätO. 

Wletier-NenaUdt  325. 

—  CUr[9ta[>h  S7fi. 

Wi«rtine(rrnpBtvon  — )  inXXraten 

—  »rdinftnd  8&9. 

66S.    - 

—  (ictirt;  Andr«M  865. 

Wieser  Gregor,  Wagner,  831. 

—  Gottliarf  (tÄ8,  869. 

Wildbach  794. 

—  Lconlisnl  XXXVI,  679. 

Wildeiieek  in  Krnin  451. 

—  MoritB  2ßfl,  20",  S!3. 

Wildonstnin,  Rtcir.  ii.  kürntn,  AdnlK- 

Woinpl,  Krau  aus  l'allka,  736. 

rarailio,  79i. 

WoiidensteiD,   Herr  voll,  Hxtnmer- 

—  öporg-  900. 

weTksb««ilzer,  781. 

—  Lt^tilianl  157. 

Weni);,  Pr-,  Kanxl«ibMn)ler,  437. 

W  Jldon,  »Qii].  Tou  ara»,  ZIV,  48,  49, 

—  Stilckpießffr,  98. 

53.  701,  715. 

Wcrdcnlierg  ».  Vmlfnbprg. 

WilFcrsdorf,  st«ir.  AdcUfHmilie: 

Werfnitx,  Prntc-ttAiit,  714. 

—  n«D(  Adam  31S. 

Wfirnherg,   Hcrrscliad^  in   KUrntcm, 

—  Jona«  211.  297,  StS,  600,  598. 

CXI,  911,  9S1. 

—  Wolf  801.  805,  876. 

Wcrncckh.Kr«i»«rAdel(fAi)]ili«,ri31. 

Wilteia  Nikol.iuü,  Pfarrer,  G30. 

—  Adam  3  t  4. 

Windenau  bei  Hnrbnrg  264. 

— >  Androas  S14. 

Windiioh  Andreas,  ProlcaUnt,  657, 

—  Salthjuar  314. 

—  diriitoph,  geweientr  Stadtrickter 

—  nrwTTiii»  314,  475. 

in  Klaj^enfurt,  92. 

—  Mprt  SU. 

Windiooh-Kristritain  Uli  ter«t«lar< 

—  Ottheinrtdi  47ß,  512. 

mark  705. 

—  Wolf  Andrnns  31-t. 

Windistibgräta,    Stadt    in    Uoter- 

W«rtier  KonTadz.Weradorf.Eärataer 

stelormark,  33—35.  1C8.  1&8,  240, 

Adrliger,  ä6&,  901. 

241,  298.  788. 

Wcrnctnki    U.,    Krainer    Adeligor, 

—  »teir.  Adel<rAm)li<<.  XXXVIII,  LH. 

.'».11- 

—  Andreas  Liulwig  865. 

Wf^rth,  VtHTT»  in  Steiormark,  820. 

—  CliriHtn|di  214,  2.H2,  231— 2S6,  242, 

W  altera  11  200,  322. 

24  S,  347,  312,  784. 

Wuxlur  Sign]unil,atoir.  Adeliger,  869, 

—  Ernreicb  9. 

—  Sirnoi),    irauptmaiin    in  R*(tk«n- 

—  Friedrieb  214,  332-23C,  SJÄ,  246. 

bnrg.   795. 

247. 

Weyda  Micliacl,  Aui>i|;«wici«n«r,  143. 

—  Rnrl  863. 

Wcy»)r,S«UloßinSU*iftm)nr]t, 808,867. 

—  Moritx  8«6. 

Wcyser  Mirhiicl.  Lpdercr,  384. 

—  Wilhrltn  214,  238,  236,  248,  247, 

Wiiliiiniiii  Iliirttmi?  R9I. 

297.  208,  an,  620. 

—  Ka-ipar.  ünchbiiider,  201,  2fi5. 

—  Wulf  Niklu  von.  857. 

—  Marti  Q  891. 

Winklsr,  Proleataiit,  283. 

W  i  0  d  c  m  II  n  1»    Dioojs,   Tierl«lprildi- 

—  Han»,   Untcrian  de«  Herrn  Adam 

Vsnt,    ISO. 

ßfhratt,  B,  6. 

Wien  XXIX,  XXX,  XXXIX,  fifi,  160, 

WinCcr  Wilhelm,   Pritdikant,    CXI, 

237,  271,  317,  321,  322,  32ft,3S1, 

911—013,  016. 

1018 


Wintershofer  Mathei,  steir.  Ade- 
liger, 312. 

Wintrat,  Sanrauiicber  Bositz,  865. 

Wippach  in  Krain  642,  660,  6C2, 
723,  731. 

Wittenberg  111,  100,  927. 

Witticb  960. 

—  BaUbaur  914. 

Wocherer  (Wuechrer)  Franc  Adam, 

KHnitner  Adeliger,  838,  889. 
WodopivetE  Hans,  RaUbUrger  und 

Handelsmann   in    Laibach,    XIV, 

LXVIII,  121. 
Wollt  netz    Juri,     Protestant,     928, 

929. 
Woldner  Andreas  762. 
Wolf,  Lorenz,  Hoft iscliler,  619. 

—  RoBina,  Tochter  des  Obigen,  619. 

—  Wilhelm,  PfaUgraf,  XXVI,  368, 
390,  402.  478. 

Wolfenbüttel  XXIV,  322. 

Wolfgang,  St.,  717. 

Wolfsberg,  Stadt,  in  Kärnten  Xm, 
Ol,  66,  103,  344,  431,  4S4,  440, 
604,  606,  616.  670,  679,  680,  7G1, 
762,  901,  930,  931,  934—937,  939, 
944.  946,  950. 

Wulkc  liste  in  in  Obcrsteier  3,  6,  21, 
261,  638,  073,  801,  813,873,874, 
964. 

—  Christoph  von,  406,  522. 

—  Sigmund  600,  5Ö1,  503,  509,  512, 
514,  615-618. 

Wolner  Georg  769. 
WördI  in  Krain  645,  668. 
Würth  in  Kumten  201. 
Woydersch    Christian,     Landmann 

in  Kärnten,   280. 
Wrätti'r   (Wrabctz,   Wratrz)    Josef, 

Stadtsciireiber  in  Kudolfswcrt,  665, 

704,  708. 
Wredciiius  Lorenz,  Pfarrer  in  Tro- 

fayach,  73.>,  752,  8(11. 
Wrcmb     Klemeiit    zu    Mareitach    in 

Krain  377. 
WubritHch  DartliuhmiHus  645. 
Wuritihranil  Kmlolf,  steir.  Adeliger, 

149,  31ä,  437,  439,  410. 


Württemberg  XXV,  XXVI,  186, 
200,  287.  820—822,  327,  88«,  M9, 
841,  849,  360,  856,  866,  868,  S«4, 
869,  887,  390,  392,  396;  ■.  aoch 
Julias. 

—  Johann  Friedrich  Henog  TOn,  478. 
Würz  Susann«  41. 
WUriburg  322,  946,  946. 
Wurzer  N.  633,  722. 

—  Christoph  348. 

—  Elisabeth,  Witwe  des  Obigen,  an- 
gewiesene Protestantin,  848. 

—  Hans  Adam  864. 

—  Urban,  Kaplan  in  Laak,  928. 
Wntalitz  Ilans,  gewesener  Pfamf 

in  Marcitflch,  461. 
Wuttalitscti    Jakob    646;    a.    ancb 

Button  tz. 
W  u  z  e  1 1  e  i  »lEisenwerksbesitser,  37B. 

X. 

Xilander  Georg  aus  Wrii  794. 

—  Gregor,   FBeger  zu  Btatwck,   791. 

z. 

Zach,  steir.  Adplsfamilie,  I.II. 

—  Sigmund  Frieiirich  auf  I^obniin^ 
und  AiiiUdt  862. 

Zacharias,  Propst  von  Voran,  C,  55. 
Zückel,Bteir. u.  krain.  Adoligp.  9,  373, 

—  Franz  Sigmund  85». 

^Hggl  Johann.  Pfarrer  in  Kosegg,  282. 

Zümhlsperg  in  Kkrtitcn  903. 

Zauner  Wolf,  Praunfslkscher  Unter- 
tan, OG. 

Zoheiner  821. 

Zcbinj^or  auf  Kirchfeld,  rtoir.  Adcli- 
familie: 

—  Chiixtoph  854. 

—  Georg  Mß2. 

—  Kaspar  LH,  298,  312,  843. 
Zochetner  Hans.  Kadwerksbesitier, 

41. 
Zechner  Christoph  953. 

—  Georg,  auigewieiener  Protastant, 
244. 


,  "^^ 

^                   1019    ^^^^1 

Zih*iithofi>r  MattbM,  B«u»r,  841. 

Zingl  Harlinann  eu  nUed«n,   Vis»-                       ^H 

Zeler,   Pfarro.   in   Kr«m,    448,    419, 

ilrtm   in   KSrnten,    LXXXVII,    Iß.                                1 

ihn. 

28,  30,  31,  4S,  87,  1(10,  109,  III, 

ZnLtlich,  AdelnfsmiUe: 

173,  leo,  101,  104,  t9fi,  198,  SOS. 

—  C'liristo|>h  805. 

S*>4,  209,  243,  215,  21S,  2&ß,  278, 

—  Konrad  806. 

ilSO,  .3H3,  an,  3»5,  345,  347,  373, 

Zell  in  OberAtei«r)ii«rk  899. 

4-24.  486.  43",  460.  4fi6,  468. 

ZcUcr  GSC. 

Zollingor  Simon,    kais.   Eansleibo- 

Zeitjtchg^r  (Zct.<clikcr)  xu  WKltleck, 

ainl«'r,  616. 

■dclj^  Fnmilic  lut  Kraiu: 

Züllnffr  Georg  in  Kengiib«rg  784. 

—  N.  »or». 

—  Peter  zu  HaHvnbui^  bei  Lcoben 

—  MiclLÄcl  314. 

sia. 

ZetscUi  B.  Zi<iliy. 

Zstach;  s.  Zicby. 

Z^ngK  (— ZciriDg?)    in   Oberttei«r' 

Zriny  (Zrini)  Gsorg  797,  798. 

ninrk   IS. 

—  Kiltolatis  413. 

Zfljr,  Pf»rre  in  Krain,  546,  6i8. 

ZuegtntUler  Bitpl  .luliann  818. 

Zflyriug  in  01>cr»u>i cmi^trk  835. 

Zniiktitim  agitl      (Ziig(;i>niTianlfrl), 

Zicliy  CZetflKlii.  ZötsHij-)  N.  2S6,  800, 

AdelsfarailiQ  in  Kfirntcin: 

890,  900. 

—  Adam  933. 

—  Tbouijis  23,  198,  SC8. 

—  Georg  Adam  HiS. 

Ziegelmaicr  Margareta,  Pcädikaa- 

~  HaD»  9*8. 

t*ii!twitire,  2C4. 

Z a m e  1 1  i D    Maria,    rr«t«alnn tio    in 

Zieglmdller  Johann, Rol.-Rcf.-Koro- 

Kraln,  398. 

miMSr,  7ȧ,  797,  809,  841. 

Zun)*a  Johann,    Prarrer  in  St.  UI* 

ZicikUch   377. 

i-liacl  iu  Roscgg,  370, 

2i«ratin,  Karl  von,  4äl. 

ZwRtkowitE  Kalliariua  889. 

Zimin«rmanii,  Fast or i u Gra», X LI V, 

Zw«tiii:h,kowit»cb  l/raula  760,  880. 

»48. 

Zvrlckl   Georg  Barllmc,  it«ir.  Ade- 

— Unepp,  ScIiroelEer,  902. 

liger,  S98,  312. 

1 

1                                      2.  Sachregister 

(fUr  den  1.  und  2.  Band). 

A. 

AktcnitUcka  aur  Ragesttcliaf)  Erj- 

" 

h«rxugMaxiniiUanaII1. 1.  BiI.XXV, 

Abbitte  dea  PropsloH  RoBolena  3.  Bd. 

XXVI,  8Ö-1&6. 

43&. 

—  xurKe^lerungFcrdinaudsII.  I.Bd. 

All  fall  katiiollichor  Goiatlieber  vom 

l&T  LiiR  xamSeblnaaedt»«  2.  Bandes. 

Glauben  2,  Bd.  760. 

Alieuierung  a.  g(?t*tlich«  QUtar. 

Accord  Tonlö'^l  (i.aucbi  Ilutdi^ogs- 

AnorHi)erir8c1ieProaiiBSos.AaerBpeT;g, 

itroit)  2.  Bd.  XLV. 

Augsbnrgtrba  Konfession  in  Innor- 

Aktf>ri«tilckn  y.iiin  Hilldicriingsstreit 

Bsterreicl.   1.  Bit.   729,    741,    79C; 

I.Bd.  XVII,  XVIII,  1—89. 

s.  ancti  Exurzitiiuu. 

—  lur  ItcfTfrCtschaf:  Erxhenog  ErosU 

—  und  k..ttbDll9c}i6  Koßfessloo  in  der 

l.Dd.  XX,  67-84. 

1 

Pfal»  2.  Bd.  XXIV. 

1 

loao 


AasBcliuß  zur  Wabrung  der  kirch- 
lidii-n  Fni)i-it«ii  I.  Ud.  366— S69. 
284,  615-577,  2.  Bd.  809-818, 
&50— 565,  bbS.  560,  567,  669,  699, 
602,  967. 

AaswoiEnn^  doi  prvl.  Bvrrcn-  und 
RitterstnudM  «.  OegenrefoTinxtlc'D; 
I.  HcrreniUod. 

^  vooProtwtaDt«!).  A11^meinM(n«- 
«ondffres  i.  anter  Herren-  n.  Rittor- 
stand,  nur^rr-  and  BaDcmiiUnd) 
1.  Bd.  428,  429,  TU,  731,  755,746, 
785,  7&8,  780,  2.  Bd.  S,  4,  14,27, 
49—52,  129,  176,  177.  188,  205, 
2SI,  239.  256.  287,  289,  293,  «43, 
367,  437,  438,  467,  477,  479,  582, 
666,  668,  603.  6ÖS,  618,  625,  6S8, 
646,  568,  673,  701.  707,711,801, 
811,  826,  827,859-861,  BC4,  867, 
872—874,877,884—891,908,  904. 
916,  917,  926,  968. 


Brnnber;,  Bielum,  lUUniiK  in  den 
kirchl.  Pn^n  InncrOcti^rr.  1.  Bd. 
XXIV(B.ini  rcr«oii«nrPgtster  niilcr 
audüm),  S.  Bd.  XIU,  65,  85,  86, 
118—120,  217,  205,  616.  616, 
760,  761,  801,  930-939,  910— 
961. 

Uxiiorn,  ProtcfltiiiLlisinus  im  Baacrn- 
sUnda,  1.  Bd.  L,  l-Ö.  104,  100, 
112,  120—128.  136,  Hit,  15t.  167, 

162,  174,  179,  182,  201,  910—242, 
249.  442.  443. 

^  dEe  a«^)roreformiition  uiid  der 
Banenistaiid,  1.  Bd.  L.  14,  68,  97, 
120,  125-li8,  149,  *J04,  237,  23«, 
218-245,  247,218.251,251,266, 
600,606.615—635,610-643,  649, 
C&O,  656,  560-686, 706-709, 746, 
751,  754,  768,  760,  76«,  769,  789, 
2.  Bd.  IX,  tXXV-LXXXni,  7, 

163,  24t.,  Slf.,  260-253.  279— 
MI,  316.  317,  341,  641.609.  760, 
861,  862,  878,  88»,  893,  907,  014, 
980,  »66,  970,  971. 


BaoernKcliafteu  aof  peUtL  Terri- 

lorien  2   Bd    LXXVn,    LXXVItt 
Biijrern  a.  d.  Qtgtarefonn.  in  Inner- 

Sstcrr.   1.  Ed.  XXH.  2.  Bd.  XLV. 
Bcdenkao   anlnClicb  dar  Reliyiona- 

rrformktion  in  Kärnten  2.  Bd.  697 

—639. 
BagrSbniiTSrvrcigeruiig-     1.    Bd. 

XXX.    $06.   fOfl,    «16.    «39,  510, 

396,    426,   427,  493,    2.  Bd.    158. 

159,  l%\  258,  284,  202,9*3,813. 

418,  428,  762,  SIS,  921.  »SS,  911. 

963;  t.  auch  Pri«dbtffe. 
Boicht,     Dekret    w^^en    jftbrltckvr 

Beicht,  «.Bd.  617.  790,  791,882. 
ßelehtiett«!.   «birefordert,    S.  Bd. 

342,  636,  627,  688,  808,  »17. 

—  fnUclie.  2.  Bd    43.^,  «4«. 

—  ErKhlcichtiog  von.  2.  Bd.  XXXIV 

—  ListenvouPi-rtonBii.die  ^Kbfficbtel 
odM*  rs  iinteHuteu  bab«n,  3.  Bi 
243.  271.  431,  556,  505,  696.  604. 
606,  612,  614.  621,  651,70«,  718, 
743.  812,  888,  897.  900—902. 

Bib«l.  d.  windlscbe.  3.  Bd.  926-927. 
Bitt5cbrlft<>D  von  l-Iini|^«nton  w>d 

EsnUnten   2.  Bd.   441,  47«,   827. 

828,  856,  866,  875,  8«3,  884.  S89 

—898,  904.  966.  967. 
Briefe  der  ErzherEOfin  Mtrüi  I.  Bd. 

xvm. 

—  ErntTnnng  von,  I.  Bd.  662,  683. 
2.  Bd.  127. 

B U  e h i>r,  protoet jmliichp.  Vrrbol.  V«- 
richuin?.  1.  Bd.  LUT,  LXVm. 
LXXII.  LXXni,  42,  69—72,  «78. 
311,  »21.  4S8,  485.  626,  627,600. 
608,  618,  618,  821,  631,  «36,  «31. 
643.  664,  657,  B«9,  688,  899,700, 
710,  711,  716,  717,  719,746.755, 
J76,  788,  79«.  2.  Bd.  Xt.  XXXHT, 
XXXV.  17—20,  42.  44—46,  1». 
51,  64,  75,  94,  114,  117,  121,133^ 
189—141,  439,  441,  627,  656,696, 
602,  638,  643,  64^  683,  694.  705. 
7X6.  739,  745.  7t>8.  795,  796, 801. 
807,  819.  834,  880,  «81,998,92f, 
911,  962. 


^^^ 

^^^^^^^^^^102^^ 

■ 

ItUcher,    kath.,    Eiarilbrnng,   S.  Bd. 

Emigranton,    Z«agnitM   dor    stelr. 

•»11. 

Landschaft    fUr   dla    EmigraDteo, 

BHrgf-r,   BQrger»cii*fleii  ».  StÄiUo  o. 

2.  Uli.  842,  843,  860-862,  806— 

MJtrktc. 

8Ö8. 

UHr^ff  roid  (und  profeMiö  fldet)  I.IW. 

Eniif;raTitoupQtar    u.    -Oflltenrer- 

XIX,  517,   820,   821,  2.  Bd.    133. 

knufe  2.  Bd.  86S-~8&4,  8S8,  869, 

13*.  I»y,  163,  160,  176,  177,  280, 

875,  87Ö,  891.  882,  8^7,  969. 

sei.  CIA,  «88,  643, 1»67;  s.  Städte 

—   Konfi«katiortcn  2.  B<1  890.  891. 

iinil  MXrktc. 

—  Seqni'«ericmnK  ihrer  Hcrrscha(tcD, 

C.  ■.  K. 

2.  Bd.  683. 

EcnigrantaiitiBtenS.  Bd.  Uli, 858, 

D. 

S&9. 

Emigration,  FrMge  du*  Atiziif^des 

'              DenkicbrifleD  llber  din  FriiirD  Her 

««ang.  flerrcnstaiwle»,  2.  Bd.  IXIt, 

1                                                                                                                                          " 

1                    Diirchfilliraitg   ävr  Oegriircfortnii- 

XXVI,  299— 3IJ,  361—355. 

1                   lion    1,  IW.  XXVI-XXIX.    120— 

Erainhiing     il«r    Kinder    nnkatho- 

f                  128,   HO— Ufl. 

liftcUer  Frauen  2.  Bd.  917. 

1 

Uenunzialionon    1.   Bd.    61,    2Sl. 

ExAinina  aiier  Oic  KccUtf^Uubigkelt, 

i                   2.  Ud.    XXI,  so«,   362,   412,   433, 

Zilation«!!  elo.  t.  Zitationen, 

1                   r.43,  701,  740,  741,  771,  772,  77«. 

Excraitiiim  ÄerÄ.  C,  2.  Bd.  XLIV, 

'                    813,  »U. 

9,  20!j.  21«. 

D)en»thotPTi,   nnkatliiollsclifl,   thtix- 

—  Beaiicti  dos  oTftng.  —  in  Ung&rD, 

acliaff^'n  2.  IM,   917. 

2.  Bd.   I9G,  197,  714.  727. 

,             Dionatceiig'iiis)«  1.  Bd.  7^ö,  3.  Bd. 

—  Beaucli   dea  evaiig,  -—  iu  Oeterr, 

1,  40,  3H,  09,  142,   US,  177,  181, 

8.  Bd.  717. 

183,   IS4,  411. 

—  das  katb. niehc  zii  unterlagen,  3.  Bd. 
778. 

B. 

—  V«rl)ot  doa  nichllcath.  im  Lande, 
«.Bd.  XXI,   154-157,  261—266, 

Eidoxforuicln    !.  Bd.    89,   96,    97, 

340.  341,  4>49,  4U<I.  C&3,  6&&. 

G43,  701,  6&7. 

—  nichtkath,  Exontiüou    inner-    und 

KidesoDlel  bcldtrHaldi^ung  1.  Bd. 

außerhalb  des  Landes  au  bvauchcn, 

XIV. 

S.  Bd.  XXI.  XXU.  XXVII,  ILVIU, 

Einichicichen     vcn    Protntuitea 

S87,  391,  392,  649,  601,770,784, 

3.  Itd.  637,  6Sä. 

917. 

—  von  PrHilikanleii  a.  Prfidikanten. 

Esulanten  S.  Bd.  4tS. 

Emipran  Irn  2.  Bd,  XLII,  LI— LVIT, 

—  Kecblsnihrong    atelis    unter  Enii- 

L                   891.  917. 

granten. 

1           _  >b8chied2.Bd.UI,UlI,S44-849. 

f            —  Erxietion^  der  Eni  ig  rantenk  Inder, 

F. 

2.  R«I.  885. 

—  Kapitalien    iiicLt    liüransxnjfDbon, 

P«atengf<botu2.  Bd-  XXXIV,  XCU, 

2.  Bd.  877,  88&,  801,  89&,  Olö,  Ö70. 

64,   139,  142,   172,  259,  2R7,  680, 

—  UecbbinUirung,   2.   Bd.    212,    213, 

687-689,  694—697.625,626,042, 

£17,  £18,  111,  C48,  824.  826,  S39 

671,  67S,  718,  714.  7l6,  738,745, 

-84i.  887. 

838,  866,  8»S,  »67. 

—  Verlußeran;    tob    Gfltem    ihrer 

Ferdinand  II.  Eralohung   1.  Bd.  3 

Kinder  nivlit  gcAUtlot,  2.  Bd.  836. 

1 

—5,  66. 

1 

i 

11 

1022 


FenUnund  U.,  kircbnnpoliL  Ridi* 
lung.  2. Dd.  XXXIU,  XUII,  XUV. 

—  BegeoUcUfWrJi^  l.Bd.  XXt.  153, 
IWJ.  167. 

—  Rrbhuldigung  I  M.  307— SW,  213 
—924.  228. 

—  itnlifiiiiich«   Re'tw    1.  Bd.    XLUI, 

—  Usuptrefolution  I.  ß*l.  LXVII— 
LXXVn,  599,  600,  688,  639,  721 
— 7M. 

—  Motive  ■iirUegenrafurmfitioi]  2  Itd. 
189. 

—  Notlage  im  jAhro  IGOO  k.  Krii«. 

—  v«r]ftDgt  «in  Gnliii:lil^ii  de«  SaIz- 
burp*r  Errbiacliftf«  Ober  die  Gngen- 
Tpforniniion  im  llf^rrcn stände  2.Bd 
640 -^CM). 

—  V«rbiLU«ii  ftiir  Ueformation  auf  dem 
Gebiete  geiHtlicIier  Ueichitilljrston 
2.  Dd.  B6&— ?5C. 

Fideikominißgflter  ä,  Emigrantoti 
nud  ihre  Bcliandhing  i.  Bd.  633, 

Mi. 

Placianer  !.  Bd.  620,  674,  C77, 
8.  Bd.  848,  76S. 

PrAifltfltliinp  der  Koiifeiuiiun  2.  Uil. 
863. 

FriffdhOfc,  protcat..  Vorbot  der  Er- 
richtung. ZentOrun;,  l.Bä.  XLUI. 
LXXII.  25«,  296,  ß65.  688-684, 
68«,  «87,  690,  70»,  761,  768,  766, 
787.  7«8,  7ft6,  828,  942,  2.  Bil.  4, 
SS— S&,&6,  127,  145,  IfiO  168,  1B4, 
284,  28&,  374.  394. 

Fürkauf  an  Sonn-  und  Fei«rta£*n 
verboten  2.  Bd.  726. 


6. 


Qegenroformatioii,  Fe«tstetlniigd, 
Grnnd*iipo.  1.  Bd.  XIU;  $  «och 
Denkdchriftt^n. 

—  Ferdiuinda  II.,  ("inc  Fortjetiiing 
der  Heines  Vaters,  3.  Bd.  XUV. 

—  Fölirer  ■.  die  Jcmiten,  Martin 
Brenner,  Qcor;  6tobiui,  Tbomaa 
KrBa. 


OegenreforinatioB,  fichwief^«i- 
te»     iler     Dorcbfilbraiig-,     S.    Bd. 

xxx\-u. 

—  und  drr  Adel  I.  Bd.  XKXVIII- 
XI.III.  4.  8,  7&,  ISA,  410.  4^0, 
4J6,  660—6(58,  C7ü,  «71,  ß75,  747. 
76fi,  2.  Hd.  IX,  X,  XXXVII-I-V, 

8,  9,  136,  1S6,  17U,  437,  459,  4W 
-470,  4T5,  476,  498,  &09— StS. 
621.  699,  701,  708,  7IS,  717.719. 
721— 72S.  726,  743,  7&3— 7R7,*>4. 
805.  814—891,  S&b,  866.  967;  ». 
ancli  Ht'rrenctjind. 

—  und  der  Klerus  2.  Bd.  ICVTI— 
CXll,  870,  873,  4»0. 

—  u  d.  BürperWind  5  Bd.  XXXIV— 
XXXVIU.LVn-I>XXV,8il,S«; 
»[x^eicUm  «.  HtSdt«  nnd   ilKrIct«-. 

—  und  rltr  llauemsUind  8.  Bannm. 

—  Seil  Widrigkeiten  dtr  —  in  Obw- 
Lüiulcn,  2.  lid.  XXXV— XXXTIl 

—  in  Gras  1.  Bd.  292—509,  51^7, 
2.  Bd.  XJI,  LVIIT  IOC  II,  a 
16,  17—87,  192—194;  ■.  ancU 
Grsa, 

—  io  Klngenfurt  1.  Bd.  LXXVI.  SU, 

2.  Bd.   Lx-Lxvur,   i.xxni. 

LXXV.  9—11,  23, 34,  69— 7«,  M. 
85,  87-94,  96.  »7.  llO-IÜ. 
128.  r,l,  172,  179,  180.373.37*. 
423.  6:>7,  6ti3;  b.  auch  KUscnfuri 

—  in  Laibach  1.  H>l  376,  379,  'fti, 
2.  Bd.  XXI.  I.XVIII— LXX,  ISl, 
182,  343,  416—438,  431,  älhi», 
544,  &6e,  613,  644— (Uß,  648,  (UO, 
CM.  659,  700;  «.  aach  Laibarb 

—  wirlwbaflHc'be  Folgen,  1.  Bd  II, 
20,  3«,   406,   407,   440,   441,  473. 

47fi,  2.  U.I.  XII,  xcii-xcvr,  ^ 

9,  12.  27,  2»,  40,  41,  &6,&7,»1, 
291,  296.  375-387,  705.  70»,  71«, 
716,  717,  720,  721,  96», 

—  Entlobnnngen,  1.  Bd.  639—648, 
644,  iU5,  709.  797,  3.  Ild.  1,  41, 
47,  66,  67,  367,  43&,  642,  643, 
666,  671. 

—  das  Meiste   leistet  die  Refi«nin(, 

2.  Bd.  xxvtn. 


^^^^^^^^^^H 

^^^^^^^^^lö^^^^^H 

Gegen reföriDfttion,  »ußerliciio  Er- 

HerberatorffflclioTamulto  l.Dd.  4- 

1                  TrilgB,     3.    Bit.    XXSV— XXXVtl, 

Ilerrcnstaiiil,  Tr^'ue  des  innerOAtrr- 

1                  CX— CXII. 

relohiscfien.  1.  Ild.  XI-XUI,2.  Bil. 

GcintliA litt  Guter,  Allfiniernng  ver- 

XXX— XXXIV,  &14. 

bwtpn,  2,  Uli.  7<*5,  780,  839,  871, 

—  b«vorxii^t«    8t«IIutig>     des     alteti, 

87S.  930,  96S,  963. 

2.  Bd.  XLI,  XLÜ,  XLVU,  L,  LI, 

OcisCiittiikeit,  katliolisch^,  Klägern 

185,  629,  (130,  639,  640,  804,8U&, 

wider  »ir.   2.  IH    XXSrX.  XCVU 

813,  832. 

i                  — CI,    138,   323,   .STO,   371,  428— 

—  kircld.  O|.iiosition,  2.  Bd.  XXVIII 

1                  431,  433,  134,  4ßG,  467,  büß,  710, 

— XXXII. 

"                  712,  773. 

—  Eingriffe  in  iiei[]eRec)iti^,2.nd.771. 

—  katliolLBclie,  BepUuBti^Dg.Sotidtx, 

—  Aasweisun^  des,  scliou  anfangs  in 

2.  Dd   16,  «I,  1Ä6,  221,  270,  2&2, 

Anssicht  gcDommeo.  2.  Bd.  XLVII, 

'                  2Ü8,  424,  eaO,  63t,  727,  728. 

24. 

Ocrtmltichnftoii  (•>.  Pupillsn)   von 

—  AnswoUunifMlekret,  S.  Bd.  814— 

1                  Pi-otMtADtcn  iiiclit  geel«ttct  3.  Bd- 

83lr. 

1                  886,  830,  856. 

Uinaaricliteuiicn    \»l    ein   kntliol. 

Uusniiiltsuliaftea     i.    H'jf kirulip ti , 

QeistUcbet  bvizugebeu  2.  Bü.  724. 

0.    üaller,     Stabcubcrg    de.    im 

nocbvvrratsjiroteBse  I.Dd.LXX, 

Person  enieg'ister, 

LXXT,    68S,   £96,  697,  COU,  6U3, 

Gewallt  ati^n     (f^ßcn     Protestanten 

607.  2.  Hd.  XXIIT.  130,  lys,  230, 

1.  Rd.  400-402,  2,  B.I.  ö.   8,   10, 

231,  2&8. 

13,  U,  214.  SU..  927. 

HocbKeitoii,  Vcttiot,  In  d<'r  Fasle.n- 

GcwcfbeipHrrnng  1.  Btl.  LXXVI, 

Keit   bei  Miuik   und  Tanz  la  be- 

426,  2.  Bd.  XLV,  ». 

gehen,  2. 13d.  718. 

GowiaBenifroilicit  1.  Bd.  LXXVI, 

—  protestantische,  2.  Bd.  777. 

42Ö,  2.  Bd.  XLV,  9. 

Hofkirchens  Miasiou  s.  Hofkirclien. 

OriiK,    milltXriich«    Büs^tznn^    des 

Horner  Sliiado,  die,  2.1kl   XXVIII, 

Sclilonea,  2.  Bd.  40&,  40^. 

XXMI;  B.  Kritt)  von  1609, 

Gmizweai^Ti,  Greuuioldnton,  1.  Bd. 

H  uldigung»!  andtAge     s.     fliiMi- 

r«,   31,   9.'>,   IIB,    ISS,    4(J7,    461, 

((iiog»*lrfit. 

1                   &13,  648,  &&8,  &G2,  &C4,  £72,  674, 

UuldigEingsscbwur    Erzb.    Ems ta 

'                   C70.  723,  760. 

in  Krain  I.  M.  blt. 

Ornndobrigheil,    nur    katholUche 

—  B.   unter    Crost,    MaximiliaD    III., 

L                   bei  Katholiken  erat«  Instanz,  S.Bd. 

Fertlinniid  II. 

1                   618,  619. 

Htildignngtatruit    I£9l/92    1.  Bd. 

"             Oii«i-dia  1.  nj.  LIV,  LV,  363,  805, 

xiv-xviii,  XXI,  XXXI— xLir. 

368—372.  373,  376,  379,  383,  SÜb 

4,  8,  9,  12.  13,  18,  10,  21—28,41, 

—389,  392. 

43,  46.  48-52,  54-5)?,  63,  86— 

Gatacliton  Urschenbeclcf  2.  Bd  4}74 

88,  207,  912,  213,  218-224,  228. 

— 6S)I- 

—  in  Üalerreicb  1008  und  neine  Ein- 

— ».  ForOiiiariil  It. ;  s.  aiieli  Memorial. 

wirkungen  auf  InneiOsterr.  2.  Bd. 

GfUeraclLÜtKUHg  2.  B.  892. 

XXVII— XXXII. 

1 

I..  J. 

Ilandolaleutp,    lutlierlKh<\   2.  B*I. 

Jagd,  Verbot  der—  an  Sonn-  o.Feier- 

331,  SSI,  882. 

Ugcn,  2.  ild.  616. 

^^m            1024 

^^H 

^^^^H              JAinitcB  s.  michd.  For(on«nrc^i«t#r. 

-331,    33.1.  8.^6— S41.   344,  345, 

^^^^^1                —  llrgUostlgung   und   rorHringliohea 

349,  3f>0,  H&b,  35A.  36ä  — 36J,  SM, 

^^^^^^              WeKu  Her,  1.  Bd.  7SI.  723.  S.  Bd. 

869,  370,  387.  388,  390—392,  396. 

^^^^^m         XV,  x&i.  ci.  8^ 

397,  4U7,  408,  424,  «Ifl.  412,  478, 

^^^^^             2K,  381».  411,  41S,  476,  477,  <;», 

692—537,    560— 5M,    559,    6«0— 

^^^K                       (KW,  672.  719,  <4':<,  829. 

678,  &80-6M,  &87,  693.  594.  698 

^^^^H                —  die  —  n.  A.  BcUclirungiwn-b,  9.  Bd. 

-ßOI,    622,    623,  627— MO,  674, 

^^^^L^          XXXIII,  (;viii-(;x,  748 

7>9,  732.  779,  «24. 

^^^^^^^^t        —  belielligun^Iirot.tiGisIliaherdarcfa 

Jurlflitikiiun,  eüUtItchfs  I-Bd.  107, 

^^^^^'                    1.  Ud. 

108,  306,  787. 

^^■^                —  g«ha»ige  lltäea,  S.  m.  XLV. 

^^^ft               —  G«wx1nat«ndQr  — ,l.Ud.  19-^— IM. 

C,   K. 

^^^1                —  Emerbsainndor— .2.  Hd.XXXIII, 

■^*|            BBB 

^^^H 

KatvlnUUn  I.Bil.  XIH.  SS7,  69f, 

^^^^H                ladvx  librornm  probllUorum   1.  Ud. 

2.  Bd.  XXIV,  LXXIV.  9M. 

^^^1 

Ktocel,  ScaliereQ   «uf  der,   a.  8ea- 

^^^^B               Inu«rSaterreicb,   Cnion    der  dt«i 

liereo. 

^^^■^               IJInd«r,    1.   \iA.    XXXUI,    XI.VI. 

Katholik«!!,  Gl^i«:h»!ei|luiig  bei  de« 

^^^^^^              UI,LXI1I— LXVIt.I.XX.LXXni, 

Ämtern,  2.  Bd    XXXIV. 

^^^^^H               LXXV, 

KAtholiaebe  Ifftltgion,   Klafmi  über 

^^^^^H              3M, 

di»  belrtlbtQ  La^,  2.  Bd.  274,  27&, 

^^^^^V              4^1,  439—141, 

292. 

^^^V                     479—481.  &SI,&3&— 68t4,&;-t9,&41, 

Kstx6r«i,  VorKhli^e  xn  ihrer  Bo- 

^^^B                      fi4S,  eOl,  COS,  6»7,  610,  ß7f,  671. 

»eiliguni;,  1.  Bd.   XXVU-XXIX. 

^^^H                      677.  691.  731  —  761,  7ö6,  7&7,  780, 

L,    U.    120— ]28v    13«.  140— I4M, 

^^^H                      S.  Bei.  XIV-XX,  XXVT,   XXVll, 

S49,  397. 

^^^V                      XXXI,  4,  10,  47,  48,  106,  107,  7iH, 

Ketzerrerseiishiiis     d«r     Dinc«5e 

^^r                              732—784;  s.  aucU  Korr«ii|iondt-nx, 

Uurk   von   1634   2.  Ud.  900- WS. 

^^^                        —  Vertut  dorgemcinviimeii  Aktionen, 

KlievouliülIviicU«     f 'rmcu»    t. 

2.  Bd.  XVIU,  XIX,  XXVi.  XXVll. 

KhcTcoliltUer. 

XXXt,  4fl,  iO. 

Kirche   und   Schale,    AiuifAb«ii   fltr 

InqniBition,  Krage  der  RinmiiniD^, 

die   prot   Kirche  tu)i|  Schul«  $rlt 

1.  Bd.   41S,   3.  Bd.  XXVlir,    lt4j. 

AuswclsuD);  der  PrAdikant^n  und 

423,  461. 

Lehrer,  2.  Ud.  263—365,  326,  423, 

—  Nachf»ga    nai.-Ii    Unkitbftliaclicn, 

473,  474.  491. 

2.  Bd.  262—284,  &»&-&97,   712. 

Kir«hen.    Beaetcocg-    der.     I.    Bd. 

772.  870,  915. 

XXIII,  XXIV,  172,    176,  181,  186. 

Initniktlon  der  Kel.>Ref.-K<>taniU- 

2.  Bd.   16,  1Ü9,  798;   aieha  nck 

sion  2.  Bd.  796,  "97. 

Pfarren. 

lutflrs«Bsionau  eineeluer  Personell 

—  AngriffiB  auf  protestan tische,  Ztt- 

^^^^^                        u.  gaoxct  KSrpcncii&Aeo  fllr  Ein- 

atOruDfr  roa.  Vrrb'jlo  d.  Erbaaanr. 

^^^^^fe                        lelii«  u.  für  KOrpirrsckaften   1.  Bd. 

I.  Bd.  xLin.  utxn-LXiia  4. 

^^^H                      69.  31»,  255,  2b6,  404— 4U9,  676, 

23,    6U,    86,    186,  234.  58tt.  61». 

^^^B                      76S,   7Ö4,  2.  Bd.   XXlI-XXVin, 

614,  622,  623.  625,  637,  64«,  641. 

^^^H                      17,  S(i,  27.  38,  89,   lOfi,   116,  126, 

64f<,  670—673,  682,  6S3,  686,689 

^^^^^^               135,  113,            16fr,  169,173,  174, 

—691,    C93-6P8,   700.   701,  7M. 

^^^^^B               181,  213, 

747,   796,  2.  Bd.  2,  M.  131.   131 

^^^^^1             266,  S7I,           318-323, 

146,  150,  163,  436. 

^ B^^^^^^^^H 

^^^ 

^^^^^           ilm^^^^B 

Kirelien   u.  ScknlwM««,  pmtutant. 

386,  841,  867—869,  801,  366,  366. 

tiiul  (lAsacn  AtiBÜbunf:,  t.  Bd.  XLIV 

368,  876,  888,  389,  397,  402,  409, 

-LX,  I,XXVI,  ü,  7ft.  'J5,  US,  J&7 

410,  491.  601,  613,  620,  628,  637, 

-180,  S4Ü,  25»,  Sys— 362,   421. 

648- 660,  652,  5S3,  5i»7,  668,  670, 

421.  437,  440.  446,  46«,  4fi7,  46B. 

678-584,  687,  589.  691.  692.  597, 

474.  ASö,  4»6,  608,  611,  64&,  7U6, 

601,602,606,610-612,614—618, 

779,  791 .  785.  8.  IM.  XLV.  LXXIV, 

621.  732,  926. 

4.  23.  170,  171,  109. 

Kris«,  dir,  von  1609,   2.  Bd.  XXVII 

Kircilißiilegatfl,    dMi    ProtMlamH-ii 

XXXIII. 

efDOmmou,  2.  lld.  XLVII,  XLVIIl, 

—  AkteuBtdcke  «Imu,    2.   «d.   480— 

läS,  154. 

486,  494-509,  612— »28,  663,  667 

Eircliüiipolitlk    Entli«tzog  Enutc 

—584,  967. 

i.iw.  XX,  xxr. 

Kr^rptotiroiestknten    2,  IM.    434, 

—  Ferdliiandi.  II.  1.  BiL  XXXIII. 

435,  884,  886. 

—  KKrlali,  1.  Ud.  XVKI-XX. 

—  Maximiliaas  ül.,    1.  IM.    XXI— 

L. 

xxm. 

KIO'StctrgAittliclikoit.ZiuUntled., 

L«adtifreilie!t«ii     1.    M.    XIV. 

S.  Bei.  XCIX— CI. 

i.  Bd.  «20,  S81,    232,    600.    601, 

—  Heilung  d^r,  2.  B.3.  259,  250. 

618.  966. 

Konfndern ticin     rter    graamtOBterr. 

—  Lxndtiauit.  King-riHrins,  1.  Ud.  836, 

Stunde  a.JCriae  von  1509. 

637,  643—615,  688. 

KoiiknliiDat  i|pr  lialli.  (jriüllicliiknit 

—  LAndtjif^  S|ißrrune  (ZerstoßunK), 

Ä.  Bd.  Cl,  54— fiO,  276.  277,  442, 

BeHilliiTungen,  1.  Bd.Xni-XVlI. 

497,  CIO,  686.  7IU,  74C,  757,  768, 

LX— LXXVII,   8,   21,  22.  24,  4i. 

g09,  K«i7,  £66,  946,  066,  OEli. 

44.    17,    49,    184,    276,    418,    4SI, 

Konirnktn  gelttl.  Pcrsnncn  mit  im- 

426,  464,  468,  473—477,  4fi2,  488 

kalli.  ÜPrren  f  inziigohen,  wird  Ter- 

—606,    609— ÖI3,   61ß,   617,  518, 

baten  2.  Ud,  667,  668. 

620—622,     525—631,     633—630, 

Korrcipondetix,D«i:bbarU<ilio,l.lJ(l. 

539,    610,    642-646,    662,  664— 

49,  dl,  52.  &4,  !>0,  Ö7, 110,1&0.L97. 

558,    6G1.    6Cö— 667,    674,   678— 

198,  im,  211,  212,  223,242,246, 

661,    686,    673.    676—689,    692, 

264.  260,  274,  276,  305,  aOß,  301*, 

2.  Bd.  XVII— XXII. 

311,  324,   TAI,  »»2,  360,362,36», 

Landtage,    Mtud^'nin^    ihr«r    poli- 

373,  3dl,  »94,  H'M,  3ä7,  410,  411, 

tlBcken    Bedoaturig,    1.  Bd.   S78— 

415,  439,  470,  464,  &Ü4,  520,  633, 

281,   2.  Ud.   XVIIt— XX,    48,   49, 

636- &3d,  541,  £42,  &44,  &&7.  ö63. 

84,  110.  117,  168,  164. 

667,  &«8,  071— 073,  679,  580,  687, 

Lacdscliaftebeiinitc    and   Dienor, 

695,  bW,  698,  6Ö0,  602,  607,  610, 

Aasweieuiig,  1.  Bd.  J^XIX,  LXXII, 

636-638,  6&1.  669.  671,  672,  674, 

73,   431,  4C9,  566.  657,  (i5l.  783, 

67Ö,  6»a,  773,  2  IW.  XIV-XVII, 

790,  2.  Bd.  XXXV,  11,  l."t,  18,  21 

XXI,   XXlll,   10,   2&— 30,  36,  S6, 

—26,   31—33,  5J,    129,  188,   171, 

3U— 42,   4U,  63,   64,    63,   C6,    87, 

178,  176,  177,  626,  030,  639,  640, 

103,  106.  107,  116— 118,  120,  126. 

647,  T92,  793,  835. 

130,  132,   15»,  160.  164,  167.176. 

—  Besetzung    d.   Iaiid»cbAft1.  Ämter, 

178,  17!J,  182,  190.   191,  196,  198, 

2.  m.  XXXIV,  XXXVI,   66.  432, 

a07,  208,  216,  221,  247—260,  267, 

670,  684—587,  606,  613,  6L8,  623, 

268,  266-270,  273,  278,  381,  835, 

6ä4,  7M. 

Kuala«.  11.  Abi.  Bi.hX. 

■6 

1036 


oititi^T*,  <lsß  ji«  nicliC  Tor  die  Re- 

giAtang  xiiicrt  worden,  3.  Bil.  833. 
Lindimaonaebart,    Aufnahuio    in 

ilie,  1  Bd.  S7a,  705. 
Liedur,    Verbot   sekliwlter,    2.   IM. 

?73,  tu,  77Ö,  779. 
Li* t « o   Uiikathc>1Uch«r   siod   einsa- 

Moden  S.  Bd.  Sil;  «■  ucb  nnter 

Bliebt. 

M. 

Mari&i  Eixhcrzogia,  ilir«  Hillung  im 

iiiiidigiingMtr«itc,  i.nd  XIX.XXl. 

—  ihre  ilaliiii.g  in  dfr  K^i^futschafta- 
fiiipe,  1.  Bd.  XXV,  XXVI,  78,81, 
Jb'i. 

—  gogon  di«  Prote«Unt«D,  I.  Bd.  &7, 
78,  161,  86i>— 36S,  378,  5(19,  422, 
435,  140,  466,  183,  £04.  620,  &2&, 
tSb,  Ul,  M3,  6((3,  S.  Hd.  176,  SSB. 

llaxiiDiliiDilll.  UegeuUcIiRAl.Uii. 

XXI.  XXII. 
Mtmorisl    vom   Stand    und  W«Mn 

d»r  Rvfonnttton  ia  Etirat«a  S.  Bd. 

716-748. 
M fluch  II c r  KunffirrnMti  1.  Bd.  XIII, 

XIV,  2.  Ud.  XLIII,  XUV. 


Odoiiliu*.  d«r  Fall  d»,  i.  Itd.  344; 

R.     im    tVrsritislvcrBflcbtilB    iitjtor 

OdonUus  ui)d  Waldalciii. 
Österreich,     gmCOaterr.     Zug     der 

i^tHudot>ewe|;U[i|;  von  1G01>,  3.  lid. 

XXVUl,  XXIX,  XXXUI. 


p. 


FanpbUt»   uud  TrakUta,  VoHirM* 
Hing   von,   S.  Bd.   181-486,   C27. 
Parlikularschriricn  l.Bd.LXXI, 

Üb. 

l'aQbi'iefe    für    Kuitgraotcin    1.  Bd. 

BltO,  89.1.  HU,  920. 
Pasquill   aaf  die  Gegeurcfurutatioa 

im  .lalirc  1609  2.  Itd.  XXIX,  4(il. 


Patente,  PobliBipraiip  toh,  5.  Bd. 
«74,  875,  S7T,  S8S,  281,  431,  ♦42, 
«04. 

Parifikation  ron  Brurk  (Roligiontt- 
IM»«ilik*liyo)  1.  Bd.  XIU— XUC, 
XXV.  XXVI,  XXXU— XXXVIII, 
XLII,  LVI,  LXIU,  LXXV,  9— 
IS,  18,  1»,  21,  24— SG,  27,  SB, 
S7,  40,  43,  46,  61,  SS,  5A~67, 
69,  60,  66,  72.  93.  101,  107,  113, 
US,  119,  V2Ü.  130,  133,  138,  139, 
165,  183,  192,  105,  202,  203.  213 
—219,  227,  233,  285,  S72.  273, 
3(J0,  301,  S16,  336,  35a,  451,  462. 
187,  679,  fiOß,  721.  72«.  734  — 7S6, 
798,  2.  Bd.  XUV,  XLV,  347,  S5», 
609,  610,  611,  eil,  616,  766,  1^28, 
936,  988.  948. 

Pfarren,    Besettung    daroh    Xatliu- 
üben,  2.  Bd.  16,  27.  Sd,  30,  31. 

—  wie  bei  der  Erlodlifting-  ronia- 
geben  Ut,  S.  Bd.  766,  760. 

—  Beaftcrang  der  katboliMhen,  2.  lld. 
4&S— 461,  7U6.  707,  7Ji,  7ö5,  7ö6. 

P  f a  r  r e  r ,     Beschwerden    widvr    die. 

1.  Bd.  1—8,  13,  16—18,  lOT,  J08, 

2.  Bd.   XLVin— C,  67;  &   Oeiflt- 
licbkeiL 

—  Verbot,  in  ihre  Bocbt«  an  greifen, 
2.  Bd.  CII— CV. 

—  Stclluugdtir  ~- HÜ  d*rGegenr*fur> 
maüon,  2.  Bd.  CIV. 

Pfennig,  der  sehnte,  K  Bd.  290, 
697,  714,  798,  3.  Bd.  L,  U,  LXXl, 
LXXIX,  LXXXU-XC,  31,  22. 
23,  üj,  43,  49—63.  6«,  67,  66. 
69,  70.  135,  181,  S03,  204,  217, 
214,  246.  866,  S78,  283,  M7— 
SUI,  391,  321,  .t36,  342.  344,  349, 
415,  426,  438—437.  441.  I4S,  466 
—401,  4<16,  466.  401.  609.  689. 
619,  C31— 637,  641—614.  «1?. 
658.  656,  657,  668.  660.  7«~ 
701.  707,  709—711,  713.  71i— 
717,  7:i2^724.  726,  727.  781.  7SS, 
740,  752,  767,  768,  780,  791,792, 
801.  802,  804.  806,  810,  822,  «36, 
828— !f30.  832,  833,  «35,  WI,  860, 


d 


t027 


8e7,  972—879,  883,  916,  9&3,  &b7. 
981,  0«3_SWi. 

PflcfroT,  VerhHllcn  ilor  protuUnti- 
Rchan,  '2.  Krl.  437,  4»8,  4e2.  708, 
737.  738,  7&4,  766. 

P rJid  I k au  t  en,  Verlialtcn  der.  T«lt(t- 
keit,  1.  DJ.  40,  43,  &8,  61,  &ft.  Gt«, 
73,  74.  7«,  101,  lOß.  110,  ICft, 
172,  17»,  175— 180,  206,  a08,  r.fl4, 
701,  715,  71«,  741— 74«,  777,  78a. 

s.  itd  XXXIV. 

—  Verfolgung  der  PrüilikAntcu,  Ein- 
■tcUung  d.  Predigten,  I.  Bd-  XUl. 
liVII,  LXXI.  7il,  T-l,  130,  M«, 
168—171,  192.  201,  20«,  239.  5  Sl 
—^H4,  249,  25E>.  2ßl,  2«tf,  Hl, 
288,  .tS4,  S99— 402,  415-417, 
422,  4:}0,  -IS^.  431,  4411.  b^\  696 
—698,  1309,  6t0,  64ü,  047,  6T0, 
70S,  703,  711,  712,  715.763.778. 
770,  787,  797,  Ä.  Rd.  XXXIV. 
XUV,  61. 

—  Aittwc!«nTic  der,  Wii-dcicinsciilri- 
chen.  1.  »d.  XXVI,  XXVII.  LI— 
LIX,  LXXII,  18.  £9,  60,  69.  06, 
67.  94,  97,  lOe.  lOT.  IÜ9.  II». 
129,  SOS,  503,  273.  881,  2fi7,  804. 
:i08,  309,  321,  312,  SI3.  374,377. 
378,  396,398,400  405,411,418, 
420.  482,  42»,  4ST,  430.431.436, 
411,  444,  4C&,  4fi9,  480.482,628. 
538,  B39,  541,  590,  Ä91,  finO,  ROO 
—  614,  643,  6S6,  UO,  äSI,  66fi. 
6«8,  677,  679,  687,  688,  704,  712, 
713,  760,  771,  778,  780,  781,  789, 
790,  701,  7n  2.  Bd.  XI.  XLV— 
Xl.vn,  LXXIV,  1—1.  9.  21,  2«, 
42,  104  —  105,  IVB,  135,  152,  171, 
177,  210. 

—  Unterbriag^nng  Rtc.,  cmfia(>rloAus- 
moiiuiigcn,  I.  Bd.  LVII,  LXXIV, 
854,  Sfifi.  363.  360,  394,403,4)1. 
419,  420,  427,  430,  441,  484,  491. 
660,  (67.  &BI,  &83,  &84,  600,  60«, 
6IS,  63ß,  644,  r,47,  618.661,675. 
713,  716—721,  754,  765,  702,  769, 
783,  791—794,  796,  797.  2.  Dd. 
Xr,  42,    103—166,  126,  166,  171, 


210,  8(4.  216-239,  212,  2Ö8,  269. 
278,  282—289.  296.  332.  312,  81», 
359,  411,  4S2.  435,  460.  164,  622, 
628,  664,  565,  620,  627,  637,  643, 
705,  706,  726,  786,  710,  792,  796, 
7^7.  798,  800,  802,  821.  825.  834. 
SflfJ.  003,  91J4,  907.  908.  011—913, 
916,  017,  945,  063.  965. 
l*ragcriscl><>  RfUtiitn  l.Ri.  SB-SS. 

—  Legalion  2.  lh\  XIV— XVII.  25, 
S'l,  39.  40.  88.  98.  HC-,  118.  131. 
181.  132,  140,  145.  168,  107,199, 
20O,  207.  308. 

Prälaten!.!. nd  1.  «d,  XtV.  XV,  12, 
259,  f.l7,  62«.  522.  ,129,  662,  668, 
7i3,  2.  Bii.  CV,  CVI,  64,  446. 

—  Bcachwenleu  d*a,  ne^o  üevor- 
>npin{rfr4>nid^r  tieietlichen,  I.  tld. 
250.  260. 

—  Kmanzlpallon  von  Aer  vroltlicht'n 
Cericht.'il.ark.'il,  2.  IM   CVI,  CVlt. 

Predi^eti  und  Konimauizierrn  der 
I'rudikaalcii  absaatellen  3.  Bd. 
920. 

Pr«»difrt«n  PoI^tiMf  L«j-|«>D  S.  Bd. 
XXVII.  40.^,  «Ol,  i09,  410. 

PrleaterflhF,  kaLlialisolu>,  2.1ia  411, 
647. 

ProtcBtantisjnas,  stark  eingewur- 
»olt,  2.  m.  XXXVIIIiT. 

Pratok'^lln  dir  Vorbniid langen  d«« 
Kambcrgpr  VlmdnninTiiti  mit  dm 
Prnteetaiiten  1590  3.  IM.  930— 
934. 

ProieB  grg^n  Nonnon  2.  Ud.  OSO— 
940. 

Pupillpn  von  Emigraiit^Mi.  Ihre  Be- 
handlung. 2.  itd.  Liv,  435,  eai. 

«39,  656,  «70,  671,  700,  708,  774 
—776,  837-839. 


4. 


Qaellon  mr  Gpwliiclili'  drr  Grp''n- 
roforrn«ti.ni  I.  Jld.  XVHI.  XXXIV, 

Lxxvn— cn.  ?.  ud.  xii— xiv, 
Lxvu.  cxii— cxxnr.  347.  922 

—924. 

66* 


^^^^K)38         ^^^^^^^ 

^■H 

^H^ 

110,  116,  117,  IM— 126,  1»7.  128 

^^^H, 

—  ISO.    133.    ISS,    140—143,    146 

^^^^L^^       K«enp«r«tion  ^ixL  Oaur   1.  TM 

—  151.    157-169.    164,    166,    173. 

^^^^^K            XXXIII,  XUI,  XVI— XLVIII, 

177-179.      184—187.     SM— 213. 

^^^^^H            ert,i  12,420,425.  ■IS6,<&;,60S.3.Ud. 

S22— 230.    S51~-255.    267,    MO— 

^^^^^1            XXXIII,  tlV.  CVII,  66,S39,  S40. 

361,  272,  278.  294,  296  -AI«.  »4. 

^^^^^1                                                          493. 

826,    327.     351—3.16,    371-374. 

^^^^^B            —ttiü,    7O0.    m,   7»4.  803. 

393-S97,     399— 40i,     409,     4«. 

^^^^^1           906.  907,  980,  04^,                  968, 

437,  413-458.  474.  475.  490,  491 

^^^^^P 

—  493,    495.    497,  509—511,    613, 

^^^^^F             UüforniationtgBDBral    von     I6S8 

620,     521,     523—532,     63»— S44. 

^^^H                    S.  Bd.  802—809,  811.  814—821. 

660,    651,    661—664,    nC7.   669— 

^^^H              RcformatioiiBlibell  3.  Bd.  OSO. 

676,  687,  690.  691.  003.  616,  664, 

^^^^H               RcfornialionKfirilntingon    1.   Bil. 

761—770,     bl4— 821.     875—880, 

^^^^^             XLin.    203,  246,    S5Ö.   MIO,  6&I, 

882-884,     886-890.     896—699, 

^^^^^K            764,  7&A,  783,  T8I>,  3.  Bd.  VII,  IX. 

»02—907.     909—913.     917—920, 

^^^^^H            LXrX.  I.XX,  40, 

9SI,  928,  929,  948,  963,  96;>. 

^^^^^m            43fi,  4SC,  7S9.  788,  802,  806—809, 

Ktili^ionarefornatioBskoniiBt*- 

^^^^^^                      058—960. 

sftre,  «aUbiirgiaobe,  2.  B<1    667. 

^^^^B              Re|f«ntBc1iaft  •.  Grtiil,  Mnsimniia, 

Be)ip)onflrpfurniatton)>komniifc-            . 

^^^^H                     Ferdioand. 

Bion^u  1.  ud.  xm.  xjv,  j,xxir,    ^M 

^^^^H              R«^im«nt>ratSBt«ll«nb«Betxung 

LXXm,   121,  I2fi,  174.  237.   241,      ^M 

^^^H                    S.  Bd.  S18. 

281,  282,  616.  600.  601.  607,  6061,      ^M 

^^K^^             Ilcichi*«butx  der  iQoorOsUrreichi- 

61ü,     614-6(2,    »5.    648—660.     ^M 

^M                        ■rhoD  Lande  1    B<1.  46,  728.  S.  Bd. 

652—667,    6*>-668.    670.    672,      H 

^^                             158. 

678—601,     693-701,     703—711, 

BeliKioDiPXorzitien,  dv.,  )o  d.ricr 

715,  746,  760,  758— 7Öt.  766.  T88, 

ßtildtau   uur  fUr  ilen  Harrvnttiuid 

7C9,   772—777,   783.   791.    2.  Bd. 

I.  Dd.  XV.  69. 

XXXIX,    2.    3,  5.    8,  30,  «3.  64, 

Roltpionafriedcn  (Rricbt-)    I,  Bd. 

«9Ä,  317.  440.  458,  469.  474—476, 

XXXII,  183,  SS7.  2.  Bd.  189,811, 

676,  605,  606,  614,  668—662,  666. 

S73,  069.  789,  94&. 

671. 

RoIigionsfrrftraniiaM,     lt«aoIntio' 

RalilfioDSTorglelob  t.  1&91  1.  Bd. 

neu  u.  VcrotdnuDgvn  1.  Dd.  XXXI, 

XVI -XX. 

LXXXIV,  73,  88,   113,    130.   133 

Rom,  di«  Kari»  nud  dl«  Gcgcerefor       ^H 
nalion.    1.  Bd.    117,    116.    2.  Ud.       V 

—  139,    149,    161,   leo.   183,   192, 

105.  197,  198.204,507,213-218. 

XXI,    243,    256-557,    S6I,    697, 

23.5,  23r>,  268.  281.  STI,  274  -^276, 

634,  703,  943.  953,  953.  961. 

278,  279,  282,  284,  286,  44«  -464, 

Roaotenx    o.  seine  Danlcllnn^  der 

468-472.  478.  60»,  604,  520,  .',21, 

0««cb.  d.  GcffeDreformatlüo  3.  Bd- 

fiS9.  &SI,  6SS,  r»39,  510,  514—64«. 

XII.  xm. 

058—667,  559,  660,  563,  574,  &hi5. 

KackfülligkAit    bokehrt«r    PraU- 

686,    591—594,    638,    639,  642  — 

eUtiten  2.  Bd.  627. 

644,  6fi0,  658—660,  669,  671,  «TS, 

Rodolf  n.   a.   ä.  Gogenrefonnittmi 

678—689,     721—761,    787—791, 

io  Inaeraaterr.  1.  Bd.  XVtll.LXIt, 

S.  Bd.  8-12.  24—26,  80,  86,  48, 

19-38,40-51,67-50,65,  S.  Bd. 

^^^K                    49,  64.  56,  58—62,  67—69,   76— 

XIV— XVU,  XXIV— XXVI,    116, 

^^^H                  84,    87,    97,     102,     103,    108— 

13),  132,  168,  614. 

S«l»burg,  Erzbistnm  u.  d.  Oegan- 
refuriuativu.  1.  Bi.  8S— 40,  19S, 
19?,  233,  673,. 

—  OuUoliten  dea  KrzbiscIiofB  Marx 
Sitlicb  über  die  Volleuduag  tl«r 
Oegenreforniation,  2.  IW.  G6S,  65.3. 

Scalteran    auf  der   Kanzel    1.    Bd. 

XXIII,   LXXV,   85,  i>li,  102,  1CI+, 

110—112,     118,     ISO,     162—172, 

180,  I«?,  2ti6,  229,  231. 
Schill«,  AdcUachiile  in  Schwnnberp, 

2.  Bd.  XXV,  187. 

—  Verbot  des  Buuelis  auswILrliger 
Schulen,  1.  Bd.  LXVIII,  62.  513, 
MV,  2.  Bd.  LVI,  892,  676,  7&ß. 
7«3,  770,  761-783,  809,  816,  862, 
90  &,  969. 

—  VorSot  der  Wtnkclachnlen,  I.  Bd. 
2^4. 

Schnlinoislcr,  prolcstnutticbv,  MaQ- 
reRflln  gegen,  AuAWvUitng,  Verab- 
Bcliiudung-  etc.,  1.  Bd.  X,  XLII, 
LXXI,  LSXn,  62.  66,  73,  76, 
lÜO,  106.  107,  16Ä,  202,203,228, 
23i,  249,  266,  257,  262,  286,  430, 
669,  670,  704,  716,  S.  Bd.  170, 
171,  180,  181,  792. 

SCbne,  unkatb<iti>4:he  v.  KatiioUken, 
»itHnweiscn,  2  Bd.  S17. 

SpUn  Ordnung,  krainiicbe.S.Bd.SOS. 

8prinf>«r,  Sekte  der,  2.  Dd.  461. 

fitaittümter,  n«ietaijn):f  der,  Ab- 
■elzung  der  unkath.  Ma^ttrnte, 
Ersetz  durch  k&tbolUck«,  I,  Bd. 
XX,  LXXVIII,  10,  62,  66.  68.  74, 
7i>,  100,  106.  174,  203.  216,  323 
—225,  228,  234,  267,  268,  262, 
456,  491,  514,  621,  665,  786,  2.  Bd. 
X,  216,  216,  291),  741-748,  749 
—751,  771. 

Städte  und  MSrkte,  Frot«stautiiiiius 
iD,  2.  Bd.  XLIX,  L,  II.  6S,  65, 
72.  77.  96,  101,  106,  113,  120- 
128.  1S8,  6ia,  587—689,  607. 

—  Ocj^tirelönualianin  . ..,  Bflrj^Broid, 
1.  Bd.  XLV,  UX,  LXVI,  LXVUI, 


LXXII,  18—20,  20,  26,  «8,  S8— 

40,  42,  DO,  M,  68,  73,  74,  76,  85, 
103,  1)3,  117,  133,  126-129,  154, 
155,  165,  168,  174,  189,  192,  196, 
197.  202,  2)8,  324,  230,231,236, 
250,  258,  S61— 2&<),  269.  2(0,  «7.1, 
27«— 278,  281,  2fl2,  284,  285,  289, 
296- SOS,  SOS,  3G0,  361,374,398 
-391,  409,  422—425,  -129,  43^, 
433,  441,  444-446,  504,  630,  625, 
536—639,  547,  668.  569—671, 
678.  687.  Ö95,  600.  CIO— 643,  645, 
649,  660— 6&S,  660-668,  678— 
689,  692,  698—700,  705—711, 
721,  742,  743,  746,  761-754,758 
—  700,  762.  765,  768—779,  783, 
785,  788,  798,  820,  821,  2.  Bd. 
X,  XXIX.  L,  LVn— LXXV,  2,  3, 
6,  0,  11-21,  23—32,  36—38,  40, 
43—48,  60-63.  69—76,  84,  88— 
105,  110—116,  113—142,  160— 
163,  166—169,  112-17-1,  176, 
192—195,  I'JS,  20U,  200,209,214 
—217.  219,  220,  274,  279-284, 
287.  288,  324,  334,  343.  575— S88, 
406.  407.  4U,  433— 44'i,  444— 
446,  468—461,  46  L— 466,  474, 
47C,  479,  491,  644,  556,  676,  680, 
586—598,  602—606,  612,  613, 
620.  624—627,  631  —  637,  640— 
642.  644.  654-656.  659-666, 
668—672,  700—709,  711,  712. 
714-719,  722—727,  729—732, 
734,  736,  738-746,  749—754, 
767,  768,  760—762,  771-778, 
786—790,  792,  801,  810—812, 
831,  824,  876,  831—685,  888,  924. 
930—939.  940-901.  064,  966, 
967,  968. 

Stände,  SoDderung  dor,  1.  Bd.  LXl, 
49,  50,   525,   541,  549-652,  571. 

fiteuorquittuugeo  der  Ooulli ch- 
koit  2.  Bd.  586,  723. 

StiftigebHado  1.  Bd.  720.  S.  B4. 
221. 

Stiftskirche,  proteat.,  Befehl,  sie  «n 
k^ilh.Oeistlicho  zn  verleilion,  I.IM. 
LXII,    431,    442,    603—606,   608, 


1030 


609.  679,  686,  697,  2.  Bd.  170, 171, 

199,  219.  230. 
Stiftungen    ffir   Wkihii     iiiiknllio]. 

Mattrr  2.  Ri)    852— tfU. 
Stipendien    1.  Bd,  &.16,   S.  IM.  8&2 

—864. 
ßtruM^krcle  2.  Bd.  XXXV.  716. 
8lrArg:cilä«r  (Z«liluiig.  Amlrotianf;) 

I.  ÜA  697,  Cüfl,  2.  Kd.  XC-XCII. 

129,  ISO,   lß3,  169,   108,  199.201 

-203,    211,    26fi,   967,   293,   Ä4S. 

4.1«,  433,  411,  &S8,  589,  695— &97, 

764,  760,  778,  791,  792,891,908. 


T. 


Txgrlineb  iIm  BiHrhof«  Krfln  von 
Luibaoli  2.  Ud.  XX,  XXI. 

TflctiLor,  nnkkth ,  von  K«tliotikcn 
sind  ati  hallt.  Orte  «i  ^b«ti,  i.JÜ. 
fll7. 

—  Tinkath.,  erwac1ii«ne  anuDwoiica, 
2,  Bfl.917. 

Tr«i]e  d.  innuriMerr.  HerreiuUnd««; 

8.  lierr^DBtaiid. 
Tnmiilta  ■.  Unrnhen. 

IT. 

Unrnbaii  in  Gtax  I.  Bd.  XIV,  XVIU, 
4  SO. 

—  in  WoUtUcTg  2.  Bd    93a-&S9. 
Untertanen.  Freimnchun^  von  im- 

kaÜiotUchcn  Hcrncbaften,   3.  Bd. 
8S3. 
llRknkeii,    Irben    «rror«    Ortcontm, 
2.  B<1.  710.  711. 


VerfoIganfrpmt.Baavrn  darch  kjth. 

Ilc-mchaftpn  I.  Bd.  97,  26«. 
Verordnelcnkol)ffg)noi,AarnatiraB 

Ton  Prllaleii,  I.  IM   I.X,  IJ£I.  IM», 

446,  2.  Bd.  CIV— CVI,    138.    113, 

18$,  230. 
Vi|Ueli«rKirclionhandpI  9,  Villach. 
Vidi  tationrn  «vidj^.  Kircbcn  dorch 

kalli.  Gcitll.  I.  IM.  TT.  89,  90,  113. 

—  den  Nontiu«  3   Rd.  461,  462. 

—  geiitlicIiRT  VorgMelsfpr  S.  Ild.  7181, 
740,  742,  882.  883. 

Vitit«tion«r*iseii  2.  Ud    910. 

Vojrici  tind  Irfhcnslierrscliaft  Über 
gelttl.  GBur,  PriUciitatianfrecht 
vUi.  1.  B<1.  10,  93,  100,  tOi,  112, 
118,  137,  168— K.l,  209-811, 
S27,  228,  234.  236.  SSf.  241.  218. 
8J0,  266,  256,  '.'.W,  SCO,  272.  276, 
309,  398.  474,  617,  2.  Bd.  792. 


z. 


Zanbprri  2.  Rd.  ft7.\  069. 

Kotigninse  für  Emigrant«»  «-  Rmt- 
graiitcin. 

Kllatlonen  (Eiamtna)  2.  Bd.  246, 
248,  644—646,  6BÖ— 671,  675, 
706.  706.  708,  709.  7H.712.7IÄ. 
720,  721.  724—729.  744,  763— 
7.'i5.  760—762,  770,  77T,  780,  781. 
784,  790,  791,  793—795,  798,  MI 
—804,  809,  810,  865,  863,  f<64, 
865,  881.  8S1.  886—888,  893,  894, 
898,  908,  010,  017.  968. 

KUnri«  und  Zuiiftordnunfren  1.  Hd. 
163,  IG»,  188,  2.  Bd.   163,  83»- 


i 


Drackfehler  and  Berichtigungen. 


Seite  XIV,      Z,    6  v.  o.  lies:  Thomas  «tatt  Anton. 

„  XVII,      n     9  n  ■     n      BerUn^en  statt  Berlichingen. 

„  LUX,       „  14  „  „     „      S(ebaBtiaD)  statt  G.  Sanpach. 

„  LXVII,   n     9   a  u.  iat  noch  Eberadorf  im  Jaantal  zu  nennen. 

„  57,  Z.  14  T.  o.  lies:  1254  statt  12&6. 

„  208,   „   18   H    „      „       Dolianski  statt  Dobranski. 

n  313,  „   12   „  u.     „       Gschwind     „      OechwÜnd. 

„  345,   n   12   a   K      „       Yizedom        „      Viesedom. 

„  412,   „   12   „  o.     „       Adam  statt  Georg. 

„  490,  Nr.  1779  ist  in  die  richtige  Reihe  za  stellen. 

„  626,  Z.  3  V.  a.  lies:  an  den  Pfarrer. 

„  705  lies:  TUffer  statt  Tnffer. 

„  732,  Nr.  2253  ist  vom  16.  März  datiert. 

„  755,    „     2323    „      ,       4.  April        „ 

„  803,  Z.  19  r.  o.  lies;  Franenbnrg  statt  Frauenberg. 

„  834,  „     9  n  a.    „      KlOch  statt  Klach. 

„  861,   „     7   y   o.    n      Rohitsch  statt  Rachitsch. 

n  896,   „      I    „   „   fehlt  Nr.  2679b. 

„  949/50  fDge  im  Index:  Nikolsbarg  ein. 

„  974,  Z.  2  r.  o.  streicho:  738. 

,  974  zu  Augsee  lies:  LXXXVH  sUtt  LXXXVIIL 

„  975    „    Brixen  fQge:  384  ein. 

„  975  bei  Caligari  lies:  C  statt  6. 

„  982     „     Gera  füge:  Georg  ein,  864. 

„  983  füge:  Gressing  ein,  Balthasar  960. 

„  984     „        Harrer  Michael  ein,  134. 

„  985     ,        Herlich,  Pfarrer  ein,  437. 

„  986     „        Hohenkirchen  ein,  405. 

„  987     „       Joacbimstal  ein,  777. 

„  987     „        Jörg  Heinrich,  Pfleger,  ein,  772. 

„  991     ,        Koruion  Hans  ein,  6J4,  651. 

n  996  lies:  Hauritsch  statt  Manritsch. 

Durch  Versehen  ist  ein  StUck  aas  dem  Lamberg-Feistritz-Archir  in 
der  Orthographie  der  Handschrift  stehen  geblieben. 


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UbrtfSL 


i|»riBHS 


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CECIL  H.  GREEN  LIBRARY 

STANFORD,   CALIFORNIA  94305-6004 

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All  books  moy  be  recolled  afler  7  doys 

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